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Kampfkunst Budo International Magazin 530 September 2026

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Organisationen, Schulen, Vereine, Privatpersonen und Turniere. 3. Titelgeschichten über ehemalige und aktuelle Weltmeister im Mixed Martial Arts, in der UFC sowie über Bodybuilder. 4. Werden Sie Sponsor des Budo-Magazins und hinterlassen Sie Ihrer bedürftigen Familie ein Vermächtnis. Richten Sie einen jährlichen Fonds für Online-Spenden ein. 5. Ihre besonderen Beiträge zu Kampfsportthemen sind jederzeit willkommen. 6. Teilen Sie uns Ihre Geschichte mit – haben Sie Fotos von Kampfsport-Prominenten oder aktuelle Nachrichten? Senden Sie Ihre Informationen an: Hauptsitz USA 718.652.6600, E-Mail: info@budomaxintl.com oder rufen Sie an unter USA-888-4558181 7. Wir arbeiten mit weltbekannten Organisationen, Schulen von Kampfkunst-Grossmeistern und Verbänden weltweit zusammen. 8. Kostenlose monatliche «Budo»-Werbung für Online- und Medienkampagnen. 9. Der «Budo Magazine»-Kalender mit Fotos, Veranstaltungen und Anzeigen: Werden Sie Mitglied im Budo-Club – Erzählen Sie uns Ihre Geschichte – «Got Talent». 10. Werben Sie bei Budo Max International und werden Sie weltweit wahrgenommen.


Perlen des Kriegers

„Wenn Tradition nur in Formen besteht, wird sie verkümmern. Das Wesen, das das Leben erhält, ist flexibel und anpassungsfähig und harmonisiert sanft.“

Lao Tse


Leitartikel Wie albern wir doch sind! „Ein Porträt ist ein Gefühl, keine Realität“ eine Widmung von Manolo Tarazona meines Mallehrers, zu einer Zeichnung, die mich darstellt. e komplexer der Geist ist, desto schwerer fällt es uns, uns selbst in unserer Gesamtheit auch nur mit einem Hauch von Gelassenheit zu betrachten. Der Geist – jenes Etwas, das uns Menschen durch seine Komplexität von anderen Lebewesen unterscheidet – leistet einen unverzichtbaren Dienst für unser Überleben. Er ist eine großartige Errungenschaft der Evolution und hebt uns so sehr hervor, dass wir, in den Worten von Descartes, zu der Feststellung gelangt sind: „Ich denke, also bin ich.“ Insbesondere der Westen hat diese Identifikation auf die Spitze getrieben – so sehr, dass Westler Selbstmord begehen, indem sie sich in den Kopf schießen (oder ihren Geist in einem Barbiturat-Cocktail auflösen!), während Ostler traditionell ihren Bauch aufschneiden würden. Diese Art der Entscheidung, wie wir unserem Leben ein Ende setzen, offenbart im extremsten Sinne, mit welchem Teil von uns selbst wir uns wirklich am meisten identifizieren. Der Verstand kann seine eigenen Probleme niemals lösen, weil ihm die Perspektive fehlt; er gleicht einem zweidimensionalen Wesen, das eine dreidimensionale Realität bewertet, die mit seinem Universum in Berührung kommt. Eine Kugel, die mit einem zweidimensionalen Wesen interagiert, das durch ihre Welt hindurchgeht, würde zunächst als Punkt wahrgenommen werden und dann als Kreis, der auf magische Weise zu wachsen beginnt, bis er seinen Äquator erreicht – an diesem Punkt würde er überraschenderweise wieder schrumpfen, bis er erneut zu einem einzigen Punkt wird, bevor er auf mysteriöse Weise verschwindet. Der Verstand strebt, wie jedes Wesen, das eine eigene Form annimmt, danach, unabhängig zu werden und sich zu stärken; er füllt sich mit Argumenten und Rechtfertigungen, um sich zu schützen und seine Vorrangstellung zu begründen, als hinge deine bloße Existenz davon ab. Intellektuelle Persönlichkeiten sind für diesen Fehler besonders anfällig. Alles muss und kann erklärt werden! Es gibt immer einen Weg, eine entschlüsselbare Methode, eine Technik, die allem zugrunde liegt, jeder Lösung. Sie neigen dazu, große Bewunderer der Wissenschaft, der akademischen Autorität und ihres traditionellen Mediums zu sein: schriftliche Aufzeichnungen. Sie verbringen mehr Zeit damit, die Realität in ihre Schemata zu pressen, als aus ihr zu lernen. Aus diesem Grund ist das Bild des westlichen Weisen das eines ahnungslosen Wesens, das von der Realität losgelöst und folglich unfähig ist, praktisch mit ihr umzugehen. Infolgedessen erzielen sie selten wirtschaftlichen oder emotionalen Erfolg, und ihr Privatleben verwandelt sich in eine Abfolge von Paradoxien. Kunst ist eines jener Dinge, die sich der Vernunft entziehen. Warum können ein Gemälde, ein Maler oder ein Kunstwerk so übermäßig geschätzt werden – sogar in wirtschaftlicher Hinsicht? Kunst ist die Transsubstantiation von Materie. Betrachten wir die Malerei: Ein Stück Leinwand – ein zweidimensionales Objekt, das durch Farben und Formen drei Dimensionen nachbildet, hergestellt aus Öl und pflanzlichen oder mineralischen Pigmenten, zu lächerlich geringen Kosten – verwandelt sich, fast wie durch Zauberei, in etwas Unbezahlbares. Mein Malereilehrer, Manolo Tarazona, gab mir, als er mich als Schüler aufnahm, zwei Versprechen: „Wenn wir deine Ausbildung abgeschlossen haben, wirst du zwei Gewissheiten haben. 1. Wenn du eines deiner Bilder aufhängst, wirst du dies mit Selbstvertrauen tun, und du wirst sehen, wie unsere Kollegen, sobald sie es sehen, näherkommen und hinschauen … dann einen Schritt zurücktreten und hinschauen … dann wieder näherkommen und noch einmal hinschauen … und sie werden ihren Augen nicht trauen! … Das ist Professionalität, und 2. Das Wichtigste! Du wirst verstanden haben, dass Kunst nur dann existiert, wenn du Emotionen weckst, und um das zu tun, musst du sie fühlen, und um sie zu fühlen, musst du es wagen, sie zu leben.“

J


Leitartikel Wie albern wir doch sind! Ein portugiesischer Fado sagt: „Es ist niemals schade, wenn die Seele nicht klein ist.“ Der große Pablo Neruda drückte es im Titel seines Buches aus: „Ich gestehe, dass ich gelebt habe.“ Ja, das ist kein Zufall, denn die drei großen klassischen Musen sind Poesie, Malerei und Musik. Man kann diese außergewöhnliche Mathematik, die die Musik ist, so viel studieren, wie man will, aber Paul McCartney oder John Lennon – Komponisten so vieler zeitloser Lieder, der Soundtracks der Menschheit – kannten sich mit Musik gar nicht aus! Paco de Lucía, der Flamenco-Gitarrist, der die Grenzen seiner eigenen Tradition überschritt, tat es auch nicht … Die Beispiele sind fast endlos. Die Künste widersetzen sich Strukturen, denn ihre Gründe sind Gründe der Seele – keine Techniken, die der Verstand analysieren und dann nach Formeln reproduzieren kann. Kunst ist das Phlogiston der Menschheit! Sie ist der Beweis, die Verkörperung dafür, dass es Leben jenseits des Verstandes gibt und dass sich die Vernunft beugen muss, denn sie ist nur innerhalb ihres eigenen Bereichs souverän. Der Verstand. Wie eine Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt, wird er niemals über sich selbst hinausgehen. Selbst dieser Text, der über Dinge nachdenkt, ist nichts anderes als mein Verstand, der sich durch seine eigene Erfahrung rechtfertigt. Mein Professor nennt sie „Tuchistische Theorien“. Und Tatsache ist, dass uns allen letztendlich nur der Rückstand dessen bleibt, was wir durchlebt haben, gefiltert durch unsere eigene Linse – mit seinen glorreichen Momenten und Errungenschaften und seinen eklatanten Fehlern. Zu einem gesunden Leben gehört es, diese Einzigartigkeit von uns zu akzeptieren, denn wir können nicht unbehaglich auf unserem eigenen Kontinent leben, stets geschmückt mit unerreichbaren Werten anderer, und versuchen, unserem „Popo“ zu gefallen – und … ganz gleich, wie großartig diese Werte auch sein mögen! Denn das ist nicht der Sinn des Lebens, und weil tief im Inneren keiner der Fehler oder Tugenden der Menschheit – kein einziger – einem von uns fremd ist. Der Geist kann sich nicht selbst heilen, geschweige denn die Geister anderer, indem er Regeln aufstellt oder heimlich moralisiert – ob heimtückisch oder nicht, gut gemeint oder nicht … denn in dem persönlichen Sammelsurium, das wir ausstrahlen, und in dem Schleim, den wir wie Schnecken auf unserem Weg hinterlassen, steckt immer ein bisschen von allem. Dies ist ein Weg, der nicht nur fruchtlos ist – im Grunde pervers und entfremdend für einen selbst, gefangen und im Kreis laufend –, sondern auch für andere, die, in Kleidung, die nicht ihre eigene ist, in deiner Nähe unbehaglich zurückschrecken, aus Angst, aus der Reihe zu tanzen, wieder Mist zu bauen, dich zu stören oder – noch schlimmer – aus Furcht. Keine Form, wie gut sie auch sein mag, kann alle Seelen umfassen. Der Himmel ist viel größer als der schmaler Streifen, den der Frosch von seinem Felsvorsprung aus erblicken kann, wenn er nach oben schaut.

„Die Künste widersetzen sich Strukturen, denn ihre Gründe sind Gründe der Seele – keine Techniken, die der Verstand analysieren und dann nach Rezept reproduzieren kann. Kunst ist das Phlogiston der Menschheit! Sie ist der Beweis, die Verkörperung dafür, dass es Leben jenseits des Verstandes gibt und dass sich die Vernunft beugen muss, denn sie ist nur in ihrem eigenen Bereich souverän.“


LAMECO ESKRIMA S.O.G. Sulite Original Group – The Backyard Group Die Essenz und Tradition von Lameco Eskrima und Lameco S.O.G. (Sulite Original Group), der Backyard Group, wird ins 21. Jahrhundert übertragen. Effektiv mit Messern, effektiv mit Schlagwaffen, effektiv in der Selbstverteidigung … und jetzt … auch mit Schusswaffen! Nur wenige Namen stehen in den philippinischen Kampfkünsten so sehr für Authentizität wie Guro Dino Flores und Guro Ariel Flores Mosses. Ihre Linie ist keine, die aus Seminaren und Zertifikaten zusammengestellt wurde, die sie in vielen verschiedenen Schulen erworben haben. Es ist eine Linie, die in Blut, Schweiß und der unerschütterlichen Präsenz der Großmeister geschmiedet wurde, die sie auswählten, auf die Probe stellten und ihnen das anvertrauten, was nicht jedem beigebracht werden konnte.

Text by Tim Fredianelli


Guro Dino Flores: Der auserwählte Verteidiger Punong Guro Edgar Sulite bildete vier Arten von Schülern aus: diejenigen, die bei ihm in regulären Kursen lernten, Seminarteilnehmer, Privatschüler und einen kleinen, handverlesenen Kreis, den er persönlich für den Kampf formte – die Sulite Original Group, unter Insidern einfach als Lameco S.O.G. oder die „Backyard Group“ bekannt. Dies war niemals das öffentliche Gesicht von Lameco Eskrima. Es war die persönliche „Backyard Group“ des Punong Guro, zu der man nur auf Einladung Zugang hatte – ein Schmelztiegel, der von den heute existierenden Mainstream-Lameco-Organisationen getrennt und anders war. Guro Dino Flores gehörte zu den wenigen Auserwählten, die in die „Backyard Group“ aufgenommen wurden. In den Anfangsjahren wurde Punong Guro Sulite häufig herausgefordert – und obwohl dies nur wenige wissen, war Guro Dino Flores einer derjenigen, die handverlesen und persönlich in die tiefsten Kampfgeheimnisse von Lameco eingeweiht wurden, vor allem wegen seiner Bereitschaft, das System zu verteidigen. Im Laufe der Zeit gehörte er zu den wenigen, die von Punong Guro Sulite persönlich ausgewählt wurden, um an seiner Stelle zu stehen, wenn Herausforderer kamen, und um gemeinsam mit einigen anderen Mitgliedern die Ehre der Kampfkunst mit eigenen Händen zu verteidigen. Guro Dino Flores wurde zudem das seltene Privileg gewährt, unter allen fünf Säulen von Ilustrisimo zu trainieren, insbesondere unter Großmeister Christopher Ricketts und Großmeister


Tony Diego, die beide Guro Dino die volle Befugnis erteilten, ihr System des Kali Ilustrisimo zu unterrichten. Seine Integrität als ernsthafter Eskrimador weckte die Aufmerksamkeit von Punong Guros Lieblingskämpfer und -lehrer, Großmeister Olavides vom Eskrima-DeCampo-System von Großmeister Caballero. Großmeister Olavides nahm Guro Dino als persönlichen Schüler in dieser äußerst kämpferischen und damals geheimen Kampfkunst auf. Später wurde Guro Dino die Chance geboten, der erste internationale Vertreter des Eskrima-De-Campo-Systems auf dem gesamten Gebiet der USA zu werden. Stattdessen entschied sich Guro Dino dafür, dem „Backyard Lameco“ treu zu bleiben – eine Entscheidung, die ihn weiter stählte und ihn an die Spitze seines Ansehens als angesehener Kämpfer brachte. Ursprünglich hatte Guro Dino nicht vor, mit anderen Lehrern außer Punong Guro Sulite zu trainieren. Er war zufrieden damit, für den Rest seiner Eskrima-Laufbahn Schüler von Punong Guro im „Backyard“ zu bleiben. Es war jedoch Punong Guro Sulite, der darauf bestand und Guro Dino eine Liste seiner eigenen Trainingspartner und Lehrer gab, die er aufsuchen sollte – mit der Begründung, dass ihm dies ein tieferes Verständnis dafür vermitteln würde, warum Lameco so aufgebaut ist, wie es ist. Guro Dino nahm die Liste zunächst nicht ernst, da er bereits häufig – viermal pro Woche – mit dem Gründer selbst trainierte. Nach dem plötzlichen Tod von Punong Guro wurde ihm jedoch klarer, warum dieser darauf bestanden hatte, dass Guro Dino mit einigen weiteren ausgewählten Meistern trainieren sollte. Guro Dino gehörte zu den Ersten unter seinen Gleichaltrigen, die für Punong Guro Herausforderungen im Kampf annahmen. Einige Mitglieder, die denselben Weg einschlagen wollten, wurden ebenfalls direkt von Guro Dino ausgebildet, wenn sie nicht im „Backyard“ waren. Guro Dinos Ziel ist es nun, alles weiterzugeben, was er in sich trägt – die „Backyard“Philosophie und den Standardlehrplan, genau so, wie Punong Guro Sulite ihn gelehrt hat –, damit das Wesen dieser Kunst auch in den kommenden Generationen weiterlebt.


Guro Ariel Flores Mosses: Der technische Vorreiter Guro Dino und Guro Ariel trainieren seit den frühen 1980er Jahren gemeinsam verschiedene Kampfkünste, darunter die FMASysteme Sikaran, Arnis und Manaois Eskrima. Als sie in den 1990er Jahren mit dem Training in Lameco Eskrima und Kali Ilustrisimo begannen, haben sie nie mehr zurückgeschaut und trainieren bis heute weiter. Guro Ariel Flores Mosses ist ein Praktiker mit über fünfunddreißig Jahren Erfahrung in den Kriegerkünsten. Ariels Abstammungslinie ist nicht weniger prestigeträchtig als die seines Cousins – er wurde von Großmeister Conrad Manaois, Großmeister Christopher Ricketts und Punong Guro Edgar „ “ Sulite selbst ausgebildet. In allem, was er lehrt, trägt er das Erbe und die Disziplin der alten Meister in sich. Doch Ariels Weg führte ihn noch in eine zweite Richtung. Lange bevor die meisten Praktizierenden überhaupt zum ersten Mal bewusst eine Schusswaffe in die Hand nahmen, suchte er die noch lebenden Bewahrer der seltenen Kunst des Cowboy Action Shooting auf, einer Schießdisziplin im Stil des Alten Westens, bei der Single-Action-Revolver und Hebelgewehre zum Einsatz kommen – die Methoden der Revolverhelden des Westens, die bis in die gnadenlosen Zeiten der amerikanischen Pionierzeit zurückreichen, als das Ziehen der Waffe, das Zielen und die Nervenstärke eines Mannes seine einzige Sicherheit waren. Guro Ariels Schusswaffenausbilder gehörten zu den besten des Landes und bildeten Mitarbeiter des FBI, der CIA, von SWATEinheiten und militärischen Spezialeinheiten aus. Diese Behörden schickten Mitarbeiter quer durch das Land, um bei denselben Schusswaffenausbildern zu trainieren, die in seiner Heimatstadt Moses Lake im US-Bundesstaat Washington ansässig waren. Genau dieses seltene, kompromisslose Wissen hat Guro Ariel Flores Mosses persönlich geerbt. Diese Tradition fließt heute durch Ariels Hände. Es ist diese in jeder Situation erprobte Meisterschaft im Umgang mit Schusswaffen, die ihn zu einem gefragten Schießausbilder in Nordamerika gemacht hat. Hierbei handelt es sich nicht um Theorie, die allein in einem Klassenzimmer weitergegeben wird. Als ehemaliger Strafverfolgungsbeamter stand Ariel inmitten der grausamen Realität echter Gewalt – in Situationen, in denen der Unterschied zwischen Leben und Tod in Bruchteilen einer Sekunde gemessen wurde – und er hat es jedes Mal siegreich überstanden. Was er lehrt, stammt nicht nur aus Handbüchern, sondern aus der Erfahrung, selbst dort gewesen zu sein und unversehrt überlebt zu haben. Ariel Flores Mosses nahm in der Lameco-Hierarchie eine einzigartige Stellung ein. Er wurde ursprünglich in die „Backyard Group“ aufgenommen, insbesondere zusammen mit seinen Cousins Guro Choy und Guro Dino, die beide zu den frühen Mitgliedern gehörten. Seine Arbeit führte ihn jedoch in den Bundesstaat Washington. Als er Anfang der 1990er Jahre in den Bundesstaat Washington umzog, ernannte ihn Punong Guro Sulite persönlich zum Hauptvertreter für diesen Bundesstaat und übertrug ihm die Lameco-ID WA #1 für den Bundesstaat Washington. In den folgenden Jahren verbrachte Punong Guro jeweils wochenlang Zeit damit, Ariel zu Hause zu besuchen und dort zu trainieren, wobei er sich voll und ganz der intensiven Einzelbetreuung widmete – eine Nähe, die nur wenigen Schülern jemals zuteilwurde –, sodass Ariel Lameco in seiner reinsten, ungefilterten Form direkt von der Quelle aufnehmen konnte. Ariels Karriere im Bereich Strafverfolgung und Sicherheit – beim Sheriff-Büro von Grant County und der Polizei von Moses Lake, als Verbindungsmann der Sicherheitspolizei für den US-Zoll im Hafen von Moses Lake, als Sicherheitschef am Samaritan Hospital in Moses Lake, WA, als Sicherheitsleiter im Palms Resort and Casino in Las Vegas sowie im Personenschutz – verleiht seiner gesamten Lehrtätigkeit eine harte, moderne Note. Seine Lehrinhalte zeichnen sich durch eine taktische Dimension aus, die nicht allein im Dojo, sondern auf der Straße unter Beschuss geprägt wurde – dort, wo sich Theorie entweder bewährt oder nicht. Er ist zertifizierter NRA-CCW-Ausbilder, autorisiert durch das LVMPD (Las Vegas Metropolitan Police Department), und vertritt eine Kampfphilosophie, die er als „Traditionelle Kampfkünste für eine moderne Welt“ bezeichnet und die eine Brücke zwischen den alten Kampfkünsten und den Anforderungen der vielfältigen Bedrohungen von heute schlägt. Derzeit ist er Präsident von Manaois Systems International und trägt den Rang eines Schwarzgurts 8. Dan im Kali Jukune Do. Außerdem ist er Chefausbilder und Mitbegründer der CombatFMA-Organisation, einem Dachverband, dem Lameco S.O.G., Kali Ilustrisimo CNR und Manaois Eskrima angehören.


Lameco Eskrima S.O.G., Kali Ilustrisimo, CombatFMA und die Mandirigma-Evolution Die Geschichte von Lameco Die historische Entwicklung der philippinischen Kampfkünste (FMA) im späten 20. Jahrhundert ist geprägt von einer Abkehr von fragmentierten regionalen Geheimnissen hin zu einer ausgefeilten, analytischen Synthese von Kampfsystemen. Diese Entwicklung erreichte ihren Höhepunkt in der Arbeit von Punong Guro Edgar G. Sulite, dessen Schöpfung des Lameco Eskrima als monumentale Errungenschaft in der systematischen Kategorisierung der philippinischen Kriegertraditionen gilt. Lameco war keineswegs nur eine bloße Sammlung von Techniken, sondern ein revolutionäres Rahmenwerk, das elf unterschiedliche Systeme zu einem zusammenhängenden Ganzen integrierte, das darauf ausgelegt war, die drei entscheidenden Kampfdistanzen abzudecken: Largo (weit), Medio (mittel) und Corto (nah).In Tagalog lauten die Begriffe „ “ LABANAN DIKITAN (CORTO/kurze oder Nahdistanz), LABANAN MALAPITAN (MEDIO/mittlere Distanz) und LABANANAN MALAYU´AN (LARGO/lange Distanz). Dieser Bericht bietet eine umfassende Analyse der Abstammungslinie von Punong Guro Sulite, der architektonischen Struktur des Lameco-Systems, der tödlichen Effizienz von „Kalis Ilustrisimo“ sowie des Aufkommens einer neuen Führungsgarde – Guro Dino Flores und Guro Ariel Flores Mosses –, die diese Künste derzeit über den Verband „Kapisanang Mandirigma“ und die „www.lamecoilustrisimo.com“ in die Moderne führen. Der Architekt der Synthese: Punong Guro Edgar G. Sulite, ein Großmeister, der seiner Zeit voraus war. Die Entwicklung von Lameco Eskrima lässt sich nicht verstehen, ohne zunächst die kulturellen und persönlichen Grundlagen seines Gründers, Edgar G. Sulite, zu beleuchten. Sulite wurde am 25. September 1957 auf den Visayan-Inseln geboren und war Erbe eines tief verwurzelten Kampfkunst-Erbes. Sein Vater, Helacrio Sulite Sr., war ArnisPraktizierender und Boxer und brachte Edgar schon in jungen Jahren die Grundlagen des Schlagkampfs und des Umgangs mit Waffen bei. Diese frühen Erfahrungen beschränkten sich nicht auf die Trainingshalle; da Sulite in den Barrios der Philippinen aufwuchs, wurde er Zeuge der rauen Realität von Kämpfen mit Klingenwaffen, bei denen Streitigkeiten mit dem Bolo und dem Kris beigelegt wurden. Diese Erfahrungen prägten in ihm einen tiefen Respekt vor der Realität der Klinge und eine lebenslange Abneigung gegen Kampfkünste, denen es an praktischer Anwendbarkeit mangelte.


Sulite war ein Mann von bemerkenswerter Weitsicht und intellektueller Disziplin. Während seines Bachelor-Studiums der Wirtschaftswissenschaften wandte er auf die Kampfkünste dieselbe systematische Strenge an wie auf sein akademisches Studium. Er erkannte, dass die Philippinen zwar über einen unglaublichen Reichtum an Kampfkunstwissen verfügten, dieses jedoch oft unorganisiert und lokal begrenzt war. Er begab sich auf eine jahrzehntelange Odyssee, reiste quer durch den Archipel – manchmal schwamm er zwischen den Inseln in von Haien bevölkerten Gewässern –, um die bedeutendsten Meister seiner Zeit aufzusuchen. Sein Ziel war es nicht bloß, Techniken zu sammeln, sondern die zugrunde liegenden Prinzipien zu verstehen, die jeden regionalen Stil in seinem spezifischen Kontext wirksam machten.

Die Entwicklung des Lameco-Konzepts 1981 gründete Sulite in Manila „Lameco Eskrima“. Der Name selbst ist eine Wortschöpfung aus den drei Reichweiten, die er als wesentlich für einen vollwertigen Kämpfer identifizierte:

Bereich Philippinisch-spanischer Begriff Kampfschwerpunkt Lang Largo Angriffe auf die Extremitäten, Kontrolle der Waffenspitze und lineare Fußarbeit Mittel Medio Handkontrolle, Körpertreffer und zeitgesteuerte Gegenangriffe Nahkampf Nah Fangen, Festhalten, Entwaffnen und „unsauberer“ Kampf (Knie, Ellbogen, Kopfstöße) Sulites systematischer Ansatz veranlasste ihn, die von ihm untersuchten Systeme in fünf Haupt- und sechs Nebeneinflüsse zu kategorisieren. Die Haupteinflüsse bildeten das taktische Rückgrat und die strukturelle Mechanik von Lameco, während die Nebeneinflüsse spezialisierte Lösungen für unterschiedliche Kampfszenarien lieferten.

Die fünf Hauptsäulen des Lameco Hauptbeeinflussung Großmeister Kernbeitrag zu Lameco De Campo Uno-Dos-Tres Orihinal Jose Caballero Die „Scharfschützen“-Mentalität der Largo-Reihe und präzise, geradlinige Schläge Kalis Ilustrisimo Antonio Ilustrisimo Direkte Schwertführung, überragendes Timing und das „Schwert“ statt des „Stocks“ Pekiti-Tirsia Kali Leo Tortal Gaje Jr. Fußarbeit (Triangulation) und raffinierte Messer-/Corto-Techniken Modernos Largos. Jesus Abella & Pablicito Cabahug. Spezialisierte Mobilität auf große Distanz und Übergänge zwischen hoher und niedriger Linie Sulite Rapelon Helacrio Sulite Sr. Familientradition, grundlegende Techniken und traditionelle Wurzeln Der Einfluss von Großmeister Jose Caballero war für Sulite besonders prägend. Caballeros „De Campo“-System legte den Schwerpunkt darauf, das Ziel zu treffen, ohne selbst getroffen zu werden – eine Philosophie, die zum Eckpfeiler der Lameco-Largo-Techniken wurde. Umgekehrt brachte der Einfluss von Tuhon Leo Gaje Jr. die fließenden und aggressiven Nahkampftechniken des Pekiti-Tirsia mit ein und stellte sicher, dass ein Lameco-Praktizierender mit einem Dolch ebenso gefährlich war wie mit einem langen Stock.


Die sechs Nebensysteme des Lameco Um technische Lücken zu vermeiden, integrierte Sulite spezielle Elemente aus sechs weiteren Systemen. Geringer Einfluss

Großmeister

Spezialisiertes taktisches Element

Doce Pares Diony Canete Umfassende Übungen für verschiedene Distanzen und traditionelle Struktur Balintawak Johnny Chiuten Schnelles Reflextraining und Abwehrtechniken im Nahkampf (Cuerdas) Lapunti Arnis De Abanico Felimon E. Caburnay Fächerartige (Abanico) Schläge zur defensiven Umleitung und zum Einfangen Siete Teros Serado Marcilino Ancheta Enge Verteidigungshaltungen und das „Zuschlagen der Tür“ vor einem Angreifer Abanico De Sungkiti Billy Baaclo Spezielle Stoßtechniken und handgelenksbetonte Manipulationen Tres Personas Eskrima De Combate Major Timoteo E. Maranga Prinzipien des Kampfes gegen mehrere Gegner und taktische Anpassung Diese Synthese ermöglichte es Sulite, einen Lehrplan zu entwickeln, der „rostfrei“ war – ein Glied in einer ununterbrochenen Kette der Trainingsüberlieferung, die sowohl historisch verwurzelt als auch modern und effizient war.

Effektivität über alles BACKYARD LAMECO Das Lameco-Eskrima, das Punong Guro Sulite in seinem Hinterhof unterrichtete, war der Inbegriff seines Systems. Im Hinterhof gelang es ihm, seiner Vision den letzten Schliff zu geben. Dabei verschmolz er die effizientesten Kampfkonzepte, die er bis dahin entwickelt, gelernt und erlebt hatte. Was Punong Guro im Hinterhof lehrte, war die Krönung all dessen, was er auf den Philippinen gelernt hatte, kombiniert mit seinen Kämpfen und Erfahrungen seit seiner Ankunft in den USA. Dazu gehörten auch die Erkenntnisse, die er gewann, indem er die Mitglieder der Backyard-Gruppe während ihrer wöchentlichen Sparring-Tage und ihrer Kämpfe außerhalb des Unterrichts experimentell einsetzte. Ein wichtiger Teil seines Ziels war die Verschmelzung der vernichtenden Kraft des Eskrima de Campo mit dem präzisen Timing des Kali Ilustrisimo, alles integriert in seine Lameco-Strategien. Eskrima de Campo und Kali Ilustrisimo waren die beiden Kampfkünste aus dem Lameco-Erbe, die er persönlich im realen Kampf für die überlegensten hielt. Sie waren wichtige Säulen, um Lameco auf ein höheres Niveau zu heben. Diese Überzeugung basierte auf den tatsächlichen Kampfergebnissen seiner Lehrer, der Analyse ihrer Bewegungen und der Zeit, die er mit dem Training dieser Kampfkünste verbracht hatte. Ebenfalls wichtig waren seine Beobachtungen der vielen Kampfkünste, denen er auf seiner legendären Reise durch die „ “ der Philippinen auf der Suche nach dem ultimativen Eskrima begegnete. Diese Reise mündete in seinem bahnbrechenden Buch „Masters of Arnis, Kali and Eskrima“. Das Buch, das der Welt mehrere wichtige Eskrima-Systeme vorstellte. Punong Guro war überzeugt, dass die Synthese aus De Campo und Ilustrisimo, kombiniert mit den kampforientiertesten Elementen seines Lameco-Lehrplans – einschließlich seiner neueren Entwicklungen –, die letzten notwendigen Anpassungen darstellten. Verheerende Kraft, hervorragendes Timing, Präzision, Distanzgefühl, das Erkennen der Fähigkeiten des Gegners – einschließlich Schlagkämpfern und Grapplern –, Effizienz und ausgefeiltes Echtzeit-Sparring gehörten zu den Zielen. Neben all den Drills, Übungen, Strategien und Theorien lag ein wichtiger Schwerpunkt auf erfolgreichem Echtzeit-Sparring. Er war davon überzeugt, dass sich dies am effektivsten in realitätsnahe Selbstverteidigung umsetzen ließe. Als Guro Dino ihn während einer „Backyard“-Sitzung fragte, wie weit er noch von der Verwirklichung seiner Vision entfernt sei, antwortete er,


dass er es endlich geschafft habe. Das war etwa zwei Jahre vor seinem Tod. Der „Backyard“ war sowohl sein Labor als auch ein Ort, an dem er die Kameradschaft erleben konnte, die er auf den Philippinen gekannt hatte. Auf den Philippinen ging es seinen Mitstreitern um persönliche Weiterentwicklung und nicht um ein Stück Papier. Punong Guro war der typischen Politik im Kampfsport überdrüssig und dem ständigen Drang moderner Praktizierender, Zertifikaten und Status hinterherzujagen, anstatt einfach nur die wahre Leidenschaft für die Kriegerkünste zu teilen. Er hätte sich gewunden, wenn er gesehen hätte, wie heutige Praktizierende Geheimnisse online für ein „Like“, ein „Follow“ oder möglichen finanziellen Gewinn freigiebig preisgeben, ohne Rücksicht auf die Integrität der Überlieferungslinie. Einer der Gründe, warum er eine „Backyard Group“ gründete, war, dass er der Meinung war, seine vielen Geheimnisse seien nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt. Er war der Ansicht, dass der internationale Lehrplan von Lameco für die breite Öffentlichkeit mehr als ausreichend sei. Daher war der „Backyard-Lehrplan“ jenen vorbehalten, von denen er glaubte, dass sie Lameco Eskrima, Punong Guro und der Zukunft dieser Kunst treu bleiben würden.

Kapisanang Mandirigma: Der Verband der Zukunft Nach dem Tod von Edgar Sulite im Jahr 1997 erkannten die Überlebenden der Lameco-BackyardGruppe, dass das Überleben ihrer Künste von gemeinsamem Handeln abhing. Im Jahr 1998 gründeten sie Kapisanang Mandirigma (Verband der Krieger).


Mission und Philosophie Kapisanang Mandirigma ist kein „Stil“, sondern ein Verband von Praktizierenden, die durch gemeinsame Ziele vereint sind: die Schaffung eines Rahmens für Wachstum und persönliche Entfaltung durch kontinuierliches Training, Sparring und Forschung. Der Verband ist äußerst selektiv und bewahrt die Integrität der „Backyard“-Trainingsethik, während er gleichzeitig eine globale Gemeinschaft anspricht.

Zu den Schwerpunkten der Organisation gehören: 1. Bewahrung – das alte Wissen am Leben erhalten und die Opfer früherer Generationen würdigen. 2. Kulturforschung – Betrieb von mandirigma.org als Archiv für historisches, literarisches und technisches Wissen über FMA. 3. Engagement für die Gemeinschaft – eine lange Tradition ehrenamtlicher Arbeit, insbesondere das „Kali Klub“-Programm in Los Angeles (1997–2004), bei dem FMA eingesetzt wurde, um gefährdete Jugendliche von Banden und Drogen fernzuhalten.

Die „DNA“-Seminare: Dino und Ariel Heute manifestiert sich die neue und epische Linie, die Lameco und Ilustrisimo in die Zukunft führt, in den „DNA“-Seminaren (Dino und Ariel). Diese exklusiven Workshops, die weltweit von Las Vegas bis Madrid stattfinden, bieten den Teilnehmern die einzigartige Gelegenheit, von zwei der kampforientiertesten Ausbilder der Welt zu lernen.


Seminarbestandteil

Schwerpunktbereich

Ausbilder

Mainstream-Zweig Lameco-Rangsystem (Unang Baitang), Laban-Laro-Übungen Flores & Mosses Hinterhof-Bach Die „Seele von Lameco“ – 12 Übungen, Geheimnisse des hochintensiven Sparrings Flores & Moose Ilustrisimo-Stream Fußarbeit der Ricketts-Linie, Schwerttechnik, Timing Flores & Mosses Taktischer Stream Psychologie, Einsatzmöglichkeiten bei Polizei und Personenschutz Ariel Flores Mosses

Die geheimen Techniken der Backyard-Gruppe Sulites treuesten Schülern im „Backyard“ wurden Techniken anvertraut, die nicht „magisch“ sind, sondern ausgefeilte Verfeinerungen der Bewegungsabläufe und inneren Zustände – Verfeinerungen, die in öffentlichen Seminaren oft ausgelassen werden, da ihre Beherrschung viel Zeit und Engagement erfordert.

Die 12 Eskrima, 12 Kali, 12 Lameco: Die „Seele von Lameco“ Die Kampfübungen sind eine Kombination aus Bewegungen, die Sulite im realen Kampf als die häufigsten und effektivsten empfand – sie sind nicht zu verwechseln mit den gängigen Übungen, die zum allgemeinen Lernen verwendet werden. Sie gelten als die „Seele von Lameco“, da sich in ihren scheinbar einfachen Strukturen viele verborgene Geheimnisse verbergen. Diese Übungen konzentrieren sich auf: • Distanzwechsel – das Erlernen von Schlägen beim Übergang von „Largo“ zu „Medio“, ohne einen Konter zu kassieren. • Distanzverfeinerung – Entwicklung eines instinktiven Gespürs für die Waffenspitze, um nicht getroffen oder gepackt zu werden. • Beherrschung der Ausrüstung — Einsatz der richtigen Spannung und des richtigen Kontakts, um Echtzeit-Reaktionen auf gängige Angriffe zu simulieren.


Innere Kraft: Die Verbindung zwischen Tai Chi, Qi Gong und Hsing-I Ein gut gehütetes Geheimnis von Edgar Sulites persönlichem Training war seine Integration chinesischer innerer Kampfkünste, insbesondere von QiGong, Tai Chi und Hsing-I. Sulite war der Überzeugung, dass ein Kämpfer sowohl das Äußere (Schläge/Mechanik) als auch das Innere (Energie/Absicht) beherrschen muss, um vollständig zu sein. Oft demonstrierte er seine „Push-Hands“-Kraft, indem er Übende mit minimalem sichtbaren Kraftaufwand von den Beinen hob – eine Fähigkeit, die er an seine treuesten „Backyard-Brüder“ weitergab.

Die Psychologie des Duells Dino Flores wurde als ausgewählter Verfechter der Lameco-Kampfkunst in die mentale Architektur des Duells eingewiesen. Dazu gehören: • Mentalitätsmanagement – die Entwicklung vom „aggressiven“ Kämpfer zu einem, der unter Druck ruhig und präzise bleibt. • Aufmerksamkeit und Absicht – Visualisierung und vollständige Konzentration auf das Zentrum des Gegners, ein Aspekt, der Lameco von rein körperlichen Kampfsystemen unterscheidet. • Umgang mit Hinterhalten — Spezialtraining für die Reaktion auf plötzliche, gewalttätige Überfälle (wie z. B. Messerangriffe), die im normalen Turniertraining nicht behandelt werden können.

Die Unterweisung der Getreuen: Die Mandirigma-Methodik Guro Dino Flores und Guro Ariel Flores Mosses haben eine umfassende Methode für die Ausbildung neuer Schüler entwickelt, die den offenen Lehrplan mit den geheimen Traditionen des Hinterhofs in Einklang bringt. Doch man muss loyal sein. In einer Zeit, in der jeder gerne Blumen aus so vielen Gärten wie möglich pflückt, werden dieses Wissen und diese Zertifizierung nicht gekauft, wie es bei anderen Stilen der Fall ist, die Zertifikate leichtfertig vergeben – sie werden durch Ausdauer, Durchhaltevermögen, Schmerz und Loyalität verdient.


Die Einstufung „Unang Baitang“ (erste Stufe) Lameco nutzt ein strukturiertes Rangsystem, um die Beherrschung der Grundlagen sicherzustellen, bevor man zu fortgeschrittenen Hinterhof-Konzepten übergeht. Rang Anwärter Anfänger Engagiert Ehrgeizig

Philippinischer Titel

Darstellung

Bagong Pasok Weißer Gürtel – der Beginn der Reise Neuling Weiß mit einem roten Streifen – Beherrschung der grundlegenden Schläge Masugid Weiß mit 2 roten Streifen – Beginn der Bewegungsabläufe Masipag Weiß mit 3 roten Streifen – Vorbereitung auf den Kampf

Die „Backyard“-Lehre Für Schüler, die über die Standardränge hinauswachsen, wechselt der Unterricht zum „Backyard Eskrima™“-Modell. Um zum „Apprentice Guro“ aufzusteigen, müssen die Mitglieder die Mindestanforderungen für den Kampfrhythmus erfüllen – ein strapaziöser Prozess, der das Herz des Schülers, das Beibehalten der Techniken unter Druck und die Loyalität gegenüber der Tradition auf die Probe stellt. Diese „neue und epische Tradition“, angeführt von den FloresCousins, steht für eine ganzheitliche Weiterentwicklung der philippinischen Kampfkunst. Sie vereint das systematische Genie von Edgar Sulite, die unvergleichliche Direktheit im Umgang mit Klingen von Antonio Ilustrisimo und die taktische Modernisierung des 21. Jahrhunderts, um ein System zu schaffen, das wahrhaft „lebendig, dynamisch und seinen Wurzeln treu“ ist. Durch ihre DNA-Seminare und die „Kapisanang Mandirigma“ gehen die Geheimnisse des Hinterhofs nicht länger in der Geschichte verloren – sie werden in eine neue Generation von Kriegern eingeschmiedet.


Fazit: Das bleibende Erbe des Mandirigma Die Synthese aus Lameco Eskrima und Kalis Ilustrisimo, wie sie von Guro Dino Flores und Guro Ariel Flores Mosses bewahrt und weiterentwickelt wurde, ist ein Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit und Raffinesse der philippinischen Kampfkünste. Indem sie die Kluft zwischen den visayanischen Barrios und der modernen taktischen Arena überbrücken, haben diese Ausbilder dafür gesorgt, dass die Opfer früherer Generationen – Meister wie Sulite, Ilustrisimo, Ricketts und Diego – durch die kontinuierliche Entwicklung von Elite-Praktizierenden gewürdigt werden. Die „DNA“ dieser neuen Linie basiert auf engen Bindungen: Familie, Loyalität, Ehre und Tradition – was sie zum maßgeblichen Weg für jeden Schüler macht, der nach der wahren Essenz der philippinischen Kriegskünste sucht. In einer Zeit zunehmender Kommerzialisierung bleibt die Kapisanang Mandirigma ein unerschütterliches Bindeglied zur Realität der Klinge und hält das alte Wissen für kommende Generationen lebendig.

DER RUF DES LAMECO S.O.G.-KRIEGERS Hier gibt es keine Abkürzungen. Keine. Unser Urgroßmeister und Gründer von Lameco Eskrima S.O.G. – Großmeister Edgar Sulite, der dieses System aus den tödlichsten Wahrheiten von Kali, Eskrima und Arnis schmiedete – hat seine Fähigkeiten nicht im Komfort entwickelt. Er und seine treuesten Schüler haben sie in Schweiß, in blauen Flecken, in den tausend Wiederholungen und Kampfrunden aufgebaut, die nicht nur den Körper, sondern auch den Geist stärken. So ist es auch bei dir. Jede Runde, die du kämpfst, jede Technik mit Stock, Klinge und bloßer Hand, die du so lange übst, bis deine Hände sie im Schlaf noch kennen, jedes Mal, wenn du wieder aufstehst, nachdem du zu Boden geschlagen wurdest – das ist die Schmiede. So wird aus einem Schüler ein Krieger und aus einem Krieger ein Bruder der S.O.G. An diejenigen, die diesen Ruf verspüren – wisst dies: Ihr seid nicht allein unterwegs. Ihr tretet einer Bruderschaft bei, die nicht durch Blut verbunden ist, sondern durch etwas, das schwerer errungen wurde: gemeinsamer Kampf, gemeinsamer „ “-Schweiß, gemeinsame Ehre, getragen im Namen von Sulites Vermächtnis. Hier ist wahre Selbstverteidigungskunst kein leichtfertiges Versprechen – sie ist eine Garantie, die durch Disziplin verdient, im Schmelztiegel des BACKYARD Lameco Eskrima S.O.G. geschmiedet und von jenen weitergetragen wird, die bereit sind, dem Ruf zu folgen. ¡Mabuhay LAMECO! www.lamecoilustrisimo.com Von Tim Fredianelli Wenn Sie daran interessiert sind, ein Seminar zu veranstalten, eine Ausbildung zu absolvieren und/oder einer der wenigen Vertreter und mit der Zeit Ausbilder bei LAMECO S.O.G. zu werden, wenden Sie sich bitte über unsere Website an Guro Dino Flores und Guro Ariel Flores Mosses. www.lamecoilustrisimo.com


Interview: Personenschutz, israelische Methodik und die Entwicklung des Nahkampfs (CDC) Budo International: Was ist CDC (Close Distance Combat) und wie unterscheidet es sich von traditionellen Systemen? Avi Nardia: Heute neige ich dazu zu sagen, dass Kapap und Krav Maga weniger ein starrer Stil als vielmehr eine Trainingsmethodik sind – eine Philosophie, bei der Funktionalität über Ritual steht. Wahre Kompetenz entsteht nicht durch die Treue zu einem einzigen System. Exzellenz entsteht durch ein breit gefächertes Studium: Kempo, Kyokushin, brasilianisches Jiu-Jitsu (BJJ), japanisches Jiu-Jitsu (AKJJ), Muay Thai, philippinische Kampfkünste (FMA) und viele andere. CDC (Close Distance Combat) wurde unter der Prämisse entwickelt, dass das Überleben die Wahl der Technik bestimmen muss, nicht die Tradition. CDC geht weit über den Nahkampf hinaus. Es umfasst: • Schusswaffen und Nahkampf (CQB/CQC) • Taktischer Schusswaffeneinsatz in risikoreichen Situationen und bei schlechten Lichtverhältnissen • Fast-Rope-Einsatz (schneller Abstieg am Seil) • Überwachung und Gegenüberwachung • Überlebenstechniken • Flucht und Evakuierung • Personenschutz • Anpassung an die Umwelt • Verteidigungstaktiken und Erste Hilfe Das Ziel ist einfach: jede Fähigkeit zu entwickeln, die die Überlebenschancen erhöht und dabei hilft, eine Hochrisikosituation erfolgreich zu meistern. CDC basiert auf einer Grundüberzeugung: Der Stil darf niemals zu einer Einschränkung werden. Budo International: Was zeichnet den Kampf in beengten oder feindlichen Umgebungen aus? Avi Nardia: Das Kämpfen in beengten und gefährlichen Räumen ist gleichbedeutend mit Reizüberflutung, Chaos und Improvisation. Oft stellt man sich einen Kampf als choreografierte Abfolge vor. Ein echter Konflikt besteht jedoch aus Erschöpfung, Verwirrung, Angst, Lärm und unvollständigen Informationen. Die Umgebung selbst wird zu einem aktiven Kämpfer. Eine feindliche Umgebung muss Bewegung, Atmung, Entscheidungsfindung und Überleben beeinflussen. Ob man nun in einer Gasse, auf einem Dach, in einem Keller, in der Wüste oder in einem Szenario des städtischen Zusammenbruchs kämpft – die Umgebung bestimmt stets den Ausgang. Mehrere Prinzipien definieren den Kampf unter diesen Bedingungen:


Die Umgebung als Kämpfer Das Gelände und die Wetterbedingungen müssen Bewegungen und Taktiken bestimmen. Beispiele: • Extreme Wetterbedingungen: Eisregen, Sandstürme, drückende Hitze. • Gefährliches Gelände: Eis, unebener Beton, lose Steine. • Strukturelle Gefahren: Rohrleitungen, Glasscherben, freiliegende Kabel, enge Gänge. Echte Kämpfer prallen auf die Umgebung, nutzen sie zu ihrem Vorteil oder leiden unter ihren Folgen. Sinnesüberlastung und Desorientierung Kämpfe unter Druck schränken die Wahrnehmung ein. Konzentrieren Sie sich auf: • Tunnelblick • Brennende Lungen • Ohrensausen • Rauch

• Blendendes Licht • Dunkelheit • Eingeschränkte Bewegungsfreiheit Die physiologischen Auswirkungen sind weitaus wichtiger als die filmische Inszenierung. Erschöpfung und psychischer Druck Die Menschen kämpfen nicht mehr, um zu gewinnen. Schließlich kämpfen sie nur noch ums Überleben. Schwerpunkt auf: • Erschöpfte Muskeln • Schweres Atmen • Verzweiflung • Durch Erschöpfung verursachte Fehler • Angst, die die Entscheidungsfindung beeinflusst Die Umgebung als Waffe einsetzen Die Umgebung muss zu einem Werkzeug werden. Verwendung von: • Trümmer • Deckung und Versteckmöglichkeiten


• Begrenzte Ressourcen • Architektonische Merkmale • Fluchtwege • Zugangsbeschränkungen Einsatz und Konsequenzen Kämpfe dürfen niemals romantisiert werden. Frage dich immer: • Wer sind die Kämpfenden? • Wie kämpfen sie? • Was steht auf dem Spiel? • Was passiert im Falle eines Scheiterns? • Sind Flucht oder Evakuierung möglich? Diese Verankerung in der Realität ist es, die echten Pragmatismus ausmacht. Budo International: Was unterscheidet die israelische Methodik des Personenschutzes von den Methoden, die anderswo auf der Welt angewendet werden? Avi Nardia: Der erste Fehler, den ein Profi macht, ist zu glauben, er sei bereits ein vollendeter Profi. In dem Moment, in dem jemand glaubt, alles zu wissen, hört er auf zu lernen und ist kein Lernender mehr. Die israelische Methodik wird häufig mit einer aggressiven, sofortigen Reaktion in Verbindung gebracht – genauer gesagt legt sie jedoch den Schwerpunkt auf schnelle Anpassung und sofortiges Eingreifen. Genau wie in der Notfallmedizin kann die Reaktionszeit Leben retten. Manchmal ist eine schnelle, wenn auch unvollkommene Reaktion besser als eine perfekte Reaktion, die zu spät erfolgt. Allerdings ist Schnelligkeit ohne Urteilsvermögen gefährlich. Ein grundlegendes Prinzip ist die Kontrolle der Höhenlage und die Beobachtung. Eine erhöhte Lage ist entscheidend. Beobachter, Drohnen, erhöhte Überwachungspositionen und Scharfschützen sollten den vertikalen Raum nach Möglichkeit kontrollieren. Bei der Analyse moderner Attentatsversuche lassen sich viele Misserfolge auf folgende Faktoren zurückführen: • Verlust der vertikalen Kontrolle


• Verzögerte Reaktion • Mangelhafte Evakuierungsmaßnahmen • Unzureichende Deckung • Emotionaler Zusammenbruch unter Stress Personenschutz basiert nicht auf Heldentum – er basiert auf Systemen, Vorbereitung, Positionierung und diszipliniertem Handeln. Gleichzeitig sollte der israelische Personenschutz nicht romantisiert werden. Auch Israel hat seine Fehlschläge erlebt. Die Attentate auf Premierminister Rabin und Minister Gandhi erinnern uns daran, dass keine Doktrin vor Fehlern gefeit ist. Praktische Erfahrung ist wichtiger als die Nationalität. Budo International: Was steht beim Personenschutz an erster Stelle: Prävention oder Reaktion? Avi Nardia: Sich auf nur eine Doktrin zu beschränken, ist ein Fehler. Schutz muss konsequente Prävention und schnelle Reaktion miteinander verbinden. Prävention ist immer vorzuziehen – aber sie ist niemals perfekt. Die Terminpläne von Würdenträgern (VIPs) sorgen für Vorhersehbarkeit. Konferenzen, öffentliche Auftritte, Routen und Abläufe bieten Angreifern Angriffsmöglichkeiten. Das bedeutet, dass der Schutz Folgendes erfordert: • Vorausteams • Plan A, Plan B, Plan C • Notfallpläne • Ständige Neubewertung Wenn Prävention versagt, muss die Reaktion sofort die Kontrolle übernehmen. Auch der moderne Schutz muss sich weiterentwickeln. Zu den heutigen Risiken gehören: • Drohnen • Improvisierte Waffen • Unberechenbarkeit von Menschenmengen • Neue Methoden der technologischen Überwachung Sicherheitsteams müssen dynamisch denken. Man wartet nicht ab, bis eine neue Art von Angriff stattfindet, bevor man reagiert. Man antizipiert und fragt sich: • „Was wäre, wenn…?“ Und dann trainiert man für dieses Szenario. Je größer die Vorstellungskraft und das

Vorausschauvermögen eines Sicherheitsteams sind, desto wirksamer wird seine Präventionsarbeit. Budo International: Warum sind Prävention, Informationsbeschaffung und Vorausschau so wichtig? Avi Nardia: Der größte Feind der Prävention ist oft nicht Unwissenheit. Es ist das Budget. Sicherheit kostet Geld. Die Teams werden kleiner. Die Ressourcen werden knapp. Von den Mitarbeitern wird erwartet, dass sie mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Informationsbeschaffung, Prävention und Vorausschau sind unerlässlich – werden jedoch häufig durch Finanz- und Personalmangel eingeschränkt. Zur Vorbereitung gehören: • Bedrohungsanalyse • Detaillierte Routenanalysen • Verhaltensbeobachtung • Umfeldanalyse • Kontinuierliche Schulung Zur Vorbereitung gehört aber auch die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit. Ein häufig vernachlässigter Bereich ist das Nahkampftraining. Bei vielen tatsächlichen Angriffen ziehen die Personenschützer gar keine Schusswaffe. Sie schließen die Distanz. Sie dienen als menschlicher Schutzschild. Sie fangen Angriffe ab. Vorbereitung ist Prävention. Und wie das Sprichwort sagt: Wer sich nicht vorbereitet, bereitet sich auf das Scheitern vor. Budo International: Was sollten Fachleute für Personenschutz beherrschen, bevor sie überhaupt an Waffen denken? Avi Nardia: Vor dem Umgang mit Waffen: Beherrsche dich selbst. Die Beherrschung des Nahkampfs bleibt die grundlegende Basis.


Als Nächstes sollten Sie lernen: • den VIP zu schützen • Einsatz von ballistischen Schutzdecken • Bewegung durch Menschenmengen • Strategische Positionierung von Beobachtern • Teams, die sich parallel bewegen • Sicherheitsmaßnahmen für Fahrzeuge • Straßensperren und Zugangsverweigerung • Abschreckung und Irreführung Der Schutz ist mehrschichtig aufgebaut. Waffen sind nur eine dieser Ebenen. Budo International: Inwiefern beeinflusst militärische Erfahrung den Personenschutz? Avi Nardia: Ein militärischer Hintergrund bringt unbestreitbare Vorteile mit sich: • Vorherige Erfahrung im Umgang mit Stress • Scharfes Gespür für feindliche Umgebungen • Strenge Disziplin • Entscheidungsfähigkeit unter Druck Militärische Erfahrung allein reicht jedoch nicht aus, um in diesem Sektor erfolgreich zu sein. Sie kann auch das Ego aufblähen. Personenschutz ist kein militärischer Kampfeinsatz an der Front. Manchmal übertreffen zivile Fachkräfte militärische Einsatzkräfte einfach deshalb, weil sie flexibler und anpassungsfähiger sind. Erfahrung hilft. Aber Bescheidenheit ist es, was einen Profi in einem ständigen Entwicklungsprozess hält. Budo International: Wie entwickelt man Situationsbewusstsein? Avi Nardia: Situationsbewusstsein zu besitzen bedeutet, sich aktiv gegen einen Tunnelblick zu wehren. Ein klassisches Beispiel ist das berühmte Experiment mit dem unsichtbaren Gorilla: Menschen konzentrieren sich so intensiv auf eine einzige Aufgabe, dass sie offensichtliche Ereignisse um sich herum nicht wahrnehmen. Das Training darf nicht dazu führen, dass aus Profis Roboter werden. Situationsbewusstsein bedeutet: • Über die unmittelbaren Aufgaben hinausblicken • Den Bestand an Munition und Ressourcen im Blick zu behalten • Beobachter aktiv halten • Aufgaben innerhalb des Teams rotieren lassen • Gewährleistung einer lückenlosen Sicherheitsabdeckung Schnelles Handeln ohne Situationsbewusstsein wird zu reiner Leichtsinnigkeit. Wahrnehmung schafft Zeit. Zeit schafft Handlungsmöglichkeiten. Budo International: Welche psychologischen Eigenschaften zeichnen einen hervorragenden Personenschützer aus? Avi Nardia: Der ideale Personenschützer: Er sieht alles. Er hört alles.

Vergisst alles. Integrität steht an erster Stelle. Du wirst mit Geheimnissen, privaten Momenten und hochsensiblen Informationen konfrontiert werden. Vertrauenswürdigkeit ist wichtiger als fachliche Kompetenz. Der Beschützer muss außerdem folgende Eigenschaften mitbringen: • Gelassen • Gelassen • Diszipliniert • Analytisch • Zurückhaltung bei der Eskalation von Gewalt • Schnelles Handeln, wenn es unbedingt erforderlich ist Eine Überreaktion birgt unnötige Risiken. Guter Schutz liegt oft darin, genau zu wissen, wann man nicht handeln sollte. Budo International: Was ist die wichtigste Erkenntnis, die Sie aus dem Schutz von Menschen in realen Bedrohungssituationen gewonnen haben? Avi Nardia: Bedrohungen ändern sich. Bei manchen Angriffen kommen Schusswaffen zum Einsatz. Andere zielen darauf ab, die Betroffenen öffentlich zu demoralisieren und zu demütigen. Manche sind rein improvisiert. Aber ein Fehlschlag bleibt ein Fehlschlag. Wenn es heute jemandem gelingt, sich mit einem Kuchen an die geschützte Person heranzuschleichen, könnte es morgen schon etwas viel Schlimmeres sein. Eine Erkenntnis bleibt unverändert: Je mehr ich lerne, desto mehr wird mir bewusst, wie viel ich noch lernen muss. Schutz ist ein lebenslanger Lernprozess. Und es gibt noch eine weitere unbestreitbare Wahrheit: Vorbereitung ist entscheidend. Technik ist wichtig. Aber auch Glück spielt eine Rolle. Wie Winston Churchill einmal so treffend bemerkte: Alle an Bord der Titanic waren bei bester Gesundheit und besaßen Reichtum. Was ihnen fehlte, war Glück. Budo International: Abschließende Ratschläge für Schüler und Profis Avi Nardia: Nach jahrelangem Unterrichten israelischer Kampfkünste habe ich mich von starren Systemen abgewandt und CDC – Close Distance Combat – entwickelt. Sich auf eine einzige Lehre zu beschränken, reicht nicht aus. Jeder Stil hat seine Vorzüge. Jeder Stil hat Schwachstellen. Um alle Stile neutralisieren zu können, darf man sich nicht in einem einzigen davon festfahren. Trainiere umfassend. Passen Sie sich ständig an. Wähle das richtige Werkzeug für die jeweilige Situation. Es gibt keine perfekte Haltung. Keine unfehlbare Lehre. Keine absolute Methode. Es gibt nur kontinuierliches Lernen und ständige Anpassung. Das ist Überleben.


Kancho Gerard Gordeau 9. Dan – Der Größte aller Zeiten Cheftrainer, International Budokai „Einfachheit ist die höchste Form der Raffinesse.“ — Leonardo da Vinci

Ein Lehrer wie kein anderer Es gibt Kämpfer, und dann gibt es Meister. Es gibt Ausbilder, und dann gibt es Visionäre. Und dann, abgehoben von ihnen allen, steht Kancho Gerard Gordeau – ein Mann, dessen bloße Anwesenheit in einem Raum die Atmosphäre verändert, dessen Worte die stille Autorität eines Menschen ausstrahlen, der die Kampfkünste nicht nur studiert, sondern gelebt, für sie geblutet und sie transzendiert hat. Ein Trainingslager mit Kancho Gordeau in Slowenien zu absolvieren, gehörte zu den inspirierendsten und prägendsten Erfahrungen, die man als Kampfsportler machen kann. Was einem sofort auffällt, ist nicht die Legende, die ihm vorauseilt – obwohl diese Legende beeindruckend ist –, sondern die Bescheidenheit, mit der er sein Wissen weitergibt. Er ist ein Lehrer, der in einfachen Worten spricht, doch diese einfachen Worte tragen jene Art von Weisheit in sich, die noch lange nach dem Ausklang des Trainings in den Gedanken nachhallt. Er unterrichtet mit Klarheit, Zielstrebigkeit und einer Tiefe des Verständnisses, die nur ein Leben hervorbringen kann, das ganz dem Weg der Kampfkunst gewidmet ist. Es ist vielleicht Leonardo da Vinci – dieses überragende Genie des menschlichen Geistes –, der die Philosophie, die Kancho Gordeau in jeder Bewegung, jeder Lektion, jedem Moment auf der Matte verkörpert, am treffendsten formuliert hat: „Einfachheit ist die höchste Form der Raffinesse.“ Jeder, der unter Kancho Gordeaus Anleitung trainiert hat, wird die Wahrheit dieser Aussage sofort erkennen. Seine Techniken sind von allem Unnötigen befreit, auf ihr Wesentliches reduziert und werden mit einer Bewegungsökonomie ausgeführt, die von jahrzehntelang erarbeiteter Meisterschaft zeugt. „Ich habe in meinem Leben noch nie etwas bereut. Es ist mir egal. Wir können nicht ändern, was ist.“ — Kancho Gerard Gordeau, 9. Dan


Das sind nicht die Worte eines Mannes, der ein bequemes Leben geführt hat. Es sind die Worte eines Mannes, der seit seiner Kindheit Widrigkeiten ausgesetzt war, der unzählige Male in Gefahr geraten ist und der aus jeder Prüfung nicht nur unversehrt, sondern gestärkt hervorgegangen ist. Kancho Gordeau spricht nicht von Bedauern, weil er etwas versteht, wofür die meisten Menschen ein ganzes Leben brauchen, um es zu lernen: dass jede Erfahrung, wie schmerzhaft, wie umstritten sie auch sein mag, ein Faden im Gewebe dessen ist, zu dem wir werden. Er hat sein Leben mit derselben unerschütterlichen Direktheit gelebt, mit der er stets gekämpft hat – ehrlich, ohne Entschuldigungen und ohne Vorwand. An alle Kampfsportler, die noch nicht das Privileg hatten, mit Kancho Gordeau zu trainieren – ganz gleich, ob ihr erfahrene Wettkämpfer, Mitglieder von Spezialeinheiten, Praktizierende mit jahrzehntelanger Erfahrung oder einfach nur Anfänger seid: Dies ist kein Vorschlag, sondern ein Aufruf: Sucht ihn auf. Nehmt an einem Seminar teil. Stellt euch vor diesen Mann und trainiert. Was auch immer du zu wissen glaubst über den Kampf, über Disziplin, über die Kampfkünste – es wird erweitert, vertieft und grundlegend verändert werden.

Ursprünge: Durch Feuer geschmiedet Gerard Gordeau wurde am 30. März 1955 in Den Haag, Niederlande, als eines von sechs Kindern geboren: drei Schwestern und zwei Brüder. Seine Kindheit war so beschwerlich, dass sie weniger starke Gemüter gebrochen hätte. Als Gordeau gerade einmal elf Jahre alt war, starb sein Vater – ein Jude französischer Herkunft, dessen eigener Vater wegen seines Engagements im niederländischen Widerstand im Konzentrationslager Amersfoort erschossen worden war. Der Verlust war für die Familie nicht nur emotional, sondern auch unmittelbar und praktisch: Der junge Gerard musste die Schule abbre-


chen und Arbeit suchen, um seine Brüder zu ernähren. Eine unbeschwerte Jugend, ein behüteter Weg ins Erwachsenenalter waren ihm nicht vergönnt. Schon von klein auf musste Gerard Gordeau härter, schneller und einfallsreicher sein als die Menschen um ihn herum. Es waren die Straßen von Den Haag – Stadtteile, die von echter Gefahr geprägt waren –, die als Erstes jene Instinkte schmiedeten, die Gordeau später zu einem der gefürchtetsten Kämpfer der Welt machen sollten. Er hat offen darüber gesprochen, wie er in jenen Jahren unter ständiger Bedrohung lebte, als er acht Jahre lang als Türsteher und Leibwächter in einem Umfeld arbeitete, in dem körperliche Auseinandersetzungen keine Theorie, sondern Alltag waren. Diese Erfahrungen haben ihn nicht abgestumpft, sondern geschärft. Sie gaben ihm etwas, das kein Dojo allein bieten konnte: die unerschütterliche Gelassenheit eines Mannes, der echte Angst kennengelernt und sie gemeistert hat. Seine Kampfkunstkarriere begann 1970 mit Judo. Zwei Jahre später, im Alter von sechzehn Jahren, machte ihn ein indonesischer Freund mit Kyokushin-Karate bekannt, und die Richtung seines Lebens war vorgezeichnet. Er trainierte unter Harry Couzjin im Dojo Kokoro, und es gibt eine Geschichte aus jener frühen Zeit, die alles darüber aussagt, was für ein Mensch Gerard Gordeau ist: Nachdem er einen unscheinbaren japanischen Trainingspartner herausgefordert und zweimal eine Niederlage erlitten hatte, suchte Gordeau keine Ausreden und ging auch nicht einfach weg. Er trainierte. Er lernte. Er gab nicht auf. Nach einem Jahr engagierten Trainings trat er erneut gegen denselben Partner an – und dieses Mal gewann er. Diese Geschichte ist Gordeau in Miniatur: die Weigerung, Grenzen zu akzeptieren, die Bereitschaft, sich demütigen zu lassen, und die eiserne Entschlossenheit, sich weiterzuentwickeln. Ein Champion über alle Disziplinen hinweg Was Kancho Gordeau von praktisch jedem anderen Kämpfer seiner Ära – oder jeder anderen Ära – unterscheidet, ist die schiere Breite und Tiefe seiner Wettkampferfolge. In einer Welt, in der die meisten Champions in einer einzigen Disziplin brillieren, wurde Gordeau Champion in mehreren Kampfkünsten, auf mehreren Kontinenten und unter verschiedenen Regelwerken. Er hat sich nicht nur ein wenig damit beschäftigt; er hat dominiert. Von 1978 bis 1985 hielt er ununterbrochen den Titel des niederländischen KarateMeisters – acht Jahre in Folge war er der beste Kyokushin-Kämpfer, den sein Land hervorbringen konnte. Er vertrat die Niederlande 1979 gemeinsam mit seinen Brüdern Al und Nico beim World Open Karate Tournament in Tokio und war Teil der niederländischen Mannschaft, die den Titel in der Karate-Mannschaftswertung errang. Er kehrte 1983 und 1987 zu den World Open Tournaments zurück und maß sich jedes Mal mit den besten Kämpfern, die die weltweite Kyokushin-Gemeinschaft zu bieten hatte. Im Savate – der eleganten, anspruchsvollen französischen Kickbox-Disziplin – wurde Gordeau 1988 Europameister im Schwergewicht, ein Titel, den er drei Jahre lang innehatte. Im April 1991 wurde er bei einem Turnier in Toulouse Europameister im Savate, und nur wenige Wochen später, am 25. Mai in Paris, stieg er an die Spitze dieses Sports auf: Weltmeister im Savate im Schwergewicht der „ “. Im folgenden Jahr verteidigte er seinen Titel erfolgreich. Sein „Savate Silver Glove“ auf der Stufe des 3. Dan gilt als Zeichen technischer Exzellenz in einem System, das nicht nur Kraft, sondern auch Präzision und Kunstfertigkeit erfordert. 1993 fügte er seiner Sammlung den Thai-Box-Meistertitel in Thailand hinzu, nachdem er beim Ramadajin-Turnier angetreten war und sich in einer Disziplin durchgesetzt hatte, die ein Höchstmaß an Kondition und Zähigkeit erfordert. Im folgenden Jahr, 1994, sicherte er sich den Weltmeistertitel im Seidokaikan-Karate. Nach jedem Maßstab – nach jedem Standard für sportliche Spitzenleistungen in den Schlagkünsten – ist Kancho Gordeaus Bilanz außergewöhnlich. Es ist die Bilanz eines Mannes, der sich wiederholt, über verschiedene Disziplinen und Kontinente hinweg, wirklich mit der Welt gemessen hat und dabei stets als Sieger hervorging.


UFC 1: Die Nacht, in der Geschichte geschrieben wurde Am 12. November 1993 wurde in der McNichols Sports Arena in Denver, Colorado, ein neues Kapitel in der Geschichte des Kampfsports geschrieben. Die erste Ultimate Fighting Championship brachte Kämpfer aus verschiedenen Kampfsportdisziplinen in einem beispiellosen Turnier ohne Regeln zusammen. Die Organisatoren hatten mehrere hochkarätige niederländische Kämpfer angesprochen, darunter die Kickbox-Legende Ernesto Hoost, doch nur Gordeau war bereit, sich ins Unbekannte zu wagen. Der allererste Kampf in der Geschichte der UFC war der zwischen Gerard Gordeau und dem 400-Pfund-schweren SumoRinger Teila Tuli. Der Kontrast war eklatant: ein schlanker, technisch versierter europäischer Striker gegen einen kolossalen Pazifikinsulaner, der in einer uralten Kampfkunst trainiert war, bei der es auf Masse und Schwung ankommt. Der Kampf dauerte sechsundzwanzig Sekunden. Als Tuli mit der explosiven Wucht seiner Disziplin nach vorne stürmte, trat Gordeau – gelassen wie immer, wodurch sein Spitzname „The Undertaker from Hell“ für ein weltweites Fernsehpublikum plötzlich verständlich wurde – zur Seite, ließ den Sumo-Ringer gegen die Käfigwand prallen und versetzte Tuli einen rechten Roundhouse-Kick ins Gesicht, der die Angelegenheit endgültig entschied. Drei von Tulis Zähnen wurden herausgeschlagen; zwei davon blieben in Gordeaus Fuß stecken. Was dann folgte, verdeutlicht etwas Wesentliches über Kancho Gordeau. Ein Arzt versorgte seinen Fuß und stellte fest, dass der Versuch, die Zähne zu entfernen, das Risiko einer Infektion bergen würde. Sie bandagierten ihn. Gordeau hatte sich zudem die Hand gebrochen, als er den Folge-Uppercut landete, der Tuli eine Schnittwunde am Auge zufügte. Er ging in seinen nächsten Kampf – gegen den Kickbox-Champion im Schwergewicht Kevin Rosier, der fast hundert Pfund mehr auf die Waage brachte als er


– mit zwei Zähnen seines Gegners im Fuß und einer gebrochenen Hand, die bis zum Halbfinale sichtbar angeschwollen war. Er gewann diesen Kampf souverän, drängte Rosier mit Beintritten und Jabs an den Zaun und beendete den Kampf schließlich mit einem Tritt. Im Finale traf er auf den brasilianischen Jiu-Jitsu-Kämpfer Royce Gracie – einen Mann, dessen Grappling-Kunst den Schlagkampf-Champions der Welt völlig neu war. Gordeau, der verletzt und erschöpft kämpfte, unterlag Gracies Rear-Naked-Choke in einem Kampf, der das Verständnis von Kampfsport weltweit neu definieren sollte. Er beendete das Turnier als Zweitplatzierter, als erster Mann, der einen UFC-Kampf gewann, und als erster, der vor einem weltweiten Publikum zeigte, was ein Leben langes, hingebungsvolles Kampfsporttraining unter echtem Druck hervorbringt: Gelassenheit. Von seinem Turniergewinn kaufte sich Gordeau ein Harley-Davidson-Motorrad – eine für ihn typische, freigeistige Geste – und begann, ganz im Sinne eines wahren Kampfsportlers, sofort mit dem Training im brasilianischen Jiu-Jitsu. Für Gordeau war die Niederlage gegen Gracie kein Grund zur Trauer, sondern eine Lektion, aus der es zu lernen galt. Im Jahr 2012 besuchte Royce Gracie das Dojo Honbu Kamakura. Es war das erste Mal seit zwanzig Jahren, dass die beiden Männer miteinander sprachen. „Ich hege keinen Groll“, sagte Gordeau. Natürlich tat er das nicht.

Das Dojo, die Bruderschaft und das Vermächtnis der Lehre 1981 eröffneten Gerard, Al und Nico Gordeau das Dojo Honbu Kamakura in Den Haag, um dort Kyokushin-Karate zu unterrichten. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Dojo zu etwas Bemerkenswertem: zu einem Schmelztiegel, in dem Kyokushin-Karate, Thai-Boxen, Boxen, Ringen und brasilianisches Jiu-Jitsu gemeinsam unter einem Dach von Männern unterrichtet wurden, die jede dieser Künste auf höchstem Wettkampf -Niveau erprobt hatten. Das Dojo erlangte weltweite Bekanntheit, zog Schüler aus aller Welt an, brachte Champions hervor und war ein Beweis für Gordeaus Überzeugung, dass wahres Verständnis der Kampfkünste sowohl Breite als auch Tiefe erfordert. Zu denen, die unter Gordeaus Anleitung trainiert haben, gehören der niederländische K-1-Kämpfer Mourad Bouzidi, der rumänische Meister Daniel Ghită, Cem Senol vom Dojo Osaka Netherlands sowie Robert Pepels – Gründer des Ashigaru-Ryu-Stils und Co-Direktor von Gordeaus International Karate Organisation. Sein Einfluss reicht weit über die Mauern seines eigenen Dojos hinaus und breitet sich aus – durch die Schüler seiner Schüler, durch weltweit durchgeführte Seminare und durch die Leben, die durch die Begegnung mit seiner Lehre verändert wurden. Im Jahr 2010, im Alter von fünfundfünfzig Jahren, zog sich Gordeau offiziell aus dem Wettkampfsport zurück. Seine Bilanz spricht für sich: acht Jahre lang niederländischer Kyokushin-Meister; Europameister und Weltmeister im Savate; Thai-Box-Meister; Seidokaikan-Weltmeister; Pionier der UFC. Doch nicht in der Wettkampfarena, sondern in der Trainingshalle wird nun sein größter Beitrag zu den Kampfkünsten geschrieben. Heute reist er als Cheftrainer von International Budokai um die Welt, leitet Seminare und Trainingslager und gibt der nächsten Generation das weiter, was er dem ersten Fernsehpublikum eines UFC-Kampfes in der Geschichte der UFC geboten hat: den Anblick wahrer Meisterschaft in Bewegung.

Rang und Qualifikationen Kancho Gordeau besitzt die folgenden Graduierungen, die er sich jeweils durch jahrzehntelanges Training erworben und in Wettkämpfen auf höchstem Niveau unter Beweis gestellt hat: 9. Dan – Kyokushin-Karate | Cheftrainer, International Budokai 7. Dan – Seibudokai-Karate 4. Dan – Oyama-Karate 3. „Silver Glove“ — Savate


Der Mensch und die Philosophie Wer Kancho Gordeau nur durch die Höhepunkte seiner Wettkampfkarriere kennt – den donnernden Tritt, der die UFC 1 eröffnete, den furchteinflößenden Spitznamen, die komplexen Kontroversen eines Kämpfers, der zu einer Zeit antrat, als die Regeln des modernen MMA noch nicht festgelegt waren –, kennt nur einen Bruchteil des Menschen. Die Persönlichkeit, die heute vor seinen Schülern steht, ist von tiefgreifender Komplexität: ein Mann von bemerkenswerter Herzlichkeit, der mit dem Ganzen seines Lebensweges seinen Frieden geschlossen hat; ein Philosoph, dessen Einsichten den Kern dessen treffen, wozu die Kampfkünste dienen. Da Vinci schrieb: „Ich bin beeindruckt von der Dringlichkeit des Handelns. Wissen allein reicht nicht aus; wir müssen es anwenden. Der Wille allein reicht nicht aus; wir müssen handeln.“ Kancho Gordeau hat dieses Prinzip voll und ganz gelebt. Er hat die Kampfkünste nicht nur studiert – er hat sie auf höchstem Niveau gegen die besten Gegner, die die Welt zu bieten hatte, in die Praxis umgesetzt. Er war nicht nur bereit, sich selbst auf die Probe zu stellen – er hat dies wiederholt getan, mit gebrochenen Knochen und auf geborgter Zeit, auf großen wie auch auf intimen Bühnen. Er ging hinaus und hat Dinge selbst in die Hand genommen. Und nun, in der Fülle seiner Erfahrung, teilt er, was er gelernt hat. Das Trainingslager in Slowenien bot einen Einblick in diese Haltung in ihrer reinsten Form. Hier war ein Mann, der mit vollem Recht behaupten konnte, einer der besten Allround-Kämpfer zu sein, die die Welt je hervorgebracht hat – und was er auf die Matte brachte, war weder Ego noch Nostalgie noch Selbstdarstellung, sondern Dienst. Er lehrte. Er korrigierte. Er demonstrierte mit der geduldigen Präzision eines Menschen, der versteht, dass die Weitergabe von wahrem Wissen ein ebenso edles Streben ist wie dessen Erwerb. „Kunst ist niemals vollendet, sondern nur aufgegeben“, schrieb da Vinci. Kancho Gordeau hat seine Kunst nie aufgegeben. Er hat sie verfeinert, erweitert und – äußerst großzügig – weitergegeben. Das Dojo, das er gemeinsam mit seinen Brüdern in Den Haag errichtet hat, steht heute als Denkmal nicht nur für den Erfolg im Wettkampf, sondern für ein in vollen Zügen gelebtes Leben im Zeichen der Kampfkunst. Die Schüler, die er hervorgebracht hat, tragen etwas von seinem Verständnis in ihre eigenen Schulen, ihre eigenen Wettkämpfe und ihr eigenes Leben mit. Das ist der wahre Maßstab für einen großen Lehrer: nicht die Trophäen, sondern die Verwandlung.

Der Größte aller Zeiten Der Titel „GOAT“ – „Greatest of All Times“ – wird oft leichtfertig vergeben. In der Welt der Kampfkünste ist er in der Regel jenen vorbehalten, die innerhalb einer einzigen Ära, einer einzigen Organisation oder nach einem einzigen Regelwerk die Vorherrschaft erlangt haben. Nach diesem engen Maßstab könnten viele diesen Titel für sich beanspruchen. Doch nach dem Maßstab, auf den es wirklich ankommt – der Breite der Meisterschaft, der Tiefe des Verständnisses, der Dauerhaftigkeit der Spitzenleistungen und der Qualität dessen, was an die Nachfolger weitergegeben wird –, gibt es nur sehr wenige Personen, die diese Bezeichnung wirklich verdienen. Kancho Gerard Gordeau, 9. Dan, ist einer von ihnen. Er hat sich seinen Platz in der Geschichte nicht in einem einzigen Moment verdient, sondern durch fünfzig Jahre unermüdlichen Engagements für den Weg der Kampfkunst: als Champion im Kyokushin-Karate, Savate, Thai-Boxen und Seidokaikan; als der Mann, der den ersten Schlag und den ersten Tritt in der Geschichte der UFC ausführte; als Gründer und Cheftrainer eines Dojos, das weltberühmt wurde; als Lehrer, der Kampfkünstler über Kontinente und Generationen hinweg geprägt hat. Mit ihm zu trainieren – sei es auch nur einmal, sei es auch nur für einen einzigen Nachmittag bei einem Seminar – bedeutet, etwas über die Kampfkünste zu verstehen, das man weder in Büchern noch in Videos noch in den Berichten anderer finden kann. Man muss es direkt erleben. Und wer es erlebt hat, trägt es für den Rest seines Lebens in sich. „Wer einmal das Fliegen gekostet hat, wird für immer mit zum Himmel gerichteten Augen auf der Erde wandeln; denn dort warst du, und dorthin wirst du dich immer sehnen, zurückzukehren.“ – Leonardo da Vinci Das ist das Geschenk von Kancho Gerard Gordeau. Er öffnet den Himmel. https://gerardgordeau.weebly.com/


Die polizeiliche Ausbildung Die polizeiliche Ausbildung ist ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitswesens eines Staates. Polizistinnen und Polizisten tragen eine grosse Verantwortung, denn sie sorgen für die öffentliche Ordnung, schützen die Bevölkerung und greifen in Notfällen ein. Damit sie diese Aufgaben professionell erfüllen können, benötigen sie eine umfassende und anspruchsvolle Ausbildung. Die Grundausbildung bei der Polizei besteht aus einem schulischen Teil einer Polizeischule und aus praktischen Einsätzen bei einem Polizeikorps. Während der Ausbildung lernen die angehenden Polizistinnen und Polizisten sowohl theoretische Inhalte als auch praktische Fähigkeiten. Zu den wichtigsten Unterrichtsfächern gehören Recht, Strafrecht, Verkehrsrecht und Polizeitaktik. Die Lernenden müssen wissen, welche Gesetze gelten und wie sie diese korrekt anwenden. Ebenso wichtig ist die Ausbildung in Kommunikation und Konfliktmanagement. Polizistinnen und Polizisten kommen täglich mit Menschen in unterschiedlichen Situationen in Kontakt. Sie müssen ruhig bleiben, verständlich sprechen und Konflikte möglichst ohne Gewalt lösen. Ein weiterer zentraler Bestandteil der Ausbildung ist das Einsatztraining. Dabei üben die vorausgehenden Polizeikräfte verschiedene Szenarien, zum Beispiel Verkehrskontrollen, Personenkontrollen, Festnahmen oder Einsätze bei häuslicher Gewalt. Diese Übungen finden häufig unter realistischen Bedingungen statt, damit das Lernen auf den späteren Berufsalltag vorbereitet werden kann. Auch die körperliche Fitness spielt eine grosse Rolle. Polizeibeamtinnen und beamte müssen belastbar sein und in stressigen Situationen schnell reagieren können. Deshalb gehören Sport, Ausdauertraining und Selbstverteidigung fest zum Ausbildungsprogramm. Die Lernenden trainieren regelmässig, um ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Neben den praktischen und körperlichen Anforderungen werden auch ethische und soziale Kompetenzen vermittelt. Die Polizei arbeitet im Dienst der Bevölkerung und muss alle Menschen gleich behandeln. Respekt, Fairness und Verantwortungsbewusstsein sind daher wichtige Werte der Ausbildung. Die zukünftigen Polizistinnen und Polizisten lernen, Entscheidungen sorgfältig abzuwägen und ihre Befugnisse korrekt einzusetzen. Während der praktischen Ausbildungsphasen begleiten die lernenden erfahrenen Polizeikräfte. Dabei sammeln sie erste Erfahrungen im Streifendienst, bei Verkehrseinsätzen oder bei der Bearbeitung von Meldungen. Diese Praxis ist besenders wertvoll, weil sie zeigt, wie vielfältig und anspruchsvoll der Polizeiberuf tatsächlich ist. Nach Abschluss der Ausbildung legen die Anwärterinnen und Anwärter eine Prüfung ab. Erst danach erhalten sie das eidgenössische Fachzeugnis und dürfen als voll ausgebildete Polizistinnen oder Polizisten arbeiten. Mit dem Abschluss endet das Lernen jedoch nicht. Die Polizei bietet regelmässig Weiterbildungen an, beispielsweise in den Bereichen Kriminaltechnik, Cyberkriminalität, Führung oder Einsatzleitung. Die Anforderungen an die Polizei verändern sich ständig. Neue Technologien, digitale Straftaten und gesellschaftliche Entwicklungen stellen die Sicherheitsbehörden vor neue Herausforderungen. Deshalb ist eine moderne und flexible Ausbildung des Besenders wichtig. Sie sollen die Polizeikräfte nicht nur auf Aufgaben vorbereiten, sondern ihnen auch die Fähigkeit vermitteln, sich an zukünftige Veränderungen anzupassen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die polizeiliche Ausbildung weit mehr ist als nur das Erlernen von Gesetzen und Einsatztechniken. Sie verbindet theoretisches Wissen, praktische Erfahrung, körperliche Fitness und soziale Kompetenz. Ziel ist es, verantwortungsbewusste Polizeibeamtinnen und beamte auszubilden, die Bevölkerung zu schützen und in schwierigen Situationen professionell handeln zu können. Die Ausbildung bildet damit die Grundlage für einen Beruf, der für das Funktionieren einer sicheren und geordneten Gesellschaft von grosser Bedeutung ist. Fazit: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die polizeiliche Ausbildung eine wichtige Grundlage für den Polizeiberuf ist. Sie vermittelt den angehenden Polizistinnen und Polizisten das notwendige Fachwissen, praktische Fähigkeiten und soziale Kompetenzen. Durch die Kombination aus Theorie und Praxis werden sie gut auf ihre verantwortungsvollen Aufgaben vorbereitet. Eine gute Ausbildung trägt dazu bei, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und das Vertrauen der Menschen in die Polizei zu stärken.


Die Verbindung zwischen Strassen und polizeilicher Selbstverteidigung Strassenselbstverteidigung und polizeiliche Selbstverteidigung haben das gemeinsame Ziel, Menschen vor Gefahren zu schützen. Beide Bereiche vermitteln Techniken, mit denen man sich in bedrohlichen Situationen verteidigen kann. Trotzdem unterscheiden sie sich in einigen wichtigen Punkten. Die Strassenselbstverteidigung richtet sich an Privatpersonen. Ihr Hauptziel ist es, Angriffe zu vermeiden, sich aus gefährlichen Situationen zu befreien und sich selbst in Sicherheit zu bringen. Dabei spielen Aufmerksamkeit, richtiges Verhalten und Deeskalation eine wichtige Rolle. Körperliche Techniken werden nur dann eingesetzt, wenn keine andere Möglichkeit mehr besteht. Die polizeiliche Selbstverteidigung ist speziell auf die Aufgaben von Polizistinnen und Polizisten ausgerichtet. Polizeikräfte müssen nicht nur sich selbst schützen, sondern auch andere Menschen, Verdächtige kontrollieren und Straftäter festnehmen. Deshalb lernen sie Techniken zum sicheren Fixieren und Kontrollieren von Personen sowie den verhältnismässigen Einsatz von Zwangsmitteln. Dabei müssen sie stets die gesetzlichen Vorschriften beachten. Die Verbindung zwischen beiden Bereichen liegt vor allem in den Grundlagen. Sowohl in der Strassen als auch in der polizeilichen Selbstverteidigung sind Aufmerksamkeit, schnelles Reagieren, gute Kommunikation und Deeskalation von grosser Bedeutung. Beide legen Wert darauf, Konflikte möglichst ohne Gewalt zu lösen. Erst wenn dies nicht möglich ist, kommen körperliche Abwehrtechniken zum Einsatz. Ausserdem fördern beide Formen der Selbstverteidigung das Selbstvertrauen, die körperliche Fitness und die Fähigkeit, auch unter Stress ruhig und überlegt zu handeln. Regelmässiges Training verbessert die Reaktionsfähigkeit und hilft dabei, in gefährlichen Situationen angemessene Entscheidungen zu treffen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Strassen- und polizeiliche Selbstverteidigung viele Gemeinsamkeiten besitzen. Beide vermitteln wichtige Fähigkeiten zum Schutz vor Gefahren und setzen auf Prävention, Deeskalation und kontrolliertes Handeln. Der grösste Unterschied besteht darin, dass die Polizei zusätzlich gesetzliche Aufgaben erfüllen und ihre Massnahmen jederzeit rechtlich begründen muss. Deshalb ist die polizeiliche Selbstverteidigung umfassender und stärker an rechtliche Vorgaben gebunden. Fazit: Zusammenfassend ergänzen sich Strassen und polizeiliche Selbstverteidigung in vielen Bereichen. Beide vermitteln wichtige Fähigkeiten, um Gefahren frühzeitig zu erkennen, Konflikte möglichst ohne Gewalt zu lösen und sich in Notsituationen wirksam zu schützen. Während die Strassenselbstverteidigung vor allem der eigenen Sicherheit dient, ist die polizeiliche Selbstverteidigung zusätzlich auf den Schutz der Bevölkerung sowie die rechtmässige Durchsetzung polizeilicher Massnahmen ausgerichtet. Eine gute Ausbildung und regelmässiges Training sind in beiden Bereichen entscheidend, um auch unter Stress sicher, verantwortungsbewusst und angemessen handeln zu können.


Die ständigen Veränderungen auf dem Weg


Die ständigen Veränderungen auf dem Weg Von Daniel Motheo „Wenn Bildung nicht befreiend ist, besteht der Traum der Unterdrückten darin, selbst zu Unterdrückern zu werden.“ (Paulo Freire – brasilianischer Pädagoge und Philosoph)

Unter den vielen Zitaten, die unser Lehrer (Shidoshi Jordan Augusto) im Laufe der Jahre mit meinen Trainingspartnern und mir geteilt hat … Von denen, die mir am meisten am Herzen liegen, wenn ich mich den täglichen Kämpfen stelle, die das Leben uns auferlegt, schätze ich insbesondere zwei: „Schmerz ist unvermeidlich, aber Leiden ist eine Entscheidung.“ (aus der buddhistischen Tradition, wenn ich mich nicht irre); und: „Erfahrung ist der zurückgelegte Weg…“, ein beliebtes Sprichwort, das ergänzt werden kann mit: „…und nicht nur die verstrichene Zeit!“ Als ich zum ersten Mal gebeten wurde, verschiedene Artikel zu verfassen, in denen die jeweiligen Lebenswege von Menschen beschrieben werden, die Teil unserer Schule und unserer – vereinfacht gesagt – „philosophisch-kriegerischen“ Praxis sind, fragte ich mich, welchen Beitrag ich zu dieser Darstellung leisten könnte, der auch für Sie, lieber Leser, von Wert wäre. Schließlich sind „lebenslanges Lernen“ und „lebensumfassendes Lernen“ Konzepte, die unserem Menschsein innewohnen und unsere Unterschiede und Ungleichheiten deutlich übersteigen.


Die ständigen Veränderungen auf dem Weg


Die ständigen Veränderungen auf dem Weg Es ist bemerkenswert zu erkennen, dass die größte Konstante in unserem Leben der „Wandel“ ist (ob zum Guten oder zum Schlechten im Verhältnis zu unserem Status quo), und noch interessanter ist es, zu unterscheiden, was in unserer Macht steht und was nicht – auch wenn die Unterscheidung zwischen dem Möglichen und dem Unmöglichen oft im Auge (und im Geist) des Betrachters liegt. Und genau indem ich über diese Veränderungen schreibe – sowohl über die, die ich selbst erlebt habe, als auch über die, die ich beobachtet habe –, möchte ich sie in diesem Moment mit Ihnen teilen; denn ich habe mein Kampfkunststudium nicht mit den traditionellen und klassischen Formen begonnen, wie sie im Kaze no Ryu Bugei (Ogawa Ha) zu finden sind. Vielmehr habe ich, wie viele andere auch, mit eher sportorientierten Kampfkünsten angefangen. Genauer gesagt begann ich während eines Teils meiner Kindheit in Kalifornien (USA) mein gezieltes Kampfsporttraining mit „JuJitsu“ (柔術), und nach meiner Rückkehr nach Brasilien wandte ich mich Praktiken wie „Jūdō“ (柔道) zu, dann der kampfsportlich-meditativen Praxis des „Tài Jí Quán“ (太極拳), besser bekannt als Tai Chi Chuan, und schließlich… „Kendō“ (剣道), unter der freundschaftlichen Anleitung der Familie Yamamoto, von der ich so viel lernen und noch mehr Erfahrungen sammeln durfte (sei es durch regelmäßige Trainingseinheiten, gesellige Zusammenkünfte, Studien oder sogar die Buchvorstellungen unseres Shihan). Und nach einer kurzen Pause vom gemeinschaftlichen Kampfsporttraining – bedingt sowohl durch meinen Militärdienst als auch durch mein Engagement für die Hochschulbildung (sei es im Bachelor-, Fach- oder Masterstudium usw.) – direkt zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn, in der ich (sowohl in der Vergangenheit als auch heute) in verschiedenen Bereichen (z. B. Forschung und Entwicklung, Lehre, Beratung, usw.) in Bereichen, die heute unter anderem als Innovation, Agilität und ESG („Environmental, Social, and Governance“) bekannt sind – wurde ich (durch eine Empfehlung) in das Kaze no Ryu Bugei (Ogawa-Ha) eingeführt. Indem ich mich somit ausschließlich diesem Weg widmete, konnte ich – gegen Ende der 1990er Jahre (genau hier in Brasilien) – unter der Anleitung von Shidoshi Jordan Augusto (am Hauptsitz) neue Wege beschreiten und mich intensiver der (sowohl technischen als auch persönlichen) Weiterentwicklung widmen, zunächst durch seine Vertreter und Ausbilder (in den Zweigstellen im ganzen Land). Und gemeinsam mit diesen Weggefährten lernte ich, viele Herausforderungen zu meistern; schließlich wurde mir schon so oft gesagt: „Ein einziges Leben reicht nicht aus, um alles zu lernen, was es gibt“, daher die wesentliche (und nicht nur wichtige) Notwendigkeit, sich ständig neu zu erfinden (den Becher zu leeren, wann immer es nötig ist, um Fortschritte zu machen und sich weiterzuentwickeln). Und so konnte ich seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten Reflexionen entwickeln – manche ausführlicher, andere prägnanter –, die stets unverzichtbar sind, um sowohl den Prozess der Klarheit als auch meine technische, kampfsportliche, berufliche, philosophische und vielleicht sogar spirituelle Entwicklung zu verfeinern, damit wir die Elemente nicht übersehen, die uns in unserer einzigartigen Individualität zu vollständigeren Wesen machen. „Das größte Privileg im Leben ist es, der zu werden, der man wirklich ist.“ (Carl Jung – Schweizer Psychologe)


Teil VII: Die Reaktion des Kriegers – Das Herz bewahren, ohne es zu verlieren Wenn sie mit Soziopathie konfrontiert werden, begehen viele Menschen einen von zwei Fehlern. Entweder werden sie naiv und lassen sich vereinnahmen. Oder sie verhärten sich und fangen an, dem zu ähneln, was sie verletzt hat. Beides sind Niederlagen. Der Weg des Kriegers erfordert etwas Schwierigeres: urteilsfähig zu werden, ohne zynisch zu werden, stark zu werden, ohne grausam zu werden, vorsichtig, ohne verschlossen zu werden, ehrlich, ohne selbstgerecht zu werden, barmherzig, ohne sich ausbeuten zu lassen. Das ist nicht einfach. Ein Mensch, der manipuliert wurde, beginnt oft, alles in Frage zu stellen. Vertrauen fühlt sich gefährlich an. Zärtlichkeit fühlt sich töricht an. Idealismus fühlt sich peinlich an. Das Herz möchte sich verschließen und sagen: „Nie wieder.“ Das ist verständlich. Aber wenn du zulässt, dass der Schmerz dich lehrt, nicht mehr zu lieben, hat der Täter mehr als nur deine Lebensumstände verdorben – er hat begonnen, deine Seele zu formen. Lass das nicht zu. Die Antwort auf Soziopathie ist nicht, selbst noch soziopathischer zu werden. Nicht, kälter zu werden. Nicht rücksichtslos zu werden. Nicht, dein Gewissen aufzugeben, weil es dich verletzlich gemacht hat. Nein. Die Antwort liegt darin, in der Wahrheit stärker zu werden. Die Hwarang reagierten auf Gefahr nicht damit, ihre Ehrfurcht aufzugeben. Sie vertieften ihre Disziplin. Sie schärften ihre Wahrnehmung. Sie lernten Selbstbeherrschung. Sie verneigten sich noch tiefer, damit ihre Stärke nicht zerstörerisch wurde. Das ist es, was die verwundete Seele tun muss.

1. Benenne die Realität klar Die erste Reaktion ist die Wahrheit. Hör auf, das Raubtierhafte zu romantisieren.


Hör auf, Verwirrung als Tiefe zu bezeichnen. Hör auf, Ausbeutung als Leidenschaft zu bezeichnen. Hör auf, Manipulation allein als Schmerz zu bezeichnen. Hört auf, wiederholte Übergriffe als „komplizierte Liebe“ zu bezeichnen. Die Wahrheit ist Barmherzigkeit, denn sie beendet die Verzauberung. Wenn jemand gewohnheitsmäßig lügt, manipuliert, andere zu Objekten macht, die Schuld umkehrt, Emotionen strategisch einsetzt, keine Reue zeigt und Menschen entwertet – benenn es beim Namen. Nicht, um dem Hass nachzugeben, sondern um aufzuhören, an der Illusion mitzuwirken.

2. Die moralische Sprache wiederherstellen Die moderne Kultur verharmlost alles. Sie spricht von „toxisch“, „chaotisch“, „problematisch“, „dysreguliert“, „kompliziert“. Manchmal haben diese Begriffe ihre Berechtigung. Aber manchmal ist etwas Einfacheres und Uraltes gefragt: Das war Betrug. Das war Ausbeutung. Das war Hochmut. Das war Grausamkeit. Das war Herrschaft. Das war eine Verletzung der Unantastbarkeit eines anderen Menschen. Moralische Klarheit ist keine Grausamkeit. Sie ist Sauerstoff.

3. Setze heilige Grenzen Eine Grenze ist keine Rache. Sie ist Verantwortung. Wenn jemand seinen Zugang nutzt, um zu verletzen, zu verwirren, auszubeuten oder zu destabilisieren, dann ist die Einschränkung dieses Zugangs kein Mangel an Liebe. Es ist Gehorsam gegenüber der Wahrheit. Nicht jeder hat ein Anrecht auf deine Intimität, dein Vertrauen, deine Verletzlichkeit, deine Zeit oder deine innere Welt. Selbst Christus vertraute sich nicht jedem an. In der Heiligen Schrift heißt es: „Jesus vertraute sich ihnen nicht an, denn er kannte alle Menschen.“ Johannes 2,24 Das ist heilige Unterscheidungskraft.

4. Halte das Herz lebendig Das ist vielleicht das schwierigste Gebot von allen. Lass dich durch Missbrauch nicht davon überzeugen, dass die Liebe selbst falsch ist. Lass dich durch Manipulation nicht davon überzeugen, dass Zärtlichkeit Schwäche ist. Lass dich nicht von Ausbeutung davon überzeugen, dass das Heilige eine Illusion ist. Bewahre dein Herz, ja. Aber halte es am Leben. In den Sprüchen heißt es: „Hüte vor allem dein Herz, denn daraus entspringt alles, was du tust.“ Sprüche 4,23 Bewahre es – begrabe es nicht. Schütze es – versteine es nicht.


Ein behütetes Herz bleibt fähig zur Ehrfurcht. Ein vergrabenes Herz beschreitet den Weg hin zu genau jener Verderbnis, die es fürchtet.

5. Verneige dich erneut Jede Begegnung mit hohler Macht ist zugleich eine Versuchung. Eine Versuchung zur Selbstsicherung ohne Gott. Zur Rache. Zum Stolz. Zum Misstrauen gegenüber allem Guten. Dazu, das Selbst im Namen der Sicherheit auf den Thron zu heben. Widerstehe dieser Versuchung, indem du dich erneut verneigst. Verneige dich vor Gott. Verneige dich vor der Wahrheit. Verneige dich vor der moralischen Ordnung der Wirklichkeit. Verneige dich und sage: Ich werde nicht zu dem werden, was mich verletzt hat. Ich werde die Kontrolle nicht verehren. Ich werde den Schmerz nicht als Erlaubnis nutzen, andere zu verschlingen. Ich werde zulassen, dass mich dies weiser macht, nicht grausamer. Das ist der Sieg des Kriegers.


Fazit: Ein Herz aus Fleisch in einem Zeitalter aus Stein Wir leben in einem Zeitalter, das den Stein bewundert. Das Selbstbewusstsein des Steins. Ein steinernes Image. Steinerne Distanziertheit. Steinerner Ehrgeiz. Steinerne Selbstgenügsamkeit. Doch Gott sucht keine Steine. Er sucht Herzen aus Fleisch. Ein Herz aus Fleisch kann verwundet werden, ja. Aber es kann auch lieben. Es kann trauern. Es kann Buße tun. Es kann vor der Wahrheit erzittern. Es kann niederknien. Es kann neu geschaffen werden. Die soziopathische Seele ist nicht deshalb furchterregend, weil sie dramatisch ist, sondern weil sie offenbart, was geschieht, wenn das Selbst lange genug verehrt wird. Es wird effizient. Berechnend. Unantastbar. Und abgestumpft gegenüber der heiligen Realität anderer Leben. Doch die Antwort ist nicht Verzweiflung. Die Antwort ist nicht Hass. Die Antwort ist nicht sentimentale Blindheit. Die Antwort ist die Wahrheit. Demut. Unterscheidungsvermögen. Grenzen. Reue. Und vor allem: Hingabe an Gott. Denn nur Gott kann verhindern, dass Macht zur Ausbeutung wird. Nur Gott kann verhindern, dass Wunden zu Waffen werden. Nur Gott kann verhindern, dass Unterscheidungsvermögen zu Zynismus wird. Nur Gott kann Herzen aus Fleisch wiederherstellen, wo sich bereits Stein gebildet hat. Prüfe dich also selbst. Wo hast du manipuliert, anstatt die Wahrheit zu sagen? Wo hast du Schwäche ausgenutzt, anstatt sie zu schützen?


Wo hast du die Kontrolle zu sehr genossen? Wo hast du dich gegenüber dem Schmerz eines anderen verhärtet? Wo hast du Selbstschutz als Weisheit bezeichnet, obwohl es in Wirklichkeit Stolz war? Wo hast du dich geweigert, dich zu beugen? Fang dort an. Der Krieg findet nicht nur da draußen statt. Er findet in der Seele statt. Und jeden Tag entscheidet jeder von uns, mit welcher Art von Herz wir in die Welt hinausgehen. Ein Herz aus Stein? Oder ein Herz aus Fleisch? Ein Leben, das sich nur um sich selbst dreht? Oder ein Leben, das sich der Wahrheit hingibt? Eine Hand, die nimmt? Oder eine Hand, die beschützt? Das ist der wahre Kampf. Das ist die Prüfung der Hwarang. Das ist die Frage hinter dem Etikett, hinter der Psychologie, hinter dem Verhalten: Wirst du in einer Welt, die den Verlust der Menschlichkeit belohnt, menschlich bleiben? Mögen wir den Mut haben, richtig zu antworten. Mögen wir die Demut haben, niederzuknien, bevor wir zuschlagen. Mögen wir die Klarheit haben, falsche Stärke zu erkennen. Mögen wir die Disziplin haben, das Heilige zu bewahren. Und möge Gott in seiner Barmherzigkeit jeden Keim der Kälte, des Stolzes, der Manipulation und der Selbstvergötterung aus uns entfernen, bevor sie zu etwas Dunklem erstarren. Denn es ist besser, jetzt vor Gott zu weinen, als ein leeres Königreich in sich selbst zu regieren. Und es ist besser, den Thron des Egos zu verlieren, als die eigene Seele zu verlieren.

„Der Weg des Kriegers erfordert etwas Schwierigeres: urteilsfähig zu werden, ohne zynisch zu werden, stark zu werden, ohne grausam zu werden, vorsichtig, ohne verschlossen zu werden, ehrlich, ohne selbstgerecht zu werden, barmherzig, ohne sich ausbeuten zu lassen. Das ist nicht einfach.“


Drei BJJ-Geschichten aus aller Welt Erste Kurzgeschichte: „Rigan Machado – BJJGroßmeister mit rotem Gürtel“ Ich muss sehr weit in die Geschichte der „VacircaBrüder“ zurückdenken. Man könnte meinen, das wäre einfach, aber das ist es nicht. Wir waren so hungrig nach Training und Wissen, dass wir uns ganz der „Arte Suave“ verschrieben haben – oft auf die Gefahr hin, uns selbst zu vergessen oder zu vernachlässigen. Aber alles geschah aus einem bestimmten Grund, und heute können wir mit Stolz darauf zurückblicken. In den kommenden Monaten plane ich, in jeder meiner monatlichen BJJ-Kolumnen vier verschiedene kurze BJJ-Geschichten oder Neuigkeiten zu veröffentlichen. Meiner Meinung nach sollten wir auch den jüngeren Generationen mehr über die Anfänge erzählen, damit sie wissen, wo unsere Wurzeln liegen. Neben den Gracies gab es auch einige wichtige Persönlichkeiten außerhalb der Gracie-Familie, denen wir es zu verdanken haben, dass das brasilianische JiuJitsu heute weltweit so verbreitet ist. Ich möchte mit den Machado-Brüdern beginnen, den Cousins der Gracies. Als junges und dynamisches Team hatten sie einen bedeutenden Einfluss auf den BJJ-Sport. Als ich zum ersten Mal den Weg zu den „Machado Brothers“ fand, lebte ich in Hermosa Beach, Kalifornien. Diesen Ort entdeckte ich durch einen weiteren „Zufall“ in meiner Kampfsportkarriere. Während eines meiner vielen Trainingsaufenthalte an der Inosanto Academy im Jahr 1992 hörte ich von einem jungen Mann namens Carlos Machado. Eines Abends, als ich nichts zu tun hatte, spazierte ich am Strand entlang zum Redondo-Beach-Pier und bog dann links den Hügel hinauf ab. Als ich oben angekommen war, sah ich eine Reihe kleiner Läden und einen Donut-Stand, der von zahlreichen Polizisten und Taxifahrern frequentiert wurde. Plötzlich bekam ich Hunger, und ich hatte festgestellt, dass ein Donut genau das Richtige für mich war, wenn ich abends einen leichten Snack wollte. Ob das gesund war oder nicht, ist eine andere Frage, denn mein Kalorienverbrauch war in jenen Tagen, Wochen und Monaten sehr hoch, da ich morgens und abends bei Ajarn Chai Sirisute meine Dosis Muay Thai bekam. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich damals auf dem Hügel stand, meine Donuts und einen schwarzen Kaffee bestellt hatte und mir einen Platz an einem der wenigen freien Tische direkt vor der Tür des „Good Stuff“ suchte. Bald setzte sich eine junge Frau in schwarzer Uniform neben mich. Ich fand sie super sexy – bitte entschuldigt diesen Ausbruch – … Sie lächelte mich an und fragte: „Hallo, kommst du aus der Gegend?“ Ich antwortete: „Ich wohne in Hermosa Beach, in der Nähe des Restaurants ‚Good Stuff‘!“ Ich antwortete so präzise wie möglich, um sicherzugehen, dass ich nicht sofort in Handschellen landete – obwohl mir das in ihrer Gegenwart eigentlich nichts ausgemacht hätte.


Dann fügte sie hinzu: „Ich gehe morgens dorthin, um mit meinen Kollegen zu frühstücken.“ Ich nahm das als Einladung, am nächsten Morgen dort zu sein. „Was machst du hier, und woher kommst du?“, fragte sie. „Ich komme aus der Schweiz und bin hier, um an der Inosanto Academy zu trainieren.“ Daraufhin sagte sie: „Ach so, verstehe. Dann kennst du sicher auch die Machados?“ „Nein, noch nicht, aber ich habe schon von ihnen gehört!“, antwortete ich. „Nun, die Machado Jiu-Jitsu Academy ist gleich um die Ecke. Du solltest mal vorbeischauen“, fuhr sie fort. Bald stand sie auf und sagte: „Wir werden uns hier sicher wieder über den Weg laufen.“ Mein Herz raste, und ich konnte nur denken: „Gott, bitte lass das wahr werden!“ Aber da saß ich nun und dachte, dass ich wirklich mal kurz bei der Machado Jiu-Jitsu Academy vorbeischauen sollte. Tatsächlich befand sich die Schule direkt am Anfang dieser kleinen Ladenzeile und war nur wenige Quadratmeter groß. Was mir ins Auge fiel, waren die blauen Tatami-Matten anstelle der traditionellen grünen. Als ich hineinging, war es bereits spät, aber auf den Tatami befanden sich zwei Personen, darunter Professor Carlos Machado.

Nachdem die Privatstunde beendet war, hatte ich die Gelegenheit zu fragen, ob ich am nächsten Tag eine Probestunde nehmen könnte. Ich erwähnte auch gleich, dass ich bei Guro Dan Inosanto und Ajarn Chai Sirisute trainiere. Professor Carlos sagte daraufhin: „Klar, mein Freund! Ich werde allerdings nicht mehr lange hier sein – aber du kannst gerne mit meinen Brüdern trainieren.“ Mein Bauchgefühl sagte mir jedoch, dass ich Professor Carlos direkt nach Privatstunden fragen sollte, was ich auch tat. Er sagte: „Ich könnte dich morgens noch unterrichten, solange ich noch hier bin. Danach mache ich mich auf den Weg nach Texas.“ Ich wollte diese Gelegenheit nutzen und beschloss, sofort ein paar Privatstunden zu buchen. Am nächsten Morgen war ich wieder in der Akademie in Redondo Beach. Schon am Morgen herrschte dort reges Treiben, und die Jungs auf der Tatami sahen alle topfit aus. John Machado, der jüngste Bruder, begrüßte mich höflich an der Tür und lud mich ein, mit der Gruppe zu trainieren, was ich dankbar annahm. Mit Meister Rigan, dem ältesten Bruder, und John als unseren Trainern stürzten wir uns also direkt in unsere erste Runde MJJ. Nachdem


der Gruppenunterricht beendet war, kam Professor Carlos auf mich zu und sagte: „Jetzt habe ich auch Zeit für deinen Einzelunterricht!“ Während dieser ersten Trainingseinheit fragte ich ihn, ob jemand ein Foto von uns beim Training machen könnte. Das war für Professor Carlos kein Problem, und so entstand das einzige Foto, das ich von mir beim Training mit Professor Carlos habe. Das Einzeltraining mit Professor Carlos war damals aus verschiedenen Gründen ein großes Highlight für mich. Seine Herangehensweise beim Durcharbeiten der Technikabläufe unterschied sich völlig von der der Gracies. Meiner bescheidenen Meinung nach legte er großen Wert auf die „Verbindungen“ – mit anderen Worten: wie ich von A nach B komme, aber auch B2 und B3 erkenne. Später erfuhr ich, dass die Machado-Brüder die besten BJJAthleten an der renommierten Gracie-Barra-Schule gewesen waren und unter Meister Carlos Gracie Jr. trainiert hatten. Unter anderem hatte Carlos Machado auch Chuck Norris kennengelernt und 1995 eine Einladung erhalten, seine erste Machado Jiu-Jitsu Academy in Texas zu gründen. Diese frühen Tage mit den Machado-Brüdern markierten den Beginn einer ganzen Reihe von Trainingsreisen, die ich in den folgenden Jahren mit meinem Bruder Demetrio oder meinem Freund Marco unternahm. Nachdem mein Bruder Demetrio und ich an der Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro teilgenommen hatten, besuchten wir Meister Rigan und Professor John erneut in Redondo Beach. Seit meinem letzten Besuch mit meinem Freund Marco ein Jahr zuvor hatte sich nichts Wesentliches geändert, außer dass die Machados mehrere prominente Kampfsport-Experten – wie die Dog Brothers (aus dem philippinischen Kampfsport) – sowie zahlreiche Spitzen-Ringer und Judokas in ihre BJJ-Gemeinschaft aufgenommen hatten. Die Samen, die sie gesät hatten, trugen langsam, aber sicher Früchte, und der Wettbewerb mit der Gracie Academy in Torrance schien zuzunehmen. Unsere Lehrer-Schüler-Beziehung zu Rigan und John vertiefte sich in diesen Jahren. Rigan hatte sich in Rio de Janeiro bereits einen Namen gemacht, da sein technisches Wissen und Können mit denen von Meister Rickson verglichen wurden. Professor John war eine wichtige Stütze, die mir half, viele kleine Details zu einem klaren Gesamtbild zusammenzufügen. Beide blieben während


meiner gesamten Zeit als BJJ-Praktizierender in Los Angeles, auch wenn sich der Trainingsort einige Male änderte. Später zog John nach Allen, Texas, und Meister Rigan etablierte sich im Laufe der Jahre als absoluter VIP und Star-BJJ-Trainer in Hollywood. Zu seinen Schülern zählen unter anderem folgende Prominente: Ashton Kutcher, Keanu Reeves, Vin Diesel, Wiz Khalifa und viele mehr. Unter den Machado-Brüdern ist Rigan zudem derjenige mit dem höchsten Rang: Erst vor wenigen Tagen wurde ihm von seinem Onkel, dem UFC-Gründer und Sohn von Hélio Gracie, Großmeister Rorion Gracie, der rote Gürtel (9. Dan) verliehen. Meister Rigan hat die amerikanische BJJ-Szene maßgeblich geprägt und das Jiu-Jitsu so weit gebracht, dass man mit Fug und Recht sagen kann, dass zahlreiche Filme und Fernsehserien, in denen die Arbeit der Machado-Brüder zu sehen ist, weltweit verfolgt werden. Es ist mir eine Ehre, diesem großartigen Lehrer und wahren Meister zu seinem wohlverdienten roten Gürtel 9. Grades zu gratulieren. Seit heute ist er Großmeister des brasilianischen Jiu-Jitsu – ein Titel, den er sich durch lange und mühevolle Anstrengungen verdient hat. Wir sollten Menschen wie ihm dankbar sein, dass sie diese Herausforderung angenommen haben, und hoffen, dass wir noch viele Jahre lang von ihm lernen dürfen.

Zweite Kurzgeschichte: „Roger Gracie und Seine Majestät der König“ Ende Juni war es endlich soweit: Mitglieder der Brazilian-JiuJitsu-Teams der Royal Navy und der Royal Marines hatten die Ehre, Seine Majestät den König während eines REORGWohltätigkeitsseminars in der Roger Gracie Academy in London willkommen zu heißen. Er war gekommen, um sich ein Bild vom Brazilian Jiu-Jitsu zu machen und die Arbeit der 2020 gegründeten Organisation REORG durch deren Gründer Sam Sheriff kennenzulernen. Durch BJJ bietet REORG Veteranen, aktiven Soldaten und Rettungskräften verschiedene sichere und unterstützende Umgebungen und trägt so zur Verbesserung ihres körperlichen und seelischen Wohlbefindens bei. Dies ist eine unglaubliche Leistung von Sam Sheriff. Von der Einführung des BJJ bei den Royal Marines vor über einem Jahrzehnt bis hin zur Präsentation seiner Wirkung vor dem König selbst – all dies ist ein Beweis für den „ “-Unterschied, den dieser Sport und REORG bewirken können. Die Wohltätigkeitsorganisation wurde im Vereinigten Königreich von Sam Sheriff gegründet. Er ist ein ehemaliger Ausbilder für körperliche Ertüchtigung bei den Royal Marines Commandos und war der erste aktive Royal Marine, der einen schwarzen Gürtel im BJJ erlangte. Viele Soldaten und Einsatzkräfte an der Front kämpfen mit


schweren körperlichen Verletzungen, Depressionen, Isolation und posttraumatischen Belastungsstörungen. Wenn sie aus dem Dienst ausscheiden, verlieren sie oft die enge Kameradschaft und das strukturierte Umfeld, auf das sie sich verlassen hatten. REORG nutzt Jiu-Jitsu, um diesen Menschen einen sicheren Raum ohne Ego zu bieten, in dem sie ihr tägliches Leben neu aufbauen, eine neue „Gemeinschaft“ finden und sowohl körperlich als auch psychisch genesen können. REORG arbeitet weltweit mit Hunderten von zertifizierten BJJAkademien zusammen. Diese Partnerschulen durchlaufen ein Überprüfungsverfahren, um sicherzustellen, dass sie ein einladendes, hochwertiges und unterstützendes Umfeld bieten. Durch Programme wie „REORG 60“ (ein 60-tägiger Intensivkurs) und „REORG 365“ (ein einjähriges Weiterbildungsprogramm) übernimmt die Wohltätigkeitsorganisation die Trainingsgebühren und die Kosten für die Trainingsausrüstung für berechtigte Teilnehmer, sodass diese BJJ kostenlos erlernen können. Die Organisation veranstaltet eigene Turniere wie das „REORG Open“, das Klassen für alle Gürtelfarben sowie eine „Para-JiuJitsu“-Klasse für Sportler mit körperlichen Behinderungen umfasst. REORG ist es zudem gelungen, prominente „Botschafter“ wie Roger Gracie und Braulio Estima (Gracie Barra) zu gewinnen. Meiner Meinung nach ist Roger seit Jahren der beste Kimono-Kämpfer in der BJJ-Szene. Im Jahr 2005 und erneut zwei Jahre später konnten wir Roger für ein Seminar hierher nach Zürich holen. Mit seiner Bescheidenheit und ganz ohne Ego zeigte er uns, wie Jiu-Jitsu dabei helfen kann, wichtige Lebensziele zu erreichen. Deshalb überrascht es mich nicht, dass Roger einen wichtigen Beitrag zu REORG leisten kann – und das nicht nur über die Medien. Sam Sheriff beschreibt seine Mission wie folgt: „Ich habe REORG gegründet, weil mir bewusst wurde, wie sehr mir Jiu-Jitsu persönlich geholfen hat – und dass ich damit, ohne es überhaupt zu merken, auch


anderen half, sowohl auf der Matte als auch im Alltag. Seit unserer Gründung im Jahr 2020 haben wir Hunderten von Menschen geholfen, und das hat auch Auswirkungen auf ihre Freunde und Familien gehabt, die eine positive Veränderung in ihrem Leben bemerken, weil ihre Angehörigen Teil der REORG-Community geworden sind. Für mich bedeutet REORG Zugehörigkeit. Es ist eine Gemeinschaft, ein Unterstützungsnetzwerk von Gleichgesinnten, die sich alle durch ihre Leidenschaft für Jiu-Jitsu und Fitness gegenseitig helfen. Meine Vision ist es, dass eines Tages jede Jiu-Jitsu-Akademie und jedes FunctionalFitness-Studio REORG unterstützt – und wir sie ebenfalls unterstützen. Damit alle Angehörigen des Militärs, der Rettungsdienste und alle Veteranen durch unsere REORG-Gemeinschaft eine neue Leidenschaft entdecken können, die ihnen Sinn, Zugehörigkeitsgefühl, Identität und Erfüllung schenkt.“

Dritte Kurzgeschichte: „Allan Góes: Ein wahres Vermächtnis von Carlson Gracie“ In der internationalen BJJ-Szene gibt es mehrere Teams, die sich weltweit einen Namen gemacht haben. Keines davon ist jedoch mit dem Brazilian Top Team (BTT) vergleichbar, das von Großmeister Carlson Gracie Sr. zusammen mit seinen besten BJJ- und MMA-Athleten gegründet wurde. Ich traf Großmeister Carlson zum


ersten Mal 1996 in seiner Akademie in Copacabana während der ersten BJJ-Weltmeisterschaft. Später besuchte ich ihn, als er gerade dabei war, seine Schule in West-LA, Kalifornien, aufzubauen, und erneut, als er sich mit seinem Sohn Carlson Junior in Chicago niederließ. Dort trainierte ich eine Woche lang privat mit Carlson Junior, der seinen Trainingsraum in einem bekannten Fitnesscenter hatte. Ich habe wirklich schöne Erinnerungen an BTT. Zum Beispiel musste mein Schüler Martin Hardmeier bei der Weltmeisterschaft gegen den berühmten Murillo Bustamante antreten. Ich habe auch schöne Erinnerungen an das Training mit Amaury Bitetti, der bereits im Alter von fünf Jahren begann, bei Großmeister Carlson zu trainieren. Schließlich lernte ich Allan Góes kennen, den Großmeister Carlson wie einen Sohn aufgenommen und zu einem der besten Gracie-Kämpfer gemacht hatte. Meister Allan ist heute Träger des 7. Grades (Coral-Gürtel), und seine zahlreichen Kämpfe im Mixed Martial Arts sind unübertroffen. Als Schützling von Großmeister Carlson wurde Góes achtmaliger BJJ-Meister und gehört zu den ersten Pionieren, die BJJ in das MMA einbrachten. Mitte der 1990er Jahre begann er seine professionelle MMA-Karriere und erlangte durch seine Auftritte in Organisationen wie den PRIDE Fighting Championships, der Ultimate Fighting Championship (UFC) und der International Fight League (IFL) internationale Anerkennung. Er ist bekannt für sein herausragendes technisches Jiu-Jitsu und für sein aggressives Guard- -Spiel. Góes trat gegen mehrere hochkarätige Gegner an, darunter Frank Shamrock, Dan Henderson, Daniel Gracie und Kazushi Sakuraba. Nach seiner Zeit bei der UFC kehrte Góes nach Japan zurück, um für die PRIDE Fighting Championships anzutreten. Dort gab er sein Debüt gegen den bekannten „Gracie Hunter“, Kazushi Sakuraba. Góes nutzte seine defensive GuardPosition taktisch hervorragend aus, landete Up-Kicks und drohte wiederholt mit Submission-Versuchen. Er wehrte den aggressiven Sakuraba ab, gelangte mehrmals in dessen Rückenposition und versuchte einen Rear-Naked-Choke, blieb jedoch erfolglos und geriet in der zweiten Runde beinahe in einen Armhebel. In der letzten Runde erlangte Góes die dominante Position zurück und stand kurz davor, einen weiteren Choke anzusetzen, während er sich mit Sakuraba vom Boden aus einen Kick-Austausch lieferte. Da die Regeln keine Punktentscheidungen zuließen, wurde der Kampf als Unentschieden gewertet. Um das Vermächtnis der Carlsons und Gracies zu würdigen, habe ich beschlossen, in diesem Jahr keinen Geringeren als Meister Allan Góes in unsere Akademie in Zürich einzuladen. Carlson Gracie Sr. und mein Mentor Pedro Hemetério waren in den Anfängen des Hélio Gracie Jiu-Jitsu zwei der wichtigsten Jiu-Jitsu- und MMA-Kämpfer der Familie sowie Mitentwickler der Gracie-Lehrmethode. Wir sind sehr stolz darauf, diesen herausragenden Experten in unserer Akademie willkommen zu heißen und von seinem wertvollen Wissen und seiner Expertise zu profitieren. Wer an der Teilnahme an diesem Seminar interessiert ist, kann uns über die folgende Seite kontaktieren: www.goes-carlsongracie-legacy.ch (oder per E-Mail an contact@graciejiujitsu.eu). Gib niemals auf! – Franco Vacirca www.graciejiujitsu.eu


Im Kampf geschmiedet: Die radikale Wandlung vom Jutsu zum Do Die Geschichte der östlichen Kampfkünste ist keine sanfte Fabel von harmonischen Bewegungen; sie ist eine Chronik des Krieges, des Überlebens und des absoluten Triumphs. Wenn man das wahre Wesen von Karate, Judo oder Kendo verstehen will, muss man sich von der heutigen oberflächlichen Sichtweise lösen. Wir müssen die Trennlinie zwischen zwei Epochen, zwei Mentalitäten und zwei Lebensauffassungen aufheben: Jutsu (die Wissenschaft der Zerstörung) und Do (der Weg der absoluten Meisterschaft).

1. Das Konzept des Jutsu: Kompromisslose tödliche Wirksamkeit In seinen Anfängen wusste der Kampf nichts von Mystik oder billiger Meditation. Der Zweck war einzig und brutal: den Feind zu vernichten und auf dem Schlachtfeld zu überleben. In jener blutigen Ära wurden alle Disziplinen unter dem Begriff Jutsu zusammengefasst. Fechten war kein Sport, sondern Ken-Jutsu; Bogenschießen war Kyu-Jutsu; waffenloser Kampf war Karate-Jutsu; und die Unterwerfung im Nahkampf war Ju-Jutsu. Hier gab es keinen Platz für Schwache. Jutsu erfordert: Unerbittliches Können: Technische und chirurgische Präzision, die darauf ausgelegt ist, unter extremstem Druck effektiv zu sein. Einen eisernen Filter: Jutsu war nie für die Massen gedacht. Es stand für ein brutales technisches Niveau, das nur wenige Auserwählte nach Jahren zermürbenden, obsessiven und spezialisierten Trainings zu meistern vermochten. Entweder man erlangte technische Meisterschaft, oder man scheiterte.

2. Die „Do“-Revolution: Die Eroberung des wahren Selbst durch die Kicktoro-Philosophie Als sich die Schlachtfelder veränderten, mussten sich die Kampfkünste weiterentwickeln oder untergehen. Die Geburt des modernen Judo markierte den Wendepunkt und verwandelte Ju-Jutsu in Ju-Do. Von da an wurde Fechten zu Ken-Do, und Karate-Jutsu wurde als Karate-Do wiedergeboren. Der Kampf richtete sich nicht mehr nach außen; der Feind befand sich nun im Inneren. Der „Do“ ist kein bequemer Weg. Es ist ein Kamikaze-Weg der Zerstörung des Egos: „Es gibt kein Tor auf dem Weg des Lebens, das denen den Zutritt verwehrt, die wirklich hindurchgehen wollen. Wenn du irgendwohin willst, nimm irgendeinen Weg … Wenn du zufällig dein Ziel erreichst, wird der Weg verschwinden, und du wirst zum Weg.“ Der Kicktoro-Gedanke: Der Spiegel des Kriegers Diesem Weg zu folgen, scheint theoretisch einfach, doch die Realität zermalmt die meisten Menschen. Die Massen wandeln blind und willenlos, und die wenigen, die das Licht sehen, geben beim ersten Anzeichen von Erschöpfung auf. Hier kommt der Kicktoro-Gedanke ins Spiel, um Strukturen aufzubrechen. Der Kicktoro-Gedanke beseitigt die Lüge der Dualität: Es gibt nicht ein Leben für das Fitnessstudio und ein anderes für die Realität. Er vertritt entschieden die Ansicht, dass der schwierigste Sieg – und der einzige, der zählt – nicht darin besteht, einen Gegner aus Fleisch und Blut zu besiegen, sondern die eigenen Ängste, die eigene Faulheit und die eigene Arroganz zu überwinden. Im Sinne von „Kicktoro Thought“ ist jeder Schlag, jede Abwehr und jeder Atemzug ein schonungsloser Spiegel, der dich zwingt, deine wahre Natur ohne Filter oder Ausreden zu betrachten.

3. Das Dojo als Wirkungsraum und die Kicktoro-Methodik Das Dojo ist kein Ort der Erholung; es ist ein Tempel der spirituellen Schmiedung durch Strenge. Auf der Suche nach dem Do sind Etikette und gegenseitiger Respekt nicht mehr bloße Höflichkeitsformen, sondern werden zu unverhandelbaren Gesetzen aus Stahl. Damit diese Transformation wirklich stattfinden kann, wird die Kicktoro-Methodik strikt durchgesetzt. Diese Methodik lehnt ein sanftes oder rein ästhetisches Training vollständig ab. Die Kicktoro-Methodik schreibt ein umfassendes System vor, in dem körperliche Kraft, unerbittliche technische Präzision und mentale Disziplin gleichzeitig als eine einheitliche Kraft entwickelt werden. Hier wird das Protokoll nicht nur vorgetäuscht: Es wird in jeder Sekunde der Trainingseinheit dynamisch und kämpferisch gelebt.

Eiserne Gesetze im Trainingsbereich: Absolute Stille: Unnötiger Lärm oder Ablenkungen sind verboten. Die Konzentration muss vollkommen sein. Respekt vor der Uniform: Der Karate-Gi ist deine Rüstung; das Erscheinen in schmutziger Kleidung ist inakzeptabel. Ritual der Unterwerfung unter das Lernen: Verbeuge dich in der Seiza-Position beim Betreten und Verlassen des Kampfbereichs. Gruppendisziplin: Das Dojo wird nach dem Kampf gemeinsam gereinigt. Wer sich nicht um seinen Platz kümmert, respektiert seine Kunst nicht.


Ehrenkodex im Kampf (Kumite) Selbst in der Hitze eines Schlagabtauschs (Kumite) ist Höflichkeit die Zurückhaltung, die den Kampfkünstler vom Wilden unterscheidet. Bevor die Fäuste aufeinandertreffen, lautet der Befehl eindeutig: Schaut euch in die Augen, verbeugt euch und sagt „Onegai shimasu“ („Bitte unterstütze mich bei diesem Training“). Wenn man fertig ist – „ “, nachdem man seinen Körper bis an die Grenzen getrieben hat –, wird der Respekt mit einem klangvollen „Arigato gozai mashita“ („Danke für die Lektion“) besiegelt.

4. Heuchelei zerschlagen: Dein Leben ist dein Dojo Zu lernen, unter dem wachsamen Auge des Lehrers zuzuschlagen und die richtige Haltung beizubehalten, ist der einfache Teil. Der wahre Kampf – derjenige, der entscheidet, ob du ein Krieger oder ein Betrüger bist – findet statt, wenn du auf die Straße trittst. Der Fehler der Mittelmäßigen besteht darin, zu glauben, dass der Respekt auf der Tatami bleibt, und in dem Moment, in dem sie aus der Tür treten, wieder zu vulgären, unhöflichen und schwachen Bürgern zu werden. Karate-Do verlangt absolute Beständigkeit. Du musst innerhalb und außerhalb des Dojos dieselbe Person sein. Du musst dein Wesen zu einem einzigen, wahren Selbst vereinen.

Die Gebote des Kriegers Am Ende jeder Trainingseinheit verlangt die Tradition, dass du dir die moralischen Grundsätze, die dein tägliches Handeln leiten müssen, tief ins Gedächtnis prägst: Stelle Höflichkeit über alles andere: Höflichkeit ist die erste Verteidigungslinie des starken Mannes. Pflege einen Geist des Friedens: Gewalt ist das Mittel der Unfähigen; der wahre Krieger strebt nach Harmonie. Meistere die Geduld: Halte Druck aus, ertrage Schmerzen und bleibe auf Kurs. Überschreite deine Grenzen, um besser zu werden: Selbstzufriedenheit ist der Tod des Geistes. Entwickle dich jeden Tag weiter.

Fazit. Als Fazit von Kicktoro lässt sich feststellen, dass der Wechsel von „Jutsu“ zu „Do“ den entscheidenden Übergang vom technischen Ausführenden zum Philosophen des wirklichen Handelns darstellt. Wir trainieren nicht, um Körper zu zerstören; wir trainieren, um den Geist zu beherrschen und Unvollkommenheiten zu überwinden. Die Kicktoro-Schlussfolgerung ist ein Realitätscheck: Das Dojo ist lediglich ein Übungsplatz; die wahre Prüfung erwartet dich draußen, im Schlamm des Alltags. Wenn es dir gelingt, die Kraft deiner Technik mit einem unerschütterlichen Moralkodex zu verschmelzen, bist du nicht mehr nur jemand, der einfach nur kämpfen kann. Du wirst zu einer Naturgewalt: ein Mensch von Integrität, diszipliniert und geistig gestärkt, fähig, seine Umgebung zu meistern und mit gutem Beispiel voranzugehen.

„Wenn es dir gelingt, die Kraft deiner Technik mit einem unerschütterlichen Moralkodex zu vereinen, bist du nicht mehr nur jemand, der einfach nur kämpfen kann. Du wirst zu einer Naturgewalt: ein Mensch mit Integrität, Disziplin und geistiger Stärke, der in der Lage ist, seine Umgebung zu meistern und mit gutem Beispiel voranzugehen.“


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Kampfkunst Budo International Magazin 530 September 2026 by Budo International Martial Arts Magazine - Issuu