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Baseline Bericht 2021

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baselinebericht 2021 budni & WWF strategische partnerschaft für nachhaltigkeit


2 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

inhaltsverzeichnis 1 die partnerschaft für nachhaltigkeit 1.1

Einleitung

1.2

Ausblick

1.3

Die UN-Nachhaltigkeitsziele

1.4

Grundlagen der Baseline-Erhebung

1.5

Die Baseline im Überblick

1.6

Systematik des Ausblicks

2 die baseline in den themenfeldern 2.1

Holz, Papier und Tissue

2.2

Palmöl

2.3

Klima 2.3.1

Klimaschutz im Unternehmen

2.3.2

Klimaschutz im Sortiment

2.4

Verpackung

2.5

Fisch und Meeresfrüchte

2.6

Produktbezogene Kommunikation

3

glossar

4

vermerk

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


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budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

abkürzungsverzeichnis ASC

Aquaculture Stewardship Council

MB

RSPO Lieferkettenmodell Mass Balance

BHSG

BUDNI Handels- und Servicegesellschaft

MSC

Marine Stewardship Council

CBD

Convention on Biodiversity

PCR

Post-Consumer-Recyclat

COP26

26. UN Climate Change Conference

PET

Polyethylenterephthalat

CSI

Climate Supplier Initiative

POIG

Palm Oil Innovation Group

EZHG

EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH

rPET

Recyceltes Polyethylenterephthalat

FONAP

Forum Nachhaltiges Palmöl

RSB

Roundtable for Sustainable Biomaterials

FSC®

Forest Stewardship Council

RSPO

Roundtable for Sustainable Palmoil

HWI

Hamburgs Wertstoff Innovative

SDGs

Sustainable Development Goals

IP RSPO Lieferkettenmodell Identity Preserved

SG

RSPO Lieferkettenmodell Segregated

ISCC

ZfK

Zeitung für kommunales Wirtschaften

International Sustainability and Carbon Certification

glossar

vermerk


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die partnerschaft für nachhaltigkeit


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budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

1.1 einleitung Der Klimawandel, das Artensterben und der Raubbau an unseren natürlichen Ressourcen sind die zentralen ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Wir vergessen zu oft, dass unser auf unendliches Wachstum ausgelegtes Wirtschaftssystem Grenzen hat – planetare Grenzen. Die Klimaerhitzung ist eine davon. Sofern wir als Menschen dauerhaft in einer sicheren und intakten Umwelt leben wollen, müssen wir die globale Durchschnittstemperatur unterhalb von 1,5 Grad Celsius des vorindustriellen Niveaus halten. Aber auch Wasserverbrauch, Landnutzung oder Biodiversität stoßen an ihre Grenzen. Sichere Lebensgrundlagen für die Menschheit sind an neun Werte gebunden. Nach dem unter anderem von Johan Rockström entwickelten Konzept der Planetaren Grenzen von 2009 sind Klimakrise, Artensterben, Ozeanversauerung, Ozonverlust in der Stratosphäre, Stickstoff- und Phosphorkreislauf, Süßwasserverbrauch, Landnutzungswandel, Partikelverschmutzung der Atmosphäre und Chemikalienverschmutzung eng verwobene und überlebenswichtige Prozesse. Werden diese Grenzen überschritten, was für einige der genannten Kriterien bereits gilt, besteht die Gefahr irreversibler Schäden an der Umwelt. Wir müssen Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen. Ein Beitrag dazu ist die neue Partnerschaft von WWF und budni. Um in der Drogerie Nachhaltigkeit zu verstärken, gilt es, das Produktangebot an den Bedürfnissen der Menschen, aber auch der Umwelt auszurichten. Drogeriemärkte erweitern deshalb bereits seit einigen Jahren ihre Sortimente um nachhaltigere Produktalternativen. Immer häufiger stellen sie beispielsweise auf umweltschonendere Rezepturen um, setzen zunehmend recycelte Materialien für Verpackungen ein oder reduzieren das Verpackungsmaterial. budni hat mit dem WWF einen erfahrenen Partner gefunden und kann als Teil des EDEKA-Verbundes an die bereits seit mehr als zehn Jahren erfolgreiche strategische Partnerschaft für Nachhaltigkeit von EDEKA und dem WWF anknüpfen. Das Engagement reicht vom Produkt im Regal bis zurück zum Anbau und schließt alle Glieder der Lieferkette ein. Heute arbeiten budni und der WWF als eine der größten Umweltschutzorganisationen der Welt gemeinsam daran, dass Ressourcen sowohl sparsam als auch umsichtig eingesetzt werden und Böden, Klima und Ozeane sich erholen.

mehr über die strategische partnerschaft zwischen budni und WWF unter: budni: link

WWF: link

vermerk


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

über budni Mit 181 Filialen und rund 1.950 Mitarbeiter:innen ist budni im Großraum Hamburg Marktführer unter den Drogeriemarktunternehmen. Weitere Märkte außerhalb Hamburgs hat budni auch im Verbund mit EDEKA eröffnet. Gemeinsam erschließen beide Partner Abbildung 1: Der Wegweiser auf dem Preisschild eines Produktes. Quelle: budni.de/wegweiser

neue Perspektiven im Drogeriemarkt-Geschäft. budni will immer nachhaltiger werden. Denn jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, seine Bedürfnisse mit denen der Umwelt und Gesellschaft durch bewussteren Konsum in Einklang zu bringen. budni und WWF haben sich in ihrer Partnerschaft für Nachhaltigkeit konkrete Ziele mit Naturschutzwirkung gesetzt: Produkte und Lieferketten von budni werden so umgestaltet, dass sich ihre negativen Umweltauswirkungen deutlich verringern. Im EDEKA-Verbund stellt sich budni als Marke im Drogeriesektor neu auf und schärft sein Profil. Unter dem Namen „budni 2.0“ wurde in den vergangenen Jahren ein neues Ladenkonzept für BUDNI-Filialen entwickelt und vorgestellt. Ziel dieses Konzepts ist es, einen verantwortungsvolleren Drogeriemarkt zu entwickeln, der über nachhaltigere Alternativen, Transparenz und Orientierungshilfen den Kund:innen zu bewussteren Konsumentscheidungen verhelfen soll. Das Konzept betrifft dabei alle Aspekte der Filialen: Nachhaltigerer Ladenbau, effizientere Energietechnik, umweltschonendere Baumaterialien oder ressourcenschonendere In-Store-Services wie Abfüll- und Recyclingstationen sind nur ein Teil des Ganzen. Auch das Sortiment wird zunehmend mit verantwortungsvolleren Produkten erweitert. So gibt es mittlerweile in nahezu jedem budni ein großes Bio-Lebensmittel- und Naturkosmetik-Angebot. Die Kommunikation nachhaltigerer Produkte geschieht über den eigens dafür entwickelten „budni-wegweiser“, welcher über das Preisschild oder über die mobile budni-app nachhaltigere Produkte mit Hilfe von vier verschiedenen Dachthemen kennzeichnet und an die Kund:innen kommuniziert. Die vier Dachthemen ‚Artenschutz‘, ‚Klimaschutz‘, ‚Süßwasserschutz‘ und ‚Ressourcenschonung‘ orientieren sich dabei an den SDGs und dem 1,5-Grad-Ziel, welche budni unterstützen und sein Wirtschaften daran orientieren möchte. Der „budni-wegweiser“ ist mittlerweile in allen Filialen vertreten. Auch können Kund:innen die ersten Filialen mit dem „budni 2.0“-konzept in Hamburg, Berlin oder Offenburg besuchen. Das Konzept setzt neue Standards für ein nachhaltigeres Shoppingerlebnis, was im Ladenbau, den Sortimenten und der Präsentation deutlich wird.


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budni und WWF baseline-bericht 2021

Die Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, SDGs) setzen den Rahmen für die Partnerschaft. Die Partnerschaft

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

der WWF-nachhaltigkeitsnavigator

orientiert sich außerdem an der 26. UN Climate Change Conference (COP 26) mit der Zielvorgabe, den menschengemachten globalen

Der Nachhaltigkeitsnavigator1 des WWF bildet die Basis für eine transformative und

Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius

strategische Zusammenarbeit. Als Einstieg in eine inhaltliche Partnerschaft analysiert

zu begrenzen, sowie an der Convention on Biodiversity (CBD) zum

der Navigator, wo ein Unternehmen unter ökologischen Gesichtspunkten heute steht.

Schutz der Artenvielfalt (2021).

Dieser Status quo wird im nächsten Schritt mit der WWF-Vision eines nachhaltig aufgestellten Unternehmens abgeglichen. Aus dem Vergleich lassen sich schließlich

Die Ziele der Partnerschaft für Nachhaltigkeit von EDEKA und WWF

strategische Handlungsfelder und konkrete Themen für die Zusammenarbeit ableiten.

wurden im Sommer 2020 auch auf budni übertragen und gelten nun

So begleitet der WWF Unternehmen auf dem Weg zum One Planet Business2 – einer

auch für die Eigenmarken. Aufgrund der Sortimentsunterschiede

Wirtschaftsweise, die planetare Grenzen einhält. Für den Status quo von budni konnte der

zwischen Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemarkt sind jedoch

Nachhaltigkeitsnavigator bereits einige positive Maßnahmen ermitteln. So listet budni seit

nicht alle Themenfelder inhaltsgleich. Während die Themen Palmöl

Jahren ein breites Sortiment mit Bioprodukten und verfügt mit „budni 2.0“ (siehe Infobox)

und Verpackung auch in Drogerieartikeln eine wichtige Rolle

über ein strategisches Nachhaltigkeitskonzept. Nun gilt es jedoch, das Thema ganzheitlich

spielen, hat nachhaltigere Nutztierfütterung/Soja kaum Relevanz.

und strategisch auf Unternehmens- und Abteilungsebene zu verankern. Ein weiterer Fokus

Rund 2.700 Eigenmarken im Sortiment von budni werden seit

liegt auf einer nachhaltigeren Gestaltung der Eigenmarken und deren Verpackungen sowie

Sommer 2020 unter Berücksichtigung der Zielsetzungen für Holz,

dem Aufbau eines an Nachhaltigkeitskriterien orientierten Beschaffungsmanagements.

Papier und Tissue, Palmöl, Verpackungen, Fisch und Meeresfrüchte

Damit sind die nächsten Schritte der Partnerschaft klar definiert.

überarbeitet. Langfristig soll es auch um das restliche Sortiment jenseits der Eigenmarken gehen. Außerdem verfolgt die Partnerschaft Klimaschutzziele im Unternehmen und im Sortiment. Der vorliegende Bericht gibt den Status zum Ausgangspunkt der Partnerschaft wieder, auf den sich zukünftige Fortschrittsberichte beziehen.

Kaufentscheidungen anzuregen. Dabei helfen insbesondere die sogenannten „Co-gebrandeten“ Produkte, also Eigenmarken, die eine nachhaltigere Wahl darstellen und mit dem WWF-Logo

Wie bei der Partnerschaft von WWF mit EDEKA und Netto

gekennzeichnet sind. Das WWF-Logo auf den Eigenmarken kennzeichnet Produkte, die einen

Marken-Discount stellt ein jährliches Monitoring den Grad der

vom WWF anerkannten Höchststandard wie FSC®, Blauer Engel oder NATRUE erfüllen und

Zielerreichung im Verhältnis zum Zielkatalog vor. Den Baseline- bzw.

von unabhängigen Prüforganisationen zertifiziert sind.

Fortschrittsbericht prüft ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer auf ausgewählte quantitative Angaben.

Der Drogeriesektor steht jedoch auch vor spezifischen ökologischen Herausforderungen, die der derzeitige Vertrag mit dem Lebensmitteleinzelhandel (EDEKA, Netto) noch nicht abdeckt.

Neben den produktbezogenen Zielen informieren budni und WWF

budni und der WWF haben deshalb weitere Ziele zur Senkung des ökologischen Fußabdrucks

die Kund:innen über Umweltschutz und nachhaltigeren Konsum,

entwickelt (siehe Kapitel „1.2. Ausblick“), die den besonderen Möglichkeiten im Drogeriesektor

um mehr Bewusstsein für das Thema zu schaffen und nachhaltigere

gerecht werden.

1 2

Mehr Informationen unter Link Mehr Informationen unter Link

glossar

vermerk


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budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

1.2 ausblick budni möchte zeigen, wie ein nachhaltiger Drogeriemarkt aussehen kann. Daher haben WWF und budni unter Berücksichtigung der ökologischen Relevanz im Drogeriesektor, den verfügbaren Kapazitäten der beiden Partner besonders drogeriemarktrelevante Projekte in den Segmenten Verpackungen, Abbaubarkeit von Inhaltsstoffen und Ressourcenverbrauch identifiziert. Sie sollen noch im Zeitrahmen des laufenden Vertrags umgesetzt werden. Die hier vorgestellten drogeriespezifischen Projekte gehen ab dem kommenden Jahr ebenfalls in das Monitoring ein.

1.2.1 verpackungen bei kosmetik und wasch-, putz- und reinigungsmitteln In Deutschland fielen im Jahr 2018 fast 19 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an. Der Drogeriebereich kann zur Reduktion einen besonders großen Beitrag leisten. budni hat das übergeordnete Ziel, seine Verpackungen in Bezug auf Ressourcenvermeidung und -einsatz sowie Rezyklateinsatz und Recyclingfähigkeit zu optimieren. Das bedeutet in erster Linie weniger und bessere Verpackungen. Die Empfehlungen aus dem bereits entwickelten EDEKA Handbuch zur Gestaltung von recyclingfähigen Verpackungen sowie den möglichst langen Einsatz von Wertstoffen nutzt budni nun für seine Eigenmarken. Im ersten Schritt ist dafür mehr Transparenz im Hinblick auf relevante Verpackungsinformationen erforderlich. Verpackungs-Baseline Es besteht das übergeordnete Ziel, dass budni und WWF bis Ende 2022 eine Verpackungs-

•

Baseline zu den relevanten Verpackungsinformationen über sämtliche Eigenmarkenartikel aus den Warenbereichen Kosmetik und Wasch-, Putz- und Reinigungsprodukte erstellen. In die Erfassung von Verpackungsströmen innerhalb des Eigenmarkensortiments und die Identifikation des Optimierungspotenzials beziehen WWF und budni geeignete Partner und/oder Initiativen ein.

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

1.2.2 abbaubarkeit von inhaltsstoffen im bereich kunststoff

1.2.2.1 mikroplastik

Um für Kosmetik und Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel bestimmte

Mikroplastik ist mittlerweile nahezu überall in der Umwelt (Wasser, Eis,

Anwendungseigenschaften zu erreichen, werden häufig Kunststoffe in

Luft, Boden) nachzuweisen. Neben dem größten Eintrag an Mikroplastik

fester, flüssiger oder gelartiger Form eingesetzt. Kunststoffe sind häufig

durch Produktabnutzung, wie etwa beim Reifenabrieb, und synthetische

vielseitig und flexibel einsetzbar: als Verdickungsmittel oder Reibkörper, zur

Textilfasern können auch in Produkten eingesetzte Kunststoffe, wie z. B.

Bildung von Filmen oder zur Verringerung der Wasserhärte. Schätzungen

in Shampoos, Duschgels, Peelings und verschiedenen Putzmitteln über

zufolge werden dabei feste, wasserunlösliche Kunststoffpartikel noch

unsere Abwässer in die Umwelt gelangen. Feste Mikroplastikpartikel sind

vor allem für Kosmetika verwendet, während ihr Einsatz in Wasch-,

in einer Vielzahl von Organismengruppen von Plankton und Muscheln

Putz- und Reinigungsmitteln zurückgeht. Flüssige, gel- und wachsartige

über Vögel, Fische und Seehunde bis hin zum Menschen nachweisbar.

Polymere in gelöster Form hingegen sind in beiden Bereichen zu finden.3

Die Auswirkungen von festen Kleinstkunststoffpartikeln auf die Umwelt

Eine einheitliche Definition zu fester Kunststoffpartikel, in der Regel

sind zwar noch nicht abschließend erforscht, allerdings zeigen einige

Mikroplastik, oder anderer polymerer Inhaltsstoffe fehlt ebenso wie

Feldstudien und Laboruntersuchungen, dass hohe Konzentrationen von

Regulatorien zu den genauen Anforderungen.

Mikroplastikpartikeln zum Beispiel das Wachstum beeinträchtigen und die Reproduktionsfähigkeit verringern können.4 Wie stark gefährden gelöste polymere Inhaltsstoffe in flüssigem und gel- sowie wachsartigem Zustand die Umwelt? Das zu beurteilen bleibt eine besondere Herausforderung. Die Inhaltsstoffe können sich mitunter ähnlich lange in der Umwelt halten wie festes Mikroplastik, lassen sich aber über die aktuell vorhandenen Methoden nicht nachweisen. Wie giftig sie für Organismen oder uns Menschen sein können, ist noch nicht geklärt.5 Aufgrund eines fehlenden Orientierungsrahmens oderverbindlicherVorgaben durch die Politik arbeiten budni und WWF zusammen, um die Produkttransparenz zu verbessern. Projekte: • Bis zum 31.05.2022 wird eine gemeinsame Position zu polymeren Inhaltsstoffen formuliert. • Für den Fortschrittsbericht 2022 wird das Thema Mikroplastik in das Monitoring für die Warenbereiche Kosmetik und Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel integriert. Die Inhalte werden zeitnah erarbeitet.

glossar

vermerk

Fraunhofer-Institut (2018): Mikroplastik und synthetische Polymere in Kosmetikprodukten sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln. Link

3

WWF Deutschland (2020): Mikroplastik in der Umwelt. Hintergrundpapier. Link

4

In Bezug auf Herkunft und Umweltfolgen ist eine Unterscheidung zwischen primärem und sekundärem Mikroplastik wichtig: Primäres Mikroplastik bezeichnet geplant hergestelltes und in Produkten eingesetztes Mikroplastik (und – je nach Definition – weitere polymere Inhaltsstoffe). Sekundäres Mikroplastik entsteht dagegen durch Fragmentierung oder Abrieb größerer Produkte und soll an dieser Stelle nicht weiter betrachtet werden.

5


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

1.2.2.2 biologische abbaubarkeit

1.2.3 einweg-papiertragetaschen

Die Produktkennzeichnungen auf Verpackungen für Wasch-,

Verpackung ist bereits ein Themenfeld der EDEKA- sowie

Darauf beziehen sich die folgenden Projekte für das kom-

Putz- und Reinigungsmittel und Pflege- und Kosmetik-

Netto-Partnerschaft. In der Zusammenarbeit mit budni soll

mende Jahr:

produkte erlauben nur unzureichende Rückschlüsse auf

ein spezifisches Projekt hinzukommen. Der Hintergrund: Mit

mögliche Risiken durch die eingesetzten polymeren Inhalts-

der Abkehr von Plastiktüten wurden Einweg-Papiertaschen

Projekte:

stoffe und deren Abbaubarkeit in der Umwelt. Gleichzeitig

in den letzten Jahren immer beliebter. Oft jedoch werden

3.1. Bis

gibt es keinen praxistauglichen Orientierungsrahmen zu

sie nur ein bis zwei Mal verwendet. Mit einem Pro-Kopf-

erarbeitet, um den Verbrauch von Einweg-Tragetaschen

ihrem Einsatz im Sinne eines ökologischen Vorsorgeprinzips

Verbrauch von etwa 240 Kilogramm gehört Deutschland zu

zu reduzieren und den Einsatz von Mehrwegvarianten

bei gleichzeitiger Beibehaltung ihrer Produktfunktionen.

den weltweiten Top-Verbrauchern von Zellstoffprodukten.

zu fördern.

Fast jeder zweite industriell gefällte Baum auf der Welt

31.05.2022

werden

gemeinsam

Maßnahmen

3.2. Bis 31.05.2022 stellt budni 100 Prozent aller neu

Aufgrund der Relevanz von polymeren Inhaltsstoffen in

wird zu Karton und Papier verarbeitet. In Anbetracht eines

beschafften

Kosmetik und Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln sehen

zunehmenden Ressourcenmangels und damit verbunden

Material nach dem Standard Forest Stewardship Council

budni und der WWF starken Handlungsbedarf.

vermeidbarer

(FSC®)-Recycling oder Blauen Engel um.

CO²-Emissionen

müssen

wir

unseren

Verbrauch drastisch reduzieren. Das Einsparpotenzial Projekte:

bei Papier ist hoch. Auf vermeidbare Einwegartikel wie

• Gemeinsam arbeiten WWF und budni am Thema

Papiertragetaschen sollte nach Möglichkeit verzichtet

„Biologische Abbaubarkeit“. Bis zum 31.05.2022 werden

werden. Bei Kunststofftragetaschen ist budni dies bereits

notwendige Rahmenbedingungen für die Eigenmarken

gelungen. Wo Papier notwendig ist, sollten zur Schonung

erarbeitet sowie Umsetzungsmöglichkeiten (z. B. Stan-

von Ressourcen und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft

dards und Zertifizierungen) eruiert.

recycelte Materialien zum Einsatz kommen. Produkte aus

• WWF und budni setzen unter Einbeziehung geeigneter

Altpapier

schneiden

hinsichtlich Wasser-

Ressourcenverbrauch,

Partner ein Projekt auf, um die Probleme durch

Abwasserbelastung,

biologisch schwer abbaubare Stoffe innerhalb des

wesentlich günstiger ab als Produkte mit überwiegendem

und

Energieverbrauch

Eigenmarkensortiments zu verringern.

Primärfaseranteil.

Papiertragetaschen

auf

zertifiziertes


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

Budnianer Hilfe e. V. Die Zukunft liegt in den Händen der Kinder und Jugendlichen. Doch nicht jedes Kind hat die gleichen Voraussetzungen im Leben: Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut. Umso wichtiger ist es, ihnen ein glückliches, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Mit dem Budnianer Hilfe e. V. engagieren sich Mitarbeiter:innen, Kund:innen und die Geschäftsführung von budni bereits seit 25 Jahren aktiv, um Projekte und Einrichtungen zu fördern, die junge Menschen in allen Lebenslagen unterstützen. Die Förderung fokussiert sich dabei auf die direkte Nachbarschaft der Filialen. So hat beispielsweise jede Filiale ein lokales Kinder- oder Jugendprojekt, die mit Aktionen und Spenden unterstützt werden. Da budni die Verwaltungskosten trägt, wird jede Spende zu 100 Prozent an die entsprechenden Projekte weitergegeben. Das Förderspektrum umfasst dabei fünf Bereiche: Bildung & Kultur, Prävention & Frühe Hilfen, Gesundheit & Therapie, Umwelt & Natur sowie Sport & Bewegung. Die Auswahl der Projekte erfolgt anhand fester Kriterien. Mit unterschiedlichen Kampagnen wie zum Beispiel: #kinderrechte oder #kinderbefluegeln werden außerdem Kund:innen auf das Anliegen des Vereins aufmerksam gemacht. Seit Gründung des Vereins sind so rund 5 Millionen Euro an über 3.000 Projekte in der Nachbarschaft geflossen. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam helfen in der Nachbarschaft“.6

6

Mehr Informationen unter Link


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

1.3 die UN-nachhaltigkeitsziele Der WWF und budni wollen mit ihrer neuen Partnerschaft für Nachhaltigkeit gemeinsam einen Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen leisten (SDGs). In fünf

SDG 14 – leben unter wasser: Sowohl

Themenfeldern, die auf die SDGs einzahlen, arbeiten die unabhängige Naturschutzorganisation und

Mikroplastik als auch größere Kunst-

die Drogeriekette in Deutschland zusammen.

stoffteile gelangen in großen Mengen in die Meere und bedrohen dort Fischbestände konsum

und Ökosysteme. Um dieser Heraus-forderung zu

sanitäreinrichtungen: Die Partnerschaft

und produktion: Die Partner fördern

begegnen, fördert die Partnerschaft mikroplastikfreie

fördert

SDG

6

–

sauberes

wasser

und

SDG

12

–

nachhaltige/r

biologische

Mehrweglösungen für Verpackungen, er-

Produkte. Außerdem tragen die Partner durch bestands-

Abbaubarkeit von Produkten als auch

höhen die Recyclingfähigkeit und erwei-

erhaltende Fischerei und den Schutz gefährdeter Arten

mikroplastikfreie Produkte, um die Wasserqualität zu

tern (wo Verpackungsvermeidung nicht möglich ist) den

verbessern, Trinkwasserversorgung zu sichern und ein

Einsatz von Recyclingmaterial, um den Verbrauch von

nachhaltiges Wasserressourcenmanagement zu stärken.

Primärressourcen zu senken und so einen Beitrag zur

SDG 15 – leben an land: Die Stärkung

Kreislaufwirtschaft zu leisten. Außerdem unterstützen sie

von Zertifizierungssystemen wie FSC®

SDG 7 – bezahlbare und saubere

durch die Kommunikation am Produkt und im Markt sowie

und Blauer Engel im Bereich von Holz,

energie: budni erhöht sukzessive den

durch Verbesserungen innerhalb der Lieferkette (bspw.

Papier und Tissue leistet einen Beitrag zur

Anteil an erneuerbaren Energien.

durch Zertifizierungssysteme) nachhaltige Konsum- und

Verbesserung der Waldbewirtschaftung, um so wertvollen

Produktionsmuster.

Baumbestand zu schützen. Weiterhin unterstützen die

sowohl

die

zur schonenden Nutzung der Meeresressourcen bei.

Partner nachhaltige Landwirtschaft und Landnutzung SDG 8 – menschenwürdige arbeit und

SDG 13 – maßnahmen zum klimaschutz:

(z. B. durch zertifiziertes Palmöl), um so Ökosysteme an Land zu schützen und Biodiversität zu fördern.

Partner

budni verfolgt das Ziel, seine Emissionen

arbeiten daran, Lieferkettentransparenz

im Vergleich zum Baseline-Jahr 2020 um

zu schaffen und Beschaffungsrisiken zu

21 Prozent bis 2025 zu senken.

wirtschaftswachstum:

Die

SDG 17 – partnerschaften zur erreichung

verringern. Die Arbeit ermöglicht es Kund:innen, nach-

der ziele: Die strategische Partnerschaft

haltigere Einkaufsentscheidungen zu treffen und Umwelt-

zwischen budni und dem WWF wirkt

sowie Sozialaspekte beim Einkauf zu berücksichtigen.

transformativ und setzt ökologische Impulse, die über die konkrete Zusammenarbeit hinausreichen.


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budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

1.4 grundlagen der baseline-erhebung Die Zusammenarbeit zwischen budni und dem WWF basiert auf verbindlich vereinbarten Zielen,

Weiterhin werden Daten zur produktbezogenen Kommunikation für alle

deren Umsetzungsstand im Rahmen eines Monitorings erfasst und dokumentiert wird. Der vorliegende

Eigenmarken erhoben, die die vom WWF anerkannten Nachhaltigkeitsstandards

Baseline-Bericht stellt die Ausgangssituation dar, mit der die zukünftigen Fortschritte abgeglichen

(wie FSC®, Blauer Engel, NATRUE) erfüllen. Das WWF-Logo kennzeichnet die

werden. Sie ist sowohl in Datentabellen und Grafiken als auch textlich dargestellt. Per Auszug aus dem

Zertifizierung durch eine unabhängige Prüforganisation.

budni-warenwirtschaftssystem lässt sich das gesamte Eigenmarkensortiment zum Stichtag 30.06.2020 nachvollziehen. In den Themenfeldern produktbezogene Kommunikation und Fisch & Meeresfrüchte (für

Seit 2017 gehört budni zum EDEKA-Verbund. Beide Partner haben ihre

Tiernahrung relevant) hingegen wird aus Datenerhebungsgründen der Stichtag 30.06.2021 betrachtet.

Prozesse mittlerweile eng miteinander verzahnt. Das gilt auch für den

Entsprechend liegt der gesamte Betrachtungszeitraum zwischen dem 01.01.2020 und dem 30.06.2021.

Wareneinkauf. Informationen zu Artikeln liegen vorrangig für die nach den neuen Einkaufsstrukturen erworbenen Produkte vor, was zu einer

Bei den quantitativen Zielen wird ermittelt, wie viele Eigenmarken budni bereits auf nachhaltigere

unvollständigen Datenbasis führt. Wo möglich, wurde zwar eine nachträgliche

Alternativen umgestellt hat, wobei Aktionsartikel – sofern nicht anders ausgewiesen – unberücksichtigt

Plausibilitätsprüfung zu weiteren relevanten Artikeln vorgenommen7, die

bleiben. Fortschritte lassen sich etwa durch Vertragsunterlagen oder stichprobenhaft gesichtete

vorliegende Baseline kann aber nur eine Annäherung an die tatsächliche

Absatzmengen prüfen.

Grundgesamtheit darstellen.

Für die Baseline-Erhebung 2021 wurden Kennzahlen in vier Themenfeldern erhoben:

Im Rahmen der Baseline- und Fortschrittsberichterstattung erhebt der WWF Daten und wertet diese aus. Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer prüft

• Holz, Papier und Tissue

ausgewählte quantitative Angaben. Die Aufgabe des Prüfers ist es, die Prüfung

• Palmöl

so zu planen und durchzuführen, dass bei kritischer Würdigung mit einer

• Verpackungen

begrenzten Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass die ausgewählten

• Fisch

quantitativen Angaben in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den gewählten GRI-Kriterien Genauigkeit, Ausgewogenheit, Verständlichkeit,

Im Themenfeld Klima wurde begonnen, die Klimabilanz für das gesamte Kalenderjahr 2020 zu erstellen.

Vergleichbarkeit, Zuverlässigkeit und Aktualität aufgestellt worden sind.8 Es wurde beispielsweise geprüft, ob alle Produkte, die aus Holz, Papier oder Tissue bestehen, auch als solche gekennzeichnet wurden (z. B. Toilettenpapier). Angelehnt an die Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative (GRI).

7

8


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

1.5 die baseline im überblick

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

verpackungen

Im Themenfeld Holz, Papier und Tissue ergab die Baseline-Erhebung eine circa 70-prozentige

Im Themenfeld Verpackungen konzentrieren sich die Ziele der Partnerschaft auf

Umstellung auf mindestens FSC

Mix-zertifiziertes Material in der Kategorie Holz- und

den Einsatz von Recyclingmaterial bei Polyethylenterephthalat-(PET-)Flaschen

Papierprodukte und eine 64-prozentige Umstellung in der Kategorie Tissue. Papier- und

im Bereich Drogerie und die Reduktion des Verbrauchs von Einweg-Tragetaschen.

Schreibwaren hat budni bisher nicht umgestellt. In Bezug auf Endverbraucherverpackungen zeigt

Die Baseline zeigt, dass bereits rund 57 Prozent der PET-Gesamtmenge aus

die Baseline einen Umstellungsgrad von fast 65 Prozent. Allerdings liegt der Anteil von recyceltem

Recyclingmaterial bestehen. Der Verbrauch von Einweg-Tragetaschen liegt

Material bei unter einem Prozent. Die weitere Steigerung wird Priorität in diesem Bereich haben.

allerdings mit etwa 22 Stück pro Quadratmeter Verkaufsfläche sehr hoch.

®

Aufklärung und Kommunikation sind hier der Schlüssel zum Erfolg.

palmöl

klima

Wie die Baseline im Themenfeld Palmöl zeigt, sind Derivate und

Und beim Klima? budni erstellt bereits eine Klima-Baseline-Bilanz und lässt sie auch

Fraktionen die meistgenutzten Palm(kern)ölbestandteile in Eigenmarken.

extern verifizieren. Ergebnisse liegen 2022 vor. Darüber hinaus finden alle vier Jahre

Insbesondere die Produktgruppen Sonnenschutz, Gesichtspflege, Seifen

Energieaudits statt. Innerhalb der Klimabilanz werden alle Verbräuche der Kühlmöbel und

und Reinigungsmittel enthalten Palm(kern)ölbestandteile. Bezogen auf

Kraftstoffverbräuche der Dienstfahrzeuge erfasst. Die Baseline zeigt auch, dass bereits 143

das jeweils angestrebte Lieferkettenmodell ergab die Auswertung einen

von 181 budni-filialen auf LED-Beleuchtung umgerüstet haben. Die budni-klimastrategie

Umstellungsgrad von 69 Prozent. Allerdings erfüllt bisher keiner der Artikel

sieht eine kontinuierliche Verbesserung der Performance vor: Nachdem das Unternehmen

den strengeren Standard der Palm Oil Innovation Group (POIG).

die größten „Hotspots“, also die Treiber von Treibhausgasemissionen, identifiziert hat, werden die relevanten Klimaschutzmaßnahmen nach ihren Umweltwirkungen priorisiert, geplant und umgesetzt.


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die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

fisch Im Themenfeld Fisch arbeitet das Bündnis an höheren Anteilen von nachhaltig gefangenem Fisch in der Tiernahrung. Die Baseline zeigt, dass bisher 36 Prozent der Produkte in die Kategorie „Gute Wahl“ fallen, 9 Prozent in die Kategorie „Zweite Wahl“ und 55 Prozent in die Kategorie „Lieber nicht“.

co-branding Eigenmarken, die einen vom WWF anerkannten, ökologischen Standard erfüllen und durch eine unabhängige Prüforganisation zertifiziert sind, sind mit dem WWF-Logo markiert, das beim Einkauf zusätzliche Orientierungshilfe bietet. Aktuell erfüllen 60 Produkte im Sortiment von budni diesen Standard und erhalten das sogenannte Co-Branding. Die meisten davon stammen aus dem Bereich Naturkosmetik.

Die Baseline offenbart Schwachstellen, aber auch lösbare Herausforderungen. Besonders dringlich ist es, den Recyclinganteil sowohl bei Papier- und Tissueprodukten als auch bei Endverbraucher- und Transportverpackungen voranzutreiben. Für das Segment Palmöl streben budni und der WWF die Umstellung auf POIG-Ware sowie die Substitution mit Ersatzstoffen, die in Bezug auf Nachhaltigkeit mindestens gleichwertig sind, an. Im Themenfeld Verpackung wird es eine wichtige Aufgabe sein, die Verbraucher:innen für die Mehrwegalternativen zu Einwegtaschen zu sensibilisieren. Nach der Erhebung und Berechnung der THG-Emissionen müssen im Themenfeld Klima jetzt die vordringlichsten Klimaschutzmaßnahmen kontinuierlich umgesetzt werden.


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

1.6 systematik des ausblicks Im vorliegenden Baseline-Bericht wird die Zielerreichung nicht bewertet. Erst in den zukünftigen Fortschrittsberichten sind die Teilziele sowie deren Prozessfortschritt mit einer Bewertung zum Stichtag 30.06. dargestellt. Stattdessen gibt dieser Bericht den Ausgangszustand wieder. Die Spalte „Ausblick“ in diesem Bericht gibt eine Einschätzung mit Blick auf die zu erwartende Entwicklung bis zum Monitoring 2022 wieder. Hier sind folgende Kategorien möglich: Positive Entwicklung erkennbar, Zielerreichung erkennbar Kontinuierliche Entwicklung/Keine eindeutige Tendenz erkennbar9 Negative Entwicklung erkennbar, Zielerreichung nicht absehbar Ziel erreicht

Der waagerechte Pfeil kann je nach Reifegrad und Teilziel bedeuten, dass bei der Zielverfolgung eine kontinuierliche Entwicklung erwartet wird oder beispielsweise aufgrund struktureller Rahmenbedingungen oder einer Abhängigkeit von Marktentwicklungen derzeit nicht eindeutig bewertet werden kann.

9

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


17 I 63

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die partnerschaft für nachhaltigkeit

2

die baseline in den themenfeldern

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


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budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

2.1

holz, papier und tissue

Eine konsequente Anwendung der FSC®-Zertifizierung kann dazu beitragen, eine nachhaltige Waldwirtschaft auszuweiten und zu stärken. Nachhaltige Waldbewirtschaftung sorgt für sauberere Luft und besseres Grundwasser, kann Einkommen und Arbeitsplätze schaffen und zum Klimaschutz beitragen.

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


19 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

biodiversitäts-hotspots an land: wälder weltweit schützen

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

weniger material, mehr recycelte papierprodukte budni führt als Drogeriemarkt eine Vielzahl an Eigenmarken auf

80 Prozent aller an Land lebenden Pflanzen und Tiere sind in Wäldern zu Hause. Besonders

Basis von Holz, Papier und Zellstoff (zum Beispiel Toilettenpapier).

tropische

Zertifizierungssysteme, die Wälder vor Übernutzung schützen sollen

Regenwälder

sind

Hotspots

der

Biodiversität. Obwohl sie nur 7 Prozent der

und somit eine nachhaltige Waldnutzung fördern, bringen Ökologie

nutzbaren Erdlandfläche bedecken, leben dort 50

und Ökonomie in Einklang. Sie ermöglichen Verbraucher:innen, sich

Prozent aller Tier- und Pflanzenarten. Dennoch werden Waldflächen weiter abgeholzt. 2020 wurden weltweit

bewusst für Produkte aus einer umwelt- und sozialverträglicheren Land- und Waldbewirtschaftung zu entscheiden.

allein 25,8 Millionen Hektar Wald vernichtet, darunter 4,21 Millionen Hektar Primärwald.10

Noch besser als der Verbrauch neuer Holzressourcen, wie etwa bei Toilettenpapier aus Frischfasern, ist allerdings die Verwendung von Recyclingpapieren. Aus Ressourcensicht sollten diese absoluten Vorrang vor jeglichem Frischfaserprodukt haben.

nutzungsdruck erhöht pandemie-risiken

budni und der WWF setzen sich deshalb gemeinsam für die Förderung von zertifizierten Frischfaserprodukten und den Ausbau des Recyclingfasereinsatzes im Eigenmarken-Drogeriesegment aus Holz, Papier und Zellstoff ein. Gut für den Wald!

Für den Großteil dieses globalen Verlusts ist der zunehmende Nutzungsdruck durch die Landwirtschaft (u. a. für den Anbau von Palmöl oder Soja) sowie Holz- und Zellstoffplantagen verantwortlich. Im Amazonas, aber auch in Russland, Asien und Afrika verschwinden Wälder in rasantem Tempo. Mit dem Rückgang häufen sich Kontakte zwischen Menschen und Tieren. Die Folgen sind fragmentierte Ökosysteme und ein erheblich erhöhtes Pandemie-Risiko.

10

Global Forest Watch (2021). Link


20 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaftsziele im themenfeld holz, papier und tissue budni möchte sowohl alle Eigenmarken aus Holz- und Papier (inklusive Tissue und Schreibwaren) als auch Endverbraucherverpackungen vorzugsweise auf Recycling mit dem Siegel Blauer Engel oder FSC® umstellen. Dieses Ziel gilt auch für alle Transportund Versandverpackungen der Eigenmarken sowie sämtliches Verpackungsmaterial. Das Bestandsziel, auf mindestens FSC®-zertifiziertes Material umzustellen, verfolgt budni auf einem hohen Erfüllungsniveau. Bis spätestens Ende 2020 sollen außerdem alle Etiketten und weitere Verpackungsbestandteile wie hölzerne Eisstiele auf mindestens FSC® Mix umgestellt sein und Bedienungsanleitungen auf recyceltes Papier gedruckt werden. Bei der Umstellung der Produkte müssen Funktionalität und Hygienevorschriften gesichert werden. So wird bei der Umstellung von Transport- und Versandverpackungen vorab geprüft, ob Funktionalität und Stabilität gewahrt bleiben. Für den internen Verbrauch sowie Kostenartikel, die die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH (EZHG) oder die Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG beschaffen, gilt: Sie sollen vorzugsweise aus 100 Prozent Recyclingfasern (zertifiziert durch den Blauen Engel oder FSC® Recycled) bestehen, zumindest aber aus FSC®-zertifiziertem Frischfasermaterial. Dazu zählen sowohl alle Druckund Hygienepapiere der BUDNI Handels- und Service GmbH & Co. KG (BHSG), der Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG und des Verlages als auch alle Kostenartikel für Filialen wie Werbehandzettel, Kassenrollen und Papiertragetaschen.

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


21 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

die baseline im überblick teilziele

baseline 30.06.2021

umstellung auf FSC®/recycling-produkte Holz- und Papierprodukte

70,59 % der Holz- und Papierprodukte sind mindestens FSC� Mix-zertifiziert. 5,88 % der Produkte bestehen aus recyceltem Material.

Tissue-Produkte

64,04 % sind Blauer Engel- oder FSC�-zertifiziert. Der Recyclinganteil liegt bei 9 %.

Papier-, Büro- und Schreibwaren-Produkte

Für 0 % der Artikel liegen Nachweise für eine Blauer Engel- bzw. FSC�-Zertifizierung vor.

ausblick

teilziele

baseline 30.06.2021

ausblick

umstellung auf FSC®-/recycling-verpackungen Etiketten

Transport- und KartonUmverpackungen

Bei 39,87 % der Artikel besteht eine vertragliche Verpflichtung des Lieferanten, FSC�-zertifiziertes Verpackungsmaterial zu verwenden. Bei 50,39 % der Artikel besteht eine vertragliche Verpflichtung des Lieferanten, FSC�-zertifiziertes Verpackungsmaterial zu verwenden. Der Recyclinganteil liegt bei 6,41 %.

umstellung auf FSC®/recycling - interner verbrauch

umstellung auf FSC -/recycling-verpackungen ®

Endverbraucherverpackungen

Bei 63,20 % der Artikel besteht eine vertragliche Verpflichtung des Lieferanten, FSC�-zertifiziertes Verpackungsmaterial zu verwenden. Der Recyclinganteil liegt bei 0,19 %.

Verpackungsbestandteile aus HPT (Füllmaterial, Wellpappe, Flaschenkorken)

Bei 100 % der Stichproben (n=16) besteht eine vertragliche Verpflichtung des Lieferanten, FSC�zertifiziertes Verpackungsmaterial zu verwenden.

Bedienungsanleitungen

0 % der Bedienungsanleitungen sind auf Recyclingmaterial umgestellt, da keine vertragliche Verpflichtung besteht. Alle Bedienungsanleitungen sind nach Vertrag mindestens FSC� Mix-zertifiziert.

Papierprodukte des internen Verbrauchs

Der interne Verbrauch wird für budni nicht separat erhoben, es ist davon auszugehen, dass die Umstellung zu einem hohen Grad erfüllt ist.

Kostenartikel

Die Umstellung von Kostenartikeln wird für budni nicht separat erhoben. Es ist davon auszugehen, dass die Umstellung zu einem hohen Grad erfüllt ist.

Tabelle 1: Überblick der Zielerreichung zum 30.06.2021 im Themenfeld Holz, Papier und Tissue.


22 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

umstellung auf FSC®-/ recycling-produkte budni führt im Sortiment derzeit 108 Artikel auf Holz- oder Zellstoff-

zertifizierungen bei holz, papier & tissue

basis wie Toilettenpapier, Taschentücher oder Inkontinenzprodukte, aber auch Artikel aus Holz und Papier wie Holzzahnbürsten oder

Das FSC® Mix-Siegel kennzeichnet einen Materialmix. Die Produkte beinhalten sowohl

Schreibwaren.

Material aus FSC®-zertifizierten Wäldern als auch aus kontrollierten Quellen und/oder Recyclingmaterial.

Im Hinblick auf die zunehmende Entwaldung mit ihren erheblichen Folgen für Klima und Biodiversität verfolgt budni eine Umstellung

Das Kennzeichen FSC® 100 % steht für den vollständigen Bezug aus FSC®-zertifizierten

von Papier- und Holzprodukten auf Recyclingmaterial bzw. auf FSC®-

Wäldern und ist zumeist auf Vollholzprodukten zu finden, sehr viel seltener auf

zertifiziertes Material (siehe Infobox), um Wälder sowie Flora und

Frischfaserprodukten. Es handelt sich zu 100 Prozent um Frischfasermaterial.

Fauna zu erhalten. FSC® Recycled und Blauer Engel sind auf Produkten zu finden, die vollständig aus Die

Produktion

von

Papier

und

Hygieneprodukten

aus

Recyclingmaterial bestehen.

Recyclingfasern weist darüber hinaus eine sehr viel bessere Energieund Wasserbilanz gegenüber dem Frischfaserprodukt auf. Deshalb sollten Verbraucher:innen auf Einwegartikel aus Frischfasermaterial verzichten und verstärkt auf solche Produkte aus Recyclingmaterial zurückgreifen. Noch sind viele Kund:innen jedoch nicht bereit, bei Hygienepapier auf Recyclingprodukte umzusteigen.

kategorien

davon umgestellt

davon recycling

anzahl der artikel

(FSC® 100 %, FSC® Mix, FSC® Recycling oder Blauer Engel)

(FSC® Recycling oder Blauer Engel)

Eigenmarke

Die Baseline bei budni (siehe Tabelle 1) zeigt einen Umstellungsgrad

Tissue

89

64,04 %

8,99 %

bei Tissue-Artikeln von 64,04 Prozent und bei Holz- und Papierartikeln

Holz- und Papierartikel

17

70,59 %

5,88 %

(z. B. Müllbeutel aus Papier, Bambuszahnbürsten und Wattestäbchen)

Papier-, Büro-, Schreibwarenartikel

2

0%

0%

von 70,59 Prozent. Für zwei Artikel im Bereich Papier-, Büro- und Schreibwaren liegen noch keine Nachweise für eine Umstellung vor. Der Recyclinganteil ist mit unter 10 Prozent in allen drei Kategorien sehr gering und sollte daher weiter ausgebaut werden.

Tabelle 2: Umstellung der Eigenmarken auf Recycling/FSC®. Erfasst sind alle Artikel exklusive Aktionsartikel, die sich am Stichtag der Datenerfassung, 30.06.2020, im Sortiment befanden und für die Informationen vorliegen.

vermerk


23 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

umstellung auf FSC®-/recycling-verpackungen In Deutschland lag der Papierverbrauch im Jahr 2018 bei 247

Außerdem plant das Unternehmen, die Verpackungsbestandteile

Kilogramm Pappe, Papier und Karton pro Kopf. Das entspricht

der Eigenmarken wie Etiketten, Füllmaterialien und Flaschenkorken

einem Gesamtverbrauch von 20 Millionen Tonnen.11 Gleichzeitig

mindestens auf FSC® Mix umzustellen. Die Stichprobenprüfung (n

stieg auch der weltweite Papierverbrauch. Mehr als 50 Prozent

= 16) der Artikel ergab bei Füllmaterialien und Flaschenkorken eine

des deutschen Verbrauchs entfielen auf Verpackungsmaterialien

hundertprozentige vertragliche Verpflichtung der Lieferanten zum

(Stand

Einsatz von FSC®-Fasern.

2017),

darunter

sowohl

Transportverpackungen

für

Transport- und Lagerzwecke, die im Handel verbleiben, als auch Endverbraucherverpackungen12

um das Produkt, die bei

Bei den Etiketten (z. B. Klebeetiketten auf Glasflaschen) konnte

den

Sie

überwiegend

bei fast 40 Prozent der Artikel eine vertragliche Verpflichtung der

lebensmitteltauglich gestaltet sein. Etiketten, Holzstiele, Füllmaterial

Lieferanten, FSC®-zertifiziertes Verpackungsmaterial zu verwenden,

und Flaschenkorken sind häufige Bestandteile von Verpackungen.

bestätigt werden.

Konsument:innen

verbleiben.

müssen

Alle Verpackungen und Verpackungsbestandteile sollen insgesamt mindestens auf FSC® Mix, vorzugsweise auf Basis von Recyclingfasern,

Seit letztem Jahr zählen auch beiliegende Bedienungsanleitungen

umgestellt werden, um den globalen Waldbestand zu entlasten.

und Gebrauchsanweisungen zu den Verpackungsbestandteilen. Sie sollen in Zukunft ebenfalls aus Recyclingmaterial auf Basis von FSC®

Die vorliegende Baseline bezieht sich nur auf Artikel, für die im

oder Blauer Engel hergestellt sein. Diese noch neue Zielvereinbarung

Erfassungszeitraum Informationen vorlagen (siehe Kapitel 1.4.

ist bisher vertraglich nicht verankert und entsprechend zu 0 Prozent

„Grundlagen der Baseline-Erhebung“ für mehr Informationen)

erreicht. Der Standard soll aber vertraglich verpflichtend werden.

und deckt somit nur einen Teil des Eigenmarkensortiments ab.

Aktuell bestehen Bedienungsanleitungen noch aus FSC® Mix-

Informationen lagen für circa 58 Prozent der Artikel vor.

Material.

Die

Ergebnisse

machen

Endverbraucherverpackungen

deutlich,

dass

die

Artikel

(Kartonfaltverpackungen)

mit

Die Transport- und Umverpackungen sind bereits etwa zur Hälfte

bereits

umgestellt. Der Recyclinganteil lag bei etwas mehr als 6 Prozent und

zu rund 63 Prozent mindestens auf FSC -zertifiziertes Material ®

umgestellt sind. Endverbraucherverpackungen bestehen derzeit zu weniger als einem Prozent aus Recyclingfasern. Diesen Anteil wird budni in Zukunft deutlich steigern.

soll ebenfalls steigen. 11 12

Umweltbundesamt (2020): Verpackungsabfälle. Link Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (2018): Papierherstellung, Papierkonsum und die Folgen für die Umwelt. Link

glossar

vermerk


24 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

umstellung auf FSC®/recycling — interner verbrauch, kostenartikel & verlag Die Partnerschaft zwischen WWF und budni zielt nicht nur darauf ab, das Sortiment nachhaltiger zu gestalten, sondern das Unternehmen auch intern umweltfreundlicher aufzustellen. Dies ist insbesondere für Artikel aus Holz und Papier wichtig, die die Belegschaft intern in großen Mengen verbraucht: sowohl die budni-mitarbeiter:innen in der BHSG als auch die Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG, zu der auch die budni-filialen gehören. Druckerpapiere, Hygiene- und Toilettenpapiere, aber auch Artikel für das interne Catering wie Servietten gehören dazu. Hinzu kommen Kostenartikel wie Kassenrollen, Papiertragetaschen oder Werbehandzettel für die Filialen. budni druckt außerdem die Kundenzeitschrift „perle“, die der EDEKA-eigene Verlag EDEKA Media GmbH herausbringt. Die Menge dieser intern produzierten und verbrauchten Artikel auf FSC®-zertifiziertes Material oder sogar Recyclingfasern umzustellen bedeutet einen erheblichen Beitrag zum Schutz des Waldes. Der interne Verbrauch wird für budni nicht separat erhoben, da davon auszugehen ist, dass die Umstellung auf FSC®-zertifiziertes Material zu einem hohen Grad erfüllt ist. Wenn Materialien des internen Verbrauchs oder Kostenartikel eingekauft werden, werden sie größtenteils über die EDEKA-Bezugsquellen beschafft und sind entsprechend an die gleichen Beschaffungsrichtlinien gebunden wie die gesamte EDEKA-Partnerschaft. Das Gleiche gilt für die Kundenzeitschrift „perle“, die über den EDEKA-eigenen Verlag gedruckt wird und aus FSC®-zertifiziertem Recyclingmaterial besteht. Alle weiteren Materialien des internen Verbrauchs werden über Handelsware bezogen und so zusätzlich Ressourcen geschont. Die Papiertragetaschen sind hiervon ausgenommen und werden im Themenfeld Verpackung erhoben.


25 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

palmöl

die partnerschaft für nachhaltigkeit

2.2

Die konsequente Verwendung zertifizierter Palmölbestandteile nach RSPO leistet einen Beitrag für eine nachhaltigere Entwicklung der Palmölindustrie sowie einen sozial und ökologisch verträglicheren Anbau von Ölpalmen. Der RSPO macht unter anderem Vorgaben zum Verzicht auf hochgefährliche Pestizide, die Reduktion von Treibhausgasen sowie das Verbot von Brandrodungen. Produzent:innen sind zudem verpflichtet, die Menschenrechte von Arbeiter:innen zu wahren.

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


26 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

regenwald: wichtiger lebensraum und wasserspeicher Tropische Wälder gehören zu den artenreichsten

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

zertifiziertes palmöl als teil der lösung budni führt als Drogeriemarkt insbesondere Produkte mit sogenannten

Ökosystemen. Sie beherbergen rund zwei Drittel

Palmölderivaten, die beispielsweise als Tenside oder Emulgatoren in

der an Land lebenden Tier- und Pflanzenarten. Das

Kosmetika und Reinigungsmitteln eingesetzt werden. Um einem weiteren

durch die Baumkronen verdunstete Wasser gelangt

Verlust an Biodiversität und Waldflächen entgegenzuwirken, strebt budni

als lebensnotwendiger Niederschlag bis in weit

an, das in den Eigenmarken eingesetzte Palmöl vollständig nach den Kriterien

entfernte Trockengebiete. In den vergangenen 30 Jahren ist die Nachfrage nach Palmöl stark gestiegen. Entsprechend wuchs die Anbaufläche und mit ihr die Entwaldungsrate in tropischen und subtropischen Regionen.

palmölplantagen verdrängen lebensräume Heute bedecken Palmölplantagen weltweit zirka 23,5 Millionen Hektar. In den Hotspots Malaysia und Indonesien, die akkumuliert rund 18 Millionen Hektar des globalen Palmölanbaus verantworten, sind riesige Monokulturflächen Hauptauslöser des Artensterbens. Weil auf kohlenstoffreichen Torfgebieten in tropischen Ländern noch immer Anbau von Ölpalmen betrieben wird, werden diese häufig trockengelegt. Die Entwässerung verursacht 10 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen aus Land- und Forstwirtschaft.

des RSPO zu zertifizieren. Die Umwandlung von tropischen Regenwäldern sowie kohlenstoffreichen Gebieten in Palmölplantagen ist danach verboten.


27 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die palmöl-partnerschaftsziele In allen Eigenmarkenartikeln mit reinem Palmöl wird ab Vertragsbeginn reines, zertifiziertes Palmöl nach dem RSPO Segregated-(SG-) oder Identity Preserved-(IP-)Lieferkettenmodell verwendet. Auch bei Palm(kern)öl greift budni auf diese Qualitäten zurück. In allen Artikeln mit Derivaten und Fraktionen aus Palm(kern)öl soll mindestens RSPO Mass Balance-(MB-) zertifizierter Rohstoff zum Einsatz kommen. budni wird von EDEKA im RSPO und im Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) vertreten. Darüber hinaus strebt budni ab Vertragsbeginn an, die Möglichkeit einer Umstellung des in Eigenmarken eingesetzten Palm(kern)öls auf die Anbaukriterien von POIG zu prüfen. Diese umfassen sowohl soziale als auch ökologische Anforderungen, die über die des RSPOStandards hinausreichen. Wenn ertragsschwächere Pflanzenöle wie Raps, Kokos oder Sonnenblumen als Alternative zu Palmöl eingesetzt werden, müssen diese im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte mindestens gleichwertig sein.

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


28 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

die baseline im überblick teilziele

baseline 30.06.2021

ausblick

umstellung des im eigenmarkensortiment verarbeiteten palmöls auf zertifizierte, nachhaltigere quellen Artikel mit reinem Palmöl

budni hat auf 100 % RSPO SG umgestellt.

Artikel mit Palmkernöl

Es liegen keine Nachweise für eine Umstellung auf RSPO IP oder RSPO SG vor.

Artikel mit Derivaten/ Fraktionen aus Palm(kern)öl

Eine Umstellung von 0,46 % auf RSPO SG und 68,89 % auf RSPO MB wurde erreicht. 2,76 % sind über Book & Claim abgedeckt. 27,88 % sind nicht umgestellt.

engagement für zusatzkriterien und eine nachhaltige entwicklung der palmölindustrie Mitgliedschaft in RSPO und FONAP

EDEKA ist Mitglied im RSPO und FONAP und vertritt dort auch budni.

Anteil von Palm(kern)öl nach POIG-Kriterien

Die Prüfung der Möglichkeit einer Umstellung von im Eigenmarkensortiment verarbeiteten Palm(kern)öl auf die Anbaukriterien von POIG ist ausstehend.

pflanzenöl-substitution bei palmölhaltigen eigenmarken

PflanzenölSubstitutionsstrategie

Seit Mai 2021 müssen MindestNachhaltigkeitsanforderungen für Raps, Sonne, Soja und Kokos im Fall der Palmöl-Substitution berücksichtigt werden. Dies trifft auch auf Derivate & Fraktionen dieser Ölsaaten zu. Eine ganzheitliche Analyse sowie Betrachtung der verarbeiteten Derivate & Fraktionen sowie deren Rohstoffursprung muss geprüft werden.

Tabelle 3: Überblick der Zielerreichung zum 30.06.2021 im Themenfeld Palmöl.


29 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

umstellung des im eigenmarkensortiments verarbeiteten palmöls auf zertifizierte, nachhaltigere quellen Drogerien führen viele Artikel mit Bestandteilen aus Palmöl oder Palmkernöl. Produkte wie

nur auf diejenigen Produkte, für die gesicherte Informationen zu Palmölbestandteilen vorliegen.

Flüssigseifen und Duschgels, Reinigungsmittel und Kosmetika enthalten häufig Derivate, die

Tabelle 4 zeigt, dass bei 69 Prozent solcher Artikel das vorgegebene Lieferkettenmodell

aus dem Rohstoff gewonnen werden, wie zum Beispiel Tenside oder Emulgatoren.

gemäß Zielvereinbarung erreicht wurde. Die zwei Artikel mit reinem Palmöl sind beide nach RSPO Segregated umgestellt, während für die drei Artikel mit Palmkernöl keine Nachweise

Zum Eigenmarkensortiment zählen 439 Artikel mit Palmölbestandteilen, darunter finden

für eine Zertifizierung vorliegen. Die 434 Artikel mit Derivaten und Fraktionen sind zu rund 69

sich jedoch nur zwei Artikel mit reinem Palmöl und drei mit Palmkernöl sowie 434 Produkte,

Prozent an die vereinbarten Lieferkettenmodelle (Segregated oder Mass Balance) angepasst.

die Derivate und Fraktionen davon enthalten. Die Bestandteile sind zu knapp 72 Prozent

Zwölf Artikel (2,76 Prozent) wurden über den Zukauf von RSPO Book & Claim-Zertifikaten

auf zertifiziertes Palmöl (siehe Infobox) umgestellt, während für rund 28 Prozent keine

abgesichert. Rund 28 Prozent der Artikel auf Basis von Derivaten und Fraktionen sind nicht

Zertifikate vorliegen. Entsprechend sind etwa 97 Prozent von insgesamt rund 107 Tonnen

umgestellt: Die enthaltenen Palmölbestandteile sind entweder nicht zertifiziert oder es liegen

des verarbeiteten Palm(kern)öls, das auf EDEKA-Verhandlungen zurückgeht, sowie dessen

keine Nachweise vor.

Derivate und Fraktionen zertifiziert. Analoge Mengendaten sind für andere Artikel nicht verfügbar. Aufgrund einer teils lückenhaften Datenbasis bei Artikeln mit Alt-Verträgen (siehe Kapitel 1.4 „Grundlagen der Baseline-Erhebung“) ist davon auszugehen, dass sich zusätzliche Artikel mit Palmölbestandteilen im Sortiment von budni finden. Die vorliegende Auswertung bezieht sich

palmölbestandteile in eigenmarken nach RSPO-lieferkettenmodell davon umgestellt

kategorien

identity preserved

segregated

mass balance

book & claim

nicht umgestellt

umstellung auf angestrebtes lieferkettenmodell

Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%

Artikel mit reinem Palmöl

0

0

2

100

0

0

0

0

0

0

100 %

Artikel mit Palmkernöl

0

0

0

0

0

0

0

0

3

100

0%

Artikel mit Derivaten/ Fraktionen aus Palm(kern)öl

0

0

2

0,46

299

68,89

12

2,76

121

27,88

69,35 %

Tabelle 4: Umstellung von Palmölbestandteilen in budni-eigenmarken nach dem RSPO-Lieferkettenmodell. Die Prozentangaben sind gerundet, weswegen sie nicht immer genau 100 Prozent ergeben. Gezählt werden alle Artikel exklusive Aktionsartikel, die sich am Stichtag der Datenerfassung 30.06.2020 im Sortiment befanden und laut Lieferantenrückmeldungen Palmöl enthalten.


30 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

Ein Großteil der Palm(kern)ölbestandteile in budni-eigenmarken sind Derivate und Fraktionen. Ihre Herstellung erfordert zum Teil eine Vielzahl komplexer Verarbeitungsschritte. Der Bezug aus zertifizierten, nachhaltigeren Quellen gestaltet sich im Vergleich zu herkömmlichem Palm(kern)öl entsprechend schwieriger. Eine erste Analyse ergab, dass insbesondere Sonnenschutz- oder Gesichtspflegeprodukte, Seifen und Reinigungsmittel auf Palmölbasis hergestellt sind. Derivate und Fraktionen enthalten aber auch die meisten Artikel für die Haut-, Körper- und Haarpflege sowie medizinische Produkte und Nahrungsergänzungsmittel. Ziel ist, die eingesetzten Mengen mindestens entsprechend des RSPO-Handelsmodells Mass Balance zertifizieren zu lassen.

umstellung auf angestrebtes lieferkettenmodell 100 %

80 %

100 %

100 %

30,65 %

60 %

69,35 %

40 %

20 %

100 %

Artikel mit reinem Palmöl

Artikel mit Palmkernöl

Umstellung auf angestrebtes Lieferkettenmodell

Artikel mit Derivaten/Fraktionen aus Palm(kern)öl

Nicht umgestellt

Abbildung 2: Der Umstellungsgrad von Artikeln mit vorliegenden Informationen im Eigenmarkensortiment mit Palmölbestandteilen.

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


31 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

engagement für zusatzkriterien und eine nachhaltige entwicklung der palmölindustrie Durch den Anbau von Palmöl sind seit 1990 allein in Indonesien und Malaysia mindestens 8,5 Millionen Hektar Naturwald verschwunden. Den daraus resultierenden sozialen und ökologischen Folgen muss gesamtgesellschaftlich begegnet werden. Deshalb engagiert sich EDEKA stellvertretend auch für budni gemeinsam mit dem WWF im FONAP für die Verbesserung von Standardzertifizierungssystemen wie dem RSPO. Darüber hinaus strebt budni ab Vertragsbeginn an, die Möglichkeit einer Umstellung des in Eigenmarken eingesetzten Palm(kern)öls auf die Anbaukriterien von POIG zu prüfen. Mit diesem Beitrag wollen die Partner über den RSPO und das FONAP hinaus eine Initiative unterstützen, die sich der nachhaltigen Entwicklung der Palmölindustrie verschrieben hat. POIG hat sich bereits 2013 das ambitionierte Ziel gesetzt, innovative und nachhaltige Praktiken im Palmölanbau über die gesamte Lieferkette umzusetzen und damit den RSPO-Standard in seiner Weiterentwicklung und erfolgreichen Implementierung zu unterstützen. POIG baut auf den Kriterien des RSPO auf, verfolgt aber deutlich ambitioniertere Ziele. Der Idealfall wäre der Aufbau einer physischen Lieferkette von der Plantage bis zum Herstellerbetrieb. Für eine Drogeriekette gestaltet sich das jedoch sehr schwierig, da der mehrheitliche Einsatz von Derivaten und Fraktionen die Komplexität der Lieferketten erhöht; dazu kommt, dass sich die Rahmenbedingungen des aktuellen Marktumfeldes erschwert haben. Eigene Rezepturen bedeuten für unsere Lieferanten auch eigene Tankanlagen und Lagerplätze, die sie bereitstellen müssten. Eine segregierte Lieferung von POIG-Palmöl nach Deutschland ist nicht bekannt. Derzeit prüft EDEKA eine Mitgliedschaft bei POIG (auch stellvertretend für budni) ab 2022. Denn zukünftig sollen Hindernisse und notwendige Änderungsprozesse zur Umsetzung des Ziels gemeinsam mit den Mitgliedern der Initiative diskutiert und angestoßen werden können.


32 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

roundtable on sustainable palm oil (RSPO) Weil die wachsende Nutzung von Palmöl zur Rodung tropischer Wälder beiträgt, hat der WWF 2004 den RSPO ins Leben gerufen. Die Mitglieder, darunter EDEKA stellvertretend für budni, sind auf verschiedene Weise in die Palmölproduktion involviert oder von ihr betroffen: PalmölProduzent:innen, Kleinbäuer:innen, Händler:innen, Konsumgüterhersteller:innen, Banken sowie Nichtregierungsorganisationen wie der WWF und Oxfam. Ziel des Runden Tisches ist es, möglichst viele zur Einhaltung des RSPO-Standards zu bewegen, der heute der am weitesten verbreitete Standard im Palmölsektor ist. Nach ihm sind 19 Prozent der globalen Produktion zertifiziert.

insgesamt hat der roundtable weit über 4.000 mitglieder entlang der gesamten lieferkette. sie haben sich u. a. zu folgenden prinzipien und kriterien verpflichtet: •K eine Rodung von Primärwäldern und ökologisch wertvollen Waldflächen für Plantagen • Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten auf Plantagen

• Verbot von Kinderarbeit und stattdessen Angebote für die Bildung der auf den Plantagen lebenden Kinder • Verbot für die Anlage neuer Plantagen auf Torfböden jeglicher Tiefe sowie auf Flächen mit hohem

•S chutz von Wasser, Boden und Luft;

Kohlenstoffgehalt

Unter anderem ist es verboten, Wälder abzubrennen • Strengere Vorgaben für die Einbindung kleinbäuerlicher •E inhaltung gesetzlicher Regelungen, darunter Landnutzungs- und Eigentumsrechte

13

WWF Deutschland: Runder Tisch für Palmöl. Link

Betriebe13

glossar

vermerk


33 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

der RSPO zertifiziert nach folgenden lieferkettenmodellen: RSPO-Lieferkettenmodell „Identity Preserved“ (IP): Nachhaltiges Palmöl aus einer einzigen, identifizierbaren, zertifizierten Quelle wird in der gesamten Lieferkette von gewöhnlichem Palmöl getrennt gehalten, im Produkt befindet sich ausschließlich RSPO-zertifiziertes Palmöl. RSPO-Lieferkettenmodell „Segregated“ (SG): Das RSPO-zertifizierte Palmöl von verschiedenen Quellen wird entlang der gesamten Lieferkette getrennt verarbeitet, im Produkt befindet sich ausschließlich RSPO-zertifiziertes Palmöl. RSPO-Lieferkettenmodell „Mass Balance“ (MB): Entlang der Handelskette wird genau so viel RSPO-zertifiziertes Palm(kern)öl verkauft, wie eingekauft wurde. Die Handelsströme von zertifiziertem und nicht zertifiziertem Material werden nicht getrennt. Daher befindet sich auch nicht zertifiziertes Palmöl im Endprodukt. „Book & Claim“: Bei diesem Handelsmodell verkaufen Palmölproduzent:innen virtuelle Zertifikate. Sie stehen jeweils für eine bestimmte Menge zertifizierten Palmöls. Der Kauf und die Einlösung der Zertifikate berechtigen dazu, den Claim „erhöht die Produktion von (RSPO-zertifiziertem) nachhaltigem Palmöl“ zu nutzen.

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


34 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

palmöl-substitution Palmöl als weltweit wichtigstes Pflanzenöl steht als einer der

budni hat die Nachhaltigkeitsanforderungen im Fall der Substitution

Haupttreiber für Entwaldung, insbesondere in Indonesien und

von Palmöl bei Eigenmarkenartikeln erweitert. Sie gelten seit

Malaysia, seit Jahren zu Recht in der Kritik – und im Fokus öffentlicher

Mai 2021 für alle Warenbereiche und deren Lieferanten. Im Fall

Debatten. Unstrittig ist seine Produktivität: Mit rund 3,8 Tonnen pro

der Palmöl-Substitution durch Raps- oder Sonnenblumenöl muss

Hektar erzielt Palmöl einen deutlich höheren Ertrag als andere in den

dies aus europäischem Anbau (zzgl. Ukraine) stammen. Wenn

Tropen angebaute Ölpflanzen wie Soja (0,4 t/ha) oder Kokos (0,7 t/

tropisches Soja- oder Kokosöl eingesetzt wird, muss es zertifiziert

ha) und auch weitere Sorten wie Sonnenblume (0,7 t/ha) oder Raps

sein (Rainforest Alliance, Fairtrade oder vergleichbarer Standard).

(0,7 t/ha). Palmöl leistet also einen bedeutenden Beitrag zur Deckung

Damit stellt budni bei seinen Eigenmarken erstmals flächendeckend

des globalen Bedarfs an pflanzlichen Ölen und Fetten, muss jedoch

Mindestanforderungen bei der Substitution von Palmöl sicher und

sozial und ökologisch verträglicher angebaut werden.

möchte somit einer Erhöhung des ökologischen Fußabdrucks durch den Einsatz von Ölsaaten, die im Vergleich zu Palmöl einen deutlich

Der WWF empfiehlt, Palmöl mindestens in RSPO-Qualität zu

geringeren Ertrag pro Fläche erzielen, begegnen. Allerdings muss noch

beziehen und als Ersatz nicht auf das wesentlich ertragsschwächere

eine ganzheitliche Analyse und Betrachtung der verarbeiteten Derivate

Kokos- oder Sojaöl zurückzugreifen, das in ähnlich sensiblen Regionen

& Fraktionen sowie im Hinblick auf deren Rohstoffursprung erfolgen.

wächst. Weil mehr Fläche für die Produktion einer Tonne benötigt wird, führt die Substitution von Palmöl durch Kokos oder Soja also nur zu einer Verlagerung oder Verschlimmerung ökologischer Probleme. Wird Sonnenblumen- oder Rapsöl eingesetzt, sollten die Pflanzen auch aus heimischer Produktion (Europäische Union und Ukraine) und nicht aus Übersee stammen. Alle Substitute müssen unter strengen sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien angebaut werden. Eine Substitution mit fossilen Rohstoffen, beispielsweise für Kerzen, ist aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll.

glossar

vermerk


35 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

klima

die partnerschaft für nachhaltigkeit

2.3

Eine höhere Energieeffizienz sowie der Ausbau erneuerbarer Energien leisten einen wichtigen Beitrag zur globalen Energiewende. Direkte und indirekte Treibhausgasemissionen an den budnistandorten gehen auf Warentransporte durch Logistikunternehmen zurück, entstehen aber vor allem in den Lieferketten der angebotenen Produkte. Sie zu verringern trägt unmittelbar zum Klimaschutz bei.

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


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budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

jedes zehntelgrad zählt: klimaschutz ist artenschutz Biologische Vielfalt und intakte Ökosysteme

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

emissionen sparen von anbau bis auslieferung budni hat sich zum Ziel gesetzt, seine Treibhausgasemissionen bis zum

sind die Grundlagen unseres Lebens. Im Pariser

Jahr 2025 um 21 Prozent gegenüber 2020 zu verringern. Emissionen

Klimaschutzabkommen von 2015 hat sich die

innerhalb der Unternehmensgrenzen der budni-filialen entstehen durch

internationale Staatengemeinschaft darauf geeinigt,

den Energieverbrauch vor allem für Beleuchtung und Kühlung sowie durch

die Erderhitzung auf deutlich unter zwei, möglichst 1,5

Kältemittelverluste. Auf dem Weg zur Klimaneutralität ist Energieeffizienz

Grad Celsius zu begrenzen, denn der menschengemachte Klimawandel beschleunigt das Artensterben.

ein unverzichtbarer Baustein im Maßnahmenmix. Denn je weniger Energie benötigt wird, desto weniger Kohle, Erdöl und Erdgas sind notwendig. Zudem sind erneuerbare Energien ein essenzieller Bestandteil der Klimastrategie von budni.

die gravierenden auswirkungen des klimawandels Bereits die Differenz von 0,5 Grad wird für das Leben auf der Erde gravierende Auswirkungen haben. Bei einem Anstieg um zwei Grad würden weltweit voraussichtlich ein Viertel der Arten aussterben. Da die meisten Treibhausgasemissionen bei der Nutzung fossiler Energieträger wie Kohle, Gas oder Öl entstehen, muss das Wirtschaftssystem mit weniger und neuer Energie auskommen, um klimaneutral zu werden. Unternehmen müssen ihre Emissionen erheblich reduzieren.

Die Handelsstandorte selbst sind mit energiesparender LED-Beleuchtung, hocheffizienter Kältetechnik, klimafreundlicheren Kältemitteln und Wärmerückgewinnungssystemen ausgestattet. In der Lieferkette befördert EDEKA durch den Aufbau einer „Climate Supplier Initiative“ (CSI), in der auch budni Mitglied ist, den Klimaschutz.


37 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

2.3.1 klimaschutz im unternehmen die klimaschutz-partnerschaftsziele Entsprechend der EDEKA & WWF Partnerschaft folgt budni dem Ziel, die Treibhausgasemissionen ab Vertragsbeginn entsprechend eines Pfades zu reduzieren, der dazu beiträgt, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Hierzu werden die Treibhausgasemissionen um jährlich 4,2 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2020 reduziert. Bis 2025 sollen so die Treibhausgasemissionen um 21 Prozent gegenüber 2020 sinken. Die Ziele gelten als erreicht, wenn die prozentuale Emissionsreduktion für mindestens eine der folgenden Kennzahlen gegeben ist: • absolute Emissionsreduktion [t CO2e] • spezifische Emissionsreduktion: o [t CO2e pro m² Verkaufsfläche] o [t CO2e pro Mio. EUR Warenumsatz]

budni definiert in einem Fahrplan die konkreten Klimaschutzbeiträge der eigenen Verbundstandorte. budni veröffentlicht jährlich eine Klimabilanz.14

Für die Klimabilanz wird eine grobe Abschätzung der sortimentsbezogenen Treibhausgasemissionen mit Hilfe des „Scope 3 Evaluator“ (Link) vorgenommen. Aufgrund der aktuell hohen Unschärfe der Abschätzung wird auf eine umfassende Darstellung dieser Emissionen in der Klimabilanz verzichtet. budni arbeitet weiterhin an der Verbesserung der Datenbasis und -qualität dieser Emissionen.

14

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


38 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline im überblick ober- und teilziele

baseline 30.06.2021

oberziel Reduktion der Treibhausgasemissionen um jährlich 4,2 % (bis zum Jahr 2025 um insgesamt 21 %) im Vergleich zum Basisjahr 2020

budni hat begonnen, eine Klimabilanz für das Kalenderjahr 2020 zu erstellen. Eine externe Verifizierung ist noch ausstehend.

teilziele

Erstellung eines Klimaschutz-Maßnahmenfahrplans ab Vertragsbeginn. Umsetzung in den Folgejahren

Alle vier Jahre finden Energieaudits statt, zuletzt 2020. Stromverbräuche aller Standorte liegen größtenteils vor. Heizenergieverbräuche aller Standorte sind teilweise vorhanden. Die Erstellung des Maßnahmenfahrplans erfolgt nach Fertigstellung der Klimabilanz 2020.

Flächendeckende Umrüstung auf LED-Beleuchtung und optimierte Lichtnutzung

143 von 181 Filialen sind auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Einsatz von Bewegungsmeldern in den Nebenräumen. Optimierung der Arbeitsbeleuchtung. Vollständige Abschaltung der Schaufenster- und Außenbeleuchtung nachts.

Bei Neuanschaffung ausschließlich hocheffiziente Kälteanlagen und natürliche Kältemittel einsetzen und die entsprechende Umrüstung auch in den Bestandsfilialen vorantreiben

Eine Aufstellung aller Kühlmöbel in Märkten sowie der darin eingesetzten Kältemittel liegt vor.

Optimierung von Logistikprozessen und Dienstreisen

Gefahrene Kilometer und Kraftstoffverbräuche werden für Dienstfahrzeuge laufend erfasst. budni betreibt keine eigene LKW-Flotte.

Ableitung weiterer Maßnahmen aus dem Energiemanagement

Vollständige Nachtabschaltung aller nicht zwingend benötigten Komponenten der EDV-Technik (Verzicht auf einen Stand-by-Betrieb) Austausch offener Kühlmöbel durch Versionen mit Glastüren in allen Filialen.

Tabelle 5: Überblick der Zielerreichung zum 30.06.2021 im Themenfeld Klimaschutz im Unternehmen.

ausblick

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


39 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

reduktion der treibhausgasemissionen erstellung klimabilanz budni erstellt aktuell eine Klimabilanz für das Jahr 2020, um einen Vergleichspunkt für zukünftig messbare Fortschritte zu schaffen. Es ist geplant, die Klimabilanz Anfang 2022 extern prüfen zu lassen.

maßnahmen-roadmap Ein bedeutender Bestandteil der budni-klimastrategie ist die kontinuierliche Verbesserung der KlimaPerformance: Die größten „Hotspots“, also die Emissionstreiber, haben im Maßnahmenplan fortlaufend höchste Priorität. In den kommenden Jahren lässt budni die THG-Emissionen kontinuierlich berechnen und die geplanten sowie umgesetzten Klimaschutzmaßnahmen seiner Liegenschaften erheben. Damit wird die Klimastrategie ständig weiterentwickelt und bewährte Maßnahmen werden verstetigt. Sobald die Klimabilanz 2020 fertiggestellt ist, wird ein Maßnahmenfahrplan zur Erreichung des Emissionsreduktionsziels entwickelt.

datenerhebung Erst 2020 erfolgte die Aufnahme von budni in die Partnerschaft für Nachhaltigkeit. Für diesen Bericht liegt deshalb noch keine vollständig ermittelte Datengrundlage vor. Auch fehlen die Abrechnungen der einzelnen Filialen. Die Klimabilanz für 2020 mit anschließender Potenzialanalyse wird deshalb erst im Verlauf des Jahres 2021 berechnet, sobald alle Daten vorliegen.


40 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

energieeffizienzmaßnahmen in den filialen 143 der 181 Filialen sind mittlerweile auf energiesparende LED-Beleuchtung umgerüstet, was auch für das Zentrallager (jährliche Ersparnis: ca. 500.000 kWh) gilt. Um die Lichtnutzung zu optimieren, wurde darüber hinaus die Arbeitsbeleuchtung verbessert. In Nebenräumen kommen außerdem Bewegungsmelder zum Einsatz. Nachts bleiben sowohl die Schaufenster- und Außenbeleuchtung als auch alle nicht zwingend benötigten Komponenten der EDV-Technik vollständig abgeschaltet. budni setzt auch immer effizientere Kühlanlagen mit natürlichen Kältemitteln ein, mit denen immer mehr Filialen ausgestattet sind. In allen Filialen sind die Kühlanlagen mittlerweile mit Glastüren abgeschlossen, was im Vergleich mit den offenen Geräten zu einer wesentlich höheren Energieeffizienz führt. Initiiert wurde inzwischen auch ein System zur Überwachung der generellen Stromverbräuche sowie die der Kühl- und Klimaanlagen in einer Testfiliale.

betriebsinterne weiterbildungen Weiterbildung ist wichtig: Vertriebsmitarbeiter:innen bietet budni über die Online-Plattform „BUDNIthek“ bereits Nachhaltigkeitsschulungen an. Weitere solcher Angebote befinden sich im Aufbau. Für die Mitarbeiter:innen in den Filialen gibt es einen Leitfaden mit Hinweisen zum Energiesparen sowie eine Schulung zum effizienten Umgang mit der Klima- und Kühltechnik.

logistik & infrastruktur Eine wichtige Stellschraube ist die Lieferhäufigkeit: Rund 160.000 Kilometer Strecke konnte budni einsparen. Die Filialen müssen dank einer verbesserten Logistikstruktur seltener beliefert werden. Im Januar 2020 war eine Reduktion um zirka 23 Prozent messbar. Auch die Lieferanten konnten ihre Anlieferhäufigkeit um rund 40 Prozent senken, was zu einer verringerten CO²-Belastung maßgeblich beiträgt.

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


41 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

2.3.2 klimaschutz im sortiment die partnerschaftsziele für den klimaschutz im sortiment

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

zusammenarbeit mit lieferanten Im Mai 2021 wurde die CSI gegründet. Mit ihrer Mitgliedschaft übernehmen teilnehmende Lieferanten Verantwortung für eine Reduktion ihrer Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Sie verpflichten sich außerdem,

Für gemeinsame Klimaschutzmaßnahmen in der Lieferkette gründen WWF und EDEKA

Programme für die Reduzierung ihrer Scope-3-Emissionen aufzusetzen.

zusammen mit Akteuren der Branche eine Climate Supplier Initiative (CSI). Der bis zum

Dazu gehört ein entsprechendes Lieferantenmanagement: Die CSI soll

31.01.2019 erstellte CSI-Maßnahmenplan wird bis Ende 2022 umgesetzt.

dazu beitragen, dass die Unternehmen Klimaschutz in ihren Lieferketten systematisch verankern, z. B. indem sie die Treibhausgasmengen auf Farmen, in der Produktion, aber auch für Verpackungen verringern. Die

die zielerreichung im überblick

Initiative unterstützt sie dabei, ihre Treibhausgasemissionen zu bilanzieren, sich selbst ambitionierte Klimaziele zu setzen und Klimaschutz aktiv

teilziele

status 30.06.2021

Gründung einer Climate Supplier Initiative (CSI) mit Akteuren der Branche für gemeinsame Klimaschutzmaßnahmen in der Lieferkette.

CSI wurde im Mai 2021 gegründet. Die CSI gewinnt sukzessive weitere Lieferanten. budni ist Mitglied der CSI.

ausblick

Tabelle 6: Überblick der Zielerreichung zum 30.06.2021 im Themenfeld Klimaschutz im Sortiment.

umzusetzen.


42 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

2.4

verpackungen budni arbeitet daran, auf Verpackungen zu verzichten, Verpackungen zu reduzieren und die Recyclingfähigkeit und den Anteil von Recyclingmaterial in Verpackungen zu erhöhen.

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


43 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

ressourcen schonen, müll vermeiden

vermeidung, mehrweg, recycling

Bereits heute verbraucht die Weltbevölkerung

Wo immer möglich, müssen Verpackungen vermieden werden. Für nicht

mehr Ressourcen, als die Erde bereitstellen

vermeidbare Verpackungen gilt es, Mehrweglösungen zu finden und

kann. Gleichzeitig wachsen die Müllberge, so sind

auszuweiten. Der sinnvolle Einsatz von Recyclingmaterial verringert die

die Auswirkungen unserer Wegwerfgesellschaft

Verwendung von Primärressourcen und ist ein wichtiger Aspekt für eine

zunehmend sichtbar. Verpackungen kommt in

funktionierende Kreislaufwirtschaft. Fallen Verpackungen als Abfall an,

diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle zu. In

müssen sie hochwertig recyclingfähig sein.

Deutschland ist die Menge der Verpackungsabfälle erneut gestiegen. Mit insgesamt 18,9 Millionen Tonnen

Deutschland verfügt über ein flächendeckendes Sammel-, Sortier- und

erreichte sie im Jahr 2018 einen neuen Höchststand.

Verwertungssystem für Verpackungsabfälle. Doch nur knapp 70 Prozent des

Jeder Deutsche verursacht im Schnitt 227,5 Kilogramm

Verpackungsmüllaufkommens werden derzeit dem Recycling zugeführt, der Rest

Verpackungsmüll.15 Es bedarf dringend eines Umdenkens und Handelns, um den primären Ressourcenverbrauch und

wird größtenteils verbrannt. Ein Grund dafür ist, dass Verpackungen häufig noch nicht für Recycling ausgelegt sind.

das Abfallaufkommen insgesamt zu reduzieren

eigenmarkenverpackungen auf dem prüfstand Die Partnerschaft verfolgt das übergeordnete Ziel, Verpackungen in Bezug auf Ressourcenvermeidung, Einsatz von Rezyklat und Ressourcen sowie Recyclingfähigkeit zu optimieren. Dies bedeutet weniger und bessere Verpackungen. Außerdem sollen Mehrwegangebote wie Tragetaschen das Müllaufkommen weiter senken und wertvolle Ressourcen einsparen.


44 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaftsziele im themenfeld verpackungen budni überprüft vor Produktneueinführungen oder -überarbeitungen im Eigenmarkensortiment das gewählte Verpackungsmaterial auf seine Recyclingfähigkeit. Falls Biokunststoffe zum Einsatz kommen sollen, müssen die Rohstoffe nach Bonsucro, dem Roundtable of Sustainable Biomaterials (RSB) oder der International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) Plus zertifiziert sein. budni und der WWF stellen für das dynamische Themenfeld konkrete Zielvereinbarungen auf, die für den Einsatz von PET-Recyclingmaterial bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln gelten. Weitere Ziele zur Optimierung der anderen Eigenmarkenverpackungen sind beschlossen. Quantitative Meilensteine haben die Partner auch für den sinkenden Verbrauch von EinwegTragetaschen bei budni festgelegt. Sie wollen Filialleiter:innen und Endverbraucher:innen mit zielgruppengerechten Informationen zum Thema sensibilisieren.

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


45 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

die baseline im überblick teilziele

baseline 30.06.2021

optimierung von verpackungen Einschätzung der Recyclingfähigkeit und der ökologischen Vorteile bei Produktneueinführungen bzw. -optimierungen

Die Einschätzung von Eigenmarkenverpackungen auf ihre Recyclingfähigkeit findet stichprobenartig statt.

Zertifizierung der Rohstoffe biobasierter Kunststoffe

budni führt momentan keine Eigenmarkenartikel, die nachweislich biobasierte Kunststoffe einsetzen.

zielvereinbarungen zu verpackungsrelevanten bestandteilen sowie kostenartikeln Einsatz von mindestens 30 % Recyclingmaterial (rPET) im Bereich Drogerie/Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel bis 12/2020

Der Anteil rPET an der Gesamtmenge beträgt 56,80 %.

Reduktion des Verbrauchs von Einweg-Tragetaschen um mindestens 7,5 % bis 05/2022

Der Einweg-Papiertragetaschenverbrauch liegt bei 22,05 Stück pro Quadratmeter Verkaufsfläche.

information und sensibilisierung Erstellung von Informationen zu Verpackungen und Verpackungsmitteln für den Einzelhandel und Verbraucher:innen

Die Erstellung erfolgt nach Bedarf.

Tabelle 7: Überblick der Zielerreichung zum 30.06.2021 im Themenfeld Verpackungen.

ausblick

glossar

vermerk


46 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

tragetaschen Produktion,

Verkauf

und

Nutzung

von

Tragetaschen

sind

ressourcenintensiv. Es gilt, Wege zu finden, die den sorgsamen und verantwortungsvollen Umgang damit begünstigen. Grundsätzlich hat

ziel

die Vermeidung von Tragetaschen immer oberste Priorität. Wenn ein Verzicht nicht möglich ist, sollten ausschließlich Mehrwegalternativen

Angestrebt wird eine Reduktion aller über budni gehandelten Einweg-Tragetaschen

und deren möglichst vielfache Wiederverwendung angestrebt

(Kunststoff und Papier) um mindestens 7,5 Prozent bis 31.05.2022 im Vergleich zur

werden.

Baseline 2020, ohne dass dabei der Verbrauch von Mehrwegalternativen ansteigt. Wo Tragetaschen notwendig sind, ist ihre dauerhafte Nutzung das Ziel. Informations- und

Die Erhebung zeigt einen Verbrauch von Papier-Einwegtaschen von

Kommunikationsmaßnahmen auch über die Märkte hinaus begleiten die Maßnahmen.

etwa 22 Stück pro Quadratmeter Verkaufsfläche. budni vertreibt keine Einwegtaschen aus Kunststoff.

Der Gesamtverbrauch

liegt bei 80.123 Kilogramm (0,85 Kilogramm pro Quadratmeter Verkaufsfläche). In der Produktion von Papier-Einwegtaschen wird mehr Material benötigt, um die gleiche Reißfestigkeit wie bei Kunststoff zu erreichen – ein ökologischer Nachteil. Um der Tendenz entgegenzuwirken, haben sich die Partner auf besondere Maßnahmen und Ziele verständigt (siehe Kapitel 1.2.3. „EinwegPapiertragetaschen“). Die Zahlen verdeutlichen, dass eine aktive Einbindung und Ansprache vor allem der Filialmitarbeiter:innen und der Endverbraucher:innen zur Veränderung erforderlich ist. Eine aktivierende Informations-

2020

und Begleitkommunikation soll sie möglichst zum Verzicht anregen, mindestens aber zur wiederholten und dauerhaften Nutzung von Mehrweg-Tragetaschen.

Stückzahl pro m2 Verkaufsfläche

22,05

Materialmenge in kg pro m2 Verkaufsfläche

0,85

Tabelle 8: Kennzahlen Papier-Einwegtaschen der budni-filialen im Jahr 2020.

vermerk


47 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

PET-flaschen bei wasch-, putz- und reinigungsmitteln

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

ziel Bei allen PET-Flaschen der Eigenmarken für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel wird der Anteil von verwendetem Recyclingmaterial stufenweise erhöht: Mit Vertragsbeginn sollen mindestens 30 Prozent Recyclingmaterial für ausgewählte Eigenmarkenartikel

Bei der Baseline-Erhebung wurden 29 Artikel mit einer PET-

zum Einsatz kommen. Bis 31.05.2022 lautet das Ziel: 100 Prozent Recyclingmaterial.

Gesamtmenge von knapp 29 Tonnen ermittelt. Der durchschnittliche

Um die Recyclingfähigkeit zu erhöhen, prüfen budni und WWF kontinuierlich auch die

Anteil an eingesetztem Sekundärmaterial beläuft sich auf rund 57

Optimierungsmöglichkeiten bei Etikettenmaterialien und -klebstoffen.

Prozent. Der bereits relativ hohe Anteil an Rezyklatmenge zeigt, dass eine Umstellung auf Recyclingmaterial bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln möglich ist. budni strebt eine Erhöhung der Rezyklatmenge in relevanten Gebinden an.

anteil PET und rPET in tonnen

43 %

rPET in Tonnen

2020

57 %

PET in Tonnen

Abbildung 3: Anteil Recyclingmaterial bei PET-Flaschen der Eigenmarken für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel basierend auf allen Artikeln, die sich am Stichtag 30.06.2020 im Sortiment befanden (exklusive Aktionsartikel).

Anzahl relevanter Artikel16

29

PET in Tonnen

28,99

Anteil rPET in %

56,80

Tabelle 9: Kennzahlen PET-Flaschen bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln basierend auf allen Artikeln, die sich am Stichtag 30.06.2020 im Sortiment befanden (exklusive Aktionsartikel).

16

Alle PET-Flaschen der EDEKA/Netto Marken-Discount/budni-marken für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel im Warenbereich Drogerie.


48 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

hamburgs wertstoff innovative (HWI) Über das Engagement in der Partnerschaft hinaus, hat sich budni der HWI angeschlossen. Die HWI ist ein Pilotprojekt von fünf verschiedenen Partnern mit dem Ziel, regionale Kreislaufwirtschaft voranzutreiben, das Thema für die Kund:innen greifbar zu machen und zu zeigen: Recycling funktioniert! Dafür haben sich die Stadtreinigung Hamburg, der Umweltdienstleister Veolia, Unilever, die TU Hamburg und

budni

zusammengeschlossen.

Während

des

Prozesses

übernimmt jeder der Partner einen anderen Aufgabenbereich, sodass sich ein vollständig geschlossener Wertstoffkreislauf ergibt. Herausgekommen ist dabei eine Flasche aus 100 Prozent Hamburger Post-Consumer-Rezyklat

(PCR)

aus

der

Hamburger

gelben

Wertstofftonne bzw. dem gelben Sack. Befüllt wird diese Flasche mit Waschmittel der Unilever-Marke Seventh Generation, welches zu 97 Prozent natürliche Wirkstoffe enthält. Die echte Innovation steckt aber weiterhin in der Verpackung. Der Anspruch an die Flasche war hoch, da nicht nur Produktsicherheit, sondern auch erneute Recyclingfähigkeit gewährleistet werden mussten. Zentral war auch, Plastik aus dem Pfandflaschen-Kreislauf und aus der Industrie zu vermeiden, um zu signalisieren: Wirksames Recyceln über den gelben Sack durch die Konsument:innen funktioniert! Diese Botschaft kam auch bei der Fachpresse gut an: Das Engagement und die HWI wurden mit dem Nachhaltigkeitsaward der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) in Gold sowie als BestPractice-Beispiel der UmweltPartnerschaft Hamburg ausgezeichnet.

Abbildung 3: Quelle: Hamburgs Wertstoff Innovative Link

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


49 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

2.5

fisch und meeresfrüchte budni und der WWF fördern regulierte Fischereimethoden, die Ökosysteme schonen und ungewollten Beifang reduzieren.

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


50 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

biodiversitätshotspots im wasser: meere und mangrovenwälder

fisch in der tiernahrung

Der

Im Eigenmarkensortiment bei budni kommt Fisch in der Tiernahrung zum

durchschnittliche

weltweite

Pro-Kopf-

Fischkonsum hat sich in den letzten 50 Jahren

Einsatz. Besonders wenn Fischmehl und Fischöl genutzt werden, ist es

verdoppelt und steigt weiter. Doch gerade in den

wichtig auf nachhaltige Quellen zu achten. Oft sind kleine Schwarmfische

fischreichen Regionen fehlen verbindliche Regeln

enthalten, die in den Ökosystemen aber eine wichtige Rolle als Nahrung für

und Kontrollen gegen Überfischung und Beifang. Heute

größere Fische und Meeressäuger spielen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass

gelten 34 Prozent der Bestände weltweit als überfischt. Im Mittelmeer und im Schwarzen Meer sind 62,2 Prozent als überfischt eingestuft. In Nord- und Ostsee sind 41 Prozent der Bestände überfischt,

obwohl sich die Europäische

Union zum Ziel gesetzt hatte, die gefährliche Ausbeutung in europäischen Gewässern bis 2020 zu beenden.

ausbeutung der marinen kinderstube Der Weltklimarat erwartet, dass der Thunfischbestand in tropischen Regionen bis 2050 durch die Erderhitzung um die Hälfte abnimmt. Gerade dort sind jedoch besonders viele Menschen von der Fischerei unmittelbar abhängig. Damit ist der Kurs der Plünderung ein ökologisches wie soziales Desaster. Mangroven spielen beim Kampf gegen das Artensterben eine herausragende Rolle. Hier leben auch viele Säugetiere, Reptilien und Vögel. Doch in den letzten 70 Jahren mussten etwa 50 Prozent der globalen Mangrovenbestände unter anderem Shrimp-Farmen weichen.

diese Bestände nicht überfischt werden.


51 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

die partnerschaftsziele im themenfeld fisch und meeresfrüchte Bis 31.05.2022 will budni das Fisch- und Meeresfrüchtesortiment in den Eigenmarken vollständig auf nachhaltige Ware umstellen. Durch die kontinuierliche Ansprache von Lieferanten und Herstellern soll zudem bei Markenprodukten und Herstellermarken ein 100 Prozent nachhaltiges Sortiment erreicht werden, auch wenn der Einfluss von budni hier nur mittelbar ist.

statuserhebung Als Fisch- und Meeresfrüchteangebot gelten alle Produkte, die in der Verkehrsbezeichnung das Wort Fisch oder eine Fischart tragen, sowie alle Produkte mit einem Fischanteil von mindestens 15 Prozent. Tiernahrung ist von dieser Untergrenze ausgenommen. Die

die baseline im überblick teilziele

baseline 30.06.2021

umstellung des eigenmarkensortiments auf nachhaltige produkte

Regelung bezieht sich auf alle Produkte, die sich zum Stichtag am 30.06.2020 im Sortiment befanden, sowie Aktionsartikel, die seit 01.07.2020 nur vorübergehend im Sortiment waren. Der WWF lässt nicht zertifizierte Fischereien durch unabhängige Experten nach den

ausblick

36 % der Produkte „Gute Wahl“, 9 % „Zweite Wahl“, 55 % „Lieber nicht“

Tiernahrung

Tabelle 10: Überblick der Zielerreichung zum 30.06.2021 im Themenfeld Fisch.

Kriterien Bestandszustand, ökologische Auswirkungen und Management des Bestandes bewerten. Alle Ergebnisse gehen in die WWF-Fischdatenbank ein und werden auf wwf.de/ fischratgeber für die wichtigsten Arten erläutert. Produkte erhalten die Bewertung „Gute Wahl“ (grün), wenn sie nach einem vom WWF anerkannten Umweltstandard (MSC für Wildfisch, ASC, EU-Bio oder Naturland bei Zuchtfisch) zertifiziert oder in der WWF-Fischdatenbank mit den Scores 1 oder 2 bewertet sind. Score 3 entspricht der Bewertung „Zweite Wahl“ (gelb), die Scores 4 und 5 bedeuten: „Lieber nicht“ (rot). Viele Produkte werden von verschiedenen Lieferanten, aber unter dem gleichen Namen und

score

anzahl produkte

anteil produkte

5

5

45,45 %

4

1

9,09 %

3

1

9,09 %

MSC

4

36,36 %

in optisch gleicher Verpackung verkauft. Sie erhalten im Monitoring die jeweils schlechtere Bewertung, wenn ihre Fischbestandteile abweichend eingestuft wurden.

Tabelle 11: Score-Bewertung des Tiernahrungssortiments. Gezählt werden alle Artikel exklusive Aktionsartikel, die sich am Stichtag der Datenerfassung 30.06.2020 im Sortiment befanden.


52 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

umstellung des eigenmarkensortiments auf nachhaltigere produkte

die baseline in den themenfeldern

glossar

zertifizierungen im themenfeld fisch & meeresfrüchte Marine Stewardship Council (MSC) Der MSC setzt Standards für nachhaltigeren Fischfang. Fische oder Fischprodukte, die das blaue MSC-Siegel tragen, kommen aus einer kontrolliert nachhaltigeren Fischerei. Sie wurden umweltfreundlicher gefangen und stammen aus nicht überfischten Beständen.

Zum Zeitpunkt der Erhebung der Baseline finden sich im

Aquaculture Stewardship Council (ASC)

Eigenmarkensortiment lediglich bei der Tiernahrung Produkte, die

Der ASC hat das Ziel, einen globalen Standard für verantwortungsvollere Fischzucht

Fisch enthalten. Unter den insgesamt elf Produkten sind fünf, bei

zu setzen. Fischprodukte mit dem ASC-Siegel erfüllen u. a. folgende Anforderungen:

denen die Fischart im Namen enthalten ist (etwa „Feine Häppchen

Der Standort ist geeignet für die Fischzucht, das Wasser hat eine hohe Qualität und das

mit MSC Seelachs“). Vier dieser Artikel sind mit dem Siegel des

eingesetzte Fischfutter stammt nicht aus überfischten Beständen.

Marine Stewardship Councils (MSC; siehe Infobox) zertifiziert und fallen somit in die grüne Kategorie „Gute Wahl“. Ein Artikel enthält Lachs und Forelle aus europäischer Zucht, die im WWF-Fischratgeber gelb eingestuft sind. Um das Ziel zu erreichen, ist es notwendig, diese Artikel auf Bio- oder Aquaculture Stewardship Council-zertifizierte Rohware (ASC; siehe Infobox) umzustellen. Die übrigen sechs Artikel fallen in die rote Kategorie „Lieber nicht“. Sie enthalten Fischmehl oder Fischöl, das entweder aus

umweltschädlichen

Fischereien

stammt

oder dessen Herkunft nicht bekannt ist. Diese Artikel

müssen

auf

umweltverträgliche,

transparente und rückverfolgbare Quellen umgestellt werden. Auch der Einsatz von pflanzlichen Proteinen und Ölen, etwa auf Basis von Algen, würde den ökologischen Fußabdruck der genannten Produkte verringern.

vermerk


53 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

2.6

produktbezogene kommunikation Zertifizierung unterstützt nachhaltigen Konsum: Die Produktkennzeichnung mit dem WWF-Logo ist eine Orientierungshilfe für nachhaltigere Kaufentscheidungen.

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


54 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

produkte mit panda: umweltschutz durch nachhaltigkeitsstandards

der einfluss der kaufentscheidungen Einkaufsentscheidungen wirken sich auf die

Um die Natur zu schützen, lassen budni und der WWF die Eigenmarken

Umwelt aus. Die Herstellung und Verpackung

– wo möglich – nach umweltfreundlichen Standards wie dem FSC®

von Drogerieprodukten sowie die Inhaltsstoffe

zertifizieren. Das WWF-Logo auf den Eigenmarken kennzeichnet

haben Auswirkungen auf Klima und Umwelt, die

Produkte, die einen vom WWF anerkannten Höchststandard wie

nicht zu unterschätzen sind.

FSC®, Blauer Engel oder NATRUE erfüllen und von unabhängigen Prüforganisationen zertifiziert sind. Mit dem Panda auf den Produkten, dem sogenannten Co-Branding, bietet budni damit einen Wegweiser durchs Sortiment und unterstützt verantwortungsvollere Entscheidungen am Regal.

zertifizierte produkte zum schutz natürlicher lebensräume Dennoch kann Konsum Einfluss auf den Schutz bzw. Verbrauch von

Ressourcen

nehmen.

Dabei

spielen

umweltbewusste

Kaufentscheidungen, die durch Prüfsiegel und Umweltzeichen gelenkt werden, eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus schonen Mehrwegalternativen

Ressourcen;

regional

erzeugte

Waren

bedeuten kurze Wege und weniger Emissionen für Transporte.


55 I 63

budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

ergebnisse aus dem monitoring der mit einem co-branding versehenen produkte

die baseline in den themenfeldern

glossar

co-branding eigenmarkensortiment stand 30.06.2021 5%

Das WWF-Logo auf Eigenmarken von budni weist als zusätzliche Orientierungshilfe auf nachhaltigere Produkte hin. Alle Eigenmarken, die nach einem der nachfolgenden Standards zertifiziert sind, können grundsätzlich das WWF-Logo zusätzlich zum Siegel des jeweiligen

38 %

Standards erhalten:

57 %

• FSC® • Blauer Engel • Europäisches Umweltzeichen • NATRUE

Zum 30.06.2021 waren 60 Produkte bei budni mit einem Co-Branding versehen. Davon sind 23 Produkte mit dem Blauen Engel ausgezeichnet, 34 Produkte aus dem Segment Naturkosmetik sind nach der NATRUE-Stufe 2 (Naturkosmetik mit Bioanteil) oder 3 (Biokosmetik)17 zertifiziert. Drei Artikel sind FSC®-zertifizierte Holzprodukte. Die prozentuale Verteilung ist in Abbildung 5 dargestellt. Das Monitoring basiert auf einem Auszug aus dem Co-Branding Tool. Dort sind alle Eigenmarken nachvollziehbar aufgeführt, die im Laufe der Partnerschaft das WWF-Logo erhalten haben. Alle Produkte, bei denen mindestens ein Lieferant die Anforderungen für das Co-Branding erfüllt, werden gezählt. Stammt ein Produkt von mehreren Lieferanten, werden alle kontrolliert. Nur wenn sämtliche Lieferanten die Anforderungen erfüllen, wird das Produkt im Markt auch mit Co-Branding angeboten. Es kann also sein, dass ein Produkt in einem Markt mit dem Panda versehen ist und in einem anderen nicht, weil die Lieferantenkonstellation abweicht. Seit dem 01.01.2021 werden nur noch Produkte aus dem Segment Naturkosmetik mit einem Co-Branding versehen, die nach der NATRUE-Stufe 3 zertifiziert sind.

17

vermerk

Natrue Naturkosmetik

Blauer Engel

FSC®*

Abbildung 5: Anteil aller Eigenmarken mit Co-Branding, aufgeteilt nach Nachhaltigkeitsstandards, die der WWF anerkennt (Stand 30.06.2021). *FSC® 100 % für Holzprodukte; FSC® Recycling für Tissue- und Papierprodukte.


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

co-branding im rahmen der partnerschaft: das co-branding tool Ein kleinerer ökologischer Fußabdruck setzt unter anderem die Sensibilisierung der Verbraucher:innen für bewusstere Einkaufsentscheidungen voraus. Deshalb sind im Rahmen der Partnerschaft, neben den laufenden Verbesserungen im Sortiment und den Filialen, auch gemeinsame Verbraucherkampagnen vorgesehen. Die Umstellung des Eigenmarkensortiments auf nachhaltigere Alternativen ist mit der Vergabe des WWF-Logos verbunden: Eigenmarken, die vom WWF anerkannte ökologische Standards erfüllen und zertifiziert sind, können es zusätzlich tragen. Grundlage ist ein Prüfprozess, den der WWF über sein Co-Branding Tool vornimmt. Das WWF-Logo ist also kein zusätzliches Prüfsiegel, sondern eine Hilfestellung, die nachhaltigere Alternativen im Regal anzeigt und Verbraucher:innen bei ihrer Kaufentscheidung weiterhilft. Was wird geprüft? Alle Produkte, die FSC®-, Blauer Engel/Europäisches Umweltzeichen- oder NATRUE-zertifiziert sind, können das WWF-Logo grundsätzlich erhalten. Dazu wird das Zertifikat überprüft, das Layout abgestimmt und das Produkt in die Liste der empfohlenen Produkte mit dem WWF-Logo aufgenommen. Warum wird geprüft? Ziel der Arbeit mit dem Co-Branding Tool ist es, die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen und durch die Standards auch Verbesserungen entlang der Lieferkette zu erreichen.

Quelle: WWF Link


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

3

glossar

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


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budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

glossar ASC

Der WWF initiierte im Jahr 2004 einen Dialog für umweltgerechtere Aquakulturen. Daraus entwickelte sich 2009 der Aquaculture Stewardship Council (ASC). Der ASC setzt Standards und vergibt Zertifizierungen für nachhaltigere Fischzucht.

BUDNI Handels- und Service GmbH & Co. KG (BHSG)

Die gemeinsame Handels- und Servicegesellschaft von Iwan Budnikowsky und EDEKA bündelt alle rückwärtigen Bereiche – von Einkauf bis Marketing – und steuert die überregionale Standortentwicklung.

Blauer Engel

Der Umweltstandard Blauer Engel kennzeichnet ökologisch vorteilhafte Produkte und Dienstleistungen, die Rohstoffe bei Herstellung und Gebrauch einsparen, eine lange Lebensdauer haben oder nachhaltig zu entsorgen sind. Wiederverwendbare oder wiederverwendete Materialien, z. B. durch 100 Prozent Altpapier oder einen hohen Recycling-Kunststoffanteil, können mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sein. Weitere Informationen finden Sie unter www.blauer-engel.de

Derivate und Fraktionen aus Palm(kern)öl

Palm(kern)öl lässt sich durch aufwendige chemische Umwandlungsprozesse verändern und in feste und flüssige Komponenten teilen. Dabei entstehen sogenannte Derivate, die beispielsweise als Tenside oder Emulgatoren in Kosmetika und Reinigungsmitteln eingesetzt werden.

EDEKA Media

Die EDEKA Media ist für die übergreifende Kommunikation im genossenschaftlichen EDEKA-Verbund von zentraler Bedeutung. Ihr Portfolio reicht von nützlichen Informationen für die EDEKA-Kaufleute bis hin zu klassischen Publikumsmedien und Kochbüchern. Das budni-kundenmagazin „perle“ gehört dazu.

EDEKA-Verbund

Der EDEKA-Verbund ist mittelständisch und genossenschaftlich geprägt und einer der führenden Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland. Drei Ebenen arbeiten Hand in Hand: die Kaufleute vor Ort, die sieben regionalen Großhandelsbetriebe sowie die EDEKA-Zentrale mit Sitz in Hamburg. Zum EDEKAVerbund gehört darüber hinaus Netto Marken-Discount, eine Tochtergesellschaft der EDEKA-Zentrale, und seit 2020 auch budni als Drogeriemarktkette.

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

EDEKA-Zentrale

Die EDEKA-Zentrale koordiniert die strategische Weiterentwicklung des EDEKA-Verbunds und steuert das nationale Warengeschäft ebenso wie die erfolgreiche Kampagne „Wir lieben Lebensmittel“. Sie gibt die Impulse zur Realisierung verbundübergreifender Ziele – beispielsweise, indem sie durchgängige IT-Strukturen schafft oder zeitgemäße Personalentwicklungs- und Qualifizierungskonzepte für den Einzelhandel entwickelt.

Forest Stewardship Council (FSC®)

Der FSC® ist ein internationales Zertifizierungssystem für nachhaltigere Waldwirtschaft. Es wird von den großen NGOs als das einzige global agierende Waldzertifikat angesehen, das glaubwürdig verantwortungsvolle Waldwirtschaft auszeichnet. Das Holz mit dem FSC®-Siegel für die Herstellung von Produkten wie Möbeln oder Schulheften stammt aus Wäldern und Plantagen, die unter anderem nach strengeren ökologischen und sozialen Prinzipien bewirtschaftet sind. Das Siegel trägt dazu bei, Wälder langfristig zu erhalten. Bei FSC®-zertifizierten Wäldern handelt es sich um aufgeforstete Gebiete mit durchaus intensiver Holzentnahme.

Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP)

Das Forum Nachhaltiges Palmöl ist ein Zusammenschluss von derzeit (Stand September 2021) 51 Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Ziel des FONAP ist es, den Anteil nachhaltig erzeugten Palmöls auf dem deutschen, österreichischen und schweizerischen Markt signifikant zu erhöhen und gleichzeitig die existierenden Standards und Zertifizierungen zu verbessern.

Greenhouse Gas Protocol (GHG)

Das Greenhouse Gas Protocol ist ein Standard für Unternehmen zur Bilanzierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen. Die Entwicklung des Standards koordinieren das World Resources Institute (WIR) und das World Business Council for Sustainable Development (WBCSD).

Global Reporting Initiative (GRI)

Die Global Reporting Initiative (GRI) entwickelt in einem partizipativen Verfahren Richtlinien, auf deren Grundlage Unternehmen und Organisationen ihre Nachhaltigkeitsberichte erstellen können. Ziel der GRI-Standards ist es, durch Standardisierung und Vergleichbarkeit Transparenz über die CSRAktivitäten in der Wirtschaft zu schaffen.


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

Kleinbauernzertifikate

RSPO Book & Claim-Zertifikate können über die Plattform Palmtrace auch bei einer bestimmten RSPO-zertifizierten Palmölproduktion gekauft werden (sogenannte Off-Market Deals). Im Vergleich zum anonymen Erwerb von Zertifikaten besteht der Vorteil darin, dass Zertifikate rückverfolgbar sind und kleinbäuerliche Betriebe oder verantwortungsvolle Produzent:innen gezielt unterstützt werden können.

Kostenartikel

Als Kostenartikel werden z. B. Bäckereibeutel, Kassenrollen, Knotenbeutel oder auch Tragetaschen bezeichnet. Die budnifilialen beziehen sie für den anschließenden Verbrauch im Markt bei der Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG oder der BHSG.

Key Performance Indicator (KPI)

Marine Stewardship Council (MSC)

KPIs bezeichnen Kennzahlen, mit denen sich der Erfolg bzw. die Leistung einer Zielsetzung oder Maßnahme messen lässt. Sie dienen der Steuerung und Kontrolle von Maßnahmen. Der Marine Stewardship Council (MSC) ist eine international gemeinnützige Einrichtung und vergibt ein Umweltsiegel für nachhaltig arbeitende und vorbildlich geführte Fischereien, die bestandserhaltend und mit Rücksicht auf die Meeresumwelt fischen. Ziel ist es, nur so viel Fisch zu fangen, dass die Fischbestände im Meer langfristig erhalten bleiben. Weitere Informationen finden Sie unter www.msc.org

NATRUE

Das NATRUE-Siegel ist ein internationales Naturkosmetik-Siegel der Non-Profit-Organisation „The International Natural and Organic Cosmetics Association“, das seit 2007 Kosmetikprodukte mit natürlichen und biologischen Inhaltsstoffen zertifiziert. Weitere Informationen finden Sie unter www.natrue.org

One Planet Business Framework

Das WWF One Planet Business Framework zeigt anhand der entscheidenden ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsthemen auf, was ein One Planet Business ist und wie sich ein Unternehmen dazu entwickeln kann. Weitere Informationen finden Sie unter https://www. wwf.de/zusammenarbeit-mit-unternehmen/strategischezusammenarbeit/one-planet-business-framework

Palm Oil Innovation Group (POIG)

Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO)

WWF Nachhaltigkeitsnavigator

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

Die Palm Oil Innovation Group ist eine im Jahr 2013 gegründete Initiative mit dem Ziel, innovative und nachhaltige Praktiken im Palmölanbau gemeinsam mit Stakeholdern der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern und umzusetzen. POIG baut auf den Prinzipien und Kriterien des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) auf und fordert die Umsetzung höherer ökologischer und sozialer Anforderungen, die nicht über den RSPO-Standard abgedeckt sind. Weitere Informationen finden Sie unter www.poig.org Der 2004 gegründete RSPO hat das Ziel, nachhaltige Anbaumethoden für Palmöl zu fördern und so die negativen Auswirkungen der Produktion zu begrenzen. Mitglieder sind – neben Nichtregierungsorganisationen – vor allem Unternehmen und Institutionen aus der Wertschöpfungskette, darunter Plantagenbetriebe, Handel und industrielle Abnehmer:innen von Palmöl, aber auch Investoren und Banken. Im Jahr 2018 wurden die Prinzipien und Kriterien des RSPO zuletzt überarbeitet und umfassen seitdem höhere soziale und ökologische Anforderungen, deren Umsetzung für Mitglieder seit November 2019 verpflichtend sind. Weitere Informationen finden Sie unter https://rspo.org Der WWF Nachhaltigkeitsnavigator analysiert, wo ein Unternehmen unter ökologischen Gesichtspunkten steht. Weiter Informationen finden Sie unter https://www.wwf. de/zusammenarbeit-mit-unternehmen/strategischezusammenarbeit/nachhaltigkeitsnavigator


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

4

vermerk

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

die baseline in den themenfeldern

vermerk des unabhängigen wirtschaftsprüfers über eine prüfung zur erlangung begrenzter sicherheit über nachhaltigkeitsinformationen An den Vorstand der WWF Deutschland Stiftung bürgerlichen Rechts, Berlin

themenfeld

seite

Wir haben die ausgewählten quantitativen Angaben in den aufgelisteten

Holz/Papier/Tissue

Tabelle 2

22

Abbildungen und Tabellen, veröffentlicht im Baseline-Bericht 2021 budni & WWF

Palmöl

Tabelle 4

29

Verpackungen

Tabelle 8 Tabelle 9

46 47

– Strategische Partnerschaft für Nachhaltigkeit (im Folgenden „Bericht“) für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 der WWF Deutschland Stiftung bürgerlichen Rechts, Berlin (im Folgenden der „WWF Deutschland“), einer Prüfung

Fisch und Meeresfrüchte

Tabelle 11

51

zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen:

Co-Branding

Abbildung 5

55

verantwortung der gesetzlichen vertreter Die gesetzlichen Vertreter von WWF Deutschland sind verantwortlich für die Aufstellung des Berichts und die Ermittlung und Darstellung der ausgewählten quantitativen Angaben in Übereinstimmung mit den Berichtskriterien. WWF Deutschland wendet die in den Standards zur Nachhaltigkeitsberichtserstattung der Global Reporting Initiative (GRI) genannten Prinzipien (Genauigkeit, Ausgewogenheit, Verständlichkeit, Vergleichbarkeit, Zuverlässigkeit und Aktualität) in Verbindung mit internen Richtlinien an (im Folgenden: „Berichtskriterien“). Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung des Berichts sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung des Berichts zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Angaben ist.

glossar

vermerk


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die partnerschaft für nachhaltigkeit

verantwortung des wirtschaftsprüfers

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk

einleitend beschriebenen ausgewählten quantitativen Angaben im Bericht abzugeben.

sicherung der unabhängigkeit und qualität des wirtschaftsprüfers

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000

Bei der Durchführung des Auftrags haben wir die

(Revised): „Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information“, herausgegeben vom

Anforderungen an Unabhängigkeit und Qualitätssicherung

International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB), als Limited Assurance Engagement durchgeführt. Danach

aus den nationalen gesetzlichen Regelungen und berufs-

haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit einer begrenzten Sicherheit beurteilen können, dass uns

ständischen Verlautbarungen, insbesondere der Berufs-

keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die einleitend beschriebenen

satzung

für Wirtschaftsprüfer

Angaben für den Zeitraum 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit

prüfer

sowie

den Berichtskriterien aufgestellt worden sind. Dies bedeutet nicht, dass zu jeder Angabe jeweils ein separates Prüfungsurteil

Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschafts-

abgegeben wird. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im

prüferpraxis (IDW QS 1), beachtet.

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfurteil mit begrenzter Sicherheit über die

des

und

vereidigte

Buch-

IDW-Qualitätssicherungsstandards:

Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.

prüfungsurteil

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:

Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen

– Aufnahme des Aufstellungsprozesses des Berichts und des zugehörigen internen Kontrollsystems

und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine

– Aufnahme der Methoden und Einschätzung der Konzeption und Implementierung von Systemen und Prozessen für die

Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung

Datenerhebung und -verarbeitung

gelangen lassen, dass die für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis

– Prozessaufnahme und Analyse ausgewählter quantitativer Angaben

zum 30. Juni 2021 im Baseline-Bericht 2021 budni & WWF

– Analytische Beurteilung der Daten und Trends

– Strategische Partnerschaft für Nachhaltigkeit ver-

– Einsichtnahme in ausgewählte interne und externe Dokumente

öffentlichten ausgewählten quantitativen Angaben in allen

– Einschätzung der Gesamtdarstellung der im Prüfungsumfang enthaltenen Angaben.

wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den Berichtskriterien aufgestellt worden sind.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise hinreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.


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budni und WWF baseline-bericht 2021

die partnerschaft für nachhaltigkeit

verwendungsbeschränkung/ AAB-klausel Dieser Vermerk ist an den Vorstand des WWF Deutschland gerichtet und ausschließlich für diesen bestimmt. Gegenüber Dritten übernehmen wir insoweit keine Verantwortung. Dem Auftrag, in dessen Erfüllung wir vorstehend benannte Leistungen für den Vorstand des WWF Deutschland erbracht haben, lagen die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde (https://www. kpmg.de/bescheinigungen/lib/aab.pdf). Durch Kenntnisnahme und Nutzung der in diesem Vermerk enthaltenen Informationen bestätigt jeder Empfänger, die dort getroffenen Regelungen (einschließlich der Haftungsregelung unter Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen) zur Kenntnis genommen zu haben, und erkennt deren Geltung im Verhältnis zu uns an. Köln, den 20.12.2022 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Krause

ppa. Mathias

die baseline in den themenfeldern

glossar

vermerk


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