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Bayreuther sonntagszeitung 18 08 2013

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Bayreuther

Sonntagszeitung www.bayreuthersonntagszeitung.de

Ausgabe 20 | 1. Jahrgang | 18. August 2013

Jubiläum

Mode

Kunst

Zum Ende der Festspielzeit wartet das Richard Wagner-Jubiläumsprogramm noch einmal mit zwei echten Höhepunkten auf. Stars der Wagner-Opern, Sängerin Annette Dasch und Dirigent Christian Thielemann, treten auf. Seite 3

Eine laue Sommernacht, Mode, Cocktails und Unterhaltung. Die BMTG veranstaltet am nächsten Samstag eine Fashion & More-Show auf dem Stadtparkett, bei der nicht nur Modefans auf ihre Kosten kommen. Seite 7

Der Österreicher Ernst Friedrich ist Vollblutkünstler. Für die Porzellanfabrik Walküre hat er eine Geschirrserie designt. Mit Uhrmacher Berthold Hoffmann hat er nun eine außergewöhnliche Wagner-Jubiläumsuhr entworfen. Seite 12

Wahlhelfer dringend gesucht!

200 Freiwillige fehlen im Stadtgebiet um die Wahlen im September abzuwickeln BAYREUTH. Der Bayerische Landtag wird am 15. September 2013 neu gewählt, eine Woche vor der Wahl des Bundestags. Über den Termin haben die Parteien lange gestritten, schließlich ging es um taktische Vorteile. Eine Woche Zeit ist nur zwischen beiden Wahlterminen – für die zuständigen Wahlämter eine Herausforderung. Bei der Landtagswahl haben die Bürger im Freistaat die Wahl zwischen CSU, SPD, Freie Wähler, FDP, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Piratenpartei, ÖDP und Bayernpartei. Im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung tritt nur der derzeitige CSU-Abgeordnete Walter Nadler nicht mehr an. Die Abgeordneten Ulrike Gote (Grüne), Thomas Hacker (FDP), Peter Meyer (Freie Wähler) und Dr. Christoph Rabenstein (SPD) stellen sich wieder zur Wahl. Doch ohne eine ausreichende Zahl ehrenamtlicher Wahlhelfer, welche die Durchführung der Wahlen und Abstimmungen überwachen und bei der Ausgabe und Auswertung der Stimmzettel helfen, ist es nicht möglich, diese ordnungsgemäß durchzuführen. Ein Wahlehrenamt zu übernehmen, sollte daher für alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger eine ehrenvolle Aufgabe sein. Nicht ganz so in Bayreuth. Wie auf der städtischen Homepage nachzulesen ist, werden für den Wahlmarathon ab 15. September dringend ehrenamtliche Wahlhelfer gesucht. Rund 800 Freiwillige werden insgesamt ge-

braucht. Gemeldet haben sich nur 600 Wahlhelfer. Wie der Pressesprecher der Stadt, Joachm Oppold auf Nachfrage mitteilt, wird das fehlende freiwillige Personal nachverpflichtet. „Keine unübliche Praxis“, so Joachim Oppold, „auch bei zurückliegenden Landtagswahlen ist dies bereits der Fall gewesen. Allerdings mussten 2008 nur 150 Personen verpflichtet werden. Diesmal werden es mindestens 50 Personen mehr sein. Das liegt möglicherweise am kurzen Zeitabstand von nur einer Woche zwischen Bundestags- und Landtagswahl samt Bezirkstagswahl und fünf Volksentscheiden.“

Weitere Gründe könnten nach Einschätzung des städtischen Wahlamtes zum einen im Freizeitverhalten liegen, zum anderen aber auch am weniger werdenden Interesse an politischen Vorgängen bei der Bürgerschaft in den vergangenen Jahren. Sinkende Wahlbeteiligungen deuteten ebenfalls in diese Richtung. Die mit dem Amt eines Wahlhelfers verbundene Mehrbelastung und Verantwortung werde offensichtlich zunehmend gescheut. Auch die Vergütung der Wahlhelfer wird immer wieder diskutiert, so Joachim Oppold. „Freiwillige in Bayreuth erhalten für ihre Diens-

te sowohl bei der anstehenden Landtags- als auch bei der Bundestagswahl ein sogenanntes Erfrischungsgeld in Höhe von 25 Euro. Nachfragen bei der Bürgerschaft haben jedoch ergeben, dass nur sehr selten eine höhere Entschädigung gefordert wird.“ Im Landratsamt Bayreuth kennt man die mangelnde Freiwilligkeit der Bürger als Wahlhelfer nicht. Wie Daniel Frieß, Geschäftsbereichsleiter für kommunale Angelegenheiten, auf Nachfage erklärt: „Im Landkreis benötigen wir für 197 Wahllokale insgesamt 1.600 freiwillige Wahlhelfer. Durch die Verflechtung von Gemeinde- und Vereinsleben ensteht ausreichend Motivation und Identifikation, um die notwendigen Stellen zu besetzen.“ Für künftige Wahlen will der städtische Sprecher Joachim Oppold keine Prognose abgeben: „Wir hoffen, dass wir für die Stadtrats- und die Europawahlen 2014 wieder ausreichend Wahlhelfer auf freiwilliger Basis rekrutieren können.“ gmu


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