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Jacquot, Tamestit, Apkalna & WDR Sinfonieorchester 20. Oktober 2026, 19:30 Uhr Großer Saal Große Orchester II


Festkonzerte 26–27 Sa, 12. Dez 2026, 19:30 Großer Saal

Oberlinger, Brandt, Mields & Ensemble 1700 Pastorale

Ein klingendes Bilderbuch italienischer Weihnacht mit Schauspieler Matthias Brandt und einem hochkarätigen Ensemble um Dorothee Oberlinger.

Do, 31. Dez 2026, 19:30 Großer Saal

Das große Silvesterkonzert Publikumsliebling Erica Eloff und die Philharmonices mundi präsentieren unter der Leitung von Josef Sabaini ein farbenprächtiges Programm von Johann Strauss bis Giuseppe Verdi.

Fr, 1. Jän 2027, 17:00 Sa, 2. Jän 2027, 19:30 Großer Saal Karten und Infos: +43 (0) 732 77 52 30 brucknerhaus.at

Neujahrskonzert 2027 Beethovens Neunte

Markus Poschner und das Bruckner Orchester Linz eröffnen das große Beethoven-Jahr 2027 mit dessen 9. Symphonie.

Dorothee Oberlinger © H. Ross

Sabaini, Eloff & Philharmonices mundi


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alla breve

Das Programm auf einen Blick

Das WDR Sinfonieorchester hat ab der Saison 2026–27 eine neue Chefdirigentin: Marie Jacquot ist in Öster­ reich längst keine Unbekannte mehr. Bei ihrem Debüt in Linz hat sie sich für ein außergewöhnlich vielseitiges Pro­gramm mit gleich zwei renommierten Solist:innen zu­sammengeschlossen: So trifft in der ersten Hälfte der Pilgerchor, mit dem Richard Wagners ›Tannhäuser‹Ouvertüre beginnt, auf das 2018 ent­standene Konzert für Viola und Orchester La Nuit des Chants des fran­zö­ sischen Komponisten Thierry Escaich. Inspiriert von Liedern der amerikanischen Navajo, ent­spinnen sich hier archaische Klänge einer geheimnis­vollen Schat­ ten­welt. Den Solopart übernimmt mit Antoine Tames­tit der Wid­mungsträger des Werkes. In der zwei­ten Kon­ zerthälfte steht Camille Saint-Saëns’ opulente ›Orgel­ symphonie‹ auf dem Programm. »Hier habe ich alles gegeben, was ich geben konnte ... so etwas wie dieses Werk werde ich nie wieder schreiben«, so der Kom­po­ nist selbst über das Werk. An der Orgel ist da­bei die lettische Organistin Iveta Apkalna zu erleben.


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Programm & Besetzung Richard Wagner 1813–1883 Ouvertüre zur Oper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg // 1845 (Dresdner Fassung)

Thierry Escaich * 1965 La Nuit des Chants. Konzert für Viola und Orchester // 2018 I Le premier monde. Allegro ma non troppo – II Biké Hatali Haku. Allegro moderato subito – III L’armée des esprits. Molto vivace – IV Peintures de sable. Adagio ma non troppo – V Le lac rempli de larmes. Adagio ma non troppo – Molto vivace subito – Andante subito – VI Le tourbillon sur les montagnes. Molto vivace subito – Più mosso // Pause //


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Camille Saint-Saëns 1835–1921 Symphonie Nr. 3 c-Moll op. 78 ›Orgelsymphonie‹ // 1885–86 I Adagio – Allegro moderato – Poco adagio II Allegro moderato – Presto – Allegro moderato – Presto – Maestoso – Più allegro – Molto allegro Konzert­einführung mit Andreas Meier um 18:45 Uhr im Mittleren Saal Konzertende: ca. 21:30 Uhr

Antoine Tamestit Viola Iveta Apkalna Orgel WDR Sinfonieorchester Marie Jacquot Dirigentin Vorspiel: Kurze musikalische Einstimmung vor der Konzerteinführung mit dem Klassikchor ›Voices for Classic‹ unter der Leitung von Florian Eschel­ müller im Mittleren Saal. In Kooperation mit der Musikschule der Stadt Linz. Nachspiel: Musikalischer Kommentar von Santiago Ruedas (Klavier) und Leonie Grössl (Violine) und spontane Gespräche zum Verweilen und Nachhorchen im Foyer Mittlerer Saal


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Schwelgerisches Brausen, quälende Reue Richard Wagner // Ouvertüre zur Oper Tannhäuser

»Ich bin der Welt noch einen Tannhäuser schuldig«, soll Richard Wagner wenige Wochen vor seinem Tod seiner Ehefrau Cosima zu­geseufzt haben. Dabei hatte er das Bühnenwerk längst ge­ schrie­ben und zu allgemeiner Bekanntheit gebracht: 1845 war die Oper über den Minnesänger, der zwischen keuscher Liebe und Fleisches­lust, zwischen Christentum und Venuskult hin- und her­ gerissen ist, zur Uraufführung gelangt. Wagner überarbeitete sie aber danach in mehreren Schüben. 1861 stellte er in Paris eine Neufassung mit eingefügtem, sinnlichem Bacchanal vor; sechs Jahre später lief dieser verlängerte Tannhäuser mit leichten Re­ tuschen in München vom Stapel, 1875 legte Wagner für Wien noch­ mals Hand an sein Werk. Doch keine dieser Versionen erschien ihm an seinem Lebensende als der Weisheit letzter Schluss – und die Zeit fehlte, um auf dem Notenpapier ein letztes, definitives Wort zu sprechen. Während Tannhäuser für Wagner also ein ›Work in Progress‹ blieb, bürgerte sich die Ouvertüre in der effektvollen Urfassung im Konzertbetrieb ein. Man darf hier noch von einer Ouvertüre im traditionellen Sinn (statt von einem ›Vorspiel‹) sprechen, denn sie stellt wesentliche Themen der Oper vor. Am Anfang steht der Chor der bußfertigen Pilger auf dem Weg zum Papst: Ihr Gesang folgt ehernen Traditionen, schreitet nach diatonischen Regeln würde­ voll voran. Expressiver ist das ›Reuemotiv‹ gestaltet, das die Celli direkt danach vorstellen: Die chromatisch sinkende Melodie drückt


Richard Wagner // Ouvertüre zur Oper Tannhäuser

Richard Wagner, Fotografie von Ludwig Angerer, 1862

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Richard Wagner // Ouvertüre zur Oper Tannhäuser

das schlechte Gewissen Tannhäusers aus, der sich beträchtliche Zeit im Venusberg vergnügt hat. Nach einigen Wiederholungen blitzt die Klangwelt dieses Sündenpfuhls und seiner Herrin auf: Die Streicherklänge schwirren, eine sinnliche chromatische Musik beginnt zu schillern. Das schwelgerische Brausen gipfelt vorerst in einer heroischen Melodie. Tannhäuser wird sie zu Opernbeginn als Lobgesang auf die Liebesgöttin anstimmen – und zugleich als Adieu: Er ist der Lustbarkeiten dieser Göttin überdrüssig gewor­ den. Dass der Abschied nicht einfach wird, nimmt die Ouvertüre vorweg. Die Klarinette stimmt, umsäuselt von achtfach geteilten Violinen, den Lockruf der Venus an, die Tannhäuser nicht ziehen lassen will. Am Ende der Ouvertüre obsiegt – wie an dem des Opernabends – das Christentum: Die Musik des Pilgerchors, üppig ge­schmückt mit Streichergirlanden, feiert die Gnade des All­mäch­ tigen, der schlussendlich auch Tannhäuser verzeiht.


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»Kommt auf den Pfad der Gesänge« Thierry Escaich // La Nuit des Chants

Mehr als hundert Partituren umfasst das Werkverzeichnis von Thierry Escaich, 1965 in Nogent-sur-Marne bei Paris geboren. Der Franzose arbeitet aber nicht Tag für Tag in einem stillen Kompo­ nisten-Kämmerchen, sondern führt ein abwechslungsreiches Berufsleben: Escaich ist zudem ein weltweit gefragter Organist und unterrichtet am Pariser Konservatorium Komposition und Improvisation. Vor zwei Jahren ist er zudem zu einem der Titular­ organisten an der Kathedrale Notre-Dame aufgerückt, davor hatte er den Posten an der Pariser Kirche Saint-Étienne-du-Mont inne, wo er in die Fußstapfen des Organisten und Komponisten Maurice Duruflé getreten war. Escaich ist aber auch ein Freund der musikalischen Vielfalt. Der heute 61-Jährige begeistert sich nicht nur für die Sphäre der so­ge­ nannten klassischen Musik und dabei für Vorgänger wie Maurice Ravel und Henri Dutilleux, sondern ist auch gegenüber Jazz auf­ geschlossen und hat als leidenschaftlicher Cineast Aufführungen von Stummfilmen wie Metropolis mit Improvisationen begleitet. Der stete Wechsel zwischen den Arbeitsorten und Herausforde­ rungen stärkt seine Kreativität, befindet der Komponist. »In einer gewissen Weise finde ich meine Ideen in der Vielfalt«, sagte Escaich in einem Interview. »Mal spiele ich mit einem Jazzorga­ nisten, mal nehme ich an einem zeitgenössischen Musikfestival teil: Diese Dinge nähren einander.« Escaichs Musik ist von re­nom­ mierten Musiker:innen wie Lisa Batiashvili, Olivier Latry, Andris Nelsons, Alan Gilbert oder Paavo Järvi interpretiert worden.


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Thierry Escaich // La Nuit des Chants

Thierry Escaich, Fotografie von Marie Rolland


Thierry Escaich // La Nuit des Chants

Für den Bratschisten Antoine Tamestit hat er La Nuit des Chants, ein Konzert für Orchester und Viola, geschrieben. Das halbstün­ dige Stück wurde im Februar 2018 im Concertgebouw Amsterdam aus der Taufe gehoben und bezieht seine Inspiration aus einem Ritual der Navajo, einem indigenen Volk aus Nordamerika mit mehr als 300.000 Angehörigen. Der ›Navajo Night Chant‹ ist eine winter­ liche Reinigungs- und Heilungszeremonie und umfasst eine kom­ plexe Abfolge von Ritualen, Tänzen und Gesängen, auch Sand­bilder spielen dabei eine Rolle.

Thierry Escaich schreibt über La Nuit des Chants: Das einsätzige Werk gliedert sich klar in sechs miteinander verbundene Episoden. Le premier monde (Die erste Welt) dient als Vorspiel zu die­ser bei Sonnenuntergang beginnen­ den Zeremonie. In einer Art Genesis, in der sich melodische Motive miteinander ver­mischen, tritt die Bratsche hervor und setzt nach und nach ihre eigene Stimme durch, indem sie eine Modalität einführt, die jener des Streichorchesters widerspricht. Mit einem strukturierenden Fünftonmotiv eröffnet das Solo­ instrument den dynamischeren zweiten Abschnitt, Biké Hatali Haku (Kommt auf den Pfad der Gesänge), gleich­sam als Chor­ leiter dieser Zeremonie. Im Anschluss beginnt ein Gang zur Erfüllung in jener Schönheit, die uns vorausgeht, folgt und um­gibt; darauf deutet ein getragenes kanonisches Satzgeflecht hin, dessen Stimmen sich häufig polyrhythmisch überlagern. L'armée des esprits (Das Heer der Geister) wird durch eine kurze kadenzartige Epi­sode der Bratsche eingeführt, die mit einem sehr hohen Tril­ler endet. Es folgt ein Tanz, der sich von einem wirbelnden, komischen Scherzo bis zu einem Kriegsgesang

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Thierry Escaich // La Nuit des Chants

entwickelt, in einem äußerst dichten Dialog zwischen Solist und Or­ches­ter. Dieser Abschnitt mündet in eine lange, ein­ dringlich rhyth­mische Passage, in der sich die Viola erneut fast kadenzartig entfaltet. Der ruhigere vierte Teil Peintures de sable (Sandmalereien), zu­nächst prozessionsartig, erinnert an ›Sandbilder‹, in denen die schlafenden Götter erwachen und zu den Menschen he­rab­steigen. Hier breitet sich die Bratsche beschwörend aus, wie ein immer heftigerer, in einem langen Crescendo an die Natur gerichteter Ruf, bevor sie in einem letzten kadenz­arti­ gen Raum des Werks allein zurück­bleibt. Es folgt die Metapher Le lac rempli de larmes (Ein See, gefüllt mit Tränen), von de­nen einige verdunsten, »auf der Suche nach traurigen Ge­sichtern, auf die sie fließen können«; sie bildet die fünfte Epi­sode der Zeremonie. Die Zeit scheint hier still­zu­ stehen: Die Melodie ist aufs Äußerste ausgeschmückt und mit den Moti­ven von Le premier monde, mit denen das Werk begann, verwoben. Doch der Reinigungsritus geht allmählich zu Ende und lässt einen Blick auf den ›Atem des Lebens‹ erhaschen. Ein hoch aufgeladenes Finale: Le tourbillon sur les montagnes (Der Wirbel­ sturm auf dem Berg) setzt sich zunehmend durch und greift die verschiedenen, nun ver­wan­delten Elemente wieder auf. So entsteht das Bild einer Natur, in der »die Felsen wider­ hallen«, »der Wind die Tipis erschüt­tert« und schließlich der Mensch, »dem Osten zugewandt, den Atem der Morgen­ dämmerung einatmet«.


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Monumentaler Klangrausch

Camille Saint-Saëns // Symphonie Nr. 3 c-Moll ›Orgelsymphonie‹

Mehr als 300 Kompositionen hat Camille Saint-Saëns zeitlebens verfasst, Ende des 19. Jahrhunderts strahlte sein Stern hell am Komponistenhimmel. Das hat sich gründlich verändert: Heute sind nur noch wenige Stücke des Franzosen bekannt, er selbst leidet unter dem Verdikt eines konservativen, unoriginellen Viel­ schreibers. Wie ungerecht ein solches Pauschalurteil ist, lehrt gerade die ›Orgelsymphonie‹, die im Auftrag der Philharmonic Society of London entstanden ist. Sie verdankt ihre Gestalt stark dem Einfluss Franz Liszts und damit einem kühnen Kopf, der von konservativer Seite angefeindet worden war. Mehr als drei Jahr­ zehnte waren der französische und der österreichisch-ungarische Tonsetzer Freunde und förderten einander, bis Liszt 1886 starb. Dass Saint-Saëns in jenem Jahr seine neue ›Orgelsymphonie‹ Liszt widmete, brachte nicht nur die Wertschätzung für den Kollegen ein letztes Mal zum Ausdruck, sondern spiegelte auch dessen Ein­ fluss auf diese Großkomposition wider. Deren Besonderheit liegt nicht nur im Einsatz einer Orgel. In der Symphonie verbinden sich klassische Formen mit einer Technik Liszts, näm­lich Dies irae der fort­währenden Veränderung eines zentralen mittelalterlicher Themas. Ein Viertonmotiv, orientiert am gregori­a­ Hymnus über das Jüngste Gericht, nischen Dies irae, durchzieht das Werk als roter der als Sequenz Faden. Diese Keimzelle für allerlei Wandlungen hält der Totenmesse die Symphonie zusammen und sorgt zugleich für gesungen wurde Vielfalt. Anders als Liszt beharrt Saint-Saëns da­ bei aber auf einer klaren, traditionellen Architektur. Er bewahrt die vier Satztypen einer Symphonie (Sonatensatz, langsamer Satz,


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Camille Saint-Saëns // Symphonie Nr. 3 c-Moll ›Orgelsymphonie‹

Camille Saint-Saëns, Fotografie von Jean Lacroix


Camille Saint-Saëns // Symphonie Nr. 3 c-Moll ›Orgelsymphonie‹

Scherzo und Finale), fasst sie jedoch zu zwei unmittelbar ineinander übergehenden Großabschnitten zusammen. In einer Adagio-Einleitung bereiten flüsternde Streicher, eine klagende Oboe, Bass-Pizzicati und Holzbläserrufe die Bühne für das Allegro. Das beginnt mit nervösen Sechzehntelketten der Streicher und mündet im entschlossenen Hauptthema. Eine wie­ gende Melodie durchbricht die Dramatik, wird ihrerseits aber im­mer wieder von markanten Blechbläserrufen gestoppt. Die Durch­ führung verdichtet die Motive zu einer gruseligen Szene, wozu die Dies irae-Anklänge der Posaunen beitragen. Ohne Unterbre­ chung führt das Geschehen in das Adagio in Des-Dur. Über einem gemessenen Orgelklang schwebt ein idyllischer Streicherchoral, den die Klarinetten, Hörner und Posaunen aufnehmen. Das Scherzo strotzt vor Brahms’scher Glut: Ein gedrungenes Re­petitionsthema der Streicher wird von den Holzbläsern wieder­holt und vom Grundmotiv immer wieder unterbrochen. Ein Trio-Presto beschleunigt das Tempo und ruft ein vierhändig besetztes Klavier auf den Plan, das mit Arpeggien und Skalen für ein funkelndes, zirzensisches Klangbild sorgt. Das Scherzo kehrt zurück, das Trio will wenig später auch wieder ertönen, muss aber fließenden Linien Platz machen, die zum Finale überleiten. Letzteres startet mit vol­ lem Orgelklang. Ein feierlicher Choral, aus dem Grundmotiv ent­ wickelt, wächst zu massiver Pracht. Es folgt ein drahtiges Fugato, ehe Holzbläser ein pastorales Seitenthema einbringen. Das be­ schert dem Ohr kurzzeitig Entspannung, muss aber dem wieder­ kehrenden Choral weichen. In der Coda bündeln sich die Kräfte: Posaunen, Streicherläufe, Pauken, Orgelpunkt und Schmetter­ blech lassen die Symphonie in einem monumentalen Klangrausch gipfeln. Christoph Irrgeher

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Biografien

Antoine Tamestit Viola Antoine Tamestit ist eine einzigartige Stimme der klassischen Musik und definiert die Rolle des Bratschisten im 21. Jahrhundert neu. 26–27 ist er Artist-in-Residence beim Finnischen Rundfunk-Sinfonieorchester und kuratorischer Künstler am Konzert­haus Dortmund, wo er gemein­ sam mit dem Orchestre de Paris und Klaus Mäkelä auftreten wird. Zu den weiteren Höhepunkten zählen sein Abonnement-Debüt bei der Staatskapelle Berlin und beim Orchestre Métro­politain, eine Europa­ tournee mit dem WDR Sinfonieorchester und Marie Jacquot sowie Aufführungen von Francesco Filideis Violakonzert mit dem Symphonie­ orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Finnischen RundfunkSinfonie­orchester, dem London Symphony Orchestra und dem NHKSinfonieorchester. In den vergangenen Spiel­zeiten trat Tamestit unter anderem mit den Berliner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchest­ra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Wiener Phil­ harmonikern und dem Orchestre Philharmonique de Radio France mit Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Paavo Järvi, Klaus Mäkelä, Sir Antonio Pappano, Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle, Yannick Nézet-Séguin und Christian Thielemann auf. Als leidenschaftlicher Botschafter neuer Musik hat Tamestit zahlrei­ che Werke uraufgeführt. Zudem war er Gründungsmitglied des Trio Zimmermann und spielt regelmäßig mit Emmanuel Ax, Martin Fröst, Leonidas Kavakos, Emmanuel Pahud, Yuja Wang, Shai Wosner und dem Quatuor Ébène. Er hatte Professuren in Köln und in Paris und unterrichtet derzeit an der Kronberg Academy. Seine Diskogra­fie spannt den Bogen von Bach, Berlioz und Hindemith bis hin zu zeit­ genössischen Konzerten und Kammermusik. 2022 wurde er mit dem Hindemith-Preis der Stadt Hanau für sein Engagement in der zeit­ ge­nössischen Musik ausgezeichnet. Antoine Tamestit spielt auf der ersten Bratsche von Antonio Stradivarius aus dem Jahr 1672, die ihm die Habisreutinger Stiftung zur Verfügung stellt.


Biografien

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Biografien

Iveta Apkalna Orgel »Sie spielt die Königin der Instrumente und ist selbst eine Königin der Königinnen«, schrieb die Kölner Kritik im Jänner 2025. Die lettische Organistin Iveta Apkalna zählt zu den führenden Instrumentalistinnen weltweit. Ihr Spiel vereint Virtuosität mit herausragendem Stilver­ständ­ nis und emotionaler Tiefe. Seit 2008 tritt sie mit den renommiertes­ ten Orchestern der Welt auf, darunter die Berliner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Los Angeles Philharmonic sowie das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Sie arbeitete mit bedeutenden Dirigenten wie Marek Janowski, Gustavo Dudamel, Sir Antonio Pappano und Andris Nelsons zusammen und gastiert regel­ mäßig in den wichtigsten Konzertsälen Europas, Asiens und Nord­ amerikas. Als Titularorganistin der Hamburger Elbphilharmonie eröffnete Iveta Apkalna das Haus 2017 an der Klais-Orgel. Seit 2019 ist sie zudem ›Artist in Residence‹ an der Konzertkirche Neubrandenburg. Höhe­ punkte der letzten Spielzeiten sind Konzerte mit dem Chicago Sym­ phony Orchestra und Esa-Pekka Salonens Sinfonia Concertante unter der Leitung des Komponisten, eine Tournee mit dem Orchestre Phil­ har­monique de Luxembourg, Konzerte in der Philharmonie Paris, im Kon­zerthaus Berlin und eine Residenz in der Philharmonie Köln. Sie arbeitet mit bedeutenden Komponist:innen wie Ēriks Ešenvalds, Bernd Richard Deutsch, Thierry Escaich, Péter Eötvös, Philip Glass, Naji Hakim, Dobrinka Tabakova, Erkki-Sven Tüür, Pēteris Vasks und Jörg Widmann; etliche Werke sind ihr gewidmet. Zahlreiche Auszeichnungen belegen ihre herausragende Bedeutung für die Musikwelt: Als erste Organistin überhaupt erhielt sie 2005 einen ECHO Klassik in der Kategorie ›Instrumentalistin des Jahres‹. Im Jahr des 100-jährigen Bestehens Lettlands erhielt Iveta Apkalna 2018 mit dem Drei-Sterne-Orden Lettlands die höchste staatliche Auszeichnung des Landes.


Biografien

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Biografien

WDR Sinfonieorchester Das WDR Sinfonieorchester zählt zu den führenden Orchestern in Deutschland. Seine Auftritte erstrecken sich über Konzertreihen in der Kölner Philharmonie bis zu regelmäßigen Einladungen nach München, Salzburg, Wien, Hamburg, zum Schleswig-Holstein Musik Festival oder Kissinger Sommer. In den letzten Jahren unternahm das WDR Sinfonieorchester Tourneen durch Asien und Europa und war unter anderem bei den BBC Proms, dem George Enescu Festival in Bukarest und in den großen Musikzentren Chinas zu erleben. Von 2019 bis 2025 stand das Orchester unter der Leitung von Cristian Măcelaru, ab der Spielzeit 26–27 übernimmt Marie Jacquot die Leitung und reiht sich damit in eine lange Tradition bedeutender Chefdirigenten von Chris­ toph von Dohnányi bis Jukka-Pekka Saraste ein. Das Orchester ver­ eint die Pflege des symphonischen Repertoires mit einem starken En­ga­gement für die Moderne: Mit rund 750 Uraufführungen ist es ein maß­geblicher Wegbereiter zeitgenössischer Musik.


Biografien

Marie Jacquot Dirigentin Mit der Saison 26–27 beginnt Marie Jacquot ihre Tätigkeit als Chef­ dirigentin des WDR Sinfonieorchesters. Parallel leitet sie als Chefdi­ rigentin das Royal Danish Theatre Copenhagen. Zuvor war sie Erste Gastdirigentin der Wiener Symphoniker. Debüts und Wiedereinla­dun­ gen führen sie 26–27 zur Staatskapelle Berlin, zur Staatskapelle Dres­ den, zum London Philharmonic Orchestra und zum Orchestre de Paris sowie in die USA nach Detroit, San Francisco und Washington. Im Bereich der Oper leitete sie zuletzt Produktionen an der Semperoper Dresden, an der Oper Frankfurt, der Staatsoper Stuttgart, der Staats­ oper Berlin, der Komischen Oper Berlin sowie am Royal Opera House Covent Garden. Von 2016 bis 2019 war Marie Jacquot Erste Kapell­ meisterin in Würzburg, 2019 bis 2022 Kapellmeisterin an der Deutschen Oper am Rhein. Im Februar 2024 gewann sie in der Kategorie ›Révé­ lation/Chef d’orchestre‹ bei den 31. Victoires de la Musique Classique.

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Impressum Herausgeberin Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH, Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz Künstlerischer Direktor Norbert Trawöger Programmplanung & Dramaturgie Andreas Meier (Leitung), Paula Schlüter Redaktion Andreas Meier Grafik Anett Lysann Kraml, Lukas Eckerstorfer Abbildungen A. Kucharczyk (S. 1), gemeinfrei (S. 7 & 14), M. Rolland (S. 10), enaka.net (S. 17), A. Redmane (S. 19), P. Adamik/WDR (S. 20), J. Wesely (S. 21) Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz

LINZER VERANSTALTUNGSGESELLSCHAFT MBH

Wir danken für Ihren Besuch und wünschen Ihnen ein schönes Konzert!


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