Nov Dez 26 Jän 27
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Die Hyundai 5 Jahres-Neuwagengarantie ohne Kilometerbegrenzung gilt nur für jene Hyundai-Fahrzeuge, welche als Neufahrzeug ursprünglich von einem autorisierten Hyundai-Vertragshändler mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz an Endkunden verkauft wurden. Details zu den Garantiebedingungen und dem Garantieumfang sowie den Ausnahmen und Einschränkungen davon finden Sie im Garantie- und Serviceheft bzw. Garantieheft und der gesonderten Garantie-Urkunde des Fahrzeuges. 2Die Garantie gilt nur für die Hochvolt-Batterie für die Dauer von 8 Jahren ab Garantiebeginndatum oder bis zu 160.000 km Laufleistung, je nachdem was früher eintritt.
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Technische Daten noch nicht homologiert. Reichweite: bis zu 497 km lt. WLTP (61 kWh Batterie). °Die Reichweite kann abhängig von Straßenverhältnissen, Fahrstil und Temperatur deutlich variieren. Ladeleistungen sind unter optionalen Bedingungen erreichbar und können durch Witterungseinflüsse deutlich variieren. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolabbildung.
Inhalt 4 [H]ausSicht Markus Poschner im Gespräch 8 Weihnachten Matthias Brandt 10 Künstlerinnen im Fokus Johanna Rosa Falkinger & Erica Eloff 14 Neujahrskonzerte Beethovens Neunte 16 Rückblick Linzer Klangwolke 26 Festakt Brucknerfest Linz 26 18 zwischeNTöne Norbert Trawöger
Norbert Trawöger Künstlerischer Direktor Brucknerhaus/LIVA
20 Sam Auinger 23 Auf den ersten Blick! 24 Sonntagsmatineen mit Kinderbetreuung 26 Hermann Schneider & Martin Riccabona 28 Klang und Farbe 29 Zur Architektur Brigitte Kumpfmiller
24–25
4–7
[H]ausSicht Markus Poschners letzte Saison
10–15
Jahreswechsel
30 Kammermusik Isabelle Faust, Tabea Zimmermann & Jean-Guihen Queyras
32 Bruckners Beste Sonntags Begrüßungspakete matineen 26–27 33 Posthof im Brucknerhaus Mit der ganzen 34 Tipp & Musikrätsel Familie ins Konzert 36 Junges Brucknerhaus Linz
Alt genug! Johanna Rosa Falkinger & Erica Eloff im Gespräch
40 Kalendarium Nov 26 bis Jän 27 45 Karten & Service Impressum 46 Backstage Andreas Rückl 3
In seiner letzten Saison als Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz beschreitet Markus Poschner am Bruckner haus Linz in verschiedenen Formaten und Programmen ein weiteres Mal neue Wege. Ein Gespräch über Rück- und Ausblicke, das Spürbarmachen von Verbundenheit und die Musik Beethovens als Vokabular immerwährender Veränderung
Es geht um Herzensbild Andreas Meier: Lieber Markus, in diesen Tagen, während wir hier sprechen, schlägst du gewissermaßen den Auftakt zu deiner letzten Saison als Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz. Neben dem großen Finale des Beethoven-Zyklus, den wir im Brucknerfest 2025 gemeinsam begonnen haben, wirst du unter anderem deine erste Sonntagsmatinee und dein erstes Konzert in unserer midi.music-Reihe dirigieren. Was fällt dir ins Auge, wenn du an deine Ankunft in Linz vor knapp zehn Jahren zurückblickst? Markus Poschner: Ich kann mit Freude feststellen, dass mein gesamtes Team und Umfeld mir die Reise wirklich sehr leicht gemacht haben. Und das ist nicht selbstverständlich! Es treffen ja immer verschiedene Wirklichkeiten aufeinander, Visionen, Ideen, Gedanken auf allen Ebenen. Da gilt es immer, zu einer Haltung zu kommen, zu einem Kurs, im besten Fall sogar zu einer Art Mission. Und wir hatten gleich damals so viele Ideen. Musikalisch war da natürlich Anton Bruckner, unser Zentralgestirn, von dem wir wirklich alle überzeugt waren: Wir haben jetzt etwas Neues zu sagen! Bruckner war ja auch zuvor schon immer präsent gewesen, das Orchester kannte die Literatur sehr gut. Und trotzdem gab es diese 4
Vision, unsere Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit hier viel mehr spürbar und sichtbar zu machen. Und dieser Weg, den wir ja nur als Linzer und Oberösterreicher haben gehen können, der ist natürlich nie zu Ende. Wir haben unseren Rucksack gepackt und der Weg geht weiter, ein Anstieg, eine Art Alpenüberquerung, die wir uns da vorgenommen haben. Die ganze Welt ist mit Bruckner beschäftigt, alle großen internationalen Orchester setzen sich mit Bruckner auseinander. Und wir sind nun mittendrin, an uns kommt man nicht mehr vorbei, darauf bin ich wahnsinnig stolz! AM: Dieses Sichtbarmachen, Spürbarmachen, von dem du sprichst, ist ja per se Essenz künstlerischen Tuns. Es genügt nicht – das merkt man als junger Musiker schnell –, wenn man für sich fühlt und empfindet, man muss es zu den Zuhörenden transportieren, man muss es kommunizieren. Ich glaube, das Bruckner Orchester hat eine Form des Selbst-Bewusstseins, wenn man das Wort einmal in dieser Zweiteiligkeit beim Wort nimmt, auf diesem Weg gefunden, beim Ausschreiten von Bruckner und darüber hinaus. Das ist etwas, das man sofort spürt, wenn man das Orchester sieht und hört.
[H]ausSicht von Markus Poschner
d ung! MP: Es beginnt ja immer bei einem selbst. Du musst von irgendetwas absolut überzeugt sein – oder man kann es auch spirituell formulieren: Du musst an irgendetwas glauben. Dann erst bist du in der Situation, wirken zu können. Wie kann man tatsächlich Nähe herstellen? Und wie können wir unsere Geschichte erzählen? Und ich bin eben überzeugt, wir haben eine so starke Geschichte und eine so starke Vision und auch etwas Einzigartiges hier zu erzählen – in allen Facetten –, sodass wir dafür nur die richtigen Plattformen erfinden müssen. Du hast gerade ein wichtiges Wort gesagt, ›Selbstbewusstsein‹. Wir müssen auch unsere Beziehung zur Welt definieren, vor allen Dingen international. Und da nehme ich alle mit hinein in die Verantwortung: Das Brucknerhaus, das Bruckner Orchester, die Stadt und das Land und vieles mehr ... all das zusammen bildet eine große Einzigartigkeit und Besonderheit und ist in gewisser Weise weltweit nur in diesem Landstrich so möglich. Wir müssen alle mithelfen und wir müssen groß denken, wir müssen weit denken, eben Selbstbewusstsein – und ganz besonders Selbstvertrauen haben.
AM: Dieses Selbstvertrauen spiegelt sich in vielen Facetten auch in der kommenden Saison wider. Eine zentrale Figur – neben Bruckner – war und ist dabei Ludwig van Beethoven. Es ist fantastisch, dass wir diesen Zyklus mit allen neun Symphonien ganz eng zwischen Orchester und Brucknerhaus verflochten haben, ungeachtet irgendwelcher Schubladen, in die man die Planung daran stecken könnte. Nr. 1, 5, 6, 7 und 8 haben wir bereits gespielt und gehört, jetzt steht in der kommenden Saison unter anderem das vielleicht größte und wichtigste Werk Beethovens, ja vielleicht eines der wichtigsten Werke überhaupt auf dem Programm: die 9. Symphonie. Am 20. Dezember 2026 im Rahmen der midi.music 6+ – in einem ganz besonderen Saalsetting für unser junges Publikum und alle ab 6 Jahren – und zweimal zum Jahreswechsel, am 1. und 2. Jänner 2027. Je mehr ich darüber nachdenke, umso dringlicher erscheint mir dieses Stück gerade an diesem wichtigen Moment im Jahr.
»Musik kann unser Leben verändern.« Markus Poschner 5
»Diesen Sprengstoff und diese Dringlichkeit, das, was Beethoven mit uns macht, das ist es, was wir herausholen wollen.«
MP: Das würde ich sofort unterschreiben. Es gibt kein dringenderes Werk nach dem Jahreswechsel, an dem man ja immer in die Zukunft blickt. Zu diesem Anlass, Beethovens Neunte zu spielen, ist, finde ich, mehr Pflicht denn je. Und natürlich hat das eine, sagen wir konventionelle, ›kulinarische‹ Tradition, aber unsere Anstrengung muss sein, klarzumachen, warum wir das Werk spielen. Beethoven ist für mich ein Sonderfall unter allen Komponisten. Ein extrem politischer Mensch. Er verhandelt unsere Relation zur Welt und vor allen Dingen unser Verhältnis zueinander – und das frei von jeglicher historischen Epoche. »Alle Menschen werden Brüder«, dahinter steckt ja die große Information: Freiheit ist eine bewusste Entscheidung, eine intellektuelle Entscheidung. Wir haben es in der Hand: »O Freunde, nicht diese Töne!« Es ist unsere Entscheidung, wie wir leben wollen. Und das klopft Beethoven von allen Richtungen kommend ab, emotional, gesellschaftlich, es geht ins Vertikale, Horizontale, in alle Richtungen. Und wenn wir mit Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen ganz aktuell unserer Tage jetzt wieder auf den ersten Jänner blicken, dann muss genau das unsere Aufgabe als Künstler sein. Ein Konzerterlebnis ist immer geprägt durch eine zunächst zufällig entstandene Gemeinschaft: das Publikum. Und dann erreichen wir die Menschen in ihrem Herzen, alle 6
weinen zusammen und lachen, klatschen und springen vielleicht auf am Ende. Das ist eine unglaubliche Kraft, die uns einander näherbringt. Die Zeit ist jetzt, diese Stücke nicht mehr nur aufzuführen, sondern sie auch vorzuführen und auch hinzuführen, was sie bedeuten. AM: Und gerade in dieser Hinsicht ist Beethovens Neunte bis heute bahnbrechend. Weil das Stück mit diesem Hinzutreten der Stimmen im Finale gewissermaßen aus sich selbst, über sich selbst hinaustritt, und alle, das Orchester, den Chor, das Publikum, jeden, der es hört, ins ›Wir‹ holt. »O Freunde, nicht diese Töne! Sondern lasst uns angenehmere anstimmen und freudenvollere!« MP: Ja, es ist dieses Gemeinschaftsgefühl, das man spüren muss, erfahren muss! Wir leben natürlich in einer sehr polarisierenden Zeit, in einer immer mehr fragmentierenden Zeit. Die digitale Welt tut das ihrige, dass wir uns immer weiter isolieren, dass uns diese Erfahrung abhandenkommt, eine gesellschaftliche Erfahrung. Das ist etwas, worüber wir als Konzerthaus und als Orchester nachdenken müssen. Wir müssen kreativ sein, diese Dinge aufzudecken, damit wir die Gefahr der ›gemütlichen Tradition‹, die eine Neunte Beethovens an Neujahr mit sich bringt, nicht zulassen. Jedes Konzert gibt der Zeit, in der wir leben, eine weitere neue Bedeutung, wenn wir unseren Job ernst nehmen.
So, 20. Dez 2026 11:00 & 15:30 Großer Saal
Ode an die Freunde Auszüge aus Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 Anna Bárbara Bonatto | Schauspiel & Tanz Hard-Chor Bruckner Orchester Linz Markus Poschner | Dirigent Anna Dürrschmid, Malina Meier | Konzept
So, 2. Mai 2027, 11:00 Großer Saal
Poschner, Pahud & Bruckner Orchester Linz Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 Philippe Hersant Dreamtime für Flöte und Orchester Emmanuel Pahud | Flöte Bruckner Orchester Linz Markus Poschner | Dirigent
AM: Eine weitere Facette Beethovens hören wir danach, am 2. Mai 2027 bei der Sonntagsmatinee mit dem Bruckner Orchester und dem fantastischen Emmanuel Pahud, deiner ersten Sonntagsmatinee am Brucknerhaus überhaupt! Auf dem Programm stehen zwei der für Beethovens Verhältnisse ›unbekannteren‹ Symphonien – Nr. 2 und 4 – und dazwischen Philippe Hersants Dreamtime für Flöte und Orchester. MP: Unbekannter, ja. Dabei hat gerade die Vierte einen enormen Einfluss gehabt, auf die gesamte Epoche der Romantik bis hin zu Gustav Mahler. Der Anfang der Vierten ist ja wie eine Blaupause für den Beginn von Mahlers 1. Symphonie! Dieses liegende B und diese offenen Harmonien. Es ist gewissermaßen eine Symphonie über Zustände. Und wir können dabei sein, wie Kompositionen entstehen, also einen Blick in Beethovens Werkstatt werfen: ein Ton, ein Motiv, eine Urzelle und daraus lässt sich eine Welt bauen. Gerade Anton Bruckner hat dieses Prinzip dann in seinen Symphonien immer weiter ausgebaut. Es entsteht ein Raum, es entsteht eine Welt. Das, finde ich, ist eine wunderbare Klammer: Die Symphonien Nr. 2 und 4 bedingen sich dahingehend, spiegeln sich in besonderer Form – und dazwischen steht Hersants Dreamtime, das ich mit Emmanuel auch schon ein paarmal aufgeführt habe. Das ist wiederum eine ganz eigene, sehr minimalistische und ja auch
[H]ausSicht von Markus Poschner typisch französische, farbenreiche Welt, sehr impressionistisch und sehr zerbrechlich und das Programm der Matinee ist dahingehend unglaublich spannungsvoll und aufgeladen. AM: Gerade auch mit dieser atemberaubenden Bandbreite der 2. Symphonie, mit ihrem Drama des ersten Satzes, der ja schon den Kopfsatz der Neunten vorausnimmt, dem gegen alle Erwartungen gebürsteten, fast schon derben Humor des Scherzos und diesem unfassbar atemlosen, enigmatischen Finale. Diese Polarität erschafft, wie du sagst, in sich eine ganze Welt – womit wir wieder bei der Dringlichkeit Beethovens wären. MP: Genau, diesen Sprengstoff und diese Dringlichkeit, das, was Beethoven mit uns macht, das ist es, was wir herausholen wollen. Es geht ja nicht darum, den tausendsten Beethoven-Zyklus auf die Bühne zu bringen. Es geht um mehr – es geht auch um Bildung! Und Bildung, das finde ich ganz wichtig, ist kein Ansammeln von lediglich Informationen oder Fakten! Es geht um Herzensbildung! Das vergisst man oft, wenn man das Wort hört. Es geht um emotionale Bildung. Eine Art von emotionaler Erfahrung und auch diese Art von seelischer Veränderung. Das ist ja auch ein interes santer Aspekt der klassischen Musik im Unterschied etwa zum Großteil der Popmusik: die zeitlichen Dimensionen. Eine Symphonie breitet sich einfach über einen längeren Zeitraum aus und damit geht einher, dass das, was am Anfang einer Symphonie gilt, am Ende nicht mehr gelten muss. Wir erleben Veränderungen und wir müssen diese Veränderung nachvollziehen. Das ist eine unglaublich wichtige, zutiefst menschliche Sache. Eine Symphonie von Beethoven oder Mahler kann beispielsweise Verzweiflung nicht aufheben oder lösen, aber sie kann Orientierung und Halt geben, unsere Gefühle greifbar machen. Musik kann daher unser Leben verändern. AM: »Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei«, wie Beethoven über seine 6. Symphonie geschrieben hat. MP: Exakt! Man kann diese Dinge plötzlich verstehen, also nicht begreifen, sondern wirklich verstehen. Musik kann die Weltprobleme nicht lösen, eine Symphonie wird keinen Krieg beenden können, aber sie kann uns zum Verständnis bringen, dass wir etwas neu erfahren und neu begreifen können. Wir sehen, dass wir veränderbar sind, in alle Richtungen – und dass wir damit selbst etwas verändern können. Die Kunst – und besonders Beethoven – gibt uns die Begrifflichkeit dazu, den emotionalen Werkzeugkasten.
Das Gespräch führte Andreas Meier, Leiter Programmplanung & Dramaturgie am Brucknerhaus Linz
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Schauspieler Matthias Brandt wirkt bei einem gemeinsamen Konzert mit Dorothee Oberlinger, dem Ensemble 1700, der Sopranistin Dorothee Mields und Li Piffari el le Muse als Rezitator. Wie er den Einfluss von Texten auf Musik und vice versa sieht und warum er zuletzt ein Buch über Widerstandskämpfer:innen im Zweiten Weltkrieg veröffentlicht hat
»Was die Musiker spielen, wirkt in mir weiter«
von Theresa Steininger
Ein Text, der durch die vorangegangene Musik anders wirkt. Ein Instrumentalstück, das in den Zuhörerinnen und Zuhörern durch den zuvor gehörten Text neue Assoziationen weckt. Wenn Literatur und Musik gemeinsam auf die Bühne kommen, hat eines auf das andere starken Einfluss. Mit diesem Bewusstsein geht Schauspieler Matthias Brandt in seine gemeinsamen Auftritte mit Dorothee Oberlinger und ihrem Ensemble 1700. Bei jenem im Brucknerhaus am 12. Dezember wird er Texte von Fanny Lewald und Alfonso Maria de´ Liguori Werken von Alessandro Scarlatti, Alessandro Marcello, Antonio Vivaldi und Arcangelo Corelli gegenüberstellen, aufgeführt von Oberlingers Musikerinnen und Musikern, den italienischen Pfeifern von Li Piffari el le Muse sowie der Sopranistin Dorothee Mields. Für den Schauspieler, den man unter anderem für Polizeiruf 110, Roter Himmel, Miroirs No. 3, sein Wirken im Berliner Ensemble und für die Netflix-Serie King of Stonks kennt, ist dabei klar: »Was die Musiker spielen, wirkt in mir weiter. Eine Textpassage braucht dann auf einmal mehr Zeit, eine andere Stelle bekommt eine andere Färbung«, sagt er im Interview mit thema. Umgekehrt nehmen »die Musiker Bilder aus dem Text in das nächste Musikstück mit«. Dass sich das »bei aller Vorbereitung nur begrenzt planen lässt, gefällt mir gerade«. Er sei »an solchen Abenden vor allem ein sehr aufmerksamer Zuhörer. Meine Stimme gehört zum Ensemble – und ich möchte auf das reagieren können, was ich höre.«
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Musik mit Nähe zur Sprache Dass er diesmal einen Auszug aus Fanny Lewalds Italienischem Bilderbuch von 1847 lesen wird, freut ihn: »Bei ihr mag ich die Genauigkeit des Blicks. Sie beschreibt die Hirten, die zu Weihnachten mit ihren Instrumenten nach Rom kommen, so anschaulich, dass man ihnen beim Lesen beinahe gegenübersteht. Selbst die Kälte ist zu spüren. Als Erzähler ist das natürlich schön und ergiebig.« An Alfonso Maria de’ Liguoris Text Als das Kindlein geboren war von 1750 gefalle ihm »die Zärtlichkeit, aber auch seine Freude am Übertreiben: Zur Geburt des Kindes blühen mitten im Winter die Blumen, die Tiere vergessen ihre Feindschaft. Die ganze Welt macht mit. In dieser Vorstellung steckt ja ein großer Wunsch nach Frieden, der mich berührt.« Dass diese Texte mit Barockmusik verbunden werden, spreche ihn »besonders wegen ihrer Nähe zur Sprache an. Eine musikalische Phrase kann etwas Fragendes haben, eine andere scheint ihr zu widersprechen. Das interessiert mich natürlich als Schauspieler.« Dazu komme »die körperliche Wirkung, der Rhythmus, der einen auch beim stillen Zuhören mitnimmt, das Ensemble 1700 ist ja ein unheimlich energetisches Orchester. Und dann gibt es diese langsamen Sätze, nach denen man erst einmal eine Weile braucht, bevor man wieder sprechen möchte. Mit Dorothee Oberlinger und den anderen auf der Bühne zu sitzen, ist deshalb auch jedes Mal ein großes Vergnügen für mich.«
Saison 26–27 Weihnachten
Sa, 12. Dez 2026, 19:30 Großer Saal
Oberlinger, Brandt, Mields & Ensemble 1700 Pastorale Werke von Arcangelo Corelli, Alessandro Marcello, Alessandro Scarlatti, Antonio Vivaldi u. a. Matthias Brandt | Sprecher Dorothee Mields | Sopran Ensemble 1700 Li Piffari e le Muse Dorothee Oberlinger | Blockflöte & Leitung
Sein Buch Nein sagen Abseits der Dreharbeiten und seinem Wirken in Theatern, wofür er zahlreiche Auszeichnungen wie GrimmePreise, die Carl-Zuckmayer-Medaille und erst 2025 den Deutschen Sprachpreis erhielt, tritt Matthias Brandt auch als Autor in Erscheinung. Zuletzt brachte er Nein sagen über den 20. Juli 1944 heraus. Er erinnert darin an den Mut der Widerstandskämpferinnen und -kämpfer gegen das NS-Regime, zu denen auch seine Eltern gehörten, der frühere deutsche Bundeskanzler Willy Brandt und dessen Frau Rut Hansen. »Das Buch erzählt von Zweifeln und von der Frage, wie man überhaupt von den Menschen spricht, die Widerstand leisteten«, so Brandt. Nein sagen basiert auf seiner Rede von 2025 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee, dem Ort, an dem viele der Beteiligten an dem Attentat gegen Adolf Hitler hingerichtet wurden – einer Rede, »die ich erst nicht halten wollte«, beschreibt Brandt im Vorwort. »Weil ich nicht wusste, ob ich das kann. Das lag auch an einem anderen Zweifel, der mich schon lange begleitete: Wenn in der Öffentlichkeit bekannte Menschen diese Bekanntheit nutzen, um sich als moralische Instanzen aufzuspielen, ist mir das unangenehm.« Doch: »Diese
Einladung abzulehnen, nur weil ich Angst hatte, moralisierend zu wirken, fühlte sich falsch an.« Und gerade das Erstarken der AfD in Kombination mit zunehmender Fremdenfeindlichkeit ermutigte ihn, so Brandt: »Ein Land, dachte ich, in dem Rechtsextremisten wieder Wahlen gewinnen, in dem Erinnerung zum lästigen Ärgernis erklärt wird, in dem die Sprache verroht und der Ton immer schriller wird, ist ein Land, das möglicherweise unser aller Geschichten braucht, in ihrer ganzen Vielfalt.« Brandt nennt die Arbeit an Rede und Buch »ein privates Näherrücken an eine Vergangenheit, die nicht vergangen ist und die stetig nachklingt. An meine Eltern und viele andere ihrer Generation, Menschen, die mir wichtig waren und es nach wie vor sind. An eine Gegenwart, die uns viele Fragen stellt, und an eine Zukunft, die von uns Antworten verlangt, und zwar heute. Nicht als moralische Belehrung – wie käme ich dazu –, sondern als Beitrag zu der Auseinandersetzung, in der wir uns jetzt befinden und die von Tag zu Tag bösartiger wird.«
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Saison 26–27 Jahreswechsel
»Barockmusik ist wie Jazz. Man muss diese FreiheitErica haben« Eloff
Alt gen Zum Interview mit thema kommt die eine – Erica Eloff – mit dem Motorroller angebraust. Die andere – Johanna Falkinger – schwingt sich nur wenige Minuten später vom Sattel ihres Faltrads. Obwohl sich die beiden nie zuvor begegnet sind, ist da vom ersten Augenblick an Sympathie spürbar, eine inspirierende Lebendigkeit zieht sich durch Fotoshooting und Gespräch. Nicht nur ihr Stimmfach verbindet die Sängerinnen: Zu Silvester wird die eine – Johanna Falkinger – am Nachmittag im Mittleren Saal mit dem Ensemble Castor Arien von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach zum Besten geben. Die andere – Erica Eloff – widmet sich am Abend im Großen Saal gemeinsam mit Philharmonices mundi und Josef Sabaini Werken von Carl Maria von Weber, Giuseppe Verdi, Charles Gounod und Johann Strauss (Sohn). »Klänge der Heimat«, Rosalindes Csárdás aus der Fledermaus steht beim Galakonzert im Großen Saal auf dem Programm. Ein Stück, das bei Erica Eloff gemischte Gefühle weckt. Die gebürtige Südafrikanerin verließ als junge Frau ihr Heimatland und wanderte über Frankreich nach England aus. Als Sängerin hätte sie in Südafrika kaum Möglichkeiten gehabt, Fuß zu fassen. Ihre Karriere gestaltete sich allerdings auch in
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England für die junge Mutter mit drei kleinen Kindern schwierig. In London gewann sie zwar die Handel Singing Competition, bei Vorsingen am Royal College of Art und für das Jette Parker Young Artists Programme am Royal Opera House »bin ich aber immer nur bis zu einem gewissen Punkt gekommen. Es ist schwer, eine Karriere zu verfolgen in einem Land, wo du fast niemanden kennst. Es hat gedauert, sich ein Netzwerk aufzubauen.« Außerdem war für sie immer klar: »Ich muss in den deutschsprachigen Raum, das ist, wo die Musik ist.« Und schließlich gelang es: Im Frühjahr 2020 wurde Erica Eloff als Ensemblemitglied am Landestheater Linz engagiert. »Es war mittendrin in der Corona-Pandemie. Die Lockdowns haben sich gerade zu lüften begonnen. Am 8. Juni sind wir hier angekommen und am 15. Juni haben wir angefangen mit Vorproben für Fidelio.« In Linz hat sich die charismatische Sängerin mit Rollen wie Mimì (La Bohème), Contessa (Le nozze di Figaro) oder Agathe (Der Freischütz) blitzartig in die Herzen des Musiktheater-Publikums gesungen. 2024 erhielt sie als Publikumsliebling der Sparte Oper/Operette die Richard-Tauber-Medaille. Im selben Jahr wurde ihr in Wien der Österreichische Musiktheaterpreis in der Kategorie »Beste weibliche Hauptrolle« für ihre Interpretation der Eva in Richard
Künstlerinnen im Fokus Johanna Rosa Falkinger & Erica Eloff
ug!
Sie halten nichts von Schubladendenken. Zu alt für Händel? Zu jung für Verdi? Die beiden Sopranistinnen Erica Eloff und Johanna Falkinger sind in unterschiedlichen musikalischen Genres beheimatet – und wollen sich dennoch nicht ›festnageln‹ lassen. von Romana Gillesberger
Wagners Die Meistersinger von Nürnberg und Marie/ Marietta in Erich Wolfgang Korngolds Die tote Stadt verliehen. Erica Eloffs Repertoire hat sich in Linz sukzessive in Richtung dramatischeres Fach entwickelt. Dennoch bleibt sie ihrem Motto treu: »Ich halte nichts von Schubladen, ich singe Sopran!« Kategorisierungen lehnt sie generell ab: »In unserer Gesellschaft muss man jung aussehen, aber auch nicht zu jung oder blond oder kurz oder lang...« Auf die Frage »Wie alt bist du?« hat sie sich angewöhnt zu antworten: »Alt genug!« Denn: »Es sagt nichts über dich aus, wie alt du bist. ›Du bist zu jung, du kannst noch nicht Verdi singen. Nein, du bist zu alt, du kannst nicht mehr Händel singen.‹ So ein Quatsch!« In dieselbe Kerbe schlägt Johanna Falkinger. Die Oberösterreicherin hat sich auf Alte Musik, Barockoper und Oratorien spezialisiert. Regelmäßig tritt sie bei Festivals wie Bayreuth Baroque, den Händel-Festspielen Halle, dem Bachfest Leipzig sowie bei den Salzburger Festspielen auf. Zuletzt war die experimentierfreudige
Sängerin als Kreusa in Medea im MusikTheater an der Wien zu erleben. Dort wurde im Mai auch ihr Projekt mit dem Titel Alt genug uraufgeführt, in dem sie Musik von Barbara Strozzi und Britney Spears zu einem humorvollen BaRock-Crossover-Programm verwebt. Eine Freiheit, die sie sich nimmt. »Ich habe während des Studiums viel probiert, auch romantisches Repertoire und Operette, aber erst in der Barockmusik ist meine Stimme richtig frei geworden. Vor allem mit Bach. Und Händel macht so viel Spaß, weil du diese Beweglichkeit drinnen hast mit den Koloraturen. Das ist einfach cooler Sport! Auch diese Leichtigkeit genieße ich, weil sie mir Freiheit gibt.« Da kann Erica Eloff nur beipflichten: »Barockmusik ist wie Jazz. Man muss diese Freiheit haben.« In etlichen virtuosen Koloraturarien – darunter »Agitata da due venti« aus Vivaldis Griselda, das berühmte »Da tempeste« aus Händels Giulio Cesare in Egitto oder »Rejoice greatly« aus dem Messiah – wird Johanna Falkinger die geforderte Leichtigkeit beim Kleinen Silvesterkonzert um 16 Uhr zeigen können. 11
Künstlerinnen im Fokus Johanna Rosa Falkinger & Erica Eloff Nicht minder anspruchsvoll ist Erica Eloffs Programm am Abend: Unter anderem mit »Sempre libera«, der Arie der Violetta aus Verdis La traviata, wird ihre bewegliche, tragfähige Stimme voll zur Geltung kommen. Von der Rolle der Violetta lassen sich durchaus einige Parallelen zum Leben von Erica Eloff ziehen: »Violetta ist eine Gefangene ihrer Umstände. Zu ihrer Zeit war sie eigentlich eine sehr moderne Frau. Sie hat das Beste aus ihrer Situation gemacht, aber es hat sie viel gekostet.« Auch in der Biografie der Sängerin gab es Phasen, in denen sie ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen konnte: »Meine Gesangslehrerin hat immer gesagt: ›Du singst nicht mit deiner ganzen Stimme.‹ Das hatte vor allem mit meiner Psyche zu tun. Ich fühlte mich in meiner Beziehung die ganze Zeit unterdrückt. Die Stimme liegt in deinem Körper und wenn die Muskulatur verkrampft und dein Gehirn blockiert ist, dann geht das einfach nicht. Aber Musik war meine Lebenslinie, das, was mich immer am Leben gehalten hat. Und seit ich mich aus dieser Beziehung, aus England befreit habe, hat sich meine Stimme geöffnet.« Einen Befreiungsschlag ganz anderer Art hat Johanna Falkinger gewagt: Als sie während der Corona-Pan demie gezwungen war, auf dem elterlichen Betrieb – der Stritzlmühle zwischen Lembach und Putzleinsdorf – eine sinnvolle Beschäftigung für sich zu finden,
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entstand ihr Projekt Soprano at work. »Ich war dieses glückliche Kind, das dann aus der Stadt flüchten konnte im Lockdown. Auf dem großen Hof, wo ganz viel Brennholz war, hab’ ich viel Holz gehackt, so richtig mit der Axt und dann beschlossen, ein Masterprojekt daraus zu machen«, erzählt sie. In einer Doppelrolle als glamouröse klassische Sängerin und als bodenständige Holzhackerin stellte sie darin die Frage ins Zentrum, was eigentlich als ›Arbeit‹ gilt. »Ich habe mich in dieser Zeit auch sehr viel mit der Klimakatastrophe beschäftigt und mit Zerstörung.« Besonders charakteristisch ist der Hackstock als zentrales Bühnenelement. Das Holzhacken gilt als Metapher für Arbeit, Kraft, aber auch für das Zertrümmern von weiblichen Rollenbildern. Erica Eloff ist ebenfalls auf dem Land aufgewachsen, auf einem riesigen Bauernhof, der zur Zebediela, einer Gruppe von Dörfern in der südafrikanischen Provinz Limpopo gehört. In der Region wurden die bekannten Outspan Orangen angebaut. Ihr Vater war Direktor der Schule für die Kinder der Plantagenarbeiter:innen. Das nächste größere Dorf war 42 Kilometer entfernt. Ihre Mutter war Musiklehrerin. Von ihr bekam Erica Eloff den ersten Unterricht in Klavier und Geige. Ihre Bodenständigkeit haben beide Sängerinnen demnach ihrer Kindheit zu verdanken. Hinaus in die Welt treibt sie die Musik. Johanna Falkinger ist immer wieder mit Jordi Savall, Christina Pluhar, aber auch viel mit skandinavischen Alte-Musik-Ensembles unterwegs.
Saison 26–27 Jahreswechsel
»Erst in der Barockmusik ist meine Stimme richtig frei geworden.« Johanna Falkinger
Do, 31. Dez 2026, 16:00 Mittlerer Saal
Die Zusammenarbeit mit dem norwegischen Orchester Barokkanerne und dem Finnish Baroque Orchestra resultiert aus dem Gewinn des Aria Borealis Wettbewerbs in Bodø 2022. »Ich finde es faszinierend, dass Skandinavien so eine nette Barock-Szene hat, obwohl es von dort eigentlich keine berühmten Werke aus dieser Zeit gibt. Mit den Norwegern und den Finnen habe ich diesen spielerischen Zugang. Da hört man kein ›So haben wir es schon immer gemacht‹ oder ›Der Harnoncourt hat’s aber anders gemacht‹«, schildert sie. Erica Eloff indessen ist zurzeit recht zufrieden in Linz: »Ich bin sehr glücklich hier. Ich mag die Stadt, sie ist nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Ich fühle mich sehr wohl hier. Ich war immer selbstständig und viel auf Reisen. Irgendwann kommt man an einen Punkt, wo man sich fragt: Muss ich jetzt wieder einen Koffer packen?« Doch ganz vorbei ist es offenbar nicht mit dem Reisen: Erica Eloff muss noch in der Silvesternacht nach Dresden fahren. Am 1. Jänner wartet dort auf sie eine Lustige Witwe an der Semperoper! So beschließt sie das alte Jahr mit Strauss und beginnt das neue mit Lehár. Eines ist sicher: Ihre Lippen werden dabei keinesfalls schweigen.
Das kleine Silvesterkonzert Falkinger & Ensemble Castor Werke von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach Johanna Rosa Falkinger | Sopran Ensemble Castor Petra Samhaber-Eckhardt | Violine Claudia Delago-Norz | Violine Hana Hobiger | Viola Philipp Comploi | Violoncello Barbara Fischer | Violone Erich Traxler | Cembalo
Do, 31. Dez 2026, 19:30 Großer Saal
Das große Silvesterkonzert Sabaini, Eloff & Philharmonices mundi Werke von Carl Maria von Weber, Johann Strauss (Sohn), Giuseppe Verdi, Franz von Suppè, Charles Gounod, Josef Strauss Erica Eloff | Sopran Philharmonices mundi Josef Sabaini | Dirigent
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Alle Jahre wieder ... werden alle Menschen Brüder? von Andreas Meier
»Deine Zauber binden wieder, Was die Mode streng getheilt, Alle Menschen werden Brüder, Wo dein sanfter Flügel weilt.« Friedrich Schiller: An die Freude 1785, 1805 Die berühmten Worte Friedrich Schillers aus Ludwig van Beethovens 9. Symphonie als feierlichen Ausklang des alten und hoffnungsvollen Auftakt des neuen Jahres anzustimmen, scheint in unserer Zeit eine liebgewonnene, fest verankerte, ja fast unverrückbare Tradition, die – wie so viele Traditionen – vermeintlich keiner allzu kritischen Einordnung bedarf. Und wie so viele Traditionen, die ›schon immer so waren‹, war auch diese natürlich keinesfalls ›schon immer so‹. Tatsächlich begegnen wir ihrem Ursprung auf ungefähr halbem Wege zwischen unserer Gegenwart und dem Uraufführungsjahr 1824: Am 31. Dezember 1918, wenige Wochen nach dem Waffenstillstand von Compiègne, der den Ersten Weltkrieg formal beendete, initiierte die Leipziger Volkszeitung zur ›Friedens- und Freiheitsfeier‹ des Arbeiter-Bildungs-Instituts eine Aufführung von Beethovens Neunter durch das Leipziger Gewandhausorchester unter Mitwirkung des Bach- und des RiedelVereins sowie des Gewandhauschores. Um 23:00 hob Gewandhauskapellmeister Arthur Nikisch den Taktstock, sodass der Schlusschor des vierten Satzes pünktlich um Mitternacht durch die Alberthalle des Leipziger Krystallpalastes tönen konnte. Das Leipziger Tagblatt urteilte euphorisch, Beethovens Werk sei noch nie »so zeitgemäß gewesen wie heute, wenn wir auch
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noch inmitten der Not, im wirren Chaos sind. Diejenigen, die in der Novemberrevolution die Erlösung erblicken, werden in ihrer Seele beim Lied an die Freude die Resonanz empfinden, die anderen werden ihre Sehnsucht nach der Lösung aller Wirrnisse, nach dem Frieden im Land in das Werk strömen lassen – ergreifen aber muss es heute alle [...].« Die seither vielerorts gepflegte alljährliche Aufführung von Beethovens Neunter entsprang somit, wenn man so will, historischer Notwendigkeit, dem inneren wie äußeren Impuls, unmittelbar vergangenem Schrecken an jenem Punkt ein Kunstwerk entgegenzustellen, wo es an eigenen Worten fehlte. Ein Kunstwerk, dessen lautstarker Ruf nach Humanität und Frieden ein mahnendes und zugleich zeitlos zuversichtliches Zeichen setzte. Fraglos: Die Zeiten haben sich geändert, der Zugang zu Beethovens Musik im 21. Jahrhundert ist ein anderer als 1918, umso mehr als 1824; vielleicht stellt sich gerade deshalb die Frage, welcher Impuls es ist, der uns alle Jahre wieder in die berauschenden Klangfluten der Ode An die Freude stürzen lässt, in deren unstetem Strom man ja allzu leicht – freilich mit Recht – euphorisiert mitgerissen wird und dabei ebenso leicht hörenden Ohres Schiffbruch erleiden kann. Für eine Antwort darauf lohnt es sich, noch ein paar Schritte weiter in die Vergangenheit, bis an die Ursprünge der 9. Symphonie zurückzugehen. 1786 veröffentlichte der 26-jährige Friedrich Schiller sein Gedicht An die Freude in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift Thalia. Die in der Erstfassung noch deutlich vernehmbare Referenz an das Gedankengut der Französischen Revolution milderte er, als er das Gedicht 1803 einer Revision unterzog. Zum einen verlieh er dem letzten Verspaar der ersten Strophe »Bettler werden Fürstenbrüder« durch die Änderung zu »Alle Menschen werden Brüder« einen universellen humanistischen Charakter, zum anderen strich er die komplette letzte
Saison 26–27 Jahreswechsel
ch der Jahre 1821–23. Seite aus Beethovens Skizzenbu eren Presto der Unterhalb von Skizzen zum spät zur Form des Werkes 9. Symphonie und über Notizen staben und schrieb Beethoven in großen Buch schöner | Götter de kräftiger Handschrift: »Finale Freu Funk[en] Tochter aus E | lysium«.
Strophe, in deren blumig- prophetischem Gestus er nun einen »fehlerhaften Geschmack der Zeit« zu erkennen meinte: »Rettung von Tirannenketten, / Großmut auch dem Bösewicht, / Hoffnung auf den Sterbebetten, / Gnade auf dem Hochgericht! / Auch die Toden sollen leben! / Brüder trinkt und stimmet ein, / Allen Sündern soll vergeben, / und die Hölle nicht mehr seyn.« Dank seines mitreißenden Pathos und seines eingängigen Sprachrhythmus gelangte das Gedicht rasch zu großer Popularität. Schiller selbst bemerkte in einem Brief vom 21. Oktober 1800 an den Schriftsteller Christian Gottfried Körner, seine Ode An die Freude habe »die Ehre erhalten, gewissermaßen ein Volksgedicht zu werden«. Dieses ›Volksgedicht‹ zog bald auch einen jungen Komponisten aus Bonn in seinen Bann: Schon 1792 trug sich der damals 21-jährige Beethoven mit dem Gedanken, Schillers Verse in Form eines Klavierliedes zu vertonen, wie aus einem Brief des Juristen Bartholomäus Fischenich an Schillers Ehefrau Charlotte vom 26. Jänner 1793 hervorgeht: »Er wird Schillers Freude und zwar jede Strophe bearbeiten. Ich erwarte etwas vollkommenes, denn so viel ich ihn kenne, ist er ganz für das Große und Erhabene.« Wie wir heute wissen, sollte es drei Jahrzehnte dauern, ehe Beethoven, dieses »Große und Erhabene« in seiner 9. Symphonie mit bis dahin unerhörter Eindringlichkeit Ausdruck werden ließ. Die Auseinandersetzung mit dem Text jedoch begleitete ihn sein Leben lang. Bruchstücke davon finden sich in seiner 1805 vollendeten Oper Leonore, in seiner Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll aus dem Jahr 1808, 1812 in Skizzen zu seiner 8. Symphonie F-Dur, zwei Jahre später in seiner Ouvertüre Zur Namensfeier, in einer Vielzahl von Notizen ab 1815 verbunden mit ersten Ideen zur 9. Symphonie, ehe wir 1822 endlich in großen Lettern emphatisch über Skizzen zum späteren Scherzo aufs Papier geworfen sehen: »Finale Freude schöner | Götter Funk[en] Tochter aus E | lysium«! Beethovens 9. Symphonie ist nicht nur ein Werk. Sie ist im Wortsinne ein ›Lebenswerk‹, in dem es dem Komponisten gelang, »den Bereich der Vernunft bis ins Irrationale auszudehnen und sowohl in den Naturgesetzen als auch in den im menschlichen Geist verwurzelten Forderungen eine Manifestation des Göttlichen
Fr, 1. Jän 2027, 17:00 Sa, 2. Jän 2027, 19:30 Großer Saal
Neujahrskonzert Beethovens Neunte Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 Susanne Bernhard | Sopran Katrin Wundsam | Mezzosopran Sebastian Kohlhepp | Tenor Rafael Fingerlos | Bariton Hard-Chor Linzer Jeunesse Chor Bruckner Orchester Linz Markus Poschner | Dirigent
zu sehen« (Luigi Magnani). Jene Manifestation zeigt sich uns heute anders als noch 1824, die traditionelle Aufführung der Symphonie im Angesicht eines neuen Jahres steht nicht unter demselben Sternenhimmel wie seinerzeit 1918; doch noch immer gilt, vielleicht mehr denn je: »Ergreifen aber muss es heute alle.«
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Rückblick Linzer Klangwolke 26
»Locus iste«, »Dieser Ort ist von Gott geschaffen«
ertönte es zu Beginn der Linzer Klangwolke 26 ATTheENDLinz am 12. September vom Dach des Brucknerhauses. Die St. Florianer Sängerknaben, Rafael Fingerlos, Flora Geißelbrecht & Arthur Fussy sowie das Bruckner Orchester Linz lieferten den Soundtrack zu einem bildgewaltigen und klangvollen Szenario von Felix Breisach auf der Donau. Dazu gesellten sich Texte der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Natascha Gangl. 90.000 Besucher:innen erlebten den Untergang und die ›Wiedergeburt‹ von Linz in einem Rausch von Farben, Licht und Musik von Anton Bruckner bis zu den Beatles.
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Rückblick Festakt Brucknerfest Linz 26
endlich!
Mit einem künstlerisch wie inhalt lich dringlichen Festakt wurde das Brucknerfest Linz am Sonntag, dem 13. September, im Bruckner haus eröffnet. Ihre aufrüttelnde Festrede, in der sie auf die Gefah- ren von außer Kontrolle geratender Künstlicher Intelligenz hinwies, adressierte die Schriftstellerin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Maja Haderlap an die politischen Entscheidungsträger:innen in Europa. Gleichzeitig hielt sie damit ein berührendes Plädoyer für die Menschlichkeit – auch im Sinne der Erhabenheit des menschlichen Körpers und der Überlegenheit des menschlichen Geistes und seiner Schaffenskraft gegenüber Künstlicher Intelligenz. Denn es zeige sich, »dass der Künstlichen Intelligenz und den Sprachmaschinen im Bereich der Kunst und Kultur natürliche Grenzen gesetzt sind. Das bezieht sich vor allem auf die Prozesse der schöpferischen Produktion und Rezeption. Die Kunst ist in allen ihren Ausformungen auf den Menschen gerichtet. Sie möchte von Menschen wahrgenommen, verstanden und enträtselt werden. Sie lebt vom lebendigen Austausch mit dem Publikum, mit allen Hörenden, Schauenden und Lesenden.« Dieser Austausch gelang beim Eröffnungs-Festakt auf herausragende Weise: Die Uraufführung von Thomas Doss’ Circus maximus peitschte die Stimmung gleich zu Beginn gewaltig an. Die im Saal verteilten Bläser der Brass Band Oberösterreich erzeugten ein Gefühl des Eingekreistseins in einer Arena. Mit Spielfreude und jugendlicher Strahlkraft agierte das Oö. Jugendsinfonieorchester auf der Bühne. Beide Ensembles
Maja Haderlap & Kajsa Boström wurden von der schwedischen Dirigentin Kajsa Boström zu Expressivität angespornt und gleichzeitig mit Umsicht im Zaum gehalten. Eine zweite Uraufführung steuerte Gunter Waldek mit seinem Scherzo cantabile á la Styrienne bei, einem musikalischen Scherz im ¾-Takt. Aus »Hoamatland, Hoamatland« wurde dabei kurzerhand »Sein Geburtsort war Ansfelden« (gemeint war der Geburtsort Bruckners, dessen Klavierstück Steiermärker als Inspiration für die Komposition diente). Das Publikum war aufgefordert mitzusingen und folgte dieser Einladung etwas überrascht, aber bereitwillig. Dazwischen gab’s Musik von Ture Rangström, dem Urgroßvater der Dirigentin, Anton Bruckner und Ludwig van Beethoven. Rafael Fingerlos sang drei Lieder des schwedischen Komponisten, der einer der Ersten war, der vor mehr als 100 Jahren eine Symphonie Bruckners in Schweden dirigierte. Karin Wagner moderierte gewohnt eloquent und kurzweilig. Eine sichtlich emotionale Gästeschar spendete den Beteiligten nach intensiven 150 Minuten euphorisch Applaus. 17
zwischeNTöne von Norbert Trawöger
»Sei solo« hat Johann Sebastian Bach seine sechs Solostücke – die Partiten und Sonaten für Violine allein – benannt. Christian Tetzlaff spielte vier davon in einem Konzert im Alten Dom beim Brucknerfest. Welch außergewöhnliches Ereignis, wenn diese Musik in dieser Meisterschaft jenseits eines weihevoll-wohltönenden Bach-Stils zelebriert wird. Bei Tetzlaff ringt, spricht, klagt, feiert die Musik, sie singt vom Leben, ist wild wie verzweifelt. Sie wird zum »herzzerreißenden Dokument der Menschlichkeit«, wie er selbst im Interview, das im Programmheft abgedruckt ist, sagt. Und er erinnert dabei, dass Bach, obwohl er des Italienischen firm genug war, nicht richtigerweise den Plural »Sei soli«, sondern wohl ganz bewusst den Singular angewendet hat. Was nichts anderes als »Du bist allein« heißt. Hingegen hätte der Plural die schlichte Bedeutung: Sechs Soli. Bach hatte diese Gipfelmusiken nicht wie üblich für einen bestimmten Anlass, Ort oder einen speziellen Musiker komponiert. Es war eine Musik, die er einfach schreiben musste – dies vermutlich unter dem Eindruck des völlig überraschenden Todes seiner Frau, in der Erkenntnis: Du bist jetzt allein! Die Sternstunde im Alten Dom und viele andere Ereignisse im Donaupark, an anderen Orten der Stadt oder im Brucknerhaus während der letzten Festwochen, haben mir wieder einmal mehr bewusst gemacht, dass uns die Musik zusammenführt. Die Kunst kann uns in einen kollektiven Ausnahmezustand bringen. Wir staunen, unterhalten uns, sind miteinander irritiert. Wir machen gemeinsame Erfahrungen, die von Transzendenz bis Unerträglichkeit reichen. Es kommt darauf an, welche Resonanz sie in uns findet. Was für den einen ein unvergessliches Erlebnis war, kann für den anderen genau das Gegenteil sein. Alle haben recht, das liegt in der Natur der Kunst und über allem steckt die Erfahrung, dass wir uns versammeln, zusammenkommen, auf Menschen treffen, denen wir das erste Mal begegnen oder die wir lange kennen. Eine Erfahrung menschlicher Gemeinschaft. Wir sind nicht allein, auch wenn die Musik im Bewusstsein des Alleinseins erschaffen wurde und nur von einem Spielenden verwirklicht wird.
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Wir sind nicht allein!
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Wir haben gelernt, Musik zu hören. Wir hören nicht nur einzelne Töne. Wir hören Beziehungen. Wir hören Wiederholungen, Pausen, Rhythmen, Klangfarben, Dichte, Bewegung, Spannung, Modulation, Dynamik, Übergänge und Zusammenhänge. Wir hören, wie etwas beginnt, sich verändert, wiederkehrt, sich verdichtet, verschwindet. Musik ist für uns nicht nur eine Folge von Klangereignissen. Sie ist ein Gewebe von Verhältnissen in der Zeit.
Die Welt musikalisch hören von Sam Auinger
Für dieses Hören haben wir eine Sprache entwickelt. Wir kennen Begriffe wie Rhythmus, Klangfarbe, Tempo, Muster, Motiv, Dynamik, Akkord, Dissonanz, Resonanz, Pause. Diese Begriffe helfen uns, das Gehörte zu differenzieren. Sie ermöglichen uns, klangliche Zusammenhänge wahrzunehmen und zu verstehen, ohne sie sofort in eine praktische Bedeutung zu übersetzen. Was geschieht, wenn wir diese Fähigkeit nicht nur auf Musik anwenden, sondern auch auf die Welt, in der wir uns bewegen? Der Alltag beginnt anders zu klingen. Ein urbaner Platz, eine Straße, ein Bahnhof, ein Innenhof oder ein Park erscheinen nicht mehr nur als Geräuschkulisse. Sie werden auch nicht einfach zu Musik. Aber sie lassen sich musikalisch hören: als ein sich ununterbrochen entfaltendes Klanggeschehen, mit Klangfarben, Rhythmen, Mustern, Gesten, Signalen, Dichten, Pausen und Atmosphären. Unsere Alltagsräume sind voller zeitlicher Ordnungen. Sie sind getaktet durch Fahrpläne, Ampelschaltungen, Arbeitsrhythmen, Öffnungszeiten, Lieferverkehr, Pausen, Schulwege, Medien, Programme, Benachrichtigungen, Routinen und Gewohnheiten. Manche Takte sind materiell, andere sozial, technisch oder medial. Vieles davon sehen wir nicht sofort. Aber wir können es hören. Rein formal bewegen wir uns in einer Welt großer Klangfamilien: Stromklänge, Verbrennungsklänge, mediale Klänge und Klänge des Lebens. Elektrische
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Anlagen, Beleuchtungen, Transformatoren, Lüftungen, Kühlgeräte, Lautsprecher, Verstärker, Bildschirme und digitale Geräte summen, brummen, sirren, fiepen oder senden ihre Signale. Motoren beschleunigen, bremsen, dröhnen, knattern. Mediale Klänge kommen aus Telefonen, Lautsprechern, Kopfhörern, Durchsagen, Signalen und Programmen. Menschen sprechen, gehen, lachen, warten, rufen. Tiere, Wind, Regen, Blätter und Vögel treten hinzu. Alles ist zeitlich strukturiert. Alles erscheint in Abständen, Mustern, Wiederholungen, Überlagerungen und Brüchen. Eine Straße ist, musikalisch gehört, auch ein Instrument. Ihre Breite, ihre Oberflächen, ihre Fassaden, ihre Kreuzungen, ihre Bäume, ihre parkenden Autos, ihre Unterführungen und ihre offenen Stellen bestimmen ihre Klangfarbe. Die Benutzer — oft Kraftfahrzeuge, aber auch Fahrräder, Schritte, Stimmen, Kinderwagen, Rollkoffer, Tiere, Wind und Regen — sind zugleich Spieler und Instrumente. Sie bringen den Raum zum Klingen, während der Raum ihre Klänge färbt, trägt, reflektiert, verschluckt oder verzögert.
Über_Hören
Der Raum beginnt zu sprechen. Wir hören den kurzen Nachhall in einem Treppenhaus, das tiefe Brummen der Lüftung, das rhythmische Klicken einer Ampel, die raue Wand im Klang eines vorbeifahrenden Fahrzeugs, die plötzliche Weite eines Platzes nach einer engen Gasse. Wir hören nicht nur Quellen, sondern Verhältnisse: Nähe und Ferne, Vordergrund und Hintergrund, Dichte und Transparenz, Bewegung und Stillstand, Material und Zeit. Eine zweite Übung: Gehen Sie langsam eine kurze Strecke, die Sie gut kennen. Achten Sie zuerst auf Ihre Schritte. Wie verändern sie sich auf Stein, Asphalt, Holz, Kies oder Teppich? Bleiben Sie an drei Stellen stehen und suchen Sie jeweils drei Wörter für den Klang des Ortes: hell, dumpf, offen, eng, trocken, hallig, weich, hart, nervös, ruhig, atmend, dicht. Gehen Sie denselben Weg zurück. Klingt der Rückweg gleich? Oder hat sich der Ort verändert, weil Ihr Hören sich verändert hat? Ein Denken mit den Ohren beginnt dort, wo wir innehalten und zuhören, bevor wir benennen, bewerten oder erklären. Es versucht, das Hörbare nicht sofort auf Information zu reduzieren. Es fragt nicht nur: Was ist das? Sondern: Wie klingt es? Wie verhält es sich zu anderem? Welche Atmosphäre entsteht? Was erzählt der Raum über Material, Nutzung, Geschichte und Gegenwart?
Jeder Ort hat seine eigene akustische Wirklichkeit. Wenn wir beginnen, diese Raumsituation musikalisch zu hören, verändert sich unsere Beziehung zum Raum. Wir stehen nicht mehr einem Klangereignis gegenüber, als wäre es ein Objekt vor uns. Wir befinden uns mitten in einem räumlich verteilten Zusammenklang. Wir hören nicht nur etwas im Raum — wir hören den Raum mit. Dieses Hören ist keine Esoterik. Es ist auch keine Kunst, die man einmal lernt und dann besitzt. Es ist eine konkrete Praxis der Aufmerksamkeit. Sie beginnt mit Innehalten, Hin- und Zuhören. Eine einfache Übung kann einen Zugang öffnen: Bleiben Sie an einem Ort zwei Minuten lang stehen. Schließen Sie, wenn möglich, kurz die Augen. Versuchen Sie nicht, die Akteure oder Klangquellen sofort zu benennen. Hören Sie zuerst musikalisch. Gibt es ein Klangfeld? Brummt es, rauscht es, flimmert es, pulsiert es? Was ist nah, was ist fern? Was bewegt sich, was bleibt? Gibt es einen Grundklang? Gibt es Akzente? Gibt es Pausen? Welche Klangfarben bestimmen die Atmosphäre?
Vielleicht verändert eine solche Praxis auch unser Musikhören. Denn wer Alltagsräume musikalisch hören lernt, hört auch im Konzertsaal anders. Raum, Nachhall, Atem, Körper, Abstand, Erwartung, Stille und Anwesenheit treten deutlicher hervor. Musik geschieht nicht vor uns. Sie geschieht mit uns, um uns, durch uns hindurch. Musikalisches Hören der Welt ist kein Dazulernen im engen Sinn. Es ist eher ein Freilegen einer Fähigkeit, die wir längst besitzen. Eine Verfeinerung der Aufmerksamkeit. Ein tieferes Eindringen in die Möglichkeit, Welt lebendig zu erfahren. Dann ist Hören nicht mehr nur Wahrnehmung aus der Distanz. Es wird zu einer Form von Anwesenheit.
Sam Auinger ist ein österreichischer Klangkünstler und Komponist, der sich insbesondere mit urbanen Klangräumen und Soundscape-Kunst beschäftigt. 21
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Auf den ersten Blick! Das Brucknerhaus meint es mit der Öffnung ernst! Die Fassade hat einen offenen Vorhang bekommen und so ist auf den ersten Blick von außen das Innere zu sehen. Diese künstlerische Installation hat Lukas Eckerstorfer geschaffen, der als Grafiker im Brucknerhaus tätig ist. 23
Saison 26–27 Sonntagsmatineen
Bei den Sonntagsmatineen wird ab sofort eine kostenlose Kinderbetreuung im Kleinen Saal des Brucknerhauses angeboten. von Paula Schlüter
Im Brucknerhaus endet der Tag oft mit orchestraler Musik, sechsmal im Jahr beginnt er auch mit ihr: Programmatisch vielfältige Orchesterkonzerte mit herausragenden Solist:innen sorgen für den perfekten Einstieg in den Tag und einen musikalischen Ausklang des Wochenendes. Für Familien ist der Konzertbesuch allerdings häufig gar nicht so leicht zu planen, egal ob abends oder vormittags: Wer übernimmt die Betreuung? Findet sich ein:e Babysitter:in? Oder haben vielleicht die Großeltern Zeit? Um Eltern den Konzertbesuch im Brucknerhaus in Zukunft zu erleichtern und Kindern gleichzeitig einen unvergesslichen Sonntagvormittag zu ermöglichen, steht allen Konzertbesucher:innen ab der Saison 26–27 während der Sonntagsmatineen eine kostenlose Kinderbetreuung im Kleinen Saal zur Verfügung. In Kooperation mit dem Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel warten dort Geschichten, Spiele, Bastelangebote und gemeinsames Musizieren auf alle Kinder von 3 bis 10 Jahren, während die Erwachsenen das Konzert genießen – ein Sonntagsprogramm für die ganze Familie, bei dem jede:r auf seine Kosten kommt. Bei der Kuration der Reihe stehen dabei kleinere, umso dynamischere Orchesterbesetzungen im Fokus: symphonisches Repertoire vom 17. bis 21. Jahrhundert, mit kammermusikalischer Leichtigkeit, Agilität und Transparenz musiziert und dabei künstlerisch oft sogar noch ausdrucksstärker und intensiver als ein 100-PersonenOrchester. An Starpower mangelt es trotzdem nicht: Zum Auftakt der Reihe ist am 29. November 2026 nach fast zwei Jahrzehnten das Mozarteumorchester Salzburg wieder im Brucknerhaus zu Gast – nicht nur das älteste Symphonieorchester Österreichs (ein Jahr 24
älter als die Wiener Philharmoniker), sondern mit seiner unverwechselbaren Klangkultur zugleich eine absolute Spitzenwahl für das Repertoire der Wiener Klassik und Frühromantik. Am Pult steht der italienische Originalklangspezialist Giovanni Antonini, der mit seinen bahnbrechenden Haydn- und Schubert-Dirigaten immer wieder aufs Neue beweist, wie revolutionär und modern historisch informierte Interpretationen klingen können. Auf dem Programm steht neben der Symphonie Nr. 25 G-Dur von Michael Haydn, für die Wolfgang Amadé Mozart womöglich für ein Konzert in Linz eine Einleitung komponierte, Franz Schuberts ›kleine C-Dur‹Symphonie Nr. 6. »Sie passt in kein Schema«, befand der Musikwissenschaftler Alfred Einstein über das Werk, das Einflüsse von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Gioachino Rossini in sich vereint. Mit Haydns Violinkonzert »fatto per il Luigi« und Beethovens Romanze für Violine und Orchester Nr. 1 G-Dur übernimmt Geiger Dmitry Smirnov an diesem Sonntagmorgen gleich zwei Solopartien. Auf die unkonventionellen, nie langweiligen Interpretationen, mit denen Smirnov als ›Enfant terrible‹ der Violine in den letzten Jahren unter anderem als Gewinner des ARD Musikwettbewerbs Furore machte, darf man jetzt schon gespannt sein!
Detaillierte Infos zur Kinderbetreuung bei den Sonntagsmatineen
Mit der ganzen Familie ins Brucknerhaus
Mozarteumorchester Salzburg
So, 29. Nov 2026, 11:00 Großer Saal
Antonini, Smirnov & Mozarteumorchester Salzburg Michael Haydn Symphonie Nr. 25 G-Dur MH 344 mit Einleitung von Wolfgang Amadé Mozart (KV 444) Joseph Haydn Konzert für Violine und Orchester C-Dur Hob. VIIa:1 »fatto per il Luigi« Ludwig van Beethoven Romanze für Violine und Orchester Nr. 1 G-Dur op. 40 Franz Schubert Symphonie Nr. 6 C-Dur D 589 Dmitry Smirnov | Violine Mozarteumorchester Salzburg Giovanni Antonini | Dirigent
So, 31. Jän 2027, 11:00 Großer Saal
Queyras & Stuttgarter Kammerorchester Joseph Haydn Symphonie Nr. 36 Es-Dur Hob. I:36 Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 D-Dur Hob. VIIb:2 Carl Philipp Emanuel Bach Konzert für Violoncello und Orchester A-Dur H. 439 Wolfgang Rihm Nachtordnung. 7 Bruchstücke für 15 Streicher Stuttgarter Kammerorchester Jean-Guihen Queyras | Violoncello & Leitung
Beim nächsten Termin am 31. Jänner 2027 ist ein weiterer Ausnahmekünstler mit gleich zwei Solokonzerten auf der Bühne zu erleben: Cellist Jean-Guihen Queyras ist für seine technische Perfektion und seine absolute Hingabe an die Musik gleichermaßen bekannt. Seine Philosophie: Wenn sich die innere Motivation von Komponist:in, Interpret:in und Publikum in Einklang befinden, entsteht ein gelungenes Konzert. Mit diesem Anspruch bringt er gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester ein vielseitiges Programm in ungewöhnlicher Dramaturgie auf die Bühne: In der ersten Konzerthälfte stehen sich Joseph Haydns Symphonie Nr. 36 Es-Dur, die sich durch solistische Passagen für Violine und Violoncello im zweiten Satz auszeichnet, und Carl Philipp Emanuel Bachs leidenschaftlich-dramatisches Konzert für Violoncello und Orchester A-Dur H. 439 gegenüber. In der zweiten Hälfte trifft Haydns Violoncellokonzert Nr. 2 auf Wolfgang Rihms Komposition Nachtordnung aus dem Jahr 1976: »Nachtordnung ist mir Traumlogik; einer der in der Nachtordnung lebt, ihren Gesetzen unterworfen ist, hat eine Grenze überschritten, er hört in sich hinein, unverwundbar… [...] Dieses Stück entstand, indem es sich folgte und trotzdem versucht: aufzubrechen.« (Wolfgang Rihm) Tipp: Jean-Guihen Queyras ist bereits am 10. Dezember 2026 bei einem Kammermusikabend mit Isabelle Faust und Tabea Zimmermann im Brucknerhaus zu erleben ! Mehr dazu auf Seite 30. 25
Orgel – Oper – Orchester Was haben das komplexe Instru ment Orgel, das Gesamtsinnes erlebnis Oper und der vielseitige Klangkörper des Orchesters miteinander zu tun? von Martin Riccabona Auf den ersten Blick mag diese Alliteration ein wenig befremden. Betrachtet man die Orgel jedoch in ihrem Umfeld des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, ergeben sich interessante Verbindungen: Beginnend in Frankreich und England tritt die Orgel neben ihrer kirchlichen ›Karriere‹ einen Siegeszug durch weltliche Einrichtungen an: private Häuser, Wohnungen und Salone, Konzertsäle, Rathäuser, Schulen, Kaufhäuser (!) und mitunter auch Opernhäuser werden mit Orgeln ausgestattet. Richard Wagner ließ etwa für das Bayreuther Festspielhaus 1876 eine speziell auf die Ouvertüre zum Rheingold abgestimmte kleine Orgel erbauen. In den Konzerthäusern wurde die Orgel sowohl integraler Bestandteil des orchestralen Klangapparats als auch nach und nach als Soloinstrument im Dialog mit dem Orchester etabliert. Der Hauptgrund für diesen Orgelboom lag aber in der Tatsache, dass man mit der Orgel als mit Händen und Füßen gespieltes ›Ein-MannOrchester‹ in der Lage war, größer besetzte Werke für den Hausgebrauch in Form von Transkriptionen wiederzugeben. Neben Kammermusik und symphonischen Orchesterwerken waren es Auszüge aus Opern, die 26
besonders gerne gespielt und gehört wurden. Baron Albert de l’Espée etwa ließ sich in seinem Pariser Anwesen und dem baskischen Château d’Ilbarritz monumentale Orgeln bauen, um an ihnen Musik Richard Wagners spielen zu können. In den englischen Town Halls schossen an üppig dimensionierten Orgeln Konzerte aus dem Boden, die sich großer Beliebtheit erfreuten und vor allen Dingen leistbar – oft sogar kostenlos – waren. Für dieses Genre etablierte sich ein eigenes Virtuosentum, an dessen Spitze Edwin Henry Lemare anzusiedeln ist, der zahlreiche wirkungsvolle Transkriptionen anfertigte, mit denen er auf seinen weltweiten Konzertreisen große Erfolge feierte. In Frankreich wollte man die neu entwickelte Orchestralität der Orgel lieber zur Schaffung neuer genuiner Orgelmusik nützen. So entstand die Gattung der Orgelsymphonie, zu der César Franck, allen voran aber Charles-Marie Widor sowie sein Schüler Louis Vierne gewichtige Beiträge lieferten. Dabei entstand eine Musik, die sowohl im Konzertsaal als auch in der Kirche funktionierte – Letzteres war unabdingbar, da Frankreich nur vereinzelt über Konzertsaalorgeln verfügte. Wieder anders ging Franz Liszt in seiner Weimarer Zeit vor, als er Orgelmusik schuf, die ziemlich rigoros mit der deutschen Orgeltradition brach. Seine monumentale Orgelfantasie Ad nos, ad salutarem undam (übrigens über ein Thema aus einer Oper Giacomo Meyerbeers!) ist am ehesten als Symphonische Dichtung anzusprechen,
Saison 26–27 Hermann Schneider & Martin Riccabona
Mi, 27. Jän 2027, 19:30 Großer Saal
Hermann Schneider & Martin Riccabona Orgel – Oper – Orchester Werke von Richard Wagner, Engelbert Humperdinck, Franz Liszt, Charles-Marie Widor Hermann Schneider | Sprecher Martin Riccabona | Orgel
deren Liszt einige weitere für Orchester komponierte, darunter auch zu Orpheus, dem mythologischen Unterweltreisenden, dessen Geschichte mehrfach als Opernsujet benutzt wurde. All das verbinden Hermann Schneider und ich bei unserem gemeinsamen Auftritt im Jänner: Wie in einem klassischen Symphoniekonzert erklingt im zweiten Teil des Konzerts die 5. Orgelsymphonie von Widor, deren abschließende Toccata seit Jahrzehnten zu den Spitzenreitern der ›Orgelcharts‹ gehört und auch weniger orgelaffinen Hörer:innen ein Begriff sein dürfte. Die Symphonie besteht aus überaus farbiger, mitreißender und eingängiger Musik. Ein wahrer Glücksfall für die Orgel! Im ersten Teil hingegen steht Opernmusik auf dem Programm: Auf Wagners spektakuläre Ouvertüre zum Fliegenden Holländer folgt die ›Engelsszene‹ (»Abends will ich schlafen gehen«) aus Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel, beides in der Bearbeitung des erwähnten Edwin Henry Lemare. Bei Liszts Symphonischer Dichtung Orpheus habe ich mich für die Transkription aus der Feder von Louis Robilliard entschieden, die den Orgelsatz dichter und effektvoller klingen lässt als Liszts eigene Bearbeitung. Die ausgesprochen ›orchestral‹ disponierte Orgel des Brucknerhauses ist die ideale Partnerin in crime, um diese Musik farbenreich und flexibel auszugestalten. Wie immer bin ich als ›Hausorganist‹ unsagbar glücklich, dieses wunderbare Instrument spielen zu dürfen!
Hermann Schneider, Intendant des Linzer Musiktheaters, ist für mich der perfekte Partner, der es versteht, auf fesselnde Weise die zugrundeliegenden Sujets moderierend vorzustellen und zu einem Ganzen zu verweben. Kaum jemand vermag es, Geschichten, Geschichte und Geschichtetes so faszinierend zu erzählen. Wie kam es zu dieser Kooperation? Unsere beiden Familien sind in der Evangelischen Pfarrgemeinde an der Martin-Luther-Kirche aktiv, außerdem wohnen wir nur einen Katzensprung voneinander entfernt. Für die damals gerade frisch in Linz gelandete Familie Schneider/Thielemann durfte ich vor etwas mehr als zehn Jahren die Taufe ihrer Tochter musikalisch ausgestalten. Seitdem sind wir einander freundschaftlich verbunden, haben manches miteinander erlebt und inspirierende Gespräche geführt. Kann es eine bessere Grundlage für eine gleichermaßen ungewöhnliche wie fruchtbare Zusammenarbeit geben? 27
Vernissage
Im Rahmen des Unterrichtsfachs ›Klang und Farbe‹ an der Landesmusikschule Kirchdorf setzten sich Kunstschaffende des Instituts ›Schön für besondere Menschen‹ mit Anton Bruckner und seiner Musik auseinander. Dabei entstand eine außergewöhnliche Werkserie von Porträt-Übermalungen, die mittlerweile viele Komponist:innen umfasst. Die Ausstellung wurde am 17. September von Hubert Nitsch und der Band Schön und Laut eröffnet. Die Kunstwerke können während der Öffnungszeiten des Service-Centers sowie bei Konzerten besichtigt werden. 28
Zur Architektur von Brigitte Kumpfmiller
Klang und
Denkmal ohne Dach-Schaden Fast unsichtbar und doch wirkungsvoll: Das denkmalgeschützte Brucknerhaus birgt ein Geheimnis und zeigt, dass es weit mehr kann, als nur ein ausnehmend schönes Konzerthaus zu sein. Eine kürzlich im Rahmen einer Initiative der Stadt Linz umgesetzte Energieeffizienzmaßnahme beweist, dass Denkmalschutz und Klimaschutz gut zusammenpassen. Während das Haus im Inneren seine Gäste empfängt, ermöglicht das Flachdach des Gebäudes noch eine ganz andere Nutzung: Auf über 1000 m² Fläche erzeugen dort 560 Solarmodule grünen Strom. Dieser neuen Errungenschaft ging eine Projektausarbeitung in engem Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt voraus. Ziel war es, den Interessen der Eigentümerin und Nutzer:innen so gut wie möglich nachzukommen und gleichzeitig die denkmalfachlichen Ziele zu erfüllen. So konnte im Rahmen eines Kompromisses erreicht werden, die untere, begehbare Dachfläche frei von PV-Modulen zu halten und eine adäquate Anlage auf der obersten Ebene über den beiden großen Sälen zu positionieren. Auf diese Weise gelang es, den Eingriff in die baukünstlerisch wertvolle Außenerscheinung des Objektes stark zu reduzieren. Das Brucknerhaus kann künftig einen Teil seines Strombedarfs über diese Anlage decken und bietet trotzdem noch die Möglichkeit, im Rahmen von Führungen die Dachterrasse zu begehen und von dort den uneingeschränkten Blick über die Stadt zu genießen.
Brigitte Kumpfmiller arbeitet als Fachreferentin im Bundesdenkmalamt
Saison 26–27 Kammermusik
Do, 10. Dez 2026, 19:30 Mittlerer Saal
Zu einer echten Supergroup haben sich Isabelle Faust, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras zusammengeschlossen: drei Ausnahmekünstler:innen, die auf beeindruckende Solist:innen karrieren zurückblicken können. von Romana Gillesberger
Isabelle Faust, Tabea Zimmermann & Jean-Guihen Queyras Zoltán Kodály Sonate für Violoncello solo h-Moll op. 8 Béla Bartók Sonate für Violine solo Sz. 117 György Ligeti Sonate für Viola solo Wolfgang Amadé Mozart Divertimento für Streichtrio Es-Dur KV 563 Isabelle Faust | Violine Tabea Zimmermann | Viola Jean-Guihen Queyras | Violoncello
High-EndKammermusik Ihr Konzert am 10. Dezember 2026 bietet die seltene Gelegenheit, die drei nicht nur solistisch, sondern auch gemeinsam musizierend zu erleben. Neben Mozarts selten gespieltem, weil höllisch schwerem Divertimento für Streichtrio Es-Dur KV 563 zeigen sie ihr Können mit Solowerken aus dem 20. Jahrhundert von Zoltán Kodály, Béla Bartók und György Ligeti. Am Beginn steht Kodálys Sonate für Violoncello solo op. 8, interpretiert von Jean-Guihen Queyras. Das 1915 entstandene Werk verbindet klassische Formarchitektur mit den Farben ungarischer Volksmusik. Leidenschaftliche Ausbrüche, ein von Trauergesängen inspiriertes Adagio und ein virtuoses Finale mit ungarischen Tänzen machen die Sonate zu einem ebenso kraftvollen wie facettenreichen Solowerk.
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Isabelle Faust
Isabelle Faust widmet sich anschließend Bartóks Sonate für Violine solo Sz. 117. 1944 für Yehudi Menuhin komponiert, knüpft das Spätwerk mit seiner viersätzigen Anlage und dem Tempo di ciaccona an die Tradition Johann Sebastian Bachs an, entwickelt daraus jedoch eine höchst eigenständige, von ungarischen Klangfarben und dichter Polyphonie geprägte Sprache. Zwischen kontrapunktischer Fuge, lyrischer Melodia und tänzerischem Presto lotet Bartók die Möglichkeiten der Violine bis an ihre Grenzen aus. Tabea Zimmermann schließlich spielt Ligetis Sonate für Viola solo. Das Werk ist eng mit der Bratschistin verbunden: Ligeti entwickelte die Idee dazu, nachdem er sie im Rundfunk gehört hatte und widmete ihr Hora Lungâ und Chaconne chromatique. Zimmermann brachte die vollständige Sonate 1994 im Theater der Stadt Gütersloh zur Uraufführung. In sechs höchst unterschiedlichen Sätzen entfaltet Ligeti eine faszinierende Klangwelt zwischen Volksmusikanklängen, rhythmischer Vertracktheit und virtuoser Mehrstimmigkeit. Im zweiten Teil des Konzerts bündeln die drei Ausnahmekünstler:innen schließlich ihre Kräfte: Mozarts Divertimento Es-Dur KV 563 gehört zu den anspruchsvollsten Werken für Streichtrio. 1788 komponiert, stellt es Violine, Viola und Violoncello konsequent auf eine Ebene und entfaltet in sechs Sätzen eine erstaunliche Fülle an musikalischen Charakteren – von kantabler Leichtigkeit über nachdenkliche Innigkeit bis zu tänzerischer Lebensfreude.
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Offen!
Bruckners Beste laden ein
Ob inspirierende Begegnungen mit Künstler:innen, spannende Gespräche mit dem künstlerischen Direktor und der Dramaturgie, exklusive Einblicke hinter die Kulissen oder gemeinsame Konzert abende: Bei Bruckners Beste wird Kultur zum persönlichen Erlebnis. Der Verein der Freund:innen und Förder:innen des Brucknerhauses Linz setzt sich mit Leidenschaft dafür ein, das Brucknerhaus Linz als offenen, lebendigen Kulturort weiterzuentwickeln.
Sa, 12. Dez 2026, 19:30 Großer Saal Treffpunkt: 18:00 bei der Kassa
Oberlinger, Brandt, Mields & Ensemble 1700 Italienische Weihnacht Di, 16. Feb 2027, 19:30 Mittlerer Saal Treffpunkt: 17:45 bei der Kassa
Ostanatolien trifft Oberösterreich Do, 11. Mär 2027, 19:00 Großer Saal Treffpunkt: 17:30 bei der Kassa
Gottfried & Concentus Musicus Wien 300 Jahre Matthäus-Passion Do, 8. Apr 2027, 19:30 Mittlerer Saal Treffpunkt: 18:00 bei der Kassa
Konstantin Krimmel, Maren Ulrich & Ammiel Bushakevitz Heinrich Heine – Schöne Wiege meiner Leiden Do, 10. Jun 2027, 19:30
Kostenlose Begrüßungspakete Der Konzertabend beginnt mit Bruckners Beste nicht erst mit dem ersten Ton. Ein kostenloses Rahmenprogramm verwandelt den Konzertbesuch in ein RundumErlebnispaket. Bei fünf ausgewählten Veranstaltungen lädt der Verein Besucher:innen dazu ein, noch intensiver in das Konzerthaus und die Musik einzutauchen. Das Paket umfasst jeweils • eine Kurzführung hinter die Kulissen des Brucknerhauses • einen gemeinsamen Besuch der Konzerteinführung • oder einige Kuriositäten und Anekdoten über das Bruckner haus am Stammtisch von Bruckners Beste • oder einen gemeinsamen Besuch des Pre-Concerts • sowie die Möglichkeit, den Abend nach dem Konzert in gemütlicher Runde im Restaurant BRUCKNER’S ausklingen zu lassen
Mittlerer Saal Treffpunkt: 18:00 bei der Kassa
Vincent Ong
Mehr Infos brucknersbeste.at 32
Dorothee Oberlinger
Ian Anderson
Posthof im Brucknerhaus Wenn der Posthof ins Brucknerhaus zieht, treffen musikalische Grenzgänger, große Namen und schlagfertige Entertainer auf einen der traditionsreichsten Konzertsäle der Stadt. Die Reihe Posthof im Brucknerhaus bringt dabei höchst unterschiedliche Klangwelten und Bühnen persönlichkeiten zusammen – von österreichischer Mundart über Progressive Rock und zeitgenössischen Pop bis zu Comedy. Den Auftakt machen am 11. & 12. November 2026 Pizzera & Jaus & folkshilfe: zwei österreichische Ausnahmekapellen, die sich für ihre gemeinsame Tour zammtun und Mundartmusi mit Herz, Hirn und Humor auf die Bühne bringen. Tradition und Gegenwart, Leidenschaft und Tiefgang verbinden sich zu einem Sound, der ebenso ehrlich wie unterhaltsam ist. Das Motto dazu könnte passender kaum sein: Hau di her & eine ins Leben! Eine Reise durch mehr als fünf Jahrzehnte Rockgeschichte folgt am 22. November mit Jethro Tull – The Curiosity Tour. Seit dem Debüt 1968 hat die britische Band um Ian Anderson Musikgeschichte geschrieben. Rock, Folk und barocke Anklänge verbinden sich mit Andersons unverwechselbarem
Mi, 11. & 12. Nov 2026, 20:00 Querflötenspiel. Die aktuelle Tour schlägt den Bogen von frühen Songs bis zu den jüngsten Ver öffentlichungen und macht die stilistische Entwicklung einer Band erlebbar, die sich über Jahrzehnte immer wieder neu erfunden hat. Zum Jahresausklang wird es poppig und festlich: RIAN lädt am 17. Dezember zur Weihnachtsshow. Der Kärntner verbindet deutschsprachigen Indie-Pop mit Comedy und gesellschaftlich relevanten Themen. Nach viralen Erfolgen wie Schwarzes Schaf und Verwandtschaftstreffen sowie dem Album Blumendisko verspricht seine Weihnachtsshow eine Mischung aus neuen Songs, Fan-Favoriten und spontanen Comedy-Momenten – Festtagsstimmung mit Gitarren statt Glühwein. Ins neue Jahr geht es mit Humor: Am 16. Jänner 2027 präsentiert Gernot Kulis sein neues Programm Ich kann nicht anders. Ob Familienchaos, schräge Reiseerlebnisse oder der Kampf mit der künstlichintelligenten Badezimmerwaage: Kulis nimmt die kleinen und großen Zumutungen des Lebens auf die Schaufel. Mit Tempo, Körpereinsatz und seiner »Kulis-Intelligenz« macht er aus Alltagskonflikten Comedy.
Großer Saal
Pizzera & Jaus & folkshilfe Tour ma uns zamm So, 22. Nov 2026, 20:00 Großer Saal
Jethro Tull The Curiosity Tour Do, 17. Dez 2026, 19:00 Großer Saa
RIAN Weihnachtsshow Sa, 16. Jän 2027, 20:00 Großer Saal
Gernot Kulis Ich kann nicht anders
Alle Programminfos im Detail finden Sie auf unserer Website
brucknerhaus.at 33
Italian Jazz Night Mittlerer Saal
Seine Kompositionen sind stark improvisatorisch geprägt, wobei nicht solistische Virtuosität, sondern die kollektive Dimension im Fokus steht: Emiliano D’Auria, Pianist von Brooklyn Bound, findet Inspiration in der mediterranen und afroamerikanischen Jazzkultur und lädt mit seiner amerikanisch-italienischen Formation dazu ein, tief in diese Musik hineinzuhören. Die Energie und Weite des amerikanischen Sounds verbinden sich mit der melodischen Sensibilität des Mittelmeerraums zu einem originellen und zeitgenössischen Klang, der aus der Begegnung unterschiedlicher Stile, Kulturen und Visionen entsteht.
Tipp
Di, 17. Nov 2026, 19:30
In der zweiten Konzerthälfte ist der Akkordeonist Luciano Biondini, der zu den großen Virtuosen seines Fachs zählt, mit einem Solokonzert zu erleben. Ausgebildet als klassischer Musiker, fand er 25-jährig zum Jazz und schließlich zu einer Tonsprache, in der die Leidenschaft zu den traditionellen Liedern seiner italienischen Heimat hörbar wird. Der vielseitige Musiker hat mit internationalen Größen wie Rabih Abou-Khalil und Michel Godard ebenso zusammengearbeitet wie mit den italienischen Jazzlegenden Enrico Rava und Javier Girotto sowie dem Schweizer Schlagzeuger Lucas Niggli.
Emiliano D’Auria
In welchem Jahr fand die Uraufführung von Ludwig van Beethovens berühmter 9. Symphonie statt? Senden Sie Ihre Antwort mit dem Betreff »Musikrätsel« bis spätestens 15. Dezember 2026 entweder postalisch an Brucknerhaus Linz, Marketing Gewinnspiel, Untere Donaulände 7, 4010 Linz oder per E-Mail an marketing@liva.linz.at. Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir dreimal zwei Karten für das Jazzkonzert mit dem Bill Frisell Trio am 19. Februar 2027 im Großen Saal.
Die Auflösung des Musikrätsels der letzten Ausgabe lautet: De profundis Die Gewinner:innen sind: Helma Landl, Linz Birgit Pack Gerald Wojak, Weyregg a. A. Wir gratulieren sehr herzlich!
Musikrätsel 34
Musik & Reisen
Schwetzingen, Kirschblüte im Schlosspark © stock.adobe
Advent in Dresden
+ Ausflug Meißen inkl. Porzellanmanufaktur, Dom & Albrechtsburg 4. - 7.12.2026 Bus ab Linz/Wels, zentrales ***Hotel/NF, Eintritte, RL € 1.080,– „Weihnachtsoratorium“ Frauenkirche ab € 56,– „La Bohème“ Semperoper ab € 144,–
Höhepunkte Sachsens: Leipzig - Dresden · Silvester
+ Silvester-Gala im Hotel in Dresden 29.12.26 - 2.1.2027 Bus ab Linz/Wels, ****Hotels/NF und Silvester-Gala, Eintritte, RL € 1.360,– „Großes Concert“ Gewandhaus Leipzig ab € 109,– „Die lustige Witwe“ Semperoper ab € 144,–
Osterfestspiele Baden-Baden
+ Kirschblüte im Schlosspark Schwetzingen + Ausflug Straßburg + „Blühendes Barock“ in Ludwigsburg + Schloss Schwetzingen + 200. Todestag von Beethoven 21. - 25.3.2027 Bus ab Linz/Wels, ****Hotel/NF und 1 Abendessen, Eintritte, RL € 1.290,– „Missa Solemnis“ Festspielhaus ab € 192,– „Fidelio“ Festspielhaus ab € 263,– „Schumann & Berlioz“ Festspielhaus ab € 192,–
Barcelona mit Ausflügen
+ Ausflüge nach Montserrat und Tarragona 13. - 17.5.2027 Flug ab Wien, Transfers, Ausflüge, ****Hotel/ NF, Eintritte, RL € 1.530,– „Jenůfa“ Liceu Barcelona - mit Asmik Grigorian und Nina Stemme - ML: Jonathan Nott ab € 141,–
OpernReise Leipzig - Berlin: Beethoven Festival
+ Kaffee und Kuchen im Reichstagsgebäude + Schifffahrt auf der Spree 20. - 25.5.27 Bus ab Linz/Wels, *** u. ****Hotels/NF und 1 Abendessen, Schifffahrt, Eintritte, RL € 1.390,– „Großes Concert mit Lang Lang“ Gewandhaus ab € 127,– „La forza del destino (Premiere)“ Staatsoper Unter d. Linden ab € 138,–
Hamburg mit Elbphilharmonie
+ Alster- und Hafenrundfahrt + Ausflug nach Lübeck inkl. Europ. Hansemuseum 16. - 20.4., 19. - 23.6.2027 Flug ab Wien, Transfers, Ausflug, zentrales ****Hotel/NF und Musik-Eintrittspaket und weitere Eintritte, Schifffahrten, RL ab € 1.640,– „Le nozze di Figaro“ Staatsoper Hamburg (1. Termin) „Philharmonisches Konzert“ Elbphilharmonie (1. Termin) „Ein Sommernachtstraum“ Kuppel Hamburg (2. Termin) „Philharmonisches Konzert“ Elbhilharmonie (2. Termin)
Kneissl Touristik Lambach, Linzer Straße 4, zentrale@kneissltouristik.at ☎ 07245 20700, kneissltouristik.at sab-reisen Linz-Urfahr, Lentia City ☎ 0732 908635 | sab-reisen Linz, Helmholtzstr./Interspar ☎ 0732 384229 | sab-reisen Linz, Linzerie ☎ 0732 774833
Nach dem Fluteman habe ich auch probiert, mit der Nase Flöte zu spielen.
Auf die Plätze, midi, los!
Das Beste war, als Gabor Vosteen mit fünf Flöten gleichzeitig spielte. Den Fluteman hab ich mir ganz anders vorgestellt, es war viel besser!
Im November und Dezember stehen große Orchesterklänge für junge Zuschauer:innen auf dem Programm. Eindrucksvolle Musikwerke treffen auf fantasie volle Geschichten und clowneske Elemente bis hin zu einem völlig neuen Saalsetting. von Malina Meier Vielleicht erinnern sich die Brucknerhaus-Fans noch: Vor gut eineinhalb Jahren war Gabor Vosteen – besser bekannt als The Fluteman – bereits einmal im Brucknerhaus zu Gast. Im Mittleren Saal begeisterte er sowohl Volksschulklassen als auch Familien mit seinem Projekt Fluteman for Kids: ein mitsingender Saal, standing Ovations, laute Rufe nach Zugaben ... »Das Beste war, als Gabor Vosteen mit fünf Flöten gleichzeitig spielte« oder »Nach dem Fluteman habe ich auch probiert, mit der Nase Flöte zu spielen« – derart tolle Rückmeldungen kamen von Kindern nach ihrem Konzertbesuch.
Autogrammstunde
Und nun kommt Gabor Vosteen erneut nach Linz, diesmal aber mit einem noch größeren Projekt: Bei The Fluteman with Orchestra Show wird er vom Linzer Johann Strauss Ensemble unterstützt, Dirigent ist der Australier Matthew Toogood. Mit seiner einzigartigen Verbindung aus hochvirtuosem Blockflötenspiel und unterhaltsamer Bühnenshow wird Gabor Vosteen den Saal am Sonntag, dem 8. November, zum Staunen und Lachen bringen.
Gabor Vosteen 36
Junges
ck Brune r
haus Linz Markus Poschner
Als Ludwig van Beethovens 9. Symphonie zum ersten Mal aufgeführt wurde, hatte er sein Hörvermögen nahezu vollständig verloren. Die Vorstellung, dass ein Mensch Musik schreibt, ohne hören zu können, wie diese klingt, ist schon außergewöhnlich. Die 9. Symphonie ist nicht nur musikalisch unglaublich faszinierend, auch ihr Inhalt, der Wunsch nach Frieden und Gemeinsamkeit, ist in heutigen Zeiten aktueller denn je. Am Sonntag, dem 20. Dezember, wird das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung seines Chefdirigenten Markus Poschner Teile der Symphonie in der Reihe midi.music aufführen. Neben den Orchesterstimmen gibt es auch Chorpassagen in dem Werk, der Text »Alle Menschen werden Brüder« beruht auf einem Gedicht von Friedrich Schiller. »In der berühmten Vision ›Alle Menschen werden Brüder‹ verdichtet sich eine Idee, die weit über Musik hinausreicht – ein Traum von Gemeinschaft, von Freiheit und von einer Welt, in der der Mensch dem Menschen ohne Angst voreinander und gegenseitigem Respekt begegnet«, so Dirigent Markus Poschner über die 9. Symphonie.
midi.
music 6+
So, 8. Nov 2026, 11:00 & 15:30 Großer Saal
The Fluteman with Orchestra Show
Im Brucknerhaus Linz wird die Musik in eine Geschichte von Freundschaft und Magie eingebettet, wenn eine Winterelfe (Anna Bárbara Bonatto) im Großen Saal landet und sich auf die Suche nach neuen Freund:innen macht. Einmalig wird das Konzert zudem durch ein neues Saalsetting, bei dem das Orchester von der Bühne in den Saal rückt und somit direkt beim Publikum Platz nimmt. Durch freie Platzwahl können sich die Zuschauer:innen ihren Lieblingsplatz suchen und sind so mittendrin im Konzertgeschehen.
Anna Bárbara Bonatto
Kreativstatio ne in den Foyers n ab 10:00 Uhr Familienfreu ndliche Speisen im Restaurant BRUCKNER’S ab 12:00 Uhr
So, 20. Dez 2026, 11:00 & 15:30 Großer Saal
Ode an die Freunde
Mit freundlicher Unterstützung der
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Wer ist hier der Boss? Am 15. Jänner 2027 freuen wir uns auf das Spiel.Raum-Konzert Boss der niederländischen Kompagnie Oorkaan. Bereits zum vierten Mal kooperiert das Junge Brucknerhaus Linz mit Oorkaan (Cellohelden, Whoop, Whoops!, Viva Banana), doch was ist Oorkaan und wer steckt dahinter? von Anna Dürrschmid Oorkaan beschreibt seine Arbeit so: »Oorkaan bereichert so viele kleine und große Ohren wie möglich mit der unendlichen Welt der Musik. Musik ist von und für alle. Man kann Musik verstehen, ohne ein Wort zu sagen. Sie berührt, inspiriert oder irritiert, lässt einen aber vor allem nie unberührt. Musik schafft Raum für Fantasie und Staunen. Und wenn Musik gemeinsam in einem Live-Auftritt erlebt wird, verbindet Musik Menschen.«
oorkaan.nl
Caecilia sen Thunnis
Gu Jazzy Salamo Trio n
Direktorin und künstlerisches Mastermind hinter Oorkaan ist Caecilia Thunnissen, die sich mit Oorkaan seit zwanzig Jahren auf Musik für junges Publikum spezialisiert hat und Projekte auf international höchstem Niveau schafft. Caecilia Thunnissen entwickelte dabei die ›Oorkaan-Methode‹. Diese Methode bestimmt Oorkaans eigene künstlerische Signatur, bei der alle Interpret:innen Musiker:innen sind und die Musik im Mittelpunkt steht. Auch bei Boss werden drei Musiker ganz ohne Sprache, jedoch mit viel Musik und ihren Instrumenten und Bewegungen dem jungen Publikum eine Geschichte vermitteln. Es geht darum, wer bei einem Trio eigentlich den Takt und die Tonart angibt? Dabei ist die Musik noch nicht einmal notiert, sondern entsteht erst im Moment! Auf Trompete, Kontrabass und Schlagzeug geht das Guy Salamon Trio dieser Frage nach und versucht herauszufinden, was passiert, wenn plötzlich niemand der Boss sein will.
Kalender Nov 26–Jän 27 So, 8. Nov 11:00 & 15:30
Sa, 21. Nov 10:30
Antons Kidsclub midi.music 6+ Familienführung 6+ The Fluteman with 0-99
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Guidos Geige mit Violinist Guido Sant`Anna
Orchestra Show
Fokus Orgel mit Martin Riccabona
Di, 15. Dez 16:00
Sa, 19. Dez 10:30
GS
Ö
Di, 3. Nov 16:00
Antons Kidsclub Familienführung 0-99 6+ Fokus Konzerterlebnis Weihnachtslieder aus aller Welt
mit einer Dolmetscherin in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS)
So, 20. Dez 11:00 & 15:30
Fr, 15. Jän 9:00 & 10:30
midi.music 6+
Volksschulkonzerte
Ode an die Freunde
Boss
Junges
»Musik ist von und für alle. Man kann Musik verstehen, ohne ein Wort zu sagen. Sie berührt, inspiriert oder irritiert, lässt einen aber vor allem nie unberührt.«
ck Brune r
haus Linz
Oorkaan
ug): n (Schlagze Guy Salamo ht e g m Projekt »Bei unsere ruppendynamies darum, Gschaft, Hierarchie, ken, Freund keit und verig Gleichrang ypen von AnfühT e n e d ie n zu sch d Chef:inne rer:innen un erkunden.«
Oorkaan einer lamon: Guy Sa be während mre »Ich ha lischen Karrie emusika schon Musik g d in immer en, die das Kins ich schrieb r das Kind, da ist mir odespricht. Musik klare war, an nz starke und tion a eine gaer Kommunik um ist k d li b Form s junge Pu und da en dafür.« total off
Spiel. Raum 6+
Jochem Sta venuiter (R egie): »Ich habe d ie Geschichte Boss geme für Musikern e insam mit den n habe ich d twickelt. Dabei beim Prob as Trio ganz genau e mich auch n beobachtet und Welt, in de von der absurden beeinfluss r wir heute leben, en lassen.«
Sa, 16. Jän 2027, 11:00 Mittlerer Saal
Boss
auch als Volksschulko nzer am 15. Jänner t Guy Salamon Jazz Trio um 9:00 und Guy Salamon | Schlagzeug 10:30 Uhr
Alistair Payne | Trompete Ton Felices | Kontrabass Jochem Stavenuiter | Regie
Details zu allen Angeboten des Jungen Brucknerhauses
Sa, 16. Jän 11:00
Di, 19. Jän 16:00
Spiel.Raum 6+
Antons Kidsclub Familienführung mini.music 3+ 6+ 0-99 Antonella will
Boss
Ludwig lebe hoch!
Sa, 23. Jän 10:30
Sa, 23. Jän 14:00 & 16:00
Fokus Haustechnik Meer
So, 24. Jän 10:30, 14:00 & 16:00 mini.music 3+ Antonella will Meer
Fr, 29. Jän 10:00
Sa, 30. Jän 10:00 & 15:00
So, 31. Jän 15:00
Brucknerhäuschen 1+
Brucknerhäuschen 1+
Kooperationen
Piep
Piep
Der Familienkinderfasching ab 3 Jahren
Kalendarium Nov 26–Jän 27 Nov 26 Orgelführung
2 mit Organist Martin Riccabona
Mo, 18:00
Großer Saal
ZUSATZANGEBOTE
Geige 3 Guidos mit Violinist Guido Sant’Anna
Di, 16:00
Treffpunkt Kassenfoyer
ANTONS KIDSCLUB 6+
& Jaus & Folkshilfe 11 & 12 Pizzera Tour ma uns zamm Mi & Do
Mehr 20:00 erfahren! Großer Saal Seite 33
Di, 19:30
Franck, Maurice Ravel, Karol Szymanowski Guido Sant’Anna | Violine Giorgi Gigashvili | Klavier
STARS VON MORGEN
Die Nacht der Filmmusik
3 Klassik Radio Live in Concert 2026
Di, 20:00 Großer Saa
Euro Klassik GmbH
Fr, 18:00
Foyer Mittlerer Saal
Do, 18:00
MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER
String Quartet 13 Danish Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett
Fr, 19:30
Mittlerer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal
GASTVERANSTALTUNG
Sabine Rechberger | Leitung CHOR FÜR ALLE
Classics I 5 AK Werke von Lili Boulanger, Jacques Ibert,
Do, 19:00
Großer Saal
Nikolai Rimski-Korsakow Bruckner Orchester Linz Andrea Dusleag | Flöte Yin-Chen Lin | Dirigentin
Arbeiterkammer OÖ GASTVERANSTALTUNG
Helge Schneider & Band
6 Ellebogen vom Tich – Tournee 2026
Fr, 20:00
Großer Saal
»Aufgeigen.at« Künstler und Veranstaltungs GmbH
Sa, 19:30
14 Nachtschwärmer Konzertball 2026
Sa, 20:00
19:00 Einlass Ganzes Haus
Di, 19:30
Mittlerer Saal Mehr erfahren! Seite 34
Großer Saal Mehr erfahren! Seite 32
Amadé Mozart, Georg Philipp Telemann, Ennio Morricone u. a. Gabor Vosteen | Blockflöten & Schauspiel Johann Strauß Ensemble Matthew Toogood | Dirigent Ines Hu | Regie MIDI.MUSIC 6+
Militärmusik OÖ 9 Galakonzert Militärmusik OÖ
Mo, 19:30
Großer Saal
GASTVERANSTALTUNG
Italian Jazz Night
Emiliano D’Auria Brooklyn Bound Philip Dizack | Trompete Lucas Pino | Altsaxofon Emiliano D’Auria | Klavier & Komposition Jacopo Ferrazza | Kontrabass Joe Dyson | Schlagzeug Luciano Biondini | Akkordeon
& 18 Mäkelä Royal Concertgebouw Orchestra
Mi, 19:00 (!)
Großer Saal 18:15 Vorspiel Mittlerer Saal nach dem Konzert Nachspiel Foyer Großer Saal
Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 7 d-Moll op. 70 Béla Bartók: Herzog Blaubarts Burg. Oper in einem Akt Sz 48 Konzertante Aufführung in ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln Jennifer Johnston | Mezzosopran Gerald Finley | Bassbariton Royal Concertgebouw Orchestra Klaus Mäkelä | Dirigent Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus
MUSIK UND LITERATUR
So, 11:00 15:30
KOOPERATIONEN
JAZZ
Per Anhalter durch die Galaxis
Fluteman with Orchestra Show 8 The Werke von Gioachino Rossini, Wolfgang
In Kooperation mit PT ART
Biondini & Emiliano D’Àuria 17 Luciano Brooklyn Bound
GASTVERANSTALTUNG
Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis & Musik Anna Mabo, Marie-Luise Stockinger, Bibiana Beglau, Valerie Pachner | Sprecherinnen Anna Mabo & die Buben Anna Mabo | Gesang & Gitarre Clemens Sainitzer | Violoncello Alexander Yannilos | Schlagzeug Irmgard Marboe | Violine & Gespräch Kalle Laar | Space is the Place: Sound und Image Interventionen
Nr. 14 Fis-Dur op. 142 Jonny Greenwood: Suite aus There Will Be Blood Nordic Folk Tunes, Eigenkompositionen und Arrangements des Danish String Quartet Danish String Quartet Rune Tonsgaard Sørensen | Violine Frederik Øland | Violine Asbjørn Nørgaard | Viola Fredrik Schøyen Sjölin | Violoncello KAMMERMUSIK
Mabo, Marie-Luise Stockinger, 7 Anna Bibiana Beglau & Valerie Pachner
Mittlerer Saal
Earth Shelters My Precious Self Leonie Grössl | Geige Santiago Ruedas | Klavier Daniel Neumann | Schlagzeug In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität
singen! 5 Einfach Der Chor für alle im Brucknerhaus
Mittlerer Saal
POSTHOF IM BRUCKNERHAUS
für 13 Pre-Concert Danish String Quartet
Sant’Anna & Giorgi Gigashvili 3 Guido Werke von Robert Schumann, César
Mittlerer Saal
In Kooperation mit dem Posthof Linz
GROSSE ORCHESTER
Suaves 19 Voces Stabat Mater
Do, 19:30 Alter Dom Linz
Werke von Domenico Scarlatti, Alessandro Scarlatti, Gregorio Allegri, Antonio Lotti Voces Suaves Michele Vannelli | Orgel & Leitung CHORKONZERTE
get visible – 20 Let’s Female Empowerment Festival
Fr, 8:30– 19:00
Ganzes Haus
Carolin Anne Female Business GASTVERANSTALTUNG
– Fokus Orgel 21 Familienführung mit Organist Martin Riccabona
40
Sa, 10:30
Treffpunkt Kassenfoyer
FAMILIENFÜHRUNGEN
Schmitz Gypsy Trio 22 Zoran Zoran Schmitz | Gitarre
So, 11:00
Restaurant BRUCKNER’S Brunch.
Johannes Mandl | Gitarre Miha Lampe | Kontrabass
So, 20:00
Großer Saal
POSTHOF IM BRUCKNERHAUS
Annett Louisan – Sehnsucht
23 Live 2026
Mo, 19:30
Großer Saal
25
Mi, 19:30
Großer Saal
Großer Saal
Herbstkonzert des Linzer Konzertvereins 2026 Linzer Konzertverein GASTVERANSTALTUNG
voestalpine Blasorchester GASTVERANSTALTUNG
27 Auszüge aus
Großer Saal
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47 Bruckner Orchester Linz Alondra de la Parra | Dirigentin [in englischer Sprache] KOST-PROBEN
Caesarea 27 Musica Fux’ Sonate à 3
Fr, 19:30
Mittlerer Saal
Johann Joseph Fux: Sonate à 3 für 2 Violinen, Violone und Basso continuo Ars Antiqua Austria Gunar Letzbor | Violine & Leitung ARS ANTIQUA AUSTRIA
28 #ZWEI Alondra
Sa, 19:30
Großer Saal 18:45 Einführung Die Rote Couch Großer Saal
Werke von Gabriela Ortiz, Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Dmitri Schostakowitsch Raphaela Gromes | Violoncello Bruckner Orchester Linz Alondra de la Parra | Dirigentin Kooperation OÖ Theater und Orchester GmbH und Brucknerhaus Linz BRUCKNER ORCHESTER LINZ
für 1 Pre-Concert Connor Roham
Di, 18:00
Foyer Mittlerer Saal
Großer Saal 10:15 Einführung Mittlerer Saal Kinderbetreuung Mehr erfahren! Seite 24
Michael Haydn: Symphonie Nr. 25 G-Dur MH 344 mit Einleitung von Wolfgang Amadé Mozart (KV 444) Joseph Haydn: Konzert für Violine und Orchester C-Dur Hob. VIIa:1 »fatto per il Luigi« Ludwig van Beethoven: Romanze für Violine und Orchester Nr. 1 G-Dur op. 40 Franz Schubert: Symphonie Nr. 6 C-Dur D 589 Dmitry Smirnov | Violine Mozarteumorchester Salzburg Giovanni Antonini | Dirigent Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus SONNTAGSMATINEEN
Stummfilme 29 Winterliche mit Orgelimprovisation
So, 17:00
Großer Saal 16:00 Tee & Kaffee 16:30 Konzerteinführung
Florian C. Reithner | Orgel ORGELMUSIK ZUR TEATIME
Duo Saphía Sarah Handsteiner | Sopran Ann-Sophie Leibl | Romantische Gitarre In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER
Roham 1 Connor Werke von Ludwig van Beethoven,
Di, 19:30
Mittlerer Saal
Franz Liszt, Frédéric Chopin Connor Roham | Klavier
C. BECHSTEIN KLAVIERABENDE
Advent 2 Salzburger Staad wird's!
Mi, 20:00
Großer Saal
Konzertdirektion Schröder GmbH GASTVERANSTALTUNG
& 3 Altinoglu Wiener Philharmoniker
Do, 19:30
Großer Saal 18:45 Vorspiel Mittlerer Saal nach dem Konzert Nachspiel Foyer Großer Saal
Wolfgang Amadé Mozart: Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550 Henri Dutilleux: Métaboles Maurice Ravel: Bolero M. 81 Wiener Philharmoniker Alain Altinoglu | Dirigent Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus GROSSE ORCHESTER
Panzer 4 Paul Schöne neue Welt – Welcome to Hell
Fr, 20:00
Großer Saal
Hoanzl Agentur GmbH GASTVERANSTALTUNG
Chor Adventsingen 5 Bachl A Liacht, des uns Friedn schenkt
Sa, 15:00
Großer Saal
Bachl Chor GASTVERANSTALTUNG
Markovics & Eggner Trio 5 Karl Nikolai Gogols Der Mantel
Sa, 19:30
Mittlerer Saal
Smirnov & 29 Antonini, Mozarteumorchester Salzburg
So, 11:00
GASTVERANSTALTUNG
Dez 26
GASTVERANSTALTUNG
Schostakowitschs Fünfte
Fr, 12:30
Großer Saal
Show Factory Entertainment GmbH
& Sound 26 Steel voestalpine Blasorchester
Do, 19:30
Mo, 19:30
BRUCKNER’S JAZZ
Tull 22 Jethro The Curiosity Tour
Mehr erfahren! Seite 33
Musical Story of Elvis 30 The NXP Veranstaltungsbetriebs GmbH
Nikolai Gogol: Der Mantel. Novelle verschränkt mit Dmitri Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 1 c-Moll op. 8 Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 Karl Markovics | Sprecher Eggner Trio Georg Eggner | Violine Florian Eggner | Violoncello Christoph Eggner | Klavier MUSIK UND LITERATUR
Classics II 9 AK Georg Friedrich Händel: Der Messias, HWV 56,
Mi, 19:00
Großer Saal
in gekürzter Fassung Johanna Falkinger | Sopran Alois Mühlbacher | Altus Manuel Günther | Tenor Daniel Gutmann | Bass
Chorus sine nomine Concerto Stella Matutina Johannes Hiemetsberger | Leitung Arbeiterkammer OÖ GASTVERANSTALTUNG
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Kalendarium Nov 26–Jän 27 Dez 26 für 10 Pre-Concert Isabelle Faust, Tabea Zimmermann &
Do, 18:00
Foyer Mittlerer Saal
Jean-Guihen Queyras
MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER
Faust, Tabea Zimmermann & 10 Isabelle Jean-Guihen Queyras
Do, 19:30 Mehr erfahren! Seite 30
Fr, 18:00
Foyer Mittlerer Saal
Duo Haikai Lorenzo Manquillet | Marimba Ivan Oesinger | Marimba In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität
Mittlerer Saal
für 18 Pre-Concert Lucas Debargue
In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER
Debargue 18 Lucas Maurice Ravel: Sonatine M. 40
Fr, 19:30
Mittlerer Saal
Werke von Zoltán Kodály, Béla Bartók, György Ligeti, Wolfgang Amadé Mozart Isabelle Faust | Violine Tabea Zimmermann | Viola Jean-Guihen Queyras | Violoncello
Sa, 18:00
Foyer Mittlerer Saal
Ensemble 1700
Ensemble Spectrum Alexandra Bláhová | Barockoboe Huai-Hsin Chang | Blockflöte Huang-Hsi Tseng | Barockvioline Yohei Suzuki | Barockfagott Jesselyn Wang Wey Yee | Cembalo In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER
Brandt, Mields & 12 Oberlinger, Ensemble 1700
Sa, 19:30
Großer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal Mehr erfahren! Seite 8
– 19 Familienführung Fokus Konzerterlebnis
Sa, 10:30
Treffpunkt Kassenfoyer
So, 11:00 15:30
Großer Saal Mehr erfahren! Seite 4
So, 20:00
Großer Saal
Neumann-Wolff Media u. Vertrieb GmbH GASTVERANSTALTUNG
15 Weihnachtslieder aus aller Welt
Di, 16:00
Treffpunkt Kassenfoyer
ANTONS KIDSCLUB 6+
Di, 19:30
Mi, 12:30
Großer Saal
kleine Silvesterkonzert 31 Das Falkinger & Ensemble Castor
Do, 16:00
Mittlerer Saal Mehr erfahren! Seite 10
Mittlerer Saal
Sabine Rechberger | Leitung CHOR FÜR ALLE
17 RIAN Weihnachtsshow
Do, 19:00 Großer Saal Mehr erfahren! Seite 33
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POSTHOF IM BRUCKNERHAUS
Werke von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach Johanna Rosa Falkinger | Sopran Ensemble Castor Petra Samhaber-Eckhardt | Violine Claudia Delago-Norz | Violine Hana Hobiger | Viola Philipp Comploi | Violoncello Barbara Fischer | Violone Erich Traxler | Cembalo KONZERTE ZU FESTZEITEN
MUSIK DER VÖLKER
Do, 18:00
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 Hard-Chor Linzer Jeunesse Chor Bruckner Orchester Linz Markus Poschner | Dirigent KOST-PROBEN
Ľudová hudba Leoša Farkaša Stabile Saitenlage
singen! 17 Einfach Der Chor für alle im Brucknerhaus
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 Anna Bárbara Bonatto | Schauspiel & Tanz Hard-Chor Bruckner Orchester Linz Markus Poschner | Dirigent Anna Dürrschmid, Malina Meier | Konzept
Neunte 30 Beethovens Auszüge aus
trifft 15 Slowakei Oberösterreich
Mittlerer Saal
FAMILIENFÜHRUNGEN
MIDI.MUSIC 6+
KONZERTE ZU FESTZEITEN
Music of Queen Live 13 The Tour 2026
mit einer Dolmetscherin in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS)
an die Freunde 20 Ode Auszüge aus
Pastorale
Werke von Arcangelo Corelli, Alessandro Marcello, Alessandro Scarlatti, Antonio Vivaldi u. a. Matthias Brandt | Sprecher Dorothee Mields | Sopran Ensemble 1700 Li Piffari e le Muse Dorothee Oberlinger | Blockflöte & Leitung
Jeux d’eau M. 30 Lucas Debargue: 20 Concert Variations and Finale on Gershwin’s »Summertime« from Porgy & Bess Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung. Erinnerungen an Viktor Hartmann Lucas Debargue | Klavier KLAVIERRECITALS
KAMMERMUSIK
für 12 Pre-Concert Oberlinger, Brandt, Mields &
Flötenquartett Chats Elena Zakrajšek Janevski, Pina Berk, Larisa Kotnik, Nika Jeraj | Flöte
große Silvesterkonzert 31 Das Sabaini, Eloff & Philharmonices mundi
Do, 19:30
Großer Saal Mehr erfahren! Seite 10
Werke von Carl Maria von Weber, Johann Strauss (Sohn), Giuseppe Verdi, Franz von Suppè, Charles Gounod, Josef Strauss Erica Eloff | Sopran Philharmonices mundi Josef Sabaini | Dirigent KONZERTE ZU FESTZEITEN
Jän 27
1 Neujahrskonzert Beethovens Neunte
Fr, 17:00
Großer Saal Mehr erfahren! Seiten 6 & 14
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 Susanne Bernhard | Sopran Katrin Wundsam | Mezzosopran Sebastian Kohlhepp | Tenor Rafael Fingerlos | Bariton Hard-Chor Linzer Jeunesse Chor Bruckner Orchester Linz Markus Poschner | Dirigent KONZERTE ZU FESTZEITEN
Neujahrskonzert
2 Pensionistenverband OÖ
Sa, 10:00 14:30
GASTVERANSTALTUNG
Großer Saal
Neujahrskonzert
2 Beethovens Neunte
Mehr erfahren! Seiten 6 & 14
Sa, 19:30
Großer Saal
Details siehe 1. Jänner KONZERTE ZU FESTZEITEN
Die Nacht der Musicals
5 Broadway Musical Dance Company
Di, 20:00
Großer Saal
8
Fr, 20:00 19:00 Einlass Ganzes Haus
Konzertdirektion Schröder GmbH GASTVERANSTALTUNG
Maturaball der Kreuzschwestern Linz Ballkomitee Kreuzschwestern Linz GASTVERANSTALTUNG
Maturaball der HTL 1 Goethestraße
9 Ballkomitee der HTL 1
Sa, 20:00 19:00 Einlass Ganzes Haus
GASTVERANSTALTUNG
Kristan 13 Alex Born to be child
Mi, 19:30
Großer Saal
FG Event Productions OG GASTVERANSTALTUNG
Boss
15 Guy Salamon Jazz Trio
Fr, 9:00 10:30
Mittlerer Saal
Guy Salamon | Schlagzeug Alistair Payne | Trompete Ton Felices | Kontrabass Jochem Stavenuiter | Regie
Kulis 16 Gernot Ich kann nicht anders
Sa, 20:00
Großer Saal
Maurer Trio & 17 Anna Christian Maurer
So, 11:00
Restaurant BRUCKNER’S Brunch
surprise 17 Concert Bernhard Prammer | Orgel
So, 17:00
Großer Saal 16:00 Tee & Kaffee 16:30 Konzerteinführung
Großer Saal 18:45 Vorspiel Mittlerer Saal nach dem Konzert Nachspiel Foyer Großer Saal
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73 Robert Schumann: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 ›Rheinische‹ Kirill Gerstein | Klavier Bamberger Symphoniker Jakub Hrůša | Dirigent Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus
Mo, 18:00
Großer Saal
Sa, 11:00
Mittlerer Saal Mehr erfahren! Seite 34
Guy Salamon | Schlagzeug Alistair Payne | Trompete Ton Felices | Kontrabass Jochem Stavenuiter | Regie Eine Produktion von Oorkaan SPIEL.RAUM 6+
ORGELFÜHRUNGEN
lebe hoch! 19 Ludwig ANTONS KIDSCLUB 6+
Di, 16:00
Treffpunkt Kassenfoyer
Senior:innenball der Stadt Linz 21 48. LIVA in Kooperation mit der Stadt Linz
Do, 14:00
13:00 Einlass Ganzes Haus
GASTVERANSTALTUNG
22 4.Oberösterreichischer Musikantenball
Fr, 20:00
OÖ Volksliedwerk
19:00 Einlass Ganzes Haus
GASTVERANSTALTUNG
– 23 Familienführung Fokus Haustechnik
Sa, 10:30
Treffpunkt Kassenfoyer
FAMILIENFÜHRUNGEN
will Meer 23 Antonella Juliana Haider | Antonella
Sa, 14:00 16:00
Mittlerer Saal
Die Hawaras Nikolaus Zierotin | Violine Richard Seniow | Akkordeon Marko Ferlan | Kontrabass Dima Kovalenko | Gitarre Isabella Reder | Bühnenbild & Kostüme Anna Dürrschmid, Malina Meier | Konzept & Regie MINI.MUSIC 3+
will Meer 24 Antonella Details siehe 23. Jänner
So, 10:30 14:00, 16:00
MINI.MUSIC 3+
Mittlerer Saal
26 Falco Meets Amadeus
Di, 20:00
Großer Saal
GROSSE ORCHESTER
16 Boss Guy Salamon Jazz Trio
ORGELMUSIK ZUR TEATIME
18 Orgelführung mit Organist Martin Riccabona
VOLKSSCHULKONZERTE
Fr, 19:30
Anna Maurer | Klavier & Gesang Christian Maurer | Saxofon Thomas Milacher | Bass Harald Tanschek | Schlagzeug BRUCKNER’S JAZZ
Eine Produktion von Oorkaan
Gerstein & 15 Hrůša, Bamberger Symphoniker
POSTHOF IM BRUCKNERHAUS
COFO Entertainment GmbH & Co.KG GASTVERANSTALTUNG
für 27 Pre-Concert Hermann Schneider &
Mi, 18:00
Foyer Mittlerer Saal
Martin Riccabona
Hornquartett Cornissimo Emma Leonhartsberger, Clara Spitzer, Andreas Falzberger, Benedikt Schmidinger | Horn In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER
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Kalendarium Nov 26–Jän 27 Jän 27
27
Mi, 19:30
Großer Saal Mehr erfahren! Seite 26
Hermann Schneider & Martin Riccabona
Orgel – Oper – Orchester Werke von Richard Wagner, Engelbert Humperdinck, Franz Liszt, Charles-Marie Widor Hermann Schneider | Sprecher Martin Riccabona | Orgel
& Stuttgarter 31 Queyras Kammerorchester
So, 11:00
Großer Saal 10:15 Einführung Mittlerer Saal Kinderbetreuung Mehr erfahren! Seite 24
ORGELRECITALS
Reiners 28 Till Das ist alles Teil der Show
Do, 20:00
Großer Saal
Fr, 10:00
Kleiner Saal
Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus
Hoanzl Agentur GmbH
SONNTAGSMATINEEN
GASTVERANSTALTUNG
29 Piep Laura-Lee Jacobi | Spiel, Konzept & Idee
Christine Gnigler | Konzept & Musik Veronika Müller-Hauszer | Ausstattung & Kostüme
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 36 Es-Dur Hob. I:36 Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert für Violoncello und Orchester A-Dur H. 439 Wolfgang Rihm: Nachtordnung. 7 Bruchstücke für 15 Streicher Joseph Haydn: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 D-Dur Hob. VIIb:2 Stuttgarter Kammerorchester Jean-Guihen Queyras | Violoncello & Leitung
Familien31 Der kinderfasching
So, 15:00
Mittlerer Saal & Foyer
ab 3 Jahren
KOOPERATION KINDERKULTURZENTRUM KUDDELMUDDEL
BRUCKNERHÄUSCHEN 1+
30 Piep Details siehe 29. Jänner
Sa, 10:00 15:00
BRUCKNERHÄUSCHEN 1+
Kleiner Saal
Alle Programminfos im Detail finden Sie auf unserer Website brucknerhaus.at.
-50% Do., 5. Nov. 2026, 19 Uhr November Bruckner Orchester Linz mit AK-Karte Yi-Chen Lin, Dirigentin Boulanger | Ibert | Rimski-Korsakow
Do., 25. Feb. 2027, 19 Uhr Bruckner Orchester Linz Adam Hickox, Dirigent Schostakowitsch
Mi., 9. Dez. 2026, 19 Uhr Chorus sine nomine Concerto Stella Matutina Johannes Hiemetsberger, Leitung G. F. Händel: „Der Messias“ (gekürzt)
Do., 13. Mai 2027, 19 Uhr Bruckner Orchester Linz Jonathan Bloxham, Dirigent Korngold | Holst | Williams
* Änderungen vorbehalten!
AK Classics Saison 2026|27*
Kultur
Brucknerhaus Linz Infos und Tickets: Brucknerhaus Servicecenter Tel.: +43 (0)732/775230, E-Mail: kassa@liva.linz.at
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Karten & Service Allgemeine Hinweise Die folgenden Hinweise zu Vorbestellungen und Ermäßigungen gelten nicht für Gast- und Kooperationsveranstaltungen. Bei diesen Veranstaltungen gelten die Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Diese entnehmen Sie bitte der Veranstalterwebsite.
Kartenvorverkauf Brucknerhaus Service-Center Untere Donaulände 7, 4010 Linz Tel. +43 (0) 732 77 52 30 kassa@liva.linz.at, brucknerhaus.at Öffnungszeiten: Sep.–Jun.: Mo–Fr: 11:00–18:00 Uhr Jul.–Aug.: Mo–Do: 10:00–13:00 Uhr Die Tages- beziehungsweise Abendkassa öffnet jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn am jeweiligen Veranstaltungsort. Kartenbestellungen sind rund um die Uhr unter brucknerhaus.at möglich. Wählen Sie Ihre Plätze direkt im digitalen Saalplan aus und sparen Sie Zeit und Versandkosten mittels print@home. Ab Bestelldatum können Karten eine Woche lang reserviert beziehungsweise gegen Banküberweisung oder Kredit kartenzahlung zugesandt werden. Weitere Vorverkaufsstellen Posthof: Posthofstraße 43 Tel. +43 (0) 732 78 18 00
Reservierte Karten können innerhalb einer Woche abgeholt werden. Nach Ablauf der Frist werden die Karten storniert. Zahlungsmöglichkeiten Wir akzeptieren folgende Zahlungsmöglichkeiten: Barzahlung, Kreditkarte (Visa, Mastercard, Diners Club), Bankomatkarte sowie LIVA- und Linzer City-Gutscheine (nur für LIVAEigenveranstaltungen). Bei Onlinekäufen können Sie mit Kreditkarte oder PayPal bezahlen.
Ermäßigte Karten Alle Ermäßigungen finden Sie unter brucknerhaus.at/Service/ Rund ums Ticket.
Kultur-Shuttlebus Mit Ihrer Eintrittskarte können Sie bei den Konzertreihen Große Orchester und Sonntagsmatineen kostenlos den Kultur-Shuttlebus vom Taubenmarkt zum Brucknerhaus nutzen. Abfahrt: 30 Minuten vor Konzert beginn vom Taubenmarkt Rückfahrt: ca. 15 Minuten nach Konzertende vom Brucknerhaus, Einstiegsstelle vor dem Haupteingang Termin-, Programm-, Besetzungsänderungen sowie Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel: Langgasse 13 Tel. +43 (0) 732 60 04 44 Thalia: Landstraße 41 Tel. +43 (0) 732 7615 65 102 oeticket: Tel. +43 (0) 19 60 96 oeticket.com
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Impressum Herausgeber Verein Freunde der LIVA Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH Brucknerhaus-Magazin Nr. 32 Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz Tel.: +43 (0) 732 76 12-0 | brucknerhaus.at
Druck Gutenberg-Werbering Gesellschaft m.b.H. – September 2026
Künstlerischer Direktor Brucknerhaus/LIVA Mag.art. Norbert Trawöger
LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz
Geschäftsführender Direktor LIVA Kai Liczewski
Bildnachweis R. Winkler (S. 1, 3 o., l. & m. u., 4–5, 6–7, 11–13, 15 u., 16 o. l., 17 o., 23, 26–27, 36 o. & m.), J. Düfelsiek (S. 9), Zeutschel (S. 14–15 o.), O. Erenyi (S. 3 u. r., 16 u., o., m. r., 17 m., 24 l., 28–29), A. Kolb (S. 16 m. l.), C. Nimmervoll (S. 20–21), N. Horowitz (S. 25), H. Prammer (S. 27), A. Rückl (S. 29, 46), M. Borggreve (S. 30), H. Ross (S. 32), W. Ireland (S. 33), Ch. Bombart (S. 34), A. Kulowska (S. 36 u.), K. Kikkas (S: 37 o.), J. Ramos-Violante (S. 37 u.), M. Spijkers (S. 38 o.), Oorkaan (S. 38 u–39.)
Chefredaktion Norbert Trawöger Romana Gillesberger Grafische Gestaltung Therese Frühling, MA Inserate Dr.in Brigitte Zierhut-Bösch
Redaktionsschluss 24. September 2026 – Änderungen vorbehalten
Illustrationen T. Frühling (S. 37–38, 39), S. Auinger (S. 21)
Wir danken unseren Sponsor:innen und Medienpartner:innen
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Backstage Andreas Rückl
Metal-Fan mit Handschlagqualität In der Kommunikation setzt Andreas Rückl, Leiter Gebäudemanagement, auf direkten Kontakt. Bei regelmäßigen Besuchen in den Häusern der LIVA und intensiven Gesprächen ist es seine Mission heraus zufinden, »wo der Schuh drückt« und wie den Bedürfnissen der Belegschaft am besten entsprochen werden kann. von Romana Gillesberger
Von Anton Bruckner kannte Andreas Rückl lediglich den Namen, als er 2007 als Facility-Manager in der TipsArena, damals noch Intersport-Arena, bei der LIVA einstieg. Das hat sich mittlerweile geändert, brennt sich die Biografie des namensgebenden Komponisten doch über die Jahre quasi in die DNA jedes Brucknerhaus-Mitarbeitenden. Privat hört er gerne Metal – am liebsten »ziemlich brachial. Allein. Mit Kopfhörern«. Im Zuge seiner Tätigkeit ist er allerdings eindeutig ein Teamplayer. Er setzt auf das Miteinander. »Nur vor Ort und im direkten Austausch höre ich, was die Leute bewegt, was sie für ihre tägliche Arbeit brauchen«, ist er überzeugt. Zahlreiche Um-, Aus- und Neubauten hat Andi, wie er von allen kollegial genannt wird, inzwischen akribisch geplant und begleitet. 2017 wurde er als technischer Leiter der LIVA ans Brucknerhaus berufen und hier waren es in letzter Zeit vor allem bauliche Adaptierungen, um Barrierefreiheit im ganzen Haus zu gewährleisten, die im wahrsten Sinne des Wortes gestemmt werden mussten. Sanitäre Anlagen und Eingangsbereiche wurden nachgerüstet, Aufzüge installiert beziehungsweise erweitert. Nach Abschluss etlicher Bauetappen, die sich über mehrere Jahre zogen, können Besucher:innen des Brucknerhauses nun mit dem Lift vom Garderobenfoyer in jedes (Zwischen-)Geschoß gelangen, einschließlich der bis dahin nicht erreichbaren Galerie. 46
Risikofaktor Zeit Dass diese Bauprojekte derart viel Zeit in Anspruch nahmen, lag keineswegs an Andi Rückls langsamer Arbeitsweise, sondern vielmehr an einem entscheidenden Faktor: der Zeit. Sie stelle die größte Herausforderung bei seiner Arbeit dar, betont er. Umgebaut werden kann nämlich immer nur während der wenigen spielfreien Wochen im Sommer. »Da kommt es auf jede Stunde an«, sagt Rückl. »Etwas Unvorhergesehenes, das zu einer Unterbrechung führt, wäre für jedes Projekt tödlich.« Die Neugestaltung des Künstlereingangsbereiches, die thermische Sanierung einiger Büros sowie die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Brucknerhauses beschäftigten ihn in diesem Sommer zusätzlich. Nichtsdestotrotz musste er nicht auf Urlaub verzichten. »Ich habe super Kolleg:innen, auf die ich mich verlassen kann. Vor dem Urlaub gibt’s ein Briefing und dann läuft das.« So war es ihm möglich, mit seiner Familie eine Dänemarkreise zu unternehmen – und dabei getrost die Arbeit für zwei Wochen vergessen zu können. Zuverlässigkeit, Teamgeist und Handschlagqualität zeichnen den in Kirchberg-Thening beheimateten Hobbykoch aus. Auf sein Wort kann man sich verlassen, das wissen nicht nur seine Kolleg:innen in der LIVA zu schätzen, sondern auch seine Familie: Er versprach seinem damals 5-jährigen Sohn, ihm zuliebe Fußballtrainer der U6-Mannschaft zu werden. Sein Wort hat er gehalten. Mittlerweile bilden Vater und Sohn in der U14 ein unschlagbares Team.
Sorg für Kultur.
Kultur ist systemrelevant. Darum fördert die Wiener Städtische künstlerische Vielfalt und den kulturellen Dialog mit Künstler:innen, Kund:innen und Unternehmen.
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CLASSICS
Ma nc he tte
B ECAUSE C LASSICS DOE S NOT ME AN BASIC Österreichische Post AG –SM 02Z034651 S – LIVA, Untere Donaulände 7, 4010 Linz