Musik bleibt eine Bereicherung.


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Die Oberösterreichische unterstützt seit jeher die heimischen Musiker:innen. Denn was wäre die Welt ohne einzigartige Melodien?

Norbert Trawöger Künstlerischer Direktor Brucknerhaus/LIVA

[H]ausSicht
Nachgefragt bei Franz Welser-Möst
Klangwolken 26
Linzer Klangwolke 26
Klassische Klangwolke 26
Kinder Klangwolke 26
Brucknerfest Linz 26 18 Kajsa Boström & Thomas Doss 21 Festrednerin Maja Haderlap 22 Papperlapapp Zur Architektur 25 Brigitte Kumpfmiller
Brucknerfest Linz 26
Kirill Gerstein 28 Mahler Academy Orchestra & Mahler Ambassadors Künstlerinnen im Fokus
Hanni Liang



Familienfest im Brucknerfest
zwischeNTöne
Norbert Trawöger
Saison 26–27 35 Christian Gerhaher Künstlerinnen im Fokus
Anna Mabo
Abos 26–27 39 Offen!
Junges Brucknerhaus Linz
Kalendarium Sep bis Okt 26 & Vorschau Nov 26
Musikrätsel & Impressum
Vor einem Jahr sind Norbert Trawöger und Kai Liczewski mit einem Spaziergang durch Linz in ihre gemeinsame Aufgabe aufgebrochen. Eine [H]ausSicht über offene Türen, ein Sonnensystem mit lauter Sonnen –und ein Publikum, das zurückkehrt

»Keine
Es ist einer dieser Frühsommerabende, an denen man am Brucknerhaus die Donau riechen kann. Auf der Bühne teilen sich das Minetti Quartett und The Düsseldorf Düsterboys den Abend – kein Crossover, sondern zwei Welten, die einander zuhören. Erst ein Streichquartett von Brahms, dann zwei Songs, am Ende musizieren alle miteinander. Im Publikum sitzen Zwanzigjährige neben dem Kammermusikpublikum, das dem Haus seit Jahrzehnten die Treue hält. Eine Mischung, wie man sie sich besser nicht vorstellen kann. In der Pause reißt Norbert Trawöger kurzerhand die Türen zur Terrasse auf – jener Terrasse, auf die man seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr hinausdurfte, aus Gründen, an die sich niemand mehr so genau erinnert. Die Ordnerinnen und Ordner eilen herbei: »Tür zu, Tür zu!« Trawöger winkt ab: »Keine Sorge, das ist Chefsache, ich bringe das Publikum wieder herein.« Seit diesem Tag gehört der Blick über die Donau wieder zur Konzertpause. Man kann diese kleine Szene als Anekdote erzählen. Man kann in ihr aber auch das ganze erste Jahr von Norbert Trawöger und Kai Liczewski an der Spitze der LIVA erkennen: Türen auf – und zwar so, dass sie offen bleiben.
Eine Begegnung, ein Spaziergang
Begonnen hat alles nicht mit einem Vertrag, sondern mit einer Begegnung. Trawöger sitzt zur Vorstellung beim Bürgermeister im Wartebereich, als ein sympathischer Mann hereinkommt, »der noch größer ist als ich und ich bin nicht klein gewachsen«. Es ist Kai Liczewski. Die beiden kennen einander nicht, sind aber sofort im Gespräch. Von Sympathie und Zugewandtheit getragen, spricht Tragöwer heute über diesen ersten Augenblick und darüber, wie sich der damals entstandene Eindruck in der gemeinsamen, intensiven Arbeit des vergangenen Jahres bestätigt hat.
Am 18. August 2025 dann der Aufbruch, ganz wörtlich: kein Antritt hinter dem Rednerpult, sondern ein Spaziergang vom Musiktheater durch die Stadt. Häuser besuchen, Menschen treffen, gemeinsam gehen. Der Bürgermeister gab dem Tag den Satz mit, der seither wie ein Motto über allem steht: Kultur gehört nicht in
August 2025: Ankunft und Amtsantritt von Norbert Trawöger und Kai Liczewski
Norbert Trawöger
den Elfenbeinturm, sondern mitten ins Leben. Aus dem Spaziergang, das geben beide lachend zu, ist ziemlich schnell ein Marathon geworden – »es waren Bergetappen, es waren Sprints, es war immer wahnsinnig viel Bewegung.« Mit Marathons kennt man sich in der LIVA aus. Und ausgerechnet dort, beim Start des Linz Marathons auf der Autobahn, hat es den Musiker Trawöger gepackt – tausende Menschen, ein gemeinsamer Aufbruch: »Das hat eine Ergriffenheit in mir ausgelöst, wie es sonst eine Bruckner-Symphonie tut.«
Ein Sonnensystem mit lauter Sonnen
Denn die LIVA, das ist eben nicht nur das Brucknerhaus. Posthof, Kuddelmuddel, TipsArena, die Sportparks, der Marathon: »Es ist ein Sonnensystem mit lauter Sonnen«, sagt Trawöger und meint das durchaus als sanfte Korrektur an einer Vergangenheit, in der sich manches nur um eine einzige Sonne drehte. Nun ist es ein Netzwerk, das die Spielräume einer ganzen Stadt vereinigt, sportlich wie kulturell. Europaweit gebe es das in dieser Form kein zweites Mal: »Es müsste eigentlich gerade jetzt erfunden werden.« Gemeinsam mit Menschen aus allen Bereichen des Hauses haben die beiden dafür einen Satz gefunden, ein Warum, das seither die Richtung weist: »Wir schaffen Spielräume und verbinden Menschen durch Momente, die bleiben.«
Kai Liczewski, der kaufmännische Kopf des Duos, erzählt vom Ankommen in einem Haus voller – er sagt es wirklich so – »Schätze«: leidenschaftliche Menschen, kurze Wege, Improvisationskraft.


Damit diese Leidenschaft gut tragen kann, haben die beiden hinter den Kulissen aufgeräumt: Abläufe geordnet, Zuständigkeiten geklärt, vieles zum ersten Mal aufgeschrieben. »Entwicklungen in einem laufenden Betrieb zu gestalten, in dem jede Woche großartige Veranstaltungen stattfinden, ist immer eine Herausforderung«, sagt Liczewski. Sichtbar wird diese Arbeit derzeit sogar an der Fassade: Am Künstlereingang wird gebaut, das Brucknerhaus wird Schritt für Schritt barrierefrei. Öffnung, ganz wörtlich genommen. »Wir schaffen Spielräume und verbinden Menschen durch Momente, die bleiben.«
Das Publikum antwortet Und die Öffnung wirkt. Bei den Konzerteinführungen debütieren junge Talente der Musikschule Linz – mittlerweile mit dem Luxusproblem, dass der Mittlere Saal dafür zu klein wird. Im Sommer ist das Foyer als »cooler Ort« Teil des Hitzeschutzplans der Stadt, mit Kreativecke und einem Klavier, an dem man kurzerhand selbst im Brucknerhaus debütieren kann. Beim Brucknerfest bespielt Christoph Sietzen heuer erstmals die Skaterhalle im Sportpark Lissfeld. Gemeinsam mit dem Cityring wurde im Juni die Innenstadt zur Bühne –eine klingende Vorhut für das Brucknerfest mitten in der Stadt.

Das Schönste aber: Das Publikum geht mit. Das große Orchester-Abo, vor wenigen Jahren auf rund 700 geschrumpft, steht wieder bei knapp 1.000 – in einer Zeit, in der Abonnements anderswo eher schwinden. Für Trawöger und Liczewski ist das mehr als eine Zahl: Es ist das Zeichen, dass Menschen sich wieder an dieses Haus binden wollen.
1971, 1974, 1979 – und 2029
Wer verstehen will, warum den beiden vor der Zukunft nicht bange ist, muss kurz zurückblicken. Die Zeittafel des neuen Linzer Kulturentwicklungsplans beginnt im Jahr 1971. »Nicht, weil das mein Geburtsjahr ist«, schmunzelt Trawöger, »aber es ist auch das Geburtsjahr der LIVA.« Es war das Aufbruchsjahrzehnt dieser Stadt: 1974 die Eröffnung des Brucknerhauses und das erste Brucknerfest, 1977 Forum Metall, 1979 die erste Klangwolke. An dessen Beginn stand dieses Haus. An diese Kühnheit wollen die beiden anschließen. Der Horizont ist schon gesetzt: 2029 wird die Klangwolke fünfzig Jahre. Vorher kommt in der Saison 26–27 endlich das Concertgebouw Orchester wieder ins Brucknerhaus und Franz Welser-Möst wird sein letztes Konzert als Chefdirigent seines Cleveland Orchestra in Linz geben. Momente, die bleiben, eben.
Und die Terrassentür? Bleibt offen. Wenn Sie also in einer der nächsten Konzertpausen hinaustreten und die Donau im Abendlicht liegt, dann wissen Sie: Manchmal beginnt ein neues Kapitel mit einem Spaziergang – und mitunter genügt eine offene Tür!

















Lieber Franz Welser-Möst, Sie kennen viele Konzerthäuser dieser Welt. Wie ordnen Sie das Brucknerhaus ein?
Ich war 1974 das erste Mal bei einem Konzert der Wiener Philharmoniker im Brucknerhaus, damals hat es noch keine CDs gegeben. Wir befinden uns in der Zeit vor dem Internet und die Musiklandschaft war eine wesentlich kargere als heutzutage. Wir sind dauernd hingegangen, ganz egal, was für ein Konzert war. Da waren wahnsinnig eindrückliche Erlebnisse dabei. Die intensivste Erinnerung habe ich an ein Konzert der Wiener Philharmoniker im Jänner 1979. Im November davor hatte ich meinen schweren Autounfall. Ich erinnere mich noch genau an das Programm: Es war ein reines Mozart-Programm mit der Symphonie Nr. 29 und der ›Haffner‹-Symphonie im zweiten Teil. Lucia Popp hat eine Arie aus der ›Grab-Kantate‹ KV 42 und das Exsultate gesungen. Das war für mich quasi eine Wiederauferstehung.

Man kann nicht sagen, das Brucknerhaus ist ein Bauwerk der 1970er-Jahre. Vielen Konzerthäusern sieht man ihren historischen Kontext an. Das Brucknerhaus strahlt eine Zeitlosigkeit aus. Deshalb finde ich es so toll, weil in der Musik beschäftigen wir uns genau damit. Warum spielen wir denn Bach, Mozart oder Beethoven? Weil das Element der Zeitlosigkeit in der großen Kunst ein ganz wesentliches Element ist. Und es gibt wenige Säle in der Welt, die genau das ausstrahlen. Der Wiener Musikverein und die Severance Hall in Cleveland strahlen eine große Zeit aus, aber nicht Zeitlosigkeit. Man kann auch nicht sagen, das Brucknerhaus ist ein moderner Bau. Es entzieht sich einer gewissen Kategorisierung. Es ist zeitlos, wie die Musik selbst und das finde ich äußerst bemerkenswert.
»Das
Wenn Flora Geißelbrecht und Arthur Fussy am Abend des 12. September 2026 ihre Musik zur Linzer Klangwolke ATTheENDLinz performen, werden etwa 200.000 Augen auf sie gerichtet sein – und ebenso viele Ohren dürfen sich auf ein ausgefeiltes Klangerlebnis im Donaupark freuen. von Romana Gillesberger
ist Bratsche und Stimme von meiner Seite«, sagt Flora Geißelbrecht, »und beides geht durch die Elektronik durch.«
Einige tausend Zuhörende werden die Klangwolke zudem auf TV-, Hörfunk- und Streaming-Kanälen mitverfolgen. »Das ist schon ein bisschen einschüchternd«, gibt die aus Eferding stammende Komponistin Flora Geißelbrecht zu. »Aber ich hab’ ein gutes Gefühl, weil ich mich mit dem, was wir machen, wohlfühle.« Auch ihr musikalischer Partner, der Wiener Arthur Fussy, der die elektronischen Sounds beisteuert, ist happy mit dem Ergebnis. Etwa zwanzig Minuten Musik, aufgeteilt auf drei Teile, gab Klangwolken-Regisseur Felix Breisach bei dem jungen Komponist:innen-Duo in Auftrag. Zusätzlich zum Bruckner Orchester Linz, das auf einem Schiff auf der Donau agiert, und den St. Florianer Sängerknaben, die auf dem Dach des Brucknerhauses singen, werden Flora Geißelbrecht und Arthur Fussy auf einer FreiluftPlattform des Ars Electronica Futurelabs auf der Urfahraner Seite der Donau »gefühlt live« zum Geschehen auf und neben dem Fluss ihre musikalischen Parts performen. Dafür entstanden völlig neue, experimentelle Sound-Landschaften, die sich eher »auf der geräuschhaften Ebene« abspielen als im tonalen Bereich. »Es
Die oberösterreichische Komponistin, Interpretin, Improvisatorin und Texterin ist bekannt für ihre SoloPerformances, in denen sie ihre Stimme und ihr Instrument auf spektakuläre Weise zu musikalischen KunstStücken verschränkt. Auch in mehreren Ensembles ist sie aktiv, darunter das Studio Dan oder das Ensemble Modern. Gemeinsam mit Jul Dillier (präpariertes Klavier) und Bernhard Hadriga (Gitarre & Electronics) entwickelte Flora Geißelbrecht das multisensorische Musiktheaterprojekt Ei Gen Klang, welches auch auf Vinyl veröffentlicht wurde. Dieser Zusammenarbeit verdankt sie die Bekanntschaft mit dem Komponisten, Sounddesigner und Toningenieur Arthur Fussy, der für die Tonmischung des Albums verantwortlich zeichnete und seinerseits mit Dillier im Elektroakustik-Trio otherMother kollaboriert. Der Name Arthur Fussy fiel ihr demnach sogleich ein, als Regisseur Felix Breisach unter anderem elektronische Klänge für die Klangwolken-Komposition forderte.

»Es sollte eine poetische Auseinandersetzung mit dem Thema Weltuntergang sein.«
Flora Geißelbrecht
Sa, 12. Sep 2026, 20:30
Donaupark Linz
Linzer Klangwolke 26 ATTheENDLinz präsentiert von SPARKASSE OÖ und LINZ AG
Felix Breisach | Regie
Flora Marlene Geißelbrecht
Arthur Fussy | Komposition
Natascha Gangl | Text und Stimme
Markus Cermak Tom Pohanka | Videodesign
Manfred Nikitser | Lichtdesign
Marissa Munderloh | Produktion
Bruckner Orchester Linz & Markus Poschner
St. Florianer Sängerknaben
Rafael Fingerlos | Bariton
Marcus Merkel | Klavier





Keine Weltuntergangsmusik
Schnell stellte sich heraus, dass die Kombi Geißelbrecht–Fussy einem Perfect Match glich, was die beauftragte ›Weltuntergangsmusik‹ für ATTheENDLinz betraf. Wobei: »Es sollte eine poetische Auseinandersetzung mit dem Thema Weltuntergang sein. Von uns kommen demnach keine apokalyptischen Klänge im engeren Sinn. Es gibt zum Beispiel einen Teil, wo es darum geht, zu vertonen, wie die Natur sich die Stadt zurückholt. Das ist ein Teil, den wir sehr plastisch akustisch vertonen«, schildert Flora Geißelbrecht. Hier ging es darum, Naturgeräusche zu imitieren. Im Vordergrund stand: »Wie kann man Stimmungen erzeugen? Zum Beispiel dieser Klang, wo sich das Wurzelwerk seinen Weg durch die Stadt bahnt und alles aufreißt«, beschreibt Arthur Fussy den Kompositionsprozess. Diese Klänge erzeugt Flora Geißelbrecht tatsächlich mit ihrem Instrument, also auf der Bratsche. Durch Effekte auf dem Modular-Synthesizer, auf dem Fussy performt, werden diese ›feinen‹ Klänge zu gewaltigen Klangkulissen.
Und siehe da, die beiden Sound-Kreateur:innen trafen damit genau den Geschmack des Regisseurs. »Wir haben Layouts gemacht, viel herumexperimentiert, Sachen zusammengeschnitten auf eine Art, wie sie unseren Vorstellungen entsprach. Und dann waren wir sehr happy und erleichtert, als von Felix sofort eine E-Mail zurückkam: Ach, da werden Träume wahr und genau so hätte er sich das vorgestellt!«, freut sich Flora Geißelbrecht über das positive Feedback von Felix Breisach, der unter anderem durch seine Pausenfilme zu den Neujahrskonzerten der Wiener Philharmoniker internationale Bekanntheit erlangte.
Keine Klangwolke ohne Bruckner!
Die Geißelbrecht-Fussy-Klangschöpfungen tragen zudem das Bruckner-Virus in sich. In einigen Übergängen wurden durchaus Bruckner-Motive verarbeitet, »man wird aber nicht glücklich werden, wenn man sie sucht«, meint Flora Geißelbrecht selbstironisch. Unüberhörbar sei allerdings ein Zitat aus dem Locus iste im dritten Teil der Komposition zu entdecken, verrät sie. Die »inoffizielle Hymne des Linzer Musikgymnasiums« nennt sie diese Motette Anton Bruckners, mit der in ihr unweigerlich Erinnerungen an die Jugendzeit in Oberösterreich wachgerufen werden. Mit solchen kann Arthur Fussy nicht aufwarten. Tatsächlich sei sein Linzbezug extrem gering, gesteht der Wiener, der bereits an renommierten Bühnen wie dem Wiener Burgtheater, dem Hamburger Thalia Theater oder dem Schauspielhaus Zürich gearbeitet hat. Aber dieses Manko wird durch seine Mitwirkung an der Linzer Klangwolke 26 nun schlagartig behoben. AT The END gilt nämlich nicht nur für ihn: ATTEND Linz! Wo das Ende zum Anfang wird.

Läute die kleinere Glocke. Schau die Kugel im Stern. Kugel dich sternend. Funkle an. Schmeck. Die Asche. Der letzte Rauch. Sind jetzt schon im Haus. Hol das Stroh. Bau das winzige Bett für eine Unsichtbare.
Dann lies: Wer zur Welt kommt, hat die Welt geschaffen.
aus Frohe Appelle von Natascha Gangl
Gedichte der Bachmann-Preisträgerin Natascha Gangl werden bei der Klangwolke vertont – ihre Appelle sind widerständige, lustvolle Sprechakte und poetischer Einspruch.
Live imzuDonaupark hören!Eintritt frei
Eine gescheiterte Scheinehe führt zu einer tiefen Schaffenskrise und einer Reise durch Europa: Pjotr Iljitschs Tschaikowskis 4. Symphonie entstand in turbulenten Zeiten im Leben des Komponisten. Wenn am 202. Geburtstag Anton Bruckners Riccardo Chailly und seine Filarmonica della Scala im Brucknerhaus zu Gast sind, steht unter anderem dieses Werk auf dem Programm.
von Paula Schlüter
Sie beginnt mit einem einzigen Ton, der bis ins Mark geht: ein As in den Hörnern und Fagotten, über zwei Oktaven verteilt und in einem treibenden Rhythmus wiederholt. »Das ist das Fatum: jene schicksalhafte Kraft, die den Drang nach Glück daran hindert, sein Ziel zu erreichen, die eifersüchtig dafür sorgt, dass Frieden und Glück nicht vollkommen und ungetrübt sein dürfen, die wie das Damoklesschwert über dem Kopf schwebt, unerbittlich, und die Seele unaufhörlich vergiftet. Es ist eine unbesiegbare Kraft, die niemals überwunden werden kann – man kann sie nur ertragen, hoffnungslos.« So schildert Tschaikowski gegenüber seiner Mäzenin und engen Vertrauten Nadeschda von Meck die Idee hinter den überwältigenden ersten Takten seiner 4. Symphonie. Das Werk entsteht im Jahr 1877 unter turbulenten Bedingungen, die den Komponisten die »unbesiegbare Kraft« des Schicksals schmerzvoll am eigenen Leib erfahren lassen: Im Frühjahr erhält Tschaikowski einen Brief von der Studentin Antonina Miljukowa, in dem sie ihm ihre Liebe gesteht. Sie droht ihm sogar mit Selbstmord, sollte er ein Treffen mit ihr ausschlagen. Tschaikowski hat Mitleid mit der verliebten jungen Frau, deren verzweifelte Situation mit seiner eigenen Lage resoniert. Auch ihm sind unerwiderte Gefühle und ein gebrochenes Herz nicht fremd. Als homosexueller Mann leidet er außerdem unter der

unerträglichen Belastung des sozialen Stigmas, das mit seinem Begehren einhergeht. Von der Moskauer Gerüchteküche und seinen Eltern, insbesondere seinem Vater, unter Druck gesetzt, stimmt Tschaikowski schließlich einer Ehe mit Antonina zu, ohne Gefühle für sie zu haben. Mit fatalen Folgen: Bereits in den ersten Wochen nach der Hochzeitsfeier gerät die Scheinehe zum Fiasko. Ein friedliches Zusammenleben in geschwisterlicher Verbundenheit, wie es im Vorfeld vereinbart worden war, ist den Frischvermählten nicht möglich, zu groß sind die Unterschiede. Den ohnehin psychisch labilen Tschaikowski stürzt die Farce seines Doppellebens in eine tiefe Krise, die sich auch auf sein künstlerisches Schaffen auswirkt. Schließlich eskaliert die Situation: Nach nur zweieinhalb Monaten unglücklichen Ehelebens flüchtet sich Tschaikowski auf das Landgut seiner Schwester in der Nähe des heute in der Ukraine gelegenen Städtchens Kamjanka und dann weiter nach St. Petersburg. Aber erst auf einer Europareise, die ihn in die Schweiz und nach Italien führt, findet er wieder zurück zum Komponieren. Neben Werken wie seinem Violinkonzert und der Oper Eugen Onegin schreibt er in dieser Zeit – offenbar noch tief bewegt von den Ereignissen seines persönlichen Annus horribilis – auch seine 4. Symphonie, durch die sich das schicksalhafte Fanfarenmotiv der ersten Takte wie ein roter Faden zieht. Im Zentrum der Komposition steht dabei die Suche nach Hoffnung angesichts der unausweichlichen Macht des Schicksals, die sich im sehrenden ersten Thema des Kopfsatzes zu einem

ersten dramatischen Höhepunkt steigert. Das zweite Thema, ein gemütlicher Walzer, entstehend aus einem spielerischen Reigen der Holzbläser, scheint zunächst eine Ausflucht aus der Verzweiflung zu offenbaren: »Allmählich wird die Seele von Tagträumen umhüllt. Alles Düstere und Freudlose ist vergessen. Da ist es, da ist es – das Glück!«, so Tschaikowski an Nadeschda von Meck. Aber über die selige Tagträumerei bricht schlagartig erneut das Schicksalsmotiv herein: »Und so ist alles Leben ein ununterbrochener Wechsel zwischen der harten Realität und flüchtigen Träumen und Visionen vom Glück ... Es gibt keinen Zufluchtsort ... Treibe auf diesem Meer, bis es dich verschlingt und in seinen Tiefen versenkt.« Nach der stürmischen Verzweiflung des Kopfsatzes ist der zweite Satz, beginnend mit einem nachdenklichen Solo der Oboe, von einem Gefühl lähmender Traurigkeit und Nostalgie geprägt: »Es ist dieses melancholische Gefühl, das am Abend aufkommt, wenn man, müde von der Arbeit, allein mit einem Buch dasitzt – doch es fällt einem aus der Hand. Da strömen eine ganze Menge Erinnerungen herbei. Es ist traurig, dass so vieles nun der Vergangenheit angehört, auch wenn es schön ist, sich an die eigene Jugend zu erinnern. Man bedauert die Vergangenheit und möchte das Leben doch nicht noch einmal von vorne beginnen. Das Leben ist ermüdend. Es ist angenehm, sich auszuruhen und sich umzuschauen.« Einen verspielten Gegenpol liefert dazu der dritte Satz mit seinen rasanten Pizzicati in den Streichern: »Es sind launische Arabesken, vage Bilder, die nach ein paar Gläsern Wein und den ersten
Fr, 4. Sep 2026, 19:30
Großer Saal & Donaupark Linz
Klassische Klangwolke 26
Chailly, Malofeev & Filarmonica della Scala präsentiert von SPARKASSE OÖ und LINZ AG
Sergei Rachmaninoff
Der Fels. Symphonische Dichtung op. 7 Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 g-Moll op. 40
Pjotr Iljitsch Tschaikowski Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Alexander Malofeev | Klavier Filarmonica della Scala Riccardo Chailly | Dirigent Jahre
Anzeichen der Trunkenheit durch die Fantasie huschen können. Die Stimmung ist weder fröhlich noch traurig. Man denkt an nichts Bestimmtes, lässt der Fantasie freien Lauf, die irgendwie beginnt, seltsame Bilder zu malen.« Das große Finale der Symphonie ist der vierte und letzte Satz, der majestätisch-rasant mit fulminanten Sechzehntelkaskaden eröffnet wird. »Wenn du in dir selbst keine Gründe zur Freude findest, dann schau auf die anderen. Geh hinaus unter die Menschen. Sieh, wie sie sich vergnügen können, indem sie sich von ganzem Herzen freudigen Gefühlen hingeben. Stell dir die festliche Ausgelassenheit der einfachen Leute vor. Kaum ist es dir gelungen, dich selbst zu vergessen und dich vom Anblick der Freuden der anderen mitreißen zu lassen, da taucht schon wieder das unbändige Fatum auf und erinnert dich an dich selbst. Aber die anderen kümmern sich nicht um dich, und sie haben nicht bemerkt, dass du einsam und traurig bist. O, wie sie sich amüsieren! Wie glücklich sie sind, dass all ihre Gefühle einfach und unkompliziert sind. [...] Freude ist eine einfache, aber mächtige Kraft. Freue dich an der Freude der anderen. Leben ist noch möglich.«
EINE WILDE REISE DURCH DIE WEITE

Wenn sich der Linzer Donaupark
Anfang September in einen Spielraum voller Musik, Fantasie und kreativen Ausdruck verwandelt, dann ist wieder Kinderklangwolke.
von Gerlinde Pöschko
Seit vielen Jahren begeistert das Format Kinder und Familien mit einer eigens entwickelten Bühnenshow, die Musik, Theater und fantasievolle Geschichten für kleine und große Menschen verbindet.
2026 führt diese Reise durch die Galaxie: Gemeinsam mit Sun und Bun begeben sich die Besucher:innen auf die Suche nach dem Glück. Auf ihrem Weg begegnen die beiden den unterschiedlichsten Wesen, besuchen unbekannte Planeten und gewinnen überraschende Erkenntnisse. Dabei stellen sich Fragen, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen beschäftigen: Was bedeutet Glück eigentlich? Und liegt es manchmal vielleicht näher, als man denkt?
Für die diesjährige Produktion konnte das Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel erneut die Künstlerin, Autorin und Regisseurin Susanne Stemmer sowie Komponist und Musiker Titus Vadon gewinnen, die bereits 2024 mit dem Musical Circus – Circus | Frida & Sven und die gestohlenen Träume tausende Besucher:innen begeisterten. Mit Sun & Bun auf der Suche nach dem Glück ist erneut eine Familienshow mit ohrwurmverdächtiger Livemusik, humorvollen Begegnungen und berührenden Momenten entstanden.
Doch die Kinderklangwolke beginnt nicht erst auf der Bühne. Bereits ab 14:00 Uhr lädt ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm dazu ein, selbst aktiv zu werden, zu gestalten, zu experimentieren und Neues zu entdecken. Anlässlich seines 10. Geburtstages ergänzt ESERO Austria das Programm um ein Weltraumdorf mit Mitmachstationen zu den Themen Raumfahrt, Forschung und Technologie. Um 16:00 Uhr beginnt die große Bühnenshow Sun & Bun auf der Suche nach dem Glück Die Kinderklangwolke 26 findet bei jeder Witterung (außer bei Sturmwarnung) statt. Der Eintritt ist frei.
So, 6. Sep 2026, 16:00 Donaupark Linz
stationenMitmach-& Weltraumdorf ab 14:00
Kinder Klangwolke 26
Sun & Bun auf der Suche nach dem Glück
Eine wilde Reise durch die weite Galaxie präsentiert von SPARKASSE OÖ & LINZ AG
Mia Stichenwirth | Sun
Paul Kazda-Marcel | Bun
Harald Baumgartner | Professor
Isabell Kargl-Meise | Lucy
Ariana Pullano | Terra
Andrea Fraenzel | Bass
Stefan Bernheimer | Gitarre
Alex »Sushi« Schuster | Synthesizer
Titus Vadon | Schlagzeug
Susanne Stemmer | Story, Regie & Inszenierung
Titus Vadon | Kompositionen



Fr, 4. Sep 2026, 19:30
Großer Saal, Brucknerhaus & Donaupark Linz
Klassische Klangwolke 26
Chailly, Malofeev & Filarmonica della Scala
präsentiert von SPARKASSE OÖ & LINZ AG
So, 6. Sep 2026, 16:00
Donaupark Linz
Kinder Klangwolke 26
Sun & Bun auf der Suche nach dem Glück
präsentiert von SPARKASSE OÖ & LINZ AG
Freier Eintritt
In der Klangwolkenwoche finden Gespräche, Führungen, Performances, Aufrufe und andere Ereignisse im Brucknerhaus, dem Donaupark und an anderen Orten in der Stadt statt. Das detaillierte Programm wird im August bekanntgegeben.
Lassen Sie sich überraschen!
Sa, 12. Sep 2026, 20:30
Donaupark Linz
Linzer Klangwolke 26
ATTheENDLinz
präsentiert von SPARKASSE OÖ & LINZ AG
Freier Eintritt



Sa, 12. Sep 2026, 21:30
Donaupark Linz
LINZ AG
Nachklangwolke 26
TASHEENO
Freier Eintritt
Linz 2026
Kajsa Boström & Thomas Doss

Sie spielt acht Instrumente und spricht beinahe ebenso viele Sprachen. Er hört gern alles, was leise ist. Der gebürtige Linzer Thomas Doss hat ein neues Werk für die Eröffnung des Brucknerfestes komponiert. Das Oberösterreichische Jugendsinfonieorchester wird es am 13. September aus der Taufe heben, gemeinsam mit der schwedischen Dirigentin Kajsa Boström. Ein Gespräch über neue Töne, alte Zeiten, Erfahrung und Neugier von Romana Gillesberger
13. bis 30. Sep 2026
Die in Uppsala geborene Kajsa Boström ist schon viel in der Welt herumgekommen, unter anderem initiierte sie die Erstaufführung von Mozarts Hochzeit des Figaro in Costa Rica. Sie studierte Dirigieren am Janáček-Konservatorium in Ostrava, später an der Kunstuni Graz. Klavier, Flöte und Klarinette erlernte sie im Kindesalter. Saxofon, Orgel, Gitarre, Akkordeon und Euphonium kamen sukzessive hinzu. »Ich bin Orchesterdirigentin von meiner Ausbildung her, aber ich bin auch gerne Anfängerin. Ich mag es, an verschiedenen Instrumenten auszuprobieren, wie man Klänge erzeugt«, verrät sie im Gespräch mit thema. Der Großvater hatte ihr die Welt der klassischen Musik eröffnet, indem er mit der damals Achtjährigen, die bei ihren Großeltern in Stockholm wohnte, weil sie an der Königlichen Schwedischen Ballettschule ausgebildet wurde, Schallplatten hörte. »Er hatte die größte LP-Sammlung, die ich je gesehen habe«, so Boström. »Obwohl schwer an Alzheimer erkrankt und unfähig, seinen eigenen Namen zu schreiben, konnte er alles mitsingen, jedes noch so kleine Motiv, sogar die Überleitungen in den Symphonien! Dass es einen Ort in uns gibt, wo die Musik weiterlebt, allen Krankheiten zum Trotz, hat mich als Kind zutiefst bewegt«, erinnert sie sich. Kajsa Boström lebt mit ihrer Familie in Schärding, unterrichtet sieben verschiedene Fächer an mehreren Standorten des Oö. Landesmusikschulwerks und leitet mit dem Theater INNklusiv in Engelhartszell ein Projekt für Menschen mit und ohne Behinderung. An ihrer Wahlheimat schätzt sie vor allem das ausgeprägte Miteinander im Dorf: »Ich war viel unterwegs in der Welt, habe an verschiedenen Orten gewohnt. Aber nirgends wurde ich so herzlich aufgenommen wie in meinem kleinen Innviertel, nirgends!« Etwas, an das sie sich erst langsam gewöhnen musste, das sie
heute allerdings nicht mehr missen möchte, hat sie dort zu lieben gelernt: »Wie schön ist dieses ›Schaun ma mal‹! Wie viele Möglichkeiten stecken da drin. Das ganze Tempo ist ein bisschen anders, trotzdem werden Sachen vorangetrieben, aber ohne Hetze.« Diese Haltung versucht sie auch als Dirigentin an den Tag zu legen, wenngleich die Arbeit Präzision erfordert, aber »es gibt Momente, wo das ›Schaun ma mal‹ auch im Orchester wichtig ist. Es gibt Sachen, die kommen jedes Mal anders, da kann und soll man sich nicht allzu sehr festlegen, denn sonst lebt es nicht mehr.«
In der Musikarena Dieser Zugang ist wohl auch der ideale, um mit dem Oö. Jugendsinfonieorchester das Programm für die Eröffnung des diesjährigen Brucknerfestes einzustudieren. Eine Herausforderung, künstlerisch wie zeitlich: Erst wenige Tage vor dem Auftritt wird die Dirigentin im Rahmen eines Orchestercamps die Möglichkeit haben, mit den Jugendlichen zu proben. Auf dem Programm steht neben Werken von Bruckner und Beethoven auch die Uraufführung eines neuen Werkes von Thomas Doss. Mit Circus Maximus hat der weltweit agierende Komponist, Dirigent und Pädagoge ein außergewöhnliches Stück Musik geschaffen, mit dem er die Zuhörenden nicht nur klanglich ›einfangen‹ möchte. Seine Überlegung dabei war: »Nehmen wir das Publikum als Zielscheibe, als Gladiatoren in der Arena und kreisen wir es ein mit der Musik. Konfrontieren wir es mit der Musik von allen Seiten – auch stilistisch. Das geht bis hin zu einem Rave, wo das Orchester am Schluss so richtig Popularmusik spielt und das Publikum anpeitscht.« Um diesen Effekt zu verstärken, werden zusätzlich Mitglieder der Brass Band OÖ im Saal platziert, die sich »im Idealfall auch bewegen, sodass sich das Publikum
vielleicht sogar ein bisschen ›bedroht‹ fühlt, weil die Musik sehr offensiv ist. Auf jeden Fall ist es mittendrin, aktiv ins Geschehen integriert.« Wobei: »Das Stück beginnt ganz, ganz leise – etwas Pulsartiges, Bedrohliches – und baut sich dann zu einer Klimax über sechs bis sieben Minuten auf. Am Schluss steht tatsächlich ein Bruckner-Zitat aus der Vierten beziehungsweise der Achten«, verrät der Komponist.
Dass in Circus Maximus verstärkt Blechbläser zum Einsatz kommen, überrascht nicht, hat Thomas Doss doch unzählige Werke für Bläser-Besetzungen komponiert –von Mehrsätzigem für symphonisches Blasorchester und Brass Band bis hin zu einfachen Übungsstücken für Musikschüler:innen. In seinem Werkverzeichnis finden sich allerdings auch Kammermusik, Chor- und Solowerke sowie (Kinder-)Opern. »Das mit den Bläsern hat sich eher zufällig ergeben, weil ich mit Anfang 30 die Begegnung hatte mit internationalem Repertoire im Bereich Bläser-Formationen und ganz überrascht war, dass es da auch etwas anderes gibt als Polka und Walzer«, gesteht der studierte Posaunist, dessen Werke auf allen Kontinenten zur Aufführung kommen. Um den Kapellmeister-Nachwuchs kümmert sich Doss im Rahmen seiner Tätigkeit im Oö. Landesmusikschulwerk, wo er seit 2006 Koordinator der Ensembleleitung Blasorchester und somit für die Dirigier-Ausbildung in ganz Oberösterreich verantwortlich ist. Sein Kompositions-Studium absolvierte er einst bei Gunter Waldek am damaligen Brucknerkonservatorium in Linz. Ebenjener steuert ebenfalls ein Werk zum Programm des Festaktes bei: eine Orchesterversion des Steiermärkers, eines kurzen Klavierstücks, das Anton Bruckner um 1850 als Lehrer in St. Florian komponierte. Bruckner widmete es seiner damaligen Schülerin und Jugendliebe Aloisia Bogner.
Romanzen von Bruckner und Rangström Schwärmerische Verehrung spiegelt sich auch in den vier Liedern wider, die der Bariton Rafael Fingerlos bei der Eröffnung zum Besten geben wird. Neben Anton Bruckners Vertonung von August von Platens Mein Herz und deine Stimme wird er auch drei Lieder des hierzulande wenig bekannten schwedischen Nationalkomponisten Ture Rangström singen. Etwa 360 solcher Romanzen hat der 1884 geborene Tonschöpfer geschrieben, dessen Lieder Melodi, Du och jag (Du und ich) und Vinden och trädet (Der Wind und der Baum) nicht ohne Grund Aufnahme in das Programm fanden. Ture Rangström war Kajsa Boströms Urgroßvater und zudem jener Dirigent, der mit der 8. Symphonie c-Moll die erste Aufführung einer Bruckner-Symphonie in Schweden dirigierte. Das war im Jahr 1922 in Göteborg. So schließt sich der Kreis mit seiner Urenkelin am Pult, die gut 100 Jahre später mit dem Brucknerfest Linz eines der prestigeträchtigsten Klassik-Festivals Österreichs eröffnet.
So, 13. Sep 2026, 10:30 Großer Saal
festakt 2026
Feierliche Eröffnung des Brucknerfestes Linz 2026
Thomas Doss
Circus Maximus. Szene für Symphonieorchester [Uraufführung]
Ture Rangström
Melodi, Nr. 3 & Du och jag, Nr. 2 aus: Fem dikter av Bo Bergman
Vinden och trädet, Nr. 3 aus: Den mörka blomman
Anton Bruckner
Mein Herz und deine Stimme WAB 79 [Orchestrierungen von Marcus Merkel] Gunter Waldek
Scherzo cantabile à la Styrienne [Uraufführung]
Ludwig van Beethoven
I. Satz der Klaviersonate Nr. 8 c-Moll op. 13 »Pathétique« Fassung für Orchester von Anton Bruckner

Maja Haderlap | Festrednerin
Karin Wagner | Moderation
Rafael Fingerlos | Bariton
Oö. Jugendsinfonieorchester
Brass Band Oberösterreich
Kajsa Boström | Dirigentin


Maja Haderlap zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen österreichischen Schriftstellerinnen. Sie wurde 1961 in Bad Eisenkappel geboren und wuchs auf einem Bergbauernhof in Südkärnten auf. Sie studierte Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Wien und arbeitete viele Jahre als Dramaturgin, unter anderem von 1992 bis 2007 als Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt. Gleichzeitig war sie als Herausgeberin und Redakteurin der slowenisch-kärntnerischen Literaturzeitschrift mladje tätig.
Ihre Werke bewegen sich zwischen Lyrik, Prosa und Essay und beschäftigen sich zugleich mit gesellschaftlichen Themen wie Erinnerung, Mehrsprachigkeit und dem Zusammenleben verschiedener Kulturen. Ihr literarisches Debüt gab Maja Haderlap 1983 mit dem slowenischsprachigen Gedichtband Žalik pesmi. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie jedoch vor allem mit ihrem ersten Roman Engel des Vergessens, der 2011 erschien. Darin erzählt sie die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich der slowenischen Minderheit in Kärnten. Der Roman beschäftigt sich mit den traumatischen Folgen des Zweiten Weltkriegs, mit dem Widerstand der Kärntner Slowen:innen gegen den Nationalsozialismus und mit der Weitergabe von Erinnerungen über Generationen hinweg. Für Engel des Vergessens erhielt Maja Haderlap zahlreiche Auszeichnungen. Besonders bedeutend war der Gewinn des Ingeborg-Bachmann-Preises 2011 für den daraus stammenden Text Im Kessel. Der Roman wurde zudem mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch, dem Rauriser Literaturpreis und dem Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet. Später folgten weitere Ehrungen wie der Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich, der Österreichische Kunstpreis für Literatur und der Christine-Lavant-Preis.
Entfremdung und schmerzliche Erinnerung stehen auch im Mittelpunkt ihres Lyrikbandes langer transit sowie ihres zuletzt erschienen Romans Nachtfrauen Neben ihrer literarischen Bedeutung ist Maja Haderlap auch eine wichtige Stimme für gesellschaftliche und kulturpolitische Fragen. Als Kärntner Slowenin thematisiert sie die Spannungen zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung und setzt sich für ein Österreich ein, das seine sprachliche und kulturelle Vielfalt anerkennt. Ihre Arbeit zeigt, dass Literatur nicht nur Kunst ist, sondern auch einen Beitrag zur gesellschaftlichen Verständigung leisten kann.
Ein besonderer Ausdruck dieses Engagements war ihre Festrede beim Staatsakt zum 100-jährigen Bestehen der Republik Österreich im Jahr 2018. Dass sie als Schriftstellerin und Angehörige der slowenischen Volksgruppe eingeladen wurde, war ein deutliches Zeichen für die Anerkennung bisher oft marginalisierter Perspektiven. Maja Haderlap betonte in dieser Rede die zentrale Bedeutung der Demokratie. Sie beschrieb sie als einen Prozess der Teilhabe, des Austauschs und der Verantwortung und warnte vor autoritären Entwicklungen, Ausgrenzung und dem Verlust gesellschaftlicher Solidarität.
Maja Haderlaps Werke geben Menschen eine Stimme, deren Geschichten lange wenig beachtet wurden und zeigen, wie eng persönliche Erfahrungen mit politischer Geschichte verbunden sind. Ihr Schreiben versteht sie als eine Form des Erinnerns – aber auch als Möglichkeit, Dialog, Demokratie und kulturelle Vielfalt zu stärken.
Maja Haderlap – Schriftstellerin zwischen Erinnerung, Identität und gesellschaftlicher Verantwortung
von
»Papperlapapp«, sagt er völlig unvermutet, in der grundgütigen Art, die seinem Wesen ein ganzes Leben zu eigen ist. Bis zum heutigen Tag gilt er als der schnellste Fußballspieler, den der Schallerbacher Fußballplatz je gesehen hat. Das war lange vor meiner Zeit. Fußballspielen habe ich ihn nie gesehen, aber als Orgelspieler war er mir von meinen frühesten Messbesuchen ein Begriff. Er hat mir, dem blassen, schüchternen Knaben, Eindruck gemacht mit seinem weißen wallenden Haar auf der Orgelbank sitzend. Und vor allem mit dem Vermögen, diese Riesenwindmaschine mit Händen und Füßen zum Klingen und das Kirchenvolk zum Singen zu bringen. Vor fast einem halben Jahrhundert habe ich als Schulanfänger für ihn den Blasebalg der kleinen Orgel der Filialkirche getreten, da sie noch keinen Motor für die Luftversorgung hatte. Heute ist sie längst motorisiert. Hier bin ich zum Kalkanten, zum Bälgetreter, zum Luftversorger eines Instruments geworden. Außer Atem war ich vor Anstrengung und aus Angst, das Instrument mit zu wenig Luft zu versorgen. Orgelspielende waren in vormotorisierten Zeiten nie allein, selbst wenn die Kirche menschenleer war. Sie hatten Beifahrer, um die Lungen zu füllen. Der Weltorganist Anton Bruckner brauchte bis zu vier Kalkanten, um die große St. Florianer Orgel in Gang zu bringen. Aber das ist eine andere Geschichte. Wenig später hat er mich, den angehenden Flötenspieler, unter seine Fittiche genommen und auf die Orgelempore der Schallerbacher Kirche mitgenommen. Für den aufstrebenden Ministranten, dem in der liturgischen Hilfsbereitschaft künftige Führungspositionen zugetraut wurden, war es mehr als ein Wechsel der Seiten. Es war ein Perspektivenwechsel, der lebensbefeuernd für mich wurde. Von nun an spielten wir jahrelang Sonntag für Sonntag beim Hochamt. Anfangs übte er noch mit mir. Als ich einigermaßen Boden unter meine wackligen Klangfüße bekommen habe, musizierten wir vom Blatt
Menuette von Telemann, Händel oder Mozart, Bachs unverwüstliche Air, barocke Sonaten, egal ob italienischen oder französischen Ursprungs, irische Zaubermelodien genauso wie Glucks Reigen selger Geister Beendet hat er die Stücke regelmäßig mit dem Ausruf: »Ein Wahnsinn, der Bach! Ein Wahnsinn, der Schubert! ...« Dem »Wahnsinn« hatte der jeweilige Komponistenname zu folgen, dessen Stück wir gerade gespielt hatten. Es war Ausdruck purer Begeisterung über das Wunder der Musik, über die Lust am Spiel. Der Name meines lebenslangen Orgelfreundes ist Rudi.
Rudi sitzt wohlumsorgt von seiner Familie auf seinem Sofa, die Hände vor sich auf die Oberschenkel gelegt. Ich bin mit einigen Musikerfreundinnen und -freunden in sein Haus gekommen, um mit ihm seinen 95. Geburtstag zu feiern. Man merkt, dass ihm die Welt schon etwas abhandengekommen ist, ob es mehr an der Welt oder an ihm liegt, bin ich nicht sicher. Ich setze mich neben ihn auf das Sofa, um für Augenblicke in ein geistesgegenwärtiges Gespräch zu fallen, das schnell wieder zu einem Ende kommt. Dabei blicke ich in strahlende Augen eines vertrauten Menschen, der mich erkannte, lange bevor ich es selbst konnte. Er scheint zufrieden mit seiner Gegenwart. Hundert wolle er noch werden, aber dann sei es genug, sagt Rudi. Seine Tochter berichtet, dass er sich vor Kurzem überraschend ans Klavier gesetzt hat, um Beethovens Mondscheinsonate aus dem Gedächtnis zu spielen. »Ein Wahnsinn, der Rudi! Ein Wahnsinn, der Beethoven!«, denke ich in der Reihenfolge. Die Gesprächigkeit seiner Gratulantinnenschar kommentiert er unvermutet mit einem »Papperlapapp«. Was in seiner deutlichen, aber sanften Intonation nicht wie ein Ordnungsruf nach »Lasst mich in Ruhe« klingt. Es ist ein Zuruf, der nicht um Hörbarkeit kämpft, sondern in seiner beifällig bestimmten Art in den Raum fällt und meine Ohren spitzen lässt. Was hat er gesagt? Papperlapapp! Ich begreife die Bedeutung vorerst in der Wahl des Tonfalls. »Seid doch ruhig! Plappert nicht so viel und hört doch endlich mehr zu!«, verstehe ich sofort die Botschaft. Rudis Weltabgewandtheit ist in Wirklichkeit eine Weltzugewandtheit, die mehr als nur Zuhören einmahnt.
Der leidenschaftliche Musiker erinnert ans Stillsein. Auf einmal scheint mir die Fähigkeit, das Gras wachsen hören zu können, als erstrebenswert. Meine Trommelfelle müssten dazu ganz auf Verwundbarkeit und Intuition eingestellt sein. Ich wäre ganz Ohr und würde über eine Wahrnehmung verfügen, der kein Laut, kein Blick, kein Atemzug, der ich selbst nicht entgehen kann.
Im »Wahnsinn«, in der Leidenschaft für die Musik hat Rudi mich von Kindesbeinen an bestärkt. Nicht in einem pädagogischen Sinne, dazu war er viel zu sehr Amateur in radikaler Ausprägung. Was nichts anderes heißt als Liebhaber zu sein! Ein Liebhaber der Musik und damit auch der Stille. Er hatte keinen pädagogischen Auftrag mit mir, er wollte einfach spielen, da er bemerkte, dass der Jüngling Spielpotenzial hat. Für mich ist der »Wahnsinn« Beruf geworden, das »Amateurhafte«, die Liebhaberei versuche ich mir täglich zu bewahren. Mein Geschäftsfeld ist im Wesentlichen das Zuhören. Wenn nichts gesagt oder gespielt wird, braucht man nicht zuhören! Oder doch? Ich sitze allein im großen Saal meines Konzerthauses, das nicht meines ist, da es für uns alle ist. Konzertsäle zählen unbespielt zu den stillsten Orten, die ich kenne. Sie müssen es sein, sie erwarten die Musik, die Stille danach und vor allem die Menschen, die zuhören. Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber über das Zuhören wird mehr denn je geredet. Und wenn etwas unentwegt Thema ist, bedeutet es meist, dass es fehlt. Wir müssen darüber reden, um es uns in Erinnerung zu rufen. Wir sind gefangen zwischen hohen oder tiefen Tönen, zwischen oben oder unten, arm oder reich, links oder rechts, nah oder fern, fremd oder vertraut, faul oder fleißig, heute oder morgen. Das Trennende, das Andere ist schnell ausgemacht, zum Verbindenden müssen wir uns ins Feld dazwischen bewegen. Wir können zuhören. Der menschliche Raum ist kein Entwederoder-Raum, er ist ein Sowohl-als-auch-Territorium.
Auf das Dazwischen und die Beweglichkeit kommt es an. Schauen wir uns in die Augen, bleiben wir freundlich. Zu allen, egal, welchem Wissensstand oder welcher Meinung sie anhängen.
Papperlapapp, sage ich zu mir! Geschenkte Zeit zum Innehalten beim Anhalten. Im scheinbar Unbeweglichen liegt die Einladung, den Takt zu wechseln, die Perspektive umzuschichten oder das zu bemerken, was man sonst überhört. Das Gute ist, man kann zumindest der Einladung nicht entkommen. Zu oft halten wir Dinge, Zustände für nicht veränderbar, kommen gar nicht auf die Idee, eine Idee haben zu können. Wer sich behaupten will, behauptet einfach, was das Zeug hält und erhebt es damit zur unhinterfragten Wahrheit. Die Behauptung erhebt sich über alles. Was liegt, das pickt. Von den Zwischentönen dürfte man nie genug bekommen, vom Menschsein sowieso nicht. »Die Welt steht nicht mehr lang«, sagte meine Oma mitunter unerwartet und nebenbei. An ihr haftete ein Staunen, das darum wusste, dass die Welt nie stillsteht, auch wenn sie kopfsteht. Papperlapapp, sage ich zu mir. Zuerst einmal ruhig sein!

Ein Denkmal, das sich verändern darf
Das Brucknerhaus Linz – im Jahr 1974 nach den Plänen des finnischen Architektenpaares Kaija und Heikki Sirén errichtet – stellt ein herausragendes Bauwerk der österreichischen Nachkriegsmoderne dar. Identitätsstiftend für die Stadt, kulturell und städtebaulich nicht wegzudenken und mittlerweile schon Teil der Stadtgeschichte. Und dann noch ein geschütztes Denkmal. Aber wie klappt das, bei einem viel genutzten Konzertbau? Sicherheitstechnisch müssen auch denkmalgeschützte Bauwerke up to date sein und ein barrierefreier Zugang ist zu gewährleisten, dann gibt es noch Ansprüche an die Energieeffizienz und mögliche Nutzungsänderungen. Das Brucknerhaus wurde in den mehr als 50 Jahren seines Bestehens sehr behutsam behandelt. Das ist jenen Personen zu verdanken, die im Wissen, welchen architektonischen Schatz man hier hütet, die Verantwortung dafür tragen, dass das Gebäude die oben formulierten Ansprüche erfüllt und in Würde altern darf. Respekt vor dem Bestand, der überlieferten Erscheinung und künstlerischen Wirkung sind die Schlagwörter der Denkmalpflege. Diese gelten auch als Grundlage für eine Genehmigung von Anpassungen an eine zeitgemäße Nutzung. Solche Prozesse sind Teamwork und unter Einbindung der Denkmalpflege oftmals Kompromisse. Auch hier ist es der gegenseitige Respekt, der Verständnis schafft und zu guten Lösungen führt, die allen dienen: den Nutzer:innen, den Besucher:innen und dem Denkmal.
Brigitte Kumpfmiller arbeitet als Fachreferentin im Bundesdenkmalamt
Zwei musikalische Welten, deren Grenzen lustvoll überschritten werden: Sie stehen im Zentrum des Konzerts von Jazz-Koryphäe und Grammy-Award-Gewinner Brad Mehldau und dem in Klassik wie Jazz gleichermaßen verhafteten Kirill Gerstein. Wenn die beiden Pianisten zu einem gemeinsamen Auftritt ins Brucknerhaus Linz kommen, stehen einerseits Improvisationen und andererseits Niedergeschriebenes von Johannes Brahms, Gabriel Fauré, György Ligeti und von Mehldau selbst auf dem Programm.
Die Verbindung der Solisten, die man an diesem Abend spüren wird, reicht übrigens bereits mehr als ein Jahrzehnt zurück: Gerstein erhielt 2010 den Gilmore Artist Award. Und der Pianist, der bereits als 14-Jähriger ein Jazzstudium in Boston begonnen hatte, bevor er sich ganz der Klassik verschrieb, vergab mit dem Preisgeld unter anderem einen Kompositionsauftrag an niemand Geringeren als Grammy-Gewinner Brad Mehldau. »Ich fand es immer schon interessant, die Grenze zwischen dem Jazz und der Klassik zu spüren, zu überschreiten –und zu schauen, wo überhaupt die Unterschiede und wo die Ähnlichkeiten sind«, sagt Gerstein im Interview mit thema. »Mich faszinierte damals die Frage, was entsteht, wenn ein Jazzmusiker nicht improvisiert, sondern im aufgeschriebenen Kontext arbeitet. Brad, bei dessen Spiel ich stets den Konnex zur klassischen Musik
herausgehört und attraktiv gefunden hatte, schuf dann auf meinen Wunsch hin ein fast 30-minütiges Werk für mich. Seit damals und unserem ersten gemeinsamen Konzert, bei dem wir diese Verbindung ausprobiert haben, sind wir eng befreundet und spielen mit den Überlappungspunkten der Genres.«
Für das Konzert im Brucknerhaus Linz ging es ihm, so Gerstein, weniger um die Überlegung, was Klassik und was Jazz sei, sondern »vielmehr um jene, was improvisiert und was komponiert und aufgeschrieben ist, wobei die Improvisation natürlich die Urquelle von Musik und Komposition ist«. Dabei werde eine gute Menge Schöpfungen von Brad Mehldau zu hören sein inklusive eines neuen Stücks, das dieser vor nicht allzu langer Zeit für sich selbst und Gerstein im Duo geschrieben habe. »Aber es wird auch für beide Instrumente etwas zu improvisieren geben«.
Mo, 14. Sep 2026, 19:30
Großer Saal brad mehldau & kirill gerstein In Dialogue
Improvisationen sowie Werke von Johannes Brahms
Gabriel Fauré
György Ligeti
Brad Mehldau
Brad Mehldau | Klavier
Kirill Gerstein | Klavier
Jazz-Koryphäe Brad Mehldau und Pianist Kirill Gerstein loten bei einem gemeinsamen Konzert im Rahmen des Brucknerfestes Linz Grenzen aus.
von Theresa Steininger

Dass außerdem ein Werk von Gabriel Fauré in das Programm aufgenommen wurde, erklärt Gerstein damit, dass »wir beide ihn sehr lieben und seine harmonische Sprache großen Einfluss auf Brad hatte«. Auch ein paar Stücke »nach Fauré« habe Mehldau komponiert, »die ich spielen werde und bei denen wir den Dialog zwischen den Originalen und Brads Werken herausarbeiten wollen«, so Gerstein. Darüber hinaus etwas von György Ligeti hinzuzunehmen, »liegt nahe, weil auch er sehr nahe zum modernen Jazz gearbeitet hat und von der afrikanischen Schlagzeugtradition beeinflusst war«, beschreibt Gerstein. »Und Brahms nun, wir beide lieben Brahms sehr und auch er war ein Quell der Inspiration für Brad.«
Vor allem aber werde es an dem Abend im Brucknerhaus vieles aus der Feder von Mehldau selbst zu hören sein – und die Pianisten werden auch über Musik von Brahms, Fauré und Ligeti improvisieren. »Da wird es Momente geben, in denen Brad auf ein komponiertes Stück mit einer improvisierten Antwort reagiert und Werke von ihm, in denen wir beide auch improvisieren. Wir möchten das gesamte Spektrum präsentieren«, kündigt Gerstein an. Der ganze Abend solle zeigen, »dass es im Grunde zwischen Klassik und Jazz weniger Unterschiede und mehr Ähnlichkeiten gibt, als man annehmen würde«, ist der Pianist überzeugt. »Letztlich sind sich beispielsweise manche Barockmusik und Jazz und Swing sehr ähnlich in Metrum und Rhythmus sowie schönen Ungleichmäßigkeiten. Ihre Wirkung auf uns ist vergleichbar – und davon gibt es viele Beispiele in der gesamten Musik.« Seiner Ansicht nach seien »Grenzen teils sehr künstlich – und ich finde es schön, wenn unser Projekt ein Teil davon ist, diese aufzumachen. Sie sind sowieso porös geworden und in der Praxis nicht so schwarz und weiß.«
Er selbst, so Gerstein, fühle sich »ausbalanciert als Musiker, wenn ich mich mit den unterschiedlichsten Formen beschäftige. Ich möchte mich jener Vorstellung, was ein Musiker sein kann, annähern, die bis vor rund 100 Jahren galt: Damals haben alle unterrichtet, gespielt, komponiert und improvisiert. Für mich ist es viel gesünder, mich breiter aufzustellen.«
Passend dazu kehrt Kirill Gerstein schon im Jänner 2027 ans Brucknerhaus Linz zurück: Dann spielt er den Solopart in Ludwig van Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5. Dieses sei für ihn »ein erstaunliches Werk, das so viele Facetten umarmt, dass man sich auch nach mehr als 200 Jahren noch immer damit beschäftigen kann – und es stets relevant bleibt«. Hier wie dort sei für ihn »das Zusammenkommen von Zuhörern, die gemeinsam ein Werk betrachten, das Hauptelement eines Konzerts – und dabei ist eben nicht die Hauptsache, ob es sich nun um eine Komposition von Beethoven oder eine Improvisation von Brad Mehldau handelt«.

»Im Grunde gibt es zwischen Klassik und Jazz weniger Unterschiede und mehr Ähnlichkeiten, als man annehmen würde.«
Kirill Gerstein
Im Rahmen des Vermittlungsprojekts Mahler Ambassadors gehen zwei junge Erwachsene aus Linz eine Woche lang intensiv mit dem Komponisten auf Tuchfühlung.
von Paula Schlüter
»Es ist ein transparenter, flexibler und warmer Klang, der aber auch so richtig über einen hereinbrechen kann. Er ist voller Zerbrechlichkeit, Menschlichkeit und Nostalgie, aber kann auch ganz und gar hemdsärmelig frisch klingen. Ehrlich gesagt sind wir alle, die wir in das Projekt verwickelt sind, süchtig nach diesem Klang geworden.« – Wenn der Dirigent Philipp von Steinaecker über ›sein‹ Mahler Academy Orchestra spricht, kommt er schnell ins Schwärmen. Das Suchtpotenzial dieses einzigartigen Klanges, von dem sich das Linzer Publikum am 16. September beim Konzert im Brucknerfest selbst überzeugen kann, verdankt das Orchester der akribischen Rekonstruktion des Instrumentariums des Wiener Hofopernorchesters, das um 1900 von Gustav Mahler persönlich geleitet wurde. Dabei stehen mit Mahlers Kindertotenliedern und der epochalen 9. Symphonie zwei Meisterwerke der Instrumentation auf dem Programm, die nicht nur klangliche Extreme vom leisesten Pianissimo bis zum überbordenden mehrfachen Fortissimo ausloten, sondern auch jahrhundertübergreifende Menschheitsthemen auf berührende Art und Weise musikalisch verhandeln.

Mi, 16. Sep 2026, 19:30
Großer Saal
steinaecker, barron & mahler academy orchestra Revolution Mahler!
Gustav Mahler
Kindertotenlieder für Mezzosopran und Orchester Symphonie Nr. 9
Fleur Barron | Mezzosopran Mahler Academy Orchestra Philipp von Steinaecker | Dirigent

Mahler Ambassador
Ema Mičanová

»Ich betrachte es als zutiefst inspirierende Chance, den Musiker:innen des Mahler Academy Orchestra bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen, in den historischen und philosophischen Hintergrund von Mahlers 9. Symphonie einzutauchen und mit anderen jungen Menschen Ideen, Erfahrungen und Motivationen auszutauschen.«
In Kooperation mit der Gustav Mahler Academy bietet das Brucknerhaus Linz im September zwei jungen Erwachsenen die Möglichkeit, gemeinsam mit den Musiker:innen des Orchesters in Gustav Mahlers Klangkosmos einzutauchen – und so sowohl die philosophische Bedeutung als auch die gesellschaftliche Relevanz seiner Kompositionen in der heutigen Zeit zu ergründen: Mahlers Lebens- und Schaffensmittelpunkt Wien war um 1900 von tiefgreifenden sozialen und politischen Unruhen geprägt. Europa und insbesondere Wien erlebten Einwanderungswellen, eine zunehmende nationalistische Stimmung, weit verbreiteten Antisemitismus und einen allgemeinen Zustand politischer, sozialer und kultureller Umbrüche, der sich auch in Mahlers Werken niederschlug. In den Sommermonaten pflegte sich Mahler zum Komponieren ins idyllische Toblach zurückzuziehen, gelegen im Herzen der italienischen Dolomiten. In der malerischen Kulisse, in der vor über 100 Jahren unter anderem seine 9. Symphonie entstand, treffen sich heute die Mitglieder des Mahler Academy Orchestra –ausgewählte Musikstudierende und Profimusiker:innen aus renommiertesten europäischen Klangkörpern
wie dem Concertgebouw Orchestra oder den Wiener Philharmonikern –, um ihre Tourneen vorzubereiten. Während der Probenphase lernen die Mahler Ambassadors aus den verschiedenen Konzertorten der Tournee gemeinsam in Workshops die Werke und ihre sozialen und historischen Entstehungskontexte kennen. Das Vermittlungsprojekt bietet den Teilnehmer:innen so die Chance, intensiv mit Mahlers Musik in Kontakt zu kommen und zugleich zu entdecken, in welcher Verbindung die Themen, die in Mahlers 9. Symphonie und den Kindertotenliedern mitschwingen – Leben, Tod, Verlust, Erlösung und die Spannungen einer Gesellschaft in der Krise –zu Herausforderungen stehen, mit denen wir uns heutzutage konfrontiert sehen. Ihre Erlebnisse und Erkenntnisse werden die Mahler Ambassadors aus Linz – Hannah Pöschko und Ema Mičanová – am 16. September bei der Einführung zum Konzert von Philipp von Steinaecker, Fleur Barron und dem Mahler Academy Orchestra im Brucknerhaus mit dem Publikum teilen: Man darf jetzt schon gespannt darauf sein, was sie zu berichten haben!
»Ich freue mich sehr darauf, mich mit anderen jungen Menschen auszutauschen und selbst viel Neues zu erfahren. Da ich durch meine Liebe zum Tanzen und Singen weiß, wie viel Musik in einer Person auslösen kann, freue ich mich auch, das im Rahmen der Konzerteinführung mit anderen teilen zu dürfen.«

Mahler Ambassador Hannah Pöschko

Aus der Tiefe heißt für mich, etwas aus dem Innersten heraus zu empfinden, zu begreifen und verstehen zu wollen. In die Tiefe gehen, aus der Tiefe schöpfen, um das Hier und Jetzt zum Ausdruck zu bringen. Doch was passiert, wenn man in dieser Tiefe gefangen ist? Dann kann sie ein Abgrund sein. Dann kann sie Verzweiflung und Not bedeuten und einen Zustand verkörpern, aus dem man alleine nicht mehr herauskommt. Was bleibt dann von einem Menschen, wenn alles Äußere wegfällt? Diese Frage steht wohl im Zentrum dieses Programms. Und so war’s. Für Oscar Wilde, als er aus dem Gefängnis im englischen Reading den Fünfzigtausend-WörterBrief De profundis schrieb. Ein Brief, der niemals hätte abgeschickt, gar veröffentlicht werden sollen. Ein Brief, der seine tiefe Verzweiflung zum Ausdruck bringt und zeitgleich einen Hoffnungsschimmer belichtet, den er zu finden sucht. Einhundert Jahre später komponierte Frederic Rzewski das gleichnamige Werk, in das er nicht nur Teile des Briefes einbaute, sondern in dem er musikalisch-performativ die Themen der Würde, der Isolation und der Hoffnung verhandelte. Der:die Pianist:in spielt hier nicht nur Klavier, sondern spricht, pfeift, performt gleichzeitig zur Musik. Als ich dieses Stück zum ersten Mal gehört habe, war ich sofort von der immensen Wucht ergriffen. Es war nicht nur das technische und musikalische Material mit Blick auf die vielfältigen koordinativen Aufgaben, sondern die radikalen, skurrilen, seltsam-rührenden Momente, die dieses Werk vereint. Es war wohl einer jener Momente, in denen man spürt: Das ist es! Dazu will ich ein Programm kreieren! Auch wenn ich weiß, dass dieses Werk ein Risiko ist. Denn es ist kein leichtes Werk – weder für die Performende noch für das Publikum. Es regt zum Nachdenken an. Es provoziert
von Hanni Liang
und kann auch zu Ablehnung führen. Aber steckt nicht gerade in diesem Risiko die Magie? Die Magie, die wir nur finden können, wenn wir uns öffnen und wenn wir etwas wagen, auch wenn wir tief fallen können. Dann können wir herausfinden, was wir als bedeutsam empfinden, was uns ausmacht, was wir lieben, erleben und verlieren.
So beginnt der Abend bereits vor dem ersten klingenden Ton mit drei Kompositionen von La Monte Young. Es sind Werke, die dieses besagte Wagnis aufgreifen, die den Inhalt von De profundis ankündigen, die Aufmerksamkeit aufbauen und das Publikum im Prozess des Ankommens empfangen. Der Abend beginnt also, bevor er beginnt. Und so mussten es anschließend diese zwei kleinen Klavierwerke von Anton Bruckner Fantasie und Erinnerung sein, die das Werk von Rzewski umarmen und dieser einen großen Frage »Was bleibt?« musikalisch reflektierend begegnen. Denn es ist nicht nur der Zufall, dass der Psalm »De profundis: Aus den Tiefen rufe ich, Herr, zu dir« am Totenbett von Anton Bruckner gelesen wurde, als zeitgleich Wilde in seiner Gefängniszelle den Brief verfasste, sondern auch die existenzielle Musik Bruckners, die in den beiden kurzen, jeweils gut fünfminütigen Werken für mich ein Stück Welt verkörpern, dass es am Ende nur Musik sein kann, die diese eine Frage aufgreifen kann. Die uns aus der Tiefe wieder herausholen kann.
Mit der Erinnerung erklingt somit der »wundervolle Anfang«, den Wilde in seinem Text benennt und führt uns letztlich zur Antwort: Es ist die Seele. Und die entdeckt man nur in der Tiefe.
Do, 24. Sep 2026, 19:30
Mittlerer Saal hanni liang
Aus der Tiefe
La Monte Young Composition 1960 #10 (to Bob Morris) Composition 1960 #4
Composition 1960 #7
Anton Bruckner
Fantasie für Klavier WAB 118
Erinnerung für Klavier WAB 177
Frederic Rzewski
De profundis für sprechende Pianistin
Hanni Liang | Klavier & Sprecherin

R OyAL
B ALLETT & O PER
i M Ci T y-Ki NO
SA i SON 26/27
Genießen Sie ein hochkarätiges Klassik-Programm mit ausgesuchten Opern- und Ballettaufführungen aus dem Royal Opera House in komfortabler Atmosphäre.
Oper: tosca
So 2. November ‘26, 16.45, City-Kino
Ballett: Manon
Mi 25. November ‘26, 18.15, City-Kino
Oper: Carmen
Mi 9. Dezember ‘26, 16.00, City-Kino
Ballett: Der nussknacker Aufzeichnung 2025
So 20. Dezember ‘26, 14.00, City-Kino
Oper: Götterdämmerung
So 28. Februar ‘27, 16.00, City-Kino
Oper: Così fan tutte
Di 30. März ‘27, 18.30, City-Kino
Ballett: Alice im Wunderland Aufzeichnung 2024
So 18. April ‘27, 16.30, City-Kino
Ballett: Schwanensee
So 23. Mai ‘27, 16.00, City-Kino
Oper: tosca
So 13. Juni ‘27, 18.45, City-Kino
Ballett: Romeo und Julia Aufzeichnung 2025
So 4. Juli ‘27, 20.00, City-Kino
Ticket: EUR 29,- / ermäßigt EUR 25,-
Ö1-Club Mitglieder erhalten an der Kinokassa Tickets zum ermäßigten Preis
Sa, 26. Sep 2026
10:00–15:00
Ganzes Brucknerhaus Linz


Das erwartet euch: Bei den Familienführungen durchs Brucknerhaus können die geheimsten Ecken des Konzerthauses erkundet werden. Zählkarten für die Hausführungen sind ab 4. September 2026 erhältlich. Die Hausführungen finden immer zur vollen Stunde statt, also um 10:00, 11:00, 12:00, 13:00 und 14:00 Uhr, und dauern circa 30 Minuten. (Wichtig: Zählkarten holen!)
Das erwartet euch: Das Team des Kinderkulturzentrums Kuddelmuddel hat sich zahlreiche Kreativstationen überlegt, von Beatboxen über Malen mit Musik bis hin zu Instrumentenbau und Tanz.
Familienkonzert
Charlie Chaplins T he Tramp mit Cameron Carpenter
11:00 Uhr im Großen Saal
Das erwartet euch: Orgel-Star Cameron Carpenter erschafft die Klangkulisse zur Stummfilmkomödie The Tramp von und mit Charlie Chaplin und improvisiert anschließend auf der »Königin der Instrumente«. (Wichtig: Kaufkarten holen!)
Familienkonzert Hänsel und Gretel
Das erwartet euch: In diesem musikalischen Puppenspiel interpretiert das Ensemble COFIE das Märchen Hänsel und Gretel durch musikalische, tänzerische und gesangliche Beiträge neu. (Wichtig: Kaufkarten holen!)

Musikalische Workshops
Das erwartet euch: Um 12:45 Uhr und um 14:30 Uhr gibt es die Chance, einen musikalischen Sing-Workshop zu besuchen. In circa 30 Minuten können alle Interessierten ihre Stimme ausprobieren und die Freude am gemeinsamen Singen erfahren. Kommt einfach vorbei!
(Siehe Seite 39)
13:30 Uhr im Mittleren Saal

Das erwartet euch: Das Restaurant BRUCKNER’S bietet bei traumhaftem Ausblick auf die Donau familienfreundliche Speisen an, damit sich die Besucher:innen an diesem kreativen Tag im Brucknerhaus stärken können.
von Norbert Trawöger
Konzerthäuser sind Wahrzeichen einer Stadt. Sie prägen Skylines, zieren Postkarten, liegen am Donauufer, sie dienen als kulturelle Visitenkarten. Doch ihre Herkunft erzählt eine weit spannendere Geschichte als jene spektakulärer Architektur. Sie beginnt nicht mit Mauern, sondern mit Menschen. Konzertsäle entstanden ursprünglich nicht, um ein architektonisches Denkmal zu setzen, sondern um dem Erleben von Musik einen geschützten Raum zu geben. Erst als sich im 19. Jahrhundert das öffentliche Konzertwesen entwickelte, entstand der Bedarf nach Räumen, die mehr waren als Wirtshäuser, höfische Säle oder Kirchen. Die Musik emanzipierte sich vom Adel und fand ihre Heimat in Gebäuden, die ausschließlich für das Hören geschaffen wurden. (Wobei die Urmutter aller Konzerthäuser, der Musikverein Wien, als »Mehrzwecksaal« errichtet wurde, um auch Bälle, Redouten abzuhalten. Selbiges gilt auch für das Brucknerhaus Linz.)
Dabei waren es nie allein die Gebäude, die Geschichte schrieben. Es waren die Orchester, die ihnen Identität verliehen. Der Musikverein ohne die Wiener Philharmoniker oder das Brucknerhaus ohne Bruckner Orchester Linz wären kaum jene klingenden Ikonen, die wir heute kennen. Ein Konzertsaal ist deshalb weit mehr als eine akustisch optimierte Hülle. Er wächst über Jahrzehnte mit seinen Musikerinnen und Musikern, entwickelt einen eigenen Klangcharakter und wird gemeinsam mit dem Publikum zum Resonanzraum einer gemeinsamen Tradition. Architektur formt Musik, wie Musik Architektur mit Klang erfüllt. Ein Saal beeinflusst den Klang eines Orchesters, fordert ihn heraus und prägt seine Entwicklung. Gleichzeitig schreiben Generationen von Interpretinnen und Interpreten die Geschichte eines Hauses fort, bis Gebäude und Ensemble kaum mehr voneinander zu trennen sind.
Ihre Herkunft erzählt von einer Gesellschaft, die Musik nicht nur hören, sondern ihr einen dauerhaften Platz im öffentlichen Leben geben wollte. Genau darin liegt ihre eigentliche Größe: nicht in ihrer Fassade, sondern in der jahrhundertelangen Beziehung zwischen Raum, Klang und Mensch.
Mit seinem unverwechselbaren Stimmtimbre, seinen ebenso ergreifend wie farbenreich ausgestalteten Interpretationen und seiner glasklaren Diktion gehört der Bariton Christian Gerhaher zu den ganz großen Liedsängern unserer Zeit. Seit ihrer gemeinsamen Studienzeit – mittlerweile also seit mehr als 30 Jahren –bildet er mit dem Pianisten Gerold Huber ein kongeniales Liedduo, das sich 2021 mit der Veröffentlichung einer Gesamtedition aller 299 Lieder Robert Schumanns einen langgehegten Traum erfüllt hat: »Ich habe mich auf diese Reise gemacht, weil ich empfinde, dass das Lied-Werk Schumanns herausragend ist. Es ist vielleicht der Gipfelpunkt der LiedRomantik«, so Gerhaher. »Schubert hat die Gattung ›Lied‹ im Grunde erfunden und es wird nicht am
Genie Schuberts gerüttelt, wenn man ein besonderes Faible für Schumann entwickelt. Es ist nur so, dass Schumann mir als Künstlerpersönlichkeit insgesamt besonders nahesteht und dass ich ihn als besonders faszinierend empfinde. Für mich ist Schumann der Künstler schlechthin.« Bei seinem Liederabend-Debüt am Brucknerhaus Linz taucht das Duo tief in den Kosmos ›Schumann‹ ein. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Werkgruppen aus dem sogenannten ›Liederjahr‹ 1840, dem Jahr der Eheschließung von Robert Schumann und Clara Wieck. Aber auch zwei spätere Kleinode finden sich im Programm, darunter der düster-melancholische ›Lenau-Zyklus‹, der Themen wie Vergänglichkeit und Weltschmerz verhandelt.

Sa, 24. Okt 2026, 18:00
Mittlerer Saal
Christian Gerhaher & Gerold Huber
Robert Schumann
Fünf Lieder op. 40
Liederkreis op. 39
Drei Gesänge op. 83
Romanzen und Balladen op. 53
Sechs Gedichte von N. Lenau und Requiem op. 90
Christian Gerhaher | Bariton Gerold Huber | Klavier
»Für mich ist Schumann der Künstler schlechthin.«
Christian Gerhaher
Anna Mabo

Sa, 7. Nov 2026, 19:30
Mittlerer Saal
Anna Mabo, Marie-Luise Stockinger, Bibiana Beglau & Valerie Pachner
Douglas Adams Per Anhalter durch die Galaxis
[Strichfassung: Anna Laner]
Anna Mabo, Marie-Luise Stockinger, Bibiana Beglau Valerie Pachner | Sprecherinnen
Anna Mabo & die Buben
Anna Mabo | Gesang & Gitarre
Clemens Sainitzer | Violoncello Alexander Yannilos | Schlagzeug Irmgard Marboe | Violine & Gespräch Kalle Laar | Space is the Place: Sound und Image Interventionen

Musikerin Anna Mabo bringt mit ihren Musikern und den Marie-LuiseSchauspielerinnen Stockinger, Bibiana Beglau und Valerie Pachner eine Version von Per Anhalter durch die Galaxis, die wie ein Live-Hörspiel wirken soll. Wie, beschreibt sie im Interview. von Theresa Steininger
Kultcharakter – nichts weniger als das hat Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams, eine Mischung aus Science-Fiction, Satire und Komödie, die als Hör- spiel, Roman, Fernsehserie, Musical und vieles mehr herausgekommen ist. Und es ist ein Lieblingsbuch der heimischen Musikerin Anna Mabo, die daraus einen Konzertabend entwickelte, den sie gemeinsam mit den »Buben« Clemens Sainitzer am Cello und Alexander Yannilos am Schlagzeug ins Brucknerhaus bringt. Dass Mabo vom Weltraum fasziniert ist, wurde ihr schon in die Wiege gelegt, ist doch ihre Mutter Welt- raumjuristin: »Ja, das gibt es«, sagt sie lächelnd im Interview mit thema. »Daher habe ich schon von Grund auf ein Naheverhältnis zu diesem Thema. Die Bücher von Douglas Adams fand ich einfach großartig – die Ideen, den Sprachwitz, die Tatsache, wie alles mitei- nander verknüpft ist. Und die Faszination dieser Weite einer nie endenden Reise.« Als im Wiener Konzerthaus ein Künstlerinnenporträt über sie gemacht wurde, kam der Wunsch auf, auch einen Abend mit Literaturhinter- grund zu gestalten – »und für mich lag die Idee nahe, mich mit diesen Büchern, die zu meiner Lieblings- lektüre gehören, zu beschäftigen«, sagt Mabo. Nun ist sie froh, den Abend auch ins Brucknerhaus Linz zu bringen, in dem die Hauptfigur Arthur von seinem besten Freund, der sich als Außerirdischer entpuppt, gerettet wird, als wegen des Baus einer Hyperraum- Umfahrungsstraße die Zerstörung der Erde ansteht. Gemeinsam schleusen sich die Protagonisten auf ein Raumschiff und arbeiten an dem intergalaktischen
Reiseführer weiter. Doch das ist erst der Beginn von zahlreichen ursprünglich 1978 für ein BBC-Hörspiel entstandenen Weltraum-Abenteuern, die Arthur er- lebt – und die Mabo nun als Inspirationsquellen für diesen Abend heranzog.
»Natürlich mussten Anna Laner und ich, die wir die Strichfassung gemeinsam gemacht haben, die aus- ufernde Handlung der Romane auf verschiedene Handlungsstränge konzentrieren, was schmerzhaft war, aber einen guten Spannungsbogen ermöglichte«, beschreibt die Musikerin. »Für Fans von Douglas Adams: Wir haben jene Erzählstränge gewählt, die sich von der Zerstörung der Erde hin bis zur Erschaffung neuer Planeten nach Wunsch ziehen, aber auch die Idee des Supercomputers und das Tun der Vogonen, jener Wesen, die ihre Gedichte als Foltermethode nutzen, miteinbezogen.« Verknüpft wird das Ganze mit Musik von Anna Mabo und den Buben, wobei »das Gelesene im Fokus steht und einiges, aber nicht alles, musikalisch kommentiert wird. Vielmehr wollten wir eine dialogische Form finden, in der die Musik hilft, zu wissen, in welcher Welt man sich gerade befindet«, erklärt Mabo. Dazwischen stelle sie Songs, »die auf den Text antworten und die Geschichte einrahmen, ergänzen und jeweils einen Universum-Bezug haben«. Darunter sind auch recht neue Nummern. »All das verknüpfend, lassen wir die Atmosphäre eines Live- Hörspiels entstehen«, so Mabo.
Lesen werden die Auszüge im Brucknerhaus Marie- Luise Stockinger, Bibiana Beglau und Valerie Pachner. »Für mich ist in den Büchern, die ich sehr liebe, ein Wermutstropfen, dass keine Frauen vorkommen. Das versuchen wir dadurch, dass bei uns Frauen lesen, ein wenig zu kompensieren«, so Mabo. Und auch ihre mit der Materie so gut vertraute Mutter hat sie eingela- den, mitzuwirken: »Sie hält einen humorvollen, aber informativen, kurzen Vortrag über juristische Fragen, die das Buch anstößt – also beispielsweise darüber, ob es überhaupt legal ist, im Weltraum eine Umfahrungs- straße zu bauen und ob es mit rechten Dingen zugeht, wenn ein Planet gesprengt wird.« Außerdem werden nicht nur die Schauspielerinnen lesen, sondern auch Anna Mabo selbst: »Dadurch kann man auch eine weniger bekannte Seite von mir kennenlernen. Wobei ich mich nicht auf eine Stufe mit den Rezitierenden stellen möchte – aber es ist doch interessant, hier einen Dialog zu ermöglichen, in dem ich nochmals eine ganz andere Disziplin ausprobiere.« Natürlich habe sie sich in ihrer Arbeit als Regisseurin oftmals mit dem gesprochenen Wort und mit Texten von Autor:innen und Dramatiker:innen auseinander- gesetzt. »Aber auf der Bühne singe ich normalerweise Dinge von mir. Dass ich diesmal weniger im Fokus stehe, finde ich gut, denn so unterstützen wir als eine Art Stage-band die Lesenden und die Geschichte – und das finde ich total schön. Es ist, wie wenn wir in der zweiten Reihe anfeuern und auch mal anderen zuhören, die mit uns auf der Bühne stehen.« Sie wolle, so Anna Mabo, durch all diese Mittel ihrem Publikum ermöglichen, ganz in diese große Erzäh- lung von Douglas Adams einzutauchen. »Durch die Musik und die Art, wie man seine Zeilen vorgelesen bekommt, ist es eine Reise im Kopf, bei der auch die eigene Fantasie per Anhalter mitreisen muss. Zwar bekommt man Worte und Musik, aber den Rest kreiert jeder für sich. Jede und jeder muss die Reise letztlich selbst machen – das finde ich sehr aufregend.«
Alle Infos zu den Abos der Saison 26–27
Das Brass-Abo begeistert mit virtuoser Bläserkunst, klanglicher Vielfalt und außergewöhnlichen Klangfarben, während das flexible Kennenlern-Abo neugierigen Musikliebhaber:innen die Möglichkeit bietet, aus ausgewählten Konzerthöhepunkten ihr persönliches Programm zusammenzustellen. Ob begeisterte BrassFans, aufgeschlossene Entdecker:innen oder alle, die das Brucknerhaus neu kennenlernen möchten – diese Abonnements eröffnen individuelle Zugänge zur beeindruckenden Vielfalt unseres Konzertangebots.
Ergänzend zu den etablierten Konzertreihen und Abonnements des Brucknerhauses laden zwei besondere Angebote dazu ein, ausgewählte Konzerte in eigens kuratierten Reihen zu erleben.

23. Okt 2026
Olivia Chaney
7. Nov 2026
Anna Mabo, Marie-Luise Stockinger, Bibiana Beglau & Valerie Pachner
2. Jän 2027
Neujahrskonzert 2027
Beethovens Neunte
21. Mär 2027
Anna Lapwood
3. Apr 2027
Abo-Preise ab €90,–// JungesAbo: ab €24,–
Georg Nigl, Nicholas Ofczarek & Markus Hinterhäuser
18. Apr 2027
Julian Prégardien, Kristian Bezuidenhout & Camerata Salzburg
Das Brass-Abo widmet sich der faszinierenden Welt der Blechbläser und ihren vielfältigen Ausdrucksformen. Renommierte Künstler:innen und Ensembles verbinden Tradition und Innovation und eröffnen spannende Perspektiven auf ein Genre, das weit mehr zu bieten hat als strahlende Fanfaren und orchestrale Klangpracht.
21. Feb 2027
Fazıl Say, Lucienne Renaudin Vary & Kammerorchester Basel
9. April 2027
Andreas Martin Hofmeir
4. Mai 2027
Alpen & Glühen mit Chor Ad Libitum
Abo-Preiseab €85,–// Junges Abo: €27,–

Ob große Symphonik, intimer Liederabend, virtuoses Solokonzert oder musikalische Lesung: Das Kennenlern-Abo lädt dazu ein, die Vielfalt des Brucknerhaus-Programms zu entdecken. Wählen Sie drei Konzerte aus sechs Veranstaltungen, profitieren Sie von 20 % Ermäßigung und stellen Sie sich Ihr ganz persönliches Konzerterlebnis mit internationalen Künstler:innen und renommierten Ensembles zusammen. KennenlernAbo (3 aus 6 Wahlabo)
Beim Familienfest im Brucknerfest fällt der Startschuss für ein neues Format, bei dem das gemeinsame Singen im Mittelpunkt steht.
Einfach zusammen singen! Damit ist eigentlich schon alles gesagt: Einmal im Monat den Alltag zurücklassen, im Mittleren Saal des Brucknerhauses zusammenkommen, zwei Stunden lang unter der Anleitung von Sängerin und Chorleiterin Sabine Rechberger die Stimmbänder in Schwung bringen und danach den Abend mit Getränken und Snacks gemütlich ausklingen lassen. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Freude am Singen und die Begegnung mit Gleichgesinnten: Jede:r ist willkommen, egal, ob man langjähriges Chormitglied ist, nur unter der Dusche singt oder noch gar keine Erfahrungen im Singen hat. Gesungen werden Melodien von Anton Bruckner bis zu den Beach Boys, die sich durch Rhythmus, Sprache und gemeinsames Atmen immer wieder auf neue Weise zeigen. Davor, danach und dazwischen gibt es Raum, mit den Möglichkeiten der eigenen Stimme zu experimentieren. Neugierig geworden? Im Rahmen des Familienfestes im Brucknerfest am 26. September kann das Format im Rahmen zweier 30-minütiger Workshops (12:45 und 14:30 Uhr) im alten Kassenfoyer zum ersten Mal ausprobiert werden. Danach finden die Treffen einmal im Monat donnerstags statt, zum ersten Mal am 8. Oktober 2026 von 18:00 bis 20:00 Uhr. Notenkenntnisse und Vorerfahrungen sind nicht notwendig, eine regelmäßige Teilnahme ist ebenfalls nicht verpflichtend: Geht es sich einmal nicht aus, kommt man eben an einem anderen Termin wieder dazu, wenn und wann man mag.

Der Chor für alle startet im Brucknerfest Linz 2026! Eintritt frei
Kinderbetreuung gibt’s bei folgenden Terminen
Voranmeldung per E-Mail an education@liva.linz.at.
Oder einfach spontan vorbeikommen und mitsingen!
Chor für alle: Termine und Infos
Neu! Ab der Saison 26–27 sorgt Kinderbetreuung während der Matineen an sechs Sonntagen für entspannte Vormittage für Groß und Klein.
Während Eltern oder Großeltern die Konzerte genießen, öffnet das Brucknerhaus in Kooperation mit dem Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel den Kleinen Saal für Kinder von 3 bis 10 Jahren. Geschichten, Spiele, Bastelangebote und gemeinsames Musizieren versprechen ein abwechslungsreiches Programm und einen klingend-kreativen Sonntag für die ganze Familie.
Die Kinderbetreuung ist kostenlos mit einem Ticket oder Abo für die Sonntagsmatineen. Sie wird jeweils ab 10:00 Uhr (eine Stunde vor Beginn der Konzerte) bis 15 Minuten nach Konzertende angeboten.
Anmeldung erforderlich bis spätestens fünf Tage vor den Konzerten im Ticketshop, telefonisch unter +43 732 77 52 30 oder per E-Mail an kassa@liva.linz.at.

In der Saison 26–27 freuen wir uns auf ein weiteres Angebot im Jungen Brucknerhaus Linz. Mit Brucknerhäuschen zieht eine Konzertreihe für Kinder von 1 bis 3 Jahren und ihre erwachsene Begleitung ins Brucknerhaus ein.
Laura-Lee Jacobi, das künstlerische Mastermind der Reihe, hat einige Fragen zum neuen Format im Kleinen Saal beantwortet.
von Anna Dürrschmid
Junges Brucknerhaus Linz: Laura, du hast vor fast 15 Jahren gemeinsam mit Sarah Gaderer das Theater nuu gegründet. Wie kam es dazu und was war euch von Anfang an wichtig für die Produktionen?
Laura-Lee Jacobi: Performances beziehungsweise das Theater für junges Publikum sprechen eine sehr bildhafte, assoziative und sinnliche Sprache, die uns von Anfang an fasziniert hat. Unser Ziel ist es nicht, Geschichten von A bis Z zu erzählen, sondern Bilder zu erzeugen und Atmosphären zu kreieren, die berühren. Du gehst mit deinem Publikum eine Beziehung ein, die auf dem gemeinsamen sinnlichen Erlebnis beruht. Die Kinder sind dabei so stark im Moment, so präsent, das ist großartig.
JBL: Worauf achtet ihr besonders, wenn ihr euch Konzepte für junge Besucher:innen überlegt?
L.-L. J.: Das sehr junge Publikum erlebt mit allen Sinnen, immer wieder neu und manches zum ersten Mal. Wir versuchen ein ganzheitliches Erlebnis zu ermöglichen, dieses beginnt bereits beim Betreten des Konzertraums, noch lange bevor die Vorstellung überhaupt losgeht. Für unsere Stücke versuchen wir einen Raum zu schaffen, der für die Altersgruppe adäquat ist. Dabei wollen wir ein einjähriges Kind nicht zum Sitzenbleiben zwingen müssen, wir wollen Räume schaffen, in denen das Publikum seiner Neugierde nachgehen kann. Für ein Publikum ab 1 Jahr haben wir hierfür verschiedene installative Formate erforscht. Die Kinder dürfen dabei, wenn sie das Bedürfnis verspüren, ihre Sitzplätze verlassen. In diesen Räumen gibt es meist Materialien, die von den Kindern in die Hände genommen werden können, das haptische Erleben ist gerade in diesem Alter sehr groß. Trotzdem verfolgen unsere Stücke eine klare Dramaturgie, die Struktur lässt jedoch Platz für Begegnungen.
JBL: Wir werden für Brucknerhäuschen den Kleinen Saal zum ersten Mal für Familien öffnen. Dafür wird der Raum neu gestaltet. Was ist dir dabei wichtig? Wie baust du den Raum auch in das Konzept ein?
L.-L. J.: Der Raum ist spannend. Mit seinem orangenen Teppichboden, den blauen Wänden und der dunklen Holzdecke gibt er in seiner halbrunden Form schon einiges vor. Wir können und wollen den Raum nicht neu erfinden oder verschwinden lassen, sondern versuchen, ihn in seiner Eigenart durchaus zu nutzen. Es wird einen zentralen Bühnenbereich am Boden geben,
bei dem das Publikum rundherum sitzen kann. Die Nähe zum Bühnengeschehen ermöglicht einen intimen kuscheligen Rahmen. Die Bühnenbildnerin Veronika Müller-Hauszer entwickelt ein Grundkonzept für die Reihe Brucknerhäuschen. Das Ziel ist es, ein Setting zu schaffen – wir nennen es die Klanglandschaft –, das für die unterschiedlichen Episoden adaptiert werden kann.
JBL: Bei Brucknerhäuschen wird die Musik eine wesentliche Rolle spielen. Du arbeitest in der kommenden Saison mit der vielseitigen Musikerin Christine Gnigler zusammen. Wie schafft ihr es, die Klänge zu nutzen, um die Geschichte erlebbar zu machen?
L.-L. J.: Alles kann Musik sein beziehungsweise kann mit fast allem Musik gemacht werden. Hier erforschen wir gemeinsam mit dem Publikum verschiedene Geräusche und Klänge. Diese werden mit Instrumenten erzeugt, aber auch mit der Stimme, unseren Körpern und diversen Gegenständen beziehungsweise Materialien. Das Knacken des Eis im Nest lässt die Spannung steigen, während der rhythmische Flügelschlag eines Rotkehlchens den Raum erfüllt und das zarte Piepen der frisch geschlüpften Vögelchen eine feine Melodie erzeugt.
JBL: Mit Christine Gnigler hast du schon einige gemeinsame Projekte entwickelt. Was ist das Besondere an eurer Zusammenarbeit und wie ergänzt ihr euch in eurem kreativen Schaffen?
L.-L. J.: Christine Gnigler bringt einen großen handwerklichen Schatz mit: instrumental mit diversen Blockflöten, dem Fagott sowie mit ihrer Stimme. Sie bewegt sich mit ihren Instrumenten durch den Raum, verliert dabei den Kontakt zum Publikum nicht und erfüllt ihn gleichzeitig mit tollen Klängen. Christine spricht die Sprache der Musik, während ich sehr viel in Bildern denke. Dabei ergänzen wir uns im Stückentwicklungsprozess sehr gut. Ich sehe ein Bild, sie weiß, wie es klingt. Es ist ein intuitives, beflügeltes Arbeiten, das großen Spaß macht.
JBL: Abschließend, warum sollten sich Erwachsene mit Kindern zwischen 1 und 3 Jahren die neue Reihe Brucknerhäuschen nicht entgehen lassen?
L.-L. J.: Das Erlebnis ist sowohl für die Kinder als auch für ihre erwachsenen Begleitpersonen ein ganz besonderes. Die Kinder sind total im Moment, erleben mit allen Sinnen und nehmen dabei die Erwachsenen mit. Hier können wir so viel von den Kindern lernen. Die Bilder, kreiert durch Bewegungen und Objekte sowie die Musik, sprechen eine universelle Sprache, die unabhängig vom Alter verstanden wird und uns alle berührt.
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Fr, 29. Jän 2027, 10:00
Sa, 30. Jän 2027, 10:00 & 15:00
Kleiner Saal Piep
Fr, 25. Jun 2027, 10:00
Sa, 26. Jun 2027, 10:00 & 15:00
Kleiner Saal Zirp
Laura-Lee Jacobi | Spiel, Konzept & Idee
Christine Gnigler | Konzept & Musik
Veronika Müller-Hauszer | Ausstattung & Kostüm
Produktionen des Brucknerhauses Linz
So, 8. Nov 2026
11:00 & 15:30
Großer Saal
The Fluteman with Orchestra Show mit Gabor Vosteen
So, 20. Dez 2026
11:00 & 15:30
Großer Saal
Ode an die Freunde mit dem Bruckner Orchester Linz
Die Reihe midi.music bietet für Publikum ab 6 Jahren einzigartige Konzerterlebnisse, in denen sich Musik mit Zirkuselementen, Schauspiel, Erzählung und Tanz vereint.
Unter allen verlosenEinsendungen wir eine kleine Überraschung!
Was für Ideen hast du, wie man den Großen Saal im Brucknerhaus umbauen könnte? Male uns ein Bild und schicke es entweder per Post an Brucknerhaus Linz – Education, Untere Donaulände 7, 4010 Linz oder per E-Mail an education@ liva.linz.at
So, 14. Mär 2027
11:00 & 15:30
Großer Saal
Peter und der Wolf … und Jazz mit The Amazing Keystone Big Band
So, 6. Jun 2027
11:00 & 15:30
Großer Saal
Die kleine Meerjungfrau mit OÖ Tanzakademie & L’Orfeo Barockorchester

In der kommenden Saison verwandelt sich der Große Saal bei manchen Konzerten in eine Art Arena – Orchester und Ensembles sitzen nicht auf der Bühne, sondern sind mitten im Saal platziert und dadurch ganz nah an den Zuhörenden. Eine freie Sitzplatzwahl ermöglicht es dabei, dass die Kinder im Konzert die besten Plätze erhalten und dennoch mit ihren erwachsenen Begleitpersonen das Konzert erleben können. Der Große Saal einmal ganz anders: Wir sind schon sehr gespannt, wie euch das neue mittendrin-Setting gefällt!
Der Große Saal ganz neu!
8. Nov

Gabor Vosteen

14. März
Anna Bárbara Bonatto

20. Dez
Lösungswort:
6. Juni

OÖ Tanzakademie




1. Wohin führt uns der erste Antons Kidslcub in der neuen Saison?
2. Mit welchem Gewässer hat Antonella es bei der mini.music im Oktober zu tun?
3. Welchen typischen Hut trug der Stummfilmschauspieler Charlie Chaplin häufig? (Tipp: Der Name ist auch ein Obst.)
4. Wie wird das Konzerterlebnis bei der Reihe midi.music ab der neuen Saison sein?
5. Wie heißt die neue Konzertreihe für Kleinkinder von 1 bis 3 Jahren?
6. Welche Veranstaltung für Familien findet am 26. September im Brucknerfest statt?
Kalender Sep & Okt 26
Fr, 25. Sep 11:00
Schulkonzert 10+ Charlie Chaplins The Tramp
Sa, 26. Sep 10:00–15:00
Familienfest im Brucknerfest
Di, 29. Sep 16:00
Antons Kidsclub 6+ In der Galerie
Sa, 10. Okt 10:30
Familienführung 0-99 Fokus Architektur
Sa, 17. Okt 14:00 & 16:00 mini.music 3+ Alles im Fluss
Details zu allen Angeboten des Jungen Brucknerhauses
So, 18. Okt 10:30, 14:00 & 16:00 mini.music 3+ Alles im Fluss
Mi, 14. Okt 2026, 19:30
Mittlerer Saal
Das 1992 gegründete Upper Austrian Jazzorchester hat sich nach 15 CD-Einspielungen mit verschiedensten Programmen eigener Musik – darunter Deference to Anton Bruckner, Thomas Bernhard groovt In the spirit of Hans Koller –aber auch Musik von und mit Gästen wie Kenny Wheeler, Jack Walrath, Slide Hampton, Johnny Griffin, Mike Stern, Maria João, Richard Bona, Mike Mainieri, Jane Monheit und Randy Brecker zu einer Institution auf dem Gebiet kreativer Jazzmusik entwickelt. Mit seinem neuen Programm Celebrating Lady Day setzt es einer Ikone des Jazzgesangs ein Denkmal: Billie Holiday. Die österreichische Jazzsängerin Ali Gaggl schlüpft dabei in die Rolle der Ausnahmekünstlerin, die mit I’ll Be Seeing You, Strange Fruit und What a little Moonlight can do Welthits landete. Geleitet wird das erste Konzert der Brucknerhaus-Jazzreihe der Saison 26–27 von Michael Gibbs, der als Komponist moderner Bigbandliteratur an der Seite von Pat Metheny, Gary Burton und vielen mehr auf eine international hell erstrahlende Karriere blicken kann. Bereits in den 1960er-Jahren, als Student am Berklee College of Music, war Gibbs fasziniert von Billie Holiday und schrieb mehrere Arrangements zu den Songs, die sie während ihres tragisch kurzen Lebens bekannt gemacht hat. Gemeinsam mit Michael Gibbs wird dessen enger Vertrauter und Langzeit-Assistent Ed Puddick das Upper Austrian Jazzorchester durch das Konzert begleiten und im zweiten Set Originalkompositionen von Michael Gibbs dirigieren.


Großer Saal
Der Chorverband Oberösterreich feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einem Galakonzert im Brucknerhaus Linz. Der gleichaltrige Oberösterreichische Landesjugendchor sowie ein Reunion Chor aus Mitgliedern der letzten 25 Jahre präsentieren gemeinsam mit den aktuellen und ehemaligen Chorleiter:innen Michaela Wolf, Benedikt Blaschek, Johannes Hiemetsberger und Alexander Koller A-cappellaChorwerke aus allen Epochen. Zudem werden Teilnehmer:innen das eine oder andere Ergebnis aus den Workshops, welche im Vorfeld des Konzertes stattfinden, zum Besten geben. Im Rahmen dieser Workshops kann man sich auch auf die Mitwirkung am Höhepunkt des Abends vorbereiten. Das Publikum wird am Nachmittag die Gelegenheit haben, den Schlusschor des Hauptwerkes im Galakonzert einzustudieren: Wenn in der zweiten Konzerthälfte Carl Orffs Carmina Burana unter der Leitung von Katharina Wincor erklingt, wird neben dem Oö. Jugendsinfonieorchester und hochkarätigen Solist:innen eine Hundertschaft an Sänger:innen aus Partnerchören in den Jubiläums-Jubel miteinstimmen. Als besondere Zugabe wird das Publikum eingeladen, den Schlusschor O Fortuna mitzusingen.


Fr, 23. Okt 2026, 19:30
Mittlerer Saal
Purcell Revisited
Mit Auftritten vom Glastonbury Festival bis zur Royal Albert Hall hat sich die Grammy-nominierte britische Singer-Songwriterin Olivia Chaney einen Platz zwischen Folk, Klassik und zeitgenössischer Musik erobert. Ihr neuestes Projekt Sons of Art thematisiert ihre Beziehung zum Komponisten Henry Purcell. Beide teilen die Unmittelbarkeit ihrer Kunst, die Freude an der Vertonung von Texten und die furchtlose Mischung von ›Hochkultur‹ und Straßenmusik: kein Crossover, sondern radikale
Rückbesinnung – ein Dialog über Jahrhunderte hinweg. Insofern passt das Konzert der englischen Musikerin, die diesen Abend gemeinsam mit ihrem musikalischen Partner Jordan Hunt bestreitet, perfekt in die Reihe Gemischter Satz, denn hier ist alles möglich und alles erlaubt. Die beliebte Brucknerhaus-Konzertreihe ist musikalische Spielwiese und Experimentierraum, in dem Altes zu Neuem wird, Genres, Formate und Stile aufeinandertreffen und so für die ein oder andere Überraschung sorgen.
Mo, 26. Okt 2026, 19:30
Großer Saal
Spielfreude pur
Die UAS – UpperAustrianSinfonietta, gegründet 2003 unter Peter Aigner, ist eines der Jugendorchester des Oö. Landesmusikschulwerkes. An Zahlen gemessen wurden dort seither etwa 1500 Musikschüler:innen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren im Orchesterspiel ausgebildet. Ihr Können zeigen die jungen Musiker:innen bei Sommerfestivals wie den Salzkammergut Festwochen Gmunden, dem KirchKlang Festival und seit 2007 regelmäßig im Brucknerhaus Linz. Gemeinsam mit der UAS gestaltet diesmal das inklusive Ensemble UNIverse der Anton Bruckner Privatuniversität den Konzertabend am 26. Oktober im Großen Saal. UNIverse versteht sich als offener Raum für Vielfalt, Kreativität und gemeinsames Gestalten. Die musikalische Einzigartigkeit, getragen von Spielfreude, Engagement und gegenseitigem

Respekt, wurde mit dem Inklusionspreis des Landes OÖ ausgezeichnet und vom ORF porträtiert. Ulla Pilz moderiert das Konzert, in dem Filmmusik im Fokus steht, darunter Bekanntes wie The Pink Panther Theme von Henry Mancini, The Typewriter von Leroy Anderson oder The Magic of Harry Potter von John Williams. Es wird aber auch Neues zu hören sein, beispielsweise außen.Vor! von Severin Trogbacher sowie Arrangements der künstlerischen Leiter:innen von UNIverse, Petra Linecker und Andreas Huber.
Di, 3. Nov 2026, 19:30
Mittlerer Saal
»Der junge Mann hat Charisma, Bühnenpräsenz und in seinem Spiel eine erstaunliche Reife und Tiefe« (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Der brasilianische Geigenvirtuose Guido Sant’Anna erregte 2022 zum ersten Mal internationale Aufmerksamkeit, als er im Alter von nur 17 Jahren den Fritz-Kreisler-Wettbewerb in Wien gewann. Nun stellt sich der Ausnahmekünstler endlich auch in Linz vor: Für sein Debüt im Brucknerhaus hat er ein Programm in petto, das romantische Werke von Robert Schumann und César Franck mit Maurice Ravels mitreißender Rhapsodie Tzigane und der expressiven Sonate für Violine und Klavier des polnischen Komponisten Karol Szymanowski verbindet. Begleitet wird er am Klavier von Giorgi Gigashvili, einem der spannendsten Nachwuchspianisten unserer Zeit. Alle Programminfos im Detail finden Sie auf unserer


+ Alzira · Teatro Regio di Parma, Premiere
+ Aida · Teatro Giuseppe Verdi di Busseto, Premiere
30.9. - 3.10.2026 Bus ab Linz/Wels, ****Hotels/NF, 2 Abendessen, Opern-Eintrittskarten, Eintritte, RL € 1.960,–
+ ****Hotel im Zentrum von Paris
+ Schloss Versailles und Louvre
+ Schifffahrt auf der Seine
20. - 24.9., 8. - 12.10., 25. - 29.10.2026 Flug ab Wien, Transfers, ****Hotel/NF, Eintritte, RL ab € 1.490,–
„Il Barbiere di Siviglia“ Opéra Bastille ab € 171,–
Hauptstadt und lebendige Kulturmetropole
+ Festival of Lights
+ Ausflug Potsdam und Eintritt Schloss Sanssouci + Kaffee und Kuchen im Reichstagsgebäude
+ Neues Museum mit Nofretete-Büste
+ Schifffahrt auf der Spree
15. - 18.10.2026 Flug ab Wien, Transfers, zentrales ****Hotel/NF, Spree-Schifffahrt, Eintritte, RL € 1.090,–„BLINDED by DELIGHT“ Friedrichstadt-Palast ab € 75,–
+ Striezelmarkt
+ Besuch von Residenzschloss & Zwinger + Ausflug Meißen inkl. Porzellanmanufaktur, Dom & Albrechtsburg
4. - 7.12.2026 Bus ab Linz/Wels, zentrales ***Hotel/NF, Eintritte, RL € 1.080,–
„Weihnachtsoratorium“ Frauenkirche ab € 56,–„La Bohème“ Semperoper ab € 144,–

+ Silvester-Gala im Hotel in Dresden
+ Residenzschloss Dresden
29.12.26 - 2.1.2027 Bus ab Linz/Wels, ****Hotels/NF und Silvester-Gala, Eintritte, RL € 1.360,–„Großes Concert“ Gewandhaus Leipzig ab € 109,–„Die lustige Witwe“ Semperoper Dresden ab € 144,–
+ „Blühendes Barock“ in Ludwigsburg
+ Kirschblüte im Schlosspark Schwetzingen
21. - 25.3.2027 Bus ab Linz/Wels, ****Hotel/NF und 1 Abendessen, Eintritte, RL € 1.290,–„Missa Solemnis“ Festspielhaus ab € 192,–„Fidelio“ Festspielhaus ab € 263,–„Schumann & Berlioz“ Festspielhaus ab € 192,–
+ Alster- und Hafenrundfahrt
+ Ausflug nach Lübeck inkl. Europ. Hansemuseum
16. - 20.4., 19. - 23.6.2027 AIRail ab Linz, Flug ab Wien, Transfers, Ausflug, zentrales ****Hotel/NF und Eintrittspaket und weitere Eintritte, Schifffahrten, RL ab € 1.750,–
„Le nozze di Figaro“ Staatsoper Hamburg (1. Termin)
„Philharmonisches Konzert“ Elbphilharmonie (1. Termin)
„Ein Sommernachtstraum“ Kuppel Hamburg (2. Termin)
„Philharmonisches Konzert“ Elbhilharmonie (2. Termin)
20. - 25.5.2027 Bus ab Linz/Wels, *** u. ****Hotels/NF und 1 Abendessen, Eintritte, Spree-Schifffahrt, RL € 1.390,–
„Großes Concert mit Lang Lang“ Gewandhaus ab € 127,–
„La forza del destino (Premiere)“ Staatsoper ab € 138,–
Kneissl Touristik Lambach, Linzer Straße 4, zentrale@kneissltouristik.at ☎ 07245 20700, kneissltouristik.at
Sep 26
4
Fr, 19:30
Großer Saal & Donaupark Linz
18:45
Einführung
Mittlerer Saal
Mehr erfahren! Seite 14
Klassische Klangwolke 26 Konzert an Bruckners Geburtstag Chailly, Malofeev & Filarmonica della Scala präsentiert SPARKASSEvonOÖ & LINZ AG
Sergei Rachmaninoff: Der Fels Symphonische Dichtung op. 7 Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 g-Moll op. 40 Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36
Alexander Malofeev | Klavier
Filarmonica della Scala Riccardo Chailly | Dirigent KLANGWOLKEN 26 KONZERTE ZU FESTZEITEN
6
So, 14:30
Donaupark Linz
14:00
Mitmachstationen & Weltraumdorf
16:00
Bühnenshow
Mehr erfahren! Seite 16
Kinder Klangwolke 26
Sun & Bun auf der Suche nach dem Glück präsentiert SPARKASSEvonOÖ & LINZ AG
Mia Stichenwirth | Sun
Paul Kazda-Marcel | Bun
Harald Baumgartner | Professor
Isabell Kargl-Meise | Lucy
Ariana Pullano | Terra
Andrea Fraenzel | Bass
Stefan Bernheimer | Gitarre
Alex »Sushi« Schuster | Synthesizer
Titus Vadon | Schlagzeug
Susanne Stemmer | Story, Regie & Inszenierung
Titus Vadon | Kompositionen
KLANGWOLKEN 26
7–11
Mo–Fr Linz
Mehr erfahren! Seite 17
12
Sa, 20:30
Donaupark Linz
Mehr erfahren! Seite 10
Klangwolkenwoche
KLANGWOLKEN 26
Linzer Klangwolke 26
ATTheENDLinz präsentiert SPARKASSEvonOÖ & LINZ AG
Felix Breisach | Regie
Flora Marlene Geißelbrecht, Arthur Fussy | Komposition
Natascha Gangl | Text und Stimme
Markus Cermak, Tom Pohanka | Videodesign
Manfred Nikitser | Lichtdesign
Marissa Munderloh | Produktion
Bruckner Orchester Linz & Markus Poschner
St. Florianer Sängerknaben
Rafael Fingerlos | Bariton
Marcus Merkel | Klavier
KLANGWOLKEN 26
12
Sa, 21:30 Donaupark Linz
13
So, 10:30 Großer Saal
Mehr erfahren! Seite 18
LINZ AG Nachklangwolke 26
TASHEENO
KLANGWOLKEN 26
Festakt 2026
Feierliche Eröffnung des Brucknerfestes Linz 2026
Thomas Doss: Circus Maximus. Szene für Symphonieorchester [Uraufführung]
Ture Rangström: Melodi, Nr. 3 & Du och jag, Nr. 2 aus: Fem dikter av Bo Bergman
Vinden och trädet, Nr. 3 aus:
Den mörka blomman
Anton Bruckner: Mein Herz und deine Stimme
WAB 79 [Orchestrierungen von Marcus Merkel]
Gunter Waldek: Scherzo cantabile à la Styrienne [Uraufführung]
Ludwig van Beethoven: I. Satz der Klaviersonate Nr. 8 c-Moll op. 13 »Pathétique« [Fassung für Orchester von Anton Bruckner]
Maja Haderlap | Festrednerin
Karin Wagner | Moderation
Rafael Fingerlos | Bariton Oberösterreichisches
Jugendsinfonieorchester
Kajsa Boström | Dirigentin
BRUCKNERFEST LINZ 2026
KOOPERATION OÖ LANDES MUSIKSCHULWERK
So–Mi
Stadtgebiet Linz
13
So, 18:00
Großer Saal
17:15
Einführung
Mittlerer Saal
Severin Trogbacher Bruckners Taschensymphonie
Improvisationen rund um Anton Bruckners Symphonien
Severin Trogbacher | Gitarre & Violine
BRUCKNERFEST LINZ 2026
Poschner, Rondeau & Bruckner Orchester Linz
Frischer Wind
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale«
Francis Poulenc: Concert champêtre FP 49
Claude Debussy: La Mer. Drei symphonische
Skizzen für Orchester
Jean Rondeau | Cembalo
Bruckner Orchester Linz
Markus Poschner | Dirigent
BRUCKNERFEST LINZ 2026
14
Mo, 19:30
Großer Saal
18:45
Einführung
Mittlerer Saal
Mehr erfahren! Seite 26
Brad Mehldau & Kirill Gerstein In Dialogue Improvisationen sowie Werke von Johannes Brahms, Gabriel Fauré, György Ligeti Brad Mehldau
Brad Mehldau | Klavier
Kirill Gerstein | Klavier
BRUCKNERFEST LINZ 2026 JAZZ
15
Di, 19:30
ORF-Landesstudio
Oberösterreich
16
Mi, 19:30
Großer Saal
18:45
Einführung
Mittlerer Saal
Mehr erfahren!
Seite 28
17
Do, 18:00 Foyer
Mittlerer Saal
Austrofred & Atalante Quartett
Heast Bruckner
Gerald Heidegger: Heast Bruckner // Ö 2024
Anton Bruckner: Streichquartett c-Moll
WAB 111
Austrofred | Lesung & Gespräch
Gerald Heidegger, Dominika Meindl, Norbert Trawöger | Gespräch
Atalante Quartett
Julia Kürner | Violine
Elisabeth Eber | Violine
Thomas Koslowsky | Viola
Lisa Kürner | Violoncello
Eine Kooperation mit dem ORF-Landesstudio Oberösterreich
BRUCKNERFEST LINZ 2026
Steinaecker, Barron & Mahler Academy Orchestra
Revolution Mahler!
Gustav Mahler: Kindertotenlieder für Mezzosopran und Orchester
Symphonie Nr. 9
Fleur Barron | Mezzosopran
Mahler Academy Orchestra
Philipp von Steinaecker | Dirigent
BRUCKNERFEST LINZ 2026
Klang und Farbe
Vernissage Eröffnung durch Hubert Nitsch | Kunstpastoral der Diözese Linz
Musikalische Umrahmung durch die Band Schön und Laut
Manfred Schöller | Projektleitung
BRUCKNERFEST LINZ 2026
18
Fr, 19:30
Posthof Linz
Großer Saal
19
Sa, 10:05
Mittlerer Saal
19
Sa, 19:30
Großer Saal
18:45
Vorspiel
Mittlerer Saal nach dem Konzert Nachspiel Foyer Großer Saal
Lars Eidinger & George Kranz
»Das Unvereinbare in ein Gedicht«
Thomas Brasch: Ausgewählte Gedichte
Lars Eidinger | Lesung
George Kranz | Schlagzeug
Eine Kooperation mit dem Posthof Linz
BRUCKNERFEST LINZ 2026
Ö1 KlassikTreffpunkt
BRUCKNERFEST LINZ 2026
Rakitina, Hardenberger & Bruckner Orchester Linz
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Romeo und Julia Fantasie-Ouvertüre
Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 »Pathétique«
Bernd Alois Zimmermann: Konzert Nobody knows de trouble I see für Trompete und Orchester
Håkan Hardenberger | Trompete Bruckner Orchester Linz
Anna Rakitina | Dirigentin
Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus
BRUCKNERFEST LINZ 2026
GROSSE ORCHESTER
20
So, 16:00
Moviemento
Viscontis Senso
Filmklassiker im Moviemento
Luchino Visconti: Senso (Sehnsucht) // IT 1954
Eine Kooperation mit dem Moviemento
BRUCKNERFEST LINZ 2026
23
Mi, 19:30
Alter Dom
Christian Tetzlaff
Unendlich Bach
Johann Sebastian Bach: Sonate für Violine solo Nr. 2 a-Moll BWV 1003
Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll BWV 1004
Sonate für Violine solo Nr. 3 C-Dur BWV 1005
Partita für Violine solo Nr. 3 E-Dur BWV 1006
Christian Tetzlaff | Violine
BRUCKNERFEST LINZ 2026
24
Do, 19:30
Mittlerer Saal
18:45 Einführung
Mittlerer Saal
Mehr erfahren! Seite 30
25
Fr, 11:00 Großer Saal
Hanni Liang Aus der Tiefe
La Monte Young: Composition 1960 #10 (to Bob Morris)
Composition 1960 #4
Composition 1960 #7
Anton Bruckner: Fantasie für Klavier WAB 118
Erinnerung für Klavier WAB 177
Frederic Rzewski: De profundis für sprechende Pianistin
Hanni Liang | Klavier & Sprecherin
BRUCKNERFEST LINZ 2026
Charlie Chaplins The Tramp Schulkonzert 10+
Charlie Chaplin: The Tramp // USA 1915 Stummfilm mit live improvisierter Begleitmusik
Cameron Carpenter | Orgel & Moderation
BRUCKNERFEST LINZ 2026
26
Sa, 10:00–15:00
Ganzes Haus
Mehr erfahren! Seite 32
26
Sa, 11:00 Großer Saal
Mehr erfahren! Seite 32
Familienfest im Brucknerfest
11:00 Familienkonzert mit Organist Cameron Carpenter im Großen Saal
13:30 Familienkonzert Hänsel und Gretel im Mittleren Saal
Davor, dazwischen und danach: Kreativstationen, Führungen, musikalische Workshops und viele weitere tolle Programmpunkte sowie familienfreundliches Essen im Restaurant BRUCKNER’S
Eine Kooperation mit dem Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel
BRUCKNERFEST LINZ 2026
Familienkonzert mit Organist Cameron Carpenter besonders empfohlen für Familien und Kinder ab 6 Jahren Improvisationen zur Stummfilmkomödie The Tramp von und mit Charlie Chaplin Cameron Carpenter | Orgel
Eine Kooperation mit dem Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel
BRUCKNERFEST LINZ 2026
26
Sa, 13:30 Mittlerer Saal
Mehr erfahren! Seite 32
26
Sa, 12:45 & 14:00
Altes Kassenfoyer
Mehr erfahren! Seite 39
Familienkonzert Hänsel und Gretel
Ein musikalisches Puppenspiel für Kinder von drei bis acht Jahren COFIE
Cornelia Vorreiter | Gesang & Spiel
Flora Schrattenholzer | Akkordeon & Gesang
Sophie Leibetseder | Spiel, Tanz & Gesang
Eine Kooperation mit dem Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel Brucknerfest Linz 2026
Einfach singen!
Workshop Chor für alle Sabine Rechberger | Leitung
BRUCKNERFEST LINZ 2026
26
Sa, 19:30
Großer Saal
18:45
Einführung
Mittlerer Saal
27
So, 10:00–13:00
Ganzes Haus
Cameron Carpenter Orgel virtuos
Johann Sebastian Bach: ›Goldberg-Variationen‹. BWV 988 sowie Werke von Leo Sowerby Claude Debussy
Cameron Carpenter
Cameron Carpenter | Orgel
BRUCKNERFEST LINZ 2026
ORGELRECITALS
Das Brucknerhaus Linz Tag des Denkmals
11:00 Überraschung vor dem Haupteingang des Brucknerhauses Anschließend Architekturführungen, Gespräche und musikalische Interventionen
BRUCKNERFEST LINZ 2026
27
So, 18:00
Mittlerer Saal
17:15
Einführung
Mittlerer Saal
28
Mo, 19:30
Sportpark
Lissfeld
Trendsporthalle
Hiemetsberger & Chorus sine nomine Bachmann unendlich
Wolfgang Sauseng: Frühling Leeres Land Musikalisches Szenario für Soli, Chor mit Handglocken, Saxofonquartett, Schlagwerk, Klavier und Kontrabass
Libretto: Elisabeth Vera Rathenböck nach der Erzählung Die Karawane und die Auferstehung von Ingeborg Bachmann
Katharina Linhard | Knabe (Sopran)
Johanna Zachhuber | Alte Frau (Mezzosopran)
Bernhard Landauer | Mädchen (Altus)
Sebastian Taschner | Invalide (Tenor)
Korbinian Schlag | Alter Mann (Bariton)
Chorus sine nomine Mobilis Saxofonquartett
György Handl | Klavier
Tommaso Huber | Kontrabass
Igor Gross | Schlagwerk
Johannes Hiemetsberger | Dirigent
BRUCKNERFEST LINZ 2026
CHORKONZERTE
Christoph Sietzen & Motus Percussion
Im Wasserfall
Georg Friedrich Haas: Iguazú superior, antes de descender por la Garganta del Diablo Fassung für 1 bis 10 Klangwerke
Motus Percussion
Christoph Sietzen | Schlagwerk & Leitung
BRUCKNERFEST LINZ 2026
29
Di, 16:00
Treffpunkt
Brunnhofer
Galerie Linz
29
Di, 19:30
Brunnhofer Galerie
18:45
Einführung
Brunnhofer
Galerie Linz
In der Galerie
Klaus Dickbauer | Saxofon
Martin Gasselsberger | Klavier
Katharina Eckerstorfer | Leitung
BRUCKNERFEST LINZ 2026
ANTONS KIDSCLUB 6+
Martin Gasselsberger & Klaus Dickbauer
Bruckner improvisiert
Klaus Dickbauer | Saxofon
Martin Gasselsberger | Klavier
BRUCKNERFEST LINZ 2026
30
Mi, 19:30 Großer Saal 18:45 Einführung
Mittlerer Saal
Okt 26
6
Di, 19:30 Großer Saal
8
Do, 18:00
Mittlerer Saal
Mehr erfahren! Seite 39
9
Fr, 20:00 Großer Saal
10
Sa, 10:30 Treffpunkt Kassenfoyer
11
So, 15:00 Großer Saal 14:15 Einführung Garderobenfoyer
1214
Mo–Mi 19:30 Großer Saal
14
Mi, 19:30
Mittlerer Saal
Mehr erfahren! Seite 44
15
Do, 19:30 Großer Saal
16
Fr, 19:30 Großer Saal
Bihlmaier & BBC Philharmonic Orchestra
Brahms’ Requiem
Lili Boulanger: Psaume 24 für Chor, Orgel und Orchester
Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem für Soli, Chor und Orchester op. 45
Julia Grüter | Sopran
Joshua Hopkins | Bariton
Audi Jugendchorakademie
BBC Philharmonic Orchestra
Anja Bihlmaier | Dirigentin BRUCKNERFEST LINZ 2026
Herbert Pixner Projekt & TonkünstlerOrchester Niederösterreich Symphonic Alps Reloaded AUSVERKAUFT!
GEMISCHTER SATZ
Einfach singen!
Der Chor für alle im Brucknerhaus
Sabine Rechberger | Leitung BRUCKNERFEST LINZ 2026
Tahnee Ein Touch Too Much Hoanzl Agentur GmbH GASTVERANSTALTUNG
Familienführung Fokus Architektur FAMILIENFÜHRUNGEN
Welser-Möst & The Cleveland Orchestra Konzert an Bruckners Todestag AUSVERKAUFT! KONZERTE ZU FESTZEITEN
Gernot & Stipsits Lotterbuben AHUN Management & Booking GmbH GASTVERANSTALTUNG
Upper Austrian Jazz Orchestra Celebrating Lady Day (Billie Holiday) Ali Gaggl | Gesang
Upper Austrian Jazz Orchestra Michael Gibbs | Leitung
Ed Puddick | Co-Leitung JAZZ
Peter Cornelius 75 Live mit Band !ZEiTLOS! floro Veranstaltungen GmbH GASTVERANSTALTUNG
Glenn Miller Orchestra directed by Uli Plettendorff Schmidt & Salden GmbH & Co. Event KG GASTVERANSTALTUNG
17
Sa, 14:00 16:00
Mittlerer Saal
17
Sa, 19:30 Großer Saal
Mehr erfahren! Seite 45
Alles im Fluss
Juliana Haider | Antonella
Airi Kitamura | Schlagwerk
Valentin Neudorfer | Schlagwerk
Isabella Reder | Bühnenbild & Kostüme
Anna Dürrschmid, Malina Meier | Konzept & Regie
Eine Produktion des Brucknerhauses Linz
MINI.MUSIC 3+
25 Jahre Chorverband
Oberösterreich
Galakonzert
Carl Orff: Carmina Burana. Cantiones profanae für Soli, Chor und Orchester
Eva-Maria Schmid | Sopran
Jakob Pejcic | Tenor
Máté Herczeg | Bariton
Chöre des Chorverbands Oberösterreich
OÖ Landesjugendchor
Reunion-Chor des OÖ Landesjugendchores
Voices in Progress
Chöre des BORG Bad Leonfelden, Grieskirchen, Linz, Perg, Ried
Michaela Wolf, Benedikt Blaschek, Johannes Hiemetsberger
Alexander Koller | Chorleitung
Oö. Jugendsinfonieorchester
Katharina Wincor | Dirigentin
KOOPERATION CHORVERBAND
OBERÖSTERREICH
18
So, 10:30
14:00, 16:00
Mittlerer Saal
19
Mo, 19:30
Mittlerer Saal
20
Di, 19:30
Großer Saal 18:45
Vorspiel
Mittlerer Saal nach dem Konzert Nachspiel Foyer Großer Saal
Alles im Fluss
Details siehe 17. Okt
MINI.MUSIC 3+
Lateinamerika trifft Alpenland Orinoco Azul
BruckZuckMusi
MUSIK DER VÖLKER
Jacquot, Tamestit, Apkalna & WDR Sinfonieorchester
Richard Wagner: Ouvertüre zur Oper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Thierry Escaich: La Nuit des Chants Konzert für Viola und Orchester
Camille Saint-Saëns: Symphonie Nr. 3 c-Moll op. 78 ›Orgelsymphonie‹
Antoine Tamestit | Viola
Iveta Apkalna | Orgel
WDR Sinfonieorchester
Marie Jacquot | Dirigentin
Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus
GROSSE ORCHESTER
21
Mi, 19:30
Mittlerer Saal
22
Do, 20:00
Großer Saal
Schaghajegh Nosrati
Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven Charles Valentin Alkan
Schaghajegh Nosrati | Klavier
C. BECHSTEIN KLAVIERABENDE
Symphoniacs
The True Rebels of Classical Music Europolis Entertainment e.U GASTVERANSTALTUNG
23
Fr, 18:00 Foyer Mittlerer Saal
23
Fr, 19:30
Mittlerer Saal
Mehr erfahren! Seite 45
24
Sa, 18:00
Mittlerer Saal 17:15
Künstler:innengespräch im Foyer
Mittlerer Saal
Mehr erfahren! Seite 35
24
Sa, 20:00 Großer Saal
26
Mo, 19:30 Großer Saal
Mehr erfahren! Seite 46
Pre-Concert für Olivia Chaney
Studierende der Anton Bruckner Privatuniversität
MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER
Olivia Chaney
Sons of Art – Purcell Revisited
Olivia Chaney | Gitarre & Gesang
Jordan Hunt | Violine, Gesang & Synthesizer GEMISCHTER SATZ
Christian Gerhaher & Gerold Huber
Robert Schumann: Fünf Lieder op. 40 Liederkreis op. 39 Drei Gesänge op. 83 Romanzen und Balladen op. 53
Sechs Gedichte von N. Lenau und Requiem op. 90
Christian Gerhaher | Bariton
Gerold Huber | Klavier LIEDERABENDE
Alexander Eder Unplugged Die Akustik Tour - Live mit Band NXP Veranstaltungsbetriebs GmbH GASTVERANSTALTUNG
UAS – UpperAustrian-Sinfonietta & UNIverse
Werke von Severin Trogbacher Leroy
Anderson, Henry Mancini, Katharina Ecklmayr, Petra Linecker, Ennio Morricone, Monty Norman John Williams u. a.
Ulla Pilz | Moderation
Susanne Gruber | Trompete
Luisa Gerner | Violoncello
UAS – UpperAustrianSinfonietta UNIverse
Peter Aigner | Dirigent KOOPERATION OÖ LANDES MUSIKSCHULWERK
27
Di, 19:30
Großer Saal
30
Fr, 19:30
Großer Saal
18:45
Einführung
Großer Saal
Rebekka Bakken
Nord
Rebekka Bakken
Stein Austrud | Keyboards, Rune Arnesen | Drums, Svein Schultz | Bass, Geir Østensjø | Sound, Tord Eliassen | Light Eine Kooperation mit dem Posthof Linz POSTHOF IM BRUCKNERHAUS
#EINS
Rhapsody in Blue
Maurice Ravel: Ma mère l’oye Suite M. 60
Leonard Bernstein: Serenade (after Plato’s ›Symposium‹) für Violine, Streicher und Perkussion
Fancy Free. Ballett-Suite
George Gershwin: Rhapsody in Blue für Klavier und Orchester [Fassung für Symphonieorchester von Ferde Grofé] Maria Ioudenitch | Violine Bruckner Orchester Linz
Wayne Marshall | Klavier & Dirigent
Eine Kooperation von OÖ Theater und Orchester GmbH und Brucknerhaus Linz
BRUCKNER ORCHESTER LINZ
Nov 26
2
Mo, 18:00
Großer Saal
3
Di, 16:00
Treffpunkt Kassenfoyer
3
Di, 19:30 Mittlerer Saal
Mehr erfahren! Seite 46
3
Di, 20:00 Großer Saal
5
Do, 19:00 Großer Saal
Orgelführung mit Martin Riccabona ORGELFÜHRUNGEN
Guidos Geige mit Violinist Guido Sant’Anna ANTONS KIDSCLUB 6+
Guido Sant’Anna & Giorgi Gigashvili
Werke von Robert Schumann, César Franck, Maurice Ravel Karol Szymanowski
Guido Sant’Anna | Violine Giorgi Gigashvili | Klavier STARS VON MORGEN
Die Nacht der Filmmusik
Klassik Radio Live in Concert 2026
Euro Klassik GmbH GASTVERANSTALTUNG
AK Classics I
Werke von Lili Boulanger, Jacques Ibert, Nikolai Rimski-Korsakow
Bruckner Orchester Linz
Andrea Dusleag | Flöte
Yin-Chen Lin | Dirigentin
Arbeiterkammer OÖ
GASTVERANSTALTUNG
Unter welchem Titel wurde der 50.000 Wörter umfassende Brief, den Oscar Wilde 1896 im Gefängnis im englischen Reading verfasste, veröffentlicht? (Kleiner Tipp: Es gibt einen Psalm gleichen Namens, der am Totenbett Anton Bruckners verlesen wurde.)
Senden Sie Ihre Antwort mit dem Betreff »Musikrätsel« bis spätestens 7. Oktober 2026 entweder postalisch an Brucknerhaus Linz, Marketing Gewinnspiel, Untere Donaulände 7, 4010 Linz oder per E-Mail an marketing@liva.linz.at
Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir dreimal zwei Karten für die Sonntagsmatinee mit Giovanni Antonini, Dmitry Smirnov & dem Mozarteumorchester Salzburg am 29. November 2026 im Brucknerhaus Linz.
Die Auflösung des Musikrätsels der letzten Ausgabe lautet: Marianna Martines
Die Gewinner:innen sind:
Richard Nouak sen., Leonding Ulrike Wojak, Linz
Veronika Schmelzer, Wolfsbach
Wir gratulieren sehr herzlich!
6
Fr, 20:00 Großer Saal
7
Sa, 19:30 Mittlerer Saal
Mehr erfahren! Seite 36
Helge Schneider & Band Ellebogen vom Tich – Tournee 2026 »Aufgeigen.at« Künstler und Veranstaltungs GmbH GASTVERANSTALTUNG
Anna Mabo, Marie-Luise Stockinger, Bibiana Beglau & Valerie Pachner
Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis [Strichfassung: Anna Laner]
Anna Mabo, Marie-Luise Stockinger, Bibiana Beglau, Valerie Pachner | Sprecherinnen
Anna Mabo & die Buben
Anna Mabo | Gesang & Gitarre
Clemens Sainitzer | Violoncello
Alexander Yannilos | Schlagzeug
Irmgard Marboe | Violine & Gespräch
Kalle Laar | Space is the Place: Sound und Image Interventionen MUSIK & LITERATUR
Alle Programminfos im Detail finden Sie auf
Impressum
Herausgeber Verein Freunde der LIVA Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH
Brucknerhaus-Magazin Nr. 31
Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz
Tel.: +43 (0) 732 76 12-0 | brucknerhaus.at
Künstlerischer Direktor Brucknerhaus/LIVA
Mag.art. Norbert Trawöger
Geschäftsführender Direktor LIVA
Kai Liczewski
Chefredaktion
Mag.art. Norbert Trawöger
Chefin vom Dienst & Lektorat
Romana Gillesberger
Grafische Gestaltung & Illustrationen
Therese Frühling, MA
Inserate Dr.in Brigitte Zierhut-Bösch
Druck Gutenberg-Werbering Gesellschaft m.b.H. – Juli 2026
Redaktionsschluss
9. Juli 2026 – Änderungen vorbehalten
LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz
Bildnachweis Shutterstock (S. 1), R. Winkler (S. 3, 5), Brüning (S. 3 u. m., 11), A. Poeschl (S. 3 u. r., 21), O. Erenyi (S. 3 u. l., 4, 6, 33), S. Fröhlich (S. 9), W. Müller (S. 12), D. Sostaric (S. 13), G. Gori (S. 14–15), S. Stemmerer (S. 16), J. Leitner (S. 18, 20 u.), LIVA (S. 25), M. Borggreve (S. 26–27), M. Caselli Nirmal (S. 28), privat (S. 29, 54), N. Brucker (S. 30), gemeinfrei (S. 32), G. Hohenberg (S. 35), J. Wesely (S. 36), L. Beck (S. 38 o.), N. Rutter (S. 38 u.), P. Moser (S. 39), S. Gaderer (S. 40), A. Kulowska (S. 43 l.), M. de Bollivier (S. 43 o.), J. Ramos-Violante (S. 43 u. m.), A. Hanusch (S. 43 r.), Upper Austrian Jazz Orchestra (S. 44 o.), A. Grilc (S. 44–45 u.), R. Gilligan (S. 45), W. Simlinger (S. 46 o.), C. Diniz (S. 46 u.)
Tickets für alle Veranstaltungen der Häuser der LIVA sind sowohl im Brucknerhaus Linz, im Posthof – Zeitkultur am Hafen sowie im Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel erhältlich.
Die folgenden Hinweise zu Vorbestellungen und Ermäßigungen gelten nicht für Gast- und Kooperationsveranstaltungen. Bei diesen Veranstaltungen gelten die Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Diese entnehmen Sie bitte der Veranstalterwebsite.
Brucknerhaus Service-Center Untere Donaulände 7, 4010 Linz Tel. +43 (0) 732 77 52 30 kassa@liva.linz.at, brucknerhaus.at Öffnungszeiten:
September–Juni: Mo–Fr: 11:00–18:00 Uhr Juli–August: Mo–Do: 10:00–13:00 Uhr
Die Tages- beziehungsweise Abendkassa öffnet jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn am jeweiligen Veranstaltungsort.
Kartenbestellungen sind rund um die Uhr unter brucknerhaus.at möglich. Wählen Sie Ihre Plätze direkt im digitalen Saalplan aus und sparen Sie Zeit und Versandkosten mittels print@home. Ab Bestelldatum können Karten eine Woche lang reserviert beziehungsweise gegen Banküberweisung oder Kreditkartenzahlung zugesandt werden.
Bei Bezahlung mittels Banküberweisung erhalten Sie eine Rechnung inklusive Zahlschein. Wir ersuchen bei Rechnungserhalt um Zahlung ohne Abzug binnen 14 Tagen, andernfalls wird die Reservierung storniert. Die Karten werden, sofern zeitlich möglich, nach Zahlungseingang zugesandt. Ansonsten werden sie an der Tagesbeziehungsweise Abendkassa hinterlegt.
Weitere Vorverkaufsstellen
Posthof: Posthofstraße 43
Tel. +43 (0) 732 78 18 00
Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel: Langgasse 13
Tel. +43 (0) 732 60 04 44
Thalia: Landstraße 41
Tel. +43 (0) 732 7615 65 102 oeticket: Tel. +43 (0) 19 60 96 oeticket.com
Reservierte Karten können innerhalb einer Woche abgeholt werden. Nach Ablauf der Frist werden die Karten storniert.
Gelöste Karten sind von Umtausch, Rückgabe oder Gutschrift ausgeschlossen, insbesondere wenn die Veranstaltung bereits stattgefunden hat. Ein Ersatz für nicht oder nur teilweise in Anspruch genommene oder verlorene Karten kann nicht geleistet werden. Ein Rücktritt vom Vertragsverhältnis ist nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben möglich. Bitte beachten Sie, dass Zuspätkommende nur in den Pausen eingelassen werden können.
Zahlungsmöglichkeiten
Wir akzeptieren folgende Zahlungsmöglichkeiten: Barzahlung, Kreditkarte (Visa, Mastercard, Diners Club), Bankomatkarte sowie LIVA- und Linzer City-Gutscheine (nur für LIVA-Eigenveranstaltungen). Bei Onlinekäufen können Sie mit Kreditkarte oder PayPal bezahlen.
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Mit Ihrer Eintrittskarte können Sie bei den Konzertreihen Große Orchester und Sonntagsmatineen kostenlos den Kultur-Shuttlebus vom Taubenmarkt zum Brucknerhaus nutzen.
Abfahrt: 30 Minuten vor Konzertbeginn vom Taubenmarkt Rückfahrt: ca. 15 Minuten nach Konzertende vom Brucknerhaus, Einstiegsstelle vor dem Haupteingang
In der näheren Umgebung finden sich drei Parkhäuser (Arcotel Nike, Lentos Kunstmuseum & Parkbad) sowie kostenfreie Parkplätze in der Umgebung.
Ton-, Film- & Fotoaufnahmen sind nur mit schriftlicher Erlaubnis des Brucknerhauses gestattet. Termin-, Programm-, Besetzungsänderungen sowie Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Alle Infos rund ums Ticket finden Sie auf unserer Website.
Wir danken unseren Sponsor:innen und Medienpartner:innen




Wenn Katrin Fink von »ihrem Projekt« spricht, leuchtet das Feuer der Begeisterung in ihren Augen auf. Seit 2016 arbeitet das LIVA-Allround-Talent an der Linzer Klangwolke mit, seit einigen Jahren laufen viele Fäden des Mega-Events bei ihr zusammen.
von Romana Gillesberger
Sie ist wohl einzigartig in der LIVA. Seit annähernd 20 Jahren ist Katrin Fink mittlerweile für das Unternehmen tätig und hat auf ihrer Reise durch das LIVA-Universum bereits auf (fast) allen Planeten Halt gemacht. Begonnen hat die Abenteuerreise 2007 in der Verwaltung der Tips-Arena inklusive Stadion und Sportstätten. Next Stop Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel. Seit Ende 2015 schließlich Brucknerhaus – mit einem zeitweiligen ›Parallelschwung‹ im Marathon-Büro. Als Assistentin der Abteilungsleitung Personal und Organisation kristallisierte sich früh ihre Passion für die Linzer Klangwolke heraus, nach und nach wurde das herbstliche Open-Air-Spektakel zu »ihrem Projekt«. Organisatorisch trägt die gelernte Tourismusfachfrau nun mehr Verantwortung für ein Leuchtturm-Projekt der LIVA, das jährlich im Vorfeld des Brucknerfestes bis zu 100.000 Menschen in den Donaupark lockt. »Ich brenne dafür! Das ist wirklich ein Herzensprojekt von mir. In der heißen Phase arbeite ich intensivst an der Klangwolke, schlafe oft nur wenige Stunden«, schildert Katrin Fink. Aber das mache ihr nichts aus, sagt sie, die Arbeit wirke wie ein Energie-Booster. »Wenn es viel zu tun gibt, gehe ich richtig auf! Auch wenn oder gerade weil es stressig ist, macht mir das Arbeiten Freude«, sprudelt es aus ihr heraus. Jahr für Jahr kann sie es kaum erwarten, dass es wieder
losgeht: das erste Treffen mit der Regisseurin oder dem Regisseur, das Kennenlernen des Teams, die unzähligen Konzeptionsgespräche, das Wachsen des Projekts, das sich im Entstehungsprozess oft zigmal ändert und daher enorme Flexibilität verlangt. Die jährlich wechselnden Kreativteams schätzen ihre Besonnenheit, ihr Durchhaltevermögen und ihren Umsetzungswillen. Mit internationalen Größen wie David Pountney, Pierre Audi, dem Künstlerkollektiv La Fura dels Baus oder Francesca Zambello hat Katrin Fink bereits zusammengearbeitet. Heuer wird gemeinsam mit Regisseur Felix Breisach eine Klangwolke zum Thema ATTheENDLinz realisiert.
Die Vorbereitungsarbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Dennoch: Sommerurlaub muss sein. Und den verbringt die Reiselustige gerne in fernen Destinationen wie Sri Lanka, Bali, Thailand, Australien oder Mexiko. Aber auch Städtereisen zählen zu ihren bevorzugten Zielen: New York, Kuala Lumpur und Kapstadt hat sie bereits erkundet, aber auch europäische Metropolen wie Rom oder Paris. Gelegentlich ist sie dabei als Backpackerin unterwegs – mit Rucksack, Kind und Kegel machen ihr aber auch Wandern und Klettern große Freude. Energie tanken für das große Finale ab August und die Vorfreude auf diesen besonderen Augenblick, »wenn ich im Donaupark stehe und mir fast die Tränen kommen, weil alles geschafft ist und es gut gelaufen ist, dann weiß ich, wofür ich das mache. Und wenn Tausende Leute begeistert sind, dann denke ich mir: Schön, dass wir gemeinsam wieder etwas Großartiges auf die Beine gestellt haben!«







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