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A30-BH-MAGAZIN-THEMA-Ausgabe30-MAI–AUG-26

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Das Brucknerhaus ist die konzertante Herzkammer eines der klingendsten Landstriche Europas. Unser Qualitätsanspruch ist in jeder Hinsicht unverhandelbar, vor allem dafür, ein lebendiges Haus der Musik von Menschen für möglichst viele Menschen zu sein. Wir setzen mit Leidenschaft auf Vielfalt, Zugänglichkeit und Zusammenwirken mit vielen Partnerinnen und Partnern, Künstlerinnen und Künstlern in Stadt und Land – und der weiten Welt! Und das wichtigste »Und« sind Sie, liebes Publikum!

Wir freuen uns auf Sie!

Norbert Trawöger Künstlerischer Direktor Brucknerhaus/LIVA

4–10 [H]ausSicht

Blicke auf das Brucknerhaus

Brucknerfest Linz 26 30–33

Saison 26–27

Saison der Begegnungen

im Fokus

»Ich bin hier der Boss«

»Also, das Brucknerhaus ist ein großes Haus. Es schaut von außen viel kleiner aus, als es wirklich ist und da gibt es ganz viele Räume. Da sind jede Menge Instrumente in dem Haus, Orgeln, Trommeln vielleicht auch, Klaviere und alles Mögliche … und da kann man auch ordentlich was lernen, wenn man da einmal durchgeht!« Die neunjährige Johanna beschreibt das Brucknerhaus aus der Sicht eines Clubmitglieds. Der Club, um den es geht, ist Antons Kidsclub. Das Musikvermittlungs-Format für Kinder ab sechs Jahren ermöglicht es, in Kontakt mit dem Konzerthaus, seinem Namensgeber und immer wieder auch mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern zu kommen. Im Rahmen der Kidsclub-Nachmittage werden die geheimsten Ecken des Gebäudes erkundet. Beispielsweise auch die 2018 neu gebaute Orgel im Großen Saal. »Ist das unheimlich, im Orgelgehäuse drin zu stehen?«, will ich von Johanna wissen. »Nein, im Gegenteil. Das ist der spannendste Ort im Haus!«, antwortet die junge Geigerin aus Gaspoltshofen, die zu den Stammbesucherinnen von Antons Kidsclub zählt. Bereits seit drei Jahren ist sie regelmäßig einmal im Monat zu Gast im Brucknerhaus. Noch nicht so lange dabei ist Maximilian, ebenfalls neun Jahre alt, aus Linz. Er konnte sich unter dem Begriff Brucknerhaus ursprünglich gar nichts vorstellen. »Ich wusste nicht, was das bedeutet. Ich dachte, Bruckner, das ist einfach irgendetwas …« Und die

Orgel vermutete er damals gar vor dem Gebäude: »Ich dachte immer, dass die große Orgel draußen steht. Diese Pfosten da beim Brucknerhaus habe ich für die Orgel gehalten«, verrät er im Gespräch. Doch zu diesem Zeitpunkt wäre er auch erst drei gewesen, hält Maximilian zu seiner Verteidigung fest. Seine spätere Begegnung mit der Konzertorgel im Großen Saal löste buchstäblich Erschütterung in ihm aus: »Als der Organist auf die erste Taste drückte, war ich so geschockt! Ich wusste nicht, dass das so laut ist. Da war in meinen Ohren plötzlich so eine große Musik. Es hat sich angehört wie in einem Film, in irgendeinem Film mit einem König – ein König, der gerade auf seinem Thron einen Knopf drückt, was so viel bedeutet wie: Ich bin mächtig, ich bin hier der Boss.« Mittlerweile hat Maximilian sich zum BrucknerhausExperten gemausert. So wie Johanna geht er mit der Musikpädagogin Katharina Eckerstorfer regelmäßig im Rahmen von Antons Kidsclub auf Entdeckungstour im Konzerthaus an der Donau. Wobei das Abenteuer für Maximilian bereits beim Betreten des Hauses beginnt. »Wenn ich ins Brucknerhaus gehe, fühlt sich das wunderbar an. Ich höre dann schon Musik. Wenn ich das Brucknerhaus sehe, kommt es mir immer so vor, dass alle Gedanken von vorher einfach weg sind und da nur mehr Musik ist. Und wenn man dann drin ist im Brucknerhaus, fühlt es sich an wie der Palast der Musik!«

[H]ausSicht von Johanna und Maximilian

»Und wenn man dann drin ist im Brucknerhaus, fühlt es sich an wie der Palast der Musik!«
Maximilian

Maximilian und Johanna haben viel Musik im Kopf und in den Fingern: Johanna spielt Geige, singt im Schulchor und komponiert bereits eigene kleine Stücke. Maximilian befindet sich derzeit als Mitglied des »Chors der ganz Jungen« in der Vorstufe zu den St. Florianer Sängerknaben. Außerdem spielt er Klavier. Auftritte sind nichts Neues für ihn. Nicht nur mit dem St. Florianer Knabenchor hat er bereits Konzerte absolviert, auch gemeinsam mit dem Chor der Musikschule der Stadt Linz stand er schon auf der Bühne. Im Großen Saal des Brucknerhauses wirkte er vor wenigen Monaten sogar als Solist in Die Geschichte vom Nikolaus mit. Johanna bereitete sich zum Zeitpunkt des Interviews gerade auf ihre Teilnahme am Landeswettbewerb prima la musica vor. In ihr Programm hatte sie zwei selbst komponierte Stücke für Geige aufgenommen. Fledermäuse in der Nacht und Delfine im wilden Wasser verhalfen ihr wenige Tage nach unserem Gespräch zu einem 1. Preis in der Altersgruppe B des österreichweit ausgetragenen Jugendmusikwettbewerbs.

Maximilians musikalische Vorlieben spannen einen weiten Bogen von Mozart bis JJ. Der Kanon Dona nobis pacem, den er mit dem »Chor der ganz Jungen« einstudiert hat, gefällt ihm besonders gut. JJs Hit Wasted Love ist sein Lieblingssong. Alle seine Lieblingslieder kann Maximilian klarerweise auswendig. Spontan trällert er während unseres Gesprächs immer wieder mal drauflos, lässt seine glockenhelle Knabenstimme erklingen, tonal wie rhythmisch astrein. Auch Johanna ist keineswegs publikumsscheu. Richtig lang und schnell sei das Concerto von Oskar Rieding, sagt sie, bevor sie die drei Notenblätter vor sich auf dem Tisch ausbreitet und das Stück ohne große Aufforderung bereitwillig auf der Violine vorspielt. Ihre zwei Eigenkompositionen gehen ihr selbstverständlich auswendig von der Hand. Ein Lied von Anton Bruckner kenne er keines, gesteht Maximilian. Doch er weiß durchaus einiges über den in Ansfelden geborenen Komponisten zu berichten: dass er im Alter von 12 Jahren zu den Sängerknaben in St. Florian kam beispielsweise und dass er später sehr berühmt wurde. Und »dass er gut Orgel spielen konnte«, fügt Johanna hinzu. In ungläubiges Staunen versetzt die beiden Kinder die Information, dass es zu Anton Bruckners Zeit im Stift

St. Florian lediglich drei Sängerknaben gegeben hatte. Befragt nach seiner Einschätzung, was sich seither bei den St. Florianer Sängerknaben sonst noch verändert haben könnte, sagt Maximilian nach kurzer Nachdenkpause: »Ich glaube vor allem, es gab da noch nicht die Abteilung, wo man Handys aufladen kann.« Wie sich die Zeiten ändern! Was die Zukunft für Johanna und Maximilian bereithält, steht noch in den Sternen –zum Greifen nahe sind für sie allerdings die nächsten Termine in Antons Kidsclub: Auf Tuchfühlung gehen die Kinder in dieser Saison noch mit dem neuen LIVA-Geschäftsführer-Duo Norbert Trawöger und Kai Liczewski, dem britischen Tenor Mark Padmore und seinem Liedbegleiter Julius Drake sowie mit Studierenden und Lehrenden des Studiengangs Elementare Musikpädagogik der Anton Bruckner Privatuniversität, wenn sie zum Abschluss der Reihe einen Ausflug ins Klanglabor der Universität für Musik, Schauspiel und Tanz auf dem Linzer Pöstlingberg unternehmen. Wie zu Beginn jedes Termins wird es dann erneut unüberhörbar aus Kinderkehlen durchs Brucknerhaus tönen: »Es ist wieder so weit für den Antons Kidsclub im Brucknerhaus.

»Da sind jede Menge Instru- mente in dem Haus, TrommelnOrgeln, vielleicht auch, Klaviere und alles Mögliche ... und da kann man auch ordentlich was lernen, wenn man da einmal durchgeht«

Musik und eine spannende Zeit, denn eins ist klar: Der Kidsclub kennt sich überall aus!« Johanna und Maximilian werden den von Katharina Eckerstorfer kreierten Kidsclub-Song inklusive Stampf- und Klatsch-Choreografie lautstark mitsingen. Auswendig natürlich. Gehört er doch zum Lieblingslieder-Repertoire der jungen Brucknerhaus-Expert:innen!

Der stille Klangseher

Seit mehr als zwanzig Jahren ist Reinhard Winkler zu sehen, um zu sehen. Während Besetzungen und Programme wechseln, Generationen von Musikerinnen und Musikern aus aller Welt auf der Bühne stehen, ist er fast immer da – mit Kamera, wachem Blick und Erfahrungen, die sich inzwischen in Tausenden Konzerten und mehreren Terabyte Bildmaterial niederschlagen. Im Gespräch mit dem künstlerischen Direktor Norbert Trawöger wird deutlich, was seinen Fotos anzusehen ist. Reinhard Winkler ist weit mehr als ein Chronist, er ist ein präziser Beobachter des musikalischen Rituals.

Der Linzer Fotograf, der ursprünglich aus Literatur und freier Szene kommt, hat über das Brucknerhaus in die Welt der klassischen Musik gefunden: »Mein Zugang ist über das Haus.« Klassische Musik ist eine Kunstform der Konzentration. Sie verlangt Zeit, Disziplin und eine besondere Bereitschaft zur Stille. Wer sich ihr nähert, ohne biografische Vorprägung, ohne ritualisierte Hörgewohnheiten, tut dies nicht selten über Umwege. Bei Reinhard Winkler führt dieser Umweg nicht über das Hören, sondern über das Sehen. Rock- und Jazzkonzerte seien ihm vertraut gewesen, doch im klassischen Betrieb habe ihn vor allem eines gereizt: die formale

Strenge der Abläufe und die Herausforderung, darin Bewegung, Drama und Individualität sichtbar zu machen. Gerade dort, wo alles geregelt scheint, entstehe das Abenteuer, sagt er: »Das Theatralische liegt im Detail.« Ein minimaler Blickkontakt zwischen Dirigenten und Konzertmeisterin, ein Zucken der Schulter, ein Atemholen vor dem Einsatz – das seien jene Sekunden, auf die er warte. Auffällig ist, dass Winkler klassische Musik nicht als reproduzierbares Medium denkt: »Es funktioniert für mich tatsächlich nur live.« Damit widersetzt er sich einer verbreiteten Praxis des Hörens, die Musik verfügbar, mobil und jederzeit abrufbar macht. Für ihn ist das Konzertereignis untrennbar an Präsenz gebunden: an Körper im Raum, an Aufmerksamkeit, an Vergänglichkeit. Musik geschieht.

Reinhard Winkler muss darin nahezu unsichtbar agieren. Seine Wege durch den Saal folgen festen Mustern, seine Positionen sind strategisch gewählt. »Das ist die oberste Schicht meines Jobs: nicht auffallen«, erklärt er. Erst beim Schlussapplaus, wenn sich die Musiker:innen verbeugen und das Publikum aufsteht, wird er kurz sichtbar – als Einziger, der sich noch bewegt. »Da bin ich so konzentriert, dass ich gar nicht weiß, wie ich wirke«,

»Das Theatralische liegt im Detail.«

sagt er lachend. Bemerkenswert ist Winklers Verhältnis zur eigenen Rolle. Er relativiert sie konsequent. »Ich habe keine Verantwortung eigentlich«, sagt er – und meint damit nicht Gleichgültigkeit, sondern eine klare Grenzziehung. Die eigentliche Arbeit, das eigentliche Risiko, liegt bei jenen auf der Bühne. Sein Beitrag besteht darin, aufmerksam, präsent und bereit zu sein. Ein verpasstes Bild ist kein Scheitern, sondern Teil eines Prozesses, der sich nicht erzwingen lässt.

Er versteht sich nicht als interpretierende Instanz, sondern als Beobachter innerhalb eines streng geregelten Systems. Klassische Konzerte sind hoch ritualisiert: feste Sitzordnungen, klare Hierarchien, vorhersehbare Bewegungen. Er beschreibt diesen Moment treffend als »eine Art von Tanz«. Nicht im choreografischen Sinn, sondern als Zusammenspiel von Körpern, die sich in einem präzisen, oft unauffälligen Bewegungsrepertoire verständigen. Besonders Dirigentinnen und Dirigenten interessieren ihn dabei, weniger als expressive Figuren, sondern als Kommunikationszentren. Ihre Bewegungen müssen nicht spektakulär sein, um Wirkung zu entfalten. Oft ist es gerade das Minimale, das den Klang

formt. »Das Schauen ist schon ganz was Schönes, weil es nichts mit Denken zu tun hat.« Gemeint ist kein naiver Blick, sondern ein Zustand konzentrierter Wahrnehmung, frei von Bewertung und Zweck. Schauen wird hier zur eigenständigen Praxis – vergleichbar dem Hören in der Musik.

Wenn seine Bilder funktionieren, erfüllen sie keinen Selbstzweck. Sie sollen etwas vermitteln, ohne zu dominieren. »Wenn’s so funktioniert, habe ich einen guten Job gemacht.« Mehr Anspruch erhebt er nicht. Und vielleicht liegt gerade darin die Qualität seiner Arbeit: im Respekt vor dem Ereignis, im Wissen um die eigene Nebenrolle, im Vertrauen darauf, dass sich Bedeutung nicht herstellen, sondern nur finden lässt.

[H]ausSicht von Reinhard Winkler

Winkler nimmt im Brucknerhaus eine neue Offenheit wahr, eine veränderte Stimmung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, eine größere Durchlässigkeit für unterschiedliche Publika. Diese Bewegung spiegle sich nicht nur im Programm, sondern auch im Selbstverständnis des Hauses.

Am Ende bleibt – wie am Anfang – die Stille. Nicht als Leerstelle, sondern als Voraussetzung. Als das, was Musik, Blick und Aufmerksamkeit überhaupt erst möglich macht. Vielleicht ist es genau das, was ihn mit dem Brucknerhaus verbindet: die Arbeit im Jetzt – dort, wo Klang entsteht und im selben Moment vergeht, während Reinhard Winklers Bilder und Erinnerungen an unvergessliche Konzerterlebnisse bleiben.

A6/ C33

Leicht und trotzdem robust hält sie Wind und Wetter ab und schafft einen Wiedererkennungswert –und das seit mehr als 50 Jahren. Die Hülle und damit Fassade des Brucknerhauses ist unverwüstlich und besteht seit Eröffnung des Konzerthauses im Jahr 1974 in nahezu unveränderter Form. Doch was ist daran so besonders?

»Reinhard Winkler ist weit mehr als ein Chronist, er ist ein Beobachterpräziser des musikalischen Rituals.«

Norbert Trawöger

Viele verbinden mit dem Brucknerhaus vor allem Erinnerungen an Konzerte und demgemäß die exzellente Akustik der Säle. Darüber hinaus haben wir es mit einem Gebäude von herausragender architektonischer Gestaltungsqualität zu tun. Von innen bietet sich Besucher:innen in nordwestlicher Richtung, wo sich das Gebäude mit einer langgezogenen Glasfassade der Umgebung öffnet, ein atemberaubender Blick auf die Donau und den Pöstlingberg. Diese Glasfassade gewährt nicht nur Ausblicke, sondern an Abenden mit Spielbetrieb auch Einblicke in das Gebäude. Weitaus geschlossener präsentiert sich seine restliche Außenerscheinung, geprägt von einer braunen, glatten und im Detail rhythmisch strukturierten Oberfläche, unterbrochen von einzelnen Tür- und Fensteröffnungen. Tatsächlich besteht die gesamte Fassade aus eloxiertem Aluminium, das durch diese besondere, elektrochemisch hergestellte Beschichtung nicht nur Korrosionsbeständigkeit garantiert, sondern auch seinen spezifischen, sehr UV-stabilen Farbton erhalten hat. Es handelt sich dabei um einen warmen Braunton mit leichtem Goldschimmer, der die nüchterne Bezeichnung A6/C33 trägt.

Brigitte Kumpfmiller arbeitet als Fachreferentin im Bundesdenkmalamt

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An Bruckners Geburtstag

Alexander Malofeev spielt mit der Filarmonica della Scala unter Riccardo Chailly Sergei Rachmaninoffs viertes Klavierkonzert. Im Interview spricht der Pianist über seine enge und doch nun wieder neu entdeckte Beziehung zu diesem Komponisten.

von Theresa Steininger-Mocnik

Als er klein war, waren Rachmaninoffs Klavierkonzerte Nummer 2 und 3 für Alexander Malofeev der »Inbegriff von klassischer Musik. Meine Mutter spielte sie mir immer vor und ich dachte, es gibt gar nichts anderes«, sagt der Pianist heute lachend. Und tatsächlich sollten ihn diese Stücke auf seinem beruflichen Weg intensiv begleiten. Nicht nur, als er mit dem dritten Klavierkonzert einst auf aufsehenerregende Weise Evgeny Kissin vertrat. Auch darüber hinaus waren es diese beiden Schöpfungen des russischen Komponisten, die er auf bedeutenden Konzertpodien präsentierte, womit er die Fachwelt und das Publikum für sich einnahm.

Just deshalb interessiert es Malofeev, der schon in der Carnegie Hall in New York, dem Concertgebouw Amsterdam und weiteren mehr auftrat, nun ein gänzlich anderes, nämlich das vierte Klavierkonzert von Rachmaninoff für seinen Auftritt im Brucknerhaus Linz einzustudieren: »Das vierte ist ganz eigenständig und mit den anderen nicht zu vergleichen«, sagt Malofeev im Interview mit thema. »Es fühlt sich für mich nicht nur frischer an als das zweite und das dritte, die ich so oft gemacht habe, es fordert die Pianisten durchaus auch noch mehr heraus.« Für ihn sei die Möglichkeit, sich nun

mit dem vierten Klavierkonzert zu beschäftigen, eine besondere Chance, beschreibt er: »Auf dieses, das ich noch nie gespielt habe, kann ich nun mit reifen, erwachsenen Augen schauen, wenn ich mit der Einstudierung starte. Das ist ganz anders, als wenn man etwas seit der Jugend immer wieder gespielt hat – und reizt mich gerade dadurch sehr.« Zum zweiten und dritten werde er »sicher später nach einer Pause zurückkommen und sie dann mit Abstand neu entdecken, aber hier habe ich wirklich die Chance, einen neuen, von früheren Beschäftigungen unbeeinflussten Zugang zu einem Stück von Rachmaninoff zu finden.« Gleichzeitig sehe der Pianist, der bereits mit dreizehn Jahren den renommierten Tschaikowski-Wettbewerb gewann, seit einigen Jahren bei namhaften Orchestern zu Gast ist, darunter das Los Angeles Philharmonic, das Orchestra dell’ Accademia

Riccardo Chailly

Nazionale di Santa Cecilia sowie das Lucerne Festival Orchestra, und der heuer zum wiederholten Male ein Solistenkonzert bei den Salzburger Festspielen gibt, alle Kompositionen für Klavier von Rachmaninoff als »Diamanten. Man schaut sie von allen Seiten an und es gibt nichts hinzuzufügen. Er weiß genau, was Pianisten können. Und es gibt wenige Stücke, die mich so mitnehmen wie seine. Egal, wer sie spielt, sie berühren mich immer. Für mich ist seine Musik die Essenz von Freiheit und eigener Persönlichkeit.« Das vierte Klavierkonzert sei allerdings im Vergleich mit den anderen »nicht so leichtgängig. Beim zweiten beispielsweise habe ich das Gefühl, dass alles schon vorgegeben ist und man wenig Interpretationsspielraum hat. Man könnte fast sagen: Die Musik ist schon in der Luft und man muss sie als Pianist nur mehr einfangen.« Aber dem vierten merke man »den Kampf an, den Rachmaninoff beim Komponieren ausgefochten hat. Das macht es gleichzeitig viel interessanter, es zu erarbeiten, finde ich.« Es sei »ein Werk, in dem er sichtlich versuchte, neue Wege zu gehen, sich auch nicht selbst zitierte, wie er es sonst gerne tat. Er wollte sichtlich aus einer Tradition heraustreten – und ich finde es schade, dass es nicht mehr späte Werke gibt.« Auch wenn er Rachmaninoffs Musik liebe, sei das Repertoire für Klavier doch »klein und repetitiv. Aber das vierte Klavierkonzert ist nicht zu vergleichen – und das möchte ich dem Publikum gerne näherbringen«, sagt Alexander Malofeev. Er sehe es als »menschlich, geerdet, als eines, das von Unzufriedenheit erzählt und dem man sich dadurch auch noch enger verbunden fühlen kann«. Dass dies in der Rezeption gerne darauf zurückgeführt wird, dass Rachmaninoff kurze Zeit vor der Arbeit an diesem in die USA emigrierte, greift Malofeevs Meinung nach zu kurz: »Ich mag es nicht, wenn man es darauf beschränkt, auch wenn die Unsicherheit, die er damals verspürte, natürlich hineinspielte. Aber in Wahrheit muss man sagen, dass den Werken russischer Künstler eine gewisse Nostalgie und eine Art Heimweh doch auch schon eingeschrieben war, als sie noch in Russland lebten.« Natürlich könne man nicht gleich komponieren oder

Fr, 4. Sep 2026, 19:30

Großer Saal

Chailly, Malofeev & Filarmonica della Scala

Konzert an Bruckners Geburtstag

Sergei Rachmaninoff

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 g-Moll op. 40

Pjotr Iljitsch Tschaikowski Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Alexander Malofeev | Klavier Filarmonica della Scala

Riccardo Chailly | Dirigent

schreiben, nachdem man von seinen heimatlichen Wurzeln abgeschnitten wurde, so Malofeev, der selbst aus Russland wegzog und nun in Deutschland lebt, »aber für mich geht es hier im vierten Klavierkonzert nicht darum, dass Rachmaninoff die Sowjetunion vermisst, sondern vielmehr darum, dass er seiner Kindheit und der damaligen Welt hinterhertrauert. Sein persönliches Drama hat weniger mit Geografie zu tun als vielmehr mit seiner Persönlichkeit, glaube ich. Er fühlte sich damals nicht komplett – und das hört man im vierten Klavierkonzert.« Für ihn drehe sich das Stück »um einen Menschen, der am Klavier sitzt und sich angestrengt bemüht, eine Verbindung zu seinem Leben zu finden«, so Alexander Malofeev.

Mit einem ähnlichen Thema hat sich der Pianist zuletzt auch in seinem neuen Album beschäftigt. Er bringt darin –erstmals als Exklusivkünstler bei Sony Classical – Werke von Michail Glinka, Nikolai Medtner, Alexander Glasunow und eben Sergei Rachmaninoff zusammen auf Tonträger heraus. »Und alle haben dieses Sujet der Unzufriedenheit verarbeitet. Es geht ihnen um eine Traumwelt, der sie nachweinen, die es aber nicht mehr gibt.«

Dass sein Spiel in Kritiken teils als »revolutionär« beschrieben wurde, wolle er nicht so stehen lassen, sagt Malofeev: »So weit würde ich nicht gehen. Vielmehr finde ich: Das Beste, was man mit einem Konzert erreichen kann, ist ein Lächeln auf dem Gesicht des Publikums.« Mit diesem Ziel tritt er nun im Brucknerhaus Linz gemeinsam mit der Filarmonica della Scala unter Riccardo Chailly an, die außerdem Pjotr Iljitsch Tschaikowskis 4. Symphonie spielen wird.

13. bis 30. Sep 2026

Wenn am 4. September 2026 Riccardo Chailly und die Filarmonica della Scala an Anton Bruckners Geburtstag vor 202 Jahren erinnern, wenn Franz Welser-Möst an Bruckners 130. Todestag am 11. Oktober nach 25 Jahren seinen Abschied als Chefdirigent des Cleveland Orchestra feiert – und wenn, von diesen Höhepunkten eingerahmt, im Brucknerfest Linz vom 13. bis 30. September das Brucknerhaus und ganz Linz in musikalischen Ausnahmezustand geraten, dann, endlich, öffnet sich ein einmaliger Raum des Zusammenkommens und Zusammenhörens!

Unter dem Motto endlich stehen beim diesjährigen Brucknerfest sowohl die Endlichkeit in all ihrer Unergründlichkeit und Faszination als auch die überbordende Energie des ›Endlich geht es los‹ im Zentrum und damit ein Programm, das den einzigartigen Moment des Hier und Jetzt feiert. Weltstars wie Brad Mehldau, den die Times jüngst als »einflussreichsten Jazzpianisten der letzten 20 Jahre« bezeichnete, und Spitzenensembles wie das BBC Philharmonic Orchestra oder das Mahler Academy Orchestra treten in den Dialog mit erstklassigen musikalischen Kräften Österreichs, beliebte Meisterwerke treffen auf Uraufführungen sowie verborgene Schätze der Musikgeschichte und herausragende musikalische Momente breiten sich vom Impulszentrum des Brucknerhauses Linz in die ganze Stadt aus. Immer dabei: Anton Bruckner, dessen Musik in vielen Formen abseits des Erwartbaren erklingt –improvisiert, neu kontextualisiert, unkonventionell arrangiert, kreativ weitergedacht. Finden wir zusammen »wenn endlich endlich kommt« (Ingeborg Bachmann)! Künstler:innen und Klangkörper mit internationaler Strahlkraft sind zentraler Bestandteil des Brucknerfestes: Dazu gehört das Mahler Academy Orchestra, das sich unter der Leitung von Dirigent Philipp von Steinaecker dem Komponisten Gustav Mahler auf außergewöhnliche Art und Weise nähert: Mit viel Leidenschaft und Akribie wurde das originale Instrumentarium der Wiener Philharmoniker um 1900 rekonstruiert. Das Resultat: ein Mahler im warmen, transparenten, farbenprächtigen ›Originalklang‹, der für unsere heutigen Ohren regelrecht revolutionär klingt. Neben den eindrucksvoll von Mezzosopranistin Fleur Barron interpretierten Kindertotenliedern steht Mahlers 9. Symphonie auf dem Programm. Ein ›very British‹ Requiem bringen das BBC Philharmonic Orchestra und die BBC Singers nach Linz: Unter der Leitung von Dirigentin Anja Bihlmaier erklingt Johannes Brahms’ Deutsches Requiem. Aber selbstverständlich darf im Brucknerfest auch das Bruckner Orchester Linz nicht fehlen: Chefdirigent Markus Poschner holt gemeinsam mit dem Cembalisten Jean Rondeau und dem BOL verschiedene musikalische Landschaftsimpressionen von Beethoven, brucknerfest.at

Poulenc und Debussy in den Konzertsaal. Schicksalshaft wird wiederum das Programm mit Dirigentin Anna Rakitina, bei dem unter anderem Tschaikowskis 6. Symphonie »Pathétique« gegeben wird. Mit Cameron Carpenter und Christian Tetzlaff legen zwei Ausnahmekünstler einen Schwerpunkt auf die Musik von Johann Sebastian Bach: Dabei spüren sie dem Gefühl von Unendlichkeit nach, das vor allem dessen solistische Werke so häufig in uns auslösen. Während Tetzlaff sich im stimmungsvollen Ambiente des Alten Doms Linz den Solopartiten für Geige widmet, sollte man sich auch Carpenters hochintensive Interpretation der ›Goldberg-Variationen‹ an der Orgel im Großen Saal des Brucknerhauses keinesfalls entgehen lassen. Unter dem Titel endlich spürt das Brucknerfest Linz 2026 nicht nur programmatisch dem Spannungsfeld zwischen der belebenden Energie des ›endlich Beginnens‹ und dem Mysterium der Endlichkeit nach, sondern beschreitet darüber hinaus konsequent den Weg in die Stadt hinaus. So werfen etwa Adrian Wenzl alias Austrofred und das Atalante Quartett im ORFLandesstudio Oberösterreich einen ganz unkonventionellen Blick auf Anton Bruckner, während Lars Eidinger im Posthof Liebesgedichte von Thomas Brasch liest. In Luchino Viscontis Senso, zu sehen im Moviemento, ist Bruckners 7. Symphonie als Filmmusik erlebbar, wohingegen der Jazzpianist Martin Gasselsberger gemeinsam mit dem Saxofonisten Klaus Dickbauer in der Brunnhofer Galerie improvisatorisch in Dialog mit dem oberösterreichischen Symphoniker tritt. Ein in vielerlei Hinsicht einzigartiges Erlebnis verspricht auch Christoph Sietzen mit seinem Ensemble Motus Percussion, die zwischen den Skaterampen und Rails der Trendsporthalle des Sportparks Lissfeld wasserfallartig-wogende Klänge entstehen lassen. Mit diesem Blick aus der Stadt tritt zuletzt auch das Brucknerhaus Linz selbst in den Mittelpunkt, dessen Geschichte, Architektur und Klangraum am Tag des Denkmals auf vielfältige Art und Weise erkundet werden können. Zu sehen ist dann auch eine Ausstellung des Instituts ›Schön für besondere Menschen‹ (Kirchdorf/Micheldorf), im Rahmen derer sich Menschen mit Beeinträchtigungen künstlerisch mit Anton Bruckner und seinen Werken auseinandergesetzt haben – einen Vorgeschmack auf die ausdrucksstarken Bildwelten der Künstler:innen geben die Saisonbroschüre 26–27 sowie das Magazin, das Sie in Händen halten (Cover & Seite 30–31)!

Andreas Meier & Paula Schlüter

Auf unserer Website finden Sie alle Informationen zu den Veranstaltungen des Brucknerfestes Linz 2026. Programmbücher liegen im Brucknerhaus Service-Center auf.

Andreas Meier: Lieber Philipp von Steinaecker, Ihr Brucknerhaus-Debüt mit dem Bruckner Orchester Linz und der Cellistin Julia Hagen stand unter einem besonderen Stern: Sie sind dabei für Ruth Reinhardt eingesprungen, die aufgrund der nahen Geburt ihres ersten Kindes nicht wie geplant dirigieren konnte. Gerade solche kurzfristigeren Anfragen sind ja gerne einmal mit mehr (An-)Spannung verbunden. Mit welchen Gefühlen sind Sie im April nach Linz gekommen?

Philipp von Steinaecker: Oh, ich habe mich einfach gefreut, dass es genau zwischen zwei anderen Projekten gepasst hat! Ich lerne immer gerne neue Musiker kennen! Beim Bruckner Orchester war die Vorfreude für mich groß, weil es sich ja um eines der österreichischen Traditionsorchester handelt und da gibt es immer so eine besondere, direkte Art zu musizieren. Das mag ich sehr! Außerdem wurde meine Großmutter 1919 in Linz geboren, weshalb ich seit jeher das Gefühl habe, dass mir Linz vertraut ist, weil die Stadt in der Familienmythologie eine besondere Rolle einnimmt.

AM: Als wir über das Programm gesprochen haben, war ich offen gesagt sehr froh, dass Sie sofort bereit waren, das ursprünglich geplante Programm mit der 4. Symphonie von Bohuslav Martinů und dem Violoncellokonzert von Antonín Dvořák zu übernehmen und wir keine größeren Programmänderungen vornehmen mussten. Das Cellokonzert ist Ihnen – nicht zuletzt da Sie selbst Cellist sind – natürlich bestens bekannt, die Martinů-Symphonie war aber auch für Sie neu?

PVS: Klar, Dvořák kenne ich tatsächlich von beiden Seiten, als Cellist und als Dirigent. Martinů war neu und ich hatte auch erst kurz gedacht, auf etwas Bekannteres umzuschwingen. Aber Martinů ist so ein cooler Komponist, dass ich dachte, für Dvořák 7 oder 8 wird es immer Gelegenheiten geben, aber in ein großes Stück von Martinů einzutauchen, ist eine einmalige Chance! Es ist eine wunderbare Musik, die mehrere Traditionen in sich vereinigt, das Tschechische klar, aber eben auch starke Spuren seines jahrzehntelangen Lebens und Wirkens in Paris und schließlich auch die Jahre in den USA. Durch letztere schließt sich da ein programmatischer Kreis mit Dvořáks Cellokonzert, das ja auch in den USA entstanden ist.

AM: Nicht lange nach ihrem Debüt dürfen wir uns dann im Herbst auf ein Wiedersehen freuen, wenn Sie mit Ihrem Mahler Academy Orchestra am 16. September 2026 im Rahmen des Brucknerfestes nach Linz kommen. Auf dem Programm stehen Gustav Mahlers Kindertotenlieder sowie dessen 9. Symphonie. Ein an sich schon besonderes Programm, das aber durch die

»Süchtig

Am 14. April 2026 feierte Philipp von Steinaecker sein Brucknerhaus-Debüt am Pult des Bruckner Orchester Linz. Im Rahmen des Brucknerfestes wird er zurückkehren, diesmal mit ›seinem‹ Mahler Academy Orchestra. von Andreas Meier

Herangehensweise und Aufführungspraxis des Mahler Academy Orchestra noch einmal ›besonderer‹ wird, wenn man das so sagen kann. Das ist ja ein einzigartiges Projekt, das wie kein anderes in die Wiener Musiktradition der Jahrhundertwende eintaucht.

PVS: Ja, wir haben da das Glück gehabt, das Instrumentarium des Wiener Hofopernorchesters der Mahler-Jahre, das damals nach seinen Vorstellungen komplett erneuert wurde, exakt rekonstruieren zu können. Wir haben dann auch viel geforscht, um zu verstehen, wie Mahlers Musiker im Orchester wohl gespielt haben könnten, um seine unzähligen Spielanweisungen auf die Musizierkonvention von damals anzuwenden. Das war ein faszinierender Prozess, bei dem wir realisiert haben, wie die unzähligen Mischfarben, die Mahler zwischen den Instrumenten entstehen lässt, wirklich

einBlick ins Programm

Mi, 16. Sep 2026, 19:30

Großer Saal

steinaecker, barron & mahler academy orchestra

Gustav Mahler

Kindertotenlieder

für Mezzosopran und Orchester

Symphonie Nr. 9

Fleur Barron | Mezzosopran

Mahler Academy Orchestra

Philipp von Steinaecker | Dirigent

nach diesem Klang«

klangen und wie ausgeprägt die Charaktere der einzelnen Instrumente waren und wie geradezu ideal sie sich dennoch im Satz mischen. Das liegt hauptsächlich an den Darmsaiten und an der wesentlich engeren Bohrung der Blasinstrumente. Für uns waren diese Klänge eine große Inspirationsquelle und sie geben uns auch die seltene Möglichkeit, uns dieser Musik noch einmal gleichsam wie zum ersten Mal zu nähern.

AM: Wie würden Sie den Mahler-Klang des Mahler Academy Orchestra charakterisieren?

PVS: Es ist ein transparenter, flexibler und warmer Klang, der aber auch so richtig über einen hereinbrechen kann. Er ist voller Zerbrechlichkeit, Menschlichkeit und Nostalgie, aber kann auch ganz und gar hemdsärmelig frisch klingen. Ehrlich gesagt sind wir alle, die wir in das Projekt verwickelt sind, süchtig nach diesem Klang geworden.

AM: In Bezug auf den Namensgeber des Brucknerfestes hat Mahler ja einmal zu dessen Biografen August Göllerich gesagt: »Ich war nie Schüler Bruckners gewesen, dieses on dit dürfte daher stammen, dass ich in jungen Jahren, die ich in Wien zugebracht habe, mit Bruckner stets zu sehen war und jedenfalls zu seinen extra Verehrern und Propagatoren gehörte. […]

Und so darf ich mich allerdings mit mehr Recht als die meisten anderen seinen ›Schüler‹ nennen […]« Wie viel Bruckner steckt Ihrer Meinung nach in Mahler?

PVS: Mahler war einer jener Studenten, die Bruckner bei der Überarbeitung seiner Dritten geholfen hatten (Bruckner hat ihm zum Dank auch das Manuskript geschenkt) und er hat mehrere Symphonien Bruckners im Konzert dirigiert. Vor allem hat Mahler, glaube ich, sehr viel in Bezug auf die ganz große symphonische Form von Bruckner gelernt. In mancher Hinsicht, vor allem auch inhaltlich, ist Mahler aber auch ein Gegenentwurf zu Bruckner, weil sein Verständnis der ›conditio humana‹ eben lange nicht so gradlinig auf Gott zuläuft wie das Bruckners. Es passt gut, dass Sie diese Frage stellen, denn gerade der letzte Satz der Neunten Mahlers bezieht sich direkt auf jenen der Neunten Bruckners, denken Sie an den Aufschwung der Geigen am Anfang, der dann in einen Choral übergeht. Aber Bruckners religiöse Apotheose schafft Mahler nach verschiedenen biografischen Katastrophen dezidiert nicht. Sein Choral bricht ständig wieder ab, sucht und verzweifelt. Wie Mahler sich hier an Bruckners maximaler Abgeklärtheit misst und abarbeitet, um dann am Schluss seinen ganz und gar eigenen Weg zurück zum Glauben oder zumindest zurück zu einer Art von Glück zu finden, gehört zum Berührendsten, was Mahler geschrieben hat.

ins Programm

Elisabeth Vera Rathenböck & Wolfgang Sauseng

Die Glocken des Frühlings

Nach der Passio Iesu und dem Totentanz ist es Wolfgang Sausengs dritte Zusammenarbeit mit dem Chorus sine nomine, der sich gerne auf vokal Herausforderndes einlässt. Der Wiener Komponist wusste demnach, dass er dem ausgezeichneten Konzertchor getrost einiges ›zumuten‹ kann. Chorleiter Johannes Hiemetsberger ließ Sauseng in Bezug auf den zu vertonenden Stoff für die Auftragskomposition freie Hand. »Was mich immer interessiert hat, war Schuld, die sich auch über Generationen weitertragen kann«, sagt der emeritierte Professor für Kirchliche Komposition und Tonsatz an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw). Die Wahl fiel schließlich auf Ingeborg Bachmann. Ihre Erzählung Die Karawane und die Auferstehung handelt von einer kleinen Gruppe Umherwandernder in einer ›Zwischenwelt‹. Im Ungewissen, ob sie noch leben oder

ob sie schon gestorben sind, lenken sie ihre Schritte durch »Leeres Land« – bis zum ersten Glockenschlag. Die Erzählung, die die blutjunge Bachmann im Jahr 1948 während ihres Philosophiestudiums für die Wiener Tageszeitung verfasst hatte, musste erst in ein Libretto umgeformt werden. Durch eine frühere Zusammenarbeit für eine Kirchenoper an der mdw kannte Sauseng die Herangehensweise von Elisabeth Vera Rathenböck und lud sie ein, den Text für das musikalische Szenario zu schreiben. Die Künstlerin, Autorin und Redakteurin outete sich als Bachmann-Verehrerin und stürzte sich sofort in die Arbeit. »Da es im Ausgangstext so gut wie keine direkte Rede gibt, musste ich die Dialoge komplett neu entwickeln«, beschreibt sie die Herausforderung. »Im Endresultat ist das Libretto aber sehr

Drei Monate nach dem 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann kommt Frühling. Leeres Land. im Rahmen des Brucknerfestes Linz 2026 zur Aufführung. Ihre Erzählung Die Karawane und die Auferstehung liefert die literarische Vorlage für dieses musikalische Szenario für Soli, Chor mit Handglocken, Saxofonquartett, Schlagwerk, Klavier und Kontrabass von Wolfgang Sauseng. Das Libretto stammt von der Linzerin Elisabeth Vera Rathenböck. thema hat Ton- und Text-Schöpfer:in zum Gespräch gebeten.

von Romana Gillesberger

nah an der Stimmung, die Bachmann in der Erzählung erzeugt.« Wolfgang Sauseng kann das nur bestätigen: »Das Libretto ist vorsichtig, dezent und dennoch so ausdrucksstark. Ich habe in meinem kompositorischen Leben schon viele Texte vertont, aber selten habe ich mich so inspiriert gefühlt.« Das Motiv »Es ist Frühling, wenn wir gehen«, das bei Bachmann vorkommt, begleitete die Entstehung des Werkes: Die von den Traumata des 20. Jahrhunderts gezeichneten und erschöpften Protagonist:innen des Stücks – ein alter Mann, ein Mädchen, ein Kriegsinvalide und eine alte Frau – gehen durch eine Wüste, sie haben kein Ziel, wissen nicht, wohin sie der Weg führen wird. Sie schleppen innere Wunden mit sich und sind in Ausweg- und Beziehungslosigkeit gefangen. Gedanken über ihre allerletzten Tage, die sie im Frühling gelebt haben, kreisen in den Köpfen der Charaktere. Ein Knabe stößt zu ihnen. Das Kind, das zeitlebens reglos auf einem Fleck im Waisenhaus ausharren musste, hat eine positive Vorstellung von dieser Jahreszeit, in der nach langer Dunkelheit das Leben neu beginnt. Fragen nach der menschlichen Existenz, nach Transzendenz und Erlösung werden im Stück verhandelt. Während die Personen von Leere geprägt sind, findet der Knabe, der vorher nie reden konnte, endlich zur Sprache. Er findet Laute, Worte, Klang – er wird selbst klingender Klang und zur Flamme eines neuen Lebens. Die Instrumentierung setzt zunächst die Trostlosigkeit in Szene: »Das leere Land wird anfangs rein instrumental beschrieben: Sehr langsame Musik, die fast steht, die Klänge wirken fahl. Ich wollte die Farben dieses

So, 27. Sep 2026, 18:00

Mittlerer Saal

Hiemetsberger & Chorus sine nomine Bachmann unendlich

Wolfgang Sauseng Frühling. Leeres Land. Musikalisches Szenario für Soli, Chor mit Handglocken, Saxofonquartett, Schlagwerk, Klavier und Kontrabass

Libretto:

Elisabeth Vera Rathenböck nach der Erzählung Die Karawane und die Auferstehung von Ingeborg Bachmann

Katharina Linhard | Knabe (Sopran)

Johanna Zachhuber | Alte Frau (Mezzosopran)

Bernhard Landauer | Mädchen (Altus)

Sebastian Taschner | Invalide (Tenor)

Korbinian Schlag | Alter Mann (Bariton) Chorus sine nomine

Mobilis Saxofonquartett

György Handl | Klavier

Tommaso Huber | Kontrabass

Igor Gross | Schlagwerk

Johannes Hiemetsberger | Dirigent

leeren Landes, das eigentlich gar keine Farben hat, darstellen«, schildert Wolfgang Sauseng. Im Intermezzo burlesco stellt er die Wandernden vor, im Lamento –der barocken Form nachempfunden – lässt er sie über ihr menschliches Schicksal klagen. »Der Chor ist eine größere Ausformung der vier wandernden Personen, er redet dann wie aus deren Mund heraus; überdies trägt er die Rolle des antiken kommentierenden Chors, der auch die Handlung vorantreibt«, sagt der Komponist. Glocken spielen eine zentrale Rolle gegen Ende der Erzählung und somit des Werkes. »Tiefe Plattenglocken und Gongs im Schlagwerk, mächtige dunkelfarbene Akkorde im Klavier, die höheren Handglocken des Chores bilden gemeinsam das Geläute der Erlösung.« Den Titel Frühling. Leeres Land. entwickelten Elisabeth Vera Rathenböck und Wolfgang Sauseng gemeinsam. Er unterstreiche auch die Aktualität des Stoffes, meint die Librettistin: »Wenn wir uns umschauen – all die Kriegs- und Krisenherde, die atomare Bedrohung, der Klimawandel, die Umweltzerstörung – das Land wird von existenziellem Sinn entleert.« Dennoch gibt es Hoffnung, wie im musikalischen Szenario, das in Lebenskraft und Zuversicht mündet.

Künstlerinnen im Fokus

Anja

Bihlmaier

»Ich wusste, dafür bin ich geboren. Das ist, was ich möchte, was ich hoffentlich kann, was ich liebe. Das soll mein Leben werden. Dann folgt man seinem Weg, es zieht einen förmlich dahin und es macht einen glücklich und es stellt einen vor Herausforderungen, aber ich hab’ an diesem Weg nie grundsätzlich gezweifelt!« Keine Frage, Anja Bihlmaier brennt für ihren Beruf. Als sie 16 Jahre alt war, wurde sie mit dem »Dirigiervirus« infiziert. Ein Lehrer an ihrer Schule ermöglichte ihr, eine kleine Opernproduktion zu leiten. Ab dann ging’s zielstrebig Richtung Pult: Nach dem Dirigierstudium in Freiburg und Salzburg sowie Stationen an den Theatern von Coburg, Görlitz, Hildesheim, Chemnitz, Hannover und Kassel war Anja Bihlmaier Chefdirigentin des Residentie Orkest in Den Haag und Erste Gastdirigentin der Lahti Sinfonia. Seit September 2024 ist sie Erste Gastdirigentin des BBC Philharmonic Orchestra. An ›ihrem‹ Orchester schätze sie seine Hingabe, Virtuosität und Experimentierfreudigkeit und vor allem seine große Leidenschaft für die Musik, wie sie im Gespräch betont. »Ich möchte, dass mit großer Risikobereitschaft musiziert wird, mit Leidenschaft und auch mit viel Herzblut, und dafür müssen wir uns öffnen.« Es sei ihr wichtig, den Musiker:innen Raum für eigene Ideen zu geben und ein angstfreies, kommunikatives Miteinander zu schaffen, wo sich alle beim Musizieren zuhören. »Kommunikation besteht nicht nur darin, dass man spricht, sondern auch zuhört. So entsteht etwas Lebendiges, ein lustvolles Miteinander im Musizieren, das es ermöglicht, auch zu

wie Boulanger, Brahms, Bruckner & BBC

reagieren«, umreißt sie ihren Zugang. Und das gelinge mit dem BBC Philharmonic hervorragend, trotz gestraffter Probenzeiten – aber das sei auch seinem Sinn für Humor geschuldet, verrät Anja Bihlmaier. Die Musiker:innen würden häufig über geheime Botschaften oder Codes miteinander kommunizieren, die sie oftmals zum Lachen brächten oder unerwartete (Re-)Aktionen hervorriefen. »Immer wieder haben sie einen Witz auf Lager oder eben diesen englischen Humor. Es gibt viel Inspiration. Sie sind mit sich im Reinen, offen und authentisch, sehr bei sich, das ist toll«, schwärmt Anja Bihlmaier. Und mit diesem tollen Orchester kommt sie Ende September nach Linz, um Johannes Brahms’ Deutsches Requiem auf die Bühne zu bringen. Ein Werk, das sich von anderen Requiem-Vertonungen dadurch unterscheide, »dass es tröstet und eben keinen Schrecken verursacht. Es erinnert daran, dass wir das Leben jetzt leben sollen, dass eine große Kraft in uns wohnt. Und wenn wir dann irgendwann so weit sind, an der Schwelle stehen, dass wir dann zurückblicken können und sagen: Nach bestem Willen habe ich gelebt und ich bin dankbar dafür. So empfinde ich dieses Requiem und seine musikalische Schönheit bestätigt mich darin. Für mich ist Brahms vielleicht sogar mein Lieblingskomponist. Er schreibt keine Note zu viel. Alles ist von einer tiefen Wahrheit, nichts Aufgesetztes, ganz pur. Aus einer kleinen musikalischen Keimzelle entwickelt er einen weiten Bogen, eine große Melodie von überwältigender

Mi, 30. Sep 2026, 19:30

Großer Saal

Bihlmaier, BBC Singers & BBC Philharmonic Orchestra

Brahms’ Requiem

Lili Boulanger

Psaume 24 für Chor, Orgel und Orchester

Johannes Brahms

Ein deutsches Requiem für Soli, Chor und Orchester op. 45

Nardus Williams | Sopran

Joshua Hopkins | Bariton

BBC Singers

BBC Philharmonic Orchestra

Anja Bihlmaier | Dirigentin

Mit Anton Bruckner hat sie einiges gemeinsam: ihre Initialen zum Beispiel. Beim Brucknerfest wird sie Boulanger und Brahms dirigieren. Im Interview mit thema spricht sie über ihren Beruf, das BBC Philharmonic Orchestra und das Besondere an Brahms’ Requiem: die deutsche Dirigentin Anja Bihlmaier. von Romana Gillesberger

Schönheit ... auch sein Chorklang, er schreibt so rund und warm mit ungeheurer Tiefe. Eigentlich ist es ein Wunder, dass es sowas Vollkommenes überhaupt geben kann!«, verleiht Anja Bihlmaier ihrer Begeisterung Ausdruck.

Dem Requiem vorangestellt erklingt ein Werk von Lili Boulanger. Gut ein Jahr vor ihrem Tod schuf die Französin ihre Vertonung des Psalms 24. Obwohl sie lediglich 24 Jahre alt wurde, war sie eine gefeierte Komponistin, die als erste Frau den begehrten Prix de Rome gewann. Anja Bihlmaier versucht, wann immer möglich, Werke von Komponistinnen in ihre Programme aufzunehmen. »Ich finde, dass man Kompositionen von Frauen viel öfter vorzeigen sollte. Lili Boulanger ist eine ganz großartige Komponistin, sehr radikal zu ihrer Zeit, farbenreich und extravagant und modern«, bekräftigt die Dirigentin ihr Vorhaben. Das kurze Stück hätte sich in diesem Fall angeboten, denn »sie hat es im Ersten Weltkrieg geschrieben. Diese ganze Erschütterung kommt in einer relativ einfachen Art und Weise in dem homophonen Satz sehr gut zur Geltung. Es ist kraftvoll und bildet dadurch einen Kontrast zum Beginn des BrahmsRequiems. Ich finde diese zwei Farben, die da aufeinanderprallen, diese zwei Welten sehr reizvoll.«

Eine ganz andere Welt hat Anja Bihlmaier sich erst kürzlich erschlossen: jene von Anton Bruckners Symphonien. »Ich hab’ erst 2024 angefangen, mich an Bruckner zu wagen, denn davor hatte ich nicht die nötige Reife. Bruckner hat eine ganz eigene Sprache, die gibt es nirgendwo sonst. Und man darf dabei nicht so viel machen, die Musik wächst aus sich selbst heraus –wie eine Blume im Zeitraffer, deren Entfaltung man staunend beobachtet: Blatt für Blatt öffnet sie sich, scheinbar aus eigener Kraft. Oder wie Wasser, das man zum Sieden bringt, bis es schließlich kocht und verdampft. Als Dirigentin gibt man diesem inneren Werden nur behutsame Impulse. Man bringt etwas ins Fließen oder hütet die Glut, damit sie stetig stärker wird. Man darf sich nicht mitreißen lassen, nicht voreilig eingreifen. Hier ist Geduld erforderlich – und das Vertrauen, dass die Musik aus sich selbst heraus Gestalt annimmt. Dafür braucht es ein Instrument. Das Instrument spielt bei Bruckner eine große Rolle, also der Konzertsaal, die Resonanz quasi«, konstatiert die Dirigentin, die Bruckners Siebte und Neunte bereits aufgeführt hat und demnächst seine Dritte und Vierte dirigieren wird. An Bruckners Sterbedatum, dem 11. Oktober, hat Anja Bihlmaier Geburtstag. Ihre Initialen lauten, so wie seine, AB. In St. Florian möchte sie demnächst seine Begräbnisstätte besuchen. Das Brucknerfest wird garantiert die ideale Gelegenheit dafür bieten.

»Denn ist nicht im Grunde das Hörbar-Machen von Musik nichts anderes als das immer wieder neue Ubermalen eines präexis- tenten Notentextes, einer musikalischen Idee, das Ubertönen eines vorausgegangenen Klanges, einer gerade gespielten Note, die sofort wieder von der nächsten übermalt wird?«

Kann ein Orchester ohne Dirigentin,

ohne Dirigenten spielen?

»Luft sortieren ist doch ein komischer Beruf!«, hat der berühmte Dirigent Bernard Haitink augenzwinkernd angemerkt. Fakt ist, dass Ensembles bis ins 18. Jahrhundert von einem »aktiven« Musiker – einem Sänger, Tastenspieler oder dem Konzertmeister – angeführt wurden. Die Funktion eines Dirigenten hat sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts etabliert. Felix Mendelssohn Bartholdy gilt als Leiter des Leipziger Gewandhausorchesters als erster Dirigent im heutigen Sinne. Größer werdende Orchester und damit auch Besetzungsgrößen von Werken machten eine Leitung vom Instrument aus unmöglich. In Wien wurde eine Kapellmeisterschule, eine erste institutionalisierte Ausbildung zum Dirigenten, erst im Jahr 1909 installiert. Diese wurde bis 1919 vom Bruckner-Schüler Franz Schalk geleitet.

Die Dirigentin vereint und fokussiert in ihrer Person die Macht und die künstlerische Kompetenz der musikalischen Gestaltungshoheit. Er ist in dem Sinn der »Übersetzer« zwischen den spielenden Musikerinnen und Musikern und dem, was als musikalisches Produkt zu hören ist. Natürlich kann ein Orchester bei einem entsprechenden Werk ohne Dirigentin Musik machen, aber das »Sortieren von Luft« sorgt ja meist nicht nur für Ordnung, gemeinsames Anfangen und Aufhören. Wie für eine Geigerin die Geige ihr Instrument ist, so ist das Orchester der Klangkörper der Dirigierenden. Ein Orchester kann ohne Dirigentin oder Dirigenten spielen. Nur umgekehrt ist es sinnlos und bleibt in Wirklichkeit komisches, stilles Sortieren von Luft!

Anmerkung! Sie haben sicher bemerkt, dass ich inmitten dieses Textes das weibliche Geschlecht ins Spiel gebracht habe. Die exklusive Verwendung der männlichen Form gehört langsam, aber sicher der Vergangenheit an. Ja, natürlich geht es um Qualität, es geht aber auch um Chancengleichheit unabhängig vom Geschlecht.

»Das war der Himmel!«

30 Jahre

L’Orfeo Barockorchester

Über die Jahre hat sich nicht nur das Repertoire des L’Orfeo Barockorchesters erweitert, auch das Ensemble selbst ist gewachsen und seine Auftrittsorte breiteten sich über ganz Europa bis nach Südafrika aus. Angefangen hatte alles damit, dass die beiden Musikerinnen einander am damaligen Bruckner Konservatorium in Linz kennenlernten. 1993 war das, als die aus Schörfling am Attersee stammende Michi Gaigg und die in Kapstadt geborene Carin van Heerden dort zu unterrichten begannen und merkten, dass da viel Potenzial schlummerte in den jungen Leuten, die bei ihnen studierten. Schon bald reifte der Plan in den beiden, ein eigenes Ensemble für Alte Musik zu gründen. Die Geburtsstunde des L’Orfeo Barockorchesters hatte geschlagen.

Neben Studierenden stießen Musiker:innen aus Deutschland, der Schweiz, Tschechien und den Niederlanden hinzu und bereits kurze Zeit später erhielt

das Ensemble einen Plattenvertrag beim Label cpo, für das es bis heute regelmäßig Aufnahmen produziert. Musik des Barockkomponisten Benedict Anton Aufschnaiter war die erste Einspielung gewidmet. Telemann, Händel, Bach und Rameau folgten. Das Label äußerte alsbald den Wunsch, das Repertoire in Richtung Vorklassik auszuweiten. Trotz anfänglicher Skepsis stellte sich die Bekanntschaft mit Georg Christoph Wagenseil, Anton Fils, Ignaz Hofbauer, Gluck und Co. als enorme Bereicherung für das Ensemble heraus. Und die Entwicklung ging weiter. Die Wiener Klassik hielt Einzug ins Repertoire des L’Orfeo Barockorchesters: Haydn, Beethoven und Mozart. »Das war die nächste Stufe. Das war dann der Himmel!«, schwärmt Michi Gaigg. Als geradezu überirdisch beschreiben die beiden Musikerinnen auch eines der einprägsamsten Erlebnisse mit ihrem Orchester: das Konzert in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan im

Auftrag von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2009. Gemeinsam mit den Regensburger Domspatzen musizierten sie Mozarts c-Moll-Messe zu Ehren des 85. Geburtstages des Bruders von Josef Ratzinger. Für die Proben und das Konzert stand ihnen die Sixtina drei Tage lang exklusiv zur Verfügung. »Ich weiß noch, wie ich durch die Tür gegangen bin. Das Hellblau, die Wucht von diesem Jüngsten Gericht. Und alles frisch renoviert. Da bleibt einem der Atem weg«, erinnert sich Michi Gaigg. Doch bei Mozart war noch lange nicht Schluss: »Die logische Konsequenz war, dass wir danach auch noch Schubert und Mendelssohn intensiv studiert haben«, schildert Michi Gaigg den Werdegang ihres Ensembles, das sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von der Geige aus leitete, sondern dem sie längst als Dirigentin vorstand. Lediglich einen epochemäßigen ›Ausreißer‹ leistete sich das L’Orfeo Barockorchester: und zwar 2024, dem Jubiläumsjahr Anton Bruckners.

Künstlerinnen im Fokus

Michi Gaigg & Carin van Heerden

Vor drei Jahrzehnten gründete die Geigerin Michi Gaigg gemeinsam mit der Blockflötistin und Oboistin Carin van Heerden das L’Orfeo Barockorchester. Im November 1996 hatte das Ensemble seinen ersten Auftritt im Linzer Schlossmuseum. Unzählige Konzerte sowie mehr als 50 CD-Aufnahmen später ist das Originalklangorchester im Mai 2026 einmal mehr im Brucknerhaus zu Gast: mit einem Jubiläumskonzert anlässlich seines 30. Geburtstages – und mit einem Programm, das vor allem der Wiener Klassik huldigt. von Romana Gillesberger

Michi Gaigg

Carin van Heerden

Anlässlich seines 200. Geburtstages wagte sich das Ensemble an ein Werk des oberösterreichischen Komponisten: Seine Messe in d-Moll wurde im Rahmen des Brucknerfestes am 20. September 2024 im Alten Dom in Linz aufgeführt.

Zum eigenen Jubiläum haben sich Gaigg und van Heerden gemeinsam mit Brucknerhaus-Dramaturg Andreas Meier ein reizvolles Programm überlegt, bei dem die Metropolen Wien, Berlin und London im Zentrum stehen. Es enthält zudem ein Werk einer Komponistin, was die beiden Künstlerinnen besonders freut: Die Ouvertüre in C-Dur von Marianna Martines erklingt als Eröffnungswerk der Matinee am 10. Mai. »Sie war hoch begabt, bekam als Kind von Haydn Klavierunterricht und wurde von ihm gefördert. Es gibt ganz wunderbare Werke von ihr, unglaublich!«, verleiht Carin van Heerden ihrer Begeisterung Ausdruck. Carl Philipp Emanuel Bach steuert seine in Berlin entstandene Sinfonia e-Moll Wq 178 und Joseph Haydn seine ›Londoner Symphonie‹ Nr. 104 in D-Dur zum Programm bei. Eine erste Zusammenarbeit gibt es beim Festkonzert mit der Pianistin Olga Pashchenko, die Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 in A-Dur auf dem Fortepiano spielen wird. Die gefeierte russische Künstlerin machte durch ihre CD-Aufnahmen der Mozart-Klavierkonzerte mit dem Ensemble Il Gardellino Schlagzeilen. Das 30-jährige Bestehen des L’Orfeo Barockorchesters wird heuer überdies noch mit Konzerten in Krems, Melk, Salzburg (The Messiah) und Raiding (Brandenburgische Konzerte) gefeiert. Ein Fixpunkt ist auch in diesem Sommer die musikalische Gestaltung der Opernproduktion bei den donauFESTWOCHEN im Strudengau. Dort war Michi Gaigg 22 Jahre lang Intendantin, bevor sie das Zepter 2024 an Norbert

So, 10. Mai 2026, 11:00

Großer Saal

Gaigg, Pashchenko & L’Orfeo Barockorchester

Marianna Martines

Ouverture C-Dur

Wolfgang Amadé Mozart

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488

Carl Philipp Emanuel Bach

Sinfonia e-Moll H 653

›Berliner Symphonie Nr. 3‹

Joseph Haydn

Symphonie Nr. 104 D-Dur Hob. I:104 ›London‹

Olga Pashchenko | Fortepiano L’Orfeo Barockorchester

Michi Gaigg | Dirigentin

Muttertagsfrühstückum 9:00 Uhr im Restaurant BRUCKNER’S

Trawöger übergab, das dieser, nachdem er den Posten des künstlerischen Direktors des Brucknerhauses übernommen hatte, an Johannes Hiemetsberger weiterreichte. »Das wird spannend. Eine ›Oper‹ von Johann Sebastian Bach auf Schloss Grein. Philipp Blom schreibt das Libretto und Saskia Bladt übernimmt die musikalische Einrichtung. Aus Werken von Bach wird ein Pasticcio zusammengestellt«, sagt Michi Gaigg mit Blick auf das »Festival für Alte Musik und neue Begegnungen«, das ihr und den L’Orfeos seit vielen Jahren den Sommer versüßt. Dabei sind es vor allem die zwischenmenschlichen Begegnungen, die für sie im Vordergrund stehen: »Eine außergewöhnliche Zusammenarbeit … mit vielen Ehrenamtlichen. Da sind über die Jahre viele Freundschaften entstanden. Die Musiker:innen sind immer ganz erpicht darauf, in Grein zu spielen. Es war ein großes Glück für die donauFESTWOCHEN und es war ein großes Glück für uns, weil wir dadurch künstlerisch und menschlich noch mehr zusammenwachsen konnten«, betont die Vollblutmusikerin.

Die Erfolgsgeschichte des L’Orfeo Barockorchesters wird jedenfalls weitergehen. Michi Gaigg und Carin van Heerden schmieden bereits Pläne über das Jubiläumsjahr hinaus. Eine Südafrika-Tournee 2027 zum Beispiel sowie ein weiteres Gastspiel im Brucknerhaus in der Saison 26–27: eine Sonntagsmatinee am 13. Juni 2027 mit der Sopranistin Anna Prohaska.

Auf mehr als 50 teilweise preisgekrönte CD-Aufnahmen kann das L’Orfeo Barockorchester zurückblicken. 2021 erschien die Gesamteinspielung aller Schubert-Symphonien, zuletzt Georg Philipp Telemann Violinkonzerte Vol. 9, Franz Xaver Richter Vier Symphonien und Jean-Philippe Rameau Suiten aus Zoroastre und Les Indes Galantes

11 – 18 Uhr

FESTIVAL DER MUSIK

WO: LINZER INNENSTADT

Eintritt frei

Anna Buchegger

Motus Percussion Ensemble

Austrofred liest

Severin Trogbacher

16er Musi

Mosaik Ensemble BOL

Kuddelmuddel –

Kreativ-Aktiv-Labor

Taubenmarkt

Landstraße/Ecke Bethlehemstraße

Landstraße/Ecke Harrachstraße

Hauptplatz/Ecke Domgasse

Alter Markt

Klosterstraße/Altstadt

Herrenstraße

Serenaden

Das musikalische Kaleidoskop der Serenaden, das den sommerlichen Übergang zum Brucknerfest Linz bildet, erklingt im altehrwürdigen Arkadenhof des Linzer Landhauses und bietet sieben facettenreiche Konzertabende unter freiem Himmel. Die Konzerte beginnen jeweils um 20:00 Uhr, bei Schlechtwetter finden sie im Mittleren Saal des Brucknerhauses statt.

»Avanti Avanti« ruft das Quartett rund um Diknu Schneeberger und Christian Bakanic und eröffnet den Reigen mit erfrischendem ›Alpin Swing‹. Die Neuen Wiener Concert Schrammeln hingegen haben für ihre Reise donauaufwärts Melodien direkt vom Heurigen im Gepäck. Liebevoll und zugleich dramatisch präsentieren sich CrossNova mit einem Programm rund um Shakespeares Tragödie Romeo und Julia. Diese Achterbahn der Gefühle muss erst einmal verdaut werden. Mario Berger, ein Wegbegleiter von Wolfgang Ambros und Georg Danzer, liefert hierfür wie bestellt Gitarrenklänge auf verschiedensten Instrumenten. Den Endspurt bestreiten vier junge Bayern namens Maxjoseph und deren charakteristische Neue Volksmusik, das Atalante Quartett, das einen Ausflug in das Tango-Universum Astor Piazzollas wagt, sowie die A-cappella-Truppe LALÁ mit einem umfangreichen Repertoire von Popsongs bis hin zu Jodlern.

Di, 7. Jul 2026, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

Schneeberger & Bakanic Quartett Avanti Avanti

Mit ihrem erfrischenden ›Alpin Swing‹ verzaubert das Schneeberger & Bakanic Quartett in Sekundenschnelle. Im Vordergrund steht das Wechselspiel aus feiner Melodie und Virtuosität. Eine gelungene Mischung aus Gypsy-Swing, Balkan-Jazz und neuer Volksmusik lässt das Publikum turbulent wie auch sanft durch den Abend fliegen und schon nach den ersten Takten wird klar: Dieses Quartett versteht es wie kaum ein anderes, gleichzeitig Herz und Ohr zu verzaubern.

Di, 14. Jul 2026, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz Neue Wiener Concert Schrammeln Best of

Die Neuen Wiener Concert Schrammeln spielen Schrammelmusik in ihrer ureigensten Form, jedoch im Gewand unserer Zeit. Unzählige alte ›Weana Tanz‹ und Märsche sind Inspiration für Neues. Es ist der Klang von Wien, entstanden in Wiener Heurigenlokalen, geschätzt von den berühmtesten Musiker:innen und heute aufgeführt in den Konzertsälen der Welt. Mit dem Programm Best of entführt das Ensemble auf Violinen, Schrammelharmonika und Kontragitarre in einen schwungvollen Abend.

Serenaden

Schneeberger & Bakanic Quartett

Di, 4. Aug 2026, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

Di, 21. Jul 2026, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

CrossNova

Romeo & Julia

William Shakespeares Romeo und Julia ist eines der bekanntesten Werke der Weltliteratur. In eigenen instrumentalen Bearbeitungen – einer kammermusikalischen Fassung von Tschaikowskis Symphonischer Dichtung Romeo und Julia, einer Suite aus Prokofjews gleichnamiger Ballettmusik und einer Suite aus Bernsteins Musical West Side Story – stellt CrossNova drei Meisterwerke der Musikgeschichte einander gegenüber und bringt so die zeitlos aktuelle Geschichte auf die Bühne.

Di, 28. Jul 2026, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

Mario Berger Guitarras Mágicas

Er ist ein genialer Gitarrenvirtuose mit einem Faible für verschiedene Stile, Jahrhunderte und Regionen. Nicht weniger als fünf Instrumente hat der Gitarrenpoet für sein neues Soloprogramm im Gepäck: Klassische Gitarre, Dobro, Ukulele, Fender Stratocaster, Jazz-Archtop –und nicht zuletzt seine Stimme. Mühelos eint Mario Berger Renaissance, Barock, Salsa, Blues, Flamenco, hawaiianische Grooves und den Sound von Santana bis hin zu den rauen Rock-Riffs eines Jimi Hendrix.

Die vier Musiker des Ensembles Maxjoseph aus Bayern setzen sich in einer Art und Weise mit Volksmusik auseinander, die Klischees aufbricht und neue, außergewöhnliche Ideen entstehen lässt: Musik für Gitarre, Steirische Harmonika, Violine & Tuba, selbst komponiert, leichtfüßig und charmant. In ihren Improvisationen schimmert Jazz, in ihrem Zusammenspiel die klassische Schulung durch und immer wieder hörbar ist der weite Horizont von vier Weltbürgern, die gleichzeitig ganz natürlich in ihrer Heimat verwurzelt sind.

Di, 11. Aug 2026, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

Atalante Quartett & Andrej Serkov

Five Tango Sensations

Das Atalante Quartett und der ukrainische Bandoneon-Spieler Andrej Serkov unternehmen einen Ausflug in das Tango-Universum Astor Piazzollas. Es erklingen Originalwerke des argentinischen Meisters sowie eigens für diese Besetzung arrangierte Stücke rund um das Bandoneon, das Piazzollas Lieblingsinstrument war. Ein Tangoerlebnis, zwar ohne Tanz, doch im Sinne des Komponisten: »Für mich war der Tango immer mehr für das Ohr als für die Füße.«

Di, 18. Aug 2026, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

Call It Human

Das Vokalquartett LALÁ besticht durch seinen einzigartig homogenen Klang und versetzt das Publikum mit seinem umfangreichen Repertoire von Popsongs bis hin zu Jodlern in Staunen und Rührung. Das Ensemble hat sich der hohen Kunst des A-cappella-Gesangs verschrieben und verwandelt die ursprünglichste Ausdrucksform des Menschen in ein Hörerlebnis mit Ecken und Kanten, zum Klangbaden und Ohrenspitzen, zum Nachdenken und Schmunzeln zugleich.

Die Übermalungen von Bruckner-Porträts in diesem Heft begleiten uns in der Saison 26–27 und stammen von Künstler:innen des Instituts ›Schön für besondere Menschen‹ unter der Projektleitung von Manfred Schöller: Rainer B., Alexander Kucharczyk, Christian Klein, Josef Linsbod, Kurt Griebl, Yunus Muhçu, Anna Spissack, Ayse Keskin, Andrea Feyrer, Andreas Koller, Michael Kalterschneh

XXX Rainer Bertalan ist Künstler des Instituts ›Schön für besondere Menschen‹, Teil des Projektes xxxxxxxxxxxxxx xxxxx xxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx unter der Projektleitung von Manfred Schöller.

im Brucknerhaus Linz musikalische Höhenflüge, langersehnte Debüts und ein erweitertes Vermittlungs- und Rahmenprogramm.

von Paula Schlüter

»Ein Haus ist ein Haus«, bringen es Norbert Trawöger und Kai Liczewski im Vorwort der Saisonbroschüre 26–27 auf den Punkt. Was sie damit meinen? Ohne die vielen Menschen, die das Brucknerhaus hinter, vor und auf der Bühne lebendig machen, die sich hier begegnen, unterhalten, streiten, entsteht keine Resonanz, bleibt der Raum leer. Die Öffnung hin zur Stadt für möglichst viele verschiedene Besucher:innen von jung bis alt ist selbst erklärtes Ziel des Brucknerhauses Linz. In der Saison 26–27 werden deshalb beliebte Vermittlungsformate wie die kostenlosen Kurzkonzerte des Musikalischen Jahreskalenders, Haus- und Orgelführungen (die auch in Gebärdensprache angeboten werden) oder die Einführungsvorträge vor ausgewählten Konzerten nicht nur fortgesetzt, sondern noch weiter ausgebaut: So ermöglicht eine in Kooperation mit dem Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel eingerichtete Kinderbetreuung bei den Sonntagsmatineen jungen Eltern den Konzertbesuch, während ihre Kinder im Kleinen Saal einen musikalisch-kreativen Sonntagvormittag mit Basteln, gemeinsamem Musizieren, Spiel und Spaß erleben. Konzerte der Reihe Große Orchester werden in Zukunft durch das sogenannte Linzer Klangmenü eingerahmt: In Kooperation mit dem Oö. Landesmusikschulwerk eröffnen musikalische Nachwuchstalente den Konzertabend vor der Einführung mit einem musikalischen Impuls. Nach dem Konzert wird zum Nachklang ins Foyer eingeladen, wo die Höreindrücke

Saison Begeg

bei Gesprächen nachwirken können. Bei den Liederabenden der Saison 26–27 finden außerdem Künstler:innengespräche statt, bei denen mit den Musiker:innen des Abends auf Tuchfühlung gegangen werden kann. Weitere Diskurs- und Salonformate, bei denen die Begegnung im Zentrum steht, sind in Planung.

In den über 150 Eigenveranstaltungen, die das Brucknerhaus auch in der kommenden Saison realisiert, begegnen sich in einem Programm für alle Altersgruppen regionale und internationale Exzellenz, Unterhaltsames und Herausforderndes, Streitbares und Begeisterndes, Momente des Staunens und der Überwältigung. Zu den symphonischen Höhepunkten zählen dabei unter anderem das Amsterdamer Concertgebouw-Orchester mit seinem jungen Chefdirigenten Klaus Mäkelä, das seit 25 Jahren zum ersten Mal wieder im Brucknerhaus zu Gast ist. Oder die erste (und letzte) Sonntagsmatinee, die Markus Poschner als Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz dirigieren wird. Liebhaber:innen der Barockmusik kommen wiederum bei der MatthäusPassion mit Stefan Gottfried, dem Concentus Musicus Wien und dem Wiener Singverein voll auf ihre Kosten: Ein Solist:innen-Ensemble mit Gesangsgrößen wie Florian Boesch, Gerald Finley, Sabine Devieilhe und Werner Güra verspricht ein einmaliges Konzerterlebnis. Aber auch den Liederabend von Bariton Christian Gerhaher sollte man nicht verpassen.

Das Programm und alle Infos zur Saison 26–27 finden Sie auf unserer Website

der nungen

Oder darf es mal etwas ganz anderes sein? Dann ist das Chorkonzert Alpen & Glühen mit dem Chor Ad Libitum und Trompeter Thomas Gansch genau das Richtige: Volksmusikalische Traditionen treffen hier auf Jazz, filigranes Musizieren auf Improvisationen, ein Boarischer mit viel humoristischem Groove auf einen ins Österreichische übersetzten indischen Raga. Aber auch in kleineren Formationen verspricht die Saison 26–27 faszinierende künstlerische Begegnungen und musikalische Sternstunden: Bariton Georg Nigl tut sich mit Burgschauspieler Nicholas Ofczarek und dem Pianisten Markus Hinterhäuser zusammen, um einen bewegenden Karl Kraus-Abend auf die Bühne des Großen Saals zu bringen. Die Starinterpret:innen Isabelle Faust, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras spielen solistisch und im Trio und Jazzlegende Brad Mehldau lädt gemeinsam mit dem Pianisten Kirill Gerstein zu einem Dialog zwischen Improvisation und Interpretation, Jazz und Klassik ein.

Auf ein Debüt in der Saison 26–27 darf man sich ganz besonders freuen: Der russische Tastengigant Grigory Sokolov spielte zum letzten Mal 1973 ein Konzert in Linz – ein Jahr, bevor das Brucknerhaus 1974 eröffnet wurde. Mehr als 50 Jahre später wird er nun endlich den Großen Saal mit seiner Interpretationskunst beehren –ein künstlerischer Höhepunkt in der Geschichte des Hauses. Zu den faszinierenden Künstler:innenpersön-

lichkeiten, die 26–27 zum ersten Mal im Brucknerhaus zu erleben sind, gehört außerdem das britische Orgelphänomen Anna Lapwood, die in den sozialen Medien ein Millionenpublikum für ihr Instrument begeistert. Ganz dem Debüt verschrieben hat sich die Reihe Stars von morgen, in der fünf Nachwuchskünstler:innen und -ensembles mit vielfältigen Programmen ihr Können unter Beweis stellen – darunter zum Beispiel der brasilianische Geiger Guido Sant’Anna oder das tschechische Alinde Quintet, das 2024 den ARD Musikwettbewerb gewonnen hat.

Erweitert hat sich auch das Programm des Jungen Brucknerhauses: Das Konzertformat Brucknerhäuschen führt Kinder zwischen 1 und 3 Jahren spielerisch an das Wunder der Musik heran. Aber auch die bekannten Reihen haben einiges zu bieten: In der beliebten mini.music für Kinder ab drei Jahren geht Antonella auf Tauchgang, um die Klang- und Geräuschwelten des Wassers zu erkunden. Das Programm der midi.music ist für Musikfreund:innen ab sechs Jahren zu empfehlen: Nicht nur kann man das Bruckner Orchester Linz mit Markus Poschner aus nächster Nähe erleben, auch die Jazzversion von Peter und der Wolf verspricht Musikgenuss und Unterhaltung für Jung und Alt.

Rund ums Konzert

Künstler: innengespräche bei Liederabenden

Für spannende und unterhaltsame Einblicke hinter die Kulissen finden im Foyer Mittlerer Saal 45 Minuten vor den Konzerten der Reihe Liederabende bei freiem Eintritt Künstler:innengespräche statt.

Für alle, die noch tiefer eintauchen möchten, bietet das Brucknerhaus ab der Saison 26–27 ein ausgefeiltes Rahmenprogramm an: mit Kinderbetreuung, musikalischen Einstimmungen und Nachklängen, bereichernden Begegnungen und spannenden Geschichten rund ums Konzert.

Linzer Klangmenü

Ab der nächsten Saison beginnen die Einführungen vor Konzerten der Reihe Große Orchester erstmals mit kurzen musikalischen Einstimmungen. Auf der Bühne des Mittleren Saales stehen dabei Schüler:innen der Musikschule der Stadt Linz, die sich programmatisch mit dem anschließenden Orchesterkonzert auseinandersetzen. Nach dem Konzert erklingt im Foyer Großer Saal ein musikalischer Kommentar, der zum Verweilen und Nachhorchen einlädt. Alle Infos zum erweiterten

Rahmenprogramm finden Sie auf unserer Website

Konzerteinführungen

Bei allen Konzerten der Reihen Große Orchester, Sonntagsmatineen und Kammermusik sowie bei ausgewählten Konzerten anderer Reihen finden 45 Minuten vor Konzertbeginn kostenlose Einführungen statt, die zusätzliche Informationen zu den Interpret:innen, den aufgeführten Werken und der Dramaturgie des Programms vermitteln.

Kinderbetreuung bei matineenSonntags-

Mit den Kindern ins Konzert? Bei den Sonntagsmatineen ab der Saison 26–27 kein Problem! Während die Eltern das Konzert genießen, öffnet das Brucknerhaus in Kooperation mit dem Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel den Kleinen Saal für Kinder von 3 bis 10 Jahren. Geschichten, Spiele, Bastelangebote und gemeinsames Musizieren versprechen ein abwechslungsreiches Programm und einen klingendkreativen Sonntag für die ganze Familie.

Jeweils ab 10:00 Uhr (eine Stunde vor den Konzerten) bis 15 Minuten nach Konzertende.

Die Kinderbetreuung ist kostenlos mit einem Ticket oder Abo für die Sonntagsmatineen. Anmeldung erforderlich.

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Mit freundlicher Unterstützung der

Tanz dein Leben!

Beim letzten midi.music-Konzert der Saison 25-26 erleben wir die jungen Tänzer:innen der OÖ Tanzakademie mit einem Ensemble im Großen Saal. Das Junge Brucknerhaus Linz hat mit Ilja van den Bosch, der künstlerischen Leiterin der OÖ Tanzakademie, über Das Leben ist ein Tanz! gesprochen.

von Anna Dürrschmid & Malina Meier

Junges Brucknerhaus Linz: Liebe Ilja, du bist ja regelmäßig mit deinen Tänzer:innen im Brucknerhaus zu Gast – was ist das Besondere daran, in einem Konzerthaus aufzutreten?

Ilja van den Bosch: Die Musik, der Klang und die besondere Nähe zu den Musiker:innen. Es ist ein bisschen so, als ob wir gemeinsam tanzen und musizieren. Das schafft eine ganz besondere Atmosphäre.

JBL: Beim Konzert Das Leben ist ein Tanz! werden unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadé Mozart oder auch Alfred Schnittke gespielt. Wie erarbeiten du und dein Team die Choreografien?

IB: Am Anfang steht immer die Frage: Was wollen wir mit diesem Musikstück erzählen? Manchmal entsteht die Inspiration direkt aus der Musik, manchmal aus einer Idee oder einem Bild. Danach schauen wir, welche Tänzer:innen dafür eingesetzt werden und beginnen mit den Proben. Oft verändert sich dabei vieles: Was ursprünglich geplant war, ist nicht unbedingt das, was am Ende auf der Bühne zu sehen ist. Denn im Probenprozess wird jede Bewegung und Idee weiterentwickelt, bis Musik und Tanz wirklich zusammenfinden.

JBL: Teilweise sind es musikalisch anspruchsvolle Stücke – wie schaffst du es, deine Tänzer:innen für die Musikstücke zu begeistern?

IB: Man muss sich etwas einfallen lassen – Kreativität entsteht nicht immer von allein. Gerade etwas anspruchsvollere Musik fordert uns heraus, neue Wege zu finden, sie tänzerisch erlebbar zu machen. Außerdem: Menschen im Publikum haben sie noch nicht so oft gehört und somit noch keine Erinnerungen oder Ohrwürmer. Das bedeutet, dass sie sich mehr auf das, was auf der Bühne geschieht, einlassen können. So sind wir sozusagen die Vermittler:innen auf der Bühne. Bei Das Leben ist ein Tanz! gibt es zum Beispiel die Sätze Der Mantel oder Die Beamten aus der Gogol-Suite von Alfred Schnittke. Sie erzählen ursprünglich von einem unscheinbaren Mann, dessen grauer Alltag durch einen besonderen Mantel plötzlich Hoffnung und Farbe bekommt. In unserer Interpretation wird der Mantel zu einem realistischen Zaubermantel, der zudem die gestressten, eintönigen Menschen um ihn herum mit Fröhlichkeit ansteckt. Ich lasse mich also von der ursprünglichen Intention des Komponisten inspirieren und gebe der Geschichte einen modernen, kindgerechten Twist.

JBL: Eine Besonderheit wird sein, dass auch die Tänzer:innen bei der Erstellung des Konzepts einbezogen werden – es geht wirklich auch um die Tänzer:innen selbst, ihre Hobbys, ihre Wünsche ... Kannst du schon verraten, wie dies im Rahmen des Konzertes Platz finden wird?

IB: Mir ist es wichtig, dass die jungen Tänzer:innen verstehen, was sie tanzen und sich in die Inhalte einleben können. Was sie beschäftigt, ist daher eine große Inspirationsquelle. Sie in den kreativen Prozess einzubinden, ist für beide Seiten wichtig und spannend. Diese Generation hat teilweise andere Sorgen und Themen, als ich sie früher hatte. Die Welt ändert sich manchmal so schnell. Gleichzeitig gibt es vieles, das sich über Generationen hinweg nicht verändert. Nur wenn die Tänzer:innen auf der Bühne verstehen und authentisch vermitteln können, was sie tanzen – auch wenn es manchmal abstrakt ist –, kann es auch unser Publikum verstehen.

midi. music 6+

So, 7. Jun 2026, 11:00 & 15:30

Großer Saal

Das Leben ist ein Tanz!

... ic h die

Gefühle und Emotionen, die ich dabei spüre, nirgendwo anders finde.

Selina

OÖ Tanzakademie

Ilja van den Bosch, Daniel Morales Pérez | Choreografie & Konzept

Sorin Stefan | Violine

Yevgenij Kobyakov | Akkordeon

Nico Gerstmayr | Schlagwerk

Marc Reibel | Klavier & Leitung

Anna Dürrschmid, Malina Meier | Konzept & Regie

Eine Produktion des Brucknerhauses Linz

Junges haus Bruckner Linz

... es e iner der

wenigen Momente ist, in denen es in mir ganz still wird. Sonst ist in meinem Kopf eigentlich immer etwas los.

Luisa

Ich tanze,

weil

... mei n Kör per

manchmal schneller versteht als mein Kopf. In der Bewegung wird aus Chaos Sinn. Philomena

... ich da

nicht funktionieren muss. Ich kann dabei meinen Kopf ausschalten und neue Seiten an mir entdecken! Johanna

... es m ir

Raum schenkt und die Sorgen der Welt für einen Moment verschwinden.

Emilia

In der OÖ Tanzakademie werden Kinder ab 7 Jahren unterrichtet. Dabei liegt der Fokus auf klassischem Ballett und Modern Dance sowie Flamenco, Jazztanz, Stepptanz und Improvisation. Weitere Angebote sind Mentaltraining, Akrobatik und Gesang.

Spiel. Raum 6+

Herzlich willkommen im Grand Hotel Federspiel – wir wünschen einen schönen Aufenthalt. Es tummeln sich dort die ungewöhnlichsten Gäste und Angestellten. Im Mittelpunkt stehen schillernde Figuren: ein stolzer Hoteldirektor in vierter Generation und leidenschaftlicher Musikliebhaber, ein geheimnisvoller Koch, bei dem immer wieder Instrumente verschwinden, sowie ein schüchterner Diener, der noch gar nicht ahnt, welch großartiger Trompeter in ihm steckt. Dazu gesellen sich vier Musiker, die auf ihrer Konzertreise einen Zwischenstopp im Grand Hotel Federspiel einlegen: ein schnöseliger Trompeter, ein strenger und ordnungsliebender Klarinettist, ein lässiger Posaunist mit Rockstar-Träumen und ein alter Tubist, der die Kunst über alles liebt. Gemeinsam mit Regisseurin Nelly Danker, Choreografin

Cornelia Voglmayr sowie Bühne und Kostümen von Nina Ball entsteht ein humorvolles Musiktheater voller Bewegung, Fantasie und überraschender Momente ganz ohne Worte – ein Erlebnis für die ganze Familie.

Sa, 13. Jun 2026, 11:00 (Restkarten)

NEU: Zusatzkonzert um 13:00 (!)

Mittlerer Saal

Grand

Federspiel

Hotel Federspiel

Frédéric Alvarado-Dupuy | Klarinette & Gesang

Philip Haas, Christoph Moschberger | Trompete, Flügelhorn & Gesang

Thomas Winalek | Posaune, Basstrompete & Gesang

Christian Amstätter | Tenorposaune, Bassposaune & Gesang

Roland Eitzinger | Tuba & Gesang

Simon Zöchbauer | Trompete, Zither & Gesang

Nina Ball | Kostüme & Ausstattung

Cornelia Voglmayr | Choreografie

Nelly Danker | Regie

Eine Produktion von Wiener Konzerthaus, Philharmonie Luxembourg und Brucknerhaus Linz

Male das Hotel bunt an und füge Fenster und eine Eingangstür hinzu. Ergänze die Hotelmitarbeiter und Gäste (gern auch mit Instrumenten): der stolze Hoteldirektor, der geheimnisvolle Koch, der schüchterne Diener sowie der schnöselige Trompeter, der strenge Klarinettist der lässige Posaunist und der alte Tubist

Kalender Mai 26

Di, 5. Mai 16:00

Antons Kidsclub 6+ LiederGeschichten

Sa, 9. Mai 10:30

Familienführung 0-99

Fokus Orgel

Mo, 19. Mai 11:00

Schulkonzert 10+

Vier Jahreszeiten gestern und heute

Do, 28. Mai 18:00

Get-together für Pädagog:innen Vorstellung des Programms 26–27 für B ildungseinrichtungen ausverkauft

Antonella liebt es, sich zu bewegen – ob Purzelbäume schlagen oder rutschen. Das Duo Annea setzt seine Klänge gern auf die Notenschaukel, wo sie hin und her schwingen, ganz wie das harmonische Zusammenspiel von Klarinette und Saxofon. Auf ins Bewegungsland – lasst uns drehen, springen und tanzen!

Mo–Mi, 22.–24. Jun 2026, 10:00 & 14:30

Großer Saal

Ein Haus voll Musik

ab 5 Jahren

Ensembles aus dem Oö. Landesmusikschulwerk

OÖ Tanzakademie

Mira Gregorič | Violine, Moderation & Konzept

Ida Leidl | Konzept

Ilja van den Bosch | Choreografie

Ein Kooperationsprojekt von Oö. Landesmusikschulwerk, OÖ LandStreichervereinigung, OÖ und Brucknerhaus Linz

Junges haus Bruckner Linz

Sa, 20. Jun 2026, 14:00 & 16:00

So, 21. Jun 2026, 10:30, 14:00 & 16:00

Mittlerer Saal Auf der Melodienschaukel

Juliana Haider | Antonella

Duo Annea

Barbara Maria Neu | Klarinette & Komposition

Andrea Edlbauer | Saxofon & Komposition

Isabella Reder | Bühnenbild & Kostüme

Anna Dürrschmid, Malina Meier | Konzept & Regie

Eine Produktion des Brucknerhauses Linz Jun 26

So, 7. Jun 11:00 & 15:30 midi.music 6+ Das Leben ist ein Tanz!

Fr, 12. Jun 9:00 & 10:30 Volksschulkonzert Grand Hotel Federspiel

Mira begibt sich auf eine Reise mit dem Zug durch Österreich. Von traditioneller Volksmusik bis hin zu modernen Sounds entdeckt sie die gesamte Vielfalt der heimischen Musik, die von vielen jungen Musiker:innen aus den Landesmusikschulen Oberösterreichs und den Tänzer:innen der OÖ Tanzakademie auf die Bühne gebracht wird.

Tipp: Ab Mitte April können Tickets für die Nachmittagsvorstellungen erworben werden. Jetzt schon vormerken und zwischen 22. und 24. Juni Ein Haus voll Musik im Großen Saal des Brucknerhauses erleben!

Sa, 13. Jun 11:00 & 13:00 Spiel.Raum 6+ Grand Hotel Federspiel

Di, 16. Jun 16:00 Antons Kidsclub 6+ Der Farbe auf der Spur

Sa, 20. Jun 10:30 Familienführung 0-99 Fokus Orgel

Sa, 20. Jun 14:00 & 16:00 mini.music 3+ Auf der Melodienschaukel

So, 21. Jun 10:30, 14:00 & 16:00 mini.music 3+ Auf der Melodienschaukel

Mo–Mi, 22.–24. Jun 10:00 & 14:30 Junge Koope-rationen 5+ Ein Haus voll Musik 9-Uhr-Termin ausverkauft

Do, 28. Mai 2026, 19:30

Mittlerer Saal

Was passiert, wenn das Minetti Quartett mit Johannes Brahms’ aufwühlendem 1. Streichquartett auf Songs der Düsseldorf Düsterboys trifft, die mit ihren Alben Nenn mich Musik und Duo Duo und ihrem Stil des ›outernational Folk-Pop‹ zu den derzeit aufregendsten deutschsprachigen Bands zählen? Das Konzert am 28. Mai bringt beide Ensembles für ein völlig neues Mit- und Nebeneinander musikalischer Stile und Genres zusammen. Kongenial zwischen den Stilen spielend, haben die Düsseldorf Düsterboys auf ihrem jüngsten Album ein Stück des englischen Renaissancekomponisten William Cornish aus dem Jahr 1510 mit Samba und Bossa-NovaElementen verschränkt: Das klingt dann weder nach Renaissancemusik noch nach Tropicalismo, sondern schlicht nach etwas ganz Neuem. Für sämtliche Songs gilt: »Die Texte des Duos […] balancieren auf dem feinen Seil zwischen schönem Schnulz und rotzigem Existenzialismus.« (Folker.world). In Kombination mit dem Minetti Quartett ergibt das eine wilde Mischung, die in die Reihe Gemischter Satz passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.

Wilde Mischung mit Geschmack

The Düsseldorf Düsterboys

Sa, 2. Mai 2026, 19:30

Mittlerer Saal

Mit Jean-Guihen Queyras und Alexander Melnikov präsentiert ein absolutes Ausnameduo Werke für Violoncello und Klavier. Ludwig van Beethovens epochemachenden Cellosonaten Nr. 4 und Nr. 5, entstanden 1815, stellt es zwei Werke derselben Gattung aus dem 20. Jahrhundert gegenüber. Hundert Jahre nach Beethoven begann Claude Debussy mit der Arbeit an einem Sonatenzyklus, der von der französischen Musik des Barocks inspiriert war. Die drei Sätze der darin enthaltenen Cellosonate besitzen freie Formen und poetische Titel. Indessen vereint Sergei Rachmaninoffs romantische Sonate für Violoncello und Klavier aus dem Jahr 1901 schwelgende Kantilenen mit klassischen Formprinzipien und so manchem eigenwilligen Twist.

Alexander Melnikov & Jean-Guihen Queyras

Tipps

Di, 5. Mai 2026, 19:30

Mittlerer Saal Britten & (Pad)more

Mi, 17. Jun 2026, 19:30

Mittlerer Saal

Drei verschiedenen Herangehensweisen an die Violinsonate widmet sich zum Abschluss der Reihe Stars von morgen Maria Ioudenitch, begleitet von Roman Borisov am Klavier. Prokofjew komponierte seine Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier, in der er kammermusikalische Intimität mit quasi-symphonischem Ausdruck vereint, während des Zweiten Weltkriegs. Mitten im Ersten Weltkrieg wiederum schuf Debussy eine Violinsonate, mit der er eine emphatische Kampfansage an die deutschromantische Musiktradition realisierte. Ebendieser ist Brahms zuzurechnen, mit dessen Violinsonate Nr. 3 der Kammermusikreigen der Saison kontrastreich ausklingt. Er verarbeitete darin unter anderem musikalische Eindrücke der ungarischen CsárdásKapellen, die im Wiener Prater zum Tanz aufspielten.

Das britische Dream-Team Mark Padmore und Julius Drake bringt ein Programm rund um Benjamin Britten auf die Bühne, dessen Todestag sich heuer zum 50. Mal jährt. Bei ihrem Liederabend am 5. Mai präsentieren die beiden unter anderem Brittens Liedzyklus Winter Words, über den Padmore sagt: »Der Zyklus ist wunderbar abwechslungsreich und von einer großen humanistischen Qualität durchdrungen […] Ich muss sagen, dass dies mein Lieblingszyklus von Britten ist, und zwar wegen seiner schieren Qualität in Verbindung mit seiner Herzensnähe.« Besonders das letzte Lied Before Life and After hat es ihm angetan: »Eine tief empfundene Frage nach der Güte des Menschen und der Möglichkeit, dass wir auf dieser Erde mehr Schaden als Gutes anrichten.« (Classical Source)

Do, 7. Mai 2026, 19:30

Mittlerer Saal »Lebendiger« Frühbarock in Musik und Bild

Der Maler Michelangelo Merisi, besser bekannt als Caravaggio, war ein Meister der Kontraste. Mit seiner plastischen ChiaroscuroTechnik ließ er in seinen Werken Szenen nahezu lebendig erscheinen. Die Theatergruppe Teatri 35 hat es sich zur Aufgabe gemacht, Caravaggios Gemälde auf der Bühne zum Leben zu erwecken. In ihren kunstvoll inszenierten Tableaux vivants inszeniert sie die zeitlose Menschlichkeit, die Caravaggios Gemälde auszeichnet. Kombiniert mit Musik von frühneuzeitlichen Komponisten wie Claudio Monteverdi, Marco da Gagliano oder Heinrich Schütz –dargeboten vom Vokalensemble La Venexiana – entsteht so ein lebendiges Gesamtkunstwerk.

Maria Ioudenitch
Teatri 35
Mark Padmore

Tipps

Mo, 18. Mai 2026, 19:30

Mittlerer Saal

Der Pianist Fergus McCreadie verbindet Jazz mit dem Geist des schottischen Folk und lässt sich bei seiner Musik von den Landschaften seiner Heimat inspirieren. Sein Album Forest Floor (2022) erreichte die Spitze der britischen Jazz & Blues-Charts, brachte ihm eine Nominierung für den Mercury Prize ein und wurde mit dem Scottish Album oft he Year Award ausgezeichnet. Die Kompositionen auf der Nachfolge-CD Stream (2024) haben die fließende Schönheit des Wassers zum Inhalt. Für sein 2025 erschienenes Album The Shieling ließ er sich von der wilden, ursprünglichen Schönheit North Uists auf den schottischen Äußeren Hebriden inspirieren.

Empfehlung! Pre-Concert im Rahmen des Musikalischen Jahreskalenders: Um 18:00 Uhr stimmt das Santiago Ruedas Piano Trio im Foyer auf das Abendkonzert im Mittleren Saal ein.

Do, 2. Jun 2026, 19:30

Großer Saal

Hitchcock-Thriller mit Live-Soundtrack

Mit seinem Stummfilm The Lodger (Der Mieter) hat Alfred Hitchcock Filmgeschichte geschrieben: Der packende Thriller dreht sich um eine Reihe mysteriöser Morde in London – und einen verdächtigen Mieter. Der passende Soundtrack zum Thriller ist ›hausgemacht‹: Sophie-Véronique CaucheferChoplin – Titularorganistin von Saint-Sulpice in Paris und eine Meisterin der Improvisation – zieht für ihre musikalische Begleitung des Stummfilms im wahrsten Sinne des Wortes alle Register!

Empfehlung! Pre-Concert um 18:00 Uhr im Foyer Mittlerer Saal: Im Kurzkonzert Perspektivenwechsel –Musik zu Bildern beschäftigt sich das Improvisationsensemble der Anton Bruckner Privatuniversität unter der Leitung von Karen Schlimp mit der Wechselwirkung von Bild und Klang.

Alle Programminfos im Detail finden Sie auf unserer Website

Filmplakat

2

Sa, 19:30

Mittlerer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal

4

Mo, 18:00 Großer Saal

5

Di, 16:00

Treffpunkt Kassenfoyer

5

Di, 19:30

Mittlerer Saal 18:45 Einführung

Mittlerer Saal

6

Mi, 19:30

Mittlerer Saal

Jean-Guihen Queyras & Alexander Melnikov

Werke von Ludwig van Beethoven, Claude Debussy Sergei Rachmaninoff

Jean-Guihen Queyras | Violoncello Alexander Melnikov | Klavier KAMMERMUSIK

Orgelführung mit Martin Riccabona ZUSATZANGEBOTE

Lieder-Geschichten mit dem Tenor Mark Padmore und dem Pianisten Julius Drake ANTONS KIDSCLUB 6+

Mark Padmore & Julius Drake

Lieder von Clara Schumann, Robert Schumann Rebecca Clarke Benjamin Britten

Mark Padmore | Tenor

Julius Drake | Klavier LIEDERABENDE

Kammerkonzert

Vom Berg an die Donau. Die Bruckneruni im Brucknerhaus Landlust – Les plaisirs de la campagne Werke von Joseph Bodin de Boismortier, Philibert de Lavigne, Jean-Philippe Rameau François Couperin u. a.

Studierende des Instituts für Alte Musik und historische Aufführungspraxis der Anton Bruckner Privatuniversität

KOOPERATION ANTON BRUCKNER PRIVATUNIVERSITÄT

7

Do, 19:30 Großer Saal

7

Do, 19:30

Mittlerer Saal

Röhrig & Symphonieorchester der Anton Bruckner Privatuniversität Vom Berg an die Donau. Die Bruckneruni im Brucknerhaus Über.Land.Partie

Werke von Jean Sibelius, Richard Strauss sowie Uraufführungen von Kompositionsstudierenden zu ausgewählten Kurzfilmen gegenwärtiger junger Filmemacher:innen

Symphonieorchester der Anton Bruckner Privatuniversität

Kai Röhrig | Dirigent

KOOPERATION ANTON BRUCKNER PRIVATUNIVERSITÄT

La Venexiana & Teatri 35 Caravaggio und Monteverdi

Live zur Musik inszenierte Tableaux vivants nach berühmten Gemälden Caravaggios kombiniert mit Werken von Claudio Monteverdi, Marco da Gagliano, Heinrich Schütz Sigismondo d’India

Benedetto Ferrari

La Venexiana

Emanuela Galli, Agnese Allegra | Sopran

Giacomo Schiavo | Tenor

Dario Carpanese | Cembalo

Gabriele Palomba | Theorbe & Leitung

Teatri 35

Antonella Parrella, Gaetano Coccia, Francesco Ottavio De Santis | Schauspiel

CHORKONZERTE

9

Sa, 10:30

Treffpunkt

Service-Center

9

Sa, 19:30

Mittlerer Saal

10

So, 11:00

Großer Saal 10:15

Einführung

Mittlerer Saal

Familienführung – Fokus Orgel mit Martin Riccabona FAMILIENFÜHRUNGEN

The Goessl Brothers & Classic Quartet Vienna

Beatles meet Strings

The Goessl Brothers GASTVERANSTALTUNG

Gaigg, Pashchenko & L’Orfeo Barockorchester

30 Jahre L’Orfeo Barockorchester

Marianna Martines: Ouverture C-Dur

Wolfgang Amadé Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488

Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonia e-Moll H 653 ›Berliner Symphonie Nr. 3‹

Joseph Haydn: Symphonie Nr. 104 D-Dur

Hob. I:104 ›London‹

Olga Pashchenko | Fortepiano L’Orfeo Barockorchester

Michi Gaigg | Dirigentin

Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus SONNTAGSMATINEEN

11

Mo, 14:00 18:00

Großer Saal

12

Di, 19:30

Mittlerer Saal

13

Mi, 10:30 19:00

Mittlerer Saal

13

Mi, 19:00

Großer Saal

#glaubandich

Konzert der Monsterfreunde Monsterfreunde GmbH GASTVERANSTALTUNG

Nikolai Medvedev

Werke von Joseph Haydn, Erwin Schulhoff, Earl Wild Felix Mendelssohn Bartholdy

Nikolai Kapustin

Nikolai Medvedev | Klavier

C. BECHSTEIN KLAVIERABENDE

Ö1 Musiksalon

Virtuosen Ö1 Kommunikation GASTVERANSTALTUNG

AK Classics IV

Werke von Ingo Ingensand, Antonín Dvořák

Bruckner Orchester Linz

Marcus Merkel | Dirigent Arbeiterkammer OÖ GASTVERANSTALTUNG

18 Mo, 18:00 Foyer

Mittlerer Saal

18 Mo, 19:30

Mittlerer Saal

Pre-Concert

Santiago Ruedas Piano Trio Werke von Santiago Ruedas

Santiago Ruedas | Klavier

N.N. | Bass

N.N. | Schlagzeug

MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER

Fergus McCreadie

Fergus McCreadie | Klavier JAZZ

19

Di, 11:00

Mittlerer Saal

19

Di, 19:30

Mittlerer Saal

Vier Jahreszeiten gestern und heute

Auszüge aus Antonio Vivaldis

Le quattro stagioni und Astor Piazzollas

Cuatro Estaciones Porteñas

Solist:innen und Streicher:innen des Oberösterreichischen Jugendsinfonieorchesters und des Musikgymnasiums Linz

Raphael Kasprian Michael Wruss | Leitung SCHULKONZERTE 10+

Vier Jahreszeiten gestern und heute

Antonio Vivaldi: Le quattro stagioni op. 8, Nr. 1–4

Astor Piazzolla: Cuatro Estaciones Porteñas

Solist:innen und Streicher:innen des Oberösterreichischen Jugendsinfonieorchesters und des Musikgymnasiums Linz

Raphael Kasprian Michael Wruss | Leitung KOOPERATION MUSIKGYMNASIUM LINZ

21–22

Do–Fr, ganztägig

Ganzes Haus

23

Sa, 19:00 Großer Saal

26

Di, 17:00 20:00

Großer Saal

27

Mi, 19:30 Großer Saal

28

Do, 18:00 Kleiner Saal

42. ÖDG Frühjahrstagung

Alles im Fluss

Medizinische Ausstellungs- und Werbegesellschaft Maria Rodler & Co Gesellschaft m.b.H. GASTVERANSTALTUNG

Lobgesang –Felix Mendelssohn Bartholdy Festkonzert 80 Jahre Brucknerchor Linz Brucknerchor Linz GASTVERANSTALTUNG

Pink Floyd’s The Wall & Dark Side of the Moon

Star Entertainment GmbH GASTVERANSTALTUNG

Stars of Blues & Boogie Woogie Benefizkonzert Verein SATAO gemeinsam mit Lions Club Wels GASTVERANSTALTUNG

Get-together für Pädagog:innen Vorstellung des Saisonprogramms 26–27 für Bildungseinrichtungen Ein Kooperationsprojekt von Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel und Junges Brucknerhaus Linz Anmeldung unter education@liva.linz.at ZUSATZANGEBOTE

28

Do, 19:30 Mittlerer Saal

Minetti Quartett trifft The Düsseldorf Düsterboys

Minetti Quartett

Maria Ehmer Anna Knopp | Violine

Milan Milojicic | Viola

Leonhard Roczek | Violoncello

The Düsseldorf Düsterboys

Peter Rubel Pedro Goncalves Crescenti | Gesang & Gitarre

GEMISCHTER SATZ

29

Fr, 19:30

Großer Saal

18:45

Einführung

Mittlerer Saal

30

Sa, 19:30 Mittlerer Saal

31

So, 18:00

Großer Saal

Jun

26

2

Di, 18:00

Foyer

Mittlerer Saal

Mallwitz, Ott & Konzerthausorchester Berlin

Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5

Alice Sara Ott | Klavier Konzerthausorchester Berlin

Joana Mallwitz | Dirigentin

Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus GROSSE ORCHESTER

Kunst- und Kulturabend

Zentrum für zeitgemäße Initiativen – ZZI GASTVERANSTALTUNG

Mnozil Brass Strau$$ – Ein Tänzchen zwischen den Stühlen aufgeigen.at GASTVERANSTALTUNG

2

Di, 19:30

Großer Saal

3

Mi, 18:30

Mittlerer Saal

7

So, 11:00 15:30

Großer Saal

Pre-Concert Perspektivenwechsel –Musik zu Bildern Improvisationsensemble der Anton Bruckner Privatuniversität

Karen Schlimp | Leitung MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER

Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin

Hitchcocks The Lodger

Alfred Hitchcock: The Lodger – A Story of the London Fog (Der Mieter) // UK 1927 Stummfilm mit live auf der Orgel improvisierter Filmmusik

Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin | Orgel ORGELRECITALS

OÖN Wirtschaftsakademie Islands of Excellence mit Manfred Hückel OÖNachrichten GASTVERANSTALTUNG

Das Leben ist ein Tanz!

Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadé Mozart Vittorio Monti

Alfred Schnittke u. a. OÖ Tanzakademie

Ilja van den Bosch, Daniel Morales Pérez | Choreografie & Konzept, Sorin Stefan | Violine, Yevgenij Kobyakov | Akkordeon Nico Gerstmayr | Schlagwerk, Marc Reibel | Klavier & Leitung, Anna Dürrschmid, Malina Meier | Konzept & Regie

Eine Produktion des Brucknerhauses Linz MIDI.MUSIC 6+

11

Do, 19:00

Großer Saal

Pegasus Gala OÖNachrichten GASTVERANSTALTUNG

12 Fr, 9:00 10:30

Mittlerer Saal

13

Sa, 11:00 13:00

Mittlerer Saal

Grand Hotel Federspiel Federspiel

Nina Ball | Kostüme & Ausstattung

Cornelia Voglmayr | Choreografie

Nelly Danker | Regie

Eine Produktion von Wiener Konzerthaus, Philharmonie Luxembourg und Brucknerhaus Linz VOLKSSCHULKONZERTE

Grand Hotel Federspiel

Federspiel

Nina Ball | Kostüme & Ausstattung

Cornelia Voglmayr | Choreografie

Nelly Danker | Regie

Eine Produktion von Wiener Konzerthaus, Philharmonie Luxembourg und Brucknerhaus Linz SPIEL.RAUM 6+

15

Mo, 18:00 Großer Saal

16

Di, 16:00

Treffpunkt Anton Bruckner Privatuniversität Linz

16

Di, 20:00 Großer Saal

17

Mi, 19:30

Mittlerer Saal

18

Do, 12:30 Großer Saal

Orgelführung mit Martin Riccabona ZUSATZANGEBOTE

Der Farbe auf der Spur mit Studierenden und Lehrenden des Studiengangs Elementare Musikpädagogik der Anton Bruckner Privatuniversität Linz ANTONS KIDSCLUB 6+

The Ten Tenors Time of Your Life Tour 2026 Barracuda Music GmbH GASTVERANSTALTUNG

Maria Ioudenitch & Roman Borisov Werke von Lili Boulanger

Sergei Prokofjew Claude Debussy Johannes Brahms

Maria Ioudenitch | Violine

Roman Borisov | Klavier STARS VON MORGEN

Beethovens Erste

Auszüge aus Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 Bruckner Orchester Linz Markus Poschner | Dirigent KOST-PROBEN

18

Do, 19:30 Mittlerer Saal

19

Fr, 19:30 Großer Saal 18:45

Einführung

Die Rote Couch Großer Saal

Samba trifft Alpenland Austro Brazil Connection Härtel Quintett MUSIK DER VÖLKER

Beethoven-Zyklus IV #Fünf: Neunte!

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 9

Bruckner Orchester Linz

Markus Poschner | Dirigent Kooperation OÖ Theater und Orchester GmbH und Brucknerhaus Linz

BRUCKNER ORCHESTER LINZ

20

Sa, 10:30

Treffpunkt Service-Center

Familienführung – Fokus Orgel mit der Organistin Caroline Atschreiter FAMILIENFÜHRUNGEN

20

Sa, 14:00 16:00

Mittlerer Saal

21

So, 10:30 14:00, 16:00

Mittlerer Saal

22–24

Mo–Mi 10:30 14:30

Großer Saal

Auf der Melodienschaukel

Juliana Haider | Antonella

Duo Annea

Barbara Maria Neu | Klarinette & Komposition

Andrea Edlbauer | Saxofon & Komposition

Isabella Reder | Bühnenbild & Kostüme

Anna Dürrschmid,

Malina Meier | Konzept & Regie

Eine Produktion des Brucknerhauses Linz

MINI.MUSIC 3+

Auf der Melodienschaukel

Details siehe 20. Jun

MINI.MUSIC 3+

Ein Haus voll Musik

Ein Klangabenteuer durch Österreich ab 5 Jahren

Ensembles aus dem Oö. Landesmusikschulwerk

OÖ Tanzakademie

Mira Gregorič | Violine, Moderation & Konzept, Ida Leidl | Konzept

Ilja van den Bosch | Choreografie

Ein Kooperationsprojekt von Oö. Landesmusik- schulwerk, Oö. Streichervereinigung, Land OÖ und Brucknerhaus Linz

KOOPERATION OÖ LANDESMUSIKSCHULWERK

JUNGE KOOPERATIONEN

27

Sa, 11:00–18:00

Linzer Innenstadt

29–30

Mo–Di ganztägig

Ganzes Haus

Jul 26

1–2

Mi–Do ganztägig

Ganzes Haus

3

Fr, 20:00

Großer Saal

7

Di, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

Wortspiel

Festival der Musik

Eine Kooperation von Linzer City Ring und Brucknerhaus Linz GASTVERANSTALTUNG

Bundesjugendsingen

Verein 4YOUgend

GASTVERANSTALTUNG

14

Di, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

Bundesjugendsingen

Verein 4YOUgend GASTVERANSTALTUNG

Lisa Eckhart – Ich war mal wer

In Kooperation mit dem Posthof Linz POSTHOF IM BRUCKNERHAUS

Schneeberger & Bakanic Quartett

Avanti Avanti

Schneeberger & Bakanic Quartett

Diknu Schneeberger

Julian Wohlmuth | Gitarre

Christian Bakanic | Akkordeon

Martin Heinzle | Kontrabass SERENADEN

Neue Wiener Concert Schrammeln

Best of Neue Wiener Concert Schrammeln

Peter Uhler | Violine

Johannes Fleischmann | Violine

Helmut Thomas Stippich | Schrammelharmonika

Peter Havlicek | Kontragitarre SERENADEN

21

Di, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

28

Di, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

Aug 26

4

Di, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

CrossNova

Romeo & Julia

CrossNova

Sabine Nova | Violine

Hubert Kerschbaumer | Klarinette

Leonard Eröd | Fagott

Rainer Nova | Klavier SERENADEN

Mario Berger Guitarras Mágicas

Mario Berger | Klassische Gitarre, Dobro, Ukulele, Fender Stratocaster, Jazz-Archtop & Gesang

SERENADEN

11

Di, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

Maxjoseph NAU

Maxjoseph

Georg Unterholzner | Gitarre

Andreas Winkler | Steirische Harmonika

Nathanael Turban | Violine

Florian Mayrhofer | Tuba SERENADEN

Atalante Quartett & Andrej Serkov

Five Tango Sensations

Atalante Quartett

Julia Kürner | Violine

Elisabeth Eber | Violine

Thomas Koslowsky | Viola

Lisa Kürner | Violoncello

Andrej Serkov | Bandoneon

SERENADEN

18

Di, 20:00

Arkadenhof Landhaus Linz

LALÁ

Call It Human LALÁ

Marianne Gappmaier | Sopran

Julia Kaineder | Alt

Peter Chalupar | Tenor

Mathias Kaineder | Bass SERENADEN

Alle Programminfos im Detail finden Sie auf unserer Website

Allgemeine Hinweise

Tickets für alle Veranstaltungen der Häuser der LIVA sind sowohl im Brucknerhaus Linz, im Posthof – Zeitkultur am Hafen sowie im Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel erhältlich.

Die folgenden Hinweise zu Vorbestellungen und Ermäßigungen gelten nicht für Gast- und Kooperationsveranstaltungen. Bei diesen Veranstaltungen gelten die Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Diese entnehmen Sie bitte der Veranstalterwebsite.

Kartenvorverkauf

Brucknerhaus Service-Center

Untere Donaulände 7, 4010 Linz Tel. +43 (0) 732 77 52 30 kassa@liva.linz.at, brucknerhaus.at Öffnungszeiten:

September–Juni: Mo–Fr: 11:00–18:00 Uhr

Juli–August: Mo–Do: 10:00–13:00 Uhr

Die Tages- beziehungsweise Abendkassa öffnet jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn am jeweiligen Veranstaltungsort.

Kartenbestellungen sind rund um die Uhr unter brucknerhaus.at möglich. Wählen Sie Ihre Plätze direkt im digitalen Saalplan aus und sparen Sie Zeit und Versandkosten mittels print@home. Ab Bestelldatum können Karten eine Woche lang reserviert beziehungsweise gegen Banküberweisung oder Kreditkartenzahlung zugesandt werden.

Bei Bezahlung mittels Banküberweisung erhalten Sie eine Rechnung inklusive Zahlschein. Wir ersuchen bei Rechnungserhalt um Zahlung ohne Abzug binnen 14 Tagen, andernfalls wird die Reservierung storniert. Die Karten werden, sofern zeitlich möglich, nach Zahlungseingang zugesandt. Ansonsten werden sie an der Tagesbeziehungsweise Abendkassa hinterlegt.

Weitere Vorverkaufsstellen

Posthof: Posthofstraße 43

Tel. +43 (0) 732 78 18 00

Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel: Langgasse 13

Tel. +43 (0) 732 60 04 44

Thalia: Landstraße 41

Tel. +43 (0) 732 7615 65 102 oeticket: Tel. +43 (0) 19 60 96 oeticket.com

Reservierte Karten können innerhalb einer Woche abgeholt werden. Nach Ablauf der Frist werden die Karten storniert.

Gelöste Karten

sind von Umtausch, Rückgabe oder Gutschrift ausgeschlossen, insbesondere wenn die Veranstaltung bereits stattgefunden hat. Ein Ersatz für nicht oder nur teilweise in Anspruch genommene oder verlorene Karten kann nicht geleistet werden. Ein Rücktritt vom Vertragsverhältnis ist nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben möglich. Bitte beachten Sie, dass Zuspätkommende nur in den Pausen eingelassen werden können.

Zahlungsmöglichkeiten

Wir akzeptieren folgende Zahlungsmöglichkeiten: Barzahlung, Kreditkarte (Visa, Mastercard, Diners Club), Bankomatkarte sowie LIVA- und Linzer City-Gutscheine (nur für LIVA-Eigenveranstaltungen). Bei Onlinekäufen können Sie mit Kreditkarte oder PayPal bezahlen.

Ermäßigte Karten

Alle Ermäßigungen finden Sie unter brucknerhaus.at (Service/Rund ums Ticket)

Kultur-Shuttlebus

Mit Ihrer Eintrittskarte können Sie bei den Konzertreihen Große Orchester und Sonntagsmatineen kostenlos den Kultur-Shuttlebus vom Taubenmarkt zum Brucknerhaus nutzen.

Abfahrt: 30 Minuten vor Konzertbeginn vom Taubenmarkt Rückfahrt: ca. 15 Minuten nach Konzertende vom Brucknerhaus, Einstiegsstelle vor dem Haupteingang

Parkmöglichkeiten

In der näheren Umgebung finden sich drei Parkhäuser (Arcotel Nike, Lentos Kunstmuseum & Parkbad) sowie kostenfreie Parkplätze in der Umgebung.

Ton-, Film- & Fotoaufnahmen sind nur mit schriftlicher Erlaubnis des Brucknerhauses gestattet.

Termin-, Programm-, Besetzungsänderungen sowie Druck- und Satzfehler vorbehalten.

Alle Infos rund ums Ticket finden Sie auf unserer Website.

Wir danken unseren Sponsor:innen und Medienpartner:innen

Musik & Reisen

OpernReise Leipzig - Berlin

15. - 20.5.2026 Bus ab Linz/Wels, ****Hotels/NF, 1 Abend- u. 1 Mittagessen, Schifffahrt auf der Spree, Eintritte, RL

€ 1.380,–

„La Traviata“ Oper Leipzig ab € 90,–„Aida“ Staatsoper - mit Y. Eyvazov, René Pape, ... ab € 115,–

Hamburg mit Elbphilharmonie

+ „Luisa Miller“ Staatsoper Hamburg + „Philharmonisches Konzert“ Elbphilharmonie Mit Jean-Christophe Spinosi„ZeitSpiel BEETHOVEN/TERRANOVA“ Philharmonisches Staatsorchester

28.5. - 1.6.2026 AIRail ab Linz, Flug ab Wien, Transfers, Ausflug Lübeck, zentrales ****Hotel/NF, Alster- und Hafenrundfahrt, Eintritte u. Eintrittskarten, RL € 1.800,–

Berlin mit Potsdam

+ Neues Museum mit Nofretete-Büste

28. - 31.5.2026 Flug ab Wien, Transfers, zentrales ****Hotel/NF, Schifffahrt, Eintritte, RL € 1.060,–

„Die schweigsame Frau“ Staatsoper Unter den LindenML: Christian Thielemann ab € 92,–

Bregenzer Festspiele

+ Blumeninsel Mainau u. Bühnenführung Seebühne

19. - 22.8.2026 Bus ab Linz/Wels, ****Hotels/HP, Bühnenführung, Eintritte, RL € 1.040,–„La Traviata“ Seebühne ab € 91,–

Parma - Festival Verdi

+ Alzira · Teatro Regio di Parma, Premiere

+ Aida · Teatro Giuseppe Verdi di Busseto, Premiere

30.9. - 3.10.2026 Bus ab Linz/Wels, ****Hotels/NF,

2 Abendessen, Opern-Eintrittskarten, Eintritte, RL € 1.960,–

Schatzkammer Nordfranken: Bayreuth - Bamberg - Würzburg

+ Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

+ Residenz Würzburg

+ UNESCO-Welterbe Bamberg

* Schloss Weißenstein

11. - 17.9.2026 Bus ab Linz/Wels, ***Hotels/NF u. 4x HP, Eintritte, RL € 1.840,–

Barcelona mit Ausflügen

La Mercè Fest · 24. September

+ Sagrada Família

+ Ausflüge nach Montserrat und Tarragona

21. - 25.9.2026 Flug ab Wien, Transfers, Ausflüge, ****Hotel/NF, Eintritte, RL € 1.530,–

Advent in Dresden

+ Ausflug Meißen inkl. Porzellanmanufaktur, Dom & Albrechtsburg

4. - 7.12.2026 Bus ab Linz/Wels, zentrales ***Hotel/NF, Eintritte, RL

€ 1.080,–

„Weihnachtsoratorium“ Frauenkirche ab € 81,–

„La Bohème“ Semperoper ab € 144,–

Kneissl Touristik Lambach, Linzer Straße 4, zentrale@kneissltouristik.at ☎ 07245 20700, kneissltouristik.at

„La Traviata“ Bregenzer FS © Adam Reich

Ein Werk welcher Schülerin Joseph Haydns und Komponistin der Wiener Klassik steht am 10. Mai 2026 im Rahmen des Jubiläumskonzerts anlässlich 30 Jahre L’Orfeo Barockorchester auf dem Programm?

Senden Sie Ihre Antwort mit dem Betreff »Musikrätsel« bis spätestens 1. Juni 2026 entweder postalisch an Brucknerhaus Linz, Marketing Gewinnspiel, Untere Donaulände 7, 4010 Linz oder per E-Mail an marketing@liva.linz.at

Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir dreimal zwei Karten für die Serenade am 14. Juli 2026 (Neue Wiener Concert Schrammeln) im Arkadenhof des Linzer Landhauses.

Die Auflösung des Musikrätsels der letzten Ausgabe lautet: Abbey Road

Die Gewinner:innen sind: Katalin Haverinen-Varga Sieglinde Ennikl-Stimmeder Harald Vergeiner

Wir gratulieren sehr herzlich!

Musikrätsel

Impressum

Herausgeber Verein Freunde der LIVA

Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH

Brucknerhaus-Magazin Nr. 30

Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz

Tel.: +43 (0) 732 76 12-0 | brucknerhaus.at

Künstlerischer Direktor Brucknerhaus/LIVA

Mag.art. Norbert Trawöger

Geschäftsführender Direktor LIVA Kai Liczewski

Chefredaktion

Mag.art. Norbert Trawöger

Chefin vom Dienst & Lektorat

Romana Gillesberger

Grafische Gestaltung & Illustrationen

Therese Frühling, MA

Inserate

Dr.in Brigitte Zierhut-Bösch

Druck

Gutenberg-Werbering Gesellschaft m.b.H. – März 2026

Redaktionsschluss 30. März 2026 – Änderungen vorbehalten

LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Bildnachweis

Titelbild sowie Collage auf den Seiten 3 und 30–31: Künstler:innen des Instituts ›Schön für besondere Menschen‹: Rainer B., Alexander Kucharczyk, Christian Klein, Josef Linsbod, Kurt Griebl, Yunus Muhçu, Anna Spissack, Ayse Keskin, Andrea Feyrer, Andreas Koller, Michael Kalterschneh; Künstler:innenfotos: J. Wesely, J.-B. Millot, M. Borggreve, O. Tursunov, S. Pauly, N. Poncioni, G. Hartl, S. Fröhlich, C. Palm, C. Gonz, A. Dabrowska, M. Borggreve/ Royal Concertgebouw Orchestra, Y. Horita, J. Fischnaller, M. Borggreve, J. Düfelsiek, L. Beck, N. Rutter, R. Josipovic, H. Prammer, D. Sermokas, S. Guindani, N. Lund, A. Stiller, M. Septimus, A. Grilc R. Winkler (S. 3 o., 18, 24–25, 41, 54), O. Erenyi (S. 3 u. l.), O. Erenyi (S. 4–7, 13 o., 35 u.), F. Fortin (8–10 l., 35 o.), R. Newman (S. 10 r.), X. Zasetskaya (S. 12–13), M. Caselli Nirmal (S. 16–17), N. Lund (S. 21), Y. Muhçu (S. 22), wali.pix (S. 26), C. Lehner (S. 28–29), A. Kucharczyk (S. 34), A. Hanusch (S. 38, 39), privat (S. 40), L. Vogt (S. 42 o.), Molina Visuals (S. 42 u.), A. Grilc (S. 42–43 m.) M. Borggreve (S. 3 u. m., 43 o.), teatri35 (S. 43 u.), gemeinfrei (S. 44 o.), D. Stapleton (S. 44 u.)

Happy Birthday!

Lobgesang

Felix Mendelssohn Bartholdy Sinfonie-Kantate

Regina Riel | Sopran, Magdalena Hallste | Sopran

Michael Nowak | Tenor

Brucknerchor Linz Collegium Vocale Linz (Einstudierung Josef Habringer) Sinfonieorchester Ludwigsburg (Einstudierung Hermann Dukek)

Martin Zeller | Dirigent

Kultur zum Verschenken: Karten jetzt bestellen unter +43 (0)

Brucknerhaus Linz Großer Saal

Backstage Daniel Kerschbaumer

Zwischen Empathie und kaufmännischer Präzision

Ein Bachelor in Sozialer Arbeit und ein Hang zu Zahlen: Wo ließen sich diese Qualitäten besser einsetzen als in der Personalabteilung der LIVA? Für 130 Beschäftigte ideale Rahmenbedingungen zu schaffen, ist das ambitionierte Ziel von Daniel Kerschbaumer.

von Romana Gillesberger

Struktur und Ordnung braucht er, um sich wohlzufühlen – und genau die hat er zunächst an seinem Arbeitsplatz im Brucknerhaus geschaffen, als er am 1. Dezember 2025 seinen Dienst antrat. Seinem Gegenüber im Büro blickt er nicht nur physisch ins Gesicht, wann immer er von seinem Schreibtisch aufschaut, sondern begegnet ihm auch fachlich und menschlich stets auf Augenhöhe. Wobei das »ihm« in diesem Fall ein »ihr« ist. Soll heißen: Mit seiner Kollegin in der Personalabteilung bildet Daniel Kerschbaumer ein perfektes Team. »Ich habe selten so eine tolle, empathische Kollegin erlebt«, betont der 35-Jährige im Interview mit ausgesprochener Freude in Tonfall und Mimik. Diese Freude und diese Herzlichkeit strahlt Daniel Kerschbaumer mit seinem ganzen Wesen aus. Kein Wunder, dass Attribute wie offen, empathisch, kontaktfreudig zu den ersten gehören, die ihm, befragt nach Eigenschaften, die ihn beschreiben, spontan einfallen. Gepaart mit schneller Auffassungsgabe, Lernbereitschaft und dem Streben nach Expertenstatus macht ihn dies zur Idealbesetzung in seiner Position.

Mit dem Kennenlernen der Einsatzbereiche der Beschäftigten im komplexen Kosmos der LIVA befasst sich Daniel Kerschbaumer derzeit vorrangig. Als Projektleiter ist er für die Implementierung eines elektronischen Zeiterfassungssystems verantwortlich, das die unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle und rechtlichen Rahmenbedingungen in den vielgestaltigen Arbeitsfeldern der LIVA abbildet. Für die 130 Mitarbeitenden in den Kultur- und Sportstätten die praktikabelste Lösung zu finden, stellt ihn vor große Herausforderungen. »Ein Monsterprojekt und echt kräftezehrend«, gesteht er ein.

Ausgleich zur beruflichen Challenge findet Daniel Kerschbaumer bei seiner Hündin Samy und in seinem Garten. Seit zwölf Jahren gehört die Malteser-Dame zur Familie des Wahl-Linzers, der vor 15 Jahren aus seiner Heimatgemeinde Engerwitzdorf in die Landeshauptstadt übersiedelte. Tierarzt wollte er als Kind werden, Büro- und Großhandelskaufmann hat er gelernt, danach Soziale Arbeit an der FH studiert. Seine Vorliebe fürs Kaufmännische ließ ihn in Personalabteilungen unterschiedlichster Betriebe andocken, bevor ihn ein »besonderer Bewerbungsprozess« ins Brucknerhaus führte: Als außergewöhnlich lang und von Beginn an außergewöhnlich sympathisch empfand der LIVA-Neuzugang diese Phase. Das kreative Arbeitsumfeld und die vielen unterschiedlichen Menschen, die im Brucknerhaus ein und aus gehen, machten den Reiz für ihn aus, sagt Daniel Kerschbaumer, der sich selbst als »nicht 08/15« beschreibt. »Das Spezielle passt zu mir«, konstatiert er treffend. Als Herzstück des Unternehmens begreift er sich im Job, als Kommunikator beweist er sich auch im Privaten. Geht es ums Sich-Verabreden oder das Organisieren von Unternehmungen, übernimmt er gerne das Ruder. Reisepläne schmiedet er stets mit Rücksicht auf seine Mitbewohnerin. Hündin Samy kommt jeden Sommer mit nach Kroatien, die bevorzugte Feriendestination des unzertrennlichen Duos.

An Trennung denkt er auch bei der LIVA bis auf Weiteres nicht – einen reizvolleren Arbeitsplatz könne er sich gar nicht vorstellen. Über dieses »Perfect Match« freuen sich Kolleg:innen und Führungsebene gleichermaßen – denn es sind die Menschen, die das Unternehmen ausmachen, herzliche und kompetente Menschen wie Daniel Kerschbaumer.

WIR. STÄRKEN. KULTUR.

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