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A29_BH_MAGAZIN-THEMA-Ausgabe29-FEB–APR-26

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thema

Zuhören ist Weltzuwendung Renata Schmidtkunz

Feb Mär Apr 26


WIR. STÄRKEN. KULTUR.

WIR MACHT’S MÖGLICH.


Unser Thema ist die Musik. Musik geht direkt ins Ohr, ohne Umschweife über den Kopf und vermag in uns unmittelbar schöne Gefühle auszulösen, wie die Auflösung des Getrenntseins. Unser Thema ist, Ereignisse mit Künstlerinnen und Künstlern zu schaffen, die für uns diese und ganz andere Erfahrungen bereithalten.

Inhalt

Unser Thema sind Sie, verehrtes Publikum, ohne das kein Ereignis zum Ereignis wird. Unser Thema ist das Brucknerhaus, das Raum für diese Ereignisse bietet. thema ist ab sofort auch der Name unseres Magazins.

[H]ausSicht 4 Sylvia Kiehne 8 Daniel Resch & Brigitte Kumpfmiller

Wir freuen uns auf Sie!

10 Renata Schmidtkunz Norbert Trawöger Künstlerischer Direktor Brucknerhaus/LIVA

13 zwischeNTöne Norbert Trawöger einBlick ins Programm 14 Guy Braunstein 16 Regula Mühlemann 20 Ian Bostridge 22 Israel in Egypt Künstlerinnen im Fokus 24 Julia Hagen & Ruth Reinhardt Große Orchester 26–27 28 Orchester von Welt im Brucknerhaus 31 Marie Jacquot

28–33

4–11

Große Orchester 26–27

Perspektiven auf das Brucknerhaus

Neun WeltklasseOrchester im Abo

[H]ausSicht

24–27

Künstlerinnen im Fokus Julia Hagen & Ruth Reinhardt im Gespräch

35 BrucknerBilder 36 musikERleben 38 Junges Brucknerhaus Linz 42 Tipps 45 Bruckners Windmaschine 46 Kalendarium Feb bis Apr 26 52 Karten & Service 53 Musikrätsel & Impressum 54 Backstage Maria Neumayr-Wimmer 3


Bereits vor der Eröffnung des Konzerthauses wurde die Linzerin Sylvia Kiehne mit dem Brucknerhaus-Virus infiziert. Ansteckungsgefahr besteht seither für alle Besucher:innen, mit denen die Bruckner(haus)-Liebhaberin ins Gespräch kommt. von Romana Gillesberger

Noch bevor sie jemals einen Ton einer BrucknerKomposition gehört hatte, war Sylvia Kiehne bereits ein Fan des Komponisten. Nachdem die damals 9-Jährige mit ihrem Vater die Stiftsbasilika in St. Florian besucht und dieser ihr erklärt hatte, dass »der größte Komponist, den Österreich je hervorgebracht hat«, unter der Marmorplatte im Eingangsbereich der Kirche begraben liegt, besorgte sie sich jede greifbare Lektüre über Anton Bruckner. Erst später hat sie dann auch Musik von ihm kennengelernt. 4

Die Liebe zum Brucknerhaus entflammte in Sylvia Kiehne hingegen nicht auf den ersten Blick: Zu Beginn der Bauarbeiten Anfang der 1970er-Jahre war die damals knapp 20-jährige Leistungsschwimmerin nämlich wenig erfreut darüber, dass zwei Becken des Parkbades weichen mussten, um dem gleichzeitig mit dem Brucknerhaus gebauten Tourotel (heute Arcotel) Platz zu machen. Doch schon bald darauf war die Begeisterung geweckt, ging die junge Sylvia doch tagtäglich an der Baustelle vorbei – die elterliche Wohnung lag in der Honauerstraße in Sichtweite zum Bauplatz – und


[H]ausSicht von Sylvia Kiehne

»Mein Staunen war unendlich.« sah das Gebäude wachsen, was die Vorfreude auf das langersehnte Konzerthaus für Linz von Etappe zu Etappe steigerte. Als schließlich im März 1974 die Eröffnung des Brucknerhauses stattfand, wirkte sich das auf Sylvia Kiehnes Familie erst einmal unangenehm aus, denn die Feierlichkeiten verursachten ein enormes Verkehrschaos und verschärften das Parkplatzdilemma in der Umgebung des einzuweihenden Prestigeprojekts. Nummer eins im Ranking der Konzertbesuche 1975 war es dann endlich auch für Sylvia Kiehne so weit: Zum ersten Mal besuchte sie ein Konzert im Brucknerhaus Linz – und hörte seither nicht mehr damit auf. Die pensionierte Fremdenführerin ist die mit Abstand treueste Stammbesucherin des Hauses. Etwa 5000 Konzerte hat sie mittlerweile in ihrem Lieblingskonzerthaus genossen. Das Große Abonnement (heute Große Orchester), Sonntagsmatineen und Kammermusik sind ihre bevorzugten Konzertreihen. Zwischendurch darf

es aber auch einmal das Glenn Miller Orchestra oder A Tribute to Benny Goodman sein. Der absolute Hero ist und bleibt aber Anton Bruckner. Um seine Partituren lesen zu können, schrieb sich Sylvia Kiehne als Kind sogar an der städtischen Musikschule als Klavierschülerin ein, um im Nebenfach in den Genuss von Harmonielehre-Unterricht zu kommen, um den es ihr vorrangig ging, was aber nur in Kombination mit Instrumentalunterricht möglich war. Nach drei Jahren flog auf, dass sie kein Interesse am Klavierspielen hatte. Sie verließ die Musikschule – und hatte ihr Ziel erreicht, denn »die Frau Professor Petek war ein Genie«, streut Sylvia Kiehne ihrer damaligen Lehrerin Rosen. Einprägsame Begegnungen Das Brucknerfest ist ein Fixpunkt im Jahreskalender von Sylvia Kiehne, die es einmal sogar auf 22 Konzertbesuche innerhalb eines Festivals brachte. So manchen Star hat sie über die Jahre – teils unter kuriosen Umständen – kennengelernt, darunter Sergiu Celibidache, Friedrich Gulda, auf dem sie nach einem Treppensturz

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»Dass der Lift nun bis in die Galerie hinauffährt, war eine geniale Idee. Wenn man dort aussteigt, hat man die Donau vor sich, dieses Panorama ist überwältigend!« Sylvia Kiehne


[H]ausSicht von Sylvia Kiehne

zu liegen kam, Oskar Werner oder Herbert Blomstedt. Die allerschönste Erinnerung verbindet Sylvia Kiehne allerdings mit einem Brucknerhaus-Ereignis, das ihr Leben veränderte: In den 1990er-Jahren lernte sie im Zuge eines Symposiums des Anton Bruckner Instituts, in dem sie sich seit vielen Jahren als Schriftführerin engagiert, ihren späteren Ehemann Klaus kennen. Im November 2000 heirateten die beiden. Unzählige Male saß das Ehepaar Kiehne ab dann nebeneinander im Konzertsaal. Den geliebten Menschen an ihrer Seite muss Sylvia Kiehne seit dem Tod ihres Gatten schmerzlich missen, jedoch entwickelte sich aus so mancher Konzertsitz-Nachbarschaft echte Freundschaft, die bis heute besteht und auf liebevolle Weise gepflegt wird. Veränderungen als Spiegel der Zeit Was außerdem Bestand hat, ist Sylvia Kiehnes Liebe zum Brucknerhaus, in dem sie allseits gut bekannt und gern gesehen ist. Niemandem sonst wird bei Konzerten, die sie als Abonnentin regelmäßig besucht, automatisch ein Platz im Restaurant BRUCKNER’S freigehalten. An ihrem Stammtisch mit der Nr. 24 – gleichzeitig ihr erklärter Lieblingsplatz im Brucknerhaus – nehmen allabendlich Freundinnen und Freunde, Gleichgesinnte aus dem Brucknerhaus-Förderverein Bruckners Beste, dem Sylvia Kiehne seit seiner Gründung 2018 als Vizepräsidentin vorsteht, oder anderweitige ›Infizierte‹ Platz, um den Austausch mit der geselligen Pensionistin, die als Linzfluencerin stets auch die allerbeste Werbung für das Konzerthaus der Stadt macht, zu suchen. Viele Veränderungen hat sie in »ihrem Brucknerhaus«, wie sie es gerne nennt, bereits miterlebt. Die gastronomischen Einrichtungen haben sich mehrmals geändert: Gerne aufgesucht hat Sylvia Kiehne beispielsweise das Café Stante pede, das sich bis in die späten 1990er-Jahre im Eingangsbereich des Brucknerhauses befand und das nicht nur bei Konzertbesucher:innen beliebt war. Damals war auch das Rauchen in Bars noch erlaubt, weshalb man Sylvia Kiehne oftmals dort antraf. Der Einbau eines Personenliftes, mit dem nun alle Etagen des Hauses erreicht werden können, stellt für die auf Krücken angewiesene Brucknerhaus-Liebhaberin eine enorme Erleichterung dar. »Ich habe 50 Jahre darauf gewartet. Jetzt kann man auch im Hochparterre bei den Toiletten aussteigen und dass der Lift nun bis in die Galerie hinauffährt, war eine geniale Idee. Wenn man dort aussteigt, hat man die Donau vor sich, dieses Panorama ist überwältigend!«, begrüßt Sylvia Kiehne die neueste bauliche Aufrüstung, die im Sommer 2025 abgeschlossen werden konnte. Das Haus und seine Geschichte(n) Die zeitlose Ästhetik des Brucknerhauses, das vom finnischen Architektenpaar Heikki und Kaija Sirén entworfen wurde, löst nach wie vor Begeisterung auf vielen Seiten aus. Ebenso die hervorragende Akustik der Säle. Sylvia Kiehne erinnert sich noch gut an einen ›Spezial-Auftrag‹, für den sie als erfahrene Fremden-

1972: Haus und Vorfreude wachsen

führerin einige Jahre nach der Eröffnung des Hauses ›angefordert‹ wurde: Herbert von Karajans Neurologe war mit seiner Gattin zu Besuch in Linz und wollte das Konzerthaus besichtigen, in dem der Dirigent 1974 das Eröffnungskonzert anlässlich der feierlichen Einweihung geleitet hatte. Bedauerlicherweise war das Haus in besagtem Sommer eine Baustelle und Sylvia Kiehne konnte dem »Herrn Professor aus Persien« lediglich eine Ahnung von den Qualitäten des Konzerthauses vermitteln, während sie das Paar an Betonmischmaschinen vorbei durch das Gebäude führte. Offenbar war es ihr dennoch gelungen, die Vorzüge des Hauses derart überzeugend herauszustreichen, dass der prominente Besucher am Ende der Führung konstatierte: »Ich verstehe jetzt Maestro Karajan, warum er dieses Konzerthaus unbedingt eröffnen wollte.« Noch heute gerät Sylvia Kiehne ins Schwärmen, wenn sie an das erste Mal denkt, als sie das Brucknerhaus betrat: »Mein Staunen war unendlich!« Ein Staunen, das seit 50 Jahren anhält und mit dem sie garantiert noch viele anstecken wird.

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Das Brucknerhaus ist eine Ikone! Vor wenigen Wochen war mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra ein finnischer Klangkörper im Brucknerhaus zu Gast. Die Finn:innen bescherten dem Linzer Publikum nicht nur ein wunderbares Konzert, sondern brachten eine bemerkenswerte Geschichte mit: In Helsinki wird seit Errichtung des Brucknerhauses erzählt, dass das beste finnische Konzerthaus in Linz stehe. Grund dafür ist, dass unser Konzerthaus vom finnischen Architekt:innen-Ehepaar Kaija und Heikki Sirén geplant wurde. Und Grund genug, um bei Landeskonservator Mag. Daniel Resch und DIin Brigitte Kumpfmiller, der für das Brucknerhaus zuständigen Mitarbeiterin vom Bundesdenkmalamt, Landeskonservatorat für Oberösterreich über die Bedeutung des Brucknerhauses nachzufragen. von Norbert Trawöger

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[H]ausSicht von Daniel Resch & Brigitte Kumpfmiller

Herr Resch, sind wir uns dessen in Linz bewusst? Daniel Resch: Es fehlt uns in der Gesellschaft die Bewusstseinsbildung für eine ganze Ära der Zweiten Republik, von der das Brucknerhaus elementarer Bestandteil ist, da auch alle Gebietskörperschaften bei der Errichtung mitgearbeitet haben. Das ist wesentlich! Das ist die Zweite Republik in ihrer gebauten Reinkultur auf künstlerischer und kultureller Ebene und das haben wir nicht überall.

Was ist das Besondere am Brucknerhaus Linz? Brigitte Kumpfmiller: Es nimmt gestalterisch die Grundform eines Orchesters auf und es handelt sich um eine sehr skulpturale Architektur. Was ich an diesem Objekt so wunderbar finde, ist, dass es einen so warm empfängt. Man fühlt sich nicht verloren, sondern es strahlt eine sehr, sehr warme Empfangskultur aus. Und wenn man sich wirklich zu Hause fühlt, dann öffnet es sich plötzlich und man betritt den Saal für das Erlebnis des Konzerts. Es ist eine inszenierte Abfolge, die einen dieses Haus erleben lässt und das es zur Ikone macht. Schlicht und einfach hat es eine unsagbare Qualität in der Gestaltung. Diese Raster, diese Sichtbetongestaltung, dass die Schalungsbretter, die Oberflächen zu sehen sind. Und schlussendlich einfach die räumliche Qualität, die das Brucknerhaus zu einer Ikone macht! Daniel Resch: Es ist wahrscheinlich das österreichische Konzerthaus seiner Ära. Es gibt viele Bauten in der Zeit, die durchaus gut sind. Viele werden von der Bevölkerung kaum wahrgenommen. Das Brucknerhaus ist jedoch eine Ikone. Es gibt kein zweites solches Gebäude aus der Zeit, das nach wie vor auch so perfekt funktioniert. Ich glaube, in Europa existiert in dieser Form überhaupt kein zweiter Bau mit dieser Gestaltung. Es ist der gebaute Klangkörper, der spricht und lesbar ist: Architecture parlante.

Frau Kumpfmiller, wie ist das Brucknerhaus stilistisch einzuordnen? Brigitte Kumpfmiller: Ich finde es so interessant, dass es eine Diskussion ist, welcher Stil es ist. Beim Brucknerhaus bin ich fast ein bisschen verleitet zu sagen: Es ist einfach das Brucknerhaus. Ich frage nicht nach dem Stil, sondern nach dem Namen dieses Objektes. Es wirkt für mich über diese unglaublichen Alleinstellungsmerkmale, die da sind, stilgebend. Über diese Einzigartigkeit. Es entzieht sich einer stilistischen Einordnung. Man geht verändert hinaus! Nach jedem Konzert ist man ein bisschen jemand anderes. Das ist wirklich wunderbar!


[H]ausSicht von Renata Schmidtkunz

Zuhören ist Weltzuwendung von Renata Schmidtkunz

Was sind Konzerthäuser, wenn nicht Orte des hingebungsvollen Zuhörens? Heilige Orte, möchte man sagen, an denen Herz und Ohr eine Symbiose miteinander eingehen, sich der Schönheit und der Magie der Musik ganz öffnen. Um durch diese Öffnung etwas zuzulassen, was wir in unserem Alltagsleben bestmöglich vermeiden: berührt zu werden vom Wesentlichen. Musik war bis zum Entstehen der bürgerlichen Gesellschaft Teil des religiösen Ritus und fand in den heiligen Orten der jeweiligen Religionen statt. Kathe­ dralen, Basiliken, Kirchen und Kapellen waren die Aufführungsorte der Musik, die wiederum Teil der Liturgie, des Kultes waren. Diese der Musik innewohnende Heiligkeit wurde auch in die neuen Orte, die vom Bürgertum verweltlichten Sakralräume, mitgenommen. Was sich nicht zuletzt auch in der Architektur der Konzerthäuser abbildete: auch sie Kathedralen, auch sie Tempel – nun aber der 10

Kunst. Andächtig betreten wir auch heute noch diese Räume, deren Eigenschaften früher den religiösen Orten vorbehalten waren: himmlische Ruhe, konzentriertes Zuhören und gemeinsames Erleben. Im Konzerthaus trainieren wir das Zuhören. Wir treten in Beziehung mit dem Gehörten, kommunizieren, ohne zu sprechen, üben eine Kunst, die so alt ist wie die menschliche Kommunikation selbst. Zuhören ist nicht nur das passive Erfassen von Klang, sondern ein aktiver, bewusster Prozess des Sich-Öffnens, des Verstehens, des Beziehungsaufbaus – eine Brücke zwischen Innenwelt und Außenwelt. Es geschieht wie von selbst in der Welt der Musik. Sitzt man aber im Konzertsaal und jemand neben einem macht Lärm, ist man empört, weil man beim konzentrierten Zuhören gestört wird. Aber wie oft in der Kommunikation mit anderen hören wir nicht zu, sind wir nicht konzentriert auf das, was der andere wirklich sagt? Aufmerksames Zuhören bedeutet, sich ganz auf den anderen einzulassen, ohne das Gesagte sofort zu bewerten oder in


eigene Erfahrungen umzuwandeln. Ohne dieses Zuhören bleiben Worte oberflächlich, entkoppelt von der Tiefe menschlicher Erfahrung. Aufmerksames Zuhören im öffentlichen Raum bedeutet, sich dem anderen mit Offenheit zu nähern, ohne Vorurteile, ohne die eigene Meinung als allein gültig zu betrachten. Es ist der Grundstein demokratischer Kultur, die auf Austausch und gegenseitigem Respekt beruht. Ohne Zuhören verkümmert das Zusammenleben zu einem Nebeneinander statt einem Miteinander. Zuhören heißt nicht, alles gutzuheißen, sondern die Komplexität menschlicher Sichtweisen wahrzunehmen und die eigene Position in einem größeren Zusammenhang zu reflektieren. Ohne dieses Zuhören wird der öffentliche Diskurs zu einem Kampf der Lautesten, nicht der Verständigsten. Echtes Zuhören kann Brücken bauen, Konflikte entschärfen und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Aufmerksames Zuhören ist der Beginn jedes

Gespräches. Es ist eine Haltung der Demut vor dem anderen, die Anerkennung seiner Einzigartigkeit und seiner Wahrnehmung. Es ist die Bereitschaft, das eigene Ego zurückzunehmen, die eigenen Erwartungen und Urteile zu hinterfragen. Zuhören ist ein Geschenk – an den anderen und an sich selbst. Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe, ein Dialog, eine gegenseitige Befruchtung von Gedanken und Gefühlen. Wer aktiv und aufmerksam zuhört – im Konzertsaal oder im Alltag – ehrt das Menschsein in seiner Vielfalt. Wie viel verpassen wir, weil wir nicht zuhören! Zuhören ist eine Weltzuwendung. Und zuhören ist nicht zuletzt auch eine »Gastfreundschaft der Seele«. Lassen Sie uns in diesem Sinne gastfreundlicher werden: der Musik und dem Mitmenschen gegenüber.

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nachrichten.at/kultur

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zwischeNTöne von Norbert Trawöger

Stillsitzen ist eine ernste Sache. Spielen auch!

Spielräume schaffen Atmosphären und Bedingungen, um für uns Menschen Situationen zum Wahrnehmen und zum Spielen zu ermöglichen. Um klassische Musik zu hören, muss ich mich üblicherweise in ein Konzerthaus setzen und ruhig sein. Stillsitzen ist eine ernste Angelegenheit, die ich heute oft als wohltuende Nötigung in der Schnelligkeit des Alltags erlebe. Endlich sitzen, stillhalten und zuhören. Diese Situation hat sich allerdings erst im 19. Jahrhundert etabliert. In den Anfangstagen des Konzerts, wie wir es heute kennen, stellten das Wirtshaus und das Café Keimzellen der heutigen Konzerthäuser dar. Im späten 17. Jahrhundert gab es in Amsterdam Gasthäuser, in denen die Gäste angehalten waren, Musikstücke darzubieten. Im 19. Jahrhundert wurden allerorts Konzerthäuser errichtet, in die sich das Bürgertum zum Musikhören zurückzog. Das aufmerksame Zuhören ist eine Kultur­ leistung des damaligen bürgerlichen Publikums. Man lernte Stillsitzen statt Stampfen, Schweigen statt Schwätzen, Konzentration statt Zerstreuung. Dieses Stillhalten war aber nicht immer Teil des Verhaltenskodex. Der Wiener Großkritiker Eduard Hanslick vermisste 1862 beim Londoner Konzertpublikum den »stillen, inwendigen Applaus der Hörer während des Stückes«. In Wien war es zu seiner Zeit üblich, nicht nur davor, danach, dazwischen, sondern eben auch während der Darbietung zu akklamieren. Auch wenn die Stille zwischen und nach Musik zu den schönsten Gemeinschaftserfahrungen gehört, die ich kenne, rate ich: Schenken Sie der gängigen Verhaltensnorm nicht immer Beachtung und geben Sie beruhigt Ihren Handbewegungen nach, wenn Begeisterung in der Luft liegt. Halten Sie aber auch das gemeinsame Stillsein aus. Ein Konzerthaus ist ein Spielplatz, ein Möglichkeitsort. Und Spielen ist eine ernste Sache, das weiß (noch) jedes Kind.

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John, Paul, George, Ringo … Guy!

Guy Braunstein

Guy Braunstein, ehemaliger Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, präsentiert gemeinsam mit Anu Tali und dem Bruckner Orchester Linz ein britisches Programm zwischen kreischenden Möwen, schottischen Inseln und der Londoner Abbey Road. von Andreas Meier

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So, 1. Feb 2026, 11:00 Großer Saal

einBlick ins Programm Guy Braunstein

Tali, Braunstein & Bruckner Orchester Linz Felix Mendelssohn Bartholdy Die Hebriden. Konzert-Ouvertüre h-Moll op. 26 Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ›Schottische‹ Guy Braunstein Abbey Road Concerto für Violine und Orchester Guy Braunstein | Violine Bruckner Orchester Linz Anu Tali | Dirigentin

Guy Braunstein ist ein Meister der Verwandlung. Nicht nur schlüpft der israelische Ausnahmegeiger und ehemalige Konzertmeister der Berliner Philharmoniker selbst immer wieder in neue musikalische Rollen – ob als leidenschaftlicher Kammermusiker, weltweit gefragter Solist, Dirigent oder als Komponist –, auch das ›Verwandeln‹ von Musik selbst zählt zu seinen großen Leidenschaften. So wagt sich Braunstein immer wieder an die Herausforderung, Meisterwerke der Musikgeschichte zu transkribieren, zu arrangieren und (neu) zu orchestrieren – und stellt sich damit ganz bewusst in die Tradition großer Vorgänger wie Franz Liszt, Fritz Kreisler, Gustav Mahler oder Sergei Rachmaninoff. Die jüngste und bisher ambitionierteste seiner Schöpfungen hat er bei seinem Brucknerhaus-Debüt im Rahmen der Sonntagsmatinee am 1. Februar 2026 mit dem Bruckner Orchester Linz und der estnischen Dirigentin Anu Tali im Gepäck. In seinem Abbey Road Concerto verarbeitete Braunstein Songs des legendären gleichnamigen Beatles-Albums aus dem Jahr 1969 zu einem hochvirtuosen Konzert für Violine und Orchester im Stile Niccolò Paganinis: »Wir hatten zu Hause ein Beatlemania-Problem«, so Braunstein. »Mein Sohn war total besessen und wollte immer, dass ich die Beatles spiele. Ich beschloss, einen Song für Klavier und Violine zu arrangieren. So fing ich an, wieder Abbey Road zu hören – weil ich das Album liebe –, nur, um einen passenden Song zu finden. Ich merkte schnell, dass mir alles gefiel: Something, Oh! Darling und Come Together! Ich konnte mich einfach nicht festlegen und entschied mich, das Ganze für ein Orchester zu arrangieren. So ist es ein 35-minütiges Violinkonzert geworden.« Das Ergebnis ist eine veritable violinistische Tour de Force, bei der der Solist zwischen halsbrecherischen Figurationen und klangvoll singenden Melodiepassagen quer durch die berühmten Ohrwürmer von Abbey Road reist. »Ich nahm mir elf Lieder vor, zunächst getrennt voneinander, schrieb sie für Violine und Klavier um, dann komponierte ich eine Ouvertüre für den Beginn, Zwischenspiele, um alles in zwei große Sätze zusammenzufassen, und eine gewaltige Kadenz. Dann probierte ich alles mit meinem Pianisten aus und schließlich orchestrierte ich das ganze Stück.«

Rund um die Österreichische Erstaufführung des Abbey Road Concertos präsentieren das Bruckner Orchester Linz und Anu Tali, mit der Braunstein eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, zwei weitere dezidiert britische Werke aus der Feder von Felix Mendelssohn Bartholdy. Der ließ sich zur Konzert­ ouvertüre Die Hebriden von einer Reise inspirieren, die ihn im August 1829 bei unruhiger See zur berühmten Fingalshöhle der schottischen Insel Staffa führte. Nach mehreren Umarbeitungen der dort skizzierten Ideen, mit denen er in eigenen Worten versuchte, seine Musik noch mehr »nach Thran und Möven und Laberdan [i. e. eingelegter Kabeljau]« klingen zu lassen, feierte das Stück am 14. Mai 1832 durch die Londoner Philharmonic Society seine Uraufführung. Ebenfalls von seiner britischen Reise inspiriert ist die 3. Symphonie, in diesem Fall konkret von den Ruinen des Palace of Holyroodhouse in Edinburgh, in dem mehr als zweieineinhalb Jahrhunderte vor Mendelssohn die schottische Königin Maria Stuart nach ihrer Rückkehr aus Frankreich gewohnt hatte: »Es ist da alles zerbrochen, morsch, und der heitre Himmel scheint hinein«, schrieb der 20-Jährige nach Berlin an seine Eltern. »Ich glaube, ich habe heut da den Anfang meiner Schottischen Symphonie gefunden.« Erst 13 Jahre später konnte der notorische Perfektionist den Schlussstrich unter die Partitur seiner ›Schottischen‹ setzen und widmete das Werk der jungen Königin Victoria, die ihn zuvor im Buckingham-Palast empfangen hatte: »Noch habe ich nachzutragen, daß ich mir die Erlaubniß ausbat, der Königinn die amoll Symphonie zuzueignen, weil die doch eigentlich Veranlassung meiner Reise gewesen sei, u[n]d weil der Englische Name auf das Schottische Stück doppelt hübsch paßt.« Von der Abbey Road zu den Hebriden, aus Ringo Starrs Octopus’s Garden zu Mendelssohns »Thran und Möven und Laberdan«, von John Lennons und Paul McCartneys Sun King zu Königin Victoria: Bei derart prominenten englischen Namen, schottischen Stücken und britischer Klangpracht bleibt wohl nur noch eines zu sagen: Come together!

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Di, 10. Mär 2026, 19:30 Mittlerer Saal

Regula Mühlemann & Tatiana Korsunskaya Lieder von Franz Schubert, Richard Strauss, Dominick Argento, Frank Bridge Regula Mühlemann | Sopran Tatiana Korsunskaya | Klavier

Man kennt sie als Pamina, Adina, Susanna und Adele: Regula Mühlemann. Doch neben reizvollen Opernrollen sind der Schweizer Sopranistin, die in dieser Saison beispielsweise schon als Gilda in Rigoletto an der Mailänder Scala, als Adele in der Fledermaus an der Oper Zürich und mit ihrem Cleopatra-Programm und dem La Folia Barockorchester zu hören war, immer schon Liederabende wichtig. Wenn sie im März einen solchen im Brucknerhaus Linz – und damit ihr Debüt an diesem – gibt, hat sie ein Programm im Gepäck, das Werke von Franz Schubert und Richard Strauss mit solchen von Dominick Argento und Frank Bridge verbindet. Die Sopranistin, deren Stimme schon als leuchtend, natürlich und glockenhell beschrieben worden ist, wird also Der Musensohn und Ständchen ebenso singen wie Six Elizabethan Songs und »Go not, happy day«. »Das ist eine außergewöhnliche Kombination, aber das mache ich immer gerne, wenn ich mit der Pianistin Tatiana Korsunskaya einen Liederabend zusammenstelle«, sagt Mühlemann im Interview. »Ich finde es viel spannender, nicht ein komplettes Schubert-Programm zu singen, sondern beispielsweise deutsches mit französischem oder wie hier englischem Repertoire zu verbinden.« Letzteres sei natürlich auch weit aufwendiger als ersteres, was sie aber nicht scheue. Im Gegenteil, so die Sopranistin: »Wir gehen dann auf die Suche nach Literatur – und das kann man sich sehr arbeitsintensiv vorstellen, durchaus noch intensiver als das Studieren einer Opernrolle. Aber gerade da wir in den vergangenen Saisonen auch Auftritte in der Wigmore Hall und der Carnegie Hall hatten, wollten wir auch gerne englischsprachiges Repertoire dazunehmen.« Bei ihrer Suche hat sie auch moderne Methoden ausprobiert: »Ich habe auf Facebook und Instagram eine Umfrage gemacht, was mir Sängerkollegen 16

und -kolleginnen sowie Fans empfehlen könnten.« Die Auswahl traf sie dann gemeinsam mit der Pianistin direkt am Klavier: »Ich schaue immer drauf, welche Lieder beim Anspielen und Ansingen sofort etwas in mir auslösen. Wenn der Funke gleich überspringt, weiß ich, dass eines die Qualität hat, die ich brauche, um mich länger damit zu beschäftigen – nur so kann ich mit einem Lied glücklich werden.« Gerade die Lieder, die sie an diesem Abend im Brucknerhaus Linz von Dominick Argento singen wird, sind »zwar nicht geläufig, aber haben mich sofort mitgerissen«. Und von Frank Bridge beispielsweise habe sie sich »die Perlen herausgesucht, auch wenn manche dieser Lieder gar nicht für meine Stimmlage geschrieben waren. Aber wir haben sie transponieren lassen und geschaut, dass wir einen richtig schönen Bogen hineinbekommen.« Beim Zusammenstellen von Liederabenden ist es Mühlemann, wie sie betont, ein Anliegen, »einen runden dramaturgischen Aufbau zu machen. Es ist keinesfalls genug, willkürlich schöne Lieder aneinanderzureihen. Vielmehr möchte ich, dass bei jedem eine kleine Geschichte im Kopf stattfinden kann, wenn er diesen Abend erlebt.« Über die Jahre immer wieder Programme für Liederabende zu kreieren, habe ihr geholfen, besser einzuschätzen, welche Stimmungen nacheinander gut passen: »Ich habe gelernt, dass es gar nicht so gut ist, zu rasch die Gemütszustände zu wechseln. Früher dachte ich, dass auf ein langsames bald ein spritziges, schnelles Lied folgen sollte. Aber auch wenn Abwechslung gut ist, so weiß ich heute, dass man den Zuhörern und Zuhörerinnen auch Zeit geben sollte, in eine Stimmung hineinzufinden. Daher lasse ich nun auf zwei oder drei ruhigere wieder etwas Energetisches folgen und umgekehrt. Für mich zieht sich von der Energie und vom Ausdruck her ein roter Faden durch, sodass am Ende ein harmonisches Programm entsteht«, sagt Mühlemann. Viola von Franz Schubert beispielsweise begleitet sie seit Studienzeiten, »es erscheint mir wie eine kleine Oper, von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt sind hier so viele Stimmungen drinnen.« Den Musensohn wiederum hat sie absichtlich als sehr energetisches Stück ans Ende der ersten Hälfte gesetzt: »Ich wollte hier etwas, das eine tolle Schlusswirkung hat – und einen Bezug zu einem Stück aus der zweiten Hälfte, nämlich Love went a-riding.«


einBlick ins Programm Regula Mühlemann

Halb deutsch, halb englisch Die Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann, in dieser Saison schon an der Mailänder Scala und der Oper Zürich gefeiert, gibt ihr Debüt im Brucknerhaus Linz mit einem abwechslungsreichen Liederabend. von Theresa Steininger


einBlick ins Programm Regula Mühlemann

Gerade damit ein Liederabend nicht als einer von vielen wahrgenommen wird, ist Mühlemann eine ganz individuelle Programmwahl wichtig: »Es geht darum, dass wir Sängerinnen und Sänger etwas zusammenstellen, das man nicht schon auf vielen Platten so gehört hat und auch im Konzertsaal keinesfalls schon x-mal erlebt hat. Gerade daher mache ich auch gerne einen Bruch in der Pause und wechsele in eine andere Sprache oder Tonsprache. Außerdem finde ich, ein Liederabend sollte eine sehr persönliche Note haben und zeigen, wie intensiv man sich mit dem Repertoire auseinandergesetzt hat. So kann man die Leute an der Hand nehmen.« Und es sei nicht nur fürs Publikum eine Abwechslung, wie sie augenzwinkernd festhält: »Auch ich selbst bin ja sehr neugierig auf Unbekanntes.« Für die Schweizer Sopranistin, die bereits an der Wiener Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, am Festspielhaus Baden-Baden, bei den Salz­ burger Festspielen und weiteren mehr zu erleben war und für die heuer auch noch Konstanze in Die Entführung aus dem Serail als Debüt an der Bayerischen Staatsoper folgen wird, ist das Lied ein wichtiger Teil ihrer Karriere: »Ich habe immer davon geträumt, mein Berufsleben in drei Drittel zu teilen, wobei ein Drittel dem Lied gewidmet ist. Das geht sich derzeit nicht ganz aus, auch weil Opernengagement-Anfragen immer sehr früh kommen und man den Rest danach richten muss. Aber mir ist das Lied ganz besonders wichtig. Und dass ich in den vergangenen Jahren an Häusern wie der Carnegie Hall und der Wigmore Hall Liederabende geben durfte, waren sehr schöne und Meilensteine für mich.« 18

»Man sollte den Zuhörern und Zuhörerinnen auch Zeit geben, in eine Stimmung hineinzufinden.« Sie genieße an Liederabenden, »ausschließlich für die Musik da zu sein. Hier geht es nicht um Eitelkeiten, sondern um unsere Individualität und unsere Musikalität.« Sich in den Wochen rund um den Auftritt in Linz ganz diesem Genre verschreiben zu können, bezeichnet die Sängerin als glücklichen Umstand. Dass sie dabei auch nach Oberösterreich zurückkommt, freut sie: »Ich habe ja schon Gmunden kennenlernen können und hier mit dem Bruckner Orchester Linz unter Markus Poschner beim Open Air am Traunsee gearbeitet, das war eine wunderschöne Erfahrung und ein Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen werde. Ich erinnere mich an die freudige Stimmung und das ganz besondere Miteinander mit diesen Musikerinnen und Musikern.« Und sie ist sich heute schon sicher, dass sie auch ihr Debüt am Brucknerhaus Linz in besonderer Erinnerung behalten wird.


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Hexerei und Witchcraft and Its Transformations (Hexerei und ihre Verwandlungen) lautet der Titel von Ian Bostridges Dissertation, in der er sich mit dem Glauben an Hexerei und seinen theologischen, philosophischen und rechtlichen Dimensionen zwischen 1650 und 1750 befasst. Bostridge zeigte mit seiner Forschung, dass Hexerei im England des 18. Jahrhunderts auch ein öffentliches Diskussionsthema blieb, nachdem 1736 Hexenverbrennungen offiziell verboten worden waren. Auch wenn Ian Bostridge sich selbst nicht als ›intellektueller Sänger‹ versteht, hat er sich auch in seinem künstlerischen Schaffen einen wissenschaftlichen Zugang bewahrt: Seine Interpretationen sind von intensiven Recherchen informiert, die es ihm ermöglichen, tief in die Inhalte, historischen Kontexte und Hintergründe seines Repertoires einzudringen. Eine verkopfte Angelegenheit ist das allerdings keineswegs, ganz im Gegenteil: Das umfassende Wissen, das Bostridge als Interpret mitbringt, scheint eine besonders freie, lebendige, emotionale Lesart erst zu ermöglichen. Die Magie entsteht erst, wenn der Kopf im entscheidenden Moment ausgeschaltet wird: »Musik bleibt einer 20

der wenigen Wege, die uns offenstehen, um eine magische Sensibilität, ein Gefühl für das Übernatürliche, das Transzendente, das Unbeschreibliche zu erlangen«, so Bostridge in seiner Essaysammlung A Singer’s Notebook. Der musikalische Reiz des Übernatürlichen, des Magischen, des Unaussprechlichen scheint den Sänger nach wie vor zu bewegen und anzutreiben. Ian Bostridge wurde am 25. Dezember 1964 in London geboren und wuchs in Streatham, Süd-London, auf. Beide Eltern begeisterten sich für Sport, Musik spielte hingegen keine große Rolle im Hause Bostridge. Häufig weist der Sänger mit einem Augenzwinkern auf seine prominente Verwandtschaft hin: Sein Urgroßvater war Anfang des 20. Jahrhunderts der Torwart des Fußballvereins Tottenham Hotspur, John ›Tiny‹ Joyce. Gemeinsam mit seinem Bruder besuchte Ian Bostridge den örtlichen Kirchenchor, wo man schon bald auf seine außergewöhnliche Stimme aufmerksam wurde. Ein Stipendium ermöglichte ihm schließlich den Besuch der Westminster School, eine der renommiertesten Bildungseinrichtungen in England.


einBlick ins Programm Ian Bostridge

Mo, 16. Mär 2026, 19:30 Großer Saal

Ian Bostridge & Europa Galante Lamento Werke von Dario Castello, Claudio Monteverdi, Carlo Farina, Sigismondo D’India, Girolamo Frescobaldi Ian Bostridge | Tenor Europa Galante Fabio Biondi | Violine & Leitung

Bevor er eine Karriere als Sänger einschlug, studierte der Brite Ian Bostridge Geschichte und Philosophie in Oxford. Im Jahr 1990 reichte er dort seine Dissertation über Hexerei im 17. und 18. Jahrhundert ein, von der Fachwelt als »die anspruchsvollste und originellste aller neueren Darstellungen der frühneuzeitlichen Dämonologie« gelobt. Nur drei Jahre später feierte er sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall. Auf den Spuren eines außergewöhnlichen Künstlers. von Paula Schlüter

Klangzauber Dank seines Deutschlehrers entdeckte Bostridge als Teenager Dietrich Fischer-Dieskau und damit seine Liebe zu Franz Schubert. Während seines anschließenden Studiums in Oxford und Cambridge gab der Tenor semi-professionelle Liedrecitals und gewann mehrere Wettbewerbe. Dennoch riet ihm sein damaliger Lehrer von einer Sängerlaufbahn ab. Er hatte Zweifel, ob Bostridges einzigartig transparente und bewegliche Stimme, die dem Hochleistungs-Belcanto eines Luciano Pavarotti oder Jonas Kaufmann diametral entgegengesetzt ist, im knallharten Sänger:innen-Business bestehen würde. Nach Abschluss seiner Dissertation nahm Bostridge sich drei Jahre Zeit, um sich mithilfe eines Agenten professionell als Sänger aufzustellen, während er parallel beim Fernsehen jobbte. Mit beachtlichem Erfolg: Sein lyrisches, sprachähnliches Timbre wurde dabei schnell zu seiner größten künstlerischen Stärke und seinem Markenzeichen. Mit seinen mitreißenden Interpretationen von Schuberts Winterreise schrieb Ian Bostridge Geschichte, ebenso als einer der wichtigsten Interpreten von Werken Benjamin Brittens.

Aber auch in älterem Repertoire kommt Bostridges einzigartige Stimme perfekt zur Geltung, genauso wie sein außergewöhnliches darstellerisches Talent: Gemeinsam mit dem italienischen Barockorchester Europa Galante lässt er bei seinem Konzert im Brucknerhaus Werke an der Schwelle von der Renaissance zum Barock zum Leben erwachen. Im Zentrum steht dabei das dramatische Madrigal Il Combattimento di Tancredi e Clorinda von Claudio Monteverdi, einem der ersten Opernkomponisten der Musikgeschichte. Die Handlung spielt während des ersten Kreuzzuges und dreht sich um den christlichen Kreuzfahrer Tancredi und seine Geliebte, die sarazenische Kriegerin Clorinda. Da Clorinda eine Rüstung trägt, hält Tancredi sie für einen Feind und fordert sie zum Kampf. Ohne sie zu erkennen, versetzt er ihr einen tödlichen Schlag: Die Geliebte stirbt in seinen Armen, nimmt aber zuvor noch den christlichen Glauben an. Auf Ian Bostridges facettenreiche Interpretation des Tancredi darf man jetzt schon gespannt sein! 21


einBlick ins Programm Israel in Egypt

Stechmücken, Hagel, tiefe Finsternis Wie der Name erahnen lässt, dreht sich Georg Friedrich Händels Oratorium Israel in Egypt um den Exodus: die alttestamentarische Geschichte vom Auszug der Israeliten aus Ägypten. Mit außergewöhnlichen musikalischen Mitteln, zahlreichen Chorszenen und einer packenden Dramaturgie setzte Händel diesen biblischen Stoff 1738 in Töne – zu einer Zeit, in der das englische Oratorium noch in seinen Kinderschuhen steckte. von Paula Schlüter

Mit Israel in Egypt ging Händel neue Wege: Nach seiner Übersiedlung nach England im Jahr 1712 hatte er sich an seiner neuen Wirkungsstätte zunächst als Meister der italienischen Oper etabliert. Lange Zeit war Händels Operngesellschaft, die Royal Academy of Music, die einzige Anbieterin italienischer Opern in London. Ab 1734 begann ihr allerdings die neu gegründete Opera of the Nobility Konkurrenz zu machen. Zeitgleich breitete sich ein zunehmender Opernverdruss unter dem Londoner Theaterpublikum aus – die italienische Oper war ›out‹: 1737 mussten daher beide Opernkompanien Konkurs anmelden. Einen künstlerischen Ausweg aus der Misere sah Händel im englischen Oratorium, mit dem er seit Esther aus dem Jahr 1732 experimentierte. Mit dieser neuen Gattung passte er sich den Bedürfnissen seines Publikums an: Angehörige des britischen Bürgertums, die zum ersten Mal das musikalische Theater für sich entdeckten, sprachen im Gegensatz zum Adel häufig kein Italienisch.

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Werke auf Englisch kamen bei ihnen besser an, vor allem Vertonungen von alttestamentarischen Stoffen. Die Oratorien fanden so eine breitere Resonanz, die auch soziale Schichten jenseits des aristokratischen Publikums einschloss, das zuvor Händels italienische Opern finanziert und besucht hatte. Die ›Erfindung‹ einer neuen Gattung war außerdem notwendig, um das Placet der anglikanischen Kirche zu erhalten: Biblische Stoffe auf der Opernbühne galten als inakzeptabel, Aufführungen von Oratorien wurden hingegen toleriert. Donnernde Hagelstürme, surrende Fliegen und Heuschrecken, tintenschwarze Dunkelheit – als der Pharao Moses und den Israeliten die Heimkehr verbietet, suchen zehn Plagen das ägyptische Volk heim. Für die klangmalerische Darstellung der Plagen wählte Händel außergewöhnliche Mittel: In der Chornummer »He spake the word: And there came all manner of flies« lassen rasant sirrende Figuren in den Streichern die Geräuschkulisse eines gigantischen Fliegen-, Stechmücken- und Heuschreckenschwarms entstehen, während kurze Zeit später Feuer- und Hagelstürme durch blitzende Kaskaden in den Streichern und donnernde Bläserakkorde durchs Orchester rollen.


Fr, 27. Mär 2026, 19:30 Großer Saal

Ferlesch, Barucco & Chor Ad Libitum Händels Israel in Egypt Georg Friedrich Händel Israel in Egypt. Oratorium in drei Teilen für Soli, Chor und Orchester HWV 54 Miriam Kutrowatz | Sopran Maria Ladurner | Sopran Alois Mühlbacher | Alt Johannes Bamberger | Tenor Matthias Helm | Bass Daniel Ochoa | Bass Chor Ad Libitum Barucco Heinz Ferlesch | Leitung

Chor Ad Libitum & Barucco

Im Rezitativ »He sent a thick darkness over all the land« nutzt Händel wiederum chromatische Spannung, um die undurchdringliche Finsternis zu vertonen, die ganz Ägypten überfällt: Wabernd breitet sich ein dicker Klangteppich der Streichinstrumente aus, bevor der Chor statisch und homofon darüber einsetzt. Nach und nach lösen sich aus dieser spannungsgeladenen Klangfläche einzelne Solostimmen heraus: Fragmentiert und verloren machen sie die Orientierungslosigkeit der ägyptischen Streitmächte in der Finsternis hör- und spürbar. Trotz seiner bahnbrechenden musikalischen Mittel war Israel in Egypt bei seiner Uraufführung in London alles andere als ein Publikumserfolg: Der biblische Stoff wurde als zu sperrig empfunden. Man störte sich zudem an den vielen Chornummern. Während bei Oratorien Händels wie Esther oder Saul Einzelschicksale im Mittelpunkt der Handlung stehen, erzählt Israel in Egypt die Geschichte eines Volkes – in keinem anderen Oratorium von Händel wird daher die musikalische Faktur so sehr vom Chor geprägt wie hier. Erst im zweiten und dritten Teil tauchen vereinzelte Arien und Duette auf. Solonummern waren jedoch beim Publi-

kum besonders beliebt, weshalb Händel einige Chöre strich und stattdessen weitere Arien aus den Oratorien Esther und Athalia in das Werk einfügte. Zum Publikumsliebling entwickelte sich Israel in Egypt allerdings auch dadurch nicht – zu Händels Lebzeiten wurde das Stück insgesamt nur elf weitere Male aufgeführt. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Oratorium wiederentdeckt. Was das Publikum zu Händels Lebzeiten störte, ist heute das faszinierende Alleinstellungsmerkmal dieses außergewöhnlichen Werkes: Gerade aufgrund seiner vielfältigen Chornummern gehört Israel in Egypt heute zu Händels beliebtesten und am häufigsten aufgeführten Kompositionen. Im Großen Saal des Brucknerhauses bringt diese spektakuläre Musik ein hochkarätiges Solist:innenensemble mit österreichischen Talenten wie dem Countertenor Alois Mühlbacher gemeinsam mit dem Chor Ad Libitum und dem Originalklangensemble Barucco unter der Leitung von Heinz Ferlesch auf die Bühne.

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Aufs Podium! Julia Hagen und Ruth Reinhardt stehen stellvertretend für die wachsende weibliche Präsenz auf klassischen Konzertpodien. Die österreichische Starcellistin und die gefragte deutsche Dirigentin legen Wert darauf, auf der Bühne in erster Linie als Künstlerinnen wahrgenommen zu werden, weniger als Frauen. von Romana Gillesberger

Ein Musikinstrument steht sinnbildlich für die Situation junger Künstlerinnen, die sich derzeit verstärkt im Konzertbetrieb neben ihren männlichen Kollegen behaupten: »Ich habe meinem Cello tatsächlich nie einen Namen gegeben. Ich könnte nicht einmal sagen, ob es ein Er oder eine Sie ist, obwohl ich seit mittlerweile zehn Jahren eine sehr enge Bindung zu dem Instrument habe«, sagt die 30-jährige, aus einer Musiker:innenfamilie stammende Cellistin Julia Hagen – Vater, Tanten und Onkel gründeten in den 1970er-Jahren das berühmte Hagen Quartett – im Gespräch mit thema. Genauso irrelevant sollte es ihrer Meinung nach sein, ob eine Frau oder ein Mann vorne steht, wenn sie mit Orchestern auftritt. »Mir ist es egal, ob ich mit einem Dirigenten oder einer Dirigentin arbeite. Das wird jetzt

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zwar noch einige Jahre notwendig sein, denn es gibt viel aufzuholen, ich hoffe dennoch, dass wir bald an einen Punkt kommen, wo das Geschlecht keine Rolle mehr spielt und wo es Normalität sein wird, dass Frauen am Pult stehen.« Genauso sieht das die nur wenige Jahre ältere Dirigentin Ruth Reinhardt, die ihr Studium an der renommierten Juilliard School in New York absolvierte und die seit der Saison 2025/26 dem Rhode Island Philharmonic Orchestra als Musikdirektorin vorsteht. Die gebürtige Deutsche macht im Gespräch mit thema unmissverständlich klar, dass ihr Geschlecht absolut nichts mit der Qualität ihrer Arbeit zu tun hat: »Dass ich eine Frau bin, ist für meine Arbeit ungefähr so relevant wie meine Haarfarbe oder meine Körpergröße«, betont sie.


Künstlerinnen im Fokus Julia Hagen

Di, 14. Apr 2026, 19:30 Großer Saal

Reinhardt, Hagen & Bruckner Orchester Linz Bedřich Smetana Šárka, Nr. 3 aus: Má vlast (Mein Vaterland) JB 1:112 Bohuslav Martinů Symphonie Nr. 4 H. 305 Antonín Dvořák Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 Julia Hagen | Violoncello Bruckner Orchester Linz Ruth Reinhardt | Dirigentin

Julia Hagen

Drei Bekannte werden im Spiel sein, wenn Julia Hagen am 14. April 2026 gemeinsam mit Ruth Reinhardt in der Reihe Große Orchester auftritt: das Brucknerhaus, das Bruckner Orchester Linz und Antonín Dvořáks Cellokonzert. Mit ersterem verbindet die Cellistin eine besondere Geschichte, begann doch im Jahr 2009, da war sie 14 Jahre alt, ihre Karriere als Solistin just im Konzerthaus an der Donau. Ihr erster Auftritt mit dem Wiener Jeunesse Orchester und Gabriel Faurés Elegie fand im Großen Saal des Brucknerhauses Linz statt. Ein Erlebnis, an das sich die Musikerin noch sehr gut erinnern kann: »Diese Bühne hat so unfassbar riesig gewirkt. Diese Dimension war überwältigend.« Der Gedanke an das Haus weckt ausschließlich positive Emotionen in der gebürtigen Salzburgerin, die heute

in Wien lebt: »Das Brucknerhaus ist ein sehr besonderer Ort für mich. Dort habe ich tatsächlich meine ersten Schritte gemacht. Es fühlt sich gut an, wenn man an einen Ort zurückkommt und sich dort aufgehoben fühlt.« Linz und sein Konzerthaus haben ihr in dieser Hinsicht einen einprägsamen Moment beschert: Über das Konzert mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und Mirga Gražinytė-Tyla mit Dmitri Schostakowitschs 2. Cellokonzert und Werken von Mieczysław Weinberg im März 2022 sagt sie: »Da hat der Raum auch so gut ›mitgemacht‹, das hat alles zusammengepasst. Ich würde sagen, das war das intensivste Konzert, das ich erlebt habe.« .

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Künstlerinnen im Fokus Ruth Reinhardt

Ruth Reinhardt

Die Aussicht darauf, wieder mit dem Bruckner Orchester Linz zu musizieren, ruft Vorfreude bei Julia Hagen hervor: »Es ist wahnsinnig schön, wenn man mit einem Orchester schon öfter zusammengearbeitet hat und da auch schon ein gewisses Vertrauen herrscht.« Dieses Vertrauen wird auch von Vorteil sein, wenn sie für die Aufführung von Dvořáks Cellokonzert ans Brucknerhaus zurückkehrt. »Es ist definitiv eines meiner Lieblingskonzerte, wenn nicht sogar das Lieblingskonzert. Es gibt so viele Passagen in dem Werk, die nur zusammen mit dem Orchester funktionieren. Ich hab’ das Konzert schon so oft gespielt, aber es verliert nie seinen Zauber.« Mit Haus, Orchester und Werk ist Julia Hagen demnach wohlvertraut. Die einzige ›Unbekannte‹ an diesem Abend ist für sie die Dirigentin des Konzerts, Ruth Reinhardt. Es wird die erste Begegnung der zwei aufstrebenden Musikerinnen – ein starkes Signal für die wachsende weibliche Präsenz auf klassischen Konzertpodien. Die beiden Künstlerinnen 26

freuen sich jedenfalls auf ihre Zusammenarbeit, die für Julia Hagen ein willkommenes Wiedersehen darstellt und für Ruth Reinhardt ihr Debüt in Linz markiert. Der Arbeit mit dem Bruckner Orchester blickt Letztere mit großer Offenheit entgegen: »Ich versuche als Dirigentin möglichst neutral reinzugehen und mich überraschen zu lassen. Die Gefahr ist, wenn man mit zu klar definierten Erwartungen reingeht, hält einen das eher davon ab, offen zu sein, was einem entgegenkommt, was tatsächlich das Orchester ausmacht.« Dass beim Konzert im Brucknerhaus unter anderem Bohuslav Martinůs 4. Symphonie auf dem Programm steht, freut Ruth Reinhardt. »Die Musik ist sehr prägnant, auch effektvoll, aber ohne oberflächlich zu sein. Sie hat eine große Tiefe«, umreißt sie das Werk, welches sie bereits in São Paulo und Berlin dirigiert hat und das sie im Jänner auch zu den Warschauer Philharmonikern führen wird. Slawisches Repertoire liegt Ruth Reinhardt seit ihrer Studienzeit am Herzen, während der sie


viel Zeit bei Meisterkursen in Tschechien verbracht hat, oft mehrere Wochen im Sommer, und wo sie das Land und seine Kultur kennen- und lieben gelernt hat. »Slawische Musik im Generellen ist sehr gute Musik, gut konstruiert, gut gemacht, trotzdem hat sie immer viel Seele, viel Liebe zum Leben«, schwärmt die Dirigentin. Angesprochen auf Vorbilder, nennt Julia Hagen – abgesehen von ihrem Lehrer Heinrich Schiff – die niederländische Geigerin Janine Jansen, die sie dafür bewundert, dass sie »mit jeder einzelnen Note Musik macht. Es gibt keine Sekunde, wo sie nur ins Technische umspringt. Jede Sekunde hat einen Ausdruck, eine Bedeutung.« Und das ist es auch, was die Musikerin ihren Studentinnen und Studenten vermitteln möchte. Seit Beginn des Studienjahres 2025/26 hat sie eine Professur für Violoncello an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien inne.

Darüber hinaus möchte sie dazu ermuntern, »aufs eigene Bauchgefühl zu hören und sich nicht zu verbiegen. Das Wichtigste ist, dass man sich selbst treu bleibt und ehrlich ist bei dem, was man macht.« Eine ganze Reihe von Namen fallen Ruth Reinhardt spontan zum Stichwort Vorbilder ein: Alan Gilbert, Esa-Pekka Salonen, Mariss Jansons und Marin Alsop sind es, die sie nachhaltig beeindruckten. »Alan Gilbert, damals Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, war ein herausragender Lehrer« und »Marin Alsop ist eine der schlagfertigsten Dirigentinnen, die ich je kennengelernt habe«, streut sie ihren Idolen Rosen. Apropos Rosen, respektive Blumen: Auf die würde Ruth Reinhardt gerne zugunsten eines anderen Gastgeschenks in Linz verzichten: »Ich bin gespannt, ob die Linzer Torte in Linz anders schmeckt als an anderen Orten. Die war als Kind immer mein Lieblingskuchen.«

Dirigentinnen im Fokus Anu Tali Marzena Diakun

Alevtina Ioffe Mi, 11. Feb 2026, 19:30 Großer Saal

So, 1. Feb 2026, 11:00 Großer Saal

Tali, Braunstein & Bruckner Orchester Linz Felix Mendelssohn Bartholdy Die Hebriden. Konzert-Ouvertüre h-Moll op. 26 Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ›Schottische‹ Guy Braunstein Abbey Road Concerto für Violine und Orchester Guy Braunstein | Violine Bruckner Orchester Linz Anu Tali | Dirigentin

Ioffe, Chooi & Prague Radio Symphony Orchestra Bohuslav Martinů Ouvertüre H. 345 Max Bruch Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26 Antonín Dvořák Romanze für Violine und Orchester f-Moll op. 11 Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 Timothy Chooi | Violine Prague Radio Symphony Orchestra Alevtina Ioffe | Dirigentin

So, 29. Mär 2026, 11:00 Großer Saal

Diakun, Van Wauwe & Zürcher Kammerorchester Werke von Grażyna Bacewicz, Krzysztof Penderecki, Johann Sebastian Bach, Leonard Bernstein, Philip Glass, Aaron Copland Annelien Van Wauwe | Klarinette Zürcher Kammerorchester Marzena Diakun | Dirigentin

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Orchester von Welt im Brucknerhaus Das Abonnement Große Orchester 26–27 verspricht neun herausragende Konzerte mit den weltbesten Orchestern, exzellenten Solist:innen, spannenden Debüts und zahlreichen symphonischen Meisterwerken. von Paula Schlüter und Andreas Meier

Nicolas Altstaedt

I Mit größtmöglicher Geste läutet Anna Rakitina, eine

der aufregendsten Dirigentinnen der jungen Generation, die Reihe im Rahmen des Brucknerfestes 2026 ein: Gemeinsam mit dem Bruckner Orchester Linz widmet sie sich Pjotr Iljitsch Tschaikowskis 6. Symphonie h-Moll »Pathétique«. Ebenso schicksalshaft beginnt die Sinfonia zu Giuseppe Verdis Oper La forza del destino, die den Konzertabend eröffnet. Hornist Stefan Dohr – seit 1993 Solohornist der Berliner Philharmoniker – komplettiert das Programm mit der Österreichischen Erstaufführung eines neuen Konzerts für Horn und Orchester des isländisch-deutschen Komponisten Steingrímur Rohloff.

II

Im Oktober stellt sich das WDR Sinfonieorchester mit seiner neuen Chefdirigentin in Linz vor: Die Französin Marie Jacquot ist in Österreich längst keine Unbekannte mehr – bereits 2023/24 wurde sie Erste Gast­dirigentin der Wiener Symphoniker. Für ihr Debüt 28

in Linz hat sich Jacquot für ein außergewöhnlich vielseitiges Programm mit gleich zwei internationalen Solist:innen zusammengeschlossen: Mit Antoine Tamestit bringt ein Weltstar an der Viola das Solokonzert La Nuit des Chants von Thierry Escaich zur Österreichischen Erstaufführung, während die lettische Organistin Iveta Apkalna den Orgelpart in Camille Saint-Saëns opulenter ›Orgelsymphonie‹ übernimmt.

III

Ein besonderer Höhepunkt der Reihe wartet im November: Ganze 26 Jahre ist es her, dass das Royal Concertgebouw Orchestra zum letzten Mal im Brucknerhaus Linz zu Gast war. Nun kehrt »the world’s greatest orchestra« (Grammophone Magazine) zurück – und das mit einem Paukenschlag: Zum einen feiert mit Klaus Mäkelä ein absoluter Ausnahmekünstler und einer der derzeit gefragtesten Dirigenten weltweit sein Debüt in Linz, zum anderen stehen ihm mit der Sopranistin Jennifer Johnston und dem Bassbariton Gerald Finley zwei herausragende Sänger:innen zur Seite, um Béla Bartóks einaktige Oper Herzog Blaubarts Burg in konzertanter Form auf die Bühne des Großen Saals zu bringen. Hinein in diese märchenhafte Klangwelt lockt dabei schon die erste Hälfte des Konzerts mit Antonín Dvořáks 7. Symphonie d-Moll.


Große Orchester 26–27

I

Sa, 19. Sep 2026, 19:30 Anna Rakitina, Stefan Dohr & Bruckner Orchester Linz

II

Di, 20. Okt 2026, 19:30 Marie Jacquot, Antoine Tamestit, Iveta Apkalna & WDR Sinfonieorchester

III

Mi, 18. Nov 2026, 19:30 Klaus Mäkelä & Royal Concertgebouw Orchestra

Klaus Mäkelä & Royal Concertgebouw Orchestra

IV

Do, 3. Dez 2026, 19:30 Alain Altinoglu & Wiener Philharmoniker

V

IV Bereits das zweite Jahr in Folge sind im Dezember

Fr, 15. Jän 2027, 19:30 Jakub Hrůša, Kirill Gerstein & Bamberger Symphoniker

die Wiener Philharmoniker zu erleben: Gemeinsam mit Alain Altinoglu bringt das Ausnahmeorchester dabei drei im wahrsten Wortsinne bahnbrechende Werke der Musikgeschichte auf die Bühne. Am Beginn steht Wolfgang Amadé Mozarts 40. Symphonie g-Moll mit der der Komponist 1788, drei Jahre vor seinem Tod, in völlig neue Klangwelten bis an die Grenzen der Tonalität vordrang. Ebenso Neuland betrat auch Maurice Ravel mit seinem 1928 ursprünglich als Ballettmusik konzipierten Bolero. Nicht weniger außergewöhnlich auch das Stück Métaboles seines 41 Jahre jüngeren Landsmannes Henri Dutilleux: 1965 als Auftragswerk des Dirigenten George Szell mit dem Cleveland Orchestra uraufgeführt, verwandelt sich die Musik hier in immer wieder neue Klangcharaktere.

VI

Di, 2. Mär 2027, 19:30 Alain Altinoglu, Julia Hagen & hr-Sinfonieorchester

VII

Mi, 17. Mär 2027, 19:30 Antonello Manacorda, Yamen Saadi & Bruckner Orchester Linz

VIII

V Ein Fest in Es-Dur verspricht das Konzert der

Bamberger Symphoniker mit ihrem Chefdirigenten Jakub Hrůša: Auf dem Programm stehen mit Beethovens 5. Klavierkonzert und Robert Schumanns ›Rheinischer‹ 3. Symphonie zwei Werke voller Energie und Lebensfreude in der Tonart Es-Dur. Den Solo­part übernimmt mit dem Pianisten Kirill Gerstein ein außergewöhnlich vielseitiger Künstler: Mit nur 14 Jahren begann er ein Jazzstudium in Boston, bevor er sich ganz der Klassik verschrieb.

Mo, 12. Apr 2027, 19:30 Semyon Bychkov, Seong-Jin Cho & Tschechische Philharmonie

Anna Rakitina

IX

Mo, 24. Mai 2027, 19:30 Iván Fischer, Nicolas Altstaedt & Budapest Festival Orchestra 29


Große Orchester 26–27

VI

Zwei Meisterwerke des 20. Jahrhunderts stellen im März das hr-Sinfonieorchester gemeinsam mit Starcellistin Julia Hagen gegenüber: Sein 1. Cellokonzert schrieb Dmitri Schostakowitsch 1959 für seinen engen Freund, den ›Übervirtuosen‹ Mstislaw Rostropowitsch. Dem gegenüber steht Igor Strawinskis fast 50 Jahre früher entstandene ›kunterbunte‹ Musik zu Sergei Djagilews Ballett Petruschka, für das er sich vom volkstümlichen Puppentheater inspirieren ließ: Zwischen drei Puppen eines Gauklers entspinnt sich auf einem Jahrmarkt in St. Petersburg ein klangprächtiges, allzu menschliches Spiel um Begehren, Verführung und Eifersucht, bei dem es schließlich um Leben und Tod geht, während die Grenzen von Realität und Fiktion verschwimmen.

Alain Altinoglu

VII Ebenfalls im März erwarten uns zwei weitere

langersehnte Debüts: Der italienisch-französische Dirigent Antonello Manacorda, der in den letzten Jahren nicht zuletzt mit seinen Gesamteinspielungen der Symphonien Beethovens, Schuberts und Mendelssohns international für Furore gesorgt hat, bringt gemeinsam mit dem Shootingstar Yamen Saadi – Konzertmeister der Wiener Philharmoniker – Mendelssohns berühmtes Violinkonzert e-Moll auf die Bühne. Dem steht in der zweiten Hälfte Gustav Mahlers ebenfalls um die Tonart e-Moll kreisende 7. Symphonie gegenüber, deren Faszination sich in ähnlicher Weise aus dem Neben­einander schattenhafter ›Nachtmusiken‹ und extrovertierter Klangeruptionen speist. Zum Klingen bringt dieses orchestrale Meisterstück das Bruckner Orchester Linz, das damit seine Serie der Mahler-Symphonien fortsetzt.

VIII

Ein weiteres Debüt, das man sich nicht entgehen lassen sollte, feiert im April der Pianist Seong-Jin Cho, der 2015 im Alter von zwanzig Jahren den ersten Preis beim Internationalen Chopin-Wettbewerb erringen konnte. Mit Rachmaninoffs 2. Klavierkonzert hat er eines der beliebtesten romantischen Klavierkonzerte schlechthin im Gepäck. Begleitet wird er von einem Klangkörper, der ohne Frage zu den besten weltweit zählt: Die Tschechische Philharmonie ist berühmt für ihren warmen, dunklen, typisch böhmischen Klang, der im spätromantischen Repertoire perfekt zur Geltung kommt. In der zweiten Hälfte des Konzerts heizen das traditionsreiche Prager Orchester und sein Chefdirigent Semyon Bychkov mit den Symphonischen Tänzen von Rachmaninoff ein.

Iveta Apkalna

Große Orchester im Abo ab sofort buchbar!

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Der Einzelkartenverkauf beginnt am 24. März 2026. Infos & Bestellungen: brucknerhaus.at, kassa@liva.linz.at, Brucknerhaus Service-Center 30

IX Zum krönenden Abschluss der Saison sind im Mai

Iván Fischer und das Budapest Festival Orchestra zu Gast, das sich seit seiner Gründung vor 40 Jahren in kürzester Zeit Weltruhm erspielt hat und heute regelmäßig zu den zehn besten Orchestern gezählt wird. Sein Debüt in Linz feiert dabei mit Nicolas Altstaedt einer der derzeit gefragtesten Cellisten weltweit, der mit Camille Saint-Saëns’ 1. Cellokonzert a-Moll eines der prominentesten Werke der Literatur zum Erklingen bringen wird – ein französischer Kontrapunkt zu Anton Bruckners 7. Symphonie E-Dur, die in der zweiten Konzerthälfte auf dem Programm steht.


Große Orchester 26–27 Marie Jacquot

Eine deutschfranzösische Freundschaft Marie Jacquot ist ab Herbst 2026 neue Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters. Mit diesem Klangkörper gibt die Bruckner-Verehrerin in der Saison 26–27 ihr Debüt im Brucknerhaus Linz mit Werken von Richard Wagner, Thierry Escaich und Camille Saint-Saëns. von Theresa Steininger

Man kennt sie für ihre Entdeckungslust und ihre Freude daran, Neues auszuprobieren: die französische Dirigentin Marie Jacquot. Von beidem wird man sich überzeugen können, wenn sie erstmals im Brucknerhaus Linz zu erleben ist, kombiniert sie doch im Rahmen ihres Debüts Richard Wagners Ouvertüre zur Oper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg mit Thierry Escaichs La Nuit des Chants, einem Violakonzert, in dem Antoine Tamestit als Solist wirkt, sowie Camille Saint-Saëns’ sogenannter ›Orgelsymphonie‹ mit Iveta Apkalna als Solistin. Marie Jacquot wird dabei dem WDR Sinfonieorchester vorstehen, dessen neue Chefdirigentin sie ab der Saison 2026/27 sein wird. Außerdem kennt man Jacquot als Erste Gastdirigentin der Wiener Symphoniker. Zuletzt sorgte sie als Chefdirigentin des Königlich Dänischen Theaters in Kopenhagen für Aufsehen. Auch mit Klangkörpern

wie dem Gewandhausorchester Leipzig, den Münchner Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Cleveland Orchestra, dem Orchestre National de France, dem Oslo Philharmonic und mehr ist sie bereits aufgetreten. Im thema-Interview spricht sie über ihre Programmauswahl, ihre neuen Aufgaben und die Rolle als weibliche Führungskraft am Pult. Theresa Steininger: Sie kennen das WDR Sinfonieorchester bereits von früheren Auftritten – was schätzen Sie an diesem und wie blicken Sie Ihrer neuen Rolle als Chefdirigentin entgegen? Marie Jacquot: Die Chemie zwischen uns war von Anfang an sehr gut, sowohl auf menschlicher als auch auf musikalischer Ebene. Ich mag, dass das WDR Sinfonieorchester in allen Genres zu Hause ist, von Barock über Romantik und Wiener Klassik bis zur Moderne. Weil ich in Österreich musikalisch groß geworden bin, 31


Di, 20. Okt 2026, 19:30 Großer Saal

Jacquot, Tamestit, Apkalna & WDR Sinfonieorchester Richard Wagner Ouvertüre zur Oper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Thierry Escaich La Nuit des Chants. Konzert für Viola und Orchester Camille Saint-Saëns Symphonie Nr. 3 c-Moll op. 78 ›Orgelsymphonie‹ Antoine Tamestit | Viola Iveta Apkalna | Orgel WDR Sinfonieorchester Marie Jacquot | Dirigentin

Konzert II der Reihe Große Orchester 26–27

schätze ich es sehr, dass ich mit den Musikerinnen und Musikern auch viel an deutscher Romantik arbeiten kann, aber ich möchte mich keinesfalls auf ein spezielles Repertoire beschränken, sondern die Bandbreite des Orchesters nutzen. Was jedoch zum Leitmotiv meiner noch jungen Karriere wurde, ist, dass ich stets auch Werke präsentieren will, die das Publikum noch nicht kennt. So wird in jedem Konzert auch eine Rarität zu hören sein. Ich möchte das WDR Sinfonieorchester in seinen Stärken unterstützen, die ich teils schon kenne und teils in der intensiven Zusammenarbeit noch erkunden möchte. TS: Mit dem WDR Sinfonieorchester und den Wiener Symphonikern, deren Erste Gastdirigentin Sie sind, verbindet Sie bereits einiges. Wie ist es aber, wenn Sie erstmals mit Orchestern neu zusammenarbeiten – erleben Sie selbst heutzutage noch Scheu vor Dirigentinnen? MJ: Mit anderen Orchestern als jenen, die man schon gut kennt, zu arbeiten, ist immer eine Bereicherung, denn man nimmt diese Erfahrungen in die weitere Arbeit mit. Beim Kennenlernen von für mich neuen Orchestern ist es so, wie wenn man Menschen im täglichen Leben trifft: Manchmal funktioniert es sofort, manchmal dauert es ein wenig, bis man sich versteht. Ich kann nicht wissen, ob das dann mit der Tatsache zu tun hat, dass ich eine Frau bin oder dass ich noch jung bin oder was immer ... Aber es hat mich – ehrlich gesagt – auch nie wirklich interessiert. Denn natürlich versuche ich, meinen Beruf so gut zu machen, 32

wie ich kann. Dazu, was dabei entsteht, wird es immer verschiedene Meinungen geben – wie bei allem im Leben. TS: Sie haben zuerst Posaune studiert. Was hat das heute noch für Auswirkungen auf Ihre Arbeit? MJ: Die Liebe für Posaunenchoräle, für Spiritualität in der Musik – und vieles mehr. Dass ich Posaune im Orchester spielte, hat mir die Möglichkeit gegeben, viel zu beobachten, vor allem auch den Dirigenten. Und letztlich hat mich das zu meinem heutigen Beruf geführt. Denn ich war von meinem ersten Chefdirigenten so fasziniert, dass ich zu ihm gegangen bin und ihn gefragt habe, ob er nicht auch unterrichte. Er sagte, er habe gerade eine Dirigierklasse eröffnet. Und obwohl mich Dirigieren an sich im ersten Schritt gar nicht so sehr interessierte, bin ich hingegangen, weil ich hören wollte, was er über Musik zu sagen hatte – und später hat eines zum anderen geführt. TS: Sie waren früher auch auf dem Weg dazu, Tennisprofi zu werden. Was haben Sie daraus für Lehren für heute gezogen? MJ: Ich spielte einst sehr gut und viel, ja. Das Körperund Mentaltraining von damals bringt mir heute noch etwas – und auch die Tatsache, dass man sich Ziele setzt und diese Schritt für Schritt zu erreichen versucht. TS: Man kennt Sie als Künstlerin, der Musikvermittlung ein Anliegen ist. Was ist Ihnen dabei besonders wichtig?


Große Orchester 26–27 Marie Jacquot Der Klang hat mich immer schon fasziniert, weshalb ich dieses Werk von Saint-Saëns bereits früh in mein Repertoire aufgenommen habe. Ein weiterer Grund ist, dass es französische und deutsch-romantische Musik vermischt und quasi eine deutsch-französische Freundschaft symbolisiert. TS: Was ist besonders reizvoll an Thierry Escaichs La Nuit des Chants? MJ: Dieses Werk hat sich unser Solist des Abends, Antoine Tamestit, gewünscht. Ich muss es noch intensiver studieren, denn für Linz erarbeite ich es erstmals. Mit Antoine Tamestit bin ich darüber im steten Austausch. Er hat mir unheimlich viel darüber erzählt, sodass ich sehr gespannt bin auf unsere gemeinsame Interpretation.

Marie Jacquot MJ: Es ist essenziell für unsere Branche, das Publikum näher an das, was wir tun, heranzuholen. Die Begeisterung, die wir für unseren Beruf empfinden, muss spürbar werden – so, wie es bei mir eben damals mit meinem ersten Dirigierlehrer war. Als ich jung war, packte mich immer dann etwas besonders, wenn jemand mit großer Leidenschaft davon erzählte. Daraus schließe ich, dass vielleicht ja jemand anders über Musik nachdenkt, wenn er unsere Hingabe und Liebe zur Musik mitbekommen hat. TS: Dass vor und nach Ihrem Konzert in Linz Auftritte von jungen Musikerinnen und Musikern zu erleben sein werden, ist dann wohl auch ganz in Ihrem Sinne …* MJ: Unbedingt. Je mehr das Publikum unsere Leidenschaft spürt und Identifikationsfiguren kennenlernt, desto besser. TS: Für Linz haben Sie ein vielseitiges Programm gewählt – warum wollten Sie die ›Orgelsymphonie‹ von Camille Saint-Saëns hier präsentieren? MJ: Mir ist immer wichtig, dass ich Programme aus­ balanciert zusammenstelle. Ich möchte gerne etwas, das ich schon oft gemacht habe, mit Neuem kombinieren. So habe ich auch Zeit, mich den mir weniger geläufigen Werken mit mehr Intensität zu widmen. Ich finde, das hat mit Respekt gegenüber dem Stück und dem Komponisten zu tun. Die ›Orgelsymphonie‹ von Camille Saint-Saëns ist eine, die mir sehr am Herzen liegt und die ich schon oft dirigiert habe. Ich bin in Chartres aufgewachsen und war jeden Sonntag in der Kathedrale, wo ich die wunderbare Orgel hörte.

TS: Welchen Aspekt bringt Richard Wagners Tannhäuser-Ouvertüre in dieses Konzert ein? MJ: Wieder war mir wichtig, hier die Verbindung zwischen deutscher Romantik und französischer Musik zu betonen. Und gleichzeitig ist Wagners Musik sehr orgelhaft und hat daher mannigfache Verbindungen zum Werk von Saint-Saëns. TS: Was haben Sie sich für Ihr Debüt in Linz vorgenommen? Und was für die weitere Zusammenarbeit mit dem WDR Sinfonieorchester? MJ: Ich hoffe, dass diese schöne Kollaboration lange besteht, denn ich möchte dort wirklich Spuren hinterlassen – und das geht nicht, wenn man nur kurz bleibt. Ich wünsche mir, dass wir wie eine Art Familie zusammenwachsen und uns musikalisch und menschlich blendend verstehen. Was Linz betrifft, freue ich mich, das Linzer Publikum kennenzulernen. Ich war noch nie in dieser Stadt, weder als Touristin noch als Künstlerin. Und ich bin eine glühende Verehrerin von Anton Bruckner. TS: Was ist es, das Sie an Bruckner besonders schätzen? MJ: Es ist die klangliche Architektur, die seine Werke ausmacht, die Zeit-Raum-Eigenschaft seiner Musik, die Erde und Himmel verbindet. Wenn ich seine Musik dirigiere, muss ich immer an eine Kathedrale denken. Mich beeindruckt die Verbindung seiner Kompositionen mit der Spiritualität – und natürlich spielt auch mit, dass in seinen Werken die schönsten Momente immer für die Posaunen komponiert sind. In seine Stadt zu kommen und hier auftreten zu dürfen, ist für mich ganz besonders. der Saison 26–27 wird es vor und nach jedem Konzert * Ab der Reihe Große Orchester als sogenanntes Klangmenü ein Vor- bzw. Nachspiel mit jungen Musiker:innen geben.

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WIRTSCHAFT

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BrucknerBilder

In meinem Zimmer findet sich das Kunstwerk von Josef Bauer, dem er den Titel Bruckner und sein Raum gegeben hat. Bauer hat es 2008 geschaffen. Der 1934 in Gunskirchen geborene oberösterreichische Künstler war ein Weitblickender, ein Vorausschauender, indem er viele künstlerische Ideen vorwegnahm, mit denen andere später Weltruhm erlangten. Josef Bauer, der 2022 verstarb, kam wie Anton Bruckner vom Land und ihre Lebensläufe ähneln sich in Bezug auf ihre späteren Weltkarrieren. Das Belvedere 21 widmete sich in einer Werkschau im Herbst 2019 endlich umfassend Bauers visionärer »Taktiler Poesie«. Sein Bruckner-Kunstwerk berührt mich, es ist mir zu einem Lebensleitbild geworden. Warum man berührt wird, ist im Augenblick der Berührung unwesentlich. Wenn ich darüber nachzudenken beginne, frage ich mich: Welchen Raum eröffnet mir dieses Kunstwerk? Allein, dass dieser Raum durch die Kunst da ist, ermöglicht es erst, diesen und damit

den Resonanzraum der eigenen Fantasie zu betreten. Das ist das Wunderbare an der Kunst: Man hat die Möglichkeit, sich selbst zu betreten. Wenn ich wirklich schaue, eröffnen sich ewig anders beschaffene Räume. Der hochrote Kopf, der gar nicht außer Atem in die Ferne schaut, lässt vermuten, dass der Körper, auf dem er sitzt, sicher auf dem Boden steht. Bodenständig blickt er seinem weißen Gegenbild entgegen, das Eindruck in die und von der Welt sein könnte. Im Dazwischen holen wir Luft, finden Spielraum, erleben Weite und es ergreift einen Magie, ohne die wir alle nicht überleben könvon Norbert Trawöger nen. Wie so oft kommt es auf das Dazwischen, auf die Leerstelle an. Bauer thematisiert damit auch einen zentralen Begriff in Bruckners Schaffen: den Raum. Kunst schafft Raum. Bruckner schafft Raum, Bauer das Bild dazu, das mir gehört. Ich höre fast täglich an und in diesem Raum.

Bruckner und sein Raum

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musikERleben

Offen!

Hausführungen im Brucknerhaus Linz

Das Brucknerhaus Linz zählt zu den bedeutendsten Bauwerken in Oberösterreich. Die beeindruckende Architektur, die das Ehepaar Heikki und Kaija Sirén erdacht hat, und die erstklassige Akustik der Säle werden auch außerhalb der Konzerte im Rahmen verschiedener Führungsangebote Interessierten nähergebracht.

Familienführungen Einmal im Monat können Familien die verschiedensten Ecken des Brucknerhauses entdecken, jedes Mal mit einem anderen thematischen Schwerpunkt. Nächste Termine:

Sa, 21. Feb 2026, 10:30

Fokus Orgel Sa, 21. Mär 2026, 10:30

Fokus Anton Bruckner Sa, 18. Apr 2026, 10:30

Fokus Architektur* * Bei diesem Termin begleitet eine

Dolmetscherin in Österreichischer Gebärdensprache die Führung! Dauer: 70 Minuten

brucknerhaus.at/ fuehrungen 36

Individuelle Führungen Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des renommierten Konzerthauses und entdecken Sie Orte, die Sie als Besucher:in normalerweise nicht zu Gesicht bekommen – die Führungen können dabei individuell angepasst werden. Bei Interesse wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage unter Angabe von Wunschdatum, Uhrzeit und Personenzahl via E-Mail an Herrn Harald Hechwartner unter harald.hechwartner@liva.linz.at.


Orgelführungen Das Angebot der Orgelführungen im Brucknerhaus Linz hat sich in den letzten Jahren stetig erweitert, sodass wir mittlerweile Führungen für alle Altersgruppen anbieten: Martin Riccabona, Kustos der neuen Orgel im Großen Saal des Brucknerhauses, zeigt die Besonderheiten des von der Voralberger Firma Rieger gebauten Instruments. Nächster Termin:

Mo, 27. Apr 2026, 18:00

Orgelführung Dauer: 90 Minuten

Tipp: Es gibt zudem die Möglichkeit, eine private Orgel­führung zu vereinbaren. Schicken Sie Ihre Termin­wünsche sowie die Teilnehmer:innenzahl einfach direkt per E-Mail an kassa@liva.linz.at.

Führungen für Bildungseinrichtungen Auch Bildungseinrichtungen haben die Möglichkeit, das größte Instrument des Brucknerhauses kennenzulernen. Termine für die Führungen Hallo, Orgelpfeife! (für Kindergartengruppen und Volksschulklassen) und Entdecke die Orgel! (für Schüler:innen der Sekundarstufe) können individuell beim Team des Jungen Brucknerhauses Linz per E-Mail an education@liva.linz.at vereinbart werden.

»Im Rahmen der Orgelführungen erreichen wir ein Publikum aller Altersklassen. Der Umgang mit so verschiedenen Menschen, welche das Instrument Orgel bei uns aus greifbarer Nähe kennenlernen, ist für mich unglaublich bereichernd.«

Martin Riccabona

Weitere Führungen für Bildungseinrichtungen sind unsere beliebte Schnitzeljagd, Klangsuche und -komposition sowie unsere allgemeine Hausführung. Bei Interesse melden Sie sich gerne beim Team Junges Brucknerhaus Linz! 37


Mit freundlicher Unterstützung der

Uraufführung, Experimente und Elektronik Bei vier Märchen, dem Universum und Versuchen im Tonlabor warten einmalige Konzerterlebnisse auf junges Publikum! von Anna Dürrschmid & Malina Meier

midi. music 6+ Am 15. März 2026 wird es besonders spannend im Brucknerhaus: Familien mit Kindern ab 6 Jahren können im midi.music-Konzert nämlich eine Uraufführung erleben. Aber was genau ist eine Uraufführung? Der Begriff setzt sich aus zwei Wortteilen zusammen: UR und AUFFÜHRUNG. Eine ›Aufführung‹ kann ein Konzert oder eine Vorstellung sein, die man besucht. ›Ur‹ kann verschiedene Bedeutungen haben, ihr kennt vielleicht die Ur-Großmutter oder den Ausdruck »ur-guad« ... Bei der Ur-Aufführung steht die Vorsilbe für das erste Mal, also die erste Aufführung. Das ist etwas ganz Besonderes, denn niemand vor euch hat die Musik gehört! Unsere Uraufführung stammt vom Komponisten und Posaunisten Christian Radovan. Er hat sich Musik zu vier Märchen ausgedacht. Es handelt sich bei dem Stück um eine Jazzkomposition und es werden verschiedene Musiker:innen auf der Bühne mitwirken sowie eine Erzählerin, die auch singen wird. Christian Radovan arbeitet derzeit intensiv an der Komposition The Grimm-Andersen Sessions und hat uns dazu ein paar Fragen beantwortet.

Kalender Februar 26

So, 1. Feb Mo, 2. Feb 10:30, 14:00 & 9:30 16:00 Kindergartenmini.music 3+ In der Musikbauecke

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konzert

In der Musikbauecke

ausverkauft

Christ n Radovia an

Junges Brucknerhaus Linz: Im Konzert kommen vier Märchen vor – was gefällt dir an diesen vier Geschichten besonders? Christian Radovan: Als ich mich durch die Märchenwelt wühlte, gefielen mir diese vier Märchen besonders: Hans im Glück, Des Kaisers neue Kleider, Rumpelstilzchen und Die Sterntaler. Daraus folgte der Titel: The Grimm-Andersen Sessions. Ich denke, sie alle haben einen starken Bezug zu unserer Gegenwart. Sie zeigen uns, dass Gier keine Option ist und Demut ein wichtiger Teil der Menschlichkeit. Genau das verdeutlichen diese vier Märchen. In Des Kaisers neue Kleider zum Beispiel zerstören die Lügner und Betrüger, die mit dem Gewissen der Menschen spielen, das soziale Gefüge – und das ist verheerend. Alle folgen den korrupten Männern und man sieht, wie mächtig Lügen sein können. Dann braucht es ein Kind, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Oder in Die Sterntaler, wo das Mädchen fast nichts mehr besitzt, außer die Kleider, die es trägt, und ein Stück Brot, aber dennoch alles gibt, was es hat und letztendlich mit den Sterntalern belohnt wird. Das zeigt, wie wichtig Demut ist und dass es gut ist, anderen Menschen zu helfen. Die Geschichte ist auch symbolisch ein Hinweis darauf, dass unser Leben aus Reflexionen unserer Taten besteht.

Sa, 21. Feb 10:30

Junge Kooperationen 3+

Familienführung Antons Kidsclub midi.music 6+ 0-99 6+ The Grimm-

Dschungelparty – Fokus Orgel Affentanz Der Familienkinderfasching

Di, 24. Feb 16:00

März 26

So, 8. Feb 15:00

Zusammen singen & klingen

So, 15. Mär 11:00 & 15:30

Di, 17. Mär 16:00

Sa, 21. Mär 10:30

Antons Kidsclub Familienführung 6+ 0-99

Andersen Sessions Alte Musik ganz jung

Fokus Anton Bruckner


Junges

ck Brune r The Grimm-Andersen So, 15. Mär 2026, 11:00 & 15:30 Großer Saal

Sessions

JBL: Wird jedes Märchen einen eigenen ›Klang‹ haben und wenn ja, wie wird dieser sein? CR: Meine Idee ist es, jedes Märchen individuell zu betrachten und das musikalische Ergebnis, das sich da­raus ergibt, am Ende für sich selbst sprechen zu lassen. Ich folge keiner Regel, dass jede Figur ein Leitmotiv hat; ich folge einfach der Geschichte und welche musikalischen Ideen sich daraus ergeben, überlasse ich den kosmischen Inspirationsgöttern!

Christian Radovan The Grimm-Andersen Sessions [Uraufführung] Patricia Moreno | Erzählung & Gesang Das Ensemble Christian Radovan | Leitung Anna Dürrschmid, Malina Meier | Textbearbeitung

haus Linz

Eine Produktion des Brucknerhauses Linz

hat auch mit langjähriger Erfahrung in verschiedenen Musikgenres zu tun. Ehrliches Komponieren kann auf unterschiedliche Weise geschehen, sei es von jemandem mit 45 Jahren musikalischer Erfahrung oder von einer 18-Jährigen oder jüngeren Person mit einem ganz anderen Zugang zur Musik. Der eine ist nicht besser oder wertvoller, beide sind einfach nur anders. Ich bringe meine Erfahrung ein. Eine Mischung aus eingängigen Refrains und Melodien zum Mitsingen und zur Interaktion. Und Musik, die zum Nachdenken über das Leben anregt.

JBL: Im Publikum werden ja Familien mit Kindern ab sechs Jahren sitzen. Wie gestaltet sich die Komposition im Hinblick auf die jungen Zuschauer:innen? CR: Ich schreibe die Musik für Kinder, kenne aber ihre Perspektive und ihr Musikverständnis nicht. Wie wir wissen, sind Kinder grundsätzlich sehr ehrlich, unvoreingenommen und aufgeschlossen und nicht von Künstlichkeit beeinflusst. Ich möchte ihnen nichts vorsetzen, von dem ich denke, dass sie es mögen könnten, sondern sie selbst entscheiden lassen, was und wie sie die Aufführung mitnehmen. Mir ist es wichtig, den musikalischen Beitrag zu diesen Märchen authentisch und ehrlich zu gestalten. Musikalische Ehrlichkeit 5.

4. 8. 7.

Märchen-

1.

Rätsel 2. 6. 3.

1. Wie ist der Vorname des Buben im Märchen im Glück? 2. Was ruft das Männchen, dessen Namen die Königin erraten muss: »Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich heiß‘.« 3. Was fällt vom Himmel, als das arme Mädchen nur noch mit einem Hemd bekleidet im Wald steht? 4. Wer wird mit durchsichtigen Kleidern betrogen? 5. Wogegen tauscht Hans sein Goldstück ein? 6. Was will das Rumpelstilzchen nehmen, wenn die Königin seinen Namen nicht errät? 7. Welches Kleidungsstück trägt das Mädchen, nachdem es fast alles verschenkt hat? 8. Wie steht der Kaiser in seinem ›neuen‹ Gewand vor seinem Volk?

Lösungswort:

B G

M April 26

Sa, 21. Mär 14:00 & 16:00 mini.music 3+

mini.music 3+ Im Tonlabor

Mo, 23. Mär 9:30

Fr, 27. Mär 9:00 & 10:30

Sa, 28. Mär 11:00

Di, 14. Apr 16:00

Kindergartenkonzert

Volksschulkonzert

Spiel.Raum 6+

Antons Kidsclub Familienführung Schulkonzert 6+ 0-99 14+

Im Tonlabor

ausverkauft Auflösung Märchen-Rätsel: Brueder Grimm

Im Tonlabor

So, 22. Mär 10:30, 14:00 & 16:00

Mission Weltall

9 Uhr-Termin ausverkauft

Mission Weltall

Chefinnen-Sache

Sa, 18. Apr 10:30 Fokus Architektur

Mo, 20. Apr 11:00 Così fan tutte

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Singer Pur Di, 24. Feb 2026, 16:00 Treffpunkt Kassenfoyer

Zusammen singen & klingen

Antons Kidsclub 6+

Ruth Reinhardt

Die musikbegeisterten Kinder in Antons Kidsclub treffen an den nächsten drei Terminen wieder außergewöhnliche Musiker:innen! Im Februar besuchen sie das Vokalensemble Singer Pur und dürfen alles über das Zusammensingen und -klingen erfragen. Besondere Barockinstrumente wie Theorbe oder Laute werden im März mit dem Ensemble MokkaBarock ganz genau unter die Lupe genommen und im April erzählt Ruth Reinhardt von ihrem spannenden Alltag als international gefragte Dirigentin und verrät, welche Stücke ihr am Pult Gänsehaut bereiten.

Sa, 21. Mär 2026, 14:00 & 16:00 So, 22. Mär 2026, 10:30, 14:00 & 16:00

Di, 14. Apr 2026, 16:00 Treffpunkt Kassenfoyer

Chefinnen-Sache mit der Dirigentin Ruth Reinhardt

MokkaBarock Di, 17. Mär 2026, 16:00 Treffpunkt Kassenfoyer

Alte Musik ganz jung mit dem Alte MusikEnsemble MokkaBarock

Antonel

la

Mittlerer Saal

Im Tonlabor Juliana Haider | Antonella CoMoEstha Cosima Pillinger | Violine Esther Thoben | Violoncello Moritz Lindner | Perkussion Isabella Reder | Bühnenbild & Kostüme Anna Dürrschmid, Malina Meier | Konzept & Regie Eine Produktion des Brucknerhauses Linz

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mini. music 3+ Antonella liebt Experimente und spielt dabei gerne mit Klängen und Tönen! Wie schön, dass im Tonlabor gleich drei Musiker:innen mit Antonella vieles ausprobieren wollen. Und schon blubbert und wobbelt es überall. Was passiert wohl, wenn sie die Töne von Violine und Trommel zusammenschütten? Klingt das Cello auch, wenn es auf dem Kopf steht? Mit jazzigen und improvisierten Klängen lässt es sich herrlich experimentieren und musizieren.


Junges

Spiel. Raum 6+ Die vier Musiker:innen des Ensembles infiammabile haben Raumanzüge angezogen und starten ihre Rakete. Sie besuchen verschiedene Planeten und erforschen den Weltraum. Aber es kommt auch zu Turbulenzen und technischen Störungen. Werden sie die weite Reise gut überstehen? Elektronische Klänge ergänzen die Musik von Gesang, Blockflöte, Gitarre, Theorbe und Cello.

ck Brune r

Sa, 28. Mär 2026, 11:00 Mittlerer Saal

Mission Weltall infiammabile Maria Magdalena Frauscher | Gesang Elisabeth Tomani | Blockflöten Thomas Adam | Barockgitarre & Theorbe Mathias Roller | Barockcello Michael Stark | Elektronik & Komposition Leonie Bramberger | Ausstattung Christoph Steiner | Regie

haus Linz

Eine Produktion von Wiener Konzerthaus und Jeunesse

infiammabile

Das Ensemble landet auf den Planeten Saturn und Venus und auf unserem Mond. Male Saturn, Venus und Mond bunt an und ergänze noch ein paar PlanetenBewohner:innen sowie den Mann oder die Frau im Mond!

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Feb–Apr 26

Fr, 17. Apr 2026, 19:30 Großer Saal

»Stand up for your rights«

Dee Dee Bridgewater Di, 24. Feb 2026, 19:30

Do, 12. Feb 2026, 19:30

Mittlerer Saal

Mittlerer Saal

Sounds of William Singer Pur präsentiert Glanzlichter der Vokalkunst aus über 500 Jahren Musikgeschichte unter einer ganz besonderen Prämisse: In jedem Programmpunkt ist der Name William versteckt. Stilsicher schlägt das international renommierte Ensemble so den Bogen von der Frührenaissance (Guillaume Dufay) über die Romantik (Wilhelm

Singer Pur

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Dee Dee Bridgewater ist eine Kämpferin, eine Streiterin für die Rechte von Unterdrückten – und das tut sie auch und vor allem mit den Mitteln der Musik. »Zweifellos eine der berühmtesten lebenden Künstlerinnen Amerikas und eine der größten Sängerinnen der modernen Jazzgeschichte« nennt die Memphis Music Hall of Fame die 1950 in Memphis geborene Dee Dee Bridgewater. Sich spielerisch zwischen Jazz, Blues, R&B und Soul bewegend, ist sie eine furchtlose Reisende, Entdeckerin und Bewahrerin der Tradition, die Standards mit ihrer energiegeladenen Stimme und Präsenz einen eigenen Stempel aufdrückt und nicht vor mutigen Interpretationen zurückscheut. Mit We Exist! setzen sie und ihre Mitstreiter:innen ein unüberhörbares Zeichen für die Errungenschaften der Frauen in der internationalen Jazzmusik. Das Programm beinhaltet Protestlieder und Aktivist:innenhymnen wie Mississippi Goddam von Nina Simone, I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free von Billy Taylor oder Throw It Away von Abbey Lincoln.

Müllers Winterreise) bis zu aktueller Popmusik (Billie Eilish). Eigens für dieses Programm konzipierte Neukompositionen und Arrangements schmiegen sich nahtlos an die Werke ehrwürdiger Ikonen ihres Zeitalters. Sounds of William hält zudem Musik von William Byrd, John Williams, Robbie Williams, Ralph Vaughan Williams, Billy Joel und Pharell Williams bereit.

Ulrich Tukur spielt Mark Twain Der deutsche Schauspieler Ulrich Tukur, unter anderem bekannt als Tatort-Kommissar Felix Murot, präsentiert Mark Twain – Grüße aus dem Jenseits, bei dem der gleichermaßen als Musiker begabte Schauspieler selbst in die Rolle des Autors von Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn schlüpft. Auf Harmonium und Klavier steuert Tukur Ragtime und amerikanische Salonmusik zu Twains bissigem Humor und tiefgründigen Beobachtungen bei. Ein erlebnisreicher Abend ganz im Sinne des Mottos »Wir wollen dankbar sein, daß es Narren gibt, ohne sie hätte der Rest keinen Erfolg – und alte Narren sind die schlimmsten«.


Rafał Blechacz

Tipps Mo, 2. Mär 2026, 19:30 Großer Saal

Deutsche Romantik trifft auf spanische Tänze

Pablo Ferrández

David Afkham und das Orquesta Nacional de España kombinieren Joaquín Turinas Danzas fantasticas, die ihrem Namen alle Ehre machen, sowie drei Tänze aus Manuel de Fallas Ballett Der Dreispitz mit Richard Strauss’ Tondichtung Don Juan und Robert Schumanns Violoncellokonzert. Den anspruchsvollen Solopart übernimmt mit dem Spanier Pablo Ferrández einer der spannendsten Cellisten unserer Zeit. Das Instrument wurde ihm quasi in die Wiege gelegt: Seine Eltern nannten ihn nach dem legendären spanischen Cello-Virtuosen Pablo Casals (1876–1973). Mit drei Jahren erhielt Ferrández seinen ersten Cellounterricht, 2015 gewann er den vierten Preis beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb.

Sa, 28. Feb 2026, 19:30 Mittlerer Saal

Im Alter von nur 20 Jahren gewann Rafał Blechacz den renommierten Internationalen Chopin-Wettbewerb. Zusätzlich zum ersten Preis heimste der polnische Pianist 2005 auch sämtliche Sonderpreise in Warschau ein. In seinem Klavier­recital spürt er den epoche­ machenden Entwicklungen in der Klaviermusik des frühen 19. Jahrhunderts nach: von Wolfgang Amadé Mozarts Klaviersonate Nr. 11 in A-Dur mit ihrem als ›Türkischer Marsch‹ bekannten dritten Satz über Franz Schuberts von musikalischen Einfällen strotzenden Impromptus bis hin zu virtuosen Salonstücken von Frédéric Chopin.

Fr, 20. Mär 2026, 19:30 Großer Saal

Ulrich Tukur

Ein Gewinner des Chopin-Wettbewerbs ist auch im März zu erleben, wenn der erst 28-jährige Bruce Liu ein wahres Mammutwerk des 19. Jahrhunderts spielen wird: Pjotr Iljitsch Tschaikowskis 1. Klavierkonzert. Liu, der das Werk in seiner vollen spätromantischen Klangpracht präsentiert, gewann den Wettbewerb 2021, 16 Jahre nach Blechacz. Im Rahmen des Konzerts in der Reihe Große Orchester kommen auch zwei Werke William Waltons zur Aufführung: die Symphonie Nr. 1 und seine Ouvertüre Portsmouth Point. Der englische Komponist ist in Europa kaum bekannt, auch wenn seine Werke in England häufig auf dem Programm stehen. Diesem Umstand möchte das City of Birmingham Symphony Orchestra unter der Leitung seines Chefdirigenten Kazuki Yamada an diesem Abend entgegenwirken.

Sprungbrett ChopinWettbewerb

Bruce Liu 43


Feb–Apr 26

Tipps

Fr, 13. Mär 2026, 19:30 Mittlerer Saal

Das Minguet Quartett umrahmt mit zwei hochexpressiven Werken von Wolfgang Amadé Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy den 100. Geburtstag György Kurtágs, der sein Officium breve, eine zwölfminütige Miniatur, als ›Mini-Requiem‹ für seinen verstorbenen Komponistenkollegen Andreae Szervánsky komponierte. Ebenfalls als ›Mini-Requiem‹ lässt sich Mendelssohns Streichquartett Nr. 6 f-Moll verstehen: Das Werk widmete er seiner Schwester Fanny, die kurz zuvor im Alter von nur 41 Jahren verstorben war.

Minguet Quartett

So, 19. Apr 2026, 11:00 Großer Saal

Facetten des ›Klassischen‹ 240 Jahre liegen zwischen der Entstehung von Wolfgang Amadé Mozarts Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll und Fabio Nieders Lied aus Maramureș für elf Violinen. Diesen Zeitraum umspannt das Programm des Münchener Kammerorchesters, das mit Yuki Kasai auch Sergei Prokofjews humorvolle »Symphonie classique« sowie das mitreißende Strum der US-amerikanischen Komponistin Jessie Montgomery zur Aufführung bringen wird. »Bei Mozart ziehe ich es vor, vom Klavier aus zu dirigieren. Seine Konzerte sind wie Kammermusikwerke [...] Das Klavier steht im Dialog mit dem Orchester, es unterhält sich und interagiert ständig«, sagt der polnische Ausnahmepianist Piotr Anderszewski, der diese Qualität in der Sonntagsmatinee am 19. April einmal mehr voll ausspielen wird können.

Piotr Anderszewski

Streichquartette zum Gedenken Mo, 13. Apr 2026, 19:30 Mittlerer Saal

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Leonkoro Quartet

Felix Mendelssohn Bartholdys 2. Streichquartett, das er im Alter von nur 18 Jahren schuf, hat das Leonkoro Quartet ins Programm genommen. Dem Werk hört man seine Nähe zu Beethoven deutlich an. Die niederländische Komponistin und Pianistin Henriëtte Bosmans wiederum verarbeitete in ihrem 1927 entstandenen Streichquartett Einflüsse ihrer französischen Zeitgenossen Claude Debussy und Maurice Ravel. Die Beitrittsverweigerung der Künstlerin zur Reichskulturkammer führte 1940 zu einem öffentlichen Auftritts- und Spielverbot ihrer Werke. Den Zweiten Weltkrieg überlebte sie wie durch ein Wunder in der inneren Emigration in Amsterdam.

Das Programm und alle Infos finden Sie auf unserer Website:

brucknerhaus.at


Bruckners Windmaschine

Die Orgel atmet wie unsere Lungen, das Schlagwerk pocht wie unsere Herzen. Wie beide Organe zu einem klangprächtigen Organismus verschmelzen, zeigen Christoph Sietzen und Martin Riccabona mit einem Programm, das konventionelle Hörgewohnheiten bewusst in den Wind schlägt. von Andreas Meier

Mi, 8. Apr 2026, 19:30 Großer Saal

Christoph Sietzen & Martin Riccabona Camille Saint-Saëns Danse macabre Andrea Tarrodi Poseidon Sofia Gubaidulina Detto I Thierry Escaich Ground II sowie Werke für Perkussion solo und Orgel solo Christoph Sietzen | Perkussion Martin Riccabona | Orgel

In den Wind geschlagen

Als am 15. November 1872 die neu erbaute LadegastOrgel im Großen Saal des Wiener Musikvereins eingeweiht wurde, oblag es zwei der herausragenden Organisten jener Zeit, die klanglichen Möglichkeiten des prunkvollen Instruments der Öffentlichkeit zu demonstrieren. Während der aus Dresden angereiste ›sächsische Orgelkönig‹ August Fischer mit Werken von Bach und Liszt wohlwollenden Beifall erntete, beeindruckte Bruckner mit einer gewaltigen Improvisation, die zum Abschluss in eine Paraphrase über die österreichische Volkshymne mündete … und nahm dem Instrument mit seinen vollgriffigen, prachtvoll registrierten Einfällen dabei sprichwörtlich den Wind aus den Segeln: »Bedauerlicherweise«, so berichtete die Wiener Sonn- und Montags-Zeitung, »hatte der Improvisator das Malheur, daß eine Ventilklappe den Schließdienst versagte, und daß beim Plenissimo die Windlade Athembeschwerden bekam.« Drei Tage später ergänzte das Illustrirte Wiener Extrablatt: »Der neueste Orchesterwitz! Als der Organist Professor Bruckner das Malheur hatte, daß die Orgel bei dem großen Konzerte mehrere Male zu wenig Wind hatte, wodurch einige Mißtöne zum Vorscheine kamen, rief ein Orchestermitglied: ›Einer geschenkten Orgel / Sieht man nicht – in die Gorgel!‹« Tatsächlich geschah

es nicht selten, dass den Orgeln seiner Zeit unter Bruckners improvisatorischen Klangexzessen ›die Puste ausging‹, ein instrumententechnisches Problem, das für die 2018 neu erbaute Rieger-Orgel im Großen Saal des Brucknerhauses Linz glücklicherweise keine Gefahr mehr darstellt und das doch anschaulich zeigt: Die Orgel ist eine veritable Windmaschine und dabei, anders als ihr imposantes Erscheinungsbild vermuten lässt, hochsensibel, atmend, pulsierend, lebendig. Lässt sich demnach ein spannungsvollerer Klangkontrast vorstellen als derjenige, den das Konzert im April auf die Bühne des Großen Saals bringt, wenn Organist Martin Riccabona die gewaltigen Luftströme seines Instruments in den Dialog mit Christoph Sietzens virtuosen Perkussionskünsten bringt? Neben einer Bearbeitung von Camille Saint-Saëns’ berühmtem Danse macabre stehen dabei ausgewählte Kompositionen für Orgel und Perkussion des 20. und 21. Jahrhunderts im Fokus; darunter das 2022 von Sietzen in der Kölner Philharmonie uraufgeführte Poseidon von Andrea Tarrodi und Sofia Gubaidulinas heute bereits als ›Klassiker‹ der Literatur geltendes Detto I von 1978, das die volle Bandbreite der klanglichen Möglichkeiten beider Instru­mente auslotet.

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Kalendarium Feb–Apr 26 Feb 26 der Musikbauecke 1 In Juliana Haider | Antonella

So, 10:30 14:00 16:00

Mittlerer Saal

Trio Lentrias Herbert Hackl | Klarinette Annekatrin Flick | Violoncello Stefanos Vasileiadis | Klavier Isabella Reder | Bühnenbild & Kostüme Anna Dürrschmid, Malina Meier | Konzept & Regie Eine Produktion des Brucknerhauses Linz MINI.MUSIC 3+

Braunstein & 1 Tali, Bruckner Orchester Linz

So, 11:00

Großer Saal 10:15 Einführung Großer Saal

Felix Mendelssohn Bartholdy: Die Hebriden. Konzert-Ouvertüre h-Moll op. 26 Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56 ›Schottische‹ Guy Braunstein: Abbey Road Concerto für Violine und Orchester Guy Braunstein | Violine Bruckner Orchester Linz Anu Tali | Dirigentin Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus SONNTAGSMATINEEN

2 Details siehe 1. Feb

In der Musikbauecke

Mo, 9:30

Mittlerer Saal

KINDERGARTENKONZERTE

Wurz & 2 Alexander Die Egerländer Musikanten

Mo, 20:00

Großer Saal

Tukur 12 Ulrich Mark Twain – Grüße aus dem Jenseits

Do, 19:30

Mittlerer Saal

MUSIK UND LITERATUR

der HBLA Elmberg & 13 Maturaball St. Florian

Fr, 20:00

Ganzes Haus 19:00 Einlass

Fr, 20:00

Mo, 20:00 Ganzes Haus 18:30 Einlass

Mi, 20:00

Großer Saal

Do, 20:00

Großer Saal

– Affentanz 8 Dschungelparty Der Familienkinderfasching ab 3 Jahren

So, 15:00

Mittlerer Saal & Foyer

Ein Kooperationsprojekt von Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel und Brucknerhaus Linz JUNGE KOOPERATIONEN

Classics III 10 AK Helmut Rogl: Symphonie Nr. 3, op. 74

Di, 19:00

Großer Saal

Franz Schubert: Messe Nr. 6 in Es-Dur Bruckner Orchester Linz Linzer Jeunesse Chor Chor VOCAMUS Maria Benyumova | Dirigentin

Foyer Mittlerer Saal

Eckhart 20 Lisa Ich war mal wer

Fr, 20:00

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Bohuslav Martinů: Ouvertüre H. 345 Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26 Antonín Dvořák: Romanze für Violine und Orchester f-Moll op. 11 Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 Timothy Chooi | Violine Prague Radio Symphony Orchestra Alevtina Ioffe | Dirigentin Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus GROSSE ORCHESTER

POSTHOF IM BRUCKNERHAUS

– Fokus Orgel 21 Familienführung mit der Organistin Caroline Atschreiter

Sa, 10:30

Treffpunkt Kassenfoyer

FAMILIENFÜHRUNGEN

Udo Jürgens Story 22 Die Sein Leben, seine Liebe, seine Musik

So, 18:00

Großer Saal

COFO Entertainment GmbH & Co. KG GASTVERANSTALTUNG

trifft Eberschwang 23 Spanien Fetén Fetén

Mo, 19:30

Mittlerer Saal

Chooi & Prague Radio 11 Ioffe, Symphony Orchestra

Großer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal

Werke von Roy Hargrove, Bee Gees, Silvius Leopold Weiss, Luigi Legnani, Gary Ryan, Stevie Wonder Oliver Jungbauer | Gitarre Mark Leighton | Gitarre In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER

Arbeiterkammer OÖ GASTVERANSTALTUNG

Mi, 19:30

COFO Entertainment GmbH & Co KG GASTVERANSTALTUNG

Jahreskalender 20 Musikalischer Fretboard Fusion

Fr, 18:00

Großer Saal

Ganzes Haus 19:00 Einlass

COFO Entertainment GmbH & Co KG GASTVERANSTALTUNG

19 Falco Meets Amadeus

GASTVERANSTALTUNG

Sa, 20:00

Polizeiunterstützungsverein OÖ GASTVERANSTALTUNG

It! 18 Beat Die Erfolgsshow über den King of Pop

Schladming 700 Veranstaltungs GmbH GASTVERANSTALTUNG

der HTL2 Linz LiTec 7 Maturaball GASTVERANSTALTUNG

GASTVERANSTALTUNG

Polizeiball OÖ 16 73. »Let‘s dance« David Bowie

des Sports 2026 6 Galanacht Kooperation OÖN mit LIVA

Ganzes Haus

Ulrich Tukur | Lesung, Harmonium & Klavier Wolfgang Stockmann | Textfassung & Regie

Diego Galaz | Violine, Huesera, Löffel, Pfanne, Singende Säge & Strohgeige Jorge Arribas | Akkordeon, Geierknochenflöte, Gaita de la sierra, Campingstuhlflöte, Basuri & Muscheln Bauernkapelle Eberschwang MUSIK DER VÖLKER

Magical Music of Harry Potter 23 The Live in Concert

Mo, 20:00

Großer Saal

Star Entertainment GmbH GASTVERANSTALTUNG

singen & klingen 24 Zusammen mit dem Vokalensemble Singer Pur

Di, 16:00

Treffpunkt Kassenfoyer

ANTONS KIDSCLUB 6+


Pur 24 Singer Sounds of William

Di, 19:30

Mittlerer Saal

Werke von Guillaume Dufay, William Byrd, Ralph Vaughan Williams, John Williams, Pharrell Williams, Robbie Williams, Billie Eilish u. a. Singer Pur Cordula Kraetzl | Sopran, Christian Meister, Marcel Hubner, Manuel Warwitz | Tenor, Jakob Steiner | Bariton, Silas Bredmeier | Bass CHORKONZERTE

Music of Hans Zimmer 24 The and Others

Di, 20:00

Großer Saal

Ballamy Trio 3 Iain Iain Ballamy | Tenorsaxofon

Di, 19:30

Mittlerer Saal

JAZZ

Richard! 5 #Drei: Richard Wagner: Ouvertüre zur Oper

Do, 19:30

Großer Saal 18:45 Einführung Die Rote Couch Großer Saal

Star Entertainment GmbH GASTVERANSTALTUNG

Großer Saal

COFO Entertainment GmbH & Co. KG GASTVERANSTALTUNG

Serino & 26 Yuki Martin Nöbauer

Do, 19:30

Mittlerer Saal

Werke von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadé Mozart Yuki Serino | Violine Martin Nöbauer | Fortepiano STARS VON MORGEN

Phantom der Oper 6 Das Tour 2026

Fr, 20:00

Großer Saal

Mittlerer Saal

Sa, 19:30

Mittlerer Saal

Otto Lechner, Arnaud Méthivier | Akkordeon JAZZ

28 Tarzan Das Musical

Sa, 15:00

Großer Saal

Theater Liberi GASTVERANSTALTUNG

Blechacz 28 Rafał Werke von Wolfgang Amadé Mozart,

Sa, 19:30

Mittlerer Saal

Franz Schubert, Frédéric Chopin Rafał Blechacz | Klavier KLAVIERRECITALS

Konzertdirektion Schröder GmbH GASTVERANSTALTUNG

Caesarea 7 Musica Wien trifft Passau

Lechner & 27 Otto Arnaud Méthivier

Fr, 19:30

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Richard Strauss: Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur TrV 292 Also sprach Zarathustra. Tondichtung (frei nach Friedrich Nietzsche) op. 30 Albrecht Mayer | Oboe Bruckner Orchester Linz Axel Kober | Dirigent Kooperation OÖ Theater und Orchester GmbH und Brucknerhaus Linz BRUCKNER ORCHESTER LINZ

König der Löwen 25 Der The music live in concert

Mi, 20:00

Rob Luft | Gitarre Nick Pini | Kontrabass Laura Jurd | Trompete (special guest)

Antonio Caldara: Ausgewählte Sinfonie a quattro Benedict Anton Aufschnaiter: Dulcis fidium harmonia op. 4 Ars Antiqua Austria Gunar Letzbor | Violine & Leitung ARS ANTIQUA AUSTRIA

Spirit of Freddie Mercury 7 The Die Stimme – das Gefühl –

Sa, 20:00

Großer Saal

die Leidenschaft

Konzertdirektion Schröder GmbH GASTVERANSTALTUNG

Mühlemann & 10 Regula Tatiana Korsunskaya

Di, 19:30

Mittlerer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal

Mär 26

Werke von Franz Schubert, Richard Strauss, Dominick Argento, Frank Bridge Regula Mühlemann | Sopran Tatiana Korsunskaya | Klavier LIEDERABENDE

1 Tarzan Das Musical

So, 15:00

Großer Saal

Theater Liberi GASTVERANSTALTUNG

Ferrández & 2 Afkham, Orquesta Nacional de España

Mo, 19:30

Großer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal

Joaquín Turina: Danzas fantásticas op. 22 Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 Richard Strauss: Don Juan. Tondichtung op. 20 Manuel de Falla: Drei Tänze. Suite Nr. 2 aus dem Ballett Der Dreispitz Pablo Ferrández | Violoncello Orquesta Nacional de España David Afkham | Dirigent

12 01099 Extra aus Dresden angereist Tour

Do, 19:00

Großer Saal

In Kooperation mit dem Posthof Linz POSTHOF IM BRUCKNERHAUS

Quartett 13 Minguet Erinnerung György Kurtág 100

Fr, 19:30

Mittlerer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal

Werke von Wolfgang Amadé Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy, György Kurtág Minguet Quartett Ulrich Isfort, Annette Reisinger | Violine Aida-Carmen Soanea | Viola Matthias Diener | Violoncello KAMMERMUSIK

Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus GROSSE ORCHESTER

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Kalendarium Feb–Apr 26 Grimm-Andersen Sessions 15 The Christian Radovan: The Grimm-Andersen

So, 11:00 15:30

Großer Saal

Sessions [Uraufführung] Patricia Moreno | Erzählung & Gesang Das Ensemble Anne Harvey-Nagl, Dorette Nolte | Violine Kerryn Coulter | Viola, Anna Lang | Violoncello, Daniel Nösig, Markus Pechmann | Trompete, Alois Eberl, Georg Schrattenholzer | Posaune Chris Kronreif, Robert Schröck | Saxofon Stephanie Weninger | Klavier Helene Glüxam | Kontrabass Christian Einheller | Schlagzeug Christian Radovan | Leitung Anna Dürrschmid, Malina Meier | Textbearbeitung Eine Produktion des Brucknerhauses Linz MIDI.MUSIC 6+

Bostridge & Europa Galante 16 Ian Lamento

Mo, 19:30

Großer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal

Werke von Claudio Monteverdi, Dario Castello, Carlo Farina, Sigismondo D’India, Girolamo Frescobaldi Ian Bostridge | Tenor Europa Galante Fabio Biondi | Violine & Leitung

le Play 19 Julian le Play unplugged

Do, 20:00

Großer Saal

Liu & City of Birmingham 20 Yamada, Symphony Orchestra

Fr, 19:30

Großer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal

17 Arbeiterkammer OÖ

– 21 Familienführung Fokus Anton Bruckner

Sa, 10:30

Treffpunkt Kassenfoyer

GASTVERANSTALTUNG

17 mit dem Alte Musik-

Alte Musik ganz jung

Di, 16:00

Treffpunkt Kassenfoyer

Ensemble MokkaBarock ANTONS KIDSCLUB 6+

17 British Tea Time MokkaBarock

Di, 19:30

Mittlerer Saal

Werke von John Playford, Nicola Matteis, Arcangelo Corelli, Henry Purcell, Francesco Geminiani, Georg Friedrich Händel MokkaBarock Tabea Seibert, Florian Brandstetter | Blockflöten Elias Conrad | Laute & Theorbe Cecilia Cló | Barockcello Julian Gaudiano | Cembalo & Orgel STARS VON MORGEN

des 18 Frühjahrskonzert Linzer Konzertvereins

Mi, 19:30

Großer Saal

Linzer Konzertverein GASTVERANSTALTUNG

18 Rieder Promotion

Kulturkonzert Authentic Mongolia

Mi, 19:30

Mittlerer Saal

GASTVERANSTALTUNG

Jahreskalender 19 Musikalischer Eduardo Peco Aguilar &

Do, 18:00

Foyer Mittlerer Saal

Sa, 14:00 16:00

Mittlerer Saal

In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER

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CoMoEstha Cosima Pillinger | Violine Esther Thoben | Violoncello Moritz Lindner | Perkussion Isabella Reder | Bühnenbild & Kostüme Anna Dürrschmid, Malina Meier | Konzept & Regie Eine Produktion des Brucknerhauses Linz MINI.MUSIC 3+

Tonlabor 22 Im Details siehe 21. März

So, 10:30 14:00, 16:00

MINI.MUSIC 3+

Mittlerer Saal

Rhythm Section 22 OSTstyrian Lukas Meißl | Komposition & Klavier

So, 11:00

Restaurant BRUCKNER’S Brunch.

Maximilian Kreuzer | Komposition & Kontrabass Andreas Reisenhofer | Komposition & Schlagzeug BRUCKNER’S JAZZ

der Tiere 22 Karneval Camille Saint-Saëns: Le Carnaval

So, 17:00

Großer Saal 16:00 Tee & Kaffee 16:30 Einführung

des animaux (Der Karneval der Tiere) Elke Eckerstorfer | Orgel Bernhard Prammer | Orgel ORGELMUSIK ZUR TEATIME

Tonlabor 23 Im Details siehe 21. März

Mo, 9:30

Mittlerer Saal

KINDERGARTENKONZERTE

Symposium 24 9.Veranstaltungssicherheit

Di, 9:00– 16:30

Mittlerer Saal

Gerhard Kampits GmbH GASTVERANSTALTUNG

Wong 25 Chiyan Werke von Johann Sebastian Bach,

Mi, 19:30

Mittlerer Saal

Ji-Hye Shin

Werke von Claude Debussy, Johannes Brahms, Eduardo Peco Aguilar Eduardo Peco Aguilar | Klarinette Ji-Hye Shin | Klavier

FAMILIENFÜHRUNGEN

Tonlabor 21 Im Juliana Haider | Antonella

AK-Lehrlingskonzert

Großer Saal

William Walton: Portsmouth Point. Ouvertüre Symphonie Nr. 1 Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23 Bruce Liu | Klavier City of Birmingham Symphony Orchestra Kazuki Yamada | Dirigent GROSSE ORCHESTER

LIEDERABENDE

Di, 14:00

POSTHOF IM BRUCKNERHAUS

Felix Mendelssohn Bartholdy, Antônio Carlos Jobim, Claude Debussy Chiyan Wong | Klavier C. BECHSTEIN KLAVIERABENDE

Polizeimusik OÖ 26 Galakonzert Polizeimusik OÖ

Do, 19:30

Großer Saal

GASTVERANSTALTUNG


Weltall 27 Mission infiammabile

Fr, 9:00 10:30

Mittlerer Saal

Maria Magdalena Frauscher | Gesang Elisabeth Tomani | Blockflöten Thomas Adam | Barockgitarre & Theorbe Mathias Roller | Barockcello Michael Stark | Elektronik & Komposition Leonie Bramberger | Ausstattung Christoph Steiner | Regie

Jahreskalender 8 Musikalischer In Kooperation mit der

Di, 18:00

Foyer Mittlerer Saal

Sietzen & 8 Christoph Martin Riccabona

Mi, 19:30

Großer Saal

Eine Produktion von Wiener Konzerthaus und Jeunesse VOLKSSCHULKONZERTE

Barucco & Chor Ad Libitum 27 Ferlesch, Händels Israel in Egypt

Fr, 19:30

Großer Saal

Georg Friedrich Händel: Israel in Egypt. Oratorium in drei Teilen für Soli, Chor und Orchester HWV 54 Miriam Kutrowatz, Maria Ladurner | Sopran Alois Mühlbacher | Alt Johannes Bamberger | Tenor Matthias Helm, Daniel Ochoa | Bass Chor Ad Libitum Barucco Heinz Ferlesch | Leitung

la musica – 10 prima Abschlusskonzert & Preisverleihung

Fr, 18:00

Großer Saal

Fr, 19:30

Mittlerer Saal

SPIEL.RAUM 6+

Van Wauwe & 29 Diakun, Zürcher Kammerorchester

So, 11:00

Großer Saal 10:15 Einführung Mittlerer Saal

Werke von Grażyna Bacewicz, Krzysztof Penderecki, Johann Sebastian Bach, Leonard Bernstein, Philip Glass, Aaron Copland Annelien Van Wauwe | Klarinette Zürcher Kammerorchester Marzena Diakun | Dirigentin

Quartet 13 Leonkoro Vorbilder

Mo, 19:30

Mittlerer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal

& Stipsits 31 Gernot Lotterbuben

Großer Saal

AHUN Management & Booking GmbH GASTVERANSTALTUNG

Apr 26 & Stipsits 1 Gernot Lotterbuben

Mi, 19:30

Großer Saal

AHUN Management & Booking GmbH GASTVERANSTALTUNG

Eiskönigin 1&2 3 Die COFO Entertainment GmbH & Co. KG

Fr, 18:00

Großer Saal

GASTVERANSTALTUNG

Großer Saal

14 Chefinnen-Sache mit der Dirigentin Ruth Reinhardt

Di, 16:00

Treffpunkt Kassenfoyer

So, 19:00

Großer Saal

COFO Entertainment GmbH & Co. KG GASTVERANSTALTUNG

ANTONS KIDSCLUB 6+

Hagen & 14 Reinhardt, Bruckner Orchester Linz

Di, 19:30

Großer Saal 18:45 Einführung Mittlerer Saal

COFO Entertainment GmbH & Co. KG GASTVERANSTALTUNG

5 Elvis Das Musical

Henriëtte Bosmans: Streichquartett Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 13 Franz Schubert: Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 ›Der Tod und das Mädchen‹ Leonkoro Quartet Jonathan Schwarz, Amelie Wallner | Violine, Mayu Konoe | Viola Lukas Schwarz | Violoncello KAMMERMUSIK

The Best 4 Simply Die Tina Turner Story

Sa, 20:00

Eftychis Kostakis | Lyra Naktarios Kostakis, Charis Andreadakis | Kretische Laute Solinger Landlermusi Christine Reiter, Johann Burgstaller | Gesang, Andreas Glechner, Franz Brandstötter | Violine, Josef Gelhart, Bernhard Ratzinger | Trompeten, Lukas Brajdic, Matthias Schachinger | Basstrompete, Bernhard Pointecker | Tuba & Bassgeige MUSIK DER VÖLKER

SONNTAGSMATINEEN

Di, 19:30

Musik der Jugend / Land OÖ GASTVERANSTALTUNG

trifft Innviertel 10 Kreta Eftychis & Nektarios Kostakis

Weltall 28 Mission Details siehe 27. März

Mittlerer Saal

Werke von Camille Saint-Saëns, Andrea Tarrodi, Sofia Gubaidulina, Thierry Escaich sowie Werke für Perkussion solo und Orgel solo Christoph Sietzen | Perkussion Martin Riccabona | Orgel ORGELRECITALS

ZUSATZKONZERT CHORKONZERTE

Sa, 11:00

Anton Bruckner Privatuniversität MUSIKALISCHER JAHRESKALENDER

Bedřich Smetana: Šárka, Nr. 3 aus: Má vlast (Mein Vaterland) JB 1:112 Bohuslav Martinů: Symphonie Nr. 4 H. 305 Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 Julia Hagen | Violoncello Bruckner Orchester Linz Ruth Reinhardt | Dirigentin Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus GROSSE ORCHESTER

15 Frühjahrskonzert Blasorchester Linz AG Musik

Mi, 19:30

Großer Saal

Linz AG Musik GASTVERANSTALTUNG

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Kalendarium Feb–Apr 26 Kristan 16 Alex 50 Shades of Schmäh

Do, 19:30

Großer Saal

FG Event Productions OG GASTVERANSTALTUNG

Dee Bridgewater Quartet 17 Dee We Exist!

Fr, 19:30

Großer Saal

JAZZ

– 18 Familienführung Fokus Architektur

Sa, 10:30

Treffpunkt Kassenfoyer

mit einer Dolmetscherin in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS)

27 Orgelführung mit Martin Riccabona

Mo, 18:00

Großer Saal

aus Wien 28 Frühlingsgrüße Wiener Johann Strauss Orchester

Di, 18:00

Großer Saal

Großer Saal

der Kulturen 18 Klang Bibers Violinsonaten, 2. Teil

Mittlerer Saal

Heinrich Ignaz Franz Biber: Sonaten für Violine und Basso continuo Ars Antiqua Austria Salzburger Lautenconsort Gunar Letzbor | Violinen & Leitung

Kanneh-Mason 29 Isata Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 14

Mi, 19:30

Mittlerer Saal

& 19 Anderszewski Münchener Kammerorchester

Großer Saal 10:15 Einführung Mittlerer Saal

Fabio Nieder: Lied aus Maramureș für elf Violinen Wolfgang Amadé Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 24 c-Moll KV 491 Jessie Montgomery: Strum für Streichorchester Sergei Prokofjew: Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25 »Symphonie classique« Piotr Anderszewski | Klavier & Leitung Münchener Kammerorchester Yuki Kasai | Violine & Leitung Bei diesem Konzert für Sie unterwegs: der Kultur-Shuttlebus SONNTAGSMATINEEN

fan tutte 20 Così Opera re:told

Mo, 11:00

Großer Saal

Wolfgang Amadé Mozart: Auszüge aus der Oper Così fan tutte KV 588 Frederic Böhle | Konzeption & Schauspiel Anastasia Wanek | Fiordiligi Emilia Daniels | Dorabella George Kounoupias | Ferrando Ejnar Colak | Guglielmo Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Jakob Lehmann | Dirigent Eine Produktion des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich SCHULKONZERTE 14+

Brass Band 22–26 European Championships Mi–So

Großer Saal

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 Bruckner Orchester Linz Markus Poschner | Dirigent KOST-PROBEN

ARS ANTIQUA AUSTRIA

So, 11:00

GASTVERANSTALTUNG

Fünfte 29 Beethovens Auszüge aus

Mi, 12:30

FAMILIENFÜHRUNGEN

Sa, 19:30

ZUSATZANGEBOTE

cis-Moll op. 27, Nr. 2 ›Mondschein‹ Klaviersonate Nr. 21 C-Dur op. 53 ›Waldstein‹ Maurice Ravel: Gaspard de la nuit. Trois poèmes pour piano d’après Aloysius Bertrand M. 55 Dobrinka Tabakova: Nocturne Halo Isata Kanneh-Mason | Klavier KLAVIERRECITALS

30 #Vier: Fünfte! Beethoven-Zyklus III

Do, 19:30

Großer Saal 18:45 Einführung Die Rote Couch Großer Saal

Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77 Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 Jacob Meining | Violine Bruckner Orchester Linz Markus Poschner | Dirigent Kooperation OÖ Theater und Orchester GmbH und Brucknerhaus Linz BRUCKNER ORCHESTER LINZ

Alle Programminfos im Detail finden Sie auf unserer Website:

Ein Projekt des Oö. Landesmusikschulwerks in Kooperation mit dem Brucknerhaus Linz KOOPERATION OÖ LANDESMUSIKSCHULWERK

22 Federspiel Wir und Jetzt

Mi, 19:30

Großer Saal

Federspiel Frédéric Alvarado-Dupuy | Klarinette & Gesang, Simon Zöchbauer | Trompete, Zither & Gesang, Philip Haas, Christoph Moschberger | Trompete, Flügelhorn & Gesang, Thomas Winalek | Posaune, Basstrompete & Gesang Christian Amstätter | Tenorposaune, Bassposaune & Gesang Roland Eitzinger | Tuba & Gesang KOOPERATION OÖ LANDESMUSIKSCHULWERK

50

brucknerhaus.at


Musik & Reisen

València © Foto Julius

Le week-end in Paris

Le week-end Reisebegleitung: Mag. Elke Tschaikner & Mag. Christian Scheib 8. - 12.4.2026 Flug ab Wien, Transfers, ****Hotel/NF und 2x Abendessen, Eintritte, Stadtrundgänge/-fahrten, RL € 2.180,– „Orchestre de Paris / Esa-Pekka Salonen“ Philharmonie Renaud Capuçon - R. Strauss, Bartók, Sibelius ab € 64,–

València

+ Ausflug nach Teruel und Albarracín 28.4. - 2.5.2026 Flug ab Wien, Transfers, Ausflug, ****Hotel/NF u. 1x Paella-Essen, Eintritte, RL € 1.390,– „Salome / Richard Strauss“ Les Arts València ab € 97,–

Höhepunkte Thüringens: Erfurt - Eisenach - Weimar

OpernReise Leipzig - Berlin

15. - 20.5.2026 Bus ab Linz/Wels, ****Hotels/NF, 1 Abendu. 1 Mittagessen, Schifffahrt, Eintritte, RL € 1.380,– „La Traviata“ Oper Leipzig - mit A. Zöhrer, ... ab € 90,– „Aida“ Staatsoper - mit Y. Eyvazov, René Pape, ... ab € 115,–

Berlin mit Potsdam

+ Neues Museum mit Nofretete-Büste 28. - 31.5.2026 Flug ab Wien, Transfers, zentrales ****Hotel/NF, Spree-Schifffahrt, Stadtrundgänge, Eintritte, RL € 1.060,– „Die schweigsame Frau“ Staatsoper Unter den Linden ML: Christian Thielemann ab € 92,–

Hamburg mit Elbphilharmonie

4. - 8.5.2026 Bus ab Linz/Wels, ****Hotels/NF und 1 Abendessen, Eintritte, RL € 1.190,– „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“ Wartburg Eisenach (2. Kategorie) € 85,–

+ „Luisa Miller“ Staatsoper Hamburg + „Philharmonisches Konzert“ Elbphilharmonie Mit Jean-Christophe Spinosi - „ZeitSpiel BEETHOVEN/ TERRANOVA“ Philharmonisches Staatsorchester 28.5. - 1.6.2026 Flug ab Wien, Transfers, Ausflug Lübeck, zentrales ****Hotel/NF, Alster- und Hafenrundfahrt, Eintritte u. Eintrittskarten, RL € 1.690,–

Paris - ausführlich

Bregenzer Festspiele

+ Schloss Versailles, Louvre u. Seine-Schifffahrt 10. - 14.5.2026 Flug ab Wien, Transfers, ****Hotel/NF, Stadtrundgänge, Eintritte, RL € 1.560,– „Rusalka“ Opéra Bastille ab € 64,–

+ Blumeninsel Mainau u. Bühnenführung auf d. Seebühne 13. - 16.8.2026 Bus ab Linz/Wels, ****Hotel/HP in Dornbirn, Eintritte, RL € 1.040,– „La Traviata“ Seebühne ab € 135,–

Kneissl Touristik Lambach, Linzer Straße 4, zentrale@kneissltouristik.at ☎ 07245 20700, kneissltouristik.at sab-reisen Linz-Urfahr, Lentia City ☎ 0732 908635 | sab-reisen Linz, Helmholtzstr./Interspar ☎ 0732 384229 | sab-reisen Linz, Linzerie ☎ 0732 774833


Karten & Service Allgemeine Hinweise Tickets für alle Veranstaltungen der Häuser der LIVA sind sowohl im Brucknerhaus Linz, im Posthof – Zeitkultur am Hafen sowie im Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel erhältlich. Die folgenden Hinweise zu Vorbestellungen und Ermäßigungen gelten nicht für Gast- und Kooperationsveranstaltungen. Bei diesen Veranstaltungen gelten die Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Diese entnehmen Sie bitte der Veranstalterwebsite.

Kartenvorverkauf Brucknerhaus Service-Center Untere Donaulände 7, 4010 Linz Tel. +43 (0) 732 77 52 30 kassa@liva.linz.at, brucknerhaus.at Öffnungszeiten: September–Juni: Mo–Fr: 11:00–18:00 Uhr Juli–August: Mo–Do: 10:00–13:00 Uhr Die Tages- beziehungsweise Abendkassa öffnet jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn am jeweiligen Veranstaltungsort. Kartenbestellungen sind rund um die Uhr unter brucknerhaus.at möglich. Wählen Sie Ihre Plätze direkt im digitalen Saalplan aus und sparen Sie Zeit und Versandkosten mittels print@home. Ab Bestelldatum können Karten eine Woche lang reserviert beziehungsweise gegen Banküberweisung oder Kredit­kartenzahlung zugesandt werden. Bei Bezahlung mittels Banküberweisung erhalten Sie eine Rechnung inklusive Zahlschein. Wir ersuchen bei Rechnungserhalt um Zahlung ohne Abzug binnen 14 Tagen, andernfalls wird die Reservierung storniert (überweisen Sie bitte erst nach Rechnungserhalt). Die Karten werden, sofern zeitlich mö­glich, nach Zahlungseingang zugesandt. Ansonsten werden sie an der Tages- beziehungsweise Abendkassa hinterlegt. Weitere Vorverkaufsstellen Posthof: Posthofstraße 43 Tel. +43 (0) 732 78 18 00 Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel: Langgasse 13 Tel. +43 (0) 732 60 04 44

Gelöste Karten sind von Umtausch, Rückgabe oder Gutschrift ausgeschlossen, insbesondere wenn die Veranstaltung bereits stattgefunden hat. Ein Ersatz für nicht oder nur teilweise in Anspruch genommene oder verlorene Karten kann nicht geleistet werden. Ein Rücktritt vom Vertragsverhältnis ist nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben möglich. Bitte beachten Sie, dass Zuspätkommende nur in den Pausen eingelassen werden können. Zahlungsmöglichkeiten Wir akzeptieren folgende Zahlungsmöglichkeiten: Barzahlung, Kreditkarte (Visa, Mastercard, Diners Club), Bankomatkarte sowie LIVA- und Linzer City-Gutscheine (nur für LIVA-Eigenveranstaltungen). Bei Onlinekäufen können Sie mit Kreditkarte oder PayPal bezahlen.

Ermäßigte Karten Alle Ermäßigungen finden Sie unter brucknerhaus.at (Service/Rund ums Ticket)

Kultur-Shuttlebus Mit Ihrer Eintrittskarte können Sie bei den Konzertreihen Große Orchester und Sonntagsmatineen kostenlos den Kultur-Shuttlebus vom Hauptplatz zum Brucknerhaus nutzen. Abfahrt: 30 Minuten vor Konzert­beginn vom Taubenmarkt Rückfahrt: ca. 15 Minuten nach Konzertende vom Brucknerhaus, Einstiegsstelle vor dem Haupteingang

Parkmöglichkeiten In der näheren Umgebung finden sich zwei Parkhäuser (Arcotel Nike & Parkbad) sowie kostenfreie Parkplätze in der Umgebung. Ton-, Film- & Fotoaufnahmen sind nur mit schrift­licher Erlaubnis des Brucknerhauses gestattet. Termin-, Programm-, Besetzungsänderungen sowie Druck- und Satzfehler vorbehalten.

Thalia: Landstraße 41 Tel. +43 (0) 732 7615 65 102 oeticket: Tel. +43 (0) 19 60 96 oeticket.com Reservierte Karten können innerhalb einer Woche abgeholt werden. Nach Ablauf der Frist werden die Karten storniert.

Wir danken unseren Sponsor:innen und Medienpartner:innen LINZ TOURISMUS 52

Alle Infos rund ums Ticket finden Sie auf unserer Website.


Welches legendäre Beatles-Album liegt dem Violinkonzert zugrunde, das Guy Braunstein in der Sonntagsmatinee am 1. Februar 20216 als Österreichische Erstaufführung spielen wird? Senden Sie Ihre Antwort mit dem Betreff »Musikrätsel« bis spätestens 28. Februar 2026 entweder postalisch an Brucknerhaus Linz, Marketing Gewinnspiel, Untere Donaulände 7, 4010 Linz oder per E-Mail an marketing@liva.linz.at. Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir dreimal zwei Karten für das Konzert am 27. März 2026 (Ferlesch, Barucco & Chor Ad Libitum: Händels Israel in Egypt) im Brucknerhaus Linz. Die Auflösung des Musikrätsels der letzten Ausgabe lautet: Helsinki.

Musikrätsel

Impressum Herausgeber Verein Freunde der LIVA Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH Brucknerhaus-Magazin Nr. 29 Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz Tel.: +43 (0) 732 76 12-0 | brucknerhaus.at Künstlerischer Direktor Brucknerhaus/LIVA Mag.art. Norbert Trawöger Geschäftsführender Direktor LIVA Kai Liczewski Chefredaktion Mag.art. Norbert Trawöger Chefin vom Dienst & Lektorat Romana Gillesberger Grafische Gestaltung & Illustrationen Therese Frühling, MA Inserate Dr.in Brigitte Zierhut-Bösch Druck Gutenberg-Werbering Gesellschaft m.b.H. – Dezember 2025 Redaktionsschluss 16. Dezember 2025 – Änderungen vorbehalten LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz Bildnachweis Fotos: R. Winkler (S. 1, 2 o., 8–9, 22–23, 27 u. m., 30 u., 36 o., 37, 40 o. l., 40 u., 54), A. Röbl (S. 2 [1. v. l.]), S. Pauly (2. [2. v. l.], 24–25), E. Lee (S. 2. [3. v. l.], 29 o.), O. Erenyi (S. 4–5, 36 u.), R. Newman (S. 6–7, 45), LIVA (S. 7), ORF/U. Hummel-Berger (S. 10–11), B. Arad (S. 14 o.), Shutterstock (S. 14–15 u.), H. Ross/Sony Classical (S. 16–17), M. Haas (S. 18), K. Lathigra (S. 20–21), K. Cardenas (S. 27 u. l.), M. Borggreve (S. 27 u. r., 28, 43 o.), J. Piven (S. 29 u.), HR/PhotoWerK (S. 30 o.), J. Wesely (S. 31), C. Jungwirth (S. 32–33), V. Weihbold (S. 35), A. Stadlmann (S. 38), J. Schad ( S. 40 o. r. 1, 42 u.), jessicaschaefer-fotografie.de (S. 40 o. r. 2), M. Brauer (S. 40 o. r. 3), C. Suarez (S. 41), K. M. Wang/eardog.com (S. 42 o. l.), K. Schuller (S. 43 o. l.), K. John (S. 43 u. l.), C. Koestlin (S. 43 u. r.), I. Zandel (S. 44 o.), S. Fowler (S. 44 m.), N. Lund (S. 44 u.) Illustrationen: T. Frühling (S. 13, 40–41)


Backstage Maria Neumayr-Wimmer

Wenn es ›wurlt‹, läuft sie zur Höchstform auf von Romana Gillesberger

Es war die Liebe zum Brucknerhaus, die Maria Neumayr-Wimmer dazu veranlasste, sich bei der LIVA zu bewerben. »Mir hat das Brucknerhaus immer gefallen. Ich bin oft rund ums Haus gegangen, habe mich hineingespürt und gewusst, das will ich«, sagt die gebürtige Altmünsterin auf die Frage, wie sie denn in Linz gelandet sei. Das Pendeln aus dem Salzkammergut ist die zweifache Mutter gewöhnt. Lange Arbeitswege nimmt sie nicht erst seit ihrem Dienstantritt im Brucknerhaus in Kauf, die Zugstrecke Gmunden–Linz nutzte sie schon immer, um ihre Arbeit vor- beziehungsweise nachzubereiten. Wobei das auf die letzten Jahre nicht zutrifft, denn da war Maria Neumayr-Wimmer sehr wohl in ihrer Heimatregion tätig. Als Produktionsleiterin der Europä­ ischen Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut hat sie Großprojekte wie die Eröffnungsfeierlichkeiten oder Bruckners Salz in den Salinen Ebensee verantwortet. »Ich liebe es, wenn es ›wurlt‹, wenn es losgeht mit dem Aufbauen, dann bin ich richtig gut – mit einem klaren Blick dafür, dass alles reibungslos über die Bühne geht!«, scheut sie vor keiner Herausforderung zurück. »Ich bin eine Möglichmacherin«, sagt Maria NeumayrWimmer über sich. »Ich mag Menschen und kann gut motivieren.« Eigenschaften, die ihrem Durchsetzungswillen zugutekommen, wenn es darum geht, unmöglich Scheinendes möglich zu machen. Und die sie auch in ihrer jetzigen Tätigkeit im Brucknerhaus gut gebrauchen kann. Vor wenigen Wochen erst hat sie die Position der Leitung Produktion und Veranstaltungen übernommen. 54

»Ich bin gerade noch dabei, das Haus als solches kennenzulernen, jeden Raum. Das muss ich als Basis einfach wissen«, kommentiert sie die derzeitige »Findungsphase«. Das Gebäude sei aus ihrer Sicht ganz logisch konzipiert: »Der Besucher:innenbereich geht Richtung Donau und wir, die Mitarbeiter:innen, alle Richtung Straße, quasi wie ein einziger großer Backstage-Bereich.« Dieses Haus, in dem sie sich von Beginn an sehr wohlwollend aufgenommen fühlte und das künftig durch ihren Einsatz noch stärker geöffnet und belebt werden soll, ist Maria Neumayr-Wimmer bereits ans Herz gewachsen. »Ich bin jedes Mal überwältigt von dem Blick aus dem Foyer auf die Donau – vor allem am Abend, wenn es dunkel ist. Das ist einzigartig. Und das sage ich, die ich vom Traunsee komme!«, schwärmt der Organisationsprofi. In Krems studierte sie Interkulturelle Kompetenzen, mehrere Jahre war sie Geschäftsführerin der Messe WearFair, engagiert sich auch privat für Nachhaltigkeit und Umwelt. Aus der Natur schöpft sie viel Kraft: Besonders angetan hat es ihr ihr ›Hausberg‹, der Gmundnerberg, den sie bereits unzählige Male erklommen hat. Nach der kräftezehrenden Zeit bei der Kulturhauptstadt brauchte sie eine Pause, ging einen Sommer lang täglich und brachte es so auf satte 123 Besteigungen. Hoch hinaus wollte die vielseitig Interessierte bereits als Kind: Als Sechsjährige wollte sie Opernsängerin werden, der Gesang der Königin der Nacht hatte es ihr angetan. »Ich komme aus einer musikalischen Familie, habe Hackbrett gelernt, meine Schwester Harfe, eine andere Zither. Wir sechs Geschwister haben auch immer viel gesungen. Hausmusik war bei uns an der Tagesordnung.« Ihr Musikgeschmack ist sehr breit gefächert, »quer durch« von Pop bis Klassik finden sich ihre Favoritinnen: Soap and Skin und Björk verehrt sie ebenso wie Cecilia Bartoli oder Angelika Kirchschlager. Musiktipps erhält sie auch regelmäßig von ihren zwei erwachsenen Töchtern, die ihrer Mutter Attribute wie inspirierend, kreativ, sozial verbindend und strukturiert zusprechen. Als stark und zielorientiert beschreibt ihre Schwester sie. Mit diesen Skills ist Maria Neumayr-Wimmer für das Brucknerhaus demnach ein Gewinn in jeder Hinsicht.


Der neue Hyundai IONIQ 9. Power your world.

Was bedeutet Komfort für Sie? Für uns bedeutet es, überall einen Ort zu haben, an dem man sich zu Hause fühlt. Der brandneue Hyundai IONIQ 9 vereint seine 110,3 kWh Batterie mit einer 800-Volt-Schnellladetechnologie, einer Reichweite von bis zu 620 km und einer Anhängelast von bis zu 2.500 kg. Das macht ihn schon sehr besonders. Hinzu kommen herausragende Geräumigkeit, ein komfortabler Innenraum und vernetzte Technologie, damit Sie sich bestens aufgehoben fühlen, egal wohin die nächste Reise führt. Wir nennen es First-Class-Reisen.

Mehr Infos über das vollelektrische Raumwunder unter hyundai.at

Die Hyundai 5 Jahres-Neuwagengarantie ohne Kilometerbegrenzung gilt nur für jene Hyundai-Fahrzeuge, welche als Neufahrzeug ursprünglich von einem autorisierten Hyundai-Vertragshändler mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz an Endkunden verkauft wurden. Details zu den Garantiebedingungen und dem Garantieumfang sowie den Ausnahmen und Einschränkungen davon finden Sie im Garantie- und Serviceheft bzw. Garantieheft und der gesonderten Garantie-Urkunde des Fahrzeuges. 2Die Garantie gilt nur für die Hochvolt-Batterie für die Dauer von 8 Jahren ab Garantiebeginndatum oder bis zu 160.000 km Laufleistung, je nachdem was früher eintritt.

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Stromverbrauch: 19,9 - 20,6 kWh/100 km, elektrische Reichweite: bis zu 620 km. Alle Werte nach WLTP. Die Reichweiten und die Verbräuche können abhängig von Straßenverhältnissen, Fahrstil und Temperatur deutlich variieren. Ladeleistungen sind unter optionalen Bedingungen erreichbar und können durch Witterungseinflüsse deutlich variieren. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolabbildung.


Österreichische Post AG –SM 02Z034651 S – LIVA, Untere Donaulände 7, 4010 Linz


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