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Gaigg, Pashchenko & L’Orfeo Barockorchester

10. Mai 2026 11:00 Uhr

Großer Saal

Sonntagsmatineen VI

13. bis 30. Sep 2026

So, 13. Sep 2026, 18:00

Großer Saal

markus poschner, jean rondeau & bruckner orchester linz

Frischer Wind

Markus Poschner und Cembalostar Jean Rondeau bringen mit Francis Poulencs Concert champêtre die Natur in den Konzertsaal, eingerahmt von Claude Debussys La Mer und Ludwig van Beethovens berühmter 6. Symphonie »Pastorale«.

Mi, 16. Sep 2026, 19:30

Großer Saal

philipp von steinaecker, fleur barron & mahler academy orchestra

Revolution Mahler!

Das aus Mitgliedern europäischer Spitzenorchester bestehende Mahler Academy Orchestra spielt Gustav Mahlers 9. Symphonie sowie dessen Kindertotenlieder auf Originalinstrumenten.

Mi, 30. Sep 2026, 19:30

Großer Saal

anja bihlmaier, bbc singers & bbc philharmonic orchestra

Brahms’ Requiem

Johannes Brahms’ Deutsches Requiem kombiniert mit Lili Boulangers Psaume 24 in einer internationalen Spitzenbesetzung rund um Anja Bihlmaier und das BBC Philharmonic Orchestra brucknerfest.at

alla breve

Das Programm auf einen Blick

Zur Feier seines 30-jährigen Bestehens bringt das L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg Metropolen-Flair ins Brucknerhaus: Nicht nur steht Joseph Haydns 104. Symphonie auf dem Programm, die er im Jahr 1795 während seiner zweiten Londonreise komponierte (und die deshalb auch später den passenden Beinamen ›London‹ erhielt), sondern auch die dritte von Carl Philipp Emanuel Bachs ›Berliner Symphonien‹, die er als Cembalist im Dienste Friedrichs des Großen schuf.

In der ersten Hälfte des Konzerts erklingt wiederum Mozarts Klavierkonzert Nr. 23, eines der berühmtesten Solokonzerte des Komponisten, eingeleitet von einer Ouvertüre der Haydn-Schülerin Marianna Martines. Ein Fest der Wiener Klassik und ihrer Vorgänger!

Programm & Besetzung

Marianna Martines 1744–1812

Ouverture C­Dur // 1770

I Allegro con spirito

II Andante ma non troppo

III Allegro spiritoso

Wolfgang Amadé Mozart 1756–1791

Konzert für Klavier und Orchester

Nr. 23 A­Dur KV 488 // 1786

I Allegro

II Adagio

III Allegro assai

// Pause //

Carl Philipp Emanuel Bach 1714–1788

Sinfonia e-Moll H 653

›Berliner Symphonie Nr. 3‹ // 1759

I Allegro assai

II Andante moderato

III Allegro

Joseph Haydn 1732–1809

Symphonie Nr. 104 D-Dur Hob. I:104 // 1795 ›London‹

I Adagio – Allegro

II Andante

III Menuetto. Allegro

IV Finale. Spiritoso

Konzertende: ca. 13:00 Uhr

Olga Pashchenko  Fortepiano

L’Orfeo Barockorchester

Michi Gaigg  Dirigentin

Ein Fest der Wiener Klassik

Werke von Marianna Martines, Wolfgang Amadé Mozart, Carl Philipp Emanuel Bach & Joseph Haydn

Im Wien Josephs II. war sie eine Institution: Marianna Martines veranstaltete Musik-Soireen, deren Attraktivität sich selbst Wolfgang Amadé Mozart nicht entziehen konnte. Die Frau, die wohlweislich nicht in den Hafen der Ehe einlief, war allerdings weit mehr als nur eine stadtbekannte Netzwerkerin: Auf künstlerischem Gebiet zählte sie selbst zur Elite. Martines brillierte durch ihren Gesang ebenso wie durch ihr Klavierspiel und ihr Kompositionsgeschick. Der englische Musikreisende Charles Burney staunte nicht schlecht, als er 1772 das »junge Frauenzimmer« in Wien bei einer Abendgesellschaft antraf. Martines spielte bei der Gelegenheit »zwo Arien von ihrer eigenen Komposition, wozu sie sich selbst auf dem Flügel accompagnirte, und zwar auf eine wohlverstandne meisterhafte Manier; und aus der Art, wie sie die Ritornelle spielte, konnte ich urteilen, daß sie sehr fertige Finger hätte.

Diese Arien waren im modernen Style, sehr schön gesetzt, indessen waren die Gedanken weder gemein noch unnatürlich fremd und neu. Die Worte waren gut ausgedrückt, die Melodie war ungekünstelt und dem Sänger viel Raum zur Expression und Verschönerung gelassen; ihre eigne Stimme aber und Art zu singen flößte Vergnügen und Bewunderung ein.«

Nuntius ständiger Vertreter des Papstes bei der Regierung eines Staates

Dass es Martines zu einer der wenigen anerkannten Komponistinnen ihrer Zeit gebracht hatte, verdankte sie Talent, Biss – und glücklichen Umständen. Sie stammte aus einer betuchten Familie – der Vater war Zeremonienmeister des päpstlichen Nuntius – und wuchs in Wien im selben Haus auf, in dem der legendäre Opernlibrettist Pietro Metastasio wohnte. Der war ein Freund des Vaters und griff der begabten Tochter nach Kräften unter die Arme: Metastasio ließ sie musikalisch

durch die Autorität Nicola Antonio Porpora und den noch jungen Joseph Haydn unterweisen, lehrte sie selber Sprachen und rührte für die vielversprechende Schülerin die Werbetrommel. Ein Einsatz, der sich lohnte: Martines, heute weitgehend vergessen, fand in der Musikwelt ihrer Zeit Anerkennung und sogar Aufnahme in den elitären Zirkel der Accademia Filarmonica di Bologna.

Am heutigen Abend erklingt die Ouverture C-Dur aus dem Jahr 1770. Ein irreführender Titel, könnte man anmerken – handelt es sich doch eher um eine vorklassische Symphonie italienischer Prägung: ein dreisätziges Instrumentalwerk mit der Tempoabfolge schnell – langsam –schnell. Im damaligen Wien war es jedoch gang und gäbe, solche Werke auch als ›Ouvertüre‹ zu etikettieren; auf den ersten beiden

Werke von Marianna Martines, Wolfgang Amadé Mozart, Carl Philipp Emanuel Bach & Joseph Haydn
Marianna Martines, Ölgemälde von Anton von Maron, um 1773

Werke von Marianna Martines, Wolfgang Amadé Mozart, Carl Philipp Emanuel Bach & Joseph

Seiten von Martines’ Autograf sind beide Gattungsbezeichnungen zu lesen. Welche Absichten die Komponistin mit dem Stück verfolgte –ob es als eigenständiges Werk gedacht war oder als Einleitung für eine längere Kantate –, ist unbekannt geblieben.

Klar ist dagegen, dass diese Musik unterhalten will. Mit ihrer Ouverture folgte Martines dem Zeitgeist, Melodien prägnant und kontrastreich zu gestalten und das Klangbild eher schlicht zu halten als es barock zu verschnörkeln. Diese Tendenzen sind schon dem Kopfsatz anzuhören: Das Hauptthema fällt mit vergnügten Tönen ins Haus, das liebliche Seitenthema wird von den Violinen in einem bewusst dünnen Arrangement präsentiert, die Durchführung verarbeitet die Einfälle kurzweilig. Nach einem lyrischen Satz – aus Kontrastgründen ersetzen Flöten die Oboen –, drängt das Finale im 3/8-Takt tänzerisch voran und sorgt mit einer dramatischen Eintrübung in der Satzmitte kurz für eine überraschende Abwechslung.

Wohl keinem Martines-Zeitgenossen gelang es besser, ein gefälliges Klangbild mit genialen Ideen zu durchwirken als Wolfgang Amadé Mozart. Sein sonniges und doch subtiles Konzert für Klavier und Orchester A-Dur KV 488 zählt zu den beliebtesten Genrewerken aus seiner Feder. Entwürfe datieren in das Jahr 1784 zurück, abgeschlossen hat Mozart das Konzert im März 1786, während der Arbeit an Le nozze di Figaro. Wann das Werk erstmals zur Aufführung gelangte, ist nicht überliefert. Die Instrumentierung – Trompeten und Pauke fehlen, zwei Klarinetten ersetzen die bisher üblichen Oboen – deutet bereits auf die emotionale Ausrichtung hin: Die Musik nimmt mit einer intimen und weichen Tongebung für sich ein, mit feinem Witz und Elan.

Das Orchester eröffnet mit einer geschmeidigen Melodie, serviert aber auch gleich eine Überraschung: Das (tonartfremde) G im ersten Takt ist in gewisser Hinsicht ein Vorbote, dass diese Musik – trotz aller Leichtigkeit – gern eigene Wege beschreitet und bisweilen auch melancholische Töne anschlägt. Markante Kontrastwirkung besitzen die beiden Hauptthemen nicht; der Satz treibt eher ein Spiel mit emotionalen Nuancen und endet elegant in A-Dur.

Werke von Marianna Martines, Wolfgang Amadé Mozart, Carl Philipp Emanuel Bach & Joseph Haydn
Wolfgang Amadé Mozart, Ausschnitt aus einem dem Maler Johann Nepomuk della Croce zugeschriebenen Ölgemälde, 1780–81

Werke von Marianna Martines, Wolfgang Amadé Mozart, Carl Philipp Emanuel Bach & Joseph Haydn

In eine völlig andere Welt führt der Mittelsatz: Gänzlich unbegleitet, stimmt das Klavier eine todtraurige Melodie an, die anfangs an das berühmte Siciliano aus Bachs Flötensonate erinnert und ebenfalls von einem wiegenden 6/8-Takt – hier allerdings im Adagio – getragen wird. Ein Höhepunkt schmerzlicher Schönheit ist erreicht, wenn das Orchester einsetzt, die Flöte und die Klarinetten das Klangbild mit raumgreifenden Legatobögen bestimmen und die imitierenden Linien eines Fagotts bittersüße Dissonanzen erzeugen. Chromatische Klavierlinien verstärken die Traurigkeit dieser Musik in fis-Moll, die sich nur in der Satzmitte kurz nach A-Dur aufhellt. Das Finale fällt mit einem markanten Thema ins Haus: Es ist der quirlige Startschuss für einen Melodienreigen, in dem Mozart augenzwinkernde Schlichtheit ebenso zur Geltung bringt wie originelle Akkordfolgen.

Auch das Berliner Publikum des 18. Jahrhunderts genoss Musik von hoher Qualität – im zunehmenden Maße ab 1740, nachdem Friedrich II. den Thron bestiegen hatte. Die königliche Kapelle, bereits in den Vorjahren gezielt aufgebaut, genoss unter der Leitung von Johann Gottlieb Graun einen exzellenten Ruf; die neue Oper lockte bald namhafte Sänger:innen an. 1738 kam der 24-jährige Carl Philipp Emanuel Bach in die Stadt – und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Eigentlich sollte er hier einen jungen Adeligen treffen und mit ihm auf Bildungsreise gehen. Doch es ergab sich eine bessere Gelegenheit: Bach trat in die Dienste Friedrichs ein und avancierte in weiterer Folge zum Kammercembalisten des frisch gekrönten Königs. Ganze 30 Jahre hielt es Bach in der Stadt.

Während es heute Johann Sebastian Bach ist, der die übrigen Musiker seiner Familie turmhoch an Bedeutung überragt, galt Carl Philipp Emanuel in seinen Glanzzeiten als der ›große‹ Bach. Zwar erntete seine Musik auch Widerspruch. Die Kontraste, Brüche und unverhofften Wendungen, die seine ›empfindsame‹ Klangsprache auszeichneten,

Werke von Marianna Martines, Wolfgang Amadé Mozart, Carl Philipp Emanuel Bach & Joseph Haydn

Flötenkonzert Friedrichs des Großen in Sanssouci, Ölgemälde von Adolph Menzel, 1850–52. Carl Philipp Emanuel Bach sitzt am Cembalo.

waren nicht jedermanns Sache. Namhafte Musiker sahen in Bach dennoch einen brillanten Kopf, nicht zuletzt der bereits erwähnte Charles Burney. »Seine Höhenflüge sind keine wahnsinnigen oder ignoranten Fantasien, sondern die Ergüsse eines kultivierten Genies«, verteidigte er den Deutschen. Unumstritten ist Bachs Einfluss auf die Musikgeschichte: Er arbeitete mit Gestaltungsmitteln, die visionär die motivisch-thematische Arbeit der Klassik anbahnten und inspirierte durch seine musikalischen Eigenwilligkeiten die Romantiker.

Verglichen mit seinen rund 300 Werken für Tasteninstrumente nimmt sich Bachs symphonisches Opus relativ karg aus: Nur 18 Werke

Werke von Marianna Martines, Wolfgang Amadé Mozart, Carl Philipp Emanuel Bach & Joseph

Joseph Haydn, Ölgemälde von Thomas Hardy, 1791

(allesamt dreisätzig) sind in dem Genre aus seiner Feder überliefert, die ersten acht stammen aus der Berliner Zeit. Bachs frühe Gehversuche auf dem Gebiet orientierten sich stark am Stil des Berliner Kollegen Johann Gottlieb Graun, der von einer italienischen Schreibweise beeinflusst war. Die Violinen spielen bevorzugt im Unisono, die Bratschen doppeln häufig den Bass – ein gelichtetes Stimmengefüge im Vergleich zur Barockzeit.

Bachs Freude an Kontrasten ist beispielhaft in der Sinfonia e-Moll aus der Berliner Zeit (ursprünglich für Streicher gesetzt, später um Bläser erweitert) zu hören: Nachdem sich das Eröffnungsthema knapp vorgestellt hat, baut sich die rhythmische Spannung immer wieder eindringlich auf, unterbrochen von unverhofften Momenten des Innehaltens.

Im direkten Anschluss zeichnet der Mittelsatz ein pastorales Idyll, bevor das Finale mit einem absteigenden, exzentrischen Thema beginnt und mit scharfen Punktierungen dem Schlusston entgegendrängt.

Letztendlich erklingt an diesem Abend noch Musik aus London, komponiert von einem österreichischen ›Gastarbeiter‹ – nämlich Joseph Haydn. Er hatte sich an seinem Lebensabend Zeit für zwei ausgedehnte Aufenthalte in der britischen Hauptstadt genommen und Auftragswerke für das dortige Publikum geschaffen: Das komplette Jahr 1791 verbrachte der Musik-Star in England sowie weitere eineinhalb Jahre ab dem Februar 1794. Am Ende dieser hochproduktiven und finanziell goldenen Zeiten gelangte die allerletzte Haydn-Symphonie zur Uraufführung, die Nummer 104 D-Dur. Warum ausgerechnet sie den Beinamen ›Londoner‹ trägt, hat gerüchteweise mit dem Eröffnungsthema des Schlusssatzes zu tun: Es habe das Publikum an jene Rufe erinnert, mit denen die Fischhändler:innen von London ihre Ware (»Live Cod!«) anpriesen.

Am Beginn des Kopfsatzes steht ein Unisono von Beethoven’scher Heftigkeit. Ein Appell führt von der Tonika eine Quint aufwärts, dann vom Grundton eine Quart hinab. Dreimal ist das zu hören, unterbrochen von klagenden Piano-Zwischenspielen. Es folgt ein mildes, doch vorwärtstreibendes Thema, aus dem sich alle weiteren Motive des Satzes entspinnen. Das Andante danach trägt Variations-Charakter und überrascht im Mittelteil mit dramatischen Entladungen, die eine Mollpassage auslöst. Während das Menuett zwischen zierlicher Grazie und zünftigen Rhythmen wechselt, überwältigt das Finale mit Witz und Elan: Nach dem erwähnten folkloristischen Beginn (der auch an Dudelsack-Klänge erinnern kann und wohl tatsächlich auf einer kroatischen Volksweise beruht) nimmt ein ausgedehnter Sonatensatz seinen Lauf. Dabei tritt ein lyrisches, zweites Thema hinzu, das sich in der Durchführung expressiv erweitert. Es ist bezeichnend für Joseh Haydn, dass er sein symphonisches Lebenswerk mit spielerischen, leichtfüßigen letzten Takten beschließt.

Werke von Marianna Martines, Wolfgang Amadé Mozart, Carl Philipp Emanuel Bach & Joseph Haydn

Olga Pashchenko

Fortepiano

Olga Pashchenko blickt auf eine internationale, facettenreiche Karriere als Solistin, Rezitalistin und Kammermusikerin zurück, wobei sie auf dem modernen Klavier, dem Cembalo und dem Fortepiano auftritt. Bekannt für ihre stilistische Vielseitigkeit und ihren historisch informierten Ansatz, wählt sie das Instrument entsprechend dem jeweiligen Repertoire aus. In der aktuellen Saison kehrte sie für Konzerte mit dem Concerto Köln nach Köln zurück und gab ihr Debüt beim London Philharmonic Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment sowie an Orten wie der Wigmore Hall und dem Auditorium de Lyon sowie auf Solotourneen durch Taiwan, Japan und Südkorea. Weitere Höhepunkte dieser Saison sind Auftritte beim Hindsgavl Festival, bei den Musikfestspielen Potsdam und beim Carinthischen Sommer. Die Saison 2025–26 markiert den Beginn ihrer dreijährigen Tätigkeit als Artist-in-Residence bei AMUZ Antwerpen. Weitere Höhepunkte sind ihre Rückkehr zum Finnish Baroque Orchestra, zu B’Rock und zum Orchestra of the Eighteenth Century sowie ihr Debüt im Brucknerhaus Linz, gefolgt von einem Auftritt mit dem L’Orfeo Barockorchester im weiteren Verlauf der Saison.

Als Verfechterin interdisziplinärer Projekte arbeitet Olga regelmäßig mit Jed Wentz im Rahmen von ›Cinemaconcerts‹ zusammen, bei denen sie Stummfilme aus den 1920er-Jahren musikalisch begleitet. Dieses Projekt wird jährlich im Muziekgebouw Amsterdam präsentiert und war bereits auf Tournee in Brüssel und Köln zu sehen. Als Exklusivkünstlerin bei Alpha Classics hat Pashchenko eine vielfältige und von der Kritik gefeierte Diskografie veröffentlicht, die Werke von Beethoven, Dussek, Kuhlau, Doppler, Schubert, Rihm, Loewe, Schumann und Wolf umfasst. Mit Il Gardellino nimmt sie als Solistin und Dirigentin am Fortepiano die gesamten Klavierkonzerte Mozarts auf. Derzeit ist sie als Professorin sowohl am Konservatorium von Amsterdam als auch am Königlichen Konservatorium Gent tätig und lebt in den Niederlanden.

L’Orfeo Barockorchester

Wo das L’Orfeo Barockorchester erklingt, wird Musik zur Sprache, zum Dialog, zur Forschungsreise. »Man hört ein Orchester im Radio und weiß sofort: das ist L’Orfeo!« – dieser Satz ist für viele zum geflügelten Wort geworden und beschreibt ein Phänomen, das weit über stilistische Kennzeichen hinausgeht. Das Orchester und seine beiden Gründerinnen, Michi Gaigg und Carin van Heerden, haben einen Klang geschaffen, in dem Neugier, Präzision und mutige Kreativität aufeinandertreffen: eine musikalische Heimat, immer wieder neu gedacht, fortgeschrieben und geprägt von einem Ensemblekern, der Kontinuität und Erneuerung vereint. Die prämierte Diskografie mit rund 50 CDs dokumentier das Repertoire des Ensembles: von Telemann und Rameau über die Mannheimer Schule bis zu Mozart und Schubert –zu Gehör gebracht auf internationalen Bühnen, darunter Elbphilharmonie Hamburg, Lucerne Festival, Händel-Festspiele Halle.

Michi Gaigg

Dirigentin

Die in Schörfling am Attersee geborene Musikerin erhielt im Rahmen des Violinstudiums an der Universität Mozarteum Salzburg von Nikolaus Harnoncourt entscheidende Impulse für ihren Werdegang. Anschließend studierte Michi Gaigg Barockvioline bei Ingrid Seifert und Sigiswald Kuijken. Ihr erstes Orchester, L’Arpa Festante, rief sie 1983 ins Leben. Gemeinsam mit Carin van Heerden gründete sie 1996 das L’Orfeo Barockorchester, das international Erfolge feiert und für seine umfangreiche Diskografie vielfach prämiert wurde. Michi Gaigg unterrichtete bis 2017 an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, davor am Conservatoire National de Strasbourg und war 22 Jahre Intendantin der donauFESTWOCHEN im Strudengau. Sie wurde unter anderem mit dem Kulturehrenzeichen des Landes OÖ in Gold, dem Großen Bühnenkunstpreis, dem Heinrich Gleißner Preis und dem Kunstwürdigungspreis der Stadt Linz ausgezeichnet.

Impressum

Herausgeberin

Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH, Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz

Künstlerischer Direktor

Norbert Trawöger

Programmplanung & Dramaturgie

Andreas Meier (Leitung), Paula Schlüter

Redaktion

Paula Schlüter

Grafik

Anett Lysann Kraml, Lukas Eckerstorfer

Abbildungen gemeinfrei (S. 7, 9, 11 & 12), M. Meivogel (S. 15), R. Winkler (S. 16 & 17)

Programm­ und Besetzungsänderungen vorbehalten

LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Wir danken für Ihren Besuch und wünschen Ihnen ein schönes Konzert!

CLASSICS

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Manchette

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