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La Venexiana & Teatri 35 Caravaggio und Monteverdi

7. Mai 2026 19:30 Uhr

Mittlerer Saal

Chorkonzerte III

So, 27. Sep 2026, 18:00

Mittlerer Saal

Hiemetsberger & Chorus sine nomine

Bachmann unendlich

Linzer Erstaufführung des neuen Werkes Frühling. Leeres Land. von Wolfgang Sauseng auf einen

Text von Ingeborg Bachmann

Do, 19. Nov 2026, 19:30

Alter Dom Linz

Voces Suaves

Stabat Mater

Italienische Sakralmusik aus der Barockzeit im einzigartigen

Ambiente des Alten Doms Linz

Di, 4. Mai 2027, 19:30

Großer Saal

Alpen & Glühen mit Chor Ad Libitum

Von den Bergen, mit den Tälern

Ein musikalisches Gipfeltreffen der besonderen Art, initiiert von Trompeter Thomas Gansch

Chorkonzerte 26–27

Karten und Infos: +43 (0) 732 77 52 30 brucknerhaus.at

alla breve

Das Programm auf einen Blick

Der Maler Michelangelo Merisi, besser bekannt als Caravaggio, war ein Meister der Kontraste. Mit seiner plastischen Chiaroscuro-Technik ließ er in seinen Werken Szenen nahezu lebendig erscheinen. Die Theatergruppe Teatri 35 hat es sich zur Aufgabe gemacht, Caravaggios Gemälde auf der Bühne zum Leben zu erwecken. In ihren kunstvoll inszenierten Tableaux vivants inszeniert sie die zeitlose Menschlichkeit, die Caravaggios Gemälde auszeichnet.

Kombiniert mit Musik von frühneuzeitlichen Komponisten wie Claudio Monteverdi, Marco da Gagliano oder Heinrich Schütz entsteht so ein lebendiges Gesamtkunstwerk.

Programm & Besetzung

Marco da Gagliano 1582–1643

»Vergine bella« // o. J.

Claudio Monteverdi 1567–1643

»Ohimè, dov’è il mio ben?« SV 140, aus: Settimo libro de madrigali // 1619

»Io son pur vezzosetta pastorella« SV 121, aus: Settimo libro de madrigali // 1619

»Bel pastor dal cui bel guardo« SV 168, aus: Madrigali e canzonette. Libro nono // 1651

»Pur ti miro«, aus der Oper

L’incoronazione di Poppea SV 308 // 1642

Heinrich Schütz 1585–1672

»Verbum caro factum est«, aus: Kleine geistliche Konzerte II SWV 314 // 1639

Claudio Monteverdi

Lamento d’Arianna SV 22 // 1623

Sigismondo D’India um 1580–1629

»Pianget’ occhi miei lassi«, aus: Le musiche da cantar solo // 1609

»Piangono al pianger mio«, aus: Le musiche a 1 et 2 voci. Libro quarto // 1621

Claudio Monteverdi

»O bone Jesu o piissimi Jesu« SV 313 // 1622

»Sì dolce è’l tormento« SV 332 // 1624

Benedetto Ferrari 1603–1681

»Queste pungenti spine«, aus: Musiche varie a voce sola. Libro secondo // 1637

Sigismondo D’India

»Mentre che ’l cor«, aus: Le musiche a 1 et 2 voci. Libro quarto // 1621

Claudio Monteverdi

»Ecco di dolci raggi« SV 249, aus: Scherzi musicali // 1632

Konzertende: ca. 20:45 Uhr (ohne Pause)

La Venexiana

Emanuela Galli Sopran

Agnese Allegra Sopran

Massimo Lombardi Tenor

Dario Carpanese Cembalo

Gabriele Palomba Theorbe & Leitung

Teatri 35

Antonella Parrella Schauspiel

Francesco Ottavio De Santis Schauspiel

Gaetano Coccia Schauspiel

Jenny Cappelloni Licht

Pioniere des Barock

Zu Michelangelo Merisi da Caravaggio und Claudio Monteverdi

Der 1574 geborene Maler Michelangelo Merisi, heutzutage besser bekannt als Caravaggio, sorgte Ende des 16. Jahrhunderts für eine kunsthistorische Revolution: Seine Bilder zeichneten sich durch extreme Kontraste zwischen Hell und Dunkel, plastisch herausgearbeitete Figuren und den dramatischen Einsatz von häufig schräg einfallenden Schlaglichtern aus – ein harter Bruch mit den Konventionen der damaligen Zeit, der den Beginn der expressiven Malerei des Frühbarock einläutete. Was Caravaggio auf dem Gebiet der Malerei leistete, realisierten Komponisten wie Claudio Monteverdi in der Musik: In seinen Madrigalen und Opern stand die dramatische Textausdeutung an vorderster Stelle. Dazu machte er sich klangmalerische Effekte, expressive Harmonik, erweiterte Spieltechniken und harsche Kontraste zunutze.

Monteverdis revolutionäre Ideen stießen jedoch auch auf Gegenwind: Bereits 1600 äußerte der Musiktheoretiker Giovanni Maria Artusi scharfe Kritik an den künstlerischen Freiheiten, die sich Monteverdi in seinen Werken nahm. Dessen Kompositionstechnik, die sich vor allem nach den im Text enthaltenen Affekten richtete, bezeichnete er als »seconda pratica«, die nicht an die altbewährte »prima pratica« heranreichen könne. Damit waren Werke von frankoflämischen Meistern wie Johannes Ockeghem, Josquin oder Adrian Willaert gemeint, in denen die Vollkommenheit der Harmonien meist über der musikalischen Ausgestaltung des Textes stand. Dabei war Monteverdi mit seiner »seconda pratica« weder der Erste noch der Einzige, der mit freieren Dissonanzen und spannungsvoller Chromatik experimentierte. Auch sein weniger bekannter Zeitgenosse Sigismondo D’India zählt zu den Pionieren einer neuen expressiven Klangsprache am Übergang von Spätrenaissance zu Frühbarock. Die genaue Herkunft des Sängers, Kapellmeisters, Komponisten und Dichters ist bisher nicht zweifelsfrei geklärt worden:

Geboren in Palermo oder Neapel trat der Komponist Anfang des 17. Jahrhunderts zum ersten Mal mit Musikdrucken in Erscheinung. Auf seiner Reise von Süd- nach Norditalien zwischen 1606 und 1611 besuchte er alle zentralen höfischen und städtischen Musikzentren des Landes, wo er sich – wohl auf der Suche nach einer Festanstellung – als Sänger und Komponist verdingte. D’Indias Spezialität war die begleitete Monodie, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Italien in Mode kam und die kunstvolle Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts ablöste. In der Monodie wurde eine einzelne Gesangsstimme von einem oder mehreren Instrumenten begleitet – vergleichbar mit einem Opernrezitativ. Die ausdrucksvolle Deklamation steht dabei im Mittelpunkt – Form, Rhythmus und harmonische Entwicklungen stehen allesamt im Dienste des Textes und der in ihm verhandelten Gefühlslagen.

Der Streit zwischen Artusi und Monteverdi, zwischen prima und seconda pratica, zwischen Musik und Text, ist in die Musikgeschichte eingegangen. Wie so oft war die historische Realität jedoch deutlich komplexer: Auch Vertreter der prima pratica wie Josquin, Adrian Willaert oder Orlando di Lasso befassten sich mit musikalischer Textausdeutung. Zugleich bezogen sich die Vertreter der seconda pratica nach wie vor auf die bewährten Konventionen des Kontrapunkts, auch wenn sie sich im Umgang mit ihnen mehr Freiheiten erlaubten. Festzuhalten bleibt, dass das Verhältnis zwischen musikalischem Ausdruck und satztechnischer Vollkommenheit zu den zentralen ästhetischen Problemen des 16. und frühen 17. Jahrhunderts zählte und von jedem Komponisten, in jedem Werk neu verhandelt wurde – mit bahnbrechenden klanglichen Resultaten.

Kontrapunkt Satztechnische Regeln zur mehrstimmigen Komposition

Gemälde von Michelangelo Merisi da Caravaggio

Anbetung der Hirten, 1609
Matthäus und der Engel, 1602

Gemälde von Michelangelo Merisi da Caravaggio

Kreuzigung des heiligen Petrus, 1601
Das Martyrium der Heiligen Ursula, 1610

Die Auferweckung des Lazarus, 1609

Die Enthauptung des Heiligen Johannes des Täufers, 1608

von Michelangelo Merisi da Caravaggio

Die Dornenkrönung

Christi, 1603
Judith enthauptet Holofernes, um 1599
Die Kreuzigung des Heiligen Andreas, 1607

Gemälde von Michelangelo Merisi da Caravaggio

Heiliger Johannes der Täufer in der Wüste, 1604
Maria Magdalena in Ekstase, 1606
Die Gefangennahme Christi, 1602
Salome mit dem Kopf Johannes des Täufers, 1609

Der ungläubige Thomas, 1600–01

Die Verleugnung des Petrus, 1610
Ekstase des Heiligen Franziskus, 1595

13. bis 30. Sep 2026

Mi, 16. Sep 2026, 19:30

Großer Saal

philipp von steinaecker, fleur barron & mahler academy orchestra

Revolution Mahler!

Das aus Mitgliedern europäischer Spitzenorchester bestehende Mahler Academy Orchestra spielt Gustav Mahlers Neunte sowie dessen Kindertotenlieder auf Originalinstrumenten.

So, 27. Sep 2026, 18:00

Mittlerer Saal

johannes hiemetsberger & chorus sine nomine

Bachmann unendlich

Linzer Erstaufführung des neuen Werkes Frühling. Leeres Land. von Wolfgang Sauseng auf einen Text von Ingeborg Bachmann mit Johannes Hiemetsberger und dem Chorus sine nomine

Mi, 30. Sep 2026, 19:30

Großer Saal

anja bihlmaier, bbc singers & bbc philharmonic orchestra

Brahms’ Requiem

Johannes Brahms’ Deutsches Requiem kombiniert mit Lili

Boulangers Psaume 24 in einer internationalen Spitzenbesetzung rund um Anja Bihlmaier und das BBC Philharmonic Orchestra brucknerfest.at

Gesangstexte

Marco da Gagliano

»Vergine bella«

Text: Francesco Petrarca | Übersetzung: Paula Schlüter

Vergine bella, che di sol vestita, coronata di stelle, al sommo Sole piacesti sí, che ’n te Sua luce ascose, amor mi spinge a dir di te parole: ma non so ’ncominciar senza tu’ aita, et di Colui ch’amando in te si pose. Invoco lei che ben sempre rispose, chi la chiamò con fede: Vergine, s’a mercede miseria extrema de l’humane cose già mai ti volse, al mio prego t’inchina, soccorri a la mia guerra, bench’i’ sia terra, et tu del ciel Regina.

Schöne Jungfrau, die du, nur von der Sonne bekleidet, mit Sternen gekrönt, der höchsten Sonne so sehr gefielst, dass sie ihr Licht in dir verbarg, die Liebe treibt mich an, Worte über dich zu sprechen: doch ich weiß nicht, wie ich beginnen soll ohne deine Hilfe und ohne die desjenigen, der sich in dich verliebt hat. Ich rufe sie an, die stets wohlwollend dem antwortete, der sie im Glauben anrief: Jungfrau, wenn dir die äußerste Not der menschlichen Dinge jemals zu Füßen lag, beuge dich meinem Gebet, hilf mir in meinem Kampf, obwohl ich Erde bin und du die Königin des Himmels.

Claudio Monteverdi

»Ohimè, dov’è il mio ben?«

Text: Bernardo Tasso | Übersetzung: Paula Schlüter

Ohimè, dov’è il mio ben?

Dov’è il mio core?

Chi m’asconde il mio core: e chi me ’l toglie?

Dunque ha potuto sol desio d’honore

Darmi fera cagion di tante doglie?

Dunque ha potuto in me più che ’l mio amore

Ambitiose, e troppo lievi voglie?

Ahi sciocco mondo, e cieco!

ahi cruda sorte, Che ministro mi fai de la mia morte.

Ach, wo ist mein Glück? Wo ist mein Herz?

Wer verbirgt mir mein Herz, und wer nimmt es mir?

Hat denn allein das Streben nach Ehre

Mir einen so grausamen Grund für so viel Leid gegeben?

Haben denn in mir ehrgeizige und allzu leichtsinnige Wünsche mehr Macht gehabt als meine Liebe?

Ach, törichte und blinde Welt!

Ach, grausames Schicksal, das du mich zum Diener meines eigenen Todes machst.

»Io son pur vezzosetta pastorella«

Text: Anonymus | Übersetzung: Paula Schlüter

Io son pur vezzosetta pastorella che le guance ha di rose e gelsomini, e questa fronte e questi aurati crini mi fanno altrui parer Driade novella.

Di flora non v’è qui nobil donzella o schiera di pomposi cittadini che, quando in lor m’incontro e faccio inchini il titol non mi dian de la più bella.

Ich bin eine hübsche kleine Hirtin, deren Wangen wie Rosen und Jasmin blühen, und diese Stirn und dieses goldblonde Haar lassen mich wie eine junge Dryade erscheinen.

Es gibt hier keine edle Jungfrau oder Schar von hochmütigen Bürgern, die mir, wenn ich ihnen begegne und mich vor ihnen verneige, nicht den Titel der Schönsten verleihen würden.

E se il giorno de la festa io vado al ballo, mi porta ogni pastor perch’io l’inviti, specchi, fior, frutti o vezzi di corallo.

E non saranno a te punto graditi, caro Lidio, i miei sguardi?

E sempre in fallo ti pregherò, crudel, che tu m’aiti?

Und wenn ich am Festtag zum Tanz gehe, bringt mir jeder Hirte, damit ich ihn einlade, Spiegel, Blumen, Früchte oder Korallenverzierungen.

Und werden dir, lieber Lidio, meine Blicke nicht besonders gefallen? Und werde ich dich immer vergeblich bitten, du Grausamer, dass du mir beistehst?

»Bel pastor dal cui bel guardo«

Text: Ottavio Rinuccini | Übersetzung: Paula Schlüter

Bel pastor, dal cui bel guardo

Spira foco ond’io tutt’ardo, m’ami tu? – Sì cor mio

Com’io desio? –Si cor mio

Dimmi quanto? – Tanto tanto.

Come che? – Come te, pastorella tutta bella.

Questi vezzi e questo dire non fan pago il mio desire; Se tu m’ami, o mio bel foco, dimmi ancor, ma fuor di gioco:

Come che? – Come te, pastorella tutta bella.

Schöner Hirte, aus dessen schönem Blick Feuer strömt, das mich ganz und gar entflammt, liebst du mich? – Ja, mein Herz. So sehr, wie ich es mir wünsche? –Ja, mein Herz. Sag mir, wie sehr? – Sehr, sehr. Wie wen? – So sehr wie dich, meine schöne Hirtin.

Diese Liebkosungen und diese Worte können mein Verlangen nicht stillen; Wenn du mich liebst, oh mein schönes Feuer, sag es mir noch einmal, aber ohne Scherze: Wie wen? – Wie dich, meine schöne Hirtin.

Viepiù lieta udito avrei:

»t’amo al par degli occhi miei.«

Come rei del mio cordoglio questi lumi amar non voglio, di mirar non sazi ancora la beltà che sì m’accora.

Come che? – Come te, pastorella tutta bella.

Fa’ sentirmi altre parole se pur vuoi ch'io mi console.

M’ami tu? – Come la vita?

No, che afflitta e sbigottita d’odio e sdegno e non d’amore, fatt’ albergo di dolore per due luci, anzi due stelle troppo crude, troppo belle.

Come che? – Come te, pastorella tutta bella.

Non mi dir più »come te«; dimmi »io t’amo... io t’amo... come me«.

No, ch’io stesso odio me stesso.

Deh, se m’ami dimmi espresso.

Sì cor mio – Com’io desìo

Dimmi quanto – Tanto tanto. Quanto quanto? – Oh, tanto tanto. Come che? – Come te, pastorella tutta bella.

Noch glücklicher wäre ich, hättest du gesagt: »Ich liebe dich wie meine Augen.« Ich will diese Augen nicht als Ursache meiner Trauer betrachten, denn ich kann mich noch nicht sattsehen an der Schönheit, die mich so betrübt.

Wie wen? – Wie dich, du schöne Hirtin.

Lass mich andere Worte hören, wenn du willst, dass ich Trost finde.

Liebst du mich? – Wie das Leben?

Nein, denn betrübt und erschrocken vor Hass und Verachtung und nicht vor Liebe, bin ich zur Herberge des Schmerzes geworden für zwei Augen, ja, zwei Sterne, die zu grausam, zu schön sind. Wie wen? – Wie dich, du schöne Hirtin.

Sag mir nicht mehr »wie dich«; sag mir »ich liebe dich... ich liebe dich... wie mich«.

Nein, denn ich hasse mich selbst.

Ach, wenn du mich liebst, sag es mir deutlich.

Ja, mein Herz – Wie ich es mir wünsche.

Sag mir, wie sehr – Sehr, sehr. Wie sehr, wie sehr? – Oh, sehr, sehr. Wie wen? – Wie dich, du schöne Hirtin.

»Pur ti miro«

Text: Giovanni Francesco Busenello | Übersetzung: Paula Schlüter

Pur ti miro, pur ti godo, pur ti stringo, pur t’annodo; più non peno, più non moro, o mia vita, o mio tesoro!

Io son tua, tuo son io, speme mia, dillo, di’: »Tu sei pur l’idolo mio«.

Sì, mio ben, sì mio cor, mia vita, sì!

Heinrich Schütz

»Verbum caro factum est«

Text: Johannes 1,14

Vebum caro factum est, Alleluja, et habitavit in nobis, Alleluja, et vidimus, Alleluja, gloriam ejus, Alleluja, gloriam quasi unigeniti a patre, plenum gratia et veritate, Alleluja.

Dich zu sehen, dich zu genießen, dich zu umarmen, dich an mich zu binden; nicht mehr zu leiden, nicht zu sterben, o mein Leben, o mein Schatz!

Ich gehöre dir, ich bin dein, meine Hoffnung, sag es, sag: »Du bist auch mein Idol«.

Ja, mein Liebling, ja, mein Herz, mein Leben, ja!

Das Wort ward Fleisch, Alleluja, und wohnte unter uns, Alleluja, und wir sahen, Alleluja, seine Herrlichkeit, Alleluja, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit, Alleluja.

Lamento d’Arianna

Text: Ottavio Rinuccini | Übersetzung: Paula Schlüter

Erster Teil

Lasciatemi morire, Lasciatemi morire!

E che volete voi che mi conforte

In così dura sorte, In così gran martire?

Lasciatemi morire, Lasciatemi morire!

Zweiter Teil

O Teseo, o Teseo mio!

Si che mio ti vò dir, che mio pur sei

Benché t’involi, ahi crudo!

agli occhi miei.

Volgiti Teseo mio,

Volgiti Teseo o Dio

Volgiti indietro a rimirar colei

Che lasciato ha per te la Patria e il regno.

E in queste arene ancora

Cibo di fere di spietate e crude Lascierà l’ossa ignude.

O Teseo, o Teseo mio

Se tu sapessi o Dio

Se tu sapessi, oimé, come s’affanna

La povera Arianna, forse forse pentito

Rivolgeresti ancor la prora al lito

Lasst mich sterben, Lasst mich sterben!

Was wollt ihr, das mir Trost spendet in solch hartem Schicksal, in solch großem Leid? Lasst mich sterben, lasst mich sterben!

O Theseus, o mein Theseus, ja, ich will dir sagen, dass du mein bist,

auch wenn du, ach, du Grausamer, vor meinen Augen entfliehst.

Wende dich um, mein Theseus, wende dich um, Theseus, o Gott, wende dich um und schau auf jene, die für dich Heimat und Königreich verlassen hat. Und in diesen Sanden noch wird sie, als Beute grausamer und gnadenloser Raubtiere, ihre blanken Gebeine zurücklassen.

O Theseus, o mein Theseus, wenn du wüsstest, o Gott, wenn du wüsstest, ach, wie sie sich quält, die arme Ariadne, vielleicht, vielleicht, voll Reue, würdest du noch den Bug zum Ufer wenden,

Ma con l’aure serene

Tu te ne vai felice et io qui piango.

A te prepara Atene

Liete pompe superbe,

Ed io rimango

Cibo di fere in solitarie arene.

Te l’uno e l'altro tuo vecchio parente

Stringeran lieti, et io

Più non vedrovvi

O Madre o Padre mio.

Dritter Teil

Dove dov’è la fede

Che tanto mi giuravi?

Così ne l’alta fede

Tu mi ripon degl’Avi?

Son queste le corone

Onde m’adorni il crine?

Questi gli scettri sono,

Queste le gemme e gli ori?

Lasciarmi in abbandono

A fera che mi strazi e mi divori.

Ah Teseo, ah Teseo mio

Lascierai tu morire

Invan piangendo invan gridando aita

La misera Arianna

c’ha te fidossi e ti diè gloria e vita.

doch mit den ruhigen Winden ziehst du glücklich fort, und ich weine hier.

Athen bereitet dir fröhliche, prächtige Feste, und ich bleibe zurück als Beute für die wilden Tiere in einsamen Arenen.

Deine Verwandten umarmen dich freudig, und ich werde euch nie wiedersehen, o meine Mutter, o mein Vater.

Wo ist die Treue, die du mir so sehr geschworen hast?

So setzt du also dein großes Vertrauen in die Vorfahren?

Sind das die Kronen, mit denen du mein Haupt schmückst?

Sind das die Zepter, sind das die Edelsteine und das Gold?

Mich der Einsamkeit zu überlassen, dem wilden Tier, das mich zerfleischt und verschlingt.

Ach Theseus, ach mein Theseus, wirst du sie sterben lassen, vergeblich weinend, vergeblich um Hilfe schreiend, die arme Ariadne, die dir vertraut hat und dir Ruhm und Leben schenkte.

Vierter Teil

Ahi che non pur rispondi!

Ahi che più d’aspe è sordo a miei lamenti

O nembi, o turbi, o venti

Sommergetelo voi dentr’a quell’onde

Correte, orche e balene, E delle membra immonde

Empiete le voragini profonde!

Che parlo, ahi, che vaneggio?

Misera oimé che chieggio.

O Teseo, o Teseo mio,

Non son, non son quell’io,

Non son quell’io che i feri detti sciolse;

Parlò l’affanno mio, parlò il dolore,

parlò la lingua, si, ma non già il core.

Misera! ancor dò loco a la tradita speme?

E non si spegne, Fra tanto scherno ancor, d’amor Il foco spegni tu morte, omai, le fiamme indegne.

Ach, warum antwortest du nicht!

Ach, du bist taub für meine Klagen, tauber noch als eine Viper.

O Wolken, o Stürme, o Winde, versenkt ihn in jene Wellen!

Eilt herbei, Orcas und Wale, und füllt die tiefen Abgründe mit seinen schmutzigen Gliedern! Was rede ich da, ach, was fantasiere ich?

Elend, ach, was flehe ich da?

O Theseus, o mein Theseus, ich bin nicht mehr die, ich bin nicht mehr die, die jene grausamen Worte sprach; meine Qual sprach, mein Schmerz sprach, die Zunge sprach, ja, aber nicht das Herz.

Elend! Gebe ich der verratenen Hoffnung noch Raum?

Und sie erlischt nicht, inmitten so viel Spott, der Liebe lösche du, Tod, nun das Feuer, die unwürdigen Flammen.

Sigismondo D’India

»Pianget’ occhi miei lassi«

Text: Pietro Petracci | Übersetzung: Paula Schlüter

Pianget’, occhi miei lassi,

E intenerite il core di colei che s’indura al mio dolore;

E, se l’acqua del pianto

Non può l’affetto suo mover alquanto, da l’alma mia che langue, Occhi, versate ormai pianti di sangue.

»Piangono al pianger mio«

Weint, meine müden Augen, und erweicht das Herz derjenigen, die meinem Leid gegenüber ungerührt bleibt; und wenn die Tränen ihre Zuneigung nicht im Geringsten rühren können, aus meiner schmachtenden Seele, Augen, vergießt nun Tränen aus Blut.

Text: Ottavio Rinuccini | Übersetzung: Paula Schlüter

Piangono al pianger mio

Piangono al pianger mio le fere, e i sassi

A miei caldi sospir traggon sospiri.

L’aer’ d’intorno nubiloso fassi, Mosso anch’ egli à pietà de miei martiri.

Ovunque io volgo, ovunque giro i passi

Par che di me si pianga, e si sospiri;

Par che dica ciascun, mosso al mio duolo, Che fai tu qui, meschin, doglioso e solo?

Sie weinen über mein Weinen die wilden Tiere und die Steine weinen über mein Weinen, und meine heißen Seufzer rufen Seufzer hervor. Die Luft um mich herum wird trüb, auch sie bewegt vom Mitleid über meine Qualen. Wohin ich mich auch wende, wohin ich auch meine Schritte richte, scheint es, als würde man um mich weinen und seufzen; scheint es, als sage jeder, bewegt von meinem Leid: Was tust du hier, du Elender, voller Schmerz und ganz allein?

»O bone Jesu o piissimi Jesu«

Text: mittelalterliches Gebet | Übersetzung: Paula Schlüter

O bone Jesu

o piissime Jesu, o Jesu fili Mariae Virginis plene misericordiae et pietate.

O Jesus nomen dulce

O Jesus delectabile, quid est enim Jesus

nisi Salvator?

Ergo nomen sanctum tuum esto mihi Jesus et salva me.

»Sì dolce è’l tormento«

O guter Jesus, o frommster Jesus, o Jesus, Sohn der Jungfrau Maria, voller Barmherzigkeit und Frömmigkeit.

O Jesus, süßer Name, o Jesus, voller Wonne, denn was ist Jesus sonst als der Erlöser?

Darum lass deinen heiligen Namen, Jesus, mein sein, und rette mich.

Text: Carlo Milanuzzi | Übersetzung: Paula Schlüter

Si dolce è’l tormento

Ch’in seno mi sta,

Ch’io vivo contento

Per cruda beltà.

Nel ciel di bellezza

S’accreschi fierezza

Et manchi pietà:

Che sempre qual scoglio

All’onda d’orgoglio

Mia fede sarà.

La speme fallace

Rivolgam’ il piè,

Diletto ne pace

Non scendano a me,

E l’empia ch’adoro

Wie süß ist die Qual, die in meiner Brust wohnt, dass ich zufrieden lebe wegen grausamer Schönheit. Möge im Himmel der Schönheit der Stolz wachsen und das Mitleid fehlen: Denn immer wie ein Felsen gegen die Welle des Stolzes wird mein Glaube sein. Der trügerischen Hoffnung wende ich mich ab, Freude und Frieden mögen nicht zu mir herabsteigen, und die Gottlose, die ich verehre,

Mi nieghi ristoro

Di buona mercè:

Tra doglia infinita,

Tra speme tradita

Vivrà la mia fè.

Per foco e per gelo riposo non ho nel porto del Cielo riposo haverò...

se colpo mortale con rigido strale il cor m'impiagò cangiando mia sorte col dardo di morte il cor sanerò...

Se fiamma d’amore

Già mai non sentì

Quel rigido core

Ch’il cor mi rapì,

Se nega pietate

La cruda beltate

Che l’alma invaghì:

Ben fia che dolente,

Pentita e languente

Sospirimi un dì.

verweigere mir Trost durch gnädige Barmherzigkeit: In unendlichem Schmerz, in betrogener Hoffnung wird mein Glaube leben. Durch Feuer und Frost finde ich keine Ruhe, im Hafen des Himmels werde ich Ruhe finden ... Wie ein tödlicher Schlag mit einem eisigen Pfeil mein Herz verwundete und mein Schicksal wendete, so werde ich mein Herz heilen mit dem Pfeil des Todes ... Wenn die Flamme der Liebe noch nie gefühlt hat dieses harte Herz, das mir das Herz raubte, wenn sie Barmherzigkeit verweigert, die grausame Schönheit, die die Seele verzauberte: So sei es, dass sie, schmerzvoll, reumütig und schmachtend, eines Tages nach mir seufzt.

Benedetto Ferrari

»Queste pungenti spine«

Text: Ottavio Orsucci | Übersetzung: Paula Schlüter

Erster Teil

Queste pungenti spine che ne’ boschi d’abisso nodrite ed allevate affliggono trafiggono oh crudeltate il mio Signor e Dio son saette divine che col foco del cielo addolcite e temprate allettano dilettano oh gran pietate il cor divoto e pio. E tu anima mia non sai che sia dolore ancor non senti amore?

Zweiter Teil

Ahi miserella ascolta i tuoi vani diletti i piaceri i contenti inducono conducono oh pene oh stenti te stessa al cieco inferno deh sì mira una volta del tuo celeste amante le ferite e i tormenti che chiamano richiamano oh dolci accenti te stessa al ciel eterno. E pure anima mia non sai che sia dolore ancor non senti amore?

Diese stechenden Dornen, die ihr in den Wäldern der Tiefe nährt und pflegt, die quälen und durchbohren –oh Grausamkeit! –meinen Herrn und Gott, sind göttliche Pfeile, die mit dem Feuer des Himmels gemildert und gestählt, verführen und erfreuen –oh große Barmherzigkeit! –das fromme und gottesfürchtige Herz. Und du, meine Seele, weißt du nicht, was Schmerz ist, spürst du noch keine Liebe?

Ach, du Arme, hör doch deine vergeblichen Freuden, die Wonnen und das Glück, die dich führen, oh Leid, oh Mühen, in die blinde Hölle. Ach, ja, schau doch einmal auf die Wunden und Qualen deines himmlischen Geliebten, die dich rufen, oh süße Klänge, in den ewigen Himmel. Und doch, meine Seele, weißt du nicht, was Schmerz ist, spürst du noch keine Liebe?

Dritter Teil

Stolta che fai? che pensi? il tuo Giesù tradito il tuo Giesù piagato si lacera si macera ohimè che stato solo per darti vita e tu ingrata i sensi ogn’hor più cruda induri sei di cor sì spietato sì rigido sì frigido oh stelle oh fato che non procuri aita? ben veggio anima mia non sai che sia dolore ancor non senti amore?

Letzter Teil

Così dunque vivrai senz’amor senza duolo no no rivolgi il core pieghevole piacevole oh buon fervore a sì gravi martiri e riverente homai pentita e lagrimosa manda dal petto fuore caldissimi dolcissimi d’amor sensi e sospiri. Così anima mia saprai che sia dolore intenderai amore.

Du Törichte, was tust du?

Was denkst du?

Dein verratener Jesus dein verwundeter Jesus er zerreißt sich, er quält sich ach, welch ein Zustand nur um dir das Leben zu schenken und du Undankbare verhärtest deine Sinne stündlich noch mehr dein Herz ist so gnadenlos, so hart, so kalt.

Oh Sterne, oh Schicksal, warum leistet ihr keine Hilfe?

Ich sehe es wohl, meine Seele, weißt du nicht, was Schmerz ist, spürst du noch keine Liebe?

So wirst du also leben, ohne Liebe, ohne Schmerz; nein, nein, wende dein Herz, nachgiebig und lieblich, oh gute Inbrunst, diesen schweren Qualen zu, und lass nun ehrfürchtig, reumütig und tränenreich, aus deiner Brust hervorbrechen die heißesten, süßesten

Gefühle und Seufzer der Liebe. So, meine Seele, wirst du erfahren, was Schmerz ist, und die Liebe verstehen.

Sigismondo D’India

»Mentre che ’l cor«

Text: Francesco Petrarca | Übersetzung: Paula Schlüter

Mentre ch ’l cor da gli amorosi vermi

Fu consumato e’n fiamma amorosa arse,

Di vaga fera le vestigia sparse

Cercai per poggi solitari et ermi;

Et ebbi ardir, cantando, di dolermi

D’Amor, di lei che sì dura m’apparse;

Ma l’ingegno e le rime erano scarse

In quella etade ai pensieri nuovi e infermi.

Quel fuoco è morto e’l copre un picciol marmo, Che se col tempo fosse ito avanzando,

Come già in altri infino alla vecchiezza,

Di rime armato, ond’oggi mi disarmo,

Con stil canuto avrei fatto, parlando, Romper le pietre e pianger di dolcezza.

Während mein Herz von verliebten Würmern zerfressen und von der Flamme der Liebe verbrannt wurde, suchte ich auf einsamen und öden Hügeln nach den Spuren der wilden Schönheit; und ich wagte es, singend, mich zu beklagen bei Amor, über sie, die mir so hart erschien; doch fehlten mir Einfallsreichtum und Reime, um damals den neuen, schwachen Gedanken zu entsprechen.

Jenes Feuer ist erloschen und von einem kleinen Marmorstein bedeckt. Doch wäre die Zeit weiter fortgeschritten, wie bei anderen bis ins hohe Alter, mit Reimen bewaffnet, denen ich heute entsage, hätte ich mit grauer Feder, dichtend, die Steine zerbrechen und sie vor Süße weinen lassen.

»Ecco di dolci raggi«

Text: Anonymus | Übersetzung: Paula Schlüter

Ecco di dolci raggi il sol armato

Del verno saettar la stagion florida.

Di dolcissim’amor inebriato, Dorme tacito vento in sen di Clorida.

Tal’hor però, lascivo e odorato

Ondeggiar tremolar fa l’herba florida; L’aria, la terra, il ciel spiran amore:

Arda dunque d'amor, arda ogni core!

Io, ch’armato sin hor d'un duro gelo, Degli assalti d’amor potei difendermi;

Né l’infocato suo pungente telo

Poté l’alma passar o ’l petto offendermi.

Hor che il tutto si cangia al novo cielo, (A due begli occhi ancor non dovea rendermi!)

Sì si disarma il solito rigore: Arda dunque d’amor, arda il mio core!

Siehe, die Sonne, mit sanften Strahlen bewaffnet, durchbricht die blühende Jahreszeit des Winters.

Berauscht von süßester Liebe, schlummert der Wind still in Chloridas Schoß.

Doch nun lässt er, lasziv und duftend, das blühende Gras wogen und flimmern; die Luft, die Erde, der Himmel atmen Liebe: So brenne denn vor Liebe, brenne jedes Herz!

Ich, mit hartem Frost gerüstet, konnte mich bis jetzt gegen die Angriffe Amors verteidigen; und sein glühender, stechender Pfeil konnte weder meine Seele durchdringen noch meine Brust verletzen.

Nun, da sich alles unter dem neuen Himmel wandelt, (Ich hätte mich doch nicht zwei schönen Augen hingeben dürfen!)

Löst sich die gewohnte Strenge: So brenne denn vor Liebe, brenne mein Herz!

La Venexiana & Teatri 35

La Venexiana wurde 1997 von Claudio Cavina gegründet, der das Ensemble bis 2016 mit großer Hingabe leitete. Aus gesundheitlichen Gründen übergab er die künstlerische Leitung an seinen langjährigen Weggefährten Gabriele Palomba. Seither gestalten die Musiker außergewöhnliche Projekte und eindrückliche Hörerfahrungen. Eine intensive Konzert- und Aufnahmetätigkeit macht La Venexiana zu einem bedeutenden Bezugspunkt im Spektrum vokaler und instrumentaler Aufführung zwischen Renaissance und Barock. Es entstanden Porträts unter anderem von Luzzasco Luzzaschi, Sigismondo D’India, Luca Marenzio, Gesualdo da Venosa und Claudio Monteverdi. Die gefeierte Einspielung des Orfeo erhielt zahlreiche Auszeichnungen, die Einspielung aller Monteverdi-Madrigale wurde 2017 abgeschlossen. Auch Werke von Scarlatti, Händel, Steffani und Cavalli erklingen in leidenschaftlichen Interpretationen. Risikofreude als künstlerisches Prinzip prägt Programme wie ›Round M‹ und Projekte wie die Rekonstruktion von Monteverdis Arianna.

Der künstlerische Kern von Teatri 35 arbeitet seit 18 Jahren im experimentellen Theater. Das Ensemble mit Sitz in Neapel betreibt dort ein ständiges Atelier und tritt bei nationalen und internationalen Festivals auf. Die Gruppe – Gaetano Coccia, Francesco Ottavio De Santis und Antonella Parrella – ist auf Tableaux vivants spezialisiert. Mit der Erweiterung um Live-Musik arbeitet Teatri 35 neben La Venexiana mit dem Bruno Bartoletti Philharmonic Orchestra, dem Nuova Orchestra Scarlatti, dem Milano Chamber Orchestra und weiteren Ensembles zusammen. Mit Chiaroscuro wurde das Ensemble 2013 zur Gala Italia in München eingeladen; im Juni gewann Labirinto den Wettbewerb Teatri del Sacro. Es folgten Tourneen mit Einladungen zu Festivals und Theatern weltweit. Seit 2005 leitet das Ensemble das Festival des Troia Teatro.

Impressum

Herausgeberin

Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH, Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz

Künstlerischer Direktor

Norbert Trawöger

Programmplanung & Dramaturgie

Andreas Meier (Leitung), Paula Schlüter

Redaktion

Paula Schlüter

Grafik

Anett Lysann Kraml, Lukas Eckerstorfer

Abbildungen gemeinfrei (S. 8–22), Teatri 35 (S. 41)

Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Wir danken für Ihren Besuch und wünschen Ihnen ein schönes Konzert!

CLASSICS

BECAUSE CLASSICS DOES NOT MEAN BASIC

Manchette

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