Steinaecker, Hagen & Bruckner Orchester Linz
14. April 2026 19:30 Uhr
Großer Saal
Große Orchester IX
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14. April 2026 19:30 Uhr
Großer Saal
Große Orchester IX

So, 19. Apr 2026, 11:00
Großer Saal
Anderszewski & Münchener Kammerorchester
Ludwig van Beethovens fulminantes 1. Klavierkonzert und Sergei Prokofjews virtuose
Symphonie classique mit dem polnischen Ausnahmepianisten Piotr Anderszewski
Sa, 2. Mai 2026, 19:30
Mittlerer Saal
Jean-Guihen Queyras & Alexander Melnikov
Mit JeanGuihen Queyras und Alexander Melnikov präsentiert ein absolutes Ausnameduo Werke für Violoncello und Klavier von Ludwig van Beethoven, Claude Debussy und Sergei Rachmaninoff.
So, 10. Mai 2026, 11:00
Großer Saal
Gaigg, Pashchenko & L’Orfeo Barockorchester
30 Jahre L’Orfeo Barockorchester
Zum 30jährigen Bestehen des L’Orfeo Barockorchesters hat Michi Gaigg ein prunkvolles Programm rund um Wolfgang Amadé Mozart und Joseph Haydn im Gepäck. Karten und Infos: +43
Bedřich Smetanas Die verkaufte Braut begründete mit ihrer mitreißenden, folkloristisch-tänzerisch geprägten Klangsprache sowie ihrer realistischen Erzählung Mitte des 19. Jahrhunderts die Eigenständigkeit der Tschechischen Oper. Gewissermaßen ein Konzentrat dieser Energie bildet die furiose Ouvertüre, deren rhythmisches Geflecht und atemlose Figurationskunst spieltechnisch höchste Anforderungen an die Interpret:innen stellt.
Die perfekte Eröffnung für ein Konzert, das ganz im Zeichen der tschechischen Musik steht: Die beeindruckende motivische Arbeit des Komponisten Bohuslav Martinů ist in seiner 4. Symphonie zu erleben, die auch Einflüsse seines Vorgängers Antonín Dvořák in sich trägt. Dessen Konzert für Violoncello und Orchester bildet den krönenden Abschluss dieser Reise durch die Klanglandschaften der tschechischen Musik des 19. und 20. Jahrhunderts.
Bedřich Smetana 1824–1884
Ouvertüre zur Oper Die verkaufte Braut
JB 1:100 // 1863–66
Bohuslav Martinů 1890–1959
Symphonie Nr. 4 H. 305 // 1945
I Poco moderato
II Scherzo. Allegro vivo – Trio. Moderato
II Largo
IV Poco allegro
// Pause //
Antonín Dvořák 1841–1904
Konzert für Violoncello und Orchester
hMoll op. 104 // 1894–95
I Allegro
II Adagio, ma non troppo
III Finale: Allegro moderato – Andante – Allegro vivo
Konzertende: ca. 21:45 Uhr
Bedřich Smetana // Ouvertüre zu Die verkaufte Braut
Obwohl Bedřich Smetana von vielen spätestens nach dem fulminanten Erfolg seiner 1866 uraufgeführten Oper Die verkaufte Braut als Begründer der tschechischen Nationalmusik verehrt wurde und auch in zahlreichen anderen Werken wie etwa den Opern Dalibor und Libusa immer wieder Themen der tschechischen Geschichte sowie der nationalen Mythen und Sagenwelt aufgriff, sah er sich vor allem in seinen späten Schaffensjahren den Anfeindungen vieler Kollegen – darunter etwa der junge Leoš Janáček – ausgesetzt. Dabei wurde ihm allen voran eine zu starke Orientierung am deutschösterreichischen Stil vorgeworfen und seine expressive Tonsprache als ›Wagnerismus‹ kritisiert, was der Komponist nach der Uraufführung seiner Oper Dalibor in einem Brief an den Dirigenten Adolf Čech entschieden zurückwies: »Sie kennen dies schon lange bei mir, aber andere begreifen es nicht und denken, daß ich den Wagnerismus einführe! Ich bin zur Genüge mit dem Smetanismus beschäftigt und dieser Stil genügt mir, wenn er nur ehrlich ist!«
Die verkaufte Braut spielt in der bäuerlichen Szenerie eines böhmischen Dorfes. Die junge Mařenka soll infolge der Verschuldung ihrer Eltern Vašek, den Sohn des Großgrundbesitzers Tobias Mícha, heiraten. Sie jedoch liebt Jeník, der erst vor kurzem als Fremder ins Dorf kam und sich später als verschollen geglaubter Halbbruder Vašeks zu erkennen gibt. Mařenka nutzt die Tatsache, dass Vašek sie noch nie gesehen hat, um ihm die zukünftige Braut als herrisches Scheusal darzustellen, sodass er auf die Hochzeit verzichtet. Jeník indes schließt einen Vertrag über 300 Gulden, mit dem er ebenfalls auf Mařenkas Hand verzichtet, verlangt jedoch als Bedingung, dass sie keinen anderen, als einen Sohn Míchas heiraten darf (nur er und Mařenka wissen ja, dass er ein solcher ist). Mařenka ist entsetzt über den Verkauf der Braut, doch als Mícha in Jeník zuletzt seinen verloren geglaubten Sohn erkennt, kann sie den Vertrag erfüllen und beide heiraten.

Bohuslav Martinů // Symphonie Nr. 4
Bohuslav Martinů zählt den wichtigsten tschechischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Geboren wurde er 1890 in der Kleinstadt Polička, die im BöhmischMährischen Bergland liegt, damals Teil des Habsburger Reiches. Nach frühem Geigenunterricht beim örtlichen Schneider und ersten Kompositionsversuchen – so schrieb er im Alter von 13 Jahren ein Streichquartett mit dem Titel Tři jezdci (Drei Reiter) – nahm er 1906 ein Violinstudium am Konservatorium in Prag auf. Größer als seine instrumentalen Ambitionen war dabei jedoch sein Wunsch, sich der Komposition zu widmen. Martinů wechselte den Lehrer und schließlich von der Violine zur Orgel, bevor er das Konservatorium wegen »unverbesserlicher Nachlässigkeit« verlassen musste. Nach seinem unfreiwilligen Studienabbruch schlug Martinů sich als Geigenlehrer durch, bis er über Kontakte eine Anstellung als Violinist in der Tschechischen Philharmonie ergattern konnte. Hier feierte er auch seinen ersten Erfolg als Komponist: Die Aufführung der Česká rapsódie durch das Orchester führte unter anderem zur Auszeichnung mit dem SmetanaPreis. Doch Martinů zog es in die Welt hinaus: Mit Hilfe eines Stipendiums reiste er 1923 nach Paris, um dort bei Albert Roussel an seinen kompositorischen Fähigkeiten zu feilen. Eigentlich sollte der Aufenthalt nur drei Monate lang dauern – Martinů blieb schlussendlich 17 Jahre lang in Paris. Hier etablierte er sich als renommierter Komponist, dessen Werke weltweit aufgeführt und mit Preisen ausgezeichnet wurden. Das Musikleben der französischen Metropole war in den 1920er und 1930erJahren von verschiedenen ästhetischen Strömungen geprägt: Als Gegenbewegung zu Spätromantik, Impressionismus und Expressionismus begannen Komponist:innen wie Francis Poulenc, Igor Strawinski, Sergei Prokofjew und auch Martinů mit einem historisierenden Stil zu experimentieren, der später auch als Neoklassizismus bezeichnet wurde.

Bohuslav Martinů, undatierte Fotografie
»Ich habe in meinem ganzen Leben keinen einfacheren, aufrichtigeren und ergreifenderen Menschen kennengelernt.«
Der Dirigent Paul Sacher über Bohuslav Martinů
Charakteristisch für diese Kompositionsweise – die zu vielfältigen Ausformungen führte – ist der Rückbezug auf Formmodelle und Satztechniken aus Barock und Klassik.
Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in seiner Heimat komponierte Martinů 1939 seine Polní mše (Feldmesse), die er als »Gebet für die Heimat« bezeichnete, »begleitet von Trompeten und Pauken, militärischen Signalen und einem Marsch der Trommeln, trotzdem aber ruhig, voller Hoffnung und an die Zukunft glaubend.« Aufgrund seiner Beteiligung am Widerstand von den Nazis auf die ›Schwarze Liste‹
Bohuslav Martinů // Symphonie Nr. 4
gesetzt, sah sich Martinů nach dem Einmarsch in Frankreich 1940 gezwungen, zu fliehen. Über AixenProvence, Spanien und Portugal gelangte er mit seiner Familie im März 1941 schließlich per Schiff nach New York. Erst hier begann er mit der Komposition von Symphonien, von denen er zwischen 1942 und 1946 jährlich eine vollendete. Die 1945 komponierte 4. Symphonie nimmt mit ihrer ungezügelten rhythmischen Energie, lyrischen Fülle und melodischen Expressivität einen besonderen Platz zwischen der tragischkonzentrierten Dritten und der enigmatischen Avanciertheit der Fünften ein – oft gedeutet als Akt der Befreiung und des Aufatmens nach Ende des Zweiten Weltkriegs. »Keines ihrer Schwesterwerke ist so klang und substanzreich, so minutiös ausgearbeitet und detailreich, so überzeugend in seiner Gesamtkonstruktion« (Harry Halbreich).
Trio zwischen Hauptteil und dessen Wiederholung eingeschobener Mittelteil, im Scherzo meist ruhiger und kantabler gehalten
Das eröffnende Poco moderato – ungewöhnlicherweise der kürzeste Satz des Werkes – entwickelt das musikalische Material virtuos aus dem kurzen Eingangsmotiv F-D-F, eine Technik, die charakteristisch für Martinůs Symphonik ist: Anstelle kontrastierender Themen und dramatischer Durchführung des Materials tritt die organische Entwicklung kleiner motivischer Zellen, deren Prozess wiederum die Struktur des Gesamten definiert. Das anschließende Scherzo strotz mit seinen atemlosen Begleitfiguren und dem vom Fagott vorgestellten, selbstbewusst gegen den (Takt)Strich gebürsteten Thema geradezu vor Energie, die im beruhigten Trio in eine pastorale Szenerie mündet, getragen von berückend schöner Melodik der Streicher. Das anschließende Largo greift diese Stimmung auf, überführt sie jedoch ins MysteriösExpressive, das sich in Form eines einzigen gewaltigen Bogens über dem Satz auftürmt. Das finale Poco allegro scheint mit seinem düsteren cMollBeginn, nervös irrlichternden Bläserfiguren und drängenden Taktwechseln die luzide Stimmung des Gesamtwerkes noch einmal infrage zu stellen. Ein Rätsel, das dem hörbar slawisch geprägten Hauptthema der Streicher bis zuletzt eingeschrieben bleibt, ehe es sich in der Coda unter ausgelassenem Jubel von Pauken, Becken und Bläser zu strahlendem CDur verklärt.
Antonín Dvořák // Violoncellokonzert h-Moll
Im Juni des Jahres 1891 erreichte Antonín Dvořák in Prag ein Telegramm von Jeannette Thurber, der Gründerin und Präsidentin des National Conservatory of Music of America: »Würden Sie ab Oktober 1892 eine Anstellung als Direktor des New Yorker Nationalkonservatoriums annehmen? Und außerdem sechs Konzerte mit eigenen Werken dirigieren?« Auf der Suche nach einer eigenständigen ›amerikanischen‹ Kunstmusik, hoffte Thurber, Dvořák »möge helfen, die neue Welt der Musik dem Kontinent hinzuzufügen, den Columbus einst fand«, so Colonel Thomas Wentworth Higginson in seiner Festansprache zum Antrittskonzert Dvořáks am 21. Oktober 1892 anlässlich der 400JahrFeier der ›Entdeckung‹ Amerikas in der New Yorker Carnegie Hall. Mit seiner Frau Anna, seiner Tochter Otilie und seinem Sohn Antonín war der tschechische Komponist, der das Angebot nach langem Zögern wohl vor allem aufgrund des verlockenden Gehalts von 15.000 Dollar jährlich annahm (etwa das 25fache seines bisherigen Einkommens), nach New York gelangt und hatte schon bald mit der Komposition seiner 9. Symphonie emoll op. 95 begonnen, in der er seine künstlerische Vision einer »zukünftige[n] Musik dieses Landes« erstmals zu Papier brachte: »Ich studierte sorgfältig eine gewisse Zahl indianischer Melodien, die mir ein Freund gab, und war vollständig erfüllt von ihren Eigenschaften – von ihrem Geiste. Diesen Geist habe ich in meiner neuen Sinfonie zu reproduzieren versucht, ohne die Melodien tatsächlich zu verwenden«, erläuterte er seine Vorgehensweise in einem Interview mit dem New York Herald. Anders als es die lebhaften Klänge der 9. Symphonie oder des ebenfalls zu jener Zeit entstandenen 12. Streichquartetts FDur vermuten lassen, litt der tschechische Komponist dabei unter einer Krankheit, deren Heilung in der ›neuen Welt‹ faktisch unmöglich war: Heimweh. So schrieb etwa seine Schwägerin Terezie Koutecká nach ihrem Besuch in New York am 25. Februar 1894 an Dvořáks Freund Alois Göbl: »Trotz seiner glänzenden Position und
seines materiellen Wohlstands hat er schreckliches Heimweh nach seinem Land […]. Bei meiner Abreise aus New York, als mich alle an Bord begleiteten, brach Dvořák in Tränen aus und sagte: ›Wenn ich könnte, würde ich mit Ihnen fahren und wenn es nur auf dem Zwischendeck wäre.‹« Auch Dvořáks Sohn Ottokar hielt später fest: »Unter Stress begann mein Vater immer stärker zu rauchen und hatte Probleme mit seinen Nerven und Depressionen. […] Manchmal hatte er Angst vor Wägen und anderen Fahrzeugen auf der Straße. […] Er wollte an seine Geburtsstätte zurückkehren und sie niemals wieder verlassen.«
»Gott sei Dank!
Beendet in New York am 9. Februar 1895 am Geburtstag unseres [Sohnes] Otáček am Samstag früh um 11½ Uhr«
Anmerkung Dvořáks auf der Partitur nach Beendigung des Cellokonzerts
In dieser Stimmung begann der Komponist im November 1894 mit der Arbeit an seinem Konzert für Violoncello und Orchester hMoll, das er im Februar des folgenden Jahres, kurz vor seiner langersehnten Rückkehr nach Prag, in New York fertigstellte. »Ich sage Ihnen aufs bestimmteste«, schrieb er an seinen Kollegen Josef Bohuslav Foerster, »dass dieses Konzert meine beiden Konzerte, das Violin wie das Klavierkonzert bei weitem übertrifft«. In Prag überarbeitete Dvořák den Solopart gemeinsam mit dem Cellisten Hanuš Wihan, Mitglied des Böhmischen Streichquartetts, dem er das Werk auch widmete. Während er viele spieltechnische Vorschläge Wihans und sogar einige von ihm initiierte Änderungen im Orchestersatz übernahm, wollte Dvořák die grundlegende Struktur, etwa den bewussten Verzicht auf eine vir tuose Solokadenz, unangetastet lassen. So teilte er seinem Verleger Fritz Simrock am 3. Oktober 1895 mit: »Manche von den Passagen gefallen mir nicht – und ich muß darauf bestehen, daß mein Werk so gedruckt wird, wie ich es geschrieben habe. Es können ja auch diejenigen Stellen in zwei Systemen gedruckt werden, die leichtere und schwerere Spielart. Überhaupt gebe ich Ihnen das Werk nur dann, wenn Sie sich verpflichten, das [sic] niemand, auch mein verehrter Freund Wihan, keine Änderung macht ohne mein Wissen und Erlaubnis, also auch keine Kadenz, die Wihan im letzten Satz gemacht hat.« Die Uraufführung fand am 19. März 1896 in London statt – allerdings ohne


Erste Seite der Partiturhandschrift des Cellokonzerts, 1895
Antonín Dvořák // Violoncellokonzert h-Moll

den Widmungsträger Wihan, der verhindert war, sodass stattdessen Leo Stern den Solopart übernahm.
Mit einer in dunkle Farben getauchten, expressiven Klarinettenmelodie hebt der Kopfsatz an, steigert sich schon nach wenigen Takten zu voller TuttiPracht und zeichnet sich dabei zunächst allen voran durch eines aus: das Fehlen des Soloinstruments. Fast vier Minuten vergehen, ehe das Violoncello seine Stimme erhebt … dann allerdings umso nachdrücklicher mit klangprächtigen Variationen des Hauptthemas, virtuosen Tripelgriffen, Trillern in hoher Lage und leichtfüßigen SpiccatoFiguren. Im weiteren Verlauf des Satzes werden das Hauptthema sowie das zuvor vom Horn vorgestellte Seitenthema kunstvoll kombiniert.
Spiccato Technik, bei der der Bogen leicht von der Saite springt und so kurze, federnde Töne erzeugt
Das vom warmen Klang der Holzbläser geprägte Adagio
hatte Dvořák komponiert, nachdem er von der schweren Krankheit seiner Schwägerin und Jugendliebe Josefina Kounicová erfahren hatte. Im Mittelteil des Satzes, eingerahmt von schmerzvollen TuttiAusbrüchen, zitiert er daher die Melodie eines ihrer Lieblingsstücke, sein Lied »Lasst mich allein« op. 82, Nr. 1:
Lasst mich allein in meinen Träumen geh’n, Stört mir die Wollust nicht in meinem Herzen!
Lasst mir die Wonne all’, lasst mir die Schmerzen, Die mich erfüllen, seit ich ihn geseh’n!
Als Josefina Kounicová Ende Mai 1895 starb, überarbeitete Dvořák das zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossene Finale des Konzerts noch einmal. Der mitreißende Fluss der Schlusssteigerung, angeführt von einem Duett des Solocellos mit einer Solovioline, mündet auf dem vermeintlichen Höhepunkt unvermittelt in einer gänzlich neuen musikalischen Landschaft: Weich, lyrisch, von tupfenden Pizzicati und sanften Tremoli begleitet, tauchen noch einmal Zitate aus den vorangegangenen Sätzen auf, wobei vor allem die ›Liedmelodie‹ aus Letzterem durch sphärische Instrumentation verklärt wird, ehe sich das Orchester zu einer majestätischen Schlusssteigerung aufbäumt. »Das Finale schließt allmählich diminuendo wie ein Hauch«, so Dvořák an Simrock, »mit Reminiszenz an den 1. und 2. Satz – das Solo klingt aus bis zum pp –dann ein Aufschwellen, und die letzten Takte übernimmt das Orchester und schließt im stürmischen Ton. Das war so meine Idee und von der kann ich nicht ablassen.«
Andreas Meier
13. bis 30. Sep 2026
So, 13. Sep 2026, 18:00
Großer Saal
markus poschner, jean rondeau & bruckner orchester linz
Frischer Wind
Markus Poschner und Cembalostar Jean Rondeau bringen mit Francis Poulencs Concert champêtre die Natur in den Konzertsaal, eingerahmt von Claude Debussys La Mer und Ludwig van Beethovens berühmter 6. Symphonie »Pastorale«.
Mi, 16. Sep 2026, 19:30
Großer Saal
philipp
Revolution Mahler!
Das aus Mitgliedern europäischer Spitzenorchester bestehende Mahler Academy Orchestra spielt Gustav Mahlers 9. Symphonie sowie dessen Kindertotenlieder auf Originalinstrumenten.
Mi, 30. Sep 2026, 19:30
Großer Saal
anja bihlmaier, bbc singers & bbc philharmonic orchestra
Brahms’ Requiem
Johannes Brahms’ Deutsches Requiem kombiniert mit Lili Boulangers Psaume 24 in einer internationalen Spitzenbesetzung rund um Anja Bihlmaier und das BBC Philharmonic Orchestra brucknerfest.at
Violoncello
Natürlichkeit und Wärme, Vitalität und der Mut zum Risiko: diese Qualitäten werden regelmäßig genannt, wenn von Julia Hagens Spiel die Rede ist. 2024 wurde sie mit dem ›UBS Young Artist Award‹ ausgezeichnet, der mit einem Konzert mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Christian Thielemann im Rahmen des Lucerne Festivals verbunden war. 2025 kehrt sie erneut zum Lucerne Festival zurück. Am Wiener Musikverein ist Julia Hagen in der Saison 25–26 als ›Künstlerin im Fokus‹ mit Dvořáks Cellokonzert unter anderem mit den Bamberger Symphonikern und Jakub Hrůša sowie in einem Rezital mit Sir András Schiff zu erleben. Sie ist regelmäßig zu Gast bei den Salzburger Festspielen, beim Heidelberger Frühling und beim Festival de Pâques in AixenProvence. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit der Camerata Salzburg und dem Mozarteumorchester. Mit dem Orchestre de Paris feiert sie im Dezember 2025 ihr Debüt. Als Solistin spielt sie mit bedeutenden Orchestern, darunter das Cleveland Orchestra, das hrSinfonieorchester, das London Philharmonic Orchestra, das Orquesta Nacional de España sowie die Wiener Symphoniker mit Dirigenten wie Alain Altinoglu, Elim Chan, Paavo Järvi, Andrés OrozcoEstrada und Petr Popelka.
Besonders am Herzen liegt ihr die Kammermusik, die sie mit Partner:innen wie Igor Levit, Gautier Capuçon, Renaud Capuçon, Isabelle Faust, Lukas Sternath und Leif Ove Andsnes in die Berliner Philharmonie, die Londoner Wigmore Hall, die Zürcher Tonhalle und den Wiener Musikverein geführt hat. Mit dem Herbstsemester 2025 folgt sie dem Ruf an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien als Professorin für Violoncello. Bei der Deutschen Grammophon und Hänssler Classic erschienen Aufnahmen mit Werken von Johannes Brahms, Gabriel Fauré und Richard Strauss. Julia Hagen spielt ein Violoncello von Francesco Ruggieri (Cremona, 1684), das ihr privat zur Verfügung gestellt wird.

Das Bruckner Orchester Linz (BOL) zählt zu den führenden Klangkörpern Mitteleuropas, blickt auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurück und trägt seit der Saison 1966/67 den Namen des Genius Loci. Das BOL ist Botschafter Oberösterreichs und seines Namensgebers auf Konzertpodien weltweit und nimmt im Linzer Musiktheater seine Aufgaben als Orchester des Landestheaters wahr. Seit dem Amtsantritt von Markus Poschner als Chefdirigent vollzieht das BOL einen weithin beachteten Öffnungsprozess, der neue Formate generiert, unerwartete Orte aufsucht, in der Vermittlung überraschende Wege findet und vor allem für künstlerische Ereignisse in einer unnachahmlichen Dramaturgie sorgt. Das BOL wurde beim Österreichischen Musiktheaterpreis 2020 als ›Orchester des Jahres‹ und 2024 mit dem ICMA Special Achievement Award ausgezeichnet. Ab der Saison 2027/28 übernimmt Christoph Koncz die Position des Chefdirigenten.

Dirigent
Philipp von Steinaecker hat sich einen Ruf als Dirigent mit außergewöhnlich breitem Repertoire erarbeitet, das vom Barock bis zur Zweiten Wiener Schule reicht. Seine Leidenschaft für die historisch informierte Aufführungspraxis veranlasste ihn zur Gründung des OriginalklangProjekts der Mahler Academy, die führende Musiker aus Europas renommiertesten Orchestern zusammenbringt. Im Jahr 2024 unternahm die Mahler Academy eine Europatournee nach Wien, Amsterdam, Paris und Köln, eine weitere große Tournee ist für den Sommer 2026 geplant. Steinaecker hat unter anderem mit dem Antwerp Symphony Orchestra, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem SWR Symphonieorchester, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino und dem GürzenichOrchester Köln zusammengearbeitet.

Herausgeberin
Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH, Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz
Künstlerischer Direktor
Norbert Trawöger
Programmplanung & Dramaturgie
Andreas Meier (Leitung), Paula Schlüter
Redaktion
Andreas Meier, Paula Schlüter
Grafik
Lukas Eckerstorfer, Anett Lysann Kraml
Abbildungen
Fine Art Images/Heritage Images (S. 7), Muzeum Bohuslava
Martinů v Poličce (S. 9), gemeinfrei (S. 13, 14–15), S. Pauly (S. 21), R. Winkler (S. 22–23), J. Hargreaves (S. 25)
Programm und Besetzungsänderungen vorbehalten
LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz
Wir danken für Ihren Besuch und wünschen Ihnen ein schönes Konzert!












