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Yamada, Liu & City of Birmingham Symphony Orchestra

20. März 2026 19:30 Uhr

Großer Saal

Große Orchester VIII

und Infos:

Highlights im Frühling

Di, 14. Apr 2026, 19:30

Großer Saal

Steinaecker, Hagen & Bruckner Orchester Linz

Philipp von Steinaecker feiert sein Brucknerhaus­Debüt mit einem außergewöhnlichen Programm rund um Antonín Dvořáks Violoncellokonzert, gespielt von Julia Hagen.

So, 19. Apr 2026, 11:00

Großer Saal

Anderszewski & Münchener Kammerorchester

Wolfgang Amadé Mozarts dramatisches Klavierkonzert Nr. 24 und Sergei Prokofjews virtuose Symphonie classique mit dem polnischen Ausnahmepianisten Piotr Anderszewski

So, 10. Mai 2026, 11:00

Großer Saal

Gaigg, Pashchenko & L’Orfeo Barockorchester

30 Jahre L’Orfeo Barockorchester

Zum 30­jährigen Bestehen des L’Orfeo Barockorchesters hat Michi Gaigg ein prunkvolles Programm rund um Wolfgang Amadé Mozart und Joseph Haydn im Gepäck.

alla breve

Das Programm auf einen Blick

Der englische Komponist William Walton ist in Europa nur wenig bekannt, auch wenn seine Werke in England häufig auf dem Programm stehen. Seine Symphonie zählt sogar zu den meistaufgeführten Werken der englischen Musik! Ihre Uraufführung 1935 wurde bereits als »historischer Abend für die britische Musik« gefeiert. Aber auch seine Ouvertüre Portsmouth Point, die eine wilde Hafenszene, inspiriert von einer Karikatur des Malers Thomas Rowlandson, in Töne setzt, zeichnet sich durch eine expressive Klangsprache aus, die auf tonalem Fundament ganz neue, eigene Wege geht.

Im Konzert treffen diese zwei Werke Waltons auf ein wahres Mammutwerk des 19. Jahrhunderts: Bei seinem Brucknerhaus-Debüt spielt der erst 28-jährige Bruce Liu, Gewinner des Chopin-Klavierwettbewerbs 2021, Pjotr Iljitsch Tschaikowskis 1. Klavierkonzert.

Programm & Besetzung

William Walton 1902–1983

Portsmouth Point. Ouvertüre // 1924–25

Pjotr Iljitsch Tschaikowski 1840–1893

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b­Moll op. 23 // 1874–75, 1876–79 & 1888

I Allegro non troppo e molto maestoso –Allegro con spirito

II Andantino semplice – Prestissimo

III Allegro con fuoco

// Pause //

William Walton

Symphonie Nr. 1 // 1932–35

I Allegro assai

II Presto con malizia

III Andante con malinconica

IV Maestoso – Allegro, brioso ed ardentemente –Vivacissimo – Maestoso

Konzertende: ca. 21:30 Uhr

City of Birmingham Symphony Orchestra

Selbstbewusst!

Pjotr Iljitsch Tschaikowski // Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll

Russland im Jahr 1866. Die vom Kritiker Wladimir Stassow später als »Mächtiges Häuflein« popularisierte Komponistengruppe bestehend aus Mili Balakirew, Alexander Borodin, César Cui, Modest Mussorgski und Nikolai Rimski-Korsakow hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine nationale Kompositionstradition in der Nachfolge Michail Glinkas, des Wegbereiters der eigenständigen russischen Kunstmusik zu etablieren. Mit ihrer Ablehnung des westlichen ›Akademismus‹, dessen wachsender Einfluss sich unter anderem in der beginnenden Institutionalisierung musikalischer Erziehung in Russland bemerkbar macht, übt sie großen Einfluss auf die junge Komponist:innengeneration jener Tage aus, die sich von nun an der grundlegenden Frage stellen muss: Studieren oder (!) Komponieren. In diesem Spannungsfeld bewegt sich auch Pjotr Iljitsch Tschaikowski, als er im Jänner des Jahres 1866 im Alter von 25 Jahren von St. Petersburg nach Moskau übersiedelt, um dort an der von Nikolai Rubinstein geleiteten Dependance der Russischen Musikgesellschaft – aus der noch im selben Jahr das Moskauer Konservatorium hervorgehen wird – seine Stelle als Professor für Musiktheorie, Harmonielehre, Instrumentation und Freie Komposition anzutreten. Erst drei Jahre zuvor hat er seinen Dienst als Sekretär des Justizministeriums mit dem festen Entschluss quittiert, sich von nun an gänzlich auf seine musikalischen Studien am neu gegründeten St. Petersburger Konservatorium zu konzentrieren, dessen Direktor Anton Rubinstein (der ältere Bruder Nikolais) seine Lehre an westlichen Traditionen um Komponisten wie Beethoven, Schubert, Mendelssohn und Schumann ausrichtet.

Nikolai Rubinstein wird zum Mentor, lässt den jungen Kollegen bei sich wohnen, knüpft für ihn Kontakte und setzt sich für die Aufführung seiner Musik ein. »Rubinstein pflegt mich, als wenn er meine Kinderfrau wäre und will nicht aufhören, diesen Beruf mir gegenüber auszuüben«, schreibt Tschaikowski an seine Brüder Modest und Anatol. »Heute hat

er mir förmlich mit Gewalt sechs neue Hemden geschenkt ... und will mich morgen mit ebensolcher Gewalt zu seinem Schneider schleppen, um mir einen neuen Rock zu bestellen. Er ist ein ungemein liebenswürdiger Mensch.« Im Verlauf der nächsten Jahre führt Rubinstein Tschaikowskis erste beide Symphonien sowie seine Orchesterfantasien Romeo und Julia und Der Sturm auf. 1875 soll Tschaikowskis 1. Klavierkonzert b-Moll folgen, das dieser im Winter zuvor – nur unterbrochen von einer Aufführung seiner dritten Oper Opritschnik in Kiew – in wenigen Wochen zu Papier gebracht hat. Er ist zufrieden, auch wenn er während der Arbeit an seinen Bruder Anatol schreibt: »Die Arbeit geht sehr langsam vorwärts und will nicht recht gelingen. Ich tue mir aus Prinzip Gewalt an und zwinge meinen Kopf, Klavierpassagen auszutüfteln; das Resultat davon sind stark zerrüttete Nerven.« Da er selbst kein virtuoser Pianist ist, legt er das Werk Ende 1874 Rubinstein vor. Doch statt wohlmeinender Ratschläge erhält er ein vernichtendes Urteil, an das er sich noch Jahre später in einem Brief an seine Gönnerin Nadeschda von Meck erinnert:

»Ich spielte den ersten Satz. Nicht ein Wort, nicht eine Bemerkung

[…] Ich fand die Kraft, das Konzert ganz durchzuspielen. Weiterhin Schweigen. ›Nun?‹ fragte ich, als ich mich vom Klavier erhob.

Da ergoss sich ein Strom von Worten aus Rubinsteins Mund. Sanft zunächst, wie wenn er Kraft sammeln wollte, und schließlich ausbrechend mit der Gewalt des Jupiter Tonans. Mein Konzert sei wertlos, völlig unspielbar. Die Passagen seien so bruchstückhaft, unzusammenhängend und armselig komponiert, dass es nicht einmal mit Verbesserungen getan sei. Die Komposition selbst sei schlecht, trivial, vulgär. Hier und da hätte ich von anderen stibitzt. Ein oder zwei Seiten vielleicht seien wert, gerettet zu werden; das Übrige müsse vernichtet oder völlig neu komponiert werden.«

Doch statt sich entmutigen zu lassen, stellt sich Tschaikowski selbstbewusst hinter sein Werk: »Eine innere Stimme warnte mich, Rubinstein ein solches Richteramt zu übertragen«, erinnert er sich später.

Kurzerhand streicht er die geplante Widmung an Rubinstein und schickt die Partitur dem Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow, der

Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Fotografie von Émile Reutlinger, zu jener Zeit als er letzte Überarbeitungen an seinem 1. Klavierkonzert vornahm, 1888

Pjotr

»Ich bin stolz auf die Ehre, die Sie mir mit der Widmung dieses herrlichen Kunstwerkes erwiesen haben, das hinreißend in jeder Hinsicht ist.« Hans von Bülow am 13. Juni 1875 an Tschaikowski

das Klavierkonzert im Rahmen einer AmerikaTournee am 25. Oktober 1874 in Boston zur Urauf führung bringt. Knapp drei Wochen später folgte die russische Erstaufführung mit Tschaikowskis ehema ligem Studienkollegen Gustav Cross als Solisten unter der Leitung von Eduard Nápravník in St. Petersburg. Einen weiteren Achtungserfolg feiert das Werk mit der Moskauer Erstaufführung am 3. Dezember 1875. Am Klavier sitzt Sergei Tanejew, am Dirigierpult steht tatsächlich niemand anderer als Nikolai Rubin stein! Der internationale Durchbruch gelingt schließlich drei Jahre später mit einem Kon bewusst vertauscht wer schwelgerisches Thema intonieren, übernimmt das Klavier mit raum greifenden, sechs Oktaven umspannenden Akkorden gewissermaßen die Rolle des begleitenden Orchesters und setzt sich dabei dennoch solistisch in Szene. Mit choralhaften Bläserklängen erstirbt (›morendo‹, so die Vor tragsanweisung) die Einleitung und macht Platz für das

Die berühmten Akkord-Oktavsprünge am Beginn des 1. Satzes in der 1890 erschienen Erstausgabe der Letzfassung des 1. Klavierkonzerts

Immer wieder übernimmt das Klavier die Rolle des Wortführers, dem das Orchester auf Schritt und Tritt folgt, ehe auch hier das zweite Thema den Weg zur glanzvollen Apotheose ebnet, mit dem der Satz und damit das Konzert schließt.

Virtuoses Tohuwabohu

William Walton // Portsmouth Point. Ouvertüre

Ein wildes Treiben zwischen einer Hafenspelunke, einem Bekleidungsgeschäft, einem Pfandleihhaus und den vor Anker liegenden Handelsschiffen. Im Vordergrund ist ein sich neckendes Paar zu sehen, dahinter ein Fiedler mit Holzbein, Betrunkene jedweder Verfassung – von heiter beschwipst bis unzurechnungsfähig. Reisende bringen ihr Gepäck zum Hafen, Arbeiter gehen ihrem Tagwerk nach, Frauen und Männer, Seeleute, feine Damen, Prostituierte, Kinder und Hunde tummeln sich. Diese bunte Szenerie hielt der englische Maler Thomas Rowlandson in einer 1814 veröffentlichen Karikatur fest. Der Titel Portsmouth Point verweist dabei auf jenen Hafenabschnitt der südenglischen Stadt Portsmouth, der im Verlauf des 18. Jahrhunderts zum populären Treffpunkt durchreisender Seeleute und damit zum Schmelztiegel ›unsittlichen Verhaltens‹ inmitten von Pubs, Bordellen und Pfandhäusern wurde. Mehr als ein Jahrhundert später kam dem 22-jährigen William Walton dieses Bild in den Sinn, als er in einem Doppeldeckerbus auf der Linie 22 durch das geschäftige Treiben Londons fuhr. Unmittelbar fielen ihm die ersten Takte eines neuen Orchesterwerkes ein, dem er später eben diesen Namen geben sollte: Portsmouth Point. Die ersten Aufführungen am 22. Juni 1926 im Rahmen des International Society for Contemporary Music Festivals mit dem TonhalleOrchester in Zürich, sechs Tage später in London als Entr’acte einer Ballettaufführung von Sergei Djagilew und schließlich am 26. September 1927 unter der Leitung des Komponisten bei den Londoner Proms, markierten den internationalen Durchbruch Waltons.

Sardana

Neoklassizismus, Jazz, englische Folklore, Anklänge an Seemannslieder, der Rhythmus einer katalanischen Sardana: All diese Elemente kommen in Waltons Ouvertüre gleich den unterschiedlichen Charakteren in Rowlandsons Karikatur, zusammen, durchdringen sich, streiten, diskutieren, harmonieren. Instrumente treten hinzu und verschwinden wieder wie Seemänner durch die Tür einer Taverne. Man hört Gelächter, Geschrei und Gesang sich in atemlosen Figurationen überlagern. Komplexe Rhythmen und farbenreiche Harmonien vereinen sich zu einem Bild, das Portsmouth Point im 19. Jahrhundert ebenso zu zeichnen versteht, wie das London zur Zeit William Waltons.

Traditioneller katalanischer Reigentanz, der durch eine spezifische Abfolge kurzer und langer Schritte charakterisiert ist

Portsmouth Point, handkolorierte Radierung von Thomas Rowlandson, 1814

Ein hart erkämpftes

Meisterwerk

Nachdem sich William Walton mit seiner Portsmouth Point-Ouvertüre im Wortsinne ›einen Namen‹ in der internationalen Musikszene gemacht hatte, konnte er seine Stellung als führender englischer Komponist seiner Generation – nach jener von Ralph Vaughan Williams und vor jener Benjamin Brittens – durch Werke wie das Violakonzert (1929) oder das Oratorium Belshazzar’s Feast (1931) weiter untermauern. Dementsprechend groß waren die Erwartungen des Publikums, als zu Beginn des Jahres 1932 publik wurde, der Komponist arbeite im Auftrag des Dirigenten Hamilton Harty an seiner ersten Symphonie … und dementsprechend groß war der Druck auf den nicht einmal 30-Jährigen.

»Der Applaus am Ende war überwältigend, und als Mr Walton, ein schlanker, scheuer, junger Mann auf die Bühne kam, wurde er minutenlang bejubelt.«

Bericht über die Uraufführung im News Chronicle vom 7. November 1935

Nachdem er anfänglich gut mit der Arbeit vorankam, steckte er im Herbst 1933 mitten im Finalsatz »bei einer Oktave auf A fest«. Die im März 1934 geplante Uraufführung musste verschoben werden. Auf Anraten seines Verlegers willigte Walton einer ›Voraufführung‹ der bis dahin vollendeten ersten drei Sätze ein, die schließlich am 3. Dezember 1934 mit dem London Symphony Orchestra unter Harty über die Bühne ging und trotz ihrer Unvollständigkeit für Begeisterungsstürme sorgte. Noch zwei weitere Male wurde das Werk in dieser dreisätzigen Fassung gespielt, ehe Walton im August 1935 endlich zufrieden mit seinem Finale war. Hatte er seiner Vertrauten Christabel Aberconway zuvor mitgeteilt, mit den Sätzen 1–3 »etwas zustande gebracht [zu haben], das so ziemlich 1 plus ist«, so wollte er von dieser Qualität auch im Finale nicht abrücken: »Ich habe schon ungefähr drei Schlusssätze verbrannt […] und erst vor relativ

William Walton, um 1940

kurzer Zeit habe ich etwas zuwege bringen können, das hoffentlich der letzte Versuch sein wird«, so Walton gegenüber seinem Freund Patrick Hadley. Die Uraufführung der viersätzigen Fassung fand schließlich am 6. November 1935 mit dem BBC Symphony Orchestra in der Londoner Queen’s Hall statt, woraufhin etwa Waltons Kollege John Ireland ihm bestätigte: »Das Werk hat Sie als das vitalste und originellste Genie Europas bestätigt«.

Walton widmete die Partitur der 1. Symphonie Imma von Dörnberg, der Witwe eines deutschen Barons, die er 1929 kennengelernt hatte und mit der er seit Anfang der 1930er-Jahre auf ihrem Wohnsitz im schweizerischen Ascona zusammengelebt hatte. Die Liebesbeziehung endete 1934 noch während Walton an seiner Symphonie arbeitete und schon bald danach begann der Komponist eine Beziehung mit einer anderen Frau, Alice, Viscountess Wimborne, mit der er bis zu ihrem Tod im Jahr 1948 zusammenblieb. Walton selbst nannte dahingehend als Inspiration für seine Symphonie »das Ende einer Liebesaffäre und den Beginn einer neuen«.

Es ist also gleichsam ein musikalisches und ein persönliches Drama, das sich zu Beginn des Kopfsatzes über einem Trommelwirbel aufzufächern beginnt. Scharf punktierte Streicherfiguren und ein unnachgiebig lauter werdender Akkord der Hörner, zu denen sich eine markante Signalfigur der Oboe gesellt, steigern sich gleich zu Beginn des Werkes zu schier atemberaubender Klangfülle und Dramatik. Verschnaufpausen gibt es wenige. Scharfe Akzente, gewaltige Kulminationen und eine dichte Verschränkung der zentralen motivischen Bausteine zeichnen das Bild des Getrieben-Seins, des UnablässigSuchenden, dessen sich aufstauender Druck im anschließenden Scherzo ein Ventil findet. »Con malizia«, also »mit Heimtücke« überschrieben, ruft es Waltons eigene Worte in Erinnerung, der seine Beziehung mit Imma von Dörnberg in späteren Jahren als »voll von Eifersucht und Hass, vermischt mit Liebe« beschrieb. Nervöse Tremoli, neckische Taktwechsel, martialische Tonrepetitionen und dissonante Klangballungen folgen einander in atemloser Hast. Einzig der folgende langsame Satz bietet Zuflucht, doch auch hier mahnt die Überschrift »con malinconica«

(»mit Melancholie«): Hier sind keine seichten lyrischen Kantilenen zu erwarten, hier wird Existenzielles verhandelt! Untröstlich klagend hebt die Flöte mit dem Hauptthema an, das Walton in schnellerer Form ursprünglich als Hauptthema des ersten Satz entworfen hatte. Im Dialog mit einem zweiten, über getupften Pizzicati der tiefen Streicher gesungenen Thema der Klarinette entfaltet sich so ein dynamisch auf und ab wogender Klagegesang, der auf dem Höhepunkt in einen schmerzhaft-dissonanten Fortissimo-Akkord mündet. Mild lächelnd nehmen die Streicher das Seitenthema wieder auf und noch einmal türmt sich die Musik zu einem gewaltigen Crescendo, ehe die Flöte den Satz mit einem Echo des anfänglichen Hauptthemas beendet. Aus diesem Dunkel führt das Finale in ganz Beethoven’scher Manier »ad astra«, zu den Sternen, ins Helle. Die majestätischen Fanfarenfiguren der Einleitung fungieren dabei als Eingangsportal für ein von virtuoser Mehrstimmigkeit geprägtes Allegro, das schließlich in eine meisterhaft gearbeitete und prachtvoll instrumentierte Fuge mündet, ehe ganz zuletzt die Hauptmotive des Satzes in grandioser Apotheose miteinander verschränkt werden und das Werk mit sieben markanten Tuttischlägen seinen strahlenden Abschluss findet.

13. bis 30. Sep 2026

So, 13. Sep 2026, 18:00

Großer Saal

markus poschner, jean rondeau & bruckner orchester linz

Frischer Wind

Markus Poschner und Cembalostar Jean Rondeau bringen mit Francis Poulencs Concert champêtre die Natur in den Konzertsaal, eingerahmt von Claude Debussys La Mer und Ludwig van Beethovens berühmter 6. Symphonie »Pastorale«.

Mi, 16. Sep 2026, 19:30

Großer Saal

philipp

Revolution Mahler!

Das aus Mitgliedern europäischer Spitzenorchester bestehende Mahler Academy Orchestra spielt Gustav Mahlers 9. Symphonie sowie dessen Kindertotenlieder auf Originalinstrumenten.

Mi, 30. Sep 2026, 19:30

Großer Saal

anja bihlmaier, bbc singers & bbc philharmonic orchestra

Brahms’ Requiem

Johannes Brahms’ Deutsches Requiem kombiniert mit Lili Boulangers Psaume 24 in einer internationalen Spitzenbesetzung rund um Anja Bihlmaier und das BBC Philharmonic Orchestra brucknerfest.at

Bruce Liu

Klavier

Bruce Liu, Gewinner des ersten Preises beim 18. Internationalen ChopinWettbewerb 2021 in Warschau, gilt als einer der faszinierendsten Pianisten seiner Generation. Als Solist musizierte er zuletzt mit Spitzenorchestern wie dem London Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra und den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Dirigenten wie Manfred Honeck, Paavo Järvi, Yannick Nézet-Séguin, Sir Antonio Pappano und Dalia Stasevska. Im Sommer 2025 feierte er sein Debüt bei den BBC Proms mit dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Santtu-Matias Rouvali. Zudem konzertiert er mit dem Chicago Symphony Orchestra und Marin Alsop beim Ravinia Festival und geht auf Europatournee mit dem NCPA Orchestra und Myung-Whun Chung sowie mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko.

Die Saison 2025/26 führt ihn nach Japan mit dem Orchester der Bayerischen Staatsoper unter Vladimir Jurowski, nach China mit der Staatskapelle Dresden unter Daniele Gatti sowie nach Deutschland, Österreich, Belgien und Paris mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Kazuki Yamada. Als ›Spotlight Artist‹ des Toronto Symphony Orchestra ist Liu mehrfach zu erleben – unter anderem mit Franz Welser-Möst und Gustavo Gimeno. Als engagierter Rezitalist war Liu unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall und der Philharmonie de Paris zu hören. 2025/26 folgen Recitaldebüts in der Berliner Philharmonie und der Opéra de Lyon sowie Wiedereinladungen in die Carnegie Hall, den Musikverein Wien und in bedeutende Konzertsäle Italiens und Japans.

Als Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon wurde Bruce Liu 2024 mit dem OPUS KLASSIK als ›Nachwuchskünstler des Jahres‹ ausgezeichnet. Sein zweites Studioalbum mit Tschaikowskys Jahreszeiten erschien im November 2024 und wurde hoch gelobt.

City of Birmingham Symphony Orchestra

Das City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) besteht aus 90 herausragenden Musikern unter der Leitung von Musikdirektor Kazuki Yamada. Die Musiker des Orchesters, das in der Symphony Hall beheimatet ist, geben jedes Jahr über 150 Konzerte in Birmingham, Großbritannien und auf der ganzen Welt. Diese langjährige Tradition begann mit dem allerersten Sinfoniekonzert des Orchesters im Jahr 1920 unter der Leitung von Sir Edward Elgar. Unter Chefdirigenten wie Adrian Boult, George Weldon, Andrzej Panufnik und Louis Frémaux erlangte das CBSO einen künstlerischen Ruf, der weit über die Midlands hinausreichte. Sir Simon Rattle, Sakari Oramo, Andris Nelsons und Mirga GražinytėTyla trugen dazu bei, diesen weltweiten Ruf zu festigen, und führten die Tradition des CBSO fort, die Fahne für Birmingham hochzuhalten. Das CBSO wird von seinen Hauptförderern Arts Council England und SCC unterstützt.

Kazuki Yamada

Dirigent

Kazuki Yamada ist Musikdirektor des City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) sowie Künstlerischer Leiter des Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo (OPMC). Mit der Saison 2026/27 wird er zudem die Position als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) übernehmen. In dieser Saison gibt er Debüts bei den Bamberger Symphonikern, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Orchestra Filarmonica della Fenice, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und den Wiener Symphonikern. Darüber hinaus setzt er seine Gastauftritte beim Oslo Philharmonic, The Cleveland Orchestra, Finnish Radio Symphony Orchestra, Swedish Radio Symphony Orchestra und dem Orchestre National du Capitole de Toulouse fort. Kazuki Yamada arbeitet mit Solist:innen wie Emanuel Ax, Leif Ove Andsnes, Seong-Jin Cho, Isabelle Faust, Alexandre Kantorow, Evgeny Kissin, Bruce Liu, Maria João Pires, Julian Prégardien, Fazıl Say und Krystian Zimerman.

Impressum

Herausgeberin

Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH, Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz

Künstlerischer Direktor

Norbert Trawöger

Programmplanung & Dramaturgie

Andreas Meier (Leitung), Paula Schlüter

Redaktion

Andreas Meier

Grafik

Anett Lysann Kraml, Lukas Eckerstorfer

Abbildungen gemeinfrei (S. 7, 8–9, 10–11 & 13), Ch. Koestlin (S. 19), H. Fathers (S. 20), Z. Specjal (S. 21)

Programm­ und Besetzungsänderungen vorbehalten LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Wir danken für Ihren Besuch und wünschen Ihnen ein schönes Konzert!

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