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28_PH_07_01_26_ErikaBaikoff-JamesBaillieu-Liederabend

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Erika Baikoff & James Baillieu

7. Jänner 2026 19:30 Uhr Mittlerer Saal Liederabende I


Karten und Infos: +43 (0) 732 77 52 30 brucknerhaus.at

Di, 10. Mär 2026, 19:30 Mittlerer Saal

Regula Mühlemann & Tatiana Korsunskaya Regula Mühlemann singt bei ihrem Brucknerhaus-Debüt neben Liedern von Franz Schubert und Richard Strauss Werke von Dominick Argento und Raritäten des britischen Komponisten Frank Bridge.

Mo, 16. Mär 2026, 19:30 Großer Saal

Ian Bostridge & Europa Galante Freund:innen der Alten Musik kommen mit Tenor Ian Bostridge und Europa Galante auf ihre Kosten, bei dem Werke aus Renaissance und Barock auf dem Programm stehen.

Di, 5. Mai 2026, 19:30 Mittlerer Saal

Mark Padmore & Julius Drake Das britische Dream-Team Mark Padmore und Julius Drake bringen ein Programm rund um Benjamin Britten auf die Bühne, dessen Todestag sich 2026 zum 50. Mal jährt.

Regula Mühlemann © G. Werner

Highlights 25–26


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alla breve

Das Programm auf einen Blick

Bei ihrem Debüt im Brucknerhaus präsentiert Erika Baikoff ein ausgefeiltes Programm, mit dem sie nicht nur Entwicklungen der Gattung Lied im ›Langen 19. Jahrhundert‹ nachzeichnet, sondern zugleich in viele verschiedene Rollen schlüpft – von Meerjungfrauen, Nymphen und Engeln bis zu einer jungen Nonne und dem exzentrischen Pierrot Dandy. Klassiker wie Wolfgang Amadé Mozarts Veilchen oder Antonín Dvořáks Zigeunermelodien verbinden sich dabei mit selten gehörten Raritäten von Nikolai Medtner, Nikolai RimskiKorsakow und Joseph Marx zu einem sinnlichmelancholischen Abend zwischen Wiener Klassik und slawischer Romantik..


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Programm & Besetzung Joseph Haydn 1732–1809 The Mermaid’s Song Hob. XXVIa:25 // 1794 Wolfgang Amadé Mozart 1756–1791 Das Veilchen KV 476 // 1785 Das Lied der Trennung KV 519 // 1787 Der Zauberer KV 472 // 1785

Franz Schubert 1797–1828 Heimliches Lieben D 922 // 1827 Schwestergruß D 762 // 1822 Die junge Nonne D 828 // 1825 Des Fischers Liebesglück D 933 // 1827 // Pause //

Antonín Dvořák 1841–1904 Cigánské melodie (Zigeunermelodien) op. 55 // 1880 Nr. 1 »Má píseň zas mi láskou zní« (»Mein Lied ertönt«) Nr. 2 »Aj! Kterak trojhranec mů« (»Ei! Wie mein Triangel«) Nr. 3 »A les je tichý kolem kol« (»Rings ist der Wald so stumm«) Nr. 4 »Když mne stará matka« (»Als die alte Mutter«) Nr. 5 »Struna naladěna« (»Reingestimmt die Saiten!«) Nr. 6 »Široké rukávy« (»In dem weiten Leinenkleide«) Nr. 7 »Dejte klec jestřábu« (»Darf des Falken Schwinge«)

Nikolai Rimski-Korsakow 1844–1908 »Gornimi tikho letela dusha nebesami« (»Still flog die Seele zu himmlischen Höhen«) op. 27, Nr. 1 // 1882–83


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Nimfa (Die Nymphe) op. 56, Nr. 1 // 1898 »Redejet oblakov letuchaja grjada« (»Der Wolken Luftgebirg löst sich im Winde sacht«) op. 42, Nr. 3 // 1897 »Ne veter, veja s vysoty« (»Nicht der Wind, von der Höhe wehend«) op. 43, Nr. 2 // 1897 »Zvonche zhavoronka pen’e« (»Klangvoller als das Lied der Lerche«) op. 43, Nr. 1 // 1897

Nikolai Medtner 1880–1951 Reiselied op. 61, Nr. 1 // 1927–51 Mailied op. 6, Nr. 2 // 1904–05 Meeresstille op. 15, Nr. 7 // 1907 Pevec (Der Sänger) op. 29, Nr. 2 // 1913 »Chto ty klonish’ nad vodami« (»Warum tief zum Wasser senkst du«) op. 24, Nr. 2 // 1911 Sumerki (Dämmerung) op. 24, Nr. 4 // 1911 Joseph Marx 1882–1964 Nocturne // 1911 Selige Nacht // 1912 Nachtgebet // 1910 Pierrot Dandy // 1909 Konzertende: ca. 21:30 Uhr

Erika Baikoff Sopran James Baillieu Klavier


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Von Nonnen, Nymphen und Meerjungfrauen Das Lied im ›Langen 19. Jahrhundert‹

In ihrer unbegreiflichen Komplexität, ihrer ständigen »Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen« (Ernst Bloch) besitzt die Geschichte einen Eigensinn: Bahnbrechende Ereignisse lassen sich meist nur schwer in das starre Raster der Jahrhunderte zwängen, mit dessen Hilfe die Geschichtsschreibung so häufig auf die Vergangenheit zurückblickt – sofern sie sich überhaupt konkret datieren lassen. Der Historiker Eric Hobbawms passte daher kurzum das Raster an die Ereignisse an: Als ›Langes 19. Jahrhundert‹ bezeichnete er die Geschehnisse in Europa zwischen der Französischen Revolution 1789 und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914. Der ›Weg in die Moderne‹, der in den 125 Jahren zwischen diesen zwei Schlüsselereignissen liegt, ist von der Industrialisierung, der Nationenbildung, zunehmender Demokratisierung, Rationalisierung aber auch Kolonialisierung und Imperialismus geprägt. Eine zentrale Rolle für diese zahlreichen von den theoretischen Grundlagen der Aufklärung ausgehenden Entwicklungen spielte das Bürgertum, das im ›Langen 19. Jahrhundert‹ vor allem bedingt durch die Industrielle Revolution vermehrt an Einfluss gewann. Bekannterweise schlug sich dieser Aufschwung auch maßgeblich im kulturellen Leben nieder, zum Beispiel in der Etablierung des öffentlichen Konzerts, das in den 1770er- und 1780er-Jahren eingeführt wurde, aber auch im gemeinsamen Musizieren in bürgerlichen Salons. Der Gesang – genauer genommen: der Liedgesang – spielte eine wichtige Rolle für diese bürgerliche Hausmusik: Im Gegensatz zur öffentlich aufgeführten Oper, einer seit jeher höfisch geprägten Gattung, wurden Lieder ausschließlich im privaten oder halböffentlichen Rahmen musiziert. Die ästhetischen Anforderungen an die Singstimme und das Repertoire waren insofern ganz andere, vor allem in Bezug auf die weibliche Stimme: In Abgrenzung zur virtuosen Gesangskunst


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Zu den Liedern

A Mermaid, Ölgemälde von John William Waterhouse, 1900

professioneller Opernsängerinnen, sollte das von Amateurinnen aufgeführte bürgerliche Kunstlied vor allem schlicht und sanglich sein. Eine möglichst ›natürlich‹ klingende Singstimme entsprach einem zentralen zeitgenössischen Weiblichkeitsideal: »Wie angenehm kann sich ein Frauenzimmer einer ganzen Gesellschaft durch ein einziges Lied machen, das sie mit Anstand und einer mäßigen Geschiklichkeit singt? Wie leicht vergißt man beym schönen Gesang, daß die Sängerin nicht schön ist; und wie leicht kann sie dadurch sich eine ganze Gesellschaft unterwürfig machen?«, schrieb Johann Georg Sulzer in seiner Allgemeinen Theorie der schönen Künste 1792.


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Zu den Liedern

Joseph Haydn // The Mermaid’s Song In der Privatsphäre des bürgerlichen Haushalts, die sich im Verlauf des 18. Jahrhunderts kulturell ausgeformt hatte, kultivierte das Lied im Kreis der Musizierenden und Zuhörenden Intimität und Innerlichkeit. Nichtsdestotrotz bot es den Sängerinnen die Möglichkeit, in verschiedene Rollen zu schlüpfen und so verschiedene Facetten von Weiblichkeit in einem geschützten Raum spielerisch zu verhandeln. Ein Beispiel dafür ist Joseph Haydns im Jahr 1794 entstandener Mermaid’s Song. In dem vertonten Gedicht der Poetin und Komponistin Anne Hunter lockt eine Meerjungfrau die Zuhörenden in die geheimnisvollen Tiefen des Ozeans. Haydn hatte den größten Teil seiner Laufbahn als Komponist in höfischer Anstellung im Dienst der Familie Esterházy verbracht, bis dort 1790 die Hofmusik aufgelöst und er selbst in Pension geschickt wurde. Für Haydn bedeutete das den Schritt in die Selbstständigkeit als Komponist. Einem lukrativen Angebot des Impresarios Johann Peter Salomon folgend, unternahm er 1791–92 und 1794–95 zwei Reisen nach England, wo er die Bekanntschaft mit Anne Hunter machte und neben The Mermaid’s Song sechs weitere Kanzonetten nach englischen Texten komponierte, die er alle der Freundin und Muse widmete.

Lieder von Wolfgang Amadé Mozart Auch Wolfgang Amadé Mozart komponierte zahlreiche Klavierlieder, allerdings vor allem nebenbei: Von über dreißig Gelegenheitskompositionen wurden nur sieben Lieder zu seinen Lebzeiten veröffentlicht, darunter Das Veilchen nach einem Text von Johann Wolfgang von Goethe, das Mozart im Juni 1785 in sein eigenhändiges Werkverzeichnis eintrug. Im Jahr 1789 erschien es mit einer weiteren Komposition unter dem Titel »Zwei deutsche Arien zum Singen beym Clavier« im Druck. Tatsächlich erweckt das durchkomponierte Lied den Eindruck einer kleinen Opernszene: Ein Veilchen verliebt sich in eine Schäferin, die der Blume allerdings keine Beachtung schenkt. Als sie die Pflanze schließlich aus Versehen zertritt, freut sich das Veilchen über seinen Tod, da er durch die Geliebte herbeigeführt wird. Mozart verleiht


Zu den Liedern

Wolfgang Amadé Mozart, sogenanntes Hagenauer Mozart-Porträt, um 1785

dieser tragischen Szene eine ironische Brechung, wenn er nach der Schlusszeile der ersten Strophe den erfundenen Ausruf »Das arme Veilchen!« einfügt. Das 1787 entstandene Lied Die Trennung komponierte Mozart, wie die meisten seiner Lieder, für den musikalischen ›Privatgebrauch‹ in seinem Freundeskreis. Es folgt einer schlichten Strophenform, stellt aber dennoch hohe stimmliche Anforderungen an die Sängerin, ebenso wie das zwei Jahre zuvor komponierte Lied Der Zauberer. In Mozarts Liedern spiegelt sich insofern durchaus der versierte Opernkomponist wider, der zeitgleich Werke wie Le nozze di Figaro (1785) und Don Giovanni (1787) komponierte.

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Zu den Liedern

Lieder von Franz Schubert Trotz seiner großen Popularität wurde das Lied aufgrund seines meist privaten Aufführungskontextes in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts von vielen erfolgreichen Komponisten eher stiefmütterlich behandelt. Wie Mozart schrieben sie Lieder als kleine Gefälligkeiten zwischendurch, verliehen ihnen aber keine eigene Opuszahl: ein Signal, dass sie die Gattung nicht ernst nahmen. Franz Schuberts Lehrer Antonio Salieri, bei dem er während seiner Zeit als Sängerknabe im kaiserlich-königlichen Konvikt Kompositionsunterricht erhielt, riet ihm daher strikt von der Beschäftigung mit dem Kunstlied ab, da er darin keine geeignete Gattung sah, um sich als junger Komponist vorteilhaft zu präsentieren. Die zeitgenössische Musikästhetik verlangte nämlich bei der Komposition von Liedern in erster Linie noble Zurückhaltung: Ein Lied sollte als »lyrische Dichtungsart« (Gustav Schilling) in schlichter Strophenform stehen, eine einfache Melodie haben und bloß keine dramatischen Wendungen, Tonmalerei oder scharfen Kontraste beinhalten. So wie Schubert den Rat seines Lehrers in den Wind schlug, widersetzte er sich auch diesen ästhetischen Forderungen nach Einfachheit. Die Innovation seines Liedschaffens besteht dennoch weniger im gänzlich ›Unerhörten‹, sondern vielmehr im unkonventionellen Umgang mit den Hörgewohnheiten seines Publikums. Schubert verwendete Formtypen, melodische Gesten, charakteristische Rhythmen oder harmonische Wendungen, die seine Zeitgenoss:innen kannten, setzte sie aber in einer völlig neuen Art und Weise ein. Zugleich weisen seine Lieder durch Stilmerkmale wie rasche Modulationen, kontrastierende Wechsel zwischen Dur und Moll und Ausweichungen in terzverwandte Tonarten


Zu den Liedern

Ein Schubertabend in einem Wiener Bürgerhause, Ölgemälde von Julius Schmid, 1897

einen hohen Wiedererkennungswert auf. Dabei gelang es Schubert in seinen Liedern wie kaum einem Zweiten, eine musikalisch-poetische »Mitsprache des Gefühls« (Christian Lobe) zu realisieren. Im Strophenlied Heimliches Lieben ist es die erotische Spannung einer geheimen Liaison zwischen zwei Unbekannten. Die Textvorlage der Dichterin Caroline Louise von Klencke war zunächst anonym veröffentlicht worden. Als Schubert das Gedicht von der Komponistin, Musikerin und Salonière Marie Pachler zur Vertonung erhielt, schrieben es beide dem Grazer Dichter Karl Gottfried von Leitner zu. Gespenstische

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Zu den Liedern

Stimmung prägt wiederum den 1822 entstandenen Schwestergruß nach einem Gedicht von Franz von Bruchmann, den dieser nach dem Tod seiner Schwester verfasst hatte. Geschildert wird eine einschneidende Begegnung mit einer Gestalt aus dem Jenseits: Auf dem Friedhof erscheint dem Sprecher ein engelsgleiches Wesen, das ihm Trost spendet und ihn dazu inspiriert, sein Leben Gott zu widmen. Auf andere Art und Weise wird Spiritualität im stürmischen Lied Die junge Nonne verhandelt: Während draußen ein Gewitter tobt, versucht die Sprecherin sich selbst davon zu überzeugen, dass ihre Entscheidung, ins Kloster zu gehen – womöglich aufgrund einer unglücklichen Liebe – die richtige war. In der Musik und zwischen den Zeilen offenbart sich allerdings die komplexe Gefühlslage der Nonne, die krampfhaft Halt in ihrem Glauben sucht. In Des Fischers Liebesglück entfaltet wiederum der stets gleichbleibende Grundrhythmus – das rhythmische Schlagen des Ruders, während der Fischer mit seiner Geliebten auf den See hinausfährt – einen meditativen, hypnotischen Sog. In der vertrauten Zweisamkeit der Liebenden thematisiert das Lied zugleich ein dem Alltag enthobenes mysteriöses ›Zwischenreich‹ im Übergang vom Leben zum Tod.

Antonín Dvořák // Cigánské melodie (Zigeunermelodien) Während das Kunstlied im deutschsprachigen Raum ungeahnte Popularität entwickelte, führte in Osteuropa erst die Wiederentdeckung von nationalem Volksmusikgut zur Entstehung einer eigenständigen Kunstliedtradition. Spuren von Folklore finden sich daher zum Beispiel in russischen oder tschechischen Beiträgen zur Gattung, wie in Antonín Dvořáks Zigeunermelodien, die der tschechische Komponist auf Anregung des Tenors Gustav Walter im Jahr 1880 komponierte. Böhmische Sujets waren zu dieser Zeit auch am deutschen Markt sehr gefragt: Die ursprünglich tschechische Textvorlage von Adolf Heyduk ließ Dvorak daher kurzum vom Dichter ins Deutsche übersetzen. Dabei bedienen die vertonten Gedichte jahrhundertealte Klischees der naturverbundenen, freiheitsliebenden Lebensweise von Sinti und Roma: mit Tanz, Musik, Triangelspiel, heftigen Gefühlsausbrüchen und tiefer


Zu den Liedern

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Antonín Dvořák, Fotografie von Edmund Tietz, 1882

Melancholie. Dvořák fand dazu die passenden Klänge: In seinen Liedern treffen melancholische Melodien auf markante, energiegeladene Rhythmik.

Lieder von Nikolai Rimski-Korsakow Nur zwei Jahre nach Dvorak komponierte der russische Kommponist Nikolai Rimski-Korsakow seine Romanzen op. 27, von denen die erste Nummer »Gornimi tikho letela dusha nebesami« (»Still flog die Seele zu himmlischen Höhen«) ein Gedicht von Alexei Konstantinowitsch Tolstoi, dem Cousin von Lew Tolstoi, als TextgrundDekabristen lage hat. Damit knüpfte Rimski-Korsakow benannt nach dem russian eine Gattungstradition an, die sich in schen Wort für ›Dezember‹. Hauptsächlich Offiziere der Russland nach dem Dekabristenaufstand russischen Armee, die am 1825 entwickelte: Im Zuge der Bewegung 26. Dezember 1825 den Eid auf den neuen Kaiser Nikolaus entstand neuartige Lyrik von Dichtern wie I. verweigerten und so gegen Alexander Puschkin, die enge Verbindungen das autokratische Zarenregime protestierten zu den Revolutionären unterhielten und daher staatliche Repressionen erlitten. Ihre Gedichte thematisierten Sujets wie Einsamkeit, Abschied, Verbannung, Lebensüberdruss und die Bedeutung von Freundschaft in Zeiten


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politischer Repression. Der russische Gattungsbegriff ›romans‹ etablierte sich schnell für Vertonungen dieser Texte, die bald die Grundlage eines neuen lyrisch-virtuosen Vokalgenres bildeten, das sich ebenfalls durch eine Nähe zur Folklore auszeichnet. Ebenso wie die vertonten Texte, die sich um eindrucksvolle Naturphänomene, Vergänglichkeit oder mythische Figuren wie die Nymphe drehen, steht Rimski-Korsakows Klangsprache dabei ganz im Zeichen der Romantik.

Lieder von Nikolai Medtner Während Dvořák in Wien seine Zigeuermelodien komponierte, erblickte in Moskau der russische Pianist und Komponist Nikolai Medtner das Licht der Welt: Nachdem er zunächst eine Virtuosenlaufbahn am Klavier eingeschlagen hatte, konzentrierte sich Medtner ab 1903 ganz auf das Komponieren, das er sich hauptsächlich autodidaktisch beigebracht hatte. Im Mittelpunkt seines Schaffens stand dabei – ähnlich wie bei seinem Zeitgenossen und engen Freund Sergei Rachmaninoff – das Klavier, das er auch in seinen Liedkompositionen höchst virtuos einsetzte. Medtner, der skandinavische und deutsche Vorfahren besaß, wuchs in einem sozialen Umfeld auf, das die deutsche Musikkultur des 19. Jahrhunderts verehrte. Seine Nähe zur deutschen Kultur spie-

Nikolai Medtner, Ölgemälde von Viktor Karlovich Stemberg


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Zu den Liedern

gelt sich allerdings nicht unbedingt musikalisch wider, sondern vielmehr in den Texten, die er für seine Lieder auswählte, darunter Werke von Dichtern wie Joseph von Eichendorff oder Johann Wolfgang von Goethe. Während sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschiedene atonale Avantgardeströmungen herausbildeten, blieb Medtner der Tonalität verpflichtet und nahm dafür in Kauf, bei seinen Zeitgenoss:innen als Anachronist zu gelten.

Lieder von Joseph Marx Ebenfalls ein strikter Gegner der Atonalität war Medtners österreichischer Zeitgenosse Joseph Marx, der 1882 in Graz geboren wurde. Bereits während seiner Schulzeit entwickelte sich Marx zu einem virtuosen Pianisten und schrieb eigene Klavierstücke und Kammermusik, die er mit Freunden in Wirtshäusern aufführte. Nachdem er das Musizieren zunächst ad acta gelegt hatte, um auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft zu studieren, kehrte er im Alter von 26 Jahren zum Komponieren zurück. Zwischen 1908 und 1912 schrieb er mit 120 von 150 Liedern den Großteil seines Liedœuvres, die sich häufig – wie in Nocturne oder Pierrot Dandy – durch einen brillanten, impressionistischen Klavierpart auszeichnen, welchen Marx in vielen Aufführungen selbst übernahm. 1914 wurde er als Professor für Musiktheorie an die Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien bestellt. Ästhetisch war auch Marx durch und durch der Spätromantik verpflichtet. Avantgardistischen ›Neutönern‹ wie Igor Strawinski oder Arnold Schönberg sagte er offen den Kampf an. Nach dem österreichischen ›Anschluss‹ an Nazi-Deutschland avancierte Marx daher in den 1930er- und 1940er-Jahren zu den meistgespielten österreichischen Komponisten und wurde nach 1945 zu einer umstrittenen kulturpolitischen Figur der Nachkriegszeit, die einerseits im Kulturleben der NS-Zeit vielfältig aufgeführt, gefördert und geehrt worden war, andererseits zeitlebens enge Freundschaften zu jüdischen Komponisten wie Herbert Zipper, Erich Zeisl oder Erich Wolfgang Korngold pflegte. Paula Schlüter


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Gesangstexte

Joseph Haydn The Mermaid’s Song Text: Anne Hunter Now the dancing sunbeams play

Nun tanzen die Sonnenstrahlen

On the green and glassy sea,

auf dem grünen, spiegelglatten Meer.

Come, and I will lead the way

Komm, ich zeige dir den Weg

Where the pearly treasures be.

zu den perlmuttfarbenen Schätzen.

Come with me, and we will go

Komm mit mir, wir gehen dorthin,

Where the rocks of coral grow.

wo die Korallenfelsen wachsen.

Follow, follow, follow me.

Folge, folge, folge mir.

Come, behold what treasures lie

Komm, sieh, welche Schätze liegen

Far below the rolling waves,

weit unter den rollenden Wellen,

Riches, hid from human eye,

Reichtümer, vor menschlichen Augen

Dimly shine in ocean’s caves.

verborgen,leuchten schwach in den

Ebbing tides bear no delay,

Höhlen des Ozeans. Die Ebbe zögert

Stormy winds are far away.

nicht, stürmische Winde sind weit entfernt.


Gesangstexte

Wolfgang Amadé Mozart Das Veilchen Text: Johann Wolfgang von Goethe Ein Veilchen auf der Wiese stand, Gebückt in sich und unbekannt; Es war ein herzig’s Veilchen. Da kam ein’ junge Schäferin Mit leichtem Schritt und muntrem Sinn Daher, daher, Die Wiese her, und sang. »Ach!«, denkt das Veilchen, »wär’ ich nur Die schönste Blume der Natur, Ach, nur ein kleines Weilchen, Bis mich das Liebchen abgepflückt Und an dem Busen matt gedrückt! Ach nur, ach nur Ein Viertelstündchen lang!« Ach! Aber ach! Das Mädchen kam Und nicht in Acht das Veilchen nahm, Ertrat das arme Veilchen. Es sank und starb und freut’ sich noch: »Und sterb’ ich denn, so sterb’ ich doch Durch sie, durch sie, Zu ihren Füßen doch.« Das arme Veilchen. Es war ein herzig’s Veilchen!

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Gesangstexte

Das Lied der Trennung Text: Klamer Eberhard Karl Schmidt Die Engel Gottes weinen, Wo liebende sich trennen! Wie werd’ ich leben können, O Mädchen, ohne dich? Ein Fremdling allen Freuden, Leb’ ich fortan dem Leiden! Und du? – Vielleicht auf ewig Vergisst Luisa mich! Im Wachen und im Traume Werd’ ich Luisa nennen! Den Namen zu bekennen, Sei Gottesdienst für mich! Ihn nennen und ihn loben Werd’ ich vor Gott noch droben! Und du? – Vielleicht auf ewig Vergisst Luisa mich! Ich kann sie nicht vergessen! Dies Herz, von ihr geschnitten, Scheint, seufzend, mich zu bitten: »O Freund, gedenk’ an mich!« Ach! Dein will ich gedenken, Bis sie ins Grab mich senken! Und du? – Vielleicht auf ewig Vergisst Luisa mich! Vergessen raubt in Stunden, Was Liebe jahrlang spendet! Wie eine Hand sich wendet, So wenden Herzen sich! Wenn neue Huldigungen


Gesangstexte

Mein Bild bei ihr verdrungen, O Gott! vielleicht auf ewig Vergisst Luisa mich! Ach! denk’ an unser Scheiden! Dies tränenlose Schweigen, Dies Auf- und Niedersteigen Des Herzens drücke dich, Wie schweres Geisterscheinen, Wirst du wen anders meinen, Wirst du mich einst vergessen, Vergessen Gott und dich! Ach! Denk’ an unser Scheiden! Dies Denkmal unter Küssen Auf meinen Mund gebissen, Das richte mich und dich! Dies Denkmal auf dem Munde, Komm’ ich, zur Geisterstunde, Mich, warnend, anzuzeigen, Vergisst Luisa mich.

Der Zauberer Text: Christian Felix Weiße Ihr Mädchen, flieht Damöten ja! Als ich zum ersten Mal ihn sah, Da fühlt’ ich, so was fühlt’ ich nie, Mir ward, mir ward, ich weiß nicht wie, Ich seufze, zitterte, und schien mich doch zu freu’n; Glaubt mir, er muss ein Zaub’rer sein! Sah ich ihn an, so ward mir heiß, Bald ward ich rot, bald ward ich weiß,

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Gesangstexte

Zuletzt nahm er mich bei der Hand; Wer sagt mir, was ich da empfand? Ich sah, ich hörte nichts, sprach nichts als ja und nein; Glaubt mir, er muß ein Zaub’rer sein! Er führte mich in dies Gesträuch, Ich wollt’ ihm flieh’n und folgt’ ihm gleich; Er setzte sich, ich setzte mich; Er sprach, nur Silben stammelt’ ich; Die Augen starrten ihm, die meinen wurden klein; Glaubt mir, er muss ein Zaub’rer sein! Entbrannt drückt’ er mich an sein Herz, Was fühlt’ ich! Welch ein süßer Schmerz! Ich schluchzt’, ich atmete sehr schwer, Da kam zum Glück die Mutter her; Was würd’, o Götter, sonst nach so viel Zauberei’n, Aus mir zuletzt geworden sein!

Franz Schubert Heimliches Lieben Text: Caroline Louise von Klencke O du, wenn deine Lippen mich berühren, So will die Lust die Seele mir entführen; Ich fühle tief ein namenloses Beben Den Busen heben. Mein Auge flammt, Glut schwebt auf meinen Wangen; Es schlägt mein Herz ein unbekannt Verlangen; Mein Geist, verirrt in trunk’ner Lippen Stammeln, Kann kaum sich sammeln.


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Gesangstexte

Mein Leben hängt in einer solchen Stunde An deinem süßen, rosenweichen Munde, Und will, bei deinem trauten Armumfassen, Mich fast verlassen. O! dass es doch nicht außer sich kann fliehen, Die Seele ganz in deiner Seele glühen! Dass doch die Lippen, die voll Sehnsucht brennen, Sich müssen trennen! Dass doch im Kuss mein Wesen nicht zerfließet, Wenn es so fest an deinen Mund sich schließet, Und an dein Herz, das niemals laut darf wagen, Für mich zu schlagen!

Schwestergruß Text: Franz von Bruchmann Im Mondenschein

Das Aug’ so blau,

Wall’ ich auf und ab,

Der Blick so gross

Seh’ Totenbein’

Wie in Himmelsau,

Und stilles Grab.

Wie in Gottes Schoss;

Im Geisterhauch

Ein weiß Gewand

Vorüber bebt’s,

Bedeckt das Bild,

Wie Flamm’ und Rauch

In zarter Hand

Vorüber schwebt’s;

Eine Lilie quillt.

Aus Nebeltrug

Im Geisterhauch

Steigt eine Gestalt,

Sie zu mir spricht:

Ohn’ Sünd’ und Lug

»Ich wand’re schon

Vorüber wallt,

Im reinen Licht,


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Gesangstexte

Seh Mond und Sonn’

Und eh’ sie flieht,

Zu meinem Fuß

Die weiß’ Gestalt,

Und leb’ in Wonn’,

In frischer Blüt’

In Engelkuss;

Sie sich entfalt’:

Und all’ die Lust,

In reiner Flamm’

Die ich empfind’,

Schwebt sie empor,

Nicht deine Brust

Ohne Schmerz und Harm,

Kennt, Menschenkind!

Zu der Engel Chor.

Wenn du nicht lässt

Die Nacht verhüllt

Den Erdengott,

Den heil’gen Ort,

Bevor dich fasst

Von Gott erfüllt

Der grause Tod.«

Sing’ ich das Wort.

So tönt die Luft, So saust der Wind, Zu den Sternen ruft Das Himmelskind,

Die junge Nonne Text: Jacob Nicolaus Craigher de Jachelutta Wie braust durch die Wipfel der heulende Sturm! Es klirren die Balken, es zittert das Haus! Es rollet der Donner, es leuchtet der Blitz, Und finster die Nacht, wie das Grab! Immerhin, immerhin, so tobt’ es auch jüngst noch in mir! Es brauste das Leben, wie jetzo der Sturm, Es bebten die Glieder, wie jetzo das Haus, Es flammte die Liebe, wie jetzo der Blitz, Und finster die Brust, wie das Grab.


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Gesangstexte

Nun tobe, du wilder, gewalt’ger Sturm, Im Herzen ist Friede, im Herzen ist Ruh, Des Bräutigams harret die liebende Braut, Gereinigt in prüfender Glut, Der ewigen Liebe getraut. Ich harre, mein Heiland, mit sehnendem Blick! Komm, himmlischer Bräutigam, hole die Braut, Erlöse die Seele von irdischer Haft. Horch, friedlich ertönet das Glöcklein vom Turm! Es lockt mich das süße Getön Allmächtig zu ewigen Höh’n. Alleluia!

Des Fischers Liebesglück Text: Karl Gottfried von Leitner Dort blinket

Ich schaue

Durch Weiden,

Mit Sehnen

Und winket

In’s Blaue

Ein Schimmer

Der Wellen,

Blaßstrahlig

Und grüße

Vom Zimmer

Den hellen,

Der Holden mir zu.

Gespiegelten Strahl.

Es gaukelt

Und springe

Wie Irrlicht,

Zum Ruder,

Und schaukelt

Und schwinge

Sich leise

Den Nachen

Sein Abglanz

Dahin auf

Im Kreise

Dem flachen,

Des schwankenden Sees.

Kristallenen Weg.


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Gesangstexte

Fein-Liebchen

Nur Sterne

Schleicht traulich

Belauschen

Vom Stübchen

Uns ferne,

Herunter,

Und baden

Und sputet

Tief unter

Sich munter

Den Pfaden

Zu mir in das Boot.

Des gleitenden Kahns.

Gelinde

So schweben

Dann treiben

Wir selig,

Die Winde

Umgeben

Uns wieder

Vom Dunkel,

See-einwärts

Hoch überm

Vom Flieder

Gefunkel

Des Ufers hindann.

Der Sterne einher.

Die blassen

Und weinen

Nachtnebel

Und lächeln,

Umfassen

Und meinen,

Mit Hüllen

Enthoben

Vor Spähern

Der Erde,

Den stillen,

Schon oben,

Unschuldigen Scherz.

Schon drüben zu sein.

Und tauschen Wir Küsse, So rauschen Die Wellen Im Sinken Und Schwellen, Den Horchern zum Trotz.

// Pause //


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Gesangstexte

Antonín Dvořák Cigánské melodie (Zigeunermelodien) Text: Adolf Heyduk Nr. 1 »Má píseň zas mi láskou zní« (»Mein Lied ertönt«) Má píseň zas mi láskou zní,

Mein Lied ertönt, ein Liebespsalm,

když starý den umírá;

Beginnt der Tag zu sinken,

a chudý mech kdy na šat svůj

Und wenn das Moos, der welke Halm

si tajně perle sbíra.

Tauperlen heimlich trinken.

Má píseň v kraj tak toužně zní,

Mein Lied ertönt voll Wanderlust,

když světem noha bloudí;

Wenn wir die Welt durchwallen,

jen rodné pusty dálinou

Nur auf der Puszta weitem Plan

zpěv volně z ňader proudí.

Kann froh mein Sang erschallen.

Má píseň hlučně láskou zní,

Mein Lied ertönt voll Liebe auch,

když bouře běží plání;

Wenn Heidestürme toben;

když těším se, že bídy prost

Wenn sich befreit zum letzten Hauch

dlí bratr v umírání.

Des Bruders Brust gehoben!

Nr. 2 »Aj! Kterak trojhranec mů« (»Ei! Wie mein Triangel«) Aj! Kterak trojhranec můj přerozkošně zvoní, jak cigána píseň, když se k smrti kloní! Když se k smrti kloní, trojhran mu vyzvání.

Ei! Ei, wie mein Triangel wunderherrlich läutet! Wie Zigeunerlieder, wenn zum Tod man schreitet! Wenn Triangelklänge mich zum Tod begleiten,

Konec písni, tanci, lásce, bědování. Ist’s mit Tanz und Liedern aus für alle Zeiten! Konec písni, tanci, lásce, bědování. Lieder, Reigen, Liebe aus für alle Zeiten.


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Gesangstexte

Nr. 3 »A les je tichý kolem kol« (»Rings ist der Wald«) A les je tichý kolem kol,

Rings ist der Wald so stumm und still,

jen srdce mír ten ruší,

Das Herz schlägt mir so bange;

a černý kouř, jenž spěchá v dol,

Der schwarze Rauch sinkt tiefer stets,

mé slze v lících, mé slze suší.

Die Träne trocknend meiner Wange.

Však nemusí jich usušit,

Doch meine Träne trockne nicht,

necht' v jiné tváře bije.

Sollst anders wohin wehen!

Kdo v smutku může zazpívat,

Wer auch im Schmerz noch singen kann,

ten nezhynul, ten žije, ten žije!

Der lebt, nicht wird sein Lied vergehen!

Nr. 4 »Když mne stará matka« (»Als die alte Mutter«) Když mne stará matka zpívat, zpívat Als die alte Mutter mich noch lehrte učívala,

singen,

podivno, že často, často slzívala.

Sonderbar, dass Tränen ihr am Auge

A ted’ také pláčem snědé líce

Jetzt die braunen Wangen netzen mir

hingen. mučim,

die Zähren,

když cigánské děti hrát a zpívat učim! Wenn ich will die Kinder Sang und Spielen lehren! Nr. 5 »Struna naladěna« (»Reingestimmt die Saiten«) Struna naladěna,

Reingestimmt die Saiten!

hochu, toč se v kole,

Bursche tanz’ im Kreise!

dnes, snad dnes převysoko,

Heute froh, überfroh noch heute,

zejtra, zejtra, zejtra zase dole!

Morgen trüb’ nach alter Weise!

Pozejtří u Nilu

Nächsten Tag am Nilstrand,

za posvátným stolem;

Der den Vätern heilig,

struna již, struna naladěna,

Reingestimmt, reingestimmt die Saiten,

hochu, toč, hochu, toč se kolem! !

In den Tanz, in den Tanz spring eilig!


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Gesangstexte

Nr. 6 »Široké rukávy« (»In dem weiten Leinenkleide«) Široké rukávy a široké gatě

In dem weiten, breiten, luft’gen Leinenkleide

volnější cigánu nežli dolman v zlatě.

Freier der Zigeuner als in Gold und Seide!

Dolman a to zlato bujná prsa svírá;

Ja! der gold’ne Dolman schnürt die Brust zu

pod ním volná píseň násilně umírá.

Hemmt des freien Liedes wanderfrohe

enge, Klänge. A kdo raduješ se, tvá kdy píseň v květě, Wer beim Schwung der Lieder wahre Lust empfindet, přej si, aby zašlo zlato v celém světě!

Wünscht, dass alles Gold jetzt aus der Welt verschwindet!

Nr. 7 »Dejte klec jestřábu« (»Darf des Falken Schwinge«) Dejte klec jestřábu ze zlata ryzého;

Darf des Falken Schwinge Tatrahöh’n

nezmění on za ni hnízda trněného.

Wird das Felsennest nicht er mit dem

Komoni bujnému, jenž se pustou žene,

Kann das wilde Fohlen jagen durch die

zřídka kdy připnete uzdy a třemene.

Wird’s an Zaum und Zügel finden keine

A tak i cigánu příroda cos dala:

Hat Natur Zigeuner etwas dir gegeben,

k volnosti ho věčným poutem,

Ja, zur Freiheit schuf sie mir das ganze

umrauschen, Käfig tauschen. Heide, Freude.

k volnosti ho upoutala.

Leben!


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Gesangstexte

Nikolai Rimski-Korsakow »Gornimi tikho letela dusha nebesami« (»Still flog die Seele zu himmlischen Höhen«) Text: Alexei Konstaninowitsch Tolstoi Gornimi tikho letela dusha nebesami, Still flog die Seele zu himmlischen Höhen, Grustnye dolu ona opuskala resnicy,

traurig senkte sie ihre Wimpern

Sljozy v prostranstvo ot nikh upadaja und vergoss Tränen in den Raum, aus dem zvezdami,

die Sterne fallen.

Svetloj i dlinnoj za neju vilis’ verenicej. Hell und lang schlängelte sich hinter ihr eine Spur von Tränen. Vstrechnye tikho jejo voproshali svetila: Aus der Stille strahlte ein Licht auf sie und fragte: »Chto tak grustna i o chjom ’eti sljozy »Warum bist du so traurig, die Augen vo vzore?«

voller Tränen?«

Im otvechala ona: »ja zemli ne zabyla. Sie antwortete: »Ich habe die Welt nicht vergessen. Mnogo ostavila ja tam stradan’ja i gorja. Zdes’ ja lish’ likam blazhenstva i radosti vnemlju, Pravednykh dushi ne znajut ni skorbi, ni zloby. O, otpusti menja snova, sozdatel’, na zemlju, Bylo-b o kom pozhalet’ i uteshit’ kogo-by!«

Viele, die ich dort zurückgelassen habe, leiden und sind traurig. Hier bin ich nur ein Abbild der Glückseligkeit und empfinde nur Freude. Gerechte Seelen kennen weder Trauer noch Zorn. Oh, lass mich noch einmal auf die Erde zurückkehren, Schöpfer, damit ich jemandem Mitgefühl und Trost spenden kann!«


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Gesangstexte

Nimfa (Die Nymphe) Text: Apollon Nikolajewitsch Maikow Ja znaju, otchego u ’etikh beregov

Wohl weiß ich es, warum an diesem

Razdum’e tajnoje ob’emlet dukh

Geheime Sehnsucht stets den Schiffer

Blütenstrand plovcov:

übermannt:

Tam nimfa grustnaja s raspushchennoj Weil hier im Uferrohr, den Blicken ganz kosoju,

verborgen

Poluzakrytaja pevuchej osokoju,

Die holde Nymphe einsam weilt in süßen

Poroju pesn’ pojot pro shelk svoikh

Und oft in stiller Nacht, gelöst ihr

Sorgen, vlasov,

gold’nes Haar,

Lazur’ zaplakannykh ochej, zhemchug Von lichter Tränenflut betaut ihr zubov

Augenpaar,

I serdce, polnoje ljubvi nerazdelennoj. Aus übervoller Brust hinaus singt ihre Liebe. Projedet li chelnok-plovec obvorozhennyj,

Zieht dann vorbei ein Kahn, wohin es ihn auch triebe,

Jejo zaslushavshis’, perestajet gresti; Vernimmt der Schiffer sie, hält er mit Rudern ein, Zamolknet li ona – no dolgo na puti Jemu vsjo chudjatsja napevy nad vodoju I nimfa v kamyshakh, s raspushchennoj kosoju.

Und mag sie lang verstummt und er schon ferne sein Es klingt ihm immer dar im Herzen, Wie im Ohre der holden Nymphe Lied bei Nacht im Uferrohre.


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Gesangstexte

»Redejet oblakov letuchaja grjada« (»Der Wolken Luftgebirg löst sich im Winde sacht« ) Text: Alexander Sergejewitsch Puschkin Redejet oblakov letuchaja grjada.

Der Wolken Luftgebirg löst sich im Winde sacht

Zvezda pechal’naja, vechernjaja zvezda! O du, Abendstern, Stern des Leids in der Höhe, Tvoj luch oserebril uvjadshije ravniny, Dein Strahl versilbert die fernen verdorrten Ebenen, I dremljushchij zaliv, i chjornykh skal vershiny. Ljublju tvoj slabyj svet v nebesnoj vyshine;

Und sowohl die verträumte Bucht als auch die trüben Felsenketten. Ich liebe dein vages Leuchten dort in der himmlischen Höhe;

On dumy razbudil, usnuvshije vo mne: Und all meine schläfrigen Gedanken wurden durch dein Licht geweckt. Ja pomnju tvoj voskhod, znakomoje svetilo, Nad mirnoju stranoj, gde vsjo dlja serdca milo, Gde strojny topoly v dolinakh vozneslis’, Gde dremlet nezhnyj mirt i tjomnyj kiparis,

Ich erinnere mich an dich, oh Stern, wie du aufgingst, Über dem friedlichen Land, wo alles angenehm war, Wo schlanke Pappeln ihre Kronen über die Täler erhoben, Wo zarte Myrten schliefen und Zypressen in dunklen Schleiern,

I sladostno shumjat poludennye volny. Wo mitten am Tag die Lieder der Wellen verweilten. Tam nekogda v gorakh, serdechnoj dumy polnyj, Nad morem ja vlachil zadumchivuju len’, Kogda na khizhiny skhodila nochi ten’ —

Vor langer Zeit, als ich dort auf dem Berg war, Über dem Meer schleppte ich meine nachdenkliche Trägheit mit mir, Als alle Hütten in Schlummer versunken waren,

I deva junaja vo mgle tebja iskala

Kam eine Magd, die dich in der Dunkel-

I imenem svoim podrugam nazyvala.

Und ihren Freundinnen nannte sie dich

heit suchte, bei deinem Namen.


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Gesangstexte

»Ne veter, veja s vysoty« (»Nicht der Wind, von der Höhe wehend«) Text: Alexei Konstantinowitsch Tolstoi Ne veter, veja s vysoty,

Nicht der Wind, von der Höhe wehend,

Listov kosnulsja noch’ju lunnoj.

berührte in dieser mondhellen Nacht die

Mojej dushi kosnulas’ ty.

Blätter.

Ona trevozhna, kak listy,

Du warst es, die meine Seele berührte.

Ona, kak gusli, mnogostrunna.

Sie zitterte wie Espenlaub, sie hat viele Saiten, wie eine Harfe.

Zhitejskij vikhr’ jejo terzal

Die Stürme des Lebens quälten sie

I sokrushitel’nym nabegom,

und pfiffen und heulten und belasteten sie

Svistja i voja, struny rval

und rissen heftig an ihren Saiten

I zanosil kholodnym snegom.

und bedeckten sie mit kaltem Schnee.

Tvoja zhe rech’ laskajet slukh,

Aber deine Worte trösten das Ohr,

Tvojo legko prikosnoven’e,

und deine sanfte Liebkosung

Kak ot cvetov letjashchij pukh,

ist wie das Flaumhaar von Blütenblättern

Kak majskoj nochi dunoven’e

und der sanfte Atem einer Nacht im Mai.

»Zvonche zhavoronka pen’e« (»Klangvoller als das Lied der Lerche«) Text: Alexei Konstantinowitsch Tolstoi Zvonche zhavoronka pen’e,

Klangvoller als das Lied der Lerche

Jarche veshnije cvety,

Heller als die Frühlingsblumen,

Serdce polno vdokhnoven‘ja,

das Herz voller Inspiration,

Nebo polno krasoty.

der Himmel voller Pracht.

Razorvav toski okovy,

Die Fesseln zerstören,

Cepi poshlye razbiv,

und die Ketten der Melancholie

Nabegajet zhizni novoj

in der triumphalen Flut

Torzhestvujushchij priliv,

eines neuen Lebens.

abstreifen,


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Gesangstexte

I zvuchit svezho i juno

Jugendlich und frisch erklingt

Novykh sil moguchij stroj,

der mächtige Akkord neuer Kräfte,

Kak natjanutye struny

wie die gespannten Saiten

Mezhdu nebom i zemlej.

zwischen Himmel und Erde.

Nikolai Medtner Reiselied Text: Joseph von Eichendorff

Idu izvilistoj tropoj,

So ruhig geh’ ich meinen Pfad,

spokojno dy‘shit grud‘.

So still ist mir zu Mut;

Pogode raduyas‘ lyuboj,

Es dünkt mir jeder Weg gerad’

dojdu ya kak-nibud‘.

Und jedes Wetter gut.

Ne zabluzhus’ ya nikogda,

Wohin mein Weg mich führen mag,

vverxu nebesny’j krov,

Der Himmel ist mein Dach,

a v nyom to solnce, to zvezda

Die Sonne kommt mit jedem Tag,

glyadit iz oblakov.

Die Sterne halten Wach’.

Idu s utra i do temna,

Und komm’ ich spät und komm’ ich früh

sred‘ gor, sredi ravnin.

Ans Ziel, das mir gestellt:

Vperyod vsegda, i cel‘ odna,

Verlieren kann ich mich doch nie,

i mir vsegda odin.

O Gott, aus deiner Welt!

Mailied Text: Johann Wolfgang von Goethe Zwischen Weizen und Korn,

Grünt und blühet

Zwischen Hecken und Dorn,

Schön der Mai;

Zwischen Bäumen und Gras,

Liebchen ziehet

Wo geht’s Liebchen?

Froh und frei.

Sag mir das. An dem Felsen beim Fluss, Fand mein Holdchen

Wo sie reichte den Kuss,

Nicht daheim;

Jenen ersten im Gras,

Muss das Goldchen

Seh’ ich etwas!

Draußen sein.

Ist sie das? Das ist sie, das!


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Gesangstexte

Meeresstille Text: Johann Wolfgang von Goethe Tiefe Stille herrscht im Wasser, Ohne Regung ruht das Meer, Und bekümmert sieht der Schiffer Glatte Fläche rings umher. Keine Luft von keiner Seite! Todesstille fürchterlich! In der ungeheuer’n Weite Reget keine Welle sich.

Pevec (Der Sänger) Text: Alexander Puschkin Slykhali l’ vy za roshchej glas nochnoj

Vernahmt ihr hinterm Hain den nächt’gen

Pevca ljubvi, pevca svojej pechali?

Des Sängers, der von Liebe klagt und Leiden,

Kogda polja v chas utrennij molchali,

Wenn früh noch alles schweigt auf Feld und

Sang

Svireli zvuk unylyj i prostoj Slykhali l’ vy, slykhali l’ vy?

Weiden, Nur die Schalmei ertönt in trübem Klang: Vernahmt ihr ihn?

Vstrechali l’ vy v pustynnoj t’me lesnoj

Saht ihr ihn wohl, den Sänger in der Nacht,

Pevca ljubvi, pevca svojej pechali?

Wenn er von seinem Lieben singt und

Sledy li sljoz, ulybku l’ zamechali,

Wie Tränenspuren trüb sein Antlitz kleiden,

Il’ tikhij vzor, ispolnennyj toskoj,

Wie er so gramvoll seufzt, so traurig lacht,

Vstrechali vy, vstrechali vy?

Saht ihr ihn wohl?

Vzdokhnuli l’ vy, vnimaja tikhoj glas

Ward euch nicht weh, wenn ihr ihm so genaht

Pevca ljubvi, pevca svojej pechali?

Dem Sänger, der von Liebe singt und Leiden,

Kogda v lesakh vy junoshu vidali,

In Einsamkeit der Wälder und der Heiden,

Leiden?

Vstrechaja vzor jego potukhshikh glaz, Wenn ihr sein schmerzgetrübtes Auge saht, Vzdokhnuli l’ vy, vzdokhnuli l’ vy?

Ward euch nicht weh?


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Gesangstexte

»Chto ty klonish’ nad vodami« (»Warum tief zum Wasser senkst du«) Text: Fjodor Iwanowitsch Tjutschew Chto ty klonish’ nad vodami,

Warum tief zum Wasser senkst du,

Iva, makushku svoju?

Weidenbaum, dein schwankes Haupt?

I drozhashchimi listami,

Deine Zweige zitternd hängst du,

Slovno zhadnymi ustami,

In die Flut, die flüchtige, drängst du

Lovish‘ begluju struju?

Gierig, wie man Küsse raubt.

Khot’ tomitsja, khot’ trepeshchet

Wie auch zitternd, wie auch bangend

Kazhdyj list tvoj nad strujej ...

Jedes Blatt sich drängt zur Flut:

No struja bezhit i pleshchet,

In der Sonne Schimmer prangend,

I, na solnce nezhas’, bleshchet,

Springt sie fort, vor dir nicht bangend,

I smejotsja nad toboj ...

Lacht dich aus voll Übermut.

Sumerki (Dämmerung) Text: Fjodor Iwanowitsch Tjutschew Teni sizye smesilis’,

Die grauen Schatten vermischten sich,

Cvet pobleknul, zvuk usnul

Die Farben verblassten, die Geräusche verstummten.

Zhizn’, dvizhen‘e razreshilis’

Das Leben, die Bewegung lösten sich auf

V sumrak zybkij, v dal‘nij gul...

In der flüchtigen Dämmerung, im fernen Rauschen ... Der unsichtbare Flug eines Nachtfalters

Motyl’ka polet nezrimyj

Ist in der nächtlichen Luft zu hören ...

Slyshen v vozdukhe nochnom...

Eine Stunde unaussprechlicher Sehnsucht!

Chas toski nevyrazimoj!

Alles ist in mir, und ich bin in allem ...

Vsjo vo mne, i ja vo vsjom... Dämmerung still, Dämmerung schläfrig, Sumrak tikhij, sumrak sonnyj,

Gieße dich in die Tiefe meiner Seele,

Lejsja v glub’ mojej dushi,

Still, träge, duftend,

Tikhij, tomnij, blagovonnyj,

Überschütte alles und beruhige es,

Vsjo zalej i utishi,


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Gesangstexte

Chuvstva – mgloj samozabven’ja,

Gefühle – Nebel der Selbstvergessenheit,

Perepolni cherez kraj!

Überflute sie bis zum Rand!

Daj vkusit’ unichtozhen’ja,

Lass mich die Vernichtung kosten,

S mirom dremljushchim smeshaj!

Vermische sie mit der schlummernden Welt!

Joseph Marx Nocturne Text: Otto Erich Hartleben Süß duftende Lindenblüte in quellender Juninacht. Eine Wonne aus meinem Gemüte ist mir in Sinnen erwacht. Als klänge vor meinen Ohren leise das Lied vom Glück, als töne, die lange verloren, die Jugend leise zurück. Süß duftende Lindenblüte in quellender Juninacht. Eine Wonne aus meinem Gemüte ist mir zu Schmerzen erwacht.

Selige Nacht Text: Otto Erich Hartleben Im Arm der Liebe schliefen wir selig ein. Am off’nen Fenster lauschte der Sommerwind, und uns’rer Atemzüge Frieden trug er hinaus in die helle Mondnacht. Und aus dem Garten tastete zagend sich Ein Rosenduft an unserer Liebe Bett Und gab uns wundervolle Träume, Träume des Rausches – so reich an Sehnsucht!


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Gesangstexte

Nachtgebet Text: Ernst Heinz Hess O sähst du mich jetzt beten Zu deinen heilig tiefen Augen, Die fragend zu mir flehten Wie nach Liebe, Du schlössest deine tiefen Augen, Dass ich nicht drein vergehe Wie in Liebe. O sähst du, wie ich bete Zu deiner kinderfrohen Seele, Es schwiege deine Kinderseele, Dass sie nicht untergehe In meiner Liebe.

Pierrot Dandy Text: Albert Giraud, übersetzt von Otto Erich Hartleben Im fantast’schen Mondenstrahle Blitzen Fläschchen und Kristalle. Vor dem Waschtisch schmückt der fahle Pierrot Dandy sich zum Balle. Wasserstrahl in seiner Schale Klirrt gleich singendem Metalle. Im fantast’schen Mondenstrahle Blitzen Fläschchen und Kristalle. Pierrot, statt dass auf die schmale Bleiche Lippe er das dralle Rot des frischen Lebens male, Schminkt sich, dass er Ihr gefalle, Mit fantast’schem Mondenstrahle.


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Biografien

Erika Baikoff Sopran Die Sopranistin Erika Baikoff entwickelt sich aktuell zu einer der faszinierendsten lyrischen Stimmen ihrer Generation. Als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper gibt sie in der Saison 2025/26 eine Reihe spannender Rollendebüts, darunter Pamina (Die Zauberflöte), Clorinda (La Cenerentola), Najade (Ariadne auf Naxos), Frasquita (Carmen) und Esmeralda (Die verkaufte Braut). Außerdem wird sie in München ihre gefeierten Partien Zerlina (Don Giovanni) und Gretel (Hänsel und Gretel) wiederaufnehmen – mit letzterer ist sie auch an der Ópera de Oviedo zu erleben. Darüber hinaus ist sie mit dem La Cetra Barockorchester Basel als Ginevra (Ariodante) unter anderem im Theater an der Wien, im Théâtre des Champs-Elysées, im Teatro Real Madrid und im Stadtcasino Basel zu Gast. Neben Mozarts Requiem mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Natalie Stutzmann, Ravels Shéhérazade mit dem BBC Symphony Orchestra und Mahlers 4. Symphonie mit den Bremer Philharmonikern stehen Pergolesis Stabat Mater gemeinsam mit La Sfera Armoniosa im Amsterdamer Concertgebouw sowie Ein deutsches Requiem von Brahms mit dem Orquesta Sinfónica de Navarra Pamplona auf dem Programm. Als passionierte Liedsängerin kehrt sie mit Daniel Heide zur Schubertiade Schwarzenberg zurück, ist gemeinsam mit der Chamber Music Society of Lincoln Center zu erleben und tritt mit Roman Borisov beim Heidelberger Frühling und bei der Schubertíada Vilabertran auf. Besonders freut sich Baikoff auf ihre Debüts im Wiener Konzerthaus und beim Highgate International Chamber Music Festival. Erika Baikoff ist Absolventin des Lindemann Young Artist Program der Metropolitan Opera, des Opernstudio der Opéra National de Lyon, des Atelier Lyrique des Verbier Festivals und der Festival d’Aix-en-Provence Académie. Sie ist Preisträgerin des Helmut Deutsch Liedwettbewerbs und des Concours international de chant-piano Nadia et Lili Boulanger. Ab der Saison 2025/26 ist sie ein BBC New Generation Artist.


Biografien

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Biografien

James Baillieu Klavier Als »eine Klasse für sich« beschrieb der Daily Telegraph James Baillieu, der zu den führenden Liedbegleitern und Kammermusikpianisten seiner Generation zählt. Er gibt weltweit Solo- und Kammerkonzerte und arbeitet mit einer Vielzahl von Sänger:innen und Instrumentalist:innen zusammen, darunter Benjamin Appl, Jamie Barton, Ian Bostridge, Allan Clayton, Louise Alder, Tara Erraught, Lise Davidsen, das Elias und das Heath Quartett, Dame Kiri Te Kanawa, Adam Walker und Pretty Yende. Zu den Höhepunkten der Saison 2025/26 zählen Tourneen in den Vereinigten Staaten, Kanada und Europa, eine Residenz in der Wigmore Hall mit drei Recitals mit verschiedenen Partner:innen sowie Recitals in La Monnaie und der Kölner Philharmonie mit Véronique Gens. Außerdem wird Baillieu als Jurymitglied des Tenor Viñas Wettbewerbs und Coach im Associate Artist Program der Welsh National Opera tätig sein. Er ist regelmäßig in vielen der renommiertesten Musikzentren der Welt zu Gast, darunter die Carnegie Hall, die Wigmore Hall, das Metropolitan Opera House, das Concertgebouw Amsterdam, das Vancouver Playhouse, das Berliner Konzerthaus, der Wiener Musikverein, das Barbican Centre, das Wiener Konzerthaus, Bozar Brüssel, der Pierre Boulez Saal, die Kölner Philharmonie, die Wiener Staatsoper, die Fundación Juan March und die Laeiszhalle Hamburg. Zu den Festivals, an denen er teilnimmt, gehören unter anderem Aix-en-Provence, Verbier, SchleswigHolstein, Festpillene i Bergen, Edinburgh und Aldeburgh. James Baillieu ist Senior Professor an der Royal Academy of Music, Coach für das Jette Parker Young Artist Program am Royal Opera House, Kursleiter für die Samling Foundation und Leiter des Liedprogramms am Atelier Lyrique der Verbier Festival Academy. Er ist Dozent für Klavierbegleitung am Royal Northern College of Music und im Kuratorium des Countess of Munster Musical Trust.


Biografien

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Impressum Herausgeberin Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH, Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz Künstlerischer Direktor Norbert Trawöger Programmplanung & Dramaturgie Andreas Meier (Leitung), Paula Schlüter Redaktion Paula Schlüter Grafik Anett Lysann Kraml, Lukas Eckerstorfer Abbildungen gemeinfrei (S. 7, 9, 13 & 14), Wien Museum (S. 10–11), C. Marais (S. 39), D. Ruano (S. 41) Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Wir danken für Ihren Besuch und wünschen Ihnen ein schönes Konzert!


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