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hanni liang Aus der Tiefe

24. September 2026 19:30 Uhr Mittlerer Saal


Highlights 26–27 Fr, 23. Okt 2026, 19:30 Mittlerer Saal

Olivia Chaney

Sons of Art – Purcell Revisited Die Grammy-nominierte Singer-Songwriterin präsentiert Lieder zwischen Folk, Klassik und zeitgenössischer Musik

Sa, 7. Nov 2026, 19:30 Mittlerer Saal

Anna Mabo, Marie-Luise Stockinger, Bibiana Beglau & Valerie Pachner Per Anhalter durch die Galaxis

Eine intergalaktische musikalische Lesung rund um die satirische Science-Fiction-Reihe von Douglas Adams

Fr, 18. Dez 2026, 19:30 Mittlerer Saal

Lucas Debargue

Olivia Chaney © P. Sharp

Der französische Pianist lässt selbstkomponierte Konzert­ variationen über George Gershwins Summertime auf per­ lende Klavierminiaturen von Maurice Ravel und Modest Mussorgskis Bilder einer Ausstellung treffen. Karten und Infos: +43 (0) 732 77 52 30 | brucknerhaus.at


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alla breve Das Programm auf einen Blick

Wenige Minuten nach Anton Bruckners Tod am 11. Oktober 1896 um halb vier Uhr nachmittags betete der Kaplan des Schlosses Belvedere an dessen Toten­ bett den Psalm »De profundis«: »Aus den Tiefen rufe ich, Herr, zu dir«. Zur selben Zeit war Oscar Wilde Gefängnisinsasse im englischen Reading. In Haft verfasste er einen 50.000 Wörter umfassenden Brief, der später unter dem Titel De profundis veröffentlicht werden sollte. Adressat war Lord Alfred Douglas, des­ sen intimes Verhältnis mit Oscar Wilde letztlich zur gesellschaftlichen Ächtung und Verurteilung des Dich­ters geführt hatte. Der Text ist eine sprachgewaltige, wilde Apologie zwischen Selbstreflexion und dem Streben nach Transzendenz. Die Pianistin und Konzert­ designerin Hanni Liang stellt mit Frederic Rzewskis kongenialer Vertonung dieses De profundis »für spre­ chende Pianistin«, umrahmt von Klavierwerken Bruck­ ners und performativen Stücken von La Monte Young, ein außergewöhnliches Werk in den Mittelpunkt ihres multisensorischen Programms, bei dem die Bühne ins Zentrum des Mittleren Saales rückt.


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programm & besetzung La Monte Young * 1935 Composition 1960 #10 (to Bob Morris) // 1960 Composition 1960 #4 // 1960 Composition 1960 #7 // 1960

Anton Bruckner 1824–1896 Fantasie für Klavier WAB 118 // 1868 Frederic Rzewski 1938–2021 De profundis für sprechende Pianistin // 1994

Anton Bruckner Erinnerung für Klavier WAB 117 // 1868

Konzerteinführung mit Paula Schlüter und Hanni Liang um 18:45 Uhr im Foyer Mittlerer Saal Konzertende: ca. 20:45 Uhr

Hanni Liang Klavier & Performance


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was bleibt?

Hanni Liang über das Programm Aus der Tiefe heißt für mich, etwas aus dem Innersten heraus zu emp­ finden, zu begreifen und verstehen zu wollen. In die Tiefe gehen, aus der Tiefe schöpfen, um das Hier und Jetzt zum Ausdruck zu bringen. Doch was passiert, wenn man in dieser Tiefe gefangen ist? Dann kann sie ein Abgrund sein. Dann kann sie Verzweiflung und Not bedeuten und einen Zustand verkörpern, aus dem man alleine nicht mehr he­raus­ kommt. Was bleibt dann von einem Menschen, wenn alles Äußere wegfällt? Diese Frage steht wohl im Zentrum dieses Programms. Und so wars: Für Oscar Wilde, als er aus dem Gefängnis im englischen Reading den Fünfzigtausend-Wörter Brief De profundis schrieb. Ein Brief, der niemals hätte abgeschickt, gar veröffentlicht werden sollen. Ein Brief, der seine tiefe Verzweiflung zum Ausdruck bringt und zeit­ gleich einen Hoffnungsschimmer belichtet, den er zu finden sucht. Einhundert Jahre später komponierte Frederic Rzewski das gleich­ namige Werk, in das er nicht nur Teile des Briefes einbaute, sondern in dem er musikalisch-performativ die Themen der Würde, der Iso­la­ tion und der Hoffnung verhandelte. Der:die Pianist:in spielt hier nicht nur Klavier, sondern spricht, pfeift, performt gleichzeitig zur Musik. Als ich dieses Stück zum ersten Mal gehört habe, war ich sofort von der immensen Wucht ergriffen. Es war nicht nur das technische und musikalische Material mit Blick auf die vielfältigen koordinativen Auf­ gaben, sondern die radikalen, skurrilen, seltsam-rührenden Momente, die dieses Werk vereint. Es war wohl einer jener Momente, in denen man spürt: Das ist es! Dazu will ich ein Programm kreieren! Auch wenn ich weiß, dass dieses Werk ein Risiko ist. Denn es ist kein leichtes Werk – weder für die Performende noch für das Publikum. Es regt zum Nachdenken an. Es provoziert und kann auch zu Ablehnung führen. Aber steckt nicht gerade in diesem Risiko die Magie? Die Magie, die wir nur finden können, wenn wir uns öffnen und wenn wir etwas wagen,


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Hanni Liang über das Programm

auch wenn wir tief fallen können. Dann können wir herausfinden, was wir als bedeutsam empfinden, was uns ausmacht, was wir lieben, er­leben und verlieren. So beginnt der Abend bereits vor dem ersten klingenden Ton mit Kompositionen von La Monte Young. Es sind Werke, die dieses besagte Wagnis aufgreifen, die den Inhalt von De profundis ankündigen, die Aufmerksamkeit aufbauen und das Publikum im Prozess des An­kom­ mens empfangen. Der Abend beginnt also, bevor er beginnt. Und so mussten es anschließend diese zwei kleinen Klavierwerke von Anton Bruckner Fantasie und Erinnerung sein, die das Werk von Rzewski umarmen und dieser einen großen Frage »Was bleibt?« musikalisch reflektierend begegnen. Denn es ist nicht nur der Zufall, dass der Psalm »De profundis: Aus den Tiefen rufe ich, Herr, zu dir« am Totenbett von Anton Bruckner gelesen wurde, als zeitgleich Wilde in seiner Ge­ fängniszelle saß, sondern auch die existenzielle Musik Bruckners, die in den beiden kurzen, jeweils gut fünfminütigen Werken für mich ein Stück Welt verkörpern, dass es am Ende nur Musik sein kann, die diese eine Frage aufgreifen kann. Die uns aus der Tiefe wieder herausholen kann. Mit der Erinnerung erklingt somit der »wundervolle Anfang«, den Wilde in seinem Text benennt und führt uns letztlich zur Antwort: Es ist die Seele. Und die entdeckt man nur in der Tiefe. Hanni Liang


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draw a straight line and follow it La Monte Young // Compositions 1960

Was ist Musik? Was passiert, wenn man ein ›Werk‹ immer weiter ent­materialisiert, ihm Partitur, Harmonik, Form, ja sogar Klänge entzieht, bis nur noch die schöpferische Idee, die Aktion übrigbleibt? Mit dieser künstlerischen Fragestellung beschäftigten sich in den 1960er-Jahren eine Gruppe avantgardistischer Künstler:innen und Komponist:innen in New York, die der Fluxus-Bewegung an­ gehörten. Im Zentrum stand die radikale Ab­ lehnung des bürgerli­ chen Kunstwerks, das als elitär und weltfremd kritisiert wurde. Als selbst erklärte ›AntiKunst‹ ope­rierte Fluxus stattdessen im Rahmen von Aktionen, die sich durch offene Formen, Bezüge zum Alltag, Zu­fall und Unbestimmt­ heit, Spiel und Humor auszeichneten. Als wohl bekannteste künstleri­ sche Arbeit dieser

George Maciunas: Fluxus-Manifesto, 1963


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La Monte Young // Compositions 1960

Avantgardeströmung ist John Cages 4'33'' in die Musikge­schich­te ein­ge­gangen: ein dreisätziges Musikstück, exakt 4 Minuten und 33 Sekunden lang, bei dem kein einziger Ton erklingt. Cage war für den Komponisten La Monte Young eine Schlüsselfigur. Geboren 1935 in Bern, Idaho, einem abgelegenen Ort, der im Jahr 1960 nur 20 Bewohner:innen verzeichnete, interessierte sich Young schon als Kind für die musikalischen Qualitäten der Geräusche seiner Umwelt, wie das Surren von Insekten und Hochspannungsmasten oder das Heulen des Windes. Nach dem Umzug der Familie nach Los An­ge­les tauchte er als Sopransaxofonist in die Welt des Jazz und Bebop ein, bevor er in den 1950er-Jahren ein Kompositionsstudium begann. Cage lernte er allerdings nicht in Amerika, sondern während eines Studienaufenthaltes in Deutschland kennen. Der daraus ent­ standene Austausch führte schließlich dazu, dass Young 1960 nach New York übersiedelte und Teil der Fluxus-Bewegung wurde. Seine ersten Performances fanden im Loft von Yoko Ono statt. Dort führte Young die Compositions 1960 auf: textbasierte Kompositionen mit klaren Hand­lungsanweisungen an die Performenden – und zum Teil auch an das Publikum. Neben dem Entzünden eines Lagerfeuers oder dem Freilassen von Schmetterlingen im Auditorium zählen zu der Werk­gruppe auch Aktionen wie in der Composition 1960 #10, die dem Schrift­steller Bob Morris gewidmet ist: »draw a straight line and follow it« – »zeichne eine gerade Linie und folge ihr«. Paula Schlüter


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aus der tiefe

Frederic Rzewski // De profundis

Oscar Wilde befand sich auf dem Höhepunkt seines Ruhms, als er sich vier Tage nach der erfolgreichen Premiere seiner Komödie The Im­por­ tance of Being Earnest (Ernst sein ist alles) am 14. Februar 1895 im Lon­ doner St James’s Theatre in den Albemarle Club begab, an dessen Schwelle ihm der Portier eine Visitenkarte von John Douglas, dem 9. Marquess of Queensberry übergab, auf der fünf hastig niederge­ schriebene Wörter zu lesen waren. Am 28. Februar schrieb Wilde an seinen Freund und Lektor Robert Ross: »Liebster Bobbie, seit unserem letzten Zusammensein hat sich einiges ereignet. Bosies Vater hat in meinem Club eine Karte mit schmutzigen Zeilen hinterlassen. Ich sehe keinen anderen Ausweg mehr als eine Strafverfolgung. Mein ganzes Leben scheint dieser Mensch zu zerstören. Der Elfenbeinturm wird von der Schändlichkeit bestürmt. Mein Leben verströmt in den Sand. Ich weiß nicht, was ich tun soll.« Die »schmutzigen Sodomie Zeilen«, die den Schriftsteller derart entsetzten, lau­ beschrieb in der teten: »For Oscar Wilde, posing somdomite [sic]« christlichen Kultur seit dem Mittelalter (»Für Oscar Wilde, posierenden Sodomiten«). Mit sexuelle Handlun­gen, dieser Provokation spielte der Marquess auf Wildes die nicht der Fort­ pflanzung dienen sexuelles Ver­hält­nis mit seinem dritten Sohn, Lord Alfred Douglas, an, dem seine Mut­ter den Kose­na­men Bosie gegeben hatte. Als Wilde, dessen Bezie­hun­gen zu vor­nehm­lich jungen Männern gemäß dem 1885 in Kraft ge­tre­tenen Criminal Law Amendment Act unter Strafe standen, seinen Worten Taten folgen ließ und Klage gegen den Marquess erhob, wurde das ›offene Geheimnis‹ seiner Homosexualität unversehens Gegen­stand juristischer Unter­ suchungen. Nachdem seine eigene Klage ab­gewiesen worden war, befand ihn das Gericht aufgrund von »wider­rechtlichem grob unsitt­ lichem Verhalten mit bestimmten männlichen Personen« für schuldig und verurteilte Wilde zu zwei Jahren Haft unter Zwangsarbeit.


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Frederic Rzewski // De profundis für sprechende Pianistin

Frederic Rzewski: De profundis, 1994

Während seiner Inhaftierung verfasste der von Hunger und Krankheit gezeichnete Schriftsteller einen zwanzig handbeschriebene Folio­ bögen (zu je vier Seiten) umfassenden Brief an seinen ehemaligen Geliebten Lord Alfred Douglas, den Verursacher seiner »öffentliche[n] Schande«, den Robert Ross 1905, fünf Jahre nach Wildes Tod, in einer gekürzten Version unter dem Titel De profundis veröffentlichte und damit auf den alttestamentarischen Psalm 130 anspielte: »De pro­ fundis clamavi ad te, Domine: Domine, exaudi vocem meam. Fiant aures tuae intendentes in vocem deprecationis meae« (»Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren mer­ken auf die Stimme meines Flehens!«). Wilde, der als Titel für den Brief (wohl scherzhaft) Epistola: In Carcere et Vinculis (Epistel: Im Kerker und in Fesseln) vorgeschlagen hatte, schildert darin zunächst sein von Vorwürfen gegenüber Douglas’ hedonistischer Oberflächlichkeit, aber auch von der Abrechnung mit seiner eigenen Unzulänglichkeit und


Frederic Rzewski // De profundis für sprechende Pianistin

Inkonsequenz geprägtes Selbstbild, ehe er sich im zweiten Teil der Schrift religiös-philosophischen Themen, insbesondere seiner spiri­ tuellen Identifikation mit Jesus Christus, zuwendet. Fast hundert Jahre nach Wildes Verurteilung nahm der amerikanische Pianist und Komponist Frederic Rzewski diesen Brief zum Ausgangs­ punkt für eine außergewöhnliche Komposition: In seinem Klavierstück De profundis wird der:die Pianist:in zugleich zum sprechenden, singen­ den, pfeifenden oder geräuschvoll atmenden Performenden. Acht Abschnitte, die jeweils von instrumentalen Vorspielen eingeleitet werden, bringen Wildes Verzweiflung, Demütigung, Einsamkeit und Spiritualität hautnah in den Konzertsaal – ein skurril-zartes Oratorium über einen verzweifelten Künstler auf der Suche nach Trost. Die Rolle des »sprechenden Pianisten« übernahm Rzewski dabei zunächst per­ sönlich: Der Komponist zählte im 20. Jahrhundert zu den wichtigsten Interpreten avantgardistischer Klaviermusik. »Er ist [...] ein granit­ schwerer Klaviervirtuose, der in der Lage ist, riesige Felsbrocken klang­ lichen Materials über der Tastatur zu verteilen, ohne das Instrument dabei tatsächlich zu zerstören«, beschrieb der Musikwissenschaftler Nicolas Slonimsky sein Spiel. Aber Rzewski war nicht nur ein hoch­ virtuoser Pianist, er zählt auch zu den wichtigsten Komponist:innen des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1936 als Sohn polnischer Einwanderer in Westfield, Massachusetts geboren, studierte er unter anderem in Harvard und Princeton, bevor er 1966 in Rom mit seinen Kollegen Alvin Curran und Richard Teitelbaum das Künstlerkollektiv Musica Elettro­ nica Viva gründete, das sich mit kollaborativer Komposition, Improvi­ sation und Live-Elektronik beschäftigte. 1977 übersiedelte Rzewski nach Lüttich, wo er Professor für Komposition wurde. In seinen Werken greift er häufig politische Themen seiner Zeit auf. So zitiert er in seinem wohl bekanntesten Werk The People United Will Never Be Defeated ein chilenisches Protestlied, in Coming Together vertonte er Briefe des Häftlings Sam Melville, die dieser während des Gefängnisauf­standes im Attica State Prison verfasst hatte. Andreas Meier & Paula Schlüter

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das große im kleinen

Anton Bruckner // Erinnerung WAB 117 & Fantasie WAB 118

Anton Bruckner war ein lebenslanger Lerner: Noch mit Anfang 30 be­gann er ein Studium der Musiktheorie beim Wiener Konservatoriums-Professor und Hoforganisten Simon Sechter, obwohl er schon zuvor ambitionierte Kompositionen vollendet hatte. Im Anschluss an den Unterricht bei Sech­ter bildete er sich beim zehn Jahre jüngeren The­a­ter­kapell­meis­ter Otto Kitzler in Linz weiter, um seine theoretischen Kenntnisse in die Pra­ xis zu übersetzen. Und auch später, längst ein geübter Symphoniker, unterzog Bruckner viele seiner Werke immer wieder kritischen Revisionen, um an seinen Fähigkeiten zu feilen. Eben­so selbstverständlich wie das Lernen zählte jedoch auch das Unter­ richten zu seiner Künstlerbiografie: Zunächst trat er als Land­schul­lehrer in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters und unter­rich­tete unter anderem am Stift St. Florian, wo er zuvor als Sängerknabe ausgebildet


Anton Bruckner // Erinnerung WAB 117 & Fantasie WAB 118

Das Klavierstück Erinnerung in Anton Bruckners Handschrift

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Anton Bruckner // Erinnerung WAB 117 & Fantasie WAB 118

worden war. Dort stieg er schließlich zum Stiftsorganist auf und be­ gann zeitgleich, Klavierschüler:innen zu unterrichten. Für sie dachte er sich manchmal kleine Gelegenheits­kompositionen aus. Während seiner Anstellung als Dom- und Stadt­pfarrorganist in Linz setzte Bruck­ner diese Praxis fort: Im Jahr 1868 – kurz vor seinem Ruf als Pro­ fessor für »Generalbaß, Kontrapunkt und Orgel« ans Konser­vatorium Wien – entstanden so zwei Klavierstücke für seine Klavier­schülerin Alexandrine Soyka, die bereits einen eben­so versierten wie in seiner musikalischen Sprache eigenständigen Komponisten er­ken­nen lassen: Die Fantasie G-Dur WAB 118 ist in zwei Sätzen angelegt. Während der zweite Satz »in Haydnscher Rondo­form« (Göllerich/Auer) weitgehend klassische Züge trägt, treten im ersten Satz vor allem in der von großen Intervallsprüngen geprägten Melodik und der durch Sept- und Nonen­ akkorde sowie chromatische Wendungen angerei­cherten Harmonik des ersten Satzes Charakte­ristika des ›späteren‹ Bruckners zutage. Die »langsam, innig« vorzu­tragende Erinnerung WAB 117 in As-Dur, die dem Brucknerhaus-Pu­bli­kum als Pausengong für Konzerte im Mitt­le­ ren Saal vertraut sein dürfte, verbindet eine dichte Melodieführung mit einer weitausgreifenden Harmonik, die einerseits an Chopins Klaviermusik erinnert, anderer­seits bereits Anklänge an Bruckners zukünftige Symphonien enthält. Andreas Meier & Paula Schlüter


Anton Bruckner // Erinnerung WAB 117 & Fantasie WAB 118

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de profundis Text: Oscar Wilde Übersetzung: Max Meyerfeld, Paula Schlüter People point to Reading Gaol and say, »That is where the artistic life leads a man.« Well, it might lead to worse places. Mechanical people to whom life is a shrewd speculation depending on calculation always know where they are going and go there. They start with the ideal desire of being the parish beadle, and they succeed in being the parish beadle and no more. A man whose desire is to be something separate from himself succeeds in being what he wants to be. That is his punishment. Those who want a mask have to wear it. But with the dynamic forces of life, it is different. People who desire self-realization never know where they are going. They can’t know. To recognize that the soul of a man is unknowable, is the ultimate achievement of wisdom. The final mystery is oneself. When one has weighed the sun in the balance, and measured the steps of the moon, and mapped out the seven heavens, there still remains oneself. Who can calculate the orbit of his own soul?

We are the zanies of sorrow. We are clowns whose hearts are broken, we are specially designed to appeal to the sense of humour. On November thirteenth, eighteen ninety-five, I was brought down here from London. From two o’clock till half-past two on that day I had to stand on the centre platform of Clapham Junction in convict dress, and handcuffed, for the world to look at, when people saw me they laughed. Each train swelled the audience, nothing could exceed their amusement. That was before they knew who I was. As soon as they had been informed they laughed still more, haha. For half an hour I stood there in the grey November rain surrounded by a jeering mob. For a year I wept every day at the same hour and for the same space of time, in prison tears are a part of every day’s experience. A day in prison on which one does not weep is a day of which one’s heart is hard, not a day on which one’s heart is happy.


De Profundis

Die Menschen deuten auf das Zuchthaus in Reading und sagen: »Dahin führt einen das Künstlerleben«. Nun, es könnte zu noch schlimmeren Stätten führen. Banausen, denen das Leben eine scharfsinnige Spekulation ist, die sich aus einer sorgfältigen Berechnung der Mittel und Wege ergibt, wissen immer, wohin sie geh’n, und geh’n dahin. Sie treten mit dem idealen Lebenszweck auf den Plan, Kirchendiener zu werden, und es gelingt ihnen. Mehr nicht. Wer danach trachtet, etwas zu werden, das nicht in ihm liegt, sieht allemal sein Streben von Erfolg gekrönt. Das ist seine Strafe. Wer eine Larve will, muß sie tragen. Doch mit den treibenden Kräften des Lebens und denen, die diese Kräfte verkörpern, verhält es sich anders. Menschen, die nur auf die Entfaltung ihres eignen Ichs aus sind, wissen niemals, wohin ihr Weg sie führt. Sie können es nicht wissen. Die Erkenntnis, dass die Menschenseele unergründlich sei, ist der Weisheit letz­ter Schluss. Wir selbst sind das Endgeheimnis. Hat man die Sonne auf die Wag­schale gelegt, den Lauf des Mondes gemessen und die sieben Himmel Stern für Stern auf der Karte verfolgt, so bleibt noch eins übrig: Wir selbst. Wer kann die Bahn seiner eignen Seele berechnen? Wir sind die Hanswürste des Leids. Wir sind Clowns mit gebrochenem Herzen. Wir haben die besondere Bestimmung, auf die Lachmuskeln zu wirken. Am 13. Novem­ ber 1895 hat man mich von London hierhergeschafft. Von zwei bis halb drei Uhr nachmittags musste ich an diesem Tag in Sträflingskleidung und Handschellen auf dem mittleren Bahnsteig der Station Clapham Junction stehen, den Blicken der Welt ausgesetzt. Als mich die Leute sahen, lachten sie. Mit jedem neuen Zug, der ankam, vermehrten sich die Zuschauer. Ihr Spaß kannte keine Grenzen. Das war, ehe sie wussten, wer ich war. Sobald sie es erfahren hatten, lachten sie noch mehr. Eine halbe Stunde lang stand ich im grauen Novemberregen da, umringt vom johlenden Pöbel. Ein Jahr habe ich jeden Tag zur selben Stunde gleich lange geweint. Im Gefängnis sind Tränen ein Teil täglicher Erfahrung. Ein Tag im Ge­fäng­ nis, an dem man nicht weint, ist ein Tag, an dem unser Herz verhärtet, kein Tag, an dem unser Herz glücklich ist.

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De Profundis

Morality does not help me. I am a born antinomian. I am one of those who are made for exceptions, not for laws. Religion does not help me. The faith that others give to what is unseen, I give to what one can touch, and look at. Reason does not help me. It tells me that the laws under which I am convicted and the system under which I have suffered are wrong and unjust. But, some­how, I have got to make both of these things just and right to me, I have got to make everything that has happened to me good for me. The plank bed, the loathsome food, the hard ropes, the harsh orders, the dreadful dress that makes sorrow grotesque to look at, the silence, the solitude, the shame – each and all of these things I had to transform into a spiritual experience. There is not a single degradation of the body which I must not try and make into a spiritualising of the soul. I have no desire to complain. One of the many lessons that one learns in prison is that things are what they are and will be what they will be. Suffer­ ing is one very long moment. We cannot divide it by seasons. We can only record its moods and chronicle their return. With us time itself does not progress. It revolves. It seems to circle round – one centre – of pain. For us, there is only one season, the season of sorrow. The very sun and moon seem taken from us. Outside, the day may be blue and gold, but the light that creeps down through the thick glass of the small iron-barred window is grey. It is always twilight in one’s cell, as it is always twilight in one’s heart. And in the sphere of thought, no less than in the sphere of time, motion is no more.

We who live in prison, and in whose lives there is no event but sorrow, have to measure time by throbs of pain, and the record of bitter moments. We have nothing else to think of. Suffering is the means by which we exist, because it is the only means by which we become conscious of existing. And the remembrance of suffering in the past is necessary to us as the evidence of our continued identity. Between myself and the memory of joy lies a gulf no less deep than that between myself and joy in its actuality. So much in this place do men live by pain that my friendship with you in the way in which I am forced to remember it, appears to me always as a prelude consonant with those varying modes of anguish which each day


De Profundis

Die Moral hilft mir nicht. Ich bin ein geborener Antinomist. Ich gehöre zu denen, die für Ausnahmen, nicht für Gesetze geschaffen sind. Die Religion hilft mir nicht. Glauben andere an das Unsichtbare, so glaube ich an das, was man berühren und erblicken kann. Die Vernunft hilft mir nicht. Sie sagt mir, dass die Gesetze, deren Opfer ich geworden bin und das System, unter dem ich gelitten habe, verkehrt und ungerecht ist. Aber irgendwie habe ich diese beiden Dinge für mich gerecht und richtig zu machen. Es ist meine Aufgabe, alles, was mich betroffen hat, zum Guten für mich zu wenden. Die Lattenpritsche, die ekelerregende Nahrung, die rauhen Stricke, die schroffen Befehle, die abscheuliche Kleidung, die den Kum­mer grotesk erscheinen lässt, das Schweigen, die Einsamkeit, die Schande – alle diese Erfahrungen habe ich ins Geistige umzusetzen. Es gibt keine einzige körper­liche Erniedrigung, die ich nicht zu einer geistigen Erhebung zu machen versuchen muss. Ich will mich nicht darüber beklagen. Eine der vielen Lehren, die man dem Ge­fäng­ nis verdankt, ist die: dass die Dinge sind, was sie sind, und es in alle Zukunft blei­ben werden. Leiden ist ein sehr langer Augenblick. Es lässt sich nicht nach Jahreszeiten abteilen. Wir können nur seine Stimmungen aufzeichnen und ihre Wiederkehr buchen. Für uns schreitet die Zeit selbst nicht fort. Sie dreht sich. Sie scheint um einen Mittelpunkt zu kreisen: den Schmerz. Für uns gibt es nur eine Jahreszeit: die Jahreszeit des Grams. Die Sonne selbst und der Mond scheinen uns genommen. Draußen mag der Tag in blauen und goldenen Farben leuchten – das Licht, das zu uns herein kriecht durch das dicke Glas des kleinen, mit Eisen­ stäben vergitterten Fensters ist grau. In unsrer Zelle herrscht stets Zwielicht, in unserm Herzen Mitternacht. Und im Bereich des Denkens stockt, ebenso wie im Kreislauf der Zeit, alle Bewegung. Wir, die wir im Gefängnis leben und in deren Leben es kein einziges Ereignis außer Kummer gibt, müssen die Zeit anhand des Schmerzes und der Aufzeichnung bit­terer Momente messen. Wir haben nichts Anderes, woran wir denken können. Das Leiden ist das Mittel, durch das wir existieren, denn es ist das einzige Mittel, durch das wir uns unserer Existenz bewusst werden. Und die Erinnerung an ver­gangenes Leiden ist für uns notwendig als Beweis unserer fortbestehenden Identität. Zwischen mir und der Erinnerung an Freude liegt eine Kluft, die nicht weniger tief ist als die zwischen mir und der Freude in ihrer Wirklichkeit. So sehr leben die Menschen an diesem Ort vom Schmerz, dass mir meine Freund­ schaft mit dir – so, wie ich mich daran erinnern muss – stets als ein Vorspiel

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De Profundis

I have to realise; as though my life had been a symphony of sorrow, passing through its rhythmically linked movements to its certain resolution.

The memory of our friendship is the shadow that walks with me: that seems never to leave me: that wakes me up at night to tell the same story over and over: at dawn it begins again: it follows me into the prison yard and makes me talk to myself as I tramp round: each detail that accompa­ nied each dreadful moment I am forced to recall: there is nothing that happened in those ill-starred years that I cannot recreate in that chamber of the brain which is set apart for grief or for despair: every strained note of your voice, every twitch and gesture of your nervous hands, every bitter word, every poisonous phrase comes back to me: I remember the street or river down which we passed: the wall or woodland that surrounded us, at what figure on the dial stood the hands of the clock, which way went the wings of the wind the shape and colour of the moon.

There is such a thing as leaving mankind alone; there is no such thing as governing mankind. All forms of government are failures. The gods are strange. It is not our vices only they make instruments to scourge us. They bring us to run through what in us is good, gentle, humane, loving. Love of some kind is the only possible explanation of the extraordinary amount of suffering that there is in the world. If the world has been built of sorrow, it has been built by the hands of love, because in no other way could the soul of man reach perfection. Far off, like a perfect pearl, one can see the City of God. It is so wonderful that it seems as if a child could reach it in a summer’s day. And so a child could. But with me and such as me it is different, one can realise a thing in a single moment, but one loses it in the long hours that follow with leaden feet. We think in eternity, but we move slowly through time. And how slowly time goes with us who lie in prison I need not tell again.


De Profundis

erscheint, das im Einklang steht mit jenen wechselnden Formen der Qual, die ich jeden Tag erfahren muss; als wäre mein Leben eine Symphonie des Leids, die durch ihre rhythmisch miteinander verbundenen Sätze zu ihrem sicheren Ende hinführt. Die Erinnerung an unsere Freundschaft ist der Schatten, der mich begleitet: der mich scheinbar nie verlässt: der mich nachts weckt, um mir immer wieder die­ selbe Geschichte zu erzählen: Im Morgengrauen beginnt es von Neuem: Er folgt mir auf den Gefängnishof und lässt mich vor mich hin murmeln, während ich dort auf und ab gehe: Jedes Detail, das jeden schrecklichen Moment begleitete, muss ich mir wieder ins Gedächtnis rufen: Es gibt nichts, was in jenen unglück­ seligen Jahren geschah, das ich nicht in jener Kammer meines Gehirns wieder­ herstellen könnte, die für Trauer oder Verzweiflung reserviert ist: Jeder ange­ spannte Ton deiner Stimme, jedes Zucken und jede Geste deiner nervösen Hände, jedes bittere Wort, jeder giftige Satz kommt mir wieder in den Sinn: Ich erinnere mich an die Straße oder den Fluss, an dem wir vorbeikamen; an die Mauer oder den Wald, der uns umgab; an die Zahl auf dem Zifferblatt, auf der die Zeiger der Uhr standen; an die Richtung, in die der Wind wehte; an die Form und Farbe des Mondes. Es gibt die Möglichkeit, die Menschheit in Ruhe zu lassen, es gibt keine Möglich­ keit, die Menschheit zu regieren. Alle Regierungsformen sind Fehlschläge. Die Götter sind seltsam. Sie machen nicht nur aus unseren Lastern Werkzeuge, um uns zu geißeln. Sie bringen uns dazu, das zu durchleben, was in uns gut, sanft, menschlich und liebevoll ist. Eine Form der Liebe ist die einzig mögliche Erklä­ rung für das außerordentliche Ausmaß an Leid, das es in der Welt gibt. Wenn die Welt aus Leid erbaut wurde, dann wurde sie von den Händen der Liebe erbaut, denn auf keine andere Weise könnte die Seele des Menschen Vollkommenheit erlangen. Weit entfernt, wie eine vollkommene Perle, kann man die Stadt Gottes sehen. Sie ist so wunderbar, dass es scheint, als könne ein Kind sie an einem Sommertag erreichen. Und so könnte es ein Kind auch. Doch bei mir und solchen wie mir ist es anders: Man kann etwas in einem einzigen Augenblick begreifen, verliert es aber in den langen Stunden, die mit bleiernen Füßen folgen. Wir den­ ken in Ewigkeit, doch bewegen uns langsam durch die Zeit. Und wie langsam die Zeit für uns vergeht, die wir im Gefängnis sitzen, brauche ich nicht noch einmal zu erzählen.

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De Profundis

I hope to live long enough and to produce work of such character that I shall be able at the end of my days to say, »yes! This is just where the artistic life leads a man!« For the last seven or eight months in spite of a succession of great troubles reaching me from the outside world almost without intermission, I have been placed in direct contact with a new spirit working in this prison through man and things, that has helped me beyond words: so that while for the first year of my imprisonment I did nothing else, and can remember doing nothing else, but wring my hands in despair, and say, »what an ending, what an appalling ending!« Now I try to say to myself, and sometimes when I am not torturing myself do really say, »what a beginning, what a wonderful beginning!«

Oscar Wilde und Lord Alfred Douglas, 1893


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De Profundis

Ich hoffe, so lange am Leben zu bleiben und solche Werke zu schaffen, dass ich am Ende meiner Tage sprechen darf: »Da seht ihr nun, wohin das Künstler­leben einen Menschen führt!« Während der letzten sieben oder acht Monate habe ich, trotz einer Reihe großer Unannehmlichkeiten, die ohne Unterbrechung von der Außenwelt an mich herangetreten sind, enge Fühlung unterhalten mit einem neuen Geist, der in diesem Gefängnis Menschen und Dinge beseelt und mir mehr geholfen hat, als ich es in Worten auszudrücken vermag. Habe ich im ersten Jahre meiner Haft nichts anderes getan und kann ich mich an nichts anderes erinnern, als dass ich in ohnmächtiger Verzweiflung die Hände rang und ausrief: »Was für ein Ende, was für ein entsetzliches Ende!«, so versuche ich jetzt mir zu sagen und sage auch manchmal, wenn ich mich nicht selbst quäle, wirklich und aufrichtig: »Was für ein Anfang, was für ein wunderbarer Anfang!«

Beweisstücke A und B in Oscar Wildes Gerichtsver­ fahren, 1895: Visitenkarte des Vaters von Lord Alfred Douglas, Marquess von Queensberry, mit der Auf­ schrift »For Oscar Wilde, posing somdomite«.


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Biografien

hanni liang Klavier Hanni Liang ist Pianistin und Konzertdesignerin – letzteres lehrt sie derzeit an der Hochschule für Musik und Theater München, angesie­ delt im Bereich Musikvermittlung und künstlerischer Forschung. Sie ist der festen Überzeugung, dass Kunst und Kultur ein menschlicheres Miteinander fördern und bringt in ihren Konzerten Themen der Zeit mit und durch Musik zum Ausdruck. So ist sie im Bereich neuer Kon­zert­ formate aktiv und erforscht dabei künstlerisch die Räume des Konzer­ tes sowie die Rolle klassischer Musiker:innen in der gegenwärtigen Zeit. Auftritte führten sie an Orte wie die Elbphilharmonie Hamburg, wo sie mit einer Performance des Klavierkonzerts von Caroline Shaw die Frage »Wem gehört das Wasser?« stellte oder zum Edinburgh Inter­ national Festival, wo sie ein interaktives Konzert mit Improvisationen gestaltete, welches auf den Träumen des Publikums basierte, aus­ge­ hend von Debussys Rêverie. Konzerte brachten sie auch in die Wigmore Hall, Kings Place London, ins Konzerthaus Berlin, das Haus Styriarte Graz, das Kurhaus Wiesbaden, zum Heidelberger Frühling, zur Jeu­ nesse Wien, zum Kissinger Sommer, zum Mozartfest Würzburg oder zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und den Münchner Philharmonikern. Mit co-kreativen Projekten, in denen sie Menschen der Stadtgesell­ schaft mit verschiedensten Hintergründen und Geschichten in den künstlerischen Prozess auf und hinter der Bühne involviert und teil­ haben lässt, öffnet sie das Konzert zu einem Raum der Begegnungen und des Austauschs. Projekte führten sie zu Festivals wie dem Reeper­ bahn Festival, dem Heidelberger Frühling, den Ludwigsburger Schloss­ festspielen, dem Kissinger Sommer oder dem Mozartfest Würzburg, wo sie ein vierwöchiges Festival im Festival zum Thema StadtBegeg­ nung kuratierte.


Biografien

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impressum Herausgeberin Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH, Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz Künstlerischer Direktor Norbert Trawöger Programmplanung & Dramaturgie Andreas Meier (Leitung), Paula Schlüter Redaktion Paula Schlüter & Andreas Meier Grafik Anett Lysann Kraml, Lukas Eckerstorfer Abbildungen gemeinfrei (S. 8, 12–13, 22 & 23), Performance Restricted Attribution Non-commercial No Derivatives 1.0 (S. 10), E. Haase (S. 25) Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Wir danken für Ihren Besuch und wünschen Ihnen ein schönes Konzert!


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LUXUS FÜR JEDEN

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Eine Tochter der Linz Textil Gruppe


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