Brixner 420 - Jänner 2025

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Wie geht es dem Einzelhandel?

Terrassenwohnung

BRIXEN - CESARE-BATTISTI-STRASSE

KatasterflÀche 190 mq, nicht konventioniert 680.000 Euro

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Integration in der MĂŒhlgasse 4

MÜHLBACH: Wo einst Kleidung verkauft wurde, stapeln sich heute Lebensmittel und BĂŒcher. Hier treffen Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen aufeinander, vereint durch ein gemeinsames Ziel: den Aufbau eines neuen Lebens.

Freunde ein, gehen heute in die Mittelschule und fĂŒhlen sich vollkommen wohl. Das zeigt mir, dass Integration durch die richtigen Angebote möglich ist, wenn man sie auch zu nutzen weiß.“

Wandelbares Lokal

Das ehemalige GeschĂ€ftslokal in der MĂŒhlgasse 4, in dem Jelena Deutsch lernt, ist wandelbar. Freitagvormittag, 8 Uhr: Zweimal pro Woche wird der alte Tresen, der hinter dem alten weißen Tisch steht, zur Vinzenz-Tafel, also zur Lebensmittelausgabe, die die Verantwortliche Gisella Mair mit ihren freiwilligen Helferinnen betreut. Auf dem Tresen stapeln sich Brot, Konservendosen und SĂŒĂŸigkeiten. „Es geht nicht nur um Nahrung“, erklĂ€rt Mair, die ehemalige VizebĂŒrgermeisterin von MĂŒhlbach, „sondern darum, Menschen WĂŒrde zu geben.“

Die Ausgabestelle, die sich den Raum mit dem Projekt „Marieta“ teilt, ist eine wichtige Anlaufstelle im Kampf gegen Armut. „Wir unterstĂŒtzen elf Familien – fast 50 Personen.“ Die Lebensmittel stammen von der örtlichen BĂ€ckerei und dem Supermarkt. Es sind Waren mit tickendem Ablaufdatum. „In gewisser Weise wirken wir auch der Lebensmittelverschwendung entgegen“, fĂŒgt Mair hinzu. Viele Familien, die zur Vinzi-Tafel kommen, haben einen Migrationshintergrund, aber auch einige Einheimische zĂ€hlen zu den Nutzern. Gerade bei Letzteren gibt es eine große Hemmschwelle, diesen Dienst in Anspruch zu nehmen. Von Nudeln ĂŒber Reis bis hin zu Öl und Thunfisch – was es an Lebensmitteln gibt, variiert von Mal zu Mal. Besonders wichtig ist dabei der respektvolle Umgang mit den Nutzern der Tafel: „Wir lassen die Frauen immer einzeln eintreten, damit sie in Ruhe wĂ€hlen können“, sagt Mair. „Wenn alle gleichzeitig im Raum sind, entsteht oft ein GefĂŒhl von Konkurrenz. Das wollen wir vermeiden.“

Vinzi-Tafel und „Marieta“ ergĂ€nzen sich: Viele Familien, die Lebensmittel abholen, besuchen auch die Sprachkurse. „Hier geht es um mehr als Hilfe – hier entsteht Gemeinschaft“, betonen Mair und Rieder.

Unsichtbare Mauer

Die Wintersonne fĂ€llt durch die großen Fenster des ehemaligen GeschĂ€ftslokals und wirft sanfte Strahlen auf den großen weißen Tisch. An diesem Vormittag sitzen Mair und Rieder nebeneinander und tauschen sich aus: 15 Prozent

der Bevölkerung der Gemeinde MĂŒhlbach haben einen Migrationshintergrund. Die meisten sind Arbeitsmigranten, die zunĂ€chst allein kamen und spĂ€ter ihre Familien nachholten. Sie kommen aus Pakistan, Marokko, Albanien, Kroatien und Serbien. „Viele MĂ€nner arbeiten im touristischen Sektor“, erzĂ€hlt Rieder, „als Hilfskraft, AbspĂŒler oder auch als Lieferanten.“ Viele Migrantenfamilien seien nicht so mobil, sind sich Rieder und Mair einig. Gerade deshalb wohnten die meisten von ihnen im Hauptort der Gemeinde, in MĂŒhlbach, zentral an alle Bildungs- und Verkehrsstrukturen angeschlossen.

„Wir unterstĂŒtzen elf Familien – fast 50 Personen“ Gisella Mair

 FĂŒr Jelena aus Serbien sind die Sprachkurse der SchlĂŒssel fĂŒr den Einstieg: „Ich habe in MĂŒhlbach ein neues Zuhause gefunden und gebe alles, um mich hier aktiv einzubringen“

Die beiden Frauen tauschen Blicke aus, ein stilles Einvernehmen. Susanne Rieder vom Projekt „Marieta“ kennt die Geschichten, die hinter den Gesichtern der Frauen mit Migrationshintergrund stecken, und die damit verbundenen Herausforderungen. „Ich erinnere mich an Frauen, die in MĂŒhlbach gelebt haben, die aber – so wie in der Kultur ihres Herkunftslandes ĂŒblich – jung verheiratet wurden, manche sogar als MinderjĂ€hrige. Die Traditionen schwĂ€chen sich nicht ab, nur weil sie bei uns leben.“ Sprachbarrieren und soziale Isolation sind oft wie durchsichtige Mauern, die es zu durchbrechen gilt. „Wir beobachten hĂ€ufig, dass die Pakistani von MĂŒhlbach unter den Pakistani bleiben, die Marokkaner unter den Marokkanern“, erklĂ€rt sie. „Es gibt wenig Austausch zwischen den Migranten. Es gab bei den Sprachkursen oft auch schon Streitigkeiten – nicht zuletzt deshalb, weil die eine Großfamilie mit der anderen nicht harmonierte.“

Die Sprachgruppe, in der Jelena sitzt, ist ein Musterbeispiel. SĂŒditalienerinnen, Albanerinnen und sie als Serbin bilden eine schöne Gemeinschaft. Alle beherrschen das Alphabet. Aber wenn Jelena an den Einsteigerkurs zurĂŒckdenkt, den sie zuvor besucht hat, muss sie noch heute an die vielen Frauen aus Pakistan denken, die nicht einmal das lateinische Alphabet kannten. „Diese Frauen stammen hĂ€ufig aus patriarchalen Familienstrukturen, in denen die MĂ€nner arbeiten und die Frauen sich ausschließlich um

 Das ehemalige GeschĂ€ftslokal beherbergt heute die Frauenwerkstatt „Marieta“ und die Vinzi-Tafel

BRIXEN

Stetiges Wachstum

BRIXEN

Fragebogen zum GEP

Bis zum 28. Februar können alle Brixnerinnen und Brixner im Rahmen des Gemeindeentwicklungsprogramms (GEP) ihre Anliegen per Fragebogen der Gemeinde zukommen lassen. Der Fragebogen kann entweder online ausgefĂŒllt oder in Papierform bei der Servicestelle fĂŒr Bau- und Landschaftsangelegenheiten der Gemeinde am Maria-Hueber-Platz 3 abgegeben werden. Das Bauamt ist montags bis freitags von 8.30 bis 12.15 Uhr geöffnet. Die Fragebögen stellen eine weitere Möglichkeit fĂŒr die lokale Bevölkerung dar, ihre Ansichten zur Zukunft Brixens mit der Gemeinde

Langsam, aber stetig wĂ€chst die Bevölkerung in der Domstadt weiter: 2024 stieg sie um 0,8 Prozent. Am 1. JĂ€nner 2024 zĂ€hlte Brixen noch 23.054 Einwohnerinnen und Einwohner, am 31. Dezember waren es laut vorlĂ€ufiger Statistik der Gemeinde 23.241, also 187 Personen mehr. Zum 31. Dezember 2024 lebten in der Gemeinde Brixen insgesamt 11.340 MĂ€nner und 11.901 Frauen. 2.935 Personen mit Wohnsitz in Brixen besitzen eine andere StaatsbĂŒrgerschaft als die italienische, davon sind 975 EU-StaatsbĂŒrger und 1.960 Nicht-EU-StaatsbĂŒrger. Der GeburtenrĂŒckgang macht sich auch in Brixen bemerkbar, wenn auch nur geringfĂŒgig: 2024 kamen 189 Kinder zur Welt, das sind zwei weniger als im Vorjahr. 180 Personen starben 2024 in Brixen, 2023 waren es 183. Die personenstĂ€rksten JahrgĂ€nge sind jene

zu teilen und sie in die Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms einfließen zu lassen. Wie berichtet, fanden im vergangenen Herbst mehrere BĂŒrgerdialoge zum Thema Gemeindeentwicklungsprogramm statt; die Expertinnen und Experten sammeln derzeit die unterschiedlichen Eingaben und prĂŒfen sie auf ihre Umsetzbarkeit. Anschließend werden sie den politischen Vertretern prĂ€sentiert und als Grundlage fĂŒr den ersten Entwurf des GEP genutzt, der wiederum im Mai der Bevölkerung vorgestellt wird. Die Termine fĂŒr die Vorstellung stehen bereits fest: am 5. Mai

Ab 1. Februar finden Besucherinnen der Stadtbibliothek kostenlose Hygieneartikel fĂŒr Frauen in der Damentoilette. Damit wollen die Gemeinde Brixen und die Apotheken von Brixen und Vahrn, die die Produkte spenden, bedĂŒrftige Frauen unterstĂŒtzen und die Periodenarmut bekĂ€mpfen.

von 1968 (394 Personen), 1969 (393 Personen) und 1964 (372 Personen). Der Bevölkerungszuwachs lĂ€sst sich nach wie vor insbesondere durch den positiven Zuwanderungssaldo erklĂ€ren: 843 Personen zogen im Laufe des Jahres 2024 nach Brixen, wĂ€hrend 615 Menschen die Domstadt verließen. Deutlich angestiegen ist die Anzahl der Hochzeiten in Brixen: 139 Paare gaben sich das Ja-Wort, davon 110 standesamtlich und 29 kirchlich; 2023 gab es in Summe 95 Hochzeiten in der Gemeinde. Insgesamt leben in Brixen 10.219 meldeamtliche Familien, 100 eheĂ€hnliche Lebensgemeinschaften und 24 meldeamtliche Wohngemeinschaften. Der Ă€lteste Mensch in Brixen ist eine 1917 geborene Frau; sie ist eine von sechs Brixnerinnen, die ĂŒber 100 Jahre alt sind. Der Ă€lteste Brixner ist 100 Jahre alt. av

in Tils, am 6. Mai am Ploseberg, am 7. Mai in Elvas, am 13. Mai in Milland und am 14. Mai im Forum Brixen. Alle Unterlagen der vergangenen BĂŒrgerdialoge sind auf der Website der Gemeinde Brixen einsehbar. av

FĂŒr mehr Sicherheit im Schnee hielt der Lawinenwarndienst im Skigebiet Jochtal einen von drei Kursen fĂŒr Mitarbeitende des Landesforstdienstes ab. Darin ging es in Praxis und Theorie um sichere Tourenplanungen, die Suche von VerschĂŒtteten und Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Mit der Auszeichnung „Glanzleistung – das junge Ehrenamt“ wĂŒrdigen Tirol, SĂŒdtirol und Trentino Einzelpersonen bis 35 Jahre sowie Projekte fĂŒr ihren ehrenamtlichen Einsatz. VorschlĂ€ge nimmt bis 17. MĂ€rz die Landesabteilung PrĂ€sidium (praesidium@provinz.bz.it) entgegen.

Foto: Oskar Zingerle

Herr BĂŒrgermeister, vor Kurzem wurde bekannt, dass die Landesregierung der Finanzierung fĂŒr die Musikschule von MĂŒhlbach zugestimmt hat. Wie lautet die Vereinbarung genau?

Die Gemeinde stellt den Grund zur VerfĂŒgung und baut das neue GebĂ€ude. Sobald die Bauarbeiten fertiggestellt sind, geht die Musikschule dann in den Landesbesitz ĂŒber. So gelingt es, endlich in MĂŒhlbach eine Musikschule zu bauen. Bei den Treffen mit den LandesrĂ€ten Philipp Achammer und Christian Bianchi vor einigen Wochen wurde uns zugesichert, dass die Kosten von rund 5,68

„Wir könnten loslegen“

HEINRICH SEPPI, BĂŒrgermeister von MĂŒhlbach, ĂŒber die Zusage des Landes zur Finanzierung der Musikschule und die nĂ€chsten Schritte.

Millionen Euro dabei zur GĂ€nze mit Landesmitteln finanziert werden, und mit der Genehmigung der Landesregierung ist ein weiterer wichtiger Schritt getan.

Gibt es schon einen Zeitplan?

Mit dem Land mĂŒssen wir noch die letzten Rahmenbedingungen abklĂ€ren, und nun geht es darum, den Vertrag zu unterzeichnen und den Zeitplan zu definieren. Gleichzeitig beginnen wir mit der AusfĂŒhrungsplanung. Als Gemeinde könnten wir eigentlich loslegen. Ein Standort ist bereits gefunden, und zwar jener beim alten Schulhaus: Ein Teil des angrenzenden Grundes gehört der Kurie, mit

der wir bereits eine Abmachung gefunden haben, und auch mit dem PrivateigentĂŒmer hoffen wir uns zu einigen.

Lange hat die Gemeinde auf eine eigene Musikschule gewartet 
 Ja, absolut! In MĂŒhlbach geistert die Idee einer Musikschule schon seit 25 Jahren herum. Entstehen sollen in diesem Zuge nicht nur ProberĂ€ume zum Musizieren, sondern auch ein AuffĂŒhrungssaal, in dem Konzerte stattfinden können. Dieses neue Haus im Zeichen der Musik wird eine enorme Aufwertung fĂŒr die Gemeinde. anina.vontavon@brixner.info

2 separate EingÀnge, Jacuzzi, Sauna auf Anfrage

Exklusive VILLA

Mit Angelika Mayr Fischnaller zu plaudern ist ein echtes VergnĂŒgen. Eloquent, charmant und mit einem herzerfrischenden Tempo erzĂ€hlt sie von ihren Leidenschaften und von der unbĂ€ndigen Freude, mit Menschen zu arbeiten. Menschen zusammenbringen, am besten ĂŒber Projekte, die Sinn stiften, „darauf kommt es doch letztendlich im Leben an.“

Aus verschiedenen Lebenssituationen heraus – ihre Eltern hatten sich getrennt, als sie sieben Jahre alt war – musste sie in der Grundschule mehrmals die Schule wechseln, war immer wieder „die Neue“ in der Klasse. „Vielleicht bin ich auch deswegen eine extreme Netzwerkerin geworden.“ Auf Menschen zugehen, ihnen unvoreingenommen begegnen und sich gleichzeitig nicht verbiegen lassen: Angelika Mayr Fischnaller ist eine Frau, die durch ihre Herzlichkeit und ihren wachen und kreativen Geist beeindruckt.

Nach der Grundschule, die sie in Klausen abgeschlossen hatte, zog es sie ins Heim. „Ich hatte wohl zu viele Hanni-und-Nanni-BĂŒcher gelesen.“ Gemeinsam mit einer Freundin kam sie in die Mittelschule des Herz-Jesu-Institutes in MĂŒhlbach. Ihre Freundin hielt es dort nicht lange aus; Angelika Mayr Fischnaller hingegen blieb, auch weil ihr Vater konsequent war, „hai voluto la bicicletta, adesso pedala.“ Im Nachhinein beschreibt sie diese Zeit als sehr wertvoll. Zur ehemaligen Direktorin Sr. Maria Regina Rainer und der ehemaligen Heimleiterin Margareth Oberrauch hat sie nach wie vor Kontakt. „Und ich habe auch spĂ€ter immer wieder Menschen getroffen, die mich gefordert und vor allem gefördert haben.“

Diese Menschen haben das Vertrauen, vieles schaffen zu können, in ihr bestĂ€rkt. Sie hatte immer wieder den Mut, neue Herausforderungen anzunehmen. Und dieser Mut zeichnet sie aus. VerĂ€nderung ist ihr wichtig, ist Antrieb und Lebenselixier zugleich. „Deswegen bin ich wohl eher eine Generalistin als eine Spezialistin.“ Sie sei „extrem vielseitig“, sagt sie, und sie ist an allem interessiert.

GespĂŒr fĂŒr Menschen

Nach dem Abschluss der Hotelfachschule, „eine der besten allgemeinbildenden Schulen“, lag es fĂŒr Angelika Mayr Fischnaller eigentlich auf der Hand, dass sie in der Gastronomie tĂ€tig werden sollte. Im Leben kommt es aber oft anders als man denkt. „Klar war aber immer, dass ich mit Menschen arbeiten muss.“ Learning by doing und lebenslanges Lernen – „das sind die SĂ€ulen, auf die ich meinen beruflichen Werdegang aufgebaut habe.“ Über fĂŒnf Jahre war sie Marketingassistentin im Hoteliers- und Gastwirteverband. Die Marketingabteilung befand sich Anfang der Neunzigerjahre gerade im Aufbau, und Angelika Mayr Fischnaller war in ihrem Element. Es folgte ein Jahr als Verkaufs- und Marketingleiterin der Hotelgruppe Alpotels, und danach wurde sie mit gerade einmal 27 Jahren die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Tourismusverbandes Eisacktal. Sie war italienweit die jĂŒngste Direktorin; 18 MĂ€nner saßen im Vorstand.

Angelika Mayr Fischnaller ließ sich nicht beirren und steckte ihr ganzes Herzblut in diese Aufgabe.

Wenn sie etwas anpackt, dann tut sie das mit Leib und Seele, mit einer gesunden Portion Selbstkritik und mit einem ausgeprĂ€gten GespĂŒr fĂŒr Menschen. Gute Miene zum bösen Spiel machen – das liegt ihr nicht. Mit offenen Karten spielen, Dinge klar benennen, ohne zu verletzen, authentisch sein und immer wieder neue Wege gehen, „weil es mir immer um die Sache geht.“ Im Jahr 2000 erhielt sie im Rahmen der Internationalen Tourismusbörse in Berlin den „Golden Helm“, einen internationalen Tourismuspreis fĂŒr innovative Konzepte. Sie hatte sich mit Subdestinationen

der einzelnen Tourismusvereine auseinandergesetzt, nachdem sie einen Lehrgang fĂŒr interalpine Destinationsentwicklung absolviert hatte. Wenn es um neue Wege geht, dann ist sie rastlos und neugierig und wagt den Blick weit ĂŒber den Tellerrand hinaus.

Mit 30 Jahren kam dann der Wunsch nach einer tiefgreifenden VerĂ€nderung. Angelika Mayr Fischnaller ging auf eine kleine Weltreise. Abstand gewinnen, neue Impulse aufsaugen. Sechs Monate Asien waren geplant, bereits nach viereinhalb Monaten kam sie aber wieder zurĂŒck. Kurz vor der Abreise hatte sie sich nĂ€mlich wieder in Oswald Fischnaller verliebt, mit dem sie im Alter von 19 Jahren schon einmal zusammen gewesen war. Die Weichen fĂŒr die gemeinsame Zukunft waren gestellt.

„ Zuhause kann ich so richtig Kraft tanken“ _ Angelika Mayr Fischnaller

Christoph Engl, Direktor der SĂŒdtiroler Marketinggesellschaft, holte sie in die Abteilung Destinationsentwicklung, „eine megaspannende Zeit, in der ich vieles gelernt habe.“ Nach der Geburt von Tochter Sara blieb Angelika Mayr Fischnaller in Elternzeit. „Teilzeitarbeit war damals in der SMG leider nicht möglich.“ Die intensive Zeit mit ihren Kindern – Sohn Ruben Maria wurde zwei Jahre nach Sara geboren – möchte sie niemals missen. „Ich bin gerne daheim.“

 HERZLICH UND KREATIV: Angelika Mayr Fischnaller steckt ihr ganzes Herzblut in ihre Aufgaben

Irgendwann hat es dann aber doch wieder „gekribbelt“, und sie kehrte ins Berufsleben zurĂŒck. Ein Jahr bei Markus Frings in der Filmbranche, „dafĂŒr bin ich aber zu ungeduldig“, danach sechs Jahre bei der Messe Bozen, schließlich selbststĂ€ndige Beraterin in den Bereichen HRManagement, Kommunikation und Marketing: Angelika Mayr Fischnaller ist eine Allrounderin, die das Leben von seiner positiven Seite zu nehmen versteht. Sie ist immer in Bewegung, stĂ€ndig unterwegs, Laptop und Handy sind ihr mobiles BĂŒro. Und doch möchte sie sich „ein wenig gesundschrumpfen“.

Wenn sie sich entspannen will, dann kocht sie und backt Brot und lĂ€dt GĂ€ste zu sich nach Hause ein. „Da kann ich so richtig Kraft tanken.“ Die Liebe zur Gastronomie scheint ihr in die Wiege gelegt worden zu sein, schließlich ist ihr Vater Hermann Mayr der Brixner Finsterwirt.

Sich fĂŒr die Gesellschaft einbringen

Seit Mai 2023 ist sie die PrĂ€sidentin der Volkshochschule SĂŒdtirol. Sie hat vor allem strategische und reprĂ€sentative Aufgaben, und in dieser Funktion bringt sie sich auf vielen Ebenen operativ ein. 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ĂŒber 90 Ehrenamtliche, 26 Ortsstellen im ganzen Land und 18.000 Menschen, die das Angebot der VHS nutzen: „Es geht darum, innovativ in die Zukunft zu gehen und AltbewĂ€hrtes mitzunehmen.“ Der Gesellschaft etwas zu geben, etwas zurĂŒckzugeben, einfach weil es einem gut geht oder gerade deswegen – das ist fĂŒr sie soziale Verantwortung. „Und diese Gesinnung muss weitergegeben werden.“

Ooopsmein Hoppala

Zungenstolperer

Bei Fremdsprachen bringe ich hin und wieder etwas durcheinander, und so sind mir in meiner Jugendzeit gleich zwei Episoden passiert, die in meinem Freundeskreis heute noch gerne fĂŒr allgemeine Erheiterung sorgen: Beim Neujahrspielen der BĂŒrgerkapelle hatte ich als Marketenderin die Aufgabe, die Geldspenden einzusammeln. Als wir im Dorf einen italienischsprachigen MitbĂŒrger zufĂ€llig antrafen, der uns eine Spende geben wollte, fiel mir ein, dass wir schon bei ihm zu Hause waren und seine Frau bereits eine Spende gegeben hatte: „Siamo sta giati!“, warf ich ĂŒberzeugt ein – sehr zum Ergötzen aller Beteiligten, die sich herrlich ĂŒber meinen Zungenstolperer amĂŒsieren konnten. Die zweite Episode passierte bei einer abendlichen Routinekontrolle der Carabinieri: Der Beamte schaute etwas kritisch in meinen FĂŒhrerschein, auf dessen Foto ich Brillen trug, die ich an jenem Abend aber mit Kontaktlinsen ersetzt hatte. Ich merkte, was den Beamten störte und klĂ€rte prompt auf: „Porto i contatti a lento!“ Der Carabiniere merkte, dass mein Versprecher wohl der NervositĂ€t geschuldet war, die ich als junge Autofahrerin angesichts der Kontrolle hatte. Er nickte schmunzelnd und ließ mich weiterfahren.

Leser kochen fĂŒr Leser

Leczo [Letscho]

> Zutaten

300 g HĂŒhnerfilet

1 große rote Paprika

1 Dose geschÀlter Tomaten

1 Zucchini

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

œ Löffel scharfe Paprika, sĂŒĂŸe Paprika, Oregano, Basilikum

> Zubereitung

In einem tiefen Topf oder einer Pfanne das Öl erhitzen, die gewĂŒrfelte Zwiebel hinzufĂŒgen und anbraten. HĂ€hn-

chenfilet in WĂŒrfel schneiden und dazugeben. Mit sĂŒĂŸem und scharfem Paprikapulver sowie Pfeffer wĂŒrzen. Anbraten, bis das Fleisch goldbraun ist, dann den durch eine Presse gedrĂŒckten Knoblauch, die gewĂŒrfelte Paprika und Zucchini hinzufĂŒgen. FĂŒr zwei Minuten weiterbraten. Die Dosentomaten, Oregano und Basilikum dazugeben. Köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen und das GemĂŒse weich ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Marzena Lagioia aus Polen teilt ein Rezept aus ihrer Kindheit, das in ihrer Familie bei jedem Anlass gern zubereitet wurde. Sie kocht gerne fĂŒr ihre beiden Töchter und versucht, ihnen auch hier in SĂŒdtirol ein StĂŒck ihrer polnischen Heimat nĂ€herzubringen.

VerrĂŒckte Welt

„Ich will ja nichts sagen, aber dass die Taucher nun eine solche Sonderbehandlung bekommen, scheint mir schon schleierhaft“, sagt der Franz, wĂ€hrend er in der besten Tradition von Charles Schumann an einem sanften Cocktail aus Rum und Limettensaft nippt, den Frieda ihm zur Feier des Tages zubereitet hat. Sonderbehandlung? „Schau, in jeder Stellenanzeige werden hĂ€nderingend Taucher gesucht! Wozu braucht es plötzlich so viele Taucher? Vielleicht, weil die Klimakrise den Meeresspiegel steigen lĂ€sst?“ Ich versteh nur Bahnhof. „Schau, auch hier“, sagt der Franz, wĂ€hrend er die „Dolomiten“ durchblĂ€ttert, „Buchhalter gesucht, m/w/divers! Muss man beim BewerbungsgesprĂ€ch neben dem Taucherschein auch Schnorchel, Taucheranzug und Flossen mitbringen?“ Wahrscheinlich, sag ich, anders könnte ich mir das nicht erklĂ€ren. „Im Grunde ist es eine Diskriminierung aller anderen sportlichen TĂ€tigkeiten“, sagt der Franz, „denn warum soll ich als Fußballer oder Handballer nicht fĂŒr diesen Job in Frage kommen. Das ist ein Skandal!“ Und ĂŒberhaupt, sag ich, deutsch bleiben, fratelli! Es mĂŒsste also „Buchhalter gesucht m/w/Taucher heißen, wenn schon. „Das ist ja alles noch akzeptabel“, mischt sich Frieda ein, „kĂŒrzlich habe ich in einem Lokal ein eigenes WC fĂŒr Taucher gesehen. Das Pissoir hĂ€ngt dort etwas tiefer, wahrscheinlich, damit der Schnorchel nicht im Weg ist.“ Wenn das so weiter geht, sag ich, haben wir in den Schulen bald mehr WCs als SchulrĂ€ume, damit ja alle zu ihrem Recht kommen. VerrĂŒckte Welt.

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StadtlerlÄchn 2025

FASCHINGSREVUE DES MÄNNERGESANGVEREINS BRIXEN 1862

Hotspot Paradies Wellness pur in Moll und Dur

KONZEPT UND TEXTE: PETER SCHORN UND LUKAS LOBIS

REGIE: LUKAS LOBIS

MUSIKALISCHE LEITUNG: CHRISTIAN UNTERHOFER

CHOREOGRAFIE: PATRIZIA FIDANZI

GESAMTLEITUNG: MGV BRIXEN 1862

FREITAG, 28. FEBRUAR : REVUE MIT AFTER-SHOW-PARTY

EINLASS UM 19.00 UHR, BEGINN UM 21.00 UHR

SAMSTAG, 1. MÄRZ : REVUE MIT AFTER-SHOW-PARTY

EINLASS UM 19.00 UHR, BEGINN UM 21.00 UHR

SONNTAG, 2. MÄRZ : REVUE

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MONTAG, 3. MÄRZ : REVUE

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AUFFÜHRUNGSORT Forum Brixen, Romstraße 9

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Samstag, 15. Februar von 8.00 bis 12.30 Uhr im Walthersaal, Altenmarktgasse 1 ab Montag, 17. Februar von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr im Forum, Romstraße 9 Tel. 0472 275520 – www.forum-brixen.com

WEITERE INFOS UNTER www.mgvbrixen.it/fasching und MGV Brixen 1862

FREITAG UND SAMSTAG

Vor und nach der Veranstaltung Restaurant im Forum, Abendkleidung erwĂŒnscht. Nach der Faschingsrevue Musik und Tanz mit DJ

AUSSTELLUNG: Von Papptellern, monochromer Malerei und MĂŒnzen: In der Hofburg ist eine umfassende Werkschau der international bekannten KĂŒnstlerin Berty Skuber aus Völser Aicha zu sehen. Fluxus, Arte Povera und Konzeptkunst sind die kunsthistorischen Eckpfeiler.

die Stoffe zusammen. Ebenso verfĂ€hrt Berty Skuber bei dem Werk „Under Penalty of Law“ (Unter Androhung von Strafe) 1995. Wieder sind es Bekannte und Freunde aus aller Welt, die Kleidungslabels in allen möglichen Varianten sammeln und nach Völser Aicha schicken.

Die kleinen Dinge des Lebens

„Fluxus“ war einer der wichtigen Kunstbewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg, das dem klassischen Kunstprodukt den Kunstprozess entgegensetzte. Kunst ist in diesem VerstĂ€ndnis weniger das fertige Bild oder die Skulptur als der Weg dorthin, der Weg, den Berty Skuber wohl zeit ihres kĂŒnstlerischen Lebens im Miteinander mit anderen geht. So entstehen auch in den letzten Jahren Pappteller, „paper plates“, beklebt mit Fotos, ĂŒbermalt, collagiert, zu Mustern und Wellen angeordnet. Ebenso die Boxen, Holzboxen, Verpackungsmaterial, die zu Schatzkammern werden. Sie sind gefĂŒllt mit Dingen des Lebens, deren Geschichten sie erzĂ€hlen.

Viele von Berty Skubers Arbeiten sind auf der großartig gestalteten Webseite www.bertyskuber.com zu sehen, doch ersetzt das nicht einen Besuch dieser Werkschau in der Hofburg. Ob die KĂŒnstlerin voraussehen konnte, dass all die alltĂ€glichen Dinge des Lebens einmal bestaunenswert werden könnten, da das AlltĂ€gliche in den „Clouds“, den Wolken des Digitalen verschwindet und sich dem haptischen Zugriff entzieht?

 FĂŒr Skubers Kunstwerke schickten Bekannte aus aller Welt Kleidungslabels nach Völser Aicha

Das Bistro in der Festung Franzensfeste sucht ab FrĂŒhling 2025 eine neue FĂŒhrung.

Suchen Sie eine neue gastronomische Herausforderung und haben Lust, sich in einem besonderen Ambiente um Ihre GĂ€ste zu kĂŒmmern?

Dann ist das Bistro in der Franzensfeste der richtige Ort fĂŒr Sie! Das Bistro verfĂŒgt ĂŒber eine KĂŒche, Bar, mehrere RĂ€ume in historischer AtmosphĂ€re und einen Bereich im FreigelĂ€nde. JĂ€hrlicher Pachtzins € 6.900,00 zuzĂŒglich MwSt. und Spesen.

Bewerben Sie sich schriftlich mit einer Interessensbekundung, die Anschreiben, Lebenslauf und FĂŒhrungskonzept umfasst, an die PEC-Adresse: ff.ff@pec.prov.bz.it

Ein Lokalaugenschein vor Ort ist Voraussetzung fĂŒr Ihre Bewerbung. Informationen unter www.franzensfeste.info/besuch-planen/#bistro, zu BĂŒrozeiten unter der Telefonnummer +39 338 7190312 oder per E-Mail an: esther.erlacher@franzensfeste.info

Briefmarken, GeldmĂŒnzen, Pappteller, Stofffetzen und Polaroidfotos, eine Postkarte, eine Trockenblume, eine Landkarte – sie scheinen schon jetzt Zeugen einer anderen Zeit zu sein. Die KĂŒnstlerin als Chronistin. Berty Skuber zieht viele Linien, sie spinnt den roten Faden, mit ihren HĂ€nden, einem scharfen Blick und der Leidenschaft der Sammlerin. Man kann Stunden in diesen fĂŒnf RĂ€umen verbringen, sich versenken in den Assoziationen und Bildern, eintauchen in ein ZwiegesprĂ€ch mit der KĂŒnstlerin oder auch den eigenen Erinnerungen.

Wer die Arbeit dieser großen KĂŒnstlerin noch nicht kennt, sollte sie unbedingt entdecken. Wer ihre Arbeit schon kennt, wird Neues aufspĂŒren. Die Ausstellung „Berty Skuber. Anthology“ ist noch bis 29. Juni in der Hofburg zu sehen.

stephanie.risse@brixner.info

Die großflĂ€chigen Acrylbilder wirken aus der Ferne wie grau oder weiß und entpuppen sich erst bei genauerem Hinschauen als eine Ansammlung von geometrischen Kleinstformen

19:30 | Brixen, Forum

Amadeus

von Kaja Dymnicki und Alexander Pschill sehr frei nach Peter Shaffer

Ein Gastspiel des Bronski & GrĂŒnberg Theaters, Wien Koproduktion mit dem Volkstheater Wien/Bezirke

Gefördert von UnterstĂŒtzt von Mittwoch 19. Februar 2025

19:30 | Sterzing, Stadttheater

Ein Abend mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer

Gefördert von In Zusammenarbeit mit Dienstag 25. Februar 2025

THEATER

Gelungene Impro-Show

Das TheaterpĂ€dagogische Zentrum Brixen (TPZ) bot am 19. Januar bei einer von insgesamt vier Vorstellungen dem Publikum eine facettenreiche, unterhaltsame und tiefgrĂŒndige Darbietung, die Humor und kreative Improvisationskunst vereinte. Unter der souverĂ€nen Koordination von Jonathan Troi prĂ€sentierten die talentierten Schauspielerinnen und Schauspieler ein einzigartiges Theatererlebnis, das durch die spontane Eingabe des Publikums lebendig wurde. Mit großem EinfĂŒhlungsvermögen und schauspielerischer Vielseitigkeit entwickelten sie aus zufĂ€llig geworfenen Begriffen wie „Skifahren“, „Mittelalter“ oder „Dinosaurierhonig“ kleine, aber faszinierende Geschichten und Szenen, die die Zuschauer sofort in ihren Bann zogen. Jeder Begriff aus dem Publikum wurde derart kreativ umgesetzt, dass die Vor-

stellung stĂ€ndig neue, unerwartete Wendungen nahm. Ein Höhepunkt des Abends war die humorvolle Liebesgeschichte, die in einem Kindergarten spielte: eine romantische Beziehung zwischen einem „SteinmĂ€dchen“ und einem „Holzjungen“, die auf eine fantasievolle und kindlich-naive Weise mit den Herausforderungen der Liebe konfrontiert wurden. Wie die Darsteller die beiden skurrilen Figuren zum Leben brachten, erwĂ€rmte nicht nur die Herzen der Anwesenden, sondern trainierte auch die Lachmuskeln. Das Publikum war sichtlich begeistert. Wer Lust hat, in den Genuss dieser kreativen Theaterform zu kommen, hat bald Gelegenheit dazu: Am 14. Februar findet ein Valentinsspecial statt, und am 15. und 28. Februar lĂ€dt das TPZ zur Impro-Werkstatt „Camouflage“ ein. jmf

„AstraLaVista,

Abseits vom Rummel zeigte „AstraLaVista“ kurz vor Weihnachten zwei Dutzend Dokumentarfilme zum Leben in SĂŒdtirol. „AstraLaVista“ versteht sich als Filmerkollektiv, dessen Herz fĂŒr das Kino und den einheimischen Film schlĂ€gt. So waren KĂŒrzestfilme wie von Felix Rier zum „Mannsein“ (drei Minuten), „Free Transit“ (elf Minuten) von Greta Mentzel bis zu klassischen Dokus wie „SĂŒdtirock: Music on the Edge“ (60 Minuten) von Jadel Andreetto und Armin Ferrari zu sehen. Dazwischen gab es einen RĂŒckblick auf Roman Polanskis

Bebi!“

1966 stattgefundene Dreharbeiten zu „Tanz der Vampire“ auf der Seiser Alm von Matthias Höglinger: „Vampire in Gröden“. „Vinschgau – gehen oder bleiben“ fragte Filmemacherin Sarah Trevisiol, und Mike Ramsauer begab sich auf die Spuren des AttentĂ€ters Siegfried Steger. Jana Weissteiner erzĂ€hlte Kriegsgeschichten aus dem Westjordanland („Grenades in Maqluba“), wĂ€hrend Martina Mahlknecht und Martin Prinoth den menschlichen Drang nach Bildern von Tod und kriegerischer Zerstörung zu haben scheinen. Was (junge) Filmemacher in SĂŒdtirol

Sein 60-jĂ€hriges Bestehen feierte der Coro Plose im Jahr 2024 mit zahlreichen Auftritten, darunter einem Konzert mit dem Chor VĂŽs de Mont, der 13. Ausgabe des schon zur Tradition gewordenen Adventsingens und der Teilnahme an der Veranstaltung „Natale Alpino“ des Cai im Forum Brixen.

bewegt, ist sehenswert und berĂŒhrend. Man wĂŒnschte sich eine zweite Gelegenheit, diese Filme alle anschauen zu können, denn

Die Ausstellung „Changing Nature“ mit Arbeiten von Angelika Wischermann und Nora Gutwenger war die letzte Ausstellung der Kuratorin Linnea Streit in der StadtGalerie. Als Finissage gab es eine ornithologische Wanderung mit Hugo Wassermann am Eisack und in der Millander Au.

der Termin kurz vor Weihnachten war denkbar ungĂŒnstig: „Play it again, Sam!“ sr

„Über die Naia“, eine Produktion der Dekadenz, war im JĂ€nner in der Basis Vinschgau und im Meraner Theater in der Altstadt zu Gast. Sabine Ladurner, Viktoria Obermarzoner und Patrizia Pfeifer begaben sich auf die Suche nach dem, was vom MilitĂ€rdienst ĂŒbriggeblieben ist.

KINO

Wiener Tradition zum Jahresbeginn

Das Haydn-Orchester von Bozen und Trient besteht heuer seit nicht weniger als 65 Jahren: Im Jahr 1960 begannen engagierte Musikerinnen und Musiker, der Kultur im Trentino und in SĂŒdtirol gemeinsam und akustisch eine Heimat zu geben. Erneut ist ihnen dies im Rahmen der Silvester- und Neujahrskonzerte in herausragender Weise gelungen. FĂŒr nicht wenige Brixner ist das Konzert im Forum ein erster Fixpunkt im neuen Jahr, wenn es darum geht, das Jahr beschwingt zu beginnen. Unter der Leitung von Fabrizio Ventura bot das Orchester ein heiteres Programm aus zwölf bekannten StĂŒcken, das von Johann Strauss Sohns OuvertĂŒre zur Fledermaus ĂŒber Josef Strauss’ „Brennende Liebe“ und Carl Zellers „Kirschbaum“ aus dem VogelhĂ€ndler bis hin zum – wie könnte es anders sein – Walzer „An der schönen blauen Donau“ reichte.

großer SouverĂ€nitĂ€t fĂŒhrte, blickt zurĂŒck auf eine lange Liste musikalischer Stationen – und das hörte man. Er wirkte unter anderem als Generalmusikdirektor des Theaters und Orchesters im westfĂ€lischen MĂŒnster. Ihm zur Seite stand in diesem Jahr die Sopranistin Maria Chabounia, die erfreuliche Akzente

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„Mit ökologischen Produkten, die fast vollstĂ€ndig biologisch abbaubar sind und keine umweltschĂ€dlichen chemischen Bestandteile enthalten, leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres ökologischen Systems.“

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Die Matratze ist der wichtigste Ort fĂŒr die tĂ€gliche Erholung. Die Dampfreinigung von Matratzen ist eine ökologische Methode, um Hausstaubmilben, GerĂŒche, jegliche Art von Schmutz, abgestorbene Hautreste, Bettwanzen und Bakterien zu entfernen. Dank der hohen Temperaturen, die tief in das Innere eindringen können, bleibt die OberflĂ€che frei von Allergenen. Nehmen Sie unsere Dampfreinigung in Anspruch!

mit ihrer Stimme setzte und dem Konzert so einen ganz eigenen Glanz verlieh. Die in Minsk geborene SĂ€ngerin trat bereits am MĂŒnchner GĂ€rtnerplatztheater, an der Opera Vlaanderen, der Hamburgischen Staatsoper und der Malmö Opera auf. Einmal mehr ist dem Haydn-Orchester ein be-

merkenswerter, fröhlicher Jahresauftakt gelungen, der zugleich das alte Jahr festlich abrundete – und vielen KonzertgĂ€sten sicher Lust auf mehr machte, denn die Saison ist schließlich noch jung. bz

NEU IM REGAL

Wann ist ein Mann ein Mann?

„
 Außen hart und innen ganz weich“: Vor 40 Jahren besang Herbert Grönemeyer schon einmal die Spezies Mann. Weder zu einer Persönlichkeitsstudie noch zu einer vorderen Platzierung in der Hitparade taugte das eingĂ€ngige Lied damals. Margareta Fuchs macht es anders und geht mit ihrem kĂŒrzlich erschienen Buch „Schurken, Helden, Heilige“ ins Detail. Sie entfaltet darin das MĂ€nnerbild, das die alpine Sagenwelt ĂŒberliefert – eine spannende wie lohnende Aufgabe, denn schließlich sind Sagen sehr eingĂ€ngig und vielen bekannt. Aber wer hat schon einmal hinterfragt, wie MĂ€nner in Sagen ticken? In 14 unterhaltsamen Kapiteln, die von „Kindheit und Jugend“ ebenso handeln wie vom „Wilden Mann“, vom „SĂŒnder und BĂŒĂŸer“ bis hin zum „Mann in seinem letzten Lebensabschnitt“, durchstreift Fuchs die Sagenwelt nach typisch mĂ€nnlichen Verhaltensmustern – in all ihrer WidersprĂŒchlichkeit. Sie

Margareta Fuchs: Schurken, Helden, Heilige. Das MĂ€nnerbild in der alpinen Sagenwelt Raetia, 2024

ordnet historisch ein, erlĂ€utert HintergrĂŒnde und zieht immer wieder aktuelle gesellschaftliche Parallelen zur heutigen Zeit. Das ĂŒberzeugt! Eine Leseempfehlung, lĂ€ngst nicht nur fĂŒr MĂ€nner.

AUSSTELLUNG

„Zivilcourage“ im Kloster Neustift

Es war gewiss ein Zeichen der Zivilcourage, das Ferdinand Plattner (1869–1950), Priester und GrĂŒnder der Sarnser Krippenschule, setzte: Als im Dezember 1943 Nazi-Spitzel eine Ausstellung besuchten, entfernte er die Figuren der Heiligen Familie, der Hirten mit ihren Schafen und der Engel aus einer Krippe – bis Ochs und Esel und

damit eine „arische“ Krippe ĂŒbrigblieb. Dass einer der Anwesenden, dessen Name Plattner jedoch nicht preisgab, Ochs und Esel mit Hitler und Mussolini verglich, brachte dem Priester die Todesstrafe ein, die aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes in eine GefĂ€ngnisstrafe umgewandelt wurde. Auch die knapp 1.400 MĂ€nner des „SS-Polizeiregiments Brixen“

KUNST

Farben der Erinnerung

Er ist ein Chronist seiner Heimat und einer unberĂŒhrten Kulturlandschaft. Ernst MĂŒller greift auf seine Kindheitserinnerungen zurĂŒck, wenn er die Höfe und Stadel, die wuchtigen Bergketten und knorrigen BĂ€ume vor Flusslandschaften auf Leinwand spachtelt.

Der gebĂŒrtige Vinschger malte schon als Bub, lernte zunĂ€chst den Brotberuf des Karosseriebauers und schlug eine Ausbildung an der renommierten Akademie der bildenden KĂŒnste in MĂŒnchen aus, um mit Mitte 30 doch seiner Berufung zu folgen und hauptbe-

setzten beherzt ein Zeichen des Widerstands und verweigerten im Februar 1945 den Eid auf das Volk, den FĂŒhrer und das Vaterland. In der Folge wurden sie statt nach Belluno an die russische Front und damit in den Tod geschickt. Nur wenige kehrten zurĂŒck. Die kleine Ausstellung im Stiftsmuseum Neustift mit dem Titel „Zivilcourage“ wurde ebenso wie die begleitende BroschĂŒre in drei Sprachen im Rahmen eines von Cristiana Cattoi koordinierten Schulprojektes erarbeitet, an dem sich die fĂŒnften Klassen des Liceo Alighieri, des ITE Falcone Borsellino und des Berufsbildungszentrums J. Tschuggmall beteiligten. Die Krippenfiguren schnitzten und bemalten SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Landesberufsschule fĂŒr das Kunsthandwerk in Gröden; Hermann Geieregger vom Verein der Krippenfreunde SĂŒdtirols gestaltete Stall und Landschaft. job

ruflich Maler zu werden. Inspiriert von Klassikern der Neunzigerjahre, hat MĂŒller eine eigene malerische Handschrift entwickelt – an der Grenze zwischen GegenstĂ€ndlich keit und Abstraktion. Mit seinen jĂŒngsten Arbeiten scheint er noch stĂ€rker in die Abstraktion zu ge hen: Nun dominieren Lichtreflexe am Himmel und auf dem Schnee, die Waldgrenzen verschwimmen. WĂ€hrend in seinen bekannten Arbeiten die Höfe und Dörfer detailgetreu dokumentiert werden, rĂŒckt nun das große Ganze in den Vordergrund. Die Werkschau „In den Farben der Erinnerung“ des ĂŒber 70-jĂ€hrigen Ernst MĂŒller, der lĂ€ngst ĂŒber die Grenzen SĂŒdtirols hinaus bekannt geworden ist, ist noch bis 23. Februar in der Brixner Hofburg zu sehen. sr

04.3.–08.3. SCHMINKBERATUNG MIT VISAGIST PAOLO

Foto: Oskar Zingerle

Ein Leben im Dialog: Alexander Langer

THEATER: Wie erzĂ€hlt man das Leben eines Menschen? Mit den großen Ereignissen oder den kleinen Momenten dazwischen? Und wird man diesem Leben je gerecht, wenn es um Alexander Langer geht?

Zum 30. Todesjahr eines der bekanntesten Politiker SĂŒdtirols begibt sich die Dekadenz in dieser Eigenproduktion auf eine vielschichtige Spurensuche.

„Himmelfahrtsrisse“ verzichtet auf eine historisch lĂŒckenlose Biografie und wĂ€hlt stattdessen einen subjektiven, kĂŒnstlerischen Zugang zu Langers Leben und Wirken. Inspiriert von seinen Schriften, GesprĂ€chen mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern und einer Reflexion seines zeithistorischen Kontextes fragt die Inszenierung, wie ein Leben in Verantwortung gelingen kann –gegenĂŒber der Umwelt, den Mitmenschen und sich selbst.

BrĂŒcken zwischen Mensch und Welt Alexander Langer (1946–1995) war Friedensund Umweltaktivist, prĂ€gender Kopf der 68erBewegung und GrĂŒner im Europaparlament. Seine Vision von VerstĂ€ndigung macht ihn bis heute relevant. In der Inszenierung tritt Langer mit unterschiedlichen Menschen in Dialog. Im Fokus stehen dabei die Fragen, die ihn zeit seines Lebens bewegten: Wie schaffen wir VerstĂ€ndigung zwischen Mehrheit und Minderheit, Nord und SĂŒd, Reich und Arm? Wie gelingt es, BrĂŒcken zu bauen, statt GrĂ€ben zu vertiefen?

Ein inspirierender Abend, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet.

HIMMELFAHRTSRISSE.

Bilder zu Alexander Langer von Peter Stuppner

Mit Viktoria Obermarzoner, Helga Pedross und Peter Schorn

Ausstattung: Mirjam Falkensteiner

Dramaturgie: Michaela Stolte

Regie: Peter Stuppner

Regieassistenz: Michaela Zetzlmann

Freitag, 14. Februar (Premiere)

Sonntag, 16. Februar

Dienstag, 18. Februar

Donnerstag, 20. Februar

Samstag, 22. Februar

Mittwoch, 12. MĂ€rz

Donnerstag, 13. MĂ€rz

Freitag, 14. MĂ€rz

Samstag, 15. MĂ€rz

Sonntag, 16. MĂ€rz

Vorstellungsbeginn: 20 Uhr, sonntags 18 Uhr

Reservierungen: dekadenz.it

SPIELGEMEINSCHAFT VINTL/WEITENTAL

(R)Evolution – eine Anleitung zum Überleben im 21. Jahrhundert

2050 – hilfsbereite Maschinen und Algorithmen bestimmen unser Leben. Perfektionierte Babys und GerĂ€te, die selbst den Reparaturservice bestellen. Absurd und beĂ€ngstigend realistisch. FĂŒnf Zeitgenossen verheddern sich im Netz des digitalen Meta-Universums – begleitet vom digitalen Assistenzwesen „Alecto“. (R)Evolution von Yael Ronen und Dimitrij Schaad ist eine Komödie ĂŒber das Leben der Zukunft, inspiriert von Yuval Noah Harari. Regie: Gerd Weigel

* Freitag, 28. Februar 2025, 20 Uhr (Premiere) Festung Franzensfeste

Weitere AuffĂŒhrungen:

Sonntag, 2. MĂ€rz, 17 Uhr

Mittwoch, 5. MĂ€rz, 20 Uhr

Freitag, 7. MĂ€rz, 20 Uhr

Sonntag, 9. MĂ€rz, 17 Uhr

Dienstag, 11. MĂ€rz, 20 Uhr

Donnerstag, 13. MĂ€rz, 20 Uhr

Freitag, 14. MĂ€rz, 20 Uhr

Samstag, 15. MĂ€rz, 20 Uhr

Sonntag, 16. MĂ€rz, 17 Uhr

Lesung

Amadeus

Peter Shaffers TheaterstĂŒck „Amadeus“ genießt nicht erst seit der mit acht Oscars ausgezeichneten Verfilmung von MiloĆĄ Forman Kultstatus. Kaja Dymnicki und Alexander Pschill haben daraus am Bronski & GrĂŒnberg Theater in Zusammenarbeit mit dem Volkstheater in Wien eine AuffĂŒhrung mit viel Slapstick und voller Menschlichkeit gemacht. Das SĂŒdtiroler Kulturinstitut lĂ€dt die Inszenierung ins Brixner Forum ein. Superstar Mozart wird dabei von Julia Edtmeier gespielt, die fĂŒr diese Rolle 2024 den Nestroy-Preis als „Beste Schauspielerin“ erhielt.

Das StĂŒck handelt vom Zweikampf zwischen Wolfgang Amadeus Mozart und Antonio Salieri um den Rang des beliebtesten und besten Komponisten am Hof von Kaiser Joseph II. Beide komponieren eifrig, aber neben dem Wunderkind Mozart ist Salieris Ruhm schnell erblasst. Wenn Fleiß, Glaube und braver Lebensstil – ja sogar Keuschheit – von Gott nur mit MittelmĂ€ĂŸigkeit bestraft werden und einer wie Salieri auch noch die GenialitĂ€t seines Widersachers erkennt, dann kann er schon mal RachegelĂŒste kriegen 


Mi., 19. Februar, 19:30 Uhr

EinfĂŒhrung: 19 Uhr Brixen, Forum

Karten im SĂŒdtiroler Kulturinstitut: Tel. 0471 313800, info@kulturinstitut.org und online: www.kulturinstitut.org

Die Veranstaltung wird von der Sparkasse und der Stiftung SĂŒdtiroler Sparkasse unterstĂŒtzt.

INSZENIERTE LESUNG MIT MUSIK

Chocolat

SpĂ€testens seit der Verfilmung von Lasse Hallström genießt „Chocolat“ von Joanne Harris Weltruhm. Das SĂŒdtiroler Kulturinstitut prĂ€sentiert die liebenswerte Geschichte in einer Mischung aus Schauspiel, Lesung und Live-Musik in Sterzing. Zwei Stars aus Film und Fernsehen stehen auf der BĂŒhne: Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer. Sie spielt Vianne Rocher, eine alleinerziehende Mutter, die am Kirchplatz eines französischen Dorfes eine Patisserie mit feinsten Schokoladen eröffnet. Harald Krassnitzer gibt den Dorfpfarrer, der diese Art der „VerfĂŒhrung“ vollkommen inakzeptabel findet. Erst recht in der Fastenzeit. Den Mitgliedern

Di., 25. Februar, 19:30 Uhr Sterzing, Stadttheater

Karten im SĂŒdtiroler Kulturinstitut: Tel. 0471 313800, info@kulturinstitut.org und online: www.kulturinstitut.org

In Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Sterzing.

seiner Gemeinde verbietet er jeden Umgang mit der jungen Frau. Auf ĂŒberaus amĂŒsante Weise prallen zwei Lebenshaltungen aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Die Abneigung gegen alles Fremde auf der einen Seite, Offenheit und Genuss auf der anderen. Er fordert totale Askese, sie bietet himmlische Schoko-TrĂŒffel. Wie das wohl enden wird?

18 Uhr

Herzschmerz & Schokolade TPZ, Brixen

Montag, 17. Februar

Kinderkino 16:30 Uhr

Filmclub: Die Heinzels – neue MĂŒtzen, neue Mission (ab 6 J.) Astra, Brixen

Kino 20 Uhr

Filmclub: Die Fotografin Astra, Brixen

Theater 20:30 Uhr

L’Empireo (ital.) Forum, Brixen

Dienstag, 18. Februar FĂŒhrung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Buchvorstellung 19:30 Uhr

„Total behindert“ mit der Autorin Mareike Sölch Stadtbibliothek, Brixen

Diverses ab 20 Uhr Spieletreff Vintlerhof, Milland

Theater 20 Uhr Himmelfahrtsrisse. Bilder zu Alexander Langer Dekadenz, Brixen

Mittwoch, 19. Februar

Theater 19:30 Uhr Amadeus

Bronski & GrĂŒnberg Theater (Wien) Forum, Brixen

Donnerstag, 20. Februar

Buchvorstellung 18:30 Uhr „Salzwasser“ von Greta Pichler Stadtbibliothek, Brixen

Theater 20 Uhr Himmelfahrtsrisse. Bilder zu Alexander Langer Dekadenz, Brixen

Samstag, 22. Februar

Diverses ab 10 Uhr Gnoccolada mit Faschingsumzug um 14 Uhr Domplatz, Brixen

Theater 18 Uhr

Die goldene Lupe – Mord im Rampenlicht Vereinshaus, Natz

Theater 20 Uhr HĂŒhnerhof und heiße Quellen Grundschule, Neustift

Theater 20 Uhr

Himmelfahrtsrisse. Bilder zu Alexander Langer Eigenproduktion

Dekadenz, Brixen

Theater 20 Uhr

Stand-up-Comedy-Night TPZ, Brixen

Montag, 24. Februar

Kinderkino 16:30 Uhr

Filmclub: Pippi Langstrumpf in der SĂŒdsee (ab 5 J.)

Astra, Brixen

Kino 20 Uhr

Filmclub: Freud – Jenseits des Glaubens Astra, Brixen

Dienstag, 25. Februar

FĂŒhrung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Diverses ab 20 Uhr Spieletreff Vintlerhof, Milland

Theater 20 Uhr HĂŒhnerhof und heiße Quellen Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift

Donnerstag, 27. Februar

FĂŒhrung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Theater 20 Uhr

HĂŒhnerhof und heiße Quellen Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift

Konzert 20 Uhr

Extrametric mit Katharina Ernst Dekadenz, Brixen

Freitag, 28. Februar

Theater 20 Uhr

Impro-Show Theaterwerkstatt Camouflage TPZ, Brixen

Theater 20 Uhr (R)Evolution

Spielgemeinschaft Vintl-Weitental Festung Franzensfeste

Faschingsrevue 21 Uhr

StadtlerlÄchn: Hotspot Paradies. Wellness pur in Moll und Dur mit After-Show-Party Forum, Brixen

VORHANG

AUF IM TPZ

Valentinsspecial der Improwerkstatt „Die fĂŒnf Muskeltiere“ Diesmal erwartet euch im TPZ 
 Das wissen wir offen gestanden selbst auch noch nicht so genau. Aber eines ist sicher: Heute fliegen die Herzen! Und: Ihr werdet es lieben! Denn mit eurer Hilfe entsteht an diesem Abend die verrĂŒckteste, witzigste und wildeste – vielleicht auch die poetischste – Show, die das TPZ je gesehen hat.

* Freitag, 14. Februar, 20 Uhr

Impro-Show der Theaterwerkstatt Camouflage Bereit, euch auf das Ungewisse einzulassen? Auch wenn uns die Knie schlottern: Wir sind es! Die Impro-Werkstatt Camouflage probt seit November und an diesem Abend wollen wir es wissen. Wir erobern die BĂŒhne, ohne Netz und vor allem ohne Plan 
 Denn mit eurer Hilfe entsteht an diesem Abend eine ganz besondere Show!

* Samstag, 15. Februar, 20 Uhr

Herzschmerz & Schokolade Was passt besser zusammen als Liebesgeschichten und Schokolade?

Das haben wir uns auch gedacht. Daher gibt es nun schon zum zweiten Mal unsere Veranstaltung „Herzschmerz & Schokolade“.

Heidi Troi liest – diesmal aus ihren Liebesromanen. Da zu jeder Liebesgeschichte auch eine gehörige Portion Herzschmerz gehört und diese am besten mit Schokolade gelindert wird, gibt es zu dieser Lesung auch allerhand Schokoladiges zu verkosten. Von Sachertorte bis Schokoeis wird SĂŒĂŸes euren Gaumen verwöhnen.

FĂŒr die nötigen Lacher sorgen die fĂŒnf Muskeltiere mit ihrem Improtheater.

* Sonntag, 16. Februar, 18 Uhr Sponsor: Oberhöller Chocolat

Stand-up Comedy-Night

Mach dichbereit fĂŒr einen Abend voller Humor, Witz und bester Unterhaltung! Unsere Stand-up Comedians bringen das TPZ Brixen wieder zum Beben! Lachmuskelkater und Momente, die du so schnell nicht vergessen wirst, sind garantiert. Ob Alltagschaos, schrĂ€ge Beobachtungen oder scharfe Pointen – hier bleibt kein Auge trocken! Sichere dir deinen Platz und sei dabei, wenn es heißt: Lachen ist die beste Medizin!

* Samstag, 22. Februar, 20 Uhr

Tickets reservieren

Impro-Show der Theaterwerkstatt Camouflage

Was euch heute im TPZ erwartet, wissen wir selbst auch noch nicht so genau. Warum trotzdem kommen? Weil ihr genau wisst, dass das ein mega Abend wird. Also bringt gute Laune und eure kreativsten Ideen mit – dann wird diese Show die Romantik-Show des Jahres!

* Freitag, 28. Februar, 20 Uhr

TheaterpĂ€dagogisches Zentrum Brixen Köstlanstraße 28

Informationen und Reservierung: Tel. 335 535 99 55 www.tpz-brixen.org/programm

FUNNY MONEY

Mit Thomas Hochkofler, Karin Verdorfer, Georg Kaser, Margot Mayrhofer, Lukas Lobis, Julia Augscheller Theater im Tschiro:

* Freitag, 7. MĂ€rz und Samstag 8. MĂ€rz, 20 Uhr

Vahrn, Haus Voitsberg

Weitere AuffĂŒhrungstermine:

Do., 13.03.2025: MERAN, Kimm

Fr., 14.03.2025: MERAN, Kimm

Do., 20.03.2025: BOZEN, Waltherhaus

Fr., 21.03.2025: BOZEN, Waltherhaus

Tickets: mytix.bz

MIT ZLATA CHOCHIEVA

Die russische Pianistin ossetischer Herkunft ist auf den grĂ¶ĂŸten KonzertbĂŒhnen Europas und der USA zu Gast, so in Berlin, Hamburg, London, Amsterdam, Mailand, New York und San Francisco. Als Hauptwerk spielt sie die Symphonischen EtĂŒden von Robert Schumann, weiters Werke von FrĂ©dĂ©ric Chopin, Sergej Rachmaninoff und das Scherzo aus „Ein Sommernachtstraum“ von Mendelssohn in einer Bearbeitung von Rachmaninoff.

* Dienstag, 11. Februar, 20 Uhr Vinzentinum Brixen, Parzivalsaal

Kartenvorverkauf: online unter www.mytix.bz oder an der Abendkasse

DIE NEUEN KURSE SIND DA –JETZT ANMELDEN!

Kultur & Gesellschaft

Meine Stromrechnung verstehen und Geld sparen

Mo., 17.3., 20–22 Uhr

Sicher am Berg: Digitale Tourenplanung und Kartenlesen Sa., 15.3., 14–18 Uhr

Schriftquellen zur Familienund Hofgeschichte

Mo., 31.3., 19–21 Uhr

Sprachkurse

Ohne Vorkenntnisse –von Anfang an!

Englisch: Mo., 3.2., 18–19:30 Uhr, 12 Treffen

Spanisch: Di., 11.2., 18:15–19:45 Uhr, 12 Treffen

Russisch: Di., 11.2., 17:15–18:45 Uhr, 10 Treffen

Französisch: Mi., 12.2., 18–19:30 Uhr, 10 Treffen

Italienisch Konversation

A2–B1

Do., 6.2., 17–18:30 Uhr, 8 Treffen

IVHS Auf dem Weg zur ZweisprachigkeitsprĂŒfung

Mo., 10.3., 15:30–16:30 Uhr, 10 Treffen

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Excel im beruflichen Kontext

Fr., 28.3., 18–20 Uhr

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Mi., 16.4., 18–20:30 Uhr, 4 Treffen

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Lehrgang Interior Design ab 28.3. in Brixen www.vhs.it

Gesundheit & Bewegung

Grundlagen der Chinesischen

Medizin

Fr., 7.2. und Fr., 14.2., 14–18 Uhr

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Mo., 17.2., 18:30–20 Uhr, 3

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Energie tanken: Yoga-Woche

Ab Mo., 3.3., 9 Uhr

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Mo., 17.3., 18:30–20 Uhr, 3

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IVHS Pflege leicht gemacht

Sa., 22.3., 9–12 Uhr

Selbstverteidigung fĂŒr Frauen Sa., 22.3., 9–12 Uhr

Hobby & Freizeit

Hand Lettering Sa., 1.3., 10–18 Uhr

Gelliprint

Sa., 22.3., 9–17 Uhr

Gitarrenkurs fĂŒr Erwachsene Do., 13.2., ab 18 Uhr, 10 Treffen Ă  1 h.

FrĂŒhlingserwachen in der KĂŒche mit Armin Mairhofer Sa., 29.3., 10–14 Uhr

Weitere Kurse in PrÀsenz und online finden Sie auf www.vhs.it

VHS SĂŒdtirol Zweigstelle Brixen

Peter-Mayr-Straße 9 Tel. 0472 836 424, brixen@vhs.it www.vhs.it

Ausstellungen

Stadtbibliothek Brixen

10. bis 13. Februar

„Log in“ – Eine interaktive Ausstellung zu den digitalen Lebenswelten in Zusammenarbeit mit dem Forum PrĂ€vention und dem Jugendzentrum Kass

Mo.–Sa. 8.30–18.30 Uhr

Hofburg Brixen bis 23. Februar

Ernst MĂŒller. In den Farben der Erinnerung bis 29. Juni Berty Skuber. Anthology tĂ€glich 10–17 Uhr

Pharmaziemuseum Brixen bis 29. MĂ€rz Anfassen und Erfassen –ein interaktiv-inklusives Versuchsprojekt

Di. und Mi. 14–18 Uhr, Sa. 11–16 Uhr

Kloster Neustift bis 19. April

Sankt Florian in Neustift Ausstellung mit Floriansbildern nach Albrecht Altdorfer Zivilcourage – Gewaltloser Widerstand gegen den Nationalsozialismus in SĂŒdtirol Mo.–Sa. 10–17 Uhr

MĂ€rkte

Bauernmarkt mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr Hartmannplatz

Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz

Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn Samstag, 1. Februar, 9–17 Uhr Alter Kindergarten, Vahrn

THEATERVEREIN NEUSTIFT

spielt die Komödie „HĂŒhnerhof und heiße Quellen“ unter der Regie von Fabian Mutschlechner

Auf dem HĂŒhnerhof der Familie Faller laufen die GeschĂ€fte miserabel bis plötzlich eine Thermalquelle mit magischen KrĂ€ften entdeckt wird. Die schlaue Frieda wittert das GeschĂ€ft ihres Lebens, ihr trĂ€ger Ehemann Franz-Karl trĂ€umt schon von seiner Karriere als Bademeister und der frisch verliebte Opa Fridolin sorgt fĂŒr ĂŒberraschend viel Energie!

* Samstag, 22. Februar, 20 Uhr (Premiere) Grundschule Neustift

Weitere AuffĂŒhrungen:

Di., 25. Februar, 20 Uhr

Unsinniger Do., 27. Februar, 20 Uhr

Sa., 1. MĂ€rz, 18 Uhr

So., 2. MĂ€rz, 17 Uhr

Kartenreservierungen

Faschingsdi., 4. MĂ€rz, 20 Uhr

Do., 6. MĂ€rz, 20 Uhr

Fr., 7. MĂ€rz, 20 Uhr

Sa., 8. MĂ€rz, 18 Uhr

So., 9. MĂ€rz, 16 Uhr

Ab 7. Februar, Mo.–Fr. 16–19 Uhr: Tel. 347 587 3902

Infos: www.theaterneustift.it

Winterpause

FUSSBALL: WĂ€hrend sich die Eisacktaler Amateurfußballerinnen und Amateurfußballer langsam wieder auf die RĂŒckrunde vorbereiten, zieht der „Brixner“ eine Zwischenbilanz.

Wer steigt auf, wer ab? Ab Februar rollt der Ball wieder in SĂŒdtirols Amateurfußball, und auch im Einzugsgebiet des „Brixner“ kĂ€mpfen die Mannschaften bald wieder um den Klassenerhalt oder trĂ€umen von der nĂ€chsthöheren Liga. Mit unterschiedlichen Ausgangslagen gehen die Eisacktaler Mannschaften bald wieder in die RĂŒckrunde – sie verspricht, in allen Ligen spannend zu werden. Aber der Reihe nach.

Trainerwechsel beim SSV

Das Jahr 2024 wird dem SSV Brixen wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Den Brixnern gelang nicht nur der direkte Wiederaufstieg von der Landesliga in die Oberliga – und das ohne Niederlage –, sie sicherten sich im Dezember sogar den Oberligapokal gegen St. Georgen. Am 14. Dezember folgte dann die Krönung: Gegen Levico Terme gewannen sie den regionalen Oberliga-Pokal mit 2:0 (der „Brixner“ berichtete in der letzten Ausgabe). Ein schöner Abschluss fĂŒr dieses erfolgreiche Kalenderjahr.

Die Hinrunde der ersten Oberliga-Saison seit dem Aufstieg verlief hingegen etwas wechselhaft: Die Brixner

 STABILE HINRUNDE: Der FC Gitschberg Jochtal ĂŒberwintert auf Tabellenplatz sechs von 16

suchten nach ihrem Rhythmus und blieben in den vergangenen acht Ligaspielen sieglos. Derzeit befinden sich die DomstĂ€dter mit dem 12. Platz im letzten Tabellendrittel. Nur wenige Tage nach dem Regionalpokalsieg wurde ĂŒberraschend bekannt, dass sich die Brixner vom Aufstiegstrainer Patrizio Morini getrennt haben. Manuel Sullmann ĂŒbernimmt das Ruder. „Als der SSV mit diesem Angebot auf mich zukam, wusste ich, dass ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen konnte“, erzĂ€hlt Sullmann dem „Brixner“. Seit 2. Januar ist er beim SSV im Einsatz und freut sich darĂŒber, von allen so positiv aufgenommen worden zu sein. „FĂŒr mich ist das gewissermaßen eine RĂŒckkehr zu meinen Wurzeln, denn ich war insgesamt etwa 16 Jahre beim SSV im Einsatz“, sagt Sullmann. Er möchte die Euphorie der beiden Pokalsiege in die RĂŒckrunde mitnehmen und das Beste aus allen Spielern herausholen. „Das Ziel ist eindeutig der Klassenerhalt“, meint der frischgebackene SSV-Trainer. Zum Zeitpunkt des GesprĂ€chs befand sich die Mannschaft bereits wieder mitten in den Vorbereitungen: „Die Stimmung ist positiv, die Trainingsbedingungen sind top. Aber die Oberliga ist sehr ausgeglichen, deshalb zĂ€hlt

jeder Punkt.“ Die RĂŒckrunde beginnt fĂŒr den SSV Brixen am 2. Februar, wo er auswĂ€rts auf den TabellenfĂŒnften Tramin treffen wird.

Die Brixner Damenmannschaft, die in der Oberliga spielt, befindet sich in der oberen TabellenhĂ€lfte, nĂ€mlich auf Platz fĂŒnf. Die Brixnerinnen setzten damit die stabile Saison 2023/24 fort und konnten in der Hinrunde nach einem etwas holprigen Start (ein Unentschieden, zwei Niederlagen) einige fulminante Siege verzeichnen: Am 6. Oktober gewannen die Brixnerinnen gegen Auer 7:0, am 13. Oktober besiegten sie Neugries mit 8:0, und zwei Wochen spĂ€ter endete das Spiel gegen Schlern mit 7:0 Toren. Beachtlich ist auch die Abwehrleistung, denn die SSV-Brixen-Damen kassierten in der Hinrunde in neun von 15 Spielen kein einziges Gegentor. Im Pokal mussten sich die Brixnerinnen im Halbfinale gegen Azzurra SB geschlagen geben. Am 23. Februar geht die DamenOberliga wieder los: Brixen muss sich direkt gegen den Tabellenzweiten Pfalzen behaupten.

Stabiles Mittelfeld

Der FC Gitschberg Jochtal ist – nach dem Aufstieg des SSV Brixen und dem Abstieg des ASV Milland in der letzten Saison – der einzige Verein im Einzugsgebiet, der weiterhin in der Landesliga spielt. FĂŒr die Mannschaft ging es konstant weiter, und sie befindet sich mit sechs Siegen, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen derzeit auf Platz sechs von 16. Der Verein setzte dabei auf AltbewĂ€hrtes und ging auch in dieser Saison unter Trainer Thomas Nonnato in die Saison. Nonnato hatte

 Die Brixner Damenmannschaft kassierte in der Hinrunde in neun von 15 Spielen kein Gegentor

die Mannschaft 2023 von Markus Reifer ĂŒbernommen. Der Verein wurde, nach einigen AusfĂ€llen im Oktober, Ende November erneut vom Verletzungspech heimgesucht: Torwart Simon Mair erlitt einen Kreuzbandriss und fĂ€llt fĂŒr die Saison aus. Die RĂŒckrunde beginnt am 16. Februar gegen den Tabellenletzten Riffian Kuens.

Herbstmeister aus dem Hochplateau

Interessant verspricht auch die RĂŒckrunde in der 1. Amateurliga, Gruppe B zu werden. Gerade im Mittelfeld geht es um jeden Punkt, denn die Teams liegen alle sehr knapp beieinander: Zwischen dem Tabellendritten und dem Tabellenzehnten liegen gerade einmal drei Punkte. Zum Herbstmeister kĂŒren konnte sich der ASV Natz, der mit 30 Punkten den Konkurrenten Freienfeld ĂŒberholte. Die Natzner zeigten vor allem in den letzten Spielen, warum sie bereits zu Saisonbeginn als heiße Aufstiegsfavoriten gehandelt wurden und sind seit sechs Spielen ungeschlagen. Insgesamt musste der ASV Natz in der Hinrunde lediglich eine Niederlage hinnehmen. In der Winterpause hatten die Natzner einen Abgang zu verzeichnen: StĂŒrmer Alex Huber wechselte zum Ligakonkurrenten Milland.

Der ASV Vahrn mit Trainer Manuel Rella wurde lange als einer der Aufstiegskonkurrenten der Natzner betrachtet, nachdem er die letzte Saison auf Platz fĂŒnf beendete und in dieser Saison Matthias Schmitz sowie die zwei Brixner Jeremy Losso und Samuele Hoxha zur TeamverstĂ€rkung holte. Hinter diesen Erwartungen sind die Vahrner vor allem verletzungsbedingt etwas zurĂŒckgeblieben; immer wieder fielen mehrere Stammspieler aus. Derzeit befindet sich der ASV Vahrn mit 19 Punkten auf Platz fĂŒnf. Sechs Siege, ein Unentschieden und sechs Niederlagen ist seine Zwischenbilanz.

Punktegleich auf Platz sechs liegt der ASV LĂŒsen, der in der Hinrunde vier Spiele gewann, sieben Mal unentschieden spielte und zweimal verlor. Die Hinrunde begann turbulent, vor allem an der Seitenlinie: Alex Kofler, zuvor Jugendtrainer bei Milland, ersetzte LĂŒsens Trainer Martin Wachtler, der nach fĂŒnf Jahren den ASV verließ. Bereits zum 4. Spieltag prĂ€sentierte sich der Verein jedoch mit einem neuen Trainergespann: Alexander Lamprecht, bis dahin Co-Trainer, und Simon Senoner ĂŒbernahmen. Ganze sieben Mal endete das Ergebnis in der Hinrunde mit einem Unentschieden – so oft wie bei sonst keiner anderen Mannschaft im B-Kreis.

LAUFSPORT

Schneller Jahresabschluss

FĂŒr die LĂ€uferinnen und LĂ€ufer der Sportgemeinschaft Eisacktal klingt das Jahr traditionsgemĂ€ĂŸ mit der Teilnahme am Silvesterlauf „BOclassic“ in Bozen aus. Die jĂŒngeren und Ă€lteren Athletinnen und Athleten stellen sich dabei in unterschiedlichen Bewerben und StreckenlĂ€ngen an den Start auf dem Waltherplatz und geben auf einer oder meh-

EISKUNSTLAUF

reren Runden durch die Bozner Altstadt ihr Bestes. Von den elf erwachsenen „SG-lern“, die sich am 31. Dezember mit vielen Konkurrenten auf der FĂŒnf-Kilometer-Strecke des sogenannten Ladurner-Volkslaufes maßen, schaffte es Helmuth Mair in seiner Kategorie auf den 3. Platz. Mirjam Verginer, Valentin Ploner und Tanja Scrinzi schrammten in ihren Altersklassen knapp am Podium vorbei, wobei Scrinzi insgesamt Platz 5 belegte. Euan de Nigro, der als Profi-Triathlet in Spanien trainiert, lief mit einer bemerkenswerten Zeit von 14.51 nicht nur in seiner Kategorie als Erster ins Ziel, sondern war insgesamt der schnellste LĂ€ufer ĂŒber die fĂŒnf Kilometer. Mit dabei war auch der Nachwuchs der SG mit vier Teilnehmern und einer Teilnehmerin auf der 1.250-Meter-Strecke und drei MĂ€dchen und einem Jungen auf der 2.500-Meter-Distanz, wobei Dominik Oemboeli (Kategorie Allievi) Bronze gewann. Parallel zum Lauf in Bozen vertrat Karl Lercher die SG Eisacktal beim Innsbrucker Silvesterlauf und holte dort in seiner Kategorie Gold ĂŒber die FĂŒnf-Kilometer-Distanz. Das Laufjahr der erwachsenen SG-Athleten mit insgesamt 407 Starts und 6.511 dabei gelaufenen Kilometern fand damit sĂŒdlich und nördlich des Brenners seinen wĂŒrdigen Abschluss. sd

Bunte Show auf schmalen Kufen

Wenn die Sektion Eiskunstlauf des WSV Brixen zu ihrer Eisshow einlĂ€dt, fĂŒllen sich die RĂ€nge in der Eishalle regelmĂ€ĂŸig bis auf den letzten Platz. So war es auch Anfang Januar, als Eltern, Geschwister, Freunde, Großeltern und einfach Liebhaber dieser Sportart eine faszinierende Show erleben durften. In Anlehnung an die Lichtshow in der Hofburg stand der Abend unter dem Motto der Farben und der Vielfalt. Sektionsleiterin Dagmar Senettin, das Trainerteam mit Headcoach Giorgia Carossa und den drei Assistentinnen hatten zwei

Snowboarder Aaron March durfte sich kĂŒrzlich ĂŒber seinen ersten Weltcupsieg seit vier Jahren freuen. In Bad Gastein gewann der 38-JĂ€hrige den Parallelslalom vor Andreas Prommegger aus Österreich und Cody Winters aus den USA.

Monate lang intensiv an der Vorbereitung gearbeitet, MusikstĂŒcke ausgesucht, die Choreografien entworfen, KostĂŒme gesucht und die einzelnen Teile des Programms mit den 80 jungen EiskunstlĂ€uferinnen und EiskunstlĂ€ufern einstudiert. Profimoderator Pietro Polidori und Senettin gaben mit Gruß- und Dankesworten den Auftakt zur „Iceshow – colors 2: The journey continues“. Das Publikum war begeistert und genoss die Einzelnummern genauso wie die GruppenvorfĂŒhrungen – von den jĂŒngsten EiskunstlĂ€ufern mit einfachen „KunststĂŒcken“ bis zu

Lene Goller von der SG Eisacktal siegte beim LeichtathletikMeeting in Innsbruck ĂŒber 60 Meter in der U18-Klasse, Tobias Jocher (allg. Klasse) und Nicolas Fischnaller (U20) platzierten sich im selben Bewerb auf Platz 4. Fischnaller siegte zudem im HĂŒrdensprint in bemerkenswerten 8.57 Sekunden.

den technisch und kĂŒnstlerisch anspruchsvollen Darbietungen der Ă€lteren LĂ€uferinnen. Die Leichtigkeit, mit der die Athletinnen ĂŒbers Eis schwebten, im Strahl des Scheinwerfers und den KlĂ€ngen der Musik, mit raffinierten KostĂŒmen und Accessoires ließen nur erahnen, wieviel Aufwand und MĂŒhe hinter einer Stunde des Genusses fĂŒr die 800 Zuschauer steckten. Die Sektion Eiskunstlauf hatte jedenfalls einmal mehr gezeigt, mit wieviel Leidenschaft und Erfolg sie ihren Sport fördert und pflegt. sd In Altenberg freute sich der Kunstbahnrodler Dominik Fischnaller ĂŒber seinen ersten Podestplatz der bislang eher schwierigen Saison. Die Bronzemedaille gerade in der deutschen Rodel-Hochburg zu gewinnen gibt ihm BestĂ€tigung und Motivation fĂŒr die anstehenden Weltcup-Rennen.

„Eigene MĂŒdigkeit wird unterschĂ€tzt“

DR.

PAOLO FESTINI CAPELLO, Arzt am Krankenhaus Brixen, ĂŒber UnfĂ€lle beim Skifahren und Snowboarden.

Herr Dr. Festini Capello, eine Brixner Studie des SĂŒdtiroler SanitĂ€tsbetriebs beschĂ€ftigte sich mit den Risikofaktoren fĂŒr Ski- und Snowboardverletzungen. Welche sind die wichtigsten Ergebnisse?

Die Studie hat ergeben, dass Ă€ltere Menschen tendenziell eher Frakturen erleiden, wĂ€hrend jĂŒngere sich eher an den BĂ€ndern verletzen. Wetter- und Pistenbedingungen sowie AusrĂŒstung hatten interessanterweise keinen signifikanten Einfluss auf die Verletzungsgefahr. Außerdem konnten wir herausfinden, dass die schwarzen Pisten in Bezug auf UnfĂ€lle nicht unbedingt die gefĂ€hrlichsten sind: Die meisten

Selfness

Verletzungen ereigneten sich auf den einfacheren und mittelschweren Pisten, und das wĂ€hrend der ersten zwei Stunden der AktivitĂ€t. Skiverletzungen sind zudem zum grĂ¶ĂŸten Teil selbstverschuldet. Die allermeisten Verletzten schĂ€tzten sich ĂŒbrigens als gute oder sehr gute Skifahrer ein.

Auf welche PrĂ€ventionsmaßnahmen können Wintersportler selbst achten? Viele Menschen wollen verstĂ€ndlicherweise ihren Skipass so gut es geht ausnutzen, sind aber physisch oft nicht darauf vorbereitet, einen Hochleistungssport wie das Skifahren oder das Snowboarden ĂŒber viele Stunden zu

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betreiben. Wichtig wĂ€re deshalb, sich bereits einige Monate vor Beginn der Wintersaison sportlich fit zu halten und sich mit gezielten Übungen vorzubereiten. Die eigene MĂŒdigkeit wird zudem oft unterschĂ€tzt: Wenn man erste Symptome von Erschöpfung verspĂŒrt, sollte man es im Zweifelsfall etwas ruhiger angehen lassen oder lĂ€ngere Pausen einlegen. Dazu muss gesagt sein: Skifahren und Snowboarden sind keine grundsĂ€tzlich gefĂ€hrlichen Sportarten, sondern sehr verbreitet, und dementsprechend hoch ist die Anzahl der Verletzungen. Trotzdem ist es wichtig, vorsichtig auf den Skipisten unterwegs zu sein. anina.vontavon@brixner.info

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Informationen und Reservierungen: Sonja Messner, Tel. 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it

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„In Brixen beste Voraussetzungen“

Herr Brugger, seit etwa eineinhalb Jahren sind Sie Ortsobmann im Brixner hds. Wie geht es den Brixner Kaufleuten?

INTERVIEW: MICHAEL BRUGGER, Ortsobmann im Brixner hds, blickt optimistisch in die Zukunft des Einzelhandels: Trotz einiger Herausforderungen bietet Brixen die besten Rahmenbedingungen fĂŒr positive Bilanzen. Ohne Tourismus wĂ€re die Situation aber vollkommen anders.

MICHAEL BRUGGER: Mein grundsĂ€tzlicher Eindruck ist positiv. Brixen hat sich in den letzten Jahren zu einer lebendigen Stadt entwickelt, und der Handel profitiert natĂŒrlich davon. Das war nicht immer so: Brixen blickte in der Vergangenheit immer mit einem gewissen Neid nach Bozen, Bruneck oder sogar Klausen, wo in frĂŒheren Jahren der Handel blĂŒhte. Danach hat Brixen seine Hausaufgaben gemacht; heute hat unsere Stadt ein positives Image im ganzen Land, und die Altstadt ist zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Das sind die besten Voraussetzungen fĂŒr erfolgreiche Handelsbetriebe und auch fĂŒr Gastronomie und Dienstleistungen, die wir im hds mitbetreuen.

SĂŒdtirolweit gibt es in den Zentren immer mehr Handelsketten, die Schritt fĂŒr Schritt die familiengefĂŒhrten LĂ€den ablösen. Wie ist die entsprechende Entwicklung in Brixen?

Ich habe keine genauen Zahlen, aber ich glaube, dass der Anteil der Ketten in Brixen geringer ist als anderswo. Davon profitieren vor allem die Kunden, denn der klassische Familienbetrieb kann schneller, individueller und flexibler auf spezielle KundenwĂŒnsche reagieren als eine Kette.

Laut Philipp Moser, dem PrĂ€sidenten im hds, erreichen in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren 40 Prozent der EinzelhĂ€ndler das Pensionsalter. Ist dies in Brixen auch so?

FĂŒr Brixen scheint dieser Prozentsatz zu hoch zu sein, aber es gibt natĂŒrlich einige Betriebe, bei denen die Aussage zutrifft und die familieninterne Nachfolge nicht möglich oder noch nicht geregelt ist. GrundsĂ€tzlich ist die Nachfolge ohne Zweifel auch in Brixen eine der großen Herausforderungen fĂŒr die Zukunft.

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 Michael Brugger (hds): „Es braucht eine Zusammenarbeit zwischen Handel, Gastronomie und Tourismus; wenn sich die Bereiche gegenseitig befruchten, gibt es eine klassische Win-win-Situation“

Die Liberalisierung im Lizenzwesen im Jahr 2001 hat die Wirtschaftlichkeit der Einzelhandelsbetriebe in den Altstadtzentren aber schon verÀndert ...

Ja, natĂŒrlich, aber es hat doch keinen Sinn, alten Privilegien nachzutrauern, die inzwischen seit fast einem Vierteljahrhundert Geschichte sind, und es ist genauso sinnlos, stĂ€ndig ins Jammern zu verfallen. Ich wiederhole: Auch heute kann man als tĂŒchtiger HĂ€ndler sich verwirklichen und gut davon leben – zum Beispiel, wenn man auf RegionalitĂ€t, QualitĂ€t und Beratung setzt, und auch der Einsatz der neuen Medien wird meiner Meinung nach immer wichtiger. Es ist wesentlich, dies zu betonen, denn der Einzelhandel muss auch in Zukunft fĂŒr junge Leute, die gern unternehmerisch tĂ€tig sein wollen, attraktiv sein. Außerdem: Unternehmer zu sein hat viele Vorteile! Es ist ein spannender Beruf, der Freude und Spaß bereitet. NatĂŒrlich muss man sich einsetzen, aber das Engagement lohnt sich allein durch die positiven RĂŒckmeldungen der Kunden. Man ist jeden Tag in persönlichem Kontakt mit Menschen, kann sich auf deren BedĂŒrfnisse und WĂŒnsche einstellen. Ein guter Kaufmann versucht in erster Linie nicht, etwas zu verkaufen, sondern ein BedĂŒrfnis des Kunden zu erfĂŒllen. Am Ende sollten beide zufrieden sein – der Kunde, weil er gut beraten wurde und haargenau jene Ware bekommen hat, die er braucht, und der Kaufmann, weil er vielleicht einen neuen Stammkunden gewonnen hat.

LeerstÀnde sind in Brixen kein Thema?

Seit der Liberalisierung des Lizenzwesens gibt es immer wieder kurzzeitige LeerstĂ€nde, weil immer wieder neue LĂ€den entstehen, von denen dann aber nicht alle langfristig bestehen bleiben. Problematisch sind lange LeerstĂ€nde, wovon Brixen zum GlĂŒck grĂ¶ĂŸtenteils verschont bleibt. Auch dieses PhĂ€nomen ist aber nicht neu. Die Altstadt ist im Moment bis auf wenige sehr spezielle FĂ€lle gut besetzt; etwas schwieriger sind peripherere Lagen.

Der Tourismus hat im Moment in SĂŒdtirol keinen leichten Stand – manchmal hat man das GefĂŒhl, dass viele SĂŒdtiroler sich erheblich weniger Tourismus wĂŒnschen wĂŒrden. Wie sieht der Handel den Tourismus?

Es besteht kein Zweifel: Ohne Tourismus wĂŒrden viele Orte oder InnenstĂ€dte vollkommen anders aussehen. Das ist keine leere Floskel. In vielen Orten und StĂ€dten, die fĂŒr Touristen nicht attraktiv sind, sind leblose Ortszentren leider bereits RealitĂ€t.

Das theoretische Szenario „Brixen ohne Tourismus“ wĂŒrde also zu massivem Ladensterben fĂŒhren?

Ja, davon bin ich ĂŒberzeugt. Es gibt eine ganze Reihe von GeschĂ€ften in Brixen, bei denen die GĂ€ste bis zu 70 Prozent des Umsatzes generieren. Mit Ausnahme einiger Produktgruppen, die vor allem von lokaler Kundschaft gebraucht werden, wĂ€ren die meisten LĂ€den ohne Tourismus mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht ĂŒberlebensfĂ€hig. Andererseits bilden lokale LĂ€den mit einem spannenden Warensortiment und viel RegionalitĂ€t auch einen wichtigen Tourismusfaktor: FĂŒr den Gast ist eine Stadt dann attraktiv, wenn sie ein vielfĂ€ltiges Angebot bereithĂ€lt – auch

FĂŒr die Filialen Brixen & Vahrn

UMWELT

Altkleidercontainer ade

Die gelben Altkleidercontainer gehören der Vergangenheit an: Die Stadtwerke Brixen haben Mitte Januar damit begonnen, sie sukzessive abzubauen. KĂŒnftig können Altkleider nur noch im Recyclinghof Brixen entsorgt werden, und zwar von Montag bis Freitag von 7.30 bis 17 Uhr sowie samstags von 7.30 bis 12.30 Uhr. Wer mit gut erhaltener Kleidung BedĂŒrftigen weiterhelfen möchte, hat mehrere Möglichkeiten dazu, etwa das Projekt „Pumuckl“ im Elki, „Fundus“ vom Verein Comedicus in der Runggadgasse oder die Kleiderkammer der Vinzenzgemeinschaft. „Die Entscheidung, die SammelbehĂ€lter aus dem Stadtgebiet zu entfernen, wurde getroffen, um die Umweltbelastung durch unsachgemĂ€ĂŸes Entsorgen von Textilien und Störungen im öffentlichen Raum zu

reduzieren“, erklĂ€rt Franz Berretta, Generaldirektor der Stadtwerke. Das unprofitable GeschĂ€ft mit Altkleidern ist ein globales PhĂ€nomen: KostengĂŒnstige Kleider von niedriger QualitĂ€t ĂŒberschwemmen seit einigen Jahren den Markt, drĂŒcken den Preis und fĂŒhren zu MĂŒllproblemen. Auch die seit 1976 stattfindende Gebrauchtkleidersammlung der SĂŒdtiroler Caritas wurde deshalb 2024 abgesagt. Bereits 2022 erklĂ€rte Michele Bellucco, Leiter der Umweltdienste der Stadtwerke Brixen, dem „Brixner“, dass der Altkleidermarkt dermaßen ĂŒbersĂ€ttigt sei, dass Textilien so gut wie keine Erlöse mehr einbringen wĂŒrden. Lag der Ertrag im Jahr 2018 noch bei ĂŒber 41.000 Euro, waren es drei Jahre spĂ€ter nur noch 223 Euro. av

LANDWIRTSCHAFT

Neuer Ausschuss der SBJ Eisacktal

Einige neue Gesichter sind im Bezirksausschuss Eisacktal der SĂŒdtiroler Bauernjugend zu finden: Bei den Wahlen wurden Fabian Eisenstecken aus Gereuth, Fabian Gasser aus Feldthurns sowie Lena Schrott und Alina Senn aus Latzfons neu in den Ausschuss gewĂ€hlt. Im Amt bestĂ€tigt wurden Felix Brida aus Freienfeld, Manuela Knollseisen aus Rodeneck, Simon Oberhauser aus LĂŒsen, Sofia Maria Pradi aus Pinzagen, Thomas Rainer aus Freienfeld, Anna Runggatscher aus Lajen sowie Aaron Überegger aus Freienfeld. Anna Michaeler aus Natz und Re-

nĂ© Obexer aus VillnĂ¶ĂŸ sind nicht mehr im Vorstand vertreten. Insgesamt konnten bei der Wahl des Bezirksausschusses Eisacktal, die im Rahmen der Vollversammlung am 10. Januar in der Eisacktaler Kellerei in Klausen stattfand, 24 Ortsgruppen ihre Stimme abgeben. Die SĂŒdtiroler Bauernjugend ist in sechs Bezirke und insgesamt 151 Ortsgruppen unterteilt; der Bezirk Eisacktal umfasst das Einzugsgebiet vom Brenner bis nach Klausen. SĂŒdtirolweit zĂ€hlt die SĂŒdtiroler Bauernjugend ĂŒber 9.100 Mitglieder. Im Bild: der neue SBJ-Bezirksausschuss Eisacktal. av

Die Tarife fĂŒr den Wasserdienst und die Umweltdienste der Stadtwerke Brixen bringen fĂŒr das Jahr 2025 leichte Änderungen: Der MĂŒll- und der Trinkwassertarif bleiben nahezu unverĂ€ndert, der Abwassertarif wird moderat angepasst, die Tarife fĂŒr FernwĂ€rme bleiben stabil.

FĂŒr Vorhaben in den Bereichen Energiewende, Umwelt- und Klimaschutz gibt es fĂŒr 2025 neue Förderrichtlinien. FörderantrĂ€ge der öffentlichen Verwaltung, von Vereinen, Stiftungen und Sozialgenossenschaften ohne Gewinnabsicht können bis 31. Mai eingereicht werden.

Die Brixner Oldies For Future traten dem Transitforum Tirol bei. Sie fordern Vorrang fĂŒr die Gesundheit der Menschen entlang der Autobahn vor dem Verkehr und sind gegen eine Aufhebung des österreichischen Nachtfahrverbots fĂŒr LKWs, das auch der LuftqualitĂ€t in SĂŒdtirol zugutekomme.

STADTGEHEIMNISSE

Wer ist der Riese vor dem Elefanten?

Wer kennt ihn nicht, den „Elephant“ in Brixen und die bekannte Geschichte des Tieres, das der ehemaligen „Wirtstaferne am hohen Feld“ seinen Namen verpasste? Dargestellt ist das sensationelle Ereignis, nĂ€mlich die Einkehr eines indischen Elefanten 1551/52. Über den außergewöhnlichen Hochzeitszug Erzherzog Maximilians von Genua nach Wien ist bereits mehrfach anschaulich berichtet worden. Zur Erinnerung ließ der damalige Wirt AndrĂ€ Posch 1560 von Leonhard Mair an der Hausfassade ein Fresko anbringen, das spĂ€ter öfters restauriert wurde. Der Elefant wird von zwei zwergĂ€hnlichen Figuren begleitet. Was ist aber mit dem riesigen LanzentrĂ€ger links vom Elefanten? Ist es etwa der Burgriese Nikolaus Haidl, dessen Haus mit dem des Hofzwergs Thomele in der NĂ€he des Goldenen Dachls in Innsbruck steht? Doch der hatte mit Brixen nie etwas zu tun! Vermutlich handelt es sich beim Riesen um Bartolo Bona aus Riva, der auch zum Hofstaat Erzherzogs Ferdinands zĂ€hlte und 1565 bei einem Ritterspiel in Wien als „wilder Mann“ auftrat. Es gilt als sicher, dass dieser „tridentinische Bauer“ auf seiner Reise nach Wien in Brixen durchgekommen ist. Vielleicht, so meint Josef Hirn, ist er auch in der „ElefantenTaferne“ eingekehrt und gab damit Anlass zu einer Verewigung. Vielleicht ist die Figur auch erst spĂ€ter ergĂ€nzt worden?

Anregungen: redaktion@brixner.info

WIRTSCHAFT

MobilitÀt im Fokus

Brixens MobilitÀt stand im Zentrum der letzten Sitzung des Ortsausschusses Brixen des Wirtschaftsverbandes hds mit Stadtrat Thomas Schraffl. In Bezug auf den Parkplatz Priel, der bekanntlich unterirdisch werden soll, erklÀrte der Stadtrat, dass voraussichtlich 2027 oder 2028 mit den Bauarbeiten begonnen

werden kann. FĂŒr das Vorhaben mĂŒssen nĂ€mlich zuerst die TennisplĂ€tze nach Milland verlegt werden; Baubeginn dafĂŒr ist 2026. Außerdem prĂ€sentierte der Stadtrat einige Statistiken rund um den Autoverkehr; unter anderem ließe sich erkennen, dass die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Hauptstraße Wirkung zeigen,

Neue Unternehmen in und um Brixen Starthilfe

Churrascaria Brasita

Plosestraße 56 39042 Brixen Tel. 393 2626210

Instagram: brasita.ristorante

Das neue Restaurant verkörpert die Geschichte von zwei Brasilianern und einem Genuesen: Drei Gastronomen mit Weitblick und einer Vorliebe fĂŒr Innovation. Fernando, Ugo und Adriano. Die jahrhundertealte

denn die Durchschnittsgeschwindigkeit hat sich von 76 auf 43 Kilometer pro Stunde reduziert. FĂŒr dieses Jahr geplant ist ein Ideenwettbewerb zur Errichtung von FahrradparkplĂ€tzen in der NĂ€he der Altstadt; auch an der Realisierung der SĂŒdspange und der Seilbahn nach St. AndrĂ€ soll weitergearbeitet werden. Im Bild

Tradition von Churrasco (Fleischspieße), die im SĂŒden Brasiliens entstand, trifft hier auf innovative und dynamische italienische KĂŒche. Brasilianisches Fleisch und italienische Beilagen.

(von links): Jakob Kompatscher, Florian Peer, Bettina Kerer, Thomas Schraffl, hds-Ortsobmann Michael Brugger, Alexander Fill, Elisabeth Falk, Paolo Poli, Hans Peter Federer, Joachim Kerer und Willy Vontavon. av

„Modell fĂŒr nachhaltige MobilitĂ€t“

Landeshauptmann ARNO KOMPATSCHER erklĂ€rt, warum er bei der soeben gestarteten Ausschreibung zur Konzessionsvergabe der A22 keinen großen Andrang erwartet.

Herr Landeshauptmann, die europaweite Ausschreibung zur Konzessionsvergabe der A22 ist nun offiziell gestartet. Wird es viel Interesse geben?

Aus einer rein betriebswirtschaftlichen Sicht wird es ökonomisch uninteressant sein, diese Autobahn zu fĂŒhren. Der Betreiber muss erhebliche Investitionen in den Autobahnkörper tĂ€tigen und in Infrastrukturen, die den Anrainern und Verkehrsteilnehmern der von der Autobahn ĂŒberquerten Gebiete einen klaren Mehrwert schaffen. Durch diese Investitionen ist es nahezu ausgeschlossen, dass zumindest in den ersten Jahrzehnten Dividenden

ausbezahlt werden können. Ich erwarte mir keinen großen Andrang.

Die Brennerautobahn AG hat ein Vorzugsrecht, sollte sie nicht das beste Angebot abgeben. Ist dies rechtlich hieb- und stichfest, oder rechnen Sie mit Rekursen?

Rekurse sind nie ausgeschlossen; die Frage ist, wie wahrscheinlich deren Annahme ist. Das Vorzugsrecht bei PPP-Verfahren ist im italienischen Recht seit jeher vorgesehen; im Falle dieser Konzession ist es sogar ausdrĂŒcklich erwĂ€hnt, dass es eine Ausschreibung mit Vorzugsrecht geben wird. Das innerstaatliche Recht ist also klar. Juristen streiten sich, ob dies im Einklang mit den

Der Gesundheitsbezirk Brixen sucht Mitarbeiter (m/w/d) in Voll- und Teilzeit fĂŒr folgende Berufsbilder:

‱ Spezialisierte Hilfskraft (Standorte Brixen und Sterzing)

‱ Koch/Köchin (Standort Sterzing)

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Alle weiteren Informationen finden Sie in unserer Website unter folgender Adresse: www.sabes.it/de/offene-stellen

oder unter folgender Telefonnummer: Amt fĂŒr Anstellungen 0472/812041

europĂ€ischen Bestimmungen ist. Fakt ist: Auch das europĂ€ische Recht schließt ein Vorzugsrecht nicht aus.

Sie bezeichnen die kĂŒnftige A22 als „Modell fĂŒr nachhaltige MobilitĂ€t“. Warum?

Die Autobahn alleine wird es nicht sein, sondern der Korridor, den wir mit Hilfe der Autobahn gestalten wollen. Es erfolgen jede Menge Querfinanzierungen in Richtung Schiene: Brenner Basistunnel, Zulaufstrecke, Verladebahnhöfe, Digitalisierung, Servicestationen. Es entsteht ein Gesamtsystem, das ein Modell fĂŒr Nachhaltigkeit bilden wird.

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Foto: Oskar
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Nichtbeachtung der Meldevorschriften

Samstag, 10. JĂ€nner 1925 JĂ€nner 1925

Im ĂŒbrigen wird uns sicherlich niemand den Vorwurf machen können, daß wir uns bisher allzusehr in die innere Politik Italiens

sehr gut erhaltene Sachen, feine WÀsche, Geschirre usw. Im allgemeinen gehen die GegenstÀnde teuer ab. Es sind uns FÀlle gemeldet worden, wo abgebrauchte WÀsche um ein Mehrfaches des Ladenpreises gekauft und auch bezahlt wurde.

Ein Theater voll Witz und Humor

Samstag, 31. JĂ€nner 1925

Die Bevölkerung hatte ĂŒber die erste AuffĂŒhrung des „Fleckerl in Nöten“ das gĂŒnstigste Urteil gefĂ€llt, das natĂŒrlich durch die Stadt seine Runde machte und auch fĂŒr die zweite Vorstellung den gerĂ€umigen Gesellensaal vollstĂ€ndig fĂŒllte. In den Sitzreihen herrschte eine geradezu beĂ€ngstigende Enge, die namentlich den behĂ€bigeren GĂ€sten beim Lachen hinderlich sein mochte. Und zum Lachen bietet das StĂŒck mehr als reichlichen Anlaß. Es kann selbst der Ă€rgste Griesgram nicht anders als – lachen, so oft er die politische Schneiderfigur sieht und seinen drolligen Lehrbuben. Die Darstellung gelang auch diesmal wieder vorzĂŒglich. Das StĂŒck wird am Lichtmeßtag, 2. Februar, zum letztenmal gegeben. Wer fĂŒr ein paar Stunden der Sorgen vergessen und lachen, und zwar mit ganzem Gesicht lachen will, der möge diese

Sie

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Brixner 420 - Jänner 2025 by Brixmedia GmbH - Issuu