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Planquadrat 4/11 - Umnutzung

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Vorschau 1/12 Facelifting für eine Schule

2253/425/23/1111 8826.9651.1004

Bei der Komplettsanierung der Johann-Brunner-Volksschule in Cham wurden die Schulgebäude energetisch ertüchtigt und behindertengerecht ausgebaut. Mit der neuen Fassade bekam die Schule ein frisches Gesicht: Die verwitterte Betonfertigteilfassade mit ihren dunklen Fensterbändern wurde von den Architekten in eine wohlproportionierte Lochfassade umgebaut. Die Fenster aus zeitgemäßen, dunkelgrauen Aluminiumelementen werden von einem ebenfalls dunklen Putzbalkon gefasst, der den Sonnenschutz aufnimmt. Die Gebäudehülle wurde mit einem Wärmedämm-Verbundsystem energetisch optimiert. Die Farben wurden der modernen Anmutung entsprechend ausgewählt. Mit ihren Weiß- und Grautönen erfüllen die verputzten Baukörper die Prinzipien „Klarheit, Einfachheit und Gradlinigkeit“, die auch für die neue Raumplanung und das Innenarchitekturkonzept der Architekten Brunner-Bauernfeind-Aumann Pate standen. Impulsive Farbigkeit und modische Farbtrends wurden bewusst vermieden, um die Konzentration der Schüler auf das Wesentliche zu lenken.

Bauen im Bestand: Gestalterische Potenziale erkennen – historische Bauteile erhalten


Deutschland ist gebaut Bauen im Bestand ist eine Zukunftsaufgabe In Deutschland entsprechen etwa zwei Drittel der Gebäude nicht mehr den heutigen ökonomischen, ökologischen oder sozialen Ansprüchen. Durch die rechtlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung ist besonders die energetische Sanierung in den Vordergrund gerückt. Hier lassen sich große Einsparpotenziale finden, da in Deutschland 40 % des Gesamtenergieverbrauchs im Gebäudesektor verbraucht werden. Eine weitere, bedeutende Größe für das Bauen im Bestand ist der demografische Wandel. Laut Prognosen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung werden in Deutschland bis zum Jahr 2030 etwa 22,3 Mio. Menschen – und damit jeder Vierte – über 65 Jahre alt sein. Die Zahl der über 80-Jährigen soll bis auf 6,4 Mio. ansteigen. Barrierefreies, altersgerechtes Wohnen und die damit veränderten Nutzungsmöglichkeiten werden zu einem festen Bestandteil integraler Planung. Hinzu kommt, dass Umnutzung, Modernisierung und Sanierung von Bestandsimmobilien seitens der Bundesregierung angestrebt und gefördert wird. Ihr Ziel ist es, die Neuerschließung von Siedlungsund Verkehrsflächen zu senken und damit naturbelassene Flächen zu bewahren. Um diese Vorgabe zu erreichen, müssen primär bereits bebaute Flächen wiederbelebt werden. In diesem Spannungsfeld bewegen sich Architekten. Wie diese anspruchvolle Aufgabe gelöst werden kann, Altes zu erhalten und Neues zu schaffen, stellen wir Ihnen in dieser Planquadrat-Ausgabe mit zwei Projektbeispielen vor: Die Umnutzung eines Verbrauchermarktes in Aalen und die funktionale Neudefinition einer Kirche in Emden.


Deutschland ist gebaut Bauen im Bestand ist eine Zukunftsaufgabe In Deutschland entsprechen etwa zwei Drittel der Gebäude nicht mehr den heutigen ökonomischen, ökologischen oder sozialen Ansprüchen. Durch die rechtlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung ist besonders die energetische Sanierung in den Vordergrund gerückt. Hier lassen sich große Einsparpotenziale finden, da in Deutschland 40 % des Gesamtenergieverbrauchs im Gebäudesektor verbraucht werden. Eine weitere, bedeutende Größe für das Bauen im Bestand ist der demografische Wandel. Laut Prognosen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung werden in Deutschland bis zum Jahr 2030 etwa 22,3 Mio. Menschen – und damit jeder Vierte – über 65 Jahre alt sein. Die Zahl der über 80-Jährigen soll bis auf 6,4 Mio. ansteigen. Barrierefreies, altersgerechtes Wohnen und die damit veränderten Nutzungsmöglichkeiten werden zu einem festen Bestandteil integraler Planung. Hinzu kommt, dass Umnutzung, Modernisierung und Sanierung von Bestandsimmobilien seitens der Bundesregierung angestrebt und gefördert wird. Ihr Ziel ist es, die Neuerschließung von Siedlungsund Verkehrsflächen zu senken und damit naturbelassene Flächen zu bewahren. Um diese Vorgabe zu erreichen, müssen primär bereits bebaute Flächen wiederbelebt werden. In diesem Spannungsfeld bewegen sich Architekten. Wie diese anspruchvolle Aufgabe gelöst werden kann, Altes zu erhalten und Neues zu schaffen, stellen wir Ihnen in dieser Planquadrat-Ausgabe mit zwei Projektbeispielen vor: Die Umnutzung eines Verbrauchermarktes in Aalen und die funktionale Neudefinition einer Kirche in Emden.


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Gestalterische Potenziale erkennen: Umbau eines Verbrauchermarktes in Aalen Ein leer stehender Verbrauchermarkt aus dem Jahre 1962 – für die Anwohner mit seiner vernagelten Schaufensterfront nur ein schmuckloser Kasten – inspirierte die Architektin Tanja Diemer wegen seiner schlichten Kubatur und der attraktiven Hanglage zu einem radikalen Umbau. Ihr Entwurf schuf Raum für ein kleines Architekturbüro (50 m²) sowie eine 170 m² Wohnung mit Panoramablick auf die schwäbische Alb. Im Untergeschoss sind eine Einliegerwohnung (50 m²) und Erweiterungsflächen für das Büro vorgesehen. Durch den Umbau erhielt der verschlossen wirkende Zweckbau eine völlig neue, moderne Fassade. Für die Belichtung der Wohnräume entschied sich die Architektin für tiefe Einschnitte in die Kubatur: Großflächige Fensteröffnungen, eine geräumige Loggia und ein dreiseitig verglaster Patio bringen viel Tageslicht ins Innere. Zur Straßenseite wurden die ehemaligen Schaufenster beibehalten und durch einen baulichen Rahmen neu gefasst. Das raumhohe Fensterband wird jetzt gegliedert durch vier schmale Öffnungsflügel und eine schlichte Eingangstür. Die reduzierte Anordnung der Grünflächen vor dem Gebäude greift die neue Fassadenstruktur auf und gibt ihr zusätzlich Halt. 2

Schnitt A, M 1:150

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Grundriss, M 1:250

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1 Architekturbüro 2 WC 3 Garderobe 4 Kochen 5 Essen 6 Luftraum, Patio 7 Gästezimmer 8 Bibliothek 9 Wohnen 10 Ankleide 11 Schlafen 12 Bad 13 überdachte Terrasse 14 HWR

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Gestalterische Potenziale erkennen: Umbau eines Verbrauchermarktes in Aalen Ein leer stehender Verbrauchermarkt aus dem Jahre 1962 – für die Anwohner mit seiner vernagelten Schaufensterfront nur ein schmuckloser Kasten – inspirierte die Architektin Tanja Diemer wegen seiner schlichten Kubatur und der attraktiven Hanglage zu einem radikalen Umbau. Ihr Entwurf schuf Raum für ein kleines Architekturbüro (50 m²) sowie eine 170 m² Wohnung mit Panoramablick auf die schwäbische Alb. Im Untergeschoss sind eine Einliegerwohnung (50 m²) und Erweiterungsflächen für das Büro vorgesehen. Durch den Umbau erhielt der verschlossen wirkende Zweckbau eine völlig neue, moderne Fassade. Für die Belichtung der Wohnräume entschied sich die Architektin für tiefe Einschnitte in die Kubatur: Großflächige Fensteröffnungen, eine geräumige Loggia und ein dreiseitig verglaster Patio bringen viel Tageslicht ins Innere. Zur Straßenseite wurden die ehemaligen Schaufenster beibehalten und durch einen baulichen Rahmen neu gefasst. Das raumhohe Fensterband wird jetzt gegliedert durch vier schmale Öffnungsflügel und eine schlichte Eingangstür. Die reduzierte Anordnung der Grünflächen vor dem Gebäude greift die neue Fassadenstruktur auf und gibt ihr zusätzlich Halt. 2

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or체brutketihcrA 1 CW 2 eboredraG 3 nehcoK 4 nessE 5 oitaP ,muartfuL 6 remmizets채G 7 kehtoilbiB 8 nenhoW 9 edielknA 01 nefalhcS 11 daB 21 essarreT ethcadreb체 31 RWH 41

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Die gesamte Gebäudehülle wurde saniert: Auf die Fassade wurde ein Wärmedämm-Verbundsystem in der Stärke von 160 mm aufgebracht, das Flachdach bekam eine neue Gefälledämmung und die Fassaden neue Fenster mit Dreifachverglasung. Den Heizwärmebedarf von 129 kWh/m2a liefert eine Deckenheizung. Die Zuluft der Lüftungsanlage wird über eine Luftwärmepumpe vortemperiert. Durch die baulichen Maßnahmen konnte der Primärenergiebedarf von 543 auf 187 kWh/m2a gesenkt werden. Der geplante Einbau einer Photovoltaikanlage auf dem Flachdach wird die CO2-Bilanz des Hauses noch weiter verbessern. Mit der Fertigstellung ist eine maßgeschneiderte Hülle für die sich wandelnden Bedürfnisse seiner Bewohner entstanden – ein neuer Rahmen und beste Aussichten für Arbeiten, Wohnen und Zusammenleben. Durch die große Variabilität der Grundrisse kann das moderne Gebäude auf die sich ändernden Nutzungen und Anforderungen flexibel reagieren. Zudem ist durch den Umbau ein zeitgemäßes, attraktives Gebäude entstanden, das in das räumliche Wohnumfeld gelungen eingebunden ist und das gesamte Wohngebiet durch seine hohe Gestaltungsqualität aufwertet.

Baudaten Büro- und Wohnhaus in Aalen Entwurf: Diemer Architekten, Aalen; www.diemer-architekten.de Gebäudehülle: U-Wert Außenwand 0,22 W/(m²K), U-Wert Bodenplatte 0,27 W/(m²K), U-Wert Dach 0,14 W/(m²K), Uw-Wert Fenster 1,00 W/(m²K), Ug-Wert Verglasung 0,60 W(m²K) Brillux Produkte: CreaGlas Glasvlies VG 1001 Premium, Super Latex ELF 3000 stumpfmatt, weiß, Super Latex ELF 3000 stumpfmatt, verschiedene Grautöne


Die gesamte Gebäudehülle wurde saniert: Auf die Fassade wurde ein Wärmedämm-Verbundsystem in der Stärke von 160 mm aufgebracht, das Flachdach bekam eine neue Gefälledämmung und die Fassaden neue Fenster mit Dreifachverglasung. Den Heizwärmebedarf von 129 kWh/m2a liefert eine Deckenheizung. Die Zuluft der Lüftungsanlage wird über eine Luftwärmepumpe vortemperiert. Durch die baulichen Maßnahmen konnte der Primärenergiebedarf von 543 auf 187 kWh/m2a gesenkt werden. Der geplante Einbau einer Photovoltaikanlage auf dem Flachdach wird die CO2-Bilanz des Hauses noch weiter verbessern. Mit der Fertigstellung ist eine maßgeschneiderte Hülle für die sich wandelnden Bedürfnisse seiner Bewohner entstanden – ein neuer Rahmen und beste Aussichten für Arbeiten, Wohnen und Zusammenleben. Durch die große Variabilität der Grundrisse kann das moderne Gebäude auf die sich ändernden Nutzungen und Anforderungen flexibel reagieren. Zudem ist durch den Umbau ein zeitgemäßes, attraktives Gebäude entstanden, das in das räumliche Wohnumfeld gelungen eingebunden ist und das gesamte Wohngebiet durch seine hohe Gestaltungsqualität aufwertet.

Baudaten Büro- und Wohnhaus in Aalen Entwurf: Diemer Architekten, Aalen; www.diemer-architekten.de Gebäudehülle: U-Wert Außenwand 0,22 W/(m²K), U-Wert Bodenplatte 0,27 W/(m²K), U-Wert Dach 0,14 W/(m²K), Uw-Wert Fenster 1,00 W/(m²K), Ug-Wert Verglasung 0,60 W(m²K) Brillux Produkte: CreaGlas Glasvlies VG 1001 Premium, Super Latex ELF 3000 stumpfmatt, weiß, Super Latex ELF 3000 stumpfmatt, verschiedene Grautöne


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Historische Bauteile erhalten: Umbau einer ehemaligen Kirche, Emden

Die Kubatur musste bewahrt werden, daher wurde um jede neue Fensteröffnung gerungen. Auf der Giebelseite wurden acht quadratische Fenster zur Belichtung der Büroetage so angeordnet, dass sie zusammen mit den dezenten Begleitöffnungen für das historische Rundfenster im Dachgeschoss das Giebelthema betonen. Der kleine Austrittsbalkon und die sorgfältig platzierten Dachflächenfenster sind ein Zugeständnis, die die neue Nutzung als Wohnraum ablesbar machen. Eine neue Stahltreppe erschließt die Dachwohnung. Die ehemaligen sakralen Innenräume blieben weitgehend erhalten. Das Architekturbüro nutzt sowohl den ehemaligen Gemeinderaum als auch Kirchenraum und Empore der jetzt lichtdurchfluteten, 7 m hohen Halle.

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Grundriss, M 1:150

1 Büro 2 WC 3 Technik 4 Treppenhaus 5 Flur Büro 6 1 HWR WC 7 2 Personalküche 8 3 Windfang Technik 4 Treppenhaus 5 Flur 6 HWR 7 Personalküche 8 Windfang

A

Von wildem Wein überwuchert versteckte sich hinter einer unscheinbaren Klinkerfassade ein Kirchenbau aus der Wiederaufbauphase Emdens. Die Architektin Luise Fauerbach-Geiken wagte das Experiment, die entwidmete Immobilie aus den frühen 1950er-Jahren für eine zeitgemäße Nutzung umzubauen. Im Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz und der aktuellen Baugesetzgebung entstand in den ehemaligen Gemeinderäumen ein Architekturbüro (180 m²) und im ausgebauten Dachgeschoss eine 100 m² große Wohnung.

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Historische Bauteile erhalten: Umbau einer ehemaligen Kirche, Emden

Die Kubatur musste bewahrt werden, daher wurde um jede neue Fensteröffnung gerungen. Auf der Giebelseite wurden acht quadratische Fenster zur Belichtung der Büroetage so angeordnet, dass sie zusammen mit den dezenten Begleitöffnungen für das historische Rundfenster im Dachgeschoss das Giebelthema betonen. Der kleine Austrittsbalkon und die sorgfältig platzierten Dachflächenfenster sind ein Zugeständnis, die die neue Nutzung als Wohnraum ablesbar machen. Eine neue Stahltreppe erschließt die Dachwohnung. Die ehemaligen sakralen Innenräume blieben weitgehend erhalten. Das Architekturbüro nutzt sowohl den ehemaligen Gemeinderaum als auch Kirchenraum und Empore der jetzt lichtdurchfluteten, 7 m hohen Halle.

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1 Büro 2 WC 3 Technik 4 Treppenhaus 5 Flur Büro 6 1 HWR WC 7 2 Personalküche 8 3 Windfang Technik 4 Treppenhaus 5 Flur 6 HWR 7 Personalküche 8 Windfang

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Von wildem Wein überwuchert versteckte sich hinter einer unscheinbaren Klinkerfassade ein Kirchenbau aus der Wiederaufbauphase Emdens. Die Architektin Luise Fauerbach-Geiken wagte das Experiment, die entwidmete Immobilie aus den frühen 1950er-Jahren für eine zeitgemäße Nutzung umzubauen. Im Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz und der aktuellen Baugesetzgebung entstand in den ehemaligen Gemeinderäumen ein Architekturbüro (180 m²) und im ausgebauten Dachgeschoss eine 100 m² große Wohnung.

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or端B 1 CW 2 kinhceT 3 suahnepperT 4 rulF 5 or端B RWH 1 6 eC hcW端klanosreP 2 7 kinhceT gnafdniW 3 8 suahnepperT 4 rulF 5 RWH 6 ehc端klanosreP 7 gnafdniW 8

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Das Haus bekam ein neues Dach mit einer 180 mm starken Dämmung. Das zweischalige Klinker-Mauerwerk wurde saniert, aber nicht aufgedämmt, und im Innenraum lediglich neu verputzt. Eine Evaluierung der Heizperiode soll zeigen, ob weitere Maßnahmen notwendig sind. Um neue Feuchteschäden zu vermeiden, wurde bei der Verlegung der Fußbodenheizung mit Trockenestrich gearbeitet und auch die Wände wurden im Trockenbau erstellt. Die neuen Fenster sind 2-fach verglast, im Bereich der historischen Buntglasfenster werden die energetischen Nachteile durch Vorsatzfenster aufgefangen. Bei der sensiblen Innenraumgestaltung kamen bauzeittypische Materialien und Farben zum Einsatz. Mit dem Umbau ist die Transformation der alten Stadtteilkirche zu einem attraktiven Wohn- und Bürogebäude hervorragend gelungen. In den ehemaligen Sakralräumen wurde die Farb- und Formensprache der 1950er-Jahre mit großer Sensibilität weiterentwickelt und in vielen, teils historischen, teils sorgfältig neu gestalteten Details zum Thema gemacht. Auch die neue, moderne Dachwohnung stellt sich dieser Herausforderung. Das imposante Sprengwerk der Dachkonstruktion wurde durch die Raumaufteilung eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Baudaten Büro- und Wohnhaus in Emden Entwurf: Planungsgruppe Ländlicher Raum, Emden; www.pglr.de Brillux Produkte: Creativ Metallico 76, Silikat-Klimafeinputz ELF 1808, Fugen- und Wandspachtel 1875, Glemalux ELF 1000, Tiefgrund ELF 595, CreaGlas Gewebekleber 377, Lightvlies 130, Goldbronze 295, Dauerschutzlasur 580, Flächenlasur 620, Impredur Lacke 784, 835, 880, Heizkörperlack 990 Weitere Brillux Unterstützung: Farbstudio Hamburg


Das Haus bekam ein neues Dach mit einer 180 mm starken Dämmung. Das zweischalige Klinker-Mauerwerk wurde saniert, aber nicht aufgedämmt, und im Innenraum lediglich neu verputzt. Eine Evaluierung der Heizperiode soll zeigen, ob weitere Maßnahmen notwendig sind. Um neue Feuchteschäden zu vermeiden, wurde bei der Verlegung der Fußbodenheizung mit Trockenestrich gearbeitet und auch die Wände wurden im Trockenbau erstellt. Die neuen Fenster sind 2-fach verglast, im Bereich der historischen Buntglasfenster werden die energetischen Nachteile durch Vorsatzfenster aufgefangen. Bei der sensiblen Innenraumgestaltung kamen bauzeittypische Materialien und Farben zum Einsatz. Mit dem Umbau ist die Transformation der alten Stadtteilkirche zu einem attraktiven Wohn- und Bürogebäude hervorragend gelungen. In den ehemaligen Sakralräumen wurde die Farb- und Formensprache der 1950er-Jahre mit großer Sensibilität weiterentwickelt und in vielen, teils historischen, teils sorgfältig neu gestalteten Details zum Thema gemacht. Auch die neue, moderne Dachwohnung stellt sich dieser Herausforderung. Das imposante Sprengwerk der Dachkonstruktion wurde durch die Raumaufteilung eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Baudaten Büro- und Wohnhaus in Emden Entwurf: Planungsgruppe Ländlicher Raum, Emden; www.pglr.de Brillux Produkte: Creativ Metallico 76, Silikat-Klimafeinputz ELF 1808, Fugen- und Wandspachtel 1875, Glemalux ELF 1000, Tiefgrund ELF 595, CreaGlas Gewebekleber 377, Lightvlies 130, Goldbronze 295, Dauerschutzlasur 580, Flächenlasur 620, Impredur Lacke 784, 835, 880, Heizkörperlack 990 Weitere Brillux Unterstützung: Farbstudio Hamburg


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Vorschau 1/12 Facelifting für eine Schule

2253/425/23/1111 8826.9651.1004

Bei der Komplettsanierung der Johann-Brunner-Volksschule in Cham wurden die Schulgebäude energetisch ertüchtigt und behindertengerecht ausgebaut. Mit der neuen Fassade bekam die Schule ein frisches Gesicht: Die verwitterte Betonfertigteilfassade mit ihren dunklen Fensterbändern wurde von den Architekten in eine wohlproportionierte Lochfassade umgebaut. Die Fenster aus zeitgemäßen, dunkelgrauen Aluminiumelementen werden von einem ebenfalls dunklen Putzbalkon gefasst, der den Sonnenschutz aufnimmt. Die Gebäudehülle wurde mit einem Wärmedämm-Verbundsystem energetisch optimiert. Die Farben wurden der modernen Anmutung entsprechend ausgewählt. Mit ihren Weiß- und Grautönen erfüllen die verputzten Baukörper die Prinzipien „Klarheit, Einfachheit und Gradlinigkeit“, die auch für die neue Raumplanung und das Innenarchitekturkonzept der Architekten Brunner-Bauernfeind-Aumann Pate standen. Impulsive Farbigkeit und modische Farbtrends wurden bewusst vermieden, um die Konzentration der Schüler auf das Wesentliche zu lenken.

Bauen im Bestand: Gestalterische Potenziale erkennen – historische Bauteile erhalten


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