Edition Br E itkopf
Si BEliuS
Der Schwan von Tuonela für Englischhorn und Orgel The Swan of Tuonela for English Horn and Organ
op. 22/2
J ean SIB el I u S
1865–1957
Der Schwan von Tuonela für
Orchester
The Swan of Tuonela for Orchestra op. 22/2
bearbeitet für Englischhorn und Orgel von | arranged for English Horn and Organ by Matthias Arter
Breitkopf 9376 Printed in Germany
Vorwort
Es gibt in der romantischen Orchesterliteratur vermutlich kein zweites Englischhorn-Solo von einer solchen Ausdruckskraft und Intensität wie das in Jean Sibelius’ Schwan von Tuonela. Denn Sibelius beschreibt in seiner Sinfonischen Dichtung keineswegs bloß das Dahinziehen des Schwanes, sondern er lässt diesen auch von den letzten Dingen erzählen, lamentieren und gegen das Unaufhaltsame aufbegehren. Um die Szenerie zu verdeutlichen, möchte ich hier den Text zitieren, der dem Erstdruck (Breitkopf & Härtel, 1901) vorangestellt wurde:
„Tuonela, das Reich des Todes, die Hölle der finnländischen Mythologie, ist von einem breiten Flusse mit schwarzem Wasser und reissendem Laufe umgeben, auf dem der Schwan von Tuonela majestätisch und singend dahinzieht.“
Beim Englischhorn-Part habe ich in großer Hochachtung vor dem Original keinerlei Änderungen vorgenommen. Der Orgelsatz ist so notiert, dass er im Prinzip auf jeder Orgel spielbar ist, wobei hier natürlich eine romantische Orgel mit entsprechenden klanglichen und dynamischen Möglichkeiten von Vorteil ist. Ich gehe davon aus, dass niemand die Bearbeitung ohne Kenntnis des Originals spielen wird und somit je nach Orgeldisposition und Geschmack eigene Konzepte für die Registrierung erarbeitet werden.
Diese Version von Der Schwan von Tuonela ist auf der CD „Romance“ (pre-art music pam 004; Matthias Arter, Englischhorn; Anna-Victoria Baltrusch, Orgel; 2018), zusammen mit Werken von Gustav Mahler, Richard Wagner, Robert Schumann und anderen, erschienen.
Volketswil, Frühjahr 2019
Matthias Arter
Preface
There is probably no other English horn solo of such expressiveness and intensity in Romantic literature for orchestra than that of Jean Sibelius’s Swan of Tuonela. By no means does Sibelius merely describe the gliding of the swan in his symphonic poem, he rather has him telling about the last things, lamenting and rebelling against the inexorable. To illustrate the scene, I would like to quote the text that preceded the first printing (Breitkopf & Härtel, 1901):
“Tuonela, the realm of death, the hades of Finnish mythology, is surrounded by a broad river of black water and torrential current, on which the Swan of Tuonela glides in majestic fashion and sings.”
With great respect for the original, I have made no changes whatsoever to the English horn part. The organ part has been notated in such a way that it can basically be played on any organ, although a romantic organ with appropriate tonal and dynamic possibilities is certainly of advantage here. Assuming that everyone playing this arrangement knows the original, individual concepts for the registration can be worked out according to organ disposition and taste.
This version of The Swan of Tuonela appeared on the CD “Romance” (pre-art music pam 004; Matthias Arter, English horn; Anna-Victoria Baltrusch, Organ; 2018) together with works by Gustav Mahler, Richard Wagner, Robert Schumann and others.
Volketswil, Spring 2019
Matthias Arter
Breitkopf
Der Schwan von Tuonela
Andante molto sostenuto
Jean Sibelius op. 22 Nr. 2 bearbeitet von Matthias Arter
2020 by Breitkopf & Härtel, Wiesbaden
Leseprobe
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