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Brauerei Forum 4/2026

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FORUM BRAUEREI

VLB-Sommerfest 2026

Freitag, 3. Juli 2026, Berlin

Die Vereinigung ehem. VLBer – Brewers of Berlin und die VLB Berlin laden am Freitag, dem 3. Juli 2026, von 16.00 bis 24.00 Uhr (letzter Einlass 22.00 Uhr) zum beliebten Sommerfest auf dem Hof und auf der Dachterrasse unseres Instituts an der Seestraße 13 in Berlin-Wedding ein.

### Voranmeldung erforderlich! ###

https://www.vlb-berlin.org/vlb-sommerfest-2026

Vereinigung ehem. VLBer e.V. – Brewers of Berlin: Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2026

Die Vereinigung ehem. VLBer e.V. – Brewers of Berlin (Vereinigung ehem. Studierender am Institut für Gärungsgewerbe und Biotechnologie zu Berlin) lädt hiermit zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2026 ein.

Die Mitgliederversammlung 2026 findet am Freitag, den

3. Juli 2026, um 15.00 Uhr, im Vorfeld des VLB-Sommerfests, im Raum Schultheiss (E.32) an der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin e.V., Seestraße 13, 13353 Berlin, statt.

Tagesordnung

1. Eröffnung durch den 1. Vorsitzenden, Dipl.-Ing. Burghard Meyer

2. Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung vom 4. Juli 2025*

3. Tätigkeitsbericht des 2. Vorsitzenden, Dipl.-Ing. Jan Biering

4. Kassenbericht

5. Bericht der Kassenprüfer

6. Aussprache

7. Entlastung des Vorstands

8. Wahl der Kassenprüfer

9. Beschlussfassung über alle eingegangenen Anträge**

10. Verschiedenes

Berlin, im 30. April 2026

Burghard Meyer Jan Biering (1. Vorsitzender) (2. geschäftsführender Vorsitzender)

* Das Protokoll kann von allen Mitgliedern per Anfrage an ehemvlber@vlb-berlin.org angefordert werden. ** Lt. Satzung § 17 Abs. 4 müssen Anträge zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung schriftlich eingereicht werden, d.h. bis 19. Juni 2026 an ehemvlber@vlb-berlin.org

Information und Anmeldung unter www.vlb-berlin.org/ehemvlber

 MENSCHEN & UNTERNEHMEN

4 Nachrichten: Bitburger: Sebastian Ellies wird Geschäftsführer / Einbecker Brauhaus ordnet Vertrieb und kaufmännische Leitung neu

5 Feierliche Eröffnung der Forschungszentren Si-M und BeCAT / Deutscher Mälzerbund wählt Präsidium neu

 TECHNIK & TECHNOLOGIE

6 Mebak e.V.: 106. Sitzung: Mitgliedertreffen 9. und 10. April an der Hochschule Geisenheim

7 Krones – vom Neutraublinger Handwerksbetrieb zum globalen Technologiepartner

8 Brau- und maschinentechnische Arbeitstagung 2026 der VLB Berlin in Erding

12 Brauer-Schule – Fachfragen und Fachrechnen für Auszubildende: Abfüllung

13 Westerwald-Brauerei eröffnet neue Flaschenabfüllung

14 König-Brauerei: Neues Ziemann-Sudhaus soll 2027 in Betrieb gehen

15 Hopfenanbau in Deutschland ist Immaterielles Kulturerbe / CO2-neutrales Feuer im Kessel bei Avangard Malz

16 27. VLB-Logistikfachkongress: Getränkelogistik im Wandel: Energie, Infrastruktur und Digitalisierung im Fokus

19 Nachruf Stefan Braß

 IfGB AKTUELL

20 24. IfGB-Forum – Die Anmeldung ist offen

22 ProWein mit ProSpirits – Die Branche rückt näher zusammen

24 Misselhorn-Schüler besuchen das IfGB

25 Destillateurmeisterkurs: Eine Anmeldung ist noch möglich / Gold für Penninger bei den World Whiskies Awards 2026

26 Craft Spirits Award wächst

27 Steuererhöhung für Spirituosen?

 BETRIEBSWIRTSCHAFT

28 Brau-Börsen-Bilanz: Herausforderndes Geschäft 2025 in den Büchern

 MARKT & MARKEN

32 BRŁO Naked Haze: Alkoholfreies Hazy IPA aus Berlin / AB InBev wird globaler Bierpartner von Bayer 04 Leverkusen

33 „Brau Dir Deine Zukunft“ – Verbände starten bundesweite Ausbildungskampagne

 INSTITUTIONEN & VERBÄNDE

34 DBMB-Landesgruppe Sachsen: 18. Hauptversammlung Ende Januar in Dresden

35 Lösungen Brauer-Schule / Verschiedenes / Impressum

36 Veranstaltungskalender

Die Charité Berlin und die TU Berlin haben am 22. April die Forschungszentren „Berlin Center for Advanced Therapies“ (BeCAT) und „Der Simulierte Mensch“ (Si-M) eröffnet 5

Vom 24. bis 26. März die VLB-Frühjahrstagung in Erding statt. Das Vortragsprogramm wurde ergänzt durch Besichtigungen der Erdinger Weißbräu und des Hopfenfoschungszentrums Hüll 8

218 Branchenexperten trafen sich Anfang März in Meschede, um im Rahmen des 27. VLB-Logistikfachkongresses Entwicklungen und Herausforderungen der Getränkelogistik zu diskutieren 16

Das Programm für das 24. IfGBForum steht. Besichtigungen in der LVWO Weinsberg, bei Vögele, auf dem DHBW-Campus und im Schnapsmuseum Bönnigheim flankieren die Tagung

 NACHRICHTEN

Bitburger: Sebastian Ellies wird Geschäftsführer

Sebastian Ellies (42), derzeit Leiter

Export bei der Bitburger Braugruppe, wird zum 1. Juni 2026 neuer Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Bitburger Braugruppe.

(F.) Der erfahrene Branchenexperte ist seit acht Jahren in Führungspositionen bei der Braugruppe tätig und bringt umfassende Vertriebsexpertise, auch aus seinen Tätigkeiten bei namhaften deutschen und internationalen Brauereien, mit. Ellies wird die Nachfolge vom jetzigen Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, Sebastian Holtz, antreten. Holtz kehrt auf eigenen Wunsch in seine Heimatstadt Hamburg zurück.

„Wir freuen uns sehr, mit Sebastian Ellies einen hochkompetenten Branchenfachmann und bewährten Manager aus unseren eigenen Reihen als neuen Vertriebs- und Mar-

ketinggeschäftsführer gewonnen zu haben“, betont Dr. Dieter Heuskel, Vorsitzender der Aufsichtsgremien der Bitburger Unternehmensgruppe. „Sebastian Ellies hat in den vergangenen Jahren nicht nur das anspruchsvolle Exportgeschäft erfolgreich und profitabel entwickelt, sondern auch bewiesen, dass er die Werte unseres Familienunternehmens verkörpert.“

Die Unternehmensgruppe und die Aufsichtsgremien seien überzeugt, dass Ellies gemeinsam mit dem Geschäftsführungsteam aus Braugruppe und Holding die großen Herausforderungen der Braubranche erfolgreich meistern werde, so Heuskel. Sebastian Ellies freut sich über das Vertrauen, das die Braugruppe in ihn setzt. „Gemeinsam mit den erfahrenen Führungskollegen im Vertriebsbereich und den professionellen Marketingteams werde ich mich mit voller Kraft dafür einsetzen, die Braugruppe mit ihren starken Marken und engagierten Mitarbeitern auch in herausfordernden Zeiten weiter erfolgreich aufzustellen.“

Einbecker Brauhaus ordnet Vertrieb und kaufmännische Leitung neu

Andrej März wird neuer kaufmännischer Leiter beim Einbecker Brauhaus

Die Einbecker Brauhaus AG stellt zwei zentrale Führungspositionen neu auf. Thorsten Husmann hat zum 1. April 2026 die Verantwortung für den Vertrieb übernommen, Andrej März wird spätestens zum 1. Juni 2026 neuer kaufmännischer Leiter des Traditionsunternehmens.

(F.) Die bisherige kaufmännische Leiterin Sarah Jakobi hat das Unternehmen verlassen. Spätestens zum 1. Juni 2026 übernimmt Andrej März diese Position. Der 50-jährige Betriebswirt lebt in der Region Göttingen und verfügt über rund 14 Jahre Erfahrung als kaufmännischer Verantwortlicher in produzierenden mittelständischen Unternehmen. Davon entfallen elf Jahre auf die Konsumgüterindustrie und fünf Jahre auf die Getränkebranche.

Seine berufliche Laufbahn begann März nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Göttingen als Controller beim Life-Science-Unternehmen Sartorius. In den vergangenen Jahren sammelte er umfassende Erfahrung in unterschiedlichen Unternehmensstrukturen, von familiengeführten Mittelständlern über Konzernorganisationen bis hin zu Private-Equity-geprägten Unternehmen. Zuletzt war er unter anderem bei Beckers Bester tätig. Zum 1. April 2026 hat Thorsten Husmann die Position des Sales Directors übernommen. Der erfahrene Vertriebsexperte bringt langjährige internationale Erfahrung aus der Getränke- und Konsumgüterbranche mit. In seiner bisherigen Laufbahn verantwortete er unter anderem den Marktaufbau, die Vertriebsentwicklung und die strategische Neuausrichtung für Marken wie Bacardi, De Kuyper, TapTails und Soda Libre.

Husmann verfügt über umfassende Erfahrung in allen zentralen Vertriebskanälen der Branche, darunter Gastronomie, Lebensmitteleinzelhandel, Exportgeschäft sowie Direct-to-Consumer-Konzepte. Mit der personellen Neuaufstellung verbindet die Einbecker Brauhaus AG zugleich einen Dank an die bisherigen Verantwortlichen. Die kaufmännische Leiterin Sarah Jakobi hat das Unternehmen Ende Januar verlassen. Sie hat das Einbecker Brauhaus in einem besonders herausfordernden Jahr begleitet und maßgeblich dazu beigetragen, notwendige Restrukturierungs- und Transformationsmaßnahmen im Unternehmen umzusetzen. Vertriebsleiter Sören Wolff wird das Unternehmen nach einer Übergangsphase Ende April verlassen. Wolff war acht Jahre für das Einbecker Brauhaus tätig und hat in dieser Zeit wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Vertriebs gesetzt.

Foto:
Bitburger
Foto: Einbecker

Feierliche Eröffnung der Forschungszentren Si-M und BeCAT

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Technische Universität Berlin haben am 22. April 2026 die Forschungszentren „Berlin Center for Advanced Therapies“ (BeCAT) und „Der Simulierte Mensch“ (Si-M) eröffnet. Die beiden Gebäude entstanden auf dem Campus an der Seestraße 13 in Berlin-Wedding in unmittelbarer Nachbarschaft zur VLB Berlin.

(F.) Mit den Forschungszentren BeCAT und Si-M auf dem Campus Bio- und Medizintechnologie hat die Vision einer zukunftsweisenden medizinischen Forschung zum Wohle der Patienten konkrete Formen angenommen.

Bei der feierlichen Eröffnung mit zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Gesundheit und Politik betonte Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt: „Spitzenforschung braucht hervorragende Infrastruktur. Mit Investitionen von mehr als 31 Mio. € des BMFTR setzen wir ein klares Signal: Deutschland will bei der Entwicklung neuer Therapien weltweit an der Spitze stehen. Unsere Vision für die Medizin der Zukunft: Unheilbares heilbar machen.“ Im Fokus des Forschungszentrums „Der Simulierte Mensch“ (Si-M)

von TU Berlin und Charité steht die Nachbildung der menschlichen Biologie von molekularen Prozessen bis hin zu komplexen Geweben und Organfunktionen. Durch die enge Verzahnung von ingenieurwissenschaftlicher und medizinischer Expertise können innovative Modelle entwickelt werden, die ein tieferes Verständnis von Krankheitsmechanismen ermöglichen und neue Ansätze für Diagnostik und Therapie eröffnen.

Im Forschungszentrum „Berlin Center for Advanced Therapies“ (BeCAT) der Charité werden in spezialisierten Einheiten und Laboren sog. „lebende“ Medikamente entwickelt. Die innovativen Arzneimittel basieren auf Genen, Zellen und Geweben. Diese behandeln nicht nur spürbare Symptome, sondern zielen darauf ab, Krankheiten ursächlich

Deutscher Mälzerbund wählt Präsidium neu

In der ordentlichen Mitgliederversammlung am 4. März 2026 in Mainz standen turnusmäßig Wahlen zum Präsidium des Deutschen Mälzerbundes für die dreijährige Amtsdauer von 2026 bis 2029 an. (F.) Axel Kling (Kling-Malz), der dem Präsidium seit November 2017 angehörte, stellte sich für den kommenden Turnus bis 2029 nicht mehr zur Wiederwahl. Das Präsidium und die Mitglieder dankten Kling für seine langjährige engagierte Arbeit im Präsidium. Neben Markus Burteisen (Bamberger Mälzerei), Stephan Bergler (IREKS) und Jörg Gewalt (Steinbach-Malz) stellte sich Benjamin Ogger (Malzfabrik Zimmermann), der seit Oktober 2025 auch dem Mälzerbund BadenWürttemberg vorsteht, zur Wahl. Alle vier Kandidaten wurden ohne Gegenstimmen in das Präsidium

Markus Burteisen, Präsident Deutscher Mälzerbund e.V.

gewählt. Markus Burteisen wird weiterhin als Präsident den Deutschen Mälzerbund vertreten.

Foto: ew

zu behandeln und die Gesundheit von Patienten nachhaltig wiederherzustellen.

Die Senatorin für Wissenschaft

Dr. Ina Czyborra erklärte: „BeCAT und Si-M stehen für einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie wir Medizin denken und entwickeln. Hier wird aus mutiger Spitzenforschung greifbare Hoffnung – mit neuen Therapien für bislang unheilbare Krankheiten und Technologien wie 3-D-Bioprinting und Multi-Organ-Chips, die die Forschung revolutionieren. So festigen wir Berlins Rolle als pulsierendes Herz der Gesundheitsinnovation.“

Beide Forschungszentren sind als Orte des Austauschs konzipiert.

Beim Si-M spiegelt sich dies auch in der Architektur des Gebäudes wider: Offene Raumkonzepte und öffentliche Bereiche sollen den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern.

Die Präsidentin der TU Berlin Prof. Dr. Fatma Deniz fügte hinzu: „Wenn wir die Komplexität des menschlichen Körpers verstehen wollen, müssen wir Disziplinen zusammenbringen. Genau das treiben wir voran. Mit der ingenieurwissenschaftlichen Stärke der TU Berlin und der medizinischen Expertise der Charité schaffen wir im Si-M einen Ort, an dem aus exzellenter Grundlagenforschung konkrete Anwendung wird.“

Auf gute Nachbarschaft: Die beiden neuen Forschungszentren Si-M und BeCAT in Berlin-Wedding von der Terrasse der VLB Berlin aus gesehen

MEBAK-Mitglieder zu Besuch an der Hochschule Geisenheim University für Weinbau und Önologie

106. Sitzung: MEBAK-Mitgliedertreffen an der Hochschule Geisenheim

Die 106. Sitzung brachte zahlreiche Fachleute aus Wissenschaft und Praxis zusammen und wurde von den Vorsitzenden Dr. Martin Zarnkow und Matthias Hansen geleitet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Entwicklungen in der analytischen Qualitätssicherung und neue methodische Ansätze. Die Sitzung zeichnete sich durch einen intensiven fachlichen Austausch aus, auch mit den teilnehmenden Ehrenmitgliedern Dr. Gerd Bender, Dr. August Gresser und Roland Schmidt.

(F.) Im Zuge der Tagung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Labore und das beeindruckende Technikum der Hochschule Geisenheim University besichtigen. Die Teilnehmenden erhielten dabei umfassende Einblicke in moderne Analytik, sensorische Prüfverfahren sowie aktuelle Forschungsinfrastrukturen. Die Verkostung unterschiedlichster Weine ließ keine Wünsche offen. Gehört die die Hochschule doch zu den weltweit Führenden im Bereich Weinbau und Önologie.

Harmonisierung im Fokus

Inhaltlich standen insbesondere die Weiterentwicklung analytischer Methoden sowie deren Harmonisierung im Fokus. Diskutiert wurden unter anderem aktu -

elle Ansätze in der NDMA-Analytik sowie neue sensorische Prüfmethoden wie ein erweiterter In-/ Out-Test. Diese Arbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung und Standardisierung analytischer Verfahren in der Brau- und Getränkebranche.

Die Berichte aus den verschiedenen Arbeitsgruppen verdeutlichten die hohe Dynamik innerhalb der MEBAK. Im Besonderen ist hervorzuheben, dass mehrere Methoden im Bereich Gebinde und Produktausstattungsmittel (GuP) in Kürze veröffentlicht werden.

Neue Mitglieder der MEBAK Im Rahmen der Sitzung wurden Florian Heukäufer und Dr. Jennifer Schneiderbanger einstimmig

als neue Mitglieder in die MEBAK aufgenommen. Schneiderbanger präsentierte in ihrem Fachvortrag innovative Ansätze zur Bestimmung der Optimaltemperaturen stärkeabbauender Enzyme mittels Halbwertszeitmethode. Herr Heukäufer gab einen Einblick in verschiedene Prüfverfahren an Glasflaschen und deren Aussagekraft für die Flaschenqualität. Die MEBAK heißt beide herzlich willkommen und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit. Ein fester Bestandteil der Sitzungen sind Gastvorträge und Einladungen zum Kennenlernen. Zu Gast waren Dr. Christian Schubert (VLB Berlin) und Dr. Paul Besrukow (Hochschule Geisenheim University). Ferner stellte Jens Varnskühler (seedalive GmbH) einen Keimfähigkeitsschnelltest für Pflanzensamen vor, der neue Perspektiven für die Analytik eröffnen könnte.

Fazit

Die MEBAK bestätigte mit dieser Sitzung einmal mehr ihre zentrale Rolle als Plattform für den wissenschaftlichen und technischen Austausch in der Brau- und Getränkeanalytik und setzt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von Methoden, Standards und Kooperationen in der Branche. Die nächste Sitzung findet in der zweiten Jahreshälfte in Erding statt. Ein besonderer Dank gilt der Hochschule Geisenheim University, Prof. Dr. Bernd Lindemann und Dr. Paul Besrukow sowie insbesondere Prof. Dr. Bianca May, die als hervorragender Gastgeber ideale Rahmenbedingungen für die Veranstaltung boten.

Foto: MEBAK & KI

Krones – vom Neutraublinger Handwerksbetrieb zum globalen Technologiepartner

Die Krones AG feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Vor 75 Jahren, im Jahr 1951, gründete Dr. Hermann Kronseder in Neutraubling bei Regensburg einen kleinen Handwerksbetrieb für Elektromaschinen – damit legte er den Grundstein für ein Unternehmen, das sich heute zu einem der weltweit führenden Technologiepartner der Getränke- und Lebensmittelindustrie entwickelt hat.

(F.) Ausgehend von der Entwicklung erster Etikettiermaschinen entstand in den folgenden Jahrzehnten eine beeindruckende Unternehmensgeschichte – geprägt von technischem Fortschritt, konsequentem Wachstum und dem unternehmenseigenen Anspruch, immer neue Standards in der Branche zu setzen. In den 1960ern folgte der Schritt in die Internationalisierung: 1966 entstand mit Krones Inc. in den USA die erste Auslandsgesellschaft und leitete die globale Expansion des Unternehmens ein. Heute ist Krones in mehr als 160 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit mehr als 20 000 Mitarbeitende. Das Portfolio des Unternehmens umfasst unter anderem Maschinen und komplette Anlagen für die Getränkeabfüllung und - verpackung, Prozesstechnologie, Intralogistik- und Digitalisierungslösungen sowie Kunststoffrecycling – einschließlich aller Schritte im Kunststoffkreislauf von der Aufbereitung bis zur Wiederverwertung als Teil eines systemischen Gesamtansatzes. Viele dieser Bereiche sind aus richtungsweisenden Entwicklungen hervorgegangen, die über Jahrzehnte immer wieder Maßstäbe setzten.

Die Auszeichnung zahlreicher Produkte, Maschinen und Konzepte sowie rund 7000 Patente, das erste davon wurde bereits 1956 durch Dr. Hermann Kronseder angemeldet, unterstreichen die technologische Führungsrolle des Unternehmens –ebenso wie Projekte, die als Meilensteine der Industrie gelten. Dazu gehörten z.B. die sog. Blocklösung aus dem Jahr 1975, die mehrere Maschinen auf engstem Raum miteinander verbindet, die energieautarke und CO2-neutrale Brauerei (2017) oder ganz aktuell die Abfülllinie der Zukunft mit dem Namen Ingeniq. „Krones steht für unternehmerische

Kontinuität über Generationen hinweg. Die Werte, mit denen mein Vater das Unternehmen gründete, prägen Krones bis heute – verbunden mit der Offenheit, sich immer wieder neu auf technologische und gesellschaftliche Veränderungen einzustellen“, so Volker Kronseder, Aufsichtsratsvorsitzender und Sohn des Firmengründers Dr. Hermann Kronseder.

„75 Jahre Krones – das bedeutet 75 Jahre Engagement, Neugier und Innovationsfreude“, erklärt Christoph Klenk, Vorstandsvorsitzender der Krones AG. „Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben, und danken allen Mitarbeitenden, die mit ihrem Know-how und ihrer Leidenschaft unseren Weg geprägt haben. Von einer halbautomatischen Anlage mit 1200 etikettierten Glasflaschen pro Stunde im Jahr 1951 bis zu heutigen Leistungen von über 100 000 PET-Flaschen pro Stunde zeigt sich eindrucksvoll, wie weit wir gekommen sind. Mit fortschreitender Digitalisierung und immer intelligenteren Systemen stehen wir erneut an einem spannenden Wendepunkt – und können gespannt sein, welche Möglichkeiten sich zukünftig noch eröffnen werden.“

Die Zukunft im Fokus

Mit Blick auf die kommenden Jahre richtet Krones den Fokus weiterhin auf die Entwicklung und industrielle Umsetzung neuer technologischer Konzepte – insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Prozessintegration und ressourceneffiziente Produktionssysteme. Ziel ist es, gemeinsam mit Kunden und Partnern auch weiterhin die zukünftigen Anforderungen der Getränke- und Lebensmittelindustrie frühzeitig aufzugreifen, mitzuprägen und Lösungen zu bieten, die über das Morgen hinausgehen – ganz im Sinne des

Unternehmensclaims „Solutions beyond tomorrow“. Ein Beispiel hierfür ist die nachhaltige Verpackungslösung LitePac Top: eine kunststofffreie Sekundärverpackung, die PET-Flaschen oder Dosen mithilfe eines vollständig recycelbaren Karton-Clips und optional einer papierbasierten Banderole sicher zusammenhält und damit die bislang übliche Umwicklung mit Folie überflüssig macht.

rechts: Eine Maschine aus nur 150 Teilen: Die erste Maschine, genannt St 1500, etikettierte 1500 Flaschen pro Stunde

Unternehmensgründer Dr. Hermann Kronseder

Fotos/Abb.: Krones

Brau- und maschinentechnische Arbeitstagung 2026 der VLB Berlin in Erding

Vom 24. bis 26. März 2026 fand die Brau- und maschinentechnische Arbeitstagung der VLB Berlin in Erding statt. An den Sitzungen des Technisch-Wissenschaftlichen Ausschusses (TWA) und der anschließenden Vortragsveranstaltung nahmen rund 260 Fachleute aus der Brau- und Getränkeindustrie sowie deren Partnerbranchen teil. Ergänzt wurde das Programm durch Besichtigungen der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu und des Hopfenforschungszentrums Hüll.

Oben: Blick in den Vortragssaal der Stadthalle Erding

Mitte: Besichtigung der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu

Unten: Das Podium bei der Abschlussbesprechung des TechnischWissenschaftlichen Ausschusses (TWA) der VLB

(oh) Nach Stationen 2024 in Groningen und 2025 in Kulmbach war die diesjährige Frühjahrstagung der VLB im bayerischen Erding zu Gast. Thematisch standen Prozessoptimierung in der Brau- und Getränkeindustrie – unter anderem in den Bereichen Flaschenreinigung, Data Mining, Haltbarmachung, Instandhaltung und Würzeherstellung – sowie Fragen der Versorgungssicherheit bei Energie, Wasser, Hopfen, Malz und Nachwuchskräften im Mittelpunkt. Ein umfassender Themenblock widmete sich zudem dem Motto „Alkohol – alkoholfrei – Alternativen: Herausforderungen und Chancen für die Brauwirtschaft“.

„Innovation entsteht oft dort, wo man bereit ist, Ideen zu teilen, und wo man sich gegenseitig austauscht und unterstützt. Dies zeichnet unsere Branche besonders aus, und das sollten wir uns unbedingt erhalten“, sagte VLB-Geschäftsführer Dr. Björn Klotzbücher in seiner Rede zur Kongresseröffnung. „Aber wir müssen an der einen oder anderen Stelle auch lernen, neue Produkte und neue Ideen anzugehen. Auch dazu bietet das Programm der diesjährigen VLB-Frühjahrstagung einige Ansätze.“ Er dankte der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu und dem Hopfenforschungszentrum Hüll für die umfassende Unterstützung bei der Durchführung der Besichtigungen.

Die Privatbrauerei Erdinger Weißbräu gewährte den Tagungsteilnehmenden Einblicke in Produktion und Abfüllung. Besonderes Interesse galt dem Hochregallager, in dem das in Flaschen abgefüllte Erdinger Weißbier seine zweiwöchige Bayerische Edelreifung durchläuft. Darüber hinaus wurde auch die untergärige Abteilung besichtigt, in der unter anderem Erdinger Hell

hergestellt wird. Am Dienstagabend konnten die Teilnehmenden die Erdinger Bierspezialitäten im Rahmen eines bayerischen Abends im Gasthaus Erdinger Weißbräu verkosten. Die zweite Besichtigung führte die Teilnehmenden in die Hallertau zum Hopfenforschungszentrum Hüll, das in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Als weltweit anerkanntes Exzellenzzentrum der Hopfenforschung arbeiten dort Wissenschaftler und Praktiker gemeinsam an Lösungen für den stetigen Wandel im Hopfenbau. Die Teilnehmenden der VLB-Tagung zeigten sich beeindruckt von der wissenschaftlichen Kompetenz des Standorts und wurden über aktuelle Herausforderungen der Hopfenbranche in den Bereichen Sortenzüchtung und Anbau informiert.

Bericht Vortragsprogramm Tag 1 Das Programm des ersten Vortragstages begann mit dem Thema „Prozessoptimierung in der Brau- und Getränkeindustrie: Flaschenreinigung & Datamining“ und stand unter der Leitung von VLB-Geschäftsführer Dr. Björn Ch. Klotzbücher

Über die „Lavasonic HI – Eine Flaschenreinigungsmaschine der nächsten Generation und erste Praxiserfahrungen am Coca-ColaStandort Lüneburg“ berichteten Tanja Redemsky-Meyer (KRONES) und Dieter Lennackers (Coca-Cola Europacific Partners). Angesichts steigender Energie-, Wasser- und CO₂-Kosten stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich die Reinigung von Mehrweggebinden ressourcenschonender gestalten lässt, ohne Abstriche bei Hygiene und Produktsicherheit zu machen. Herkömmliche Flaschenreinigungsprozesse werden stark über Temperatur und Chemie ge -

Fotos: ew

steuert, obwohl Leergut je nach Herkunft und Verschmutzungsgrad unterschiedlich belastet ist. Ziel war es daher, die Reinigungsleistung flexibler an den tatsächlichen Bedarf anzupassen und zugleich den Einsatz von Lauge, Wärme und Frischwasser zu senken. Vorgestellt wurde die neue Flaschenreinigungsmaschine „Lavasonic HI“ von Krones, die Ultraschallvorbehandlung, steuerbare mechanische Intensität, verbesserte Frischwasserspülung und neu entwickelte Flaschenfixierung kombiniert. Der Ultraschall unterstützt vor allem das Ablösen von Etiketten und Anhaftungen, während die Fixierung die Flaschen im Prozess stabilisiert und schonender führt. Erprobt wurde das Konzept in Labor- und Feldversuchen, unter anderem bei Coca-Cola in Lüneburg. Untersucht wurden chemischtechnische, mikrobiologische und werkstoffbezogene Effekte. Nach Angaben der Referenten konnten auch bei reduzierten Laugetemperaturen mikrobiologisch sichere Reinigungsergebnisse erzielt werden. Durch die Fixierung der Flaschen in den Transportkörben wurde die mechanische Belastung deutlich reduziert. Damit eignet sich die Anlage auch für die Reinigung von Leichtglasflaschen. Für PET wurden ebenfalls Vorteile berichtet, etwa weniger Schrumpfung und geringere Materialschädigung bei verringerter chemischer Beanspruchung. Fazit: Der neue Ansatz versteht Flaschenreinigung nicht mehr nur als Frage von Temperatur und Chemie, sondern als gezielt regelbaren Gesamtprozess. Damit eröffnet sich für Abfüller die Perspektive, Hygiene, Ressourceneffizienz und Gebindeschonung besser miteinander zu verbinden – mit Potenzial sowohl für die Dekarbonisierung als auch für sinkende Betriebskosten.

Über den „Digitalen Vorsprung für Brauereien – Aus Daten werden Lösungen“ sprach Laura Grotenhoff (Ziemann Holvrieka). Angesichts steigender Anforderungen an Qualität, Energie- und Rohstoffeffizienz sowie wachsendem Wettbewerbsdruck stellte der Vortrag die Frage, wie Brauereien ihre Prozesse mithilfe der Digitalisierung besser verstehen und gezielter optimie -

ren können. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass in modernen Betrieben zwar zahlreiche Messwerte aus Produktion, Labor und Medienversorgung vorliegen, diese jedoch häufig nicht zu einem Gesamtbild zusammengeführt werden. Dadurch bleiben Abweichungen, Ineffizienzen und Einsparpotenziale oft lange unentdeckt. Ziel des vorgestellten Projekts ist es, aus vorhandenen Produktionsdaten konkrete betriebliche Verbesserungen abzuleiten und datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen. Mit „Ziemann AnalytiX powered by Indeex“ wurde ein cloudbasiertes Analysewerkzeug vorgestellt, das Daten aus unterschiedlichen Quellen herstellerunabhängig bündelt und als digitalen Zwilling aufbereitet. Dadurch lassen sich Prozesse in Echtzeit überwachen, Kennzahlen automatisch visualisieren und Entwicklungen über Chargen, Zeiträume oder Anlagenteile hinweg vergleichen. Anwendungsfelder sind unter anderem Verbrauchsüberwachung, Chargenanalysen, KPI-Tracking, Reporting sowie die frühzeitige Erkennung von Auffälligkeiten. Besonderes Gewicht legte der Vortrag auf die Aussage, dass reine Datenvisualisierung allein noch keinen Mehrwert schafft. Erst durch die Verknüpfung von Datenanalyse mit verfahrenstechnischer und brauereispezifischer Expertise entstehen belastbare Schlussfolgerungen und umsetzbare Maßnahmen. Veranschaulicht wurde dies an einem Beispiel zur Anomalieerkennung im Kältebereich, bei dem Abweichungen zwischen Normal- und Problemphasen sichtbar gemacht wurden. Fazit: Digitalisierung ist in der Brauerei kein Selbstzweck und erschöpft sich nicht in Dashboards oder Berichten. Ihren Nutzen entfaltet sie dort, wo aus Daten konkrete Lösungen für Effizienz, Nachhaltigkeit und Prozessstabilität entstehen. Für Brauereien eröffnet sich damit die Möglichkeit, Optimierungspotenziale systematisch zu erkennen und die Produktion transparenter und belastbarer zu steuern.

Im Anschluss stand das Thema „Alkohol – alkoholfrei – Alternativen: Herausforderungen und Chancen für die Brauwirtschaft im Fokus". Philipp Herold und

Dr. Stefan Kreisz (beide Privatbrauerei Erdinger Weißbräu) berichteten über den „Status quo alkoholfreie Biere am Beispiel ERDINGER“ . Sie skizzierten, wie es Erdinger gelungen ist, ein alkoholfreies Bier auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse gezielt im Sportumfeld zu positionieren. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass intensive Ausdauerbelastungen wie Marathonläufe das Immunsystem vorübergehend schwächen und Entzündungsreaktionen fördern. In der Regenerationsphase steigt damit das Risiko für Atemwegsinfekte. Die Zielsetzung der vorgestellten Studie war, zu prüfen, ob alkoholfreies Bier diese Belastungseffekte abmildern kann. Im Fokus standen dabei die in alkoholfreiem Bier natürlich vorkommenden Polyphenole, denen antioxidative und entzündungsmodulierende Eigenschaften zugeschrieben werden. Untersucht wurde, ob der regelmäßige Konsum von ERDINGER Alkoholfrei vor und nach einem Marathon sowohl Entzündungsmarker als auch die Häufigkeit von Infekten senken kann. Als Lösungsansatz kombinierte das Unternehmen wissenschaftliche Validierung mit einer klaren Marktstrategie. Die Studie zeigte laut Vortrag eine signifikante Reduktion von Atemwegsinfekten sowie niedrigere Entzündungswerte bei den Teilnehmenden. Die Ergebnisse wurden zudem wissenschaftlich publiziert. Darauf aufbauend positionierte ERDINGER Alkoholfrei das Produkt als isotonisches Regenerationsgetränk und verankerte diese Botschaft konsequent in emotionalen Ausdauersport-Umfeldern – von Events über Biathlon bis zur Aktiv-Tour und digitalen Community.

Fazit: Der Erfolg entstand nicht allein durch Marketing, sondern durch die Verbindung von plausibler physiologischer Wirkung, wissenschaftlicher Bestätigung und langfristiger Aktivierung im Ausdauersport. So wurde aus einem alkoholfreien Bier ein im Sport fest verankerter Markenbaustein

Philipp Herold und Dr. Stefan Kreisz (beide Privatbrauerei Erdinger Weißbräu)
Dr. Björn Ch. Klotzbücher (VLB Berlin)
Tanja Redemsky-Meyer (KRONES)
Laura Grotenhoff (Ziemann Holvrieka)

Dr. Christian Schubert (VLB Berlin) griff in seinem Vortrag „Weltweit fermentiert – Globale Stärkequellen für alkoholfreie Bieralternativen“ ein für die Brauwirtschaft zunehmend relevantes Thema auf. Ausgangspunkt war, dass alkoholfreie Biere weltweit zu den wenigen wachsenden Segmenten zählen, während sich die Rohstoffbasis verändert: Klimawandel, Versorgungsengpässe und steigende Gerstenpreise erhöhen den Druck, über alternative und regional verfügbare Stärkequellen nachzudenken. Zugleich zeigte der Vortrag, dass die Akzeptanz alkoholfreier Produkte nicht allein von größtmöglicher Bierähnlichkeit abhängt, sondern stark von sensorischer Balance und kulturell geprägten Erwartungen beeinflusst wird. Ziel der vorgestellten Arbeiten war es, stärkehaltige Rohstoffe wie Reis, Mais, Sorghum, Hirse oder Weizen hinsichtlich ihrer Eignung für alkoholfreie Gärprodukte zu bewerten. Im Fokus standen technologische Fragen – etwa Verkleisterungstemperaturen, Enzymbedarf, Hefevitalität und Prozessanpassungen – ebenso wie sensorische Wirkung und Verbraucherakzeptanz in unterschiedlichen Märkten. Untersucht und sensorisch wie chemisch bewertet wurden verschiedene Rohstoffkombinationen in alkoholfreien Produkten. Ein Schwerpunkt lag auf Reis als global relevante Stärkequelle. Dabei zeigte sich, dass die Rohstoffwahl das Aromaprofil deutlich verändert – von malz- und würzeartigen bis zu neutraleren Ausprägungen. Interessant war der internationale Vergleich: Während ein US-Panel

Proben mit stärkerem Würzecharakter bevorzugte, favorisierte ein deutsches Panel Varianten mit ausgeprägterem Reisaroma und geringerem Würzecharakter. In den Konsumententests ergab sich insgesamt keine allgemeingültige Lieblingsrezeptur. Tendenziell wurden neutralere Produkte aus alternativen Getreidesorten jedoch oft besser bewertet als Vollmalz-, Weizen- oder Reisvarianten. Fazit: Für alkoholfreie Bieralternativen gibt es keine universelle Rohstofflösung. Erfolgversprechend ist vielmehr das gezielte Zusammenspiel aus Marktverständnis, lokaler Rohstoffverfügbarkeit, Prozessanpassung und sensorischer Optimierung. Alternative Stärkequellen eröffnen der Brauwirtschaft damit nicht nur Spielräume bei der Rohstoffsicherung, sondern auch Innovationschancen für neue, sensorisch eigenständige Produkte.

Der Vortrag „Beyond beer – Kreislaufsysteme für Brauereien der Zukunft“ von Dr. Mark Schneeberger (EatBeer) beschäftigte sich mit der Frage, wie Brauereien ihre Nebenströme künftig wirtschaftlich und strategisch besser nutzen können. In Brauereien fallen große Mengen an Treber, Hefe und weiteren Reststoffen an, für die zahlreiche Verwertungstechnologien verfügbar sind, deren tatsächlicher Nutzen aber oft unklar bleibt. Entscheidend ist nicht allein, was technisch machbar ist, sondern welches Produkt aus einem Nebenstrom sinnvoll hergestellt werden kann – und ob dafür ein tragfähiger Markt existiert. Ziel ist es daher, Brauerei-Nebenströme systematisch in eine zirkuläre Bioökonomie zu überführen. Statt Reststoffe isoliert zu betrachten, sollen Ressourcen, Technologien und Absatzmärkte zusammengeführt werden. Damit verfolgt EatBeer das Ziel, aus bislang wenig genutzten Strömen marktfähige Produkte für den Lebensmittel- oder Biochemical-Bereich abzuleiten und neue Wertschöpfung für Brauereien zu erschließen. Als Lösungsansatz wurde eine Plattform vorgestellt, die mehrere Ebenen verbindet: auf der Rohstoffseite verfügbare Substrate wie Treber und Hefe, auf der Prozessseite biotechnologische Verfahren, Fermentation und Rezepturentwicklung, auf der Produk-

tionsebene modulare Konzepte bis hin zur „Dark Factory“ und auf der Marktseite die Bewertung von Nachfrage, Preis, Logistik und CO₂Auswirkung. Der zentrale Gedanke ist, nicht von einer einzelnen Technologie auszugehen, sondern den passenden Produktionsweg aus dem Zusammenspiel von Quelle, Prozess und Käufer abzuleiten. Unterstützt wird dieser Ansatz durch ein interdisziplinäres Netzwerk aus Wissenschaft und Anwendung. Fazit: Wer Nebenströme konsequent als Rohstoffbasis versteht und technologische mit marktseitigen Fragen verknüpft, kann aus Reststoffen neue Geschäftsmodelle entwickeln. Der Vortrag zeichnete damit das Bild einer Brauerei, die sich vom reinen Getränkehersteller zum Akteur der zirkulären Bioökonomie weiterentwickelt.

In eine ähnliche Richtung ging der Vortrag „Ingredients aus der Hefe – ProteinDistillery, ein Beispiel für die Erschließung neuer Geschäftsfelder für die Brauwirtschaft“ von Prof. Dr. Tomas Kurz (ProteinDistillery). Ausgangssituation ist, dass Brauereihefe bislang häufig nur begrenzt wertschöpfend genutzt wird, während zugleich der Markt für alternative Proteine und funktionale Zutaten wächst. Treiber sind veränderte Verbrauchererwartungen an Nährwert, Sensorik und „saubere“ Deklaration, regulatorische Anforderungen sowie der Wunsch nach nachhaltigeren, ressourceneffizienten Lösungen. Ziel des Vorhabens ist es, fermentierte Biomasse – derzeit vor allem Brauereihefe – durch Upcycling in funktionale Zutaten der nächsten Generation zu überführen. ProteinDistillery versteht sich dabei nicht nur als Proteinhersteller, sondern als Multi-Ingredient-Plattform. Neben funktionellen Proteinen sollen auch Zellwandfraktionen, niedermolekulare Bestandteile und ganze Zellen für Anwendungen in Lebensmitteln, Futtermitteln, Biotechnologie, Nutraceuticals oder Kosmetik nutzbar gemacht werden. Als Lösungsansatz wurde ein schonender biotechnologischer Verarbeitungsweg für Einzeller vorgestellt. Im Mittelpunkt steht das Flaggschiffprodukt „Prewtein“, ein funktionelles Protein mit hoher Löslichkeit sowie guten Emulgier-, Wasserbindungs- und

Dr. Christian Schubert (VLB Berlin)
Prof. Dr. Tomas Kurz (ProteinDistillery)
Dr. Mark Schneeberger (EatBeer)

Gelie rungseigenschaften. Hinzu kommen ernährungsphysiologische und marktseitige Argumente wie hoher Proteingehalt, Non-GMOStatus und die Positionierung als Non-Novel-Food-Zutat. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen an weiteren Produktlinien, etwa für Textur, Geschmack, Mikrobiologie und fettnachahmende Systeme. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Skalierung: Nach dem Standortaufbau in Heilbronn und dem kommerziellen Start 2025 soll die Produktion in den industriellen Maßstab überführt werden.

Fazit: Brauereihefe ist nicht nur Reststoff, sondern eine strategische Rohstoffquelle für neue, funktionale und marktfähige Zutaten. Für die Brauwirtschaft eröffnet sich damit die Chance, Nebenströme in zusätzliche Wertschöpfung zu überführen und das Geschäftsmodell über das Getränk hinaus in Richtung zirkuläre Bioökonomie zu erweitern.

Der Vortrag „Alkoholische Getränke in der öffentlichen Diskussion: Betrachtungen zu Politik, Medien und NGOs“ von Julia Busse (Deutscher Brauer-Bund) beleuchtete das politische und kommunikative Umfeld, in dem sich die Brauwirtschaft heute bewegt. Ausgangssituation ist ein europaweit wachsender Regulierungsdruck: strengere Werbe- und Kennzeichnungsvorgaben, höhere Alkoholsteuern, Debatten über Warnhinweise sowie ein verschärfter Jugendschutz. Als zentrale Treiber wurden die WHO, nationale Ernährungsempfehlungen, Medien und NGOs dargestellt. Besonders die Übernahme des „No safe level“Ansatzes in die öffentliche Debatte wurde als Wendepunkt beschrieben. Ziel des Vortrags war es, diese Dynamik einzuordnen und ihre Folgen für die Brauwirtschaft sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich politische Narrative, gesundheitspolitische Empfehlungen und mediale Zuspitzung auf die gesellschaftliche Wahrnehmung alkoholischer Getränke und auf künftige Regulierungen auswirken. Als Lösungsansatz skizzierte der Deutsche Brauer-Bund eine klare, aber differenzierte Positionierung. Einerseits wird Verantwortung betont: Punktnüchternheit, Schutz vulnerabler Gruppen und die Anerkennung gesundheitlicher Risiken. Andererseits wendet sich der Verband gegen pau -

Innovationstag Mittelstand des BMWE 2026 in Berlin: Die VLB ist dabei

Beim Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) am 11. Juni in Berlin präsentiert sich der innovative Mittelstand als treibende Kraft der deutschen Wirtschaft. Unter dem Leitgedanken „Innovativ. Stark. Mittelstand.“ präsentieren rund 300 Aussteller – darunter auch die VLB Berlin – Ergebnisse ihrer zukunftsweisenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Auch die VLB Berlin als aktiver Forschungspartner der Brau- und Getränkewirtschaft ist in diesem Jahr wieder mit einem Stand vertreten. Vorgestellt werden die Ergebnisse des Projektes 49MF220230 „Entwicklung eines forcierten Palettenwirktests“ des VLB-Forschungsinstituts für Management und Getränkelogistik und Verpackungsprüfung. Darüber hinaus wird am Stand der Twins Crew GmbH ein weiteres Projekt mit Beteiligung der VLB aus dem Bereich Verwertung von Brauereireststoffen vorgestellt (KK5335207 TrebComCrate).

schale Schwarz-Weiß-Botschaften, nach denen jeder Schluck Alkohol automatisch als gleichermaßen riskant zu bewerten sei. Gefordert wird stattdessen eine wissenschaftlich differenzierte Betrachtung, flankiert durch Kommunikationsarbeit, politische Interessenvertretung und eigene Kampagnen.

Fazit: Die Diskussion um Alkohol wird zunehmend politisiert und emotionalisiert. Für die Brauwirtschaft bedeutet das, dass sie sich nicht nur technologisch und marktseitig weiterentwickeln muss, sondern auch kommunikativ. Erfolgreich wird sein, wer Verantwortung glaubwürdig vermittelt, ohne vereinfachende Narrative unwidersprochen stehen zu lassen.

Der Vortrag „Ist wirklich jeder Tropfen ein Risiko? Fakten und Fake News über moderaten Alkoholkonsum“ von Prof. Dr. Nicolai Worm ergänzte die Ausführungen von Busse. Die öffentliche Debatte über den Alkoholkonsum wird geprägt durch Empfehlungen von WHO und DGE, wonach bereits geringe Alkoholmengen riskant seien. Zu wenig beachtet würden dabei Unterschiede zwischen Konsummenge, Getränkekategorie, Trinkmuster und Lebensstil. Ziel des Vortrags war es, die Datengrundlagen dieser Empfehlungen kritisch zu hinterfragen und eine differenziertere Einordnung gesundheitlicher Risiken einzufordern. Im Mittelpunkt standen die

Die im Auftrag des BMWE von der AiF Projekt GmbH organisierte Open-Air-Veranstaltung findet am 11. Juni 2026 von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Tschaikowskistraße 49 in 13156 Berlin statt. Der Besuch ist kostenfrei.

Information und Anmeldung: innovationstag-mittelstand-bmwk.de

neuen DGE-Empfehlungen, ihre Herleitung aus kanadischen Modellen sowie der Einfluss abstinenzorientierter Organisationen auf die internationale Alkoholpolitik. Zugleich sollte gezeigt werden, dass epidemiologische Bewertungen ohne Berücksichtigung von Faktoren wie „Sick Quitters“, Ernährung, Körpergewicht, Bewegung oder Trinkanlass aus Sicht des Referenten zu verkürzten Schlussfolgerungen führen.

Als Lösungsansatz stellte Worm keine technische Entwicklung, sondern eine Gegenargumentation auf Basis ausgewählter Studien und Meta-Analysen vor. Er verwies auf Arbeiten, die bei moderatem, regelmäßig verteiltem Konsum – insbesondere zu Mahlzeiten – neutrale oder teils günstige Zusammenhänge für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gesamtmortalität beschrieben. Auch beim Krebsrisiko plädierte er für eine stärkere Differenzierung nach Lebensstil, Adipositas, Bewegungsverhalten, Getränketyp und Trinkmuster.

Fazit: Die öffentliche Diskussion über Alkohol ist aus Sicht des Referenten stark politisiert. Statt pauschaler Botschaften brauche es eine transparentere, wissenschaftlich breiter fundierte Risikokommunikation. Rauschtrinken wurde klar als gesundheitlich problematisch benannt; moderater Konsum dürfe jedoch nicht undifferenziert mit Missbrauch gleichgesetzt werden.

Julia Busse (Deutscher Brauer-Bund)
Prof. Dr. Nicolai Worm

Die Aufgaben stellte Studienrat Andreas Großmann (Staatliche Berufsschule

Main-Spessart/ Karlstadt)

Fachfragen und Fachrechnen für Auszubildende

Abfüllung

Die Abfüllung in der Brauerei ist der letzte Schritt im Produktionsprozess, bei dem das fertige Bier in Flaschen, Dosen oder Fässer gefüllt wird. Dabei sind hygienische Bedingungen und eine möglichst sauerstoffarme Umgebung entscheidend, um Qualität und Haltbarkeit zu sichern. Moderne Abfüllanlagen ermöglichen eine schnelle Verarbeitung großer Mengen.

1. In der Füllerei durchläuft die Flasche mehrere Stationen, an denen unterschiedliche Arbeitsschritte durchgeführt werden. Welcher Arbeitsschritt schließt sich typischerweise nach dem Befüllen der Bierflasche an?

a) Verschließer b) HDE

c) Etikettierer d) Inspektor

e) Flaschendusche

2. Für was steht die Abkürzung „ASEBI“ bei der Flaschenkontrolle?

a) Automatic Surface Examination of Bottles

b) Automatischer Flaschenverschluss-Inspektor

c) All-Surface-Empty-Bottle-Inspector

d) Automatische Säure Erkennung und Bodeninspektion

e) Automat. Sichtprüfung und Erkennung von Beschädigungen mit Informationserfassung

3. Um ein Unter- oder Überfüllen der Flasche zu vermeiden, ist eine zuverlässige Erkennung des Füllstands notwendig. Welches Verfahren kommt bei der Füllhöhenerkennung nicht zum Einsatz?

a) Infraroterkennung

b) Röntgenerkennung

c) Radiometrische Erkennung

d) Kamera-Systeme

e) UV-Lichterkennung

4. Vor der Abfüllung werden Flaschen in der Flaschenreinigungsmaschine gründlich gesäubert. Welches der folgenden Mittel findet dabei keine Anwendung?

a) Natronlauge b) Peressigsäure

c) Tenside d) Hydrogencarbonat

e) Entschäumer

5. Gerstenmalz und Weizenmalz sind wichtige Zutaten im Bier, deren Nennung auf dem Etikett gesetzlich vorgeschrieben ist. Warum müssen „Gerstenmalz“ bzw. „Weizenmalz“ dabei fettgedruckt oder besonders hervorgehoben werden? a) Kohlenhydratquellen müssen gekennzeichnet werden.

b) Allergene müssen gekennzeichnet werden.

c) Aromastoffe müssen gekennzeichnet werden.

d) Farbgebende Stoffe müssen gekennzeichnet werden.

e) Stärkehaltige Produkte müssen gekennzeichnet werden.

6. Beim Abfüllen von Bier wird häufig das isobarometrische Prinzip angewandt, um eine hohe Abfüllqualität sicherzustellen. Warum wird dieses Verfahren beim Abfüllen von Bier eingesetzt?

a) Es soll eine Keimeintragung vermieden werden. b) Es soll eine Phasentrennung von Alkohol und Würze vermieden werden.

c) Es soll ein O2 – Verlust vermieden werden. d) Es soll Schaumbildung vermieden werden.

e) Es soll ein Temperaturanstieg vermieden werden.

7. KEG-Fässer sind in verschiedenen Sonderformen erhältlich, die auf unterschiedliche Anforderungen und Einsatzbereiche abgestimmt sind. Welche der folgenden KEG-Sonderformen existiert nicht?

a) Keggy b) KEG mit bayrischem Anstich

c) PETKEG d) COOLKEG

e) NRWKEG

8. Welche der folgenden Aussagen zur Fassreinigung ist falsch?

a) Die Innenvorspülung mit Warmwasser entfernt grobe Verunreinigungen.

b) Für die Fassreinigung darf keine Lauge eingesetzt werden.

c) Fässer werden mit heißem Alkohol desinfiziert.

d) Fässer dürfen nicht gedämpft werden.

e) Fässer können nur per Hand gereinigt werden.

Rechnungen

Eine Flaschenreinigungsmaschine soll 20 % über der Füllerleistung liegen, um Maschinenstillstandszeiten des Füllers zu vermeiden.

Berechne, welche Leistung die Flaschenreinigungsmaschine bei einer 42 000er-Abfülllinie erreichen muss! (ganze Zahl)

(Lösungen

Westerwald-Brauerei eröffnet

neue Flaschenabfüllung

Mit der offiziellen Inbetriebnahme ihrer neuen Füllerei hat die Westerwald-Brauerei in Hachenburg Mitte März eine der größten Investitionen ihrer Unternehmensgeschichte gefeiert.

(F.) Die neue Füllerei von Krones und BMS wurde innerhalb eines Jahres Bauzeit auf der Fläche einer bestehenden Logistikhalle errichtet. Sie gehört zu den modernsten Anlagen ihrer Art und ermöglicht eine deutlich flexiblere Produktion als bisher. Pro Stunde können bis zu 24 000 Flaschen abgefüllt werden. Entscheidend ist jedoch die schnelle Umstellung zwischen unterschiedlichen Getränken und Flaschengrößen.

Geplant und umgesetzt wurde das Projekt in großen Teilen durch eigene Fachleute der Brauerei. Eine zentrale Rolle spielten dabei Braumeister Maik Grün sowie Florian Wisser, Leiter der Abfüllung und Instandhaltung. Ihnen dankte Jens Geimer ganz besonders, denn deren Leistungen seien „herausragend und vorbildlich“. Viele der beteiligten Unternehmen stammen aus dem Westerwald – und die Zusammenarbeit sei vertrauensvoll und unkompliziert

gewesen. Der Abschluss des Projekts ist das zunächst letzte Puzzlestück in der Runderneuerung der Brauerei. In den vergangenen zehn Jahren floss ein zweistelliger Millionenbetrag in die neue Energieversorgung, Logis tik, Digitalisierung, Fass-Abfüllung, Erlebnis-Brauerei, Sudhaus und Qualitätssicherung.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer würdigte bei seinem Besuch den unternehmerischen Mut der Familienbrauerei: „Dass ein mittelständisches Unternehmen in herausfordernden Zeiten investiert und an seine Zukunft glaubt, ist ein starkes Signal für die gesamte Region.“

Mit Westerwälder Spezialitäten, Hachenburger Bieren und alkoholfreien Getränken feierten die Gäste anschließend gemeinsam (und noch sehr lange) den Start der neuen Anlage – und damit ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Westerwald-Brauerei.

20. & 21. Mai 2026, VLB Berlin

Das Thema Optimierung von Verpackungen und Gebinden ist in Zeiten der rasant steigenden Energie- und Rohstoffkosten, gepaart mit den Möglichkeiten zur CO2Reduzierung, gerade für die Getränkebranche hochaktuell. Die zweitägige VLB-Fachtagung Getränkeverpackung wird sich daher ausschließlich diesen Themen widmen, wobei sowohl technisch-technologische Auswirkungen für die Abfüllung als auch Aspekte der Qualitätssicherung im Vordergrund stehen werden. Zudem werden die rechtlichen Herausforderungen, die sich aus veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen der PPWR ergeben, diskutiert. Inklusive informativer Fachausstellung im VLB-Foyer und kommunikativer Abendveranstaltung.

Themen

+ PPWR – Folgen, Verantwortlichkeiten & To-dos

+ Flaschen aus gehärtetem Glas und Neuerungen bei Spezifikationen

+ Kartonagen und Displayverpackungen

+ Neues zu Papieren und Etiketten sowie Kronenkorken und Verschlüssen

+ Innovationen und Entwicklungen bei Getränkedosen

+ Aktuelles zu Getränkekästen und Mehrweg-Trays

+ Einsatz von Recycling-Folien

+ Nachhaltige Mehrstückpackungen

+ Sensorik in der Verpackungsprüfung

+ Berichte zu aktuellen VLB-Forschungsprojekten

Mit Unterstützung von

Ministerpräsident Alexander Schweitzer, der ehemalige Mitarbeiter Horst Schäfer, Leiter Brautechnik Maik Grün, Brauereichef Jens Geimer, Leiter Abfülltechnik Florian Wisser und Klaus Strüder, Leiter Fest- und Mietservice (v.l.)
Foto: Westerwald-Brauerei

Freuen sich auf das neue Sudhaus in Duisburg: (v.l.)

Holger Wunsch (Ziemann Holvrieka), Guido Christiani (technischer Geschäftsführer König-Brauerei), Florian Schneider (CCO Ziemann Holvrieka), und Dr. Matthias

Baldus (KönigBrauerei)

König-Brauerei: Neues Ziemann-Sudhaus soll 2027 in Betrieb gehen

Die König-Brauerei GmbH in Duisburg beginnt in Kürze mit dem Bau eines der nachhaltigsten Sudhäuser weltweit – und zwar unter der Federführung von Ziemann Holvrieka. Der Anlagenbauer konzipiert das Sudhaus hinsichtlich höchstmöglicher Würzequalität, Energieeffizienz und Ressourcenschonung schlüsselfertig.

(F.) Das neue Sudhaus soll 2027 in Betrieb gehen und die Energieeffizienz und den Ressourceneinsatz der König-Brauerei erheblich verbessern. „Der Neubau unseres Sudhauses ist der nächste wichtige Schritt im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit des Standortes Duisburg und ein weiterer Meilenstein im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt Guido Christiani, Geschäftsführer der König-Brauerei. Im Rahmen dieser Investition werden die bestehende Malzanlage sowie die beiden Ziemann-Sudlinien der Baujahre 1976 und 1977 durch modernste Technologie komplett ersetzt. „Besonders stolz macht uns die Tatsache, dass sich die KönigBrauerei nach fast fünf Jahrzehnten Ziemann-Sudhaus erneut für unsere Produkte entschieden hat“, resümiert Florian Schneider, CCO der Ziemann Holvrieka GmbH.

Bei der Neukonzeption bleiben sämtliche vorhandenen Utilities sowie die Einbindung in das bestehende Energienetz weiterhin im Einsatz. Dieses umfasst beispielsweise den Bezug von emissionsfreier Abwärme aus dem Wärmeverbundnetz des integrierten Hüttenwerks der Thyssenkrupp Steel Europe AG. Die Heißwassergewinnung erfolgt aus der Abwärme eines hocheffizienten Blockheizkraftwerks.

„Die neue Anlage sorgt mit ihrer modernsten Technologie dafür, dass die König-Brauerei in Kombination mit ihrem zertifizierten Energiemanagementsystem international betrachtet eines der effizientesten und umweltfreundlichsten Sudhäuser betreiben wird“, sagt Dr. Matthias Baldus, Leiter Bierherstellung und Energie in der König-Brauerei.

Einsparungen

Im Vergleich zur bisherigen Technologie reduziert das neue Ziemann-

Sudhaus den Energieeinsatz in den Prozessen der Bierherstellung um bis zu 40 %. Parallel dazu sinkt der Wasserverbrauch in der Brauerei durch die optimierten Prozesse im neuen Sudhaus noch einmal um fast 20 %. Konkret erreicht werden diese nachhaltigen Verbesserungen durch die:

‰ neu konzipierte Malzanlage der Ziemann-Schwesterfirma Künzel ‰ Minimierung von Wärmeverlusten durch eine weitgehende Isolierung aller Gefäße, Leitungen und Behälter ‰ Wärmerückgewinnung über das innovative Ziemann-Konzept DeltaBrew sowie ‰ Reduzierung des Wasserverbrauchs durch optimierte Prozessschritte bei der Würzeherstellung.

Schonende Würzegewinnung

Hinzu kommt aus Sicht der Brautechnologen die extrem schonende Würzegewinnung dank der Sud -

hausinnovationen Colibri, Shark, Wortex und Lotus. Die Ergebnisse sind eine geringe thermische Belastung (TBZ), ein auf ein Minimum gesenkter Sauerstoffeintrag und optimierte Prozesszeiten und damit eine hervorragende Bierqualität. Weitere Highlights sind die Showroom-Ausführung mit geschliffenen, dichtgeschweißten Sudgefäßen als Podestlösung sowie eine Automatisierung mit Braumat und integriertem Energiemanagement zur Vermeidung von Lastspitzen.

Neben diesen technischen Aspekten war die Einbindung in die bestehende Infrastruktur und Energieversorgung aufgrund der engen Platzverhältnisse eine Herausforderung. Diesen anspruchsvollen Anforderungskatalog hat Ziemann Holvrieka aus Sicht der KönigBrauerei am besten umgesetzt. „Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagt Florian Schneider.

Foto: Bitburger Braugruppe GmbH

Hopfenanbau in Deutschland ist Immaterielles Kulturerbe

Hohe Auszeichnung für das „Grüne Gold“! Mit einem Weltmarktanteil von etwa 35 % ist Deutschland der größte Hopfenproduzent der Welt. In den Anbaugebieten ElbeSaale, Hallertau, Spalt, Tettnang und Bitburg war die Freude groß, als die Nachricht vom Bayerischen Staatsminister für Heimat Albert Füracker eintraf:

(F.) Der bayerische Ministerrat hat in seiner Sitzung am 24. März 2026 entschieden, die kulturelle Ausdrucksform „Hopfenanbau in Deutschland“ in das Bayerische Landesverzeichnis einzutragen. Der Verband Deutscher Hopfenpflanzer e.V. hatte im Herbst 2025 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hopfenmuseum und dem Bayerischen Brauerbund einen entsprechenden Antrag erarbeitet, in dem die herausragende Bedeutung des Hopfenbaus in Deutschland als lebendige Ausdrucksform kulturellen Erbes dargestellt wird. Die Eintragung folgt dem Gutachten eines unabhängigen Expertengremiums,

das sich für die Aufnahme in das Verzeichnis ausgesprochen hatte. Was den Hopfenanbau in Deutschland so besonders macht, ist die Tatsache, dass ein spezielles Wissen um die Hopfenpflanze notwendig ist, dass es Kenntnisse braucht, wie man ihn richtig anbaut, ihn pflegt, erntet und vermarktet. Dabei hat der Hopfenbau nicht nur eine pflanzenbauliche und wirtschaftliche Bedeutung. Vielmehr ist für die Einordnung als Kulturerbe entscheidend, wie all das Leben und Alltag der Menschen, die mit dem Hopfen zu tun haben, prägt. Wichtig ist auch die Frage, wie das Wissen weitergegeben wird, wie sichergestellt wird, dass auch noch die folgenden Generationen erfolgreich Hopfen anbauen können. Welche Institutionen spielen hier eine Rolle? Wer sind die Menschen dahinter, die „Träger“ der Kultur? Was macht der Hopfenanbau mit den Hopfenpflanzern, worin liegt der Unterschied zu anderen Landwirten? Ganz wichtig dabei ist: Es geht um das Hier und Heute. Geschichte und

CO 2-neutrales Feuer im

380 000 Tonnen Malz pro Jahr, vier Standorte. Die Avangard Malz AG ist ein führender Malzproduzent Deutschlands. Um den Standort am Bremer Hafen zukünftig mit grüner Wärme und grünem Strom zu versorgen, wurde die BiomasseAnlage von Schmidmeier NaturEnergie am 27. Januar zum ersten Male angefeuert.

(F.) Wer ein gutes Bier brauen will, braucht dazu gutes und vor allem trockenes Malz. Avangard Malz trocknet im Werk am Bremer Hafen das Grünmalz in Darren, die dafür jährlich über 70 000 MWh Wärme benötigen. Daneben wird für den Herstellungsprozess und die Belüftung der Darren auch eine erhebliche Menge an elektrischem Strom benötigt. Beides zukünftig ein teures und umweltschädliches Vergnügen – nutzt man Öl oder Gas als Energieträger. Deshalb

Tradition sind nur ein Punkt unter vielen.

Der Hopfenanbau in Deutschland ist vielschichtig: Wirtschaftliche, wissenschaftliche, emotionale und gesellschaftliche Aspekte verschmelzen zu einem Lebensgefühl, zu gelebter und stetig weiterentwickelter Tradition, zu einem Immateriellen Kulturerbe. Das wird nun auch durch die Eintragung in das bayerische Landesverzeichnis offiziell anerkannt und dokumentiert.

e.V.

Hopfenanbau erfordert Wissen und Fingerspitzengefühl und ist für viele Hopfenbauern ein Lebensgefühl

Kessel bei Avangard Malz

setzt Avangard fortan auf regionale Biomasse als Energiequelle. Der Malzproduzent installierte eine Heißdampf-Anlage von Schmidmeier NaturEnergie mit Kraft-WärmeKopplung zur Wärme- und Stromerzeugung. Die Gesamtanlage wurde schlüsselfertig auf dem Betriebsgelände gebaut. Sie versorgt den Bremer Avangard-Standort mit einer jährlichen Wärmemenge von 54 400 MWh. Am 27. Januar wurde sie symbolträchtig zum ersten Mal angeheizt – quasi das „erste Feuer“ in Gang gesetzt. Dieser Tag markiert den Beginn der Inbetriebnahme der Anlage mit einer Nennwärmeleistung von 9000 kW und einer Dampfleistung von 12 500 kg/h. Die jährliche Stromerzeugung über die Turbine beläuft sich auf 9700 MWh. Als Brennstoff kommt Gebrauchtholz der Kategorie A I und A II zum Einsatz. Das Holz stammt von einem Altholzaufbereiter in unmittelbarer

Nähe der Mälzerei. Schmidmeier NaturEnergie übernimmt dabei nicht nur die Rolle des Generalunternehmers für den Anlagenbau, sondern liefert für Avagard ein maßgeschneidertes Brennstoffmanagement.

Rückansicht des neuen Biomassekessels

Foto: Verband Deutscher Hopfenpflanzer
Foto: Schmidmeier

Christian Schober, Schober Beratung für Logistik, bei einem Wortbeitrag während der Diskussion nach einem Vortrag

Getränkelogistik im Wandel: Energie, Infrastruktur und Digitalisierung im Fokus

Norbert Heyer, Ingo Pankoke und Christian Raschke, VLB-Forschungsinstitut für Management und Getränkelogistik

Der 27. VLB-Logistikfachkongress vom 3. bis 5. März brachte erneut zahlreiche Vertreter aus Industrie, Logistik, Technologie und Wissenschaft zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Getränkelogistik zu diskutieren. Insgesamt trafen sich 218 Branchenexperten in Meschede. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung standen Themen rund um nachhaltige Energieversorgung und Ladeinfrastruktur sowie die Zukunft des Straßengüterverkehrs und der Digitalisierung der Intralogistik. Neben den 16 Vorträgen bot auch die begleitende Fachausstellung mit 26 Ständen im Foyer der Stadthalle eine gute Gelegenheit, sich über neuste Entwicklungen in der Logistikbranche zu informieren.

Interessante Einblicke in die Logistik beim Veltins-Rundgang

Energie- und Mobilitätslösungen für die Logistik Zum Auftakt des Kongresses begrüßte Michael Kappesser, Geschäftsführer von Getränke Schneider und Vorsitzender des VLB-Fachausschusses für Logistik, die Teilnehmer. Anschließend gab Dr. Björn Klotzbücher, Geschäftsführer der VLB Berlin, eine Einführung in die Thematik und stellte aktuelle Aktivitäten der VLB vor. Ein Grußwort von Fabian Veltins, Geschäftsführer Marketing der Brauerei C. & A. Veltins, unterstrich die Bedeutung der Logistik als strategischen Erfolgsfaktor für die Getränkebranche.

In den Fachvorträgen des ersten Kongresstages standen vor allem

Fragen der zukünftigen Energieversorgung im Transportsektor im Mittelpunkt. Robert Halas von der BMW Group beleuchtete den Einsatz von Wasserstoff im schweren Nutzfahrzeugbereich. Neben batterieelektrischen Lösungen könne Wasserstoff einen wichtigen Beitrag leisten, um die Mobilität langfristig resilient und unabhängig von fossilem Öl zu gestalten. Insbesondere wenn Überkapazitäten von grünem Strom für dessen Produktion genutzt werden. In den nächsten Jahren ist der schrittweise Ausbau des Wasserstoff-Kernnetzes in Deutschland geplant, um zunächst relevante Industriestandorte und dann den Straßenverkehr zu versorgen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Energiespeichern und Energiemanagementsystemen. Carl Zöllner und Dr. Andreas Husmann , als Vertreter der Unternehmen Hoppecke und Intilion, stellten Lösungen für stationäre Batteriespeicher vor, die beispielsweise überschüssigen Strom aufnehmen oder gezielt Strom bei negativen Preisen speichern und später gewinnbringend nutzen können. Zudem wurde deutlich, dass ein intelligentes Energiemanagement erhebliche Kostenvorteile bieten kann, etwa durch die Reduzierung von Lastspitzen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Leistungspreis haben.

Auch der Aufbau der Ladeinfrastruktur für elektrische Nutzfahrzeuge wurde intensiv diskutiert. Neben aktuellen Förderprogrammen des Bundes erklärte Johannes Pallasch von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur der now GmbH auch die Bedeutung von Standardisierung und partnerschaftlicher Zusammenarbeit, um den Ausbau der Infrastruktur zügig voranzubringen. Ein weiterer Beitrag beschäftigte sich mit dem Aufbau leistungsfähiger Ladeinfrastrukturen für elektrische Nutzfahrzeuge.

Christoph Zöller von der Schulz Systemtechnik GmbH betonte in

seinem Vortrag, dass standardisierte Produkte und Prozesse eine zentrale Voraussetzung für den schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur seien. Nur durch ein hohes Maß an Standardisierung lasse sich die notwendige Verfügbarkeit der Systeme erreichen. Eine optimal ausgelegte Ladeinfrastruktur sei damit ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Elektromobilität – sowohl heute als auch in Zukunft.

Ein Praxisbeispiel für den Einsatz elektrischer Nutzfahrzeuge in der Getränkelogistik stellte Julius Kaiser von Mercedes-Benz Trucks vor. Im Mittelpunkt seines Vortrags stand die Einführung des batterieelektrischen eActros bei der Badischen Staatsbrauerei Rothaus – von der ersten Projektidee bis zur praktischen Umsetzung im täglichen Logistikbetrieb. Kaiser erläuterte, dass der erfolgreiche Einsatz elektrischer Lkw nicht allein von der Fahrzeugtechnik abhängt. Ebenso entscheidend sei eine frühzeitige und enge Abstimmung zwischen Fahrzeughersteller, Infrastrukturpartnern und Anwender. Am Beispiel des Projekts in Rothaus wurde deutlich, wie wichtig eine partnerschaftliche Zusammenarbeit ist, um sowohl die Fahrzeuge optimal auf die betrieblichen Anforderungen abzustimmen als auch die passende Ladeinfrastruktur aufzubauen. In der anschlie -

ßenden Fragerunde wurde er gefragt, ob es auch einen eAtego geben wird. Dies wird wohl nicht vor 2030 erfolgen.

Einen praxisnahen Einblick in die internen Logistikprozesse der Brauerei C. & A. Veltins gab Benedikt Flügge . In seinem Vortrag stellte er die zentralen Material- und Warenströme innerhalb des Unternehmens vor und erläuterte die verschiedenen logistischen Kreisläufe – von der Versorgung der Produktion über die innerbetriebliche Lagerlogistik bis hin zur Bereitstellung der Produkte für den Versand. Dabei wurde deutlich, wie stark die Prozesse auf Effizienz, Transparenz und eine reibungslose Verzahnung der einzelnen Logistikbereiche ausgerichtet sind. Flügge zeigte auf, welche Rolle moderne Lager- und Fördertechnik sowie eine strukturierte Prozessorganisation für einen leistungsfähigen Logistikbetrieb in der Brauerei spielen.

Der Vortrag diente zugleich als inhaltliche Vorbereitung auf die am Nachmittag geplante Besichtigung der Brauerei C. & A. Veltins. Die Teilnehmer erhielten damit bereits im Vorfeld einen Überblick über die logistischen Abläufe und konnten die vorgestellten Prozesse während der anschließenden Führung vor Ort aus nächster Nähe nachvollziehen. Als weiteres Highlight war die

5TH VLB SYMPOSIUM ON ACIDIC FERMENTED NON-ALCOHOLIC BEVERAGES

12/13 May 2026, VLB Berlin (in English)

SCIENCE MEETS INDUSTRY

Sour fermented beverages are already shaping the beverage market today and will become more relevant in the future. VLB Berlin has many years of experience in the field of beverage development based on cocultures as well as in the development and provision of corresponding starter cultures. Since 2019, we have been able to bring science, industry and authorities together in order to discuss the latest research results and practice-relevant findings on the production and regulation of various fermentation products.

Topics

+ Kombucha, Water Kefir & Co.

+ Beverage Production & Technology, Process Development

+ Health Claims, Probiotics, Consumers

+ Ingredients, Sensory, Analytics

+ R&D, Trends, Business Development

+ For Scientists, Industry & Start-ups

+ With Evening Event & Exhibition

With support of:

www.vlb-berlin.org/en/safb2026

VLB Berlin – Germany / brewmaster@vlb-berlin.org
Es gab 16 spannende Fachvorträge beim Kongress in Meschede

Gut 200 Teilnehmer verfolgten die Beiträge in der Stadthalle Meschede

Besichtigung der Batteriefertigung bei Hoppecke geplant. Eindrucksvoll konnten die Bereiche der Zellenfertigung und die Montage der fertigen Gabelstaplerbatterien begutachtet werden. Der Bereich des Blei-Recyclings wurde aus Sicherheitsgründen in einer virtuellen Video-Besichtigung gezeigt.

Wachstum Straßengüterverkehr

Der zweite Kongresstag begann unter der Moderation von Benedikt Flügge mit einem Blick auf die zukünftige Entwicklung des Transportmarktes. Markus Hover vom Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW prognostizierte ein Wachstum des Straßengüterverkehrs um rund 50 % bis zum Jahr 2051. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die Bahn diese zusätzlichen Mengen voraussichtlich nicht vollständig aufnehmen kann. Vor diesem Hintergrund seien Investitionen in die Straßeninfrastruktur – insbesondere in Brücken – dringend erforderlich. Darüber hinaus wurden Maßnahmen wie Bürokratieabbau, eine Anpassung des Lohnniveaus für Fahrer sowie die Förderung des kombinierten Verkehrs diskutiert. Abschließend wurde angemerkt, dass es eine Aufgabe der Verlader sein wird, die Fahrer und die Lkw durch einen höheren Informationsaustausch zu optimieren.

Mensch und Automatisierung

Neben technologischen Entwicklungen wurde auch der Faktor Mensch thematisiert. Der Vortrag von Thomas Bale des Beratungsun -

plätzen vorgestellt, das weitgehend aus nachhaltigen Materialien wie Stampflehm und Holz errichtet wurde und zusätzlich auf Solarenergie setzt.

ternehmens Xvise machte deutlich, dass technologische Lösungen allein nicht ausreichen. Erfolgreiche Transformationen in der Logistik erfordern eine klare Kommunikation im Unternehmen sowie die Einbindung der Mitarbeiter. Häufig fehle es Unternehmen zudem an einem ausreichenden logistischen Reifegrad, da das Tagesgeschäft die Entwicklung langfristiger Strategien erschwere. Ein zentraler Leitstand könne helfen, Prozesse besser zu steuern und strategische Entscheidungen zu unterstützen.

Florian Kratzer von der Still GmbH erläuterte in seinem Vortrag „Vom Stapeln zum Shutteln - das Blocklager vor dem Umbruch“, welche Vorteile die automatisierte Lösung gegenüber manuellen Prozessen hat. Dabei stellte er einen Vergleich zwischen einem klassischen Regalbediengerät (1D-Shuttle), einem ESS-Paletten-Shuttle (2DCarrier+Shuttle) und einem E4S-Paletten-Shuttle (3D-4-Wege-Shuttle) auf. Am Beispiel der Rapp's Kelterei veranschaulichte er die Automatisierungslösung.

Ein weiterer Beitrag beschäftigte sich mit automatisierten Lagerlösungen. Daniela Trah (Weleda AG) und Sabine Lock (Kardex MLog) berichteten, wie Weleda nachhaltig automatisiert. In ihrem Praxisbericht stellten sie den neuen Logistik-Campus von Weleda vor, der ein automatisiertes Lager beinhaltet und nachhaltig gebaut wurde. So wurde beispielsweise ein Hochregallager mit 17 000 Stell -

Digitalisierung Mehrweglogistik Ein weiteres Thema des Kongresses war die Digitalisierung von Mehrwegkreisläufen. Verschiedene Ansätze, vorgestellt von Jochen Möller, Schreiner Group, Sebastian Oldeweme , Gustav Wilms, und Markus Scholten, Zetes, zeigte, wie durch den Einsatz von UHF-Tags, modularen Systemen und digitaler Datenverarbeitung Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Hersteller über den Getränkefachgroßhandel bis zum Point of Sale – geschaffen werden kann. Ergänzend wurden Möglichkeiten diskutiert, mittels Simulation und KI-Warenströme zu analysieren und Bestände effizienter zu steuern.

Von den Erfahrungen eines Forschungsprojektes zum Thema Digitale Mehrwegprozesse berichteten Nicolas Wolf und Josef Kimberger von der Bitburger Braugruppe: Können Leergutkreisläufe digital erfasst werden? Optimierungen bei den Beständen und den Transporten beim Umlauf sind möglich, wenn genaue Daten vorliegen. Die Nutzung von GTINs für Flaschen und Kästen, die schon verfügbar sind, ermöglichen einen Informationsaustausch. In Zukunft könnten mehr Daten auch mehr Transparenz schaffen sowie eine Berechnung des CO2-Wertes der Mehrwegartikel ermöglichen.

Den Einsatz von KI in der Leergutsortierung stellte Martin Brückmann von Schulz Systemtechnik vor. Schon bei der Logoerkennung des Kastens herrscht das Problem einer genauen Zuordnung bedingt durch die sehr große Vielfalt im Markt, die mit klassisch programmierten Erkennungen nur schwer zu beherrschen sind. Mithilfe von Beispieldaten und Lernalgorithmen wurden erfolgreich neue Modelle für die Erkennung durch eine KI entwickelt. Größter Vorteil ist dabei, dass ein manuelles Anlernen von neuen Flaschen entfallen kann.

Eine weitere innovative KI-Anwendung wurde von Dr. Michael Demes ,

Sentics, vorgestellt. Unter dem Aspekt der Arbeitssicherheit präsentierte er einen neuen Ansatz der Live-Bilderfassung und -auswertung. Durch eine Videoüberwachung können die Kamerabilder in Echtzeit ausgewertet und für eine Kollisionsprävention genutzt werden, um Menschen zu schützen. Auch die Infrastruktur, z.B. Tore, können vor Schäden geschützt werden, weil eine Reduzierung der Staplergeschwindigkeit in Risikosituationen erfolgen kann. In Zukunft werden durch die Einteilung in die Kategorien Personen, Stapler und Objekte noch weitere Funktionen verfügbar sein, die ein Lager sicherer und effizienter machen können.

Austausch und Zukunftsthemen

Der 27. VLB-Logistikfachkongress verdeutlichte einmal mehr, dass die Getränkelogistik vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Themen wie alternative Antriebe, Energie- und Ladeinfrastruktur, Automatisierung sowie die Digitalisierung von Mehr-

Nachruf Stefan Braß

Am 22. März 2026 verstarb Stefan Braß nach langer schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie.

Am 18. April 1957 geboren, studierte er von 1978 bis 1985 Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln mit den Schwerpunkten Marketing, Vertrieb, Beschaffung und Informatik. Im Jahr 1986 führte ihn seine Expertise im Bereich IT und Datenverarbeitung in die König-Brauerei Duisburg. In der Bitburger Braugruppe fand er sein berufliches Glück und war ab 2006 bis zu seinem Ruhestand 2024 Leiter Logistik und Supply Chain Management in Bitburg.

Sein Ideenreichtum und seine breit aufgestellte Expertise brachte er kontinuierlich in die Gremien der VLB ein. Seit 2006 war er Mitglied im Fachausschuss Logistik des Betriebswirtschaftlichen Ausschusses (BWA). Von

wegsystemen werden die Branche in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Gleichzeitig zeigte die Veranstaltung, wie wichtig der branchenübergreifende Austausch ist, um Lösungen für die komplexen Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu entwickeln.

Das VLB-Forschungsinstitut für Management und Getränkelogistik (FIM) unterstützt Sie gerne bei der Umsetzung Ihrer Projekte. Kontaktieren Sie Norbert Heyer unter heyer@vlb-berlin.org oder Ingo Pankoke unter pankoke@vlb-berlin.org

Tim Kappe führt die Besuchergruppe durch das Batteriewerk Hoppecke

2007 bis 2015 war er stellvertretender Vorsitzender, ab März 2015 übernahm er den Vorsitz des Fachausschusses Logistik, den er bis Oktober 2018 innehatte. Anschließend war er bis Oktober 2020 erneut stellvertretender Vorsitzender. In diesen Positionen prägte er nicht nur die Diskussion im Ausschuss, sondern auch die Themen des Logistikfachkongresses der VLB Berlin, den er regelmäßig mit Moderation und Fachvorträgen unterstützte. Nachdem er 2024 von den Bitburgern in den Ruhestand verabschiedet worden war, betätigte er sich erst als selbstständiger Berater und Moderator. Im Januar 2025 kehrte er als Geschäftsführer der Gesellschaft für Mehrwegmanagement (GeMeMa) GmbH in die Branche zurück. Stefan Braß war ein ausgesprochener Logistik- und Technikexperte, ein ausgewiesener Spezialist für die Organisation und Implementierung von Mehrwegsystemen. So wird es auch in Zukunft kaum ein Mehrweg-Konzept geben, das nicht von ihm skizziert ist, kaum einen Logis tikfachkongress, der

nicht auch seine Handschrift trägt. Die VLB Berlin, insbesondere das Team vom VLB-Forschungsinstitut für Management und Getränkelogistik, Wiebke Künnemann und die Geschäftsführung behalten Stefan Braß in dankbarer Erinnerung als zugewandten, humorvollen Freund, Kollegen, Ideengeber und LogistikExperten. Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau und seinen erwachsenen Kindern.

Wiebke Künnemann

Fotos: VLB Berlin
 NACHRUF
Stefan Braß †
Foto:

 TAGUNGEN

24. IfGB-Forum – Die Anmeldung ist offen

Vom 28. bis 30. September trifft sich die deutschsprachige Spirituosenbranche in Neckarsulm. Ein facettenreiches Programm im Großraum Heilbronn soll Grundlage sein für konstruktive Diskussionen und mutmachende Projekte. Umfangreiche Besichtigungen in der LVWO Weinsberg und der Joh. Vögele KG in Lauffen ermöglichen Praxis-Einblicke. Der Vorabend im Schnapsmuseum Bönnigheim und die Führung auf dem Campus BWL-Food-Management der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Heilbronn, am späten Mittwochnachmittag eröffnen weitere Einsichten und Möglichkeiten zum Networking.

Mit Unterstützung von (WiK) Die Herausforderungen für Brenner und Spirituosenhersteller sind vielfältig. „Jetzt heißt es, Perspektiven zu gestalten, ob mit neuen Produkten oder durch den Einsatz von KI oder Energieeinsparung“, sagt IfGB-Koordinatorin Wiebke Künnemann.

Vortragsprogramm

Der Fachbereich BWL-Food Management der DHBW Heilbronn befindet sich auf dem modernen Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung

Die umfangreiche Sammlung des Schnapsmuseums zeigt unterschiedliche Brennereien, auch solche mit Pistoriusbecken

Der erste Tag widmet sich den aktuellen Herausforderungen der Branche. Die Experten der Joh. Vögele KG referieren zu Aromen für die Spirituosenbranche. Dr. Dirk Hofmann von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg widmet sich gemeinsam mit Gregor Thormann von der Spirituosenschmiede, Bensheim, dem Thema Weinbrand/deutscher Weinbrand. Beide stellen unterschiedliche Produkte dieser Kategorie zur Diskussion. Der zweite Tag eröffnet Themen zu Trendprodukten wie RTDs, Rum und Rum-Alternativen, diskutiert aber auch Export-Chancen nach China, Nachhaltigkeit und KI.

Rahmenprogramm

Die Veranstaltung startet am Montag mit einem Vorabendtreffen im Schnapsmuseum Bönnigheim. Am Dienstagnachmittag geht es nach den Vorträgen auf Exkursion zu Vögele und zur LVWO Weinsberg. Der Begrüßungsabend führt anschließend ins Brauhaus Neckarsulm. Am späten Mittwochnachmittag führt Studiengangsdekan Prof. Helge Fritsch über den Campus BWL-FoodManagement der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn.

DHBW Heilbronn

Die Duale Hochschule BadenWürttemberg (DHBW) ist die erste duale, praxisintegrierende Hochschule in Deutschland. Sie hat sich zur führenden Adresse für den Handel und die Lebensmittelbranche entwickelt. Eine Kooperation gibt es z. B. mit der Staatlichen Lehrund Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau (LVWO) Weinsberg. Zu den zukunftsorientierten Studienangeboten gehört seit 2024 der Schwerpunkt KI und Data Science.

Die DHBW Heilbronn befindet sich auf dem modernen Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung und verfügt über ein State-of-the-ArtLaborzentrum, das DHBW-Sensoricum.

LVWO Weinsberg

Die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg ist eine Einrichtung der Landwirtschaftsverwaltung des Landes Baden-Württemberg. Die Institutsführung am Dienstag umfasst die Bereiche Analytik, Lehrbrennerei, Kellerei, Verkauf und Sensorik-Studio.

Joh. Vögele KG

Vögele ist Teil der deutschen Flavour- und Fragrance-Industrie. Die Tagungsteilnehmer erhalten bei der Betriebsbesichtigung u. a. einen ausführlichen Einblick in die Bereiche Forschung und Entwicklung, Produktion sowie Qualitätssicherung. Das Tagungshotel Welcome Hotel Neckarsulm bietet Platz für die begleitende Fachausstellung.

Die ersten Teilnehmer sind registriert.

Foto: WiK
Foto: DHBW

Nachrichten aus dem Institut für Gärungsgewerbe

RAHMENPROGRAMM MONTAG

+ Besichtigung des Schnapmuseums Bönnigheim

+ Vorabendtreffen in Bönnigheim auf Einladung des Museums und BrüggemannAlcohol

24. IfGB-FORUM SPIRITUOSEN UND BRENNEREI

28. bis 30. September 2026 in Neckarsulm

+ Rahmenbedingungen der Spirituosenproduktion und -vermarktung

+ Weinbrand und Aromen

+ Ready-to-Drink und andere Hoffnungsschimmer

+ Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit

+ Rum und Aromen

RAHMENPROGRAMM DIENSTAG

+ Besichtigung der Joh. Vögele KG und der LVWO Weinsberg

+ Begrüßungsabend im Brauhaus Neckarsulm auf Einladung von Vögele und IfGB

RAHMENPROGRAMM MITTWOCH

Besichtigung des Bildungscampus

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Mit Unterstützung von

Moderation: Carola Klöckner, Joh. Vögele KG, Dr. Dirk Hofmann, LVWO Weinsberg, Dr. Björn Ch. Klotzbücher, VLB Berlin

RAHMENBEDINGUNGEN DER SPIRITUOSENPRODUKTION UND -VERMARKTUNG

Jüngste Entwicklungen am Institut für Gärungsgewerbe / der VLB

Aktuelle Themen der Spirituosenbranche

Aktuelle Fragen des Spirituosenrechts

WEINBRAND UND AROMEN

Aromen für die Spirituosenbranche

Unterschiedliche Facetten von Weinbrand

READY-TO-DRINK UND ANDERE HOFFNUNGSSCHIMMER

Ready to Drink – Trends und Nischen

Qualitätsaspekte bei der Getränkedose

Dosen für RTDs

Dr. Björn Ch. Klotzbücher IfGB/VLB Berlin

Angelika Wiesgen-Pick BSI, Bonn

Werner Albrecht BMLEH, Bonn

Bertram Vögele Steffen Scharr

Joh. Vögele KG Lauffen am Neckar

Dr. Dirk Hofmann Gregor Thormann LVWO Weinsberg Spirituosenschmiede, Bensheim

Stefan Dorf Pernod Ricard Deutschland

Florian Heukäufer VLB Berlin

NN angefragt

China als Wachstumsmarkt für deutsche Alkoholmarken Matthias Hegner china incubator, Berlin

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ UND NACHHALTIGKEIT

Grüne Energie für Hochprozentiges. Einsatz von Biomasse zur Dekarbonisierung

Klimafreundlichere Batch-Destillation durch Wärmeoptimierung

Der perfekte Drink aus Daten –Zwischen Handwerk und KI

RUM UND AROMEN

Timo Friedrich BrüggemannAlcohol Heilbronn

Prof. Dr. Carsten Fichter Ibrahim Abu Mustafa

Prof. Dr. Aliona von der Trenck

Bremerhaven University of Applied Sciences

DHBW Heilbronn

Klimawandel als Chance? Zucherrohranbau in Deutschland? Rouven Richter Heimat Distillers, Schwaigern

Alternative Rohstoffe für „Rum“

Deep Dive in die Duftentschlüsselung von Lebens- und Genussmitteln

Thomas Blum Agroscope, Wädenswil (CH)

Prof. Dr. Helge Fritsch

DHBW Heilbronn

ProWein mit ProSpirits –Die Branche rückt näher zusammen

Die ProWein Düsseldorf (15. bis 17. März 2026) kommt durch die sehr erfolgreiche Messe Wine Paris unter Druck. Während Paris wächst, hat die Düsseldorfer Messe mit sinkenden Aussteller- und Besucherzahlen zu kämpfen. Dies motiviert die ProWein, ihre strategische Weiterentwicklung als internationale Fachmesse für Wein und Spirituosen gezielt voranzutreiben. Mit klarer Ausrichtung auf den Handel, einem gestrafften Hallenkonzept und spannendem Rahmenprogramm treibt sie ihre Neuausrichtung voran. Wer als Aussteller mit realistischen Erwartungen angereist war, zeigte sich zufrieden, auch wegen der Qualität der Kontakte und der Möglichkeit, sich einmal selbst umzuschauen.

(WiK) Die Traditionsmesse hat deutliche Einbußen zu beklagen: 3400 Aussteller gegenüber dem Vorjahr (4200) trafen auf 31 000 Fachbesucher (ggü. 42 000). Dem hohen Grad der Internationalität hat das fast keinen Abbruch getan; 63 Nationen präsentierten sich in diesem Jahr,

65 waren es im Vorjahr. Die Besucher kamen 2026 aus 105 Ländern, in 2025 waren es 128. Manches hatte auch positive Nebeneffekte: Die Verkehrsbetriebe kamen mit der Menschenmenge zurecht und kurz vor Messestart gab es bezahlbare Hotelzimmer – in Düsseldorf! Die Fachbesucher nutzten die Messe als Plattform für konkrete Handelsund Distributionsentscheidungen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Einkäufern aus Top-Importmärkten wie Deutschland sowie Belgien, den Niederlanden, Skandinavien und den USA. In einem sich konsolidierenden Marktumfeld setzt die ProWein bewusst auf klare Profilierung. Ziel ist es, Entscheidungsprozesse zu fokussieren und die Effizienz der Geschäftsanbahnung weiter zu erhöhen. Ein zentrales Instrument hierfür war die ProWein-App mit einem integrierten MatchmakingTool. Vor und während der Messe

wurden damit 72 488 qualifizierte Geschäftskontakte zwischen Ausstellern und Fachbesuchern initiiert. „Mit der Entwicklung der ProWein in den vergangenen Jahren können wir uns nicht zufriedengeben – unser Anspruch ist es, die Messe konsequent weiterzuentwickeln“, sagte Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. Die neuen Formate der ProWein profilieren die Messe sichtbar. Die ProWein Agora etablierte sich als zentrale Bühne für Marktanalysen, Business-Insights und strategische Debatten. Mit Sparkling Visions wurde das internationale Schaumweinsegment neu inszeniert und war stark besucht. ProWein Zero mit ihrer Tasting-Zone bot zudem einen strukturierten Überblick über die dynamisch wachsende No-/LowKategorie. Der Spirituosenbereich ProSpirits präsentierte sich deutlich erweitert: Rund 500 Ausstel-

ler aus 50 Ländern zeigten in zwei Hallen die Vielfalt internationaler Spirituosen. Damit unterstreicht die ProWein die Bedeutung dieses Segments.

Halle 7 glänzte erneut mit seiner Bar- und Craft-Atmosphäre. The Spirits Business Hub bot dort die Bühne für spirituosenspezifische Themen. Von dort waren es nur ein paar Schritte zur Bar, an der wechselnde Bartender zeigten, was vom traditionellen Cocktail bis zu No-/ Low-Varianten möglich ist. In Halle 7 fand man Stammaussteller wie z. B. die Rheinland Distillers, die Feinbrennerei Sasse und die Birkenhof-Brennerei. Auch die Brauerei Maisel war wieder mittendrin. Eine gute Ausweichmöglichkeit auch für größere Unternehmen, die sich die hohe, lichte Ausstellungshalle 5 nicht mehr leisten wollen. Dort fand man u. a. Schwarze & Schlichte, Bimmerle und Underberg. Das neue Hallenkonzept mit klaren Segmenten und kürzeren Wegen wurde von Ausstellern und Besuchern positiv aufgenommen. „Insgesamt bestätigen die Rückmeldungen, dass wir wichtige Weichen gestellt haben“, resümierte Frank Schindler, Director der ProWein. Vollkommen überflüssig war, dass die Verkehrsbetriebe am letzten Tag die Messe erneut durch einen Streik behinderten. Die Messe Düsseldorf reagierte souverän mit einem eigenen Bus-Shuttle-Service, der Besucher und Aussteller zuverlässig zur Messe sowie im Anschluss zum Flughafen und Hauptbahnhof brachte. Die nächsten Schritte des mehrjährigen Entwicklungsprozesses der ProWein sollen intensiv geplant und im Rahmen eines Pressegesprächs Ende Mai vorgestellt wer-

den, teilte die Messe Düsseldorf in einer Pressemeldung mit.

Die nächste ProWein Düsseldorf findet vom 7. bis 9. März 2027 statt

Bilder

1. Rüdiger Sasse (r.), im Gespräch mit einem Partner

2. Stets gut besucht: die Bar in Halle 7

3. Die ProWein ist noch immer ein Branchentreffpunkt, der Spirituosenhersteller und Vertreter der Ministerien zusammenführt: Gerald Erdrich, Kammer-Kirsch, Werner Albrecht, BMLEH, und Nicolaus Fehling, Hardenberg-Wilthen, diskutieren die aktuelle Situation der Spirituosenindustrie (v. l.)

4. IfGB-Koordinatorin Wiebke Künnemann (2. v. l.) und BSI-Geschäftsführerin Angelika Wiesgen-Pick verkosten alkoholfreie Alternativen der Rheinland Distillers Gerald Koenen (l.) und Raphael Vollmar

5. Bimmerle: Rudolf Hermann (2. v. r.), ist Gastgeber für Markus Eder von Wilhelm Eder, René Müller, Nordbrand Nordhausen und Philipp Schwarz, Weyermann® (v. l.)

6. Innovativ? Ein niederländisches Unternehmen bot alkoholhaltiges Slush-Eis an

7. Das ProWein-Forum bot spannende Präsentationen, Diskussionen und Tastings. Hier der Vortrag von Dr. Ivan Urosevic „Serbischer Rakija verbindet Menschen“ mit geführter Verkostung von Obstbränden (Rakija) und dazu gehörenden Verzehrempfehlungen

Foto: L. Merkel, Rheinland Distillers

 FORTBILDUNG

Misselhorn-Schüler besuchen das IfGB

Ende Januar erhielt das Zentrallaboratorium der VLB Besuch von zwei Absolventen des Studiengangs der Lebensmittel- und Biotechnologie: von Wolfgang Grafahrend, der sich im Bereich Oleochemikalien engagiert, und von seinem Kommilitone, Prof. Dr. Christian E. Butzke, der heute Professor an der Purdue University, West Lafayette, USA ist. Bereits im Jahr 2021 war eine Besichtigung des heutigen SpirituosenLabors verabredet. Leider konnte der Termin nicht stattfinden. So nahm Grafahrend fünf Jahre später den Kontakt zur Laborleiterin Ludmila Linke auf. Diese sagte zu und sowohl VLB-Geschäftsführer Dr. Björn Ch. Klotzbücher als auch IfGB-Koordinatorin gesellten sich bei der Begrüßung der Alumni dazu.

Prof Dr. Christian E. Butzke am Denkmal seines Vorbildes Max Delbrück, dem ersten Direktor des Instituts für Gärungsgewerbe zu Berlin: 2026 und 1988

Großer Empfang: Dr. Björn Klotzbücher, Prof. Christian Butzke, Ludmila Linke, Wolfgang Grafahrend und Wiebke Künnemann (v. l.)

(WiK) Dr. Klotzbücher brachte seine Freude zum Ausdruck, so international erfolgreiche IfGB-Alumni kennenzulernen. Dr. Butzke und Wolfgang Grafahrend arbeiteten bereits als Diplomanden im damaligen ATL (Abteilung Trinkbranntwein und Liköre)-Labor. „Wir haben im Institut für Gärungsgewerbe und Biotechnologie zu Berlin (IfGB) viel schöne Zeit verbracht“, sind sich beide einig. Prof. Butzke unterrichtet heute im Department of Food Science. Auf verschiedenen Stationen seines Lebens hat er die am IfGB auf einer kleinen Alambic-Blase gestarteten Weinbrandforschungen im großen Maßstab fortsetzen können und analytische Einblicke in die Alterung von Weinbrand und Cognac vertieft. Einst hatte er an der TU-Berlin Lebensmittel- und Biotechnologie studiert. Sein Diplom legte er 1985 ab, die Dissertation bei Prof. Dr. Klaus Misselhorn folgte

1992. Anschließend war Dr. Butzke wissenschaftlicher Mitarbeiter im damaligen ATL-Labor und unterrichtete neben der Forschung auch in den Destillateurmeisterkursen. Früh begeisterte er sich für die Kombination von Forschung- und Lehre, die er als Professor noch einmal auf ein ganz anderes Niveau hob. Nach der Begrüßung durch Dr. Klotzbücher versenkten sich alle in eine facettenreiche Rückschau mit Blick auf die Gegenwart. Informationen und Literaturtipps wurden ausgetauscht. Ludmila Linke gestaltete anschließend mit Christopher Bergtholdt eine detailreiche Führung durch Spirituosenlabor und Spezialanalytik. Beide Seiten beschlossen, in Kontakt zu bleiben. „Das war ein Feuerwerk an Erinnerungen und fachlichen Anregungen“, sagte Künnemann zum Abschied. „Misselhorn-Schüler im Haus zu haben, das ist schon eine sehr große Ehre.“

Fotos (2): privat
Foto: ew

Instititut für Gärungsgewerbe und Biotechnologie

Destillateurmeisterkurs: Eine Anmeldung ist noch möglich

Das IfGB führt den Destillateurmeisterkurs vom 10 August bis zum 16. Oktober in Berlin durch. Die handlungsspezifischen Prüfungen zum Geprüften Destillateurmeister vor der IHK-Berlin schließen sich vom 19. bis 21. Oktober 2026 an.

( WiK) Destillateurmeister und Destillateurmeisterinnen sind als Industriemeister technische Fach- und Führungskräfte in der Spirituosenherstellung. Die Prüfungstermine

 NEUHEITEN

aus

für die Basisqualifikationen liegen auf dem 29. und 30. April 2026. Die ersten Meisteranwärter haben diese Prüfung bereits im Herbst bestanden und sich beim IfGB für den fach- und handlungsspezifischen Kurs (Destillateurmeis terkurs) angemeldet. Eine Anmeldung ist weiterhin möglich. Für die Kandidatinnen und Kandidaten der Frühjahrsprüfung der Basisqualifikationen heißt es nun, die Nerven zu behalten. Falls sie nicht im ersten Durchgang erfolgreich sind, können sie die Prüfung der Basisqualifikationen nach der Herbstprüfung der handlungs- und fachspezifischen Prüfung wiederholen.

Auch die Dozenten laufen sich warm. Im Dezember gab es eine Fortbildung für Dozenten an der VLB Berlin. Im Mai folgt nun ein Dozententreffen im Vorfeld der Jahrestagung der Destillateurmeis ter, um die Inhalte der einzelnen Fächer noch besser aufeinander abzustimmen. Die VLB Berlin ist nach AZAV zertifiziert, wodurch auch die Destillateurmeisterkandidaten Aufstiegsbafög bewilligt bekommen. Der Geprüfte Destillateurmeister ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) mit DQR 6 dem Bachelor gleichgestellt. Im Einzelfall kann der Kurs als eigenständige Fortbildung genutzt werden.

Gold für Penninger bei den World Whiskies Awards 2026

Bei den World Whiskies Awards (WWA) in London hat die Hausbrennerei Penninger aus Waldkirchen gezeigt, dass sie zu den spannenden Newcomern der internationalen Whisky-Welt gehört.

(BF) Die Alte Hausbrennerei Penninger erhielt bei den World Whiskies Awards in London zwei Mal Gold und zwei Mal Silber. Inhaber und Destillateurmeis ter Stefan Penninger nahm auf der feierlichen Preisverleihung im März in London die Medaillen persönlich entgegen.

Die Awards

Die World Whiskies Awards sind internationale, sensorikbasierte Auszeichnungen, die die bes ten Whiskys prämieren, von American Style Whiskey über Blended bis Wheat.

Die Jury

Zu den Verkostern der Runden 1 und 2 zählten u. a. Journalisten und Fachhändler. In der Endrunde bewerteten außerdem Mitarbeiter führender Brennereien und weitere Experten der internationalen WhiskyBranche die eingereichten Whiskys. Jury-Vorsitzender ist Bradley Weir, Redakteur des Whisky Magazine.

Die Bewertung

Die Bewertung erfolgt in drei Runden. Zuerst wird jeder eingesandte Whisky innerhalb seines Stils verkos tet und bewertet. Die Produkte, die hieraus als Gewinner

hervorgehen, ziehen in Runde 2 ein. Dort werden die Stil-Gewinner gegeneinander verkostet, um den bes ten Whisky in jeder Kategorie zu ermitteln. Dieser zieht jeweils in die Endrunde ein. Dort werden die besten Whiskys aller Kategorien gegeneinander verkostet, um den weltbesten Whisky zu ermitteln.

Auszeichnung für Penninger

In einigen Kategorien setzten sich die Waldkirchener Des tillate an die Spitze: Gold erhielten die Produkte des Unternehmens in den Kategorien „Best Single Cask Single Grain Whisky Germany“ (Penninger 16 States Celtic Style) und „Best Grain Whiskey Germany“ (Kirchham Cask 46 %). Silber gab es in der Kategorie Single Malt (Penninger Bavarian Single Malt) und Grain Whiskey (Penninger TROAD Whiskey).

Die Brennerei aus dem Bayerischen Wald wertet die Auszeichnungen als offizielles Qualitätsversprechen an die Genießer. „Diese Awards sind für uns Bestätigung und Ansporn zugleich“, sagte Penninger. „Wir sehen uns als aufstrebende Brennerei, die mit viel Leidenschaft und Experimentierfreude an der Zukunft des bayerischen Whiskys baut. Unsere

Reise im Whisky-Segment hat gerade erst begonnen, und die Zukunft sieht für uns mehr als strahlend aus.“ Unter der Führung von Stefan Penninger hat sich die Alte Hausbrennerei Penninger in den letzten Jahren zu einem innovativen Akteur im Bereich hochwertiger Whiskys und Gins entwickelt. Mit dem Fokus auf Handwerk, regionale Rohstoffe und moderne Lagerungskonzepte gilt das Unternehmen als einer der vielversprechenden Akteure in der deutschen Spirituosenlandschaft. Stefan Penninger hat sowohl den Des tillateurmeisterkurs als auch den Destillateur-Aufbaukurs am IfGB absolviert und unterstützt das Institut immer wieder als Dozent in den Destillateurkursen und als Referent und Moderator des IfGB-Forums.

Alte Hausbrennerei Penninger

 PRÄMIERUNGEN

Theo Ligthart (l.) gratuliert den Craft Distillerys 2026 – Gold: Destillerie Georg Hiebl (2. v. r.), Silber; Destillerie Zott (2 .v. l.) und Bronze: Hausbrennerei Fridolin Baumgartner (r. u. M.)

Gelebter Wissensdurst nach der Preisverleihung

Die Auszeichnungen

Craft Spirits Award wächst

Mitte März hat die Preisverleihung des renommierten SpirituosenWettbewerbs in der Szene-Location Säälchen in Berlin-Friedrichshain stattgefunden. Im 15. Jahr seines Bestehens, konnte sich der rein verkostungsbasierte Test über einen Zuwachs von 20 % freuen.

(BF) Erneut moderierte Meryem Celi, Radio 1, mit großer Sachkenntnis und umwerfendem Humor die Preisverleihung. Werner Albrecht, der Spirituosen-Experte des Bundesministeriums für Landwirtschaft Ernährung und Heimatschutz würdigte in seiner Laudatio die Leistung der Ausgezeichneten, insbesondere das Kulturgut der handwerklichen Brennkunst und schloss mit einer mitreißenden Gesangseinlage.

In diesem Jahr hat Theo Ligthart den Wettbewerb zum ersten Mal allein organisiert und schließlich die Preise übergeben. Dr. Thomas Kochan, der einst gemeinsam mit Ligthart die Craft Spirits Awards Berlin aus der Taufe gehoben hatte, verabschiedete sich in einer VideoBotschaft.

Die Jury bestand auch in diesem Jahr aus Verkostern mit sehr unterschiedlichem Hintergrund: Brenner, Barkeeper, Edelbrandsommelières waren darunter ebenso wie Getränketechnologen, Journalistinnen, Mikrobiologen und staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker. Sie stammten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und Ungarn. In Blindverkostungen bewertete die Jury Geruch, Geschmack, Balance und Typizität der einzelnen Proben. Noch vielfältiger und internationaler ging es bei den Teilnehmern zu, die wirklich aus der ganzen Welt kamen. Die Craft Spirits Awards Berlin profilieren sich als Europas wichtigster Craft-Spirits-Wettbewerb. Bei den teilnehmenden Unternehmen ist erneut der Brückenschlag gelungen vom Craft-Distiller zum traditionellen Kleinbrenner. Die einzige Voraussetzung zur Teilnahme: Das Produkt muss handwerklich hergestellt sein. Zugelassen sind auch Randprodukte wie alkoholfreie Spirituosenalternativen und Likörweine. Facettenreichtum zeigten auch die ausgezeichneten Produkte. Ob Klassiker wie Obst- und Gemüsebrände, Gin, Geiste und Wodka oder Liköre. Daneben glänzten Neuheiten im

Aperitif-Segment. Besonders hervorstachen ein Destillat aus fermentierter Molke und ein Zuckerrübenbrand. „Selbst wir Organisatoren der Craft Spirits Berlin Awards werden jedes Jahr erneut von der Kreativität der Branche überrascht“, sagte Theo Ligthart, der sich über 20 % mehr Einsendungen freute. Da die Auszeichnung als Gütesiegel gilt, das Produkte sichtbarer macht, nehmen auch viele kleinere Brennereien aus aller Welt teil. „Wir freuen uns, wenn wir dabei helfen können, höchste Qualität in den Handel und die Gastronomie zu bringen“, betonte der Veranstalter. Die sehr gelungene Abendveranstaltung schloss mit einem Get-together, auf dem die Gewinnerspirituosen verkostet werden konnten.

Auszeichnungen

Craft Distillery of the Year 2026

Gold

Destillerie Georg Hiebl, AT

Silber

Destillerie Zott, DE

Bronze

Hausbrennerei

Fridolin Baumgartner, DE

World’s Best Craft Distilleries

• Benard Spirit (H)

• Destillerie Georg Hiebl (DE)

• Destillerie Zott (DE)

• Hausbrennerei Fridolin Baumgartner (DE)

• Mario Haider Edelbrennerei (AT)

• MOTs Distillery (AT)

• MOZERs SPIRIT (DE)

• mühle4|Manufaktur edler Brände (DE)

• Oberlandbrennerei (DE)

• Vorstadtbrennerei (DE)

• Weyermann® Destillerie (DE)

• Wünsche Manufaktur (DE)

Alle Auszeichnungen, ob Unternehmens- oder Getränkekategorie www.craftspiritsberlin.de/results-2026/

Fotos: CSB Awards

 VERBÄNDE

Steuererhöhung für Spirituosen?

Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI) widerspricht einer Gleichsetzung von „Spirituosen“ mit Alkohol. Der Verband führt aus, dass Spirituosen mit 4 % das kleinste Segment beim Gesamtkonsum der alkoholhaltigen Getränke darstellen. Dabei leisteten sie aber mit rund 70 % (1979 Mio. €) den größten Steuerbeitrag. Eine Alkoholsteuererhöhung sei als staatliche Finanzierungsquelle ungeeignet, da sie durch rückläufige Nachfrage, dazu führe, dass die Endverbraucher auf andere preiswertere alkoholische Getränke oder Auslandseinkäufe ausweichen und so das Steueraufkommen mindern.

(F.) Der Spirituosenverband weist darauf hin, dass eine einseitige Höherbesteuerung von Spirituosen 95 % der Konsumentinnen belasten, die laut einer NielsenIQ-Studie Spirituosen maßvoll und verwenden.

Der BSI bewertet die Reform-Empfehlung „Höhere Besteuerung von Alkohol/Spirituosen“ im ersten Bericht der Finanz-Kommission Gesundheit zur Stabilisierung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung ab 2027 als fiskalisch und systemisch widersprüchlich. Auch in gesundheitspolitischer Hinsicht sei dies kontraproduktiv. Der BSI hält eine gesundheitspolitische Lenkungssteuer, die gleichzeitig wachsende Finanzlücken schließen soll, für einen Widerspruch. Folgende Fragen stellen sich:

• Wie soll langfristig die Einnahmenseite verbessert werden, wenn eine Steuererhöhung am kleinsten Marktsegment ansetzt?

• Wie kann eine Steuer, die Konsum reduzieren soll, gleichzeitig stabile Einnahmen für ein Gesundheitssystem generieren?

• Wirkt eine Alkoholsteuererhöhung produktiv, wenn bei rückläufigem Spirituosenkonsum sowie wachsenden Auslandseinkäufen das Steueraufkommen langfristig nicht steigt, sondern sinkt?

Der deutsche Spirituosensektor verzeichnet in den letzten drei Jahren einen Absatzrückgang von 10 %. Gerade mittelständische Spirituosenunternehmen und Brennereien, von denen es in Deutschland rund 12 000 gibt, würden unter höheren Steuern massiv leiden. Unternehmen der Spirituosenbranche sehen sich aktuell mit Kaufzurückhaltung sowie hohen Preisen für

Rohstoffe und Energie konfrontiert. Eine Reduzierung der Anzahl von Brennereien und Spirituosenhersteller hätte u. a. Arbeitsplatz- und Gewerbesteuerverluste zur Folge. Auch zur Lenkung des Konsumverhaltens sind Steuererhöhungen aus Sicht des BSI kritisch zu bewerten. Diese Maßnahmen setzten weder an relevanten Risikogruppen noch an problematischem Konsumverhalten an. Steuererhöhungen auf Spirituosen seien kein zielgenaues Instrument zur Bekämpfung von Alkoholabhängigkeit. So zeigten systematische Reviews und Bewertungen internationaler Organisationen wie WHO und OECD, dass es keine robuste Evidenz für eine wirksame Reduktion von Alkoholabhängigkeit durch Steuererhöhungen gibt. Zugleich belegen Daten einen seit Jahren rückläufigen Alkoholkonsum in Deutschland. Spirituosen haben zudem einem Anteil von nur rund 4 % am Konsum in Fertigware bzw. 18 % in reinen Alkohol und werden typischerweise nur gelegentlich und in kleineren Mengen genossen.

Die Empfehlungen der FinanzKommission Gesundheit lasse unberücksichtigt, dass die Zusammenhänge zwischen Alkoholkonsum und Krankheiten komplex sind und sich nicht auf einen einzelnen Einflussfaktor (Alkohol) reduzieren lassen. Der BSI setzt daher weiterhin konsequent auf wirksame, evaluierte Prävention. „Steuerhöhungen würden große und vor allem kleine und mittelständische, handwerklich geprägte Unternehmen in ihrer Existenz gefährden, da die allgemeine Marktsituation aktuell schon herausfordernd ist“, betont BSIGeschäftsführerin Angelika Wiesgen-Pick. Wer die Steuerschraube weiter anzieht, nähme Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste billigend in Kauf. Vor allem aber würden Konsumenten, die gesundheitsbewusst genießen, unverhältnismäßig belastet. „Wir müssen aufpassen, dass Deutschland nicht zum Land der verlorenen Lebensfreude wird, wenn Haushaltsdefizite durch Steuern von Bürgerinnen und Bürgern gegenfinanziert werden sollen“, sagt die Geschäftsführerin des BSI.

 BRAU-BÖRSEN-BILANZ

Herausforderndes Geschäft 2025 in den Büchern

Die deutschen Aktien waren fester ins Jahr 2026 gestartet. Der Dax 40 (M-Dax) ging zum FebruarUltimo mit 25 284 (31 560) Punkten aus dem Markt, ein Plus von 3,2 (3,1) % im Vergleich zum Jahresende 2025.

Für 1 € waren am 27. Februar 1,18

US-$ zu zahlen, und die Umlaufrendite deutscher Renten lag bei 2,62 %. Dann drückte der NahostKonflikt.

ABI: Südamerika-Absatz schwach auch im 4. Quartal 2025

Weltbierprimus Anheuser-Busch InBev hat im 4. Quartal 2025 (2024) konzernweit 139,2 (141,8) Mio. hl Getränke verkauft. Im laufenden Geschäft stellte sich der Absatz -2,1 Mio. hl bzw. -1,5 %, weitere -0,5 Mio. hl kamen aus Konzernveränderungen in Mittel- sowie Nordamerika. Bierverkäufe standen dabei für 119,0 (121,1) Mio. hl (vergleichbar -1,9 %). Beim Getränkeabsatz gab Südamerika wie in den Vorquartalen ab, nun -4 % bzw. -1,8 Mio. hl auf 43,2 (44,95) Mio. hl: Brasilien verlor -3,7 % (Bier -2,8 %, sonstige Getränke -6,1 %) und Argentinien mittel einstellig. Ähnlich tendierte

Nordamerika auf 18,6 (19,5) Mio. hl, davon -0,7 Mio. hl gleich -3,5 % im laufenden Geschäft: In den Staaten stellte sich der Absatz an Großhändler (STW) -3,9 %, und Kanada gab klein einstellig ab. Auch Europa/Nahost/Afrika zeigte sich nun schwächer auf 24,2 (24,9) Mio. hl (-2,5 %): Nigeria-Bier sei im Bereich von -15 % eingebrochen, EuropaGetränke hätten hoch einstellig verloren, während Südafrika klein einstellig zugewann, gleichfalls die sonstigen Afrika-Märkte insgesamt. Asien/Pazifik tendierte nur mehr -0,1 Mio. hl bzw. -0,8 % leichter auf 13,3 (13,4) Mio. hl: China verlor -3,9 % und damit im Gleichlauf mit dem dortigen Markt, und Südkorea mittel einstellig. Allein Mittelamerika gewann Absatz auf 39,7 (38,9) Mio. hl (davon +1,1 Mio. hl bzw. +2,8 % vergleichbar), wobei Mexiko und Kolumbien klein einstellig vorankamen, Peru mittel und Ekuador hoch einstellig. Netto umgesetzt hat IFRS-Bilanziererin ABI daraus im 4. Quartal 2025 (2024)

15,6 (14,8) Mrd. US-$: Vergleichbar wurden +0,4 Mrd. US-$ bzw. +2,5 % mehr erlöst (hl-Umsatz: +4,0 %), die Wechselkurse trugen +0,4 Mrd. US-$ bei und nach Konzernveränderungen fehlten -0,1 Mrd. US-$. Auf vergleichbarer Basis, also vor Währungsumrechnung und Konzernveränderungen, tendierte nur in Asien/Pazifik der Umsatz schlechter als der Absatz (-4,3 %), sonst besser und bis auf Nordamerika (-1,0 %) positiv, gerade auch in Südamerika (+5,0 %; Brasilien: +2,8 % dank +6,8 % hl-Umsatzplus auch durch Premiumtrend).

Heute in der Brau-BörsenBilanz

• AB InBev

• Britvic

• Carlsberg

• Heineken u. a.

Leuven im Gesamtjahr 2025 mit mehr Gewinn

Im Gesamtjahr 2025 (2024) hat ABI damit weltweit 561,1 (575,7) Mio. hl Getränke verkauft: Das laufende Geschäft bildete sich -13,3 Mio. hl bzw. -2,3 % zurück, aus Konzernveränderungen kamen -1,3 Mio. hl. Allein Bier stand dabei für 484,2 (496,4) Mio. hl (vergleichbar -2,6 %). Das Getränke-Minus im laufenden Geschäft kam 2025 mit -5,6 Mio. hl aus Südamerika, mit -5,3 Mio. hl aus Asien/Pazifik und mit -2,6 Mio. hl aus Nordamerika; Europa/Nahost/Afrika tendierte -0,6

Während die kurzfristige Nachfrage in einigen Schlüsselmärkten von einem gedrückten Kundenumfeld und von schlechtem Wetter beeinträchtigt wurde, bleiben die langfristigen Grundlagen und das Wachstumspotenzial der Kategorie Bier unverändert.

Aus dem ABI-Bericht zum 4. Quartal und zum Gesamtjahr 2025

Mio. hl leichter und nur in Mittelamerika liefen +0,8 Mio. hl Mehrabsatz auf. Netto umgesetzt hat Leuven daraus konzernweit 59,3 (59,8) Mrd. US-$. (1 US-$ stand 2025 durchschnittlich für 0,89 € und zuletzt für 0,85 €.) Vergleichbar stiegen die Erlöse um +1,2 Mrd. US-$ bzw. +2,0 % (hl-Umsatz: +4,4 %), nach Konzernveränderungen fehlten -0,3 Mrd. US-$ und die Wechselkurse verzehrten -1,3 Mrd. US-$. Dabei habe sich Konsumbier (rund 50 % vom Umsatz) behauptet, trotz Rückgängen in Europa und Nordamerika, während Premium und Superpremium (35 % vom Umsatz) klein einstellig vorangekommen seien. Der Umsatz mit alkoholfreiem Bier sei +34 % gesprungen. Die direkten Umsatzkosten gingen zurück auf 26,1 (26,7) Mrd. US-$, auch der Aufwandssaldo der weiteren betrieblichen Positionen sank. Der Betriebsgewinn vor Einmaleffekten stieg auf 15,9 (15,5) Mrd. US-$. Der Einmaleffekte-Saldo drehte auf -0,45 (+0,03) Mrd. US-$ Aufwand (Vorjahr: Ertrag), 2025 vor allem durch Desinvestitionen, so aus dem geplanten Verkauf der Brauerei Newark und der Schließung von zwei weiteren Brauereien in den USA sowie aus dem Verkauf von Anlagen in der Karibik. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis verbesserte seinen Aufwandssaldo auf -4,1 (-4,9) Mrd. US-$, da die Einmaleffekte weniger belasteten (Nettozinskosten: -2,6 nach -2,7 Mrd. US-$). Nach -2,9 (-3,2) Mrd. US-$ Ertragsteuern schloss Leuven mit 8,48 (7,42) Mrd. US-$ Konzernüberschuss, von dem 6,84 (5,86) Mrd. US-$ den Aktionären der Mutter zuzurechnen waren. Der Dividendenvorschlag für 2025 lautet über 1,15 (1,00) €/Aktie (davon 0,15 €/Aktie schon gezahlt).

Direkt im Eigenkapital gebucht wurden +6,73 (-8,81) Mrd. US-$ Mehrung (Vorjahr: Minderung), überwiegend aus der Bilanzumrechnung von Fremdwährungstöchtern.

Die ABI-Konzernbilanz längte sich zum Ultimo 2025 (2024) auf 219 (207) Mrd. US-$. Auf der Vermögensseite standen mehr Firmenwerte und immaterielle Anlagen (durch die Bilanzumrechnung) sowie Forderungen. Auf der Finanzierungsseite stiegen das Eigenkapital (auf 98 nach 89 Mrd. US-$; EK-Quote 44,7 nach 42,9 %) sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und auch das zinstragende Fremdkapital. Netto cash investiert hat Leuven 2025 (2024) -3,6 (-3,7) Mrd. US-$.

Mitte Februar 2026 nannte ABI als Ziele für ihr Geschäftsjahr 2026 4-8 % Zuwachs beim Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA; 2025 vor Einmaleffekten: 21,2 Mrd. US-$) und 3,5-4 Mrd. US-$ Nettoinvest. Januar 2026 ausgeübt hat ABI ihr Recht auf Rückkauf der 49,9-%-Minderheit an ihren 7 Metallgebinde-Fabriken in den USA von einem Konsortium institutioneller Anleger für ca. 2,9 Mrd. US-$.

Heineken: Amerika drückt Absatz im 4. Quartal 2025

Der Konzern um die Heineken N.V. hat im 4. Quartal 2025 (2024) 67,1 (69,0) Mio. hl Getränke verkauft. Im laufenden Geschäft stellte sich der Absatz -1,7 Mio. hl bzw. -2,4 %, Konzernveränderungen in Afrika/ Nahost standen für -0,3 Mio. hl. Der Rückgang kam vom Bier, das 58,6 (60,5) Mio. hl absetzte (vergleichbar ebenfalls -1,7 Mio. hl, bzw. -2,8 %). Sonstige Getränke behaupteten sich gut mit konstant 6,7 Mio. hl. Handelswaren kamen auf konstant 1,8 Mio. hl. Ihren Gruppenbierabsatz, der auch Lizenzbier bei Dritten und Konzernanteile am Absatz von Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen einbezog, gibt Amsterdam nicht mehr an, indes noch die Lizenzmengen bei Konzernfremden, die auf 4,4 (4,0) Mio. hl stiegen (darin +0,5 Mio. hl aus Asien/Pazifik). Die GetränkeMinderverkäufe kamen mit -1,0 Mio. hl bzw. -3,9 % auf 24,0 (25,0) Mio. hl aus Amerika. Asien/Pazifik gab -0,4 Mio. hl bzw. -3,3 % ab auf 11,5 (11,9) Mio. hl. Europa zeigte sich -0,2 Mio. hl bzw. -1,3 % leichter auf 18,9 (19,2) Mio. hl. Und Afrika/Nahost

tendierte im laufenden Geschäft -0,1 Mio. hl bzw. -0,6 % leichter auf 12,6 Mio. hl (nach 13,0 Mio. hl, hinzu kamen dort die -0,3 Mio. hl aus Konzernveränderungen). Die Marke „Heineken“ kam dank Asien/Pazifik +2,7 % voran auf 17,0 (16,6) Mio. hl (incl. Lizenzbier). Netto umgesetzt hat IFRS-Bilanziererin Heineken daraus im 4. Quartal 2025 (2024) konzernweit und vor Einmaleffekten 7,4 (7,5) Mrd. €: Vergleichbar wurden auf dieser Ebene +0,18 Mrd. € mehr erlöst (+2,4 %; hl-Umsatz: +5,0 %), nach Konzernveränderungen fehlten -0,03 Mrd. € und die Wechselkurse verzehrten -0,25 Mrd. €. Die vergleichbaren Umsätze vor Einmaleffekten entwickelten sich in allen Regionen besser als die Getränkeabsätze und waren nur in Europa leicht rückläufig (-0,7 %), während sie in Afrika/Nahost am kräftigsten zulegten (+9,9 %).

2025: Gewinn erholt sich nach China-Wertberichtigung 2024 Damit hat der Heineken-Familienkonzern im Gesamtjahr 2025 (2024) 265,8 (272,7) Mio. hl Getränke abgesetzt. Vergleichbar habe Amsterdam -5,9 Mio. hl bzw. -2,1 % abgegeben. Bier stand dabei für 234,0 (240,7) Mio. hl (vergleichbar -5,8 Mio. hl bzw. -2,4 %), sonstige Getränke verkauften 24,1 (24,3) Mio. hl (mit Rückgang aus den Konzernveränderungen), und Handelswaren 7,7 (7,8) Mio. hl. Die Lizenzabsätze bei Konzernfremden stiegen auf 15,8 (13,4) Mio. hl (davon +2,2 Mio. hl auf 10,1 Mio. hl aus Asien/Pazifik). Regional gab Europa beim vergleichbaren Konzern-Getränkeabsatz -3,1 Mio. hl bzw. -3,5 % ab: Polen-Bier verlor hoch einstellig, Österreich-Bier mittel einstellig, Großbritannien-Getränke gaben klein einstellig ab, gleichfalls Spanien-, Italien- und Rumänien-Bier, auch Frankreich und die Niederlande verkauften weniger Getränke, während Schweiz-Bier klein einstellig vorankam und Portugal- wie Irland-Getränke mittel einstellig zulegten. Amerika lag -2,9 Mio. hl bzw. -3,2 % schwächer: Mexiko-Getränke gaben leicht ab, Brasilien-Bier verlor mittel einstellig und US-Getränke brachen etwas über -10 % ein. Afrika/Nahost behauptete sich -0,1 Mio. hl bzw. -0,2 % knapp: Kongo-Getränke verloren hoch einstellig, Nigeria-Getränke gaben mittel einstellig ab und Hei -

neken Beverages klein einstellig (bei Bier-Plus), während Äthiopien-, Ägypten- und Ruanda-Bier je etwas über +10 % sprangen. Allein Asien/ Pazifik behauptete sich +0,2 Mio. hl bzw. +0,5 % gut: Laos-Bier sprang deutlich zweistellig, MyanmarGetränke sprangen im Bereich von +15 %, Vietnam-Bier legte hoch einstellig zu, Indien-Getränke und Indonesien-Bier gewannen je mittel einstellig, hingegen gab MalaysiaBier klein einstellig ab und Kambodscha-Bier brach zweistellig ein. Die Marke „Heineken“ gewann konzernweit +2,7 % auf 62,7 (61,1) Mio. hl (incl. Lizenzbier), auch im Gesamtjahr dank Asien/Pazifik (16,8 nach 14,1 Mio. hl). „Amstel“ habe mittel einstellig zugelegt, „Desperados“ außerhalb von Frankreich freundlich tendiert, „Moretti“ indes leichter, und auch „Tiger“ gab ab. Das Premiumsegment insgesamt habe konzernweit +2,7 % mehr verkauft, Konsum -0,7 % weniger, und sämtliche Alkoholarm- und -frei-Angebote seien in Summe klein einstellig vorangekommen. Netto umgesetzt wurden daraus konzernweit 28,8 nach 29,8 Mrd. € (-3,6 %). Amsterdam kommentiert den Nettoumsatz vor Einmaleffekten von 28,9 (30,0) Mrd. €: Vergleichbar erlöste Amsterdam auf dieser Ebene +0,5 Mrd. € bzw. +1,6 % mehr (hl-Umsatz: +3,8 %), Konzernveränderungen standen für -0,1 Mrd. €, und die Wechselkurse verzehrten -1,5 Mrd. € (gut hälftig in Amerika). Auch im Gesamtjahr lagen, vor Einmaleffekten, die vergleichbaren Umsatztrends der Regionen über denen der Absätze, wobei neben Europa auch Amerika vergleichbar abgab, während Afrika/Nahost sogar +15,7 % sprang. Zurück zu den Zahlen nach IFRS, also einschließlich Einmaleffekten und sämtlicher Abschreibungen: Die betrieblichen Aufwendungen sanken, wobei sich Personalaufwand und Abschreibungen nur wenig veränderten. Der Betriebsgewinn stellte sich auf 3,4 (3,5) Mrd. €. Das Finanzergebnis verbesserte sich auch dank niedrigerer Sollzinsen auf -0,7 (-0,8) Mrd. € Aufwandssaldo. Das Beteiligungsergebnis drehte wieder auf saldiert +0,3 (-0,7) Mrd. € Ertrag (Vorjahr: Aufwand, vor allem durch

-0,87 Mrd. € Wertberichtigung auf China-Beteiligung CR Beer). Nach -0,86 (-0,85) Mrd. € Ertragsteuern schloss Amsterdam mit 2,14 (1,16) Mrd. € Konzerngewinn, von dem 1,89 (0,98) Mrd. € den Aktionären der Mutter zuzurechnen waren. Der Dividendenvorschlag lautet über 1,90 (1,86) €/Aktie. Direkt im Eigenkapital wurden -2,12 (-0,38) Mrd. € Minderung gebucht, weitgehend aus der Bilanzumrechnung von Fremdwährungstöchtern. Die Heineken-Konzernbilanz summierte sich zum Ultimo 2025 (2024) erneut auf 53,8 Mrd. €. Beim Vermögen gingen vor allem immaterielle Anlagen zurück (Bilanzumrechnung), während sich die Kasse gut verdoppelte. Auf der Finanzierungsseite stiegen entsprechend die langfristigen Ausleihungen, während das Eigenkapital auf 20,6 (22,4) Mrd. € zurückging (EK-Quote 38,3 nach 41,7 %). Der Betriebsinvest 2025 (2024) lag netto cash bei -2,41 (-2,45) Mrd. €, er floss u. a. in einen Brauereineubau in Brasilien, in die britischen Star Pubs sowie in die Dateninfrastruktur.

Mittelamerika-Übernahme

Januar 2026 abgeschlossen Für 2026 zeigte sich Heineken in der ersten Februarhälfte vorsichtig: Der Betriebsgewinn solle 2-6 % steigen, und die Investitionen sollen unter 8 % vom Nettoumsatz liegen (2025: 8,4 %). In ihrer aktualisierten „EverGreen 2030“-Strategie setzt Amsterdam nicht nur auf die Stärkung ihrer übergreifenden Heineken Business Services, sondern in ausgewählten Regionen auch auf Betriebsgesellschaften, die für mehrere Märkte verantwortlich sein sollen (Multi-Market Operating Companies), 2026 ge plant allein vier in der Region Europa. Mit diesem Umbau sei der Abbau von konzernweit ca. 5000-6000

Rollen in den kommenden 2 Jahren verbunden. Die Übernahme des FIFCO-Getränke- und Einzelhandelsgeschäfts in Mittelamerika (BF 12-2025, S. 29) wurde am 30. Januar 2026 abgeschlossen. HeinekenCEO und -Vorstandschef Dolf van den Brink gibt zum 31. Mai 2026 sein Amt auf.

Carlsberg: Weniger Bier aus Westeuropa im 4. Quartal 2025

Die Carlsberg A/S hat im 4. Quartal 2025 (2024) konzernweit 18,6 (19,1)

Mio. hl Bier verkauft. Der Rückgang kam aus Westeuropa (5,7 nach 6,3 Mio. hl), während Asien leichter tendierte (5,4 nach 5,5 Mio. hl) und Mittel- und Osteuropa und Indien vorankamen (7,5 nach 7,3 Mio. hl). Sonstige Getränke verdoppelten durch den Britvic-Zukauf ihren Absatz reichlich auf 12,5 (5,9) Mio. hl, wobei Asien wegen Kambodscha etwas abgab (1,3 nach 1,4 Mio. hl). Die Getränkeverkäufe summierten sich so auf ca. 31,1 (25,0) Mio. hl (ca. +24 %). Netto umgesetzt hat der Konzern von IFRS-Bilanziererin Carlsberg daraus 19,1 (15,7) Mrd. DKK (+21,7 %), wobei Asien 3,1 nach 3,4 Mrd. DKK erlöste. Im Gesamtjahr 2025 (2024) hat der Carlsberg-Konzern damit 99,0 (101,2) Mio. hl Bier abgesetzt. Der Rückgang um -2,1 % kam mit -2,9 %punkten aus dem laufenden Geschäft, wo Kopenhagen in fast allen Märkten Kundenzurückhaltung meldete, und mit +0,8 %punkten aus Konzernveränderungen (vornehmlich Nepal). Dabei gab Westeuropa -7 % ab auf 26,1 (28,1) Mio. hl, weitgehend im laufenden Geschäft: Prägend war der Verlust der „San Miguel“-Lizenz in Großbritannien, bereinigt hätte sich der Westeuropa-Bierabsatz mit -0,4 % knapp behauptet und Großbritannien zugelegt. Polen-Getränke hätten nur klein einstellig abgegeben und Frankreich-Getränke leicht zugewonnen. Asien gab -1,5 % ab auf 38,0 (38,6) Mio. hl Bier: China-Getränke hätten sich dank 4. Quartal gut behauptet, Laos-Getränke verloren mittel einstellig und Vietnam-Getränke klein zweistellig (auch wegen des Wettbewerbs und Überschwemmungen). Mittel- und Osteuropa und Indien kamen dank Nepal +1,1 % voran auf 34,9 (34,5) Mio. hl Bier (vergleichbar: -1,5 %punkte): Freude machte Indien mit hoch einstelligem Getränke-Plus, während Ukraine-Getränke kriegsbedingt zweistellig einbrachen. Bei den Marken habe „Carlsberg“ weltweit +4 % zugewonnen und „Tuborg“ +2 %; alkoholfreie Braugetränke hätten +4 % mehr abgesetzt. Sonstige Getränke verdoppelten sich durch die zum 16. Januar 2025 übernommene Britvic glatt auf 49,0 (24,5) Mio. hl (davon Britvic: 24,0 Mio. hl), wobei 98 %punkte vom Mehrvolumen aus Konzernveränderungen kamen. Der Getränke -

absatz summierte sich auf 148,0 (125,7) Mio. hl (+17,7 %, davon +19,7 %punkte aus Konzernveränderungen und -2,0 % vergleichbar).

Geschäftsjahr 2025 im Zeichen der Britvic-Übernahme

Netto umgesetzt wurden daraus konzernweit 89,1 (75,0) Mrd. DKK (davon 15,6 Mrd. DKK von Britvic). (1 € stand durchschnittlich für 7,46 und zuletzt für 7,47 DKK.) Zum Mehrerlös von +18,8 % trugen Konzernveränderungen +21,4 %punkte bei, das laufende Geschäft erlöste -0,6 %punkte weniger (hl-Umsatz: +1,4 %) und die Wechselkurse verzehrten -2,0 %punkte. Die direkten Umsatzkosten stiegen +20,3 % auf 48,9 (40,6) Mrd. DKK. Der Betriebsgewinn vor Einmaleffekten erhöhte sich auf 13,4 (11,4) Mrd. DKK. Einmaleffekte saldierten sich auf -1,9 (-0,5) Mrd. DKK Aufwand, 2025 vor allem für die Britvic-Integration (-0,5 Mrd. DKK) und für Umstrukturierungen sowie Wertberichtigungen in Westeuropa (-0,8 Mrd. DKK). Das Finanzergebnis stellte sich vor allem höherer Sollzinsen halber auf -2,4 (-0,9) Aufwandssaldo. Nach -2,1 (-2,0) Mrd. DKK Ertragsteuern zeigte Kopenhagen 7,0 (8,0) Mrd. DKK Gewinn aus fortgeführtem Geschäft (davon 0,5 Mrd. DKK von Britvic), der sich 2024 noch um +2,3 Mrd. DKK auf 10,3 Mrd. DKK erhöhte aus dem schließlichen Verkauf des Russland-Geschäfts (Baltika). 6,0 (9,1) Mrd. DKK vom Konzernüberschuss waren den Aktionären der Mutter zuzurechnen. Am Elefantentor wurde von erfolgreicher BritvicIntegration gesprochen. Der Dividendenvorschlag für 2025 lautet über 29 (27) DKK/Aktie. Direkt im Eigenkapital gebucht wurden -2,8 (+3,3) Mrd. DKK Minderung (Vorjahr: Mehrung), 2025 überwiegend aus der Bilanzumrechnung von Fremdwährungstöchtern.

Die Konzernbilanz längte sich zum Ultimo 2025 (2024) vornehmlich durch Britvic auf 154 (114) Mrd. DKK: Auf der Vermögensseite stiegen vor allem die Buchwerte immaterieller Anlagen incl. Goodwill auf 83 (53) Mrd. DKK. Auf der Finanzierungsseite erhöhten sich zuvörderst die verzinslichen Verbindlichkeiten auf 71 (38) Mrd. DKK bei konstant 31 Mrd. DKK Eigenkapital (Quote 19,9 nach 26,9 %). Der Betriebsinvest stieg 2025 (2024) netto cash auf -5,4 (-4,9) Mrd. DKK (Kapazitätserweite -

Konzernabschlüsse 2025 im Überblick rungen in Indien und Vietnam sowie Pepsi-Abfüllung in Kasachstan), für den Zukauf von Töchtern flossen -29,4 Mrd. DKK ab (Britvic: -29,2 Mrd. DKK). Für ihr Geschäftsjahr 2026 erwartete Kopenhagen Anfang Februar 2-6 % vergleichbaren Zuwachs beim Betriebsgewinn vor Einmaleffekten und 6-7 Mrd. DKK Invest. Deutschland-Tochter Lübz bringt mit „LÜMO“ neu eine eigene Limonade aus der 0,33-l-Klarglasflasche im 24er-MW-Kasten.

MCBC: Amerika-Wertberichtigung Im Konzern der Molson Coors Beverage Co. schließlich stellte sich der zum Umsatz passende Getränkeabsatz (financial volume) im Gesamtjahr 2025 (2024) um -8,6 % auf 72,8 (79,6) Mio. hl. (Dabei gab er im 4. Quartal um -7,7 % nach auf 17,1 Mio. hl.) Vor Konzernkonsolidierung verkaufte das Segment Amerika im Gesamtjahr 53,5 (58,9) Mio. hl: Der Rückgang um -9,2 % kam dort vor allem aus den Staaten, und mit ca. -3 %punkten aus der Beendigung von Lohnbrauverträgen. In der übrigen Welt wurden 19,3 (20,7) Mio. hl abgesetzt (-6,8 %). Netto umgesetzt hat US GAAP-Bilanziererin MCBC daraus 11,1 (11,6) Mrd. US-$ (-4,2 %, davon -8,6 %punkte Absatz, +3,8 %punkte Preis/Mix, +0,6 %punkte Währungsumrechnung). Die direkten Umsatzkosten sanken -3,2 % auf 6,9 (7,1) Mrd. US-$. Geprägt wurde die Erfolgsrechnung 2025 durch die nicht zahlungswirksame Wertberichtigung von -3,65 Mrd. US-$ auf Firmenwerte (Goodwill) im Segment Amerika. Danach standen -2,3 (+1,8) Mrd. US-$ Betriebsergebnis und -2,18 (+1,16) Mrd. US-$ Konzernfehlbetrag (Vorjahr: Überschuss). Direkt im Eigenkapital gebucht wurden +0,29 (-0,24) Mrd. US-$ Mehrung (Vorjahr: Minderung) überwiegend aus der Bilanzumrechnung von Fremdwährungstöchtern. Die Konzernbilanz kürzte sich zum Ultimo 2025 (2024) vor allem durch die Wertberichtigung auf 23 (26) Mrd. US-$, bei 10,4 (13,3) Mrd. US-$ Eigenkapital (Quote 45,9 nach 51,0 %). Und netto cash in Sachen investiert wurden 2025 (2024) -0,70 (-0,65) Mrd. US-$. Für 2026 verwies MCBC auf Preisinflation beim Wareneinsatz, nicht zuletzt bei Alu-Dosen, und auf den nachgebenden Biermarkt. Golden/ Montreal erwartete Mitte Februar währungsbereinigt einen Nettoum -

Geschäftsjahr 2025 (31.12.) AB InBev Heineken Carlsberg Molson Coors

VBE Jahresdurchschnitt (MCBC: Jahresende)

satz 2026 auf dem Niveau von 2025 (-1 bis +1 %), einen Rückgang beim vergleichbaren Gewinn vor Ertrag -

steuern um -15 bis -18 % (2025: plus 1,39 Mrd. US-$) und ca. 0,65 Mrd. US-$ Invest. S.W.

 NACHRICHTEN

BRŁ O Naked Haze: Alkoholfreies Hazy IPA aus Berlin

BRŁO bringt mit Naked Haze die neueste Innovation im alkoholfreien Segment auf den Markt: ein Hazy IPA mit saftiger Fruchtigkeit, weicher Textur und intensiver Hopfenaromatik – bei weniger als 0,5 % Alkohol.

(F.) Damit reagiert die Berliner Brauerei auf die steigende Nachfrage nach charakterstarken alkoholfreien Bieren und etabliert das bereits dritte alkoholfreie Bier in ihrer Core Range.

„Stay juicy, stay Naked“ – mit diesem Ansatz übersetzt BRŁO den internationalen Hazy-Trend in

eine alkoholfreie Variante, die geschmacklich keine Kompromisse eingeht. Naked Haze überzeugt mit tropischen Fruchtnoten, einer angenehmen Bittere und dem typisch trüben Erscheinungsbild – perfekt für bewussten Genuss. Erhältlich ist die Neuheit im Fass, als 0,33-lEinzelflasche, im praktischen 4erOpen-Basket-Träger sowie in der 24-x-0,33-l-Logipack-Kiste. Das Segment alkoholfreier Biere wächst dynamisch und differenziert sich zunehmend aus: Konsumenten suchen nach Vielfalt, Geschmack und Abwechslung. Besonders aromatische Bierstile wie IPAs gewin -

nen auch alkoholfrei an Bedeutung. Naked Haze zahlt genau auf diese Entwicklung ein und spricht eine Zielgruppe an, die bewusst konsumiert, ohne auf intensiven Geschmack verzichten zu wollen. Nachdem sich das Naked Original in den vergangenen Jahren als starker Volumentreiber etabliert hat, wurde das Portfolio 2025 um Naked Hell, ein alkoholfreies Helles, erweitert. Mit Naked Haze folgt nun der nächste Schritt – ein alkoholfreies Hazy IPA, das einen international geprägten, besonders aromatischen Bierstil einbringt. BRŁO Naked Haze ist ab sofort verfügbar.

AB InBev wird globaler Bierpartner von Bayer 04 Leverkusen

Ab der Saison 2026/27 wird der weltweit führende Brauereikonzern AB InBev der neue globale Bierpartner von Bayer 04 Leverkusen – mit einem langfristigen Vertrag, der bis 2031 läuft. Die Fans in der BayArena dürfen sich ab der nächsten Saison auf ein noch besseres Spieltagserlebnis freuen.

(F.) Ab August 2026 wird Anheuser-Busch Bud, das weltbekannte

Premiumlagerbier, ein neues und gehobenes Biererlebnis in die BayArena bringen. Anheuser-Busch Bud ist im Oktober 2025 mit seiner Marke und seiner internationalen Reputation mutig auf den deutschen Markt vorgestoßen, mit dem Ziel, das Wachstum der Kategorie voranzutreiben und den deutschen Verbrauchern ein Genuss-Erlebnis zu bieten.

Der weltweit größte Brauer ist seit 40 Jahren Partner der FIFA, was bedeutet, dass die Marke über Erfahrung bei der Umsetzung großer Fußball-Partnerschaften verfügt. Die Kooperation wird ein Highlight sein, da sie auch gemeinsame Marketing-Aktionen und exklusiven Zugang zu HospitalityAngeboten umfasst. Neben AnheuserBusch Bud können Fans auch andere beliebte Premiummarken von AB InBev wie Beck's, Spaten Münchner Hell und Franziskaner Weißbier genießen.

„Seit vielen Jahren gehört die Mannschaft von Bayer 04 zu den fünf besten Bundesligavereinen Deutschlands und ist auch auf internationaler Ebene stark vertreten. Dieser Verein steht für eine starke und treue Fangemeinde, die von Leidenschaft, Ehrgeiz und unvergesslichen Fußballmomenten angetrieben wird – genau wie unsere Biere“, sagt Philipp Rosar, On-Trade-Direktor bei AnheuserBusch InBev Deutschland. Und Axel Senker, Key Account Manager On-Trade, fügt hinzu: „Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie von AB InBev ist es, über unsere globalen Mega-Plattformen eine Verbindung zu den Verbrauchern herzustellen, insbesondere im Profifußball.“

„Wir freuen uns sehr über diese langfristige Partnerschaft mit einem internationalen Akteur der Bierbranche“, sagt Markus Breglec, Chief Marketing & Innovation Officer von Bayer 04. „Gemeinsam mit AB InBev werden wir diese Kooperation sowohl national als auch international aktiv mit Leben füllen und neue Maßstäbe bei der Verbindung von Sport und Biergenuss setzen können.“

Foto: Frederic Scheidemann / Bayer 04 Leverkusen
„Brau Dir Deine Zukunft“ – Verbände starten

bundesweite Ausbildungskampagne

Die Brauwirtschaft startet eine bundesweite Kampagne, um Nachwuchs für die rund 1500 Brauereien und Mälzereien in Deutschland zu gewinnen. Unter dem Motto „Brau Dir Deine Zukunft“ richtet sich die Initiative gezielt an junge Menschen, die vor der Berufswahl stehen, aber auch an Studienanfänger und Studierende. Träger der neuen Kampagne sind die drei Verbände Private Brauereien, Deutscher Brauer-Bund und der Deutsche Braumeisterund Malzmeister-Bund.

(F.) „Ziel der Kampagne ist es, den vielseitigen Ausbildungsberuf stärker sichtbar zu machen und junge Menschen für eine Ausbildung in der Brauund Getränkewirtschaft zu begeistern. Wir zeigen, dass der Beruf Brauer und Mälzer modern ist, Sicherheit bietet und jungen Menschen vielseitige Karrierewege in einer starken und nachhaltigen Branche öffnet. Uns ist wichtig, junge Menschen dort zu erreichen, wo sie sich informieren, deshalb setzen wir bewusst auf eine Kombination aus digitalen Angeboten und persönlichen Kontakten vor Ort“, erklärten zum Start der Kampagne die Verbandspräsidenten Martin Schimpf (Private Brauereien Deutschland e.V.), Christian Weber (Deutscher BrauerBund e.V.) und Marc Kusche (Deutscher Braumeis ter- und Malzmeisterbund e.V.).

Ausbildung mit Perspektive

Die Brauwirtschaft ist in Deutschland ein bedeutender Arbeitgeber mit hoher regionaler Verankerung und sichert nicht nur mehr als 27 000 direkte Arbeitsplätze in Brauereien und Mälzereien, sondern geschätzt auch über 400 000 indirekte Beschäftigungsverhältnisse entlang der gesamten Wertschöpfungskette –von der Landwirtschaft über Logistik und Verpackungsin -

dustrie bis hin zu Handel und Gastronomie. Damit leistet sie einen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität und zur Attraktivität vieler Standorte, insbesondere im ländlichen Raum. Gerade auch deshalb steht die Branche vor der Herausforderung, ausreichend qualifizierte Auszubildende und Fachkräfte zu gewinnen, um Know-how, Innovationskraft und Qualität langfristig zu sichern. Vor diesem Hintergrund kommt der neuen Ausbildungskampagne eine zentrale Bedeutung zu, um junge Menschen für die vielfältigen Berufsbilder der Brauwirtschaft zu begeistern. Im Zentrum der Kampagne steht die duale Ausbildung zur Brauerin und Mälzerin bzw. zum Brauer und Mälzer. Vorgestellt werden Arbeitsalltag, Ausbildungsinhalte, Anforderungen, Verdienstmöglichkeiten sowie die besondere Verbindung von Handwerk, Naturwissenschaft, Technik und Kreativität. Die enorme fachliche Bandbreite macht die beiden Berufe besonders attraktiv: Neben klassischen Weiterbildungen bis zum Meistertitel oder einem Studium mit Schwerpunkt Brauwesen und Getränketechnologie sind die erworbenen technischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen auch in anderen Branchen gefragt. Absolventinnen und Absolventen eröffnen sich damit vielfältige berufliche Perspektiven.

Weitere Informationen gibt es unter www.zukunft-brauen.de

1ST DRAFT BEER FILLING CONFERENCE –

CLEANING, FILLING & HACCP

31 August - 2 September 2026, Bergamo/Italy

The 1st Draft Beer Filling Conference in Bergamo will explore the suitability of keg filling for a wide range of beer styles, including non-alcoholic options.

The conference will be held in English at the Starhotels Cristallo Palace in Bergamo, which also offers convenient on-site accommodation for participants.

+ Keg plants should receive the priority they deserve, as the consumer’s draft beer experience may directly influence the purchase of beer for offtrade consumption.

+ If on-trade occasions for drinking draft beer - for various reasons - are dropping the KEG format is at risk of losing its relevance entirely and as a result breweries may lose profitable volume.

+ To support draft beer quality, this conference aims to highlight latest developments and best practices during the filling process, accompanied by highlighting critical process control points.

The conference program includes a welcome get-together and a technical visit to COMAC on Monday, 31 August, followed by a technical visit to Heineken Comun Nuovo on Tuesday, 1 September.

With support of:

Sponsor

www.vlb-berlin.org/en/draftbeer

Deutscher Braumeister- und Malzmeister-Bund (DBMB) e. V. – Landesgruppe Sachsen

18. Hauptversammlung Ende Januar in Dresden

Am 30. Januar 2026 fand die 18. Hauptversammlung der DBMBLandesgruppe Sachsen im Gasthof Coschütz in Dresden statt. Der Einladung waren 31 Mitglieder und ein Gast gefolgt.

v.l.: Michael Günsel, NeuEhrenmitglieder

Uwe Noack und Gerd Lange, Bernd Heitmann

Der 1. Vorsitzende Bernd Heitmann begrüßte das Ehrenmitglied Rolf Schubert sowie alle Anwesenden und dankte der Feldschlößchen AG Dresden für die großzügige Unterstützung des Abends – das sei heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Im Bericht des Vorstands gab Heitmann Einblicke in die Arbeitsfelder des Bundes, wie z.B. die arbeitsrechtliche Beratung von Mitgliedern. Die Mitglieder-

entwicklung der sächsischen Landesgruppe sei weiter positiv und bewege sich auf dem Niveau 150 plus.

Für die Landesgruppe Sachsen sind in diesem Jahr folgende Veranstaltungen vorgesehen:

‰ 5. bis 7. Juni Braumeistertag in Magdeburg

‰ 17. August Familientag

‰ 4. Dezember Nikolausstammtisch bei Lohrmanns in Dresden.

Schatzmeister Gerd Lange berichtete von einem ausgeglichenen Haushalt. Er stellte ferner den Entwurf zum Haushaltsplan 2026 vor.

Die Prüfer attestieren Gerd Lange korrekte Arbeit. Die Kassenführung sei lückenlos. Dem folgenden Antrag auf Entlastung des Vorstands stimmte die Hauptversammlung einstimmig zu.

Die anschließende Wahl des neuen Vorstands und der Kassenprüfer leitete Rolf Schubert. Die Kandidaten

sind die bisherigen Amtsinhaber. Alle wurden einstimmig wiedergewählt. Nach der konstituierenden Sitzung gab Bernd Heitmann die Zusammensetzung des neuen Vorstands bekannt.

‰ 1. Vorsitzender: Bernd Heitmann

‰ 2. Vorsitzender: Michael Günsel

‰ Beauftragter Fördermitglieder: Michael Runge

‰ Schatzmeister: Gerd Lange

‰ Schriftführer: Udo Schiedermair

‰ Kassenprüfer: Birgit Olak und Sebastian Suslik

Danach wurden Gerd Lange, seit 34 Jahren Schatzmeister, und Uwe Noack, langjähriger Vorsitzender der Landesgruppe Sachsen, zu Ehrenmitgliedern ernannt. Berd Heitmann bedankte sich bei allen Mitgliedern fürs Erscheinen und die aktive Mitarbeit. Die nächste Hauptversammlung findet am 28. Januar 2027 um 18.00 Uhr im Gasthof Coschütz in Dresden statt. Udo Schiedermair

Foto: DBMB Sachsen

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1. Vorsitzender: Burghard Meyer (Berlin)

2. Vorsitzender (geschäftsführend): Jan Biering (Berlin)

Kontakt: VLB Berlin, c/o Vereinigung ehem. VLBer

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Hinweis der Redaktion: Um die Lesbarkeit unserer Publikation zu vereinfachen, verzichten wir weitgehend auf die zusätzliche Formulierung der weiblichen Form. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass unsere Verwendung der männlichen Form als geschlechtsneutral zu verstehen ist.

Unsere nächste Ausgaben erscheinen am

29. Mai 2026 (englisch)

26. Juni 2026 (deutsch)

redaktion@brauerei-forum.de www.brauerei-forum.de

VERANSTALTUNGEN

VLB-Termine 2026/2027

 5th VLB Symposium on Acidic Fermented Non-Alcoholic Beverages

12./13. Mai 2026, Berlin

 VLB-Fachtagung Getränkeverpackung 2026

20./21. Mai 2026, Berlin

 Bangkok Brewing Conference 2026

8. bis 10. Juni 2026, Bangkok, Thailand

 VLB-Sommerfest 2026

3. Juli 2026, Berlin

 IfGB-Destillateurmeisterkurs 2026

10. August bis 16. Oktober 2026, Berlin

 1st VLB Draft Beer Conference 2026

31. August bis 2. September, Bergamo, Italien

 1st North American VLB Brewing & Packaging Conference 2026

14. bis 16. September 2026, Toronto, Kanada

 24. IfGB-Forum Spirituosen und Brennerei

28. bis 30. September 2026, Neckarsulm

 VLB-Braumeisterkurs 2026/2027

5. Oktober 2026 bis Oktober 2027, Berlin

 110. VLB-Oktobertagung

12./13. Oktober 2026, Berlin

 16. Ibero-Amerikanisches Symposium

23. bis 25. November 2026, Panama

 Workshop „Beverage Technology for Brewers“

16. bis 27. November 2026, Berlin

 Praxiskurs Mikrobiologie

23. bis 27. November 2026, Berlin

 Seminar "Brauen für Nicht-Brauer"

2./3. Dezember 2026, Berlin

 111. Brau- und maschinentechnische Arbeitstagung

9. bis 11. März 2027, Meschede

Weitere Termine

 Deutscher Braumeistertag des DBMB

5. bis 7. Juni 2026, Magdeburg

 Innovationstag Mittelstand des BMWE

11. Juni 2026, Berlin

 SMARTBREW Technologietag

25. Juni 2026, Würzburger Hofbräukeller

 40 th EBC Congress

6. bis 9. September 2026, Rotterdam, NL

 Brau Beviale 2026

10. bis 12. November 2026, Nürnberg

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