In dieser Woche Junge Forscher Insgesamt 25 Siegerideen im Rahmen des Projektes „Stadt der jungen Forscher“ hat jetzt eine Jury jetzt ausgewählt. Sie werden im Juni bei einem Festival präsentiert. Seite II
Partnerschaften Karlsruhe feiert 2012 mit Halle 25 Jahre Partnerschaft sowie mit dem rumänischen Temeswar und dem russischen Krasnodar 20 Jahre. Seite III
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Mit einem fulminanten Auftritt eröffnete die Badische Staatskapelle, die als sechstältestes Orchester der Welt gilt, nun den in vielen Farben leuchtenden Konzertreigen zu ihrem 350-jährigen Bestehen. Seite III
D FI
Orchester 350 Jahre
Stadt Zeitung Amtsblatt der Stadt Karlsruhe 66. Jahrgang · Nr. 2
13. Januar 2012
Kultur trifft auf Kreativwirtschaft „Kreative gründen anders“, formuliert Autor Herbert Grüner den Titel seines Handbuchs. Als Anlaufstelle für Kreativschaffende in Karlsruhe öffnet demnächst ein Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro. Träger sind die Wirtschaftsförderung und das Kulturamt. Die Initiative basiert darauf, dass Gründer und Gründerinnen im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit und Verwirklichung eigener Ideen mit gleichzeitigem Erhalt der künstlerischen Qualität vor besonderen Herausforderungen stehen. Beim Kulturfrühstück am Freitag, 20. Januar, ab 10 Uhr im Café Besitos diskutiert Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche mit Gästen solche Fragen. Was brauchen Gründer für ein erfolgreiches Geschäftsmodell oder welche Förderungen gibt es?
Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer:
Zuwanderer willkommen heißen IHK wirbt um junge Spanier / Land will Rheinquerung unterstützen Fachkräftemangel, Verkehrsinfrastruktur und Energieversorgung sind aus Sicht des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe (IHK), Bernd Bechtold, zentrale Herausforderungen für die Unternehmen in der TechnologieRegion Karlsruhe. Beim IHK-Neujahrsempfang formulierte denn Bechtold am Montag im Kongresszentrum vor über 1 500 Gäs„Wohlstand entsteht immer entlang von Verkehrswegen“, und gerade bei der Infrastruktur „müssen und können wir besser werden“, unterstrich Bechtold. Als vordringliche Projekte nannte der IHKPräsident den Rastatter Tunnel, die Autobahnanbindung des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden und die zweite Rheinbrücke, die von „der Mehrheit der Menschen in der Region“ gewollt werde. Schmid sagte zu, sich für den Bau des Rastatter Tunnels „engagiert“ einzusetzen. Auch das Verfahren für die zweite Rheinbrücke werde „wie geplant“ durchgeführt, die zweite Querung unterstützt. Der Südwesten habe sich „arm an Rohstoffen, aber reich an Ideen“ an die Spitze
ten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens mit Nachdruck seine Forderungen an die Landesregierung und verwies auf eigene beispielgebende Initiativen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Gastredner war der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Finanzen und Wirtschaft, Nils Schmid. Er sicherte Unterstützung für die zweite Rheinquerung zu.
„getüftelt“, wobei gerade der Mittelstand für „den Wohlstand unseres Landes sorge“, betonte Schmid. Deshalb verdiene der Mittelstand, der 50 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erwirtschafte und 80 Prozent der Ausbildungsplätze stelle, besondere Unterstützung. Bei der Ausbildung und Fachkräftegewinnung spitze sich die Lage immer mehr zu, sagte Bechtold. So habe es im aktuellen Ausbildungsjahr zehnmal so viele Lehrstellen wie Ausbildungssuchende gegeben. Die IHK Karlsruhe versuche mit innovativen Projekten gegen zu steuern. Die beispielgebende Initiative „Wirtschaft macht Schule“ hat sich so zu einem Erfolgsmodell entwickelt, bei dem die 135
KÜNFTIG PLANT DER NACHBARSCHAFTSVERBAND: Die Suche nach Orten zum Bau von neuen Windrädern steuert eine Planungsstelle im Rathaus.
Teilplan für Windkraft Nachbarschaftsverband kann Standorte ausweisen Die Verbandsversammlung des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe (NVK) hat bei ihrer Sitzung am Mittwoch im Bürgerssaal des Karlsruher Rathauses beschlossen, einen Teilplan „Windenergie“ zum Flächennutzungsplan erstellen zu lassen. Damit beauftragt ist die Planungsstelle des NVK, die beim Karlsruher Stadtplanungsamt angesiedelt ist. Denn die Landesregierung will das Landesplanungsgesetz ändern. Die Regionalverbände können nach der Novelle keine Ausschlussgebiete für Windkraftanlagen mehr ausweisen, sondern nur noch Vorranggebiete. Diese Gebiete müssen verbindlich in die Flächennutzungsplanungen der Kommunen eingearbeitet werden. Unterhalb dessen liegt die Planungs-
hoheit bei den Gemeinden oder den Nachbarschaftsverbänden. Diese können bestimmen und in ihre Flächennutzungspläne einarbeiten, wo weitere Windkraftanlagen errichtet werden können und an welchen Stellen nicht. Der Aufstellungsbeschluss, den die Versammlung nach kurzer Debatte mit Verständnis-Nachfragen gefasst hat, soll für den Raum Karlsruhe eine planerische Steuerung der Standorte gewährleisten. Im ersten Tagesordnungspunkt hat Vorsitzender OB Fenrich, den neuen Ettlinger Oberbürgermeister Johannes Arnold als Mitglied der Verbandsversammlung und als stellvertretenden Vorsitzenden verpflichtet. Außerdem beschloss die Versammlung den Haushalt 2012 des Verbandes. -erg-
KIT im Rathaus: Schwerpunkt Robotik
Alte Leitung statt Blindgänger
Maschinelle Intelligenz, menschenzentrierte Robotik, Interaktion und Kommunikation, Robotertechnologie und Industrie-Robotik – dies sind die Forschungsfelder des KIT-Schwerpunkts Anthropomatik und Robotik, der sich am Dienstag, 17. Januar, um 18.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses öffentlich vorstellt. Eröffnet wird die Veranstaltung, die Teil der Reihe „KIT im Rathaus“ ist, von Oberbürgermeister Heinz Fenrich und Prof. Horst Hippler, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie. Eine Ausstellung im oberen Foyer des Rathauses begleitet die KIT-Präsentation vom 16. bis 20. Januar. Inhaltlicher Schwerpunkt am 17. Januar sind vier Vorträge zu folgenden Themen: Der KIT-Schwerpunkt Anthropomatik und Robotik stellt sich vor, Vision und Realität – Neue Ergebnisse in der Medizintechnik, Lautlose Kommunikation sowie Weiträumige Telepräsenz: Laufend in die Ferne fühlen!
Eine gusseiserne Wasserleitung brachte am Freitagmorgen die Entwarnung: Statt des vermuteten Blindgängers fand der Kampfmittelbeseitigungsdienst am Dreikönigstag, 6. Januar, an der Großbaustelle am Ettlinger Tor in knapp zwei Meter Tiefe eine alte Leitung. Die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibenden in dem betroffenen Gebiet wurden daher per Lautsprecherdurchsage darüber informiert, dass die Entschärfung eines Blindgängers nicht notwendig ist und sie ihre Häuser nicht verlassen müssen. Das koordinierende Ordnungsund Bürgeramt der Stadt, Polizei, Branddirektion, Rettungsdienst, städtisches Tiefbauamt und Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG) hatten die Erkundung und mögliche Entschärfung eines Blindgängers seit Anfang Dezember 2011 akribisch vorbereitet und unter anderem die Bewohnerinnen und Bewohner mit einem Flyer informiert.
Schulen in der Region Partnerschaften mit derzeit 409 Unternehmen eingegangen sind, um Schülerinnen und Schülern rechtzeitig Orientierung für die Berufswahl geben zu können. Aktuell führe die IHK intensive Gespräche mit spanischen Regierungsvertretern über die Zuwanderung von jungen Spaniern, in deren Heimat hohe Jugendarbeitslosigkeit herrsche. Noch im Frühjahr sollen die ersten Interessenten sechsmonatige Praktika in hiesigen Unternehmen absolvieren, die in eine Ausbildung münden können. „Das ist gelebtes Europa“, sagte Bechtold. Für eine qualifizierte Zuwanderung müssten „die Mauern fallen“, müssten sich die Zuwanderer „willkommen fühlen“. -bw-
BEIM IHK-NEUJAHRSEMPFANG: IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Peter Mengele, Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid, IHK-Präsident Bernd Bechtold und Oberbürgermeister Heinz Fenrich. Fotos (3): Fränkle
Den Alltag selbst in die Hand nehmen
Karten für Kabarett der „Grauen Zellen“
Spielend digital lernen
Nach einer kurzen Renovierungsphase hat die die neue suchtmedizinische Tagesklinik am Städtischen Klinikum in den ehemaligen Räumlichkeiten der Kinderund Jugendpsychiatrie Ende letzten Jahres ihren Betrieb aufgenommen. „Mit insgesamt 18 Plätzen können wir nun eine neue Behandlungsoption für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen anbieten“, erklärte Bernd Eikelmann, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, bei der Eröffnung. Das neue Angebot auf dem Campus in der Moltkestraße erlaubt es Patientinnen und Patienten, werktags zwischen 8.30 Uhr und 16 Uhr eine tagesklinische Behandlung wahr zu nehmen und die Abende und Wochenenden im gewohnten Umfeld mit Angehörigen oder Bezugspersonen zu verbringen. Und hierin sieht auch Julietta Raub, ärztliche Leiterin der Tagesklinik, den Mehrwert. Die Lebensumstände der Menschen würden direkt in die Behandlung integriert, „das hilft den Abhängigkeitserkrankten, sich zu stabilisieren und ihr Leben wieder selbstständig in die Hand zu nehmen“. Ziel sei es, auf Alkohol, Medikamente oder andere Mittel zu verzichten und parallel die Wiedereingliederung der Patienten in Familie, Beruf und Gesellschaft zu ermöglichen. Damit alles gut läuft, erhält jeder einen eigenen Therapieplan. Außer der neuen Tagesklinik ist künftig in diesem Gebäude auch die Suchtmedizinische Ambulanz als Teil der Psychiatrischen Institutsambulanz untergebracht Damit sollen Abhängigkeitserkrankte einen unkomplizierten Zugang zu Diagnostik und Therapie erhalten und stationäre Aufenthalte möglichst vermieden werden. „Wir verstehen uns dabei als Bindeglied zwischen haus- und fachärztlicher Versorgung und den verschiedenen (teil-) stationären und ambulanten Behandlungsangeboten, unterstrich Julietta Raub. -red-
Ein erfülltes Leben gibt es auch ohne Überfluss. Davon ist zumindest das Ettlinger Seniorenkabarett „Graue Zellen“ überzeugt. In ihrem neuen Programm „La Me(h)r“ prangern die Akteure an, dass der weltweite Götze Wachstum eher dem Wuchern eines Tumors gleicht denn einer gesunden Entwicklung. Sie greifen hinein ins pralle Leben und zeigen, dass weniger mehr ist, sie setzen auf Bescheidenheit und das kleine Glück. Mit Aufführungen gastieren die Grauen Zellen am Samstag, 18. Februar, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 19. Februar, um 15 Uhr in der Volkshochschule (Kaiserallee 12e). Karten zu zehn Euro gibt es ab 23. Januar montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr im Seniorenbüro/Pflegestützpunkt (Markgrafenstraße 14). Wer Grundsicherung bezieht, bekommt die Tickets kostenlos.
Learntec mit hochkarätigem Programm und Rednern Das Messegelände in Rheinstetten sieht vom 31. Januar bis 2. Februar die 20. Ausgabe der Messe Learntec und des angeschlossenen Kongresses. Die internationale Leitmesse für professionelle Bildung, Lernen und IT zeichnet sich unter anderem durch in der Branche wohlbekannte Redner beim Kongress aus. So wird etwa der Geschäftsführer von Intel Deutschland und Management Director Europe, Hannes Schwaderer ebenso bei dem Kongress reden wie der Leiter der Arbeitspolitik bei der Daimler AG, Oskar Heer. Erwartet werden auch hochkarätige Professoren von renommierten Hochschulen in Berlin, Aarhus und Dublin. Wachsende Bedeutung, so die Veranstalter der Learntec, besitzen seriöse Spie-
le auf PCs und Smartphones für die Weiterbildungsbranche. Gäste der Veranstaltung können entsprechende Angebote des Marktes in der Spiel-Area „GAMES@ LEARNTEC“ ausprobieren. Diese Zone ist auch Schauplatz eines Wettbewerbs. Die Teilnehmer präsentieren in jeweils maximal zehn Minuten innovative Ideen, Projekte und Produkte aus dem Personalwesen. Das Publikum – vor Ort oder online – stimmt live über die Präsentationen ab. Ein Schwerpunkt der diesjährigen Learntec ist das Thema Trainer und Coaches. Die Branche präsentiert ihre Angebote in einem eigenen Themenpark. Außerdem werden die Themen Mobile Learning, Serious Games und Social Media im Mittelpunkt der Messe stehen. -red-
Leben mit Demenz: Vortrag im Lesecafé
NEUES DOMIZIL: Die neue Suchtmedizinische Tagesklinik zog in die früheren Räume der Kinder- und Jugendpsychiatrie auf dem Klinikumsareal an der Moltkestraße.
Demenz hat sich zur Volkskrankheit entwickelt und die Anzahl Betroffener steigt stetig. Über den schleichenden Beginn dieser Krankheit sowie die „verrückte“ Welt der Betroffenen informiert Uwe Halter am Donnerstag, 26. Januar, um 20 Uhr im Lesecafé der Stadtbibliothek in der Ständehausstraße. Der langjährige Krankenpfleger für Intensivpflege und Pflegeberater für Angehörige zeigt in seinem Vortrag „Verlorene Vergangenheit – ein Leben mit Demenz“ zudem Wege eines angemessenen Umgangs mit Demenz sowie Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige auf. Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt vier Euro. Die Veranstaltung der Stadtbibliothek bildet den Auftakt zur Reihe „Vom Erinnern und Vergessen“. Themen sind unter anderem Aspekte der biographischen Erinnerung und verlässlicher Datenschutz.
Einmalig soll die Feier schon sein Wieder Hochzeits- und Festtage mit 160 Ausstellern in der Stadthalle
VIELFÄLTIGE FESTINSPIRATIONEN gibt es in der Stadthalle. Foto: pr
Vielfältige Inspirationsquellen bieten über 160 Aussteller auf den Karlsruher Hochzeits- und Festtagen. Am 14. und 15. Januar wird, von 10 bis 18 Uhr in der Stadthalle alles zu Planung, Durchführung von Hochzeiten, Jubiläen und besonderen Anlässen angeboten. Neben den klassischen Highlights wie Modenschau und großer Verlosung gibt es die Showflächen Styling und Foto sowie den „Nur die Liebe zählt – Caravan“ für die Aufzeichnung von Liebesbotschaften. „Als die Nr. 1 in Baden stehen die Hochzeits- und Festtage für Qualität, Quantität und stetige Weiterentwicklung. Dafür sprechen das noch breitere Angebot und zusätzliche Highlights. Darüber hinaus haben wir die Besucherführung durch die Stadthalle nochmals verbessert und das
Lichtkonzept überarbeitet“, erklärt Beate Frères von der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK). Auf der Showfläche Foto können sich Paare zur Erinnerung an die Messe fotografieren lassen. Die Modenschau der internationalen Modenschau-Agentur Top S. rückt die aktuellen Trends der Hochzeits- und Abendmode für Damen, Herren und Kinder ins Rampenlicht. Auch Accessoires stellen die professionellen Models, Tänzer und Musicalsänger in der 45-minütigen Show täglich um 12.30 Uhr und 16 Uhr vor. Wer noch auf der Suche nach der richtigen Festlokalität ist, für den haben die Hochzeits- und Festtage über ein Dutzend ausgefallene Örtlichkeiten parat: vom Reptilium in Landau über die Palazzo-Halle mit frühindustriellem Charme und dem
Renaissance Karlsruhe Hotel in seiner schlichten, modernen Eleganz bis hin zum Kurhaus Casino Baden-Baden mit dem exquisiten Benazétsaal. Für Hochzeiten in fürstlichem Ambiente öffnen das Schloss Eberstein, das Schloss Ettlingen, das Schloss Favorite und das Schloss Rastatt ihre Gemächer. Erst seit dem Frühjahr 2011 kann man sich im Schloss Favorite, dem Lustschlösschen der Markgräfin Sibylla Augusta, standesamtlich trauen lassen. Viele Brautpaare nutzen, ebenso wie in Karlsruhe, die Orangerie oder die Flächen am Schloss, für einen Sektempfang. Und eine einzigartige Kulisse für die Hochzeitsfotos bieten Schloss und Schlosspark allemal. Infos und Tipps unter www.karlsruher-hochzeitstage.de. -fis-