In dieser Woche Radlerforum In Karlsruhe lĂ€sst es sich dank konsequenter Rad-Förderung gut in die Pedale treten. Zu dieser EinschĂ€tzung kam jetzt das Radlerforum auf seiner jĂŒngsten Sitzung. Seite II
Gemeinderat
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Marktbrunnen
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Mit dem GroĂherzog-LudwigBrunnen auf dem Marktplatz beginnt die StadtZeitung jetzt eine Serie, in der sie in lockerer Reihe Brunnen der FĂ€cherstadt vorstellt. Seite V
Stadt Zeitung D FI
Rauchverbot auf KinderspielplĂ€tzen, Bebauungsplan fĂŒr Lachenweg oder Genehmigung des Haushalts: AusfĂŒhrliche BeitrĂ€ge aus dem Gemeinderat sind zu lesen auf Seite III
Amtsblatt der Stadt Karlsruhe 65. Jahrgang · Nr. 16
21. April 2011
In Nancy sind noch PlĂ€tze frei Studentinnen und Studenten, die in Karlsruhe leben oder an einer hiesigen Hochschule eingeschrieben sind, können fĂŒr vier Wochen im August in der Verwaltung von Nancy einer FerienbeschĂ€ftigung nachgehen und ihre Französischkenntnisse aufbessern. Es gibt ein Taschengeld in Höhe von 150 Euro. Unterkunft und Verpflegung sind frei. Wer interessiert ist, verfasst einen Text darĂŒber, was ihn zum Nancy-Aufenthalt motiviert, sowie einen tabellarischen Lebenslauf in Deutsch und Französisch. Zusammen mit zwei Passbildern und einer Immatrikulationsbescheinigung gehen die Unterlagen an die Stadt Karlsruhe, Hauptamt, Rathaus am Marktplatz, 76133 Karlsruhe. AuskĂŒnfte erteilt Iris Kessler (Hauptamt) unter Telefon 133-15 22.
Landschaftsschutz fĂŒr GieĂbachniederung / Im BrĂŒhl:
Genaue Ausdehnung noch unklar Plenum will gröĂeres Gebiet ausweisen / Vorstellung in AusschĂŒssen Die Untere Verwaltungsbehörde mit ihrem Chef, dem OberbĂŒrgermeister, ist fĂŒr die Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten zustĂ€ndig. Dies machte OB Heinz Fenrich auf der jĂŒngsten Plenarsitzung des Gemeinderats am Dienstag dieser Woche deutlich. Die Fraktion der Karlsruher Liste (KAL) hatte beantragt, umgehend im Umweltausschuss und im Naturschutzbeirat den aktuellen Stand beim LandDie Unterlagen fĂŒr die Debatte wiesen aus, dass zwei kleinere und ein gröĂeres GelĂ€nde im Augenblick nicht in das insgesamt 348 Hektar umfassende Landschaftsschutzgebiet einbezogen werden sollen. Da sind zum einen die FlĂ€chen âHerdwegwiesenâ und âKleine Weideâ. Diese elf Hektar auf den Gemarkungen Durlach und Grötzingen sollen nicht ausgewiesen werden, um dort eventuell Ge-
schaftsschutzgebiet GieĂbachniederung / Im BrĂŒhl vorgestellt zu bekommen. Das Gebiet liegt im Nordosten der Stadt, östlich der Autobahn und nördlich des Herdwegs. Fenrich sagte dennoch zu, den momentanen Stand am 19. Mai bei einer gemeinsamen Sitzung des Umweltausschusses, des Naturschutzbeirats und des Planungsausschusses vorzustellen. Er will in seine Entscheidung auch Argumente des Gemeinderats einbeziehen.
werbe ansiedeln zu können. Denn Gutachten haben erwiesen, dass im Osten der FĂ€cherstadt zu wenige und im Westen zu viele GewerbeflĂ€chen ausgewiesen seien. Als Kompensation sollen daher Gebiete in Knielingen kĂŒnftig nicht mehr fĂŒr Gewerbenutzung verwendet werden. Teile der FlĂ€chen âGeroldsheckenâ und âDĂŒrre Wiesenâ â 49 Hektar â will die Untere Naturschutzbehörde vorlĂ€ufig auch
WAS WIRD IN NORDOST GESCHĂTZT? DarĂŒber debattierte der Gemeinderat. AusschĂŒsse lernen die genauen PlĂ€ne kennen. Foto: Stadtplanungsamt Ein erfolgreicher Start sieht anders aus â bundesweit haben laut einer Umfrage von Spiegel-Online gerade mal zwei Prozent der Berechtigten Leistungen aus dem im Februar mit der HartzIV-Reform beschlossenen Bildungspaket fĂŒr Kinder aus armen Familien abgerufen. Zu verwirrend scheint das Vergabeprozedere, zu verunsichert vom politischen Gezerre sind die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Auch in Karlsruhe wird das Angebot, das Kindern ZuschĂŒsse fĂŒr Schulmaterial, Mittagessen und Nachhilfe, aber auch fĂŒr mehrtĂ€gige Klassenfahrten und eintĂ€gige SchulausflĂŒge gewĂ€hrt, kaum genutzt â nur rund 120 der theoretisch 8 500 Berechtigten hĂ€tten bislang reagiert, informierten BĂŒrgermeister Martin Lenz und Sozialamtsleiter Alfred Dietz am Dienstag die Medien. Ein PhĂ€nomen, das vor
Bildungspaket:
Leistungen beantragen allem Lenz nicht verwundert. Zum einen decke Karlsruhe ĂŒber den Bildungsgutschein des hier auf freiwilliger Basis eingefĂŒhrten Kinderpasses einen Teilbereich des Pakets bereits ab (âWir mĂŒssen nicht zum Jagen getragen werdenâ) und erreiche damit 85 Prozent der Hartz-IV-Kinder, âda ist der Druck geringerâ. Zum anderen seien die gesetzlich vorgegebenen HĂŒrden bei der Antragstellung höher. Dieses âBĂŒrokratiemonster aus Berlinâ gelte es nun zu zĂ€hmen. Die Antragsfrist auf rĂŒckwirkende Leistungen fĂŒr das erste Quar-
nicht als Schutzgebiete ausweisen, um der Fortschreibung der FlĂ€chennutzungsplanung nicht vorzugreifen. In deren Rahmen sollen vertiefende Untersuchungen angestellt werden. Dies allerdings fĂŒhrte zu Widerspruch bei den meisten Diskussionsteilnehmern. KAL-Stadtrat Dr. Eberhard Fischer hĂ€tte sich mit der Herausnahme der elf Hektar noch einverstanden erklĂ€rt. âWenn wir aber auch das groĂe Gebiet rausnehmenâ, so sein Einwand, âdann brauchen wir das Landschaftsschutzgebiet ĂŒberhaupt nicht mehr auszuweisen. Die Fraktionssprecherin der GRĂNE-Fraktion, Bettina Lisbach, pflichtete ihm bei. Auch ihre Fraktion hĂ€tte sich damit einverstanden erklĂ€rt, die kleineren Teile auszusparen. Allerdings wollte sie dort in keinem Fall eine Bebauung. Sie wies auf die wichtige Frischluftfunktion hin. Und darauf, dass auf dem gröĂeren GelĂ€nde zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen ihre Heimat hĂ€tten. Auch FDP-Fraktionsvorsitzende Rita Fromm machte deutlich, âwelche wichtige Frischluftfunktion diese Gebiete habenâ und fragte, warum man eigentlich Fachleute wie Ărzte zu Rate ziehe, wenn deren Argumente dann doch nicht in die Entscheidungen einflössen, wogegen sich OB Fenrich verwahrte. Auch JĂŒrgen Wenzel (FW) betonte die ökologische Bedeutung des Gesamtgebiets. Er verkannte aber nicht die Notwendigkeit, genĂŒgend GewerbeflĂ€chen zur VerfĂŒgung zu stellen. Dies war auch das Argument von Thorsten Ehlgötz (CDU). FĂŒr ihn war es wichtig, Potenzial fĂŒr Handel und Handwerk auszuweisen, wo es nachgefragt werde. Alle Redner waren mit der Behandlung in den AusschĂŒssen und betroffenen OrtschaftsrĂ€ten einverstanden.-ergtal 2011 lĂ€uft â Stand Redaktionsschluss am Dienstag â am 30. April, ab. Wer noch zu seinem Recht kommen will, sollte sich also sputen. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die Hartz-IV beziehen, stellen den Antrag bei den Jobcentern in der BrauerstraĂe 10, Kaiserallee 4 und Badener StraĂe 3. Geringverdiener, Wohngeld- und Kinderzuschlagsberechtigte sind beim Sozialamt im Rathaus West oder im Stadtamt Durlach richtig. Inhaltlich sieht Alfred Dietz das Teilhabe- und Bildungspaket positiv, lediglich die âVerwaltungsfallstrickeâ und einige andere UnwĂ€gbarkeiten bereiten ihm Kopfzerbrechen. BĂŒrgermeister Martin Lenz wĂ€re es am liebsten, die Ausgabe des Pakets wie schon den Kinderpass beim Stadtjugendausschuss anzudocken und es unkompliziert an die Adressaten zu bringen. -maf-
ENORME BĂHNENPRĂSENZ hat die kahlköpfige Deborah Anne Dyer (âSkinâ), Frontfrau von âSkunk Anansieâ, die vor fĂŒnf Jahren mit einer eigenen Band beim Fest auftrat. âSkunk Anansieâ landeten Mitte der 90er Jahre den Hit âHedonismâ.
Nicht nur die Helden sind zurĂŒck âDas Festâ lĂ€uft vom 22. bis zum 24. Juli / Ticket-Vorverkauf hat begonnen âEs ist angerichtetâ, bat Fest-Chef Martin Wacker zu Tisch. Und der ist vom 22. bis 24. Juli in der GĂŒnther-Klotz-Anlage wieder ĂŒppig gedeckt. Vor allem musikalisch â darum ging es bei der ersten von mehreren Pressekonferenzen in den RĂ€umen der Sparkasse im Vorfeld des Sommerfestivals. Mit âWir sind Heldenâ, den legendĂ€ren US-Punk-Rockern von âBad Religionâ, die ihr 30-jĂ€hriges Bestehen feiern, der wiedervereinten britischen Alternativ-Rock-Band âSkunk Anansieâ um Frontfrau Skin, die 2006 bereits als SolokĂŒnstlerin beim Fest zu erleben war, oder der dĂ€nischen ChartstĂŒrmerin Aura Dione wĂ€hnen sich die âFest-Macherâ auf der sicheren Seite, das âLine-up muss den Vergleich mit der Konkurrenz nicht scheuenâ, ist Wacker ĂŒberzeugt. Apropos Konkurrenz: Zwei Top-Acts â laut Wacker âechte Knallerâ â werden noch geheim gehalten. Da die Bands auch auf anderen Festivals spielen, dĂŒrfen deren Namen aus wettebewerbsrechtlichen GrĂŒnden erst im Juni veröffentlicht werden. Der Fest-Eintritt bleibt ĂŒbrigens beim Preis von fĂŒnf Euro pro Tag â nun allerdings inklusive Sonntag. Musikfans sollten den Ticketkauf nicht auf die lange Bank schieben, denn die Zahl derer, die in den umzĂ€unten Bereich um die HauptbĂŒhne am âMount Klotzâ kommen, wurde aus SicherheitsgrĂŒnden von 60 000 Menschen auf 50 000 reduziert. Vorverkauf der Fest-Tickets ist in ausgewĂ€hlten Filialen der Sparkasse Karlsruhe-Ettlingen, den regionalen BNN-GeschĂ€ftsstellen,
der Tourist-Information am Hauptbahnhof sowie in Karlsruher E-Plus/Base-Filialen. Der Zutritt zum GroĂteil des GelĂ€ndes entlang der Alb mit Sport- und Familienbereich bleibt weiterhin frei, schlieĂlich ist dieser âUmsonstâ-Bereich ein zentraler Bestandteil des Fest-Konzepts. Wer Karten hat, bekommt nicht nur viel Musik fĂŒr wenig Geld, sondern neben Top-Acts auch Gelegenheit, viele regionale Bands oder den Spanier âHueccoâ zu erleben, der mit einer Mischung aus
Rock, Rumba und Flamenco um die Gunst des Fest-Publikums wirbt. Nur mit Schlagzeug und Mikrophon ausgerĂŒstet bestreiten âVan Cantoâ ihren Auftritt. Sie sind in der Heavy-Metal-Ecke zuhause und imitieren dafĂŒr Instrumente wie Rhythmusund Sologitarren, Bass und Keyboards mit ihren Stimmen. FĂŒr die Klassik am Sonntagmorgen hat das âFest-Teamâ die Badische Staatskapelle verpflichtet, danach folgt Jazz mit der Galapagos Big Band. Weitere Infos: www.dasfest.net. -maf-
TANZVOLK VOR DER HAUPTBĂHNE: Durch die BeschrĂ€nkung auf 50 000 GĂ€ste im Musikbereich gibt es dieses Jahr fĂŒr alle mehr Platz. Archivfotos (2): Bastian
Die Freibadsaison beginnt am 7. Mai
Immer mehr fahren mit der Bahn
Am Samstag, 7. Mai, beginnt in Karlsruhe endgĂŒltig die Freibadsaison, nachdem das Sonnenbad am Rheinhafen bereits seit Februar geöffnet ist. Rheinstrandbad Rappenwört, Freibad RĂŒppurr und Durlacher Turmbergbad sind ab 7. Mai tĂ€glich von 9 Uhr bis 20 Uhr geöffnet und bieten kleinen und groĂen Wasserratten zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung mit Rutschen, Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Planschbecken, Liegewiesen und Sportgelegenheiten. Die Eintrittspreise in Rappenwört und RĂŒppurr betragen jeweils 3,80 Euro fĂŒr die Einzelkarte, ermĂ€Ăigt 2,50 Euro. Die Familienkarte kostet in den beiden BĂ€dern jeweils zehn Euro. Wegen der noch andauernden Bauarbeiten (die StadtZeitung berichtete), ist es in dieser Saison gĂŒnstiger, das Turmbergbad zu besuchen. Erwachsene zahlen in Durlach drei Euro fĂŒr die Tageskarte. Die ermĂ€Ăigte Karte kostet zwei Euro, fĂŒr die Familienkarte werden in Durlach acht Euro fĂ€llig. -red-
Fahrgastzahlen des KVV erneut gestiegen / Angebote locken zusÀtzliche Kunden
ERFOLGSMODELL: Im vergangenen Jahr zÀhlten die Bahnen und Busse des Karlsruher Verkehrsverbunds insgesamt 176,6 Millionen FahrgÀste. Foto: FrÀnkle
Das Karlsruher Modell des Ăffentlichen Personennahverkehrs (ĂPNV) wird fĂŒr die Bewohner der FĂ€cherstadt und des Umlands immer attraktiver. Bester Beleg dafĂŒr sind die Fahrgastzahlen des vergangenen Jahres, in dem der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) erneut zusĂ€tzliche Kunden gewann. 2010 zĂ€hlte der KVV insgesamt 176,6 Millionen Kundinnen und Kunden, die mit seinen Bahnen und Bussen zu Arbeit, Einkauf, Kultur- und Sportveranstaltungen, Besuchen oder vielen anderen FreizeitbeschĂ€ftigungen fuhren. Dies war eine Steigerung um 1,2 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Damit konnten auch die Bauarbeiten zur Kombilösung, die 2010 in der Innenstadt begannen, den Zustrom auf den ĂPNV nicht bremsen. Neben dem strengen und kalten Winter, in dem zahlreiche Menschen vom Auto auf den ĂPNV umstiegen, macht der KVV in einer Pressemitteilung
vor allem seine besonderen Projekte wie die erfolgreiche Aktion âKunden werben Kundenâ fĂŒr die Steigerung der Fahrgastzahlen verantwortlich. Bei den eingefĂŒhrten Angeboten des KVV legte die KombiCard am meisten zu. Das deutliche Plus von genau 15 Prozent gegenĂŒber dem Jahr 2009 ist fĂŒr den KVV auch Beweis dafĂŒr, âdass die Karte den KundenwĂŒnschen in vollem Umfang gerecht wird.â Nach nur zwei Jahren seit EinfĂŒhrung des Angebots gibt es laut KVV bereits etwa 12 000 Abonnenten. Aber auch bei den Monatskarten und den klassischen Einzelfahrkarten (plus 1,3 Prozent) verbuchte der KVV einen Anstieg. Der war auch bei der im Januar 2010 eingefĂŒhrten 9-Uhr-Karte zu verzeichnen, die inzwischen monatlich ĂŒber 4 000 Kundinnen und Kunden nutzen. Die gefragteste Karte mit 72 000 Inhabern ist nach wie vor die ScoolCard. Und bereits 21 000 Studentin-
nen und Studenten (das ist ein Plus von 1,0 Prozent gegenĂŒber dem Jahr 2009) nutzen inzwischen die StudiKarte. Auch jetzt zu Ostern hat der KVV fĂŒr seine FahrgĂ€ste ein spezielles Angebot im Köcher. Diejenigen, die ab Karfreitag, 22. April, eine 24-Stunden-Karte kaufen, können diese bis einschlieĂlich Ostermontag, 25. April, nutzen. Dies gilt fĂŒr sĂ€mtliche Varianten der 24-Stunden-Karte von Citysolo bis Regio quattro. Weiter können Nutzer des ĂPNV noch bis Karsamstag, 23. April, von einer Gemeinschaftsaktion des KVV mit Stadtmarketing, City Initiative und den âTop FachgeschĂ€ftenâ profitieren. Denn bis zum Samstag erhalten diejenigen, die in Inhaber gefĂŒhrten âTop FachgeschĂ€ftenâ der Innenstadt fĂŒr mindestens 30 Euro einkaufen und an der Kasse eine KVV-Fahrkarte vorlegen, zehn âKarlsruherâ im Wert von fĂŒnf Euro geschenkt. -trö-