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Lesebuch | Tagebuch-Rezepte

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INHALT VORWORT TAGEBUCH SCHREIBEN Anleitung zum Buch

NATURBEGEGNUNGEN

Seetagebuch – Ein Sommer am See Haikutagebuch – Eine Momentaufnahme

PERSÖNLICHES

Setzkastentagebuch – Magische Momente Partnertagebuch – Die Beziehungskiste

UNTERWEGS Postkartentagebuch – Reiseerinnerungen Reiseskizzentagebuch – Der Alleskönner

GENUSS UND LEBENSART Lesetagebuch – Ein Buchbegleiter Genusstagebuch – Check the Taste

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Collage Faltschachteln Kaschieren Heftbindung

SCHRIFT UND TEXTGESTALTUNG

116 Schreibschrift 119 Druckschrift 120 Layout mit Schrift 122 Schriftvorlagen

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GLOSSAR LITERATURNACHWEISE IMPRESSUM AUTORINNEN

Unterwegs & Natur

KÜNSTLERISCHE TECHNIKEN


Ta g e b u c h s ch r e i be n

Anleitung zum Buch Wer ein künstlerisches Tagebuch anlegen möchte, benötigt etwas mehr Planung, als es beim Schreiben eines einfachen Texttagebuchs nötig wäre. Wenn die Niederschrift von vornherein nur für die eigenen Augen bestimmt ist, ist es egal, ob durchgestrichen, ausgerissen oder korrigiert wird, und es ist egal, wie das Heft aussieht, in dem geschrieben wird. Für das Art Journal, das künstlerische Tagebuch, ist die Formfrage jedoch sowohl für den Text als auch für die Gestaltung von elementarer Bedeutung: Welche Buchform wähle ich, welche Textform? Wie passen sich Schrift und Gestaltung ein? Welchen Umfang wird mein Tagebuch bekommen? Zunächst fällt aber natürlich die Entscheidung über das Subjekt: Schreibe ich ein Reisetagebuch oder möchte ich die tägliche Begegnung mit der Natur festhalten? Skizziere ich meinen Alltag oder notiere ich meine Leseeindrücke? Im Einzelfall ist es sicher eine gute Erfahrung, sofort und unredigiert in das geplante Endprodukt zu schreiben, meist aber wird der Tagebuchkünstler seine Texte überarbeiten wollen. Ein bereits fertiger Text lässt sich einfach viel besser in ein künstlerisches Konzept und ein Layout einpassen. Und so steht am Anfang doch wieder die gute alte Kladde. Wenn du also ein Tagebuch planst, solltest du immer ein Heft bei dir haben, um Dinge notieren zu können oder etwas zu skizzieren. Vielleicht fällt dir eine gute Formulierung ein, während du im Bus sitzt, oder ein Detail an einem Haus gefällt dir, das du abzeichnen möchtest. Manchmal kann auch ein Kalender die Kladde ersetzen. Für besonders ergiebige Schreiber und Schreiberinnen kann die räumliche Einschränkung, pro Seite nur einen Tag oder ein Ereignis notieren zu können, sehr hilfreich sein – denn unser künstlerisches Tagebuch bietet meist einen begrenzteren Raum für Text als das herkömmliche Tagebuch. Und ein Stift sollte immer zur Hand sein. Wer nicht ohnehin immer einen bei sich hat, sollte ihn sich in die Kladde binden. Gut ist es auch, einen Klebestift griffbereit zu haben, um eine Blüte, eine Eintrittskarte oder einen Zeitungsschnipsel einkleben zu können. Besonders schön ist es, auch hier schon ein selbst gestaltetes Buch zu verwenden. Es macht das Tagebuchprojekt von vornherein zu etwas Besonderem und hilft möglicherweise, die Worte achtsam zu setzen.

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Trotzdem gilt natürlich: Draufloszuschreiben ist unbedingt erlaubt, wenn nicht sogar erwünscht. Wie sollen wir sonst die vielen Einfälle und Eindrücke erst einmal festhalten? Hast du dich für ein bestimmtes Art Journal entschieden, fällt die Auswahl der passenden Texte aus der Fülle auch nicht schwer. Unabhängig davon schult das regelmäßige Schreiben deinen Stil und dein Ausdrucksvermögen. Das gilt insbesondere, wenn du die Texte später noch einmal liest und im Hinblick auf eine zu treffende Auswahl selbst beurteilst. Es steht dir aber selbstverständlich frei, unsere Vorschläge umzusetzen oder miteinander zu mischen, wie es dir gefällt. Das ist die Idee hinter unserem Rezeptbuch. Gefällt dir etwa der Einband des Lesetagebuchs, du möchtest es aber mit Haikus füllen und mit Collagen ergänzen – kein Problem. Du suchst einfach die Anleitungen aus den jeweiligen Kapiteln heraus und verbindest sie zu deinem ganz eigenen Tagebuch. Mit einem künstlerisch gestalteten Tagebuch kannst du aber nicht nur dir selbst eine Freude machen, indem du Erlebtes und Erinnernswertes in eine besondere Form bringst. Einige der Tagebücher eignen sich gut als individuelle Geschenkideen, womit die Tagebuchtexte natürlich ihren ursprünglichen Schutzraum des Privaten verlassen. Da die Entscheidung aber bei dir liegt, wie viel und in welcher Form du etwas preisgeben möchtest, verlierst du nie die Kontrolle über Privates und vielleicht Intimes. Im Gegenteil, die kreative Umsetzung macht daraus etwas Künstlerisches. Neben den Tagebuchrezepten findest du in diesem Buch eine Einführung in das schöne Schreiben. Dazu zählt die schöne Handschrift ebenso wie Wissenswertes über die optische Wirkung von Schriften. Vieles ist ganz einfach mit ein paar Tricks mit der eigenen Handschrift umzusetzen. Mit den Anleitungen zum Buchbinden kannst du wirkungsvolle Bindetechniken einfach umsetzen. Das Gleiche gilt für grundlegende künstlerische Techniken, wie etwa die Collage. In der Verbindung beider lassen sich schnell kleine, individuelle Geschenke zaubern.

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H AI KU


Naturbegegnungen

HAIKU TAGEBUCH

Ei ne Mo m e n tau f n ah m e


H a i k u t a g e bu c h

Ei n e M o m e n tau f n ah m e

ARBEITSIMPRESSIONEN 1

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2. B eschreiben der Japanpapiere 3. H aikublätter mit Klebepunkten und Datumsstempel versehen

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4. T ransparent papiere beschrei ben 5. M onatsblatt beschreiben 8

6. B eschnittenes Monatsblatt auf Deckel kleben

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7. L Ăścher fĂźr die Bindung stechen 8. F adenheftung

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Naturbegegnungen

1. Arbeitsmaterial

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Au to r i nne n

Elbfluss ist der Zusammenschluss von Stephanie Freienstein, Birgit Nass und Jasna Wittmann zur Umsetzung gemeinsamer Projekte. Bisher haben die drei Künstlerinnen bereits ein Ausstellungs- und Buchprojekt „Gedichte und Kalligrafie“ umgesetzt. Für die Tagebuchrezepte ist als Gast Marí Emily Bohley hinzugekommen. Die Veröffentlichungen der Gruppe firmieren unter Editionelbfluss, www.editionelbfluss.de

STEPHANIE FREIENSTEIN, geboren 1966, hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert. Sie arbeitet als freiberufliche Autorin und Lektorin und gibt Kurse für kreatives und berufliches Schreiben. www.stephanie-freienstein.de

BIRGIT NASS, geboren 1968, ist freiberufliche Künstlerin. Sie hat Grafik-Design studiert und sich auf Kalligrafie spezialisiert. Birgit Nass gibt international Kurse und stellt ihre Bilder und Objekte in renommierten Galerien und Museen aus. www.birgitnass.de

D ank e Die Tagebücher zu konzipieren und auszuprobieren und in diesem Buch zusammenzufassen hat uns großen Spaß gemacht – und viel Zeit gekostet. Unser erster Dank geht deshalb an unsere Familien, die uns unterstützt haben, indem sie auf Zeit mit uns verzichtet haben. Vor allem unsere Männer haben uns immer wieder Impulse gegeben und uns bestärkt, die Tagebuchrezepte auch über die organisatorischen Hürden des Selfpublishings hinweg zu veröffentlichen.

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JASNA WITTMANN wurde 1977 geboren. Seit ihrem Studium arbeitet sie als GrafikDesignerin mit Schwerpunkt Katalog- und Buchgestaltung. Außerdem widmet sie sich seit vielen Jahhren der Kalligrafie. Sie gibt regelmäßig Kurse und stellt ihre Arbeiten aus. www.jasnawittmann.de

MARÍ EMILY BOHLEY wurde 1973 geboren. Sie hat in London Kalligrafie und Buchbinden studiert. Als freiberufliche Künstlerin betreibt sie ein Atelier für Schrift und Buchkunst in Dresden, arbeitet im In- und Ausland als Dozentin und stellt ihre Arbeiten regelmäßig aus. www.mari-emily-bohley.de

Vielen Dank an Markus Dilger für das wunderbare Wein- und Schokoladenseminar. Unser Dank gilt natürlich auch Katharina Knothe, die mit ihrem fachkundigen Korrektorat den Text noch einmal überpoliert hat. Ebenfalls nicht vergessen wollen wir unsere zahlreichen und oft langjährigen KursteilnehmerInnen, die uns immer wieder zu neuen Ideen und Konzepten anregen und damit den Grundstein für manch ein Tagebuchprojekt gelegt haben, sei es im Gestalterischen oder aber beim Kreativen Schreiben.

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