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Warum Schimpansen blutige Kriege führen – Neue Erkenntnisse aus Uganda Schimpansen gelten als enge Verwandte des Menschen – und auch als über raschend kriegerisch. Langzeitbeobachtungen im Kibale-Nationalpark in Uganda zeigen: Gruppen von Schimpansen führen koordinierte, teils tödliche Angriffe auf benachbarte Gruppen, um Territorium zu erobern und sich Vorteile im Wettbewerb zu sichern. Nach einem besonders heftigen Konflikt übernahm die siegreiche Gruppe das Gebiet der Rivalen. In den folgenden Jahren stieg nicht nur die Geburtenrate deutlich an, auch mehr Jungtiere überlebten. Die Forscher werten dies als klaren evolutionären Vorteil: Mehr Raum bedeutet mehr Nahrung – und damit bessere Chancen für Fortpflanzung und Nachwuchs. Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass organisierte Gewalt zwischen Gruppen keine rein menschliche Erfindung ist, sondern tiefe evolutionäre Wurzeln besitzt. Die komplexe Mischung aus Kooperation, Strategie und Aggression bei Schimpansen liefert neue Hinweise darauf, wie sich soziale Dynamiken im Verlauf der Evolution entwickelt haben könnten.
FINGER NEWS Wissens-Häppchen für zwischendurch Bürgerforschung stärkt das Monitoring in Niedersachsen
Mondberge in Fürstenfeldbruck
Die Wolfsschutz-Expedition 2025
Vom 24. bis 26. April
von Biosphere Expeditions hat
finden in Fürsten-
erneut einen wertvollen Beitrag zum
feldbruck zum 28.
offiziellen Wolfsmonitoring in
Mal die Internatio-
Niedersachsen geleistet. Seit 2017
nalen Naturfototage
unterstützen engagierte Bürger
statt – und Mondberge ist mit einem Stand
wissenschaftler jedes Jahr die
dabei. Sie können dort aber nicht nur uns
Datenerhebung – in manchen
besuchen und einen Teil unseres Teams
Jahren konnten sie die landesweite
kennenlernen, sondern auch sieben
Datenmenge sogar verdoppeln. Im
abwechslungsreiche Multivisions-Vorträge
Juli 2025 legten 19 Teilnehmende in
anschauen, an Workshops und Seminaren
zehn Erhebungstagen über 650 Kilo-
teilnehmen oder am Samstag und Sonntag
meter zurück und sammelten 79
kostenlos den großen Fotomarkt mit fast
Kotproben, darunter mehrere für DNA-Analysen geeignete.
100 Ausstellern besuchen. Weiterhin gibt
Die Auswertungen bestätigen ein wichtiges Ergebnis der vergangenen Jahre: Wild-
es mehrere Foto-Ausstellungen zu sehen,
tiere bilden den Hauptteil der Wolfsnahrung, Nutztierreste sind kaum nachweisbar.
darunter die ganz neuen Siegerbilder des
Diese Fakten sind besonders bedeutsam vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte
Glanzlichter-Fotowettbewerbs. Am Sams-
um eine mögliche Wolfsjagd.
tag von 8 bis 12 Uhr findet ein Bauernmarkt
Mit inzwischen über 1.000 verifizierten Einträgen in die Landesdatenbank ist das
statt – und auf der großen Aktionsfläche
Projekt zu einem wichtigen Bestandteil des Monitorings geworden. Es zeigt, wie
mehrmals täglich auch dieses Jahr wieder
qualitätsgesicherte Bürgerforschung den Naturschutz stärkt und eine sachliche
die beliebten Greifvogel-Flugvorführungen.
Diskussion ermöglicht.
www.fuerstenfelder-naturfototage.com