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LABORWELT Nr. 4 / 2013 – 14. Jahrgang

Biotechnica

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Intro Biotechnica

Biotechnica will mit neuem Konzept wachsen Mit einem neuen Konzept öffnet die Biotechnica (8. bis 10. Oktober 2013) zu ihrem 20. Jubiläum die Pforten. Zuletzt hatte die seit 2011 wieder im Zweijahresturnus veranstaltete Kongressmesse für die europäische Labor- und Biotechnologiebranche deutlich bei den Aussteller- und Besucherzahlen zulegen können. Um weiter zu wachsen, verbindet die Messe nun Bewährtes mit Neuem. Messeschwerpunkte sind weiter die Bio- und Labortechnik sowie Dienstleistungen und der Technologie-Transfer, begleitet von einem umfangreichen Kongressprogramm. Neu dagegen ist eine thematisch stärkere Fokussierung auf Industrie­trends. In diesem Jahr steht das Förderthema Nummer 1 in Europa und Deutschland im Fokus: die Bioökonomie. Neu sind auch drei direkt in die Austellung integrierte „Marktplätze“, Gemeinschaftsstände mit jeweils eigenem Vortragsprogramm. Erstmals gibt es auch ein offizielles Partnerland der Biotechnica: die traditionell in Hannover gut vertretene Biotech- und Pharmaschmiede Schweiz. „Die Biotechnica hat 2011 ihre Bedeutung als wichtiges europäisches Branchenereignis eindrucksvoll bestätigt“, zeigt sich Dr. Jochen Köckler überzeugt. Der Nachfolger des bisher für die Biotechnica zuständigen Messevorstands Stephan Kühne glaubt, mit dem neuen Konzept auch gegen den Erzrivalen Analytica in München punkten zu können: „Diese Entwicklung werden wir 2013 ausbauen“, gibt sich der ehemalige Chef der Agritechnica optimistisch. Die Budgets sind indes knapp, zumindest in Europa. Neuen Zahlen zufolge, die der Spectaris-Fachverband Analysen-, Biound Labortechnik Ende September vorstellte, rechnen die Biotech-Hacke- und Schaufelfirmen hier nur mit einem Wachstum von knapp 1% in diesem Jahr. Auch der deutsche Markt stagniert. Ganz anders als in Osteuropa, den USA und Asien, wo die Umsätze um 5% steigen sollen. Das Schwerpunktthema der diesjährigen Biotechnica, die Bioökonomie, ist derzeit

gleichwohl in aller Munde – egal ob in Wirtschaft oder Forschung. Denn die Biologisierung der industriellen Produktion sowie nachhaltige Wege der Lebensmittel- und Energieerzeugung haben nicht nur deutsche Industriepolitiker auf den Plan gerufen. Weltweit ist der Trend erkannt. Zuletzt kündigte die Europäische Kommission eine gemeinsame Förderinitiative mit 48 Industrieunternehmen aus neun verschiedenen Bioökonomie-relevanten Branchen an: Das für das nächste Jahr geplante Public-Private Partnership JTI-BBI – in Branchenkreisen besser unter dem Namen Bridge bekannt – soll bis 2020 rund 1 Mrd. Euro aus der EU-Kasse und 2,8 Mrd. Euro von den beteiligten Unternehmen erhalten (vgl. |transkript 9/2013). Das neue Thema verspricht, sowohl für Enzym- und Fermentationsspezialisten als auch Analytiker und Anlagenbauer sowie die Agrar­rohstoffe verarbeitende Industrie eine wahre Goldgrube zu werden. Rund 200 Mrd.

Euro soll die Branche nach Angaben des Biobased Industry Consortiums (BIC) bereits 2020 erwirtschaften. Den Trend zur nachhaltigen Produktion aus Biomasse beleuchtet die Biotechnica gleich auf mehrfache Weise.

Schwerpunktthema Bioökonomie Organisiert von der DECHEMA gibt es im Convention Center erstmals eine „BiobasedWorld“ (vgl. Seite 73). Ganz im Zeichen der Geschäftsanbahnung steht am 8. und 9. Oktober das BiobasedWorld Partnering. Am 10. Oktober findet zudem ein Vortragstag statt, der einen der künftigen Förderschwerpunkte von Brigde alias JTI-BBI aufgreift: Verfahren zur Erzeugung von Wertstoffen aus Abfällen und Lebensmittelreststoffen. In weiteren Konferenzsträngen spannt die Biotechnica den Bogen zwischen der biobasierten Industrie und der Lebensmittelbiotechnologie und -wirtschaft. In der von den 140 Mitgliedsunternehmen des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik und der von der europäischen Forscherallianz EEFoST veranstalteten iFood Conference am ersten Messetag (8. Oktober) geht es um neue Verfahren zur nachhaltigen Lebensmittelverarbeitung, -konservierung sowie um die Steigerung der Produktqualität. Das bereits zum dritten Mal im Rahmen der Messe ausgerichtete Symposium „Innovation in Food“ am 9. Oktober im Convention Center befasst sich damit, wie sich Innovation und Nachhaltigkeit vereinen lassen. Thematisch geht es unter anderem um Probiotika, um Nachhaltigkeit in der Lebensmittelkette, Innovationen in der Lebensmittelanalytik und Qualitätssicherung. Die Konferenzen schlagen thematisch den Bogen zu zwei der drei erstmals in Hannover aufgelegten

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Biotechnica Intro

Auch das eigentliche Herz der Messe, die ausstellenden Labortechnikanbieter und -dienstleister kommen mit eigenen Vortragsveranstaltungen daher. Im Zeichen der Personalisierten Medizin steht in diesem Jahr das zum fünften Mal von der Fachabteilung Life Science Research im VDGH organisierte Life Science Spotlight (vgl. Seite 76). Während sich am ersten Messetag an Stand F69 alles um PCR, Next Generation Sequencing und Genomics­techniken dreht, steht der 9. Oktober im Zeichen der Biomarkertechnologien. Um Qualitätssicherung in den LSR-Firmen geht es am Abschlusstag. Zusätzliche Informationen über Produktinnovationen und neue Technologien bietet das in die Ausstellung integrierte Innovation Forum in 20-minütigen Unternehmenspräsentationen. Zudem gibt es zahlreiche zielgruppenspezifische Veranstaltungen: Unternehmen, die auf Investorensuche sind, sollten nicht die Bio@Venture Conference am 8. Oktober verpassen. Studenten finden auf dem jobVector Career Day am letzten Messetag Kontakt zu potentiellen Arbeitgebern. Zusätzlich bietet die Biotechnica ihnen ein studentisches Exkursionsprogramm „TectoYou“. Auch in diesem Jahr findet die Biotechnica wieder in Messehalle 9 statt. „Marktplätze“, die direkt in die Ausstellung integriert sein werden.

Publikumsmagneten? Drei Marktplätze plus Vortragsprogramm Mit den drei Marktplätzen „Industrial Biotechnology“, „Innovation in Food“ und „Personalised Medicine Technologies“ soll den Besuchern die Orientierung in der Messehalle 9 erleichtert werden. Denn dort gibt es Einzel- und Gemeinschaftsstände zu den trendigen Teilmärkten der Biotechnologie: „Foren, Gemeinschaftsstände und Einzelaussteller dieser Sonderbereiche ermöglichen den Fachbesuchern, auf kurzen Wegen neue Geschäf tskontakte anzubahnen“, meint Messevorstand Köckler. Auf jedem der drei Marktplätze gibt es zudem ein Forum mit Vortragsprogramm, Firmenpräsentationen und Podiumsdiskussionen. Der Marktplatz Industrielle Biotechnologie (Stand D55) konzentriert nicht nur die Aussteller zu Themen wie Bioraffinerien, Biokatalyse, Bioprozesstechnik und Biorenewables. Das Marktplatzforum „Industrial Biotechnology“ am 8. und 9. Oktober bietet ein industrierelevantes Vortragsprogramm, das an beiden Veranstaltungstagen von international besetzten Podiumsdiskussionen abgeschlossen wird. „Unusual alliances and new business models – is the chemical industry ready for change?“ heißt es am Dienstag, „What’s the economy in IV | 14. Jahrgang | Nr. 4/2013

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bioeconomy?“ am Mittwoch. Eingebettet in die von der BIOCOM AG organisierte Konferenz ist der Wettbewerb „Bioeconomy‘s Next Business Model“ – in dessen Rahmen sechs junge europäische Unternehmen einer dreiköpfigen Jury ihre Geschäftskonzepte vorstellen. Auch das Thema Lebensmitteltechnologie wird im Rahmen eines Marktplatzes (Stand C66) auf der Biotechnica hervorgehoben. Das Programm der begleitenden Konferenz war indes Mitte September noch nicht verfügbar. Einen wichtigen Trend, der sowohl die Hersteller von Arzneimitteln als auch Diagnostika umtreibt, greift die Biotechnica mit einem dritten Marktplatz auf: die Personalisierte Medizin (Stand C35). Im Rahmen des dreitägigen „Marktplatzforums Personalisierte Medizin“ wagen Pharma- und Diagnostikexperten am ersten Messetag eine Standortbestimmung des globalen 21 Mrd. Euro-Marktes, bevor in Vorträgen neue genetische oder zellbasierte Biomarker-Tests zur Patientenstratifizierung vorgestellt werden. Das klinische Next-Generation Sequencing und Biomarker stehen auch im Fokus des Vortragsprogrammes am 9. Oktober, während neue Verfahren der molekularen Bildgebung den letzten Messetag dominieren.

Konferenzprogramm Ganz im Zeichen der medizinischen Bildgebung steht dagegen im Convention Center der Kongress AMI-4EUROPE am 9. Oktober.

Partnerland Schweiz Erstmals hat die Deutsche Messe AG ein Partnerland für die Biotechnica ausgewählt: die Schweiz. Der Biotech und Pharmastandort mit seinen vier Clustern in der Region Basel, im Großraum Zürich, rund um den Genfer See und im Tessin wird kurz vor der Messe zeigen, wie stark er wirklich ist. Am 4. Oktober präsentiert die Swiss Biotech Association (SBA) auf dem Swiss Biotech Day die erste weltweit vergleichbare Biotech-Industriestatistik auf Basis der OECD-Biotechnologie-Definition. SBA-Direktor Domenico Alexakis will die Messe nutzen, um die Innovationskraft der Schweizer Biotech-Industrie aufzuzeigen. Herzstück des SWISS Pavilions (Stand F21) wird eine „Innovation Wall“ sein, die den Schweizer Weg des Technologie-Transfers aufzeigt. Weiteres Highlight: das Swiss Business Lunch am 9. Oktober. Mit Spannung darf auch ein weiteres Jubiläum erwartet werden. Zum zehnten Mal verleiht die Deutsche Messe AG den European Biotechnica Award. Überreichen wird den Preis Karsten Henco, HS LifeSciences GmbH, Düsseldorf, im Rahmen der feierlichen Eröffnungsfeier am 7. Oktober, zu der 500 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien erwartet werden. Ausgezeichnet werden dieses Mal unter dem Motto „Integration of Biotechnology into the Industry“ europäische Firmen, die biotechnologische Prozesse nutzen und Produkte erfolgreich in den Markt eingeführt haben. LABORWELT

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Biotechnica Proteomics

Krebszellproteom legt Basis für Stratifizierung Neue Technologieentwicklungen in der Proteomanalyse eröffnen immer mehr eine umfassende Analyse krankheitsrelevanter Proteine. Für die Krebszelllinien des NCI-60-Zelllinien-Panels legte Mitte August eine Gruppe um Bernhard Küster von der Technischen Universität München die bislang umfassendste Proteom- und Kinomanalyse vor (Cell Reports, 4, S. 609-620) . LABORWELT sprach mit Professor Bernhard Küster über die Ergebnisse, ihren Nutzen für die Forschung und Arzneimittelentwicklung und das Potential der Massenspektrometrie-basierten Proteomanalyse. LABORWELT Was bringt die Proteomanalyse von Krebszelllinien an Neuem für die Arzneimittelentwicklung verglichen mit den bisher verbreiteten Untersuchungen auf DNA- und RNA-Ebene? Küster Es wird niemand bestreiten, dass die Genomanalytik maßgeblich für die Analyse krebsrelevanter Mutationen oder Genverdopplungen ist. Die Arzneimittel selbst aber wirken auf Proteine, nicht auf Gene oder Transkripte. Das heißt, wenn man die Proteine misst, misst man das, was man später auch therapiert. Die Proteomanalyse bietet zudem Einblick in das Geschehen der Regulation der Proteinaktivität, zum Beispiel über posttranslationale Modifikationen. LABORWELT Sie haben die Krebszelllinien des NCI-60Panels analysiert. Was sind die wichtigsten neuen Erkenntnisse? Küster Wir haben das Kernproteom der Krebszellen identifiziert, das heißt die gut 5.000 gemeinsamen „housekeeping“-Proteine, die eine Krebszelle für alle überlebenswichtigen biologischen Funktionen braucht. Daneben gibt es einen ganz erheblichen Teil des Proteoms, der zelltypspezifisch ist. Diese Information über die Organzugehörigkeit einer Krebszelle ist nützlich, weil ja viele dieser Zelllinien im Labor als Modelle genutzt werden. Ein für uns sehr interessantes Ergebnis im Vergleich zu den mRNA-Expressionsprofilen ist auch, dass die proteomischen Profile wenigstens genauso aussagekräftig waren. Das heißt also, dass wir qualitativ mindestens genausogut auf der funktionell relevanten Proteomebene arbeiten wie auf dem RNA/Transkript-Niveau. Die Zeiten, in der die Proteomanalytik nur an der Oberfläche blieb, sind damit vorbei. Das ist methodisch ein großer Schritt nach vorn und ist bedingt durch den Fortschritt der Massenspektrometrie in den vergangenen zwei bis fünf Jahren. LABORWELT: Wie sind Sie methodisch vorgegangen? VI | 14. Jahrgang | Nr. 4/2013

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Küster Wir haben Gesamtextrakte der 59 Krebszelllinien gemacht und diese, ganz klassisch, über ein 1D-Gel getrennt und über reverse phase LC-MS/ MS gereinigt und analysiert. Was wir „Deep Proteomes“ nennen, ist im Grunde dasselbe, nur haben wir dazu ein Massenspektrometer der neuesten Generation eingesetzt. Der dritte von uns genutzte Ansatz diente dazu, krebsrelevante Kinasen zu analysieren. Als ich vor einigen Jahren noch für die Cellzome AG tätig war, haben wir dazu ein Affinitätsreagenz namens Kinobeads entwickelt. Das sind auf Beads immobilisierte Kinase-Inhibitoren, mit denen wir Kinasen aus Zelllinien isolieren können. In dieser Studie waren es 375 der insgesamt 500 Kinasen der Zelle. Die Methode gestattet einen Einblick in ein pharmakologisch sehr relevantes Subproteom, das mit den klassischen Shotgut-ProteomicsMethoden wegen des großen dynamischen Bereiches der Proteinexpression – also der höchst unterschiedlichen Mengen an Proteinen in der Zelle – heute noch nicht analysiert werden kann. Wir konnten eine ganze Reihe krebsrelevanter Kinasen nur identifizieren, weil wir dieses biochemische Anreicherungsverfahren angewendet haben. LABORWELT: Ermöglichen die identifizierten Proteinund Kinasepanel eine Vorhersage über das Ansprechen auf Krebstherapeutika? Küster Ja, das war unter anderem ein Grund, weshalb wir das NCI-60-Krebszellpanel des National Cancer Institutes untersucht haben. Denn es gibt dazu eine große Anzahl systematischer Untersuchungen, unter anderem auch über die Sensitivität der Zelllinien gegenüber 108 zugelassenen Krebsmedikamenten auf das Wachstum dieser Zellen. Das haben wir mit den Proteinmengen der gebildeten Krebsproteine korreliert und konnten Gruppen von Proteinen identifizieren, mit denen sich das Ansprechen oder Nichtansprechen der Zelllinien beschreiben lässt. Das sind perspektivisch genau solche Proteine, die sich als molekulare Stratifizierungs- oder womöglich sogar Therapiemonitoring-Biomarker eignen könnten. Die markergestützte Patientenauswahl ist auch

Prof Dr. Bernhard Küster

ist seit 2007 Leiter des Lehrstuhls Proteomik und Bioanalytik an der TU München und leitet dort ebenfalls das Forschungsdepartment für Biowissenschaften. Der Mitgründer und Direktor des „Bavarian Biomolecular Mass Spectrometry Center (BayBioMS)“ arbeitete von 2000 bis 2007 bei der Heidelberger Cellzome AG, zuletzt als VP Analytical Sciences and Informatics. Vor seinem Industrieengagement forschte der Biochemiker als Post-Doc zusammen mit Matthias Mann in Odense, Dänemark. Seine Forschungsinteressen reichen von der massenspektrometrischen Proteomanalyse über die chemische Biologie bis hin zur Biomarker- und Krebstarget-Identifizierung.

für Pharmafirmen interessant, ebenso wie die Identifizierung von Proteinmustern, die auf eine Medikamentenresistenz hinweisen. LABORWELT: Wie steht es mit der Anwendung Ihrer Ergebnisse? Küster Interessant wird es, wenn es gelingt, das Verhalten dieser Signaturen in echten Tumoren zu untersuchen und diese, wie gesagt, etwa mit dem Ansprechen auf Pharmazeutika zu korrelieren. Solche Arbeiten sind bei uns in der Planung. Dazu muss aber zunächst der Zugriff auf ausreichend geeignetes klinisches Material gesichert werden, um zu statistisch relevanten Ergebnissen zu kommen. Wir befinden uns aber noch eindeutig im Bereich der Grundlagenforschung. Denn was die aufgefundenen Biomarker aussagen können, muss erst noch in viel größeren Studien überprüft werden. Hier hat sich die Denkweise geändert. Wo es vor zehn Jahren schnell hieß, wir haben einen Biomarker identifiziert, werden Kandidaten heute einer notwendigen und kritischen Prüfung unterzogen. Nichtsdestrotrotz stehen bereits einige Proteinbiomarker vor der FDAZulassung. LABORWELT

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BIOPRO Baden-Württemberg – nach allen Seiten offen Als die innovativste Region Europas ist Baden-Württemberg sehr gut aufgestellt, um die anstehenden Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzugehen. Mit Gesamtausgaben von rund 19,5 Mrd. Euro im Jahr 2011 für Forschung und Entwicklung erreicht Baden-Württemberg eine F&E-Intensität (Anteil der F&E-Ausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt) von 5,1 % – ein internationaler Spitzenwert. Voraussetzung hierfür ist die exzellente Forschung: Auch in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative bleibt Baden-Württemberg das erfolgreichste Bundesland. Mit den Universitäten Heidelberg, Konstanz und Tübingen befinden sich drei der bundesweit elf Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg. Von 85 bundesweit bewilligten Anträgen in der Exzellenzinitiative II entfallen 22 auf baden-württembergische Universitäten, von denen elf – und damit die Hälfte – dem Bereich Lebenswissenschaften zuzuordnen sind.

Wir unterstützen auch Gründer und junge Unternehmen auf vielfältige Weise: Mit den EXI-Gründungsgutscheinen steht ein von der BIOPRO Baden-Württemberg betreutes Programm zur Verfügung, das für Interessierte in der Vorgründungsphase Unterstützung und Coaching sichert. Spannende Gründungsvorhaben sowie bereits gegründete Unternehmen profitieren von den Gründerflächen am baden-württembergischen Gemeinschaftsstand auf der Biotechnica. Drei Gründer und 29 badenwürttembergische Aussteller zeigen ihr Know-how und ihre Produkte. Aktuell zur BIOTECHNICA publiziert und verteilt die BIOPRO Baden-Württemberg einen Statusbericht zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich Bioökonomie in Ba-

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Mit der BIOPRO Baden-Württemberg steht seit 10 Jahren eine Landesgesellschaft zur Verfügung, die den Standort national und international vertritt und Impulse zur Standortentwicklung setzt. Wir sind der zentrale Partner im strategischen Dreieck der Branchenteilnehmer und

stellen die kürzesten Verbindungen her zwischen Forschungseinrichtungen – Unternehmen – Netzwerken. Wir stehen für das Thema Gesundheit und beschleunigen Innovationen an den Schnittstellen zwischen Biotechnologie – Pharmazeutischer Industrie – Medizintechnik. Wir engagieren uns für die Etablierung einer Bioökonomie und setzen uns für die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen und Biotechnologie ein, in den Feldern Biowerkstoffe – Bioenergie – Umweltbiotechnologie.

Im Zentrum des baden-württembergischen Gemeinschaftsstandes: die Baden-Württemberg Lounge. Treffen Sie uns auf eine Tasse Kaffee und besprechen Sie mit uns Ihre Themen. den-Württemberg. Ebenfalls neu ist der Branchenreport „Gesundheitsindustrie 2013, Daten und Fakten für Baden-Württemberg“. Die Daten für die Biotechnologie-Unternehmen wurden auf Basis der 159 Biotechnologie-Unternehmen inkl. biopharmazeutischer Produktion sowie der 635 Medizintechnik-Unternehmen mit eigenen F&E-Aktivitäten, die die Datenbank der der BIOPRO Baden-Württemberg listet, ermittelt. Insgesamt gibt es 2.411 Medizintechnik-Unternehmen sowie 136 Pharma-Unternehmen in Baden-Württemberg – ein starker Standort in der Gesundheitsindustrie! Wir erwarten Sie auf der Biotechnica, Halle 9, Stand D50!

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Die Auswertung der Kennzahlen erfolgte durch das Statistische Landesamt BadenWürttemberg auf Basis der Datensätze von 2010. In die Auswertung konnten nur Unternehmen aufgenommen werden, die vollständige Datensätze übermittelt hatten. VIII | 14. Jahrgang | Nr. 4/2013

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Expertenpanel Biotechnica

Biobasierter Wandel Dr. Albrecht Läufer, Direvo Industrial Biotechnology, Köln; Dr. Holger Zinke, BRAIN AG, Zwingenberg Die Entwicklung der Bioökonomie ist nicht nur auf der Biotechnica in Hannover ein zentrales Thema. Auch die Europäische Kommission und die Bundesregierung haben unlängst Unterstützung bei dem ambitionierten Unterfangen signalisiert, eine biobasierte Wirtschaft aufzubauen. Die Kommission legt gemeinsam mit Unternehmen aus verschiedensten Branchen ein 3,8 Mrd. Euro-Innovationsprogramm auf, die Bundesregierung implementiert politische Unterstützung.

Dr. Albrecht Läufer

Vice President BU Lignocellulose Conversion, DIREVO Industrial Biotechnology GmbH, Köln LABORWELT Wo liegt der Nutzen des neuen EU-Bioökonomie-Public Private Partnerships JTI BBI für KMU? Läufer Die Joint Technology Initiative BioBased Industries (JTI BBI; www.bridge2020.eu) wird von dem Bioindustry Consortium BIC mit europaweit inzwischen 48 Mitgliedern – Tendenz steigend – angetrieben. Rund 3,8 Milliarden Euro sollen von 2014 an innerhalb von sieben Jahren Förderzeitraum investiert oder für Forschung ausgegeben werden. Der Nutzen dieser Organisationsform eines EU-Fördervorhabens für

KMU ist auf drei Ebenen zu sehen: 1. Der rein monetären: Selbst ein kleiner Teil dieser großen Summe kann für ein KMU wesentlich sein, um Innovationen soweit voranzubringen, dass die Großindustrie sie einkauft oder gemeinsam weiterentwickelt. 2. Der Ebene der Praxisnähe: da die Forschungsagenda des PPP in einem mehrstufigen Verfahren – Sammlung von Beiträgen, Verdichtung, Diskussion auf vielen Treffen – erstellt und dann noch unabhängig begutachtet wird, kann sich das KMU sicher sein, dass das Thema seiner F&E in der ersten Liga angesiedelt ist. 3. Die Ebene der Förderfähigkeit und Attraktivität für Investoren: Ebenso wie bei Punkt 2 kann man als KMU ziemlich sicher sein, dass auch nationale oder regionale Fördermittelgeber und selbst Investoren sich an der Agenda eines so umfangreich durchdachten Vorhabens orientieren, letztere zumindest im Ausschlussverfahren – was nicht beim PPP auf der Agenda steht, ist möglicherweise weniger attraktiv. Übrigens: Man muss nicht unbedingt direkt teilnehmen, sondern kann sich durch ein Cluster, in dem man Mitglied ist, vertreten lassen, CLIB2021, und nun auch die IBB Netzwerk GmbH sind Mitglied im BIC.

Dr. Holger Zinke Vorsitzender des Vorstands, BRAIN AG, Mitglied des Bioökonomierates und des Bioeconomy Panel der EU-Kommission

LABORWELT Welche Aufgaben stellt die Bioökonomie der Politik? Zinke Die im Juni 2013 von der Bundesregierung beschlossene „Politikstrategie Bioökonomie“ zeigt, dass Bioökonomie mehr ist als Forschung und Technologie oder Rohstoffe und Verwertung. Der Bioökonomierat hatte in seinem Gutachten von 2010 als zentralen Punkt empfohlen, Bioökonomie als System zu begreifen und die Vernetzung und Komplexität des Themas zu antizipieren. Tatsächlich sind die Herausforderungen nicht zu unterschätzen: Es geht um einen Wechsel der Hauptrohstoffbasis ganzer Industrien und damit einen Wandel ganzer Wertschöpfungsketten, in dem nicht nur Unternehmen, sondern ganze Volkswirtschaften im Wettbewerb stehen. So sind die Bioökonomie-Ambitionen von Brasilien oder auch Argentinien bemerkenswert, der im April 2012 veröffentlichte „National Bioeconomy Blueprint“ der Obama-Administration setzt ebenfalls ambitionierte Ziele. Er schließt richtigerweise auch die in den USA starke Rote Biotechologieindustrie explizit ein. Die biologische Revolution hat die US-Industrie massiv gestärkt, die Apotheke der Welt konnte nicht profitieren – kaum jemand erinnert sich nach 15 Jahren noch an den Begriff. Bioökonomie ist also richtigerweise Industriepolitik geworden.

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Biotechnica Diagnostik

MDx: Wachsende Branche mit Zukunftspotential Anke Kopacek, DiagnostikNet-BB, Hennigsdorf Die molekulare Diagnostik (MDx) bildet das am stärksten wachsende Segment der In-vitroDiagnostik. Analysten zufolge setzte der MDx-Markt 2011 etwa 5 Mrd. US-$ um, mit kalkulierten Wachstumsraten von neun bis elf Prozent jährlich. Dieser Zuwachs lässt sich vor allem auf die technischen Weiterentwicklungen zurückführen, die sich – unter anderem auch im Zuge des Geschäftsfelds der personalisierten Medizin – enwickelt haben. Denn schon längst erweitern Methoden wie das Next-Generation-Sequencing (NGS), High-Throughput-Techniken und Multiparameteranalysen den Horizont der molekularen Diagnostik. Neben etablierten PCR-Techniken erweitern Verfahren, die auf Microarrays oder NextGeneration Sequencing (NGS)-Techniken basieren, das Methodenspektrum, um das Konzept einer individualisierten Diagnostik und Therapie voranzutreiben. Während sich PCR-Verfahren wie qPCR und RT-PCR in der klinischen Praxis etabliert haben, halten neuere Sequenzierverfahren schrittweise Einzug in die klinischen Forschung, etwa in der Onkologie.

Neue Methoden für individuellere Therapie Die neuen Verfahren ermöglichen es, durch ihre hohe Auflösung, etwa das Gen- und Mutationsprofil eines Patienten detaillierter als bisher zu erfassen oder helfen auch, neue Biomarker zu identifizieren. Das erlaubt nicht nur, die Diagnosestellung zu verbessern, sondern beschleunigt sie auch. Somit können bessere Rückschlüsse auf den Krankheitsverlauf und die Prognose gezogen werden. X | 14. Jahrgang | Nr. 4/2013

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Der Erkenntnisgewinn kann dazu beitragen, Therapieentscheidungen zu optimieren und zu verbessern, was häufig auch mit einer erhöhten Lebensqualität einhergeht.

Weitere Indikationen im Fokus Neben der Onkologie – mit rund 30% Anteil eines der größten Anwendungsfelder der molekularen Diagnostik – kommt die MDx vor allem in der Infektiologie zum Einsatz. So lassen sich beispielsweise Multiresistenzen schneller und präziser detektieren, unterstrich Dr. Henning Zaiß vom AlphaomegaLabor in Delitzsch beim Treffpunkt In-vitroDiagnostik im Magnus-Haus in Berlin im Mai dieses Jahres. Aber auch in der Diagnostik von Autoimmun- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen nimmt die Bedeutung von MDx zu. Eine neuartige Methode ist etwa der Nachweis spezifischer microRNAs (miRNAs), neuer kardialer Biomarker mit therapeutischer und prognostischer Relevanz. Ein aktuelles Anwendungsfeld bildet hier zum Beispiel

das microRNA-Profiling in Herzmuskelbiopsien von Kardiomyopathie-Patienten – eine Technik, die auf der Expressionsmessung mehrerer miRNA-Kandidaten beruht. Die Kombination verschiedener microRNAs in einem Profil verbessert die diagnostische Aussagekraft der Einzelparameter. Ähnlich sieht es bei Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis (RA) aus. Hier werden zunehmend multiparametrische Assays eingesetzt, um parallel mehrere klinisch relevante Autoantikörper nachzuweisen. Dies gestaltet die Diagnostik im Vergleich zum konventionellen Verfahren deutlich effizienter. Ein weiterer Vorteil dieser Methodik: Sie lässt sich gut automatisieren. Neue Türen eröffnet auch das Next-Generation Sequencing (NGS). Denn es ermöglicht nicht nur, das Genom zu sequenzieren, sondern auch das Exom oder Transkriptom. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Epigenom zu entschlüsseln, was von großer Relevanz ist, um diagnostische Marker zu identifizieren. Denn epigenetische Faktoren wie DNA-Methylierungen spielen nach Experteneinschätzung eine wichtige Rolle bei Tumorerkrankungen. Aber auch bei rheumatoider Arthritis, Diabetes oder anderen Alters- und Volkskrankheiten ist der Einfluss epigenetischer Prozesse bekannt. Nicht ohne Grund wurde im September 2012 das Deutsche Epigenom-Programm (DEEP) gestartet. Ausgestattet mit 16 Mio. Euro Fördergeldern wollen darin 21 Foschergruppen bis 2017 bis zu 70 krankheitsrelevante Epigenome erfassen.

Gebündelte Diagnostik-Kompetenz in Berlin und Brandenburg Das Netzwerk Diagnostik Berlin-Brandenburg (DiagnostikNet-BB e.V.) bündelt die vielfältigen Kompetenzen und Technologien – so auch im Bereich der Entwicklung und Anwendung moderner molekularer Diagnostik – und nutzt so die Innovationskraft, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Damit künftig auch jeder Patient davon profitiert, setzen sich Verbände wie der DiagnostikNetBB e.V. neben der Wirtschaftsförderung auch für verbesserte Bedingungen im regulierten Markt ein.

Kontakt Dr. Frauke Adams DiagnostikNet-BB e.V. Netzwerkmanagement Neuendorfstraße 17 16761 Hennigsdorf Tel.: +49-(0)3302-55199-14 Fax: +49-(0)03302-55199-10 f.adams@diagnostiknet-bb.de www.diagnostiknet-bb.de LABORWELT

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iLAB – Softwareplattform für die Bioprozessentwicklung Dr. Ingrid Schmid, infoteam Software AG, Bubenreuth Die Entwicklung und Optimierung von biotechnologischen Produktionsprozessen für BioPharmazeutika dauert fünf bis acht Jahre. Verglichen mit anderen industriellen Prozessen ist das eine sehr lange Zeit, was nicht zuletzt hohe Investitionskosten und -risiken nach sich zieht. info­team ist Teil des vom BMBF geförderten Verbundprojektes AutoBIO (FKZ 02PJ1150) mit dem Ziel, Dauer und Kosten der Bioprozessentwicklung signifikant zu verringern. Die Automatisierung der experimentellen Schritte auf Liquid-Handling-Plattformen und die Optimierung dieser Prozesse durch ein modellgetriebenes, experimentelles Design sind die entscheidenden Elemente unseres Lösungsansatzes.

1. Einführung und Motivation Bioprozessentwicklung bedeutet häufig, dass ein Prozess, der im Screening-Maßstab mehr A

Screening in Mikrowellplatten

oder weniger gut funktioniert, ohne Anpassung der spezifischen Prozessparameter auf einen größeren Maßstab übertragen wird. Die Qualität des Prozesses und die Produktausbeute sind oft entsprechend schlecht. Der hier gewählte Ansatz ist anders: Technisch bedingte Sachverhalte und die Steuerung des Scale-Ups werden von Beginn der Prozessentwicklung an genauso stark berücksichtigt wie die biologischen und biochemischen Aspekte. Somit werden Qualitätsstandards eingeführt, und eine konsistente Bioprozessentwicklung von Mikroplatten bis zum Produktionsmaßstab wird ermöglicht. infoteam hat umfassende Erfahrung in der Laborautomatisierung und in der Entwicklung von Software für regulierte Märkte, etwa für medizinische Geräte und In-Vitro-DiagnostikSysteme (IVD). Innerhalb des staatlich geförderten AutoBIO-Verbundprojektes ist die infoteam Software AG dafür verantwortlich, eine

Prozessoptimierung

Produktionsprozess

Effizienz vom Screening bis zum Scale-up B

Abbildung 1: A. Skalierung des Bioprozesses B. iLAB-Bedienoberfläche, Konfiguration eines Experiments mit einer 24-Well-MTP XII | 14. Jahrgang | Nr. 4/2013

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Softwareplattform für die geräteunabhängige Analyse, die Visualisierung und den Vergleich von Experiment-Daten und deren Integration in eine zentrale Datenbank zu entwickeln.

2. Produktvision iLAB iLAB ist eine flexible, geräteunabhängige Softwareplattform, die eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche zur Überwachung und Visualisierung biotechnologischer Prozesse zur Verfügung stellt. iLAB basiert auf existierenden Standards der Laborautomatisierung. Das Herzstück ist eine leistungsfähige Datenbank. Die Integration von anderen Laborgeräten in iLAB erfolgt mit Hilfe von Kommunikationsstandards wie SiLA (Standardization in Lab Automation) für Liquid Handling Plattformen oder OPC für einzelne Bioreaktoren. Die Einbindung von DoE und dynamischen Prozessmodellierungswerkzeugen ist möglich. Die Rückkopplung von Stellgrößen in den laufenden Prozess wird in einer durchgängig dokumentierten Online-Prozessoptimierung in einem geschlossenen Regelkreis umgesetzt. Dadurch wird die Entwicklung des biotechnologischen Prozesses vom Labor- bis in den Produktionsmaßstab signifikant verbessert, wobei die Entwicklungszeiten verkürzt sowie die Produktionsmenge erhöht wird. iLAB beinhaltet die folgenden Eigenschaften: –        GxP Konformität (EU-GMP Guideline Annex 11, FDA 21 CFR Part 11): Tracking und Tracing, Audit Trail, Benutzer- und Rollenmanagement, elektronische Signaturen –        Standardisierte Kommunikationsprotokolle: SiLA, OPC –        Harmonisiertes, gut strukturiertes Datenmodell einsetzbar für verschiedene Datenbanken –        Hochleistungsfähige Datenverarbeitung, die sehr schnelle Filter- und Suchalgorithmen unterstützt –        Flexibles und kundenspezifisch anpassbares Bedienkonzept –        Mehrfach-Sprachunterstützung basierend auf UTF-8 Zeichensatz –        Modulare und erweiterbare Softwarearchitektur LABORWELT

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Biotechnica Advertorial

Die iLAB-Plattform wird nach dem IEC 62304 Softwareentwicklungsprozess entwickelt und stellt eine komplette Dokumentation dafür zur Verfügung. Diese beinhaltet: –        Prozesskonforme Produktdokumentation –        Entwicklungsdokumentation –        Risikomanagement- und Gebrauchstauglichkeits-Aufzeichnungen –        Änderungsverfolgung –        Testdokumentation

3. Überblick über die Architektur iLAB besteht aus zwei Hauptkomponenten: der grafischen Bedienoberfläche (GUI) und einem Datenbank-Backend. Diese Datenbank kann eine bereits vorhandene Kundendatenbank sein oder eine andere. Für die Kommunikation mit dem Prozessmanagement System (PMS) des Kultivierungssystems setzt iLAB auf standardisierte Kommunikationsprotokolle. 3.1 iLAB-Bedienoberfläche Die iLAB-Bedienoberfläche stellt unterschiedliche Plugins bereit, die je nach Anforderungen des Benutzers und dessen Zugangsrechten variieren können. Visualisierung, Analyse, Tracking und Tracing sind Beispiele für Plugins, die so konfiguriert werden können, dass sie im Hauptbildschirm angezeigt werden. Der Benutzer kann diverse Parameter eines Experimentes konfigurieren, welches auf dem automatischen Kultivierungssystem läuft. Die Hierarchie von Experimenten und Daten kann an die spezifische Labor-Organisationsstruktur angepasst werden. Alle Daten können visualisiert, analysiert und verglichen werden: Hierzu nutzt man die grafischen Berichte innerhalb der iLAB-Benutzeroberfläche oder exportiert diese in Standard-Datenformate. 3.2 iLAB-Datenbank Die iLAB-Datenbank läuft als Prozess im Hintergrund. Das PMS des Kultivierungssystems kon­trolliert den Ablauf des Experiments und sendet Daten an die Datenbank. Bei solchen Daten kann es sich um Werte handeln, die entweder in bestimmten Intervallen gemessen werden, oder um statische Ereignisse, wie der Beginn oder das Ende eines Experiments. Die iLAB-Datenbank dient als Langzeitarchiv für experimentspezifische Daten wie Messwerte, Prozessparameter, Stellgrößen und Beobachtungen des Laborpersonals. Da die Datenbank die Experimentdaten mit Kontextinformationen wie dem Setup, den Ausgangsbedingungen oder auch Standardvorgehensweisen (SOP) bei der Durchführung des Experiments verbindet, entstehen ganz neue Möglichkeiten für den Datenaustausch zwischen verschiedenen Laboren. Kostenintensive Experimente müssen nicht mehrfach durchgeführt werden, wenn InforLABORWELT

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Abb. 2: Integration in iLAB über standardisierte Kommunikationsprotokolle mationen und Daten verfügbar und vergleichbar sind. Die Hier­archie der Experimentverwaltung in der Bedienoberfläche erlaubt es Forschungsteams, an unterschiedlichen Aspekten eines Projekts zu arbeiten und am Ende die Daten aus unterschiedlichen Quellen zu einem aussagekräftigen Gesamtbild zusammenzuführen.

sondern auch auf jeder anderen Workstation innerhalb des Labor-Netzwerks installiert werden und ermöglicht so einen dezentralen Zugriff auf ein oder mehrere Systeme gleichzeitig.

4. GMP-Konformität

Die iLAB-Softwareplattform ist konform zu den folgenden Standards: –        IEC 62366 – Anwendung der Gebrauchstauglichkeit auf Medizinprodukte –         IEC 62304 – Medizingeräte-Software – Software-Lebenszyklus-Prozesse –        IVDD – In-Vitro Diagnostic Directive 98/79/ EC –        CFR 21 Part 11 - Food and Drug Administration (FDA) guidelines on electronic records and electronic signatures –        EN ISO13485 Medizinprodukte - Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen für regulatorische Zwecke

Da Kultivierungsexperimente oft als Teil eines vorgeschalteten Prozesses für einen pharmazeutischen Wirkstoff ablaufen, müssen auch die normativen Vorgaben und Anforderungen für GMP-relevante Aktivitäten eingehalten werden. iLAB wird speziell für den Einsatz in GMPregulierten Umgebungen entwickelt. Die GMPAnforderungen sind entweder in der Software als Funktionalitäten implementiert oder sie werden durch die Einhaltung des infoteam iMED-Entwicklungsprozessmodells für medizinische Software erfüllt.

6. Kontext der Regularien, Gesetze und Standards

7. Quellen 5. Labor-Integration Wie wird iLAB nun in den Aufbau eines Labors integriert? Normalerweise besteht eine Laborumgebung aus vielen verschiedenartigen Geräten mit den jeweiligen Schnittstellen und Software-Tools in unterschiedlichen Versionen. iLAB vereinfacht die Integration heterogener Geräte durch die Zentralisierung der Experimentdaten in einer einzigen Datenbank und durch die Verwendung von Standardschnittstellen wie SiLA oder OPC. Diese Standards erleichtern auch die Integration neuer Geräte in das System, da keine neuen, gerätespezifischen Schnittstellen angesprochen werden müssen. Die iLAB-Bedienoberfläche kann nicht nur auf dem Hostrechner der iLAB-Datenbank,

[1]  SiLA Consortium. (2010). SiLA Device Control & Data Interface Specification. SiLA Consortium. www.sila-standard.org. [2]  AutoBio. www.bioprocess.tu-berlin.de/ menue/research/verbundprojekt_autobio.

Kontakt infoteam Software AG Am Bauhof 9 91088 Bubenreuth Telefon: +49 (0) 9131 / 78 00 - 0 Telefax: +49 (0) 9131 / 78 00 - 50 E-Mail: info@infoteam.de Internet: www.infoteam.de 14. Jahrgang | Nr. 4/2013 | XIII

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Biotechnica Partnerland Schweiz

Bleibt die Schweiz das Mekka der Life Sciences? Franziska Morgner, freie Autorin, Leipzig Spitzenpositionen bei Ausbildung, Arbeitsmarkt und Innovation: Die Schweiz ist weltweit eines der wettbewerbsfähigsten Länder. Der Biotechnologiemarkt mit einem Marktvolumen von 10 Mrd. CHF ist einer der wichtigsten des Landes, im Verhältnis zur Bevölkerung hat die Schweiz eine der höchsten Raten an Biotechnologie-Unternehmen weltweit. Trotzdem mehren sich in den vergangenen Monaten kritische Stimmen, ob dieses hohe Niveau gehalten werden kann. Der starke Franken ließ in diesem Jahr erstmals die Zahl der ausländischen Direktinvestionen sinken. Für deutsche Unternehmen sind die Rahmenbedingungen dank der etablierten Forschungslandschaft und umfangreicher Fördermöglichkeiten dennoch interessant. Mehr als 400 Unternehmen mit 19.200 Beschäftigten, ein hohes Investitionsvolumen in Forschung und Entwicklung von 760 Mio. CHF – mit einem Anteil von 20% am europäischen Biotech-Umsatz ist das Land ausgezeichnet positioniert. Ein Grund dafür ist ein starkes Netzwerk für Forschung und Entwicklung, es sorgt für qualifizierte Fachkräfte und wettbewerbsfähige Innovationen. Das unternehmerfreundliche Steuersystem hilft auch BiotechUnternehmen in ihrem Wachstum. Neben den großen Pharmafirmen gab es in den vergangenen Jahren auch viele Neugründungen.

Nährboden für Start-ups Die Rote Biotechnologie erbringt den größten Anteil des Umsatzes, denn mit Roche und Novartis haben zwei weltweite Branchenriesen ihren Sitz in der Schweiz. Forschung findet vor allem in drei Biotech-Zentren statt: Rund um Zürich, Basel und Genf werden von den dort angesiedelten Hochschulen, Forschungsinstituten und Unternehmen mehr als 80 Prozent der Forschungsausgaben getätigt. Im Cluster um Basel ist mittlerweile jeder 10. Einwohner im Bereich Life Sciences beschäftigt, Tendenz zunehmend. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind forschungsfreundlich und liberal gestaltet. So

dürfen zum Beispiel embryonale Stammzellen im Gegensatz zu Deutschland im Land selbst gewonnen und mit ihnen geforscht werden, die Schweizer Politik will außerdem die Regeln zur Forschung am Menschen auf eine neue rechtliche Grundlage stellen. Seit Februar 2009 läuft zudem ein Gesetzgebungsverfahren zu den Bestimmungen zur Präimplantationsdiagnostik. Im vergangenen Jahr schloss Merck in Genf einen wichtigen Standort. Spätestens seitdem wird im Land über die Probleme der Life Science-Branche diskutiert: Zu wenige Innovationen gelangen wirklich zur Marktreife und die Finanzierung der kostenintensiven Forschung wird immer komplizierter. Währungseffekte machen den Pharma- und Biotech-Firmen zu schaffen, der starke Franken verteuert die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung zusätzlich und erschwert die Bedingungen auf dem Export-Markt. Nach einem stetigen Rekordkurs sank der Branchenumsatz erstmals 2011. Der Branchenverband Interpharma initiierte daher einen Masterplan, um den Ruf der Schweiz als Mekka der Life Science zu erhalten und die Attraktivität des Standortes wieder zu erhöhen. Schwerpunkt der Forderungen ist eine Verkürzung der Zeitspanne, die bis zur Zulassung eines Medikamentes vergeht. Hier ist die Schweiz häufig zu langsam, so gibt es zum

Beispiel bereits heute Krebsmedikamente, die in der Schweiz ein Jahr später zugelassen wurden als in anderen EU-Ländern. Die langwierigen behördlichen Verfahren sollen verkürzt beziehungsweise beschleunigt werden.

Rahmenbedingungen für Unternehmer Die Schweizer Politik sieht es als eine wichtige Aufgabe, günstige Bedingungen für Unternehmer aus dem In- und Ausland zu schaffen. Traditionell niedrige Steuern, überschaubare Sozialausgaben und geringe Lohnnebenkosten bieten ein unternehmerfreundliches Klima. Gewinne werden im Vergleich zu Deutschland nur zurückhaltend besteuert. Die Standortförderung ist in der Schweiz gemeinsame Aufgabe von Bund und Kantonen. Unterstützung dabei finden Unternehmer unter anderem bei der Schweizer Wirtschaftsförderung. „Wir stehen potentiellen Investoren beratend zur Seite, erörtern mit ihnen konkrete Fragestellungen und unterstützen sie dabei, ihre Pläne zu verwirklichen. Schließlich gibt es bei 26 Kantonen eine Vielzahl von Möglichkeiten.“ erklärt Tobias Rühmann, Leiter vom Swiss Business Hub Germany. Ausführlich informieren können sich deutsche Unternehmen außerdem im Swiss Pavillon auf der Biotechnica, der europäischen Leitmesse für Biotechnologie. In diesem Jahr stellt der Branchentreff vom 8. bis 10. Oktober in Hannover erstmalig mit der Schweiz ein Partnerland ins Zentrum. Gemeinsam mit der Schweizer Botschaft lädt der Swiss Business Hub Germany interessierte Unternehmer zum Business Lunch ein.

Swiss Business Lunch Datum: 9. Oktober 2013, 12.15 Uhr bis 14.30 Uhr Ort: „COSMOPOLITAN“ – Restaurant 2 im Convention Center Teilnahme: Kostenfrei nach Anmeldung und in Verbindung mit einer Messeeintrittskarte. Anmeldungen bitte per E-Mail an Julia Scheu unter: julia.scheu@eda.admin.ch Dieser Beitrag wurde unterstützt durch die Schweizer Wirtschaftsförderung. XIV | 14. Jahrgang | Nr. 4/2013

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Serie Labormarkt im Umbruch (17)

Agilent: Bereit für die nächste Zellteilung

Agilent Technologies Inc. (2012): Umsatz: 6,86 Mrd. US-$ Gewinn (EBITDA): 1,04 Mrd. US-$ Umsatzrendite (nach Steuern): 16,3% Börsenwert (gesamt): 16,04 Mrd. US-$ (16.9.2013) Mitarbeiter: 20.500 Vorstandsvorsitzender: William P. Sullivan

Dr. Martin Laqua, Redaktion LABORWELT

Märkte (2012)

Milliardenschwere Übernahmen sind gang und gäbe im Labormarkt. Grund genug, in dieser LABORWELT-Serie einen Blick auf die wichtigsten Akteure, ihre Strategien und Deals zu werfen. Obwohl Agilent Technologies schon seit Jahrzehnten Analyse- und Messgeräte herstellt und unter anderem im Jahr 2000 das weltweit erste kommerzielle Lab-on-a-Chip-System vermarktet hat, schloss die Firma erst mit dem Kauf des Companion Diagnostic-Anbieters Dako zur Spitzengruppe der Life Sciences-Unternehmen auf. Die Kunden aus der Pharmawelt gaben sich in den vergangenen zwei Jahren bei Agilent die Klinke in die Hand. Analysten zufolge könnte das Aktionärsvermögen aber gesteigert werden. Dafür müsse sich der Tante Emma-Laden aber auf die zukunftsträchtigen Gesundheitsbereiche konzentrieren. Ende September erhörte das Management schließlich die Signale: Bis Ende 2014 will Agilent das Geschäft komplett auf Life Sciences, Diagnostik und chemische Analysen ausrichten. Das historisch gewachsene Kerngeschäft soll in eine neue Firma verlagert werden.

Umsatz je Sparte (2012, in US-$)

Agilent Technologies Inc. ist ein junges Unternehmen mit alten Wurzeln. Es wurde 1999 als Spin-off des US-Computer-Konzerns Hewlett-Packard Co. gebildet. Alles, was nicht in irgendeiner Weise mit Rechnern, Druckern oder Speichern zu tun hatte, wurde unter das Dach der neuen Firma aus Santa Clara gepackt. Und das war nicht wenig: Der IPO galt damals als der größte des Silicon Valleys.

Bewahrer der Traditon

© Dako

Mit der Aufspaltung kam auch der älteste Geschäftsbereich der 1939 von Bill Hewlett und Dave Packard in einer Garage gegründeten HP zu Agilent, die elektronischen Messgeräte. Erstes HP-Produkt war ein Oszillator, später folgten Spannungsmessgeräte und Frequenzzähler. 1970 wurde HP auf dem Massenspektrometrie-, 1973 auf dem HPLC-Markt aktiv. Letzteres durch die Übernahme der Hupe und Busch GmbH in Waldbronn. Agilent wurde im Jahr 2000 vollständig eigenständig. Die Firma beschäftigte damals 47.000 Mitarbeiter, heute sind es nur noch weniger als die Hälfte davon. Im ersten Jahr wurden 9,4 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet,

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USA: 32,3%, China: 15,7%, China: 10,4%, Rest der Welt: 41,5%

heute liegt der Umsatz nur bei knapp 6,9 Mrd. US-Dollar. Der Grund: Die Firma kam nach der Abspaltung nicht so recht in Schwung – 2001 folgte eine Entlassungswelle; außerdem erklärt der Verkauf der Medizinprodukte-Sparte an Philips Medical Systems einen großen Teil des Umsatzeinbruchs in den frühen 2000er Jahren. Zwei Drittel des Geschäfts hatte Agilent im Telekommunikations- und Elektronikbereich gemacht – damals wie heute ein stark umkämpftes Segment mit kleinen Gewinnmargen. Als der erste CEO, Edward Barnholt, 2005 nach 39 Jahren bei HP/Agilent in den Ruhestand ging, übergab er eine geschrumpfte aber gesunde Firma. Unter dem Nachfolger William Sullivan emanzipierte sich Agilent zunehmend von der Elektroniksparte. 2012 machte sie weniger als die Hälfte des Umsatzes aus. Bei dieser Umstrukturierung kommt gerade den Biowissenschaften eine wichtige Rolle zu. 2011 kaufte Agilent den schwedischen Aufreinigungsspezialisten Halo Genomics und den US-amerikanischen Mikrochromatographie-Anbieter BioSystem Development. Aber erst mit der 2,2 Mrd. US-Dollar schweren Übernahme der Dako Diagnostics A/S im Mai 2012 – der größten M&A-Aktivität Agilents überhaupt – machte

Chemische Analysen 1,6 Mrd., Elektronische Messungen 3,3 Mrd., Life Sciences 1,6 Mrd., Genomik und Diagnostik 0,4 Mrd.

die Firma so richtig von sich reden. Dako aus dem dänischen Glostrup war zu 61% in Familienbesitz, als sie 2007 für 980 Mio. Euro an die Private Equity-Gesellschaft EQT V verkauft wurde. Seitdem entwickelte sich der Krebsdiagnostik-Spezialist konstant weiter, schloss Partnerschaften mit Quintiles, AstraZeneca, Roche und Amgen. Trotzdem scheint aber erst der Verkauf an Agilent das volle Potential des Anbieters von Antikörpern und DiagnostikTests entfesselt zu haben. So finden sich mit BristolMyersSquibb, Pfizer und Eli Lilly fast alle namhaften Pharmafirmen unter den Kunden Dakos. Agilent erhöhte mit dem Zukauf seine Mitarbeiterzahl auf einen Schlag um 1.000, der Umsatz stieg um 300 Mio. US-Dollar. Zu den drei bestehenden Segmenten gesellte sich die neue Abteilung „Genomik und Diagnostik“.

Agilent bekennt sich zu Life Sciences Doch trotz der guten Nachrichten aus den Biowissenschaften kommt die Aktie der Kalifornier derzeit nicht so recht vom Fleck. Andere Firmen aus diesem Bereich wuchsen 10-Mal kräftiger, so Analysten bei Bloomberg. Die Ursache für den Ladenhüter-Status der Aktie sehen einige in der Elektronik-Sparte, die seit zehn Jahren keine Wachstumsimpulse mehr aussenden konnte. Der Umsatz in den Bereichen Chemie und Life Sciences verdreifachte sich hingegen in diesem Zeitraum. Standard & Poors-Analyst Jeffrey Loo erklärte im Frühjahr 2013, dass ein Spin-off der drei Gesundheitsbereiche Interesse bei den Aktionären wecken könne. Dass jene Bereiche auch in Zukunft weiter gestärkt werden sollen, erklärt die Gerüchte, dass Agilent an der Übernahme von Life Technologies interessiert gewesen sein soll. Der Sequenzierungsspezialist wanderte letzten Endes unter die Fittiche von Thermo Fisher. Statt mit Zukäufen besetzte Agilent im September die Schlagzeilen mit einer anderen Meldung: Die von der Börse erhoffte Fokussierung auf die Biowissenschaften soll bis Ende 2014 vollzogen werden. Die Elektroniksparte wird ein weiteres Mal in eine neue – noch namenlose – Firma ausgelagert. Auch wenn die HP-Wurzeln damit zur Verschiebeware werden, die Börse goutierte den Schachzug: Der Aktienwert stieg um 5%. LABORWELT

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Bayer: Targetsuche mit Krebsatlanten Personalisierte Krebstherapeutika sind bereits heute Pflicht. Für die Patientenauswahl in klinischen Studien fordert die Europäische Zulassungsbehörde EMA schon jetzt die Bereitstellung eines therapiebegleitenden Diagnostikums (Companion Diagnostic, CDx), das die Identifikation der Patienten ermöglicht, die auf eine gezielte Krebstherapie ansprechen. Wichtig für diese Art der Patientenstratifizierung ist die genaue Kenntnis der Signalwege, die beim individuellen Krebs gestört sind beziehungweise durch entsprechende Krebswirkstoffe angesprochen werden. Eine Forschungskooperation, die dieses Wissen um Krebssignalwege für die Entwicklung von Diagnostika und die Identifizierung neuer Angriffsziele für Wirkstoffe nutzen will, ist Bayer Healthcare Mitte September eingegangen. Partner bis zunächst 2018 ist das renommierte Broad Institute. An der US-Sequenzierungsschmiede sind die genetischen Veränderungen und die daraus resultierende Genexpression in Tumorsuppressorgenen und Onkogenen in einer „Cancer Module Map“ bereits systematisch für verschiedenste Krebsarten erfasst worden. Ziel dabei: die regulatorischen Veränderungen in der frühen Tumorentstehung zu erkennen.

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Diese in Krebs-Genomanalysen identifizierten Signaturen veränderter Signalwege will sich Bayer jetzt zunutze machen, um neue Wirkstoffe zu screenen und zu optimieren. Mit Mitteln der chemischen Biologie sollen dazu Wirkstoffbibliotheken gegen bestimmte Tumortypen gescreent und die Auswirkungen auf die Transkription betroffener Signalwege untersucht werden.

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„Die Forscher am Broad Institute haben beeindruckende systematische Kataloge von Mutationen erstellt, die sie in unterschiedlichen Tumorarten gefunden haben“, sagte Prof. Andreas Busch, Leiter Global Drug Discovery bei Bayer. „Damit haben sie die Grundlage für die Entwicklung neuartiger Krebstherapien und diagnostischer Tests geschaffen.“ Derzeit ist die Onkogenomik das größte Anwendungsfeld der personalisierten Medizin. Die Identifizierung krankeitsrelevanter Genexpressionsmuster von Onkogenen und Tumorsuppressorgenen soll neben der Patientenstratifizierung auch die Vorhersage des klinischen Verlaufs von Krebserkrankungen und das Auffinden von Angriffspunkten für Krebstherapien ermöglichen. Im Rahmen der Kooperation werden beide Partner ihre Substanzbibliotheken und Screening-Plattformen sowie ihre Erfahrung im Bereich der Medizinalchemie für die Bearbeitung gemeinsamer Projekte nutzen. Die Rechte an den Forschungsergebnissen liegen bei beiden Partnern zu gleichen Teilen. Bayer erhält die Option auf exklusive Lizenzen für potenzielle Arzneimittelkandidaten im präklinischen Entwicklungsstadium. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht bekanntgegeben. LABORWELT

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BLI-Assays Biotechnica

Proteinquantifizierung in Zellkulturüberständen Dr. Hendrik Wünsche, Dr. Dirk Sievers, Pall Life Sciences, BioPharmaceuticals, Dreieich Die Entwicklung biopharmazeutischer Arzneimittel erfordert eine leistungsstarke Analytik zur Bestimmung des Proteingehalts und der Proteinqualität. Insbesondere die Zellkulturentwicklung profitiert von robusten und schnellen Assays zur Bestimmung der Konzentration und der Aktivität von Proteinen aus nicht aufbereiteten Zellkulturüberständen. Zunehmend häufiger werden daher konventionelle Technologien durch labelfreie Echtzeit-Bindungsassays ersetzt. Die HPLC gilt als klassische Methode der Proteinquantifizierung. Sie wird im Rahmen von Screenings ebenso eingesetzt wie zur Auswertung von Scale-up-Experimenten mit Mikrotiterplatten, T-Flaschen, Schüttelkolben oder Bioreaktoren im Maßstab mehrerer Liter. Die aufwendige Probenvorbereitung und der geringe Durchsatz als Folge der langen Laufzeiten lassen zahlreiche Anwender allerdings verstärkt nach einer HPLC-Alternative mit höherem Durchsatz suchen, die ebenso genaue und verlässliche Ergebnisse mit weniger Aufwand in kürzerer Zeit bereitstellt. Die BioLayer-Interferometrie (BLI) ist in der Lage Proteine in Zellkulturüberständen

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Abb. 1: (A) BLI-Plattform zur labelfreien Proteinanalyse, BLItzTM-Einkanal-System und Octet®-High-ThroughputSysteme

ohne umfangreiche Probenvorbereitung zu messen[1,2]. Sie basiert auf der Überlagerung von Lichtwellen, die an zwei Grenzflächen in einem Glasfaser-Biosensor reflektiert werden, und der daraus resultierenden Interferenz. Ein High-Throughput Octet®-System analysiert 96 Proben in 15 Minuten, wobei der Einsatz von Robotersystemen vollständig automatisierte Arbeitsabläufe mit deutlich verringertem Personalaufwand ermöglicht (Abb. 1). Ein analoges HPLC-Protokoll nimmt dagegen deutlich mehr Zeit in Anspruch. Es kann einen ganzen Arbeitstag umfassen.

Analyse ohne aufwendige Probenvorbereitung Am Beispiel eines Fc-Fusionsproteins soll das Potential der BLI-Technologie als Alternative zur HPLC betrachtet werden [3] . Aufgrund ihrer hohen Selektivität wurden Protein Aund Protein G-Biosensoren zur Bestimmung des Zielproteins in Zellkulturüberständen ausgewählt. In der Assayentwicklung wurde zunächst das gereinigte Protein schrittweise verdünnt und eine Konzentrationsreihe (0 bis 100 µg/ml) in Zellkulturmedium zur Aufnahme von Standardkurven erzeugt. Alle Assays erfolgten in Mehrfachläufen mit Messungen aus unterschiedlichen Kammern einer 96-Well-Mikrotiterplatte.

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Biotechnica BLI-Assays

www.laborwelt.de

Standardkurve mit Variationskoeffizient

Zur Bestätigung der Verdünnungslinearität, die für jeden Assay von Bedeutung ist, der zum Probenscreening über einen breiten Proteinkonzentrationsbereich eingesetzt wird, wurden Proben des Fc-Fusionsproteins in geringer, mittlerer und hoher Konzentration um einen Faktor 5, 10, 20, 80 und 160 verdünnt und in Mehrfachmessungen analysiert. Der Variationskoeffizient der zurückgerechneten Werte für die Probe mit geringer Konzentration lag bei CV < 7%, für die Proben mit mittlerer und hoher Konzentration bei CV < 5%. Die Ergebnisse dokumentieren die hohe Verdünnungslinearität und die hohen Wiederfindungsraten für das im Zellkulturüberstand gemessene Fc-Fusionsprotein.

CV < 8%

Abb. 2: Standardkurve und Variationskoeffizient (Coefficient of Variance, CV) für die Quantifizierung eines Fc-Fusionsproteins mittels BLI. Die blauen Datenpunkte repräsentieren das Zellkulturmedium ohne Verdünnung (100 % Medium), in zweifacher (50%), vierfacher (25%) und achtfacher Verdünnung (12,5%). Der BLI-Assay (CV < 8% über alle Experimente) toleriert nicht aufbereitetes Medium.

Genauigkeit und Verdünnungslinearität Die Genauigkeit des Octet-Assays wurde durch Quantifizierung des Fc-Fusionsproteins in verschiedenen Konzentrationsbereichen (10 µg/ml, 40 µg/ml und 80 µg/ml) sowohl in reinem Zellkulturmedium als auch in einer Matrix mit Wirtszellprotein (Host Cell Protein, HCP) bewertet. Die Wiederfindung der Standards in nicht verdünntem Zellkulturmedium lag bei 95%, 104% und 109% für die unteren, mittleren und oberen Kontrollen. Die Wiederfindung der Standards in nicht XXII | 14. Jahrgang | Nr. 4/2013

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verdünnter HCP-Matrix lag bei inakzeptablen 122%, während in zweifacher, vierfacher und achtfacher Verdünnung Werte um 100% ermittelt wurden. Aus diesem Grund erfolgte für alle weiteren Experimente eine zweifache Verdünnung.

Die Evaluation des BLI-Assays als Ergänzung oder Ersatz bestehender HPLC-Protokolle erfordert die Durchführung von Vergleichsstudien. Hierfür wurden 15 Proben analysiert, wobei die ermittelten Proteintiter eine große Übereinstimmung zwischen beiden Techniken bestätigten (Abweichung unter 10% für die Mehrzahl der Proben). Die BLI-Analyse mit dem Oc tet-System benötigte weniger als 15 Minuten, wäh-

BLI versus HPLC 3.500

3.000

BLI – Konzentration (μg/ml)

Der durchschnittliche Variationskoeffizient (Coefficient of Variation, CV) lag unter 9% über den gesamten Standardkurvenbereich. Der dynamische Bereich, der eine hohe Wiederfindung der Standards und einen kleinen Variationskoeffizienten garantiert, wurde mit 1 bis 100 µg/ml ermittelt. Die Ergebnisse belegen die hohe Konsistenz der Messergebnisse über die gesamte Mikrotiterplatte. Die Experimente umfassten die Untersuchung von Standards bekannter Konzentration in verschiedenen Verdünnungen des Zellkulturmediums: ohne Verdünnung (100% Medium), 2-fache Verdünnung (50%), 4-fache Verdünnung (25%) und 8-fache Verdünnung (12,5%). Die aufgestockten Standards konnten mit hoher und vergleichbarer Wiederfindung zurückgewonnen werden. Die Gesamtvariabilität über alle vier Standardkurven (CV < 8%) belegt, dass der Assay mit nicht verdünntem Zellkulturmedium vollständig kompatibel ist (Abb. 2).

Korrelation zwischen BLI und HPLC

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HPLC – Konzentration (μg/ml) Abb. 3: BLI und HPLC im Vergleich. Das Ergebnis der Quantifizierung von 15 Proben eines FcFusionsproteins bestätigt eine gute Übereinstimmung der mit den beiden Methoden ermittelten Konzentrationen. LABORWELT

18.09.2013 18:50:05 Uhr


rend die HPLC-Analyse etwa drei Stunden in Anspruch nahm (Abb. 3). Die Durchführung einer Studie mit mehreren Operatoren, die ihre Messungen über einen Zeitraum von mehreren Tagen durchführten, zeigte eine hohe Übereinstimmung der Ergebnisse (CV < 5 %, n = 54; vgl. Abb. 4) und bestätigte die hohe Genauigkeit der BLI-Assays.

Schlussfolgerung Moderne BLI-Assays ermöglichen eine schnelle und verlässliche High-Throughput-Proteinquantifizierung in Zellkulturüberständen. Sie benötigen keine arbeitsintensive und zeitaufwendige Probenvorbereitung und bieten damit gegenüber der klassischen Analyse 16 14

Konzentration (µg/ml)

12

Your DNA lab will move

faster

if it can see

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where it’s going.

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10

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Probe

The Fragment Analyzer will TM

Abb. 4: BLI-Messung eines Fusionsproteins durch verschiedene Operatoren an verschiedenen Tagen. Die Ergebnisse dokumentieren eine hohe Genauigkeit des Assays (CV < 5%, n = 54).

Eliminate bottlenecks from slab gel or lab-on-a-chip methods.

mittels HPLC wichtige Vorteile. Alle BLI-Systeme sind zudem einfach zu bedienen, so dass lange Einarbeitungszeiten aufgrund aufwendiger Operator-Schulungen entfallen.

Perform quality and quantity checks on fragments prior to Next Gen sequencing runs.

Literatur [1] [2] [3]

Wünsche H und Sievers D. Quantifizierung monoklonaler Antikörper – Biolayer-Interferometrie. GIT-Laborfachzeitschrift 57 (3) 2013: 176-178. Takkar R. Enhancing Effi ciency and Economics in Process Development and Manufacturing of Biotherapeutics. Bioprocess International Industry Yearbook 11 (7) 2013: 119-121. Takkar R et al. Rapid, Reliable Quantitation of Fc-Fusion Protein in Cell Culture Supernatants. Application Note 13, Pall Life Sciences, ForteBio Division, Menlo Park, CA, 2013; www.fortebio.com/documents/ForteBio_App_Note_13.pdf

Work with DNA or RNA. Analyze samples ranging from 35 bp to 40,000 bp.

Korrespondenzadressen Dr. Hendrik Wünsche Field Applications Specialist hendrik_wuensche@europe.pall.com Dr. Dirk Sievers, Technical Marketing Manager dirk_sievers@europe.pall.com Pall Life Sciences, BioPharmaceuticals Philipp-Reis-Straße 6 63303 Dreieich www.pall.com Biotechnica Halle 9, Stand C11 LABORWELT

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Service Verbände

Diagnostik-Netzwerk BB

LABORWELT-Partner Dt. Ver. Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e.V. (DGKL)

Messen 2013/2014 – Rückblick & Ausblick

www.dgkl.de

Deutsche Gesellschaft für Proteomforschung www.dgpf.org BIO Deutschland www.biodeutschland.org Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM)

www.dghm.org

btS (Biotechnologische Studenteninitiative e.V.) www.bts-ev.de Gesellschaft für Genetik

GENE

K TI

ELLSC S

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AFT FÜ H

GE

www.gfgenetik.de Gesellschaft für Signaltransduktion www.sigtrans.de Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie

www.dgpt-online.de

Nationales Genomforschungsnetz www.ngfn.de Deutsche Gesellschaft für Neurogenetik www.hih-tuebingen.de/dgng/ Netzwerk Nutrigenomik www.nutrigenomik.de DiagnostikNet-BB www.diagnostiknet-bb.de Verband der Diagnostica-Industrie e.V. www.vdgh.de Österreichische Reinraumgesellschaft (ÖRRG) Österreichische Ges. f. Laboratoriumsmedizin & Klinische Chemie

www.oerrg.at

www.oeglmkc.at

XXIV | 14. Jahrgang | Nr. 4/2013

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 Clinical Lab Expo | Houston. Vom 30. Juli bis 1. August 2013 fand die Clinical Lab Expo der American Association of Clinical Chemistry (AACC) statt – die mit 19.000 Besuchern weltweit größte In-vitro-Diagnostik-Messe, spezialisiert auf Tests, Geräte, Instrumente und Dienstleistungen für klinische Laboratorien. Das DiagnostikNetBB stellte 2012 erstmals mit einem Gemeinschaftsstand aus und war auch in diesem Jahr gemeinsam mit seinen Mitgliedern vertreten. 2014 wird die Standfläche mit insgesamt 84 qm nochmals vergrößert. Die Clinical Lab Expo bildet zusammen mit der Medica und der ArabHealth die „Troika“ der Diagnostik-Leitmessen.  Biotechnica | Hannover. In diesem Jahr wird auf der Biotechnica mit dem „Marktplatz“ Personalized Medicine Technologies ein wichtiges Zukunftsfeld aufgegriffen: die personalisierte Medizin. Spezielle Fachvorträge beleuchten, wie diagnostische Technologien den Trend zur personalisierten Medizin fördern. Dr. Jörg-M. Hollidt, Vorstandsvorsitzender des DiagnostikNet-BB, wird anhand eines Beispiels aus dem Bereich der Rheumatologie zeigen, wie sich Testentwicklungen umsetzen lassen. Termin: 8.10.13 | 15 – 15.30 Uhr | Session „Companion Diagnostics“ , Halle 9. Das Netzwerk präsentiert zudem sein gesamtes Spektrum diagnostischer Produkte und Dienstleistungen: von der Assay- und Biomarkerentwicklung über die Geräte- und Softwareherstellung bis hin zur Validierung und Zertifizierung. Der Stand (Nr. 33) des DiagnostikNet-BB befindnet sich in Halle direkt gegenüber dem „Marktplatz“.  Medica | Düsseldorf. Die Medica lockte 2012 4.554 Aussteller und 130.600 Besucher und ist eine der weltweit größten Medizinfachmessen.

In den Hallen 1, 2 und 3 präsentieren Firmen aus aller Welt Produktinnovation der In-vitroDiagnostik. Das DiagnostikNet-BB organisiert vom 20.–23. November den diesjährigen Ländergemeinschaftsstand Berlin-Brandenburg in Halle 3. Gemeinsam mit 12 Diagnostik-Firmen und Dienstleistern stellt das DNBB auf einer Standfläche von insgesamt 130 qm aus: Stand G52/54 in Halle 3.  ArabHealth | Dubai. Zum ersten Mal stellt das DiagnostikNet-BB im MedLab-Bereich der ArabHealth vom 27.-30. Januar 2014 aus – der mit mehr als 81.000 Besuchern größten HealthcareMesse und dem größten Medizinkongress im Nahen Osten. Bei Interesse an einer Mitausstellung, kontaktieren Sie uns unter info@ diagnostiknet-bb.de.  Treffpunkt In-vitro-Diagnostik | MagnusHaus Berlin-Mitte | 17 bis 19.15 Uhr | Thema Labordiagnostik & Bildgebung | 28. November 2013 Ziel des Treffpunktes ist es aufzuzeigen, wie sich Laborparameter mit bildgebenden Verfahren sinnvoll verknüpfen lassen, welche Entwicklungen sich vollziehen und welche Marker sich für eine Applikation eignen. Dabei soll ein Blick aus Richtung F&E in die Zukunft der klinischen Diagnostik geworfen werden.  Jahrestagung Arbeitsgemeinschaft Gen-Diagnostik (AGD) e.V. | 11. bis 12. Oktober | Potsdam. Unter dem Motto „The New Age of Comprehensive Testing“ wird die Tagung mit Prof. Peter Propping gestaltet. Info: www.agdev.de.  Life Science Day | 24. Oktober 2013 | FU Berlin. Parallel zur Vortragsveranstaltung unter dem Motto „2013 – Jahr der DNA“ findet eine Industrieausstellung statt. Info: www. lifesienceday.de.

DGKL

Erratum

Sonic Healthcare fördert Nachwuchs

IPSC-basierte Zellund Tox-Modelle

Vom kommenden Jahr an übernimmt das Labordiagnostikunternehmen Sonic Healthcare die Förderung des seit 1991 von der DGKL vergebenen Ivar-Trautschold-Nachwuchsförderpreises. Der ab sofort mit 7.500 Euro dotierte Preis, mit dem Wissenschaftler bis zum Alter von 26 Jahren für hervorragende Forschungsleistungen ausgezeichnet werden, wird dann jährlich im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung der DGKL-Jahrestagung vergeben. Ihre Arbeiten stellen die ausgezeichneten Nachwuchsforscher dagegen weiterhin im Rahmen des Staudinger Symposiums vor, das 2014 vom 25. bis 27. Mai in Kloster Banz stattfinden wird. Bewerbungen für den Preis können bis 31. Januar 2014 eingereicht werden.

In dem Beitrag „StemBANCC: iPSC-basierte Zellund Tox-Modelle“ ist es zu Fehlern gekommen, die die Autoren nicht zu verantworten haben. Sachlich korrekt etwa muss es heißen: „Dabei werden ausdifferenzierte adulte Zellen durch transiente Überexpression vier definierter Faktoren in einen pluripotenten „ES-Zellen äquivalenten“ Status reprogrammiert („targeted reprogramming“). Eine korrigierte Fassung des in LABORWELT 3/2013 (S. VII-IX) veröffentlichten Beitrages von Dr. Robert Zweigert, Medizinische Hochschule Hannover, und Martin Graf, F. Hoffmann La-Roche AG, Basel, kann unter www.transkript.de/fileadmin/dateien_trans kript/PDF/2013_07_tk-Spez_LB_ZellbasiertesScreening_01.pdf heruntergeladen werden. Die Redaktion bittet, den Fehler zu entschuldigen. LABORWELT

19.09.2013 16:23:37 Uhr


Sequencing-Workflow Biotechnica

Sequencing

Automation: Kein Engpass absehbar Das Interesse an Verfahren des Massive Parallel Sequencing (MPS) wächst derzeit in immer mehr Bereichen der Grundlagen- und angewandten Forschung. Das Anwendungsspektrum der Hochdurchsatztechnologie deckt – nur acht Jahre nach der Markteinführung des ersten Next-Generation-Sequenzers – bereits die gesamte Palette der Nukleinsäure-basierten -Omics-Analysen ab: Untersuchungen ganzer Genome, Transkriptome oder Methylome zahlreicher, großer wie kleiner, Organismen. Auch die Kapazität der Sequenzer steigt weiter. Dank der Möglichkeit, viele per Strichcode markierte Bibliotheken in einer Spur zu poolen, kann heute eine Vielzahl an Proben simultan sequenziert werden. Dabei ist es allerdings wichtig, den Sequenzerdurchsatz mit der Leistungsfähigkeit der vorgeschaltetenen Schritte abzustimmen, wie zum Beispiel die Qualitätsprüfung der Proben, die Vorbereitung der Sequenzbibliotheken sowie – nach deren Generierung – die Qualitäts- und Quantitäts-Überprüfung. Die GeneCore Facility am EMBL in Heidelberg bietet einer beträchtlichen und weiter wachsenden Gemeinde von Wissenschaftlern ihre Kompetenz im Massive Parallel Sequencing, um hochqualitative DNA- und RNA-Sequenzdaten für Forschungsprojekte zu erzeugen. Dabei

wächst die Zahl der Proben aus verschiedenen Quellen, aus denen Sequenzbibliotheken für unterschiedliche MPS-Anwendungen generiert werden, stetig. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, war eine umfassende Automation erforderlich. Die automatische Library-Herstellung erfolgt aktuell mit einem Liquid-handling-Roboter, der 96 Bibliotheken in einem Lauf erstellt.

Walk-away Automation Um den Ablauf weiter zu optimieren, fehlte bislang Ausrüstung, die einen vergleichbaren Durchsatz sowie eine klare Visualisierung in vorangehenden und nachfolgenden Arbeitsschritten gewährleistet. Diese umfassen etwa die Prüfung der Verteilung der DNA-Fragmente nach Fragmentierung der Probe oder die qualitative und quantitive Überprüfung der erstellten Sequenzbibliotheken vor deren Laden in den Sequenzer. Nach Tests verschiedener Systeme am Markt fiel die Entscheidung auf den 12-capillary Fragment Analyzer™ von Advanced Analytical Technologies Inc. (AATI). Aus unserer Erfahrung mit der Kapillarsequenzierung wussten wir, dass die Kapillarelektropho-

rese ein robustes und bereits in zahlreichen Anwendungen erprobtes Trennverfahren ist. Tatsächlich erwies sich der Fragment Analyzer™ im Praxistest als einfach handhabbar. Zudem sind die Instandhaltungskosten des Gerätes sowie die Kosten pro Probe bei zugleich hoher Datenqualität gering. Das Gerät ermöglicht damit eine vollautomatisierte, einfache und wirtschaftliche Analyse von DNA- und RNAProben, die für das Next-Generation Sequencing bestimmt sind. Derzeit nimmt GeneCore unter Leitung von Peer Bork an einer großen Studie teil, in der die Zusammensetzung des humanen gastrointestinalen Mikrobioms untersucht wird. Im Gegensatz zum mehr oder weniger konstanten Humangenom zeigt das Mikrobiom eine große Veränderlichkeit. Wissenschaftlich wird diskutiert, ob seine Zusammensetzung oder ob Imbalancen zur Vorhersage von Gesundheit und Krankheit genutzt werden können. Bei der Analyse von Tausenden DNA-Proben spielt auch das neue System eine große Rolle für den Arbeitsablauf von der Probe bis zur Sequenz. Mehr als tausend Proben sind derzeit bereits erfolgreich mit ihm verarbeitet worden.

Autoren

Rajna Hercog, Jelena Pistolic, Paul Collier und Dinko Pavlinic, AG Dr. Vladimir Benes, European Molecular Biology Laboratory, Heidelberg

Die Kölner Life Science – Standorte

Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH

Zwei 1. Adressen für aufstrebende Biotech-Unternehmen Die leistungsstarken Partner bieten attraktive Büro- und Laborflächen, umfangreichen Service, aktive Netzwerke und vieles mehr ...

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Service Produktwelt AHF analysentechnik

PFA-Laborartikel für die Bioanalytik Die AHF analysentechnik AG bietet eine Vielzahl gängiger Laborartikel aus PFA für die Spurenanalytik in der Biotechnologie. PFA (Perfluoralkoxy) ist ein perfluoriertes Polymer ähnlich dem bekannteren Polytetrafluorethylen (PTFE) mit den gleichen inerten Eigenschaften. PFA wird als hochreines Polymer hergestellt und enthält weder Katalysatorreste noch Weichmacher und Stabilisatoren. Aufgrund seiner Verarbeitung als Thermoplast hat PFA eine besondere Oberflächenstruktur mit geringsten Rautiefen und somit eine ultraglatte Oberfläche. Störende chemisch-physikalische Wechselwirkungen wie Adsorptionen und Desorptionen an der Gefäßwand werden dadurch reduziert. Die hydrophoben Eigenschaften machen den Werkstoff antihaftend und antiadhäsiv. PFA ist auch ein „Low-Binding“-Fluorpolymer, das die Probenintegrität bewahrt. Gefäße aus PFA eignen sich hervorragend für hochempfindliche Applikationen in der

Promega

Neuer ADCC-Reporter-BioAssay Klassische ADCC-Assays (zur Messung antikörperabhängiger zellvermittelter Zytotoxizität) sind bekannt für ihre langwierige Vorbereitung und große Assay-Ungenauigkeiten. Dagegen liefert der einfach anzuwendende ADCC-Reporter-BioAssay von Promega sehr genaue Ergebnisse über die biologische Aktivität von Antikörpern unter Einhaltung des ADCC-Wirkungsmechanismus (MOA). Er stellt damit eine geeignete Alternative zu den klassischen, PBMC-basierten ADCCAssays dar. Der ADCC-BioAssay nutzt modifizierte Jurkat-Zellen, die sowohl den FcγRIIIa(V158)Rezeptor, den nukleären Transkriptionsfaktor von aktivierten T-Zellen (NFAT) als auch einen Firefly-Luciferase-Repor ter unter Kontrolle des NFAT-Response-Elements exprimieren. Nachdem ein monoklonaler Antikörper mit seiner Fab-Region auf den Zielzellen und an die Fc-Region der Effektorzellen gebunden hat, führt diese Quervernetzung der Zellen zu einer Aktivierung des NFAT-Signalweges und nach Zugabe des Bio-Glo™-Luciferase-Reagenzes zu einem messbaren Lumineszenzsignal. Der ADCC-Reporter-BioAssay kann problemlos innerhalb eines Tages durchgeführt

ADCC Wirkungsmechanismus Mechanism of Action (MOA) ADCC-B������� E�������������

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werden. Die gefrorenen, gebrauchsfertigen Zellen und das optimierte Protokoll bieten einen BioAssay mit geringen Schwankungen und hoher Reproduzierbarkeit. Der ADCC-BioAssay ist einfach anzuwenden, liefert präzise Messergebnisse und ist mit 384-Well-Formaten kompatibel. Er eignet sich für den Einsatz in frühen Phasen der biologischen Wirkstof f forschung sowie zur Chargenfreigabe in der Qualitätssicherung. Promega GmbH Dr. Michaela Mack Tel.: +49-(0)-621-8501-164 Fax: +49-(0)-621-8501-222 michaela.mack@promega.com www.promega.com

LTF Labortechnik

Schnell und flexibel pipettieren lassen Bioanalytik sowie zum längeren Aufbewahren von biologischen Proben, insbesondere auch zum Einfrieren und Wiederauftauen. Die thermische Stabilität bis 260°C erlaubt einfaches Reinigen durch Sterilisieren oder Autoklavieren. Die Kunden von AHF werden durch ein Team mit langjähriger Erfahrung qualifiziert und lösungsorientiert beraten. Eine große Auswahl der Produktpalette ist auf der Firmenwebsite zu finden. Gerne können auch einzelne Probenröhrchen zum Beispiel für die Verwendung in Autosamplern getestet werden. AHF analysentechnik AG Larissa Ekler Kohlplattenweg 18, 72074 Tübingen Tel.: +49-(0)-7071-970-901-0 Fax: +49-(0)-7071-970-901-99 info@ahf.de www.ahf.de

Der Pipettierroboter PIRO® von LTF Labortechnik kombiniert einfachste Bedienbarkeit mit maximaler Pipettier-Performance – egal, ob es sich um einen einfachen Probentransfer oder ein komplexes Pipettierprotokoll handelt. Jeder Anwender kommt in wenigen Minuten zum Erfolg.

Der PIRO® Pipet tier-Roboter bietet mit höchster Präzision den optimalen Weg zur Standardisierung von Experimenten. Auf kleinstem Raum bietet der PIRO® individuelle Nutzungsmöglichkeiten durch unter-

schiedlichste Platten- bzw. Gefäßformate. Sie machen den PIRO® zu einem universellen Helfer in jedem Labor. Austauschbare Pipettierköpfe (Volumenbereich von 0,5 bis 1.000µl), Level sensing und das intelligente Pipettiertracking machen den PIRO® hochflexibel, präzise und sicher. Der PIRO®-Pipettier-Roboter vereint in sich Leistungsmerkmale großer Robotiksysteme und den Bedienkomfort eines Smartphones. Auf der Biotechnica 2013 befindet sich die LTF Labortechnik GmbH am Stand E81 in Halle 9. Um den PIRO® kennenzulernen, können kostenfreie und unverbindliche Demo-Termine vereinbart werden. LTF Labortechnik GmbH & Co. KG Dr. Rudolf Walser Hattnauer Str. 18 88142 Wasserburg Tel.: +49-(0)-8382-9852-0 Fax: +49-(0)-8382-9852-32 info@labortechnik.com www.labortechnik.com

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3rd Munich Biomarker Conference November 26th – 27th, 2013 | Hilton Munich Park Hotel Tuesday, Nov 26th

Wednesday, Nov 27th

KEYNOTE

KEYNOTE

Combatting Complexity: The State of Global Personalized Medicine • Kristin Pothier, Health Advances, Boston, MA TECHNOLOGY HIGHLIGHT

Combination of Mass Spectrometry and Proteomics

Precision Medicine for Cancer Management • Rafael Rosell, University Hospital Barcelona SESSION: CLINICAL UTILIZATION OF BIOMARKERS

Oncology

• Yufeng Li, University of Alabama at Birmingham, AL • Moritz J. Schneider, University Hospital Munich

• Matthias Mann, Max Planck Institute for Biochemistry, Munich

Cardiovascular Diseases

SESSION: BIOMARKER IDENTIFICATION

• Andreas Mock, University Hospital Heidelberg • Christa Nöhammer, Austrian Institute of Technology, Vienna

• Manuel Mayr, Kings College London • Andreas Jeromin, Atlantic Biomarkers, Gainesville, FL • Bernhard Kaess, Framingham Heart Study, Boston, MA and Deutsches Herzzentrum München

Metabolic Biomarkers

KEYNOTE

Protein Arrays

• Jonathan Beauchamp, Fraunhofer IVV, Freising • Hans Dieplinger, University of Göttingen and Innsbruck Medical University

Real-life Problems of Personalized Healthcare in Hospitals

Spotlight on Biosamples

SESSION: IMPLEMENTATION OF PERSONALIZED MEDICINE

• Katharina Malinowsky, Technische Universität München • Uwe Oelmüller, QIAGEN, Hilden PANEL DISCUSSION

• Patrice Degoulet, University Rene Descartes, Paris • Soeren Schumacher, Fraunhofer Institute for Biomedical Engineering IBMT, Potsdam • tba

Creating Value by Biomarkers KEYNOTE

Biomarker Assessment for Translational Safety and Efficacy • Thomas Singer, F. Hoffmann-La Roche, Basel DINNER AND NETWORKING

COMPLEMENTED BY: POSTER SESSION EXHIBITION PARTNERING

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Service Produktwelt ANiMOX

ProteinSimple

Proteinhydrolyse

Kein Gel, kein Blot: Automatische Westerns!

Das mittelständische, technologieorientierte Unternehmen ANiMOX entwickelt und vermarktet neue Verfahren zur Bearbeitung von organischen Roh- und Reststoffen. Das Ziel: Diese Ressourcen sollen einer stofflichen Nutzung zugeführt werden. Um aus proteinhaltigen tierischen und pflanzlichen Materialien wasserlösliche Peptide und Aminosäuren gewinnen zu können, wurde ein völlig neuartiges hydrothermales Verfahren entwickelt. Die mit dem ANiMOX-Verfahren unter dem geschützten Namen ANiPeptTM produzierten Proteinhydrolysate definierter Molekülgrößen sind wasserlösliche Peptid-Aminosäure-Gemische mit einer Vielzahl reaktiver Gruppen. Der Werkstoff mit seinen vielfältigen funktionellen Eigenschaften ist als Basisprodukt oder Komponente zum Beispiel in Klebstoffen, für Tenside, Schäume, Polymere, Coatings, Folien und Verpackungsmaterialien erprobt und wird auch bei der Kultivierung von Mikroorganismen eingesetzt. Er eignet sich für viele weitere Anwendungsgebiete in Chemie und Biotechnologie und ist gegenüber markteingeführten Vergleichsprodukten überaus preisgünstig.

ProteinSimple, Santa Clara (USA), hat mit der „Simple Western“-Systemfamilie den seit über 30 Jahren in zahllosen molekularbiologischen Laboren angewendeten manuellen Western komplett automatisiert. Von der elektrophoretischen Auftrennung und Immobilisierung der Proteine über die Immundetektion bis hin zur Auswertung der Chemolumineszenz-Signale durch die Compass Software findet der gesamte Ablauf

Auf der Grundlage langjähriger Erfahrungen bei der Bearbeitung der genannten Materialien werden im Technikum von ANiMOX für Eigenentwicklungen und im Kundenauftrag Peptid-Aminosäure-Gemische unterschiedlicher Molekulargewichte und Eigenschaften im Kilo-Maßstab (Muster) hergestellt. Spezifische Verfahrensbedingungen für mehr als 100 verschiedene Ausgangsmaterialien wurden bereits gefunden. Dabei werden für die unmittelbar verarbeiteten Rohstoffe der Kunden gegebenenfalls auch spezifische Hydrolyseprozesse entwickelt. Zum Angebot von ANiMOX gehört, die Stoffströme zu analysieren und zu bilanzieren sowie zu jedem Muster Analysenzertifikat und Stoffstrombilanzen zu liefern. Zusammen mit Kooperationspartnern ist ANiMOX in der Lage, kurzfristig größere Tonnagen ANiPeptTM als Konzentrat oder Trockenpulver zu liefern. Informationen dazu auf der Biotechnica, Stand D55. ANiMOX GmbH Max-Planck-Str. 3, 12489 Berlin Tel.: +49-(0)-30-6392-1040 info@animox.de www.animox.de XXVIII | 14. Jahrgang | Nr. 4/2013

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automatisch und ohne manuelle Interaktion statt. Die sonst bei händischer Durchführung von Western Blots häufig auftretenden Probleme mit der Reproduzierbarkeit und Quantifizierbarkeit der Daten werden hierdurch vollständig eliminiert. In winzigen Glaskapillaren von 400nl Volumen können, je nach System, 12 bis 96 Proben vollautomatisch, auch unbeaufsichtigt und über Nacht, abgearbeitet werden. Simple Western-Systeme erlauben praktisch

jeden Probentyp, vom vorgereinigten Protein bis hin zum komplexen klinischen Lysat; die kleinen Volumina im Submikroliter-Bereich sparen kostbares Probenmaterial und Antikörper. Die Proben können dabei nach Größe („klassischer“ Western) oder nach Ladung (IEF-Western) aufgetrennt werden. Dies erlaubt zum Beispiel die Beantwortung von Fragen zur Identität und Größe von Proteinen bis hin zur Quantifizierung von komplexen posttranslationalen Modifikationen wie Phosphorylierungen. Zum Start des Laufes wird lediglich eine Mikrotiterplatte mit den Proben und den für den Lauf benötigten Reagenzien in das Simple Western-System plaziert; nach Abschluss des Laufes erscheinen die Ergebnisse dann quantifiziert und ausgewertet auf dem Bildschirm. Die Einsparung von vielen Stunden an Arbeitszeit, die hohe Reproduzierbarkeit der Ergebnisse und die präzise Quantifizierbarkeit der Daten machen Simple Western-Systeme zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel für die Antikörper-basierte Proteinanalytik. ProteinSimple Inc. 3040 Oakmead Village Drive Santa Clara, 95051 CA, USA Dr. Markus Goddemeier Tel.: +49-(0)-761-477-07-63 markus.goddemeier@proteinsimple.com www.proteinsimple.com

PeproTech

Serumfreies Stammzellmedium PeproGrow-ESC ermöglicht die Erhaltung und Expansion von humanen embryonalen (hESC) und induziert pluripotenten Stammzellen (iPSC) ohne die Notwendigkeit der Verwendung von „Feeder Cells“. Es enthält weder Serum noch Phenolrot und ist von chemisch definierter Zusammensetzung. Stammzellen die in PeproGrow-ESC kultiviert werden, bleiben in ihrem undifferenzierten, pluripotenten Zustand (SSEA4+/Oct4+) und zeigen im FACS weniger als 15% spontane Differenzierung. Die firmeneigene, in Zusammenarbeit mit dem „Stem Cell Training Course“ der Rutgers University (New Jersey, USA) konzipierte und entwickelte Zusammensetzung des Mediums beinhaltet relevante Wachstumsfaktoren wie beispielsweise FGF2 (FGF-basic). Dem Medium wurde aber kein Insulin zugesetzt, das viele andere derzeit am Markt verfügbare Medien enthalten. Dieses kostengünstige Stammzellmedium besteht aus einer 100ml oder 500ml-Flasche Basismedium, sowie

einer separaten, lyophilisierten Wachstumsfaktorkomponente.

PeproTech GmbH Oberaltenallee 8 22081 Hamburg Tel.: +49-(0)-40-734-357-770 Fax: +49-(0)-40-734-357-779 info@peprotech.de www.peprotech.com LABORWELT

18.09.2013 18:55:22 Uhr


Dunn Labortechnik

3D-Kollagengerüst für die Zellkultur RAFT™ (Real Architecture For 3D Tissue) von der britischen Firma TAP Biosystems wird seit kurzem von Dunn Labortechnik exklusiv in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeboten und dient der Produktion von Kollagengerüsten, in denen die Zellen direkt in eine extrazelluläre Matrix integriert werden. Das Verfahren ist schnell und einfach: Zellsuspensionen werden mit Kollagen und anderen Reagenzien gemischt, in Platten pipettiert und für kurze Zeit ruhen gelassen, damit sich ein Kollagen-Hydrogel bildet. Die speziell gestaltete RAFT-Platte mit ihren biokompatiblen Absorbern wird auf das Gel gesetzt – und die Flüssigkeit wird resorbiert. Als Endprodukt entsteht in weniger als einer Stunde ein 3D-Gerüst mit Zellen für den sofortigen Einsatz. 3D-Zellkulturen sind für verschiedene Analysen und Bereiche bedeutend, so unter anderem für Zellproliferation und Zellmorphologie, Zell-Zell- und Zell-Matrix-Interaktionsstudien, Zellinvasion und Zellmigration sowie Medikamentenstudien. Dunn Labortechnik GmbH Thelenberg 6, 53567 Asbach Tel.: +49-(0)-2683-43094 info@dunnlab.de | www.dunnlab.de

Advanced Analytical Technologies

Flexibel mit Fluoreszenz Der Fragment Analyzer™ ist ein paralleles Kapillarelektrophoresegerät auf Basis der Fluoreszenzdetektion zur Konzentrations- und Größenbestimmung von Nukleinsäuren (DNA und RNA). Unter Verwendung eines sensitiven interkalierenden Farbstoffes in Kombination mit einer leistungsstarken LED-Lichtquelle benötigt der Fragment Analyzer™ keine fluoreszenzgelabelten Primer und kann sowohl für die Trennung von dsDNA-Fragmenten als auch RNA verwendet werden. Das System ist das derzeit flexibelste auf dem Markt. Es bietet einen sehr breiten dynamischen Detektionsbereich, eine ausgezeichnete Sensitivität, hohe Auflösung über den breitesten Größenbereich (10bp bis 40.000bp) und den höchsten verfügbaren Durchsatz. Zur Zeit stehen Reagenzienkits zur Qualifizierung und Quantifizierung von (1) NGS Fragmenten, (2) RNA und (3) genomischer DNA, sowie für (4) Mutationsdetektionen (Tilling, eine Reverse-Genetics Technik) zur Verfügung. Advanced Analytical Technologies GmbH | Lutz Büchner Im Neuenheimer Feld 583, 69120 Heidelberg Tel.: +49-(0)-6221-868058-20 lbuechner@aati-de.com | www.aati-de.com LABORWELT

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18.09.2013 18:55:35 Uhr


Service Produktwelt /Ausblick Vorschau Heft 1/2014

BIOTECON Diagnostics GmbH

Automationslösung für Lebensmittelindustrie & Klinik Die Automatisierung von Arbeitsabläufen spielt heute im Bereich der Lebensmittelproduktion und Klinik zunehmend eine Rolle, und immer schnellere und effizientere Analyse-Systeme und deren Standardisierung sind gefragt. Auch die hohe Reproduzierbarkeit von Testergebnissen und die nachvollziehbare Dokumentation der Analysen sprechen für den zunehmenden Einsatz von Liquid HandlingSystemen im Labor. Die BIOTECON Diagnostics GmbH entwickelt und vermarktet innovative Lösungen zur Automatisierung von Laborprozessen. Der foodproof RoboPrep HT aus der foodproof RoboPrep-Serie ist der erste Liquid Handling-Roboter, der vollautomatisierte Aufarbeitung von Lebensmittelproben und anschließendes PCR-Setup in einem Gerät vereint. Diese „Walk-Away“Automation minimiert manuelle Arbeitsschritte. Personalkosten werden gesenkt und menschliche Fehler vermieden. Die Steuerung und Kontrolle automatisierter Arbeitsabläufe durch innovative Softwarelösungen gestattet den automatisierten Ablauf von Routineprozessen im Labor und somit die Erhöhung des Probendurchsatzes mit gesteigerter Präzision. Auch im klinischen Bereich werden die innovativen Software-Entwicklungen von BIOTECON Diagnostics angewendet, um unterschiedlichste Pipettieraufgaben flexibel und schnell zu erledigen. Durch die microproof Software Suite können alle wichtigen Bereiche des Liquid Handling-

Workflows abgedeckt und vereinfacht werden. So können komplexe Pipettiersequenzen mit dem microproof PCR-Setup Wizard auf ein Minimum an Einzelschritten reduziert werden. Das microproof Nucleic Acid Normalization Tool erlaubt die vollautomatische Normalisierung der Konzentration von Nukleinsäuren, um für den optimalen Ablauf einer PCR die richtige DNA-Konzentration automatisch zu erstellen. Durch das microproof Lirix User Cockpit erhält der Benutzer ein optimiertes User Interface, welches auf die wichtigen Kontrollelemente reduziert ist. Die Steuerung des Roboters kann somit auch über einen Tablet-PC erfolgen und erlaubt größtmögliche Unabhängigkeit. Ein besonderer Fokus der Software Suite liegt auf dem microproof Diagnostic Interpreter, der Rohdaten von real-time PCR-Cyclern automatisch auswertet. Mit dieser Dateninterpretationshilfe können Anwender im Bereich der klinischen Diagnostik sowie in der Lebensmittelindustrie unkompliziert und schnell eindeutige Ergebnisse erheben und dokumentieren. BIOTECON Diagnostics GmbH Pamela David, Produktmanager Hermannswerder 17, 14473 Potsdam Tel.: +49-(0)-331-2300-254 roboprep@bc-diagnostics.com www.bc-diagnostics.com

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Automation in so verschiedenen Gebieten wie Zellkultur, Genom- und Proteomanalysen, Diagnostik, Mikrobiologie und Lebensmittelanalytik stehen im Fokus der nächsten LABORWELT-Ausgabe 1/2014. Inhaltlich spannt sie einen Bogen von digitalen Mikroskopen für den Read-out von zellbasierten Assays im High Content-Screening bis hin zu Liquidhandling-Lösungen für das Screening in Mikrotiterplatten. Automationsplattformen für die Bioprozessentwicklung und 3D-Kultur, Probenvorbereitung und Analytik im Next-Generation Sequencing, die massenspektrometrische Proteinanalytik und diagnostische Nachweise von Pathogenen sind nur einige der geplanten Themen (Redaktionskontakt: t.gabrielczyk@biocom.de).

Werbekunden bietet diese Ausgabe eine opti­male Plattform für ihre Produkt-und Image­anzeigen. Reservieren Sie Ihren Werbeplatz im Spezial Automation bis 17. Januar 2014. Informationen geben Oliver Schnell (Tel.: +49-30-264921-45, E-Mail: o.schnell@ biocom.de) und Christian Böhm (Tel.: +49-30264921-49, c.boehm@biocom.de).

3D-Blick in die Netzhaut

XXX | 14. Jahrgang | Nr. 4/2013

Automation

Termine

Aus der laborwelt.de-Galerie

Impressum © MPI für medizinische Forschung / Isensee & Kuhl

Mit Hilfe der Fleißarbeit von 200 Studenten haben Max-Planck-Forscher knapp eine halbe Million Verbindungen zwischen den Nervenzellen einer Netzhaut kartiert. Das menschliche Gehirn besitzt rund 100 Milliarden Nervenzellen, und jede ist über tausende Kontakte mit anderen Zellen verbunden. Um den Aufbau des Hirns genauer zu studieren, untersuchten die Heidelberger und Martinsrieder Forscher elektronenmikroskopische Bilder einer Netzhaut. Dabei verfolgten sie einzelne Nervenverbindungen über lange Strecken. „Wir brauchten ungefähr einen Monat um die Daten zu gewinnen und vier Jahre um sie zu analysieren“, so der Erstautor der in Nature erschienenen Studie, Moritz Helmstaedter (doi: 10.1038/nature12346).

Themen

LABORWELT (ISSN 1611-0854) erscheint vierteljährlich im Verlag der BIOCOM AG Lützowstraße 33–36 10785 Berlin, Germany Tel./Fax: 030/264921-0 / 030/264921-11 laborwelt@biocom.de www.biocom.de Redaktion Dipl.-Biol. Thomas Gabrielczyk Tel.: 030/264921-50 Namentlich gekennzeichnete Beiträge stehen in der inhaltlichen Verantwortung der Autoren. Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne schriftliche Genehmigung des BIOCOM Verlages nicht reproduziert oder verbreitet werden.

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