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Puschtra Magazin 04-26 - Artenvielfaltshöfe

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ARTENVIELFALTSHÖFE

Vielfalt bewahren

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Tanja Leitner

Liebe Leserin, lieber Leser,

laut dem Landesinstitut für Statistik (ASTAT) fühlt sich ein großer Anteil der Südtiroler und Südtirolerinnen sehr wohl und glücklich. Eine Datenerhebung zum physischen und psychischen Wohlbefinden zeigt auf, dass sich 81 Prozent der erwachsenen Bevölkerung gut oder sehr gut fühlen und 74 Prozent glücklich sind. 85 Prozent sind körperlich aktiv und 57 Prozent weisen ein Normalgewicht auf. 42 Prozent der Südtiroler Bevölkerung treibt regelmäßig Sport. Auch das Land Südtirol setzt auf eine gesunde Bevölkerung und hat dazu vor kurzem die Kampagne: „fit-Beweg dich gesund“ vorgestellt. Diese Kampagne soll die Menschen in Südtirol zu mehr Bewegung und einen gesünderen Lebensstil motivieren. Um möglichst Viele zu erreichen werden Plakate, Inserate, Online-Inhalte sowie Videos in öffentlichen Verkehrsmitteln eingesetzt, die einfache und alltagstaugliche Bewegungen für alle zeigen. Fachleute aus dem Gesundheitsbereich bestätigten bei der Vorstellung, dass sich Bewegung positiv auf alle Bereiche der Gesundheit auswirkt und ein zentraler Faktor für ein aktives Altern ist.

Viel Spaß beim Mitmachen!

Herzlich

Ihre Tanja Leitner redaktion@puschtra.it

GESELLSCHAFT

&

Emotionen und Begeisterung

IMPRESSUM

PUSCHTRA - Ahraue 12B, 39021 Bruneck | Tel. 0474 830 360 | info@puschtra.it | www.puschtra.it

Eigentümer und Herausgeber: Bezirksmedien GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Nr. 12/08; Eintragung im ROC Nr. 3226/1994 Geschäftsleitung: Elke Ziernhöld; Bezirkskoordination: Johannes Rauter Werbung: Deborah Wolfsgruber, Heidi Ferrari Verwantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Josef Laner Redaktion: Dr. Tanja Leitner (TL), redaktion@puschtra.it; Mitarbeiter:innen Redaktion: Dr. Susanne Huber (SH), Ingrid Beikircher (IB), Rainer Feichter (RF), Martin Tinkhauser (TM) Druck: Athesia Druck GmbH - Bozen Titelbild: C.R. Vogl

Quellen: Maria Francesca Hofer
Sabine Schrott Prenn sieht nach den Jungpflanzen in ihrem Gewächshaus.

Vielfalt bewahren

In Südtirol gibt es sechs Artenvielfaltshöfe. Sabine Schrott Prenn und ihr Mann Franz bewirtschaften einen dieser Artenvielfaltshöfe in Uttenheim. Sie haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, altes Südtiroler Kulturgut am Leben zu erhalten.

Frau Schrott Prenn, Sie bewirtschaften gemeinsam mit ihrem Mann Franz den Felderhof, einen Artenvielfaltshof. Was zeichnet einen Artenvielfaltshof aus?

Sabine Schrott Prenn: Auf einem Artenvielfaltshof werden verschiedene lokale Sorten von Gemüse und Getreide angebaut, erhalten und weiterentwickelt. Zudem wird nicht nur das Saatgut und das geerntete Gemüse an Kunden und Kundinnen weitergegeben, sondern durch Vorträge und Veranstaltungen auch das Wissen rund um die Pflanzen. So werden unsere lokalen Sorten am Leben erhalten und landen auf unseren Tellern. Unser großes Vorbild auf diesem Weg sind die

Archehöfe, die dieses Konzept bereits für alte Tierrassen umgesetzt haben.

Diese Artenvielfaltshöfe haben sich im Verein „Arche Südtirol E.O.“ zusammengeschlossen, dessen Obfrau Sie sind. Welches Ziel verfolgt der Verein?

Das Ziel ist es Südtiroler Kulturpflanzenvielfalt aufzuzeigen, diese durch Weitergabe von Wissen und Produkten verfügbar zu machen und sie damit zurück auf unsere Äcker, in unsere Gärten und auch auf unsere Teller zu bringen. Kulturpflanzenvielfalt ist ein wichtiger Teil unserer Lebensqualität und Essenskultur sowie ein wichtiger Beitrag für unser Ökosystem. In

den letzten Jahrzehnten sind leider sehr viele lokale Sorten verschwunden bzw. kurz davor in Vergessenheit zu geraten. Bis Ende des 19. Jahrhunderts lag die Vermehrung von Saatgut in den Händen der Bäuerinnen und Bauern, die das Saatgut angebaut und getauscht, sowie ihr Wissen von Generation zu Generation weitergegeben haben. So war es möglich, über Jahrhunderte, eine Vielfalt an Kulturpflanzen zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Wie viele Artenvielfaltshöfe gibt es in Südtirol?

Zurzeit sind es sechs Artenvielfaltshöfe in Südtirol: Barbara Dejori Haas betreibt ih-

Ausgereiftes Saatgut (links) und genussreife Erbsenhülsen (rechts).

Der Felderhof liegt am Südhang oberhalb des Ortskerns von Uttenheim und ist seit 2002 biozertifiziert.
B. Vogl Lukasser

Die 400 Gemüse-, Getreide- und Kartoffelarten haben auf dem Felderhof in Uttenheim ausreichend Platz zum Wachsen und Gedeihen.

ren Hof in Eggenbach im Eggental, Annemarie Kofler Gall den Kronlechnerhof in Welschnofen, Christine Schrott Lageder den Oberpalwitterhof in Barbian, Weiss

Theodor den Roatnockerhof, in Unsere Liebe Frau im Walde und Martha Lochmann den Bildheimhof in Völlan. Wir sind zwar ein sehr junger Verein und noch in den Startlöchern, wachsen aber stetig, da sich die Gesellschaft jetzt bewusster mit regionalen Produkten und ihrer Herkunft auseinandersetzt als noch vor Jahren.

Sie bauen auf dem Felderhof über 400 Gemüse-, Getreide- und Kartoffelarten in Bioland-Qualität an, viele davon sind alte Sorten. Wie kam es dazu?

Ich war an der Fachschule Laimburg in der Erwachsenenbildung tätig, wo Themen des bäuerlichen Hausgartens, der

Hier werden kleine Pflänzchen der samenfeste Sorte der weißen Melisse großgezogen.

Südtiroler Kulturpflanzenvielfalt und der Gartenführung behandelt wurden. Dabei habe ich eine tolle Gruppe von Frauen kennengelernt und bin immer tiefer in die Materie Anbau alter Sorten abgetaucht. Als ich meinen Mann Franz kennenlernte, bin ich auf den Felderhof gekommen und wurde Bäuerin. Anfangs unterrichtete ich noch an der Fachschule Dietenheim, aber nach der Geburt unseres Sohnes haben wir begonnen ein bisschen Gemüse anzubauen. Wir haben uns organisiert und weitergedacht und die Möglichkeit bekommen am Brunecker Bauernmarkt mitzumachen. Wir haben ganz klein begonnen und unsere Ernte am Bauernmarkt in Bruneck verkauft. Mittlerweile sind es an die 400 verschiedene Sorten Gemüse, Getreide und Kartoffeln, die wir gemeinsam anbauen. Es sind vor allem samenfeste Sorten, darunter

Sabine Schrott Prenn ist fasziniert vom Mohn: „…wegen seiner Schönheit und seinem Geschmack.“

einige Südtiroler Lokalsorten, die ich von Jahr zu Jahr auch vermehre. Ich muss zugeben, dass diese Beschäftigung mich nicht nur fasziniert, sondern fester Bestandteil meines Lebens ist

Was macht eine alte Sorte aus? Alte Sorten wurden über lange Zeiträume lokal angebaut und tragen damit ein kulturelles Erbe in sich. Diese Sorten verfügen über eine große genetische Vielfalt, die es ihnen ermöglicht, besonders anpassungs- und entwicklungsfähig zu sein. Dazu sind sie samenfest und lassen sich im eigenen Garten weitervermehren. Geschmacklich bieten solche alten Sorten meist Überraschungen, auch in Form- und Farbenvielfalt variieren sie von Ernte zu Ernte. Was wir als Verein auf unseren Artenvielfaltshöfen machen nennt man On-

Viele erkennen dieses Gemüse nicht: Die Gadertaler Kohlrübe.

Quelle: R. Schmidt
Quelle: Hans Peter Sieder
Quelle: Hans Peter Sieder

Farm Erhaltung, also die Erhaltung durch Nutzung alter Sorten. Das Gegenstück dazu ist eine Genbank, wo die Sorten ausschließlich gelagert werden. Alte Sorten sind selten, weil sie den Anforderungen der intensiven Agrarproduktion (hoher Ertrag und Transportfähigkeit) nicht entsprechen. Deshalb sind diese Sorten gefährdet, für immer verloren zu gehen!

Welche alten Gemüsesorten sind für das Pustertal typisch?

Typische Gemüsesorten sind zum Beispiel Krautrüben, Kohlrüben (Pusterer Peim), Mais, Bohnen, Erbsen, verschiedene Getreidesorten, Lein, Ackerbohnen und Brotklee, um nur einige zu nennen.

Welche alten Sorten mögen Sie besonders? Das ist nicht leicht zu beantworten, denn alle Sorten haben ihre Besonderheit, was sicher auch der Grund ist, warum es sie noch gibt. Einige kann ich dennoch aufzählen! Mich fasziniert Mohn, wegen seiner vollen Schönheit und seinem Geschmack, die Kohlrübe wegen ihrer Vielseitigkeit, Erbsen aufgrund ihrer filigranen Art und ihrem versteckten Potential und natürlich Brotklee, das dem Bauernbreatl erst die richtige Würze verleiht.

Warum sind alte Sorten so rar geworden? Ein Grund dafür ist, dass das Saatgut nicht mehr selbst vermehrt wurde und so die Verfügbarkeit nicht mehr gegeben war. Ein weiterer Grund ist, dass gewisse alte Sorten etwas heikel zu handhaben sind, wie etwa die Südtiroler Ackerbohne beim Anbau. Diese alte Sorte muss im Februar, spätestens bis Anfang April gesät werden, ansonsten gibt es kaum oder nur eine schlechte Ernte. Ich muss also bei alten Sorten über ein bestimmtes Wissen

verfügen, das früher von Generation zu Generation weitergegeben wurde, heute aber nicht mehr für alle zugänglich ist.

Wo können Menschen, die wieder vermehrt alte Sorten anbauen möchten, das alte Saatgut beziehen?

Wenn man etwas bewegen will, zählt der Wille! Beim Anbau alter Sorten ist es nicht anders. Jeder von uns kann in seinem Garten oder auch nur in einem Hochbeet Gemüse ziehen. Das Saatgut ist zum Beispiel beim Saatgutfest erhältlich, das unser Verein ‘Arche Südtirol E.O.‘ in Zusammenarbeit mit der Südtiroler Bäuerinnenorganisation und dem Tourismusverein Lana vor kurzem in Lana organisiert haben. Dazu tauschen wir auch gern untereinander unser Saatgut aus. Ein großer Wunsch wäre eine digitale Saatgutbörse einzurichten. Diese Idee wäre essenziell, um Vermehrer:innen und Anbauer:innen zu vernetzen, scheitert aber nach wie vor an der Finanzierung. Am 3. Mai organisieren wir einen Pflanzenmarkt in Klausen, wo auch Pflanzen weitergegeben werden können.

„Arche Südtirol E.O.“ war beim grenzüberschreitenden Interreg-Italien-Österreich-Projekt Pustertaler Kulturartenvielfalt (PuKuVi) mit dabei. Worum ging es bei diesem Projekt? Das grenzüberschreitende Interreg-Italien-Österreich-Projekt PuKuVi hat 20212022 stattgefunden und wurde gemeinsam mit der EURAC und der Gemeinde Assling realisiert¸ auf österreichischer Seite wurde das Projekt seitens der Universität für Bodenkultur (Wien) umgesetzt. Das gemeinsame Anliegen war, alte, seltene und gefährdete Gemüsesorten aus dem Pustertal voranzubringen. Das Spannende daran war vor allem grenz-

übergreifend zusammenzuarbeiten und festzustellen, dass diesem Thema keine Grenzen gesetzt werden können. Im Rahmen des Projektes wurden viele Veranstaltungen, Gartenbegehungen und Lehrfahrten organisiert.

Der Klimawandel stellt Bäuerinnen und Bauern vor zahlreiche Herausforderungen. Welche Beobachtungen haben Sie dazu beim Anbau auf Ihrem Hof gemacht?

Saatgutvermehrung und Anbau von lokalen Sorten sichern deren genetische Eigenschaften. Die samenfesten Sorten können sich bestens an das jeweilige Gelände, Niederschlag, Bodenqualität und Temperatur anpassen. Ändert sich das Klima, ändern sich die Pflanzen mit dem Klima! Pflanzen aus hybridem Saatgut können das nicht leisten. Hybridsorten sind darauf trainiert ertragsstark und gut transportierbar zu sein. Ein Beispiel aus meinem Garten: Tomaten möchte ich früh ernten, damit ich sie über den ganzen Sommer genießen kann. Deshalb verwende ich jeweils für die nächste Anzucht immer die Samen jener Tomaten, die am frühesten reif waren. So wird der Erntezeitraum jedes Jahr etwas verlängert. Durch diese Selektion kann ich mitbestimmen welche Eigenschaften ich mir für die Zukunft wünsche.

Bei Gartenführungen bereichern Sie Menschen mit Ihren Pflanzenwissen. Wie ist das Interesse an lokalen Sorten? Das Interesse steigt von Jahr zu Jahr. Eine Herausforderung ist allerdings die Begleitung, Verteilung und Koordination, die gleichzeitig mit der Arbeit am Hof anfällt.

Maria Hecher Zingerle aus Antholz-Mittertal in ihrem Garten der Vielfalt.
Martha Lochmann vom Bildheimhof in Völlan und ihr Schatz die Ultner Familienzwiebel.
Quelle: privat
Quelle: C.R. Vogl

Wenn Holz statt Bronze klingt

Die Schützenkompanie St. Joann in Ahrn hat vor kurzem dafür gesorgt, dass ein fast vergessener Brauch ins Dorfzentrum zurückkehren konnte: Die historische Turmratsche wurde nach Jahrzehnten des Stillstands wieder zum Leben erweckt und ersetzte heuer erstmals wieder das Glockengeläut während der Kartage..

Einmal mehr hat sie sich als Hüterin der Tradition erwiesen, die Schützenkompanie St. Johann in Ahrn. Es war ein echtes Herzensprojekt, das sie sich für dieses Frühjahr vorgenommen hatte, nämlich die Wiederbelebung eines jahrhundertealten Osterbrauchs. Erstmals seit Jahrzehnten war im Kirchturm der barocken Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer wieder jene traditionelle Ratsche zu hören, die dort früher als fester Bestandteil der Osterliturgie galt. Mit diesem Schritt setzte die Kompanie ein starkes Zeichen für gelebte Heimatpflege und kulturelle Kontinuität. „Die Ratsche ist weit mehr als ein Instrument. Sie ist ein Stück Dorfgeschichte – ein Klang, der Generationen verbunden hat“, erklärt Hauptmann Christian Steger. „Dass sie heuer wieder erklingen konnte, zeigt: Tradition atmet, wenn wir ihr bewusst Raum geben.“ So hat die Ratsche wie anno dazumal in der Karwoche eine ganz

besondere Rolle übernommen: Sobald die Kirchenglocken ab Gründonnerstag erstummt waren, erinnerte der raue, hölzerne Ratschen-Klang an die Ernsthaftigkeit dieser Tage. Für manche ältere Dorfbewohner war es ein vertrauter Ton aus ihrer Kindheit – für die Jüngeren ein neues, beinahe mystisches Erlebnis, das sie mit der Geschichte ihres Dorfes verbindet. „Für einige im Dorf war es ein Moment der Erinnerung – für die Jugend ein Moment des Staunens”, so Steger. Letztendlich sind es genau solche Momente, die lebendige Tradition entstehen lassen.

DEM ZAHN DER ZEIT GETROTZT

Die Schützenkompanie St. Johann in Ahrn hat einen jahrhundertealten Osterbrauch zu neuem Leben erweckt.

Die alte Turmratsche war trotz des langen Nichtgebrauchs so gut wie unbeschädigt, der Zahn der Zeit hat das urige Instrument offensichtlich verschont. „Lediglich ein einziger der Zähne, die die Hämmer in Bewegung setzen, musste ausgetauscht werden”, erzählt Christian Steger. Eine kleine Ausbesserungsarbeit, die Josef Gasteiger und Heinrich Gruber ohne Zögern in Angriff genommen haben - und zwar mit demselben Ehrgeiz, mit dem sie sich später auch der Betätigung der Ratsche widmeten. Vorab haben sich die beiden Rentner genaustens über die Zeiten informiert, wann die Ratsche zu hören sein sollte und übernahmen seit der erfolgreichen Instandsetzung den ehrenamtlichen Dienst im Turm. Darüber hinaus haben sich Josef Gasteiger und Heinrich Gruber sogar überlegt, fürs nächste Jahr eine zweite Turmratsche zu bauen, um ihr Knattern gleich in zwei Himmelrichtungen senden zu können. „Schließlich sollen auch die Familien taleinwärts die Ratschen zu hören bekommen”, sagten sie sich. „Der Bau einer zweiten Ratsche ist besonders auch anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Schützenkompanie St. Johann in Ahrn

ST. JOHANN IN AHRN
Quelle: Alfred Stolzlechner

eine durchaus passende Geste”, meint der Schützenhauptmann, der sich über so viel Engagement freut. „Und wer weiß, vielleicht können wir diesen Brauch ja nicht nur beleben, sondern nochmal weiter ausdehnen, denn die sogenannten “Schlegilan” der Ministranten wären auch noch in Sakristei vorhanden und einsatzbereit.”

TRADITION WEIT HÖRBAR

Das „Ratschen“ ist also weit mehr als nur Lärmerzeugung; es ist ein identitätsstiftendes Ritual, das Generationen verbindet und den Rhythmus der Karwoche vorgibt. Mit der neuerlichen Inbetriebnahme der alten Turmratsche hat die Schützenkompanie St. Johann in Ahrn ein deutliches Zeichen für den Erhalt der lokalen Identität gesetzt und hat dafür gesorgt, dass wertvolles Kulturgut nicht auf dem Dachboden der Geschichte verstaubt, sondern wieder einen festen Platz im Dorfleben findet. Die Kompanie sieht in der Wiederbelebung des Brauchs somit nicht nur eine Rückkehr zu alten Formen, sondern einen bewussten Schritt in die Zukunft: Tradition soll nicht museal wirken, sondern spürbar, hörbar und erlebbar bleiben. Genaugenommen ist diese jüngste Aktion der Schützenkompanie Teil eines größeren, weit umfassenden Engagements, historische Elemente des Dorflebens sichtbar zu machen und sie in die Gegenwart zu tragen. Der Klang der Ratsche soll daher nicht nur heuer, sondern auch in den kommenden Jahren fixer Bestandteil der Osterzeit in St. Johann in Ahrn bleiben – als Zeichen dafür, dass kulturelles Erbe dann weiterlebt, wenn Menschen es weitertragen.

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Projektergebnisse: Drohneneinsatz am Berg

Sie helfen bei der raschen Lokalisierung von Personen, bringen Ausrüstung an schwer zugängliche Einsatzorte und entlasten Teams auf dem Weg durch schwieriges Terrain. Drohnen können Rettungskräfte unterstützen. Wie diese Potenziale sicher und praxistauglich genutzt werden können, stand im Zentrum der Abschlussveranstaltung des Interreg-Projekts START2 im NOI Techpark. Rund 70 Teilnehmende aus Forschung, Unternehmen und Einsatzorganisationen diskutierten die Projektergeb

Bergrettungsorganisationen – zu vernetzen, damit Technologien schneller und effizienter aus der

zinische Evakuierungsszenarien und automatisierte Risikobewertung für die Flugplanung. Es

Projekt entstandenen Lösungen für sicheres Fliegen in extremen Umgebungen weiterentwickelt. Zudem sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit Rettungsorganisationen künftig schrittweise auf (teil-)autonome Systeme für schnelle Notfallmaßnahmen zurückgreifen können. Das Projekt START2 wurde von der EU über das Programm Interreg Italien-Österreich kofinanziert. Projektpartner sind: NOI, Eurac Research, MAVTech GmbH, FlyingBasket GmbH, FH Kufstein, FH Kärnten, CNSAS

PELLETS ZUM EINLAGERUNGSPREIS

Im Notfall Leben retten

Einen Notruf richtig absetzen, Wunden versorgen, jemanden in die stabile Seitenlage bringen: Das sind Handgriffe, die im Notfall Leben retten können. Wie sie richtig angewendet werden, lernen Kinder in Südtirol dank eines Gemeinschaftsprojekts des Weißen Kreuzes mit der deutschen und ladinischen Bildungsdirektion bereits in der Schule.

Angefangen hat alles vor mehr als zwei Jahren als Pilotprojekt des Weißen Kreuzes. Dank der Zusammenarbeit mit der deutschen Bildungsdirektion ist der Erste-Hilfe-Unterricht inzwischen an vielen Grundschulen bereits fester Bestandteil des Lehrplans. Jährlich werden rund 3.000 Schüler:innen damit in

Erste Hilfe unterrichtet. Heuer hat sich auch die ladinische Bildungsdirektion angeschlossen. „Das hat dem Projekt noch weiteren Rückenwind gegeben“, bedankt sich Alexander Schmid, Präsident des Weißen Kreuzes bei den Zuständigen in den Bildungsdirektionen und bei den vielen Lehrkräften, die den ErsteHilfe-Unterricht in den Klassen nach einer Vorbereitung durch Mitarbeiter des Weißen Kreuzes größtenteils selbstständig durchführen. Grundlage für den Unterricht ist ein pädagogisch fundiertes und altersgerecht aufgebautes Bücherpaket, welches das Weiße Kreuz in enger Zusammenarbeit mit der Kinderbuchautorin Isabell Halbeisen entwickelt hat. Es

umfasst ein Basisbuch, individuelle Arbeitshefte sowie ein Lösungsheft für Lehrkräfte. Für die praktischen Einheiten steht eigenes Übungsmaterial zur Verfügung. So wird gewährleistet, dass sich die Kinder nicht nur theoretisches Wissen aneignen, sondern dieses auch in der Praxis üben können. Eine weitere Ausweitung des Projekts auf Mittelschulen ist angedacht. „Je mehr Menschen in unserer Gesellschaft die grundlegenden Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen, desto engmaschiger ist die Rettungskette im Notfall und desto sicherer sind wir alle“, so Ivo Bonamico, Direktor des Landesrettungsvereins.

pm/red

Stabile Seitenlage: Die Instruktorin des Weißen Kreuzes zeigt, wie es gemacht wird. Danach üben die Kinder selbst.

AKT 75: Vorhang auf

Am 16. und 17. Mai 2026 wird die Messe Bozen zur Bühne für das Theaterfestival „AKT 75“, mit dem der Südtiroler Theaterverband sein 75-jähriges Bestehen feiert. Unter dem Motto „Viele Stimmen aller Genera-

fürs große Theaterfest!

tionen in einem Akt“ zeigen 44 Theatergruppen auf vier Bühnen ihre Produktionen – von lustig bis poetisch, für alle Altersgruppen. Die Stücke dauern 30 bis 60 Minuten und ermöglichen einen flexiblen Besuch.

Das Festival richtet sich an alle: Familien, Theaterfans und Neugierige. Neben vielfältigem Theater gibt es Livemusik, einen Festakt am Samstagabend, Food-Trucks und ein Jubiläumsmuseum zur Ge-

schichte des Amateurtheaters. Auch Kinder erwartet ein buntes Programm mit Workshops und Mitmachaktionen. „AKT 75“ lädt ganz Südtirol ein, Theater zu erleben, Musik zu genießen und gemeinsam zu feiern.

Museen geöffnet – Brücke erneuert

Die Tore des Landesmuseums Bergbau an den Standorten Ridnaun, Steinhaus und Prettau sind seit 1. April wieder geöffnet. Der Standort Schneeberg ist ab Mitte Juni wieder zugänglich. In Ridnaun können Besucher:innen die Welt des Bergbaus anhand funktionierender Maschinen im Stollen und der Erzaufbereitungsanlage kennen lernen, in Prettau mit der Grubenbahn in den Ignaz-Stollen fahren und sich auf historische Spurensuchen in der Geschichte

des Bergbaus machen; daneben finden besonders Allergiker und Asthmatiker im Klimastollen reine Atemluft und eine Linderung der Beschwerden. In Steinhaus stehen hingegen die Menschen, die im und um den Bergbau tätig waren und sind, im Mittelpunkt. Brücke in neuem Gewand Technisch auf den neuesten Stand gebracht und für die kommenden Jahre bestens gerüstet ist nun auch die Brücke, beim Klimastollen in Prettau. Die Erneuerung wurde

vom Landesamt für technische Gebäudeverwaltung beauftragt und finanziert. Aufgrund eines kurzfristigen Wetterumschwungs wurden die Arbeiten um einen Tag vorverlegt. Das bestehende Holztragwerk konnte bereits am 25. März vollständig abgetragen werden, am darauffolgenden Tag begann der Wiederaufbau. Dank des straffen Zeitplans erfolgt der Start der Museumssaison planmäßig. Die Brücke ist weit mehr als nur ein Übergang:

Sie verbindet das Museum mit dem Knappensteig und ist damit ein zentraler Bestandteil des gesamten Besuchererlebnisses. Entsprechend intensiv wird sie genutzt und spielt eine wichtige Rolle für den Tourismus vor Ort, schon allein in den vergangenen fünf Jahren wurde sie von 144.881 Besucherinnen und Besuchern im Rahmen einer Besichtigung des Bergwerks passiert.

pm/red

SÜDTIROL

Mach mehr aus deinem Jahr!

Schulabschluss in der Tasche –und dann? Wie wär’s mit einem ganz besonderen Zivildienstjahr beim Weißen Kreuz?

Dabei erleben junge Menschen den Rettungsdienst und Krankentransport hautnah, schließen eine anerkannte Ausbildung ab, setzen sich sinnvoll ein, knüpfen neue Kontakte und wachsen auch persönlich als Teil einer starken Gemeinschaft.

te Sanitäter-Ausbildung abzuschließen, die auch im späteren Berufsleben von Vorteil ist. Der Dienst beinhaltet eine monatliche Spesenvergütung von 600 Euro und die kostenlose Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wer zwischen 18 und 28 Jahre alt ist, kann sich noch bis zum 31. Juli für den Zivildienst beim Weißen Kreuz bewerben.

Der freiwillige Zivildienst beginnt am 1. Oktober und dauert acht bis zwölf Monate. Zeit genug, um die anerkann-

Mehr Informationen gibt es telefonisch oder über WhatsApp unter Tel. 0471 444 382 sowie online unter www.werde-zivi.jetzt.

Verlässliche Partnerschaft

Bereits zum wiederholten Male erhielt der Verein Kinderherz eine Spende über 5.000 Euro über die Stiftung „Mut Social Foundation“ aus Bruneck mit Peter Rech als Präsidenten. Über die letzten Jahre ist zwischen dem Verein, der sich aktuell für rund 300 betroffene Familien mit herzkranken Kindern einsetzt, und der Stiftung eine enge Beziehung entstanden. Peter Rech betont, dass sich Mut Foundation vorrangig für Situationen einsetzt, wo zeitnah schnelle Lösungen benötigt werden. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, wie dramatisch Krankheit das Leben vieler im Umfeld der direkt Betroffenen, die einen Schicksalsschlag erleben, verändert. Deshalb werden

Dritte gebraucht, die zur Seite stehen, und das auf unterschiedlichster Art und Weise. Der Hintergrund, der die Notwendigkeit der Hilfe aus der Zivilgesellschaft untermauert ist: In Italien wird derzeit etwa jedes 90. Kind mit einer erheblichen Fehlbildung des Herzens oder der herznahen Gefäße geboren. Ein Trend, der seit Jahren anhält, auch in Südtirol. Diese Situation verlangt nach mehr Interventionen nicht nur von der Öffentlichen Hand, sondern ebenso in der Selbsthilfe. Es muss zusehends bei Härtefällen angesetzt werden, wo es aufgrund der vorliegenden chronischen Erkrankungen, auch zu starken finanziellen Belastungen für die betroffenen Fa-

milien kommt. Diese umfassen, so Kinderherz Präsident Ulrich Seitz, meistens Aspekte in der Betreuung der jungen Patienten, wie die Palliativversorgung, Reha-Leistungen, technische Hilfsmittel, Unterstützungen bei Aufenthalten im In- und Ausland, den psychologischen Support oder auch das Beisteuern bei der Übernahme von Beerdigungsspesen von herzkranken Menschen. Vor kurzem stand ein schöner Anlass für den Verein Kinderherz an: Am 11. April wurde mit vielen Weggefährten, Familien und Netzwerkpartnern aus dem In- und Ausland das 20-Jahr Jubiläum in der Messe Bozen gefeiert.

ks/red

SÜDTIROL

Smart, schnell, proaktiv:

Willkommen im neuen myCIVIS

Seit 24. Februar präsentiert sich das Portal der öffentlichen Dienste myCIVIS im neuen Kleid und mit neuen Funktionen. Der Zugang zu Informationen und Diensten soll für die Bürgerinnen und Bürger damit noch leichter werden.

Das neue myCIVIS ist mehr als ein reines Schaufenster der Dienste der öffentliche Verwaltung: Mit der Einführung der künstlichen Intelligenz wird das Portal zum digitalen Lotsen , der nicht nur an Fälligkeiten erinnert, sondern seine Nutzer und Nutzerinnen kennt, Empfehlungen unterbreitet, die Suche nach Diensten unterstützt und die Abwicklung von Verfahren erleichtert.

Entwickelt wurde das neue myCIVIS im Rahmen der Digita-

lisierungsoffensive, welche die Abteilung Informatik des Landes Südtirol mit Geldern aus dem staatlichen WIederaufbaufonds PNRR vorantreibt. Das neu gestaltete Portal fußt auf einem modernen Citizen Relationship Management, das die Bürger und Bürgerinnen in den Mittelpunkt stellt. Diese können sich mit

ihren Fragen zunächst an einen digitalen Assistenten wenden, der Auskunft gibt und bei der Suche nach Informationen hilft. Gibt es weiteren Informationsbedarf, stehen zusätzliche Optionen für die Kontaktaufnahme bereit: über Telefon oder Kurznachricht bis hin zum Videoanruf oder der Möglichkeit, einen Termin mit

dem zuständigen Amt zu vereinbaren. Wer bei der Nutzung der digitalen Dienste Hilfe braucht, kann sich an einen der Digi Points wenden, die es mittlerweile in vielen Gemeinden Südtirols gibt. Dort bietet geschultes Fachpersonal kostenlos Unterstützung an.

Den größten Mehrwert bietet das Portal im persönlichen Nutzerbereich. Dort gibt es eine Reihe neuer Funktionen, wie etwa die Aktivierung personalisierter Hinweise. Jede Anfrage erzeugt zudem ein Ticket – die Bürgeranfrage geht somit nicht verloren und bleibt nachvollziehbar.

Mit klarem Design und einfacher Sprache macht myCIVIS den Zugang zu öffentlichen Diensten somit schnell, intuitiv und unkompliziert. PR-INFO

Ulrich Seitz, Präsident Kinderherz Südtirol und Peter Rech, Präsident der Mut Social Foundation (v.l.).

Südtirols Visionen gehen um die Welt

Vom regionalen Buchtitel zum internationalen Debattenbeitrag: Der Verein NOIland Südtirol-Sudtirolo setzt mit der englischen Übersetzung seines Weißwerks „Kann Südtirol Staat?“ ein starkes Zeichen.

Was als sachliche Analyse der Südtiroler Eigenstaatlichkeit begann, hat nun das europäische Parkett in Brüssel erreicht und lädt Experten weltweit ein, über die Zukunft und Alternativmodelle kleiner Regionen nachzudenken.

Südtirol und die Frage nach der Souveränität – ein Thema, das in den letzten Jahren wieder massiv Fahrt aufgenommen hat. Mittendrin steht der Verein NOIland Südtirol-Sudtirolo, der mit seinem Weißbuch „Kann Südtirol Staat?” eine Lücke in der politischen Literatur geschlossen hat. Vor allem auch deshalb, weil die Herangehensweise an das Thema Selbstbestimmung diesmal eine völlig neue ist: Ging es bisher oft um emotionale Debatten, liefert das Werk auf über 100 Seiten faktenbasierte Antworten zu Rechtswesen, Wirtschaft und internationaler Anerkennung eines potenziellen Kleinstaates Südtirol. “Uns ging es um die Versachlichung des sonst in

Südtirol emotional aufgeladenen Themas der Autonomie bzw. Eigenstaatlichkeit”, sagen Harald Mair und Marco Manfrini, Präsident und Vize-Präsident von NOIland Südtirol-Sudtirolo. Dass dieses Buch nun unter dem Titel „South Tyrol and the Question of Statehood in Europe“ in englischer Sprache vorliegt und kürzlich in Brüssel präsentiert wurde, markiert einen Meilenstein nicht nur für den Verein selbst, sondern für die gesamte Südtiroler Ideenwelt.

ENGLISCHE

AUSGABE VON

„KANN SÜDTIROL STAAT?“

VORGESTELLT

Für den Verein Noiland Südtirol-Sudtirolo, der für das Buchprojekt verantwortlich zeichnet, war die Buchvorstellung der englischen Ausgabe von „Kann Südtirol Staat?“ in Brüssel ein weiterer wichtiger Schritt und großer Erfolg. Gemeinsam

Buchpräsentation „South Tyrol and the Question of Statehood in Europe“ in Brüssel.

mit der Coppieters-Stiftung aus Brüssel, die vom EU-Parlament finanziert wird und sämtliche Übersetzungskosten übernommen hat, wurde vor kurzem im vollbesetzten Repräsentationssaal der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino die englische Ausgabe von „Kann Südtirol Staat?“ vorgestellt. „Wir sind überzeugt, dass eine offene Diskussion ebenso wichtig wie notwendig ist. Eine Gesellschaft, die nicht den Mut hat, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, den Status quo zu hinterfragen und Neues zu wagen, verarmt intellektuell und gedanklich", sind sich die 16 Autorinnen und Autoren einig. Adelheid Mayr, Fabian Haas, Karin Meister, Marco Manfrini und Harald Mair boten in Vertretung der 16 Autorinnen und Autoren einen Streifzug durch das Buch und seine Schwerpunkte. „Eigentlich war es von Anfang an unser Ziel, das Buch ins Englische zu übersetzen, da wir

Quelle:
Coppieters Foundation

glauben, dass es wichtig ist, nicht nur im kleinen Rahmen, sondern auch über die Grenzen hinaus diese wichtigen Themen Demokratie, Selbstbestimmung, Europa der Zukunft zu diskutieren”, so Marco Manfrini, „und damit der Austausch mit anderen Ländern weltweit möglich ist, war die Übersetzung ein echter Meilenstein, den es zu erreichen galt.” Und der Austausch ist bereits voll im Gang, gerade auch deshalb, weil Südtirol mit seiner Geschichte und Mehrsprachigkeit für andere Länder und Regionen sehr interessant sein dürfte. „Der Austausch mit so vielen Menschen aus ganz Europa hat uns deutlich vor Augen geführt, dass Autonomieund Unabhängigkeitsbestrebungen viel weiter verbreitet sind, als man gemeinhin denkt. Vielerorts wünschen sich die Menschen eine Stärkung der regionalen Parlamente und Regierungen. Die derzeitigen Grenzen werden oft als undemokratische Zwangszugehörigkeit empfunden, die im vereinten Europa überwunden werden kann und soll", betont Manfrini. Nach den Buchvorstellungen im Südtiroler Landtag, im österreichischen Parlament in Wien, an der Eurac Research in Bozen, im Bayerischen Landtag und bei über 60 Veranstaltungen in ganz Südtirol zeigte sich auch die Hörerinnen- und Hörerschaft in

der EU-Hauptstadt vom Projekt und der sachlichen Herangehensweise begeistert.

EIN VEREIN ALS DENKFABRIK FÜR DIE UNABHÄNGIGKEIT

Der Verein NOIland versteht sich als überparteiliche Plattform und Denkfabrik. Das Ziel ist klar definiert: Die Erarbeitung fundierter Grundlagen für ein unabhängiges Südtirol. Dabei geht es den Köpfen hinter dem Projekt – darunter Persönlichkeiten wie Sigmund Kripp, Karin Meister, Harald Mair, Matthias Scantamburlo, Wolfgang Niederhofer und Oliver Hopfgartner – darum, die Grenzen der aktuellen Autonomie aufzuzeigen und alternative Szenarien für eine „Südtiroler Willensgemeinschaft“ zu entwerfen. „Zu glauben, dass alles gleich bleibt, wenn sich nichts verändert, ist ein Trugschluss; wer Zukunft gestalten will, muss Veränderung wagen und über den Tellerrand hinausblicken”, sagt Marco Manfrini. Für NOIland ist das Weißbuch deshalb das Herzstück der Vereinsarbeit. Es dient als Beleg dafür, dass die Idee der Eigenstaatlichkeit keine reine Utopie, sondern ein rechtlich und wirtschaftlich durchspielbares Modell ist. Die Autoren möchten damit zum Nachdenken anregen und eine breite gesellschaftliche

Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen von Regionen, aber auch des eigenen Denkens anstoßen.

INTERNATIONALER DIALOG

STATT REGIONALER KIRCHTURMPOLITIK

FFür den Verein NOIand war die Übersetzung des Buches „Kann Südtirol Staat?“ die logische Konsequenz aus dem wachsenden internationalen Interesse. Die Unterstützung durch die europäische Coppieters-Stiftung unterstreicht, dass Südtirols Bestrebungen im Kontext mit anderen europäischen Regionen wie Katalonien oder Schottland gesehen werden. Mit der englischen Fassung will NOIland die Debatte aus dem rein lokalen Kontext lösen und Experten auf EU-Ebene sowie in internationalen Organisationen erreichen. Die Botschaft ist deutlich: Südtirol ist bereit für einen professionellen Diskurs über Souveränität, der weit über die Grenzen des Brenners hinaus Gehör finden soll. Die Übersetzung ist somit nicht nur ein Service für internationale Leser, sondern ein diplomatisches Werkzeug, um Südtirols Zukunftsvisionen auf die globale Landkarte zu setzen.

„Pustertaler Straße – Overtourism – und wir“

Rund 350 Besucher:innen waren zur Podiumsdiskussion „Pustertaler Straße – Overtourism – und wir“ ins Kongresshaus von Olang gekommen, zu der der Schützenbezirk Pustertal am 20. März geladen hatte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die zunehmende Verkehrs- und Tourismusdichte sowie deren Auswirkungen auf Lebensqualität, Infrastruktur und Wohnraum.

Am Podium diskutierten Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Landtagsabgeordneter Sven Knoll, HGV Vizepräsidentin Judith Rainer, ASGB Fachsekretär Klaus Schier, HPV Obfrau Claudia Plaikner sowie SSB Landeskommandant Christoph Schmid. Die Moderation übernahm Alfred E. Mair, der gekonnt durch den Abend führte. Einigkeit bestand darüber, dass die Verkehrsinfrastruktur im Pustertal insbesondere während der Haupt-

SSB Landeskommandant Christoph

Moderator Alfred E. Mair, Landtagsabgeordneter Sven Knoll, HGV Vizepräsidentin Judith Rainer, HPV Obfrau Claudia Plaikner, ASGB Fachsekretär Klaus Schier, Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und Bezirksmajor Thomas Innerhofer (v.l.).

saisonen zunehmend an ihre Grenzen stößt. Staus und Zeitverluste gehören für viele Einheimische längst zum Alltag. Zugleich wurde deutlich, dass der Verkehr nur Teil eines größeren Gesamtbildes ist: fehlender Wohnraum, zunehmende Zweitwohnungen und der steigende Druck auf Dörfer und Infrastruktur belasten das Tal zusätzlich.

Auch das Publikum beteiligte sich mit zahlreichen, überwiegend sachlichen und fairen Wortmeldungen an der Diskussion. Der enge Zusammenhang zwischen Tourismus, Verkehrsaufkommen und Lebensqualität war dabei ein zentrales Thema. Immer drängender stellt sich die Frage, wie viel Belastung das Pustertal

langfristig noch verkraften kann. Die Veranstaltung bildete den Abschluss der Aktionsreihe „Ausverkauf der Heimat“, die der Schützenbezirk Pustertal aufgrund zahlreicher Rückmeldungen aus der Bevölkerung ins Leben gerufen hatte.

pm/red

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50 Jahre

Südtiroler Wirtschaftsring

Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik waren vor kurzem zur 50-Jahr-Feier des Südtiroler Wirtschaftsring-Economia Alto Adige (SWR-EA) ins MEC-Eventcenter des Hotels Four Points by Sheraton gekommen. Den Auftakt der Feier bildeten die Reden des scheidenden Präsidenten Sandro Pellegrini und des neuen Präsidenten Lukas Brunner, der für die nächsten zwei Jahre die Führung des Südtiroler Wirtschaftsrings übernimmt. Unter dem Motto „Altes bewahren, Neues wagen“ will der neue, vom HGV vorgeschlagene Präsident dafür Sorge tragen, dass der Wirtschaftsring auch weiterhin mit starker und geeinter Stimme die Interessen der Südtiroler Wirtschaft vertritt. Wirtschaftsgesinnung stärken, Sozialpartnerschaft beleben, verlässliche Rahmenbedingungen einfordern: darauf kommt es Lukas Brunner in seiner Präsidentschaft besonders an. Kaufkraft, Energie, Mobilität, Digitalisierung, Fachkräftemangel, Mitarbeiterunterkünfte, Nachhaltigkeit: Das sind Themen, wo die Mitgliedsverbände im Wirtschaftsring derzeit besonders gefordert sind. „Südtirols Wirtschaft ist insgesamt gut aufgestellt. Dennoch gilt es, unsere Chancen zu

erkennen und voll zu nützen“, ist der neue SWREA Präsident überzeugt. Lukas Brunner geht es um konkrete, nachhaltige Lösungen. Im Anschluss richteten Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landeshauptmannstellvertreter und Landesrat für wirtschaftliche Entwicklung Marco Galateo sowie Landesrat für Tourismus, Land- und Forstwirtschaft Luis Walcher ihre Grußworte an die Festversammlung. Im zweiten Teil des Abends stand der Rückblick auf 50 Jahre Südtiroler Wirtschaftsring im Mittelpunkt. Die ehemaligen Präsidenten Christof Oberrauch, Manfred Pinzger, Leo Tiefenthaler, Hannes Mussak und Sandro Pellegrini sowie die ehemaligen Direktoren Alexander von Egen und Alexandra Silvestri wurden zu ihrer Zeit im SWR befragt. So entstand eine unterhaltsame Reise durch die Geschichte des Verbandes. Die Jubiläumsfeier machte deutlich, wie sehr der Südtiroler Wirtschaftsring die wirtschaftliche Entwicklung des Landes in den vergangenen fünf Jahrzehnten mitgeprägt hat – und dass er auch in Zukunft mit klaren Impulsen Verantwortung für Südtirols Wirtschaft übernehmen will.

SWR/red

Lebenslanges Wohnrecht

Das Zuhause sicher wissen: Das lebenslange Wohnrecht des Ehepartners

Wer den Partner verliert, sorgt sich neben der Trauer oft auch um die Zukunft im gemeinsamen Heim. Im italienischen Erbrecht gibt es hierfür einen starken, oft unterschätzten Schutzschirm: Das Wohnrecht des Ehegatten.

Was viele nicht wissen: Dieses Wohnrecht entsteht im Erbfall automatisch kraft Gesetzes zugunsten des überlebenden Ehepartners. Es muss weder im Testament stehen, noch extra beantragt werden. Der Kern dieses Rechts ist so simpel wie wirkungsvoll: Die Witwe oder der Witwer darf lebenslang in der Immobilie wohnen bleiben, die als gemeinsamer Familienwohnsitz diente – inklusive der Nutzung des gesamten Mobiliars.

Selbst wenn die Kinder oder andere Verwandte das Haus zu großen Teilen oder sogar ganz erben, können sie den verbliebenen Partner nicht vor die Tür setzen. Das Wohnrecht wiegt schwerer als das Eigentum der Miterben. Es bietet Sicherheit gegen den Rauswurf durch zerstrittene Angehörige und ist ein wertvolles Schutzinstrument.

Wichtig ist zudem die Beständigkeit dieses Schutzes: Das Wohnrecht ist unverkäuflich und kann weder gepfändet werden. Auch wenn die Immobilie den Eigentümer wechselt, bleibt das Recht bestehen. Damit stellt das Gesetz sicher, dass der gewohnte Lebensraum und die soziale Stabilität des Hinterbliebenen in jedem Fall gewahrt bleiben.

Jubiläumsfeier: Lukas Brunner ist der neue SWR-Präsident (rechts).
Quelle: SWR-EA

Klare Botschaft an die Politik

Kürzlich fand die ordentliche und außerordentliche Mitgliederversammlung der Eigenverwaltungen B.N.G. Südtirols (Fraktionen) statt, die sich im Landesverband der Eigenverwaltungen B.N.G. Südtirols Gen. zusammengeschlossen haben.

Obmann Oswald Angerer begrüßte zahlreiche Anwesenden. Anschließend präsentierte der Geschäftsführer einen Rückblick über die Tätigkeit des Landesverbandes und die angebotenen Leistungen des vergangenen Jahres. Bei der Mitgliederversammlung standen zwei brisante Themen im Mittelpunkt: Zum einen ging es dabei um die öffentlichen Ausschreibungen mit einer klaren Forderung an die Politik, die Fraktionen aus dem L.G. vom 17.12.2015, Nr. 16 (Bestimmungen über die öffentliche Auftragsvergabe) zu streichen, auch im Hinblick auf das kürzlich

vom Kassationsgerichtshof in Rom erlassene Urteil Nr. 5192 vom 7. März 2026. Mehrere Präsidenten und Sekretäre ergriffen das Wort. Sie unterstützen die Forderung des LVE die Fraktionen aus dem L.G. über die öffentliche Auftragsvergabe zu streichen, mit den mahnenden Worten, dass sich sonst in Zukunft keine Sekretäre mehr finden werden, die diese Funktion übernehmen. Zum anderen ging es um den Stand der Überarbeitung des Landesgesetzes zur Verwaltung

der Gemeinnutzungsgüter vom 12.06.1980, Nr. 16, unter Berücksichtigung des Staatsgesetzes vom 20.11.2017, Nr. 168 im Bereich Allmenden. Bei der Überarbeitung des L.G. geht es primär um den Schutz und die Förderung kollektiver Güter, welche durch historische Gemeinschaften selbst verwaltet werden. Die Gemeinnutzungsgüter sind Teil der Südtiroler Tradition und werden als gesellschaftlich wertvoll angesehen. Eine technische Arbeitsgruppe,

BRIXEN

bestehend aus Vertretern des LVE, des Südtiroler Bauernbundes, des Gemeindeverbandes, der Gemeindesekretäre sowie der zuständigen Landesämter, hat in mehreren technischen Sitzungen in den vergangenen Monaten einen ersten Entwurf durchdiskutiert. Der Obmann Oswald Angerer bestätigte in diesem Zusammenhang, dass aufgrund des erlassenen Urteils des Kassationsgerichtshofes die bisherigen Überlegungen rechtlicher Natur einer erneuten kritischen Überprüfung unterzogen werden müssen. Wenn es sich, wie von der Kassation erneut und deutlich klargestellt, nicht um öffentliche Güter handelt, sollte dies unmittelbare Auswirkungen auf zahlreiche Auflagen haben, denen die Fraktionen derzeit noch unterliegen. pm/red

Waterlight Festival Brixen

29.04.-16.05.2026

Wenn vertraute Orte plötzlich leuchten und Wasser zu erzählen beginnt, zeigt das Water Light Festival, was möglich ist – in Brixen und der Festung Franzensfeste. 24 Installationen von lokalen und internationalen Künstler*innen verwandeln Plätze, Gassen und Mauern in eine lebendige Bühne. Besonders ist der starke regionale Bezug: Südtiroler Künstler*innen, Vereine und Bürger*innen prägen das Programm. Familiengeschichten werden zu Projektionen, Recyclingmaterialien zu Kunst, vieles entsteht direkt vor Ort. So trifft internationale Kunst auf lokale Identität. Vertraute Orte wirken neu und fast

magisch – vom Domplatz bis in die Franzensfeste. Das Thema Frieden zieht sich dabei leise durch das Festival, nicht als Schlagwort, sondern als offene Frage. Gerade darin liegt die Stärke: Es verbindet das Lokale mit dem Globalen und zeigt, dass auch kleine Räume große Themen tragen. Infos, Tickets und Programm: www.waterlight.it PR-INFO

HC Pustertal im Finale!

Wann: 07.04.2026

Wo: Intercable Arena Bruneck

Was: 2:1 - Osmanski und Ticar schießen den HCP ins Finale! Nach der Overtime-Niederlage am Sonntag 05.04. in Ljubljana stand für den HC Falkensteiner Pustertal Spiel 5 der Halbfinalserie in der heimischen Intercable Arena auf dem Programm. Durch ein 2:1 konnte sich die Mannschaft für das Finale qualifizieren und steht nun gegen die Grazer Mannschaft am 15. April auf dem Eis. Das Puschtra Magazin hat einige Bilder des Spiels erhalten.

Quellen: HC Falkensteiner Pustertal Iwan Foppa & Fabian Leitner. Quelle: privat.

Bücher sind kostbare Schätze

Seitenweise weise Seiten bietet der Buchladen in Bruneck. Er feiert sein 25-jähriges Bestehen. Der Gründer Hans Nöckler erzählt, wie es dazu kam – und die langjährige Mitarbeiterin Thekla Baumgartner, wie es weitergeht.

Herr Nöckler, wie kam es, dass Sie 2001 den Buchladen eröffneten?

Hans Nöckler: Rund 16 Jahre arbeitete ich in Buchhandlungen von Athesia, zuerst in Bruneck und vier Jahre als Geschäftsleiter in Schlanders und dann in Bozen. Im großen Geschäft in Bozen war ich Führungskraft, aber es fehlten mir der Kontakt zu den Kunden und Kundinnen, die Zeit für Bücher. Es war nicht ganz Meins. Also kündigte ich nach zwei Jahren. Ohne Zukunftsplan. Doch die Bücher ließen mich nicht los und so entschloss ich mich, selbst einen Laden zu eröffnen. Freunde und Berater schlugen die Hände übern Kopf zusammen, weil das nicht gut gehen könne. Und schon gar nicht in dem 90 m² kleinen Raum, den ich mir aussuchte. Nun, der Anfang war nicht leicht, die ersten drei Jahre gab es für mich keinen einzigen freien Tag und auch weitere drei Jahre schaukelte ich den Laden allein. Zum Glück war ich immer gesund.

Wie konnten Sie neben der Konkurrenz, ihrem ehemaligen Arbeitgeber, bestehen? Mein winziger Buchladen war nie eine Konkurrenz zur großen Athesia, schon allein was das Sortiment betrifft. Ich spezialisierte mich auf ausgesuchte Belletristik, Romane, Kinderbücher und versuchte, mit persönlicher Beratung zu punkten und einen Kundenstamm zu gewinnen. Durch verschiedene Veranstaltungen schuf ich einen Bekanntheitsgrad. Das gelang mit Musik-Sessions oder Lesungen, vor allem aber durch Vernissagen. Nun bin ich kein Kunstexperte, aber ich unterstützte gerne Kunstschaffende jeglicher Richtung. So erhielten auch Einsteiger und Nachwuchstalente eine Plattform, ihre Werke in meinem Laden zu zeigen. Diese wiederum gestalteten für mich künstlerische Lesezeichen, die über die Jahre zum Markenzeichen des Buchladens geworden sind. Auch auf die Verpackung für Buchgeschenke – gerne mit

Thekla Baumgartner arbeitet seit fast 20 Jahren im Buchladen Bruneck.

Naturmaterialien - legte ich großen Wert. Das alles waren Akzente, die halfen, dass mein Buchladen immer beliebter wurde.

Die individuelle Bestellung von Büchern war ebenso ein Standbein? Hierzu kamen früher die Kunden meist persönlich in den Laden, dass ich „ihr“ Buch bestellen solle. Die großen Internet-Anbieter gab es damals noch kaum. Es dauerte oft zwei Wochen, bis ich das gewünschte Buch dem Kunden weitergeben konnte, die Ware musste durch den Zoll. Heute kommt das angeforderte Buch innerhalb 24 Stunden in den Buchladen; Online-Bestellungen machen etwa 20 Prozent unseres Buchverkaufs aus.

Und dann kam die Konkurrenz des E-Books? Nun ja, klarerweise wollte jeder einen EBook-Reader haben. Dadurch verlor ich

eine beträchtliche Anzahl an Viel-Lesern. Auch im Urlaub ist das E-Book nach wie vor beliebt. Der Trend ist jetzt aber eher wieder im Abflauen, sogar junge Leser haben gerne ein gedrucktes Buch in der Hand

Wie geht es jetzt für Sie weiter?

Seit 2024 bin ich in Rente, der Raetia-Verlag hat den Buchladen übernommen - ein Glücksfall. ‘Mein Kind‘ ist in guten Händen. Jetzt habe ich endlich mehr Zeit zum Lesen. (lacht) Mein Dank gilt den vielen treuen Kunden, die ich 23 Jahre lang in meinem Buchladen bedienen durfte.

Herr Kager, Sie haben als Raetia-Verlag den Buchladen übernommen. Was ist Ihr Ziel?

Thomas Kager: Ich denke, dass individuelle Beratung und ausgewählte Bücher immer mehr an Wertschätzung gewinnen. Der Buchladen ist ein renommiertes Geschäft, das sich gerade dadurch von anderen abhebt und deshalb auch in Zukunft bestehen kann.

Frau Baumgartner, seit bald 20 Jahren arbeiten Sie im Buchladen. Wie wählen Sie den Buchbestand aus?

Thekla Baumgartner: Wegen des begrenzten Platzes müssen wir die Bücher sehr gezielt einkaufen. Wir haben dann halt nicht 30 Krimis im Laden, sondern nur zehn. Mittlerweile können wir recht gut abschätzen, was unsere Stammkunden gerne lesen. Wir sind das Bindeglied zwischen der Flut an Büchern, die auf dem Markt erscheinen und der Beratung, die wir dem Leser vermitteln.

Sie nehmen sich viel Zeit für Kundenberatung … Die Arbeit des Buchhändlers verlangt die Auseinandersetzung mit den Werken. Ich versuche, mir möglichst viel Wissen über ein Buch oder einen Autor anzueignen. Der kleine Buchladen erzeugt eine vertraute Atmosphäre, ermöglicht eine persönliche Auseinandersetzung mit einer Thematik, da gibt es keine Routineabfertigung. Gewiss ist es auch das, weshalb wir seit 25 Jahren bestehen.

Was lesen Sie selbst gerne?

Ich bin eine Querleserin und kann vielen Büchern was abgewinnen, gerne Belletristik, Romanen, Lyrik, Sachbüchern. Ein „gutes“ Buch nimmt mich mit in neue Sichtweisen und Thematiken und bereichert mein Leben in mannigfaltigen Facetten. Was Autoren betrifft, bin ich vielseitig, egal ob Klassik oder Moderne, aber immer wieder gerne Ransmayr und Dostojewski.

Hat das gedruckte Buch noch eine Zukunft?

Durch die schnelllebige Zeit und Unmengen an Geschriebenem in sozialen Medien werden Print-Ausgaben generell weniger gelesen. Zeitungen verschwinden, Buchläden ebenso. Gedruckte Bücher wird es aber weiterhin geben. Ich denke, wir brauchen nicht immer mehr Bücher, sondern sogar weniger, nämlich gut kuratierte, gut geschriebene, lesbare und gut gestaltete, mit inhaltlichem Wert. Bücher sind kostbare Schätze.

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Sammelband: Wasser als Ressource

Wasser ist Lebensgrundlage, Energiequelle und Kulturgut, zugleich aber auch Risiko, Konfliktfaktor und Gestaltungsaufgabe. Ein neu erschienener wissenschaftlicher Sammelband widmet sich dieser zentralen Ressource aus interdisziplinärer Perspektive mit einem räumlichen Schwerpunkt im historischen Tirol. Der Band wurde vor kurzem im Südtiroler Archäologiemuseum vorgestellt und richtet sich an ein Fachpublikum ebenso wie an eine interessierte Öffentlichkeit.

Historiker:innen, Natur und Kulturwissenschaftler:innen beleuchten darin die Nutzung, Gefährdung und kulturelle Bedeutung des Wassers von der Urgeschichte bis ins 20. Jahrhundert. Im Fokus stehen dabei unter anderem Hochwasser und Trockenperioden, Wasser als Energieträger, Verkehrsweg und Grenze sowie seine Rolle in Bergbau, Mythos, Recht, Volksmedizin und Alltagskultur.

Der 273 Seiten starke und mit vielen Farbfotos ausgestattete Band wurde vom Historiker und Universitätsdozent Georg Neu-

hauser und Armin Torggler vom Südtiroler Landesmuseum Bergbau herausgegeben und trägt den Titel „Wasser als Ressource im historischen Tirol und den angrenzenden Gebieten“. Er vereint die Beiträge der Ersten Internationalen Ressourcentagung der Europaregion Tirol – Südtirol –Trentino, die von der Universität Innsbruck und dem Landesmuseum Bergbau 2024 in Innsbruck organisiert worden war. Vor dem Hintergrund aktueller klimatischer Veränderungen gewinnt der historische Blick an Brisanz: Gletscherschmelze, zunehmende Starkregenereignisse, längere Trockenperioden und wiederkehrende Hochwasser prägen heutige Debatten ebenso wie kontroverse Fragen zu Gewässerverbauung, Renaturierung und Wasserkraftnutzung. Die Publikation zeigt, dass diese Herausforderungen keine rein modernen Phänomene sind und dass historische Erfahrungen wertvolle Orientierung für gegenwärtige und zukünftige Entscheidungen bieten können.

pm/red

Staunen, Emotion und Begeisterung

Vom 14. März bis zum 28. März fand die diesjährige Ausgabe des Festival Dolomites in Toblach statt. Das Festival stand unter dem Motto “Glücksfälle“. Den Auftakt bildete am 14. März das hochkarätiges Epoque Quartet aus Tschechien, das mit einem abwechslungsreichen 70-minütigen Programm von Django Reinhardt über Astor Piazzolla bis Nino Rota das Publikum begeisterte. Die feierliche Eröffnung des Festivals am 15. März wurde zu einem musikalischen Höhepunkt: Das Orchestra da Camera di Mantova (OCM) begeisterte unter der Leitung von Dirigent Hossein Pishkar mit einem Konzert von außergewöhnlicher Qualität. Im Zentrum stand die herausragende Geigerin Veronika Eberle. Ein weiterer Höhepunkt war das Preisträger:innenkonzert “Prima la Musica“, der eindrucksvoll die Zukunft der Südtiroler und Tiroler Musikszene präsentierte. Am 21. März entfaltete sich mit “Gleißend Klingendes 1913“ ein intensiver Abend zwischen Literatur und Musik: Christian Sutter und das Windsbraut Quartett ließen ein Jahr der Extreme aufleben. Flirrende Klänge trafen auf ein-

dringliche Texte, ergänzt durch eine kuratierte Mini-Ausstellung mit Werken und Büchern jener Zeit. Einen Tag später setzte das Landesjugendorchester Südtirol unter Edwin Cáceres-Peñuela ein kraftvolles Zeichen für die Zukunft, mit Stargast Benjamin Schmid und der Uraufführung von Mathias Schmidhammers „The Big Bang“. Am 27. März faszinierte Wolfgang Muthspiel mit seinem Soloprogramm “Etudes/Quietudes“: virtuos, poetisch, frei – ein fein gesponnener Dialog zwischen klassischer Gitarre und Jazz. Das große Finale am 28. März gehörte neuen Stimmen: Das K.K.-Klang-Kabinett berührte mit “Daham“ – roh, ehrlich, tief verwurzelt im Dialekt. Im Anschluss entfaltete das Sweet Alps Orchestra mit “Voyage“ eine mitreißende Klangreise zwischen Alpen, Balkan und Afrika.

pm/red

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Vier starke KFS-Bezirke

Der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) hielt sein Bezirksversammlungen im Oberen, Unteren- und Hochpustertal sowie im Ahrntal ab. Beim Auftakt in Niederrasen würdigten Bezirksleiterin Astrid Hochgruber, Gemeindereferentin Silke Hecher sowie KFS-Präsidentin Sieglinde Aberham das große Engagement der Ehrenamtlichen und die Bedeutung der Mitgliedsfamilien. Pfarrer Herr Maximilian Maria Stiegler unterstrich die Wichtigkeit des KFS für die Kirche und Familien.

In Luttach betonte Pfarrer Stephan Stoll die Bedeutung pastoraler Angebote für die Dorfgemeinschaft. Auch Bürgermeister Markus Gartner und Gemeindevertreterin Anita Strauss schlossen sich dieser

Wertschätzung an. In Taisten hob Gemeindereferentin Waltraud Brugger die Wichtigkeit der Arbeit im KFS hervor. Pfarrer Paul Schwienbacher zeigte sich erfreut über die Einladung und verwies augenzwinkernd auf seine Tätigkeit in mehreren Zweigstellen des Bezirks Hochpustertal. Besonders groß war die Freude in St. Martin in Thurn, an dem der Bürgermeister Giorgio Costabiei, die Gemeindereferentin Sara Clara und Gemeinderätin Susanna Talmon teilnahmen, da die Bezirksvollversammlung im Gadertal bei der ersten ladinischen KFS-Zweigstelle stattfand. KFS-Geschäftsleiterin Samantha Endrizzi bedankte sich für das Engagement vor Ort, denn „die Präsenz und der Einsatz aller sind in den Gemeinden deutlich

spürbar. Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Ohne diesen Einsatz würde den Dörfern ein wesentliches Stück fehlen.“ Im Rahmen der Bezirksversammlungen stellten die Fachkräfte der Bezirksgemeinschaft Pustertal den Frühe-Hilfen-Dienst vor. Die geistliche Assistentin Manuela Unterthiner Mitterrutzner unterstrich

Quelle: KFS

die Bedeutung des “K” im KFS des pastoralen Bereichs. Auch Präsidentin Sieglinde Aberham betonte: „Das Ehrenamt ist das Herzstück unseres Verbandes. Was in den Zweigstellen in allen vier Bezirken des Pustertals geleistet wird, ist von unschätzbarem Wert.“Astrid Mair, KFS-Verantwortliche für die Betreuung der Bezirke und Zweigstellen sagte abschließend: „Es war mir eine große Freude, die Zweigstellen in den Dörfern in ganz Südtirol zu besuchen. Besonders wertvoll waren die Gespräche mit den Ehrenamtlichen vor Ort, und ich bin beeindruckt vom engagierten Einsatz mit den dort vielfältigen Angeboten für die Familien.“

pm/red

Traumsaison für Pfalzner Curler

Ivan Künigl und Michael Bacher aus Pfalzen dürfen auf eine Curling-Saison voller Erfolge zurückblicken

„Im Grund genommen wurden wir am Beginn der Saison als Team quasi zusammengewürfelt“, erzählt Ivan Künigl über den Auftakt in eine außergewöhnliche Saison. Ivan und sein Pfalzner Teamkollege Michael Bacher wussten in der Tat nicht, was auf sie zukommt, als sie sich auf das regionale Nachwuchsprojekt im Team des ASC Curling Südtirol Junioren einließen. Denn neben den zwei Südtiroler Athleten stießen auch die Gebrüder Simone und Alessandro Paolazzi aus dem Trentino zur Mannschaft. „Zunächst mussten wir uns an die neue Konstellation gewöhnen. Aber das Kennenlernen ging ziemlich schnell und schon bald funktionierten wir als Regionalteam mit Simone und Alessandro sehr gut“, sagt Michael Bacher.

BRONZEMEDAILLE

Die vier jungen Männer suchten die sportliche Einheit und fanden sie – wie die

Ergebnisse der zu Ende gehenden Saison beweisen. Den Anfang machten die Italienmeisterschaften, bei der die Junioren des ASC Curling Südtirol gegen sechs konkurrierende Teams aus dem norditalienischen Raum antraten. „In meinen Augen war das Niveau bei diesem Turnier außergewöhnlich hoch“, berichtet Ivan Künigl. „Deshalb hat die Bronzemedaille, die wir bei diesem Turnier holten, einen sehr hohen Stellenwert.“

MAKELLOS IN PRAG

Weiter ging es für Ivan, Michael, Simone und Alessandro mit dem internationalen Turnier „Prague Circles“ in der tschechischen Hauptstadt Prag, das Teil der renommierten CJCT-Serie (Central Junior Curling Tour) ist. Dort trafen sie auf Konkurrenz aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Österreich und der Schweiz.

Ein regionales CurlingDream-Team: Michael Bacher, Ivan Künigl, Alessandro und Simone Paolazzi (v.l.).

Das Resultat: Der ASC Curling Südtirol gewann alle (!) sieben Duelle und sicherte sich in einem dramatischen Finale gegen Tschechien mit 6:3 den Turniersieg. „Wir lagen schon mit 0:3 im Rückstand, als wir mit unserer Trainerin die Strategie änderten und zu einem Comeback ansetzten“, sagt Ivan Künigl. „Wir haben uns nicht unterkriegen lassen“, ergänzt Michael Bacher. „Am Ende war es ein Sieg auf taktischer, aber vor allem auch auf mentaler Ebene.“

AUFSTIEG IN DIE SERIE A

Das sportliche Highlight folgte bereits am darauffolgenden Wochenende: Beim Final Four der italienischen Serie B spielte sich das Team um Skip Simone Paolazzi, seinen Bruder Alessandro, Ivan Künigl und Michael Bacher ungeschlagen an die Spitze – und sicherte sich damit den Meistertitel und den Aufstieg in die höchste italienische

Quelle:

Liga, den Campionato Assoluto Maschile. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit und echter Teamkultur“, betont das Trainerteam Christoph Fink und Camilla Gilberti und, die die jungen Spieler an den Standorten Bruneck und Cembra (Trient) betreuen. Ihre Kombination aus technischem Feinschliff, taktischer Reife und Teamgeist habe sich als Erfolgsrezept erwiesen.

EIN KOMPLIMENT

„Was als Experiment gestartet ist, ist voll aufgegangen“, freut sich Hubert Trenker, seines Zeichens Präsident des ASC Curling Südtirol. Das Projekt habe gezeigt, wie erfolgreiche Nachwuchsarbeit über Regionsgrenzen hinweg funktionieren kann – ein Modell, das als Beispiel für die gesamte italienische Curlingbewegung dienen könne. Auch Ivan Künigl und Michael Bacher sind begeistert von der Einheit, die im Laufe der Saison unter den vier Teamkameraden entstanden ist. „Als wir den Aufstieg in die Serie A gefeiert haben, da stellte Simone Paolazzi in einer kleinen Runde eine entscheidende Frage, die uns gezeigt hat, dass sich die harte Arbeit, das Zusammenwachsen als Team gelohnt hat“, erzählt Ivan Künigl. „Er fragte uns, ob er und sein Bruder Alessandro auch nächstes Jahr wieder mit uns zusammenspielen könnten. Das war ein großes Kompliment, das ausdrückt, dass wir uns als Team gefunden haben.“ Damit können Michael, Ivan, Simone und Alessandro mit Zuversicht auf die nächste Curling-Saison blicken, wenn es gilt, sich in der höchsten italienischen Spielklasse zu beweisen und auch weiterhin national und international für Furore zu sorgen.

Alles für den Rücken

Mit Meeresplasma zum gesunden Rücken

Wussten Sie, dass Rückenschmerzen die häufigsten Beschwerden am Bewegungsapparat sind?

Wussten Sie, dass längeres Sitzen den Rücken fast genauso belastet wie Zement-Säcke schleppen?

Wussten Sie, dass Rückenschmerz die zweithäufigste Ursache von Arztbesuchen ist?

Was tun Sie, um Ihren Rücken stark zu machen, damit er nicht schmerzt?

Sollten auch Sie unter den 80% der Menschen sein, die gelegentlich oder sogar häufig Rückenschmerzen haben, dann schaffen Sie Abhilfe!

Der französischer Physiologe René Quinton stellte fest, dass die Zusammensetzung von Mineralstoffen und Spurenelementen im Meerwasser der des menschlichen Blutplasmas verblüffend ähnlich ist und man damit Rückenschmerzen lindern oder sie sogar komplett zum Verschwinden bringen kann.

Wie funktioniert das?

Das Meerwasser wird aus speziellen Tiefen gewonnen und durch kalte Mikrofiltration aufbereitet, so dass alle lebendigen Eigenschaften erhalten bleiben.Bei Rücken- oder Nackenschmerzen wird das Plasma als Infusion unter die Haut gegeben. Die Vorteile dieses biologischen Produkts sind: Tiefe Remineralisierung in ionischer Form. Stoffwechsel-Support und damit Stressabbau, Leberregeneration und Verbesserung der Darmgesundheit. Verbesserung der Zellulären Gesundheit durch Unterstützung bei der Gewebeneubildung und der Muskelfunktion. Ganzheitliche Begleitung vor allem um den Rücken wieder stark zu machen und ihm die Schmerzen zu nehmen.

Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach dem Grad der Beschwerden und kann zwischen 3 – 10 Behandlungen betragen.

Dr. med. Karin Botchen

Praxis für Physikalische Therapie

KUCHL

Grashüpfer Smoothie

Menge: 1 Glas

Zutaten:

1 handvoll Wildkräuter (Brennnesseln, Löwenzahn, Giersch...)

1 Kiwi

1 Apfel

150 ml Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Mixer geben und fein pürieren

Luchs in Fotofalle getappt

Seit Februar läuft ein landesweites Fotofallen-Monitoring mit über 200 Wildtierkameras. Am Brenner und im oberen Vinschgau konnten bereits letztes Jahr einzelne Tiere dokumentiert werden. Anfang März gelang nun auch in Pfalzen eine klare fotografische Bestätigung des Luchses. „Die Aufnahmen bestätigen, wie wichtig ein systematisches Monitoring mit Fotofallen ist“, betont Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher: „Dieses Monitoring liefert uns verlässliche Daten und schafft eine sachliche Grundlage, um die Entwicklung verschiedener Wildarten in Südtirol genau zu verfolgen.“ „Die aktuellen Nachweise zeigen, dass sich diese äußerst heimliche und seltene Wildart wieder in Südtirols Wäldern bewegt; das ist ein positives Signal für Biodiversität und ökologische Stabilität“, unterstreicht Landesforstdirektor Günther Unterthiner. „Luchse bevorzugen strukturreiche, ruhige Waldlebensräume und

sind vor allem dämmerungs- und nachtaktiv“, berichtet Dominik Trenkwalder vom Landesamt für Wildtiermanagement in der Landesabteilung Forstdienst: „Luchse haben ein riesiges Streifgebiet, das für ein männliches Tier - in der Fachsprache Kuder genannt - bis zu 40.000 Hektar groß sein kann. Als reine Fleischfresser jagen sie vor allem Rehe und andere mittelgroße Wildtiere. Im Unterschied zum Wolf oder Bär verursacht der Luchs seltener Schäden in der Tierhaltung, auch aufgrund seiner heimlichen Lebensweise.“

Auch in den angrenzenden Regionen mehren sich die Hinweise: In Tirol wurden im Vorjahr insgesamt sechs Luchsnachweise über Wildtierkameras registriert. In Graubünden wird der Bestand derzeit auf rund 15 bis 20 Tiere geschätzt. Die Ausbreitung erfolgt vor allem von der Schweiz aus Richtung Osten.

mac/red

Anfang März hat eine Wildtierkamera im Gemeindegebiet von Pfalzen eine fotografische Bestätigung des Luchses erbracht.
Silvis Leichte Küche für alle Tage, Athesia Verlag, Seite 198.

Wanderung zur Kehrer Alm

Die letzte Wanderung dieses Spätwinters führt uns nach Kasern im Ahrntal. Hier sind Mitte April die Wiesen mit einem lilaweißen Teppich aus Krokussen bedeckt, welche das Hl.-Geist-Kirchlein so duftig umrahmen. Wir wandern weiter durch ein stilles Tal voller Schnee. Wo auch an einem Ostersonntag wie heuer (siehe Foto) kaum ein Mensch die Ruhe zertritt. Der lange Weg bis zum Talschluss entlang der jungen Ahr wird im Winter wenig begangen, während im Sommer Senioren mit Hunden,

Familien mit Kinderwagen oder Radfahrer mit Turbo dafür sorgen, dass man sich nie alleine fühlt. Einzige Bedingung, um die Winteridylle zu genießen: Früh aus den Federn! Die Hänge sind nämlich teilweise lawinenschwanger, weshalb möglichst vor 8 Uhr gestartet und die Rückkehr spätestens um 12 Uhr erfolgt sein sollte.

LOS GEHT’S!

Von Kasern (Bus Linie 450) wandern wir auf der Straße tal-

einwärts nach Prastmann. Wir verfolgen den Weg Nr. 13, der uns gemütlich in gemächlicher Steigung zur Trinkstein Alm (Jägerhütte, 1.667 m) und Adler Alm führt. Weiter geht’s am Bach entlang hinein in den schönen Almboden der Kehrer Alm (1.842 m; 1 ½ Std., 5 km, 260 Hm).

Rückweg am Hinweg (Gesamtgehzeit ca. 3 Std.). Grödel sind in den Morgenstunden ratsam.

Achtung: Die Tour nur bei lawinensicheren Verhältnissen und Morgenfrost unternehmen; ab

Mittag oder bei starkem Temperaturanstieg ist wegen der Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen dringend abzuraten. Grundsätzlich möchten wir klarstellen, dass alle unsere Wandertipps reine Vorschläge sind und wir keine Verantwortung übernehmen. Die Eigenverantwortung und Toureneinschätzung liegen bei jedem Wanderer selbst.

VINTL / WEITENTAL

Unterwegs in Vintl und Weitental

Unterwegs sind wir heute in Vintl und im schönen Weitental. Der Schnee schmilzt und langsam darf wieder hoch hinauf gewandert werden. Viele Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe sind in diesem Gebiet angesiedelt; wir haben vier besucht.

Die Orte bieten eine reizvolle Verbindung aus ursprünglicher Natur, gewachsener Tradition und zeitgemäßer Lebensqualität. Neben der Landwirtschaft, die hier seit jeher prägend ist, haben sich Vintl und Weitental zu lebendigen Standorten mit vielfältigem Handwerk, Gewerbe und engagierten Dienstleistern entwickelt. Wir sind heute unterwegs, um einige dieser Betriebe näher kennenzulernen – Unternehmen und Persönlichkeiten, die mit ihrem Einsatz wesentlich zur Attraktivität und Lebensqualität vor Ort beitragen. Und gleich zu Beginn unserer Reise,

direkt im Zentrum von Vintl, besuchen wir unseren ersten Betrieb, der aus Leidenschaft entstanden ist und heute mit Fachkompetenz und Kreativität überzeugt.

1. JENNWEIN BAGGERARBEITEN

Die Firma Jennewein wurde im Jahr 1946 von Oswald Jenewein gegründet und hat sich seitdem zu einem etablierten Bauunternehmen entwickelt. Bereits in den 1980er-Jahren übernahm die nächste Generation die Geschäftsführung, wodurch der Betrieb kontinuierlich moder-

nisiert und erweitert wurde. Besonders prägend war die Einführung von Bauträgerprojekten in den 1990er-Jahren sowie der Bau eines innovativen Firmensitzes im Jahr 2003, der als eines der ersten Passivhaus-Gebäude Westösterreichs gilt. Das Leistungsangebot des Unternehmens umfasst vor allem den klassischen Massivbau, die Planung von Bauprojekten sowie deren vollständige Umsetzung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Dabei deckt Jennewein alle Projektphasen ab – von der ersten Entwurfsplanung über die Ausschreibung bis hin zur

Bauausführung und Qualitätskontrolle. Ein besonderer Fokus liegt auf energieeffizientem und nachhaltigem Bauen sowie auf transparenter Kostenplanung und termingerechter Umsetzung. Hervorzuheben ist die starke Qualitätsorientierung des Betriebs. Jennewein ist seit vielen Jahren Mitglied beim „Qualitätshandwerk Tirol“ und wurde mehrfach mit Auszeichnungen bis hin zu höchsten Qualitätszertifikaten geehrt. Zudem setzt das Unternehmen verstärkt auf Innovation, etwa durch nachhaltige Bauweisen oder die Umstellung des Fuhrparks auf Elektromo-

bilität. Diese Kombination aus Tradition, technischer Kompetenz und Innovationsbereitschaft macht den Betrieb besonders wettbewerbsfähig.

2. SÄGEWERK WEITENTAL

Das Sägewerk Weitental ist ein traditionsreicher Holzverarbeitungsbetrieb mit über 40 Jahren Erfahrung im Bereich Bauholzschnitt. Im Laufe der Zeit wurde der Betrieb kontinuierlich modernisiert und an aktuelle Anforderungen angepasst. Durch den Einsatz leistungsstarker Maschinen, wie der Linck-Springer-Kombination, konnte die Effizienz gesteigert und gleichzeitig eine hohe Flexibilität in der Produktion erreicht werden. Das Aufgabengebiet umfasst den gesamten Produktionsprozess – von der Lieferung und Vermessung des Rundholzes über Sortierung und Einschnitt bis

hin zur Paketierung, Lagerung und Verladung. Jährlich werden rund 100.000 Festmeter Rundholz verarbeitet. Zum Sortiment zählen unter anderem Kantholz, Prismen, Latten, „Uso Fiume“, Verpackungsholz sowie Nebenprodukte wie Sägemehl, Hackschnitzel und Rinde. Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus moderner Technik, strukturierter Arbeitsweise und langjährigem Fachwissen. Das Sägewerk beliefert sowohl den lokalen Markt als auch Kunden in ganz Italien und überzeugt durch Qualität, Zuverlässigkeit und eine effiziente Nutzung des Rohstoffs Holz.

3. CONAD CITY VINTL UNTERPERTINGER OHG

Die Unterpertinger OHG in Vintl ist ein familiengeführter Betrieb, der sich über viele Jahre hinweg von einem kleinen Obstgeschäft

zu einem vielseitigen Nahversorger entwickelt hat. Heute wird das Unternehmen von der nächsten Generation geführt und beschäftigt rund 15 Mitarbeiter. Besonders prägend ist die kontinuierliche Erweiterung des Angebots sowie die Anpassung an die Bedürfnisse der Kunden. Der Betrieb umfasst zwei unterschiedliche Geschäfte. Zum einen das Lebensmittelgeschäft der Marke Conad, das ein breites Sortiment an frischen Lebensmitteln, regionalen Produkten sowie Waren des täglichen Bedarfs bietet. Zum anderen den „Alles in einem Laden“ Unterpertinger, der Artikel wie Geschenke, Zeitungen, Bücher, Haushaltswaren, Schulbedarf, Spielsachen sowie Blumen und Pflanzen umfasst.

Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus umfassendem Sortiment, persönlichem Service und zentraler Lage. Durch die

zwei Geschäftsbereiche wird eine große Vielfalt geboten, wodurch der Betrieb eine wichtige Rolle als Nahversorger und Treffpunkt in Vintl einnimmt.

4. KAROSSERIE BRUNNER

Wo früher die Garage Künig ihren Platz hatte, ist im August 2026 ein neuer Karosseriebetrieb eingezogen: die Karosserie Brunner. Hinter dem Unternehmen steht langjährige Erfahrung im Karosseriebau – und genau diese merkt man dem Betrieb auch an. Statt bei null zu beginnen, baut man hier auf breitem Know-how und entwickelt es gezielt weiter. Karosserie Brunner setzt bewusst auf handwerkliches Können sowie aktueller Technik und zeitgemäßer Arbeitsweise. Damit kann der Betrieb ein breites Leistungsspektrum abdecken, das den Anforderungen moderner Fahrzeuge und auch Oldtimern gerecht wird.

Im Mittelpunkt steht die Instandsetzung von Unfallschäden, klassische Karosseriearbeiten sowie Lackierungen. Auch Reparaturen an unterschiedlichen Materialien wie Stahl, Aluminium oder Kunststoff gehören zum Alltag. Ergänzt wird das Angebot durch praktische Zusatzleistungen – von der Fahr-

zeugaufbereitung über Ersatzfahrzeuge bis hin zur Übernahme der Abwicklung mit Versicherungen. Was die Karosserie Brunner besonders auszeichnet, ist die Verbindung aus handwerklicher Erfahrung und einem klaren Fokus auf den Kunden. Hier wird nicht einfach abgearbeitet: Persönliche

Beratung, transparente Abläufe und flexible Lösungen sind fester Bestandteil der Arbeit Damit positioniert sich der neue Betrieb von Anfang an als zuverlässiger Ansprechpartner für Fahrzeugreparaturen – und bringt frischen Schwung an einen Standort mit Geschichte. Unser Besuch

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in Vintl und im Weitental war insgesamt sehr interessant und abwechslungsreich. Besonders beeindruckend war die Kombination aus moderner Betriebsführung und traditionellem Handwerk in den verschiedenen Unternehmen.

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ALLES AUTO

Das ultimative Frühlings-Update fürs Auto

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und der Geruch von frischem Asphalt liegt in der Luft. Doch während wir die dicken Winterjacken längst in den Keller verbannt haben, schleppt unser Auto oft noch die Altlasten der kalten Jahreszeit mit sich herum. Deshalb gilt auch in puncto Auto: Raus aus dem Winterkleid!

Bruneck, Nordring / Max Valierstraße 4
HYBRID 4X4
HYBRID 4X4

Streusalz, Split und Feuchtigkeit haben Spuren hinterlassen, die weit über ein bisschen Schmutz auf dem Lack hinausgehen. Wer jetzt nicht handelt, riskiert Schäden und Reparaturen. Es ist also Zeit für den großen Frühlings-Check – damit das Auto nicht nur glänzt, sondern auch technisch in der obersten Liga mitspielt.

WELLNESS-KUR FÜR DEN LACK

Den Beginn macht man am besten mit einer Kampfansage gegen die Salz-Kruste. Der erste Stopp auf dem Weg in den Frühling führt somit unweigerlich zur Waschstraße. Aber Vorsicht:

Eine schnelle Standard-Wäsche reicht nach einem harten Winter nicht aus. Deshalb sollte man unbedingt ein Programm mit intensiver Unterbodenwäsche wählen. Salzreste, die sich hartnäckig festgesetzt haben, wirken wie Schmirgelpapier und fördern die Korrosion. Wer seinem Auto etwas wirklich Gutes tun will, investiert demnach in eine professionelle Lackreinigung. Damit lassen sich hartnäckige Ablagerungen wie Flugrost oder Teer entfernen, die die Waschanlage oft ignoriert. Eine anschließende Versiegelung mit hochwertigem Hartwachs oder einer KeramikBeschichtung schützt den Lack vor den nun wieder stärker wer-

denden UV-Strahlen. Und auch der Innenraum verdient nach Monaten voller Matschschuhe und feuchter Kleidung eine Generalüberholung. Als erstes: Raus mit den schweren Gummimatten! Diese haben zwar ihren Dienst getan, speichern aber Feuchtigkeit im Fahrzeugboden, was zu muffigen Gerüchen und beschlagenen Scheiben führt. Ein oft unterschätzter Punkt ist die Innenseite der Windschutzscheibe. Der schmierige Film, der sich über den Winter durch die Heizungsluft gebildet hat, bricht das Licht der tiefstehenden Frühlingssonne gefährlich und kann die Sicht massiv behindern. Ein Glasreiniger und ein

sauberes Mikrofasertuch wirken hier Wunder.

TECHNIK-CHECK:

SICHERHEIT UND PERFORMANCE FÜR DIE NEUE SAISON

Sobald die „O-bis-O“-Regel (Ostern bis Oktober) greift und die Temperaturen konstant über der Sieben-Grad-Marke bleiben, ist Zeit für den Reifenwechsel. Winterreifen sind bei Wärme nicht nur lauter, sondern verschleißen deutlich schneller und verlängern den Bremsweg unnötig. Bevor die Sommerreifen aber aufgezogen werden, steht die Inspektion an: Haben sie noch mindestens drei Millimeter Profil? Gibt es Risse

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oder Beulen in der Flanke? Nach der Montage ist der korrekte Luftdruck entscheidend – das schont nicht nur den Geldbeutel an der Zapfsäule, sondern sorgt auch für die nötige Haftung in schnellen Kurven. Unter der Motorhaube wartet die nächste Etappe. Vor allem die Flüssigkeitsstände sollten jetzt geprüft werden: Motoröl, Kühlwasser und Bremsflüssigkeit sollten auf dem optimalen Level sein. Ein besonderes Augenmerk gilt der Scheibenwaschanlage. Sie soll nun mit einem speziellen Sommer-Konzentrat befüllt werden. Denn während Frostschutz im Winter wichtig ist, versagt er im Frühling kläglich gegen Insektenreste und Blütenpollen – hier

braucht es spezielle Tenside für klare Sicht. Zudem ist es ratsam, die Wischblätter zu kontrollieren; sind sie rissig oder ziehen sie Schlieren, gehören sie in den Müll. Zu guter Letzt ein Blick auf die "unsichtbaren" Helden: die Filter und die Klimaanlage. Ein neuer Innenraumfilter (Aktivkohlefilter) hält Pollen und Feinstaub draußen – ein Segen für Allergiker. Ein Klimaanlagen-Check sorgt zudem dafür, dass das System desinfiziert wird und keine Bakterien in den Fahrgastraum pustet. So sind Sie bestens gerüstet für die erste große Ausfahrt ins Grüne. Die Saison kann kommen!

Simon & Valentina –

Karosserie Brunner

Dürfen wir vorstellen? Nicht einfach ein Paar. Nicht einfach ein Betrieb. Sondern eine Geschichte aus Blech, Herz und einer ordentlichen Portion Realität. Mitte – na gut, eher Ende – 30. Seit gefühlt immer gemeinsam unterwegs. Zweifach verheiratet (man weiß ja nie – doppelt hält besser). Eltern von drei Kindern. Und irgendwo zwischen Alltagschaos, Werkstattgeruch und Campingträumen mit dem T4 ist etwas entstanden, das mehr ist als nur Arbeit: eine eigene Karosserie mit Haltung. Denn hier wird nicht einfach repariert. Hier wird aufgebaut. Mit Händen, die wissen, was sie tun. Und mit einem Anspruch, der keine Abkürzungen kennt. Er bringt das Metall zum Sprechen. Leidenschaftlicher Karosseriebauer, Perfektionist bis ins Detail.

Sie hält den Laden zusammen. Organisationstalent, Improvisationskünstlerin und die ruhige Stimme im Hintergrund. Getrennt stark. Zusammen unschlagbar. Auch wenn nicht im-

mer alles perfekt synchron läuft, bleibt das Ziel klar: etwas schaffen, das bleibt.

Was sie antreibt? Kein leeres Versprechen. Sondern Zusammenhalt, Dankbarkeit und der Glaube daran, dass man gemeinsam alles schafft.

Und genau hier liegt der Unterschied:

Hier zählt nicht, welches Auto kommt – sondern wer dahintersteht. Jeder Kunde wird mit der gleichen Sorgfalt, dem gleichen Respekt und dem gleichen Anspruch behandelt.

Klare Kommunikation statt Fachchinesisch.

Angebote, die eingehalten werden.

Ehrlichkeit, auch wenn sie unbequem ist.

Und ein Gefühl von Sicherheit, das man einfach spürt.

Wer hier sein Fahrzeug abgibt, bekommt mehr als Handwerk: Verlässlichkeit, Nahbarkeit und echtes Vertrauen.

Karosserie Brunner–weil Vertrauen kein Zufall ist.

VINTL

Frühlings-Trends für die Kleinsten

Wenn die Natur erwacht, wird es Zeit für luftige Stoffe und zarte Farben. Wir zeigen, welche Trends die Babygarderobe in dieser Saison erobern und welches Zubehör jetzt im Kinderwagen nicht fehlen darf.

Der wichtigste Trend im Frühjahr heißt „Natur pur“: Nachhaltige Materialien wie Bio-Baumwolle und leichter Musselin stehen hoch im Kurs. Farblich dominieren sanfte Erdtöne wie Salbeigrün, Altrosa und helles Ocker, die perfekt zur ersten

Frühlingssonne passen. Diese Stoffe sind besonders atmungsaktiv und ideal für das oft wechselhafte Wetter, da sie Feuchtigkeit gut regulieren und sanft zur empfindlichen Babyhaut sind. Ein unverzichtbares Must-have für den Kinderwagen ist in dieser

Saison die leichte Einschlagdecke aus feinem Baumwollstrick. Sie schützt zuverlässig vor einer kühlen Brise, ohne dass die Kleinen bei direkter Sonneneinstrahlung überhitzen. Ergänzt wird der Look durch Accessoires in charmanter Lochstrick-Optik –

von Häubchen bis hin zu kleinen Schühchen. So sind die Kleinen nicht nur modisch, sondern auch funktional bestens gerüstet für die ersten ausgiebigen Spaziergänge im Grünen.

Hier sind die Großen von Morgen. Vielen Dank an alle Zusendungen!

David Oberhollenzer aus Mühlen in Taufers geb. 06.11.2025

Billie Villscheider-Untertheiner aus Schrambach geb. 14.05.2025

Louis Tasser aus Rein in Taufers geb. 19.09.2025

Emma Plaickner aus Mühlwald geb. 09.10.2025

Matti Ladstätter aus Olang geb. 27.01.2025

Samstag, 18. April | um 10.30 Uhr

Samstag, 16. Mai | um 10.30 Uhr

TERMINE EVENTS &

09.05.26

16:00 Uhr

MISSION PLANET B

Kinderkonzert ab 6 Jahren. Unsere Erde steht am Abgrund. Daher wird eine Crew ins All geschickt – „Planet B“ muss her! Auf der Reise entdecken die fünf Heldinnen und Helden nicht nur ferne Himmelskörper, sondern auch Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt und Mut. Doch bald wird klar: Vielleicht ist unsere Erde doch der beste Planet, den wir haben.

„Mission Planet B“ ist eine musikalische Reise mit hochaktueller Botschaft: Unsere Zukunft hängt von uns ab!

… mit Musik u. a. von Harold Arlen, Ludwig van Beethoven, Hoagy Carmichael, Edvard Grieg, Gustav Holst, Bart Howard, John Williams und Pharrell Williams.

Wann & Wo:

SA, 09.05.26, 16:00 Uhr Gustav-Mahler-Saal Kulturzentrum Toblach

Weitere Infos & Tickets unter: Tel. 0474 976 151 www.kulturzentrum-toblach.eu

22.05.26 19:30 Uhr

SEE.MESSE

Unter dem Titel „sound.of.light“ erwarten dich mitreißende Musik, Texte zum Nachdenken und Momente zum Staunen beim Issinger Weiher. Zelebriert wird die Messe von Pfarrer Michael Bachmann, Pfarrer Karl Blasbichler sowie Pater Paul Borek. Der Minichor Bruneck umrahmt die Messe musikalisch mit und sorgt im Anschluss mit einem Konzert für die richtige Stimmung, um den Abend ausklingen zu lassen. Die see. messe und das Konzert wird vom Jugenddienst Bruneck in Zusammenarbeit mit der Pfarrei Pfalzen, der SKJ Pfalzen, der Volkstanzgruppe Pfalzen, den Ministranten und Jugendlichen aus den Gemeinden Kiens, Pfalzen und Terenten sowie dem Issinger Weiher organisiert.

Wann & Wo: 22.05.26, 19:30 Uhr

Issinger Weiher

Infos unter: Tel. 0474 410 242 www.vollleben.it

24.04.26

BUBERTÄTREIDMO DRIBO

Alles rund um das Thema Pubertät. Eine Bubenwerkstatt zu Körper und Pubertät Der Workshop spricht an, was sich in der Pubertät verändert. Die Buben zwischen 11 und 13 Jahren vertiefen, wie Pubertät funktioniert und setzen sich mit vielen Körperfragen auseinander: Wann wachsen Schamhaare und Bart? Wie verändern sich Hoden und Glied? Welchen Weg gehen Samenzellen? Wie kommt es, dass Männer Kinder zeugen können? Was bewirkt Testosteron? Vorab findet ein Elterninfoabend am 20. April um 19h online statt. Der Referent ist der Sexualpädagoge Alexander Dangl.

Wann & Wo:

24.04.26, 14:30 - 18:30 Uhr Ufo Bruneck

Infos & Anmeldung unter: Bis 17. April: stefano.fiori@ufobruneck.it Tel. 0474 555 770

02.05.26 20:00 Uhr

FRÜHJAHRSKONZERT

Ein unvergesslicher Musikabend beim Frühjahrskonzert der Schützenkapelle Pichl unter Kapellmeister Michael Oberrauch! Freiwillige Spende.

Die Musikkapelle „Schützenkapelle Pichl“ lädt herzlich zum traditionellen Frühjahrskonzert ein. Unter der Leitung von Kapellmeister Michael Oberrauch erwartet ein abwechslungsreiches musikalisches Programm – von traditionellen Märschen bis hin zu modernen Klängen. Freiwillige Spende. Die Musikerinnen und Musiker freuen sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Wann & Wo:

02.05.26, 20:00 Uhr Bürgersaal Mehrzweckhaus in Gsies

Weitere Infos unter: info@schuetzenkapelle-pichl.it

Quelle: Jugenddienst Bruneck

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• allgemeine organisatorische und administrative Tätigkeiten

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Das nächste Puschtra Magazin erscheint am 15.05. 2026 REDAKTIONSSCHLUSS 30.04.2026

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Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme:

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Wir warten im Tierheim auf Sie…

Kommen Sie uns besuchen, lernen Sie uns kennen, und schließen Sie uns in Ihr Herz!

Sie finden uns im Tierheim Obervintl, Karnergasse Nr. 5

Offnungszeiten: Montag bis Freitag von 14 - 17 Uhr. Samstag, Sonntag und an Feiertagen geschlossen.

Infos unter: www.tierheim-obervintl.it oder Tel. 0472 86 81 72

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• ganzjährig geöffnete Partnerpraxis für Vor- und Nachbehandlungen in VINTL

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• bestens ausgestattete Räumlichkeiten und 21 hochquali zierte Zahnärzte

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• Professionalität und Herzlichkeit sprechen für uns

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Qualitätsbetriebe aus dem Pustertal

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Malerbetrieb Dantone

Der Malerbetrieb Dantone der Dantone Dagmar & Co. KG ist der Fachmann für Fassadengestaltung, Trockenbau, Sanierungen, Vollwärmeschutz sowie Maler- und Dekorationsarbeiten. Durch feuchtes und kühles Wetter kann es im Winter aber auch im Sommer zu Schimmelbildung kommen. Einer der Gründe kann auch falsches Lüften sein. Wenn es aber schon passiert ist, sollte man einen Fachmann kontaktieren. Die Firma Dantone kann mit Kompetenz und fachmännischem Material den gesundheitsschädlichen Schimmel beseitigen, der Auslöser für Allergien und asthmatische Krankheiten sein kann. Der Malerbetrieb Dantone erstellt gerne individuelle Angebote und steht mit Fachwissen zur Seite.

St. Lorenzen, Aue 22/B

Tel. 0474 474 004 / 348 26 48 494 | info@malerdantone.it

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