Nr. 16 vom 04.09.2021 – 14-tägig Poste Italiane SpA – Versand im Postabbonement – ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, CNS Bozen. Erscheint 14-tägig. Contiene I.P e I.R.
Passion Korn Regionaler Getreideanbau
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Liebe Leserin, lieber Leser, der Sommer brachte für viele Menschen Erholung und für viele Betriebe einen langsamen, wirtschaftlichen Aufschwung. Von der Pandemie gebeutelte Sektoren, wie zum Beispiel der Tourismus, der Handel und die Kultur konnten etwas aufatmen und wieder optimistischer in die Zukunft schauen.
Bus, 4x Nächtigung/Frühstück, 1x ganztägige Reiseleitung „Christliches Rom“ inkl. Audioguides, Besuch und Eintritt Papstaudienz
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Wohl kaum zu übersehen war die verbesserte Situation im Südtiroler Tourismus. Südtirols Einkaufsstädte und die Hotspot-Destinationen waren im August voll mit Gästen. Nach einer komplett ausgefallenen Wintersaison zeichnete sich im Mai und vor allem im Juni 2021 eine Erholung des Südtiroler Tourismus ab, wie die Sommerausgabe des Wirtschaftsbarometers des WIFO verrät. Nachdem die Betriebsinhaber zu Anfang der Saison noch über Personalmangel klagten, konnte in Folge aber auch eine Erholung bei der Zahl der Beschäftigten im Tourismussektor ausgemacht werden. Im Handel hat es laut Umfragen des WIFO von Südtiroler Konsumentinnen und Konsumenten im Juli beim Konsumklima im Vergleich zu den Umfragewerten im April auch eine Verbesserung gegeben. Am meisten Optimismus gab es im Großhandel, im Einzelhandel hingegen war das Geschäftsklima bescheidener und die ersten Daten zum Sommerschlussverkauf zeugten von keiner große Zufriedenheit bei den Kaufleuten. Über eine schlechte Ertragslage klagen immerhin noch an die Hälfte der Einzelhandelsunternehmen in den Warenbereichen wie „Textil und Bekleidung“ sowie „Kosmetik- und Pharmaprodukte”, wie die Erhebungen des WIFO belegen.
22.- 26. September (5 Tage) Bus, 4x HP, Getränke beim Abendessen bzw. Pool- und Strandbenützung inkludiert
30. September – 03. Oktober (4 Tage) Bus, 3x HP, Ausflug Cinque Terre inkl. Bootsfahrt und Bahnfahrt, Ausflug Rapallo und Portofino inkl. Reiseleitung
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Im Kulturbetrieb ließ sich ebenfalls eine positive Stimmung erkennen. Die Verantwortlichen der verschiedenen Kulturbereiche haben sich im vergangenen Jahr gut vorbereitet und durch klar definierte Konzepte und Pandemieregeln wurden nun versucht verschiedene kulturelle Angebote, Veranstaltungen und Events auf die Beine zu stellen. Für kulturelle Angebote im Freien spielen die sommerlichen Temperaturen natürlich auch in die Händen der Veranstalter und Organisatoren.
23. – 26. Oktober (4 Tage) Bus, 3x NF, 2x halbtägige Stadtführung
27.- 31. Oktober (5 Tage) Bus, 4x NF, Stadtführungen Erfurt, Weimar, Eintritt Porzellanmanufaktur Meißen, Semperoper, Diverse Führungen (ua. Wartburg)
8. – 15. November (8 Tage) Bus, 7x HP, unbegrenzter Eintritt Thermalbad, Bademantel
Ich hoffe, auch Sie, liebe Leserin und lieber Leser, haben sich in diesem Sommer gut erholt und können mit positiven Gedanken und neuem Schwung in den Herbst starten. Herzlich, Ihre Tanja Leitner - redaktion@puschtra.it
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Regionaler Getreideanbau
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er hat bei einigen Getreidebauern im Pustertal nachgefragt, wie die diesjährige Ernte ausgefallen ist und den Agronom Joseph Fink zum Projekt Regiokorn interviewt.
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ein neues wirtschaftliches Standbein im Bereich Getreide zu erschließen, die Möglichkeiten für die Fruchtfolge zu erweitern und die lokale Wertschöpfung wie auch die Vielfalt der Landwirtschaft zu erhöhen.
Quelle: Meraner Mühle
In Südtirol werden im Rahmen des Projektes “Regiokorn – Getreide aus Südtirol“ an die 100 Hektar Getreide angebaut. Zurzeit wird das Korn im ganzen Land geerntet.
: Herr Fink, können Sie unseren Lesern Auf welcher Fläche wird in Südtirol Regiokorn einen kurzen Überblick geben: Wie das Korn angebaut? Aktuell wird auf 100 Hektar in ganz Südtirol zum Mehl wird? Joseph Fink: Der Arbeitsprozess ist recht einfach Getreide angebaut. Der Großteil, mit ca. der und hat sich im Laufe der Geschichte nicht Hälfte der Fläche, fällt auf das Pustertal, der wesentlich verändert. Seitdem die Menschheit Rest verteilt sich auf den Vinschgau und das sesshaft ist, wird Getreide angebaut und verar- Eisacktal. Joseph Fink, kontrolliert die Qualität des Getreides. beitet. Das Getreidekorn wird dabei zerkleinert – früher mit Steinen oder Mühlsteinen – heutzu- Welche Getreidearten werden heute angebaut? Die Schwierigkeiten begannen bereits bei der tage mit Walzstühlen. Das Korn läuft bis zu 20 Im Rahmen des Regiokorn-Projektes werden Auswinterung. Der viele Schnee, der lange Mal über diese Walzenstühle und anschließende Roggen, Dinkel und Gerste angebaut. Der Anbau liegen blieb, begünstigten „Schneeschimmel“, Siebe und wird dadurch schonend vermahlen. richtet sich hauptsächlich nach der Nachfrage eine Pilzkrankheit, die das Getreide unter der Vorher wird das Korn allerdings noch mit einer am Markt. Wir arbeiten eng mit heimischen Schneedecke schädigt. Das Frühjahr war dann speziellen Reinigungsanlage von Bruchkorn, Bäckern zusammen, die das Endprodukt dann relativ kühl und das hat zur Verzögerung der Strohresten und Staub befreit. Unterschiede dem Konsumenten anbieten. Die Getreidesorten, Vegetation und auch der Ente um zwei Wochen in der Verarbeitung gibt es dann auch noch je die in Südtirol immer schon angebaut wurden, geführt. In den höheren Lagen im Pustertal, nach Getreidesorte: Dinkel – ein Spelzgetreide werden auch heute nachgefragt: So wird das wie zum Beispiel in Rasen-Antholz steht die – durchläuft noch den zusätzlichen Prozess des “Vinschger Paarl“ oder das „Pusterer Breatl“ diesjährige Ernte noch aus, ansonsten wurden Entspelzens. Bei Nacktgetreide wie dem Roggen, mit Roggenmehl hergestellt und Dinkelmehl vom unteren bis ins obere Pustertal bereits löst sich das Korn schon im Drescher. Dann wird wird von den Konsumenten ebenso verstärkt alle Felder abgeerntet. Die größte Herausdas Mehl gelagert und abgepackt. gekauft. Die Regiokornprodukte (Brot, Korn forderung war allerdings der viele Regen zur und Mehl) sind südtirolweit bei ausgewählten Haupterntezeit Ende Juli. Das Getreide war Das Projekt “ Regiokorn – Getreide aus Süd- Bäckern erhältlich, in PUR Südtirol-Geschäften, teilweise zu feucht, konnte nicht geerntet tirol“ wurde 2011 ins Leben gerufen. Wie natürlich direkt in der Meraner Mühle und auch werden und vielfach kam es zu „Auswuchs“, kam es dazu? online erhältlich. was die Backqualität des Mehls maßgeblich Schon 2010 gab es vermehrt Anfragen von Bäverringert. Zusammenfassend kann ich sagen, ckern nach regionalem Getreide und Mehl, und Gibt es Unterschiede im Anbau zu früher, was dass wir mit der Ernte 2021 sowohl ertrags- als Bauern hatten vereinzelt begonnen, in Südtirol die verschiedenen Getreidesorten betrifft? auch qualitätsmäßig zwar einige Einbußen wieder Getreide anzubauen. So entstand damals Schon immer wurden Pflanzen züchterisch hinnehmen müssen – aber jenes Getreide, das zwischen TIS innovation park, der Bäckerinnung weiterentwickelt um bestimmte Eigenschaften die Qualitätskriterien erfüllt, sorgt wieder für im hds und dem Bauernbund sowie der Laimburg zu verbessern. Aktuelle Sorten sind z.B. robus- bestes regionales Mehl und Brot. ein ESF-Projekt, das es ermöglichte, Beratungen ter gegen Krankheiten, haben höhere Erträge zu organisieren, Leitlinien zu erstellen und und kürzere Halme, was die Standfestigkeit Welche Qualitätskriterien gelten für das Abläufe zu klären. Ein solides Netzwerk ent- verbessert. Hybridsorten werden aber keine Regiokorn? stand: Die „Regiokorn-Interessengemeinschaft“ verwendet. Beim Dinkel setzen wir auf die Alle Regiokorn-Bauern – also konventionelle mit Vertretern der Getreidebauern, der Meraner Sorte „Oberkulmer Rotkorn“, einen Urdinkel. und auch biologische Betriebe mit BiozertifiDie Roggensorten werden zusammen mit dem zierung – müssen nach biologischen RichtliniMühle und der Bäcker. Versuchzentrum Laimburg ausgesucht und eige- en anbauen und dürfen keinen Kunstdünger Welches Ziel verfolgt dieses Projekt? nen sich für alpine Lagen. Die Regiokornbauern und keine Pestizide ausbringen. Bei der Ernte Das Projekt „Regiokorn“ entstand mit dem beziehen ihr Saatgut von professionellen Saat- liegt das Augenmerk dann im Besonderen auf Ziel, den regionalen Getreideanbau in Südtirol gutherstellern um ein sicheres und qualitativ drei Qualitätskriterien: Die Feuchtigkeit muss wiederzubeleben und das Netzwerk von den hochwertiges Getreide zu erhalten. unter 14 Prozent liegen, damit das Getreide Getreideanbauern, dem Müller und den Bäckern lagerfähig ist. Die Fallzahl gibt Aufschluss über wieder aufzubauen und zu stärken. So gelang Wie war die Qualität der Ernte des diesjäh- die Backfähigkeit des Mehls und wird durch es, auch im Bereich Backwaren Produkte mit rigen Sommers? regnerisches Wetter während der Erntezeit regionalem Rohstoff anzubieten. Für die Land- Dieses Jahr war für die Getreidebauern wit- negativ beeinflusst. Dazu kommt das Hektoliwirte schaffte das Projekt die Voraussetzungen, terungsbedingt sicher kein einfaches Jahr. tergewicht, das Korngewicht im Verhältnis zum
titelthema
Quelle: Meraner Mühle
Volumen, das Auskunft darüber gibt, wie gut das Korn und der Mehlkörper ausgebildet sind. Alle Kriterien werden in unserem Labor in der Meraner Mühle ermittelt. Wie viele Bauern des Pustertals liefern aktuell Getreide für dieses Projekt? Landesweit bauen über 60 Bauern Regiokorn Getreide an, im Pustertal sind es 34 Landwirte. Davon kommen 60 Prozent aus biologischem und 40 Prozent aus konventionellem Anbau. Die besten Korn-Qualitäten werden auch prämiert? Die besten Ergebnisse im Bezug auf Ertrag und Backqualität werden mit der Auszeichnung „goldene Ähre“ prämiert. Die Auszeichnung soll eine Wertschätzung und ein Ansporn zugleich sein.
DREI REGIOKORNBAUER BERICHTEN
ungleich gut gereift. Entscheidend ist der richtige Zeitpunkt, um zu ernten“, schließt Wilfried Strobl.
ist es mir gelungen, den richtigen Zeitpunkt für die Ernte zu erkennen“, erzählt Paul Gruber.
Quelle: Privat
Quelle: Meraner Mühle
Markus Wasserer, aus Kiens Paul Gruber, aus Olang Der Junglandwirt Markus Wasserer vom KirPaul Gruber aus Olang ist seit den Anfängen cherhof in Kiens ist mit seiner ersten Ernte im des Projektes Regiokorn mit dabei und hat im heurigen August „sehr zufrieden“. „Wir hatten Getreideanbau dementsprechend viel Erfahrun- sehr viel Glück, das andere in diesem Somgen gesammelt. Als Bio-Bauer achtet er auf den mer nicht hatten. Es war sehr regnerisch und biologischen Anbau mit Fruchtfolge. Dieses Jahr der Zeitpunkt, an dem geerntet werden kann, hat er auf eineinhalb Hektar Roggen ausgesät, muss gut gewählt werden, damit die Qualität wie er im Interview erzählt. Das Thema Getrei- des Getreides stimmt“, erzählt Markus Wassede und Boden hat Paul Gruber schon immer rer, der letzte Woche an die 3.500 Kilogramm interessiert: „Meiner Meinung nach muss das Winterroggen für das Projekt Regiokorn an die Boden-Mensch-Verhältnis wieder hergestellt Meraner Mühle liefern konnte. Der Jungbauer werden. Der Boden wird heute nur noch als hat erst vor kurzem den Betrieb seiner Eltern Produktionsmaschine gesehen, der möglichst auf Bio umgestellt und möchte diesen Weg auch viel Leistung bringen soll, ohne ihm mit der zukünftig gehen und seinen Bio-Betrieb noch dafür notwendigen Dankbarkeit zu begegnen. weiter ausbauen, wie er im Interview schildert. Den Menschen ist das Bewusstsein für den „Um mit dem Getreideanbau zu beginnen war Boden verloren gegangen und dieses gilt es der Anbau auf einem Hektar ideal, in Zukunft wiederzufinden. Der Boden ist ein lebender möchte ich jedoch auch andere Getreidesorten Organismus mit dem wir als Menschen wieder anbauen, je nachdem, wie sich die Nachfrage in Kontakt treten sollen“, sagt der Bio-Bauer gestaltet. Schon mein Großonkel hat auf dieüber das Gleichgewicht zwischen Geben und sem Feld früher Roggen und Schwarzpolenta Nehmen von Mensch und Natur. Mit der heurigen angebaut, nicht umsonst gelten Terenten und Ernte, die Mitte August eingebracht wurde, ist Hofern seit jeher als Kornkammer des PusterPaul Gruber zufrieden, trotz des regnerischen tals.“ Wichtig sei für Markus Wasserer dabei den Wetters. „Interessant war, dass das Korn den Anbau streng nach biologischen Richtlinien Stürmen standgehalten und überlebt hat. Zudem voranzutreiben. (TL)
Quelle: Privat
Wilfried Strobl, aus Toblach Wilfried Strobl vom Föstlhof in Toblach zählt seit 2016 zu den Lieferanten von Bio-Getreide der Meraner Mühle: „Für das Projekt Regiokorn baue ich Roggen und Dinkel an, für den Eigengebrauch zudem Weizen und Hafer. Durch den schneereichen Winter ist die Ernte heuer etwa zwei Wochen später reif, als andere Jahre, deshalb sind wir gerade dabei zu ernten und hoffen wieder auf einen guten Ertrag“, erzählt der Bio-Bauer. In anderen Jahren belief sich der Ertrag des Föstlhofes ca. auf 5.000 Kilogramm Dinkel.“ Und dass der Dinkel von Wilfried Strobl auch eine gute Qualität aufweist, bestätigt die Auszeichnung, die er mit seiner Dinkelernte 2020 erhalten hat: An ihn ging die „Goldene Ähre 2020 Dinkel“, die im Rahmen des Projektes Regiokorn verliehen wird. Das Getreide muss demnach bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Dabei sei nicht nur der richtige Zeitpunkt der Ernte wichtig, sondern auch eine fachgerechte Aussaat entscheidend, berichtet der Bio-Bauer. „Ende September 2020 wurde ausgesät und weil relativ früh Schnee gefallen ist, ist die Ernte
In Hofern wurde im August Winterroggen geerntet.
Wilfried Strobl aus Toblach hat für seine Ernte die „Goldene Ähre 2020 Dinkel“ erhalten.
Paul Gruber aus Olang hat in diesem Jahr auf eineinhalb Hektar Roggen angebaut.
Regiokornbauer Markus Wasserer auf seinem Roggenfeld in Hofern.
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gemeinden
Vor 99 Jahren
inhalt
Pustertaler Bote lokales 9
Aus der Wochenchronik: Die hiesigen Volksschulen, deutsche und italienische, beginnen am Montag, den 11. September. Die Einschreibung der Neueintretenden erfolgt am 9. und 10. September von 9 ½ bis 11 ½ Uhr vormittags und zwar für Mädchen in der Mädchenschule, für Knaben im Konferenzzimmer der Knabenschule. Gleichzeitig findet im selben Lokal auch die Einschreibung in die italienische Schule statt. Neueintretende in diese Schulen, welche bereits eine Schule besucht haben, haben ihre letzte Schulnachricht vorzuweisen. Dasselbe gilt auch für die italienische Schule, welche heuer im Schulgebäude des Ursulinenklosters abgehalten wird.
Quelle: Digitalisierter Bestand Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann, Ausgabe 08.09.1922
menschen 15
sport 33-34
lokales
Cooles Benefizkonzert Mosaik aus Kulturen "Auf Nadeln" Herz zeigen
standort
Die Wirtschaft in Welsberg-Taisten
sonderthema
Modisch in den Herbst
baureportage
16-19
20-21
Authentisch, naturnah, regional...
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termine
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sonderthema
Bauen - sich selbst verwirklichen
kultur
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Das Uttenheimer Schlössl
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anzeiger
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Gemeindenachrichten BRUNECK
• Bezirksdirektor in Pension. Er hat den Gesundheitsbezirk Bruneck seit 12 Jahren mit Umsicht und Kompetenz geleitet und sehr oft durch seine umgängliche Art zwischen den vielen Akteuren vermittelt. Nun ist Walter Amhof, gebürtiger Welsberger, in Pension gegangen. Viel Aufheben wollte Amhof um seinen Abschied nicht machen – und wer ihn kennt, der sagt, dass dieser Wunsch sein ganzes Wesen treffend charakterisiert: „Mit Walter Amhof geht ein sehr ausgeglichener und fairer, aber starker Kämpfer für eine bestmögliche Gesundheitsversorgung in den Ruhestand. Seine umfassende Expertise und langjährige Erfahrung haben unsere Zusammenarbeit stets bereichert. Dafür bedanke ich mich und wünsche Walter Amhof für diesen neuen Lebensabschnitt das Allerbeste“, so Landesrat Thomas Widmann. Auch Generaldirektor Florian Zerzer kann dem nur zustimmen: „Ein großer Dank an den Pusterer Bezirksdirektor und Kompliment für seine Kompetenz, seinen Einsatz und das Engagement, mit dem er den Bezirk für 12 Jahre geleitet hat. Den Abschied sehe ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge:
Es schmerzt, eine so fähige Führungskraft zu verlieren, aber ich freue mich natürlich für ihn, dass er in den wohlverdienten Ruhestand treten kann.“ Auch dem Vize-Bezirksdirektor Gerhard Grießmair, welcher in nächster Zeit die Geschicke des Bezirkes Bruneck leiten wird, dankt er für die Bereitschaft und wünscht ihm eine „glückliche Hand.“Walter Amhof wurde 1960 in Welsberg geboren und studierte Soziologie in Bologna und Urbino. 1981 führte ihn sein Weg in die Sanität – er begann als Verwaltungsbeamter im Krankenhaus Innichen, damals noch Sanitätseinheit Ost. 1988 erfolgte die Besetzung als Direktor der EDV-Abteilung, später übernahm er diese Aufgabe auch als Betriebsreferent. 2009 wurde er mit der Leitung des Gesundheitsbezirkes Bruneck betraut. Für Amhof war stets eine moderne Mitarbeiterführung und ein Konsens zwischen den Berufsgruppen wichtig: In einem Betrieb dieser Größenordnung mit vielen verschiedenen Berufsbildern kein leichtes Unterfangen. Hier ist Fingerspitzengefühl, aber auch Sachkenntnis und Geschick gefragt – Amhof vereinte alle drei Eigenschaften. (PM/SS) • Gesundheitsbezirk und Bezirksgemeinschaft arbeiten zusammen. Zu einem ausführlichen Gedankenaustausch mit dem geschäftsführenden Direktor des Gesundheitsbezirkes Bruneck Gerhard Griessmair trafen sich vor kurzem der Präsident der Bezirksgemeinschaft Pustertal, Robert Alexander Steger, der stellvertretende Generalsekretär Christof Preindl und der Direktor der Sozialdienste Gebhard Mair. Der Präsident gratulierte Griessmair zur verantwortungsvollen Aufgabe und wünschte ihm eine glückliche Hand bei den Entschei-
gemeinden
Quelle: Bezirksgemeinschaft Bruneck
PUSTERTAL
• Ein Sommer voller Abenteuer. Ein Sommer voller Erlebnisse in Olang, Percha, Pfalzen, Reischach, St. Georgen, Stegen und Terenten. Der Jugenddienst Dekanat Bruneck bot in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Bruneck, Olang, Percha, Pfalzen und Terenten ein vielfältiges Sommerprogramm im Rahmen von „my. summer“ für Kinder und Jugendliche an. Bei den Erlebniswochen warteten Missionen, Abenteuer, Experimente und Entdeckungsreisen. Ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm für Kinder und Jugendliche von 3 bis 15 Jahren mit vielen Möglichkeiten Begeisterung zu erleben und Erfahrungen in altersgerechten Gruppen zu sammeln. Themenschwerpunkte führten dabei durch die Wochen und ermöglichten es den Kindern und Jugendlichen in verschiedene Welten und Abenteuer einzutauchen - es gab
freuen. Den Hauptpreis über 1.000 Euro gewann Karolina Laner aus Welsberg. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Tourismusverein Innichen unter der Schirmherrschaft des Kulturvereins „La Saletta“. Hanna Erharter, Direktorin des TV Innichen, hat sich während der Prämierung besonders bei Frau Elena Cadamuro bedankt, welche diese einmalige Veranstaltung ins Leben gerufen und durch ihren großen Einsatz viele Jahre das Dorfleben von Innichen nachhaltig geprägt hat. Dieter Wurmböck, Präsident des Tourismusvereines, gab anlässlich der Prämierung bekannt, dass die „Frau in der Kunst“ nun jedes Jahr am letzten Samstag im Juli stattfinden wird und hofft, dass viele Malerinnen sich diesen Termin jetzt schon reservieren werden. Musikalisch umrahmt wurde die Preisverteilung von der Pianistin Alessandra Garavello, welche das Publikum mit ihren Darbietungen sehr begeistert hat. (PM) Quelle: Tourismusverein Innichen
viel zu entdecken! So warteten beispielsweise viele Geheimnisse rund um die verschwundene Schmuckschatulle von Kasperls Großmutter bei der Erlebniswoche „räuber.hotzenplotz“, spannende Abenteuer rund um die Flake-Wikinger gab es bei „hey.wickie!“ zu erleben, bei „trick.17“ wurde getüftelt, geschraubt und geforscht und bei „schoco.holic“ drehte sich alles um das leckere, braune Gold. Die Natur bietet dabei grenzenlose Möglichkeiten: die eigenen Sinne erleben, eigene Welten erbauen, Unbekanntes entdecken und aus den einfachsten Materialien Großes erschaffen. Neben den Erlebniswochen gab es diesen Sommer auch spannende Tagesfahrten und Almwochen. Für all jene, die eine Woche abseits vom Alltag erleben wollten, wartete für die Buben die Erlebniswoche „Die Alm grooved“ auf der Lettnalm am Schlern sowie für die Mädchen die Erlebniswoche „Bergwellness“ in Pfelders im Passeiertal. (PM) Quelle: JDD Bruneck/ lukasneumair
dungen. Ziel müsse es sein, so Steger, auch in Zukunft die wertschätzende Zusammenarbeit zwischen Sanität und Sozialem zum Wohle der Bügerinnen und Bürger des Pustertales fortzuführen. Vor allem an den Sprengelsitzen, wo Mitarbeiter des Gesundheitsbezirkes und der Sozialdienste unter einem Dach arbeiten, würde diese Kooperation sichtbar. Konkret gehe es darum, auch in der Verwaltung dieser Strukturen immer die effizientesten Lösungen anzustreben. Bezirksdirektor Griessmair betonte, dass auch dem Gesundheitsbezirk viel an einer engen und offenen Zusammenarbeit liege. Erschwerend fanden beide die Raumnot, mit der die eigenen Dienste derzeit zu kämpfen haben. Ziel müsse es sein, waren sich Steger und Griessmair einig, dass die erforderlichen Räumlichkeiten gebaut oder angekauft und nicht über lange Zeiträume angemietet werden. Einig war man sich auch in der Einschätzung, dass der Mangel an Fachpersonal sowohl für den Gesundheitsbezirk als auch die Sozialdienste die Herausforderung schlechthin werde in den nächsten Jahren und man deshalb neben dezentralen Ausbildungen auch die Anwerbung von Fachkräften außerhalb des Landes forcieren soll, um einen Betreuungskollaps zu vermeiden.
INNICHEN
• Malwettbewerb für Frauen. Die 14. Auflage des Malwettbewerbes „Die Frau in der Kunst“ ist nun Geschichte. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg. Aus Südtirol, Norditalien sowie aus dem benachbarten Osttirol sind die Malerinnen nach Innichen gekommen, um das Thema „Lichtblicke“ in sehr vielfältigen und unterschiedlichen Bildern zum Ausdruck zu bringen.Die Jury, bestehend aus dem Direktor des Kunstlyzeums in Bruneck i.R., Dr. Hansjörg Rogger, der Künstlerin Sabine Rubatscher aus Bruneck und dem Künstler Luis Seiwald aus Gsies, hatte keine leichte Aufgabe, die besten Werke auszusuchen, denn das Niveau der Arbeiten war sehr hoch und das Thema sehr vielfältig interpretiert. Fünf Bilder wurden insgesamt prämiert, von der Kategorie Jugendliche (14 – 17 Jahre) konnte sich Maddalena Truant aus Innichen über 100 Euro freuen. Der Preis des besten Aquarellbildes, dotiert mit 500 Euro, ging an Manuela Colbertaldo aus Padova. Den dritten Preis, ebenso 500 Euro, gewann Gisela Krüger aus Innichen, Renate Niederfriniger aus Eppan konnte sich über 700 Euro und den 2. Preis
SAND IN TAUFERS
• Einkaufen mit dem Fahrrad, ein Beitrag für das Klima. „Sand in Taufers radelt“ heißt das übergeordnete Projekt, das die Klimagemeinde Sand in Taufers zusammen mit dem Ökoinstitut Südtirol-Alto Adige und den Kaufleuten vor Ort organisiert. Ziel ist es, innerhalb des Gemeindegebietes die Fahrradmobilität zu steigern. In diesem Zusammenhang läuft ein Gewinnspiel. Dabei können die Kunden beim Einkauf mit dem Fahrrad Punkte sammeln und tolle Preise gewinnen. Die Punktevergabe für das Gewinnspiel läuft bis zum 25. September.
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gemeinden
Quelle: Agentur für Bevölkerungsschutz
• Pegelmessstellen erneuert. Zwei Pegelmessstationen an der Ahr und am Mareiterbach sind kürzlich erneuert worden."Hochwasserereignisse wie in den vergangenen Tagen und Wochen haben gezeigt, wie wichtig Pegeldaten für das Management kritischer hydrologischer Situationen sind", betont Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler und verweist darauf, dass die beiden erneuerten Pegelmessstellen sich gerade in den am Montag vom Unwetterereignis betroffenen Gebieten befinden. "Investitionen in moderne Technologien sind gerade auch in diesem Bereich wertvoll und unabdingbar, weil sie im Ereignisfall punktgenaue Informationen in Echtzeit liefern und damit eine grundlegende Entscheidungshilfe für die Einsatzleitung darstellen." Von grundlegender Bedeutung sind die Pegelmessstationen auch für die nachhaltige Wasserressourcen- und Raumordnungsplanung und die Gefahrenzonenplanung in Südtirol. Die neu erbaute Pegelmessstelle an der Ahr in Kematen hat vor wenigen Wochen ihren Betrieb aufgenommen, berichtet Bauleiter Stefan Ghetta vom Landesamt für Hydrologie und Stauanlagen in der Agentur für Bevölkerungsschutz. Die Arbeiten wurden in Eigenregie vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost mit Vorarbeiter Hubert Brugger durchgeführt, Baustellenleiter war Thomas Gamper. Die Pegelmessstelle steht seit 1979 an dieser Stelle an der Ahr in Kematen und musste mit dringenden außerordentlichen Wartungsarbeiten modernisiert werden, damit die Zuverlässigkeit der Messungen gewährleistet bleibt und die Strukturen und Messeinrichtungen den aktuellen Sicherheitsbestimmungen angepasst werden konnten, erklärt Bauleiter Ghetta. Nach den Uferverbauungsarbeiten an der Messstelle wurde ein Pegelhaus für die Unterbringung der
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LAPPACH
• Gletscherschwund: Ausstellung "Goodbye Glaciers". In eine tiefgreifende Veränderung der Gletscher in Südtirol und Tirol gibt die Wanderausstellung "Goodbye Glaciers - Der Gletscherschwund in Bildern" Einblick: Bis zum Jahr 2050 wird die Hälfte der Masse der Alpengletscher verschwunden sein. Neben Fotos erzählen verschiedene Geräte und Ausstellungsstücke über alte und neue Methoden der Gletschermessung und auch davon, was durch den Rückzug der Gletscher freigelegt wurde. Nach einer mehr als zweijährigen Wanderschaft kehrt die Ausstellung nun ins Ahrntal zurück und ist dort ab 6. August im Museum "Magie des Wassers"im Widum in Lappach in der Gemeinde Mühlwald dauerhaft zu sehen. Die Besonderheit der Ausstellung sind die Vergleiche anhand von Fotos, die den Rückzug der Gletscher und die Auswirkungen des Klimawandels aufzeigen. Die älteste Aufnahme stammt von Gustav Jägermayer aus dem Jahr 1863 und zeigt die Dreiherrenspitze im hintersten Ahrntal mit Prettau und Äußerem Lahner Kees. In der Ausstellung sind alle Berggruppen Südtirols von der Ortlergruppe bis zum Rieserferner dokumentiert, berichtet Roberto Dinale, Direktor des Landesamtes für Hydrologie und Stauanlagen in der Agentur für Bevölkerungsschutz, der die Ausstellung gemeinsam mit Stefano Benetton kuratiert und auf den Weg gebracht hat. Die Ausstellung "Goodbye Glaciers" ist ein wichtiger Teil des Interreg-Projektes Glacier Inventory South Tyrol-Tyrol GLISTT, eines von vier Interreg Italien-Österreich-Projekten, die
von der Europäischen Kommission als "Pioniere im Klimaschutz" angesehen werden.
STEGEN
• Wettkampfsaison im Kayak Freestyle. Dürfen wir vorstellen: Lahner Sandra, Jahrgang 2003, aus Stegen – unser Nachwuchstalent im SSV Bruneck Sektion Kayak. Sandra, die im September die 5. Klasse der WFO besuchen wird, lebt im Sommer nur für den Kayaksport, und zwar für die Disziplin Freestyle. Sie liebt das Spiel in einer Welle oder Walze und übt dort unermüdlich die verschiedensten Figuren, wie zum Beispiel den Loop und Backloop, den Space Godzilla oder den McNasty. Bereits die Namen verraten die Komplexität dieser Tricks. Diesen Sommer hat Sandra an ihren ersten Wettkämpfen teilgenommen und konnte sich sofort einen Namen in der Spielbootszene machen.Saisonsauftakt fand in Frankreich statt, dort schaffte sie beim Makinta-Contest den unglaublichen 1. Platz bei den Junioren. Motiviert nahm sie an der deutschen Meisterschaft in Plattling teil und belegte den 5. Platz.Nun ist Sandra nicht mehr zu bremsen und holte sich im August den 4. Platz beim Freestylewettkampf in Prag und gleich darauf den hervorragenden 2. Platz beim Grazer Contest. Tolle Erfolge. Bei diesen Wettbewerben braucht es neben Können und Technik, auch eine Portion Nervenstärke. Genau 45 Sekunden haben die Teilnehmer Zeit, ihr Können unter Beweis zu stellen und so viel verschiedene Tricks wie möglich durchzuführen. Bewertet wird nicht nur die Vielzahl an Tricks, sondern auch die Art der Durchführung.Hartes Training ist für die Teilnahme an den Wettkämpfen wie in jeder Sportart das Um und Auf. Mit dem 18-jährigem Vizedeutschemeister Fabian Tausch hat Sandra Lahner einen ausgezeichneten Trainingspartner, doch leider gibt es keine Trainingsmöglichkeiten in der näheren Umgebung. Zum Trainieren geht es entweder nach Plattling, nach Monzambano am Gardasee oder nach Valstagna im Val di Sole. Für Sandra drücken wir im Herbst nochmals ganz fest die Daumen. Sie möchte nämlich an der Europameisterschaft vom 7.-10. Oktober in Paris teilnehmen. (PM) Quelle: SSV Bruneck Sektion Kayak
KEMATEN
Messgeräte und modernen Messeinrichtungen für die Erfassung des Pegelstandes und die Echtzeit-Datenübertragung errichtet. Im Pegelhaus ist auch die hydrometrische Seilkrananlage untergebracht, welche für die Abflussmessungen erforderlich ist. Die neue Seilkrananlage ermöglicht auch bei höheren Wasserführungen, den Abfluss der Ahr noch zuverlässig zu erfassen. Das Budget für diese Pegelmessstation beläuft sich auf 225.000 Euro. Die Daten aller Pegelmessstationen in Südtirol können hier in Echtzeit abgelesen werden: wetter. provinz.bz.it/pegelstationen.asp. (LPA)
Quelle: LPA/Museum "Magie des Wassers"
Zielgruppe dieser Aktion ist die Bevölkerung der Gemeinde Sand in Taufers. Die Verlosung der Preise findet im Rahmen eines Fahrradfestes statt, das voraussichtlich am 25. September stattfindet und gemeinsam mit dem Naturparkhaus organisiert wird. Nähere Infos unter http:// www.gemeinde.sandintaufers.bz.it/de. (IB)
lokales
Ein Tag der Freude PRETTAU – Es ist sozusagen das „Geburtstagsgeschenk“ zum 100-jährigen Jubiläum der FF Prettau: das neue Tanklöschfahrzeug, das am Hochunserfrauentag unter großer Beteiligung der Dorfgemeinschaft und bei schönstem Hochsommerwetter von Pfarrer Josef Profanter gesegnet wurde.
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ekommen waren alle: Vertreter der Gemeindepolitik, der Bergrettung, der Finanzwache, der Carabinieri, des Weißen Kreuzes, Ehrengäste, Bürger*innen der Gemeinde Prettau und natürlich die „Hauptdarsteller“ dieser Feier, die Feuerwehrmänner und –frauen der FF Prettau. Der Marsch vom Weiher bis zum Gerätehaus bot den feierlichen Auftakt zum Festgottesdienst mit Fahrzeugsegnung. Letzterer wurde von Pfarrer Josef Profanter zelebriert: „Wir sind dankbar, dass unsere Feuerwehr gut ausgerüstet ist, so kann sie sich im Notfall schnell und wirksam für den Nächsten einbringen“, sagte er. Mitunter auch deshalb bezeichnete er diesen Tag, das Hochfest des Sommers, als einen Tag der Freude. In einem feierlichen Akt segnete Pfarrer Josef Profanter das neue Tanklöschfahrzeug sowie die drei Fahrzeugpatinnen Silvia Burger, Silvia Huber und Roswitha Plankensteiner.
„DIE FF PRETTAU GIBT NICHT AUF!“ Das neue Tanklöschfahrzeug sei das Geschenk zum 100-jährigen Jubiläum der FF Prettau, sagte Kommandant Christoph Seeber. „Lange haben wir auf diesen Tag gewartet, heute ist es soweit“, freute er sich. Dem Ankauf
Pfarrer Josef Profanter, FFW-Bezirkspräsident Reinhard Kammerer, Kommandant der FF Prettau Christoph Seeber, Bürgermeister Robert Alexander Steger, die drei neuen Fahrzeugpatinnen Silvia Burger, Roswitha Plankensteiner und Silvia Huber, dahinter die Fahnenbegleiter Egon Enzi, Franz Rudolf Innerbichler, Erich Grießmair, Vizekommandant Hannes Mölgg (v.l.).
ging eine lange Planungsphase, Fahr- gungen ist die Freiwillige Feuerwehr zeugbesichtigungen und unzählige Prettau Jahr für Jahr mit großen Arbeitsstunden voraus, vor allem die Herausforderungen im Bereich des Finanzierung des 327.000 Euro teu- Zivilschutzes konfrontiert, umso ren Fahrzeugs hatte sich als durchaus wichtiger ist eine gute Ausrüstung schwierig erwiesen. „Doch die FF und Gerätschaft, die die bei den Prettau gibt nicht auf!“, lachte der Einsätzen unverzichtbar ist. Kommandant und zeigte stolz auf das Beweisstück, den neuen, 290 PS star- „ALLZEIT GUTE FAHRT!“… ken MAN 15.290 mit Allradantrieb … wünschte der Kommandant seiund 9-Mann-Kabine. Er bedankte sich nen Kollegen und gab das Wort an bei allen Sponsoren und Gönnern, Hannes Mölgg, Vize-Kommandant die dazu beigetragen haben, dass der FF Prettau, weiter. Er erklärte dieses Fahrzeug angekauft werden alles Nähere zum Fahrzeug, dessen konnte. Aufgrund der peripheren Ausstattung und Leistung. BürgerLage und der klimatischen Bedin- meister Robert Alexander Steger
wies in seiner Rede darauf hin, wie wichtig es sei, dass die Feuerwehr von Prettau technisch gut ausgestattet sei. „Der Zivilschutz hat einen sehr hohen Stellenwert. Wenn von politischer Seite gespart werden muss, dann ganz sicher nicht an dieser Stelle“, betonte er. Besonders in Prettau habe sich in Vergangenheit immer wieder ein großer Bedarf gezeigt, da es oft auf sich allein gestellt sei. Dem pflichtete der Bezirkspräsident Unterpustertal Reinhard Kammerer bei, der daran erinnerte: „Wir erleben es immer wieder, wie es ist, wenn die Natur „grantig“ wird.“ Die Freiwillige Feuerwehr sei verantwortlich für die Sicherheit, daher müsse sie auch Antworten geben, so der Bezirkspräsident. Eine Antwort dürfte die verantwortungsvolle Ausstattung wie beispielsweise dieses neue Tanklöschfahrzeug sein. „Doch die größte Sicherheit geben immer noch sie, die Menschen die ehrenamtlichen Einsatz zeigen und diese Geräte bedienen“, sagte Reinhard Kammerer abschließend. Nach den Festreden konnte das neue Fahrzeug genau unter die Lupe genommen werden. Bei Speis und Trank und geselligem Beisammensein hielten die Feierlichkeiten bis zum Abend an. (SH)
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Cooles Benefiz-Event SAND IN TAUFERS - Für einen guten Zweck die Bühne gerockt haben Mitte August die Young Sound, die Millina Jugendkapelle, die JUKA Luttach/Weißenbach, die Ahrna JUKA, Rocket Monkeys, The Criminal Beasts und die Chill Down - allesamt bekannte Namen aus der jüngsten Südtiroler Musikszene.
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Quelle: privat
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amen, die nicht allein für junge Bands, sondern auch für soziales Engagement stehen, wie man am gelungenen Sondna Soundfestival erkennen konnte. Dieses war zur Freude der Veranstalter Young Sound und Chill Down ziemlich gut besucht. Weit über tausend Personen haben sich das große Repertoire von traditioneller Blasmusik über Pop bis hin zu fetziger Rockmusik nicht entgehen lassen und für eine unvergessliche Festival-Stimmung gesorgt. „Es war ein ständiges Kommen und Gehen“, erzählt Roland Kirchler, einer der Organisatoren des Sondna Soundfestivals. „Die Stimmung war super und jede Gruppe/Band wurde mit tosendem Applaus begrüßt.
Die Band Chill Down bei ihrem Auftritt.
Gewinner waren auf alle Fälle alle Kids!“ Was erfreulich ist, schließlich haben die jungen Bands alle Hebel in Bewegung gesetzt, dieses Festival auf die Beine zu bringen. Denn in Zeiten von Corona war es kein Leichtes, ein Event wie dieses
zu organisieren. „Die geltenden Corona Richtlinien einzuhalten war eine große Herausforderung. Doch wir haben im Vornherein ein Konzept ausgearbeitet, welches uns ermöglichte, die Kontrolle darüber zu haben, wer und wie viele Leute
sich auf dem Areal befinden“, sagt Roland Kirchler. Diese Mühe ist es allemal wert, denn die sieben Musikbands verfolgten mit ihrem Festival im Musikpavillon von Sand in Taufers ein wichtiges Ziel: „Wir wollten mit dieser Veranstaltung daran erinnern, dass es immer noch Kinder gibt, die tagtäglich ihren Kampf gegen Krebs führen, auch wenn das momentan wegen Corona bei vielen in den Hintergrund gerückt ist.“ Und das haben sie geschafft – und noch mehr: Auch der Erlös dieses Festivals war für jene Kinder gedacht und so konnte von den CHILL DOWN und den YOUNG SOUND voller Stolz ein Scheck im Wert von 1.200 Euro dem Kinderkrebsverein REGENBOGEN überreicht werden. (SH)
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Mosaik aus Kulturen : Frau Goldwurm, im September wird es die zweiten Kultur(en)wochen in Bruneck mit einem abwechslungsreichen Programm geben. Auf welches Kultur-Event freuen Sie sich besonders? Ursula Goldwurm: Ich bin der Meinung, dass jede Veranstaltung der Kultur(en)wochen, so wie sie geplant sind, an sich ein Höhepunkt ist. Es lohnt sich sicher hinzugehen und an den verschiedenen Angeboten teilzunehmen. Man kann wirklich von einem Mosaik sprechen, wo jeder Stein an sich wichtig ist, damit sich ein Gesamtbild ergibt. Die Kultur(en)wochen sind ein Gemeinschaftsprojekt. Wer hilft alles mit, diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen? Leon Pergjoka: Federführend ist der Beirat für Integration und Migration (BIM), der als Impulsgeber fungierte und für die Umsetzung zuständig ist. Organisatorisch ist uns die Stadtgemeinde und die Stadtbibliothek zur Seite gestanden. Die Hauptakteure sind die Vereine und ehrenamtlich Tätigen, denen ein besonderer Dank gilt für ihren Einsatz und Leidenschaft. Der gemeinsame Nenner der Veranstaltung ist der Austausch zwischen den Kulturen. Welche verschiedenen Lebenswelten können die Besucher kennenlernen? Leon Pergjoka: Ich denke man darf diesen „Austausch“ nicht so verstehen, als gingen verschiedene isolierte „Kultur-Blöcke“ aufeinander zu, sondern man muss hier Kultur und Kulturen als etwas Lebendiges und im ständigen Austausch verstehen. Der Kulturbegriff wird zu oft als etwas Festes und Unbewegliches gesehen,
Quellen: privat
BRUNECK – Unter dem Titel „UNSERE WELT – Kultur(en)wochen in Bruneck“ werden vom 3. bis zum 17. September zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlicher Kulturen geboten. Im Interview verraten Stadträtin Ursula Goldwurm und der Vorsitzende des Beirates für Integration und Migration (BIM) Leon Pergjoka, was die Besucher alles erwartet. an jeden einzelnen von uns, dass dieser Prozess friedvoll und im gegenseitigen Respekt verläuft.
Vor kurzem sind 80 Menschen aus Afghanistan bei uns in Südtirol eingetroffen. Was wünschen Sie diesen Menschen? Ursula Goldwurm: Die Situation in Afghanistan macht mich traurig und ratlos. Zum wiederholten Male ist die Zivilbevölkerung die leidtragende und wieder müssen Familien, Kinder, Frauen und Männer unter menschenunwürdigen Bedingungen ihre Heimat hinter Der Vorsitzende des Beirates für Integration und Migration (BIM) Leon Pergjoka und sich lassen und sind gezwungen sie für eine ungewisse Zukunft Stadträtin Ursula Goldwurm. einzutauschen. Ich wünsche den dabei ist er doch fluide, formbar Was kann Ihrer Meinung nach Menschen aus Afghanistan, dass und in ständiger Entwicklung. alles entstehen, wenn sich Men- sie bei uns einen sicheren Ort Bei den Kultur(en)wochen geht schen verschiedener Kulturen finden, wo sie durchatmen und es darum gemeinsam zu erleben, austauschen? Kraft schöpfen können. Für ihre zu lachen, Zeit zu verbringen, zur Ursula Goldwurm: Ich glaube es Heimat wünsche ich ihnen, dass Diskussion und Reflexion anzure- geht nicht darum was entstehen die Verantwortlichen so agieren, gen. Ich denke ein Gefühl, eine kann, im Sinne eines Ergebnis- dass ein Miteinander und mengemeinsame Erfahrung bringt uns ses, sondern es geht darum den schenwürdiges Leben dort bald manchmal viel näher zusammen, Prozess in dem wir uns ständig wieder möglich sind. (TL) als es ein Gespräch tun kann. befinden zu verstehen und uns Genau (auch) dazu bieten diese bewusst zu machen. Und es liegt Wochen die Möglichkeit, indem sie das Kulturelle, die Kunst, das Spiel, die Diskussion usw. in den Mittelpunkt rücken und so verschiedene Lebenswelten aufzeigen. Die Vereine sind das beste Beispiel für gelebte Integration, denn es gibt kaum einen Verein, der nicht aus mehreren Kulturund Sprachgruppen zusammengesetzt ist. Es geht auch darum, den Integrationsprozess als einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag zu verstehen und für eine friedvolle und respektvolle Zukunft bewusst zu machen. Schließlich sind diese Wochen auch dazu da, um diesen Vereinen und den ehrenamtlich Tätigen herzlichst für ihr Engagement und ihr große Leistungen, die sie oft im Stillen erbringen, zu danken. 11
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KVW sucht Verstärkung Senior Online BegleiterIn – wir suchen Verstärkung
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as Projekt „Senior Online“ bringt Senioren den Umgang mit neuen digitalen Medien in entspannter und lockerer Atmosphäre näher. Freiwillige, technik-begeisterte Senioren, sogenannte Senior Online BegleiterInnen unterstützen andere Senioren Ihre Hemmschwellen mit Internet, Computer oder Handy zu überwinden. Auf Landesebene sind schon über 25 freiwillige BegleiterInnen aktiv. Senioren, die eine sinnvolle freiwillige Beschäftigung suchen, die gerne neue Bekanntschaften machen und sich einbringen wollen, sind eingeladen ab September am kostenlosen Lehrgang teilzunehmen. In 8 halbtägigen Modulen erlernen die TeilnehmerInnen das Rüstzeug, um in Zukunft als Senior Online BegleiterIn tätig zu sein. Außerdem lernen sie die bereits tätigen BegleiterInnen
Plötzlich Vater?! Das Leben geht teilweise seltsame Wege. Dies zeigt folgender Fall, der im letzten Jahr vom Kassationsgerichtshof behandelt wurde: Ein Mann und eine Frau hatten eine kurze Affäre und gingen in der Folge getrennte Wege. Einige Zeit später erfuhr die Frau, dass die kurze Beziehung nicht ohne Folgen blieb: Ein Kind war unterwegs. Da die werdende Mutter keinen Wert darauf legte, weiteren Kontakt zum Kindsvater zu haben, entschied sie, den Vater nicht zu informieren und den Nachwuchs alleine großzuziehen. Der Vater erfuhr auch nicht zufällig von der Schwangerschaft, da der Kontakt zur ehemaligen Partnerin völlig abbrach und diese in eine andere Stadt zog. Erst Jahre später, als der mittlerweile volljährige Sohn sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Vater begibt, erfährt der Vater von der Existenz eines Sohnes. Ein DNA-Test gibt Aufschluss und bestätigt die Vaterschaft. Der Vater fühlt sich ungerecht behandelt und verklagt die Mutter auf Schadenersatz. In diesem Zusammenhang hat das Gericht einige Fragen beantwortet: Ist die Mutter verpflichtet, den Vater über die Schwangerschaft oder die Geburt zu informieren? Es gibt keine gesetzliche Bestimmung, welche der Mutter eine Informationspflicht auferlegt. Allerdings hat das Kind ein verankertes Recht auf moralische und 12
materielle Unterstützung beider Eltern. Das Gericht interpretiert dieses Recht dahingehend, dass es für die Mutter bedeutet, den Vater in Kenntnis zu setzen, damit dieser seine Rechte und Pflichten ausüben kann.
kennen. Dabei steht der Spaß immer an erster Stelle. Online Informationsveranstaltung am 10.09. von 10-12 Uhr, oder am 14. 09. von 14.30-16.30 Uhr Für Fragen wenden Sie sich an das KVW Seniorenbüro oder an unsere MitarbeiterInnen der KVW Bildung Pustertal in Bruneck. KVW Senioren Tel. 0471 / 309 175 senioren@kvw.org KVW Bildung Pustertal Tel. 0474 / 413 705
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Besteht diese Mitteilungspflicht der Mutter auf jeden Fall? Prinzipiell ja. Ausgenommen sind jene Fälle, in denen der Vater eine Gefahr für Mutter und/oder das Kind darstellen könnte (etwa ein Gewalttäter). Mit welchen Konsequenzen muss die Mutter im Falle der Geheimhaltung rechnen? Wenn man von Fällen absieht, in welchen die Mutter die genaue Identität des Vaters nicht kennt oder aber diesen nicht (mehr) ausfindig machen kann, so stellt eine Verheimlichung eine unerlaubte Handlung dar. Wenn der Vater also wissentlich um seine Rolle gegenüber dem Kind gebracht wurde, wurde dem Vater ein nicht unwesentlicher Schaden zugefügt. Der Vater kann die Mutter zwar nicht anzeigen, allerdings kann er den Ersatz des erlittenen Schadens verlangen. Die Höhe des Schadens wird vom Gericht fallweise zu bestimmen sein.
RA Dr. Ruth Niederkofler Rechtsanwaltskanzlei Niederkofler - Bruneck
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„Auf Nadeln“ Quelle: Wohn- und Pflegeheim Mittleres Pustertal
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islang sind es fünf Berufskrankenpfleger/innen der Wohn- und Pflegheime Mittleres Pustertal, die als erste die Auswirkungen des Impfzwangs zu spüren bekommen haben. „Über die wahrscheinlich schon bald anstehenden weiteren Suspendierungen in anderen Berufsbildern wie Pflegehelfer oder Sozialbetreuer habe ich bisher noch keine Informationen erhalten. Ich gehe davon aus, dass sich diese in Grenzen halten werden“, sagt Werner Müller, der Direktor der Wohn- und Pflegeheime Mittleres Pustertal. Er ist in der unangenehmen Situation, dem Gesetz Genüge tun und reagieren zu müssen, sobald die Feststellungsbescheide betreffend die Suspendierungen seiner Mitarbeiter auf seinen Schreibtisch flattern. Für ihn eine „sehr ungute Situation“, wie er betont. Schließlich bleiben die Konsequenzen nicht aus. „Die suspendierten Krankenpfleger/innen konnten bis heute nicht nachbesetzt werden, weil es so gut wie keine freien Krankenpfleger/innen gibt - der Markt ist sozusagen wie
Quelle: privat
BRUNECK/OLANG – Wegen der Suspendierungen von Mitarbeitern herrscht derzeit Unsicherheit in den Alten- und Pflegeheimen des Landes. Auch in den Wohn- und Pflegeheimen von Bruneck und Olang mussten bereits einige Krankenpfleger ihren Arbeitsplatz verlassen. Und es könnte bald noch mehr suspendierte Mitarbeiter geben.
Unsicherheit herrscht in den Alten- und Pflegeheimen im Pustertal.
Werner Müller, Direktor der Wohn- und Pflegeheime Mittleres Pustertal.
leergefegt. Das hat natürlich Aus- nicht mehr vorausschauend planen Senioren mehr aufnehmen, die wirkungen auf die Dienste und die kann, belastet nicht nur ihn als Aufnahmen in die Kurzzeit- und Turnusgestaltung“. Und weil man Direktor, sondern all seine Mitar- Übergangspflege mussten drastisch nie wisse, ob es bereits morgen zu beiter/innen, auf denen zum Teil zurückgefahren werden“, berichtet weiteren Suspendierungen komme, auch die Arbeit derer lasten könnte, der Direktor. Und auch das Tageht die Planungssicherheit kom- die gehen müssen. „Alle sind auf gespflegeheim in Bruneck ist seit plett verloren, so Werner Müller. Nadeln!“, beschreibt Werner Müller Beginn der Pandemie geschlossen. Die gesamte Organisation und die die Stimmung in beiden Strukturen. Ein Gesetz also, dessen Umsetzung Gestaltung der Dienstpläne vonsei- Wegen genau dieser fehlenden die Führung der Wohn- und Pfleten der Bereichsverantwortlichen Planungssicherheit musste das geheime im schlimmsten der Fälle werden durch die kurzfristige Pla- Angebot bereits heruntergefah- in große Schwierigkeiten bringen nung immer schwieriger. Dass man ren werden. „Wir konnten keine kann. (SH)
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Herz zeigen Wer in Südtirol mit Bus, Zug oder Fahrzeug unterwegs ist, hat sie vermutlich schon gesehen: Die großen Plakate mit einem weißen Herz, das inmitten einer hellroten Südtirol-Landkarte abgebildet ist. Darunter folgt der Schriftzug „Südtirol zeigt Herz für Menschen mit Behinderung“. Die Stiftung Nächstenliebe Südtirol, Veranstalter der Aktion, will damit die soziale Inklusion von Menschen mit Behinderung fördern. „Oft reicht ein kleiner Denkanstoß, um uns ein wichtiges Thema wieder ins Bewusstsein zu rufen“, erklärt Thomas Aichner, Präsident der Stiftung Nächstenliebe Südtirol. „Genau das war die Idee der Plakataktion. Jemand, der unsere Plakate sieht, handelt vielleicht bewusst oder unbewusst anders, wenn er das nächste Mal privat oder beruflich mit Menschen mit Behinderung zu tun hat.“ Vom Vinschgau bis hin ins Überetsch, übers Eisacktal, Wipptal und Pustertal: Gerade wird in ganz Südtirol Sensibilisierungsarbeit betrieben. Wieso dies wichtig ist, wird in Anbetracht aktueller Zahlen deutlich. Fast jeder 11. Südtiroler lebt mit einer angeborenen oder erworbenen Krankheit, die seine oder ihre Arbeitsfähigkeit einschränkt; mehr
Plakate mit einem weißen Herz in hellroter Südtirol-Landkarte an Bushaltestellen im ganzen Land.
Thomas Aichner, Präsident der Stiftung Nächstenliebe Südtirol.
als 13.200 Südtiroler sind sogar von einer schweren Behinderung
betroffen. Dabei werden viele dieser Menschen noch immer
sozial ausgegrenzt und haben einen erschwerten Zugang zur Arbeitswelt und Ausbildung. Besonders hier knüpft die Kampagne im Sinne der Südtiroler Menschen mit Behinderung an und appelliert an seine Betrachter, „Herz zu zeigen“. „Wir alle können auf verschiedenste Art und Weise die Inklusion von Menschen mit Behinderung fördern“, so Thomas Aichner. „Eine freundliche Geste, ein inklusives Gespräch oder eine empfindsame Denkund Handlungsweise. Aber auch eine vorurteilsfreie Anstellung eines Mitarbeiters trotz seiner Einschränkung. Es gibt unzählige Möglichkeiten, der sozialen Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung entgegenzuwirken und Herz zu zeigen“. (PM/RED)
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DR. MED. KARIN BOTCHEN Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin St. Georgen, Ahraue 12b Tel. 0474-830 494 Mobil 346 621 68 84 info@botchen.it
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Frau Dr. Botchen, wie kann man sich auf die Erkältungsperiode vorbereiten? Um das Immunsystem zu stärken, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im Bereich der alternativen Medizin haben wir die Große Ozon-Sauerstoff-Therapie, die Vitamin-C-Hochdosis-Infusion und das Glutathion. Es handelt sich bei allen dreien um Antioxidantien. Am effektivsten wirken sie, wenn sie über die Vene verabreicht werden.
Wann sollte man Antioxidantien nehmen? Durch einen Bluttest kann man feststellen, ob man zu wenig davon hat. Dann sollte man diese Reserven auf jeden Fall auffüllen. Sonst ist es gerade in der Erkältungssaison wichtig, genügend Antioxidantien zu haben. Sie schützen und stärken das Immunsystem. Somit ist man nicht mehr so anfällig für Erkrankungen, die durch Viren und Bakterien verursacht werden.
Was bewirken Antioxidantien? Im Körper entstehen auf verschiedene Weise freie Radikale: ungesunde Lebensweise, Stress, zu viel Sport, erhöhte Strahlenbelastung, Medikamente, Umweltschadstoffe. Haben wir zu viel davon, schwächt das unter anderem das Immunsystem. Somit kommt es leichter zu Erkältungskrankheiten. Aber auch Herzprobleme, Diabetes, Parkinson, Alzheimer und Demenz, chronische Entzündungen, Müdigkeit, ein vorzeitiger Alterungsprozess bis hin zu Krebs können das Resultat sein. Antioxidantien neutralisieren diese freien Radikale und schützen somit den Körper, indem sie wieder eine gesunde Balance herstellen.
Wie füllt man Antioxidantien auf? In erster Linie über eine ausgewogene Ernährung. Oft reicht das aber nicht aus. Dann kann man Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Am effektivsten geht es über die Vene. Neben der Ozon-Therapie, dem Vitamin C und dem Glutathion gibt es noch andere Mittel wie Selen, Alpha-Liponsäure, Vitamin A und E, Ubichinon, um nur einige zu nennen. Oft reichen wenige Behandlungen aus, um fit für Herbst und Winter zu sein. Ganz nach dem Motto: Vorsorgen statt krank werden.
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ilhelm Neumair blickt zufrieden auf ein erfülltes Leben zurück. Abgesehen von seinem Beruf als Schustermeister war sein unermüdlicher Einsatz im sozialen und kirchlichen Ehrenamt – und ist es bis heute. „Wenn man’s gearn tuit, werd’s nie ziviel“, so ein gängiger Spruch des rüstigen 87-Jährigen.
Ist die Schusterei ein aussterbendes Handwerk?
Wilhelm Neumair aus Sand in Taufers
„Eine Arbeit, mit Freude gemacht, wird nie zu viel.“
… und für die Kirche Sonntags und teils auch freitags mache ich Hauskommunionen für
Gibt es Wünsche? Ich wünsche mir, dass ich noch eine Weile das Handwerk ausführen kann. Mit der Gesundheit bin ich recht zufrieden und vormittags a Watterle mit Freunden ist eine feine Sache. Schon früher watteten wir viel, mein Vater und meine Brüder. Den Mitmenschen wünsche ich Zufriedenheit im Leben und Einsatz für den Nächsten. (IB)
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Ihr Einsatz galt auch dem sozialen Ehrenamt… Bereits mein Vater war beim Vinzenzverein, das hat mich bewogen, in Sand dem Verein beizutreten, nachdem ich gefragt wurde. Es war mir immer ein großes Anliegen, Menschen in Not beizustehen. Früher war die finanzielle Not besonders in kinderreichen Familien groß. Heute sind die Nöte unserer Mitmenschen nicht geringer, aber anders gelagert. War früher wohl die Armut größer, sind die heutigen Ursachen von Notlagen oft Verschuldung, Krankheit oder eine niedrige Rente. Wichtig war
mir auch immer, junge Leute zur Mitarbeit im Verein anzuwerben. So konnte der Verein kontinuierlich wachsen. Die Arbeit in all den Jahren war mir nie zu viel. Nach 60 Jahren beim Vinzenzverein habe ich heuer allerdings mein Ehrenamt niedergelegt. Ich sehe den Verein in guten Händen und bin überzeugt, dass er weiterhin ein offenes Herz für unsere bedürftigen Mitmenschen hat.
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Ich arbeite immer noch ein paar Stunden am Tag, weil mir das Handwerk einfach Spaß macht. Generell aber man lässt heute kaum noch jemand Schuhe flicken. Wenige Schuster gibt es noch, die Schuhe individuell für Private anfertigen. Speziell gibt es jedoch Schuster für Schuhe für Musikkapellen, Schützen oder Trachtenvereine. Das Reparieren von Schuhen aber wird wohl verschwinden. Übrigens war ich auch 14 Jahre lang Obmann der Kaufleute von Sand in Taufers.
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Herr Neumair, wie kamen Sie zum Beruf des Schusters? Ich wuchs in St. Lorenzen auf einem Bergbauernhof mit 14 Geschwistern auf. Mit 16 Jahren ging ich bei einem St. Lorenzner Schustermeister drei Jahre in die Lehre und arbeitete drei weitere Jahre als Geselle in Kiens, Olang und St. Georgen. Zuletzt war ich Geselle beim PiezPaul in Ahornach, mit ihm ging ich auf die Stör. Da blieben wir vier, fünf Tage auf einem Hof, um neue Schuhe anzufertigen oder alte zu reparieren. Für ein Paar neue Schuhe zu machen benötigte ich einen Tag. Da auf der Stör meist nur im Winter Arbeit war, beschloss ich, mich im Juli 1956 selbständig zu machen. In einer kleinen Werkstatt in Sand war ich in Miete, hatte aber bald so viel Arbeit, dass ich in eine größere Werkstatt umsiedeln und einen Gesellen anstellen konnte. Abgesehen von Neuanfertigungen wurden viele Schuhe repariert, neu besohlt, genäht usw. Damals waren Stöckelschuhe mit hohen, dünnen Absätzen groß in Mode. Einmal fertigte ich 40 Paar solcher Absätze, also 80 Stück im Voraus - und nach ein paar Tagen hatte ich sie schon aufgebraucht. Gearbeitet habe ich viel. Zu viel. Oft bis Mitternacht. Aber ich habe das Handwerk immer gern getan. Als Mitte der 1950er-Jahre die Fabrikware kam, war die Schusterware nicht mehr konkurrenzfähig. 1961 schließlich baute ich das heutige Wohnhaus mit Werkstatt und Schuhgeschäft in Sand. Ein wichtiges Standbein blieb aber nach wie vor die Reparatur. Früher half meine Frau Rosa im Laden, das Schuhgeschäft führt heute meine Tochter.
Menschen, die nicht in der Kirche der Messe beiwohnen können. Ich mache das schon seit Jahrzehnten und die Leute, hauptsächlich ältere, sind sehr dankbar dafür. Seit 60 Jahren bin ich auch Vorbeter bei Beerdigungen. Eine große Aufgabe. Der Beruf hat mitunter wegen meines oftmaligen Einsatzes darunter gelitten. Diese Zeit habe ich aber gerne geopfert. Dem anschließenden Totenmahl konnte ich aber nie beiwohnen, weil ich heim in die Werkstatt zur Arbeit eilen musste. Es war schon eine große Aufgabe, da blieb viel Arbeit liegen. Regelmäßig bete ich auch in der Kirche bei den Oktober-Rosenkranzgebeten vor, bei Maiandachten, Kreuzwegandachten usw. Im Pfarrgemeinderat wirkte ich auch mit und war außerdem Kommunionhelfer. Auch das Vorsingen bei Messen im Altersheim oder in der Kirche in St. Moritzen bereitete mir viel Freude. Mein ehrenamtlicher Einsatz im kirchlichen und sozialen Bereich war mir ein Leben lang sehr wichtig.
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Quellen: TAP/ Gsieser Tal-Welsberg-Taisten/ Georg Hofer/privat
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Die Wirtschaft in Welsberg-Taisten Die Stärken der örtlichen Wirtschaft sind im Gemeindegebiet von Welsberg-Taisten in gleich mehreren Sparten zu finden. Dieser breit gefächerte Branchenmix bietet nicht nur zahlreichen Menschen einen festen Arbeitsplatz, sondern auch eine gewisse Krisensicherheit.
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anderem auch die Pfarrkirche seines Heimatortes mit prachtvollen Altarbildern ausgestattet hat. Einige Zeit früher hat bereits Michael Pacher seine Spuren in Welsberg hinterlassen: Ein kostbarer Bildstock am Margarethenplatz mit Bildmotiven aus seiner Hand gehört ebenfalls zu den Kunstschätzen dieses Dorfes. „Früher war hier das Gericht angesiedelt. Wahrscheinlich hat Welsberg auch deshalb eine gewisse Zentrumsfunktion beibehalten“, erzählt Christian Moser von Moser Holzbau, einer der großen Arbeitgeber im Ort. Und mehr noch, Welsberg sei durch die starke Nutzung der Eisenbahn und seinen strategisch gut gelegenen Bahnhof zu einem kleinen Ballungszentrum angewachsen, schließlich steigt hier jeder aus, der zum Pragser Wildsee möchte. Der Tourismus spielt hier also auch eine große Rolle, neben Handwerk, Landwirtschaft und Industrie ist er der wohl wichtigste Sektor der örtlichen Wirtschaft. Insgesamt ist es ein bunter Branchenmix, der die Wirtschaft der Gemeinde Welsberg-Taisten kennzeichnet. Das Gemeindegebiet Welsberg-Taisten ist vor allem wegen seiner interessanten Lage, der relativ großen touristischen Nachfrage und der gut ausgestatteten Gewerbegebiete zu einem beliebten Standort für qualitätsvolle Geschäfte, Industrie sowie für professionelle Handwerksbetriebe geworden. Diesen Umstand bezeichnet Christian Moser als großes Glück, denn genau dadurch sei die Wirtschaft hier stabil und relativ krisensicher, da sie den Schwankungen einzelner Marktsegmente nicht allzu stark unterworfen sei. So kommt es auch, dass die Arbeitslosenquote in der Gemeinde relativ niedrig und die Einwohnerzahl im Steigen begriffen ist. „So einige Familien wandern zu“, berichtet Christian Moser. Zahlreiche Arbeitsplätze befinden sich direkt im Gemeindegebiet, besonders viele davon in den insgesamt vier Gewerbezonen. In den vergangenen
Jahren wurden zwei dieser sogenannten Handwerkszonen erweitert, was wiederum vom Wachstum der Betriebe zeugt. Trotz der vielen Arbeitsplätze im Gemeindegebiet gibt es dennoch eine beträchtliche Pendleranzahl. Die meisten dieser Pendler arbeiten in Bruneck, nur wenige fahren über die Grenze nach Österreich zur täglichen Arbeit.
ATTRAKTIVER WOHN- UND URLAUBSORT Doch nochmal zurück zum Tourismus: Schon früh haben die schöne Landschaft, die gute Luft und die diversen Sehenswürdigkeiten Menschen aus nah und fern nach Welsberg gelockt. So geht die touristische Entwicklung von Welsberg zurück auf die Zeit um 1871,
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Christian Moser, einer der vielen Unternehmer in Welsberg-Taisten.
in der die Pustertalbahn fertiggestellt wurde und auf die berühmte Wirtin und Pionierin der Tiroler Gastronomie Emma Hellenstainer, die in Niederdorf die Grundsteine für den Pustertaler Tourismus gelegt hat. Ein Hauch des Flairs dieser vergangenen Zeiten ist in Welsberg heute noch zu spüren. Zahlreiche Traditionsbetriebe stehen neben jungen und modernen Unternehmen; der Gast, der nach Welsberg und Taisten kommt, sucht und schätzt beides. „Auch der Handel ist nicht unwichtig für die örtliche Wirtschaft. Es gibt unter anderen drei Lebensmittelgeschäfte im Ort, die die Nahversorgung sichern“, sagt Christian Moser lobend. Auch dies sei ein Punkt, der wichtig ist, wenn es um die Lebensqualität der Bürger geht. À propos Lebensqualität: Diese habe sich in Welsberg seit der Umfahrung erheblich verbessert. Christian Moser erinnert sich an die Zeit davor zurück: „Damals hat der Verkehr das Dorf regelrecht in
zwei Teile geschnitten. Undenkbar, wie es bei dem steigenden Verkehrsaufkommen jetzt wohl in diesem Dorf aussehen würde! Unsere Umfahrung kann mit Fug und Recht als Paradebeispiel gelungener Verkehrspolitik betrachtet werden.“ Und damit Welsberg auch ein beliebter Wohn- und Urlaubsort bleibt, wird an genau diesem Konzept weitergefeilt: Das Dorfzentrum soll in Zukunft weiter beruhigt werden, um es noch lebenswerter und attraktiver zu machen. Das ist jedenfalls der Plan der Gemeindeverwaltung.
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hohem Maße zur Landschaftspflege und der Erhaltung von Tradition und Kultur bei. Das ursprünglich wirkende Dorf inmitten sanft geneigter Wiesen besitzt einige weitere Kunstschätze, die Zeugen seiner bedeutsamen Vergangenheit sind. So fällt dem Besucher als erstes der gut erhaltene, freistehende Taistner Bildstock ins Auge, der wohl zu den schönsten und interessantesten in ganz Südtirol zählt. Mit der St.-Georgs-Kirche, an der sich der romanische Grundcharakter deutlich erkennen lässt, besitzt Taisten eines der ältesten Gotteshäuser weit und breit. Das beeindruckende Christophorusbildnis an seiner Außenfassade ist das Werk eines bedeutenden einheimischen Künstlers, nämlich des 1460 geborenen Simon Marenkl, der als „Simon von Taisten“ in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Hinter Taisten steigt das sanfte Gelände der sonnenexponierten Terrasse mäßig zum Rudlhorn auf 2448 Metern an, das mit einigen weiteren über 2000 Meter hohen Gipfeln den höchstgelegenen Abschnitt von Welsberg-Taisten bildet. Hier liegt auch das südliche Ende des Villgratner-Bergkamms, der das Gsieser Tal im Osten und das parallel verlaufende Antholzer Tal im Westen voneinander trennt. Wanderer und Bergsteiger, Tourengeher und Mountainbiker genießen die vielen Tourenmöglichkeiten dieses Gebietes. Neben den Touristen fühlen sich hier natürlich auch die Einheimischen wohl, schließlich wissen auch sie die ruhige Lage dieser schönen Ortschaft zu schätzen. (SH)
Welsberg-Taisten
Bereits in Römerzeit besiedelt. Erste Nennung 1175 Welsperg bzw. der Burg Welsberg als Castrum Walsperg. Die Herren von Welsberg waren Untervögte der Grafen von Görz und Tirol. Seit 2020 Bürgermeister: Dominik Oberstaller
Quelle: Wikipedia
Einwohnerzahl: 2.919 1042 - 2687 m Meereshöhe Gemeindefläche 46,56 km² Fraktionen: Ried, Taisten, Taistener Alm, Unterrain, Welsberg und Wiesen.
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Herbst-Trends, die wir lieben Temperaturmäßig sind wir bereits Ende August knallhart in den Herbst geschubst worden. Wen wundert‘s also, dass wir uns genau jetzt nach den aktuellen Herbsttrends in den Modegeschäften umgesehen haben? Unser Fazit: Wir finden sie einfach klasse!
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as uns auf der Suche nach den aktuellen Modetrends richtig glücklich gestimmt hat: Sollte der Herbst vielleicht auch grau und ungemütlich werden, die Mode wird das mit Sicherheit nicht. Bequeme Schnitte, „gemütliche“ Materialien und angenehm warme Farben, die leuchten und uns einen Hauch von Sommer zurückbringen, dominieren die aktuelle Herbstmode. Um bei den Trendfarben zu beginnen: Getragen werden jetzt vor allem gedeckte Nuancen. Besonders beliebt scheinen dabei Beige, Rosa und Pink, Marine- und Sommerblau sowie Burgunderrot. Doch die wahren Farblieblinge in diesem Herbst sind ohne Zweifel ein sattes Orangebraun, das an Herbstlaub und Kürbisschnitzen erinnert, sowie verschiedene Grüntöne wie Khaki, Gras- oder Limettengrün. Was die Muster anbelangt, ist es beinahe ein ungeschriebenes Mode-Gesetz, dass im Herbst immer wieder das Karomuster zurückkehrt - und das in all seinen Varianten. Ob Hahnentritt, Vichy-Karos oder klassischer Tartan, auch heuer wieder ist Klein- und Großkariertes omnipräsent. Kein Wunder eigentlich, wo doch der Preppy Style bzw. College-Look ebenfalls zu den angesagtesten Modetrends in dieser Herbstsaison zählen. Aus diesem Grund werden uns die verschiedensten Karomuster vor allem auf Röcken und Blazern begegnen, aber natürlich sind sie auch ein beliebter Print für warme 20 Herbst- und Wintermäntel.
LÄSSIGE SCHNITTE, HOHER TRAGEKOMFORT Natürlich und angenehm zu tragen ist die derzeitige Mode nicht allein wegen ihrer tollen Materialien, sondern auch wegen ihrer coolen Schnitte. Weite Schlaghosen und Blusen, lange Strickjacken und Shackets gehören zu den modischen Must-Haves. Besonders Letztere, also die lässigen Hemdjacken, ziehen in die Modecharts für Herbst und Winter ein. Diese dünnen Übergangsjacken eignen sich sehr gut für die ersten kühlen Tage im Herbst. Sie lassen sich ganz leicht über T-Shirts und Langarm-Shirts ziehen und lassen das Outfit sofort komplett wirken. À propos Shirts: Weniger kältetauglich, aber immer noch total angesagt sind die sogenannten Cropped Sweatshirts; der Bauchfrei-Trend setzt sich also auch im Herbst weiter fort. Sehr angesagt sind ebenfalls elegant-lässige Hosenanzüge für Frauen. Diese müssen nicht komplett einfarbig sein; soll der „Suit“ zum richtigen Eyecatcher werden, setze man einfach auf kontrastreiches Colourblocking. Wer lieber einen harmonischen, dezenteren Look möchte, greift zu Anzügen in neutralen Naturtönen. Bei all diesen Möglichkeiten gilt eins fast immer: Der Blazer besticht durch breite Schultern, leichte Schulterpolster und einen geraden Schnitt. Die Hose ist in den meisten Fällen ebenfalls etwas weiter geschnitten und darf sogar einen leichten Schlag haben. Tragekomfort ist also garantiert. Eine ebenfalls gute Nachrichten für
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alle, die sich jeden Winter aufs Neue auf ihren dicken Strickpulli freuen: In dieser Herbst-/Winter-Saison wird warmer Strick zu einem echten Fashion-Statement – vor allem in Form von strukturiertem Zopfstrick. Deshalb lautet die Devise: Viel Wolle, egal, ob als kuscheliger All-overLook mit passendem Pulli, Hose und Mantel, als raffiniertes Kleid, oder in Form von coolen Pullundern und Cardigans.
SCHUHE, TASCHEN, ACCESSOIRES Modebewusste tragen diesen Herbst Loafer in allen Varianten und bequeme Schaftstiefel. Diesen Herbst und Winter wird beides mit oder ohne Absatz getragen, die Loafer allerdings am liebsten in Kombination mit süßen Socken in Farben, die auf das Outfit abgestimmt sind. In puncto Taschen fällt auf, dass diese auch wieder etwas kleiner ausfallen und in diesem Herbst sind sogar erstmals wieder ganz kleine Modelle der Renner. Was in allen Fällen wichtig scheint, ist das Material: Leder muss es sein. Überhaupt begegnet es uns in vielen Geschäften und Auslagen. Leder, Leder und nochmal Leder. Dieses Material darf im Herbst 2021 scheinbar in keinem Kleiderschrank fehlen. Die Modeindustrie setzt dabei auch zunehmend auf veganes Kunstleder und das nicht nur bei Taschen, sondern gleich für jegliches Kleidungsstück. Ob Hosen, Jacken, Mäntel, Hemden, Blazer, Kleider oder Röcke - alles darf diese Saison aus Leder, beziehungsweise Fake-Leder sein. Was darüber hinaus auch noch auffallend ist, sind die vielen bunt gemusterten Seidentücher, die man in Geschäften und deren Auslagen sieht. Der Trend, sich Tücher in die Haare zu binden oder anstelle eines Hutes auf dem Kopf zu tragen, zieht im Herbst weiterhin seine Kreise. Ob als Bandana am Hinterkopf gebunden oder im glamourösen Old-Hollywood-Style unter dem Kinn – das klassische Halstuch erlebt gerade seine Renaissance. Genauso
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Schals und Tücher sind dieses Jahr voll im Trend.
wie der Bubikragen. Er feiert in diesem Herbst sein großes Comeback. Auch als Peter-Pan-Kragen bekannt, ziert er in dieser Saison viele Kleidungsstücke. Und neben Strickjacken und Blusen ist er nun auch immer wieder am Mantel zu sehen. Längere Mäntel bekommen dadurch einen femininen Touch. Nicht unerwähnt bleiben sollte ein anderer großer Accessoire-Trend, nämlich die auffälligen Chain-Ketten, die zurzeit überall zu sehen sind. Diese eher groben Gliederhalsketten verleihen jedem noch so eleganten Outfit einen coolen Dreh. Für die glamourösen Momente in unserem Alltag gibt es wunderhübsche Pailletten-Looks in Silber, Gold oder Schwarz, viel Kunstpelz und edle Accessoires. Sie verleihen die gewünschte Funkel-Dosis für elegante Auftritte bei Bällen oder für romantische Abende. So bleibt nur noch zu hoffen, dass es im kommenden Herbst auch wieder genügend Anlässe gibt, sich so richtig aufzubrezeln. Die passende Mode dafür steht jedenfalls bereit! (SH)
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Quellen: Rothwild/Oberrauch
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Authentisch, naturnah, regional… … das sind Maria und Georg Steinhauser mit ihrem Vorzeigebetrieb „Hochzirm“ auf 1.003 Metern Meereshöhe. Inmitten der knackigen Bergwelt des Tauferer Ahrntals leben sie ihre Philosophie „Altes schützen, Neues schaffen“ und geben diese erfolgreich an ihre Gäste und Kunden weiter.
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ur wenige Fahrminuten vom Dorfzentrum von Sand in Taufers entfernt steht ein neuer, geschmackvoll errichteter Hof. Auf den ersten Blick einfach nur eine chicke Kombination aus Tradition und Moderne, auf den zweiten Blick jedoch offenbaren sich die wahren Kostbarkeiten hinter der modernen Fassade – und das gleich in mehrerlei Hinsicht. Hier, im Michlreiserweg, wurde von Maria und Georg Steinhauser ein Refugium für aussterbende Nutztierrassen geschaffen. Sie dürfen sich deshalb auch ganz offiziell zu den wenigen „Arche-Höfen“ des Pustertals zählen. Aus Überzeugung stellen sie ihren Hof fast ausschließlich diesen alten Nutztierrassen zur Verfügung, diese weiter zu züchten und für die
Nachwelt zu erhalten, ist das primäre Ziel. In den neuen Stallungen trifft hier also alt auf neu. Ein Glück, denn unter dem Druck der Wirtschaftlichkeit in der Tierzucht sind zahlreiche Nutztierrassen bereits ausgestorben oder in ihrer Existenz bedroht.
ARCHE HOF MIT HOFSCHANK UND APPARTEMENTS Die Forderung nach hohen Milch- und Fleischerträgen war bereits in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ausschlaggebend dafür, dass beispielsweise die Pustertaler Sprinze oder das Vilnösser Brillenschaf von anderen Rassen verdrängt wurden. Diese und andere seltene Tierrassen, wie das Norikerpferd, das Wollschwein, das
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Quellen: Rotwild/Hochzirm
bauprojekt
Ultentaler Huhn und das Wiener Kaninchen leben nun auf Hochzirm, und das nicht schlecht, denn den Betreibern liegt die artgerechte Haltung ihrer Tiere besonders am Herzen. Am Herzen liegt ihnen auch eine ganz besondere Rinderrasse, die zwar nicht vom Aussterben bedroht, aber in ihrer archaischen Erscheinung unverkennbar ist: Das Schottische Hochlandrind. Die liebevolle Haltung dieser Tiere spürt man natürlich auch in den vielen verschiedenen Hochzirm-Produkten. Diese stehen für erstklassige Qualität und zeichnen sich mitunter durch die Liebe zum Detail aus, die die Kunden und Gäste dieses jungen Betriebes auch hoch schätzen. Erhältlich sind die Produkte im Hofladen, dessen Regale gut gefüllt sind mit besten Wurst- und Fleischwaren wie Speck, Salami und Kaminwurzen direkt vom Hof.
GELEBTE REGIONALITÄT RUND UM DIE UHR Im hauseigenen Hofschank, der Arche Stube, kann von Donnerstag bis Sonntag auf Vorbestellung geschlemmt werden. Hier kommt alles aufs Teller, was Saison und Region hergeben, denn Regionaliät und Nachhaligkeit werden im Hochzirm nicht nur großgeschrieben, sie
bilden die Grundlage des Konzeptes dieses außergewöhnlichen Hofes. „Sogar die Senfkörner kommen bei uns aus Südtirol“, erzählt Maria Steinhauser, „Sämtliche Zutaten der Gerichte sind regional oder gar aus eigener Hand, die Archestube selbst ist aus einheimischem Holz und von einem Tischlermeister aus Gais gefertigt.“ Ein ehrliches, rundes Angebot also, authentisch, exklusiv und außergewöhnlich schmackhaft zugleich. Wer dieses Konzept einmal rund um die Uhr erleben möchte, kann sich in einer der liebe- und stilvoll eingerichteten Arche Lodges einmieten. Hier setzt sich das Konzept der Naturnähe und Regionalität fort, hier kann man zur Ruhe kommen, Zirmduft riechen und bei herrlichem Ausblick entspannen. Durch die Appartements zieht sich ein gewisser Landcharme, geprägt von einer ganz besonderen Wohlfühlatmosphäre. Großzügige Terrassen mit gemütlicher Lounge und eine eigene Sauna gehören dazu. Besonders beliebt ist das „Feinheiten Frühstück“ in der beeindruckend urig-alten Finsterbachstube aus dem fernen Jahr 1650. Hochzirm ist eben besonders; besonders in Konzept, Haltung und Führung. Deshalb verspricht auch der Besuch ein ganz besonderes Erlebnis. Lassen Sie sich überraschen! (SH)
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11.-12.09.2021
Experiment Kupfer II Vom Kupferschmelzen im Mittelalter - Besonders im Mittelalter zählt Kupferschmelzen zur höchsten Handwerkskunst, ist doch das Kupfer eines der begehrtesten Metalle. Doch wie machte man das damals genau? Dies herauszufinden hat sich das LMB gemeinsam mit dem Mittelalterverein „Niedertor mit Gefolge“ vorgenommen. Am 11. und 12. September werden Versuche unternommen, Prettauer Zementkupfer in zwei Öfen zu schmelzen, die im ersten Teil der Veranstaltung im August gebaut wurden. An beiden Tagen von 10 bis 17 Uhr wird das „Gefolge“ rund um Sigmund von Niedertor am Nikolaus-Stollen des ehemaligen Kupferbergwerks Prettau seine Zelte aufschlagen und den Zuschauer*innen historisch getreu sein Handwerk vorführen. "Feuerrot glüht die Kohle und das Kupfer fließt."
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12.09.2021
Tom Gaebel singt Sinatra Tom Gaebel ist der Solist des Konzerts am 12. September im Rahmen der Festspiele Südtirol 2021. Er hat sich auf das Repertoire von Frank Sinatra spezialisiert und führt dieses in verschiedenen Formaten - Orchester oder Bigband - immer wieder auf. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Tom Gaebel durch sein 2004 gestartetes Projekt „Tom Gaebel & Band spielen Frank Sinatra“ bekannt. Sein nächstes Album „Introducing: Myself“ enthielt neben Coverversionen auch Eigenkompositionen. Erste Fernsehauftritte verbesserten Gaebels Bekanntheit weiter, etwa bei der TV total Silvester-Gala, TV total Jazz Night oder dem Red Nose Day.
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In Toblach wird die begleitende Formation eine eigens dafür rekrutierte Bigband aus Tiroler und Südtiroler Jazz-Musikern sein, die von Helga Plankensteiner, einer über die Grenzen des Landes hinaus bekannte Jazz-Musikerin, geleitet werden. Wann & Wo: 12.09.21 um 18.00 Uhr, Gustav-Mahler-Saal Euregio Kulturzentrum Toblach Tickets und Infos: Tel.: 0474 976151 | www.kulturzentrum-toblach.eu
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Sich selbst verwirklichen Bauen heißt auch, sich selbst zu verwirklichen. Zwar ist ein Hausbau zweifelsohne eine große Herausforderung, doch lassen sich eigene Vorstellungen und sogar Haltungen bereits vom Aushub der Baugrube bis hin zum fertigen Eigenheim durch eine umsichtige und vorausschauende Planung gut verwirklichen.
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edarf, Lage und Budget – das sind drei wichtige Faktoren, die bei der Entscheidung zum Eigenheim unbedingt vorab zu klären sind. Die Fragen, wie und in welcher Gegend man leben möchte, sollten ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Wer es ruhig mag, wählt eher ein ländliches Umfeld, wer hingegen den lebhaften Alltag in der Stadt bevorzugt, lässt sich dort nieder. Die Größe der Immobilie, egal ob man eine bestehende Wohnung erwirbt oder selbst baut, hängt von der weiteren Lebensplanung ab. Lebt man allein oder hat man Familie bzw. möchte man vielleicht später eine gründen? Braucht man Platz für gewisse Hobbys, benötigt man eine Garage? Das sind Fragen, über die man gut nachdenken sollte, denn ist die Immobilie zu klein, kann es schnell eng werden, ist sie zu groß, stehen womöglich Räume leer. Um komfortabel leben zu können, werden für Singles 50 Quadratmeter, für zwei Personen 60 Quadratmeter und für drei Personen 75 Quadratmeter Wohnfläche empfohlen. Grundsätzlich sollte auch überlegt werden, ob man eine Wohnung, ein Reihenhaus oder aber ein frei stehendes Haus haben möchte. Auf alle Fälle muss demgemäß die Wohnungs- bzw. Hausfinanzierung gut durchkalkuliert werden, denn in den allermeisten Fällen geht es schließlich um eine beträchtliche Kreditsumme. Vor dem ersten Gesprächstermin in der Bank sollte im Fall eines geplanten
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Hausbaus der Grundstückspreis bekannt sein, idealerweise liegt auch bereits der Entwurf des Architekten und eine Kostenschätzung, vielleicht sogar eine konkrete Kostenberechnung, vor. Damit lässt sich der Gesamtfinanzbedarf genau abschätzen. Darüber hinaus muss man das monatlich für die Raten verfügbare Einkommen kennen, um zu wissen in welchem Preissegment man sich bewegen kann. Zum anderen muss man auch das verfügbare Eigenkapital auflisten, und sich vorab informieren, welche Förderung man vom Land erhält. Grundsätzlich ist es nämlich wichtig, weder bei der Planung des Hauses noch bei der Finanzierung die eigenen Möglichkeiten zu überschätzen. Denn einfache „Pi-mal-Daumen“-Berechnungen können besonders für junge Familien große Einschränkungen mit sich bringen und schlimmstenfalls den Traum vom Eigenheim platzen lassen. So bedarf es zuerst einer genauen Analyse der Einnahmen und Ausgaben, die Fixkosten sowie Sicherheitsbeträge für unvorhergesehene Ausgaben inkludieren sollte. Durch die korrekten Angaben und Berechnungen und eine realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten können später notwendige Nachfinanzierungen oder eine Überschuldung der Familie vermieden werden. Außerdem sollte man sich gut über die verschiedenen Hilfen für junge Bauherren informieren: Der Staat hat im Rahmen der Corona-Maßnahmen
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mit einer Unterstützungsverordnung neue Steuererleichterungen für den Erwerb des Eigentums, des Fruchtgenuss-, Wohnungs- oder Gebrauchsrechtes der Erstwohnung eingeführt. Die Erleichterungen gelten für Personen, die jünger als 36 Jahre sind und in der gesamtstaatlichen ISEE-Bescheinigung einen Wert von 40.000 Euro oder weniger aufweisen; allerdings ist die Maßnahme zeitlich begrenzt.
GRUNDSATZFRAGEN KLÄREN Wer sich und seiner Familie den Traum vom eigenen Haus erfüllen möchte, steht vor der Frage: Haus bauen, kaufen oder renovieren? Wie die Antwort
ausfällt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, von den gegebenen Voraussetzungen, aber auch von den persönlichen Vorlieben des Bauherrn. Und auch das Budget, die Lage, verschiedene Gestaltungswünsche und die verfügbare Zeit spielen bei diesen Fragen eine wichtige Rolle. Gehört der Bauherr zu jenen Menschen, die ihr Haus gerne vollständig nach ihren Vorstellungen planen und auf ihre Bedürfnisse zuschneiden lassen möchten, wird ihn der Bau eines neuen Hauses wahrscheinlich glücklicher machen als der Kauf und die Sanierung oder Renovierung eines Altbaus. Wer eine moderne Architektursprache bevorzugt, wird ohnehin zum Neubau tendieren, außer jemand liebt es, den Charme eines Altbaus mit moderner Architektur
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Fertigungsprozesses nie an Qualität mangelt: sei es durch die Geräte, die eingesetzt werden, durch die Art und Weise, wie geplant wird, oder durch die Fachkompetenz eines jeden Mitarbeiters. Der Fachbetrieb mit neunzehn Mitarbeitern hat sich folgerichtig drei Kernwerte auf die Fahne geschrieben: die akribische Ausführung der Werkstücke, Perfektion des Endprodukts und Kundenzufriedenheit. Eine Tischlerei, die Handwerk und technologische Innovation verbindet.
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zu verbinden. Beispiele solch gelungener Altbausanierungen mit modernem Charakter finden sich im ganzen Land und sind teilweise Vorzeigeprojekte weit über die Grenzen hinaus. Dabei wird beispielsweise Holz mit trendigem Edelstahl kombiniert, viel mit Glas mit gut durchdachten Spenglerarbeiten eingesetzt und jedem Komfort sein Plätzchen eingeräumt: Barrierefreies Wohnen, der Einbau eines praktischen Aufzugs, einer Heimsauna oder eines Fitnessraums beispielsweise – all das ist auch in einem sanierten Altbau möglich! Entscheidet sich ein Bauherr dafür, dass ein Altbau einem neuen Gebäude weichen soll, ist auch dabei einiges zu beachten, denn dieses muss fachmännisch abgebrochen und die Bestandteile zur Wiederverwendung abtransportiert beziehungsweise – bei Nichtverwendung – entsorgt werden. Doch bevor es soweit ist, sind viele Fragen zu klären: So muss zum Beispiel zuerst festgestellt werden, ob das Gebäude geschützt ist. Wenn nicht gilt es abzuklären, wie es mit den unterirdischen oder oberirdischen Versorgungsleitungen steht. Diese sollte nämlich während der Abbrucharbeiten möglichst nicht beschädigt werden. Ohne ihn geht im Bauwesen ohnehin nichts: Der Tiefbau umfasst alle Arbeiten, die unterhalb der Erdoberfläche vonstattengehen. Diese Arbeiten sind es auch, die fast immer am Beginn eines Bauvorhabens stehen. In den allermeisten Fällen wird entweder ein Aushub, eine Flächenabtragung oder aber eine Aufschüttung gemacht.
ABSPRACHE UND ANALYSE Ob Neubau oder Sanierung, im Entwurfsprozess müssen die verschiedenen Bebauungsmöglichkeiten, Bauformen und Bauweisen in Zusammenarbeit mit Architekt und Bauherren genau analysiert und bewertet werden. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen führt in den meisten Fällen zu einem für die Ansprüche der Familie optimal gestalteten Gebäude. Daraus
lässt sich einmal mehr erkennen, wie wichtig Absprache und Analyse sind, und dass damit böse Überraschungen von vornherein vermieden werden können. Die Positionierung und Formgebung des neuen Wohnhauses sollen also auf die Bestandssituation beispielsweise bezüglich Lärmbelastung und Besonnung angepasst werden. Bei der Gestaltung der Fassaden sollte man ebenso auf die äußeren Einflüsse wie Lärmbelastung und Sonneneinstrahlung reagieren. Mit besonders modernen Konzepten stellen junge Bauherren öfters die Sinne auf eine neue Probe. Solche ambitionierten Projekte können schon mal auf Schwierigkeiten stoßen, wenn sie beispielsweise – weil nicht in Übereinstimmung mit den umliegenden Wohngebäuden – nicht genehmigt werden. Die moderne Architektursprache führt nicht selten zu solchen Schwierigkeiten in puncto Baugenehmigung, weshalb die überzeugten Bauherren dann aber durchaus bereit sein müssen, sich für das Haus ihrer Träume mit Nachdruck einzusetzen; damit sie später ein spannendes Wohngefühl ganz nach ihren eigenen Vorstellungen erleben können. Dazu braucht es in manchen Fällen durchaus eine gute Portion Durchhaltevermögen, um gemeinsam mit dem Architekten und in oftmals hartnäckigen Diskussionen mit den verschiedenen Ämtern und Fachleuten doch noch zu einer guten Lösung für alle zu gelangen. Moderne Baukonzepte lehnen sich an Vorbilder wie große Lofts an, wo es vermieden wird, Enge zu produzieren und nichts Trennendes den Blick einengt; So werden zum Beispiel trennende Barrieren zwischen den Räumen von jungen Menschen eher als störend empfunden, da Zwischenwände oder Raumabtrenner die Großzügigkeit des Raumerlebnisses beeinträchtigen. Was aber gewiss nicht bedeuten soll, dass die Wohnung aus einem einzigen großen Raum bestehen soll. Verschiedene Funktionsräume, eigene Kinderzimmer und genügend Rückzugsmöglichkeiten sind nämlich unverzichtbar. Möglichst
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haltigkeit, Kundenzufriedenheit und Präzision in Planung und Ausführung, das ist oberste Priorität. Egal ob Neubau, Umbau, Ausbau, Hotellerie, Großbaustellen – jeder Kunde ist sehr wichtig. Vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie sich beraten.
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offen gestaltet und ineinander übergehend soll hingegen der gemeinsame Aufenthaltsbereich mit Wohn-, Koch- und Essbereich sein. Auch bei der Materialauswahl sind junge Bauherren experimentierfreudig und zeigen bei rau wirkenden Materialien wenige Berührungsängste. So werden heute beispielsweise Sichtbeton und verzinkter Stahl gerne auch im Wohnbereich eingesetzt, was vor einigen Jahrzehnten noch kaum angedacht wurde. Allgemein werden die Menschen zunehmend offener für kreative Architekturkonzepte. Während man vor einigen Jahrzehnten noch stärker in den eigenen Wohn-Gewohnheiten verwurzelt war, herrschen nun häufig mehr Neugier und Wagemut vor. Fachleute aus dem Bausektor beobachten immer wieder, dass es häufig jüngere Bauherren sind, die mutige Konzepte verwirklichen. Sie sind es nämlich, die öfters nach neuer, nicht tausendmal gesehener Architektur fragen. Doch eins haben eigentlich alle Bauherren gemeinsam: Der Wunsch nach einem Haus, in dem zu wohnen es letztendlich all seinen Bewohnern behagt. Schließlich soll man sich im neuen Zuhause rundum wohl fühlen, und die Qualität des Neubaus soll ein sorgenfreies Wohnen ermöglichen. Außerdem ist es wohl jedem Bauherrn ein Anliegen, dass sich die Baukosten einigermaßen in Grenzen halten. Gar nicht so einfach, all das unter einen Hut – bzw. unter ein Dach – zu bringen! Doch mit einer gut durchdachten Planung im Vorfeld kann man all diese Aspekte berücksichtigen und seinem Traum vom perfekten Eigenheim ganz nah kommen.
NACHHALTIGKEIT AM BAU Die grüne Revolution im Wohnbereich hat längst eingesetzt. Ein bewusster Umgang mit Energie und heimischen Baustoffen sowie der Wunsch nach Nachhaltigkeit sind beinahe schon Standard. Die Welt schwitzt, und man muss kein Experte auf diesem Gebiet sein, um zu erkennen, dass hier etwas
in die falsche Richtung läuft. Aber auch wenn – oder gerade weil – Umweltschutz eine Frage des globalen Überlebens geworden ist, kann jeder bei sich selbst beginnen und versuchen, nachhaltig zu leben. Und vor allem auch in puncto Bauen kann man von Beginn an versuchen, umweltfreundlich zu seinem Eigenheim zu kommen. Viele Bauherren bringen mittlerweile große Bereitschaft mit, sich mit den Möglichkeiten ökologischen und energetisch
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intelligenten Bauens auseinander zu setzen. Sowohl Niedrigenergie-Häuser als auch Nullenergie- oder Passivhäuser kommen oft in die engere Wahl. Warum? Weil sie sich dessen bewusst sind, dass fossile Energieträger endlich sind und die Abhängigkeit von geliefertem Strom vielleicht auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Überhaupt befindet sich der gesamte Energiesektor im Wandlungsprozess. Fossile Energieträger werden mittlerweile nicht nur von wissenschaftlicher Seite, sondern auch von politischer Seite infrage gestellt. Zugunsten einer zukünftig umweltbewussteren Vorgehensweise werden grundlegende Veränderungen vorgenommen. Und dabei schaut man sich in der Natur um, denn unsere Umwelt strotzt geradezu vor Kraft. Ein Teil der in der Natur vorkommenden Energie kann durch Photovoltaikund Solaranlagen, Bioheizwerke oder Windparks gesammelt werden. Diese alternativen Heizsysteme werden gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Energiekosten ständig wachsen, immer attraktiver. Eines der Heizsysteme der Zukunft wird wohl die Wärmepumpe sein, mit deren Hilfe weniger Energie verbraucht, umweltfreundlich geheizt und viel an CO2 eingespart werden kann. Durch das simple und gleichsam geniale Prinzip einer Wärmepumpe kann Erdwärme gesammelt und als Heizwärme, aber auch als Wärme für die Wasserbereitung genutzt werden. Sogar noch bei Außentemperaturen bis zu -20 Grad Celsius ist eine solche Anlage wirtschaftlich sinnvoll. Mit dem sinkenden Wärmebedarf der modernen, gut gedämmten Häuser wird der energetische Anteil für die Warmwasserbereitung zunehmend wichtiger. Der
tägliche Wasserverbrauch in unseren Haushalten liegt durchschnittlich in etwa bei 130 Liter pro Person – wovon zwischen 50 und 70 Liter in Form von Warmwasser verbraucht werden. Ein großer Teil dieses Warmwassers wird fürs Duschen, Baden, Wäschewaschen, Geschirrspülen und fürs Kochen benötigt. Jederzeit warmes Wasser zur Verfügung zu haben, ist für uns mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden, obwohl die Warmwasserbereitung aus energetischer Sicht sehr aufwendig ist. Man muss bedenken, dass nicht allein die Erhitzung des Wassers relativ viel Energie verbraucht, sondern auch die Verteilung und die Speicherung. So kann man sich beispielsweise vor Augen führen, dass man ungefähr 3,5 kWh Energie braucht, um hundert Liter Wasser fürs Duschen oder Baden aufzuheizen. Nach der Heizung, die den größten Energiebedarf in einem Haushalt ausmacht, liegt somit die Warmwasserbereitung an zweiter Stelle. Ein KlimaHaus benötigt insgesamt relativ wenig Energie für die Raumheizung, umso stärker fällt allerdings der Warmwasseranteil ins Gewicht. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf eine effiziente Warmwasserbereitung zu achten. Während früher die Produktion von Warmwasser in den meisten Fällen ein „Nebenprodukt“ der Zentralheizung war, gibt es heute verschiedenste Möglichkeiten einer effizienten Aufbereitung. Vor allem bei Neubauten ist üblich, sowohl für die Heizung als auch für die Warmwasserbereitung dasselbe Heizsystem, also Kessel und Brenner - betrieben mit Öl, Gas oder Pellets -, Wärmepumpe oder Fernwärmesystem verwendet. Eine gemeinsame Anlage dafür zu verwenden
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bietet viele Vorteile, denn die erzeugte Wärme im Heizgerät wird auch zum Erhitzen des Wassers genutzt. Ein Wärmetauscher stellt dabei sicher, dass die Wärme des Heizwassers an das Brauchwasser weitergegeben wird. Durch die Speicherung und das Leitungsnetz geht jedoch leider Energie und damit auch Wärme verloren. Diese sogenannten Wärmeübergabeverluste senken den Wirkungsgrad einer zentralen Brauchwassererwärmung. Mithilfe von effizienten Warmwasserspeichern und Leitungen mit optimaler Wärmedämmung kann dem jedoch entgegengewirkt werden. Zudem wirken sich auch eine gute Regelbarkeit der Heizkessel sowie der Warmwasserspeicher energiesparend aus. Und besonders bei einem Neubau sollte man auf den Einbau einer richtig dimensionierten Anlage achten.
GUT GESCHÜTZT Das Abdichten eines Bauwerks gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, wenn es darum geht, die bestehende Bausubstanz vor schädlichen Einflüssen zu schützen. So sollte bereits in der Planungsphase großer Wert auf die fachgerechte Ausführung der Gebäudeabdichtung und –dämmung gelegt werden – auch um den stetig steigenden Anforderungen an moderne und energieeffiziente Gebäude gerecht werden zu können. Bauwerksabdichtungen sind nicht selten ausschlaggebend für die Nutzbarkeit von Tiefgeschossen oder Kellern. Aber auch bei Flachdächern nehmen sie eine wichtige Position ein. Dabei sind es verschiedenste Materialien, die zum Einsatz kommen und die das Gebäude oder die betreffenden Gebäudeelemente vor dem Eindringen von Feuchtigkeit schützen sollen. Ganz essentiell ist dabei der sichere Anschluss der Abdichtung beispielsweise an Verglasungen oder Stahlbauteilen. Vor allem sind es die fachmännische Ausführung und die
Materialien, die die Qualität der Gebäudeabdichtungsarbeiten ausmachen. Besonders wichtig ist, dass die Materialien an die vorgesehene Nutzung, aber auch an die baulichen Gegebenheiten gut angepasst werden soll. Die modernen Kunststoffabdichtungen werden aus PVC oder anderen Materialien wie TPO/FPO hergestellt. Mit Heißluft verschweißt, gelten sie als sehr langlebig und anwenderfreundlich. Üblich sind aber auch Abdichtungen mit Bitumenbahnen, die ebenfalls als sehr sicher gelten, sowie Abdichtungen aus EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk). Letztere können mechanisch befestigt werden, aber auch selbstklebend sein und eignen sich sehr gut zur Abdichtung von Dachgauben und Dächern. Dieses Material punktet durch seine Langlebigkeit und seine hohe Beständigkeit gegen UV-Strahlung; allerdings ist hierfür ein stabiler und tragfähiger Untergrund Voraussetzung. Und es gibt noch weitere, innovative Abdichtungsmaterialien wie beispielsweise verschiedene Flüssigkunststoffe, die vielfältige Möglichkeiten bieten und in manchen Fällen die Ausführung komplizierter Details überhaupt erst möglich machen. Gut absichern und schützen sollte man sich beim Hausbau allerdings nicht allein in baulicher, sondern vor allem auch „versicherungstechnischer“ Hinsicht. Schließlich ist das Eigenheim vermutlich das finanziell Wertvollste, das viele von uns besitzen. Ein Unwetter, ein Brand oder ein Wasserschaden können daran schnell schwere Schäden entstehen lassen. Das kann mitunter das finanzielle Aus für den Besitzer bedeuten. Aus diesem Grund ist es unumgänglich, eine Immobilie gut und richtig zu versichern. Begonnen bei der Bauherrenhaftpflichtversicherung, über die Bauleistungsversicherung bis hin zur Wohngebäude- und zur Hausratsversicherung gibt es unzählige Möglichkeiten, sich und sein Eigenhein vor den Folgen unliebsamer Überraschungen zu schützen. (SH)
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„Schmecken tut er wie die Milch auf der Alm.“
Das Schlössl von Uttenheim UTTENHEIM - An der Sonnenseite des Tauferertales, orografisch rechts über der Ortschaft Uttenheim liegt die gleichnamige Burgruine des Schlössls. DIE LAGE DER BURG Sie steht auf einem an drei Seiten steil abfallenden schmalen Felsgrat, der sich von Natur aus für die Anlage einer Wehrburg vorzüglich eignete. Das langgezogene etwas gegen das Tal gesenkte Burgareal war ursprünglich von einer überall dicht an den Felsrand gerückten Ringmauer umschlossen. Von der ehemaligen Burganlage sind die Kapelle, der südöstliche Flügel des einstigen dreistöckigen Palas und der Bergfried mit Resten der Ringmauer erhalten.
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Südtirol
Es ist
Der Bergfried steht an der höchsten Stelle und Angriffsseite der Burganlage und konnte daher mit einer bescheidenen Höhe von ca. 12 Metern die Funktion als Hauptbollwerk der Burganlage erfüllen, nämlich Schild zu sein für die tiefer gelegenen Burgenbauten. Von seinem überhöhten Standpunkt aus konnte der Zugang zur Burg auf einer weiten Strecke eingesehen und das Burgtor, wenn nötig, verteidigt werden. Er war aber in Notsituationen auch Rückzugsort für die Burgbewohner. Im Turm befand sich unter dem Erdgeschoß, abgesichert von einer Balkendecke, das Burggefängnis, das Verließ. Der Zugang zum Verließ war an der Ostseite des Bergfrieds. Er führte unter dem Turmfundament durch eine natürliche Felsspalte. Grundsteinlegung und Bau des Bergfrieds haben ihren Anfang bereits im 12. Jahrhundert genommen. Ein etwa vier Meter hoher Maueransatz an der Ostseite spricht dafür. Hier sind die teils rechteckig, teils würfelförmig bearbeiteten Bruchsteine mörtellos zu regelmäßigen Steinlagen geschichtet. Auch an den Eckverbänden ist die Verwendung von Quadersteinen vorherrschend. Die
Luftaufnahme der –Schlossruine
Fertigstellung des Bergfrieds ist ins 13. Jahrhundert zu datieren. Vom Bergfried gedeckt, erheblich tiefer und knapp an die nordöstliche Felskante gedrückt stand der Palas. Alte Ansichten von 1611, 1651, 1781 und 1885 lassen eine dreistöckige Burganlage erkennen, die sich in einen nördlichen und südlichen Komplex unterteilte. Von dem gegen Nord–Süd ausgerichteten und in vier Großflächen gegliederten Palas steht noch der süd-östliche heute zu einem Wohnhaus adaptierte Flügel.
DIE BURGKAPELLE Die dem heiligen Valentin geweihte Burgkapelle stammt aus dem 12. Jahrhundert. Ihr fast quadratischen Grundriss mit einer halbrunden zurückgesetzten Apsis entspricht eindeutig der romanischen Bauweise. Der in die Südostecke des Kapellenschiffes eingebaute Glockenturm ist ein späterer Zubau. Das Spitzbogen-
portal am Kapelleneingang und das in Granitimitation eingesetzte Netzrippengewölbe stammen aus der spätgotischen Bauperiode kurz vor 1500. Trotz dieser baulichen Veränderung und späterer Übermalungen sind einige prägnante Reste der ursprünglich romanischen Freskenmalereien erhalten geblieben. Kunsthistorisch von größter Bedeutung ist das Fragment einer Georgsdarstellung an der linken Triumphbogenwand aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, weil es zu den wenigen Zeugnissen der Malerei dieser frühen Zeit gehört, die wir in Südtirol haben. Über der Georgsbüste steht die Inschrift GEORIUS in römischer Majuskel. Links der Georgsbüste schließt die Darstellung der Hl. Magdalena, der Patronin der Pfarrkirche von Uttenheim, die romanische Wandmalerei ab. An der rechten Wand des Triumphbogens sind nur noch in Resten die vermutlichen Bildnisse des hl. Laurentius und des hl. Vigilius zu erkennen. Über dem Scheitelpunkt des Triumphbogens ist ein Fragment des dekorativen Mäanderfrieses erhalten, das sich aber über den um 1500 eingezogenen Gewölbe unter dem Dachboden fortsetzt, wo ein noch gut erhaltenes Fragment sichtbar ist. In der Zeit des Barock wurde der Innenraum der Kapelle auch malerisch umgestaltet. Damals wurde die 1976/77 freigelegte romanische Malerei am Triumphbogen vollkommen verdeckt. An der linken Seite des Triumphbogens ließ Cyriac Troyer im Jahre 1679 das Wappen seiner Familie anbringen (zwei Widder mit den Initialen F.L.S. für Fidelitate, Labore, Sanguine). Das Bogenfeld des Triumphbogens stellt eine dreiteilige Szenenfolge aus dem Alten Testament dar (Josef und Putiphar). (RT)
sport
Südtirol Drei Zinnen Alpine Run 2021 SEXTEN - Am 11. September findet der Südtirol Drei Zinnen Alpine Run zum 24. Mal statt. Ein packendes Duell zwischen zwei internationalen Topathleten wird erwartet, Vorjahressieger Manuel Innerhofer (Pinzgau) fordert den Streckenrekordhalter und dreimaligen Drei-Zinnen-Lauf-Sieger Petro Mamu aus Eritrea heraus.
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Quelle: Harald Wisthaler
anuel Innerhofer kommt Fest steht seit kurzem auch, dass am Samstag, 11. Septemdie Teilnehmer am Südtirol Drei Zinnen Alpine Run in Besitz des ber als Titelverteidiger nach Sexten. Der Pinzgauer setzte Green Pass, also genesen, getestet sich vor einem Jahr auf einer oder geimpft, sein müssen. Eine verkürzten Strecke in 1:24.15 Voraussetzung, die mittlerweile Stunden durch. Innerhofer wird bei fast allen Sportevents hierheuer der Jäger von Petro Mamu zulande gilt. „Wir schätzen uns sein, der nicht nur aufgrund seiglücklich, dass wir unseren Lauf in der auch unter den weiterhin ner insgesamt drei Erfolge beim Südtiroler Berglauf-Klassiker besonderen Umständen abhalten (2013, 2016, 2019) der absolute können. Wir sind überzeugt, dass Top-Favorit ist. Vor zwei Jahren wir im Sinne aller unserer Teilstellte der Ex-Berglauf-Weltmeis- Kann Vorjahressieger Manuel Innerhofer auch heuer jubeln? nehmer handeln“, betont Hofer. ter aus Eritrea in 1:22.37 Stunden Bis dato haben sich knapp 700 einen neuen Streckenrekord auf. Start direkt in Richtung Moos geht. Partie. Bei den Frauen sind die Athletinnen und Athleten für den Dieser ist heuer nicht in Gefahr, „Wir sind natürlich begeistert, dass Britin Phlippa Williams und die Berglauf-Klassiker im Dolomiten denn wie im vergangenen Jahr wir mit Mamu und Innerhofer Schweizerin Viktoria Kreuzer un- UNESCO Welterbe eingeschrieben. wird wieder auf der verkürzten zwei absolute Topathleten am sere absoluten Top-Favoritinnen.“, Der Mini Drei Zinnen Alpine Run Variante gelaufen, bei der die Start haben. Mit dem Schweizer sagt OK-Chef Gottfried Hofer vom für alle Kinder und Jugendlichen Schleife durch das Dorfzentrum Martin Anthamatten, ist ein wei- ausrichtenden ALV Sextner Do- findet in diesem Jahr hingegen von Sexten wegfällt und es vom terer Spitzenläufer mit von der lomiten. nicht statt. (MT)
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sport
44. Toblacher Nachtlauf TOBLACH – Der Tourismusverein, Organisator des traditionellen Toblacher Nachtlaufs, zieht eine sehr positive Bilanz.
Quelle Josef Strobl
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nter Covid-19 Schutzbestimmungen fand der diesjährige Nachtlauf in einem ganz besonderen Format statt: Gestartet werden konnte individuell im Zeitfenster zwischen 19.30 und 20.30 Uhr. Das Startintervall betrug 15 Sekunden zwischen den einzelnen Läufern. Um maximale Sicherheit zu gewährleisten, durfte erst auf den ersten Metern der Laufstrecke der Mund- und Nasenschutz abgenommen werden. Die traditionelle zehn Kilometer lange Strecke blieb hingegen nahezu unverändert. Einzig beim Start wurde bei der heurigen Edition einige Meter abgekürzt. Von der Startlinie vor dem Grand Hotel in Neutoblach führte die Strecke in die Rienz bis nach Neunhäusern, weiter
Start im Abendrot zum 44. Toblacher Nachtlauf.
zum höchsten Punkt Aufkirchen nach Wahlen und wieder runter ins Dorfzentrum von Toblach, wo trotz Corona eine gute Stimmung herrschte. 247 Athleten, davon 126 Herren, 41 Damen und 80 Kinder nahmen am Nachtlauf teil. Den Sieg bei den Männern sicherte sich Lukas Messner, er gewann in einer Zeit von 32:18 Minuten und hatte im Ziel mehr als zwei Minuten Vorsprung auf Simone Viola und Valentin Huber, der Dritter wurde. Siegerin bei den Frauen wurde die erst 16-jährige Sofia Demetz aus Gröden, mit einer Zeit von 41:00 Minuten. Zweite wurde die Taistner Langläuferin Thea Schwingshackl und Dritte Jlenia Modestino. Unter den Teilnehmern waren Sportler aus dem ganzen Land, aber auch
die Feriengäste aus Toblach und der umliegenden Dörfer waren am Start. Natürlich durfte der Spaß nicht fehlen, so liefen wie alle Jahre zehn Cousinen vom Team „Friedla“ gemeinsam in Lederhosen durch das Ziel. Neben den normalen Siegerwertungen wurden auch die Läufer prämiert, die der Durchschnittszeit der Hauptkategorien Männer, Frauen und Kinder am nächsten kamen. Die Vereinswertung holte sich der Athletik Club 2000 Toblach. Das Mini-Rennen „KIDS RUNNING“ über 2,4 Kilometer vom Grand Hotel direkt ins Dorfzentrum startete im selben Einzelmodus. 80 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren kämpften verbissen um den Sieg. (MT)
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