Nr. 14+15 vom 31.07.2021 – 14-tägig Poste Italiane SpA – Versand im Postabbonement – ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, CNS Bozen. Erscheint 14-tägig. Contiene I.P e I.R.
Felsmechanik Spannungsfeld zwischen Geologie und Bauingenieurwissen
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Dein perfekt Liebe Leserin, lieber Leser, eine der größten zukünftigen Herausforderungen der Menschheit ist die Klimakrise! Viele von uns haben diesen Satz schon so oft gehört und gelesen! Die Berichterstattung über unser Klima gewinnt zunehmend an Bedeutung, aber leider auch die Verbindung von Klima und Krise.
Erst kürzlich forderte die Hochwasserkatastrophe in Deutschland zahlreiche Menschenleben, Existenzen wurden in Sekunden einfach weggespült und untergraben. Und in weiten Teilen Nieder- und Oberösterreichs sorgten unlängst Hagel- und Sturmböen für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Von Erdrutschen und Überschwemmungen in Indien und Verkehrschaos in London waren in der letzten Woche ebenfalls in der Berichterstattung zu lesen. Dazu kommen weltweite Waldbrände, die fast schon die Regel, denn die Ausnahme geworden sind. Auch bei uns häufen sich die Klimakapriolen. Weltweit sind die Zeichen des Klimas unübersehbar und dennoch konnten sich beim kürzlich stattgefundenen Treffen der G20-Staaten in Neapel die zuständigen Minister nicht auf ehrgeizigere Ziele zugunsten des Klimas einigen.
Angesichts dieser unübersehbaren Zeichen stehen in allen Regierungen weltweit wichtige Entscheidungen an: nachhaltige Energiegewinnung, alternative Wirtschafts- und Produktionsverfahren und Veränderungen in der Ernährung sind nur einige Bereiche, in denen Veränderungen anstehen werden!
Für Südtirol hat die Landesregierung kürzlich eine Strategie zur nachhaltigen Entwicklung erarbeitet: Das Strategiepapier “Everyday for future – Gemeinsam für die Nachhaltigkeit“, bewegt sich im Rahmen internationaler Bemühungen – der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Laut Landeshauptmann Arno Kompatscher ist der Klimakrise zu begegnen, ihre Folgen zu bewältigen und die Herausforderungen möglichst in Chancen umzuwandeln, die größte und wichtigste Aufgabe dieser Legislaturperiode.
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Es tut gut vermehrt auch solche Klima-Nachrichten zu lesen!
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titelthema
Felsmechanik : Herr Marcher, Sie beschäftigen sich seit über 20 Jahren mit Felsmechanik und Tunnelbau. Was fasziniert Sie an dieser Thematik? Thomas Marcher: Faszinierend ist die Arbeit an der Schnittstelle zwischen der Geologie und dem Bauingenieurwesen. Die Geologie betrachtet die Gebirgsbildung und – umwandlung seit der Entstehung der Erdkruste vor knapp 4 Milliarden Jahren. Auf der anderen Seite beschäftigt sich das Bauingenieurwesen mitunter mit spannenden Infrastrukturbauwerken wie Dämmen und Talsperren, Kraftwerksbauten, Tunnels und Brücken, Tag- und Untertagebergbau. All diese Bauwerke stützen sich auf Fels ab. Dadurch werden Kräfte und Verschiebungen mobilisiert. Was versteht die Wissenschaft unter Felsmechanik? Felsmechanik beschäftigt sich mit dem Verhalten, also der Reaktion, der vom Menschen erstellten Bauwerke durch die auftretenden Kräfte und Verschiebungen auf einzelne Felskörper oder auf das aus einzelnen Körpern zusammengesetzte „Gebirge“.
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Welche geologischen Strukturen sind für den Tunnelbau ideal und welche eignen sich nur bedingt? Ideal sind natürlich Urgesteine, die nahezu massig und damit standfest anstehen. Gute Beispiele hierfür sind Granite, die z.B. in Skandinavien über weite Landesteile bereits sehr oberflächennah anstehen. Auch bei uns im zentralen Alpenraum im Bereich des Tauernfensters gibt es z.B. den felsmechanisch günstigen Zentralgneis. Dieser steht aber meist in großer Tiefe an und darüber stülpt sich die großflächige Schieferhülle. An der Oberfläche müssen wir meist mit stark beanspruchten Umwandlungsgesteinen, wie z.B. Grünschiefer und Quarzphyllit rechnen. Diese verwitterungsanfälligen und weniger kompetenten Gebirgsformationen stellen tunnelbautechnisch bereits erhebliche Herausforderungen dar. Besonders schwierig ist natürlich immer ein Tunnelvortrieb im Lockermaterial (z.B. in Sanden und Kiesen). Beispielweise die Brennerzulaufstrecke im Unterinntal, bei der Lockermaterial und Grundwasser durch entsprechende Bodenverbesserungsmaßnahmen zu beherrschen sind.
Quelle: Lunghammer
Was passiert mit dem Felsen, wenn darauf Dämme, Tunnels oder Brücken gebaut werden? Die Antwort dazu kennt Thomas Marcher. Der Leiter des Instituts für Felsmechanik und Tunnelbau an der Technischen Universität Graz, informiert im Interview über geologische Strukturen, Techniken und Störzonen im Tunnelbau und den Einfluss des Klimawandels in der Felsmechanik. wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen Untertagebau für Bergbau und Untertagebau für Infrastrukturbau da die Ansprüche an die Bauwerke (Lebensdauer, Sicherheit und Komfort) extrem unterschiedlich sind. Der maschinelle Vortrieb mit Tunnelbohrmaschinen wird insbesondere für längere Tunnel immer beliebter; dennoch bleibt immer eine Nische für den klassischen Sprengvortrieb der viel flexibler eingesetzt werden kann.
Was versteht man in der Felsmechanik unter Störzonen? Störzonen entstehen, wenn zwei Gesteinsbereiche oder tektonische Platten gegeneinander versetzt werden. Zwischen den Ufern des unbeeinflussten Gesteins auf jeder Seite Thomas Marcher, Leiter des Instituts für Felsmechanik kommt es durch die gegenseitige Verschiebung zu einer Bildung von Gesteinszereibsel, und Tunnelbau an der Technischen Universität Graz. also sehr feines Matrixmaterial und darin Welches sind die ersten Schritte, wenn ein eingebettet linsenförmige Festgesteinsreste. Diese Linsen können von Zentimeter bis 100er Projekt für einen Tunnel gestartet wird? Grundsätzlich steht am Anfang eine Be- Meter groß sein, die Mächtigkeit der Stördarfsanalyse, denn Tunnel sollen einen be- zone selbst kann im Bereich von Millimeter deutenden Nutzen bringen; im Falle von bis 100e Kilometer liegen. Im Tunnelbau Verkehrstunnel (Bahn/Straße) Zeitersparnis trifft man auf beides, wenig beeinflussenbzw. Verkehrsberuhigung. Daran schließt eine de gering mächtige Störzonen oder extrem technische Machbarkeitsanalyse an. Dies mächtige und ungünstige Störzonenbereiche. bedeutet: sind die Gebirgsverhältnisse mit Die Periadriatische Störzone ist die längste wirtschaftlichen Mitteln zu beherrschen und geologische Störungszone der europäischen sind die Risiken für den Bau klein kann man Alpen. Durch die Kontaktzone zwischen der „grünes Licht“ für weitere bzw. vertiefende europäischen und der afrikanischen KontinenProjektsphasen geben. Und, natürlich spielen talplatte entstand eine bis zu 700m mächtige – wie immer – der politische Wille und die Störzone. Auch mit dem Brennerbasistunnel finanziellen Mitteln eine bedeutende Rolle. trifft man bei Mauls – also nördlich von Brixen kurz vor Sterzing – in der östlichen Mit welchen Techniken kann Untertagbau Bergflanke auf diese geologisch instabile Zone gewährleistet werden? mit besonders brüchigem Gestein, bis hin zu Interessant ist in diesem Zusammenhang, Lockermaterialcharakter. Der Tunnelvortrieb dass der Untertagebau bereits 1500-2000 kann in diesem Abschnitt nicht mit TunnelJahre v.Chr. begann. Die Perser errichteten bohrmaschinen erfolgen. Auch ein klassischer zu dieser Zeit sogenannte Qanats. Tiefe Stol- Sprengvortrieb ist meist nicht notwendig, da lenbauwerke und Schächte, die zur sicheren Hydraulikhammer und Bagger in diesem Fall Trinkwasserversorgung der damaligen Städte ausreichen. Allerdings ist die Vortriebsleistung tiefliegende Grundwasserspiegel erreichten in solchen Abschnitten extrem langsam; oft und teils bis heute funktionieren. Mitte des pro Tag nur 1 Meter. 19. Jahrhunderts gab es bereits erste Tunnelbohrmaschinen – damals noch dampfbetrie- Welchen Einfluss hat der Klimawandel bei ben. Heute werden nach wie vor verschiedene der Planung im Gebirge? Tunnelvortriebstechniken verwendet – je nach Übergeordnet beeinflussen zwei Aspekte Anwendungsgebiet, geologischen Vorausset- des Klimawandels die Felsmechanik und das zungen und v.a. Länge der Tunnel. Extrem Gebirgsverhalten. Zum einen die Starkrege-
nereignisse deren Intensität vermehrt zu starker Erosion, Felssturz und Murenbildung führen. Der andere Aspekt ist der Verlust des Permafrosts in Meereshöhen über rd. 2.500 Meter. Permafrost hält die einzelnen Felskörper - wie ein Zement im Mauerwerk zusammen und verhilft zu einer dauerhaften Stabilität der ausgesetzten Gebirgskämme und Bergspitzen. In unseren Alpen waren bis vor kurzem rd. fünf Prozent der Oberfläche unter Permafrost. Seit einiger Zeit nimmt dieser Permafrost kontinuierlich ab. Alpine Bergsteiger kennen das aktuelle Phänomen; ursprünglich stabile Hänge an den 3.000ern bröckeln und Felsbruch sowie Steinschlag gefährden den Aufstieg. Ein prominentes Beispiel aus dem Bauingenieurwesen ist der Bau der neuen Bergstation der Zugspitzbahn auf knapp 3.000 müA. Massive Vorkehrungen wurden getroffen um die Station am Gipfel trotz Rückgang des Permafrosts über die kommenden Jahrzehnte stabil zu halten. Prognosen gehen davon aus, dass an der Zugspitze bis ins Jahr 2050 der Permafrost vollkommen verloren geht. Wie wird eine geologische Erkundung eines Tunnelbauwerkes durchgeführt? Der Start beginnt immer mit einer sogenannten Desktop-Studie, d.h. bestehende Daten werden aufbereitet und ergänzt durch Erfahrungen aus in benachbarten bzw. ähnlichen Verhältnissen liegenden Tunnelbauwerken. Nachfolgend beginnt eine geologische Kartierung der Oberfläche entlang der Tunneltrasse, also alle Auffälligkeiten werden dabei notiert. Dies sind die Voraussetzungen für Erkundungsbohrungen bei denen Kernbohrungen – oftmals bis in große Tiefe – vorgenommen werden und das im Bohrloch befindliche Material gewonnen wird. Dieses Material kann dann inspiziert werden; zum einen rein visuell zum anderen werden Abschnitte festgelegt, die im Felsmechaniklabor auf unterschiedlichste Eigenschaften getestet werden. Welche Bruchmechanismen unterscheidet die Wissenschaft im Tunnelbau? Bruchmechanismen lassen sich gut in einem felsmechanischen Labor – wie unseres an der TU Graz – untersuchen. Die Gesteinsproben werden auf Druck, Zug oder Biegung unter Beobachtung der aufgebrachten Kräfte, der resultieren Verschiebungen und des resul-
Quelle: Technische Universität Graz RMT
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Sprödbruchversagen im Einaxialen Druckversuch.
tierenden Bruchbildes untersucht. Aus den Ergebnissen lassen sich Informationen zum besseren Verständnis der Versagensmechanismen im Tunnelbau vor Ort ableiten. Die Bruchmechanismen können dabei von spröd, d.h. plötzlich/explosiv, über die Ausbildung von ausgeprägten Scherfugen bis hin zu Ausbauchungen der Probe durch ein duktiles Verhalten reichen.
Inneren des Berges schaffen. Das lässt das Herz eines Felsmechanikers höher schlagen. Dann Momente, die das Herz fast stillstehen lassen: tief im Berg – tausend Meter Überdeckung des Stollens – hört man die Umlagerungsprozesse der Spannungen im Gebirge durch ein Knacken und Bersten. Dadurch wird der Prozess des Hohlraumbaus hörbar. UND es ist die Vorstufe zu dem gefürchteten Bergschlag im Untertagebau. Ganz eigene Momente sind auch das Beherrschen des Bergwassers im Untertagebau; egal ob die Menge des Wassers die Kapazität des Abpumpens überschreitet und der Tunnelvortrieb „absäuft“ oder der Druck des Wassers enorme und sehr gefährliche Kräfte annimmt.
Zu welchen Versagensmechanismen kann es im Untertagbau kommen? Mehr als zwei Hände voll: zu den prominentesten zählen sicherlich das Ausgleiten von Felskörpern und große, langanhaltende Verschiebungen bei denen es quasi zu einer Quetschung des gesamten Tunnelquerschnit- Wie beeinflusst die steigende Digitalisierung tes durch zahlreiche Brüche im umgebenden die Felsmechanik zukünftig? Gebirge des Tunnels kommt. Es kann aber Eine hochinteressante Frage und auch ein auch zu einem Ausknicken von Felskörpern aktuelles Forschungsthema bei uns an der TU aus einer Seite der Tunnelwand kommen Graz. Jeder Tunnelvortrieb liefert heutzutage bzw. einem Ablösen von Schollen aus der digitale Daten. Nicht nur der mechanisierte Tunnelberandung. Hochgefährlich, aber eher Vortrieb mit der Tunnelbohrmaschine, sondern exotisch in unseren Regionen, ist ein ex- auch der konventionelle Tunnelvortrieb. Die plosionsartiges Versagen des umgebenden unterschiedlichsten Sensoren, also DatenaufGebirges durch Bergschlag. nehmer, werden genauer und in der Anzahl extrem häufig. Dadurch entstehen „Big Data“, Was hat Sie in der bisherigen Karriere als die allein durch fachmännische (menschliche) Felsmechaniker am meisten beeindruckt? Betrachtung nicht mehr handhabbar sind. Hier Da gibt es zumindest drei prägende Erfahrungen. beginnen die systematische Datenanalyse und Das eine ist sicherlich das Erlebnis, als verant- die Künstliche Intelligenz: Mustererkennung, wortlicher Felsmechaniker die Fertigstellung Automatisierung und Prognosemodelle werden einer unterirdischen Kaverne für die Unter- in Zukunft den Felsmechaniker, den Tunnelbaubringung der Kraftwerksturbinen zu erleben. er und den Bergbaumann unterstützen (nicht Diese Kavernen haben Dimensionen die – als ersetzen), um sicherer und wirtschaftlicher Größenvergleich - Platz für fünf Dorfkirchen im zu bauen. (TL)
Den Vortrag „Felsmechanik – Spannung pur!“, der vom Landesmuseum Bergbau am 14. Juli organisiert wurde, hielt Thomas Marcher am Standort Steinhaus im Kornkasten. Interessierte können den Vortrag auf dem YouTube-Kanal des Museums unter https://youtu.be/ZGnsOhRR3-A abrufen. 5
gemeinden
Vor 99 Jahren
inhalt
Pustertaler Bote lokales 9
Aus der Wochenchronik: Von der Sparkasse der Stadt Bruneck. Nachdem sich nun auch bei dieser Sparkasse schon einige Angst-Abhebungen ereignet haben, sieht sich die Sparkassen Direktion veranlaßt öffentlich zu erklären, daß die Einleger nichts zu befürchten haben und erinnert diesbezüglich an die Mündel-Sicherheit aller Sparkassengelder. Überdies verweist dieselbe auf das ital. Garantiegesetz vom 9. Dezember 1920, mit welchem der Staat den Einlegern ihre vollen Guthaben garantiert. Insoferne dieselben durch die noch nicht durchgeführte Umwertung der alt-österr. Kronen-Wertpapiere nicht ganz gedeckt wären. Um aber weitere größere Barabhebungen im Interesse aller Einleger hintanzuhalten, gibt die Direktion hiermit bekannt, daß die im § 14 der Statuten festgesetzten Kündigungstermine wieder in Kraft zu setzen veranlaßt wäre, wenn größere Abhebungen andauern. Quelle: Digitalisierter Bestand Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann, Ausgabe 28.07.1922
sport 29-30
lokales
Brunecker Fotografen "Tag der Gärten" in Pfalzen Große Nachfrage
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standort
Die Wirtschaft in St. Martin in Thurn 14-15
termine sonderthema
Regional und Bio
baureportage
Schöfflmayr in Mühlen in Taufers
sonderthema
Mein Beruf: Fliesenleger
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kultur
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Aus der Geschichte der Kuratie in Lappach - Teil 2
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anzeiger
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Gemeindenachrichten MONTAL
• Bezirksversammlung Arbeitsgemeinschaft. Kürzlich fand im Wirtshaus Alpenrose in Montal die Jahresversammlung des Bezirkes Pustertal der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte statt. Rund 40 Mitglieder waren der Einladung des Ausschusses unter der Leitung von Hintner Siegfried gefolgt. Obwohl der Tätigkeitsbericht 2020 etwas kürzer ausfiel, hielt der Bezirk auch im coronabedingt schwierigen Jahr 2020 erfolgreich den Kontakt zu seinen Mitgliedern. Sofern es die jeweils aktuellen Sicherheitsmaßnahmen zuließen, fanden auch 2020 im Sommer einige Aktionen statt. Wie wichtig gerade die Gemeinschaft und das Gefühl der Zugehörigkeit für Menschen mit Beeinträchtigung, bzw. für Menschen mit Mobilitätseinschränkung ist, betonte auch der anwesende Landesvorsitzende Richard Stampfl in seiner Ansprache. Er dankte dem Ausschuss für seinen Einsatz und gab einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Monate des Vereins auf Landesebene. Der anschließende Bericht des Ausschusses über die geplanten Aktivitäten für das heurige Jahr zauberte so manchem Mitglied ein Leuchten in die Augen. Die Vorfreude auf gemeinsame Aktivitäten, Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Behinderte Pustertal
menschen 13
auf Ausflüge in Gesellschaft war körperlich spürbar. Ein Almausflug auf den Haidenberg, ein Frühstück als Issinger Weiher oder eine Einkaufstour ins OutletCenter am Brenner stehen ebenso auf dem Programm wie ein Törggelen im Herbst. „Bin i froah, dass es endlich wieder weitergeht“, so Michael, langjähriges Mitglied, und er sprach das aus was viele dachten. Denn genau das ist das Ziel des ehrenamtlichen Ausschusses des Bezirkes Pustertal, dem neben Hintner Siegfried (Bezirksvorsitzender), Lechner Waltraud, Mairhofer Erich, Delleg Dietlinde und Crepaz Gertrud, (Pichler Michael und Voppichler Jennifer unterstützen den Ausschuss) angehört: Betroffenen ein abwechslungsreiches Freizeitangebot zu bieten, wobei die Zugänglichkeit für alle gegeben ist und mögliche architektonische Barrieren durch geschickte Planung umgangen, bzw. durch Aufklärung beseitigt werden. (PM)
INNICHEN/PFALZEN/PRAGS
• Neue Obmänner der HGV-Ortsgruppen. Bei der Jahresversammlung der HGV-Ortsgruppe Innichen standen die Neuwahlen der Ortsgremien im Mittelpunkt. Auf Alice Cacciatore Ortner folgt Gabriel Zingerle als Ortsobmann. Mit viel Engagement und Zuversicht will die Ortsgruppe Innichen des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) die Zeit nach der Pandemie angehen. Dies zeigte sich auch bei der Neuwahl der Ortsgremien: Neun Gastwirtinnen und Gastwirte erklärten sich bereit, im Ausschuss mitzuarbeiten. Ortsobfrau Alice Cacciatore Ortner stellte sich nicht mehr als Ortsobfrau zur Wahl, zeigte sich aber bereit im Ausschuss weiterhin mitzuwirken. So wurde Gabriel Zingerle vom Hotel „Baranci“ einstimmig zum
gemeinden
AHRNTAL
• Mountain Paradise. Vor kurzem fand im Ahrntal das 3. Yoga-Wochenende statt. Der Tourismusverein Ahrntal veranstaltete in Zusammenarbeit mit fünf Yogalehrern aus dem Ahrntal und dem Gadertal, sowie aus Deutschland ein Wochenende für Gäste und Einheimische. Yoga hat nachweislich positiv bewertete Effekte sowohl auf die physische als auch auf die psychische Gesundheit. Finden die Yogasessions dann noch im atemberaubenden Bergpanorama
Quelle: TV Ahrntal
des Ahrntals statt, werden Geist und Körper sicherlich in noch höherer Weise gestärkt und erfrischt. Die einzelnen Yoga-Einheiten waren sowohl für Anfänger als auch Yogakenner konzipiert und boten einen spannenden Exkurs von Yin Yoga, Yinyasa Yoga, Yoga Nidra, Hatha Yoga, Vinyasa Yoga Flow bis hin zu Pranayama und Meditation an besonderen Plätzen im Ahrntal. Yoga im Heustadel, auf der Wiese oder bei der Kristallalm – das Programm und die Auswahl der Locations waren besonders attraktiv. Geboten wurde den Teilnehmern auch ein tolles Rahmenprogramm, unter anderem fand eine Käse- und Bierverkostung statt. Alle Yogakurse waren sehr gut besucht, die Teilnehmer waren vom Programm begeistert und freuen sich schon auf eine Fortsetzung im Jahr 2022. (PM)
LUTTACH
• 12. Internationales Ahrntaler Holzbildhauer Symposium. Vor kurzem fand in Luttach der Abschluss des 12. Internationalen Holzbildhauersymposiums statt. 9 Künstler aus Deutschland, Österreich, Italien und Südtirol hatten fünf Tage Zeit, aus einem runden, 2,20 Meter langen Lärchenbaumstamm ein Objekt zum Thema „Mannequin“ zu kreieren. Die geschaffenen Objekte haben im neuen Figurenpark in Luttach bereits einen würdigen Platz gefunden, was die anwesenden Holzbildhauer besonders gefreut hat. Beim Abschlussabend wurden die Künstlervon den Vertreter der Gemeinde und des Tourismusvereins gebührend gewürdigt und alle Schnitzer haben die Kunstwerke kurz vorgestellt. Die Besucher des Figurenparks haben Quelle: TV Ahrntal
Quelle: HGV
neuen Ortsobmann gewählt. Ihm zur Seite stehen folgende Ausschussmitglieder: Alice Cacciatore Ortner, Hotel „Villa Stefania“, Markus Holzer, Restaurant „Jora Hütte“, Philipp Kerschbaumer, Bar-Restaurant „Minigolf“, Stefania Lösch, Hotel „Sonnenparadies“, Stephan Mühlmann, Hotel „Leitlhof“, Evelyn Rainer, Hotel „Rainer Eggele“, Andreas Wachtler, Dolcevita „Post Alpina“, und Barbara Wachtler, „Posthotel“. Auch die Mitglieder der Ortsgruppe Pfalzen des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) trafen sich kürzlich zur Jahresversammlung, wo die Ortsgremien neu gewählt wurden. Ortsobmann Paul Hainz begrüßte die anwesenden Mitglieder, Bezirksobmann Thomas Walch, Gebietsobmann Hannes Kronbichler und Bürgermeister Roland Tinkhauser. Im Hinblick auf die anstehenden Neuwahlen, schlug Hainz einen Generationenwechsel vor, denn diese schwierige Zeit der Pandemie gebe sprichwörtlich einen Neustart auch in der Führung der Ortsgruppe vor. Zum neuen Ortsobmann wurde Andreas Peintner vom „Green Lake Hotel Weiher“ gewählt. Ihm zur Seite stehen im Ortsausschuss Sabine Irschara, Hotel „Falken“, Michael Hainz, Hotel Gasthof „Jochele“, Helga Haspinger, Residence-Appartement „Winkler“, und Mirko Mair, Restaurant „Sichelburg“. Bei der Wahl der Ortsgremien in Prags wurde Eduard Jesacher vom Gasthof „Dolomiten“ erneut als Ortsobmann bestätigt. Ihm zur Seite stehen im Ausschuss Christian Ploner, Gasthof „Huber“, Renate Putzer, Pension „Bergheim“, Günther Schwingshackl, Hotel „Edelweiß“, sowie Alexander Trenker, Hotel „Trenker“. (PM/HGV)
noch bis zum Wochenende die Möglichkeit am Publikumsvoting teilzunehmen und aus den verschiedenen Schönheiten ihr Lieblingsobjekt zu wählen. (PM)
KRONPLATZ
• Neuer Weltcup-Chef. Mitte Juni hat das Organisationskomitee „Al Plan Events“ aus St. Vigil in Enneberg einen Generationswechsel vollzogen. Der 51-jährige Danny Kastlunger, technischer Direktor der Seilbahnen St. Vigil und seit mehreren Jahren General Manager des OK, wurde einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt, während Langzeit-Chef Willi Kastlunger zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. 18 Jahre lang stand Willi Kastlunger dem Verein vor, welcher seit 20 Jahren die großen Sportevents am Kronplatz organisiert. Das Enneberger Sport-Urgestein, Jahrgang 1943, hatte 2001 mit dem neu gegründeten Gremium die Herausforderung einer experimentellen Form des Skirennens im Rahmen des FIS Europacups angenommen. „4 runs“ hieß der Modus, der jedoch eine Eintagsfliege blieb, nicht aber das Komitee „Al Plan Events“, das seitdem die Europacup-Rennen am Kronplatz organisiert. Im Laufe der Jahre waren es sowohl Riesentorläufe als auch Slaloms und Nacht-Parallelrennen, am Furkelpass, wie auch auf der heutigen Weltcuppiste Erta und auf der kleineren Cianross-Piste im Dorfzentrum von St. Vigil. Bis zu den Olympischen Spielen von Turin 2006 organisierte Al Plan Events gleichzeitig auch den Snowboard-Weltcup mit Parallelrennen und Boardercross. Von 2008 bis 2012 holtenWilli Kastlunger und seine Mitarbeiter den Giro d'Italia auf den Gipfel des Kronplatz. Von Anfang an hatte Willi Kastlunger aber vor allem ein Ziel: den Ski-Weltcup zum Kronplatz zu bringen und 2017 fand dann das erste Damen-Weltcuprennen auf der Erta-Piste in St. Vigil statt. Seitdem hat der Damen-Skizirkus insgesamt viermal am Kronplatz Station gemacht. Der neugewählte Präsident von „Al Plan Events“, Danny Kastlunger, ist vom ersten Tag des Komitees mit dabei und kennt alle Abläufe wie aus dem FF. Als General Manager hat er in den vergangenen Jahren vor allem das Technische betreut, wie die Infrastruktur, die Piste, die TV-Übertragung. Als Neffe des scheidenden Präsidenten Willi Kastlunger ist er genauso zielstrebig und ergebnisorientiert. „Mein Hauptziel als Präsident ist es, den Weltcup langfristig zu halten und das können wir nur, wenn wir konsequent für höchste Qualität sorgen – für die Athleten und für das Publikum“ so Danny Kastlunger, der für drei Jahre bestellt wurde. Nachdem die Auflage 2021 ein Pandemierennen ohne Publikum war, wird derzeit an der Edition 2022 vom 25. Jänner gearbeitet,
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gemeinden
Quelle: Kuratorium Schloss Welsperg
• Umfahrungsbrücken saniert. Noch vor der Hochsaison und einige Wochen früher als geplant ist die Sanierung der beiden Brückenviadukte auf dem West- und Ostteil der rund vier Kilometer langen Umfahrung von Welsberg in der Gemeinde Welsberg-Taisten abgeschlossen. "Die Straßeninfrastruktur ist damit wieder vollständig zweispurig befahrbar, was den Verkehr auf dieser viel befahrenen Straße wieder flüssiger macht. Außerdem sind die Verkehrsteilnehmer auf den stabilisierten Brücken wieder sicherer unterwegs", zeigt sich Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider zufrieden. Aufgehoben ist natürlich auch die teilweise Umleitung des Verkehrs durch den Ort Welsberg. Erst Ende April hatten der Landesrat und die Techniker das Startzeichen für die Sanierung gegeben. Der Eingriff war auf der Prioritätenliste des Landes für Brückensanierung auf Platz drei. In erster Linie ging es darum, das Tragwerk weiter stabil zu halten. Verstärkt wurde vor allem die stark in Mitleidenschaft gezogene
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• Eröffnung Fotoausstellung. Mit einem Empfang für Ehrengäste wurde kürzlich die neue Fotoausstellung. „Einst ... tempi passati ...1880 + “ auf im Rittersaal auf Schloss Welsperg eröffnet. Es handelt sich dabei um die räumliche und thematische Erweiterung der vor zwei Jahren gezeigten Ortsbild- Chronik, wie es Kurator Hans Hellweger bezeichnet. Neben Bürgermeister Dominik Oberstaller und Vize- Bürgermeisterin Paula Mittermair waren eine starke Vertretung des Gemeinderates der Marktgemeinde sowie zahlreiche Vorsitzende von Vereinen und Institutionen anwesend. Das Saitenduo Ulrike und Marlies Schwingshackl schuf einen wohlklingenden Rahmen. Die Vorsitzende des Kuratoriums Schloss Welsperg, Frau Brunhilde Rossi Agostini, hat zusätzliche Kemenaten im 1. Stock der Burg zur Verfügung gestellt, damit zum Beispiel auch die Glockenweihe vor 100 Jahren, das traditionsreiche Elektrizitäts- und Sägewerk, der Dorfbrand 1941 von Taisten und eine Dokumentation über die zwei letzten Generationen der Reichsgrafen von Welsperg gezeigt werden kann. Ein Besuch im mittelalterlichen Schloss ist ein Erlebnis und eine Bereicherung für alle Generationen. Das große Interesse des internationalen Publikums bezeugt es. Schloss Welsperg ist bis zum 5. September geöffnet. (PM)
OLANG
• Benefizfischen. Die Fischergemeinschaft Percha-Olang-Salomonsbrunn hat sich entschlossen, ein „Benefizfischen“ zu veranstalten und alle Erlöse daraus für soziale Zwecke einzusetzen. Alle bei dieser Benefizveranstaltung gefangenen Fische wurden unentgeltlich den Insassen des Wohn- und Pflegeheimes des mittleren Pustertales zur Verfügung gestellt und die gesamten Erlöse daraus der Südtiroler Krebshilfe übergeben. Diese Idee fand bei allen Fischerinnen und Fischern guten Anklang und so fanden sich 40 Fischerinnen und Fischer aus fünf Vereinen am 26. Juni beim Olanger Stausee ein, um beim Benefizfischen teilzunehmen. Groß war die Begeisterung und Freude, als immer wieder eine zappelnde Forelle aus dem frischen Nass gezogen und nach genauer Berechnung des Maßes und des Gewichtes dem genannten Pflegeheim übergeben wurde. Es wurden 37 Forellen mit einem Gesamtgewicht von fast 30 Kilogramm geangelt und der Küche des Mittleren Wohn- und Pflegeheimes übergeben. Die zusätzlich organisierte „Tombola“ mit vielen Sachpreisen erbrachte einen Erlös von 1.090 Euro, der der Südtiroler Krebshilfe zugutekam. Erfreulicher Weise rundete die Raiffeisenkasse Bruneck diesen Betrag auf 1.500 Euro auf. Für diese erfreuliche Geste wird der Raiffeisenkasse Bruneck ein großer Dank ausgesprochen. Bei fröhlicher Unterhaltung und bester Versorgung von Speise und Trank klang dieser Tag aus. Besonders freute sich dabei der Fischerverein Olang, dem es gelang, die meisten und größten Fische an Land zu ziehen, wofür ihm auch die handgeschnitzte Wandertrophäe überreicht wurde. Da diese Veranstaltung so großen Anklag gefunden hat, wurde der Wunsch laut, ein solches Benefizfischen alle zwei Jahre zu veranstalten. Die Fischergemeinschaft Percha-Olang-Salomonsbrunn möchte auf diesem Weg allen Beteiligten sowie allen Spendern von Sachpreisen und Gönnern einen aufrichtigen Dank aussprechen. (PM) Quelle: Fischergemeinschaft Percha-Olang-Salomonsbrunn
WELSBERG
Brückenplatte der Viadukte. Dazu wurden die obersten Schichten der Brücken, also der Belag und die Betonplatte, abgetragen. Dann wurden Abdichtung und Unterfahrdehnfuge erneuert und die Fahrbahn wiederaufgebaut. Zum Schluss wurde noch ein neuer Belag angebracht. "Im Zuge der Arbeiten wurden einige größere Mängel an der Brückensohle entdeckt und behoben, wofür zur Investitionssumme von 879.000 Euro zusätzliche 128.365 Euro dazugekommen sind", berichtet der Techniker Luca Toso. Problemlos bestanden haben die beiden Brücken jedenfalls laut Toso die Belastungsproben mit voll beladenen Lkws. (PM/LPA)
Quelle: Kuratorium Schloss Welsperg
Quelle: Al Plan Events
aktuell unter „normalen“ Vorzeichen. Dazu werden die FIS-Offiziellen am Ende des Monats Juli für den traditionellen Lokalaugenschein in St. Vigil eintreffen. Als Danny Kastlungers Stellvertreter wurde Diego Clara gewählt, im Organisationskomitee von Beginn an für die Pressearbeit zuständig. (PM)
lokales
„Besondere Ehre“ TOBLACH – Brigitte Bauer Kahn wurde zur „Bäuerin des Jahres 2021“ gewählt. In vorbildlicher Weise bearbeitet sie ihren Heimathof, den Naschthof auf 1.660 Meter Meereshöhe in Toblach. Reinhard und die beiden Kinder Sara und Simon helfen dabei. Als zweites Standbein bietet sie Urlaub auf dem Bauernhof an. Trotz der Arbeit am Bergbauernhof findet die Bäuerin immer noch Zeit für die Vereine. Sie war bereits bei der Bauernjugend als Ortsleiterin tätig, in der SBO-Ortsgruppe Toblach ist sie nun in der dritten Periode Ortsbäuerinnenratsmitglied, zur Zeit Ortsbäuerinnen-Stellvertreterin. Brigitte Bauer Kahn ist Bergbäuerin – standhaft, mutig, weitsichtig, heimatverbunden. Eine kraftvolle Frau, die anpackt, die den Blick für Bäuerin des Jahres 2021: Brigitte Baur Kahn vom Naschthof in Toblach. das Wesentliche hat, die ihren Hof die Bergbäuerin. Brigitte Bauer für Brigitte Bauer Kahn klar, dass leitet. Und das mit viel Freude, weil Kahn wuchs mit ihren Eltern und sie den Milchwirtschaftsbetrieb Bäuerin sein für sie das Schönste ihrer Stiefschwester am Naschthof übernehmen wird. Heute bewirt- ist. (PM/RED) auf. Bereits als 15-Jährige war schaftet sie den Hof, ihr Mann Quelle: SBO
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ie Auszeichnung der Südtiroler Bäuerinnenorganisation wurde am 11. Juli 2021 beim 40. Landesbäuerinnentag in Bozen zum vierzehnten Mal Dank der Stiftung Südtiroler Sparkasse vergeben. „Die Auszeichnung ist für mich eine besondere Ehre!“, sagt die 44-jährige Bäuerin des Jahres Brigitte Baur: „Bergbäuerin sein heißt am Hof gebunden zu sein, jeden Tag anpacken zu müssen, zu schauen, den Hof weiterzubringen und den Kindern die Freude und die Begeisterung an der Berglandwirtschaft weiterzugeben. Das ist eine große Herausforderung und da sind nicht nur wir als Familie gefordert, sondern wir alle, sonst wird es in Zukunft keine Berglandwirtschaft mehr geben!“, plädiert
Erbrecht – Konto geplündert, was nun? Nicht selten müssen Erben feststellen, dass vor dem Ableben des Erblassers große Geldbehebungen getätigt wurden. Wenn dann die Transaktionen nicht direkt vom Kontoinhaber, sondern von einer dritten Person mit einer Kontovollmacht vorgenommen wurden, wirft das verschiedene Fragen auf. Was können die Erben tun, wenn zu Lebzeiten das Konto des Verstorbenen leergeräumt wurde? Die Erben haben das Recht, bei der Bank Auskunft über den Vermögensstand zu erhalten und können alle Bankauszüge mit den vorgenommenen Transaktionen vor dem Ableben verlangen. So kann man nachvollziehen, was mit dem verschwundenen Geld passiert ist. Was ist aber, wenn einem Dritten eine Bankvollmacht erteilt wurde? Ältere Menschen machen oft von der Möglichkeit Gebrauch, eine Vertrauensperson für Bankoperationen zu bevollmächtigen, weil sie selbst oft nicht mehr dazu in der Lage sind. Meist wird die Vollmacht einem Kind, manchmal auch einer außenstehenden Person, wie beispielsweise der Pflegerin, erteilt. Als Vollmachtsträger ist man verpflichtet, im Namen und im Auftrag des Kontoinhabers zu handeln und
im Interesse des Kontoinhabers die notwendigen Bankoperationen (Einzahlung IMU, Zahlung Strom, Zahlung Lebensmittel usw.) für denselben durchzuführen. Der Bevollmächtigte ist keineswegs berechtigt, Gelder für persönliche Zwecke in Verwendung zu bringen und er hat auch über seine Tätigkeit, sofern gefordert, Rechnung zu legen. Was passiert, wenn der Inhaber des Kontokorrents verstirbt? Die Pflicht zur Rechnungslegung erlöscht nicht mit dem Ableben. Der Kassationsgerichtshof hat in verschiedenen Urteilen mehrmals festgehalten, dass die Verpflichtung zur Rechnungslegung dann gegenüber den Erben besteht, dies aufgrund der allgemeinen Bestimmungen des Erbrechtes. Somit können die Erben den Bevollmächtigten auffordern, die vorgenommenen Bewegungen auf dem Konto zu dokumentieren. Im Falle einer Nichtdokumentation wird er gezwungen sein, die kassierten Beträge zurückzuerstatten. Darüber hinaus läuft der Bevollmächtigte, der Gelder ohne Begründung behoben oder auf sich selbst überwiesen hat, Gefahr, strafrechtlich wegen Unterschlagung verurteilt zu werden.
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Brunecker Fotografen BRUNECK – Das Stadtmuseum Bruneck zeigt in der aktuellen Ausstellung und der begleitenden Publikation „Durch die Linse betrachtet. Brunecker Fotografen Ernst Mariner und die Familie Kofler“ die Arbeit dieser bedeutenden Fotografen.
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Quelle: Sammlung Museumsverein Bruneck, Nachlass Ernst Mariner
as Stadtmuseum Bruneck beheimatet zwei fotografische Nachlässe von besonderem Wert für die Stadt: jenen von Ernst Mariner (1902-1988) und den der Familie Kofler, einer seit 1859 aktiven Fotografendynastie. Beide Bestände zusammen zeigen uns die im Bild festgehaltene Zeitgeschichte Brunecks und ihrer Umgebung.
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Quelle: Sammlung Museumsverein Bruneck, Archiv Familie Kofler
Die Aufnahmen der Stadt laden zu einem Spaziergang durch das Bruneck von damals ein. Sie zeigen den Wandel aber auch jenes, das die Zeit überdauert hat. Sie lassen das Lebensgefühl einer anderen Zeit spürbar werden und öffnen uns den Blick für das, was uns als gewöhnlich erscheint. Im Fokus der Fotografen lag seit Be- Am Graben von Bruneck nach der Feldmesse im Waldfriedhof. ginn an auch die nahe und fernere Umgebung. Es zog sie in Dörfer zu porträtierenden in Pose. Im 19. und abgelegene Weiler, hinein in Jahrhundert mussten sie aufgrund die Täler und hinauf ins Gebirge. der langen Belichtungszeit bis zu Den Finger immer am Auslöser, einigen Minuten nahezu reglos gelang es ihnen auch das alltäg- verweilen um ein scharfes Foto zu liche Leben festzuhalten: Mal erhalten. Zur Veranschaulichung ganz spontan und ein anderes ist im Untergeschoss des StadtmuMal inszeniert. Auch durften seums ein historisches Fotostudio sie bei keinem Feste und keiner mit einer Waldkulisse aus dem Feierlichkeiten fehlen. Eine ganz Anfang des 20. Jhs. aufgebaut, eigene Welt waren die Fotoateliers vor welcher die Besucher sich um die Jahrhundertwende, in mit verschiedenen Ausstattundenen sich die Bürger und die gen ein Foto machen können. Landbevölkerung, die sich zu Die von Sandra Mutschlechner Beginn nur oftmals ein einziges und Stefanie Peintner kuratierte Porträt im Leben leisten konnte, Ausstellung ist bis zum 17. Oktoabnehmen ließen. Vor gemalten ber im Stadtmuseum Bruneck zu Hintergründen stellten sich die sehen. (PM/RED) Kuh am Kronplatz.
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Hansl Hopfgartner vom Hilberhof, Bürgermeister Roland Tinkhauser mit Frau Elisabeth und seinen Kindern Lotti und Veith (v.l.).
Reinhold Engl beim kunstvollen Ausarbeiten eines Kuh-Glockenriemens.
„Tag der Gärten“ und Kunsthandwerk PFALZEN – Trotz des schönen Wetters waren zahlreiche Besucher zum „Tag der Gärten“ und Kunsthandwerk am 10. und 11. Juli nach Issing und Pfalzen gekommen, wo sie in dekorativ gestalteten Gärten spazieren und allerlei Kunsthandwerkern über die Schulter schauen konnten.
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achdem die Veranstaltung, hatten. An zehn Standorten in krapfen, Gerstesuppe, Strauben die alle zwei Jahre statt- Issing und Pfalzen warteten auf und Kirchtagskrapfen serviert. findet, im letzten Jahr die Schaulustigen bezaubernde Dazu wurden die alten Backöfen aufgrund der Pandemie nicht aus- Gärten, Kunst und Handwerk in Betrieb genommen und das getragen wurde, hatten sich schon sowie kulinarische Köstlichkeiten. „Pustertaler Breatl“ gebacken. Die viele Pfalzner auf die heurige Mittels kostenlosem Shutteldienst Besucher konnten sich auch in Veranstaltung gefreut. Darunter konnten die Gäste zwischen Issing Form eines Gewinnspiels beim auch Bürgermeister Roland Tink- und Pfalzen hin und her pendeln. „Tag der Gärten“ beteiligen, bei hauser, den besonders begeisterte, dem der Gewinner des schönsten dass die Menschen von weit her, HANDARBEIT UND Fotos der Veranstaltung sich über „sogar vom Ultental und vom ALTES GELÄUT Vinschgau angereist sind. Die Handwerker präsentierten ihre Stimmung unter den Teilnehmern Arbeiten und zeigten den Schauund Gästen war sehr gut und das lustigen ihr handwerkliches GeWetter hat auch mitgespielt“, schick. Die Besucher konnten äußert sich der Bürgermeister in den Gärten Holzschnitzereizufrieden. Die Veranstaltung, die en, Drechsel-, Schneider- und sehr gut besucht gewesen sei, Filzarbeiten, Makramee und habe sich durch die Austragung Korbflechten bewundern. Die im Freien sehr gut geeignet, auch Künstler präsentierten ihre Bilder, für Coronazeiten. Damit sei man Tonskulpturen, Gartendeko und froh, dass der „Tag der Gärten“, Schmuck inmitten von Blüten trotz anfänglichen Bedenken und Stauden. Auf einigen Höfen der Teilnehmer stattgefunden konnten prächtige Kuhglocken hat, berichtet Roland Tinkhauser mit kunstvollen Glockenriemen weiter. Auch zur Freude vieler bestaunt werden, so wie zum Betriebsinhaber und Besitzer Beispiel auf dem Hilberhof in privater Gärten, die mit Fleiß Pfalzen das Altes Geläut präsenund Eifer ihre grünen Oasen tiert wurde. Auch bei der Kuliüppig mit Blumen und Gemüse narik wurde Wert auf Tradition bepflanzt und für diesen Tag mit gelegt: Es wurden traditionelle Kunstgegenständen bereichert Speisen wie Tirtlan, Schlutz-
einen Gutschein mit zwei Übernachtungen für zwei Personen inkl. Gourmetpension im Gasthof Jochele in Pfalzen freuen konnte. Organisator der Veranstaltung war der Bruneck Kronplatz Tourismus, welcher die mitwirkenden Stände und Privathäuser koordiniert und allen Beteiligten für das Zusammenarbeit dankt. (TL)
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lokales
Große Nachfrage PUSTERTAL - Mit der Schließung der Teststationen der Gemeinden hat die Nachfrage an Covid-19-Tests bei Hausärzten und in den Apotheken zugenommen. Was die Apotheker dazu sagen. „Die Nachfrage an Tests hat mit der Schließung der Teststationen der Gemeinden merklich zugenommen; bisher konnten wir aber noch immer alle testen“, sagt Philipp Egger von der Apotheke Von Zieglauer in Bruneck. Er empfindet das Testen als äußerst wichtig und bedauert, dass es nicht mehr in allen Fällen von der Sanität bezahlt wird. „Wir bieten die Nasenflügeltests unter 18 Jahre täglich und gratis während unserer Öffnungszeiten an, die Antigen-Tests von 8-10 Uhr und von 18-19 Uhr mit Voranmeldung. Ihr Preis beträgt 25 Euro pro Person. Dazu bieten wir auch PCR-Tests auf Voranmeldung an.“ PCR-Tests werden in den verschiedenen Apotheken zu Preisen zwischen 100 und 120 Euro durchgeführt. Deutlich günstiger sind die Nasenflügeltests, die (ab 18 Jahren) zwischen 12 und Nun werden in den Apotheken vermehrt die Antigen- und Nasenflügeltests angeboten, da die Teststationen geschlossen wurden. 15 Euro kosten. Die Antigentests sind momentan unter anderem merklichen Anstieg der Nachfrage den“, sagt Roberta Olivotto. In der erleichtert auch die Anmeldungen noch in folgenden Fällen kosten- an Antigen- und PCR-Tests festge- Engel-Apotheke Rasen-Antholz dafür – alles im Sinne der Bürger los: beispielsweise, wenn jemand stellt. Wahrscheinlich deshalb, da werden die verschiedenen Covid- und des Tourismus. Auch laut Joein ärztliches Rezept vorweisen die Reisesaison erst dann richtig 19-Tests bereits seit November 2020 hannes Aichner, dem Apotheker kann, aber auch für Studenten, die losgegangen ist und viele Reise- durchgeführt. Ein Angebot, das die der Apotheke Dr. Aichner in Sand eine Pflichtvorlesung im Ausland veranstalter Antigen- oder PCR- Bevölkerung sehr gut angenommen in Taufers, sei der Bedarf an Tests besuchen müssen oder aber für Tests von ihren Kunden verlangen. hat, eben weil der Vorweis eines nach wie vor sehr groß, „eben weil Menschen, die ihre Angehörigen „Egal, welches Land man bereist, negativen Testergebnisses größere die Impfrate noch zu niedrig ist“, im Altersheim besuchen. Bereits es ist wichtig, sich vorab genau Freiheiten im Alltag erlaubt. „Für erklärt er. „Deswegen kann ich seit Anfang Juli hat Roberta Oli- zu informieren, welche Tests dort uns war es von Beginn an ein gro- mich an der Stelle nur dem Appell votto von den Engel-Apotheken oder von der Fluggesellschaft die ßer Aufwand, diesen Basisdienst anschließen, dass sich die Bürger in Rasen-Antholz und Olang einen einen dorthin bringt verlangt wer- unter den geltenden Bestimmungen ihrer gesellschaftlichen Verantworund in geeigneten Räumlichkeiten tung bewusst werden müssen und anbieten zu können“, erzählt die sich impfen lassen sollten. Es gibt Apothekerin. Damit die Tests durch- keinen anderen Weg aus dieser geführt werden können, braucht es Pandemie“, so Aichner. Was für schließlich mindestens drei Fach- die Apotheke organisatorisch eine leute, die gut zusammenarbeiten. große Herausforderung darstellt, Und das bedeutet sowohl einen sind vor allem die Situation und Mehraufwand als auch Mehrkosten die amtlichen Vorgaben, die sich für die Apotheke. Nicht zu unter- laufend ändern. „Zudem ist auch die schätzen sei laut Roberta auch die Verarbeitung der Daten technisch große Menge an fachgerecht zu noch zu umständlich und zu zeitrauentsorgendem Material, die mit bend“, gibt Johannes Aichner einen dem Testen einhergeht. Was sie Einblick in den Apotheken-Alltag, allerdings richtig stolz macht, ist der voraussichtlich auch in nächster 0–14 Jahre die effiziente Kooperation mit der Zukunft noch von der Durchführung BRUNICO Gilmplatz 3c - Bruneck Apotheke Welsberg. Diese ermög- der verschiedenen Covid-19-Tests Piazza Gilm, 3/C Tel. 0474 550 601 licht das alltägliche Testen und geprägt sein wird. (SH) 12
SALDI
menschen
W
enn Augen mit einem Rauchquarz um die Wette strahlen, kann es sich nur um einen Mineraliensammler halten. Hubert Holzer ist ein leidenschaftlicher Steinesucher und gleichzeitig Schriftführer der Sektion Pustertal im Verein Südtiroler Mineraliensammler.
aus Mühlwald
„Ich bin im richtigen Augenblick hier, um das Wunder zu erblicken, bevor die Vergänglichkeit wieder einsetzt.“
Ein gefährliches Hobby … Ja, es ist nicht ganz ohne, das macht aber auch den Reiz, die Natur intensiv zu spüren, deren Wildheit, Schönheit und Gefahr. Die Faszination ist zum einen der Aufstieg selber, die Anspannung im Körper bei jedem Tritt, den ich im abschüssigen Gelände setze. Zum anderen spielt das Wetter eine große Rolle. Im Nebel muss man sich orientieren können. Die Stimmung bei Schlechtwetter ist oft noch intensiver, als bei schönem. Man lernt eine Landschaft zu analysieren, wo Klüfte sein könnten. Das Glücksgefühl, wenn ich fündig werde ist unbeschreiblich. Wenn ich der erste bin, der den Stein aus der Tiefe des Berges heraus im Licht der Welt zum Funkeln bringen darf! Mit jeder Exkursion kehre ich erfahrener zurück und habe vielleicht auch die eigenen Grenzen wieder etwas nach oben gesetzt. Nach einem anstrengenden Mineraliensuchtag kommst du hun-
demüde nach Hause, doch du bist innerlich entspannt und zufrieden. Auch wenn du nichts gefunden hast. Bei meiner Arbeit geht es vorwiegend um Kopfleistung, bei meinem Hobby müssen aber alle meine Sinne und der ganze Körper funktionieren. Was machen Sie beruflich? Ich bin gelernter Maschinenschlosser, arbeitete in der damaligen Birfield in Bruneck und bin jetzt in einem Industriebetrieb in Welsberg angestellt, wo ich als Projektleiter Industrie 4.0 die Digitalisierung
Gibt es Wünsche? Nicht wirklich. Mein Leben ist ein Wimpernschlag im Gegensatz zu 20 Millionen Jahre alten Mineralien. Trotzdem bin ich im richtigen Augenblick hier, um das Wunder zu erblicken, bevor die Vergänglichkeit einsetzt. Als im Sternzeichen des Steinbocks Geborener bin ich oben in den Bergen daheim. Das ist meine Welt. (IB)
W
kam zum Vorschein. Er gehörte meinem Onkel, ein begnadeten Steinesucher. Seitdem wollte ich mehr wissen, wie und wo Mineralien zu finden seien.
Wie ist die Arbeit im Verein? Seit sieben Jahren bin ich Schriftführer der Sektion Pustertal im Verein der Südtiroler Mineraliensammler. Präsident ist Helmut Niederbrunner aus Mühlwald. Heuer feiern wir unser 45-jähriges Jubiläum. Wir veranstalten Ausstellungen, Ausflüge und Vorträge, und auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Von Jung bis Alt ist alles vertreten und wir freuen uns auf jeden, der bei uns mitmachen will.
IT ir su AR ch BE en IT ER
Wie kamen Sie zum Mineraliensammeln? Im Alter von zehn Jahren entdeckte ich zuhause auf dem Dachboden in einer dunklen Ecke alte Kisten, in denen in von Mäusen zerbissenem Zeitungspapier eingewickelt, Steine funkelten. Lange Zeit traute ich mich nicht, einen aus der Kiste zu nehmen, weil ich fürchtete, es könnte ein Maus heraushüpfen. Irgendwann überwiegte die Neugier und ein glänzender Schatz
Hubert Holzer
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Herr Holzer, welches ist Ihr schönster Stein? Das ist ein Adular, mein erster Fund. 2007 war ich allein auf der Unteren Weißzint- Scharte unterwegs. Schon am frühen Vormittag zogen dichte Nebel auf und umhüllten mein Suchgebiet in ein undurchsichtiges Grau. Ich verspürte Unbehagen und leise Angst, da mir die Gegend damals wenig vertraut war. Schon wollte ich umkehren, als ich auf einem Granitblock eine kleine, grüne Chloritader entdeckte. Ich ging dem Riss nach und fand wie ein Wunder auf der Rückseite des Blocks einen 4 Zentimeter großen, aufgewachsenen Adular, der in seiner Größe, Form und seinem Glanz nicht besser hätte sein können. Ich zog Spitzeisen und Handfäustel aus dem Rucksack und begann vorsichtig, den Stein zu bearbeiten. Die Stufe löste sich genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte und zählt seitdem zu einer der schönsten im Tal. Zwei Preise gewann ich damit schon und auch deshalb ist sie mein Lieblingsstück. Ein weiteres Prachtexemplar ist ein Rauchquarz, den ich an einer völlig unscheinbaren Stelle am Weißzint fand. Ein außergewöhnlicher Skelett-Quarz mit besonderen Auflösungsspuren von Säuren, die den Stein angegriffen hatten.
von Produktionsmaschinen betreue. Wir stellen Gelenkswellen her. Es ist ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Job, wo ich mich weiterentwickeln kann und immer neue Herausforderungen finde. Mein naturnahes Hobby ist der Ausgleich zur digitalen Welt des Berufes. Ich bin beruflich auch häufig zu Niederlassungen in Deutschland unterwegs. Als ich mehrere Monate im Osten Deutschlands war, versuchte in Ermangelung an hohen Bergen beim Goldwaschen mein Glück. Und ich wurde auch ein klein wenig fündig.
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Quellen: Anton Complojer; Sammlung Monika Weissteiner, Stadtarchiv Bruneck – TAP / TV San Vigilio-San Martin
standort
Die Wirtschaft in St. Martin in Thurn Kulturelles Zentrum des Gadertals, flexible Handwerksbetriebe, naturnaher Tourismus und starker Einsatz in puncto Landschaftspflege – all das verhilft St. Martin in Thurn trotz des vergangenen, schwierigen Corona-Jahres zu positiven Zukunftsaussichten.
S
t. Martin in Thurn, ladinisch San Martin de Tor, ist eine der fünf ladinischen Gemeinden des Gadertals und umfasst die Ortschaften St. Martin, Pikolein, Campill und Untermoi. Die Gemeinde erstreckt sich über ein Gebiet von 76 Quadratkilometer, das von 1.115 Meter hinauf auf 2.875 Meter reicht. St. Martin in Thurn ist nicht nur der Hauptort der Gemeinde, hier befindet sich auch das kulturelle Zentrum des ladinischsprachigen Gadertals. Das Dorf inmitten der einzigartigen Dolomitenlandschaft beherbergt ein wichtiges Wahrzeichen des Gadertals, nämlich die weithin sichtbare mittelalterliche Burganlage Schloss Thurn, ladinisch Ciastel de Tor. In diesem altehrwürdigen Gebäude ist das Ladinische Landesmuseum, das Museum Ladin „Ciastel de Tor“, untergebracht. Zudem ist in St. Martin in Thurn auch das ladinische Kulturinstitut „Micurà de Rü“ ansässig. Beide Einrichtungen befassen sich mit dem Studium und der Weitergabe der ladinischen Sprache und Kultur. Nicht nur kul-
turell tut sich hier einiges, auch vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, hat St. Martin in Thurn in den letzten Jahrzehnten stark aufgebaut. Die Handwerkerzone, die sich entlang der Gader ausbreitet, hat sich zu einem wichtigen wirtschaftlichen Zentrum entwickelt. Dies zeigt einmal mehr, dass das Handwerk derzeit den wohl stärksten Wirtschaftszweig der Gemeinde darstellt. Die vielen verschiedenen Handwerker zeichnen sich besonders durch Fleiß, Innovationsfreude, Professionalität und Flexibilität aus. Doch trotz guter Auftragslage und zahlreicher klein- und mittelgroß strukturierter Handwerksbetriebe hat in den letzten Jahren die Nachfrage nach Gewerbegrund eher nachgelassen. Eine weitere interessante Entwicklung im örtlichen Handwerk ist jene, dass die Betriebe immer flexibler werden und verhältnismäßig viele Aufträge auch außerhalb des Gadertals bzw. sogar außerhalb Südtirols oder Italiens ausgeführt werden. Um die Handwerksfirmen bestmöglich
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standort
zu unterstützen, ist die Gemeindeverwaltung stets bemüht, die einheimischen Betriebe im Rahmen dergesetzlichen Möglichkeiten zu unterstützen und zu fördern.
NATURNAHER TOURISMUS Auch in touristischer Hinsicht kann sich die Gemeinde St. Martin in Thurn durchaus sehen lassen. Der Tourismus basiert zu einem guten Teil auf kleinen Familienbetrieben – beispielsweise vor allem im Segment „Urlaub auf dem Bauernhof“-, die Einsatz zeigen und Freude am Umgang mit den Gästen haben. Bekannt ist St. Martin in Thurn vor allem seiner sprichwörtlichen Gastfreundschaft und der vorzüglichen ladinischen Küche wegen. Und natürlich ist es auch die wunderschöne Landschaft des Gemeindegebietes, die viele Tagestouristen und Urlauber aus Nah und Fern anlockt. Der markante Hausberg von St. Martin in Thurn ist der bekannte und von vielen Wanderern und Bergsteigern geschätzte Peitlerkofel. Sommers wie winters verhilft er zusammen mit dem gesamten Naturpark Puez-Geisler unzähligen Bergfreunden zu unvergesslichen Naturerlebnissen. Obwohl alles vorhanden ist, das das Urlauberherz höher schlagen lässt, reiht sich St. Martin in Thurn in touristischer Hinsicht immer noch hinter seine unmittelbaren Nachbarn. Natürlich ist der Tourismus hier nicht so stark entwickelt wie beispielsweise in Alta Badia oder St. Vigil in Enneberg, doch man ist bemüht, auch in diesem Bereich Fortschritte zu erzielen. Die Fusionierung der Fremdenverkehrsvereine St. Vigil und St. Martin in Thurn hat sich bewährt, in Campill arbeitet man daran, verstärkt auf einen naturnahen Tourismus zu setzen.
TRADITIONSREICHE LANDSCHAFTSPFLEGE Am Fuße des 2.875 Meter hohen Peitlerkofles befindet sich Untermoi, die höchstgelegene Ortschaft der Gemeinde St. Martin in Thurn. Das sonnige Bergdorf liegt an der Passstraße, die über das Würzjoch vom Gadertal ins Eisacktal führt. Nicht nur zwei Talschaften treffen am landschaftlich reizvollen Würzjoch aufeinander, hier fließen auch verschiedene Kunstformen, Sprachen und Traditionen ineinander über. Untermoi ist für seine herrliche Naturlandschaft, aber vor allem auch für die Quellen von Bad Valdander bekannt, dessen heilendes Nass bis heute für Bade- und Trinkkuren verwendet wird. Es ist ein erdiges, alkalisches Wasser, das eine auflösende und stärkende Wirkung haben soll. Das ehemalige „Bauernbadl“ mit Kapelle und Badegebäude ist heute denkmalgeschützt. Der Name „Valdander“ kommt ursprünglich von Val d’Anter, was soviel wie „Höhlental“ bedeutet. Seit Jahrhunderten sollen Arme und Kranke hierher gekommen sein und in der Felsgrotte, in der die Quelle entspringt, Bäder genommen und während dieser Zeit sogar in den Höhlen dieser Gegend gewohnt haben. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten beheimatet auch die Ortschaft Campill. Dazu gehören vor allem die sogenannten „viles“, die beeindruckenden Weiler, die eine der ur-
sprünglichsten Siedlungsformen dieses Gebietes darstellen. Campill ist eines der historischen Zentren der zahlreichen „viles“ an den umliegenden Hängen und Geländekuppen. Diese urtümlichen Weiler oder Höfegruppen im Baustil der alt-tiroler Paarhöfe - bestehend aus drei bis zehn Hofeinheiten und Wirtschaftsgebäuden – überraschen Campills Besucher in immer neuen Gruppierungen und vielfältigen Ausgestaltungen. Sie geben der Landschaft ihren unverkennbaren Charakter und sind Ausdruck eines über Jahrhunderte gereiften Gemeinschaftssinns. Das harmonische Zusammenspiel der Gebäude ist dabei kein Zufall, es zeugt von einer sorgfältigen Planung bereits in mittelalterlichen Zeiten. Die meisten der Weiler in Campill sind sehr alt und bestehen aus maximal zehn Gebäuden. Erwähnenswert ist natürlich auch das idyllische Mühlental, das einem bewanderbaren Freilichtmuseum ähnelt. Insgesamt präsentiert sich das traditionsreiche Campill als wahres Kleinod inmitten herrlicher Berglandschaft. In Pikolein befinden sich einige wichtige historische Gebäude, wie beispielsweise das Haus „Ciasa dl Maier“ oder das im 14. Jahrhundert erbaute Gebäude „Ciastel Freieck“. Zudem sind hier seit ungefähr hundert Jahren die ursprünglich ersten sozialen Einrichtungen des Gadertals angesiedelt. Die schöne St. Antonius-Kirche und die schöne Lage der Ortschaft ziehen immer wieder zahlreiche Besucher an. Besonders im Winter genießt man im Gemeindegebiet von St. Martin in Thurn außerdem die direkte Verbindung zu Südtirols Skiberg Nr. 1, dem Kronplatz, durch die moderne Anlage auf der Südwestseite des „Piz de Plaies“ mit der Talstation in Pikolein. Was die vier schmucken Fraktionen der Gemeinde St. Martin in Thurn verbindet, ist ihre landwirtschaftliche Prägung. Wie im restlichen Gadertal sind auch hier Land- und Forstwirtschaft aufgrund ihrer Funktion als Landschaftspfleger und als Lieferant von typischen regionalen Produkten für Handel, Handwerk, Industrie und Tourismus von großer Bedeutung. Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe liefern Milch an die Sennereigenossenschaften, einige betreiben Hofkäsereien nach neuestem Standard oder beteiligen sich an der Aufzucht traditioneller Nutztierrassen. Die Landwirte sind sehr fleißig und traditionsverbunden, fast alle Wiesenhänge, auch wenn sie sehr steil sind, werden noch gepflegt. Besonders auch die Jungbauern bemühen sich sehr um den Fortbestand der bäuerlichen Kultur vor Ort. Auch hier gibt es eine Entwicklung, die man in den letzten Jahren zunehmend beobachten kann: Die Zahl der reinen Milchbauern ist im Sinken begriffen. Der Trend geht klar in Richtung "Großbauern", die zum Teil auch die Wiesen von ihren Nachbarn bewirtschaften. (SH)
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06.08.2021
Ausstellung Gletscherschwund Ab 6. August wird die Sonderausstellung "Goodbye Glaciers Der Rückzug der Gletscher" im Museum Magie des Wassers im Mühlwaldertal zu sehen sein. Die Ausstellung gibt Einblick in die tiefgreifenden Veränderungen durch den Rückzug der Gletscher in Südtirol und Tirol. Das große Interesse zu den Themen Gletscherschwund und Klimawandel, veranlasste die Museumsleitung, diese Ausstellung nach Lappach zu holen. Ausstellungskurator Roberto Dinale vom Hydrographischen Amt der Agentur für Bevölkerungsschutz wird zu diesem Anlass mit einem Vortrag durch die Ausstellung führen. Neben Fotos geben verschiedene Geräte und Ausstellungsstücke
über alte und neue Methoden der Gletschermessung Auskunft. Eröffnung: 06.08.2021 - 18:30 Uhr – Eintritt frei | Anmeldung. Anschließend: NACHT IM MUSEUM bis 24:00 Uhr. Museum geöffnet bis Mitte Oktober: Dienstag 10:00 - 13:00 Uhr Freitag und Sonntag 14:30 – 17:45 Uhr Gruppen willkommen und auch mit zusätzlichem Rahmenprogramm möglich. Ganzjährig von Montag bis Sonntag mit Anmeldung: Schulklassen, Lehrausgänge, Bildungsfahrten, Jahrgangstreffen, Seniorenausflüge. Infos unter: 320 6914437 | museum@muehlwaldertal.it | https://muehlwaldertal.it/wasser-museum/
07.-08.08.2021
Experiment Kupfer
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Vom Kupferschmelzen im Mittelalter - Besonders im Mittelalter zählt Kupferschmelzen zur höchsten Handwerkskunst, ist doch das Kupfer eines der begehrtesten Metalle. Doch wie machte man das damals genau? Dies herauszufinden hat sich das Landesmuseum Bergbau gemeinsam mit dem Mittelalterverein „Niedertor mit Gefolge“ vorgenommen. Am 7. und 8. August wird ein mittelalterlicher Schmelzofen gebaut, am 11. und 12. September folgen die Schmelzversuche. An beiden Wochenenden von 10 bis 17 Uhr wird das „Gefolge“ rund um Sigmund von Niedertor am Nikolaus-Stollen des ehemaligen Kupferbergwerks Prettau seine Zelte aufschlagen und den Zuschauer*innen historisch getreu sein Handwerk vorführen. Feuerrot glüht die Kohle und das Kupfer fließt. Auf dem Weg der experimentellen Archäologie werden Versuche unternommen, aus dem Prettauer Zementkupfer das glänzend rote Metall zu gewinnen. Das interessierte Publikum kann live dabei sein!
termine
07.08.2021
klein gegen groß Das besondere Familienerlebnis! Klein und Groß aufgepasst! Terenten wird zum Schauplatz von Action, Spaß und Abenteuer! Bei verschiedenen spielerischen Stationen, aber auch kreativen Ecken kann sich Klein gegen Groß messen. Angefangen beim blitzschnellen Tic-Tac-Hüpfen, dem feuchtfröhlichen Wasserparcours, bis hin zum wackligen Turmbau und dem quietschspannenden Entenrennen - es ist für alle etwas dabei! Ein Sommernachmittag voller Lachen, Spannung und bunten Momenten wartet auf die ganze Familie. Eingeladen ist jeder: Kinder, Jugendliche, Eltern und auch Großeltern finden das
ein oder andere Highlight. Bei schlechter Witterung entfällt die Veranstaltung. Organisiert wird die Veranstaltung vom Jugenddienst Dekanat Bruneck in Zusammenarbeit mit der SKJ Terenten, dem PGR Terenten sowie der Gemeinde Terenten. Wann & wo: Samstag, 07.08.2021 von 14.00-17.00 Uhr, Spielplatz von Terenten Eintritt frei | Hinweis/Covid: Es gelten die aktuellen AHA-Regeln, Abstand, Maske (unter einem Meter) Infos unter: Jugenddienst Dekanat Bruneck, 0474 410 242 | www.vollleben.it
August 2021
Der August im Kulturzentrum Toblach Sonntag, 1. August: 18.00 Uhr, Gustav-Mahler-Saal, Gustav Mahler Academy, Paul Rivinius (Klavier), Philipp von Steinaecker (Moderator) „Mahler X - Exploration eines Fragments“ - Gustav Mahler: Symphonie Nr. 10 Donnerstag, 5. August: Grandhotel Orchestra meets Gustav-Mahler-Academy, “Wiener Originalklang 1900 “ ab 10.30 Uhr, Promenadenkonzerte Dorfplatz 18.00 Uhr, Kammerkonzert, Grand Hotel, Gustav-Mahler-Saal 20.30 Uhr, Serenadenkonzert im Park des Grand Hotels Samstag, 7. August: 18.00 Uhr, Musik im Park „Aperitivo“ mit Medea, Since11 und Dj Bongo Bob Sonntag, 8. August: 18.00 Uhr, Gustav-Mahler-Saal
Lyrische Oper „Pagliacci“ von R. Leoncavallo, Chor und Ensemble San Marco Padova Dienstag, 10. August: 20.00 Uhr, Gustav-Mahler-Saal Celtic Spirit aus Parma “Pop Spirit - Die großen Meisterwerke der italienischen Musik” Sonntag, 22. August: 20.00 Uhr, Serenaden-Musik im Park mit der Musikkapelle Toblach Montag, 23. August: Theaterwagen „Porcia“ im Park 16.00 Uhr, “Herr Dommeldidot, mein Kobold, will nicht sprechen” (für Kinder); 18.00 Uhr, „My cool Lady” Infos unter: www.kulturzentrum-toblach.eu | 0474 976151
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sonderthema
Das Gute so nah Alle Welt spricht vom Klimawandel und seinen Folgen. Doch während viele nur darüber reden, wird bei so manchem Unternehmen, aber auch bei den Konsumenten, konkret etwas dagegen getan. Das Motto der Anbieter und Abnehmer biologisch hergestellter Produkte aus der Region lautet: „Ökologisch handeln ist nicht schwierig, man kann es sogar schon vor der eigenen Haustür!“
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egionalität ist nicht nur ein Schlagwort, sondern, wie es sich in jüngster Vergangenheit immer wieder gezeigt hat, auch ein Erfolgsrezept. Viele Südtiroler Betriebe vermarkten ihre Produkte im eigenen Land besser denn je, eben weil das Prädikat „bio und regional“ von den Konsumenten hoch geschätzt wird. Ein Produkt, von dem man weiß, dass es aus der Nähe kommt, wird von vielen lieber gekauft als Produkte aus der Ferne. Das war nicht immer so. Regionale Produkte liegen zurzeit eben voll im Trend, sowohl wegen des gesundheitlichen als auch wegen des ethischen Aspekts, der dahinter steckt – eine bewusste Entscheidung
des Konsumenten also. Bioland Südtirol kann das bestätigen. Sowohl die Nachfrage an regionalen und biologisch hergestellten Produkten als auch ihre Mitgliederanzahl ist im Steigen begriffen. Der Bioland Verband Südtirol wurde im Jahr 1991 von einigen Obstbauern geründet. Heute gehören gut 900 Betriebe zu diesem Verband. Für sie alle ist aktiver Klima-, Boden- und Naturschutz, aber auch die Förderung der biologischen Vielfalt durch verschiedene Ökologisierungsmaßnahmen eine Selbstverständlichkeit. Ebenso im Vordergrund stehen die Bodenfruchtbarkeit, die artgerechte Tierhaltung, der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie die Herstellung
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sonderthema
wertvoller, gesunder Lebensmittel. Mit ihrer Wirtschaftsweise wollen die Mitglieder von Bioland Südtirol die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und den Menschen in ihrer Umgebung eine zukunftsfähige Landwirtschaft sowie eine lebenswerte Zukunft sichern. Übrigens: Seit April 2021 ist Bioland Südtirol eine Genossenschaft nach italienischem Recht.
SIEBEN PRINZIPIEN Die sieben Bioland-Prinzipien zeigen, nach denen die Mitglieder arbeiten, versinnbildlichen eine Vision, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen und funktionieren könnte. Das grundlegende Ziel ist es, die Menschheit langfristig zu ernähren und dabei die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Auf den folgenden sieben Bioland-Prinzipien basieren natürlich auch die Richtlinien für Anbau, Tierhaltung und Verarbeitung, nach denen alle Bioland-Mitglieder und Partner arbeiten. Wer die Zusammenhänge und Auswirkungen dieser nachhaltigen Wirtschaftsweise kennt, kann einschätzen, welchen Mehrwert eine Genossenschaft wie diese für alle Konsumenten hat. Das erste Prinzip steht dafür, im Kreislauf zu wirtschaften, das zweite, die Bodenfruchtbarkeit zu fördern, das dritte, die Tiere artgerecht halten. Das vierte Prinzip lautet: wertvolle Lebensmittel erzeugen, 5. biologische Vielfalt fördern, 6. natürliche Lebensgrundlagen erhalten und zu guter Letzt das siebte Prinzip: Menschen eine lebenswerte Zukunft sichern. Diese sieben Prinzipien sind die Grundwerte des Schaffens der Bioland-Mitglieder und das entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Anlässlich des 50. Geburtstags des Verbands wurden die Grundlagen des Bioland-Selbstverständnisses mit verschiedenen Experten aus dem Verband und vielen weiteren Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Naturschutz, Tierhaltung, Züchtung, internationale Zusammenarbeit und Entwicklung eingehend diskutiert. Diese neu aufgenommene Debatte zu den obengenannten sieben Prinzipien
zeigt, dass die wichtigsten Hauptthemen bestehen bleiben, sich aber auch stetig weiterentwickeln dürfen und sollen, um zukünftig Antworten auf die aktuellen Herausforderungen zu finden.
DIE VORZÜGE REGIONALER PRODUKTE Auch im Pustertal gibt es zunehmend mehr Anbieter und Liebhaber regionaler Produkte. Viele von ihnen versorgen damit nicht nur die nähere Umgebung, einige ihrer Aktivitäten - vor allem jene der größeren Unternehmen – reichen sogar weit über den lokalen Markt hinaus. Die Konsumenten schätzen, was vor Ort produziert wird, und das nicht nur in Bezug auf die verschiedensten Lebensmittel, sondern auch betreffend Gebrauchsgegenstände und Alltagswaren. Doch was genau macht die Qualität eines regionalen Produktes eigentlich aus? Sind es etwa die kürzeren Wege, die Umwelt und Klima schonen, die höhere Qualität, das bessere Preis-Leistungsverhältnis oder einfach nur die Erntefrische, die man auf dem Teller schmeckt? Hört man sich um, scheint es gleich mehrere Gründe zu geben, die für Produkte aus der nahen Umgebung sprechen. Erstens unterstütze man damit die regionale Wertschöpfung. Die Synergien, die zwischen Landwirtschaft, Tourismus, Handel und Handwerk entstehen, können in der Herstellung regionaler Produkte optimal genutzt werden. Zweitens gilt: Je näher produziert wird, desto weniger Wegstrecke und Verluste können verzeichnet werden. Das schont Umwelt und Klima und steigert sowohl die Produkt- als auch die Lebensqualität. Wichtig sei es laut einiger Produzenten zudem, die Traditionen und Wurzeln der Region mit den Ansprüchen des Kunden zu verknüpfen. Regional macht dann richtig Sinn, wenn man sich auf die Stärken und Potentiale eines Ortes besinnt und auch die Stärken anderer Regionen respektiert. (SH)
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Klar strukturiert MÜHLEN IN TAUFERS - Dort, wo vor wenigen Jahren noch das charmante Hotel „Schöfflmair“ seine Gäste empfing, stehen heute drei moderne Gebäude, die trotz ihrer vielseitigen Bestimmung eine Einheit bilden. Was das Früher mit dem Heute verbindet: die Möglichkeit des angenehmen Wohnens innerhalb ansprechender vier Wände. „Bauherr“ Aimo Immobilien GmbH und Architekt Markus Lunz, beide mit Sitz in Bozen, haben Mühlen in Taufers in den vergangenen zwei Jahren mit ihrem Projekt Residence „Schöfflmair“ nachhaltig geprägt. Der Platz, wo früher das beliebte Hotel „Schöfflmair“ stand, hat sich maßgeblich verändert: Er wurde zur Zone „Schöfflmair“. Viel Leben ist hier eingekehrt, man könnte beinahe von einem neuen, kleinen Ortsteil sprechen, der geradezu etwas städtisch wirkt – zumindest städtischer als der Rest des Dorfes. Die drei Gebäudekomplexe, von denen hier die Rede ist, liegen am Rande der Örtlichkeit Mühlen in Taufers und sind durch die Tauferer Straße optimal an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Die Lage ist sonnig, der
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Blick geht über den Tauferer Talboden, im Hintergrund liegt der Naturpark Rieserferner - Ahrn. Öffentliche Einrichtungen wie Kindergarten, Grund-, Mittel- und Oberschule sind leicht erreichbar und in fuß- bzw. radläufiger Entfernung. Auch an die öffentlichen Verkehrsmittel ist man hier gut angebunden, die Bushaltestelle befindet sich 150 Meter von der Residence „Schöfflmair“ entfernt.
GUT VERSORGT Das Ensemble „Schöfflmair“ ist klar strukturiert, wirkt modern und ruhig. Die Bebauung der Zone „Schöfflmair“ erfolgte in drei Baukörpern, wobei
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sich im Sockelgeschoss ein gut besuchtes Dienstleistungszentrum befindet. Dieses versorgt die Bewohner der neu entstandenen Wohneinheiten mit den Gütern des täglichen Bedarfs. Architektonisch ansprechend und qualitativ hochwertig ist auch die Fassade dieses Sockelgeschosses. Sie ist im Grundfarbton dunkel gehalten mit großen Glasflächen und ockerfarbenen Lochblechen ausgeführt. Gleich darüber - in den oberen Geschossen -, befinden sich die Wohnungen. Die Baukörper sind gegeneinander leicht gedreht positioniert, wodurch eine sehr gute Aussicht und Belichtung jeder einzelnen Wohnung erreicht werden konnte; zudem ermöglicht genau diese Positionierung, dass die Wohnungen die größtmögliche Privatsphäre erhielten. Die großzügig eingeplante Distanz zwischen den einzelnen Baukörpern ermöglicht hochwertige Zwischenräume, und diese wurden bestens genutzt; einige sind sogar als begrünte Dachgärten zu kleinen Oasen mitten im geschäftigen Treiben geworden. „Ruheräume“ wie diese und möglichst viel Privatsphäre waren dem Architekten sehr wichtig, deshalb haben alle Wohnungen großzügige, dem Licht zugewandte, überdachte Terrassen. Die Geländer haben eine konstruktive, verputzte Aufkantung, was optimalen Sichtschutz von außen garantiert. Darauf sitzt ein ästhetisch ansprechendes Glasgeländer. Das sichtbare Mauerwerk der Obergeschosse ist in einem angenehmen Erdton grob verputzt.
PENTHOUSE-QUALITÄT Genau dieses Spiel von innen und außen, von grün und befestigt, und dazu noch alles ein Geschoss über dem Boden, das ist es, das ein Gefühl von Penthouse-Qualität erzeugt. Gut durchdacht ist die Architektur auch weiter unten: Funktional sinnvoll und abgeschirmt erfolgt die Garagen-
zufahrt sozusagen im Rücken der Bebauung, Fußgänger und motorisierter Verkehr sind damit klar getrennt, was ganz wesentlich zur Steigerung der Wohnqualität beiträgt. Alle gemeinsamen Flächen sind in hochwertigen Naturmaterialien ausgeführt. Die Fußgängerwege für den Zugang wurden mit Porphyr gepflastert, die gesamte Grünfläche wurde mit Humuserde aufgefüllt, dem bestehenden Gebäudekomplex und dem Gelände angepasst und mit Rollrasen, Bäumen, Sträuchern oder Blumenbeeten begrünt. Auf den Terrassen bzw. Balkonen wurde ein selbstentleerender und damit frostsicherer Kaltwasseranschluss mit Auslaufhahn installiert. Zufahrtsstraße, Garageneinfahrt sowie Park- und Stellplätze wurden asphaltiert. Darüber hinaus wurde jede Garage mit einem motorisierten und fernsteuerbaren Sektionaltor ausgestattet.
KLIMAHAUS "A - NATURE" Die Wohnanlage Residence „Schöfflmair“ wurde als Niedrigenergiehaus „A -Nature“ nach den Kriterien der Klimahausagentur gebaut. Insgesamt weist das Gebäude für die Beheizung einen Wärmeenergiebedarf auf, der unter 30 kWh/m² liegt. Somit wurde beim Projekt Residence „Schöfflmair“ auf eine zukunftsorientierte Bauweise gesetzt: Moderner Lifestyle, kombiniert mit Nachhaltigkeit. „Wir haben uns entschieden unsere Bauprojekte ausschließlich mit den Qualitätssiegel Nature A zu realisieren, da für uns nicht nur das Wohlbefinden der Kunden in den Wohnungen, sondern auch der Aspekt der Umwelt am Herzen liegt und der Klimahaus -Standard Nature A genau diese Faktoren berücksichtigt“, heißt es bei Aimo Immobilien GmbH. Doch worauf musste dabei besonders geachtet werden, und was bedeutet nachhaltiges Bauen eigentlich? Das Ziel einer energetisch und ökonomisch
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optimierten Bauweise ist die Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen. Beides wird bei der Vergabe des Qualitätssiegels für nachhaltiges Wohnen geprüft. Mit der Zertifizierung KlimaHaus A Nature wird sozusagen die Nachhaltigkeit eines Gebäudes bewertet, dieses Qualitätssiegel zertifiziert ein Gebäude nicht nur nach seiner Energieeffizienz, sondern auch hinsichtlich der Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesundheit und das Wohlbefinden seiner Bewohner. Das Projekt Residence „Schöfflmair“ hat diese Zertifizierung erhalten, nämlich Klimahaus A Nature. Dafür wurde eine transparente und nachvollziehbare Bewertung der Nachhaltigkeit von Baumaterialien und -systemen durchgeführt. Faktoren wie Umweltverträglichkeit der für den Bau des Gebäudes verwendeten Materialien, Wassermanagement des Gebäudes, Raumluftqualität, Maßnahmen zum Schutz vor
Radon, natürliche Beleuchtung und Schallschutz wurden dabei genauestens unter die Lupe genommen. Die Bewertung der Umweltverträglichkeit der Baumaterialien wird durch eine quantitative Berechnung des KlimaHaus A Nature Indikators ICC durchgeführt. Die Bilanz berücksichtigt dabei folgende Parameter: nicht erneuerbarer Primärenergieinhalt, Versauerungspotential, Erderwärmungspotential und die Dauerhaftigkeit der Baustoffe. Für bestimmte Materialien oder Produkte können zudem Bonuspunkte in Anspruch genommen werden, wenn diese regionale Produkte und/oder eine ökologische Zertifizierung besitzen. So werden zum Beispiel für folgende Materialien „Bonuspunkte“ vergeben: Materialien aus Naturstein, Produktion innerhalb eines Radius von 200 Kilometern von der Baustelle (Abbauort, Verarbeitung und Lieferung), Materialien aus Ziegel, Produktion
Ausführung der gesamten Unterböden, Innenputz- und Wärmedämmarbeiten
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innerhalb eines Radius von 500 Kilometern von der Baustelle (Herkunftsort des Lehm, Produktion, Verarbeitung und Lieferung) und Materialien aus Holz mit FSC/PEFC Zertifikat oder Holzproduktion innerhalb eines Radius von 500 Kilometern von der Baustelle (Ort des Baumfällens, Verarbeitung und Lieferung, aus zertifizierter Forstwirtschaft). In vielen der genannten Bereiche konnte und kann die Residence „Schöfflmair“ punkten. Gut für die Hausbewohner und gut für das gesamte Dorf.
WÄRMEDEÄMMUNG, VERPUTZ & CO. Die Wärmeisolierung der Gebäudehülle wurde natürlich ebenfalls gemäß den Vorschriften und Berechnungen des Klimahausprojektes errichtet. Zur Wärmedämmung der Gebäude wurde in den Bereichen, wo es bautechnisch
erforderlich war, XPS als Dämmstoff verwendet. Die Fassaden wurden mit einer Mineralwolle im Wärmeverbundsystem gedämmt. Dieses Produkt weist nicht nur sehr gute Dämmwerte auf, sondern ist zugleich auch noch nicht brennbar, dies garantiert einen idealen Brandschutz. Als Endbeschichtung wurde ein atmungsaktiver Silikatputz verwendet. Um den hohen Ansprüchen der Klimahausklasse Nature A zu entsprechen, wurden die Wandoberflächen im Gebäude mit einem Grundputz auf Kalkbasis mit einer biologischen Endbeschichtung verputzt. Dieser spezielle Verputz gewährt ein angenehmes Raumklima indem er die Luftfeuchtigkeit aufnimmt und diese auch wieder gleichmäßig im Raum abgibt. Ebenso bei den Malerarbeiten betreffend die Wände und Decken der Innenräume wurden die Materialien nach den strengen Kriterien des Klimahausstandards ausgewählt. Wände
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und Decken wurden mit atmungsaktiver Silikatfarbe in weiß gestrichen. Beim ersten Anstrich kam dabei das Spritzverfahren zum Einsatz, beim zweiten wurde mit Rollpinseln gestrichen. Ein großes Thema war natürlich auch die Feuchtigkeitsisolierung: Um eine Komplette Abdichtung bei den Terrassen, sowie Vor - und Flachdächern zu gewährleisten, erfolgte eine Abdichtung mit einer PVC-Haut.
FENSTER UND TÜREN Sie sind die Visitenkarte einer Wohnung: die Türen und Fenster. Dass diese Visitenkarte ansprechend ist und demgemäß gerne betrachtet wird, dafür wurde in der Residence „Schöfflmair“ gesorgt. Die Eingangstüren zu den Wohnungen wurden ebenfalls nach den Kriterien der Klimahaus Nature A - Standards ausgewählt und verfügen über ein Dreipunktsicherheitsschloss und einen Anlagenzylinder. Die Innenseite der Wohnungstüren konnten auf Wunsch der Käufer mit Aufpreis den Edelholzfurnier der restlichen Innentüren angepasst werden. Bei den Innentüren stand die Wahl zwischen Futter - oder Pfostenstock und diese konnten ganz nach eigenem Geschmack ausgewählt werden. Alle Türen wurden aus edelholzfurniertem Vollspan (amerikanischer Ahorn, amerikanische Nuss, Birke, Buche, Eiche mit oder ohne Äste, Esche, Fichte mit oder ohne Äste, Kastanie oder weiss lackiert) eingebaut. Jede Einheit wurde mit einem Universalschlüsselsystem ausgestattet. Sehr praktisch, weil damit mit nur einem Schlüssel sämtliche Türen (inklusive des Treppenhauses, der Kellertür, Garagentor , usw.) geöffnet werden können. Die Balkontüren und Fenster wurden aus Holz und Aluminium außen der Fassade angepasst. Die Innenseite der Fenster wurde in Weiß
ausgeführt. Für einen hochwertigen Schallschutz der Fassade wurden vom Akustiker Berechnungen durchgeführt, und auf deren Basis wurden sämtliche Fenster und Türen ausgewählt und montiert. Zur optimalen und individuellen Verdunkelung wurden in den Wohnzimmern und Küchenbereichen elektromotorbetriebene Raffstores montiert. Die verstellbaren Lamellen schützen einerseits vor Blicken von außen und andererseits bieten sie einen individuellen Schutz vor Sonneneinstrahlung. In den Schlafzimmern, sowie in den Bad – und WC-Bereichen wurden elektromotorbetriebene Rollos montiert. (SH)
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kultur
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Vielfältiges Berufsbild mit Perspektive Das Berufsbild des Fliesenlegers ist facettenreich und birgt viele neue Perspektiven. Und auch im Sinne der Nachhaltigkeit lässt sich in diesem Beruf so einiges umsetzen.
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liesen-, Platten- und Mosaikleger/innen verlegen – wie die Bezeichnung bereits verrät - Fliesen, Platten und Mosaike und verkleiden damit Wände, Böden und Fassaden. Die Kundenaufträge für Boden- und Wandbeläge beziehen sich unter anderem auf Bäder, Küchen, Hausfassaden, Schwimmbäder, Labors und vieles mehr. „Unser Beruf ist sehr facettenreich“, sagt Günther Unterleitner, der Obmann der Fliesenleger, „Zum einen kann man sowohl im Freien als auch in geschlossen Räumen arbeiten, zum anderen im Team oder allein.“ Darüber hinaus gebe es laut dem Obmann auch zwei Kategorien von Arbeiten, nämlich jene, bei denen hauptsächlich präzise gearbeitet werden muss und wiederum andere, in denen es eher darum gehe, viel Fläche zu bearbeiten. Je nachdem, ob man gern genau arbeitet und viel Geduld aufbringt oder vielleicht eher der flinke Typ ist, der gerne schnell arbeitet und viel Resultat sieht, könne man sich die entsprechenden Arbeiten zuteilen. Zum Alltag in diesem Berufsbild gehört es, sich die Baustelle einzurichten, Materialberechnungen zu erstellen, den Untergrund zu bearbeiten sowie kleine Estricharbeiten und alternativ abzudichten. Dann erst kommt es zum eigentlichen Verlegen der Fliesen und Platten
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mit Mörtel und Spezialklebern und zum Auffüllen der Fugen. Jedenfalls verkleidet der Fliesenleger Böden, Wände und Fassaden mit den unterschiedlichsten Belägen, wie Keramik, Natur-, Beton- oder Kunststein. „Vor allem die Fliese ist ein altbewährtes Material und auch im Sinne der Nachhaltigkeit ein resistentes und natürliches Produkt“, erzählt Günther Unterleitner. Demgegenüber habe sich Kunstharz noch nicht langfristig durchgesetzt, so der Obmann.
DER ARBEITSALLTAG DES FLIESENLEGERS Im Arbeitsalltag erledigen Platten-, Fliesen- und Mosaikleger zuerst vorbereitende Aufgaben. Sie beraten Kunden bei der Auswahl des Materials und bringen den sogenannten Verlegeplan zu Blatt, der die genaue Anordnung der Fliesen, Platten oder Mosaike festlegt. Nachden der Untergrund vorbereitet ist beginnt die Belagseinteilung. Ist dies abgeschlossen, trägt der Fliesenleger Fliesenkleber auf und beginnen mit der eigentlichen Verlegung der Fliesen, Platten oder Mosaike. Dabei müssen natürlich Sauberkeits- und Genauigkeit ebenso berücksichtigt werden wie gestalterische Gesichtspunkte. Ist aber ein Verlegeplan
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Günther Unterleitner, der Obmann der Fliesenleger
vorhanden, muss dieser genauestens berücksichtigt werden und auf festgelegte Richtpunkte auf den Wänden oder Fußböden geachtet werden. Sind die Fliesen oder Platten verlegt, beginnt der Fliesenleger, die bearbeitete Fläche zu verfugen. Dafür stehen ihm verschiedene Materialien, wie beispielsweise dauerelastisches oder dauerplastisches Fugenmaterial zur Verfügung. Dieses wird je nach Auftrag und äußeren Umständen sorgfältig ausgewählt. Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/ innen verlegen allerdings nicht nur neue Fliesen, sondern sie sanieren auch alte und beschädigte Beläge. Die Hauptmaterialien sind dabei Natur- und Kunstplatten bzw. -steine, aber auch Keramik und Glas kommen zum Einsatz. „Besonders interessante Perspektiven bieten auch die neuen Materialien am Markt, wie beispielsweise die großformatigen Fliesen“, berichtet Günther Unterleitner. „Diese bis zu drei Meter großen Fliesen machen vieles möglich und bieten zum Teil neue Arbeitsfelder.“ Man könne mit ihnen sogar Möbel eindecken oder große Flächen mit möglichst wenig Fugenanteil, so der Obmann der Fliesenleger. Damit kann man auch den Kundenwünschen besser entgegenkommen.
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WORAUF ES ANKOMMT „Ein Fliesenleger sollte idealerweise genau arbeiten können, da man - im Gegensatz zu manch anderem Baustoff - bei der Fliese nicht gut nacharbeiten kann“, sagt Günther Unterleitner. Ein ausgebildeter Fliesenleger sollte sich außerdem mit Verlegeplänen gut auskennen, Baustellen einrichten und je nach Stellung im Betrieb eventuell auch Kundenberatung vornehmen. Erlernt wird das alles in der deutschen und italienischen Berufsschule. Allerdings sei laut Unterleitner die Berufsgruppe mit jährlich zwischen sieben und elf neuen Lehrlingen in der deutschen Berufsschule eher klein. Obwohl die Zukunftsperspektiven gut sind, scheinen sich die jungen Leute nicht so sehr für dieses Berufsbild zu interessieren. „Und das, obwohl unser Beruf sehr viel bietet“, sagt Günther Unterleitner. „Er bietet Abwechslung, Kreativität, Kundenkontakt und Selbstverwirklichung. Diese Aspekte werden in der Bevölkerung leider oft noch nicht ausreichend wahrgenommen.“ (SH)
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Aus der Geschichte der Kuratie Lappach
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er Kurat Josef Kofler verlor im Laufe der Zeit das Augenlicht, sodass er genötigt war, Hilfspriester anzunehmen. Diese hielten sich meist nur für wenige Monate in Lappach auf. Nicht selten war ihr schlechter Gesundheitszustand die Ursache für das frühe Ausscheiden aus dem Dienst. Im Falle des Kuraten Kofler kam es zu einem geradezu wunderbaren Verlauf seiner Krankengeschichte. Nachdem er 17 Jahre lang die Blindheit ertragen musste, die ihn überfallen hatte, erhielt er plötzlich das Augenlicht wieder. An einem Sommermorgen des Jahres 1785 sah er, als er erwachte, die schon lange nicht mehr gesehenen Lappacher Berge, die Kirche, die Arbeiter auf den Feldern und ging dann froh und wie verjüngt zum Altare, sein Dankopfer zu entrichten. Nach dieser erhaltenen Wohltat lebte er noch vier Jahre, feierte in Mühlen, seinem Geburtsort, seine Secundiz und starb am 21. Mai 1789 im Alter von 78 Jahren.
EIN MERKWÜRDIGER STERBEFALL ZU UNTERKOFEL Ein merkwürdiger Sterbefall ereignete sich im Jahre 1765 im Zuhause zu Unterkofl: Eine Mutter, Maria Oberlechner, Witwe des Josef Niederkofler, ging mit ihrer 14-jährigen Tochter und dem 4-jährigen Sohn abends gesund und froh zu Bett. In der Nacht brach die zerstörende Windlawine durch den Rinsbachgraben los und alle drei wurden durch den Wind erstickt und am Tag darauf tot im Bett aufgefunden.
PROVISOR VON LAPPACH UND DANN PFARRER IN AHRN In den Jahren nach 1770 folgten als Provisoren der Kuratie Lappach ziemlich einige Hilfspriester, von denen Michael Niedermair, von Pfalzen gebürtig, der bekannteste war. Er war laut einem seiner Nachfolger ein gelehrter, frommer und allgemein geschätzter Mann, der 28 im Jahr 1826 als Pfarrer in Ahrn
verstarb. Dessen Nachfolger als 5. Kurat von Lappach wurde dann Josef von Zeiler aus Sand in Taufers. Auch er galt als sehr eifriger Seelsorger, aber manch widerspenstige Lappacher sollen sein Wohlwollen nicht erkannt und ihm manchen Verdruss bereitet haben. Dies bewog ihn, nach drei Jahren um die Kuratie Terenten anzusuchen, die er dann auch bekam.
Quelle: TV Ahrntal
TEIL II - Die Kuraten und Seelsorger waren doch einige und genau diese sehen wir uns heute genauer an.
DIE KURATEN NR. 8-10
KAPLAN NR. 6 UND DIE PRIMIZ DES HERRN VALENTIN FOREER Als Josef Kaspar Saxer, der 6. Lappacher Kurat, ein gebürtiger Brixner, in Lappach einstand, nahm er auch seinen alten Vater mit, seine Mutter und seine Base Agnes Notburg, eine Exklosterschwester, die beide dann in Lappach begraben wurden. Er verwaltete seine Kuratie durch sechs Jahre und ließ es sich vor allem angelegen sein, das Gewissen seiner Pfarrmitglieder durch allgemeine Beichten in Ordnung zu bringen. Im Jahre 1798 fand zur Freude der Lappacher die Primizfeier des Herrn Valentin Forer statt. Der Zustrom der Gläubigen war dermaßen groß, dass die Feierlichkeiten unter freiem Himmel stattfinden mussten. Herr Josef Hainz, des Primizianten erster Lehrmeister, hielt die Primizpredigt. Das Primizmahl fand im Kuratiewidum statt. Valentin Forer war ein Sohn des Gallus Forer, Zimmerhofer. Er ist geboren am 12. Oktober 1775. Seine ersten Studien begann er bei Herrn Josef Hainz, damals Kooperator in Taufers. Seine weiteren Studien bewältigte er in Brixen mit ebenso großem Erfolg. Nach Vollendung der unteren Studien wurde er Instruktor und Subregens im Kassianhaus in Brixen und nach dessen Auflösung Professor am Gymnasium. Seit 1813 war er Gymnasialpräfekt. Er gehörte zu den größten Förderern des Kirchenbaues in Lappach. Der Kurat Josef Kaspar Saxer verließ Lappach im Oktober 1799 und war von da an Pfarrer in Götzens und
nach verrichteter Beichte von St. Veit nach St. Jakob zurückkehren wollte. Der Kurat Kelz wurde durch einen Abgeordneten von St. Martin in Gsies aufgefordert, sich für die dortige Kuratie zu melden. Er tat es, erhielt sie und begab sich im Dezember 1804 dorthin.
dann in Larsen. Er wurde aber von der bayrischen Regierung nicht mehr als Pfarrer anerkannt und war genötigt, eine Zeit lang zu privatisieren. Schließlich erhielt er das Frühmessbenefizium in Latsch und starb zu Staben in der Pfarrre Tschars.
JOHANN KELZ, KURATIEPROVISOR UND KURAT NR. 7 Nach dem Abtritt des Herrn Saxer wurde Johann Kelz, von Lajen gebürtig, als Kuratieprovisor nach Lappach dekretiert und erhielt die wirkliche Anstellung als Kurat im Frühjahr 1800. Da er das gesellschaftliche Leben liebte, nahm er auch Hilfspriester an. Der erste war Josef Samer aus Prettau, der im Sommer 1802 in Lappach einstand. Er diente an die zwei Jahre und starb als Supernumerarius in der Pfarre Anras. Der zweite war Jakob Unterberger von Stegen, der erst in den letzten Monaten, als Herr Kelz in Lappach einstand, ihm nach nur drei Monaten nach Gsies nachging. Dieser gute Herr wurde Kooperator in Defreggen und hatte das Unglück, in den Bach zu fallen, oder, wie einige vermuteten, durch eine feindselige Hand hineingeworfen worden zu sein, als er eben
Im gleichen Jahre stand der von Albeins gebürtige Johann Alois Oberhauser, der zuvor Kaplan in Steinhaus gewesen war, als Kurat von Lappach ein. Er hatte das Vergnügen, dort zwei Primizen mitzufeiern. Die erste war die des Herrn Josef Rederlechner, dermaliger Kooperator und Pfarradministrator in Gais, im Jahre 1805. Der Zulauf von fremden Orten war groß. Auch mehrere geistliche und weltliche Herren kamen von Taufers und anderen Orten dazu. Herr Forer erhöhte die Feierlichkeit mit einer vortrefflichen Predigt. Simon Rederlechner und Maria Mayr am Tinkhof waren die Eltern des Primizianten. Sie wohnten im Mesnerhause, wo er geboren worden war. Etwas weniger feierlich war im folgenden Jahr 1806 am Portiunkulasonntag die Primiz des Herrn Michael Oberlechner, jetzt Seelsorger in Rein. Da Freunde nicht eingeladen oder erwartet wurden, fanden die Feierlichkeiten in der Kirche statt. Die Predigt hielt Kurat Oberhauser. Herr Michael Obkircher, von Brixen gebürtig, stand gegen Ende Juni 1819 als Provisor in Lappach ein und wurde nach Verlauf von sechs Wochen wirklicher Kurat. Bald nach seiner Bestätigung wurde auf die Vorsprache des Herrn Valentin Forer vom Fürstbischof in Brixen der Entschluss gefasst, im Herbst nach Lappach zu kommen und dort die neue Kirche zu weihen. Dies erfolgte am 19. September 1819. Im Jahre 1820, am 23. Juli, wurden die Lappacher durch einen verheerenden Hagelschlag in große Bestürzung versetzt und manche sogar in Not und Armut. (RT)
sport
Volksbank und ASC St. Georgen auch in Zukunft gemeinsam ST. GEORGEN - Wie bereits seit 33 Jahren wird die Südtiroler Volksbank auch in Zukunft ein treuer Partner des ASC St. Georgen sein. Die Volksbank Bruneck verlängert den Vertrag als Trikotsponsor mit den „Jergina“ und steht den Verein auch in Krisenzeiten zur Seite.
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it der Volksbank bleibt dem ASC St. Georgen einer seiner treuesten Partner der letzten Jahrzehnte erhalten. Präsident Georg Brugger verkündete in den vergangenen Wochen mit großer Freude, dass die Zusammenarbeit auch nach 33 Jahren weitergeführt und die Volksbank auch künftig ein starker Partner der „Jergina“ bleiben wird. Die Partnerschaft der Südtiroler Volksbank und dem Fußballverein ASC St. Georgen entstand bereits im Jahr 1988 und kam über die Filiale der Volksbank in St. Georgen zustande. „Die Volksbank war schon immer durchwegs sportbegeistert und stand seit Anfang an voll hinter dem Projekt ASC St. Georgen“, sagt Brugger. Seither ist die Volksbank treuer Trikotsponsor von den „Jerginan“. Die Partnerschaft vertiefte sich über die Jahre so weit, dass die Volksbank sogar als Namenssponsor im Raum stand. „Vom Vereinsnamen
„ASC St. Georgen - Volksbank“ ließen gleichermaßen unterstützten könwir schlussendlich dennoch ab; rein nen, sagt Huber. Durch die starke aus medientechnischen Gründen“, Präsenz des ASC St. Georgen in Radio, wie der Präsident erzählt. Nach der Print- und sozialen Medien ist der Bekanntgabe der Verlängerung der Klub ein interessanter Partner für Zusammenarbeit über die nächsten einen Sponsor wie der Volksbank. Jahre hinaus sagte Brugger, dass es „Für unsere Partner versuchen wir umso schöner sei auch in finanziell natürlich alles zu geben“, sagt Brugnicht einfachen Phasen auf treue ger, „Die Volksbank ist bei uns nicht Partner wie der Volksbank zählen nur auf dem Trikot zu sehen, auch können! In der Pandemie sind Sport- auf Plakaten, Werbebannern, der vereine durch einen ungewissen Interviewwand, dem Stadionsplitter Trainings- und Spielbetrieb beson- und auf unserer Homepage ist die ders gefährdet, zudem fallen durch Bank omnipräsent“, gibt Brugger die Anti-COVID-Schutzmaßnahmen Auskunft. Gemeinsam haben die wichtige Einnahmequellen wie etwa beiden Partner schon schöne Erfolge, jene der Ticketverkäufe nahezu wie den Pokalsieg in der Serie D komplett weg. Martin Huber, Leiter 2018, feiern können. Die Partnerder Hauptfiliale der Volksbank in schaft zwischen den ASC St. Georgen Bruneck, zeigt sich ebenfalls sehr und der Südtiroler Volksbank wird erfreut über die langwährende und also auch weit über das Jahr 2021 gewinnbringende Zusammenarbeit. hinweg fortgeführt und wenn es Filialleiter der Brunecker Volksbank Martin In Zeiten der Pandemie sei es keine nach Präsident Brugger geht, soll Huber im Handschake mit St. Georgen Selbstverständlichkeit, dass wir die bisherige Partnerschaft genauso Vereine wie in der Vergangenheit erfolgreich weitergehen. (MT) Präsident Georg Brugger (v.l.).
VSS sucht den Südtiroler SprintChampion PUSTERTAL - Der Verband der Sportvereine Südtirols (VSS) sucht erneut den Südtiroler SprintChampion. Auf einer 30 Meter langen Laufbahn können Südtirols Kinder und Jugendliche zeigen was in ihnen steckt. Der Auftakt erfolgte am Donnerstag, den 22. Juli in Sterzing.
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n diesem Sommer startet der VSS wieder die Suche nach dem Südtiroler SprintChampion. Das Konzept ist einfach: Auf einer Strecke von 30 Metern so schnell es geht zu sprinten. Das Besondere ist dabei, dass sich die Sprintbahn nicht in einem Leichtathletik- oder Sportstadion befindet, sondern mitten in den Stadt- oder Dorfzentren Südtirols. Ermöglicht wird dies durch eine mobile Laufbahn. In den verschiedenen Gemeinden und Stadtzentren werden so die
schnellsten Nachwuchssprinter der Bewegung im Vordergrund stehen Jahrgänge 2008 und jünger ermit- soll. Mitsprinten dürfen alle, auch telt. Den Auftakt der Serie machte die Erwachsenen, für die Wertung der Sprint am Donnerstag, 22. Juli werden hingegen nur Mädchen und in Sterzing. „Um 16:30 Uhr erfolgte Buben der Jahrgänge 2008 und in der Neustadt vor dem Rathaus der jünger gezählt. Startschuss“, erzählt Josef Platter. Die weiteren Termine und AustraDer Bezirksvertreter des Vinschgaus gungsorte werden laufend bekannt ist im VSS-Vorstand unter anderem gegeben, auch in der Brunecker für die Leichtathletik zuständig Stadtgasse soll der SpintChamund koordiniert gemeinsam mit pion Ende Sommer haltmachen. VSS-Leichtathletik-Referent Rein- Abgeschlossen wird die Serie mit hold Rogen die Initiative. Für bei- dem Landesfinale am 19. Sepde ist klar, dass der Spaß an der tember im Rahmen des VSS/KFS
Spiel- und Sportfestes in Brixen. Die schnellsten Sprinter aus den Südtiroler Gemeinden dürfen sich im Anschluss auf ein besonderes Highlight freuen, denn gleichzeitig werden in Nordtirol und im Trentino die jeweiligen SprintChampions ermittelt. Die besten Nachwuchssprinter aus den drei Regionen können sich beim großen Euregio-Finale am 3. Oktober in Meran messen. (VSS/MT) 29
Quellen: VfL Bochum 1848
sport
VfL Bochum 1848 trainierte eine Woche lang in Gais.
Siegtreffer! 1:0 endete das Testspiel gegen den FC Parma.
VfL Bochum gastiert in Gais GAIS - Nach der Pandemie-bedingten Absage im vergangenen Jahr war der frisch gebackenen Bundesligaaufsteiger VfL Bochum 1848 vom 18. bis 25. Juli 2021 in Gais zu Gast. Im einwöchigen Trainingslager standen elf Trainingseinheiten und ein Testspiel auf dem Programm.
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or dem Abreisetag nach Gais einen großen Werbeeffekt für die ner beweisen. Mitte der Woche traf Herbert Bockhorn war erst nach besiegte der VfL Bochum im Region. In den sozialen Medien die Mannschaft von Cheftrainer frühzeitiger Abreise in Deutsch„Cup der Traditionen“ Borussia teilte der Verein seinen Content Thomas Reis in Brixen auf Parma land positiv getestet worden. Wie Dortmund mit 3:1. Am 18. Juli flog unter dem Hashtag #VfLinBruneck. Calcio 1913. Der Serie A Absteiger von Seiten des VfL kommuniziert, der Bundesligist von Düsseldorf Der VfL Bochum ließ verlauten: war seinerseits in Kastelruth im waren sämtliche Tests negativ ausnach Innsbruck, wo es mit dem „Die ruhige und sonnenverwöhnte Trainingslager. Torwart-Legende gefallen. Nach einer umfangreichen Teambus weiter ins Pustertal ging. Lage der idyllischen Ortschaft Gais, Gianluigi Buffon stand die erste Aufarbeitung gab es von Seiten Neben 26 VfL Profis machten sich die unmittelbare Nähe zur Stadt Halbzeit im Kasten von Parma. der Gesundheitsbehörden keine ein Geschäftsführer, ein Vorstands- Bruneck mit ihrem mittelalterli- Nachdem es lange nach einer Null- Anordnung, den Trainings- und vorsitzender, ein Teammanager, chen Altstadtflair und vielseitigen nummer aussah, erzielte Raman Spielbetrieb zu unterbrechen. Anacht Trainer, drei Physiothera- Freizeitmöglichkeiten, sowie nicht Chibsah gut zehn Minuten vor stelle des Testspiels in Brixen wurde peuten, ein Zeugwart, ein Mann- zuletzt die hervorragende Südtiroler Abpfiff das Tor des Tages für die kurzerhand ein Ersatzprogramm schaftsarzt, sechs Mitglieder aus Küche sind ideale Voraussetzungen Bochumer. Alle Karten für die in Gais auf die Beine gestellt. In den Bereichen Medien und Content, für ein erfolgreiches Trainingslager.“ Partie waren innerhalb kürzester einem Turnier, wo aus den Profis ein Sicherheitsbeauftragter und Nach einem herzlichen Empfang Zeit ausverkauft. Das Spiel konnte drei Teams gebildet wurden, ging es ein Busfahrer auf den Weg nach machte eine Pressekonferenz den per Live-Stream auf den vereinsei- vor den Augen zahlreicher Fans und Gais. Eine Tourismuspartnerschaft Auftakt ins Trainingslager. Täglich genen YouTube-Kanal mitverfolgt Partner hoch her. Das Übertragungszwischen der Gemeinde Gais und ei- standen zwei Trainingseinheiten werden. Ein zweites Testspiel gegen team, welches eigentlich den Test nem Fußball-Spitzenklub ist nichts auf dem Programm, trainiert wurde den FC Turin war für den 24. Juli gegen Turin streamen sollte, wurde Neues, bereits 2016 und 2017 hielt in der Gaiser Sportzone, dessen geplant, aber von italienischer kurzerhand zum Trainingsgelände Traditionsverein Eintracht Frank- Rasen in Top-Zustand war. Spaß Seite aus abgesagt worden. Der FC bestellt und schickte die Bilder live furt, mit den damaligen Trainer durfte im Trainingslager auch nicht Turin begründet diese Entscheidung in die Wohnzimmer der VfL-Fans. Niko Kovac, in Gais seine Saison- fehlen. Beim Duell „Staff gegen mit einem positiven Covid-19-Fall, Nachher hieß es Sachen packen vorbereitung ab. Von einer solchen Profis“ mussten die Akteure des der im Trainingslager des VfL auf- und mit einem Mannschaftsabend Partnerschaft erwartet sich die VfL Bochums in drei verschiedene getreten sei. Diese Darstellung ließ Bochum das Trainingslager in Disziplinen gegen die Athletiktrai- war allerdings falsch. Verteidiger Gais ausklingen. (MT) 30 Ferienregion Bruneck/Kronplatz
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