Poste Italiane SpA –Versand im Postabbonement –ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma1, CNS BozenTaxe PerçueContiene IP
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Bravo, Südtirol! Das AFI präsentierte unlängst wieder einmal neue Einkommenszahlen – und die Unterschiede könnten kaum größer sein: Wolkenstein führt mit 35.666 Euro Pro-Kopf-Einkommen, Laas bildet mit 16.999 Euro das Schlusslicht. Fast wirkt es, als hätte der Wohlstand in manchen Gemeinden einen Dauerwohnsitz gefunden und andere schlicht übersehen. Statistisch betrachtet lebt es sich im Osten des Landes offenbar deutlich besser. Da könnte man fast überlegen, den Wohnsitz zu verlegen – zumindest auf dem Papier.
Doch Vorsicht: Pro-Kopf-Einkommen erzählen nur einen Teil der Geschichte. Sie sagen nichts über die tatsächliche Einkommensverteilung, Armut, Kaufkraft oder unterschiedliche Lebenshaltungskosten aus. Wer nur auf diese Zahl blickt, sieht eben nur einen Ausschnitt der Realität.
Oder anders gesagt: Mit ein paar Zahlen lässt sich schnell ein (meist falscher) Eindruck erzeugen – die ganze Wahrheit liefern sie deshalb noch lange nicht. Und wem ist damit gedient, außer dass Neid geschürt wird?
Redaktion: Christl Fink, Philipp Genetti, Martin Geier, Walter J. Werth, Christian Zelger, Markus Auerbach, Elisabeth Tappeiner, Thomas Kobler, Max Hofer
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
DIE LÖSUNG?
Der Veranstaltungsort war ungewöhnlich, das Interesse groß. Die SVP Untermais, die Generation 60+ und die Soziale Mitte der SVP hatten im Mai zu einem Informationsabend über die Zukunft des Südtiroler Gesundheitswesens in den Alperia Tower geladen.
Viele nutzten die Gelegenheit, um nicht nur einen Blick in das markante Gebäude zu werfen, sondern vor allem, um Antworten auf drängende Fragen rund um Gesundheit und Pflege zu erhalten. „Südtirols Gesundheitswesen steht nicht schlecht da, aber die Herausforderungen sind groß“, betonte Reinhard Bauer, Vorsitzender des Meraner Sozialausschusses. Lange Wartezeiten, fehlende Fachkräfte, der demografische Wandel und die tiefgreifenden Veränderungen in der Medizin stellen die öffentliche Sanität vor große Herausforderungen. „Wir brauchen einen Plan,“ sagt er. Und darüber wollte die Veranstaltung auch informieren. „Wir wollen umfassend über diesen Plan informieren“, erklärte Traudi Götsch, Vorsitzende der Generation 60+ im Burggrafenamt. Als Referent konnte Gesundheitslandesrat Hubert Messner gewonnen werden.
Chronische Krankheiten nehmen zu
Messner zeichnete ein differenziertes Bild der Lage. Die Herausforderungen in Südtirol seien dieselben wie in ganz Europa, aber „Entscheidungsprozesse gehen sehr langsam“, bedauerte der Landesrat. Gleichzeitig sei klar, wohin die Reise gehen müsse: mehr Prävention, eine stärkere sozial-sanitäre Zusammenarbeit und eine bessere Bündelung der vorhandenen Ressourcen. Der demografische Wandel stellt die größte Herausforderung dar. Immer mehr Menschen leiden an chronischen Erkrankungen, zugleich entstehen durch die Klimakatastrophe neue gesundheitliche Belastungen. Dennoch zeigte sich Messner zuversichtlich. Hoffnung gebe es durch den medizinischen Fortschritt und die Digitalisierung. Beeindruckende Zahlen untermauerten seine Aussagen. Die durchschnittliche Lebens-
erwartung ist in den vergangenen Jahrzehnten um zwölf Jahre gestiegen. Allerdings leiden heute 31 Prozent der Südtiroler an einer chronischen Krankheit. Bei den über 65-Jährigen habe praktisch jede Person mit einer chronischen Erkrankung zu kämpfen – sei es Bluthochdruck, Krebs, Atemwegserkrankungen oder Diabetes, so Messner. Rund jeder dritte Mensch in Südtirol lebt also mit mindestens einer chronischen Erkrankung – das sind etwa 165.000 Personen. Die Folgen sind auch finanziell enorm: Fast 80 Prozent der öffentlichen Gesundheitsausgaben werden für chronische Krankheiten aufgewendet. „Wir müssen alles tun, um länger gesund zu bleiben“, appellierte Messner. Prävention und Eigenverantwortung würden deshalb immer wichtiger. Der Lebensstil beeinflusse die Gesundheit wesentlich stärker, als viele Menschen glaubten. Genetische Veranlagungen und Um-
Das neue Gemeinschaftshaus und -krankenhaus entsteht gegenüber dem Meraner Krankenhaus: Ergibt das einen Sinn?
Der Bau hätte im Juni 2026 fertiggestellt sein sollen. Die Baustelle steht aber seit Monaten still.
weltfaktoren spielten zwar ebenfalls eine Rolle, doch ein gesunder Lebensstil bleibe entscheidend.
Ein System am Limit
Für das Gesundheitswesen gibt Südtirol derzeit rund 1,8 Milliarden Euro im Jahr aus. Besonders positiv bewertete der Landesrat die Notfallmedizin und die Akutversorgung. „Diese Bereiche funktionieren sehr gut“, sagte er. Gleichzeitig setzt das Land auf den Ausbau der wohnortnahen Versorgung. Eine zentrale Rolle soll in Zukunft dabei die sogenannten Gemeinschaftshäuser spielen. Rund 100 Millionen Euro sind für diese Gemeinschaftshäuser, Einsatzzentralen und Gemeinschaftskrankenhäuser reserviert. Sie sind als Weiterentwicklung der Gesundheitssprengel gedacht und sollen die Notaufnahmen entlasten. 2025 wurden fast
300.000 Zugänge zu den Notaufnahmen registriert. Die Einstufung der Fälle nach Triage-Kategorien zeigt folgende Verteilung: 0,7 % sehr kritisch (rote Triage), 5,0 % kritisch (orange Triage), 21,0 % mittelkritisch (gelbe Triage), 67,9 % wenig kritisch (grüne Triage) und 5,4 % nicht kritisch (blaue Triage). „Die vielen unangemessenen Zugänge blockieren oft lebensrettende Kapazitäten“, sagt Messner.
Die Landesräte Messner und Pamer bei der Eröffnung Kritische Hausärzte: Eugen Sleiter (2. v. l.) und Domenico
Der große Wurf?
Die landesweit 12 geplanten Gemeinschaftshäuser und die drei sogenannten Gemeinschaftskrankenhäuser in Bozen, Meran und Neumarkt sollen also Abhilfe schaffen und das Gesundheitssystem entlasten: Chronisch kranke Menschen sollen in diesen „Zentren“ (einige sind rund um die Uhr die ganze Woche geöffnet) besser betreut werden, aber auch alle kleineren gesundheitlichen „Dringlichkeiten“ sollen hier ambulant behandelt werden und nicht mehr auf der Ersten Hilfe. Neu eingeführt wird auch die einheitliche Gesundheitshotline 116117, die als zentrale Anlaufstelle für alle gesundheitlichen Anliegen dienen soll. „Südtirols Sanität ist ein Krankenhaus mit sieben Standorten“, betont der Landesrat. Die Kooperation zwischen den einzelnen Häusern sei entscheidend für die Qualität der Versorgung. Mit eindrucksvollen Kennzahlen verdeutlicht er die Dimension des täglichen Betriebs: 46 Operationssäle, 867 tägliche Zugänge in die Notaufnahmen (einer der höchsten Werte Italiens), 111 Rettungseinsätze pro Tag, zwölf Geburten, vier Todesfälle, rund 4.500 Vormerkungen und fast 19.740 Laboruntersuchungen täglich. Messner verweist auch auf den neuen Landesgesundheitsplan 2027 bis 2030, der die strategische Grundlage für die kommenden Jahre bilden soll.
Reform des Gesundheitswesens Italien hat eines der ältesten und international angesehensten Gesundheitssysteme der Welt. Im Jahr 2000 belegte es den zweiten Platz in der Weltrangliste der WHO. Aber es stößt an seine Grenzen. Gesundheitsminister Orazio Schillaci plant nun eine tiefgreifende Dezentralisierung. Mit Geldern aus dem nationalen Aufbauplan (PNRR) werden sogenannte „Case di Comunità“ (Gemeinschaftshäuser) errichtet. Grundlage ist das Ministerialdekret 77/2022, mit dem Rom den Umbau der territorialen Gesundheitsversorgung in ganz Italien vorgibt. Auch Gesundheitslandesrat Hubert Messner sieht in den Gemeinschaftshäusern einen wichtigen Schritt zu einer besseren
wohnortnahen Versorgung. Kritiker, darunter viele Hausärzte, befürchten hingegen zusätzliche Belastungen und einen Verlust an Patientennähe. Laut Gesundheitsminister Schillaci sollte die Hausärzteschaft per Gesetzesdekret dazu beordert werden, in den Gemeinschaftshäusern Dienst zu leisten, reguliert über Angestelltenverhältnisse. Schillaci würde es auch gerne sehen, wenn die Hausärzte Angestellte des öffentlichen Gesundheitssystems würden. Durch den Widerstand von Ärztegewerkschaften, aber auch innerhalb der Regierungsmehrheit wurde die Reform vorerst gestoppt
Baustelle in Meran
Dass die Umsetzung in ganz Italien nur schleppend vorankommt, zeigt eine Studie der unabhängigen Stiftung GIMBE: Von den vorgesehenen 1.715 Gemeinschaftshäusern sind derzeit erst 66 vollständig in Betrieb. In Südtirol sind laut Messner sieben Gemeinschaftshäuser in Betrieb, und zwar Brixen, Klausen, Bozen (Loew-Cadonna), Naturns, Innichen, Mals und Leifers. Parallel dazu gingen zwei Gemeinschaftskrankenhäuser in Bozen und Meran in Betrieb. Probleme gibt es mit dem Neubau des Gemeinschaftshauses in Meran. Von außen wirkt die Baustelle gegenüber dem Meraner Krankenhaus unspektakulär. Es geht aber nicht weiter, weil die vom Ministerium beauftragte Firma nicht weiterbaut. „Das Land hat bereits alles unternommen, aber die Auftragsführung liegt beim Staat “, erklärt Messner.
Die Kritik
Neben dem Zeitdruck bleibt die Personalfrage ein Streitthema. Wer soll eigentlich in die Gemeinschaftshäuser? Bei den Fachärzten zeigte sich Messner zuversichtlich. Derzeit würden 240 Fachärzte nach österreichischem Modell in Südtirol ausgebildet. Kritik kommt aber immer noch von der Hausärzteschaft. Zu den schärfsten Kritikern zählt der Landtagsabgeordnete und ehemalige Primar Franz Ploner. Er stellt die grundsätzliche Planung infrage. Zwar seien die Baukosten detailliert ausgewiesen,
doch über die späteren Betriebs- und Personalkosten gebe es kaum belastbare Informationen. „Wenn man ein solches System aufbaut, muss das auf Grundlage eines aktuellen Landesgesundheitsplans geschehen“, fordert Ploner. Für Ploner ist das ein erhebliches Risiko. Man errichte neue Strukturen, ohne genau zu wissen, wie diese langfristig betrieben werden sollen. Seine Sorge: Gut gemeinte PNRR-Projekte könnten am Ende dauerhaft hohe Kosten verursachen, die vom Land getragen werden müssen. Ganz anders sieht es natürlich Landesrat Messner: „In den Gemeinschaftshäusern bekommen Menschen schnell Hilfe und zusammen mit den Gemeinschaftskrankenhäusern entlasten diese die Spitäler und vernetzen die Dienste besser.“
Große Hoffnung
Die Debatte berührt eine grundsätzliche Frage. Viele Experten weisen darauf hin, dass das Gesundheitssystem noch immer stark auf Akutversorgung ausgerichtet ist. Behandelt werde oft erst dann, wenn Krankheiten bereits entstanden sind. Prävention spielt dagegen vielerorts eine untergeordnete Rolle. Dabei zeigen zahlreiche Studien, dass Gesundheit eng mit Bildung, Einkommen und sozialem Umfeld zusammenhängt. Menschen mit geringeren Ressourcen nutzen Vorsorgeangebote oft seltener und erkranken häufiger. Werden genügend Ärzte und Pflegekräfte zur Verfügung stehen? Können die Häuser tatsächlich die Notaufnahmen entlasten? Wie hoch werden die laufenden Kosten sein? Fest steht: Die ersten Gemeinschaftshäuser sind bereits Realität. Die nächsten folgen. Ob sie sich als Meilenstein einer modernen Gesundheitsversorgung erweisen oder als ambitioniertes Bauprojekt mit strukturellen Problemen, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Die Baustelle gegenüber dem Meraner Krankenhaus steht damit symbolisch für die gesamte Reform: viel Hoffnung, große Investitionen – und noch einige ungelöste Fragen.
Josef Prantl
Bossio (r.)
„Ich fürchte, das wird nichts“
Die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder (Jahrgang 1965, lebt in Gais) bringt langjährige Erfahrung im Sozial- und Gesundheitswesen mit. Sie arbeitete fast drei Jahrzehnte in der Südtiroler Sanitätsverwaltung und engagierte sich im ASGBGesundheitsdienst. Seit 2018 ist sie Mitglied des Südtiroler Landtags (Team K) und setzt sich dort besonders mit Themen rund um Gesundheit, Pflege und soziale Fragen auseinander.
Glauben Sie, dass die Gemeinschaftshäuser tatsächlich die Notaufnahmen entlasten oder schaffen wir nur neue Strukturen, ohne die bestehenden Probleme zu lösen?
Maria Elisabeth Rieder: Ich möchte nicht negativ sein, aber ich fürchte, das wird nichts. Sicherlich ist die Realität in Bozen von der in anderen Teilen Südtirols zu unterscheiden. Es bleibt abzuwarten. Entscheidend wird sein, ob die angekündigten Dienste mit Leben gefüllt werden und ob genügend Personal zur Verfügung steht, damit sie von der Bevölkerung gut genutzt werden können. Hoffentlich wurde nicht viel Geld für Bauten ausgegeben, die dann teilweise leer stehen, weil das Personal fehlt.
Wie sollen die Gemeinschaftshäuser mit ausreichend Ärzten, Pflegekräften und Fachpersonal betrieben werden, wenn Südtirol bereits heute unter Fachkräftemangel leidet?
Genau das bezweifle ich auch. Uns fehlen Hausärzt:innen. Wer soll dann in den Strukturen den Dienst versehen? Ärzt:innen aus dem Krankenhaus? Dasselbe gilt für Pflegekräfte: Hier werden derzeit Krankenpfleger:innen eingesetzt, die im Sprengel im Dienst sind – das bringt aber nichts, denn dann werden die
Angebote dort reduziert. Das alles ergibt nur dann einen Sinn, wenn wir zusätzliche Stellen schaffen. Aber woher soll das Personal kommen, gerade in Zeiten, in denen die Pensionierungswelle im Sanitätsbetrieb auf Hochtouren läuft?
Die zwölf geplanten Gemeinschaftshäuser werden über den PNRR und damit über EU-Mittel finanziert. Sie kritisieren die Finanzierung, die keineswegs gesichert sei. Tatsache ist, dass lediglich 6,83 Millionen Euro der Kosten für die zwölf Gemeinschaftshäuser über PNRR-Gelder finanziert werden. Der Rest in Höhe von ca. 16 Mio. Euro muss aus dem Landeshaushalt bestritten werden. Ob die gesamten Gelder aus dem EU-Fonds wirklich ausbezahlt werden, wissen wir noch nicht, denn einige der Gemeinschaftshäuser werden nicht termingerecht fertiggestellt sein. Es ist also durchaus möglich, dass noch mehr dieser Kosten auf die Südtiroler Steuerzahlerinnen und Steuerzahler abgewälzt werden.
Durch die Trennung der Gesundheitssprengel von den Sozialsprengeln besteht die Gefahr, dass die Zusammenarbeit zwi-
schen medizinischer und sozialer Betreuung geschwächt wird. Wird dadurch nicht gerade jene ganzheitliche Versorgung erschwert, die eigentlich verbessert werden soll?
Hier sind viele Fragen offen und je nach Standort der Gemeinschaftshäuser sind die Voraussetzungen für die Arbeit wohl auch verschieden. An manchen Stellen sind Sozialsprengel und Gemeinschaftshäuser in derselben Struktur untergebracht. Dort ist eine koordinierte Zusammenarbeit sicherlich einfacher. Andernorts muss die Zukunft zeigen, ob die notwendige Neuorganisation und Zusammenarbeit wirklich eine Verbesserung bringt oder eher für mehr Verwirrung sorgt.
Kann eine Reform, die auf neue Strukturen setzt, die eigentlichen Ursachen der Krise (Alterung der Bevölkerung, chronische Krankheiten, fehlende Prävention und Personalmangel) überhaupt lösen?
Eindeutig nein. Statt in zusätzliche Strukturen zu investieren, wäre es wichtiger gewesen, in das Personal zu investieren. Dabei geht es nicht nur um Gehälter, sondern auch darum, Menschen für Gesundheits- und Sozialberufe zu begeistern und
die entsprechenden Ausbildungen und Arbeitsbedingungen im Land dementsprechend zu gestalten.
Was schlagen Sie vor, damit wir auch in Zukunft ein gutes Gesundheitssystem für alle haben und nicht in einem Mehrklassensystem enden?
Leider ist die Zweiklassenmedizin teilweise bereits Realität. Aufgrund der langen Wartezeiten wechseln diejenigen, die es sich leisten können, bereits zu privaten Einrichtungen. Ganz wichtig ist, dass wir alle einen Hausarzt haben. Dieser sollte wieder „Vertrauensarzt“ sein, die Patienten kennen und natürlich auch ihre Sprache sprechen. Dabei sollte auf Gemeinschaftspraxen gesetzt werden, in denen mehrere Ärzte gemeinsam mit einem Sekretariat arbeiten. Das würde die Arbeit auch attraktiver machen. Ein zweiter Punkt sind natürlich die Wartezeiten. Es ist leider so, dass selbst bei prioritären Visiten, die innerhalb von acht Tagen erfolgen sollten, die Wartezeiten mehrere Monate betragen. Ich glaube, dass sich hier durch ein besseres Vormerkungsmanagement vieles verbessern ließe. Die ITInfrastruktur ist weiterhin die wohl größte Baustelle im Sanitätsbetrieb. Die Einführung eines einheitlichen Softwareprogramms bereitet große Schwierigkeiten. Statt Verbesserungen hat es teils Verschlechterungen gebracht: Die mangelnde Benutzerfreundlichkeit und die geringe Geschwindigkeit des Systems bedeuten für die Mitarbeitenden einen zusätzlichen Zeitaufwand und erfordern Geduld, die angesichts des großen Arbeits- und Zeitdrucks und der endlosen Wartelisten schwer aufzubringen ist.
Interview Josef Prantl
Maria Elisabeth Rieder Blick ins Ambulatorium
„Eine
der
größten
Neuordnungen unseres Gesundheitswesens“
Hubert Messner ist seit 2024 Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit Dem renommierten Kinderarzt und ehemaligen Primar der Neonatologie am Bozner Krankenhaus liegt die Weiterentwicklung des Südtiroler Gesundheitswesens am Herzen. Ein zentrales Vorhaben seiner Amtszeit ist der Ausbau der wohnortnahen Gesundheitsversorgung durch Gemeinschaftshäuser und Gemeinschaftskrankenhäuser. Im Interview spricht er über den Stand der Umsetzung, die Herausforderungen und seine Vision für die Gesundheitsversorgung der Zukunft.
Herr Landesrat, können Sie uns bitte kurz erklären, was ein Gemeinschaftshaus ist?
Landesrat Hubert Messner: Ein Gemeinschaftshaus ist die erste Anlaufstelle für die wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Dort arbeiten verschiedene Berufsgruppen eng zusammen. Das Angebot reicht von der Allgemeinmedizin, fachärztlichen Leistungen und der Basisdiagnostik über die krankenpflegerische Betreuung und unterschiedlichste Therapieangebote bis hin zu Diensten des Sozialbereichs sowie Beratungsangeboten verschiedener Art. Die Menschen erhalten viele Leistungen an einem Ort, wodurch Wege kürzer werden und die Betreuung besser aufeinander abgestimmt ist. Ein weiterer wichtiger Bestandteil jedes Gemeinschaftshauses ist das Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten. Damit können Patientinnen und Patienten auch außerhalb der Ordinationszeiten ihrer Hausärztin oder ihres Hausarztes rasch versorgt werden. Das entlastet gleichzeitig die Notaufnahmen der Krankenhäuser, die sich dadurch stärker auf echte Not-
fälle konzentrieren können. Die Hausärztinnen und Hausärzte bleiben dabei selbstverständlich die zentrale Anlaufstelle im Gesundheitssystem. Die Gemeinschaftshäuser ergänzen dieses Angebot – insbesondere dann, wenn keine Ordinationszeiten bestehen oder der Hausarzt beziehungsweise die Hausärztin gerade nicht im Dienst ist.
Und worin unterscheidet sich das Gemeinschaftshaus vom Gemeinschaftskrankenhaus?
Ein Gemeinschaftskrankenhaus richtet sich hingegen an Patientinnen und Patienten, die keine Behandlung mehr in einem Akutkrankenhaus benötigen, aber noch nicht nach Hause zurückkehren können. Dort erhalten sie eine zeitlich begrenzte medizinische, pflegerische und rehabilitative Betreuung, mit dem Ziel, ihre Selbstständigkeit wiederherzustellen und eine sichere Rückkehr in das häusliche Umfeld zu ermöglichen.
Der wesentliche Unterschied liegt also in der Funktion: Das Gemeinschaftshaus stärkt die wohnortnahe Gesundheitsversorgung und begleitet die Menschen im Alltag, während das Gemeinschaftskrankenhaus eine Brücke zwischen Akutkranken-
haus und Rückkehr nach Hause bildet. Beide Einrichtungen sind wichtige Bausteine einer modernen, integrierten Gesundheitsversorgung und arbeiten eng miteinander zusammen.
Wo sollen diese Strukturen entstehen und wann werden sie ihren Betrieb aufnehmen?
Die Gemeinschaftshäuser werden schrittweise in ganz Südtirol aufgebaut. Insgesamt entstehen bis 2028 zwölf Gemeinschaftshäuser, wobei wir bestehende Gesundheits- und Sozialsprengel gezielt ausbauen und – wo notwendig – diese mit neuen Baulichkeiten erweitern.
Die ersten Gemeinschaftshäuser sind bereits seit Mai 2026 in Betrieb. Dazu gehören die Standorte Brixen, Bozen Loew-Cadonna, Innichen, Klausen, Mals und Naturns. Im Juni 2026 ist auch das neue Gemeinschaftshaus in Leifers eröffnet worden. Noch in diesem Jahr folgen Bruneck und Sterzing. Für 2027 ist die Eröffnung des Gemeinschaftshauses in Meran vorgesehen, 2028 sollen schließlich noch die neuen Standorte in Bozen und Neumarkt folgen. Je nach Größe und Funktion unterscheiden sich auch die Öffnungszeiten: Die zentralen HubGemeinschaftshäuser sind sieben
Tage die Woche rund um die Uhr geöffnet. Die kleineren SpokeGemeinschaftshäuser stehen der Bevölkerung von Montag bis Samstag jeweils von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung.
Und die drei Gemeinschaftskrankenhäuser?
Die drei neuen Gemeinschaftskrankenhäuser entstehen in Bozen, Meran und Neumarkt. Die Eröffnung ist für 2027 in Meran sowie für 2028 in Bozen und Neumarkt vorgesehen. Um dieses wichtige Versorgungsangebot jedoch schon jetzt zur Verfügung stellen zu können, wurden bereits im Mai 2026 zwei Übergangs-Gemeinschaftskrankenhäuser am Krankenhausgelände Bozen und Meran in Betrieb genommen. Sie übernehmen bis zur Fertigstellung der Neubauten bereits die Funktion eines Gemeinschaftskrankenhauses mit Intermediärbetten und ermöglichen so einen nahtlosen Ausbau der wohnortnahen Gesundheitsversorgung.
Kritiker werfen Ihnen vor, dass das gesamte Konzept nicht ausreichend durchdacht sei. Sie bemängeln unter anderem den Personalmangel, offene Fragen bei der Umsetzung sowie eine nicht
Hubert Messner
Der Landesrat informierte in Meran im Mai über die Reform.
gesicherte langfristige Finanzierung. Was entgegnen Sie dieser Kritik?
Ich kann diese Kritik nachvollziehen, aber ich teile sie nicht. Das Konzept der wohnortnahen Gesundheitsversorgung ist von Anfang bis Ende sorgfältig geplant. Natürlich sprechen wir hier von einer der größten Neuordnungen, die unser Gesundheitswesen in den letzten Jahrzehnten gesehen hat. Dass ein solcher Veränderungsprozess Zeit braucht und schrittweise umgesetzt wird, ist völlig normal. Die Finanzierung ist gesichert. Dafür wurden die notwendigen Mittel vorgesehen, und wir setzen die einzelnen Projekte konsequent um. Der Personalbereich ist und bleibt eine Herausforderung – nicht nur in Südtirol, sondern europaweit. Der Fachkräftemangel betrifft das gesamte Gesundheitswesen. Aktuell gelingt es uns jedoch, die neuen Strukturen mit Personal zu besetzen – wir können ja auf das bereits in den Sprengeln vorhandene Personal zurückgreifen. Gleichzeitig arbeiten wir intensiv daran, langfristig noch mehr Fachkräfte für Südtirol zu gewinnen und auszubilden. Dabei spielen die neue Medizinische Fakultät in Bozen, das Ausbildungszentrum Claudiana mit Studentenwohnheim, bezahlte Praktika und zahlreiche weitere Maßnahmen eine wichtige Rolle, den Gesundheitsberuf noch attraktiver zu machen. Im Südtiroler Sanitätsbetrieb absolvieren derzeit außerdem insgesamt fast 270 junge Medizinerinnen und Mediziner ihre Facharztausbildung, sodass wir auch auf ärztlicher Seite davon ausgehen, den Personalbedarf in den kommenden Jahren zunehmend aus eigener Kraft decken zu können. Entscheidend ist, dass wir nicht nur die Herausforderungen von heute lösen, sondern das Gesundheitssystem für die nächsten Jahrzehnte aufstellen. Dafür braucht es eine klare Strategie, eine gute Planung und die Bereitschaft al-
ler Beteiligten, gemeinsam in dieselbe Richtung zu arbeiten. Wenn man das große Ganze betrachtet, bin ich überzeugt, dass wir mit dieser Neuausrichtung den richtigen Weg eingeschlagen haben. Stillstand wäre keine Lösung. Unser Ziel ist es, den Menschen auch in Zukunft eine hochwertige, wohnortnahe und verlässliche Gesundheitsversorgung zu garantieren – und dafür gibt es aus meiner Sicht derzeit keinen besseren Weg.
Geplant ist auch die Einführung einer Notruf- bzw. Gesundheitsnummer 116117. Wofür ist diese Nummer gedacht und wann wird sie in ganz Südtirol verfügbar sein?
Die Rufnummer 116117 wird die zentrale Anlaufstelle für alle gesundheitlichen Anliegen sein, die keine Notfälle sind. Wer eine medizinische Frage hat, nicht weiß, an wen er sich wenden soll, oder außerhalb der Ordinationszeiten Unterstützung benötigt, erhält dort rund um die Uhr eine erste fachliche Einschätzung und wird an die passende Versorgungsstelle weitergeleitet. Damit schaffen wir einen einfachen und einheitlichen Zugang zum Gesundheitssystem und entlasten gleichzeitig die Notaufnahmen, damit diese sich auf echte Notfälle konzentrieren können. Der Start erfolgt im späteren Sommer dieses Jahres mit einem Pilotprojekt im Gesundheitsbezirk Bozen. Anschließend wird das Angebot schrittweise auf ganz Südtirol ausgedehnt. Ich sage es mit einem kleinen Augenzwinkern: Inhaltlich wären wir schon seit einiger Zeit startklar. Was uns noch bremst, ist nicht die Organisation, sondern die Technik. Die technischen Voraussetzungen sind komplex und müssen absolut zuverlässig funktionieren – gerade im Gesundheitsbereich. Deshalb nehmen wir uns lieber die Zeit, die notwendig ist, damit die 116117 vom ersten Tag an stabil und verlässlich funktioniert.
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Zum Schluss , wie soll die Ge sundheitsversorgung in Südtirol in zehn Jahren aussehen? Welche Veränderungen möchten Sie bis dahin erreicht haben? In zehn Jahren wünsche ich mir ein Gesundheitssystem, das noch stärker auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet ist: wohnortnah, gut vernetzt und mit kurzen Wegen für die Bevölkerung. Die Menschen sollen wissen, wo sie die richtige Anlaufstelle für ihr gesundheitliches Anliegen finden – unabhängig davon, ob es um den Hausarzt, das Gemeinschaftshaus, eine fachärztliche Leistung, Pflege oder soziale Unterstützung geht. Gleichzeitig müssen wir unser Gesundheitssystem so aufstellen, dass es auch den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist. Dazu gehören eine älter werdende Bevölkerung, mehr chronische Erkrankungen und der zunehmende Bedarf an Betreuung außerhalb des Kran-
kenhauses. Genau deshalb ist die Stärkung der wohnortnahen Versorgung so wichtig. Mein Ziel ist, dass wir in zehn Jahren ein noch stärker integriertes System haben, in dem Gesundheits- und Sozialdienste eng zusammenarbeiten, digitale Möglichkeiten sinnvoll genutzt werden und wir weiterhin auf hervorragend ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen können. Die großen Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen. Aber mit den Gemeinschaftshäusern, den Gemeinschaftskrankenhäusern, der Nummer 116117 und den Investitionen in Ausbildung und Personal legen wir heute die Grundlagen dafür. Wenn wir gemeinsam konsequent diesen Weg weitergehen, sichern wir auch für die kommenden Generationen eine hochwertige Gesundheitsversorgung in Südtirol.
Interview: Josef Prantl
ZIGANOFF
Die Nacht holt heimlich durch des Vorhangs Falten aus deinem Haar vergeßnen Sonnenschein. Schau, ich will nichts, als deine Hände halten und still und gut und voller Frieden sein. Da wächst die Seele mir, bis sie in Scherben den Alltag sprengt; sie wird so wunderweit:
An ihren morgenroten Molen sterben die ersten Wellen der Unendlichkeit.
Konzert „Ziganoff Jazzmer Band & Heidi Clementi“ in Sterzing Foto und Auswahl des Gedichtes: Martin Geier | Editorisches Konzept: Georg Dekas
RAINER MARIA RILKE
Glauben, sammeln und wissen
In wenigen Tagen jährt sich der Todestag des über die Grenzen Südtirols hinaus bekannten Naturforschers und Pfarrers von Schweinsteg Florian Schrott zum 55. Mal.
In vielen kleinen Ortschaften reicht eine Nummerierung der Häuser vollkommen. Straßennamen sind nicht nötig. Wer auf der Passeirer Straße nach Saltaus rechts abbiegt, folgt dem Weg zur St. Leonharder Fraktion Schweinsteg. Das Haus mit der Nummer 1 war lange Zeit Wohnort eines höchst aktiven Geistlichen. Er hieß Florian Schrott und war als „Schneckenpfarrer“ in ganz Südtirol bekannt. Als er 1930 die Kuratie Schweinsteg übernahm, lobte sein Vorgänger die Stelle. Der Ort sei nur zwei Stunden von Meran entfernt, sei sonnig, es herrsche mildes Klima, die Arbeit würde sich in einem guten Gleichgewicht halten und es gäbe genügend Einkommen, kurzum, ein sorgenfreies und wohlgeordnetes Leben stünde ihm bevor. Die Wirklichkeit sah jedoch anders aus. Die Einkünfte waren gering, das Leben eintönig, die Wege steil und im Winter stark vereist. Doch Schrott wollte endlich sesshaft werden. In den ersten Jahren nach seiner Priesterweihe wurde er jährlich versetzt. Während des
nach Tisens. Dort fand er ein weites Betätigungsfeld. Er kümmerte sich um die Schule, verwaltete den Armenfonds und inszenierte Theaterstücke. Zudem traf er auf eine Leidenschaft, die ihn bis an sein Lebensende begleiten sollte: die wissenschaftliche Erforschung der Landschnecken.
Von Lajen nach Schweinsteg
Florian Josef Schrott stammte aus dem Eisacktal und wurde am 15. März 1884 in Lajen geboren. Seine Eltern waren der gleichnamige Schmuckbauer und dessen Frau Katharina Vonmetz. Der von Wiesen, Äckern und Weinbergen umgebene Hof lud den aufgeweckten Jungen schon früh
des Augustiner-Gymnasiums in Brixen studierte er Theologie und wurde 1910 zum Priester geweiht. In Tisens förderte der dortige Pfarrer Nikodemus Rabensteiner Schrotts Interesse für die Wissenschaften. Als er nach Schweinsteg kam, wo er die folgenden vier Jahrzehnte bleiben sollte, ließ ihm die dortige Abgeschiedenheit Zeit für allerlei Arbeiten und Studien. Er legte ein Familienbuch des Ortes an, sammelte Farne und verfasste eine detaillierte Chronik. Dabei notierte er nicht nur Geschehenes, sondern hielt auch Stimmungen und Einschätzungen fest, wie seine Eintragungen aus der Zeit der Option belegen. Wenn es ihm seine seelsorgerische Tätigkeit erlaubte, machte er sich im Sommer einige Wochen auf die Wanderschaft. Wer die Natur kennenlernen will, muss sie sich zu Fuß erarbeiten, so war er überzeugt. Auf seinen Wanderungen hatte er nur einen Rucksack dabei. Neben dem Proviant und einigen Werkzeugen durften Gläschen und kleine Schachteln für die entdeckten Schnecken
minutiös das Vorkommen der Gehäuseschnecken in dem von ihm durchwanderten Gebiet. Durch seine wissenschaftliche Gründlichkeit war es ihm möglich, Schneckenarten für Gebiete nachzuweisen, in denen sie bisher nicht gefunden worden waren. Er stand mit in- und ausländischen Experten in Kontakt und publizierte seine Erkenntnisse in deutscher und italienischer Sprache. Ihn auf seine Schneckensammlung und wissenschaftlichen Interessen zu reduzieren, würde nur einen Teil seiner Persönlichkeit wiedergeben. Er war ein leutseliger Mensch und seine Tür stand für jedermann offen. Gerechtigkeit war ihm besonders wichtig: Die Schikanen der Faschisten verurteilte er genauso wie Diebstähle der Partisanen oder Wucherpreise mancher Landsleute. 1969, nach fast vierzig Jahren als Geistlicher in Schweinsteg, ließ er sich in den Ruhestand versetzen. Am 15. Juli 1971 starb Florian Schrott im Alter von 87 Jahren. An der Hauswand von Schweinsteg 1 erinnert eine Gedenktafel an ihn.
Fässer voller Geschichte
Kaum ein Handwerk ist so eng mit Südtirols Weinbau verbunden wie die Fassbinderei. Heute ist sie selten geworden, doch vereinzelt gibt es sie noch: die Fassbinder.
Wer durch die Bindergasse in Bozen spaziert, ahnt kaum noch, dass dort einst ein Handwerk zuhause war, das für Südtirols Wirtschaft unverzichtbar war. 1423 wurde dort die älteste und damals bedeutendste Zunft gegründet. Die Fassbinder. Sie fertigten Holzfässer, Bottiche und Transportgefäße für Haushalt, Landwirtschaft und Weinbau. Lange bevor Kunststoff, Glas oder Edelstahl Einzug hielten, wurden Lebensmittel, Wein und viele andere Güter in Holzfässern gelagert und transportiert. Die Fassbinderei zählt heute zu den seltensten Handwerken des Landes. Während früher beinahe jedes größere Dorf einen Fassbinder kannte, gibt es heute nur noch wenige Betriebe, die dieses Wissen bewahren. Besonders eng verbunden ist das Handwerk mit dem Weinbau, der Südtirol seit Jahrtausenden prägt. Bereits die Räter kannten die Lagerung von Wein in Holzgefäßen. Die Weintradition des Landes reicht mehr als 3.000 Jahre zurück und hat Landschaft, Kultur und Wirtschaft nachhaltig geformt. Der Beruf des Fassbinders verlangt weit mehr als Geschick im Umgang mit Holz. Aus einzelnen Dauben – so heißen die gebogenen Holzbretter – entsteht ohne Nägel oder Leim ein dichtes Fass. Die Dauben werden sorgfältig ausgewählt, geformt und mit Metallreifen zusammengefügt. Anschließend wird das Holz mit Feuer und Wasser gebogen, bis die typische Fassform entsteht. Jede Ungenauigkeit kann dazu führen, dass das Fass undicht wird. Deshalb sind Erfahrung, Geduld und Präzision entscheidend. Traditionell wird in Südtirol vor allem Eichenholz verwen-
det. Es verleiht den Fässern Stabilität und beeinflusst zugleich die Reifung des Weines. Besonders Qualitätsweine profitieren von der Lagerung im Holzfass, da sie dadurch zusätzliche Aromen und Struktur erhalten. Mit dem Aufschwung des Qualitätsweinbaus seit den 1980er-Jahren gewann die Fassbinderei wieder an Bedeutung. Viele Kellereien und Winzer setzen bewusst auf Holzfässer, um ihren Weinen einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen. Dennoch bleibt die Zukunft des Handwerks eine Herausforderung. Nachwuchs ist rar, die Ausbildung anspruchsvoll und die Arbeit körperlich fordernd. Umso erfreulicher ist es, dass es in Südtirol wieder junge Menschen gibt, die sich für diesen besonderen Beruf begeistern. Sie lernen nicht nur ein Handwerk, sondern bewahren zugleich ein Stück Kulturgeschichte.
Elisabeth Tappeiner
FREIWILLIGER SOZIALDIENST: Das Weiße Kreuz braucht dich! De E s z ko t !
weisseskreuz.bz.it/sozialdienst
Das Vorab-Konkordat mit dem Fiskus
Das zweijährige Vorab-Konkordat (concordato preventivo biennale) wird erneut aufgelegt und gilt für 2026 und 2027. Freiberufler und Unternehmen mit Erträgen unter 5.164.569 Euro im Jahr können ihr steuerpflichtiges Einkommen vorab für 2 Jahre fixieren. Als Basis dienen das Einkommen 2025 und die ISA-Daten; über einen Aufwertungsalgorithmus wird das zu versteuernde Einkommen 2026 und 2027 ermittelt. Wer zustimmt, zahlt darauf die Steuern und Sozialabgaben. Dieses Einkommen gilt allerdings auch für die Besteuerung, wenn tatsächlich ein geringeres Einkommen erzielt wird. Die Einkommenssteigerung gegenüber dem Vorjahr kann bis zu einem Betrag in Höhe von 85.000 Euro mit einer Ersatzsteuer von 10 - 15 % (statt progressiver IRPEF) besteuert werden. Ausschlussgründe vom Vorab-Konkordat: Tätigkeitsbeginn 2025, fehlende Steuererklärung in einem der Jahre 2023 - 2025, mehr als 40 % nicht steuerpflichtiges Einkommen 2025 sowie außerordentliche Gesellschaftsoperationen 2026. Ebenso ausgeschlossen ist, wer bereits für den Zeitraum 2025/2026 dem Vorab-Konkordat beigetreten ist. Anwender des
Pauschalsystems (regime forfetario) sind vom Vorab- Konkordat ausgeschlossen. Wer jedoch bereits 2025 die Grenze von 100.000 Euro an Erträgen überschritten hat und damit bereits für 2025 aus dem Pauschalsystem ausgeschlossen wurde, gilt für 2025 als ISA-Subjekt und ein Beitritt zum Konkordat 2026/2027 möglich. Wird die Grenze erst 2026 überschritten, fehlt die ISA-Basis des Vorjahres und ein Beitritt ist nicht möglich. Wichtige Neuerungen 2026/2027: Die vorgeschlagene Einkommenserhöhung ist bei niedrigeren ISA-Werten gedeckelt (max. 30 % bei ISA Noten von 6 bis 8, max. 35 % bei ISA Noten von 1 bis 6). Die Hyperabschreibung ist nun mit dem Konkordat vereinbar, d.h. die höhere Abschreibung geht nicht „verloren“. Neu ist zudem ein Beendigungsgrund bei geopolitischen Krisen mit Preissteigerungen über 5 %. Eine Klarstellung der Agentur der Einnahmen vom 3. Juni 2026) betrifft Freiberuflervereinigungen und Gesellschaften zwischen Freiberuflern (STP). Ist die Gesellschaft selbst von der ISA-Anwendung ausgeschlossen, entfällt die Pflicht zum gemeinsamen Beitritt vollständig: Jeder Gesellschafter kann eigenständig über den
Beitritt entscheiden, unabhängig von der Gesellschaft und den übrigen Gesellschaftern. Ist dagegen nur ein einzelner Gesellschafter von den ISA ausgeschlossen (etwa als Forfettario), hindert dies die Gesellschaft und die übrigen Gesellschafter nicht am Beitritt – der ausgeschlossene Gesellschafter wird lediglich ausgeklammert. Die Gesellschaft und die verbleibenden ISA-Gesellschafter müssen dann jedoch weiterhin gemeinsam beitreten. Die Beitrittsfrist zum Vorab- Konkordat wurde mit dem Gesetzesdekret Nr. 38/2026 vom 30. September auf den 2. November 2026 verschoben. Interessant ist das Konkordat immer dann, wenn das Einkommen der Jahre 2026 und 2027 voraussichtlich deutlich höher ausfällt, als jenes vom Jahr 2025.
Martin Eder Bozen - Lana - Naturns martin.eder@gspeo.com
Dein Treffpunkt. Deine Ideen. Dein Jungle.
Musik machen, skaten, Billard spielen, eigene Konzerte organisieren oder einfach mit Freund:innen abhängen – das Jugendzentrum Jungle Meran in der St.-Josef-Straße 1 in Meran bietet jungen Menschen viele Möglichkeiten, ihre Freizeit kreativ und aktiv zu gestalten. Das Jungle ist von Montag bis Freitag, jeweils von 15.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Kinder und Jugendliche können jederzeit unverbindlich vorbeikommen und hineinschnuppern. Für den regelmäßigen Besuch braucht es eine Mit-
PR-INFO
gliedschaft von 10 Euro pro Jahr – damit sind der tägliche Zugang sowie die kostenlose Teilnahme an Kursen und Angeboten möglich. Musikinteressierte finden im Jungle einen Proberaum, eine Bühne und ein gut ausgestattetes Musikstudio für Producer:innen und Demo-Aufnahmen. Mit dem Projekt „we subculture“ unterstützt das Jugendzentrum junge Menschen dabei, eigene Konzerte und alternative Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Im großen Außenareal hat das Jungle auch einiges zu bieten:
Venosta Festival: Mountainstory Bergfilmfestival
Nach dem ausverkauften Konzert von Alvaro Soler geht das Venosta Festival direkt in den nächsten Höhepunkt über: das Mountainstory Bergfilmfestival in Glurns. Am 31. Juli 2026 wird die historische Altstadt erneut zur Bühne für große Berggeschichten und besondere Begegnungen. Hier treffen eindrucksvolle Bilder, große Abenteuer und echte Bergleidenschaft aufeinander. Zu sehen ist unter anderem eine Eigenproduktion mit den bekannten Alpinisten Simon Gietl und Alexander Huber. Durch den Abend führt Alpinist Simon Messner. Einige der Filmprotagonisten sind live vor Ort und erzählen von ihren Bergerlebnissen. Ergänzt wird das Programm durch eine stimmungsvolle Fotoausstellung sowie regionale Spezialitä-
ten der Glurnser Vereine. Ein Sommerabend voller Atmosphäre, Inspiration und echter Bergleidenschaft.
Infos & Tickets www.venosta-festival.com
Skatepark, Beachvolley-Feld und Tischtennis sorgen für Bewegung und Spaß. Wer einfach entspannen möchte, kann die Bar, Calcetto, Billard, Playstation, Cornhole, Schach oder Brettspiele nutzen. Neu starten heuer außerdem die verlängerten Öffnungszeiten am Donnerstag im Sommer in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Meran. Das Jungle Meran zeigt: Ein Jugendzentrum kann vieles sein und dir dabei helfen, deine Ideen umzusetzen (auch wenn sie verrückt klingen)! Vorbeikommen lohnt sich.
Weitere Infos: info@jungle-meran.org WhatsApp auf 392 1527678 oder komme vorbei! Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende! Als Verein des Dritten Sektors stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne eine Spendenquittung aus. Ihre Spende können Sie mit dem Verwendungszweck „Freie Spende“ auf die IBAN IT60F0813358593000304205316 überweisen.
Redaktion
Glurns
Einlass ab 18:00 Uhr
Aussteller
Fotoausstellung
BERICHT AUS DEM LANDTAG
Frühkindliche Sprachförderung mit nachhaltiger Wirkung
Die entscheidenden Weichen für Sprache werden bereits in den ersten Lebensjahren gestellt. Wer Kinder stärken will, muss deshalb auch ihre Eltern frühzeitig begleiten. In den vergangenen Monaten habe ich mit Fachleuten und Einrichtungen gesprochen, die Familien mit Migrationshintergrund unterstützen. Dabei wurde eines besonders deutlich: Es gibt bereits gute Lösungen. Projekte wie „Intermed” oder „Brücken bauen” in Lana zeigen, dass Sprachförderung besonders dann gelingt, wenn sie alltagsnah ist, die Eltern aktiv einbezieht und mit Kinderbetreuung verbunden wird. Doch genau hier liegt das Problem. Viele dieser Angebote sind nur zeitlich befristete Projekte. Dabei wissen wir längst, dass frühe Unterstützung wirkt. Werden sprachliche oder soziale Herausforderungen erst im Kindergarten oder in der Schule sichtbar, ist der Aufwand für alle Beteiligten deutlich größer. Deshalb braucht es jetzt den nächsten Schritt. Früh-
kindliche Sprachförderung darf nicht von einzelnen Projekten oder dem Engagement weniger Personen abhängen. Sie braucht eine dauerhafte Verankerung und vor allem klare Zuständigkeiten. Gerade der Spracherwerb vor dem Schuleintritt fällt heute oft zwischen den Bereichen Bildung, Soziales, Integration und Gemeinden.
Aus diesem Grund habe ich das Thema im Landtag aufgegriffen. Mein Ziel ist es nicht, immer neue Projekte zu schaffen. Vielmehr müssen wir bewährte Modelle langfristig absichern und Familien in ganz Südtirol zugänglich machen.
Denn frühkindliche Sprach- und Elternarbeit ist keine Zusatzleistung. Sie ist eine Investition in gleiche Bildungschancen, gelingende Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wer Familien von Anfang an begleitet, kann viele Probleme verhindern, bevor sie entstehen, und schafft damit die besten Voraussetzungen für die Zukunft unserer Kinder.
Das Südtiroler Landtagsgebäude
Harald Stauder LANDTAGSABGEORDNETER
BERICHT AUS ROM
Gleichstellung beginnt beim Bankkonto
Wie viele Frauen können wirklich sagen: „Über mein Geld entscheide ich selbst“? Wie viele können zum Friseur gehen, sich ein neues Kleid kaufen, etwas Geld zur Seite legen oder eine unerwartete Ausgabe bewältigen, ohne ihrem Ehemann oder Partner Rechenschaft ablegen zu müssen? Nach Angaben der italienischen Zentralbank verfügt jede sechste Frau in Italien – rund 16 Prozent – über kein eigenes Konto. Eine Studie des Museo del Risparmio zeigt, dass etwa ein Drittel der Frauen zwar ein Gemeinschaftskonto besitzt, dieses jedoch nicht selbst verwaltet. Die Kontrolle liegt beim Partner oder Ehemann. Das Ergebnis ist alarmierend: 44 Prozent der Frauen können nicht frei über ihr eigenes Geld verfügen. Ein eigenes Konto ist nicht nur eine Bankangelegenheit, sondern eine Frage der Freiheit. Es bedeutet, selbst entscheiden zu können, wie man sein Geld ausgibt, spart oder die Zukunft plant. Es bedeutet, für eine Ausgabe niemanden um Erlaubnis bitten zu müssen und sich weder kontrolliert noch beurteilt zu fühlen. Ein eigenes Konto kann aber auch der Schlüssel sein, wenn eine Beziehung scheitert oder der Partner gewalttätig wird. Für viele Frauen,
die in einer von Gewalt geprägten Partnerschaft leben, ist die finanzielle Abhängigkeit eines der größten Hindernisse. Sie erstatten keine Anzeige, verlassen den Partner nicht und suchen keine Hilfe, weil sie über kein eigenes Geld verfügen, kein eigenes Konto haben und ihnen die finanziellen Möglichkeiten für einen Neuanfang fehlen. Zum Glück beginnt sich etwas zu bewegen. Mehrere Organisationen haben den Aufruf „Una donna, un lavoro, un conto corrente“ („Eine Frau, eine Arbeit, ein Konto“) gestartet und fordern die volle finanzielle Eigenständigkeit von Frauen. Im Senat wurde zudem ein Gesetzentwurf eingebracht, der vorsieht, dass Gehälter ausschließlich auf ein persönliches Konto der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers überwiesen werden dürfen. Dies ist ein wichtiger Schritt, doch eine gesetzliche Verpflichtung allein reicht nicht aus. Es muss auch sichergestellt werden, dass ein Konto leistbar ist. Gerade Frauen mit prekären, befristeten oder schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen verfügen häufig über kein eigenes Konto. Deshalb sind auch die Banken gefordert, kostenlose oder zumindest vergünstigte Konten für Frauen mit prekären oder
niedrigen Einkommen anzubieten. Ein Bankkonto darf nämlich kein Luxus, sondern muss eine Normalität für jede Person sein.
Das Senatsgebäude in Rom
Julia Unterberger SENATORIN
Wenn Hinschauen wirkt
Was tun, wenn jemand beleidigt, ausgegrenzt oder bedroht wird? Oft entscheidet genau dieser Moment darüber, ob ein Konflikt entschärft wird oder eskaliert. Deshalb haben die Bezirksgemeinschaft und der Jugenddienst Meran ein Projekt zur Stärkung der Zivilcourage ins Leben gerufen. Die Kampagne ist Teil eines umfassenden Maßnahmenkatalogs zur Gewaltprävention, der in den vergangenen Jahren gemeinsam mit verschiedenen Partnern entwickelt wurde. Dieser Katalog wird laufend weiterentwickelt und Schritt für Schritt umgesetzt. Die aktuelle Kampagne zur Zivilcourage ist ein daraus resultierendes Projekt. Mit Botschaften wie „Hinschauen“, „Zuhören“, „Die Stimme erheben“ oder „Gemeinsam handeln“ sollen Menschen jeden Alters ermutigt werden, Verantwortung zu übernehmen. Zivilcourage bedeutet dabei keinesfalls, sich selbst in Gefahr zu bringen. Oft reicht es schon, aufmerksam zu bleiben, andere anzusprechen, abgeschieden Hilfe zu organisieren oder den Notruf zu verständigen. Wer besonnen handelt, kann häufig entscheidend dazu beitragen, eine Situation zu entschärfen. Gerade in
einer Zeit, in der Gewalttaten viele Menschen verunsichern, gewinnt dieser Gedanke an Bedeutung. Gleichzeitig wird oft übersehen, wie viel Präventionsarbeit täglich im Hintergrund geleistet wird. Schulen, Jugenddienste, Sozialdienste u.v.m. tragen wesentlich dazu bei, Konflikte zu entschärfen und jungen Menschen Perspektiven zu geben. Die Kampagne versteht sich nicht als Einzelaktion, sondern als Teil einer langfristigen Strategie.
Eine Gesellschaft lebt davon, dass Menschen aufeinander achten und Verantwortung tragen. Jede geeignete Reaktion kann verhindern, dass aus einem Moment Gewalt wird.
Willkommen in der Bronx
Meran ist gefallen. Zumindest könnte man das glauben, wenn man manche Kommentarspalten liest. Dort liegt die Stadt irgendwo zwischen Bronx und einem dystopischen Endzeitfilm. Nach jedem kriminellen Vorfall wird der Untergang des Abendlandes ausgerufen, als würden bewaffnete Banden auf der Kurpromenade patrouillieren. Natürlich gibt es Delinquenz. Natürlich gibt es Gewaltvorfälle. Und natürlich haben Menschen jedes Recht, sich Sorgen zu machen, wenn Überfälle, Schlägereien oder Drogenhandel Schlagzeilen machen. Wer sich unsicher fühlt, dessen Empfinden muss man ernst nehmen. Nur folgt daraus nicht automatisch, dass Meran zur Hochburg schwerer Gewalt geworden ist. Tatsächlich zeigen Kriminalitätsstatistiken seit Jahren ein deutlich differenzierteres Bild. Gerade schwere Delikte wie Mord und Totschlag bewegen sich auf historisch niedrigem Niveau. Das heißt nicht, dass es keine Probleme gibt. Es heißt nur, dass zwischen gefühltem Ausnahmezustand und Realität ein Unterschied besteht. Hinzu kommt, dass vor 30 Jahren nicht an jeder Ecke eine Überwachungskamera hing und nicht jeder Vorfall binnen Minuten als Handyvideo in sozialen Netzwerken landete. Was heute sichtbar, teilbar und ständig präsent ist, wirkt oft wie eine Zunahme der Kriminalität, selbst dann, wenn sich die tatsächliche Entwicklung deutlich weniger dramatisch darstellt. Auffällig ist, wie schnell die Debatte anschließend bei der Herkunft der Beteiligten landet. Dabei ist die Forschung seit Jahrzehnten erstaunlich eindeutig: Kriminalität und Gewalt hängen weit stärker mit sozialen Faktoren zusammen als mit Nationalität. Armut, mangelnde Bildungschancen, Ausgrenzung und fehlende Perspektiven erklären deutlich mehr als der Geburtsort. Doch diese Erkenntnis führt zu unbequemen Fragen. Etwa zu jener, warum Südtirol gleichzeitig immer mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland braucht. Tourismus, Landwirtschaft, Bauwirtschaft und viele Dienstleistungsbranchen suchen händeringend Personal. Ohne Zuwanderung würde ein erheblicher Teil der Wirtschaft längst nicht mehr funktionieren. Merkwürdig ist nur, dass der Ärger selten jene trifft, die von diesem System profitieren. Der Hotelier, der Unternehmer oder der Betrieb bleiben meist außen vor. Über Sicherheit zu sprechen ist notwendig. Über Gewalt auch. Aber wer jede Diskussion reflexartig auf Herkunft reduziert, verwechselt Ursache und Sündenbock. Die Bronx an der Passer existiert vor allem in den Kommentarspalten. Die gesellschaftlichen Widersprüche dagegen sind sehr real.
Reinhard Bauer BEZIRKSGEMEINSCHAFT
VÖLLAN
Runsthof – Geschichte erleben
Mit der behutsamen Sanierung des denkmalgeschützten Runsthofs in Völlan ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür gelungen, wie historische Bausubstanz erhalten und gleichzeitig zeitgemäß genutzt werden kann.
Durch die behutsame Verbindung von sorgfältiger Restaurierung, sensibler Erweiterung und
einer neuen Nutzung als Hofschank, Hofladen und Wohnraum wurde das geschichts-
Boznerstraße 15/3
39011 Lana
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100 2909
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trächtige Anwesen in enger Zusammenarbeit zwischen der Architektin Brigitte Kauntz und der Familie Lobis zu neuem Leben erweckt. Spuren vergangener Zeiten.
Wir bedanken uns für euer Vertrauen und wünschen viel Erfolg.
Der Runsthof zählt zu den ältesten Hofstellen der Region. Bereits im Jahr 1305 wurde er erstmals urkundlich erwähnt. Sein heutiges Erscheinungsbild geht im Wesentlichen auf das 16. und frühe 17. Jahrhundert zurück. Im Vorfeld der Sanierung ließ die Familie Lobis im Jahr 2024 eine baugeschichtliche Untersuchung durchführen, um die Entwicklung des Hofes über die Jahrhunderte zu dokumentieren und die histo-
rische Substanz möglichst umfassend zu erfassen. Die Geschichte des Runsthofs spiegelt die wechselvolle Vergangenheit des Burggrafenamtes wider. Der Hof lag einst im Gericht Mayenburg-Tisens und stand im Laufe der Jahrhunderte unter verschiedenen Grundherrschaften.
Eingebettet in eine von Trockenmauern, Kastanienhainen, Obstgärten und Wiesen geprägte Kulturlandschaft besitzt der Hof
nicht nur einen hohen historischen Wert, sondern prägt bis heute das Landschaftsbild oberhalb von Lana.
Verborgene Schätze der Vergangenheit
Als die Familie Lobis den Hof übernahm, befand sich das Gebäude in einem äußerst schlechten Zustand. Das Dach und zwei Geschossdecken waren teilweise eingebrochen, über
BAUUNTERNEHMEN
St. Magdalenaweg 6, 39011 Lana/Völlan
Handy: 349 672 23 47
E-Mail: roman.weitlaner@rolmail.net
Jahre hinweg war Regenwasser in das Gebäude eingedrungen. Dennoch zeigte sich rasch, dass eine Sanierung möglich war und ein Großteil der historischen Bausubstanz erhalten werden konnte. Die baugeschichtlichen Untersuchungen brachten zahlreiche interessante Details ans Licht. So erfolgte um 1616 eine Aufstockung des Gebäudes, die wesentlich zum heutigen Erscheinungsbild beitrug.
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Aus dieser Zeit stammen unter anderem die repräsentative Freitreppe an der Nordseite sowie dekorative Malereien an der Ostfassade. Besonders bemerkenswert sind die Reste roter Renaissance-Malereien, die noch heute
an einigen Fenstern sichtbar sind. Auch der charakteristische Zinnenkranz geht auf diese Bauphase zurück und verleiht dem ehemaligen Bauernhof bis heute einen beinahe herrschaftlichen Charakter. Weitere Verände-
rungen erfolgten im 18. und 19. Jahrhundert. Bei den Restaurierungsarbeiten kamen Fragmente historischer Schablonenmalereien zum Vorschein, die wertvolle Einblicke in die Wohnkultur vergangener Generationen geben.
Denkmalschutz und moderner Wohnraum
Die Herausforderung der Sanierung bestand darin, den denkmalgeschützten Bestand zu bewahren und gleichzeitig Raum für eine zeitgemäße Nutzung zu schaffen.
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Unterdörfl 13 - 39010 St. Pankratz, Ulten
Tel. + Fax: 0473 787 336
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M +39 339 164 22 78
E kofler.hs@gmail.com
romstr. 9 via roma 39014 Burgstall/postal (BZ)
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Ein Abbruch stand dabei nie zur Diskussion. Historische Gebäude zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit, ihre besondere Atmosphäre und ihre Nachhaltigkeit aus. Der Erhalt solcher Bauten ist gelebter Ressourcenschutz und
bewahrt zugleich ein wichtiges Stück Kulturgeschichte. Heute präsentiert sich der Runsthof als harmonisches Zusammenspiel von historischer Architektur und modernem Wohnkomfort. Von außen zeigt sich das Gebäude
wieder als geschlossener, dreigeschossiger Baukörper mit seinem markanten Satteldach und dem charakteristischen Zinnenkranz.
Die sorgfältig restaurierten Fassaden, die traditionellen Fensteröffnungen und die behutsam
instand gesetzten Bauteile lassen die Geschichte des Hauses weiterhin deutlich erkennen. Auch im Inneren blieb der historische Charakter erhalten. Besonders eindrucksvoll sind die kreuzgratgewölbten Mittelgänge, welche
die Obergeschosse gliedern und dem Haus eine besondere Atmosphäre verleihen. Freigelegte Mauerstrukturen, restaurierte Oberflächen und sichtbar belassene Spuren früherer Bauphasen erzählen von mehr als sieben Jahrhunderten Baugeschichte. Historische Malereifragmente und originale Bauteile wurden bewusst in das neue Nutzungskonzept integriert und verbinden Vergangenheit und Gegenwart auf authentische Weise. Um die neue Wohnung im Obergeschoss zu erschließen, wurde das Gebäude
um einen bergseitigen Erschließungskern ergänzt. Darin befinden sich die Technikräume sowie die neue Treppe. Sämtliche neuen Eingriffe wurden bewusst auf der von der Landschaft kaum einsehbaren Westseite vorgenommen. Dadurch konnte das historische Erscheinungsbild des Hofes nahezu unverändert bewahrt werden.
Ein Ort zum Wohnen, Genießen und Begegnen Die neu geschaffene Wohnung verbindet den Charme des historischen Gebäudes mit den
Anforderungen modernen Wohnens. Helle Räume, zeitgemäße Ausstattung und der Blick auf die umliegende Kulturlandschaft schaffen eine hohe Wohnqualität, ohne den Charakter des Hauses zu beeinträchtigen. Mit ebenso viel Sensibilität wurde die neue Nutzung als Hofschank und Hofladen umgesetzt.
Die historischen Räumlichkeiten bilden einen stimmungsvollen Rahmen für Gastlichkeit und Begegnung. Südlich des Gebäudes entstand ein Gastgarten, der sich harmonisch in die Umgebung
einfügt. Entlang des Parkplatzes sorgen neu gepflanzte Hecken und Stauden für eine natürliche Eingrünung. Der Hofschank ist barrierefrei zugänglich und verfügt über die notwendigen Einrichtungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Seit 2017 wird der Runsthof von der Familie Lobis bewirtschaftet. Mit der nun abgeschlossenen Sanierung wurde die Grundlage für eine langfristige und nachhaltige Nutzung geschaffen. Der Hofschank präsentiert sich heute als kleiner, authentischer Betrieb mit
besonderem Ambiente. Serviert werden bodenständige Gerichte der bäuerlichen Küche, hausgemachte Säfte und Weine sowie ausgewählte Bierspezialitäten der Pfefferlechner Brauerei aus Lana.
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Ein Vorzeigeprojekt
für die Zukunft
So steht der Runsthof heute nicht nur als wertvolles Baudenkmal da, sondern als lebendiger Ort, an dem Geschichte, Wohnen und Gastfreundschaft auf eindrucksvolle Weise miteinander verbunden werden. Das sanierte Anwesen zeigt beispielhaft, wie denkmalgeschützte Gebäude durch behutsame Ein-
Gesamter Innenausbau mit Planung
seit 1910
griffe für kommende Generationen erhalten und gleichzeitig mit neuem Leben erfüllt werden können.
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Basteltipp
Töpferkunst mit Urlaubsschätzen
Material: Lufttrocknende Modelliermasse, kleine Glasflaschen, Dosen, Schraubgläser oder andere Behälter, Urlaubsschätze wie Muscheln und Steine, Perlen und andere funkelnde Eyecatcher, Heißklebepistole
Anleitung: Forme die Modelliermasse um dein gewähltes Gefäß. Immer in kleinen Stücken und eine dicke Schicht auftragen. Deine Schätze platzieren: Muscheln, Steinchen, Perlen & Co. kannst du einfach in die Masse drücken. Deine Töpferkunst aus Modelliermasse benötigt nun einige Zeit zum Aushärten. Das Gefäß jedoch nicht in die Sonne oder auf die Heizung stellen. Durch einen zu schnellen Trocknungsprozess können Risse entstehen. Beim Trocknen können sich nicht tief genug eingefügte Teile nochmal lösen. Klebe sie einfach mit einem Klecks Heißkleber an der gleichen Stelle fest.
Wissen
Was sind Weichtiere?
Weichtiere sind eine Gruppe von Tieren, die kein inneres Skelett, also keine Knochen, haben. Ein gutes Beispiel ist der Tintenfisch. Einige Weichtiere haben eine harte Schale als äußeres Skelett, beispielsweise die Muscheln oder einige Schneckenarten.
Die meisten Weichtiere leben im Meer. Es gibt sie aber auch in Seen und Flüssen. Das Wasser hilft ihnen, den Körper zu tragen. Er ist dann schwerelos. Nur kleinere Arten leben an Land, beispielsweise bestimmte Schnecken. Die Weichtiere nennt man auch „Mollusken“. Das kommt vom lateinischen Wort für „weich“. In der Biologie bilden die Weichtiere einen eigenen Stamm wie auch die Wirbeltiere oder die Gliederfüßer.
Aus was wird keine Farbe gewonnen? a)Schildläuse b)Erdbeere c)Safran-Krokusse d)Indigopflanze
Es gibt was zu gewinnen: Eine Münzgeldbörse von LEGAMI
Schreib die Antwort auf eine Karte und schick sie uns mit Angabe deines Alters bis Monatsende an: „Die BAZ“, Industriestr. 1/5, 39011 Lana oder per E-Mail an info@diekinderwelt.it Der Gewinner der Mai-BAZ heißt Jakob Paris, 10 Jahre Der Gewinn wird zur Verfügung gestellt von Buchhandlung Athesia Meran.
Liebe Kinder, wir sind mittendrin im Sommerspaß. Und ihr? Schickt uns ein lustiges Sommerfoto von euch – und wir prämieren eines davon. Sommerliche Grüße Euer DIE
Willkommen am Gampen
Der Gasthof Gampen zeigt sich nach einer umfassenden Renovierung und energetischen Sanierung in neuem Glanz.
Das traditionsreiche Haus auf dem Gampenpass verbindet heute modernen Komfort mit nachhaltiger Bauweise und bleibt damit ein attraktives Ziel für Wanderer, Biker, Naturliebhaber und Erholungssuchende. Neben
den bestehenden Gästezimmern wurden zusätzliche Ferienwohnungen geschaffen, die das Übernachtungsangebot erweitern und den Gästen noch mehr Auswahl bieten. Tradition und Moderne treffen hier aufeinander
Idealer Ausgangspunkt für Naturerlebnisse
Direkt auf dem Gampenpass gelegen, ist der Gasthof seit jeher ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die umliegende Bergwelt. Ob
eine Tour auf den Laugen, den markanten Hausberg der Region, oder eine Wanderung auf den Spuren der Vorfahren der Dinosaurier – die ruhige Lage und die beeindruckende Naturkulisse machen den Gasthof zu
einem besonderen Ort für Aktivurlauber. Ganzjährig geöffnet, bietet der Betrieb heute moderne Ferienwohnungen mit 46 bis 52 Quadratmetern Wohnfläche sowie gemütliche Zimmer mit Bed & Breakfast. Die Eigentümerin Stephanie hat das Hauptgebäude aus den 1950er Jahren
in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert und gleichzeitig dessen Charakter bewahrt. Die Planung und Vermessung des Projekts lag in den Händen des Büros für Planung und Vermessung Geom. Gandolf Staffler aus St. Walburg in Ulten.
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Modern und traditionell
Die Grundlage der Sanierungsarbeiten bildete ein detaillierter technischer Bericht. Ziel war es, das Gebäude sowohl energetisch als auch funktional auf einen zeitgemäßen Standard zu bringen und gleichzeitig zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.
Das Gebäude gliedert sich in ein Kellergeschoss mit Lagerräumen und Heizanlage, ein Erdgeschoss mit Gastronomiebereich, Küche und Speisesaal sowie zwei Obergeschosse mit Gästezimmern und privaten Wohnräumen. Im Mittelpunkt der Baumaßnahmen stand die energetische Sanierung.
Die Gebäudehülle wurde verbessert, neue Fenster eingebaut und der Dachstuhl neu ausgerichtet. Durch die zusätzlichen Dämmmaßnahmen konnte die Energieeffizienz deutlich gesteigert werden. Davon profitieren nicht nur die Umwelt, sondern auch die langfristigen Betriebskosten des Hauses.
Nachhaltigkeit als Leitgedanke Besonderes Augenmerk legten die Bauherren auf nachhaltige und langlebige Materialien. Beim Innenausbau kamen großflächige Holzbauplatten zum Einsatz, die sowohl in den Gäste- und Aufenthaltsbereichen als auch in den neu geschaffenen Wohn-
räumen verwendet wurden. Die massiven Holzdecken sorgen für ein angenehmes Raumklima und verleihen den Räumen eine warme, natürliche Atmosphäre. Holz als nachwachsender Rohstoff spielt bei modernen Bauprojekten eine immer größere Rolle. Es speichert Kohlendioxid, bietet hervorragende Dämmeigenschaften und trägt wesentlich zum Wohnkomfort bei. Die Kombination aus Holzbauweise und moderner Technik schafft im Gasthof Gampen ein behagliches Ambiente mit hoher Energieeffizienz. Auch das Flachdach wurde vollständig erneuert, wärmegedämmt und mit einer wasserdichten Abdichtung versehen. Die Elektro- und Sanitäranlagen
entsprechen nun den aktuellen technischen Standards. Beheizt wird das Gebäude weiterhin durch eine mit Stückholz betriebene Heizanlage, die das gesamte Haus versorgt.
Mehr Komfort für Gäste Neben der energetischen Sanierung wurde auch das Raumangebot erweitert. Küche und Speisesaal wurden modernisiert und an die heutigen Anforderungen eines Gastronomiebetriebes angepasst. Gleichzeitig entstanden zusätzliche Wohn- und Ferienräume, die den Gästen noch mehr Komfort bieten. Sämtliche Arbeiten wurden unter Berücksichtigung der geologischen Vorgaben durchgeführt, sodass so-
wohl die Sicherheit als auch die Einbindung in die sensible Berglandschaft gewährleistet bleiben. Mit der abgeschlossenen Renovierung ist es gelungen, den Gasthof Gampen behutsam weiterzuentwickeln, ohne seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren. Das historische Gebäude wurde technisch und energetisch auf den neuesten Stand gebracht und gleichzeitig als gastfreundlicher Ort inmitten der Natur gestärkt. Heute empfängt der Gasthof seine Gäste mit modernem Komfort, nachhaltiger Bauweise und einer Atmosphäre, die von der besonderen Lage auf dem Gampenpass geprägt ist.
Sommer 2026: Action, Abenteuer und jede Menge Sommerfeeling
Die Sommerwochen des Jugenddienstes Lana-Tisens sind bereits in vollem Gange und sorgen auch heuer wieder für unvergessliche Erlebnisse bei Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren. Mit spannenden Aktivitäten, neuen Freundschaften und jeder Menge Spaß wird der Sommer zu einem echten Highlight.
Eine Besonderheit in diesem Jahr ist wieder, dass in jeder Mitgliedsgemeinde eine Sommer-
woche gestartet ist. So konnten Jugendliche aus dem gesamten Einzugsgebiet unkompliziert an den Angeboten teilnehmen und direkt vor Ort in den Sommer starten.
Ob bei den beliebten Action Weeks mit Canyoning, Rafting, Hochseilgarten, Kajakfahren, Bogenschießen und Übernachtungsaktionen oder bei den Pferdewochen in Kuppelwies und Aschbach – für Abenteuer und Abwechslung ist bestens gesorgt.
Dabei stehen nicht nur Action und Spaß im Mittelpunkt, sondern auch Gemeinschaft, Teamgeist und das Sammeln neuer Erfahrungen.
Auch abseits der Sommerwochen ist einiges los: Die Jugendtreffs in den Mitgliedsgemeinden des Jugenddienstes Lana-Tisens sind den ganzen Sommer über wöchentlich geöffnet. Neben den regulären Öffnungszeiten warten dort immer wieder besondere Aktionen, Ausflüge
AKTUELLES
Öffnungszeiten der Jugendtreffs: Die Treffs sind den ganzen Sommer über für euch geöffnet! Infos dazu auf der Homepage oder auf unseren Socials // Gerne könnt ihr auch mal in den anderen Treffs vorbeischauen, wir freuen uns auf euch! Take up – Lust im Sommer in öffentliche Einrichtungen reinzuschnuppern, Erfahrungen und Punkte zu sammeln, die du dann in tolle Prämien umtauschen kannst? Mach mit bei Takje up!! www.takeup-jugend.it
Gardaland – 31.08.2026 von 8 bis 20Uhr; Kosten: 45€; Anmeldung auf unserer Homepage
wie z.B. nach Gardaland und Überraschungen auf die Jugendlichen. Begleitet werden die Sommerangebote von den Jugendberater*innen des Jugenddienstes Lana-Tisens sowie von geschulten Sommerbetreuerinnen und Sommerbetreuern. Gemeinsam schaffen sie Räume für Begegnung, Abenteuer und unvergessliche Sommermomente. Vorbei schauen lohnt sich, denn: With us even the hottest summer is going to be cool.
Das Wichtigste in Kürze ... Die Sommerwochen des Jugenddienstes Lana-Tisens sind in vollem Gange und bieten Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren abwechslungsreiche Ferienerleb- nisse. Eine Besonderheit heuer: In jeder Mitgliedsgemeinde startet eine eigene Sommerwoche. Ob bei den Action Weeks mit Rafting, Canyoning und Hochseil- garten oder bei den Pferdewochen in Kuppelwies und Aschbach – Abenteuer, Gemeinschaft und Spaß stehen im Mit- telpunkt. Auch die Jugendtreffs sind den Sommer über geöffnet und bieten regel- mäßig spannende Aktionen.
Neues Kapitel für Rablander Familienbetrieb: Apart- und Designhotel
Ein neues Haus mit neuer Identität ist in Rabland aus dem ehe
Amaris Suites verbinden seit 2026 die Freiheit eines Apart der umfassenden Neugestaltung steht die Gastgeberfamilie einen lang gehegten Wunsch verwirklicht hat.
„Die Amaris Suites wurden konzipiert, um die Freiheit und
Naturstein Holzböden
Privatsphäre eines modernen Aparthotels mit dem Komfort und den Erlebnissen eines hochwertigen Designhotels zu verbinden“, erklärt die Familie. Ziel sei gewesen, „ein Zuhause auf Zeit zu schaffen“, das sowohl für kurze als auch längere Aufenthalte geeignet ist. Im Mittelpunkt standen dabei Komfort, stilvolles Design und besondere Rückzugsorte wie Sky Pool, Sky Sauna und Spa. Zentral war die Verbindung von Funktionalität, Ästhetik und emotionalem Wohlbefinden.
Wandel in Etappen
Der Wandel erfolgte nicht über Nacht, sondern in mehreren Etappen. Zunächst wurden zwischen 2024 und 2025 die Außenanlagen neugestaltet. Entstanden sind eine Parkanlage, neue Pools, eine Rutsche, Spielbereiche, Liegewiesen und großzügige Terrassen. Gleichzeitig wurden Garagen zusammengelegt und erweitert. In der darauffolgenden Bauphase von 2025 bis 2026 entstand ein verbindender Neubau, der die Gebäudeteile zu einem harmo-
nischen Ensemble zusammenführt. Zugleich wurden Zimmer, Fassaden und sämtliche Gemeinschaftsbereiche – von Lobby über Bar bis zum Speisesaal – komplett neugestaltet. Architektonisch zieht sich dabei ein klarer Gedanke durch das gesamte Haus. Das Leitmotiv „Alles Bogen“ prägt sowohl die Fassade als auch die Innenräume. Fließende Formen bestimmen die Gestaltung, ergänzt durch ein Interior-Konzept im Wabi-Sabi-Stil. Natürliche Materialien, warme Oberflächen und
handwerklich gefertigte Details schaffen eine ruhige Atmosphäre. Große Fensterflächen holen die umliegende Landschaft ins Innere und sorgen für eine enge Verbindung zwischen Gebäude und Umgebung.
Regionalität im Fokus Auch bei der Umsetzung spielte Regionalität eine wichtige Rolle. Verwendet wurden regionale Materialien, ergänzt durch handgefertigte Elemente und Kunstwerke. Die Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben sei
Wir bringen Sie sicher nach oben
dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor gewesen. „Gemeinsam mit regionalen Betrieben konnten die gestalterischen Ideen –vom Leitmotiv ,Alles Bogen‘ bis zum Wabi-Sabi-Interior – präzise und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt werden“, betont die Familie Klotzner. Der regelmäßige Austausch und das hohe handwerkliche Können der beteiligten Firmen haben maßgeblich zum Gelingen beigetragen. Eine besondere Herausforderung stellte der enge Zeitplan dar. „Die größte
Herausforderung war der Zeitdruck“, heißt es vonseiten der Bauherren. Die Umsetzung innerhalb eines kurzen Zeitfensters habe eine sorgfältige Planung und eine enge Abstimmung aller Beteiligten erfordert. Trotz der knappen Fristen konnten die Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden.
Neue
Nutzungsmöglichkeiten
Mit den neuen Amaris Suites wurden nicht nur Räume
modernisiert, sondern auch neue Nutzungsmöglichkeiten geschaffen. Jede Suite ist als eigenständiger Wohn- und Rückzugsraum konzipiert und eignet sich gleichermaßen für Paare, Familien oder längere Aufenthalte.
Zu den besonderen Angeboten zählen ein Spa-Bereich, ein Salzwasserbecken sowie die Adults-Only-Sky-Terrasse mit Pool, Sauna und Panoramablick über Rabland. Sie gilt als eines der markantesten Highlights des Umbaus.
Familiäre Atmosphäre Trotz aller architektonischen Veränderungen versteht die Gastgeberfamilie die persönliche Atmosphäre weiterhin als Herzstück des Hauses. Besonders bemerkenswert ist, dass die Familie Klotzner trotz der umfassenden Veränderungen bewusst an ihren Wurzeln festhält. Gäste sollen sich nicht wie in einem anonymen Hotel fühlen, sondern willkommen und persönlich betreut.
Michael Andres
Rühriges Passeiertal
Das Passeiertal ist für seine Ursprünglichkeit bekanntund für den rührigen Unternehmergeist seiner Einwohner.
Fünf Gemeinden bilden die Gemeindeverwaltungen des Passeiertals: Kuens, Riffian, St. Martin in Passeier, St. Leonhard in Passeier und Moos in Passeier. Vom südlichen Ende bei Meran/ Dorf Tirol-Zenoburg bis zum Timmelsjoch an der Grenze zu Österreich erstreckt sich das Tal über rund 423 Quadratkilometer. Aufgrund des geografischen Verlaufs seiner Hauptader wird es gern in Vorder- und Hinterpasseier unterteilt: Vorderpas-
seier reicht von Kuens bis St. Leonhard, Hinterpasseier von dort bis nach Moos in Passeier mit seinen Fraktionen und Weilern wie Pfelders, Rabenstein, Platt und Stuls. Große Teile von Riffian, St. Martin und Moos in Passeier liegen zudem im 1976 ausgewiesenen Naturpark Texelgruppe, mit rund 31.391 Hektar dem größten Naturpark Südtirols. Die wirtschaftliche Kraft liegt vor allem im vorderen Teil des Tales. Dort haben sich nicht
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nur die meisten mittelständischen bis größeren Betriebe angesiedelt, hier sind in den vergangenen Jahrzehnten auch mehrere Gewerbegebiete entstanden. Ein wesentlicher Teil der Gewerbetreibenden ist im Handwerk sowie im Bau- und Holzsektor tätig.
In den vergangenen Jahren hat sich zudem der Tourismus stark entwickelt und zahlreiche Qualitätsbetriebe im oberen Segment hervorgebracht. Neben dem
Hotspot rund um das Hotelkomplex Quellenhof in der gleichnamigen Fraktion Quellenhof (St. Martin in Passeier) haben sich weitere Namen herauskristallisiert. Im ruhigeren Hinterpasseier setzt der Tourismus dagegen stärker auf kleinere Familienbetriebe und Urlaub auf dem Bauernhof: Pfelders auf 1.628 Metern gilt als höchste dauerhaft bewohnte Siedlung des Tales und beherbergt das einzige auf sanften Skitourismus ausge-
richtete Wintersportgebiet Südtirols, während die Bergdörfer Rabenstein und Platt vor allem bei Wanderern beliebt sind. Im Hinterpasseier und um die Gemeinde St. Leonhard prägen beeindruckende Bergbauernhöfe
nahe der Baumgrenze. Darunter finden sich mehrere innovative Bergbauernhöfe, zum Teil mit jahrhundertelanger Tradition.
Schildhöfe
Eine Sonderstellung in der
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Schildhöfe ein, die entlang der historischen römischen NordSüd-Verbindung entstanden. Der älteste der insgesamt elf Schildhöfe ist der Saltauser Schild im Vorderpasseier. Sieben der Höfe - Gereuth, Baumkirch, Kalm, Granstein, Haupold, Saltaus und Steinhaus
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- liegen im Raum St. Martin in Passeier, vier weitere, Gomion, Happerg, Ebion und Buchenegg bei St. Leonhard.
Das Besondere an den Schildbauern: Grundlage ihrer Sonderrechte war ein Freiheitsbrief Graf Heinrichs von Tirol aus dem Jahr 1317; im Lauf der Zeit
wuchs ihre Zahl auf die heutigen elf. Sie waren auf Lebenszeit steuerbefreit und galten als niederer Adel. Als solche unterstanden sie nicht dem Passeirer Landgericht, sondern direkt dem Gerichtsstand auf Schloss Tirol. In Friedenszeiten belieferten sie Adel und Landesfürsten mit Fisch, Wild und landwirtschaftlichen Erzeugnissen; im Bedarfsfall übernahmen sie die Schildwache auf Schloss Tirol und der Zenoburg. Zudem durften sie, wie der Adel, am gesetzgebenden Landtag teilnehmen. Wer sich heute auf die Spuren der Schildbauern begeben möchte, kann dem rund fünf Kilometer langen Passeirer Schildhöfeweg bei Saltaus fol-
gen, der in gut zwei Stunden an mehreren der historischen Höfe vorbeiführt.
Geschichte
Insgesamt blickt das Passeiertal auf eine sehr alte Siedlungsgeschichte zurück und spielte als strategisches Durchzugsland immer wieder eine wichtige Rolle. Mehrere Saumpfade führten hier über das Timmelsjoch ins Ötztal, über den Jaufenpass nach Sterzing und von dort weiter Richtung Innsbruck. Ein Meilenstein, der sich tief in Tradition und Geschichte des Tales eingeschrieben hat, waren die Tiroler Freiheitskämpfe des Jahres 1809. Angeführt wurden sie vom Tiroler Landeshelden
und Freiheitskämpfer Andreas Hofer, der 1767 am Sandhof in St. Leonhard in Passeier geboren wurde. Ein wesentlicher Teil der Talgeschichte wird in mehreren Museen, Burgen und Kirchen vor Ort aufgearbeitet allen voran im MuseumPasseier am historischen Sandhof. Auch zahlreiche Volksfeste und Brauchtum wie das Goaslschnöllen und das Ranggeln spiegeln die tief verwurzelte Tradition und Ursprünglichkeit wider, die an vielen Orten bis heute erlebbar ist.
Gesundheitsstandort
Durch gleich mehrere Pflege- und Gesundheitseinrichtungen ist das Passeiertal auch ein
wichtiger Gesundheitsstandort im Burggrafenamt. Dazu zählen unter anderem der Gesundheitssprengel Passeier des Südtiroler Sanitätsbetriebs mit Sitz in St. Leonhard, das Medizinische Zentrum Quellenhof sowie die Alten- und Pflegeeinrichtungen des Konsortiums Seniorendienste Passeier.
Persönlichkeiten
Über die Jahrhunderte hat das Tal eine ganze Reihe bemerkenswerter Persönlichkeiten hervorgebracht. Berühmtester Sohn ist der Tiroler Volksheld Andreas Hofer (1767 - 1810); seine Nachkommen wurden als Adelsfamilie Hofer von Passeyr bekannt, deren männliche Linie 1921 er-
losch, die aber bis heute mehrere hundert Nachfahren zählt. Aus derselben Zeit stammt der Gamsjäger und Bergführer Josef Pichler, genannt „Pseirer Josele“ (1765 - 1854): Ihm gelang 1804 im Auftrag Erzherzog Johanns die spektakuläre Erstbesteigung des Ortlers – ohne Seil und Eispickel. Der Polarforscher Johann Haller (1844 - 1906) nahm an der Nordpolexpedition Julius Payers teil, während der Mediziner Jo-
Unser Team.
seph Ennemoser (1787 - 1854) zu den Pionieren der Erforschung des Mesmerismus zählte, eines Vorläufers der modernen Psychologie. Auch kirchlich und politisch hat das Tal Spuren hinterlassen: Johannes Evangelist Haller (1825 - 1900) wirkte als Provikar von Trient und später als Erzbischof von Salzburg, Josef Valentin Haller machte sich als Bürgermeister von Meran einen Namen als Tourismuspionier. Im 20.
Jahrhundert prägte der Schmied Georg Klotz (1919 - 1976) als führendes Mitglied des Befreiungsausschusses Südtirol die jüngere Zeitgeschichte, ebenso der Widerstandskämpfer Karl Gufler (1919 - 1947);
In Kunst und Kultur reicht die Tradition vom Barockmaler Joseph Haller, Hauptvertreter der „Barocken Passeirer Kunstschule“ im 18. Jahrhundert, bis zu den Musikern Herbert Pixner (* 1975)
und Alexander Pamer sowie dem Regisseur und Autor Philipp J. Pamer (* 1985). Sportlich macht das Tal vor allem im Wintersport von sich reden: Skirennläufer Werner Heel (*1982) und Naturbahnrodel-Weltmeisterin Evelin Lanthaler (*1991, Weltmeisterin 2015, Europameisterin 2016) zählen zu den bekanntesten Aktiven aus dem Passeiertal.
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St. Leonhard, die erste und einzige Hauptagentur einer Versicherungsgesellschaft im Passeiertal seit dem 1. 1. 1988.
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wältigt werden, die dein vorzeitiges Ableben für deine Familie oder dein Unternehmen mit sich bringen würde. Wir können nicht vorhersehen, was die Zukunft für uns bereithält, aber wir können ihr auf jeden Fall „zuvorkommen“, indem wir unsere Familienangehörigen, zumindest aus finanzieller Sicht, so gut es eben geht, absichern. Hingegen eine Pflegeversicherung ist eine Antwort auf jene Bedürfnisse, die leider oft mit dem Verlust der Selbstständigkeit verbunden sind: die ideale Unterstützung für all diejenigen, die sich angesichts eventueller Pflegekosten im Voraus finanziell absichern wollen, um später nicht die eigenen Ersparnisse antasten oder Kindern und Verwandten zur Last fallen zu müssen. Und zuletzt möchte ich noch kurz auf unsere Rentenversicherung Plurifonds hinweisen. Wer seine Altersrente zusätzlich ergänzen möchte, macht mit dem Plurifonds sicherlich den richtigen Schritt. Durch die regelmäßige Beitragszahlung können Sie dafür sorgen, dass Sie die Zeit nach Ihrem Berufsleben unbesorgt genießen können.
Uns gibt es seit 1821
Wir sind ITAS, das Istituto Trentino Alto Adige per Assicurazioni. Gegründet wurde die Versicherungsgesellschaft in Innsbruck zu Zeiten der Österreichischen Monarchie, um gegen die damals verheerenden Brände Schutz zu bieten: Nicht selten kam es denn vor, dass die Arbeit eines ganzen Lebens in nur wenigen Stunden durch eine Feuersbrunst zunichte gemacht wurde. Eine Gruppe engagierter Menschen schloss sich daher spontan zusammen, um durch gegenseitige Hilfeleistung gegen die Feuerschäden anzukämpfen. Fortkommen durch Zusammenhalt -Helfen – Gemeinschaft zum
Schutz des Einzelnen, der Teil eines größeren Ganzen ist. Unter diesen Vorzeichen wurde ITAS, Italiens ältester Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, ins Leben gerufen. Wir blicken heute vertrauensvoll in die Zukunft: Die Herausforderungen, die auf uns warten, machen uns keine Angst, denn Wachstum und Innovation sind Teil unseres Werdeganges und der Garant für unsere Solidarität. Schlussendlich versuchen wir territorial nahe zu sein und als ein Teil dieses Territoriums, versuchen wir zu verstehen, was die wirklichen Bedürfnisse sind, und wir versuchen, sie in Versicherungsgarantien umzuwandeln, die speziell entwickelt wurden, um den besten Dienst anbieten zu können, indem wir Partnern zuhören und sie einbeziehen, die, wie das Hagelkonsortium Bozen, das gleiche Ziel verfolgen.
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Wir unterstützen jährlich etwa 60 Veranstaltungen (Sachpreise, Spenden, Sponsoring, Spesenübernahme) von Vereinen, sozialen und kulturellen Körperschaften mit ansehnlichen Beträgen.
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Tradition mit Zukunft!
Traditionsunternehmen prägen seit Generationen das Burggrafenamt. Sie verbinden Erfahrung mit Innovationskraft, schaffen Arbeitsplätze und bewahren handwerkliches Know-how. Ihr Erfolg zeigt, dass Beständigkeit und Fortschritt kein Widerspruch sind.
Traditionsunternehmen sind weit mehr als wirtschaftliche Akteure – sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Identität des Burggrafenamtes. Viele dieser Betriebe wurden vor Jahrzehnten oder sogar vor mehr als einem Jahrhundert gegründet und haben sich mit Fleiß, Innovationsgeist und einem klaren Bekenntnis zur Qualität erfolgreich über Generationen hinweg behauptet. Sie stehen für Verlässlichkeit, regionale Wertschöpfung und eine enge Verbundenheit mit den Menschen vor Ort.
Werte, die Generationen verbinden
Gerade in einer Zeit des rasanten wirtschaftlichen und technologischen Wandels beweisen traditionsreiche Familienunternehmen, dass nachhaltiger Erfolg auf soliden Werten basiert. Sie verbinden bewährtes Wissen mit modernen Produktionsverfahren, investieren kontinuierlich in ihre Mitarbeitenden und setzen auf langfristige Be-
ziehungen zu Kunden, Lieferanten und Partnern. Dadurch entstehen Unternehmen, die Krisen meistern, Verantwortung übernehmen und zugleich den Blick nach vorne richten. Das Burggrafenamt bietet dafür beste Voraussetzungen. Die Region zeichnet sich durch eine starke Wirtschaftsstruktur aus, in der Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistungen eng miteinander vernetzt sind. Zahlreiche Familienbetriebe engagieren sich darüber hinaus im gesellschaftlichen Leben, unterstützen Vereine, bilden junge Menschen aus und tragen dazu bei, dass Fachwissen und handwerkliche Traditionen erhalten bleiben.Damit schaffen sie nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Perspektiven für kommende Generationen.
Tradition trifft Innovation
Ein Beispiel für diese Entwicklung ist die Firma Gottfried Siebenförcher aus Meran. Das Unternehmen steht sinnbildlich für den erfolgreichen Weg vieler Südtiroler Tradi-
tionsbetriebe: Aus einer soliden handwerklichen Basis heraus entwickelte sich ein moderner Betrieb, der Qualität, Zuverlässigkeit und Kundennähe in den Mittelpunkt stellt. Gleichzeitig wurde der Mut bewahrt, neue Technologien einzusetzen und sich den veränderten Anforderungen des Marktes anzupassen. Diese Verbindung aus Erfahrung und Innovationskraft macht Traditionsunternehmen zu wichtigen Impulsgebern der regionalen Wirtschaft. Der Erfolg solcher Betriebe beruht jedoch nicht allein auf wirtschaftlichen Kennzahlen. Entscheidend sind Menschen, die Verantwortung übernehmen, ihre Erfahrung weitergeben und mit Leidenschaft an der Zukunft ihres Unternehmens arbeiten. Familiengeführte Betriebe denken häufig in Generationen statt in Quartalen. Diese langfristige Perspektive stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern fördert auch nachhaltiges Handeln im Umgang mit Ressourcen, Mitarbeitenden und der Region.
Verwurzelt in der Region Traditionsunternehmen schaffen Vertrauen – ein Wert, der in einer globalisierten Wirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Kunden schätzen die persönliche Betreuung, die hohe Qualität und die Verlässlichkeit regionaler Anbieter. Gleichzeitig profitieren die Betriebe von kurzen Entscheidungswegen, einer starken Verwurzelung in ihrer Heimat und einem engen Netzwerk innerhalb der Region. So stehen die Traditionsunternehmen im Burggrafenamt für Kontinuität und Wandel zugleich. Sie bewahren das Beste aus ihrer Geschichte, ohne den Blick für die Zukunft zu verlieren. Mit Innovationsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und regionaler Verbundenheit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke und Lebensqualität im Burggrafenamt – heute ebenso wie in den kommenden Jahrzehnten.
Redaktion
Siebenförcher: Begeisterung für ehrlichen Genuss
Du hast Freude an Qualitätsprodukten? Ob in der Produktion, in der Logistik oder im Verkauf: In der Familienmetzgerei Siebenförcher trägst du dazu bei, Menschen mit hochwertigen Wurstund Fleischspezialitäten zu begeistern.
Die Familienmetzgerei Siebenförcher, gegründet 1930 in Meran, hat sich zu einem der führenden Hersteller und Anbieter feinster Fleisch- und Wurstspezialitäten entwickelt. Heute führt die dritte Generation der Familie Siebenförcher gemeinsam mit rund 180 Mitarbeitenden die Spezialitätenmetzgerei in die Zukunft. Die Philosophie des modernen Traditionsunternehmens: Ehrlich schmeckt am besten.
Handwerk trifft Technik
Das vielfältige Produktsortiment von Siebenförcher erfüllt die höchsten Ansprüche an Qualität und Genuss. In der modernen Produktionsstätte in der Handwerkerzone Untermais in Meran verbinden die Metzger-Meister das traditionelles Handwerk mit modernster Technik. Die Verantwortung als Hersteller von Lebensmitteln nimmt Siebenförcher dabei sehr ernst: Die Produktqualität wird nicht nur behauptet, sondern ist zertifiziert und transparent überprüfbar.
Qualität für Genießer
Die Südtiroler Spezialitätenmetzgerei beliefert zahlreiche Gastronomie- und Handelsbetriebe im In- und Ausland. Mit dem hochmodernen Warenwirtschaftssystem im Verwaltungs- und Logistikcenter in Gargazon garantiert Siebenförcher die einwandfreie und rasche Zustellung seiner Fleisch- und Wurstspezialitäten. Für Fleischliebhaber und Feinschmecker sind hingegen die zwei Detailgeschäfte „Metzgerei & Feinkost Siebenförcher“ in Meran und Brixen der Treffpunkt zum Einkaufen.
Karriere bei Siebenförcher
Als Familienunternehmen pflegt Siebenförcher ein respektvolles und
wertschätzendes Miteinander. Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitenden Entwicklungsmöglichkeiten, Karrierechancen und einen sicheren Arbeitsplatz. Besonderen Wert legt Siebenförcher auf die Ausbildung junger Menschen. Viele Lehrlinge starteten im Verkauf, in der Produktion oder in anderen Bereichen und entwickelten sich zu verantwortungsvollen Fach- und Führungskräften. Ihre Erfolgsgeschichten zeigen den Anspruch von Siebenförcher, Talente langfristig zu fördern und gemeinsam zu wachsen.
Möchtest auch du Mitglied unseres Familienunternehmens werden? Ob Lehrling, Facharbeiter oder Quereinsteigerin: Informiere dich auf unserer Webseite über unsere Stellenangebote, wir freuen uns über deine Bewerbung! www.siebenfoercher.it
Basis für ein gesundes Leben
Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit.
Wörter gehen leichter verloren oder das Verstehen in lauter Umgebung fällt schwerer. Eine frühzeitige Kontrolle hilft, Veränderungen richtig einzuordnen und rechtzeitig passende für eine individuelle Beratung und suchen gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden nach einer Lösung, die zum Alltag und zum persönlichen Hörbedarf passt. Da Besser Hören getestet werden, um die passende Unterstützung in vertrauten Hörsituationen zu finden. Auch nach der Anpassung bleibt eine persönliche und verlässliche Betreuung wichtig. Bei
Servicestellen in ganz Südtirol oder vereinbaren Sie einen Termin unter Tel.: 0471 263 390 oder per E-Mail an info@besserhoeren.it www.besserhören.it
Gesunde Ernährung – Die Basis für Wohlbefinden
Ein gesunder Lebensstil beginnt mit einer ausgewogenen Ernährung. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, hochwertige Eiweißquellen und gesunde Fette versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wasser unterstützt zahlreiche Stoffwechselprozesse, reguliert die Körpertemperatur und trägt dazu bei, dass alle Or-
gane optimal arbeiten können. Gleichzeitig sollte der Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln, Zucker und Alkohol bewusst erfolgen.
Bewegung hält Körper und Geist fit Regelmäßige Bewegung gehört ebenfalls zu den wichtigsten Säulen der Gesundheit. Bereits ein täglicher Spaziergang, Radfahren oder leichtes Krafttraining können das Herz-Kreislauf-System stärken, die Muskulatur erhalten
und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Körperliche Aktivität wirkt sich außerdem positiv auf den Stoffwechsel aus, unterstützt das Immunsystem und kann helfen, vielen chronischen Erkrankungen vorzubeugen. Dabei muss Sport nicht leistungsorientiert sein – entscheidend ist, Bewegung dauerhaft in den Alltag zu integrieren.
Erholsamer Schlaf –Kraftquelle für den Alltag Ebenso bedeutend ist ein gesun-
der Schlaf. Während der Nacht regeneriert sich der Körper, das Gehirn verarbeitet die Eindrücke des Tages und das Immunsystem wird gestärkt. Wer regelmäßig ausreichend schläft, fühlt sich leistungsfähiger, ausgeglichener und konzentrierter. Schlafmangel hingegen kann zu Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und einer erhöhten Anfälligkeit für Erkrankungen führen.
Für einen erholsamen Schlaf spielen jedoch nicht nur fes-
Ein gesunder Schlaf ist wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit.
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te Schlafenszeiten eine Rolle. Ebenso wichtig ist die richtige Schlafumgebung.
Eine hochwertige Matratze, die den Körper optimal unterstützt, ein passendes Kissen sowie eine angenehme Bettdecke können wesentlich dazu beitragen, Verspannungen vorzubeugen und die Schlafqualität zu verbessern. Auch Faktoren wie eine ruhige Atmosphäre, eine angenehme Raumtemperatur und ausreichend frische Luft im Schlafzimmer fördern einen tiefen und erholsamen Schlaf. Wer zudem am Abend auf intensive Bildschirmnutzung, schwere Mahlzeiten und übermäßigen Koffeinkonsum verzichtet, schafft ideale Voraussetzungen für eine entspannte Nachtruhe. Guter Schlaf ist kein Luxus, sondern eine der wichtigsten Grundlagen für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.
Psychische Gesundheit nicht vergessen
Auch die psychische Gesundheit spielt eine zentrale Rolle. Stress gehört zwar zum Leben, doch dauerhafte Belastungen können Körper und Seele beeinträchtigen. Entspannungstechniken, Bewegung, Zeit mit Familie und Freunden oder bewusst eingeplante Pausen
helfen dabei, das innere Gleichgewicht zu erhalten. Ebenso wichtig ist es, Warnsignale wie anhaltende Erschöpfung, Schlafprobleme oder dauerhafte Niedergeschlagenheit ernst zu nehmen und bei Bedarf professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. So lässt sich das seelische Wohlbefinden nachhaltig stärken Vorsorge schützt Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge sind regelmäßige Untersuchungen. Viele Erkrankungen entwickeln sich schleichend und verursachen zunächst keine Beschwerden. Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behan-
Für einen klaren Blick in die Zukunft
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deln. Dies gilt nicht nur für Blutdruck, Herz oder Stoffwechsel, sondern auch für die Gesundheit unserer Sinnesorgane.
Gutes Sehen und Hören
Unsere Augen und Ohren begleiten uns ein Leben lang. Sie ermöglichen Orientierung, Kommunikation und die Wahrnehmung unserer Umwelt. Mit zunehmendem Alter oder durch die Belastungen des Alltags können sich Seh- und Hörvermögen jedoch verändern. Da diese Veränderungen oft schleichend auftreten, werden sie häufig erst spät bemerkt. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, Einschränkungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Besonders in einer Zeit, in der viele Menschen täglich mehrere Stunden vor Bildschirmen verbringen, werden die Augen stark beansprucht. Trockenheit, Müdigkeit oder Kopf-
schmerzen können Hinweise auf eine Überlastung oder eine veränderte Sehstärke sein. Ebenso kann ein nachlassendes Hörvermögen dazu führen, dass Gespräche anstrengender werden oder wichtige Informationen im Alltag verloren gehen. Eine frühzeitige Überprüfung trägt dazu bei, die Lebensqualität langfristig zu erhalten. Gutes Sehen und
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Natur und Landschaft bewahren. Unser Erbe schützen.
gutes Hören leisten einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität.
Investition in die Zukunft Gesundheit ist das Ergebnis vieler kleiner Entscheidungen, die wir Tag für Tag treffen. Eine bewusste Ernährung, ausreichend Bewegung, guter Schlaf, regelmäßige Vorsorge und ein
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achtsamer Umgang mit Körper und Geist bilden gemeinsam die Grundlage für ein langes und erfülltes Leben. Wer frühzeitig auf seine Gesundheit achtet, schafft die besten Voraussetzungen dafür, auch in Zukunft aktiv, selbstständig und voller Lebensfreude am Alltag teilzunehmen.
Redaktion
RESPECT Natur und Landschaft bewahren. Unser Erbe schützen.
Südtirols Natur- und Kulturlandschaft ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis jahrhundertelanger Pflege, gelebter Traditionen und eines respektvollen Umgangs mit begrenzten Ressourcen. Mit der Erweiterung der RESPECT-Kampagne rückt das Land Südtirol nun die Natur- und Kulturlandschaft des Landes in den Mittelpunkt. Ob das Dolomiten UNESCO Welterbe, die traditionelle Bewässerung und die Transhumanz als immaterielles Kulturerbe der UNESCO oder die zahlreichen Schutzgebiete - sie alle erzählen von einer Landschaft, die Menschen über Generationen gestaltet und bewahrt haben. Gleichzeitig sind sie Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie
Erholungsraum für Einheimische und Gäste. Die Kampagne macht sichtbar, was oft als selbstverständlich wahrgenommen wird: Hinter dem Erhalt dieser einzigartigen Landschaft stehen Menschen, Verantwortung und einfache Regeln für ein gutes Miteinander. Mit Botschaften wie „Ich bin hier zuhause“ oder „Wir teilen uns einen Weg“ lädt sie dazu ein, Natur und Landschaft bewusst zu erleben und Rücksicht zu nehmen. Denn Respekt bedeutet mehr als Schutz. Die Natur- und Kulturlandschaft zu respektieren heißt, sie als gemeinsames Erbe zu verstehen und Verantwortung für ihren Erhalt zu übernehmen – heute und für kommende Generationen.
Danke
Manchmal sind es die kleinen Gesten, die am Ende ganz groß werden.
Genau das haben wir Ende des Jahres erlebt, als wir die Menschen in ganz Südtirol dazu aufgerufen haben, ihre alten, nicht mehr genutzten Hörgeräte bei uns vorbeizubringen. Der Gedanke dahinter war einfach: Ein Hörgerät, das bei uns in der Schublade liegt und niemandem mehr nützt, kann anderswo einem Menschen wieder zu einem Stück Lebensqualität verhelfen. Gesagt, getan – und das Echo war wirklich überwältigend.
178 Hörgeräte
Aus allen Ecken Südtirols, von Schlanders bis Bruneck, von Sterzing bis
Neumarkt, sind Menschen in unsere Fachgeschäfte gekommen und haben ihre alten Geräte gebracht. Manche hatten sie seit Jahren im Schrank liegen, andere ungenutzt in einer Schublade verstaut, weil ein lieber Verwandter verstorben war und man sie als zu schade zum Wegschmeißen fand. Was zählt, ist nicht, wie lange sie dort lagen, sondern dass sie eine zweite Chance bekommen. Am Ende kamen 178 Hörgeräte zusammen –eine Zahl, die uns selbst überrascht und sehr berührt hat.
Jedes Gerät zählt
Alle Geräte gehen an eine Organisation, die sich genau für solche Zwecke einsetzt. Die noch sehr gut erhaltenen Hörgeräte werden direkt aufbereitet und an Menschen weitergegeben, für die ein neues Hörgerät aus finanziellen Gründen unerreichbar wäre. Die älteren oder weniger intakten Geräte bekommen ebenfalls eine sinnvolle Aufgabe: Sie dienen als Ersatzteilspender, mit denen andere Hörgeräte wieder reparierbar werden. So geht buchstäblich nichts verloren, und jedes einzelne Gerät leistet am Ende seinen Beitrag.
Mehr als eine Spendenaktion Für uns ist das mehr als nur eine Spendenaktion: Es ist ein Beweis dafür, wie viel Mitgefühl und Bereitschaft zu helfen in den Menschen unserer Heimat steckt. Hören ist etwas, das wir oft als selbstverständlich ansehen, bis es eingeschränkt ist. Wer einmal erlebt hat, wie sehr ein gutes Hörgerät den Alltag verändern kann, weiß, welches Geschenk darin steckt – und genau dieses Geschenk durften wir nun vielfach weitergeben, sei es direkt oder über den Umweg einer Reparatur. Dafür sind wir von Herzen dankbar.
LANA Andreas-Hofer-Str. 40 Tel. 0473 320448
EPPAN Kapuzinerstr. 6 Tel. 0471 1530439
NEUMARKT Rathausring 37 Tel. 0471 1802557
BRUNECK Stadtgasse 9 Tel. 0474 788033
BRIXEN Adlerbrückengasse 7 Tel. 0472 370720
STERZING Untertorplatz 7/B Tel. 0472 628173
SCHLANDERS Hauptstraße 116 Tel. 0473 321028
Danke für Ihre Unterstützung Ein riesiges Dankeschön geht an alle, die mitgemacht haben. An jede Person, die den Weg zu uns gefunden hat, um ein altes Hörgerät abzugeben, anstatt es einfach zu entsorgen. An alle, die sich gedacht haben: Das könnte doch noch jemandem nützen. Genau diese Haltung macht den Unterschied. Gutes zu tun, hat eben diese schöne Eigenschaft, dass es nicht nur dem hilft, der es empfängt, sondern auch ein gutes Gefühl bei dem hinterlässt, der es tut.
Von Herzen Danke
178 Mal durften wir dieses Gefühl in den letzten Wochen miterleben – und dafür sagen wir von Herzen Danke. Innerhalb des Jahres werden wir vom Hörzentrum Südtirol Sie auch noch informieren, was wir noch vorhaben. Wir möchten weiterhin Gutes tun und ein Projekt, das uns am Herzen liegt, noch mehr unterstützen.
Hörtest
Gratis Hörtest buchen auf unserer Webseite: www.hoerzentrum-suedtirol.it oder rufen Sie uns an: 0473 320 448
Medaillen für SC Meran Badminton
Mit einer beeindruckenden Bilanz kehrte der SC Meran Badminton von den Masters-Italienmeisterschaften zurück, die am 25. und 26. April in Mals ausgetragen wurden. Acht Spielerinnen und Spieler gingen für den Verein an den Start – und alle durften sich am Ende über mindestens eine Medaille freuen. Für das sportliche Glanzstück sorgte einmal mehr Rekorditalienmeister Klaus Raffeiner. In der Altersklasse O45 gewann er gleich drei Goldmedaillen. Er sicherte sich den Titel im Herreneinzel, im Herrendoppel gemeinsam mit Alex Ziller sowie im Mixed an der Seite von Claudia Nista vom ASV Mals. Im Halbfinale des Herreneinzels traf Raffeiner auf seinen Vereinskollegen Alex Ziller. Nach einem hochklassigen und spannenden
Spiel zog Raffeiner ins Finale ein, während sich Ziller über die Bronzemedaille freuen konnte. Eine starke Leistung zeigte auch Tanja Egger. Sie gewann das Dameneinzel O50 nach einem spannenden Dreisatzmatch und wurde damit Italienmeisterin. Darüber hinaus holte sie Bronze im Damendoppel O45 sowie im Mixed O50 zusammen mit Joachim Frei. Frei durfte sich zudem über eine weitere Goldmedaille freuen: Gemeinsam
mit Michael Rainer gewann er den Titel im Herrendoppel O50. Auch Lisa Ortner überzeugte in der Altersklasse O35. Sie erreichte den zweiten Platz im Dameneinzel und gewann gemeinsam mit Patrick Mattei den Italienmeistertitel im Mixed. Mattei sicherte sich außerdem Bronze im Herreneinzel. Zwei weitere Medaillen steuerte Kurt Salutt bei. Er gewann Silber im Herreneinzel O55 und Bronze im Herrendoppel O40. Nicola
Mondaini kämpfte sich mit seiner Mixed-Partnerin bis ins Finale der Kategorie O45 vor. Dort mussten sie sich zwar Klaus Raffeiner und Claudia Nista geschlagen geben, durften sich aber über die Silbermedaille freuen. Auch abseits der Spielfelder war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Der ASV Mals sorgte für eine ausgezeichnete Organisation und beste Rahmenbedingungen. Mit diesem starken Auftritt bestätigte der SC Meran Badminton einmal mehr seine Spitzenposition im italienischen Masters-Badminton. Die zahlreichen Medaillen sind eine verdiente Belohnung für die hervorragenden Leistungen und ein schöner Ansporn für die kommenden Turniere.
Redaktion
Rotary Club Meran spendet für „Unwetter Meran“
Die heftigen Unwetter vom 28. Juni haben zahlreiche Familien in Meran schwer getroffen. Wohnhäuser wurden beschädigt, einige sind nicht mehr bewohnbar, Straßen und Zufahrten wurden verschüttet und Wiesen erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Rotary Club Meran ist dem Aufruf der Stadtgemeinde Meran durch die Bürgermeisterin Katharina Zeller schnell nachgekommen und hat kürzlich dem „Bäuerlichen Notstandsfonds – Menschen helfen“ als Sofortmaßnahme eine Spende von 5.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Übergabe erfolgte an den Präsidenten des Bäuerlichen Notstandsfonds Josef Dariz im Beisein des Kabinettschefs der Gemeinde Me-
Rotary-Meran-Vorstand mit J. Dariz (3. v. r.) und G. Daum (6.
ran Gabriel Daum. „Es ist unser Auftrag dort zu helfen, wo Hilfe benötigt wird“, so das Credo von Rotary sowie seines Präsidenten Andreas Cappello und der Pastpräsidentin Christine Horn. Der Rotary Club Meran
BEI HITZE: Dem Körper Gutes tun!
• Viel trinken
• Leichte Kost
• Alkohol meiden
2–3 l
Richtig verhalten bei Hitze: provinz.bz.it/hitze
warnungen.provinz.bz.it
wurde im Jahr 1962 gegründet und gehört zu den traditionsreichen Clubs in Südtirol. Seit seiner Gründung setzt sich der Club für soziale, humanitäre und kulturelle Projekte ein. Der Club zählt heute 53 Mitglieder
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aus verschiedenen Berufsgruppen. Diese Vielfalt ermöglicht einen wertvollen Austausch von Erfahrungen und Kompetenzen und bildet die Grundlage für das gemeinsame Engagement im Dienst der Gemeinschaft. Die Förderung von Bildung, Jugend und sozial benachteiligten Menschen steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Pflege von Freundschaft und internationaler Verständigung im Sinne der rotarischen Ideale. Im festlichen Ambiente von Schloss Pienzenau fand im Juni auch die feierliche Präsidentschaftsübergabe statt: Christine Horn übergab die Präsidentschaft offiziell an Andreas Cappello.
Redaktion
Bei Hitze: Gut vorbereitet
„Gerade im Sommer zeigt sich der Klimawandel besonders: Vor allem die Hitzetage und die Tropennächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad Celsius sinken, haben zugenommen“, sagt Landesmeteorologe Dieter Peterlin: „Der Sommer dauert insgesamt länger.“ Und das hat Auswirkungen auf den Menschen und seine Gesundheit. Wenn im Warnlagebericht des Landeswarnzentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz die zweithöchste (Orange) oder höchste (Rot) Warnstufe für extreme Temperaturen angezeigt wird, bedeutet dies „Achtung“ beziehungsweise „Gefahr“: Dann berät der Landeszivilschutz über mögliche Maßnahmen und die
Bevölkerung wird über eine Pressemitteilung informiert. Heuer läuft parallel dazu eine Bewusstseinsbildungskampagne, um das Wissen über richtiges Verhalten bei Hitze zu verbreiten. „Bei extremen hohen Temperaturen ist es wichtig, sich darüber zu informieren und darauf vorbereitet zu sein. Es gilt, sich und seine Mitmenschen zu schützen, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu vermeiden“, unterstreicht der Direktor des Landeswarnzentrums Willigis Gallmetzer. Hitze? Geht uns alle etwas an!
Dogs SF E.O. mit Sitz in Gargazon ist eine anerkannte Zivilschutzorganisation, die ausschließlich aus ehrenamtlichen Freiwilligen besteht. Die Teams stehen rund um die Uhr bereit, um bei der Suche nach vermissten Personen zu helfen und damit einen wichtigen Bei-trag zur Sicherheit der Bevölkerung zu leisten.
Ausbildung
Das Jahr 2025 war von einer besonders intensiven Ausbildungsarbeit geprägt. An mehr als 100 Trai-ningstagen wurden die Rettungshundeteams in der Flächenund Trümmersuche sowie in Unterord-nung ausgebildet. Ergänzt wurde das Programm durch Fachmodule in GPS-Navigation,
Kartenkunde, Funk und veterinärmedizinischer Erster Hilfe. Für Trainings, Prüfungen, Übungen und Vorführungen wurden insgesamt 3.626 ehrenamtliche Stunden geleistet – zusätzliche individuelle Trainingseinheiten sind darin noch nicht enthalten. Die intensive Vorbereitung zahlte sich auch im Einsatz aus: Die Staffel wurde im vergangenen Jahr
siebenmal über den Landesnotruf 112 alarmiert, um Suchaktionen nach vermissten Personen zu unterstützen und einen wichtigen Beitrag zum Zivilschutz in Südtirol zu leisten.
Neues Fahrzeug
Ein weiterer Meilenstein für den Verein war die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs. Der Mercedes Mixto 4×4 wurde speziell auf die Anforderungen einer Rettungshundestaffel abgestimmt. Er bietet Platz für fünf Einsatzkräfte und vier Rettungshunde. Zudem verfügt er über einen Mann-schaftsraum mit integriertem Arbeitstisch, der bei Einsätzen als mobile Einsatzleitung genutzt werden kann. Dank Allradantrieb ist das Fahrzeug auch
in schwierigem Gelände zuverlässig einsetzbar und verbessert die Einsatzbereitschaft der Staffel deutlich. Möglich wurde diese wichtige Investition durch die Unterstützung der Raiffeisenkasse Lana. Mit ihrem Beitrag fördert sie nicht nur das ehrenamtliche Engagement, sondern trägt auch wesentlich dazu bei, die langfristige Einsatzfähigkeit der Rettungs-hundestaffel zu sichern. Die ReSoc Dogs SF E.O. arbeitet freiwillig und unentgeltlich. Wer sich für die Arbeit der Rettungshundestaffel interessiert oder selbst mitwirken möchte, kann sich per E-Mail an resocdogs.sf@gmail.com informieren.
Redaktion
Seelen der Berge
Sonderausstellung des Fotokünstlers Luca Berti
Eröffnung am 26. Juli in Ridnaun und 1. August am Schneeberg
Infos unter bergbaumuseum.it
Beautiful Business Konferenz in Athen
Gekommen war ich eigentlich, um mehr über Schönheit und Wirtschaft zu erfahren, über „beauty“ und „business“ – zwei Wörter, die in unserer Welt oft so klingen, als dürften sie nicht im selben Satz stehen.
Am Ende wurde daraus etwas anderes: eine Rückkehr an die Wiege unserer Kultur und der Beginn einer kleinen Liebesbeziehung mit einem Nachbarvolk, das wir oft nur aus dem Urlaub, aus der Krise oder aus dem Fernsehen zu kennen glauben. Ich schreibe diese Zeilen am Ende einer intensiven Halbwoche in Athen. Das World Beautiful Business Forum ist 2026 hier gelandet, vom 7. bis 10. Mai, als zehntes Jubiläum des House of Beautiful Business. Es nennt sich „the most human gathering for the more-than-human world“ und versammelt über 150 internationale Stimmen aus Wirtschaft, Technologie, Philosophie, Kunst, Wissenschaft und Politik. Das Programm ist kein klassischer Konferenzapparat mit PowerPoint und Kaffeepause, sondern eher ein Stadtparcours: fünf Hauptakte, lose inspiriert vom antiken griechischen Drama, dazu Diskurs zu Künstliche Intelligenz, Demokratie, Schönheit, Regeneration, Spiritualität und Zugehörigkeit. Athens Theater, Museen, Buchläden, ehemalige Börsenräume und Straßen werden selbst zur Bühne. Unter den Stimmen: der frühere griechische Premier George A. Papandreou, Oxford-Tech-Philosophin Carissa Véliz, Künstler und Technologe James Bridle, INSEAD-Professor Gianpiero Petriglieri, InflectionAI-CEO Sean White, Philosoph Christoph Quarch, IDEO-CEO Mike Peng und viele andere. Besonders hängen bleibt aber weniger eine einzelne These als die Frage, ob Schönheit in der Wirtschaft mehr sein kann als Deko-
ration. Ob sie eine Strategie sein kann. Eine Haltung. Eine Korrektur an einer Ökonomie, die zu lange Wachstum mit Sinn verwechselt hat. Natürlich war auch die KI überall. Als Versprechen, als Bedrohung, als neuer Mitspieler. Aber auffällig war: Niemand wollte sich wirklich festlegen. Zu groß ist die Bewegung, zu schnell der Umbruch, zu unklar die moralische Architektur. Man spürte: Wir bauen gerade Werkzeuge, die uns selbst umbauen. Und vielleicht ist genau deshalb die Frage nach Schönheit plötzlich nicht mehr Luxus, sondern essenziell. Denn wenn alles effizienter wird, bleibt die Frage: Wofür? Auf meine Frage nach dem rechten Maß im Geschäftsleben antwortete der buddhistische Mönch Shoukei Matsumoto nicht mit einem Modell, sondern mit einer Einladung: Ich solle nach Kyoto kommen und mit ihm den Tempel putzen. Matsumoto ist nicht irgendein Wellness-Mönch, sondern ein japanischer Buddhist,
Autor von Work Like a Monk und „Work Like a Monk“ und „A Monk’s Guide to a Clean House and Mind“, Mitgründer von Interbeing und Professor im Bereich Well-being. Für ihn ist Putzen keine Nebensache, sondern Praxis: Aufmerksamkeit, Demut, Ordnung im Außen als Spiegel einer inneren Klärung. Und dann Bayo Akomolafe. Schwarzer Philosoph, Yoruba-Denker, Posthumanist, Gründer des Emergence Network. Er spricht, um Risse sichtbar zu machen. Immer wieder rüttelte er das Publikum mit scharfen, poetischen Beobachtungen wach. Seine Arbeit kreist um Postaktivismus, Entanglement, Krise, Langsamkeit und die Zumutung, dass wir vielleicht nicht nur bessere Lösungen brauchen, sondern andere Arten, überhaupt in der Welt zu sein. Doch irgendwann war genug Theorie. Nach Tagen des Denkens, Zurrens, Suchens landete ich nachts in Tavernen, alten Theatern und schließlich zufällig
auf einer plateía (Platz), mitten in einem griechischen Tanzabend unter freiem Himmel. Das ist vielleicht meine Magie: irgendwo falsch abbiegen und plötzlich richtig stehen. Alte tanzten mit jungen Leuten, Kinder mit Großmüttern, Fremde mit Freund:innen. Die Musik hatte diesen kreisenden, fast trancehaften Charakter. Wie bei einer meiner Techno-Veranstaltungen, nur aus einer anderen Zeit, mit anderen Instrumenten, aber derselben Kraft. Ich stand dort mit meinem Ritual-Tekno-Pullover, aß Souvlaki, trank süffiges Mamos-Bier, der Rauch der Grillbuden zog mir in die Augen. Fast hätte ich geweint. Nicht nur wegen des Rauchs. Sondern weil hier plötzlich alles da war, worüber Europa so oft abstrakt redet: Gemeinschaft, Körper, Rhythmus, Gastfreundschaft, Gedächtnis. Die europäische Idee ist nicht nur KI, Aufrüstung, Markt und Regulierung. Sie ist auch das: Menschen, die gemeinsam tanzen. Alte kulturelle Schätze, die nicht im Museum liegen, sondern auf der Piazza weiteratmen. Vielleicht liegt der Blick auf die Zukunft Europas genau dort: nicht zurück in die Vergangenheit, aber auch nicht blind nach vorne, sondern in einer Verbindung von Schönheit, Kultur, Technologie und Wirtschaft. Mit dem Menschen und seiner Umwelt im Zentrum. Athen hat daran erinnert, dass Europa nicht nur ein Projekt ist. Europa ist ein Körper. Und manchmal versteht man ihn erst, wenn man ihn tanzt.
Philipp Kieser
Gemeinsam Reisen
1.
SAAV LesefestA in Meran
Literaturvielfalt begeisterte Publikum im ost west club est ovest.
Die LesefestA der Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung (SAAV) hat am Freitag, 20. Juni, erstmals im ost west club est ovest in Meran stattgefunden und sich dabei als lebendiger Treffpunkt für Literatur, Begegnung und Austausch erwiesen. Insgesamt 28 Autorinnen und Autoren präsentierten ihre Texte vor einem interessierten und zahlreich erschienen Publikum und sorgten für einen abwechslungsreichen Abend voller literarischer Entdeckungen. Eingeladen hatten Sonja Steger, Literaturverantwortliche des ost west club est ovest, und Joanna Voss, Geschäftsführerin der SAAV. Gemeinsam freuten sie sich über die gelungene Premiere der Veranstaltung an ihrem neuen Austragungsort. Das besondere Format der LesefestA machte die Vielfalt der Südtiroler Literaturszene unmittelbar erlebbar: In vier unterschiedlichen Räumen des Meraner Kulturvereins fanden parallel Lesungen statt. Jede Autorin und jeder Autor hatte 15 Minuten Zeit, um aus eigenen Werken vorzutragen. Mithilfe eines eigens gestalteten „LesefestA-Guide“ konnten die
Besucherinnen und Besucher ihr individuelles Programm zusammenstellen und zwischen den verschiedenen Lesungen wechseln. Zu den Mitwirkenden zählten zahlreiche bekannte Namen der Südtiroler Literaturszene, darunter Sepp Mall, Jörg Zemmler oder Brigitte Knapp. Darüber hinaus bot die LesefestA die Gelegenheit, neue literarische Stimmen kennenzulernen und die beeindruckende Bandbreite zeitgenössischen Schreibens in Südtirol zu erleben. Besonders deutlich wurde an diesem Abend die große Vielfalt der literarischen Ausdrucksformen, die in Südtirol gepflegt werden. Die vorgestellten Texte reichten von Prosa
und Lyrik über autobiografische Erzählungen bis hin zu gesellschaftskritischen und experimentellen Formen des Schreibens. Von Kinder- und Jugendbüchern über Kurzgeschichten bis hin zu Romanen war nahezu das gesamte Spektrum literarischer Genres vertreten. Unterschiedliche Sprachen, Perspektiven, Themen und Stilrichtungen spiegelten die kulturelle und sprachliche Vielfalt des Landes wider und machten die LesefestA zu einem facettenreichen literarischen Erlebnis. Die Resonanz des Publikums war durchwegs positiv. Bereits zu Beginn der Veranstaltung herrschte reges Interesse, die Lesungen waren gut besucht und auch
zwischen den Programmpunkten wurde die Gelegenheit zum Gespräch intensiv genutzt. Die offene Atmosphäre des ost west club est ovest erwies sich dabei als idealer Rahmen für die Begegnung zwischen Schreibenden und Lesenden. Neben den Lesungen blieb ausreichend Zeit für Austausch und Begegnung. Bei Pizza und Getränken nutzten Autorinnen, Autoren und Publikum die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und über Literatur zu diskutieren. Gerade diese Mischung aus Lesefestival und geselligem Beisammensein prägte den besonderen Charakter der Veranstaltung. Mit der ersten LesefestA im ost west club est ovest ist es der SAAV gelungen, die Vielfalt der Südtiroler Literatur auf eindrucksvolle Weise sichtbar zu machen. Die gelungene Premiere, die gute Stimmung und das große Interesse des Publikums unterstrichen einmal mehr die Bedeutung literarischer Veranstaltungen als Orte des kulturellen Austauschs und der Begegnung.
Thomas Kobler
25 Jahre Trauttmansdorff: Ein Sommer voller Höhepunkte
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff feiern heuer ihr 25-jähriges Bestehen. Seit einem Vierteljahrhundert begeistern sie Besucherinnen und Besucher aus aller Welt mit botanischer Vielfalt, beeindruckenden Ausblicken und besonderen Naturerlebnissen. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist die große Geburtstagsfeier am 18. Juli. Straßenkünstler entlang der Wege, ein abwechslungsreiches Kinderprogramm
sowie Live-Musik am Abend sorgen für Feststimmung. Dank verlängerter Öffnungszeiten können Gäste die Gärten bis in die Abendstunden genießen. Auch darüber hinaus erwartet Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreicher Veranstaltungssommer. „Trauttmansdorff nach Feierabend“ lädt von Juni bis August donnerstags zu Sommerabenden mit Live-Musik und Öffnungszeiten bis 22.30 Uhr ein. Beliebt sind zudem
die Picknickabende am Seerosenteich mit Naturgenuss und Südtiroler Live-Musik. Ein weiterer Höhepunkt ist das World Music Festival auf der Seebühne. In diesem Jahr sorgen unter anderem ClockClock, Ecos de Siboney und James Morrison für unvergessliche Konzertabende inmitten der Gartenlandschaft. Neu präsentiert sich außerdem die bekannte Grotte, die derzeit umfassend erneuert wird. Dort entsteht das
erste immersive Kino Südtirols, das die Entstehung des Lebens mit modernster Technik, eindrucksvollen Bildern und überraschenden Effekten erlebbar macht. Mit Jubiläumsfeier, Konzerten, Sommerabenden und neuen Attraktionen verspricht Trauttmansdorff auch 2026 wieder unvergessliche Erlebnisse für Gäste aus nah und fern.
Weitere Informationen: www.trauttmansdorff.it
Karlheinz Sollbauer
Erste SAAV LesefestA in Meran
Rundwanderung nach St. Helena
Wer aus dem Burggrafenamt jetzt an Ulten denkt, liegt falsch. Deutschnofen am Regglberg lockt! Herrliche Dolomitenblicke, ein Kirchlein aus dem 13. Jh. mit kostbaren Fresken.
Dank der guten Busverbindung fahren wir von Bozen durch das enge Eggental direkt hinauf zur Weite von Deutschnofen bis zur Haltestelle Bar Luise am Kreisverkehr Dort sind auch Parkplätze für jene, die lieber mit dem eigenen PKW anreisen. Wir gehen zurück zu den Hinweisschildern und starten dort.
Zum Panoramaweg
Glücklicherweise führt ein breiter Gehsteig der Straße entlang, die wir nun hinaufmüssen. Bei der Haltestelle Pfösl steht ein nettes Kirchlein in der Wiese. Es ist der Muttergottes von Lourdes geweiht und daran vorbei gehen wir weiter aufwärts, bis links der Panoramaweg abzweigt. Der „Panoramaweg“ entpuppt sich zwar als asphaltierte Panoramastraße, aber auf der ganzen Strecke begegnet uns bloß zweimal ein Fahrzeug. Bald fällt uns zur Lin-
ken mitten in einer Wiese ein Bildstock auf, im Hintergrund die schneebedeckten Berge, ein schönes Fotomotiv!
Rund um das Heiligtum Wir kommen zu einer Abzweigung, müssen nach links, leicht abwärts, sehen aber plötzlich hoch über uns den Turm des Sankt Helena – Kirchleins. Aber noch sind wir lange nicht angekommen! In weitem Bogen umgehen wir nun von unten unser Ziel, immer den linken Weg nehmend. Und dann sind wir plötzlich bei der Weißbamerschupf, einem aus Holz gebauten Neubau, direkt vor dem Weißbamerhof. Hier verlassen wir den Asphalt und wenden uns nach rechts, einen Wiesenhang aufwärts. Gänse schnattern aufgeregt, Hühner gackern lautstark, ein Kuckuck ruft verhalten. Am Ende der Wie-
se müssen wir durch ein Gatter nach rechts, dem nun gut markierten Waldweg entlang und dann sehen wir es ganz unvermittelt vor uns, das Kirchlein St Helena und daneben den dazugehörigen Kreuzhof.
Sankt Helena
Das Kirchlein wird erstmals 1311 im Pfarrarchiv erwähnt, dürfte aber bereits mindestens 100 Jahre älter sein. Für eine gewisse Zeit diente der Ort auch als Begräbnisstätte, fand man doch bei früheren Grabungsarbeiten zahlreiche Skelette. Viele kostbare Fresken aus der Zeit der Gotik bezeugen die Bedeutung der kleinen Kirche, zu der bis heute Bittgänge und Prozessionen stattfinden. Der auch mit Fresken ausgestattete und überdachte Vorraum diente bei Gottesdiensten als Verlängerung der Kirche. An der Außenmauer
St. Helena in Deutschnofen
Bei der Lourdes- oder Pföslkapelle
Panoramablick zum Rosengarten- und Latemarmassiv
finden sich „Barbara mit dem Turm, Margareth mit dem Wurm, Kathrein mit dem Radl, das sind die drei heiligen Madl.“ Interessierte können den Schlüssel im nahen Kreuzhof erhalten.
Der Kreuzhof
Der an das Kirchlein angrenzende Bauernhof wird bereits 1318 urkundlich erwähnt. Es ist ein Erbhof, d. h. mindestens seit 200 Jahren im Besitz ein und derselben Familie und bietet als Jausenstation Pilgernden, wie Ausflüglern Speise und Trank, Rast und Information. Im Volk wird er auch „Lienhof“ genannt, was sich von „bei Sankt Helena“ ableiten lässt. Das Bozner Augustiner Chorherrenstift in der Au hatte damals den Kreuzhof und so manch andere Höfe in der weiteren Umgebung in Besitz. Wir genießen den windgeschützten,
sonnigen Platz an der Kirchenmauer, die wärmende Suppe und vor allem die einzigartige Aussicht. Es ist ein Kraftplatz, von dem wir nur ungern Abschied nehmen.
In der Runde zurück
Nun gehen wir am direkten Zufahrtsweg erst über eine, mit goldgelbem Löwenzahn bestückte Wiese. Ein letzter Rückblick zum Kirchlein, dann wandern wir durch den Wald abwärts bis zur Hauptstraße. Von hier geht es nochmals am Gehsteig hinunter bis zur nächsten Haltestelle beim Pfösl, bzw. zu den Parkplätzen. Diesmal war es eine etwas kürzere, dafür äußerst interessante Wanderung, bei der wir in die Geschichte Tirols tauchen durften.
Christl Fink
Ausgangspunkt: Bar Luise, vor Deutschnofen
Ziel: Sankt Helena
Beste Zeit: Juni bis Spätherbst
Gehzeit: insgesamt rund 2 Std. über den Panoramaweg: 1,20 Std., zurück: 40 Min.
Anfahrt: Vom Busbahnhof Bozen direkt nach Deutschnofen
Der Bildstock in der Wiese
Ganz nah ist St. Helena
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Benefiz-Watturnier
Marling – Beim Benefiz-Preiswatten des Kiwanis Club Meran in der Kellerei Meran Burggräfler standen Gemeinschaft und Solidarität im Mittelpunkt. 76 Kartenspieler erspielten einen Reinerlös von 4.200 € zugunsten der Plattform für Alleinerziehende.Dank zahlreicher Sponsoren gab es eine
Tombola mit attraktiven Preisen. Der Hauptpreis, ein Gutschein für zwei Personen im Gasthof Jocher am Vigiljoch, gestiftet von Ulrich Ladurner, ging an die Turniersieger Erich Pichler und Flavio De Dea. „Wir wollen nicht nur zusehen, sondern aktiv helfen“, betonten Präsident Bruno Benetti und
Sekretär Karlheinz Reichert. Romy Brugger, Präsidentin der Plattform für Alleinerziehende, verwies auf den steigenden Unterstützungsbedarf vieler Familien.Mit der Veranstaltung setzte der Kiwanis Club Meran sein Motto „Serving the Children of the World“ einmal mehr erfolgreich in die Tat um.
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