Versand im Postabbonement –ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma1, CNS BozenTaxe PerçueContiene IP
Italiane SpA
Maia Living ist ein junges, ambitioniertes Immobilienunternehmen, das modernes Design, nachhaltige Bauweise und echte Kundennähe vereint. Gleichzeitig profitiert es von der jahrzehntelangen Expertise seiner Geschäftsführer Ulrich Innerhofer und Stefan Pföstl, die seit rund 30 Jahren in der Baubranche tätig sind.
Wohnen, das Zukunft gestaltet
Wir von Maia Living richten uns an Menschen, die mehr suchen als eine Wohnung – einen Ort, an dem Lebensqualität entsteht. Als Bauträger begleiten wir jedes Projekt persönlich: von der ersten Idee über die Planung bis zur Fertigstellung. Der direkte Zugang zum Bauherrn macht den gesamten Prozess transparent, verlässlich und individuell.
Neue Lebensräume in Südtirol und am Gardasee Aktuell realisiert Maia Living moderne Wohnprojekte in Partschins, Naturns, Marling, Pfelders und Graun im Vinschgau.
Auch am Gardasee wächst das Portfolio – mit exklusiven Immobilien in Torri del Benaco und Pacengo, die das Beste aus Alpencharme und südlichem Flair vereinen.
Persönlich begleitet
Wir stehen Ihnen gerne für unverbindliche Beratungsgespräche und Besichtigungstermine zur Verfügung. Ihre persönliche Ansprechpartnerin Sarah Singer begleitet Sie mit Freude durch unsere Projekte und berät Sie individuell. MODERNE WOHNKONZEPTE – GETRAGEN VON
Walter J. Werth
Nix ist passiert, oder?
Die Brennerblockade vom 30. Mai hat gezeigt, was die immer wieder hochgepriesene „Euregio Tirol“ wert ist. Nicht einmal die beiden Landeshauptleute diesund jenseits des Brenners waren sich einig, dass jetzt Nägel mit Köpfen zu machen wären. Unaufhaltsam wächst vor allem der Güterverkehr – von 700.000 Lkw in den 1990er-Jahren auf heute 2,4 Millionen jährlich. Die friedliche Blockade im Wipptal forderte mehr Rücksicht auf Umwelt und Lebensqualität. Eine nachhaltige Lösung erfordert strengere Umweltauflagen sowie ein gemeinsames politisches Engagement für eine ausgewogene Mobilitätsstrategie. Und warum über den Brenner die LKW-Maut nicht erhöht werden kann, sollte den Anwohnern plausibel erklärt werden können.
Ohne eine drastische Verringerung des Lkw-Verkehrs steigen die Emissionen weiter und beeinträchtigen die Lebensqualität in den betroffenen Regionen dauerhaft. Wann werden Politiker endlich den Mut haben, sich unabhängig von reinen wirtschaftlichen Interessen für ein lebenswertes Leben der Menschen einzusetzen?
Redaktion: Christl Fink, Philipp Genetti, Martin Geier, Walter J. Werth, Christian Zelger, Markus Auerbach, Elisabeth Tappeiner, Thomas Kobler, Max Hofer
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
4.6.– 17.9.2026 Arts & Tunes
4.6. Supermarket*
4.6. NOI Inspiration Tour
18.6. Zeitgeist*
26.6. Jazzfestival Opening
2.7. AMA*
4.7. Jazzfestival
16.7. Hospiz*
21.7. Tanz Bozen
30.7. TakeOne*
30.7. NOI Inspiration Tour
17.9. Transart26
NATURPARK TEXELGRUPPE
Viele kennen Terence Hill in seiner Rolle als Park-Ranger in der Fernsehserie „Un passo dal cielo“. Die beliebte Fernsehserie spielt in den Dolomiten. Terence Hill hat sich in der Rolle des besonnenen Naturparkaufsehers in die Herzen des italienischen TV-Publikums gespielt. Mit Kriminalfällen hat es Arnold Rinner nicht zu tun. Als Präsident des Führungsausschusses Naturpark Texelgruppe kümmert er sich mehr mit der Entwicklung des Naturparks, um Projekte zu Umweltbildung, Wanderwegen, Besucherlenkung und Öffentlichkeitsarbeit. Südtirol verfügt über sieben solcher Naturparks, dazu kommt der große Nationalpark Stilfser Joch. Ein achter Naturpark war lange in Diskussion, wurde aber nie realisiert: Die Sarntaler Alpen im Herzen des Landes sollten unter Schutz gestellt werden. Die Südtiroler Naturparks schützen unsere alpinen Lebensräume, erhalten die Artenvielfalt, bewahren Naturund Kulturlandschaften vor Verbauung und fördern nachhaltigen Tourismus sowie Umweltbildung und Forschung. „Grundsätzlich ist jegliche Bautätigkeit verboten, Feuer entzünden ebenso, die Jagd ist im Sinne der
Landesjagdordnung erlaubt. Notwendiger Verkehr ist nur mit Sondergenehmigung möglich, Zelten ist verboten”, erklärt Rinner. „Eigentlich sind die Naturparks entstanden, um Großprojekte zu verhindern, wir hätten sonst wohl viel mehr Skigebiete und Aufstiegsanlagen”, ist er überzeugt.
Politischer Weitblick
Es ist schon bemerkenswert, dass die Landesregierung unter Silvius Magnago bereits in den 1970er-Jahren die ersten Naturparks gründete – vor genau 50 Jahren auch den Naturpark Texelgruppe. Mit dem aufkommenden Tourismus erkannten weitsichtige Persönlichkeiten schon damals, dass Wirtschaft und Natur in einem gesunden Gleichgewicht miteinander geregelt werden müssen. Derzeit stehen 23 Prozent der Landesfläche unter Schutz. Allerdings beginnt
dieser Schutz in höheren Regionen. Ziel sollte es sein, den Lebensraum auch talnah zu schützen. „Die Sensibilität der Bevölkerung gegenüber dem Naturschutz ist deutlich gestiegen und auch die Akzeptanz von Schutzgebieten hoch“, sagt Rinner. Natürlich gebe es auch immer wieder Konflikte, vor allem, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht, räumt er ein.
Jubiläumsfeier im Naturparkhaus Naturns Als der Naturpark Texelgruppe am 15. März 1976 per Dekret gegründet wurde, war das kein einfacher politischer Schritt. Die Landesregierung unter Landeshauptmann Silvius Magnago setzte damit ein Programm um, das Landschaftsräume dauerhaft bewahren sollte. Doch die Idee stieß zunächst auf deutlichen Widerstand. Vor allem aus
der Landwirtschaft und aus mehreren Gemeinden kamen Skepsis und Ablehnung, weil Einschränkungen und zusätzliche Auflagen befürchtet wurden. Schutzkriterien aufweichen oder rückgängig machen, steht EU-weit nicht zur Debatte – der Weg führt vielmehr in die andere Richtung. „Es gilt die EU-Vorgabe, dass bis 2030 jeder Staat 30 Prozent der Landesfläche unter Schutz stellen muss, 10 Prozent davon unter besonderen Schutz“, erklärt Rinner.
Größter Naturpark Südtirols Mit einer Fläche von rund 31.391 Hektar erstreckt sich der Naturpark Texelgruppe über die acht Gemeinden Schnals, Naturns, Partschins, Algund, Tirol, Riffian, St. Martin und Moos in Passeier. Er reicht von mediterran geprägten Tallandschaften im Etschtal bis hin zu hochalpinen Gletscherregionen am Alpenhauptkamm. Sein höchster Punkt ist die Hintere Schwärze auf 3.624 Metern. Diese enorme Spannweite an Höhenlagen macht die Texelgruppe zu einem Naturraum der Extreme – und gleichzeitig zu einem der artenreichsten Schutzgebiete der Alpen.
Meilensteine eines halben Jahrhunderts
Besonders prägend für die Entwicklung des Naturparks war neben seiner Gründung auch der Konflikt um ein geplantes Staudammprojekt beim Eishof im
Pfossental. 1981 konnte dieses Vorhaben durch massive Proteste verhindert werden. Nur wenige Jahre später, 1985, wurde mit dem Meraner Höhenweg ein weiteres Schlüsselprojekt realisiert. Der rund 100 Kilometer lange Weg gilt bis heute als einer der bekanntesten Höhenwege der Alpen und verbindet auf eindrucksvolle Weise Naturerlebnis und Kulturlandschaft.
Verantwortung für die Zukunft
Diese Verantwortung wird heute zunehmend durch den Klimawandel herausgefordert. Der Gletscherschwund verändert die Landschaft sichtbar und rasant. Der Klimaforscher Georg Kaser fand dafür bei einer Jubiläumsveranstaltung am 9. Mai in Naturns deutliche Worte: „Aus der Weißkugel wird in Zukunft ein Schotterhaufen.“ Seine Analyse ist klar und ernüchternd: Die globale Erwärmung schreitet voran, Anpassung allein reicht nicht aus, wenn nicht gleichzeitig der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert wird. „Oberste Priorität muss es sein, mehr für den Klimaschutz zu tun“, betonte Kaser.
Während die Natur sich verändert, wächst auch die Aufgabe des Naturparks als Vermittler zwischen Schutz, Nutzung und Bewusstsein. „Schutz und Bewirtschaftung müssen hier Hand in Hand gehen“, sagt Landesrat Peter Brunner. Diese
Balance ist heute zentraler denn je, denn der Naturpark ist nicht nur Schutzraum, sondern auch Lebens- und Wirtschaftsraum.
Naturparkhaus Texelgruppe Im Jubiläumsjahr 2026 wird diese Entwicklung sichtbar gefeiert. Im Naturparkhaus in Naturns und in den umliegenden Gemeinden werden Ausstellungen gezeigt, Wanderungen angeboten und neue Materialien zur Naturvermittlung präsentiert. Ziel ist es, den Naturpark nicht nur als Schutzgebiet, sondern als Erlebnisraum und Lernort zu vermitteln.
Doch bei aller Feierlichkeit bleibt der Blick in die Zukunft ernst. Besucherlenkung, Klimawandel, Biodiversitätsverlust und die steigende Nutzung der Alpenräume stellen den Naturpark vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung solcher Schutzgebiete. Sie sind längst nicht mehr nur Rückzugsräume für Natur, sondern auch Labore für den Umgang mit den Folgen des Klimawandels.
50 Jahre nach seiner Gründung steht der Naturpark Texelgruppe wieder an einem Punkt: eine Balance zu finden zwischen dem, was die Natur braucht, und dem, was der Mensch von ihr erwartet.
Josef Prantl
50 Jahre Naturpark –v. l.: Valentin Schroffenegger, Leo Hilpold, Landesrat Peter Brunner, Florian Zerzer, Annamaria Gapp, Johanna Berger, Annamaria Gapp, Johanna Berger, Zeno Christanell, Alexander Turato, Arnold Rinner, Alois Forcher
„Die unbegrenzte Erschließung muss ein Ende haben“
Arnold Rinner ist seit 2024 Präsident des Führungsausschusses des Naturparks Texelgruppe. Der langjährige Grundschullehrer hat sich bereits während seines Studiums mit dem Thema „Erhaltung der alpinen Kulturlandschaft als zukunftsweisendes Bildungsanliegen“ beschäftigt. Als langjähriger Gemeinderat von Moos in Passeier ist er tief in der regionalen Entwicklung verwurzelt. Darüber hinaus ist er als Wanderführer und Buchautor tätig. Natur- und Landschaftsschutz sind ihm seit jeher ein besonderes Herzensanliegen.
Herr Rinner, ist der Unterschied zwischen Nationalpark und Naturpark nur eine Frage des Schutzgrades oder steckt mehr dahinter?
Arnold Rinner: Ein Nationalpark verfolgt in erster Linie das Ziel, großräumige Naturlandschaften möglichst ursprünglich zu erhalten. Eingriffe des Menschen sollen dort stark eingeschränkt werden. Ein Naturpark hingegen verbindet Schutz und Nutzung stärker miteinander.
Kulturlandschaften, Almen, Landwirtschaft und Tourismus gehören dort bewusst dazu. Der Unterschied liegt also nicht nur im Schutzgrad, sondern auch im Grundverständnis: Nationalparks setzen stärker auf Bewahrung, Naturparks eher auf das Zusammenspiel von Mensch und Natur.
Sie sind Vorsitzender des Führungsausschusses Nationalpark Texelgruppe? Was ist darunter zu verstehen?
Im Führungsausschuss sind die Vertreter der acht Gemeinden, der Forstbehörden, der Landwirtschaftsverbände und der Naturschutzgruppen vertreten. Wir koordinieren gemeinsam die Arbeit im Naturpark Texelgruppe. Im Naturpark selbst arbeiten zwölf Naturparkmitarbeiter, die
sich um die Erhaltung und Instandhaltung des 470 km langen Wegenetzes kümmern. Nach Unwettern werden Brücken und Geländer wieder instandgesetzt, ebenso ist die Instandhaltung der Wanderwege eine wichtige Aufgabe.
Auch der Bau und die Erneuerung von Zäunen gehören dazu. Zudem wird eng mit dem Naturparkhaus zusammengearbeitet, insbesondere im Bereich Naturvermittlung und Umweltbildung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sensibilisierung der Bevölkerung und der Besucher für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.
Welches Gebiet deckt der Naturpark Texelgruppe ab und was sind seine Attraktionen?
Der Naturpark Texelgruppe lässt sich als eindrucksvolle alpine Gebirgslandschaft zwischen Passeiertal und Schnalstal vorstellen. Im Osten bildet die Passer die natürliche Grenze, im Westen reicht das Gebiet bis ins Schnalstal, im Norden wird es vom Alpenhauptkamm begrenzt und im Süden vom Etschtal. Die Höhenstufen reichen dabei von etwa 800 Metern bis über 3.600 Meter, wodurch sich eine außergewöhnlich große Vielfalt an Lebensräumen ergibt – von mediterran beeinflussten Talhängen bis hin zu hochalpinen Gletscher- und Felsregionen. Der Naturpark Texelgruppe zeichnet sich besonders durch seine landschaftliche Vielfalt, seine geologischen Besonderheiten und eine reiche Flora und Fauna aus. Zu den größten Attraktionen zählt die Spronser Seenplatte, die größte hochalpine Seenlandschaft Südtirols mit rund zehn klaren Bergseen oberhalb von Meran. Ebenfalls bedeutend ist der Schneeberger Zug, der einen besonders vielfältigen und interessanten Gesteinsaufbau besitzt. Besonders bemerkenswert ist auch die Tierwelt: In den letzten Jahren haben sich wieder
Bartgeier im Gebiet angesiedelt, wodurch der Naturpark eine wichtige Rolle im Artenschutz übernimmt. Seit 2018 brüten im Pfossental und seit 2025 in Moos wieder zwei Paare dieser seltenen Greifvögel. Bereits 1977/78 wurde im Park eine Steinwildkolonie angesiedelt, deren Population sich bis heute gut entwickelt hat. Und nicht zu vergessen der Meraner Höhenweg, der mit seinen 100 km rund um die Texelgruppe führt.
Gab es besondere Ereignisse in der 50-jährigen Geschichte des Naturparks Texelgruppe?
Die Gründung des Naturparks 1976 stieß auf Widerstand, vor allem der Bauern, die 46 Rekurse gegen die Ausweisung des Schutzgebiets einreichten. Mit der Einführung von Landschaftspflegeprämien – also Ausgleichszahlungen für Bauern, die ihre Wiesen weiter bewirtschaften und pflegen – konnte jedoch ein wichtiger Ausgleich geschaffen werden. Die Landschaftspflege wurde damit zu einem zentralen Bestandteil des Naturparks und wird heute auch entsprechend honoriert. Diese Maßnahmen tragen sowohl zum Schutz der Kulturlandschaft als auch zum Nutzen für Einheimische und Gäste bei. Ohne diese Form der Bewirtschaftung würden viele Flächen im Laufe der Zeit verbuschen und wieder zu Wald werden, wie es früher in höher gelegenen Gebieten teilweise der Fall war. Im Verlauf der Geschichte wurden zudem wichtige Einrichtungen geschaffen, darunter das Naturparkhaus in Naturns, zahlreiche Umweltbildungsprojekte sowie der kontinuierliche Ausbau und die Betreuung der Wanderwege. Besonders bedeutsam ist auch die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Landwirtschaft, Forst und Naturschutz, die sich im Laufe der Jahrzehnte stetig entwickelt und gefestigt hat.
Wirtschaft, Tourismus und Naturschutz unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach. Wo liegen heute die kritischen Punkte?
Ein großes Anliegen ist die Lenkung der Besucherströme, darunter auch der zunehmende Mountainbike-Tourismus. Auch die Klettersteige müssen in einem angemessenen Maß gehalten werden, um eine Übernutzung sensibler Gebiete zu vermeiden. Die Erschließung mit Straßen sollte in geologisch schwierigen Bereichen klar begrenzt bleiben und gut geprüft werden. Ebenso sollte die Errichtung von Speicherbecken im Zusammenhang mit dem Wasserhaushalt sorgfältig abgewogen und nachhaltig geplant werden.
Was stellt der Naturpark Texelgruppe für Sie persönlich dar?
Er ist ein echtes Juwel der Landschaft, ein lebendiges Archiv der Natur und zugleich eine Art „Arche Noah“ für viele Tier- und Pflanzenarten, eine Schatzkammer der biologischen Vielfalt, die über Generationen hinweg bewahrt werden muss. Gleichzeitig ist der Naturpark aber auch ein Lern- und Erfahrungsraum, in dem der Mensch die Natur nicht nur schützt, sondern auch besser versteht. Gerade diese Verbindung von Schutz, Bildung und nachhaltiger Nutzung macht den besonderen Wert des Naturparks aus.
Interview Josef Prantl
Arnold Rinner
Vinschger Berggenuss
Der Sommer im Vinschgau duftet süß – nach unseren Berg-Erdbeeren!
Im hochgelegenen Martelltal, auf bis zu 1.800 Metern Höhe, reifen die aromatischen Früchte langsam unter idealen Bedingungen heran: sonnige Tage, kühle Nächte und die sorgfältige Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern sorgen für ein besonders intensives Aroma und einen einzigartigen Geschmack. Geerntet werden die Erdbeeren von Hand und genau dann, wenn sie ihren perfekten Reifegrad erreicht haben. Diese besondere Sorgfalt schmeckt man bei jeder einzelnen Erdbeere. Kein Wunder, dass die Vinschger Erdbeeren weit über die Landesgrenzen hinaus beliebt sind.
Erdbeeren erleben
Bei den Erdbeertagen in Martell vom 27. Juni bis 12. Juli finden im Martelltal die
• Geführte Wanderung entlang des Erdbeerwegs
• Erdbeer-Schatzsuche für Kinder
• Marmeladekochen mit Bäuerin Monika
• Verkostung verschiedener Erdbeersorten
• Erdbeer-Cocktailkurs & Tasting
Ein besonderes Highlight ist das Erdbeerfest am 28. Juni – mit der Erdbeerkönigin, Musik, Kulinarik und Erdbeergenuss pur!
Tipp
Während der Saison stehen in vielen Vinschger Restaurants kreative Erd-
Wo gibt es unsere Erdbeeren? Die täglich frisch geernteten Beeren sind im Direktverkauf der Vinschger Genossenschaften sowie im ausgewählten Fachhandel für Obst und Gemüse erhältlich. So lässt sich der Geschmack des Vinschger Sommers frisch und auch im Winter in tiefgekühlter Form genießen.
Unser Sommerrezept
Lachs aus dem Ofen mit Vinschger Erdbeeren. Ein besonderer Genuss erwartet dich auch heuer wieder dank der lokalen Influencerin Julia Morat. Sie hat ein frisches Sommerrezept mit spannenden Zutaten und unseren Erdbeeren kreiert.
Das Rezept findest du ab sofort auf unserer Website – einfach den QR-Code scannen und
Skalpell und Skizzen
Ärzte zieht es immer wieder zur Kreativität, wie die Schriftsteller Arthur Schnitzler und Gottfried Benn, aber auch Orazio Gaigher, dem in Obermais eine Straße gewidmet ist.
Der Kalender zeigt den 28. Februar 1908. Papst Pius X. sitzt schweigsam auf seinem Stuhl und wird von einem Maler porträtiert. Als er erfährt, dass der Künstler aus Welschtirol stammt, wird er lebhaft und gesprächig und zeigt sich bestens über dessen heimatlichen Verhältnisse informiert. Nach einer guten Stunde blickt der Heilige Vater auf den ersten Entwurf und meint: „Bene, ma molto bene.“ Das Bild wurde im Jahr darauf in den Räumen des Meraner Künstlerbundes ausgestellt und zeigt den Pontifex auf seinem Thron im weiß-goldenen Festornat. Es sollte nicht das letzte Porträt eines Papstes sein, das der Maler anfertigt. Auch Benedikt XV. und Pius XI. ließen sich von ihm porträtieren. Von da an bekam der Name Orazio Gaigher einen internationalen Klang. Über ihn und sein Werk berichteten die „Leipziger Illustrierte“ und die Zeitschrift „Ars et Labor“. Und auf der Weltausstellung in San Francisco wurde er 1915 für zwei Papstporträts von einer internationalen Jury mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet.
Medizin und Malerei
Orazio Ezecchielle Gaigher wurde 1870 in Levico als Sohn seines
gleichnamigen Vaters und dessen Frau Maria Moscon geboren. Im Jahr darauf kam seine Schwester Maria Carolina zur Welt. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Sein Vater war Lehrer und wollte, dass der Sohn Arzt wird, sehr im Gegensatz zu dessen eigenen Wünschen, die ihn zur Malerei zogen. Doch Orazio jun. fügte sich dem väterlichen Wunsch und studierte an der Universität Innsbruck Medizin. Sein Studium finanzierte er teilweise durch wissenschaftliche Zeichnungen und kleine Porträts, die er anfertigte und verkaufte. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Werkarzt im böhmischen Industriegebiet und später in Salzburg. Dort errichtete er eine Privatklinik und erwarb sich einen her-
vorragenden Ruf auf dem Gebiet der Chirurgie. Als der bekannte Maler Hubert von Herkomer auf der Durchreise war und sich von Gaigher in Salzburg behandeln ließ, erkannte dieser seine Leidenschaft und sein Talent für die Malerei und überzeugte ihn, sich ganz der Kunst zu widmen. Gaigher traf eine Entscheidung und folgte – bereits über 30 Jahre alt – seiner inneren Berufung. Er verkaufte sein Sanatorium und ging mit Herkomer nach Bushey in England, wo dieser eine Schule für Malerei leitete. Nach zwei Jahren in England folgten Studienaufenthalte in Frankreich und Spanien. Doch drei Jahrzehnte lang war Meran sein Lebensmittelpunkt. Hier gab auch seine Tochter Linda, eine begabte Pia-
nistin, in den 1920er Jahren eine Reihe hochgelobter Konzerte. Gaigher schuf über 600 Porträts mit breitem Strich und tiefer, satter Farbe, dazu Landschaftsgemälde, Ex-Libris und Altarbilder, wie jene in der Valsugana, die von der Kriegsschädenkommission als Ersatz für die im Weltkrieg verschwundenen Werke in Auftrag gegeben wurden. Auch Teile des Deckengemäldes in der Kuppel des Meraner Kursaals, der kürzlich von dem Kabarettisten Robert Palfrader wenig originell beleidigt wurde, stammen von Gaigher. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen teil, war Vorstand des Meraner Künstlerbundes und saß in der Jury der faschistischen Bozner Biennale, die 1934 sein Porträt von Ettore Tolomei zeigte – ein Umstand, der ihm heute angekreidet wird. Im Alter von 65 Jahren erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte. Drei Jahre später starb Dr. Orazio Gaigher 1938 in seinem Heim in Trauttmansdorff. Der Doktortitel auf seinem Grabstein an der MariaTrost-Kirche in Meran erinnert noch an seinen ursprünglichen Beruf.
„Südtirols Lieblingsgeschäft 2026“ ist Despar Villanders
Im zweiten Wahlgang von 18. bis 28. Mai traten die fünf Geschäfte mit den landesweit meisten Stimmen gegeneinander an: La Culla Baby-Land in Bozen, Brugnara Eisenwaren und Haushaltsartikel in Meran, Eviva Sport in Algund, Schmid & von Bosio in Brixen und Despar Villanders in Villanders. Die Bevölkerung war erneut zur Abstimmung aufgerufen. Im Großen Finale konnte sich das Geschäft
Despar aus Villanders durchsetzen und den Titel „Südtirols Lieblingsgeschäft“ sichern. Der hds bedankt sich bei allen 500 Geschäften aus 84 Gemeinden für ihr besonderes Engagement und die Mitbewerbung der Initiative sowie bei den Bürgerinnen und Bürgern, die für ihr Lieblingsgeschäft abgestimmt und damit ihre Wertschätzung für den lokalen Handel zum Ausdruck gebracht haben.
Christian Zelger
Keine kalten Füße
Filzpatschen aus Schafwolle gehören in Südtirol zur alten Handwerkstradition. Und wer selber solche Patschen hat, weiß um ihre Vorteile.
Warme Füße, natürliche Materialien und echte Handarbeit: Filzpatschen aus Wolle gehörten früher in vielen Südtiroler Haushalten ganz selbstverständlich dazu. Besonders in den langen Wintern waren die einfachen Hausschuhe aus Schafwolle geschätzt. Heute jedoch ist das traditionelle Patschenmachen zu einem Handwerk geworden, das nur noch wenige Menschen beherrschen.
Früher wurde auf den Bauernhöfen vieles selbst hergestellt. Die Wolle der eigenen Schafe wurde gewaschen, gekämmt, verarbeitet und schließlich gefilzt. Daraus entstanden robuste und warme Patschen, die oft
Jegliche
über viele Jahre getragen wurden. Jede Familie kannte die Arbeitsschritte, die Geduld und Erfahrung verlangten. Denn das Filzen ist Handarbeit. So gleicht auch kein Stück dem anderen. Beim traditionellen Nassfilzen wird die Wolle mit warmem Wasser, Seife und viel Druck bearbeitet. Durch Reiben, Rollen und Formen verdichtet sich das Material langsam zu einem festen Stoff. Erst nach vielen Arbeitsgängen entstehen daraus stabile Filzpantoffeln. Besonders schwierig ist es, die richtige Form und Größe zu erreichen, denn die Wolle verändert sich während des Filzens ständig. Heute stehen handgemach-
Arbeiten mit Rundholz
te Patschen in Konkurrenz zu billiger Industrieware. Viele Menschen greifen zu günstigen Produkten aus dem Ausland, während die echte Handarbeit viel Zeit kostet und entsprechend teurer ist. Dazu kommt, dass kaum noch junge Leute das alte Handwerk lernen. Wissen, das früher von Generation zu Generation weitergegeben wurde, droht langsam verloren zu gehen.
Dabei erleben natürliche Materialien gerade wieder mehr Aufmerksamkeit. Schafwolle gilt als nachhaltig, langlebig und temperaturausgleichend. Filzpatschen wärmen im Winter und sorgen gleichzeitig dafür, dass
die Füße nicht schwitzen. Immer mehr Menschen suchen deshalb bewusst nach regionalen und handgefertigten Produkten. Auf Bauernmärkten, Handwerksausstellungen oder in kleinen Werkstätten findet man sie noch: die traditionellen Südtiroler Patschen aus Wolle. Sie stehen nicht nur für Gemütlichkeit, sondern auch für ein Stück gelebte Alltagskultur. Das alte Handwerk erinnert daran, wie eng früher Leben, Natur und Handarbeit miteinander verbunden waren, und warum es sich lohnt, solche Traditionen zu bewahren.
Elisabeth Tappeiner
Verkauf und Vermittlung Rundholz
Die Hyperabschreibung – Durchführungsbestimmungen
Mit dem Haushaltsgesetz 2026 wurde die Investitionsförderung laut Industrie 4.0 und Transitionsplan 5.0 grundlegend neugestaltet, von einer Förderung in Form von Steuerguthaben wurde wieder auf eine erhöhte Abschreibung umgestellt, wir haben diesbezüglich berichtet. Die Begünstigung gilt weiterhin für die Maschinen und Anlagen mit den Eigenschaften Industrie 4.0, sowie für die Produktion von Strom mittels Photovoltaikanlagen. Die Förderung erhöht die normale Abschreibung um 180 % für Investitionen bis 2,5 Mio. Euro, um 100 % für Investitionen von 2,5 Mio. Euro bis 10 Mio. Euro und um 50 % für Investitionen von 10 Mio. Euro bis 20 Mio. Euro. Die Begünstigung gilt auch für Investitionen mittels Leasings. Die neuen Bestimmungen gelten bereits für alle ab dem 1. Januar 2026 erworbenen förderfähigen Gegenstände, die Durchführungsbestimmungen sind allerdings erst kürzlich erlassen worden. Die bürokratischen Auflagen wurden im Vergleich zu den Vorjahren nochmal deutlich ausgeweitet. Künftig nicht mehr drei, sondern fünf Meldungen erforderlich. Neu hinzu kommen zwei jährlich wiederkehrende Meldungen. Die ersten 3 Meldungen
entsprechen im Wesentlichen dem bereits bekannten Verfahren aus dem Vorjahr: die Vormerkung der Investition, die Bestätigungsmeldung spätestens 60 Tage nach der Vormerkung, wobei bis dahin auch eine Anzahlung von 20 % auf die geplanten Investitionen durchzuführen ist und die Abschlussmeldung. Zusätzlich sind nun zwei weitere Meldungen vorgesehen, die der staatlichen Planung und Kontrolle der Förderausgaben dienen, diese müssen jährlich bis zum Ende der Förderung sprich bis zur vollständigen Abschreibung des geförderten Gutes, eingereicht werden. Eine Meldung ist jedes Jahr bis 20. Januar des Folgejahres zu erstellen, in welcher die effektiv durchgeführten Neuinvestitionen des Vorjahres anzuführen sind und eine zweite Meldung ist jedes Jahr bis 30. Juni des Folgejahres zu erstellen, in welcher die Nutzung der Guthaben und der Abschreibungsplan mitzuteilen ist. Auch die Anforderung an die Dokumentation wurden erheblich verschärft. Es ist nun immer ein beglaubigtes technischen Gutachten durch einen Ingenieur oder Industriesachverständigen notwendig. Darüber hinaus ist auch die Bestätigung über die ordnungsge-
mäße Verbuchung und die Angemessenheit der Belege eines Abschlussprüfers notwendig, sollte die Gesellschaft keinen Abschlussprüfer haben, dann muss ein externer Abschlussprüfer oder eine Revisionsgesellschaft mit Erstellung dieser Bestätigung beauftragt werden. Aufgeboben wurde die Bestimmung wonach nur Anlagen und Maschinen, welche innerhalb der EU oder EWR produziert werden, förderfähig sind. Weiterhin gilt dies aber neben Anforderungen zur Effizienz für förderfähige Photovoltaikanlagen. Die neue Hyperabschreibung bietet zwar sehr attraktive steuerliche Vorteile, ist jedoch mit einem erheblich höheren administrativen Aufwand verbunden und wird sich deshalb nur mehr für größere Investitionen lohnen.
Martin Eder Bozen - Lana - Naturns martin.eder@gspeo.com
PR-INFO
Gesundheitsstudium mit Zukunft: Die Claudiana startet die Einschreibungen 2026
Bozen – Gut ausgebildete Gesundheitsfachkräfte werden auch in Zukunft eine entscheidende Rolle im Gesundheitswesen spielen, sowohl in Südtirol als auch international. Vor diesem Hintergrund starten am Universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana in Bozen die Einschreibungen für die Bachelorstudiengänge 2026. Ein Studium im Gesundheitsbereich verbindet wissenschaftliches Arbeiten mit direktem Praxisbezug. Studierende erwerben fundierte theoretische Kenntnisse, lernen, klinische Situationen kritisch zu analysieren, und entwickeln Kompetenzen im Umgang mit Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Neben Fachwissen sind auch Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und interprofessionelle Zusammenarbeit
zentrale Bestandteile des Studiums. Die Claudiana bietet ein modernes, international ausgerichtetes Studienumfeld. In Zusammenarbeit mit renommierten Partneruniversitäten wie der Università Cattolica del Sacro Cuore in Rom, der Università degli Studi di Ferrara, der Università degli Studi di Padova und der Università degli Studi di Verona werden Studiengänge angeboten, die Theorie und Praxis eng verbinden. Zum Studienangebot 2026 zählen Krankenpflege, Hebammenkunde, Physiotherapie, Ergotherapie,
Logopädie, Ernährungstherapie, Dentalhygiene sowie Sanitätsassistenz. Ein wesentliches Merkmal ist die Zweisprachigkeit in Deutsch und Italienisch. Ergänzt wird das Angebot durch Sprachförderung, moderne Simulationslabore und Praktika ab dem ersten Studienjahr. Diese finden in Südtirol, Italien und im Ausland statt. Studierende erhalten während der Praktika eine Vergütung; bei Auslandspraktika kann zusätzlich eine finanzielle Unterstützung vorgesehen sein. Ein Studierendenwohnheim in Bozen steht eben-
falls zur Verfügung. Damit bietet die Claudiana ein international anerkanntes Studium und bereitet gezielt auf Gesundheitsberufe vor, die gesellschaftlich unverzichtbar sind und sehr gute Berufsperspektiven bieten
Noch Fragen? Wir helfen gerne weiter! orientation.service@claudiana.bz.it +39 338 5732240
Online-Infoveranstaltung am 8. Juli 2026, 16:30–17:30 Uhr
Neue medizinische Expertise im ST. JOSEF Gesundheitszentrum
Das ST. JOSEF Gesundheitszentrum
Meran – Bozen baut sein medizinisches Leistungsspektrum weiter aus und gewinnt mit zwei spezialisierten Neuzugängen zusätzliche Expertise für sein interdisziplinäres Team.
Neu im Bereich Allergologie ist Dr. David Wanner, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie sowie ärztlicher Leiter des Allergie Ambulatorium Hall in Tirol. Mit seiner klinischen Erfahrung ist er ein
kompetenter Ansprechpartner für allergische Beschwerden wie Heuschnupfen, Asthma, Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten. Moderne Diagnoseverfahren wie der molekulare ALEX®-Test ermöglichen dabei eine besonders präzise Abklärung von bis zu 300 Allergenen anhand einer einzigen Blutprobe. Ebenfalls neu im Team ist Dr. Sofia Reposo im Fachbereich Chiropraktik, einer manuellen Therapieform, die sich mit Funktionsstörungen des
neuromuskuloskelettalen Systems –insbesondere der Wirbelsäule –befasst. Dr. Reposo absolvierte ihre Ausbildung am renommierten Barcelona College of Chiropractic und vertiefte ihre Spezialisierung auf die obere Halswirbelsäule in den USA. In ihrer Arbeit verfolgt sie einen ganzheitlichen Ansatz, der darauf abzielt, das Zusammenspiel von Struktur, Nervensystem und Funktion im Körper nachhaltig zu unterstützen.
Mit diesen Neuzugängen unterstreicht das ST. JOSEF Gesundheitszentrum einmal mehr seinen Anspruch an eine moderne, fachübergreifende und patientenorientierte Betreuung.
ST. JOSEF Gesundheitszentrum Meran, Franz-Innerhofer-Str. 2/4 Tel. 0473 864 333
Mehr als 5.000 Menschen aus ganz Tirol haben am vergangenen Wochenende am Brenner demonstriert und damit gezeigt, wie groß der Leidensdruck der Bevölkerung entlang der Brennerautobahn inzwischen geworden ist. Tausende Menschen in Nord-, Süd- und Welsch-Tirol leiden täglich unter Lärm, Abgasen, Staus und gesundheitlichen Belastungen. Wer entlang der Brennerachse lebt, braucht keine Statistiken, um zu wissen, dass die Belastungsgrenze längst überschritten ist. Die Sorgen der Menschen müssen endlich ernst genommen werden. Doch wer den Transitverkehr verringern will, darf nicht nur protestieren, sondern muss auch konkrete Alternativen schaffen. Deshalb ist der Vorschlag, das Euregio-Ticket für die gesamte Europaregion Tirol, das derzeit noch 750 Euro im Jahr kostet, deutlich günstiger zu machen, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Öffentliche Verkehrsmittel müssen für die Bürger nicht nur verfügbar, sondern auch leistbar sein. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten brauchen die Menschen Entlastungen statt immer neuer Belastungen. Die Europaregion Tirol sollte daher prüfen, welche EU-Fördermittel für ein grenzüberschreitendes Mobilitätsprojekt beantragt werden können. Gleichzeitig
wäre es sinnvoll, die Einnahmen aus einer moderaten Erhöhung der Tourismusabgabe zweckgebunden für einen gemeinsamen Mobilitätsfonds zu verwenden, denn der Tourismus bringt nicht nur Wohlstand, sondern auch Verkehr in unser Land. Die gesamte Europaregion Tirol verzeichnet jährlich mehr als 100 Millionen Nächtigungen und verfügt somit über ein enormes Potenzial, um den öffentlichen Verkehr auszubauen und die Ticketpreise spürbar zu senken. Ebenso wichtig ist es, endlich die noch bestehenden künstlichen Grenzen auf der Schiene zu beseitigen. Wenn ab 2027 durchgehende Züge von Innsbruck über den Brenner bis nach Bozen und Trient fahren, darf es nicht weiterhin zu unnötigen Personal- und Lokführerwechseln an der Unrechtsgrenze kommen. Tirol braucht durchgehende Verbindungen ohne bürokratische Hindernisse. Wer die Bevölkerung vor dem ausufernden Transitverkehr schützen will, muss beides tun: den Schwerverkehr eindämmen und gleichzeitig attraktive Alternativen schaffen. Ein günstiges Tirol-Ticket, moderne Bahnverbindungen und eine konsequente Entlastung der Brennerroute wären konkrete Maßnahmen, von denen die Menschen auf beiden Seiten des Brenners profitieren würden. Die Euro-
paregion Tirol sollte endlich zeigen, dass sie mehr ist als ein politisches Symbol – nämlich ein Instrument, das den Bürgern ganz konkrete Vorteile bringt.
Das Südtiroler Landtagsgebäude
Sven Knoll LANDTAGSABGEORDNETER
BERICHT AUS ROM
Das Ringen um die Sterbehilfe
Nach einem Jahr Stillstand befasst sich das Parlament erneut mit der Sterbehilfe. Den Anstoß hat Marina Berlusconi gegeben. Sie hat die ParlamentarierInnen von Forza Italia dazu aufgerufen, ihr liberales Profil zu schärfen. Im Zentrum steht erneut die Frage der ärztlich unterstützten Selbsttötung, welche zur Zeit eine Straftat darstellt.
Der Verfassungsgerichtshof hat bereits im Jahr 2019 mit einem wegweisenden Urteil vier Voraussetzungen festgelegt, unter denen Beihilfe zum Suizid straffrei sein muss: Die betroffene Person muss an einer unheilbaren Krankheit leiden, unerträgliche körperliche oder psychische Schmerzen haben, von lebenserhaltenden Maßnahmen abhängig sein und ihre Entscheidung frei und bewusst treffen können.
Die Untätigkeit des Parlaments hat dazu geführt, dass einige Regionen selbst gesetzgeberisch tätig geworden sind. Auch in Südtirol hat der Gesundheitslandesrat ein eigenes Gesetz vorgelegt. Gerade diese Materie sollte jedoch staatsweit einheitlich geregelt werden. Aktuell liegen zwei Gesetzesentwürfe vor: ein Vorschlag der Opposition, eingebracht vom PD, sowie ein Entwurf von
Forza Italia und Fratelli d’Italia.
Die größte Schwäche des Mitte-rechts-Entwurfes ist, dass er den vom Verfassungsgericht vorgegebenen Rahmen einschränkt. Der Zugang zur Sterbehilfe wird an die Inanspruchnahme palliativmedizinischer Behandlungen geknüpft und der Begriff der lebenserhaltenden Maßnahmen wird enger fasst. Bei diesem Thema gibt es Spannungen nicht nur zwischen Mehrheit und Opposition, sondern auch innerhalb der Mehrheit. Vor allem zwischen dem liberalen Flügel von Forza Italia und der konservativen Linie von Fratelli d’Italia. Letztere überwiegt zumal der Entwurf nach einer kurzen Diskussion in der Aula wieder in die Kommission zurückverwiesen worden ist, wo die Fristen für die Einreichung von Änderungsanträgen erneut verlängert worden sind. Offen bleibt, ob dies endlich die Chance ist, dem Land ein seit Jahren erwartetes Gesetz zu geben. Oder ob die Politik die Entscheidung neuerlich vertagt, während Gerichte, Regionen und Gesundheitsbehörden weiterhin gezwungen sind, an die Stelle des Parlaments zu treten.
Das Senatsgebäude in Rom
Julia Unterberger SENATORIN
Gemeinsam für den Alltag
Viele Menschen begegnen der Bezirksgemeinschaft beinahe täglich oft ohne es zu bemerken. Denn ein großer Teil der Arbeit passiert im Hintergrund. Dabei übernimmt die Bezirksgemeinschaft zahlreiche Aufgaben, die für den Alltag in den Gemeinden unverzichtbar geworden sind. Von Umwelt- und Mobilitätsprojekten über Seniorenwohnheime bis hin zu Integrationsarbeit oder verschiedenen sozialen Diensten reicht das Aufgabengebiet weit über klassische Verwaltung hinaus. Diese Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden ermöglicht es, viele Leistungen effizienter und kostengünstiger anzubieten, als dies einzelne Gemeinden alleine stemmen könnten. Besonders sichtbar wird das etwa bei den Umweltdiensten. In 25 der 26 Gemeinden des Burggrafenamtes organisiert die Bezirksgemeinschaft zentrale Dienstleistungen rund um Müllentsorgung, Recycling und Wertstoffsammlung. Die Stadt Meran verwaltet diesen Bereich eigenständig. Woche für Woche nutzen tausende BürgerInnen Sammelstellen, Biomüllsysteme oder Recyclinghöfe, oft
ohne sich bewusst zu sein, welche Organisation dahintersteht. Auch zahlreiche Förderprojekte für den ländlichen Raum werden über die Bezirksgemeinschaft begleitet. Dadurch entstehen neue Freizeitangebote, Dorfentwicklungsmaßnahmen oder Initiativen zur Aufwertung kleinerer Gemeinden. Oft sind es gerade diese Projekte, die das Leben vor Ort konkret verbessern und gleichzeitig den Zusammenhalt stärken. Die Bezirksgemeinschaft versteht sich dabei nicht als entfernte Verwaltungsebene, sondern als Dienstleister für die Gemeinden und ihre BürgerInnen. Viele Aufgaben laufen bewusst unauffällig ab, genau deshalb funktionieren sie im Alltag reibungslos.
Reinhard Bauer BEZIRKSGEMEINSCHAFT
Rückkehr der Spaßbremsen
Meran wollte einmal jung sein. Erinnern wir uns kurz daran. Im Wahlkampf sprach man von Aufbruch, urbanem Leben, Kultur und sogar von einem Nachtbürgermeister. Junge Stadträte sollten frischen Wind bringen, Live-Musik fördern und die Stadt endlich aus ihrem Kurstadt-Koma holen. Meran sollte nicht länger nur Postkartenkulisse für Gäste sein, sondern ein Ort, an dem auch Menschen unter 70 tatsächlich leben wollen. Und heute? Dieselbe Stadt zieht Musikveranstaltungen im Sommer wieder um 23 Uhr den Stecker. Also genau dann, wenn Plätze voll werden, Bands warmgespielt sind und überhaupt erst so etwas wie Stimmung aufkommt. Begründung: Einige wenige halten sich nicht an Lautstärke-Regeln und im Rathaus fällt offenbar niemandem etwas Besseres ein als Kollektivstrafen. Statt die schwarzen Schafe gezielt zu bestrafen, schränkt man alle ein. Dabei erzählt die ältere Generation noch immer von Diskotheken, Kinosälen, Veranstaltungslokalen und Musikfestivals. Von einer Innenstadt, in der tatsächlich etwas los war. Heute ziehen viele Lokale schon vor 19 Uhr die Jalousien herunter. Kein Wunder: Um 18 Uhr wartet das Hotelbuffet und danach soll die Stadt offenbar kollektiv in den Energiesparmodus wechseln. Und als wäre das noch nicht provinziell genug, denkt man sich gleich die nächste Spaßbremse aus: 85 Dezibel Obergrenze. Am Rennweg ist der Verkehr an einem normalen Werktag lauter. Dazu die fast schon kabarettreife Regel, dass innerhalb von 24 Stunden am selben Ort keine weitere Live-Musik stattfinden darf. Besonders freuen dürfte das neue Regelwerk jene Sorte Ordnungshüter, die schon in der mittlerweile aufgelösten „Veranstaltungskommission“ ihre persönliche Berufung gefunden hatte: Veranstaltern, Bars und Kulturvereinen das Leben schwer zu machen. Jetzt gibt’s mehr Messgeräte, mehr Verbote, mehr Ermessensspielraum. Kurz gesagt: mehr Macht für die Dauerempörten. Dabei fordert niemand Anarchie oder Techno-Raves bis fünf Uhr früh. Die meisten Veranstalter bemühen sich ohnehin um Rücksicht und vernünftige Regeln. Aber in Meran reicht mittlerweile offenbar schon die Gefahr, dass irgendwo Menschen Spaß haben könnten, damit sofort der nächste Einschränkungskatalog aus der Schublade gezogen wird. Und dann wundert man sich ernsthaft, warum junge Leute abhauen. Warum Studenten nicht zurückkommen. Warum kreative Menschen lieber ins Ausland gehen. Vielleicht, weil man dort verstanden hat, dass eine Stadt ohne Musik, Kultur und Nachtleben irgendwann nur noch hübsch aussieht, aber längst aufgehört hat zu leben.
Farben sind für alle da
Die Jugenddienste und Jugendtreffs stehen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz.
Im Juni haben wir in den Jugendtreffs den Pride Month zum Anlass genommen, gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Respekt zu setzen. Unter dem Motto „Farben sind für alle da“ könnt ihr Jugendlichen bunte Schuhbänder gestalten und dabei mehr über die Bedeutung des Pride Month erfahren. Der Pride Month erinnert jedes Jahr daran, dass alle Menschen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung
oder Geschlechtsidentität – das Recht auf Respekt, Akzeptanz und Gleichberechtigung haben. Gleichzeitig macht er auf die Herausforderungen aufmerksam, mit denen viele LGBTQ+-Menschen auch heute noch konfrontiert sind. Begleitend zur Kreativaktion haben wir verschiedene Informationsflyer gestaltet. Darin ging es um Themen wie den Ursprung des Pride Month, die Bedeutung des Regenbogens als Symbol für Viel-
falt sowie die Begriffe LGBTQ+, Toleranz und Offenheit. Besonders wichtig ist uns dabei, die Inhalte altersgerecht aufzubereiten und den Fokus auf ein respektvolles Miteinander zu legen. Die Aktion bietet euch Jugendlichen die Möglichkeit, Fragen zu stellen, ins Gespräch zu kommen und sich mit unterschiedlichen Lebensrealitäten auseinanderzusetzen. Dabei wird deutlich, dass Offenheit und gegenseitiger Respekt wichtige Grundlagen für
ein gutes Zusammenleben sind. Mit den bunten Schuhbändern setzen wir ein sichtbares Zeichen dafür, dass Vielfalt unsere Gemeinschaft bereichert. Denn jede Person ist einzigartig und wertvoll – unabhängig davon, wen sie liebt oder wie sie sich selbst definiert. Gemeinsam wollen wir auch weiterhin einen Jugendtreff gestalten, in dem sich alle willkommen fühlen und Vielfalt selbstverständlich gelebt werden kann.
Das Wichtigste in Kürze ... Unter dem Motto „Farben sind für alle da“ beschäftigen sich die Jugendlichen im Pride Month mit Vielfalt, Offenheit und Respekt. Neben dem Gestalten bunter Schuhbänder informieren Flyer über den Pride Month, LGBTQ+, Toleranz und die Bedeutung des Regenbogens. Die Aktion bietet Raum für Fragen und Gespräche und setzt ein Zeichen dafür, dass alle Menschen willkommen sind und Vielfalt unsere Gemeinschaft bereichert. Bei Begegnungen mit Wildtieren gilt: ruhig bleiben, Abstand halten und sich langsam zurückziehen.
JUGENDTREFFS | Die aktuellen Öffnungszeiten findet ihr unter www.jd-lana-tisens.it
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Das Schmiedlhaus in Lana
Mitten im Zentrum von Oberlana neben dem ehemaligen Kapuzinerkloster steht ein besonderes Haus – ein Gründerzeithaus aus dem Jahr 1907 – das Schmiedlbeck-Haus.
Nach einer sorgfältigen Sanierung und Renovierung entstanden darin sieben exklusive
Wohnungen. Das Besondere an diesem Projekt ist die gelungene Verbindung von Historischem
und dem modernen Wohnen. Dies gelang durch die enge und einfühlsame Zusammenarbeit
der Besitzerfamilie mit dem Innenarchitekturbüro Länge mal Breite der Vera Weiss aus Lana.
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Ein Stück Lananer
Geschichte
Die Geschichte des Hauses reicht weit zurück. Schon im späten 18. Jh wird der erste Teil dieses Gebäudes, der Schmalzler, erwähnt. In der Folge wurde die Struktur um einen Zubau mit Mühle, der Reibmayr-Mühle am angrenzenden Mühlbach erweitert. Den heutigen Namen verdankt das Gebäude dem Bäcker-
meister Josef Schmidt, geboren 1851. Er stammte aus Neumarkt und ersteigerte den Schmalzler 1895. Im Parterre zogen die Backstube und die Verkaufsstelle ein. 1907 ließ der Bäckermeister sein Haus umbauen und erweitern. Der nunmehr, wie aus einem Guss scheinende dreigeschossige Gründerzeitbau beinhaltet den älteren Vorgänger, von dem an der Nordseite noch
ein sandsteingerahmtes Portal mit Oberlichte bis heute erhalten geblieben ist.
Tradition im Wandel
Im Jahr 1979 verlegte Hans Schmidt, mittlerweile Inhaber in der 4. Generation, die Backstube aufgrund der Betriebserweiterung und Umstrukturierung. Die Verkaufsstelle blieb jedoch bis im Jahr 2017 dort
Naifstrasse 8 • 39017 Schenna
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aufrecht. Das Geschäft war weiterhin für viele Lananer ein Dreh- und Angelpunkt für den täglichen Einkauf des frisch gebackenen Brotes.
Im Jahr 2017 entschied sich die Besitzerfamilie die Räumlichkeiten des Geschäftes umzugestalten. Neue helle, den heutigen Anforderungen entsprechende Büro- und Verwaltungsräume wurden geschaffen.
1975-2025
Darin befindet sich heute die Verwaltung der Bäckerei Schmiedl. Das gesamte restliche Gebäude blieb von den erwähnten Veränderungen verschont, es wurde weiterhin immer als Wohnraum genutzt. Im
Jahr 2024 beschlossen Johannes, Greta und Tobias Schmidt das, unter Ensembleschutz stehende Haus, einer grundlegenden Sanierung zu unterziehen. Dazu ließen sie sich von sämtlichen Fachkräften für die Außen- und
Innengestaltung beraten. Mit großem technischem und fachkundigem Aufwand wurde in den alten Steinmauern ein, vom Kellergeschoss bis zu den Dachwohnungen führender Aufzug eingebaut.
Das Stiegenhaus blieb in seinem ursprünglichen Aussehen erhalten. Das typische schmiedeeiserne Geländer und der Terrazzoboden prägen den Zugang zu den Wohneinheiten. Ein besonderes Schmuckstück stellt
Gesamter Innenausbau mit Planung
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die sorgfältig restaurierte Eingangstür dar. Der Außenfassade wurde jene Farbtöne wiedergegeben, die das Haus bis zum Umbau bereits geprägt hatten und ausgezeichnet harmonieren mit dem Gesamtkonzept
der Farbgebung im Haus. Eine weitere Herausforderung war das Errichten des neuen Daches mit so vielen Winkeln, Abschrägungen, Gauben und einem Eckerker, der auch ein Dach benötigte.
Bei der Renovierung der Innenräume war das Ziel immer jenes, dem Bestand Raum zu geben –ihn wirken zu lassen. Diese Zurückhaltung zeigt sich in der Wahl
der Materialien. Die Böden aus Eiche im eleganten Fischgrätmuster verleihen den Wohnungen, Wärme und Struktur, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Bestehende Türen, soweit sie gut erhalten waren, wurden renoviert
und weiterverwendet. Neue Türen entstanden im alten Stil, passgenau zum Charakter des Hauses. Die Übergänge zwischen Alt und Neu bleiben lesbar. Auch in den Bädern setzt sich dieser Ansatz fort. Die Fliesen am Boden im Terrazzostil greifen die Materialität des Stiegenhauses auf. Die Armaturen wurden bewusst so gewählt, dass sie wie damals wirken, ohne verstaubt zu sein. Besonders deutlich wird die Auseinanderset-
zung mit dem Bestand im Dachgeschoss, wo die alten Holzbalken freigelegt und sichtbar belassen wurden. Ein absolutes Herzstück sind die alten Kachelöfen von damals. Sie beinhalten Gemütlichkeit, Historie und ein nicht austauschbares Wohngefühl. Anstatt sie zu überlagern, wurden sie bewusst in Szene gesetzt. Die neuen Einbauten und Möbel treten in Farbe und Form zurück, bleiben relativ schlicht, sind in Natur-
tönen gehalten. Es wurde immer versucht das Bestehende in ein harmonisches Gesamtkonzept zu integrieren. Das Ergebnis ist weit mehr als ein renoviertes Gebäude. Es ist ein Stück bewahrte Identität und ein Zuhause mit Seele. Dem Innenarchitekturbüro Länge mal Breite der Vera Weiss aus Lana war es immer wichtig den Charakter des Gebäudes beizubehalten, es als sorgfältig geschriebene Fortsetzung seiner eigenen Ge-
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schichte zu sehen. Für die Bewohner bedeutet dies, dass sie nicht in einem austauschbaren Neubau, sondern in einem Haus mit Geschichte und Charakter leben. Der Schmiedlbeck steht heute als Beispiel dafür, wie Sanierung und Neugestaltung zusammen finden können. Die Geschichte des Hauses wurde nicht konserviert und auch nicht überschrieben – sie wurde weitergeschrieben. Die Botschaft des alterwürdigen Hau-
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ses, in dem lange Zeit Brot gebacken und verkauft wurde, ist klar: Qualität entsteht dort, wo Bestand ernst genommen wird. Der Schmiedlbeck in Oberlana zeigt, wie ein Gebäude durch achtsame Sanierung und klare Haltung eine neue Gegenwart erhält, ohne
seine Vergangenheit zu verlieren. In einer Zeit, in der viele Einrichtungen verschwinden setzt dieses Projekt ein Zeichen für nachhaltige und wertschätzende Architektur.
Markus Auerbach
Rezepte-Tipp
Kunterbunte Drachen-Kekse zum Geburtstag
Zutaten: 500 g Mehl, 250 g Butter, 200 g Zucker, 3 Eier, Puderzucker, Lebensmittelfarbe (rot, grün, blau), Zuckerkugeln für die Augen, 1 Drachen-Keksform Zubereitung: Butter, Eier und Zucker verrühren, Mehl dazu geben. Den Teig etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank lassen, danach ausrollen, die Drachen-Kekse ausstechen und bei 180°C Ober- und Unterhitze ca. 12 Minuten backen. Sobald die Kekse abgekühlt sind, starten wir mit den lustigen Verzierungen. Dafür Puderzucker sieben und mit etwas Wasser zu einem dickflüssigen Zuckerguss verrühren. Danach bunte Lebensmittelfarbe hinzufügen, bis sich eine leuchtend bunte Zuckermischung ergibt. Die Drachenplätzchen nun mit der Oberfläche in den Zuckerguss dippen, leicht abtropfen lassen und zum Trocknen auf Backpapier legen. Auf den nassen Zuckerguss die Zuckerperlen als Drachenaugen hinzufügen. Sobald der Zuckerguss nach etwa einer Stunde getrocknet ist, kann die Drachen-Party zum Kindergeburtstag starten!
Wissen
Was sind Fraktale?
Fraktale sind bunte Computerbilder. Du kannst sie in vielen Variationen auf Postern oder als Einband bestaunen. Auch in manchen Museen wirst du Fraktale wiederfinden. Doch eigentlich sind Fraktale keine „Kunst“, sondern Mathematik. Genauer gesagt: Chaostheorie. Die moderne Physik hat nämlich bemerkt, dass die Natur sich ganz oft nicht berechnen und vorhersagen lässt. Bei manchen Experimenten kann bei gleicher Ausgangslage und gleichem Versuchsablauf trotzdem am Ende immer wieder etwas anderes herauskommen. Kluge Mathematiker haben herausgefunden, dass es sich hier um Chaos handelt. Und dann haben sie versucht, eine Formel zu finden, die alle möglichen Ergebnisse vorhersagen kann. Die schönen Fraktal-Bilder spuckt ein Computer aus, wenn man ein bestimmtes Programm diese Formel darstellen lässt. Die Lösung der Matheaufgabe ist dann keine Zahl, sondern ein verwirrendes Bild.
Schreib die Antwort auf eine Karte und schick sie uns mit Angabe deines Alters bis Monatsende an: „Die BAZ“, Industriestr. 1/5, 39011 Lana oder per E-Mail an info@diekinderwelt.it Die Gewinnerin der April-BAZ heißt Hamy Lucia, 11 Jahre. Der Gewinn wird zur Verfügung gestellt von Buchhandlung Athesia Meran.
Liebe Kinder, jetzt starten wir in die Sommerferien und wir freuen uns, euch in unseren Sommerbetreuungen willkommen zu heißen. Es warten auf euch viel Spaß, tolle Angebote und spannende Aktivitäten.
Wir wünschen euch allen einen schönen Sommer!
Euer DIE KINDERWELT Team
BURGEIS
Neuer Firmensitz …
… als Meilenstein für den Burgeiser Traditionsbetrieb Bliem.
Es war vor etwas mehr als zehn Jahren, als Michael Peer die Firma Bliem von seinem Großvater Adolf Bliem übernahm. Nun hat der Burgeiser Heizungs- und Sanitärbetrieb mit dem Neubau des Betriebsgebäudes in der Handwerkerzone einen weiteren wichtigen
Meilenstein gesetzt. Der Neubau befindet sich an gut einsehbarer Position am nördlichen Rand der Handwerkerzone von Burgeis, direkt an der Vinschger Staatsstraße. Für Planung und Koordination zeichneten die Architekten Fabian Oberhofer und Samuel Pircher
Starke Projekte
verantwortlich. Nach einer intensiven Bauphase von Oktober 2024 bis August 2025 konnte der Betrieb im vergangenen Sommer den neuen Firmensitz beziehen. Am Samstag, 30. Mai, fanden die offiziellen Feierlichkeiten dazu statt. Aber der Reihe nach: Weil im Dorf
Ein herzliches Dankeschön an die Firma Bliem, Burgeis für das Vertrauen und den Auftrag zur Ausführung der Aushubarbeiten.
Wir wünschen viel Freude und viel Erfolg für die Zukunft.
kein geeigneter Leerstand für den mittlerweile stark gewachsenen Betrieb verfügbar war, musste das bestehende Gewerbegebiet erweitert werden. Die besondere Herausforderung lag laut den Planern darin, „ein langes Gebäude in einen relativ steilen Hang mit
vielen Zufahrten zu schaffen“. Gleichzeitig sollte der Eingriff in die Landschaft möglichst gering bleiben. „Der Geländeverlauf wurde so geringfügig wie möglich verändert, um die bestehende Topografie der Malser Haide zu bewahren“, erklärt der Grauner Architekt Fabian Oberhofer. Entstanden ist ein klar gegliederter, kompakter Baukörper mit drei Ebenen, der eine eigenständige architektonische Sprache entwickelt. Die Architekten griffen dabei bewusst Elemente der traditionellen Vinschger Lochfassade auf. Schwarze Aluminiumfenster in tiefen Laibungen und ein heller Rollputz prägen das äußere Erscheinungsbild
Größtes Schiebetor Südtirols
Im Erdgeschoss befindet sich die groß dimensionierte Betriebshalle mit mehreren Zufahrten für Anund Ablieferungen.
Technisch besonders auffällig ist die Toranlage an der Westseite mit einem 17 Meter langen Schiebetor. Das großformatige Tor ermöglicht es, die Halle an warmen Tagen komplett zu öffnen und die Betriebsabläufe flexibel zu gestalten. Im ersten Obergeschoss sind Büros, Besprechungsräume, Lagerflächen sowie Technik- und Nebenräume untergebracht. Im zweiten Obergeschoss entstanden zwei Dienstwohnungen sowie ein großzügiger Ausstellungsraum mit Blick zur Staatsstraße. Ziel sei es gewesen, ein „Schaufenster“ für den Betrieb zu schaffen und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Diese großen Fensterflächen geben Einblicke in die Bad und Fliesenausstellung, das Lager und die Büroeinheiten. Auch bei der Materialwahl setzte man auf Langlebigkeit und Funktionalität. Sichtbeton, Schwarzstahl und robuste Oberflächen prägen den Gewerbebau. In den Wohnungen sorgen
FENSTER
FASSADEN
TÜREN
SONNENSCHUTZ
hingegen Holzböden, textile Materialien und warme Oberflächen für eine wohnliche Atmosphäre.
Kurze Bauzeit und starke Zusammenarbeit
Dass zwischen dem Baustart im Oktober 2024 und dem Einzug im August 2025 weniger als ein Jahr lag, erforderte eine genaue Koordination aller Beteiligten.
„Eine besondere Herausforderung stellte der enge Zeitrahmen zwischen den urbanistischen Verfahren und der Bauausführung dar“, so Oberhofer.
Michael Peer hebt vor allem die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Handwerksfirmen hervor. Die Arbeiten hätten hervorragend funktioniert, das Zusammenspiel auf der Baustelle sei ausgesprochen positiv gewesen. Dafür spricht er allen beteiligten Betrieben ein großes Kompliment aus.
Besonderes Augenmerk wurde außerdem auf Funktionalität und Zukunftsfähigkeit gelegt: ausreichend Parkplätze, großzügige Lagerflächen, gut zugängliche Zufahrten für Lkws, helle Büroräume, ein Mitarbeiterraum sowie eine moderne Bad- und Fliesenausstellung. Zudem wurde das Gebäude barrierefrei ausgeführt und an das bestehende Fernheizwerk angeschlossen.
Vom Familienbetrieb zum modernen Unternehmen
Die Geschichte des Betriebs reicht bis ins Jahr 1968 zurück,
als Adolf Bliem die Firma gründete. Sein Enkel Michael Peer übernahm den Betrieb im Jahr 2014 im Alter von nur 26 Jahren. Schon früh entschied er sich bewusst für das Handwerk. Nach einigen Jahren an der Oberschule erkannte er durch Sommerjobs, dass seine Zukunft im praktischen Arbeiten liegt. Es folgten die Ausbildung bei zwei Hydraulikern im Vinschgau sowie der Besuch der Meisterschule in Konstanz – derselben Schule, die bereits sein Großvater besucht hatte. Dort erhielt er 2012 den Meisterbrief im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk. Bei der Übernahme beschäftigte der Betrieb fünf Mitarbeiter. Heute arbeiten rund 20 Personen bei Bliem. Mit dem Wachstum erweiterten sich auch Fuhrpark, Lager und Angebot. Neben Heizungs- und Sanitärarbeiten werden inzwischen komplette Badsanierungen, Solaranlagen, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Fliesenverkauf angeboten. Der Betrieb realisiert sowohl große Hotel- und öffentliche Bauprojekte als auch Arbeiten für Privathäuser und bietet einen schnellen Kundendienst. 2024 holte Michael Peer zudem seine Schwester Sarah in den Betrieb. Mit ihrem Masterstudium in Businessmanagement mit Schwerpunkt Marketing, Sales und Qualitätsmanagement bringt sie zusätzliche Kompetenzen für die organisatorischen und digitalen Herausforderungen mit. Eine ihrer ersten Maß-
nahmen war die SOA-Zertifizierung, damit künftig auch größere Bauprojekte übernommen werden können.
Schwierige Suche nach dem Baugrund Dass der Neubau überhaupt umgesetzt werden konnte, war nicht selbstverständlich. Weil der Mietvertrag für die bishe-
rigen Räumlichkeiten auslief und diese längst zu klein geworden waren, musste rasch gehandelt werden. Gleichzeitig wollte man mit dem Betrieb unbedingt in Burgeis bleiben. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück und die notwendige Umwidmung stellten sich jedoch als schwierig heraus. Unterstützung erhielt die Familie
insbesondere vom Malser Bürgermeister Josef Thurner. Das erste Projekt, an dem mehrere Monate gearbeitet worden war, wurde in Bozen abgelehnt, ehe schließlich eine neue Variante genehmigt wurde.
Tradition und Moderne Heute präsentiert sich das neue Betriebsgebäude als sichtba-
res Zeichen für die Entwicklung eines Betriebs, der tief im Obervinschgau verwurzelt ist und gleichzeitig auf moderne Strukturen und langfristige Perspektiven setzt. Gesucht werden derzeit übrigens weiterhin Lehrlinge, Hilfsarbeiter und Gesellen.
Michael Andres
TSCHÖGGLBERG
Hoch oben, nah dran
Vöran bei Meran
Hafling, Vöran, Mölten und Jenesien: vier Bergdörfer auf dem Tschögglberg zwischen Meran und Bozen zeigen, wie Tradition und Zukunft auf über 1200 Metern Höhe zusammenwachsen.
Tel. 0473/278136
www.leadner-alm.com
Der Tschögglberg gehört zu jenen Südtiroler Hochlagen, die man vom Tal aus zwar täglich sieht, aber selten wirklich kennt. Der langgezogene Bergrücken der Sarntaler Alpen zwischen Meran und Bozen beherbergt vier Gemeinden; im Mittelpunkt stehen Hafling, Vöran, Mölten
Vöraner Alm
und Jenesien. Zusammen leben auf diesem Hochplateau knapp 3500 Menschen. Was die vier Dörfer verbindet, ist mehr als die geografische Lage: Es ist das Bemühen, eine eigenständige wirtschaftliche und kulturelle Identität zu behaupten. Politisch stehen alle drei Gemein-
Fam. Reiterer I Tel. 340/6748169 I geöffnet bis Anf. November
Vöraner Str. 56
39010 Vöran
Tel. 0473/278030
den nach den Gemeindewahlen vom 4. Mai 2025 auf soliden Fundamenten. In Hafling wurde Bürgermeisterin Sonja Anna Plank (SVP) ohne Gegenkandidaten bestätigt. Gleich wie Walter Gruber (SVP) in Mölten und Paul Romen (SVP) in Jenesien. In Vöran hingegen übernahm Daniela Mittelberger das Bürgermeisteramt und brachte damit frischen Wind in die Gemeindestube. Die politisch relevante Frage stellt sich jenseits
der Parteizugehörigkeit: Wie gestaltet man das Zusammenleben auf einem Hochplateau, das für junge Familien attraktiv bleiben muss, ohne seine Qualitäten zu verspielen? Ein zentrales Thema in allen vier Gemeindestuben ist das Gemeindeentwicklungsprogramm für Raum und Landschaft. Nachdem der Südtiroler Landtag 2023 die ursprünglich gesetzte Frist für die Ausarbeitung ersatzlos gestrichen hat, können die Gemeinden es frei-
willig und ohne Termindruck erarbeiten. Die vier Tschögglberger Gemeinden tun es dennoch: Begleitet von der Plattform Land und den Partnern Kollektiv 2020 und Apollis arbeiten sie am Leerstandsmanagement, an Baufragena und am Schutz der Kulturlandschaft. Der Ansatz
des Leerstandsmanagements, leerstehende Gebäude wieder nutzbar machen, statt neue Flächen zu versiegeln, ist dabei besonders relevant. Wirtschaftlich ruht der Tschögglberg auf drei Säulen: Landwirtschaft, Tourismus und einem soliden Gewerbe- und Dienstleistungsbereich.
Die Landwirtschaft prägt vor allem Mölten, wo bäuerliche Betriebe auf Direktvermarktung und die Verbindung von Hof und Gästetisch setzen. In Hafling und Vöran ist der Tourismus der wichtigste Erwerbszweig: Beherbergung, Gastronomie und die Bergbahnen bilden
das wirtschaftliche Rückgrat. Handwerk und Dienstleistungsbetriebe ergänzen das Bild. Der Wirtschaftsverband lvh ist auf dem Tschögglberg aktiv präsent und organisiert regelmäßig Wirtschaftsschauen, bei denen sich die lokalen Betriebe aller vier Gemeinden einer breiten
Öffentlichkeit vorstellen. Wie in vielen ländlichen Gemeinden Südtirols stellen Fachkräftemangel und der Mangel an leistbarem Wohnraum für Einheimische strukturelle Herausforderungen dar, auf die noch keine befriedigenden Antworten gefunden wurden. Im Februar 2025 haben die Tourismusvereine HaflingVöran-Meran 2000 und Mölten gemeinsam die GSTC-Zertifizierung und das Nachhaltigkeitslabel Südtirol Level 3 erhalten, innerhalb von nicht einmal einem Jahr Projektarbeit, unterstützt vom Ökoinstitut Südtirol. Auch die Meran 2000 Bergbahnen AG, deren Skigebiet hauptsächlich auf Haflinger Gemeindegebiet liegt, legte im März 2025 ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht vor. Mit Beginn der Wintersaison 2024/25 wurde der gesamte Fuhrpark einschließlich aller Pistengeräte auf HVO-Diesel aus erneuerbaren Rohstoffen umgestellt. Vöran zeigt seit Jah-
ren, dass Energieautonomie für kleine Bergdörfer kein Wunschdenken ist: Ein Biosolarheizwerk und Photovoltaikanlagen versorgen das gesamte Dorfzentrum mit Energie und gelten als Vorzeigeprojekt weit über die Gemeindegrenzen hinaus. Das Vereinsleben ist auf dem Tschögglberg eng mit dem sozialen Zusammenhalt verknüpft. In Vöran ist das Knottnkino seit über 25 Jahren eine feste kulturelle Institution: Kinositzreihen vor freiem Himmel, der Film ist die Landschaft. Nach dem Tod von Franz Messner, dem Ideengeber des Knottnkinos, führten seine Kinder Verena und David Messner das Projekt weiter und erweiterten es 2019 um den Themenweg Knottnkino. In Mölten präsentiert das Fossilienmuseum Fossilia rund 260 Millionen Jahre alte Pflanzenfunde aus dem jüngeren Perm, darunter außergewöhnlich gut erhaltene Baumstämme und Reptilspuren.
Der Tschögglberg hat auch historisch kaiserliche Spuren hinterlassen. Als Kaiserin Elisabeth von Österreich im Oktober 1870 mit ihrem Hofstaat in Schloss Trauttmansdorff einzog, unternahm die passionierte Bergwanderin ausgedehnte Ausflüge in die Umgebung – darunter auf das Hochplateau über Meran. Kaiser Franz Joseph besuchte sie in dieser Zeit viermal. Knapp anderthalb Jahrhunderte später erinnert am Ifinger, dem Hausberg von Hafling und Schenna, ein anderer Name an außergewöhnliche Leistungen: Heini Holzer, ein Schornsteinfeger aus Schenna und einer der bedeutendsten Steilwandfahrer seiner Zeit, bezwang am 13. Mai 1974 als Erster die bis zu 55 Grad steile Südwestflanke des Ifingers mit Skiern. Ein Vorhaben, auf das er sich fast zehn Jahre vorbereitet hatte. 1977 verunglückte Holzer tödlich am Piz Roseg in der Schweiz. 2016 wurde ihm der Heini-Hol-
zer-Klettersteig am Ifinger gewidmet, der 2026 sein zehnjähriges Bestehen feiert: 1.000 Meter Stahlseil, 500 Höhenmeter, in den ersten zwei Monaten nach Eröffnung bereits 10.000-mal begangen. Der Tschögglberg steht heute an einem Punkt, an dem viele Weichen neu gestellt werden. Die Gemeindewahlen haben neue Akzente gesetzt, das Gemeindeentwicklungsprogramm gibt den Dörfern ein Planungsinstrument in die Hand, und die internationale GSTCZertifizierung dokumentiert eine touristische Ausrichtung, die auf Qualität statt auf Masse setzt. Die drei Gemeinden sind klein, aber nicht ohne Gewicht: Sie zeigen, dass alpine Lebensqualität, wirtschaftliche Eigenständigkeit und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind, wenn die Bereitschaft vorhanden ist, ernsthaft daran zu arbeiten.
Philipp Genetti
Der Schützenbrünnlweg
Eine familienfreundliche Wanderung zum Weiher Bruggen in Vöran
Wer in den Sommermonaten eine abwechslungsreiche Wanderung im schattigen Wald sucht, findet rund um Vöran auf dem Tschögglberg eine besonders familienfreundliche Tour: Der Schützenbrünnlweg führt durch ruhige Waldabschnitte bis zum idyllischen Weiher Bruggen und verbindet Naturerlebnis, Aussicht und gemütliche Einkehr auf angenehme Weise. Ausgangspunkt der Wanderung ist die Bergstation der Seilbahn Vöran-Burgstall. Alternativ kann die Tour auch beim LeNoir Forest Parking nahe der Sportzone gestartet werden. Die rund neun Kilometer lange Rundwanderung dauert knapp drei Stunden und umfasst etwa 315 Höhenmeter. Damit eignet sich die Strecke ideal für Familien, Genusswanderer und alle, die eine entspannte Tour inmitten der Natur unternehmen möchten. Zunächst folgt man ab Vöran dem Weg Nr. 12. Nach etwa 1,7 Kilometern zweigt links der Schützenbrünnlweg Nr. 14 ab. Der schattige Waldweg führt in angenehmer Steigung durch dichte Nadelwälder und bietet auch an warmen Sommertagen ein angenehmes Wanderklima. Vogelgezwitscher, würzige Waldluft und
immer wieder kleine Lichtungen machen diesen Abschnitt besonders reizvoll. Nach weiteren rund 1,7 Kilometern erreicht man eine Weggabelung. Hier führt links der Weg zum bekannten Knottnkino ab. Der kurze Abstecher lohnt sich: Das Knottnkino ist eine außergewöhnliche Aussichtsplattform mit Sesseln aus Stahl und Kastanienholz, die wie ein Freiluftkino auf die beeindruckende Bergkulisse ausgerichtet sind. Statt Leinwand erwartet Besucher hier ein Panorama mit dem Etschtal von Meran bis Bozen. Wer den zusätzlichen Weg von rund drei Kilometern nicht scheut, wird mit einem der schönsten Aussichtspunkte des Landes belohnt. Die eigentliche Route folgt jedoch dem Weg Nr. 11 weiter Richtung Weiher Bruggen. Der breite Schotterweg führt gemütlich durch den Wald bis zum kleinen Naturweiher. Der Weiher Bruggen präsentiert sich besonders im Sommer als idyllischer Rückzugsort: Kleine Fische tummeln sich im Wasser, Frösche, Kröten, Libellen und Seerosen haben hier einen idealen Lebensraum gefunden. Rund um den Weiher laden neu angelegte Bänke und
Picknickmöglichkeiten zu einer gemütlichen Rast ein. Besonders beeindruckend ist dabei der Blick auf den markanten Ifinger, der sich im Hintergrund erhebt und für ein stimmungsvolles Panorama sorgt. Für eine Einkehr unterwegs bietet sich die Leadner Alm an. Die beliebte Alm verpflegt Wanderer mit hausgemachten Spezialitäten aus regionalen Produkten. Der Rückweg erfolgt über den Weg Nr. 16 zurück zum Ausgangspunkt in Vöran. Insgesamt überzeugt die Tour durch moderate Steigungen, abwechslungsreiche Natur und mehrere lohnende Rastplätze. Damit zählt die Wanderung zum Weiher Bruggen zu den schönsten gemütlichen Familienwanderungen auf dem Tschögglberg.
Steckbrief:
Startpunkt: Bergstation der Seilbahn Vöran-Burgstall (alternativ beim LeNoir Forest Parking in der Nähe der Sportzone)
Dauer: knapp 3 Stunden
Distanz: ca. 9 Kilometer
Höhenmeter: ca. +315hm (sehr moderat und familienfreundlich)
Schwierigkeit: Leichter Wanderweg, etwas Kondition erforderlich
Anfahrt/Erreichbarkeit:
Vöran ist am einfachsten und schnellsten mit der Seilbahn ab Burgstall erreichbar, alternativ mit dem Bus ab Meran über Hafling oder von Bozen über Mölten. Parkmöglichkeit am Parkplatz LeNoir Forest Parking.
Tipp
Neu ab Mitte Juni: Outdoor Escape für Jugendliche ab 12 „Glut unter den Füßen“
Das neue Outdoor Escape „Glut unter den Füßen“ ist ein spannendes Abenteuer für Jugendliche ab 12 Jahren. Die interaktive Schnitzeljagd verbindet Naturerlebnis mit kniffligen Rätseln und führt von Vöran über den Schützenbrünnlweg zum Weiher Bruggen. Gemeinsam gilt es, Hinweise zu entdecken, Aufgaben zu lösen und Schritt für Schritt dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Hier scannen, Spiel laden und los geht die Schnitzeljagd!
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Freilichttheater in Meran
Meraner Freilichtspiele – neues Schauspiel, neuer Regisseur und beeindruckende Schauspieltalente bei „Das Schweigen der Stadt“.
Der Tiroler Dramatiker Luis Zagler hat mit „Das Schweigen der Stadt“ ein humorvolles, tiefgründiges und hochaktuelles Auftragswerk geschaffen. Eine Stadt steht kurz vor der Eröffnung eines großen Festaktes, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Dann wühlt ein Investigativ-Journalist die Gemeinschaft auf: Schwere Fälle von Missbrauch kommen ans Licht. Wird das touristische Großereignis trotzdem wie geplant stattfinden – oder wird am Ende alles unter dem Mantel des „Schweigens“ begraben? Mit diesem brisanten Schauspiel greifen Philipp Genetti, der junge Präsident der Meraner Festspiele, und sein Team wieder mutig ein außerordentlich wichtiges Thema unserer Zeit auf und stellen es zur Diskussion. Inszeniert wird das Schauspiel von dem bekannten Freilichtund Theaterregisseur Torsten Schilling.
Bekannte Gesichter und neue große Talente
Auf der Bühne stehen talentierte Nachwuchskünstler zusammen mit
bekannten Schauspielern aus der Region. Allen voran die Südtiroler TV-Darstellerin Christine Mayr, die aus „Stadtklinik“, „Das Traumschiff“ und „Medicopter 117“ bekannt ist. Sie kehrt bei den diesjährigen Meraner Festspielen erstmals wieder auf eine große Südtiroler Freilichtbühne zurück.
An ihrer Seite spielen die Profischauspieler Konrad Hochgruber aus Bruneck, Mitgründer des Westbahntheaters Innsbruck und eine feste Größe der Tiroler Theaterwelt, Horst Herrmann, der aus zahlreichen Freilicht- und Stadttheaterproduktionen in Südtirol bekannt ist. Daneben sind mehrere Talente zu sehen: die gebürtige Grödnerin und im Vinschgau lebende Hanenn Huber, die Pusterer Profidarstellerin Teresa Prugger sowie Tabea Günther vom Landestheater Niederbayern. Aus dem Burggrafenamt sind Valentina Mölk und Max Tschager mit dabei. Das Publikum darf sich außerdem auf die beiden großartigen Urgesteine des
Volkstheaters Oliver Pezzi und Peppe Mairginter sowie auf die Theaterprofis Sarah Kattih und Matthias Brommann freuen. Für die Musik ist diesmal die ukrainische Pianistin Valérie Timofeeva vom Tiroler Landestheater verantwortlich.
Die Meraner Festspiele –immer spannend
Die Aufführungen finden auf dem Festgelände oberhalb der Gärten von Schloss Trauttmansdorff, direkt neben der Hochzeitskirche St. Valentin statt. Einlass ist ab 19 Uhr mit Gastronomie, die Vorstellung beginnt um 21 Uhr. Das Parken auf den oberen Parkplätzen der Gärten von Schloss Trauttmansdorff ist gratis. An ausgewählten Terminen wird auch ein Bustransfer ab Landeck, Lienz und Innsbruck angeboten.
Tickets und weitere Informationen: www.meranerfestspiele.com
Uraufführung
Schauspiel von LUIS ZAGLER
Inszenierung: TORSTEN SCHILLING
Ticketpreise: Kategorie 1 | 28 € Kategorie 2 | 25 € Gratis parken bei Trauttmansdorff
Das Leben mit einem Hund kann sehr bereichernd sein. Allerdings sind einige praktische und rechtliche Fragen zu bedenken, die man vor der Anschaffung unbedingt klären sollte.
Hundehaftpflichtversicherung
Ja, in Italien ist eine Hundehaftpflichtversicherung (assicurazione di responsabilità civile per cani) seit 2020 gesetzlich vorgeschrieben. Halter müssen nach-
weisen können, dass ihr Hund versichert ist. Die Versicherung sollte mindestens Schäden abdecken, die der Hund Dritten zufügt – also z.B. Bissverletzungen, Sachschäden oder Unfälle, die durch den Hund verursacht
werden. Eine reine OP-Versicherung reicht dafür nicht aus.
Die Haftpflicht sollte idealerweise Personenschäden (z. B. Bisswunden), Sachschäden (z. B. zerstörte Möbel, angeknabberte Kleidung), Sachschäden durch
den Hund in der Öffentlichkeit (auch wenn er nicht angeleint ist) – je nach Police, Deckungssummen von mindestens 1 - 2 Millionen Euro sowie Versicherungsschutz auch im Ausland (z. B. im Urlaub) beinhalten.
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Unfall-OP-Versicherung für Hunde
In der Regel verlangen Versicherer bei Abschluss einer OP - oder Krankenversicherung eine Gesundheitsprüfung. Vorerkrankungen werden oft ausgeschlossen. Zudem gibt es meist Altersgrenzen – viele Versicherungen nehmen Hunde nur bis zu einem bestimmten Alter (z.B. 7-9 Jahre) neu auf. Ältere Hunde können oft nur noch zu schlechteren Konditionen oder gar nicht versichert werden. Eine separate Unfall-OPVersicherung ist möglich, aber auch hier gelten meist Alters- und Gesundheitsbeschränkungen.
Hundefutter
Es gibt eine riesige Auswahl an speziellem Hundefutter-von Trocken- und Nassfutter über BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung) bis hin zu vegetarischen oder hypoallergenen
Diäten. Wichtig ist, dass die Kost individuell auf den Hund abgestimmt ist: Alter, Größe, Aktivität, Gesundheitszustand. Nicht jedes teure Futter ist automatisch gut. Eine ausgewogene Ernährung ist essentiell.Auch Hunde können unter Allergien (z.B. gegen Futterbestandteile wie Huhn, Getreide oder Milben) und Unverträglichkeiten leiden. Symptome sind oft Juckreiz, Hautausschläge, Durchfall oder Erbrechen. Ein Tierarzt kann durch Ausschlussdiäten oder Tests herausfinden, was der Hund verträgt. Spezielle hypoallergene Futtersorten (mit nur einer Proteinquelle) oder selbst gekochtes Futter können helfen. Manche Hunde brauchen dauerhaft eine spezielle Diät - das sollte man vor der Anschaffung bedenken, da es aufwendig und teuer sein kann.
Welcher Hund passt zu mir?
Diese Frage ist sehr individuell. Entscheidend sind:
• Die eigene Lebenssituation (Wohnung oder Haus? Viel oder wenig Zeit?)
• Aktivität (brauche ich einen Sportpartner, z.B. Border Collie, oder einen ruhigeren Begleiter, z.B. Französische Bulldogge)
• Erfahrung (Anfänger sollten eher pflegeleichte, gutmütige Rassen wählen.)
Grundsätzlich gilt: Jeder Hund braucht:
• Auslauf und Bewegung (mindestens 2-3 Spaziergänge täglich)
• Zeit und Zuwendung Ein Hund ist kein Kuscheltier, sondern ein Lebewesen mit Bedürfnissen. Wer sich unsicher ist, sollte vor der Anschaffung unbedingt einen Tierarzt oder eine Hundeschule aufsuchen. Ein Hund kann ein wunderbarer Begleiter sein – aber nur, wenn man sich vorher gründlich informiert und auf die rechtlichen, finanziellen und zeitlichen Verpflichtungen vorbereitet ist. Die Versicherungspflicht in Italien und die individuellen Gesundheitsbedürfnisse des Hundes (Allergien, Futter, Versicherung) sollten nicht unterschätzt werden. Wer hier sorgfältig plant, legt den Grundstein für eine glückliche Mensch-Hund-Beziehung.
Markus Auerbach
SOMMER, SONNE & EINE ABKÜHLUNG FÜR DEINEN LIEBLING
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Freizeit & Aktiv
Im Sommer verwandeln sich die Berge um Meran in ein wahres Paradies für Natur- und Sportbegeisterte.
Die beeindruckenden Gipfel des Hirzer, der Texelgruppe, des Vigiljochs und der Schnalstaler Alpen bieten Bergsteigern, Wanderern, Radfahrern und anderen Aktivurlaubern eine Vielzahl von Möglichkeiten. Das Meraner Land ist für sein dichtes Netz an Routen bekannt, das ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten ermöglicht. Die idyllischen Bergstationen laden Wanderbegeisterte ein, die teils unberührten Wege zu erkunden und die faszinierende Almlandschaft zu genießen. Abenteuerlustige haben die Möglichkeit, die Region bei einem Tandemflug aus der Vogelperspektive zu erleben. Die Sommerrodelbahn sorgt für Spaß und Unterhaltung bei Groß und Klein und ist besonders gut für Familienausflüge geeignet.
Zwischen Gipfelglück und Familienidyll
Der Sommer in den Bergen hält für jeden Geschmack das pas-
Spaß und Erholung für die ganze Familie in chlorfreiem Wasser!
sende Abenteuer bereit. Wer anspruchsvolle Herausforderungen sucht, wird etwa bei der Wanderung zur Ötzi-Fundstelle fündig. Diese anspruchsvolle Bergtour über die Similaunhütte ist nicht nur schweißtreibend, sondern belohnt auch mit spektakulären Gletscherblicken. Doch Vorsicht: Eine gute Vorbereitung und ein Blick auf die aktuellen Wetterbedingungen sind hier unverzichtbar. Ganz anders, aber nicht weniger reiz-
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voll, ist die leichte Familienwanderung zum Tarscher See. Er ist mit dem Sessellift bequem erreichbar und der schmale Steig unter der Bahn lädt zu einem entspannten Spaziergang ein. Zahlreiche Bänke und Liegeplätze machen den Ort zu einem idealen Ziel für eine gemütliche Rast inmitten der Natur. Erfahrene Bergsteiger erwartet ein unvergessliches Erlebnis auf der 22,7 km langen Hochtour zur Zufallspitze und zum Cevedale. Der Blick auf den Ortler und die Königsspitze ist atemberaubend, doch die Tour erfordert Trittsicherheit und eine komplette Gletscherausrüstung, da es über spaltenreiches Gelände geht. Am Cevedale angekommen, zeugen Überreste aus dem Ersten Weltkrieg von der bewegten Geschichte dieser Region.
Wer es etwas ruhiger angehen möchte, dem sei das Ebene Jöchl empfohlen. Es liegt auf 2.786 Metern und bietet eine herrliche Aussicht auf den Zufritt-Stausee und die Cevedalegruppe. Der Weg dorthin führt durch dichte Fichten- und Lärchenwälder. Mit etwas Glück lassen sich Murmeltiere und Gämsen beobachten – ein echtes Naturerlebnis für die ganze Familie.
Kletterparadies Südtirol Das Freizeitangebot in Südtirol ist vielfältig und gut erreichbar. Empfehlenswert ist beispielsweise das Kletterparadies rund um den Knott auf Unterstell am Naturnser Sonnenberg. Der Übungs- und Familienklettersteig besticht durch kurze Zuund Abstiege und bietet sowohl einfache als auch technisch anspruchsvolle Passagen, sodass er sich ideal für Familien mit unterschiedlichen Erfahrungsstufen eignet. Auch der Ziel-Klettersteig im Naturpark Texelgruppe ist eine familienfreundliche Route (Schwierigkeit bis Kategorie C) und überzeugt mit 446 Höhenmetern sowie der Möglichkeit, an der Schutzhütte Nasereit einzukehren. Für ambitionierte Einsteiger sind der Heini-Holzer-Klettersteig und der Große Ifinger eine gute Wahl: Mit 599 Höhenmetern und einer Distanz von 10,95 km ist er zwar anspruchsvoller und teils exponiert, aber dennoch prinzipiell einsteigertauglich.
Wandern & Genießen
Neben den sportlichen Aktivitäten laden die zahlreichen Spazier- und Wanderwege dazu ein, die Umgebung auf entspannte Weise zu erkunden. Der Marlinger Höhenweg gewährt wunderbare Ausblicke auf das Etschtal, während der Haflinger Erlebnisweg mit interessanten Informationen über die lokale Flora und Fauna aufwartet. Ebenfalls beliebt sind die Rundwanderung Stuller Mahder und der Hinzlweg in Tabland für erholsame Stunden in der Natur. Zwischen Meran und den Ortschaften Dorf Tirol, Schenna, Riffian und Kuens wurden vier gut ausge-
schilderte Routen geschaffen, auf denen Spaziergänger, Jogger, Nordic Walker und alle Sportbegeisterten auf ihre Kosten kommen. Die Routen verlaufen über Promenaden und Spazierwege, durch Grünflächen und Wälder oder am malerischen Flussufer der Passer entlang. Sie weisen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade (von leicht bis mittelschwer) und Längen (2 - 10 Kilometer) auf.
Wenn die Freiheit Flügel bekommt
Wer den Sommer aus einer völlig neuen Perspektive erleben möchte, sollte einen Blick in den Himmel über Meran werfen. Der Tandemclub Ifinger lädt dazu ein, die Stadt und ihre atemberaubende Bergkulisse aus der Vogelperspektive zu betrachten. Gemeinsam mit einem erfah-
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renen Piloten schwebt man von der auf 2.400 Metern gelegenen Kuhleitenhütte aus sanft über die Gipfel. Besonders ist nicht nur die grandiose Sicht – von den Dolomiten über den Kalterer See bis zur mächtigen Ortlergruppe –, sondern auch die
Die Kalterer Seespiele 2026
NEK, Kool & the Gang und Thomas Anders auf Südtirols einziger Seebühne am Ufer des Kalterer Sees!
Laue Sommerabende, die Kulisse des Kalterer Sees und erstklassige Musik – die Kalterer Seespiele laden zu zeitlosen, ikonischen und legendären Momenten. Eröffnet werden die diesjährigen Seespiele am Dienstag, 21. Juli von NEK. Nach seinem Debüt im Jahr 1992 mit dem Album „Nek“ haben unvergessliche Songs wie „Almeno stavolta“, „Lascia che io sia“, „Laura non c’è“, „Se io non avessi te“, „Unici“, „Sei grande” und viele weitere seine konstante Präsenz in der Musiklandschaft bestätigt. Am Dienstag, 28. Juli kommen dann mit Kool & the Gang die absoluten Legenden des Funk und Soul an
den Kalterer See, mit ihrem unverwechselbaren Mix aus Jazz, Soul und kugelsicherem Funk und legendären Liedern wie „Celebration“. Das diesjährige Finale der Kalterer Seespiele am Dienstag, 4. August bringt dagegen eine wahre Pogplegende live auf die Seebühne: Thomas Anders. Als Stimme von Modern Talking schrieb er mit über 125 Millionen verkauften Tonträgern Musikgeschichte – und beweist seit über vier Jahrzehnten, dass er ein Entertainer von Weltrang mit zeitloser Klasse ist.
barrierefreie Teilhabe: Paragliding ist für Kinder ab fünf Jahren ebenso möglich wie für Senioren, sofern die Gesundheit es zulässt. Es ist ein generationenverbindendes Abenteuer, das beweist, dass das Gefühl der Schwerelosigkeit kein Alter kennt.
Familientipps im Sommer
Für alle, die den Nervenkitzel lieber am Boden suchen, bietet die Alpin-Bob-Bahn auf Meran 2000 auf 1,1 Kilometern Schienen rasanten Spaß. Ein Erlebnis, das Kinderherzen höherschlagen lässt und bei dem auch die Eltern auf ihre Kosten kommen. Die Region versteht es meisterhaft, Aktivitäten und Erholung zu vereinen. Während die einen die Geschwindigkeit genießen, können die anderen die sanften Wanderwege erkunden oder die zahlreichen nahegelegenen Spielplätze und Schwimmbäder nutzen (Lido Meran, Therme Meran, Rockarena, Tennis- und Paddelclub Meran, Beach Arena).
Markus Auerbach
Drei Highlights auf der einzigen Seebühne Südtirols.
Beginn jeweils 21 Uhr Eintritt: € 49,–(Ermäßigungen für Kinder unter 13 Jahren)
Infos und Kartenvorverkauf:
Tourismusbüro Kaltern am See, T +39 0471 963 169, info@ kaltern.com, www.kaltern.com I @visitkaltern
Kalterer Seespiele
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Schafe und Ziegen auf unseren Almen
Mit Beginn des Sommers zieht es uns vermehrt auf Almen und Bergwanderungen locken. Dabei begegnen wir immer häufiger Herden von Schafen und Ziegen. Doch wer kennt schon die verschiedenen Rassen und vor allem die Nützlichkeit dieser interessanten Tiere?
Schon seit Jahrtausenden werden Schafe und Ziegen als wahre Alleskönner unter den Nutztieren geschätzt. Sie liefern nicht nur Fleisch, Milch, Wolle, Fett und Leder, sondern übernehmen heute auch eine unverzichtbare Rolle bei der Pflege unserer Berglandschaften. Ohne sie wären viele Hochgebiete Südtirols kaum bewirtschaftbar. Die Tiere tragen entscheidend dazu bei, die Bergregionen als wertvollen Erholungs- und Wirtschaftsraum zu erhalten. Grundlage für eine erfolgreiche Schaf- und Ziegenzucht ist dabei vor allem die konsequente Umsetzung moderner Zuchtprogramme. Die Auswahl der Zuchttiere erfolgt sorgfältig unter Berücksichtigung wichtiger Merkmale wie Gesundheit, Widerstandskraft, Wollqualität und Fruchtbarkeit. Traditionelles Wissen wird dabei mit modernen Zuchtmethoden kombiniert, um sowohl die genetische Vielfalt zu bewahren als auch die Leistungs-
fähigkeit der Herden kontinuierlich zu steigern. So wachsen Schafe und Ziegen, die optimal an die spezifischen Umweltbedingungen Südtirols angepasst sind und langfristig einen wertvollen Beitrag zur regionalen Landwirtschaft leisten. Der Verband der Südtiroler Kleintierzüchter, gegründet 1989, zählt heute 2.055 Mitglieder in über 50 angeschlossenen Zuchtvereinen. Er ist zentrale Interessenvertretung für Schaf-, Ziegen- und Schweinezüchter und steht für umfassende Mitgliederbetreuung und sichere Vermarktung hochwertiger regionaler Produkte. In Südtirol werden etwa 10.000 Schafe aus acht verschiedenen Rassen sowie rund 15.000 Ziegen aus drei Rassen gehalten. An der Spitze der Schafzucht steht das Tiroler Bergschaf, bei den Ziegen die Passeirer Gebirgsziege. „Uns ist es besonders wichtig, das genetische Potenzial alter Rassen zu erhalten“, betont Barbara Mock,
Geschäftsführerin des Verbandes, und weiter, „denn Südtirol braucht Schafe und Ziegen auf den Almen – aber nicht als Beute für Wolf und Bär.“ Die im Verband betreuten alpinen und traditionellen Rassen zeichnen sich durch eine besondere Anpassung an das raue Hochgebirge aus. Ein Überblick über die wichtigsten Rassen:
Schafe
• Tiroler Bergschaf (Weißes Bergschaf): Die zahlenmäßig stärkste und beliebteste Rasse, bekannt für hohe Fleisch- und Wollqualität sowie hervorragende Gebirgstauglichkeit.
• Schnalser Schaf: Eine traditionell verwurzelte, lokal bedeutsame Rasse.
• Schwarzbraunes Bergschaf: Robust und charakteristisch durch seine dunkle Färbung.
• Villnösser Brillenschaf: Mit seiner typischen „Brille“ um die Augen gilt es als gefährdete Rasse und erhält
spezielle Erhaltungsprämien.
• Tiroler Steinschaf: Eine der ältesten Alpenrassen, ebenfalls schützenswert.
• Jura Schaf: Widerstandsfähig mit feiner Wolle.
• Schwarznasenschaf (Walliser Schwarznase): Auffällig durch schwarzes Gesicht und spiralförmige Hörner.
Ziegen
Bei den Ziegen dominieren zwei Nutzungstypen:
• Passeirer Gebirgsziege: Eine robuste, bunte Gebirgsziege, besonders im Passeiertal verbreitet. Ihr Fleisch, insbesondere das Kitzfleisch, ist eine regionale Delikatesse.
• Bunte Edelziege (Bunte Deutsche Edelziege): Die häufigste Milch ziegenrasse Südtirols, ideal für die alpine Milchproduktion.
• Weiße Edelziege: Ebenfalls ein verlässlicher Milchlieferant in den Bergregionen.
Villnösser Brillenschaf
Passeirer Gebirgsziegen
Auch Schafe und Ziegen lieben die „Sommerfrische“
Jährlich verbringen über 27.000 Schafe die Sommermonate auf den Almen. Wesentliche Merkmale dieser Rassen zeigen sich in folgenden Bereichen:
Anpassung an das Hochgebirge
Klauen wie eine Gams: Rassen wie das Villnösser Brillenschaf und das Schnalser Schaf besitzen extrem harte und abnutzungsresistente Klauen, die ihnen sicheren Halt auf steilen Felsen und Geröll bieten. Robustheit und Wetterfestigkeit: Sie widerstehen plötzlichen Wintereinbrüchen, Gewittern und großen Temperaturschwankungen über 2.000 Metern Höhe. Die dichte Wolle schützt vor Nässe und Kälte.
Ökologischer Beitrag und Landschaftspflege
Erhalt der Artenvielfalt: Schafe grasen die Almen gleichmäßig ab, ver-
hindern Verbuschung und sichern so das ökologische Gleichgewicht sowie die typische alpine Flora. Natürlicher Lawinenschutz: Das kurz gehaltene Gras sorgt im Winter für eine dichtere Schneedecke, die das Abrutschen von Schneemassen verhindert.
Tradition und Kulturerbe
Transhumanz (Schafzug): Das Schnalser Schaf ist eng verbunden mit dem spektakulären, länderübergreifenden Schafsauftrieb, der seit rund 6.000 Jahren stattfindet und zum immate-
riellen UNESCO-Kulturerbe gehört. Überleben trotz Widrigkeiten: Autochthone Rassen wie das Brillenschaf konnten nur dank des Einsatzes Südtiroler Bergbauern in den 1930er und 40er Jahren erhalten bleiben, die die Tiere trotz gesetzlicher Verbote auf abgelegenen Almen versteckten.
Qualität der Produkte
Feinfaseriges Fleisch: Durch Bewegung im steilen Gelände und das Fressen aromatischer Alpenkräuter ist das Fleisch fettarm, fest und besonders geschmackvoll – wie das geschützte Villnösser Lammfleisch. Hochwertige Wolle: Fein gekräuselt und lanolinhaltig, mit exzellenten Filz- und Spinnqualitäten. Renommierte Hersteller von Bergbekleidung setzen gezielt auf die Wolle der Südtiroler Almschafe für technische Outdoor-Bekleidung. Die Schaf- und Ziegenzucht in Südtirol ist somit weit mehr als nur Nutztierhaltung – sie ist ein lebendiges Stück
Kultur, ein ökologisches Fundament und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor zugleich. Moderne Herausforderungen wie der Klimawandel, zunehmende Flächenversiegelung und der demografische Wandel erfordern jedoch eine Anpassung traditioneller Bewirtschaftungsformen. Innovative Konzepte verbinden ökologische Nachhaltigkeit mit ökonomischer Rentabilität, indem sie etwa nachhaltige Vermarktungsstrategien, Bio-Zertifizierungen oder regionale Direktvermarktung fördern. Gleichzeitig gewinnen Bildungs- und Umweltprojekte an Bedeutung, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Schaf- und Ziegenhaltung in der Gesellschaft zu stärken und junge Generationen für eine zukunftsfähige Almwirtschaft zu begeistern. Somit bleibt die Verbindung von Tradition und Innovation der Schlüssel zur Erhaltung dieser unserer wertvollen Kulturlandschaft.
Walter J.
Werth
Passeirer Gebirgsziegen Bock
Tiroler Bergschaf
Walliser Schwarznasen Schaf
Jura Schaf
Der Jugendfußball lebt
Seit rund 63 Jahren ist Peppi Schermer dem Fußball verbunden. Nach vielen Jahren als aktiver Spieler war er etwa 35 Jahre lang als Trainer, Jugendtrainer und Sektionsleiter tätig.
Seit der Saison 2010/2011 begleitet er als Bezirksleiter des VSSFußballs im Burggrafenamt die Entwicklung des Jugendfußballs in der Region. Schermer blickt mit großer Zufriedenheit auf die Saison 2025/2026 zurück. Besonders erfreulich war die Rekordbeteiligung im Nachwuchsbereich. An den VSS-Meisterschaften nehmen in ganz Südtirol 581 Jugendmannschaften mit rund 8.600 Kindern und Jugendlichen teil. Hinzu kommen 96 weitere Mannschaften in den Freizeitmeisterschaften. Auch das Burggrafenamt verzeichnet beeindruckende Zahlen. Hier stehen 103 Jugendmannschaften mit rund 1.500 Kindern und Jugendlichen
im Alter zwischen sieben und 15 Jahren im Meisterschaftsbetrieb. Weitere 21 Mannschaften nehmen an den Freizeitbewerben teil. Insgesamt werden im VSS jedes Jahr rund 5.000 Spiele ausgetragen, die von etwa 140 Spielleitern betreut werden. Hinter diesen Zahlen steckt ein großer organisatorischer Aufwand, der nur dank des Einsatzes vieler engagierter Menschen bewältigt werden kann.
Rekordsaison im Nachwuchsfußball Schermer freut sich besonders darüber, dass die positive Entwicklung in allen Vereinen und Altersklassen sichtbar wird. Des-
halb möchte er keine einzelne Mannschaft hervorheben. Vielmehr sei zu beobachten, dass sich die Jugendlichen kontinuierlich weiterentwickeln und sowohl technisch als auch spielerisch große Fortschritte machen. Welche Mannschaften die größten sportlichen Erfolge der Saison feiern konnten, wird sich bei den VSSLandesfinalspielen am 14. Juni in St. Lorenzen zeigen. Bereits jetzt ist jedoch deutlich erkennbar, mit wie viel Einsatz, Leidenschaft und Begeisterung die Vereine aus dem Burggrafenamt unterwegs sind. Gerade diese Begeisterung beeindruckt Schermer immer wieder. Bei den zahlreichen Spielen, die er während einer Saison besucht,
erlebt er die Freude der Kinder am Fußball hautnah mit. Für ihn machen die Motivation, der Einsatzwille und die Leidenschaft der jungen Spieler den besonderen Reiz des Jugendfußballs aus.
Ausbildung als Grudlage Neben den sportlichen Leistungen ist die Organisation des Spielbetriebs Jahr für Jahr eine große Herausforderung. Es müssen Spielpläne erstellt, Sportplätze koordiniert und ausreichend Spielleiter eingeteilt werden. Im Burggrafenamt stehen dafür derzeit rund 40 Spielleiter zur Verfügung. Besonders erfreulich ist, dass viele von ihnen sehr jung sind. Verantwortlich dafür ist
Unter-8 Obermais weiß
Unter-8 Algund
Unter-8 Tscherms
Bezirksobmann R. Grosschedl
Unter-10 St. Martin-Moos Unter-8 Tscherms-Marling
Unter-8 Tisens
Bezirksleiter P. Schermer
Bezirksobmann Reinhard Grosschedl, der sich seit vielen Jahren mit großem Engagement für das Schiedsrichterwesen einsetzt. Durch seinen Einsatz können immer wieder neue junge Unparteiische gewonnen werden. Die Vereine leisten in diesem Bereich hervorragende Arbeit bei der Ausbildung der Nachwuchsspieler und schaffen optimale Bedingungen für die sportliche Entwicklung ihrer Jugendlichen. Ergänzend dazu bietet der VSS mit den Fußballförderzentren Ost, Mitte und West talentierten Spielern die Möglichkeit, einmal pro Woche ein zusätzliches Training zu absolvieren und ihre Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln. Eine Schlüsselrolle nehmen dabei die Trainer und Betreuer ein. Sie in-
Grillzeit
vestieren einen großen Teil ihrer Freizeit, um die Kinder nicht nur sportlich, sondern auch in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten. Dazu besuchen sie regelmäßig Fortbildungsangebote des VSS, die ihnen wertvolle Impulse für ihre Arbeit vermitteln.
Blick nach vorne
Mit Blick auf die kommende Saison stehen einige Veränderungen bevor. So werden die Altersklassen U8 und U9 ab der Saison 2026/2027 keine Meisterschaftsspiele mehr austragen, sondern ausschließlich an Turnieren teilnehmen. Das Ziel dieser Neuerung besteht darin, den Kindern mehr Ballkontakte, mehr Spielzeit und bessere Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Der
Fokus soll künftig auf der Ausbildung und der Freude am Spiel als auf den Ergebnissen liegen. Ähnliche Modelle haben sich in Deutschland und Österreich bereits erfolgreich bewährt. Die stetig steigende Zahl an Kindern und Jugendlichen in den Vereinen zeigt, dass der Fußball weiterhin einen hohen Stellenwert genießt. Gleichzeitig legt der VSS großen Wert auf Fairplay und gegenseitigen Respekt. Spieler, Trainer, Spielleiter und Zuschauer sollen einander mit Wertschätzung begegnen. Auch wenn in diesem Bereich bereits viel erreicht wurde, sieht Schermer weiterhin Verbesserungspotenzial. Sein Wunsch für die Zukunft ist deshalb klar: Auf und neben dem Spielfeld soll ein respektvoller Umgang selbst-
verständlich sein. Gewinnen und Verlieren gehören zum Sport dazu, entscheidend ist jedoch, dass die Werte des Sports stets im Mittelpunkt stehen. Abschließend unterstreicht Schermer die große Bedeutung der Nachwuchsförderung. Gerade in einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, bietet der Sport einen wichtigen Ausgleich. Fußball fördert nicht nur Bewegung und Gesundheit, sondern auch Gemeinschaftsgeist, Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenzen. Darüber hinaus leistet er einen wertvollen Beitrag zur Integration und stärkt das Miteinander in der Gesellschaft.
Redaktion
Grillen mit Südtiroler Geflügel
Geflügel mit Qualitätszeichen Südtirol gehört zur Grillsaison einfach dazu. Das Fleisch stammt von Tieren, die in Südtirol aufwachsen und unter klar geregelten Bedingungen gehalten werden. So kommt Qualität auf den Grill, die du schmeckst und der du vertrauen kannst. Die Tiere haben viel Platz, frische Luft und natürliches Tageslicht. Auslauf ist verpflichtend.
Gemästet und geschlachtet wird direkt in Südtirol. Das sorgt für kurze Wege und eine Herkunft, die nachvollziehbar bleibt. Im Mittelpunkt steht das Tierwohl. Die Betriebe verzichten vollständig auf Antibiotika und leistungsfördernde Substanzen. Die Aufzucht folgt strengen Vorgaben, mit angepasstem Futter und viel Bewegungsfreiheit. Regelmäßige
Für heimisches Fleisch mit geprüfter Herkunft. Und für Grillmomente, bei denen Qualität und Verantwortung zusammengehören. Mehr Informationen auf: https://www.qualitaetsuedtirol. com/fleisch
Kontrollen sichern diese Standards ab. Geflügel mit Qualitätszeichen Südtirol steht für bewussten Genuss an langen Sommerabenden.
Grillzeit genießen mit Geflügelfleisch
Herzschlagfinale mit Happy End
Obermais untermauert Standing als zweitbeste Südtiroler Fußball-Mannschaft mit eindrucksvollem Saisonfinale.
Der FC Obermais hat in seiner ersten Serie-D-Saison Geschichte geschrieben. Was zwischenzeitlich bereits nach einem fast sicheren Abstieg aussah, endete für den Meraner Stadtviertelverein in einem echten Fußballmärchen. Nach einem nervenaufreibenden Saisonfinish schaffte der FCO tatsächlich den Klassenerhalt und darf damit auch in der kommenden Saison in Italiens vierthöchster Liga antreten. Noch wenige Wochen vor Saisonende war die Lage äußerst kritisch. Obermais steckte tief im Tabellenkeller fest, der direkte Abstieg rückte näher und selbst die Hoffnung auf ein Playout drohte zu schwinden. Die Mannschaft musste praktisch in jedem Spiel punkten, um überhaupt noch eine Chance auf den Ligaverbleib zu haben. Doch genau in dieser entscheidenden Phase zeigte die Mannschaft um Präsident Hannes Schnitzer Charakter. Der FCO blieb sieben Spiele in Folge ungeschlagen, kämpfte sich zurück und entwickelte plötzlich jene Mentalität, die man im Abstiegskampf
entwickelte sich schließlich zu einem regelrechten Fußballkrimi. Im entscheidenden Spiel gegen San Luigi zeigte Obermais wohl eine der besten Leistungen der gesamten Saison und hielt mit einem überzeugenden 3:1 Sieg in Lupari den Traum vom Klassenerhalt am Leben.
Danach folgte das alles entscheidende Playout gegen Vigasio. Die Dramatik des Spiels, mit dem Ausgleich in der letzten Sekunde der Nachspielzeit durch Nachwuchscrack Stefan Turini
denkwürdigen Schlussabschnitt in der darauffolgenden 30minütigen Verlängerung. Einwechselspieler Alex Loncini war es, der vier Minuten vor Ende der Verlängerung das Leder mit einem satten Rechtsschuss ins das Vigasio Tor jagte und noch nie dagewesene Jubelstürmer unter den mehr als 400 mitgereisten Fans auslöste. Für einen Verein wie den FCO ist die Entwicklung der vergangenen Spielzeit außergewöhnlich. Die Euphorie rund um den Verein ist in den vergangenen Monaten enorm gewachsen. Die Serie D hat in Meran spürbar etwas ausgelöst. Der Klassenerhalt ist deshalb weit mehr als nur ein sportlicher Erfolg. Für den FCO bedeutet das zweite Jahr in der Serie D einen historischen Schritt und die Chance, sich nachhaltig auf diesem Niveau zu etablieren. Hinter den Kulissen laufen die Planungen für die neue Saison bereits auf Hochtouren. Der FCO möchte sich für das nächste Jahr weiterentwickeln und noch professioneller aufstellen. Geplant sind unter anderem Investitionen in die Infrastruktur, besonders die
Erneuerung des Kunstrasens am Viehmarktplatz steht dabei im Mittelpunkt. Gleichzeitig arbeitet der Verein daran, das sportliche Umfeld breiter aufzustellen, u.a. im Trainerteam rund um Erfolgscoach Flavio Toccoli. Dabei möchte der FCO aber trotzdem seiner Linie treu bleiben. Genau diese Mischung aus familiärer Identität, Zusammenhalt und ehrlicher Arbeit hat den Verein in den vergangenen Jahren ausgezeichnet. Neben der Tatsache, dass man vor allem auf einheimische Spieler setzt, zeichnet die Obermaiser ebenso aus, dass man seit jeher eine extrem enge Verbindung zur Fanszene pflegt. Dass ein vergleichsweise kleiner Stadtteilverein aus Meran den Sprung in die Serie D geschafft hat und sich dort nun sogar ein zweites Jahr behaupten darf, zählt schon jetzt zu den bemerkenswertesten Fußballgeschichten Südtirols der vergangenen Jahre. Und vielleicht war dieses dramatische Herzschlagfinale erst der Anfang eines noch größeren Kapitels.
Thomas Kobler
Ukraine-Hilfe direkt aus Südtirol
Nicht reden, sondern tun – 5. Hilfslieferung nach Czernowitz (Ukraine)
Bereits zum fünften Mal wird der Südtiroler Unternehmer Luis Hillebrand gemeinsam mit dem Meraner Arzt Dr. Walter Dariz und Josef Fleischmann im Juni 2026 eine Hilfslieferung in die vom russischen Angriffskrieg betroffene Ukraine gebracht. Ziel der humanitären Mission war erneut die Stadt Czernowitz, die rund 80.000 Binnenflüchtlinge aufgenommen hat und seit Jahren unter enormem Druck steht. Mit einem voll beladenen Kleinlaster transportierte das Team dringend benötigte Hilfsgüter direkt zu den Menschen vor Ort. Übergeben wurden Medikamente, Spielzeug, Kleidung, Decken,
Handtücher sowie Hygieneartikel für Kinder. Die Spenden gingen an die Kinderklinik Czernowitz, das Kinder- und Soldatentraumazentrum sowie an die „Charitable Foundation“, eine Organisation, die Binnenflüchtlinge und Krankenhäuser in der Region unterstützt. Koordiniert wurde
die Hilfsaktion vor Ort von Prof. Dr. Wolodymyr Kuschnery von der Universität Czernowitz und Cap. Andrey Yuziak vom Heimatschutz, die sich unermüdlich für die Versorgung und Sicherheit der Bevölkerung einsetzen. „Auch bei der fünften Hilfslieferung war die Spendenbereit-
schaft überwältigend. Dafür danken wir allen Unterstützern von Herzen. Jede Spende hilft direkt dort, wo sie dringend gebraucht wird“, betont Luis Hillebrand. Die Reise stellte das Team erneut vor große Herausforderungen. Allein der Grenzübertritt dauerte mehr als acht Stunden. Insgesamt legten die Helfer innerhalb von fünf Tagen rund 3.850 Kilometer zurück. Für Hillebrand steht fest: „Zu sehen, dass die Hilfe ankommt und etwas bewirkt, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit. Die Vorbereitungen für den nächsten Hilfseinsatz laufen bereit
Redaktion
04.07. – Sonderführung „Bergbaugeschichte am Schneeberg“ mit Armin Torggler
05.07. – Südtirol Jazzfestival Alto Adige am Schneeberg
18.07. – Kinderprogramm „Glitzersteine“ mit Geologe Daniel Ungerank
Mitte Juni: Eröffnung des Museumsstandorts Schneeberg und der Schutzhütte Schneeberg
Infos unter bergbaumuseum.it
Josef Fleischmann, Luis Hillebrand, Dr. Walter Dariz
Reise durch die Welt der Träume
Am 16. Mai verwandelte sich die Mittelschul-Turnhalle von Lana in eine Bühne voller Fantasie, Bewegung und Begeisterung. Das diesjährige Schauturnen der Sektion Kunstturnen im SV Lana stand unter dem Motto „Träume“ und wurde zu einem stimmungsvollen Höhepunkt.
Vom Nachmittag bis in den Abend hinein präsentierten über 200 Turnerinnen und Turner ihr Können und zeigten eindrucksvoll, was sie im Laufe des Schuljahres trainiert haben. Mit abwechslungsreichen Vorführungen, kreativen Choreografien und viel Einsatz entführten die Athletinnen und Athleten das Publikum in eine Welt voller Bewegung, Musik und Emotionen. Die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer belohnten die Darbietungen mit großem Applaus. Besonders schön war zu sehen, wie vielfältig der Turnsport in Lana gelebt wird. Von den jüngsten Kindern bis zu den erfahrenen Wettkampfturnerinnen und
Wettkampfturnern standen alle Gruppen mit Freude, Konzentration und sichtbarem Stolz auf der Matte. Jede Vorführung erzählte auf ihre Weise vom Mut, etwas Neues zu wagen, und von der Begeisterung, gemeinsam über sich hinauszuwachsen. Ein besonderer Gänsehautmoment war der Auftritt zweier kleiner Turner aus der Bubengruppe der Fünf- bis Neunjährigen. Sie trugen ein Gedicht vor, das das Motto berührend auf den Punkt brachte: „Ich hab heut Nacht im Traum gesehn, wie Sterne über unsre Köpfe stehn. Sie flüstern leis: Hab Mut, sei frei, dein kleiner Funke ist auch dabei.“ Mit diesen Worten erinnerten sie
daran, wie viel Arbeit, Ausdauer und Herzblut in jedem Auftritt steckt – und dass Träume oft dort beginnen, wo Kinder den Mut finden, an sich selbst zu glauben. Auch sportlich durfte die Sektion Kunstturnen auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Ein besonderer Erfolg gelang Lukas Mair, Turner der Wettkampfgruppe Buben: Er belegte bei der Italienmeisterschaft in Rimini den hervorragenden zweiten Platz und darf sich nun Vize-Italienmeister nennen. Dieser Erfolg zeigt, welches Potenzial und welche Qualität im Lanaer Kunstturnen stecken. Heute zählt die Sektion Kunstturnen des SV Lana 18 verschiedene Turngruppen mit
insgesamt 296 Mitgliedern. Trainiert werden sie von 16 Haupttrainerinnen und Haupttrainern sowie 9 Hilfstrainerinnen und Hilfstrainern. Unterstützt wird die Sektion außerdem von 5 Vorstandsmitgliedern und 5 Ehrenmitgliedern, die im Hintergrund viel Zeit und Energie investieren, damit Trainings, Wettkämpfe und Veranstaltungen möglich sind. Ein großes Dankeschön gilt allen Trainerinnen und Trainern, die die Kinder und Jugendlichen mit Geduld, Fachwissen und viel Herzblut durch das Vereinsjahr begleitet haben. Ebenso herzlich bedankt sich die Sektion beim ehrenamtlichen Vorstand für die Organisation und Durchfüh-
rung dieses gelungenen Jahresabschlusses. Um auch weiterhin ein vielfältiges Trainingsangebot, sichere Rahmenbedingungen und die sportliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ermöglichen zu können, freut sich die Sektion Kunstturnen über Unterstützung durch Sponsoren und Förderer. Jede Unterstützung trägt dazu bei, den Turnsport in
Lana lebendig zu halten und jungen Talenten Raum zur Entwicklung zu geben. Das Schauturnen war damit nicht nur der sportliche Höhepunkt des Jahres, sondern auch ein Abend voller Gemeinschaft, Begeisterung und leuchtender Kinderaugen. Es zeigte einmal mehr, wie viel Kraft im Vereinsleben steckt – und wie schön es ist, wenn Träume
durch Bewegung, Teamgeist und Ausdauer sichtbar werden. Die Sektion Kunstturnen wünscht allen Wettkampfturnerinnen und Wettkampfturnern sowie den Sommerfreizeitgruppen ein schönes Sommertraining. Kursanmeldungen: Die Anmeldungen zu den Freizeitgruppen finden wieder ab August statt. Genauere Informationen werden rechtzei
tig auf der Homepage des Vereins veröffentlicht. Bubentrainer gesucht: Liebst du Sport, arbeitest gerne mit Kindern und Jugendlichen und interessierst dich für das Kunstturnen? Dann melde dich bei uns! Wir suchen stetig neue Trainerinnen und Trainer für unser Trainerteam.
Klassisch (K) - 18,0km
Volkslauf (V) - 8,5km
Staffel (ST) - 8 + 8,5 km
Guat Gongen (G) - 8,5km
Zur Farmazonalm
Ein schöner Anstieg, als Belohnung eine einsame Alm, scheinbar am Ende der Welt und dem Himmel besonders nahe, sowie der gemütliche Rückweg nach Platt in Passeier.
Der erste Bus 240, der von Meran bis Pfelders fährt, bringt uns bis zur Haltestelle Außerhütt, wo wir starten. So können wir den Aufstieg großteils im kühlen Morgenschatten bewältigen.
Durch den Herrnwald
Gegenüber der Haltestelle beginnt der Forstweg mit dem ersten Hinweisschild zur Farmazonalm. Wir wandern durch den noch taufrischen Wald. Es geht über die, für Autos gesperrte Forststraße, nur einzelne Radfahrer sind unterwegs, doch diese gehören zu den Stillen. Den abzweigenden Steig zum Meraner Höhenweg beachten wir nicht, zügig geht es aufwärts bis zur ersten großen Kehre. Wir wandern nun in dieselbe Richtung weiter, leicht abwärts, bis wir am Talgrund ankommen. Hier wird uns das enge V-Tal des Farmazonbachs so richtig bewusst. Nun müssen
wir wieder bergan bis zu einer bereits sichtbaren Holzbrücke, die wir überqueren. Jenseits führt der Steig zu den Hinweisschildern.
Immer bergan auf Nummer 10 Zwischen allerersten, blühenden Alpenrosen und Steinen wandern wir stetig aufwärts. Nirgends ist es ausgesetzt, und rückblickend tauchen immer mehr Berge auf. Das muntere Rauschen des Wildbachs ist unser steter Begleiter. Höher und höher zieht sich der Steig, der Schweiß tropft von der Stirn, obwohl wir glücklich sind, noch im Schatten zu gehen. Auf dem Forstweg an der anderen Talseite brennt längst die Sonne. Dann sehen wir auch schon die rotweiße Fahne, die lustig im Wind flattert und endlich wird auch die Alm hinter einem letzten Hügel sichtbar. Dahinter nur mehr wilde Einsamkeit bis hinauf zu den
schneebedeckten Gipfeln. Bis zum Erscheinen dieser Nummer brennen die Hänge in Rot, die Alpenrosen sind dann voll erblüht!
Verdiente Rast und Rückweg Es ist erstaunlich ruhig, alle genießen hier die Stille. Kein Radio plärrt, kein Motorräderlärm, bloß das Rauschen des Bachs und der vereinzelte Klang der Kuhglocken. Eine schmackhafte Mahlzeit, das Schnapsl zum Abschied bringt uns wieder auf die Beine, der Rückweg ist noch weit. Eine kleine Brücke führt über den Bach, ein letzter Blick auf dieses schöne Plätzchen, dann wandern wir gemütlich den Forstweg bergab. Lang zieht er sich hin, doch es gibt so manches zum Staunen: prachtvolle Panoramablicke, wie auch zwischendurch eine Bank zum Innehalten, ein Wassertrog um Arme und Füße zu erfrischen. Dann sind wir auch schon an der Abzweigung, wo wir
Die Farmazonalm (1886 m)
Ein erster Blick zum Farmazonbach
morgens den Fußweg genommen hatten. Wir gehen noch ein Stück abwärts bis zur Abzweigung, Markierung 24.
Der Zwölferlarch am „Kropfegge“ Nun hinunter zum Bach, den wir überqueren, und jetzt geht es auf Markierung 10 talaus. Einmal müssen wir über viele Steine, dort hatte einst ein Felssturz stattgefunden. Wir wandern in Richtung Platt weiter. Eine Quelle nässt den darunter liegenden Steig tüchtig ein. Die Abzweigung zum Steig nach Ulfas ist Teil des Meraner Höhenweges (Mark. 24!), wir jedoch bleiben auf Markierung 10. Einem Zaun entlang wandern wir am Wiesenrand weiter. Kurz darauf entdecken wir beim „Zwölferlarch“ neue Wegweiser, sowie eine Informationstafel und wählen die Markierung 10 mit 50 Minuten! Unter uns ist der stattliche Neubau des Farmazonhofs.
Hinunter nach Platt
Der Weg wird breiter und führt längs eines Zauns wieder zum Wald. Ab jetzt müssen wir gut auf die Markierung achten. Wir verlassen den breiten Weg und wandern einen Pfad abwärts. Er schlängelt sich romantisch durch den Wald, führt dann über Steinstufen abwärts und ermöglicht immer wieder schöne Ausblicke. Schließlich mündet er in den Steig, der von Ulfas nach Platt führt. Bald sehen wir bereits die obersten Häuser, sowie den Platter Kirchturm. Am Wendlhof vorbei kommen wir zu einem Bildstock und hinunter zur Straße, die wir über einen Wiesensteig nochmals abkürzen. Froh über diesen neu entdeckten Wanderweg steigen wir in Platt in den Bus, der uns nach Meran bringt.
Christl Fink
Anfahrt und Start: Mit dem Linienbus 240 Richtung Pfelders bis Außerhütt (1457 m)
Ziel: Farmazonalm 1886 m und Platt 1140 m
Beste Zeit: Juni bis Spätherbst Gesamtgehzeit: hin-und retour rund 4 Std. Außerhütt: > Farmazonalm: 1.20 Std. > Wegweiser Kreuzung mit Markierung. 24: 1.20 Std. > Platt über Mark. 10: 1.10 Std.
Der Talausblick
Die Alpenrosen grüßen
Wo der Wildbach rauscht
Die Brücke hinüber
Platt liegt vor uns
Herbatio – Altes Wissen neu entdecken
Das Kräuterfest im Nationalpark Stilfserjoch
Kurz nachgefragt bei Sigrid Thaler, Präsidentin des Vereins der Südtiroler Kräuterpädagogen
Was fasziniert Sie an Kräutern?
Mich fasziniert vor allem die Artenvielfalt und Systematik. Dabei ist das genaue Hinschauen sehr wichtig. Zudem komme ich nie um die Frage der Inhaltsstoffe herum und wofür das Kraut verwendet werden kann.
Was sind die Highlights des diesjährigen Kräuterfests Herbatio, bei dem auch Sie mitwirken? Für mich ist Herbatio als solches ein
Highlight. Vor allem, weil ich weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt. Von Herbatio können viele Menschen profitieren. Ich möchte nicht eine Sache hervorheben, denn das breitgefächerte Angebot zum
Thema Kräuter ist einzigartig – von den Workshops über die Vorträge und Wanderungen bis hin zum Kräutermarkt und der Kulinarik. Und das alles vor der traumhaften Kulisse des Vinschgaus.
ALTES WISSEN NEU ENTDECKEN
Infos Was? Herbatio Wann? 4. Juli und 5. Juli 2026 Wo? Heilige Drei Brunnen in Trafoi
SPONSOREN UND PARTNER
Einzigartiges Südtiroler Kräuterfest mit Workshops, Vorträgen, Wanderungen, Herbatio-Küche und Kinderbetreuung.
Weitere Informationen: www.herbatio.com
Altes Wissen neu entdecken
Samstag, 4. Juli und Sonntag, 5. Juli 2026 von 9.30 bis 19.00 Uhr
Heilige Drei Brunnen, Trafoi im Vinschgau
Am 2. und 3. Juli 2022
Organisation: Georg Gapp und Miriam Verdross
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Kostenloser Eintritt
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Einlass ab 20:00 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr Ingresso gratuito
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