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Walter J. Werth
Ist nur die Schule schuld?
Laut Erhebung des Bildungsressort unseres Landes haben mehr als ein Viertel aller Südtiroler Berufsschüler eine Lernschwäche, Aufmerksamkeitsdefizit oder Hyperaktivitätsstörung. In den Oberschulen staatlicher Art liegt der Anteil bei rund zehn Prozent. Digitale Medien bereichern den Unterricht durch interaktive und individuelle Lernmöglichkeiten. Allerdings erschweren Ablenkungen durch die Informationsflut das Lernen. Deshalb sind gezielte Förderung von Medienkompetenz entscheidend, um die Vorteile digitaler Medien effektiv zu nutzen und Lernprobleme zu vermeiden. Eltern müssten aufhören, die digitale Verantwortung an die Schule abzuschieben. Medienkompetenz bedeutet nicht, dass ein Kind ein Tablet bedienen kann – das können Dreijährige bereits. Echte Medienkompetenz bedeutet zu wissen, wann man das Gerät ausschaltet. Es braucht klare Regeln im Elternhaus: bildschirmfreie Mahlzeiten, ein striktes Smartphone-Verbot im Schlafzimmer ab einer bestimmten Uhrzeit und vor allem das gemeinsame, analoge Erleben.
Eigentümer und Herausgeber: Bezirksmedien GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Nr. 19/93; Eintragung im ROC Nr. 3226/1994 Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Josef Laner
Redaktion: Christl Fink, Philipp Genetti, Martin Geier, Walter J. Werth, Christian Zelger, Markus Auerbach, Elisabeth Tappeiner, Thomas Kobler, Max Hofer
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
WerkSTOTTschual ASCHBACH
Am besten erreicht man die WerkSTOTTschual mit der Seilbahn. Es ist windig, als wir hinauffahren – bis zu 70 km/h Windstärke könne die Bahn problemlos bewältigen, erklärt uns der freundliche Kabinenführer in Ried. Also keine Angst, wenn es wackelt!
Nach acht Minuten Fahrzeit erreichen wir Aschbach auf 1.360 Metern Höhe – und haben das Gefühl, in einer anderen Welt angekommen zu sein. Nur wenige Gehminuten später steht sie vor uns: die Werk STOTTschual.
Die aktuelle Situation vieler junger Menschen in Südtirol wird von Experten zunehmend als belastend beschrieben. Laut der Kinder- und Jugendpsychiaterin Donatella Archangeli nehmen psychische Probleme wie Angstzustände, Depressionen, Impulsivität, eine geringere Frustrationstoleranz und akute Krisen spürbar zu.
„Fast jeder dritte Schüler mit Diagnose“ titelte kürzlich die „Dolomiten“. Besonders schwierig sei die Situation an den Berufsschulen. Das klassische System Schule stößt an seine Grenzen und kann nicht mehr ausreichend reagieren, befürchtet nicht nur der Team K-Abgeordnete Alex Ploner.
Das Schulsystem im Umbruch Das homogene Klassenzimmer gibt es schon lange nicht mehr. Individuelle Förderung, Differenzierung und Beziehungsarbeit werden notwendig, damit nicht immer mehr junge Menschen zu Schulaus-
steigern werden. Nach dem „alten“ System Schule, das auf Leistung, Selektion und homogenen Gruppen basiert, ist das jedoch kaum mehr zu stemmen. Die Realität in den Klassenzimmern sieht nämlich so aus: sprachlich, sozial und leistungsmäßig vielfältige Schülergruppen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen. Ein Unterricht, der alle gleich behandelt, wird dieser Vielfalt kaum gerecht. Die Bildungswissenschaft fordert zwar kein Ende des „alten“ Systems, aber ein deutliches Weiterdenken weg von reiner Selektion hin zu einem flexibleren, unterstützenden und stärker beziehungsorientierten Schulsystem.
Innovative Lernorte Mittlerweile gibt es in Südtirol einige innovative Lernorte außerhalb der klassischen Schule, die stark auf Natur, Praxis, Bewegung und eigenständiges Lernen setzen. Dazu zählen zum Beispiel die Erlebnisschule Langtaufers, die Draußenschule im Ahrntal, die Waldschule Ritten, der Burger Hof im Pragser Tal, die Werkstatt Perdonig/Eppan. Auch die Südtiroler Bäuerinnen und die Winterschule Ulten bieten alternative Lernformen an. Im Burggrafenamt ist es die WerkSTOTTschual Aschbach. Schon der Name fällt ins Auge: „Werk STOTT Schual“. Dahinter stecken alternative Ansätze des Lehrens und Lernens, vor allem gedacht für junge Menschen, die sich im klassischen System zunehmend schwer tun. Das Ziel sei laut Philipp Achammer ein Ausbau der außerschulischen Lernorte in allen Bezirken Südtirols. Denn: „Lernorte bieten Möglichkeiten, den Horizont zu erweitern und gestärkt wieder in den Alltag zurückzukehren“, ist der Bildungslandesrat überzeugt. Der Ausbau erfolgt anhand einer Stiftung, die 2023 gegründet wurde. „Wie können wir Möglichkeiten schaffen und Unterstützungssysteme aktivieren, damit alle Kinder und Jugendliche sich bilden und gut aufwachsen können –und zwar so, dass sie ihr passendes Leben führen können?“, heißt es im Auftrag der Stiftung „perspektiven-lernen“. Stiftungspräsident ist der ehemalige Welsberger Schuldirektor Josef Watschinger, geleitet wird sie von Angelika Griessmair.
WerkSTOTTschual Aschbach
Das ehemalige Schulhaus in Aschbach wirkt von außen unscheinbar. Lange Zeit waren die Fensterläden geschlossen und das Dach war von Wind und Wetter gezeichnet. Niemand ahnte damals, dass es einmal ein Beispiel für innovative Bildungsarbeit werden würde. Alles nahm 2011 seinen Anfang, als sich an der Landesberufsschule in Meran eine pädagogische Notlage ergab. Das Beratungsteam um Religionslehrer Lukas Spitaler suchte nach neuen Wegen für Berufsschüler, die im klassischen Schulalltag nicht mehr zurechtkamen. „Das Projekt entstand aus reiner Not“, erzählt Spitaler rückblickend. „Wir wussten nicht mehr, was wir mit Schülern mit Lernschwierigkeiten machen sollten.“ Anstatt diese Jugendlichen weiter in ein System zu drängen, entschied sich die Gruppe für einen ungewöhnlichen Schritt: Sie schufen einen außerschulischen Lernort.
Lernen durch Tun Gemeinsam mit der Gemeinde Algund wurde beschlossen, das verlassene Schulhaus in Aschbach zu sanieren, aber nicht durch Baufirmen, sondern mit Jugendlichen selbst. Was zunächst als Pilotprojekt für sogenannte „Ausschlussschüler“ gedacht war, entwickelte sich rasch zu weit mehr als einer Baustelle. Es wurde zu einer offenen Lernplattform, einem Ort, an dem junge Menschen nicht über Noten definiert werden, sondern über ihre Fä-
higkeiten, ihre Kreativität und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Anfangs, erzählt Spitaler, lief das Projekt nicht wie geplant. Die Jugendlichen, die vom Unterricht ausgeschlossen worden waren, arbeiteten zwar begeistert mit, doch nach wenigen Tagen verlor auch dieses neue Umfeld seinen Reiz. Gleichzeitig entstand bei anderen Schülern Unverständnis darüber, warum gerade jene, die Regeln verletzt hatten, an einem so spannenden Projekt teilnehmen durften. „Also entschieden wir uns die Gruppen zu mischen“, sagt Spitaler, der heute die Landesberufsschule für Handwerk und Industrie in Bozen leitet. Plötzlich arbeiteten leistungsstarke Jugendliche gemeinsam mit jenen, die als schwierig galten. Und genau in dieser Mischung entstand etwas Neues. „Dadurch konnten alle voneinander lernen und etwas ganz Tolles konnte entstehen.
Ein Gemeinschaftswerk
Mehr als 300 Schüler haben an der Sanierung mitgearbeitet. Sie haben Mauern restauriert, Räume erneuert und dabei alte Malereien entdeckt, Kachelöfen saniert, Küchenmöbel gebaut, Holz bearbeitet und Fassaden instandgesetzt. Getragen wurde das Projekt von einem Netzwerk: Neben der Landesberufsschule Luis Zuegg beteiligten sich die Gemeinde Algund, die Technologische Fachoberschule Meran, die Berufsschulen in Schlanders und Bozen, die Berufsschule Savoy und zahlreiche Partnerbetriebe. Die notwendigen finanziellen
Mittel konnten über den Europäischer Sozialfonds gesichert werden.
Besondere Energie
Wer heute im Gästebuch der WerkSTOTTschual blättert, findet viele Einträge – von Schulklassen, Gruppen, Unternehmen und Vereinen. Alle zeigen sich begeistert, hier Zeit verbracht zu haben: beim gemeinsamen Lernen, bei Sitzungen und Tagungen. Das Haus ist wunderbar gelungen und strahlt eine besondere Energie aus. Diese spürt man sofort, sobald man die Türschwelle übertritt. Am 26. Mai 2023 wurde es offiziell eingeweiht, ein emotionaler Moment. Seitdem haben Schulklassen hier Projekttage abgehalten,
Mittelschüler wandern durch die Wälder, kochen gemeinsam und sitzen abends am Lagerfeuer. Vielleicht liegt genau darin die größte Stärke der WerkSTOTTschual. Sie schafft Gemeinschaft. Sie gibt jungen Menschen Raum, sich neu zu erleben, sagen Lehrpersonen.
Der Förderverein
Seit 2025 sorgt ein eigener Förderverein dafür, dass die WerkSTOTTschual als außerschulischer Lernort weiterentwickelt wird. Getragen vom Bildungsverbund Burggrafenamt soll sie künftig noch stärker Schulen, Lehrpersonen und pädagogischen Fachkräften offenstehen. Schuldirektorin Dagmar Morandell, Vorsitzende
des Fördervereins, spricht von einer „notwendigen und wichtigen Ergänzung“ zum bestehenden Bildungssystem. Heute kann das Haus von Schulen für Projekttage genutzt werden, von Vereinen für Veranstaltungen und in schulfreien Zeiten auch von privaten Gruppen angemietet werden. Die Verwaltung liegt beim Thalguterhaus Algund. Die WerkSTOTTschual ist wie ein Gegenmodell zum komplexen Alltag im Bildungssystem. Vielleicht ist genau das die Schule der Zukunft: eine Schule, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Menschen stärkt. Eine Schule, die versteht, dass Lernen Beziehung braucht.
Josef Prantl
Mittelschüler grillen Stockwürste vor der WerkSTOTTschual in Aschbach
Alte Malereien wurden freigelegt
Schüler der Landesberufsschule sanieren vorbildlich das alte Schulhaus in Aschbach
Ein altes Schulhaus mit neuer Zukunft
Als ehemaliger Bürgermeister von Algund war Ulrich Gamper maßgeblich daran beteiligt, dass aus dem leerstehenden Schulhaus in Aschbach ein besonderer Lernort werden konnte. Mit politischem Weitblick und viel Überzeugungsarbeit unterstützte er den Umbau der heutigen WerkSTOTTschual Aschbach von Beginn an.
Wie kam es zur Idee, das leerstehend Schulhaus in Aschbach nicht einfach zu sanieren, sondern daraus einen besonderen Lernort für junge Menschen zu machen?
Ulrich Gamper: Das Haus stand schon längere Zeit leer und sollte einer sinnvollen Nut-
zung zugefügt werden. Die Idee wurde bei einem außerschulischen Projekt eines Schülers bei einem Nachbarbauernhof geboren. Die gute Entwicklung des Jugendlichen bei der Arbeit und die Einzelbegleitung durch einen Lehrer zeigte schnelle Fortschritte und auch der Bedarf nach weiteren Möglichkeiten zur außerschulischen Betreuung war da.
Was hat Sie überzeugt, das Projekt zu unterstützen?
Jugendlichen, die in der Schule noch nicht den richtigen Zugang gefunden haben, eine schnelle und einfache Möglichkeit zu geben, sich in unserem Bildungssystem wohlzufühlen
und weiterzukommen und auf der anderen Seite einer Immobilie neues Leben einzuhauchen, ist ein Gewinn für beide Seiten. Auch die Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner von Aschbach in das Projekt stellt eine positive Entwicklung dar, da sie die Verbindung zum übrigen Gemeindegebiet von Algund stärkt und vertieft.
Welche Bedeutung hatte die Entscheidung, das Haus gemeinsam mit Jugendlichen zu sanieren?
Natürlich war es keine einfache Aufgabe, die rechtlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Sicherheit und Arbeitsschutz so zu klären, dass
ein Arbeiten vor Ort möglich wurde. Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die diesen Prozess unterstützt haben. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Handwerkern hat darüber hinaus allen Beteiligten neue Impulse gegeben und gezeigt, wie sinnvoll und erfüllend gemeinsame Arbeit sein kann. Projekte, deren Ergebnisse auch nach Jahrzehnten noch sichtbar sind, wirken dabei besonders motivierend.
Wenn Sie heute auf die WerkSTOTTschual blicken: Was bedeutet sie für Algund und das Burggrafenamt?
Das Projekt hat sich inzwischen in eine neue Richtung entwickelt, die zu Beginn so nicht absehbar war. Dadurch eröffnet sich für alle Schüler der Umgebung die Möglichkeit, an einem besonderen Ort wertvolle Erfahrungen für ihr Leben zu sammeln. Auch unser Schulsystem entwickelt sich weiter und Aschbach mit seiner „Schual" ist ein Teil dieses Weges zum Vorteil aller Beteiligten.
Interview Josef Prantl
Ulrich Gamper
Die WerkSTOTTschual in Aschbach heute
Wie Jugendliche das Schulhaus zum Leben erweckten
Der ehemalige Algunder Vizebürgermeister Martin Geier engagierte sich in vielen sozialen sowie kulturellen Projekten. Es war seine Idee, Jugendliche in die Sanierung des alten Schulhauses in Aschbach einzubinden und ihnen dadurch Verantwortung und Perspektiven zu geben.
Herr Geier, wie entstand die Idee, Jugendliche in ein Sanierungsprojekt einzubinden?
Martin Geier: Von 2010 bis 2015 war ich Vizebürgermeister von Algund und für Schule und Kultur zuständig. Damals gab es in der Gemeinde Probleme mit einer Gruppe von Skinheads, die immer wieder negativ auffielen. Während einer Fortbildung mit dem bekannten Pädagogen und Hirnforscher Gerald Hüther fragte ich ihn, wie man solchen Jugendlichen begegnen könne. Seine Antwort hat mich sehr beeindruckt: Jugendliche brauchen Zugehörigkeit, eine gemeinsame Identität und eine sinnvolle Aufgabe. Er sagte sinngemäß: „Gebt ihnen dieselben T-Shirts, eine Kappe und lasst sie gemeinsam etwas Sinnvolles tun.“ Das brachte mich auf eine Idee. Wie kamen Sie auf das alte Schulhaus in Aschbach?
In Aschbach stand seit langer Zeit das alte Schulhaus leer und war dem Verfall preisgegeben. Im Gemeinderat hatte man schon öfter darüber gesprochen, was man mit dem Gebäude machen könnte. Da dachte ich: Warum nicht junge Menschen einbinden und gemeinsam etwas Neues schaffen? Zur selben Zeit arbeitete ich als Assistenzprofessor an der TFO Meran im Bereich Bauwesen. Mit zwei dritten Klassen
entwickelte ich die Idee weiter. Die Schülerinnen und Schüler vermassen das Gebäude, zeichneten Pläne und entwickelten Sanierungsvorschläge. Unterstützt wurden sie dabei auch von den Kollegen der Schule.
Wie entwickelte sich das Projekt weiter?
Die ausgearbeiteten Pläne wurden schließlich dem Gemeinderat vorgestellt. Damit war der Grundstein für das gesamte
Projekt gelegt. Aufbauend auf diesen Ideen übernahmen später Berufsschüler unter der Leitung von Lukas Spitaler die eigentlichen Sanierungsarbeiten am alten Schulhaus. Aus einer schwierigen Situation entstand so ein gemeinschaftliches Projekt, das Jugendlichen Verantwortung gab und gleichzeitig ein wichtiges Gebäude für die Dorfgemeinschaft rettete.
Interview Josef Prantl
Das Bettenlager unter dem Dach
Martin Geier und die Arbeitsgruppe der TFO Meran
Lernen braucht Beziehung,
nicht nur Bewertung
Schule steht unter Druck. Unterschiedliche Leistungsniveaus, zunehmende psychische Belastungen bei Jugendlichen und ein Bildungssystem, das oft an seine Grenzen stößt, stellen Lehrpersonen und Institutionen vor große Herausforderungen. Gleichzeitig entstehen in Südtirol neue Lernorte, die alternative Wege gehen: praxisnah, beziehungsorientiert und inklusiv.
Einer der Menschen, die diesen Wandel aktiv mitgestalten, ist David Augscheller. Er ist Direktor am Realgymnasium und der Technologischen Fachoberschule Meran und überzeugt davon, dass Schule sich weiterentwickeln muss, hin zu mehr Individualisierung und echter Teilhabe. Außerdem war er maßgeblich an der Gründung des Fördervereins im Bildungsverbund Burggrafenamt beteiligt, der die Weiterentwicklung der WerkSTOTTschual Aschbach vorantreibt.
Im BAZ-Gespräch erklärt er, warum er an ein inklusives Schulmodell glaubt – und warum Lernen manchmal einen Ort außerhalb der Schule braucht.
Herr Augscheller, Sie leiten ein Realgymnasium und eine TFO: Schulen, die stark leistungsorientiert sind. Gleichzeitig setzen Sie sich für inklusive und alternative Lernmodelle ein. Widerspricht sich das nicht?
David Augscheller: Nein, im Gegenteil. Leistung und Inklusion schließen sich nicht aus. Aber wir müssen ehrlich sein: Ein einheitlicher Unterricht für alle funktioniert heute immer weniger. Die Realität in den Klassen ist sehr vielfältig. Inklusion bedeutet für mich nicht, alles gleich zu machen,
sondern jedem Schüler und jeder Schülerin passende Lernwege zu ermöglichen.
Sie haben den Förderverein im Bildungsverbund Burggrafenamt mitgegründet, der die WerkSTOTTschual Aschbach unterstützt. Was war der Auslöser?
Die Idee entstand aus der Beobachtung, dass Schule allein viele Herausforderungen nicht mehr auffangen kann – vor allem bei Jugendlichen mit starken Belastungen oder Brüchen in ihrer Bildungsbiografie. Die WerkSTOTTschual ist ein Versuch, einen ergänzenden Raum zu schaffen: Lernen durch Tun, in Beziehung, ohne ständigen Leistungsdruck.
Was macht die WerkSTOTTschual aus Ihrer Sicht so besonders?
Dort wird Schule im besten Sinn erweitert. Jugendliche arbeiten praktisch, übernehmen Verantwortung und erleben sich selbst anders. Besonders wichtig ist mir: Unterschiedliche Schülergruppen arbeiten zusammen. Das verändert Dynamiken sehr. Plötzlich zählt
nicht mehr nur die Note, sondern das, was jemand beitragen kann.
Sie sprechen oft von „Beziehung“ im Lernen. Was meinen Sie damit konkret? Beziehung ist die Grundlage von Bildung. Ohne Vertrauen kein Lernen. Viele Jugendliche brauchen zuerst stabile Beziehungen, bevor sie sich fachlich öffnen können. Das gilt besonders für jene, die im klassischen System oft scheitern oder sich zurückziehen.
Die WerkSTOTTschual wird als Antwort auf psychische Belastungen bei Jugendlichen gesehen. Kann ein Lernort so etwas auffangen?
Er kann einen Beitrag leisten, aber er ersetzt keine Therapie oder professionelle Unterstützung. Was er aber kann: Druck reduzieren, Selbstwirksamkeit stärken und positive Lernerfahrungen ermöglichen. Das ist oft entscheidend, damit Jugendliche wieder Zugang zu sich selbst und zur Schule finden.
Wo stößt ein solches Modell an Grenzen?
Ganz klar: in der Skalierbarkeit. Solche Projekte brauchen viel Betreuung, Zeit und Engagement. Sie können das System nicht vollständig ersetzen. Aber sie können zeigen, wohin sich Schule entwickeln sollte – nämlich flexibler, individueller und stärker vernetzt mit der Lebenswelt der Jugendlichen.
Wenn Sie in die Zukunft der Schule blicken, was wäre Ihr Wunsch?
Dass wir Schule weniger als Ort der Selektion und mehr als Raum der Entwicklung verstehen. Lernen sollte nicht nur auf Prüfungen vorbereiten, sondern auf ein Leben, das komplex, vielfältig und manchmal auch herausfordernd ist. Dafür brauchen wir mehr Orte wie die WerkSTOTTschual – und gleichzeitig eine Schule, die offen genug ist, solche Wege zu integrieren.
Interview Josef Prantl
2025 wurde auf Initiative von Dagmar Morandell und David Augscheller der Förderverein WerkSTOTTschual gegründet
HUMMELORCHIDEE
Du bist wie eine Blume, So hold und schön und rein; Ich schau dich an, und Wehmut Schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände Aufs Haupt dir legen sollt, Betend, daß Gott dich erhalte So rein und schön und hold.
HEINRICH HEINE
Gesehen auf Sant Antioco in der Wildnis: Die Pflanze ist 12 cm groß, die Blüte nicht mal 1 cm. Foto und Auswahl des Gedichtes: Martin Geier | Editorisches Konzept: Georg Dekas
Cholerakaplan und Wasserdoktor
Sein Name ist wohlbekannt und europaweit wurden Wege und Straßen nach ihm benannt. Auch in Prissian kann man auf einem Schild den Namen Sebastian Kneipp lesen.
Den Münchnern ist ihr Oktoberfest heilig. Doch kriegs- und seuchenbedingt musste das seit 1810 stattfindende „größte Volksfest der Welt“ immer wieder abgesagt werden, zuletzt bekanntlich während der Corona-Pandemie. Die zweite Absage erfolgte 1854, als in Bayern die Cholera ausbrach. Auf der Deutschen Industrieausstellung im Juli fand der Erreger fruchtbaren Boden und verbreitete sich schnell in der Stadt. Ende September hielt man die Krankheit für besiegt, allerdings zu früh. Königin Therese, zu deren Ehren das Fest erstmals auf der
nach ihr benannten Wiese stattgefunden hatte, steckte sich bei einem Dankgottesdienst an und verstarb wenig später. Dreitausend weitere Münchner wurden Opfer der Seuche. Nun betrat ein junger Priester die Bühne, dem man im Jahr zuvor wegen Kurpfuscherei und Gewerbebeeinträchtigung gerichtlich verboten hatte, Menschen zu behandeln. 1854 setzte er sich über die von ihm unterschriebene Unterlassungserklärung hinweg und rettete so 42 Menschen das Leben. Sein Name war Sebastian Kneipp. In der Bevölkerung wurde er „Cholerakaplan“ genannt.
Drei-Zimmer-Wohnung mit Terrasse und Privatgarten im Grünen
Vom Priester zum „Doktor“ Sebastian Kneipp wurde am 17. Mai 1821 im oberschwäbischen Dorf Stephansried geboren. Niemand ahnte damals, dass der Sohn eines armen Webers einmal in ganz Europa bekannt werden würde. Seine Kindheit war hart. Schon als Elfjähriger musste er seinem Vater am Webstuhl helfen oder als Viehhirte arbeiten. Als auch noch das Elternhaus abbrannte und alle Ersparnisse verloren gingen, schien seine Zukunft aussichtslos. Doch ein Verwandter nahm sich seiner an und bereitete ihn auf das Gymnasium vor, nach dessen Abschluss er Theologie studierte. Während seiner Studienzeit erkrankte er schwer. Zufällig entdeckte er ein Buch mit dem Titel „Unterricht von Krafft und Würkung des frischen Wassers in die Leiber der Menschen“. Er las es mit großem Interesse und begann mehrmals pro Woche für kurze Zeit in der eiskalten Donau zu baden. Er wurde geheilt – und sein Leben veränderte sich für immer. Er studierte weiter und behandelte nebenbei heimlich Studienkollegen, die an Tuberkulose erkrankt waren. Nicht alle sahen dies mit Wohlwollen und so kam es 1853
zu den erwähnten Anzeigen gegen ihn. Zwei Jahre später begann in Wörishofen sein eigentlicher Aufstieg. Neben seiner Arbeit als Seelsorger restaurierte er die Kirche, verbesserte die Landwirtschaft des Klosters und kümmerte sich um arme Menschen. Immer mehr Kranke reisten nach Wörishofen, um sich von ihm behandeln zu lassen. Aus dem beschaulichen Dorf entwickelte sich langsam ein berühmter Kurort. Besonders begehrt waren seine Wasserkuren und das sogenannte Wassertreten. Obwohl diese Methoden schon früher bekannt waren, machte erst Kneipp sie weltberühmt. Seine Ideen verbanden Wasseranwendungen, gesunde Ernährung, Bewegung, Heilpflanzen und ein Leben im Einklang mit der Natur. 1886 veröffentlichte er sein berühmtes Buch „Meine Wasser-Kur“, einige Jahre später folgte „So sollt ihr leben“. Beiden war ein großer Erfolg beschieden und machten ihren Autor weit über Deutschland hinaus bekannt. Er, der „Wasserdoktor“ – eine Bezeichnung, die er selbst gar nicht mochte, weil es ihm um einen ganzheitlichen Ansatz ging – wurde zu einem gern gehörten Vortragenden in ganz Europa. Kneipp behandelte Arme und Reiche, Mägde und Prinzessinnen, Maharadschas und den Papst. 1897 starb Sebastian Kneipp im Alter von 76 Jahren in Wörishofen. Sein Erbe lebt bis heute weiter. Die Kneipp-Medizin und die berühmten Wasseranwendungen werden weltweit genutzt, eben auch in Prissian. Wer dort den Weg zur Kneippanlage sucht, hat es nicht schwer. Er folgt einfach dem Sebastian-Kneipp-Weg.
Christian Zelger
Sebastian Kneipp (1821 - 1897)
Stein auf Stein
Trockenmauern prägen Südtirols Hänge seit Jahrhunderten. Doch das alte Handwerk verschwindet langsam, obwohl es Landschaft, Kultur und Heimat bewahrt.
Wer durch die Weinberge und Bergwiesen Südtirols wandert, begegnet ihnen überall: Trockenmauern aus Naturstein, kunstvoll geschichtet, ohne Zement und ohne Beton. Stein für Stein werden sie von Hand gesetzt, oft an steilen Hängen, wo Maschinen kaum eingesetzt werden können. Seit Jahrhunderten stützen diese Mauern Terrassen, sichern Wege und verhindern, dass Erde nach starken Regenfällen abrutscht. Besonders im Vinschgau, an den Weinhängen des Burggrafenamtes oder im Eisacktal prägen sie das Landschaftsbild bis heute. Das Wissen rund um den Bau der Trockenmauern wurde früher von Generation zu Generation weitergegeben. Viele Bergbauern wussten genau, welcher Stein an welche Stelle gehört, wie eine Mauer Druck aushält und wie Wasser durch kleine Zwischenräume abfließen kann. Gerade diese Bauweise macht die Mauern langlebig und stabil. Gleich-
zeitig entstehen zwischen den Steinen kleine Lebensräume für Eidechsen, Insekten, Moose und seltene Pflanzen. Trockenmauern sind deshalb nicht nur Teil der bäuerlichen Arbeit, sondern auch wertvoll für die Natur. Doch das Handwerk verschwindet langsam. Der Bau einer Trockenmauer ist körperlich anstrengend, braucht Erfahrung und vor allem Zeit. Viele junge Menschen lernen die Technik nicht mehr, weil mo-
derne Maschinen, Betonmauern oder Fertigelemente schneller und billiger erscheinen. Damit geht jedoch ein Wissen verloren, das Südtirol über Jahrhunderte geprägt hat. Immer wieder gibt es deshalb Versuche, das Handwerk zu erhalten. Vereine, Kurse und Projekte zur Heimatpflege zeigen, wie wichtig Trockenmauern für Kultur und Landschaft sind. Denn jede Mauer ist ein Stück Geschichte. Gebaut aus einfachen
Steinen und doch voller Können. Gerade in Südtirol erkennt man daran auch den sorgsamen Umgang mit der Landschaft. Wo Trockenmauern zerfallen, verändern sich oft ganze Hänge und Terrassen. Umso wichtiger ist es, das alte Wissen weiterzugeben, bevor es endgültig verloren geht. Denn mit jeder Mauer verschwindet ein Stück Heimat.
Elisabeth Tappeiner
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BERICHT AUS DEM LANDTAG
Unterm Dach juche!
Wohnen ist in Südtirol für viele junge Menschen und Familien längst zur Existenzfrage geworden. Gerade weil Baugrund bei uns so knapp und teuer ist, müssten wir eigentlich alle Möglichkeiten nutzen, um Flächen und Geld zu sparen. Gleichzeitig machen wir es aber den Leuten seitens Politik und Verwaltung extrem schwer, ihre Dachböden auszubauen. Denn abgesehen vom sogenannten Energiebonus, erhalten die meisten Hausbesitzer kaum zusätzliche Wohnkubatur zur Aufstockung bestehender Dachgeschosse. Das ist paradox, denn manchmal fehlt ein Meter, manchmal auch nur ein oder zwei Handbreit an Höhe, um die notwendige Raumhöhe für die Bewohnbarkeit und den Ausbau des Dachgeschosses zu bekommen. Dabei liegen die Vorteile der Aufstockung klar auf der Hand: Wer bestehenden Wohnraum nach oben erweitert, spart den teuren Grundankauf, vermeidet Erschließungskosten, verhindert Zersiedelung und schont damit Landschaft und Grünflächen. Eine ca. 80 m² große durchschnittliche Neubauwohnung
kostet bei uns oft locker über 500.000 Euro. Die Erhöhung und der Ausbau eines gleichgroßen Dachgeschosses ist meist nicht mal halb so teuer. Keine der vielen Mietbeihilfen und Wohnbauförderschienen - die unseren Landeshaushalt übrigens hunderte Millionen Euro kosten – ist in der Lage neuen Wohnraum so preiswert zu erstellen.
Zudem würde der Ausbau bestehender Dachgeschosse auch die Wohnsituation vieler Familien verbessern, denn unterm Dach, hat nicht nur der Sperling seine Jungen: Wenn Familien wachsen oder Kinder größer werden, ist preiswerter zusätzlicher Wohnraum unter dem bestehenden Dach mehr als willkommen. Auch würden viele Südtiroler im eigenen Haus gern Wohnraum für die nächste Generation schaffen, wenn man sie endlich ließe. Wenn wir ständig von leistbarem Wohnen reden, dann müssen wir als Entscheidungsträger in Land und Gemeinden auch bereit sein, einfache und vernünftige Lösungen zuzulassen. Die politische Debatte zur Dachaufstockung hat durch das Dekret Salva
Casa neuen Aufschwung bekommen und sollte auch in den Gemeinden ausführlicher als bisher geführt werden.
Das Südtiroler Landtagsgebäude
BERICHT AUS ROM
Der endlose Fall Garlasco
An einem heißen Augusttag des Jahres 2007 wurde der leblose Körper von Chiara Poggi in der Villa ihrer Eltern in Garlasco gefunden. Ein Mord, der sofort die Aufmerksamkeit ganz Italiens auf sich zog: Wie konnte es sein, dass eine junge Frau, deren Leben zwischen ihrem Freund und ihrem Studium verlief, so brutal getötet worden war?
Der Fokus der Ermittlungen richtete sich rasch auf Alberto Stasi, den Verlobten des Opfers. Er war es, der die Leiche gefunden und den Notruf abgesetzt hatte. Es fehlte zwar ein Motiv, doch das reichte nicht aus, um ihn zu entlasten. Nach einem langen und komplexen Gerichtsverfahren mit zwei Freisprüchen, wurde Stasi schließlich zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil löste bei vielen Zweifel aus: Nur 16 Jahre für einen Mord? Waren sich die Richter etwa seiner Schuld nicht ganz sicher?
Und in der Tat steht der Fall nach 20 Jahren wieder im Zentrum der Aufmerksamkeit. Nach der rechtskräftigen Verurteilung ha-
ben die Anwälte von Alberto Stasi mehrere Anträge auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt. Alle wurden abgelehnt, bis die Staatsanwaltschaft von Pavia ein Gutachten als plausibel einstufte, das einige Blutspuren am Tatort als mit einer anderen Person vereinbar bewertete: Andrea Sempio, ein Freund des Bruders von Chiara Poggi. Nach intensiven Ermittlungen mit Abhörungen, Auswertungen privater Notizen des Verdächtigen, bislang unbekannten Zeugenaussagen, nicht ausgewerteten Blutspuren und anderen neu entdeckten Beweisstücken, steht die Überzeugung der Staatsanwaltschaft fest: Sempio hat Chiara nach einem gescheiterten Annäherungsversuch getötet.
Seither dominiert der Fall Garlasco die Nachrichten stärker als jedes andere Thema. Ist etwa ein junger Mann fast 16 Jahre lang unschuldig im Gefängnis gesessen? Hat die Justiz versagt? Fragen, auf die es hoffentlich bald eine endgültige Antwort geben wird.
Das Senatsgebäude in Rom
Julia Unterberger SENATORIN
Andreas Leiter Reber LANDTAGSABGEORDNETER
BERICHT AUS DEM BEZIRK
Radwege mitgestalten
Die Bezirksgemeinschaft setzt weiter auf den Ausbau und die Verbesserung der übergemeindlichen Radwege. Rund 60 Kilometer Radrouten verbinden bereits heute das Vinschgau, Passeiertal, Etschtal sowie die Strecke nach Marling und Tscherms miteinander. Nun sind auch alle Bürger*innen eingeladen, ihre Erfahrungen und Vorschläge einzubringen. Mit einer Online-Befragung möchte die BZG herausfinden, wie sicher sich Radfahrer*innen und Fußgänger*innen auf den Wegen fühlen, ob die Beschilderung verständlich ist und wo Verbesserungen notwendig sind. Gefragt wird unter anderem auch nach Rastplätzen, Sicherheitsgefühl und allgemeinen Erfahrungen entlang der Strecken. Die Teilnahme erfolgt direkt über ein Online-Formular auf der Internetseite der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt.
Die Rückmeldungen sollen unmittelbar in die weitere Planung und Instandhaltung einfließen. Bereits frühere Erhebungen zeigen eine insgesamt hohe Zufriedenheit mit dem Zustand der Wege. Gleichzeitig wurden konkrete Wünsche wie zusätzliche
Trinkbrunnen, bessere Beschilderungen und mehr Aufenthaltsmöglichkeiten entlang der Strecken genannt. Die BZG investiert laufend in neue Projekte und Verbesserungen. Aktuell laufen Arbeiten an der Radweganbindung bei der Marlinger Brücke. Damit soll künftig eine direkte Verbindung zwischen den Radrouten im Vinschgau und im Etschtal geschaffen werden. Zusätzlich entstehen neue Rampen und breitere Abschnitte entlang stark genutzter Strecken. Ziel bleibt ein sicheres und alltagstaugliches Radwegenetz für Einheimische und Gäste gleichermaßen. Alle Radbegeisterten sind herzlich eingeladen, sich an der Umfrage auf der Homepage der Bezirksgemeinschaft zu beteiligen. Gäste gleichermaßen.
Reinhard Bauer BEZIRKSGEMEINSCHAFT
Die Passerfrage
Ich kreise dieser Tage wieder über Meran. Ein kurzer Blick über die Dächer der Altstadt, dann weiter zur Lazag und zum Passerfritz und hinunter an die Passermündung zu den Flussufern. Dort beobachte ich, dass von Jahr zu Jahr mehr Menschen das kühle Nass und Entspannung suchen. Ebendort beginnt dann auch jedes Jahr zuverlässig dieselbe Debatte: Menschen sitzen am Fluss und Meran diskutiert (vor allem in sozialen Medien) über Müll und Umweltverschmutzung. Als Geieradler hat man einen guten Überblick. Und ja, ich kann bestätigen: Es gibt sie, jene Exemplare, denen man öfter auf diccssen. Aber ebenso klar ist: Die große Mehrheit räumt auf, sammelt Müll in Säcken und versucht, den Platz ordentlich zu hinterlassen. Die Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel und liefern lediglich die besseren Fotos für irgendwelche Facebook-Gruppen. Dort wird die Diskussion allerdings schnell unerquicklich. Zwischen normalen Beschwerden tauchen regelmäßig auch rassistische Untertöne auf. Plötzlich geht es nicht mehr um Abfall, sondern um „bestimmte Gruppen“, und darum, wer in dieser Stadt sichtbar sein darf. Immerhin gibt es auch jene Kommentatoren, die tapfer dagegenhalten und daran erinnern, dass schlechtes Benehmen keine Herkunft kennt. Viel interessanter wäre ohnehin eine andere Frage: Warum drängen überhaupt so viele Menschen an die Passer? Vielleicht weil Meran erstaunlich wenig konsumfreien öffentlichen Raum bietet. Wer im Sommer über Theaterplatz, Sparkassenplatz oder Sandplatz läuft, findet vor allem Steinflächen, Hitze und Durchgangsverkehr. Die Innenstadt gehört längst dem Tourismus. Die Berge sind oft überfüllt. Therme und Lido können sich viele nicht ständig leisten. Also weichen die Menschen dorthin aus, wo Stadt noch kostenlos ist: ans Flussufer. Man könnte doch in andere Orte schauen und sich eine Stadt wie Wien zum Vorbild nehmen. Dort hat man verstanden, dass öffentlicher Raum kein dekoratives Beiwerk ist, sondern soziale Infrastruktur benötigt. Wenn tausende Menschen auf der Donauinsel sitzen, braucht es genügend Mülltonnen, Toiletten, Schatten und Platz. Vor allem aber braucht es die politische Einsicht, dass Menschen Räume nicht nur anschauen, sondern auch benutzen wollen. Meran hingegen wirkt manchmal wie eine Stadt, die öffentliche Räume zwar gern fotografiert, aber ungern belebt sieht. Von oben betrachtet wirkt die Sache jedenfalls ziemlich einfach: Wenn Menschen keinen Platz mehr haben, suchen sie ihn sich trotzdem.
Viktoria Alpine Hideaway
Mit Mai 2026 schlägt das Hotel Viktoria der Familie Platzer in Hafling ein neues Kapitel auf – eines, das alpine Tradition und zeitgenössische Architektur in bemerkenswerter Klarheit vereint.
Exklusiver Rückzugsort für anspruchsvolle Gäste
Das Hotel versteht sich nicht nur als exklusiver Rückzugsort, sondern als lebendiger Raum für unterschiedliche Bedürfnisse. So entsteht ein Angebot, das sowohl aktive Familien als auch Ruhesuchende, Wanderbegeisterte und Genussreisende anspricht.
Die Verbindung von Sport, Entspannung und gemeinschaftlichen Erlebnissen schafft eine Atmosphäre, die gleichermaßen hochwertig wie authentisch wirkt. Regionale Produkte, kreative Kulinarik und die bewusste Inszenierung von Naturerlebnissen werden zu tragenden Säule. Die alpine Moderne liefert hier-
Architektur für alle Sinne Wir schaffen hochwertige Raumkonzepte für Hotellerie, Spa und Interior Design.
für die passende Bühne – eine Architektur, die klare Linien mit traditionellen Materialien verbindet und so eine Umgebung schafft, in der sich Sinnlichkeit und Ästhetik auf natürliche Weise entfalten. Eingebettet in eine ruhige Naturlandschaft fernab des Durchzugsverkehrs, wird das Haus künftig noch stärker als
Rückzugsort inszeniert, der nicht nur durch seine Lage, sondern auch durch seine architektonische Handschrift beeindruckt. Das prägnante „V“ aus Holz, das sich als gestalterisches Leitmotiv durch das Gebäude zieht, steht dabei sinnbildlich für den Namen des Hauses und zugleich für dessen gewachsene Identität. Für
dieses Bauvorhaben zeichnete das Architekturbüro Planstudio Pederiva von Thomas und Alex Pederiva verantwortlich. Das Büro übernahm die Projekteinreichung, die Ausführungsplanung, die Bauleitung sowie das Baumanagement und begleitete das Projekt von der Planung bis zur Realisierung. Die architektonische Gestaltung des Gebäudes
sowie die Ausarbeitung der Fassaden wurden vom Architekturbüro Bluearch unter der Leitung von Architekt Alessandro Costanzia di Costigliole entwickelt. Für die Innenraumgestaltung der Hotelzimmer und der Allgemeinbereiche war Interior Designer Stefan Ghetta vom Büro Archifaktur verantwortlich. Sein Konzept verbindet stilvolle Ele-
ganz mit funktionaler Gestaltung und schafft ein harmonisches Ambiente.
Raum für Privatsphäre Ihr Konzept verfolgt das Ziel, Bestehendes nicht zu überlagern, sondern sensibel weiterzudenken – mit klaren Linien, hochwertigen Materialien und einer Architektur, die den Dia-
log mit der umgebenden Landschaft sucht. Im Mittelpunkt der Neuerungen stehen zusätzliche luxuriöse Doppelzimmer und Suiten, die den Gästen noch mehr Raum für Privatsphäre und Komfort bieten, ohne dabei die maximale Kapazität von 143 Betten zu überschreiten. Ergänzend zum aktuellen Wellness-Bereich entsteht parallel
ARCHITEKTONISCHES GESAMTKONZEPT
dazu eine exklusive Adults-Only Area, deren Skypool und großzügige Terrasse spektakuläre Ausblicke eröffnen und bewusst als Ort der Ruhe und Entschleunigung konzipiert sind. Auch kulinarisch wird das Angebot erweitert. Der neue Speisesaal ergänzt die bestehenden Räumlichkeiten und schafft eine
weitere Bühne für genussvolle Momente – mit freiem Blick ins Grüne und einem Ambiente, das Natur und Design harmonisch verbindet.
Der Wellnessbereich, der bereits jetzt zu den herausragenden Anlagen der Region zählt. Mit einer Fläche von rund 6.000 m2, acht Saunen, mehreren Ru-
heräumen, einem 25 m Infinity-Pool und einem weitläufigen Garten mit Naturbadeteich bietet er schon heute ein umfassendes Erholungserlebnis.Die Erweiterung setzt hier gezielt an und führt mit dem neuen hyléa-SPA eine zusätzliche Dimension ein. In die Hanglage eingebettet und durch großzü-
gige Glasflächen geöffnet, entstehen neue Bereiche für Bewegung, Fitness und Regeneration. Transparenz und Rückzug gehen dabei eine stimmige Verbindung ein – mit Blickachsen in den Wald und einer Architektur, die Innen- und Außenraum nahezu fließend ineinander übergehen lässt. So positioniert
sich das Hotel Viktoria ab Mai 2026 noch deutlicher als Ort, an dem alpine Moderne nicht nur sichtbar, sondern spürbar wird – ein Refugium, das Design, Natur und Gastlichkeit auf hohem Niveau zusammenführt. Die Erweiterung des Hotel Viktoria geht mit einer Reihe Anpassungen im gesamten Gebäu-
de einher, die bestehende Strukturen respektieren und gleichzeitig gezielt weiterentwickeln. Das zweite Untergeschoss mit seinen Technik-, Verteiler- und Filterräumen ist komplett neu. Im ersten Untergeschoss entstehen an der südwestlichen Seite neue Suiten mit privater Außensauna und Pool.
Alpines Flair mit zeitgemäßem Komfort Im 1. Untergeschoss gibt es vier Zimmer mit Gartenzugang und im 1. Stock sieben zusätzliche Zimmer. Noch spürbarer sind die Maßnahmen im südseitigen Wellnessbereich. Die dortigen Räume sowie die Eventsauna (zu einem späteren Zeitpunkt)
werden erweitert, ergänzt durch einen klar abgetrennten Duschbereich und einen großzügig gestalteten Vorraum, der für die bestehende Eventsauna genutzt werden kann ihr dadurch mehr Präsenz und Aufenthaltsqualität verleiht. Im zweiten Obergeschoss erfolgen ebenfalls punktuelle Anpassun-
gen der Raumaufteilung, während das Vordach im Wellnessbereich an den neuen Grundriss angepasst wird. In der 2. Etage befindet sich außerdem der Skypool mit Lounge Bereich. Das dritte Obergeschoss erfährt eine Neuordnung der WC-Anlagen und Umkleiden,
ergänzt durch kleinere Optimierungen an der Fluchttreppe, die sowohl funktionalen als auch sicherheitstechnischen Anforderungen gerecht werden. Weiters entsteht dort ein neuer Ruheraum. Mit diesen durchdachten Eingriffen und der sensiblen architektonischen
Weiterentwicklung schärft das Hotel Viktoria ab Mai 2026 sein Profil als Rückzugsort für anspruchsvolle Gäste, die alpines Flair mit zeitgemäßem Komfort verbinden möchten. Auffallend ist dabei ein erweiterter Luxusbegriff, der sich weniger über materiellen Überfluss definiert
als vielmehr über Qualität der Erfahrung, Großzügigkeit der Räume und eine neue Form von Zugänglichkeit. Dieser Ansatz zeigt sich auch in der konzeptionellen Ausrichtung des Hauses.
Markus Auerbach
Neuer Eis-Glanz in Naturns
Cafè Eisdiele umgebaut, erweitert und saniert.
Seit 1971 ist das Cafè Eisdiele Anny in der Bahnhofstraße in Naturns ein fester Bestandteil des Dorflebens. Über Jahrzehnte hinweg hat sich der Familienbetrieb einen Namen gemacht –mit hausgemachtem Eis, gelebter Gastfreundschaft und einer Qualität, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Nun präsentiert sich die traditionsreiche Eisdiele in neuem Gewand: Nach umfangreichen Umbau- und Modernisierungsarbeiten feierte das Lokal unlängst seine Wiedereröffnung
und setzt damit ein starkes Zeichen für die Zukunft. Schon beim Betreten fällt auf, wie viel sich verändert hat. Neue Böden, moderne Einrichtungen, frisch gestaltete Wände sowie erneuerte Elektroanlagen mit zeitgemäßer Beleuchtung sorgen für ein helles, freundliches Ambiente. Große neue Fenster und Türen bringen Licht in die Räume und schaffen gleichzeitig eine angenehme Atmosphäre mit einem Gefühl von Offenheit und Privatsphäre. Das Ergebnis ist ein stilvoller Ort zum
Verweilen, an dem sich Gäste vom ersten Moment an wohlfühlen können. Modern, einladend und dennoch mit dem vertrauten Charme, den viele seit Jahren schätzen. Mit dem Umbau wurde nicht nur der Innenbereich aufgewertet. Direkt nebenan entstand außerdem eine neue Eisdiele To Go, die schnellen Eisgenuss für unterwegs ermöglicht. Damit verbindet die Familie Bewährtes mit neuen Ideen und reagiert zugleich auf die Wünsche vieler Gäste.
In dritter Generation Geführt wird der Betrieb heute in dritter Generation von Alex Bordato (24). Seine Begeisterung für die Eisherstellung entdeckte er bereits in jungen Jahren. Die Entscheidung, den Familienbetrieb weiterzuführen, fiel endgültig in dem Moment, als er sein erstes eigenes Eis herstellte. Seitdem widmet er sich mit Leidenschaft dem Handwerk und arbeitet daran, Tradition und Moderne miteinander zu verbinden. Die Geschichte der Eisdiele ist eng mit den Werten der
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Familie verbunden. Arbeitswille, Durchhaltevermögen, Freundlichkeit und Respekt gegenüber allen Gästen prägen den Betrieb seit mehr als fünf Jahrzehnten. Genau diese Haltung hat das Cafè Eisdiele Anny zu einem Ort gemacht, an dem sich Einheimische wie Gäste gleichermaßen willkommen fühlen.
Eisproduktion als Kunst Im Mittelpunkt steht nach wie vor das handwerklich herge-
stellte Eis. Täglich werden die Sorten frisch produziert – aus hochwertigen, echten Zutaten und mit viel Fingerspitzengefühl. Denn gutes Eis braucht mehr als nur ein Rezept: Entscheidend sind die richtige Balance von Feststoffen, Wasser und Luft, eine saubere und stabile Struktur sowie ein klarer, authentischer Geschmack. Auch kreative Ideen haben ihren Platz. Neue Sorten entstehen oft aus Alltagseindrü-
cken oder aus der Region. So wurde etwa die Sorte „Schnalser Schneemilch“ von einem Dessert inspiriert. Alex’ persönliche Lieblingssorte ist Pistazie – für ihn ein Sinnbild für intensiven Geschmack, echtes Handwerk und hohe Qualität. Für die Zukunft hat der junge Unternehmer klare Ziele: den Familienbetrieb weiterentwickeln, neue Projekte umsetzen und sich laufend fortbilden. Bereits absolviert wurde eine Wei-
terbildung an der Casa Optima® World School of Sweet Arts & Innovation. Stillstand gibt es für ihn nicht. Das schönste Kompliment eines Gastes sei ein ehrliches Lächeln, sagt Alex. Genau darum geht es der Familie seit 1971: Menschen Freude zu bereiten und dabei authentisch zu bleiben. Oder, wie Alex die Eisdiele in drei Worten beschreibt: Mut. Geschmack. Marke.
Michael Andres
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TAUFERS
IM MÜNSTERTAL
Moderner Stall
Für mehr Tierwohl und effizientere Arbeit
Am Dorfrand von Taufers im Münstertal entstand ein neues Aushängeschild moderner Viehwirtschaft. Hier bewirtschaften Seniorbauer Herbert Schütz und Jungbauer Fabian Schütz mit Familie den geschlossenen Hof
„Puntweil“. Unlängst wurde der neue Rinderlaufstall mit Fahrsilo errichtet. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie sich landwirtschaftliche Betriebe im Vinschgau zwischen Tradition, Tierwohl und betrieblicher Notwen-
digkeit weiterentwickeln. Aber der Reihe nach: Der Betrieb mit über 50 Kühen sollte u. a. geräumiger werden, so wurde ein Stallneubau für 78 Tiere vorgesehen. Doch ging es nicht in erster Linie um Wachstum, sondern
um Qualität: bessere Haltungsbedingungen für die Tiere und spürbare Erleichterungen im Arbeitsalltag. Der bisherige Anbindestall entsprach diesen Anforderungen nur mehr bedingt. Die Umstellung
DELAVAL MELKSTÄNDE
auf einen Laufstall war damit der passende und zeitgemäße Schritt. Nach intensiver Planungsarbeit entschied man sich schließlich für einen Neubau nordöstlich des bestehenden Wirtschaftsgebäudes. Diese Lösung erwies sich als ausgewogen – sowohl im Hinblick auf die betrieblichen Abläu-
fe als auch auf die Einbindung in das Landschaftsbild. Der neue Stall blieb in unmittelbarer Nähe zum Bestand, wodurch kurze Wege gewährleistet sind. Gleichzeitig hielten sich die notwendigen Geländeveränderungen in Grenzen, was sich positiv auf das Gesamtbild des Hofes auswirkt.
Boxenlaufstall mit viel Komfort
Der neu errichtete Stall wurde als sogenannter Boxenlaufstall ausgeführt. Dieses Haltungssystem ermöglicht den Tieren, sich frei zu bewegen, soziale Kontakte zu pflegen und gleichzeitig ruhige Rückzugsbereiche zu nutzen.
Insgesamt wurden über 50 Liegeplätze für Milchkühe geschaffen, ergänzt durch eigene Bereiche für Kälber und Jungvieh in unterschiedlichen Altersstufen. Auch spezielle Zonen für Abkalbung, Krankheit und Frischmelker wurden berücksichtigt. Auffällig ist die klare Ausrichtung
auf das Tierwohl. Großzügige Laufgänge, ausreichend Platz an Fress- und Liegeplätzen sowie helle, gut durchlüftete Stallräume prägen das Gebäude. Große Fassadenöffnungen mit steuerbaren Windschutznetzen sorgen für viel Tageslicht und frische Luft, ohne dass Zugluft entsteht. Zusätzlich verbessert ein Licht- und Lüftungsfirst im Dach das Stallklima spürbar. Die eingestreuten Liegeflächen bieten den Tieren trockene und weiche Ruhebereiche.
In Ruhe fressen
Besonderes Augenmerk galt auch der Gestaltung des Fressbereichs. Unterhalb des befahrbaren Futtertisches wurde ein durchgehender Antritt angelegt, der es den Milchkühen sowie den Tieren in den Separationsbereichen ermöglicht, ungestört Futter aufzunehmen. Die Tiere können in Ruhe fressen, ohne durch andere Tiere beeinträchtigt zu werden. Dahinter
trennt ein eigener Laufgang die Liegeboxen klar vom Fressbereich und sorgt für strukturierte Bewegungsabläufe im Stall. Ein Mistroboter sorgt laufend für saubere Laufflächen, verbessert die Stallhygiene und erhöht damit sowohl den Komfort für die Tiere als auch die Arbeitserleichterung im täglichen Betrieb.
Emissionen reduziert
Unterhalb des Stallgebäudes entstanden Güllegruben sowie die notwendigen technischen Einrichtungen. Die neu errichteten Fahrsilos mit einem Fassungsvermögen von jeweils rund 350 Kubikmetern wurden so positioniert, dass sie gut erreichbar sind und gleichzeitig ausreichend Abstand zum Stall halten. Dies reduziert Emissionen und verbessert die Lichtverhältnisse im Inneren. Gleichzeitig ermöglicht die beidseitige Erschließung der Silos eine rationelle Befüllung
und Entnahme, was die täglichen Arbeitsabläufe deutlich erleichtert. Auch die bauliche Abstimmung von Stall- und Silodach sorgt für ein geschlossenes, funktionales Gesamtbild der Anlage.
Mit Blick in die Zukunft Insgesamt entstand am Hof „Puntweil“ eine Anlage, die Funktionalität und Tierwohl
TECHNISCHES BÜRO
in den Mittelpunkt stellt, ohne dabei das gewachsene Erscheinungsbild zu vernachlässigen. Der neue Stall fügt sich stimmig in die Hofstruktur ein und zeigt, wie sich moderne Landwirtschaft im Vinschgau weiterentwickeln kann – bodenständig, durchdacht und mit Blick in die Zukunft.
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Mehr Effizienz im Stall durch innovative Technik –perfekt abgestimmte Systeme für einen modernen Stallbetrieb
Wir bedanken uns herzlich bei Familie Schütz für den Auftrag und das entgegengebrachte Vertrauen.
Hand aufs Holz
Den bekannten Spruch „Hand aufs Herz“, – was so viel wie „ganz ehrlich“ bedeutet, –hat der lvh (Landesverband der Handwerker) für den Tischlerberuf abgeändert in „Hand aufs Holz“.
So, wie für Schauspieler die Bretter der Bühne die Welt bedeuten, so sind Holzbretter der wichtigste Grundstoff für den Tischler. Und weiter schreibt der lvh: „Der Beruf des Tischlers verbindet Design- und Planungskompetenz mit dem vielseitigen Rohstoff Holz. Er ist ein innovativer Raumgestalter, der seine Kunden
für seine Arbeit. Zu seinen Aufgaben gehört das Anfertigen von Möbeln für die Inneneinrichtung, sowie von Türen und Fenstern und Wand- bzw. Dachverkleidungen. Der Tischler arbeitet nicht nur mit Holz, sondern auch mit verschiedenen anderen Materialien, die er bei der Herstellung mit Holz kombiniert.
Traditionelles Handwerk ist zukunftsfit
In einem Land wie Südtirol, das reich an kulturellem Erbe und handwerklicher Tradition ist, kann der Tischlerbetrieb durch maßgeschneiderte Lösungen auf die spezifischen Anforderungen und den persönlichen Geschmack der Kunden einge-
le, um deren Vorstellungen und Wünsche präzise zu erfassen und handwerklich hochwertig umzusetzen. Gleichzeitig eröffnet die Integration moderner Techniken und nachhaltiger Materialien neue Perspektiven für das Tischlerhandwerk, das sich dadurch zukunftsfähig aufstellen kann. In Südtirol, wo das
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wandelnden Marktes gerecht zu werden. Die Zukunft des Tischlerhandwerks liegt daher in der gelungenen Symbiose aus bewährtem Können, kreativer Gestaltung und der Fähigkeit, auf die sich verändernden Bedürfnisse der Bevölkerung flexibel zu reagieren, wodurch speziell Betriebe im Raum Meran/Burggrafenamt zu wichtigen Akteuren in der Gestaltung von Wohn- und Lebensräumen werden können, und vielfach es schon sind.
Design oder nicht sein, ist die Frage Eine kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter in den Tischlereibetrieben sowie die Investition in moderne Werkzeuge und Technologien ist unerlässlich. Durch den Einsatz digitaler Planungs- und Fertigungsverfahren können Entwürfe präzise visualisiert und individuell angepasst werden, bevor sie in die Produktion gehen. Dies ermöglicht nicht nur eine höhere Effizienz, sondern auch eine bessere Abstimmung zwischen Design und handwerklicher Umsetzung. Gleichzeitig fördert der bewusste Umgang mit Ressourcen und der Einsatz umweltfreundlicher Materialien die Nachhaltigkeit des Betriebs, was zunehmend von den Kunden geschätzt wird. So entsteht ein ganzheitliches Konzept, das Tradition, Innovation
und Verantwortung miteinander verbindet und den Tischlerbetrieb als modernen Dienstleister im Einklang mit unserer Umwelt positioniert.
Darüber hinaus eröffnet die enge Vernetzung mit regionalen Zulieferern und Partnerbetrieben zusätzliche Chancen, um die Wertschöpfung vor Ort zu stärken und kurze Lieferketten zu gewährleisten. Diese Synergien fördern nicht nur die Qualität der Endprodukte, sondern unterstützen auch die lokale Wirtschaft und tragen zur Erhaltung der handwerklichen Vielfalt in Südtirol bei. Indem der Betrieb auf diese Weise Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft übernimmt, schafft er eine Vertrauensbasis, die über die reine Produktqualität hinausgeht und langfristige Kundenbeziehungen fördert. Gleichzeitig ermöglicht die Teilnahme an regionalen
Messen, Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen eine aktive Positionierung im öffentlichen Bewusstsein, wodurch das Tischlerhandwerk als unverzichtbarer Bestandteil der kulturellen Identität weiter gefestigt wird. So wird das Unternehmen nicht nur zum Anbieter individueller Einrichtungslösungen, sondern auch zum Botschafter einer lebendigen Handwerkstradition, die sich den Herausforderungen der Gegenwart stellt und mutig in die Zukunft blickt.
Ihre Ideen macht der Tischler greifbar Wenn ein privater Kunde eine individuelle Einrichtung seiner Wohnräume durch einen Tischler machen lassen möchte, sollte er von diesem nicht nur handwerkliches Können erwarten, sondern auch eine umfassende Beratung, die auf seine persön-
lichen Bedürfnisse und den vorhandenen Raum abgestimmt ist. Es ist wichtig, dass der Tischler die Wünsche und Vorstellungen des Kunden genau erfasst und in ein durchdachtes, funktionales sowie ästhetisch ansprechendes Konzept umsetzt. Dabei sollte der Kunde darauf achten, dass der Tischler hochwertige Materialien verwendet und auf eine präzise Verarbeitung achtet, um eine langlebige und stabile Einrichtung zu gewährleisten. Zudem ist es sinnvoll, dass der Tischler flexibel auf individuelle Sonderwünsche eingeht und kreative Lösungen anbietet, die den Wohnraum optimal nutzen und gleichzeitig den persönlichen Stil des Kunden widerspiegeln. Auch die Einhaltung von Terminen und eine transparente Kommunikation während des gesamten Projekts sind entscheidend, damit der Kunde jederzeit über den Fortschritt informiert ist und eventuelle Anpassungen besprechen kann. Letztlich sollte der Kunde von seinem Tischler erwarten, dass dieser nicht nur als Handwerker, sondern auch als kompetenter Partner auftritt, der mit Fachwissen und Erfahrung dazu beiträgt, dass die individuelle Einrichtung zu einem harmonischen und funktionalen Gesamtbild wird, das den Wohnkomfort nachhaltig erhöht.
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Ein Dach über dem Kopf
Ein Dach über dem Kopf gilt seit jeher nicht nur als symbolisches Zeichen für Sicherheit, Wohlbehagen und Zufluchtsort. Es garantiert uns Schutz vor allen Einwirkungen des Wetters.
Ein hochwertiges Dach sorgt auch für ein behagliches Wohnklima und steigert den Wert einer Immobilie erheblich. Die Wahl der richtigen Dachkonstruktion ist entscheidend, um den besonderen klimatischen Bedingungen gerecht zu werden und langfristige Sicherheit zu gewährleisten. Stellen Sie sich vor, wie Sie entspannt unter einem perfekt isolierten, stabilen Dach leben –geschützt vor Regen, Schnee und Hitze, während die natür-
liche Schönheit der umliegenden Landschaft durch stilvolle Dachformen harmonisch ergänzt wird. Ein solides Dach vermittelt Geborgenheit und schafft eine Atmosphäre, in der Sie sich rundum wohlfühlen können. Spezialisierte Unternehmen in unserem Land bieten Ihnen einzigartige Dachlösungen, die auf jahrzehntelanger Erfahrung basieren. Ob traditionelle Holzkonstruktionen, moderne Stahlträger oder innovative Verbundmaterialien,
jede Technik wird präzise an Ihre individuellen Anforderungen angepasst. Dabei setzen die spezialisierten Fachbetriebe auf nachhaltige Materialien und höchste Handwerkskunst, um Langlebigkeit und Ästhetik optimal zu verbinden.
Ihr Haus soll auch ein typisches Dach haben Jede Dachkonstruktion wird präzise geplant und ausgeführt: Tragwerke aus Fichten- oder Lärchenholz gewährleisten Stabilität
Durch fachmännische Pflege wird die Lebensdauer eines Daches nachhaltig verlängert.
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Dach und Geldbeutel werden es Ihnen danken.
und natürliche Optik, während spezielle Verbindungen für maximale Belastbarkeit sorgen. Die sorgfältige Auswahl der Dämmstoffe garantiert Energieeffizienz, Schallschutz und reduziert Heizkosten spürbar. Ob Satteldach, Flachdach oder Walmdach, ob Sparrendächer, Pfettendächer oder Binderdächer, – jede Konstruktion wird individuell an die jeweiligen architektonischen Wünsche und baulichen wie landschaftspflegerischen Voraussetzungen angepasst. Sei
es beim Neubau eines Einfamilienhauses in einer Landgemeinde oder bei der Sanierung historischer Gebäude in Stadtoder Dorfzentren. Dachkonstruktionen passen sich flexibel den individuellen Projekten an. Auch für landwirtschaftliche Bauten oder Gewerbeobjekte gibt es maßgeschneiderte Lösungen, die Funktionalität mit regionaltypischem Charakter verbinden.
Auf Erfahrung vertrauen Vertrauen Sie auf renommierte Fachbetriebe aus unserer Gegend, die mit zertifizierten Materialien arbeiten und umfangreiche Garantien bieten. Zahlreiche zufriedene Kunden bestätigen die hohe Qualität der Arbeit sowie die termingerechte und transparente Abwicklung aller Projekte.
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Kaserer Zimmerei & Holzhausbau
LANA - Die Firma Kaserer Zimmerei & Holzhausbau wurde vom heutigen Seniorchef Markus Kaserer als Zimmerei und Dachdeckerei im Jahre 1978 gegründet. Seit der Firmengründung hat sich das Unternehmen immer weiterentwickelt und seine Kompetenzen in allen Bereichen des Dachbaus und des Holzhausbaus erweitert. Nicht
Ulrich Egger und Markus Gruber verbinden handwerkliche Tradition mit Innovation und technischer Kompetenz. Die jahrzehntelange Erfahrung mit dem Baustoff Holz, stetige Aus- und Weiterbildungen im Bereich Holzhaus und Klimahaus und die Zufriedenheit der Kunden sind das Aushängeschild dieses Unternehmens. PR-INFO
allein durch den konsequenten Einsatz moderner Technologien hat sich das Unternehmen Kaserer Zimmerei zur heutigen Größe und Bedeutung entwickelt. Individuelle Problemlösungen und bewusste Innovationskraft in allen Unternehmensbereichen, wie Zimmerei, Dachdeckerei und Holzhausbau, sowie die Realisierung schlüssel-
fertiger Projekte zum Fixpreis tragen zum Erfolg bei. Rupert Kaserer führt den Betrieb in zweiter Generation ab 2000 weiter und seit 2023 wird die Führungsspitze durch die Gesellschafter, Per. ind. Ulrich Egger und Markus Gruber ergänzt, welche das Team durch ihre langjährige technische und praktische Erfahrung nun leiten.
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- Dachstuhl- und Holzhausbau
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- Dachsanierung und Generalsanierungen
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Schüttelbrot g.g.A –Herkunft, die man schmeckt
Südtiroler Schüttelbrot jetzt mit geschützter geografischer Angabe
Knusprig, würzig und tief in der Südtiroler Tradition verwurzelt: Schüttelbrot ist weit mehr als ein klassisches Brot –es ist ein Stück gelebte Alltagskultur. Ob bei der Marende, beim Wandern auf der Alm oder zuhause am Tisch: Seit Generationen begleitet es die Menschen in Südtirol. Jetzt wird diese besondere Qualität auch offiziell anerkannt: Südtiroler Schüttelbrot trägt ab sofort das europäische Qualitätssiegel der geschützten geografischen Angabe (g.g.A.).
Mit der Eintragung als g.g.A. wird sichergestellt, dass Schüttelbrot nach klar definierten Kriterien in Südtirol
hergestellt wird. Die Herkunft, die traditionelle Verarbeitung und die typische Rezeptur sind damit geschützt – und für Konsumentinnen und Konsumenten klar nachvollziehbar. Das g.g.A.-Symbol auf der Verpackung zeigt, dass dieses Produkt von Produzenten stammt,
die nach dem klassischen Verfahren arbeiten – für transparente Herkunft und gesicherte Qualität. Das stärkt nicht nur die Produzenten vor Ort, sondern bewahrt auch ein wichtiges Stück regionaler Identität. Denn Schüttelbrot steht für mehr als Geschmack: Es verbindet Handwerk, Geschichte und Genuss auf unverwechselbare Weise.
Schüttelbrot ist weit mehr als nur ein traditioneller Begleiter der Südtiroler Marende: Es überzeugt ebenso als vielseitige Zutat in neu interpretierten Gerichten. Ob klassisch auf dem Marende-Brettl serviert oder kreativ in
warmen Speisen eingesetzt – Schüttelbrot bringt Charakter auf den Teller und verleiht unterschiedlichsten Kreationen eine besondere Note. Gerade in einer Zeit, in der Herkunft und Qualität zunehmend an Bedeutung gewinnen, setzt das Südtiroler Schüttelbrot g.g.A. ein klares Zeichen. Für Authentizität. Für Transparenz. Und für den Wert regionaler Lebensmittel.
Ein vertrautes Produkt – jetzt mit geschützter Herkunftsangabe. Südtiroler Schüttelbrot bleibt, was es immer war: echt, unverwechselbar und typisch Südtirol.
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Verkaufsfördernde Werbemitteilung Für die wirtschaftlichen und vertraglichen Bedingungen und für alle nicht ausdrücklich angeführten Konditionen, stehen Ihnen unsere Informationsblätter in den Schalterhallen oder auf unserer Internetseite www.raika.it zur Verfügung.
rem ersten Amtsjahr bereits in Angriff genommen?
In meinem ersten Amtsjahr war es mir wichtig, gemeinsam mit dem Gemeindeausschuss und der Verwaltung bereits begonnene Projekte und Themen der vorherigen Verwaltung verantwortungsvoll weiterzuführen und erfolgreich zu Ende zu bringen. Dabei lag unser besonderer Fokus auf der Lebensqualität in Algund, auf Familienfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und einer zukunftsorientierten Entwicklung unserer Gemeinde. Zu den konkreten Maßnahmen zählt unter anderem die primäre Erschließung der Gewerbezone Langgasse, ein wichtiges Projekt zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung unseres Dorfes. Ebenso konnten wir die Planung zur Erneuerung der Heizungsanlagen und die Anbindung an die Fernwärme beim Vereinshaus vorantreiben – ein bedeutender Schritt in Richtung Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Große Aufmerksamkeit erforderte auch die Beseitigung der Unwetterschäden entlang der Aschbacherstraße, wo rasch gehandelt werden musste, um Sicherheit und Infrastruktur wiederherzustellen. Ein besonders wichtiges Zukunftsprojekt ist der Start des Projektes „Wohnen im Alter in Algund“. Hier versuchen wir die Grundlage dafür zu schaffen, dass ältere Menschen auch in Zukunft möglichst selbstbestimmt und gut begleitet in unserer Gemeinde leben können. Im Bereich Nachhaltigkeit und Mobilität wurden Initiativen wie das E-Carsharing sowie „EBike to Work“ unterstützt und weiterentwickelt, um umweltfreundliche Mobilität im Alltag stärker zu fördern. Ein weiterer schöner Meilenstein war die Fertigstellung des Messnerhauses, mit seiner Umkleidekabine für die Feuerwehr in Plars, samt Sitzungsraum. Bei den Projekten ist mir stets die enge Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und
Bürgern, Vereinen und allen Beteiligten besonders wichtig. Viele Projekte brauchen Zeit und sorgfältige Planung, doch ich freue mich, dass wir bereits erste sichtbare Ergebnisse erzielen konnten und gemeinsam Schritt für Schritt an einer positiven Entwicklung unserer Gemeinde arbeiten.
Sie waren zuvor Vizebürgermeisterin und kennen die Gemeinde aus dieser Rolle sehr gut. Welche Projekte konnten Sie als Bürgermeisterin näher in den Vordergrund rücken?
Durch meine vorherige Tätigkeit als Vizebürgermeisterin konnte ich bereits viele Projekte intensiv begleiten und wichtige Grundlagen dafür schaffen. Besonders als zuständige Referentin für den Sportbereich war mir die Sanierung des Fußballplatzes ein großes Anliegen. Es freut mich sehr, dass wir nun als Gemeinde mit dem Nachtragshaushalt bereits die notwendigen finanziellen Mittel vorsehen konnten, um dieses wichtige Projekt konkret voranzubringen. Ein weiteres zentrales Thema ist für uns das Projekt Schule.
Unsere Schule platzt mittlerweile aus allen Nähten, weshalb hier dringender Handlungsbedarf besteht. Dieses Projekt hat
für uns höchste Priorität. Gemeinsam mit den Planern finden derzeit wöchentliche Sitzungen statt, damit wir so schnell als möglich konkrete Lösungen umsetzen und die notwendigen Schritte vorantreiben können.
Ein lang ersehntes Vorhaben der Gemeinde ist die Realisierung eines neuen Jugend- und Kulturzentrums. Was genau ist geplant, und wie sieht der Zeitplan aus? Das neue Jugend- und Kulturzentrum ist ein sehr wichtiges Zukunftsprojekt für unsere Gemeinde Algund und gleichzeitig ein Vorhaben, das sich viele Bürgerinnen und Bürger schon seit langer Zeit wünschen. Geplant ist ein modernes Zentrum, das mehrere Generationen zusammenbringen soll: Neben einem neuen Jugendzentrum werden dort auch die öffentliche Bibliothek sowie ein Seniorentreff untergebracht sein. Damit schaffen wir einen Ort der Begegnung, des Austausches und des gemeinsamen kulturellen Lebens. Derzeit beschäftigen wir uns intensiv mit den Ausschreibungen und den weiteren vorbereitenden Schritten. Wenn alles planmäßig verläuft, ist der Baubeginn für Herbst 2026 vorgesehen. Die Fertigstellung des Projektes ist für das Jahr 2028 geplant.
Uns ist wichtig, hier einen offenen und zeitgemäßen Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen, der langfristig einen echten Mehrwert für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Algund bietet.
Das Vereinshaus Peter Thalguter ist seit 45 Jahren ein zentraler Ort des kulturellen Lebens in Algund. Im Zuge der Neugestaltung des Festplatzareals: Ist auch eine Sanierung oder ein Umbau des Vereinshauses vorgesehen?
Das Vereinshaus Peter Thalguter ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Mittelpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in unserer Gemeinde und hat für Algund einen großen Stellenwert. Gerade deshalb ist es uns wichtig, das Gebäude auch für die Zukunft funktional und energetisch gut aufzustellen. Im Zuge der laufenden Entwicklungen rund um das Festplatzareal sind im Vereinshaus selbst derzeit vor allem technische und energetische Maßnahmen vorgesehen. So werden die Klimaanlage sowie die Heizungsanlage erneuert beziehungsweise ausgetauscht, um den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz und Komfort gerecht zu werden. Darüber hinaus haben wir auch vorgesehen, das
Dach des Theaters energetisch zu sanieren. Damit möchten wir langfristig die Qualität des Gebäudes verbessern, den Energieverbrauch reduzieren und gleichzeitig die Nutzungsmöglichkeiten für Vereine, Kulturveranstaltungen und die Bevölkerung sichern. Ein behutsamer Umgang mit diesem wichtigen Gebäude ist uns dabei besonders wichtig, damit das Vereinshaus auch künftig ein lebendiger Treffpunkt für Kultur und Gemeinschaft bleibt.
Das Ehrenamt hat in Algund einen besonders hohen Stellenwert. Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, um dieses freiwillige Engagement gezielt zu stärken und zu fördern?
Das Ehrenamt hat in Algund traditionell einen sehr hohen Stellenwert und ist eine unverzichtbare Säule unseres Dorflebens. Unsere Vereine leisten Großartiges – sei es im kulturellen, sportlichen, sozialen oder gesellschaftlichen Bereich – und tragen wesentlich zum starken Zusammenhalt in der Gemeinde bei. Deshalb ist es uns als Gemeindeverwaltung ein großes Anliegen, die Vereine bestmöglich zu unterstützen. Die zuständige Referentin für die Vereine ist
hier sehr engagiert und kümmert sich mit großem Einsatz um die verschiedensten Anliegen und Bedürfnisse der Vereine. Der regelmäßige Austausch und die enge Zusammenarbeit sind uns dabei besonders wichtig. Auch an finanziellen Beiträgen mangelt es nicht: Wir bemühen uns, die Vereine im Rahmen unserer Möglichkeiten gezielt zu fördern und ihnen die notwendige Unterstützung zu geben – sowohl finanziell als auch organisatorisch und infrastrukturell. Gleichzeitig versuchen wir, den Vereinen in
sämtlichen Belangen zur Seite zu stehen und gute Rahmenbedingungen für ihre wertvolle Arbeit zu schaffen. Ich bin überzeugt, dass eine lebendige Vereinskultur wesentlich zur Lebensqualität in unserer Gemeinde beiträgt. Deshalb möchten wir auch in Zukunft alles daransetzen, dieses freiwillige Engagement zu stärken und wertzuschätzen.
Wenn Sie an die nächsten vier Jahre denken – welche zwei Projekte liegen Ihnen ganz besonders am Herzen?
Wenn ich an die kommenden vier Jahre denke, dann liegt mir besonders der Ausbau des Schulzentrums am Herzen. Unsere Schule stößt bereits heute an ihre Grenzen, deshalb ist es mir ein großes Anliegen, hier zeitnah moderne und zukunftsorientierte Lösungen zu schaffen. Kinder und Jugendliche sollen in Algund beste Bedingungen zum Lernen und Wachsen vorfinden – das ist eine Investition in die Zukunft unserer gesamten Gemeinde.
Philipp Genetti
Rundgang durch Algund
1Sennerei
Algund
2Schneiderei
Lösch
Unser erster Halt führt uns zur Sennerei Algund in Mitterplars, einem Ort, an dem Milch seit weit über einem Jahrhundert zur Kunst erhoben wird. Im Jahr 1898 gründeten 18 Viehbesitzer von Algund die Genossenschaft, und seither ist sie nicht mehr aus dem Dorf wegzudenken. Heute verarbeitet die Sennerei jährlich knapp drei Millionen Liter Kuhmilch und über 300.000 Liter Ziegenmilch von 57 Viehbauern aus den umliegenden Bergfraktionen. Und wer das Sortiment einmal durchprobiert hat, schmeckt diesen Ursprung deutlich heraus. Neben dem klassischen Käse, dem Quark und der Sauerrahmbutter hat die Sennerei zuletzt auch mit einer echten Neuheit aufgewartet: Mit „Hafena“ brachte sie den ersten Südtiroler Bio-Hafer-Drink auf den Markt, hergestellt aus 100 Prozent regional und biologisch angebautem Hafer von Bauern aus dem Vinschgau und Pustertal. Eine vegane Alternative, die zeigt, wie viel Innovationsgeist in einer traditionsreichen Genossenschaft stecken kann. Wer möchte, kann dienstags und donnerstags sogar selbst zum Senner werden: Gemeinsam mit Sennerin Edith lässt sich eigener Frischkäse herstellen, ein Erlebnis, das Einheimischen wie Gästen gleichermaßen in Erinnerung bleibt.
Unser letzter Stopp führt uns in die Handwerkerzone, und damit zu einem Betrieb, der buchstäblich maßgeschneiderte Lösungen liefert. Die Schneiderei Konfektion Lösch ist der perfekte Anlaufpunkt für alle textilen Bedürfnisse: vom Kürzen eines Hosensaums über das Flicken eines Risses bis hin zur ganz individuellen Kreation nach Maß. Besonders stolz ist das Team, heute geführt von Familie Dalkolmo, auf seine Spezialisierung auf die typische Burggräfler Männertracht, ein Handwerk, das anderswo kaum noch beherrscht wird. Wer eine solche Tracht in Auftrag geben möchte, ist hier genau richtig. Doch auch der ganz alltägliche Bedarf kommt nicht zu kurz: Die Schneiderei führt Konfektion in den Größen 48 bis 75 sowie Kurzwaren und Nähartikel, ein Sortiment, das von der Nähnadel bis zur Fer-
Sennerei Algund – Tradition, die man schmeckt
Schneiderei Lösch – perfekte Passform für jeden Stil
tigjacke reicht. In einer Zeit, in der Fast Fashion dominiert und Reparaturen als lästig gelten, ist ein solcher Betrieb ein kleines Kulturgut. Hier wird noch genäht, geflickt, angepasst und neu gedacht, mit Erfahrung, Geduld und dem Gespür für das, was
wirklich passt. Ein Besuch lohnt sich, bevor man vorschnell etwas Neues kauft.
3SalonHabicher
Wenige Schritte weiter, in der Peter-Thalguter-Straße, warten
Schere und gute Laune auf uns. Am 29. Juni 1970 eröffneten Margit und Walter Habicher ihren Friseursalon in der Alten Landstraße in Algund, und machten sich schnell einen Namen, auch weit über den Ort hinaus.
Der Spruch, der damals kursierte, „Da schneiden sie die Haare, dass sie nachher länger aussehen“, fasste den Zeitgeist treffend zusammen. 1984 zog der Betrieb in die Peter-Thalguter-Straße um, wo im Parterre des eigenen Hauses die Erfolgsgeschichte weitergeschrieben wurde. 2005 stieg Sohn Patrick mit jahrelanger Erfahrung in Wien, Berlin, Madrid und Paris in den Familienbetrieb ein. Er brachte internationales Flair in
einen Betrieb, der schon immer mehr war als ein Friseursalon: Über all die Jahre konnten sich Kunden auch an der Kunst aus Walters Sammlung an den Wänden erfreuen. 2010 wurde der Salon von Designer Harry Thaler neu gestaltet und von „Salon Walter“ in Salon „habicher“ umbenannt. Heute führt Patrick den Betrieb mit seinem Team weiter, und verbindet Handwerk mit Haltung: Neben modernem Haardesign setzt man auf natürliche Pflanzenfarben und pflegt den Salon als kleinen Ausstellungsort für Südtiroler Kunst.
Philipp Genetti
Salon Habicher – mehr als nur ein Haarschnitt
Wer oder was sind die Jugenddienste?
In Südtirol gibt es 20 Jugenddienste, die Beratung, Begleitung und Freizeitangebote bieten.
Wir Jugenddienste sind für euch Jugendliche da. Wir schaffen Orte und Möglichkeiten, an denen ihr euch treffen, wohlfühlen, ausprobieren, mitreden und eure Ideen umsetzen könnt. Dabei begleiten wir euch im Alltag und bieten euch Räume, in denen ihr euch frei entfalten könnt. Gemeinsam mit Vereinen, Schulen, Gemeinden und Ehrenamtlichen gestalten wir Angebote, Projekte und Aktionen, die sich an euren Interessen
und Lebenswelten orientieren.
Ob Freizeit, Workshops, Ausflüge, Veranstaltungen, Jugendtreffs oder Unterstützung bei eigenen Projekten – bei uns könnt ihr Gemeinschaft erleben, Neues entdecken und eure Fähigkeiten weiterentwickeln. Ihr könnt aktiv mitmachen, Verantwortung übernehmen und eure Umgebung mitgestalten. Eure Ideen sind dabei nicht nur willkommen, sondern zentral. Die Jugenddienste in Südtirol
begleiten junge Menschen auf dem Weg zu selbstständigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten. Wir helfen euch, eure Stärken zu erkennen, eure Interessen zu vertiefen und eure Talente einzubringen. Gleichzeitig sind wir für euch da, wenn ihr Fragen habt oder Unterstützung braucht. Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Förderung von Mitbestimmung und Teilhabe. Ihr sollt eure Meinung einbringen und an Entscheidungen
AKTUELLES
BIKE & CULTURE TRIP TOSCANA 15+ 17.-21. 06. 2026 | Fahrradtouren und kulurelle Ausflüge | Anmeldung auf der Homepage MOBILES FRÜHSTÜCK 28. 04. 2026| Lana ALKOHOLPRÄVENTIONSKAMPAGNE Alle Infos, Flyer, Broschüren und Plakate zur Kampagne unter www.jugenddienst.it/alkoholpraevention
TAKE UP Anpacken, Punkte sammeln, Gutscheine einlösen| Info unter www.takeup-jugend.it
TREFF ÖFFNUNGSZEITEN Unsere Jugendtreff sind regelmäßig für alle Jugendlichen ab der 1. Klasse Mittelschule geöffnet! Infos auf der Homepage
mitwirken, die euch betreffen. So entsteht Jugendarbeit, die nah an euren Bedürfnissen ist. Die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste Südtirols (AGJD) vernetzt die Jugenddienste im Land, fördert Austausch und unterstützt die Weiterentwicklung der Jugendarbeit. Sie setzt sich für gute Rahmenbedingungen ein, damit Jugendarbeit vielfältig und zukunftsorientiert bleibt. Mehr Infos auf: jugenddienst.it.
Das Wichtigste in Kürze ...
Wir Jugenddienste in Südtirol sind für euch Jugendliche da. Wir bieten Räume zum Treffen, Mitreden, Ausprobieren und Mitgestalten. Gemeinsam mit Schulen, Vereinen und Gemeinden schaffen wir Freizeit-, Bildungs- und Projektangebote, die sich an euren Interessen orientieren. Wir unterstützen euch, eure Ideen um- zusetzen, Verantwortung zu übernehmen und eure Stärken zu entwickeln. Die AGJD vernetzt die Jugenddienste und stärkt die Jugendarbeit im Land.
Gold und Bronze für Karl Ladurner
Am verlängerten Wochenende vom 1. bis 3. Mai fand in Bozen das stark besetzte internationale Badminton-Jugendturnier „Bozner Frühling“ statt. Der Meraner Karl Ladurner zeigte dabei starke Leistungen und durfte gleich zwei Podestplätze feiern. Gemeinsam mit seinem Doppelpartner Sebastian Tataru (Mals) gewann er die Goldmedaille im Herrendoppel U19 und holte zusätzlich Bronze im Herreneinzel U19. Im Doppel überzeugte das Duo während des gesamten Turniers mit starken Nerven und konstant guten Leistungen. Bereits im Achtelfinale setzten sich Ladurner/Tataru in drei Sätzen knapp gegen die starken Österreicher Victor Acimovic/Jakob Mayerhofer durch. Im Viertelfinale folgte ein souveräner Erfolg gegen die topgesetzte Paarung Tobias Andergassen/Teodor Toderascu, und auch im Halbfinale ließen die beiden nichts anbrennen. Im Finale krönten Karl Ladurner und Sebastian Tataru ihre starke Turnierleistung schließlich mit einem hart erkämpften Dreisatzsieg gegen Ferdinand Bauer/ Zhan Shangzu. Auch im Einzel spielte Karl ein starkes Turnier. In der Gruppenphase überzeugte er unter anderem mit einem umkämpften Dreisatzsieg gegen Ferdinand Bauer sowie einem klaren Erfolg gegen den Deut-
schen Thomas Birzer. Danach marschierte er mit souveränen Leistungen bis ins Halbfinale, wo er erst am späteren Turniersieger aus der Schweiz, Luan Richard, scheiterte. Mit der Bronzemedaille durfte sich Karl dennoch über ein herausragendes internationales Ergebnis freuen. Im Mixed-Doppel U19 erreichte Karl gemeinsam mit Lena Kobler ebenfalls das Viertelfinale und zeigte auch dort starke Leistungen gegen internationale Konkurrenz. Ebenfalls internationale Turnierluft schnupperten Tanja Gamper und David Baur in der Altersklasse U17. Tanja zeigte besonders im Einzel mit einem starken Dreisatzmatch gegen die Deutsche Ariona Duraku ihr
großes Potenzial und sammelte wertvolle Erfahrungen auf internationalem Niveau. Auch David stellte sich mutig der starken internationalen Konkurrenz
und konnte wichtige Eindrücke für seine weitere Entwicklung mitnehmen.
Gerda Luther
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Die ganze Stadt ist auf der Straße
Das Wochenende vom 12. bis 14. Juni feiert Meran 20 Jahre Asfaltart mit 50 Straßenkünstlern.
Hinter Asfaltart stehen viele ehrenamtliche Mitarbeiter
„Es ist das Highlight in unserem Eventkalender. Die ganze Stadt ist auf der Straße“, sagt Katharina Zeller. Asfaltart bring Menschen zusammen: Jung und Alt feiern gemeinsam, und die Stadt wird zu einem offenen Raum für Begegnung, Kultur und Leben, freut sich die Bürgermeisterin. Das Wochenende vom 12. bis 14. Juni verspricht wieder viel Buntheit, Vielfalt und Unangepasstheit –wie Landesrat Philipp Achammer kürzlich auf der Pressekonferenz im Freien vor dem Sandplatz betonte. Asfaltart feiert heuer seine 20. Ausgabe – und damit zwei Jahrzehnte voller Staunen, Begegnungen und magischer Momente unter freiem Himmel. Was vor zwanzig Jahren als mutiges Kulturprojekt begann, hat sich längst zu einem der bedeutendsten Stra-
ßenkunstfestivals weit über die Landesgrenzen hinaus entwickelt. Organisiert wird Asfaltart vom Kunstverein Kallmünz mit Meinhard Khuen und Joachim Ellmenreich an der Spitze.
Der Verein wurde 1989 gegründet und verfolgt seither das Ziel, Kunst und Kultur aus „klassischen“ Räumen herauszuholen und für alle Menschen zugänglich zu machen. Ausstellungen, Performances, Festivals und internationale Kulturprojekte prägen bis heute seine Arbeit.
Vom Kulturprojekt zum internationalen Festival
Das künstlerische Profil von Asfaltart wird seit Jahren von Claudia Bellasi und Jordi Beltramo geprägt. Gemeinsam mit dem Organisationsteam sorgen
sie dafür, dass sich die gesamte Stadt während des Festivals in eine offene Bühne verwandelt. Über 30 internationale Artistikgruppen und rund 100 Künstlerinnen und Künstler werden heuer erwartet, insgesamt stehen mehr als 200 Aufführungen auf dem Programm. Drei Tage lang wird Meran buchstäblich „auf den Kopf gestellt“ – poetisch, überraschend und grenzenlos kreativ.
Begegnungsraum für alle Dabei versteht sich Asfaltart nicht nur als Festival, sondern als Ort der Begegnung. Menschen unterschiedlichster Generationen und Kulturen kommen zusammen, erleben Straßenkunst hautnah und entdecken die Stadt neu. Zum Jubiläum richtet sich
der Blick deshalb auch auf all jene, die Asfaltart geprägt haben: Künstler, freiwillige Helfer, Partner und die Menschen aus nah und fern.
238 Shows und 50 internationale Künstler Bereits vor dem offiziellen Start wird gefeiert: Das Pre-Festival findet am 11. Juni in Schenna statt, ehe Asfaltart vom 12. bis 14. Juni das Zentrum Merans erobert. Den Abschluss bildet das After-Festival am 15. Juni in Dorf Tirol. Neu positioniert wurde heuer der Kunsthandwerksmarkt, der erstmals bei der Wandelhalle stattfindet. Auch kulinarisch setzt das Festival Akzente.Unter dem Motto „Less is more –more is bio!“ verfolgt Asfaltart
bewusst ein nachhaltiges Konzept mit regionalen Produkten und hoher Qualität statt Massenangeboten. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die heurige Jubiläumsausgabe zu-
dem mit dem „Focus Catalunya“. Vier Künstlergruppen aus Katalonien wurden eingeladen – als kulturelle Brücke zwischen zwei autonomen Regionen Europas, die beide ihre sprachliche und
historische Identität pflegen. Das Festival besitzt mittlerweile sogar eine eigene App mit Programmpunkten, Künstlerinfos, Lageplänen und Uhrzeiten. 20 Jahre Asfaltart verspricht ein
Wochenende voller Leidenschaft, Lachen, Poesie und einem außergewöhnlichen Kulturmix.
Josef Prantl
Gemeinsam stark für Vielfalt
Eine Kindergartensprengel übergreifende Ideensammlung zur vorurteilsbewussten Bildungsarbeit
Pädagogische Fachkräfte aus den drei Kindergartensprengeln waren eingeladen, Fotos ihrer Lernumgebungen zu teilen. Aus diesen Beiträgen ist eine gemeinsame Ideensammlung entstanden, die nun allen Kindergärten der drei Sprengel zur Verfügung steht. Sie bündelt vielfältige Anregungen und Beispiele dafür, wie Vielfalt im Kindergartenalltag bewusst sichtbar gemacht und thematisiert werden kann. Kinder sollen ein möglichst realistisches Bild der Welt entwickeln und entdecken, wie unterschiedlich Menschen sein können.
Dabei geht es um verschiedene Identitätsmerkmale – etwa Hauttöne, Religionen, Geschlechterrollen und Geschlechteridentitäten, Alter, Familienformen oder körperliche Merkmale. Die Bilder zeigen Bildungsräume, Materialien, Bilderbücher, Situationen und Projekte, in denen Vielfalt sichtbar wird und zum Ge-
spräch anregt. Von Friseursalons in Rollenspielräumen, in denen Frauen mit Kurzhaarschnitten oder Männer mit Langhaarfrisuren auf Fotos sichtbar sind, über Spielfiguren mit unterschiedlichen Hauttönen bis hin zu Projekten, die sich mit Körperkunst in verschiedenen Kulturen beschäftigen – die Ideensammlung zeigt auf vielfältige Weise, wie unterschiedliche Identitätsmerkmale im Kindergartenalltag thematisiert und sichtbar gemacht
werden können. Die Initiative knüpft an zentrale Grundsätze der vorurteilsbewussten Bildung an, deren Haltung ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit in Südtirols Kindergärten ist. Dieser Ansatz geht davon aus, dass Kinder Unterschiede bereits früh wahrnehmen und Fragen zu Identität, Zugehörigkeit oder gesellschaftlichen Rollen entwickeln. Pädagogische Fachkräfte begleiten sie dabei, Vielfalt wertschätzend zu erleben und dar-
über ins Gespräch zu kommen. Gerade in der frühen Bildung ist es wichtig, dass Kinder in ihrer Umgebung sowohl „Spiegel“ als auch „Fenster“ vorfinden: Spiegel, in denen sie sich selbst und ihre eigene Lebensrealität wiedererkennen, sowie Fenster, durch die sie Einblicke in andere Lebensrealitäten erhalten.
Dies trägt dazu bei, Kinder in ihrer Identität zu stärken und gleichzeitig ihre Offenheit für Vielfalt zu fördern. Die gemeinsame Ideensammlung versteht sich deshalb als Impuls, Vielfalt bewusster sichtbar zu machen und Pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen. Denn wenn Kinder erleben, dass Unterschiedlichkeit selbstverständlich ist und wertgeschätzt wird, wird ein wichtiger Grundstein für ein respektvolles Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft gelegt.
Kindergartensprengel Lana
- Sa 7.00 - 19.00 So 7.00 - 13.00
Technikwerkstatt: Forscherlust sind nicht geschlechtsgebunden
Praxenknecht präsentiert Kindertheaterstück „Bienen, Mayo und das verlorene Lied”
Der idyllische Park der Villa Freischütz in Obermais verwandelt sich auch in diesem Frühjahr wieder in eine märchenhafte Freilichtbühne. Der Theaterverein Praxenknecht EO präsentiert dort mit „Bienen, Mayo und das verlorene Lied“ eine neue Familienproduktion für kleine und große Kinder ab drei Jahren. Premiere feiert das Stück am Freitag, 22. Mai, um 18 Uhr. Bereits zum elften Mal bringt der Verein ein eigens entwickeltes Theaterstück in den historischen Park der Villa Freischütz und setzt dabei erneut auf eine Mischung aus Schauspiel, Fantasie, Bewegung und direkter Einbindung des Publikums. Unter der Regie von Alexandra Wilke entstand eine märchenhafte Parabel über Gemeinschaft, Verantwortung, Freundschaft und die Frage, was Menschen, oder in diesem Fall Bienen, eigentlich zusammenhält. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Bienenstock, in dem plötzlich nichts mehr funktioniert wie früher. Nachdem die alte Königin abgetreten ist, weigert sich ihre Nachfolgerin, Verantwortung zu übernehmen. Stattdessen träumt sie davon, Bühnenkönigin zu werden. Die Arbeiterinnen verlieren den Takt, die Drohnen beschäftigen sich lieber mit ihren Vorlieben für Pommes mit Mayo und niemand kann sich mehr an das Lied erinnern, das früher alle verbunden hat. Auch außerhalb des Bienenstocks bleibt die Veränderung nicht unbemerkt. Imker Camillo und Oma Anni stellen fest, dass das Summen im Honiglabor plötzlich ganz anders klingt als sonst. Ihr Enkel Benni bekommt die Auswirkungen sogar direkt zu spüren, als ihn eine taktlose Biene sticht. Gemeinsam beginnt eine abenteuerliche Sche
Die Schauspieler-Gruppe
nach dem verlorenen Lied – und damit nach dem Gefühl von Zusammenhalt und Gemeinschaft. Besonders macht die Produktion vor allem ihre interaktive Gestaltung. Das Publikum bleibt nicht nur Zuschauer, sondern wird aktiv Teil der Geschichte. Die Kinder laufen gemeinsam mit Rudi der Rennschnecke durch ihren Parcours, helfen Spinni beim Netzbau, begleiten Käfer Kurt bei seiner beruflichen Neuorientie rung und feuern Raupert an, der als frisch geschlüpfter Schmet terling seine ersten Flugversuche wagt. Der weitläufige Park der Villa Freischütz wird dabei selbst zur lebendigen Spielfläche und lässt die Besucher tief in die fan tasievolle Welt der Tiere und In sekten eintauchen. Auf der Büh ne stehen Christiane Ladurner, Christof Obkircher, Dolores Mair, Gabi Mitternöckler, Hanenn Huber, Karmen Kammerlander, Katharina Mairvongrasspeinten, Markus Westphal, Marvin Ma rocchio, Nadia Schwienbacher, Oswald Waldner, Serafin Schal ler, Stephan Rauter und Tama ra Lamprecht. Zum kreativen Team gehören außerdem Nadia
Schwienbacher (Theaterpädagogik), Mirjam Hellrigl (Kostüme), Martin Demetz (Trailer), Roland Pernter und Gert Reinstadler (Fotos), Thomas Nägele (Webdesign) sowie Jean Jeau Hack, der das Plakatmotiv gestaltet hat. Die Aufführungen finden zwischen 22. Mai und 28. Juni im Park der
ren Wochenenden sowie an einzelnen Feiertagen und Abendterminen. Die Vorstellungen dauern rund 60 Minuten. Aufgrund der begrenzten Plätze empfiehlt der Veranstalter eine frühzeitige Reservierung. Weitere Informationen unter www.praxenknecht.com
LÄCHELN, KNIPSEN, MITMACHEN
BABYSEITE
BABYSEITE
LEONIE
aus Dorf Tirol
Geboren am 1. Jänner 2024
Eltern: Melanie Holzner & Florian Pircher
STEFAN & MARTIN
aus Rabland
Geboren am 24. August 2023
Eltern: Jasmin Lamprecht & Lukas Garber
Schicken Sie uns ein Foto von ihrem Kind mit Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Namen der Eltern (lediger Nachname der Mama) und Wohnort an: baz@bezirksmedien.it
MATTHIAS & JONATHAN
aus Schenna
Geboren am 14. Juni 2025
Eltern: Deborah Walzl & Hanjörg Dosser
FELICITAS & FERDINANDO
aus St. Martin in Passeier Geboren am 19. Februar 2024
Eltern: Rosmarie Reiterer & Bernhard Schiefer
JONATHAN & SAMUEL
aus Völlan
Geboren am 18. November 2025
Eltern: Nicole Mair & Johannes Brunner
VALENTIN
aus Meran/München Geboren am 28. Mai 2025
Eltern: Caroline & Alexander Romagna
„die BAZ“ und die Kinderwelt gratulieren JASMIN LAMPRECHT, Mami von STEFAN & MARTIN, zu ihrem Mutterglück.
Die Bestätigung zum GRATIS-EINKAUF in der Kinderwelt in Tscherms ist in unserem Büro (Industriestraße 1/5) in Lana abholbereit.
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NATURNS
Naturnser Almen Unplugged
Zwischen Almgenuss, Bergidylle und feiner Live-Musik
Ein Sommertag, fünf Einkehrmöglichkeiten und unzählige gute Gründe, die Wanderschuhe zu schnüren: Am Sonntag, 14. Juni 2026 wird der Naturnser Nörderberg wieder zur musikalischen Bühne für „Naturnser Almen Unplugged“.
Die Naturnser Alm, die Zetn Alm, die Mausloch Alm, die Tablander Alm und der Brandhof locken Besucher aus nah und fern und allen Altersklassen in die Höhe. Hier spielt die Musik nicht im Hintergrund, sondern mittendrin. Ganz ohne große Technik sorgen Musikerinnen und Musiker mit akustischen Klängen für echte Gänsehautmomente. Mal lässig, mal lebendig, immer authentisch und garantiert näher dran als bei jedem Konzert im Tal. Dazu
gesellt sich natürlich, was ein gelungener Almtag braucht: traditionelle Südtiroler Küche, kulinarische Spezialitäten und süße Versuchungen. Ob als gemütlicher Familienausflug, aktive Bike-Tour oder entspannte Wande-
Musik ab 11.00 Uhr
Naturnser Alm: Die Hallers
Zetn Alm: zommquetscht
Mausloch Alm: Brennet Liab
Tablander Alm: Duo Alpenflair
Brandhof: Norri & Walter
rung: „Naturnser Almen Unplugged“ bietet für jeden das passende Erlebnis. Die unberührte Landschaft des Naturnser Nörderbergs und die traumhafte Aussicht auf die umliegende Bergwelt macht den Weg zwischen
den Almen dabei selbst schon zum Highlight.
Für einen stressfreien Start sorgt der kostenlose Shuttledienst ab 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr vom Sportplatz Naturns bis Parkplatz Kreuzbrünnl. Alle Almen sind von dort aus bequem erreichbar. Um 9:00 Uhr fährt ein weiterer Shuttle vom Sportplatz bis Parkplatz Schartegg. Auch die Seilbahn Aschbach kann für die Auffahrt auf den Nörderberg genutzt werden.
Kurz gesagt: „Naturnser Almen Unplugged“ ist kein Termin den man abhakt, sondern einer, den man erlebt.
Informationen gibt es in der Tourismusgenossenschaft Naturns und unter www.naturns.it
Gratis Shuttle von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr durchgehend Sportplatz Naturns – Kreuzbrünnl hin und retour um 9.00 Uhr Sportplatz Naturns – Schartegg mit Anmeldung unter 0473 666 077 (bis Samstag 14.00 Uhr)
www.naturns.it
Martinsweg am Marlinger Berg
Einst das Sommerhaus der Schwestern der congregatio Jesu für die eigene Sommerfrische und besonders auch für bedürftige Mädchen, der „Eggerhof“ daneben ein einfaches Bauerngasthaus. Was daraus geworden ist!
Von Oberlana schweben wir mit der Seilbahn aufs Vigiljoch. Gleich an der Seilbahn starten wir. Wir wenden uns sofort nach rechts, Markierung 33. Unter dem Sessellift hindurch kommen wir auf einem breiten Forstweg zuallererst an einem, dem Verfall preisgegebenen Häuschen vorbei. Abweichende Wege beachten wir nicht, aus der Forststraße wird schließlich ein schöner Waldweg und in leichtem Auf und Ab kommen wir an Rastbänken, sowie an Aussichtspunkten vorbei, an Engstellen, an denen es auch felsig wird, bis sich der Weg schließlich dem weiten Almboden öffnet. Ein Brunnen mit klarem, frischem Wasser, mehrere Rastbänke, ein Wegkreuz und zahlreiche Hinweisschilder finden wir. Ein Sommerhaus, das sogenannte „Almbodenhüttl“ und unter dem Weg ein kleines Speicherbecken machen den Almboden aus.
Was aus dem Eggerhof geworden ist
Vom Almboden ist es nicht mehr weit, und plötzlich sehen wir den Parkplatz, dann eine Feriensiedlung mit vielen kleinen, dunklen Holzhäuschen, gut ins Landschaftsbild passend, sowie das Martinskirchlein, das aber versperrt ist. Erst dahinter und fast versteckt erhebt sich das Gasthaus, das den heutigen Bedürfnissen durchaus gerecht wird. Seit die Buslinie 268 regelmäßig von der Töll aus über Quadrat in wildromantischen Serpentinen bis hier herauffährt, kommen viele, um das Panorama und das Essen zu genießen. Da der Martinsweg als Rundweg ausgeschildert und nur 1.30 Stunden lang ist, entscheiden wir uns hierfür. Über lange Zeit ist er identisch mit dem Alpenrosenweg, sowie mit der Markierung 27, die nach Aschbach führt.
Der Weg zur Quelle
Oberhalb des Gasthauses zeigt der Wegweiser nach rechts. An vier Besinnungsstelen zum Thema Wasser vorbei, erreichen wir bald die Quelle selbst mit dem alten Brunnen, nahe einer kleinen Holzbrücke. Weiter geht es in ebener Wanderung, teilweise ist der Weg – wohl wegen eisiger Stellen im Winter – mit Halteseilen gesichert. Wir kommen zu einer Forststraße, die wir nun nach links leicht ansteigend aufwärts müssen.
Hin und wieder werden wir von Bergradfahrern überholt oder sie kommen uns entgegen, deshalb bleiben wir am Straßenrand. Schließlich kommen wir zu einer Kreuzung. Der Wegweiser nach Aschbach zeigt geradeaus weiter. Sankt Martin mit der Gans weist nach links.
Die kl. Martinskirche beim Eggerhof
Wo steckt Martin mit der Gans?
Ein sehr schöner, kaum begangener Weg führt uns nun fast eben bis zu seinem Ende. Immer wieder faszinieren uns herrliche Weitblicke, zu den teils noch schneebedeckten Bergen und zur gegenüberliegenden Talseite mit dem kleinen Kirchlein von Vellau. Ganz rechts lugen die Spitzen der Dolomitengipfel heraus. Wir kommen zu vielen Wegweisern und gehen geradeaus weiter. Plötzlich ist der Forstweg zu Ende und wird zum Steig, der sich leicht senkt. Diesem folgen wir über eine kleine Holzbrücke und kommen zu einem Waldrücken mit Tisch und Bänken. Unser Weg jedoch führt rechts davon etwas steiler hinunter zu einem breiten Forstweg.
Übern Almboden zum Jochweg Hier entdecken wir endlich wieder „unseren“ Martin mit der Gans und damit haben wir die Gewissheit, nicht in die Irre gegangen zu sein. Nun wandern wir gemütlich abwärts. Einmal erstreckt sich zur Linken eine große Alm mit ein paar schwarzen Rindern, die wiederkäuend ihre Mittagsrast halten. Und dann kommen wir von der anderen Seite wieder genau zum Almboden, den wir heute bereits kennengelernt haben. Am Brunnen noch rasch einen Schluck Wasser getrunken, dann geht es zügig weiter zum Ensemble der Eggerhöfe. Ob wir nun auf der schönen Terrasse des Eggerhofs den Tag ausklingen lassen, und mit dem Bus ins Tal fahren, oder noch ein Stück abwärts zur Haltestelle beim Flatscherhof wandern, entscheiden unsere Füße. Wir gehen unterhalb der Parkplätze den alten „Joch-
weg“ (Mark. 9) in Serpentinen abwärts bis zum Flatscherhof, einer Jausenstation in herrlicher Aussichtslage, wo wir uns einen guten Kaffee gönnen und so endet ein interessanter Wandertag.
Gehzeiten: insgesamt: 3 - 3,30 Std. Vigiljoch Bergstation: (1486 m) > Eggerhof: (1267) m) 1,10 Std. > St. Martin-Rundweg: 1,30 Std.> Haltestelle Flatscherhof: 30 Min.
Christl Fink
Immer wieder herrliche Ausblicke
An der Quelle
St. Martin mit der Gans begleitet uns! Am Beginn des Jochwegs
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Wann: Jeden Mittwochabend bis 2. September 2025
Wo: Im Zentrum von Schenna Weitere Infos: www.schenna.com/sommerabend
Den Trichter hat erkannt: Niemand
Dann rufen Sie uns am Montag, 8. Juni 2026, zwischen 16 und 17 Uhr an. Tel. 0473 233 024