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THEMA
04 | Die Fiaker von Meran
Habemus papam?
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09 I Rettich-Rendezvous Kommentar von Walter J. Werth
Durch den Tod von Papst Franziskus eröffnete sich im Vatikan die Möglichkeit zur Wahl eines neuen Papstes, was Donald Trump und seinem Umfeld eine historische Chance bietet, ihren Einfluss auf die katholische Kirche zu erweitern. Franziskus, ein Kritiker von Trumps Politik, wurde von dessen ultrakonservativen Anhängern als Hindernis wahrgenommen. Trump hat bereits Schritte unternommen, um sich gegen den verstorbenen Papst zu positionieren, indem er einen erklärten Franziskus-Gegner zum US-Botschafter im Vatikan ernannte. Wenn Sie diese Zeilen lesen, werden wir das „Habemus papam“ vielleicht schon gehört haben. Das Trump-Team beobachtet die Wahl genau und hofft auf einen Nachfolger, der konservative Werte vertritt. Favoriten wie der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der ungarische Kardinal Peter Erdő oder der US-Kardinal Raymond Leo Burke könnten Trumps Ansichten entgegenkommen und eine Abkehr von Franziskus‘ liberalem Kurs einleiten. Das Potenzial für einen solchen Wandel bringt auch eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich. Die katholische Kirche steht in einer zunehmend polarisierten Welt unter Druck, sich zu positionieren und ihre Rolle in gesellschaftlichen Debatten zu definieren. Der neue Papst könnte nicht nur die theologische Ausrichtung ändern, sondern auch die Art und Weise, wie die Kirche mit sozialen Themen wie Migration, Klimawandel und sozialer Gerechtigkeit umgeht. Während Trumps Unterstützer auf eine Rückkehr zu traditionellen Werten drängen, könnte es innerhalb der Kirche zu einem tiefgreifenden Konflikt kommen, wenn progressive Kräfte versuchen, an den Errungenschaften der letzten Jahre festzuhalten. Die Wahl wird somit nicht nur eine Frage des persönlichen Einflusses, sondern könnte weitreichende Folgen für die gesamte katholische Gemeinschaft mit sich bringen, meint am 6. Mai, dem Vortag des Konklaves zur Wahl des 267. Papstes, Ihr Walter J. Werth.
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THEMA
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Die Fiaker von Meran In Venedig sind es die Gondeln, in Wien, Salzburg oder Budapest die Fiaker. Ich bin ein einziges Mal mit einem Fiaker gefahren. Das war vor langer Zeit in Salzburg und ich war in romantischer Stimmung. Noch gut erinnere ich mich an Franz Brusenbach und seinen Zweispänner in Meran. von Josef Prantl
Heute bestimmen Taxis und Busse das Bild, doch einst waren es die Fiaker, die edle Herrschaften, Adelige und gut betuchte Gäste zwischen Hotels, Kuranlagen und Sehenswürdigkeiten kutschierten. Große Hotels wie der Habsburger Hof (heute Bellevue), der Tiroler Hof oder der Meraner Hof verfügten über eigene Stallungen für ihre Lohnkutscher. Diese sogenannten „Kutscherkammerlen“ zeugen noch heute davon, wie zentral Pferd und Wagen im Stadtleben waren. „Wegen dieser Stallungen führten die Hotels den Zusatz ‚Hof ‘ im Namen“, erklärt der Meraner Heimatschutz-Obmann und Kulturexperte Johannes Ortner. 4
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Was ist ein Fiaker?
Mit Fiaker wird ursprünglich eine zweispännige Lohnkutsche bezeichnet – ebenso wie der Kutscher selbst. Das Wort stammt aus dem Französischen: In der Pariser Rue de SaintFiacre bot im 17. Jahrhundert ein Pferdehändler namens Nicolas Souvage erstmals Kutschfahrten an. Der Heilige Fiacrius, nach dem die Straße benannt war, wurde so zum Schutzpatron der Kutscher, Taxifahrer und Gärtner. Bereits 1693 wurden in Wien die ersten Fiaker offiziell zugelassen. Es war ein wildes Treiben: Auf den staubigen Gassen drängten sich Kauf leute, Kutschwagen und elegante Droschken,
wie man die Fiaker in Deutschland nennt. Fiaker waren die ersten „Mietwagen“ der Stadt – eine Revolution der Mobilität! Wer etwas auf sich hielt, ließ sich kutschieren. Und wer schnell von A nach B musste, erst recht. In kürzester Zeit wurden die Fiaker fixer Bestandteil des Stadtbildes, fast wie Denkmäler auf Rädern. Von morgens bis spät in die Nacht fuhren sie die feinen Damen zum Ball, die Händler zum Markt oder verliebte Paare an versteckte Treffpunkte. Im Gegensatz zum Lohnkutscher, der einem heutigen Mietwagen-Unternehmer entspräche, stand der Fiaker an einem fixen Standplatz. In Meran gab es einmal auch
viele Fiakerfamilien, darunter bekannte Namen wie Himmel (Obermais), Steiner, Stief, Platter und Morandell. Allein die Fiakerei Brusenbach, eine der renommiertesten, hielt in ihren besten Jahren 38 Pferde und zahlreiche Gespanne. 1992 musste das in dritter Generation bestehende Fiakerunternehmen aber zusperren. Fiaker in Meran
Nichte Susi Debiasi versuchte zwar noch einen neuen Anlauf, vergeblich. Heute sieht man in
Meran einen Fiaker nur mehr bei traditionellen Umzügen oder zu besonderen Anlässen. Die große Zeit
Auch Meran erlebte seine große Zeit der Fiaker, als die Stadt im späten 19. Jahrhundert zur mondänen Kurstadt der Belle Époque aufstieg. Edle Herrschaften, Dichter wie Rainer Maria Rilke und Kaiserinnen wie Sisi ließen sich mit der Kutsche durch die Alleen chauffieren. Der Erste Weltkrieg brachte dann aber einen herben Einschnitt: Tausende Pfer-
de wurden für militärische Zwecke beschlagnahmt und kehrten nicht zurück. Zwar erholte sich die Fiakerei in den 1920er-Jahren teilweise wieder, doch mit dem Aufkommen des Automobils begann ihr unaufhaltsamer Niedergang. Spätestens die Ereignisse der 1930er-Jahre – Benzinknappheit, Wirtschaftskrise und die erneute Beschlagnahmung der Pferde für Mussolinis Kriegszüge – ließen viele Betriebe endgültig zusammenbrechen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Kutschenfahrt in Meran noch einmal eine kleine Renaissance: Mit dem Aufschwung des Tou-
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rismus fuhren Fiaker durch die Altstadt und zu touristischen Highlights. Heute sieht man Fiaker in Meran nur noch zu besonderen Anlässen – bei Hochzeiten, Jubiläen oder traditionsreichen Festen wie dem Traubenfest, wenn die Pferde wieder feierlich durch die Altstadt traben und der Glanz vergangener Zeiten für einen kurzen Moment auflebt. Die bewegte Geschichte der Familie Hanspeter
Besonders eng verknüpft mit der Geschichte der Fiakerei in Südtirol ist die Familie Hanspeter – ein Name, der für Unternehmertum, Anpassungsfähigkeit und Leidenschaft für das Fahren steht. Die Wurzeln reichen zurück bis Mitte des 19. Jahrhunderts: Josef Hanspeter bewirtschaftete in Tramin einen Hof und hatte zehn Kinder – drei Söhne, Anton, Jakob und
Karl wurden Fiaker. Jakob Hanspeter zog als junger Mann nach Meran und gründete ein eigenes Fiakerunternehmen. Seine Kutschen, die Nummern 17 und 18, waren aus dem Stadtbild bald nicht mehr wegzudenken. Seine Stallungen lagen beim traditionsreichen Gasthof „Goldenes Kreuz“ am Pfarrplatz, dem damaligen pulsierenden Herzen der Stadt. Anfänglich war sein Bruder Anton auch in Meran tätig, zog aber 1882 mit seinem Bruder Karl nach Arco. Dort waren die beiden „Hanspeters“ bis 1896 tätig. In jenem Jahr zogen sie nach Bozen und gründeten eine eigene Fiakerei, Anton in Gries bei Bozen, Karl in Zwölfmalgreien. Doch der Wandel der Zeiten machte auch vor den Hanspeters nicht Halt. Schon vor dem Ersten Weltkrieg erkannte Anton Hanspeter den Umbruch: Er schickte seinen Sohn Jakob nach Innsbruck, um das Mechanikerhandwerk zu erlernen und den Führerschein zu machen. Nach dem Krieg
kehrte der junge Jakob in die Heimat zurück, machte sich 1923 mit einem eigenen Auto selbständig und war in Meran Taxifahrer. 1924 zog er nach Bozen. Nach seiner Hochzeit 1926 mit Hildegard Aukenthaler von Gossensaß baute er mit ihr das erste Taxiunternehmen Südtirols auf – eine Pionierleistung. Statt Pferden kamen nun rassige Motorwagen zum Einsatz, doch die Leidenschaft, Menschen zu befördern, blieb dieselbe. Bereits damals organisierten die Hanspeter zudem Bus- und Autotouren in die damals noch weitgehend unerschlossenen Dolomiten. In den 1960er-Jahren betrieb die Familie einen Fuhrpark von fünf Taxis und zwei Bussen. Heute führt Christian von Hanspeter diese Tradition fort, indem er nostalgische Cabrio-Fahrten organisiert – fast so wie einst seine Vorfahren, die mit ihren Kutschen die Gäste durch das malerische Land führten. „Die Mitglieder der Familie Hanspeter begleiten und betreuen Reisende seit 1877 durch ihre angestammte Heimat, egal ob aus beruflichen oder touristischen Gründen“, heißt es auf seiner Webseite. Heute existieren Fiaker in Meran nur noch als romantische Erinnerung – bei Festen, Umzügen und auf alten Fotografien. Doch ihre Geschichte erzählt mehr als nur von einer vergangenen Art der Fortbewegung. Sie erzählt von einer Ära, in der Reisen noch ein Erlebnis war, ein Akt des Flanierens, des Genießens. Die Fiaker waren Zeugen einer Zeit, als Meran zur Weltbühne der feinen Gesellschaft gehörte, als Lebensstil und Eleganz untrennbar miteinander verbunden waren. Ihre Geschichten leben weiter – in den Erinnerungen der Stadt, in den Erzählungen von Familien wie den Hanspeters und in jedem Hufschlag, der heute noch bei Festumzügen durch die Altstadt hallt. Christian Hanspeter ist seinen Vorfahren treu geblieben und organisiert heute nostalgische Fahrten im Cabrio.
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Die BAZ sprach mit einem der letzten Sprösslinge der Fiakerfamilie Hanspeter. Ihre Familie ist seit Generationen eng mit der Fiakerei verbunden. Was bedeutet das für Sie?
Christian Hanspeter: Sie bedeutet mir sehr viel, denn sie stellt meine Wurzeln dar, meinen Platz im Leben. Sie gibt einem Halt und Kraft, wenn es mal nicht ganz so läuft, wie man es gerne möchte. Es ist für mich eine sehr große Freude und vor allem Ehre, jene Tätigkeit weiterzuführen, die mein Uropa begonnen hatte und meinem Opa zu so einem großen Erfolg verholfen hatte. Welche Erzählungen Ihrer Vorfahren sind Ihnen in Erinnerung geblieben?
Von meinem Opa erzählt man sich, dass wenn Frau Sophia Magnago ein Taxi brauchte, dann rief sie immer den „Joggl“ an – Opa war so in der ganzen Stadt bekannt. Oft
musste er die Baronesse Giovannelli in Kaltern holen und in die Stadt bringen. Frau Baronin ließ ihn oft lange, sehr lange warten, bis sie fertig war, hat ihm die Wartezeit aber immer großzügig vergütet. Vom Uropa kann ich berichten, dass er immer wieder Prinzessinnen aus Bayern chauffieren durfte. 1911 ließ er sich extra einen Zweispänner, einen sogenannten Landauer bei der Kutscherfirma „Formann“ in Meran bauen, um ihn ausschließlich bei Hochzeiten und Rundfahrten für bessere Herrschaften in Verwendung zu bringen. Ihr Großvater gründete das erste Taxiunternehmen.
Opa war ja schon sehr jung nach Innsbruck gezogen, um bei Firma Linser, die es heute noch gibt, die Lehre des Mechanikers anzutreten. Im Krieg war er der persönliche Chauffeur von Feldmarschall Erzherzog Josef von Habsburg. Das Automobil war somit schon sehr, sehr früh im Zentrum seines Le-
bens gewesen und hatte ihm dann den Lebensunterhalt für sich und seine Familie gesichert. Er war auch immer dankbar dafür, dass sein Vater Anton, mein Uropa, ihn nach Innsbruck in die Lehre geschickt hatte. Somit dürfte der Übergang sehr leicht gefallen sein. Uropa ist zeit seines Lebens immer Fiaker geblieben und Opa hat als Taxifahrer begonnen und ist durchgestartet. Er hatte ja auch das Glück Oma an seiner Seite zu haben, die ihn tatkräftig als gelernte Handelskauffrau (sie besuchte die Handelsoberschule bei den Englischen Fräulein in Brixen!) unterstützt hat. Sie organisieren nostalgische Cabriofahrten – sehen Sie sich als Bewahrer einer Tradition?
Ja auf jeden Fall. Schauen Sie, ich mache ja genau das Gleiche wie Uropa und Opa zu ihren Zeiten. Ich betreue und begleite Personen von A nach B, die in meine Heimat kommen. Fiaker, Taxi und Busse,
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ein Cabrio sind ja „nur“ das Werkzeug, mit dem die Kernkompetenz ausgeübt wird. Die Zeiten ändern sich ja, ob man es will oder nicht, und wenn man mitgeht, dann kann man sich, seiner Herkunft und seinen Ahnen, die einen geprägt haben, treu bleiben! Ich wäre dankbar, wenn jemand Dokumente oder noch besser Fotos von meinem Urgroßonkel Jakob Hanspeter hätte, der sein ganzes Leben in Meran als Fiaker tätig war, in den Berglauben 38 lebte und dort 1926 verstarb, und mir davon Kopien überlassen könnte.
Betreuende Angehörige benötigen oft eine Auszeit vom Pflegealltag, einen Genesungsplatz nach einem Krankenhausaufenthalt oder Hilfe bei altersbedingten Einschränkungen. Die Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen – wachsen – leben“ bietet seit 2006 erfolgreiche Kleinkindbetreuung in Südtirol. Neu hinzugekommen ist der Dienst „gemeinsam Alltag leben“: Betreuung und Begleitung von Senioren und Menschen mit Unterstützungsbedarf durch ausgebildete Alltagsbegleiterinnen – stunden- oder tageweise, auch als 24-Stunden-Betreuung bei den Begleiterinnen zu Hause. Viele Familien benötigen kurzfristig oder regelmäßig Unterstützung. Seit 2021 werden auch Menschen mit kognitiver oder psychischer Beeinträchtigung begleitet. Ziel ist ein liebevolles, familiäres Umfeld mit sozialen Kontakten und individueller Betreuung. Unser Leitsatz: „Nicht nur gut versorgt, sondern auch liebevoll umsorgt.“ Frau Hildegard Kaserer aus Kortsch (Gemeinde Schlanders) bietet diesen Dienst stundenweise bei sich zu Hause an. Information & Kontakt: Maria Egger, Weintraubengasse 23, 39100 Bozen. Mo- Do: 9- 12 und 14- 16 Uhr | Fr: 9- 12 Uhr Tel. 0471 1390505, 389 8943749 E-Mail: gal@lernenwachsenleben.it www.lernenwachsenleben.it
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Eine schwierige Namenssuche Wer in Schenna den Schlossweg entlang spaziert, kommt nicht nur am Hotel Erzherzog Johann vorbei, sondern auch am Schloss, das seit dem 19. Jahrhundert mit dessen Namen verbunden ist und den Grafen von Meran gehört.
Der Burggraf Petermann von Schenna war ein führender Beamter am Hof von Margarethe Maultasch. Er war reich, mächtig und erfreute sich der Gunst der Landesfürstin. Mitte des 14. Jahrhunderts erlaubte sie ihm, in Schenna eine neue Burg zu bauen. Das Grundstück dazu war bereits ausgewählt und Petermann konnte mit dem Bau beginnen. Dieser bestand aus dem Ost- und Südflügel des heutigen Schlosses sowie einem Wehrturm, dessen Lage nicht mehr genau bestimmt werden kann. Über die Hochzeit von Petermanns Tochter Adelhaid kommen die Starkenberger auf die Burg. In diese Zeit fällt die Auseinandersetzung zwischen König Sigismund und Herzog Friedrich mit der leeren Tasche. Schloss Schenna wurde belagert und trotz Verhandlungsversuche müssen die Starkenberger ihr Anwesen vorerst räumen. Als 1452 der letzte ihres Stammes stirbt, wird das Schloss verpfändet. Wenig später stürzt der Wehrturm ein und wird nicht wieder aufgebaut. In den folgenden Jahrhunderten wechseln sich die Besitzer immer wieder ab. 1844 kaufte es schließlich Erzherzog Johann und überließ es seinen Nachkommen, den Grafen von Meran.
Hauses Österreich wurde, war daher ausgeschlossen. Daran änderte auch nichts der Titel Freiin von Brandhofen, den Anna erhalten hatte und für den sie umgerechnet fast 80.000 Euro bezahlen musste. Zehn Jahre nach der Hochzeit kam endlich Sohn Franz auf die Welt. Die Frage nach dessen Namen war noch immer nicht gelöst. Sein Vater machte sich auf die Suche und wurde dabei sogar von Fürst von Metternich unterstützt, der ihn zuvor jahrelang bespitzeln ließ. Der neue Name sollte in keiner Weise auf eine Verwandtschaft mit den Habsburgern hindeuten. Man suchte bei den im Mittelalter regierenden Häusern von Tirol, Kärnten und der Steiermark und kam schließlich auf Andechs-Meranien. Berthold III. nannte sich im 12. Jahrhundert als erster Herzog von Meran, wobei sich dies auf seine küstenländischen Besitzungen in Istrien und Dalmatien bezog und nicht auf die spätere Kurstadt Meran. 1844, da war der kleine Franz bereits fünf Jahre alt, wurde er von Kaiser Ferdinand I. in den erblichen Grafenstand erhoben.
Die Suche eines Namens
Franz blieb ein Einzelkind. Da sein Vater oft auf Reisen war, verbrachte er seine Kindheit in erster Linie bei der Mutter. Im Unterschied zu anderen seines Standes kam er mit zehn Jahren nicht in eine Kadettenanstalt, sondern erhielt Unterricht von Hauslehrern. Seine Kindheit und Jugend waren von häufigen Ortswechseln geprägt, u.a. lebte er 1848/49 in Frankfurt, wo sein Vater als Reichsverweser der Nationalver-
Als der Erzherzog, ein Enkel von Maria Theresia, 1829 endlich seine geliebte Anna Plochl heiraten konnte, standen die Habsburger vor einer schwierigen Frage. Anna war die Tochter des Postmeisters von Aussee und die Ehe damit keineswegs standesgemäß. Dass der Nachwuchs aus dieser Verbindung Mitglied des
Der Sohn im Schatten
Franz Graf von Meran
sammlung vorstand. Einen Kontakt mit seinen 38 habsburgischen Cousins und Cousinen gab es in dieser Zeit nicht. Erst mit seiner Volljährigkeit änderte sich dies. Er hielt sich oft und auch gerne in Wien auf, mit Kronprinz Rudolf verband ihn eine enge Freundschaft. Einige Jahre nach dem plötzlichen Tod seines Vaters, dessen Stiftungen er mustergültig verwaltete, ehelichte er Theresia von Lamberg, mit der er sieben Kinder hatte. Obwohl er eigene Akzente setzte, u.a. war er Mitbegründer des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien, blieb er im Schatten seines Vaters, zu dem er eine innige Beziehung pflegte. Franz Meran war zeitlebens ein begeisterter Tiroler und trug stets den Adler der Tiroler Landstände. Er starb 1891 während eines Kuraufenthalts in Abbazia. Begraben ist er zusammen mit seiner Frau und seinen Eltern im von ihm in Auftrag gegebenen Mausoleum – nicht allzu weit entfernt vom Schlossweg. Christian Zelger
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Der Feuersalamander Als der Herr in seinem Lichte Glühend durch die Welten fuhr Und das Höllentor verpichte, Blieb ihm eine Klebespur. Rasch im Schaffensüberquellen Formt er aus dem schwarzen Brei Einen kleinen Waldgesellen, Daß er Salamander sei. Höllenschwarz ihr hübschen Dinger? Vatersorglich, lusterfüllt Taucht er den beperlten Finger In die Glut, die ihn umhüllt, Ricarda Huch
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SCHAUFENSTER
Foto: © Rubner Türen
Türen öffnen Räume Beim Bauen zählt jedes Detail. Doch eines wird dabei oft unterschätzt: die Tür. Sie ist nicht nur ein funktionales Element, das Räume trennt oder verbindet – sie ist auch Aushängeschild, Sicherheitsgarant und Wohlfühlfaktor. Beim Bauen zählt jedes Detail. Doch eines wird dabei oft unterschätzt: die Tür. Sie ist nicht nur ein funktionales Element, das Räume trennt oder verbindet – sie ist Statement, Stilmittel, Sicherheitsgarant und Wohlfühlfaktor zugleich. Ob Neubau, Renovierung oder Ausbau: Wer auf hochwerti-
ge Türen setzt, entscheidet sich für dauerhafte Qualität, Designvielfalt und spürbaren Komfort. Türen sind mehr als Durchgänge
Türen prägen das Raumgefühl – sie empfangen, verbergen, schüt-
zen und verbinden. Eine Tür kann modern-minimalistisch sein oder rustikal und gemütlich. Sie kann aus Glas sein und Licht durchlassen, oder aus Massivholz und Geborgenheit schenken. In jedem Fall ist sie ein zentrales Gestaltungselement – und beeinflusst nicht nur den Stil, sondern auch
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die Akustik, das Klima und das Sicherheitsgefühl eines Hauses. Innen wie außen: Qualität, die überzeugt
Die Anforderungen an Türen sind hoch – und das aus gutem Grund. Eine Haustür muss nicht nur äs-
thetisch zum Gesamtbild passen, sondern auch höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Einbruchhemmung, Wärmedämmung und Langlebigkeit stehen hier im Fokus. Bei Innentüren wiederum zählen Materialqualität, präzise Verarbeitung und Langlebigkeit. Hochwertige Türblätter, robuste Bänder, geräuschgedämmte Schließsysteme und widerstandsfähige Oberflächen machen den Unterschied – Tag für Tag. Die wichtigsten Qualitätsmerkmale
Material: Ob Holz, Glas, Stahl oder Aluminium – das Material entscheidet über Stabilität, Langlebigkeit und Ausstrahlung. Massiv holz punktet mit Natürlichkeit, während Aluminium mit Modernität und Pflegeleichtigkeit überzeugt. Verarbeitung: Präzise gearbeitete Kanten, passgenaue Zargen und hochwertige Beschläge sind nicht nur ein Qualitätsmerkmal – sie sorgen für Funktionalität und ein langes Produktleben. Oberfläche: Ob lackiert, furniert oder CPL-beschichtet – die Oberfläche schützt vor Kratzern, Stößen und Feuchtigkeit. Sie sollte nicht nur optisch ansprechend, sondern auch pflegeleicht und strapazierfähig sein. Dämmung & Schallschutz: Gute Türen halten Lärm draußen – und Wärme drinnen. Gerade bei Haustüren oder zwischen Wohn- und
Arbeitsbereichen ist der Schallschutz ein zentrales Qualitätskriterium. Sicherheit: Moderne Schließsysteme, Sicherheitsbeschläge und einbruchhemmende Technik sind längst Standard bei guten Haustüren – und ein Muss für jedes Zuhause. Design: Eine Tür muss gefallen. Deshalb gibt es sie heute in zahllosen Varianten – von klassisch bis avantgardistisch, mit Glas, in Farbe, mit Linienfräsung oder flächenbündig. Das Design folgt dem Stil des Hauses – und dem Anspruch seiner Bewohner.
und sie müssen hohen Anforderungen gerecht werden. Daher lohnt es sich, in Qualität zu investieren. Denn: Türen sind täglich im Einsatz. Sie werden geöffnet, geschlossen, angeschaut, gespürt. Sie tragen zur Wohnqualität bei – und sind ein Teil der Architektur, das bleibt. Türen mit Anspruch – für Bauherren mit Vision
Beim Bauen sollte man keine
Kompromisse eingehen – erst recht nicht bei den Türen. Ob moderne Designhaustür, schallschützende Bürotür oder charmante Holztür für den Wohnbereich: Wer auf geprüfte Qualität, hochwertige Materialien und durchdachte Technik setzt, schafft Räume, die nicht nur funktional, sondern auch emotional überzeugen. Denn: Eine gute Tür macht den Unterschied – jeden Tag aufs Neue.
Individuelle Lösungen statt Standard
Kein Bauprojekt gleicht dem anderen – deshalb sind auch Türen heute alles andere als Massenware. Maßanfertigungen, Sondermaße und individuelle Oberflächen sind längst möglich – und machen Türen zu echten Unikaten. Von der Flügeltür bis zur Schiebetür, von der versteckten Raumlösung bis zur imposanten Eingangsanlage: Gute Türhersteller bieten nicht nur Produkte, sondern Lösungen. Ein guter Bau beginnt mit der richtigen Türwahl
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Wer heute baut, denkt an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Designharmonie. Türen spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie verbinden Räume optisch wie funktional – BAZ 9/25
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Fotos: ©Alpinfluence
Residence Dolomitenblick Die Wohnanlage „Residence Dolomitenblick“ in Tisens ist ein Beispiel für modernen Wohnbau, der nicht nur architektonisch überzeugt, sondern auch integrative Aspekte wie Standortwahl, Bauqualität und Barrierefreiheit in den Vordergrund stellt. von Markus Auerbach
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TISENS – Tisens bietet den idealen Rahmen für diese Wohnanlage. Durch die bewusste Berücksichtigung sowohl vertikaler als auch horizontaler Elemente entsteht eine eindrucksvolle Spannung zwischen dem neuen Baukörper und der umgebenden freien Landschaft. Die Materialkombination aus Stein, Holz und dunklem Stahl schafft eine harmonische Verbindung zur Umgebung, während die zurückhaltende Farbgebung Form und Struktur betont. Die Verwendung dieser Materialien spiegelt nicht nur die regionale Baukultur wider, sondern unterstreicht auch die Langlebigkeit und Robustheit der Wohnanlage. Für diesen Artikel hat uns der Architekt Michael Tribus aus Lana seine Sicht und seine Erfahrungen mit dem Bauprojekt geschildert. Wir konnten erfah-
ren, welche Aspekte ihm bei der Bauausführung besonders wichtig waren. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Bauträger Aichner Invest war es möglich, die gestalterischen Freiräume zu nutzen, die zur kreativen und funktionalen Umsetzung des Bauvorhabens beigetragen haben. Glänzende Aussichten
Besonders wichtig war für Arch. Tribus die Inspiration aus dem nahe gelegenen Burgendorf Prissian. Die bezugsfertige Wohnanlage Residence Dolomitenblick ist ein architektonisches Highlight, das moderne Wohnkultur mit herrlicher Naturlandschaft verbindet. Mit insgesamt 23
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Wohnungen bietet die Anlage eine attraktive Wohnform, die sowohl Komfort als auch eine einzigartige Aussicht ermöglicht. Die Ausrichtung der Wohnanlage ermöglicht einen ungehinderten Blick auf die majestä-
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tischen Dolomiten. Das vertikale Hauptelement, der Turm (Bergfried), fungiert als zentrales architektonisches Element der Anlage. Um diesen Turm herum gruppieren sich im Burghof die horizontalen Laubengänge, die den Zugang zu den einzelnen Wohnungen ermöglichen. Diese Anordnung schafft nicht nur interessante räumliche Strukturen, sondern fördert auch eine angenehme nachbarschaftliche Atmosphäre, indem sie den Bewohnern Begegnungsmöglichkeiten und eine gewisse Privatsphäre bietet. Die Anordnung der Laubengänge um den zentralen Turm sorgt zudem für Tageslicht in den Wohneinheiten und schafft gleichzeitig eine angenehme Atmosphäre. Die Nähe der Laubengänge zu den Wohnräumen ermöglicht eine natürliche Erweiterung der Wohnfläche, die in den wärmeren Monaten optimal genutzt werden kann. Hochwertige Baustoffe
Das Gebäude basiert auf einer massiven Stahlbetonkonstruktion, die hohe Tragfähigkeit und Flexibilität bietet und gleichzeitig innovative Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Das Dach besteht aus Holz und ist mit ortstypischen Ziegeln eingedeckt. In Kombination mit einer guten
Wärmedämmung kann Holz den Energieverbrauch deutlich senken, was für den Klimaschutz von großer Bedeutung ist. Die Einfassung der Balkone mit dunklen Holzlamellen verbessert nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild, sondern bietet auch hervorragende Witterungsbeständigkeit. Die Balkonflächen sind außen gefliest und alle klimatisierten Bereiche mit 14 cm EPS gedämmt.
hochwertige Bauelemente hervorgehoben. Diese Kombination bietet nicht nur eine sehr gute Wärmedämmung, sondern auch eine hohe Stabilität und Langlebigkeit. Zudem ist Holz als nachwachsender Rohstoff
Effizientes Bauen
Das gesamte Gebäude wird im Klimahausstandard A errichtet. Architekt Tribus ist davon überzeugt, dass der Klimahaus-Standard A es ermöglicht, Gebäude so zu planen und zu bauen, dass der Energieverbrauch minimiert wird und gleichzeitig ein höchstmöglicher Wohnkomfort gewährleistet ist. Die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen U-Werte ist von zentraler Bedeutung, da sie den Wärmedurchgang durch Bauteile wie Wände, Dächer und Fenster messen. Niedrigere U-Werte bedeuten, dass das Gebäude besser gedämmt ist, was den Energiebedarf für Heizung und Kühlung senkt und vor allem die Behaglichkeit in den Innenräumen deutlich erhöht. Holz-Alu-Fenster mit Dreifachverglasung werden als
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umweltfreundlicher als viele andere Materialien. Gerade in Zeiten steigender Temperaturen können die Räume kühl gehalten und der Einsatz von Klimaanlagen reduziert werden, was sowohl ökonomische als auch
ökologische Vorteile mit sich bringt. Das Gebäude ist mit einer Wärmepumpenanlage für Heizung und Warmwasser ausgestattet, deren Energiebedarf durch die hauseigene 30 kW PV-Anlage optimiert wird.
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Parkhotel Linde – ein Traditionshaus im Wandel -Das Parkhotel Linde in Schlanders erstrahlt nach Umbau als modernes Aparthotel.
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SCHLANDERS – Beim Parkhotel zur Linde in Schlanders wurde in den vergangenen Monaten ein umfassender Umbau realisiert, der den Spagat zwischen Bewahrung und Weiterentwicklung sucht. Der Betrieb, seit Jahrzehnten fester Bestandteil der lokalen Gastgeberszene, wurde von einem klassischen Hotel zu einem modernen Aparthotel umgestaltet. Eine Transformation, die nicht nur die bauliche Struktur, sondern auch das zugrunde liegende Konzept grundlegend verändert und zugleich versucht, das Gewachsene und Vertraute nicht aus dem Blick zu verlieren. Unter der architektonischen Leitung von Paolo Capra (architekturgemeinschaft 15) entstand ein Haus, das stärker als zuvor auf Selbstständigkeit und Flexibilität der Gäste ausgerichtet ist, insbesondere für Familien, Aktivurlauber und Reisende, die sich auch im Urlaub ein Stück Alltag erhalten möchten. Gleichzeitig blieb das Ziel, einen Ort zu schaffen, der in seiner Geschichte und familiären Prägung erkennbar bleibt.
Ein Haus mit Geschichte: Vom Gasthof zum Aparthotel
Das Parkhotel zur Linde wurde 1967 von Adelinde und Adalbert Laimer gegründet, zunächst als kleiner Gasthof mit 20 Betten, einer Taverne, einer Kegelbahn und einem großen Garten. In den 1980erund 1990er-Jahren folgten mehrere Ausbauten: Der Garten wurde neu gestaltet, die Zimmeranzahl erhöht, ein zusätzliches Stockwerk errichtet. Ab 2001 kam ein kleiner Wellnessbereich hinzu, mit Sauna, Whirlpool und Ruheraum. Seit 1985 führen Peter Paul Laimer und seine Frau Renate das Haus. Mit der nächsten Generation – Sohn Daniel Laimer – beginnt nun eine neue Etappe: Die Umwandlung in ein Aparthotel markiert nicht nur einen architektonischen, sondern auch einen inhaltlichen Neuanfang. Statt klassischer Hotelstruktur mit Vollpension und täglichem Service stehen nun voll ausgestattete Ferienwohnungen im Mittelpunkt, ergänzt durch eine kleine Bar und
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großzügige Gartenflächen. Zudem wurden die bestehenden rund 20 Doppelbettzimmer des Hotels komplett erneuert. Das Frühstück und die tägliche Reinigung sind immer inklusive, das Abendessen oder Pakete zur Selbstversorgung sind auf bestimmte Zeiten begrenzt. Die Anforderungen an Urlaub haben sich spürbar verändert: Viele Reisende wünschen sich flexiblere Tagesabläufe, die Möglichkeit zur Selbstversorgung, aber dennoch eine gewisse Grundstruktur und Komfort. Der Umbau greift diese Entwicklungen auf und versucht, daraus ein stimmiges Ganzes zu formen. Architektur im Bestand: Weiterbauen mit Respekt
Im Zentrum des Umbaus stand die Weiterentwicklung des bestehenden Gebäudes. Es wurde bewusst kein Abriss vorgenommen, sondern
mit dem Bestand gearbeitet: Bestehende Strukturen wurden entkernt, neu gegliedert und geöffnet. Besonders zur Gartenseite hin wurde die Fassade neugestaltet – mit größeren Fensterflächen, klaren Linien und neuen Balkonen, die sich über die gesamte Südfassade ziehen. Hier entstand nicht nur mehr Licht, sondern auch eine stärkere Verbindung zwischen Innen- und Außenraum. Im ersten Obergeschoss wurde ein neues Apartment mit großzügiger Terrasse geschaffen, im zweiten Obergeschoss zwei neue – an der Stelle früherer Einzelzimmer. Auch der rückwärtige Teil zur Göflanerstraße hin wurde aufgewertet: Durch neue Fensteröffnungen, verbesserte Grundrisse und direkte Außenbereiche konnten auch hier attraktive Wohneinheiten geschaffen werden. Die Umstrukturierung der Innenräume folgt dem neuen Nutzungskonzept. Aus früheren Hotelzimmern wurden eigenständige Apartments mit Küche, Essbereich, Schlafzone und Bad. Die Grundrisse wurden
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neu gedacht: Offen, lichtdurchflutet und mit klaren Übergängen, so lassen sie sich flexibel und unterschiedlich nutzen. Im Erdgeschoss wurden Rezeption und Frühstücksraum neu organisiert, ein Barbereich ergänzt und der ehemalige Speisesaal zu ebenerdigen Apartments mit Zugang zum Garten umgebaut. Im Untergeschoss wurde unter anderem ein größerer Spielraum für Kinder eingerichtet, ideal für alle Altersklassen. So stehen Basketball, „Calcietto“, Kleinspiele, Switch und Retroautomaten zur Verfügung. Zusätzlich wurde ein großzügiger Fahrradraum mit direktem Außenzugang eingerichtet. Auch ein neuer Aufzug wurde integriert und erschließt nun alle Etagen barrierefrei. Einige der Erdgeschosswohnungen wurden speziell auf die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Gäste ausgerichtet.
Engagierte und zuverlässige Betriebe
Die Umbauarbeiten gingen reibungslos über die Bühne. „Die Zusammenarbeit mit den Handwerkern verlief sehr positiv. Alle beteiligten Betriebe haben engagiert und zuverlässig gearbeitet“, so Daniel Laimer. Durch die enge Abstimmung konnten individuelle Wünsche schnell umgesetzt und der Umbau termingerecht abgeschlossen werden. Bereits zu Ostern konnten sich die ersten Gäste ein Bild von den erfolgreichen Umbauarbeiten machen.
Grundlegend modernisiert
Während vieles im Umbau sichtbar geworden ist, spielt sich ein ebenso wesentlicher Teil im Verborgenen ab: Die gesamte technische In frastruktur des Hauses wurde überarbeitet. Neue Elektroinstallationen, zeitgemäße Heizungssysteme und erneuerte Sanitärleitungen bilden die Grundlage für einen energieeffizienten und zuverlässigen Betrieb. Auch die digitale Infrastruktur wurde umfassend verbessert: Von stabilem WLAN über moderne Zutrittssysteme bis hin zur digitalen Buchungsverwaltung wurde das Haus auf den Stand heutiger Anforderungen gebracht. Die Brandschutztechnik wurde auf den neuesten Stand gebracht, inklusive Fluchtwegplanung, Rauchmeldern und Brandschutztüren. Der Garten bleibt ein zentraler Bestandteil des Hauses und wurde im Zuge des Umbaus neu gegliedert. Neben Spielzonen für Kinder entstanden Ruhezonen für Erwachsene, neue Wege, Sitzbereiche und eine direkte Verbindung vom Frühstücksraum in den Außenbereich.
Ausführung der Holzverkleidungen BAZ 9/25
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STANDORT
Tirol – nicht nur Tourismusstandort Dorf Tirol ist neben Schenna eine Tourismushochburg im Burggrafenamt. Doch das Dorf bietet mehr: Seit den 1990ern floriert das Handwerk in der Zone Zenoberg, ergänzt durch eine starke Landwirtschaft und zahlreiche Traditionsbetriebe im Ortszentrum. von Philipp Genetti
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Die Geschichte von Dorf Tirol ist eng mit dem Land Tirol verbunden. Im 12. Jahrhundert errichteten die Grafen von Tirol ihren Stammsitz, Schloss Tirol, die dem Land schließlich seinen Namen gab. Unter Graf Meinhard II. (reg. 1258–1295) wurde die politische Macht weiter gefestigt. Der Begriff „dominium comitis Tyrolis“ tauchte erstmals 1248 auf und gilt als Geburtsstunde des Landes Tirol. 1363 vermachte die letzte Gräfin von Tirol, Margarete Maultasch, das Land den Habs-
burgern. Die Residenz der Landesfürsten verblieb zwar zunächst noch auf Schloss Tirol, doch im 15. Jahrhundert verlagerten sich politische und wirtschaftliche Zentren zunehmend nach Norden. Innsbruck entwickelte sich aufgrund seiner zentralen Lage und wirtschaftlichen Dynamik zur neuen Hauptstadt. Die Verlegung der Residenz war ein strategischer Schritt, um bessere Verbindungen zu den habsburgischen Erblanden zu nutzen und eine stärkere Kont-
rolle über das gesamte Tiroler Territorium zu gewährleisten. Zeugen der Vergangenheit – Tirols Baudenkmäler
Schloss Tirol: Die bewegte Geschichte des Ortes spiegelt sich bis
heute in zahlreichen historischen Bauwerken wider – allen voran Schloss Tirol, die Stammhaus der Grafen von Tirol. Heute beherbergt es das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte und beeindruckt mit romanischen Portalen, Wandmalereien und be-
deutenden archäologischen Funden. Besonders sehenswert sind die Fresken der Burgkapelle sowie die reich verzierten Marmorportale. Die Brunnenburg ist ein weiteres bedeutendes Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, heute Sitz eines Landwirtschaftsmuseums. Be-
kannt wurde sie auch als ehemaliger Wohnsitz des US-amerikanischen Dichters Ezra Pound. Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer im Ortszentrum wurde erstmals 1164 urkundlich erwähnt. Sie vereint romanische und gotische Elemente und be-
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Heizung- und Sanitärinstallationen.
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eindruckt mit einem Taufstein aus Laaser Marmor sowie einer Secco-Malerei aus dem Jahr 1480. Die seelsorgerische Leitung obliegt Pfarrer Edmund Ungerer, einem geschichtsinteressierten Geistlichen, der in der Gemeinde hohes Ansehen genießt. Die kleine St.-Ruprechtskapelle am Aichweg, ist eine der ältesten Kirchenbauten Südtirols mit Ursprüngen im 9. Jahrhundert. Das ehemalige bischöfliche Knabenseminar „Johanneum“ ist ebenfalls pägend, steht aber seit 2001 leer. Trotz zahlreicher Ideen – unter anderem eine luxuriöse Seniorenresidenz – bleibt die Zukunft des Gebäudes ungewiss. Schloss Thurnstein, früher als „Thurm Platzleid“ bekannt, befinder sich im Ortsteil St. Peter. Es wurde von Graf Meinhard II. an Konrad Milser als Lehen übergeben und wechselte bis ins 17. Jahrhundert mehrfach den Besitzer. Im 18. Jahrhundert erwarb die Familie von Egen aus Meran das Anwesen und erweiterte es. Bis heute ist das Schloss in Familienbesitz; das frühere Wirtschaftsgebäude dient heute als Hotel mit Restaurant. Vom einfachen Dorf zur Tourismushochburg
In den 1950er-Jahren setzte in Dorf Tirol ein regelrechter Tourismusboom ein. Die Lage oberhalb von Meran, das milde Klima und die geschichtsträchtige Kulisse zogen immer mehr Besucher an. Heute verfügt das Dorf
über ein 70 Kilometer langes Wegenetz, das von botanischen Promenaden und Themenwegen bis hin zu hochalpinen Routen im Naturpark Texelgruppe reicht. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen bereichern das touristische Angebot: Der Tiroler Kulturfrühling, das Weinfestival VinoCulti im Burglehenpark, die Soireen sowie die Schlossfestspiele auf Schloss Tirol zählen dazu. Sie verbinden Tradition mit Moderne und machen die Kultur im Dorf erlebbar. Wirtschaft und Leben in Tirol
Ende 2024 zählte das Dorf 2454 Einwohner. Das Gemeinschaftsleben wird von zahlreichen Vereinen geprägt – von Musikkapellen über Sportvereine bis hin zu kulturellen Gruppen wie der Maultaschen Theaterwerkstatt, der Volksbühne Dorf Tirol oder der engagierten Tiroler Schützenkompanie. Während viele Einheimische in der Tourismusbranche oder außerhalb der Gemeinde tätig sind, spielt auch die Landwirtschaft eine zentrale Rolle. Handel, Dienstleistungen und Handwerk bilden weitere wichtige wirtschaftliche Säulen. Seit der Erschließung der Handwerkerzone Zenoberg in den 1990er-Jahren haben sich dort zahlreiche Betriebe angesiedelt – darunter Schlosser, Maler, Elektriker und andere Gewerke, vielfach mit langjähriger Familientradition. Im Ortskern konzentrieren sich die meisten Betriebe entlang der Hauptstraße von der Pfarrkirche bis zum Aussichtspunkt an der Falknerpromenade.
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Ein spannender Blick hinter die Kulissen der Obstgenossenschaft Tag der offenen Tür in der Obstgenossenschaft Pomus in Lana, Bozner Straße 80, am Samstag 24. Mai von 9 bis 13 Uhr.
Was passiert mit den Äpfeln, wenn sie frisch geerntet in einer Südtiroler Obstgenossenschaft angeliefert werden? Wie funktionieren die hochmodernen Lager- und Verpackungssysteme in den Genossenschaften? Und was ist eigentlich die genaue Aufgabe einer Apfel-Sortiermaschine? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es beim Tag der offenen Tür in der Obstgenossenschaft Pomus in Lana. Der Tag der offenen Tür mit kostenlosen Führungen durch die Genossenschaft findet am Samstag, 24. Mai von 9 bis 13 Uhr am Betriebsgelände der OG Pomus in Lana im Bozner Straße 80 in Lana statt. Ein Blick hinter die Kulissen der Äpfel aus Südtirol lohnt sich – die Arbeit in den Südtiroler Obstgenossenschaften ist nämlich ein aufregender und vielschichtiger Prozess. Die Genossenschaften blicken auf eine lange Tradition im Obstbau zurück und sind Profis für die Bereiche Lagerung, Sortierung, Verpackung und Logistik. Sie passen sich flexibel an Markterfordernisse an und können stets die besten Lösungen empfehlen.
Während Experten der Branche beim Tag der offenen Tür durch die Genossenschaft führen, steuern Apfelsommeliers aus Südtirol Wissen zum kulinarischen Potenzial verschiedener Apfelsorten bei. Die ausgebildeten Apfelsommeliers zeigen bei einer Verkostung, wie Äpfel mit allen Sinnen entdeckt werden können und geben einen Einblick darüber, welche Produkte sich gut eignen, um den Geschmack
der Äpfel besonders zur Geltung zu bringen. Die Anreise zur OG Pomus Lana ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich: In der Nähe befindet sich der Bahnhof Lana-Burgstall, von dort aus führen die Buslinien 211 und 215 (Ausstieg beim Lido Lana) zur Genossenschaft. Für all jene, die mit dem Auto anreisen, gibt es Parkmöglichkeit beim Lido Lana und dem Sportplatz Lana.
Tag der offenen Tür in der Obstgenossenschaft Pomus, Boznerstraße 80, Lana Samstag, 24. Mai 2025 von 09:00 bis 13:00 Uhr Bei einer Führung erfährst du, was mit dem Apfel geschieht, nachdem er geerntet wurde: von der Anlieferung und Lagerung, über die Sortierung, Verpackung und Verladung - abgerundet durch eine Verkostung mit unseren Apfelsommeliers.
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Digital ganz einfach! Hast du Schwierigkeiten beim Nutzen der öffentlichen Online-Dienste? Brauchst du eine digitale Identität (SPID, CIE, usw.) und wissen nicht, wie du diese einrichten kannst? Dann wende du dich an einen Digi Point in deiner Nähe.
Um die digitale Kompetenz und Inklusion zu fördern, sind die Südtiroler Gemeinden in Kooperation mit dem Land Südtirol dabei, sogenannte Digi Points einzurichten. Interessierte Bürgerinnen und Bürgern erhalten dort eine kostenlos und persönlich Beratung bezüglich der Nutzung von Online-Diensten der öffentlichen Verwaltung. Wer und was erwartet dich am Digi Point?
Tutorinnen und Tutoren zeigen zum Beispiel wie ein SPID (Sistema Pubblico di Identità Digitale) angelegt, eine CIE (Carta d‘Identità Digitale) über die App CieID aktiviert, eine Online-Anmeldung durchgeführt, ein öffentlicher On-
line-Dienst im Bürgerportal CIVIS gefunden oder eine Arztvisite über das Smartphone gebucht werden kann. Weiters werden Informationen über die elektronische Gesundheitsakte, den Umgang mit SPID und CIE, die Nutzung des Zahlungssystems PagoPA, die sichere Nutzung von PC und Smartphones für die Internet-Suche, die Erstellung von Inhalten oder die Interaktion auf Plattformen mit anderen Personen (z.B. MS-Teams oder Zoom) erteilt.
Südtiroler Gemeindenverband haben an ihrem Hauptsitz bereits einen Digi Point eingerichtet. Die PNRR-Fonds geförderten Anlaufstellen ergänzen das in Südtirol bereits bestehende Angebote wie DIGI Treffs oder SWAPs. Eine Online-Landkarte auf www.provinz.bz.it/digipoint macht es leicht, den naheliegendsten digitalen Unterstützungspunkt zu finden.
Wo findest du den Digi Point?
Persönliche und kostenlose Beratung erhalten Bürgerinnen und Bürger vor Ort an den Digi Points oder an den von der Gemeinde aktivierten Anlaufstellen, über ein Online-Vormerkungsportal oder
Die Bezirksgemeinschaft Wipptal, die Gemeinden Bozen, Meran, Terlan, Neumarkt, Vahrn, Vöran, Jenesien, Salurn, Karneid und der
So funktioniert’s!
direkt über WhatsApp bei den zuständigen Tutorinnen und Tutoren. Die DIGI POINTS werden über das Programm Next-Generation EU im Rahmen des Nationalen Wiederaufbauprogramms (PNRR) gefördert. Projektziel ist es, innerhalb 6. November 2025 mindestens 17.000 Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und in digitalen Belangen zu beraten. Finde deinen Digi Point unter www.provinz.bz.it/digipoint
Meran2000:Ein neuer Bergsommer beginnt Nach den periodischen Instandhaltungsarbeiten im Anschluss an die erfolgreich abgeschlossene Wintersaison ist das Naherholungsgebiet Meran 2000 nun bereit für den Start in den Sommer. Die Vorverkaufswochen mit vergünstigten Preisen der Wanderabos finden in diesem Jahr vom 5. - 25.Mai 2025 an den Talstationen statt. Dieser Sommer winkt mit vielen Attraktionen: Das Outdoor Kids Camp an der Bergstation wird umgestaltet und ist ab Juli wieder täglich zugänglich und Meran 2000 und Schenna sind Turnpoints des legendären Rennens Red Bull X-Alps, das vom aufregenden Rahmenprogramm X-Days im Juni begleitet wird. Mit Genugtuung blicken die Betreiber der Bergbahnen Meran 2000 auf eine erfolgreiche Wintersaison mit guten meteorologischen Bedin30
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gungen zurück, die viele Neuheiten brachte: Das Kinderfest am 2. Februar wurde nach den erfolgreichen Sommerausgaben zum ersten Mal auch im Winter angeboten. Jeden Sonntag und an ausgewählten Daten während der Hochsaison konnten Wanderliebhaber außerdem geführte Winterwanderungen mit Wanderexperten buchen. Neu war auch eine ressourcenschonende Alternative für die Anreise: Die Buslinie 227 „Untermais-Meran 2000“ verbindet erstmals die Stadtteile Ober- und Untermais. Im bevorstehenden Sommer wird die Linie unter demselben Namen und zusammen mit den Gärten von Schloss Trauttmansdorff weitergeführt. Die Fahrpläne sind auf die Züge und die Buslinie 201 von und nach Bozen abgestimmt und eine von zahlreichen Maßnahmen, welche im Zuge des Nachhaltigkeits-
prozesses der Meran 2000 Bergbahnen AG eingeführt wurde. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde zusammen mit dem Terra Institute gestartet und im ersten Nachhaltigkeitsbericht 2024 von Meran 2000 im März veröffentlicht, welcher ein erster Schritt in der Entwicklung darstellt. Pünktlich zur Eröffnung der Sommersaison am 9. Mai 2025 wurden nun alle Anlagen den periodischen Instandhaltungsarbeiten unterzogen und sind bereit für die vielen Abenteurer und Genießer, die sich auf den Bergsommer auf Meran
2000 beim Wandern, Biken oder Bergsteigen freuen. Am 9. Mai öffnen die Seilbahn Meran 2000, die Umlaufbahn Falzeben, die Kabinenbahn Naifjoch und die beliebte Schienenrodelbahn Alpin Bob, während der Sessellift Mittager am 31. Mai öffnet. „Ein besonderes Highlight ist die Neugestaltung des Kinderareals Outdoor Kids Camp an der Bergstation mit neuen pädagogischen Zugängen zum Berg für Kinder. Neu sind beispielsweise die höhlenartigen Konstruktionen mit zwei Looping-Rutschbahnen, deren Wände zum Klettern einladen.
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Rücklagen unter Steueraussetzung freistellen Mit dem Legislativdekret Nr. 192/2024 wurde eine interessante steuerliche Möglichkeit geschaffen: Rücklagen in Steueraussetzung, etwa aus früheren Aufwertungen von Gütern, können im Jahr 2024 freigestellt werden, durch Zahlung einer Ersatzsteuer in Höhe von 10 %. Dadurch wird eine steueroptimierte Ausschüttung dieser Rücklagen in Zukunft möglich. Diese Maßnahme betrifft ausschließlich Rücklagen, die zum 31. Dezember 2023 und auch am 31. Dezember 2024 im Eigenkapital bestehen und unter Steueraussetzung stehen, etwa infolge von Aufwertungen nach früheren Sondergesetzen. Rücklagen rein handelsrechtlicher Natur ohne steuerliche Wirkung, wie jene aus kostenlosen Aufwertungen, sind von
dieser Möglichkeit ausgeschlossen. Die Rücklage kann vollständig oder teilweise freigestellt werden. Maßgeblich ist der zum Jahresende 2024 noch bestehende Betrag der steuerlich relevanten Rücklagen unter Steueraussetzung. So kann z. B. eine ursprünglich mit 100 Euro ausgewiesene Rücklage, die im Jahr 2024 um 30 Euro reduziert wurde, noch für den Restbetrag in Höhe von 70 Euro freigestellt werden. Die Ersatzsteuer in Höhe von 10 % (zum Vergleich: die im Normalfall bei Auflösung der Rücklage fällige IRES beträgt 24 %) ist in vier gleichen Jahresraten ab 2025 zu entrichten. Die erste Rate ist innerhalb der Steuerzahlung betreffend Geschäftsjahr 2024, also im Normalfall der 30. Juni 2025, zu zahlen. Die freigestellten Rücklagen kön-
nen danach ohne weitere Besteuerung im Unternehmen verwendet oder ausgeschüttet werden. Wichtig: Bei Kapitalgesellschaften bleibt eine Besteuerung auf Ebene des Gesellschafters trotz Freistellung bestehen. Es muss also im Falle der Ausschüttung der freigestellten Rücklage die normale Besteuerung der Dividenden angewendet werden. Anders bei Personengesellschaften: hier entfällt die Besteuerung beim Gesellschafter, da die Freistellung aufgrund des Transparenzprinzips auch für den Gesellschafter greift. Fazit: Die Regelung stellt eine einmalige Gelegenheit dar, bestehende Rücklagen in Steueraussetzung mit einer spürbaren Steuer ersparnis freizustellen. Unternehmen sollten prüfen, ob eine
Martin Eder Kanzlei Gasser, Springer Perathoner, Eder & Oliva Bozen + Lana + Naturns martin.eder@gspeo.com
Freistellung strategisch sinnvoll ist, etwa wenn Ausschüttungen geplant sind, oder im Hinblick auf eine künftige Umstrukturierung oder Liquidation.
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WANDERN
Ein herrlicher Blick zum Kalterer See
Frühling in Überetsch Eine sehr abwechslungsreiche und interessante Wanderung von Sankt Nikolaus/Kaltern über die Tuiflslammer, Oberplanitzing und die Eislöcher bis nach Eppan, gerade richtig, um die ganze Fülle des Frühlings einzufangen. von Christl Fink
Vom Bahnhof Sigmundskron gehen wir kurz zur Hauptstraße und nehmen dort den Bus 132, der uns über Girlan nach St. Nikolaus bringt. An der Endhaltestelle, direkt unterhalb des schönen Kirchleins, beginnt unsere Wanderung. In Richtung Kalterer Höhe
Wir wandern die Straße entlang, leicht ansteigend, bis zur dritten Kehre mit dem Hinweisschild: Kalterer Höhe, Markierung 18. Nun beginnt der Steig, der jedoch wieder auf die Straße trifft. Wir folgen dieser nur kurz, bevor wir erneut der Markierung folgen, zunächst an Villen vorbei, dann auf einem Steig bis zu 34
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einem ersten Aussichtspunkt auf den Kalterer See. Bald geht es rechts abwärts, vorbei an einigen Höhlen und über Treppen aufwärts bis wir eine Felskuppe erreichen, ein herrlicher Aussichtspunkt! Zum Glück haben wir heute eine klare Sicht zum Kalterer See. Dahinter erhebt sich der Mitter- oder Kaiserberg mit der Ruine Leuchtenburg. Ganz links grüßen uns das noch schneebedeckte Rittner Horn und die Sarner Scharte. Zur Tuiflslammer
Bald sind wir auf dem höchsten Punkt der Wanderung. Wer hier wohnt, hat sich mit bissigen Hunden umgeben, daher die vielen
Warnschilder! Hinweistafeln zeigen nun die Markierung 16 an, der wir in Richtung Tuiflslammer folgen. Ein Stück geht es auf der Mendelstraße abwärts, wir achten gut auf die Bäume zur rechten Seite, denn hier weist uns die Markierung plötzlich in den Wald. An einem bemoosten Steinhaufen, der Tuiflslammer, vorbei, wandern wir weiter bergab, immer der Markierung 16 folgend. Abzweigungen zum Tröpfeltal, bzw. Mitterdorf beachten wir nicht. Dann geht es auf der Markierung 15 A weiter Richtung Eislöcher. Immer bergab kommen wir an einem hohen Schutzdamm, wahrscheinlich gegen Steinschlag, und einem Speicherbecken vorbei. Wir bleiben in Richtung Eislöcher und erreichen zunächst das Zentrum von
Die Eislöcher hoch über Eppan
Der Rest der Georgskirche
Oberplanitzing mit der schönen kleinen Kirche, die Johannes dem Täufer geweiht ist. St. Georg in der Gand
Unterhalb der Kirche wenden wir uns gleich nach links. Das Fresko an einer Mauer entlang der Straße ist besonders sehenswert: Es zeigt Anna selbdritt, flankiert von den Pilgerpatronen St. Christophorus und Jakobus. Nur wenige Schritte weiter sehen wir eine hohe Ruine, die ehemalige Georgskirche, die wie viele andere den Reformen von Kaiser Joseph II zum Opfer fiel. Heute steht nur noch der Rest des einst so beeindruckenden Turms. Am Straßenrand, gleich hinter der Ruine, beginnt wieder ein Wanderweg. Aufwärts geht es weiter, vorbei an blauen Veilchen und den leuchtend roten Erikapolstern. Wir überqueren die Mendelstraße und erreichen bald die Waldkuppe. Die Eislöcher von Eppan
In wenigen Schritten, teils an einem Geländer abwärts, erreichen wir die berühmten Eislöcher, ein kleines Naturwunder und zugleich eine klimatische wie botanische Besonderheit.
In einer etwa 100 m breiten Mulde am Fuß des Gandberges haben die mächtigen Porphyr trümmer eines riesigen Bergsturzes tiefe Spalten gebildet, aus denen selbst im Hochsommer eisige Luft strömt. Hier blühen alpine Blumen wie etwa die Alpenrosen. Und nicht selten zieren sogar im Sommer Eiszapfen die Eingänge der Klüfte. Die gesamte Gegend wurde zum Biotop erklärt und genießt besonderen Schutz. Dann brechen wir rasch wieder auf. Überall liegen Felsblöcke verstreut, wie von Riesenhand hingeworfen, alle überzogen mit einer feinen, weichen Moosdecke. Es sieht aus wie in einem Zauberwald. Zur Gleifkiche
Nun folgen wir auf Markierung 7 A aufwärts, in Richtung Steinegger. Zunächst wandern wir durch den grünenden Buchenwald, bis sich plötzlich ein erster Blick auf St. Sebastian und die zwei roten Türmchen der Gleifkirche eröffnet. Eine Rastbank lädt zu einer wohlverdienten Pause und einem kleinen Picknick ein. Bald erreichen wir, vorbei an einigen Hinweisschildern, das Gasthaus Steinegger. Von dort geht es den Turmbachweg hinab, immer die Gleifkirche im Blick.
Von hinten geht es zur Gleifkirche
An einer Abzweigung folgen wir dem Sträßchen rechts aufwärts bis zum Schloss Moos. Direkt unter dem Schloss entdecken wir den Wegweiser Sankt Michael. Über einen Waldsteig, der um den Gleifhügel führt gelangen wir, vorbei an einem riesigen Gletscherschliff in kurzer Zeit das Kirchlein. Die Gleifkirche ist ein beliebtes Ziel sowohl für Wallfahrer als auch für Spaziergänger. Direkt von der Kirche führt ein Kreuzweg mit 9 Bildstöcken hinunter nach St. Michael. Dort befinder sich auch die Bushaltestelle.
info Ausgangspunkt: Kaltern / St. Nikolaus Ziel: Eppan/St. Michael Gehzeit: insgesamt: rund 3,30 - 4 Std. Anfahrt: Mit dem Zug zum Bahnhof Sigmundskron, dann zur Hauptstr. Dort ist die Haltestelle für den Bus, der bis St. Nikolaus/Kaltern fährt
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BERICHT AUS ROM
Abschied von Papst Franziskus Der Tod von Papst Franziskus hat die Agenda von Parlament und Regierung völlig durcheinandergebracht. Fünf Tage lang wurde Rom zum Beichtstuhl der Welt: Staatschefs, Delegationen, rote Teppiche und Absperrungen an jeder Straßenecke. Italien trauerte – und präsentierte sich zugleich in seinem besten Gewand, um Geschichte zu schreiben. Auch das Parlament wollte sich diesen Moment nicht entgehen lassen und hielt eine gemeinsame Gedenksitzung für den verstorbenen Papst ab. Wer jedoch eine Abfolge von Trauerbekundungen und Floskeln erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Die erste politische Wortmeldung kam von den Bänken der Mitte-Links-Koalition. Elly Schlein und Giuseppe Conte erhoben den Zeigefinger: „Heute feiert ihr Papst Franziskus, aber als er noch lebte,
habt ihr euch die Ohren zugehalten. Seine Appelle zu Migration, Umwelt und Armut habt ihr nicht hören wollen.“ Doch das Wort „Heuchelei“ fiel nicht nur auf einer Seite: Auch aus dem Regierungslager kam die Kritik, die Linke feiere Franziskus nur dann, wenn es ihr passe und vergesse dabei gern seine Einstellung zu Themen wie Abtreibung und Sterbehilfe. Nicht alle auf der rechten Seite wollten außerdem nur in positiven Erinnerungen schwelgen. Eine Vertreterin der Lega nannte Franziskus eine komplexe Persönlichkeit, die nicht immer leicht zu verstehen sei und die letztlich nur die Zeit beurteilen könne. Übersetzt aus der Politikersprache: Man solle ihn mit Respekt verabschieden, aber ohne übertriebene Begeisterung. Premierministerin Meloni schloss mit zurückhaltenden Worten und
begab sich dann, wie viele andere ParlamentarierInnen, in den Pe tersdom, um dem Toten am offenen Sarg die letzte Ehre zu erweisen. Die Stimmen, die zuvor den Saal von Montecitorio erfüllt hatten verstummten, unter der Kuppel des Vatikan. Und in dieser Stille formte sich das bleibende Bild dieser Tage: Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj, die sich nicht an einem Verhandlungstisch, sondern auf zwei Stühlen in der Mitte der Kirche die Hand reichen. Fast, als würde der eine dem anderen die Beichte abnehmen. Die Politik zelebrierte diese Tage mit der Ehrfurcht vor großen Anlässen und hielt die Tagespolitik gut verschlossen im Kämmerlein. Aber schon am Tag nach der Beerdigung waren die alten Parolen zu hören, als wäre nichts geschehen. Niemand machte sich die Il-
Julia Unterberger Senatorin
lusion, dass eine Hommage – so feierlich sie auch sein mag – wirklich einen Kurswechsel im politischen Umgang einleiten könnte. Und Franziskus selbst hätte das wohl auch nicht verlangt: er wusste nur zu gut, dass solche Wunder nicht einmal den Heiligen abverlangt werden können, schon gar nicht italienischen PolitikerInnen.
AUS DEM LANDTAG
Der Landtag – Herz der Demokratie in Südtirol Als Präsident des Südtiroler Landtages möchte ich Einblick in meine Aufgaben geben und Initiativen vorstellen, die den Landtag bürgernäher und transparenter machen. Der Landtag ist das Herzstück unserer Autonomie. Er beschließt Gesetze, kontrolliert die Landesregierung und repräsentiert mit 35 Abgeordneten die Vielfalt der Bevölkerung. Die gesetzliche Amtszeit beträgt fünf Jahre. Meine Hauptaufgabe ist die Leitung der Sitzungen und die Einhaltung der Geschäftsordnung. Ich sorge für faire, geordnete Debatten, in denen alle Abgeordneten gleichberechtigt zu Wort kommen. Zudem vertrete ich den Landtag 36
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nach außen, bei offiziellen Terminen und im Dialog mit anderen Institutionen. Wichtig ist mir auch die Vermittlung zwischen politischen Kräften. Südtirol lebt von Vielfalt – der Dialog ist zentral, um gemeinsame Lösungen zu finden. Besonders am Herzen liegt mir, den Landtag für die Bevölkerung zugänglicher zu machen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Kunst im Landtag“. Der Landtag beherbergt über 100 Werke – vor allem von Südtiroler Künstlern, ergänzt durch Arbeiten aus Murano-Glas und das Fresko von Karl Plattner im Sitzungssaal. Ein weiteres Herzensprojekt ist das Angebot für Schulklassen. Schüler können das Landtagsgebäude besichtigen und
das politische Geschehen auf der Besuchertribüne mitverfolgen. Allein 2024 haben 4700 Personen daran teilgenommen. Ziel ist es, junge Menschen für Demokratie und politische Mitbestimmung zu begeistern. Landtagssitzungen sind auch für Einzelpersonen jederzeit ohne Anmeldung zugänglich. Darüber hinaus werden alle Sitzungen live auf www.landtag-bz.org und dem YouTube-Kanal des Landtages übertragen und archiviert. Ein virtueller Rundgang erlaubt es, den Landtag jederzeit digital zu erkunden. Ich sehe meine Rolle darin, den Landtag als lebendigen, offenen Ort der Demokratie zu fördern.
Besonders jungen Menschen möchte ich zeigen, wie wichtig politisches Engagement ist – und wie sehr politische Entscheidungen unseren Alltag beeinflussen.
Arnold Schuler Landtagsabgeordneter
AUS DEM BEZIRK
Ein Tierheim im Westen
Sachliche Grundlage für die nächsten Schritte geschaffen
Im Westen Südtirols besteht seit Jahren Bedarf nach einer strukturierten und regional abgestimmten Lösung für ein Tierheim. Im Rahmen der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt wurde das Thema systematisch aufgearbeitet und in enger Abstimmung mit Fachleuten, Gemeinden und politischen Entscheidungsträgern weiterentwickelt. Ziel ist die Schaffung einer nachhaltigen Einrichtung, die tiergerechte Betreuung und Verwaltung von Fund- und Abgabetieren im westlichen Landesteil sicherstellt. Bereits im vergangenen Jahr wurden mehrere infrage kommende Standorte identifiziert und im Dezember im Rahmen eines umfassenden Lokalaugenscheins von Tschengls bis Terlan besichtigt. Die Auswahl erfolgte auf der Grundlage von Kriterien wie Lage, Erreichbarkeit, Immissionsschutz und vorhandener Infrastruktur. Vier dieser Areale im Raum Burggrafenamt wurden daraufhin in einer technischen Bewertung durch Fachpersonal der Bezirksgemeinschaft und zwei Amtstierärzte eingehend geprüft. Die Ergebnisse dieser Bewertung wurden der zuständigen Landesstelle zur weiteren Prüfung vorgelegt. Parallel dazu wurde auf politischer Ebene intensiv an einer tragfähigen Lösung gearbeitet. Der Austausch mit Bürgermeistern, Gemeindeverwaltungen und Grundstückseigentümern war ein zentrales Element der Projektentwicklung. Durch diese frühzeitige Einbindung konnten mögliche Bedenken identifiziert und entsprechende Anpassungen vorgenommen werden. Die Bezirksgemeinschaft legte dabei Wert auf Transparenz, Dialogfähigkeit und fachlich fundierte Entscheidungsprozesse. Kürzlich fand ein Arbeitstreffen mit dem zuständigen Landesrat Luis Walcher statt. Dabei wurde dem Land ein konkret ausgearbeiteter Lösungsvorschlag für ein Tierheim im Westen präsentiert. Derzeit erfolgt eine detaillierte Prüfung durch die zuständigen Landesämter. Das Projekt wird dabei von einer breiten technischen und verwaltungsinternen Vorarbeit getragen, die den kommenden politischen Entscheidungen eine verlässliche Grundlage bietet. Die nächsten Schritte beinhalten vertiefende Gespräche sowie eine koordinierte Abstimmung auf Landesebene. Ziel bleibt es, eine funktionale, wirtschaftlich tragbare und gemeindeübergreifend getragene Einrichtung zu schaffen, die dem Tierschutzauftrag in diesem Teil Südtirols gerecht Reinhard Bauer wird.
SCHARF & IRONISCH
It’s the attention, stupid! Wie wir wissen, ist in modernen Wahlkämpfen Social Media zu einem unverzichtbaren Element für Politiker*innen und politische Parteien geworden – schließlich erreicht man Herzen und Hirne am besten mit Emojis und Hashtags. Fakten? Mittlerweile eher nebensächlich. Hauptsache, der Algorithmus liebt dich. Aufmerksamkeit ist die neue Währung unserer Zeit. Wer heute nicht postet, existiert (politisch) praktisch gar nicht – und ein viral gegangenes Video oder ein gut platzierter Shitstorm ersetzt jede öffentliche Debatte. Nun kann man aber erleichtert aufatmen. Der Spuk ist vorbei. Wochenlang oszillierten wir zwischen peinlicher Fremdscham und staunender Ungläubigkeit über das, was einem da als „Wahlkampf “ und „Polit-Kommunikation“ verkauft wurde. Inhaltlich? Viel Einheitsbrei. Sicherheit, Wohnen, irgendwas mit Mobilität. Die Social-Media-Kanäle sahen teilweise aus wie austauschbare Textbausteinwüsten, bei denen man sich nicht mal die Mühe gemacht hat, die ChatGPT-Übersetzung von Elezioni Comunali hin zu Kommunalwahlen (hier heißt es Gemeinderatswahlen, lieber Kandidat, Kommunalwahlen finden in deutschen Städten und Dörfern statt) nochmal Korrektur zu lesen. Aber spielt es letztlich eine Rolle? Nein, es liest ja eh kaum jemand mehr als die Überschrift und schaut sich die Bildchen an. Die Feeds der Kandidat*innen gleichen manchmal übervollen Prospektständen, bei denen dann schon mal mehrere Reels pro Stunde und Dutzende Storys am Tag lanciert werden, und irgendwo dazwischen soll dann noch ein politisches Programm für die Wähler*innen erkennbar sein. Besonders bemerkenswert waren die Versuche, Nähe oder Authentizität zu vermitteln: Die einen drehen Videos mit nicht vorhandenem GreenScreen und die anderen flechten „Hennen Geschroa“ in den Beitrag ein – wohl in der Annahme, dem lokal-regionalen Thema noch eine zusätzliche Bio-Note verleihen zu können. Was eher misslungen ist. Die Kommunikation im Wahlkampf erinnerte streckenweise an alte Werbeslogans aus dem Baumarkt: viel „Wir packen’s an“, „Für unsere Zukunft“, „Gemeinsam gestalten“. Was genau gestaltet werden soll? Bleibt ein Geheimnis. Aber hey – immerhin ist jetzt erstmal wieder Ruhe. Bis zur nächsten Wahl. Dann wieder mit falschem GreenScreen, schlechter KI-Übersetzung und politischen Kalendersprüchen, die in 5 Jahren, dann wieder in leicht abgewandelter Form aus der digitalen Schublade gezogen werden können. Immer auf der Jagd, nach dem nächsten viralen Hit und noch mehr Aufmerksamkeit. Gezeichnet
DORFGESCHEHEN
„Abenteuer Handwerk“ lädt nach Meran ein Das Handwerk hat Zukunft – und genau das zeigt die Nachwuchs initiative „Abenteuer Handwerk“, die vom 21. bis 24. 5. 2025 in der Meranarena stattfindet.
Über vier Tage hinweg erhalten Schüler sowie Familien die Gelegenheit, in die vielseitige Welt des Handwerks einzutauchen, sich selbst an verschiedenen Berufen auszuprobieren und wertvolle Einblicke in eine praxisnahe Ausbildung zu gewinnen. Abenteuer Handwerk – Lernen durch Erleben
Das Event richtet sich vor allem an 3. bis 5. Grundschulklassen im Bezirk Burggrafenamt. An den Schultagen werden über 700 Kin-
der erwartet, die an rund 20 interaktiven Stationen das Handwerk spielerisch entdecken können. Doch auch Familien und Besucher sind herzlich willkommen: Am 23. Mai von 13 bis 16 Uhr sowie am 24. Mai von 10 bis 16 Uhr ist die Veranstaltung für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein geselliges Rahmenprogramm mit Festbetrieb bis 20 Uhr sorgt für eine einladende Atmosphäre. Handwerk zum Anfassen
„Abenteuer Handwerk“ setzt auf praktische Erfahrung – denn Handwerk versteht man am besten durch eigenes Tun. Ob mauern, zimmern, tischlern, schrau ben backen, oder schneiden – hier ist für jeden etwas dabei. Ziel ist
es, das Bewusstsein für handwerkliche Berufe zu stärken, die praktischen Begabungen junger Menschen zu fördern und die Attraktivität praxisnaher Ausbildungen zu unterstreichen.
Gleichzeitig wird jungen Menschen eine zukunftssichere und erfüllende berufliche Perspektive aufgezeigt.
Starke Partner für das Handwerk
„Abenteuer Handwerk“ bietet eine einmalige Gelegenheit, handwerkliche Berufe hautnah zu erleben und eigene Talente zu entdecken. Die Veranstaltung verbindet Lernen mit praktischer Erfahrung und lädt dazu ein, das Handwerk mit all seinen Facetten kennenzulernen. Ein Besuch lohnt sich – sei es für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, die das Handwerk aus nächster Nähe erleben möchten.
Unterstützt wird das Projekt von starken Partnern wie Bauexpert, Grohe, der Provinz Bozen und der Bezirksgemeinschaft Burggra fenamt. Gemeinsam möchten sie Kinder und Jugendliche für handwerkliche Tätigkeiten begeistern und praxisnahe Einblicke ermöglichen. Neben dem Interesse für Handwerksberufe soll auch der gesellschaftliche Wert des Handwerks sichtbar gemacht werden.
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10 Jahre – Die Goldwaage in Lana Seit der Gründung im Jahr 2015 hat sich Die Goldwaage in Lana zu einer verlässlichen Adresse im Edelmetallhandel entwickelt. Zum zehnjährigen Jubiläum blickt das Unternehmen auf eine Erfolgsgeschichte voller Transparenz, Fachkompetenz und persönlicher Beratung zurück. Als einziges Edelmetallhandels unternehmen im Burggrafenamt, das im offiziellen Goldankaufsregister (OAM) Italiens eingetragen ist, erfüllt Die Goldwaage alle gesetzlichen Auflagen und Qualitätsstandards. Gold und Silber werden 38
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in verschiedenster Form angekauft – von Schmuck über Zahngold bis hin zu Münzen und Barren. Die Bewertung erfolgt anhand tagesaktueller Marktpreise und präziser Prüfgeräte. Kundinnen und Kunden profitieren von einer fairen, diskreten Abwicklung und der Möglichkeit zur sofortigen Auszahlung. Was Die Goldwaage besonders macht, ist das persönliche Vertrauensverhältnis zu den Kundinnen und Kunden. Der Ankauf findet in angenehmer Atmosphäre statt und wird von einer ehrlichen, in-
dividuellen Beratung begleitet. Dabei wird nicht nur der Materialwert berücksichtigt – auch ideelle Werte und Erinnerungen werden respektvoll behandelt. Neben dem Ankauf bietet Die Goldwaage auch eine Auswahl an Edelmetallprodukten – von Barren bis hin zu Münzen, geschätzt von Anlegern und Sammlern. Ergänzt wird das Angebot durch eine Vielfalt an Schmuckstücken aus Gold und Silber: Ob Verlobungs- oder Eheringe, Halsketten oder Armbänder – hier findet sich das Passende für jeden Anlass.
Einladung zum Mitmachen
Karten geben und Gutes tun Benefiz Preiswatten mit Plattform für Alleinerziehende und in Zusammenarbeit mit Kiwanis Club Meran am 22.2.2025 in der Kellerei Meran Burggräfler in Marling war ein Erfolg.
Am 22. Februar 2025 trafen sich 72 Kartenspieler in der Kellerei Meran Burggräfler in Marling, um gemeinsam Gutes zu tun. Ob erfahrene Kartenprofis oder neugierige Neulinge – im Mittelpunkt standen Gemeinschaft und der gute Zweck. Dank zahlreicher Sponsoren freuten sich viele Teilnehmer bei der Tombola über attraktive Preise – von edlen Weinflaschen über Restaurantgutscheine bis zu Kochtöpfen und Bildern. Den Hauptpreis – ein Gutschein für zwei Personen mit Halbpension im Gasthof Jocher am Vigiljoch, gesponsert von Kiwanis-Freund Ulrich Ladurner – gewannen die Brüder Franz und Hermann Wenter. Für das leibliche Wohl sorgten Ida Lanbacher, ehemalige Präsidentin der Plattform für Alleinerziehende und Kochprofi Patrick Etztaler mit Gulaschsuppe und griechischem Salat. Frischer, selbstgebackener Kuchen rundete das kulinarische Angebot ab. Organisiert wurde die Veranstaltung von Karlheinz Reichert (Sekretär des Kiwanis Club Meran), Romy Brugger (Präsidentin der Plattform für Alleinerziehende) und Mati Mayer (Präsident des Kiwanis Club Meran). Die Freude über den gelungenen Nachmittag war bei allen Gästen spürbar. Das eigentliche Highlight: Ein Reinerlös von THE LOGO #1 fließt 4.230 Euro kam zusammen – dieser direkt an die Plattform für Alleinerziehende zur Unterstützung aktueller Projekte. „Immer mehr junge Paare geraten in schwierige Situa
Scheckübergabe: v. l.: Karlheinz Reichert, Ida Lanbacher, Romy Brugger, Mati Mayer
tionen. Wir bieten gezielt Hilfe für Mütter oder Väter mit ihren Kindern“, so Romy Brugger. Der Kiwanis Club Meran lebt damit sein Motto: „Serving the Children of the World“ – gemeinsam aktiv sein, um nachhaltig Gutes zu bewirken. Und genau das ist an diesem Tag gelungen.
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DORFGESCHEHEN
Beachen ohne Winterpause Vor Kurzem wurde in Meran bzw. in Sinich die erste überdachte Beachhalle Südtirols eröffnet. Mit der feierlichen Einweihung der neuen Beacharena setzt die Stadt Meran einen wichtigen Meilenstein für den lokalen Sport. Es handelt sich dabei um die erste überdachte Sandanlage in ganz Südtirol, ein zukunftsweisendes Projekt, das neue sportliche Möglichkeiten eröffnet und gleichzeitig das bestehende Freizeitangebot der Meranarena sinnvoll erweitert. Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr des vergangenen Jahres, rund ein Jahr später konnte die multifunktionale Struktur nun ihrer Bestimmung übergeben werden. Die neue Anlage ermöglicht die Ausübung zahlreicher Sportarten auf Sand wie Beachvolleyball, Beachsoccer oder auch Beachtennis – ganzjährig und wetterunabhängig. Durch die Kombination aus Überdachung und beheiztem Sandboden kann selbst in den Wintermonaten unter optimalen Bedingungen trainiert werden. In der warmen Jahreszeit wiederum sorgen seitlich öffnenbare Elemente für die nötige Belüftung der Halle. Die Beacharena richtet sich nicht nur an Profi- und Amateursportleri, sondern ist bewusst als offener Raum für alle Generationen kon-
zipiert. Schulen, Familien und Freizeitsportler finden hier ebenso Platz wie Leistungssporttreibende oder Teilnehmer an Turnieren – auch auf internationalem Niveau. Mit ihrer Ausstattung, zu der auch moderne Umkleidekabinen, Duschen und WCs zählen, erfüllt die Anlage alle Anforderungen eines hochwertigen Sportzentrums. Die Beacharena stellt eine wichtige Ergänzung im Portfolio der Meranarena GmbH dar, die als städtisches Inhouse-Unternehmen bereits viele Sportstätten in Meran betreibt und auch den laufenden Betrieb der neuen Anlage übernimmt. Die Gesamtinvestition für den Bau der Beacharena beläuft sich auf 872.794,87 €. Die Finanzierung erfolgte über ein öffentliches Ausschreibungsverfahren, an dem 14 Unternehmen teilnahmen. Die
Meranarena GmbH hat zudem einen Antrag auf eine Landesförderung in Höhe von etwa 50 % der Kosten gestellt. Mit der Ausführung wurde die Baufirma Rauchbau GmbH in Zusammenarbeit mit dem auf Sportüberdachungen spezialisierten Unternehmen Tipiesse beauftragt – ein erfahrenes Team, das unter anderem an der Überdachung des San-SiroStadions in Mailand beteiligt war. Für die Planung zeichnete Ing. Riccardo Mora vom Studio 3M Engineering aus Bozen verantwortlich. Zum Start lädt die neue Beacharena alle Interessierten zur „Open Week“ ein: Vom 5. bis 11. Mai können die Sandplätze kostenlos genutzt werden. Die Buchung erfolgt über die Plattform Wan sport unter meranarena.wansport.com. Weitere Informationen gibt es
auch auf Anfrage per E-Mail an: beacharena@meranarena.it. Die Beacharena ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern vor allem ein Ort der Begegnung, der Bewegung und des sportlichen Miteinanders – und damit ein bedeutender Gewinn für die gesamte Stadt Meran. Es wird spannend zu sehen, ob der positive Trend und das Interesse an der Sportart Beachvolleyball auch in Meran fortgesetzt werden kann. In den umliegenden Gemeinden in Dorf Tirol oder Algund gibt es schon seit vielen Jahren die Möglichkeit Sport auf Sand auszuüben und es ist davon auszugehen, dass die Bewohner der Kurstadt zahlreich dieses neue und zusätzliche Sport- und Freizeitangebot in der Passerstadt nutzen werden.
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VERANSTALTUNGEN Ein Jubiläum und ein Abschied Dietmar Rainer bei 50. Frühjahrskonzert als Kapellmeister in Naturns verabschiedet.
NATURNS – Es war sein letzter großer Auftritt als Kapellmeister in Naturns – und das zur 50. Ausgabe des Frühjahrskonzerts. Nach 15 Jahren als musikalischer Leiter verabschiedete sich Dietmar Rainer. Den Dirigentenstab übergibt er an Hannes Schrötter aus Algund. Im Bürgerund Rathaussaal zeigte die Musikkapelle einmal mehr ihr Können. Den Auftakt machte Mendelssohns „Ouvertüre für Harmoniemusik“. Es folgte Johan de Meijs „Continental Overture“. Einen besonderen Höhepunkt bot der dritte Satz des „T-Bone Concerto“ – „Well Done“ – mit Hannes Schrötter als Solist an der Posaune. Mit dem Intermezzo aus Alfred Reeds 4. Sinfonie wurde das Programm stimmungsvoll fortgesetzt. Den Schlusspunkt setzte David Maslankas „Short Symphony for Band – Give Us This Day“, ein Werk voller Tiefe und Emotion. Natürlich durfte ein würdevoller Abschied nicht fehlen. Die drei Obmänner, die Rainer
begleitet hatten – Paul Huber, Roman Tumler und Andreas Pircher – blickten auf eine ereignisreiche Zeit zurück. Sie erinnerten an das Auswahlverfahren, Anekdoten aus Proben und an Rainers Engagement in der Pandemie: Damals organisierte er innovative Videoaufnahmen in Kleingruppen, die online über 100.000 Mal angesehen wurden – ein Zeichen seiner digitalen Reichweite. Unvergesslich auch die Teilnahme am internationalen Wettbewerb
„Flicorno d’Oro“ 2022 in Riva del Garda: Auf Rainers Initiative erreichte die Kapelle dort 88,38 Punkte und Platz 5 in der Gesamtwertung. „Es ist schade, dass er uns verlässt. Dietmar hat unglaublich viel geleistet, stets Neues gewagt und unsere Kapelle hervorragend geführt“, so Obmann Pircher. Mit stehenden Ovationen dankte das Publikum einem Kapellmeister, der Spuren hinterlässt – und einer Kapelle, die bereit ist für ein neues Kapitel.
Die Musikkapelle wusste zu begeistern
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Stabübergabe: Dietmar Rainer und Hannes Schrötter
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