UNABHÄNGIG BLEIBEN!
kompetent gesund.de

![]()
UNABHÄNGIG BLEIBEN!
kompetent gesund.de

SUCHTPRÄVENTION IM SETTING SCHULE – NACHHALTIG UND WIRKUNGSVOLL GESTALTEN

AKTIONSWOCHE ALKOHOL
In Berlin unter dem Motto: Klar sein – in jeder Beziehung!
ELTERNRATGEBER
Interaktive Entscheidungshilfe im Erziehungsalltag
PREV@ WORK
Psychische Gesundheit im betrieblichen Kontext
AUFGRUND DER KÜRZUNGEN
ERSCHEINT UNSER THEMENHEFT
LEIDER NUR NOCH 2X IM JAHR! #unkuerzbar
Themenheft Suchtprävention No. 81 | Ausgabe März 2026
Das Themenheft wird herausgegeben von der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH.
Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege und ist eine Einrichtung der:
Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH
Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel.: 030 - 29 35 26 15 | Fax: 030 - 29 35 26 16 info@berlin-suchtpraevention.de www.kompetent-gesund.de www.berlin-suchtpraevention.de
Alleiniger Gesellschafter der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH ist das: Institut für Gesundheit und Kommunikation e.V. Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin Tel.: 030 - 24 04 70 70 | Fax: 030 - 29 35 26 16 info@iguk.de www.iguk.de
V.i.S.d.P. Anke Timm, Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH
Redaktion: Kerstin Jüngling, Christina Schadt Gestaltung: Martina Jacob Erscheinungsweise: 2x jährlich Auflage dieser Ausgabe: 3.500 per E-Mail-Verteiler / 250 gedruckte Exemplare
Wenn Sie dieses Themenheft abbestellen wollen, schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Abbestellen“ an: info@berlin-suchtpraevention.de
Bildquellen Umschlag: Freepik
Gefördert durch:
EDITORIAL
LEITARTIKEL
Zwischen Altbekanntem und stetig neuen Trends: Was macht bedarfsgerechte Suchtprävention aus? 3
NEWSLETTER DER FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION BERLIN 4
LANDESPROGRAMM „NA KLAR – UNABHÄNGIG BLEIBEN!“ Alkoholprävention 2026: Ein treuer Begleiter 4
LANDESPROGRAMM NIKOTIN- UND CANNABISPRÄVENTION
Gemeinsam aktiv für Berlin 4
Besuch aus dem Land der aufgehenden Sonne im winterlichen Berlin 5
SUCHTPRÄVENTION IM SETTING SCHULE
So gelingt nachhaltige Suchtprävention an Berliner Schulen 6
PRÄVENTION RISKANTER MEDIENNUTZUNG
Findout – praktische Handreichung zur Reflexion von Medienverhalten 8 Schule x Medien: Fachtagung „Appgehängt“ stellt Mediensuchtprävention in den Fokus 8
SUCHTPRÄVENTION FÜR ELTERN Interaktiver Elternratgeber bietet Hilfestellungen für Eltern 9
SUCHTPRÄVENTION FÜR KINDER AUS
SUCHTBELASTETEN FAMILIEN
Erfolgreicher Austausch bei der #Coffee Corner No. 60 im Rahmen der COA-Aktionswoche 10
CANNABISPRÄVENTION
Online-Kurs „Cannabisprävention: wissen, verstehen, handeln“10
SUCHTPRÄVENTION IN DEN BERLINER BEZIRKEN
Suchtprävention generationsübergreifend in Neukölln! 11
SUCHTPRÄVENTION FÜR MENSCHEN MIT KOGNITIVEN BEEINTRÄCHTIGUNGEN
Lehre, Forschung und Praxis verknüpfen: Beiträge der Hochschulen zur Suchtprävention bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen 12
NEUES ZU DEN PROJEKTEN DER FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION BERLIN GGMBH UND IHREM GESELLSCHAFTER, DEM INSTITUT FÜR GESUNDHEIT UND KOMMUNIKATION 13
BETRIEBLICHE SUCHTPRÄVENTION
Psychische Gesundheit stärken –das 3. Modul von Prev@WORK 13
NEUERSCHEINUNGEN, TERMINE UND VERANSTALTUNGSHINWEISE ZUR SUCHTPRÄVENTION 14
LEITARTIKEL
LEITARTIKEL
neuen Trends: Was macht bedarfsgerechte Suchtprävention aus?
Awie Alkohol, B wie Benzos, C wie Crystal, D wie Digitale Medien, E wie Energy Drinks, … V wie Vapes, W wie Weed, X wie Xanax, Y wie Yaba, Z wie Z-Drugs.
Die Anzahl an Suchtmitteln, schädlichen Substanzen und riskanten Verhaltensweisen, die wahlweise konsumiert werden, aktuell die Jugend gefährden, dringend verboten werden sollten oder vollkommen normal scheinen, scheint manchmal so unübersichtlich wie die Welt, in der wir leben. Das kann schnell bedrohlich wirken und dazu führen, dass man den Durchblick verliert. Das führt zur Frage: Was kann Suchtprävention da eigentlich leisten und wie kann man den unzähligen Herausforderungen begegnen?

Grundsätzlich gilt: Kenntnis über tatsächliche Bedarfe ist die Grundlage, um suchtpräventive Maßnahmen wirksam umzusetzen. Bedarfe können aus Gesundheitsdaten und Umfragen abgeleitet werden, aber ebenso grundlegend ist die Einbindung der Zielgruppen. In Beziehung zu sein und neue Beziehungen zu knüpfen, ist daher Ausgangspunkt professionellen Handelns und wertvolles Entwicklungsfeld zugleich. Suchtprävention ist ein Leben lang wichtig und umfasst Themen, Methoden und Kommunikation, die auf die jeweilige Lebensphase angepasst sind. Was uns dabei wichtig ist: Einfache und positive Botschaften, die auf offene Ohren treffen, sodass Menschen bereit sind, sie anzunehmen. Denn niemand hat etwas davon, wenn suchtpräventive Unterstützungsangebote ebenso undurchsichtig sind wie die Trends und Substanzvielfalt.
Ob nun bei sogenannten Alltagsdrogen wie Alkohol, Nikotin und Cannabis, bei neuen psychoaktiven Substanzen, Medikamenten oder Themen wie Mediennutzung: Als Fachstelle für Suchtprävention Berlin verfolgen wir dabei das Ziel, Menschen zu befähigen, mit belastenden Situationen so umzugehen, dass sie und ihr Umfeld möglichst unbeschadet daraus hervorgehen. Wir füllen und reflektieren „bedarfsgerechte Suchtprävention“ daher neben der Analyse durch ständige Praxis. Für alle Altersgruppen etwas dabei, in den Lebenswelten vor Ort aktiv, die
Lebenslage und das ganze System im Blick und dabei partizipativ weiterentwickelnd.
Ein Blick in die Praxis
Die neue Ausgabe des Themenheftes Suchtprävention widmet sich inhaltlich der Frage, wie Suchtprävention wirksam in Berliner Schulen umgesetzt werden kann (Seite 6), fragt nach spezifischen Bedarfen im pädagogischen Umgang mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen (Seite 12), stellt mit „Findout“ ein neues Konzept zum Umgang mit riskanter Mediennutzung vor und beleuchtet das Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz (Seite 13). Darüber hinaus stellt das Landesprogramm „Na Klar – unabhängig bleiben!“ unter dem Motto „Klar sein – in jeder Beziehung!“ während der Aktionswoche Alkohol den gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol in den Fokus und zum Landesprogramm Nikotin- und Cannabisprävention können Sie etwas zu neuen Kooperationen erfahren (Seite 4) Apropos Kooperation: Suchtprävention ist Gemeinschaftsaufgabe und wächst durch das Engagement unterschiedlicher Akteur*innen. Wir berichten zu Aktivitäten aus der COAAktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien (Seite 10), der Fachtag „Appgehängt“ versammelt Expert*innen zum Thema Mediensuchtprävention (Seite 8) und der Suchthilfekoordinator aus Neukölln blickt auf die Suchtprävention im Bezirk (Seite 11)

KERSTIN JÜNGLING
Außerdem schauen wir wieder über den eigenen Tellerrand hinaus: In dieser Ausgabe lesen Sie vom Besuch einer Delegation aus Tokyo (Seite 5) und lernen ein E-Learning-Tool aus Bayern zur Cannabisprävention kennen (Seite 10)
Das und einiges mehr finden Sie auf den folgenden Seiten. Wir wünschen viel Spaß und eine anregende Lektüre.
KERSTIN JÜNGLING UND ANKE TIMM Geschäftsführerinnen der Fachstelle für Suchtprävention
Auf den folgenden 9 Seiten lesen Sie den Newsletter der Fachstelle für Suchtprävention Berlin inklusive soziallagenbezogener Suchtprävention in Lebenswelten, gefördert durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
LANDESPROGRAMM „NA KLAR – UNABHÄNGIG BLEIBEN!“
Alkohol ist in Deutschland noch immer die beliebteste psychoaktive Substanz, gleichzeitig breitet sich der Trend zu alkoholfreien Getränken, 0,0 %-Bier und Sober-Partys weiter aus. Auch dieses Jahr haben sich viele Menschen an der internationalen Gesundheitskampagne „Dry January“ beteiligt und einen Monat lang auf Alkohol verzichtet.
Gesellschaftlich liegt das Pausieren im Trend Wir alle tragen die Verantwortung für verantwortungsvollen Konsum – dazu gehört auch eine akzeptierende Selbstverständlichkeit, wenn Menschen entscheiden, phasenweise oder dauerhaft auf Alkohol zu verzichten.
Denn der Umgang mit Alkohol wirkt immer in Beziehung bzw. wirkt sich auf Beziehungen aus: Alkohol- und Suchtmittelkonsum beeinflusst die Beziehung zum eigenen Körper, wirkt sich auf Paarbeziehungen und Freundschaften aus, ist in Eltern-Kind-Beziehungen Thema und kann sich auch in Arbeitsbeziehungen zeigen.

Um Denkmuster und verinnerlichtes Alltagshandeln zu hinterfragen, braucht es Klarheit: Informiert sein, Motivation für Verhaltensänderungen entwickeln und ein klares Ziel vor den Augen zu haben, helfen dabei, Veränderung umzusetzen und aufrechtzuhalten.
Unter dem Motto „Klar sein – in jeder Beziehung!“ entwickelt das Berliner Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“ dieses Jahr einen Beitrag zur bundesweiten Aktionswoche Alkohol. Im Zeitraum vom 13. – 21. Juni 2026 wird es im Rahmen des Landesprogramms verschiedene Aktivitäten geben, um auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol hinzuweisen. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Denn bei Alkohol gilt: Weniger ist besser!
CHRISTINA SCHADT UND JANIS SCHNEIDER Fachstelle für Suchtprävention Berlin
Mehr zur bundesweiten Aktionswoche: www.aktionswoche-alkohol.de
LANDESPROGRAMM NIKOTIN- UND CANNABISPRÄVENTION
In neuer Auflage ist das Berliner Landesprogramm Nikotinund Cannabisprävention, ehemals Berlin qualmfrei, gestartet. Nikotin und Cannabis gemeinsam zu denken und dafür landesweit Akteur*innen zusammenzudenken, hat sich gelohnt: Die Arbeit in einer Steuerungsgruppe des Berliner Landesprogramms wurde aufgenommen und in verschiedenen Unterarbeitsgruppen vertiefend behandelt. Neben strukturellen und verhältnispräventiven Aspekten werden auch verschiedene Settings wie Betriebe und Schulen in den Blick genommen.
Gemeinsame Aktion für Rauchfrei im Mai Im Rahmen der vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) initiierten Aktion „Rauchfrei im Mai“ möchte sich das Landesprogramm ebenfalls beteiligen. Gemeinsam mit den Akteur*innen aus Schule, Betrieb, Interessensverbänden, Krankenkassen und den verschiedenen bezirklichen Strukturen der Suchthilfekoordinationen und SIBUZe werden hierfür Ideen gesammelt, um Nikotin- und Cannabisprävention öffentlichkeitswirksam und adressat*innenspezifisch zu gestalten. Nikotinprodukte sind in ihrer Vielfalt kaum zu stoppen: Neben herkömmlichen Zigaretten, nehmen neue Nikotinprodukte wie Vapes, Snus
und Pouches immer weiter zu. Marketingstrategien adressieren dabei gezielt Jugendliche, weshalb suchtpräventive Maßnahmen lebensweltorientiert und in unterschiedlichen Settings berücksichtigt werden sollten. Cannabis ist ein wichtiges Schnittstellenthema, insbesondere die Risiken synthetischer Cannabinoide. Dies sind künstlich hergestellte Stoffe, die in ihrer Wirkungsweise Cannabis zwar ähneln, oftmals jedoch deutlich stärker und unberechenbarer wirken. Deutschlandweit wurden immer wieder Fälle berichtet, in denen unwissentlich synthetische Cannabinoide in Vapes konsumiert wurden. Diese Themen zielgruppengerecht in die Lebenswelten von Jugendlichen und Erwachsenen zu bringen, nimmt sich das Landesprogramm vor.
Gemeinsam die Nikotin- und Cannabisprävention in Berlin stärken und Aktivitäten bündeln, ist unser Ziel. Wir danken allen beteiligten Akteur*innen für die motivierte Zusammenarbeit! Wenn Sie Interesse an einer Mitwirkung haben, melden Sie sich gerne bei uns unter knoernschild@berlin-suchtpraevention.de
MIRIAM KNÖRNSCHILD Fachstelle für Suchtprävention Berlin
BEREICHERNDE
VERNETZUNG – AUCH
ÜBER KONTINENTE
HINWEG

Im Fachgespräch mit Michiko Obara, Takayuki Yoshida und Mina Harada aus Tokio ging es um die Prävention riskanten OTC-Medikamentenkonsums bei Kindern und Jugendlichen. Wie lassen sich schon Kinder für einen achtsamen Umgang mit Medikamenten sensibilisieren? Welche Erfahrungen und Erkenntnisse zu Präventionsansätzen können wir voneinander lernen?
Genau hierzu haben wir uns mit den Wissenschaftler*innen der Faculty of Pharmaceutical Sciences der Teikyo Heisei University, Tokio, Japan, im Rahmen ihrer Studienreise ausgetauscht.
Worum geht’s bei OTC -Medikamenten?
OTC -Medikamente (over the counter, deutsch: nicht rezeptpflichtig) sind solche, die rezeptfrei in der Apotheke oder in Drogerien erhältlich sind. Hierzu zählen Schmerzmittel, Einschlafhilfen, Antiallergika, Erkältungspräparate etc. Sie ermöglichen Selbstmedikation bei leichteren Beschwerden; der einfache Zugang kann jedoch missbräuchliche Nutzung fördern. Beispielsweise weisen wissenschaftliche Studien auf eine weite Verbreitung der Einnahme nicht-opioider Schmerzmittel in der deutschen Allgemeinbevölkerung hin.1
In der Praxis wird der unreflektierte und missbräuchliche Konsum ebendieser Medikamente auch bei jungen Menschen beobachtet. Neben Schmerzmitteln spielt laut der Apothekerkammer Berlin auch die gezielte Einnahme von Antiallergika und Hustenstillern mit Dextromethorphan zu Rauschzwecken eine relevante Rolle. Belastbare Zahlen gibt es diesbezüglich hierzulande leider bislang nicht. Die japanischen Kolleg*innen berichteten von einem ähnlichen Phänomen, mit teilweise hochriskantem Konsum bei Kindern.
Aufgepasst & mitgemacht! Gestalten Sie Prävention in Ihrem Wirkkreis aktiv mit.
Auch dieses Jahr ist wieder eine gute Gelegenheit, sich an der nunmehr 7. Berliner Aktionswoche gegen Medikamentenmissbrauch vom 14. – 20. September 2026 zu beteiligen!
Vielleicht in Form eines Newsletters in Ihrer Institution, im Gespräch mit Klient*innen, bei WG-Treffen in der Jugendhilfe, in der Diskussion mit einer Schulklasse oder durch bereitgestellte Informationsmaterialien für Kolleg*innen?
Wirksame Präventionsarbeit kennt viele Wege –die Mischung macht’s Einig war man sich, dass missbräuchlicher und teilweise sehr schädlicher Medikamentenkonsum bei jungen Menschen durchaus als Symptom bzw. Bewältigungsstrategie zu deuten ist. Dem können, neben grundsätzlicher Unwissenheit zur Anwendung der Arzneien, z. B. Zustände wie Überforderung, Einsamkeit und Angst zugrunde liegen.
Im Austausch verschiedener kultureller und gesellschaftlicher Perspektiven wurde zudem klar: Wirksame Präventionsarbeit kennt viele Wege. So prüfen die japanischen Kolleg*innen bspw. derzeit, inwieweit der Einsatz von App-basierter Präventionsarbeit zur Anwendung von Medikamenten in der Grundschule erfolgversprechend sein könnte.
Das Fazit des Austauschs: Die Mischung macht’s. Zum einen durch spielerische Stärkung der Gesundheitskompetenz sowie Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen und auch das systemische Einbeziehen von Lehrer*innen und Eltern. Zum anderen durch Kombination personenzentrierter Ansätze mit der Adressierung struktureller Voraussetzungen, z. B. was den Zugang zu OTC -Medikamenten für Kinder angeht.
Wir danken den Kolleg*innen für den gemeinsamen Austausch und wünschen weiterhin gutes Gelingen bei Ihren Vorhaben!
MARC PESTOTNIK UND AIDA KOLKE Fachstelle für Suchtprävention Berlin

Denkbar ist vieles, bei Interesse kommen Sie gerne auf uns zu! Ansprechpartner für die Aktionswoche ist Marc Pestotnik pestotnik@berlin-suchtpraevention.de
Weitere Infos unter: berlin-suchtpraevention.de/initiative

Ein Schüler wurde beim Kiffen erwischt – können Sie vorbeikommen und Suchtprävention machen?“
A”nfragen wie diese erreichen die Fachstelle für Suchtprävention Berlin regelmäßig: Schulen sind mit dem Konsum von Jugendlichen oder den Auswirkungen davon konfrontiert und fragen nach schneller Abhilfe. Warum sind solche Noteinsätze aber in der Regel nicht sinnvoll und was kann Suchtprävention an Schulen leisten?
Schule als geeigneter Ort für Prävention Schulen müssen viele Themen bearbeiten. Substanzkonsum und Experimentierverhalten bei Jugendlichen ist eins davon. Die klassischen Schwerpunkte der Suchtprävention beschäftigen sich mit Alkohol, Nikotin, Cannabis und seit einigen Jahren mit riskanter Mediennutzung, die einen Großteil der Anfragen darstellen. Dazu kommen Trends – weg von klassischen Zigaretten hin zu Vapes, Lachgas als leicht zugängliche Substanz, aber auch Neue Psychoaktive Substanzen (NPS), die in ihrem Gefahrenpotential oft unterschätzt werden. Auch Medikamentenkonsum in verschiedenen Formen ist bei Jugendlichen durchaus verbreitet oder illegale Substanzen, insbesondere in höheren Jahrgängen. Eine Kontinuität zeigt sich darin, dass viele angefragte Maßnahmen auf die Jugendlichen selbst abzielen, in Form von Workshops oder Vorträgen. Um Suchtprävention jedoch wirksam zu gestalten, braucht es das Mitwirken vieler Personen, die in und mit der Lebenswelt von Jugendlichen arbeiten. Prävention braucht Zeit und Geduld, Offenheit für neues Wissen und das Verständnis von jugendlichen Lebensrealitäten.
Schule bietet einen niedrigschwelligen Zugang, alle Kinder und Jugendlichen unabhängig vom familiären Hintergrund zu erreichen, um Suchprävention zu etablieren. Sie ist der Ort, den alle Kinder in der Regel vom 6. bis etwa zum 16. Lebensjahr in Deutschland regelhaft besuchen; als Lernort und Erprobungsfeld
für die persönlichen und sozialen Fähigkeiten der Schüler*innen stellt die Schule einen wichtigen Bestandteil der individuellen Entwicklung dar. Kontinuierlicher Kontakt zu den Schüler*innen ermöglicht Wissensvermittlung und auch die Förderung sozialer Kompetenzen, die wesentlich sind, um Selbstkontrolle, Selbstwirksamkeit, Emotionsregulierung, Stressbewältigung, Umgang mit Gruppendruck und Peer-Group-Erfahrung und kritisches Denken zu erlernen, um so Resilienz gegenüber einer möglichen Suchtentstehung zu entwickeln. Bereits in der Grundschule können wichtige Grundlagen durch die Förderung von Lebenskompetenzen geschaffen werden, unabhängig von substanzbezogener Prävention, die eher in weiterführenden Schulen Raum hat.
Pubertät ist eine Zeit der Übergänge, des Ausprobierens, der Unsicherheit, der Grenzüberschreitung – vieles davon findet sich auch in Konsumentscheidungen wieder. Jugendliche sind besonders vulnerabel, Suchtmittel können in diesem Alter stärkere Schäden verursachen und ein früher Konsum erhöht die Risiken für eine spätere Suchtentstehung. Im schulischen Rahmen können auch spezielle Risikogruppen und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen durch Maßnahmen der selektiven Prävention angesprochen werden und darüber hinaus bereits konsumierende Kinder und Jugendliche identifiziert und in Maßnahmen der Früherkennung und Frühintervention (indizierte Prävention) aufgenommen bzw. vermittelt werden. Hier kann Schule wichtige Akzente setzen, um Jugendliche in Lebenskompetenzen, Konsum- und Risikoentscheidungen zu stärken und zu schützen. Dieses kann allerdings alles nur ermöglicht werden, wenn Suchtprävention fester Bestandteil des Schulprogramms und der Schulentwicklung ist – mit klaren Zuständigkeiten, Strukturen, Zielen und regelmäßiger Evaluation.
Dadurch wird sie als dauerhafte Aufgabe und nicht als Zusatzangebot etabliert. Einige Inhalte der Suchtprävention eignen sich sehr gut, um sie in Unterrichtsfächern zu etablieren, wie zum Beispiel Biologie oder Sozialkunde – angepasst an Alter und Lebens-
realität. Wiederkehrende Inhalte über mehrere Jahrgangsstufen hinweg können auch so die Nachhaltigkeit sicherstellen.
Damit Suchtprävention nachhaltig und wirkungsvoll gelingt, müssen allerdings Qualitätsstandards und Gelingensfaktoren beachtet werden. Das BIÖG (ehem. BZgA) benennt folgende bundesweite Standards: Sie ist mehr als reine Informationsvermittlung, fördert Kompetenzen, nutzt interaktive Methoden und Programme, ist eingebettet in ein Gesamtkonzept, hat das gesamte System im Blick, orientiert sich an evidenzbasiertem Wissen, reflektiert das zugrunde liegende Menschenbild, hält Qualitätsstandards ein und entwickelt sie weiter und basiert auf bewährten Kommunikationstheorien.1
Auf die schulische Praxis bezogen bedeutet dies, dass gerade die Maßnahmen, die in der Fachstelle für Suchtprävention häufig angefragt werden, wenig wirksam sind: Von den sog. „Feuerwehreinsätzen“ ist aus fachlicher Sicht daher abzuraten.
Mitbestimmung und Nachhaltigkeit
Nachhaltige Veränderung und eine präventive Wirksamkeit entstehen, wenn sich eine Schule als Ganzes auf den Weg macht, Schritt für Schritt Strukturen zu etablieren. Dazu gehört, dass Schulleitung, Lehrkräfte und Schulsozialarbeit (ggf. Erzieher*innen) sich damit auseinandersetzen und eine Haltung entwickeln. Die Kontaktpersonen für schulische Prävention können hier eine besondere Rolle einnehmen, indem sie als geschulte Personen suchtpräventives Wissen in die Schule tragen. Die suchtpräventive Haltung zeichnet sich aus durch Offenheit und Interesse an den Anliegen der Schüler*innen, die sich intuitiv ihre Vertrauensperson aussuchen können. Demnach ist es wichtig, dass das Schulpersonal im Gesamten ansprechbar ist und wertschätzend auf Ansprache reagiert.
Zu einem Präventionskonzept gehört die Verankerung altersgerechter Maßnahmen in verschiedenen Klassenstufen ebenso wie interne Regelungen zum Umgang mit bspw. Konsumvorfällen oder Smartphone-Nutzung. Dabei können und sollten auch die Schüler*innen miteinbezogen werden: In dem Moment, in dem sie die Möglichkeit haben, zu partizipieren und sogar Präventionskonzepte mitzuentwickeln, kann es die Akzeptanz und auch die Glaubwürdigkeit und so auch den Zusammenhalt erhöhen. Das Mitwirken im Klassenrat, Schüler*innen-Parlament oder in Präventions-AGs kann von großer Bedeutung sein und lässt die Schüler*innen selbst aktiv werden.
Prävention liegt in vielen Händen
Die dritte Ebene sind die Eltern – Ansprache von Eltern, Elternabende zu verschiedenen Themen und Unterstützung für Familien in schwierigen Lagen sind ein wichtiger Baustein. So können Eltern / Erziehende aufgeklärt und in ihrer Haltung sowie im Kontakt zur Schule gestärkt werden. Für die konkrete Ausgestaltung von Präventionsmaßnahmen können Schulen auf zahlreiche
Angebote zurückgreifen – es gibt für verschiedene Altersstufen und Themenfelder konzipierte Präventionsprogramme oder Bausteine, die den oben erwähnten Standards entsprechen
und übernommen werden können. Die Fachstelle für Suchtprävention setzt sich dafür ein, solche niedrigschwellig zur Verfügung zu stellen, sodass diese auch selbstständig in die Umsetzung gehen können. Dazu gehört ein umfangreiches Programm mit Fortbildungen, die Hintergrundwissen, praktische Methoden und Handlungssicherheit in verschiedenen Präventionsthemen vermitteln.

Besonders hervorzuheben ist der berufsbegleitende Zertifikatskurs „Fachkraft für Suchtprävention im Kontext Schule / Jugendarbeit“ in Kooperation mit der Alice-Salomon-Hochschule, der in mehreren Modulen praxisnah Grundlagen der suchtpräventiven Arbeit vermittelt und in dessen Rahmen auch ein Präventionskonzept erstellt wird. Weitere Infos hier: www.berlin-suchtpraevention.de/projekte/zertifikatskurs/

Hilfe, Unterstützung und Methoden Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung von suchtpräventiven Ansätzen oder Programmen bieten auch die Koordinator*innen der schulischen Prävention in den Schulpsychologischen und Inklusionspädagogischen Beratungs- und Unterstützungszentren (SIBUZ), die sich in jedem Bezirk Berlins befinden. Dort finden sich auch Materialien zur Ausleihe, wie der KlarSicht-Koffer oder der Berliner Präventionsparcours Cannabis, die unkompliziert mit Schulklassen durchgeführt werden können.
Suchtprävention scheint im Schulalltag erstmal oft wie Mehraufwand, ist jedoch bei einer strukturierten Etablierung entlastend und bereichernd für Schulen – es gibt hilfreiche Pläne und Maßnahmen und keine Notwendigkeit mehr, die „Präventions-Feuerwehr“ rufen zu müssen.
ANNA FREIESLEBEN UND MAILIN MITSCHKA Fachstelle für Suchtprävention Berlin

Um Suchtprävention langfristig und systematisch im Schulalltag zu verankern, benötigen pädagogische Fachkräfte fachliche Impulse und praxistaugliche Methoden. Wir bieten hierzu regelmäßig Fortbildungen für Schule und Jugendarbeit an –mit Themen von Substanzprävention bis zu Gesprächsführung mit Jugendlichen.
Eine Übersicht der aktuellen Termine finden Sie hier: www.berlin-suchtpraevention.de/veranstaltungen/ kategorien/schule-und-jugendarbeit/

Exzessive Mediennutzung und „Smartphonesucht“ sind häufig Stichworte, die fallen, wenn Pädagog*innen aus Schule und Jugendarbeit über die Themen sprechen, die ihnen in der Arbeit mit Jugendlichen begegnen. Von einer Abhängigkeit im medizinischen Sinn kann oft nicht gesprochen werden, aber ein exzessiver Konsum liegt teilweise vor.
In vielen Seminaren zur Prävention riskanter Mediennutzung kam daher der Bedarf nach Unterstützung für Gespräche mit Jugendlichen zu ihrem Medienkonsum auf.
Praxisnahe Methoden für die Jugendarbeit
„Findout“ ist solch eine praktische Unterstützung, mit der pädagogische Fachkräfte in Einzelgesprächen Jugendliche dabei unterstützen können, ihre Mediennutzung zu ergründen, besser zu verstehen und erste Schritte einer Reduktion anzugehen.


Unterteilt in die drei Bereiche „Erkunden des Nutzungsverhaltens“, „Erkennen von Motiven und Änderungsbedarfen“ und „Entwickeln von Strategien zur Verhaltensänderung sowie zur Entwicklung von Verhaltensalternativen“ gibt es insgesamt 13 praktische Methoden inkl. Kopiervorlagen zur Anwendung.
Die Methoden können unabhängig voneinander durchgeführt werden, je nach Situation und Bedarf. Ziel ist es, im Gespräch mehr Klarheit zu gewinnen und ggf. erste Veränderungen anzustoßen.
„Findout“ ist erhältlich in der Fachstelle, im Bestellportal und als Download unter: www.berlin-suchtpraevention.de/bestellportal/infoblaetter-undbroschueren/findout
ANNA FREIESLEBEN Fachstelle für Suchtprävention Berlin
Schule x Medien: Fachtagung „Appgehängt“ stellt
Am 25. und 26. November 2025 fand im Berliner Silent Green Kulturquartier die Fachtagung „Appgehängt“ statt. Eingeladen hatten die Landessuchtbeauftragte Heide Mutter sowie das Präventionszentrum für Verhaltenssüchte der pad gGmbH, um sich über multiperspektivische Ansätze für eine gesunde Mediennutzung junger Menschen auszutauschen.
Sie begrüßten an beiden Tagen zahlreiche Fachpersonen aus Prävention, Bildung, Beratung und Wissenschaft. Moderiert und mitgewirkt hatten die Suchthilfekoordinator*innen der Bezirke Tempelhof-Schöneberg, Reinickendorf und TreptowKöpenick.
Schule und Alltag im Fokus Am ersten Veranstaltungstag lag der Fokus auf Gaming und Social Media im Alltag. Expert*innen gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze im Umgang mit digitalen Medien. Sie thematisierten die wachsende Bedeutung digitaler Spiele und sozialer Netzwerke im Leben junger Menschen, die Risiken problematischer Nutzung und stellten präventive Ansätze vor, die an den Lebenswelten von Jugendlichen ansetzen.

An Tag zwei stand das Setting Schule im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden diskutierten, wie gesunde Mediennutzung im schulischen Alltag gelingen kann. Besonders beleuchtet wurde die Rolle der Schulen als wichtiger Ort der Prävention. Es zeigte sich: Klare Regeln, eine reflektierte Medienpädagogik und die aktive Einbindung von Schüler*innen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Input und Austausch zu aktuellen Themen
Das Format lebte vom Wechsel aus Fachvorträgen, Diskussionen, Praxisbeispielen und Austauschformaten. Neben fachlichem Input bot „Appgehängt“ viel Raum für Gespräche, Vernetzung und neue Impulse für die praktische Arbeit. In Vertiefungsworkshops arbeiteten die Teilnehmenden an konkreten Fragestellungen aus der Praxis. Kernthemen waren der Umgang mit Smartphones in pädagogischen Kontexten, die Beteiligung von Jugendlichen an der Entwicklung von Medienregeln sowie die Frage, wie Social Media gesund genutzt werden kann. Auch die wachsende Games-Kultur und die Verantwortung der Branche wurden disputiert.
Die daraus entstandenen Forderungen und Handlungsempfehlungen zeigen deutlich, was pädagogische Fachkräfte brauchen:
klare Rahmenbedingungen, verlässliche Unterstützung, praxisnahe Materialien und eine stärkere Beteiligung junger Menschen. Gleichzeitig wurde betont, dass Prävention nur gemeinsam funktionieren kann, wenn Schule, Eltern, Politik und Wirtschaft Verantwortung übernehmen.
Mit der vom Paritätischen Berlin unterstützten Fachtagung „Appgehängt“ wurde ein wichtiger Raum für fachlichen Austausch geschaffen. Sie machte deutlich, dass Mediensuchtprävention früh

Jetzt lesen: www.pzvs.berlin/ fachtagungappgehaengt-doku
SUCHTPRÄVENTION FÜR ELTERN
Eltern mit Kindern in der Pubertät erleben oft Situationen, die sie vor neue Herausforderungen stellen. Sie entdecken z. B. beim Aufräumen im Jugendzimmer Vapes, Cannabis oder eine halbleere Flasche Wodka. Da entstehen plötzlich Sorgen, es kommen Fragen auf und Handeln ist erforderlich. Mit unserem interaktiven Elternratgeber bieten wir eine erste Orientierungshilfe und Antworten, die Eltern unterstützen, die Situation einzuordnen und zu entscheiden, wie sie weiter vorgehen möchten.
Welche Möglichkeiten bietet der Elternratgeber?
Der interaktive Ratgeber deckt aktuell die Themen Cannabis, Alkohol, Zocken, Social Media, Pubertät, Medikamente und jetzt neu auch Lachgas ab. Das Thema Lachgas haben wir zuletzt ergänzt, da der Konsum in den letzten Jahren stark zugenommen hat und gefährliche Folgen wie Bewusstlosigkeit und neurologische Schäden nach sich ziehen kann. Der Elternratgeber stellt typische Situationen mit möglichen Handlungsoptionen vor. So führt er in einem Gedankenspiel durch das Szenario und orientiert sich dabei an den gewählten Entscheidungen und Fragen der Nutzer*innen. Es werden Reaktionsmöglichkeiten abgewogen und Hintergrundinfos zum Thema an die Hand gegeben. Dabei wird ein Erziehungsstil empfohlen, der für Kommunikationsbereitschaft, Interesse am Kind, Klarheit, Halt und Lösungs-
ansetzen sollte, dialogorientiert gestaltet werden muss und pädagogische Fachkräfte dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Digitale Medien gehören zum Alltag junger Menschen. Umso wichtiger ist es, sie kompetent, reflektiert und gesund zu begleiten.
Weitere Infos unter: www.pzvs.berlin
SASCHA BURDA Präventionszentrum für Verhaltenssüchte Berlin, pad gGmbH

orientierung steht. Eltern bekommen Hinweise zu weiterführenden Hilfen, denn manchmal stellen so erlebte Situationen mit den eigenen Kindern nur die „Spitze des Eisbergs“ dar und sind Anzeichen für Krisen, die professionelle Hilfe erfordern.

In Kürze: Erweiterung des Ratgebers um das Thema Vapen Der Elternratgeber wird in Kürze um das Thema Vapen erweitert. Dabei werden die Auswirkungen von E-Zigaretten und Vapes auf die Gesundheit, wie das Risiko einer frühen Nikotinabhängigkeit, beschrieben. Weiterhin werden Strategien Schritt für Schritt „an die Hand gegeben“, wie Eltern präventiv reagieren und einen Einstieg in ein zugewandtes Gespräch gestalten können. Dieses Thema hat stark an Relevanz gewonnen, da der teils regelmäßige Konsum von E-Zigaretten und Vapes inzwischen zahlreiche Kinder und Jugendliche betrifft.
Weitere Infos unter: www.kompetent-befaehigen.de
SANDRA ROCKENBACH Fachstelle für Suchtprävention Berlin


Kindern aus suchtbelasteten Familien mehr Aufmerksamkeit zu geben und tragfähige Unterstützungsstrukturen zu stärken – das war der Anlass für unsere Veranstaltung mit dem Titel „Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen – wie kann das Jugendamt mitgedacht werden?“. Am 24. Februar 2026 kamen Fachkräfte aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern zusammen, gemeinsam mit der Kinderschutzkoordination des Jugendamts Friedrichshain-Kreuzberg wurde die Veranstaltung organisiert und durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie betroffene Familien frühzeitig erreicht und nachhaltig unterstützt werden können. Deutlich wurde, dass dafür enge Kooperationen zwischen verschiedenen Unterstützungsangeboten unabdingbar sind. Die Teilnehmenden brachten ihre Perspektiven und Expertisen ein und diskutierten praxisnah, welche Gelingensbedingungen und Herausforderungen
CANNABISPRÄVENTION

es bei der Inanspruchnahme von Angeboten, insbesondere in Bezug auf das Jugendamt, gibt. Dabei zeigte sich, wie wichtig eine verlässliche und sensible Ansprache von betroffenen Familien ist, um mögliche Ängste in Bezug auf den Kontakt mit dem Jugendamt abzubauen. Ansätze hierfür könnten die Abfrage von Vorerfahrungen, die Erläuterung der Aufgabe und Angebote des Jugendamts sowie die Begleitung der Familie zu entsprechenden Terminen sein.
Wir freuen uns über die rege Beteiligung und den wertschätzenden Austausch. Die COA-Aktionswoche hat auch in diesem Jahr ein wichtiges Zeichen gesetzt.
MARIA USBECK
Fachstelle für Suchtprävention Berlin
Sie sind Lehrkraft oder pädagogische Fachkraft in Settings wie Schule, Jugendarbeit oder allgemein in der Suchtprävention tätig und fragen sich, wie Sie mit Cannabis in Ihrem beruflichen Alltag umgehen und präventiv handeln können? Sie sind Eltern und möchten wissen, wie Sie das Thema Cannabis in Ihrer Familie gut ansprechen und begleiten können?
Der kostenlose Online-Kurs „Cannabisprävention: wissen, verstehen, handeln“ bietet Ihnen eine niedrigschwellige Fortbildungsmöglichkeit mit Tipps für den beruflichen und den privaten Alltag. Der evaluierte Kurs ist modular aufgebaut und kann asynchron in ca. vier Stunden absolviert werden.
Modularer Aufbau mit vertiefenden Praxismodulen In sieben anschaulich gestalteten Wissensmodulen erhalten Sie fundierte Hintergrundinformationen rund um das Thema Cannabis. Dabei werden u. a. gesetzliche Grundlagen, verschiedene Konsumformen und -muster, kurzfristige Wirkungen sowie langfristige Folgen thematisiert. Ergänzend wird auf Konsumprävalenzen und Konsummotive Jugendlicher eingegangen.
In vertiefenden Praxismodulen wird das gelernte Wissen in den beruflichen und privaten Alltag übertragen: Durch alltagsnahe Beispiele und praktische Tipps zum Umgang mit Cannabis erwerben die Teilnehmenden hilfreiche Kompetenzen für ein angemessenes und erfolgreiches Handeln. Dabei werden die Teilnehmenden u. a. dazu befähigt, Anzeichen für Cannabiskonsum zu erkennen, zu thematisieren und im Sinne der Prävention aktiv zu werden.
Diese Module sind z. B.:
¢ „Wie kann mit dem Thema Cannabis an Schulen umgegangen werden?“,
¢ „Wie kann Cannabisprävention in der Jugendarbeit gelingen?“ oder
¢ „Wie kann ich als Elternteil mit meinem Kind über Cannabis sprechen?“.
Die Entwicklung des Kurses fand im Rahmen einer Förderung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention statt.
Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der folgenden Webseite: www.tinyurl.com/mrrykndt
MORITZ BALD
Bayerisches Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung


Benjamin Steuber ist bezirklicher Koordinator für Suchthilfe und Suchtprävention im Bezirk Neukölln. Im Gespräch haben wir erfahren, dass Netzwerkarbeit und Angebotsvielfalt der Suchtprävention von hoher Wichtigkeit sind.
Unser Bezirk setzt aktuell folgende Themenschwerpunkte in der Suchtprävention:
Benjamin Steuber: Wir sind seit September 2025 dabei, ein neues Austauschformat zur bezirklichen Suchtprävention ins Leben zu rufen. Bislang gab es zwei Vorbereitungstreffen. Ab dem 1. Quartal 2026 soll sich dann regelmäßig getroffen werden. Das Format soll dazu dienen, einen regelhaften Rahmen für Austausch und Vernetzung von Akteur*innen im Kontext der bezirklichen Suchtprävention zu schaffen. Des Weiteren beteiligen wir uns als Bezirk an der Ausgestaltung des Landesprogramms zur Nikotin- und Cannabisprävention, und ich hoffe, dass wir durch die zahlreichen in Planung befindlichen Initiativen auch für Neukölln Positives bewirken können.

Das ist mir besonders wichtig für die Suchtprävention in unserem Bezirk:
B. St.: Mit ist besonders wichtig, dass wir eine gute und beständige Vernetzung der bereits bestehenden zahlreichen Angebote und Akteur*innen im Bezirk etablieren und erhalten können. Ich erhoffe mir, dass bestehende Angebote noch bekannter werden und auch neue Synergien und Ideen für die Suchtprävention in Neukölln entstehen können. Dazu soll das oben beschriebene Austauschformat einen wichtigen Beitrag leisten. Des Weiteren denke ich, dass auch ein generationenübergreifender Ansatz von Suchtprävention wichtig ist. Natürlich stehen junge Menschen im besonderen Fokus von Suchtprävention. Dennoch möchte ich auch den Blick für ältere einsame Menschen oder Menschen mittleren Alters, die unter hoher Belastung stehen oder sich in Krisen befinden, nicht verlieren.
Auf diesen Erfolg sind wir besonders stolz:
B. St.: Seit dem Ende der Coronapandemie findet im Bezirk Neukölln wieder jährlich Anfang März das Verkehrs- und Suchtpräventionsprojekt „Fit für die Straße“ gemeinsam in Kooperation mit dem Bezirk Treptow-Köpenick statt. Dieses Jahr ist es meine erste Teilnahme und man merkt bereits im Rahmen der Planung und Vorbereitung, was für ein eingespieltes Team hier bereits seit langer Zeit aktiv ist. Ich bin schon sehr gespannt, das Projekt dann im März selbst mitzuerleben. Auch wenn dieser Erfolg vor allem der Fachstelle Suchtprävention zu verdanken ist, möchte ich hier die Etablierung der Neuausrichtung des Youth Space in den Gropius Passagen zum „Ort der Beratung“ nennen. Ich finde das ein ganz wunderbares Projekt, bei dem von ganz unterschiedlichen Trägern und Institutionen präventive Angebote an einem lebensweltnahen Ort wie den Gropius Passagen für junge Menschen angeboten werden. Im Kontext der Suchtprävention bin ich natürlich

besonders über das Angebot der Neuköllner Präventionspraxis vor Ort zu den Themen „Handy, Vapen, Alkohol und Co.“ erfreut. Des Weiteren haben wir als Bezirk Neukölln im Jahr 2025 an der Aktionswoche gegen Medikamentenmissbrauch teilgenommen. Der Fokus lag in diesem Zeitraum auf der Zielgruppe der Pflegekräfte. In diesem Rahmen haben wir in Neukölln Pflegende in 53 ambulanten Pflegediensten, 13 stationären Pflegeheimen und 8 Tagespflegeeinrichtungen, sowie im Vivantes Klinikum Neukölln, im Ida-Wolff-Krankenhaus und in der Fachklinik F42 angeschrieben, um auf das Thema aufmerksam zu machen.
Diese Stolpersteine würden wir gerne beseitigen:
B. St.: Ich glaube, mir wäre wichtig, dass es im Bezirk eine bessere Übersicht über die Angebote der Suchprävention gibt. Es gibt viele sehr engagierte Akteur*innen und tolle Angebote in diesem Bereich, deren Arbeit aber gar nicht allen weiteren im Bezirk bekannt ist. Das besser zu vernetzen und bekannt zu machen, wäre für mich ein wichtiger Schritt.
Das ist unsere Vision für die Suchtprävention im Bezirk:
B. St.: Eine Vision für die Zukunft wäre, ein funktionierendes, lebendiges Netzwerk aller Akteur*innen im Bereich der Suchtprävention im Bezirk zu haben, in welchem Aktionen und Projekte möglichst breit gestreut werden, um den größtmöglichen Effekt im Bezirk zu erwirken und neue Projektideen und Synergien entstehen lassen zu können. Auch der fachübergreifenden Zusammenarbeit (Jugendbereich und Gesundheitsbereich sowie Suchthilfe und Suchtprävention) soll damit eine Plattform gegeben werden.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann …
B. St.: da fallen mir als Suchthilfekoordinator direkt sehr viele Dinge ein, aber ich werde es mal auf den Bereich Suchtprävention anwenden. Ich wünsche mir, dass das Thema Suchtprävention noch mehr Aufmerksamkeit bekommt, sowohl auf politischer und fachlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Ich glaube, dass in Suchtprävention noch sehr viel mehr Potenzial steckt, die gesellschaftlichen und persönlichen Schäden durch Suchterkrankungen und missbräuchlichen Konsum zu minimieren.
Wichtig ist mir abschließend noch zu sagen:
B. St.: Seit ich im April letzten Jahres meine Tätigkeit in der Suchthilfekoordination im Bezirksamt Neukölln aufgenommen habe, schätze ich sehr den Kontakt zur Fachstelle für Suchtprävention. Ich empfinde das Team der Fachstelle als extrem hilfsbereit, unterstützend und mit viel fachlicher Expertise ausgestattet. Ich habe immer das Gefühl, mich bei Themen, die Suchtprävention betreffen, an die Fachstelle wenden zu können, und bedanke mich daher für die tolle Zusammenarbeit.
Wir bedanken uns bei Benjamin Steuber herzlich für das Gespräch!
SUCHTPRÄVENTION FÜR MENSCHEN MIT KOGNITIVEN BEEINTRÄCHTIGUNGEN
Eine häufig gestellte Frage, die einen zentralen Punkt moderner Suchtprävention aufgreift, ist: „Woher weiß man denn, dass suchtpräventive Maßnahmen wirken?“. Oder anders formuliert: Wie lässt sich nachweisen, dass jemand keinen problematischen Konsum oder Sucht entwickelt? Um sich der Beantwortung solcher Fragen nähern zu können, gehört es zu den Qualitätsstandards moderner Suchtprävention, dass Maßnahmen auf aktuelle Forschung und wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt sind. Dies gewinnt besonders an Bedeutung, wenn gesundheitsförderliche Angebote für besonders vulnerable Gruppen entwickelt werden sollen.
Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf Menschen mit kognitiven Beein trächtigungen. Sie sind häufig einem erhöhten Risiko für problematisches Konsumverhalten ausgesetzt, bedingt durch spezifische Herausforderungen wie eingeschränkte Abstraktions- und Re flexionsfähigkeit, geringere Impulskontrolle oder Mangel an funktionalen Bewältigungsstrategien. Hinzu kommen strukturelle Hürden wie soziale und räumliche Isolation oder eingeschränkte Mobilität, die den Zugang zu Präventions- und Unterstützungsangeboten erschweren. Vor diesem Hintergrund haben die Fachstelle für Suchtprävention Berlin und das Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin mögliche Ansatzpunkte und Perspektiven diskutiert, wie diese Vernetzung konkret gestaltet werden kann. Denn Hochschulen spielen eine wichtige Rolle bei der Suchtprävention für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Sie bilden Fachkräfte aus, stellen wissenschaftliche Erkenntnisse bereit und fördern den Austausch zwischen Forschung und Praxis.

2. Entwicklung, Erprobung und Evaluation präventiver Maßnahmen Mithilfe quantitativer und qualitativer Forschungsansätze, wie beispielsweise Befragungen, Interviews und der systematischen Auswertung von Praxiserfahrungen, können Konsumprävalenzen ebenso wie die Umsetzung und Wirksamkeit suchtpräventiver Maßnahmen untersucht werden. Dabei werden Bedingungen sichtbar, die den Erfolg oder Misserfolg von Interventionen beeinflussen. Auf dieser Grundlage können Präventionsangebote gezielt weiterentwickelt und vorhandene Ressourcen sinnvoll eingesetzt
3. Aufbau von Campus-CommunityPartnerships Bei Campus-Community-Partnerships arbeiten Hochschulen eng mit externen Akteur*innen wie Schulen, Kommunen oder Präventionseinrichtungen zusammen. In diesem Rahmen entstehen praxisnahe Forschungsprojekte, Lehrforschungsformate und gemeinsame Evaluationen. Diese ermöglichen den Studierenden, in Seminaren, Praxisprojekten oder Abschlussarbeiten an realen Fragestellungen mitzuarbeiten und Präventionsansätze gemeinsam mit der Praxis weiterzuentwickeln und zu erproben. Dies ist insbesondere für die Suchtprävention bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen von Bedeutung, da hierbei eine enge Verzahnung von Fachwissen, didaktischer Kompetenz und praktischer Erfahrung erforderlich ist.
Nachfolgend werden Bereiche skizziert, in denen diese Verzahnung bereits stattfindet:
1. Weiterentwicklung von Studien- und Lehrangeboten Studierende der Gesundheitswissenschaften, der Sozialen Arbeit oder Rehabilitationspädagogik erwerben Kenntnisse und Fähigkeiten in der Suchtprävention. Sie lernen, wissenschaftliche Erkenntnisse einzuordnen sowie Praxismaßnahmen in der Suchtprävention zu konzipieren, umzusetzen und deren Wirksamkeit zu überprüfen. Dabei werden sie gezielt auf die Arbeit mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen vorbereitet und in der Reflexion ihrer professionellen Rolle unterstützt. Hochschulen schaffen somit die Grundlage für eine praxisorientierte und qualitätsgesicherte Arbeit, die sich an fachlichen Standards und evidenzbasierten Kriterien orientiert. Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin bringt hierbei ihre Expertise im Rahmen von Beratung, Fortbildungen und kooperativen Projekten ein.
Die Wissenschaft profitiert von Praxiserfahrung, während die Praxis Zugang zu aktueller Forschung und methodischer Unterstützung erhält. Auf diese Weise können Hochschulen und Fachstellen als Knotenpunkte fungieren und die evidenzbasierte Suchtprävention nachhaltig stärken.
DR. NADJA MELINA BURGIO Institut für Rehabilitationswissenschaften Humboldt-Universität zu Berlin
#Coffee Corner No. 61: »Inklusive Suchtprävention –kleine Schritte, große Wirkung«:
AIDA KOLKE Fachstelle für Suchtprävention Berlin Coffee Corner ! No 61 #
Dienstag, 24.03.2026, von 15:00 – 16:30 Uhr (kostenfrei und online via ZOOM)
Weitere Infos hier: www.tinyurl.com/mfwtk2dt
Auf dieser Seite lesen Sie Neues zu Projekten der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH und ihrem Gesellschafter, dem Institut für Gesundheit und Kommunikation e.V.
Psychische Gesundheit ist längst kein „Nice to have“ mehr, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor in Ausbildung und Betrieb. Der aktuelle Stressreport 2025 der Techniker Krankenkasse zeigt: Hohe Arbeitsintensität, Zeitdruck und fehlende Erholungsphasen belasten insbesondere junge Beschäftigte deutlich.1
Zu den Hauptstressoren zählen der hohe eigene Anspruch (61 Prozent), Ausbildung und Beruf (58 Prozent) sowie globale Krisen. Auch der Public Health Index 2025 von AOK und DKFZ macht sichtbar, dass psychische Erkrankungen inzwischen zu den führenden Ursachen für Fehlzeiten zählen.2 Das Robert Koch-Institut berichtet im Journal of Health Monitoring 2025 von anhaltend hohen Prävalenzen für depressive Symptome und Angststörungen – besonders bei jungen Erwachsenen.3
Das 3. Modul des Prev@WORK-Programms rückt die psychische Gesundheit von Auszubildenden in den Fokus und vermittelt praxisnahes Wissen, alltagsnahe Strategien und konkrete Handlungsmöglichkeiten.
Verstehen, was Stress wirklich ist Im Seminar lernen Auszubildende zunächst, Stressoren zu erkennen und zwischen belastendem und aktivierendem Stress zu unterscheiden. Sie reflektieren eigene Stressmuster und entwickeln ein Bewusstsein für Warnsignale – bei sich selbst und im Team. Dabei geht es nicht um Pathologisierung, sondern um Stärkung von Selbstwahrnehmung und Handlungskompetenz.
SEMINAR ZUR FÖRDERUNG DER PSYCHISCHEN GESUNDHEIT
Baustein 1
Einstieg

Ressourcen aktivieren und Resilienz fördern
Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage: Was hält mich gesund?
Die Teilnehmenden erarbeiten individuelle Schutzfaktoren und entwickeln Strategien für einen konstruktiven Umgang mit Leistungsdruck. Angesichts der Datenlage, wie steigender Erschöpfungswerte und zunehmender psychischer Belastungen, wird deutlich: Prävention muss konsequent und früh ansetzen. Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft, sondern trainierbar.
Die Auszubildenden erlernen gesundheitsfördernde Verhaltensstrategien und einen konstruktiven Umgang mit Stressfaktoren – essenziell angesichts des massiven Leistungsdrucks, den der TK-Stressreport bei jungen Erwerbstätigen aufzeigt. Zudem senkt das Modul gezielt die Hemmschwelle zur Inanspruchnahme von professionellen Hilfsangeboten.
Enttabuisieren und Hilfesysteme kennen Psychische Belastungen sind oft mit Scham belegt. Das Modul schafft einen geschützten Raum, um offen über Überforderung, Ängste oder depressive Verstimmungen zu sprechen. Gleichzeitig werden betriebliche und externe Unterstützungsangebote vorgestellt. So entsteht Sicherheit im Umgang mit Krisensituationen – für Auszubildende wie für Ausbilder*innen.
1 Vgl.
Baustein 4
Resilienz gezielt stärken
Baustein 2
Grundlagen psychischer Gesundheit
Baustein 5
Herausforderungen bewältigen
Baustein 3
Umgang mit Stress
Baustein 6 Abschluss
Betriebliche Prävention mit System Prev@WORK verbindet individuelle Kompetenzentwicklung mit struktureller Sensibilisierung. Die Seminare sind interaktiv, lebensnah und auf die Erfahrungswelt junger Menschen zugeschnitten. Damit leistet auch das 3. Modul einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Ausbildungskultur. Wer frühzeitig in Prävention investiert, stärkt nicht nur einzelne Auszubildende, sondern die Zukunftsfähigkeit ganzer Betriebe.
Weitere Infos zum Progamm: www.prevatwork.de
LEA HEILIG
Fachstelle für Suchtprävention Berlin
Publikation
„Alkoholkonsum im gesellschaftlichen Kontext. Ein interkultureller Vergleich der Trink- und Kneipenkultur“ Prof. Dr. Knut Tielking, Konturen online, weitere Infos: www.tinyurl.com/4n6j2ya3
Studie
„Was verstehen Menschen unter riskantem Alkoholkonsum?“ drugcom.de, weitere Infos: www.tinyurl.com/45z2j5dn
Broschüre
„Tabakatlas Deutschland 2025“
Deutsches Krebsforschungszentrum, weitere Infos: www.tinyurl.com/yr4wr6v8
Infoblatt
„E-Zigaretten: Ein Risiko?“ Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V., Download unter: www.tinyurl.com/5f72kk9h
Publikation
„WHO global report on trends in prevalence of tobacco use 2000–2024 and projections 2025–2030“ Weltgesundheitsorganisation (WHO), Download unter: www.tinyurl.com/psyfsahk
Studie
„Mehr Psychosen nach der Cannabis-Legalisierung?“ drugcom.de, weitere Infos: www.tinyurl.com/2sc6dfyp
Publikation
„Cannabiskonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland: Studienergebnisse und Präventionsangebote des BIÖG“
Robert-Koch-Institut, Download unter: www.tinyurl.com/mt6bs3ku
Lernvideo „Wie schädlich ist Cannabis für das Gehirn Jugendlicher?“ drugcom.de, weitere Infos: www.tinyurl.com/eym8xtkd
Factsheet „Energisierende Schnupfpulver“ Sucht Schweiz, weitere Infos: www.tinyurl.com/mw6hdc98
Publikation
„Nitazene: Neue synthetische Opioide als wachsende Bedrohung und die Rolle von Monitoring“ Zeitschrift Suchtmedizin, Download unter: www.tinyurl.com/4j5v85dm
Gesetzliche Änderung zu Lachgas und K.O.-Tropfen ab April
Ab dem 12.04.2026 unterliegt Lachgas nach Änderungen im NpSG einem strengen Umgangsverbot, was auch ein Erwerbs- und Besitzverbot für Minderjährige einschließt. Zudem werden der Handel, die Herstellung und das Inverkehrbringen der K.O.-Tropfen-Grundstoffe GBL und BDO verboten, wie aus dem Bundesratsbeschluss vom 19.12.2025 hervorgeht.
Weitere Infos bietet das Bundesministerium für Gesundheit: www.tinyurl.com/2wm44djb
Unsere Infokarten K.O.-Tropfen und Lachgas haben wir entsprechend aktualisiert: www.tinyurl.com/3naj7th5
Publikation
„REITOX-Jahresbericht für Deutschland 2025“
Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht, weitere Infos: www.tinyurl.com/4zc4ckz2
Beschluss
„6. Medienänderungsstaatsvertrag zur Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes“ Kommission für Jugendmedienschutz, weitere Infos: www.tinyurl.com/58s9htnj
Studie
„Erfahrung von Kindern und Jugendlichen mit Pornos und Sexting“
Landesanstalt für Medien NRW, Download unter: www.tinyurl.com/mtjwcu9e
Bericht
„European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD) Report 2024“
European Union Drugs Agency, Download unter: www.tinyurl.com/22zxx2bd
Bericht
„12. Alternativer Drogenund Suchtbericht 2025“ akzept e. V. Bundesverband, Download unter: www.tinyurl.com/2w56u87m
Broschüre
„Qualitätskriterien schulischer Präventionskonzepte“
Wegweiser Grüne Liste, Download unter: www.tinyurl.com/5xuhnu7u
App „SuchtScout“
interaktive Karte aller SuchtSelbsthilfe-Gruppen in Berlin, Landesstelle für Suchtfragen, weitere Infos: www.tinyurl.com/d22698ey
NEUERSCHEINUNGEN, TERMINE UND VERANSTALTUNGSHINWEISE ZUR SUCHTPRÄVENTION
24. April 2026
Jahrestagung der BAG Kinder psychisch erkrankter
Eltern (BAG KipE)
Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e. V. (BLS e.V.), Potsdam, weitere Infos: www.tinyurl.com/3daz4unu
29. April 2026
Vortrag
„Alkohol, Männlichkeit und Sexualität“
Landesstelle für Suchtfragen Berlin e. V., Berlin, weitere Infos: www.tinyurl.com/y9ybejff
01. – 31. Mai 2026
Aktionsmonat „Rauchfrei im Mai“ Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit weitere Infos: www.rauchfrei-im-mai.de
11. – 13. Mai 2026
30. Suchttherapietage Hamburg, weitere Infos: www.suchttherapietage.de
12. Mai 2026
Online-Fachtagung „Einsamkeit im Fokus“ European Centre for Clinical Social Work e. V. (ECCSW), weitere Infos: www.tinyurl.com/yeb3wyr7

Unsere Weiterbildungsangebote für 2026
13. – 21. Juni 2026
Aktionswoche Alkohol bundesweit, weitere Infos: www.aktionswoche-alkohol.de
17. – 19. Juni 2026
37. Kongress FVS+ „Zwischen Tradition und Innovation“ Münster, weitere Infos: www.sucht.de/kongress-2026
19. Juni 2026
Fachtag „Stark fürs Leben –Schätze entdecken in der Grundschule“ Fachstelle für Suchtprävention Berlin, Berlin weitere Infos: www.1000schaetze.de/fachtag-2026
Suchtprävention umfasst ein breites Spektrum an Themen: Risiken von Nikotin, Cannabis, Alkohol, Lachgas und Medikamenten bis hin zu illegalen Drogen, exzessiver Mediennutzung oder Glücksspiel. Diese tauchen in unterschiedlichsten Settings und Lebenslagen immer wieder auf – egal ob in der Familie, der Schule oder dem Betrieb. Um diesen vielfältigen Herausforderungen professionell zu begegnen, ist es entscheidend, dass FachWissen und ihre Handlungskompetenzen kontinuierlich erweitern.
Auch 2026 bieten wir Ihnen wieder ein umfangreiches Angebot an Weiterbildungen zu aktuellen Themen der Suchtprävention. Vertiefen Sie Ihre Fachkenntnisse oder lernen Sie neue Themenbereiche kennen – unsere Schulungen und Weiterbildungen für Fachkräfte aus verschiedenen Settings sowie für Eltern werden von erfahrenen Referent*innen durchgeführt. Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme.
Broschüre als Download erhältlich unter: www.berlin-suchtpraevention.de/veranstaltungen
Fachtag „Stark fürs Leben – Schätze entdecken in der Grundschule“ am 19. Juni 2026 in Berlin
Gemeinsam beleuchten wir, was Kinder stärkt, welche Herausforderungen Grundschulen aktuell bewegen und wie Lebenskompetenzförderung nachhaltig gelingen kann.
Freuen Sie sich auf Fachimpulse, praxisnahe Workshops und Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis. Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Bildungsund Gesundheitsbereich zu stärken und Potenziale für die Zukunft zu erkennen.

Der Fachtag richtet sich an alle, die im Bildungs- oder Gesundheitsbereich mit Grundschulkindern arbeiten oder deren Umfeld verantworten.
Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf unserer Webseite: www.1000schaetze.de/fachtag-2026
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Das Themenheft erscheint 2 x im Jahr und wird sowohl über unseren E-MailVerteiler an 3.500 Empfänger*innen verschickt als auch in kleiner Auflage gedruckt. Online sind alle Ausgaben über unsere Webseite und auf issuu.com verfügbar.
Das nächste Themenheft wird in der zweiten Jahreshälfte erscheinen. Wir freuen uns über Beiträge zu Angeboten, Aktivitäten, Projekten oder Terminen der Suchtprävention von Ihnen und laden Sie herzlich ein, sich redaktionell einzubringen.
Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt auf mit: Christina Schadt (schadt@berlin-suchtpraevention.de)
Unterstützen Sie die Berliner Suchtprävention Mit Ihrem Engagement können wir die Suchtprävention stärken und noch mehr Aufklärungsarbeit für die Menschen unserer Stadt leisten.

Bankverbindung für Ihre Spende
Kto.-Inhaber: Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH
IBAN: DE16 3702 0500 0001 3431 00 BIC: BFS WDE 33 XXX bei der SozialBank Verwendungszweck: Spende

