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Themenheft Fachstelle für Suchtprävention, Ausgabe 82

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UNABHÄNGIG BLEIBEN!

kompetent gesund.de FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION

SUCHTPRÄVENTION BERLIN

THEMENHEFT NO. 82 SEPTEMBER 2026

FACHTAG DES BUNDESWEITEN PROGRAMMS 1000 SCHÄTZE – STARK FÜRS LEBEN, SCHÄTZE ENTDECKEN IN DER GRUNDSCHULE

WELTNICHTRAUCHERTAG

CANNABISPRÄVENTION

MEDIKAMENTENKONSUM

Neue Plakate zu den Risiken von Vapen

Kiffen auf Rezept? Medizinalcannabis im Fokus

Prof. Dr. Dr. Leyk zum Umgang mit Schmerzmitteln im Sport


INHALT EDITORIAL

AUFGRUND DER KÜRZUNGEN T ERSCHEINT UNSER THEMENHEF R! LEIDER NUR NOCH 2X IM JAH #unkuerzbar

LEITARTIKEL Wir können uns das Sparen nicht mehr leisten – Engagement für Gesundheit der Menschen braucht politische Absicherung 3 NEWSLETTER DER FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION BERLIN

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LANDESPROGRAMM „NA KLAR – UNABHÄNGIG BLEIBEN!“ Alkohol: Verantwortungsvoller Konsum braucht Klarheit 4

IMPRESSUM

LANDESPROGRAMM NIKOTIN- UND CANNABISPRÄVENTION Weltnichtrauchertag 2026 – Thema Vapen im Fokus 5

Das Themenheft wird herausgegeben von der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH. Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege und ist eine Einrichtung der: Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin Tel.: 030 - 29 35 26 15 | Fax: 030 - 29 35 26 16 info@berlin-suchtpraevention.de www.kompetent-gesund.de www.berlin-suchtpraevention.de Alleiniger Gesellschafter der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH ist das: Institut für Gesundheit und Kommunikation e.V. Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin Tel.: 030 - 24 04 70 70 | Fax: 030 - 29 35 26 16 info@iguk.de www.iguk.de V.i.S.d.P. Anke Timm, Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH Redaktion: Kerstin Jüngling, Christina Schadt Gestaltung: Martina Jacob Erscheinungsweise: 2x jährlich Auflage dieser Ausgabe: 3.500 per E-Mail-Verteiler / 250 gedruckte Exemplare Wenn Sie dieses Themenheft abbestellen wollen, schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Abbestellen“ an: info@berlin-suchtpraevention.de Bildquellen Umschlag: Felix Maria Bühler, Fachstelle für Suchtprävention

QUALITÄT IN DER SUCHTPRÄVENTION Was wirklich zählt! Wie Suchtprävention Wirkung zeigt – individuell und strukturell

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PRÄVENTION VON RISKANTEM MEDIKAMENTENKONSUM Schmerzmittel im Sport – Im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Dieter Leyk

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CANNABISPRÄVENTION Medizinalcannabis im Blick: Genussmittel, Droge, Lifestyle-Produkt und Medikament in einem?

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PRÄVENTION RISKANTER MEDIENNUTZUNG Jugendliche dort erreichen, wo sie unterwegs sind: Instavention – Klappe, die Zweite!

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SUCHTPRÄVENTION STRUKTURELL VERANKERN Wie wir bei Trialog Jugendhilfe ein Konzept für Suchtprävention entwickelt haben

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SUCHTPRÄVENTION IN DEN BERLINER BEZIRKEN „Suchtprävention sollte die Menschen und ihre Lebenswelt in den Mittelpunkt stellen!“

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NEUES ZU DEN PROJEKTEN DER FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION BERLIN GGMBH UND IHREM GESELLSCHAFTER, DEM INSTITUT FÜR GESUNDHEIT UND KOMMUNIKATION 15 NEUE SUCHTPRÄVENTIONSPROJEKTE IN BERLIN MUT: Suchtprävention für junge Erwachsene mit kognitiven Beeinträchtigungen Kompass Suchtprävention: Neues Projekt zu Suchtprävention im Kontext von Flucht

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LEBENSKOMPETENZFÖRDERUNG IN DER GRUNDSCHULE Wie wir das gesunde Aufwachsen von Kindern in der Grundschule unterstützen können 16

Gefördert durch:

NEUERSCHEINUNGEN, TERMINE UND VERANSTALTUNGSHINWEISE ZUR SUCHTPRÄVENTION 18

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THEMENHEFT 82 _ Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH _ 09|26

Themenheft Suchtprävention No. 82 | Ausgabe September 2026


LEITARTIKEL

editorial LEITARTIKEL

#unkuerzbar

Wir können uns das Sparen nicht mehr leisten – Engagement für Gesundheit der

UNABHÄNGI

G BLEIBEN!

Menschen braucht politische Absicherung

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erlin wählt. Mal wieder. Am 20. September stehen die Wahlen für das Abgeordnetenhaus von Berlin (AGH) sowie die Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) an. Für Berlin geht es bei der Wahl auch um die Frage, wie sozial und gerecht die Metropole sich in den nächsten Jahren aufstellen wird. Für uns ist dabei klar: Gesundheit, Teilhabe und Unabhängigkeit brauchen einerseits Engagement von Projekten, Trägern, Initiativen und Einzelpersonen und andererseits eine politische wie finanzielle Absicherung.

BILDER: FACHSTELLE (2), MAGNIFIC

Für das soziale Berlin geht’s um eine Richtungsentscheidung: Wollen wir eine Stadt, die auf kurzfristige Einsparungen setzt, oder haben die Berliner*innen den Mut zu sagen: Wir wollen in einer Stadt leben, die in Gesundheit und sozialen Zusammenhalt investiert? Wir wollen in einer Stadt leben, in der füreinander gesorgt und nacheinander geschaut wird.

Die Koalition der nächsten Legislatur wird sich daran messen müssen, ob sie aktiv eine Zukunft gestaltet oder Haushaltslöcher verwaltet. Das soziale Berlin gewinnt, wenn Projekte Planungssicherheit haben, qualifiziertes Personal halten und so langfristig Angebote entwickeln und anbieten können. Wir sind optimistisch! Denn wir wissen: Das Fachwissen ist da, das Engagement ist vorhanden, der Wille, zu gestalten, ist groß. Und wir können uns darauf verlassen, dass wir auch unter angespannten (Haushalts-) Bedingungen und in Zeiten von Krisen innovativ sind, Erfolge feiern und wichtige Angebote und Unterstützung umsetzen können – nicht zuletzt durchs gemeinsame Anpacken mit vielen Netzwerkpartner*innen und Verbündeten.

KERSTIN JÜNGLING

Das Ganze im Blick

ANKE TIMM

THEMENHEFT 82 _ Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH _ 09|26

Wir schauen optimistisch nach vorne

Moderne Suchtprävention ist ein integraler Bestandteil von Gesundheitsstrategien und trägt zur Entwicklung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen bei, indem sie Menschen befähigt, gesunde Entscheidungen zu treffen. Sie steht in der Tradition der Ottawa-Charta der Vereinten Nationen (UN). Es geht um nicht weniger, als um eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik und politisches Engagement für gesundheitliche Chancengerechtigkeit über den eigenen Tellerrand hinaus. Wenn wir auf die anstehende Wahl schauen, schauen wir entsprechend nicht nur auf das Schlagwort „Suchtprävention“ oder „Drogenpolitik“, auch wenn uns dieser Bereich natürlich besonders am Herzen liegt. Wir suchen Visionen für ein gesundes Berlin, das sich dazu bekennt, die soziale und gesundheitsförderliche Infrastruktur zu schützen und auszubauen.

Lesen Sie von den Netzwerkaktivitäten zur Aktionswoche Alkohol (Seite 4) oder den Schwerpunkten der Suchtprävention im Bezirk Lichtenberg (Seite 14). Sie finden Impulse zu den Gelingensbedingungen von Suchtprävention (Seite 6) und erfahren, wie ein Berliner Träger ein eigenes Präventionskonzept entwickelt hat (Seite 13). Da Suchtprävention immer aktuelle Themen aufgreift, finden Sie zudem Informationen zu Medikamentenkonsum im Sport (Seite 8), Medizinalcannabis (Seite 10) und Suchtprävention für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen sowie für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung (Seite 15). Neben anderen spannenden Themen lesen Sie, warum es wichtig ist, Suchtprävention bereits im jungen Grundschulalter zu realisieren (Seite 16). Und so gestalten wir gemeinsam mit anderen Suchtprävention seit vielen Jahren mit Kompetenz, Empathie, Resilienz, Kreativität und immer einer guten Portion Pragmatismus. Mit Blick auf die Menschen, deren Bedürfnisse und deren Lebenswelten, um Unabhängigkeit zu fördern! Dafür setzen wir uns auch in Zukunft ein und freuen uns, wenn wir das mit Ihnen gemeinsam tun können. KERSTIN JÜNGLING UND ANKE TIMM Geschäftsführerinnen der Fachstelle für Suchtprävention

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Auf den folgenden 11 Seiten lesen Sie den Newsletter der Fachstelle für Suchtprävention Berlin inklusive soziallagenbezogener Suchtprävention in Lebenswelten, gefördert durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege

LANDESPROGRAMM „NA KLAR – UNABHÄNGIG BLEIBEN!“

Alkohol: Verantwortungsvoller Konsum braucht Klarheit

Die Kampagne hat sich bewusst alltagsnah aufgestellt, denn Alkohol begegnet uns in nahezu allen Lebensbereichen – beim Feierabend mit Kolleg*innen, auf Familienfeiern oder beim ersten Date. Gerade diese Selbstverständlichkeit führt häufig dazu, dass die Auswirkungen des Alkoholkonsums auf Gesundheit, Beziehungen und das soziale Miteinander unterschätzt werden. Dabei kann bereits eine Reduktion oder der bewusste Verzicht viele positive Effekte haben, für die eigene Gesundheit ebenso wie für das Umfeld.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war erneut die enge Zusammenarbeit im Berliner Netzwerk. Gemeinsam mit den beteiligten Senatsverwaltungen, den Berliner Bezirken sowie Partner*innen aus Gesundheit, Bildung, Sport und Polizei konnten die Botschaften der Aktionswoche in verschiedene Lebenswelten getragen werden. Die gemeinsame Verantwortung und das breite Engagement bilden eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Alkoholprävention.

» KLAR SEIN –

Die Aktionswoche als Teil nachhaltiger Präventionsarbeit

»

IN JEDER BEZIEHUNG!

BILDER: FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION, AKTIONSWOCHE ALKOHOL

Sichtbarkeit im öffentlichen Raum

Mit Plakaten, Informationsmaterialien, einer Social-MediaAktion und Beiträgen im Berliner AUSSCHNITT DER KAMPAGNE IM BERLINER FENSTER Fenster machte das Berliner Landesprogramm die Kampagne während der Aktionswoche im gesamten Stadtgebiet sichtbar. Organisationen, Unternehmen, Beratungsstellen und engagierte Einzelpersonen waren eingeladen, sich mit den Kampagnenmotiven zu beteiligen und damit öffentlich ein Zeichen für einen bewussten Umgang mit Alkohol zu setzen.

Die Aktionswoche Alkohol ist dabei weit mehr als eine regelmäßig wiederkehrende Kampagne. Sie macht Themen sichtbar, zu denen das Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“ kontinuierlich arbeitet: Menschen dabei zu unterstützen, den eigenen Konsum zu reflektieren, gesundheitliche Risiken zu reduzieren und einen offenen Dialog über Themen zu fördern, die oft alltäglich sind, deren Folgen jedoch häufig unterschätzt werden. Gerade weil Alkohol in vielen Situationen als selbstverständlich wahrgenommen wird, ist Präventionsarbeit wichtig. Sie schafft Räume für Information, Austausch und Reflexion und unterstützt Menschen dabei, bewusste Entscheidungen zu treffen, für sich selbst und für ein respektvolles Miteinander. So bleibt die Aktionswoche Alkohol ein wichtiger Impuls für Fachkräfte, Multiplikator*innen und die Berliner Stadtgesellschaft: Klar sein – in jeder Beziehung. LEA LIEBING Fachstelle für Suchtprävention Berlin

Ein Angebot der:

Finanzielle Förderung:

Mit Unterstützung von:

Schirmherrschaft:

Mehr zur bundesweiten Aktionswoche: www.aktionswoche-alkohol.de In Kooperation mit Gesundheitsministerien der Länder, Landesstellen für Suchtfragen, Landeszentralen für Gesundheit und regionalen Netzwerken der Suchthilfe und Suchtprävention. Besuchen Sie die Aktionswoche Alkohol auch auf Facebook und YouTube

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aktionswoche-alkohol.de

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ie Aktionswoche Alkohol ist längst ein fester Termin im Kalender der Suchtprävention. Auch 2026 beteiligte sich Berlin mit dem Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“ an der bundesweiten Initiative. Unter dem Motto „Klar sein – in jeder Beziehung!“ standen vom 13. bis 21. Juni die Themen Arbeitswelt, Schwangerschaft und Familie sowie Dating und Partnerschaft im Mittelpunkt der Berliner Aktivitäten.


LANDESPROGRAMM NIKOTIN- UND CANNABISPRÄVENTION

Weltnichtrauchertag 2026 – Thema Vapen im Fokus

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ährlich wird zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai auf die gesundheitlichen Risiken von Nikotinkonsum aufmerksam gemacht. Auch dieses Jahr hat sich die Fachstelle für Suchtprävention daran beteiligt und gemeinsam mit Partner*innen des Berliner Landesprogramms für Nikotin- und Cannabisprävention das Thema Vapes fokussiert.

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BILDER: MAGNIFIC, FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION

Vapes sind im Setting Schule allgegenwärtig: Vor allem die süßen Aromen und das bunte Design machen Vapes für Jugendliche besonders attraktiv. Problematisch ist das verharmlosende und jugendaffine Marketing – die Inhaltsstoffe von Vapes sind aber alles andere als harmlos: Nikotin hat ein sehr hohes Abhängigkeitspotential und auch etliche weitere Stoffe können krebserregend und gesundheitsschädlich wirken. Das Einwirken solcher Stoffe ist vor allem für Kinder und Jugendliche riskant, da die Gehirnentwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Die Konsumzahlen steigen kontinuierlich und haben seit 2021 deutlich zugenommen: Aktuell konsumieren 6,7 % der männlichen und 7,8 % der weiblichen Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren Vapes (Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit, 2025). Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass Vapes zunehmend auch in Grundschulen auftauchen: Immer häufiger kommen bereits Kinder im Grundschulalter mit E-Zigaretten, vor allem Einweg-Produkten, in Kontakt und konsumieren diese.

JETZT NEU:

PLAKATE FÜR ELTERN* UND JUGENDLICHE

Die Plakate können in der Fachstelle für Suchtprävention Berlin abgeholt oder in unserem Bestellportal bestellt werden – und stehen als Download zum Selbstausdruck zur Verfügung: www.berlin-suchtpraevention.de/bestellportal/vapen/ Das Berliner Landesprogramm wird durch die Fachstelle für Suchtprävention im Auftrag der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege durchgeführt und von zahlreichen Partner*innen unterstützt. MIRIAM KNÖRNSCHILD Fachstelle für Suchtprävention Berlin

Eltern und Jugendliche informieren Umso wichtiger ist es, über die Risiken von Vapes adressat*innengerecht zu sensibilisieren und dort, wo sie sich aufhalten. Dafür hat das Landesprogramm eine Plakat-Kampagne gestartet: Mit verschiedenen Botschaften werden dabei Jugendliche und Eltern erreicht. Die neuen Plakate könnten gezielt an Orten in Berlin angebracht werden, an denen Jugendliche erreicht werden, beispielsweise an Toilettentüren in Schulen oder Jugendeinrichtungen, wo Vapes häufig konsumiert werden. Auf dem Plakat für die Jugendlichen ist das Drogenrisikoquiz verlinkt – unter kompetent-gesund.de/ drogen-risiko-quiz kann das eigene Wissen zu Vapes oder auch anderen Substanzen und Verhaltenssüchten getestet werden. Neben Kindern und Jugendlichen werden auch Eltern angesprochen. Die zentrale Botschaft dabei ist: Das Thema kann und sollte offen angesprochen und gemeinsam besprochen werden! Das Plakat verlinkt auf den interaktiven Ratgeber www.kompetent-befaehigen.de. Hier können sich Eltern Gesprächstipps und Impulse für gesunde Entscheidungen im Erziehungsalltag holen.

Jetzt neu: Informationen rund um das Thema Nikotin auf unserer Webseite „Nikotin“ hat das Thema „Tabak“ auf www.berlin-suchtpraevention.de abgelöst. Zahlreiche nikotinhaltige Produkte ergänzen aktuell die Palette neben den herkömmlichen Tabak-Zigaretten und diese Bandbreite greifen nun auch die Informationen auf der Webseite der Berliner Fachstelle für Suchtprävention auf. Es werden Informationen zur aktuellen Konsumsituation gegeben, Präventionsangebote für unterschiedliche Zielgruppen aufgeführt und weiterführende Links gelistet. Mehr Informationen finden Sie hier: www.berlin-suchtpraevention.de/themen/nikotin

INFO 5


QUALITÄT IN DER SUCHTPRÄVENTION

Was wirklich zählt! Wie Suchtprävention Wirkung zeigt – individuell und strukturell

Am wirkungsvollsten ist in der Suchtprävention ein Mix aus Verhaltens- und Verhältnisprävention: In der Verhaltensprävention wird u. a. Wissen vermittelt und Haltung und Verhalten werden reflektiert, was sich im besten Falle auch auf eine Veränderung des eigenen Verhaltens hin zu einer erhöhten Risikokompetenz auswirkt. Es braucht darüber hinaus schützende Verhältnisse, d.h. Rahmenbedingungen, die bestmöglich riskantem Konsumverhalten vorbeugen und einen gesundheitsförderlichen Rahmen stecken. Und wir unterscheiden zwischen drei Präventionsdimensionen, die unterschiedliche Gruppen ansprechen und verschiedene Ziele verfolgen: In der universellen Prävention werden gesamte Bevölkerungsgruppen angesprochen, wie z. B. alle Bewohner*innen der Stadt Berlin und es geht darum, Aufklärung zu betreiben und zu informieren. Bei der selektiven Prävention werden besonders gefährdete Gruppen von Menschen angesprochen, z. B. Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte oder Kinder aus suchtbelasteten Familien. Ziel ist es, ihrer besonderen Gefährdung mit spezifischen Maßnahmen vorzubeugen und gezielt auf Ihre Belastung hin präventiv tätig zu werden. Als Drittes wird in der indizierten Prävention auf bereits riskantes

Auf die Praxis bezogen: Wenn wir zurück zum Ausgangsbeispiel gehen, benötigt die Einrichtung in der Situation sowohl eine Maßnahme der indizierten Prävention, um ein Angebot für die auffällig gewordenen Jugendlichen machen zu können, als auch eine Maßnahme der universellen Prävention, um mit allen anderen Jugendlichen eine kritische Reflexion von Konsumverhalten zu befördern. Vielleicht auch selektive Bausteine, die besonders gefährdete Jugendliche adressieren. Und es wäre nachhaltig hilfreich, wenn sich die Einrichtung grundsätzlich überlegt, welche Präventionsmaßnahmen sie fortlaufend einführen möchte und wie sie das Kollegium unterstützt, Fachwissen und Handlungskompetenz im Umgang mit Präventions- und Konsumfragen zu bekommen. Wiederkehrende Angebote für die Eltern ergänzen das zielgruppengerechte Angebots-Portfolio. Die Institution macht sich damit strukturell auf den Weg, Suchtprävention nicht einmalig bei Vorfällen umzusetzen, sondern das Alltagsthema Konsum und riskantes Verhalten kontinuierlich einzubeziehen und immer wieder in den Fokus zu nehmen.

Welchen Kriterien machen wirkungsvolle Suchtprävention aus? Nicht alle Angebote, die in Hochglanzbroschüren oder mit eigenem Konsumerfahrungshintergrund attraktiv und „peppig“ für Ihre Angebote werben, entsprechen den bundesweit anerkannten Standards wirkungsvoller Suchtprävention. Das Kölner Memorandum, das im Jahr 2014 von einer Expert*innengruppe erstellt und veröffentlicht wurde, bekundet: „Evidenzbasierung in der Suchtpräventionspraxis liegt bereits vor, wenn im Rahmen der Konzeptionserarbeitung das verfügbare Wissen aus der Wissenschaft (Theorie und Empirie), der Praxis (Expertise) und den Zielgruppen (Einschätzungen) gewissenhaft, vernünftig und systematisch genutzt wird.“ Darauf basierend wurden Empfehlungen für Entscheidungsverantwortliche und Praktiker*innen veröffentlicht, die das Memorandum hinsichtlich der Umsetzung in der Praxis konkretisieren. Sie verweisen z. B. darauf, dass evaluierte Programme und evidenzbasierte Maßnahmen und Projekte genutzt werden sollten, bevor das „Rad immer wieder neu erfunden wird“. Weiterhin findet man z. B. in der Grünen Liste Prävention Programme der Prävention mit unterschiedlichen Evidenzstufen oder in der Expertise zur Suchtprävention des BIÖG Hinweise aus Metaanalysen, was in der Suchtprävention bezogen auf

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BILDER: MAGNIFIC

Suchtprävention setzt im Idealfall frühzeitig an. Sie ist ein lebenslanges Thema, das im Sinne einer Präventionskette bei der Familiengründung und im Kleinkindalter beginnt, Lebenskompetenzen vermittelt und dann Angebote bis ins hohe Alter macht, da in jedem Alter riskantes Konsumverhalten Thema sein kann. Ein Schwerpunkt liegt auf der Lebensphase des vulnerablen Jugend- und jungen Erwachsenenalters.

Konsumverhalten möglichst frühzeitig reagiert und interveniert. Angebote haben das Ziel, der Verfestigung von Konsummustern vorzubeugen und eine kritische Reflexion anzustoßen.

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ft wird in der Praxis von Schulen oder Jugendarbeit der Ruf nach Suchtprävention laut, wenn Jugendliche mit ihrem Konsumverhalten auffällig werden. Dann wird Beratung gesucht, Workshops für die jungen Menschen werden angefragt, um Unterstützung wird gebeten. Ist das dann wirkungsvolle Suchtprävention? Wichtig ist: Es gehört deutlich mehr dazu, Wirkung zu erzeugen!


Standards, die auch vom Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit benannt werden, für Sie im Überblick: ¢ Suchtprävention beginnt frühzeitig und fördert und stärkt Lebenskompetenzen – schon bei den ganz Kleinen und bis ins hohe Erwachsenenalter. ¢ Suchtprävention basiert auf Beziehungsarbeit – von Fachpersonen oder von Eltern bzw. Personen im Umfeld und reflektiert u.a. die Vorbildwirkung von Erwachsenen gegenüber Kindern/Jugendlichen. Sie stärkt gesundheitsbewusstes Verhalten und kommuniziert dies klar. ¢ Suchtprävention wirkt als Gewinn durch die Vermittlung positiver Botschaften. Sie spricht ihre Zielgruppen motivierend an und hat das Ziel, deren Kompetenzen zu stärken und deutlich zu machen, wo Ressourcen liegen. ¢ Suchtprävention arbeitet zielgruppenorientiert – sie analysiert genau den Bedarf der jeweiligen Zielgruppen und macht passgenaue Angebote. ¢ Suchtprävention wird interaktiv gestaltet und baut darauf, Zielgruppe aktiv einzubeziehen in z. B. Workshops. Es geht um mehr als reine Informationsvermittlung / Frontalvorträge, es geht um die kritische Reflexion der eigenen Haltung und Meinung der Zielgruppen und die Erweiterung von Handlungsoptionen – damit Verhalten veränderbar wird. ¢ Suchtprävention fördert Schutzfaktoren und wirkt auf die Reduzierung von Risikofaktoren hin – für einzelne Personen, für das Umfeld und bezogen auf Substanzen und riskante Verhaltensweisen.

¢ Suchtprävention braucht Gesamtkonzepte und Langfristigkeit statt Einzelaktionen, damit sie wirksam wird. ¢ Suchtprävention orientiert sich an den jeweiligen Lebenswelten und Settings, da diese im Sinne des Suchtdreiecks (nach Kielholz und Ladewig) auch Einfluss auf das Konsumverhalten der Zielgruppen haben. ¢ Suchtprävention hat dann eine gute Ausgangslage für eine erfolgreiche Umsetzung, wenn diese durch gut qualifizierte, motivierte und vernetzte Fachkräfte erfolgt. ¢ Suchtprävention braucht Evidenzbasierung – Programme und Maßnahmen sollten sich auf vorhandene Evidenz und erprobte Wirksamkeit stützen. ¢ Suchtprävention braucht fortlaufend Evaluation ihrer Programme und Maßnahmen, um die Qualität zu sichern und weiterzuentwickeln. ¢ Suchtprävention ist eine Querschnittsaufgabe und handelt daher im Netzwerk – die größte Wirkung erzeugt langfristig engagierte multiprofessionelle Zusammenarbeit. ¢ Suchtprävention ist nicht zielführend, wenn z. B. auf reine Abschreckung gesetzt wird, da u. a. das Risiko besteht, dass solche Maßnahmen bei vulnerablen jungen Menschen das Interesse am Substanzkonsum noch steigern. Weitere Informationen zu potentiell schädlichen Ansätzen finden Sie hier: www.tinyurl.com/2kes4kkz

unterschiedliche Settings wirkt. Auch wird dringend empfohlen, die in jedem Bundesland – auch in Berlin – befindliche Fachstelle für Suchtprävention beratend und wegweisend einzubeziehen, wenn Maßnahmen der Suchtprävention konzipiert, geplant, umgesetzt oder strukturell verortet werden.

Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf – im Rahmen unserer Sprechzeiten telefonisch oder jederzeit per E-Mail. Wir sind gerne für Sie da – für eine wirkungsvolle Suchtprävention in Berlin!

INFO

CHRISTINA SCHADT Fachstelle für Suchtprävention Berlin

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Empfehlungen für die praktische Umsetzung Als Fachstelle für Suchtprävention Berlin bieten wir allen Personen in Berlin Unterstützung an, wirksame Suchtprävention umzusetzen – mit (Strategie-)Beratung, insbesondere für Institutionen und Fachpersonen der unterschiedlichsten Arbeitsbereiche, mit Unterstützung in der Konzept- und Projektentwicklung und Empfehlungen zu Best-Practice-Beispielen, mit einem vielfältigen Schulungsprogramm, u. a. dem HochschulZertifikatskurs zur „Fachkraft Suchtprävention im Kontext Schule / Jugendarbeit“, mit Tandem-Lösungen für die Durchführung von Workshops für unterschiedliche Zielgruppen, um Wissen und Handlungskompetenz in die Arbeitsfelder zu bringen. Wir verfügen über umfangreiche Kenntnisse zur Angebotslandschaft, befördern Vernetzung zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen und Akteur*innen, da Suchtprävention eine „Querschnittsaufgabe“ und nicht ausschließlich ein Thema von Gesundheit ist.

Links zu Veröffentlichungen zum Thema: ¢ Kölner Memorandum Evidenzbasierung in der Suchtprävention (2014) sowie Empfehlungen für Entscheidungsverantwortliche und Praktiker*innen (2020) – www.tinyurl.com/52na56p9 ¢ Europäischer Qualitätsstandard zur Suchtprävention (2011) – www.tinyurl.com/5x77fy57 ¢ Expertise zur Suchtprävention (BZgA, 2020) – www.tinyurl.com/48w2be9b ¢ Grüne Liste Prävention – www.gruene-liste-praevention.de ¢ Position der Europäischen Gesellschaft für Präventionsforschung zu ineffektiven und potenziell schädlichen Ansätzen in der Suchtprävention (EUSPR, 2019) – www.tinyurl.com/2kes4kkz ¢ Biografiebasierte Präventionsangebote im Jugendschutz (Servicestelle Kinder- & Jugendschutz, 2020) – www.tinyurl.com/59tvkp6y

LINKS 7


PRÄVENTION VON RISKANTEM MEDIKAMENTENKONSUM

„Viele gehen davon aus, dass es keine großen gesundheitlichen Risiken gibt.“ Berliner Initative gegen Medikamentenmissbrauch

ngebrauch – Schmerzmittel richtig (&) gut beraten! im Sport – Im Gespräch mit

Prof. Dr. Dr. Dieter Leyk

on mal Gedanken zu Ihrem Medikamentengebrauch gemacht? hnen diese Aussagen bekannt vor?

S

steht Medikament für Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Fairness t vorstellen, einige Zeit aufport »mein« zu verzichten. und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen n kleinen Vorrat meines Medikamentes angelegt, das beruhigt mich. Körper. aber Schmerzmittel werden im Freizeit-, Breitenund ch die Dosis langsam steigere, die Beschwerden werden nicht weniger. häufig unterschätzt. Menschen greifen zu nehm, über meinenLeistungssport Medikamentengebrauch offen zuViele sprechen. ihnen, um trotz Beschwerden weiter trainieren, spielen oder an

Wettkämpfen teilnehmen zu können – ohne sich möglicher gene dieser Aussagen auf Sie (oder Freund*in / Angehörige*n) zu, sundheitlicher Risiken ausreichend bewusst zu sein. n, sich Rat zu suchen.

MITWIRKENDE SIND:

Was steckt aus Ihrer Sicht dahinter? Prof. Dr. Dr. L.: Vor allem große Unwissenheit und Sorglosigkeit! Da Schmerzmittel ohne Rezept gekauft werden können, gehen Viele davon aus, dass es keine großen gesundheitlichen Risiken gibt. Schmerzmittel haben starke Auswirkungen auf Magen, Darm und Nieren, das Herzkreislaufsystem und den Bewegungsapparat. Das Risiko für Blutungen, Perforationen, Ulcera ist um das 2 – 5 Fache erhöht. Über 80 % der Läufer*innen mit Magen- und Darmkrämpfen hatten vorher Schmerzmittel genommen. Herz-Kreislaufprobleme treten 5 x häufiger auf.

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BILDER: FREEPIK, PRIVAT

”

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Und wie ist die Situation im Freizeitsport? Prof. Dr. Dr. L.: Die Datengrundlage ist hier dünn. Viele Studien beziehen sich z. B. nur auf eine Marathon-Veranstaltung: Während nach einer Studie rund 15 % der Teilnehmenden Analgetika eingenommen haben sollen, sind es bei einem anderen PROF. DR. DR. LEYK, GEFÖRDERT DURCH: e Ärzt*in oder Apotheker*in berät Sie gerne! Laufevent über 60 % der Läufer*innen. Im Wenige Tage nach der Berliner Aktionswoche findet der DEUTSCHE SPORTHOCHSCHULE KÖLN Zeitraum 2016 – 2020 haben wir bundesBerlin-Marathon statt. Viele Läufer*innen möchten trotz weit über 50.000 Laufsportler*innen befragt. Damals war kleiner Beschwerden oder Schmerzen an den Start gehen. der Schmerzmittelkonsum im Laufsport offenbar noch nicht weit verWie bewerten Sie den Umgang mit Schmerzmitteln im breitet (< 5 %). Freizeit- und Leistungssport insgesamt? Prof. Dr. Dr. Leyk: Lassen Sie mich zuerst auf den sehr problematiIch glaube, dass die Problematik schen Umgang mit Schmerzmittel in unserer Gesellschaft eingehen: erheblich zugenommen hat Die Schmerzmittel-Sucht ist in Deutschland stärker verbreitet als die Schmerzmittel und bei der Anhörung im Alkoholabhängigkeit! Der schädliche Gebrauch von Schmerzmittel in reduzieren Bundestag unterschätzt der Bevölkerung (ca. 7,5 %) ist rund 3 x größer als beim Alkohol. Trainingseffekte und wurde. Mittlerweile gibt unterdrücken es „Pillenwarte“ im Wie verbreitet sind denn die Schmerzmittel im wichtige gesundheitliche unterklassigen MannschaftsFreizeit- und Leistungssport? Warnsignale. sport (Fußball, Handball etc.), Prof. Dr. Dr. L.: Im Januar 2021 gab es dazu eine Anhörung im PROF. DR. DR. DIETER LEYK Surfer*innen nehmen zu SaisonDeutschen Bundestag. Im Profi- und Spitzensport kann man in beginn prophylaktisch Schmerzmittel einigen Sportarten, wie z. B. im Fußball, von exzessivem Schmerzein und beim Skifahren werden mittelkonsum ausgehen. Schmerzmittel zur Maximierung von Urlaubstagen genutzt.

Prof. Dr. Dr. Dieter Leyk ist Sportmediziner und Sportwissenkamentenberatungsstelle in Ihrem Bezirk schaftler. Im Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Ärzteaktstelle in Ihrem Bezirk blattes vertritt er das Fach Sportmedizin. Er leitet das Institut für uchtprävention Berlin Sportmedizin in Koblenz (SpoMediKo) und bildet in RheinlandPfalz Sportmediziner*innen aus. Er ist Leiter der ForschungsgrupSie hier: pe Leistungsepidemiologie (Deutsche Sporthochschule Köln) und aevention.de/themen/medikamente hat das Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr geleitet.

3. Auflage, Juli 2023 | Bild: vegefox.com / Adobestock

partner*innen sind die:

Bei Fußball-Weltmeisterschaften nimmt 1/3 der Spieler vor jedem Spiel Schmerzmittel ein. 40 % der jugendlichen Leistungsbasketballer sollen Schmerzmittel einnehmen, über 10 % auch ohne Beschwerden. Der Schmerzmittelkonsum ist ein großes Problem, dass es in vielen Bereichen des Leistungssports gibt.


Aber über Nebenwirkungen von Schmerzmittel informieren doch die Packungsbeilagen!? Prof. Dr. Dr. L.: … die leider zu selten gelesen werden. Nein, Warnhinweise auf Packungsbeilagen haben keine Chance gegen die tagtägliche TV-Werbung für Schmerzmittel, die der Bevölkerung für die unterschiedlichen Schmerzarten passende und schnell wirkende Lösungen verspricht. Und dann gibt es ja auch das „Influencer-Marketing“: Ein großer Teil der Bevölkerung glaubt lieber subjektiven „Erfahrungsberichten“ als wissenschaftlichen Erkenntnissen. Und die erfolgreichen Spitzensportler*innen nehmen doch auch regelmäßig Schmerzmittel ein. Sie lehnen die Einnahme von Schmerzmittel im Sport also ab? Prof. Dr. Dr. L.: Nein, bitte nicht falsch verstehen! Es ist ein Glück, dass wir diese wirkungsvollen Medikamente haben! Der Einsatz von Schmerzmittel kann z. B. in der medizinischen Trainingstherapie bei Patient*innen sinnvoll sein. Allerdings können die vorhin erwähnten unerwünschten Nebenwirkungen durch Sport erheblich verstärkt werden, wie z. B. das Risiko eines akuten Nierenversagens.

THEMENHEFT 82 _ Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH _ 09|26

BILD: FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION

Das große Problem ist der Konsum von Schmerzmittel ohne medizinischen Grund. Das gilt vor allem beim Sport: Gesundheitliche Warnzeichen (wie Schmerzen, Fieber) werden unterdrückt, die Risiken für medizinische Zwischenfälle steigen. Warum nehmen Sportler*innen dann prophylaktisch Schmerzmittel ein? Prof. Dr. Dr. L.: Die Meisten gehen unkritisch mit Schmerzmittel um. Sie sind einfach nicht gut informiert. Und sie glauben, dass Schmerzmittel ihnen guttun, z. B. einen Muskelkater verhindern oder abschwächen. Eine prophylaktische Schmerzmitteleinnahme führt aber zu keinen geringeren Muskel- und Gelenkschmerzen nach einem Marathonlauf. Untersuchungen bei und nach Ultraläufen haben gezeigt, dass sich die Schmerzbeschwerden zwischen einer „Schmerzmittel-Gruppe“ und einer Vergleichsgruppe (keine Schmerzmitteleinnahme) de facto nicht unterschieden.

Was bleibt, ist allenfalls der Placeboeffekt, ganz sicher aber die negativen Auswirkungen der Schmerzmitteleinnahme. Vielleicht überzeugen andere Argumente: Schmerzmittel reduzieren Trainingseffekte, sie beeinträchtigen den Muskelaufbau und verzögern Heilungsprozesse. Die meisten Spitzensportler*innen und ambitionierten Leistungssportler*innen, die gesundheitliche Risiken nicht scheuen, wissen das leider nicht. Welche drei Botschaften sollten Aktive, Trainer*innen und Sportvereine zum Umgang mit Schmerzmittel aus diesem Interview mitnehmen? Auf drei Punkte gebracht: ¢ Schmerzmittel sind wirkungsvolle Medikamente bei der Therapie akuter und chronischer Beschwerden. Schmerzmittel haben erhebliche Nebenwirkungen. Und Sport kann diese deutlich verstärken! ¢ Gänzlich „sinnfrei“ ist die Einnahme von Schmerzmittel, ohne dass es gesundheitliche Gründe gibt. ¢ Schmerzmittel reduzieren Trainingseffekte und unterdrücken wichtige gesundheitliche Warnsignale. Die Schmerzmittelproblematik in Deutschland wird unterschätzt. Ich drücke der Berliner Initiative gegen Medikamentenmissbrauch beide Daumen, dass dieses Problem stärkere Beachtung findet. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Prof. Dr. Dr. Leyk für das Gespräch! Das Interview führte: MARC PESTOTNIK Fachstelle für Suchtprävention Berlin

Aufgepasst & mitgemacht! Gestalten Sie Prävention in Ihrem Wirkkreis aktiv mit. Auch dieses Jahr ist wieder eine gute Gelegenheit, sich an der nunmehr 7. Berliner Aktionswoche gegen Medikamentenmissbrauch vom 14. – 20. September 2026 zu beteiligen! Sie ist ein multiprofessioneller Beitrag, Berliner Bürger*innen sowie Fachkräfte für einen verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten zu sensibilisieren und den Übergang in die Berliner Hilfestrukturen zu erleichtern. Der Aktionszeitraum findet in diesem Jahr unmittelbar vor dem Berlin-Marathon statt – einem der größten Sportereignisse unserer Stadt. Diesjähriger Schwerpunkt der bezirklichen Sensibilisierung ist das Thema Schmerzmittelkonsum im Sport (verein).

Mitmachen ist möglich und erwünscht! Adressieren Sie riskanten Medikamentengebrauch in Ihrem Wirkkreis. Vielleicht in Form eines Newsletters in Ihrer Institution, im Gespräch mit Klient*innen, bei WG-Treffen in der Jugendhilfe, in der Diskussion mit einer Schulklasse oder durch bereitgestellte Informationsmaterialien für Kolleg*innen? Denkbar ist vieles, kommen Sie gerne auf uns zu! Ansprechpartner für die Aktionswoche ist Marc Pestotnik pestotnik@berlin-suchtpraevention.de Weitere Infos: berlin-suchtpraevention.de/initiative

UNSER FLYER ZUM THEMA

INFO 9


CANNABISPRÄVENTION

Medizinalcannabis im Blick: Genussmittel, Droge, Lifestyle-Produkt und Medikament in einem?

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eit dem Inkrafttreten des Cannabisgesetzes in Deutschland zum 01. April 2024 sind inzwischen gut 2,5 Jahre vergangen. Im Rahmen der gesetzlichen Neuregelung wird mit dem Konsumcannabisgesetz (KCanG) der Besitz beschränkter Mengen, der private Eigenanbau durch Erwachsene sowie der gemeinschaftliche, nichtgewerbliche Eigenanbau von Cannabis in Anbauvereinigungen zum Eigenkonsum legalisiert. Soweit, so bekannt.

Teil der gesetzlichen Regelung ist auch eine Aktualisierung des Medizinalcannabisgesetzes (MedCanG). Im Folgenden legen wir den Fokus auf Cannabis als Medizin, geben einen aktuellen Stand, blicken auf Trends und die Zwischenevaluation und schließen mit einigen Implikationen für die Suchtprävention (Stand: 11.08.2026). Das Medizinalcannabisgesetz (MedCanG) regelt die Vergabe von Cannabis als Arznei, die – strenger reguliert im Rahmen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) – bereits seit 2017 grundsätzlich möglich war. Medizinalcannabis kann nun von zugelassenen Ärzt*innen auf normalem Rezept verschrieben und über Apotheken an Patient*innen abgegeben werden.

psychoaktiv) als auch THC-haltige Sorten genutzt werden, die neben ihrer Heilwirkung auch berauschend wirken. Nicht für jede Beschwerde liegen Hinweise für die evidente Wirksamkeit von MedCan vor. Medizinisch empfohlen wird eine cannabisgestützte Therapie, z. B. bei chronischen und neuropathischen Schmerzen, Schmerzen in Zusammenhang mit rheumatischen Erkrankungen, Spastiken und Schmerzen bei Multipler Sklerose (MS). Wobei die Wirksamkeit meist auf Basis von Fertigarzneien und nicht durch die Nutzung von (teilweise hochpotenten, s. u.) Cannabisblüten belegt ist. Die Wirksamkeit von THC-haltigem Cannabis ist v. a. für niedrigpotente Produkte bis etwa 10 % THC belegt. Patient*innen bevorzugen oftmals Cannabisarzneimittel, da diese als deutlich verträglicher und sicherer gelten als z. B. die Behandlung mit Opioiden. Gleichzeitig gibt es keine hinreichende Evidenz für die Wirksamkeit bei psychischer Symptomatik wie etwa Schlaf- und Angststörungen. Insbesondere hochpotentes Cannabis mit > 10 % THC bringt ein erhöhtes Risiko für die psychische Gesundheit mit sich – von einer medizinischen Nutzung ist daher abzuraten.

Anwendung von Cannabis als Arznei Der aktuelle Stand Im Bereich Medizinalcannabis hat sich ein großer quasilegaler Markt entwickelt, der sich durch liberalisierte Verschreibungspraktiken, Telemedizin, Online-Plattformen und offensives Marketing kennzeichnet.

Info zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (30. Juli 2026) versuch mit standardisierter cannabinoidhaltiger Fertigarznei Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich auf eine wie Canemes® oder Sativex® erfolgen, bevor andere Extrakte neue Regelung zur Therapie mit cannabishaltigen Arz® ¢ Nabiximols (Sativex ) – enthält CBD und THC wie Dronabinol verschrieben werden können. Patient*innen, neimitteln verständigt. Das Verschreiben von Cannabisbisher mit Cannabisblüten behandelt wurden, müssen auf blüten ist seitdem grundsätzlich von der vertrags¢ Nabilon – enthält synthetisch hergestelltesdie THC ein anderes cannabishaltiges Arzneimittel umgestellt werden. ärztlichen Versorgung ausgeschlossen und kann nicht ¢ Dronabinol – enthält THC über die gesetzlichen Kassen abgerechnet werden. ¢ Normale Cannabisblüten und Extrakte – Wichtig: Diese Änderung beziehen sich ausschließlich auf Kassenleistungen – die privatmedizinische Versorgung Für Neupatient*innen enthalten THC, CBD undmuss anderezudem Cannabinoide bleibt davon unberührt. zunächst für 6 Monate ein Therapie-

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Die gesetzliche Trennung von Konsum- und Medizinalcannabis ist in der Realität weniger trennscharf. Es gibt keine pharmakologischen oder biologischen Unterschiede in den Pflanzen bzw. Blüten. Das heißt: Auch bei der medizinischen Nutzung von Cannabis können sowohl das CBD (neuroprotektive Eigenschaften, nicht


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BILDER: MAGNIFIC

Es gibt Hinweise, dass dieser Markt über die Versorgungsbedarfe hinausweist: ¢ Zahlreiche Anbieter bieten auf Online-Plattformen für Medizinalcannabis telemedizinische Leistungen an: Per Videocall oder Fragebogen wird binnen weniger Minuten ein (e-)Privatrezept ausgestellt und schnell an OnlineApotheken vermittelt, wo Patient*innen aus einem großen Live-Bestand ihre Cannabisblüten auswählen und nach Hause liefern lassen können. Aufgrund der Therapiefreiheit können Ärzt*innen jede Beschwerde zum Anlass nehmen, um Cannabis zu verschreiben. Auch unabhängig nachgewiesener Wirksamkeit. ¢ Das Verbundprojekt EKOCAN hat im Rahmen der Evaluation des KCanG herausgearbeitet, dass ein relevanter Teil der Cannabiskonsument*innen eine medizinische Motivation für den Konsum angibt, aber nur bei einem Bruchteil eine medizinische Indikation vorliegt. Das heißt: Ein Großteil nutzt Cannabis vermutlich zur Selbstmedikation ohne ärztliche Aufsicht, Einstellung und Begleitung. ¢ Laut Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte lässt sich seit der Liberalisierung ein signifikanter Anstieg der Importmengen beobachten: Während im 1. Quartal 2024 noch etwa 8,1 Tonnen Cannabis importiert wurden, bemisst sich das Volumen im 4. Quartal 2025 auf etwa 60,8 Tonnen. Das ist ein Anstieg von über 600%. Das Gesamtvolumen an verfügbarem Cannabis in Deutschland lag 2025 bei etwa 200 Tonnen. Deutschland weist damit den größten quasi-legalen Cannabismarkt Europas auf. ¢ Die Online-Plattformen werben offensiv und richten ihr Angebot an Kund*innen ohne medizinische Indikation („Werde Patient*in!“). Das Geschäftsmodell scheint zudem gegen Regelungen des Heilmittelwerbegesetzes zu verstoßen. In Großstädten gibt es Plakatwerbungen, Expresslieferung binnen 60 Minuten. Auffällig: Es wird mehrheitlich hochpotentes Cannabis mit bis zu 30 % THC-Gehalt in der Spitze angeboten. ¢ Verzahnung mit Cannabis-Lifestyle: Die großen Unternehmen der Cannabispharmaindustrie präsentieren einen coolen und hippen Cannabis-Lifestyle. Dazu zählen u. a. eine große Präsenz bei Messen wie der Mary Jane, Premiumsponsoring von zwei Fußball-Bundesligamannschaften der Männer (1. FC Union Berlin, SC Paderborn), Kooperationen mit Deutschrap-Stars (der Rapper SSIO etwa hat seine eigene exklusive MedCanMarke), eigenes Merchandise & Co. Unter dem Strich lässt sich festhalten: Die Entwicklungen im Bereich MedCan lassen erkennen, dass es eine große Offenheit gibt, legale Bezugswege für qualitätsgeprüftes Cannabis zu nutzen. Gleichzeitig gibt es deutliche Hinweise darauf, dass die Nachfrage nicht durch medizinisch indizierten Gebrauch alleine zu erklären ist, sondern Freizeitkonsument*innen den einfachen Weg des MedCan nutzen, um sich mit Cannabis zu versorgen.

Auch aus diesen Gründen heraus hat die Bundesregierung in einem Kabinettsbeschluss einen Vorschlag zur Nachjustierung des MedCanG angestrebt: Die Erstverschreibung von Cannabis als Medizin soll nur noch nach persönlichem Kontakt zu Ärzt*innen möglich sein und der Online-Handel soll eingeschränkt werden. MedCan dürfe dann nicht mehr versandt, sondern nur persönlich in Apotheken abgeholt werden. Die Novellierung befindet sich noch im parlamentarischen Verfahren.

Implikationen für die Suchtprävention Was heißt das für die Suchtprävention? Für die Verhaltensprävention ändert sich nicht viel: Suchtprävention muss weiterhin am Zahn der Zeit bleiben und umgesetzt werden, wo Menschen sich aufhalten: in Unternehmen, in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, etc. Neben Informationsvermittlung ist dabei das Erlernen von Konsum- und Gesundheitskompetenz essenziell. Auf der Ebene der Verhältnisprävention scheint eine Novellierung des MedCanG durchaus schlüssig, wobei diese sich nicht in einem pauschalen Versandverbot ausdrücken sollte.

Aus suchtpräventiver Perspektive sind folgende Aspekte Kern einer gesundheitsorientieren Regulation: ¢ Es braucht eine Balance zwischen Sicherung der Versorgung und Verhinderung von missbräuchlicher Nutzung. Ein pauschales Versandverbot trifft Patient*innen, die mobilitätseingeschränkt sind oder im ländlichen Raum leben, unverhältnismäßig stark. Hier drohen Versorgungslücken. Vielmehr scheint in Anschluss an die Empfehlungen der EKOCAN-Evaluation eine evidenzbasierte Beschränkung des THC-Gehalt in Cannabisblüten eine geeignete Maßnahme zu sein, um Medikamentenfehlgebrauch vorzubeugen. ¢ Online-Plattformen sollten stärker reguliert werden. Maßnahmen könnten eine verpflichtende persönliche Erstverschreiben sowie ein Verbot automatisierter Patient*innenbögen sein. Eine Reform des Heilmittelwerberechts und konsequente Bestrafung bei Verstoß könnten flankierende Maßnahmen darstellen. ¢ Stärkere Regulierung von Cannabissorten im medizinischen Segment: Maßnahmen könnten neutrale Produktbezeichnungen statt Lifestyle-Namen und eine Beschränkung der Produktpalette sein. Grundsätzlich deutet im Bereich des MedCan einiges darauf hin, dass die Regulierung von Cannabis in Deutschland noch hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Die regulierte Liberalisierung kommerzieller Bezugswege scheint dabei ein logischer nächster Schritt zu sein, da aktuell medizinische Nutzung und Freizeitkonsum eine starke Schnittmenge aufweisen und übereilte Maßnahmen eher die medizinische Versorgung gefährden, als den Freizeitkonsum einzuschränken. JANIS SCHNEIDER Fachstelle für Suchtprävention Berlin

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INSTAVENTION – JETZT MIT SCHWERPUNKT MEDIEN!

PRÄVENTION RISKANTER MEDIENNUTZUNG

Jugendliche dort erreichen, wo sie unterwegs sind: Instavention – Klappe, die Zweite!

Ziel des Projekts ist es, Jugendliche im Alter von Junge Menschen werden für die Risiken 15 bis 21 Jahren genau dort zu erreichen, wo einer exzessiven Mediennutzung sensibilisiert sie einen großen Teil ihres Alltags verbringen und gleichzeitig in ihrer Medienkompetenz gestärkt. Das Projekt fördert einen kritischen – in den sozialen Medien. Über einen eigens entwickelten Instagram-Kanal begleiten die AUSSCHNITT AUS ÖMER’S INSTAGRAM ACCOUNT und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Angeboten und unterstützt Jugendliche dabei, Teilnehmenden über einen Zeitraum von fünf ihre Mediennutzung reflektiert und verantwortungsvoll zu gestalten. Wochen die fiktive Figur Ömer, der sich mit den vielfältigen Herausforderungen des Jugendalters auseinandersetzt. Themen wie Schule, Freund*innenschaften, Sport, Smartphone-Nutzung, Gaming sowie Interesse geweckt? der Wunsch nach Anerkennung und Bestätigung in den sozialen Kontaktieren Sie uns unter: instavention@berlin-suchtpraevention.de Medien stehen dabei im Mittelpunkt seiner Geschichte. Mithilfe von täglich veröffentlichten Reels, Storys und Beiträgen wird Ömers Alltag ALINA WILDENBURG UND LEA LIEBING lebendig erzählt. Die Inhalte regen die Jugendlichen dazu an, ihr eigenes Fachstelle für Suchtprävention Berlin

Mediensucht-Studie 2026: Problematische Mediennutzung bei Jugendlichen auch durch KI-Chatbots

Zwischen Fortnite, TikTok und ChatGPT: Mediennutzung, Risiken und neue Nutzungstrends bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland Mediensuchtstudie im Auftrag der DAK-Gesundheit OTTER (Observing Kids’ & Teens’ Technology Engagement & Risks)

Ergebnisbericht 2025/2026 Ausgewählte Ergebnisse der achten Erhebungswelle im September/Oktober 2025

Eine seit 2019 regelmäßig durchgeführte Längsschnittuntersuchung von DAK-Gesundheit und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt in der aktuellsten Erhebungswelle von 2025, dass 21,5 % der 10- bis 17-Jährigen Social Media riskant nutzen – dies entspricht 1,1 Millionen Kindern. Erstmals in dieser Studie wurde auch die Nutzung von KI-Chatbots durch Kinder und Jugendliche untersucht – demnach nutzen mehr als 25 % KI-Anwendungen wie ChatGPT mehrmals pro Woche. Die Ergebnisse zeigen u. a., dass fast 8 % der Minderjährigen KI-Anwendungen gegen Einsamkeit nutzen. Lesen Sie mehr zu den Ergebnissen der Studie hier: www.tinyurl.com/w2x4b9jy

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BILDER: INSTAVENTION, DAK, MAGNIFIC

Medienverhalten kritisch zu hinterfragen, persönliche Gewohnheiten zu reflektieren und gemeinsam über Chancen und Risiken digitaler Medien ins Gespräch zu kommen. Begleitend dazu wurden Lehrkräfte sowie Schulsozialarbeiter*innen im Vorfeld in interaktiven, suchtpräventiven Methoden geschult. Diese Methoden setzten sie während des gesamten Projektzeitraums gemeinsam mit den Jugendlichen im Unterricht oder in Gruppenangeboten um und unterstützten so den Transfer der digitalen Inhalte in den schulischen Alltag.

Zitationsvorschlag Wiedemann, H., Busch, K., Schlichter, N., Gebhardt, L., Paschke, K.* (2026). Problematische Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Ergebnisbericht 2025/2026. Ausgewählte Ergebnisse der achten Erhebungswelle im September/Oktober 2025. DAK-Gesundheit. Verfügbar unter: www.dak.de/mediensucht *Studienleitung

KI-CHATBOTS AUCH BEI JUGENDLICHEN EIN TREND

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on Juni bis Anfang Juli 2026 wurde das Projekt „InstaVention“ bereits zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr erstmals das Thema Mediennutzung. Insgesamt nahmen berlinweit rund 180 Schüler*innen an dem suchtpräventiven Projekt teil. Entwickelt wurde „InstaVention“ im Rahmen der nordrhein-westfälischen Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ und wird durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit gefördert.


SUCHTPRÄVENTION STRUKTURELL VERANKERN GEMEINSAM WEGE FINDEN!

Wie wir bei Trialog Jugendhilfe ein Konzept für Suchtprävention AUSFÜHRLICHER BERICHT: WWW.TINYURL.COM/3ZFYFEUS

entwickelt haben

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ls ich den Zertifikatskurs zur Fachkraft für Suchtprävention beendet hatte, wurde mir schnell bewusst, dass ich für meinen Träger ein passendes Konzept entwickeln möchte. In den verschiedenen Arbeitsfeldern meines Trägers spielen Themen wie Konsum und der Umgang mit Suchtmitteln immer wieder eine Rolle. Wie unser Weg im Träger ausgesehen hat und was aus meiner Sicht dabei zu beachten ist, möchte ich hier beschreiben:

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BILD: TRIALOG JUGENDHILFE GGMBH

Vorbereitungsphase Wir begannen mit der Bildung einer trägerinternen Arbeitsgruppe. Diese sollte sich aus Fachkräften verschiedener Arbeitsbereiche (Mitarbeitenden aus stationären, teilstationären und ambulanten Angeboten sowie Leitung) zusammensetzen, um unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen einzubringen. Wir haben Ziele, Arbeitsaufträge und Verantwortlichkeiten festgelegt. Gleichzeitig war es für uns wichtig, eine verbindliche Arbeitsstruktur zu etablieren, die eine kontinuierliche Beteiligung aller Teams ermöglicht. Dadurch wurde sichergestellt, dass das Konzept von den Mitarbeitenden mitgetragen wird und die unterschiedlichen Anforderungen der Arbeitsbereiche berücksichtigt werden. Natürlich ist es auch sinnvoll, junge Menschen als Zielgruppe mit einzubeziehen.

Erstellung des Konzepts In der zweiten Phase erfolgte die eigentliche Erstellung des suchtpräventiven Konzepts. Dabei haben wir darauf geachtet, die Inhalte an den Lebenswelten und Bedarfen der Zielgruppen auszurichten. Im Mittelpunkt standen insbesondere die Suchtmittel und suchtbezogenen Verhaltensweisen, die für die jeweiligen Arbeitsfelder/Zielgruppen relevant sind. Bei uns waren das v. a. Alkohol, Nikotin und Cannabis und in Teilen Mediennutzung. Während im Kontext Grundschule beispielsweise Nikotinprodukte, Alkohol und der Umgang mit digitalen Medien eine besondere Rolle spielen können, ergeben sich in stationären oder ambulanten Hilfen teilweise andere Schwerpunkte und Herausforderungen. In regelmäßigen Arbeitstreffen wurden die fachlichen Grundlagen des Konzepts gemeinsam erarbeitet. Dazu gehörten zunächst grundlegende Definitionen von Sucht, Konsum, Missbrauch, Abhängigkeit und Suchtprävention. Einen besonderen Stellenwert hat dabei die Entwicklung gemeinsamer fachlicher Haltungen eingenommen. So stellte sich beispielsweise die Frage, wie mit dem Unterschied zwischen legalisierten und illegalisierten Suchtmitteln umzugehen ist oder welche Haltung Mitarbeitende gegenüber dem eigenen Konsum von Alkohol, Nikotin oder anderen Substanzen vertreten. Ebenso wurden Fragen zum Umgang mit

Konsumvorfällen, zur Vorbildfunktion von Fachkräften sowie zu Grenzen und Interventionsmöglichkeiten diskutiert. Ziel war es, eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, die den Mitarbeitenden Orientierung bietet und zugleich ausreichend Raum für pädagogische Beziehungsarbeit lässt. Aus diesen fachlichen Haltungen wurden konkrete Ziele, Methoden und Handlungsansätze abgeleitet. Im Mittelpunkt steht hierbei die Stärkung der persönlichen und sozialen Kompetenzen junger Menschen – die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, Gruppendruck zu widerstehen, Grenzen wahrzunehmen und selbstbewusst Nein sagen zu können. Zugleich sollte das Konzept anerkennen, dass Neugier und das Ausprobieren von Grenzen Bestandteil jugendlicher Entwicklung sein können. Prävention bedeutet aus unserer Sicht daher, junge Menschen zu einem reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu befähigen.

Umsetzung und Weiterentwicklung Nun folgte die verbindliche Einführung des Konzepts in allen beteiligten Arbeitsbereichen. Das war unserer Erfahrung nach (fast) der wichtigste Teil. Das Konzept sollte „zum Leben erweckt werden“. Am Ende sind es die Fachkräfte, die das Konzept in der Praxis umsetzen, weshalb es einer klaren und motivierenden Vermittlung der Inhalte durch begleitende Informations- und Fortbildungsangebote bedurfte. Ebenso sollten die Konzeptinhalte transparent gegenüber jungen Menschen und deren Sorgeberechtigten kommuniziert werden. Für die langfristige Sicherung der Qualität empfiehlt sich, unserer Erfahrung nach, die Benennung verantwortlicher Ansprechpersonen, sowie eine durchgehende Evaluation zur Erreichung der Ziele und zur Umsetzung der Maßnahmen. Durch diesen kontinuierlichen Entwicklungsprozess bleibt das suchtpräventive Konzept handlungsorientiert, fachlich aktuell und an die sich verändernden Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen angepasst. ULI SCHNABEL Trialog Jugendhilfe gGmbH

Trialog Jugendhilfe gGmbH Heerstraße 2 | 14052 Berlin | Tel. 030-315 117 70 info@trialog-berlin.de | www.trialog-berlin.de

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SUCHTPRÄVENTION IN DEN BERLINER BEZIRKEN

„Suchtprävention sollte die Menschen und ihre Lebenswelt in die bezirkliche Arbeit überführt und weitergeführt werden konnte. So stehen wichtige Informationen zu Entwicklungen im Bezirk zur Verfügung, die helfen, Bedarfe frühzeitig zu erkennen und präventive Ansätze gezielt weiterzuentwickeln.

Unser Bezirk setzt aktuell folgende Themenschwerpunkte in der Suchtprävention: Jenny Kuba: Ein zentraler Schwerpunkt in Lichtenberg ist die ressortübergreifende Vernetzung der relevanten Akteur*innen zum Umgang mit Suchtmittelkonsum im öffentlichen Raum. Das Netzwerk arbeitet auf Grundlage der Handlungsempfehlungen aus 2025 kontinuierlich an der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen. Darüber hinaus beteiligt sich der Bezirk an berlinweiten Präventionskampagnen, z. B. an der Aktionswoche Alkohol des Berliner Landesprogramms Na klar – unabhängig bleiben! oder an der Aktionswoche gegen Medikamentenmissbrauch. JENNY KUBA

Diese Stolpersteine würden wir gerne beseitigen: J. K.: Wir brauchen bezirksspezifische Daten zum Konsumverhalten und zu den Bedarfen verschiedener Zielgruppen. Eine bessere Datengrundlage hilft, Prävention noch gezielter dort auszurichten, wo und vor allem „wie“ sie gebraucht wird. Ich möchte die Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Suchtprävention und weiteren relevanten Akteur*innen auf Landesebene noch stärker nutzen, um die Suchtprävention in Lichtenberg weiterzuentwickeln.

Das ist mir besonders wichtig für die Suchtprävention in unserem Bezirk: J. K.: Suchtprävention in Lichtenberg sollte weiter gestärkt werden und neben der Suchthilfe einen noch größeren Stellenwert erhalten. Dabei sollten sowohl aktuelle Entwicklungen wie der zunehmende Stellenwert von Mischkonsum und illegalen Substanzen, als auch etablierte Themen wie Alkoholkonsum, der viele Menschen unterschiedlicher Altersgruppen betrifft, berücksichtigt werden. Präventionsangebote müssen neben Kindern und Jugendlichen auch weitere Zielgruppen erreichen. Es gilt, die Vernetzung der Akteur*innen weiter auszubauen, damit Bedarfe frühzeitig erkannt und passende Angebote entwickelt werden können. Auf diesen Erfolg sind wir besonders stolz: J. K.: Es ist gelungen, das oben benannte Netzwerk aus verschiedenen Fachämtern, freien Trägern und weiteren relevanten Akteur*innen aufzubauen und als lebendige Austausch- und Steuerungsstruktur zu etablieren. Eine erste konkrete Maßnahme mit aufsuchender Straßensozialarbeit auf dem Bahnhofsvorplatz am S-Bahnhof Lichtenberg wird Ende 2026 in die Praxis umgesetzt. Außerdem freue ich mich sehr darüber, dass das 2025 gestartete Monitoring zum Suchtmittelkonsum im öffentlichen Raum erfolgreich

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Das ist unsere Vision für die Suchtprävention im Bezirk: J. K.: Meine Vision ist, dass Suchtprävention noch stärker als selbstverständlicher Bestandteil von Prävention und Gesundheitsförderung mitgedacht wird. Dafür möchten wir Zielgruppen mehr beteiligen und ihre Perspektiven einbeziehen. Wir müssen frühzeitig ansetzen und Suchtprävention langfristig in Präventionsketten verankern – von der Kita bis ins späte Erwachsenenalter. Suchtprävention sollte nicht nur als einzelnes Angebot betrachtet werden, sondern als kontinuierlicher Bestandteil gesundheitsförderlicher Lebenswelten. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann … J. K.: … wäre es mehr Planungssicherheit für die Suchtprävention im Bezirk. Prävention braucht Zeit und Kontinuität, um nachhaltig wirken zu können. Eine verlässliche Finanzierung würde es ermöglichen, Angebote langfristig zu planen, weiterzuentwickeln und flexibel an neue Bedarfe anzupassen. Wichtig ist mir abschließend noch zu sagen: J. K.: Für mich bedeutet moderne Suchtprävention, nicht nur den Konsum oder die Substanz in den Mittelpunkt zu stellen, sondern vor allem die Menschen dahinter und ihre Lebenswelt. Es geht darum, besser zu verstehen, welche Bedürfnisse, Belastungen oder Erfahrungen hinter einem Konsumverhalten stehen können – und nicht vorschnell zu bewerten. Wir bedanken uns bei Jenny Kuba herzlich für das Gespräch! Das Interview führte: CHRISTINA SCHADT Fachstelle für Suchtprävention Berlin

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enny Kuba ist bezirkliche Koordinatorin für Suchthilfe und Suchtprävention im Bezirk Lichtenberg. Im Gespräch haben wir erfahren, dass sie sich eine Stärkung von Suchtprävention im Bezirk wünscht.

BILDER: RAWPIXEL, PRIVAT

in den Mittelpunkt stellen!“


kompetent gesund.de

Auf den folgenden 3 Seiten lesen Sie Neues zu Projekten der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH und ihrem Gesellschafter, dem Institut für Gesundheit und Kommunikation e.V.

NEUE SUCHTPRÄVENTIONSPROJEKTE IN BERLIN

FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION

mut

MUT: Suchtprävention für

MEINE UNABHÄNGIGKEIT

junge Erwachsene mit

SUCHTPRÄVENTIVER WORKSHOP FÜR JUNGE ERWACHSENE MIT KOGNITIVEN BEEINTRÄCHTIGUNGEN

kognitiven Beeinträchtigungen

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BILDER: FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION BERLIN

it „MUT – Meine Unabhängigkeit“ entwickelt die Fachstelle für Suchtprävention Berlin derzeit ein neues Workshopangebot zur Suchtprävention für junge Erwachsene mit kognitiven Beeinträchtigungen. Gefördert wird das Projekt von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Die Förderung ermöglicht es, das Angebot kostenfrei in Einrichtungen der Behinderten- und Eingliederungshilfe durchzuführen und so den Zugang zu suchtpräventiven Inhalten weiter auszubauen und das Thema Suchtprävention in einem Bereich stärker zu verankern, für den im gesamten Bundesgebiet kaum Angebote der Suchtprävention und -hilfe vorgehalten werden. Im Mittelpunkt stehen alltagsnahe Themen wie der Konsum von Alkohol, Nikotin oder digitalen Medien sowie die Förderung eines reflektierten und selbstbestimmten Umgangs mit diesen. Die Workshops sind niedrigschwellig und interaktiv angelegt, wobei sie die unterschiedlichen Lebensrealitäten der Teilnehmenden berücksichtigen. Die MUT-Workshops bestehen aus zwei Modulen,

welche inhaltlich aufeinander aufbauen und den Teilnehmenden Zeit und Raum geben, Fragen, Unsicherheiten und mögliche Sorgen zu besprechen und Lebenskompetenzen zu stärken. Die ersten Pilot-Workshops wurden in diesem Jahr bereits in mehreren Einrichtungen durchgeführt. Die Rückmeldungen von Teilnehmenden und Fachkräften werden in die Weiterentwicklung des Konzepts einbezogen. So wird MUT schrittweise weiter geschärft, um noch besser an den Bedürfnissen und Lebensrealitäten der Teilnehmenden anzuknüpfen. Da 2027 weitere Workshops durchgeführt werden, können sich interessierte Institutionen und Fachkräfte über das Projekt informieren und bei Bedarf Kontakt aufnehmen. Weitere Infos zum Projekt: www.kompetent-gesund.de/mut AIDA KOLKE Fachstelle für Suchtprävention Berlin

Kompass Suchtprävention: Neues Projekt zu Suchtprävention im Kontext von Flucht

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as neue Projekt „Kompass Suchtprävention“ fokussiert die Bedarfe geflüchteter Menschen im Bezirk SteglitzZehlendorf. Dazu werden Multiplikator*innen in Geflüchteten-Unterkünften sowie auch Geflüchtete selbst in den Blick genommen. Verschiedenste Workshop-Angebote sensibilisieren für das Thema Suchtprävention und möchten dazu beitragen, innere Ressourcen und Selbstwirksamkeitsprozesse von Geflüchteten zu stärken. Die Einbindung partizipativer Prozesse schafft dabei Räume für gemeinsames Gestalten.

Fachgespräch bei den Interkulturellen Wochen 2026 Das Projekt beteiligt sich an den diesjährigen Interkulturellen Wochen (www.tinyurl.com/yxy3mruk): Veranstaltet durch das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, finden hier verschiedenste Aktionen und Veranstaltungen statt, um ein Zeichen für

Demokratie und Zusammenhalt zu setzen. Im Rahmen eines Fachgesprächs gemeinsam mit Samuel Alberts, Suchthilfekoordinator des Bezirks, wird das Thema Sucht und Flucht behandelt und Erfahrungen aus dem Projektverlauf geteilt. Ziel des Austauschs ist neben dem Informationsinput die Beleuchtung bedarfsgerechter Unterstützungsstrukturen. Weitere Infos zum Fachgespräch: Das Fachgespräch findet am 22.09.2026 um 15:00 Uhr, online via Zoom statt. Anmeldung unter: anmeldung@berlin-suchtpraevention.de MIRIAM KNÖRNSCHILD Fachstelle für Suchtprävention Berlin

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LEBENSKOMPETENZFÖRDERUNG IN DER GRUNDSCHULE

SPANNENDER VORTRAG VON PROF.IN DR. HANISCH VON DER UNIVERSITÄT KÖLN

Stark fürs Leben – Schätze entdecken in der Grundschule Chancen und Herausforderungen nachhaltiger Lebenskompetenzförderung 19. JUNI 2026 BERLIN | 1000schaetze.de/fachtag-2026

Wie wir das gesunde Aufwachsen von Kindern in der Grundschule unterstützen können

Die Freude und Begeisterung der Kinder waren auch auf die Teilnehmenden übergesprungen und über den gesamten Tag hinweg spürbar. Gleichzeitig wurde eine wertschätzende Atmosphäre geschaffen, in der die Fachkräfte, die in ihrem Arbeitsalltag häufig vor großen Herausforderungen stehen und viel Verantwortung tragen, Anerkennung und neue Impulse für ihre wichtige Arbeit erfahren konnten. Wie bedeutsam diese Atmosphäre für die Teilnehmenden war, spiegelte sich auch in den Rückmeldungen zur Veranstaltung wider.

Die Ausgangslage des Fachtags Kinder brauchen mehr als Wissen, um gut ins Leben zu starten. In Zeiten von steigenden psychischen Auffälligkeiten, die bereits im jungen Alter sichtbar werden, und sogenannten Polykrisen sind emotional-soziale Kompetenzen wichtiger denn je. Kinder brauchen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, einen guten Umgang mit ihren Gefühlen und die Erfahrung, dass sie etwas bewirken können. Die Schule ist ein geeigneter Ort, um Kindern diese Kompetenzen zu vermitteln.

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DR. INA CZYBORRA, SENATORIN FÜR

Auf die Frage, was besonders gut gefallen habe, wurde unter anderem folgende Rückmeldung gegeben: „Die offene, positive Stimmung! Die ausgewählten Themen und Referent*innen. Die durch die Räumlichkeiten und Verpflegung zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung für das Thema und die Teilnehmer*innen.“

WISSENSCHAFT, GESUNDHEIT UND PFLEGE BEGRÜSST DIE TEILNEHMENDEN

Gemeinsam erarbeitete Ergebnisse

Fokus auf die Kinder!

Im Laufe des Tages wurden wichtige Erkenntnisse darüber gewonnen, was es braucht, um emotional-soziale Kompetenzen systematisch im schulischen Alltag zu fördern.

Im Mittelpunkt stand das Wohl der Kinder. Um dieses Anliegen neben den fachlichen Impulsen auch unmittelbar erlebbar zu machen, brachte eine JÜL-Klasse der Moabiter Grundschule zwischen Grußworten, Vorträgen und Workshops das 1000-Schätze-Programm mit einem lebendigen Auftritt den Teilnehmen-

¢ Eine gemeinsame Sprache und Haltung sind die Grundlage für gelingende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen beteiligen Fachgebieten. Zudem schafft ein gemeinsames Verständnis von Zielen, Rollen und Verantwortlichkeiten die Grundlage für bessere Absprachen bzw. Abläufe und ermöglicht eine wirksamere Unterstützung von Kindern.

BILDER: FELIX MARIA BÜHLER

den näher. Die Schüler*innen zeigten eindrucksvoll, wie Lebenskompetenzförderung im Schulalltag jedes einzelne Kind sowie die Klassengemeinschaft stärkt und dabei große Freude bereitet.

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ebenskompetenzen sind eine wichtige Grundlage für das gesunde Aufwachsen. Wie sie bereits in der Grundschule gezielt gefördert werden können, stand am 19. Juni in Berlin im Mittelpunkt des Fachtags „Stark fürs Leben – Schätze entdecken in der Grundschule“. 130 Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Bildungsbereich sowie aus Politik und Wissenschaft kamen zusammen, um ihre Expertise aus unterschiedlichen Fachgebieten einzubringen, sich zu vernetzen und gemeinsam nachhaltige Lösungsansätze zu erarbeiten. Auf dem Programm standen spannende Fachvorträge, praxisnahe Workshops und schließlich eine interaktive Podiumsdiskussion.


REGER AUSTAUSCH IN DER PAUSE

AUSTAUSCH BEIM GRAPHIC RECORDING

EIN ERGEBNIS AUS DER WORKSHOPPHASE

VON ANFANG AN HERRSCHT AUF DEM FACHTAG EINE SCHÖNE ATMOSPHÄRE, UM IN DEN AUSTAUSCH ZU KOMMEN UND SICH MIT DEM THEMA LEBENSKOMPETENZFÖRDERUNG IN DER GRUNDSCHULE AUSEINANDERZUSETZEN. AUFTRITT DER JÜL-KLASSE DER MOABITER GRUNDSCHULE

¢ Lebenskompetenzförderung benötigt verlässliche Strukturen und geeignete Rahmenbedingungen. Damit Angebote nachhaltig wirken können, braucht es Zeit, qualifiziertes Personal, ausreichende Ressourcen und eine langfristige Perspektive. ¢ Frühzeitige Lebenskompetenzförderung zahlt sich aus. Präventive Maßnahmen stärken Kinder in ihrer Entwicklung und können dazu beitragen, späteren Unterstützungsbedarf sowie Folgekosten im Gesundheits- und Hilfesystem zu verringern. Dieses Wissen sollte bei politischen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden, um Prävention wirksam zu verankern.

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Weitere Anregungen und vertiefende Erkenntnisse bietet die Dokumentation, die auf der Programmwebseite öffentlich zugänglich ist. Sie liefert zahlreiche Impulse für die praktische Umsetzung von Lebenskompetenzförderung im schulischen Alltag und zeigt die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen auf.

Ein herzliches Dankeschön! Der Fachtag „Stark fürs Leben“ hat gezeigt: Viele Menschen in Schule, in der Kommune und im Gesundheitsbereich verfolgen ein gemeinsames Ziel: Kinder so früh wie möglich in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Ein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen und Schirmherr des Lebenskompetenzförderungsprogramms 1000 Schätze, sowie Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege des Landes Berlin, und Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin, für ihre einleitenden Grußworte und die Unterstützung des Anliegens, Kinder frühzeitig in ihrer Entwicklung zu stärken. Zudem möchten wir uns bei allen Personen bedanken, die mit ihren fachlichen Inputs, Perspektiven und Erfahrungen zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen und den Tag bereichert haben. Der Fachtag fand im Rahmen des Lebenskompetenzförderungsprogramms 1000 Schätze statt und wurde gemeinsam mit der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) veranstaltet. Wir bedanken uns herzlich für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie die Finanzierung des Programms.

Mehr über das 1000-Schätze-Programm erfahren Sie sind auf der Suche nach einem Lebenskompetenzförderungsprogramm und wir haben Ihr Interesse geweckt? Auf der Internetseite finden Schulen, Eltern sowie Präventionsfachkräfte Informationen zu den Zielen und Inhalten des Programms sowie Hinweise, wie das Programm an einer Schule oder in einer Region umgesetzt werden kann. NACH DER ABSCHLIESSENDEN INTERAKTIVEN PODIUMSDISKUSSION FREUEN SICH (V.L.) MARIA USBECK, FRANZISKA KLEMM, TOBIAS BANSEN UND ANKE TIMM ÜBER DIE GELUNGENE VERANSTALTUNG.

Die Informationen finden Sie unter: www.1000schaetze.de oder melden Sie sich gerne per E-Mail 1000Schaetze@kompetent-gesund.de MARIA USBECK Fachstelle für Suchtprävention Berlin

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NEUERSCHEINUNGEN, TERMINE UND VERANSTALTUNGSHINWEISE ZUR SUCHTPRÄVENTION

ALKOHOL

CANNABIS

App „Trinktagebuch“ Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V., weitere Infos: www.tinyurl.com/2cmwbmxu

Bericht „Evaluation des Konsumcannabisgesetzes (EKOCAN) – 2. Zwischenbericht“

Broschüre „Faktenblatt Alkohol“

Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) und weitere, Download unter: www.tinyurl.com/26axndk6

NIKOTIN UND TABAK Infoblatt „Die Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2025 – Ergebnisse zum Konsum von Tabak und anderen nikotinhaltigen Produkten“ Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Download unter: www.tinyurl.com/yt6v75k8

Website „Checkst du? – Snus“ Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern, weitere Infos: www.tinyurl.com/yeywk3tx

Website „Die Kokain-Lieferkette und der Preis“ koksböse, weitere Infos: www.koksboese.de

Infoblatt „Wenn Sie Cannabis nehmen wollen: So können Sie auf sich achten. Ein Heft in Leichter Sprache“ Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V., Download unter: www.tinyurl.com/4a54et2w

Infoblatt „Cannabis Care Instructions (in verschiedenen Sprachen)“ Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V., weitere Infos: www.tinyurl. com/4sm4hkby

ILLEGALE SUBSTANZEN

Fachbeitrag „Das macht Nikotinzahnstocher so gefährlich“

Infoblatt „Die Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2025. Ergebnisse zum Konsum illegaler Drogen“

Apotheken-Umschau, weitere Infos: www.tinyurl.com/3nd86tte

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Download unter: www.tinyurl.com/3r6kasku

Save the Date: Am 7. Dezember gibt es wieder eine große Kalender-Abholaktion Auch für das kommende Jahr gibt es den bewährten Wandplaner zur Prävention, mit Gesundheits- und Präventionstagen sowie interkulturellen Feiertagen. Der Familienplaner ist ebenfalls wieder erhältlich – wir freuen uns, wenn wir die Familien durch das Jahr mit Prävention begleiten können. Der beliebte Jugendkalender „my 2027“ wurde auch wieder neu aufgelegt. Kommen Sie gerne zur Abholaktion in der Fachstelle vorbei – wir freuen uns auf Sie!

NEUERSCHEINUNGEN 18

IFT Institut für Therapieforschung, Download unter: www.tinyurl.com/5aapeb92

Report „#PingTok, #TripTok & Co. Drogeninhalte auf TikTok“ Jugendschutz.net, weitere Infos: www.tinyurl.com/yc3amvvf

MEDIEN Studie „JIM plus 2026: Digitales Wohlbefinden von Jugendlichen in Deutschland“ Medienpädagogischer Forschungsverband Südwest, weitere Infos: mpfs.de/studie/jimplus-2026

App „freii“ Villa Schöpflin, weitere Infos: www.freii.de

Broschüre „Was tun gegen Nacktbilder und Deepfakes im Netz?“ klicksafe, weitere Infos: www.tinyurl.com/32t38fap

Studie „Exzessiver Konsum von Social Media könnte Denkfähigkeit beeinträchtigen“ Emre Toprak et al., weitere Infos: www.tinyurl.com/fa29rrfm

ALLGEMEIN Publikation „DHS Jahrbuch Sucht 2026“ Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V., Download unter: www.tinyurl.com/yykwnd24

Bericht „Epidemiologischer Suchtsurvey 2024“ IFT Institut für Therapieforschung, Download unter: www.tinyurl.com/594bdu6b

BILDER: FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION BERLIN

Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e. V., Download unter: www.tinyurl.com/45z74b4f

Publikation „Synthetische Opioide – Trendspotter Update“


NEUERSCHEINUNGEN, TERMINE UND VERANSTALTUNGSHINWEISE ZUR SUCHTPRÄVENTION

VERANSTALTUNGEN 10. Oktober 2026 „21. Sucht-Selbsthilfe-Tagung“

27. – 28. Oktober 2026 „65. Fachkonferenz Sucht“

Landesstelle Berlin für Suchtfragen e.V., Berlin, weitere Infos: www.tinyurl.com/569n3rx8

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V., Essen, weitere Infos: www.dhs-fachkonferenz.de

10. – 20. Oktober 2026 „Woche der Seelischen Gesundheit“

20. November 2026 „3. ESIC Fachtag zur Cannabisprävention“

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, bundesweit, weitere Infos: www.tinyurl.com/y9kpkafr

23. – 27. November 2026 „6. Woche der Medienabhängigkeit und Verhaltenssüchte“ Fachverband Medienabhängigkeit e. V., online, weitere Infos: www.tinyurl.com/5bm7vvdh

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Hamburg und online, weitere Infos: www.cannabiselternabend.de/3-esic-fachtag

2026 SAVE THE DATE: 18. NOVEMBER BERLINER FACHTAGUNG ZUR ION NIKOTIN- UND CANNABISPRÄVENT

in-suchtpraevention.de

Weitere Infos in Kürze: www.berl

VERANSTALTUNGEN DER FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION BERLIN Unsere Weiterbildungen im IV. Quartal 2026 – hier sind noch Plätze frei: 16.09.2026 Elternseminar »HaLT – HART AM LIMIT«

THEMENHEFT 82 _ Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH _ 09|26

BILDER: FACHSTELLE FÜR SUCHTPRÄVENTION BERLIN

zum Thema Alkohol

22.09.2026 Schulung »KlarSicht-Parcours« Alkohol- und Tabakprävention

28.09.2026 Schulung »Berliner Präventionsparcours Cannabis«

06. – 08.10.2026 Weiterbildung »Eltern-MOVE« 07.10.2026 Schulung »Grüner Koffer« Methodenset Cannabisprävention

12.10.2026 Elternseminar »Cannabis« 26.11.2026 Elternseminar »Digitale Medien« Auch 2027 bieten wir Ihnen ab Jahresende wieder ein umfangreiches Angebot an Weiterbildungen zu aktuellen Themen der Suchtprävention. Informieren Sie sich auf unserer Webseite:. www.berlin-suchtpraevention.de/veranstaltungen

Nächster Zertifikatskurs „Fachkraft Suchtprävention im Kontext Schule/Jugendarbeit“ in 2027 „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, die man nur weiterempfehlen kann“ – so die Rückmeldung von Teilnehmenden des Zertifikatskurses, auch in diesem Jahr. Die Weiterempfehlungsrate für den Kurs ist hoch. Möchten auch Sie umfangreiches Wissen zu Grundlagen der Suchtprävention, zu wirksamen Präventionskonzepten und konkrete Handlungskompetenz zu aktuellen Themen wie Cannabis, Vapen, Medikamentenkonsum oder riskanter Mediennutzung für Ihren Arbeitsalltag erhalten, um in Ihrer Institution Suchtprävention zu befördern und auszugestalten?

ALS BILDUNGSURLAUB ANERKANNT!

Dann bewerben Sie sich für den nächsten Zertifikatskurs zur Fachkraft Suchtprävention ab Februar 2027, den wir in Kooperation mit der Alice-Salomon-Hochschule Berlin anbieten und der mit einem Hochschul-Zertifikat abschließt. Die kostenfreie Online-Infoveranstaltung ist am 19.11.2026 von 17.00-18.00 Uhr. Weitere Infos, die Kurstermine sowie das Bewerbungsformular finden Sie hier: www.tinyurl.com/yzmmzer5

INFOFLYER ZUM NEUEN KURS

INFO 19


IHR BEITRAG ODER IHRE VERANSTALTUNG IM »THEMENHEFT SUCHTPRÄVENTION BERLIN«? Das Themenheft erscheint 2 x im Jahr und wird sowohl über unseren E-MailVerteiler an 3.500 Empfänger*innen verschickt als auch in kleiner Auflage gedruckt. Online sind alle Ausgaben über unsere Webseite und auf issuu.com verfügbar. Das nächste Themenheft wird in der ersten Jahreshälfte 2027 erscheinen. Wir freuen uns über Beiträge zu Angeboten, Aktivitäten, Projekten oder Terminen der Suchtprävention von Ihnen und laden Sie herzlich ein, sich redaktionell einzubringen. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt auf mit: Christina Schadt (schadt@berlin-suchtpraevention.de)

Unterstützen Sie die Berliner Suchtprävention Mit Ihrem Engagement können wir die Suchtprävention stärken und noch mehr Aufklärungsarbeit für die Menschen unserer Stadt leisten.

Bankverbindung für Ihre Spende Kto.-Inhaber: Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH IBAN: DE16 3702 0500 0001 3431 00 BIC: BFS WDE 33 XXX bei der SozialBank Verwendungszweck: Spende


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Themenheft Fachstelle für Suchtprävention, Ausgabe 82 by Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH - Issuu