Für queere Menschen war Berlin nach 1945 ein besonderer Ort. Selbst in den konservativen 1950er- und 1960er-Jahren fanden lesbische, schwule und trans Berliner*innen in Ost und West Räume, sich kennen- und liebenzulernen. Ob Flirten in der Kneipe, flüchtiger Sex an öffentlichen Orten, Beziehungen im eigenen Zuhause, aber auch im Gefängnis – dieses Buch erzählt ihre Geschichten.
Trotz der NS-Zerstörung von queeren Kulturen wurde die geteilte Stadt bald wieder ein Zentrum nicht-normativ gelebter
Geschlechtsidentitäten, Sexualitäten und Familien. Aus zahlreichen Interviews, Archivmaterialien und privaten Dokumenten
wie Tagebüchern und Fotografien lässt die Autorin ein neues, facettenreiches Bild von Ost- und West-Berlin entstehen.
Mithilfe feministischer, queer- und raumtheoretischer Ansätze wird ein innovativer Blick auf die Teilungs- und Verflechtungsgeschichte der Stadt im Kalten Krieg geworfen und somit ein bedeutender Beitrag zur Berliner Alltags- und Sozialhistorie geleistet.
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