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Industriebericht April 2026

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April 2026 INDUSTRIEPOLITIK DOSSIER

Industriebericht Industrieproduktion und Handel nach Branchen

Aufgrund des schwachen Jahresstartes und der Unsicherheiten durch den Krieg im Iran rechnet der BDI im laufenden Jahr mit einer stagnierenden Produktion im Verarbeitenden Gewerbe. Dies setzt voraus, dass die Kampfhandlungen nicht erneut aufflammen und die für die Weltwirtschaft wichtige Straße von Hormus in näherer Zukunft wieder unbehindert passierbar sein wird.

Ein weiter Rückgang der Produktion würde drohen, sollten aufgrund des Konfliktes die Störungen im Schiffverkehr länger anhalten. Dies würde spürbare Lieferkettenprobleme hervorrufen. In diesem Fall würde die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes das fünfte Jahr in Folge sinken.

In der Europäischen Union dürfte die Produktion aufgrund des Krieges in diesem Jahr nur leicht um 0,5 Prozent steigen. Während pharmazeutische Industrie, Fahrzeugbau und der sonstige Fahrzeugbau ihre Produktion ausweiten konnten, ist die Rezession in den energieintensiven Branchen noch nicht beendet.

Wir rechnen im Jahr 2026 nur noch mit einem Anstieg des weltweiten Warenhandels um ein bis 1,5 Prozent. Die Warenexporte aus den Schwellenländern dürften dabei weiter steigen, während die Exporte aus den entwickelten Volkswirtschaften auf der Stelle treten dürften.

Im gesamten Jahr 2026 könnten sich die deutschen Exporte nach drei Jahren Rückgang etwas beleben. Während der Handel mit den Vereinigten Staaten und China erneut nachgibt, dürfte das EU-Geschäft stützend wirken.


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