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Forschungszulage verbessern

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POSITION | FORSCHUNGSZULAGE | BREITER UND EINFACHER

Forschungszulage verbessern Ausweitung und Vereinfachung der Forschungszulage für eine Stärkung des Forschungsstandorts Deutschland

8. Juli 2026 Einführung Mit der Einführung der steuerlichen Forschungszulage im Jahr 2020 wurde in Deutschland ein neues und flexibles Instrument zur Förderung von Forschung und Entwicklung geschaffen, das Unternehmen unabhängig von der Größe oder Rechtsform offensteht. Unternehmen sollen durch die steuerliche Förderung finanziell dabei unterstützt werden, ihre Forschungsaktivitäten auszuweiten und neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte anzustoßen.1 Das Instrument wird bereits von vielen Unternehmen genutzt2 und als ein sinnvolles Instrument zur Inputförderung geschätzt. Jedoch besteht auch nach den vorgesehenen Ausweitungen im Rahmen des steuerlichen Investitionssofortprogramms oder des Jahressteuergesetzes 2026 weiterhin Optimierungspotenzial. Es müssen sich Faktoren wie Themenoffenheit, Planbarkeit von Förderungen und ein geringer bürokratischer Aufwand noch besser durchsetzen. Es sind daher weitere Verbesserungen wie eine Ausweitung der Förderung sowie eine Vereinfachung des Antragsverfahrens notwendig, um die Forschungszulage im internationalen Vergleich attraktiver zu gestalten und Forschungsaktivitäten in Unternehmen aller Größenordnungen zu unterstützen. Ziel sollte sein, den Übergang von Forschung zu Entwicklung und die Skalierungsmöglichkeiten zu verbessern, um die kritischen Sprünge von einer Technologie-Reifegradstufe zur nächsten in Deutschland zu ermöglichen. Neben einer breiten Förderung sollten insgesamt vor allem Vereinfachung, Sichtbarkeit und die tatsächliche Inanspruchnahme des Instruments im Fokus stehen. Eine Reform der Forschungszulage wäre auf zweifache Weise gewinnbringend: Sie würde den Innovationsstandort insgesamt stärken und langfristig die inländische Wertschöpfung sowie das Steueraufkommen durch marktfähige Innovationen und Lizenzerträge erhöhen.

1 Eine Senkung der F&E-Kosten um 10 Prozent durch inputbasierte steuerliche Anreize kann die F&E-Ausgaben

langfristig um bis zu 10 % steigern. Policy Department for Economy and Growth Authors: Jost Henrich Heckemeyer, Katharina Nicolay, Christoph Spengel, Daniela Steinbrenner, and Sophia Wickel, Directorate-General for Economy, Transformation and Industry, PE 772.636, May 2025. 2 48.863 Anträge und 59.537 Vorhaben im Zeitraum: 16.09.2020 - 31.03.2026, Bescheinigungsstelle Forschungszulage.

Johanna Klein | Innovation, Sicherheit und Technologie | M: +49 151 14423942 | j.klein@bdi.eu | www.bdi.eu Julian Winkler | Recht und Steuern | M: +49 151 51840811 | j.winkler@bdi.eu | www.bdi.eu


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