H2vorOrt
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Von Mittelstand bis Weltmarktführer: Vorhandene Gasnetze stellen flächendeckende Versorgung sicher Um den Industriestandort Deutschland nachhaltig zu dekarbonisieren und zukunftsfest für den internationalen Wettbewerb zu machen, muss die Transformation frühzeitig erfolgen. Die Gasverteilnetzbetreiber unterstützen diese Transformation mit der schrittweisen Umstellung auf eine zuverlässige Versorgung mit klimaneutralen Gasen und Wasserstoff:
Mit H2 die regionale Wirtschaft bei der Dekarbonisierung unterstützen
Gase und H2 werden bereits in industriellen Prozessen eingesetzt, sowohl stofflich als auch energetisch. Daher kann das Dekarbonisierungspotenzial durch den Ersatz mit klimaneutralen Gasen unmittelbar erschlossen werden. Die vorhandene Gasinfrastruktur versorgt 99 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland. Diese Infrastruktur kann eine wichtige Rolle für die Dekarbonisierung übernehmen, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass in Deutschland kaum Neubau bzw. Neuerschließung von Industriegebieten erfolgt, sondern v.a. die Weiterentwicklung bestehender Standorte. Die Umwidmung bestehender Gasnetze auf H2 ist daher an vielen Industriestandorten sinnvoller als der Neubau von Wasserstoffnetzen.
Herausforderung Dekarbonisierung bis 2045 Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in Europa. Die deutsche Industrie spielt mit einem Anteil von etwa einem Drittel des Bruttoinlandsprodukts von rund 3,3 Billionen Euro eine wichtige Rolle für die Wirtschaftskraft. Dementsprechend groß ist nicht nur die wirtschaftliche, sondern mit 7,4 Mio. Beschäftigten auch die gesellschaftliche Bedeutung des produzierenden Gewerbes in Deutschland. Nach dem Energiesektor steht der Industrie im
Rahmen der Klimaziele die größte Reduktion von Emissionen bevor: Von 186 Mio. Tonnen CO2 im Jahr 2020 auf 118 Mio. Tonnen im Jahr 2030 – eine große Herausforderung, da bisher vor allem fossile Energiequellen für industrielle Prozesse genutzt wurden. Für über 30 Prozent des Energieverbrauchs, also den Großteil der Prozesse, wurde bislang Erdgas genutzt:
Studien zeigen, dass die volkswirtschaftlichen Kosten der Nutzung bestehender Netze deutlich geringer sein werden als die für den Aufbau eines komplett neuen Wasserstoffnetzes – für die industrielle Nutzung bieten diese eher punktuelle Lösungen.
Gesamtenergieverbrauch der Industrie 2020
Gesamtenergieverbrauch der Industrie 2045
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/ 2021/12/PD21_551_435.html
https://www.isi.fraunhofer.de/content/dam/isi/dokumente/ cce/2021/FT_Modul_TN_Hauptszenarien_Industrie.pdf
Nur 500 Großindustriebetriebe in Deutschland sind am Ferngasnetz angeschlossen. Die überwiegende Mehrheit der Industriebetriebe und Gewerbekunden in Deutschland, fast 1,6 Millionen, beziehen das Gas aus den Gasverteilnetzen.3 Um diese Dekarbonisierungspotenziale zu erschließen, müssen die gesetzlichen und regulatorischen Voraussetzungen zur Umstellung von Netzbereichen und angeschlossenen Kunden auf Verteilnetzebene zeitnah geschaffen werden.4
31 % Erdgas
42 % Wasserstoff
21 % Strom
33 % Strom
16 % Stein- & Braunkohlen 15 % Mineralöle & Mineralölprodukte 4 % Erneuerbare Energien
1040 TWh
686 TWh
Aktuelle Industrieprojekte mit klimaneutralen Gasen zeigen ein großes Potenzial auf. Wichtig für Industrieunternehmen ist dabei ein verlässlicher und langfristiger Planungshorizont: Der sichere Zugang, eine stabile Versorgung und die gleichbleibende Qualität der Gase.
11 % Fern- & Umgebungswärme 13 % Fossile Energien & Abfall 1 % Biomasse
Verortung der Beispielprojekte in Deutschland sowie Übersicht von Gasnetzen und Industrieclustern Hydrogen Backbone Bestehende Erdgasverteilnetze 1
Gatter3, Holzwickede
2
Essity, Mainz
3
Saint-Gobain, Herzogenrath Industriecluster
12 % Übrige Energieträger
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/12/PD20_476_435.html Aktuellere Zahlen verwendet: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/12/PD21_551_435.html 2 https://www.dena.de/fileadmin/dena/Bilder/Landingpages/Leitstudie_II/Endbericht/Infografiken/DLS_Abschlussbericht_Abb-7.3.jpg 3 Bundesnetzagentur: Monitoringbericht 2023, S. 223. 4 Die Einspeisung von H2 ins Erdgasnetzes ist bereits heute bis zu 10 Volumenprozent möglich, perspektivisch sind in den nächsten Jahren bis zu 20 Prozent möglich. In einigen Abschnitten wird die Umstellung auf 100% Wasserstoff sinnvoll werden (Vgl. Broschüre H2vorOrt). 1
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