GESUNDHEITS- UND WIRTSCHAFTSPOLITIK | IGW | GESUNDHEIT DIGITAL
Agenda Gesundheit Digital Handlungsempfehlungen der industriellen Gesundheitswirtschaft für die 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages
22. Juli 2025 Agenda Gesundheit Digital: Innovation durch Digitalisierung Die industrielle Gesundheitswirtschaft (iGW) sowie die Gesundheitsversorgung befinden sich in einem fundamentalen Wandel. Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz (KI) können die Effizienz und Qualität der Produkte der iGW revolutionieren, den Fachkräftemangel mildern und eine patientenzentrierte Versorgung ermöglichen – mit enormem Potenzial für die Zukunft. Die iGW begrüßt ausdrücklich die Fortschritte, die mit dem Digitalgesetz (DigiG), dem Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) und dem European Health Data Space (EHDS) vorgezeichnet wurden. Entscheidend ist nun die gemeinwohlorientierte und innovationsfreundliche Umsetzung dieser Regelwerke. Denn Deutschland hat im internationalen Vergleich erheblichen Nachholbedarf – unklare gesetzliche Vorgaben und hohe regulatorische Hürden gefährden die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des iGW-Standorts. Zum Start der 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages formuliert die vorliegende Agenda konkrete Maßnahmen, um die Implementierung der digitalen Gesetzgebung effizient zu gestalten und die digitale Transformation des Gesundheitssystems nachhaltig voranzubringen. Ziel sollte sein, den bestehenden Rückstand nicht nur aufzuholen, sondern Deutschland als Standort für digitale Innovation im Gesundheitssystem an die Spitze zu setzen. Datennutzung und KI-Anwendungen ermöglichen Daten bilden die Grundlage für Forschung, Innovation und Weiterentwicklung im Gesundheitssystem. Ein umfassender, sicherer und effizienter Zugang zu Gesundheitsdaten ist deswegen ein entscheidendes Standortmerkmal. Digitale Technologien und KI bieten enorme Potenziale, um eine personalisierte, effizientere und gleichzeitig nachhaltigere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Dennoch bleibt Deutschland im internationalen Vergleich, insbesondere innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), sowohl beim Digitalisierungsgrad als auch beim Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdaten deutlich im Rückstand. Um diese Defizite zu überwinden, muss die Nutzung von KI sowie anderer digitaler Technologien im Gesundheitssystem durch gezielte politische und infrastrukturelle Maßnahmen gestärkt werden. •
Nutzbaren Datenbestand erweitern und zugänglich machen Um eine bessere Nutzung versorgungsnaher Daten (oft auch als Real-World Data bezeichnet) und Innovationen in der Präzisionsmedizin in Deutschland zu ermöglichen, sollten zusätzliche hochwertige Datenquellen systematisch erschlossen und in bestehende Infrastrukturen – wie
Richard Bildat | Referent Gesundheit digital | T: + +49 170 796111 5 | r.bildat @bdi.eu | www.bdi.eu