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Nachhaltigkeit anders denken Wie weniger deutlich mehr sein könnte
17. Dezember 2024 Kernbotschaften ▪
Alle müssen für den Erfolg der ökologischen Transformation ihren Beitrag leisten: Privatpersonen, real- und finanzwirtschaftliche Unternehmen und die Politik. Der Beitrag der Finanzwirtschaft sollte sich auf eine adäquate Berücksichtigung von Klima- und Umweltrisiken und die genügende Bereitstellung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen beschränken.
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Ein neuer politischen Ansatz wird benötigt. Die Wirksamkeit der Kapitallenkungsfunktion des Finanzsektors ist zu gering, verursacht aber hohe Kosten durch komplexe und umfangreiche Vorgaben. Die ökologische Transformation muss mehr aus der Realwirtschaft heraus gestaltet werden. Dafür braucht es eine kluge wirtschafts- umwelt- und klimapolitische Flankierung und die Bereitschaft, Unternehmen wieder mehr Vertrauen zu schenken.
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Regulatorische Instrumente sollten eine hohe Wirksamkeit aufweisen und die einhergehenden Kosten dabei kleinhalten. Sie müssen hilfreich und nicht hinderlich sein. Die Nachhaltigkeitsregulierung erfüllt diese Kriterien nicht. Eine Anpassung ist daher dringend geboten. Dabei muss die CSRD signifikant reduziert, die Erstellungspflicht der EU-Taxonomie in Freiwilligkeit umgemünzt, Transformationspläne lediglich als allgemeine Wegweiser verstanden und die Herausforderungen der ESG-Ratings gelöst werden.
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Nachdem Klimathemen lange die regulatorische Agenda bestimmten, rücken naturbezogene Belange – wie der Erhalt der Biodiversität – in den Vordergrund. Einheitliche Definitionen von Metriken, vergleichbar mit dem Treibhausgasprotokoll, existieren jedoch noch nicht, sollten aber zeitnah entwickelt werden. Hinsichtlich eines möglichen Rahmenwerks gilt: die erkannten regulatorischen Fehler sollten nicht wiederholt werden. Zielgenauigkeit, Proportionalität und realwirtschaftliche Ansätze müssen im Zentrum der Anforderungsentwicklung stehen.