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ISO/TC 323 Circular Economy Internationale Normung strategisch spiegeln für die Förderung einer ganzheitlichen Circular Economy.
13. Juli 2023 Die Rolle der Normung in der Circular Economy Bei der Transformation hin zu einem zirkulären Wirtschaftssystem ist ein Industrie- und Staatgrenzen übergreifendes Denken zentral. Circular Economy funktioniert nur, wenn Marktteilnehmer kooperieren und Wissenstransfer stattfindet. Planungssicherheit für zirkuläre Produkte und Prozesse sowie verlässliche Qualitätsstandards, die Produktsicherheit garantieren, sind dabei essenziell. Die industrielle Umstellung zu kreislauffähigeren Geschäftsmodellen ist ein komplexer Prozess, bei dem Unternehmen aktuell auf unterschiedliche Terminologie und Grundprinzipien zirkulären Wirtschaftens und nur wenige standardisierte Indikatorensysteme zur Unterstützung bei der Mess- und Bewertbarkeit zurückgreifen können. Die Erarbeitung und Weiterentwicklung von Normen und Standards ist daher zentral, um diesen Erfordernissen Rechnung zu tragen. Zudem bestehen etablierte Strukturen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene für die Prozesse der Normung, über die industrielle Aktivitäten beeinflusst werden können. Um eine solide und harmonisierte Normenstruktur zu erarbeiten, die die Ziele des Green Deals, des Circular Economy Action Plans (CEAP) und der deutschen Industrie mitträgt, braucht es eine verlässliche und progressive Struktur, um die Transferleistung der internationalen in die europäische Normung -und umgekehrt - zu garantieren. Aktuelle Entwicklungen in der internationalen Normung Aktuell werden in unterschiedlichen Gremien, auf allen drei Ebenen – national, europäisch und international – technische und strategische Normen erarbeitet und weiterentwickelt, um insbesondere die Transformation von kreislauffähigeren Produkten und Services zu beschleunigen und Marktzugangsbarrieren zu senken. Der ISO/TC 323 Circular Economy auf internationaler Ebene ist mit fünf Arbeitsgruppen eines der ambitioniertesten Projekte in der Gremienlandschaft, was den Bereich der horizontalen Normung angeht. Hier sollen grundsätzliche Themen wie dem Aufstellen eines Product circularity data sheet, oder das Herunterbrechen von Terminologien und Prinzipien sowie Indikatorensysteme einer Circular Economy umgesetzt werden. Die Initiierung und der Grundgedanke hinter dem TC ist grundsätzlich begrüßenswert, denn es fehlt an industrieübergreifenden konsensualen Definitionen, und selbst im wissenschaftlichen Diskurs herrschen Konzeptunklarheiten von Circular Economy-Prinzipien und Definitionen vor.
Annika Stuckenhoff | BDI-Initiative Circular Economy | T: +49 30 20281585 | a.stuckenhoff@ice.bdi.eu | www.bdi.eu