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Für mehr energetische Sanierung und mehr energieeffizienten Neubau

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POSITION | ENERGIE- UND KLIMAPOLITIK | GEBÄUDE

Für mehr energetische Sanierung und mehr energieeffizienten Neubau BDI-Forderung für Prioritäten und ergänzende politische Impulse

17. Oktober 2024 Die Gebäude in Deutschland sind ein Schlüssel für das Ziel der Klimaneutralität bis 2045: Gebäude sind für ca. 30 Prozent des Energieverbrauchs und ca. 40 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands verantwortlich. Ohne einen klimaneutralen Gebäudesektor kann Deutschland also das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 nicht erreichen. Wie die BDI-Studie „Transformationspfade für Deutschland“ (2024) zeigt sind „grüne Gebäude“ nicht nur ein Schlüssel zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland, sondern auch ein Chancen-Markt für den Standort: Deutschland kann hier dank starker Anbieter, wegweisendem Know-how und großem heimischem Bedarf eine führende Position einnehmen, verbunden mit wirtschaftlichen Wachstum für den Standort – wenn die Politik jetzt die Weichen richtig stellt. Hinzu kommt, dass zahlreiche Altbauten – insbesondere, nicht nur die energetisch schlechtesten Gebäude („Worst Performing Buildings“, WPB) – durch ihren hohen Energiebedarf anfällig für Energiepreisschwankungen sind und damit ein Kostenrisiko für Eigentümer und Mieter darstellen. Auch sind ihre Bewohner nur bedingt vor den bereits deutlich spürbaren Folgen des Klimawandels wie Hitzeperioden geschützt. Darin liegen für die Politik Pflicht und Chance zugleich, Maßnahmen zu ergreifen, um den Modernisierungsstau im Gebäudebestand aufzulösen. Die Transformationspfade-Studie zeigt, dass schon längst eine deutschlandweite Sanierungswelle rollen müsste, um die Klimaschutzziele 2030 und 2045 überhaupt noch erreichen zu können. Im Ergebnis muss die Energieversorgung der Gebäude vollständig auf CO2-neutrale Energieträger umgestellt und der Energiebedarf im Durchschnitt halbiert werden. Denn erneuerbare Energien werden sämtlichen Prognosen zufolge in absehbarer Zeit nicht ganzjährig im Überschuss und preisgünstig zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass der Großteil der Gebäude in Deutschland in den nächsten 20 Jahren energetisch saniert werden und schnellstmöglich klimaneutrale Wärmelösungen zum Einsatz kommen müssen. Allerdings ist die energetische Sanierungstätigkeit rückläufig. Gleichzeitig hat sich die Situation zuletzt in mehrfacher Hinsicht deutlich verschärft: 

Durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich die Beheizung von ineffizienten Bestandsgebäuden, welche zu nahezu 80 Prozent mit fossilen Energieträgern (Gas und Öl) beheizt


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