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Anforderungen der Industrie an die Carbon Management Strategie

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POSITION | ENERGIEPOLITIK | CCS/U

Anforderungen der Industrie an die Carbon Management Strategie Notwendige Weichenstellungen für einen erfolgreichen CCS/U-Hochlauf

30. Juni 2023 Zusammenfassung ▪

Der BDI ist – ebenso wie der Intergovernmental Panel on Climate Change und zahlreiche wissenschaftliche Studien – fest davon überzeugt, dass eine Strategie zur Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO2 ein unverzichtbares Element einer umfassenden Klimastrategie sein muss. Dabei unterstützt der BDI den Grundsatz CO 2-Vermeidung vor Abscheidung.

Die Carbon Management Strategie muss bereits jetzt den notwendigen regulatorischen und ökonomischen Rahmen setzen, um CCS/U vorrangig für die prozessbedingte CO2-Entstehung in der Industrie sowie in der thermischen Abfallverwertung zu ermöglichen und anzureizen. Nur so werden die Technologien rechtzeitig und in ausreichendem Maße zur Anwendung kommen, um unsere Klimaziele zu erreichen.

Neben einem klaren politischen Bekenntnis und entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen braucht es zudem den raschen Aufbau einer CO 2-Infrastruktur sowie Investitionsanreize, um den CCS/U-Hochlauf voranzubringen und Negativemissionen zu ermöglichen. Zugleich muss gesellschaftliche Akzeptanz für CCS/U-Technologien gewährleistet sein.

CCS/U-Technologien sind energieintensiv und daher abhängig von ausreichend verfügbaren Mengen an erneuerbarer Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen. Sehr rasch müssen die Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass CCS/U-Technologien zumindest mittelfristig wirtschaftlich eingesetzt werden können.

Bereits identifizierte regulatorische Hürden (z. B. Ratifizierung des Londoner Protokolls, Überarbeitung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes) sollten kurzfristig als No-regret-Maßnahmen überwunden werden, um den Aufbau einer CCS/U-Wirtschaft nach Erarbeitung der Carbon Management Strategie nicht weiter zu verzögern.

Aufgrund von Wechselwirkungen entlang der CCS/U-Wertschöpfungskette steht Carbon Management nicht zuletzt in engem Zusammenhang u. a. mit dem Hochlauf der Wasserstoff- und Kreislaufwirtschaft. Dies gilt es bei der Erarbeitung der verschiedenen Strategien durch die Bundesregierung (v. a. im Hinblick auf den Infrastrukturaufbau) zu berücksichtigen.

Frau Cara Bien | Abteilung Energie- und Klimapolitik | T: +49 30 2028-1727 | c.bien@bdi.eu | www.bdi.eu


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