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Schlaglicht Mittelstand: Die Energiewende

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Schlaglicht Mittelstand Die Energiewende: Fragen ¡ Fakten ¡ Forderungen


Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. Abteilung Mittelstand und Familienunternehmen

Schlaglicht Mittelstand Die Energiewende: Fragen · Fakten · Forderungen

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Inhaltsverzeichnis Vorwort  .....................................................................................................................................................................................  5 5 Fakten zum deutschen Mittelstand   .............................................................................................................................  6 5 Forderungen zur Energiewende im Mittelstand  ........................................................................................................  7 Energiewende und Klimaschutz: eine enorme Herausforderung für den Mittelstand  .......................................  8 Mittelstand als Teil der Wertschöpfungskette  ............................................................................................................  10 Das EEG: Eine große Belastung für den Mittelstand  .................................................................................................  14 Energieeffizienz: Ein Schlüssel zur Energiewende  ....................................................................................................  15 Bürokratieabbau fördern  ...................................................................................................................................................  16 Gebäudeenergieeffizienz  ..................................................................................................................................................  17 Innovationen im Mittelstand stärken  .............................................................................................................................  18 Eigenstromerzeugung ist wichtig für viele Mittelständler  .......................................................................................  20 KWK & Eigenstromerzeugung wichtige Klimaschutzinstrumente  ........................................................................  22 Standorttreue deutscher Mittelständler  .......................................................................................................................  23 Fazit  ........................................................................................................................................................................................  25 Impressum  ............................................................................................................................................................................  26


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Sichere Politik für sichere Energie.

Deutschland braucht eine Energie- und Klimapolitik aus einem Guss – damit die Energiewende gelingt und der Mittelstandsstandort Deutschland wieder an Kraft gewinnt.


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Vorwort Erfolgreiche Energiewende und effizienter Klimaschutz sind einzeln und gemeinsam nur mit dem deutschen Mittelstand erreichbar. Mittelständische Unternehmen bieten – oft auch weltweit – innovative Technologien und Dienstleistungen auf diesen Feldern erfolgreich an. Branchenübergreifend investieren Unternehmen des industriellen Mittelstands in energieeffiziente Prozesse. Gleichzeitig lasten rasant steigende Energiepreise in Deutschland auf standorttreuen mittelständischen Unternehmen. Sie leiden unter einem dramatischen Anstieg von rund 40 Prozent allein in den letzten 15 Jahren. Energie- und Klimapolitik ist Mittelstandspolitik. Der BDI setzt sich daher ein: -- für einen starken Mittelstand, der die Herausforderungen der Energiewende meistern und die Chancen nutzen kann. -- für einen innovativen Mittelstand, der als bewusster Nachfrager und führender Anbieter effizienten Klimaschutz weltweit voranbringt. -- für einen standortreuen Mittelstand, der auf wettbewerbsfähige unternehmerische Rahmenbedingungen bauen kann. Daran messen wir die Politik in Europa, Bund und Ländern.

Dr. Hans-Toni Junius Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses

Holger Lösch Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung

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Schlaglicht Mittelstand Die Energiewende: Fragen ¡ Fakten ¡ Forderungen

5 Fakten zum deutschen Mittelstand

60 %

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99 %

Der Mittelstand: Arbeitsplatzgarant Nummer 1 in Deutschland. Er stellt Ăźber 60Â Prozent der sozialversicherungspflichtigen Jobs in Deutschland.

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80 %

2



3

Der Mittelstand investiert in Deutschland. Ăœber 80Â Prozent seines Investitionsvolumens wird im Inland aufgewendet.

50 %

5 1

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4

Ăœber 99Â Prozent der deutschen Unternehmen haben 500 Mitarbeiter oder weniger.

95 % 83 %  Rund 95 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind in Familienhand. Sie beschäftigen 83 Prozent der Auszubildenden.

Die Hälfte aller Hidden Champions weltweit kommt aus dem deutschen Mittelstand.

Quelle: Statistisches Bundesamt:Unternehmensregister (Auswertungsstichtag: 31.5.2014)


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5 Forderungen zur Energiewende im Mittelstand

Wirtschaftlich hat Deutschland ein Erfolgsmodell, das weltweit beneidet wird: den Mittelstand. 99 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland sind kleine und mittelständische Unternehmen: Sie stehen für 60 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Deutschland. Der Erfolg des Mittelstands hängt maßgeblich von dessen Wettbewerbsfähigkeit ab. Die in Deutschland in den letzten Jahren stetig gestiegenen Energiekosten sind zu einer wesentlichen Belastung standorttreuer mittelständischer Unternehmen geworden. Der BDI tritt für eine mittelstandsfreundliche Energiepolitik ein:

1. Weitere Steigerungen der Energiekosten vermeiden. 2. Ausbau Erneuerbarer Energien planbar machen, Ausbaukorridor strikt einhalten. 3. Energieeffizienzmaßnahmen noch attraktiver machen. Förderprogramme zur Energieeffizienzsteigerung sind der richtige Weg. 4. Eigenstrom-Bestandsanlagen energie­ intensiver Mittelständler auch künftig von EEG-Umlage befreien. 5. Bürokratieabbau vorantreiben: Fördermaßnahmen und Vorgaben bündeln, vereinfachen und besser kommunizieren.

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Energiewende und Klimaschutz: eine enorme Herausforderung für den Mittelstand Die Energiewende stellt den deutschen Mittelstand vor enorme Herausforderungen. Der durch die Bundesregierung eingeleitete Umbau der Energieversorgung bedroht durch seine Kostenentwicklung zunehmend die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Auf Sicht der kommenden Jahre sehen drei von vier Mittelständlern die Energiepreisentwicklung als wesentlichen Belastungsfaktor. (BDI-PwC-Mittelstandspanel 2014). 47 Prozent stuft die Energiekosten sogar als das dringlichste Problem ein. (EY-Mittelstandsbarometer 2015) Während der Mittelstand hierdurch zunehmend unter Druck gerät, versucht er gleichzeitig aktiv die Energiewende und den Klimaschutz mitzugestalten. Innovative, klimaschützende Technologien kommen oftmals von deutschen Mittelständlern; auch bei der Nutzung der Energieeffizienzpotenziale sind deutsche Unternehmen Vorreiter. Leider fühlen sich Unternehmen hierbei oftmals von der Politik alleine gelassen.

„

Die Energiewende ist für den industriellen Mittelstand

Dr. Hans-Toni Junius Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses „Die Energiewende mit all ihren Zusatzkosten belastet standorttreue mittelständische Industrieunternehmen enorm. Den Kostennachteil der EEG-Umlage können energieintensive Unternehmen mindern – aber nur mit hohem bürokratischem Aufwand. Für fairen internationalen Wettbewerb braucht es eine abgestimmte und verlässliche Energiepolitik, die zumindest europaweit faire Kostenpositionen sichert.“

Chance und Herausforderung zugleich. Effizientere Prozesse versprechen sinkende Kosten, steigende Gewinne und damit eine gestärkte Wettbewerbsfähigkeit. Trotzdem scheuen sich oftmals vor allem kleine und mittelständische Unternehmen entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Zu hoch scheinen die Investitionen in Technologie und Personal, bei zunächst unsicheren, langfristigen Renditen. Hier könnten attraktive staatliche Rahmenbedingungen, die Investitionen begünstigen, helfen. Dabei gefährdet die Energiewende auf der anderen Seite durch immer weiter steigenden Energiekosten bei allen Chancen auch die Wettbewerbsfähigkeit des industriellen Mittelstands. Denn Verfügbarkeit und Preis von Energie stellt eine zentrale Rahmenbedingung für wirtschaftliches Handeln von Unternehmen dar. Die EEG-Reform 2016 ist ein Schritt in die richtige Richtung, indem sie das System grundsätzlich neu – wettbewerblich – ausrichtet. Es ändert jedoch nichts daran, dass die EEG-Umlage weiterhin ein gravierender Nachteil für die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands ist.


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Mittelstand will industriefreundliche Gestaltung der Energiewende Deutschland hat mit der Energiewende einen Veränderungsprozess in Gang gesetzt, der in Industrieländern seinesgleichen sucht. Der Weg in eine weitgehend CO2-freie Energieversorgung ist richtig, aber muss professionell beschritten werden. Gemeinsam mit der Politik und allen gesellschaftlichen Akteuren setzt sich der Bundesverband der Deutschen Industrie für ein Gelingen der Energiewende und die Erreichung der Klimaziele ein. Mit einer Energiepolitik aus einem Guss, mit dem Know-how und der Innovationskraft des deutschen Mittelstands und der Bereitschaft und dem Engagement der deutschen Bürger wird es gelingen, die Energiewende erfolgreich zu gestalten– und zu zeigen, dass Nachhaltigkeit und wettbewerbsfähige Industrie vereinbar sind.

90 %  Die Industrie steht für rund 90 Pro-

Dreh und Angelpunkt Mittelstand

zent der deutschen Exporte, zudem werden mehr als 90 Prozent aller

Immer mehr mittelständische Unternehmen spüren, dass nicht nur die großen Versorgungsunternehmen von der Energiewende betroffen sind, sondern tatsächlich jeder einzelne Betrieb. Dabei ergeben sich auf den ersten Blick zahlreiche Herausforderungen vor allem durch steigende Energiekosten – aber bei genauerer Betrachtung auch vielfältige Chancen. Der industrielle Mittelstand stellt die Hauptsäule der deutschen Industrielandschaft dar. Über 95 Prozent der deutschen Unternehmen entstammen dem Mittelstand. Sie sind für ca. 60 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze und 83 Prozent der Ausbildungsplätze verantwortlich. Der BDI sieht in der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen eine der Hauptsäulen deutscher Wirtschaftspolitik. Gerade Mittelständler haben ein enormes Interesse an der erfolgreichen Gestaltung der Umstellung der deutschen Energie- und Klimapolitik. Nur so kann gewährleistet werden, dass eine industrielle Wertschöpfung weiterhin eine Zukunft in Deutschland hat.

Ausgaben der deutschen Wirtschaft für Forschung und Entwicklung von der Industrie aufgebracht.

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Mittelstand als Teil der Wertschöpfungskette Viele politische Maßnahmen und Entwicklungen, die grundsätzlich die gesamte Industrie treffen, haben auf den Mittelstand wie unter einem Brennglas besonders extreme Auswirkungen. Denn je kleiner Unternehmen sind, desto stärker sind sie auf den nationalen Markt festgelegt und daher von nationalen Alleingängen besonders stark betroffen. Die Standorttreue des deutschen Mittelstands darf durch einseitige nationale Maßnahmen nicht bestraft werden.

Steueranteil

54 % 

8,36

Emissionshandel, EEG-Umlage, KWK-Umlage, Stromsteuer, Energiesteuer – Deutschland hat in den letzten Jahren zahlreiche europäische und zusätzlich einseitig nationale energie- und klimapolitische Instrumente eingeführt. Insgesamt führen sie zu sehr hohen Energiekosten für den Mittelstand und zu immer neuen und zusätzlichen bürokratische Belastungen.

Cent/kWh

Im Jahr 2014 zahlten kleine bis mittlere Industriestromkunden durchschnittlich 15,56 Cent pro kWh. Der Anteil staatlicher Abgaben und Steuern lag bei 8,36 Cent/kWh, was 54 Prozent des Strompreises entspricht.

Stromkostenentwicklung

Durchschnittliche Stromkostenentwicklung

+267 %

+68 %

+6 %

2015

1996 Internationale Gewerbestrompreise

Steuern, Abgaben, Umlagen

Deutschland

Japan

Großbritannien Frankreich

USA

Kanada

Stromkosten Insgesamt

15,56 ct/kWh

14,50 ct/kWh

13,01 ct/kWh

5,80 ct/kWh

4,85 ct/kWh

Beschaffung, Netzentgelte, Vertrieb

Quelle: Statistisches Bundesamt

10,40 ct/kWh


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47 Prozent der Mittelständler in Deutschland stufen die Energiekostenentwicklung als dringlichstes Problem ein. Über die Hälfte des Strompreises entfällt mittlerweile auf staatliche Abgaben.2

2

Quelle: EY-Mittelstandspanel 2014


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Energiekostenanteil im Mittelstand

1/3

GERING

MITTEL

HOCH

< 10 %

11-20 %

> 20 %

39 % 13 % 0

26 % 20

34 % 21 % 40

13 % 60

Rund drei von zehn Unternehmen haben mit mehr als 20 % Energiekosten eine vergleichsweise hohe Energieintensität.

%

13 % 80

16 % 100

Energieintensität

Energiekosten

%

Quelle: PwC 2015

Neue Geschäftsmodelle entstehen

91%

Der deutsche Mittelstand hat vor allem wegen seiner starken Innovationskraft sehr gute Chancen auf dem „Greentech-Markt“. Durch wegweisende Innovationen entstehen oft auch neue Geschäftsmodelle und neue Firmen werden gegründet. So waren 2012 rund 14 Prozent der deutschen Start-ups Unternehmen im Bereich der umweltfreundlichen Technologien. Vorreiter waren hier die Elektroindustrie (30 Prozent) und der Chemiesektor (29 Prozent). Damit ist der Greentech-Sektor einer der wichtigsten Treiber für Unternehmensneugründungen in Deutschland (vgl. Greentech-Atlas 2014, BMUB). Energiekosten entwickeln sich parallel zum Investitionshemmnis

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Steuern und Abgaben belasten den Energiepreis schon heute über Gebühr. Wenn es nach der Europäischen Kommission geht, soll künftig auch für Bestandsanlagen bei der Eigenstromerzeugung die Ökostromumlage fällig werden. Der Mittelstandsstandort Deutschland verlöre dann weiter an Attraktivität.

Anbieter an Umwelttechnik und

Die rapide gestiegenen Kosten und die damit weiter abnehmende internationale Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen haben dazu geführt, dass Akzeptanz und Rückhalt für die Energiewende im Mittelstand immer weiter abnehmen.

Ressourcenschutz in Deutschland: 91 Prozent kleine und mittlere Unternehmen mit Jahresumsatz bis zu 50 Mio. Euro. Quelle: Greentech made in Germany: Roland Berger 2014

Über 600 Milliarden Euro werden bis zur Mitte dieses 21. Jahrhunderts nötig sein, um die Energiewende zu finanzieren. Entsprechend bewegte sich der Strompreis für den industriellen Mittelstand – ebenso sowie für die privaten Haushalte – in den vergangenen Jahren in nur eine Richtung:


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steil nach oben, weil mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien immer mehr garantierte Umlagezahlungen vom Verbraucher zum Anbieter fließen. Die Jahressumme der Vergütungen nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) ist zwischen 2000 bis 2014 auf rund 21,8 Milliarden Euro gestiegen – im Durchschnitt rund 30 Prozent mehr mit jedem Jahr.

Energieeffizienz bringt Vorteile

Energieeffizienz zweite Säule der Energiewende Energieeffizienz ist auch im deutschen Mittelstand ein wichtiges Thema. Mehr als 80 Prozent der industriellen Mittelständler haben in den letzten drei Jahren in Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz investiert. Über ein Drittel der Unternehmen konnte seine Energiekosten durch Investitionen in Energieeffizienz um 20 Prozent und mehr reduzieren, wodurch die Gesamtkosten um 3,6 Prozent reduziert werden konnten. Mehr als die Hälfte der Investitionen hat sich nach weniger als zehn Jahren amortisiert.

Treibende Kraft für mittelständische Unternehmen ist dabei vor allem die Senkung der Energiekosten, gefolgt von dem Wunsch nach Modernisierung und Wertsteigerung des Unternehmens. Die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben spielt bei der Entscheidung für Investitionen eine weniger wichtige Rolle. Acht von zehn Unternehmen planen, auch in den nächsten drei Jahren in Energieeffizienz zu investieren. Der durch den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) verankerte Grundsatz, Effizienz vor allem durch Information, Anreize und Förderung voranzubringen ist richtig. Er schützt den Mittelstand davor, unwirtschaftliche Effizienzmaßnahmen durchführen zu müssen. Dieser Weg muss konsequent weiter beschritten werden.

Bedeutung von Energieeffizienz im industriellen Mittelstand

3% 8% 4% 46 % 40 %

Überhaupt nicht wichtig Weniger wichtig Weder / noch Wichtig Sehr wichtig

86 %

der mittelständischen Industrieunternehmen bewerten Energieeffizienz als wichtig.

13

58 % haben in den letzten zwei Jahren Energieeffizienzmaßnahmen durchgeführt.

2011

37 % investieren aktuell in Energieeffizienzmaßnahmen. 47 % der Unternehmen reizt die Förderung. Energieeffizienz ist bisher für große Unternehmen wichtiger als für KMU.

Quelle: „Umfrage zur Energieeffizienz bei Entscheidungsträgern aus Unternehmen in Industrie und Gewerbe“ (250 befragte Unternehmen), im Rahmen der Initiative Energieeffizienz, November 2011


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Das EEG: Eine große Belastung für den Mittelstand

Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist derzeit das Hauptinstrument zur Umsetzung der Energiewende. Es hat jedoch zu enormen Belastungen mittelständischer Unternehmen und damit zu Wettbewerbsverzerrungen im europäischen und internationalen Wettbewerb geführt. Das EEG ist ein nationales Instrument, das nur deutsche Mittelständler trifft. Es ist für einen massiven Kostenanstieg in der mittelständischen Produktion verantwortlich. Der industrielle Mittelstand braucht eine Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit – insbesondere durch vergleichbare Energiekosten, wie im europäischen Ausland. Deutschland – als das am stärksten mit der Weltwirtschaft verflochtene G7-Land – ist darauf angewiesen, auch auf der Kostenseite international wettbewerbsfähig zu sein:

-- Die Finanzierung der Energiewende durch nationale Umlagen auf den Strompreis ist angesichts weltweit gefallener Energiepreise nicht länger zukunftsfähig. -- Die EEG-Umlage ist ein gravierender Nachteil für die Wettbewerbsfähigkeit standorttreuer, mittelständischer Unternehmen. -- Der BDI fordert ein Ende staatlich veranlasster, rein nationaler Lasten auf den Strompreis.


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Energieeffizienz: Ein Schlüssel zur Energiewende Weltweit wird die Nachfrage nach Effizienzmaßnahmen erheblich wachsen. Die Internationale Energie-Agentur prognostiziert einen Anstieg des weltweiten Primärenergiebedarfs um fast 40 Prozent bis zum Jahr 2040. In dem Umfeld wird auch die Nachfrage nach Effizienzmaßnahmen zunehmen. Bereits heute bieten viele mittelständische Unternehmen Effizienz-Lösungen an. Künftig werden Know-how und Innovationskraft des deutschen Mittelstands entscheidend zur Steigerung der Energieeffizienz und damit zum Gelingen von Klimaschutz und Energiewende beitragen. Die deutschen Mittelständler haben bereits viel in Effizienz- und Einsparmaßnahmen investiert. Zum Teil sind die unter derzeitigen Bedingungen wirtschaftlichen Maßnahmen bereits ausgereizt. Weitere Vorgaben, die durch die ehrgeizigen politischen Ziele aus Brüssel und Berlin nötig werden, müssen mit Augenmaß gemacht werden. Umfangreiche Regularien sowie umfassende Dokumentations- und Nachweispflichten können insbesondere kleine und mittlere Unternehmen mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen schnell überlasten.

„

Für Mittelständler sind die neu gegründeten Energieeffizienznetzwerke ein hervorragendes Instrument, um mit anderen Unternehmen gemeinsam an der Verbesserung der Energieeffizienz zu arbeiten. Bisher sind bereits 76 solcher Netzwerke gegründet, bis Ende 2020 werden es rund 500 sein.

Holger Lösch Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung „Steuern und Abgaben belasten den Energiepreis schon heute über Gebühr. Der Mittelstandsstandort Deutschland verliert damit weiter an Attraktivität.“

500 

21 Wirtschaftsverbände wirken gemeinsam mit der Bundesregierung an der Gründung von 500 Energieeffizienznetzwerken bis zum Jahr 2020 mit. Bereits heute existieren 76 Netzwerke.

www.effizienznetzwerke.org

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Bürokratieabbau fördern Energieeffizienz-Maßnahmen senken nicht nur den Energiebedarf, sie erhöhen auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, indem sie deren Energiekosten reduzieren. Insbesondere für Mittelständler ist es wichtig, dass die Förderung unbürokratisch erfolgt. In diesem Sinne ist es ein Schritt in die richtige Richtung, dass beim Energiesteuer-Spitzenausgleich oder beim EEG für Mittelständler nun statt eines aufwändigen Zertifizierungssystems ein unbürokratisches und kostengünstiges „Alternatives System“ möglich ist. Dennoch ist es insgesamt problematisch, dass die Politik von mittelständischen Unternehmen zunehmend „Gegenleistungen“ in Form von Energiemanagementsystemen etc. fordert. Dies ist mit Kosten und weiteren Bürokratiebelastungen verbunden, die gerade für Mittelständler mit dem Alltagsgeschäft kaum mehr vereinbar sind.

Energiepolitik wird oftmals als isoliertes Politikfeld behandelt. Dabei haben Energiewende und Klimaschutz direkte Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand. Energiepolitik ist originäre Mittelstandspolitik. Mittelständler sind auf eine konsistente, schlüssige und mittelstandsfreundliche Energiepolitik angewiesen, um erfolgreich zu sein und Arbeitsplätze sichern zu können. Über die Hälfte der Mittelständler wünschen sich verlässlichere gesetzliche Rahmenbedingungen und mehr kompetente Beratung bei der Umsetzung der Energiewende. 65 Prozent wünschen sich passgenaue Finanzierungshilfen gerade für kleine und mittlere Unternehmen.

Unterstützungsbedarf bei Energieeffizienzmaßnahmen im Mittelstand durch die (regionale) Wirtschaftspolitik Häufigkeit der Nennung im Prozent

Steueranreize für Energieeffiziente Technik

40

49 40 0

40

100

%

100

%

Finanzierungshilfen

65 %

23

32 25 0

25

Eindeutige und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen

53 65 52 0

100

%

Information & Beratung

Geringer Energiekosten (unter 10 %) Hohe Energiekosten (ab 10 %) Gesamter Mittelstand

45 27 44 0 Quelle: KfW Mittelstandspanel 2013 (Zusatzbefragung im September 2013).

100

%

Mehrfachnennung möglich. Mit dem Unternehmenszahl hochgerechnet.


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Gebäudeenergieeffizienz

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Es ist unbestritten: Ein integraler Faktor für die Erreichung der energieund klimapolitischen Ziele ist die Energieeffizienz. Das Energiekonzept muss dort ansetzen, wo die größtmöglichen Effizienzgewinne zu erreichen sind: Bei der Energieeffizienz von Gebäuden. Im Wärmemarkt könnten wir sofort 50 bis 80 Prozent Energie einsparen, wenn mehr energetische Sanierungen durchgeführt würden. Vor allem steuerliche Anreize für private Gebäudeeigentümer, eine Verbesserung der Energieberatung und langfristig stabile und attraktive Rahmenbedingungen sind die entscheidenden Instrumente zur Auslösung einer Sanierungswelle. Deutsche Mittelständler - oftmals „Hidden Champions” in ihrem Bereich - stellen die dafür notwendigen Produkte her.

40 Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich ca.

40 %

Beleuchtung Raumwärme

Klimakälte

3%

37 %

Warmwasser

Inform./Komm.technologie sonstige Prozesswärme Prozesskälte 31 %

2%

% 22

4%

1

mechanische Energie (inkl. Verkehr)

%

0,3 % weitere Infos finden Sie unter: www.gebaeude-initiative.de

Quelle: BMWi Energiedaten 2012


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Innovationen im Mittelstand stärken Verteilung der Forschung & Entwicklung Ausgaben der Wirtschaft nach Unternehmensgröße (2012) Land

Anteil in Prozent

Deutschland

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Kanada

7

5

6

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Frankreich

17

9

8

46

                                                                                                                                                                                                                                 11

Niederlande

78

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8

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                                                                                                                                                                                                                                 21

25 Anzahl der Beschäftigten:  0-49

13 50-249

41  250-499

500-999

>1000

Quelle: OECD

Der hochinnovative „German Mittelstand“ ist weltweit einzigartig. Über die Hälfte der Hidden Champions kommt aus Deutschland. Deutsche Mittelständler sind nicht nur führend bei der Verbesserung ihrer eigenen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, sie stellen auch weltweit nachgefragte klimaschützende Technologien her: Von der Wärmepumpe über die Windkraftanlage bis hin zu modernsten Elektromotoren. Ohne die Produkte deutscher Unternehmen sind die globalen Energie- und Klimaschutzziele unerreichbar. Aufgrund ständig steigender Belastungen geht die Innovationstätigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen jedoch zurück.

Energieintensive Industrien nehmen Schlüssel­ position ein Die Stärke des deutschen Mittelstands fußt neben einer hohen Versorgungssicherheit, die bislang ein Markenzeichen des Wirtschaftsstandorts Deutschlands ist, auf den hier bestehenden intakten Wertschöpfungsketten. Am Anfang der industriellen Wertschöpfungsketten stehen sehr oft die energieintensiven Industrien aus Branchen wie Chemie, Baustoffe, Glas, Nichteisen-Metalle, Papier, Stahl und Raffinerien. Sie nehmen innerhalb des verarbeitenden Gewerbes eine Schlüsselposition ein und schaffen mit ihren Produkten eine maßgebliche Grundlage für die starke und erfolgreiche mittelständische Industrie in Deutschland. Zudem stellen sie mehr als 870.000 Arbeitsplätze in Deutschland, die häufig im Mittelstand entstehen. In der chemischen Industrie beispielsweise liegt der Mittelstandsanteil bei 90 Prozent, in der Baustoffindustrie sogar bei 93 Prozent.


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Das Mittelstandsland Deutschland braucht deshalb die energieintensiven Industrien, um Wachstum und Arbeitsplätze zu sichern. Kurzum: Wir brauchen Energiekosten, die international wettbewerbsfähig sind.

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870.000

Mittelständler zahlen meistens die volle EEG-Umlage

Weil Strom im internationalen Wettbewerb ein wichtiger Standortfaktor ist, nimmt der Wettbewerbsdruck auf die große Mehrheit der mittelständischen Unternehmen zu. Zwar werden, richtigerweise, besonders energieintensive Betriebe durch Ausnahmeregelungen von zusätzlichen Belastungen durch die Energiewende geschützt. Anders als in der Öffentlichkeit oft wahrgenommen, liegt dieser Anteil jedoch nur bei unter 4 Prozent – rund 2.500 von 100.000 Industrieunternehmen insgesamt. Rund 96 Prozent der Industrieunternehmen – und damit ein großer Teil des Mittelstands – zahlen also die volle EEG-Umlage.

In der energieintensiven Industrie in Deutschland gibt es derzeit 870.000 Arbeitsplätze.

Mittelstandsanteil einzelner Branchen

90 %

1800 Betriebe

Automobilzulieferer

Maschinen und Anlagebau

über 900.000 Beschäftigte

Baustoffindustrie

95 %

Quelle: VCI, bbs, VDMA, VDA

87 %

93 %

Chemische Industrie

89 %

&

Elektroindustrie

über 800.000 Beschäftigte


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„

Eigenstromerzeugung ist wichtig für viele Mittelständler Die Rahmenbedingungen für die Eigenerzeugung von Strom dürfen sich nicht weiter verschlechtern. Die zunehmend dezentrale Energieerzeugung ist elementarer Teil der Energiewende. Dies muss bei der Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWK-G) ebenso berücksichtigt werden, wie bei der Belastung der Eigenerzeugungsanlagen mit staatlich verursachten Kosten, wie der EEG-Umlage.

Dr. Christopher W. Grünewald, Vorsitzender des BDI-Ausschusses Energieund Klimapolitik sowie Geschäftsführer des mittelständischen Papierunternehmens Gebr. Grünewald GmbH & Co. KG

Die Eigenerzeugung ist für viele Mittelständler wichtig, weil sie ihre Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen sichert. Die Eigenstromerzeugung darf nicht auch mit der EEG-Umlage belastet werden. Dies wäre kaum nachvollziehbar. Vergleichen könnte man dies mit im eigenen Garten geernteten Äpfeln, auf die plötzlich Mehrwertsteuer erhoben werden würde.

„Eigenstrom-Bestandsanlagen müssen auch künftig vollständig von der EEG-Umlage befreit bleiben. Für viele energieintensive Mittelständler, gerade auch bei uns in der Papierindustrie, spielt die Eigenerzeugung eine wichtige Rolle.“

Welche Maßnahmen ergreift Ihr Unternehmen angesichts der Veränderungen in Energiewirtschaft und -politik? Aufbau eigener Energieversorgung

10

2012

9

16

2013

18

2014

16

7

16

8

&

66

14

61

&

61

& %

0

50

100 Realisiert

Quelle: DIHK Unternehmensbefragung

Laufend

Geplant

Keine Maßnahme


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Beispiel Windkraftanlage

Die Energiewende ist ohne energieintensive Mittelständler und Schwerindustrie nicht umsetzbar. Auch Windanlagen und Solarzellen sind auf endliche Ressourcen wie Eisen, Aluminium und Kupfer angewiesen. Eine Unterscheidung in „grüne Ökoindustrie“ und „dreckige Schwerindustrie“ verbietet sich daher. Ein Stahlrohrturm für Windkraftanlagen etwa wiegt bei einer Multimegawatt-Windkraftanlage von 60 bis 120 Meter Höhe zwischen 60 und 250 Tonnen. Die Fundamente bestehen aus Stahlbeton. Faserverstärkte Kunststoffe machen die Rotorblätter haltbar, leicht und effizient. Ohne energieintensive Mittelständler entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist der Bau etwa von Windkraftanlagen undenkbar. Alleine in Deutschland wurden für Windkraftanlagen im Jahr 2011 3,4 Mio. Tonnen Stahl benötigt.

Aluminium 1.295 kg Gondel 75 kg Rotorblätter 1.220 kg

Gesamt

2.096.400 kg

Kupfer 11.680 kg Gondel 10.610 kg Rotorblätter 1.070 kg Glasfaserverstärkter Kunststoff Rotorblätter 28.940 kg Guss 73.175 kg Gondel 72.640 kg Elektroanlage 535 kg Stahl 237.480 kg Gondel 53.470 kg Rotorblätter 1.140 kg Turm 93.850 kg Elektroanlage 36.720 kg Fundament 52.300 kg Beton 1.743.830 kg Turm 652.830 kg Fundament 1.091.000 kg Quelle: VDI Nachrichten 35/11


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KWK & Eigenstromerzeugung wichtige Klimaschutzinstrumente

Energie doppelt nutzen

Kraft Wärme Kopplung

Die eigene Stromerzeugung ist typisch für viele mittelständisch geprägte Branchen mit hohem Strom- und Wärmebedarf wie in der Chemie-, Papier- und Mineralölwirtschaft oder der Automobil- oder Zuckerindustrie. Eigenstromerzeugung ist ökologisch, weil sie CO2 einspart, und effizient, weil sie Energie mehrfach nutzt. Nebenbei können Unternehmen damit regionale Engpässe in der Stromversorgung ausgleichen und ihre Versorgungssicherheit erhöhen. Die neu eingeführte Belastung des eigenerzeugten Stroms aus Anlagen von Erneuerbaren und KWK mit der EEG-Umlage bürdet dem Mittelstand weitere Kosten auf und macht den Einsatz effizienter KWK-Anlagen sowie den Einsatz Erneuerbarer Energien für den Eigenverbrauch weniger attraktiv. Dieses Erfolgsmodell ist in Gefahr. Denn bisher war selbst erzeugter Industriestrom nicht Bestandteil des EEG-Umlagesystems – zumal die Unternehmen den so produzierten Strom zu nahezu 100 Prozent selbst verbrauchen und nicht eine Kilowattstunde in die Stromnetze einspeisen.


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Standorttreue deutscher Mittelständler

Der industrielle Mittelstand ist stark regional verwurzelt. Mittelständler sind daher Garanten für langfristig sichere, anspruchsvolle und gut entlohnte Arbeitsplätze in ganz Deutschland. Ein Großteil mittelständischer Investitionen wird in Deutschland getätigt. Diese Standorttreue wird durch eine Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen in Deutschland – etwa durch national einseitig steigende Energiekosten – bestraft.

Verteilung des Investitionsvolumens nach Regionen:

80,2

%

Inlandsinvestitionen

 19,8 % Auslandsinvestitionen

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Ohne ein professionelles Management der

Energiewende

hat der erfolgreiche deutsche

Mittelstand

keine Zukunft.

Energiewende Klimaschutz Der Mittelstand spielt bei

und eine entscheidende Rolle. Als Stromund Wärmekonsumenten sind die Unternehmen auf wettbewerbsfähige Energiepreise angewiesen.

Gleichzeitig sind deutsche Tüftler und Unternehmer oftmals weltweit führend bei klimaschützenden Technologien – von der energieeffizienten Heizung bis hin zur Solarpanele. Nur mit ihren Produkten werden die Energiewendeziele erreichbar. Energieeffizienz spielt hier die entscheidende Rolle: Die umweltfreundlichste Kilowattstunde ist die, die gar nicht erst erzeugt werden muss. Eine echte Energiewende kann deshalb nur gelingen, wenn wir es gemeinsam schaffen, die Energieeffizienz in Deutschland und Europa zu steigern. Gleichzeitig ist die Energiewende ein großes Risiko für kleine und mittelständische Unternehmen: Die Industriestrompreise sind in den vergangenen Jahren in Deutschland um rund 40 Prozent gestiegen - Mittelständler in Deutschland zahlen für ihre Energie mehr als doppelt so viel, wie beispielsweise ihre Konkurrenten in den USA. Zudem ist hierzulande vor allem die Kostenbelastung durch Steuern und staatlich induzierte Umlagen im europäischen Vergleich besonders hoch. Mehr als die Hälfte des Strompreises entfällt auf diese „Staatslasten“. Diese Situation ist eine große Gefahr für den Mittelstandsstandort Deutschland. Damit wird Energiepolitik zu Mittelstandspolitik.


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Fazit

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Die Energiewende ist von existentieller Bedeutung für die Zukunft des erfolgreichen deutschen Mittelstands. Über 90 Prozent der deutschen Industrieunternehmen gehören zum Mittelstand – meist sind es in den Regionen verwurzelte Familienbetriebe. Ziel ist es, diesen Unternehmen wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu stellen, um Wohlstand, Investitionen und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern.

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-- Die Energiewende ist nur mit dem Mittelstand umsetzbar – oder gar nicht. -- Energiepreissteigerungen gefährden die Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze im Mittelstand.

-- Der Mittelstand braucht langfristige Planungssicherheit und stabile Rahmenbedingungen. -- Die generationenübergreifende Standorttreue deutscher Mittelständler wird durch einseitige nationale Belastungen bestraft.

-- Energieeffizienz stellt größte Chance der Energiewende dar. Der deutsche Mittelstand bietet technologische Lösungen zur Erschließung enormer Einsparpotenziale (etwa moderne Gebäudetechnik).


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Impressum Herausgeber Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. Abteilung Marketing, Online & Veranstaltungen Breite Straße 29 10178 Berlin T.: +49 30 2028-0 www.bdi.eu Redaktion RA Daniel Schwake, Referent Abteilung Mittelstand und Familienunternehmen Dr. Eberhard von Rottenburg, Referent Abteilung Energie- und Klimapolitik Konzeption & Umsetzung Sarah Pöhlmann, Referentin Abteilung Marketing, Online & Veranstaltungen Druck Das Druckteam Berlin www.druckteam-berlin.de Bildnachweis Cover: 96263802 / © industrieblick - fotolia.com Seite 4: 72412370 / © industrieblick - fotolia.com Seite 11: 76406468 / © industrieblick - fotolia.com Verlag Industrie-Förderung GmbH, Berlin Gestaltung / Layout Michel Arencibia www.man-design.net Stand Oktober 2016 BDI-Publikations-Nr.: 0048

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