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TEASER_Publikation_design connects_Was kann design-by bayern design

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connectsdesign Design W as kann

design connects

Design verbindet. Das ist nicht nur die zentrale Botschaft dieser Publikation, die begleitend zu einer gleichnamigen Ausstellung im Neuen Museum Nürnberg umgesetzt wurde, sondern auch etwas, das sich bereits in deren Erarbeitung zeigt. Denn „design connects“ führt auch zwei Organisationen mit ihren eigenen Perspektiven und Ideen in einer gemeinsamen Kollaboration und Aufgabe zusammen:

bayern design vermittelt Wissen über Design und baut einschlägige Netzwerke auf. Das Kompetenzzentrum für Design in Bayern zeigt auf, wie entscheidend Gestaltung für den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und nachhaltigen Wandel ist. bayern design engagiert sich für Design, weil es dem Menschen und seinen Bedürfnissen gerecht wird und dabei Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt nachhaltig prägt.

Das Netzwerk Wissenschaft, Kunst und Design der FraunhoferGesellschaft fördert die Zusammenarbeit zwischen Akteurinnen und Akteure unterschiedlicher Wissensgebiete und der Gesellschaft. Es unterstützt den schöpferischen Austausch für neue Sichtweisen auf komplexe Herausforderungen. Als Netzwerk setzt es sich für eine interdisziplinäre Forschung ein, weil sie innovative Perspektiven auf die Wissenschaft ermöglicht.

Gemeinsam geben wir alles dafür, das Bewusstsein und die Wertschätzung für das Potenzial von Design in Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Mit „design connects“ arbeiten wir im Schulterschluss daran, Design als strategischen Beitrag zu unternehmerischem Denken, gesellschaftlicher Veränderung und wissenschaftlichem Fortschritt sichtbar zu machen. Menschen, Disziplinen, Ideen – Design verbindet. Und wenn es das tut, entsteht Fortschritt, der allen zugutekommt.

Nadine Vicentini

Prof. Dr. Jens Krzywinski bayern design

Fraunhofer-Netzwerk Wissenschaft, Kunst und Design

Unsere zentrale Frage lautet: Was kann Design? Warum beschäftigen wir uns mit Design und warum sollten das auch andere tun? Diese Publikation versteht Design nicht als abgeschlossenen Begriff, sondern als offene Einladung, diesen weiterzudenken und für sich nutzbar zu machen. Die folgenden Seiten richten sich daher insbesondere an Unternehmen, Forschende, Gestaltende, Institutionen und alle, die den Wandel aktiv mitgestalten wollen. Sie sollen neugierig machen und dazu anregen, neu über Design nachzudenken und es aktiv mitzugestalten. Denn der Gedanke von Design als Instrument zur Zukunftsgestaltung von Gesellschaft und Wirtschaft kann sich nur im interdisziplinären Miteinander entfalten.

Welten eröffnen

Design gestaltet Dinge so,

dass alle Menschen sie intuitiv nutzen können.

Unsere Gesellschaft ist vielfältig: Menschen verschiedener Altersgruppen, Sprachen und Kulturen leben zusammen. Sie haben unterschiedliche Bedürfnisse. Produkte, Erlebnisse und Räume müssen so gestaltet sein, dass jeder sie nutzen kann. Dafür braucht es Design, das sich selbst erklärt und auf alle Rücksicht nimmt. Ob Möbel, Apps oder Möglichkeiten für soziales Engagement – intuitives und zugängliches Design hilft allen.

Design spricht Emotionen

an, um Wohlbefinden, Heilung, Kreativität oder Entscheidungen zu fördern.

Emotionen sind wichtig im Alltag. Sie helfen uns, Dinge als gut oder schlecht, sicher oder gefährlich zu erkennen. Sie beeinflussen auch unser Verhalten, unser Denken und unsere Entscheidungen. Design kann durch Farben, Formen, Klänge oder Materialien gezielt Emotionen wecken. Es unterstützt Kreativität bei der Arbeit oder fördert Heilung und Wohlbefinden im Krankenhaus sowie die Motivation und Aufmerksamkeit in der Schule oder im Büro.

Brücken bauen

Design bringt unterschiedliche

Bedürfnisse zusammen.

Ob in der Stadt, auf dem Land, auf öffentlichen Plätzen oder im Zug – wo Menschen zusammenkommen, bestehen unterschiedliche Interessen. Es ist nicht immer leicht, alle Ansprüche unter einen Hut zu bringen. Design hilft, diese Bedürfnisse zu verbinden und Brücken zu bauen. Design schafft Räume, in denen alles gut zusammenpasst. Das macht sie lebenswerter und bringt Menschen zusammen.

Gesicht zeigen

Design macht Werte, Ziele und Ideen von

Unternehmen sichtbar.

Erfolg bedeutet heute mehr, als nur gute Produkte anzubieten. Menschen achten darauf, wofür ein Unternehmen steht. Welche Ziele und Werte hat es? Wie geht es mit den Mitarbeitenden um? Schützt es die Umwelt? Dieses Gesamtbild wird durch eine Marke zusammengefasst. Design hilft, diese Werte in der Gestaltung von Marken und Produkten sichtbar zu machen. So zeigt es, was ein Unternehmen, aber auch eine NGO oder eine Kultureinrichtung ausmacht.

Vertrautes schaffen

Design schafft Kontinuität

in einer Welt, die sich ständig wandelt.

Internet, künstliche Intelligenz oder Globalisierung – unsere Alltagswelt verändert sich in unglaublicher Geschwindigkeit. Diese Veränderungen können Ablehnung oder Sorgen hervorrufen. Design hilft, Bewährtes zu bewahren und für die Zukunft weiterzuentwickeln. Dafür nutzt es vertraute Formen und Ideen, um neue Lösungen zu schaffen, die die Verbindung zwischen Gegenwart und Zukunft stärken. So verknüpft Design den Fortschritt mit der Alltagswelt der Menschen und erleichtert den Übergang in eine sich wandelnde Welt.

Neues wagen

Design findet überraschende

Innovationen und Lösungen, die den Alltag revolutionieren.

Für eine fortschrittliche Zukunft für Mensch und Planet braucht es neue Ideen. Design kann Produkte völlig neu denken und bringt dafür Fachleute aus verschiedenen Sparten zusammen. So entstanden durch Design bereits völlig neuartige Produkte und Services wie Smartwatches, Prothesen oder auch Bike- und Carsharing. Design ermöglicht nicht nur überraschende Lösungen, sondern trägt auch dazu bei, neue Technologien für den Einsatz im Alltag brauchbar zu machen.

Klarheit schaffen

Design schafft Orientierung, damit Menschen sich besser zurechtfinden.

Die Welt wird immer komplexer – digital und physisch. Informationen sind überall verfügbar, doch manchmal geht die Orientierung verloren. Design bringt Ordnung in dieses Chaos: Es macht Daten greifbar, indem es Informationen mit Farben, Formen und Symbolen aufarbeitet oder Geschichten erzählt. Design schafft Klarheit, ob mit Karten, Diagrammen oder der Gestaltung von Räumen. So hilft Design Menschen, sich in der Welt besser zurechtzufinden.

Zukunft ermöglichen

Design entwickelt langlebige Produkte, die Ressourcen sparen und unseren Planeten schützen.

Klimawandel, Umweltverschmutzung und Eingriffe in die Natur betreffen uns alle. Schon jetzt gibt es weniger Tier- und Pflanzenarten, Rohstoffe werden knapper und das Wetter extremer. Deshalb ist es wichtig, nachhaltig zu handeln. Nachhaltiges Design setzt auf Reduktion, Wiederverwendung, Reparierbarkeit und Recycling. Es hilft dabei, neue, umweltfreundliche Materialien zu finden und Ökosysteme zu schützen. So gelingt es, durch kluge Gestaltung Ressourcen zu sparen, Emissionen zu senken und die Umwelt zu schonen.

Fragen stellen

Design regt Diskussionen

an und macht die Folgen von Entscheidungen erfahrbar.

Wir stehen vor großen Veränderungen: Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern unseren Arbeitsalltag, Umweltprobleme verlangen schnelles Handeln. Design hilft, über diese Herausforderungen nachzudenken, bevor es zu spät ist. Es zeigt nicht nur Lösungen auf, sondern stellt auch Fragen: Was wäre, wenn …? Wie könnte unsere Zukunft aussehen? Design kann Diskussionen anregen und zum Handeln bewegen – in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Das kann Design

Design aus dem Schatten treten lassen. Das Unsichtbare sichtbar machen. Das war die Aufgabe, die wir uns mit dieser Publikation gestellt haben. Dabei darf gutes Design auch weiterhin unsichtbar bleiben. Doch der Einfluss, die Möglichkeiten und die Wirkung von Design dürfen es nicht.

Auch wenn sich all das, was Design kann, nicht vollständig mit Zahlen belegen lässt, kann man Design sichtbar und erlebbar machen – wie zum Beispiel in der Ausstellung „design connects. Was kann Design“ im Neuen Museum Nürnberg. Dies gelingt mit einem Blick auf die zahlreichen

Projekte, Beispiele, Geschichten und insbesondere auch die Menschen, die Design schaffen und erklären. Denn Design bietet eine Antwort auf die umfangreichen und immer anspruchsvolleren Anforderungen in Wirtschaft und Alltag. Es betrachtet Anforderungen ganzheitlich und findet sinnvolle Verknüpfungen von Funktion, Haptik, Ästhetik, Wert, Nutzbarkeit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Design bietet somit für Wirtschaft und Gesellschaft weit mehr als „nur“ Methode, Perspektive oder Stil.

Beteiligte Institutionen

bayern design

bayern design ist das Kompetenzzentrum für Wissenstransfer und Kollaborationen rund um Design in Bayern. Mit seinen Projekten unterstreicht es die Bedeutung von Gestaltung. Denn Design spielt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und nachhaltigen Wandels. Die bayern design GmbH wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützt und veranstaltet Deutschlands größtes Design-Event, die munich creative business week (mcbw), die immer im Frühjahr in München stattfindet. Im Trägerverein bayern design forum e.V. engagieren sich designaffine Unternehmen, Agenturen und Freelancer aller Designdisziplinen, Architekturbüros, Wirtschaftskammern, Hochschulen und Verbände. Weitere Informationen unter: www.bayern-design.de www.mcbw.de

Fraunhofer

Das Fraunhofer-Netzwerk Wissenschaft, Kunst und Design (WKD) fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Forschung, Kunst und Design. Es zeigt, wie kreative Ansätze helfen, gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen und wissenschaftliche Themen zugänglich zu machen.

Das 2018 gegründete Netzwerk wird von der Fraunhofer-Gesellschaft getragen – Deutschlands führender Organisation für angewandte Forschung mit 32.000 Mitarbeitenden an 75 Instituten. Mit 28 Mitgliedsinstituten bietet das Netzwerk WKD eine Plattform für Forschungsprojekte, Wettbewerbe und Ausstellungen.

Innerhalb des WKD-Netzwerkes hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO an dieser Publikation federführend mitgearbeitet. Das Institut selbst spielt eine zentrale Rolle in der Gestaltung der digitalen Arbeitswelt und Stadtentwicklung und optimiert das Zusammenspiel von Mensch, Organisation und Technologie für zukunftsfähige Arbeits- und Lebensräume. www.art-design.fraunhofer.de www.iao.fraunhofer.de

Bildrechte

Unternehmertum und Wirtschaft

Canyon: KMS Team & Canyon

BENE PIXEL: BENE GmbH & Jamie McGregor Smith

Exoskelett: Fraunhofer IML & Michael Neuhaus

Fueling Up Desirable Futures: Sharp & Sour

Wissen und Bildung

Schulschrift Primæ: Martin Tiefenthaler, Dr. Titus Nemeth & Wiener Bildungsserver

Grip-Bleistift: Faber-Castell

Systems Thinking: CeRRI I Fraunhofer IAO

Strom, Netz, Fluss: Ellery Studio

Ökosystem und Planet

Papilio: Andreas Lang & Tobias Trübenbacher

Feldschwarm: Technisches Design, TU Dresden

SHIFTphone 8: SHIFT GmbH

inBETWEEN und LinumTube: Studio Jonathan Radetz (inBETWEEN) & Tamara Eda Temuçin (LinumTube)

Urbanisierung und Mobilität

Core: Fraunhofer IAO

Leitsystem kbo: designgruppe koop

Passenger First Mobility Ecosystems: Siemens Mobility& N+P Innovation

Design GmbH

Superkilen: Iwan Baan

Well-Being und Gesundheit

Carevix: FLUID Design GmbH

Universitäts-Kinderspital Zürich: Herzog & de Meuron, Maris Mezulis

CIARTIC Move: Siemens Healthineers AG

Programmable Brace: Fraunhofer IWU & Sascha Linke

Vernetzung und Digitalisierung

Babbel: Babbel GmbH

Enna: enna systems GmbH & HYVE Innovate GmbH

FC Bayern Basketball Fan-App: 3XN & Futurice GmbH

MVGO-App: Truffle Bay GmbH

Demokratie und Teilhabe

Sheltersuit: Tony Docekal

Grundgesetz als Magazin: Oliver Wurm und Andreas Volleritsch GbR

Osnabrücker Küche: Heilpädagogische Hilfe Osnabrück e.V.

Kleinster gemeinsamer Nenner: Markus Jürgens, Fraunhofer

Ethik und Kultur

Josy: Fraunhofer IAO

I love New York: Jon Arnold, Tatiana Bidon, Wesley Johnson

The Refugee Nation flag: The Refugee Nation & Amnesty International finally. FINAL STUDIO GmbH & Mina Monsef

Fotos der Ausstellung im Neuen Museum Nürnberg: Annette Kradisch

Die Rechte für nicht aufgeführte Abbildungen liegen beim Herausgeber. Dieser hat sich bemüht, alle Rechteinhaber zu ermitteln. Sollte dies im Einzelfall nicht gelungen sein, bittet der Herausgeber um Nachsicht und Kontaktaufnahme.

Impressum

Edition Emil, Andreas Koop und Katrin Beste, www.edition-emil.eu

Am Bergblick 4, 87616 Marktoberdorf, Telefon +49 8342/969144-0

Herausgeber: bayern design GmbH, Luitpoldstraße 3, 90402 Nürnberg

Autor:innen: Katharina Dienes, Linus Rapp, Patrick Ruess, Kilian Steiner, Nadine Vicentini

Kurator:innen Ausstellung: Kilian Fabich, Nadine Kussinger

Redaktion: Linus Rapp, Kilian Steiner

Lektorat/Korrektorat: Elisa Hanusch, Kaufbeuren

Grafische Umsetzung: designgruppe koop GmbH, Marktoberdorf

Schrift: Neue Helvetica LT Std

Papier: Circle Offset Recycling mit Zertifikat »Blauer Engel«

Druck/Verarbeitung: Druckerei Wagner GmbH, Mindelheim

© 2025

Edition Emil/designgruppe koop

ISBN: 978-3-9825243-6-8

Von der App bis zum Stadtpark, vom Bleistift bis zum Smartphone – es gibt heute kaum noch etwas, das nicht gestaltet wurde. Doch was macht gutes Design aus? Und was muss es im Hinblick auf den ökologischen Wandel, auf gesellschaftliche Umbrüche oder technischen Fortschritt können? Diese Fragen stellt sich „design connects. Was kann Design“.

bayer n design und das Fraunhofer-Netzwerk Wissenschaft, Kunst und Design beleuchten in 32 Arbeiten und Projekten aus sämtlichen Sparten des Designs, was Design heute eigentlich alles kann und wie es funktioniert.

Preis: 15 EUR

ISBN: 978-3-9825243-6-8

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