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Engelsloge n°69

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Eine Anzeigensonderveröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung

BAYERISCHE STAATSOPER

Engelsloge Ausgabe 69 — September bis November 2026

Heldin oder Antipodin? Maria Stuarda von Gaetano Donizetti ist Anlass für zwei ­Premieren an der ­Bayerischen Staatsoper

Schaurig schön: Edward Clug kreiert mit C A R P A T H I A - Der Mythos der Untoten eine Uraufführung für das Bayerische Staatsballett

Willkommen im Wohnzimmer! Die Apollon Foyers verwandeln das Nationaltheater in einen Ort der Begegnung


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Global Partner der Bayerischen Staatsoper

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THE NEW 7 BAYERISCHE MOTOREN WERKE


EDITORIAL / INHALT

Liebes Publikum,

Foto: Julian Baumann; Titelseite: Serifa

was Oper vermag, zeigt die Neuinszenierung von Tobias Kratzers Ring des Nibelungen: Mit ihrer klaren Erzählweise zieht sie das Publikum von Beginn an in den Bann. Spannende Bezüge in der Handlung und humorvolle Anspielungen laden dazu ein, immer wieder Neues zu entdecken. Bei der SiegfriedPremiere, die den Reigen der Neuproduktionen eröffnet, steht wieder General­ musikdirektor Vladimir Jurowski am Pult. Mit C A R P A T H I A – Der Mythos der Untoten widmen wir uns einer der schillerndsten Gestalten der Literatur wie übrigens auch des Films und der Popkultur: Graf Dracula. Der rumänische Choreograph Edward Clug bringt in einer Uraufführung mit dem Bayerischen Staatsballett den faszinierendzwielichtigen Helden auf die Bühne. Donizettis fesselndes Belcanto-Drama Maria Stuarda, die zweite Opern­pre­ miere der Saison, wird ab Dezember erstmals szenisch am Nationaltheater gezeigt. Ergänzend dazu präsentiert Performerin Lulu Obermayer ihre Sicht auf die wohl berühmtesten Regentinnen der Geschichte in dem szenischmusikalischen Projekt Königin(nen), während Brett Dean in Of One Blood, seiner Version des berühmten Stoffes, wieder andere Akzente setzt. Die Wiederaufnahmen von Semele, Ariadne auf Naxos, Lucrezia Borgia und Un ballo in maschera versprechen einen reichen Opern-Herbst, während das Bayerische Staatsballett mit Die Kameliendame, Illusionen – Wie Schwanensee und Common Ground seine ganze künstlerische Bandbreite zeigt. Klavier­ legende Mitsuko Uchida tritt beim 1. Akademiekonzert unter Vladimir Jurowski erstmals mit dem Bayerischen Staatsorchester auf. Erste Einblicke in die neue Spielzeit geben das BMW Classics Konzert im Rahmen von Oper für alle im BMW Park mit den Solist:innen Diana Damrau und Benjamin Bernheim sowie das UniCredit Eröffnungsfest mit zahlreichen Veranstaltungen vom Mitsingkonzert bis zur Vorstellung der beliebten Rossini-Oper La Cenerentola und einem Ausklang mit Jazzmusik.

Engelsloge Ausgabe 69 September bis November 2026

Oper 04 DAS LEBENSELIXIER DES KÜNSTLERISCHEN DISKURSES Zwei Premieren schlagen Brücken zwischen institutionalisierter Kultur und freier Szene Ballett 06 TANZ MIT MIR, DRACULA! Das Bayerische Staatsballett zeigt eine Uraufführung von Edward Clug 08 HÖHEPUNKTE IM HERBST Oper 10 TÜREN AUF Die Prunksäle des Nationaltheaters öffnen jeden Freitag ihre Türen für alle

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Oper in Zahlen SIEGFRIED

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OPERNRÄTSEL

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Steckbrief UNICREDIT ERFÖFFNUNGSFEST

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Ich freue mich sehr darauf, Sie alle in der neuen Spielzeit willkommen zu heißen!

Serge Dorny ai1759156141125_engelsloge_1-3_SEITE_09-2025_PFADE Kopie.pdf

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29.09.25

16:29

SERVICE / IMPRESSUM

Informationen und Karten zu allen Vorstellungen beim Zentralen Kartenverkauf der Bayerischen Staatstheater, an der Tageskasse der Bayerischen Staatsoper oder auf www.staatsoper.de siehe Seite 15


OPER

DAS LEBENSELIXIER DES KÜNSTLERISCHEN DISKURSES

LULU OBERMAYER ist Performance-Künstlerin und Theatermacherin; geboren in München, studierte in New York, Glasgow und Berlin; gibt mit Königin(nen) ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper. FRANCESCO MICHELI ist Regisseur und Librettist, geboren in Bergamo, leitete zehn Jahre das dortige Donizetti-Festival; inszeniert weltweit, seine Produktionen sind vielfach ausgezeichnet.

Motiv: Serifa

Kann es nur eine geben? Die Fehde zwischen Maria Stuart und Elisabeth I. endete blutig. Im Opernbetrieb aber schlägt die kreative Koexistenz von Freier Szene und altehrwür­digen Institutionen F­ unken. Warum es beide Welten braucht, diskutieren Performerin Lulu Obermayer und Regisseur Francesco Micheli im Doppel­ interview – beide präsentieren im Winter jeweils eine Neuproduktion

4 Engelsloge


Nach der Uraufführung von Brett Deans neuer Oper Of One Blood und dem Electro(melo)drama Techno Queen in der letzten Spielzeit folgen nun Königin(nen) von Lulu Obermayer und Gaetano Donizettis Maria Stuarda, inszeniert von Francesco Micheli. Wie blicken wir heute auf den historischen Konflikt der beiden Königinnen? Lulu Obermayer (LO): Maria Stuart und Elisabeth I. begegnen uns nicht unmittelbar, sondern durch eine jahrhunderte­ rzählung. Die Rollen scheinen schnell verteilt: Wer ist alte E die Protagonistin, wer die Antagonistin? Maria Stuart oder Elisabeth I.? Katholisch oder protestantisch? Schottland ­ oder England? In ihrem Konflikt verdichten sich zentrale ­religiöse, politische und nationale Bruchlinien Europas. Francesco Micheli (FM): Die Geschichte dieser beiden Frauen – zweier Königinnen, zweier Cousinen – vermittelt die Tragik der Situation der Frau in der westlichen Gesellschaft und offenbart gleichzeitig die Widersprüche von Macht und Politik. Am meisten hat mich erschüttert, dass Elisabeth I. – eine der mächtigsten Frauen der Geschichte – am Ende ihres Lebens von Reue über den Tod ihrer Cousine zweiten ­Grades zermürbt war. Dies ist exemplarisch für das Hinund-Hergerissen-Sein zwischen Entscheidungsfreiheit und gesellschaftlichen Verpflichtungen. LO: Bei Königin(nen) interessiert mich die automatische Parteinahme. Im Englischen gibt es die Redewendung „to walk in someone else’s shoes“. Was passiert, wenn man die Welt für einen Moment aus den Augen eines anderen Menschen betrachtet – und anschließend mit dieser neuen Erfah­rung auf die eigene Position zurückblickt? Ich möchte, dass nicht sofort feststeht, wer die Heldin und wer die Gegenspielerin ist. Können sich diese Zuschreibungen verschieben? Wer erzählt die Geschichte? Kann man sich zwischen den Polen dieser beiden Königinnen aufhalten? Lulu, Sie arbeiten an der Schnittstelle von Oper, Performance und Bildender Kunst. Jetzt wirken Sie erstmals an der Bayerischen Staatsoper. Was ist anders, wenn Sie hier die Ionischen Säle und den Königssaal bespielen? LO: Als freie Theatermacherin entwickle ich nicht nur die künstlerischen Ideen, sondern schaffe meist auch die Bedingungen ihrer Umsetzung. Ein Opernhaus arbeitet mit anderen Strukturen und Möglichkeiten. Diese Räume kenne ich seit meiner Kindheit. Heute dort zu arbeiten, fühlt sich an wie die Arbeit in einem überdimensionalen Puppenhaus. Seit über zehn Jahren arbeite ich mit Oper aus der Perspektive der zeitgenössischen Performance. Mich interessiert, was entsteht, wenn diese beiden Arbeitsweisen aufeinandertreffen. Francesco, Sie haben mit Cavalleria rusticana / Pagliacci bereits an der Bayerischen Staatsoper inszeniert, erarbeiten auch regelmäßig neue Formate mit Communities, oft im öffentlichen Raum. Worin liegt die Relevanz der Oper außerhalb des Opernhauses? FM: Meine beiden größten Leidenschaften sind Oper und Technomusik. Als Teenager hat mir die Musik von Mozart, Donizetti und Tschaikowski das Leben gerettet. Ich bin überzeugt, dass Musik und Theater – mit ihrer transformativen Kraft – dazu beitragen können, ein seelisches Unbehagen zu lindern. Daher halte ich energische Bemühungen zur Förderung der Oper für unverzichtbar. Engelsloge

Warum braucht Oper sowohl die freie Szene als auch die Institution? FM: Der Dialog zwischen Institutionen und unabhängigen Akteuren ist das Lebenselixier des künstlerischen Diskurses. Ich bin der festen Überzeugung, dass er noch weiter ausgebaut werden muss, und widme mich daher intensiv der Weiterentwicklung musiktheatraler Formen. Unsere Theater spielen ein gewisses Standardrepertoire. Gleichzeitig müssen wir Neues schaffen, das das Publikum von heute anspricht. Ich glaube, dass der Dialog zwischen Institutionen und unabhängigen Akteuren der Weg ist, um neue Formen der Oper zum Leben zu erwecken. LO: Für das Publikum bleiben die Produktionsbedingungen oft unsichtbar. In der freien Szene entstehen mit jedem Projekt das Team, die Finanzierung, der Zeitplan neu. Ein Opernhaus hat bestehende Strukturen. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen machen die Zusammenarbeit spannend. Fruchtbar wird sie dort, wo beide Seiten bereit sind, sich verändern zu lassen. Warum brauchen wir auch in Zukunft Oper? FM: Gerade in solchen Umbruchszeiten wie der heutigen wünsche ich mir, dass die Oper eine ähnlich aufrüttelnde und einigende Kraft entwickelt, wie während des Risorgimentos zu Giuseppe Verdis Zeiten. LO: Theater findet immer im Augenblick statt. Deshalb kann es Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich verhandeln. So können wir gemeinsam darüber nachdenken, wer wir waren, wer wir sind und wer wir werden könnten. Was liegt jenseits der bekannten Archetypen der Opernbühne? Können Sie sich mit einer der beiden Königinnen mehr identifizieren oder haben Sie für eine der beiden größere Sympathien? FM: Ich habe eine sehr anregende – und recht unterhaltsame – katholische Erziehung genossen und eine französische Schule besucht. Mein Temperament und meine ausgeprägte Neigung zum Märtyrertum lesen sich wohl eher wie der Anfang von Maria Stuarts Biografie. LO: Bei mir ist es ähnlich: Ich habe in Glasgow studiert und liebe Schottland. Insofern begegne ich diesem Stoff nicht unbefangen. Gerade deshalb möchte ich die Position Elisabeths I. stärken und meine eigene Parteinahme hinterfragen. Die spannendste Begegnung findet für mich nicht zwischen Maria und Elisabeth statt, sondern zwischen der eigenen Überzeugung und der Bereitschaft, sie noch einmal zu überprüfen.

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Die Fragen stellte Ana Edroso Stroebe.

KÖNIGIN(NEN) Lulu Obermayer Königssaal, Nationaltheater Mi., 18.11.26 20:00 Uhr URAUFFÜHRUNG Do., 26.11.26, Mi.,02.12.26 jeweils 20:00 Uhr Karten 20€

­M ARIA STUARDA Gaetano Donizetti Nationaltheater So., 20.12.26 Mi., 23.12.26 So., 27.12.26 Mi., 30.12.26 2.1.27 Sa

18:00 Uhr 18:00 Uhr 18:00 Uhr 19:00 Uhr 18:00 Uhr

PREMIERE (Preise O) (Preise M) (Preise L) (Preise L) (Preise L)

Preise O: ab 15 € bis 218 €, Preise M: ab 14 € bis 193 €, Preise L: ab 11 € bis 163 € Vorverkauf siehe Seite 15

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BALLETT

TANZ MIT MIR, DRACULA!

„Bistritz, 3. Mai. – München ab am 1. Mai 8.35 abends. Wien am frühen Morgen des nächsten Tages; sollte eigentlich 6.46 ankommen, der Zug hatte aber eine Stunde Verspätung.“ So Edward Clug begann seine Karriere als Tänzer am Slowenischen Nationalbeginnt Bram Stokers Schauerroman Dracula. Erst­mals theater in Maribor. Seit 2003 leitet er das dortige Ballett. ­erschienen 1897. Drei Tage braucht Jonathan Harker von längst ein Teil der Popkultur – habe ihn jedoch lange ab­ München nach Rumänien, um dort dem Grafen Dracula ein geschreckt. Und doch hat ihn diese ­Geschichte, die so geAngebot für eine Immobilie in London zu unterbreiten. Ein schickt zwischen Faszination und Angst, zwischen Grusel gutes Jahrhundert später macht sich der rumänische Tänzer und Attraktivität pendelt, dann letztlich überzeugt: „Unsterbund Choreograph Edward Clug auf den gleichen Reiseweg; lichkeit zu erlangen, ja, da liegt doch eine gewisse Anziehung nur in umgekehrter Richtung. Er erinnere sich noch gut an darin“, sagt er, außerdem habe ihn der kulturgeschichtliche seinen ersten Flug nach München um hier beim Bayerischen Hintergrund, der in Rumänien, aber auch in Serbien oder Staatsballett sein neuestes Projekt anzugehen, erzählt er: Bosnien immer noch spürbar sei, interessiert: der Aber­ Ein Ballett nach den Motiven von Dracula. „Der Flug ging glaube, die alten Traditionen, die alten Ideen. „Und ich muss über die Karpaten, über die Alpen, bei der Landung war ­zugeben, ich finde das sehr interes­Vollmond …“, führt er aus und Einblicke in die Kostümentwürfe für die Uraufführung sant, das alles wiederzuentdecken grinst. Das Spiel mit den und von einem anderen Blickwinkel romantischen Schauer- und ­ aus zu zeigen.“ Gruselmotiven, es funktioniert Dracula als Figur ist gerade im 20. auch heute noch. Jahrhundert aber jedoch fast überinGeografisch gesehen ist terpretiert worden. Es gibt Max Dracula so etwas wie die offensichtliche Verbindung zwischen Schreck als Nos­feratu. Allein dessen Clug und dem Bayerischen gespreizte Handhaltung gibt eine Art Staatsballett. Und auch wegen Bewegungsikonografie für diese Figur seiner Herkunft, er ist 1973 in vor. „Ich finde das einen sehr interessanten Zugriff auf Dracula“, sagt Clug Beiuș in Rumänien geboren, dazu, diese Version sei schärfer und und in einem Dorf in Transsylwachsen, habe vanien aufge­ weniger romantisch als der Roman. Weiter geht es über ihn diese Geschichte schon Werner Herzogs Interpretation mit Klaus Kinski bis hin zu länger gereizt. Der kommerziFrancis Ford Coppolas Verfilmung aus den Neunzigerjahelle Aspekt daran – immerhin ren. Hinzu kommen unzäh­lige Adaptionen, vom Videospiel über Teenie-Love-Storys zum Musical. „Aber all diese ist diese Ur-Vampirgeschichte 6 Engelsloge

Foto: Leszek Januszewski

Der rumänische Tänzer und Choreograph Edward Clug begibt sich auf die Spuren des Ur-Vampirs Dracula. Aberglaube, alte Legenden und neu komponierte Musik verschmelzen in seinem neuen Handlungsballett „C A R P A T H I A “


Versionen von Dracula haben sich tief in unsere Erwartungen und Vorstellungen von dieser Geschichte eingeschrieben“, sagt Clug, „mir wurde dann klar, dass es ganz schön schwierig werden würde, all die Klischees über Dracula zu umgehen ...“ Also hat er sich dazu entschlossen, die Geschichte ein bisschen offener zu lassen. Er hat die Figuren nicht benannt und wird die kultu­rellen Hintergründe seiner Heimat mit in sein Stück aufnehmen. „Die Geschichte entwickelt sich mehr wie eine Spirale“, ­erklärt er, die Dramaturgie seines Stücks sei weniger linear als das Buch. Trotzdem werde er eine Geschichte erzählen mit Spannungsbögen und Identifi­ kationsmöglichkeiten. Ein abendfüllendes Handlungsballett also, im klassischen, ja romantischen Sinn, für das der slowenische Komponist Milko Lazar eine neue Musik geschrieben hat. Auch er wird, etwa mit einem alten slowenischen Holzinstrument, die Musik an die Traditionen Osteuropas anbinden und dennoch einen neuen, zeitgenössischen künstlerischen Ausdruck dafür finden. Etwas, das Edward Clug sehr schätzt. Denn auch wenn dieses Holzinstrument in Rumänien nicht bekannt ist, erinnere ihn der Klang an seine Kindheit in Transsylvanien. Doch in dieser großen theatralen Form mit einer eigens dafür komponierten Musik eine geschlossene Handlung zu erzählen, das ist heutzutage nicht immer einfach. Tanz­ stücke sind kürzer geworden, abstrakter, schneller und fragmentierter. Edward Clug, der seit 2003 Ballettdirektor in Maribor in Slowenien ist, und dessen Stücke international aufgenommen und aufgeführt werden, widmet sich seit etwa zehn Jahren auch diesen großen Balletten. Darin sieht er einen ganz klassischen Mehrwert für die Gesellschaft: Denn eine große Geschichte auf der Bühne zu sehen, verschafft dem Publikum eine Erfahrung. Es verwickelt emotional in das Bühnengeschehen, lässt das Publikum teilhaben und zeigt ungewöhnliche Lösungsmöglichkeiten auf: „Wir brauchen diese Emotionen. Man braucht etwas, das einen bewegt. Und so ein abendfüllendes Handlungsballett ist eine großartige Gelegenheit dafür. Man wird als Zuschauer über zwei Stunden Zeuge von etwas Neuem und geht auf eine Reise, die in diesem Fall in die Karpaten, nach Transsylvanien führt.“ Den Horizont erweitern also über eine ästhetische Erfahrung im aristotelischen Sinn. Und in München, in der Stadt, von der Jonathan Harker im Roman Dracula in Richtung Osten, in Richtung des ­Unbekannten aufbricht, wird diese Einfühlung für das Pub­ likum dann auch ganz stilecht vorgelegt: Denn es wird ­Vollmond sein am 24. November 2026. Einen Tag später, am 25. November, wird in diesem Licht Edwards Clugs neues Ballett C A R P A T H I A – der Mythos der Untoten seine ­Uraufführung ­haben. Rita Argauer

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­C A R P A T H I A — DER MYTHOS DER UNTOTEN Edward Clug Nationaltheater Mi., Sa., Fr.,

25.11.26 28.11.26 04.12.26

19:30 Uhr URAUFFÜHRUNG (Preise L) 19:30 Uhr (Preise K) 19:30 Uhr (Preise K) Preise L: ab 11€ bis 163 €, Preise K: ab 10 € bis 132 € . Vorverkauf siehe Seite 15

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HÖHEPUNKTE IM HERBST

DAS SCHWARZE SCHATTENSPIEL DER MACHT

Autoritärer Anzugträger: Der uruguayische Bassbariton Erwin Schrott verkörpert den eifersüchtigen Ehemann Don Alfonso.

ANKÜNDIGUNG

Lucrezia Borgia birgt ein giftiges Geheimnis – mit tödlicher Konsequenz Oper Lucrezia Borgia ein leidenschaftliches BelcantoWerk, dessen virtuose Titelpartie im Oktober Angela Meade singen wird. An ihrer Seite ist Erwin Schrott als ihr Ehemann Don Alfonso zu erleben. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Antonino Fogliani.

­L UCREZIA BORGIA Gaetano Donizetti Nationaltheater So., 18.10.26 Mi., 21.10.26 Sa., 24.10.26 Di., 27.10.26

18:00 Uhr 19:00 Uhr 19:00 Uhr 19:00 Uhr

(Preise K) (Preise K) (Preise K) (Preise K)

Preise K: ab 10 € bis 132 €. Vorverkauf siehe Seite 15

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Foto: Geoffroy Schied

Sechs übergroße Buchstaben prangen an der Wand und zeigen plakativ, was Sache ist: Borgia, eine mächtige und prägende Dynastie im Italien des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, die mit mal mehr, mal weniger unlauteren Mitteln herrschte und deren Tochter Lucrezia seit Lebzeiten Inspiration ach so vieler Künstler ist. Von Hochrenaissance ist in Christof Loys Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper allerdings wenig zu sehen. Vielmehr wendet er sich ab von aller Opulenz, konzentriert sich ganz auf die komplexe Mutterrolle der Lucrezia, die als Giftmischerin, Ehebrecherin und Mörderin ihre Macht zu sichern versucht. Gaetano Donizetti schuf mit seiner


KURZ UND KNAPP

„Un ballo in maschera“ in 13 Wörtern

­U N BALLO IN MASCHERA Giuseppe Verdi Nationaltheater Sa., 31.10.26 Di., 03.11.26 Fr., 06.11.26 Mo., 09.11.26 Do., 12.11.26

19:00 Uhr 19:00 Uhr 19:00 Uhr 19:00 Uhr 19:00 Uhr

(Preise L) (Preise L) (Preise L) (Preise L) (Preise L)

Preise L: ab 11 € bis 163 €. Vorverkauf siehe Seite 15

VERANTWORTUNGSLOSIGKEIT DREIECKSBEZIEHUNG FREUNDSCHAFT VERSUCHUNG PROPHEZEIUNG WARNUNG MITTERNACHT ZAUBERMITTEL VERRAT MASKIERUNG ILLUSIONEN ATTENTAT VERGEBUNG ANEKDOTE

Zarin von Zensur gekürzt DAS DING

Cacti In Alexander Ekmans Choreographie Cacti aus dem Jahre 2010 ist der Kaktus zwar titelgebend – freilich in lateinischer Pluralform – aber während der ersten gut fünfzehn Minuten des Stückes glänzt er erst einmal durch Abwesenheit. Dann wird er feierlich hereingetragen, auf einem kleinen, weißen Podest. Dies in Analogie an die großen Podeste, auf denen die Tänzer:innen während der ersten fünfzehn Minuten des Stücks sich selbst und das Holz abklopfend zugebracht haben, begleitet von den Klängen des Streichquartetts. In 29-facher Ausfertigung präsentiert sich der Kaktus nun dem Auge der Betrachtenden, und die können in jenes Objekt, das der Choreograph einmal „a flower with attitude“ genannt hat und das gleichermaßen stachlig, phallisch und widerstandsfähig daherkommt, nun alles hineinlesen – oder auch nichts. ­C OMMON GROUND Alexander Ekman, Johan Inger, Jiří Kylián Foto: Geoffroy Schied (Un ballo in maschera), Carlos Quezada (Cacti)

Nationaltheater Sa., 17.10.26 So., 25.10.26 Mi., 28.10.26 Fr., 30.10.26 So., 08.11.26 Sa., 14.11.26

19:30 Uhr (Preise I) 18:00 Uhr (Preise I) 19:30 Uhr (Preise I) 19:30 Uhr (Preise I) 19:00 Uhr (Preise I) 19:30 Uhr (Preise I) Preise I: ab 9 € bis 100 € . Vorverkauf siehe Seite 15

Engelsloge

Das Libretto von Nikolai Rimski-Korsakows Die Nacht vor Weihnachten musste insbesondere wegen der Szene mit der Zarin der Zensurbehörde vorgelegt werden. Ein „Allerhöchster Befehl“ des Zaren aus dem Jahr 1837 verbat sämtliche Darstellungen von Mitgliedern der Zaren­familie auf der Bühne. Durch Kontakte zum Adel konnte der Kom­ponist jedoch eine „Allerhöchste Genehmigung“ des Librettos erwirken – ohne Änderungen. Vor Freude beschloss man, die Sängerin der Zarin in der Inszenierung entsprechend eines Prachtgemäldes von Katharina der Großen herrichten zu lassen. Zwei Großfürsten allerdings besuchten die Haupt­ probe und waren empört über die Darstellung der Zarin. Um die Uraufführung zu retten, wurde die Rolle ausgetauscht: Aus der Zarin wurde ein „Durchlauchster Fürst“, gesungen von einem Bariton statt einem Sopran. Die Änderungen wurden vom Zaren genehmigt. In der Inszenierung von Barrie Kosky an der Bayerischen Staatsoper ist der Auftritt der Zarin, gesungen von Violeta Urmana, spektakulär – zu erleben in vier Vorstellungen ab Mitte Dezember. ­D IE NACHT VOR WEIHNACHTEN Nikolai Rimski-Korsakow Nationaltheater Sa., 19.12.26 Di., 22.12.26 Sa., 26.12.26 Di., 29.12.26

18:00 Uhr (Preise K) 19:00 Uhr (Preise K) 18:00 Uhr (Preise K) 19:00 Uhr (Preise K) Preise K: ab 10 € bis 132 € . Vorverkauf siehe Seite 15

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OPER

TÜREN AUF Das Nationaltheater München als Herz der Stadt

Die Prunksäle des Nationaltheaters verwandeln sich freitags in einen offenen Raum zum Entdecken und Verweilen

Für nicht wenige Städte sind Opernhäuser eine Art Herz. Wer wissen will, wo „mittendrin“ ist, orientiert sich gut an den Orten, die für das musikalische Theater gebaut wurden. Opernhäuser sind deshalb eine Referenz, eine städtebaulich-geographische, aber auch für die emotionale, gefühlte, instinktive Soziographie, und dies für viel mehr Menschen, Einheimische wie Gäste, als man üblicherweise zum Opernpublikum zählen würde. Das ist gut so, denn das „unmögliche Kunstwerk“ ­(Oscar Bie), die Oper, braucht – schon wegen des Aufwands, der für die in ihr zusammenlaufenden Künste der Musik, der Szene und des ganzen Zauberkastens eines Illusionsapparats des Unerhörten betrieben werden muss – ein großes ­Publikum. Gut, wenn die Gemeinschaft, die das alles zu ­tragen hat, eine mindestens freundliche Ahnung von dem hat, was darin geschieht, und dass dies für ein Gemeinwesen auf ­besondere Weise zentral ist – auch wenn nicht alle hingehen, es hat doch für (fast) alle eine Bedeutung. Noch besser, wenn sich so ein Haus zur Stadt, in der es steht und aus der es ­seine Kraft zieht, öffnet; einlädt in die Foyers der Kunst, von wo es weitergehen könnte, ins Unabsehbare. Oper, zunächst als höfisches Fest, Repräsentations­ vehikel und elitäre Kunst der Verfeinerung liegt in der Logik der Stadt, ihrer Sinnlichkeit und Zeige-Lust dessen, was man hat und wer man ist. Das ist so und das war so, und zwar schon wenige Jahre, nachdem in Italien, um 1600 als höfisches Elite­projekt und bald, in Venedig, als bereits als Unternehmen für ein städtisches Publikum, die Geschichte der Oper begonnen hatte. Die Geschichte des Nationaltheaters, dem zentralen Ort für Oper in München, sie ist auch die Geschichte ihrer Wieder­

aufbauten. Was auch bedeutet: eines gleich mehrmals erneuerten Bekenntnisses der Stadt, einen großen Raum für ihre musikalisch-theatralen Träume haben zu wollen. 1818 in zeitgemäßem Klassizismus und mit Blick auf ein breiteres städtisches Publikum wurde das Nationaltheater nach den Plänen von Franz von Fischer eröffnet. Doch schon 1823 stand dieses erste Nationaltheater in Flammen. Nach nur zwei Jahren konnte es wiedereröffnet werden, von Leo von Klenze, Ludwigs I. allgegenwärtigen Hofarchitekten vergrößert um einen Säulen-Vorbau, die Bühne groß genug auch für die jetzt angesagten Grand Opéras eines Giacomo Meyerbeer. Mit gerade 18 Jahren wird 1864 der zweite ­ ­Ludwig König von Bayern – und München für einige Jahre zum zentralen Wirkungsort seines Idols Richard Wagner, und zum Ort bedeutender Uraufführungen. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Hofoper zur Staatsoper, bald im Zeichen legendärer Dirigenten, bis 1922 Bruno Walter, mit legendären Mozart-Aufführungen, danach Hans Knappertsbusch. Ab 1936 wirkte Clemens Krauss als dirigierender Intendant an der Münchener Oper, anders als sein Vorgänger Knappertsbusch diplomatisch begabt und wendig im Umgang mit den Mächtigen des Hitlerreichs. Krauss‘ Programmpolitik festigte die Linie Mozart-WagnerStrauss, er öffnete das Haus aber auch für eine künstlerisch ambitionierte Regie, etwa durch Engagement des späteren Intendanten Rudolf Hartmann. Richard Strauss‘ Capriccio im November 1942 war der letzte große Uraufführungsabend im alten Nationaltheater. In der Nacht auf den 3. Oktober 1943 trafen Fliegerbomben

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Fotos: Geoffroy Schied

Von Bücherregal, über eine Kopfhörerstation bis hin zu Sitzkissen: Die Apollon Foyers laden mit verschiedenen Angeboten

das Haus am Max-Joseph-Platz und zerstörten es weit­ gehend. Es sollte bis 1963 dauern, ehe Joseph Keilberth die festliche Eröffnung des neuen Nationaltheaters leitete, auf dem Programm Die Meistersinger von Nürnberg. Auch wenn es in diesem Stück um das Neue in der Kunst geht: Man kann die Rekonstruktion des Nationaltheaters – architektonisch ein Wiederaufbau, aber mit moderner Technik – vor allem als Bekenntnis zur Tradition verstehen. Andere Orte, andere Konzepte, waren erwogen und bald verworfen worden, auch der Geschlossenheit des Residenz-Ensembles wegen. Mit Günther Rennert folgte 1967 wieder ein Regisseur als Intendant, Wolfgang Sawallisch wurde der für lange Zeit prägende Generalmusikdirektor (GMD). Rennert inszenierte, öffnete das Haus aber auch für bedeutende Kollegen, JeanPierre Ponnelle, August Everding, Otto Schenk und andere. Everding (1977–1982) und Sawallisch (1982–1993) führten das Haus in eine aufgeklärt traditionsbewusste Gegenwart. 1978 erlebte Aribert Reimanns Lear seine Uraufführung. Mit der Intendanz von Sir Peter Jonas (1993–2006) ist die erfolg­ reiche Öffnung zum Barockrepertoire und die Pflege markanter Regiehandschriften verbunden. Auf die zweijährige Leitungszeit von Kent Nagano folgte der Kulturmanager und Schauspieler Nikolaus Bachler, der 2008 vom Wiener Burgtheater an die Bayerische Staatsoper wechselte, seit 2013 mit Kirill Petrenko als GMD. Die jüngere Geschichte des Hauses ist geprägt von dem Versuch, die Erwartungen an eines der größten Opernhäuser der Welt, einen funktionierenden Repertoirebetrieb mit etwa 80 Stücken, mit den drängenden Fragen der Gegenwart zu verbinden. Zu diesen Fragen gehört sicher auch die nach der Engelsloge

gesellschaftlichen Relevanz der Sonderkunst „Oper“ heute. Serge Dorny, seit der Spielzeit 2021/22 Intendant, mit Vladimir Jurowski als GMD, sucht die Vernetzung der Bayerischen Staatsoper mit der Stadt und ihren (Kultur-) Szenen. Auch Dorny sieht seine Arbeit publikumsorientiert in einem bewusst anspruchsvollen Sinn, das Publikum werde oft ­unterschätzt. Zur Stärkung der Anschlussfähigkeit des Hauses an den Rest der Welt, auch jenseits der „Bubble“ der Opernwelt, gehört auch seine schrittweise Öffnung, die Einladung, zu entdecken, was hinter den imposanten Säulen an Ungeheuerlichem geschieht. Das Haus hat seine Geschichten, es sind ja Steine, vor ­allem aber der Geist, der darin weht. Ein Gehäuse für die Begegnung mit unseren Träumen, auch Ängsten. Auch Hoffnungen. Habent sua fata... – nicht nur Bücher, auch Gebäude, ­natürlich, und Theater natürlich besonders haben ihr Schicksal, es sind die Orte, an denen die Wirklichkeit der Wirklichkeit mit der Sphäre des Imaginären, der Illusion zusam­ mentrifft. Das Theater schafft ein Bild, vom Schönsten und Schrecklichsten, und das musikalische Theater kann uns, in der Dunkelheit des Zuschauerraums, auch da erreichen und dahin mitnehmen, wo Worte nichts mehr zu sagen ­haben. Opernhäuser waren Gehäuse wirklicher Immersion, lange bevor es das Wort dafür gab. Der Gang durch eines der prächtigen Foyers kann der erste Schritt sein in die Sphäre des Unerhörten. Treten Sie ein. Holger Noltze

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­A POLLON FOYERS ab 2. Oktober immer freitags von 11 bis 17 Uhr geöffnet; Eintritt frei

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OPER IN ZAHLEN / OPERNRÄTSEL

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SIEGFRIED „Der Ring des Nibelungen“ geht weiter: packend, mythisch, psychologisch

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Jahre lang arbeitete Richard Wagner an Siegfried.

Ambosse kommen traditionell in der Schmiedeszene des ersten Akts zum Einsatz. Nicht weniger werden es voraussichtlich beim Bayerischen Staatsorchester unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski sein.

15.000

Wörter umfasst in etwa das Libretto von Siegfried. 40% davon wird von der Titelpartie gesungen, die in der Premierenserie im Herbst Benjamin Bruns übernimmt. Der gesamte Ring des Nibelungen kommt auf ca. 60.000-65.000 Wörter.

2x1. 8

Figuren stehen bei Siegfried auf der Bühne – dies ist im gesamten Ring die kleinste Besetzung.

Die Uraufführung von Siegfried fand 1876 während der ersten Bayreuther Festspiele statt.

Dann hat die Neuinszenierung von Tobias Kratzer an der Bayerischen Staatsoper Premiere.

Nationaltheater Do., 29.10.26 So., 01.11.26 Mi., 04.11.26 Sa., 07.11.26 Di., 10.11.26

16:00 Uhr 16:00 Uhr 16:00 Uhr 16:00 Uhr 16:00 Uhr

PREMIERE (Preise V) (Preise U) (Preise T) (Preise T) (Preise T)

Preise V: ab 20 € bis 343 €, Preise U: ab 20 € bis 293 €, Preise T: ab 20 € bis 264 € Vorverkauf siehe Seite 15

Foto: Monika Rittershaus

29.10.2026

­S IEGFRIED Richard Wagner

DAS OPERN-RÄTSEL PREISFRAGE:

Wer inszeniert die Neuproduktion von Gaetano Donizettis Maria Stuarda? Beantworten Sie die Frage und gewinnen Sie mit etwas Glück das Seidentuch AESTHETIC PAISLEY aus der aktuellen Herbst/Winter-Kollektion von ROECKL im Wert von 449 Euro. Seit 1839 steht ROECKL für außergewöhnliche Handwerkskunst und feinste Accessoires. Das Seidentuch AESTHETIC PAISLEY entsteht in Como, Norditalien, einer Region mit jahrhundertealter Tradition der Seidenkunst. Gefertigt aus feinstem Chiffon-Satin aus 100 % Seide, wird das kunstvolle Paisley-Design in aufwendigen Druckverfahren aufgebracht, bevor der feine Saum kunstvoll in ­sorgfältiger Handarbeit rolliert wird. Das Ergebnis ist ein exklusives Accessoire, das zeitlose Eleganz und meisterliches Können aus über 185 Jahren ROECKL-Tradition in sich vereint. Schicken Sie Ihre Lösung unter Angabe einer Rückrufnummer per E-Mail an: engelsloge@staatsoper.de oder per Post an: Bayerische Staatsoper, engelsloge, Max-Joseph-Platz 2, 80539 München Einsendeschluss: 16.10.2026. Teilnahme ab 18 Jahre. Der Gewinn wird unter allen richtigen Einsendungen verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Barauszahlung des Gewinns ist nicht Daten zur Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels und um Sie im Falle eines Gewinns zu benachrichtigen. Zur Ermittlung des Gewinners können Ihre Daten an den Preisstifter weitergegeben werden. Eine Weitergabe an sonstige Dritte erfolgt nicht. Der Name des Gewinners wird in der darauffolgenden Engelsloge veröffentlicht. Wenn Sie dies nicht möchten, können Sie der Veröffentlichung per E-Mail an engelsloge@staatsoper.de widersprechen. Weiteres zum Datenschutz finden Sie unter staatsoper.de/datenschutz. Bayerische Staatsoper, Max-Joseph-Platz 2, 80539 München; Regiebetrieb des Freistaats Bayern; Vertretungsberechtigte: Staatsintendant Serge Dorny, Geschäftsführender Direktor Dr. Roland Schwab. Wir gratulieren der Gewinnerin / dem Gewinner unseres letzten Opernrätsels: T. Lindner (Lösung: Jeff Koons)

12 Engelsloge 12

Foto: Roeckl

möglich. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel willigen Sie in die Erhebung und Verwendung Ihrer angegebenen Daten ein. Wir erheben, speichern und verarbeiten diese personenbezogenen


FEST FÜR ALLE Feiern Sie gemeinsam mit der Bayerischen Staatsoper die Eröffnung der neuen Spielzeit

STECKBRIEF

Zum Start in die neue Spielzeit zeigt die Bayerische Staatsoper den ganzen Kosmos von Oper, Ballett und Konzert – und das bei freiem Eintritt. Am 16. September geht es mit dem BMW Classics Konzert von Oper für alle im BMW Park los. Ein Abend voller Opernmelodien mit dem Bayerischen Staats­ orchester, dem Bayerischen Staatsballett, Diana Damrau und Benjamin Bernheim unter der Musika­ lischen Leitung von Antonio Fogliani – ermöglicht vom Global Partner BMW und dem Co-Partner ­HypoVereinsbank – Member of UniCredit. Am 19. September folgt das UniCredit Eröffnungsfest: Das Nationaltheater öffnet ab 11 Uhr seine Türen und bietet Programm für Groß und Klein, zum Entdecken und Mitmachen.

OPER FÜR ALLE BMW Classics Konzert

16.09.2026, 19 Uhr BMW Park Eintritt frei (Eintrittskarten erforderlich)

UNICREDIT ERÖFFNUNGSFEST 19.09.2026, 11 Uhr Nationaltheater Eintritt frei

11:00 Uhr Mitsingkonzert des Bayerischen Staatsopernchors auf den Stufen des Nationaltheaters 11:30 – 16:00 Uhr Open House: kleine und große Programme für alle 18:00 Uhr Opernvorstellung: La Cenerentola (Eintrittskarten erforderlich) 21:30 Uhr Jazz- und Broadway-Nacht

Foto: Geoffroy Schied

Weitere Informationen finden Sie hier:

Engelsloge Engelsloge

13 13


SPIELPLAN SEPTEMBER BIS NOVEMBER 2026

SEPTEMBER 2026

11

OF ONE BLOOD Dean

Extra

So

Mo 12

ARIADNE AUF NAXOS

So

HEINZ-BOSL-STIFTUNG

So

Strauss Fr

Oper Sa

19

LA CENERENTOLA Rossini

Fr

25 SEMELE Händel

16

So

18

LUCREZIA BORGIA Donizetti

Ballett

Mi

21

Fr

23 ARIADNE AUF NAXOS

Do

Konzert 16

OPER FÜR ALLE

BMW Park 26 1. AKADEMIEKONZERT:

So

VLADIMIR JUROWSKI

27 1. AKADEMIEKONZERT:

VLADIMIR JUROWSKI

Extra Do

17

BÜHNENDINNER

Sa

19

UNICREDIT

Sa

24 LUCREZIA BORGIA Donizetti

Di

27 LUCREZIA BORGIA Donizetti

Do

29 SIEGFRIED Wagner

-PREMIERE-

BMW CLASSICS KONZERT Sa

LUCREZIA BORGIA Donizetti

Strauss

24 DIE KAMELIENDAME

Neumeier

Mi

ARIADNE AUF NAXOS

Strauss

Neumeier

ERÖFFNUNGSFEST

OKTOBER 2026

MI

zu SIEGFRIED

Sa

31

UN BALLO IN MASCHERA

NOVEMBER 2026 So

01 SIEGFRIED Wagner

Di

03 UN BALLO IN MASCHERA

Verdi Mi

04 SIEGFRIED Wagner

Fr

06 UN BALLO IN MASCHERA

Verdi Sa

07 SIEGFRIED Wagner

Ballett

Di

10 SIEGFRIED Wagner

Do

12

Verdi UN BALLO IN MASCHERA

Neumeier

Verdi

Sa

10 DIE KAMELIENDAME

Fr

13

LA BOHÈME Puccini

Neumeier

So

15

LA BOHÈME Puccini

Sa

COMMON GROUND

Di

17

LA BOHÈME Puccini

Ekman/Inger/Kylián

Fr

20 DIE ZAUBERFLÖTE Mozart

So

17

25 COMMON GROUND

Sa

21

Ekman/Inger/Kylián

So

22 DIE ZAUBERFLÖTE Mozart

Mi

28 COMMON GROUND

Di

24 LA BOHÈME Puccini

Ekman/Inger/Kylián

FR

27 DIE ZAUBERFLÖTE Mozart

Fr

SO 29 DIE ZAUBERFLÖTE Mozart

30 COMMON GROUND

Ekman/Inger/Kylián

LA BOHÈME Puccini

Ballett

Oper

Konzert

Fr

02 SEMELE Händel

So

Sa

03 OF ONE BLOOD Dean

So

04 SEMELE Händel

STREICHER

Ekman/Inger/Kyliàn

Mi

07 SEMELE Händel

Sa

Do

08 OF ONE BLOOD Dean

18

So

08 HERBST-MATINEE DER

1. KAMMERKONZERT:

HEINZ-BOSL-STIFTUNG

NEUES FÜR MALLETS UND

So

Allerheiligen Hofkirche

25 C A R P A T H I A – DER MYTHOS DER UNTOTEN

08 COMMON GROUND 14

SA

28 C A R P A T H I A – DER MYTHOS

DER UNTOTEN Clug

Konzert

Oper

Mo 09 UN BALLO IN MASCHERA

09 DIE KAMELIENDAME

HERBST-MATINEE DER

Clug -URAUFFÜHRUNG-

Verdi

Fr

15

Strauss Mo 19

20 DIE KAMELIENDAME

25 EINFÜHRUNGSMATINEE

ARIADNE AUF NAXOS

Mo 28 SEMELE Händel

So

Falls nicht anders angegeben, finden die Veranstaltungen im Nationaltheater statt.

COMMON GROUND

Ekman/Inger/Kyliàn

Mo 02 ARIENABEND DES OPERNSTUDIOS Cuvilliés-Theater So

22 2. KAMMERKONZERT:

BLÄSERKLÄNGE Allerheiligen Hofkirche MO 30 ATTACCA-Konzert Prinzregententheater MO 30 2. AKADEMIEKONZERT:

ROBIN TICCIATI

Extra Di

10 BALLETT EXTRA: EIN

ABEND ZU EDWARD CLUGS

„C A R P A T H I A – DER

MYTHOS DER UNTOTEN“

Cranko-Saal,

Ballettprobenhaus am Platzl

Mi

KÖNIGIN(NEN)

18

Königssaal, Nationaltheater -URAUFFÜHRUNGSo

22 EINFÜHRUNGSMATINEE zu

„C A R P A T H I A – DER

MYTHOS DER UNTOTEN“

DO 26 KÖNIGIN(NEN) Königssaal im Nationaltheater

Die nächste Engelsloge erscheint am 24. November 2026

Frauen hören anders Das ist wissenschaftlich bewiesen*. Und was bedeutet das für Sie? Wie unterscheidet sich das Hörvermögen von Frauen - und welche Auswirkungen hat das bei ersten Hörveränderungen? Besuchen Sie uns. Wir beraten Sie persönlich - damit Sie wieder entspannt hören und aktiv mitreden können.

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Die Streaming-Plattform der Bayerischen Staatsoper vereint alle audiovisuellen und Audio-Produktionen der Bayerischen Staatsoper, des Bayerischen Staatsballetts und des Bayerischen Staatsorchesters an einem zentralen Ort. Formate wie Hinter dem Vorhang ermöglichen zudem authentische Einblicke hinter die Kulissen und zeigen den künstlerischen Kosmos jenseits der Bühne. www.staatsoper.tv Am 16. September 2026 wird das Oper für alle BMW Classics Konzert live und kostenlos aus dem BMW Park auf Staatsoper.tv übertragen.

*Wissenschaftliche Studien finden Sie auf unserer Homepage www.monalisa-hoeren.de

Hier finden Sie uns:

Leopoldstraße 78 - 80802 München Telefon: 089 370 061 68 muenchen@monalisa-hoeren.de Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17.30 Uhr

14 Engelsloge Jetzt Termin vereinbaren

und nach Vereinbarung


SERVICE / IMPRESSUM

Informationen und Karten Informationen und Karten erhalten Sie beim Zentralen Kartenverkauf der Bayerischen Staatstheater, an der Tageskasse der Bayerischen Staatsoper oder auf www.staatsoper.de

Bei Themen rund um den Kartenkauf beantwortet Ihnen gerne das Team des Zentralen Kartenverkaufs alle Fragen: tickets@staatsoper.de T +49.(0)89.21 85 1920 Montag bis Samstag von 10 bis 19 Uhr

IMPRESSUM Süddeutsche Zeitung GmbH Hultschiner Straße 8 81677 München Telefon +49 (0)89.2183 0 Registergericht: AG München HRB 73315, USt-IdNr.: DE 811158310 ANZEIGEN Sebastian Prahl (verantwortlich) (Anschrift wie oben) TEXTE (verantwortlich): Süddeutsche Zeitung GmbH: Andreja Ruppert, Bayerische Staatsoper: Eva Bergmann, Annette Baumann (Ballett). Textschluss: 30. Juli 2026 DESIGN, KONZEPT, REALISIERUNG Süddeutsche Zeitung GmbH, in Zusammenarbeit mit: Bayerische Staatsoper und Yvonne Zmarsly

Edelgard und Axel Pape

GESTALTUNG Yvonne Zmarsly DRUCK ADV-Augsburger Druck- und Verlagshaus GmbH, Aindlinger Straße 17-19, 86167 Augsburg ANZEIGENBERATUNG Bayerische Staatsoper: Victoria Jara-Pfister, Telefon +49 (0)89.2185 1047, victoria.jara-pfister@staatsoper.de

Man kann auch schön investieren. Produktabbildung vergrößert.

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Engelsloge n°69 by Bayerische Staatsoper - Issuu