Kakteen auf nackter Haut: Zur Ballettfestwoche huldigt
Common Ground dem legendären Nederlands Dans Theater
Kampf der Königinnen: Brett Deans neue Oper Of One Blood über Mary Stuart und Elizabeth I. wird in München uraufgeführt
Das Repertoire im Frühling: Wenn Tosca singt und die Kameliendame tanzt, berühren ihre Schicksale jedes Mal aufs Neue
Liebes Publikum,
die Ballettfestwoche des Bayerischen Staatsballetts ist immer ein Höhepunkt der Spielzeit. Es ist jener zentrale Moment, der den Tanz in all seiner Vielfalt sichtbar macht. Mit der Premiere von Common Ground wird ein Dialog zwischen unterschiedlichen Tanzsprachen und individuellen ästhetischen Ansätzen eröffnet. In seinem Ballett Cacti zeigt uns Choreograph Alexander Ekman auf durchaus humoristische Weise, wie Schubladendenken überwunden werden kann. In Impasse setzt Johan Inger ein Zeichen der Hoffnung innerhalb eines bedrückend erscheinenden Settings und in Bella figura von Jiří Kylián werden wir mit der Relativität von Sinnlichkeit und Schönheit konfrontiert. Klassische Handlungsballette wie Onegin, La Sylphide und Illusionen – wie Schwanensee erbringen in der Ballettfestwoche eindrucksvoll den Nachweis, dass erzählerischer Tanz nichts an Aktualität verloren hat. Das Triple Bill Waves and Circles schließlich macht sichtbar, wie durchlässig die Gattung Ballett heute ist.
Einen neuen Blick ermöglicht auch die Oper. Mit der Uraufführung von Brett Deans Of One Blood – dirigiert von Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski, inszeniert von Claus Guth – bekennt sich die Bayerische Staatsoper zum zeitgenössischen Musiktheater als notwendigem Ort der Reflexion. Die Geschichte von Elizabeth I. und Mary Stuart wird hier nicht nur historisiert, sondern neu befragt. Es ist eine Geschichte von Verantwortung und der Fragilität politischer Entscheidungen.
Unser Repertoire bietet weiterführende Ergänzungen und erinnert daran, dass Tradition nur dann lebendig bleibt, wenn sie immer wieder neu belebt und gelesen wird. Das Bayerische Staatsorchester verbürgt sich mit dem 6. Akademiekonzert (Dirigent: Sebastian Weigle) und dem Festkonzert zum 90. Geburtstag von Zubin Mehta (der Mahlers dritte Symphonie dirigieren wird) für Kontinuität und Verbundenheit, aber auch für permanente Erneuerung und die Weitergabe künstlerischer Erfahrungen.
Diese Engelsloge erscheint zu einem Zeitpunkt, in dem sich die ganze Spannweite der Bayerischen Staatsoper entfaltet. Sie lädt dazu ein, Zusammenhänge zu erkennen, Gegensätze auszuhalten und vielleicht dennoch zu einem „Common ground“ zu finden. Wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen zu gehen.
engelsloge_1-3_SEITE_02-2026.pdf 1 02.02.26 08:55
Engelsloge Ausgabe 67 März bis Juni 2026
Ballett 04 STACHELIG, SCHWEDISCH, SCHÖN Die Ballettfestwoche des Bayerischen Staatsballetts
Spotlight 08 HÖHEPUNKTE IM FRÜHLING
Steckbrief 10 LE PARC
Oper
12 ZWEI KÖNIGINNEN, EIN SCHICKSAL Die Uraufführung von Brett Deans’ neuer Oper Of One Blood
Gut gefragt
16 MAHAN ESFAHANI Cembalo-Weltklasse
Oper in Zahlen
17 LE NOZZE DI FIGARO
17 OPERNRÄTSEL
18 SPIELPLAN
19 SERVICE / IMPRESSUM
Informationen und Karten zu allen Vorstellungen beim Zentralen Kartenverkauf der Bayerischen Staatstheater, an der Tageskasse der Bayerischen Staatsoper oder auf www.staatsoper.de siehe Seite 19
RIEDEL GLAS KUFSTEIN
Serge Dorny
Ballett Ein Klassiker des Nederlands Dans Theaters: Bella Figura reflektiert menschliche Verletzlichkeit
STACHELIG, SCHWEDISCH, SCHÖN
Mit
Common Ground huldigt das Bayerische Staatsballett der Innovationskraft des Nederlands Dans Theaters
Was heute als der große Ideengeber der europäischen Ballettmoderne gilt, begann 1959 in einem Fischerhaus in den Niederlanden. „Die Rebellen“ nannte sich eine kleine Gruppe von Tänzern, die keine Lust mehr auf Klassik und die Hierarchie einer Ballettkompanie hatten. Sie tauften sich stattdessen „Dans Theater“ (was ihnen Pina Bausch 1973 nachmachte) und zeigten gleich in ihrer ersten Spielzeit 17 Uraufführungen auf diversen Bühnen. Das Tournee-Leben und das Entdecken neuer choreographischer Sprachen ist dem Nederlands Dans Theater geblieben, bei der inzwischen legendären Kompanie wurden alle drei Stücke des neuen Ballettabends Common Ground uraufgeführt.
Damals in den 1960ern holte das Nederlands Dans Theater, kurz NDT, den amerikanischen Modern Dance nach Europa, mischte seine Freiheiten und seine Körperspannung in die strenge Ästhetik des klassischen Balletts. Der Kanadier Glen Tetley gehörte zu jenen, die hier als erste das Crossover wagten, das heute die Grundlage für jedes moderne Ballett ist. Der junge Hans van Manen experimentierte mit
gleichgeschlechtlichen Duos, High Heels oder Rockmusik, schließlich baute Jiří Kylián mit seiner geschmeidigen Eleganz drei Jahrzehnte lang das NDT zu Europas AvantgardeKompanie Nummer eins auf. Seine Werke gehören heute auf der ganzen Welt zum festen Repertoire – so auch Bella Figura beim Bayerischen Staatsballett.
Zwischen prachtvoll-ausladenden Röcken und nackter Haut zieht der tschechische Meisterchoreograph geheimnisvolle Linien vom Barock in die Gegenwart, huldigt der „Bella Figura“, dem schönen Körper, und stößt dabei mit milden Verstörungen immer wieder die Konventionen des Theaters um. Tänzer-Realität und Bühnenillusion verschmelzen in einem hypnotischen Ritual, wie selbstverständlich schmiegt sich Kyliáns fließendes Idiom in die Barockmusik.
Schon früh war die niederländische Kompanie im Nationaltheater zu Gast, seit 1970 zeigte sie vier Mal exemplarische Beispiele der weit über 600 Choreographien, die für sie erschaffen wurden. In der Suche nach neuen Handschriften liegt noch immer die Kernkompetenz des NDT, viele
berühmte Choreographen machten hier ihre ersten Schritte. Heute arbeiten so unterschiedliche Künstler wie Crystal Pite, Marco Goecke, Hofesh Shechter, Sharon Eyal oder Botis Seva in Den Haag. Auch die beiden in Schweden gebürtigen Choreographen Johan Inger und Alexander Ekman waren dort zunächst Tänzer und dann mehrere Jahre lang feste Choreographen; im Rahmen des neuen Ballettabends Common Ground sind Kreationen der beiden zum ersten Mal beim Bayerischen Staatsballett zu sehen. Alexander Ekman schuf einen Abendfüller über Kühe, flutete die Bühne mit Wasser oder grünen Pingpong-Bällen. In Cacti präsentiert er als verspielter Bad Boy des Balletts etwas, worauf kein Tänzer bei seiner raumgreifenden Tätigkeit stoßen möchte: stachelige Kakteen. Das Stück zelebriert die Magie der Masse, setzt aber immer wieder überraschende Pointen dagegen. So erfährt man endlich, was Tänzer auf der Bühne denken („An dieser Stelle weiß ich nie, wie’s weitergeht“) und bekommt die zu erwartenden Kritiken gleich mitgeliefert. Genau wie Kylián, nur viel frecher sprengt
auch Ekman die Gepflogenheiten der Bühne. Mit seiner Mischung aus Philosophie und Satire, aus Tanztheater und militärischer Präzision ist Cacti eines der Werke aus dem NDT-Repertoire, die binnen kurzer Zeit die Welt erobert haben. Hauptsache nie langweilig, so lautet Ekmans Motto. In IMPASSE feiert die Gesellschaft eine Party, während ihr Zuhause immer unbewohnbarer wird. Johan Inger hat die fließende Ästhetik Jiří Kyliáns geerbt, ein Markenzeichen des NDT, aber seine Menschen sind uns näher, wirken geerdeter. Ihre Eleganz ist mondäner, wenn der Choreograph zu satter Jazzmusik den Weg aus kindlicher Unschuld in die Anpassung zeigt, den Verlust der Individualität. In die selbstvergessene Tanzlust der Jugend mischen sich die kodifizierten Schritte des Gesellschaftstanzes, schließlich platzt eine Karnevalsgesellschaft mit den Schönen der Nacht herein und die bunte Verkleidung kippt unmerklich zur Freakshow. Lähmend hängt eine dunkle Bedrohung über den Menschen, IMPASSE ist das perfekte Stück zur aktuellen Weltlage.
Alle Körper sind gleichberechtigt in Jiří Kyliáns progressivem Stück aus dem Jahr 1995, das Geschlecht und Identität thematisiert
Der dreiteilige Abend Common Ground eröffnet am 28. März 2026 die Ballettfestwoche, die nach den Abendfüllern Onegin, La Sylphide und Illusionen – wie Schwanensee mit dem Triple Bill Waves and Circles endet und so einen umfassenden Rundblick über die Ballettmoderne bietet.
Angela Reinhardt
COMMON GROUND
Alexander Ekman, Johan Inger, Jiří Kylián
Sa., 28.03.2026 19:30 Uhr PREMIERE (PREISE I)
So., 29.03.2026 19:30 Uhr (PREISE H)
Do., 16.04.2026 19:30 Uhr (PREISE H)
Mo., 20.04.2026 19:30 Uhr (PREISE G)
Do., 23.04.2026 19:30 Uhr (PREISE G)
Sa., 25.04.2026 19:30 Uhr (PREISE H)
Do., 04.06.2026 18:00 Uhr (PREISE G)
So., 07.06.2026 18:00 Uhr (PREISE G)
Di., 14.07.2026 19:30 Uhr (PREISE H)
Preise G: ab 7,00 € bis 70,00 €, Preise H: ab 8,00 € bis 88,00 €,
Nationaltheater
UNSTERBLICHE LIEBENDE, GRENZENLOSER KLANGRAUSCH
ANKÜNDIGUNG
Die Kameliendame : romantische Liebestragödie par excellence zur Musik von Frédéric Chopin
Seit März 2020 ist John Neumeiers Handlungsballett Die Kameliendame nicht mehr auf der Bühne des Nationaltheaters gegeben worden – nun kehrt es endlich auf den Spielplan zurück. Die tragische Geschichte der Kurtisane Marguerite Gautier, die an Tuberkulose stirbt, wurde von John Neumeier 1978 für das Stuttgarter Ballett geschaffen. Premiere beim Bayerischen Staatsballett feierte das Stück im November 1997, seither wurden über hundert Vorstellungen getanzt. Der riesige Erfolg des Werkes erklärt sich nicht nur aus der zu Herzen gehenden Liebesgeschichte zwischen Marguerite und Armand Duval und der raffinierten Überblendung mit der Geschichte von Manon Lescaut und dem Chevalier Des Grieux, sondern auch aus der opulenten Ausstattung Jürgen Roses und der Musik von Frédéric Chopin, die alle Stimmungslagen der Handlung aufzugreifen und zu vertiefen weiß. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht erstmals der französische Dirigent Victorien Vanoosten, den Klavierpart in den konzertanten Chopin-Werken übernimmt Dmitry Mayboroda.
DIE KAMELIENDAME
John Neumeier Nationaltheater
Di., 12.05.2026 19:30 Uhr (PREISE H)
Mi., 13.05.2026 19:30 Uhr (PREISE H)
Fr., 15.05.2026 19:30 Uhr (PREISE I)
Sa., 23.05.2026 19:30 Uhr (PREISE I)
Mo., 25.05.2026 18:00 Uhr (PREISE H)
Fr., 10.07.2026 19:30 Uhr (PREISE K)
Preise H: ab 8,00 € bis 88,00 €, Preise I: ab 9,00
KURZ UND KNAPP
Tosca in 14 Worten
CALLAS
TOSCA Giacomo Puccini
Nationaltheater
Mo., 06.04.2026 18:00 Uhr (PREISE L)
Do., 09.04.2026 19:00 Uhr (PREISE L)
So., 12.04.2026 17:00 Uhr (PREISE L)
Preise L: ab 11,00 € bis 163,00 € Vorverkauf siehe Seite 19
DAS DING
Camille Saint-Saëns nutzt die Orgel effektvoll als Orchesterfarbe
In Konzertsälen ist sie oft visuell sehr prominent, akustisch kennen wir sie hingegen eher aus Kirchenräumen. Auch im Opernhaus darf sie bisweilen erklingen, vor allem wenn es auf der Bühne weihevoll zugeht. Die Rede ist von der Orgel, dem technisch komplexesten Musikinstrument der Welt, dessen Spieltisch oft anmutet wie das Inspizientenpult eines Theaters oder das Cockpit eines Raumschiffes. In Symphonien kommt sie eher selten zum Einsatz, doch Camille Saint-Saëns – selbst ein versierter Organist – spürte, dass sie seiner dritten Symphonie eine ganz besondere Farbe würde verleihen können. In zwei der vier Sätze ließ er sie absichtsvoll schweigen, in den zwei anderen Sätzen liefert sie das, wofür sie seit Jahrhunderten geschätzt wird: bald andächtige, bald festlich aufrauschende Klänge.
6. AKADEMIEKONZERT
Sebastian Weigle
Mo., 18.05.2026 20:00 Uhr (PREISE F)
Di., 19.05.2026 19:00 Uhr (PREISE F)
Preise F: ab 6,00€ bis 60,00€
Nationaltheater
DAS ZITAT
Zubin Mehta, Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper 1998 – 2006
„Sie sind so flexibel! Mit dem Bayerischen Staatsorchester zu spielen war ein Vergnügen gleich von Anfang an.“
FESTKONZERT ZUM 90. GEBURTSTAG VON ZUBIN MEHTA
Zubin Mehta Nationaltheater
Sa., 30.05.2026 20:00 Uhr (PREISE K)
Preise K: ab 10,00€ bis 132,00€
Vorverkauf siehe
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Persönlich
Le Parc ANGELIN PRELJOCAJ
Ballett in drei Akten und einem Epilog (1994) Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
—
Soundcollage (vom Band) von Goran Vejvoda
Uraufführung am 9. April 1994, Ballet de l’Opéra National de Paris
Von Mund zu Mund: Beim „fliegenden Kuss“ beginnt die Tänzerin in der Drehung zu schweben
DARUM GEHT’S
Das Ballett Le Parc behandelt, humorvoll und mit Augenzwinkern, eines der universellsten Themen der Theaterbühne: die Liebe. In drei Akten werden die verschiedenen Etappen der Partnersuche und -findung eines Paares choreographisch in Szene gesetzt, vom vorsichtigen Annährungsversuch über sinnliches Begehren und zweifelnde Zurückweisung bis zur absoluten Hingabe. Schauplatz ist ein Park an einem europäischen Hof des 17. und 18. Jahrhunderts. Dort treiben nicht nur die adligen Liebespaare, sondern auch vier Gärtner ihr Unwesen, die immer wieder als heimliche Strippenzieher des Geschehens in Erscheinung treten.
CHOREOGRAPHIE
Le Parc ist ein kleines Meisterwerk, das mit choreographischer Raffinesse die Bewegungssprachen des klassischen und des zeitgenössischen Tanzes miteinander verbindet. Choreograph Angelin Preljocaj hat sich bei seiner für das Ballett der Pariser Oper entworfenen Kreation auf die französische Balletttradition berufen und zugleich sein zeitgenössisches, mit Elementen des Partnering, der Contact Improvisation und des Kampfsports angereichertes Bewegungsvokabular einfließen lassen. Entwickelt wurde die Choreographie mit den Tänzerinnen und Tänzern des Pariser Ensembles, darunter als Solist der heutige Ballettdirektor des Bayerischen Staatsballetts, Laurent Hilaire.
MUSIK
Musikalisch untermalt wird das amouröse Werben der Geschlechter von verschiedenen Orchesterwerken Wolfgang Amadeus Mozarts. Die Pas de deux basieren jeweils auf Sätzen aus Klavierkonzerten.
Der berühmte „Fliegende Kuss“ auf den langsamen Satz aus Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488 im dritten Akt zählt choreographisch wie musikalisch zum Schönsten, was die jüngere Ballettgeschichte hervorgezaubert hat. Die von Goran Vejvoda eigens für Le Parc kreierten Geräusch- und Klanglandschaften, die immer wieder zwischen Mozarts sinnlichen Tönen erklingen und die Gärtner in das Geschehen eingreifen lassen, holen das Werk zudem kongenial ins Heute.
LE PARC
Angelin Preljocaj
Fr., 12.06.2026 19:30 Uhr (PREISE G)
Sa., 20.06.2026 19:30 Uhr (PREISE G)
Fr., 26.06.2026 19:30 Uhr (PREISE H)
Preise G: ab 7,00 € bis 70,00 €,
ZWEI KÖNIGINNEN, SCHICKSAL EIN
In der Westminster Abbey in London befinden sich die Gräber von Elizabeth I. und Mary Stuart in unmittelbarer Nähe zueinander
Wie fiel die Wahl auf das Thema von Of One Blood, und wie viel Zeit ist seitdem bis zur bevorstehenden Premiere im Mai vergangen?
Brett Dean: Die Geschichte hat mich sofort an eine Oper erinnert: dramatisch und tragisch, Höfe und Königshäuser, Intrigen und natürlich ein unglückliches Ende für Mary Stuart … Es hat sechs oder sieben Jahre gedauert, bis das Stück für die Bühne bereit war, etwas länger als erwartet, da es anfangs einige Hürden zu überwinden galt, aber nun werden diese Frauen aus einer Zeit von vor mehr als 400 Jahren endlich wieder zum Leben erweckt.
Wie wurde das Figurenpersonal für die Oper ausgewählt?
Heather Betts: Natürlich teilen sich zwei Sängerinnen – beide
Sopranistinnen – die beiden Hauptpartien der Elizabeth Tudor und Mary Stuart. Aus klanglicher Sicht entschied sich Brett, jeder der zwei Protagonistinnen eine Gruppe von fünf Stimmen zur Seite zu stellen: Mary wird begleitet von fünf Hofdamen und Elizabeth von fünf Lords, um die Vielfalt der Stimmlagen zu gewährleisten. Mit diesen Sängern konnten wir die wichtigsten Nebenfiguren besetzen, um aber zu viele Rollen in einer ohnehin schon komplizierten Handlung zu vermeiden, haben wir nur Rollen für diejenigen Figuren geschaffen, die das Drama konkret vorantreiben.
Die Geschichtsschreibung füllt bis heute Bände über die beiden Königinnen, die sich als Phänomen der Weltliteratur auch in zahlreichen künstlerischen Adaptionen wiederfinden.
Im Tod vereint: Die beiden Königinnen Mary Stuart und Elizabeth I. ruhen in benachbarten Gräbern. Mary, die einst Schottland regierte, war die Nichte zweiten Grades der englischen Regentin Elizabeth. Beide herrschten, litten, zweifelten. Librettistin Heather Betts und Komponist
Brett Dean sind fasziniert von der Polarität beider Frauen.
Ihre Oper Of One Blood wird im Mai uraufgeführt.
Wurden während der Arbeit an dieser Oper neue Aspekte der beiden Frauen entdeckt?
Heather Betts: Die Geschichtsschreibung präsentiert diese beiden Frauen vor allem als mächtige Monarchinnen und religiöse Symbolfiguren. Es überrascht nicht, dass unsere Recherchen ihre verletzlichen Seiten, ihre Zweifel und Ängste zu Tage förderten. In der damaligen Epoche und in den schwierigen Dilemmasituationen, in denen sich die beiden Frauen befanden, lassen sich durch diese Innensicht mehr als statische Porträts zeichnen – vielmehr offenbaren sich ihre zutiefst menschlichen Seiten.
Brett Dean: Außerdem sind während der Zeit, in der wir an diesem Thema gearbeitet haben, weitere Dokumente –darunter entschlüsselte Briefe von Mary – ans Licht gekom -
Der Mythos um die beiden Königinnen, die sich zu Lebzeiten nie trafen, ist bis in die Gegenwart Inspirationsquelle
men, die die anhaltende öffentliche und historische Faszination für diese Geschichte belegen.
Die beiden Frauen haben sich nie getroffen, aber heute liegen sie einander gegenüber in der Westminster Abbey begraben.
Heather Betts: Dieser Umstand ist höchst ironisch. Wie Magnete mit entgegengesetzten oder sich anziehenden Polen wurden Mary und Elizabeth ihr ganzes Leben lang voneinander abgestoßen, und im Tod sind sie miteinander verbunden. Dies ist einer der vielen Gegensätze, die das Rückgrat ihrer Geschichte bilden: Macht und Schwäche, Katholizismus und Protestantismus, Frauen in einer Männerwelt, Mutterschaft und Kinderlosigkeit, Selbstvertrauen
Heather Betts und Brett Dean sind ein eingespieltes Team, privat wie auch beruflich
„Ihre Kämpfe unterscheiden sich nicht von unseren: von religiösen Spaltungen und Fanatismus bis hin zu multinationalen Machtspielen“
und Angst. Es geht immer um die Spannung zwischen diesen beiden Seiten derselben Medaille.
Auf welche historischen Quellen wurde bei der Erstellung des Librettos zurückgegriffen?
Heather Betts: Hauptsächlich überlieferte Originalbriefe der beiden Königinnen, von ihnen niedergeschriebene Gebete, ihre Gedichte und Sonette, Parlamentsreden und auch dokumentierte Zitate von Lords, Höflingen und anderen Personen aus dieser Zeit.
Wie frei wird in der Oper mit den historischen Quellen umgegangen?
Heather Betts: Was den Text angeht, habe ich mich so weit wie möglich an die Korrespondenz der zwei Königinnen und Berichte gehalten und mir nur gelegentlich Freiheiten erlaubt, um die Erzählung voranzutreiben und auf die Musik abzustimmen.
Brett Dean: Aus musikhistorischer Sicht habe ich Musik aus dieser Zeit einfließen lassen, sodass Assoziationen an das 16. Jahrhundert erkennbar bleiben. Diese habe ich jedoch in meine eigene kompositorische Sprache übersetzt.
Was kann uns ein Konflikt zwischen zwei seit über 400 Jahren toten Königinnen heute noch mitteilen?
Heather Betts: Sehr viel. Ihre Kämpfe unterscheiden sich nicht von unseren eigenen, sowohl persönlich als auch öffentlich, sie haben nur einen anderen Kontext. Von religiösen Spaltungen und Fanatismus bis hin zu multinationalen Machtspielen, wobei auch Themen wie Fruchtbarkeit, Geschlechterkonflikte und Fragen nach Loyalität berührt werden. Noch universeller ausgedrückt geht es um die menschliche Natur von Mut und Überzeugung.
Welche Rolle kommt dem Cembalo in der Oper zu?
Brett Dean: Beide Königinnen waren begeisterte Musikerinnen, auch wenn es unterschiedliche Angaben darüber gibt, wie versiert sie ihre Instrumente beherrscht haben. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass Elizabeths Hofstaat nicht nur durch einen Chor männlicher Stimmen repräsentiert werden sollte – im Gegensatz zu Marys Hofdamen –, sondern auch durch ein live auf der Bühne gespieltes Cembalo als Symbol für die historische Amtszeit und den Status des Hofes. Gleichzeitig vertiefte ich mich in die bemerkenswerte Cembalomusik dieser Epoche mit
ihrem berühmten Fitzwilliam Virginal Book, voller gewagter Kompositionen von William Byrd und anderen Zeitgenossen. Elizabeth war mit diesen Sammlungen vertraut und konnte einige davon sogar selbst spielen. Die Walsingham Variations von John Bull spielen in unserer Oper eine besonders wichtige Rolle, und man könnte sich heute dafür keinen kompetenteren Interpreten als Mahan Esfahani vorstellen.
Welche Rolle spielen szenische und räumliche Konstellationen in der späteren Inszenierung während des Kompositions- und Schreibprozesses?
Brett Dean: Es wäre fast unmöglich, ein Werk wie das unsere zu komponieren, ohne sich vorzustellen, wie es letztendlich auf der Bühne aussehen könnte. Tatsächlich war unser Besuch der nebeneinander liegenden letzten Ruhestätten der beiden Königinnen in der Westminster Abbey besonders entscheidend für die Konzeption des Prologs und des Epilogs der Oper. Während die Inszenierung letztendlich in den mehr als fähigen Händen des wunderbaren Claus Guth liegt, wurde die Dramaturgie des Werks bereits weitgehend durch unsere ersten Entscheidungen darüber geprägt, wer wann und mit wem auftritt.
Wie werden die Sänger für eine neue Oper ausgewählt? Hat man als Komponist spezifische Klangfarben für die Figuren im Sinn?
Brett Dean: Die Besetzung wurde in enger Absprache mit Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski, dem Regisseur Claus Guth und Mitgliedern des künstlerischen Teams der Bayerischen Staatsoper getroffen, wobei ich persönlich von zwei rivalisierenden Sopranistinnen als unseren beiden Protagonistinnen ausgegangen bin. Sie haben jedoch sehr unterschiedliche Temperamente und Stimmtypen (lyrisch/ dramatisch) und werden, wie bereits erwähnt, jeweils von ihren Gefolgsleuten begleitet: Marys weiblichen Gefährtinnen und Elizabeths männlichen Gefährten.
Das Interview führte Lukas Leipfinger
OF ONE BLOOD
Komponist: Brett Dean. Libretto von Heather Betts nach Texten von Mary Stuart, Elizabeth Tudor und anderen Quellen aus dem 16. Jahrhundert Nationaltheater
So., 10.05.2026 18:00 Uhr URAUFFÜHRUNG (PREISE M)
Do., 14.05.2026 18:00 Uhr (PREISE L)
So., 17.05.2026 18:00 Uhr (PREISE K)
Do., 21.05.2026 19:00 Uhr (PREISE K)
Sa., 27.06.2026 19:00 Uhr (PREISE K)
Mo., 29.06.2026 19:00 Uhr (PREISE K)
Preise K: ab 10,00 € bis 132,00 €, Preise L: ab 11,00 € bis 163,00 €,
Berliner Philharmoniker Kirill Petrenko
März - 6. April 2026
ZUKUNFTSMUSIK
Mahan Esfahani liebt es, die zeitlose Schönheit seines Instruments zu präsentieren, vom Barock bis zur Gegenwart. Wie Bücher und Metronome dabei helfen, verrät der Cembalist im Interview.
Musik der Renaissance oder Neue Musik? Sie haben in einem Konzert über Motive aus der an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführten Oper South Pole von Miroslav Srnka improvisiert und werden im Mai die Uraufführung von Brett Deans Oper Of One Blood mitgestalten … Eine Vielzahl an Komponisten hat das Instrument offensichtlich als ausreichend ausdrucksstark erachtet. Natürlich denkt man hier an erster Stelle an den wohl größten Komponisten der Menschheit, Johann Sebastian Bach, allerdings waren das Elisabethanische und Jakobinische Zeitalter insofern besonders bedeutend, als das Cembalo hier seine erste Blütezeit als ernstzunehmendes Soloinstrument für eine Musik hatte, die hauptsächlich von Kompositionen für Stimme inspiriert war. Tatsächlich zeigt sich in der Musik der Renaissance und des Barocks, dass das Cembalo in erster Linie wie eine Stimme zum Einsatz kommt und wirklich „singen“ kann. Es gibt keinen Grund,
warum dieses Instrument nicht auch für jegliche Form zeitgenössischer Musik geeignet sein sollte. Tatsächlich verbringe ich in manchen Jahren 60 bis 70 Prozent meiner Zeit mit Neuer und experimenteller Musik.
Was verbindet Sie mit dem Komponisten Brett Dean?
Ich halte Brett Dean nicht nur für einen der bedeutendsten Komponisten unserer Zeit, sondern sehe in ihm auch eine Art Mentor. Es ist ein großes Privileg für mich, ihn und sein Schaffen persönlich zu kennen.
Wie bereiten Sie sich auf eine Uraufführung vor?
Ich übe unentwegt und halte die Ohren offen. Das Metronom ist dabei über Monate hinweg mein wertvollster Begleiter. Eine sehr effektive Methode, neue Musik zu erarbeiten, ist außerdem produktives Prokrastinieren: Ich nutze ein neues Stück, um andere Werke aufzuschieben und umgekehrt.
Auf diese Weise hat man am Ende einer Saison erstaunlich viel gelernt.
Was war bislang Ihr schönster Cembalo-Moment?
Im Futur formuliert: Mein schönster Moment wird die Uraufführung von Of One Blood von Brett Dean gewesen sein! Davon abgesehen war es eine unvergessliche Erfahrung, das komplette Werk von Johann Sebastian Bach im Rahmen von 20 Konzerten in der Londoner Wigmore Hall aufgeführt zu haben.
Was sind Ihre Inspirationsquellen?
Vor allem Literatur. Ich versuche, mich bei zeitgenössischen englischen und französischen Autoren auf dem Laufenden zu halten, außerdem lese ich einige japanische Schriftsteller in Übersetzungen. Zu meinen absoluten Lieblingsautoren zählen E. M. Forster, Lew Tolstoi, Anton Tschechow, Robert Graves, Jane Austen und Tanizaki Jun’ichirō. Das geschriebene Wort ist eine spannende Inspirationsquelle, weil Gedanken hier durch ein – im Ausdruck unvollkommenes –Medium geformt werden. Gerade diese Herausforderung ist es, aus der große Literatur entsteht.
Welche Musik hören Sie, wenn Sie selbst gerade keine Musik machen?
Tatsächlich gehe ich ziemlich regelmäßig in die Oper, egal wo ich bin. Oper hat meine Musikalität und mein generelles Verständnis von Kunst am stärksten geprägt. Außerdem höre ich eine große Bandbreite an Kammermusik – aktuell intensiv César Franck und Ernest Chausson sowie einige Alben des großen Pianisten Stephen Kovacevich. Einen besonderen Platz in meinem Herzen wird aber immer die amerikanische Volksmusik haben.
Was machen Sie zehn Minuten vor dem Auftritt?
Ich trinke eine Tasse sehr starken English Tea mit Milch.
Die Fragen stellte Eva Bergmann
LE NOZZE DI FIGARO
Hochzeit! Schönster Tag im Leben? Bei Mozart und Da Ponte wird getäuscht, geflirtet, intrigiert.
Jahre ist es her, dass am 1. Mai 1786 die Uraufführung von Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro in Wien stattfand.
Seiten lang ist der Ehevertrag von Marcellina und Bartolo, der in der Inszenierung von Evegny Titov in der Vorstellungsserie im Mai durch Juliane Banse und Martin Snell vorgetragen wird.
Jahre war der Komponist beim Abschluss des Werkes alt – Patrick Hahn, der die Serie im Mai musikalisch leiten wird, ist im gleichen Alter.
460x130x100
cm (LxBxH) ist das rosa Plüschsofa groß auf dem sich das Ensemble rund um Riccardo Fassi, der im Mai die Rolle des Figaro übernimmt, in Intrigen verwickelt. Diana Damrau und Gerald Finley geben das Ehepaar Almaviva, Joélle Harvey die Susanna und Kate Lindsey den Cherubino.
Kunststoff-Hanfpflanzen sind in etwa im Bühnenbild im Einsatz. Die angekauften Produkte wurden von der Bühnenplastik für die Produktion bearbeitet und mit Dolden versehen.
LE NOZZE DI FIGARO
Wolfgang Amadeus Mozart Nationaltheater
Sa., 16.05.2026 18:00 Uhr (PREISE M)
Mi., 20.05.2026 19:00 Uhr (PREISE M)
So., 24.05.2026 18:00 Uhr (PREISE M)
Preise M: ab 14,00 € bis 193,00 €
PREISFRAGE: Wer inszeniert die Uraufführung der Oper Of One Blood ?
Beantworten Sie die Frage und gewinnen Sie mit etwas Glück ein exklusives Paar Ohrstecker aus dem Hause Juwelier Hilscher im Wert von 2.490 Euro. Die Ohrstecker aus 750/000 Roségold vereinen 2,38 ct natürliche Topase mit 0,23 ct natürlichen Brillanten zu einem ausdrucksstarken Schmuckstück von bleibendem Wert.
Juwelier Hilscher zählt zu den renommiertesten Juwelierunternehmen Deutschlands und steht für außergewöhnliche Handwerkskunst, erlesene Materialien und zeitlose Eleganz. Neben seltenen Luxusuhren internationaler Spitzenmanufakturen reicht das Portfolio von exklusiven Schmuckkreationen bis hin zur fachgerechten Umarbeitung und Restauration historisch wertvoller Juwelen.
Als langjähriger Partner der Bayerischen Staatsoper engagiert sich das Familienunternehmen für kulturelle Exzellenz und die Pflege Münchner Identität. Geschäftsführer Kai Pierre Thieß betont: „Kulturförderung und die Unterstützung Münchner Identität ist zutiefst mit der Genetik unseres 80-jährigen Familienunternehmens verknüpft.“ www.juwelier-hilscher.de
Schicken Sie Ihre Lösung unter Angabe einer Rückrufnummer per E-Mail an: engelsloge@staatsoper.de oder per Post an: Bayerische Staatsoper, engelsloge, Max-Joseph-Platz 2, 80539 München
MÄRZ 2026
Oper
DO 05 SALOME Strauss
SA 07 RIGOLETTO Verdi PREMIERE
SO 08 FIDELIO van Beethoven
MI 11 RIGOLETTO Verdi
FR 13 FIDELIO van Beethoven
SA 14 RIGOLETTO Verdi
SO 15 FIDELIO van Beethoven
DI 17 RIGOLETTO Verdi
MI 18 ELEKTRA Strauss
DO 19 RIGOLETTO Verdi
SA 21 ELEKTRA Strauss
SO 22 RIGOLETTO Verdi
DI 24 RIGOLETTO Verdi
FR 27 ELEKTRA Strauss
Ballett
DI 03 ONEGIN Cranko
FR 06 ONEGIN Cranko
SO 08 FRÜHLINGS-MATINEE DER HEINZ-BOSL-STIFTUNG
MO 16 ONEGIN Cranko
SA 28 COMMON GROUND Ekman / Inger / Kylián PREMIERE
SO 29 FRÜHLINGS-MATINEE DER HEINZ-BOSL-STIFTUNG
SO 29 COMMON GROUND Ekman / Inger / Kylián
MO 30 ONEGIN Cranko
DI 31 LA SYLPHIDE Lacotte
Konzert
DO 12 BAROCKKONZERT
– FUNKELNDE CONCERTI
GROSSI Allerheiligen Hofkirche
FR 13 PORTRÄTKONZERT DES OPERNSTUDIOS Künstlerhaus
SO 15 4. KAMMERKONZERT:
MUSIKALISCHES
VERMÄCHTNIS
FR 20 1. THEMENKONZERT
Brainlab Firmenzentrale
SA 21 2. THEMENKONZERT
SO 22
Brainlab Firmenzentrale
SONDER-KAMMERKONZERT
ATTACCA Allerheiligen Hofkirche
MO 23 3. THEMENKONZERT
Brainlab Firmenzentrale
FR 27 PASSIONSKONZERT
Allerheiligen Hofkirche
Extra
SA 07 BALLETT EXTRA: ÖFFENTLICHE PROBE
Ballett-Probengebäude Platzl 7
SO 22 EINFÜHRUNGSMATINEE zu COMMON GROUND
APRIL 2026
Oper
SO 05 PARSIFAL Wagner
MO 06 TOSCA Puccini
DI 07 MACBETH Verdi
MI 08 PARSIFAL Wagner
HILSCHER KANN MÜNCHEN
DO 09 TOSCA Puccini
FR 10 MACBETH Verdi
SA 11 PARSIFAL Wagner
SO 12 TOSCA Puccini
MO 13 MACBETH Verdi
SO 19 L’ELISIR D’AMORE Donizetti
DI 21 L’ELISIR D’AMORE Donizetti
FR 24 L’ELISIR D’AMORE Donizetti
SO 26 IL TROVATORE Verdi
DO 30 IL TROVATORE Verdi
Ballett
MI 01 WAVES AND CIRCLES
Forsythe / Portner / Béjart
DO 02 ILLUSIONEN – WIE SCHWANENSEE Neumeier
SA 04 WAVES AND CIRCLES
Forsythe / Portner / Béjart
DO 16 COMMON GROUND Ekman / Inger / Kylián
MO 20 COMMON GROUND Ekman / Inger / Kylián
DO 23 COMMON GROUND Ekman / Inger / Kylián
SA 25 COMMON GROUND Ekman / Inger / Kylián
Konzert
FR 17 PORTRÄTKONZERT DES OPERNSTUDIOS Künstlerhaus
FR 17 5. AKADEMIEKONZERT: Pablo Heras-Casado
SA 18 5. AKADEMIEKONZERT: Pablo Heras-Casado
MO 20 UN:ERHÖRT – KAMMERKONZERT DER HERMANNLEVI-AKADEMIE
Alte Pinakothek
SO 26 5. KAMMERKONZERT: TIME STANDS STILL Allerheiligen Hofkirche
MAI 2026
Oper
SO 03 IL TROVATORE Verdi
MI 06 IL TROVATORE Verdi
SA 09 IL TROVATORE Verdi
SO 10 OF ONE BLOOD Dean URAUFFÜHRUNG
DO 14 OF ONE BLOOD Dean
SA 16 LE NOZZE DI FIGARO Mozart
SO 17 OF ONE BLOOD Dean
MI 20 LE NOZZE DI FIGARO Mozart
DO 21 OF ONE BLOOD Dean
FR 22 NORMA Bellini
SO 24 LE NOZZE DI FIGARO Mozart
DI 26 NORMA Bellini
FR 29 NORMA Bellini
SO 31 DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL Mozart
Ballett
SA 02 ILLUSIONEN – WIE
SCHWANENSEE Neumeier
MO 04 ILLUSIONEN – WIE
SCHWANENSEE Neumeier
FR 08 ILLUSIONEN – WIE
SCHWANENSEE Neumeier
DI 12 DIE KAMELIENDAME Neumeier
Vorstellungen im Rahmen der Ballettfestwoche
MI 13 DIE KAMELIENDAME Neumeier
FR 15 DIE KAMELIENDAME Neumeier
SA 23 DIE KAMELIENDAME Neumeier
MO 25 DIE KAMELIENDAME Neumeier
Konzert
FR 08 PORTRÄTKONZERT DES OPERNSTUDIOS Künstlerhaus
MO 18 6. AKADEMIEKONZERT:
Sebastian Weigle
DI 19 6. AKADEMIEKONZERT:
Sebastian Weigle
SA 30 FESTKONZERT ZUM
90. GEBURTSTAG VO N ZUBIN MEHTA
Extra
SO 03 EINFÜHRUNGSMATINEE zu OF ONE BLOOD
MI 06 BALLETT EXTRA: ein Abend zu John Neumeiers Ballett DIE KAMELIENDAME
Ballett-Probengebäude Platzl 7
JUNI 2026
Oper
DI 02 NORMA Bellini
MI 03 DIE ENTFÜHRUNG AUS
DEM SERAIL Mozart
FR 05 DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL Mozart
SA 06 TURANDOT Puccini
DI 09 TURANDOT Puccini
SA 13 CARMEN Bizet
SO 14 TURANDOT Puccini
DI 16 CARMEN Bizet
MI 17 TURANDOT Puccini
FR 19 CARMEN Bizet
SO 21 CARMEN Bizet
Ballett
DO 04 COMMON GROUND Ekman / Inger / Kylián
SO 07 COMMON GROUND Ekman / Inger / Kylián
FR 12 LE PARC Preljocaj
SA 20 LE PARC Preljocaj
Konzert
SO 07 PORTRÄTKONZERT DES OPERNSTUDIOS Künstlerhaus
SO 14 6. KAMMERKONZERT: TIEFEN DER LEIDENSCHAFT Allerheiligen Hofkirche
Extra
SA 13 BALLETT EXTRA: Öffentliche Probe
Ballett-Probengebäude Platzl 7
SO 14 EINFÜHRUNGSMATINEE zu WALKÜRE
Falls nicht anders angegeben, finden die Veranstaltungen im Nationaltheater statt.
Die nächste Engelsloge erscheint am 2. Juni 2026
Sechs Wochen, drei Premieren, siebzehn Opern- und Ballettproduktionen, Kammerkonzerte, Liederabende und abwechslungsreiche
Ensembles: Das sind die Münchner Opernfestspiele 2026.
Sichern Sie sich Restkarten ab Freitag, 27. März 2026, 10 Uhr für den Kultursommer in der Stadt.
IMPRESSUM
Süddeutsche Zeitung GmbH, Hultschiner Straße 8, D – 81677 München, Telefon +49 (0)89.2183 0, Registergericht: AG München HRB 73315, USt-IdNr.: DE 811158310
ANZEIGEN Christine Tolksdorf (verantwortlich) (Anschrift wie oben)
TEXTE (verantwortlich):
Süddeutsche Zeitung GmbH: Andreja Ruppert
Bayerische Staatsoper: Eva Bergmann, Annette Baumann (Ballett) Textschluss: 16.02.2026
DESIGN, KONZEPT, REALISIERUNG
Süddeutsche Zeitung GmbH, in Zusammenarbeit mit:
Bayerische Staatsoper und Yvonne Zmarsly
GESTALTUNG
Yvonne Zmarsly
DRUCK
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ANZEIGENBERATUNG
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Telefon +49 (0)89.2185 1047 victoria.jara-pfister@staatsoper.de
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