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VIELFALT SICHTBAR MACHEN

LSVBW-Vizepräsident Gert Rudolph ist ab September alleiniger Vertreter des Sports im SWR-Rundfunkrat. Er will sich für mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit für die Vielfalt des Sports einsetzen.

SPORTSTÄTTENBAU

Der Badische Sportbund Freiburg bewilligte im Vereinssportstättenbau 3.044.880 Euro für 154 südbadische Vereine in 19 Fachverbänden. Ende 2026 gibt es eine zweite Bewilligungsrunde.

SPORTABZEICHEN

Bei traumhaften Wetterbedingungen fanden sich beim Tourstopp der Sportabzeichen-Tour 1.800 sportbegeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Freiburger Seepark ein.

Und eine sehr,

spielst für Fans, und Talente. Du Teams sehr frühe Rente.

MEHR ZUR FÖRDERUNG

AUF LOTTO-BW.DE

Die Lotterien von Lotto Baden-Württemberg: für alle ein Gewinn. Denn ein Teil des Spieleinsatzes der Lotterien wird verwendet, um Vereine und deren Sportstätten zu unterstützen. Pro Jahr kommen so fast 60 Millionen Euro für den Spitzenund Breitensport in Baden-Württemberg zusammen.

Das IOC und der Verlust von Werten

Was haben Georg Thoma, Georg Hettich, Hans-Peter Pohl, Fabian Rießle und Manuel Faißt gemeinsam? Sie alle kommen aus dem Schwarzwald und gewannen bei Olympischen Spielen Einzel- oder Mannschafts-Gold oder -Silber in der Nordischen Kombination – der Königsdisziplin des Nordischen Skisports!

Wahrscheinlich wird sich diese Auflistung nicht mehr ergänzen lassen, entschied das IOC doch kürzlich diese Sportart aus dem Programm der Olympischen Winterspiele 2030 zu streichen. Eine Entscheidung, die nicht nur den Skisport im Schwarzwald ins Mark trifft. Es ist eine Entscheidung, die ebenso widersprüchlich wie in der Begründung falsch ist. Oder, um es mit enttäuschten Worten von Nathalie Armbruster zu verstärken: „Das IOC tritt unsere Leistung der vergangenen Jahre und die Geschichte unserer Sportart mit Füßen und verrät gleichzeitig seine eigenen olympischen und sportlichen Werte.“

Wie Recht die 20-jährige Gesamtweltcupsiegerin doch hat. Jahrelang warf man den Kombinierern vor, keine Frauen-Wettbewerbe zu haben –schließlich müsse bei Olympia eine Geschlechterparität herrschen. Seit sechs Jahren gibt es allerdings bei Frauen Weltcups! Und nun? Plötzlich argumentiert das IOC (in dessen Entscheidungsgremium übrigens kein Vertreter des Skisports sitzt) damit, dass sein Angebot „relevant und für künftige Generationen von Athleten und Fans gestaltet sein muss“. Als wären die Nathalie Armbrusters dieser Welt rückwärts gerichtet.

Und weiter: Eine Sportart müsse „universal“ sein – eine Forderung, die mangels Schnee in weiten Teilen der Welt nun mal nicht so ganz nachzuvollziehen ist. Immerhin haben bei den diesjährigen Spielen in Italien 36 Kombinierer aus 14 Ländern teilgenommen. Zwar soll man eine Sportart nicht gegen die andere ausspielen, aber im Monobob und Skeleton nahmen gar nur 19 bzw. 20 Sportler teil. Und zudem: Aufgenommen wurde, man höre und staune, ein gemischtes Team-Event der Parallel-Snowboarder. Dann auch noch damit zu kommen, dass nach eigener Auswertung die Nordische Kombination am unbeliebtesten sei, ist nicht nachvollziehbar und als Entscheidungskriterium auch nicht tauglich. Dass Sportarten aufgrund von „14 Popularitätsindikatoren“ ausgewählt werden ersetzt die Werte des Sports durch Gewinnmaximierung.

Dass der DOSB lediglich verärgert ist, der DSV in einer Pressemitteilung darum bittet „Ruhe zu bewahren“, wird für Armbruster & Co. kaum ausreichend sein. Die nationalen Verbände müssen sich gegenüber FIS und IOC wehren und sind jetzt aufgerufen beim Bund durchzusetzen, dass deren Förderung auf gleich hohem Niveau fortgeführt wird. Und dies alles mit dem Ziel, dem IOC zu zeigen, dass diese Sportart nicht von vorgestern ist, sondern übermorgen – sprich 2034 – wieder ins olympische Programm aufgenommen werden muss.

Gundolf Fleischer Präsident des Badischen Sportbundes Freiburg

12 | BSB Freiburg

4 | Quo vadis Nachwuchsleistungssport? | Gründung Zentrum für Safe Sport

5 | LSVBW-Vizepräsident Gert Rudolph über seine Rolle im SWR-Rundfunkrat

6 | QualiFT – Forschung für mehr Frauen im Traineramt

7 | Landesfinale „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“

8 | „Erasmus+ Sport“-Förderung: Boxverein zu Gast in Kroatien

9 | Interview mit Stiftungsathlet Jan Bormann | Förderprogramm Kinderschutzkonzepte

10 | Integratives City Sport Event im Volleyball

11 | Ausschreibung Nachhaltigkeitspreis 2026 | Dank Lotto BW

12 | Über drei Millionen Euro für den Vereinssportstättenbau

14 | Sportabzeichentag in Freiburg –ein Riesenerfolg

18 | Wundine steht ab sofort in Bräunlingen

19 | Ringer-Weltmeister Adolf Seger verstorben

19 | Trauner um das Kunstradsport-Urgestein Paul Gaißer

20 | Fußball-Nationalspielerin Klara Bühl zu Gast in ihrer Heimat

21 | Stellenausschreibung

23 | Werner Ziebold: Mit 90 Jahren noch als Schiedsrichter aktiv gewesen

23 | Noch freie Termine auf dem Herzogenhorn

24 | Das „Exzellenzcluster Ausdauer“ in Freiburg

26 | Richtlinien zur Lizenz-Bezuschussung

28 | Was Sie beim Thema Lizenzwesen beachten sollten

30 | Jetzt anmelden zur Vereinsmanager-Ausbildung

33 | Sportgeräte-Zuschüsse online beantragen

34 | Integration durch Sport

35 | Wichtige Termine des BSB

36 | ARAG Sportversicherung informiert

37 | Neues von der Sportschule Baden-Baden Steinbach

38 | Grenzüberschreitender Austausch zu Sport, Wissenschaft und Gesundheit

40 | BSB-Geschäftsstelle auf einen Blick

41 | Fortbildung zum Thema Ganztag in Konstanz

42 | Kolumne Kirche + Sport / Impressum

Reinschauen ins Bildungsprogramm der Sportschule Steinbach

Interesse an Aus- oder Fortbildungen des BSB? Dann reinschauen ins Bildungsprogramm der Badischen Sportschule Baden-Baden Steinbach. Die komplette Broschüre ist auch auf www.sportschule-steinbach.de einsehbar.

Quo vadis Nachwuchsleistungssport?

Was aus Sicht der Landessportbünde bundesweit zu tun ist

Die 28. Sitzung des Ausschusses „Sport und Ehrenamt“ des Deutschen Bundestags stand Anfang Juli im Zeichen des Nachwuchsleistungssports. LSVBW-Präsident Jürgen Scholz als Vorsitzender der Konferenz der Landessportbünde und LSVBW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Derad präsentierten in Berlin die Perspektive der Landessportbünde.

Nach der Verabschiedung des Sportfördergesetzes durch den Deutschen Bundestag am 10. Juli ist die Spitzensportreform mit der Gründung einer Sportagentur formal aufgegleist. Dass nachhaltige internationale Erfolge nicht

ohne entsprechende Förderstrukturen und -maßnahmen im Nachwuchsleistungssport möglich sind, wurde wenige Tage zuvor in einer öffentlichen Anhörung vor dem Ausschuss „Sport und Ehrenamt“ deutlich. LSVBW-Präsident Jürgen Scholz war dazu als Vorsitzender der Konferenz der Landessportbünde mit LSVBW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Derad in den Bundestag eingeladen. Sie betonten, dass wesentliche Aspekte zur strukturellen und fachlichen Verschränkung des Spitzensports mit dem Nachwuchsleistungssport im Zuge der Spitzensportreform noch zu konkretisieren sind.

„Ein Schwerpunkt der Aufgaben der Landessportbünde liegt in der Rahmensetzung für die Talentfindung und die Talententwicklung im Nachwuchsleistungssport. Diese Aufgabenstellung erfordert hohe Investitionen und umfangreiche laufende Aufwendungen“, stellte Jürgen Scholz fest. Er hob dabei insbesondere die Rolle des Vereinssports als Basis leistungssportlicher Karrieren hervor. Eine weitere zentrale Aufgabe sei es, den Schulsport aufzuwerten und außerschulische Kooperationen zwischen Schule und Verein auszubauen.

Für die Gestaltung der ebenso wichtigen wie sensiblen Übergangsphase vom Landes- zum Bundeskader und vom Nachwuchs- in den Aktivenbereich brachte Jürgen Scholz wie schon in der Anhörung zum Sportfördergesetz

die Olympiastützpunkte ins Spiel. Mithilfe von bestehenden und bewährten Strukturelementen könnten und müssten diese sportartübergreifend eine noch gewichtigere Schnittstellenfunktion einnehmen.

Die Impulse der Landessportbünde fließen in die weiteren Entscheidungen der Abgeordneten des Ausschusses sowie des für den Sport zuständigen Bundeskanzleramtes ein. „Wir sind uns einig: Wir brauchen bundesweit gleiche Rahmenrichtlinien. Die Umsetzung, die daraus entsteht, sollte aber in den Ländern flexibel gestaltet werden, denn hier gibt es Spezifika, die es zu berücksichtigen gilt“, betonte Ulrich Derad. „Dadurch können wir auch Wettbewerb zwischen den Ländern schaffen, und Wettbewerb macht uns sicher nicht schlechter.“ q Silke Bernhart

G| Zentrale Impulse

1 Die Vereinsbasis und Sport in der Schule als Leistungserbringer fördern

2 Olympiastützpunkte als Schnittstelle etablieren

3 Richtlinienkompetenz richtig verstehen, föderale Struktur nutzen und stärken

Zentrum für Safe Sport gegründet

Unabhängige nationale Einrichtung für Intervention, Aufarbeitung und Prävention

Mit einer Feier im Bundeskanzleramt in Berlin ist im Juli das Zentrum für Safe Sport unter dem Dach eines gemeinsamen Trägervereins von Bund und Ländern offiziell gegründet worden.

Das Zentrum für Safe Sport (ZfSS) mit Sitz in Kassel soll im Frühjahr 2027 seine Arbeit aufnehmen und als unabhängige Instanz den Schutz vor interpersonaler Gewalt und Machtmissbrauch im Sport stärken. Zu den Aufgaben des ZfSS zählen unter anderem die Prüfung und Sanktionierung von Missbrauchsfällen, die Aufarbeitung und Präventionsarbeit sowie die Etablierung von Standards in der Arbeit für einen sicheren Sport.

„Mit dem Zentrum schaffen wir gemeinsam eine unabhängige Struktur für mehr Schutz vor Gewalt im Sport. Das ist ein wichtiger Schritt, um Betroffene besser zu unterstützen und das Vertrauen in den organisierten Sport zu stärken“, erklärte Baden-Württembergs Bau- und Sportministerin Theresa Schopper als Vorsitzende der Sportministerkonferenz. Das Zentrum soll die im organisierten Sport bestehende Arbeit im Themenfeld nicht ersetzen oder gar übernehmen, sondern sinnvoll ergänzen. Der Anschluss von Sportorganisationen und Verbänden an das Zentrum für Safe Sport ist freiwillig. Der LSVBW hat den Schutz vor jeglicher Gewalt in seiner

Satzung festgeschrieben. Im Zuge der Erarbeitung von Schutzkonzepten und der Etablierung von Ansprechpartnern sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen zum Schutz vor interpersonaler Gewalt entstanden. q Silke Bernhart

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Mehr erfahren

Detaillierte Informationen, Unterlagen und Ansprechpartner des LSVBW zum Schutz vor interpersonaler Gewalt finden Sie unter www.lsvbw.de/service/psg/

Talente auf dem Weg in die Weltspitze: Eröffnungsfeier der Youth Olympic Games 2025 in Skopje. Foto: Team Deutschland

„Vielfalt des Sports sichtbar machen“

Gert Rudolph über die Interessenvertretung des Sports im SWR-Rundfunkrat

LSVBW-Vizepräsident Gert Rudolph sitzt seit Herbst 2025 im SWR-Rundfunkrat, ab September wird er nach einer Reduktion der Mitgliederzahl alleiniger Vertreter der Sportverbände von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sein.

Der Rundfunkrat ist das oberste Kontrollgremium des Südwestrundfunks (SWR). Zu seinen 74 Mitgliedern – 51 aus Baden-Württemberg und 23 aus Rheinland-Pfalz – zählt neben Gert Rudolph derzeit auch Margarethe Lehmann, ehemaliges LSVBW-Präsidiumsmitglied. Sie vertreten die Interessen des organisierten Sports in Baden-Württemberg. Gert Rudolph übernahm im September 2025 das Amt von LSVBW-Vizepräsident Gundolf Fleischer, der sich seit 2015 im Rundfunkrat engagiert hatte. Im September 2026 beginnt die neue Amtsperiode des SWR-Rundfunkrats, die mit einer Zäsur verbunden ist: Die Anzahl der Mitglieder wird gemäß dem geänderten Rundfunk-Staatsvertrag von 74 auf 52 reduziert. Der Sport in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erhält nur noch einen Sitz. Dieser wird – auf Basis einer gemeinsamen Vereinbarung und in gegenseitiger Abstimmung – in der kommenden Amtsperiode von Baden-Württemberg und Gert Rudolph wahrgenommen. In SPORT in BW blickt er auf seine ersten Erfahrungen als Rundfunk-

Danke!

Der LSVBW bedankt sich bei Margarethe Lehmann und Gundolf Fleischer herzlich für ihr langjähriges Engagement im SWRRundfunkrat und für ihren Einsatz für eine angemessene mediale Darstellung des organisierten Sports in Baden-Württemberg.

ratsmitglied zurück und voraus auf das, was er in dieser Rolle bewegen will.

Gert Rudolph, wie haben Sie Ihre ersten Sitzungen als Mitglied des SWR-Rundfunkrats erlebt? Ich wurde von Beginn an sehr freundlich und kollegial aufgenommen. Besonders hilfreich war, dass mit Margarete Lehmann bereits eine erfahrene Vertreterin des Sports im Rundfunkrat tätig war und mir den Einstieg erleichtert hat. Die Arbeit des Gremiums ist durch die SWR-Gremiengeschäftsstelle professionell organisiert. Beeindruckend ist die Vielfalt der vertretenen gesellschaftlichen Gruppen – von Bildung, Kultur und Naturschutz über Kommunen, Kirchen, IHK und Gewerkschaften bis hin zum Sport. Dadurch entstehen wertvolle Netzwerke und ein direkter Austausch mit Intendanz und Direktorium.

Was hat Sie dazu motiviert, sich in dieser Rolle einzubringen?

Ich möchte die Interessen des Sports im Südwesten auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vertreten. Gleichzeitig bietet die Mitarbeit im Rundfunkrat die Möglichkeit, mein Netzwerk für das Engagement im Sport weiter auszubauen. Mein Eindruck ist, dass der Sport im SWR bislang nicht die Aufmerksamkeit und Anerkennung erhält, die seiner gesellschaftlichen Bedeutung entspricht.

Wie bewerten Sie die Abbildung des Sports in den Angeboten des Südwestrundfunks?

Meine Erfahrungen im ersten Jahr zeigen, dass die Berichterstattung stark vom Fußball geprägt ist. Andere Sportarten und insbesondere der Breitensport kommen häufig zu kurz. Die Fußball-WM 2026 war dabei natürlich ein besonderes Ereignis, dennoch wünsche ich mir insgesamt mehr Vielfalt in der Sportberichterstattung.

Welche Herausforderungen beschäftigen den Rundfunkrat gerade insgesamt?

Mit der Neukonstituierung im September 2026 verkleinert sich das Gremium von 74 auf 52 Mitglieder. Viele erfahrene Mitglieder scheiden aus, gleichzeitig kommen zahlreiche neue hinzu. Diese Phase des Zusammenfindens und der Aufbau einer guten Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums sowie mit Intendanz und Direktorium werden zentrale Herausforderungen sein.

Welche Themen und Impulse möchten Sie als Vertreter des Sports setzen?

Große Sportereignisse wie die Finals 2027 in Stuttgart oder die World Games 2029 in Karlsruhe bieten hervorragende Chancen, die Vielfalt des Sports im Südwesten sichtbar zu machen. Mir ist wichtig, dass der Sport im Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks den Stellenwert erhält, der seiner gesellschaftlichen Bedeutung entspricht. Dass der organisierte Sport künftig nur noch einen statt bislang drei Sitze im Rundfunkrat hat, macht diese Aufgabe allerdings nicht einfacher.

Welchen Einfluss wird das auf Ihre Arbeit und die Stimme des Sports haben?

Mit nur noch einem Sitz wird es deutlich schwieriger, die Anliegen des Sports gegenüber den anderen gesellschaftlichen Gruppen im Rundfunkrat einzubringen. Umso wichtiger ist es, Allianzen zu bilden und die Perspektive des Sports überzeugend zu vertreten. Der mir von Gundolf Fleischer ermöglichte frühzeitige Einstieg in der jetzigen Amtsperiode verschafft mir dabei einen wertvollen Erfahrungsvorsprung. q Die Fragen stellte Silke Bernhart

Für den LSVBW im SWR-Rundfunkrat: Gert Rudolph. Foto: LSVBW / Fabian Schumacher
Margarethe Lehmann Foto: LSVBW
Gundolf Fleischer Foto: LSVBW

Trainerinnen als Leistungsressource

Internationale Forschung zur Qualifizierung von Frauen für den Trainerberuf

Frauen sind im Trainerberuf unterrepräsentiert. Das Projekt „QualiFT“, für das sich auch der LSVBW engagiert, will hier gegensteuern. Ein Projektbaustein war Ende Juni das Trainerinnen-Symposium in Köln.

In vielen Fachverbänden sind im Spitzensport weniger als 15 Prozent der Trainerpositionen oder -ausbildungsplätze von Frauen besetzt. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) hat dieses Geschlechtergefälle zum Anlass genommen, Fördermittel für ein auf 24 Monate angelegtes Forschungsprojekt bereitzustellen: Warum ergreifen weniger Frauen Trainertätigkeiten? Wie kann man sie dazu befähigen und ermutigen? Und welche Strukturen unterstützen langfristig dabei, attraktive Arbeitsbedingungen für Trainerinnen zu schaffen? Diesen Fragen, zusammengefasst unter dem Titel „QualiFT –Qualifizierung von Frauen für den Trainerberuf“, geht seit Ende 2024 eine siebenköpfige Arbeitsgruppe an der Deutschen Sporthochschule Köln auf den Grund.

Mit Projektleiterin Prof. Dr. Astrid Schubring, Leiterin der Abteilung für Sportsoziologie, Dr. Karen Petry, Professorin am Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung, sowie der Schweizerin Dr. Natalie Barker-Ruchti, Associate Professorin an der Universität Örebro (Schweden) und Fachspezialistin Ethik bei Swiss Olympic, erhielten drei renommierte Wissenschaftlerinnen den Zuschlag für das BISp-Projekt. Sie werden unterstützt von einer Projektmitarbeiterin sowie drei studentischen Mitarbeiterinnen.

„Im Sport hat sich auf Ebene der Mitglieder sowie Athletinnen und Athleten schon sehr viel getan, zum Beispiel wenn wir uns die Teilnehmenden an Olympischen Spielen anschauen.

Das muss sich auch auf den Führungsebenen abbilden“, sagt Astrid Schubring und führt dafür gleich mehrere Gründe an: „Das Bedürfnis von Mädchen und Athletinnen nach Trainerinnen ist ein Faktor. Zum anderen wissen wir aus der Forschung aus anderen Berufsfeldern, dass diverse Teams bereichern und innovativer machen. Daher sind gemischtgeschlechtliche Trainerteams im Leistungssport auch eine Leistungsressource. Und nicht zuletzt gibt es insgesamt einen Trainermangel, dem man mit dem Talentpool an Trainerinnen entgegenwirken kann.“

Von der Erkenntnis zur Umsetzung

Bei der Frage nach den Gründen für die geringe Anzahl an Trainerinnen kann die „QualiFT“-Arbeitsgruppe bereits auf umfangreiche, überwiegend internationale Forschungsergebnisse zurückgreifen. Mithilfe der Auswertung von Trainerlizenzen sowie Fragebögen und Interviews sammelten die Forscherinnen in Deutschland weitere Erkenntnisse. Neben der männlich dominierten Kultur im Leistungssport tragen auch die Arbeitsbedingungen im Trainerberuf allgemein sowie die Herausforderungen in der Vereinbarkeit von Familie und Traineramt dazu bei, dass sich weniger Frauen für den Trainerberuf entscheiden.

Vielmehr noch als die Ursachen stehen jedoch bei „QualiFT“ die Lösungsansätze im Vordergrund. „Wir reden zu viel – wir müssen endlich ins Tun kommen!“ benennt Astrid Schubring die einhellige Meinung aus zahlreichen Gesprächen und kann dazu positive Signale geben: „Es gibt keinen magischen Zauberstab, der das Problem auf einmal löst, dafür ist die Gemengelage viel zu komplex. Aber es gibt viele tolle Beispiele und verschiedene Instrumente, die als Vorbild dienen können – sei es für das nötige organisationale Changemanagement oder die Trainerinnenförderung.“ Die Forschungsgruppe verfolgt einen internationalen Ansatz, bei dem Modelle zur Stärkung und Förderung von Frauen im Trainerberuf verschiedener Länder analysiert werden. Insbesondere Australien und Neuseeland, aber auch Finnland, Kanada und die Schweiz haben in dieser Hinsicht erfolgreiche Maßnahmen ergriffen. Für „QualiFT“ gilt es nun, diese gesammelten Erkenntnisse zu dokumentieren und Verbänden und Vereinen in Form eines Toolkits zur Verfügung zu stellen.

LSVBW berät und unterstützt

In regelmäßigen Transferveranstaltungen haben die Forscherinnen im Verlauf des Projekts auch den Austausch mit Trainerinnen sowie Verantwortlichen aus den Sportorganisationen gesucht – unter anderem mit dem Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW), der „QualiFT“ als Kooperationspartner unterstützt. Den Abschluss dieser Netzwerktreffen bildete Ende Juni das Trainerinnen-Symposium im RheinEnergie Stadion in Köln, bei dem zentrale Forschungsergebnisse präsentiert wurden. Eingeladen waren auch die Landestrainerinnen und -trainer aus Baden-Württemberg. LSVBW-Leistungssportreferent Linus Armbruster stellte dort in einem Impulsvortrag Baden-Württembergs „Berufsbild für Leistungssportpersonal“ vor. „Der Anteil von Frauen in Trainerpositionen und relevanten Ämtern wird nicht allein durch Qualifizierung steigen. Ebenso wichtig sind Strukturen in Verbänden und Vereinen, die Zugänge ermöglichen und Entwicklung fördern“, stellt er fest. „Davon profitieren nicht nur die Trainerinnen selbst, sondern vor allem auch unsere Athletinnen und Athleten im (Nachwuchs-) Leistungssport. Das Berufsbild für Trainer des LSVBW schafft hierfür wichtige Orientierung und Standards und trägt dazu bei, den Trainerberuf nachhaltig zu professionalisieren und zu stärken.“ q Silke Bernhart

Prof. Dr. Karen Petry, Prof Dr. Astrid Schubring und Moderatorin Julia Kleine (v.l.n.r.) beim Symposium . Foto: wolterfoto
Foto: wolterfoto

Mini-Olympia weckt Lust auf mehr

„Jugend trainiert“ bringt für das Landesfinale 2.000 Schülerinnen und Schüler zusammen

Die Sportanlagen in und um Sindelfingen versprühten Mitte Juli olympisches Flair. Beim Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ ermittelten rund 2.000 Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassenstufen in zehn Sportarten die Landessieger.

Jubelnde Teams, strahlende Augen, sportliche Höchstleistungen, spannende Fights – und wohin man blickt Kinder und Jugendliche in Bewegung: Das Sommer-Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ in und um Sindelfingen wurde Mitte Juli zu einem emotionalen Fest des Sports. Eben dort hatte 2018 das deutschlandweit erste Landesfinale von „Jugend trainiert“ mit mehreren Sportarten an einem Tag an einem Ort stattgefunden. Acht Jahre später war Sindelfingen jetzt für mehr als 200 Mann-

schaften erneut der Mittelpunkt der Landesentscheide des weltgrößten Schulsport-Wettbewerbs. An zehn Wettkampfstätten in fünf Orten der Region wurden in zehn Sportarten Baden-Württembergs Landessieger ermittelt. Erstmals nahmen am Landesfinale im Schwimmen, Judo und Fechten auch Grundschulen teil.

„,Jugend trainiert für Olympia und Paralympics‘ ist eine Institution des Schulsports. Der Wettbewerb führt unsere Schülerinnen und Schüler im gemeinsamen Geist zusammen: Dabei sein ist alles, es gibt nur Gewinner und Respekt vor jeder Leistung – ganz unabhängig von der Platzierung“, sagte Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Jung. Er nahm am Ende eines langen Wettkampftages die Siegerehrungen vor. Auch die zweimalige Olympia-Teilnehmerin im Beachvolleyball Karla Borger verfolgte die

Wettbewerbe aufmerksam und sorgte für eine Extra-Portion Motivation bei den jungen Sportlerinnen und Sportlern.

Organisiert wurde die Großveranstaltung von der Außenstelle Ludwigsburg des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung, der „Stiftung Sport in der Schule Baden-Württemberg“, der Stadt Sindelfingen und dem Kultusministerium. „Hier wetteifern tausende Schülerinnen und Schüler und es steckt so viel drin in diesem Wettbewerb: sportliche Fähigkeiten bis zum höchsten Niveau, Werte wie Fairness, Zusammenhalt, Leistungsbereitschaft, gegenseitiger Respekt sowie Spaß, Gemeinschaftsgefühl und Verantwortung“, stellte Andreas Jung fest. Sein Dank galt allen, die dies ermöglichen, darunter die 300 begleitenden Lehrkräfte beim Landesfinale sowie insgesamt 500 ehrenamtliche Beauftragte (in der Regel Lehrkräfte), die die Wettbewerbe von „Jugend trainiert“ über die drei Ebenen Kreis, Regierungsbezirk und Land umsetzen.

Der Landessportverband Baden-Württemberg war beim Landesfinale mit einem Stand der Baden-Württembergischen Sportjugend vertreten. Sie informierte die sportbegeisterten Jugendlichen über die Möglichkeit, sich nach ihrer Schullaufbahn im Rahmen der Freiwilligendienste weiter im Sport zu engagieren. Zunächst einmal geht es jedoch für die Landessieger, deren Wettbewerb in einem Bundesfinale mündet, zur großen nationalen Entscheidung von „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ im September in Berlin. Nicht ausgeschlossen, dass einige der Talente mit ihrem Start beim „Mini-Olympia“ das Selbstvertrauen und die Motivation tanken, den Traum von den großen Olympischen und Paralympischen Spielen Wirklichkeit werden zu lassen. q Silke Bernhart

Siegerehrung mit Kultusminister Andreas Jung (links). Alle Fotos: MHVP Video Solutions / Kultusministerium BW

Training ohne Grenzen

EU ermöglicht internationalen Austausch zur Verbesserung der Trainingsqualität

Andere Trainingskulturen, neue Methoden und frische Motivation: Das EU-Förderprogramm „Erasmus+ Sport“ ermöglicht Sportvereinen ein Jobshadowing im Ausland, um ihr Training und ihre kulturellen Kompetenzen zu verbessern. Diese Chance nutzten zehn Mitglieder des Olympic Gym Ulm und reisten im Juni nach Kroatien.

Michael Martin ist begeistert: „Der Aufenthalt in Rovinj hat mir richtig viel Spaß gemacht. Das war eine tolle Erfahrung!“ Was nach sonnigen Erinnerungen an den letzten Urlaub klingt, war in Wirklichkeit ein Austauschprogramm im Rahmen des Förderprogramms „Erasmus+ Sport“ der Europäischen Union. Gemeinsam mit neun weiteren Mitgliedern des Olympic Gym Ulm besuchte Michael Martin in den Pfingstferien den Boxverein Fight Gym Rovinj. In sieben gemeinsamen Einheiten tauchten die Männer und Frauen zwischen 18 und 51 Jahren in die kroatische Trainingswelt ein. Michael Martin betreibt schon seit der Grundschule Kampfsport, zunächst Judo, später Kickboxen. Während seiner aktiven Karriere war er auf internationalen Wettkämpfen unterwegs. Inzwischen ist der 44-Jährige im Olympic Gym Ulm Trainer für Kickboxen, (Thai-)Boxen und Brazilian Jiu-

Jitsu. „Mich hat es interessiert zu lernen, wie sich die Trainingsmethoden im internationalen Kampfsport in den letzten Jahren verändert haben. Wir wollen auf dem neusten Stand bleiben, dafür ist so ein Austausch wichtig.“

Unterschiede im anaeroben Training

Um das kroatische Training zu verstehen, nutzten die Mitglieder des Olympic Gym Ulm zunächst das reguläre Angebot des Fight Gyms Rovinj. Nach den ersten zwei Einheiten wurde getauscht und die Deutschen unterrichteten die kroatischen Gastgeber. „Der Trainingsaufbau unterscheidet sich eigentlich kaum“, stellte Michael Martin fest. Aufwärmen, Technik, Kondition und Cool Down waren auch in Rovinj die typischen Module eines Trainings. Doch beim Fight Gym spielt die anaerobe Belastung eine wesentlich größere Rolle als in Michael Martins Training. „Wir sind in Deutschland sehr taktisch unterwegs. Die Kroaten sind das auch, aber sie können aufgrund ihrer anaeroben Kondition eine hohe Abschlussquote länger halten“, stellt der Kampfsportler fest, der hauptberuflich als selbstständiger Kältetechniker arbeitet.

Die Unterschiede in den Trainingsmethoden sorgten für einen regen fachlichen Austausch zwischen den Teilnehmenden. Ein Grund für den Fokus auf anaerobes Training sei das warme Wetter in Kroatien. Doch die Hitze beeinflusst auch in Deutschland immer häufiger den Sportbetrieb. Michael Martin konnte für sich einige Ideen aus Kroatien mitnehmen: „Im Nachhinein habe ich mir gedacht ‚Warum hast du das nicht schon früher gemacht?‘ Wir stecken oft in unseren Routinen fest, der Austausch hat mich motiviert, mal wieder etwas Neues auszuprobieren.“

Kultur und Sport im Fokus

Neue Eindrücke erhielten die Teilnehmenden des „Erasmus+ Sport“-Programms auch während der Freizeit-Aktivitäten. Unter anderem besuchten sie die Turina-Festung und den Brijuni Nationalpark, Residenz des einstigen Staatschefs von Ex-Jugoslawien Josip Broz Tito. Damit stärkte der Auslandsaufenthalt nicht nur den fachlichen, sondern auch den kulturellen Austausch zwischen den europäischen Nationen.

Zurück in Deutschland hat Michael Martin seinen Unterricht angepasst. Die taktischen Schrittfolgen und Abläufe behält er bei, aber es gibt nun mehr Leistungstraining, damit die Athletinnen und Athleten langfristig mehr Energie haben. „Bislang macht den Trainingsteilnehmenden die höhere Belastung viel Spaß“, lacht er.

In Zukunft möchte das kroatische Team auch für einige Zeit nach Deutschland kommen, zudem seien weitere Kooperationen im Boxsport angedacht. „Am Ende ist solch ein internationaler Austausch aber natürlich eine finanzielle Frage. Daher ist es gut, dass es mit Erasmus+ Sport eine Förderung gibt“, zieht Michael Martin sein Fazit. q Meike Walz

i|Info

Das Förderprogramm „ Erasmus+ Sport“ der Europäischen Union richtet sich an Engagierte aus dem Breitensport, die sich kulturell und sportlich weiterentwickeln wollen. Es unterstützt einen Auslandsaufenthalt mit bis zu 100 Prozent der Kosten. Bei Interesse können neue Förderanträge bis zum 1. Oktober 2026 gestellt werden. Torsten Schnittker, Referent für Grundsatzfragen, steht bei Fragen oder Unterstützung bei der Antragsstellung unter t.schnittker@lsvbw.de zur Verfügung. Ausführliche Informationen zu Erasmus+ Sport unter www.jugendfuereuropa. de/erasmus-sport

Die Gruppe des Olympic Gym Ulm beim Besuch der Turina-Festung. Foto: Privat
Im Fight Gym Rovinj lernen die Teilnehmenden das kroatische Training kennen. Foto: Privat

„Gewichtheben ist pure Leidenschaft“

Jan Bormann greift bei der Jugend-EM an

Eigentlich hatte Jan Bormann das Gewichtheben nur „just for fun“ angefangen. Inzwischen ist der 16-Jährige mehrfacher Deutscher Meister und nimmt zum zweiten Mal an der Jugend-Europameisterschaft teil. Seit über einem Jahr erhält er von der Stiftung OlympiaNachwuchs Baden-Württemberg finanzielle Unterstützung für die Materialkosten.

Jan, was macht für dich deine Sportart aus, was macht sie besonders?

Für mich ist Gewichtheben pure Leidenschaft. Es geht nicht nur darum, schwere Gewichte zu bewegen. Man muss eine Einheit mit der Hantel werden. Die Kombination aus Technik und Kraft macht Gewichtheben aus. Wenn man auf der Plattform steht und die Spannung spürt, ist das ein unglaubliches Gefühl von Fokus und Entschlossenheit. Der Moment der absoluten Kontrolle, wenn ich das Gewicht über den Kopf bringe, ist für mich ganz besonders.

Jeder fängt klein an. Wie und wo hast du deine ersten Schritte im Sport gemacht?

Ursprünglich habe ich Kampfsport gemacht, aber durch einen Freund bin ich zum Gewichtheben gekommen. Das Training beim WFC Nagold hat mir auf Anhieb viel Spaß ge-

Zweite

macht, daher habe ich den Kampfsport an den Nagel gehängt. Am Anfang war das Gewichtheben eigentlich nur „just for fun“. Ich hätte mir nie erträumen lassen, dass ich einmal so weit kommen würde.

Wer oder was hilft dir, dich sportlich weiterzuentwickeln?

Ein ganz wichtiger Baustein ist mein Trainer, der mich schon seit Jahren mit seiner Erfahrung und Leidenschaft begleitet. Er weiß genau, wie er das Beste aus mir herausholt. Aber ohne meine Familie und ganz besonders meine Mutter würde das alles nicht funktionieren. Sie steht jeden Tag hinter mir, sorgt für den nötigen Rückhalt und ist immer an meiner Seite, egal ob beim Training oder bei Wettkämpfen.

Was war bislang dein sportliches Highlight?

Ein echtes Highlight war für mich meine erste Teilnahme bei der Jugend-Europameisterschaft. Außerdem bin ich schon mehrmals Deutscher Meister geworden. Das sind Erfolge, auf die ich sehr stolz bin. Auch das Kennenlernen von Athleten aus anderen

Ländern und das Heben auf der internationalen Bühne sind unvergessliche Momente für mich. Besonders freut mich, dass ich mich auch für die diesjährige Jugend-EM qualifiziert habe, die im August stattfindet.

Ein Blick in die Zukunft: Was sind deine nächsten, was die größten sportlichen Ziele? Mein nächstes großes Ziel ist es, bei der Jugend-EM im Kosovo einen guten Wettkampf abzuliefern. Langfristig ist mein größter Traum natürlich die Teilnahme an den Olympischen Spielen. q Die Fragen stellte Kristin Redanz.

Jan Bormann

Verein: WFC Nagold

Trainer: Ralf Schumacher

Kaderstatus: Nachwuchskader

OSP: Metropolregion Rhein-Neckar Von der Stiftung gefördert seit: Mai 2025

Förderphase für Kinderschutzkonzepte gestartet

Schutzkonzepte sind ein zentraler Baustein, um Kinder und Jugendliche in Sportvereinen wirksam vor Gewalt und Übergriffen zu schützen. Mit dem Förderprogramm „Präventiv handeln – Schutzkonzepte leben 2.0 “ unterstützt das Land Baden-Württemberg Vereine und Verbände, Kinderschutz nachhaltig zu verankern. Dafür gibt es zwei Förderwege:

Antrag C: Vereine und Jugendverbände Gefördert wird eine qualifizierte externe Beratung, die den gesamten Prozess der Schutz-

konzeptentwicklung moderiert. Sie unterstützt von der Risiko- und Potenzialanalyse über die Entwicklung zentraler Bausteine wie Verhaltenskodex, Beschwerdesysteme und Handlungsleitfäden bis hin zur dauerhaften Verankerung im Vereinsalltag.

Antrag D: Dach- und Fachverbände Dieser Antrag fördert den Aufbau langfristiger Strukturen, welche die Verbandsmitglieder bei der Schutzkonzeptentwicklung unterstützen. Dazu zählen etwa Handreichungen, Schulun-

gen, die Qualifizierung von Multiplikatoren oder die Vernetzung mit anderen Trägern. Die Förderung läuft seit Mitte Mai bis Ende Februar 2028 und wird vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit im Rahmen des Masterplans Kinderschutz finanziert. q Tabea Gering

i|Alle Informationen und Antragsunterlagen sind auf der Webseite des KinderSchutzBW abrufbar: www.kischu-bw. de/foerderprogramm

Foto: Privat

Aufschlag für Teilhabe

Beachvolleyball-Event fördert mit offenem Angebot Integration und Gemeinschaft

Menschen mit Volleyball eine Heimat geben: Das ist das Ziel des Volleyball-Landesverbands Württemberg. Schon seit einigen Jahren werden integrative Angebote selbstverständlich bei Veranstaltungen mitgedacht. Zwischen Spitzensport und Firmencup wurde das City Sport Event 2026 so zu einem Treffpunkt für alle.

510 Tonnen Sand schaufelte der VolleyballLandesverband Württemberg (VLW) zwischen Kunstmuseum und Königsbaupassagen mitten in die Stuttgarter Innenstadt. Beim 2. City Sport Event verwandelte sich der Schlossplatz Anfang Juni in eine große Beachvolleyball-Party. Ziel der Kooperation des VLW mit der Stadt Stuttgart war es, den Sport dorthin zu bringen, wo die Menschen sind – und unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ganz spielerisch zu integrieren.

Seit mittlerweile acht Jahren engagiert sich der VLW als kooperierender Fachverband im Rahmen des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ (IdS) im Landesssportverband BadenWürttemberg. Torben Engelhardt begleitet die Integrationsarbeit von Anfang an: „Volleyball ist

eine der größten Ballsportarten der Welt, daher kennen sie viele Geflüchtete. Mit unseren Angeboten wollen wir zeigen, dass Volleyball ihnen hier eine Heimat sein kann.“ Aus dem ursprünglichen Integrationsprojekt „Volleyball verbindet“ wurde daher einer der Leitsätze des VLW.

Angebote gut angenommen Inzwischen ist es Usus, die soziale Arbeit in Events zu inkludieren. Nicht nur Integration, sondern auch Inklusion und die Einbindung von Menschen mit geringem Einkommen spielen dabei eine Rolle. „Das klingt im ersten Moment vielleicht nach viel Aufwand. Solche Angebote zu schaffen ist aber gar nicht so schwer“, meint Torben Engelhardt. Beim City Sport Event wurden die Plätze nach Ende des offiziellen Programms einfach noch bis Mitternacht für die Allgemeinheit geöffnet. Auf nur zwei Courts spielten dann bis zu 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Beachvolleyball. „Auch ohne offizielle Anleitung haben die Menschen trotz verschiedener Kulturen und Sprachen gemeinsame Regeln für das Zusammenspiel gefunden“, freut sich der Sportwissenschaftler über die rege Teilnahme.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte der VLW diese Erfahrung gemacht. Am letzten Tag des City Sport Events gab es daher zum ersten Mal einen Jedermanncup. Mehr als 50 Teams registrierten sich im Verlauf des achttägigen Events, 20 ausgewählte Gruppen durften am Ende teilnehmen. Mehr Anmeldungen als Startplätze gab es auch beim Integrationscup. Hier spielten 12 Teams mit und ohne Migrationshintergrund um den Sieg. Der Cup war Teil der Quattro-Turnierserie, die im Rahmen des Bundesprogramms IdS gefördert wird. Ihr Ziel ist es, durch gemeinsamen Sport die Vielfalt und ein inklusives Miteinander zu fördern. Dafür tourt sie dieses Jahr bereits zum dritten Mal durch Württemberg.

Buntes Programm verbindet

Auch das City Sport Event vereinte Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen, Sprachen und Alter: An drei Vormittagen konnten Kindergärten und Schulen die Courts nutzen, bei einem Sitzvolleyballcup wurde Inklusion gelebt. Ein A-Turnier sowie ein U20-Qualifikationstunier für die Europameisterschaft brachten internationalen Spitzensport nach Stuttgart. Von Frauen für Frauen war zudem der „Leadher“-Cup. Sie spielten hier unabhängig von ihrer Erfahrung zusammen und profitierten von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm rund um das Projekt „Leadher“. Dieses setzt sich für mehr Frauen in Ehrenamt und Führungspositionen im Sport ein und hat dafür 2025 den Nachhaltigkeitspreis des LSVBW gewonnen.

Für Jeden und Jede war beim City Sport Event also etwas dabei. Das Fazit der Stadt fiel nach acht Tagen positiv aus. Trotz der langen Spielabende gab es kaum Probleme rund um den Schlossplatz. „Ich bin mir sicher, dass unsere offenen Türen im Sport den Austausch zwischen den Menschen verbessern“, zieht Torben Engelhardt ein Fazit. „Unsere niederschwelligen Beteiligungsformate haben gezeigt, dass die Menschen gerne offizielle Angebote annehmen. Sie wollen partizipieren – wir müssen ihnen als Verband nur diese Möglichkeit geben.“ q Meike Walz

Zwölf Teams spielten beim Integrationscup gegeneinander. Foto: Lars Neumann
Das Sitzvolleyballturnier des City Sport Events fand großen Anklang. Foto: Lars Neumann

Mitglieder für Nachhaltigkeit begeistern

Bewerbungsphase für den 8. Wettbewerb Sport und Nachhaltigkeit läuft

Das Motto des Wettbewerbs Sport und Nachhaltigkeit 2026 ist „Zukunftsfähiger Sport –Nachhaltigkeit in die Breite bringen“. Bis zum 31. Oktober 2026 können sich alle Mitgliedsorganisationen des Landessportverbands Baden-Württemberg mit Projekten rund um die Leitsätze der N!-Charta Sport bewerben.

Beim achten Wettbewerb Sport und Nachhaltigkeit 2026 werden wieder innovative Konzepte für einen ressourcenschonenden, fortschrittlichen Verband gesucht – etwa eine inklusive Sporttagtour für Groß und Klein, eine Mitfahrbörse für Spieltage oder eine Gesundheitschallenge zwischen Sportvereinen. Unter dem Motto „Zukunftsfähiger Sport – Nachhaltigkeit in die Breite bringen“ werden in diesem Jahr insbesondere Ideen ausgezeichnet, die möglichst viele Mitglieder einbeziehen und begeistern.

Die 12 Leitsätze der N!-Charta Sport bilden erneut die thematische Grundlage für die Maßnahmen. Vom gesellschaftlichen Zusammenhalt über den Einkauf bis hin zum Wettkampfsport bieten die Leitsätze vielfältige Ansatzpunkte für nachhaltige Projekte. Für die Breitenwirkung der Konzepte ist beim achten Wettbewerb die Kooperation mit Sportvereinen besonders wichtig: Die Umsetzung des Vorhabens muss mit mindestens zwei Sportvereinen oder mit einem Sportverein und einem weiteren Akteur erfolgen. Das Preisgeld beträgt insgesamt 90.000 Euro und wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft aus Mitteln der Glücksspirale gefördert. Projekte werden mit bis zu 15.000 Euro prämiert, teilnehmen können alle Mitgliedsorganisationen des Landessportverbands Baden-Württemberg. Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober 2026 möglich. q Meike Walz

Dank Lotto BW!

i| Informationen

und Beratung zum Wettbewerb erhalten Sie bei Ulrike Hoffmann, Referentin für Sport und Umwelt, u.hoffmann@lsvbw.de

Die Ausschreibung und das Bewerbungsformular finden Sie unter www.sport-nachhaltigkeitbw.de/de/nachhaltigkeit/

Mit Unterstützung von:

Neubau von zwei Allwetter-Tennisplätzen mit Flutlichtanlagen beim TC Umkirch

Der Tennisclub Umkirch hat seine Sportanlage um zwei moderne Allwetter-Tennisplätze mit energieeffizienten Flutlichtanlagen erweitert und damit einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Vereins gemacht.

Die Tennisanlage bestand bislang aus vier Sandplätzen und einem Clubheim. Aufgrund der kontinuierlich steigenden Mitgliederzahlen und der hohen Auslastung der bestehenden Plätze wurde eine Erweiterung der Anlage notwendig. Erste Planungen und Gespräche begannen bereits im Jahr 2020. Nach intensiver Vorbereitung konnte 2024 mit dem Bau begonnen werden. Noch im selben Jahr wurden die beiden neuen Plätze erfolgreich fertiggestellt und in Betrieb genommen. Mit der Entscheidung für moderne Kunstrasenplätze mit Keramiksandverfüllung und Flutlicht investiert der Verein in eine nachhaltige und zukunftsorientierte Lösung. Die Allwetterplätze ermöglichen einen nahezu ganzjährigen Spielbetrieb und verlängern durch die Beleuchtung

die Nutzungszeiten bis in die Abendstunden hinein. Gleichzeitig entfällt die Beregnung der Spielflächen, wodurch wertvolle Wasserressourcen eingespart werden.

Durch die Erweiterung verfügt der TC Umkirch nunmehr über vier Sandplätze sowie zwei beleuchtete Allwetterplätze und bietet seinen 238 Mitgliedern hervorragende Trainings- und Spielbedingungen. Auch die 13 aktiven Mannschaften profitieren von der modernen Infrastruktur. Von der Jugend in der Altersklasse

U12 bis zu den Seniorinnen und Senioren der Ü70 finden alle Generationen optimale Voraussetzungen für Training, Wettkampf und ein gemeinsames Vereinsleben.

Das Projekt wurde vom Badische Sportbund Freiburg mit 38.200 Euro aus dem Wettmittelfonds des Landes Baden-Württemberg bezuschusst. Die Fördermittel können über den jeweiligen Sportbund beantragt werden. Sport im Verein ist eben besser. Dank Lotto BW! q Lorenz Wirbser

Der TC Umkirch bei Freiburg baute zwei neue Allwetter-Tennisplätze. Foto: Verein

3,044 Millionen Euro für den Vereinssportstättenbau

Die Zuschüsse gehen in diesem Jahr an 154 südbadische Vereine in 19 Fachverbänden

Nach Rücksprache mit den 19 betroffenen Fachverbänden hat das BSB-Präsidium für die insgesamt 154 Projekte 3.044.880 Euro bewilligt. Ende 2026 wird es eine zweite Bewilligungsrunde für alle bis dahin vollständig vorliegenden und bearbeiteten Anträge geben.

Erneut konnten nicht nur Sanierungsmaßnahmen, sondern auch Neubauten, größere Umbauten und Erweiterungen bezuschusst werden. Das Spektrum der Bauvorhaben ändert sich von Zeit zu Zeit. Seit einigen Jahren werden vermehrt Anträge für Freisportanlagen, z. B. Beachplätze, Bewegungsparcours, Freilufthallen usw. gestellt. Aber auch Anträge zur Erweiterung und Modernisierung von bestehenden Sportplätzen und Vereinsheimen aufgrund von Fusionen, Spielgemeinschaften oder Zusammenlegung zweier oder mehrerer Vereine nehmen zu.

Ein großer Anteil der eingereichten Anträge hat die Reduzierung von Betriebskosten, Einsparung von Wasser oder Verringerung des CO 2 -Ausstoßes zum Ziel. So werden Gebäude energetisch saniert, Heizungsanlagen umgebaut, Flutlichtanlagen auf LED-Technik umgestellt, Zisternen und

Tiefbrunnen für die Beregnung der Plätze installiert oder neue Sportbeläge eingebaut, die wenig oder gar nicht beregnet werden müssen. Es gibt aber auch eine große Nachfrage nach einer Förderung von Photovoltaikanlagen mit Speichern zum Eigenverbrauch des Stroms. Diese können über die Sportstättenbauförderung leider bisher nicht bezuschusst werden. Die Sportbünde in Baden-Württemberg fordern schon lange und immer wieder bei der Landesregierung eine separate Förderung für die gemeinnützigen Vereine zur Errichtung von PV-Anlagen mit Speichern. Ein Großteil der Sportstättenbaumittel besteht aus Verpflichtungsermächtigungen über die kommenden drei Jahre. Daher musste dieses Jahr die Auszahlung großer Zuschüsse wieder in zwei bis drei Jahresraten für 2026, 2027 und 2028 geteilt werden. „Ich freue mich, dass wir in der ersten Verteilung dieses Jahres nunmehr 154 südbadische Vereine in immerhin 19 Verbänden unterstützen können“, so BSB-Präsident Gundolf Fleischer.

Das Prozedere

Jeder gemeinnützige Sportverein, der mindestens drei Jahre Mitglied im Badischen Sportbund

Foto:

Freiburg ist und mindestens 50 Mitglieder hat, kann einen Sportstättenförderantrag stellen. Anträge werden das ganze Jahr über angenommen. Nach einem BSB-Bauberatungstermin bei größeren Baumaßnahmen und der Prüfung der Antragsunterlagen erhält der Verein einen Prüfvermerk mit Hinweisen zum Bauvorhaben, eventuell fehlenden Unterlagen und der Berechnung der zuschussfähigen Kosten. Viele Bauvorhaben dulden keinen Aufschub und müssen sofort realisiert werden. Hierfür wird diesen Vereinen vom Badischen Sportbund Freiburg eine Baufreigabe (Unbedenklichkeitsbescheinigung) ausgestellt. Dadurch kann die Baumaßnahme zügig durchgeführt werden, ohne dass der Anspruch auf einen Zuschuss verfällt. Keine Baumaßnahme darf ohne Baufreigabe oder Bewilligung des BSB begonnen werden! Wer dagegen verstößt, verwirkt jeglichen Zuschuss. Dies gilt es immer wieder zu betonen.

Übrigens: Es gilt zu unterscheiden zwischen der Förderung des Vereins-Sportstättenbaus, bei dem der Verein Bauherr ist und des Kommunalen Sportstättenbaus für Baumaßnahmen der Kommunen über das Regierungspräsidium. Ein Kumulieren beider Förderungen für das gleiche Bauobjekt ist nicht möglich.

Präsident Gundolf Fleischer freut sich, dass der BSB 154 Vereine im Bereich Sportstättenbau finanziell unterstützen kann.
BSB / Achim Keller
Ein Beispiel von vielen, welches vom BSB gefördert wurde: Die Kletterwand des DAV Sektion Konstanz. Foto: Verein

Ab 2027 steht mehr Geld zur Verfügung

Die Mittel der Sportbünde in Baden-Württemberg werden immer über fünf Jahre in einem Solidarpakt festgelegt. Im neuen Solidarpakt V, der von 2027 – 2031 läuft, werden dem

Sportstättenbau mehr Mittel zur Verfügung gestellt als bisher. Daher werden die „Festlegungen zu den Sportförderrichtlinien des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport“ derzeit überarbeitet, der Förderkatalog etwas erweitert

Zusammenstellung Antragsliste Sportstättenbau 2026

Nr.

1.

5.

Wichtig: Bitte unbedingt bei Bauanträgen beachten

Eine Maßnahme kann grundsätzlich nur gefördert werden, wenn zum Zeitpunkt der Bewilligung oder einer vorzeitigen Baufreigabe des Badischen Sportbunds Freiburg noch nicht mit der Ausführung begonnen worden ist!

Antragsteller ist der Verein, keinesfalls die Abteilung. Diesem muss zum Zeitpunkt der Antragsstellung eine gültige Gemeinnützigkeitsbescheinigung des zuständigen Finanzamts vorliegen.

Gefördert werden Baumaßnahmen von Vereinen, deren Mitgliederzahl am 01. Januar des

Antragsjahres über 50 liegt und die zu diesem Zeitpunkt mindestens drei Jahre Mitglied im Badischen Sportbund Freiburg e.V. sind.

Anträge mit einem Gesamtaufwand unter 3.500 € werden nicht bearbeitet.

und die Obergrenzen weitgehendst aufgehoben. Für Bauvorhaben von Vereinen ab 2027 beträgt der Zuschuss dann 30 Prozent der tatsächlich anrechenbaren Kosten.

Joachim Spägele / Beatrix Vogt-Römer

e-mail: l.wirbser@bsb-freiburg.de Kein Baubeginn ohne Baufreigabe oder Bewilligung des BSB !

Baugenehmigungspflichtige Maßnahmen und Baumaßnahmen mit Kosten über 100.000 € müssen im Vorfeld der Antragstellung mit der

Sportstättenabteilung besprochen werden: Anträge sind beim Badischen Sportbund Freiburg, Wirthstr. 7, 79110 Freiburg einzureichen. Antragsvordrucke und Richtlinien sind unter www.bsb-freiburg.de/Foerderung/Sportstaetten-bau bzw. bei der Geschäftsstelle erhältlich.

Ansprechpersonen: Beatrix Vogt-Römer

Tel. 0761-15246-26

e-mail: b.vogt-roemer@bsb-freiburg.de

Lorenz Wirbser

Tel. 0761-15246-21

„Ja, wir schaffen das!“ –

Ein perfekter Sporttag in Freiburg

Die Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war Anfang Juli zu Besuch im Seeparkstadion und Westbad. Eröffnung mit BSB-Präsident Gundolf Fleischer

1.800 Sportbegeisterte mit und ohne Behinderung, die beiden Sportbotschafter der Sparkassen-Finanzgruppe und das gesamte Team der Sportabzeichen-Tour freute sich bereits seit langem auf den Tourstopp in Freiburg.

Perfekte Temperaturen mit einem lauen Lüftchen, eine idyllisch gelegene Sportanlage auf dem Gelände der Landesgartenschau von 1986, eine tolle Organisation, ein beeindruckendes Programm und ausschließlich begeisterte Gesichter – so lassen sich die Eindrücke beim vierten Halt der 22. Sportabzeichen-Tour zusammenfassen. Von 8.00 bis 19.00 Uhr hat sich im Seeparkstadion alles um das Deutsche Sportabzeichen gedreht.

„Das, was wir bei den Tourstopps sehen, ist das, was das Deutsche Sportabzeichen ausmacht: Kinder, die alles ausprobieren können, ein Umfeld, das sie unterstützt und motiviert und viele glückliche Gesichter. Das ist die Basis für alles”, sagt Elisabeth Seitz, mit 26 nationalen Titeln Deutsche Rekordmeisterin im Gerätturnen. Sie war genauso begeistert wie Léon Schäfer, Para-Leichtathlet und Doppel-Weltmeister im 100-Meter-Lauf und Weitsprung, der ergänzte: „Ich freue mich, wenn ich den Kids ein Vorbild sein kann. Ich habe selbst erlebt, wie gut es sich anfühlt, wenn das Training belohnt wird. Und dazu bietet das Deutsche Sportabzeichen viele Gelegenheiten.”

von der

TOUR IN FREIBURG

Beide Sportler sind Sportbotschafter der Sparkassen-Finanzgruppe, des Nationalen Förderers des Deutschen Sportabzeichens und für diesen Tag extra in den Breisgau gekommen. Neben der Sparkassen-Finanzgruppe wurden der Badische Sportbund Freiburg und die Stadt Freiburg vom regionalen Sponsor Jobrad, der Freiburger Fahrrad-Leasingfirma, unterstützt.

Kein Tourstopp ohne Promi-Wettbewerb mit Ehrengästen und Sportbotschaftern, u. a. mit BSB-Präsident Fleischer

Um 8.00 Uhr startete der Sportabzeichen-Tag mit der offiziellen Eröffnung: DOSB-Moderator Andrée Pfitzner begrüßte zusammen mit Julica Goldschmidt, der Stadionsprecherin des SC Freiburg, die für den Sport zuständige Freiburger Bürgermeisterin Dr. Carolin Jenkner, DOSB-Vizepräsidentin Miriam Welte, DOSB-Präsidiumsmitglied und Athletenvertreterin im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Kim Bui, den Präsidenten des Badischen Sportbundes Freiburg, Gundolf Fleischer, die mehrfache Deutsche Meisterin im Jahn-Neunkampf Sabine Storz, die sportlich erfolgreichen Geschwister Lars, Leonie und Sophia Schäfle und natürlich auch Eli Seitz und Léon Schäfer. Von Seiten des Badischen Sportbundes waren auch Präsidiumsmitglied Ottmar Heiler und die Vorsitzende der Badischen Sportjugend, Christine Dorer, den ganzen Tag über auf dem Sportgelände.

Gemeinsam hießen sie alle Gäste herzlich willkommen, wünschten den Schülerinnen und Schülern viel Spaß und einen erfolgreichen Tag und erinnerten sie daran, sich gegenseitig anzufeuern und nacheinander zu schauen. Miriam Welte: „Denkt daran: Start für eine sportliche Karriere kann jeden Tag sein, auch heute beim Deutschen Sportabzeichen!”

Später ergänzt sie im Gespräch: „Der Leistungssport ist ja nur die Spitze des Eisbergs und nur wenigen Leuten vorbehalten. Letztendlich geht es darum, in Bewegung zu bleiben und sich fit und gesund zu halten. Wir müssen es unbedingt schaffen, schon die Kleinsten in Bewegung zu

halten. Außerdem vermittelt der Sport superwichtige Werte: Fairplay, Rücksichtnahme, Respekt und Offenheit – jeder kann teilnehmen, unabhängig zum Beispiel von der Herkunft. Deswegen finde ich Tage wie heute, und das Sportabzeichen im Allgemeinen, sehr wichtig.”

„Ja, wir schaffen das“

Nach der Eröffnung sorgten die Sportbotschafter, unterstützt von den weiteren anwesenden Sportlern und DOSB-Maskottchen Trimmy, beim gemeinsamen Warm Up mit den Schülern für einen motivierenden sportlichen Auftakt. Nach einem gemeinsamen „Ja, wir schaffen das” ging es für die Schüler mit und ohne Behinderung aus den 42 angemeldeten Schulklassen an die Stationen: Bis etwa 19.00 Uhr waren die etwa 160 ehrenamtlichen Prüfer und freiwilligen Helfer im Seeparkstadion ununterbrochen im Einsatz. Für die ganz kleinen Sportler gab es die Möglichkeit, sich am Mini-Sportabzeichen zu versuchen, tatkräftig unterstützt von den Maskottchen Hoppel und Bürste.

Um 11.30 Uhr stand die Autogrammstunde an: Die Sportbotschafter sowie DOSB-Maskottchen Trimmy hatten alle Hände voll zu tun, um die vielen Autogrammwünsche der Kinder zu erfüllen. Ebenfalls heiß begehrt waren die Autogramme der Freiburger Sportler des Jahres 2025, Lars und Sophia Schäfle, sowie von Schwester Leonie, von Sabine Storz sowie von Miriam Welte und Kim Bui.

Vielfältiges Programm

Die Veranstalter rund um den BSB und die Stadt Freiburg hatten ein vielfältiges, von den Teilnehmenden gerne genutztes, Rahmenprogramm auf die Beine gestellt: Ganze 17 Angebote waren am Start, darunter ein Mitmachangebot vom Fightclub Freiburg, inklusive einer Skisprungschanze und einem Blindenbiathlon vom Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald, Showkämpfe und Ringen zum Ausprobieren von der RKG Freiburg 2000 und ASV Germania Freiburg, Street Racket von der AOK, ein Sportmobil mit Hüpfburg, BungeeRun, Baskin und Floorball und viele weitere Betätigungsmöglichkeiten – an diesem Tag konnte gar keine Langeweile aufkommen.

Freiburg ist Sportstadt – und Sport bringt Menschen zusammen

Auf den Stellenwert des Sports in Freiburg angesprochen, freute sich Bürgermeisterin Dr. Carolin Jenkner über “... einen der angenehmeren Termine: wenn man sieht, dass hier so viele Kinder unterwegs sind, die alle ihr Sportabzeichen machen”. Sie ist in Freiburg neben anderen Themen für den Sport zuständig und sagt: „Sport ist ganz wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und um Menschen zusammenzu-

bringen – und deswegen finde ich es toll, dass bei diesem Event auch die Kinder an den Sport herangeführt werden.”

Über Freiburgs Unterstützung des Breitensports sagt sie: „Wir in Freiburg fördern auf ganz vielen Ebenen den Sport. Eine der großen Aufgaben für die nächsten Jahre ist unsere Infrastruktur. Da haben wir noch einiges vor, das wird bei engeren Kassen ja nicht einfacher. Gefreut habe ich mich darüber, dass das Westbad jetzt neu auch als Freibad eröffnet ist und somit einen großen Gewinn für die Stadt darstellt.” Und wie hält sie es selbst mit dem Sport? „Aktuell spiele ich Tennis, weil meine andere Jugendleidenschaft Reitsport mit einem Job als Politikerin nicht ganz so gut vereinbar ist. Außerdem gehe ich gerne Segeln, mit möglichst vielen Freunden, zum Entspannen.”

„Tourstopp bringt Aufmerksamkeit“

Gundolf Fleischer ist Präsident des BSB und gleichzeitig Vorsitzender des Olympiastützpunkts Freiburg-Schwarzwald. Er freute sich darüber, dass die Sportabzeichen-Tour in Freiburg Halt gemacht hat: „In der Tat waren wir noch nie bei einer Sportabzeichen-Tour dabei. Umso wichtiger ist es, dass der DOSB dieses Mal einen Stopp in einer der schönsten Landschaften Deutschlands einlegt: Wir sind nach Corona bei der Anzahl der abgelegten Sportabzeichen stark abgesackt und trotz einer Aufholjagd noch nicht da, wo wir in

Ein begeisterndes Sportfest für alle Ab 13.00 Uhr konnten dann alle, die Lust hatten, das Deutsche Sportabzeichen ausprobieren, gleich ablegen oder gemeinsam bei den vielen Bewegungs- und Spielangeboten des Rahmenprogramms Spaß haben. Am Nachmittag wurde DOSB-Moderator Andrée Pfitzner unterstützt von Uwe Stasch. Er ist als Stadtrat in Freiburg Mitglied im Sportausschuss und Vorsitzender des USC Eisvögel Freiburg und als „Freiburger Bobbele” begeistert über diesen Tourstopp: „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir so etwas Tolles in der Art schon einmal gemacht haben. Das hätte ich früher als Kind auch gerne gehabt. Die Kinder haben den Mix aus Sport und Spaß genossen. Und sie konnten die ganzen Idole aus dem Sport hautnah erleben.

der Spitze 2008 gewesen sind. Der Tourstopp heute bringt uns natürlich eine Menge Aufmerksamkeit, an der wir mit unserer Mannschaft und unseren 3.300 Vereinen weiterarbeiten können. Kinder sind immer ehrlich – und wenn ich sehe, wie glücklich sie heute sind, ist das fantastisch.”

Ich fand die Interviewrunde mit Léon heute Vormittag sehr beeindruckend.” Die Kinder haben die Gelegenheit genutzt und dem Para wAthleten Fragen nach seiner Behinderung gestellt, die Léon bereitwillig und offen beantwortete.

Auch am Nachmittag hatte der inklusive Aspekt viel Raum im Seeparkstadion. Martin Metz, SportInklusionsmanager bei Special Olympics BadenWürttemberg, war mit einem wettbewerbsfreien Angebot am Start, um auch den Förderschulen ein Angebot machen zu können. „Für mich beginnt Inklusion damit, dass wir Begegnungen schaffen und die Unterschiedlichkeit anerkennen und trotzdem alle willkommen sind.” Willkommen war auch Esther Weber. Für die Weltmeisterin im Rollstuhlfechten und mehrfache Medaillengewinnerin war Bewegung – sowohl vor als auch nach ihrem Autounfall mit 15 Jahren – immer wichtig. „Der Bewegungsmensch Esther ist auch nach dem Unfall geblieben. Ich habe viel ausprobiert und bin schließlich beim Rollstuhlfechten gelandet. Sie beobachtet, dass sich seit ihrer aktiven Zeit zum Thema Inklusion eine Menge getan hat. Doch bei vielen schönen Ansätzen sieht sie doch Luft nach oben: „Wichtig ist immer noch die Barrierefreiheit. Es gibt noch so oft Hürden wie Stehtische oder Kopfsteinpflaster oder wenig Rolliparkplätze. Und barrierefreies Wohnen ist in Freiburg wahnsinnig schwer zu finden.”

Teamwettbewerb

Dem Teamwettbewerb haben sich insgesamt fünf Gruppen von vier bis sechs Personen gestellt. Alle Teammitglieder haben die Disziplinen des Deutschen Sportabzeichens absolviert. Es blieb spannend bis zum Schluss, weil es zwei Siegerteams gab: Die Leichtathletik-Kids von Sport vor Ort Rieselfeld und die Fünf Spezies für Freiburg, das Team, das Sabine Storz zusammengetrommelt hatte. Das Team mit dem lautesten Fanclub trug den Sieg nach Hause: Die Kinder von SvO. Im nahegelegenen Westbad bestand die Möglichkeit, den Nachweis der Schwimmfertigkeit zu erbringen oder die Schwimmprüfungen in den Gruppen „Ausdauer" und „Schnelligkeit“ abzulegen.

Glückliche Myriam Hanser

Gegen 19:00 ging ein erlebnis- und abwechslungsreicher Sporttag in Freiburg zu Ende. Myriam Hanser vom BSB Freiburg und Britta Sturm vom Sportreferat der Stadt Freiburg haben den Tourstopp mit ihrem Team organisiert und Britta beschließt den Tag mit einem lauten Danke an alle Helfer und Helferinnen: „Es war ein Wahnsinnstag. Wir sind total geflasht!” Myriam ergänzt gerührt: „Der Vormittag hat uns schon so froh gemacht. Alles hat funktioniert. Die Organisation mit den Schulen hat perfekt geklappt. Das Wetter hat mitgespielt. Alle haben mit angepackt. Besser hätte es nicht laufen können. Und der Nachmittag war ebenfalls sehr gut besucht und hat diesen Tag gekrönt.”

DOSB / Joachim Spägele

„Wundine on Wheels 3“ in Bräunlingen im Einsatz

Das dritte SchwimmMobil „Wundine ® on Wheels“ (WoW) der Josef Wund Stiftung ist nun an seinem sechsten Standort, in Bräunlingen, angekommen

Das rollende „Bonsai-Bad“ WoW 3 hatte seinen ersten Einsatz Ende 2024 noch unter der Federführung der Josef Wund Stiftung in der Stadt Emmendingen. Seit März 2025 fährt es unter der alleinigen Verantwortung des BSB Freiburg. Nach Kirchzarten im Frühling und Bietigheim im Sommer verbrachte das SchwimmMobil seinen Herbst 2025 in Rheinmünster und überwinterte in Vörstetten. Nun ist die WoW 3 in Bräunlingen angekommen.

Mit einem Liedbeitrag der am Projekt teilnehmenden städtischen Kindertagesstätte wurde das SchwimmMobil Mitte Juli in Bräunlingen feierlich empfangen.

Bürgermeister Micha Bächle freute sich, dass alle Kinder, die Bedarf haben, die Chance erhalten, in intensiver Betreuung die ersten Schwimmerfahrungen zu machen. Zu Kursbeginn liegen über 140 Anmeldungen vor, dies zeigt einmal mehr den Bedarf an wohnortnahen Angeboten. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern übernimmt die Gemeinde so Verantwortung im Bildungsbereich.

BSB-Präsident Fleischer hob besondere Bedeutung der Wundine hervor

Auch BSB-Präsident Gundolf Fleischer betonte, dass durch eine gut funktionierende Zusammenarbeit, in der alle Akteure das gleiche Ziel verfolgen und vorhandene Strukturen zusammenpassen, viel erreicht werden kann. Zudem hob er die besondere Bedeutung des Angebots hervor: „In einer Zeit, in der jedes Jahr viele Kinder ertrinken, weil sie nicht schwimmen können, ist eine frühe Wassererfahrung ein entscheidender Beitrag zur Sicherheit. Daher ist es das Ziel, Kindern die Angst vor dem Wasser zu nehmen und sie mit Freude zu sicheren und glücklichen Schwimmern zu machen.“

Elena Grüner, Projektleitung beim BSB, erklärte, dass sich die Kursinhalte auf die Wassergewöhnung und Wasserbewältigung, und damit auf die ersten beiden Stufen des baden-württembergischen Niveaustufenkonzepts, beziehen. Dementsprechend steht auch das Erlernen der Grundfertigkeiten wie Tauchen und Gleiten auf dem Lehrplan. Nachdem die örtlichen Bildungseinrichtungen ihre gewünschten Zeitslots und Kinder angemeldet haben, wurden die übrigen Kurse

den Bildungseinrichtungen der Nachbarkommunen angeboten sowie öffentlich ausgeschrieben. So profitieren vom SchwimmMobil nicht nur die Kinder aus Bräunlingen, sondern es gibt auch Anmeldungen aus Donaueschingen, Hüfingen und Löffingen sowie Lenzkirch und Furtwangen – um nur eine Auswahl zu nennen. Vereinzelt gibt es noch Restplätze, Interessierte können sich gerne auf der Webseite des BSB informieren. Die nun gestarteten 25 Kurse zu je 90 Minuten werden von insgesamt neun Übungsleitungen durchgeführt.

Mobiles Schwimmbad

Das sechs auf zwei Meter große Becken misst eine Tiefe von 1,10 Metern und befindet sich zusammen mit einer Umkleide, Sanitäranlagen und der entsprechenden Technik auf einem 13,5 Meter langen LKW-Auflieger.

Die Freude über den fünften Standort unter BSBFührung ist groß. Wir als Sportbund sehen im mobilen Bad eine große Chance für unsere Region. Gemeinsam mit Schwimmvereinen, privaten Schwimmschulen und der DLRG haben wir Akteure, die gemeinsam Wassergewöhnung und Wasserbewältigung in den Kursen anbieten und den Kindern im Anschluss weitere Schwimmkurse ermöglichen können. Vielen Dank an die

Stadt Bräunlingen, die für uns ein wichtiger Partner ist, um das Thema Schwimmfähigkeit weiter voranzutreiben.

Gerne nimmt der BSB Bewerbungen von Kommunen entgegen! Vorabinformationen, wie Voraussetzungen und FAQs, sind unter www.bsbfreiburg.de/wow3 zu finden.

Auf einen Blick: Was kommt auf die Kommune zu?

• Drei Monate Lehrschwimmbecken vor der Türe

• Mitkoordination des Gesamtprojektes

• Organisation der technischen Fragen (Bauhof, Technische Dienste, Stadtwerke, Hausmeister, Reinigung usw.)

• Übernahme Wasser/Abwasser- und Stromkosten

• Kooperationsvereinbarung zwischen Kommune und Badischer Sportbund Freiburg  Elena Grüner

 Blick ins Innere des mobilen Schwimmbads.
 Kinder und Erwachsene vor der Wundine.    Beide Fotos: BSB

Der Freistilkünstler

Zum Tode des ehemaligen Weltklasseringers aus Freiburg, Adolf Seger

Wer ihn kannte, der wusste, dass er das Rampenlicht seit jeher gescheut hat. Und so dürfte es Adolf Seger auch nicht leicht gefallen sein, anlässlich seines 75. Geburtstags rund 100 Gäste zu einer privaten Feier in die Räumlichkeiten des Olympiastützpunkts FreiburgSchwarzwald einzuladen.

Das ist sechs Jahre her, zwischenzeitlich erkrankte Adolf Seger schwer. Damals sagte er zu SPORT in BW: „Viele haben mich im Vorfeld immer wieder gefragt: Was machst du, wo feierst du?“ Für Gundolf Fleischer, Präsident des Badischen Sportbundes Freiburg, und Chef des OSP, „eine Selbstverständlichkeit, dass wir Adolf Seger unsere Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben.“ In einem Grußwort erinnerte Fleischer an Segers große Erfolge, so u. a. die beiden Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen in München und Montreal, die WM-Titel 1975 und 1977 sowie drei EM-Titel und zahlreiche deutsche Meisterschaften – nicht zu vergessen zehn Mal Gold bei Weltmeisterschaften der Senioren.

Sozial engagiert

Aber nicht nur die vielen Titel von Adolf Seger werden in Erinnerung bleiben. Der Träger des

Silbernen Lorbeerblatts war auch im sozialen und charitativen Bereich ein wahres Vorbild: Über Jahrzehnte hinweg engagierte er sich in Freiburg und darüber hinaus für sozial schwache und krebskranke Kinder. Keine Sportlerehrung des BSB, OSP und Regierungspräsidiums, an der Adolf Seger nicht teilnahm und den heute aktiven Sportlern seine Aufwartung machte. 2023 wurde der größte deutsche Ringer mit dem „Südbadischen Sportpreis“ ausgezeichnet,

Der Kunstradsportler

gleichzeitig erschien zusammen mit Mario Sabatini ein „Film“ von über sein Fitnessstudio „California“, dem er über Jahrzehnte hinweg treu geblieben war. Keiner wird sein Wirken für den Ringersport und insbesondere in seinem Verein AV Germania Freiburg St. Georgen vergessen. Auch nicht legendäre Tischtennisspiele (auch des Autors) im St. Georgener Freibad „Sangi“ oder im Strandbad in Littenweiler.

Adolf Seger war einer der letzten ganz großen deutschen, aber auch südbadischen, Sportidole – einer wie Georg Thoma es ist. Beide waren übrigens in ihrem Berufsleben Briefträger. Adolf Segers legendärer Opel GT, den er wohl 50 Jahre lang fuhr, steht seit geraumer Zeit verstaubt und unbenutzt im Garten seines Hauses in der Freiburger Freiligrathstraße. Nie verstauben wird sein Lebenswerk für und mit dem Sport.

Adolf Seger ist und bleibt ein Vorbild, er ist das große Aushängeschild des Freiburger, des südbadischen, ja des deutschen Sports. Adolf Seger starb 81-jährig am 5. Juli. An der Trauerfeier vertrat Geschäftsführer Joachim Spägele den BSB.

Joachim Spägele

Das Trainerurgestein des Kunstradsports, Paul Gaißer aus Aach, ist 88-jährig verstorben

Sein Leben lang hat sich Paul Gaißer dem Kunst- und Einradsport verschrieben. Der 88-Jährige gilt als Trainerurgestein des Kunstradsports im Hegau und weit über dessen Grenzen hinaus. Über viele Jahre leitete er Lehrgänge für Mannschaften im 4er und 6er Kunst- und Einradsport. Bis 2010 war Gaißer Cheftrainer des RMSV Edelweiß Aach.

2019 erhielt das Trainerurgestein für seine Verdienste als Kampfrichter im Hallenradsport – er war lange Jahre auch internationaler Kampfrichter – die Verdienstnadel in Gold des Badischen Radsport-Verbandes. Bereits seit 2009 ist Paul Gaißer Ehrenmitglied des Badischen Radsport-Verbandes, er ist Träger der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg

BSB-Präsident Gundolf Fleischer verlieh Paul Gaißer im letzten Jahr die Ehrenmedaille in Gold. Foto: BSB

und Träger der Ehrenmedaille der Stadt Aach. Von größter Bedeutung ist jedoch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande im Jahr 2008.

Gaißer ist ein Pionier des Kunstradsports in Deutschland. Ohne ihn hätte es all die Erfolge einer Sportart, die es nicht oft in die bundesdeutschen Schlagzeilen schafft, nicht gegeben. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Tätigkeit zeichnete ihn der BSB Freiburg im Juli des letzten Jahres bei der Mitgliederversammlung in Donaueschingen mit der Ehrenmedaille in Gold aus. Bei der EM-Qualifikation saß Paul Gaißer Ende April noch zusammen mit Sohn und Tochter in der Coaching-Zone, während sein Enkel mit dem 4er-Kunstrad-Team um die EM-Teilnahme kämpfte. Gut zwei Monate später ist er nach kurzer Krankheit gestorben. An der Trauerfeier in Aach vertrat Geschäftsführer Joachim Spägele den BSB. Joachim Spägele

Adolf Seger. Foto: privat

Zu Besuch in der Heimat

Fußball-Nationalspielerin Klara Bühl zu Gast auf dem Sportgelände der Spvgg. Untermünstertal

Die Nationalspielerin kehrt an ihre erste Wirkungsstätte zurück, wo sie von 2000 bis 2013 in Jugendmannschaften spielte. Dann entdeckte sie Ede Beck, der schon viele Talente zum SC Freiburg brachte, die in der Folge ebenso Nationalspielerinnen wurden wie sie.

Die 25-Jährige führte auf dem Untermünstertäler Sportplatz kleine Trainingseinheiten durch, wobei auffiel, dass viele Kinder Trikots mit der Rückennummer 19 trugen. Geduldig erfüllte sie die Autogrammwünsche – nicht nur die der Kinder, sondern auch die vieler Erwachsener. Angelo Pflug vom SVU führte ein lockeres Interview mit ihr, in dessen Verlauf Klara ausführte, dass man nicht vergessen sollte, wo man herkommt und immer dankbar sein sollte, welche Unterstützung man dort erfahren hat.

Bürgermeister Patrick Weichert begrüßte das berühmte Kind der Gemeinde und sagte, dass man in Münstertal stolz auf sie sei und sich sehr freue, dass sie in Deutschland und international eine Repräsentantin der Gemeinde sei.

BSB-Präsident Gundolf Fleischer gratulierte im Namen der ganzen badischen Sportlerfamilie zu Klaras vorbildlicher Sportkarriere und aktuell zum Double von Deutscher Meisterschaft und DFBPokalsieg. Er führte aus, dass schon viele Frauen-Fußballerinnen mit Unterstützung des Badischen Sportbundes gefördert wurden. Beruflich oder in der Ausbildung waren dies: Lina Magull, Carolin Simon, Sharon Beck, Rachel Rinast und Ivana Fuso. Im Internat des Olympiastützpunkts Freiburg-Schwarzwald sind es Sara Däbritz, Laura Benkarth, Giulia Gwinn, Melanie Leupolz und Janina Minge.

Tolle Karriere

Allen voran aber habe die Südbadenerin Klara Bühl bislang eine fantastische Karriere hingelegt. 2020 wechselte sie zum FC Bayern München. Mit

diesem wurde sie 2021, 2023, 2024, 2025, 2026 deutscher Meister, Pokalsieger 2025 und 2026. Sie durchlief alle Nationalmannschaften des DFB. Mit der U16-Nationalmannschaft wurde Bühl 2016 Europameisterin. Bei den Olympischen Spielen errang sie die Bronzemedaille. Bühl bestritt bislang 78 Länderspiele und erzielte dabei 30 Tore.

BSB-Mitarbeiter Jan Elert vertrat als Vorstandsmitglied den Südbadischen Fußball-Verband und sagte in Richtung Klara Bühl: „Herzlichen Glückwunsch zu deinen großartigen sportlichen Leistungen und herzlichen Dank dafür, dass du so bodenständig und sympathisch geblieben bist. Für die Zukunft wünschen wir dir alles erdenklich Gute, weiterhin viel Erfolg, und vor allem bleibe verschont von Verletzungen.“

Jan Elert
Trafen sich in Untermünstertal, von links 1. Vorstand SVU Daniel Siegel, BSB-Mitarbeiter Benjamin Sutter, BSB-Präsident Gundolf Fleischer, FAM-Vorsitzende Corinna Ruth, Klara Bühl, SBFV-Vorstandsmitglied Jan Elert sowie Bürgermeister Patrick Weichert.
Zahlreiche Kinder wuselten um Klara Bühl herum.
Begeisterung der Münstertäler Mädchenfußballerinnen für ihr großes Vorbild.   Alle Fotos: Erich Sieber

Stellenausschreibung

Der Badische Sportbund Freiburg e.V. ist der Dachverband von derzeit 3.113 Sportvereinen mit über 1.06 Millionen Mitgliedern in 55 Fachverbänden. Wir vertreten die Interessen unserer Mitgliedsvereine und -verbände, sind in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von ehrenamtlich und nebenberuflich Tätigen aktiv, unterstützen unsere Vereine und Verbände in Fragen der Sportentwicklung und führen die Sportförderung nach den Richtlinien des Landes Baden-Württemberg durch. Wir suchen ab dem 1.11.2026 eine/n Mitarbeiter/in (m/w/d) für:

Vereinsberatung und Vereinsförderung im Sportstättenbau

Vollzeit-Stelle (39,0 Stunden)

Ihre Aufgaben:

• Sie beraten Sportvereine bei Neubau-, Umbau-, Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben von Sportstätten, insbesondere zu Fragen der Fördermöglichkeiten und der Gesamtfinanzierung

• Sie unterstützen antragstellende Vereine bei der Einhaltung relevanter baulicher und zuwendungsrechtlicher Voraussetzungen

• Sie prüfen und bewerten Förderanträge für Landesmittel im Vereins- und Kommunalen Sportstättenbau

• Sie bereiten Vorschlagslisten für die Zuschussbewilligung, prüfen Verwendungsnachweise und veranlassen die Auszahlung bewilligter Fördermittel

• Sie verfolgen gesetzliche Entwicklungen und geben Anregungen ab

Ihr Profil:

• Hochschulstudium mit Bezug zum Sportstättenbau (z. B. Architektur, Landschaftsarchitektur) oder eine vergleichbare praktische Erfahrung

• Erfahrung in Planung und Kalkulation von Bauprojekten im Sport

• Kenntnisse im Bereich energetischer Sanierung von Bestandsgebäuden sowie im Bereich erneuerbarer Energien

• Grundkenntnisse im Vergabewesen

• Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Sportvereinen oder Sportorganisationen

• Strukturierte, selbstständige Arbeitsweise

• Kommunikationsstärke und Freude an der Beratung von und für Vereine und Kommunen

Wir bieten:

• eine der Aufgabenstellung angemessene Vergütung nach Haustarif, angelehnt an TV-Kommune

• eine vielseitige, abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgabe

• flexible Arbeitszeiten, gute Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten

• ein ausgesprochen gutes Arbeitsklima in einem dynamischen und kollegialen Team

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen, Ihrer Gehaltsvorstellung und möglichem Eintrittsdatum bis 30.9.2026 per Mail an: j.spaegele@bsb-freiburg.de

www.benz-sport.de

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Mit 90 noch an der Pfeife!

61 Jahre lang war Werner Ziebold als Fußball-Schiedsrichter tätig

Am Rande der Kunstrasen-Einweihung beim SV Weilertal kam es zu einem Zusammentreffen von BSB-Präsident Gundolf Fleischer und dem Referenten für Sportentwicklung Jan Elert, mit Werner Ziebold, der mit 90 Jahren am darauffolgenden Sonntag sein letztes Spiel als Schiedsrichter pfeifen durfte.

Unglaubliche 61 Jahre lang war Werner Ziebold aktiver Schiedsrichter. Er ist bei weitem der älteste Fußball-Schiedsrichter in Südbaden. Momentan läuft noch die Überprüfung des Deutschen Fußball-Bundes, ob er auch wirklich der älteste Schiedsrichter in ganz Deutschland ist. Gundolf Fleischer dankte Werner Ziebold für sein großes jahrzehntelanges Engagement für den Fußballsport. Er sei ein Aushängeschild des Sports und ein großartiges Vorbild für viele, sich im Ehrenamt sportlich auch bis ins hohe Alter zu engagieren.

Jan Elert kennt Werner Ziebold schon seit seiner Jugend-Fußball-Zeit, als dieser viele Spiele seines Heimatvereins gepfiffen hat. Eine lange Zeit haben die beiden auch als Schiedsrichter in der

Noch freie Termine!

Lehrgang oder Freizeit auf dem Herzogenhorn im Schwarzwald?

Schiedsrichtergruppe Breisgau-Süd verbracht. Kein Wunder, dass auch an diesem Tag die eine oder andere Anekdote ausgetauscht wurde.

Jan Elert

Es gibt für die nächsten Monate noch freie Termine. Informieren Sie sich über www.herzogenhorn.info Informieren Sie sich noch heute bei Frau Schaff. Sabrina.Schaff@herzogenhorn.info

Gerne gibt sie Auskunft über einen Aufenthalt im Leistungszentrum Herzogenhorn.

Gundolf Fleischer (links) und Jan Elert (rechts) gratulierten Werner Ziebold zu seinem Jubiläum.   Foto: BSB

Das „Exzellenzcluster Ausdauer“ in Freiburg

Synergien im paralympischen Spitzensport und neue Wege in der Nachwuchsförderung

Die Professionalisierung im paralympischen Spitzensport hat in den vergangenen Jahren spürbare Fortschritte gemacht. Ein Baustein dieser Entwicklung ist das bundesweit agierende und vom Kanzleramt geförderte Projekt „Exzellenzcluster Ausdauer“ (ECA) des Deutschen Behindertenverbandes seit Beginn des Jahres 2023.

Über dieses erhalten aktuell 30 Spitzenathletinnen und -athleten eine gezielte, interdisziplinäre Förderung. Der Standort Freiburg nimmt hierbei aufgrund seiner vielseitigen sportlichen Infrastruktur, dem Olympiastützpunkt FreiburgSchwarzwald, seiner geografischen Lage, der exzellenten sportmedizinischen Anbindung und den hervorragenden Möglichkeiten zur Dualen Karriere eine zentrale Rolle ein – insbesondere, wenn es um die Verknüpfung von Sommer- und Winterdisziplinen geht.

Ganzjährige Trainingskonzepte: Die Kombination von Sommer und Winter

Der Breisgau und der angrenzende Schwarzwald bieten topografische und klimatische Voraussetzungen, die eine nahtlose Kombination von Sommer- und Wintertraining ermöglichen. Diese regionalen Synergien werden im „Exzellenzcluster Ausdauer“ strategisch genutzt, um ausgesuchte Athleten disziplinenübergreifend auf

internationalem Niveau zu entwickeln.

Ein Kernaspekt ist die gezielte Vernetzung der Para Sportarten Leichtathletik, Rudern, Radsport, Kanu, Triathlon und Schwimmen mit Ski Nordisch (Langlauf und Biathlon). Regelmäßige sportartübergreifende

Lehrgänge fördern nicht nur das gegenseitige Verständnis, sondern ermöglichen es, andere Disziplinen gezielt als Trainingsmittel einzusetzen. Sportler wie auch Trainer werden mit den jeweils anderen Herangehensweisen im Training konfrontiert und erweitern so ihr gegenseitiges Verständnis und nehmen Impulse für ihr eigenes Training mit.

Dieser innovative Ansatz trägt bereits Früchte: “In Einzelfällen führt die Kooperation zu einer ZweiSportarten Periodisierung oder einem dauerhaften Talenttransfer”, wie Projektleiter Rainer Kiefer erklärt. Ein aktuelles Beispiel für diese sportliche Durchlässigkeit ist Maya Fügenschuh. Ursprünglich als Para-Alpin-Starterin noch bei den Paralympischen Spielen in Mailand/Cortina aktiv, nutzte sie die crossfunktionalen Trainingsstrukturen in Freiburg, um sich im Para-Bahnradsport zu empfehlen, wo sie mit ihrer Tandempilotin im Juni auf Anhieb die WM-Norm über 4000m erfüllte. Die sportliche Planung greift jedoch weiter: Fügenschuh ist weiter auch für den Para-Radsport auf der Straße eingeplant. Diese polysportive Ausrichtung und der fließende Übergang zwischen den Saisons prägen auch die Karriereverläufe weiterer Spitzenathletinnen am Standort:

Leonie Walter: Die erfolgreiche Para Biathletin und Skilangläuferin nutzt die Freiburger Trainingsgruppen intensiv, um neben dem üblichen Sommer- und Rollskitraining nicht nur das konditionelle Fundament für ihre winterlichen Medaillenerfolge zu legen, sondern auch für die im August anstehende WM im Para Radsport auf der Straße.

Johanna Recktenwald: Auch sie kombiniert die anspruchsvollen physiologischen Anforderungen der nordischen Winterdisziplinen mit den sommerlichen Ausdauerkomponenten vor Ort, um eine ganzjährige, wissenschaftlich gesteuerte Leistungssteigerung zu erzielen. Auch sie startet international im Para Radsport.

Neben den klassischen Landdisziplinen verzeichnet der Standort zudem auch auf dem Wasser eine positive Dynamik: Am nahegelegenen Ruder-Stützpunkt in Breisach zeigt das Para-Rudern eine hervorragende Entwicklung und erweitert das regionale Portfolio im Ausdauersektor maßgeblich.

Rainer Kiefer

Projektleiter des Exzellenzcluster Ausdauer in Freiburg –Rainer Kiefer Foto: R. Kiefer
Maya Fügenschuh startete bei den Paralympischen Spielen in Mailand/Cortina im Para Ski Alpin. Foto: T. Grasis, FIS
Maya Fügenschuh mit Corinna Lechner beim Trainingslager auf Mallorca. Ansonsten findet das Training hauptsächlich in Freiburg statt. Foto C. Lechner

Das „Sportartenkarussell“: Ein Freiburger Erfolgsmodell im bundesweiten Transfer

Neben der beschriebenen Eliteförderung widmet sich das Exzellenzcluster Ausdauer auch intensiv der Basis- und Nachwuchsarbeit. Ein zentrales Element hierbei das in Freiburg initiierte „Sportartenkarussell“.

Es ist ein vereinsübergreifendes Bewegungsprogramm, das speziell für Kinder und Jugendliche mit Behinderung im Alter von 10 bis 14 Jahren entwickelt wurde und ihnen ermöglicht, z. B. in Freiburg an über 120 Terminen pro Jahr verschiedene paralympische Disziplinen unverbindlich zu erproben. Das Konzept lässt sich kurz in drei Kernpunkten zusammenfassen:

1. Vielfalt ermöglichen: Nach dem Motto „Von den Skiern in das Ruderboot, von der Halle auf den Sportplatz“ lernen die Kinder über das Jahr verteilt unterschiedliche Sportarten und Bewegungsformen kennen – von Blindenfußball und Rollstuhlbasketball bis hin zu Para Leichtathletik, Para Rudern, Para Cycling oder Para Ski Nordisch. Meist umfasst eine Serie 4 bis 6 Einheiten pro Sportart. Dabei trainieren die Teilnehmer unter professioneller Anleitung ihre koordinativen sowie motorischen Fähigkeiten.

2. Starkes Netzwerk mit Brücken zum Vereinssport: Lokale Sportvereine präsentieren bei diesem Projekt ihre inklusiven und manchmal auch exklusiven Angebote. So können die Teilnehmer in einem geschützten, professionell betreuten Rahmen in andere Sportarten schnuppern und im besten Fall eine langfristige „sportliche Heimat“ finden. Auch die Vereine entwickeln ihre Angebote so weiter.

3. Kosten- und barrierefrei: Das Angebot ist für die Familien kostenlos und für verschiedene

Formen von Beeinträchtigungen offen. Man orientiert sich an den Klassifizierungskriterien der jeweiligen Sportarten.

Das Projekt ermöglicht es Kindern und Jugendlichen mit Behinderung, verschiedene Sportarten unkompliziert, niederschwellig und spielerisch auszuprobieren, um individuelle Interessen und verborgene Talente frühzeitig zu entdecken. Es hat sich in der Praxis als so effektiv erwiesen, dass es mittlerweile deutschlandweit als BestPractice-Modell dient und vermehrt Nachahmer findet. Die strukturierte Verknüpfung von regionalen Vereinen, Schulen und Verbänden wird bereits in mehreren Städten adaptiert oder befindet sich neben Freiburg in der aktiven Umsetzung in: Baden-Württemberg: Stuttgart, Tübingen, Heidelberg

Bundesweit: Cottbus, Hannover, München Weitere Standorte im gesamten Bundesgebiet befinden sich bereits in der Planung, was die

wachsende Bedeutung integrativer und strukturierter Angebote und Sichtungswege im deutschen Para-Sport unterstreicht. Die enge Kopplung von spielerischer Nachwuchsgewinnung durch das Sportartenkarussell und wissenschaftlich begleiteter Spitzenförderung im Cluster bildet das Fundament für eine nachhaltige Absicherung der nationalen Leistungsspitze. Ziel ist es nicht nur passende Sportler für die Sportarten zu finden, sondern eben auch die passenden Sportarten für die Sportler.

Der Standort Freiburg fungiert hierbei als zentraler Innovations- und Trainingsknotenpunkt, der durch das regionale Netzwerk im gesamten südbadischen Raum eng mit den verschiedenen regionalen und nationalen Institutionen des Leistungssports verzahnt ist.

Weitere Informationen finden Sie unter www.parasport.de/eca

Rainer Kiefer
Schwimmen für Kinder mit Behinderung beim Sportartenkarussell in Freiburg. Foto: M. Zipfel

Richtlinien für die Bezuschussung von im Verein tätigen Personen mit DOSB-Lizenzen

Gültig für das Kalenderjahr 2026. Noch bis 31.01.2027 beantragen.

Im Kalenderjahr 2026 können Mitgliedsvereine, bei denen Personen tätig sind, die im Besitz einer gültigen DOSB-Lizenz sind, aus Sportfördermitteln des Landes Baden-Württemberg Beschäftigungskostenzuschüsse erhalten. Der Badische Sportbund Freiburg e. V., der Württembergische Landessportbund e. V. und der Badische Sportbund Nord e. V. haben sich auf die nachfolgend aufgeführten Grundsätze und Durchführungsbestimmungen auf der Grundlage der Sportförderrichtlinien des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport (veröffentlicht am 10.04.2017, gültig ab 01.01.2017) verständigt.

I. Allgemeines

1. Wer kann Zuschüsse beantragen?

Sportvereine, die im Abrechnungsjahr Mitglied im Badischen Sportbund Freiburg e. V. (BSB) sind.

2. Wie und wann werden die Zuschüsse beantragt?

Der Verein kann in der Zeit vom 20. November 2026 bis 31. Januar 2027 die Zuschüsse ausschließlich online im Internetportal BSBverNETzt beantragen.

3. Welche DOSB-Lizenzen werden bezuschusst? Bezuschusst werden nachgewiesene Tätigkeiten folgender Lizenzen:

Im Bereich Sportpraxis: Übungsleiter C, Übungsleiter B, Trainer C, Trainer B, Trainer A

Im Bereich Vereinsführung: Vereinsmanager C, Vereinsmanager B

Im Bereich Jugendarbeit: Jugendleiter

Aufgrund einer vom Deutschen Olympischen Sportbund beschlossenen Änderung werden künftig alle DOSB-Lizenzen nicht mehr – wie bisher in Baden-Württemberg üblich und bewährt – mit einer Gültigkeit zum Jahresende ausgestellt oder verlängert, sondern zum Stichtag der

Erstausstellung bzw. des Fortbildungslehrgangs.

4. Was wird bezuschusst?

Bezuschusst werden ausschließlich im Kalenderjahr 2026 ehrenamtlich oder nebenberuflich ausgeübte Tätigkeiten im Bereich des steuerbegünstigten Vereinsangebots. Im Bereich der Sportpraxis werden tatsächlich erbrachte Stunden bezuschusst (pro Stunde 2,50 Euro für bis zu 200 Stunden pro Lizenzinhaber und Verein).

Im Bereich der Vereinsführung und der Jugendarbeit wird ein pauschalierter Zuschuss gewährt (400 Euro pro Lizenzinhaber und Verein). Nähere Festlegungen sind in den Abschnitten „II, III und IV“ zusammengefasst.

5. Wer erhält den Zuschuss?

Der Zuschuss geht seitens des Sportbundes immer an den Verein und ist für dessen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Tätigkeit der jeweiligen Lizenzinhaber vorgesehen. Eine Verpflichtung zur Weitergabe des Zuschusses an die Lizenzinhaber besteht nicht!

6. Was muss der Verein beachten?

Der Verein muss die nachfolgenden Bestimmungen anerkennen und die Richtigkeit seiner Angaben bestätigen. Dazu ist am Ende des OnlineAbrechnungsverfahrens die Gesamtabrechnung auszudrucken und von zwei vertretungsberechtigten Vorstandsmitgliedern zu unterschreiben.

Dieser Ausdruck muss fünf Jahre beim Verein aufbewahrt und auf Verlangen des Badischen Sportbundes Freiburg oder den zuständigen staatlichen Stellen vorgelegt werden. Der BSB und die staatlichen Stellen sind berechtigt, Einzelfallprüfungen vorzunehmen.

7. Wann erfolgt die Auszahlung?

Der Antrag auf Zuschüsse für im Verein tätige DOSB-Lizenzinhaber muss bis spätestens 31. Januar 2027 online über das Internet portal BSBverNETzt übermittelt werden. Nach

Prüfung der Angaben wird der Beschäftigungskostenzuschuss zeitnah auf das uns bekannte Vereinskonto überwiesen.

Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an unseren zuständigen Mitarbeiter, Herr Sascha Meier, Tel. 0761-15246-17 bzw. s.meier@bsb-freiburg.de.

Nach dem 15. Mai 2027 gemeldete Reklamationen können nicht mehr berücksichtigt werden.

II. Abrechnung für Lizenzen im Bereich der Sportpraxis

Für den Einsatz und die Abrechnung der bei den Mitgliedsvereinen tätigen Übungsleiter/innen und Trainer/innen sind folgende Hinweise zu beachten:

1. Zuschusshöhe

Der  staatliche  Beschäftigungskostenzuschuss an die Vereine kann nur für anerkannte nebenberufliche Übungsleiter/innen bzw. Trainer/innen mit im Abrechnungsjahr gültiger DOSB-Lizenz gewährt werden. Es werden 2,50 Euro pro Stunde bezuschusst. Pro Lizenzinhaber/in kann ein Verein für maximal 200 Stunden einen Zuschuss erhalten (Höchstbetrag 500 Euro); dies gilt auch, wenn eine Person mehrere abrechnungsfähige Lizenzen besitzt. Weiterhin gilt, dass eine Person – unabhängig von der Art ihrer sportpraktischen Lizenz(en) – nicht mehr als in drei Mitgliedsvereinen abgerechnet werden kann. Allerdings kann jeder der drei Mitgliedsvereine den Höchstsatz von 200 Stunden beantragen.

2. Abrechnungsfähige Stunden Abgerechnet werden können die im Jahr tatsächlich geleisteten Trainings- und Übungsstunden. Diese Stunden (z. B. 98 oder 200) sind in die dafür vorgesehene Spalte einzutragen. Nicht abrechnungsfähig und nicht anzugeben sind An- und Rückreisezeit, Wettkampfbetreuung, Vorbereitungsspiele, Pokal- und Punktspiele, Vereinssitzungen und Mannschaftsbesprechungen sowie

vergleichbare vereinsinterne Vorgänge.

3. Verlängerung ungültiger Lizenzen

Auf dem Online-Sammelabrechnungsformular sind die Lizenzen mit einer Raute # gekennzeichnet, deren Gültigkeit abgelaufen ist. Ist die Lizenz durch eine Fortbildung verlängert worden – aber dem BSB noch nicht bekannt – muss uns der Fortbildungsnachweis oder eine Kopie der verlängerten DOSB-Lizenz schriftlich (postalisch oder E-MailScan) zugesandt werden. Die geleisteten Stunden können Sie bereits im Formular online eingeben! Andere (also nicht DOSB) Lizenzen oder Ausweise können nicht bezuschusst werden!

4. Neue Übungsleiter/innen bzw. Trainer/innen bei den Vereinen Übungsleiter/innen, die im Jahr 2026 neu für ihren Verein tätig geworden sind und noch nicht auf dem Abrechnungsformular stehen, können Sie dem Abrechnungsformular unter Angabe der BSB-Lizenznummer (BSBF-nn-nnnnnn) über „Neuer Lizenzinhaber“ hinzufügen.

Liegt Ihnen die BSB-Lizenznummer nicht vor, müssen Sie uns eine Kopie der gültigen DOSBLizenz sowie die Anzahl der geleisteten Stunden schriftlich zukommen lassen. Den Online-Antrag mit Ihren bestehenden Übungsleitern können Sie dennoch an uns versenden, die Zuschüsse der nachträglich gemeldeten Übungsleiter werden separat überwiesen.

III. Abrechnung für

Lizenzen

im Bereich des Vereinsmanagements und der Vereinsverwaltung

1. Zuschusshöhe Für die Tätigkeit von Personen im Bereich der Vereinsführung, die eine gültige DOSB-Vereinsmanager-Lizenz (‚C‘ oder ‚B‘) haben, kann für jeden Lizenzinhaber ein pauschalierter Zuschuss in Höhe von 400 Euro pro Kalenderjahr gewährt werden. Dabei gilt, dass ein Lizenzinhaber nur bei einem Verein abgerechnet werden darf.

2. Abrechnungsfähige Tätigkeit

Der/die Lizenzinhaber/in muss entweder ein Wahlamt im abrechnenden Verein ausüben oder der Vereinsvorstand bestätigt, dass der Lizenzinhaber nachweislich eine vom Vereinsvorstand beauftragte Tätigkeit im Jahr 2026 erbracht hat (z. B. Organisation Vereinsjubiläum, Mitgliederverwaltung, Redaktion Vereinszeitschrift, Betreuung Homepage u. ä.).

3. Im Abrechnungsjahr neu erworbene

VM-Lizenzen/Umschreibung von VM-Lizenzen

Vereinsmanager/innen, die im Jahr 2026 neu für ihren Verein tätig geworden sind und noch nicht auf dem Abrechnungsformular stehen, können Sie dem Abrechnungsformular unter Angabe der BSB-Lizenznummer (BSBF-nn-nnnnnn) über „Neuer Lizenzinhaber“ hinzufügen. Hat der im Verein tätige Lizenzinhaber seine VMLizenz außerhalb des BSB erworben, ist eine Kopie seiner DOSB-Lizenz vorzulegen; diese wird dann auf den BSB umgeschrieben und kann gefördert werden.

IV. Abrechnung für Lizenzen im Bereich der Jugendarbeit

1. Zuschusshöhe

Für die Tätigkeit von Personen im Bereich der Jugendarbeit, die eine gültige

DOSB-Jugendleiter-Lizenz haben, kann für jeden Lizenzinhaber ein pauschalierter Zuschuss in Höhe von 400 Euro pro Kalenderjahr gewährt werden. Dabei gilt, dass ein Lizenz inha ber nur bei einem Verein abgerechnet werden darf.

2. Abrechnungsfähige Tätigkeit

Der/die Lizenzinhaber/in muss entweder gewählte/r Jugendleiter/in im abrechnenden Verein sein oder der Vereinsvorstand bestätigt, dass der Lizenzinhaber nachweislich eine vom Vereinsvorstand/Jugendvorstand beauftragte Tätigkeit (z. B. Organisation Jugendfreizeiten, internationaler Jugendaustausch o. a.) erbracht hat.

3. Im Abrechnungsjahr neu erworbene JL-Lizenzen/Umschreibung von JL-Lizenzen Jugendleiter/innen, die im Jahr 2026 neu für ihren Verein tätig geworden sind und noch nicht auf dem Abrechnungsformular stehen, können Sie dem Abrechnungsformular unter Angabe der BSB-Lizenznummer (BSBF-nn-nnnnnn) über „Neuer Lizenzinhaber“ hinzufügen.

Hat der im Verein tätige Lizenzinhaber seine JL-Lizenz außerhalb des BSB erworben, ist eine Kopie seiner DOSB-Lizenz vorzulegen; diese wird dann auf den BSB umgeschrieben und kann gefördert werden.

Wichtig: Was Sie beim Thema Lizenzwesen beachten sollten!

Ein Überblick zur Ausbildungsstruktur des Badischen Sportbundes Freiburg

Der organisierte Sport ist mit seinem differenzierten Qualifizierungssystem einer der größten Bildungsträger der Zivilgesellschaft. Der Badische Sportbund Freiburg bietet gemeinsam mit seinen Sportfachverbänden diverse Aus- und Fortbildungen an.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über die Ausbildungsstruktur sowie den Vorgang des Lizenzerwerbs und der Lizenzverlängerung geben.

10 Fragen – 10 Antworten zum Lizenzerwerb, zur -verlängerung und zum Zuschuss

1. ÜL-Lizenz und Trainer-Lizenz – worin liegt der Unterschied?

Die ÜL-Lizenz ist in der Regel sportartübergreifend und wird von einem Sportbund ausgestellt. Dabei stehen überfachliche

Themen für eine Zielgruppe im Vordergrund. Die Trainer-Lizenz ist demnach sportartspezifisch, d. h. es werden Grundlagen einer Sportart vermittelt.

2. Wie lange dauert eine Ausbildung und was kostet diese?

Am Beispiel ÜL-C Fitness/Gesundheit: Die Ausbildung erstreckt sich über drei Wochen (Grund-, Aufbau- und Prüfungslehrgang). Diese finden nicht am Stück statt. Für eine Lizenz der ersten Lizenzstufe werden mindestens 120 LE (=Lerneinheiten) benötigt. Eine Lerneinheit umfasst 45 Minuten. Für Sportvereinsmitglieder betragen die Organisationskosten für die gesamte Ausbildung 300 Euro. Diese sind inklusive der Übernachtung und Verpflegung.

Interessierte können eventuell Bildungszeit beantragen.

3. Wo kann ich mich für eine Ausbildung informieren und anmelden?

Auf dem Lehrgangsportal des BSB finden Sie die Informationen zu den Fort- und Ausbildungsmöglichkeiten des Badischen Sportbund Freiburg und können sich dort direkt anmelden. Die Anmeldung sollte, wenn möglich, digital durchgeführt werden. Alternativ kann das Anmeldeformular aus dem Bildungsprogramm ausgefüllt und postalisch an den BSB gesendet werden. Die Angebote der Trainerausbildungen finden Sie auf den Seiten der Sportfachverbände. Diese Anmeldung muss direkt beim Sportfachverband erfolgen.

4. Werden Angebote von kommerziellen Anbietern anerkannt?

Nein, Angebote (Aus- und Fortbildungen aus dem kommerziellen Bereich werden im Bildungssystem des organisierten Sports nicht anerkannt.

Veranschaulichung eines Musters (DOSB-Lizenz_Urkunde).

5. Was muss vor der Lizenzverlängerung beachtet werden?

Bitte informieren Sie sich im Vorfeld, ob Ihre gewünschte Fortbildung durch Ihren ausstellenden Verband zur Lizenzverlängerung anerkannt wird. Ihren ausstellenden Fachverband erkennen Sie über das Logo auf der Rückseite Ihrer DOSB-Lizenz-Urkunde (siehe Beispiel).

6. Was ist ggf. nach einer Lizenzverlängerung notwendig?

Sie haben eine Lizenzverlängerung über den Sportfachverband besucht und haben eine Lizenz beim Sportbund – oder umgekehrt?!

Einen Überblick zu den entsprechenden Ansprechpersonen finden

Sie hier: www.bsb-freiburg.de/ infoseite-dosb-lizenzen

In diesem Fall werden die Daten nicht automatisiert übermittelt. Bitte reichen Sie Ihre Teilnahmebescheinigung bei Ihrer Ansprechperson ein.

7. Werden Fortbildungen von anderen Sportbünden anerkannt?

Die Anrechnung von Fortbildungen anderer Sportorganisationen im DOSB-System ist möglich. Bitte legen Sie Ihre Fortbildungsnachweise zur Prüfung vor. Fortbildungen kommerzieller Anbieter werden nicht anerkannt.

8. Wie viele Lerneinheiten (LE) werden für eine Lizenzverlängerung benötigt?

Für eine Lizenzverlängerung sind in der Regel 15 LE (Lerneinheit – 45 Minuten) notwendig. Abweichungen sind möglich.

9. Was passiert, wenn eine Lizenz abgelaufen ist? Lizenzen können rückwirkend verlängert werden. Für den ÜL-Zuschussantrag sollte die Lizenz jedoch Ihre Gültigkeit besitzen.

Screenshot aus BSBverNETzt zur Beantragung des Lizenz-Zuschusses.

Auf dem Online-Sammelabrechnungsformular im BSBverNETzt sind die Lizenzen mit einer Raute # gekennzeichnet, deren Gültigkeit abgelaufen ist. Ist die Lizenz durch eine Fortbildung verlängert worden – aber dem BSB noch nicht bekannt? –Bitte senden Sie uns den entsprechenden Nachweis zu. Die geleisteten Stunden können Sie bereits in das Formular online eingeben.

10. Gibt es Zuschüsse für Lizenzen? Sportvereine können für die geleisteten Stunden Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Besitz einer gültigen DOSB-Lizenz sind, Zuschüsse beim BSB beantragen. Siehe Förderung DOSB-Lizenzen: https://www.bsb-freiburg.de/foerderung/dosblizenzen

Kommerzielle Lizenzen, Zertifikate und Vorqualifikationen können nicht bezuschusst werden. Bitte prüfen Sie bereits vor dem Antragszeitraum (November bis Januar), ob die Lizenzen Ihres Sportvereins aktualisiert sind. Sollte dies nicht der Fall sein – nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Kontakt

Lizenzverlängerung BSB

Florian Osmani f.osmani@bsb-freiburg.de 0761/15246-23

Lizenzzuschuss BSB

Sascha Meier s.meier@bsb-freiburg.de 0761/15246-17

Inhaltliche Fragen zu den BSBAusbildungsgängen

Ulrike Wagner u.wagner@sportschule-steinbach.de 07223/5119-11

Marcel Drayer
Mit dem Scan gelangen Sie direkt zum Lehrgangsportal.

Ausbildung zum Vereinsmanager –Jetzt anmelden!

Aus- und Fortbildungen für Vereinsführungskräfte in Südbaden

In Baden-Württemberg gibt es rund 11.300 Vereine mit 4,3 Mio. Mitgliedern. Dabei gleicht kein Verein dem anderen. Die Spannbreite reicht von kleinen, rein ehrenamtlich aufgestellten Vereinen, bis hin zu Mehrspartenvereinen mit mehreren zehntausend Mitgliedschaften und hauptberuflichen Mitarbeitern. Trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen gibt es viele Herausforderungen, die jeder Verein zu bewältigen hat.

Um diese Aufgaben und Pflichten im Verein optimal erfüllen zu können, bedarf es speziellem Struktur- und Fachwissen, das sich von dem in der freien Wirtschaft unterscheidet. In unseren Seminaren für Vereins-Führungskräfte vermitteln wir neben dem benötigten Basiswissen für eine gelingende Vereinsarbeit auch Inhalte, die über die Grundlagen hinausgehen.

Die Seminare für die Aus- und Fortbildung von Vereinsführungskräften richten sich daher an alle Personen, die im Vorstand, der Geschäftsführung oder in der Geschäftsstelle von Vereinen tätig sind oder tätig werden wollen.

Inhalte der Ausbildung sind neben allgemeiner Verwaltung und Mitgliederbetreuung, Buchhaltung und Finanzen, Recht und Versicherung, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing auch das Aneignen von Führungskompetenzen und der Fähigkeit, den Verein strategisch

weiterzuentwickeln. Hierbei wird an die vorhandenen Kenntnisse der Teilnehmer, die sie aus ihrem beruflichen oder privaten Umfeld mitbringen, angeknüpft und auf die Besonderheiten bei der Anwendung dieses Wissens auf die Vereinsarbeit eingegangen.

Ausbildung zum Vereinsmanager C

Breitgefächertes Angebot durch gemeinsames Ausbildungskonzept in Baden-Württemberg

Wir bieten allen Interessierten die Möglichkeit, für die Erlangung der Vereinsmanager C Lizenz Seminarangebote aus allen drei Sportbünden in Baden-Württemberg wahrzunehmen. Selbstverständlich ist es weiterhin möglich, auch außerhalb der Lizenzausbildung einzelne Seminare zu besuchen – der Abschluss einer Lizenz muss dabei nicht immer das Ziel sein!

Die Ausbildung zum DOSB Vereinsmanager C umfasst insgesamt 120 LE. Um die Lizenz zu erhalten, müssen Sie aus dem Seminarangebot insgesamt 96 LE absolvieren und anschließend ein Abschlussseminar in Ihrem Sportbund im Umfang von 24 LE besuchen.

Aus dem Bereich „Finanzen, Recht, Steuern und Versicherung“ ist die Belegung des Seminars „Vereinsbesteuerung“ verpflichtend, da dieses Wissen in der Vereinsarbeit existenziell ist. Aus den Bereichen „Organisations- und Personalentwicklung, Gremienarbeit“ und „Marketing, Kommunikation, Veranstaltungen, Neue Medien“ sind jeweils 16 LE als Mindestanzahl zu leisten.

Die verbleibenden 48 LE dürfen Sie entsprechend Ihrem Tätigkeitsschwerpunkt entweder breit gefächert wählen oder sich auf ein spezielles Themengebiet der Vereinsarbeit spezialisieren.

Im Abschlussseminar wenden Sie die gelernten Inhalte an und bearbeiten ausgewählte Praxisbeispiele in Gruppen. Nach erfolgreicher Präsentation erhalten Sie die Vereinsmanager C-Lizenz.

Ausbildungsbeginn

Die Ausbildung kann jederzeit begonnen werden.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung sollte möglichst innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden.

Gültigkeit

4 Jahre ab Erhalt der Lizenz

Verlängerung

15 LE mit einem VM-Seminar aus einem beliebigen Themen gebiet

Organisationskosten

25,00 Euro Kurzseminar

50,00 Euro pro eintägiges Seminar (8 LE)

100,00 Euro pro zweitägiges Seminar (16 LE)

150,00 Euro Abschluss-Seminar (24 LE)

Veranstaltungsort

Die Ausbildungen zum Vereinsmanager C finden im Caritas Tagungszentrum Freiburg (Wintererstraße 17-19, 79104 Freiburg) statt. AUSNAHME: Ein Abschluss-Seminar findet in der Südbadischen Sportschule Steinbach statt.

Teilnahme

Die Teilnahme ist für alle Mitglieder eines Sportvereins ab 16 Jahren möglich.

Bildungszeit

Für die meisten Vereinsmanager-Seminare kann Bildungszeit im Rahmen des Bildungszeitgesetzes Baden-Württemberg anerkannt werden.

Anmeldung

Direkt über das neue Lehrgangsportal lehrgangsportal.bsbvernetzt.de

Aus- und Fortbildungen für Vereinsführungskräfte 2026

VMC-Seminare 08.07.2026

11.-12.7.2026 „ Mindful

achtsam und wirksam Führen

(Empfehlung im Vorfeld: Seminar Veranstaltungsmanagement) 18.-19.09.2026 Digitalisierungsprozesse im Verein

26.-27.09.2026 Vereinsbesteuerung (Pflichtseminar) 16 Freiburg C 10.-11.10.2026 Recht, Haftung, Versicherung 16 Freiburg C 17.-18.10.2026 Buchhaltung im Sportverein 16 Freiburg C 21.10.2026 Organisation einer Mitgliederversammlung 4 Online C 23. – 25.11.2026

Abschlussseminar 24 Steinbach 27. – 29.11.2026 Abschlussseminar 24 Freiburg

VM-B-Seminare

06.-07.03.2026 Workshop Projektentwicklung

20 Karlsruhe 24.-25.10.2026 Das Vereinskonzept als Basis für nachhaltigen Erfolg 20 Ruit

06.-07.11.2026 Souverän führen – mit Gelassenheit und Empathie

20 Steinbach 20.-21.11.2026 Finanzen und Steuern

20 Steinbach

Lesen Sie SPORT in BW jederzeit online digital über unsere Webseite

https://www.bsb-freiburg.de/sport-in-bw

Sportgeräte-Zuschüsse online beantragen

Die Zuschüsse zur Beschaffung von Sportgeräten werden online beantragt.

Das bietet viele Vorteile

Das Online-Modul für die Beantragung von Sportgerätezuschüssen ist seit einigen Jahren freigeschaltet. Die Vereine und Verbände kommen mit unserem Programm gut zurecht.

Für alle, die es noch nicht wissen: Wie gelangen Sie zum Sportgeräte-Modul, und worauf ist zu achten?

Wie komme ich in das neue Modul „Sportgeräteförderung“?

Loggen Sie sich hierzu in unsere Verbandssoftware BSBverNETzt ein. Sollten Ihnen keine Zugangsdaten für unser Online-Portal vorliegen, können Sie diese beim Administrator innerhalb Ihrer Organisation erfragen. Es ist auch möglich, als Vereinsadministrator im BSBverNETzt einen neuen Benutzer anzulegen, dessen Berechtigung sich auf „Sportgeräte“ beschränkt. Sollte Ihnen dort niemand weiterhelfen können, dann dürfen Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen. In der Menüleiste finden Sie das Modul „Sportgeräte“. Mit Klick darauf finden Sie den Link zum Sportgeräte-Programm.

Welche Unterlagen werden für die Antragstellung benötigt?

Der Verein füllt die Antragsmaske online vollständig aus und hat dort die Möglichkeit, die eingescannte Original-Rechnung und den

eingescannten Zahlungsnachweis (Kopie des Vereinskontoauszugs) hochzuladen. Ein Antrag, der den BSB Freiburg ohne diese Dokumente erreicht, kann leider nicht weiterbearbeitet werden und wird an den Verein zur Überarbeitung zurückgesendet.

Kann mein Verein mehrere Anträge stellen? Ja, es ist nach wie vor möglich, dass Ihr Verein mehrere Zuschussanträge stellen kann. Pro Rechnung muss aber ein separater Antrag gestellt werden. Zu beachten ist allerdings, dass die Förderung von Sportart spezifischen Sportund Pflegegeräten eine entsprechende Mitgliedermeldung in der Bestandserhebung (Abschnitt B) im Anschaffungszeitraum voraussetzt.

Kann ich den aktuellen Bearbeitungsstatus meiner Maßnahme einsehen?

Im neuen Sportgeräte-Modul können Sie den tagesaktuellen Status einsehen. Außerdem erhalten Sie bei Statusänderungen automatisierte EMail-Benachrichtigungen.

Wann bzw. wie erfahre ich, ob der beantragte Zuschuss bewilligt wurde?

Durch die Angabe Ihrer Kontaktdaten bei der Online-Antragsstellung haben wir Ihre E-Mail-Adresse gespeichert. Sobald der eingereichte Antrag abschließend geprüft, ausbezahlt oder ggf. auch

abgelehnt wurde, erhalten Sie eine E-Mail mit den entsprechenden Informationen. In der Regel vergehen zwischen Antragsstellung und Zuschussbewilligung bzw. -Auszahlung wenige Wochen.

Wie erhält mein Verein den bewilligten Zuschuss? Nach der Bewilligung des Zuschusses wird dieser auf das beim Badischen Sportbund Freiburg hinterlegte Vereinskonto überwiesen. Eine Überweisung auf ein Abteilungskonto ist nicht möglich.

Und wenn ich jetzt noch weitere Fragen habe? Bei Rückfragen zum Sportgerätemodul wenden Sie sich bitte an den zuständigen Geschäftsbereich beim BSB. Außerdem finden Sie auf unserer Homepage und im Sportgerätemodul eine Schrittfür-Schritt-Anleitung, welche Ihnen bei der Beantragung der Zuschüsse helfen sollte

Fragen?

Wenden Sie sich bitte an: Badischer Sportbund Freiburg e. V. Lorenz Wirbser Wirthstr. 7 79110 Freiburg 0761/15246-21 l.wirbser@bsb-freiburg.de

Prädikat für die Integrationsarbeit

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Spielvereinigung Ehrenkirchen überreichte der Badische Sportbund Freiburg dem Vorsitzenden Christian Moog das Prädikat des „Qualifizierten Integrationsvereins“

In Vertretung von BSB-Präsident Gundolf Fleischer überbrachte der zuständige Mitarbeiter Benjamin Sutter die Grüße, verbunden mit einem großen Dank für all das, was der Verein im Ehrenamt geleistet hat. Sutter bedankte sich bei den Vereinsmitgliedern besonders dafür, dass diese sich neben ihren umfangreichen Standard-Tätigkeiten im Verein in besonderer Weise der zu uns Geflüchteten angenommen haben.

Unter anderem nimmt der Verein am Bewegungstag „Bist Du schon im Sportverein?“ an der Jengerschule in Ehrenkirchen teil. Hierbei handelt es sich um ein Projekt zur Integration von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte in Sportvereine. Auch bietet die SpVgg. Ehrenkirchen regelmäßig integrative Trainingseinheiten im Kinder- und Jugendfußball an. Im Rahmen dieses Angebots werden sportliche Kompetenzen im Fußball und die Freude am Sport vermittelt, um die Zielgruppe langfristig an den Verein zu binden und bestenfalls in die bestehenden Mannschaften zu integrieren.

Ziel eines „Qualifizierten Integrationsvereins“ ist es, die Integration von Menschen in den organisierten Sport und deren Integration durch den Sport in die Gesellschaft zu ermöglichen. Zur Zielgruppe gehören Menschen mit Fluchterfahrung,

Migrationsgeschichte sowie sozial Benachteiligte. Der Prozess auf dem Weg zu einem Qualifizierten Integrationsverein ist in vier Schritte gegliedert, die stetig von Neuem beginnen und der Verein in freier Zeiteinteilung absolvieren kann. Jährlich wird die Arbeit evaluiert und die Fortsetzung des Projekts besprochen. Da sich

die Spielvereinigung Ehrenkirchen insbesondere in seiner Jugendarbeit diesem Personenkreis widmet und der Prozess der qualitativen Integrationsarbeit bereits begonnen hat, erhielt der Verein schon jetzt die Prädikatsanerkennung für zwei Jahre.

„Bist Du schon im Sportverein?“

Großer Erfolg beim Bewegungstag in Überlingen – Sportvereine begeistern über 40 Kinder

Um Vereinsleben aufzuzeigen veranstaltet der Badische Sportbund Freiburg mit verschiedenen Schulen den Bewegungstag „Bist Du schon im Sportverein?“. Bei dieser Maßnahme geht es darum, Schülerinnen und Schülern – vorzugsweise aus der Zielgruppe des Bundesprogramms – die örtlichen und umliegenden Vereine sowie deren Sportangebote näherzubringen und sie bestenfalls für eine neue Sportart zu begeistern. Ziel ist es, die Teilnehmenden des Bewegungstages, die bisher nicht in einem Verein aktiv sind, in die Vereine zu integrieren. "Bist du schon im Sportverein?"-Veranstaltung in Überlingen.    Beide Fotos: BSB

Benjamin Sutter
Benjamin Sutter vom BSB überreichte das Prädikat an Christian Moog, 1. Vorsitzender der SpVgg. Ehrenkirchen.    Foto: BSB

An der Wiestorschule in Überlingen war die Vorfreude wieder groß. Kerstin Fritz, Klassenlehrerin der Vorbereitungsklasse, und die Programmmitarbeitenden von „Integration durch Sport“ des BSB Freiburg, hatten sich gemeinsam mit den Vereinsverantwortlichen für den zweiten Bewegungstag wieder ein bedarfsorientiertes, buntes Bewegungsangebot überlegt. Über 40 Kinder aus den Vorbereitungs- und Regelklassen durften die verschiedenen Angebote der Sportvereine ausgiebig testen. Mit dabei waren diesmal wieder die DAV-Sektion Überlingen, der TC Altbirnau sowie erstmals der TV Überlingen. In der Turnhalle und im Außenbereich erwarteten die Kinder abwechslungsreiche Stationen, an denen sie sich ausprobieren konnten. Ob beim

Tennis- oder Tischtennisspielen, beim Tau- und Bank hinaufklettern oder beim Klettern und Trainieren an einer Sprossenwand, um gezielt den gesamten Bewegungsapparat in Schwung zu bringen – für die Kinder war das sehr aufregend, und Langeweile kam hier garantiert nicht auf! Mit jeder Menge Begeisterung und Teamgeist meisterten die Schülerinnen und Schüler die sportlichen Herausforderungen und hatten dabei sichtlich Freude an der Bewegung.

Frau Fritz, die den Bewegungstag gemeinsam mit dem BSB organisiert hatte, war voller Begeisterung: „Der Sport stellt einen wichtigen Ausgleich zum Schulalltag dar und kommt im Unterricht oft zu kurz, weshalb eine solche Veranstaltung eine große Bereicherung darstellt!“

Sollten weitere Schulen und Vereine Interesse an der Umsetzung des Bewegungstages haben, können sich diese gerne an das IdS-Team des BSB Freiburg wenden.

Ansprechpartner Bundesprogramm „Integration durch Sport“ beim BSB Freiburg e. V.: Benjamin Sutter b.sutter@bsb-freiburg.de 0761 15246-29 Elena Grüner e.gruener@bsb-freiburg.de 0761 15246-32

Wichtige Termine des Badischen Sportbundes Freiburg 2026

Oktober

31.10.2026 Abrechnungsschluss/Kurzbericht Schule-Verein und Kindergarten-Verein für 2025/2026

November

10.11.2026 Präsidiumsbeirat Bad Krozingen-Hausen

15.11.2026 Frist Änderungsmeldung des Übungsleiterbestands für Lizenzzuschüsse 2026

20.11.2026 Antragsstart für Zuschüsse für lizenzierte Übungsleiter, Vereinsmanager und Jugendleiter 2026

Dezember

01.12.2026 Start der Online-Bestandsmeldung 2027

31.12.2026 Antragsfrist für Projekt „Sport mit Flüchtlingen“ ganzjährige Beantragung möglich

Zuschüsse für Sportstättenbau-Maßnahmen

Benjamin Sutter

Wenn Gäste in Schule oder Turnhalle übernachten: Das sollten Vereine wissen

Wenn Ihr Verein Gäste für eine Nacht oder länger empfängt, muss das nicht an hohen Übernachtungskosten scheitern. Eine praktische und kostengünstige Alternative kann ein Nachtlager in einer vereinsnahen Schule oder Turnhalle sein

Gerade für Kinder und Jugendliche ist eine Nacht auf der Luftmatratze ein kleines Abenteuer, das Gemeinschaft fördert, Spaß verspricht und zugleich die Selbstständigkeit stärkt.

Sechs Tipps für eine gelungene Übernachtung

• Frühzeitig mit der Kommune abstimmen Ihr Ansprechpartner für die Nutzung einer Schule oder Sporthalle ist in der Regel die Gemeinde- oder Stadtverwaltung. Vereinbaren Sie den Termin frühzeitig und klären Sie, welche Ausstattung vor Ort vorhanden ist –beispielsweise Turnmatten – und welche Dinge die Gäste selbst mitbringen müssen.

• Gebäude und Räume vorab besichtigen Organisieren Sie vor der Übernachtung eine gemeinsame Begehung der Schule oder Sporthalle am besten mit einem Vertreter der Gemeinde oder Stadt, zum Beispiel dem Hausmeister. Protokollieren Sie dabei bereits vorhandene Schäden schriftlich und belegen Sie diese mit Fotos. So lassen sich spätere Unklarheiten vermeiden.

• Für ausreichenden Versicherungsschutz sorgen

Auch bei sorgfältiger Planung können Schäden an Gebäuden oder am Inventar entstehen. Deshalb empfiehlt es sich, die Teilnehmenden entsprechend abzusichern. Die ARAG Sportversicherung hilft Ihnen mit einem Angebot gerne weiter. So kann die persönliche gesetzliche Haftpflicht der Übernachtungsgäste für fahrlässig verursachte Schäden versichert werden. Das ist besonders hilfreich, wenn nach der Veranstaltung Schäden festgestellt werden und die Verantwortlichkeit nicht eindeutig geklärt werden kann oder wenn kein privater Haftpflichtschutz besteht.

• Aufsicht sicherstellen

Kinder und Jugendliche sollten während der Übernachtung von geeigneten und verantwortungsbewussten Aufsichtspersonen begleitet werden. Klären Sie im Vorfeld, wer diese Aufgabe übernimmt – entweder die Betreuenden der Gastgruppe oder Verantwortliche Ihres Vereins.

• Klare Regeln vereinbaren

Sprechen Sie gemeinsam Verhaltensregeln für die Übernachtung ab. Sinnvoll ist es auch, den Kindern und Jugendlichen vor der Nachtruhe ausreichend Gelegenheit zu geben, sich sportlich zu betätigen oder auszutoben. Tauschen Sie zudem wichtige Telefonnummern für Notfälle aus, falls keine Vereinsverantwortlichen vor Ort übernachten.

• In die Räume einweisen

Machen Sie Ihre Gäste mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut. Dazu gehören insbesondere die Lage von Notausgängen, Erste-Hilfe-Kästen und Defibrillatoren. Informieren Sie sie außerdem darüber, wo sich das nächstgelegene Krankenhaus befindet und wie im Notfall Hilfe angefordert werden kann.

• Verpflegung organisieren

Klären Sie, wer sich um Frühstück sowie die weitere Verpflegung der Gäste kümmert. Eine frühzeitige Planung sorgt für einen reibungslosen Ablauf.

Die Sache mit der Aufsichtspflicht Im Fall von Sportvereinen ist es so, dass die Eltern ihre Aufsichtspflicht für Kinder und Jugendliche an den Verein übertragen. Dieser delegiert sie wiederum an Trainerinnen, Trainer und Übungsleitende. Diese Übertragung geschieht per Vertrag. Das muss aber kein schriftlicher Akt sein. Eine Absprache reicht. Oder ein Signal: Der Übungsleiter signalisiert, dass er in dem Moment die

Aufsichtspflicht übernimmt, in dem er die Tür zur Turnhalle aufschließt.

Aufsichtspflichtige sollten

• beobachten,

• beaufsichtigen,

• belehren und

• über mögliche Gefahren aufklären. Es kommt dabei immer auf das Alter, die Kenntnisse und die Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen an.

Die eigene Turnhalle zur Verfügung stellen Möglicherweise möchten Sie auch die eigene Vereins- oder Sporthalle einer Gastgruppe zur Verfügung stellen. In diesem Fall sollten Sie prüfen, ob eine Vermietung oder Überlassung an Dritte zulässig ist. Sofern Ihr Verein nicht Eigentümer der Räumlichkeiten ist, benötigen Sie in der Regel die Zustimmung des Eigentümers oder Vermieters. Viele hilfreiche Informationen finden Sie im Ratgeber der ARAG Sportversicherung „Optimale Raumnutzung: So vermieten Vereine ihre Räume richtig“ auf der Seite ARAG.de. Dort erfahren Sie unter anderem:

• welche rechtlichen Voraussetzungen zu beachten sind,

• wie Sie sich als Verein absichern können und

• welche steuerlichen Aspekte relevant sein können.

Fragen zum Versicherungsschutz?

Wir sind für Sie da  Möchten Sie mehr zur Absicherung Ihrer Mitglieder und Gäste durch die ARAG Sportversicherung wissen? Dann kontaktieren Sie gerne unsere kompetenten Mitarbeitenden in Ihrem Versicherungsbüro beim BSB Freiburg.

Kontakt Versicherungsbüro beim Badischen Sportbund Freiburg e.V.

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Fortbildung Nordic Walking

Für

schon ausgebildete Instruktoren fand im Juni 2026 eine Fortbildung statt

Bei sehr hochsommerlichen Temperaturen stand zunächst ein Technik-Update auf dem Programm. Mittels Tablets filmten sich die Teilnehmer gegenseitig und analysierten anschließend die wichtigsten Technikmerkmale.

Einerseits ging es um die eigene Technikverbesserung, andererseits um das „Fehler sehen“ und entsprechend zu korrigieren. In der anschließend Praxiseinheit wurden durch verschiedene (neue) Übungen zur Optimierung der Technik gearbeitet. In Verbindung mit Nordic Movement Preps, Übungen mit Stöcken für Muskelketten sowie Varianten/Variationen im Nordic Walking wurden die Praxiseinheiten in die Höhe und Wald verlegt. Bei leichtem Wind waren die hohen Temperaturen gut auszuhalten.

Zu Beginn des zweiten Tages bereiteten Kleingruppe kurze Unterrichtssequenzen aus einem standardisierten Programm „Nordic Walking zur allgemeinen Ausdauerförderung“ vor. In kleinen Lehrversuchen setzte die Gruppe die Theorie in die Praxis um. Auch die Informationen zur

Belastungssteuerung über die Herzfrequenz oder das subjektive Belastungsempfinden wurde vorgestellt. Aber auch Tipps für die sportliche Freizeitbewegung zwischen den Nordic Walking-Einheiten wurden beleuchtet.

Beim Thema „Nordic Walking mit Köpfchen“ stand nicht die schnelle Nordic Walking-Runde im Vordergrund. Vielmehr richtete sich der Fokus auf die Natur, den eigene Körper, die Situation oder auf

Vorgänge beim Gehen oder Atmen. Bei verschiedenen Denksportaufgaben während des Walkens einzeln, als Paar oder in der Gruppe, musste auch der Kopf „arbeiten“. In Bewegungspausen wurden mögliche Übungen aus dem Yoga in Kombination mit den Stöcken praktiziert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Fortbildung sind Beschwerdebilder im Nordic Walking im Bereich der Schulter, Hüfte und Knie, welche bei den Kursteilnehmern vorkommen können. Durch eine Ganganalyse werden typische Gangfehler herausgefunden und mit spezifischen Übungen ausgeglichen. Mobilisation, Kräftigung und Balanceübungen mit und ohne Stöcke teils im Stationstraining stellen die Beinachse wieder her, richten das Becken auf, stabilisieren die Wirbelsäule und machen die Schulter wieder mobil. Trotz der Durchführung im Wald auf den Nordic-Walking-Strecken machten die extremen Temperaturen der Gruppe zu schaffen. Durch viel Flüssigkeitsaufnahmen und einer kleinen Abkühlung durch Wassereimer zwischendurch konnte die Fortbildung erfolgreich durchgeführt werden. Chris Finkenzeller

Gute Ergebnisse bei Prävention

Der Prüfungslehrgang zur DOSB-B-Lizenz „Sport in der Prävention“, den der BSB in Kooperation mit dem Badischen Turner-Bund durchgeführt hat, wurde erfolgreich abgeschlossen

Die durchweg guten Prüfungsergebnisse spiegeln die hohe Qualität der Ausbildung sowie das große Engagement der angehenden Trainerinnen und Trainer wider.

Sowohl in der schriftlichen Prüfung als auch in den praktischen Lehrproben überzeugten die Teilnehmenden mit fundiertem Fachwissen und einer sicheren Umsetzung der vermittelten Inhalte. Insbesondere die Lehrproben zeichneten sich durch eine strukturierte Planung, eine abwechslungsreiche Gestaltung und eines zielgruppenorientierten Aufbaus aus. Die Teilnehmenden bewiesen, dass sie gesundheitsorientierte Bewegungsangebote kompetent planen, anleiten und an die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen anpassen können.

Die Ergebnisse unterstreichen, dass alle die Inhalte der Ausbildung erfolgreich verinnerlicht haben und über die notwendigen fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen

verfügen, um qualitätsgesicherte Präventionsangebote im Verein umzusetzen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und zur nachhaltigen Stärkung des organisierten Sports.

Mit dem erfolgreichen Bestehen des Prüfungslehrgangs erwerben die Absolventinnen und

Absolventen die DOSB-B-Lizenz „Sport in der Prävention“. Aufgrund der hohen Nachfrage bietet der BSB in Kooperation mit dem Badischen Turne-Bund im nächsten Jahr zwei Lehrgänge an. Weitere Informationen dazu finden Sie ab Herbst auf unserer Homepage.

Nordic Walking - immer beliebter!    Foto: Fotolia
Erfolgreicher Lehrgang "Sport in der Prävention".    Foto: Helen Funk

Sport macht gesund! – Gemeinsam für mehr Bewegung am Oberrhein

Grenzüberschreitender Austausch zwischen Sport, Wissenschaft und Gesundheit in Mulhouse

Wie können wir Menschen dauerhaft zu mehr Bewegung motivieren? Welche Rolle spielen Sportvereine bei Prävention und Gesundheitsförderung? Und welche Chancen bietet die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg?

Bewegungsangeboten beschäftigen die Akteure in Frankreich ebenso wie in Deutschland. Die Veranstaltung verstand sich deshalb bewusst als Plattform für Austausch, Wissenstransfer und neue Kooperationen.

Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Sport macht gesund! – Perspektiven am Oberrhein“, zu der die Collectivité européenne d’Alsace Ende Juni nach Mulhouse eingeladen hatte. Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Wissenschaft, Medizin und Verwaltung aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam über die Zukunft des Gesundheitssports in der Oberrheinregion zu diskutieren. Die Teilnahme des BSB wurde initiiert durch Jürgen Oser, beim BSB ehrenamtlich zuständig für die rheinüberschreitende Zusammenarbeit.

Schon zu Beginn wurde deutlich: Obwohl sich die Strukturen des Gesundheitssports auf beiden Seiten des Rheins unterscheiden, stehen alle Beteiligten vor ähnlichen Herausforderungen. Bewegungsmangel, chronische Erkrankungen, demografischer Wandel und die Frage nach einem niederschwelligen Zugang zu

Ein Höhepunkt des Tages war die Podiumsdiskussion zum Thema „Ansätze, Prioritäten und Herausforderungen in Frankreich und Deutschland“. Auf dem Podium diskutierten Expertinnen und Experten aus Frankreich und Deutschland über Chancen, Herausforderungen und gemeinsame Perspektiven für die Oberrheinregion. Dabei wurde deutlich, dass Gesundheitssport längst mehr ist als ein ergänzendes Bewegungsangebot. Vielmehr wird er zunehmend als wichtiger Baustein für Prävention, Rehabilitation und gesellschaftliche Teilhabe verstanden.

Willeke stellte SPORT PRO GESUNDHEIT vor Für den Badischen Sportbund Freiburg stellte Julia Willeke die Arbeit rund um das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT vor. Das vom DOSB und der Bundesärztekammer entwickelte Qualitätssiegel steht für qualitätsgesicherte Bewegungsangebote in Sportvereinen und richtet sich insbesondere an Menschen, die den Einstieg in einen aktiveren Lebensstil suchen. Vereine übernehmen dabei eine Schlüsselrolle, denn sie schaffen wohnortnahe, niedrigschwellige Angebote und bieten gleichzeitig soziale Gemeinschaft – ein Faktor, der für die langfristige Bindung an Bewegung von großer Bedeutung ist.

Grom unterstrich Bedeutung des Sports als Gesundheitsfaktor

Auch Dr. Erwin Grom, Kardiologe und Ehrenmitglied des Badischen Sportbundes Freiburg, unterstrich die Bedeutung des Sports als Gesundheitsfaktor. Aus seiner Sicht müsse Bewegung künftig noch stärker als selbstverständlicher Bestandteil gesundheitlicher Versorgung wahrgenommen werden. Gleichzeitig sei es wichtig, inklusive und barrierefreie Angebote auszubauen, damit Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Behinderungen gleichermaßen von den positiven Effekten regelmäßiger Bewegung profitieren können.

Besonders interessant für die Teilnehmenden waren die Perspektiven einer noch engeren Zusammenarbeit in der Grenzregion. Die Diskussion zeigte zahlreiche Ansatzpunkte auf: gemeinsame Fortbildungen, der Austausch von Qualitätsstandards, grenzüberschreitende Modellprojekte

Auf dem Podium diskutierten Fabrice Degoutte (Université de Haute-Alsace, Mulhouse), Marie Agostinucci (Université de Strasbourg), Dr. Erwin Grom sowie Julia Willeke vom Badischen Sportbund Freiburg über die Zukunft des Gesundheitssports in der Oberrheinregion.
Julia Willeke vom Badischen Sportbund Freiburg stellte die Bedeutung qualitätsgesicherter Gesundheitssportangebote und das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT vor.

sowie die stärkere Vernetzung von Sportvereinen, Kommunen, Gesundheitseinrichtungen und wissenschaftlichen Institutionen. Die Oberrheinregion bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Denn die Herausforderungen sind ähnlich – und die Bereitschaft, voneinander zu lernen, ist auf beiden Seiten der Grenze groß.

Neben der Podiumsdiskussion bot die Veranstaltung auch Gelegenheit, sich in Workshops intensiv mit aktuellen Themen des Gesundheitssports auseinanderzusetzen. Die Teilnehmenden diskutierten über Bewegungsangebote für Menschen mit chronischen Erkrankungen, Präventionsmaßnahmen sowie die Frage, wie körperliche Aktivität stärker in den Alltag der Menschen integriert werden kann. Dabei wurde deutlich, dass erfolgreiche Gesundheitsförderung immer dann gelingt, wenn Sport, Medizin, Wissenschaft und Kommunen gemeinsam handeln.

Gemeinsam für mehr Gesundheit durch Bewegung –verschieden Inputs beim Treffen in Mulhouse.

Die Veranstaltung in Mulhouse setzte damit ein wichtiges Zeichen für die Zukunft. Sie zeigte eindrucksvoll, dass Sportvereine weit mehr sind als Orte des Trainings oder Wettkampfs. Sie sind Begegnungsstätten, Gesundheitsanbieter und wichtige Partner für eine aktive Gesellschaft. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein eröffnet dabei neue Möglichkeiten, bewährte Konzepte weiterzuentwickeln und innovative Ideen gemeinsam umzusetzen.

Bewegung zum Mitmachen: Praktische Aktivierungseinheiten zeigten, wie Gesundheitsförderung und Bewegung im Alltag verankert werden können.
Dr. Erwin Grom und Julia Willeke. Alle Fotos: BSB

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Präsident

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Vogt-Römer b.vogt-roemer@bsb-freiburg.de

Fortbildung in Konstanz: Sportvereine machen sich fit für den Ganztag

Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird der bundesweite Rechtsanspruch auf ganztägige

Förderung für Grundschulkinder schrittweise eingeführt – zunächst für Kinder der ersten Klasse, anschließend jährlich für eine weitere Klassenstufe

Damit entstehen für Sportvereine neue Möglichkeiten, aber auch Probleme, sich mit Bewegungs- und Sportangeboten als verlässliche Partner von Schulen einzubringen.

Vor diesem Hintergrund veranstaltete der Badische Sportbund Freiburg Anfang Juli in Konstanz die Fortbildung „Sport im Ganztag“. Die Teilnehmenden aus Sportvereinen und weiteren Einrichtungen nutzten die Gelegenheit, sich auf die wachsende Bedeutung des Ganztags vorzubereiten, Erfahrungen auszutauschen und konkrete Ideen für die eigene Praxis mitzunehmen.

Karle und Dorer zu Gast

Die gute Resonanz mit Teilnehmern aus 20 Sportvereinen bestätigt das hohe Interesse der Sportvereine an Bildungs- und Qualifizierungsangeboten in der Region Konstanz. BSB-Vizepräsident Wolf-Dieter Karle und Christine Dorer, Sprecherin des Vorstands der Badischen Sportjugend Freiburg, nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil und brachten sich in den gemeinsamen Austausch ein.

Die Teilnehmenden brachten nicht nur unterschiedliche Vorkenntnisse, sondern auch verschiedene berufliche Perspektiven mit. Während einige noch am Anfang ihrer Überlegungen zu einem Engagement im Ganztag standen, konnten

Auch einen praktischen Teil gab es bei der Ganztags-Fortbildung des BSB in Konstanz.   Foto: Ilka

andere bereits auf praktische Erfahrungen zurückgreifen. Die meisten kamen aus Sportvereinen, ergänzt wurde die Gruppe durch Teilnehmende aus der Schulkindbetreuung und aus Grundschulen. Diese Vielfalt ermöglichte einen besonders wertvollen Austausch, eröffnete unterschiedliche Blickwinkel und stärkte zugleich die Vernetzung zwischen Verein und Schule.

Theoretische und praktische Einheiten

In den theoretischen und praktischen Einheiten beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den unterschiedlichen Lebenswelten von Schule und Sportverein, dem Umgang mit heterogenen Gruppen, und was es bei den Themen Kinderschutz und Aufsichtspflicht zu beachten gibt, wenn die Sporteinheiten – anstatt im Verein – im Schulkontext (Ganztag) stattfinden. Darüber hinaus wurden kindgerechte Sport- und Bewegungsangebote praktisch erprobt.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Spiele und Übungen so ausgewählt oder angepasst werden können, dass Kinder mit unterschiedlichen motorischen Voraussetzungen, Sprachkenntnissen, Motivation, Interessen und Unterstützungsbedarfen gemeinsam teilnehmen können. Dabei wurde deutlich: Ein Sportangebot im Ganztag ist nicht einfach eine klassische Vereinsstunde in der Schule. Theoretische Inhalte

wurden durch das Entwickeln, Erproben und Reflektieren eigener Ideen der Teilnehmenden unmittelbar in die Praxis übertragen.

Der BSB-Vizepräsident Wolf-Dieter Karle sagte im Anschluss: „Das Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dieser Veranstaltung zeigt uns die Notwendigkeit auf, den Vereinen und den kommunalen Einrichtungen die noch fehlenden Informationen für den Start in die Ganztagsbetreuung von zunächst Erstklasskindern in den Schulen seitens des Sportbundes zu liefern. Die durchweg professionelle Darbietung praktischer und theoretischer Informationen zur Methodik, rechtlichen Fragen zur Aufsichtspflicht und dem Persönlichkeitsschutz der Kinder durch die Referentinnen und den Referenten der Badischen Sportjugend Freiburg gab wichtige Einblicke in die Anforderungen an eine kindgerechte Betreuung von Schulkindern.“

Am Ende der Fortbildung zeigten sich die Anwesenden zufrieden und bestärkt, das Thema Ganztag in ihren Vereinen weiterzuverfolgen. Für einige war die Veranstaltung ein erster Einstieg, für andere eine Ergänzung ihrer bisherigen Erfahrungen. Gemeinsam hatten alle einen wichtigen Schritt unternommen, um Sportvereine auf ihre zukünftige Rolle im Ganztag vorzubereiten. Ilka Hoffmann

Hoffmann

Demokratie braucht [Sport und] Religion

Bestimmt haben die meisten Leserinnen und Leser meine Überschrift als Abwandlung von Prof. Dr. Hartmut Rosas bekanntem Buchtitel erkannt. Nach Rosas Auffassung leben wir in einer beschleunigten Gesellschaft, in der „Resonanzräume“ verlorengehen und den Menschen die „Anrufbarkeit“ abhandenkommt. Rosa meint damit, dass Verständigungsorte fehlen, an denen Menschen sich durch die Welt berühren und verändern lassen.

In dieser Situation kommt der Religion eine bedeutende Aufgabe zu: „Religion hat“, wie Rosa in einem Interview mit dem NDR sagt, „möglicherweise Ressourcen – Praktiken, Räume, Zeiten –, die eine solche Haltung möglich machen.“ So sehr ich als Geschäftsführer von Kirche und Sport Württemberg zustimme, so sehr drängt es mich, Herrn Rosa zuzurufen: „Vergessen Sie mir den Sport nicht!“ Denn gerade in den letzten Monaten durfte ich immer wieder die Erfahrung machen, wie mächtig der Sport ist, wenn es darum geht, Begegnungsräume zu eröffnen.

Ein Highlight war das Interreligiöse Sportfest in Villeneuve-Saint-Georges, zu dem wir mit einem 20köpfigen Team in den Pariser Vorort gereist sind: Jüdische, christliche, muslimische und

Impressum

Baden-Württemberg-Teil

Herausgeber: Landessportverband Baden-Württemberg e. V. (LSV) Uli Derad (Hauptgeschäftsführer) Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart 0711/207049-850 www.lsvbw.de

Redaktion: Silke Bernhart (verantw. Redakteurin/v.i.S.d.P.) 0711/207049-872 s.bernhart@lsvbw.de

Marketing/Anzeigen:

Sport-Marketing Baden-Württemberg Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart 0711/28077-182 info@smbw-gmbh.de

ISSN 1868-7253

buddhistische Menschen begegneten sich auf und neben dem Spielfeld.

Obwohl die öffentliche Zusammenkunft verschiedener religiöser Gemeinschaften im laizistischen Frankreich äußerst kritisch beäugt wurde (die Organisatorin musste bei der Polizeipräfektur vorsprechen), hat Kristell Niasme, die Bürgermeisterin von Villeneuve-Saint-Georges, die Bedeutung des Sportfests erkannt und sich schützend vor uns gestellt.

„Unsere Demokratie braucht alle Gemeinschaften, die Lust haben, unser Miteinander zu bereichern und unsere Gesellschaft mitzugestalten“, darin waren Bürgermeisterin Niasme und wir vom Orga-Team ganz einig – und gerade der Sport zeigt immer wieder, welche verbindende Kraft er in dieser Hinsicht hat.

In Anlehnung an Hartmut Rosa würde ich daher sagen: Wenn Religion ein Resonanzraum für den inneren Menschen ist, dann ist Sport ein Resonanzraum für den äußeren Menschen. Ja, vielleicht sind die beiden wie die zwei Seiten einer Medaille – unterschiedlich, aber zusammengehörig. Und wenn ich mir etwas wünschen dürfe, dann: Dass nicht nur das interkulturelle, sondern auch das interreligiöse Miteinander im Sport aktiv,

paritätisch und aufgeklärt zum Thema gemacht wird. Und zwar am besten, bevor es aufgrund religiöser Unterschiede zu Spannungen im Verein oder zur einseitigen Vereinnahmung des Sports durch bestimmte religiöse Gruppierungen kommt. Von Philipp Geißler Landesarbeitskreis Kirche und Sport

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Herausgeber: Badischer Sportbund Freiburg e. V. Joachim Spägele (Geschäftsführer) Wirthstraße 7, 79110 Freiburg 0761/15246-15 j.spaegele@bsb-freiburg.de www.bsb-freiburg.de

Redaktion/Marketing/Anzeigen: Joachim Spägele (verantw. Redakteur/v.i.S.d.P.) j.spaegele@bsb-freiburg.de

Erscheinungsweise: Monatlich, 12 Ausgaben im Jahr

Preis: Für BSB-Vereine ist der Bezugspreis des Magazins im Mitgliedsbeitrag enthalten. Die mit Autorennamen gekennzeichneten Artikel stellen die Meinung des jeweiligen Verfassers dar und vertreten nicht in jedem Fall die Ansicht des Herausgebers. Die mit Namen gekennzeichneten Beiträge sowie alle Fotos unterliegen dem Urheberrecht. Ein Nachdruck ist

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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Magazin auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Dieses Magazin wurde mit Papier aus kontrollierter, nachhaltiger Waldwirtschaft hergestellt.

Partner des BSB Freiburg e. V.

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Sterne des Sports

Eine, mit bis zu 14.000 € dotierte, Auszeichnung für Vereine, gefördert von den Volksbanken Raiffeisenbanken in Deutschland, dem DOSB und BSB Freiburg. Sport im Verein, das ist nicht nur das Ringen um Rekorde und Medaillen. Sport ist mehr, im Bereich des Breitensports wird enormes geleistet. Und damit sich dies nicht nur im Verborgenen abspielt, gibt es seit 2004 den Wettbewerb „Sterne des Sports“. Auch in Südbaden soll das besondere gesellschaftliche Engagement von Sportvereinen nicht unbemerkt bleiben. Bewerben können sich alle Sportvereine, die sich in besonderem Maße gesellschaftlich engagieren. Die Sterne des Sports gibt es in drei Stufen – die regionale Bronzeebene, die Silberebene der Bundesländer und die bundesweite Goldebene. Die „Sterne des Sports in Gold“ werden traditionell im Januar des Folgejahres in Berlin vom Bundespräsidenten oder vom Bundeskanzler verliehen. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.sterne-des-sports.de

Gotthilf BENZ

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AOK – Die Gesundheitskasse

Südlicher Oberrhein

Bezirksdirektion der AOK Baden-Württemberg Fahnenbergplatz 6, 79098 Freiburg Tel.: 0761/2103-283 fabian.singler@bw.aok.de, www.aok.de/bw

Als Gesundheitskasse stehen wir für eine umfassende Versorgung der Versicherten in Baden-Württemberg und sind Marktführer in der Prävention. Dabei setzen wir auf Qualität – ob in Unternehmen, bei individuellen Maßnahmen, in den Lebenswelten Kitas und Schulen oder in den Lebenswelten ommunen und Vereine. Ziel unseres Engagements ist, gemeinsam mit unseren Partnern, allen Menschen in Baden-Württemberg ein gesundes Auswachsen, Leben und Altern zu ermöglichen. Verbände und Vereine bewegen Menschen von klein auf und über alle Altersgruppen hinweg. Sie ermöglichen mit ihrer hohen sozialen Integrationsfunktion allen Bevölkerungsschichten den Zugang. Darüber hinaus findet vor Allem auch im Verein soziales Lernen statt, sei es durch Mannschaftssportarten oder andere Gruppenangebote. Um neue Mitglieder zu gewinnen und bestehende zu halten, bedarf es immer mehr einer veränderten Angebotsstruktur und Neuausrichtung. Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Lebenswelt gestalten, in der Gesundheitsförderung mehr denn je zu Hause ist. Wir unterstützen Sie dabei prozessbegleitend, mit vorhandenen, modularen Produkten und starken Netzwerken. Unsere Koordinatoren beraten Sie gerne regional bei Ihnen vor Ort. Denn wir sind GESUNDNAH.

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Versicherungsbüro beim BSB Freiburg e. V. Wirthstr. 7, 79110 Freiburg Tel. 0761/152 71 0, Fax 0211/963 36 26 vsbfreiburg@ARAG-Sport.de, www.ARAG-Sport.de

Versicherungsschutz im Sport und mehr

Die ARAG Sportversicherung garantiert Sicherheit im Breiten- und Spitzensport für heute weit mehr als 20 Millionen Sportler. Sie bietet Sportorganisationen, Vereinen und deren Mitgliedern einen aktuellen und leistungsstarken Versicherungsschutz, der sich an den speziellen Bedürfnissen des Sports orientiert, dazu Servicedienstleistungen rund um den Sport sowie ein hohes Engagement in der Sport-Unfallverhütung.

Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg Nordbahnhofstraße 201, 70191 Stuttgart Tel.: 0711/81000-112, Fax: 0711/81000-115 info@lotto-bw.de

Förderung des Sports in seiner Vielfalt Sportförderung ist ein wichtiges Ziel von Lotto Baden-Württemberg. Die Erträge aus den staatlichen Lotterien fließen zum Großteil in den Wettmittelfonds des Landes, durch den der Sport, Kultur, Denkmalpflege und Soziales unterstützt werden. Seit Gründung der Staatlichen Toto-Lotto GmbH im Zuge der Einführung des Fußball-Totos 1948, sind rund 3 Mrd. Euro in den Spitzen- und Vereinssport geflossen.

Durchstarten mit Top-News: Im ARAG Sport-Newsletter finden Sie regelmäßig Neuigkeiten und spannende Infos, die Ihren Verein oder Verband nach vorn bringen.

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