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TR IKOTTAG BW

Am 13. Mai heißt es wieder: Farbe bekennen für Leidenschaft, Zusammenhalt und Gemeinschaft im Vereinssport! LSVBW und Sportbünde rufen zur Teilnahme am Trikottag BW auf.

REKORD!

Im dritten Jahr in Folge hat der Badische Sportbund Freiburg die Grenze von einer Million Mitgliedschaften überschritten. Die Steigerung gegenüber 2025 beträgt über 2 Prozent.

SPORT IM GANZTAG

Der BSB bietet in den nächsten Monaten drei Informationsveranstaltungen zum Thema „Sport im Ganztag – Chancen für Vereine“ an: 16. Mai Steinbach, 13. Juni Lörrach, 4. Juli Konstanz.

Grafik: WLSB / LSVBW

Und eine sehr,

spielst für Fans, und Talente. Du Teams sehr frühe Rente.

MEHR ZUR FÖRDERUNG

AUF LOTTO-BW.DE

Die Lotterien von Lotto Baden-Württemberg: für alle ein Gewinn. Denn ein Teil des Spieleinsatzes der Lotterien wird verwendet, um Vereine und deren Sportstätten zu unterstützen. Pro Jahr kommen so fast 60 Millionen Euro für den Spitzenund Breitensport in Baden-Württemberg zusammen.

Synergien für den Sport

Auf der großen öffentlichen Bühne fand im März die Landtagswahl BadenWürttembergs statt. Hinter verschlossenen Türen verlaufen, während diese Zeilen entstehen, die Gespräche zwischen den potenziellen Koalitionspartnern zur künftigen Gestaltung der politischen Arbeit im Land. Es ist auch für den organisierten Sport eine hochspannende Phase. Denn die Vereinbarungen zur kommenden Legislaturperiode bestimmen die Entscheidungs- und Arbeitsprozesse und damit ganz konkret die Sportentwicklung in Baden-Württemberg. Traditionell wird die Sportpolitik in Baden-Württemberg im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport verantwortet und mitgestaltet. Damit einher geht eine enge fachliche und administrative Verzahnung von Vereinssport und Schulsport. Ein Blick über den Tellerrand zeigt jedoch, dass der Sport auch an anderer Stelle verankert werden kann, zum Beispiel wie zuletzt auf Bundesebene direkt im Bundeskanzleramt. Entscheidend für eine Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit für den Sport im Land ist aus Sicht des Landessportverbands vor allem eins: Dass die Synergien, die aus einer Verzahnung von Vereins- und Schulsport entstehen, auch zukünftig Entfaltung finden können – mithilfe gebündelter Strukturen, Steuerung und Verantwortung. Denn die ersten Impulse für Engagement und Erfolge im Sport finden häufig in der Schule statt. Zugleich sind Schulen bei der Gestaltung ihres außerunterrichtlichen Angebots ohnehin auf die Vernetzung mit Sportvereinen angewiesen.

Politik und Sport in Baden-Württemberg haben gemeinsam zahlreiche Projekte und Strukturen etabliert, die auf eine ganzheitliche Betrachtung von Sport, Spiel und Bewegung sowie Bildung einzahlen. Beispielhaft nenne ich die Landesprogramme „Kooperation Schule/KiTa-Sportverein“, „Jugend trainiert“, „Eliteschulen des Sports“, „Schau mal, was ich kann!“ – oder die Sportangebote im Ganztag umgesetzt durch Sportvereine. Sie alle zeigen, dass der Sport im Verein und der Sport in der Schule, ob im Unterricht oder anschließend, weiterhin gemeinsam geplant und umgesetzt werden sollten. Eine organisatorische Abspaltung des Schulsports von den übrigen Sportbereichen würde eng verzahnte Strukturen auflösen. Im LSVBW freuen wir uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit den alten und neuen Akteurinnen und Akteuren der Politik. Als erster Ansprechpartner bringen wir uns mit unserer Stimme und Expertise dafür ein, dass der so erfolgreiche Weg der Sportentwicklung weiter ganzheitlich gedacht und beschritten wird. So wie zuletzt beim Abschluss des Solidarpakts Sport V, den LSVBW und Politik gerade erst vor der Landtagswahl miteinander besiegelt haben.

Jürgen Scholz

Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg

12 | BSB Freiburg

4 | Forschungsergebnisse zum nachhaltigen Nachwuchsleistungssport

6 | REDs: Warnsignale und Anlaufstellen

7 | Malaika Mihambo über ihr Engagement im Sport

8 | Trikottag BW am 13. Mai

9 | Para Judoka Nikolaj Kornhaß: „Die eigene Motivation entscheidet“

10 | Sportmoor für regionalen Klimaschutz | Claus-Peter Bach wird Ehrenpräsident

11 | Projektförderung Erasmus+ Sport | Dank Lotto BW

12 | Erneut über eine Million Mitgliedschaften!

13 | „Wundine on Wheels 3“ –erfolgreich in Vörstetten

14 | Sportmedizinisches Symposium war erneut ein voller Erfolg

16 | IdS-Botschafter Saeid Fazloula zu Gast in Freiburg

17 | Drei Informationsveranstaltungen „Sport im Ganztag“

19 | Jetzt für „Sterne des Sports“ bewerben

20 | OSP e. V. zieht positive Bilanz

21 | Japanische Trainingspartner zu Gast am OSP in Freiburg

22 | Am 13. Mai: Bundesweiter Trikottag –Mitmachen und Foto einsenden

23 | Workshop für Jubiläumsvereine in Maulbronn

23 | Martin Frenk 70 Jahre alt geworden

24 | Prof. Gerhard Geckle: Thema Umsatzsteuer bei Mitgliedsbeiträgen

25 | Wichtige BSB-Termine 2026

26 | BSB-Geschäftsstelle auf einen Blick

27 | ARAG Sportversicherung informiert

28 | Vereinsmanager-Ausbildung –das läuft in diesem Jahr

30 | Noch freie Termine auf dem Herzogenhorn

32 | Infos von der Sportschule Baden-Baden Steinbach

34 | Neues aus den Verbänden

38 | Die Badische Sportjugend Freiburg informiert

42 | Kolumne Kirche + Sport / Impressum

Reinschauen ins Bildungsprogramm der Sportschule Steinbach

Interesse an Aus- oder Fortbildungen des BSB? Dann reinschauen ins Bildungsprogramm der Badischen Sportschule Baden-Baden Steinbach. Die komplette Broschüre ist auch auf www.sportschule-steinbach.de einsehbar.

Wie kann nachhaltiger

Nachwuchsleistungssport gelingen?

LSVBW präsentiert Ergebnisse des internationalen Forschungsprojekts STEPS

Die Gestaltung von nachhaltigen Rahmenbedingungen für den Leistungssport zählt zu den zentralen Prämissen der Sportförderung im Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) – insbesondere hinsichtlich der Begleitung von Heranwachsenden auf ihrem Weg in die Spitze. Auch beim Spitzensport Symposium Ende März in Stuttgart nahm dieses Thema mit der Präsentation aktueller Forschungsergebnisse einen großen Raum ein. Prof. Dr. Stefan Grau, LSVBW-Wissenschaftskoordinator und Organisator des Symposiums, fasst die wesentlichen Erkenntnisse für die Leser von SPORT in BW zusammen.

Die Entwicklung junger Athletinnen und Athleten* ist ein komplexer Prozess, der von vielfältigen physiologischen, psychologischen und sozialen Faktoren beeinflusst wird. Sportverbände stehen in der Pflicht, die Qualität von Nachwuchsleistungssportprogrammen zu sichern, Athleten – insbesondere Minderjährige – zu schützen und nachhaltigere Entwicklungsumwelten zu schaffen. Hierfür ist es unabdingbar zu wissen, welche Erkenntnisse über Hindernisse und über Förderfaktoren für die (Leistungs-)Entwicklung, Gesundheit und das Wohlbefinden von Nachwuchsathleten erforscht sind. Nur auf dieser Basis können Schlüsselindikatoren abgeleitet werden, wie Nachwuchsleistungssport nachhaltig gestaltet werden kann. Diesen Zielen ist das Projekt STEPS nachgegangen.

Insgesamt konnten elf Schlüsselindikatoren für eine nachhaltige Entwicklung des Nachwuchsleistungssports aus der bestehenden Literatur abgeleitet werden, die die Gesundheit von Athleten, ihre (Leistungs-)Entwicklung sowie ihr Entwicklungsumfeld betreffen.

Ebene der Athleten

Drei Schlüsselindikatoren ergaben sich auf der Athletenebene. Erstens: die Vorbereitung von Athleten auf körperliche und psychosoziale Anforderungen. Dazu zählen neben vielfältiger Sporterfahrung und schrittweiser Spezialisie-

* aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Textverlauf die männliche Version verwendet, gemeint sind immer alle Geschlechter.

Zielstrebigkeit, positive Einstellung, Prioritäten setzen) sowie Resilienz im Umgang mit Stress, Verletzungen oder Rückschlägen. Zweitens: Der Gesundheitszustand und die Lebensgewohnheiten von Athleten (z. B. ausreichend Schlaf und ausreichende und richtige Energiezufuhr) erwiesen sich als zentral. Drittens spielen außergewöhnliche und ausgewogene sportliche Fähigkeiten sowie eine ausgewogene Athletenidentität eine Rolle.

Umfeld

Ebenfalls drei Schlüsselindikatoren für eine nachhaltige Entwicklung im Nachwuchsleistungssport konnten für das Umfeld der Athleten abgeleitet werden. Erstens: die Trainingsphilosophie, Kompetenzen von Trainerinnen und Trainern* und Trainingssteuerung. Als förderlich erwiesen sich ein hochwertiges Training (individuell, altersgerecht, abwechslungsreich –auch in anderen Sportarten; mit Monitoring der Trainingsentwicklung), ein ganzheitlicher Zugang  B individuelle Bewertung von Tests und Fähigkeiten, Unterstützung dualer Karriere) sowie Fähigkeiten und Qualifikation des Trainers zur strategischen und ganzheitlichen Entwicklung von Athleten. Dazu zählen beispielsweise der Aufbau von Vertrauen und positive soziale Nor-

men, Strategien zur Gewährleistung von physischer und psychischer Sicherheit, die Unterstützung der Integration von Athleten in Familie und Schule sowie die Offenheit der Trainer für holistische Entwicklung. Zweitens, sind hinsichtlich der Beziehung von Sportlerinnen und Sportlern* zu zentralen Bezugspersonen die Unterstützung der Familie bzw. Eltern sowie Vorbilder, Peer Kontakt und Erfahrungsaustausch mit älteren Athleten hilfreich. Drittens, ist das Wissen von und die Kommunikation mit Fachunterstützungspersonal  B Freunde) wichtig; es sollte qualifiziert sein, unterstützen, sich um die Athleten kümmern und miteinander kommunizieren.

Organisation des Sports

Drei Schlüsselindikatoren wurden für die Organisation des Sports ermittelt. Erstens, Förderkonzepte und organisationale Förderprogramme für Athleten. Diese Förderkonzepte sollten athletenzentriert, langfristig und ganzheitlich ausgelegt sein und Athleten und Trainer in die Karriereplanung und -entwicklung einbinden. Dabei spielen auch Karriereentwicklungspläne und die Koordination von Sport und Schule sowie unterstützende Gesundheitsprogramme eine wichtige Rolle. Zweitens, sind die Kultur, die Struktur und die Ressourcen der

Stationen der Karriere von Ringer Frank Stäbler: vom vielfachen Deutschen Jugendmeister zu drei WM-Goldmedaillen und Olympia-Bronze 2021. Als Keynote-Speaker gibt er jetzt seine Erfahrungen aus 25 Jahren Leistungssport weiter.

Verantwortliche Forscher

Zum Projekt

Astrid Schubring ist Professorin für Soziologie des Sports und leitet seit April 2023 die Abteilung Sportsoziologie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Von 2014 bis 2023 war sie an der Universität Göteborg in Schweden tätig.

Organisation so zu gestalten, dass sie ein auf Zusammenarbeit ausgerichtetes Fördersystem bilden (z. B. klare Organisationsstruktur mit qualifiziertem ehrenamtlichen Vorstand und bezahltem Personal, breite Basis von Nachwuchsteams mit qualifizierten Trainern, nachhaltige und umfassende Unterstützung für Trainer, gute Zusammenarbeit von Trainerteams, duale Karriereunterstützung durch Bildungseinrichtungen). Auch die Zusammenarbeit des Nachwuchsbereichs mit dem der Erwachsenen sowie ausreichende materielle und finanzielle Ressourcen wurden als förderlich für eine nachhaltige Entwicklung befunden. Schließlich sind drittens die Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten für unterstützendes Personal wichtig, hier vor allem qualifiziertes Personal in den Förderstrukturen (z. B. pädagogische Mitarbeitende, Leitung und Mitarbeitende in Sportschulen bzw. an Stützpunkten).

Stefan Grau ist seit Januar 2024 Professor für Biomechanik und Bewegung am Universitätsklinikum Tübingen (Abteilung Sportmedizin) und Wissenschaftskoordinator für den LSVBW. Von 2013 bis 2023 war er Professor an der Universität Göteborg in Schweden.

Gesellschaft

Für einen nachhaltigen Nachwuchsleistungssport konnten auch gesellschaftliche Schlüsselindikatoren festgestellt werden. Erstens, die historische, geografische und lokale Einbettung von Organisationen, welche die Verfügbarkeit von Fördermitteln oder die medizinische und sportwissenschaftliche Unterstützung für den Spitzensport junger Menschen beeinflussen können. Der zweite Indikator umfasst die sozioökonomische Situation von und die gesellschaftlichen Erwartungen an Jugendliche.

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sprüchlichen Idealen zwischen Gesellschaft, Spitzensport und Jugendkultur und somit ein mögliches gesellschaftliches Hindernis für nachhaltigen Spitzensport. Darüber hinaus kann der sozioökonomische Hintergrund der Eltern den Zugang von Jugendlichen zu Sportvereinen erschweren, und auch ein inaktiver Lebensstil im Jugendalter kann zu einer gesellschaftlichen Barriere werden.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Entwicklung eines nachhaltigen Nachwuchsleistungssports einen ganzheitlichen sozioökologischen Ansatz erfordert. Er muss die Vorbereitung von Athleten, die zwischenmenschlichen Beziehungen, Organisationsstrukturen und gesellschaftlichen Bedingungen miteinander verbinden. Zudem sind strategische Fördermaßnahmen (z. B. zur Verletzungsprävention, zur professionellen Trainer-Weiterbildung und zur Etablierung langfristiger Förderstrategien) zu gestalten, und zwar in Zusammenarbeit zwischen Sportorganisationen und Hochschulen. Es gilt sicherzustellen, dass die Strategien forschungsbasiert, kontextbezogen, im Vereinsalltag umsetzbar und in der Praxis nachhaltig sind. q Stefan Grau

Das Projekt STEPS (Advancing Sustainable Youth Performance Sport) verfolgt das Ziel, die Bedingungen der Förderung eines nachhaltigen Nachwuchsleistungssports zu erforschen und in der Zusammenarbeit mit Sportorganisationen dessen Umsetzung zu erproben. Es wurde 2022 bis 2023 von der Universität Göteborg (Schweden) gefördert. Entstanden ist ein transdisziplinäres Netzwerk, bestehend aus Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen aus mehreren Ländern, Vereinen, Sportverbänden und Organisationen in Schweden sowie Nachhaltigkeitsexperten der Universität Göteborg. Unter der Leitung von Prof. Astrid Schubring (Universität Göteborg & Deutsche Sporthochschule Köln) wurden über zwei Jahre Inhalte und Konzeption zur Erforschung der Thematik entwickelt. Die Umsetzung wird seit 2024 von Prof. Astrid Schubring und Prof. Stefan Grau (Universitätsklinik Tübingen & Universität Göteborg) begleitet.

Mehr Informationen zum Projekt:

Vorgehen

Neben Dialogtreffen und Symposien zum Wissensaustausch wurde eine systematische weltweite Literaturrecherche in unterschiedlichen Datenbanken durchgeführt. Ziel war es Studien aufzuspüren, die wissenschaftliche Erkenntnisse zu Förderfaktoren und Barrieren von (sozial) nachhaltigem Nachwuchsleistungssport lieferten. Insgesamt wurden 118 Artikel in die Analyse eingeschlossen, die Forschungsergebnisse zu Athleten, dem A  B E zinisches Betreuungspersonal), der Organisation des Sports (z. B. Sportverbände, Sportakademien) und der Gesellschaft, in der der Sport angesiedelt ist, beschrieben haben. Für jede dieser vier Ebenen wurden aus den Befunden thematische Nachhaltigkeitsindikatoren entwickelt.

i|Kontakt

Für Rückfragen zum Projekt steht Prof. Stefan Grau als Ansprechpartner zur Verfügung: stefan.grau@med.uni-tuebingen.de

Fotos: privat (1), Picture Alliance (2, 3, 4)
Foto: Privat
Foto: Privat

REDs im Leistungssport – was tun?

Interdisziplinäres Betreuungsangebot für Kadersportler in Baden-Württemberg

Eines der am intensivsten diskutierten Themen im Rahmen des Spitzensport Symposiums in Stuttgart war Ende März das Relative Energiedefizit-Syndrom (REDs) – eine vielschichtige Erkrankung, die vermehrt im Spitzensport zu beobachten ist und schwerwiegende langfristige Folgen haben kann. In Zusammenarbeit mit Dr. Christine Kopp vom Universitätsklinikum Tübingen fassen wir zentrale Fakten zu REDs zusammen und listen auf, wo Betroffene Hilfe finden können.

Ursachen

Wenn ein Körper über einen längeren Zeitraum mehr Energie verbraucht, als ihm über die Nahrung zugeführt wird, entsteht ein relatives Energiedefizit. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft besteht der Wunsch, durch den Sport oder für den Sport Gewicht zu verlieren, was ein ungesundes Essverhalten zur Folge haben kann. Auslöser sind Fehlinformationen oder falsche Vorbilder, die häufig auf Social-Media-Nutzung zurückzuführen sind. Aber auch das Trainingsumfeld und das private Umfeld können falsche oder überholte Vorstellungen vermitteln.

Warnsignale

Die Symptome sind so vielfältig wie die Ursachen. Sie reichen von Konzentrations- und Schlafstörungen über verringerte Trainingserfolge, gehäufte Infekte und einen verlangsamten Herzschlag bis hin zu Ermüdungsbrüchen, Inkontinenz und Wachstumsverzögerungen. Bei weiblichen Sportlerinnen kann die Regelblutung aussetzen oder gar nicht erst eintreten.

Handeln

Grundsätzlich gilt: Je früher gehandelt wird, desto besser! Ein chronischer Krankheitsverlauf, die Entwicklung einer schwerwiegenden Essstörung und die Notwendigkeit jahrelanger Therapie können so im besten Fall verhindert werden. Bei Verdacht auf eine Erkrankung an REDs wird empfohlen, schnellstmöglich ärztlichen Rat und ärztliche Hilfe zu suchen.

Behandlung

Die Behandlung von REDs erfolgt im Optimalfall interdisziplinär unter Einbeziehung von Spezialisten aus den Bereichen Innere Medizin, Gynäkologie, Endokrinologie, Psychologie, Psychotherapie und Ernährungsberatung. Der erste Schritt besteht im Ausgleichen des Energiedefizits. Es folgen je nach Ausprägung

Universitätsklinikum

Olympiastützpunkt

OSP Rhein-Neckar

UK Heidelberg

OSP Stuttgart

UK Tübingen UK

OSP Freiburg-Schwarzwald

Freiburg

des Krankheitsbilds individuelle, oft interdisziplinäre Therapien. Das Ziel ist neben der Gesundung auch die Erhaltung der Sporttauglichkeit der Patienten.

Prävention

Sensibilisierung und Wissensvermittlung durch frühzeitige Schulungen sowohl für die Sportlerinnen und Sportler als auch für ihr Umfeld – besonders Eltern und Trainer – sind das wirksamste Mittel, um einer Erkrankung an REDs vorzubeugen. Mit sensiblem Coaching sowie der Warnung vor Fehlinformationen insbesondere in Social Media können die Sportler geschützt werden. Für ein besseres Verständnis von gesunder Ernährung hilft eine alters- und leistungsgerechte Ernährungsberatung.

Anlaufstellen

Unter anderem an den vier Unikliniken BadenWürttembergs stehen Ansprechpartner für die REDs-Behandlung zur Verfügung. Eine Beratung und eine Vermittlung an die medizinischen Experten erfolgt für Kadersportlerinnen und -sportler auch an den Olympiastützpunkten. Am Universitätsklinikum Tübingen können Kaderathleten auf das deutschlandweit erste interdisziplinäre Beratungs- und Behandlungsangebot für REDs zurückgreifen. Sie haben dort auch die Möglichkeit, freiwillig an einer dreijährigen Registerstudie teilzunehmen, die ein engmaschiges Monitoring beinhaltet. Aus diesem sollen Ableitungen für eine noch bessere Früherkennung, Behandlung und Prävention getroffen werden. q Silke Bernhart

Kontakte

Universitätsklinikum Freiburg

Prof. Dr. med. Johana Kubosch johanna.kubosch@uniklinik-freiburg.de

Universitätsklinikum Heidelberg

Prof. Dr. med. Birgit Friedmann-Bette birgit.friedmann-bette@med.uni-heidelberg.de Dr. Theresa Betz theresamaria.betz@med.uni-heidelberg.de

Universitätsklinikum Tübingen

Dr. Christine Kopp sportmed@med.uni-tuebingen.de

Universitätsklinikum Ulm

Leonie Fink leonie.fink@uniklinik-ulm.de

Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald Adelheid Morath adelheid.morath@osp-freiburg.de

Olympiastützpunkt Rhein-Neckar birgit.friedmann-bette@med.uni-heidelberg.de theresamaria.betz@med.uni-heidelberg.de

Olympiastützpunkt Stuttgart info@osp-stuttgart.de sportmed@med.uni-tuebingen.de

Informationen zur REDs-Registerstudie

Dr. Daniel Haigis daniel.haigis@med.uni-tuebingen.de

Zur Person

Dr. Christine Kopp ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, Sportmedizin und Ernährungsmedizin und Oberärztin am Universitätsklinikum Tübingen. Schon seit 25 Jahren betreut sie Kaderathletinnen und -athleten unterschiedlicher Sportarten. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen hat sie in Tübingen die deutschlandweit erste und bisher einzige interdisziplinäre REDsAnlaufstelle aufgebaut.

Foto: UK Tübingen

Gemeinsam den KlimaHandabdruck vergrößern

Malaika Mihambo und ihr Engagement für Nachhaltigkeit im Sport

Malaika Mihambo jagt längst nicht mehr nur Medaillen und Rekorde, sie setzt sich auch für Nachhaltigkeit im Sport und die nachfolgenden Generationen ein. Im Interview verrät die Weitsprung-Olympiasiegerin, warum es ihr so wichtig ist, einen großen „Klima-Handabdruck“ zu hinterlassen – mit vielfältigem Engagement für nachhaltige Botschaften, Initiativen und Projekte. Als Botschafterin von KILANA® unterstützt sie ein Programm des Badischen Leichtathletik-Verbandes, das mit dem LSVBW-Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde.

Malaika Mihambo, Sie engagieren sich als KILANA-Botschafterin für ein Programm, das Grundschulkindern abwechslungsreiche Ferientage voller Bewegung, Naturerfahrung und Gemeinschaft ermöglicht. Was hat Sie dazu motiviert?

Dieses Projekt verbindet genau die zwei Themen, die mir sehr am Herzen liegen: Leichtathletik und Nachhaltigkeit. Ich finde es schön, diese miteinander zu verknüpfen und zusammen zu denken. Dadurch können viele Synergien entstehen. Bewegung ist für Kinder unheimlich wichtig. Leider reichen die Sportstunden in den Grundschulen meist nicht aus, um Bewegungsdefizite der Kinder auszugleichen. Dabei werden gerade im Grundschulalter wichtige Grundlagen für die Bewegungsentwicklung gelegt – und zugleich für den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt.

Wie kann insbesondere der Sport das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken?

Es ist wichtig, dass wir immer wieder neue Wege finden, uns Gedanken über Nachhaltigkeit zu machen und diese in unseren Alltag zu integrieren. Der Sport ist ein Weg – auch wenn er noch nicht allzu oft gegangen wird. Er eignet sich ideal dafür, besonders den gesundheitlichen Aspekt von Nachhaltigkeit aufzugreifen: Wenn Kinder in der Leichtathletik oder in anderen Sportarten in Bewegung kommen, lernen sie parallel dazu, einen Grundstein für die Zukunft zu legen – wie man besser miteinander und mit der Umwelt umgeht. Das mitzugeben ist mein Ziel.

Wann sind Sie selbst auf das Thema Nachhaltigkeit und Umwelt aufmerksam geworden?

In meiner Grundschulzeit war ich Mitglied einer Umweltgruppe, von der ich viel mitnehmen konnte. Dieses Angebot gibt es allerdings nicht an allen Schulen. Daher finde ich es wichtig, dass wie im Beispiel von KILANA Ideen umgesetzt werden, aus denen die Schulen eigene Projekte entwickeln und in den Schulalltag integrieren können.

Sie studieren parallel zu Ihrer sportlichen Karriere Umweltwissenschaften. Wie lässt sich Ihr Wissen aus Ihrem Studium auf Ihr Leben als Leistungssportlerin übertragen?

Im Hinblick auf den internationalen Wettkampfkalender ist nachhaltige Planung schwierig. Aber die Hallensaison bestreite ich schon seit vielen Jahren so gut wie nur in Deutschland. Zu diesen Wettkämpfen fahre ich mit der Bahn oder in Fahrgemeinschaften. Das ist ein Weg, auf dem ich persönlich etwas machen kann. Natürlich würde ich mir wünschen, dass sich das grundsätzlich so gestalten lässt. Die Leichtathletik ist jedoch eine Sportart, die global betrieben wird, weite Reisen lassen sich nicht gänzlich vermeiden. Gleichzeitig wäre es schön, wenn auch in der internationalen Wettkampfplanung noch stärker darauf geachtet würde, Reisewege möglichst sinnvoll zu bündeln und Meetings so zu planen, dass der globale ökologische Impact geringer wird. Da liegt nicht alles in der Hand der Athletinnen und Athleten, sondern auch bei Verbänden, Veranstaltern und Meetingdirektoren. Mir geht es zusätzlich aber auch darum, wie man seinen Klima-Handabdruck groß machen kann – das kommt mir oft zu kurz.

Was versteht man unter dem Klima-Handabdruck?

Beim Fußabdruck geht es darum, ihn möglichst klein zu halten. Den Handabdruck möchte man möglichst groß machen. Das heißt: Wie kann ich mich mit anderen Menschen zusammenschließen, um mehr zu erreichen, als ich es alleine könnte? Das betrifft viele Ebenen: Wie kann ich mich mit Impulsen in die Nachhaltigkeitskultur meines Arbeitgebers einbringen? Wie kann ich für nachhaltige Ernährung sensibilisieren? Wie kann

ich in meinem Umfeld Denkprozesse oder Projekte anstoßen?

Ich begleite das Programm KILANA mit meiner Uni durch eine Forschungsarbeit. Auf diesem Weg versuche ich, viel zu lernen und zu schauen, wie man Erkenntnisse in die Anwendung und an die Menschen bringen kann.

In Ihrem Verein „Malaikas Herzsprung“ setzen Sie sich darüber hinaus für benachteiligte Kinder ein, ermöglichen ihnen zum Beispiel eine Vereinsmitgliedschaft. Wie kam es dazu?

Der Verein ist 2020 recht kurzfristig während Corona entstanden. Zuerst war es ein OnlineProjekt, dann haben wir es weiterentwickelt zu einem Verein. Es war klar, dass ich nicht mehr selbst jeden Tag Kurse geben kann. Wichtig war mir, dranzubleiben an dem Ziel, Kinder zu bewegen oder ihnen Bewegung zu ermöglichen.

Sie sind Olympiasiegerin, haben Gold und Silber bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen. Was treibt Sie noch an?

Ganz einfach die Frage: Wie weit kann ich noch springen? Was kann ich noch erreichen? Kann ich meine Grenzen weiter verschieben? Ich empfinde den Leistungssport als ein schönes Feld, das einen immer fordert, an sich selbst zu arbeiten. Zum anderen begeistert mich noch immer das Soziale am Sport und die Gemeinschaftlichkeit. Dafür setze ich mich gerne ein, indem ich meine Plattform als Sportlerin nutze. Über Emotionen, gemeinsame Projekte und Spaß an der Bewegung möchte ich Menschen verbinden. q Das Gespräch führte Klaus-Eckhard Jost.

Malaika Mihambo beim Auftakt von KILANA –Kinderleichtathletik und Nachhaltigkeit. Foto: BLV
Foto: Albus GmbH

Vereinssport feiern beim Trikottag BW

Am 13. Mai wird der Alltag im Outfit des eigenen Vereins gelebt

Ob bei der Arbeit, beim Einkaufen, im Garten oder an der Uni – beim Trikottag am 13. Mai setzen Vereinsmitglieder in ihren Lieblingstrikots ein Zeichen für den Vereinssport. Mit kreativen Fotos können Sportvereine attraktive Preise gewinnen.

Die Alltagskleidung bleibt im Schrank, das Vereinsoutfit wird zum Businesslook: Am Trikottag sind die 4,3 Millionen Vereinsmitglieder in Baden-Württemberg aufgerufen, ihre Leidenschaft für den Vereinssport zu feiern! Einen Tag lang tragen sie Trikot, Trainingsanzug oder Vereinsshirt in der Öffentlichkeit und verwandeln sie in einen bunten Fanclub des Vereinslebens. Abseits der Sportplätze und Hallen wird so die Arbeit der Vereine sichtbar und gezeigt, wofür der Vereinssport steht: Zusammenhalt, Respekt, Gemeinschaft und natürlich jede Menge Spaß an der Bewegung.

Emma Weiß

Sportart: Ski Freestyle, Aerials

Verein: Freestyle Club Zollernalb

Mein Trikot ist für mich… … das Zeichen, dass ich wieder zeigen darf, woran ich mein Leben lang gearbeitet habe. Mein Verein… … ist für mich Heimat, Heimatverbundenheit und auch ein Rückhalt zuhause. Mein außergewöhnlichster Ort im Trikot war… … der schönste Ort: Livigno, bei den Olympischen Spielen dieses Jahr. In den Alpen, teilweise schönes Wetter und meine ganze Familie da, das war für mich schon sehr außergewöhnlich.

Foto machen und Preis gewinnen

Anlässlich des Trikottags gibt es für Sportvereine erneut einen Fotowettbewerb. 30 Fotos vom Alltag im Vereinslook werden mit sportlichen Preisen im Gesamtwert von 15.000 Euro belohnt. Die Sportvereine können sich mit neuen Sportgeräten von BENZ Sport eindecken, individuelle Trikots und Shirts bei Inchez designen lassen oder erhalten Geld für ihre Vereinskasse.

Zur Teilnahme am Wettbewerb müssen die Fotos bis einschließlich 19. Mai eingereicht werden. Unter allen Einsendungen werden sowohl die besten Fotos prämiert als auch Gewinner ausgelost. Je mehr kreative Fotos von einem Verein eingereicht werden, desto größer die Gewinnchance. Es gibt also viele gute Gründe, am Trikottag aktiv zu werden und gemeinsam den Vereinssport zu feiern! Und bis es soweit ist, verraten

Michael Gladjuk

Sportart: Trampolinturnen

Verein: TV Nellingen

Mein Trikot ist für mich…

… meine Wohlfühlzone, in der ich meine Leistungen abrufen kann.

Mein Verein…

… bedeutet für mich Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und Vertrauen. Alle Vereinsmitglieder sollten am Trikottag mitmachen…

… damit wir ein Zeichen für Hilfsbereitschaft und Vertrauen in Deutschland setzen.

i|Info

Der „Trikottag BW“ ist eine gemeinsame Aktion des Landessportverbands Baden-Württemberg, des Badischen Sportbunds Freiburg, des Badischen Sportbunds Nord sowie des Württembergische Landessportbunds – unterstützt von Lotto BadenWürttemberg und ARAG.

Weitere Informationen und die Möglichkeit Bilder einzureichen auf www.trikottag-bw.de

drei unserer baden-württembergischen Spitzenathleten, was ihr Trikot für sie so besonders macht.

Lucas Lazogianis

Sportart: Ringen

Vereine: SG Weilimdorf (Heimatverein) und ASV Schorndorf (Ligakämpfe)

Mein Trikot ist für mich… … wie eine Art Arbeitskleidung beziehungsweise Uniform.

Meine Vereine… … sind für mich wie eine zweite Familie. Mein außergewöhnlichster Ort im Trikot war… … in Finnland, da sind wir direkt nach dem Training mit unseren Trikots in einen See gesprungen.

Foto: Privat
Foto: Privat
Foto: Bianca Heinzelbecker

Die eigene Motivation entscheidet

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn ich Ihnen eine Botschaft mitgeben möchte, dann wie viel Energie selbstgesetzte Ziele freisetzen können. Am meisten Spaß hatte ich beim Para Judo, als niemand an meine Qualifikation für die Paralympischen Spiele 2024 glaubte – ich aber unbedingt nach Paris wollte. Dabei hatte ich bis zu meinem Abitur nie vor, Leistungssport zu betreiben. Schon als Kind hatte ich viel Freude an Bewegung und habe jeden Tag Sport getrieben. In meinen Heimatvereinen in Gundelfingen hatte ich das Glück, durch eine Mitgliedschaft jeden Sport ausüben zu können. So war ich zeitweise in der Leichtathletik, bin Trampolin gesprungen und sogar mal Radrennen gefahren. Hauptsächlich habe ich Fußball gespielt und parallel dazu mit zehn Jahren auch mit Judo angefangen. Zunächst nur einmal pro Woche, doch je älter ich wurde, desto besser wurde ich im Judo. Also trainierte ich häufiger, um auch mal Kämpfe oder sogar ganze Turniere zu gewinnen. Der Spaß stand für mich dabei im Vordergrund, an Leistungssport dachte ich nicht und von Para Judo hatte ich noch nicht einmal gehört. Erst mit 18 Jahren bestritt ich meine ersten Para-Judo-Kämpfe. Da ich viel Wettkampferfahrung aus dem sehenden Sport mitbrachte, war schnell klar, dass ich Potenzial für internationale Erfolge hatte. Zwar fehlte mir gezieltes Krafttraining, dafür waren mein sportliches Gespür und meine Ausdauer mein Trumpf auf der Matte. Das war der Wendepunkt: Jetzt wollte ich mich voll auf Judo fokussieren. Nach meinem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr habe ich mein Leben daher auf den Sport ausgerichtet. Ich bin nach Heidelberg gezogen, um bei den Bundestrainern Carmen Bruckmann und Stefan Saueressig in einem inklusiven Team zu trainieren. Mein Studium der Sonderpädagogik war dabei eher Nebensache. Damals erhielt ich auch die Förderung der Stiftung OlympiaNachwuchs Baden-Württemberg. Es war für mich sehr besonders, bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in meiner Sportkarriere finanzielle Unterstützung zu erhalten. Gleichzeitig war das für mich auch eine Entlastung bei den Ausgaben des Leistungssports. Ich habe die Förderung der Stiftung daher als große Wertschätzung und Anerkennung meiner Leistung erlebt. Denn in diesen Jahren war für mich schon die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf ein Erfolg. Die Paralympischen Spiele 2016 haben diese Erfahrung ein Stück weit relativiert. Mich hatte niemand auf dem Zettel, aber ich wusste, dass ich eine Medaille erringen kann. Das habe ich auch geschafft und danach verstanden, warum die vier Jahre zuvor alles auf diese Spiele ausgerichtet war. Meine Motivation für die Jahre bis Tokio hatte sich verändert. Ich wurde Europameister, errang den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft und gewann die IBSA World Games. Als Weltranglisten-Erster ging es plötzlich darum, diese Position für die beste Ausgangslage in Tokio zu halten.

Nikolai Kornhaß kämpft für den 1. Mannheimer JC und gewann 2016 Bronze bei den Paralympics. Fotos: picture alliance (Portrait), privat (Aktion).

Bei diesen Spielen war ich auf meinem sportlichen Höhepunkt, fühlte mich so gut wie nie zuvor – und verletzte mich im ersten Kampf. Doch Tokio war für mich trotz des Ausscheidens ein Highlight, denn die Atmosphäre im Geburtsland des Judo war unvergleichlich.

Danach fokussierte ich mich darauf, mein Studium zu beenden, machte mein Referendariat und wurde Vater. Nach einiger Zeit packte mich allerdings doch der Ehrgeiz, an den Spielen in Paris teilzunehmen. Ungeachtet der Dreifachbelastung hatte ich richtig Lust auf Para Judo, denn wie zu Beginn der Karriere ging es in jedem Kampf um alles oder nichts. So schaffte ich trotz äußerer Zweifel die Qualifikation und errang den neunten Platz.

In meiner Tätigkeit am Olympiastützpunkt versuche ich, die Bedeutung dieser inneren Motivation weiterzugeben. Seit Anfang 2025 berate ich Sportler des Landeskaders zur Vereinbarkeit von Schule und Sport. Über diese Position bin ich sehr glücklich, da die jungen Menschen von meiner Erfahrung profitieren können. Ich denke, dass meine Geschichte zwei Dinge zeigt: Zum einen kann man auch spät mit einer bestimmten Sportart starten und es trotzdem in den Leistungssport schaffen. Eine breite Grundlagenausbildung sollten wir als Vorteil und nicht als Versäumnis sehen. Zum anderen kommt es auf die eigene Motivation an, ob ich ein bestimmtes Ergebnis erreiche und als Erfolg werte. Denn unterm Strich zählt vor allem der Spaß am Sport. Ihr

Stif tung

OlympiaNac hw uchs Baden-Würt te mberg

Nikolai Kornhaß profitierte 2014 und 2015 von der Unterstützung der Stiftung OlympiaNachwuchs Baden-Württemberg bei seinen leistungssportbedingten Ausgaben. 2016 gewann der Para Judoka in der Klasse der Sehbehinderten paralympisches Bronze, 2018 wurde er Europameister und WM-Dritter. Heute hat er eine Projektstelle in der Laufbahnberatung des Olympiastützpunkts Metropolregion Rhein-Neckar.

Stand Mai 2026 fördert die Stiftung fast 90 Nachwuchsathletinnen und -athleten und ermöglicht ihnen, ihre sportliche Entwicklung parallel zur schulischen oder beruflichen Ausbildung voranzubringen. Weitere Informationen unter www.stiftung-olympianachwuchs.de

Spende für den regionalen Klimaschutz

Mitglieder des organisierten Sports können sich beim „Sportmoor“ engagieren

Mit dem „Sportmoor Baden-Württemberg“ schafft der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) eine Möglichkeit, gezielt für die Renaturierung eines Moores zu spenden und aktiv in den Klimaschutz zu investieren. Beteiligen können sich Sportbünde, Sportfachverbände, Sportvereine und Vereinsmitglieder.

Erfrischende Luft beim Hockeyspielen, klares Wasser beim Schwimmen und eine grüne Landschaft beim Laufen und Radfahren: Ohne die Natur macht Sport nur halb so viel Spaß. Die Belastung der Umwelt gefährdet attraktives und gesundheitsförderndes Sporttreiben. Sportvereine und ihre Mitglieder haben somit ein ureigenes Interesse, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Gleichzeitig spielt der Sport auch als Vorbild für nachhaltiges Handeln eine wichtige Rolle. In dieser Hinsicht voranzugehen ist das Ziel der LSVBW-Kommission Sport und Umwelt. Daher hat der LSVBW mit dem „Sportmoor BadenWürttemberg“ eine Kooperation mit der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg initiiert. Mit ihrem Klimafonds BW werden seit Februar 2026 Klimaschutzprojekte in Baden-Württemberg mithilfe von Spenden umgesetzt. Der Spender erhält dafür keine CO 2 -Zertifikate, sondern sogenannte Naturprämien. Diese bescheinigen die Wirkungen, die mit den eingesetzten Spendenbeträgen im jeweiligen Projekt pro Quadratmeter erzielt werden. Das Modell wirkt dem Greenwashing entgegen, da die CO 2 -Ein-

sparungen nicht angerechnet werden können. Stattdessen geht es um die direkte Umsetzung in und die Relevanz für Baden-Württemberg.

Renaturierung des „Kugelmooses“

Die Spenden für das „Sportmoor Baden-Württemberg“ verwendet die Klimaschutzstiftung für die Renaturierung des Kugelmooses im Schwarzwald-Baar-Kreis. Dort wirken sie in Form der Fixierung von Treibhausgasen im Boden, der Erhöhung der Biodiversität und der Verbesserung der Wasserqualität. Intakte

Abwicklung

Bis zum 31.12.2026 können Interessierte bei der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg unter dem Stichwort „Sportmoor Baden-Württemberg“ einen beliebigen Betrag spenden. Die Summe der eingezahlten Spenden wird zum Stichtag 31.12.2026 in Naturprämien veröffentlicht. Zum Start der Wiedervernässung im Herbst 2026 besteht die Möglichkeit, das Moor zu besuchen und sich aktiv an Umsetzungsmaßnahmen zu beteiligen.

Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg IBAN DE95 6005 0101 0004 4247 47 BIC/SWIFT SOLADEST600

Moore speichern große Mengen Kohlenstoff, sodass er nicht als klimaschädliches CO 2 in die Atmosphäre gelangt. Viele Moorflächen wurden in der Vergangenheit trockengelegt, um sie zum Beispiel für landwirtschaftliche Zwecke zu nutzen. Damit sie wieder Kohlenstoff speichern können, müssen sie vernässt werden. Insgesamt sind von ca. 45.000 Hektar Moorfläche in Baden-Württemberg mehr als 90 Prozent entwässert, die Renaturierung kann somit in großem Maßstab zu regionalem Klimaschutz beitragen.

Die Wiedervernässung des Kugelmooses wird Ende 2026 von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Forst in Villingen-Schwenningen gestartet. Das Projekt wird auf Basis wissenschaftlicher Leitlinien durchgeführt, die die HfWU zur Umsetzung von Moor-Renaturierungsprojekten entwickelt hat. Die Biodiversitäts- und CO 2 -Wirkungen werden in den ersten 25 Jahren alle fünf Jahre auf der Fläche erhoben und unabhängig verifiziert. q Ulrike Hoffmann

Kontakt

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei Ulrike Hoffmann, Referentin für Sport und Umwelt, u.hoffmann@lsvbw.de und unter www.klimafonds-bw.de

Claus-Peter Bach wird zum Ehrenpräsidenten gewählt

Nach 40 Jahren an der Spitze ist Schluss: Der langjährige Präsident des Rugby-Verbands Baden-Württemberg (RBW) ClausPeter Bach hat sich im April bei der Mitgliederversammlung nicht zur Wiederwahl gestellt. In Anerkennung seines Engagements für die Sportart wurde der 68-Jährige zum RBW-Ehren-

präsidenten ernannt. Zahlreiche weitere Auszeichnungen sowie wertschätzende Worte begleiteten seinen Abschied. Diesen schließt sich, verbunden mit einem großen Dank, auch der Landessportverband BadenWürttemberg (LSVBW) an. Claus-Peter Bach engagiert sich seit 2022 als Vorsitzender

des Präsidialausschusses Leistungssport im LSVBW-Präsidium. Im Badischen Sportbund Nord bringt er sich seit 2010 als LeistungssportVizepräsident ein. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Journalist übte Claus-Peter Bach in den vergangenen Jahrzehnten auch führende Ämter im Deutschen und im Europäischen Rugby-Verband aus. Schon 2009 erhielt er für sein ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. q Silke Bernhart

Ein Moor wie dieses wird mit den Spenden des organisierten Sports renaturiert. Foto: Ines Janas
Foto: LSVBW

Das Ausland ruft mit Erasmus+

Das Programm Erasmus+ Sport ermöglicht Sportvereinen Auslandsaufenthalte, um mit einem internationalen Austausch die Qualität im Breitensport zu stärken. Diese Möglichkeit nutzen einige Mitglieder des Ulmer Boxvereins Olympic Gym, um neue Kontakte in Kroatien zu knüpfen.

Wie laufen die Box-Trainingseinheiten in Kroatien ab? Welche Trainingsinhalte werden in Ulm im Kinder- und Jugendtraining eingesetzt? Und welchen Mehrwert haben die Trainingskonzepte für den jeweiligen Verein? Antworten auf diese Fragen gibt es im Juni bei einer Reise von Mitgliedern des Olympic Gyms Ulm zum Boxclub Fight Gym in der kroatischen Stadt Rovinj. Finanzielle Unterstützung erhält der Ulmer Verein dafür vom Förderprogramm Erasmus+ Sport der Europäischen Union. Dieses richtet sich an Mitarbeitende und Engagierte aus dem Breitensport. Ein Auslandsaufenthalt kann mit bis zu 100 Prozent der Kosten gefördert werden. Im Vordergrund steht das Ziel, die Mobilität engagierten Personals im Sport zu steigern und Vorstandsmitgliedern sowie Trainerinnen und

Trainer im Ausland wertvolle Erfahrungen zu ermöglichen. Sie erweitern ihre Kompetenzen, gewinnen neue Impulse für die eigene Arbeit und stärken die Qualität im Sport nachhaltig. Der Ulmer Boxclub nutzt dafür das sogenannte Jobshadowing. Im Februar waren der Vorsitzende des Olympic Gyms Sanel Dzamdzic und seine Kollegin Sabrina Gottschalk für eine erste Absprache in Kroatien und haben das Besuchsprogramm für die zehn Männer und Frauen zwischen 18 und 51 Jahren abgestimmt. Im Mittelpunkt wird nicht der professionelle Wettkampfsport stehen, sondern der Breitensport und seine Rolle für soziale Teilhabe, Gesundheit und europäische Zusammenarbeit. Ziel ist ein kultureller und sportartspezifischer Austausch, bei dem beide Partner voneinander lernen. Vor Ort werden mehrere gemeinsame Trainingseinheiten absolviert. Auf diese Weise sollen erfolgreiche Trainingsinhalte identifiziert, Defizite erkannt und die Trainingsqualität verbessert werden. Neben fachlichen Themen findet in den neun Tagen auch ein kultureller Austausch statt. Dafür unternehmen die Teil-

Dank Lotto BW!

nehmenden verschiedene gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge, einen Besuch bei der Stadtverwaltung und bei einem Zentrum der italienischen Bevölkerung.

Der Förderantrag für die Reise wurde gemeinsam mit dem LSVBW gestellt und kann auf Deutsch eingereicht werden. Bei Interesse an einem Auslandsaufenthalt können neue Förderanträge bis zum 1. Oktober 2026 gestellt werden, das Projekt wird im ersten Halbjahr 2027 umgesetzt.

i|Kontakt

im LSVBW: Torsten Schnittker, Referent für Grundsatzfragen: t.schnittker@lsvbw.de

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten gibt es unter www.jugendfuereuropa.de/ erasmus-sport

Mit Unterstützung von:

Erneuerung eines Kunstrasenplatzes des FC Bernau im Schwarzwald

Nach einem Vandalismus-Vorfall, bei dem der Kunstrasenplatz des FC Bernau durch Pyrotechnik von Ultras eines ausländischen Fußballvereins beschädigt wurde, musste der Verein den Spielbelag aufwändig sanieren.

Im Januar 2025 versammelte sich eine FanGruppierung eines ausländischen Fußballklubs auf dem frei zugänglichen Vereinsgelände des FC Bernau, um dort mit Trommeln und Gesängen ihr 20-jähriges Bestehen zu feiern. Nachdem es zunächst nach einer friedlichen Feier aussah und dem Vorsitzenden versichert wurde, dass man alles so hinterlassen würde wie es vorgefunden worden war, zündete die Gruppe auf dem Kunstrasen Bengalos und Feuerwerk. Die brennenden Bengalos verursachten erhebliche Schäden. Im Sportplatz wurden Dutzende große Brandlöcher, die den Kunstrasen unbespielbar machten, gefunden.

Der Schaden war immens. Doch der ehrenamtlich geführte Verein wusste sich notgedrungen zu helfen: Durch den symbolischen Verkauf von

Parzellen des neuen Kunstrasens konnte sich jeder, der wollte, ein Stück des neuen Platzes sichern und dem Verein so helfen eine Sanierung zu realisieren. Nachdem der FC Bernau von umliegenden Vereinen, den eigenen Vereinsmitgliedern, dem Badischen Sportbund Freiburg und privaten Personen finanzielle Unterstützung bekam, wurde der sanierte Kunstrasen im Juli 2025 pünktlich zur Meisterschaft der CJunioren während der Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag des Vereins eingeweiht. Der FC Bernau ist mit seinen 529 Mitgliedern im Herren-, Frauen- und Jugendfußball aktiv

vertreten und stellt insgesamt neun FußballTeams. Dank der Sanierung des Spielbelags ist die Fortführung des Fußballs in der Gemeinde mit ihren knapp 2.000 Einwohnern weiterhin gewährleistet.

Das Projekt wird vom Badische Sportbund Freiburg mit 91.780 Euro aus dem Wettmittelfonds des Landes Baden-Württemberg bezuschusst. Die Fördermittel können über den jeweiligen Sportbund beantragt werden.

Sport im Verein ist eben besser. Dank Lotto BW! q Lorenz Wirbser

Neuer Kunstrasenplatz für den FC Bernau. Fotos: Verein
q Torsten Schnittker

Erneut über eine Million Mitgliedschaften!

Zwar sind noch nicht alle Vereine ausgewertet, doch auch in diesem Jahr verzeichnen diese innerhalb des BSB Freiburg über eine Million Mitgliedschaften

Die Bestandserhebung aller 3.108 südbadischen Sportvereine ist noch nicht ganz abgeschlossen – noch immer fehlen einige Nachzügler. Doch eine Tendenz ist deutlich erkennbar: Einhergehend mit einem Mitgliederzuwachs von 2,15 Prozent von 2025 auf 2026 wurde in der A-Meldung die Grenze von einer Million Mitgliedschaften bereits zum zweiten Mal deutlich überschritten.

Selbst wenn man den sehr hohen Anstieg der Mitgliederzahlen beim SC Freiburg bei der 2,15-prozentigen Steigerung bereinigt, so ergäbe sich immer noch ein überproportionaler Anstieg von 1,55 Prozent. Addiert man die Mitgliederzahlen der bei Redaktionsschluss noch fehlenden 69 Vereine aus dem Vorjahr hinzu, so wären im Bereich des BSB ab sofort rund 1.060.021 Personen organisiert.

Bezogen auf deren Größe ist der Anstieg bei den Vereinen mit bis zu 300 Mitgliedern (1.976

Vereine) mit 0,45 Prozent am geringsten, gefolgt von denen von 301 bis 800 Mitglieder (832 Vereine mit 1,87 Prozent) und denen mit 801 bis 2000 Mitgliedern (217 Vereine) mit 2,12 Prozent. Auch ohne den SC Freiburg ist der Anstieg der 15 größten Vereine (über 2000 Mitglieder) mit 1,54 Prozent immer noch beachtlich.

Eine ausführliche bewertende Statistik veröffentlichen wir in SPORT in BW 7/2026. Joachim Spägele

„Wundine on Wheels 3“ – erfolgreich

in Vörstetten

Gelungener Aufenthalt in Vörstetten! Das dritte SchwimmMobil „Wundine® on Wheels“ (WoW) der Josef Wund Stiftung hat seinen Einsatz in Vörstetten erfolgreich hinter sich gebracht!

Seit über einem Jahr ist das SchwimmMobil „Wundine on Wheels 3“ nun schon in den Händen des BSB Freiburg. Nun hat das „Bonsai Bad“ seine fünfte Standzeit erfolgreich hinter sich gebracht.

Nachdem das SchwimmMobil im November 2024 in Emmendingen eingeweiht wurde, meisterte es seinen ersten Einsatz unter BSB-Leitung in Kirchzarten im Frühling 2025 erfolgreich. Den Sommer verbracht die WoW 3 in Bietigheim, im Herbst stand Wundine in Rheinmünster und überwinterte nun in Vörstetten.

Von Dezember 2025 bis Mitte März 2026 stand die WoW 3 vor der Heinz-Ritter-Halle in Vörstetten und ermöglichte über 125 Kindern den Zugang zu Wasser. Wöchentlich kamen feste Gruppen von maximal sechs Kindern zum SchwimmMobil und sammelten dort, mithilfe gut ausgebildeter Übungsleitungen, ihre ersten Erfahrungen mit dem Element Wasser. Ziel der Kurse sind sowohl die Wassergewöhnung als auch die Wasserbewältigung und damit die ersten beiden Stufen des baden-württembergischen Niveaustufenkonzeptes. Insgesamt haben vier Bildungseinrichtungen aus Vörstetten und eine aus Gundelfingen das Angebot der kostenfreien Kurse wahrgenommen. Zudem organisierte auch die Nachbargemeinde Reute drei Gruppen mit Kindern aus deren Bildungseinrichtungen. Des Weiteren wurden Zeitslots öffentlich ausgeschrieben, sodass auch Kinder aus weiteren umliegenden Kommunen die Chance auf einen Kurs im SchwimmMobil hatten. Dies wurde gerne angenommen – 23 wöchentliche Kurse kamen so zustande.

Tolles Engagement

Acht Übungsleitungen aus verschiedenen Vereinen und Institutionen führten die wöchentlichen Kursstunden mit viel Herzblut und Engagement durch und stärkten so die Fähigkeiten und das Vertrauen der Kinder im Umgang mit dem Element Wasser. Die Kurse im rollenden Bonsai-Bad ermöglichen den Kindern jedoch nicht nur das Erlernen erster Bewegungen im Wasser, sondern fördern auch ganz spielerisch eine gesunde Lebensweise und stärken das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden.

Zum Abschluss des Kurses gab es für jedes Kind eine Urkunde, einen Schwimmpass und die niveaustufen-erreichten Seesternchen als Abzeichen. Im Sinne der Nachhaltigkeit gab es zudem eine Auflistung mit passenden Anschlussangeboten umliegender Vereine, sodass die Kinder ihr Gelerntes weiter festigen und ausbauen können. Neben der erfolgreichen Kursdurchführung, dank der engagierten Übungsleitungen, lief auch die Organisation im Vorfeld sowie während der Standzeit ohne weitere Probleme. Alle Beteiligten – von Herstellerfirma und Übungsleitungen, über Bauhof und Hausmeister bis hin zur Reinigungskraft

und Projektkoordination der Gemeinde – waren stets im Einsatz und ermöglichten den Kindern so eine wunderbare Zeit im SchwimmMobil. Gerne möchten wir uns in diesem Rahmen nochmals bei allen beteiligten Akteuren bedanken –ohne diese wäre eine so erfolgreiche Umsetzung nicht möglich gewesen!

Interesse geweckt?

Die WoW 3 wird im Sommer in Bräunlingen eingesetzt und den Kindern im Schwarzwald-BaarKreis das Element Wasser näherbringen. Noch gibt es die Chance, das SchwimmMobil zu sich in die Gemeinde zu holen! Interessierte Kommunen, Grundschulen und Kindertageseinrichtungen können sich ab sofort gerne beim BSB bewerben. Alle wichtigen Unterlagen finden Sie auf unserer Webseite unter www.bsbfreiburg.de/wow3.

Bei Interesse oder weiteren Fragen steht Ihnen die Projektstelle jederzeit gerne zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihre Bewerbung!

Elena Grüner & Julia Willeke wundine@bsb-freiburg.de 0761 15246-32

Elena Grüner
Einen Riesenspaß hatten die Kinder zuletzt in Vörstetten!    Alle Fotos: Elena Grüner

3. Sportmedizinisches Symposium war erneut ein voller Erfolg

Über 40 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung in der Sportschule in Steinbach. Beleuchtet wurden die verschiedensten Aspekte im Leistungs-und Breitensport. Moderiert und zusammengestellt waren die Themen durch Dr. U. Korsten-Reck (1. Vorsitzende Sportärztebund Baden Süd) und Dr. Thomas Kaspar (2. Vorsitzender Sportärztebund Baden Süd)

Dr. Tim Hoenig

Dr. Tim Hoenig vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf referierte zum Thema „Sportverletzungen bei Masterathleten“ und stellte die physiologischen Auswirkungen des Alterns auf den Körper im Kontext von Sport und körperlicher Aktivität dar. Während einerseits berichtet wurde, dass die körperliche Leistungsfähigkeit im Alter abnimmt und Herausforderungen für das muskuloskelettale System entstehen (u. a. Arthrose, Osteoporose, Sarkopenie), betonte der Sportmediziner die positiven Effekte von Sport und erklärte, wie durch gezieltes Training Alterungsprozessen entgegengewirkt werden kann. Ebenfalls wurde durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt, dass Masterathleten eine deutlich bessere körperliche Verfassung haben als Menschen, die sich nicht aktiv bewegen. Wichtig erscheint, dass mit zunehmendem Alter Aspekte wie Balance, Regeneration und Krafttraining an Bedeutung gewinnen.

Dr. Luca Hauser

Dr. Luca Hauser (Sportpsychologe am Nachwuchsleistungszentrum des SC Freiburg) referierte zum Thema „Sportpsychologische Mannschaftsbetreuung im Leistungssport“ und beleuchtete die vielfältigen Handlungsfelder sowie die zentralen Herausforderungen der sportpsychologischen Arbeit im Nachwuchsleistungsfußball. Der Sportpsychologe betonte, dass der Mensch hinter dem Sportler bzw. der Sportlerin das Fundament für eine nachhaltige Entwicklung bildet, und stellte einen ganzheitlichen Ansatz vor, der neben der sportlichen Leistungsfähigkeit auch die persönliche Entwicklung, das Wohlbefinden und die zwischenmenschlichen Beziehungen umfasst. Anhand von Praxisbeispielen wurde verdeutlicht, wie durch gezielte Werte- und Teamarbeit eine leistungsförderliche Atmosphäre geschaffen werden kann. Zudem wurde aufgezeigt, dass die Sportpsychologie in einem interdisziplinären Austausch mit Bereichen wie Medizin, Pädagogik und Athletik steht, um beispielsweise

gemeinsame Workshops zur mentalen und körperlichen Regeneration umzusetzen. Als wesentliche Herausforderungen nannte Dr. Hauser unter anderem die Integration der Sportpsychologie in den engen Zeitplan des Trainingsbetriebs sowie die Überwindung von Stigmatisierungen.

Andrea Stensitzky-Thielemans referierte zu Sportlerernährung – Gibt es Unterschiede zur gesunden Ernährung für Nicht-Sportler?

Ein Vergleich der Ernährungsstrategien und deren Auswirkung auf Gesundheit und Leistung.

Die Ernährung beider Gruppen basiert auf denselben Grundprinzipien, für eine ausgewogene Basis-Ernährung mit einer bedarfsdeckenden Zufuhr von Energie, Makronährstoffen – Proteine, Kohlenhydrate, Fette – und Mikronährstoffen –Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe – für das allgemeine Wohlbefinden und die Gesundheit, jedoch mit unterschiedlichen Prioritäten und Nährstoffmengen.

Für Sportler wird die Ernährung gezielt eingesetzt, um z. B. die sportliche Leistung zu steigern, die Regeneration zu unterstützen und spezifische Trainingsziele zu erreichen.

Die Zufuhr an Energie, Makro- und Mikronährstoffen sowie und der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme (Nährstoff-Timing) und die Anzahl der Mahlzeiten spielen eine größere Rolle in der Ernährung von Sportler als in der Ernährung von Nicht-Sportlern. Für Sportler wird die Zufuhr der Makronährstoffe individuell nach dem jeweiligen Bedarf berechnet. Der jeweilige Bedarf richtet sich z. B. nach dem Zeitpunkt innerhalb der

Saison und nach den jeweiligen Trainings- und Wettkampfanforderungen.

Der im Sport meist höhere Energiebedarf und damit auch Nährstoffbedarf wird automatisch durch den erhöhten Verzehr an Nahrung gedeckt. Für Nicht-Sportler sind die allgemeinen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, DGE e. V. gute Richtwerte, um alle Nährstoffe über die Ernährung zu sich zu nehmen. Für beide Gruppen gilt: Der Genuss und die Freude am Essen dürfen nicht zu kurz kommen!

Prof. Stephan Sorichter Nach einer kurzen Einführung in die Funktion und Arbeitsweise der Atmung erklärt Prof. Sorichter die Anpassungen des Systems an die Höhe. Nachfolgend schildert er praxisnah anhand von mehreren Fallbeispielen das Asthma bronchiale und das Belastungsasthma als die häufigste Ursache für Atembeschwerden bei Sportlern. Diese werden als eine variable und reversible Verengung der Bronchien in Folge einer Entzündung und Überempfindlichkeit der Atemwege definiert. Als wichtige und oft unerkannte Differentialdiagnose wurde die belastungsinduzierte Verengung im Bereich des Kehlkopfs bzw. der Stimmlippen vorgestellt (EILO). Die Diagnostik und Therapie der Erkrankungen wurden dargestellt und auf die Verbotsliste der nationalen Anti-Doping-Agentur NADA hingewiesen, die bei Leistungssportlern insbesondere bei der inhalativen Therapie beachtet werden muss. In eingestreuten Fragerunden konnten die Teilnehmer ihr erlerntes Wissen gleich anwenden.

Referierten in Steinbach, von links: Dr. Thomas Kaspar, Dr. Luca Hauser, Oliver Wrobel, Andrea Stensitzky-Thielemans, Dr. Ulrike Korsten-Reck, Dr. Tim Hönig und Nico Balk. Foto: Sportschule

Dr. Thomas Kaspar

Der Themenkomplex „Leistungsminderung bei Sportlern“ wurde von Dr. Thomas Kaspar und Prof. Stephan Sorichter von kardiologischer respektive pneumologischer Seite betrachtet. Dr. Kaspar stellte zunächst in einem Überblick die verschiedenen Ursachen dar, unter Anderem den Übertrainingszustand, Infektionen, das relativen Energiedefizit-Syndrom (RED-S), bis hin zu kardialen und pulmonalen Erkrankungen. Insbesondere Symptome wie Dyspnoe, als die subjektive Wahrnehmung von Atembeschwerden, thorakale Beschwerden, Rhythmusstörungen, Schwindel oder Bewusstseinsstörungen müssen in der Anamnese erfragt werden, die im Rahmen einer kardialen Erkrankung auftreten können.

Aufgrund der Relevanz des chronischen Koronarsyndroms, früher Koronare Herzkrankheit genannt, als einer der häufigsten kardialen Erkrankungen und die häufigste Ursache für den sportassoziierten plötzlichen Herztod bei Masters-Athleten (> 35 Jahre) ist, wurde diese Erkrankung näher dargestellt. Der diagnostische Weg wurde erläutert, um zur Diagnose zu gelangen. Zum anderen wurde die Myokarditis besprochen, die eine der häufigsten Ursachen für den sportassoziierten plötzlichen Herztod bei jungen Athleten darstellt. Die kardiologische Abklärung umfasst das Ruhe-EKG, die Echokardiographie und Blutuntersuchungen. Zur sicheren Bestätigung ist einer Kardio-MRT notwendig.

Zusammenfassend stellte Dr. Kaspar dar, dass eine Leistungsminderung viele Ursachen haben kann, und die Anamnese der Schlüssel für eine gezielte weiterführende Diagnostik darstellt. Kardiale Erkrankungen sind seltenere Ursache einer Leistungsminderung; sollten allerdings kardiale Symptome vorliegen, muss immer eine spezifische Diagnostik erfolgen.

Nico Balk

Im Rahmen des Symposiums stellte Nico Balk (Masterstudent der Sportuniversität Freiburg) aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Ansätze zum Thema Flexibilitätstraining vor. Im Fokus stand dabei die Frage, wie sich die Range of Motion (ROM) gezielt verbessern lässt und welche zugrundeliegenden Mechanismen dabei eine Rolle spielen.

Anhand aktueller Studien wurde aufgezeigt, dass kurzfristige Verbesserungen der Beweglichkeit häufig weniger auf strukturelle Veränderungen als vielmehr auf eine erhöhte Dehnungstoleranz zurückzuführen sind. Gleichzeitig wurde diskutiert, welche Bedeutung Veränderungen der Steifigkeit für die Leistungsfähigkeit und die Anwendung im Trainingsalltag haben.

Auch Praxisteil

Im anschließenden Praxisteil wurden verschiedene Methoden des Beweglichkeitstrainings erlebbar gemacht. Die Teilnehmenden durchliefen eine strukturierte Einheit, bestehend aus

Elementen des FRC-Systems wie Controlled Articular Rotations (CARs) und PAILs/RAILs sowie klassischen statischen und dynamischen Techniken. Ziel war es, die unterschiedlichen Wirkmechanismen nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern direkt körperlich nachzuvollziehen. Ein besonderes Augenmerk lag in beiden Beiträgen auf der praktischen Anwendbarkeit im Trainingsalltag sowie auf der differenzierten Auswahl von Methoden in Abhängigkeit vom Trainingsziel. Der Beitrag verdeutlichte, dass modernes Flexibilitätstraining weit über klassisches statisches Dehnen hinausgeht und als integraler Bestandteil der Leistungsentwicklung betrachtet werden sollte.

Positives Resumee

Insgesamt wurde die Tagesveranstaltung sehr positiv bewertet und das nächste Symposium im kommenden Jahr schon festgelegt auf den 06.03.2027.

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Deutschland hat mein Leben gerettet!

Filmabend mit IdS-Botschafter

Saeid

Fazloula

Im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ kam der zweifache Olympionike und Silbermedaillengewinner der Asien Games im Kanurennsport, Saeid Fazloula, für eine Veranstaltung nach Freiburg

Ende März kamen im Multimedia-Raum der ActNow-Halle der Freiburger Turnerschaft von 1844 Freiburg Interessierte zusammen, die der Einladung des IdS-Teams des Badischen Sportbundes Freiburg gefolgt waren. Seit vergangenem Jahr ist Saeid Fazloula Botschafter für das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS) in Baden-Württemberg.

Seine Geschichte bewegt die Menschen, weshalb bereits mehrere Dokumentationen mit und über ihn gedreht wurden. Zusätzlich erzählt das Buch „Gegen die Strömung“ von Fazloulas langem Weg aus dem Iran nach Deutschland und zu Olympia.

Nach einer kurzen Begrüßung schauten die Teilnehmenden gemeinsam einen Ausschnitt aus der SWR-Dokumentation „Deutschland hat mein Leben gerettet – der WM-Kanute Saeid Fazloula“ an, welche 2023 gedreht wurde. Die Doku zeigt nicht nur seine Flucht aus dem Iran, sondern auch Fazloulas Neuanfang in einem fernen Land, mit fremder Sprache und neuer Kultur. Sein Ziel, in Deutschland erfolgreich zu paddeln, erkämpfte er sich mit unermüdlicher Willensstärke und

Durchhaltevermögen. Sein Kampfgeist ermöglichte ihm und anderen Geflüchteten, im olympischen Refugee-Team zu starten und zudem auch langfristig in Deutschland ein Leben aufzubauen. Nach der beeindruckenden Dokumentation erzählte Saeid Fazloula persönlich von seinem Weg, inklusive aller Höhen und Tiefen. Seine Geschichte zeigt, wie erfolgreich eine Integration durch den Sport gelingen kann. Sein Verein, die Rheinbrüder Karlsruhe, gab Fazloula eine Chance – diese hat

er genutzt. So konnte er sich durch seinen Sport nicht nur erfolgreich in den Verein, sondern auch in die Gesellschaft integrieren.

Im Anschluss gab es eine Fragerunde, die die Teilnehmenden rege nutzten, um Saeid Fazloula noch besser kennenzulernen. Bei Snacks und Getränken kam es abschließend zu einem offenen Austausch zwischen allen Beteiligten. Wer mehr über den IdS-Botschafter Saeid Fazloula erfahren möchte findet die oben genannte Dokumentation sowohl in der ARD-Mediathek als auch auf Youtube. Zudem ist das Buch käuflich zu erwerben.

Sie haben Interesse, dass Saeid Fazloula zu einer Ihrer Veranstaltungen kommt und über seine Geschichte berichtet? Dann melden Sie sich gerne beim IdS-Team des BSB Freiburg!

Elena Grüner e.gruener@bsb-freiburg.de 0761 15246-32

Fazloula bei der Veranstaltung in Freiburg. 
Beide Fotos: Martina Tirolf
 Saeid Fazloula

Informationsveranstaltung

„Sport im Ganztag – Chancen für Vereine“

Mit dem weiteren Ausbau der Ganztagsschule in Baden-Württemberg ergeben sich neue Möglichkeiten – auch für Sportvereine. Die verlässliche ganztägige Betreuung an Grundschulen wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Damit verbunden sind zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schulen und Vereinen. Um Vereine darüber zu informieren, bietet der Badische Sportbund Freiburg drei Informationsveranstaltungen zum Thema „Sport im Ganztag“ an.

Was erwartet Sie?

Die Veranstaltung vermittelt u. a.:

• Lebenswelt Schule und Lebenswelt Sportverein

• Umgang mit heterogenen Gruppen

• Wertevermittlung im Sport / Aufsichtspflicht und Kinderschutz

• Praxisbeispiele für die Umsetzung

Ziel ist es, interessierten Personen konkrete Anregungen zu geben, wie sie sich im Ganztag einbringen können. Um möglichst vielen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen, sind drei Termine über das Verbandsgebiet des BSB Freiburg vorgesehen. Die Veranstaltungen sind inhaltlich weitestgehend identisch.

• Sportschule Baden-Baden Steinbach: 16. Mai 2026

• Lörrach: 13. Juni 2026

• Konstanz: 4. Juli 2026

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen konstruktiven Austausch über die Zukunft des Sports im Ganztag! Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und den Anmeldemöglichkeiten finden sie auf der unserer Homepage: www.bsb-freiburg.de/bildung/ sport-im-ganztag

Foto: bsj
Foto: fotolia
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23. Runde der „Sterne des Sports“

Jetzt bewerben, um im Jahr 2026 an Deutschlands bedeutendstem Vereinswettbewerb teilzunehmen

Der attraktivste Wettbewerb für Sportvereine geht in sein 23. Jahr. Auch 2026 können sich die rund 87.000 Vereine in Deutschland mit besonderen Beispielen ihres gesellschaftlichen Engagements bei den „Sternen des Sports“ bewerben. Der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam veranstaltete Wettbewerb freut sich über Bewerbungen, die für die laufende Runde bis zum 30. Juni 2026 eingereicht werden können.

Gesucht werden beispielsweise Initiativen aus den Bereichen Bildung und Qualifikation, Gesundheit, Integration und Inklusion, Klimaschutz, Digitalisierung, Demokratieförderung oder Mitgliedergewinnung. Die Finalisten erwartet bei der Preisverleihung des „Großen Stern des Sports in Gold“ im Januar 2027 in Berlin eine Ehrung auf höchster Ebene. Der bundesweit erstplatzierte Sportverein erhält neben dem Gold-Pokal ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Zuvor können sich die Vereine über die lokale Ebene (Bronze) für die Landesebene (Silber) qualifizieren, die von den Landessportbünden und den regionalen Genossenschaftsverbänden ausgerichtet wird. Auch auf diesen Ebenen können die Vereine mit Preisgeldern dotierte Sterne-Auszeichnungen gewinnen. Die erstplatzieren Silber-Preisträger konkurrieren schließlich um das Ticket zum Bundesfinale der „Sterne des Sports“ in Gold 2026.

Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): „Den hohen ehrenamtlichen Einsatz der Menschen in den Sportvereinen zu würdigen, ist uns ein großes Anliegen. In den 23 Jahren der Sterne-Auszeichnung konnten wir den prämierten Vereinen inzwischen mehr als acht Millionen Euro für die weitere Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements zukommen lassen. Wir freuen uns auch in dieser Jubiläumsrunde auf zahlreiche Wettbewerbseinreichungen.“

DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Wir haben in der Pandemie ebenso wie in der Energiekrise immer wieder die besonderen Beiträge des organisierten Sports für unsere Gesellschaft hervorgehoben. Sie werden bei den ‚Sternen des Sports‘ auf beindruckende Art und Weise sichtbar und

greifbar. Ich bin schon sehr gespannt auf die Vereine und ihre Engagements, die in diesem Jahr am Wettbewerb teilnehmen und ermuntere alle, sich zu bewerben.“

Crowdfunding für Projektumsetzung im Vorfeld möglich

Im Vorfeld ihrer Bewerbung können Sportvereine zunächst Gelder für die Realisierung ihrer Engagementidee über die genossenschaftliche Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ einsammeln. Damit machen sie zugleich auf ihre Idee öffentlich aufmerksam, können neben Geldmitteln auch Fans und weitere Unterstützer für sich gewinnen. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Crowdfunding-Kampagne können Sportvereine ihre Engagementidee in die Tat umsetzen und sich mit dem umgesetzten Projekt bei den „Sternen des Sports“ bewerben.

Bewerbungsverfahren digitalisiert und einfach Ob mit oder ohne vorgeschaltetem Crowdfunding – die Teilnahme am Wettbewerb „Sterne des Sports“ ist denkbar einfach und voll digitalisiert. Bewerben können sich die Sportvereine

mit ihren umgesetzten Initiativen entweder über die jeweiligen Internetseiten der teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken oder direkt über www.sterne-des-sports.de/vereine/bewerbung/. Für die Bewerbungen gilt eine Stichtagsregelung zum 30. Juni. Vereine, die sich bis zum Stichtag bewerben, nehmen am Wettbewerb 2026 teil.

Weitere Informationen zu den „Sternen des Sports“ 2026 unter www.sterne-des-sports.de.

SDS / DOSB

Positive Bilanz

Mitgliederversammlung des Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald e. V.

Eine positive Bilanz zogen der Vorsitzende des Olympiastützpunkts Freiburg-Schwarzwald e. V., Gundolf Fleischer, sowie dessen Geschäftsführer Jürgen Willrett bei der diesjährigen Mitgliederversammlung.

Im Berichtsjahr 2025 wurden einige Projekte abgeschlossen, die für die Zukunft des Olympiastützpunkts von wegweisender Bedeutung sind. Dazu zählen die Einweihung des Ausbaus der Biathlonanlage am Notschrei sowie die Eröffnung der Flugsimulationslange in Hinterzarten. Mit dieser weltweit einzigartigen Anlage können Skispringer ihr Flugsystem deutlich besser trainieren und in den realen Sprung übertragen.

Sportlich gab es auch 2025 eine ganze Reihe herausragender Erfolge zu feiern. Besonders herauszuheben ist dabei der Sieg im GesamtWeltcup der Nordischen Kombination der Frauen durch Natalie Armbruster. Dies ist ein sporthistorisches Ereignis für Deutschland und zeigt, dass diese für den Schwarzwald so traditionsreiche Disziplin weiter große Talente hervorbringt. Gundolf Fleischer gab in diesem Zusammenhang seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese Disziplin im olympischen Programm bleibt, und dass in der Konsequenz dann auch die Frauen mit aufgenommen werden. Die Parasportler des Olympiastützpunkts haben auch 2025 wieder eine ganze Reihe von herausragenden Leistungen erbracht. Johanna Recktenwald, Leonie Maier und Anna-Lena Forster gewannen Weltmeistertitel und haben damit gezeigt, dass sie für die kommenden paralympischen Spiele gut gerüstet sind. Leonie Walter und Anna-Lena Forster

konnten darüber hinaus auch den Gesamt-Weltcup für sich entscheiden.

Auch bei den Sommersportarten gab es besondere Erfolge zu verzeichnen. Lisa Klein belegte in der Mannschaftsverfolgung im Bahnradsport den zweiten Platz bei den Weltmeisterschaften. Die Freiburger Triathleten Henry Graf und Lasse Nysgard-Priester wurden in der Mixed Staffel WM-Dritte und bewiesen damit, dass Freiburg sich zu einem Zentrum des Triathlonsports entwickelt hat. Eine ganze Reihe weiterer vorderer Platzierungen im Ringen und im Mountainbike bei Welt- und Europameisterschaften zeigen, dass in allen vom Olympiastützpunkt betreuten Sportarten Spitzenleistungen erzielt wurden.

Eine besondere Ehre war es für den Standort, dass das Verbundsystem Schule-Leistungssport in Freiburg unter mehr als vierzig Standorten bundesweit als „Eliteschule des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Beinahe gleichzeitig erhielt die Firma Pfizer als eines von drei deutschen Unternehmen die Auszeichnung „Partnerbetrieb des Jahres“ verliehen. Dies zeigt, dass das regionale Netzwerk für die duale Karriere am Olympiastützpunkt sehr gut aufgebaut wurde und die einzelnen Elemente sehr gut ineinandergreifen.

In seinem Bericht stellte Jürgen Willrett fest, dass der Verein derzeit ein gutes Finanzpolster

hat. Die Rücklagen sind aber auch notwendig, da in den kommenden Jahren die Fahrzeugflotte sukzessive erneuert werden muss und vor allem die Erweiterung des OSP einige Baunebenkosten beinhaltet, die nicht von Bund oder Land übernommen werden können.

Manfred Kuner berichtete über die Situation am LZ Herzogenhorn. Hier ist es gelungen die Auslastung deutlich zu verbessern und gleichzeitig die Betriebskosten zu senken, so dass am Ende des Jahres eine ausgeglichene Bilanz steht. Fleischer bedankte sich besonderes bei Manfred Kuner und Joachim Spägele, dem Geschäftsführer des Badischen Sportbundes, für die hier geleistete Arbeit. Man befinde sich in Gesprächen mit dem Land, die Eigentümer eines Teils des Gebäudes und des Grundstücks sind, um das Leistungszentrum zukunftssicher zu machen. Diese Gespräche mussten wegen der Landtagswahlen und den nachfolgenden Koalitionsverhandlungen aber unterbrochen werden.

Abschließend bedankten sich Fleischer und Willrett bei den Kommunen sowie den Partnern aus der Wirtschaft für die jahrelange Unterstützung, ohne die die Arbeit des OSP e. V. nicht möglich wäre.

Jürgen Willrett

Der OSP-Vorsitzende Gundolf Fleischer.     Beide Fotos: OSP
Eines der Highlights im Berichtsjahr 2025: Die Auszeichnung als "Eliteschule des Jahres". Von links: Dr. Sven Baumgarten (DOSB), Gundolf Fleischer (Vorsitzender OSP), OB Martin Horn, Linn Kazmaier (Eliteschülerin), Jürgen Willrett (OSP-Leiter), Daniel Zeiler (Sparkasse Freiburg), Hans-Ulrich Wiedmann (ehemaliger OSP-Leiter), Bianca Knöpfle (ehemalige Radsportlerin und Eliteschülerin) und Daniel Hager-Mann (MinDir Min. f. Kultus, Jugend und Sport BW)

Illustre Trainingspartner am Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald!

Damit unsere Ringerinnen und Ringer später bei Welt- und Europameisterschaften bestehen können, müssen sie sich immer wieder im Training mit den Besten messen

Es war daher für den Olympiastützpunkt eine große Ehre, dass mit Mini Yonehara, Miwa Magara und Makia Magura drei japanische Spitzenringerinnen mit ihrem Coach Taiki Arinobu am hiesigen OSP zu Gast waren.

Alle drei gehören der Shigakkan University an und sind in der Weltspitze zu Hause. Die Gelegenheit, mit diesen Weltklasse-Athletinnen trainieren zu können, ließ sich auch der Bundestrainer des Frauenteams des Deutschen Ringer-Bundes, Christoph Ewald, nicht entgehen und legte seinen Lehrgang nach Freiburg. Arigatou gozaimasu, Sayonara!

Jürgen Willrett

Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen im Ringen. Rechts außen Bundestrainer Christoph Ewald, daneben Patrick Loës. Alle Fotos: OSP
Die drei japanischen Ringerinnen Taiki Arinobu, Miwa Magara und Makia Magura.
 Der OSP-Vorsitzende Gundolf Fleischer, Taiki Arinobu, Miwa Magara, Makia Magura, Dr. Walter Rapp und Patrick Loës vom OSP.
Mini Yonehara

Großer Bahnhof!

Triumphaler Empfang für die Skicross-Olympiasiegerin Daniela Maier

Was Heimat bedeutet, durfte Daniela Maier

Anfang April hautnah erleben: 500 Gäste füllten die Stadthalle in Furtwangen bis auf den letzten Platz, mit einem Sonderbus wurde die 30-Jährige vorgefahren, begleitet von der örtlichen Stadtmusik und einem gewaltigen Fahnenmeer.

Kein Wunder – Daniela Maier errang bei den Olympischen Spielen in Italien für viele überraschend die Goldmedaille im Skicross. Einer war – eigenen Aussagen zu Folge – allerdings nicht überrascht: Der Präsident des Skiverbandes Schwarzwald, Manfred Kuner. Bereits vor der Saison bot er der gebürtigen Furtwangerin eine Wette auf deren Olympiasieg an.

Laudatio von Manfred Kuner

Eingeladen hatten nunmehr die Städte Furtwangen,

Vöhrenbach und der SC Urach, bei dem Dani seit Kindesbeinen Mitglied ist. Nach einer Begrüßung durch die beiden Bürgermeister Florian Merz aus Furtwangen und Heiko Weber aus Vöhrenbach hielt Manfred Kuner für den SVS, aber in Personalunion auch für den Deutschen Skiverband und Badischen Sportbund eine Laudatio auf Maier und würdigte nicht nur ihr Olympia-Gold, sondern u. a. auch den zweiten Platz im Gesamt-Weltcup: „Doch nicht nur die sportlichen Erfolge gilt es heute zu benennen. Liebe Dani, du warst in den letzten Jahren stets ein Aushängeschild für den Skisport im Schwarzwald, du bist von hier, bist hier verwurzelt. Wir alle sind stolz auf dich“, so Kuner, der auch im Namen des Sportbund-Präsidenten Gundolf Fleischer sprach.

Beide überreichten Maier eine Originalkarikatur von Peter Zipfel sowie einen Wellnessgutschein

für zwei Personen in einem Fünf-Sterne-Hotel im Schwarzwald. Komplettiert wurde dieses Geschenk durch einen Gourmet-Gutschein des BSB im gleichen Hotel.

Weitere Gratulanten waren die Sponsoren Sparkasse Villingen-Schwenningen, die Winzergenossenschaft Durbach und natürlich ihr Skilieferant, die Firma Stöckli aus der Schweiz.

Weitere Höhepunkte der Veranstaltung waren Interviews von Dani mit dem Moderator des Abends, Stefan Lubowitzki, sowie Fragen der Skijugend des SC Urach an die Olympiasiegerin, die diese mit viel Humor, Sympathie und stets einem Lächeln im Gesicht beantwortete. Kein Wunder also, dass die „Goldmedaillenparty“ mit Daniela Maier bis in den späten Abend hinein andauerte. Joachim Spägele

Gratulierten der Olympiasiegerin Daniela Maier in Furtwangen: BSB-Präsident Gundolf Fleischer (links) und Skiverbands-Präsident Manfred Kuner.   Foto: Skiverband

Workshop für Jubiläumsvereine und Vereinsarchive

Interessante Veranstaltung des Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg

Am 24./25. Oktober 2026 findet in Maulbronn ein Workshop für alle Turn- und Sportvereine in Baden-Württemberg statt. Die Fortbildung richtet sich an alle Organisationen, die in den nächsten Jahren ein Jubiläum begehen können und ein Archiv aufbauen wollen.

Gemeinsam mit Experten zur Sportgeschichte, zur Öffentlichkeitsarbeit und zum Museumswesen werden Konzeptionen zur Planung und Durchführung von Jubiläumsschriften und Ausstellungen erarbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops ist die Einführung in den Bereich Archivwesen und Dokumentation.

Eigene Probleme bei Projekten können gerne eingebracht werden, um sich dahingehend beraten zu lassen.

Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Über die Teilnahme entscheidet der Eingang der Anmeldung. Alle weiteren Details finden sich im nebenstehenden Flyer.

der Eingang der Anmeldung. Mit der Anmeldung ist der Seminarbeitrag auf folgendes Konto des Instituts für Sportgeschichte zu überweisen: Sparkasse Pforzheim Calw IBAN:

Martin Frenk – ein Ehrenamtlicher par excellence

Das BSB-Präsidiumsmitglied wurde 70 Jahre alt

Martin Frenk kennt den Pferdesport in Südbaden und darüber hinaus wie kaum ein Zweiter. Bereits vor nahezu 45 Jahren begann Frenks Engagement in Sachen Pferdesport – zunächst als Pressewart im Ortenauer Reiterring, sodann auch im Verein als Pressewart im Turnund Sportverein Ottenheim.

Von 1998 bis 2008 und dann wieder seit 2017 ist er Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Ottenheim. Seit nunmehr 22 Jahren engagiert sich der Jubilar ehrenamtlich als Geschäftsführer des Verbandes. BSB-Präsident Gundolf

Fleischer: „Es gibt wenige Ehrenamtliche in Südbadens Sportvereinen – und ich kenne viele! –die sich so voller Herzblut dem Sport verschrieben haben. Seit 2019 ist Martin Frenk nun auch Beisitzer im BSB-Präsidium und dort eine tolle Bereicherung. Alles Gute zum Geburtstag! Auf viele weitere Jahre für den BSB und den Reitsport in Südbaden.“

Joachim Spägele

IfSG
Martin Frenk.   Foto: privat

Thema: Umsatzsteuer bei Mitgliedsbeiträgen?

Dieses Thema wird bei vielen Sportvereinen noch immer diskutiert. Die bange Frage bleibt:  müssen die Vereine künftig Umsatzsteuer auf die erhaltenen und vereinnahmten Mitgliedsbeiträge zahlen?

Bis in die Tagesschau und Fernsehberichterstattung hinein erfolgte die Mitteilung, dass nach dem im Februar veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs, immerhin unserem höchsten deutschen Steuergericht,  die erbrachten Leistungen eines Sportvereins gegenüber seinen Mitgliedern nun steuerbar sein können und diese dort gezahlten, und wie üblich vereinnahmten Mitgliedsbeiträge, sogar ein „Entgelt“ für die vom Sportverein erbachten Leistungen sind.

Wobei es grundsätzlich nicht einmal darauf ankommt, ob das einzelne Mitglied für seinen gezahlten Beitrag tatsächlich bestimmte Leistungen in Anspruch genommen hat. Auch spielt es keine Rolle, ob es sich um einen gemeinnützigen Sportverein handelt oder nicht. Bekannt ist sicher jedem Vorstand oder jeder VereinsFührungskraft die zutreffende bisherige Verbuchung der erhaltenden Mitgliedsbeiträge bis hin zu den Abteilungsbeiträgen im völlig steuerneutralen ideellen Bereich als nicht steuerbare Einnahmen, ähnlich wie Spenden etc. Somit wurden diese erhaltenen Beträge bisher zutreffend als echte Mitgliedsbeiträge völlig steuerfrei erfasst.

• Die (bisherige, langjährige) Verwaltungspraxis zur Nichtsteuerbarkeit der von Sportvereinen gegenüber seinen Mitgliedern erbrachten Leistungen widerspricht der ständigen BFH-Rechtsprechung und dem Unionsrecht.

• Das Finanzgericht als Vorinstanz muss nochmals genau prüfen, ob ein Sportverein eine einheitliche oder mehrere eigenständige Leistungen erbringt und ob es sich um einen steuerfreien oder einen dem ermäßigten Steuersatz (7% USt) unterliegenden Umsatz für gezahlte Entgelte handelt.

Ein Blick in den Verfahrensablauf zum besseren Einstieg in die nicht einfache Steuermaterie: Gestritten hatte ein gemeinnütziger Breitensportverein mit vielen Abteilungen wie Fußball, Gymnastik, Turnen, Leichtathletik, Schwimmen bis hin zum Zumba u. a. Zudem hat dieser eine recht erfolgreiche Fußballmannschaft, bei deren Spielen Eintrittsgelder verlangt wurden. Der Verein errichtete vor über zehn Jahren einen neuen Kunstrasenplatz. Mit Blick auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs wollte sich dieser Verein einen guten Teil der gezahlten Kosten für den Platz wieder hereinholen, denn er führte für die erhaltenen Mitgliedsbeiträge 7% Umsatzsteuer an das Finanzamt ab.

Im Gegenzug wurde die hohe Vorsteuer aus den gezahlten Handwerkerrechnungen für den Neubau des Rasens bei der USt- Steuererklärung geltend gemacht. Das Finanzamt machte nach einer Sonderprüfung nicht mit, es versagte den geltend gemachten Vorsteuerabzug. Nach dem erfolglosen Einspruchsverfahren urteilte das Niedersächsische Finanzgericht ähnlich und stellte in seiner Entscheidung bereits fest, dass die dortigen Vereinsmitglieder einen organisierten und strukturierten Trainings- und Spielbetriebe für die verschiedensten Sportgelegenheiten nutzen könnten. Es stufte die gezahlten Mitgliedsbeiträge als Teilnehmergebühren für sportliche Veranstaltungen ein, dies nach der vorhandenen Steuerbefreiungsvorschrift des § 4 Nr. 22 UStG.  Der Verein machte weiter und versuchte mit einer Revision doch noch zum vollen Vorsteuerabzug zu gelangen.

Mit der Entscheidung vom 13.11.2025, V R 4/23 veröffentlichte der Bundesfinanzhof (BFH) dann hierzu folgende wichtigen Leitsätze:

Damit stellte der BFH nachlesbar nochmals fest, dass entgegen der bisherigen Vereinsübung und auch so dokumentiert in den Verwaltungsanweisungen, steuerbarere Leistungen vorliegen, es sich also keinesfalls mehr, wie bislang, um nicht steuerbare Leistungen bei den Mitgliedsbeiträgen handelt. Nun muss dieses Finanzgericht nochmals in diesen Muster-Rechtsstreit einsteigen und auch für den BFH in Erfahrung bringen, was genau an Leistungen dort vorliegen, ob es sich um Gesamtleistungspaket handelt, oder man nach den Angeboten in diesem Sportverein mehrere getrennt zu beurteilende Leistungen feststellen kann.

Wegen der ungewöhnlich deutlichen Kritik an der bisherigen Einschätzung der nach Ansicht des BFH unzutreffenden steuerlichen Behandlung Mitgliedsbeiträge über Jahrzehnte hinweg, trotz bekannter gegensätzlicher Auffassung, auch nach geltendem Unionsrecht, ist ein echter Handlungsbedarf entstanden. Dies auch gleich mit dem Ruf nach dem Steuer-Gesetzgeber, um eine für die Sportpraxis benötigte Einschätzung zukunftsorientiert erhalten zu können.

Wobei es früher schon einmal einen ersten Anlauf für eine umsatzsteuerliche Neuordnung gab. Mit einem neuen § 4 Nr. 22c UStG wurde noch 2024 versucht, die erbrachten Vereinsleistungen

Prof. Gerhard Geckle. Foto: privat

gegenüber Personen, die Sport betreiben möchten, wegen fehlendem Gewinnstreben des Vereins steuerfrei zu gestalten. Der Vorstoß scheiterte damals – nun ist der Gesetzgeber wieder gefordert!

Vorläufiges Fazit:

Diese neuen Aspekte betreffen tatsächlich „nur“ unsere vielen Sportvereine.  Immerhin potenziell fast 28 Millionen Vereinsmitgliedschaften in unseren über 86.000 aktiven Sportvereinen könnten betroffen sein.

• Klar ist, erst wenn das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist, kann man mit einiger Sicherheit an ggf. erforderliche Umstrukturierungen oder Beitragsneufestsetzungen nach diesen Neueinschätzungen herangehen.

• Also noch abwarten und ggf. darüber nachdenken, ob man Beitragsstrukturen verändern sollte, und was mit Abteilungsbeiträgen erfolgen soll.

• Nicht zu unterschätzen sind weitere mögliche Auswirkungen, wie z. B. bestehende Fördermitgliedschaften oder gezahlte Beiträge in Fördervereinen ohne Sportangebote.

• Man kann damit rechnen, dass gerade die Sportverbände auch beim später beginnenden Gesetzgebungsverfahren, wohl frühestens im Herbst 2026 oder später, gehört werden. Damit es bei dem gemeinsamen Ziel bei den Sportvereinen bleibt, weiterhin sämtliche trainings- und auch wettkampfbezogenen Leistungen steuerfrei zu halten.

• Reagiert hat u. a. auch die Sportministerkonferenz. In deren Sitzung vom 19. März wurde ein bundeseinheitlicher Beschluss getroffen mit der Aufforderung an die Bundesregierung, für Rechtsklarheit für die Umsatzsteuer bei den Sportvereinen in Deutschland zu sorgen. Erforderlich sind danach klare und nachvollziehbare Regelungen. Zudem soll auch mit einer Übergangsregelung Rechtssicherheit für die Sportvereine gewährleistet werden.

Allerdings: Die Lobby des organisierten Sports in Deutschland dürfte so groß sein, dass man –Stand heute – mit einer für den einfachen Sportverein positiven Lösung rechnen kann.

Wichtige Termine des Badischen Sportbundes Freiburg 2026

Mai bis 15.05.2026 Antragsschluss Kooperation Schule-Verein für das Schuljahr 2026/2027 bis 15.05.2026 Antragsschluss Kooperation Kindergarten-Verein für das Kindergartenjahr 2026/2027

Juni

30.06.2026 Antragsfrist für Projekt „Sport mit Flüchtlingen“

30.06.2026 Frist für die Fachverbände zur Abgabe des Verwendungsnachweises über die Laufenden Zwecke

Juli

01.07.2026 Beginn der Abrechnung/Kurzbericht Schule-Verein und Kindergarten-Verein für 2025/2026

03.07.2026 Sportabzeichen-Tour BSB und Stadt Freiburg

Oktober

31.10.2026 Abrechnungsschluss/Kurzbericht Schule-Verein und Kindergarten-Verein für 2025/2026

November

15.11.2026 Frist Änderungsmeldung des Übungsleiterbestands für Lizenzzuschüsse 2026

20.11.2026 Antragsstart für Zuschüsse für lizenzierte Übungsleiter, Vereinsmanager und Jugendleiter 2026

Dezember

01.12.2026 Start der Online-Bestandsmeldung 2027

31.12.2026 Antragsfrist für Projekt „Sport mit Flüchtlingen“

ganzjährige Beantragung möglich

Zuschüsse für Sportstättenbau-Maßnahmen

BSB-Geschäftsstelle

Wirthstraße 7 in 79110 Freiburg

Internet: www.bsb-freiburg.de

Zentrale (07 61) 1 52 46-0

Öffnungszeiten: Mo.–Do.: 8:00–12:30 und 13:00–17:00 Uhr, Fr.: 8:00–13:00 Uhr

Präsident

und Verbandsservice/IT

Spägele j.spaegele@bsb-freiburg.de

E-Mail: info@bsb-freiburg.de

Vereinsfeste und Sportveranstaltungen: Wie sind Mitglieder, Helfende und Gäste abgesichert?

Feste und Feiern gehören zum Vereinsleben genauso dazu wie Training und Wettkämpfe. Doch gerade bei Veranstaltungen stellt sich die Frage: Welche Absicherung ist notwendig – und worauf sollten Sie achten?

Warum Feiern im Verein wichtig sind! Vereine sind weit mehr als reine Sportanbieter –sie sind auch ein soziale Treffpunkte. Insbesondere Veranstaltungen schaffen Gemeinschaft, fördern den Austausch und stärken das Miteinander über den Trainingsalltag hinaus. Ob Vereinsjubiläum, Weihnachts- oder Sommerfest, Saisonabschluss oder Tag der offenen Tür – solche Anlässe bieten viele Vorteile:

• Stärkung des Gemeinschaftsgefühls

• Höhere Sichtbarkeit des Vereins in der Öffentlichkeit

• Positive Effekte für die Mitgliedergewinnung

• Zusätzliche Einnahmen und Spendengenerierung

Gut abgesichert – auch abseits des Trainings

Die ARAG Sportversicherung schützt Vereinsmitglieder nicht nur beim Training und Wettkampf, sondern im gesamten Vereinsleben. Dazu zählen selbstverständlich auch gesellige Veranstaltungen.

Sowohl der Vorstand als auch alle Helfenden, die an der Planung und Durchführung beteiligt sind, genießen den Versicherungsschutz der Sportversicherung. Auch Mitglieder des veranstaltenden Vereins, die einfach nur zum Feiern kommen, sind abgesichert – inklusive Hin- und Rückweg.

Basiswissen: Diese fünf Versicherungen schützen Vereine bei Veranstaltungen

• Haftpflichtversicherung: Bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen können Fehler passieren, die zu Schäden führen. Beim unachtsamen Transport von Sportgeräten kann ein Unbeteiligter verletzt werden oder bei der unsachgemäßen Reinigung des Hallenbodens kann dieser beschädigt

Haben Sie Fragen?

werden. Der Verein als juristische Person, der Vorstand als Auftraggeber und das ausführende Mitglied können hierfür haftbar gemacht werden und müssen den entstandenen Schaden wiedergutmachen. Die ARAG Sportversicherung prüft in solchen Fällen die Ansprüche, wehrt unberechtigte Forderungen ab und reguliert berechtigte Ansprüche. Somit werden alle Beteiligten zuverlässig entlastet.

• Unfallversicherung: Vereinsmitglieder sind auch bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen unfallversichert. Während der Veranstaltung sind helfende Mitglieder, die sich zum Beispiel als Ordner oder Zeugwart engagieren oder einfach nur zuschauen, unfallversichert. Auch wenn Vereinsmitglieder ihre Mannschaft zu einem Auswärtsspiel begleiten, besteht der volle Schutz der Sportversicherung. Auch Wegeunfälle – also auf dem Hin- und Rückweg – sind eingeschlossen.

• Versicherungsschutz für Helfende, Nichtmitglieder und Gastvereine: Falls Unterstützen Nichtmitglieder wie Freunde oder Familienangehörige aktiv bei einer Veranstaltung, sind auch sie über die Sportversicherung abgesichert – vorausgesetzt, es besteht ein klar geregeltes Auftragsverhältnis. Auch wenn ein Verein andere Vereine zu einem Turnier einlädt, gilt für die Mitglieder des Gastvereins automatisch der Schutz der ARAG Sportversicherung,

wenn der Verein Mitglied in einem bei der ARAG versicherten Landessportbund/Landessportverband ist. Gastgeber brauchen sich hier nicht zu kümmern.

Anders sieht es bei eingeladenen Gruppen außerhalb des Sports aus, etwa der freiwilligen Feuerwehr oder dem Stadtrat: Für sie besteht kein Schutz über die Sportversicherung. Hier kann eine sogenannte Nichtmitgliederversicherung sinnvoll sein – allerdings gilt diese nicht für rein gesellige Veranstaltungen.

• Kfz-Zusatzversicherung: Damit Sportler, Funktionäre, Trainer, Eltern und Helfer mit Sicherheit unterwegs sind, gibt es die Kfz-Zusatzversicherung mit Rechtsschutz. Hier kommt es darauf an, welchen Umfang Ihr Verein vereinbart hat. Bei vielen Vertragsformen sind Fahrten der Vereinsmitglieder zu und von geselligen Veranstaltungen versichert. Ob das bei Ihnen der Fall ist, erfahren Sie in Ihrem Versicherungsbüro.

• Veranstaltungsausfallversicherung: Trotz sorgfältiger Planung kann es passieren, dass eine Veranstaltung abgesagt oder verschoben werden muss. Die Veranstaltungsausfallversicherung schützt den Verein in solchen Fällen vor finanziellen Verlusten und übernimmt entstandene Kosten. Grundsätzlich kann sie für alle satzungsgemäßen Veranstaltungen Ihres Vereins vereinbart werden, die fortlaufend bis zu einer Dauer von zehn Tagen durchgeführt werden, z. B. Heimspiele, Fußballturniere, Kinderferienlager oder auch Vereinsfeste.

Kontakt

Versicherungsbüro beim Badischen Sportbund Freiburg e.V.

Wirthstr. 7 79110 Freiburg

0761/15 27 10 vsbfreiburg@ARAG-Sport.de

Möchten Sie mehr zur Absicherung Ihrer Events durch die ARAG Sportversicherung wissen? Dann kontaktieren Sie gerne unsere kompetenten Mitarbeitenden in Ihrem Versicherungsbüro beim BSB Freiburg.

Ausbildung zum Vereinsmanager –Jetzt anmelden!

Aus- und Fortbildungen für Vereinsführungskräfte in Südbaden

In Baden-Württemberg gibt es rund 11.300 Vereine mit 4,3 Mio. Mitgliedern. Dabei gleicht kein Verein dem anderen. Die Spannbreite reicht von kleinen, rein ehrenamtlich aufgestellten Vereinen, bis hin zu Mehrspartenvereinen mit mehreren zehntausend Mitgliedschaften und hauptberuflichen Mitarbeitern. Trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen gibt es viele Herausforderungen, die jeder Verein zu bewältigen hat.

Um diese Aufgaben und Pflichten im Verein optimal erfüllen zu können, bedarf es speziellem Struktur- und Fachwissen, das sich von dem in der freien Wirtschaft unterscheidet. In unseren Seminaren für Vereins-Führungskräfte vermitteln wir neben dem benötigten Basiswissen für eine gelingende Vereinsarbeit auch Inhalte, die über die Grundlagen hinausgehen.

Die Seminare für die Aus- und Fortbildung von Vereinsführungskräften richten sich daher an alle Personen, die im Vorstand, der Geschäftsführung oder in der Geschäftsstelle von Vereinen tätig sind oder tätig werden wollen.

Inhalte der Ausbildung sind neben allgemeiner Verwaltung und Mitgliederbetreuung, Buchhaltung und Finanzen, Recht und Versicherung, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing auch das Aneignen von Führungskompetenzen und der Fähigkeit, den Verein strategisch

weiterzuentwickeln. Hierbei wird an die vorhandenen Kenntnisse der Teilnehmer, die sie aus ihrem beruflichen oder privaten Umfeld mitbringen, angeknüpft und auf die Besonderheiten bei der Anwendung dieses Wissens auf die Vereinsarbeit eingegangen.

Ausbildung zum Vereinsmanager C

Breitgefächertes Angebot durch gemeinsames Ausbildungskonzept in Baden-Württemberg

Wir bieten allen Interessierten die Möglichkeit, für die Erlangung der Vereinsmanager C Lizenz Seminarangebote aus allen drei Sportbünden in Baden-Württemberg wahrzunehmen. Selbstverständlich ist es weiterhin möglich, auch außerhalb der Lizenzausbildung einzelne Seminare zu besuchen – der Abschluss einer Lizenz muss dabei nicht immer das Ziel sein!

Die Ausbildung zum DOSB Vereinsmanager C umfasst insgesamt 120 LE. Um die Lizenz zu erhalten, müssen Sie aus dem Seminarangebot insgesamt 96 LE absolvieren und anschließend ein Abschlussseminar in Ihrem Sportbund im Umfang von 24 LE besuchen.

Aus dem Bereich „Finanzen, Recht, Steuern und Versicherung“ ist die Belegung des Seminars „Vereinsbesteuerung“ verpflichtend, da dieses Wissen in der Vereinsarbeit existenziell ist. Aus den Bereichen „Organisations- und Personalentwicklung, Gremienarbeit“ und „Marketing, Kommunikation, Veranstaltungen, Neue Medien“ sind jeweils 16 LE als Mindestanzahl zu leisten.

Die verbleibenden 48 LE dürfen Sie entsprechend Ihrem Tätigkeitsschwerpunkt entweder breit gefächert wählen oder sich auf ein spezielles Themengebiet der Vereinsarbeit spezialisieren.

Im Abschlussseminar wenden Sie die gelernten Inhalte an und bearbeiten ausgewählte Praxisbeispiele in Gruppen. Nach erfolgreicher Präsentation erhalten Sie die Vereinsmanager C-Lizenz.

Ausbildungsbeginn

Die Ausbildung kann jederzeit begonnen werden.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung sollte möglichst innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden.

Gültigkeit

4 Jahre ab Erhalt der Lizenz

Verlängerung

15 LE mit einem VM-Seminar aus einem beliebigen Themengebiet

Organisationskosten

25,00 Euro Kurzseminar

50,00 Euro pro eintägiges Seminar (8 LE)

100,00 Euro pro zweitägiges Seminar (16 LE)

150,00 Euro Abschluss-Seminar (24 LE)

Veranstaltungsort

Die Ausbildungen zum Vereinsmanager C finden im Caritas Tagungszentrum Freiburg (Wintererstraße 17-19, 79104 Freiburg) statt. AUSNAHME: Ein Abschluss-Seminar findet in der Südbadischen Sportschule Steinbach statt.

Teilnahme

Die Teilnahme ist für alle Mitglieder eines Sportvereins ab 16 Jahren möglich.

Bildungszeit

Für die meisten Vereinsmanager-Seminare kann Bildungszeit im Rahmen des Bildungszeitgesetzes Baden-Württemberg anerkannt werden.

Anmeldung

Direkt über das neue Lehrgangsportal lehrgangsportal.bsbvernetzt.de

Aus- und Fortbildungen für Vereinsführungskräfte 2026

aus dem Vereinssteuerrecht

Zusammenarbeit: Konfliktmanagement im Vereinsalltag 16

31.01.-01.02.2026 Vereinsbesteuerung (Pflichtseminar)

Crashkurs für Vereinsvorstände Teil 1

Bereits durchgeführt

einfach anwendbare

06.2026

Aus- und

Fortbildungen

für Vereinsführungskräfte 2026

Termin Titel LE Ort Themenbereich

(Fortsetzung von Seite 29)

08.07.2026

Sponsoring intensiv .......................................................................................4 Online D 11.-12.7.2026

Mindful Leadership: achtsam und wirksam Führen 16 Freiburg A 22.07.2026

18.-19.09.2026

Veranstaltungs-Tools .....................................................................................4 Online D (Empfehlung im Vorfeld: Seminar Veranstaltungsmanagement)

Digitalisierungsprozesse im Verein 16 Freiburg B 26.-27.09.2026

Vereinsbesteuerung (Pflichtseminar) .............................................................16 Freiburg C 10.-11.10.2026

Recht, Haftung, Versicherung .........................................................................16 Freiburg C 17.-18.10.2026

Buchhaltung im Sportverein ...........................................................................16 Freiburg C 21.10.2026 Organisation einer MGV .................................................................................4 Online C 23. – 25.11.2026

Abschlussseminar .........................................................................................24 Steinbach 27. – 29.11.2026

Abschlussseminar .........................................................................................24 Freiburg

VM-B-Seminare

06.-07.03.2026 Workshop Projektentwicklung

20Karlsruhe 24.-25.10.2026 Das Vereinskonzept als Basis für nachhaltigen Erfolg.....................................20 Ruit 06.-07.11.2026 Souverän führen – mit Gelassenheit und Empathie......................................... 20Steinbach 20.-21.11.2026

Finanzen und Steuern 20 Steinbach

Noch freie Termine!

Lehrgang oder Freizeit auf dem Herzogenhorn im Schwarzwald?

Es gibt für die nächsten Monate noch freie Termine. Informieren Sie sich über www.herzogenhorn.info Informieren Sie sich noch heute bei Frau Schaff. Sabrina.Schaff@herzogenhorn.info

Gerne gibt sie Auskunft über einen Aufenthalt im Leistungszentrum Herzogenhorn.

Lesen Sie SPORT in BW jederzeit online digital über unsere Webseite

https://www.bsb-freiburg.de/sport-in-bw

Skiverbands-Lehrgänge 2025/2026

Auch in der Wintersaison 2025/2026 fanden die Ausbildungen des Skiverband Schwarzwald (SVS) statt. Erfreulicherweise konnten die Lehrgänge aufgrund der ausreichenden Schneelage an den geplanten Lehrgangsorten durchgeführt werden

Den Auftakt machte die Ausbildung Trainer CBreitensport Ski alpin mit zwei Ausbildungsgruppen (16 Teilnehmern) am Leistungszentrum Herzogenhorn im Skigebiet Feldberg. Nach dem Erlernen und Verbessern der eigenen Skitechnik, dem Kennenlernen der methodischen Schritte im Anfängerunterricht sowie Übungen zur Optimierung der Skitechnik, erfolgte an den letzten Ausbildungstagen die Technikprüfung, schriftliche Klausur und die praktischen Lehrproben.

Eine Woche später reisten 24 Teilnehmende Ski alpin sowie sieben Teilnehmende Snowboard ans Herzogenhorn an. Die ganze Woche über gab es täglich Neuschnee und am Lehrprobentag herrschte starker Wind sowie (Eis-)Regen. Trotz den widrigen Umständen führten die Prüflinge ihre Lehrproben mit großer Motivation durch. Parallel fand in Camperio/Tessin die Skitouren-Ausbildung statt. Die Durchführung war für die Ausbilder und Teilnehmenden herausfordernd, da es die gesamte Woche über die Lawinenwarnstufe 4- (von 5) gab. Dies war aber ein sehr guter Lerneffekt. Mit Vorsicht und Bedacht wurden die Touren geplant und auch durchgeführt. Trotz der erhöhten Warnstufe konnten täglich interessante und abwechslungsreiche Touren gegangen werden. Die Gruppe wurde zwischendurch mit Neuschnee, der nachts gefallen war, belohnt.

Anfang März erfolgt die nächste Ausbildungswoche am Herzogenhorn mit zwei Ausbildungsgruppen á acht Teilnehmenden. Aufgrund hoher Temperaturen und wenig Niederschlag (Schnee) war fraglich, ob die Ausbildung noch am Feldberg im Schwarzwald durchgeführt werden konnte. Doch die Pisten waren ausreichend präpariert, um auch diese Ausbildungswoche erfolgreich durchzuführen und abzuschließen.

Ende März führte eine Gruppe Ski alpin die Ausbildung Ski alpin Ü 30 in Pfunds am Reschenpass durch. Diese Ausbildung ist nach dem Praxis-Wochenende (1. Winter), dem Besuch der Sportschule Baden-Baden Steinbach (Sommer) und einem weiteren Ausbildungs-Wochenende (2. Winter) mit dem Prüfungs-Wochenende abgeschlossen. Hier werden spezielle Personen über 30 Jahre

angesprochen die Ausbildung zum Trainer C in einer ähnlichen Altersgruppe zu absolvieren.

Den Abschluss bilden seit Jahren die Lehrgänge nach Ostern im Pitztal auf dem Pitztaler Gletscher. Diese Saison mit drei anstatt zwei Ausbildungsgruppen. Nach einer anstrengenden Ausbildungswoche mit Sonne pur gab es am Freitag nochmals bei der Technikprüfung nochmals Neuschnee, dafür am Samstag nochmals Traumwetter mit Sonne und herrlichem Pulverschnee für die praktischen Lehrproben.

Parallel absolvierten zehn Teilnehmende in der

Disziplin Snowboard in Kooperation mit dem Skiverband Schwarzwald Nord e. V. in Davos ihre Ausbildung. Ebenfalls bei strahlendem Winterwetter konnten die Lehrproben zu den Themen Kurvensteuerung, kleine Pistentricks oder Einführung in die Überfahrung von Boxen, … erfolgreich absolviert werden.

Chris Finkenzeller

Erfolgreiche Skilehrgänge. Fotos: Jonas Keller, Andreas Maginot, Chris Finkenzeller

Trainerausbildung Pétanque –ein Rückblick

Im Rahmen der Trainerausbildung in der Sportart Pétanque fand der abschließende Prüfungslehrgang an der Sportschule Baden-Baden Steinbach statt

Bestanden!

Vermittelt und geprüft wurden sowohl theoretische als auch sportpraktische Inhalte, die die besonderen Eigenschaften dieser Präzisionssportart hervorheben.

Pétanque kann von Menschen jeden Alters und nahezu unabhängig von körperlichen Voraussetzungen ausgeübt werden. Im Vordergrund steht das präzise Platzieren der Kugeln, sowie

das strategische Spiel gegen den Gegner. Dadurch besitzt die Sportart einen hohen sozialen und integrativen Wert. Die angehenden Trainerinnen und Trainer lernten, Übungseinheiten zielgerichtet zu planen und Spieler individuell zu fördern. Die abschließende Prüfung bestand aus einem theoretischen Teil, einer Hausarbeit und den Prüfungslehrproben. Alle Prüfungsteile wurden erfolgreich absolviert und so konnten

Herr Schmid (Vertreter RP), Frau Freudenthal und Frau Kamrad (Vertreter Verband) und Herr Maginot (Vertreter BSB) allen Teilnehmenden gratulieren. Das positive Prüfungsergebnis bestätigt die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, die nun in der Trainingspraxis angewendet werden können.

Andreas Maginot

Freie Plätze in Fortbildungen

Jetzt weiterdenken. Weiterbilden. Weiterkommen. Mit unseren Fortbildungen erweitern Sie gezielt Ihre Kompetenzen: Erleben Sie praxisnahes Mountainbike-Training, vertiefen Sie Ihr Wissen im sportmedizinischen Seminar und stärken Sie Ihre Fähigkeiten als DOSB-Ausbilder im Bereich Sozialkompetenz. Für mehr Qualität im Training – und im Umgang mit Menschen.

Mountainbikeseminar 06.07. – 10.07.2026

• Geführte MTB-Tour

• Fahrtechniktraining für verschiedene Gruppen

• Notfallmanagement on Tour – kleine Reparaturen

Sportmedizinisches Seminar 12.10. – 14.10.2026

• Sportliche Belastung aus der Perspektive eines Mediziners

• Screening und Testformen – auch im Gesundheitssport

• Präventive Trainingskonzepte

DOSB-Ausbilderzertifikat Sozialkompetenz 15.10. – 16.10.2026

• Was versteckt sich hinter Soft Skills im Sport

• Wertebildung im Sport

• Generationen im Überblick – Gen Z & Alpha im Fokus

• Psychische Energie: Förderung emotionaler Substanz

Foto: Antje Freudenthal

„Sport vereint“

BBS-Zukunftskampagne für Menschen mit geistiger Behinderung endet erfolgreich

Mit dem Projekt „Sport vereint“ hat der Badische Behinderten- und Rehabilitationssportverband e. V. (BBS) in den vergangenen fünf Jahren einen Meilenstein für gelebte Inklusion im organisierten Sport gesetzt. „Was als Idee begann, entwickelte sich zu einem der innovativsten Bildungsprojekte für Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland“, berichtet Initiatorin Kim Früh.

Bis zum Projektstart 2021 konnten Menschen mit geistiger Behinderung im organisierten Sport meist nur als aktive Sportlerinnen und Sportler teilnehmen. Zielgruppengerechte Bildungsangebote für verantwortungsvolle Rollen wie Ehrenamt oder Gremienarbeit fehlten. Das änderte sich mit „Sport vereint“ grundlegend: Der BBS entwickelte ein umfassendes Ausbildungskonzept in Leichter Sprache, das Menschen mit geistiger Behinderung qualifiziert, als Co-Trainer im Verein mitzuwirken.

Von 2021 bis 2025 wurden 65 Co-Trainer ausgebildet. Die Qualifizierung verbindet theoretisches Wissen – etwa zu motorischen Fähigkeiten und dem Aufbau einer Sportstunde – mit praxisnahen Einheiten, in denen die Teilnehmenden selbst anleiten und Verantwortung übernehmen. Sämtliche Materialien wurden in Leichter Sprache und mit einprägsamen Symbolen gestaltet. So entstanden unter anderem Übungskarten mit Spiel- und Bewegungsideen, ein Ehrenkodex in Leichter Sprache sowie verständliche Skripte zu zentralen Sportthemen.

Zur nachhaltigen Stärkung bietet der BBS jährlich Fortbildungen an, die Handlungskompetenzen, Selbstvertrauen und soziale Fähigkeiten fördern. Im Projektzeitraum nahmen 88 Personen an Angeboten wie „Erste Hilfe für Co-Trainer“ oder „Stark & Mutig“ teil.

In zahlreichen Vereinen in Baden entstanden inklusive Trainer-Tandems, die zeigen, wie selbstverständlich gemeinsames Engagement sein kann. Die Co-Trainer unterstützen heute ihre Übungsleitenden in den Heimatvereinen, leiten Teile der Sportstunde, übernehmen organisatorische Aufgaben und engagieren sich ehrenamtlich. Nach Abschluss der Ausbildung wurden sie vom Referentinnen-Team Kim Früh, Eva Klavzar und Fiona Burg besucht und weiter begleitet – ein wichtiger Baustein für Qualität und Nachhaltigkeit.

Das Projekt wirkte über Baden hinaus: Es wurde bundesweit wahrgenommen und mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Sport (2024), dem Sonderpreis der Ferry Porsche Challenge sowie der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille. Der Deutscher Behindertensportverband hat das Ausbildungskonzept übernommen und verbreitet es in seinen Landesverbänden. In mehreren Bundesländern werden Co-Trainer inzwischen nach badischem Vorbild ausgebildet.

Prof. Dr. Anja Hirschmüller (BBS-Präsidentin) und Michael Eisele (Geschäftsführer) ziehen eine positive Bilanz: „Wir sind tief beeindruckt von dem, was in dieser Zeit entstanden ist. Dieses Projekt zeigt, welches Potenzial in echter

Teilhabe steckt – für die Menschen, für die Vereine und für unsere gesamte Sportgemeinschaft. Allen CoTrainern, allen Übungsleitenden und allen Unterstützenden gilt unser aufrichtiger Dank: Sie haben Mut gezeigt, Verantwortung übernommen und ein neues Kapitel inklusiver Bildung aufgeschlagen. Wir sind stolz auf jeden einzelnen Schritt, der hier gegangen wurde – und voller Zuversicht für all das, was noch folgen wird.“

Der BBS führt die Co-Trainer-Ausbildung und die begleitenden Fortbildungen auch über die Projektlaufzeit hinaus fort. Beide Formate sind fest im Ausbildungsprogramm verankert und werden jährlich angeboten.

Die Co-Trainer-Ausbildung geht weiter. Foto: BBS

Sportidol ist Botschafterin für Landesturnfest 2026

Elisabeth Seitz, Deutschlands erfolgreichste und populärste Turnerin, ist Botschafterin des Landessturnfests 2026. Der Badische Turner-Bund (BTB) und der Schwäbische Turnerbund (STB) als Ausrichter konnten das Sportidol dafür gewinnen, die mit Abstand größte Breitensportveranstaltung Baden-Württembergs in der Region und über die Landesgrenzen hinaus in die Öffentlichkeit zu tragen

Vom 13. bis zum 17. Mai werden in Konstanz mehr als 12.000 Teilnehmer und viele weitere Besucher erwartet. Für die 32-jährige 26-malige Deutsche Meisterin, Europameisterin am Stufenbarren und WM-Bronzemedaillengewinnerin am gleichen Gerät, ist das Engagement eine echte Herzensangelegenheit. „Ich bin mit den Landesturnfesten in Baden-Württemberg aufgewachsen und freue mich sehr, dass ich nun in meiner jetzigen Rolle etwas zurückgeben kann. Der Turnsport mit seinen Werten fasziniert und erfüllt eine große Vorbildfunktion, insbesondere für die vielen jungen Menschen in den Vereinen“, erklärt die Botschafterin.

Sehr zur Freude von Markus Benkeser, Präsident des Badischen Turner-Bunds (BTB): „Ich bin begeistert, dass wir Eli als Botschafterin gewinnen konnten. Sie steht für genau das, was unser Landesturnfest ausmacht: Ausstrahlung, Leidenschaft für den Sport und eine sympathische, bodenständige Art.“

Die gebürtige Heidelbergerin, die sich im Mai 2025 vom aktiven Sport zurückgezogen hatte, wird nicht nur im Vorfeld des Landesturnfests aktiv sein. Für sie zählt vor allem der persönliche Kontakt mit den Teilnehmern vor Ort. Sie wird daher in Konstanz an verschiedenen Stellen in

Erscheinung treten und sich einbringen. So heißt es in wenigen Wochen nicht nur „Konstanz bewegen“, sondern auch „Eli begegnen“!

Pferdesport-Fortbildung

Eine ständige Anpassung und Optimierung an Ausbildungsmaßnahmen ist notwendig

Dass die Leistung und Erfolg im Pferdesport untrennbar mit der Qualität, dem Engagement und dem Einsatz der jeweiligen Trainer verbunden ist, ist eine altbekannte Tatsache. Aber gesellschaftliche Veränderungen, ein fortlaufender Generationenwechsel sowie die ständig steigenden sportlichen Herausforderungen mit ihren unterschiedlichen Facetten verlangen von den Trainern und Übungsleitern im Pferdesport eine ständige Anpassung und auch Optimierung der Ausbildungsmaßnahmen.

Um den fortschreitenden Anforderungen im Pferdesport, und zwar sowohl im Leistungs- als auch im Breiten- und Freizeitsport zu gewährleisten, bietet der Pferdesportverband Südbaden in Zusammenarbeit mit der Sportschule Baden-Baden Steinbach für die unterschiedlichen Lizenzstufen alljährlich eine besondere Fortbildungsmöglichkeit an.

So wurde beim Reitverein Lahr unter der Leitung von Iris Keller und Martin Frenk eine vielseitig mit verschiedenen Schwerpunkte gestaltete und aus einer Mischung aus Theorie und Praxis bestehende zweitägige Trainerfortbildung abgehalten. Da gab es mehrere Unterrichtseinheiten, in welchen Hubert Schindler (Trainer A Leistungssport und Landestrainer Vierkampf Reiten Baden-Württemberg) die Teilnehmer auf die Unterrichtserteilung in Dressur und Springen sowohl im Anfänger- wie auch Fortgeschrittenenbereich schulte. Dabei erläuterte Schindler aber nicht nur, sondern die Lehrgangsteilnehmer mussten sich selbst aktiv in der Unterrichtserteilung einbringen.

Pferdewirtschaftsmeisterin und Bewegungstrainerin Silvia Rall vermittelte den Tagungsteilnehmern die Sitzschulung und Bewegungstraining nach Eckart Meyners. Iris Keller ging in ihrem Unterrichtsblock auf die Neuerungen in der APO, LPO und WBO ein. Thomas Rodenbüsch von der ARAG-Sportversicherung beim Badischen Sportbund zeigte nicht nur die unverzichtbaren versicherungsrechtlichen Absicherungen auf. Tierärztin Dr. med. vet. Birgit Frey referierte über Erstmaßnahmen sowohl bei Verletzungen wie auch bei Koliken. Notfallsanitäter Winfried Heitz referierte und zeigte die richtige (Erst)Versorgung von Sportverletzungen für Reittrainer auf. Revierförster Klaus Niehüser ging in seinem Unterrichtsblock auf das richtige Verhalten mit dem Pferd in der freien Flur und im Wald ein. Besonders lobend erwähnt werden muss, dass der zweitägige Lehrgang unter optimalen Bedingungen auf der Pferdesportanlage des

Reitvereins Lahr stattfand. Neben den zur Verfügung gestellten Pferden sind die dortigen Sportstätten wie auch die Räumlichkeiten für die theoretische Lehrgangsinhalte für Lehrgänge solcher Art geradezu prädestiniert. Insofern geht ein besonderer Dank an den Reitverein Lahr und insbesondere jedoch an Dorothea Tibi (die gute Seele des Vereins), die bereits seit vielen Jahren als hervorragender Gastgeberin für das Fortbildungsangebot des Pferdesportverbandes Südbaden und der Sportschule in Steinbach fungiert.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer priesen den Lehrgang als eine Fortbildung, bei der man das Gefühl vermittelt bekam, das Gelernte sofort in die Praxis umsetzen zu können. Der didaktische Aufbau und die pädagogische Vermittlung aller Lehrgangsinhalte waren absolut professionell und geradezu vorbildlich gestaltet, so eine Teilnehmerin.

Fazit: Die Fortbildungsveranstaltung war einmal mehr eine hervorragende Gelegenheit, sich auf vielfältigen Gebieten des Pferdesports weiterzubilden und gleichzeitig die pferdesportliche Trainingsphilosophie sowie deren Umsetzung kennenzulernen.

Teilnehmer waren Marliese Fehrenbacher, Carmen Goldschmidt, Herta Häußler, Doris Heizmann, Barbara Kannengießer, Janina Kees, Peter Kees, Carmen Klaas, Claudia Leonhard, Daniela Luchte, Astrid Ploch, Joachim Scherr, Jasmin Spitz und Carla Wojcik.

Martin Frenk
Dr. med. vet. Birgit Frey (Buggingen) bei den Erläuterungen zur Ersten Hilfe am Pferd.    Fotos: Verband

Mitgliederversammlung der Golfer

Neue Führung im Baden-Württembergischen Golfverband. Das BSB-Präsidiumsmitglied Tilmann Schwend wurde zum Vizepräsidenten gewählt.

Die Mitgliederversammlung des Baden-Württembergischen Golfverbands (BWGV) blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück und wählte unter anderem zwei neue Vizepräsidenten. Die Mitgliederversammlung beschloss einstimmt eine neue Ehrenordnung zur Würdigung des Ehrenamts auf Clubebene.

Im Sport- und Tagungshotel Aramis trafen sich die Vertreter der Baden-Württembergschen Golfclubs zur jährlichen Mitgliederversammlung des BWGV. Präsident Michael Marbler eröffnete die Versammlung mit positiven Nachrichten: "Die Mitgliederzahlen im BWGV stabilisieren sich auf einem hohen Niveau, dies nach leichten Verlustjahren. Der Trend ist positiv, was in Anbetracht der wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfreulich ist." Als besonderen Erfolg hob er die neue Kooperation mit dem NABU hervor: "Die Zusammenarbeit im Bereich der Initiative Lebensraum Golfplatz ist ein wichtiger Meilenstein für eine aktive Partnerschaft mit dem Naturschutz in Baden-Württemberg." Auch die wirtschaftliche Seite des Verbands entwickelt sich erfreulich, wie Marbler betonte: "Die Attraktivität des Golfsports zeigt sich auch in der positiven Entwicklung der BWGV-Partner."

Digitale Neuerungen in der Turnierplanung

Landessportwart Klaus J. Kroll präsentierte in seinem Bericht digitale Planungshilfen: "Wir informieren über die erste Saisonplanung mit Hilfe digitaler Modelle, die bei der regionaleren Gruppeneinteilung und gerechteren Anfahrtswegen hilft." Zudem gab er einen Ausblick auf kommende strukturelle Änderungen: "Ab 2027 werden wir die Gruppengrößen in den Ligen reduzieren, um wieder auf 5er Ligen ab den 1. Ligen zurück kommen. Die Mechaniken dahinter werden im Timer 2027 veröffentlicht."

Jugendförderprogramme und Schulkooperationen

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Jugendarbeit, wie Landesjugendwartin Anja Canz darlegte: "Wir beobachten die Entwicklung der Jugendzahlen genau. Die rückläufigen Zahlen sind ein Achtungszeichen. Ich appelliere an alle Clubs, sich für die Gewinnung und Begeisterung von Kindern in jungen Jahren mit altersgerechten Trainingsmethoden einzusetzen." Als wichtigen Schritt für die Zukunft stellte sie ein neues Projekt vor:

"Wir haben ein Workbook zum GOLF@SchoolKonzept entwickelt. Mit dem gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027 erhält die Sportart Golf eine Chance, in den Sportbetrieb an Schulen einzusteigen. Dazu kann das Workbook für die Trainer verwendet werden."

Neue Gesichter in den BWGV-Gremien

Bei den turnusmäßigen Wahlen kam es zu personellen Veränderungen: Hubert Hörmann (Vizepräsident Württemberg) und Urs Christen (Vizepräsident Südbaden) standen nicht erneut zur Wahl. Als Nachfolger wurden Hanni Weiler (G&LC Haghof) und Tilmann Schwend (GC Gütermann Gutach) einstimmig gewählt. Schwend ist zudem seit einem Jahr auch Beisitzer im Präsidium des Badischen Sportbundes Freiburg.

Der BWGV-Beirat steht für Kontinuität. Die Mitglieder des Beirats, Steffen Braun, Marc Frederik Elsäßer, Christiane Heck, Markus H. Ostrop und Jürgen Walther wurden einstimmig wiedergewält und stehen erneut für drei Jahre mit Erfahrung und Expertise zur Verfügung. Auch bei den Regionalen Sportwarten gab es einen Wechsel:

Edgar Litz trat nicht erneut an, Sabine RuprechtSchmidt wurde als seine Nachfolgerin gemeinsam mit Reiner Gero Mader und Dieter Zich einstimmig gewählt.

Neue Anerkennungsurkunde beschlossen Die Versammlung stimmte einem Antrag des Präsidiums einstimmig zu und ergänzte damit die Ehrenordnung um eine neue Ehrungsmöglichkeit: Die Anerkennungsurkunde für besonderes Engagement soll zukünftig Engagement auf Clubebene bereits nach sechs Jahren würdigen und den Clubverantwortlichen als Instrument der Wertschätzung zur Verfügung stehen.

BWGV / Joachim Spägele

Tilmann Schwend (links) verstärkt zukünftig als Vizepräsident die Führung des Baden-Württembergischen Golfverbandes.  Foto: BWGV

Klausurtagung am Herzogenhorn

Ehren- und Hauptamt der bsj Freiburg arbeiteten gemeinsam an Zukunftsthemen

Bei der Klausurtagung der Badischen Sportjugend Freiburg (bsj) im April im Leistungszentrum Herzogenhorn kamen Ehren- und Hauptamt zusammen, um zentrale Zukunftsfragen des Kinder- und Jugendsports in Südbaden gemeinsam in den Blick zu nehmen.

In intensiven Arbeitsphasen, offenen Austauschrunden und persönlichen Gesprächen wurde deutlich, wie wichtig das enge Zusammenspiel von haupt- und ehrenamtlichem Engagement für eine starke und zukunftsfähige Jugend- und Vereinsarbeit ist.

Nach der gemeinsamen Anreise startete die Klausurtagung mit einer ersten Gruppenphase. Dabei beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Themen, die für die Weiterentwicklung der bsj und ihrer Angebote von großer Bedeutung sind: von strategischen Überlegungen rund um den Einsatz des neuen Maskottchens über Social Media, Öffentlichkeitsarbeit und Markenbildung bis hin zum Thema Internationale Jugendarbeit. Im anschließenden offenen Austausch wurden die Ergebnisse zusammengeführt, diskutiert und um weitere Bedarfsthemen ergänzt.

Ein besonderer Mehrwert der Klausurtagung lag im gemeinsamen Blick auf die Zusammenarbeit innerhalb des Verbands und mit wichtigen Kooperationspartnern. So wurde am Freitagabend bewusst Raum geschaffen, um Eindrücke, Wünsche und Erfahrungen aus dem Alltag zu teilen – sowohl im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit dem BSB und der Sportschule als auch auf

die internen Abläufe der bsj. Gerade dieser offene und konstruktive Austausch zwischen Ehrenund Hauptamt zeigte, wie tragfähig gemeinsame Verantwortung, gegenseitiges Verständnis und klare Kommunikation für die Arbeit im Verband sind.

Am zweiten Tag standen weitere konkrete Zukunftsthemen auf dem Programm. Vorgestellt wurden das weiterentwickelte Schutzkonzept des BSB sowie neue Regelungen für Referentinnen und Referenten. In einer weiteren Gruppenphase befassten sich die Teilnehmenden mit dem „Preis engagierte Familien“, mit Netzwerkarbeit und Hochschule sowie mit der Frage, wie Angebote für 16- bis 26-Jährige weiterentwickelt

werden können. Auch diese Themen zeigen, dass die bsj Freiburg die Bedarfe junger Menschen, von Familien und von Vereinen, aufmerksam aufnimmt und ihre Arbeit konsequent daran ausrichtet.

Die Klausurtagung am Herzogenhorn machte deutlich: Gute Verbandsarbeit lebt vom Miteinander. Wenn Ehren- und Hauptamt ihre Perspektiven zusammenbringen entstehen tragfähige Ideen, klare Prioritäten und neue Impulse für die Praxis. Davon profitiert nicht nur der Sportbund selbst, sondern vor allem auch die Arbeit für und mit den Sportvereinen in der Region. Ilka Hoffmann

Klausurtagung der bsj auf dem Herzogenhorn.    Alle Fotos: bsj

Ferienangebot in Baden-Baden Steinbach – jetzt letzte Plätze sichern

Freizeiten an der Sportschule in Steinbach sind beliebt.    Foto: bsj

Bewegung, Gemeinschaft und jede Menge Spaß: Auch in den Sommerferien 2026 bietet die Badische Sportjugend Freiburg (bsj) ihre bewährten Sommersportfreizeiten an. An der Sportschule Baden-Baden Steinbach erwartet die Teilnehmenden ein vielseitiges Programm mit täglichen Sportangeboten, Spielen und gemeinschaftlichen Aktivitäten – betreut von qualifizierten Teamerinnen und Teamern.

Die Freizeiten richten sich an Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren sowie an Jugendliche von 13 bis 16 Jahren – unabhängig von sportlicher Vorerfahrung. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erleben, das Ausprobieren neuer Sportarten und das Miteinander in der Gruppe.

Die Kinderfreizeit findet vom 3. bis 9. August 2026 , die Jugendfreizeit vom 10. bis 16. August 2026 statt und zählen seit Jahren zu den Highlights im bsj-Jahresprogramm.

Die Kinderfreizeit ist bereits vollständig ausgebucht – alle 30 Plätze sind vergeben.

Für die Jugendfreizeit stehen derzeit nur noch wenige freie Plätze zur Verfügung. Interessierte sollten daher schnell sein und sich zeitnah anmelden.

Trinationales Basketballturnier!

Oberrhein-Cup bringt Jugendliche aus drei Ländern in Freiburg zusammen

Am 6. Juni findet in Freiburg (Uni-Halle, Sandfangweg 4) der OberrheinCup als Trinationales Basketballturnier statt. Veranstalter sind die Basketballabteilung des USC Freiburg und die Eisvögel USC Freiburg, gemeinsam mit dem BSB/ der bsj Freiburg. Gefördert wird das Turnier von der deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz.

An Turniertag treffen insgesamt zwölf Teams (je sechs weibliche und sechs männliche) mit Teilnehmenden aus Frankreich, der Schweiz sowie aus der deutschen Oberrhein-Region (Pfalz und Freiburg/Südbaden) aufeinander. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der sportliche Wettkampf, sondern vor allem der Austausch und die Vernetzung der Jugendlichen über die Ländergrenzen hinweg. Die Spielerinnen und Spieler der Jahrgänge 2011/2012 erleben einen gemeinsamen Turniertag, lernen neue Perspektiven kennen und knüpfen Kontakte, die über das Spielfeld hinausreichen. Sportlich ist ein kompakter Modus vorgesehen – gespielt wird in zwei Dreiergruppen mit anschließenden Platzierungsspielen. Der Spielbeginn ist um 09:30 Uhr, das Finalspiel ist für 16:30 Uhr geplant. Zuschauer sind herzlich eingeladen.

Florian Meyer

Junge Stimmen bringen Sport und Politik zusammen

Jugendkonferenz im Sport in Furtwangen mit Beteiligung der Badischen Sportjugend

Wie sieht Sport aus, den Jugendliche heute wirklich wollen? Welche Rolle spielen Vereine, Schule, Kommune und Politik? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Mitte April bei der Jugendkonferenz im Sport in Furtwangen mehr als 100 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums und der Realschule Furtwangen.

Die Jugendkonferenz ist ein Beteiligungsformat, das jungen Menschen Raum gibt, ihre Meinungen und Ideen zu gesellschaftlichen und politischen Themen zu entwickeln und sich aktiv in politische Prozesse einzubringen. Die Ergebnisse werden an das Kultusministerium zurückgespielt und fließen zudem in die Landesjugendkonferenz am 15. Juli in Stuttgart ein.

Begrüßt wurden die Jugendlichen von den organisierenden Vereinen und Partnern vor Ort: für die Skizunft Brend war Christine Dorer als Vorstandsmitglied anwesend, die zugleich Sprecherin des Vorstands der bsj ist. Für die Sportfreunde Neukirch begrüßte Jugendleiter Stefan Bartle die Teilnehmenden. Der TV Furtwangen als größter Sportverein der Stadt und offizieller Ausrichter der Jugendkonferenz, war durch den 2. Vorsitzenden Hendrik Mielke vertreten. Alle betonten, wie wichtig junge Menschen und deren Teilhabe und Mitbestimmung für ihre Sportvereine sei. Außerdem richteten Anja Siedle, 1. Vorsitzende des Sportverbands Furtwangen und stellvertretende Bürgermeisterin, Tatjana Goschkowski als Schulleiterin des Otto-Hahn-Gymnasiums, sowie Prof. Dr. Hans-Georg Enkler als Prorektor der Hochschule Furtwangen, welche die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, ein

Grußwort an die Jugendlichen. In ihren Begrüßungen wurde deutlich: Die Jugendkonferenz lebt von starken Netzwerken. Gerade das Zusammenspiel von Sportvereinen, Schule und Politik eröffnet neue Synergien und schafft Räume, in denen junge Menschen ihre Perspektiven einbringen können. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die aktive Beteiligung der Jugendlichen. An zehn Thementischen diskutierten sie Fragen aus Sport und Politik. Die Themen konnten teilweise von den Jugendlichen im Voraus der Veranstaltung selbst benannt werden. Grundlage des Formats sind vielfältige Beteiligungsmethoden, die Jugendliche motivieren, ihre Meinung zu äußern und gemeinsam Lösungen zu entwickeln — von aktivierenden Einstiegen über schnelle Sammel- und Diskussionsformate bis hin zur konkreten Formulierung von Maßnahmen und Forderungen.

Am Ende wurden die Ergebnisse aus den Diskussionen gebündelt und die Wünsche sowie Forderungen der Jugendlichen an Sportvereine, Kommunen und das Land auf Plakaten festgehalten und vorgestellt. Genau darin liegt die besondere Stärke der Jugendkonferenz: Junge Menschen diskutieren nicht nur mit, sondern formulieren konkrete Anliegen für die Gestaltung ihrer Lebenswelt. Die Ergebnisse aus Furtwangen fließen nun in die Landesjugendkonferenz im Juli in Stuttgart ein, wo sie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Ministerien diskutiert werden.

Die Jugendkonferenz hat eindrucksvoll gezeigt, wie gewinnbringend es ist, Jugendlichen zuzuhören, ihnen Beteiligung zuzutrauen und ihre Ideen ernst zu nehmen. Für den Sport, für die Kommunen und für die Politik.

Ilka Hoffmann

Alle Fotos: bsj

Schutzschild-Verleihung beim TC Zell 2005

Als erster Tennisverein in Südbaden erhielt der TC Zell 2005 die Acrylgasplatte „Schutzschild im und für den Sport“ verliehen und nimmt damit eine Vorreiterrolle ein

Das Symbol steht für ein klares Bekenntnis zu Verantwortung, Verlässlichkeit und einer gelebten Kultur der Achtsamkeit. Es macht nach außen sichtbar, dass ein Verein den Kinder- und Jugendschutz nicht als Randthema versteht, sondern als festen Bestandteil seiner Organisations- und Vereinskultur verankert.

Der TC Zell 2005 gehört damit zu einem Kreis von rund 35 Sportvereinen in Südbaden, die diese Auszeichnung erhalten haben. Kinder- und Jugendschutz ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für den organisierten Sport und erfordert klare Haltung, verbindliche Strukturen und nachhaltiges Engagement auf allen Ebenen des Vereins. Dass dieses Engagement beim TC Zell 2005 nicht nur formal verankert, sondern auch inhaltlich klar getragen wird, zeigt der Leitsatz des Vereins: „Wir leben Tennis mit Herz, Fairness und Verantwortung. Unser Ziel ist es, allen Mitgliedern – insbesondere Kindern und Jugendlichen – ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich sicher, respektiert und wertgeschätzt fühlen.“ Dieser Anspruch bringt in besonderer Weise zum Ausdruck, was das Schutzschild fördern will: eine Vereinskultur, in der Schutz, Respekt und Verantwortungsbewusstsein selbstverständlich gelebt werden. Mit dem Schutzschild hat der BSB ein wirksames Instrument innerhalb seines Präventionskonzepts geschaffen, das Vereine dabei unterstützt, Schutzkonzepte verbindlich zu entwickeln und kontinuierlich weiterzuführen. Im Mittelpunkt stehen der Schutz von Kindern und Jugendlichen, die Schaffung verlässlicher Ansprechstrukturen sowie die Prävention interpersonaler Gewalt im Vereinskontext.

Die Vergabe des Schutzschilds ist an klare und verbindliche Voraussetzungen geknüpft. Hierzu zählen unter anderem eine eindeutige Positionierung des Vereins zum Schutz vor Gewalt, die Benennung verantwortlicher Ansprechpersonen, Maßnahmen zur Schulung und Sensibilisierung sowie verbindliche Verhaltensregeln für den Vereinsalltag. Damit wird deutlich: Das Schutzschild ist keine punktuelle Auszeichnung, sondern Ausdruck eines qualitätsorientierten und dauerhaft angelegten Entwicklungsprozesses. Die feierliche Verleihung fand auf der Tennisanlage

Schutzschidverleihung an den TC Zell a. H. durch BSB-Präsident Gundolf

in Zell statt. Überreicht wurde die Auszeichnung durch Gundolf Fleischer, Präsident des Badischen Sportbundes Freiburg. Die Würdigung vor Ort machte deutlich, welchen Stellenwert das

Engagement des Vereins besitzt und wie wichtig es ist, Vereine sichtbar zu machen, die Verantwortung in besonderer Weise übernehmen. Marcel Drayer

Der TC Zell 2005 erfüllt diese Anforderungen in vorbildlicher Weise. Mit Jugendwart Stephan Manz und der stellvertretenden Jugendwartin Claudia Künstle hat der Verein feste Ansprechpersonen benannt, die die Umsetzung des Schutzkonzepts aktiv begleiten und für Kinder, Jugendliche sowie Eltern als verlässliche Kontaktpersonen zur Verfügung stehen. Claudia Künstle beschreibt die Motivation des Vereins so: „Wir wollen, dass sich alle Kinder bei uns im Verein wohlfühlen und die Eltern ein gutes Gefühl haben, wenn ihre Kinder bei uns trainieren und an Veranstaltungen teilnehmen. In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Jugend-Events ins Leben gerufen, zum Beispiel das Jugend-Tenniscamp mit Übernachtung im Clubheim. Gerade bei solchen Angeboten sind wir uns unserer Verantwortung besonders bewusst und möchten ein Höchstmaß an Vertrauen schaffen.“

Vereine, die sich diesem Prozess mit Ernsthaftigkeit und Konsequenz widmen, leisten einen unverzichtbaren Beitrag dazu, den organisierten Sport als sicheren, verlässlichen und fördernden Lebensraum für junge Menschen zu stärken.

Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendschutzkonzept des TC Zell 2005 sind auf der Vereinswebsite abrufbar.

Fleischer.   Foto: Marcel Drayer

Das Wunder von … oder

„Wunder gibt es immer wieder“

Natürlich Bern 1954, antworten die Fußballfreunde mit Blick auf die Fußball-WM 1954, als Helmut Rahn im Finale den Ball zum 3:2 ins ungarische Tor schoss. Nun ist der Ball übrigens im Historischen Museum der Pfalz in Speyer zu bewundern. Und wer kennt nicht den Schlager: Wunder gibt es immer wieder.

Stimmt das, oder hätten wir dies einfach nur gerne? Sind Wunder übermenschliche Zauberkunststücke – oder gilt in unserer Wirklichkeit nur das etwas, was man messen, bewerten, zählen und zahlen kann? Und – war Jesus einer, der nicht nur Wasser in Wein, sondern auch Heilungs-Wunder vollbracht hat? Wenn ja, wie und warum ist dies heute wichtiger denn je?

Jesus ist stärker als alle Not, als Krankheiten an Körper und Seele, und er verbindet jedes Wunder damit, zu zeigen, dass Gottes Herrschaft hier und heute beginnt oder bereits begonnen hat. Er verweist in seinem Tun auf die Kraft und die Nähe Gottes mitten unter uns Menschen. Und er hat dabei Gottes Willen erfüllt und wollte nie selbst im Mittelpunkt stehen oder bewundert werden. Heilung war für ihn zudem mehr als „nur“ jemanden äußerlich gesund zu „machen“ oder menschliche Nöte und Probleme zu lindern. Jesus hat

Impressum

Baden-Württemberg-Teil

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ISSN 1868-7253

zudem bei all seinen Wundertaten immer die Kraft von Gott erbeten – und wenn es nur ein Seufzer oder ein Gebet gen Himmel waren. Nicht nur aus dem Sport wissen wir, wie wichtig Hände sind – helfende, tröstende, heilsame und wärmende Berührungen, ein in den Arm genommen werden, vor allem bei Niederlagen, tun einfach gut. Und dies ist oft der erste Schritt, um wieder ins Lot zu kommen. Es stärkt die uns allen geschenkten seelischen und körperlichen Selbstheilungskräfte und unser innerstes Bedürfnis, wieder gesund und fit zu werden. Ich erinnere gerne an das Kinderlied: Heile, heile Segen, drei Tage Regen, drei Tage Schnee und dann tut es (hoffentlich) nicht mehr weh. Dass wir gesund werden und wieder am Leben teilhaben können, das ist schon WUNDER genug. Vertrauen wir auch all den Fähigkeiten, die wir als

Geschöpf Gottes in die Wiege gelegt bekommen oder uns durch Fleiß und Training erworben haben, um damit Wunderbares zu leisten – im Alltag, im Verein oder bei einer Weltmeisterschaft. Fazit: Wunder gibt es tatsächlich immer wieder, weil wir sie brauchen, weil sie uns guttun. Weil es schön ist, Gott immer wieder konkret unter uns zu wissen und weil Gott nie aufgehört hat, durch Menschen und nicht nur durch seinen Sohn, Wunder zu wirken.

Dorothee Schlegel Arbeitskreis Kirche und Sport

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Als Gesundheitskasse stehen wir für eine umfassende Versorgung der Versicherten in Baden-Württemberg und sind Marktführer in der Prävention. Dabei setzen wir auf Qualität – ob in Unternehmen, bei individuellen Maßnahmen, in den Lebenswelten Kitas und Schulen oder in den Lebenswelten ommunen und Vereine. Ziel unseres Engagements ist, gemeinsam mit unseren Partnern, allen Menschen in Baden-Württemberg ein gesundes Auswachsen, Leben und Altern zu ermöglichen. Verbände und Vereine bewegen Menschen von klein auf und über alle Altersgruppen hinweg. Sie ermöglichen mit ihrer hohen sozialen Integrationsfunktion allen Bevölkerungsschichten den Zugang. Darüber hinaus findet vor Allem auch im Verein soziales Lernen statt, sei es durch Mannschaftssportarten oder andere Gruppenangebote. Um neue Mitglieder zu gewinnen und bestehende zu halten, bedarf es immer mehr einer veränderten Angebotsstruktur und Neuausrichtung. Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Lebenswelt gestalten, in der Gesundheitsförderung mehr denn je zu Hause ist. Wir unterstützen Sie dabei prozessbegleitend, mit vorhandenen, modularen Produkten und starken Netzwerken. Unsere Koordinatoren beraten Sie gerne regional bei Ihnen vor Ort. Denn wir sind GESUNDNAH.

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Förderung des Sports in seiner Vielfalt Sportförderung ist ein wichtiges Ziel von Lotto Baden-Württemberg. Die Erträge aus den staatlichen Lotterien fließen zum Großteil in den Wettmittelfonds des Landes, durch den der Sport, Kultur, Denkmalpflege und Soziales unterstützt werden. Seit Gründung der Staatlichen Toto-Lotto GmbH im Zuge der Einführung des Fußball-Totos 1948, sind rund 3 Mrd. Euro in den Spitzen- und Vereinssport geflossen.

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