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Sport in BW - Juli 2020

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SPORT

Ausgabe BSB Freiburg – 07 | 2020

in BW

en-Wür ttemberg d a B n i s t r o zin des Sp a g a M s Da

Laufbahnberatung Auch und gerade in Corona-Zeiten sind Laufbahnberater an Olympiastützpunkten besonders gefragt. Die Rhythmische Sportgymnastin Anni Qu hat diesen Service in Stuttgart gerne angenommen.

Corona-Soforthilfe Das Land Baden-Württemberg stellt existenzgefährdeten Vereinen und Verbänden Soforthilfen in Höhe von rund 11,6 Mio. Euro zur Verfügung. Anträge sind über den BSB zu stellen.

Unsere Partner

Mit etwas mehr als 2,28 Millionen Euro bezuschusst der Badische Sportbund Freiburg in einer ersten Tranche 70 Anträge im Bereich des Vereinssportstättenbaus.

Foto: picture-alliance

Sportstättenbau


Ich würde mir neue Nachbarn suchen. Irgendwo im Grünen.

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Inhalt

In diesem Heft SPORT IN BW Interview zu den Corona-Lockerungen im Sport �������������������������������� 4 Toto-Lotto: Partner des Sports ������������������������������������������������������������ 6 Kolumne der LSVBW-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis zur Soforthilfe Sport der Landesregierung �������������������������������������� 7 Was macht ein Laufbahnberater an einem OSP in Corona-Zeiten? ������ 8 Kinder- und Jugendbeteiligung im Sport ������������������������������������������ 10

BADISCHER SPORTBUND FREIBURG Corona-Beihilfen des Landes ������������������������������������������������������������� 12 Infos zu den aktuellen Umsatzsteueränderungen ����������������������������� 13 Anfang Juni ging es an der Sportschule Steinbach wieder los ����������� 14 News aus der Sportschule Steinbach ������������������������������������������������ 16 Abrechnung der Kooperationsmaßnahmen bereits möglich ������������� 17 Am Herzogenhorn wird wieder trainiert ������������������������������������������� 18 2,28 Millionen Euro für den Vereinssportstättenbau ������������������������� 20 „Virtual BW-Running“ ����������������������������������������������������������������������� 22 Neuausrichtung des Programms „Sport mit Flüchtlingen“ ��������������� 23 Den Zusammenhalt nach der Krise stärken ��������������������������������������� 25 BSB on Tour – noch zwei Termine in diesem Jahr ������������������������������ 26 Deutsch-französischer Bürgerfonds �������������������������������������������������� 27 Vereinsmanager-Ausbildung 2020 ���������������������������������������������������� 28 Neues von der Badischen Sportjugend Freiburg ������������������������������� 30 ARAG Sportversicherung informiert �������������������������������������������������� 32 Nachruf auf Prof. Dr. Heinz Birnesser ������������������������������������������������ 33 Ehemaliger Fußball-Präsident Jacobs verstorben / Impressum ������� 34

In Steinbach und auf dem Herzogenhorn geht es wieder los Seit Anfang Juni haben die Sportschule Baden-Baden Steinbach und das Leistungszentrum Herzogenhorn im Hochschwarzwald ihre Türen wieder geöffnet. Seither läuft der Lehrgangs- und Trainingsbetrieb wieder langsam an. Alles Weitere dazu finden Sie auf den Seiten 14/15 und 18/19 dieser Ausgabe. Joachim Spägele

Steinbachs Sportschulleiter Christian Reinschmidt vor dem Haupteingang: Bereits hier beginnt ein ausgefeiltes Leitsystem. Foto: Joachim Spägele

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Andreas Felchle Präsident des Württembergischen Landessportbundes

Ein erstes Etappenziel ist erreicht Viele kleine Schritte haben wir in den vergangenen Wochen auf dem Weg zurück zu einem halbwegs normalen Sport- und Vereinsleben absolviert. Hallen und Plätze sind wieder geöffnet, Wettkämpfe erlaubt, in die Vereinsgaststätten ist Leben zurückgehrt – alles unter Wahrung von Abstandsregeln und der weiterhin gültigen Einschränkungen und Hygieneregeln. Aber trotz aller vertretbaren Lockerungen sind wir insgesamt im Sport und in den Vereinen noch ein ganzes Stück von einer Rückkehr zur Normalität entfernt. Zwar haben die Mannschaftssportarten seit 1. Juli in Teilen wieder eine Perspektive. Aber Vereinsfeste und größere Zusammenkünfte sind nach jetzigem Stand noch eine Zeitlang nur unter Auflagen möglich. Und manch Verein (oder Abteilung) hat bislang von der Wiederaufnahme des Sportbetriebs abgesehen, weil er die Umsetzung der Hygieneauflagen mit den vorhandenen personellen Ressourcen für nicht leistbar hält. Unter all diesen Ein- und Beschränkungen leidet in ­unseren Sportvereinen das „Soziale“ ganz besonders. Das höre ich immer wieder von Ehrenamtlichen und Sportlern. Gemeinsam „normal“ trainieren, gemeinsam Erfolge feiern, gemeinsam zusammenhocken – all das fehlt den Menschen. Wer vor diesem Hintergrund nun also der Meinung ist, im gemeinnützigen Breitensport sei durch die Lockerungen der letzten Wochen nun alles schon wieder in geordneten Bahnen, liegt weit daneben. Immerhin: In Sachen finanzielle Hilfen für den gemeinnützigen Sport ist ein aus meiner Sicht erstes Etappenziel erreicht. Uns ist es gelungen, mit dem ­ Land eine Soforthilfe auf den Weg zu bringen, die Vereine bei ­aktuellen oder in diesem Jahr noch zu erwartenden finanziellen Engpässen unterstützt – und das mit einem erfreulich schlanken und damit ehrenamtsfreundlichen Verfahren samt Auszahlung über die Sportbünde. Angesichts der vielen Unsicherheiten der Zukunft und deren mögliche Auswirkungen auf unser Sportsystem brauchen wir aber weiter die Gesprächsbereitschaft des Landes in Sachen Unterstützung für Sportvereine und -verbände. Daher kann die jetzt aufgelegte Soforthilfe nur der erste Baustein sein, um unser Sportsystem nach vielen Wochen des Stillstands so gut wie noch möglich durch die Krise infolge der Corona-Pandemie zu bringen. Eine Art „Konjunkturprogramm“ für den Sport wäre dafür nicht das Schlechteste.

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Interview

„Das bestmögliche erreichen“ In den letzten Ausgaben haben wir das Thema Corona bereits von mehreren Seiten beleuchtet. Im nachfolgenden Interview mit dem Ärztlichen Direktor der Abteilung Sportmedizin an der Uniklinik Tübingen, Prof. Dr. Andreas Nieß, der Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg (LSVBW), Elvira Menzer-Haasis, und dem Hauptgeschäftsführer des LSVBW, Ulrich Derad, geht es hauptsächlich um die Rückkehr zum „normalen“ Sportbetrieb

Prof. Dr. Andreas Nieß Foto: privat

LSVBW-Hauptgeschäftsführer ­Ulrich Derad. Foto: LSVBW

Herr Prof. Nieß, Sie sind kein Virologe, sondern Sportmediziner. Wie haben Sie die Zeit ab Mitte März als Mediziner erlebt? Nieß: Als Mediziner bleibt mir natürlich die mehr oder wenig plötzliche Umstellung auf den „Corona-Modus“ in Erinnerung mit Schließung unseres Ambulanzbetriebes bis auf Notfälle, den Abbruch laufender wissenschaftlicher Projekte und sämtlicher Präsenzveranstaltungen, die Umsetzung strikter Hygienemaßnahmen – und wenn notwendig – auch Quarantäne sowie insbesondere die zunächst bestehende Ungewissheit, welches Ausmaß diese Pandemie bei uns annehmen würde. Privat hat mich vor allem betroffen gemacht, was auf andere Regionen in Europa, und hier zunächst auf Italien und das Elsass, hereingebrochen ist. Regionen, die man gut kennt und für die man sich nicht vorstellen konnte, dass plötzlich nicht mehr jeder die medizinische Notfallversorgung erhält, die er braucht. Welchen direkten Kontakt hatten Sie zu Sportlern in dieser Zeit? Gab es infizierte Leistungssportler, die Sie behandelt bzw. die bei Ihnen um Rat nachgesucht haben? Nieß: Es gab seitens der Sportler und Trainer vor allen Dingen Anfragen, die sich auf die behördlichen Auflagen bezogen, also was beispielsweise zu tun ist, wenn man aus dem Ausland zurückkommt und was die Hygienemaßnahmen betrifft. Auch

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LSVBW-Präsidentin Elvira ­Menzer-Haasis. Foto: LSVBW

suchten Athleten mit Infektsymptomen um Rat. Glücklicherweise waren es zumindest bei uns nur Einzelfälle, die sich nach einer tatsächlich durchgemachten Covid-19-Infektion vorgestellt haben. Es bleibt zu hoffen, dass es dabei bleibt. Haben sich die Tätigkeitsschwerpunkte aufgrund Corona in Ihrem Institut seither verändert? Nieß: Zunächst einmal sind wir derzeit bemüht, dass wir in den Bereichen Klinik, Forschung und Lehre soweit möglich wieder in den Normalmodus kommen, auch weil viel liegen geblieben ist. Allerdings ist es schon so, dass das Thema SARS-Cov-2 in diesen Bereichen nun als Thema jederzeit mitläuft. Was mich freut ist, dass wir frühzeitig das Thema auch in unsere wissenschaftliche Arbeit mit aufnehmen konnten, und das bietet ja auch durchaus Chancen. Erwähnen möchte ich hier auch den permanenten und sehr konstruktiven Austausch mit den Entscheidungsträgern des organisierten Sports zu diesem Thema. Auch die Zusammenarbeit der sportmedizinischen Einrichtungen in Deutschland ist unter dem Eindruck der Coronakrise enger geworden. Herr Derad, welchen Kontakt hatte der LSVBW seit Mitte März zu den Leistungssportlern oder zu Verbänden und Landestrainern? Derad: Wir standen über die Olympiastützpunkte und die Bundesstüzpunktleiter

sowie über die Clusterverantworltichen mit den Fachverbänden im ständigen Austausch. Ein großes Thema dieser Kommunikation waren die neusten Verordungen und die aktuellen Fördermaßnahmen. Analog dazu standen wir ebenfalls in einem engen Austausch mit dem Sportreferat des Kultusministeriums und den sportmedizinischen Untersuchungszentren. So konnten wir bereits sehr frühzeitig unseren Input geben, um die jeweiligen Verordnungen mitzugestalten. Sei es die Öffnung der Trainingsmöglichkeiten für die Bundesstüzpunkte damals noch hinsichtlich der Wettkampfvorbereitung für die Olympischen Spiele. Die Durchführungsbestimmungen des Leistungssporttrainings waren im Zuge dessen im Übrigen der Wegbereiter der Verordnungen für den Freizeit- und Breitensport. Zwar fanden unsere Anmerkungen nicht immer den Weg in die finale Fassung der Verordnungen des Sozialministerium, aber dennoch konnten wir einen großen Anteil zur schrittweisen Öffnung des Trainingsbetriebs im Leistungssport sowie im Freizeit- und Breitensport gemeinsam mit dem Sportreferat erwirken. Eine weitere wichtige Nachricht an die Verbände war die der Absicherung der bereits bewilligten Leistungssportmittel aus dem Solidarpakt. Durch die Bestätigung dieser Mittel waren wir in der Lagem unser Leistungssportpersonal weiterzubeschäftigen. Das wirkt sich nun positiv auf die Durchführung des Trainingsbetriebs aus. In der Zeit konnten unter anderem Hygienekonzepte entwicklet werden, von denen der gesamte Sport in Baden-Württemberg profitiert. Es gab Wissenschaftler, die haben den Topathleten dringend geraten, nach dem Shutdown dennoch so gut wie möglich weiter zu trainieren. Welchen Rat haben oder hätten Sie gegeben? Immer natürlich vor dem Hintergrund der Frage, ob ein Training überhaupt möglich war.

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Interview

Nieß: Diesen Rat haben wir auch gegeben, natürlich unter Beachtung der gültigen Hygienevorschriften. Dabei hatten es zum Beispiel die Ausdauersportler mit einem Individualtraining im Freien natürlich deutlich leichter als die Athlet anderer Sportarten. Welche Auswirkungen auf die Leistungen der Spitzensportler hat es, wenn ein paar Wochen kaum oder nicht gezielt trainiert werden kann? Nieß: Eine komplette Trainingspause ist nicht nur für die Leistung von Spitzensportlern problematisch. In komplexen Sportarten mit Technikanteil und auch im Spielsport kann man zwar durch einen Beibehalt eines Trainings konditioneller Grundeigenschaften teilweise überbrücken, aber eine gute Wettkampfform lässt sich dadurch nicht erhalten. Beim Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb solcher Sportarten sollte zudem beachtet werden, dass zur Vorbeugung von Verletzungen zunächst ein entsprechend spezifisches Training mit all seinen Facetten gehört. Der LSVBW hat bereits Anfang Mai eine sukzessive Wiederaufnahme des Sportbetriebs gefordert, im Profi- und Spitzensport war dies bereits ab dem 11. April der Fall. Wie verlief die Abstimmung zwischen DOSB und den Landessportbünden? Menzer-Haasis: Wir haben uns kontinuierlich für die Wiederaufnahme des Sports stark gemacht – selbstverständlich immer unter den geltenden Infektionsschutzempfehlungen. Zum einen natürlich gegenüber der Landespolitik, aber auch gemeinsam mit den anderen Landessportbünden und dem DOSB gegenüber der Bundesregierung, zuletzt auch vor dem Sportausschuss in Berlin. In regelmäßigen Videokonferenzen und Telefonaten mit den jeweiligen Vertretern der Landessportbünde und des DOSB halten wir uns gegenseitig auf dem Laufenden und diskutieren Lösungen. In gemeinsamen Gesprächen wurde eine Presseerklärung erarbeitet, die gebündelt veröffentlicht werden konnte. Das funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen. In diesem Fall hat das gut funktioniert. In anderen Fällen ist es schwieriger, auf einen Nenner zu kommen. Alles in allem pflegen wir einen kontinuierlichen und guten Austausch. War der Druck von Seiten der Fachverbände sehr groß? In Rheinland-Pfalz

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war zwischenzeitlich Golf- und Tennisspielen wieder erlaubt, hier im Lande nicht. Menzer-Haasis: Verständlicherweise war der Druck von Seiten der Verbände groß. Ein Stück weit ist das auch nachzuvollziehen. Allerdings muss man in der Betrachtung der Situation auch mehrere Parameter zulassen und objektiv reagieren. Die Infektionszahlen der Bundesländer waren zu diesem Zeitpunkt durchaus unterschiedlich. Zudem wollte die Landesregierung keinen voreiligen Schluss ziehen. Nach Gesprächen und der Vorlage ausgearbeiteter Hygienekonzepte der verschiedenen Sportarten konnten wir letztendlich eine schrittweise Öffnung erzielen. Im Übrigen genau so, wie wir es in den vergangenen Monaten immer wieder kommuniziert haben. Es hilft uns im Sport schlichtweg nicht weiter, wenn reiner Aktionismus herrscht. Das führt im Nachhinein nur zu einer Unglaubwürdigkeit des Sports. Das hilft keinem von uns weiter. Nicht alle Empfehlungen seitens des Sozialministeriums waren auf Anhieb für jeden verständlich. Welchen Einfluss hatten hier der Landessportverband bzw. das für den Sport zuständige Kultusministerium? Derad: Ich hatte das ja bereits in einer der ersten Antworten angedeutet. Wir haben die Forderungen und Möglichkeiten des Sports gut in das Sportreferat des Kultusministeriums einbringen können. Korrekterweise muss man zugeben, dass das Sozialministerium, das im übrigen auch nur die Empfehlungen des Kultusministerius aufnimmt, natürlich auch weitere gesellschaftlich relevante Aspekte zu berücksichtigen hat. Warum allerdings manche Empfehlungen so in der Form umgesetzt worden sind, ist teilweise schwer nachvollziehbar. Herr Prof. Nieß, Sie waren Anfang Mai Erstautor des mit weiteren renommierten Mediziniern erstellten Positionspapiers „Return to Sport während der Corobavirus-Pandemie“. In aller Kürze: Was haben Sie vorgeschlagen? Nieß: Der Wissenschaftsrat unserer Fachgesellschaft DGSP und die medizinsche Kommission des DOSB sah hier raschen Handlungsbedarf infolge der in im Rahmen der Covid-19-Pandemie publizierten Studien zu möglichen Organbeteiligungen, unter anderem auch von Herz und Lunge. Gerade weil dieses Krankheitsbild bisher nur im Ansatz verstanden ist, schien

es uns geboten, betroffenen Athleten eine Leitlinie zu bieten, wie man nach durchgemachter Infektion wieder in den Sport einsteigen kann. Zentrale Empfehlung für diese Fälle ist das Einholen einer ärztlichen Freigabe für die Wiederaufnahme von Training und Wettkampf auf der Grundlage diagnostischer Maßnahmen, deren Umfang sich an der Schwere des Krankheitserlaufs ergibt. Die Bundesligen im Fußball und Basketball haben unter besonderen Hygienebedingungen ihren Spielbetrieb, wenn auch ohne Zuschauer, wieder aufgenommen. Die öffentliche Skepsis ist längst gewichen. Welche Erfahrungen haben Sie bzw. Ihr Kollege Prof. Striegel gemacht, der ja auch Arzt des VfB Stuttgart ist? Nieß: Ich muss zugeben, ich war zu Beginn auch etwas skeptisch, so gerne ich auch Fußball schaue. Ich hatte die Sorge, dass das Konzept, aber auch der Spielbetrieb und dessen öffentliche Wahrnehmung, im Falle häufiger positiver Testergebnisse bei Spielern ins Wanken geraten könnte. Im Moment sind die Erfahrungen aber durchaus positiv. Was dem Konzept natürlich zuträglich ist, sind die aktuellen niedrigen Fallzahlen insgesamt. Aktuell gibt es neben der Neiddebatte auch eine aufkommende Forderung nach der Zulassung von Zuschauern zu Sportwettkämpfen. Nicht zuletzt in Frankreich sind bald wieder bis zu 5000 Zuschauer erlaubt. Wie steht der LSVBW zu dieser Thematik? Derad: Grundsätzlich sollte der Sport sehr verantwortungsvoll damit umgehen. Wenn die Modalitäten und die Rahmenbedingungen stimmen, dann kann es auch einen Weg geben das umzusetzen. Sei es aus meiner Sicht, dass Zuschauer mit Mundschutz zugelassen werden und vorher eine Desinfektiondusche erhalten, die Durchlüftungssituation der Halle geprüft ist oder ähnliches. Alle Wege sollten da gründlich und auch nachhaltig durchdacht werden – immer in Abstimmung mit den medizinischen Untersuchungszentren. Ich kann mir beispielweise ein Pilotprojekt für das Land zu diesem Thema gut vorstellen. Der Landessportverband ist für Landeskader und über die OSPs und Bundesstützpunkte für den Spitzensport zuständig. Welche Resonanzen erhalten Sie querbeet durch die Sportarten?

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Interview / TOTO-LOTTO

Derad: Das Echo der Situation ist zweigeteilt. Es gibt viele positivie Rückmeldungen, die wir in den letzten Wochen erhalten haben. Viele freuen sich wieder Sport treiben zu können – wenn auch mit Einschränkungen. Die Kehrseite der Medaille sind die undifferenzierten Rückmeldungen. Häufig wird da nicht das große Ganze beleuchtet, sondern eher nur der eigene Standort als extrem schwierig dargestellt. Das ist insofern schade, da die Solidargemeinde Sport eigentlich gemeinsam für die Sache stehen sollte.

in Erwartung einer Reihe von Virologen im Verlauf dieses Jahres die Häufigkeit von Covid-19-Fällen im Sinne einer zweiten Welle wieder ansteigen wird. Diese Einschätzung ergibt sich auch aus der weltweiten Entwicklung. Auch die zuletzt aufgetretenen Hotspots zeigen, dass mit der Verbreitungsfreude des Virus nicht zu spaßen ist. Es bleibt zu hoffen, dass Maßnahmen wie eine konsequente Vorbeugung – und im Falle positiver Fälle deren suffiziente Nachverfolgung – einen erneuten Lockdown vergangenen Ausmaßes verhindern.

Wie geht es Ihrer Meinung nach weiter – immer vorausgesetzt es wird zu keiner weiteren größeren Welle kommen? Nieß: Meiner Ansicht nach sind wir in Baden-Württemberg in Anbetracht der Situation derzeit auf einem guten Weg. Wenn es weiter stabil bleiben sollte, wird es im Sport weitere Lockerungen geben, ich denke da zum Beispiel auch an die Durchführung von Ausdauerwettkämpfen im Freien. Allerdings sollte man nicht verdrängen, dass

Werden Sie sich als Wissenschaftler auch weiter mit diesem Thema befassen? Nieß: Ja, was die primär sportmedizinisch-klinischen Aspekte anbetrifft, ist das naheliegend. Woran wir arbeiten ist eine deutschlandweite Vernetzung der sportmedizinischen Zentren, die Kadersportler betreuen, zum Beispiel zur Falldokumentation und Immunitätsentwicklung. Mittlerweile sind viele Lockerungen

bereits durchgeführt oder in Wege geleitet worden. Gibt es einen Punkt, an dem der Weg für eine Rückkehr zur Normalität frei ist? Derad: Ich glaube nicht, dass man zu einer Normalität, wie wir sie kannten, zurückkehren wird. Dementsprechend wird es eine neue Normalität geben, in der wir uns auf eine dynamische Weiterentwicklung einstellen müssen. Für den Landessportverband gilt weiterhin das best mögliche für den Sport zu erreichen. Vor diesem Hintergrund haben wir beispielsweise zuletzt den Kontakt zu den Kommunen im Land gesucht, um eine Öffnung der Sportstätten in Abstimmung und mit Unterstützung der Vereine in den Ferien zu erwirken. Es wäre wünschenswert, wenn die Kommunen die Sportanlagen speziell auch in den Ferien öffnen und so die Möglichkeit für Sportcamps und Ferienangebote schaffen. Insbesondere für die Kinder und Jugendlichen wäre das ein wichtiger Schritt in die besagte „neue Normalität“. n Das Interview führte Joachim Spägele

Dank Toto-Lotto! Der TC Pleidelsheim hat sein Sportangebot durch einen Padel-Court erweitert „Bis vor kurzem haben wir den Begriff ‚Padeln‘ eigentlich nur mit einer netten Fahrt auf unserem Neckar verbunden“, scherzt die zweite Vorsitzende des TC Pleidelsheim, Nadine Hofmeister. Dies änderte sich, als die Familie Margarit-Gonzalez in den Verein eintrat und mit den anderen Mitgliedern Ausflüge zu so genannten Padel-Courts unternahm, um ihnen den spanischen Volkssport Padel zu zeigen. Ihre Begeisterung

war ansteckend, und so war bald die Idee geboren, auf unserem Vereinsgelände einen eigenen Padel-Court zu errichten“, erzählt Hofmeister. Somit fing man im November 2017 mit der Planung des neuen Sportplatzes an, und nachdem bei der Hauptversammlung im März 2018 der Bau des Padel-Courts beschlossen wurde, begannen die Bauarbeiten schließlich Ende Januar 2019. Die offizielle Einweihung konnte dann bereits drei Monate später gefeiert werden.

Der Padel-Court des TC Pleidelsheim war bereits Austragungsort eines ­Turniers der German Padel Tour. Foto: Verein

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Kein Winterschlaf des Vereinslebens Nach der Eröffnung hatte sich das neue Angebot des TC Pleidelsheim schnell herumgesprochen und der 200 Quadratmeter große Platz wurde sowohl von den

Vereinsmitgliedern als auch von vielen neuen Interessierten genutzt. „Besonders schön war, dass im letzten milden Winter die Anlage durchgängig bespielt werden konnte. Da wir keine vereinseigene Tennishalle haben, gab es sonst immer einen Winterschlaf des Vereinslebens“, berichtet die zweite Vorsitzende des Vereins. Darüber hinaus war Pleidelsheim Initiator der Padel-Liga Württemberg und Austragungsort eines Turniers der German Padel Tour. Zusammen mit dem Bau der Padel-Anlage wurde außerdem gleichzeitig auch das Clubhaus des Vereins renoviert und eine Heizungsanlange installiert. Dafür wurde eine Gesamtsumme von 140.000 Euro angesetzt. Allein die Kosten für den Bau des Padel-Courts beliefen sich auf ungefähr 65.000 Euro. Davon konnte man 22.000 Euro durch den Zuschuss des WLSB finanzieren. Ermöglicht wurde dieser unter anderem durch den Wettmittelfonds des Landes Baden-Württemberg. Sport im Verein ist eben besser. Dank Toto-Lotto! n Stefan Seeger

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DER QUERPASS

Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg (LSVBW), meldet sich in SPORT in BW in unregelmäßigen Abständen mit ihrer persönlichen Meinung zu aktuellen Anlässen zu Wort

Über die leisen Töne Politische Lobbyarbeit für jeglichen gesellschaftlichen Bereich hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auf Ebene der Kommunen, Länder und im Bund deutlich verändert und professionalisiert. Das liegt nahe: In Zeiten von Schuldenbremsen und Haushaltskonsolidierung sowie dem Austarieren zwischen dem Rechtsanspruch und der Freiwilligkeit einer Leistung, haben politische Entscheider immer schneller, deutlich komplexere Prioritätensetzungen vorzunehmen.

Stilfragen sind die Essentials für erfolgreiches politisches Lobbying. Effekthascherei und öffentliche laute Forderungen zählen dagegen nicht zum Instrumentenkoffer. Genau das ist mein eingeschlagener Weg seit der Wahl zur Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg im Jahre 2016. Mit dieser Ausrichtung haben wir gemeinsam mit den zuständigen Ministern u. a. die Leistungssportreform in Baden-Württemberg erfolgreich umgesetzt. Und nun – in der Corona-Pandemie – hat sich dieses Vorgehen trotz Widerständen Da sind Lobbyisten als Experten, wieder bewährt. Vermittler und „EntscheidungsAm 16. Juni 2020 stimmte das helfer“ gefragt. Geld kann eben Landeskabinett der „Soforthilfe nur einmal investiert werden, und Sport“ zu Abmilderung der Ausder Wettstreit um Steuergelder wirkungen der Corona-Pandeist seit langem Realität. Wer also mie in Höhe von 11,635 Mio. Euro vom großen Kuchen etwas abbezu. Im Vorfeld war in den überrekommen möchte, der muss sein Elvira Menzer-Haasis gionalen Zeitungen im Land vom Foto: Martin Stollberg Handwerk verstehen und ZugänZwist der Sportfunktionäre zu lege zu Entscheidern haben. Das gilt auch Eines hat sich allerdings seit dem 19. Jahr- sen. Das Verhandlungsergebnis ist dem für die Interessenvertretung des Sports hundert als Arbeitsgrundlage und -ethos LSVBW tatsächlich nicht in den Schoß in der Kommune, im Landkreis und im von Lobbyisten überhaupt nicht verän- gefallen. Wir haben in der Sache hart geLand Baden-Württemberg. dert: Belastbare Fakten, Seriosität und arbeitet, aber auch sportintern manche Hürde aus dem Weg räumen müssen! Sollten die Mittel für die „Soforthilfe Sport“ des Landes am Ende doch nicht reichen, um die Existenz bedrohter Vereine und Verbände zu sichern, setze ich gern noch zum Crescendo bei der Landesregierung ein. Aber auch erst dann. Mit sportlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit Ihre

Mit der Politik in Baden-Württemberg hat der LSVBW in Corona-Zeiten vertrauensvoll zusammengearbeitet. Foto: Landtag BW

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Elvira Menzer-Haasis Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg e.V.

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Olympiastützpunkte

Das Duo Sie sind nicht vordergründig für die sportlichen Erfolge der Athleten zuständig, sind keine Trainer, keine Manager oder Betreuer. Laufbahnberater helfen vielmehr, den Weg im Sport in Kombination mit Ausbildung, Studium und Beruf zu finden. SPORT in BW sprach mit Herbert Wursthorn und Sascha Molt, den beiden Laufbahnberatern am exemplarischen Olympiastützpunkt Stuttgart Herr Wursthorn, wie haben Sie den Lockdown Mitte März erlebt, was hat sich für Sie beide seither verändert? Wursthorn: Natürlich war auch für uns zunächst alles ungewohnt. Keiner wusste ja, wie lange hier am OSP und auch in ganz Deutschland alles geschlossen sein würde. Aber relativ schnell waren dann zumindest wir beide uns sicher, dass sich in unserer täglichen Arbeit gar nicht so viel ändern würde. Zum Glück ist digital viel möglich. Wir konnten mit unseren Sportlern gut kommunizieren – nun natürlich hauptsächlich per Video und Telefon – und haben gesagt: Hallo, uns gibt es trotz Corona, wir sind für euch da. Molt: In der Tat sind wir nicht partout auf Präsenz fixiert. Natürlich ist ein persönliches Treffen face to face oftmals vorteilhaft, allerdings konnten wir in dieser Zeit auch gut digitale Alternativen nutzen. Aber praktisch nur von Zuhause aus zu agieren, das war natürlich auch für uns eine Veränderung. Wie würden Sie die Arbeit eines Laufbahnberaters an einem Olympiastützpunkt beschreiben? Molt: Wir unterstützen den Athleten ganzheitlich bei der Planung seiner dualen Karriere. Egal ob Sport und parallel Schule, Studium, Ausbildung oder Beruf: Wir beraten den Sportler, denn wichtig ist gerade bei Aktiven, die nach ihrer sportlichen

Laufbahnberater Sascha Molt im Beratungsgespräch mit der Judoka Lea Schmid. Foto: OSP

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Karriere einem Beruf nachgehen müssen, dass sie diesen weiteren Lebensabschnitt bereits während ihrer sportlichen Karriere in Angriff nehmen. Im Vordergrund stehen Coaching und Umfeldmanagement. Wursthorn: Im Mittelpunkt steht eindeutig die individuelle Beratung. Netzwerke zu haben und diese einzusetzen ist natürlich der zweite Aspekt, aber zunächst geht es um Beratung mit Vertrauensbildung und erster Orientierung. Das heißt, als „Feuerwehrmann“ sind Sie gar nicht mal so gefragt? Wursthorn: Natürlich sind wir viel lieber proaktiv unterwegs, aber es kommt immer wieder vor, dass in einer unerwarteten Situation gemeinsam mit allen Beteiligten eine schnelle Lösung gefunden werden muss. Sei es, dass ein Arbeitgeber kurzfristig einen Ausbildungsplatz storniert hat oder ein Student nach einem Urlaubssemester auf die Schnelle direkt noch ein zweites benötigt, was die Hochschulregularien in der Form eigentlich nicht vorsehen. Haben sich die Fragen oder Themenkomplexe des Sportlers in der Coronazeit signifikant verändert? Molt: Das war sehr unterschiedlich. Aufgrund der herausfordernden Lage kamen Fragen wie: Kann ich mein Urlaubssemester zurücknehmen? Werde ich weiter gefördert? Was wird in einem Jahr sein? Kann ich mich überhaupt noch ohne anstehende Wettkämpfe motivieren? Allerdings hatten einige Athleten neben dem sonst stressigen Trainings- und Wettkampfalltag auch die Zeit, sich über weitere eigene Ziele, Ressourcen und Stärken klar zu werden. Wursthorn: Viele Sportler merken, dass das ganze System doch recht fragil sein kann. Was passiert mit mir jetzt? Das sind aktuelle Fragen, wobei man durchaus betonen darf, dass unsere Zuwendungsgeber und Partner recht schnell gesagt haben, dass zumindest die finanzielle Förderung aufgrund von Corona nicht verringert werden soll.

Das heißt, der einzelne Athlet macht sich plötzlich noch mehr Gedanken über die duale Karriere, über Ausbildung, Studium, Beruf? Molt: Ja, zumindest haben die Fragen dahingehend zugenommen. Ein Beispiel aus meinen Gesprächen war die Rhythmische Sportgymnastin Anni Qu. Neben dem motivierten Kampf um die Olympiaqualifikation hatte sich die Athletin ein Urlaubssemester von ihrem Studium im Bereich der Wirtschaftsinformatik genommen. Durch die verschobene Europameisterschaft wollte sie nun – durch die Rücknahme des Urlaubssemsters – zielstrebig in ihrem Studium vorankommen. Wursthorn: Ein anderes Beispiel: Franziska Brauße erlebe ich in der Beratung vor und während Corona als hochfokusierte und erfolgreiche Bahnrad-Athletin. Trotz aller aktuellen sportlichen Unsicherheiten schaut sie als junge Sportlerin weiter motiviert nach vorne und macht aus den Umständen das Beste. Der Radsport soll bei ihr als Sportsoldatin in den nächsten Jahren im Mittelpunkt stehen. Vor Corona war für sie das spätere „zweite Standbein“ als Thema vorhanden, aber noch sehr weit weg, jetzt „rutscht“ das bei ihr aktuell weiter nach vorne. Herr Wursthorn, Sie sind seit 32 Jahren am OSP in Stuttgart tätig. Wie hat hier damals alles begonnen? Wusthorn: Eine ganz witzige Anekdote aus der Anfangszeit: Als Bekannte und Freunde hörten, dass ich als Laufbahnberater arbeite, wurde ich häufiger gefragt, ob ich jetzt Kommunen, Verbände oder Vereine in Fragen der Ausstattung mit Leichtathletik-Laufbahnen beraten würde. Das war ja aus deren Sicht naheliegend, war ich doch als 800-Meter-Läufer bekannt. Der Begriff des Laufbahnberaters war zu dieser Zeit als Berufsbezeichnung in der Bundesrepublik noch nicht wirklich eingeführt, und schon gar nicht im Sport. Dort sollte es mit der Gründung der Olympiastützpunkte eigentlich Stellen für Sportpsychologen geben, Laufbahnberater waren zunächst nicht

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Olympiastützpunkte

vorgesehen. Das hat sich aber nicht durchgesetzt, und so konnten die ersten Kollegen ab 1987 sukzessive ihre Arbeit aufnehmen. Herr Molt, wie unterschiedlich sind die Bedürfnisse und Ansprüche innerhalb der einzelnen Sportarten? Molt: Nehmen Sie die Rhythmische Sportgymnastik. Hier sind dreizehn- und vierzehnjährige Mädchen aktiv, bei denen es, anders als beim Langstrecken-Leichtathleten, der zum Teil viel älter ist, nicht vordergründig um Beruf, sondern um Schule geht. Aber es ist zweifellos so, dass ein Leistungssportler in aller Regel sehr strukturiert und zielstrebig ist. Sein Alltag ist vorgezeichnet: Aufstehen, Training, Schule oder Ausbildung, Training, Lernen, wieder Training. Trainingslager, Wettkämpfe, Klausuren. Da ist vieles sehr, sehr durchgetaktet. Nicht von ungefähr schaffen es aber trotz ihres immensen sportlichen Aufwands viele Sportler, auch parallel beispielsweise ein prima Studium abzuliefern. Wursthorn: Und nicht umsonst sind ehemalige Spitzensportler gerade aufgrund dieser Fähigkeiten später an einem Arbeitsplatz sehr gefragt. Das heißt, Sportarten prägen einen Aktiven unterschiedlich? Wursthorn: Ja, wobei man dabei anders herum zunächst die Frage stellen muss, wie und warum ein Sportler zum Handballer, also Teamsportler, oder, sagen wir, Segler, zum sportlichen Individualisten wird. Und natürlich entwickeln und verfestigen sich diese Prägungen durch die Wahl der jeweiligen Sportart. Dann haben wir Sportarten mit einem neunzigprozentigen Anteil an Abiturienten. Bei anderen ist dieses Verhältnis völlig anders. Auf den einzelnen Sportler heruntergebrochen tauchen spannende Aspekte auf: Wie belastbar ist ein Athlet? Wie sieht sein persönliches Umfeld aus? Auf diese Unterschiede und Einzigartigkeiten müssen wir als Laufbahnberater eingehen können, den Sportler dort abholen, wo er gerade steht, das zeichnet eine erfolgreiche Beratung aus. Wenn man wie Sie seit über 30 Jahren in dieser Position tätig ist, welche Beispiele an Sportlern fallen Ihnen spontan ein, die Sie betreut haben? Und mit welchen Schwerpunkten? Haben Sie noch häufigen Kontakt zu früheren Aktiven? Wursthorn: In dieser langen Zeit hatte ich es bisher mit weit über 3000 Sportlerinnen

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partnerschaftlich. Es lässt und Sportlern zu tun. sich absolut gut arbeiten. Spontan fällt mir die Hochspringerin Marie-LaurenHerr Molt, Sie sind – wir ce Jungfleisch ein, die ich haben es schon erwähnt schon sehr lange in ihrer – gerade erst ein Jahr dualen Karriere begleiten hier am Olympiastützkann. Insbesondere, weil an punkt in Stuttgart. An ihrem Beispiel das Zusamwelchen Stellen möchten menwirken von vielfältigen Sie in der Zukunft noch Partnern, die diversen Theverstärkter ansetzen, menschwerpunkte, eingewo vielleicht sogar neue bettet in eine fortlaufende Schwerpunkte setzen? Beratung, sehr gut verdeut32 Jahren LaufbahnberaMolt: Wie Herr Wursthorn licht werden können. Nach Seit ter am OSP in Stuttgart: Herbert bereits erwähnt hat, hat dem Wechsel von Freiburg Wursthorn. Foto: privat sich ein systemischer Anan den OSP Stuttgart, mit dann abgeschlossener Ausbildung zur Er- satz im Bereich der Laufbahnberatung erst zieherin, zunächst in drei Jahren Erwerb in den letzten Jahren entwickelt. Diese Entder FH-Reife an der Eliteschule Cotta-Schu- wicklung geht meiner Meinung nach gele mit höchst flexibler Unterrichtsgestal- nau in die richtige Richtung. Diesen Ansatz tung. Denn parallel zum Spitzensport auf weiter zu verbessern, weiter zu professioWeltklasseniveau trat Marie in dieser Zeit nalisieren und mit Leben zu füllen, sehe ihren Dienst in der Sportfördergruppe der ich als einen essenziellen Baustein in der Bundeswehr in Todtnau an. Dann in ge- Entwicklung der Laufbahnberater. Ein planter „Zwischenstation“ Aufnahme eines Schwerpunkt ist für mich dabei die für den sozialpädagogischen Studiums an der Part- Athleten nachvollziehbare Trennung zwinerhochschule Esslingen, um schlussend- schen einem rein informationsbasierten lich mit super hohem Eigenengagement Kontakt und einer systemischen Beratung. mit Bestehen der Delta-Prüfung in ihrem Die aktuellen Entwicklungen und der Zu„Wunschstudiengang“ Grundschullehr- wachs an wissenschaftlichen Erkenntnisamt an der Partnerhochschule PH Ludwigs- sen stimmen mich hierzu aber sehr posiburg anzukommen, dabei immer noch tiv für die Zukunft. Ein weiterer wichtiger 2,00m-Hochspringerin und Sportsoldatin Punkt ist die ständige Erweiterung und bis zum heutigen Tag. Das geht alles nicht Verbesserung des Netzwerks im Bereich ohne a) ein Netzwerk mit Menschen da- der dualen Karriere. So erhalten Athleten hinter, die eine Kooperation mit Leben fül- einen noch flexibleren Umgang mit einer len, und b) vor allem nicht ohne Sportler, ihrer wichtigsten Ressourcen in der privadie mehr und mehr gelernt haben, Verant- ten und spitzensportlichen Entwicklung – n wortung für ihre duale Karriere zu über- ihrer Zeit. Das Gespräch führte Joachim Spägele nehmen. Und natürlich freut sich der Laufbahnberater Wursthorn, wenn er zu vielen Sportlern auf unterschiedliche Art und Träger der Olympiastützpunkte Baden-WürtWeise bis zum heutigen Tag Kontakt hat, temberg (Stuttgart, Freiburg-Schwarzwald, und sei es nur, weil diese mit ihren Kindern Rhein-Neckar) ist der Landessportverband Baden-Württemberg. Am OSP Stuttgemeinsam zum Erstgespräch kommen. gart und seinen Bundesstützpunkten StuttSo schließt sich der Kreis… Die drei Olympiastützpunkte im Land stehen unter der Trägerschaft des Landessportverbandes. Wie ist der Kontakt? Wursthorn: Durch die Trägerübernahme Anfang 2018 versteht man sich nun noch viel mehr als ein großes Ganzes hier in Baden-Württemberg. Wobei der Kontakt zu den anderen Laufbahnberatern im Land schon immer sehr gut war. Der direkte Kontakt zu Hauptgeschäftsführer Uli Derad oder dem Referat Leistungssport beim LSVBW ist konfliktfrei und sehr

gart, Fellbach-Schmiden, Ostfildern-Ruit, Sindelfingen, Pforzheim, Stammheim und Friedrichshafen werden derzeit rund 500 Kaderathleten betreut. Dies in den Sportarten BMX, Bahn/Straße, Volleyball Halle Männer, Volleyball Halle Frauen, Beachvolleyball, Leichtathletik, Gerätturnen, Judo, Sportschießen, Tennis, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen und Segeln. Leiter des OSP Stuttgart ist Tim Lamsfuß. Die beiden Laufbahnberater am OSP sind Herbert Wursthorn (63), Halleneuropameister 1981 über 800 Meter und Dritter 1980, zudem mit der Staffel etliche Male Deutscher Meister. Vor einem Jahr verstärkte der Sportwissenschaftler und Coach Sascha Molt (29) aus Frankfurt das Team am OSP Stuttgart.

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BWSJ

„Erst wenn Machtabgabe geschieht, fängt Kinder- und Jugendbeteiligung an“ Die Baden-Württembergische Sportjugend (BWSJ) beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie Kinder- und Jugendbeteiligung in Zukunft besser gestaltet werden kann. Diesem Thema nähern wir uns mit Thorsten Gabor, Fachreferent bei der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg Im Jahr 2020 sind laut Statistischem Bundesamt rund 18 Prozent der deutschen Bevölkerung unter 20 Jahre alt. Nicht erst seit der „Fridays for Future-Bewegung“ verschafft sich dieser junge Teil der Gesellschaft Gehör.

und muss Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise beteiligen. 2Dafür sind von der Gemeinde geeignete Beteiligungsverfahren zu entwickeln.“ Die UN-Kinderrechtskonvention, die 1990 in Immer wieder zeigen Jugendliche und Kraft trat und mittKinder, dass sie durchaus mitsprechen lerweile von allen können, gute Ideen für die Gestaltung Staaten der Welt, mit unseres Miteinanders und Ansätze für Ausnahme der USA, einen Wandel haben. Doch welche Meunterzeichnet wurchanismen gibt es tatsächlich, damit de, ist per Definition Ideen junger Menschen an den rich„[d]as Übereinkomtigen Stellen ankommen, in Entschei- Thorsten Gabor men über die Rechdungsprozesse einfließen und ernst ge- Foto: privat te des Kindes [und] nommen werden? gehört zu den internationalen Menschenrechtsverträgen der UN.“ Grundrecht 6 der Beteiligung im Land sehr unterschiedlich Konvention ist „[d]as Recht, sich zu inforEine repräsentative Studie der Landeszen- mieren, sich mitzuteilen, gehört zu wertrale für politische Bildung Baden-Würt- den und sich zu versammeln“. Thorsten temberg aus dem Jahr 2018 zeigt, dass in Gabor misst der Einführung der Grundrund 50 Prozent der baden-württembergi- rechte für Kinder und Jugendliche eine schen Kommunen Kinder und Jugendliche große Bedeutung in der Entwicklung der beteiligt werden. Die Beteiligungsange- Kinder- und Jugendbeteiligung bei – weiß bote sind über das Land verteilt sehr ver- jedoch aus seiner täglichen Arbeit, dass schieden, doch gibt es drei allgemein an- der Weg das Ziel ist. erkannte Kategorien: offene Beteiligung, projektbezogene Beteiligung und reprä- Ein Kooperationsprojekt des Landes sentativ-parlamentarische Beteiligung (mit Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiund ohne Wahl). Die beiden erst genann- ligung, zusammengesetzt aus drei Landesten sind in jeweils rund 40 Prozent der Fäl- verbänden der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, arbeitet seit 2018 le das Mittel der Wahl im Land. unter der Förderung des Ministeriums für Soziales und Integration. Angelegt ist das Beteiligung – ein Grundrecht Seit 2015 sieht die Gemeindeordnung in Projekt im „Masterplan Jugend“ zunächst § 41a (1) vor: „1Die Gemeinde soll Kinder auf vier Jahre, doch die Arbeit wird 2022 längst nicht getan sein.

Zur Person: Thorsten Gabor Der in Schramberg geborene 50-jährige Sozialarbeiter arbeitet seit 2018 bei der Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg. Nach der Studienzeit der Sozialen Arbeit in Koblenz arbeitete er in unterschiedlichen Funktionen in der Jugendhilfe bis ihn das wichtige Thema der Beteiligung zur Servicestelle führte.

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Herr Gabor: Was bedeutet Beteiligung von Kindern und Jugendlichen? Kurz gesagt: zunächst heißt das, die Lebensweltexpertise von Kindern und Jugendlichen in Entscheidungen einzubeziehen. Die eigentliche Beteiligung fängt aber erst dann an, wenn man Entscheidungen mit ihnen zusammen trifft, oder ihnen einen Teilbereich zur Entscheidung

überlässt – wenn sie also Entscheidungsmacht oder Verantwortung bekommen, wenn Machtabgabe von Erwachsenen passiert. Natürlich zielgerichtet und angepasst an den Entwicklungsstand der Beteiligten. Junge Menschen denken ganz anders als Erwachsene. Wie profitieren wir Erwachsenen davon, junge Menschen einzubeziehen? Ziemlich viel. Die Gesellschaft profitiert von Kindern, die es gewohnt sind, Entscheidungen treffen zu können. Zudem stehen Entscheidungen dann auf einer viel breiteren Basis. Alle sind mit einverstanden. Wenn sich daraus Regeln ableiten, werden diese besser eingehalten. Junge Menschen beteiligen sich an der Weiterarbeit vor allem dann freiwillig, wenn sie mitentscheiden durften. Ein Beispiel dafür ist die Gestaltung eines Außengeländes, zum Beispiel eines Sportvereins. Und welches Interesse haben junge Menschen daran, sich einzubringen? Sie lernen etwas dabei, sie können ihre Umwelt kennenlernen. Das betrifft Erwachsene ja auch, wir wollen mitgestalten. Das heißt es ja, autonom und selbstwirksam zu werden. Für junge Menschen ist das vielleicht dann das erste Mal, dass sie gefragt werden und ihre Entscheidung dazu führt: da passiert etwas. Das hat große Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung. Und wann beginnt das? Eigentlich mit dem Tag der Geburt, wenn Kinder schreien, um ihre Bedürfnisse zu äußern. Doch in KiTas lernen Kinder dann Stück für Stück, sich anzupassen, Mehrheiten zu akzeptieren oder sie werden gefragt, wie der Tag gestaltet werden soll. Einrichtungen wie einen Sportverein sehe ich als wertvolles Lernfeld für einen jungen Menschen. All diese Prozesse sind nötig, um später dann zum Beispiel in politischen Kontexten Entscheidungen treffen zu können.

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BWSJ

Jugendliche wollen mitreden, sind aber auch bereit, Verantwortung zu übernehmen. Foto: LSB NRW

Was macht gute Beteiligung aus? Und wie schaffe ich es, dass ein junger Mensch dann auch dabeibleibt? Aus meiner Sicht braucht es vor allem eine klare Rahmung. Die Kinder oder Jugendlichen müssen eindeutig wissen, woran sie beteiligt werden sollen – und woran nicht. Das ist nötig, damit keine Enttäuschungen entstehen. Ein Beispiel ist die Vorbereitung eines Sportfestes. Hier können junge Menschen gut mitgestalten, doch muss klar kommuniziert sein, wer am Ende welche Entscheidung trifft. Sollen die Jungen ihre Ideen einbringen, oder dürfen sie gewisse Dinge gar frei entscheiden? Außerdem helfen eine persönliche Beziehung und transparente Vereinsstrukturen, am besten mit einer Beteiligungskultur. Ob ein junger Mensch dabei bleibt, ist natürlich abhängig von Lebensphasen: viele gehen nach der Schule weg. Ob sie dann zurückkommen oder aus der Ferne dabeibleiben, hängt davon ab, ob das Thema bleibt, ob die Verbindung zur Gruppe bleibt. Dabei helfen auch digitale Medien. Klare Rahmung, transparente Struktur. Das klingt erstmal unproblematisch... Ah, es gibt ganz viele mögliche Problematiken. Zum einen gibt es Jugendliche, die einfach keine Lust haben, sich einzubringen. Da stellt sich schnell die Frage nach dem „Warum?“, der man nachgehen sollte. Es muss im ehrenamtlichen Bereich aber auch in Ordnung sein, sich nicht zu beteiligen. Das Recht auf Beteiligung schließt das Recht auf Nicht-Beteiligung mit ein. Die Kultur der Organisation ist wie gesagt entscheidend. Wenn die Erwachsenen keine Beteiligungskultur vorleben, können Kinder und Jugendliche das nicht erlernen und verstehen. 1990 trat die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Wo stehen wir heute in

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Bezug auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen? Die UN-Kinderrechtskonvention war ein wichtiger Schritt, da wurde auch Deutschland bewusst, dass man Kindern mehr Rechte einräumen muss. In den 80er-Jahren wurden Kinder wenig gefragt. Da hat sich schon viel verändert. Heute bestimmen Kinder mit, wenn es zum Beispiel um Trainingsgestaltung geht. In der Kommunalpolitik haben wir seit 2015 eine Verortung nach §41a der Gemeindeordnung. Das entwickelt sich jetzt so langsam. Wohin muss es gehen? Es muss weiterhin politisch gewollt sein, dass junge Menschen partizipieren können. Verbände und Vereine müssen es schaffen, die demografisch bedingt sinkende Zahl an jungen Menschen einzubinden. Und zwar sie so einzubinden, dass sie spüren, dass sie gut aufgehoben sind in dem Verein; dass sie den Rahmen kennen, in dem sie sich einbringen können. Das fängt bei kleinen Entscheidungen, wie der Gestaltung des Warm-Ups, an, und reicht bis hin zu großen Entscheidungen zur Gestaltung eines Sportgeländes. Es gibt klassische Formate wie den Jugendrat. Ein klarer Entscheidungsrahmen nur für die Jugendlichen, das hilft. In den vergangenen Wochen war vieles anders als gewohnt. Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie hier? Bezeichnend war, dass in der Krise Kinder überhaupt nicht gefragt wurden. Sie sind eben nicht Kern dessen, was eine Gesellschaft zum Überleben braucht. Da geschehen Entscheidungen hierarchisch, und da haben Kinder und Jugendliche wenig Raum. Was die Krise zeigt, ist, dass digitale Angebote funktionieren, auch wenn sie kein kompletter Ersatz für das persönliche Miteinander sind. Ist das also auch eine Chance? Auch für Sportverbände und -vereine? Vereine und Verbände können Kinder und Jugendliche besser an sich binden, wenn sie diese einbeziehen. Gemeinsam getroffene Entscheidungen werden zudem besser eingehalten und junge Menschen übernehmen Verantwortung. Langfristig ist die Besetzung von Ämtern leichter, wenn eine Beteiligung schon in jungen Jahren möglich und gefordert ist. Da helfen digitale Möglichkeiten selbstverständlich, weil das die Lebenswelt junger Menschen ist. Organisation über Whatsapp-Gruppen oder

eine Social Media-Seite sind niederschwellige Instrumente, um Kindern und Jugendlichen die Beteiligung einfach zu machen. Auch mit Videokonferenzen bieten sich viele Möglichkeiten. Ich würde den analogen Kontakt aber immer vorziehen. Die ursprüngliche Form der Beteiligung im Sportverein ist ja das gemeinsame Sportmachen. Da hilft die Corona-Krise vielleicht, das Wesentliche wieder in den Blick zu nehmen. Sie sind in Kontakt mit der BWSJ und unterstützen hier die Arbeit des Junior­ Teams. Welche Art der Hilfestellung kann die Servicestelle leisten? Was ist Ihr Auftrag dabei? Unser Angebot richtet sich an Fachkräfte, die für Kinder- und Jugendbeteiligungsprozesse zuständig sind – egal ob hauptoder ehrenamtlich. Wenn in einem Verein beispielsweise die Gremienstruktur umgestellt werden soll, und Kinder und Jugendliche mehr einbezogen werden sollen, kann die Servicestelle kontaktiert werden. Gemeinsam können so Ideen entwickelt und ausgebaut werden. Nach einem anfänglichen Gespräch kann, wenn nötig, ein Förderantrag zur weiteren Beratung gestellt werden. Diese externe Beratungsleistung finanziert die Servicestelle Kinderund Jugendbeteiligung. Unser Auftrag ist klar: Wir unterstützen die Organisationen im Land dabei, Kinder und Jugendliche zu beteiligen. Neben der Beratungsleistung schulen wir Multiplikatoren, die in Vereine gehen. Wir veranstalten Fachtage, bei denen man sich vernetzen und von den Erfahrungen anderer profitieren kann. Unser Ziel ist, Kinder- und Jugendbeteiligung voran- und da eben Kompetenz reinzubringen. Das ist eine Daueraufgabe, deshalb wird das „Projekt Servicestelle“ wahrscheinlich weitergehen. n Das Gespräch führte Jennifer Schagemann

Im Jahr 2020 hat die BWSJ das Thema „Kinderrechte im Sport“ und insbesondere das „Recht auf Beteiligung“ von Kindern und Jugendlichen im Sport im Land im Fokus. Die Servicestelle berät die BWSJ in der Gestaltung dieses wichtigen Themas. Im Frühjahr 2020 begleitete Thorsten Gabor den Prozess der Leitbildentwicklung des JuniorTeams der BWSJ. Die damit begonnene Arbeit soll mit geplanten Aktionen und Projekten in 2020/2021 fortgesetzt werden. Wer Lust hat, beim BWSJ JuniorTeam mitzuwirken und aktiv dabei zu sein, kann sich gerne bei der BWSJ-Verantwortlichen Sonja Straßner (juniorteam@bwsj.de) melden.

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CORONA

Mehr als 10 Mio. Euro Soforthilfe Ab sofort können Anträge der südbadischen Vereine und Verbände über den BSB Freiburg gestellt werden

BSB-Präsident Gundolf Fleischer.

Foto: BSB

Seit Ende Juni können Vereine und Verbände in Baden-Württemberg Anträge bei den drei Sportbünden stellen für den Fall, dass sie sich Corona bedingt in einem existenzgefährdenden Engpass befinden. BSB-Präsident Gundolf Fleischer hat sich hierzu in einem Brief an alle Vereine und Verbände gewandt, den SPORT in BW an dieser Stelle gerne veröffentlicht: „Ich darf Ihnen mitteilen, dass die Landesregierung in ihrer Kabinettssitzung am 16. Juni 2020 für die Sportfachverbände und Sportvereine unseres Landes, die

sich in einem existenzgefährdenden Liquiditätsengpass befinden, einen finanziellen Schutzschirm in Höhe von 10 Mio. Euro beschlossen hat. Am Besten für unsere Fachverbände und Vereine, ja für den gesamten Sport in Baden-Württemberg, wäre es, wenn dieser Schutzschirm möglichst wenig in Anspruch genommen werden müsste. Verlässliche Prognosen hierzu lassen sich derzeit nicht stellen. Bisher ist uns zwar kein Fall eines existenzgefährdenden Liquiditätsengpasses in Südbaden bekannt. Da wir aber nicht wissen, wie lange und mit welchen finanziellen Folgen pandemiebedingte Einschränkungen im Sport anhalten und inwieweit ein finanzieller Ausgleich beispielsweise im Veranstaltungsbereich noch nachgeholt werden kann, kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass zu einem späteren Zeitpunkt noch existenzgefährdende Liquiditätsengpässe auftreten. Wir bitten Sie daher, auf Fach­ verbandsund Vereinsebene zu überprüfen, ob bereits ein existenzgefährdender Liquiditätseng-

pass gegeben ist, ein solcher unmittelbar droht oder bis Ende des Jahres bevorsteht. Sollte Ihre Überprüfung dazu führen, dass Sie den Schutzschirm des Landes in Anspruch nehmen, stellen Sie bitte bei uns den entsprechenden Antrag und verwenden Sie hierbei das auf unserer Internetseite bereitgestellte Antragsformular.“ Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte ebenfalls an den BSB. Dieser hat zur Beantwortung etwaiger Fragen eine Stabsstelle gebildet, die per Telefon unter 0761 – 15 246 – 33 oder per E-Mail unter j.elert@ bsb-freiburg.de erreicht werden kann. Daneben stehen aber auch gerne Herr Fleischer oder der BSB-Geschäftsführer Volker n Stark zur Verfügung.

Foto: adpic

Vorgezogene Teilauszahlung Die Hälfte der Übungsleiter-Zuschüsse wird bereits im Juli 2020 ausbezahlt Normalerweise werden den Vereinen beim Badischen Sportbund Freiburg gegen Jahresende, manchmal auch erst – je nach Antragsstellung – im Frühjahr des darauffolgenden Jahres Zuschüsse für ihre Übungsleiter und Trainer ausbezahlt. Coronabedingt wird sich das Verfahren in diesem Jahr etwas ändern. „Uns ist zwar

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durchaus bewusst, dass sich derzeit nur die allerwenigsten Vereine in extremer finanzieller Schieflage befinden. Dennoch ist die Liquidität hier und da kurzfristig gefährdet“, so BSB-Präsident Gundolf Fleischer. Insofern hat man sich beim Sportbund – genauso wie auch beim WLSB und BSB Nord – dazu entschlossen, in einer ersten Tranche die Hälfte der Übungsleiterzuschüsse des Jahres 2020 im Laufe des Juli

2020 auszubezahlen. Und zwar auf der Basis der Abrechnungen 2019. Eine exakte Meldung der Übungsleiter und Trainer ist seitens der Vereine zum Jahresende natürlich weiterhin nötig, um die zweite Hälfte der Zuschüsse auszahlen zu können. „Durch diese vorgezogene Auszahlung soll die Liquidität der betroffenen Vereine vern bessert werden“, so Fleischer. Joachim Spägele

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CORONA

Aktuelle Umsatzsteueränderungen Die Auswirkungen auf Vereine und Verbände im kurzen Überblick Bei den Umsatzsteueränderungen, mit einem eingeplanten Finanzbedarf von immerhin ca. 20 Mrd. Euro, steht die Senkung der Mehrwertsteuer sicherlich im Mittelpunkt. Den einen großen Schritt in punkto Steuerentlastung auch bei unseren Vereinen und Verbänden gibt es bereits seit dem 1. Juli 2020, denn die Umsatzsteuersatz-Senkung bringt, wenn auch befristet bis 31.12.2020, neue Steuersätze. Sportvereine, die umsatzsteuerpflichtig sind mit ihren wirtschaftlichen Aktivitäten, müssen nun darauf achten, wann Leistungen/auch Teilleistungen erbracht werden. Es kommt daher weder auf den möglichen Tag der Rechnungsstellung noch den Zahlungstag an. Gesenkt wird der bisherige volle Mehrwertsteuersatz von 19 % auf 16 %, auch der ermäßigte Steuersatz von bisher 7 % wird dann auf 5 % herabgesetzt. Da kommt einiges an Handlungsbedarf auf unsere Sportorganisationen zu, soweit nun in diesem Zeitraum Leistungen gegenüber Mitgliedern, Nichtmitgliedern, Dritten abgerechnet werden. Vielfach wird diese befristete Steuersenkung beim Leistungserbringer eine spürbare Kosteneinsparung erbringen, da man ja weniger Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen muss. Damit

kommt erfreulicherweise auch für den weiten Vereinsbereich eine gewisse Renditespanne zu, wenn man gleichbleibende Preise auch nach dem 1.7.2020 bis 31.12.2020 unterstellt. Meist erfolgt die USt-Reduzierung automatisch, wenn Vereine/Verbände mit PC-Einsatz abrechnen. Zu prüfen ist, ob je nach Softwareeinsatz, nun neue Umsatzsteuerkonten mit entsprechender Automatik noch eingepflegt werden müssen. Denn erst später bei der Erstellung der USt-Vor­ an­mel­dun­gen werden die Steuersenkungen spürbar. Dies läuft meist automatisch, auch gerade dann, wenn beauftragte Steuerbüros die Verbuchung vornehmen. Sicherlich gibt es auch im Sektor Vereinsgaststätte, Bewirtungen, Clubheim oder bei eigenen Tagungsstätten einen Handlungsbedarf. Für eingesetzte Kassensysteme wird dann die elektronische Kassenführung angepasst. Je nach eigenen Vereinsaktivitäten sollte man auch unbedingt bei jeglichen Verträgen/Vereinbarungen bis hin zu Sponsoring- oder Marketingverträgen die sicher spürbare Wirkung der USt-Reduzierung mitverfolgen. Gerade wenn im Vertrag ein genauer Steuersatz für bestimmte Leistungen genannt und ausgewiesen ist oder auch ein genauer berechneter Steuerbe-

Die Umsatzsteuersenkungen bis Ende des Jahres wirken sich auch auf Vereine und Verbände aus.

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Prof. Gerhard Geckle

Foto: privat

trag im Vertrag auftaucht, sollte dies geändert und angepasst werden. Das Stichwort Neukalkulation von Leistungen, etwa für angebotene und zu bezahlende Kurse, Fortbildungsmaßnahmen bei Vereinsangeboten etc. sollte bald in einer Vorstandssitzung als TOP kommen. Wobei stets vorab wie bisher zunächst geprüft werden sollte, ob es sich bei einzelnen Leistungen ohnehin entsprechend der § 4 UStG für umsatzsteuer­ befreite Leistungen auswirken kann. Handlungsbedarf gibt es aber auch für SportVerbände/Fachverbände, soweit Leistungen mit USt-Konsequenzen gegenüber den angeschlossenen Vereinen erbracht werden, selbst auch nur für bestimmte Vorgänge/Dienstleistungen. Zudem sollte die Vereinsgeschäftsführung zur Sicherheit daran denken, die vielen Preislisten, Prospekte, Faltblätter, Flyer mit Angeboten etc. zu überprüfen, soweit dort Preise und Leistungen konkret ausgewiesen n sind. Prof. Gerhard Geckle Foto: adpic

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SPORTSCHULE BADEN-BADEN STEINBACH

Es geht wieder los Seit einem Monat läuft der Lehrgangsbetrieb an der südbadischen Sportschule Baden-Baden Steinbach wieder an. Sportschulleiter Christian Reinschmidt zeigt sich optimistisch Er kann wieder etwas lächeln. Die seit Mitte März bestehenden Sorgenfalten sind seiner Stirn entschwunden: Sportschulleiter Christian Reinschmidt ist in seinem Element. Er ist hier und da, kontrolliert dies und jenes. Der Betrieb in Steinbach hat Fahrt aufgenommen. Dass die Sportschule des Badischen Sportbundes Freiburg coronabedingt würde schließen müssen, war Mitte März jedem klar. „Von einem Tag auf den anderen ging nichts mehr. Wir mussten die Sportschule komplett schließen, reihenweise Kontakt mit Verbänden und Vereinen aufnehmen und Lehrgänge absagen. Aber es hätte ja eh keiner kommen können“, so Reinschmidt. Eine Sportschule ist ein Beherbergungs-, Gaststätten- und Sportbetrieb zugleich. Doch nicht anders als in anderen Betrieben war die Verunsicherung in den ersten Tagen besonders groß. „Es wusste

ja damals niemand, ob der Lockdown Wochen, Monate oder noch länger anhalten würde. Wir sahen uns dann auch gezwungen, die komplette Belegschaft in Kurzarbeit zu schicken, zunächst auch die Studienleiter.“ Nichts ging mehr, alles war zu, lediglich Hausmeister mussten sich um das Areal kümmern und täglich alle Wasserleitungen spülen. Organisatorische Schwerstarbeit Und dann ging es immer weiter. „Die Zahl der Absagen nahm kein Ende, der Saldo von Mindereinnahmen zu Minderausgaben ging schnell in die Hunderttausende von Euro. „Es war nicht einfach, der Belegschaft auch aus der Distanz immer wieder Mut zuzusprechen. An uns, an der Sportschule lag es ja nicht. Doch es gelang uns als Leitung der Sportschule recht bald, wieder Fuß zu fassen. Der Kontakt zum BSB und dessen Präsidenten Gundolf Fleischer

war hervorragend. Wichtige Entscheidungen wurden schnell getroffen. Mit der Hauswirtschaftsleiterin der Sportschule, Margreet Faber, wurden alsbald Hygienekonzepte für eine mögliche Wiedereröffnung erstellt, die Studienleiter gaben Tipps via Internet, der Kontakt zu Verbänden und Vereinen blieb stets bestehen.“ Um nur ein paar Größenordnungen zu nennen: Im Jahr finden in Steinbach etwa 660 Lehrgänge mit rund 34.000 Übernachtungen statt. Coronabedingt mussten bisher weit über 200 dieser Lehrgänge abgesagt werden, sind die Monate ab April doch in der Regel die stärksten im Jahr.

Sportschulleiter Christian Reinschmidt vor dem Haupteingang: Bereits hier beginnt ein ausgefeiltes Leitsystem. Foto: Joachim Spägele

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Seit Anfang Juni wieder geöffnet Seit Anfang Juni ist der Betrieb der Sportschule nun wieder möglich, freilich auf eine sehr eingeschränkte Art und Weise. Die Unterbringung kann nur in Einzelzimmern stattfinden, was eine Belegung mit lediglich 80 statt in Normalzeiten 130 Personen möglich macht. Hinzu kommt ein ausgeklügeltes Wegesystem, welches das direkte Aufeinandertreffen einzelner Gruppen erschweren soll. Vor große Herausforderungen sah sich die Sportschule gestellt in Bezug auf die Verpflegung der Gäste. „Wir haben die Speisesäle in einen mit 23 und einen

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SPORTSCHULE BADEN-BADEN STEINBACH

anderen mit 17 Plätzen gesplittet und die Teilnehmer in sechs Gruppen aufgeteilt. Logistisch ist das alles nicht so einfach, aber wir haben es hinbekommen, da ausnahmslos alle Mitarbeiter mehr als nur engagiert ihrer Arbeit nachgehen“, rechnen Reinschmidt und sein Verwaltungsleiter Torsten Falk zwar damit, dass Teile der Angestellten noch bis im Oktober in Kurzarbeit verbleiben werden – denn die Gaststätte ist nur eingeschränkt in Betrieb, Hallenbad und Sauna öffnen erst im September. Aber das Freibad ist geöffnet, strahlt der Sportschulleiter. Im Sommer ein Juwel der Sportschule, haben dort sogar schon Prüfungen der Triathleten stattgefunden. Die ersten Lehrgänge waren die der Line-Tänzer, gefolgt von einer Trainer Wenn die Halle 1 nicht genutzt wird, dann kann sie auch schnell zu einem Leersaal umfunktioniert werden. Foto: Joachim Spägele

ball-Kunstrasenplatz sowie das Stadion sind uneingeschränkt zu benutzen, in den Hallen müssen die jeweils gültigen Abstandsregeln eingehalten werden. Hin und wieder werden Teile der Halle 1 auch für theoretischen Unterricht genutzt. Das alles ist logistisch nicht einfach, aber es geht. „In meinem Kalender sind stattfindende Lehrgänge mit grün hinterlegt, ausfallende mit grau. Und ganz ehrlich: Die Farbe grün domi­niert immer mehr.“ Es geht bergauf. Alle zeigen sich optimistisch, die ersten Lehrgangsteilnehmer waren begeistert: „So machen Lehrgänge auch unter Corona-Einschränkungen wien der Spaß.“ Joachim Spägele Die Essensausgabe in Steinbach findet auch „coro­ na­be­dingt“ äußerst diszipliniert statt. Ein normales Buffet gibt es derzeit nicht, aber auch so finden alle Gäste eine große Auswahl. Beide Fotos: Sabrina Schaff

C-Fortbildung im Tennis. Und auch der Deutsche Basketball Bund veranstaltete einen A-Trainer-Lehrgang und Sonderlehrgang für Bundesliga- und Nationalspieler an der Sportschule. Für Peter Radegast, Geschäftsführer der Bundesakademie des Verbandes, war schon kurz nach der Ankunft klar: „Ich bin mir sicher, dass alles passen wird. Bin aus Steinbach Qualität gewohnt.“ Alles steht auf grün Und so finden nun also wöchentlich mehr Lehrgänge statt, die Außenanlagen, sprich der Hockey-, die beiden Rasen-, der Fuß-

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SPORTSCHULE BADEN-BADEN STEINBACH

Badischer Tennisverband bildet Trainer in Steinbach aus Mit der Wiedereröffnung der Sportschule Baden-Baden Steinbach war der Badische Tennisverband Anfang Juni mit einer Trainerfortbildung zu Gast. Inhaltlich beschäftigten sich die Trainer mit Sportpraxis auf dem Tennisplatz, ergänzendem Konditionstraining sowie einem Sportmedizin-Vortrag. Der BTV informierte ausgiebig über aktuelle Projekte des Deutschen Tennis Bundes und die nutzbare Medienlandschaft für die Trainer. Der sportpraktische Fachunterricht konnte in Varnhalt auf den Tennisplätzen im Grünbachtal stattfinden. Weitere Lern­ein­hei­ten wurden in Steinbach in Theorie und Praxis vermittelt. Zwölf Trainer konnten ihre Trainerlizenz mit dieser Fortbildungsmaßnahme verlängern. In der Zeit vom 8. bis 12. Juni fand der erste Grundlehrgang zum Trainer C Leistungssport des Badischen Tennisverbandes in der Sportschule Baden-Baden Stein-

bach statt. 16 Teilnehmende studierten ausgiebig Theorie und Praxis unter der Leitung von Otto Dreßler (Vorsitzender Kommission Lehrwesen des BTV). Die Lerneinheiten wurden von Fachreferenten des

Endlich wieder Sportbetrieb in Steinbach.

Verbandes und dem Bildungsteam der Sportschule referiert. Der Folgelehrgang (Aufbaumodul) findet vom 24. bis 28. Aun gust statt. Ulrike Wagner

Foto: Sportschule

Swim – Bike – Run Schwimmen, Radfahren und Laufen sind die drei Disziplinen im Triathlon. Nach einer langen Schließung der Sportschule war der Prüfungslehrgang Triathlon die

erste Bildungsmaßnahme, die Anfang Juni durchgeführt wurde. Die Inhalte der Ausbildung orientieren sich

Die Prüfungen in der Triathlon-Teildisziplin Schwimmen fanden im städtischen Freibad statt. Foto: Sportschule

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von fachlicher Seite an den drei Teildisziplinen und werden durch die überfachlichen Inhalte ergänzt. Trotz schlechten Wetters an den Prüfungstagen konnten alle drei Disziplinen geprüft werden. Der Start wurde mit den Lehrproben im Schwimmen gelegt, die zum ersten Mal im städtischen Freibad stattfanden. Aufgrund der kalten Wassertemperaturen waren die Teilnehmer im Neoprenanzug im Schwimmbad. Neben den Lauf- und Radlehrproben waren auch athletischen Themen prüfungsrelevant. Die Prüfungskommission um den Prüfungsvorsitzenden Norbert Hartmann wurde von Wolfram Bott (BWTV) und Andreas Maginot (BSB) ergänzt. Eine der größten Herausforderungen für die Teilnehmer war die Umsetzung der Prüfungslehrproben unter Einhaltung der aktuellen Corona-Verordnung. Dies erforderte einiges an Kreativität von jedem Teilnehmer. Die 20 Teilnehmer meisterten alle Prüfungsteile (Lehrprobe und schriftliche Prüfungen) mit einer durchweg guten Leistung und bestanden alle Prüfungsteile. n Andreas Maginot

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CORONA

Abrechnung der Kooperationsmaßnahmen Schule-Verein und KindergartenVerein 2019/2020 bereits möglich! Seit dem 1. Juni können die Kooperationsmaßnahmen für das Schuljahr bzw. Kindergartenjahr 2019/2020 beim BSB abgerechnet werden. Die Abrechnung erfolgt wie in den Vorjahren über das Online-Portal BSBverNETzt. Die bewilligten Kooperationsanträge sind im Menübereich Kooperation – Bewilligte Anträge/Kurzberichte zu finden. Die Abrechnung kann identisch wie bei der Antragsstellung über das Online-Portal erfasst, online versendet und ausgedruckt werden. Der Ausdruck der erfassten Abrechnungs-

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daten muss danach, von der Vereinsführung sowie von der Schulleitung unterzeichnet, bis spätestens 30. September 2020 an die BSB-Geschäftsstelle geschickt werden. Nach diesem Termin können leider keine Abrechnungen mehr angenommen werden. Bei Fragen zur abrechnenden Kooperationsmaßnahme oder technischen Fragen zum Online-Portal BSBverNETzt wenden Sie sich bitte an den Support der BSB-Geschäftsstelle, Tel. 0761/15246-12 oder -17. E-Mail. info@bsb-freiburg.de Wichtig: Die Mittel des Solidarpakts

stehen dem Sport unverändert zur Verfügung! Aufgrund der Corona-Pandemie werden vor der Schulschließung (17. März 2020) begonnene Kooperationsmaßnahmen in diesem Jahr wie bewilligt bezuschusst, unabhängig von der tatsächlich erbrachten Stundenzahl. Bitte leiten Sie diese Info auch vereinsintern an die für die Kooperationsmaßnahn men zuständige Person weiter. Sascha Meier

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HERZOGENHORN

Am Herzogenhorn wird wieder trainiert Leistungszentrum erwartet im Sommer die Ringer-Nationalmannschaften

Seit Pfingsten wieder für den Trainingsbetrieb und Ausbildungsmaßnahmen der Sportfachverbände geöffnet: Das Leistungszentrum am Herzogenhorn.

Nach mehrwöchiger Schließung seines Gastronomie- und Beherbergungsbetriebs hat das Leistungszentrum Herzogenhorn nach den Pfingstfeiertagen den Sportbetrieb wieder aufgenommen. Das wegen der Corona-Epidemie am 16. März geschlossene Trainings- und Ausbildungszentrum steht damit wieder für Lehrgänge und zentrale Maßnahmen von Fachverbänden und Vereinen zur Verfügung.

Als erste nutzten die alpinen Nachwuchskader der Skiverbände Baden-Württemberg die Ferienzeit für ihren Auftaktlehrgang zur Vorbereitung auf die kommende Wettkampfsaison. Als Voraussetzung für die Wiedereröffnung hatte der Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald als Träger des Leistungszentrums ein Konzept zur Umsetzung der aktuell gültigen Verordnungen für Sportstätten, Beherbergungs- und Gastro­no­mie­betriebe erstellt. Darin sind

Unter strikter Einhaltung der Abstandsregeln absolvierten baden-württembergische Aikido-Sportler unter Leitung von Walter Öhlschläger am Herzogenhorn ihren ersten Lehrgang seit Beginn der Corona-Krise.

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alle Informationen und Verhaltensregeln zur Vermeidung von Infektionsrisiken von Gästen und Mitarbeitern enthalten. Unter diesen Auflagen konnten im Juni auch die baden-württembergischen Aikido-Sportler wieder ihren Übungsbetrieb am Herzogenhorn aufnehmen. Dabei achteten Trainer und Teilnehmer strikt auf die Einhaltung der geltenden Abstandsregeln und studierten ihre Bewegungsabläufe und Techniken unter Verzicht auf Zweikampfsituationen ein. Auch Mattentraining bald wieder möglich In einem nächsten Schritt sollen nun auch die olympischen Kontaktsportarten wie Ringen oder Judo wieder die Möglichkeit zur Durchführung von Lehrgängen mit sportartspezifischem Training erhalten. Auf Anfrage des Frauen-Bundestrainers Patrick Loes erarbeiteten Bundesstützpunktleiter Oliver Hassler (Freiburg) und OSP-Leiter Hans-Ulrich Wiedmann einen Vorschlag für eine erstmalige Zusammenführung der Nationalmannschaften des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) seit Beginn der Corona-Krise. Ein darauf aufgebautes Konzept von DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis sieht die Durchführung zentraler Maßnahmen der Frauen-, Männer- und Junio-

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HERZOGENHORN

Oliver Hassler, Mario Sachs und Patrick Loes bei der Vorbereitung der DRB-Lehrgänge am Herzogenhorn.

ren-Nationalmannschaften von Mitte Juli bis Mitte August am Herzogenhorn vor: „Der ruhige und abgeschiedene Standort des Leistungszentrums eignet sich ideal für zentrale Maßnahmen unter Quarantänebedingungen. Wir haben dort optimale Bedingungen für das Matten- und Athletiktraining, aber auch für die Regeneration unserer Athletinnen und Athleten nach intensiven Einheiten.“ Das Konzept des DRB sieht vor der Anreise durchzuführende Tests aller Aktiven und Betreuer vor. Diese werden an den jeweiligen Heimatstützpunkten der Sportler durchgeführt und ausgewertet. Unmittelbar nach den Tests begeben sich die Athleten in häusliche Quarantäne und können nur nach Vorliegen eines negativen Befundes zum Lehrgang anreisen. Da damit keine gegenseitige Ansteckungsgefahr

besteht, kann am Leistungszentrum somit wieder ein Mattentraining der Nationalmannschaften mit Körperkontakt stattfinden. Zur Vorbereitung der Lehrgänge informierten sich Oliver Hassler, Patrick Loes und Landestrainer Mario Sachs bei einem Vororttermin mit Hans-Ulrich Wiedmann über die räumliche und sächliche Ausstattung des Leistungszentrums. In der Sporthalle stehen den Ringern für vier Wochen durchgängig zwei Mattenflächen mit jeweils 100 qm zur Verfügung, ebenso ein großzügig dimensionierter Kraftraum, Räume für sportphysiotherapeutische Behandlungen sowie das hauseigene Hallenbad. Von den Ringern geschätzt und immer gerne genutzt wird auch der gepflegte Naturrasen

Viel Eisen für Leistungssportler: Der Kraftraum des Leistungszentrums.

auf dem Außengelände, das mit 1300 Höhenmetern höchstgelegene reguläre Fußballfeld Deutschlands.

Abends gerne zur Abkühlung und Regeneration genutzt: das Hallenbad am Herzogenhorn. Alle Fotos: Hans-Ulrich Wiedmann

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Auftakt machen die Ringerinnen Den Auftakt machen ab dem 14. Juli die Frauen, darunter mehrere am Freiburger Stützpunkt beheimatete Athletinnen, von denen sich einige noch die erfolgreiche Qualifikation für die auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele in Tokio erhoffen. Unmittelbar nach ihnen reisen am 22. Juli die Freistil-Männer und Junioren mit Bundestrainer Jürgen Scheibe an. Ab dem 3. August sind dann die Spezialisten im griechisch-römischen Stil mit Bundestrainer Michael Carl zu Gast und bilden damit den Abschluss der DRB-Lehrgänge am Herzon genhorn. Hans-Ulrich Wiedmann

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SPORTSTÄTTENBAU

2,28 Millionen Euro für Vereinssportstättenbau Die Zuschüsse gehen in diesem Jahr an 70 südbadische Vereine in 14 Fachverbänden Die bewilligten 70 Anträge haben ein Gesamtvolumen von 9,49 Millionen Euro und werden mit 2,28 Millionen Euro bezuschusst. Das Präsidium des BSB hat in seiner Sitzung am 23. Juni nach Rücksprache mit den 14 betroffenen Fachverbänden entschieden, dass für 70 Projekte nunmehr 2.281.130 Euro zur Verfügung stehen. Diese erste Verteilung in 2020 ist zwar geringer als in den Vorjahren, aber der Badische Sportbund Freiburg hofft, dies mit einer zweiten Bewilligungsrunde Ende des Jahres ganz oder teilweise ausgleichen zu können. Erneut konnten nicht nur Sanierungsmaßnahmen, sondern auch Neubauten, größere Umbauten und Erweiterungen bezuschusst werden. Das Spektrum der Bauprojekte erstreckt sich von Platzinstandsetzungen bis zur energetischen Sanierung von Vereinsheimen, dem Neubau von Sportplätzen und Flutlichtanlagen, bis zum barrierefreien Ausbau von Sportanlagen. Das Prozedere Jeder gemeinnützige Sportverein, der mindestens drei Jahre Mitglied im Badischen Sportbund Freiburg ist und mindestens 50 Mitglieder hat, kann einen Förderantrag stellen. Anträge werden das ganze Jahr über angenommen. Nach ei-

Die umgebaute Sportanlage des ASV Merdingen.

nem BSB-Bauberatungstermin bei größeren Baumaßnahmen und der Prüfung der Antragsunterlagen erhält der Verein einen Prüfvermerk mit Hinweisen zum Bauvorhaben, eventuell fehlenden Unterlagen und der Berechnung der zuschussfähigen Kosten. Aufgrund des weiterhin vorhandenen Antragsstaus muss bis zur Bewilligung des Zuschusses allerdings mit einer Wartezeit von bis zu drei Jahren gerechnet werden. Die Auszahlung wird bei größeren Zuschüssen in Raten über zwei bis drei Jahre aufge-

Fotos: Beatrix Vogt-Römer

teilt, da die Mittel vom Land zum großen Teil aus Verpflichtungsermächtigungen für die kommenden drei Jahre bestehen. Viele Bauvorhaben dulden allerdings keinen Aufschub und müssen sofort realisiert werden. Hierfür wird diesen Vereinen vom Badischen Sportbund Freiburg eine Baufreigabe (Unbedenklichkeitsbescheinigung) ausgestellt. Dadurch kann die Baumaßnahme zügig durchgeführt werden, ohne dass der Anspruch auf einen Zuschuss verfällt. Keine Baumaßnahme darf ohne Baufreigabe oder Bewilligung des BSB begonnen werden! Der Fördersatz des BSB beträgt in der Regel 30 Prozent der zuschussfähigen Kosten. Diese werden auf Grundlage der „Festlegungen zu den Sportförderrichtlinien des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport errechnet. Viele unterschiedliche Anforderungen Der Investitionsbedarf und die Investitionshöhe stiegen bei den Vereinen in den letzten Jahren durch viele unterschiedliche Anforderungen. Um nur einige zu nennen: – So müssen Vereine bei den dringend anstehenden Sanierungen ihrer Immobilie die Anforderungen der ENEV (Energieeinspar-Verordnung) und des neuen E-Wärmegesetz Baden-Württemberg, das seit 1.7.2015 rechtskräftig ist und auch „Nichtwohngebäude“ betrifft, beachten. – Der Zulauf beim Frauen- und Mädchenfußball erfordert in den meisten Verei-

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SPORT in BW 07 | 2020


SPORTSTÄTTENBAU

nen eine Erweiterung und Umbau des vorhandenen Umkleide- und Sanitärbereichs. – Tennenplätze sind nicht mehr attraktiv und konkurrenzfähig. Anstatt einer aufwendigen Sanierung werden diese Plätze in Rasen- oder Kunstrasenplätze umgebaut. – Durch die steigende Nachfrage nach Se-

nioren- und Gesundheitssport, aber auch zur Integration von behinderten Menschen, müssen viele Sportanlagen erweitert bzw. barrierefrei ausgebaut werden. – Bei den Schießanlagen sind die aktuellen Sicherheitsauflagen kostensteigernd. Um konkurrenzfähig zu bleiben, werden viele Schießstände mit elektronischen Trefferanzeigen ausgestattet.

– Die weiterhin gute Konjunkturlage auf dem Bau und der Mangel an Handwerksbetrieben führen dazu, dass die Baupreise noch immer stark ansteigen und sich die Bauzeiten in die Länge ziehen können. Dies sind nur einige Beispiele, die den immer noch vorhandenen Antragsstau in Ban den-Württemberg erklären. Joachim Spägele / Beatrix Vogt-Römer

Zusammenstellung Antragsliste Sportstättenbau 2020 Nr. Verband

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14.

Anzahl Anträge

Südbadischer Fußballverband Baden-Württembergischer Golfverband Südbadischer Handballverband Kanu-Verband Baden-Württemberg Badischer Leichtathletik-Verband Pferdesportverband Südbaden Südbadischer Rollsport- und Inline-Verband Skiverband Schwarzwald Südbadischer Sportschützenverband Tanzsportverband Baden-Württemberg Badischer Tennisverband Tischtennis Baden-Württemberg e. V. Badischer Turner-Bund Südbadischer Volleyball-Verband

Gesamt

!

Zuschussfähige Gesamtkosten Euro

Zuschuss Euro

40 1 1 1 2 6 1 1 4 1 6 1 4 1

4.828.291,– 152.158,– 26.590,– 86.628,– 97.543,– 478.902,– 256.827,– 32.378,– 362.895,– 121.081,– 358.084,– 87.553,– 687.673,– 27.143,–

1.448.480,– 45.650,– 7.980,– 25.990,– 29.270,– 143.670,– 77.050,– 9.710,– 108.870,– 36.320,– 107.420,– 26.270,– 206.310,– 8.140,–

70

7.603.746,–

2.281.130,–

Wichtig: Bitte unbedingt bei Bauanträgen beachten stellung mit der Sportstättenabteilung besprochen werden: Anträge sind beim Badischen Sportbund Freiburg, Wirthstraße 7, 79110 Freiburg einzureichen. Antragsvordrucke und Richtlinien sind unter www.bsb-freiburg.de / Förderung / Sportstättenbau bzw. bei der Geschäftsstelle erhältlich.

Kein Baubeginn ohne Baufreigabe oder Bewilligung des BSB !

Eine Maßnahme kann grundsätzlich nur gefördert werden, wenn zum Zeitpunkt der Bewilligung oder einer vorzeitigen Baufreigabe des Badischen Sportbundes Freiburg noch nicht mit der Ausführung begonnen worden ist! Antragsteller ist der Verein, keinesfalls die Abteilung. Diesem muss zum Zeitpunkt der Antragstellung eine gültige Gemeinnützigkeitsbescheinigung des zuständigen Finanzamts vorliegen.

Gefördert werden Baumaßnahmen von Vereinen, deren Mitgliederzahl am 1. Ja-

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nuar des Antragsjahres über 50 liegt und die zu diesem Zeitpunkt mindestens drei Jahre Mitglied im Badischen Sportbund Freiburg e. V. sind. Anträge mit einem Gesamtaufwand unter 3.500 Euro werden nicht bearbeitet. Baugenehmigungspflichtige Maßnahmen und Baumaßnahmen mit Kosten über 50.000 Euro müssen im Vorfeld der Antrag-

Ansprechpartnerinnen: Beatrix Vogt-Römer Tel. 0761-15246-26 e-mail: b.vogt-roemer@bsb-freiburg.de Ulrike Hipp Tel. 0761-15246-21 e-mail: u.hipp@bsb-freiburg.de

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BW RUNNING

Starte jetzt bei Virtual ­BW-Running! BW-Running ist die Firmenlaufserie der Baden-Württem­ bergischen Leichtathletik-Verbände. Zusammen mit der AOK Baden-Württemberg veranstalten der Badische und der Württembergische Leichtathletik-Verband Firmenläufe an 13 Orten in ­Baden-Württemberg Das Coronavirus hat auch BW-Running stark getroffen. So kann in diesem Jahr nicht an allen Orten wie geplant ein Lauf stattfinden. Gerade in diesen turbulenten Zeiten kann Laufen die körperliche und geistige Gesundheit unterstützen und neuen Schwung in den Alltag bringen. Als Ersatz für die AOK Firmenläufe im Juli in Göppingen, Überlingen, Rastatt und Sulz am Neckar kann jeder bei Virtual BW-Running an den Start gehen und individuell fünf Kilometer entlang der eigenen Lieblingsstrecke laufen. Zwischen dem 10. Juli und 2. August haben alle Läuferinnen und Läufer die Möglichkeit, ihre beste Zeit, die sie in diesem Zeitraum gelaufen oder gewalkt sind, einzureichen und sich virtuell mit Freunden und Kollegen zu messen.

Für das perfekte Lauferlebnis gibt es natür­ lich auch eine persönliche Startnummer und eine Urkunde für alle Teilnehmer. Es werden sowohl die Einzelergebnisse, als auch Teams gewertet, sodass man mit Kollegen, Freunden oder der Familie seine neue Bestzeit erreichen kann. Die Anmeldung sowie alle weiteren Informationen gibt es auf der BR-Running-Homepage unn ter virtual.bw-running,de. BLV

Württembergischer LeichtathletikVerband e.V. Fritz-Walter-Weg 19 | 70372 Stuttgart Tel. 0711-28077-700 Fax: 0711-28077-720 Email: info@wlv-sport.de | www.wlv-sport.de www.bw-running.de

Baden-Württembergische Leicht­ athletik-Verbände Badischer Leichtathletik-Verband e.V. Am Fächerbad 5 | 76131 Karlsruhe Tel. 0721-18385-0 | Fax: 0721-18385-20 Email: gs@blv-online.de www.blv-online.de

Jede Anmeldung spendet für einen guten Zweck! Die Anmeldung kostet 6 Euro und ist bereits geöffnet. Zusätzlich ist Virtual BW-Running ein Charity­event für alle Laufveranstalter im Gebiet des Badischen und des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes, die ihre Läufe ebenfalls aufgrund der Corona-Verordnungen absagen mussten und jetzt durch Virtual BW-Running die Möglichkeit auf eine finanzielle Unterstützung erhalten. 50 Prozent der Startgebühr gehen deshalb an die betroffenen Laufveranstalter. Auf diese Weise wird dazu beigetragen, dass das vielfältige Laufangebot im gesamten Verbandsgebiet auch in den nächsten Jahren erhalten bleibt.

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IDS

Neuausrichtung des Programms „Sport mit Flücht­ lingen“ beim BSB Freiburg Der Badische Sportbund Freiburg hat mit seinem Projekt „Sport mit Flüchtlingen“ bisher große Inte­ grationserfolge erzielt. So wurden in den letzten drei Jahren nahezu 5.000 Flüchtlinge in die südbadischen Sportvereine integriert Auch wenn die Zahl der in Deutschland neu ankommenden Asylbewerber deutlich abgenommen hat, so ist es doch wichtig, dass der organisierte Sport sich des Themas „Integration durch Sport“ weiterhin intensiv widmet. Zum einen werden immer wieder Flüchtlinge, je nach Stand ihres Verfahrens, aus den Erstankunfts-Unterkünften in andere Gemeinden verlegt und sollten dort von einem Sportverein wahrgenommen und

bestenfalls aufgenommen werden. Hierfür steht weiterhin die Anschubfinanzierung mit 10 Euro je Flüchtling im Monat zur Verfügung. Darüber hinaus geht es nun aber auch darum, die qualifizierte Integration in den Sportvereinen umzusetzen. Hierfür stehen aus dem Bundesprogramm wiederum Fördergelder zur Verfügung, die relativ einfach und unbürokratisch abrufbar sind. Gerne werden auch direkte Vereinsberatungen durch die IdS-Mitarbeiter zum Thema „Integration durch Sport“ vor

Förderfähige Ausgaben

Nicht förderfähige Ausgaben

Freiwillig Engagierte im Themenfeld „Integration durch Sport“ (Honorare, Übungsleiter-Entschädigungen, …)

Leistungssportgeräte und wettkampf­ orientierte Anschaffungen

Sport- und Spielgeräte, die zur Ausübung der Sportart oder zum besseren Erreichen des Integrationsziels notwendig sind

Investive Maßnahmen (z. B. bauliche Aktivitäten)

Ort bei den Sportvereinen angeboten. Zwei Ansprechpartner beim BSB In der Geschäftsstelle steht Ihnen weiterhin Jan Elert als Ansprechpartner zur Verfügung. Neu im IdS-Team beim BSB Freiburg ist Marcel Drayer. Die Erreichbarkeiten finden Sie im Info-Kasten. Einen Überblick über die förderfähigen oder auch nicht förderfähigen Ausgaben im Bereich Integration finden Sie in der unten­ste­hen­den Tabelle:

Sportausstattung, die nicht in den persönlichen Besitz übergehen soll, sondern im Besitz des Vereins verbleibt. Öffentlichkeitsmaßnahmen wie Plakate, Flyer, …

Honorar- und allgemeine Ausgaben im Rahmen des Wettkampfbetriebs

Mieten (für vereinsfremde Sportanlagen)

Fahrt- und Übernachtungskosten bei Turnieren

Eintägige und mehrtägige Integrationsmaßnahmen wie Sporttage, Ausflüge oder Schulungen (Verpflegung, Unterkunft, …)

Mitgliedsbeiträge

Weitere Ausgaben (Fahrtkosten, pauschale Verwaltungsgebühr, …)

Medikamente, Drogerieartikel, … Zeitschriften, Videos, Bücher Pokale, Präsente, Prämien, Gutscheine Alkoholika, Süßigkeiten Kameras

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Die Antragsformulare sind im Downloadbereich der BSB-Homepage seit dem 1. Juli n 2020 abrufbar. IdS-Ansprechpartner beim BSB Freiburg: Jan Elert Tel. 0761/15246-33 j.elert@bsb-freiburg.de Marcel Drayer Tel. 0761/15246-32 drayer@bsj-freiburg.de

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Philine und Nina, Fechterinnen beim SV Waldkirch

Auch jetzt in der Krise HALTEN WIR ZUSAMMEN!

MEHR ALS SPORT

LEIDENSCHAFT. ZUSAMMENHALT. GEMEINSCHAFT. Ob beim Breitensport oder im Wettkampf, am Spielfeldrand oder im Vorstandsamt: Leidenschaft, Zusammenhalt und Gemeinschaft zeichnen unsere Sportvereine aus. Was bedeutet „Mehr als Sport“ für dich? Zeige es mit deinen Fotos auf Instagram oder Facebook! instagram.com/mehr.als.sport.bw facebook.com/mehr.als.sport.bw

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Den Zusammenhalt nach der Krise stärken Austausch, Mitgestaltung, Weiterentwicklung. Ein „Demokratiefrühstück“ bietet die Möglichkeit, am Vereinsleben teilzunehmen Seit einigen Wochen ist Bewegung im Verein unter gewissen Auflagen teilweise wieder möglich. Was jedoch weiterhin fehlt, ist der Verein als sozialer Begegnungsort, wo persönlicher Austausch stattfindet, in der Gruppe diskutiert und am Stammtisch gescherzt wird – all das was den Zusammenhalt im Verein stärkt und Ehrenamtliche zu weiterem Engagement motiviert. Doch auch ohne Corona-Krise stellt sich im Vereinsalltag häufig die Frage, wie viel Raum zur Verfügung steht, um wichtige

oder konfliktträchtige Themen offen und produktiv zu diskutieren. Oder wie man mit Meinungen umgeht, die man nicht teilt. Das Demokratiefrühstück ist ein kostenloses Format, welches allen im Verein einen Raum bietet, um auf informeller Ebene zusammenzukommen und sich auszutauschen. Es ist Teil des Programms „Zusammenhalt im Sport in Baden-Württemberg“, das durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ gefördert wird.

Persönlicher Austausch ist ab sofort wichtiger denn je.

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Persönlicher Austausch Ob beim Frühstück, Kaffee oder Grillen – in ungezwungener Atmosphäre können Sie sich mit allen Teilnehmenden treffen und den Austausch über den Vereinsalltag intensivieren. Holen Sie ihre Mitglieder ab und fangen Sie Stimmen ein: Wo stehen wir? Was hat die Corona-Zeit mit uns gemacht? Wie können wir den Zusammenhalt im Verein wieder stärken? Wie schaffen wir es, dass Kontakte nicht abreißen? Vorbereitet, moderiert und begleitet wird der Austausch von den „Coaches für Zusammenhalt“. Informieren Sie sich schon jetzt, um gestärkt aus der Krise zu kommen! Termine mit Ihrem Verein werden vereinbart, sobald es die Vorschriften der Landesregierung wieder erlauben. Weitere Informationen Mehr Infos zum „Demokratiefrühstück“ finden Sie unter www.wlsb.de/zusammenhalt-im-sport. Noch Fragen? Dann melden Sie sich bei uns unter Tel. 0711/28077-166 n oder johanna.kramer@wlsb.de. Anzeige

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BSB ON TOUR

„BSB on Tour“ 2020 Dezentrale Kompaktfortbildung für Vereinsfunktionäre (Vorsitzende, Kassierer, Schriftführer etc.)

Sa., 26.09.2020 in Linx   Sa., 14.11.2020 in Radolfzell

Themen: Neues aus und um den BSB Referent: Volker Stark

Vereins-Steuerjahr 2020: Worauf ist zu achten, womit ist zu rechnen? Referent: Prof. Gerhard Geckle

Der aktuelle Sportversicherungsvertrag und wichtige Zusatzversicherungen für Vereine und Vorstände Referent: Thomas Rodenbüsch

Die Veranstaltungen beginnen um 9.00 Uhr und enden um ca. 16.00 Uhr. Diese Fortbildungstage können mit acht Unterrichtseinheiten zur Verlängerung der Vereinsmanager-C-Lizenz angerechnet werden. Zu den Themen steht den Teilnehmern ein Skript zur Verfügung. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 20,– Euro pro Person und ist auf folgendes­Konto zu überweisen: BSB Freiburg IBAN: DE71 6805 0101 0012 4287 35 BIC: FRSPDE66XXX bei der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Anmeldung auf unserer Homepage:

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www.bsb-freiburg.de/Bildung/BSBontour/

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BÜRGERFONDS / PARTNER

Jetzt mitmachen! Der neue deutsch-französische Bürgerfonds kommt genau zur rechten Zeit In den vergangenen Monaten hat das Coronavirus uns alle auf die größte Bewährungsprobe ihrer Geschichte gestellt. Gerade am Oberrhein und im Verhältnis zu unseren französischen Nachbarn war sie aber auch von vielen beeindruckenden Aktionen gelebter Solidarität geprägt.

willigung einfach zusammengefasst. (www.buergerfonds.eu/richtlinien) Wer kann mitmachen? Der Bürgerfonds richtet sich an Vereine und Bürgerinitiativen, Städtepartnerschaften und Stiftungen oder Akteure aus Sozialwirtschaft, Bildung und Wissenschaft. Die Förderung ist besonders niedrigschwellig. Bestehende Kontakte können genutzt und ausgebaut werden, es wird aber auch eine Online-Suchbörse für Partnerorganisationen geben, um neue Kontakte zu vermitteln. Der Förderantrag wird einfach online gestellt. (www.buergerfonds.eu/foerderantrag). Also denn: Gerade in auch für Vereine finanziell schwierigen Zeiten gilt: Neue Einnahmemöglichkeiten generieren. Warum n nicht auch als Verein teilnehmen?

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In den kommenden Monaten gilt es nun, die persönlichen Begegnungen wieder in die Spur bringen und den Zusammenhalt unter Nachbarn zu stärken. Im Vertrag von Aachen vom 22. Januar 2019 vereinbarten Deutschland und Frankreich die substanzielle Stärkung zivilgesellschaftlicher Initiativen und Partnerschaften. Ein Bürgerfonds bietet dafür ab sofort finanzielle und strukturelle Unterstützung. Er ist mit 2,4 Mio. Euro dotiert. Das ist die bedeutendste Fördersumme, die jemals mit

diesem Ziel zur Verfügung gestellt wurde. Vom Gruppenaustausch mit der Partnerregion/Partnerstadt über deutsch-französische Konferenzen und digitale Projekte, bis hin zum grenzüberschreitenden Sport­ event oder einer Jubiläumsveranstaltung: Geförderte Projekte sollen den Austausch zwischen Bürgern aus Deutschland und Frankreich wirksam und innovativ anregen, erneuern oder vertiefen. Schwerpunkte liegen auf Themen wie Umweltschutz, intergenerationeller Dialog, Sport, Gesundheit, Kultur, Menschenrechte oder der Digitalisierung. Die Umsetzung liegt für die Pilotphase von drei Jahren beim Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), das seit Jahrzehnten den Austausch fördert und in beiden Ländern mit tausenden Akteuren der Zivilgesellschaft vernetzt ist. In den sehr übersichtlichen Richtlinien sind die Grundlagen für Antragstellung und Be-

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VEREINSMANAGER

Führungskräfte-Seminare und Vereins­ manager-Ausbildung in Baden-Württemberg In Baden-Württemberg gibt es rund 11.000 Sportvereine mit 3,7 Mio. Mitgliedern. Dabei gleicht kein Verein dem anderen. Die Spannbreite reicht von kleinen, rein ehrenamtlich aufgestellten Vereinen, bis hin zu Mehrspartenvereinen mit mehreren zehntausend Mitgliedschaften und hauptberuflichen Mitarbeitern. Trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen gibt es viele Herausforderungen, die jeder Verein zu bewältigen hat. Um diese Aufgaben und Pflichten im Verein optimal erfüllen zu können, bedarf es speziellem Struktur- und Fachwissen, das sich von dem in der freien Wirtschaft unterscheidet. In unseren Seminaren für Vereins-Führungskräfte vermitteln wir neben dem benötigten Basiswissen für eine gelingende Vereinsarbeit auch Inhalte, die über die Grundlagen hinausgehen. Die Führungskräfte-Seminare und die Ausbildung zum Vereinsmanager richten sich daher an alle Personen, die im Vorstand, der Geschäftsführung oder in der Geschäftsstelle von Vereinen tätig sind oder tätig werden wollen. Inhalte der Ausbildung sind neben allgemeiner Verwaltung und Mitgliederbetreuung, Buchhaltung und Finanzen, Recht und Versicherung, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing auch das Aneignen von Führungskompetenzen und der Fähigkeit, den Verein strategisch weiterzuentwickeln. Hierbei wird an die vorhandenen Kenntnisse der Teilnehmer, die sie aus ihrem beruflichen oder privaten Umfeld mitbringen, angeknüpft und auf die Besonderheiten bei der Anwendung dieses Wissens auf die Vereinsarbeit eingegangen.

den-Württemberg wahrzunehmen. Selbstverständlich ist es weiterhin möglich, auch außerhalb der Lizenzausbildung einzelne Seminare zu besuchen – der Abschluss einer Lizenz muss dabei nicht immer das Ziel sein! Die Ausbildung zum DOSB Vereinsmanager C umfasst insgesamt 120 LE. Um die Lizenz zu erhalten, müssen Sie aus dem ­ Seminar­angebot insgesamt 96 LE absolvieren und anschließend ein Abschlussseminar in Ihrem Sportbund im Umfang von 24 LE besuchen. Aus dem Bereich „Finanzen, Recht, Steuern und Versicherung“ ist die Belegung des Seminars „Vereinsbesteuerung“ ver-

pflichtend, da dieses Wissen in der Vereinsarbeit existenziell ist. Aus den Bereichen „Organisations- und Personalentwicklung, Gremienarbeit“ und „Marketing, Kommunikation, Veranstaltungen, Neue Medien“ sind jeweils 16 LE als Mindestanzahl zu leisten. Die verbleibenden 48 LE dürfen Sie entsprechend Ihrem Tätigkeitsschwerpunkt entweder breit gefächert wählen oder sich auf ein spezielles Themengebiet der Vereinsarbeit spezialisieren. Im Abschlussseminar wenden Sie die gelernten Inhalte an und bearbeiten ausgewählte Praxisbeispiele in Gruppen. Nach erfolgreicher Präsentation erhalten Sie die Vereinsmanager C-Lizenz.

Ausbildung zum Vereinsmanager C Breitgefächertes Angebot durch einheitliches Ausbildungskonzept in Baden-Württemberg Seit dem Jahr 2017 bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, für die Erlangung der Vereinsmanager C Lizenz Seminarangebote aus allen drei Sportbünden in Ba-

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„Vereinsmanager“ sein!

Foto: adpic

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VEREINSMANAGER

Ausbildungsbeginn Die Ausbildung kann jederzeit begonnen werden. Ausbildungsdauer Die Ausbildung sollte möglichst innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden. Gültigkeit 4 Jahre ab Erhalt der Lizenz Verlängerung 15 LE mit einem VM-Seminar aus einem beliebigen Themen­gebiet Organisationskosten 30,00 Euro pro eintägiges Seminar (8 LE) 60,00 Euro pro zweitägiges Seminar (16 LE) 90,00 Euro Abschluss-Seminar (24 LE) Veranstaltungsort Die Ausbildungen zum Vereinsmanager C finden im Caritas Tagungszentrum Freiburg (Wintererstraße 17-19, 79104 Freiburg) statt. AUSNAHME: Das Abschluss-Seminar findet in der Südbadischen Sportschule Steinbach statt. Teilnahme Die Teilnahme ist für alle Mitglieder eines Sportvereins ab 16 Jahren möglich. Bildungszeit Für die Vereinsmanager-Seminare kann Bildungszeit im Rahmen des Bildungszeitgesetzes Baden-Württemberg anerkannt werden.

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Anmeldung: Direkt über das neue Lehrgangsportal https://lehrgangsportal.bsbvernetzt.de

Vereinsmanager-C-Seminare 2020 BSB Freiburg Termin

Titel

LE Ort Themenbereich

25./26.01.2020 Führung im Verein 16 01./02.02.2020 Recht, Haftung, Versicherung 16 hrt ü f e 08.02.2020 Verein als Arbeitgeber   8 g urch gt its d 07./08.03.2020 Strategische Ausrichtung von Bere r abgesa ode Organisationen und Vereinen 16 14./15.03.2020 Buchführung 16 25./26.04.2020 Die Geschäftsstelle/Der Verein als Arbeitgeber 16 29./30.05.2020 Vereinsbesteuerung 16 20./21.06.2020 Vereinsbesteuerung 16 26.06.2020 Das Ehrenamt im Sport   8 04./05.07.2020 Veranstaltungsmanagement 16 10.07.2020 Crashkurs für Vereinsvorstände   8 11./12.07.2020 Grundlagen des Marketing 16 12./13.09.2020 Die Geschäftsstelle / Der Verein als Arbeitgeber 16 19./20.09.2020 Gesprächsführung/PR/Sponsoring 16 17./18.10.2020 Vereinsbesteuerung 16 24./25.10.2020 Buchführung 16 07./08.11.2020 Recht, Haftung, Versicherung 16 09.11.2020 Social Media im Sportverein   8 13.11.2020 Kooperationen und vereinsübergreifende Zusammenarbeit/ Chancen und Risiken   8 30.11.–02.12.2020 Vereinsmanager-C-Abschluss-Seminar 24

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Freiburg Freiburg Freiburg

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BADISCHE SPORTJUGEND

Besondere Förderung der Jugendarbeit Förderung von Ausfall- und Stornokosten sowie webbasierten Bildungsangeboten während der Corona-Krise möglich Die derzeitige Situation stellt auch die Jugendarbeit in den Sportvereinen vor bisher ungekannte und noch nie dagewesene Herausforderungen. Nahezu alle Jugenderholungs- und Jugendbildungsmaßnahmen, aber auch sonstige Maßnahmen der Sportvereine sind aktuell durch die weitreichenden Schritte betroffen, die die Landesregierung zum Schutz der Bevölkerung beschlossen hat. Die geplanten Maßnahmen müssen größtenteils ganz ausfallen oder sind auf unbestimmte Zeit verschoben. Für die Durchführung von Jugendbildungs- und Jugenderholungsmaßnahmen wurden häufig bereits Vorbereitungen getroffen, die mit Kosten verbunden waren oder gar zusätzliche Stornokosten auslösen. Das Land Baden-Württemberg möchte daher durch besondere Regelungen im Förderjahr 2020 die Vereine unterstützen: Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat zugesichert, dass krisenbedingte Ausfall- und Stornokosten für bereits geplante Maßnahmen in der Jugendarbeit übernommen werden. Dies betrifft Ju-

gendfreizeiten sowie Lehrgänge, Seminare und Praktische Maßnahmen der Jugendbildung. Unter folgenden Voraussetzungen können die Vereine die angefallenen Kosten abrechnen: • Ausfall- und Stornokosten müssen sich auf Projekte beziehen, die nach den allgemeinen Richtlinien des Landesjugendplans förderfähig sind. • Ausfall- und Stornokosten sind förderfähig, wenn die Durchführung des Projektes nach § 3 der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) vom 17.3.2020 verboten wurde. • Es gilt eine allgemeine Schadensminderungspflicht. D. h. zunächst müssen alle Möglichkeiten genutzt worden sein, um den entstehenden finanziellen Schaden zu reduzieren bzw. absehbare Schäden zu vermeiden. Die Beachtung des Grundsatzes der allgemeinen Schadensminderungspflicht ist zu dokumentieren.

nare der außerschulischen Jugendbildung Um trotz der Kontaktbeschränkungen Angebote zur außerschulischen Jugendbildung anbieten zu können, nutzen einige Vereine die Möglichkeit, ihre Bildungsangebote auf webbasierte Lehr- und Lernformate umzustellen. Diese Angebote werden grundsätzlich nicht als förderfähig anerkannt. In Anbetracht der derzeitigen Situation weicht das Ministerium für Soziales und Integration für den begrenzten Zeitraum bis 30.09.2020 von diesem Grundsatz ab und stimmt der Förderung von Lehrgängen für Jugendleiterinnen und Jugendleiter und von Seminaren der außerschulischen Jugendbildung, die in Form von webbasierten Lehr- und Lernformaten durchgeführt werden, zu. Hinsichtlich der übrigen Förderregularien gelten weiterhin die Richtlin nien des Landesjugendplans. bsj

Webbasierte Lehrgänge und Semi­

Weitere Informationen und die entsprechenden Formulare finden Sie unter https://www.bsj-freiburg.de/zuschuesse.

Dr. Ulrike Hegar verabschiedet Corona bedingt fand zur Verabschiedung von Dr. Ulrike Hegar lediglich ein kleiner Umtrunk in der BSB-Geschäftsstelle statt. Hegar war dreieinhalb Jahre bei der Badischen Sportjugend leitende Bildungsreferentin und wird nun die Leitung des Sportreferats der Stadt Freiburg als Nachfolgerin von Herbert Mayer übernehmen. BSB-Präsident Gundolf Fleischer und Geschäftsführer Volker Stark bedankten sich bei Dr. Hegar für ihren Einsatz für den BSB und die bsj und freuen sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. n Bianca Sutter

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Dr. Ulrike Hegar wurde von BSB-Präsident Gundolf Fleischer (rechts) und Geschäftsführer Volker Stark verabschiedet. Foto bsj

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BADISCHE SPORTJUGEND

bsj inside – der bsj-Vorstand stellt sich vor In dieser Ausgabe möchte die Badische Sportjugend Freiburg Laura Bechtloff vorstellen. Sie wurde in der letzten Mitgliederversammlung zur stellvertretenden Vorsitzenden der bsj gewählt www.bsj-freiburg.de/informieren/aktuelles, Anm. d. Red.). Als angehende Lehrerin erlebe ich eine sehr schwankende Arbeitsbelastung. In intensiven Phasen kann ich mich bei der bsj etwas herausnehmen und bekomme den Rücken vom restlichen Vorstand und unseren Hauptamtlichen gestärkt, die eine exzellente Arbeit leisten. In Ferienphasen kann ich mich der Vorstandsarbeit dann wieder verstärkt widmen.

Laura Bechtloff ist 28 Jahre alt, hat ihr Lehramtsstudium mit den Fächern Sport und Englisch an der Freiburger Universität abgeschlossen, spielt aktiv Basketball beim USC Freiburg und tobt sich bei dem ein oder anderen Triathlon im Jahr für das Tri-Team Kaiserstuhl aus. Zusätzlich ist sie Mitglied in der DLRG, denn Wasserrettung ist ihrer Meinung nach in Deutschland ein zu sehr vernachlässigter Teil der allgemeinen Ausbildung. Laura, wie kamst du zu deiner Vor­ stands­posi­tion, und was ist das Beson­ dere daran? Über eine Basketballkollegin bin ich auf die Vorstandsarbeit der bsj aufmerksam gemacht worden und habe zunächst erst einmal als Beisitzerin begonnen. Nach einiger Zeit habe ich dann die Position der stellvertretenden Vorsitzenden angenommen. Das Besondere daran ist, dass ich bis zu dem Zeitpunkt des ersten Kontakts und trotz Studiums der Sportwissenschaften noch nicht besonders gut über die tatsächliche Organisation des organisierten Sports aufgeklärt war. Jetzt setze ich mich dafür ein, dass diese Strukturen bekannter werden und die Vorteile auch genutzt werden können. Welche Aufgaben hast du als stellvertre­ tende Vorsitzende, und wie lässt es sich mit deinem Job als angehender Lehrerin vereinbaren, ein Teil des bsj-Vorstands zu sein?

Laura Bechtloff

Foto: privat

Als stellvertretende Vorsitzende bin ich auch überregional stimmberechtigt und vertrete gemeinsam mit unserem Vorsitzenden Jens Jakob die Interessen der bsj in der Baden-Württembergischen Sportjugend, der BWSJ. Generell sind die Aufgaben der stellvertretenden Vorsitzenden sehr abwechslungsreich. Vor Kurzem habe ich ein Interview in einer Kinder-Nachrichtensendung von ARTE gegeben. Hier habe ich die aktuellen Fragen der Kids zu Corona und Sport beantwortet (zu sehen unter

Wenn du eine Sache in der Sportwelt än­ dern dürftest: Was wäre das? Als frühere Leistungssportlerin wünsche ich mir eine größere Bekanntheit und me­diale Übertragungen von Leichtathletik-Veranstaltungen. Außerdem liegt es mir persönlich sehr am Herzen, junge Mädchen und Frauen durch Sport mental und physisch stark zu machen. Gleichzeitig muss es mehr Aufklärung über Auswirkungen des intensiven Sporttreibens auf den weiblichen Körper geben. Dies ist ein viel zu wenig thematisierter Bereich. Was machst du als erstes, wenn du mor­ gens aufstehst? Ich habe eine immer gleich ablaufende Morgenroutine: 1 Glas Orangensaft – 2 Hände Walnüsse – 1 Liter Grüntee und 10 Minuten Zeit zum bewussten Nachdenken. Wenn ich Sport mache… …habe ich danach noch mehr Energie! n Das Interview führte Bianca Sutter

Werde jetzt ein Teil von „bsj bewegt“ Lasst uns Spaß haben und Begeisterung zeigen mit „bsj bewegt“! Mit dem Projekt „bsj bewegt“ hat dein Sportverein die Chance sich mit einem kurzen Videoclip vorzustellen, indem du zeigst, was deine Sportart ausmacht und wie sportbegeisterte Kinder und Jugend­ liche sie Zuhause kennenlernen können. Es verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche in Bewegung zu bringen, bietet die Mög-

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lichkeit Neues auszuprobieren und ermuntert Vereine ihre Begeisterung für die verschiedenen Sportarten zu zeigen. Mach mit und sende uns dein Video – wir freuen uns über dein Engagement! Alle Informationen zum Projekt findest du auf unserer Website unter www.bsj-frein burg.de. bsj

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ARAG SPORTVERSICHERUNG

Urheberrecht: Warum „Ferien“ sehr teuer werden können Ein interessantes Beispiel für einen Fall im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung passierte im letzten Sommer. Ein Sportverein veröffentlichte auf seiner Homepage kurz vor Beginn der Schulferien ein Bild mit dem Schriftzug: FERIEN – leider ohne die Zustimmung des Urhebers! Der Webmaster des Vereins wusste nicht, dass das Bild urheberrechtlich geschützt war, und dass er es nicht hätte verwenden dürfen, ohne vorher den Urheber zu fragen. Der Urheber hatte sein Bild auf der Internetseite des Sportvereins entdeckt und forderte den Verein auf, das Bild zu entfernen und es auch zukünftig nicht mehr einzustellen. Zudem verlangte er 1.500 Euro als Schadensersatzzahlung für die Lizenzgebühr, die er bei vorheriger vertraglicher Zustimmung zur Veröffentlichung auf der Vereins-Internetseite bekommen hätte. Schließlich hatte der Verein das Bild auf der Homepage zwei Monate lang genutzt. Hat der Urheber Recht? Tatsächlich hatte der Sportverein die Urheberrechte des Urhebers verletzt. Denn: Nur ein Urheber hat das Recht zu bestimmen, ob und wie sein Werk veröffentlicht wird. Damit war der Sportverein nach den Bestimmungen des Urheberrechtsgeset-

zes (UrhG) zur Unterlassung der Vervielfältigung und zur Unterlassung der öffentlichen Zugänglichmachung auf seiner Webseite verpflichtet. Der Webmaster des Sportvereins entfernte das Bild von der Homepage. Der Vorstand verpflichtete ihn, künftig keine fremden Fotos, Kartenausschnitte oder Karikaturen mehr einzustellen und zu veröffentlichen. Wie ging der Sportverein vor? Der Vorstand des Sportvereins rief beim Versicherungsbüro seines Landessportbundes/Landessportverbandes an und schilderte den Fall. Danach übermittelte er der ARAG Sportversicherung sämtliche Schreiben per Mail und beschrieb noch einmal kurz, wie es zu der Veröffentlichung auf der Vereins-Homepage gekommen war. Wie half die Sportversicherung? Im Rahmen und Umfang der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ist die Abwehr bzw. die Befriedigung eines Schadensersatzanspruches auf Zahlung entgangener Lizenzgebühren mitversichert. Dem Urheber war ein finanzieller Schaden entstanden, der als so genannter Drittschaden abgesichert ist. Ebenfalls mitversichert sind die auf diesen Schadensersatzanspruch anfallenden Rechtsanwaltsgebühren, falls der Urheber sich anwaltlich vertreten lässt.

Die ARAG prüfte die Höhe des geforderten Schadenbetrages. Feste Sätze an Lizenzgebühren gibt es nicht. Angemessen ist eine Lizenzgebühr, die bei vertraglicher Einräumung ein vernünftiger Urheber gefordert und ein vernünftiger Lizenznehmer gewährt hätte. Anhaltspunkt ist auch, wie lange das Bild unberechtigt verwendet wurde. Schließlich einigte sich die ARAG Sportversicherung mit dem geschädigten Urheber auf einen angemessenen Schadenersatz. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite www.arag-sport.de über die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung in Kombination mit D&O-Versicherung, soweit diese nicht obligatorischer Bestandteil der Sportversicherung ist. Mitversichert sind hierbei auch sogenannte „Eigenschäden“, die der Verein nach einem fahrlässigen Verstoß seiner Mitarbeiter und Mitglien der selbst erleidet.

Sicher ist sicher: die ARAG Sportversicherung mailt mit Flixcheck Nicht erst seit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) achtet die ARAG Sportversicherung sehr sorgfältig darauf, dass personenbezogene Daten und Informationen zu Vereinen streng vertraulich behandelt werden. Sicherer Datenaustausch Der sicherste Weg, um schriftliche Informationen weiterzugeben, sind nach wie vor Brief und Telefax. E-Mails gelten als unsicher, sind aber state of the art. Die ARAG

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Sportversicherung hat hierfür eine praktische Lösung parat und versendet per Flixcheck. Damit ist der Datenschutz auch beim E-Mail-Verkehr sichergestellt. Flixcheck ist sicher Was bedeutet dies konkret für Sie? Wenn Sie eine Anfrage haben oder eine Versicherungsbestätigung wünschen, wenden Sie sich, wie gewohnt, an Ihr Versicherungsbüro. Die schriftliche Antwort erhalten Sie per E-Mail über Flixcheck. Sie bekommen

eine E-Mail mit einem Link. Klicken sie diesen an, öffnet sich das gewünschte Dokument. Es kann auch auf Ihr Smartphone gesandt werden. Mit diesem kleinen Zwischenschritt sind Ihre Daten auf der sichen ren Seite. Fragen zur Datensicherheit beantwortet Ihnen gerne Ihr zuständiges Versicherungsbüro. Weiterer Infos finden Sie unter www.arag.de.

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ARAG SPORTVERSICHERUNG / NACHRUF

Ehrenamt braucht Rückendeckung Jeder macht mal Fehler: Das ist menschlich. Wir sichern Sie ab, damit Ihrem Verein durch einen Fauxpas Ihres Vorstands, der Geschäftsführer, Ihrer Jugendwarte, Trainer oder anderer Vereinsmitglieder nicht noch ein riesiger Vermögensschaden entsteht. Egal, ob diese hauptberuflich oder ehrenamtlich für den Verein im Einsatz sind. Zum Beispiel, wenn jemand den Schlüssel für

Sportplatz oder Turnhalle verliert. Die Vermögensschadenhaftpflicht schützt neben Vorstand und Geschäftsführer alle Vereinsmitglieder, die hauptoder ehrenamtlich im Verein in satzungsgemäßem Auftrag tätig sind. Auch Abteilungsleiter, Jugendwarte und Trainer. Sie tritt ein, wenn durch deren Versäumnisse oder Fehlentscheidungen ein

Vermögensschaden entsteht. Die  Vermögensschadenhaftpflicht schützt den Verein oder Verband vor Vermögenseinbußen • Wählen Sie aus drei verschiedenen Versicherungssummen von 125.000 Euro, 250.000 Euro und 500.000 Euro • Versäumnisse und Fehler im Rahmen des Steuerrechts sowie das Risiko des Schlüsselverlusts sind mitversichert • Schließen Sie die Vermögensschadenhaftpflicht zusammen mit der D&O-Versicherung ab, sichern Sie sich umfassenn den Schutz mit Preisvorteil!

Prof. Dr. Heinz Birnesser verstorben Der langjährige Leiter der Sportorthopädie an der Uniklinik Freiburg und Leichtathletik-Mannschaftsarzt verstarb im Alter von 76 Jahren Prof. Dr. Heinz Birnesser gehörte über Jahrzehnte hinweg zu den führenden Leichtathletik-Ärzten in Deutschland. Nach einem Studium der Human­medizin an den Universitäten Freiburg und Düsseldorf wurde Birnesser 1971 zum Dr. med. promoviert. Fünf Jahre später war er dann erstmals als Orthopäde für diverse Leichtathletik-Nationalmannschaften tätig, und dies bis zur Europameisterschaft 1998 in Budapest. Dazwischen lagen Einsätze, insbesondere bei den Mehrkämpfern des DLV bei der EM 1986 in Stuttgart, den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona sowie der Heim-WM ein Jahr später erneut in Stuttgart. Sehr eng verbunden war Birnesser über all die Jahre bis in die Gegenwart mit Olympiasiegern wie Frank Busemann oder Heike Drechsler. Bereits im Laufe dieser aktiven Zeit in der Leichtathletik avancierte er im Jahre 1991 zum Ärztlichen Leiter der Abteilung Sportorthopädie am Universitätsklinikum Freiburg. Nach 18 Jahren wechselte er sodann 2009 in eine privatärztliche Praxis, dem „Zentrum Sportorthopädie Freiburg“, mit dem

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Prof. Dr. Heinz Birnesser

Foto: Privat

Schwerpunkt in Diagnostik und Therapie orthopädischer und sporttraumatologischer Erkrankungen. Zudem wurde er 2009 Studienbereichsleiter Sportmanagement an der Internationalen Studien- und Berufsakademie in Freiburg. Hier wurde ihm im Jahre 2013 eine Professur ver­ liehen.

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„Heinz Birnesser war ein großartiger Arzt, der viel für den Leistungssport getan hat. Die ganze südbadische Sport­ familie trauert um einen ihrer führenden Köpfe“, so BSB-Präsident Gundolf Fleischer. Doch auch innerhalb der Sport­ ärzte­ schaft ist die Trauer groß, was u. a. für die badischen Sportärzte Prof. Dr. Holger Schmitt aus Heidelberg und für die südbadischen Sportärzte Prof. Dr. Ulrike Korsten-Reck zum Ausdruck brachten. Prof. Hans-Hermann Dickhuth, Ehrenpräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin, schrieb: „Ich habe mit Heinz Birnesser sowohl bei den Großveranstaltungen der Leichtathletik wie auch seit 2002 in meiner Eigenschaft als Chef der Abteilung Rehabilitative und Präventive Sportmedizin der Universitätsklinik Freiburg in der Betreuung vieler Leistungssportler vertrauensvoll zusammengearbeitet. Er war fachlich hochkompetent, den Patienten zugewandt und bei den Kollegen und Sportlern sehr geschätzt. Die Belange der Sportler und Patienten standen bei ihm immer im Vordergrund. Mit Heinz Birnesser verliert die deutsche Sportmedizin einen ihrer hervorragendsten Vern treter“, so Dickhuth. Joachim Spägele

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NACHRUF / IMPRESSUM

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Trauer um Richard Jacobs Der Ehrenpräsident des Südbadischen Fußballverbandes verstarb wenige Wochen nach seinem 85. Geburtstag Richard Jacobs war über 65 Jahre für den Fußball aktiv. Als Stürmer spielte er von 1953 bis 1967 beim VfB Bühl, dessen Vorsitzender er 1969 wurde. Im Jahre 1968 wurde Jacobs zum stellvertretenden Vorsitzenden und 1983 dann zum Vorsitzenden, dem heutigen Präsidenten, des Südbadischen Fußballverbandes (SBFV), gewählt.

Sein herausragender Einsatz für den Fußballsport wurde mit allen zur Verfügung stehenden Ehrungen des SBFV, des Süddeutschen Fußball-Verbandes und des DFB gewürdigt. Für sein umfassendes gesellschaftliches Engagement bekam er bereits 1987 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. 2007 folgte die Stauffer-Medaille in Gold des Landes Baden-Württemberg.

Dieses Amt übte Jacobs bis zum Verbandstag 2007 in Wehr aus. Als Anerkennung für seine Leistungen ernannte ihn der Verbandstag zu seinem Ehrenpräsidenten. In dieser Funktion nahm er bis zuletzt an den Vorstandssitzungen des Verbandes teil und brachte all seine Erfahrungen weiterhin aktiv in die Verbandsarbeit mit ein. Nicht nur in Südbaden machte sich Richard Jacobs über Jahrzehnte hinweg für den Fußball und darüber hinaus verdient. So war er 27 Jahre stellvertretender Vorsitzender des DFB-Bundesgerichts und 21 Jahre Mitglied im Beirat bzw. Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes. Mit seinem Ausscheiden wurde er 2007 zum DFB-Ehrenmitglied ernannt. Neben dem Sport engagierte sich

Auch BSB trauert Auch BSB-Präsident Gundolf Fleischer zeigte sich betroffen vom Tode Jacobs: „Als Präsident unseres größten Fachverbandes war mir Richard Jacobs immer ein besonders wertvoller Wegbegleiter und Ratgeber. Die Eigenständigkeit des südbadischen Sports war ihm dabei immer ein besonderes Anliegen, welches auch uns in der Zukunft Verpflichtung sein wird.“ Die südbadische Fußballfamilie verliert mit Richard Jacobs nicht nur einen verdienten Funktionär, sondern auch einen guten Freund. Der gesamte südbadische Sport wird ihm stets ein n ehrendes Andenken bewahren. SBFV / Joachim Spägele

Richard Jacobs

Foto: Privat

J­acobs auch viele Jahre in der Rechtsanwaltskammer Freiburg, deren Vorstand er von 1980 bis 2017, seit 1993 als Vizepräsident, angehörte.

SPORT in BW – Das Magazin des Sports in Baden-Württemberg

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Baden-Württemberg-Teil

BSB-Teil

Herausgeber: Landessportverband BadenWürttemberg e. V. (LSV) Ulrich Derad (Hauptgeschäftsführer) Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart, Tel.: 0711/28077-850, Fax: -878/-879 www.lsvbw.de

Herausgeber: Badischer Sportbund Freiburg e. V. Volker Stark (Geschäftsführer) Wirthstraße 7, 79110 Freiburg Tel.: 0761/15246-16, Fax: -30 v.stark@bsb-freiburg.de www.bsb-freiburg.de

Redaktion: Joachim Spägele (verantw. Redakteur/v.i.S.d.P.) Tel.: 0171-2708818 joachim.spaegele@t-online.de

Redaktion/Marketing/Anzeigen: Joachim Spägele (verantw. Redakteur/v.i.S.d.P.) Tel.: 0171-2708818 joachim.spaegele@t-online.de

Marketing/Anzeigen: Sport-Marketing BadenWürttemberg Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart Tel.: 0711/28077-116 Fax: 0711/28077-108 info@smbw-gmbh.de

*** Erscheinungsweise: Monatlich, 12 Ausgaben im Jahr. *** Preis: Für BSB-Vereine ist der Bezugspreis des Magazins im Mitgliedsbeitrag enthalten. Die mit Autorennamen gekennzeichneten Artikel stellen die Meinung

des jeweiligen Verfassers dar und vertreten nicht in jedem Fall die Ansicht des Herausgebers. Die mit Namen gekennzeichneten Beiträge sowie alle Fotos unterliegen dem Urheberrecht. Ein Nachdruck ist nur mit Genehmigung der jeweiligen Redaktion gestattet. Adressänderungen sind bitte an s.meier@bsb-freiburg.de zu richten. *** Druckvorbereitung: BECHTLE media, Zeppelinstraße 116, 73730 Esslingen *** Druck: Druckerei Winter GmbH, Uhlandstr. 13, 79423 Heitersheim | ISSN 1868-7253 *** Die Herausgeber übernehmen keine Gewähr bei eventuell auftretenden Druckfehlern.

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