Leadec bringt mit Twin-Fleet Transparenz in die Intralogistik Seite 06
Damit die Zelle kein Zündherd wird Brandschutz in der Batteriezellfertigung praxisnah organisieren Seite 13
Digitaler Rückenwind fürs Kanalnetz Zweckverband nutzt GS-Service als Managementsystem Seite 14
Effizienzsprung im Warenausgang Mit smarter Signalisierung zu mehr
Produktivität Seite 16
Ser vice -Lifte für Brückenpylone Individuelle Zugangslösung für die Wartung der Rheinbrücke Seite 29
D ie Industrie -Zeitung
Gefahr durch Spionage -Drohnen
Seit sich die Drohnensichtungen über Deutschland häufen und Flughäfen deswegen zeitweise geschlossen werden müssen, ist das Thema in aller Munde. Die Karlsruher Sicherheitsfirma
Hensec er fähr t eigenen Angaben zufolge eine „noch nie da gewesene“ Nachfrage nach Systemen zur Drohnendetektion von Unternehmen mit Werksgelände. Vor diesem Hintergrund informieren die Spezialisten über die Hintergründe und aktuellen Entwick lungen.
Im Jahr 2023 registrier ten europäische Behörden mehrere Hunder t sicherheitsrelevante Drohnenvor fälle in der Nähe sensibler Einrichtungen, darunter Regierungsgebäude, Energieanlagen und militärische Standor te Hinzu kommt, dass viele Betreiber kritischer Infrastrukturen inz wischen selbst Drohnen für Inspektionen oder den Werksschutz einsetzen – auch diese legalen firmeneigenen Drohnen müssen sauber identifizier t und in das Gesamtsicherheitskonzept integrier t werden Neben staatlichen Akteuren nutzen Extremisten, kriminelle Gruppen und Einzelpersonen die Technologie zunehmend für Aufklärung, Schmuggel oder Sabotage Angriffe auf Öl- und Gasinfrastruktur im
Nahen Osten sowie Drohnenattacken im Ukraine -Krieg haben die Ver wundbarkeit kritischer Bereiche verdeutlicht Moderne Multicopter können Nutzlasten von mehreren Kilogramm transpor tieren, Reichweiten von über 20 Kilometern erreichen und selbst in Gegenden mit gestör tem GPS gut navigieren Durch den Verzicht auf Funk-Aussendungen versuchen sie auch klassische Über wachungssysteme zu umgehen Es gilt z wischen folgenden Drohnenar ten zu unterscheiden: Multirotor-Drohnen (Quadrocopter, Hexacopter etc ) besitzen mehrere Rotoren, die das Schweben ermöglichen Einfache Quadrocopter haben vier Rotoren; größere Hexa- oder Octocopter
erhöhen die Stabilität und Traglast Diese Drohnen können sehr präzise fliegen, in der Luft stehen bleiben und Kameras oder Sensoren tragen und sind daher ideal für Foto, Film und Inspektionsaufgaben Professionelle Modelle ver fügen oft über Live -Über tragung, GPS-Autopilot und programmierbare Wegpunkte Eine Unterkategorie ist der Helikopter typ: Hier dreht ein großer Rotor wie bei einem Helikopter; einige Modelle können Nutzlasten bis zu fünf Kilogramm tragen Starr flügler (Fixed-Wing-Drohnen) besitzen Flügel wie kleine Flugzeuge und benötigen daher eine Star tbahn oder ein Star tkatapult Weiter auf Seite 12
Die Karlsruher Sicherheitsfirma Hensec rät: Firmen mit Werksgeländen sollten sich unbedingt entsprechend
Bild: Zusammenstellung aus Marcin und Rodri Paz (beides Pixabay)
Öl und Gas sind riskant
Die aktuell hohen Energiepreise treffen die Industrie ins Mark Instandhaltungsbudgets werden gekürzt, Wartungsintervalle gestreckt und notwendige Modernisierungen verschoben Was kurzfristig Liquidität sichern soll, erhöht langfristig das Risiko ungeplanter Stillstände – mit teuren Folgeschäden aufgrund eingeschränkter Anlagenver fügbarkeit
Besonders energieintensive Branchen geraten unter massiven Wettbewerbsdruck, Produktionsverlagerungen ins Ausland sind längst keine theoretische Option mehr, sondern gelebte Praxis
Gleichzeitig offenbart die Situation strukturelle Schwächen: eine zu starke Abhängigkeit von volatilen
Energiemärkten und externen
Lieferanten Genau hier liegt der Schlüssel zur Lösung
Der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur klimapolitisch geboten, sondern industriepolitisch zwingend. Eigene Erzeugungskapazitäten, dezentrale Strukturen und intelligente Netze erhöhen die Resilienz gegenüber Preisschocks und geopolitischen Risiken
Erneuerbare Energien bieten zudem die Chance auf mehr Preisstabilität Während fossile Ener-
gieträger globalen Spekulationen unterliegen und die Preise bei Krisen durch die Decke gehen, sinken die Gestehungskosten von Windund Solarstrom kontinuierlich Für die Industrie bedeutet das planbarere Kostenstrukturen – eine zentrale Voraussetzung für Investitionen und Innovation Wer heute am Ausbau der Erneuerbaren spart, riskiert morgen die industrielle Substanz volker Zwick
Maintenance Dor tmund meldet Rekordzahlen
Mehr Aussteller und Besucher auf den beiden Messen Maintenance Dor tmund und Pumps & valves
Überzeugen Sie sich: Hannover Messe 20. - 24. April 2026
Halle 13, Stand E70
dieser en wuncht, dass a Soloktleiterin n Fachn überves Fazit haben in hr einen Rekord bei Ause bei Beeide Sein davon ier t Die ben die mmunity spürzusammengecht, die Stimng war her vornd und das poe Feedback r wältigend “ en der reinen ße der Veranung betonen e Teilnehmer allem die Quader Kontakte zahlreiche Aner bot die Meseine Plattform intensive techhe Gespräche konk rete Proanbahnungen hebt beispielsweise Dipl -Ing Marian Ullrich, Manager of Sales bei Alotec Dresden, insbesondere die G e s p r ä c h s q u a l i t ä t her vor: „Die Gespräche auf der Maintenance waren technisch anspruchsvoll und äußerst substanzhaltig Ich bin seit über 30 Jahren im Messegeschäft tätig und habe selten eine Veranstaltung erlebt, die hinsichtlich Qualität und Relevanz der Kontakte so überzeugend war “
Zu den präsentier ten Lösungen gehör ten unter anderem industrielle Vor- Or t-Ser vices für komplexe Anlagen, beispielsweise von Bilfinger, Piepenbrock , Schaeffler, SKF, Xer von oder Yncoris Parallel dazu zeigten Softwareanbieter Lösungen für datengetriebene Instandhaltungsstrategien – von Asset-ManagementSystemen bis zu Anwendungen für Predic tive Maintenance
Parallel zur Maintenance präsentier te die Pumps & Valves aktuelle Entwick lungen rund um Pumpen, Armaturen und Komponenten für das Fördern und Regeln von Flüssigkeiten
Die enge Verbindung z wischen Pumpentechnik und Instandhaltung zeigte sich auch in vielen Gesprächen auf der Messe: Energieeffizienz, War tungsfreundlichkeit und Zuverlässigkeit der Komponenten sind zentrale Faktoren für Anlagenver fügbarkeit und Prozesssicherheit
Zum Er folg der Veranstaltungen trug auch das umfangreiche Vortragsprogramm bei Ein Schwerpunkt lag auf der Anwendung von künstlicher Intelligenz in der Instandhaltung Praxisberichte zeigten, wie KI-basier te Analysen War tungsprozesse effizienter und planbarer machen können Daneben standen Themen wie Wissensmanagement, Automatisierung und modernes AssetManagement im Fokus
Viele Teilnehmer nutzten die Kombination aus Ausstellung, Fachvorträgen und Network ing gezielt, um neue Lösungsansätze für ihre eigenen Anlagen zu diskutieren
Beide Messen werden im kommenden Jahr am 24 und 25 Februar erneut parallel stattfinden Vorher trifft sich die Instandhaltungsbranche jedoch in München: Am 7 und 8 Oktober 2026 findet dor t die nächste Maintenance im MOC – Event Center Messe München statt Rund 100 Aussteller haben sich bereits angemeldet B&I wird diese Messe wieder mit der Messezeitung begleiten Mit der geplanten Er weiterung nach Österreich soll die
Messeplattform zukünftig noch weiter wachsen Für 2028 ist in der Zeit vom 17 bis 18 Mai 2028 nämlich eine Veranstaltung im österreichischen Wels geplant Damit decken die Maintenance -
Messen München, Dor tmund, Wels gemeinsam mit dem Standor t Zürich – diese findet in diesem Jahr am 26 und 27 August statt –, den gesamten DACH-Raum ab www maintenance -dortmund de
Spie übernimmt Rofa Industrial Automation
Die Übernahme von Rofa stärkt den Industriedienstleister Spie hierzulande in den Bereichen Industrieautomation, Fördersystemen und Intralogistik Rofa, mit Sitz in Kolbermoor (Bayern), bringt langjährige Er fahrung, 1 200 Mitarbeitende und ein stabiles Kundenpor tfolio ein Es bietet schlüsselfer tige Lösungen für Fabrik- und Logistikautomation Das Leistungsspektrum umfasst Beratung, Software - und Hardwareentwicklung, Fertigung, Inbetriebnahme sowie Service und Suppor t „Die Akquisition von Rofa stärkt die Position von Spie als führendem Anbieter von Industriedienstleistungen in Deutschland Sie ist ein wichtiger Schritt im größten strategischen Markt von Spie und steht im Einklang mit dem Ziel der Gruppe, das Leistungsspektrum zu er weitern Die Transaktion dür fte einen erheblichen Mehrwer t schaffen, unterstützt durch attraktive Wachstums- und Rentabilitätsaussichten“, erklär t Gauthier Louette, Chairman und CEO von Spie Markus Holzke, Geschäftsführer von Spie Germany Switzerland Austria, ergänzt: „Wir freuen uns sehr, mit Rofa die Entwicklung unserer Aktivitäten in den Industrieser vices voranzutreiben. Die Verstärkung mit Rofa ermöglicht es Spie, in industrielle Automatisierungs- und Intralogistiklösungen zu expandieren und damit deutlich in der Wer tschöpfungskette aufzusteigen “ www spie de
Bild: B&I
Pa n a s o n i c C o n n e c t E u r o p e
Maßgeschneider te Managed Ser vices von Panasonic ermöglichen reibungslose War tungsund instandhaltungsprozesse, entlastete iT-Abteilungen und planbare Kosten
Wartungs-, Instandhaltungs- und Serviceteams stehen unter hohem Druck: Maschinen, Anlagen und technische Systeme müssen rund um die Uhr zuverlässig funktionieren, während die Komplexität der eingesetzten IT kontinuierlich steigt Gleichzeitig fehlen in vielen Unternehmen die nötigen IT-Ressourcen, um mobile Geräteflotten dauerhaft aktuell, sicher und ausfallsicher zu betreiben.
Die Herausforderung: technische Einsätze im Feld effizient bewältigen, während die interne IT nicht mit zusätzlichen Projekten belastet wird Damit Servicetechniker im täglichen Einsatz produktiv, sicher und vernetzt arbeiten können, braucht es nicht nur robuste und zuverlässige Endgeräte, sondern ganzheitliche Service - und Lifecycle -Konzepte, die IT Abteilungen entlasten und die Verfügbarkeit von Technik und Personal erhöhen Genau hier setzt Panasonic TOUGHBOOK mit Mobile -iT-as-a-Service an – ein skalierbares Abo-Modell, das Hardware, Zubehör und Dienste als Managed Services in einer Lösung bündelt
Nachhaltige Komplettlösung im Monats-Abo
Mit „Mobile-IT-as-a-Service“ stellt Panasonic komplett gemanagte mobile IT-Lösungen bereit und deckt damit sämtliche Phasen des Gerätelebenszyklus ab – von der Bereitstellung über laufende Wartung samt Update-Manage-
ment bis hin zu Support und sicherer Endgeräte-Rücknahme Unternehmen stellen ihre Bundles aus Hardware, Zubehör und Services maßgeschneidert zusammen und profitieren von planbaren monatlichen Kosten, einem stets aktuellen Gerätebestand sowie reduzierten Ausfallzeiten und deutlich entlasteten ITAbteilungen Dies hilft speziell Teams in Wartung, instandhaltung und technischem Service, die im Feld keine Unterbrechungen durch IT-Probleme riskieren können
figurationen werden automatisch aktualisiert, bevorstehende Ausfallrisiken proaktiv erkannt und frühzeitig behoben “
Optimierte Prozesse bei Siemens Mobility
„Unsere Kunden wollen keine ITProjekte managen, sondern sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter im Feld produktiv agieren können, um Maschinen und Anlagen instand zu halten und ihren Kunden dabei einen erstklassigen Service zu bieten Daher müssen sich Servicetechniker während ihrer Einsätze vollständig auf ihre Arbeit konzentrieren können – sei es bei der Fehlersuche an einer Produktionsmaschine, der Wartung von Gabelstaplern und Baumaschinen oder der Instandhaltung komplexer Anlagen
Wie zuverlässige mobile IT speziell die instandhaltung im Feld verbessert, zeigt das Beispiel Siemens Mobility: Das Unternehmen setzt bei der Wartung und Instandhaltung seiner Züge auf das TOUGHBOOK „Mobile-IT-as-aService“ Abo-Modell, um Serviceteams mit maximaler Geräteverfügbarkeit, stabiler Konnektivität und minimalem Administrationsund Personalaufwand zu unterstützen
Die vollständig gemanagten Geräte ermöglichen schnelle Diagnosen, direkten Datenaustausch mit den Leitstellen und effizientere Abläufe im Außeneinsatz Das Ergebnis: höhere Produktivität, geringere Ausfallzeiten von Technik und Personal sowie eine deutlich reduzierte Belastung der iT-Abteilung.
vernetzte Fahrzeuge und 5G-infrastruktur
netzten Servicefahrzeugen Damit erhalten Mitarbeitende im Einsatz unterwegs Echtzeit-Zugriff auf Auftragsdaten, Diagnoseunterlagen, Remote Support und Navigation – direkt im Fahrzeug, inklusive Screen-Mirroring auf OEM Displays Optional können Fahrzeuge sogar als mobile 5G Access Points fungieren, um Daten auch in Werkshallen, Tunneln oder abgelegenen Industriearealen sicher zu übertragen
Pa n a s o n i c co n n e c t
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Dafür sind ausfallsichere, robuste und zuverlässige IT-Lösungen unerlässlich“, erklärt Andreas Wetzels, Key Account Manager bei Panasonic TOUGHBOOK „Durch unsere Managed Services bleiben mobile Endgeräte immer aktuell und sicher: Betriebssysteme, Anwendungen, Treiber und Kon-
Viele Unternehmen aus Wartung, Instandhaltung und technischem Service setzen zunehmend auf connected-vehicle -Lösungen –vernetzte Servicefahrzeuge, die unterwegs als mobile Büros dienen Panasonic unterstützt diese Unternehmen mit maßgeschneiderten Integrationslösungen: von der fahrzeugindividuellen Halterung und Stromversorgung über die Einbindung von TOUGHBOOKGeräten bis hin zu komplett ver-
Ob bei der Wartung von Maschinen, der Instandhaltung von Industrieanlagen oder dem technischen Service im mobilen Einsatz: TOUGHBOOK Managed Services im Monats-Abo bieten eine zukunftssichere Antwort auf den Fachkräftemangel sowie die steigenden Anforderungen in Technik und IT
Die Kombination aus robusten, zuverlässigen Endgeräten, intelligenter Fahrzeugintegration und vollständig gemanagten Servicepaketen sorgt für: planbare monatliche Kosten reduzierte Geräte-Ausfallzeiten gesteigerte Produktivität der Servicetechniker entlastete IT-Teams hohe Sicherheit über den gesamten Lebenszyklus Damit können Unternehmen ihre Serviceprozesse effizienter gestalten und ihre Techniker im Feld optimal unterstützen – heute und in Zukunft
Sicher, skalierbar und zu planbaren Kosten spricht
Neues TOUGHBOOK 56 Im Jubiläumsjahr – Panasonic feiert 2026 30-jähriges Bestehen der Marke TOUGHBOOKaktualisiert Panasonic sein TOUGHBOOK Hardware Portfolio Den Anfang macht dabei das gerade frisch gelaunchte neue Notebook TOUGHBOOK 56 Panasonic setzt bei diesem Modell verstärkt auf das neue „Engineered for Motion“-Konzept, das als Antwort auf die steigenden Anforderungen an Konnektivität, Ergonomie und Edge-Computing eine optimierte Handhabung für den mobilen Einsatz veri ht
Dieser QR-code führ t Sie zu Details und zur Case Study
Mit langjähriger Erfahrung im Bereich Technischer Außendienst steht Andreas Wetzels (Key Account Manager bei Panasonic TOUGHBOOK) Kunden und Partnern beratend zur Seite Der QR-Code führt zu dessen LinkedIn-Profil
Die Entlackung gehör t zu den sensiblen Prozessschritten, denn Fehler bei der Ver fahrenswahl wirken sich unmittelbar auf Bauteilzustand, Maßhaltigkeit und nachgelager te Beschichtungsprozesse aus Entsprechend hoch ist der Abstimmungsbedar f z wischen Betreiber und Dienstleister
Die Wisag Industrie Ser vice Gruppe ver folgt dabei einen technologieoffenen Ansatz Ziel ist es, für jede Anwendung eine Lösung zu definieren, die sowohl technisch belastbar als auch wir tschaftlich ver tretbar ist „Für uns steht keines der Ver fahren im Vordergrund“, sagt Fabian Här tel, Leiter Technik bei der Wisag Produktionsser vice GmbH „Wir wollen unsere Kunden bestmöglich beraten und schauen uns daher zuerst die individuellen Gegebenheiten und Anforderungen genau an “
Zum Por tfolio zählen chemische Ver fahren ebenso wie die Trockeneisreinigung
Außerdem stehen thermische, mechanische und laserbasier te
Ver fahren bereit, die je nach Bauteilcharakteristik eingesetzt werden
Für robuste Komponenten
Ein zentrales Ver fahren ist die thermische Entlackung mittels Pyrolyse Dabei werden organische Beschichtungen unter Sauerstoffmangel thermisch zersetzt Das Ver fahren eignet sich insbesondere für robuste metallische Bauteile mit komplexen Geometrien oder mit dicken Lackschichten
Die Werkstücke werden in einem geschlossenen Ofensystem kontrollier t er wärmt Ziel ist es, die Beschichtung vollständig zu entfernen, ohne das Grundmaterial zu schädigen Durch die kontrollier te Prozessführung lassen sich auch Bauteile mit schwer zugänglichen Bereichen zuverlässig behandeln, was insbesondere bei komplexen Träger- oder Gestellkonstruktionen von Bedeutung ist
Eine weitere Option ist die Wasserhöchstdruckreinigung
Mechanische Entlackung
Hierbei werden Lackschichten durch einen stark gebündelten Wasserstrahl mechanisch vom Untergrund abgetragen Das Verfahren kommt vor allem bei widerstandsfähigen Bauteilen mit vergleichsweise einfacher Geometrie zum Einsatz Da weder chemische Zusätze noch thermische Energie eingebracht werden, bleibt die Belastung des Werkstücks gering
Selektive Bearbeitung per Laser
Für punktuelle Aufgabenstellungen und empfindliche Oberflächen bietet die Laserreinigung eine berührungslose Alternative Die Technologie ermöglicht eine präzise, lokal begrenzte Entfernung von Beschichtungen
Herausfordernde Leckabdichtung im Kraftwerk
Le c k a g e i m va k u u m b e re i c h e i n e s Tu r b i n e n a
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k a l i s i e r u n g u n d A b d i c h t u n g e i n e t e c h n i s c h e H e ra u s fo rd e r u n g d a r D i e p o l n i s c h e S i e m e n s -
E n e rg y - G e s e l l s c h a f t w a n d t e s i c h d a h e r a u f E m p fe h l u n g d e r d e u t s c h e n Ko l l e g e n
g e n D e re n S p e z i a l i s t e n e n t w i c ke l t e n e i n a b
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Siemens Energy Deutschland arbeitet seit Jahren mit Bardenhagen zusammen Als die polnische Landesgesellschaft im Zuge der Inbetriebsetzung eines neu errichteten Gas- und Dampfkraftwerks eine Leckage entdeckte, wurde die Anfrage daher an die B a r d e n h a g e n - N i e d e r l a s s u n g Schwedt/Oder weitergeleitet
Die Undichtigkeit befand sich im Vakuumteil des Turbinenabdampfgehäuses – ein sensibler Bereich, in dem die Spaltmaße üblicher weise unter 1 mm liegen Das macht sowohl das Auffinden als auch das Abdichten einer Leckage besonders anspruchsvoll
Bei der Wasserhöchstdruckreinigung werden Lackschichten
Strahlmittelabfälle entstehen nicht, der Einsatz zusätzlicher Verbrauchsstoffe bleibt gering
Systempartnerschaft statt Einzellösung
Gerade bei ebenen Flächen oder bei selektiven Nacharbeiten kann das Ver fahren Vor teile bieten, wenn nur definier te Bereiche freigelegt werden sollen Gleichzeitig reduzier t die kontaktlose Arbeitsweise das Risiko mechanischer Beschädigungen Nach Einschätzung der Exper ten von Wisag existier t kein univer-
selles Entlackungsver fahren, das für alle Bauteile und Geometrien funktionier t „Unserer Er fahrung nach gibt es nicht das eine Entlackungsver fahren für alle Fälle“, erklär t Här tel „Entscheidend ist die richtige Einordnung des Bauteils und der Prozessanforderungen Genau hier sehen wir unsere Rolle als Systempar tner der Industrie “ Für Betreiber bedeutet das: Die Auswahl des Ver fahrens sollte nicht isolier t, sondern im Kontext von Werkstoff, Bauteilzustand, Geometrie, Beschichtungsar t und nachgelager ten Prozessen er folgen w w w wisag de
Der sofor t durchgeführ te Heliumlecktest lokalisier te die undichte Stelle auf der oberen Deckelhälfte des Turbinengehäuses Diese Position er wies sich als vor teilhaft, da dadurch Injektionsbohrungen in einem definier ten Winkel von 45 Grad gesetzt werden konnten
So konnte man den Hohlraum
z wischen Wellendichtung und Gehäuse gezielt erreichen
Schwierige Zugänglichkeit
Um sicherzustellen, dass die Injektionsadapter präzise im richtigen Winkel und direkt in die umlaufende Nut eingedreht werden konnten, schweißte Siemens in Abstimmung mit Bardenhagen zuvor Führungshülsen auf das obere Abdampfgehäuseteil Zusätzlich wurden störende Bauteile wie angeschlossene Dampfleitungen demontier t, um Platz für Injektionskolben, Adapter und weiteres Equipment zu schaffen Eine zusätzliche Herausforderung bestand im begrenzten äußeren
nischen Abstimmungen mit den Siemens-Energy-Ingenieuren fiel die Wahl auf das besonders fließfähige Bardenhagen-Compound BC 05 Man einigte sich auf einen optimalen Einspritzdruck von 35 bar, um die Ver teilung in der Nut sicherzustellen
Dicht dank compound
Injektionsadapter mit Injektionspresskolben
Heliumlecktest schafft Klarheit Alle Injektionsbohrungen im Bereich der demontierten Dampfleitungen wurden nach erfolgreichem Abschluss mit Stiftschrauben verschlossen Bilder: Bardenhagen
Zugang: Das einzuspritzende Abdichtungscompound konnte nur vom Abdampfgehäuseober teil her eingespritzt werden, musste aber trotzdem durch die gesamte umlaufende Nut fließen, um diese abzudichten und sollte auf gar keinen Fall unkontrollier t ins Innere des Turbinengehäuses austreten Nach intensiven tech-
Die eigentliche Abdichtung führ ten z wei Techniker der Niederlassung Schwedt in Siechnice bei Breslau durch Über eine Inspektionsluke wurde mit einem Boroskop über wacht, ob Abdichtmaterial ins Innere der Turbine gelangte Zu sehen war lediglich ein dünner, gleichmäßiger „Film“ des Compounds in der umlaufenden Nut – exakt wie in der Planung vorgesehen
Der anschließende Testlauf mit wiederholtem Heliumlecktest bestätigte den Abdichtungser folg Die Turbine konnte von Siemens Energy an den Betreiber übergeben werden w w w bardenhagen de
mechanisch und ohne chemische Zusätze vom Bauteil entfernt Bild: Wisag
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„Mit Leadec Twin-Fleet erstellen wir einen digitalen Zwilling der Intralogistik-Flotte direkt in der Fabrik Unsere Kunden erhalten damit eine objektive Datengrundlage für Optimierungen – von der effizienten Auslastung über die Wegeplanung bis hin zu nachhaltigen Investitionsentscheidungen“, erklärt Alexander Bonk, SVP Operations Germany bei Leadec, das Konzept Auf diese Weise visualisiert die Lösung in Echtzeit, wie Flurförderzeuge tatsächlich eingesetzt werden Ein Set an Sensoren erfasst dafür relevante Daten wie Position, Beladung oder Hubhöhe Über ein Gateway werden diese Informationen an die Leadec Industrial Cloud übertragen, dort aggregiert und analysiert Ein Dashboard stellt die Auslastung der Flotte sowie Nutzungsmuster und Anomalien übersichtlich dar Ziel ist es, mithilfe dieses digitalen Zwillings Abläufe und Engpässe zu erkennen und zu verbessern Die Lösung unterstützt dabei, von erfahrungsbasierten zu datenbasierten Entscheidungen zu gelangen „Einer unserer Kunden hatte beispielsweise Schwierigkeiten, neue Mitarbeitende für die Intralogistik zu finden Heute kann das bestehende Team die gestiegene Nachfrage dank gleichmäßigerer Auslastung und Zeitersparnis durch optimierte Wege mit mehr Vollfahrten abdecken“, so Ale-
Leadec Twin-Fleet ist aus einem gemeinsamen Forschungsprojekt von Leadec, der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH, der Sick AG und dem Ferdinand-Steinbeis-Institut entstanden Nach einer erfolgreichen Pilotphase steht die Lösung ab sofort allen Unternehmen zur Optimierung ihrer Intralogistik zur Verfügung Bild: KI-generiert
xander Bonk Das Dashboard liefert die Auswertungen – die echten Verbesserungspotenziale werden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen, das Twin-Fleet einsetzt, erarbeitet
Die Möglichkeiten sind vielfältig: Auf Basis der Daten lassen sich Lastspitzen glätten, eine verbesserte Auftragszuweisung mit Echtzeitinformationen umsetzen oder geeignete Wechselbahnhöfe zur Reduzierung von Wegstrecken identifizieren Ein weiteres Modul –eine RFID-basierte Warenflussanalyse – wird in Kürze verfügbar sein
Der digitale Zwilling liefert darüber hinaus belastbare Informationen für Investitionsentscheidungen,
etwa zur Auswahl passender Batterietypen oder zur Bestimmung künftig benötigter Hubhöhen und Traglasten
Die Visualisierung der Bewegungsprofile zeigt nicht nur Optimierungspotenziale in der Flotte, sondern auch im Lagerlayout Heatmaps machen stark frequentierte Bereiche sichtbar und ermöglichen gezielte Anpassungen, um kritische Zonen zu entlasten Ergänzend erhöht Twin-Fleet die Arbeitssicherheit: mit Warnhinweisen bei Überhöhe, Geschwindigkeitsmonitoring in definierten Bereichen und weiteren Analysefunktionen
www leadec-services com www leadec-twinfleet com/de/
Neue Lithiumanlage im I ndustriepark Hö chst
h at Vu l c a n E n e rg y e i n e n e n t s c h e i d e n d e n S c h r i t t f ü r d e n Au f b a u s e i n e r z e n t ra l e n L i t h i u m a n l a g e (C L P ) i m I n d u s t r i e p a r k H ö c h s t vo l l z o g e n . D e r n u n u n t e r z e i c h n e t e Pa c h t ve r t ra g m i t I n f ra s e r v H ö c h s t s c h a f f t d i e G r u n d l a g e f ü r d e n B a u e i n e r A n l a g e, d i e k ü n f t i g b at t e r i e t a u g l i c h e s L i t h i u mhyd rox i d i m i n d u s t r i e l l e n M a ß s t a b p ro d u z i e re n s o l l
Die Unterzeichnung des Pachtvertrags zwischen Vulcan Energy und Infraserv Höchst erfolgte Anfang Dezember 2025. Neben dem eigentlichen Pachtvertrag wurden weitere Vereinbarungen zur Erschließung der Fläche sowie zur Energie- und Stromversorgung abgeschlossen Damit sind wesentliche infrastrukturelle Voraussetzungen für den Bau und den späteren Betrieb der zentralen Lithiumanlage geschaffen
Die Unterzeichnung des Pachtvertrags folgt auf die Genehmigung zum Bau und Betrieb der Zentralen Lithiumanlage, welche bereits im September vergangenen Jahres durch das Regierungspräsidium Darmstadt erteilt wurde An der CLP wird hochreines Lithiumchlorid mithilfe von grünem Strom durch einen Elek-
trolyseprozess zu LithiumhydroxidMonohydrat (LHM) verarbeitet Dieser Prozess findet bereits seit Beginn des Jahres erfolgreich an der Zentralen LithiumelektrolyseOptimierungsanlage (CLEOP) statt, welche Vulcan ebenfalls im Industriepark Höchst betreibt
Das Lithiumchlorid wird dabei in einem vorgelagerten Prozessschritt in Landau gewonnen Der Startschuss für den Bau der kommerziellen Anlage, welche in Zukunft das Lithiumchlorid sowie erneuerbare Energie im industriellen Maßstab aus der Thermalsole des Oberrheingrabens gewinnen wird, erfolgte gleichzeitig mit der Unterzeichnung des Pachtvertrags im Rahmen einer offiziellen Grundsteinlegung im Landauer Gewerbegebiet Für Vulcan Energy ist die Standortentscheidung eng mit
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K I-GE S TÜT ZT E L ÖSUNGEN IN DER INS TANDH ALT UNG
dem Anspruch verbunden, eine nachhaltige und inländische Lithiumproduktion aufzubauen
Aufseiten des Industrieparkbetreibers wird dem Projekt eine hohe Bedeutung zugemessen Dr Joachim Kreysing, Geschäftsführer von Infraserv Höchst, betont: „Wir haben gemeinsam bei diesem für die Entwicklung des Standortes bedeutsamen Zukunftsprojekt einen wichtigen Meilenstein erreicht “
Zugleich unterstreicht er die Attraktivität des Standorts: „Der Industriepark Höchst bietet optimale Rahmenbedingungen für Unternehmen, die Innovationen vorantreiben und nachhaltige Zukunftstechnologien in industriellen Maßstäben umsetzen “ https://v-er eu www infraserv com
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Ohne Zertifizierung kein Marktzugang
Wie eine ISO-Zertifizierung trotz eines sehr engen Zeitfensters erfolgreich abläuft
Die Aufbereitung gebrauchter PET-Kunststoffe – etwa aus Getränkeflaschen – zu Regranulat, das erneut in Produktionsprozessen eingesetzt werden kann, wird als rPET-Recycling bezeichnet. Für einen Tochterbetrieb eines PIR-Recyclingunternehmens, also eines Unternehmens, das sich mit dem Recycling von Post-Industrial-Rezyklat (PIR) befasst, wurde ebendieses Geschäftsfeld zum Ausgangspunkt eines ambitionierten Projekts: Innerhalb von nur 3,5 Monaten mussten die Zertifizierungen nach ISO 9001 und ISO 14001 erreicht und in ein bestehendes Energiema nagement nach ISO 50001 integriert werden – als zwingende Voraussetzung für den Marktzugang. Angesichts dieser ambitionierten Vorgaben und des engen Zeitfensters wandten sich die Verantwortlichen an das Beratungsunternehmen QViM 4.0.
QViM 4.0 unterstützt kleine und mittlere Unternehmen sowie Startups aus der kunststoffverarbeitenden Industrie und dem Maschinenbau beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihrer Management- und Prozessstrukturen. Der Ansatz der Experten fokussiert sich auf die systematische Analyse von Wertschöpfungsprozessen, die Visualisierung von Abläufen und die begleitende Vorbereitung auf Zertifizierungen nach internationalen Normen. Und genau in diesem Zusammenhang benötigte das rPET-Recyclingunternehmen deren Expertise.
Deshalb übernahm Martin Wilke von QViM 4.0 die Projektverantwortung.
Dieser Auftrag war an die Bedingung geknüpft, dass der Recyclingbetrieb über ein nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziertes Managementsystem verfügt – und zwar zusätzlich zur bereits bestehenden ISO 50001. Der zur Verfügung stehende Zeitraum war auf lediglich 3,5 Monate begrenzt. Neben dem engen Zeitrahmen erhöhte die Ausgangslage die Komplexität: Die rPET-Aufbereitung sollte nämlich auf einer neu errichteten Anlage in einer neuen Produktionshalle erfolgen, während gleichzeitig die bereits etablierte PIR-Granulatproduktion in den Zertifizierungsscope integriert wurde. Zu Projektbeginn wurden vorhandene Dokumente und Prozessunterlagen gesichtet. Parallel erfolgte eine GAP-Analyse hinsichtlich der Anforderungen der relevanten ISO-Normen. Die Gap-Analyse (auch Lückenanalyse genannt) ist ein klassisches Instrument des strategischen Managements. Sie dient dazu, die Differenz zwischen der gewünschten Zielvorgabe (Soll) und dem vorhandenen Istwert zu identifizieren.
Ergänzend flossen Dokumente des Zertifizierungstandards „RecyClass Recycled Plastic“ in die Bewertung ein. Auf dieser Basis entstand dann ein strukturierter Projektplan, der frühzeitig im Unternehmen kommuniziert wurde – sowohl auf Management- als auch auf ShopfloorEbene.
Im Mittelpunkt der Umsetzung stand eine schlanke, praxisgerechte Struktur. Die relevanten Abläufe wurden systematisch erfasst und in eine zweistufige Prozesslandschaft überführt. Eine
zentrale Dokumentenlenkung mit eindeutigen Verantwortlichkeiten schuf die notwendige Transparenz.
Analyse und strukturierter Aufbau
Als ein zentrales Steuerungsinstrument diente eine verbindliche Maßnahmenliste, über die sämtliche Aufgaben koordiniert und nachverfolgt wurden. Diese Bündelung trug entscheidend zur reibungslosen Zusammenarbeit
Zertifizierung nach ISO 9001 und ISO 14001 bei Integration der bestehenden ISO 50001
Besonderheiten:
Neue Recyclinganlage und neue Fertigungshalle
Erweiterung des Zertifizierungs-Scopes um bestehende rPET-Produktion
Hoher Zeitdruck bei laufendem Betrieb
Projektlaufzeit: 3,5 Monate
Umsetzung:
GAP-Analyse und strukturierter Projektplan Aufbau eines integrierten Managementsystems Zentrale Dokumentenstruktur und Maßnahmensteuerung Aufbau einer zweistufigen Prozesslandschaft Interne Voraudits und begleitete Zertifizierungsaudits
Zur Sicherstellung kurzer Abstimmungswege erfolgte die Projektarbeit überwiegend vor Ort. Ein mobiles Projektbüro ermöglichte schnelle Entscheidungen und direkte Klärungen auf dem Shopfloor und unterstützte so die enge Zusammenarbeit zwischen Betrieb, Instandhaltung und Management – ein wesentlicher Faktor für den Projekterfolg unter dem engen Zeitrahmen.
zwischen Betrieb, Instandhaltung und Management bei. Um kurze Abstimmungswege sicherzustellen, fand die Projektarbeit übrigens überwiegend am Standort statt. Ein mobiles Projektbüro erleichterte schnelle Entscheidungen, unmittelbar vor Ort auf dem Shopfloor. „Diese direkte Einbindung der operativen Bereiche erwies sich unter den Bedingungen eines laufenden Betriebs und eines straffen Zeitplans als wesentlicher Erfolgsfaktor“, betont in diesem Zusammenhang Martin Wilke von QViM 4.0. Außerdem wurden begleitende Trainings eingesetzt, um das Qualitäts- und Umweltbewusstsein der Mitarbeitenden zu stärken. Interne Voraudits dienten der frühzeitigen Erkennung von Schwachstellen, noch ehe die externen Begutachtungen anstanden. Die Stage-1- und Stage2-Audits der Zertifizierungsgesellschaft wurden eng begleitet und
organisatorisch vorbereitet. „Trotz hoher Anforderungen innerhalb kurzer Zeit konnten die Zertifizierungen nach ISO 9001 und ISO 14001 erfolgreich abgeschlossen werden“, bestätigt Wilke und ergänzt: „Die bereits bestehende ISO 50001 wurde in ein integriertes Managementsystem eingebunden. Damit waren alle formalen Voraussetzungen für den neuen Kundenauftrag im rPET-Recycling erfüllt, einschließlich der Produktion von lebensmitteltauglichem Regranulat.“ Alles in allem zeigt das Projekt exemplarisch, wie ein integriertes Managementsystem auch unter Zeitdruck realisiert werden kann, wenn Analyse, Strukturierung und operative Einbindung konsequent verknüpft sind und die Projektarbeit eng mit den täglichen Abläufen verzahnt wird.
Autoren: Martin Wilke und Birgit Eleonora Schießl, PR-Managerin https://qvim4.de/
Über die entscheidende Rolle des cMMS in der War tungsautomatisierung
Mit datengesteuerten Strategien zur Instandhaltung, wie Predictive Maintenance, lassen sich die Lebensdauer von Anlagen erheblich verlängern, Ausfallzeiten reduzieren und die Gesamtkosten für die Instandhaltung senken Allerdings ist nicht jedes Unternehmen in der Lage, solche Strategien auch umzusetzen Oft scheitert es bereits daran, dass es an erfahrenen Fachkräften fehlt
Das Erheben und Überwachen großer Mengen von Zustandsdaten erfordert viel Zeit und Erfahrung Die genaue Analyse dieser Daten, ihre Kontextualisierung und die Definition, wie sie auf Veränderungen oder Abweichungen bei der Anlagenleistung reagieren sollen, ist zeitintensiv und ohne ausgewiesenes Expertenwissen nicht möglich
arbeiterpläne und gibt Empfehlungen zur Priorisierung und Planung von Aufgaben Leistungsstarke CMMS können die Kontextinformationen sofort zur Verfügung stellen, präsentieren sie in einem übersichtlichen, leicht lesbaren Format und geben Entscheidungsträgern damit alle notwendigen Informationen, um das weitere Vorgehen zu planen
Das CMMS ersetzt dabei ein großes Team von Technikern, das –ausgestattet mit einem hervorragenden Gedächtnis und ausgezeichneten organisatorischen Fähigkeiten – seine Augen und Ohren überall im Unternehmen hat
Bei Alarmen von Sensoren, Supervisory Control and Data Acquisition (SCADA) oder Building Management Systems (BMS) generiert das CMMS automatisch Arbeitsaufträge, sodass zwischen der Warnmeldung und dem nächsten Wartungsschritt keine Zeit verloren geht
cMMS-Software liefert Unterstützung vor Ort Mit
Eine CMMS-Software automatisiert dabei nahezu alle Prozesse, die einen erfolgreichen vorausschauenden Wartungsansatz unterstützen und fungiert gleichzeitig als zentrale Informationsquelle füralle Aktivitäten innerhalb einer Anlage
Wenn also ein Sensor zur Zustandsüberwachung einen Alarm auslöst, beispielsweise aufgrund hoher Vibrationswerte oder einer Veränderung der Leistungsdaten, aktiviert dieser eine entsprechende Aktion im CMMS Das CMMS stellt daraufhin die Informationen zusammen, die das Team zum Beheben des Problems benötigt: zum Beispiel die Historie des Anlagenzustands, Arbeitsaufträge, eine Ersatzteil- und Werkzeugliste oder eine ausführliche Checkliste für die einzelnen Arbeitsschritte. Bei Bedarf überprüft das CMMS auch bestehende Mit-
Die Aufträge enthalten bereits alle relevanten Informationen und Anweisungen, mit dem Ergebnis, dass die Fehlerquote bei den Wartungsarbeiten sinkt
von Wartungsaufgaben physisch zu schützen Die Software kann jedoch beispielsweise Sicherheitsvorkehrungen in die Checkliste für den Arbeitsauftrag integrieren und dafür sorgen, dass diese für die Mitarbeiter sicherer werden Bei Elektroarbeiten sind Hinweise sinnvoll, dass die elektrischen Geräte vor Beginn der Reparatur vollständig ausgeschaltet sind Wird die Anweisungen direkt in den Arbeitsauftrag eingebunden, sind die Technik-Teams vor diesen potenziell tödlichen Unfällen geschützt, die durch Unachtsamkeit entstehen können
Auch Erinnerungen zum Abschalten der Maschinen, dem Anlegen von Schutzausrüstungen oder das Nutzen bestimmter Werkzeuge sollten bei Bedar f in einem Arbeitsauftrag hinterlegt sein Die Sicherheitsvorkehrungen beschränken sich dabei nicht auf Elektroarbeiten allein, sondern sind in nahezu jedem Sektor – vom Bergbau bis zur Produktion – wichtig
Ein CMMS kann mehr als nur Arbeitsabläufe optimieren Durch die intelligente Automatisierung der Datenerfassung Kontextualisierung und Planungsfunktionen verbessert es im gesamten Unternehmen die Effizienz, sorgt für mehr Sicherheit und stellt sicher, dass Entscheidungsträger im gesamten Unternehmen auf Basis aktueller Daten schlanke proaktive Wartungsstrategien entwickeln können und eine höhere Effizienz erreichen Bilder: Fluke
und häufig verwendeten Plattformen wie Slack und Outlook integrieren Der nahtlose Datenaustausch sorgt dabei für einen abteilungsübergreifenden Austausch, bei dem alle Entscheidungsträger
jederzeit auf dem gleichen Stand sind
Autor: Michael Mills, Technical Sales Manager bei Fluke Reliability www.fluke.com
Hinzu kommt, dass das CMMS Unternehmen viel Zeit spart:
Während das System die intelligenten, KI-gestützten Hintergrundprozesse ausführt, können Manager bereits parallel fundierte, kontextbezogene Entscheidungen treffen Die Teams erhalten dadurch Zeit für komplexere Aufgaben, beispielsweise die Steigerung der Produktivität auf Basis proaktiver, datengestützter Wartungsstrategien
Ein CMMS ist zwar nicht in der Lage, Mitarbeiter beim Ausführen
Mit der gleichen CMMS-Funktionalität lassen sich auch Wartungsabläufe standardisieren, die entscheidende Schritte automatisiert in die Checklisten überträgt Für Mitarbeiter, die im Feld keinen Zugang zum Internet haben, bieten die meisten CMMS auch eine mobile Version an Durch die nahtlose Integration in die Systeme von Drittanbietern wie SCADA-, Enterprise Resource Planning (ERP) oder BMS-Systeme erhält das CMMS Zugriff auf deren Produktionsdaten und kann so die Wartungsprioritäten sehr genau festlegen
Auf der Grundlage von SCADAund BMS-Daten kann das CMMS Arbeitsaufträge generieren und detaillierte Benachrichtigungen oder Entscheidungsempfehlungen abgeben. Durch Integrationen mit Business Integration (BI)-Plattformen und ERP-Systemen sind auch intelligente Entscheidungen im Bereich Bestands- und Ersatzteilverwaltung möglich
Die CMMS-Software ist dafür bereits mit einer Reihe von Funktionen ausgestattet Sie kann Arbeitsaufträge und PMs verfolgen und vorhersagen, wann neue Teile bestellt werden müssen Kombiniert mit den Finanzfunktionen eines ERP lassen sich Bestellungen leichter verfolgen, Preise einfacher überwachen und intelligente Entscheidungen schneller treffen Dieser Prozess unterstützt auch bei der Prognose und Planung Einige CMMS lassen sich auch in CRMs
Die cloudbasierte Software eMaint Condition Monitoring vereinfacht nach Angaben von Fluke die Überwachung des Anlagenzustands Das System erfasst dazu Anlagendaten automatisch zeigt diese im Condition Monitoring an und analysiert sie
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Ke i n e K I - F O M O i n d e r I n s t a n d h a l t u n g
Wo künstliche intelligenz realen Nutzen für Anlagenver fügbarkeit bringt
re d u z i e re n u n d Proze s s e s t a b i l i s i e re n . I n d e r Pra x i s ze i g t s i c h j e d o c h e i n d i f fe re n z i e r te re s B i l d. N i c ht d e r Al g o r i t h m u s e nt s c h e i d e t ü b e r d e n E r fo l g, s o n d e r n d ie Q u a l i t ät d e r D ate n , d i e St ru k t u r
d e r I n s t a n d h a l t u n g s p roze s s e u n d e i n b e l a s t b a re s Wi s s e n s m a n a g e m e nt. E
s e t z u n g e n e r f ü l l t s i n d, k a n n K I i h re St ä rke n a u s s p i e l
In strategischen Innovationsdiskussionen wird künstliche Intelligenz häufig als kurzfristiger Produktivitätstreiber betrachtet Produktionsverantwor tliche verbinden damit steigende Ausbringungsmengen, geringere Kosten und stabilere Abläufe In der Instandhaltung sind die operativen Zielgrößen jedoch deutlich konkreter Hier geht es um eine möglichst hohe technische Ver fügbarkeit, um längere Betriebszeiten z wischen Ausfällen und um kurze Reparaturzeiten im Stör fall KI ist in diesem Umfeld kein abstraktes Zukunftsthema, sondern ein Werkzeug zur Stabilisierung technischer Kennzahlen Wir tschaftliche Effekte entstehen vor allem dor t, wo datenbasier te Systeme dazu beitragen, ungeplante Stillstände zu vermeiden oder War tungsmaßnahmen besser planbar zu machen Voraussetzung ist allerdings eine belastbare Datenbasis
Zustandsbasierte Wartung
Ein zentrales Einsatzfeld für KI ist die zustandsbasier te Instandhaltung Dabei werden War tungsmaßnahmen nicht mehr nach festen Zeitinter vallen durchgeführ t, sondern anhand des tatsächlichen Anlagenzustands Sensoren er fassen kontinuierlich Messgrößen wie Vibration, Temperatur oder Leistungsaufnahme und vergleichen diese Wer te mit dem Normalzustand der Anlage In vielen Produktionsanlagen ist die dafür notwendige Sensorik bereits vorhanden Die Herausforderung liegt häufig darin, die entstehenden Datenmengen sinnvoll auszuwer ten Im Alltag der Instandhaltung fehlt oft die Zeit, Messwer te systematisch zu analysieren Auffälligkeiten werden deshalb häufig erst erkannt, wenn Grenz wer te deutlich überschritten sind
Genau hier können KI-Systeme ihre Stärke ausspielen Sie sind in der Lage, große Datenmengen kontinuierlich auszuwer ten und Veränderungen im Anlagenverhalten frühzeitig zu erkennen
Statt nur starre Grenz wer te zu über wachen, identifizieren sie
Muster im Zeitverlauf und können schleichende Veränderungen als Hinweis auf beginnenden Verschleiß interpretieren
Damit diese Ver fahren zuverlässig funktionieren, müssen die Modelle jedoch trainier t werden Sie lernen anhand realer Schadensfälle, welche Signalverläufe tatsächlich auf einen Ausfall
hindeuten und welche lediglich normale Prozessschwankungen darstellen Erst durch diese Rückkopplung wird aus einem technischen Messsystem ein belastbares Frühwarninstrument
Zwischen Alarm und Maßnahme
Die entscheidende Bruchstelle liegt häufig z wischen der automatischen Alarmmeldung und der konkreten Maßnahme im Instandhaltungsprozess Damit ein KI-System präzise arbeiten kann, müssen Störungen, Eingriffe und Schadensursachen konsequent dokumentier t werden Nur so entsteht ein Rückmeldesystem, mit dem sich Prognosen verbessern lassen Fehlen diese Rückmeldedaten, bleibt unklar, ob ein Alarm tatsächlich einen Schaden angekündigt hat oder lediglich ein Fehlalarm war Das System kann dann weder lernen noch Ver trauen bei den Anwendern aufbauen Zusätzlich erschweren unterschiedliche Betriebsbedingungen die Interpretation der Daten Maschinen arbeiten selten unter identischen Rahmenbedingungen Werkzeuge, Materialien oder Bearbeitungsparameter verändern die Belastung einzelner Komponenten und damit auch die Messsignale Deshalb lassen sich Modelle nicht ohne Weiteres von einer Anlage auf eine andere über tragen Selbst baugleiche Maschinen können sich aufgrund unterschiedlicher Nutzung deutlich unterscheiden Eine anlagenspezifische Kalibrierung bleibt daher unverzichtbar
Alte Störungsdaten als Wissensquelle
Ein z weites Einsatzfeld für KI liegt in der Analyse historischer Störungs- und Reparaturdaten In nahezu jedem Produktionsbetrieb existieren umfangreiche Protokolle über Stillstände, Reparaturen und provisorische Lösungen Diese Daten werden jedoch häufig nur im Einzelfall betrachtet und selten systematisch ausgewer tet KI-gestützte Analysever fahren können solche Datenbestände strukturieren und wiederkehrende Muster sichtbar machen Typische Fehlerketten lassen sich identifizieren, Zusammenhänge z wischen Betriebszuständen und Ausfällen werden erkennbar Häufig zeigt sich dabei, dass be -
i e s
Vo
stimmte Schwachstellen über Jahre hinweg tolerier t wurden, weil sie im Einzelfall beherrschbar erschienen
Voraussetzung für diese Analysen ist allerdings eine einheitliche Dokumentation Wenn identische Fehlerzustände unterschiedlich beschrieben werden oder Ursachen nicht klar voneinander abgegrenzt sind, wird eine Auswer tung schwierig Bereits die Strukturierung der vorhandenen Datenbestände führ t daher in vielen Betrieben zu einem besseren Verständnis der eigenen Anlagen.
Der Nutzen zeigt sich nicht nur in geringeren Stillstandzeiten Eine systematische Analyse von Störungen kann auch Hinweise auf Qualitätsprobleme liefern Verschleißbedingte Abweichungen im Prozess lassen sich frühzeitig erkennen, bevor sie zu Ausschuss oder Qualitätsmängeln führen
Ersatzteillogistik als drittes Potenzial
Neben War tung und Fehleranalyse bietet auch die Ersatzteillogistik Ansatzpunkte für KI-Anwendungen Ersatzteillager sind für die Produktionssicherheit unverzichtbar, binden jedoch erhebliche finanzielle Mittel Gleichzeitig kann ein fehlendes Bauteil im Stör fall zu langen Stillständen führen KI-gestützte Prognosemodelle können historische Verbrauchsdaten, Laufzeiten und Belastungsprofile auswer ten und daraus präzisere Bedar fsprognosen ableiten Wartungsplanung und Materialver fügbarkeit lassen sich dadurch besser aufeinander abstimmen In der Praxis können Bestände reduziert werden, ohne die Anlagenver fügbarkeit zu gefährden Der wirtschaftliche Effekt entsteht doppelt Einerseits sinkt die Kapitalbindung im Lager, andererseits verkürzen sich Reparaturzeiten, weil benötigte Komponenten rechtzeitig ver fügbar sind
Wissensmanagement als Grundlage
Trotz aller technologischen Möglichkeiten bleibt der entscheidende Faktor die Organisation der Instandhaltung In vielen Betrieben ist ein großer Teil des Erfahrungswissens an einzelne Fachkräfte gebunden Er fahrene Instandhalter erkennen beispielsweise an ungewöhnlichen Geräuschen oder minimalen Vibrationen, dass sich ein Schaden an-
Künstliche Intelligenz bietet in Wartung und Instandhaltung erhebliche Potenziale Strukturierte Prozesse und systematisches Wissensmanagement bilden die Basis, um diese Potenziale auch freizusetzen Doch die Realität sieht so aus dass die wenigsten produzierenden Unternehmen KI heute schon gewinnbrin gend einsetzen Es bleibt aber ausreichend Zeit, erst den technologischen Fortschritt mit eigener organisatorischer Reife zu verbinden Entscheider dürfen ihre KI-FOMO noch eine Weile wegschieben um kostspieligen Aktionismus zu vermeiden
bahnt Dieses Wissen ist jedoch oft nur teilweise dokumentier t Für KI-Systeme entsteht dadurch eine fragmentier te Datenbasis Wenn Grenz wer te, Entscheidungsregeln oder typische Fehlerbilder nicht eindeutig festgelegt sind, lassen sich Prognosen nur schwer interpretieren Professionelles Wissensmanagement bedeutet deshalb, implizite Er fahrung in strukturier te Informationen zu über führen Entscheidungsregeln, Grenz wer te und Sonder fälle müssen nachvollziehbar dokumentier t werden
Erst auf dieser Grundlage können datenbasier te Systeme zuverlässig arbeiten
Schrittweises vorgehen
Fachkompetenz bleibt entscheidend
Werden dor t messbare Verbesserungen bei Anlagenver fügbarkeit oder Reparaturzeiten erreicht, kann eine schrittweise Ausweitung er folgen Auch in einem datengetriebenen Instandhaltungssystem bleibt der Faktor Mensch zentral KI kann Muster erkennen und Prognosen erstellen, die Bewer tung der Ergebnisse und die Entscheidung über Maßnahmen liegen jedoch weiterhin bei den Fachkräften Damit neue Systeme akzeptier t werden, müssen Funktionsweise und Grenzen transparent sein Schulungen zur Interpretation von Daten und Prognosen gehören daher zu einem strukturier ten Einführungsprozess Künstliche Intelligenz bietet in War tung und Instandhaltung z weifellos große Potenziale Ihr Nutzen entsteht jedoch nicht durch schnelle Implementierung, sondern durch die Kombination aus Datenqualität, strukturier ten Prozessen und systematischem Wissensmanagement
Autorin: Melanie Reuß, Senior Par tner bei Apollo consulting https://apollo - consulting de/
Der aktuelle KI-Boom erzeugt in vielen Unternehmen einen gewissen Er war tungsdruck Häufig entsteht der Eindruck, dass neue Systeme möglichst schnell eingeführ t werden müssen, um den Anschluss nicht zu verlieren Diese Form der sogenannten KI-FOMO kann jedoch zu vorschnellen Entscheidungen führen Sinnvoller ist ein schrittweises Vorgehen Unternehmen sollten zunächst prüfen, welche Daten bereits vorhanden sind, wie konsistent Störungen dokumentier t werden und welche Prozesse in der Instandhaltung klar definier t sind Erst wenn diese Basis vorhanden ist, lassen sich KI-Anwendungen sinnvoll implementieren Bewähr t hat sich die Einführung über Pilotprojekte an klar abgegrenzten Anlagen
l l a r u n d s o l l b i s 2 0 3 4 s o g a r a u f 9 7 , 3 7 M i l l i a rd e n w a c h s e n . Te c h n o l o g i s c h g e t
n w i rd d i e s e E n t w i c k l u n g d u rc h m o d e r n e A nwe n d u n g e n i n I oT, K I u n d D i g
g e n t l i c h e M e h r we r t e r s t, we n n Au f t
In der Praxis sieht es beim Facility Management und in der War tung oft so aus: Missverständnisse, unausgesprochene Er war tungen oder nicht dokumentier te Leistungen führen zu Reibungsverlusten, Bonus/Malus-Abzügen und im schlimmsten Fall zu Stillständen
Digitale Prozesse bringen hier messbare Klarheit Und die Digitalisierung beginnt genau dor t, wo Daten entstehen: am Aggregat, im Technikraum, an der Anlage Techniker er fassen Prüfungen und War tungen per Smar tphone oder Tablet direkt am Einsatzor t Statt Papierlisten und Exceldateien führen mobile Checklisten durch den Rundgang, Abweichungen werden unmittelbar er fasst und in Tickets überführ t Jede Eingabe ist mit Zeitstempel, Or t und Nutzerkennung versehen – manipulationssicher und auditfest Für die Identifikation sorgen QR/NFC-Labels an Assets, die direkt zur richtigen Anlage und zur passenden Prüfroutine führen Auftraggeber und Auftragnehmer sehen denselben Status in Echtzeit: zum Beispiel fällige Prüfungen, offene Mängel, Abarbeitungsgrade und Trends So werden Entscheidungen datenbasier t, Reaktionszeiten kürzer und Stillstände vermeidbar
Präzision ist Pflicht
Relevanz gewinnt diese Transparenz besonders dor t, wo Präzision von hoher Bedeutung ist: in der GMP-gerechten Instandhaltung beispielsweise, in der Lebensmittelproduktion, der Trinkwasserhygiene oder bei sicherheitsrelevanten Prüfungen wie DGUV V3 Digitale Lösungen bilden alles Notwendige konsequent ab. Benachrichtigungen bei Abweichungen laufen ohne Zeitver-
zug, die Eskalation folgt vordefinier ten Regeln, und die Freigabe einer Anlage ist z weifelsfrei dokumentier t War tungsfenster können so gezielt genutzt, Ersatzteile rechtzeitig disponier t und externe Ser viceteams verbindlich eingeplant werden Lösungen wie die in der Branche häufig eingesetzte QM-Software e -QSS zeigen, wie sich mobile Rundgänge, Ticketing und Echtzeit-Auswer tungen in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung zusammenführen lassen: für Auftraggeber, internes Betriebspersonal und externe Dienstleister gleichermaßen
Ein Beispiel aus dem GMPReinraum zeigt, wie das in der Praxis funktionier t: Eine App dokumentier t Reinigungsabläufe, Filter wechsel und Raumdruckprüfungen Jeder Schritt wird vor Or t er fasst, Abweichungen wie ein zu niedriger Differenzdruck lösen ein Ticket und – falls erforderlich – eine temporäre Sperrung des Bereichs aus
Externe Dienstleister arbeiten in der gleichen Datenbasis; Abnahmen er folgen digital, inklusive Fotodokumentation Für beide Seiten entsteht eine lückenlose, manipulationssichere Dokumentation, die Audits vereinfacht und Korrekturmaßnahmen beschleunigt
Ein ähnliches Prinzip wird in Sanitärbereichen großer Objekte genutzt: Über QR-Codes können auch Nutzer Meldungen absetzen, die ohne Umwege in das Ticketing fließen Mit messbar kürzeren Reaktionszeiten und höherer Ser vicequalität
Datener fassung vor Ort
Wesentlicher Er folgsfaktor ist die konsequente Nutzung mobiler Endgeräte Wenn Begehungen, Prüfungen und Instandsetzungsarbeiten dor t dokumentier t werden, wo sie stattfinden, sinkt die Fehlerquote, und die Daten-
Auf einen Blick: Pflichtenhef t- Check liste
Darauf sollten Auftraggeber und Auftragnehmer achten:
Setup für den schnellen Start mit praxiserprobten Vorlagen für Rundgänge und Tickets
Skalierbarkeit und modulare Erweiterbarkeit (IoT-Anbindung, Digital Twin, Eskalationsmanagement)
Individuelle Reports und Analysen für Management, Technik und Servicepartner.
NFC/QR-basierte Asset Identifikation und Authentifizierung
Direkte Mängelmeldungen per Smartphone; optionales Feedback externer Nutzer via QR-Code (z B Sanitärbereiche)
Durchgängige Audit-Trails, Datenschutz und IT-Security nach Stand der Technik
Transparenz ist besonders dor t entscheidend, wo Präzision zählt – etwa in der GMP-gerechten Instandhaltung, der Lebensmittelproduktion, der Trinkwasserhygiene oder bei sicherheitsrelevanten Prüfungen wie DGUV V3 Digitale Lösungen bilden die dafür nötigen Prozesse ab
qualität steigt Gleichzeitig entfallen manuelle Über tragungen, Medienbrüche und redundante Er fassungen Die so gewonnenen Daten schaffen eine gemeinsame Faktenbasis für die Steuerung: Trends über Standor te, Anlagenklassen und Dienstleister hinweg werden sichtbar, Maßnahmen lassen sich priorisieren, Inter valle nachschär fen In der Gebäudereinigung etwa zeigt sich zusätzlich ein positiver Motivationsfaktor: Teams erhalten unmittelbares Feedback zu eigener Leistung, Schulungsbedar fe werden aus der Datenlage abgeleitet und zielgerichtet adressier t
Sinkende Kosten, wachsendes vertrauen
Damit die digitale Zusammenarbeit gelingt, ist ein klares Pflichtenheft empfehlenswer t, beispielsweise mit Standards für Rundgänge und Prüfpläne, eine schrittweise Aktivierung von Modulen (mehr dazu im Infokasten) Von Beginn an sollte ein Austausch der Stammdaten definier t werden Ökonomisch zahlt sich der Ansatz gleich in mehr facher Hinsicht aus Automatisier te Workflows redu-
zieren Verwaltungsaufwand und Papierverbrauch, klare Zuständigkeiten und Service Level Agreements (SLAs) beschleunigen die Abarbeitung Ungeplante Stillstände gehen zurück, weil Instandsetzungsfenster geplant, kommuniziert und bestätigt werden Gerade in hochfrequentier ten Umgebungen, etwa mit wechselnden Produkten oder Nutzergruppen, verbesser t sich die Verfügbarkeit messbar Gleichzeitig entsteht ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess: Kennzahlen werden über Objekte hinweg vergleichbar, typische Störbilder und Ursachen treten zutage, und die Organisation lernt, ihre Ressourcen dor t einzusetzen, wo sie die größte Wirkung entfalten Digitale Zusammenarbeit schafft somit Sicherheit und Ver trauen Wenn Auftraggeber und Auftragnehmer dieselbe Datenbasis nutzen, werden Rundgänge, Tickets, Abnahmen und Abrechnungen zu einem durchgängigen, auditfesten Prozess Entscheider gewinnen Geschwindigkeit und Transparenz, Technikteams klare Leitplanken, und externe Dienstleister einen verlässlichen Rahmen
Autoren: Eva und Oswald Neumann w w w neumann-neumann com
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Fortsetzung von Seite 1
Sie fliegen effizienter als Multicopter und eignen sich für Langstreckenmissionen Solche Drohnen können hohe Geschwindigkeiten und Reichweiten erzielen und damit große Flächen abdecken Die Spannweite reicht von handlichen Seglern bis hin zu großen Flugsystemen mit mehr als vier Metern Spannweite; einige Starrflügler operieren in großer Höhe und können lange über Zielgebieten kreisen Diese Eigenschaften machen sie attraktiv für die Langzeitaufklärung VTOL ( Vertical Take Off and Landing) Drohnen kombinieren die Vorteile beider Welten: Sie starten und landen vertikal wie Multirotoren, gehen dann jedoch in den effizienten Starrflug über Sie werden häufig für Vermessungs- oder Lieferaufgaben eingesetzt, da sie keine Startbahnen brauchen und längere Strecken zurücklegen können Manche Systeme nutzen mehrere Energiequellen (hybrid), um die Flugzeit zu verlängern. Darüber hinaus hat der Trend zu eVTOLLufttaxis (elektrische Senkrechtstarter für Passagiere) das Segment elektrischer Großdrohnen geöffnet; aber das ist ein anderes Thema Mikro- und Nano-Drohnen sind besonders klein und leicht Dank des geräuscharmen Fluges können sie verdeckte Aufklärung durchführen Solche Systeme lassen sich leicht unbemerkt einsetzen, um Gebäude zu erkunden oder sensible Bereiche zu filmen
ein, um die Zugangsdaten eines Mitarbeiters aus der Distanz abzufangen und sich über das Firmendach in das interne Netz einzuloggen. Einen ähnlichen Fall gab es in Dänemark, bei dem ein Technologieunternehmen per Drohne abgehört wurde
Aktuelle Fälle
Einige aktuelle Fälle verdeutlichen die Gefahr: So bildete das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz im Jahr 2024 eine spezielle Aufbauorganisation, nachdem mehrfach Drohnen über dem BASF-Werk in Ludwigshafen und der Air Base Ramstein gesichtet wurden Die Ermittler gehen nicht von Hobbydrohnen aus und schließen eine Spionageaktion nicht aus; deshalb werden die unbekannten Piloten gesucht
Schleswig-Holstein im September 2025: In der Nacht vom 25 auf den 26 September 2025 wurden zwei kleine Drohnen über dem Werksgelände der Marinesparte von Thyssenkrupp gesichtet; kurz darauf war Sichtungen zufolge ein Drohnenverbund mit Mutterdrohne über dem Universitätsklinikum Kiel erschienen Vieles deutet darauf hin, dass die Drohnenformationen in parallelen Bahnen flogen, um die Einrichtungen zu vermessen Auch das Landeshaus Kiel, ein Kraftwerk und der Nord-OstseeKanal wurden überflogen
Schwer erkennbar und gefährlich Ausspähung von industrieanlagen
Drohnen eignen sich bestens zur unbemerkten Auskundschaftung industrieller Anlagen Moderne Multicopter können mit hochauflösenden Kameras oder Wärmebildsensoren ausgestattet werden und über einem Gelände schweben, um Produktionsprozesse, Lagerflächen oder Sicherheitsroutinen zu beobachten Typische Szenarien: das Ausspähen von Sicherheitssystemen, Lagerflächen und Produktionskapazitäten, das Beobachten von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten sowie die Sammlung sensibler Informationen durch hochauflösende Kameras oder das Auslesen von Drahtlos-Netzwerken wie WLAN.
Die Bedrohung nimmt zu: Es gab einen Anstieg von rund 120 dokumentierten Drohnen-Überflügen im Jahr 2018 auf über 900 im Jahr 2024; mehr als 320 davon wurden als Spionage- oder Überwachungsfälle eingestuft Das BKA zählte allein im ersten Quartal 2025 270 Vorfälle mit insgesamt 536 Überflügen und leitete 24 Ermittlungsverfahren wegen möglicher Spionage ein Drohnen kommen auch zum Einsatz, um Funksignale abzugreifen oder Netzwerke zu hacken In den USA setzten Hacker bereits 2019 bei einer Nearest-NeighborAttacke zwei kommerzielle Multirotoren mit dem „WiFi Pineapple“
Mustererkennung ergänzt, die zwischen herkömmlichen Flugobjekten, Vögeln und Mini-Drohnen unterscheiden kann Akustische Systeme erfassen typische Rotorgeräusche, während Funkanalyse die Steuerungsfrequenzen identifiziert Diese Technologien sind besonders für den Schutz von Werksgeländen und kritischer Infrastruktur geeignet
Bei Werksgeländen handelt es sich in der Regel um komplexe Umgebungen mit Gebäuden, Maschinen und möglichen Störquellen So eignen sich Radarsysteme besonders für große Gelände mit offenen Flächen, um Drohnen frühzeitig zu erkennen Passive Radaranlagen können durch Reflexionen Position, Richtung und Geschwindigkeit von Drohnen präzise ableiten
RF-Sensoren, die die Radiofrequenz (RF) zwischen Drohne und Steuereinheit aufspüren, werden zur gezielten Überwachung sensibler Bereiche wie Lagerhallen oder Forschungsanlagen eingesetzt Kameraüberwachung hilft bei der Klassifizierung der Flugkörper, wobei nachts Infrarotkameras zum Einsatz kommen In ruhigen Umgebungen können auch akustische Sensoren, also Mikrofone, hilfreich sein Mithilfe von Mikrofonarrays und Machine-Learning-Algorithmen lassen sich Drohnen auch in lauter Umgebung erkennen
Insbesondere von den Betreibern sogenannter kritischer Infrastrukturen (KRITIS) erhält Hensec zunehmend Anfragen nach Sicherheitskonzepten, die den Schutz vor Drohnenspionage umfassen Nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind bislang in Deutschland mehr als 2 000 KRITIS-Anlagen von über 1 100 Betreibern registriert Mit dem jüngst verabschiedeten NIS-2 Gesetz werden nun an die 30 000 Unternehmen betroffen sein – und bei vielen davon handelt es sich um großfl ächige Einrichtungen Bild: KI-generiert
Spionagedrohnen nutzen Eigenschaften, die sie schwerer erkennbar und gefährlich machen:
Kleines Profil und Geräuscharmut: Mikro-Drohnen sind so klein und leise, dass sie von außen kaum wahrgenommen werden.
Hochauflösende Sensorik:
Moderne Kameras liefern hochauflösende Bilder und Videos Wärmebildsensoren können Produktionsprozesse, Wärmeverluste oder versteckte Sicherheitsanlagen erkennen Zusatzmodule wie der WiFi Pineapple ermöglichen das Abfangen von Zugangsdaten
Schwarmflüge: Die Sichtungen in Schleswig-Holstein zeigen, dass Drohnen in synchronisierten Formationen fliegen können Die Annahme liegt nahe, dass „Mutterdrohnen“ die kleineren Einheiten koordinieren; die parallelen Flugbahnen dienen zur präzisen Vermessung von Geländen Diese Taktiken erhöhen die Effizienz der Datensammlung und erschweren die Abwehr
Drohnendetektion
Bei der Drohnendetektion sind zahlreiche Technologien zu unterscheiden Radar- und elektrooptische Sensoren werden zunehmend durch KI-gestützte
Die Auswahl, Kombination und Platzierung der Sensoren muss abhängig von der firmenspezifischen Situation vor Ort erfolgen Viele Systeme verwenden künstliche Intelligenz (KI), um Fehlalarme, die beispielsweise durch Vögel oder Flugzeuge verursacht werden, zu vermeiden Durch die Kombination verschiedener Sensoren wird die Präzision und Erkennungswahrscheinlichkeit erhöht
Rechtliche und technische Fragen
Nach Einschätzungen von Hensec sind sich die Sicherheitsverantwortlichen in der Wirtschaft überwiegend der Drohnengefahr bewusst Aber es herrscht häufig Unklarheit darüber, wie man sich dagegen wehren kann Der Grund: Drohnenabwehr ist eng mit rechtlichen und technischen Fragen verbunden, bei denen man im zivilen Bereich schnell an Grenzen stößt Doch der erste Schritt – die Detektion – ist rechtlich unproblematisch und technisch wirksam, wenn man es richtig angeht Daher gehört zu den Vorbereitungen die Abklärung der rechtlichen Aspekte – was neben der Bedarfserfassung zum Standardrepertoire bei jedem Drohnenprojekt gehören sollte So sind beispielsweise bestimmte Technologien in Deutschland gar nicht erlaubt, die in anderen Ländern aber durchaus eingesetzt werden Zudem ist der Datenschutz hierzulande strikt zu beachten So ist zum Beispiel sicherzustellen, dass optische und akustische Sensoren die Privatsphäre von Mitarbeitern oder Anwohnern nicht verletzen
Mit moderner Drohnendetektion lässt sich bei anfliegenden Objekten feststellen, um welche Art von Drohne es sich handelt, welche Seriennummer sie trägt, wo der Operator sich befindet und vieles mehr Anhand dieser Informationen kann man die Gefährdung einschätzen und gegebenenfalls im nächsten Schritt Abwehrmaßnahmen in Erwägung ziehen Angesichts der aktuellen Lage ist allen Unternehmen mit einem Werksgelände zu raten, sich mit derartigen Systemen auszurüsten Beim Thema Drohnendetektion stehen häufig sehr schnell ausländische Anbieter im Raum Doch es existieren längst leistungsfähige Lösungen made in Germany, die nicht nur technisch überzeugen, sondern auch einen entscheidenden Vorteil bieten: digitale Souveränität Wer Systeme nutzt, deren Hardware, Software und Server vollständig in Deutschland betrieben werden, vermeidet die Übertragung sensibler Daten an ausländische Server und bleibt unabhängig von globalen Hyperscalern wie AWS oder Google. Ebenso schützt die Unabhängigkeit von ausländischen Investoren oder Konzernen vor möglichen Einflussnahmen und stellt sicher, dass sicherheitskritische Informationen im Land verbleiben Wichtig ist es nach Projekterfahrungen auch, die jeweils passende Kombination aus Technologien auszuwählen – zugeschnitten auf Geländeprofil, Risikolage und betriebliche Abläufe Gerade KRITIS-Betreiber, die zudem häufig eigene Drohnen etwa für den Werk- und Objektschutz nutzen, müssen diese in ein ganz-
heitliches Sicherheits- und Luftraumkonzept integrieren, um unbeabsichtigte Risiken und Blindspots zu vermeiden Entscheidend ist eine Lösung, die zuverlässig erkennt, analysiert und in bestehende Sicherheitsstrukturen eingebunden werden kann Drohnendetektion ist heute kein optionales Zusatzmodul mehr –sondern ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Sicherheitsarchitekturen, insbesondere in kritischen Infrastrukturen Tipp: In dem aktuellen Arbeitspapier „Overview of drone-based cyber threats and aspects of defence“ analysiert auch das BSI zentrale Bedrohungen, die von Drohnennutzlasten ausgehen können: Sie reichen von Spionage und Überwachung durch optische oder Wärmebildkameras bis hin zu gezielten Hackerangriffen auf Funkkommunikation (z B WLAN, Handy) und IT-Systeme Drohnen können außerdem als Träger für Sprengkörper, chemische oder biologische Substanzen missbraucht werden, um Anschläge auf cyberrelevante Einrichtungen zu verüben Diese Nutzlast könnte gegen IT-Systeme, Netzwerke, Personal und wichtige Einrichtungen wie Rechenzentren oder (Not-)Stromversorgungsanlagen eingesetzt werden Drohnen können Zuladung direkt zu einem Zielobjekt transportieren Dadurch verlieren herkömmliche Schutzmaßnahmen wie Zäune oder Abschirmungen zunehmend an Wirksamkeit Das Arbeitspapier kann kostenfrei beim BSI heruntergeladen werden https://www.bsi.bund.de/ www.hensec.com
Drohnen: Die Marktentwick lung
Laut Schätzungen der European Union Aviation Safety Agency (EASA) könnten bis 2030 rund sieben Millionen zivile Drohnen allein in Europa im Einsatz sein Parallel entstehen hoch entwickelte militärische Systeme, die Reichweiten von über 1 000 Kilometern, KI-gestützte Zielerkennung und Schwarmtaktiken ermöglichen
Der Markt soll nach Angaben der Researchfirma Markets and Markets weltweit bis 2027 auf mehr als 55 Milliarden US-Dollar anwachsen Einsatzfelder reichen von der Infrastrukturinspektion über landwirtschaftliche Einsätze bis zu Such- und Rettungsmissionen Gleichzeitig steigt das Risiko von Missbrauch
D a m i t d i e Z e l l e ke i n Zü n d h e r d w i r d
B ra n d s c h u t z i n d e r B at te r i e ze l l fe r t i g u n g p ra x i s n a h o rg a n i s i e re n
Lithium-Ionen-Batterien (LIB) sind heute das Rückgrat vieler Anwendungen – vom E-Fahr zeug bis zum stationären Speichersystem (BESS). Ihre Fer tigung ist mit spezifischen Brandrisiken verbunden, die Produktionsverant wor tliche vor große Aufgaben stellen: E s gilt, den Spagat z wischen hohem D urchsatz und Ver fügbarkeit auf der einen S eite und einem G efahrenpot enzial, das sich nicht gänzlich ausschalten lässt, auf der anderen S eite zu meistern. TÜV Süd unterstützt mit risikobasier ten Brandschutzstrategien dabei, die k ritischen Prozessschritte sicher zu gestalten.
In der LIB-Zellfertigung treffen energiereiche Produkte und Produktionsprozesse, brennbare Medien und Materialien sowie komplexe Anlagenautomatisierung aufeinander Schon kleine Abweichungen können eine Kettenreaktion auslösen LIB-Zellen sind aktuell in den meisten Anwendungen die beste Kombination aus Energiedichte, Effizienz und Kosten Dies gilt besonders für mobile und dezentrale Anwendungen und mit einem Anstieg der Nachfrage ist weiterhin zu rechnen Entsprechend müssen die Hersteller Sorge tragen, den Brandrisiken dieser Technologie wirkungsvoll zu begegnen. Im Betrieb bedeutet das: Brandschutz ist kein „Gebäudethema“, sondern Teil der Prozesssicherheit Wer Instandhaltungsstrategie, Ersatzteillogistik, Prüfkonzepte und Notfallpläne an den richtigen Stellen schärft, reduziert Stillstände und schützt Personal, Anlagen und Umwelt
Jeder Prozessschritt hat eigene Risiken
Die Risiken unterscheiden sich entlang der Fertigung deutlich Pauschale „One-size-fits-all“-Lösungen sind meist über- oder unterdimensioniert Deshalb bietet sich hier die risikobasierte Betrachtung für jeden einzelnen Prozessschritt an In der Elektrodenfertigung, welche unter anderem das Mischen (Slurry-Herstellung), Beschichten, Trocknen und Kalandrieren umfasst, entstehen Zündquellen hauptsächlich durch brennbare Lösemitteldämpfe (NMP) in Beschichtungsprozessen, hohe Temperaturen in der Trocknung, durch mechanische Prozesse, die Funken oder heiße Oberflächen verursachen, oder auch durch elektrostatische Entladungen Neben den unmittelbaren Risiken des Prozessschritts selbst können Material- und Prozessfehler, die hier unbemerkt bleiben, später in der Zelle zu Schäden führen Wichtig ist, mögliche Zündquellen konsequent zu vermeiden bzw zu
Risikobasierte Brandschutzstrategien sichern Hersteller und Anwender von Lithium-IonenBatterien (LIB) bestmöglich ab
reduzieren und die Prozesssicherheit neben gezielten Brandschutzmaßnahmen zum Beispiel mithilfe Absaug- und Lüftungstechnik zu gewährleisten
Wenn der Elektrolyt hinzukommt
Beim Befüllen der Zellen steigt das Risiko für einen Brand deutlich Schon kleine Leckagen oder Fehlbefüllungen reichen bei ungünstigen Bedingungen dafür aus, denn der flüssige Elektrolyt, hauptsächlich bestehend aus organischen Lösungsmitteln und Lithiumsalz (zum Beispiel LiPF₆) ist leicht flüchtig und entzündlich Auch Wärmeeinträge durch Schweißen oder Kontaktieren können eine Entzündung unter ungünstigen Bedingungen auslösen Zum Prozessschritt ZellAssemblierung gehören auch unter anderem das Vereinzeln, Stapeln und Verpacken der Zellen
im Finishing das höchste Risiko
Das höchste Gefahrenpotenzial liegt häufig in den Schritten Formierung und Reifung (Aging)
In dieser Phase werden Zellen erstmals geladen beziehungsweise über längere Zeit in verschiedenen Temperaturzonen gelagert Kommt es zu einem Defekt, kann ein thermisches Durchgehen (engl „Thermal Runaway“) auftreten – eine unkontrollierte, selbstverstärkende Kettenreaktion im Zellinneren, ausgelöst durch zum Beispiel Kurzschlüsse oder thermische Be-
Prozessschritt Formierung: Die Zellen werden über mehrere Tage mehrmals ge- und entladen Fehler aus vorherigen Schritten führen hier besonders leicht zu Bränden
anspruchung Das kann zu Feuer oder Explosion sowie zur Freisetzung toxischer Rauchgase führen und auf benachbarte Zellen propagieren
Thermisches Durchgehen ist deshalb so kritisch, weil es, einmal gestartet, durch die selbsterhaltende exotherme Reaktion nicht zu stoppen ist Schutzkonzepte müssen deshalb vor allem die Früherkennung adressieren, den Prozess räumlich begrenzen, die Ausbreitung auf andere Bereiche verhindern sowie Notfallmaßnahmen definieren Alle Sensor- und Alarmierungssysteme müssen jederzeit funktionsfähig und verfügbar sein. Auch schleichende Verschmutzung und die Alterung aller Komponenten können sich auf die Sicherheit auswirken
Schutzmaßnahmen, die funktionieren
Ein wirksames Konzept verbindet klassische Brandschutzstrategien mit Prozess- und Anlagenrealität Ein wichtiger Baustein ist hier die bauliche Trennung der kritischen Bereiche Definierte Brandabschnitte begrenzen das Brandereignis und halten die Gesamtanlage funktionsfähig und redundant Eine risikobasierte und gezielte Detektions- und Löschtechnik ist gerade in den kritischen Phasen Formierung und Aging von hoher Bedeutung Besonders wichtig ist hier die auf den Prozess und das vorhandene Risikolevel abgestimmte Auslegung Nur so lassen sich Detektoren an den richtigen Stellen platzieren und passende Auslösewerte festlegen
Auch die Zugänglichkeit für regelmäßige Prüfungen und die Ersatzteillogistik sollten hier bedacht werden Abweichende Prozessparameter und schleichende Defekte können ebenfalls ein Brandrisiko darstellen Zustandsüberwachung, konsequente Kalibrier- und Prüfpläne sowie ein strukturiertes Abweichungsmanagement reduzieren die Gefahr, dass solche unentdeckt „mitlaufen“
Lagerung und verpackung
Geladene Zellen in der Zwischenlagerung sind besondere Risikotreiber Die räumliche Trennung von anderen Produktionsbereichen, geeignete Detektionsund Löschkonzepte und klare Regeln für den Warenein- und -ausgang helfen, das Risiko zu beherrschen und auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren – besonders
Für LIB-Zellen besteht das Risiko des thermischen Durchgehens – nicht nur während der kritischen Prozessschritte in der Fer tigung, sondern auch im Einsatz wenn eine große Anzahl an Zellen über längere Zeit ohne kontinuierliche Überwachung lagern
Risikobasiert statt „nach Gefühl“
Weil normative Vorgaben die spezifischen Brandrisiken auf Prozess- und Maschinenebene oft nicht vollständig abdecken, führt in der Zellfertigung kaum ein Weg an einer risikobasierten Brandschutzstrategie vorbei. Sie betrachtet unter anderem das Ausmaß möglicher Schäden und die Auswirkung auf Personen, Anlagen, die Umwelt und die Verfügbarkeit beziehungsweise die Lieferfähigkeit Besonderes Augenmerk gilt auch der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses, die sich durch Fehler aus vorhergehenden Prozessschritten erhöhen kann Wegen der besonderen Gefahren des thermischen Durchgehens ist die Begrenzung der Propagation auf andere Zellen und Produktionsbereiche von zentraler Bedeutung Hier sind sowohl bauliche als auch technische und organisatorische Brandschutzmaßnahmen zu treffen Eine risikobasierte Brandschutzstrategie stützt sich auf den Vorgaben der EN ISO 19353:2019 (Sicherheit von Maschinen – Vorbeugender und abwehrender Brandschutz) und DIN EN ISO 12100:2011 Sicherheit von Maschinen – Allgemeine Gestaltungsleitsätze – Risikobeurteilung und Risikominderung)
Gebäudeschutz ist Pflicht
Baurechtliche Vorgaben und technische Baubestimmungen liefern die Grundlage für das Brand-
schutzkonzept einer LIB-Produktionsanlage In Deutschland sind dies die Musterbauordnung (MBO) mit den einzelnen Landesbauordnungen, die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB), Sonderbauvorschriften wie zum Beispiel die Muster-Industriebaurichtlinie sowie relevante DIN-Normen und technische Regelwerke Für die LIB-Zellfertigung reicht das allein jedoch nicht aus, weil die entscheidenden Risiken häufig aus dem Zusammenspiel von Maschine, Prozess und Endprodukt entstehen Deshalb muss das Konzept die Schnittstellen zwischen Anlagenbau, Betriebstechnik, Instandhaltung und Arbeitssicherheit berücksichtigen
ver fügbarkeit und Sicherheit
Für Produktionsverantwortliche liegt der Schlüssel in einer integrativen Strategie: Risiken pro Prozessschritt bewerten, Brandschutzmaßnahmen definieren, kritische Bereiche baulich trennen, Ereignisse früh erkennen und Propagation vermeiden sowie auf Notfälle vorbereitet sein Betriebstechnik und Instandhaltung fungieren nicht als reine Supportbereiche, sondern übernehmen eine aktive, risikosteuernde Rolle. Wer Wartung, Prüfkonzepte und Notfallpläne an den Hochrisikostellen verankert, schützt nicht nur Menschen und Investitionen, sondern garantiert auch die Anlagenverfügbarkeit
Autor: Manuel Obert, Senior Projekt und Business Development Manager Energie und Systeme sowie Systemtechnik, Sicherheit und Risiko, TÜv Süd industrie Service w w w tuvsud com/de -is
Zweckverband nutzt GS-Ser vice als technisches Managementsystem in Büro und Feld
Der ZWAV baute peu à peu den digitalen Schatten von Kanalnetz, Kläranlagen, Wasserwerken, Pumpwerken, Hochbehältern, Mess- und Regelbauwerken, Quellen, Regenrückhaltebecken, Mischwasserrückhalten, Fernleitungen, Trinkwassernetz, Trinkwasserförderung, Wehranlagen und die zentralen Anlagen auf – bis hinunter auf Geräte- und Komponentenebene mit beispielsweise Hydranten, Luftventilen im Netz, Armaturen, Trafostationen oder Schaltschränken
Auf diese Weise können die 253 Mitarbeitenden beim ZWAV, von denen 160 direkt in GS-Service an Arbeitsplatzrechnern, Tablets und Smartphones arbeiten, einen optimierten Netz- und Anlagenbetrieb gewährleisten
Neuralgischer Punkt von Instandhaltung und Betriebsführung beim ZWAV ist unter anderem die Bewirtschaftung von 1 800 Kilometern Kanalnetz „Wir denken in Funktionen, nach dieser funktionellen Struktur sind auch die Assets im GS hinterlegt –wir hatten in der früher genutzten Access-Datenbank die gleiche Struktur“, erinnert sich der Diplom-Ingenieur Ronny Ficker Heute sind jedem Objekt alle Basisinformationen zugeordnet: wie Dokumentation, technische Zeichnungen, Lebenslaufakten und Prüfberichte, Materialzertifikate, Handbücher, die Historie bei gebrauchten Maschinen, Sicherheitshinweise, Anlagenbeschreibungen und Ersatzteilstücklisten „Alles, was eine Anlage be-
Der ZWAV im Profil
Zusammenschluss von 37 Städten und Gemeinden
Aufgaben: Wasserversorgung (37 Städte und Gemeinden)
trifft, wird im System angelegt, verwaltet und aktualisiert“, verdeutlicht der Experte Das bedeutet, dass der Zustand des Anlagenbestandes bei Berechtigung (Single Sign-On/2-Faktor-Authentisierung) transparent für alle einsehbar ist
Operative Prozesse präzise gemanagt
GS-Service steuert prozessorientiert die notwendigen Maßnahmen aller internen und externen Fachkräfte, die für Betrieb und Unterhalt der vielen Tausend technischen Anlagen, Geräte und Komponenten im Verbandsgebiet notwendig sind
Dafür existieren Auftragsbögen, spezifische Checklisten und Arbeitshinweise, Terminerinnerungen und der Betriebskalender, weiterhin eine Qualifikationsmatrix zum Personal oder das neue Gefahrstoffkataster
Gebucht werden übers System, direkt auf dem Auftragsbogen, auch die Arbeitsstunden Praktikabel: Als integrierte Lösung für Büro und Feld läuft GS-Service sowohl auf den Arbeitsplatzrechnern in Büro und Werkstatt in Plauen als auch auf jedem der 80
„Die Aufgaben werden mehr, die Nachweispflichten ebenfalls, Fachkräfte sind rar Ohne digitale Werkzeuge wie ein solches Technisches Managementsystem beherrschen wir es nicht mehr“, betont Diplom-Ingenieur Ronny Ficker aus der Stabsstelle Instandhaltung beim Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland (ZWAV) Deshalb setzt der ZWAV auf GS-Service von Greengate „Da ist alles drin , erklärt der Experte
Tablets im Feld Via Intra- oder Internet, online und offline Das ist immer dann besonders praktisch, wenn Arbeit vor Ort wie die Bewirtschaftung von 1 800 Kilometern Kanalnetz ansteht
Blueprint Kanalnetzbewirtschaftung
Neu ist der „Blueprint Kanalnetzbewir tschaftung“ der Greengate AG Er dient GS-Ser vice -Anwendern wie dem ZWAV als Standardbauplan für die No CodeEntwicklung individueller Prozesslösungen Im Blueprint umgesetzt ist letztlich ein BestPractice -Ver fahren für die IT-gestützte, regelmäßige Inspektion und War tung von Kanalnetzen Das wird genutzt von Abwasserverbänden, der Stadtentwäs-
Ein neuralgischer Punkt von Instandhaltung und Betriebsführung beim ZWAV: die Bewirtschaftung des Kanalnetzes GS-Service läuft als integrierte Lösung für Büro und Feld sowohl auf den Arbeitsplatzrechnern in Büro und Werkstatt in Plauen als auch auf den 80 Tablets im Einsatz – über Intra- oder Internet, online wie offline Bilder: Greengate
serung, Ser vicedienstleistern und Kläranlagenbetreibern Abgebildet werden Instandhaltungstätigkeiten wie:
Spülung von Haltungen
T V-Befahren von Entwässerungssystemen
Sichtkontrolle von Sinkkästen, Schächten und Sonderbauwerken Zustandsbewertung/Dokumentation des Kanalnetzes
Automatisches Erstellen der War tungsaufträge mit Priorisierung – Steuerung Monteurstätigkeit über Checklisten Erstellung neuer Instandhaltungsaufgaben mobil vor Ort Geführte Erfassung von Mängeln an allen relevanten Kanalnetzteilen mobil vor Ort Dokumentation durchgeführter Arbeiten – Dokumentation Arbeitszeiten/Verbräuche GIS-Integration: Matchen von Objektdaten, hinterlegten Aufgaben und (Netz)Karteninformationen für alle operativen Instandhaltungsprozesse (unter anderem Navigation Spülfahrzeug, eindeutige Identifikation Objekte etc.)
Der Blueprint-Gedanke gefällt Ronny Ficker von der Stabsstelle Instandhaltung beim Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland Vor allem, weil es ein Standard ist, der sich mit der Greengate -Software individuell modellieren lässt – auch ohne große Programmierkenntnisse: „Wir star ten IT-Projekte ohnehin bewusst einfach Wir schauen erst einmal, dass wir mit dem System ins Arbeiten kommen und bauen es dann ständig aus In GSSer vice fingen wir damals mit einfachen, z yklisch wiederkehrenden Aufgaben wie zum Beispiel der wöchentlichen Kontrolle der Wasser werke oder der monatlichen Kontrolle der Hochbehälter an “ Das agile Moment behält er sich heute noch bei: „Wir brauchen kurze, pragmatische Lösungen, die funktionieren, keine RiesenIT-Projekte mit 1 000 Gesprächen Deswegen arbeiten wir gern mit Greengate: kurz abstimmen, etwas testen, bauen, machen, weiter nutzen Werden wir betriebsblind, sprechen sie es an “ w w w greengate de
Neue Gehäusefreilauf-Baureihe von Ringspann für High-Speed-Anwendungen
Sie kommen ohne Schalteinrichtung aus, übertragen Nenndrehmomente von 1 356 Nm bis 24 405 Nm, arbeiten verschleißfrei und übernehmen im Hochgeschwindigkeitsbetrieb das bedarfsgerechte Ein- und Auskuppeln verschiedener Motoren desselben Antriebsstranges: Mit den Gehäusefreiläufen seiner neuen Baureihe FHHS bietet Ringspann Konstrukteuren von Antriebssystemen für Anlagen der Raffinerietechnik, der chemischen Verfahrenstechnik oder der Erdgas- und Erdöl-Industrie eine Kupplungslösung zur Realisierung flexibel schaltbarer und energieeffizienter Mehrmotorenantriebe an Es handelt sich hier um vollständig gekapselte Überholfreiläufe mit An- und Abtriebswelle, die zum stationären Einbau vorgesehen sind und mit bis zu 12 000 U/min gefahren werden können Dabei dürfen die Drehzahlen im Leerlauf- und Mitnahmebetrieb auf gleichem oder ähnlichem Niveau liegen, wie der Hersteller betont
an und sind sperrbereit Das stellt die sofortige Lastübernahme bei Erreichen der Synchrondrehzahl sicher “ Gehäusefreiläufe mit hydrodynamischer Klemmrollenabhebung sind immer dann eine Ideallösung, wenn ein Aggregat wahlweise von zwei oder mehreren Motoren oder Turbinen mit gleicher oder ähnlich hoher Drehzahl angetrieben wird
Der Anlagenbetreiber profitiert dadurch dreifach: Erstens kann er ohne aufwendige Steuerungstechnik einzelne Aggregate des Antriebsstranges bedarfsorientiert ein- oder auskuppeln Zweitens ermöglicht es ihm selbst bei Ausfall einer Energiequelle oder eines Antriebsaggregats eine unterbrechungsfreie Prozessführung Und drittens erschließt er sich dadurch – insbesondere im Teillastbetrieb – signifikante Energieeinsparungen
Eigens entwickelter Prüf- und Teststand
triebssysteme bedeutet das auch, dass sie die Mess- und Prüfergebnisse von Ringspann in ihre eigene Qualitätssicherung miteinfließen lassen können
Eine kabelgebundene Sensorüberwachung der Lagertemperaturen bringt der FHHS bereits serienmäßig mit Optional lassen sich auch die neuen Gehäusefreiläufe mit den Sensor- und Telematik-Modulen des Condition-Monitoring-Systems von Ringspann ausstatten
Diese Lösung beinhaltet die Datenanalyse, die Fernwartung sowie die Integration in übergeordnete Leitsysteme So können die Betreiber und Instandhalter komplexer Antriebssysteme alle relevanten Leistungs- und MROParameter der verbauten Freiläufe in Echtzeit überwachen, wie der Hersteller betont
Autor: Michael Stöcker, Freier Fachjournalist, Darmstadt www ringspann de H i g h - S p e e d - Ko m p e t e n z b e i 1 2 .
Hydrodynamik macht es möglich
Konstruktiver Schlüsselfaktor für die High-Speed-Kompetenz der neuen FHHS-Gehäusefreiläufe ist der Einsatz der hydrodynamischen Klemmrollenabhebung Hierbei wird die Abhebekraft durch einen im Lager des Freilaufs geführten Ölstrahl erzeugt, was laut Entwickler sowohl hohe Drehzahlen als auch einen verschleißfreien Leerlaufbetrieb erlaubt
Thomas Heubach, Leiter der Freilauf-Sparte von Ringspann, erläutert: „Entscheidend für die Wirkung der hydrodynamischen Abhebung der Klemmrollen ist die relative Drehzahl zwischen Innenund Außenring Verringert sie sich, reduziert sich auch die Abhebekraft Schon vor Erreichen des Synchronlaufs legen sich die in einem Käfig geführten Klemmrollen über die zentrale Anfederung an der Außenringlaufbahn des Freilaufs
Um den sicheren Nachweis dafür erbringen zu können, dass die neuen FHHS-Gehäusefreiläufe sich als Überholfreilauf für hohe Drehzahlen eignen, entwickelte der Hersteller eigens dafür einen neuen Prüf- und Teststand Er wurde vor wenigen Wochen im Bad Homburger Stammwerk des Unternehmens in Betrieb genommen und dürfte laut Ringspann der modernste Prüfstand für Gehäusefreiläufe sein, der aktuell auf dem Weltmarkt zu finden ist
Komplettierung und Anbindung
„Erstmals können wir hier Drehzahlen von bis zu 12 000 U/min erzeugen und die Leistungsfähigkeit unserer Gehäusefreiläufe validieren und dokumentieren Derzeit ist dies in diesem Segment einzigartig“, berichtet Thomas Heubach Für die Anlagenbauer und die Konstrukteure der An-
Technologische
Konstruktiver Schlüsselfaktor der neuen FHHS-Gehäusefreiläufe ist die hydrodynamische Klemmrollenabhebung bei der die Abhebekraft durch einen im Lager des Freilaufs geführten Ölstrahl erzeugt wird Bilder: Ringspann
Beispiel Pumpensystem: In den Antriebssystemen von Pumpenanlagen ermöglicht der neue FHHSGehäusefreilauf laut Hersteller das bedarfsgerechte Ein- und Auskuppeln von Startermotoren
Nutzung
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E f f i z i e n z s p r u n g i m Wa r e n a u s g a n g
M i t s m a r te r S i g n a l i s i e r u n g vo n We a s s i s t vo n We
Der Hermes Einrichtungs S er vice (HES) wickelt mit rund 8.000 M itarbeitenden jährlich mehr als fünf M illionen Auslieferungen ab – von Möbeln über Fitnessgeräte bis hin zu großen E lektrogroßgeräten. Her zstück des operativen G eschäf ts sind die deutschlandweiten HUBs (Hauptumschlagsbasen), in denen Warenströme gebündelt, bearbeitet und anschließend an E ndkunden ver teilt werden. B eispiel: der HUB am Standor t Ansbach. Hier herrscht täglich Hochbetrieb, mehrere Tausend S endungen verlassen dor t pro Tag die Halle. Doch das lief nicht immer so …
Gerade im Warenausgang ist es entscheidend, dass Abläufe reibungslos funktionieren, die Kommunikation z wischen Mitarbeitenden und Führungskräften effizient gestaltet ist sowie die Wege so kurz und effizient wie möglich sind
Doch bis Mitte des Jahres 2024 war die Realität im Bereich Warenausgang am Standor t in Ansbach eine andere: Die Kommunikation in der Halle lief weitgehend informell Wenn Mitarbeitende Unterstützung benötigten – sei es für die Freigabe der Ladungssicherung durch eine Führungskraft oder bei Qualitätsfragen –, mussten sie wor twör tlich loslaufen und die zuständige Person suchen
Shirley-Ann Dorsch, Teamleiterin Lean Management am Standor t Ansbach, beschreibt die damalige Situation so: „Früher ging es bei uns zu wie auf dem Fischmarkt – laut, unkoordinier t und mit viel Lauferei “
Roman Posen, Teamleiter Warenausgang, ergänzt: „Allein durch die Größe der Halle gingen dabei wer tvolle Minuten verloren Die Produktivität litt darunter erheblich und uns war klar: Hier müssen wir eine Lösung finden “ Fehlende Freigaben führ ten nicht selten dazu, dass ganze Arbeitsprozesse ins Stocken gerieten, da die zuständigen Mitarbeiter im
Warenausgang erst dann weiterarbeiten konnten, wenn eine Führungskraft die Beladung eines Lkws freigab oder die zuständige Person aus dem Bereich Qualitätssicherung entsprechend zur Hilfe kam
Die Kombination aus ständiger Unterbrechung, lauten Rufen und über flüssigen Laufwegen belastete die Mitarbeitenden, machte die Arbeitsatmosphäre hektisch und unruhig Zudem reduzier ten sich die Effizienz und Produktivität erheblich „Wir sind immer auf der Suche nach Pro-
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zessen, die wir optimieren können“, sagt Dorsch „Und hier war uns schnell klar, dass wir das deutlich besser können “
„Unser Ziel war es, die Kommunikation im Warenausgang zu strukturieren, Abläufe zu beschleunigen und Wege zu verkürzen“, sagt Posen „Wir wollten vor allem den Mitarbeitenden ein Werkzeug an die Hand geben, das ihre Arbeit erleichter t “ Auf der Suche nach einer Lösung stieß HES auf der Messe Logimat in Stuttgar t auf Weassist, das digitale Ruf- und Informationssystem von Werma Signaltechnik „Und dann ging alles ziemlich schnell“, erinner t sich Posen. Im Sommer 2024 star tete eine achtwöchige Pilotphase: Drei Signalsäulen inklusive Weassist und den Boxen mit Drucktastern wurden an den Toren in einer der Hallen im Bereich Warenausgang angebracht, die Software installier t und sofor t konnten die Mitarbeitenden das neue System Schritt für Schritt testen Begleitet wurde die Phase durch wöchentliches Feedback in Form einer einfachen Smiley-Abfrage: Grün, Gelb oder Rot „Uns war es sehr wichtig, alle Beteiligten von Anfang an mit einzubinden und eine entsprechende Resonanz einzuholen –denn nur wenn die Mitarbeitenden vor Or t das System akzeptieren und nutzen, kann es dauerhaft zum Er folg führen“, erinner t sich Dorsch und betont: „Die Akzeptanz war von Anfang an enorm hoch, weil das System selbsterklärend ist und jeder sofor t verstanden hat, wie es funktionier t “ Ihr Kollege Posen ergänzt: „Alle haben sofor t eine Veränderung gespür t und im Arbeitsalltag selbst er fahren, welchen positiven Einfluss Weassist hat “
Hilfe per Knopfdruck
Das Dashboard zeigt in einer Übersicht den aktuellen Status Bilder: Werma er fassen und per Funk an ein Gateway zu über tragen Zudem gibt es die Möglichkeit, Unterstützung direkt am Arbeitsplatz per Knopfdruck anzufordern Es er folgt eine automatische Benachrichtigung der zuständigen Person oder Abteilung mit Angabe des Problems – sowohl am PC als auch direkt auf dem Smar tphone Dies reduzier t Wegund War tezeiten und erhöht die Produktivität Sämtliche Daten werden verschlüsselt an die Weassist-Cloud gesendet und dor t analysier t, visualisier t und gespeicher t
Im Warenausgang bei Hermes ist die Funktionsweise von Weassist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Statt lautstark nach Hilfe zu rufen, können Mitarbeitende per Knopfdruck ein Signal auslösen Dabei zeigen die Farben klar und eindeutig, welche Unterstützung benötigt wird: Gelb signalisier t, dass eine Führungskraft gerufen wird, Blau steht für Qualitätsfragen, Rot für Beladeschluss, Weiß zeigt die Quittierung des Signals an und bedeutet, dass Hilfe unter wegs ist Leuchtet hingegen das grüne Licht, ist alles in Ordnung
Weniger Laufwege, mehr Produktivität
jemand kommt Das reduzier t Frust und macht die Arbeit angenehmer “ Ein entscheidender Vor teil von Weassist liegt in der Transparenz und Planbarkeit Führungskräfte sehen sofor t, wo sie benötigt werden, und können ihre Einsätze gezielt priorisieren Missverständnisse oder unnötige Wege gehören damit der Vergangenheit an Besonders geschätzt wird die intuitive Bedienbarkeit, die unabhängig von Sprache oder Bildung sofor t verständlich ist „Das Farbsystem versteht jeder –unabhängig von Sprache oder Bildungsstand“, ergänzt Dorsch Selbst wechselnde Mitarbeitende oder Aushilfen können das System problemlos nutzen Die Kombination aus visueller Signalisierung und digitaler Vernetzung macht Weassist nach Angaben des Anbieters zu einem echten Gamechanger im operativen Alltag
Ein Blick in die Zukunft
Bereits jetzt denkt HES über die nächsten Schritte nach Ziel ist es, die Nutzung von Weassist auszuweiten, detaillier tere Auswer tungen zu erstellen und die Prozesse noch gezielter zu optimieren Dazu gehören die Analyse der Rufgründe, die Messung von Bearbeitungs- und Reaktionszeiten sowie standor tübergreifende Vergleiche Auch der HUB Löhne in Nordrhein-Westfalen zeigt großes Interesse an einer Einführung, sodass ein schrittweiser Roll-out geplant ist Dorsch ist überzeugt: „Wir sehen noch so viel Potenzial Und mit Werma haben wir einen Par tner auf Augenhöhe – offen, familiär, unkomplizier t “ w w w werma com
Hintergrund: Mit Weassist bietet Werma eine branchenübergreifende Cloudlösung und universelle IIoT-Lösung zur Zustandser fassung, Visualisierung und Analyse von Zuständen und Prozessen Weassist sorgt für Transparenz und stellt die Zustände sowohl von Maschinen als auch von manuellen Arbeitsplätzen als digitalen Zwilling im individuellen Dashboard dar So sind Störungen, Stillstände und Engpässe auf einen Blick erkennbar und dank Cloud sind alle Daten jederzeit und überall ver fügbar Die Signalsäulen werden dabei mit Transceivern nachgerüstet, um Zustände kontaktlos zu
Parallel dazu erhalten die zuständigen Personen eine PushBenachrichtigung direkt auf ihren Laptop und ihr Smar tphone Rober t Posen betont: „Der MegaVor teil ist, dass die Information gezielt und sofor t auf dem Handy ankommt Das spar t enorm viel Zeit “ Die Mitteilung kann zudem quittier t werden, sodass auch für den Mitarbeitenden ersichtlich ist, dass Unterstützung kommt Die Mitarbeitenden können an ihrem Arbeitsplatz bleiben und gegebenenfalls an einem anderen Auftrag weiterarbeiten, während die Führungskraft bereits informier t und auf dem Weg ist Schon nach wenigen Wochen zeigte sich der Nutzen der Lösung deutlich In der Halle wurde es ruhiger, die Atmosphäre entspannte sich spürbar und die Produktivität stieg Posen beschreibt die Veränderung: „Früher sind die Leute durch die Halle gelaufen, um Hilfe zu holen – heute bleiben sie an ihrem Arbeitsplatz, drücken gelassen auf einen Knopf und arbeiten einfach weiter “ Auch Dorsch betont die positive Wirkung auf die Motivation: „Die Mitarbeitenden fühlen sich ernst genommen, weil sie wissen, dass
Robert Posen und Shirley-Ann Dorsch sind mit der neuen Lösung mehr als zufrieden Shirley Dorsch bringt es auf den Punkt: „Ich weiß, ich klinge
Hilfe auf Knopfdruck – benötigt der Mitarbeitende Unterstützung, fordert er diese per Knopfdruck an
Das Gehäuse des Multifunktionssensors SIEDS in Schutzart IP65 erlaubt den Einsatz auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen Bild: Indu-Sol
Kollege „SIEDS“ hat alles im Blick
Der Multifunktionssensor SIEDS von Indu-Sol ist auf die kontinuierliche Er fassung von Umgebungs- und Zustandsdaten ausgelegt Am jeweiligen Montagepunkt misst er bis zu zehn physik alische Größen, darunter Temperatur, Feuchtigkeit, Luftqualität, Druck, Vibrationen, Helligkeit, Akustik sowie Magnetfelder Letztere liefern Hinweise auf mögliche EMV-Einflüsse und können damit zur Ursachenanalyse bei Störungen beitragen Die er fassten Wer te dien en der vorbeugenden Instandhaltung ebenso wie der Stabilisierung von Produktionsprozessen Abweichungen werden lok al erk annt und in einer Alarmliste dokumentier t Durch die gebündelte Darstellung mehrerer Parameter lassen sich außerdem Trends und Wechselwirkungen identifizieren, was eine fundier te Ableitung von War tungs- oder Optimierungsmaßnahmen ermöglicht, wie der Sensorhersteller betont Ein zentrales Merk mal des Sensors ist die integrier te Teach-Funktion auf dem Webser ver Sie passt das Alarmverhalten automatisch an die jeweilige Anwendung an Separate Software oder eine aufwendige Parametrierung sind nicht er forderlich
Die offene Kommunik ationsarchitektur mit MQT T, OPC UA und REST API ermöglicht zudem die Einbindung in bestehende OTStrukturen w w w indu-sol com
Wolff Publishing www b-und-i de ISSN 1864-4554 info@b-und-i de Abo-Ser vice: b-und-i@ver triebsunion de
K S S - A n a l y s e i n d e r C l o u d
Beim Schleifen entscheiden winzige Unebenheiten über Gutteil oder Ausschuss. Für den perfekten Schliff muss nicht nur die Mechanik stimmen, sondern auch die Chemie. Damit rückt der Kühlschmierstoff (KSS) in den Fokus: Voraussetzung für die autonome Fer tigung und optimale Schleifergebnisse ist eine datenbasier te KSS -Über wachung.
Die datenbasier te KSS-Über wachung ist das Bindeglied z wischen Chemie und Mechanik Sie macht den Schleifprozess auch durch den standardisier ten Datenaustausch und den Einsatz von digitalen Zwillingen robuster, effizienter und nachhaltiger Hier kommt auch die Konnektivitätsinitiative umati (Universal Machine Technology Inter face) ins Spiel, die den reibungslosen Datentransfer in der Fabrik gewährleistet Als weltweite Community des Maschinenbaus ermöglicht sie auf Basis des Kommunik ationsstandards OPC UA, dass Maschinen herstellerübergreifend miteinander kommunizieren können Dies schafft die notwendige Interoperabilität, um Daten aus der KSS-Über-
Datenlogger, Messgeräte und Sensoren für jeden Einsatz universell, modular, vernetzbar Akkreditiertes Kalibrierlabor für verschiedene Messgrößen
wachung nahtlos in übergeordnete ITSysteme oder Cloudplattformen zu integrieren und so den Weg für die Plug-andPlay-Anbindung im industriellen Ökosystem zu ebnen.
Bei bedar fsgerechter KSS-Zufuhr winken hohe Effizienz- und Produktivitätsgewinne, wie die Forschung herausgefunden hat „Bereits in den Grundlagenuntersuchungen konnten Prozessfenster identifizier t werden, in denen der Energiebedar f beim Schleifen um bis zu 27 Prozent reduzier t werden konnte, ohne Einbußen bei Werkstückqualität oder Werkzeugverschleiß“, erk lär t Prof Berend Denkena, Leiter des Instituts für Fer tigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW ) der Leibniz Universität Hannover, und ergänzt: „Gleichzeitig
ließ sich das Zeitspanvolumen um bis zu 20 Prozent steigern, was eine deutliche Produktivitätssteigerung ermöglicht “ Eine bedar fsgerechte KSS-Versorgung soll diese Potenziale künftig systematisch und reproduzierbar in die industrielle Anwendung über tragen Auch mit Blick auf die Nachhaltigkeit in der industriellen Produktion ergeben sich positive Effekte „Bedar fsgerechte KSS-Versorgung ermöglicht eine Reduzierung des Kühlschmierstoffverbrauchs und senkt damit nicht nur den Energiebedar f im Schleifprozess, sondern auch den Aufwand für Herstellung, Aufbereitung und Entsorgung des KSS“, betont Prof Denkena Weiter auf Seite 18
Der Schmierstoffhersteller Fuchs SE aus Mannheim bildet Maschinen und ihre Schmierpunkte als digitale Zwillinge in einer cloudbasierten Plattform ab Bilder: Fuchs SE
For tsetzung von Seite 17 Er ist Mitglied der WGP ( Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik), die zum Thema bedar fsgerechter Einsatz von Kühlschmierstoffen seit vielen Jahren forscht Durch stabilere Prozessbedingungen ließen sich zudem Werkzeugstandzeiten erhöhen und Ausschuss sowie Nacharbeit reduzieren Insgesamt trage dies zu einem effizienteren Ressourceneinsatz und einer nachhaltigeren industriellen Produktion bei
Schleifkräfte und Spindelleistung
„Eine bedar fsgerechte KSS-Versorgung basier t auf der kontinuierlichen Er fassung prozessnaher Zustandsgrößen und deren Nutzung zur adaptiven Regelung der Kühlschmierstoffzufuhr“, führ t Prof Denkena weiter aus Am IFW wurden hier für zunächst die Grundlagen der KSS-Versorgung in der Schleifkontaktzone untersucht Darauf aufbauend werden aktuell sensorund regelungstechnische Konzepte entwickelt, um künftig eine bedar fsgerechte und automatisier te KSS-Versorgung zu realisieren
Daten sind dabei der wichtigste Rohstoff „In den Grundlagenuntersuchungen wurden kühlschmierstoffbezogene Größen wie Volumenstrom, Temperatur und Druck sowie prozessnahe Kenngrößen wie Schleifkräfte, Spindelleistung und werkstückbezogene Eigenschaften er fasst“, erklär t der Forscher Dabei wurde analysier t, wie sich veränder te KSS-Bedingungen auf den Schleifprozess auswirken Aufbauend darauf sollen künftig sensorisch er fasste Daten genutzt werden, um Zielgrößen wie Energieeffizienz, KSS-Bedar f, Werkzeugverschleiß und Werkstückqualität gezielt zu beeinflussen
Für eine „gesunde Emulsion“
Das optimale KSS-Management in der Fabrik treibt auch den Schmierstoffhersteller Fuchs SE aus Mannheim um „Ein effizientes KSS-Management basier t im Wesentlichen auf vier zentralen Bausteinen“, sagt Alexander Kaiser, Head of Global Product Line Smar t Ser vices und Digital Business Par tner bei Fuchs, und zählt sie der Reihe nach auf : erstens das Anmischen einer stabilen Emulsion mit möglichst feiner Tropfenstruktur unter Ver wendung einer bekannten und empfohlenen Wasserqualität; z weitens die kontinuierliche Über wachung des „Gesundheitszustands“ der Emulsion, um ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft sicherzustellen; drittens ein regelmäßiger Nachsatz mit frischer Emulsion zur Kontrolle der Konzentration
Datenbasiertes KSS-Management und maschinelles Lernen bieten weitere Effizienzgewinne beim Schleifen Wir nutzen eine Vielzahl moderner Technologien, um aus den verfügbaren Daten echten Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen Wo es sinnvoll ist, kommen dabei auch Verfahren der künstlichen Intelligenz zum Einsatz“ sagt Alexander Kaiser, Head of Global Product Line Smart Services und Digital Business Partner beim Schmierstoffhers teller Fuchs SE
und zum Ausgleich von Volumenverlusten; und vier tens das gezielte Additivieren zur Bekämpfung von Infektionen oder Schaumbildung
„Teile des Prozesses können teilautomatisier t oder vollständig automatisier t werden“, sagt Fuchs-Manager Kaiser Eine Automatisierung sei dann sinnvoll, wenn die Applikation stabil sei und keinen starken Schwankungen unterliege Außerdem sei auch die Wir tschaftlichkeit zu beachten, da Automation immer auch Investition bedeute
Digitale Zwillinge in der cloud
Bei der Automatisierung werde mindestens die aktuelle Konzentration durch In-Line -Refraktometer ermittelt Zusätzlich werde der aktuelle Füllstand des KSSTanks er fasst Über die Zielkonzentration für die Applikation ermittelt die Automatisierung dann die notwendige Nachsatzmenge und deren Konzentration, um die Emulsion auf einem konstanten Konzentrationsniveau zu halten „Alle Produktionsmittel – beispielsweise Maschinen – und ihre Schmierpunkte werden als digitale Zwillinge in unserer cloudbasier ten Ser vice -Management-Plattform Lube -Link –Fluids-Connect abgebildet“, sagt der Fuchs-Manager. Der aktuelle Zustand, Nachsatzmengen sowie der gesamte Pflegeprozess werden über dieses System er fasst, geplant und nachhaltig abgesicher t „Dadurch kennt das Smar t Ser vices Team jederzeit den Zustand der Produktion und kann frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um ungeplante Stillstände zu vermeiden“, so Kaiser
Riechen, sehen, messen
Für KSS wird typischer weise in kurzen Inter vallen die Konzentration bestimmt – entweder per Refraktometer (automatisier t
oder manuell), durch Titration vor Or t oder mittels detaillier ter Laboranalysen Zusätzlich werden regelmäßig pH und Nitritwer te gemessen. Abstriche dienen der Erkennung möglicher bakterieller Infektionen Teilweise werden auch Geruch und optischer Zustand dokumentier t Auf Basis dieser Informationen werden Nachsatzz yklen sowie Reinigungsinter valle der Tanks geplant
„Lube -Link unterstützt mit Einsatzplänen und Meldungen die effiziente Koordination der Exper ten vor Or t“, sagt Kaiser Bei vollautomatischem Nachsatz werde zudem regelmäßig die Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Equipments überprüft Alle Daten – unabhängig davon, ob sie automatisier t oder manuell er fasst wurden – werden zentral in Fluids-Connect gespeicher t und bereitgestellt
Ob sich der ganze Aufwand für den industriellen Anwender lohnt, ist letztlich ein kaufmännisches Rechenexempel. Denn die Höhe der Effizienz- und Produktivitätsgewinne durch automatisier tes KSS-Management beim Schleifen variier t je nach Anwendungsfall Laut Kaiser können sowohl Personalkosten als auch Fluidkosten eingespar t werden, im Wesentlichen durch Verlängerung der Standzeiten Diese Einsparungen müssen allerdings der Investition in die Automatisierung entgegengestellt werden
„Eine zeitnahe Amortisation ist nicht in allen Märkten, bei allen Kunden und Applikationen gewährleistet“, räumt der FuchsManager ein In allen Fällen steigere ein professionelles KSSManagement jedoch die Produktivität, indem Ausfallzeiten auf ein Minimum reduzier t würden und die gewünschte Qualität der produzierten Teile sichergestellt werden könne
Weniger Wasser, Additive und Energie
Zum ökonomischen Nutzen kommt dabei der ökologische Durch Standzeitverlängerung des KSS würden sowohl benötigtes Konzentrat als auch genutztes Frischwasser verringer t Gleichzeitig reduzier ten sich Emulsionen, die entsorgt werden müssten.
„Durch den konstant guten Gesundheitszustand der Emulsion wird ebenfalls die Nutzung von Additiven reduzier t oder gar komplett vermieden Auch zu er wähnen ist, dass Standzeitverlängerungen der Werkzeuge und per fekte Schmierung zu spürbaren Energieeinsparungen führen können“, so Kaiser Eine Datenverarbeitung in der Cloud bietet zusätzliche Vor teile: „Immer aktuell, überall ver fügbar, zentrale Datenbasis sowie hohe Ausfallsicherheit“, fasst Kaiser die Vor teile zusammen Neue Funktionen, Sicherheitsupdates und Verbesserungen stünden durch die Cloud sofor t bereit
Eine bedarfsgerechte KSS-Versorgung bietet beim Schleifen hohe Effizienz- und Produktivitätsgewinne „Bereits in den Grundlagenuntersuchungen konnten Prozessfenster identifiziert werden in denen der Energiebedarf beim Schleifen um bis zu 27 Prozent reduziert werden konnte , sagt Professor Berend Denkena, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW ) der Leibniz Universität Hannover Bild: Leibniz Universität Hannover
Der Zugriff sei von jedem Standor t, jedem Gerät und zu jeder Zeit möglich, was per fekt sei für globale Produktionsnetz werke. Daten aus Maschinen, Sensoren, Laboren und Ser viceeinsätzen seien in einem System ver fügbar – ohne Datensilos, Versionskonflikte und Medienbrüche Und redundante Systeme und professionelles Monitoring sorgten für Betriebsstabilität
„Da sich Lube -Link stetig weiterentwickelt, lassen wir sowohl die Anwendung als auch die Hosting Umgebung regelmäßig von einem unabhängigen externen Par tner prüfen und zer tifizieren“, sagt der FuchsManager „Bislang wurden keinerlei Schwachstellen oder Sicherheitsprobleme festgestellt – ein Ergebnis, auf das wir stolz sind So bieten wir unseren Kunden ein modernes, leistungsfähiges und zugleich äußerst sicheres System für das Management ihrer Schmierprozesse“, erklär t Kaiser
Daten bleiben in Deutschland Ki verspricht noch mehr Effizienz
Zentral für den Anwender ist dabei, dass die Daten in der Cloud auch sicher gespeicher t sind „Wir sind uns der zentralen Bedeutung von IT Sicherheit bewusst“, bekräftigt Kaiser LubeLink sei eine cloudbasier te Plattform, die auf modernsten Webtechnologien aufbaue Die Anwendung werde in Deutschland gehostet
Beim datenbasier ten KSS-Management verspricht maschinelles Lernen in Zukunft weitere Effizienzgewinne „Wir nutzen eine Vielzahl moderner Technologien, um aus den ver fügbaren Daten echten Mehr wer t für unsere Kunden zu schaffen Wo es sinnvoll ist, kommen dabei auch Ver fahren der künstlichen Intelligenz zum Einsatz“, sagt der KSS-Exper te und betont weiter: „Dank unserer langjährigen Er fahrung und der über die Zeit aufgebauten Datenbasis können wir Anomalien in Schmierapplikationen frühzeitig erkennen – und in vielen Fällen sogar vorhersagen “ Im Mittelpunkt der Gespräche mit den Kunden stehe jedoch nicht die Frage, welche Algorithmen oder Technologien eingesetzt werden, sondern wie die Produktion produktiver, effizienter und nachhaltiger gestaltet werden könne, so Kaiser Autor: Daniel Schauber, Fachjournalist, Mannheim https://vdw de/ https://www ifw uni-hannover de https://w w w fuchs com/
Tipp: Auf der Fachmesse GrindingHub, die der VDW ( Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) vom 05 bis 08 Mai 2026 in Stuttgart veranstaltet, können die Besucher noch mehr über die optimierte KSS-Versorgung für höchste Oberflächengüten erfahren www grindinghub de Mehr zu diesem Thema auf der GrindingHub
Bild: VDW / Nicolas Det
Almemo M esstechnik verbindet unte
In der industriellen Messtechnik müssen häufig unterschiedlichste physik alische Größen er fasst werden – von Temperatur und Feuchte bis hin zu elektrischen Signalen oder Strömungswer ten. Das Almemo System von Ahlborn ver folgt dafür einen universellen Ansatz: Ein Messgerät k ann mit verschiedensten S ensoren kombinier t werden und so ganz untersch iedliche Messaufgaben übernehmen. Entscheidend ist dabei das intelligente Steckersystem.
Der menschliche Körper kann eine Vielzahl von Sinneseindrücken gleichzeitig er fassen und verarbeiten Ein ähnliches Prinzip verfolgt Ahlborn: Statt für jede Messaufgabe ein eigenes Gerät einzusetzen, lässt sich ein Messgerät mit unterschiedlichsten Sensoren kombinieren und damit für zahlreiche Anwendungen nutzen Das System besteht aus den entsprechenden Messgeräten beziehungsweise Datenloggern sowie den dazugehörigen intelligenten Anschlusssteckern Je nach Geräteausführung können ein oder mehrere Messeingänge gleichzeitig genutzt werden Vom kompakten Eink anal-Transmitter bis hin zu Datener fassungssystemen mit mehr als tausend Messstellen reicht das Spektrum der ver fügbaren Geräte
Der Anwender kann damit zahlreiche physikalische, elektrische oder chemische Messgrößen er fassen Dazu gehören beispielsweise Temperatur, Luftfeuchte, Luftströmung, Druck, Kraft, Weg, Schwingung, Drehzahl, Durchfluss, elektrische Größen und optische Strahlung Auch Anwendungen in der Bauphysik, Meteorologie oder Wasseranalytik lassen sich damit abdecken
Das zentrale Element des Systems ist der intelligente Almemo-Anschlussstecker In diesem Stecker sind die Parameter des Sensors gespeicher t, darunter Messbereich, Skalierung, Kalibrier wer te und eine eindeutige Sensorbezeichnung. Wird ein Sensor angeschlossen, erkennt das Messgerät diese Informationen automatisch und konfigurier t sich selbst-
ständig Eine manuelle Einstellung ist in der Regel nicht er forderlich, wie der Hersteller betont
Die Daten werden in einem integrier ten Speicher im Stecker abgelegt und können jederzeit überschrieben oder angepasst werden Dadurch lassen sich Sensoren eindeutig identifizieren, Messwer te korrigieren oder spezielle Messbereiche definieren
Gleichzeitig verhinder t die eindeutige Zuordnung von Sensor und Messstelle Ver wechslungen im Messaufbau
Ein weiterer Vor teil ist laut Ahlborn die Möglichkeit, bestehende Sensorik einzubinden: Für vorhandene Fühler können passende Stecker eingesetzt werden, sodass auch Sensoren anderer Hersteller problemlos in das System integrier t werden können U
K I - b a s i e r t e Zu s t a n d s ü b e r w a c h u n g
Neue Lösung kennt und identifizier t die Ursachen von M aschinenausfällen
„Wir haben unsere Zustandsüber wachungslösung der nächsten G eneration, Clariot, auf der Grundlage unserer umfassenden Er fahrung mit über 3 000 Zustandsüber wachungseinheiten ent wickelt, die bereits welt weit im Einsatz sind“, erk lär t Torsten Pedersen, Commercial Head Condition Monitoring bei Alfa L aval Fluid Handling stolz.
„Unsere Kunden sind auf der Suche nach Lösungen, die eine hohe Betriebszeit gewährleisten und die Ressourcenverschwendung reduzieren Die Online -Zustandsüber wachung mit Clariot hat sich bewähr t, denn sie erkennt Maschinenausfälle proaktiv, bevor sie auftreten, und ermöglicht es, dass die Prozesslinien ohne unnötige Unterbrechungen mit voller Kapazität laufen“, wie Torsten Pedersen weiter ausführ t Die einfach skalierbare Lösung bietet laut Alfa Laval eine 24/7Überwachung, Warnmeldungen und Diagnostik für Pumpen und anderes rotierendes Equipment Sie besteht aus dem Clariot VXSensor, dem Clariot ConnectGateway und der Analytik Der verwendete VX-Sensor sei, so der Hersteller, der einzige Sensor auf dem Markt, der speziell für nasse Produktionsumgebungen und für die Handhabung mehrerer Umstellungen in den Prozesslinien entwickelt wurde „Wir sind der festen Überzeugung, dass die Zukunft in vorausschauender War tung liegt, die durch Sensordaten, KI- gesteuer te Erkenntnisse und digitale Konnektivität ermöglicht wird Wir haben immer wieder erlebt, wie unsere Zustandsüber wachungslösungen die Betreiber vor potenziellen Ausfällen gewarnt haben, bevor diese eintraten, und die Grundlage für wirksame vorausschauende War tungsstrategien bildeten“, verdeutlicht Tors-
Die KI-basierte Zustandsüberwachungslösung Clariot bietet nicht nur eine Rund-um-die-UhrÜberwachung, sondern auch verwertbare Erkenntnisse, die die Betriebszeit verbessern und die Ressourceneffizienz optimieren Bild: Al fa Laval
ten Pedersen und macht dies mit einem Beispiel k lar: „In einer Anlage mit 50 Pumpen k ann ein einziger ungeplanter Stillstand pro Quar tal zu jährlichen Verlusten von bis zu 80 000 Euro führen Clariot kostet weniger als ein Zehntel dieses Szenarios und unsere Er fahrung zeigt, dass sich die Lösung sehr schnell amortisier t “
Clariot ist ein eigenständiges System, das laut Hersteller ein Höchstmaß an Cybersicherheit bietet (er füllt die Anforderungen der IEC 62443-3-3 SL1), da es unabhängig von internen geschäftsk ritischen Systemen arbeitet Die Benutzerober fläche ist laut Lösungsentwick ler intuitiv und die Installation einfach Die Clariot VX-Sensoren sind bereits an einer Reihe von Alfa
Mit den digitalen AlmemoSteckern der D6- und D7-Generation lassen sich auch analoge Sensoren digitalisieren In diesen Steckern arbeitet ein eigener Mikroprozessor mit integrier tem A/D-Wandler Dadurch entstehen autarke digitale Sensoren, deren Kalibrier- und Sensordaten direkt im Stecker gespeicher t werden Die Digitalisierung hat mehrere Vor teile: Sensoren können unabhängig vom Messgerät kalibrier t werden, wodurch Kalibrierprozesse vereinfacht werden Außerdem bleiben Kalibrierdaten beim Austausch eines Sensors erhalten Gleichzeitig lassen sich zusätzliche Parameter wie Mittelwer tbildung, Dämpfung oder Messrate im Stecker speichern Ein einzelner digitaler Stecker kann dabei mehrere Mess- und Funktionskanäle bereitstellen
Moderne Messgeräte der Almemo-Generation V7 können diese Sensoren parallel betreiben, sodass auch dynamische Prozesse mit hohen Messraten er fasst werden können Die Messgeräte selbst sind als universelle Daten-
logger ausgelegt Sie ver fügen über hochauflösende A/D-Wandler, digitale Linearisierung und umfangreiche Funktionen zur Messwer tverarbeitung Messwer te können gemittelt, Grenz wer te über wacht oder automatisch als Minimal- und Maximalwer te gespeicher t werden Für die Datener fassung stehen interne Speicher sowie Schnittstellen zur Ver fügung, über die Messwer te an Computer oder Netz werke über tragen werden können Je nach Konfiguration lassen sich mehrere Geräte zu einem Messnetz verbinden, sodass umfangreiche Messaufbauten mit vielen Sensoren realisier t werden können, wie der Hersteller betont Für die Auswer tung und Protokollierung der Messdaten bietet Ahlborn die Software Wincontrol an Damit eigne sich das System nach Angaben der Entwickler sowohl für Labor- und Entwicklungsaufgaben als auch für langfristige Messungen im Anlagenbetrieb www ahlborn com
Laval-Pumpen vormontier t Die Ver wendung von Clariot verlänger t laut Hersteller unter Umständen die Garantie für die Geräte, wenn sie entsprechend den Empfehlungen über wacht und gewar tet werden Apropos Überwachung: Das System liefer t die Benachrichtigungen, die eine rechtzeitige Inspektion und Reparatur ermöglichen Zur Unterstützung von Entscheidungsträgern und K äufern hat Alfa Laval einen Leitfaden für die Zustandsüber wachung in der Hygieneindustrie mit detaillier ten Informationen zu War tungsstrategien, Auswahl und Implementierung der richtigen Lösung sowie Aufzeigen der Kundenvor teile entwickelt Der Leitfaden steht zum Download bereit w w w alfalaval com/clariot
Durch das modulare Konzept lässt sich das Almemo-System jederzeit erweitern Bild: Ahlborn
Hydrometallurgie im Batterierecycling: Ein Blick hinter die Kulissen Eu
Europa verfolgt das Ziel, kritische Rohstoffe wie Lithium, Nickel oder Kobalt stärker im eigenen Wirtschaftskreislauf zu halten Diese Metalle sind zentrale Bestandteile von Lithium-Ionen-Akkus und können durch das Recycling von Altbatterien zurückgewonnen werden Batterierecycling schließt damit den Wandel von der kleinen Sammelkiste hin zur gesamteuropäischen, industriepolitischen Schlüsselaufgabe ab
Ob die angestrebten Rückgewinnungsraten erreicht werden, entscheidet sich jedoch nicht auf politischer Ebene, sondern im chemischen Prozess Metalle müssen selektiv gelöst, in hoher Reinheit getrennt und reproduzierbar zurückgewonnen werden. In Europa etabliert sich dafür zunehmend die hydrometallurgische Route Sie erlaubt die gezielte Aufarbeitung der Schwarzmasse aus der mechanischen Vorbehandlung von Altbatterien, die die relevanten Elektrodenmaterialien mit Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan enthält
Im Zentrum steht der Laugungsschritt Hier müssen Temperatur, pH-Wert, Konzentration und Dosierung präzise aufeinander abgestimmt werden Eine stabile und reproduzierbare Prozessführung ist ohne leistungsfähige
Messtechnik nicht möglich Genau hier setzt Endress+Hauser an
Hydrometallurgie im Fokus
Im Vergleich zum pyrometallurgischen Verfahren, bei dem Materialien bei sehr hohen Temperaturen verbrannt und eingeschmolzen werden, arbeitet die Hydrometallurgie in wässriger Phase Ziel ist es, die in der Schwarzmasse enthaltenen Metalle gezielt aus der festen Matrix herauszulösen und anschließend sortenrein oder als definiertes Gemisch in hoher Ausbeute wieder auszufällen
Dies ist zugleich die Grundlage für die sogenannte pCAM-Produktion (Precursor Cathode Active Material), bei der ein exakt definiertes Metallhydroxid-Gemisch als Vorstufe für neue Kathodenmaterialien hergestellt
Dr rer nat Dustin Kubas, Product Manager Sales Marketing bei Endress+Hauser Deutschland, ist überzeugt: „Unabhängig von der konkreten Zellchemie müssen die enthaltenen Wertstoffe aus der Batteriemasse gelöst, getrennt und in definierter Qualität zurückgewonnen werden ( ) Entscheidend ist also nicht die genaue Zusammensetzung der Batterie, sondern die Fähigkeit, unterschiedliche Eingangsmaterialien stabil und reproduzierbar zu verarbeiten Ge nau hier zeigt sich der Wert präziser Messtechnik “ Bilder: Endress+Hauser
wird – ein Trend, der für Recycler höhere Margen verspricht, prozessseitig jedoch deutlich anspruchsvoller ist, da die Metallverhältnisse präzise eingestellt werden müssen
Garant für Prozesssicherheit
Die führenden Prozessgrößen bleiben dabei pH-Wert und Temperatur – die eingesetzte Messtechnik bleibt somit unverändert entscheidend Gerade dieses Spannungsfeld aus Wunschprodukt und Ausbeute macht das Verfahren besonders anspruchsvoll. Der Laugungsschritt erfolgt typischerweise in gerührten Reaktoren, in denen aggressive Säuren oder Laugen auf die Schwarzmasse treffen Schon geringe Abweichungen im pH-Wert und Temperatur können die Ausbeute reduzieren oder die Produktqualität beeinträchtigen Hinzu kommen mechanische Belastungen durch abrasive Feststoffanteile sowie chemische Beanspruchungen durch stark korrosive Medien Hydrometallurgische Prozesse sind daher nicht nur chemisch komplex, sondern stellen auch hohe Anforderungen an die eingesetzte Anlagentechnik
Zur Über wachung der Anlagensicherheit kommen Temperatur-, Druck- und Füllstandsmessungen zum Einsatz
Messen ohne Medienkontakt
Bei der Temperaturmessung bieten sich Lösungen an, die ohne direkten Medienkontakt auskommen und damit Leckagen ausschließen und die Lebensdauer der Sensorik erhöhen Druckmessgeräte mit keramischen Messmembranen halten chemischer und mechanischer Belastung stand und ermöglichen eine zuverlässige Überwachung von Leitungen und Pumpen. Die Kombination aus kontinuierlicher Füllstandsmessung mit Schaumerkennung und Grenzschaltern sichert gegen Überlauf- oder Trockenlaufsituationen ab Der pH-Wert und die Temperatur sind zwar die führenden Prozessgrößen für Ausbeute und Qualität, aber diese Steuerung funktioniert nur mit einer präzisen und reproduzierbaren Dosierung der eingesetzten Chemikalien Eine exakte Mengenerfassung ist daher unverzichtbar Magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte bieten hier entscheidende Vorteile, da sie auch bei aggressiven und feststoffbehafteten
Hydrometallurgie gewinnt beim Batterierecycling an Bedeutung Entscheidend ist dabei die Aufarbeitung der Schwarzmasse aus der mechanischen Vorbehandlung von Altbatterien
leitfähigen Medien zuverlässig arbeiten Sie messen verschleißarm und nahezu druckverlustfrei und das – dank einer 0 × DN Full-BoreAusführung – teilweise ohne Einlaufstrecke, was insbesondere bei engen Einbauverhältnissen von Bedeutung ist Voraussetzung für eine stabile Messung ist ein korrekt ausgeführter Potenzialausgleich, der Störeinflüsse minimiert und die Signalqualität sichert Besonders vorteilhaft ist die Funktion des echten erdfreien Messens So entsteht die verlässliche Basis für eine präzise Regelung der Chemikalienzugabe und damit für eine konstante Prozessqualität bei geringem Ressourcenverbrauch
Hilfskreisläufe und Energieeffizienz
tierung leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Prozessstabilität, sondern auch zur langfristigen Wirtschaftlichkeit der Anlage
Der geschlossene Kreislauf
Hear tbeat Technology
Die optionale Heartbeat Diagnostics steigert laut Anbieter die Prozesssicherheit, da sie eine kontinuierliche Geräteüberwachung sowie eine geführte, dokumentierte Verifizierung ohne Prozessunterbrechung erlaubt – ein wesentlicher Vorteil für stabile und nachhaltige Recyclingprozesse Während der FMRx0B die häufigen Standardmessstellen im Recyclingprozess abdeckt, bieten die FMR6xB Sensoren die gleiche Heartbeat Philosophie – jedoch erweitert um tiefere Monitoring Funktionen für besonders kritische und hochdynamische Prozessschritte
Die Micropilotreihe FMR10B, FMR20B und FMR30B eignet sich laut Hersteller ideal für das Batterierecycling innerhalb der Circular Economy, da sie dank ihrer universellen Einsetzbarkeit für Flüssigkeiten und Feststoffe in nahezu allen Prozessschritten eingesetzt werden kann – von Lager- und Prozessbehältern im hydrometallurgischen Bereich bis hin zu Feststoff- und Abwasseranwendungen
Durch die berührungslose 80GHz-Radartechnologie misst sie laut Endress+Hauser zuverlässig ohne direkten Kontakt zum Medium, selbst durch die Wände von IBC-Containern, was den Bedienaufwand reduziert und Kontaminationsrisiken minimiert Die Standardisierbarkeit – ein Sensor für viele Anwendungen –senkt die Gerätevielfalt und verringert den Wartungsaufwand Zudem kann die Micropilotreihe den gesamten Scale-up von der Pilot- bis zur Produktionsanlage begleiten, da sie von einfachen Labor-IBCs bis hin zu großen Prozessbehältern konsistent die gleiche Messperformance liefert, wie die Entwickler betonen FMRx0B
Hydrometallurgische Prozesse sind temperaturgeführt und daher auf externe Heiz- oder Kühlkreisläufe angewiesen Messtechnik übernimmt dabei eine doppelte Funktion Sie sorgt zum einen für stabile Reaktionsbedingungen und ermöglicht ein gezieltes Energiemanagement. Durch die kontinuierliche Erfassung der übertragenen Wärmemengen werden Energieflüsse transparent und Optimierungspotenziale sichtbar Vergleichende Messungen vor und nach dem Reaktor ermöglichen es, Effizienzverluste oder Leckagen frühzeitig zu erkennen Ergänzend sichern Leitfähigkeits- und pH-Messungen die Qualität der eingesetzten Wärmeübertragungsmedien Sie helfen Korrosion oder Ablagerungen vorzubeugen Präzise Instrumen-
Der geschlossene Kreislauf beginnt im Detail Das Batterierecycling wird zu einem tragenden Element der europäischen Kreislaufwirtschaft Die regulatorischen Rahmenbedingungen sind gesetzt, die technologischen Konzepte etabliert Gleichzeitig entwickelt sich die Batterietechnologie kontinuierlich weiter Hersteller arbeiten daran, den Einsatz kritischer Rohstoffe wie Kobalt zu reduzieren und alternative Kathodenmaterialien einzusetzen Für das Recycling bedeutet diese Entwicklung jedoch keinen Umbruch Unabhängig von der konkreten Zellchemie müssen die enthaltenen Wertstoffe aus der Batteriemasse gelöst, getrennt und in definierter Qualität zurückgewonnen werden Die hydrometallurgische Prozesskette bleibt damit technologisch konstant. Entscheidend ist also nicht die genaue Zusammensetzung der Batterie, sondern die Fähigkeit, unterschiedliche Eingangsmaterialien stabil und reproduzierbar zu verarbeiten Genau hier zeigt sich der Wert präziser Messtechnik: Das Rad der Kreislaufwirtschaft dreht sich weiter und die Messtechnik hält es in der Spur
Autor: Dr rer nat Dustin Kubas, Product Manager Sales Marketing bei Endress+Hauser www.de.endress.com
iTHERM Sur faceLine TM611
Gerade im Batterierecycling, wo durch aggressive Medien hohe Sicherheitsansprüche zum Tragen kommen, ist eine sichere und zuverlässige Temperaturüberwachung entscheidend Das iTHERM SurfaceLine TM611 ermöglicht gemäß Endress + Hauser als nicht-invasives RTDoder Thermoelement-Thermometer eine präzise Messung ohne Eingriff in den Prozess und ohne zusätzliche Leckagerisiken Dank einer Messperformance vergleichbar mit einer invasiven Messung auch unter anspruchsvollen Bedingungen liefert es nach Entwicklerangaben schnell stabile und genaue Werte Ein speziell entwickeltes thermisches Kopplungselement sorgt laut Hersteller für eine optimale Wärmeübertragung zum Sensor und ermöglicht so im Vergleich zu Lösungen mit elektronischer Kompensation eine höhere Messgüte
Passende E-Procurement Lösungen
Alle Teile des Erfolgs
Wenn die Reinigung mit den Aufgaben
wächst
Die Ober flächenqualität ist bei Vogt Stanzteile ein zentraler Bestandteil des Leistungsversprechens Der 1986 gegründete Spezialist für Stanz- und Umformtechnik fer tigt täglich Stanz-, Tiefzieh- und Stanzbiegeteile für Kunden aus Automobilindustrie, Elektrotechnik, Medizintechnik und Maschinenbau
Unter dem Leitmotiv „made in Schwarz wald“ versteht sich das Unternehmen als Ser vicepar tner, der seine Kunden von der Werkzeugplanung über das Prototyping bis hin zur Serienfer tigung begleitet Voraussetzung dafür sind Bauteile mit reproduzierbarer Ober flächengüte,
Der Kontakt z wischen Vogt und Vapic entstand im Jahr 2016 und z war im Rahmen eines umfangreichen Automobilprojekts Für Aluminiumstanzteile, die in EFahrzeugen eingesetzt werden, musste eine zuverlässige Reinigungslösung gefunden werden – und das schnell
Einstieg über die Lohnreinigung
Hintergrund: Nach dem Stanzen sollten die Teile mit QR-Codes etikettier t und verpackt werden, was eine vollständig trockene Ober fläche ohne filmische oder ckstände er forder te ur fte die Ober-
Damit nach dem Stanzen die Teile mit QR-Codes versehen und verpackt werden können müssen die filmisch-partikulären Bearbeitungsrückstände des Stanzvorgangs vollständig entfernt und die Oberflächen absolut trocken aus dem Reinigungsprozess entlassen werden Der Vergleich zwischen vorher und nachher zeigt die Qualität der Reinigung
flächenenergie des Aluminiums die Haftung des Etikettenklebers nicht beeinträchtigen, gleichzeitig sollten Ver färbungen vermieden werden
Aufgrund dieser Anforderungen fiel die Entscheidung auf ein lösemittelbasier tes Reinigungsverfahren mit Perchlorethylen Ausschlaggebend waren unter anderem die gute Kriechwirkung des Mediums sowie stabile Reinigungsergebnisse über längere Zeiträume „Auch die Reinigungsergebnisse fallen über längere Zeit stabiler aus“, erklär t Samuel Wolf, Geschäftsführer von Vapic Angesichts der Investitionskosten für eine eigene Anlage entschied sich Vogt zunächst bewusst für die Lohnreinigung „Wir mussten rasch eine hochwer tige Lösung für die Reinigungsanforderungen finden Vapic er wies sich dabei als passender Par tner“, erinner t sich Michael Gall, Geschäftsführer von Vogt Stanzteile
Stabilität im Serienbetrieb
Die Anforderungen an die Bauteilsauberkeit sind nach VDA Band 19 1 hoch Nach der zuverlässigen Oberflächenreinigung werden die Teile mit QR-Codes versehen und verpackt
dem eine eigene Anlage wir tschaftliche Vor teile verspricht „Wir wachsen mit den Anforderungen unserer Kunden und streben auch bei hohen Stückzahlen gleichbleibende Qualität an Durch den Ausbau unserer Reinigungskapazitäten möchten wir langfristig ein breiteres Produktpor tfolio ermöglichen“, so Michael Gall
Energieeffizienz im Fokus
einen vollautomatischen Betrieb über bis zu z wei Stunden und reduzier t Stillstandzeiten Ein wesentlicher Bestandteil der Anlage ist das herstellerspezifische Energiespar ver fahren, das Destille, Brüdenverdampfer, Vakuum und Verdichtung kombinier t Die im Prozess entstehende Energie wird systemintern genutzt, unter anderem zur Beheizung der Tanks Dadurch sinkt der Gesamtenergieverbrauch deutlich
Lohnreinigung bleibt Ergänzung
Zum Einsatz kommen soll ein Einkammersystem mit Frontlader und Vakuumdestille Die vakuumfeste Arbeitskammer ist mit z wei Tanks mit jeweils 4 400 Litern Fassungsvermögen verbunden, die Vor- und Feinstreinigung übernehmen
SAUBERE PROZESSE
Für eine sichere und saubere Prozesskette. Die neue Baureihe bietet Reinigungslösungen für die anspruchsvollen Anforderungen der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. .ruwac.de/food-pharma www.ruwac.de/food-pharma
aufenden Betrieb bestätigte die Entscheidung, wie Mar tin elich, Leiter Qualitätssichebei Vogt, erklär t: „Die Kombination aus Anlagentechnik, regionaler Nähe und langjährigem Know-how von Vapic sowie eine par tnerschaftliche Arbeitsweise, führ ten zu konstant zuverlässigen Reinigungsergebnissen, die den hohen Anforderungen entsprachen “ Die Lohnreinigung ermöglichte es Vogt, steigende Abrufzahlen zuverlässig zu bedienen, ohne die internen Prozesse frühzeitig zu belasten Gleichzeitig sammelte das Unternehmen wer tvolle Erfahrungen im Umgang mit lösemittelbasier ter Reinigungstechnologie
Eigene Anlage für mehr Autonomie
Nach acht Jahren plant Vogt Stanzteile nun den nächsten Schritt Mit dem Bau einer neuen Werkshalle am Standor t SeewaldBesenfeld soll im Frühjahr 2026 eine eigene Perchlorethylen-Reinigungsanlage von Vapic installier t werden Die Anlage ist als maßgeschneider te Lösung konzipier t und orientier t sich technisch an der bisherigen Lohnreinigungsanlage Mit der Investition übernimmt Vogt auch die bewähr te Reinigungschemie des Par tners Hintergrund ist das weiterwachsende Auftragsvolumen, bei
Bei einer Chargengröße von 1,2 x 0,8 x 1 Metern ist ein Takt von rund 15 Minuten im Einschichtbetrieb vorgesehen Der Reinigungsprozess selbst umfasst Vor vakuum, Vorreinigung, Feinstreinigung, aktive Heißdampfentfettung und abschließende Vakuumtrocknung
Das Be - und Entladen er folgt über ein vollautomatisches Shuttlefahrzeug Die Aufgabe des Bedienpersonals beschränkt sich auf das Bereitstellen der Gitterboxen sowie die Auswahl des Reinigungsprogramms Ein von Vapic geplantes Lagersystem mit acht Stellplätzen ermöglicht
Aufgrund der energieeffizienten Auslegung wurde für das Projekt eine Förderung beantragt „Auch hier wurden wir von Vapic kompetent begleitet“, betont Michael Gall
Trotz der geplanten Eigenanlage bleibt die Lohnreinigung ein fester Bestandteil der Strategie Bei Auftragsspitzen oder Lieferengpässen soll weiterhin auf die externen Kapazitäten von Vapic zurückgegriffen werden Ziel ist es, Flexibilität, Qualität und Lieferzuverlässigkeit langfristig in Einklang zu bringen „Auf diese Weise können wir weiterhin flexibel auf Kundenanfragen reagieren Die Kooperation mit Vapic bleibt dabei eng veranker t und wird gezielt weiterentwickelt“, erklär t Michael Gall w w w.vapic.de
l a s - Co p co - Ko m p re s s o re n ko n n t e n d i e e t w a 1 0 0 M e t e r l a n g e n B o h r u n g e n t ro t z ex t re m e r B o d e n -
ve r h ä l t n i s s e re a l i s i e r t we rd e n . U
„Technisch haben wir die beiden Baustellen in Kroatien beherrscht, aber an die Anblicke eines Braunbären neben der einen und eines Wolfs in der Nähe der z weiten Baustelle mussten wir uns erst mal gewöhnen“, erinner t sich Mark Petzold Er ist Polier im Unternehmen seines Vaters, der Rohrleitungsbau Andreas Petzold e K mit Sitz im sächsischen Elstra, nordöstlich von Dresden Auf den beiden Baustellen, die Petzold im vergangenen Winter geleitet hat, mussten seine Teams unter schwierigen Bodenverhältnissen Bohrungen für Gasleitungen setzen – unterirdisch unter Autobahnkreuzungen „Die erste Bohrung bei Lučice war gut 107 Meter lang und hatte einen Durchmesser von einem Meter“, verdeutlicht Petzold und ergänzt: „Ursprünglich hatte dor t eine einheimische Firma mit einer Maschine eine Bohrung für ein DN-1200-Stahlrohr begonnen “
Die sei mit ihrer amerikanischen Schneckenbohrmaschine aber stecken geblieben: „Der Bohrkopf hat sich verhakt und ist dann abgerissen“, weiß der Polier Er erklär t weiter: „Denn der klüftige Untergrund wechselte ständig z wischen Fels, Lehm, Geröll und aufgeschüttetem Boden “ Sehr anspruchsvolle Voraussetzungen, die auf der Welt nur an wenigen Or ten vorkommen und nur mit wenigen Bohrern sicher zu bewältigen sind
Im Team der Kroaten, das für die Baustelle verantwor tlich war, erinner ten sich nach dem Malheur
Das Hammerbohrgerät HZR 1200 ist nach Aussage des finnischen Herstellers Geonex das derzeit größte und stärkste seiner Art Die Druckluft aus den Kompressoren im Hintergrund treibt den Schlagkolben des Imlochhammers im Inneren des Hammerbohrgeräts an, wodurch der Bohrkopf der Maschine auf die Bohrlochsohle schlägt Durch die Schläge tritt am Kopf Luft aus, die zugleich die Sohle reinigt und das gelöste Bohrgut über den Ringraum der Maschine nach hinten und zurüc k an die Erdoberfläche spült
einige ältere Mitarbeiter an ein
Projekt, das vor fast 20 Jahren er folgreich von dem deutschen Unternehmen durchgeführ t wurde
„Die fragten dann wieder bei uns an – und wir konnten helfen“, freut sich Mark Petzold Denn in Elstra ver fügt man über einen großen Maschinenpark, mit dem Petzold nach eigenen Angaben so breit aufgestellt sei wie kaum ein anderes Unternehmen: „Damit können wir kurzfristig reagieren und flexibel alle möglichen Herausforderungen bewältigen “
Zumal man einige Monate zuvor ein Spezialgerät genau für solche Zwecke angeschafft hatte: einen Geonex HZR 1200 Das ist laut dem finnischen Hersteller Geonex das derzeit größte und stärkste Hammerbohrgerät auf dem Markt „Diese Maschine war der Garant dafür, dass die Bohrung klappen würde“, betont Petzold Mit dem Gerät wurde in die von dem ersten Unternehmen vorgebohr te und anschließend mit Holz ausgekleidete Röhre auf einer Länge von 30 Metern eingefahren, dann wurde die fehlende Strecke ausgebohr t Dass die z weite Röhre mit 1 016 Millimetern Durchmesser etwas kleiner war als die erste, war kein Problem, denn das Rohr der später eingeführ ten Gasleitung maß ohnehin nur 813 Millimeter So groß und stark die Maschine ist, so leistungsfähig musste auch die Antriebstechnik sein Die umfasste auf den Baustellen in Kroatien jeweils eine Hydraulikstation als Bestandteil der Geonex-Ausrüstung sowie vier beziehungsweise fünf Hochleistungs-Kompressoren von Atlas Copco, die über Schläuche mit
der Hydraulikstation verbunden wurden
Aufgabe dieses „Power Packs“ war es vor allem, das Hammerbohrgerät und die Bohrschnecken hydraulisch mit Kraft zu versorgen, damit sich die Schnecke in der Maschine und die Bohrkrone vorne im Fels drehen können Zudem bündelt die Hydraulikstation die Druckluft der angeschlossenen Drill-Air-Aggregate und leitet sie durch die Hohlbohrschnecken im Bohrschaft bis zum sogenannten Imlochhammer Die Luft treibt dessen Schlagkolben an, der wiederum den Bohrkopf des gesamten Hammerbohrgeräts auf die Bohrlochsohle schlagen lässt Durch die Schläge tritt am Kopf Luft aus, die zugleich die Sohle reinigt und das gelöste Bohrgut über den Ringraum der Maschine nach hinten und zurück an die Erdober fläche spült
„Wir gingen davon aus, dass wir für die erste Baustelle pro Minute etwa 100 Kubikmeter Luft bei 25 bar benötigen würden“, erinner t sich Petzold Für einen derar t hohen Luftbedar f musste er mehrere Kompressoren kombinieren: „Wir selbst besitzen z wei große V39, mit denen wir zusammen auf etwa 80 Kubikmeter pro Minute kommen “
Die beiden Atlas-Copco-Kompressoren seien seines Wissens die größten, die in ganz Ostdeutschland ver fügbar seien, hebt er stolz her vor Mit seinem 478-kW-Motor kann ein V39 beispielsweise bis zu 44 Kubikmeter Druckluft pro Minute bei einem Druck von 16 bis 25 bar liefern; bei den in Kroatien er forderlichen 25 bar erzeugt er rund 39 Kubikmeter pro Minute
Das Unsichtbare wird sichtbar
Intelligente Prozessdatenerfassung
der zweiten Baustelle in Kroatien im Januar 2025 in Bosiljevo war der Fels noch härter als bei der ersten Damit wurde für das Hammerbohrgerät auch mehr Druckluft benötigt – hier bereitgestellt von fünf Atlas-Copco-Drill-Air-Kompressoren Die lieferten zusammen etwa 150 Kubikmeter Druckluft pro Minute Mark Petzold blickt zufrieden auf das für ihn besondere Projekt zurück: „Druckluft, Hydraulik und Bohrtechnik liefen einwandfrei, das Zusammenspiel aller Systeme hat auf beide n Baustellen super funktioniert “ Bilder: Petzold
Um auf der sicheren Seite zu sein, musste Petzold z wei weitere Aggregate des Typs V21 mit Förder volumina von jeweils rund 20 m3/min anmieten „So kamen wir zunächst auf einen addier ten Volumenstrom von rund 120 Kubikmetern pro Minute“, verdeutlicht Petzold Als Par tner für die Mietaggregate wandte er sich an den Kleinstück Vermietungs- und Reparaturser vice mit Sitz im benachbar ten Steina „Dor t hatten wir in der Vergangenheit schon mehrmals Maschinen angemietet“, sagt der Unternehmer Kleinstück habe Petzold auch die beiden großen Kompressoren verkauft Firmenchef Guido Kleinstück erläuter t: „Wir sind als Händler und Vermieter auf Atlas-CopcoMaschinen spezialisier t und haben allein fünf große Kom-
Die Tage im Winter waren kurz Zur Ausleuchtung der Baustelle wurde daher ein AtlasCopco-Lichtmast des Typs Highlite B5+ verwendet Im Vordergrund die gelben Drill-AirKompressoren, die mit Dieselmotoren der Abgasstufe V arbeiten
pressoren im Bestand “ Für die beiden Projekte in Kroatien habe man selbst noch eine weitere Maschine dazumieten müssen Denn solche Großbaustellen seien schon selten, „wenn nicht einzigar tig“ Mark Petzold ergänzt: „Bei der z weiten Baustelle, im Januar in Bosiljevo, mussten wir uns durch noch här teren Fels arbeiten “ Här terer Fels bedeute aber auch größeren Druckluftbedar f „Daher haben wir einen weiteren V21 gemietet In Summe kamen wir mit den fünf Maschinen dann auf etwa 150 Kubikmeter Druckluft pro Minute “ Alle genannten Drill-Air-Kompressoren von Atlas Copco arbeiten übrigens mit Dieselmotoren der Abgasstufe V und können zum Beispiel im Spezialtiefbau, für Pipeline -Ser vices, Wasserbrunnen- und geothermische Bohrungen eingesetzt werden Abgasstufe V bedeutet: Der Ausstoß von schädlichem Stickoxid und Feinstaub liegt nahe null „Außerdem ver fügen unsere V39 über eine Fernbedienung, was enorm zur Senkung des Kraftstoffverbrauches beiträgt – insbesondere zum Beispiel bei Koppelzeiten des Bohrgestänges“, betont Petzold Autor: Thomas Preuß, Journalist in Königswinter w w w atlascopco de
• Intelligente Sensoren ermöglichen eine multiple Datenerfassung unter Berücksichtigung aller relevanten Messwerte
• Prozessdatenerfassung für Echtzeitmonitoring, Überwachung und Kennzahlenbildung
• Hochwertige Sensortechnik mit einfacher Installation ins Druckluftsystem
ins
• Smarte Vernetzung durch Anbindung an Druckluftmanagement-System SIGMA AIR MANAGER 4.0
Bei
Viele klassische Steuerungssysteme für die Erzeugung und Aufbereitung von Druckluft arbeiten statisch und reagieren nicht dynamisch auf veränderte Produktionsbedingungen Da-
durch können bis zu 50 Prozent der erzeugten Druckluft verloren gehen, sei es durch ineffiziente Nutzung, künstlichen Bedarf oder unerkannte Druckverluste und Leckagen Für Betreiber bedeutet
Prozent ...
dies hohe Kosten und unnötige Belastung der Anlagen Ecoplant von Compair hingegen verfolgt einen anderen Ansatz: Statt starrer Regelungen nutzt das System eine KI-basierte dynamische Steuerung Dabei werden laut Entwickler wichtige Kennzahlen kontinuierlich überwacht, die Kompressor-Setpoints angepasst und die jeweils optimale Betriebsweise ausgewählt
vorausschauende Wartung inklusive
Ein zentraler Vor teil von Ecoplant liegt gemäß Anbieter in der Fähigkeit, Leckagen schnell zu identifizieren und zu isolieren. Zudem ermöglichen Zustandsanalysen die frühzeitige Erkennung potenzieller Probleme, sodass kostspielige Ausfallzeiten vermieden werden
Die Erzeugung von Druckluft ist energieintensiv und viele herkömmliche Steuerungen passen sich nicht in Echtzeit an schwankenden Bedarf an Mit dem Kompressor-Managementsystem Ecoplant sei dies laut Hersteller anders: Sofortige Wartungswarnungen und eine intuitive EinKlick-Überwachung verkürzen Reaktionszeiten und reduzieren ungeplante Stillstände Gleichzeitig werde die Effizienz der Produktion nachhaltig gesteigert Bild: Compair
innerhalb von wenigen Sekunden durchführen, Ineffizienzen werden dadurch schnell sichtbar und entsprechende Maßnahmen können frühzeitig eingeleitet werden Andrea Milia, Business Development Manager bei Compair, kommentiert die Produkteinführung: „Mehr als 70 Prozent aller Produktionsanlagen nutzen Druckluftsysteme, die typischerweise zwischen 10 und 30 Prozent der jährlichen Stromkosten eines Standorts ausmachen Mit seiner dynamischen, durch maschinelles Lernen gesteuerten Steuerung bietet Ecoplant einen neuen Ansatz, mit dem Betreiber ihr Druckluftsystem aus der Ferne überwachen und verwalten können – zur Senkung von Wartungskosten und zur Vermeidung von Anlagenstillständen “ w w w ecoplant com/calculator Energieeinsparungen von bis zu 30
Die cloudbasier te Managementlösung kombinier t vorausschauende Wartung, bereitgestellt durch Algorithmen, mit proaktiven SAAS-Analysen und Steuerungen Bediener können so die
Kompressoren weltweit aus der Ferne über wachen Ecoplant bietet individuelle Dashboards und Berichte, die eine detaillierte Analyse des gesamten Druckluftsystems ermöglichen Betreiber können dadurch fundierte Entscheidungen treffen und das System an standortspezifische Anforderungen anpassen, etwa zur Kontrolle von Energieverbrauch oder Betriebsweise einzelner Kompressoren, wie der Hersteller betont Unbegrenzte historische Daten sorgen dabei für eine fundierte Datenbasis Dies wiederum erleichtert beispielsweise die Identifikation von Phasen geringer Nachfrage oder Inaktivität, sowohl für das Gesamtsystem als auch für einzelne Anlagen Die notwendigen Zeitvergleiche lassen sich
E r we i t e r u n g f ü r h ö h e r e Vo l u m e n s t r ö m e
Ae r ze n b a u t S c h ra u b e nve rd i c hte r - B a u re i h e i m o b e re n B e re i c h a u s M it dem neuen S chraubenverdichter VM 200 reagier t Aer zen auf den steigenden B edar f an leistungsfähigen, energieeffizienten Systemen für Anwendungen im Niederdruck bereich Das Aggregat ergänzt die Delta S crew-Baureihe um eine weitere Baugröße und deckt Volumenströme von 3 500 bis 12 200 Kubik meter in der Stunde ab L aut Hersteller bietet das kompakte Mode ll neben einer hohen Leistung auch flexible Konfigurationsmöglichkeiten und eine gute Energieb i l a n z
Mit der Einführung des VM 200 wächst die Delta Screw-Baureihe auf insgesamt zwölf Baugrößen
Der neue Verdichter ist auf Volumenströme zwischen 3 500 und 12 200 Kubikmeter in der Stunde sowie Differenzdrücke bis 3,5 bar ausgelegt und deckt damit gezielt Anforderungen im oberen Leistungssegment ab Besonders in seiner Volumenstromklasse punktet das neue Modell laut Hersteller unter anderem durch die kompakte Bauweise Verantwortlich dafür ist mitunter die horizontale Anordnung des Druckschalldämpfers, die eine platzsparende Installation ermöglicht
Die Konstruktion ist vollständig ölund PFAS-frei gemäß ISO 8573-1, Klasse 0 – ein wichtiges Merkmal für Betreiber, die höchste Reinheitsanforderungen an ihre Prozesse stellen Zusätzlich verzichtet Aerzen auf eine Beschichtung der Rotoren, was die Prozesssicherheit erhöht und potenzielle Kontaminationsrisiken reduziert
Der VM 200 zeichnet sich nach Entwicklerangaben aber auch durch seine Energiebilanz aus: Das Zusammenspiel aus effizienter Ver-
dichtung, ressourcenschonender Technologie und wartungsfreundlicher Konstruktion sorge für niedrige Betriebskosten über den gesamten Lebenszyklus Nach Angaben von Aerzen ist „die Investition bei einer angenommenen Betriebszeit von zehn Jahren nahezu amortisiert“ Laut Entwickler unterstützt die integrier te AERtronic-Steuerung
Anwender bei der sicheren und wir tschaftlichen Betriebsführung Über das Bedienpanel lassen sich Ansaug-, End- und Öldruck sowie
Temperatur wer te über wachen und steuern
Unterschiedliche Konfigurationsmöglichkeiten und ein breites Zubehörprogramm erlauben zudem hohe Flexibilität für unterschiedlichste Anwendungen Ein weiterer Pluspunkt ist nach Herstellerangaben die Ser vicefreundlichkeit Die Lager-Schmierölstandzeit von 16 000 Betriebsstunden entspricht den Wartungsinter vallen, wodurch sich Stillstandzeiten minimieren lassen. w w w.aerzen.com
S
Fion übernimmt die Projektabwicklung von der Standort- und Potenzialanalyse über die Auswahl der Batteriespeicher bis hin zur Integration in die Infrastruktur Bild: KI-generiert
Den Verbrauch von Preisen abkoppeln
Das Start-up Fion Energy setzt auf KI-gesteuerte Batteriespeicher, um Energieverbräuche in Industrieunternehmen wirtschaftlich zu optimieren Eine firmeneigene Dispatch-Engine steuert hierfür Ladeund Entladevorgänge automatisiert auf Basis von Lastprofilen Tarifen und Marktpreisen Ziel ist es, Lastspitzen zu reduzieren, Preisschwankungen auszugleichen und Stromkosten nachhaltig zu senken –ohne zusätzliches Energiemanagementsystem im Betrieb Das System lädt hierfür bei niedrigen Preisen und speist Energie bei hohen Preisen wieder ins Unternehmen ein Dadurch wird der Energiebezug gezielt von kurzfristigen Marktpreisschwankungen entkoppelt Neben der Reduzierung von Lastspitzen und damit verbundenen Netzentgelten ermöglicht die Steuerung auch die gezielte Nutzung von Preisunterschieden im Sinne einer Arbitrage Über die reine Kostenoptimierung hinaus tragen die Batteriespeicher auch zur Stabilisierung der Energieversorgung bei
So können beispielsweise kurzzeitige Netzstörungen überbrückt werden, wodurch Produktionsprozesse weniger anfällig für externe Einflüsse sind Mit Fion wird Energie planbar und profitabel –unsere KI macht Batteriespeicher zum echten Wettbewerbsvorteil , bringt es Philipp Hamm, Mitgründer und Geschäftsführer von Fion Energy, auf den Punkt www fion-energy com
M o d e r n i s i e r u n g w i r k t s c h n e l l
Steigende Energiepreise, CO 2-Kosten und wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen erhöhen den Druck auf industrielle Produktionsbetriebe. Viele Entscheider fragen sich daher, ob sich Modernisierungen an bestehenden Antriebssystemen wirk lich lohnen. Die Antwor t fällt eindeutig aus: Bereits k leine Maßnahmen können deutliche wir tschaf tliche Effekte erzielen.
Unitechnik beweist nach eigenen Angaben seit vielen Jahren, dass Effizienzsteigerung nicht z wangsläufig große Investitionen erforder t Oft reicht der Austausch einzelner Elektromotoren durch effiziente IE4- oder IE5-Modelle sowie der Einsatz moderner Frequenzumrichter, um Energieverbrauch und Betriebskosten messbar zu senken Wie groß das energetische Einsparpotenzial durch Antriebsmodernisierung tatsächlich ist, verdeutlicht auch eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie (IC T ) und des europäischen Maschinenbauverbands CEMEP „In vielen Bestandsanlagen schlummer t ein enormes Potenzial“, erklär t Karsten Boldt, Geschäftsführer der Unitechnik Automatisierungs GmbH.
„Die Umrüstung einzelner Antriebe reicht häufig aus, um Einsparungen von 10 bis 30 Prozent mit überschaubarem Investitionsaufwand zu erzielen“, ergänzt er Trotz nachweisbarer Einsparpotenziale herrscht häufig Unsicherheit über Amortisationszeiten und Investitionsrisiken Hier setzt Unitechnik an: Mit belastbaren Analysen wird bereits vor Projektstar t sichtbar, welche Antriebe wir tschaftlich besonders interessant sind Das schafft Transparenz und Entscheidungssicherheit für die Geschäftsführung Die Er fahrung zeigt, dass sich die meisten Modernisierungen innerhalb weniger Jahre refinanzieren Förderprogramme unterstützen zusätzlich, sodass Investitionen weiter reduzier t werden können.
Ein Beispiel für ein oft unterschätztes Einsparpotenzial ist die Rückspeisung von Bremsenergie Bei vielen Anwendungen, vor allem in der Metallurgie, fällt regelmäßig überschüssige Energie an Moderne rückspeisefähige Frequenzumrichter führen diese Energie zurück ins Netz oder in Speicher, anstatt sie in Wärme umzuwandeln „Die Rückspeisung wird im industriellen Alltag noch unterschätzt“, so Boldt „Dabei ist sie ein direkter Hebel, um laufende Kosten signifikant zu senken “ Neben der Senkung der Stromkosten sparen Unternehmen nach einer Umrüstung auch durch bessere Regelbarkeit und geringeren War tungsbedar f Weiter auf Seite 26
Bei Retrofit-Projekten legt Unitechnik den Fokus auf den Austausch und die Installation moderner, energieeffizienter Antriebstechnik Bild: KI-generiert
N a c h h a l t i g ke i t i s t n u r e i
auf dem Weg zum Ziel – über regeneratives Wir tschaften in der Prozessindustrie
I m m e r m e h r M e n s c h e n u n d U n t e r
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Wir sind Teil komplexer Ökosysteme, deren Balance durch menschliches Handeln in der Vergangenheit oft negativ beeinflusst wurde Gleichzeitig zeigt die Natur mit ihrer Anpassungsfähigkeit und Resilienz, wie wertvoll ihre Prinzipien für ein regeneratives Wirtschaften sein können
Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob sich Ökosysteme anpassen, sondern ob wir als Menschheit aktiv genug handeln, um weiterhin Teil dieser Systeme zu bleiben
Regeneration ist eine Gestaltungsaufgabe, die Innovationskraft, Zusammenarbeit und neue Denkweisen erfordert Genau darüber haben Experten aus Industrie, Wissenschaft und Fachpresse in
einem World-Café-Workshop im Rahmen der Bürkert Fachpressetage diskutiert und erste Lösungsansätze entwickelt
Regeneratives Wirtschaften meint weit mehr als Zero Impact Es bedeutet, der Natur mehr zurückzugeben, als der Mensch ihr entnimmt Dazu ist ein ganzheitliches, zyklisches Denken notwendig, welches das eigene Handeln immer im Gesamtkontext (auch innerhalb verschiedener Ökosysteme) betrachtet Ganzheitliche Verantwortungsübernahme ist ebenfalls entscheidend, um Regeneration möglich zu machen Nachhaltigkeit ist dabei eine entscheidende Etappe auf dem Weg zum Ziel, aber hier dürfen Unternehmen nicht stehen
Interdisziplinäres Team mit konkreten Schritten
Das Unternehmen Bürkert Fluid Control Systems hat regenerative Wirtschaft als seine Vision benannt, an der sich alles unternehmerische Handeln orientiert Ein internationales, interdisziplinäres Team verbindet lokales Engagement mit globaler Strategie durch ein agiles Nachhaltigkeitsprogramm
Entstanden sind dadurch bislang zum Beispiel Biodiversitätsprojekte am Standort Triembach in Frankreich In UK wurde die Weiternutzung von Verpackungsmaterialien systematisch vorangetrieben Der Standort Indien hat die Gemeinschaftsmobilität elektrifiziert. Zudem wurden im Rahmen einer Potenzialanalyse systematisch Investitionsbedarfe für Dekarbonisierungsprojekte an den verschiedenen Standorten identifiziert, welche eine maximale Emissionsreduktion bewirken Dieser doppelte Hebel – Investitionen in Technik und Veränderungen im Verhalten – macht deutlich: Dekarbonisierung ist eine Gemeinschaftsleistung, die nur durch das Zusammenspiel aller Beteiligten gelingen kann.
Andrea Häußermann, Program Manager Sustainability bei Bürkert, erklärt: „Nachhaltigkeit ist aber weit mehr als PCF oder CCF (Corporate Carbon Footprint) Sie
umfasst Ökonomie, Soziales sowie Ökologie und zwar nicht als drei nebeneinanderstehende Säulen, sondern ineinandergreifend Denn Wirtschaft ist ohne Gesellschaft nicht möglich und Gesellschaft kann nur in einer gesunden Ökologie gut stattfinden Daraus entsteht Verantwortung “
Dr Judith Richter, Program Manager Sustainability bei Bürkert, ergänzt: „Natürlich müssen wir bei all dem die Kosten im Blick haben und die Maßnahmen auch dahingehend in Bezug auf Effizienz priorisieren Außerdem ist zu bedenken, nicht alle Maßnahmen rechnen sich kurzfristig. Wir haben zum Beispiel einen Gesamtplan entwickelt, der jährlich für 3 500 Euro pro Tonne dauerhaft dekarbonisiert “ Sie führt weiter aus: „Das zahlt sich vermutlich erst langfristig, dann aber auf den verschiedenen Ebenen aus Denn schon heute beobachten wir zum Beispiel, dass wir mit unseren Ansätzen zum regenerativen Wirtschaften das Interesse verschiedener Kunden wecken. Diese sehen auch, dass wir mit den Lösungen noch nicht fertig sind, schätzen aber, dass wir uns gemeinsam in die gleiche Richtung auf den Weg machen wollen “
bleiben Die aktuellen Entwicklungen zeigen dabei, dass zunehmend Pragmatismus das nachhaltige Verhalten von Menschen wie Unternehmen vorantreibt Hier können Success Storys über regenerative Ansätze weit mehr bewirken als der moralisch erhobene Zeigefinger Information und Weiterbildung auf Basis von Erfolgsgeschichten können den Nutzen von regenerativem Wirtschaften erlebbar machen und zum positiven Handeln motivieren Dafür ist eine authentische Kommunikation entscheidend Unternehmen dürfen regeneratives Wirtschaften nicht zur Imagepflege missbrauchen
Regeneratives Wirtschaften
Gerade im Bereich der (Prozess)Industrie fehlt es oft noch an Vorbildern für regeneratives Wirtschaften Es existieren allerdings zahlreiche Initiativen, die als Ausgangs- und Inspirationspunkt dienen können Auch die Fluidikexperten von Bürkert sind hier aktiv und haben regeneratives Wirtschaften als ihren Nordstern definiert Dabei ist dem Unternehmen klar, dass der Übergang von Nachhaltigkeit zu Regeneration kein Zustand, sondern ein Entwicklungsprozess ist Entscheidend ist die Richtung und dass Unternehmen beginnen, regenerativ zu denken und zu handeln Eine wichtige Aufgabe kommt dabei beispielsweise dem Service zu. Über Beziehungspflege entsteht Verantwortung, die weit über den Produktlebenszyklus hinausgeht und kontinuierliche Wertschöpfung generiert, statt einmaliger Transaktionen Service hilft dabei, den Lebenszyklus von Produkten zu verlängern und ist somit ein zentraler Hebel für regeneratives Wirtschaften Daneben investieren die Fluidikexperten aber zum Beispiel auch in Biodiversitätsprojekte und suchen mit einem globalen interdisziplinären Mitarbeiterteam konsequent nach neuen Lösungsansätzen
Rahmenbedingungen schaffen
In der aktuellen wirtschaftlichen und (geo-)politischen Lage wird allerdings deutlich, dass Industrie und Wirtschaft allein den regenerativen Wandel nicht stemmen können Zwar ist es zum Beispiel denkbar, dass Unternehmen durch primär disruptive Einflüsse wie beispielsweise Protektionismus (siehe Seltene Erden) mittelfristig neue Handlungsmuster in
der Wirtschaft anstoßen, die langfristig positive Veränderungen bringen Generell braucht es jedoch klare politische Vorgaben und Anreizsysteme, die Unternehmen die notwendigen Rahmenbedingungen für Investitionssicherheiten bieten Zudem sollte die Wissenschaft eine Führungsposition übernehmen und faktenbasierte Aufklärung betreiben, die ebenso dringend notwendig wie langwierig ist Auch könnten die richtigen Verbände mit pro-regenerativer Lobbyarbeit Veränderungen weiter vorantreiben Diese Gedanken zeigen: Am Ende wird nur das Zusammenspiel verschiedener Akteure langfristigen Erfolg bringen Georg Stawowy, CEO bei Bürkert Fluid Control Systems, resümiert: „Auch die Gesellschaft bräuchte einen Konsens auf einen Nordstern für regeneratives Handeln, der Legislaturperioden überdauert, nicht nur regional oder national, sondern am besten international “
Kernthesen
Die Kernthesen aus dem WorldCafé-Workshop: Regeneration als neues Leitprinzip: Die Wir tschaft muss über reine Nachhaltigkeit hinausgehen: Regeneration bedeutet, der Natur mehr zurückzugeben, als wir ihr entnehmen
For tsetzung von Seite 25 Moderne Antriebstechnik reduziert Ausfallzeiten und steigert langfristig die Anlagenverfügbarkeit Gerade in kontinuierlich laufenden Prozessen ist das für viele Betriebe ein ebenso entscheidender Faktor wie die Energieeinsparung selbst Unitechnik begleitet nach eigenen Angaben seine Kunden über den gesamten Prozess – von der Analyse über die Planung bis zur Inbetriebnahme Besonders wichtig ist dabei die systemweite
Ganzheitliches Denken für echte Transformation: Systemisches und zyklisches Denken sind unverzichtbar, um ökologische und soziale Aspekte in wirtschaftliche Entscheidungen zu integrieren Servicemodelle als Schlüssel zur Ressourcenschonung: Dienstleistungsorientierte Ansätze verlängern Produktlebenszyklen, reduzieren den Ressourcenverbrauch und schaffen Vertrauen Kooperation als strategischer Vorteil: Lokale Netzwerke und Partnerschaften teilen Ressourcen, vereinfachen Prozesse und stärken die regionale Wirtschaft
Politik und Wissenschaft als Wegbereiter: Klare politische Anreize und eine faktenbasierte Führungsrolle der Wissenschaft sind entscheidend, um den Wandel hin zu einer regenerativen Wirtschaft zu beschleunigen Starke Netzwerke für systemische Veränderung: Kompetenzübergreifende Netzwerke mit klaren Entscheidungsstrukturen sind notwendig, um Lobbyarbeit für Regeneration wirksam zu gestalten
Glaubwürdigkeit statt Greenwashing: Regeneration erfordert echte Überzeugung Kommunikation muss Haltung zeigen und Vertrauen schaffen –jenseits von reiner PR www burkert com
Optimierung: Nur wenn alle relevanten Komponenten und Abläufe ganzheitlich betrachtet werden, lassen sich Einsparpotenziale vollständig ausschöpfen „Energieeffizienz ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor“, betont Boldt „Mit einer modernen Antriebstechnik gehen Ökonomie und Ökologie Hand in Hand “ Autor: Karsten Boldt, Geschäftsführer der Unitechnik Automatisierungs GmbH w w w unitechnik com
industriesauger im Einsatz bei Kubota Brabender Technologie
Te c h n i k u m u n t e r p ra x i s n a h e n B e d i n g u n g e n . Fü r S a u b e r ke i t, A r b e i t s s i c
Seit der Übernahme von Brabender Technologie im Jahr 2022 hat Kubota sein Portfolio in der Dosiertechnik deutlich erweitert und zählt heute zu den weltweit führenden Anbietern gravimetrischer und volumetrischer Dosiergeräte sowie Austragsvorrichtungen Die Lösungen kommen unter anderem in der Pharma-, Lebensmittel-, Kunststoff- und Chemieindustrie zum Einsatz
Am Anfang jedes Projekts steht die genaue Analyse des zu dosierenden Produkts Im Labor bestimmen dazu erfahrene Mitarbeiter mit spezialisiertem Equipment unter anderem Korngrößenverteilung, Schüttdichte und Fließfähigkeit Anschließend folgen Versuche im Technikum mit den vom Kunden bereitgestellten Materialien, um die spätere Auslegung der
e r u f s b e k l
Anlage optimal abzusichern Bereits bei der Produktanalyse entsteht Staub, etwa beim Umfüllen oder Einfüllen in Messgefäße Um zu verhindern, dass Pulver und Stäube in die Umgebung gelangen, kommt im Labor ein mobiler Industriesauger von Ruwac mit Absaugarm zum Einsatz
Der Sauger erfasst den Staub direkt an den Prüfanlagen und übernimmt zusätzlich die Reinigung des Bodens, wenn Material verschüttet wird
Im Technikum sind die Anforderungen vergleichbar, allerdings wird hier mit deutlich größeren Produktmengen gearbeitet Entsprechend fällt mehr Staub an, etwa beim Umfüllen aus Kundengebinden in Vorlagebehälter der Versuchsanlagen Auch hier wird der Staub möglichst an der Ent-
stehungsstelle abgesaugt, wofür der mobile Industriesauger mit Absaugarm genutzt wird
Ein weiterer Schwerpunkt ist die gründliche Reinigung bei jedem Produktwechsel Schon geringe Verunreinigungen könnten die Fließeigenschaften beeinflussen und Messergebnisse verfälschen Deshalb werden Behälter sowie Wäge- und Dosiereinrichtungen mit einer feinen Saugdüse sorgfältig ausgesaugt Für diese Arbeiten wird der Absaugarm gegen einen Saugschlauch getauscht, während für die Bodenreinigung klassische Bodenmundstücke zum Einsatz kommen
Sowohl im Labor als auch im Technikum setzt Kubota Brabender auf kompakte Ruwac-Industriesauger vom Typ DS 1220 mit Drehstromantrieb Die Geräte sind staubexplosionsgeschützt ausgeführt
Die instandhaltung von Berufsbekleidung schont Ressourcen und spar t Kosten
E i n k a p u t t e r
e r s e t z e n . G e ra d e b e i B e r u f s b e k l e i d u n g k a n n d i e f a c h g e re c
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Le b e n s d a u e r d e u t l i c h ve r l ä n g e r n . Tex t i l e M i e t d i
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Arbeitskleidung wird im täglichen Einsatz stark beansprucht Nähte, Reißverschlüsse oder Stoffpartien verschleißen – besonders in handwerklichen oder industriellen Tätigkeiten Gleichzeitig verursacht die Herstellung neuer Textilien einen erheblichen Energieund Ressourcenaufwand Vor diesem Hintergrund gewinnt die möglichst lange Nutzung von Kleidung an Bedeutung Ein Ansatz dafür ist das Mietmodell für Berufsbekleidung, bei dem Pflege, Austausch und Reparatur Teil des Service sind Anbieter wie die DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH setzen dabei gezielt auf Instandhaltung Thomas Krause von der DBL erklärt: „Nicht nur durch
unsere sorgfältige Pflege sorgen wir für eine lange Nutzungsdauer unserer Kollektionen im Mietservice Auch durch unsere Instandhaltung, sprich fachgerechte Reparatur, sind die Kleidungsstücke lange im Einsatz “
Nachhaltigkeit zahlt sich aus
Damit Kleidung nach einer Beschädigung wieder einsatzfähig ist, kümmern sich im Mietservice ausgebildete Änderungsschneider um Reparaturen und Anpassungen Ziel ist es, Verschleißstellen schnell zu beheben und die Funktion der Kleidung vollständig
zu erhalten Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Konstruktion der Textilien Reparaturfreundliche Nähtechniken erleichtern die Instandsetzung im Alltag Krause erläutert dazu: „Die Konfektionäre, mit denen wir zusammenarbeiten, verwenden beispielsweise eine sehr reparaturfreundliche Nähtechnik Weil somit manuelle Arbeiten schnell und einfach durchgeführt werden können – auch bei eher komplizierten Angelegenheiten wie dem Reißverschluss Genau das zahlt sich in der Praxis aus Reparierte Kleidung ist damit kein Makel mehr – wenn die Reparatur gut gemacht ist und die Qualitätskontrolle greift “
und mit Filtern der Staubklasse H nach EN 60335-2-69 ausgestattet Damit lassen sich auch gesundheitsgefährdende Stäube sicher abscheiden – ein wichtiger Aspekt, da mit sehr unterschiedlichen Produkten gearbeitet wird und auch Gefahrstoffe darunter sein können Die Verantwortlichen bei Kubota Brabender zeigen sich mit den eingesetzten Saugern zufrieden. Dipl -Ing (FH) Jochen Keesen, Leiter Technikum, fasst seine Erfahrungen so zusammen: „Die Leistung der Sauger passt gut zu
unseren Einsatzprofil, der Absaugarm ist robust, sie sind einfach zu handhaben und auch sehr flexibel “ Damit übernehmen die Industriesauger eine wichtige Rolle am Ende der Prozesskette Wie die Dosieranlagen selbst handhaben sie laut Hersteller Pulver und Stäube zuverlässig – wenn auch ohne Wägen und Dosieren, dafür mit einem entscheidenden Beitrag zu Sauberkeit, Sicherheit und reproduzierbaren Versuchsergebnissen www ruwac de
Sicherheit für Helden
Arbeitssicherheits- und Schweißer-Handschuhe (EN 407/EN 399/EN 12477)
Hitzeschutz-Gamaschen und -Stulpen (EN 407/EN 388/EN ISO 11612)
Hochtemperaturfeste Mäntel, Jacken, Hosen und Schürzen (EN 388/EN ISO 11612)
Kopf-Schulter- und Nacken-Schutzhauben (EN ISO 11612)
Dass dieser Ansatz in der Praxis funktioniert, zeigt ein Blick nach Glückstadt in Schleswig-Holstein Dort konstruiert und fertigt die Otto Piening GmbH Propeller und Wellenanlagen für den Marineund Yachtbau sowie für Forschungsschiffe Geschäftsführer Mathias Pein sieht im Mietservice auch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Betrieb: „Wir arbeiten auch gerne mit der DBL zusammen, weil sie ebenfalls viel in Richtung Nachhaltigkeit unternimmt So sind beispielsweise die Wege für das regelmäßige Abholen verschmutzter Kleidungsteile und die Belieferung frischer Kleidung kurz: DBL Ahrens ist direkt bei uns um die Ecke “ Seit 2022 nutzt das Unternehmen den Service für seine 24 Mitarbeiter und setzt dabei auf gemietete Workwear und Schweißerschutzkleidung Pein ergänzt: „Außerdem ist der Mietservice an sich eine nachhaltige Lösung Die Mietkleidung ist länger im Einsatz, weil sie fachgerecht gepflegt und repariert wird “ Neben Reparaturen gehören auch Anpassungen, Austausch oder Anproben zum Leistungsumfang des Mietservices Damit soll sichergestellt werden, dass die Kleidung dauerhaft passt und im Arbeitsalltag zuverlässig funktioniert www dbl de Neben persönlicher Betreuung nutzen viele Kunden auch digitale Services
Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015
Der Industriesauger im Technikum wird auch für die Bodenreinigung genutzt Bild: Ruwac
individuelle Zugangslösung erleichter t War tung der neuen R heinbrücke Leverkusen
P y l o n e w u rd e e i n s p e z i e l l e s Zu g a n g s s ys t e m e n t w i c ke l t. Ac h t S e r v i ce - L i f t e e r m ö
Die neue Rheinbrücke Leverkusen ersetzt eine Vorgängerstruktur, die dem steigenden Verkehrsaufkommen auf der A1 nicht mehr gewachsen war Mit ihren markanten, rund 80 Meter hohen Pylonen stellt die Brücke auch besondere Anforderungen an War tung und Inspektion Für einen sicheren Zugang entwickelte Hailo Professional ein maßgeschneider tes Ser vice -Liftsystem, das direkt in die Bauwerksstruktur integrier t ist
Zum Einsatz kommen acht
Ser vice -Lifte des Typs Toplift HPL2, jeweils vier pro Pylon Die Anlagen sind für z wei Personen und Material ausgelegt und können
Lasten bis 250 Kilogramm transpor tieren Dadurch können War tungsteams Werkzeuge und Ausrüstung komfor tabel in die
Impressum
Höhe bringen und Arbeiten deutlich effizienter durchführen
Zweistufiges Liftkonzept
Die besondere Form der Pylone er forder te eine spezifische konstruktive Lösung Da sich die Bauwerke nach oben hin verjüngen, wurde ein z weistufiges Zugangssystem realisier t Pro Pylonseite über windet ein unterer Lift zunächst rund 35 Meter Auf dieser Höhe befindet sich ein Umstieg zu einem z weiten Lift, der weitere 25 Meter nach oben führ t Zusätzlich verläuft das gesamte System entlang einer dauerhaft geneigten Struktur: Die Pylone sind um 17 Grad geneigt Diese Geometrie beeinflusst sämtliche Komponenten der Anlage „Das bedeutet, dass sämtliche Führungen, Seile, Halterungen und Kabelführungen speziell angepasst und getestet werden mussten“, erläuter t Sascha Rübsamen, Leiter Konstruktion bei Hailo Professional „Auch die Leitern, an denen die Lifte geführ t werden, verlaufen schräg Das ist in dieser Form außergewöhnlich “
Neben der technischen Anpassung stand vor allem die Arbeitssicherheit im Mittelpunkt des Konzepts Die geschlossenen Kabinen ver fügen über überwachte Tür verriegelungen, kontrollier te Fahr tüber wachung sowie Notausstiegsmöglichkeiten Ergänzend wurde parallel eine Fluchtleiter mit Steigschutzsystem installier t
Sicherheit im Wartungsalltag
Die Anlagen können im Hol- und Sendebetrieb betrieben werden und lassen sich ferngesteuer t nutzen Damit können sowohl Personen als auch Material gezielt an die gewünschte Position gebracht werden
„Moderne Instandhaltung ist weit mehr als ein Mensch mit Werkzeug und Leiter“, betont Frank Frey, Geschäftsbereichsleiter Hailo Professional „Ein Ser viceLift ermöglicht es, in wenigen Minuten ausgeruht und mit Material in 80 Meter Höhe zu sein Das reduzier t Unfallrisiken erheblich und steiger t zugleich die Effizienz “
Die Rheinbrücke Leverkusen auf der A1 ist ein Schlüssel zur Entlastung des Verkehrsraums zwischen Köln und Düsseldorf
Auch die Installation der Anlagen stellte hohe Anforderungen an Planung und Logistik Eine direkte Anlieferung über die Autobahn war nicht möglich Teile der Komponenten mussten über schmale Zufahr ten transpor tier t werden, andere per Kran über einen Radweg zur Baustelle gelangen
Projekt mit Signalwirkung
Zusätzlich erschwer ten Hochwasserereignisse zeitweise die Zwischenlagerung von Bauteilen Durch eine umfangreiche Vormontage der Anlagen am Standor t Haiger konnte die eigentliche Installation vor Or t dennoch innerhalb von rund acht Wochen abgeschlossen werden In diesem Zeitraum er folgten auch die erforderlichen Abstimmungen mit
Behörden, Sachverständigen und dem TÜV
Für den Hersteller hat das Infrastrukturprojekt eine besondere Bedeutung Neben der technischen Umsetzung zeigt es, wie sich Zugangslösungen an komplexe Bauwerksstrukturen anpassen lassen
„Die Rheinbrücke Leverkusen ist für uns ein Leuchtturmprojekt“, sagt Frey „Es zeigt sehr anschaulich, was technisch möglich ist, wenn Sicherheit, Ingenieurkompetenz und Projektpar tnerschaft zusammenspielen “ Der Bau der Brücke ist noch nicht vollständig abgeschlossen Aktuell entsteht die z weite Brückenhälfte für die Gegenrichtung Auch dor t sollen Ser vice -Lifte installier t werden, die den späteren War tungsteams einen sicheren Zugang zu den Pylonbauwerken ermöglichen w w w hailo de/de/professional
45,00 Euro inkl 7 Prozent MwSt Europa 54,00 Euro, Übersee 65,00 Euro (Luftpost auf Anfrage)
Probe-Abo: abo@b-und- de Studenten erhalten einen Rabatt von 50 Prozent bei Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung
Abonnements für die Zeitung BETRIEBSTECHNIK & INSTANDHALTUNG werden für ein Jahr abgeschlossen und sind m t einer Fr st von 6 Wochen vor Ab auf des Bezugs ahres schrift ich kündbar Eine Abonnement-Bestellung kann nnerhalb einer Frist von 14 Tagen w derrufen werden
Gültig st
Für die Wartung der rund 80 Meter hohen Pylone der Rheinbrücke Leverkusen wurden acht individuell angepasste Service-Lifte installiert Die Anlagen transportieren zwei Personen und Mat erial mit bis zu 250 Kilogramm Traglast Parallel zum Lift verläuft eine Fluc schutzsystem und sorgt für zusätzliche Sicherheit Bilder: Hailo Professional
m e c h a n i s c h s e l b s t re i n i g e n d e Fi l t e r s ys t e m e u m l a s e r p e r fo r i e r t e Fi l t e re l e m e n t e. D i e s e s i n d i n s -
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„Die Laserper foration ist für Anwender ein technologischer Sprung nach vorn“, ist sich Ulrich Latz, Global Product Manager Industrial Filtration in der Filtration Division von Eaton, sicher Er betont: „Mit der neuen Fer tigungstechnik können wir Filterelemente zur Ver fügung stellen, die im Vergleich zu konventionellen Kantenspaltprofilen oder Elementen aus gesinter tem Feingewebe eine deutlich höhere Effizienz und eine gleichmäßigere Abscheidung erzielen und gleichzeitig hohe Robustheit und lange Standzeit bieten “
Die neuen Filterelemente sind mit den EatonFilterbaureihen DCF-, MCF- und MCS-kompatibel Dadurch können sie auch in bereits installierten Anlagen eingesetzt werden
Hier für bestehen die neuen Filterelemente vollständig aus Edelstahl 316 und werden mit einem Laser mit exakt definier ten runden Öffnungen versehen Diese Fer tigungsmethode ermöglicht kleine Lochdurchmesser bei gleichzeitig hoher Materialstärke – eine Kombination, die mit herkömmlichen Herstellungsverfahren nur eingeschränkt realisierbar war Durch die gleichförmigen Durchtrittsöffnungen entsteht eine gleichmäßige Strömung und damit eine präzise Filtration Die Elemente sind mit Filter feinheiten von 100 bis 380 µm ver fügbar Die laserper forier ten Filterelemente sind für den Einsatz in den mechanisch selbstreinigenden Filtersystemen von Eaton konzipier t In diesen Anlagen übernimmt ein federbelasteter Reinigungsschaber die kontinuierliche Säuberung des Filterelements „Während die Flüssigkeit das Filterelement von innen nach außen durchströmt, lagern sich Feststoffe an der Innenfläche ab“, erklär t Produktmanager Latz
„Der Reinigungsschaber entfernt diese Ablagerungen mechanisch und bewegt sie zum Boden des Filters, wo sie gesammelt und über eine Ablassarmatur kurzzeitig ausgeschleust werden “ Dabei läuft der Filtrationsprozess ohne Unterbrechung weiter So lassen sich War tungsaufwand und Stillstandzeiten der Anlage reduzieren Aufgrund ihrer chemischen Beständigkeit und mechanischen Stabilität eignen sich die Filterelemente für zahlreiche industrielle Flüssigkeiten Besonders relevant sind Anwendungen, bei denen weiche oder faserige Par tikel auftreten Typische Einsatzbereiche sind unter anderem die Herstellung von Flüssigklebstoffen und Harzen, die Produktion von Farben, Lacken und Beschichtungen sowie Anwendungen in der Papierund Zellstoffindustrie oder in der Wasser- und Abwasseraufbereitung Weitere Varianten der laserper forier ten Filterelemente befinden sich nach Angaben des Herstellers bereits in Vorbereitung w w w.eaton.de/filtration
Innovative Kar tuschen im Technischen Handel
Jährlich werden allein in Deutschland 60 bis 70 Millionen Kar tuschen verkauft Aufgrund von Rückständen werden gebrauchte Kar tuschen in Deutschland derzeit thermisch ver wer tet, also verbrannt. Insgesamt entstehen in der EU jährlich rund 45.000 Tonnen Kar tuschenabfall
Der V TH-Qualitätspar tner Weicon begegnet dieser Herausforderung mit einer innovativen Kar tusche:
100 % Pappkörper, vollständig recyclingfähig
Wieder ver wendbarer Pappkörper – nur der Innenbeutel wird ersetzt
Kappe und Dosierspitze aus recyceltem Kunststoff
Rund 80 % weniger Kunststoffanteil
Bis zu 12 Monate längere Haltbarkeit – je nach Produkt
In vielen industriellen Anlagen müssen mehrere Signalleitungen
Online Konfiguratoren, 3D-Modelle, einen eShop mit über 50.000 Standardteilen und die Fähigkeit, sie zuverlässig in kürzester Zeit und hoher Qualität zu fertigen und auszuliefern. Das macht uns zum idealen Partner für alle, die sichere Verbindungen benötigen. Fordern Sie uns!
oder Sensorkabel in kompakte Gehäuse oder Schaltschränke eingeführt werden Herkömmliche Lösungen erfordern dafür häufig mehrere Kabelverschraubungen, was zusätzlichen Platzbedarf und Montageaufwand bedeutet.
Mit der EMV-Kabelverschraubung Progress Easyconnect Multi bietet Agro eine Lösung, die mehrere geschirmte Kabel über eine einzige Durchführung führt Das System ist darauf ausgelegt, Leitungen mit unterschiedlichen Querschnitten aufzunehmen und gleichzeitig eine sichere Schirmanbindung zu gewährleisten
Die Konstruktion ermöglicht laut Hersteller eine einfache Installation Während der Montage bleiben die Kabel beweglich Sie können gedreht oder verschoben werden und lassen sich bei Bedarf wieder demontieren Dadurch lassen sich Leitungen im Schaltschrank oder im Gehäuse einfacher ausrichten w w w kaiser- elektro de
Im Technischen Handel ist diese neue Generation von Klebstoffkar tuschen erhältlich Das neue V TH-Video demonstrier t die Vorteile des Produkts und zeigt, dass der Technische Handel stets auf der Suche ist nach verbesser ten Möglichkeiten für seine Kundschaft In Kooperation mit den Herstellern entstehen passgenaue Lösungen für zahlreiche Anwendungsbereiche
Die neue „Green Tube“ von Weicon bietet Vor teile für Umwelt, Industrie und Handwerk:
Reduktion fossiler Rohstoffe
Niedrigere CO₂-Emissionen
Einfache Entsorgung über den Papierkreislauf
Weniger Abfall auf Baustellen und in Werkstätten
Wieder ver wendbares System bei gleichbleibender Handhabung Verbesser te Nachhaltigkeitsbilanz
Die hier vorgestellte Kar tusche verbindet Nachhaltigkeit mit hoher Funktionalität und zeigt, wie Hersteller und Technischer Handel gemeinsam aktiv zur Abfallreduktion beitragen können. Die Neuentwicklung senkt den Einsatz fossiler Rohstoffe, verringer t CO₂-Emissionen und erleichter t die Entsorgung über den Papierkreislauf Für die Nutzung in Industrie und Handwerk bietet das System praktische Vor teile: Der stabile Pappkörper kann wieder verwendet werden, da nur der Innenbeutel getauscht wird Das spar t Material, reduzier t Abfall in Werkstätten und auf Baustellen und verbesser t die Nachhaltigkeitsbilanz ohne Einbußen bei Handhabung und Dosierbarkeit
Die neuen Kar tuschen mit Pappkörper sind mit den Dosierpistolen aus dem Technischen Handel kompatibel Je nach Einsatzz weck und Klebstoffar t bietet der Fachhandel ein umfangreiches Sor timent an Applikationsmöglichkeiten
Passgenaue Austraggeräte und Verarbeitungszubehör für Kleb- und Dichtstoffe sind in einer großen Vielfalt von Mischern, Düsen und Kar tuschenpressen erhältlich
Weitere Infos: w w w vth-verband de/plastikmuell-reduzieren/
Bild: Eaton Mehrere Kabel, eine EMV-Verschraubung
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Über die anspruchsvolle Theorie und Praxis in der Schraubtechnik
Je anspruchsvoller die Verschraubung und ihre Aufgabe, „desto wichtiger wird der Zweik lang aus Wissen und Er fahrung des zuständigen Monteurs“, ist Holger Junkers, S chraubfachingenieur (DSV ), über zeugt. Der langjährige Referent bei der Ak ademie der S chraubverbindung ver weist auf die B edeutung der drei Kompetenzstufen „Kennen“, „Können“ und „B eherrsche n“, wenn es um die Einordnung, aber auch Ent wick lung von Monteuren und Technikern geht. Für ihn steht fest: „Entscheidend ist jeweils die Summe aus Er fahrung und Fachwissen nach dem S t a n d d e r Te c h n i k . “
Als unterste der drei Kompetenzstufen steht „Kennen“ für die Basis Der Fokus liegt stark auf dem theoretischen Unterbau, der es einem Techniker erlaubt, wiederkehrende, bekannte oder ihm delegier te Verschraubungsaufgaben nach bestem Wissen und Gewissen auszuführen Damit einher geht ein eher eingeschränkter Verantwor tungsbereich Ziel innerhalb dieser Stufe sollte es für einen Monteur oder Techniker sein, Anwendungserfahrungen zu sammeln, um entweder den Status zu erhalten oder einen Schritt weiterzugehen Denn genau das umschreibt die nächsthöhere Kompetenzstufe „Können“
Sie vereint theoretisches Fachwissen, das durch Anwendungser fahrungen gestützt und verinnerlicht worden ist Die Folge: Neue und unbekannte Aufgaben rund ums Verschrauben können aufgrund eigener Er fahrungswer te und Wissen adäquat bewältigt werden Das Ziel innerhalb dieser Kompetenzstufe sollte darin liegen, sowohl praktische Er fahrungen als auch Fachwissen zu sammeln, um sich zu spezialisieren
Die Kombination aus intensiver sowie langjähriger Er fahrung und einem aktuellen Wissensstand, der ständig erneuer t wird, bildet die höchste Kompetenzstufe „Beherrschen“ Sie erlaubt es, bei herausfordernden oder fehlerhaften Verschraubungen mit einer eigenen Lösungskompetenz zu positiven Ergebnissen zu gelangen Dementsprechend hoch ist auch der Verantwor tungsbereich: Denn eigenes Handeln zieht automatisch Verantwor tung für dieses Vorgehen nach sich Wenn es in dieser Kompetenzstufe ein Ziel gibt, dann geht es darum, dieses hohe Maß an Fähigkeiten aufrechtzuerhalten und/oder neue Aufgabenfelder anzugehen
steine Diese beziehen sich ausschließlich auf fachspezifische Themen innerhalb der Schraubtechnik und nehmen die drei Kompetenzstufen „Kennen“, „Können“ und „Beherrschen“ auf Unabhängig davon, sollten alle mit Schraubtechnik befassten Personen die VDI/VDE-Richtline MT 2637 kennen und wissen, dass sie für Verschraubungsarbeiten definier te Voraussetzungen er füllen müssen
Schulungen zur VDI/VDE-MT 2637 und den Q-Bausteinen sollten möglichst bedar fsorientier t durch Trainer und Referenten er folgen, die sowohl über theoretisches Wissen als auch praktische Er fahrungen ver fügen Kompetente Lernanbieter wie die nach ISO 29993 zer tifizier te Akademie der Schraubverbindung (AdSV ) setzen auf kompetente Referenten und bieten passgenaue Seminare und Weiterbildungsmöglichkeiten, mit denen sich die Kompetenzstufen halten und erklimmen lassen
Eigene Grenzen erkennen
Jeder der 52 Qualitätsbausteine steht für sich und einen definier ten Arbeits- oder Verantwor tungsbereich Zwar bauen sie logisch gesehen aufeinander auf, aber das heißt nicht, dass man den Q32 erst angehen dar f, nachdem alle Bausteine von eins bis 31 absolvier t wurden Welchen Q-Baustein man benötigt, hängt von der Aufgabe und dessen Verantwor tlichkeit ab Hier spielen die Kompetenzstufen eine Rolle: Muss der Techniker nur Schrauben anziehen und bei einem Fehler seinen Vorgesetzten hinzuziehen? Oder dar f
er eigenverantwor tlich nach einer Lösung suchen?
KI-generiert
Allein zu wissen, wie man innerhalb seines Verantwor tungsbereich agieren dar f, ist eine wichtige Erkenntnis und im Sinne der Haftung ein wesentlicher Faktor Aus Sicht eines Trainers ist das einer der wichtigsten Inhalte, die zu vermitteln sind: Kompetenz beginnt da, wo ein Monteur seine Grenzen kennt und dementsprechend verantwor tungsbewusst handelt.
Bei Schulungen, die auf die Kompetenzstufe „Kennen“ ausgerichtet sind, liegt der Schwerpunkt eher auf der Wissensvermittlung Es geht stärker um Fachwissen und Hintergründe
um notwendige Optimierungen oder Korrekturen umzusetzen Dafür braucht es Wissen, Er fahrung und Verantwor tungsbewusstsein
Die Investition in Wissen und Er fahrung sowie das Sichtbarmachen von Kompetenzzuwachs lohnt sich nicht nur im Bereich der Schraubtechnik Es betrifft alle Branchen
Bestandteil und Leitlinie jeder sachgerechten Weiterbildung im Bereich der Schraubtechnik ist die VDI/VDE-Richtline MT 2637 Sie befasst sich mit den notwendigen Qualifikationen für alle mit der Schraubtechnik befassten Personen Dabei beschränkt sich ihre Zuständigkeit nicht allein auf Mitarbeitende in Konstruktion und Montage, sondern bildet erforderliche Kompetenzen für Führungskräfte, Projektleiter oder den Einkauf ab
Aus ihr resultieren 52 Qualifizierungsbausteine oder auch Q-Bau-
Geht es ums „Können“, steigt der Praxisanteil sehr stark an Es geht darum, ein Gefühl für Werkzeuge und Material zu entwickeln, um praktische Arbeitssicherheit und die korrekte Ausführung einer Verschraubung Hier werden Fragen beantwor tet wie nach der Nutzung des Werkzeugs: „Wie halte ich es richtig, wie bediene ich es?“
Noch intensiver wird das Ganze, wenn es ums „Beherrschen“ geht Gefragt sind Verständnis von Physik, von Prozessen und Erfahrungen, um Verantwor tung übernehmen zu können Ein gutes Beispiel dafür ist der Q50 (Analyse des Verschraubungsprozesses), bei dem Schraubverbindungen untersucht werden,
Die Anforderungen vonseiten der Industrie wachsen: Es geht um Prozessqualität und -sicherung, um N a c h h a l t i g k e i t s v o rgaben und Umweltauflagen Der Nachweis von Kompetenz, er worben bei zertifizier ten Lerndienstleistern, wird dementsprechend bedeutender
Außerdem gilt auch für sämtliche technischen Entwicklungen: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit, weil sein Wissen und seine Erfahrung nicht mehr relevant sind
Autor: Holger Junkers, Diplom-ingenieur (FH) und S c h r a u b f a c h i n g e n ieur (DSv ) www akademie-sv de
Steig-
Zugang! Sicheres Arbeiten!
Bild:
Die IFAT in München demonstrier t vom 4 bis 7 Mai 2026, wie Wasser wir tschaft, Kreislaufwir tschaft und digitale Technologien zu widerstandsfähigen Infrastrukturen verbunden werden können Und das ist auch nötig, denn knappe Ressourcen, geopolitische Spannungen und fragile Lieferketten erhöhen den Handlungsdruck auf Betreiber kritischer Anlagen Geschlossene Stoffkreisläufe gelten dabei als strategischer Hebel, um Abhängigkeiten zu reduzieren und Wer tschöpfung zu sichern Zugleich wird deutlich, dass nachhaltige Transformation nur im Zusammenspiel mehrerer Disziplinen gelingt – von effizientem Wasser- und Abwasser-
management bis hin zu digital unterstützten Betriebsprozessen Diese Verzahnung spiegelt sich im Programm der Messe wider Auf der Blue Stage stehen Wasserressourcen, Wieder verwendung und Kanalinstandhaltung im Fokus Die Orange Stage beleuchtet Kreislaufwir tschaft, Stoffstrommanagement sowie Technik für Kommunalund Abfallwir tschaft
Die Green Stage bietet Ausstellern Raum, konkrete Lösungen im direkten Austausch vorzustellen Ergänzt wird das Angebot durch thematische Touren, Live -Demonstrationen und eine Star tup-Area mit neuen Kooperationsmodellen https://ifat de/de/
Wenn die Hannover Messe vom 20 bis 24 April 2026 ihre Tore öffnet, rückt die industrielle Transformation erneut in den Mittelpunkt Mehr als 3 000 Unternehmen zeigen dor t Lösungen für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Produktion Thematisch spannt sie den Bogen von Automatisierung und Digitalisierung über Energie - und Industrieinfrastruktur bis hin zu Forschung und Technologietransfer Par tnerland ist in diesem Jahr Brasilien Die offizielle Eröffnung am 19 April er folgt durch Präsident Luiz Inácio Lula da Silva gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz Vor dem Hintergrund eines Handelsabkommens z wischen dem Mercosur und der Europäischen Union erhält die Messe damit auch eine handelspolitische Dimension Inhaltlich zieht sich das Thema künstliche Intelligenz durch sämtliche Ausstellungsbereiche Für Betreiber komplexer Anlagen bedeutet das vor allem neue Möglichkeiten bei Zustandsüberwachung, Prozessoptimierung und Ressourcensteuerung Besonders deutlich wird dies im Zusammenspiel mit digitalen Zwillingen Datengetriebene Modelle, Simulation und vir tuelle Inbetriebnahme erlauben es, An-
THINK TECH FORWARD
Globaler Treffpunkt für industrielle Transformation, wo Innovation und Verantwortung zusammenkommen, um die Zukunft der Produktion zu gestalten. www.hannovermesse.de/hm26
lagen und Roboter schneller zu projektieren oder umzurüsten, ohne die laufende Produktion zu unterbrechen Damit rückt die Software ins Zentrum industrieller Innovationsz yklen Wie sich dieser Wandel konkret auswirkt, zeigt der Application Park Dor t stehen KI-basier te Wahrnehmungssysteme, autonome mobile Manipulatoren und humanoide Roboter im Fokus Ihr Mehr wer t liegt weniger in Maximalwer ten bei Geschwindigkeit oder Traglast, sondern in ihrer Fähigkeit, bestehende Werk-
zeuge und Arbeitsplätze zu nutzen
Gleichzeitig bleiben spezialisier te Industrieroboter in klassischen Hochleistungsanwendungen –etwa in der Automobil- oder Elektronikfer tigung – weiterhin führend Die Entwicklung verläuft daher nicht substitutiv, sondern ergänzend
Mit der Defense Production Area in Halle 26 etablier t die Messe zudem eine neue Plattform für moderne Fer tigungstechnologien im Ver teidigungsumfeld www.hannovermesse.de
Bild: Messe München
Flexible Robotik nutzt bestehende Arbeitsplätze und Werkzeuge Bild: Deutsche Messe AG