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Woche 30_31/Rundschau Süd/23. Juli

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AZ 5200 Brugg • Nr. 30/31 – 23. Juli 2026

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Das Amtsblatt der Gemeinden Birmenstorf und Gebenstorf Die Regionalzeitung für Baden, Ennetbaden, Fislisbach, Killwangen, Neuenhof, Spreitenbach, Wettingen und Würenlos (Ausgabe Süd)

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DIESE WOCHE BEHARREN Nach Auswertung des Mitwirkungsverfahrens will der Kanton an seinen Verkehrsplänen für Baden festhalten. Seite 3

Glasfaser?

BEDEUTUNG Die in Baden losgetretene Debatte über Sinn und Unsinn von Ortsbürgergemeinden erreicht den Kanton. Seite 5

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BUNDESFEIERN Die 1.-August-Feiern in den Gemeinden bieten auch dieses Jahr wieder Musik, Lecke­ reien und feierliche Worte. Seite 11

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MITTEILUNGEN AUS DEN GEMEINDEN Seite 12

ZITAT DER WOCHE

SEIT 1969

«Die ‹Rundschau› und der ‹General-Anzeiger› sind in der Region sehr beliebt.» Verleger Peter Wanner äussert sich im

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Roland Spörri begann erst im Alter von 73 Jahren mit Karate. Bei der Schule Euro Tang Soo Do Baden arbeitet er eisern an seiner Technik und ist mit seiner Disziplin Vorbild auch für deutlich jüngere Sportlerinnen und Sportler. Trotz seiner frü­ heren Abneigung gegen Sport erkannte der ehemalige Polizist, Badens schönster Laden fürs Schreiben und Schenken.

Interview zum Kauf dieser Zeitung. Seite 5

dass regelmässiges Training seine Beweglichkeit, sein Selbst­ vertrauen und sein allgemeines Wohlbefinden verbessert. Und er ist schon weit gekommen: Erst im Juni bestand er die Prü­ fung zum orangen Gürtel. Seine Geschichte zeigt, dass sport­ liche Entwicklung keine Frage des Alters ist. Seite 9 BILD: ZVG

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WETTINGEN: Mit Bagger und Maurerkelle in die Zukunft

In einer Klasse für sich

Bauboom entlang der Gleise

Wettingen erlebt derzeit eine umfassende Siedlungsentwicklung. Mehrere grosse Wohn_2403_Inserat_Hoechli_54x62mm_250129.indd ENTDECKE1 10.02.25 09:33 JETZT UNSERE bauprojekte sollen Platz für neue Einwohnende schaffen. JUBI-DEALS 129832 RSK

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Im Wettinger Quartier Klosterfeld ersetzt die Genossenschaft Lägern Wohnen gegenwärtig die Wohnsiedlung Klosterbrühl durch sechs Mehrfamilienhäuser. Bis Ende 2028 entstehen dort 222 Wohnungen. Parallel dazu wird das Bahnhofquartier zu einem neuen Wohn- und Dienstleistungsstandort entwickelt. Die SBB realisieren mit dem Projekt «Gleislaube» Wohnraum, Gewerbeflächen sowie Gastronomie- und Dienstleistungs­ angebote. Auf dem angrenzenden ehemaligen Industrieareal werden mit dem Projekt «Dynamo» sieben Wohnhäuser gebaut. Und weitere Entwicklungsschritte sind in Planung. Seite 7

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Die Europäische Union plant mit der neuen Fahrzeugklasse M1E eine eigene Kategorie für kleine batterieelektrische Personenwagen. Die Schweiz will die neue Regelung übernehmen. Vorbild dafür sind die japanischen Kleinstwagen, sogenannte KeiCars. Die neue Fahrzeugklasse soll den Herstellern durch vereinfachte Vorschriften und längere Planungs­ sicherheit die Entwicklung günstiger Elektrokleinwagen erleichtern. Dadurch sollen sowohl die europäische Automobilindustrie gestärkt als auch erschwinglichere Elektroautos für die Bevölkerung geschaffen werden. Die geplante Regelung wird jedoch unterschiedlich bewertet. Kritikerinnen und Kritiker bemängeln, dass bestimmte Produktions- und Herkunftsvorgaben den Wettbewerb einschränken und die Fahrzeugpreise erhöhen könnten. Genauso werden die vielen Ausnahmen bei neuen Sicherheitsvorschriften moniert. Seite 13

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Rundschau Süd • Nr. 30/31 23. Juli 2026

REGION

Feuerwerk neu geregelt

Peter Finc und Astrid Schär

BILD: ZVG

BADEN

Spielfreudiges Duo Wenn Astrid Schär und Peter Finc die Bühne betreten, entsteht Magie. Schärs kraftvolle, warme Stimme vereint sich mit Fincs ausdrucksstarkem Gesang und seinem Gitarrenspiel zu einem Sound, der wie eine ganze Band klingt. Mit einer Mischung aus Pop, Blues und Classic Rock erschaffen sie ein intensives Liveerlebnis voller Leichtigkeit, Tiefe und Spielfreude. Am 30. Juli ist das Duo im Rahmen der Konzertreihe After Work in Baden zu Gast.

Im Vertragsgebiet der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal wurde der ­Umgang mit knallendem Feuerwerk Anfang des Jahres neu geregelt. Die neue Regelung betrifft die Gemeinden Bergdietikon, Spreitenbach, Killwangen, Neuenhof, Würenlos und Wettingen. Das Polizeireglement erlaubt das Abbrennen von knallendem Feuerwerk am 1. August zwischen 13 Uhr und Mitternacht. Wer ausserhalb dieser Zeit Feuerwerk abbrennen will, muss das vom jeweils zuständigen ­Gemeinderat bewilligen lassen. Ohne Erlaubnis kann das Abbrennen von knallendem Feuerwerk mit einer Busse geahndet werden. Die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal wird am 1. August mit Patrouillen im Einsatz stehen. Da es weiterhin trocken ist, ist es ausserdem möglich, dass der Kanton für den 1. August ein generelles Feuerwerkverbot erlässt. RS

KIRCHENZETTEL

Haltestellen­ anzeigen Die Regionalen Verkehrsbetriebe ­Baden-Wettingen (RVBW) erneuern in den nächsten Monaten ihr Leitsystem. Das hat mitunter Einfluss auf alle ­bestehenden Haltestellenanzeigen in Neuenhof, die nicht mehr den technischen Anforderungen entsprechen und ersetzt werden. Gemäss Mitteilung der RVBW verzichten diese auf einen Ersatz der elektronischen Haltestellenanzeigen und überlassen es der Gemeinde, einen Ersatz zu eigenen Lasten zu finanzieren. Deshalb hat der Gemeinderat Neuenhof die Kosten einer Beibehaltung ermittelt. Die Abklärungen hätten ergeben, dass die Beibehaltung der Anzeige­ tafeln allein Hardwarekosten von über 100 000 Franken verursachen würde, wie der Gemeinderat mitteilt. Die elektronischen Haltestellenanzeigen sollen deswegen nicht beibehalten werden. RS

LESERBRIEFE Die Redaktion freut sich über ­Zuschriften. Je kürzer sie sind, desto eher werden sie veröffentlicht. Leserbriefe müssen – von gut ­begründeten Ausnahmen ab­ gesehen – mit vollständigem Vornamen, Namen und Wohnort des ­Verfassers versehen sein. Die Redaktion

Donnerstag, 30. Juli, 18 Uhr Henry’s, Schlossbergplatz 4, Baden

AMTLICHES

NEUENHOF

Freitag, 24. Juli, bis Donnerstag, 30. Juli 2026 BADEN/EHRENDINGEN/SIGGENTHAL

Spannende Liveshow mit Smokin’ Deep Blues

BILD: ZVG

BADEN

Smokin’ Deep Blues

BIRMENSTORF/GEBENSTORF/TURGI

Im Rahmen der Konzertreihe After Work zeigt Martin Baschung in Baden, wie abwechslungsreich und spannend Blues sein kann. Die Essenz des Blues spürt man an seinen Liveshows: Sie sind voller Intensität, zeugen von Spielfreude und der ­ t iefen Verbundenheit zur Musik. Die Band interpretiert Eigenkompositionen und Covers, ohne die traditionellen Wurzeln zu leugnen. Martin Baschung ist mit Leib und Seele Bluesmusiker und seit bald 20 Jahren mit seiner Band Big B Tonic im In- und Ausland unterwegs. Donnerstag, 13. August, 18 Uhr Henry’s, Schlossbergplatz 4, Baden

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ARBEITSMARKT

Baugesuche

Reformierte Kirche Baden plus www.ref-baden.ch Freitag: 16.15 Gottesdienst mit Kristin Lamprecht, Musik: Verena Friedrich, Altersund Pflegezentrum Gässliacker, Nussbaumen. Sonntag: 10.15 Sommergottesdienst: ein neuer Bund, mit Lorenzo Scornaienchi, Musik: Thomas Jäggi, reformierte Kirche Untersiggenthal.

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KIRCHENZETTEL Freitag, 31. Juli, bis Donnerstag, 6. August 2026 BADEN/EHRENDINGEN/SIGGENTHAL Reformierte Kirche Baden plus www.ref-baden.ch Sonntag: 10.15 Sommergottesdienst «Ein neuer Mensch!» mit Kornelia Dängeli, Musik: Thomas Jäggi, reformierte Kirche Nussbaumen. Dienstag: 15.30 Abendmahlsgottesdienst mit Birgit Wintzer, Musik: Thomas Jäggi, Seniorenzentrum Sunnhalde, Untersiggenthal. Mittwoch: 10.15 Gottesdienst mit Birgit Wintzer, Musik: Thomas Jäggi, Alterszentrum Kehl, Baden. Donnerstag: 10.45 Gottesdienst mit Birgit Wintzer, Musik: Thomas Jäggi, Alterszentrum Breitwies, Ehrendingen.

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BIRMENSTORF/GEBENSTORF/TURGI Reformierte Kirchgemeinde www.refkirche-bgt.ch Samstag: 17.00 Ökum. Gottesdienst auf dem Schulareal Gebenstorf zum 1. August, Stella Warda, Pfrn. Brigitte Oegerli und Willy Deck, Musik: Jodelklub Horn, anschliessend Festbetrieb.

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Rundschau Süd • Nr. 30/31 23. Juli 2026

REGION: Gesamtverkehrskonzept (GVK) Raum Baden und Umgebung

Regierungsrat hält an ZEL-Vorhaben fest Trotz einer Petition der Sig­ genthaler Gemeinden soll die Umfahrung «ZEL lang +» nur als Zwischenergebnis in den Richtplan. Das Gesamtverkehrskonzept (GVK) Raum Baden und Umgebung umfasst etwa 200 aufeinander abgestimmte Mobilitätsmassnahmen für alle ­Verkehrsmittel – motorisierter Indivi­ dualverkehr (MIV), öffentlicher Ver­ kehr (ÖV) sowie Fuss- und Velover­ kehr. Das mit einem Umsetzungshori­ zont bis 2040 und verschiedenen Richtplananpassungen für Massnah­ men mit längerem Zeithorizont. Nach der Auswertung der öffentlichen An­ hörung, die bis Ende März dauerte, hat der Aargauer Regierungsrat nun die Botschaft zuhanden des Grossen Rats verabschiedet. Aufgrund der An­ hörungseingaben und nach einer ein­ gehenden Interessenabwägung hat der Regierungsrat keine relevanten Anpassungen gegenüber der Anhö­ rungsvorlage vorgenommen. Das GVK sowie die beantragten Richtplananpassungen werden durch den Beschluss des Grossen Rats für die Behörden verbindlich. Dieser Be­ schluss wird per Ende des Jahres 2026 angestrebt. Unmittelbar danach sol­ len Kanton, Region und Gemeinden die Umsetzung an die Hand nehmen.

Zentrumsentlastung

An der öffentlichen Anhörung gingen 179 Eingaben ein. Für die Auswertung wurde die parallel zur Anhörung durchgeführte Petition «Reduktion des Verkehrs durch das Siggenthal» berücksichtigt. In der von rund 1000 Personen unterzeichneten Petition der Interessengemeinschaft für siedlungs­ verträgliche Mobilität (IG OSN) wird gefordert, dass die Umfahrungen von Ober- und Untersiggenthal als «ZEL

orte mit dem MIV weiterhin sicher­ gestellt werden. Der Regierungsrat ist der Auffas­ sung, dass mit dem GVK-Massnahmen­ fächer 2040 ein ausgewogenes, mach­ bares Mobilitätsangebot in fünf Hand­ lungsfeldern skizziert wurde, das sich eignet, um die angestrebten Verkehrsund Mobilitätsziele «in möglichst ho­ hem Masse» zu erreichen. Im Rahmen der ersten Umsetzungsetappe sollen dabei unter anderem mehrere Mass­ nahmen für den MIV umgesetzt wer­ den, vor allem das erweiterte Ver­ kehrsmanagement sowie Optimierun­ gen der Knoten Brückenkopf Ost und an der Bruggerstrasse in Baden.

Herausfordernde Umsetzung

Die Siggenthaler Gemeinden sollen die gewünschte Zentrumsentlastung vorerst nicht erhalten lang +» zusammen im Richtplan fest­ gesetzt werden und dass die Planung der beiden Umfahrungen ausgelöst werden soll, sobald die Belastung der Landstrasse im Siggen­thal den Wert von 25 000 Fahrzeugen pro Tag über­ schreitet. Der Regierungsrat will aber am bisherigen Vorschlag festhalten, wie er in einer Mitteilung schreibt: Demnach soll die Umfahrungsva­ riante «ZEL lang» bereits heute im Richtplan festgesetzt werden, damit die langfristige Option raumplane­ risch gesichert bleibt und bei einem ausgewiesenen Bedarf sowie auf der Basis von bestimmten Entscheidungs­ kriterien weiterverfolgt werden kann. Nach dem Beschluss durch den Gros­ sen Rat sind erste Vertiefungen zu Thermalwasser und Grundwasser so­ wie zur weiteren Konkretisierung der Linienführung vorgesehen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Grund­ lagen für eine mögliche spätere Pro­ jektierung rechtzeitig vorliegen. Die

Anerkannter Handlungsbedarf

Insgesamt würden die Rückmeldun­ gen eine breite Anerkennung des ver­ kehrlichen Handlungsbedarfs und eine mehrheitliche Unterstützung des verkehrsmittelübergreifenden Ansat­ zes des GVK zeigen, wie es in der Mit­ teilung weiter heisst. Auch der vorge­ schlagene Massnahmenfächer werde mehrheitlich begrüsst. Unterschiedlich beurteilt worden seien insbesondere die Gewichtung der Verkehrsträger, der Umfang von Strassenmassnahmen sowie die Frage,

wie stark der ÖV und der Fuss- und Veloverkehr zur Entlastung des Stras­ sennetzes beitragen sollten. Weitere häufige Rückmeldungen betrafen die Verkehrsgrundlagen und Verlage­ rungsziele, den Nutzen des GVK für den MIV, den Wirtschafts- und Güter­ verkehr, die mittel- bis langfristige Lösung am Brückenkopf Ost in Baden sowie die zweckmässige Umsetzung. In der Anhörung wurde unter ande­ rem moniert, das GVK bringe zu we­ nige Verbesserungen für die Wirt­ schaft und den Strassenverkehr. Der Regierungsrat ist ebenfalls der An­ sicht, dass die Erreichbarkeit für den MIV sowie den Wirtschafts-, Ge­ werbe- und Güterverkehr für den Raum Baden und die Umgebung von zentraler Bedeutung ist. Das GVK hat zudem die «stabile Erreichbarkeit für den Autoverkehr» als Ziel. Reisezei­ ten mit dem Auto sollen planbarer werden. Überdies soll die Erreichbar­ keit der Gewerbe- und Industriestand­

Inserat

FRISCHE KOCH-IDEE VON IHREM VOLG

BADEN: 19. Badener Orgelsommer

I G LI M M AT M O B I L ■ Unverständnis für Schienenlösung Die Interessengemeinschaft (IG) Lim­ matmobil als überparteiliche, regional verankerte Organisation setzt sich für eine funktionierende, ganzheitliche Verkehrslösung in der Region Baden ein. Das vorliegende Gesamtverkehrs­ konzept überzeugt die IG nicht. Ins­ besondere die Weiterverfolgung der Limmattalbahn-Verlängerung ist aus unserer Sicht falsch, auch wenn ihre Realisierung aufgeschoben wurde. Ohne ein Pro­blem zu lösen, würde sie den übrigen öffentlichen Verkehr und den motorisierten Individualverkehr im Kernbereich – Brückenkopf Ost, Schulhausplatz und Schlossbergtunnel – behindern und für ihren Bau und Be­ trieb massive Mittel binden. Dass nun noch eine Tramverbindung vom Bahn­ hof Baden via Schulhausplatz auf das Nationalbahntrassee nach Aussage des Leiters der Abteilung Verkehr, Carlo Degelo, «genau geprüft werden muss» («Aargauer Zeitung» vom 14. Juli), ist an Absurdität nur schwer zu überbie­ ten. Jede Schienenführung über den Schulhausplatz hat unweigerlich einen Verkehrskollaps zur Folge. Schienen­ verkehr hat grosse Stärken, und die Region Baden hat das Glück, seit über 150 Jahren über Bahntrassees in ver­ schiedene Richtungen zu verfügen. Mit gezieltem Schliessen von Netz­lücken, wie mit dem schon vor über 20 Jahren angedachten Sonnmatt-/BurghaldeTunnel, könnte in Baden ein zentraler Knotenpunkt entstehen und das Um­ steigen wirklich attraktiv gemacht werden. Die Verkehrssituation würde effizient und deutlich zugunsten des öf­ fentlichen Verkehrs verbessert. Dass für eine volle Wirkung auch Massnah­ men wie der Ausbau weiterer Bahnhöfe zu Verkehrsdrehscheiben gehören, ist selbstverständlich. ZVG

Umfahrung Untersiggenthal soll da­ gegen vorerst auf der Stufe Zwischen­ ergebnis im Richtplan bleiben. Ein Be­ darf für eine solche Umfahrung würde erst durch die «ZEL lang» ausgelöst werden, weshalb der Regierungsrat eine gemeinsame Festsetzung der Um­ fahrung U ­ ntersiggenthal als «ZEL lang +» zum jetzigen Zeitpunkt als nicht notwendig beurteilt.

BILD: SIM

In der Anhörung sei ausserdem darauf hingewiesen worden, dass die Umset­ zung der Massnahmen erhebliche fi­ nanzielle und personelle Ressourcen benötige, weshalb es eine zweckmäs­ sige Umsetzungsorganisation und eine realistische Priorisierung brauche. Für eine erfolgreiche Umsetzung des GVK bedarf es aus Sicht des Regie­ rungsrats daneben einer engeren Ko­ ordination als bei einem einzelnen Grossprojekt. Er plant eine eigenstän­ dige Umsetzungsorganisation, die ak­ tuell von Kanton und Gemeinden in der Behördendelegation des GVK gemein­ sam definiert wird. Eine erste Sitzung der Umsetzungsorganisation ist Ende des Jahres vorgesehen. Für die Priori­ sierung der Massnahmen seien zudem die Schnittstellen zu den benachbar­ ten GVK-Räumen Brugg Windisch und Zurzibiet zu beachten. SIM

Besuch aus Brugg und Schaffhausen Im vierten und fünften Kon­ zert des Badener Orgelsom­ mers nehmen Luigi Collarile und Andreas Jud das Thema Fantasieren auf. Claudia Masika

BILD: ZVG

BADEN

Afro-Fusion Über die stimmgewaltige Sängerin Claudia Masika sagte bereits ihre Grossmutter mit viel Stolz: «Endlich haben wir eine weitere Musikerin in der Familie.» Von ihr lernte Claudia in Kenia die Magie der traditionellen ­Gesänge in der Sprache der Luo. Mit ihren afrikanischen Wurzeln hat sie zusammen mit ihren Mitmusikern ihre eigene Version der Afro-Fusion kreiert, die weit über die Afro-Fan­gemeinde hi­ naus Anklang findet. Seit rund 15 Jah­ ren lebt die Künstlerin in der Schweiz. Sie etablierte sich als Musikerin, als Malerin, als Inhaberin eines eigenen Modelabels sowie als Gründerin und Präsidentin eines Hilfswerks für junge Frauen in Kenia. Mit einer multinatio­ nalen Band im R ­ ücken und dem Album «Rafiki» im Gepäck zaubert sie dem Publikum ein Lächeln ins Gesicht und Rhythmus in die Beine. Donnerstag, 6. August, 18 Uhr Au Premier, Grand Casino, Baden

Im vierten Konzert des 19. Badener Orgelsommers ist der Brugger Orga­ nist und Kirchenmusiker Luigi Colla­ rile zu Gast. Collarile widmet sich dem Thema Fantasieren auf der Or­ gel. Er spielt eine Toccata des süd­ deutschen Komponisten Johann Jacob

Froberger, der den italienischen ­sowie den französischen Orgelstil kannte. Froberger war bekannt als reisender Virtuose und wirkte als musikalischer Botschafter und Vorbild, auch für ­Johann Sebastian Bach. Pasquinis «Variazioni per il paggio tedesco» sind höchste Variations­ kunst des Hochbarocks. Auf das Hauptthema folgen fünf kontrast­ reiche Variationen. Von Johann Sebastian Bach erklin­ gen zwei Choräle aus der Leipziger Sammlung. Zum Abschluss ist die be­ kannte Fantasie in G-Dur zu hören, ein Frühwerk Bachs, das sich an der französischen Hofmusik jener Zeit orientiert.

Abschlusskonzert

Andreas Jud, Kirchenmusiker am St. Johann und am Münster zu Aller­ heiligen in Schaffhausen, spielt das fünfte und letzte Konzert des Orgel­ sommers. Jud interpretiert Denis ­Bédards «Cat Suite», eine humorvolle Hommage an seinen verstorbenen ­K ater Francis. Darauf folgt die Varia­ tion «Ich fuhr mich über Rheine» von Jan Pieterszoon Sweelinck. Zum Ab­ schluss des Orgelsommers erklingt die 2. Orgelsonate von Felix Mendels­ sohn Bartholdy. Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte.

Luigi Collarile

BILD: ZVG

Mittwoch, 29. Juli, und Mittwoch, 5. August, 12.15 bis 12.45 Uhr Katholische Stadtkirche, Baden

Das heutige Rezept:

Kokos-Steinfrucht-Glacepops für ca. 12 Stück 12 12 250 g 250 g 1 EL 30 g 1 dl 2 2,5 dl 1 EL 1 EL 80 g

Gläser oder Espresso-Tassen von je 1 dl Inhalt Espresso-Löffel Aprikosen, entsteint, in Stücken Nektarinen, entsteint, in Stücken Zitronensaft Zucker (1) Wasser Beutel Kamillentee Kokosmilch Zucker (2) geraspelte Kokosnuss frische oder Tiefkühl-Himbeeren

Zubereitung 1. Aprikosen und alle Zutaten bis und mit Zucker (1) ca. 8 Minuten weich köcheln.Wasser und Teebeutel dazugeben, zugedeckt ca. 10 Minuten ziehen lassen. Teebeutel herausnehmen, auskühlen lassen. 2. Kokosmilch, Zucker (2) und Kokosraspel köcheln, bis sich der Zucker aufgelöst hat, auskühlen lassen. 3. Die Hälfte der Fruchtmasse in die Gläser oder Tassen verteilen, die Hälfte der Beeren darauf verteilen. 1 Stunde gefrieren, herausnehmen, Löffel in der Mitte einstecken. 4. Kokosmix auf die Glace giessen, 1 Stunde gefrieren. Herausnehmen, restliche Himbeeren und restliche Fruchtmasse daraufgeben, ca. 2 Stunden gefrieren. Herausnehmen, leicht antauen lassen, herauslösen. Weitere Rezepte finden Sie auf www.volg.ch/rezepte/ Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten, ziehen lassen ca. 10 Minuten, gefrieren ca. 4 Stunden


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Rundschau Süd • Nr. 30/31 23. Juli 2026

WETTINGEN: Regionalpolizei Wettingen-Limmattal

WETTINGEN

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BADEN REGIO

38 Mitglieder nehmen an der Tagung teil BILD: ZVG ■ In welche Richtung soll sich die ­Region bewegen? Mit der Frage nach der künftigen Entwicklung der Region befassten sich kürzlich 38 Mitglieder aus dem Vorstand von Baden Regio an ihrem anderthalbtägigen Seminar. Wolle man wissen, was in 25 Jahren sein werde, so die Zukunftsforscherin Martina Kühne in ihrem Inputreferat, müsse man zurückschauen. Was war vor 25 Jahren? Wir telefonierten mit den ersten Nokia-Handys. Und nun stehen wir erneut an einer Zeitenwende, in der die künstliche Intelligenz einiges ändern wird. Nicht ganz so weit in die Zukunft blickten die 23 Baden-RegioGemeinden an ihrer Tagung. Es geht um die kommenden Jahre und die Zusammenarbeit unter den Gemeinden, um einen möglichst grossen Nutzen zu erreichen. Mit einer gemeinsamen regionalen Strategie sollen Zielsetzungen definiert werden, in welche Richtung die Region steuert. Die Arbeiten begannen bereits Anfang des Jahres. Im März befasste sich der Vorstand anlässlich eines ersten Workshops mit den Inhalten der neuen Regionalen Entwicklungsstrategie (RES). Aus einer «Wolke» von möglichen Themen wurden jene definiert, die für die Region von Bedeutung sind. In der Folge wurden Aufgaben ausgeschieden, die kommunalen Charakter haben. Auch wurden Bereiche aus­geklammert, die auf übergeordneter Ebene verankert sind und auf die Gemeinden und die Region kaum Einfluss haben. Baden Regio setzt dort an, wo die Gemeinden zusammen Wirkung erzielen und die Region vorwärtsbringen können. Das schliesst das Eingreifen in gut funktionierende Strukturen aus. An mehreren Sitzungen befasste sich zudem die Geschäftsleitung intensiv mit der Ausgestaltung der RES und der Vorbereitung des Seminars. Damit war eine gute Basis gelegt, um in Gruppen die acht Handlungsfelder Gesellschaft, Wohnen und Versorgung; Natur, Landschaft und Ressourcen; Freizeit und Erholung; Mobilität; Austausch, Zusammenarbeit und Vernetzung; Klima und Umwelt; Städtebau und Freiraum zu schärfen, Leitsätze zu formulieren und Massnahmen für die Umsetzung zu diskutieren. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Bis Ende des Jahres soll der Entwurf der neuen RES Baden Regio vorliegen. ZVG

Vorsicht beim Umgang mit E-Fahrzeugen Die Regionalpolizei ruft Eltern von Jugendlichen dazu auf, bei E-Trendfahrzeugen auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu achten.

Gold im Doppelzweier Edna Amadea Adinegoro wohnt in Obersiggenthal und trainiert beim Ruderclub Baden. An der Schweizer Meisterschaft im Rudern vom 3. bis 5. Juli auf dem Rotsee in Luzern gewann sie mit Ladina Panier den Schweizer-Meister-Titel im Doppelzweier der Kategorie U17. Zudem erreichte sie zusammen mit Isabel Campino, Anaïs Leupin und Julia Schumacher im Doppelvierer U17 die Bronzemedaille. Mit diesem Erfolg vertritt sie nicht nur den Ruderclub Baden, sondern auch unsere ­Region auf nationaler Ebene. Bild (von links): Edna Amadea Adinegoro und Ladina Panier mit ihren Goldmedaillen. BILD: ZVG

Die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal erwischte in Killwangen kürzlich den Lenker eines E-Rollers, der sich vorgängig durch Flucht einer Kontrolle zu entziehen versuchte. ­A nlässlich ihrer Patrouillentätigkeit hatte die Regionalpolizei den Jugendlichen kontrollieren wollen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Vorgängig fiel er der Patrouille auf, weil er während der Fahrt mit seinem Mobiltelefon beschäftigt war. Als der Lenker zum Halten aufgefordert wurde, versuchte er, sich der Kontrolle zu entziehen, und versteckte sich in einer Tiefgarage, wo er im Zuge einer Fahndung angetroffen wurde. Es stellte sich heraus, dass der Jugend­ l iche

nicht über den erforderlichen Führerausweis verfügt. Die Regionalpolizei nahm den Vorfall zum Anlass, um auf die Problematiken im Zusammenhang mit E-Trendfahrzeugen hinzuweisen, die derzeit viele Schweizer Polizeikorps beschäftigen. Die Regionalpolizei WettingenLimmattal führt aktuell Ermittlungen gegen rund 15 unbekannte E-Trendfahrzeuglenker, die mitunter bei Radarkontrollen aufgrund massiv zu hoher Geschwindigkeit aufgefallen ­ sind. Neben den Jugendlichen sieht die Regionalpolizei vor allem die Eltern in der Pflicht, genauer hinzuschauen, ob ein entsprechender Führerausweis für ein elektrisches Fahrzeug erforderlich ist und ob das Fahrzeug den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Um dieser Problematik entgegenzuwirken und um gefährliche Verfolgungsfahrten zu vermeiden, ist die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal mit einem neutralen Roller im Einsatzgebiet unterwegs. RS

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Aufgrund eines Updates der Parkkartensoftware OM Permission steht das System von Dienstag, 4. August, bis Donnerstag, 6. August, nicht zur Verfügung. Während dieser Zeit können weder neue Parkkartenanträge eingereicht noch Parkkarten am Schalter des Gemeindebüros Wettingen bezogen werden. Auch Onlineanträge, die nach Schalterschluss am Montag, 3. August, eingehen, werden erst nach Abschluss der Arbeiten am System behandelt. Ebenso ist die Verarbeitung bereits bezahlter Parkkarten während dieses Zeitraums nicht möglich. Die Gemeinde bittet deshalb, Parkkarten rechtzeitig online zu beantragen oder diese bis spätestens Montag, 3. August, am Schalter des Gemeindebüros zu beziehen. Erfolgt die Bezahlung per Rechnung, sollte diese spätestens bis Mittwoch, 29. Juli, beglichen werden. Bei einer Zahlung mit Kreditkarte ist ebenfalls auf eine rechtzeitige Bezahlung zu achten, damit die Parkkarte bis Montag, 3. August, verarbeitet werden kann. RS


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Rundschau Süd • Nr. 30/31 23. Juli 2026

IN EIGENER SACHE: Interview mit Peter Wanner

«Die Integration läuft auf Hochtouren» Ab dem 1. September gehören unsere Gratisanzeiger offiziell zu CH Media. Peter Wanner erklärt, was sich damit ver­ ändert.

resse beider Seiten ist: Wir möchten die bestehenden Verträge weiterfüh­ ren und sind dazu im Austausch mit den Gemeinden.

SVEN MARTENS

Onlineauftritt und E-Paper sind wichtige Bestandteile all unserer ­A nzeiger-Titel. Das gilt auch für den «General-Anzeiger» und die «Rund­ schau». Beide Titel erhalten künftig je einen eigenen Onlineauftritt für ihre Region, die jeweiligen E-Paper wer­ den dort integriert.

Wird der Onlineauftritt «Ihre ­Region online» inklusive E-Paper übernommen?

Verleger Peter Wanner spricht im Interview über die Zukunft des «Ge­ neral-Anzeigers» und der «Rund­ schau», welche von CH Media erwor­ ben wurden.

Peter Wanner, ab dem 1. September gehören die «Rundschau» und der «General-Anzeiger» zu CH Media. Wie verläuft die Integration der ­Anzeiger?

Derzeit sind die Redaktion und die Produktion in Unterwindisch ­angesiedelt. Bleibt der Standort ­bestehen?

Die Integration läuft auf Hochtou­ ren, und wir sind auf Kurs. Das ist nicht zuletzt der tatkräftigen Unter­ stützung zu verdanken, die wir vom Team der Effingermedien erfahren. Die Zusammenarbeit ist sehr kons­ truktiv und erfreulich.

CH Media verfügt bereits über zahlreiche Zeitungen und Anzeiger. Was gab für Sie den Ausschlag, die drei Anzeiger der Effingermedien zu ­erwerben?

Die Titel der Effingermedien er­ gänzen unsere Anzeiger-Palette in­ haltlich sowie geografisch ideal: Der «General-Anzeiger» und die «Rund­ schau» sind in den Regionen Brugg und Baden etablierte journalistische Gefässe mit starker lokaler Veranke­ rung. Sie fügen sich sehr gut in unser bestehendes Anzeiger-Portfolio ent­ lang der A1 ein, zu dem der «Land­ anzeiger», der «Lenzburger BezirksAnzeiger», die «Limmatwelle» und der «Wiggertaler» gehören.

Gewisse Schweizer Verlage trennen sich zunehmend von ihren Gratiszeitungen. Weshalb glauben Sie weiterhin an das Format?

Gratis zugestellte Regionalzeitun­ gen haben den Vorteil, dass sie in alle Haushaltungen geliefert werden. Das macht die Anzeiger für Werbekunden attraktiv.

Im Zuge der Integration haben wir uns entschieden, die Arbeitsplätze künftig an unseren bestehenden Standorten in Baden und Brugg anzu­ siedeln.

Peter Wanner, Verleger und Verwaltungsratspräsident von CH Media

Welche Auswirkungen hat die ­Übernahme aus Ihrer Sicht auf die Medienvielfalt in der Region?

Die Medienbranche steht unter starkem wirtschaftlichem Druck. Ich bin überzeugt, dass der «General-­ Anzeiger» und die «Rundschau» die­ sen Herausforderungen als Teil unse­ res Medienunternehmens besser be­ gegnen können. So werden wir den Werbekunden künftig noch attrakti­ vere Angebote unterbreiten können. Das wiederum ist die Grundlage da­ für, die regionale Berichterstattung aufrechtzuerhalten und die Medien­ vielfalt zu sichern.

Welche Chancen ergeben sich aus Ihrer Sicht für CH Media durch die Übernahme?

Für CH Media bedeutet die Über­ nahme eine gezielte Ergänzung des bestehenden Anzeiger-Portfolios. Die Titel der Effingermedien stärken unsere Marktposition im Aargau.

Unsere Angebote sind jetzt sehr ­attraktiv für unsere Inserenten und Prospektkunden.

Bleiben die Anzeiger nach der Übernahme redaktionell eigenständig?

Ja, die redaktionelle Eigenständig­ keit bleibt auch unter dem Dach von CH Media erhalten. Der «General-­ Anzeiger» und die «Rundschau» sind in den Regionen Brugg und Baden sehr beliebt. Es liegt in unserem ­eigenen Interesse, den Leserinnen und Lesern weiterhin Kontinuität in der Berichterstattung zu bieten.

Ist im Rahmen der Übernahme mit Entlassungen oder Anpassungen der Personalstruktur zu rechnen?

Wir freuen uns, alle Mitarbeiten­ den in Redaktion und Verkauf über­ nehmen zu können. Für eine Person mit einem anderen Aufgabengebiet suchen wir innerhalb von CH Media

BILD: CH MEDIA | ALEX SPICHALE

eine Anschlusslösung. Drei weitere Personen gehen in Pension.

Sind inhaltliche oder gestalterische Veränderungen vorgesehen?

Den Leserinnen und Lesern möch­ ten wir in erster Linie Beständigkeit sowie Verlässlichkeit in der Bericht­ erstattung bieten. Was sich bewährt hat, werden wir natürlich beibehal­ ten. Zum Beispiel das Layout und das Zeitungsformat, das uns gut gefällt – so gut, dass die «Limmatwelle» dieses übernimmt und ab September neu im gleichen Format erscheint.

Die Titel sind bisher amtliches Pu­ blikationsorgan diverser Gemeinden. Wird das weiterhin so bleiben?

Sowohl der «General-Anzeiger» als auch die «Rundschau» sind wichtige Foren für behördliche Mitteilungen und offizielle Bekanntmachungen. Diese Funktion wollen wir sichern. Es liegt auf der Hand, dass das im Inte­

Werden die jeweiligen Titel nach wie vor gratis an jeden Haushalt verteilt und erscheinen wöchentlich am Donnerstag?

Beim Erscheinungstag sind keine Änderungen geplant. Und natürlich bleiben die Anzeiger für die Leserin­ nen und Leser kostenlos. Allerdings passen wir das Verbreitungsgebiet der «Rundschau» an. Es ergibt nicht mehr viel Sinn, wenn sie in den glei­ chen Gemeinden erscheint, wo bereits die «Limmatwelle» amtliches Publi­ kationsorgan ist.

ÜBERNAHME Wie bereits Ende April kommuniziert, erwirbt CH Media per 1. September die Aargauer Gratisanzeiger «General-Anzeiger», «Rundschau Süd» und «Rundschau Nord» von der Effingermedien AG. Der Regionalverlag gehört zur Schellenberg-Gruppe, die sich künftig auf ihr Druckgeschäft konzentriert.

WETTINGEN: Regionalwerke AG Baden

REGION: Debatte über Ortsbürgergemeinden erreicht Kanton

In Wettingen hat die erste Etappe der Bauarbeiten für die Erweiterung des Fernwärme­ netzes an der Seminarstrasse/ Brückenstrasse begonnen.

Das Postulat «Gemeindestruk­ turen zeitgemäss weiterentwi­ ckeln» könnte im Aargau eine Grundsatzdebatte über Orts­ bürgergemeinden auslösen.

Ausbau der Fernwärme Fragen zum Gemeindedualismus

An der Seminar- und der Brücken­ strasse in Wettingen sollen Fern­ wärme- und Fernkälteleitungen und Anschlüsse diverser Liegenschaften erstellt werden. Gleichzeitig mit den Arbeiten am Fernwärme-/Fernkälte­ netz werden in der Seminarstrasse mehrere Gasschieber neu gebaut und einzelne alte Hausanschlüsse für Was­ ser ersetzt, wie die Regionalwerke AG Baden (RWB) mitteilt. Die neuen Lei­ tungen sollen auch den Anschluss der Neubauten im Entwicklungsgebiet Bahnhofareal ermöglichen. Die Bauarbeiten erfolgen in mehre­ ren Etappen. Während der Arbeiten ist die Seminarstrasse für den Verkehr einspurig wechselseitig befahrbar. Im Einmündungsbereich Schwimmbad­ strasse/Seminarstrasse wird bei Be­ darf ein Verkehrsdienst eingesetzt. In der Brückenstrasse wird der ­motorisierte Verkehr bis zur Tiefgara­ genzufahrt östlich der Friedenstrasse Nr. 2 aufrechterhalten. Ein durch­ gehender motorisierter Verkehr kann jedoch nicht mehr gewährleistet wer­

den, sobald die Bauarbeiten weiter in Richtung Brückenstrasse fortschreiten. Die Zufahrt zu den Tiefgaragen in der Seminarstrasse sowie in der Strasse Am Gottesgraben wird während der ge­ samten Bauzeit gewährleistet. Während der Bauzeit kann es zu Ein­ schränkungen bei den Abstellplätzen für Pkw kommen. Personen, die einen Ersatzparkplatz benötigen, werden um die Angabe von Name und Autokennzei­ chen gebeten, damit Parkkarten be­ sorgt werden können. Die RVBW-Linie 3 verkehrt weiterhin durch die Semi­ narstrasse, wo die Bauarbeiten stattfin­ den. Während der gesamten Bauzeit bleibt stets eine Fahrspur geöffnet, so­ dass der Bus den Abschnitt im Wechsel­ verkehr befahren kann. Der Baubereich bleibt für die Dauer der Arbeiten für den Fussgängerver­ kehr ausserhalb der abgesperrten Arbeitsbereiche geöffnet. Die Zu­ gänge zu Fuss zu den Liegenschaften und Ladenlokalen sind gewährleistet. Der Fahrradverkehr wird im Baustel­ lenbereich der Brückenstrasse aus ­Sicherheitsgründen über die Imfeld­ strasse umgeleitet. Es sind keine pri­ vaten Fahrzeuge oder Lieferfahrzeuge im Baustellenperimeter gestattet. Die Arbeiten dauern insgesamt voraus­ sichtlich bis Mai 2027. Weitere Infor­ mationen sind unter regionalwerke. ch/baustellen zu finden. RS

SIMON MEYER

Ein parteiübergreifender Vorstoss ver­ langt vom Regierungsrat des Kantons Aargau eine umfassende Prüfung des heutigen Gemeindedualismus, also der parallelen Organisation von Einwoh­ ner- und Ortsbürgergemeinden. Im Zentrum steht die Frage, ob diese his­ torisch gewachsene Struktur den An­ forderungen des 21. Jahrhunderts noch entspricht und wie sie gegebenenfalls weiterentwickelt werden könnte. Aus­ löser für die aktuelle Diskussion ist unter anderem der Streit um die zwei­ mal gescheiterte Einbürgerung des Ba­ dener GLP-Grossrats Gian von Planta in die Ortsbürgergemeinde Baden. Von Planta, der das Postulat selbst nicht unterzeichnete, war Ende des Jahres 2025 auch mit seinem zweiten Aufnahmegesuch gescheitert. Da sich die Auseinandersetzung in seiner Wahrnehmung zunehmend auf seine Person konzentriert habe, verzichtete er auf eine neuerliche Beschwerde. Er wolle stattdessen den Weg für eine

sachliche Diskussion über die grund­ sätzliche Bedeutung und Zukunft der Ortsbürgergemeinden freimachen. Bereits zuvor hatte er die Frage auf­ geworfen, ob es noch zeitgemäss sei, dass vergleichsweise kleine Gruppen von Ortsbürgerinnen und Ortsbürgern über bedeutende öffentliche Vermö­ genswerte entscheiden könnten. Nach seiner Auffassung können viele Orts­ bürgergemeinden aufgrund ihres Be­ sitzes erheblichen Einfluss auf die Ent­ wicklung einer Gemeinde nehmen, während die Mehrheit der Einwohne­ rinnen und Einwohner keine Möglich­ keit zur Mitbestimmung hat.

Faktenbasis schaffen

Das nun eingereichte Postulat greift diese Fragen auf, ohne jedoch eine Ab­ schaffung der Ortsbürgergemeinden zu fordern. Der von GLP-Grossrat Lu­ kas Huber eingereichte Vorstoss wird von Vertreterinnen und Vertretern ver­ schiedener politischer Parteien – von SP bis SVP – unterstützt. In dem Postulat wird der Regie­ rungsrat aufgefordert, eine umfas­ sende Auslegeordnung zu erstellen. Dabei soll untersucht werden, welche Aufgaben und Leistungen Ortsbürger­ gemeinden heute tatsächlich haben und erbringen, welche Bedeutung sie für Bereiche wie Waldpflege oder Kul­ turförderung haben und wie sich ihre

gesellschaftliche und demokratische Legitimation entwickelt hat. Ebenfalls geprüft werden sollen die bestehenden Vermögenswerte und ­Verpflichtungen der Ortsbürgergemeinden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welchen administrativen Aufwand der heutige Gemeindedualis­ mus verursacht und ob zwischen Ein­ wohner- und Ortsbürgergemeinden Doppelspurigkeiten bestehen. Der ­Regierungsrat soll aufzeigen, ob Aufga­ ben effizienter gemeinsam erfüllt wer­ den können und welche Möglichkeiten für Zusammenschlüsse oder andere Formen der Zusammenarbeit bestehen. Dabei anerkennen die Initianten ausdrücklich die historische Bedeu­ tung der Ortsbürgergemeinden. Die Frage sei jedoch nicht, ob die Ortsbür­ gergemeinden in der Vergangenheit einen Nutzen gehabt hätten, sondern welche Organisationsform für die heu­ tigen und zukünftigen Aufgaben am ge­ eignetsten sei. Die Diskussion über die Rolle der Ortsbürgergemeinden ist im Aargau nicht neu. Schon in den vergangenen Jahrzehnten wurden viele Ortsbürger­ gemeinden aufgehoben. Dennoch be­ steht der Gemeindedualismus in vielen Gemeinden fort. Es stellt sich also wei­ terhin die Frage, ob die Trennung zwi­ schen Einwohner- und Ortsbürgerge­ meinden gerechtfertigt ist.


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Rundschau Süd • Nr. 30/31 23. Juli 2026

FISLISBACH: Schulcampus Leematten

R E G I O N A LP O LI Z E I W E T T I N G E N - LI M M AT TA L

Sanierungskredit abgelehnt

Die Fislisbacher Stimmberechtigten haben den Verpflichtungskredit von 5,28 Millionen Franken für die Sanie­ rung des Schulcampus Leematten an der Abstimmung vom 14. Juni knapp abgelehnt. Lediglich 45 Stimmen machten bei dem Urnengang den Unterschied. Der Gemeinderat hat in­ zwischen die weiteren Schritte defi­ niert und will die Gründe für den aus seiner Sicht negativen Entscheid ver­ tieft analysieren, wie er in einer Mit­ teilung schreibt. Nach dem Nein an der Urne will der Gemeinderat nun die konkreten Ablehnungsgründe in Erfahrung brin­ gen. Zu diesem Zweck wird eine ­externe Fachagentur mit der Durch­

Auftakt zur Schifffahrt über den ­Walensee BILD: ZVG

KILLWANGEN

führung einer repräsentativen Nach­ abstimmungsbefragung beauftragt. Die Ergebnisse sollen Aufschluss dar­ über geben, welche Aspekte des ­Vorhabens aus Sicht der Bevölkerung kritisch beurteilt wurden und welche Erwartungen an eine künftige Vor­ lage bestehen. Parallel dazu klärt der Gemeinderat ab, welche Massnahmen dringend sind, um den Betrieb der Schulanlage Leematten weiterhin ­sicherzustellen. Die Erkenntnisse aus der Nach­ abstimmungsbefragung sollen so­ dann in die Überprüfung und allen­ falls in die Überarbeitung des Sanie­ rungsvorhabens einf liessen. Auf dieser Basis will der Gemeinderat den Verpflichtungskredit für die Sanie­ rung des Schulcampus Leematten so­ dann neu beurteilen. Die diesbezügli­ che Vorlage soll den Stimmberechtig­ ten voraussichtlich an der nächsten Sommergemeindeversammlung zur Beschlussfassung unterbreitet wer­ den. RS

Bürgerdialog in Wettingen formierten die Polizisten, dass die Polizei nie nach Bargeld, Geldüber­ weisungen, Kontoangaben oder einem Code frage. Die Polizisten betonten, wie wich­ tig es sei, beunruhigende Beobach­ tungen umgehend dem Polizeinotruf 117 zu melden. Die Bevölkerung wünschte sich weiterhin sichtbare Präsenz der Repol und dass solche niederschwelligen Kontaktmöglich­ keiten beibehalten werden. Neben

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Beschwerde von McDonald’s Das Baugesuch von McDonald’s für ein Restaurant mit McDrive am ehe­ maligen Coop-Standort an der Hau­ serstrasse in Windisch ist noch nicht vom Tisch. Der Gemeinderat hat das Gesuch Anfang Juni abgelehnt. Das Unternehmen ist jedoch überzeugt, dass das Bauvorhaben bewilligungs­ fähig ist und zieht den Entscheid an den Regierungsrat weiter, wie es in einer Mitteilung der Franchisekette heisst. Das Gastrounternehmen ist der Ansicht, dass die Abweisung des Baugesuchs durch den Gemeinderat Windisch auf Annahmen beruht, die nicht zutreffen, und die Gemeinde A nforderungen stellt, die rechtlich ­ nicht ausreichend abgestützt sind. RS

Einwohnerräten der SP Wettingen er­ kundigten sich in Spreitenbach der Gemeindepräsident Markus Mötteli über die Arbeit der Repol. Die Repol Wettingen-Limmattal bedankt sich für das Interesse der ­ ­Bevölkerung und für den wertvollen Austausch. Sie weist darauf hin, dass sie auch ausserhalb dieses Dialogs im­ mer ein offenes Ohr für die Anliegen der Einwohnerinnen und Einwohnern hat. ZVG

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Seniorenausflug Am 29. Juni nahmen knapp 100 Kill­ wanger Seniorinnen und Senioren am diesjährigen Ausflug der Gemeinde teil. Sie hatten sich auf jegliches Wetter vorbereitet, doch abgesehen von einem kurzen Gewitterschauer während der Anreise fand der Ausflug bei prächti­ gem Wetter statt. Nach einem Kaffee im Hotel Seedamm Plaza in Pfäffikon ZH ging es weiter Richtung Weesen SG. Die wunderschöne Schifffahrt kreuz und quer über den Walensee führte die Gruppe nach Quinten SG. Unter den grossen Bäumen auf der Schifflände wurden die kulinarischen Bedürfnisse gestillt. Wieder auf dem Schiff wehte der Fahrtwind angenehm um die Ohren und brachte ­etwas Ab­ kühlung auf dem Weg nach Unterter­ zen SG, wo die Twerenbold-Chauffeure die Gruppe wieder in Empfang nah­ men. Auf der Heimreise gab es einen letzten Stopp beim Lindt-Shop in Kilch­ berg, bevor die Teilnehmenden vor dem Gemeindehaus von Gemeindeammann Markus Schmid begrüsst wurden. ZVG

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130129N RSK

Referendumsabstimmung: ­A blehnung des Sanierungs­ kredits für den Schulcampus Leematten – Gemeinderat legt weiteres Vorgehen fest.

■ Sichtbare Präsenz der Regional­ polizei ist gefragt Am Samstag, 27. Juni, fanden die «Bürgerdialoge» in Wettingen und Spreitenbach statt. Die Regionalpoli­ zei (Repol) Wettingen-Limmattal zieht nach den ersten Anlässen eine posi­ tive Bilanz. Am Morgen waren fünf Polizisten mit einem Stand vor dem Rathaus in Wettingen und am Nach­ mittag im Gemeindehaus in Spreiten­ bach präsent. Ein kleiner Teil der Be­ völkerung der jeweiligen Gemeinden nahm die Gelegenheit wahr, mit den Polizisten ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen oder Anliegen anzu­ bringen. Die Polizei geht davon aus, dass die Hitze und die Zufriedenheit mit der Arbeit der Repol WettingenLimmattal dazu führten, dass nicht mehr Personen kamen. Die Besucherinnen und Besucher schätzten den persönlichen Aus­ tausch, bedankten sich bei der Polizei für ihren täglichen Einsatz und holten Verhaltenstipps von den Fachleuten. Themen wie der Umgang mit rück­ sichtslosen Personen mit E-Trend­ fahrzeugen, zunehmender Aggressi­ vität oder aufdringlichen Hausierern wurden angesprochen. Das Thema Telefonbetrug wurde an beiden An­ lässen wiederholt erwähnt. Dabei in­


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Direkt beim Wettinger Bahnhof entsteht mit der «Gleislaube» ein neuer Quartierteil

VISUALISIERUNG: ZVG

WETTINGEN: Bevölkerungswachstum als Herausforderung

Vernetzt wohnen, arbeiten und erholen Um dem prognostizierten ­Bevölkerungszuwachs in ­Wettingen zu begegnen, wird tüchtig gebaut. Beim Bahnhof entsteht ein neues Quartier. PETER GR AF

Zurzeit stehen die letzten beiden der ursprünglich zwölf Häuser der Wohnsiedlung Klosterbrühl in Wettingen, die zwischen 1948 und 1955 erbaut wurde und 127 Wohnungen umfasste, vor dem Rückbau. Eine ursprünglich angedachte Sanierung stellte sich als nicht sinnvoll heraus. Mit der Erneuerung der Siedlung setzt die Genossenschaft Lägern Wohnen als grösste Wohnbaugenossenschaft des Kantons ein Zeichen für die künftige Entwicklung der Gemeinde. Auch in Wettingen besteht Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum. Ersatzneubauten, die familienfreundliche sowie altersgerechte Wohnungen vereinen, sollen hier Abhilfe schaffen. Realisiert wird der 2024 in Angriff genommene Hochbau, der aus sechs Mehrfamilienhäusern und einem Kindergarten besteht, von der Wettinger Hächler AG in zwei Etappen. Die erste Etappe wurde im Juni abgeschlossen, die Wohnungen sind inzwischen bezogen. Bis voraussichtlich Ende des Jahres 2028 soll hier eine moderne, nachhaltige und vielfältige Siedlung mit insgesamt 222 Wohnungen, einer attraktiven Umgebung und einem Kindergarten entstehen – und damit Wohnraum für zusätzlich 700 Personen bieten. Derzeit und in naher Zukunft entstehen im Wettinger Bahnhofquartier

SPREITENBACH

Erzählcafé Am 10. August findet die nächste Ausgabe des Erzählcafés in der Gemeindebibliothek Spreitenbach statt. Beim Erzählcafé geht es darum, sich zu begegnen, sich gegenseitig Geschichten aus dem Leben zu erzählen und zuzuhören. Die Runde zum Thema Alter wird geleitet von der ausgebildeten Erzählcafé-Moderatorin Theresa Kuhn. Die Teilnahme ist kostenlos, inklusive Kaffee und Kuchen. Der Anlass ist barrierefrei zugänglich. Anmeldungen sind bis zum 6. August möglich. Weitere Informationen sind unter bibliothek-spreitenbach.ch zu finden. Montag, 10. August, 14.30 Uhr Gemeindebibliothek, Spreitenbach

Die ehemalige und künftige Wohnsiedlung Klosterbrühl ist gegenwertig ein Baufeld BILD: PG s­ owie im Klosterbrühl etwa 400 Wohnungen. Die Grundlagen für die Arealentwicklung wurden seit 2010 partnerschaftlich erarbeitet. Ein städtebauliches Konzept bildete die Grundlage für den gemeinsamen ­Gestaltungsplan und den Projektwettbewerb der SBB, aus dem 2022 das Siegerprojekt «Gleislaube» von Burkard Meyer Architekten BSA in ­ Baden hervorging. Wo bis vor kurzer Zeit Industrie und Gewerbe das ­Ortsbild im Wettinger Bahnhofquartier prägten, bauen die SBB derzeit 111 Wohnungen und 3000 Quadrat­ meter Gewerbefläche.

Historische Substanz erhalten

Bahnhofgebäude, Lockschuppen, Güterschuppen und Drehscheibe stehen unter Denkmalschutz und werden als Zeitzeugen in die laufende nächste Phase der Siedlungsentwicklung ­integriert. Die beiden im Entstehen

LESERBRIEF ■ Die Cafés in Turgi schliessen Natürlich schliessen in Turgi nicht alle Cafés. Und doch, eines der ältesten hat geschlossen, leider. Turgi hat sich mit der Fusion mit Baden gewandelt. Das zeigt sich zum Beispiel bei der neuen Parkordnung auf der Bahnhofstrasse. Die Bahnhofstrasse lebt weiter. Die Post und die Geschäfte prägen weiterhin das Bild. Zurück zum Schliessen des Cafés: Viele Kundinnen und Kunden vermissen das Angebot und das freundliche Personal. Die Angestellten von ABB und Hitachi auf ihrem Weg zu und von der Arbeit nutzten ebenso die Gelegenheit, um sich einzudecken. Es ist der Entscheid der Geschäftsleitung, den es zu akzeptieren gilt. Noch gibt es Alternativen. Wir hoffen, sie bleiben. GÜNTHER HUBER, TURGI

begriffenen Gebäude der Gleislaube Wettingen sollen künftig in erster L inie publikumsorientiert genutzt ­ werden. Neben Gastronomie-, Einzelhandels- und Dienstleistungsangeboten sollen sie den öffentlichen Raum beleben und zur Identität des Quartiers beitragen. Zusätzlich zu 2½-, 3½- und 4½-Zimmer-Wohnungen entstehen drei 200 Quadratmeter grosse Clusterwohnungen für gemeinschaftliches Wohnen. Der Bezug der Mietwohnungen ist für 2028 angekündigt. Mit Möglichkeiten für den Einkauf von Produkten für den täglichen Bedarf und der Gastronomie soll ein zentraler Treffpunkt für die Bewohnenden der neuen Wohnungen und die Quartierbevölkerung geschaffen werden. Büroflächen für KMU und Start-ups ergänzen das Angebot. Durch die Überbauung wird der Bahnhofplatz klarer gefasst und die Güterstrasse zu einer verkehrs­

Noch bleibt einiges zu tun, bis die «Gleislaube» zum Wohnen und Verweilen einlädt BILD: PG beruhigten Wohnstrasse mit Baumreihen umgestaltet.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Nachdem einige Gebäude von einst hier angesiedelten Firmen schon im vergangenen Herbst zurückgebaut wurden, realisiert die Avadis-Anlagestiftung auf dem Areal, das an die «Gleislaube» grenzt, das Projekt ­«Dynamo», das von AWW Architekten und Appert Zwahlen Landschaftsarchitekten umgesetzt wird. Die Avadis-Anlagestiftung entstand aus ­ den ABB-Vorsorgeeinrichtungen und ist seit 1979 in Wettingen präsent, ­a ktuell mit über 200 Wohnungen an 21 Standorten. Auf dem ehemaligen Industrieareal entstehen sieben fünfgeschossige Wohnblocks. Ab Frühjahr 2028 sollen die 156 Mietwohnungen, eine Mischung aus 2½-, 3½- und 4½- ZimmerWohnungen, bezugsbereit sein. Drei

LESERBRIEF ■ Bundesfeiertag ohne Knallerei Der 1. August steht vor der Tür – unser Nationalfeiertag. Für viele ist er jedoch keine friedliche Feier mehr, sondern purer Stress. Unkontrolliertes Feuerwerk versetzt Tiere in Panik und belastet Menschen, deshalb unterstützen wir: Feiern ohne Knallerei zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt. Lautes Feuerwerk hat schädliche Folgen. Bei Nutz- und Wildtieren wird der Fluchtinstinkt geweckt, Haustiere sind verängstigt, und lärmempfindliche oder traumatisierte Menschen leiden. Feuerwerk hinterlässt tonnenweise Abfall und setzt Feinstaub sowie Schwermetalle frei. Diese Umweltschädigungen sind unnötig und vermeidbar. Besonders für landwirtschaftliche Nutztiere sind Abfälle von Feuerwerk, die auf den

Wiesen liegen bleiben, gefährlich. Deshalb appellieren wir an den gesunden Menschenverstand: Verzicht auf unkontrollierte Knallerei. Unkontrolliertes Feuerwerk verdrängt herkömmliche Bräuche, denn laute Knallerei übertönt wahres Schweizer Brauchtum: Seit über 100 Jahren werden die Glocken am Abend des Nationalfeiertags geläutet, Höhenfeuer erinnern an den Freiheitskampf im 14. Jahrhundert, und Lampionumzüge bringen Kinderaugen zum Leuchten. Danke, dass Sie deshalb auf das Zünden von Feuerwerk verzichten und, falls Sie gern Feuerwerke anschauen, dafür eine öffentliche Show wie das Feuerwerk in Baden von der Ruine Stein besuchen.

NICOLE GRETER UND THERES GERMANN-TILLMANN, SIGLISTORF

Gewerberäume von je 150 bis 250 Quadratmetern sowie ein Kinder­ garten komplettieren das Projekt. Um natürliche Sickerungsbereiche zu erhalten, wird das Untergeschoss auf das Minimum reduziert. Der grosse Anteil unversiegelter und ­sickerungsfähiger Belagsflächen soll einen nachhaltigen Umgang mit Regenwasser ermöglichen. Mittlerweile ist das Siegerprojekt bekannt, das auf dem Baufeld der Post Immobilien und der AZ Invest AG zwischen Seminarstrasse und Bahnhofplatz verwirklicht werden soll. Das Team HHF Architekten und Gohl Landschaftsarchitektur aus Basel überzeugte mit fünf aufeinander ­a bgestimmten, aber dennoch eigenständigen Gebäuden sowie vertikalen Gärten. Die Projektpartner beabsichtigen, das Vorhaben ab 2027 zu realisieren. Dabei sollen bis zu 130 Wohnungen entstehen.

SPREITENBACH

HallenbadRevision Das Hallenbad Spreitenbach bleibt noch bis zum 7. August wegen der jährlichen Revision geschlossen. Während dieser Zeit wird das Schwimmbecken vollständig entleert, damit umfassende Reinigungs-, Revisionsund Unterhaltsarbeiten an den technischen Anlagen und an der Infrastruktur durchgeführt werden können. Ab Samstag, 8. August, steht das Hallenbad der Bevölkerung wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung. Während der Sommermonate, das heisst bis zum 31. August, ist das Bad von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. RS


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WETTINGEN

T E N N I S C LU B W Ü R E N LO S

PUBLIREPORTAGE

Bekenntnis zum Standort Landstrasse Lienhard Fine Jewellery und die Edle Metalle AG haben ihren Standort von der Landstrasse 23 an die Landstrasse 88 in Wettingen verlegt. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich direkt im Zentrum bei der Haltestelle Zentrumsplatz. Nach einem umfassenden Umbau präsentieren sich die neuen Geschäftsräume heute mit einem modernen, hellen und einladenden Ambiente. Mit dem Umzug setzen die beiden Unternehmen ein bewusstes Zeichen für die Landstrasse. In den vergangenen Monaten hat sich das Ladenbild stark verändert, mehrere Flächen stehen leer. Umso wichtiger sei es, weiterhin an den Standort Wettingen zu glauben und in dessen Zukunft zu investieren. «Wir sind seit vielen Jahren mit Wettingen verbunden und sehen an der Landstrasse weiterhin grosses Potenzial», sagt Simon Lienhard, Inhaber und Geschäftsführer. «Die gute Erreichbarkeit und unsere treuen Kundinnen und Kunden bestärken uns darin, hier den nächsten Schritt zu machen.» Der Umzug ist nicht nur ein Standortwechsel, sondern auch ein Schritt in die Zukunft. Die Bereiche Edelmetalle, Münzen, Anlageprodukte, Ankauf und Beratung sollen gestärkt werden. Künftig möchten Lienhard Fine Jewellery und die Edle Metalle AG zudem Lehrstellen anbieten. «Wir möchten wachsen und unser Fachwissen an die nächste Generation weitergeben», sagt Simon Lienhard. «Gerade in einer spezialisierten Branche braucht es gut ausgebildete Fachpersonen, damit das Wissen in unserer Branche langfristig erhalten bleibt.»

Die Kompetenz und das Fachwissen von Simon Lienhard (rechts) und Christian Wicki werden sehr geschätzt BILD: ZVG | TIMO ORUBOLO Die modernen Räumlichkeiten schaffen dafür bessere Voraussetzungen: mehr Platz für persönliche Beratung, diskrete Gespräche, den Ankauf von Edelmetallen sowie eine zeitgemässe Präsentation von Münzen und Anlageprodukten.

und bietet den Ankauf, den Verkauf sowie die Analyse von Edelmetallen an.

Über Lienhard Fine Jewellery AG Lienhard Fine Jewellery AG ist ein Schweizer Familienunternehmen mit Standorten in Baden und Wettingen. In Baden liegt der Schwerpunkt auf hochwertigem Schmuck und Uhren, während in Wettingen der Anund Verkauf von Edelmetallen und Münzen im Mittelpunkt steht.

LIENHARD FINE JEWELLERY AG EDLE METALLE AG Landstrasse 88, 5430 Wettingen Telefon 056 555 81 17 info@finejewellery.ch, www.finejewellery.ch

Über Edle Metalle AG Die Edle Metalle AG mit Sitz in Wettingen handelt mit Gold, Silber, Platin und Palladium

■ Elias Sekinger und Mia Bigler gewinnen die Goldmedaille an der Schweizer Nachwuchsmeisterschaft An der Schweizer Meisterschaft der Juniorinnen und Junioren gab es für die Aargauer Delegation vier Einzelmedaillen – drei davon in der Kategorie U12. Für die beiden goldenen ­Medaillen waren Elias Sekinger und Mia Bigler besorgt. Zwei weitere ­Medaillen gab es im Doppel. Die Aarburgerin Mia Bigler (R2) gewann ihre zwei Matches auf dem Weg in den Halbfinal gegen die beiden R4-klassierten Kontrahentinnen Ranyada Blattmann (6 : 1, 6 : 1) und Celine Cagli (6 : 1, 6 : 2) deutlich. Anschliessend besiegte Mia Bigler mit Oona Roth (R2) die Nummer drei des Turniers mit 6 : 2 und 6 : 2. Auch im ­Final gegen Frieda Francke (R2), die den Einzug ebenfalls ohne Satzverlust geschafft hatte, setzte sie sich mit 6 : 1 und 6 : 0 durch. Damit sicherte sich Mia Bigler hochverdient ihren ersten Schweizer-Meister-Titel bei den Juniorinnen. Nach seiner Titelpremiere in der Halle im Januar sicherte sich Elias ­Sekinger (R3, TC Würenlos) in der Kategorie U12 nun seinen ersten Schweizer-Meister-Titel auf Sand. Genau wie Mia Bigler verlor Elias Sekinger im Verlauf des Turniers keinen einzigen Satz, die Partien waren allerdings ausgeglichener. Im Halbfinal musste er gegen Überraschungsmann Johan Wieser (R4) im zweiten Satz in die Verlängerung, siegte aber dennoch ­sicher mit 6 : 2 und 7 : 5. Den Final gegen Geza Graf (R4) entschied er mit 6 : 4 und 6 : 4 für sich. Dario Dumitrescu (R3, TC Brugg), der in dieser Kategorie als Nummer vier eigentlich der designierte Halb­

Elias Sekinger

BILD: ZVG

finalgegner von Elias Sekinger gewesen wäre, musste sich im Viertelfinal gegen Johan Wieser geschlagen geben und verpasste damit die Medaillen. Bei der Schweizer Meisterschaft der Juniorinnen und Junioren im Sommer werden stets Doppelkonkurrenzen ausgetragen. Dort gab es zwei weitere Aargauer Medaillen, und zwar erneut dank Elias Sekinger und Mia Bigler. Elias Sekinger wurde an der Seite von Eduardo von Knorring (R3) seiner Favoritenrolle gerecht und holte sich so das Double. Dieses verpasste Mia Bigler ganz knapp. An der Seite von Anastasia Szklarecki (R3) erreichte sie souverän den Final, musste sich dort aber mit 7 : 10 im Champions-Tie-Break geschlagen geben. ZVG

Inserat

Frische-Aktion Ab Mittwoch

Montag, 20.7. bis Samstag, 25.7.26

Suttero Cognacsteak

-30%

mariniert, per 100 g

Knorr Asia Noodles div. Sorten, z.B. Chicken, 3 x 70 g

-30%

Thomy Tomatenpüree

1.40 statt 2.–

2 x 300 g

Kopfsalat rot

statt 8.80

div. Sorten, z.B. thym & sel, 2 x 184 g

Schweiz, Stück

-20% -32% 5.40 statt 7.95

Valser

-20%

4.65 statt 5.85

6.30 statt 7.90

Caffè Latte Macchiato

Extra Dry, 75 cl

Birra Moretti

prickelnd, 6 x 1,5 l

Nektarinen gelb

-20%

Bio Prosecco DOC

11.95 statt 15.60

2.95 statt 3.95

Italien/Spanien, per kg

12.90 statt 16.30

-23%

-25%

Emmi Vollrahm UHT

650 ml

Dose, 6 x 50 cl

2 x 500 ml

-31% 12.95 statt 18.90

-22%

-20%

Stella d’Argento

9.80 statt 12.60

5.30 statt 6.70

Primitivo di Manduria DOC, Italien, 75 cl, 2021

(Jahrgangsänderung vorbehalten)

Axe Dusch & Deo

Gillette

div. Sorten, z.B. Africa, Dusch, 3 x 250 ml

div. Sorten, z.B. Blue Plus Slalom, 10 Stück

-33%

-20%

-20%

Perwoll Wool & Delicates

Agri Natura Hinterschinken

Mövenpick Classics

8.70 statt 11.–

17.90 statt 27.–

2 x 27 WG

geschnitten, 2 x 180 g

Folgende Wochenhits sind in kleineren Volg-Läden evtl. nicht erhältlich:

Lindt Schokolade div. Sorten, z.B. Kirschstengeli, 125 g

Belfina

div. Sorten, z.B. Classic Bratcreme, 500 ml

13.50

Fizzers

3.95

Ramseier Süessmost

statt 15.95

statt 4.90

2 x 200 g

1,5 l

5.30 statt 6.30

2.40 statt 3.05

Balisto Getreideriegel div. Sorten, z.B. Peanuts, 156 g

Whiskas

div. Sorten, z.B. 1+ Geflügel Auswahl in Sauce, 24 x 85 g

4.20

Chicco d’Oro Kaffee

13.50

Volg Körperpflege

statt 4.95

statt 22.20

div. Sorten, z.B. Bohnen, 2 x 500 g

div. Sorten, z.B. Bodylotion, 300 ml

22.80 statt 27.80

2.80 statt 3.60

Alle Standorte und Öffnungszeiten finden Sie unter volg.ch. Dort können Sie auch unseren wöchentlichen Aktions-Newsletter abonnieren. Versand jeden Sonntag per E-Mail.

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

6.30 statt 7.90

statt 6.60

6.60

Dar-Vida

-20%

5.25

-25%

statt 3.75

10.45 statt 13.10

div. Sorten, z.B. Vanilla Dream, 900 ml

130161O RSK

-20%

2.60


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FOKUS: Mit Persistenz zum Vorbild im Badener Dojang

QUERBEET

«Alter ist nur eine Zahl» nen zudem gerade im Alter dabei helfen, Gleichgewicht, Kraft, Beweglichkeit und Koordination zu stärken, und das Sturzrisiko senken. Daneben wirkt sich das Training positiv auf die Ausdauer und das Körperbewusstsein aus und kann für die Konzentration und das Gedächtnis förderlich sein. Regelmässige Bewegung im Alter erhält die Mobilität und hilft, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Auch das Selbstvertrauen kann durch körperliche Ertüchtigung gefördert werden. Ausserdem wirkt sie Stress entgegen und ­eröffnet oft die Gelegenheit, soziale Kontakte zu pflegen und neue Menschen kennenzulernen. Überdies werden Körperhaltung sowie Körper­ bewusstsein verbessert. Kampfkünste verbinden körperliches Training mit mentaler Aktivität und sozialem Austausch. Teilnehmende berichten von mehr Energie und besserem Gleichgewicht.

ISABEL STEINER PETERHANS

Als Roland Spörri im letzten Jahr zum ersten Mal die Karatematte der Schule Euro Tang Soo Do Baden betrat, war er 73 Jahre alt und neugierig. «Ich wollte wissen, ob ich mir das noch zutraue», sagt er. «Und ich wollte etwas Neues lernen.» Seit diesem ­Moment steht er zweimal pro Woche im Dojang Seite an Seite mit Sportlerinnen und Sportlern, die oft Jahrzehnte jünger sind als er. Er wärmt sich gewissenhaft auf, übt Grundtechniken, wiederholt Bewegungsabläufe, feilt an Details. «Ich habe gemerkt, dass Fortschritt nicht vom Alter abhängt, sondern davon, wie oft man ­etwas übt», sagt er. Sein Weg begann unspektakulär, doch seine Haltung machte ihn rasch zu einer besonderen Figur im Verein. Während andere über ihre Grenzen sprechen, arbeitet Roland Spörri einfach an ihnen. «Er kommt, trainiert, hört zu, fragt nach, probiert aus und bleibt vor allem dabei», sagt Petra ­Tsiompanidou, Trainerin beim Verein Euro Tang So Doo Baden. «Das beeindruckt uns alle.»

Vorbild für jede Generation

Ausdauer und eiserne Disziplin

Kaum zu glauben, dass Roland Spörri als Jugendlicher Sport eigentlich gar nicht mochte. «Ich schrieb lieber eine Matheprüfung, als in die Turnstunde zu gehen», so der Neuenhofer. Für seinen Vater, der viel Wert auf sportliche Ertüchtigung legte, war es schwierig, die Unsportlichkeit seines Sohnes zu akzeptieren. «Das Einzige, was in meinem Leben überhaupt etwas mit Sport zu tun hatte, war die Leidenschaft für das Modellfliegen, die ich mit ungefähr 14 Jahren entdeckte», witzelt der ehemalige Polizist. Dieses Hobby verfolgte er aktiv und mit grosser Begeisterung. Als Roland Spörri im fortgeschrittenen Alter aber bemerkte, dass er langsam «einrostet» und es ihm zunehmend schwerfiel, sich ohne Pro­

Roland Spörri hat Karate vor einem Jahr für sich entdeckt BILD:ZVG bleme Socken anzuziehen, wurde er stutzig. «Ich war auch nicht mehr in der Lage, stehend in ein Hosenbein zu schlüpfen. Dafür musste ich mich hinsetzen.» Deshalb kam das Inserat, das er in der Zeitung entdeckte, gerade rechtzeitig. Darin wurden Karatekurse für Seniorinnen und Senioren beworben. Er meldete sich für eine Schnupperstunde an und entschied, diesen Kampfsport zu erlernen. Anfangs erhielt er sogar Einzelunterricht. Da er sich aber wohler in einer Gruppe fühlt, wechselte er später zum Gemeinschaftstraining.

Konfidenz durch Bewegung

Roland Spörris allgemeines Wohlbefinden hat sich seither spürbar verbessert. «Mit dem Karatetraining fühle ich mich selbstsicherer. Ich denke, ich habe schon so viele Abwehrgriffe gelernt, dass ich einen Angriff erfolgreich abwehren könnte», sagt der 74-Jährige. Kampfkünste seien weit mehr als Selbstverteidigung. Für ältere Menschen seien sie eine ganzheitliche Möglichkeit, um Gesundheit, Selbstständigkeit und L ebensqualität zu fördern, ergänzt ­ Petra Tsiompanidou. Die Kurse kön-

Diesen Februar wurde Roland Spörri für sein aussergewöhnliches Engagement ausgezeichnet. Die Ehrung kam für ihn überraschend. «Ich mache doch nur mein Training», sagte er damals bescheiden. Doch genau diese Bescheidenheit macht ihn so besonders. Seine Präsenz im Dojang wirke inspirierend, meint die 5.-Dan-Meisterin Petra Tsiompanidou, die über mehr als 35 Jahre Erfahrung verfügt. Nicht nur für Gleichaltrige, sondern auch für die Jüngeren, die sehen, wie konsequent er arbeitet. «Wenn Roland Spörri so dabeibleibt, dann habe ich keine Ausrede», sagt Valentina Nobs lachend, die ebenfalls den Kurs besucht. «Er motiviert uns alle.» Roland Spörri ist trotz fortgeschrittenem Alter ehrgeizig und zielstrebig. Im Juni hat er den orangen Gürtel erworben. Seine Geschichte zeigt, wie viel möglich ist, wenn man sich selbst eine Chance gibt. «Alter ist nur eine Zahl. Man muss einfach anfangen», sagt er. «Und dann dabeibleiben. Der Rest kommt mit der Zeit.» Sein Weg ist ein Beispiel dafür, dass sportliche Entwicklung nicht an die Zahl der Geburtstage gebunden ist, sondern an der Bereitschaft, sich stets neuen Herausforderungen zu stellen. Roland Spörri lebt diese Haltung vor, Tag für Tag, Training für Training.

AUS DER REGION: Pétanqueclub Bad Zurzach

Ein Abend wie in Südfrankreich Mit Herz und Freude am Spiel fliegen in Bad Zurzach regelmässig die Kugeln. Der PCZGZ möchte Pétanque ­lebendig halten. An manchen Sommerabenden braucht es nicht viel, um dem Alltag zu entkommen: ein warmer Wind, angeregte Gespräche und das unverwechselbare Klacken von Metallkugeln. Man könnte meinen, irgendwo in Südfrankreich zu sein. Doch dieser Ferienmoment liegt ganz nah – in Bad Zurzach. Auf dem Platz des Pétanqueclubs «zum Gut» (PCZGZ) fliegen die Kugeln durch die Abendluft. Ein Treffer sorgt für anerkennende Blicke, ein ­gelungenes Spiel für ein zufriedenes Lächeln. Wer stehen bleibt und zuschaut, merkt schnell: Dieses Spiel hat etwas Besonderes. Es entschleunigt, verbindet und zieht einen schneller in seinen Bann, als man denkt. Gegründet wurde der PCZGZ 1988. Heute zählt er 102 Mitglieder und wird seit 29 Jahren von Bernhard Erne präsidiert. Der Anlaufpunkt für

Die Anlaufstelle für Pétanque-Begeisterte den Verein ist das 2014 erbaute Boulodrone. Neben den sechs Bahnen versorgt ein Bistro die Spielerinnen und Spieler.

Das Miteinander im Vordergrund

Pétanque wirkt einfach: Zwei Teams versuchen, ihre Metallkugeln möglichst nah an die kleine Zielkugel, das Cochonnet, zu platzieren. Doch es geht um weit mehr als ums Treffen.

am 14. und 21. August Gelegenheit dazu. Vorkenntnisse oder eine Anmeldung sind nicht nötig. Kugeln werden zur Verfügung gestellt, Regeln erklärt und erste Tipps gleich mitgegeben. Etwas sportlicher wird es beim Volksturnier Anfang September. Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen treten gegeneinander an – manche mit Erfahrung, viele zum ersten Mal. Der Ehrgeiz ist spürbar, die Atmosphäre bleibt herzlich. Zwischen Konzentration, Applaus und Gesprächen entsteht das, was den Tag besonders macht: Gemeinschaft. Ein Abend auf dem Pétanqueplatz vergeht schneller, als man denkt. SMA

Lea Grossmann

Vertrauen Kürzlich war ich wieder an einem Schwingfest. Solche Tage beginnen immer gleich: Man zeigt sein Ticket, sucht seinen Platz und packt den Rucksack aus. Keine fünf ­Minuten später liegen Salsiz, Käse und Brot auf dem Brättli. Geschnitten wird mit einem VictorinoxSackmesser, das man irgendwann von einem Verein oder einer Firma geschenkt bekommen hat. Der Weisswein ist inzwischen zwar seichwarm. Man trinkt ihn trotzdem. Es wird über die Paarungen diskutiert. Die einen schimpfen, die anderen loben. Dazwischen geht man aufs Toitoi, holt ein Bier und setzt sich wieder hin. Nach dem Schlussgang löst man das Sitznummer-Kleberli vom Stuhl, wirft es in den Abfall, PET zum PET, Glas zu Glas und fährt müde, zufrieden und leicht sonnenverbrannt nach Hause. Erst auf dem Heimweg wird mir klar, wie aussergewöhnlich solche Tage sind. Nicht wegen des Schlussgangs. Sondern wegen ­allem, was nicht passiert ist. Niemand kontrollierte den Rucksack oder verbot das Mitführen eines Sackmessers. Ganz anders an anderen Veranstaltungen: Taschen dürfen höchstens die Grösse eines C5-Couverts aufweisen. Getränke müssen draussen bleiben. Security am Eingang. ­Kameras über dem Festgelände. Betonblöcke vor den Zufahrten. Absperrgitter, Kontrollen und Vorschriften – und wir finden das längst normal. Natürlich haben diese Massnahmen ihre Berechtigung. Die Welt hat sich verändert. Trotzdem frage ich mich, was wir unterwegs verloren haben. Am Schwingfest sitzen Tausende Menschen zusammen. Mit Sackmessern. Glasflaschen. Bier. Wein. Und erstaunlicherweise passiert genau das, was man sich von jeder Veranstaltung wünscht: fast nichts. Vielleicht liegt das Geheimnis gar nicht im Sägemehl, sondern im Vertrauen, das einem geschenkt wird. Und vielleicht ist das Verrückteste am Schwingfest längst nicht mehr der Schwingsport, sondern dass dort für einen Tag selbstverständlich ist, was andernorts längst verloren gegangen ist: das Vertrauen zueinander. lea.grossmann@me.com

Inserat 129157 RSK

Roland Spörri begann erst vor einem Jahr mit Karate. Heute gilt der 74-Jährige im Karatezentrum in Baden als Inspiration für alle Generationen.

BILD: ZVG

Taktik, Präzision und Fingerspitzengefühl entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. Zwischen den Würfen wird diskutiert, gelacht und gefachsimpelt. Erfahrene Spieler geben Tipps, Neulinge werden unkompliziert aufgenommen. Genau das macht den Reiz aus: Man spielt nicht nur gegeneinander, sondern miteinander. Wer den Sport kennenlernen möchte, hat an der Open Boule-Bar

AUS DER REGION Diese Rubrik ist eine Hommage an all die vielen Vereine, Institu­ tionen, Stiftungen oder Gruppen der Region. Sind auch Sie Mitglied eines tollen Vereins, den wir hier vorstellen dürfen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an redaktion@effingermedien.ch.

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Rundschau Süd • Nr. 30/31 23. Juli 2026

REGION: Vogel des Jahres 2026

Der Eisvogel beim Brüten Wer den Vogel des Jahres in seinem natürlichen Lebens­ raum erleben möchte, hat am Klingnauer Stausee die ­Gelegenheit dazu.

Levin Glatz, Kanti Wettingen

BILD: ZVG

WETTINGEN

Physiktalent gewinnt Bronze Vom 4. bis zum 12. Juli fand im kolum­ bianischen Bucaramanga die inter­ nationale Physikolympiade statt. Dort trafen Jugendliche aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein auf Physiktalente aus 95 Ländern. Die Teilnehmenden hatten dort an­ spruchsvolle Aufgaben zu lösen und konnten neue Freundschaften knüp­ fen. «Zweimal Bronze und zwei ­Ehrenmeldungen sind ein gutes Re­ sultat für die Schweiz. Die Teilneh­ menden haben sich gut geschlagen, vor allem in der theoretischen Prü­ fung», so Clémence Bachmann, Team­ leiterin der Schweizer Delegation. Eine der zwei Schweizer Bronze­ medaillen gewann ein Schüler aus der Region: Levin Glatz besucht die Kan­ tonsschule Wettingen. RS

Die Wahl zum Vogel des Jahres 2026 lenkt den Blick auf einen Lebensraum, der in der Schweiz selten geworden ist: Der Eisvogel ist auf saubere, fisch­ reiche Gewässer mit naturnahen Ufern angewiesen. Dort findet er Nah­ rung, geeignete Sitzwarten für die Jagd und steile Ufer, in denen er seine Bruthöhlen anlegt. Doch weil fast alle Flüsse und Bäche verbaut wurden, fehlen solche Lebensräume heute vie­ lerorts: Nur 400 bis 600 Paare des Eisvogels werden schweizweit noch gezählt, die Art steht auf der Roten Liste, wie Birdlife Schweiz schreibt.

Ein guter Moment

Birdlife Schweiz hat ein Artenförder­ projekt für den Eisvogel gestartet. In dessen Rahmen schuf der Verband in den Aussenbereichen der Naturzen­ tren La Sauge und Klingnauer Stau­ see künstliche Brutwände. Diese wer­ den von den Eisvögeln seit Beginn ge­ nutzt. Dank Beobachtungshütten können die Besuchenden der Natur­ zentren live dabei sein, wenn die flie­ genden Juwelen balzen, ihre Jungen füttern oder kleine Fische fangen. Jetzt ist ein besonders guter Moment, um auf die Pirsch zu gehen. Im Idealfall dauert die Brutsaison noch bis in den September. Eisvögel

Ein Jungvogel, erkennbar an den dunklen Füssen ziehen in günstigen Jahren bis zu drei Bruten auf. Das Ausbrüten der Eier dauert 19 bis 21 Tage, danach werden die Jungvögel in der Brutkammer bis zu 28 Tage gefüttert. Erst wenn sie flügge sind, kommen die Jungvögel aus der Brutröhre. Sie halten sich in der Regel aber nur kurz im Revier der Eltern auf und suchen sich sehr schnell ein eigenes. Am einfachsten zu erkennen sind sie übrigens an ihren Füssen: Diese sind dunkel ge­ färbt, während erwachsene Eisvögel zur Brutzeit leuchtend orange Füsse haben.

SPREITENBACH: Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) auf Standortsuche

Neue Busgarage im Limmattal Im Zuge der Elektrifizierung ihrer Busflotte im Limmattal planen die VBZ in Spreiten­ bach eine neue Garage für bis zu 50 Busse. Für den geplanten Angebotsausbau des öffentlichen Verkehrs sowie die Elektrifizierung ihrer Busflotte im Limmattal benötigen die VBZ zusätz­ liche Abstellflächen mit moderner L adeinfrastruktur. Ab Mitte 2030 ­ wollen die VBZ deshalb eine noch zu errichtende Busgarage in Spreiten­ bach für mindestens 40 Jahre mieten. Die VBZ sind im Auftrag des Zür­ cher Verkehrsverbunds (ZVV) markt­ verantwortliches Unternehmen im Limmattal. Im Einklang mit der ZVVDekarbonisierungsstrategie und den Klimazielen von Stadt und Kanton ­Zürich soll die Busflotte schrittweise erweitert und auf Elektrobetrieb umge­ stellt werden. Da die bestehenden, von Dritten betriebenen Standorte in Dieti­ kon und Bergdietikon veraltet sind und deshalb nicht elektrifiziert werden können, haben sich die VBZ vor einiger Zeit auf die Suche nach einem neuen Standort gemacht. Die bestehenden Busdepots können aus baulichen und vertraglichen Gründen nicht ertüchtigt werden. Stattdessen wollen die VBZ eine neue, eigene ­ I nfrastruktur auf­ bauen. Nach jahrelanger Suche wurde ein geeigneter Standort nun in Sprei­ tenbach ge­f unden.

Langfristige Lösung

Die private Investorin Creafonds AG plant, an der Türliackerstrasse in Spreitenbach einen Neubau mit einem unterirdischen Busdepot zu bauen. Die VBZ wollen dieses ab Mitte 2030 für mindestens 40 Jahre – mit Option auf Verlängerung um weitere 10 Jahre – mieten. Das Busdepot soll Platz für etwa 50 Busse bieten. Alle Abstell­ plätze sollen mit einer eigenen Lade­

Engagement für die ­Lebensräume

Birdlife Schweiz engagiert sich ausserdem lokal, kantonal und natio­ nal für die Renaturierung begradigter Gewässer, damit wieder strukturrei­ che Ufer, Flachwasserzonen und ge­ eignete Lebensräume für Fische ent­ stehen. Wo natürliche Steilufer feh­ len, unterstützt die Organisation die Schaffung oder die Freilegung von Brutwänden, in denen der Eisvogel seine Brutröhren anlegen kann. Neben diesen konkreten Schutz­ massnahmen vor Ort setzt sich Birdlife

BILD: CARL‘ANTONIO BALZARI

auf politischer Ebene für den ­Erhalt und die Revitalisierung von Gewässern ein. Die Organisation begleitet Renatu­ rierungsprojekte fachlich und fordert eine konsequente Umsetzung der ge­ setzlichen Vorgaben zum Gewässer­ schutz. Ebenso wichtig ist die Sensibi­ lisierung der Bevölkerung: Mit Kampa­ gnen wie der Wahl des Eisvogels zum Vogel des Jahres wird auf die Bedeu­ tung intakter Fluss- und Bachland­ schaften aufmerksam gemacht und ge­ zeigt, dass der Schutz des Eisvogels gleichzeitig zahlreichen anderen Tierund Pflanzenarten zugutekommt. RS

BADEN: Umdenken bei Typ-2-Diabetes

Chronische Nährstoffüberversorgung Ein internationales Team von Forschenden mit Beteiligung des Kantonsspitals Baden pro­ pagiert einen neuen Therapie­ ansatz bei Typ-2-Diabetes.

Die VBZ-Busflotte soll in den kommenden Jahren weiter elektrifiziert werden. Dafür will das Unternehmen mitunter eine neue Garage in Spreitenbach mieten

infrastruktur ausgestattet werden. Weiter sind Wasch- und Wartungsein­ richtungen sowie Betriebsräume vor­ gesehen. Der Ausbau des Busdepots soll durch die VBZ selbst erfolgen und zu einem späteren Zeitpunkt beim Zürcher Stadtrat beantragt werden. Um der privaten Investorin Pla­ nungssicherheit zu geben und um eine langfristige Bereitstellung von Ab­ stellflächen zu sichern, wollen die VBZ schon vor Baubeginn einen ent­ sprechenden Mietvertrag mit der In­ vestorin unterzeichnen. Die Miet­ dauer beginnt offiziell dennoch erst ab Inbetriebnahme. Der Stadtrat so­ wie der Verkehrsrat des Kantons Zü­ rich haben die jährlichen Mietkosten in Höhe von 1,18 Millionen Franken für die Laufzeit von 50 Jahren bewil­ ligt. In den Mietkosten nicht enthalten sind Mehrwertsteuer, Nebenkosten sowie mögliche Reserven für Miet­ zins- und Nebenkostenanpassungen.

Mischnutzung auf engem Raum

Der Gemeinderat Spreitenbach be­ grüsst den Entscheid für die geplante neue VBZ-Busgarage auf dem Gemein­

BILD: MICHAEL DERRER FUCHS – STOCK.ADOBE.COM

degebiet, wie er in einer Mitteilung schreibt. Das Vorhaben sei für die Ge­ meinde und die gesamte Region von Bedeutung, da es die Voraussetzun­ gen für den weiteren Ausbau des öf­ fentlichen Verkehrs und die schritt­ weise Umstellung der Busflotte auf Elektrobetrieb schafft. Die Gemeinde Spreitenbach sei frühzeitig in die Pla­ nungen der privaten Investorin ein­ bezogen worden. Im Rahmen des Wettbewerbs­ verfahrens setzte sich die Gemeinde dafür ein, dass am Standort an der Türliackerstrasse nicht lediglich ein funktionales Busdepot entsteht. Der Gemeinderat wünscht sich ein städte­ baulich und architektonisch überzeu­ gendes Gebäude mit einer ergänzen­ den Mantelnutzung. Dadurch will die Gemeinde die Fläche möglichst effi­ zient nutzen und gleichzeitig das Ge­ bäude in die bestehende Umgebung einbetten. Die geplante Kombination verschiedener Nutzungen entspricht den raumplanerischen Zielsetzungen der Gemeinde und soll zu einer quali­ tativen Entwicklung des betreffenden Gebiets beitragen. RS

In der Schweiz leben schätzungsweise mehr als 500 000 Menschen mit Typ2-Diabetes. Bis heute gilt die Stoff­ wechselstörung vor allem als Folge einer Insulinresistenz und einer un­ zureichenden Insulinproduktion. Ent­ sprechend zielen die meisten Thera­ pien darauf ab, den Blutzucker zu senken oder die Insulinwirkung zu ­ verbessern. Eine neue Publikation, die im Fach­ journal «Cell Metabolism» veröffent­ licht wurde, schlägt nun einen Pers­ pektivenwechsel vor. Der internatio­ nalen Gruppe von Forschenden, die hinter der Publikation stehen, gehört Marc Donath an, stellvertretender Leiter der Clinical Trial Unit am Kan­ tonsspital Baden (KSB). Die Forschen­ den gehen davon aus, dass mehrere frühe Merkmale des mit Übergewicht assoziierten Typ-2-Diabetes – dar­ unter die Insulinresistenz, eine leicht erhöhte Blutzuckerkonzentration, eine verminderte Insulinsekretion oder auch die Ausscheidung von Zu­ cker über den Urin – nicht primär Aus­ druck einer ­Erkrankung sein könnten. Sie vermuten dahinter Schutzmecha­ nismen, mit denen sich der Körper gegen einen chronischen Nährstoff­ überschuss zu wehren versucht. «Wir sollten Typ-2-Diabetes nicht ausschliesslich als Störung der Blut­ zuckerregulation betrachten, sondern als Reaktion des Körpers auf eine lang anhaltende Überlastung mit Nährstoffen», sagt Marc Donath. «Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie stark ein Medikament den Blutzu­

Marc Donath

BILD: ZVG

cker senkt, sondern auch, ob es die Stoffwechselbelastung der Organe re­ duziert. Dieses Verständnis könnte die Entwicklung künftiger Therapien prägen.» Die neue Sichtweise stütze sich auf die Auswertung zahlreicher grosser klinischer Studien, wie das KSB in einer Mitteilung schreibt. Demnach hätten verschiedene Diabetesmedika­ mente trotz vergleichbarer Blutzu­ ckersenkung potenziell unterschied­ liche Auswirkungen auf Herz, Nieren, Leber und Körpergewicht. Die For­ schenden schlagen deshalb vor, Dia­ betesbehandlungen künftig nicht ­a llein anhand der Blutzuckerwerte zu beurteilen. Entscheidend sei viel­ mehr, ob eine Therapie die Nährstoff­ überlastung von Organen und Gewe­ ben vermindere und damit langfristig Folgeerkrankungen vermeide. RS


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REGION: Feiern und Festreden zum Nationalfeiertag

Bundesfeiern in den Gemeinden Nächste Woche wird der Schweizer Nationalfeiertag begangen – in der Region mit Festreden und gemütlichem Beisammensein.

­ fferiert die Ortsbürgergemeinde o Spreitenbach einen Apéro. ‒ 17 Uhr: Beginn des Volksfests. ‒ 19 Uhr: Unterhaltung und Tanz mit der Tiroler Band Pfunds-Kerle.

WETTINGEN

BADEN

Bundesfeier auf dem Rathausplatz Der Gemeinderat lädt die Wettinger Einwohnerinnen und Einwohner zur Teilnahme an der offiziellen Bundesfeier ein. Der Anlass findet wie gewohnt auf dem Rathausplatz statt und wird vom Windorchestra Baden ­Wettingen ausgerichtet. Für die Festansprache wurde Grossratspräsident Urs Plüss (EVP) verpflichtet. ‒ 10.30 Uhr: Eröffnung der Festwirtschaft auf dem Rathausplatz. ‒ 11 bis 11.45 Uhr: Konzert der ­Harmonie Wettingen-Kloster unter der Leitung von Raymond Engler. ‒ 11.30 Uhr: Risotto, offeriert von der Gemeinde, zubereitet von den Wettinger Chuchimanne. ‒ Ab 12.30 Uhr: Festakt mit Musikvortrag, Begrüssung durch Gemeindeammann Markus Haas, ­Musikvortrag, Festansprache von Urs Plüss, Präsident des Aargauischen Grossen Rats, Musikvortrag und Schweizerpsalm. ‒ 15 Uhr: Ende der Bundesfeier. Musikalisch wird die Feier von der Harmonie Wettingen-Kloster umrahmt. Sie wird von der Tambourenvereinigung Wettingen und Umgebung unterstützt.

Bundesfeier in der Cordulapassage Die Stadt Baden lädt die Bevölkerung zur Bundesfeier ein. Die Feier findet am Samstag, 1. August, ab 17 Uhr in der Cordulapassage statt. Neben der Festwirtschaft wird Christian Brönnimann, Verwaltungspräsident der ­Dectris AG in Dättwil, als Festredner auftreten. Die 1.-August-Feier findet bei jeder Witterung statt, das Feuerwerk nur, wenn kein kantonales Feuerwerksverbot besteht. Das Abbrennen und die Verwendung von lärmverursachenden Feuerwerkskörpern auf dem Festgebiet und dem ­Gemeindegebiet der Stadt Baden sind gemäss Polizeireglement verboten. ‒ 17 Uhr: Eröffnung der Festwirtschaft. Der Verein Lampefieber hält ein Unterhaltungsprogramm für Kinder bereit. ‒ Zwischen 17 und 20 Uhr besteht die Möglichkeit, gratis mit der Spanisch-Brötli-Bahn zu fahren. ‒ 19 Uhr: Auftritt des Blasorchesters Baden-Wettingen. ‒ 19.30 Uhr: Nationalhymne. ‒ 19.40 Uhr: Begrüssung durch Stadtammann Markus Schneider, Festansprache von Christian ­Brönnimann, anschliessend Auftritt der Band 4 Elle. ‒ 22 Uhr: grosses Feuerwerk auf der Ruine Stein, danach spielt erneut die Band 4 Elle. Die Veranstaltung endet um 23.15 Uhr.

BIRMENSTORF 1.-August-Feier auf dem Schulhausplatz Neumatt Der Birmenstorfer Gemeinderat lädt auf Samstag, 1. August, zur Bundesfeier von 11 bis 15 Uhr vor dem Schulhaus Neumatt ein. Es gibt eine Festwirtschaft, die Wurst vom Grill wird von der Gemeinde offeriert. Es stehen gedeckte Sitzplätze zur Verfügung, deshalb wird die Veranstaltung bei jeder Witterung durchgeführt (bei ­ schlechtem Wetter in der Halle Träff). ‒ Ab 11 Uhr: musikalische Unterhaltung mit Annie-May Mettraux. ‒ 11.30 Uhr: Begrüssung durch den Gemeinderat. ‒ 12.30 Uhr: Die Festansprache hält Regierungsrat Jean-Pierre Gallati (SVP). Im Anschluss gemütliches Beisammensein mit Süssigkeiten vom Candy Land.

ENNETBADEN Bundesfeier auf dem Schulhausplatz Der Gemeinderat lädt die Einwohnerinnen und Einwohner von Ennetbaden zur 1. August-Feier ein. Diese findet dieses Jahr ausnahmsweise auf dem Schulhausplatz statt. ‒ 11 Uhr: Apéro, offeriert von der Gemeinde. ‒ 11.30 Uhr: Begrüssung der Festgemeinde durch Frau Gemeindeammann Tanja Kessler, anschliessend gemeinsames Singen der Nationalhymne und Festrede der Ennetbadener Germanistin und Historikerin Ruth Wiederkehr. Da-

WÜRENLOS

nach können sich die Gäste in der Festwirtschaft verpflegen. Aufgrund des geltenden Feuerwerksverbots ist das Abbrennen von Feuerwerk untersagt. Die Veranstaltung endet etwa um 14.30 Uhr.

FISLISBACH Bundesfeier im Festzelt, Parkplatz ­neben dem Spielplatz Tannenburg Die Gemeinde Fislisbach lädt am 1. August zur Bundesfeier ein. Die ­Feierlichkeiten finden im Festzelt auf dem Parkplatz neben dem Spielplatz Tannenburg statt. ‒ 11 Uhr: Eröffnung der Festwirtschaft. ‒ 11.30 Uhr: Begrüssung durch den Gemeinderat, anschliessend Gedanken zum 1. August mit Michael Weber. Der Podcaster und Coach betrieb über 15 Jahre Leistungssport im Fussball. Gebet mit ­Pfarrerin Karin Voss, evangelischreformiertes Pfarramt. Schweizerpsalm. ‒ 12.15 Uhr: Risotto, zubereitet vom Alterszentrum am Buechberg und offeriert von der Gemeinde Fislisbach. Am Buffet gibt es kostenpflichtige Getränke und Grilladen.

GEBENSTORF 1.-August-Feier bei der Schulanlage Brühl Der Gemeinderat und der Feuerwehrverein Geissli laden die Gebenstorfer Bevölkerung zur Bundesfeier am 1. August ein. ‒ 16 Uhr: Eröffnung der Festwirtschaft, geführt vom Feuerwehr­ verein Geissli. ‒ 17 Uhr: ökumenischer Gottesdienst, musikalisch begleitet vom Jodlerklub Horn. ‒ 18 Uhr: Eröffnung der Fest­ wirtschaft. ‒ 19 Uhr: Glockengeläut beider Kirchen.

‒ 19.15 Uhr: Begrüssung durch Gemeindeammann Toni Suter, danach halten Suzue Rother-Nakaya und Wolfgang Rother von der Schweizerischen Ikenobo-Gesellschaft die Festansprache. Anschliessend wird gemeinsam die Nationalhymne gesungen. ‒ 19.45 Uhr: musikalische Unter­ haltung mit dem Jodlerklub Horn. Weitere Attraktionen sind das 1.-August-Feuer (vorbehältlich Feuerverbot durch den Kanton Aargau), der Lam­ pionumzug und eine Hüpfburg für die Kinder. Die Bundesfeier findet bei ­jeder Witterung statt.

KILLWANGEN Freitag, 31. Juli Traditionelle Beachparty und offizielle Bundesfeier im Schwimmbad Meierbädli Der STV Killwangen lädt am Freitag, 31. Juli, zur Beachparty – der traditionellen Killwanger Bundesfeier – im Meierbädli ein. Die Feier in der Nacht auf den 1. August gehört in Killwangen zur Tradition und dauert bis zur Sperrstunde um 4 Uhr. ‒ 17.30 Uhr: Apéro für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gönnerinnen und Gönner. ‒ 18 Uhr: Eröffnung im grossen Festzelt und an der Bar. Zwischen 18 und 20 Uhr wird allen Killwanger Kindern eine Wurst offeriert. ‒ Ab 21 Uhr sind der Shot- und Schnupfwagen sowie die Caipirinha- und die Cüpli-Bar geöffnet und laden zum Verweilen ein. ‒ 21.45 Uhr: geführter Lampion­ umzug zum 1.-August-Feuer oberhalb des Festzelts. Treffpunkt ist beim WC-Wagen. Das Ziel befindet sich beim 1.-August-Feuer oberhalb des Festzeltes (vorbehältlich Feuerverbot durch den Kanton Aargau). ‒ 0 Uhr: Hells Bells – es isch 1. August. Im Anschluss wird bis um 4 Uhr gefeiert.

NEUENHOF Bundesfeier in der Aula Die Gemeinde und die Männerriege des STV Neuenhof laden die Bevölkerung am 1. August von 12 bis 14 Uhr zur Bundesfeier in und um die Aula der Schule Neuenhof ein. ‒ 12 Uhr: Apéro für die Bevölkerung. ‒ 12 bis 14 Uhr: Basteln und Hüpfburg im Peterskeller. ‒ 12.30 Uhr: musikalische Unterhaltung mit der Alphorngruppe Reussblick. ‒ 12.45 Uhr: Begrüssung durch ­Vizeammann Daniel Burger. Danach hält Ioannis Delakos, Bürgermeister von Holzgerlingen, seit 1984 Killwangens Partnerschaftsgemeinde, die Festrede. Anschliessend wird gemeinsam die Nationalhymne gesungen. ‒ 13.15 Uhr: Die Besuchenden sind zum Pasta-Festival (solange Vorrat) eingeladen. Das Abbrennen von Knallfeuerwerk geschieht auf eigene Verantwortung, ist aber auf dem Festareal nicht gestattet.

SPREITENBACH Bundesfeier und Volksfest auf dem Sportplatz Ziegelei Die Gemeinde Spreitenbach lädt am 1. August zur Bundesfeier auf dem Sportplatz Ziegelei. Dieses Jahr findet dort am Abend wieder das Volksfest statt. ‒ 10.30 Uhr: Begrüssung durch Gemeindepräsident Markus Mötteli. Die Festansprache hält Simon Stückelberger, Politikwissenschaftler und Projektleiter bei Sotomo. Die Alphorngruppe Reussblick sorgt für den musikalischen Rahmen an der Bundesfeier. Sie wird von Fahnenschwingern begleitet. Zudem zeigt die Trachtengruppe Würenlos Volkstänze. Im Anschluss an das Festprogramm

Bundesfeier auf dem Platz hinter dem Alten Schulhaus Die Gemeinde und der Sportverein Würenlos laden die Bevölkerung am 1. August ein, den Nationalfeiertag in gemütlichem Beisammensein auf dem Schulhausplatz zu feiern. Der Apéro wird von der Gemeinde offeriert. Der Sportverein führt die Festwirtschaft. ‒ 17 Uhr: Beginn der Feier auf dem Platz hinter dem Alten Schulhaus (bei schlechtem Wetter in der Mehrzweckhalle). ‒ 18 Uhr: Auftakt mit der Alphorngruppe Reussblick und Auftritt der Musikgesellschaft Würenlos. ‒ 18.30 Uhr: Läuten der Kirchen­ glocken, Vorführung der Trachtengruppe Würenlos und der Alphorngruppe Reussblick, anschliessend Begrüssung durch Gemeindeammann Anton Möckel, Festansprache von Mitte-Nationalrat Andreas Meier aus Klingnau. ‒ 19.20 Uhr: Apéro, offeriert von der Gemeinde, Auftritt der Trachtengruppe Würenlos und der Musikgesellschaft Würenlos, anschliessend gemeinsames Singen der ­Nationalhymne. ‒ 21.15 Uhr: Fackel- und Lampionumzug zum Höhenfeuer (vorbehältlich Feuerverbot durch den Kanton Aargau). ‒ Ab 22 Uhr: Höhenfeuer auf dem Gipf (vorbehältlich Feuerverbot durch den Kanton Aargau). ‒ Etwa 22.30 Uhr: Schluss der Veranstaltung Die Redaktion erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

ACHTUNG UNFALLGEFAHR! Das Abbrennen von Feuerwerk inmitten von Personengruppen ist gefährlich und daher verboten. Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder zur Beachtung dieser Vorschrift anzuhalten. Beachten Sie die in den meisten Gemeinden speziell eingerichteten Feuerwerkplätze.


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MITTEILUNGEN AUS DEN GEMEINDEN BIRMENSTORF Senioren 60+

Der nächste Seniorenmittagstisch findet am Donnerstag, 30. Juli, von 11.30 bis 14 Uhr im Gasthof zum Bären statt. Im Vordergrund stehen das gemeinsame Mittagessen, Plaudern und damit eine Abwechslung im Alltag. Die Kosten für die Konsumation übernimmt jede Person für sich. Eine Anmeldung ist erforderlich bis Dienstagabend, 28. Juli, bei Theres Gerber (056 225 12 12 oder gerberthe@hotmail.com). Die Seniorenkommission lädt ein zum nächsten Maschen-Treff auf Montag, 3. August, von 14 bis 17 Uhr im Mehrzweckraum Neumatt II. Gemeinsam stricken und häkeln, plaudern und sich austauschen – alle Interessierten sind willkommen, von Neulingen bis zu Profis. Der Maschen-Treff findet am ersten Montag des Monats statt. Weitere Informationen erteilt Theres Gerber (079 545 93 30 oder gerberthe@hotmail.com).

Genussvoller Sommerabend mit Birmi-Gin

Das Team von Birmi-Gin lädt alle Interessierten und Gin-Fans zum BirmiGin-Evening beim Don-Bosco-Haus ein. Ein Barbetrieb mit verschiedenen Birmi-Gin-Variationen, Cocktails und ausgewählten Snacks verspricht einen gemütlichen und ungezwungenen Abend in geselliger Atmosphäre. Petra und Martin Meyer, Eliane und Patrick Wehrli sowie Ursina und Jonathan Näpfer freuen sich auf viele bekannte und neue Gesichter. ‒ Freitag, 31. Juli, ab 19 Uhr, Don-Bosco-Haus, Birmenstorf

Bundesfeier

Der Gemeinderat lädt ein auf Samstag, 1. August, von 11 bis 15 Uhr zur Bundesfeier auf dem Schulhausplatz Neumatt mit Regierungsrat JeanPierre Gallati als Festredner. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt (gedeckte Sitzplätze):

‒ ab 11 Uhr Barbetrieb, Wurst vom Grill und Brot werden von der Gemeinde offeriert ‒ Süssigkeiten vom Candy-Land ‒ musikalische Unterhaltung mit ­A nnie-May Mettraux ‒ 12.30 Uhr Festansprache von ­Regierungsrat Jean-Pierre Gallati Ein detailliertes Programm wurde in den vergangenen Tagen allen Haushalten zugestellt. Der Gemeinderat freut sich über Ihre Teilnahme.

Rääbhüslifäscht

Endlich ist es wieder so weit: am Freitag, 7., und Samstag, 8. August, findet das einzigartige Rääbhüslifäscht mit kulinarischen Leckereien und dem schönen Ambiente auf dem Rebberg in Birmenstorf statt: Öffnungszeiten: ‒ Freitag, 7. August, 17 bis 2 Uhr ‒ Samstag, 8. August, 16 bis 2 Uhr Parkplätze für Velos und Kinderwagen: alte Trotte. Für Autos: Trottenwiese, Rieterestrasse und Parkplätze bei der Mehrzweckhalle (mit ShuttleService). Bitte Weisungen des Parkdienstes beachten. Shuttle-Service: Mehrzweckhalle – Bushaltestelle Strählgass – Alte Trotte – oberer Nettel, Shuttle von Festbeginn bis 22 Uhr/oberer Nettel bis 20 Uhr. Weitere Informationen sind unter birmenstorfer.ch zu finden.

Brandgefahr: Vorsicht beim ­Abbrennen von Feuerwerk

Aufgrund der aktuellen Waldbrandgefahr gilt derzeit Gefahrenstufe 4 (grosse Gefahr). Das Abbrennen von Feuerwerk im Wald sowie innerhalb eines Abstands von 200 Metern zum Waldrand ist verboten. Ausserhalb dieses Bereichs ist das Abbrennen von Feuerwerk derzeit erlaubt. Dennoch ist grösste Vorsicht geboten. Funkenflug und unachtsamer Umgang mit Feuerwerk können Brände auslösen. Die Situation kann sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit jederzeit ändern. Ein Feuerwerkverbot ist kurzfristig möglich. Die Bevölkerung wird gebeten, sich vor dem Abbrennen von Feuerwerk über die aktuell geltenden Bestim-

mungen zu informieren und die Anweisungen der Behörden zu beachten.

Sprache ist der Schlüssel zur Integration

Freiwillige Helferinnen und Helfer für Deutschunterricht gesucht. Helfen Sie mit und machen Sie den positiven Unterschied im Leben von geflüchteten Menschen. Möchten Sie sich sporadisch oder regelmässig engagieren? Für den Deutschunterricht suchen wir Lehrpersonen. Sie müssen kein Experte/keine Expertin sein. Motivation und Freude am Austausch reichen. Wöchentliche Einsätze sind nicht nötig: Sie kommen, sooft es für Sie passt. Vereinbaren Sie einen Schnupper­ termin mit uns und lernen Sie uns kennen. ‒ Montags, 18.15 bis 20 Uhr, DonBosco-Haus, 5413 Birmenstorf ‒ Kontakt: Lara Künzi (lara.kuenzi@ outlook.com, 079 208 35 81)

Mitarbeiterin/Mitarbeiter im Bereich Reinigung und Umgebungsarbeiten gesucht (50 Prozent)

Wir suchen zur Ergänzung unseres Teams einen motivierten und freundlichen Mitarbeiter oder eine motivierte und freundliche Mitarbeiterin im Bereich Reinigung mit mehrjähriger Erfahrung in der Unterhaltsreinigung, hoher Selbstständigkeit, Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein und einer exakten Arbeitsweise. Zudem erwarten wir eine gute körperliche Verfassung sowie gute Deutschkenntnisse. Der Aufgabenbereich umfasst die Reinigung der öffentlichen Gebäude (vorwiegend des Schulhauses), Mithilfe bei Umgebungsarbeiten, wie zum Beispiel Rasenmähen oder Sträucherschneiden, sowie die Ferienvertretung. Fragen beantwortet der Leiter Hauswartung und Technik, Marco De Fina (079 241 74 63). Auf die vollständigen Bewerbungsunterlagen – an die Gemeindekanzlei, Badenerstrasse 25, 5413 Birmenstorf, oder vorzugsweise elektronisch an gemeindekanzlei@birmenstorf.ch – freuen wir uns.

Baden hat mit Fusionen eine wechselvolle Geschichte. 2010 scheiterte der Zusammenschluss mit Neuenhof ausgerechnet in Baden knapp: 2396 Personen stimmten dafür, 2443 dagegen. In Neuenhof wurde die Fusion dagegen deutlich angenommen. Erst der 2024 vollzogene Zusammenschluss von Baden und Turgi durchbrach die langjährige politische Blockade. Aus Sicht der GLP Baden darf diese Fusion bisher als insgesamt gelungen gelten. Sie zeigt, dass Zusammenschlüsse möglich sind, wenn sie sorgfältig vorbereitet und demokratisch legitimiert sind sowie von beiden Seiten getragen werden. Die Ausgangslage bei möglichen künftigen Partnergemeinden ist jedoch unterschiedlich. Baden und Wettingen sind mit rund 24 000 beziehungsweise 22 000 Einwohnerinnen und Einwohnern annähernd gleich gross. Neuenhof zählt etwa 9200 Einwohnerinnen und Einwohner. Insbesondere bei Gesprächen zwischen Baden und Wettingen könnten keine fertigen Strukturen einseitig vorgegeben werden. Gemeindeordnung, Verwaltungsorganisation und politische Kultur müssten gemeinsam neu ausgehandelt werden. Auch gegenüber kleineren Gemeinden darf die Haltung nicht lauten, Baden liefere das fertige Betriebssystem, das die andere Gemeinde lediglich übernehmen müsse. Es wäre falsch, kleinere Gemeinden grundsätzlich als entwicklungsbedürftig zu betrachten. Viele ihrer Regelungen sind keine Zeichen mangelnder Professionalität, sondern über Jahrzehnte gewachsene Antworten auf konkrete lokale Bedürfnisse.

Die Beschlüsse der Einwohnergemeindeversammlung vom 16. Juni 2026 sind mit unbenütztem Ablauf der ­R eferendumsfrist in Rechtskraft erwachsen.

Amtliche Publikationen auf birmenstorf.ch

Sämtliche amtlichen Publikationen/ Pflichtpublikationen der Gemeinde Birmenstorf (wie beispielsweise Baugesuche, Submissionsausschreibungen, Ergebnisse von Wahlen und Abstimmungen usw.) finden Sie auf birmenstorf.ch > Amtliche Publikationen.

Öffentliche Gesuche

Neu liegen folgende Gesuche öffentlich auf: ‒ Aufhebung der kommunalen Überbauungspläne (Erschliessungspläne) «Juchstrasse + Ringstrasse» sowie «Oberzelgli» ‒ Einwohnergemeinde Birmenstorf, Ersatz der bestehenden Wasserleitung im Rebberg, diverse Parzellen ausserhalb Bauzone ‒ Einwohnergemeinde Birmenstorf, Erneuerung der Flurwege ausserhalb Baugebiet, diverse Parzellen ausserhalb Bauzone

GEBENSTORF

Einladung zur Bundesfeier

Der Gemeinderat lädt die Bevölkerung von Gebenstorf zu den 1. AugustFeierlichkeiten ein. Es erwartet Sie folgendes Programm: ‒ Bundesfeier bei der Schulanlage Brühl ‒ 16 Uhr: Eröffnung der Festwirtschaft, geführt vom Feuerwehr­ verein Geissli ‒ 17 Uhr: ökumenischer Gottesdienst, musikalisch begleitet vom Jodlerklub Horn ‒ 19 Uhr: Glockengeläut beider ­K irchen

‒ 19.15 Uhr: Begrüssung durch Gemeindeammann Toni Suter und 1.-August-Ansprache von Suzue Rother-Nakaya und Wolfgang ­Rother (Schweiz. Ikenobo-Gesellschaft), danach folgt die Nationalhymne ‒ 19.45 Uhr: musikalische Unterhaltung durch den Jodlerklub Horn ‒ 20.30 Uhr: Auftritt der Band ­Trionettli ‒ Weitere Attraktionen: 1.-AugustFeuer, Lampionumzug und Hüpfburg. Die Bundesfeier findet bei der Schulanlage Brühl und bei jeder Witterung statt. Der Gemeinderat Gebenstorf und der für die Festwirtschaft zuständige Feuerwehrverein Geissli freuen sich auf Ihre Teilnahme.

Sommeröffnungszeiten der ­Gemeindeverwaltung

Noch bis zum 7. August gelten folgende Sommeröffnungszeiten der ­Gemeindeverwaltung: ‒ Montag: 8 bis 11.30 Uhr, 14 bis 18 Uhr ‒ Dienstag bis Freitag: 8 bis 11.30 Uhr, nachmittags geschlossen Soziale Dienste ‒ Montag: 8 bis 11.30 Uhr, 14 bis 18 Uhr ‒ Dienstag: geschlossen ‒ Mittwoch und Donnerstag: 8 bis 11.30 Uhr, nachmittags geschlossen ‒ Freitag: geschlossen Wir danken Ihnen für das Verständnis und wünschen der Bevölkerung eine schöne Sommerzeit.

Feuerwerksverbot in Gebenstorf

Mit Inkrafttreten des neuen Polizei­ reglements am 1. Juli 2025 ist das ­A bbrennen von lärmverursachenden Feuerwerkskörpern in der Gemeinde Gebenstorf untersagt. Das Verbot dient dem Schutz von Mensch und Tier vor Lärmbelastung und soll zur Erhöhung der allgemeinen Lebensqualität sowie zur Reduktion von Sicherheitsrisiken beitragen. Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis und danken für die Einhaltung der neuen Bestimmungen.

WANDERGRUPPE SPREITENBACH

G LP B A D E N ■ Fusionen brauchen Augenhöhe – und Mut zu einem offenen Ergebnis Die Diskussion über eine mögliche ­engere Zusammenarbeit oder Fusion von Baden mit Neuenhof, Wettingen und weiteren Gemeinden der Region hat neue Dynamik erhalten. Die GLP Baden ist offen für ernsthafte Gespräche über eine stärkere Zusammenarbeit oder einen Zusammenschluss mit Wettingen, Neuenhof und weiteren Gemeinden der Region. Eine Fusion darf jedoch weder als Eingemeindung noch als kurzfristige Sanierung für knappe Gemeindekassen verstanden werden. Entscheidend ist, ob neue politische und administrative Strukturen einen Mehrwert für die Bevölkerung und die gesamte Region schaffen. Die Gemeindeversammlung Neuenhof hat mit 91 zu 76 Stimmen verlangt, dass der Gemeinderat Fusionsmöglichkeiten prüft. Auch in Wettingen werden entsprechende Gespräche gefordert. Die GLP Baden begrüsst diese Entwicklung. Sie erwartet vom Stadtrat Offenheit für Gespräche mit Neuenhof, Wettingen, Ennetbaden und weiteren interessierten Gemeinden. Dabei soll nicht nur eine vollständige Fusion geprüft werden. Denkbar sind unter anderem vertiefte Kooperationen, gemeinsame Verwaltungsleistungen oder eine stärkere regionale Organisation. «Die zentrale Frage lautet nicht, wer wen übernimmt. Wir müssen gemeinsam prüfen, welche politischen und adminis­ trativen Strukturen die Herausforderungen unserer Region am besten lösen», sagt Pascale Marder, Co-Fraktionspräsidentin der GLP Baden.

Einwohnergemeindeversammlungsbeschlüsse sind rechtskräftig

Dieses Wissen darf bei einer Fusion nicht verloren gehen. Eine grössere Stadt benötigt deshalb nicht einfach eine grössere Zen­ tralverwaltung. Sie braucht eine stärkere Quartierorientierung, lokale Mitsprache und den Mut zu differenzierten Lösungen. Quartierinteressen, lokale Identitäten und Möglichkeiten zur demokratischen Mitwirkung müssen bei einer Fusion verbindlich gesichert werden. Die GLP Baden spricht sich deshalb dafür aus, Fusions- und Kooperationsgespräche frühzeitig und aus einer Position der Stärke auf allen Seiten zu führen. Die Gespräche müssen ergebnisoffen sein. Die beteiligten Gemeinden müssen in den Projektgremien gleichberechtigt vertreten sein, und die Bevölkerung ist von Anfang an einzubeziehen. Durch einen Zusammenschluss mit weiteren Gemeinden würde Baden zahlenmässig zur Grossstadt. Der eigentliche Gewinn läge jedoch nicht in der statistischen Grösse. Wenn es gelingt, die Eigenheiten der Quartiere und Ortsteile ernst zu nehmen, lokale Bedürfnisse zu berücksichtigen und nicht überall ein überbordendes Badener Finish überzustülpen, könnten verstärkte Kooperationen oder Fusionen für noch mehr Menschen gute Rahmenbedingungen für eine hohe Lebensqualität schaffen. Eine erfolgreiche Fusion würde sich deshalb nicht daran messen, wie einheitlich die neue Stadt organisiert ist. Entscheidend ist, wie gut sie wirtschaftliche Stärke, kulturelle Kreativität, Vielfalt, Zugehörigkeit, demokratische Mitwirkung und Lebensqualität miteinander verbindet. ZVG

Die Juniwanderung führte in den Kanton Solothurn ■ Monatswanderung nach Solothurn Am sonnigen Morgen des 24. Juni trafen sich 23 Mitglieder der Wandergruppe Spreitenbach beim Bahnhof Killwangen zur 168. Monatswanderung. Mit dem Zug ging es nach Lommiswil, von dort führte ein halbstündiger Spaziergang zu den Saurier­ spuren im Gebiet Steingrueben. Saurier kann man hier keine sehen, mit etwas Glück aber Gämsen. Nach diesem Abstecher ging es weiter zu einer der schönsten Jurasüdfuss-­ Wanderungen, abwechslungsreich und schattig. Im Wald oder am Waldrand entlang ging es bis zur Einsiedelei St. Verena. Am nördlichen Eingang zur Ve­ renaschlucht wurde das Mittagsziel erreicht, und im Restaurant Einsiede-

BILD: ZVG

lei gab es ein leichtes Menü. Die ganze Truppe entspannte sich beim Essen mit Getränk im Gartenrestaurant. Anschliessend hatten die Wanderinnen und Wanderer Zeit, um die Eremitenklause, die Oelberg- und die Magdalenengrotte zu besichtigen. Danach führte die Wanderung auf wunder­ baren Wegen der Schlucht entlang bis zur Stadt Solothurn. Hier reichte die Zeit noch für einen kleinen Rundgang durch die sehenswerte barocke Altstadt und anschliessend für ein kühles Getränk an der Aare. Trotz der Hitze gefiel es allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, auf den schattigen Wegen zu wandern, und nach einer kurzen Zugfahrt kamen alle unfallfrei und gut gelaunt wieder in Killwangen an. ZVG


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MOBIL EXTRA

Bahn frei für die Mini-Stromer Die EU führt eine neue Fahrzeugklasse ein, die von der Schweiz übernommen wird. Darin werden kleine Elektroautos separat aufgeführt und diese mit Privilegien ausgestattet. Das schafft Vorteile, führt aber auch zu Kritik. DAVE SCHNEIDER

Das erste Automobil der Welt hatte bescheidene Abmessungen: Der Patent-Motorwagen von 1886 war nur 2,70 Meter lang, 1,40 Meter breit und 1,45 Meter hoch. Seither sind die Autos stetig gewachsen, und das in alle Richtungen. Der VW Golf, der Inbegriff der Kompaktklasse, ist in ­ seiner achten Modellgeneration satte 57 Zentimeter länger als bei seinem Debüt 1974. Der Fiat 500, der legendäre Cinquecento, ist heute 60 Zentimeter länger als bei seiner Markteinführung 1957. Doch man braucht gar nicht so weit zurückzublicken, um das stetige Wachstum zu erkennen: Seit dem Jahr 2000 haben laut Marktbeobachter Inovev die in Europa produzierten Autos im Durchschnitt um 7 Zentimeter in der Höhe, 10 Zentimeter in der Breite und 20 Zentimeter in der Länge zugelegt. «Die Autos werden grösser, weil es schick ist und ­b equem», analysiert Autoforscher Ferdinand Dudenhöffer diesen Trend. «Es strahlt Mächtigkeit aus, in einem grossen Auto zu sitzen.» Im Zeitalter des Elektroautos erhält die Diskussion um die aus dem Ruder gelaufenen Fahrzeuggrössen neue Brisanz. Denn: Gerade die umweltfreundlicheren Stromer sollten doch möglichst vernünftig gebaut sein, damit sie wirklich effizient sein können. Doch ein Blick in die Zulassungsstatistik zeigt: Nicht die kleinen vernünftigen, sondern die grossen, schweren und teuren Elektroautos verkaufen sich gut, nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit. Dem soll nun eine neue Fahrzeugklasse entgegenwirken. Damit sollen sowohl die Autohersteller als auch die Kundschaft durch Anreize motiviert werden, kleine Stromer zu bauen beziehungsweise diese zu kaufen.

Vorbild Japan

Mit der neuen Fahrzeugkategorie will die EU-Kommission also dem Segment der kleinen, erschwinglichen Elektroautos zu Schwung verhelfen. Sie heisst M1E, kurz E-Klasse oder EU-E, und soll Anfang 2027 in Kraft treten. Als Vorbild für diese neue Fahrzeugklasse dient Japan: Dort existiert seit 1949 mit den sogenannten Kei-Cars eine eigene Fahrzeugklasse für besonders kleine Automobile. Um als Kei-Car eingestuft zu werden, darf ein Auto höchstens 3,40 Meter lang sein und maximal 64 PS leisten. Die Kundschaft profitiert von Steuervergünstigungen, tieferen Versicherungsprämien und kann in vielen Städten auf den sonst vorgeschriebenen Nachweis eines privaten Parkplatzes verzichten. Das Konzept ist erfolgreich: Heute sind mehr als ein Drittel aller japanischen Neuzulassungen Kei-Cars. Die europäische Variante unterscheidet sich jedoch in wesentlichen Punkten. Während die Kei-Cars vereinfachte Sicherheitsstandards geniessen und jegliche Antriebsart haben dürfen, hält die EU in der neuen M1E-Klasse an den vollständigen Crashtest-Anforderungen für Personenwagen fest und schreibt ausschliesslich den batterieelektrischen Antrieb vor. Die Fahrzeuglänge ist auf maximal 4,20 Meter beschränkt. Im Gegensatz zu der schon bestehenden Kategorie L7e für elektrische Leichtfahrzeuge, in der zum Beispiel der Citroën Ami oder der Schweizer Microlino eingestuft sind, gelten für M1E-Fahrzeuge neben den vollständigen Sicherheitsanforderungen alle Zulassungskriterien der Euro-7Norm. Auch die Begrenzung des Leergewichts auf 400 Kilogramm und die Tempobeschränkungen der L7e entfallen.

Der Citroën ë-C3 wird innerhalb von Europa montiert

Spannende Anreize für die ­Industrie

Um die Entwicklung solcher Fahrzeuge attraktiver zu machen, sieht die EU mehrere Vergünstigungen für die Autohersteller vor – schliesslich soll die neue Fahrzeugkategorie nicht nur den Fuhrpark auf unseren Strassen effizienter machen, sondern ebenfalls die hiesige Autoproduktion vor den günstigen Importen vor allem aus China schützen. Modelle, die in der neuen M1E-Klasse zugelassen sind, müssen während zehn Jahren nicht neuen Vorschriften für Assistenzsysteme angepasst werden – das reduziert den Entwicklungsaufwand und somit die Kosten und schafft gleichzeitig mehr Planungssicherheit. Das ist ein entscheidendes Kriterium, denn die stetig mehr werdenden Sicherheits- und Emissionsvorschriften haben dazu geführt, dass das Segment der Kleinwagen unrentabel wurde. Beliebte Modelle wie der Ford Fiesta oder der VW Up sind deshalb nach und nach vom Markt verschwunden. Ein weiterer Anreiz für die Autohersteller ist das sogenannte SuperCredit-System. In Europa müssen Autohersteller einen CO₂-Flotten­ grenzwert erreichen und bei einer Überschreitung empfindliche Bussen bezahlen. Bei der Berechnung dieses Werts werden die M1E-Fahrzeuge künftig nicht mit dem Faktor 1, sondern mit dem Faktor 1,3 berücksichtigt. Somit können die Autohersteller selbst kleine Stromer wirtschaftlich anbieten, weil sich der finanzielle Nutzen weniger über den Verkaufspreis als über vermiedene Strafzahlungen auf Flottenebene ergibt. Bereits erfüllen mehrere aktuelle Modelle die Anforderungen der neuen M1E-Klasse. Dazu gehören zum Beispiel der Renault 5 E-Tech, der Citroën e-C3 sowie der Kia EV 2. Da diese Fahrzeuge innerhalb der EU montiert werden, profitieren sie von sämtlichen vorgesehenen Vorteilen – denn auch das ist eine Vorschrift der neuen Fahrzeugkategorie. Vernünftige Klein­wagen wie der Dacia Spring, der ­Hyundai Inster oder die elektrischen Modelle von Mini kommen deshalb nicht in den

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Genuss der Vergünstigungen, weil trischer Kleinwagen, vor allem finansie ausserhalb der EU produziert ziell profitieren. Neben tieferen Kaufwerden. Damit will die EU-­ preisen soll die neue Kategorie Raum Kommission verhindern, dass die für staatliche Anreize schaffen: Kauf­Förderung den preisgünstigen Imprämien, Steuer vergünstigungen oder andere Privilegien wie Gratisportfahrzeugen aus China zugutekommt. Zusätzlich treten ab 2027 parkplätze, Wegfall von City-Mauts Ursprungsregeln in Kraft: Demnach oder sogar die Schaffung eigener müssen 50 bis 60 Prozent der gesamten Wertschöpfung eines FahrzeugInserat modells, einschliesslich der Batteriezellen, innerhalb der EU oder in Staaten mit einem entsprechenden Handelsabkommen liegen.

Kritik am neuen System

Die Produktionsvorgabe innerhalb der EU gibt auch Anlass zu Kritik, eben weil dadurch Fahrzeuge ausgeschlossen werden, welche die technischen Anforderungen erfüllen würden. Verbraucherschützer und Befürworter des Freihandels sehen durch die neue Fahrzeugklasse ausserdem eine indirekte Importbeschränkung, die den Wettbewerb verzerren und letztlich höhere Preise für die Kundschaft verursachen könnte. Des Weiteren wird die vorgesehene Ursprungsregel für Batteriezellen als problematisch eingestuft: Nach Ansicht von Kritikern sind viele bestehende Lieferketten kurzfristig nicht in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen. Dadurch könnten die Autohersteller gezwungen sein, weniger effiziente europäische Zelllieferanten zu wählen, was den angestrebten günstigen Fahrzeugpreis wiederum gefährden würde. Umweltverbände bemängeln das Super-Credit-System. Ihrer Auffassung nach ermöglicht es den Herstellern, ihre CO₂-Bilanz einfach aufzupeppen, ohne dass dabei der Druck erhöht würde, ihre grösseren Modelle schneller zu elektrifizieren. Auch die Regelung bei den Assistenzsystemen wird von Experten kritisch gesehen: Derneue neueMitsubishi Mitsubishi Der Da M1E-Fahrzeuge nach ihrer Zulassung zehn Jahre lang nicht neuen ­Sicherheitsvorschriften angepasst werden müssen, könnten Erkenntnisse aus der Unfallforschung über einen langen Zeitraum unberücksichtigt bleiben. Die Kundschaft soll, neben einem grösseren Angebot elek-

Fahrspuren sind denkbar, wie das Vorbild Japan zeigt. Ob sich allerdings das Versprechen der tieferen Preise erfüllt oder ob die Hersteller die Vorteile des Super-Credit-Systems vor allem zur Steigerung ihrer Gewinne nutzen werden, wird sich erst nach der Einführung zeigen.

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Spreng-

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burg nach Nesslau brachte. Dort kauften wir zuerst in der Käserei von Noldi Furrer ein. Anschliessend gab es im Restaurant Sternen ein Mittagessen. Weiter ging es mit vier Kutschen bei schönen Wetter, aber grosser Hitze über Land. Im kühlen Car fuhren wir wieder z­ urück nach Wettingen. ZVG

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Redaktion Telefon 056 460 77 88 redaktion@effingermedien.ch Simon Meyer (sim), verantwortlicher Redaktor Marko Lehtinen (leh), Redaktor Sven Martens (sma), Redaktor

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3 6 7 1 8 9 5 1 5 Heil8 2 4 3 9 pflanze 9 2 4 6 5 7 3

■ Landfrauen unterwegs ins ­Toggenburg Als hätten wir es gewusst, dass es am Reisetag der Landfrauen Wettingen heiss werden würde: Es sollte ein gemütlicher Ausflug werden. In Nue‘s Café warteten wir auf den Reisebus, der uns über Land ins schöne Toggen-

Rütihof

So gehts: Die fehlenden Zahlen im Gitter so ergänzen, dass jede Zahl zwischen 1 und 9 in jedem Quadrat und auf jeder Zeile (horizontal und vertikal) nur einmal vorkommt. Falls Sie zu keinem Ende kommen, nicht verzweifeln: Die Auflösung finden Sie nächste Woche auf dieser Rätselseite.

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nieur – er errichtete Festungsbauten, Wasserbauten und Brücken – und Kartograf der berühmten Dufour-Karte. Als General im Sonderbundskrieg von 1847 war es seiner bedachtsamen Kriegsführung zu verdanken, dass unser Land zu einem Bundesstaat mit moderner, demokratischer Verfassung vereint werden konnte. Er war Mitbegründer und erster Präsident des Roten Kreuzes. Im zweiten Bunker besuchten wir das Festungsmuseum und in Oberägeri das Schlachtgelände von Morgarten mit der Kapelle. ZVG

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Ausgabe Nord

Am 1. Juli besuchte die Vereinigung für Heimatkunde des Bezirks Baden das Dufour- und Festungsmuseum Halsegg. Mit Begeisterung erzählte Thomas Landolt vom Leben und Wirken von Guillaume Henri Dufour (1787–1875). So lernte man die sehr vielseitige Persönlichkeit Dufours und sein gesamtes Lebenswerk anhand von Anschauungstafeln, Zeichnungen, Karten und Messgeräten näher kennen. Er war Wissenschaftler, Inge-

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Kulturzentrum «Ennetraum» www.ennetraum.ch

Tanznachmittag der Pro Senectute Di, 11.8., 14.00–17.00, Zys Hotel (Zwyssighof), Alberich-Zwyssig-Strasse 78. Leitung: Theres Moser, 056 424 12 84, Sabine Bucher, 076 521 14 27.

BRUGG 20.00: Sommernachtsfest 2.0: Livesound by DJ D. Konzert mit Bonnie, «Vintage Soul and Roll». Dominik’s Grillspiessli. Galerie Immaginazione. Infos: immaginazione.ch

Turnen für jedefrau/jedermann www.tv-wettingen.ch

SONNTAG, 26. JULI

ZEN-Meditation Jeden Fr, 18.00, im Bewegungsraum mit Herz, Alberich-Zwyssig-Strasse 81, Auskunft: Herbert Eberle, 056 426 65 54, herbert.eberle1955@gmail.com.

BRUGG 13.00–17.00: Sommer-Familiensonntag in Vindonissa. Die Römer gehen baden: Spiel und Spass für die ganze Familie ab 3 Jahren. Vindonissa Museum. museumaargau.ch

Familienzentrum Karussell Region Baden Sommerpause vom 18. Juli bis 2. August. Haselstrasse 6, 5400 Baden, 056 222 47 44, www.karussell-baden.ch. Generationen-Schach für alle ab 60 Jahren und Kinder ab 9 Jahren Mi, 5.8., 13.30–16.00, Pro Senectute Aargau, Bahnhofstr. 40. Auskunft: Pro Senectute Aargau, Beratungsstelle Bezirk Baden, 056 203 40 80. Pro Senectute Mittagstisch Do, 6.8., 11.30, Hotel Linde. Anmeldungen bis 2 Tage vorher: Ursi Egli, 056 222 95 37. Pro Senectute Mountainbikegruppe Tagestour Do, 30.7., 9.20–16.00: Gränichen BöhlerTrails. Treffpunkt: Gränichen, Parkplatz Pizzeria Alpenrösli. Infos: www.ag. prosenectute.ch/mountainbike. Pro Senectute Radsportgruppe Do, 23.7., 9.00–15.30: Mettauertal (46 km). Treffpunkt: Schadenmühleplatz Baden. Leitung: Peter Gautschi, 076 522 35 55, und Peter Kilchenmann, 076 574 23 71. Do, 6.8., 9.00–17.00: Rund um den Flughafen Zürich (68 km). Treffpunkt: Restaurant Engel, Ehrendingen. Leitung: Ruedi Farner, 079 740 90 03, und Gérald Charoton, 079 419 27 30. BIRMENSTORF SV Birmenstorf (Sportverein Birmenstorf) Diverse Sportangebote für alle Altersgruppen. Kontakt. www.svbirmenstorf.ch. TV Birmenstorf www.tsvbirmenstorf.ch

Verein Aikido www.aikido-ennetbaden.ch FISLISBACH Kath. Kirchenchor St. Agatha Di, 19.30, kath. Kirchgemeindehaus, Präsidentin: Gabriella Dürst, www.stagathachor.ch. GEBENSTORF Kynologischer Verein Gebenstorf-Turgi Jeden Di, 18.30: Kostenloser Schnupperkurs für Familienhunde. Anmeldung: nhb@kvgt. ch oder 079 236 44 59. Pro Senectute Mittagstisch Do, 30.7., 11.30, Restaurant Frohsinn. An-/ Abmeldungen bis Montagabend, ab 18 Uhr: Vreni Kilchenmann, 056 223 32 73. TURGI Pro Senectute Mittagstisch Di, 28.7., 12.00, Seniorenzentrum Sunnhalde. An-/Abmeldungen bis 2 Tage vorher an: Renate Treyer, 079 504 66 83. Offener Turgitreff Jeden Mi, ab 19.00: Gemütliche Begegnungen bei Gesprächen, beim Spielen, Stricken und vieles mehr – Hauptsache, nicht allein zu Hause. Bei der Bibliothek Turgi, Weichlenstrasse 1a. Seniorennachmittag Turgi Di, 11. 8., 14.00: Liederlotto im kath. Pfarreisaal Turgi. Anmeldung bis 4. August bei Susanne Baumann, 079 254 22 10. Turnen für jedermann Di, 19.30–20.30, Turnhalle Gut. Infos: stvturgi.ch

WÜRENLOS Natur- und Vogelschutzverein/ Birdlife Würenlos www.nvvw.ch Pro Senectute Fitness und Gymnastik Frauengruppe Mi, 14.00–15.00, Alte Turnhalle. Auskunft: Pro Senectute Aargau, Beratungsstelle Bezirk Baden, 056 203 40 80. Pro Senectute Fitness und Gymnastik Männergruppe Mi, 15.00–16.00, Alte Turnhalle. Auskunft: Pro Senectute Aargau, Beratungsstelle Bezirk Baden, 056 203 40 80. Pro Senectute Walking Mo, 8.45–10.00, zwei Gruppen: Geniesser und Fit. Treffpunkt: Firma Huba Control, Würenlos. Auskunft: Pro Senectute Aargau, Beratungsstelle Bezirk Baden, 056 203 40 80. Spielgruppe Würenlos www.spielgruppe-wuerenlos.ch Wanderclub Würenlos Präsident: Markus Campagnoli, 056 558 90 09, 076 576 21 69, markus.campagnoli@epost.ch.

WINDISCH 10.00–18.00: Sommer-Familiensonntag in Vindonissa. Die Römer gehen baden: Spiel und Spass für die ganze Familie ab 3 Jahren. Legionärspfad Vindonissa. Infos: museumaargau.ch 11.30–12.30/13.30–14.30: Frauen im Kloster Königsfelden. Öffentliche Führung: starke Frauen vor und hinter den Klostermauern. Infos: museumaargau.ch

MITTWOCH, 29. JULI BADEN 12.15–12.45: Badener Orgelsommer mit Luigi Collarile, Brugg. Thema: Fantasieren. Kath. Stadtkirche. Infos: orgelsommer.ch

SONNTAG, 2. AUGUST BRUGG 15.00–15.30: Highlights aus Vindonissa. Einführung in die Ausstellung mit selbst­ ständiger Besichtigung. Vindonissa Museum. Infos: museumaargau.ch

UNTERSIGGENTHAL 10.00–12.00: Sonderausstellung «Wasser – gefasst und verteilt» . Reservoir Schachen: von der Idee zum Projekt mit Michael Merkli. Ortsmuseum. Infos: ortsmuseum-untersiggenthal.ch WINDISCH 10.00–18.00: Römersonntag für die ganze Familie im Legionärspfad. Infos: museumaargau.ch 13.00–13.30: Familienführung mit Ausbildung zum Legionär. Legionärspfad. Infos: museumaargau.ch 15.00–15.30: Kurzführung durch die Legionärsunterkünfte. Legionärspfad. Infos: museumaargau.ch

DIENSTAG, 4. AUGUST TURGI 13.30: Ökumenischer Jasstreff Turgi, im kath. Pfarreisaal.

MITTWOCH, 5. AUGUST BADEN 12.15–12.45: Badener Orgelsommer mit Andreas Jud, Schaffhausen. Thema: Fantasieren. Kath. Stadtkirche. Infos: orgelsommer.ch

DONNERSTAG, 6. AUGUST GEBENSTORF 18.30: Abschlussabend Gemeindereise im Kirchgemeindehaus. Kontakt: Pfrn. Brigitte Oegerli, 056 223 10 60, b.oegerli@ refkirche-bgt.

HABSBURG 13.30–14.30 | 15.30–16.30: Stammschloss einer Weltmacht. Öffentliche Führung zum Aufstieg der Habsburger. Schloss Habsburg. Infos: museumaargau.ch

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